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Infineon Technologies AG

Quarterly Report Aug 5, 2016

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Quarterly Report

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Infineon Technologies AG

Neubiberg

Quartalsfinanzbericht zum 30. Juni 2016

Q3

Quartalsfinanzbericht 30. Juni 2016

Ausgewählte Konzernfinanzdaten

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Ergebnis je Aktie, Segmentergebnis-Marge sowie Bruttomarge 2016 2015 2016 2015
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Ausgewählte Daten der Ertragslage
Umsatzerlöse 1.632 1.586 4.798 4.197
Bruttomarge 36,6% 34,8% 35,9% 34,7%
Segmentergebnis 254 245 702 611
Segmentergebnis-Marge 15,6% 15,4% 14,6% 14,6%
Forschungs- und Entwicklungskosten 197 201 590 520
Investitionen1 220 215 549 506
Abschreibungen 206 205 630 549
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 184 105 513 300
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 4 5 9
Konzernüberschuss 186 109 518 309
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - unverwässert 0,16 0,10 0,46 0,27
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert 0,16 0,10 0,46 0,27
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,19 0,18 0,54 0,44
Ausgewählte Daten der Finanzlage
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 496 432 866 528
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -493 -437 -676 -2.143
Darin: Auszahlungen (-)/Einzahlungen (+) für Finanzinvestments, Saldo -274 -225 -132 216
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 5 -24 -228 1.364
Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten2 277 220 322 -1.831

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Zum
€ in Millionen, außer Mitarbeiterzahlen 30. Juni 2016 30. September 2015
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Ausgewählte Daten der Vermögenslage
Summe Aktiva 8.855 8.741
Summe Eigenkapital 4.840 4.665
Eigenkapitalquote 54,7% 53,4%
Brutto-Cash-Position3 2.083 2.013
Gesamte Finanzverbindlichkeiten 1.784 1.793
Netto-Cash-Position3 299 220
Marktkapitalisierung4 14.612 11.294
Mitarbeiter5 36.141 35.424

1 Investitionen: Summe aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, einschließlich aktivierter Forschungs- und Entwicklungskosten

2 Der Free-Cash-Flow ist definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten und Mittelzufluss/ -abfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf von Finanzinvestments.

3 Die Brutto-Cash-Position ist definiert als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zuzüglich Finanzinvestments. Die Netto-Cash-Position ist definiert als Brutto-Cash-Position verringert um kurzfristige und langfristige Finanzverbindlichkeiten.

4 Die Berechnung erfolgt auf Basis ungerundeter Werte. Die Aktien in Eigenbesitz wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

5 Der Begriff Mitarbeiter wird im vorliegenden Quartalsfinanzbericht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen verwendet.

Konzernzwischenlagebericht (ungeprüft)

Geschäftsentwicklung von Infineon in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016:

Umsatzerlöse und Segmentergebnis gegenüber Vorjahresvergleichszeitraum gestiegen
Konzernüberschuss und Ergebnis je Aktie gegenüber Vorjahresvergleichszeitraum deutlich gesteigert, bereinigtes Ergebnis je Aktie verbessert
Wachstumsprognose für das Gesamtjahr trotz eines schwierigen Marktumfeldes innerhalb der in den Vorquartalen prognostizierten Spanne bestätigt

"Umsatz, Ergebnis und Marge sind im vergangenen Quartal wie erwartet gestiegen. Besonders gefragt waren unsere Lösungen für Automobilelektronik, erneuerbare Energien und Stromversorgungen. Trotz eines derzeit zurückgehenden Halbleitermarkts ist Infineon im Vergleich zum Vorjahresquartal erneut gewachsen - anders als viele Wettbewerber. Infineon konzentriert sich auf strukturell wachsende Teilmärkte. Langfristig erwarten wir deshalb auch weiterhin ein durchschnittliches Wachstum von 8 Prozent", sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon. "Wir ermöglichen umweltfreundlichere und sicherere Autos, saubere Energie und noch schnellere mobile Kommunikation. Mit dem geplanten Kauf von Wolfspeed sichern wir uns langfristig einen entscheidenden Technologievorsprung und bauen unser Systemverständnis aus. Damit setzen wir auf vielversprechende Wachstumsfelder wie Elektromobilität und das Internet der Dinge."

Entwicklung der operativen Segmente im dritten Quartal des Geschäftsjahres 20161

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorquartal von €1.611 Millionen auf €1.632 Millionen. Zum Umsatzanstieg von 1 Prozent haben die Segmente Automotive, Industrial Power Control und Power Management & Multimarket beigetragen. Der Umsatz im Segment Chip Card & Security war wie erwartet leicht rückläufig.

Im Vergleich mit dem dritten Quartal des Vorjahres weisen die Segmente Automotive und Industrial Power Control Umsatzsteigerungen auf. Im Segment Chip Card & Security blieb der Umsatz im Jahresvergleich unverändert. Das Segment Power Management & Multimarket weist hingegen einen Umsatzrückgang im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres auf.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde das von Automotive und Chip Card & Security entwickelte Geschäft mit XMC Industrie-Mikrocontrollern auf Power Management & Multimarket und Industrial Power Control übertragen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

1 Die Berichterstattung zu den operativen Segmenten wurde ab dem Quartalsfinanzbericht zum 31. Dezember 2015 zur Vereinheitlichung der externen Berichterstattung der Infineon Technologies AG und zur besseren Vergleichbarkeit, Klarheit und Übersichtlichkeit angepasst.

Automotive

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatz 676 621 1.961 1.736
Anteil am Gesamtumsatz 41% 39% 41% 41%
Segmentergebnis 104 79 279 230
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 41% 32% 40% 38%
Segmentergebnis-Marge 15,4% 12,7% 14,2% 13,2%

Der Umsatz im Segment Automotive betrug im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 €676 Millionen nach €670 Millionen im Vorquartal. Insbesondere Radar-Lösungen für Fahrerassistenzsysteme waren sehr gefragt. Die Nachfrage nach Lösungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge war weiterhin hoch. Der Bereich Premiumfahrzeuge zeigte global eine unverändert gute Nachfrage. Das Segmentergebnis verbesserte sich von €94 Millionen im zweiten Quartal auf €104 Millionen im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge stieg auf 15,4 Prozent nach 14,0 Prozent im Vorquartal.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz im Segment Automotive im Jahresvergleich um 9 Prozent auf €676 Millionen. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte er €621 Millionen betragen. Das Segmentergebnis verbesserte sich von €79 Millionen im Vorjahresquartal auf €104 Millionen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016. Die Segmentergebnis-Marge betrug 15,4 Prozent nach 12,7 Prozent im Vorjahresquartal.

Industrial Power Control

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatz 280 269 794 701
Anteil am Gesamtumsatz 17% 17% 17% 17%
Segmentergebnis 42 30 90 75
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 17% 12% 13% 12%
Segmentergebnis-Marge 15,0% 11,2% 11,3% 10,7%

Im Segment Industrial Power Control stieg der Umsatz von €265 Millionen im zweiten Quartal um 6 Prozent auf €280 Millionen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016. Besonders positiv entwickelte sich die Nachfrage im Bereich erneuerbare Energien. Die Umsätze in den Bereichen elektrische Antriebe und Haushaltsgeräte blieben stabil, während sie im Bereich Züge etwas zurückgingen. Das Segmentergebnis verbesserte sich von €26 Millionen im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf €42 Millionen im dritten Quartal. Die Segmentergebnis-Marge stieg auf 15,0 Prozent nach 9,8 Prozent im Vorquartal.

Im Segment Industrial Power Control stieg der Umsatz von €269 Millionen im Vorjahr um 4 Prozent auf €280 Millionen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016. Das Segmentergebnis verbesserte sich ebenfalls und betrug €42 Millionen nach €30 Millionen im dritten Quartal des Vorjahres. Die Segmentergebnis-Marge erreichte 15,0 Prozent nach 11,2 Prozent im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015.

Power Management & Multimarket

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatz 509 517 1.515 1.261
Anteil am Gesamtumsatz 31% 33% 32% 30%
Segmentergebnis 79 98 232 213
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 31% 40% 33% 35%
Segmentergebnis-Marge 15,5% 19,0% 15,3% 16,9%

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 stieg der Umsatz im Segment Power Management & Multimarket um 3 Prozent auf €509 Millionen. Im zweiten Quartal waren €496 Millionen erzielt worden. Das Geschäft in den Bereichen Wechselspannungs- und Gleichspannungswandlung stieg saisonal an. Bei Komponenten für Mobilkommunikation entwickelte sich der Umsatz - entgegen der normalen Saisonalität - nur flach. Das Segmentergebnis verbesserte sich im dritten Quartal auf €79 Millionen nach €74 Millionen im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge betrug 15,5 Prozent nach 14,9 Prozent im Vorquartal.

Der Umsatz im Segment Power Management & Multimarket verringerte sich im Jahresvergleich um 2 Prozent auf €509 Millionen. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte der Umsatz €517 Millionen betragen. Das Segmentergebnis sank von €98 Millionen auf €79 Millionen im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 15,5 Prozent nach 19,0 Prozent im entsprechenden Vorjahresquartal.

Chip Card & Security

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatz 172 172 525 486
Anteil am Gesamtumsatz 11% 11% 11% 12%
Segmentergebnis 32 35 103 88
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 13% 14% 15% 14%
Segmentergebnis-Marge 18,6% 20,3% 19,6% 18,1%

Der Umsatz im Segment Chip Card & Security verringerte sich im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 gegenüber dem Vorquartal um 4 Prozent von €180 Millionen auf €172 Millionen. Während der Bedarf für Bezahlkarten aufgrund der schwächeren Marktentwicklung rückläufig war, stieg die Nachfrage nach Chips für Authentisierungslösungen saisonal an. Das Segmentergebnis verringerte sich um €4 Millionen von €36 Millionen im zweiten Quartal auf €32 Millionen im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug im dritten Quartal 18,6 Prozent nach 20,0 Prozent im Vorquartal.

Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Umsatz im Segment Chip Card & Security im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres unverändert bei €172 Millionen. Das Segmentergebnis verringerte sich um €3 Millionen auf €32 Millionen. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte es €35 Millionen betragen. Die Segmentergebnis-Marge erreichte im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 18,6 Prozent nach 20,3 Prozent im entsprechenden Vorjahresquartal.

Bedeutende Ereignisse in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016

Januar 2016

Infineon zum sechsten Mal in Folge eines der nachhaltigsten Unternehmen der Welt

Infineon ist zum sechsten Mal in Folge in das Sustainability Yearbook des Schweizer Investmentunternehmens RobecoSAM aufgenommen worden. Damit gehört Infineon weiterhin zu den 15 Prozent der Firmen mit der besten unternehmerischen Leistung im Bereich Nachhaltigkeit weltweit und zu den Top-Ten-Unternehmen der Halbleiterbranche.

April 2016

Infineon schließt Platzierung von Anleihen über US$935 Millionen in den USA erfolgreich ab

Infineon hat im April 2016 erfolgreich eine US-Privatplatzierung von Anleihen (sogenannte USPP) mit einem Nominalwert von US$935 Millionen abgeschlossen und das bisherige US-Dollar-Darlehen in Höhe von US$934 Millionen, welches im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier aufgenommen wurde, anschließend zurückgezahlt.

Das USPP-Anleihevolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von acht, zehn und zwölf Jahren. Die Transaktion optimiert somit das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten von Infineon weiter und führt zu einer Diversifizierung der Finanzierungsquellen.

Mai 2016

Start der Serienfertigung in Kulim 2

Nachdem im Januar 2016 in Kulim 2, der zweiten Fertigungshalle in Kulim (Malaysia), mit der Ausstattung des Reinraums mit Fertigungsanlagen begonnen worden war, startete am 13. Mai 2016 offiziell die Serienfertigung. Der seit 2006 bestehende Standort ist Infineons bisher einziger Frontend-Standort in Asien. Mit der Eröffnung des zweiten Werks in Kulim verdoppelt Infineon die Kapazität. Bei voller Auslastung beider Werke werden später circa 3.000 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die auf den Wafern produzierten Chips werden für Produkte in Automobilanwendungen und Stromversorgungen eingesetzt. Der neue Produktionsstandort wurde nach Industrie-4.0-Standards ausgestattet, das heißt, intelligente Fertigungs- und Regalsysteme tragen hier zu einer erhöhten Effizienz der Arbeitsabläufe bei.

Mai 2016

Neue Zusammensetzung des Infineon-Vorstands

Infineon erweitert den Vorstand von drei auf vier Mitglieder. Das Führungsteam wird so nach dem starken Wachstum der vergangenen Jahre und der erfolgreichen Integration von International Rectifier für die Fortführung des Erfolgskurses gestärkt. Jochen Hanebeck, bisher Präsident des Segments Automotive, wurde zum 1. Juli 2016 als Vorstand für das neu geschaffene Ressort Operations berufen. Ebenfalls zum 1. Juli 2016 wurde Dr. Helmut Gassel, bisher Präsident des Segments Industrial Power Control, zum Vorstand für Strategieentwicklung, Sales & Marketing und Regionen berufen. Arunjai Mittal, der als Mitglied des Vorstands bisher für diese Bereiche verantwortlich war, wird Infineon aus familiären Gründen zum 30. September 2016 verlassen.

Juni 2016

Infineons 3D-Bildsensor bringt Augmented Reality ins Smartphone

Der 3D-Bildsensorchip REAL3™ von Infineon ermöglicht ein dreidimensionales Abbild der Umgebung in Echtzeit. Das weltweit erste Smartphone, das diesen Sensor verwendet, ist das PHAB2 Pro von Lenovo. Dank der Fähigkeiten des Sensors ermöglicht das Smartphone direkten Zugriff auf die sogenannte Augmented Reality: Durch Motion-Tracking reagiert es auf Positionsveränderungen, die Tiefenwahrnehmung misst die Entfernung von Objekten, und räumliches Lernen lässt das Gerät einmal erfasste Orte wiedererkennen. Die Fähigkeit von Geräten zum dreidimensionalen Sehen wird zu einer Vielzahl neuer Anwendungen für Endverbraucher und in der Automobilbranche führen - zum Beispiel zur Fahrerüberwachung oder zur Gestenerkennung im Fahrzeug.

Die Infineon-Aktie

Die Infineon-Aktie beendete die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016 mit einem Kurs von €12,98 und somit 29 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs von €10,06 zum 30. September 2015.

Nachdem die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 bereits von €0,12 auf €0,18 erhöht worden war, hatten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung am 18. Februar 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine weitere Anhebung der Dividende auf €0,20 je Aktie vorzuschlagen. Die Aktionäre stimmten diesem Vorschlag zu, womit am 19. Februar 2016 ein Betrag von €225 Millionen an die Aktionäre ausbezahlt wurde. Zum 30. Juni 2016 belief sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien auf 1.132.136.071. Hierin enthalten sind unverändert 6 Millionen Aktien in Eigenbesitz, die nicht dividendenberechtigt sind.

Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds

In seinem jüngsten Wachstumsausblick für die Weltwirtschaft hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Erwartung für das Kalenderjahr 2016 in Höhe von 2,5 Prozent nahezu unverändert gelassen (IWF, Juli 2016). Nach Einschätzung des IWF sind die Risiken für die Weltwirtschaft zwar weiter gestiegen, allerdings hat sich auch die Erholung an den Finanz- und Ölmärkten im Laufe des ersten Halbjahres des Kalenderjahrs 2016 weiter fortgesetzt. Für das Kalenderjahr 2017 prognostiziert der IWF aktuell ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Kalenderjahr 2016. Im April 2016 lag die Wachstumserwartung für das Kalenderjahr 2017 noch bei 2,9 Prozent.

Der Halbleitermarkt insgesamt hat sich in den letzten Monaten weiter abgeschwächt und zwar insbesondere wegen des hohen Preisdrucks bei Speicherprodukten und der Schwäche im Smartphone-Markt. Für den Smartphone-Markt wird zwar weiterhin von einem Wachstum ausgegangen, allerdings gehören die zweistelligen Wachstumsraten früherer Jahre nun wohl endgültig der Vergangenheit an. Zu den Wachstumstreibern zählen unverändert erneuerbare Energien (Wind und Solar) sowie die Elektromobilität und Fahrerassistenzsysteme.

Laut dem Marktforschungsunternehmen IHS Markit wird der Industrie-Halbleitermarkt im Kalenderjahr 2016 mit einem erwarteten Plus von 6,0 Prozent Spitzenreiter im Wachstum sein. Auch der Automobil-Halbleitermarkt dürfte laut IHS Markit mit 4,5 Prozent im Kalenderjahr 2016 überdurchschnittlich wachsen. Für den Industrie-Halbleitermarkt wird zudem ein Wachstum von 7,6 Prozent für das Kalenderjahr 2017 vorhergesagt; für den Automobil-Halbleitermarkt ein Wachstum von 6,3 Prozent im gleichen Zeitraum. Für den Gesamthalbleitermarkt prognostiziert IHS Markit nun einen Rückgang um 4,5 Prozent im Kalenderjahr 2016 (im April dieses Jahres lag die Schätzung für das Kalenderjahr 2016 noch bei minus 2,9 Prozent), gefolgt von einem Anstieg um plus 2,5 Prozent für das Kalenderjahr 2017.

Darstellung der Ertragslage in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Ergebnis je Aktie 2016 2015 2016 2015
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Umsatzerlöse 1.632 1.586 4.798 4.197
Bruttoergebnis vom Umsatz 598 552 1.722 1.456
Forschungs- und Entwicklungskosten -197 -201 -590 -520
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -200 -210 -595 -563
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, Saldo -8 -22 -4 -21
Betriebsergebnis 193 119 533 352
Finanzergebnis (Finanzerträge und -aufwendungen, Saldo) -13 -10 -44 -26
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1 1 2 3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 -5 22 -29
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 184 105 513 300
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 4 5 9
Konzernüberschuss 186 109 518 309
Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert 0,16 0,10 0,46 0,27
Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,16 0,10 0,46 0,27
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,19 0,18 0,54 0,44

Konzernüberschuss verbessert

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 hat sich der Konzernüberschuss gegenüber dem Vorjahreszeitraum um €209 Millionen auf €518 Millionen verbessert. Der Umsatzbeitrag von International Rectifier, die positive Geschäftsentwicklung von Infineon sowie der starke US-Dollar ließen die Umsatzerlöse um 14 Prozent auf €4.798 Millionen steigen. Der Ergebnisbeitrag durch den Umsatzanstieg sowie geringere Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 5) führten zu einem Anstieg des Konzernüberschusses um 68 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum bei akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen in Höhe von €149 Millionen (Vorjahr: €213 Millionen) für International Rectifier (insbesondere Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation).

Während im Vorjahresvergleichszeitraum International Rectifier ab dem 13. Januar 2015 einzubeziehen war, beinhalten die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016 International Rectifier über den vollen Berichtszeitraum.

International Rectifier, positive Geschäftsentwicklung und Stärke des US-Dollars führen zu Umsatzanstieg

Die Umsatzerlöse erhöhten sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um €601 Millionen auf €4.798 Millionen (Vorjahr: €4.197 Millionen). Aufgrund der am 13. Januar 2015 abgeschlossenen Akquisition von International Rectifier, der Gewinnung von Marktanteilen durch organisches Wachstum sowie der Stärke des US-Dollars (Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,11 gegenüber 1,16 im Vorjahresvergleichszeitraum) konnten alle vier operativen Segmente die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum steigern.

Die Bedeutung von Asien-Pazifik und China nimmt weiterhin zu

Durch die Akquisition von International Rectifier wurde der Marktzugang in China und den USA deutlich gestärkt, was sich in einem überproportionalen Anstieg der Umsatzerlöse in diesen Regionen zeigt. Auch in den übrigen Regionen ist Infineon gewachsen.

Mit €347 Millionen entfiel mehr als die Hälfte des Umsatzwachstums (58 Prozent) auf die Region Asien-Pazifik (ohne Japan), gefolgt von der Region Europa, Naher Osten und Afrika mit einem Anstieg um €117 Millionen (entspricht 19 Prozent des Umsatzanstiegs).

War die Region Asien-Pazifik (ohne Japan) bereits im Vorjahr mit 46 Prozent die nach Umsatz stärkste Region vor Europa, Naher Osten und Afrika mit 36 Prozent, so erhöhte sich die Bedeutung im abgelaufenen Quartal weiter. Asien-Pazifik (ohne Japan) repräsentierte nun mit 47 Prozent vom Umsatz knapp die Hälfte des weltweiten Infineon-Umsatzes, vor Europa, Naher Osten und Afrika mit 34 Prozent. Innerhalb der Region Asien-Pazifik (ohne Japan) wies China mit einem Anteil von €1.152 Millionen oder 24 Prozent am weltweiten Infineon-Umsatz den höchsten Anteil auf Länderebene auf.

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Drei Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015
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Europa, Naher Osten, Afrika 557 34% 541 34%
Darin: Deutschland 262 16% 249 16%
Asien-Pazifik (ohne Japan) 758 46% 736 47%
Darin: China 379 23% 373 24%
Japan 107 7% 116 7%
Amerika 210 13% 193 12%
Darin: USA 171 10% 155 10%
Gesamt 1.632 100% 1.586 100%

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Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015
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Europa, Naher Osten, Afrika 1.608 34% 1.491 36%
Darin: Deutschland 756 16% 692 16%
Asien-Pazifik (ohne Japan) 2.268 47% 1.921 46%
Darin: China 1.152 24% 957 23%
Japan 314 6% 276 6%
Amerika 608 13% 509 12%
Darin: USA 491 10% 405 10%
Gesamt 4.798 100% 4.197 100%

Anstieg der Bruttomarge

Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten) belief sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf €1.722 Millionen und stieg damit um 18 Prozent gegenüber €1.456 Millionen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015. Damit entwickelte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz besser im Vergleich zur Umsatzsteigerung von 14 Prozent.

Die Bruttomarge erhöhte sich demgemäß in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf 35,9 Prozent gegenüber 34,7 Prozent in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist im Wesentlichen auf geringere Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation und sonstige akquisitionsbedingte Aufwendungen für International Rectifier in Höhe von €73 Millionen (Vorjahresvergleichszeitraum: €117 Millionen), zurückzuführen (insbesondere höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation zu beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden sowie im Vorjahr enthaltene zusätzliche Aufwendungen aus dem Verbrauch von zu Marktwerten bewerteten Vorräten).

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatzkosten 1.034 1.034 3.076 2.741
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum 0% 12%
Prozent des Umsatzes 63,4% 65,2% 64,1% 65,3%
Bruttoergebnis vom Umsatz 598 552 1.722 1.456
Prozent vom Umsatz (Bruttomarge) 36,6% 34,8% 35,9% 34,7%

Im Verhältnis zum Umsatz leicht gesunkene Betriebskosten

Bei den Betriebskosten (Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten) war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 ein Anstieg um €102 Millionen oder 9 Prozent auf €1.185 Millionen zu verzeichnen (Vorjahreszeitraum: €1.083 Millionen). Im Verhältnis zum Umsatz betrugen die Betriebskosten 24,7 Prozent im abgelaufenen Neun-Monats-Zeitraum und 25,8 Prozent im Vorjahresvergleichszeitraum.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind mit €590 Millionen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zu €520 Millionen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 um €70 Millionen beziehungsweise 13 Prozent angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen zum einen aus der zeitlich vollen Einbeziehung von International Rectifier im Berichtszeitraum im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015, und zum anderen wurden, um die Grundlage für künftiges Wachstum zu schaffen, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensiviert und zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Zum 30. Juni 2016 waren im Bereich Forschung und Entwicklung 5.994 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.670) beschäftigt. In Prozent vom Umsatz gingen die Forschungs- und Entwicklungskosten von 12,4 Prozent im Vorjahresvergleichszeitraum auf 12,3 Prozent im abgelaufenen Neun-Monats-Zeitraum leicht zurück.

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Forschungs- und Entwicklungskosten 197 201 590 520
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum -2% 13%
Prozent vom Umsatz 12,1% 12,7% 12,3% 12,4%

Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf 12,4 Prozent vom Umsatz (Vorjahreszeitraum: 13,4 Prozent). Im Vorjahresvergleichszeitraum waren insbesondere auch direkte Erwerbsnebenkosten (Rechtsberatungskosten sowie Bankprovisionen) für International Rectifier enthalten.

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten 200 210 595 563
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum -5% 6%
Prozent vom Umsatz 12,3% 13,2% 12,4% 13,4%

Ergebnis je Aktie verbessert

Der verbesserte Konzernüberschuss führte zu einem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses je Aktie. Beliefen sich das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 auf €0,27, lagen die entsprechenden Werte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei €0,46.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie gesteigert

Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl durch Effekte aus der Kaufpreisallokation für Akquisitionen (insbesondere International Rectifier) als auch durch weitere Sondersachverhalte beeinflusst. Um die Vergleichbarkeit der operativen Performance im Zeitablauf zu erhöhen, ermittelt Infineon das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) wie folgt:

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30.Juni
€ in Millionen (wenn nicht anders angegeben) 2016 2015 2016 2015
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Konzernüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert 184 105 514 298
Zuzüglich/Abzüglich:
Wertaufholungen/Wertminderungen von Vermögenswerten und von zur Veräußerung stehenden Vermögenswerten, Saldo 6 13 14 14
Ergebniseffekte aus Umstrukturierungen und Schließungen, Saldo - 10 -8 12
Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen 2 2 6 5
Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen 47 97 149 213
Verluste (Gewinne) aus dem Verkauf von Vermögenswerten, Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo 3 - 4 -
Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo 3 4 4 15
Steuereffekt auf Bereinigungen -16 -28 -36 -63
Wertaufholung beziehungsweise Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern, die aus der Ertragsprognose resultieren -15 - -32 -
Bereinigter Konzernüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG -verwässert 214 203 615 494
Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien - verwässert 1.131 1.126 1.129 1.125
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert1 0,19 0,18 0,54 0,44

1 Die Berechnung des bereinigten Ergebnisses je Aktie basiert auf ungerundeten Werten.

Der bereinigte Konzernüberschuss und das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) sind kein Ersatz oder keine höherwertigen Kennzahlen, sondern stets als zusätzliche Information zu dem nach IFRS ermittelten Konzernüberschuss beziehungsweise Ergebnis je Aktie (verwässert) aufzufassen.

Darstellung der Vermögenslage

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€ in Millionen, außer Prozentsätze 30. Juni 2016 30. September 2015 Veränderung
Kurzfristige Vermögenswerte 4.323 4.115 5%
Langfristige Vermögenswerte 4.532 4.626 -2%
Summe Vermögenswerte 8.855 8.741 1%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.466 1.585 -8%
Langfristige Verbindlichkeiten 2.549 2.491 2%
Summe Verbindlichkeiten 4.015 4.076 -1%
Summe Eigenkapital 4.840 4.665 4%

Kurzfristige Vermögenswerte gestiegen

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2016 um €208 Millionen auf €4.323 Millionen, verglichen mit €4.115 Millionen zum 30. September 2015. Darin erhöhte sich Infineons Brutto-Cash-Position (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzinvestments) um €70 Millionen (siehe "Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position" im Kapitel "Darstellung der Finanzlage"). Darüber hinaus erhöhten sich die Vorräte und die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte in Summe um €137 Millionen.

Leichter Rückgang der langfristigen Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte gingen von €4.626 Millionen zum 30. September 2015 auf €4.532 Millionen zum 30. Juni 2016 leicht zurück. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen lagen mit €464 Millionen unter den Abschreibungen von €504 Millionen im selben Zeitraum. Investiert wurde unter anderem in die Fertigungsstätten in Kulim und Malakka (beide Malaysia), Regensburg (Deutschland) sowie Villach (Österreich). Auch bei den immateriellen Vermögenswerten lagen die Investitionen mit €85 Millionen unter den Abschreibungen von €126 Millionen.

Zahlungen für variable Gehaltskomponenten verringern kurzfristige Verbindlichkeiten

Zum 30. Juni 2016 lagen die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei €1.466 Millionen und damit €119 Millionen oder 8 Prozent unter denen zum 30. September 2015 (€1.585 Millionen). Ursächlich hierfür war der Rückgang der Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern um €68 Millionen, da die für das Vorjahr getätigten Zahlungen der erfolgsabhängigen Mitarbeitervergütung die Neubildung für den Berichtszeitraum überstiegen. Des Weiteren verringerten sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um €24 Millionen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten sind von €2.491 Millionen zum 30. September 2015 leicht auf €2.549 Millionen zum 30. Juni 2016 gestiegen. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen hierbei um €153 Millionen hauptsächlich aufgrund versicherungsmathematischer Verluste. Der gegenläufige Rückgang der latenten Steuerverbindlichkeit in Höhe von €100 Millionen resultierte im Wesentlichen aus der Auflösung latenter Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb von International Rectifier sowie aus der Zuschreibung aktiver latenter Steuern im In- und Ausland. Das Darlehen in Höhe von US$934 Millionen, welches Infineon im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier bei verschiedenen internationalen Banken aufgenommen hatte, wurde am 13. April 2016 vollständig mit den Mitteln aus der Begebung von USPP-Anleihen (US-Privatplatzierungen von Anleihen) zurückgezahlt.

Eigenkapital vor allem aufgrund Konzernüberschuss gestiegen

Das Eigenkapital ist zum 30. Juni 2016 um €175 Millionen (4 Prozent) auf €4.840 Millionen gestiegen (30. September 2015: €4.665 Millionen). Ursächlich hierfür war vor allem der in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 erzielte Konzernüberschuss von €518 Millionen. Gegenläufig wirkten im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2015 gezahlte Dividende von €225 Millionen sowie im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Verluste aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von €140 Millionen nach Steuern (ausführlich hierzu siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 2).

Die Eigenkapitalquote stieg zum 30. Juni 2016 auf 54,7 Prozent (30. September 2015: 53,4 Prozent).

Darstellung der Finanzlage

Cash-Flow

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Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen 2016 2015
--- --- ---
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 866 528
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -676 -2.143
Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -228 1.364
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus nicht fortgeführten Aktivitäten -17 -138
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -55 -389
Währungsumrechnungseffekte auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -8 31
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -63 -358

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten deutlich gesteigert

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 ergab sich ein Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten von €866 Millionen, eine Verbesserung um €338 Millionen im Vergleich zu €528 Millionen im Vorjahresvergleichszeitraum. Ursächlich hierfür war vor allem das um €256 Millionen verbesserte Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern von €1.164 Millionen (Vorjahreszeitraum: €908 Millionen). Darüber hinaus haben im Vorjahreszeitraum die Zahlung von €104 Millionen für die Beilegung der Streitigkeiten um den Fortbestand der Nutzungsrechte an den Qimonda-Patenten und die Zahlung von €83 Millionen an die EU-Kommission für die verhängte Geldbuße im Chipkarten-Kartellverfahren als Sondereffekte den Cash-Flow belastet.

Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten geprägt durch Investitionen in das Sachanlagevermögen

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten belief sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf €676 Millionen. Dieser resultierte im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen von €464 Millionen sowie €85 Millionen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte. Ebenfalls zu einem Mittelabfluss führten mit einem Saldo von €132 Millionen Auszahlungen für den Kauf von Finanzinvestments.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 €2.143 Millionen betragen. Davon entfielen €1.866 Millionen nach Abzug übernommener Zahlungsmittel auf die Akquisition von International Rectifier. Investitionen in Sachanlagen sowie in immaterielle und sonstige Vermögenswerte betrugen in Summe €506 Millionen. Gegenläufig wirkten mit einem Saldo von €216 Millionen Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzinvestments.

Auszahlung der Dividende führt zu Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten war im Wesentlichen durch die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 von €225 Millionen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 geprägt und lag damit im Saldo bei €228 Millionen. Darüber hinaus hat Infineon im April 2016 erfolgreich eine US-Privatplatzierung von Anleihen (USPP) mit einem Volumen von US$935 Millionen abgeschlossen, wodurch es zu einem Netto-Mittelzufluss in Höhe von €819 Millionen kam. Im Gegenzug wurde das US-Dollar-Darlehen in Höhe von US$934 Millionen, welches im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier aufgenommen wurde, zurückgezahlt, was zu einem Mittelabfluss in Höhe von €820 Millionen führte.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 €1.364 Millionen betragen. Im Rahmen der Finanzierung der Akquisition von International Rectifier kam es zu einem Nettomittelzufluss von €1.584 Millionen. Daneben erfolgte die Auszahlung der Dividende von €202 Millionen für das Geschäftsjahr 2014.

Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus nicht fortgeführten Aktivitäten negativ

Der Mittelabfluss aus nicht fortgeführten Aktivitäten in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 belief sich auf €17 Millionen, im Wesentlichen im Zusammenhang mit Zahlungen von €14 Millionen an den Insolvenzverwalter von Qimonda für erzielte Vergleichsvereinbarungen über Nachhaftungsansprüche von ehemaligen Mitarbeitern von Qimonda Dresden.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 hatte der Mittelabfluss aus nicht fortgeführten Aktivitäten €138 Millionen betragen. Davon entfielen nach Erstattung von Umsatzsteuerbeträgen €125 Millionen auf Zahlungen im Rahmen des mit dem Insolvenzverwalter von Qimonda geschlossenen Teilvergleichs.

Free-Cash-Flow

Infineon berichtet die Kennzahl Free-Cash-Flow, definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit, jeweils aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf von Finanzinvestments. Der Free-Cash-Flow dient als zusätzliche Kenngröße, da Infineon einen Teil der Liquidität in Form von Finanzinvestments hält. Das bedeutet nicht, dass der so ermittelte Free-Cash-Flow für sonstige Ausgaben verwendet werden kann, da Dividenden, Schuldendienstverpflichtungen oder andere feste Auszahlungen noch nicht abgezogen sind. Der Free-Cash-Flow ist kein Ersatz oder höherwertige Kennzahl, sondern stets als zusätzliche Information zum Cash-Flow gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung, zu anderen Liquiditätskennzahlen sowie sonstigen gemäß IFRS ermittelten Kennzahlen aufzufassen. Der Free-Cash-Flow beinhaltet nur Werte aus fortgeführten Aktivitäten und wird wie folgt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung hergeleitet:

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Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen 2016 2015
--- --- ---
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 866 528
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -676 -2.143
Auszahlungen (+)/Einzahlungen (-) für Finanzinvestments, Saldo 132 -216
Free-Cash-Flow 322 -1.831

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit übersteigt Investitionen

Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten betrug in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 €322 Millionen.

Der Free-Cash-Flow hatte im Vorjahresvergleichszeitraum demgegenüber bei minus €1.831 Millionen gelegen. Davon entfielen €1.866 Millionen, nach Abzug übernommener Zahlungsmittel, auf die Akquisition von International Rectifier. Die Zahlungen an den Insolvenzverwalter von Qimonda und die EU-Kommission belasteten in Summe den Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten mit €208 Millionen.

Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position

Die folgende Tabelle stellt die Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position sowie die Finanzverbindlichkeiten dar. Da Infineon einen Teil der liquiden Mittel in Form von Finanzinvestments hält, die unter IFRS nicht als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente klassifiziert sind, berichtet Infineon die Brutto- und die Netto-Cash-Position, um Investoren die Liquiditätslage besser zu erläutern. Die Brutto- und die Netto-Cash-Position werden wie folgt aus der Konzern-Bilanz hergeleitet:

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€ in Millionen 30. Juni 2016 30. September 2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 610 673
Finanzinvestments 1.473 1.340
Brutto-Cash-Position 2.083 2.013
Abzüglich:
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzverbindlichkeiten 17 33
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.767 1.760
Gesamte Finanzverbindlichkeiten 1.784 1.793
Netto-Cash-Position 299 220

Die Brutto-Cash-Position, die sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzinvestments zusammensetzt, betrug zum 30. Juni 2016 €2.083 Millionen und war damit um €70 Millionen höher verglichen mit €2.013 Millionen zum 30. September 2015. Der Free-Cash-Flow von €322 Millionen überstieg die Zahlung der Dividenden für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von €225 Millionen.

Die Netto-Cash-Position, definiert als Brutto-Cash-Position abzüglich kurzfristiger und langfristiger Finanzverbindlichkeiten, stieg zum 30. Juni 2016 um €79 Millionen auf €299 Millionen (30. September 2015: €220 Millionen).

Mitarbeiter

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 ist die Anzahl der Mitarbeiter leicht gestiegen. Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung unserer Belegschaft nach Regionen zu den jeweiligen Stichtagen:

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Zum
30. Juni 2016 30. September 2015 Veränderung
--- --- --- ---
Regionen:
Europa 15.065 14.533 4%
Darin: Deutschland 9.786 9.426 4%
Asien-Pazifik (ohne Japan) 17.181 17.035 1%
Darin: China 1.992 1.986 0%
Japan 170 174 -2%
Amerika 3.725 3.682 1%
Darin: USA 2.066 2.136 -3%
Gesamt 36.141 35.424 2%

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Infineon plant Akquisition von Wolfspeed für US$850 Millionen

Am 14. Juli 2016 haben die Gesellschaft und Cree Inc. ("Cree"), USA, einen Vertrag über den Kauf des WolfspeedGeschäfts von Cree unterzeichnet. Infineon beabsichtigt, Wolfspeed (inklusive des damit verbundenen Materialgeschäfts) für einen Kaufpreis von US$850 Millionen zu erwerben.

Das Board of Directors von Cree und der Aufsichtsrat von Infineon haben der Akquisition bereits zugestimmt. Zum Abschluss der Transaktion bedarf es noch der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden. Der Abschluss und Vollzug der Transaktion wird gegen Ende des Kalenderjahres 2016 erwartet (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 3).

Ausblick

Ausblick für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2016

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 erwartet das Unternehmen einen Anstieg des Umsatzes von 3 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal. Dieser Prognose liegt ein EUR/USD-Wechselkurs von 1,10 zugrunde. In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge voraussichtlich 17 Prozent betragen.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2016

Aufgrund der Prognose für das vierte Quartal ergeben sich für das Geschäftsjahr 2016 ein erwartetes Umsatzwachstum und eine erwartete Segmentergebnis-Marge innerhalb der in den Vorquartalen prognostizierten Spanne.

Für das Geschäftsjahr 2016 sind weiterhin Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten in Höhe von etwa €850 Millionen geplant. Das Verhältnis von Investitionen zum für das Geschäftsjahr 2016 erwarteten Umsatz liegt bei rund 13 Prozent. Die Abschreibungen werden ungefähr €850 Millionen betragen.

Risiken und Chancen

Im Rahmen der unternehmerischen Aktivitäten und angesichts der internationalen Aufstellung und des breiten Produktportfolios eröffnen sich für Infineon einerseits viele Chancen, andererseits ist das Unternehmen zahlreichen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen Identifizierung und erfolgreichen Steuerung relevanter Risiken und Chancen setzt Infineon verschiedene aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsysteme ein. Das Risikomanagement bei Infineon ist eng mit der Unternehmensplanung verknüpft und integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse im Konzern und unterstützt so die nachhaltige Sicherung unseres künftigen Unternehmenserfolgs.

Bestimmte Risiken, die wesentliche nachteilige Auswirkungen auf Infineons Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, bestimmte Chancen sowie das Rahmenkonzept des Risikomanagementsystems sind im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 (Seite 149 bis 160) dargestellt.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 hat Infineon keine wesentlichen Änderungen identifiziert, die über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im Geschäftsbericht 2015 und im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 unter Nr. 11 dargestellt sind.

Weitere Risiken, die Infineon derzeit nicht bekannt sind oder die gegenwärtig als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten Infineons Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind Infineon derzeit nicht bekannt.

Konzern-Gewinn- und- Verlust-Rechnung

(ungeprüft) für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015

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Anhang Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen Nr. 2016 2015 2016 2015
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Umsatzerlöse 1.632 1.586 4.798 4.197
Umsatzkosten -1.034 -1.034 -3.076 -2.741
Bruttoergebnis vom Umsatz 598 552 1.722 1.456
Forschungs- und Entwicklungskosten -197 -201 -590 -520
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -200 -210 -595 -563
Sonstige betriebliche Erträge 2 3 10 13
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10 -25 -14 -34
Betriebsergebnis 193 119 533 352
Finanzerträge 2 2 4 8
Finanzaufwendungen -15 -12 -48 -34
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1 1 2 3
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 181 110 491 329
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5 3 -5 22 -29
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 184 105 513 300
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4 2 4 5 9
Konzernüberschuss 186 109 518 309
Davon entfallen auf:
Nicht beherrschende Anteile - - -1 2
Aktionäre der Infineon Technologies AG 186 109 519 307
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - unverwässert:1
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus fortgeführten Aktivitäten -unverwässert 0,16 0,10 0,46 0,26
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus nicht fortgeführten Aktivitäten -unverwässert - - - 0,01
Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert 0,16 0,10 0,46 0,27
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert:1
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus fortgeführten Aktivitäten -verwässert 0,16 0,10 0,46 0,26
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus nicht fortgeführten Aktivitäten -verwässert - - - 0,01
Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,16 0,10 0,46 0,27

1 Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf ungerundeten Werten.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(ungeprüft) für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015

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Drei Monate zum

30. Juni
Neun Monate zum

30. Juni
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Konzernüberschuss 186 109 518 309
Sonstiges Ergebnis
Positionen, die nicht in die Gewinn- und- Verlust-Rechnung umgegliedert werden

können:
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Pensionen und ähnlichen

Verpflichtungen
-141 178 -140 29
Summe der Positionen, die nicht in die Gewinn- und- Verlust-Rechnung

umgegliedert werden können
-141 178 -140 29
Positionen, die in die Gewinn- und- Verlust-Rechnung umgegliedert werden

können:
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 6 -48 -9 109
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsgeschäften 1 1 4 -37
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren

finanziellen Vermögenswerte
-1 -1 -1 -2
Summe der Positionen, die in die Gewinn- und -Verlust-Rechnung umgegliedert

werden können
6 -48 -6 70
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -135 130 -146 99
Gesamtergebnis nach Steuern 51 239 372 408
Davon entfallen auf:
Nicht beherrschende Anteile - 2 -1 2
Aktionäre der Infineon Technologies AG 51 237 373 406

Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2016 und 2015

(ungeprüft) und 30. September 2015

AKTIVA:

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€ in Millionen Anhang Nr. 30. Juni 2016 30. Juni 2015 30. September 2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 610 700 673
Finanzinvestments 1.473 1.142 1.340
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 741 729 742
Vorräte 1.198 1.040 1.129
Ertragsteuerforderungen 4 9 2
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 297 267 229
Zur Veräußerung stehende Vermögenswerte - 21 -
Summe kurzfristige Vermögenswerte 4.323 3.908 4.115
Sachanlagen 2.033 2.025 2.093
Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte 1.693 1.761 1.738
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 33 33 33
Langfristige Ertragsteuerforderungen 3 - 3
Aktive latente Steuern 613 397 604
Sonstige langfristige Vermögenswerte 157 162 155
Summe langfristige Vermögenswerte 4.532 4.378 4.626
Summe Aktiva 8.855 8.286 8.741

PASSIVA:

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€ in Millionen Anhang Nr. 30. Juni 2016 30. Juni 2015 30. September 2015
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzverbindlichkeiten 6 17 26 33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 815 747 802
Rückstellungen 311 381 402
Ertragsteuerverbindlichkeiten 122 76 123
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 201 210 225
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 1.466 1.440 1.585
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 6 1.767 1.767 1.760
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 579 362 426
Passive latente Steuern 47 150 147
Langfristige Rückstellungen 73 74 72
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 83 86 86
Summe langfristige Verbindlichkeiten 2.549 2.439 2.491
Summe Verbindlichkeiten 4.015 3.879 4.076
Eigenkapital: 7
Grundkapital 2.264 2.259 2.259
Zusätzlich eingezahltes Kapital (Kapitalrücklage) 5.011 5.216 5.213
Verlustvortrag -2.518 -3.166 -2.897
Andere Rücklagen 120 134 126
Eigene Aktien -37 -37 -37
Eigenkapital der Aktionäre der Infineon Technologies AG 4.840 4.406 4.664
Nicht beherrschende Anteile - 1 1
Summe Eigenkapital 4.840 4.407 4.665
Summe Passiva 8.855 8.286 8.741

Konzern-Kapitalflussrechnung

(ungeprüft) für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Konzernüberschuss 186 109 518 309
Abzüglich: Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern

vom Einkommen und vom Ertrag
-2 -4 -5 -9
Anpassungen zur Überleitung des Konzernüberschusses auf Mittelzufluss aus

laufender Geschäftstätigkeit:
Planmäßige Abschreibungen 206 205 630 549
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3 5 -22 29
Zinsergebnis 13 10 43 30
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 3 - 4 -
Dividende von assoziierten Unternehmen 2 - 2 1
Wertminderungen 6 13 14 14
Sonstiges nicht zahlungswirksames Ergebnis 1 1 4 -2
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22 2 8 -54
Veränderung der Vorräte -31 -37 -70 -45
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126 73 14 -5
Veränderung der Rückstellungen 46 72 -82 -83
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -33 -2 -82 -131
Erhaltene Zinsen 2 1 4 6
Gezahlte Zinsen -6 -5 -24 -8
Gezahlte Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -42 -11 -90 -73
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 496 432 866 528
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus nicht fortgeführten

Aktivitäten
-1 -2 -17 -138
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 495 430 849 390
Auszahlungen für Finanzinvestments -935 -550 -2.839 -1.180
Einzahlungen aus Finanzinvestments 661 325 2.707 1.396
Auszahlungen für Investitionen in sonstige Beteiligungen - - - -14
Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener

Zahlungsmittel
- -2 -9 -1.866
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und sonstige

Vermögenswerte
-28 -32 -85 -116
Auszahlungen für Sachanlagen -192 -183 -464 -390
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und sonstigen Vermögenswerten 1 5 14 27
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -493 -437 -676 -2.143
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus nicht fortgeführten

Aktivitäten
- - - -
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -493 -437 -676 -2.143
Veränderungen der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten - - -8 1
Erhöhung langfristiger Finanzverbindlichkeiten 819 1 823 2.395
Rückzahlungen langfristiger Finanzverbindlichkeiten -820 -13 -841 -825
Veränderung der als Sicherheitsleistungen hinterlegten liquiden Mittel - - 1 -1
Einzahlungen aus Ausgabe von Aktien 6 3 22 11
Auszahlungen aus der Veränderung von Minderheiten - -15 - -15
Dividendenzahlungen - - -225 -202
Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten

Aktivitäten
5 -24 -228 1.364
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten - - - -
Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit 5 -24 -228 1.364
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und

Zahlungsmitteläquivalente
7 -31 -55 -389
Währungsumrechnungseffekte auf Zahlungsmittel und

Zahlungsmitteläquivalente
-3 -7 -8 31
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang 606 738 673 1.058
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende 610 700 610 700

Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung

(ungeprüft) für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015

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€ in Millionen, außer Anzahl

von Aktien
Anhang Nr. Ausgegebene

Stückaktien
Andere

Rücklagen
Anzahl Betrag Zusätzlich eingezahltes

Kapital (Kapitalrücklage)
Verlustvortrag Fremdwährungs-

umrechnungs-

differenzen
--- --- --- --- --- --- ---
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2014 7 1.127.739.230 2.255 5.414 -3.502 26
Konzernüberschuss - - - 307 -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - 29 109
Gesamtergebnis nach Steuern - - - 336 109
Dividenden - - -202 - -
Ausgabe von auf den Namen

lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen 1.520.501 4 9 - -
Aktienbasierte Vergütungen - - 5 - -
Saldo Zu-/Abgänge Put-Optionen auf

eigene Aktien
- - - - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - -10 - -
Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2015 1.129.259.731 2.259 5.216 -3.166 135
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2015 1.129.271.481 2.259 5.213 -2.897 126
Konzernüberschuss - - - 519 -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - -140 -9
Gesamtergebnis nach Steuern - - - 379 -9
Dividenden - - -225 - -
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen 2.864.590 5 16 - -
Aktienbasierte Vergütungen - - 6 - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 1 - -
Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2016 1.132.136.071 2.264 5.011 -2.518 117

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€ in Millionen, außer Anzahl

von Aktien
Andere Rücklagen
Wertpapiere Sicherungs-

geschäfte
Eigene Aktien Put-Optionen

auf eigene Aktien
Summe Eigenkapital der Aktionäre der Infineon Technologies AG Nicht beherrschende Anteile
--- --- --- --- --- --- ---
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2014 3 35 -37 -40 4.154 4
Konzernüberschuss - - - - 307 2
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -2 -37 - - 99 -
Gesamtergebnis nach Steuern -2 -37 - - 406 2
Dividenden - - - - -202 -
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen - - - - 13 -
Aktienbasierte Vergütungen - - - - 5 -
Saldo Zu-/Abgänge Put-Optionen auf eigene Aktien - - - 40 40 -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - - -10 -5
Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2015 1 -2 -37 - 4.406 1
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2015 -1 1 -37 - 4.664 1
Konzernüberschuss - - - - 519 -1
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1 4 - - -146 -
Gesamtergebnis nach Steuern -1 4 - - 373 -1
Dividenden - - - - -225 -
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen - - - - 21 -
Aktienbasierte Vergütungen - - - - 6 -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - - 1 -
Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2016 -2 5 -37 - 4.840 -

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€ in Millionen, außer Anzahl von Aktien
Gesamt
--- ---
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2014 4.158
Konzernüberschuss 309
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 99
Gesamtergebnis nach Steuern 408
Dividenden -202
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen 13
Aktienbasierte Vergütungen 5
Saldo Zu-/Abgänge Put-Optionen auf eigene Aktien 40
Sonstige Eigenkapitalveränderungen -15
Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2015 4.407
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2015 4.665
Konzernüberschuss 518
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -146
Gesamtergebnis nach Steuern 372
Dividenden -225
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen 21
Aktienbasierte Vergütungen 6
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 1
Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2016 4.840

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss (ungeprüft)

1 GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der Infineon-Gruppe ("Infineon" oder "Infineon-Konzern"), bestehend aus der Infineon Technologies AG (nachfolgend auch "die Gesellschaft") und deren Tochtergesellschaften, für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015 wurde gemäß den vom International Accounting Standards Board ("IASB") erlassenen International Financial Reporting Standards ("IFRS") aufgestellt, soweit diese von der Europäischen Union ("EU") übernommen worden sind. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß IAS 34, "Zwischenberichterstattung", erstellt. Entsprechend wurden bestimmte Informationen und Anhangangaben, die üblicherweise in Konzernabschlüssen enthalten sind, gekürzt oder weggelassen. Obwohl die hierin abgebildete Konzern-Bilanz zum 30. September 2015 aus dem geprüften Konzernabschluss abgeleitet wurde, sind nicht alle erforderlichen Anhangangaben der Berichterstattung nach IFRS übernommen worden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem geprüften Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015 gelesen werden. Dieser wurde gemäß IFRS aufgestellt, soweit diese von der EU übernommen worden sind.

Die angewandten Bilanzierungsgrundsätze für den beiliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss entsprechen den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 angewandten Grundsätzen. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz bildet die Anwendung neuer sowie überarbeiteter Standards und Interpretationen, die für ab dem 1. Januar 2015 beginnende Geschäftsjahre gültig sind. Die Anwendung dieser neuen sowie überarbeiteten Standards hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon.

Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung. Aus den Ergebnissen der Zwischenberichtsperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.

Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperioden. Die tatsächlichen Beträge können wesentlich von den Schätzungen des Managements abweichen.

Alle in diesem verkürzten Konzernzwischenabschluss ausgewiesenen Beträge sind in Euro ("€"), außer wenn anders angegeben.

Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich.

2 BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

IAS 34 "Zwischenberichterstattung" verlangt bei unerwarteten wesentlichen Veränderungen der Marktbedingungen eine unterjährige Anpassung der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. Als Folge der Zinsentwicklungen an den Finanzmärkten in den abgelaufenen neun Monaten ergab sich zum 30. Juni 2016 eine deutliche Verringerung des zur Bewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen anzuwendenden Abzinsungsfaktors mit einem wesentlichen Effekt auf die Anwartschaftsbarwerte (DBO) der leistungsorientierten Versorgungspläne. Der Abzinsungsfaktor für inländische leistungsorientierte Versorgungspläne verringerte sich zum 30. Juni 2016 auf 1,2 Prozent (30. September 2015: 2,4 Prozent). Gegenläufig hat sich der beizulegende Zeitwert des Planvermögens erhöht. Daraus ergibt sich zum 30. Juni 2016 eine Anpassung der Pensionsverpflichtungen von insgesamt €141 Millionen, die als versicherungsmathematischer Verlust aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen im Sonstigen Ergebnis auszuweisen ist.

3 AKQUISITIONEN

International Rectifier Corporation

Am 13. Januar 2015 hat Infineon die am 20. August 2014 angekündigte Akquisition von 100 Prozent der Aktien sowie der damit verbundenen Stimmrechte von International Rectifier Corporation ("International Rectifier") mit Sitz im kalifornischen El Segundo (USA) abgeschlossen.

Die Kaufpreisallokation für International Rectifier wurde im Januar 2016 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich keine Anpassungen.

Wolfspeed

Am 14. Juli 2016 haben die Gesellschaft und Cree Inc. ("Cree"), USA, einen Vertrag über den Kauf des WolfspeedGeschäfts von Cree unterzeichnet. Infineon beabsichtigt, Wolfspeed (inklusive des damit verbundenen Materialgeschäfts) für einen Kaufpreis von US$850 Millionen zu erwerben. Infineon erweitert mit der Akquisition sein strategisches Portfolio im Bereich Verbindungshalbleiter.

Das Board of Directors von Cree und der Aufsichtsrat von Infineon haben der Akquisition bereits zugestimmt. Zum Abschluss der Transaktion bedarf es noch der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden. Der Abschluss und Vollzug der Transaktion wird gegen Ende des Kalenderjahres 2016 erwartet.

Infineon finanziert den Kauf über Bankkredite in Höhe von US$720 Millionen sowie eigene Barmittel in Höhe von US$130 Millionen.

4 GESCHÄFTSANTEILSVERÄUSSERUNGEN UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN

Am 23. Januar 2009 stellte die Qimonda AG ("Qimonda"), eine sich im Mehrheitsbesitz von Infineon befindende Tochtergesellschaft, beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Insolvenzverfahren wurden auch über weitere in- und ausländische Tochtergesellschaften von Qimonda eröffnet. Einige dieser Insolvenzverfahren sind bereits abgeschlossen. Auswirkungen dieser Vorgänge sind, sofern die zugrunde liegenden Ereignisse vor der Eröffnung der Insolvenzverfahren eintraten, in allen ausgewiesenen Berichtsperioden in der Konzern-Gewinn- und- Verlust-Rechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt. Sofern Ereignisse nach der Eröffnung der Insolvenzverfahren eingetreten sind, werden ihre Auswirkungen als Teil der fortgeführten Aktivitäten dargestellt.

In den drei und neun Monaten zum 30. Juni 2016 und 2015 waren Anpassungen bei einzelnen Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda beziehungsweise sonstigen nicht fortgeführten Aktivitäten an die aktuellen Entwicklungen erforderlich und führten zu den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Erträgen nach Ertragsteuern.

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Qimondas Anteil am Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 4 3 9
Anteil Sonstiger am Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 - 2 -
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 4 5 9

Die im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda bestehenden Risiken und Rückstellungen sind unter Anhang Nr. 11 ("Rechtliche Risiken - Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda") ausführlich beschrieben.

5 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

In den drei und neun Monaten zum 30. Juni 2016 wirkten sich, im Vergleich zu den drei und neun Monaten zum 30. Juni 2015, im Wesentlichen latente Steuererträge aus der Zuschreibung aktiver latenter Steuern im In- und Ausland sowie aus der Auflösung latenter Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier auf die Steuerquote aus.

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 181 110 491 329
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 -5 22 -29
Steuerquote -2% 5% -4% 9%

6 FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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€ in Millionen 30. Juni 2016 30. September 2015
Kurzfristig fällige Bestandteile der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, Durchschnittszinssatz 1,84% (30. September 2015: 3,48%) 17 25
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Durchschnittszinssatz 30. September 2015: 4,35%) - 8
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristige Bestandteile langfristiger Finanzverbindlichkeiten 17 33
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:
Unbesicherte Darlehen, Durchschnittszinssatz 0,52% (30. September 2015: 1,76%), fällig 2017-2023 132 968
Anleihe €300 Millionen, Kupon 1,00%, fällig 2018 298 298
Anleihe €500 Millionen, Kupon 1,50%, fällig 2022 495 494
USPP-Anleihen US$935 Millionen, Durchschnittszinssatz: 4,09%, fällig 2024-2028 842 -
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.767 1.760
Gesamt 1.784 1.793

Infineon hat im April 2016 erfolgreich eine US-Privatplatzierung von Anleihen (sogenannte USPP) mit einem Nominalwert von US$935 Millionen abgeschlossen. Die nicht nachrangigen, unbesicherten USPP-Anleihen, welche im Durchschnitt mit 4,09 Prozent pro Jahr verzinst werden, teilen sich wie folgt auf:

Anleihen mit einem Nominalwert von US$350 Millionen sind im Jahr 2024 fällig,
Anleihen mit einem Nominalwert von US$350 Millionen sind im Jahr 2026 fällig und
Anleihen mit einem Nominalwert von US$235 Millionen sind im Jahr 2028 fällig.

Das Darlehen in Höhe von US$934 Millionen, welches Infineon im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier bei verschiedenen internationalen Banken aufgenommen hatte, wurde am 13. April 2016 vollständig mit den Mitteln aus der Begebung von USPP-Anleihen zurückgezahlt.

7 EIGENKAPITAL

Das Grundkapital der Infineon Technologies AG betrug zum 30. Juni 2016 €2.264.272.142, eingeteilt in 1.132.136.071 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von €2 am Grundkapital. Zum 30. September 2015 betrug das Grundkapital €2.258.542.962, eingeteilt in 1.129.271.481 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. In den neun Monaten zum 30. Juni 2016 sind 2.864.590 neue Aktien ausgegeben worden (davon in den drei Monaten zum 30. Juni 2016: 786.201), die infolge der Ausübungen von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder entstanden sind.

In der Hauptversammlung am 18. Februar 2016 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn der Infineon Technologies AG für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von €0,20 je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Unter Berücksichtigung der fehlenden Dividendenberechtigung eigener Aktien sowie junger Aktien, die infolge der Ausübung von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder ausgegeben wurden, führte dies zu einer Ausschüttung von €225 Millionen.

8 KAPITALMANAGEMENT

Das primäre Ziel von Infineon im Hinblick auf das Kapitalmanagement besteht darin, finanzielle Flexibilität auf Grundlage einer soliden Kapitalstruktur sicherzustellen. Wie bei vergleichbaren Unternehmen der Halbleiterbranche steht dabei eine ausreichende Liquiditätsausstattung im Vordergrund, um die laufende Geschäftstätigkeit finanzieren und geplante Investitionen in allen Phasen des Geschäftszyklus vornehmen zu können. Andererseits soll die Verschuldung nur einen moderaten Anteil am Finanzierungsmix ausmachen. Auf Basis dieser Leitlinien hat Infineon Hauptziele für sein Kapitalmanagement definiert. Die Kapitalstrukturziele wurden im Februar 2016 angepasst, um dem starken Umsatzwachstum und der positiven Entwicklung der Ertragskraft von Infineon Rechnung zu tragen.

Infineon plant, mindestens €1 Milliarde sowie zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Umsatzes an Liquidität (Brutto-Cash-Position) vorzuhalten. Die bisherige Zielbandbreite für die Brutto-Cash-Position belief sich auf 30 bis 40 Prozent des Umsatzes. Die Bruttoverschuldung soll weiterhin das Zweifache des EBITDA nicht übersteigen. Die Resultante aus diesen beiden Kapitalstrukturzielen wird nicht mehr mit einem eigenen Ziel belegt (bisher: positive Netto-Cash-Position).

Infineon unterliegt keinen satzungsmäßigen oder gesetzlichen Auflagen im Hinblick auf die Kapitalausstattung.

Im Februar 2016 erhielt Infineon von der internationalen Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) erstmalig ein langfristiges Kreditrating (BBB mit stabilem Ausblick). Das solide Investment-Grade-Rating berücksichtigt unter anderem auch die angepassten Kapitalstrukturziele von Infineon.

9 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Infineon nimmt im laufenden Geschäftsbetrieb auch Transaktionen mit assoziierten und anderen verbundenen Unternehmen vor ("nahestehende Unternehmen"). Nahestehende Personen sind Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens, namentlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige ("nahestehende Personen").

Infineon bezieht bestimmte Vorprodukte und Leistungen von und verkauft bestimmte Produkte und Leistungen an nahestehende Unternehmen. Diese Käufe von und Verkäufe an nahestehende Unternehmen erfolgen in der Regel zu fremdüblichen Bedingungen.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen bestehen ausschließlich aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber assoziierten Unternehmen und anderen verbundenen Unternehmen.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber nahestehenden Unternehmen setzen sich zum 30. Juni 2016 und 30. September 2015 wie folgt zusammen:

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30. Juni 2016 30. September 2015
€ in Millionen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 2 1 1 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 7 1 8 1
Finanzverbindlichkeiten - 1 - 1

Die Umsätze und Leistungsverrechnungen mit beziehungsweise empfangene Lieferungen und Leistungen von nahestehenden Unternehmen setzen sich in den drei und neun Monaten zum 30. Juni 2016 und 2015 wie folgt zusammen:

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Drei Monate zum 30. Juni
2016 2015
--- --- --- --- ---
€ in Millionen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen
--- --- --- --- ---
Umsätze und Leistungsverrechnungen 1 - - -
Empfangene Lieferungen und Leistungen 19 5 21 5

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Neun Monate zum 30. Juni
2016 2015
--- --- --- --- ---
€ in Millionen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen
--- --- --- --- ---
Umsätze und Leistungsverrechnungen 3 1 3 1
Empfangene Lieferungen und Leistungen 56 17 56 16

Zum 1. Oktober 2015 wurden dem Vorstand 80.964 (virtuelle) Performance Shares mit einem beizulegenden Zeitwert von €7,07 je Performance Share zugeteilt.

Herr Arunjai Mittal hat mit Wirkung zum 30. Juni 2016 sein Amt als Vorstandsmitglied der Infineon Technologies AG aus familiären Gründen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt. Für die Herrn Mittal insbesondere aus seinem am 30. September 2016 endenden Dienstvertrag noch zustehenden Leistungen wurde zum 30. Juni 2016 eine Rückstellung in Höhe von weniger als €1 Million gebildet.

Darüber hinaus gab es in den drei und neun Monaten zum 30. Juni 2016 und 2015 keine Transaktionen zwischen Infineon und nahestehenden Personen, die über das bestehende Anstellungs-, Dienst- oder Bestellungsverhältnis beziehungsweise die vertragliche Vergütung hierfür hinausgingen.

10 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

Die mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 13 den folgenden Fair-Value-Hierarchien zugeordnet. Die Zuordnung zu den verschiedenen Levels erfolgt nach der Marktnähe der in die Fair-Value-Ermittlung einfließenden Bewertungsparameter:

Level 1: notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden,
Level 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Level 1 berücksichtigten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachten lassen,
Level 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Die Fair-Value-Hierarchie der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente stellt sich zum 30. Juni 2016 und 30. September 2015 wie folgt dar:

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€ in Millionen Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert nach Kategorie
30. Juni 2016 Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- --- ---
Kurzfristige Vermögenswerte:
Finanzinvestments 451 391 60 -
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 9 - 9 -
Langfristige Vermögenswerte:
Sonstige langfristige Vermögenswerte 32 18 - 14
Gesamt 492 409 69 14
Kurzfristige Verbindlichkeiten:
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 3 - 3 -
Gesamt 3 - 3 -
30. September 2015
Kurzfristige Vermögenswerte:
Finanzinvestments 184 122 62 -
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1 - 1 -
Langfristige Vermögenswerte:
Sonstige langfristige Vermögenswerte 32 19 - 13
Gesamt 217 141 63 13
Kurzfristige Verbindlichkeiten:
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 9 - 9 -
Gesamt 9 - 9 -

Für die in den Finanzinvestments enthaltenen Wertpapiere besteht kein aktiver Markt. Der beizulegende Zeitwert wird als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows unter Berücksichtigung am Markt beobachtbarer Bewertungsparameter ermittelt (Level 2).

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten enthalten derivative Finanzinstrumente (einschließlich der Cash-Flow-Hedges). Deren beizulegender Zeitwert wird mittels Diskontierung künftiger Zahlungsströme nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Als Bewertungsparameter werden, soweit möglich, die am Stichtag beobachtbaren relevanten Marktdaten (wie Währungskurse oder Rohstoffpreise) verwendet, die von anerkannten externen Quellen bezogen werden (Level 2).

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Beteiligungen. Soweit die Anteile an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis der aktuell notierten Preise ermittelt (Level 1). Bei Beteiligungen, die über keinen auf einem aktiven Markt notierten Marktpreis verfügen, werden bestehende vertragliche Regelungen (auf Basis der extern beobachtbaren Dividendenpolitik) zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt (Level 3).

Darüber hinaus enthalten die sonstigen langfristigen Vermögenswerte eine Option zum Verkauf von Aktien an einer Beteiligung zu einem festen Preis. Die Option wird als derivatives Finanzinstrument bilanziert und ist nicht zu Sicherungszwecken designiert. Der beizulegende Zeitwert wird mittels des Black-Scholes-Optionspreismodells ermittelt (Level 3).

Innerhalb der Fair-Value-Hierarchien haben keine Umgliederungen stattgefunden.

Die Einteilung der Finanzinstrumente in Kategorien, die Bewertungsverfahren und wesentlichen Annahmen sind unverändert gegenüber dem 30. September 2015 und ausführlich im Anhang zum Konzernabschluss 2015 unter Nr. 2 dargestellt. Ein detaillierter Überblick über Infineons Finanzinstrumente, die finanziellen Risikofaktoren und das Management finanzieller Risiken ist im Anhang zum Konzernabschluss 2015 unter Nr. 30 und 31 enthalten.

11 RECHTLICHE RISIKEN

Rechtsstreitigkeiten und staatliche Untersuchungsverfahren

Wettbewerbsrechtliche Verfahren Smartcards

Im Oktober 2008 hat die EU-Kommission gegen die Gesellschaft und weitere Hersteller von Chips für Smartcards ein kartellrechtliches Untersuchungsverfahren eingeleitet. Die EU-Kommission hat am 3. September 2014 eine Geldbuße in Höhe von €83 Millionen gegen Infineon verhängt, die im Oktober 2014 bezahlt wurde. Infineon weist sämtliche Vorwürfe als unbegründet zurück. Zudem sieht Infineon seine Verfahrensrechte durch die EU-Kommission verletzt und hat Mitte November 2014 Klage gegen die Bußgeldentscheidung beim Europäischen Gericht in Luxemburg eingelegt. Die mündliche Verhandlung hat am 28. April 2016 stattgefunden.

Im Zusammenhang mit dem Verfahren der EU-Kommission wurden in Kanada zwei Sammelklagen auf Schadensersatz in unbezifferter Höhe eingereicht: die erste Klage in der Provinz British Columbia im Juli 2013 und eine weitere Klage in der Provinz Quebec im September 2014. Die Klagen folgten jeweils Presseberichten über die Untersuchung beziehungsweise Entscheidung der EU-Kommission. Es wurden von den Gerichten noch keine Verfahrenstermine angesetzt.

Im Dezember 2014 hat ein indirekter Kunde in London (Großbritannien) Klage gegen Infineon und Renesas eingereicht, die der Gesellschaft am 20. April 2015 zugestellt wurde. Mit der Klage macht der Kläger Schadensersatz in noch zu bestimmender Höhe im Zusammenhang mit den von der EU-Kommission erhobenen Vorwürfen geltend.

Jegliche weitere Stellungnahme der Gesellschaft zu diesen Verfahren könnte daher die Position der Gesellschaft in diesen Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.

Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 wurden alle wesentlichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Geschäftsaktivitäten, die dem Speichergeschäft ("Memory Products") zuzuordnen waren, aus Infineon ausgegliedert und im Wege der Sacheinlage in Qimonda eingebracht. Am 23. Januar 2009 hat Qimonda beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Aus der Insolvenz von Qimonda haben sich verschiedene Streitigkeiten zwischen dem Insolvenzverwalter und Infineon entwickelt.

Am 11. September 2014 haben die Gesellschaft und der Insolvenzverwalter einen Teilvergleich geschlossen, der den Erwerb des Qimonda-Patentgeschäfts beinhaltet und der am 9. Oktober 2014 vollzogen wurde. Am Vollzugstag hat die Gesellschaft für diesen Teilvergleich €260 Millionen an den Insolvenzverwalter bezahlt. Mit dem Teilvergleich wurden sämtliche Ansprüche des Insolvenzverwalters erledigt, solange diese nicht im Zusammenhang mit dem Verfahren zur angeblichen wirtschaftlichen Neugründung und Differenzhaftung sowie der Nachhaftung Qimonda Dresden stehen.

Angebliche wirtschaftliche Neugründung und Differenzhaftung

Der Insolvenzverwalter hat im November 2010 beim Landgericht München I eine unbezifferte Feststellungsklage gegen die Infineon Technologies AG und - im Wege der Streitverkündung - gegen die Infineon Technologies Holding B.V. sowie die Infineon Technologies Investment B.V. eingereicht. Er hat beantragt festzustellen, dass Infineon verpflichtet sei, die Unterbilanz von Qimonda auszugleichen, die im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen von Qimonda bestand, das heißt, Qimonda denjenigen Betrag zu erstatten, um den das tatsächliche Gesellschaftsvermögen von Qimonda im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hinter dem Betrag des Grundkapitals von Qimonda zurückblieb. Der Insolvenzverwalter ist der Auffassung, dass es sich bei der Aufnahme der operativen Tätigkeit durch Qimonda um eine von der Rechtsprechung sogenannte wirtschaftliche Neugründung handele, die nicht formgerecht offengelegt worden sei. Am 6. März 2012 hat der Bundesgerichtshof in einem in anderer Sache ergangenen Grundsatzurteil entschieden, dass es für eine etwaige Haftung im Fall der wirtschaftlichen Neugründung allerdings nicht - wie vom Insolvenzverwalter behauptet - auf den Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung, sondern lediglich den Zeitpunkt der Neugründung ankommt.

Am 14. Februar 2012 hat der Insolvenzverwalter zusätzlich zu seiner unbezifferten Feststellungsklage hilfsweise einen Zahlungsantrag gestellt und zudem weitere Ansprüche geltend gemacht. Wegen der angeblichen wirtschaftlichen Neugründung verlangte der Insolvenzverwalter mit seinem Hilfsantrag die Zahlung von mindestens €1,71 Milliarden zuzüglich Zinsen. Am 15. Juni 2012 hat der Insolvenzverwalter seinen Zahlungsantrag vom 14. Februar 2012 erhöht. Seinen angeblichen Anspruch aus wirtschaftlicher Neugründung beziffert der Insolvenzverwalter nunmehr mit mindestens rund €3,35 Milliarden zuzüglich Zinsen. Außerdem stützt er einen wesentlichen Teil seiner Ansprüche zusätzlich auf die - schon im August 2011 unbeziffert außergerichtlich geltend gemachte - sogenannte Differenzhaftung. Dem liegt die Behauptung zugrunde, das von Infineon ausgegliederte Speichergeschäft habe von Anfang an einen negativen Wert in Milliardenhöhe gehabt. Die Differenz zum geringsten Ausgabebetrag der an Infineon im Zuge der Ausgliederung von Qimonda ausgegebenen Aktien habe Infineon dem Insolvenzverwalter zu erstatten. Weiterhin macht der Insolvenzverwalter einen Zahlungsanspruch aus Qimonda angeblich zu Unrecht weiterbelasteten Beraterkosten im Zusammenhang mit dem Qimonda-Börsengang von €10 Millionen geltend.

Die behauptete Differenzhaftung steht im Widerspruch zu zwei Wertgutachten, die in Vorbereitung der Kapitalerhöhung von unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften angefertigt wurden, und zwar von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag von Infineon und von einer anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als gerichtlich bestelltem Sacheinlage- und Nachgründungsprüfer. In ihrem damaligen Wertgutachten kam die von Infineon beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu dem Ergebnis, dass der Wert des eingebrachten Geschäftsbereichs den geringsten Ausgabebetrag der ausgegebenen Aktien um ein Vielfaches überstieg. Die gerichtlich bestellte Sacheinlage- und Nachgründungsprüferin hat dem Gericht bestätigt, dass der geringste Ausgabebetrag der ausgegebenen Aktien - wie vom Gesetz gefordert - durch den Wert der Sacheinlagen gedeckt sei. Außerdem hat Infineon im Rahmen der Verteidigung gegen die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten Ansprüche mehrere gutachterliche Stellungnahmen in Auftrag gegeben, die ebenfalls zu dem Ergebnis kommen, dass die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten Einwendungen gegen die Bewertung der Sacheinlage nicht bestehen.

Der Rechtsstreit fokussiert sich mittlerweile auf die wegen angeblich fehlender Werthaltigkeit geltend gemachten Ansprüche. Am 29. August 2013 hat das Gericht einen unabhängigen Sachverständigen zur Klärung der vom Insolvenzverwalter aufgeworfenen Bewertungsfragen bestellt, der sich auch mit technischen Fragestellungen beschäftigen wird.

Der Rechtsstreit wird von beiden Parteien mit sehr hohem Aufwand geführt. Die Parteien haben bereits eine Vielzahl äußerst umfangreicher Schriftsätze ausgetauscht. Für beide Seiten sind zahlreiche Experten und Sachverständige tätig, die den jeweiligen Parteivortrag mit Gutachten und Stellungnahmen stützen.

Angesichts der hohen Komplexität der zu entscheidenden Fragen und der Höhe der geltend gemachten Ansprüche ist derzeit nicht absehbar, ob dieser Rechtsstreit ebenfalls durch eine außergerichtliche Einigung beendet werden könnte und, wenn dies nicht der Fall sein sollte, wann es zu einer erstinstanzlichen gerichtlichen Entscheidung kommt.

Nachhaftung als persönlich haftende Gesellschafterin der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG

Infineon war bis zur Ausgliederung des Speichergeschäfts persönlich haftende Gesellschafterin von Qimonda Dresden. Bestimmte Altgläubiger haben deshalb sogenannte Nachhaftungsansprüche gegen Infineon. Diese kann nur der Insolvenzverwalter im Namen dieser Gläubiger geltend machen. Mit den meisten wesentlichen Nachhaftungsgläubigern konnten zwischenzeitlich Vergleiche erzielt werden.

Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Qimonda

Infineon erfasst Rückstellungen und Verbindlichkeiten für solche Verpflichtungen und Risiken, von denen Infineon zum jeweiligen Bilanzstichtag annimmt, dass sie wahrscheinlich zu einer Zahlung führen können - das heißt, dass aus Sicht von Infineon zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt überwiegende Gründe für eine Verpflichtung oder ein Risiko sprechen -, und wenn die Verpflichtung oder das Risiko zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt mit hinreichender Genauigkeit eingeschätzt werden kann.

Wie oben beschrieben, sieht sich Infineon im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren über das Vermögen von Qimonda und deren Tochtergesellschaften bestimmten Risiken ausgesetzt. Zum 30. Juni 2016 und zum 30. September 2015 hat Infineon daher im Zusammenhang mit einigen der oben genannten Sachverhalte Rückstellungen und Verbindlichkeiten von insgesamt €32 Millionen beziehungsweise €55 Millionen bilanziert. Von den zum 30. Juni 2016 bilanzierten Rückstellungen und Verbindlichkeiten entfallen €15 Millionen auf die Nachhaftung als persönlich haftende Gesellschafterin der Qimonda Dresden. Für die Verteidigung im weiterhin anhängigen Rechtsstreit um die angebliche wirtschaftliche Neugründung und Differenzhaftung hat die Gesellschaft zum 30. Juni 2016 eine Rückstellung von €15 Millionen erfasst. Übrige Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda belaufen sich zum 30. Juni 2016 auf €2 Millionen.

Es gibt keine Sicherheit, dass die für Qimonda erfassten Rückstellungen ausreichen, um allen Verpflichtungen nachzukommen, die sich im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda, insbesondere mit den oben dargestellten Angelegenheiten, ergeben können. Außerdem könnten möglicherweise Verpflichtungen und Risiken eintreten, die momentan nicht als wahrscheinlich angesehen werden und daher nicht von den Rückstellungen erfasst sind und insoweit eine Eventualverbindlichkeit darstellen. Dies gilt insbesondere für den oben ausgeführten Rechtsstreit aus angeblicher wirtschaftlicher Neugründung und Differenzhaftung. Sollten die geltend gemachten Ansprüche Bestand haben, könnten erhebliche finanzielle Verpflichtungen für Infineon entstehen, welche einen negativen Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Jegliche weitere Stellungnahme der Gesellschaft zu diesem Verfahren könnte die Position der Gesellschaft in diesem Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.

Sonstiges

Gegen Infineon laufen verschiedene andere Rechtsstreitigkeiten und Verfahren im Zusammenhang mit der jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit. Diese können Produkte, Leistungen, Patente, Umweltangelegenheiten und andere Sachverhalte betreffen.

Infineon ist nach derzeitigem Kenntnisstand der Auffassung, dass aus dem Ausgang dieser anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren jeweils kein wesentlicher negativer Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies in Zukunft anders bewertet werden muss und sich aus der Neubewertung der anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren eine wesentliche negative Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere zum Zeitpunkt der Neubewertung, ergeben könnte.

Darüber hinaus ist Infineon im Zusammenhang mit seiner jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit vielfältigen rechtlichen Risiken ausgesetzt, die bisher nicht zu Rechtsstreitigkeiten führten. Dazu zählen unter anderem Risiken aus Produkthaftungs-, Umwelt-, Kapitalmarkt-, Antikorruptions-, Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie sonstigen Compliance-Vorschriften. In diesem Zusammenhang könnte Infineon auch für Gesetzesverstöße einzelner Mitarbeiter oder Dritter in Anspruch genommen werden.

Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten und sonstige ungewisse Rechtspositionen

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und sonstige ungewisse Rechtspositionen werden gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entstanden ist, und der entsprechende Betrag zumindest annähernd geschätzt werden kann. Soweit Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten und sonstigen ungewissen Rechtspositionen nicht überwiegend wahrscheinlich sind oder nicht annähernd verlässlich geschätzt werden können, sind diese als Eventualverbindlichkeiten zu qualifizieren.

Sobald weitere Informationen verfügbar sind, wird eine mögliche Haftung erneut überprüft und, wenn notwendig, werden die Schätzungen entsprechend angepasst. Die in Bezug auf diese Vorgänge gebildeten Rückstellungen sind abhängig von künftigen neuen Entwicklungen oder veränderten Umständen in jedem der Vorgänge, welche erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Eine vergleichsweise Erledigung oder negative gerichtliche Entscheidung in jeder der oben beschriebenen Angelegenheiten könnte erhebliche finanzielle Verpflichtungen begründen und andere negative Auswirkungen haben, was wiederum einen wesentlichen nachteiligen Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon haben kann. Unabhängig von der Richtigkeit der Vorwürfe und dem Erfolg der genannten Klagen und anderen oben beschriebenen Angelegenheiten, können erhebliche Kosten im Zusammenhang mit der Verteidigung gegen diese Angelegenheiten entstehen.

12 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Segmentdarstellung

Das Geschäft von Infineon ist in die vier operativen Segmente Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket und Chip Card & Security strukturiert.

Die Sonstigen Geschäftsbereiche umfassen verbleibende Aktivitäten von veräußerten Geschäften und andere Geschäftsaktivitäten und enthalten seit dem Verkauf des Wireline-Communications-Geschäfts sowie des Mobilfunkgeschäfts, entsprechend den abgeschlossenen Produktionsvereinbarungen, Produktlieferungen an IMC, sofern diese nicht den nicht fortgeführten Aktivitäten zugeordnet sind.

Konzernfunktionen und Eliminierungen erfassen die Eliminierung konzerninterner Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie bestimmte Konzernfunktionen, die nicht auf die operativen Segmente allokiert werden.

Segmentdaten

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse:
Automotive 676 621 1.961 1.736
Industrial Power Control 280 269 794 701
Power Management & Multimarket 509 517 1.515 1.261
Chip Card & Security 172 172 525 486
Sonstige Geschäftsbereiche 2 3 6 12
Konzernfunktionen und Eliminierungen -7 4 -3 1
Gesamt 1.632 1.586 4.798 4.197

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde das von Automotive und Chip Card & Security entwickelte Geschäft mit XMC Industrie-Mikrocontrollern auf Power Management & Multimarket und Industrial Power Control übertragen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

In den Umsatzerlösen der Segmente für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015 sind keine intersegmentären Umsätze enthalten.

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Segmentergebnis:
Automotive 104 79 279 230
Industrial Power Control 42 30 90 75
Power Management & Multimarket 79 98 232 213
Chip Card & Security 32 35 103 88
Sonstige Geschäftsbereiche - 1 1 4
Konzernfunktionen und Eliminierungen -3 2 -3 1
Gesamt 254 245 702 611

Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom Segmentergebnis auf das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag dar:

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Drei Monate zum 30. Juni Neun Monate zum 30. Juni
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Segmentergebnis 254 245 702 611
Zuzüglich/Abzüglich:
Wertaufholungen/Wertminderungen von Vermögenswerten und von zur Veräußerung stehenden Vermögenswerten, Saldo -6 -13 -14 -14
Ergebniseffekte aus Umstrukturierungen und Schließungen, Saldo - -10 8 -12
Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen -2 -2 -6 -5
Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen -47 -97 -149 -213
Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Vermögenswerten, Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo -3 - -4 -
Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo -3 -4 -4 -15
Betriebsergebnis 193 119 533 352
Finanzerträge 2 2 4 8
Finanzaufwendungen -15 -12 -48 -34
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1 1 2 3
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 181 110 491 329

In den drei Monaten zum 30. Juni 2016 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €47 Millionen €24 Millionen auf die Umsatzkosten, €2 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie €21 Millionen auf die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten.

In den neun Monaten zum 30. Juni 2016 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €149 Millionen €73 Millionen auf die Umsatzkosten, €8 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie €68 Millionen auf die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten.

Neubiberg, 4. August 2016

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Neubiberg, 4. August 2016

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Dr. Reinhard Ploss Dominik Asam Dr. Helmut Gassel Jochen Hanebeck

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An den Aufsichtsrat der Infineon Technologies AG, Neubiberg

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapital-Veränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Infineon Technologies AG, Neubiberg, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

München, den 4. August 2016

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Braun Wolper
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Zusatzinformationen (ungeprüft)

Vorausschau

Dieser Quartalsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge des Infineon-Konzerns.

Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.

Infineon übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Finanztermine

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Berichtszeitraum Ende des Berichtszeitraums Veröffentlichung der Pressemitteilung (vorläufig)
Viertes Quartal und Geschäftsjahr 2016 30. September 2016 23. November 2016
Erstes Quartal Geschäftsjahr 2017 31. Dezember 2016 2. Februar 2017
Zweites Quartal Geschäftsjahr 2017 31. März 2017 4. Mai 2017
Drittes Quartal Geschäftsjahr 2017 30. Juni 2017 1. August 2017

Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2016: 5. August 2016

Kontaktadresse

Infineon Technologies AG

Investor Relations

Am Campeon 1-12

85579 Neubiberg bei München, Deutschland

Telefon: +49 89 234-26655

Fax: +49 89 234-9552987

E-Mail: [email protected]

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