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Infineon Technologies AG

Interim / Quarterly Report May 5, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28214163

Infineon Technologies AG

Neubiberg

Halbjahresfinanzbericht zum 31. März 2021

Q2 Halbjahresfinanzbericht 31. März 2021

Ausgewählte Konzernfinanzdaten

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Ergebnis je Aktie, Segmentergebnis-Marge sowie Bruttomarge 2021 2020 2021 2020
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Ausgewählte Daten der Ertragslage
Umsatzerlöse 2.700 1.986 5.331 3.903
Bruttomarge 36,0% 34,5% 36,7% 35,8%
Segmentergebnis 470 274 960 571
Segmentergebnis-Marge 17,4% 13,8% 18,0% 14,6%
Forschungs- und Entwicklungskosten 341 241 674 485
Investitionen 1 332 247 614 502
Abschreibungen 368 249 736 499
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 209 178 466 388
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6 - -6 -1
Konzernüberschuss 203 178 460 387
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - unverwässert 0,15 0,13 0,34 0,30
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert 0,15 0,13 0,34 0,30
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,24 0,13 0,52 0,31
Ausgewählte Daten der Finanzlage
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 742 354 1.330 537
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -465 -191 -804 -1.229
Darin: Auszahlungen (-)/​Einzahlungen (+) für Finanzinvestments, Saldo -130 55 -193 -714
Mittelzufluss/​-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -306 -358 -497 810
Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten 2 407 108 719 22

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Zum
€ in Millionen, außer Mitarbeiter*innenzahlen 31. März 2021 30. September 2020
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Ausgewählte Daten der Vermögenslage
Summe Aktiva 22.119 21.999
Summe Eigenkapital 10.517 10.219
Eigenkapitalquote 47,5% 46,5%
Brutto-Cash-Position 3 3.444 3.227
Brutto Finanzschulden 6.859 7.033
Netto-Cash-Position 3 -3.415 -3.806
Marktkapitalisierung 4 47.049 31.366
Mitarbeiter*innen 48.150 46.665

1 Investitionen: Summe aus Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte, einschließlich aktivierter Forschungs- und Entwicklungskosten

2 Der Free-Cash-Flow ist definiert als Mittelzufluss/​-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten und Mittelzufluss/​-abfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf von Finanzinvestments.

3 Die Brutto-Cash-Position ist definiert als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zuzüglich Finanzinvestments. Die Netto-Cash-Position ist definiert als Brutto-Cash-Position verringert um kurzfristige und langfristige Finanzschulden.

4 Die Berechnung erfolgt auf Basis ungerundeter Werte. Die Aktien in Eigenbesitz wurden bei der Berechnung der Marktkapitalisierung nicht berücksichtigt.

Konzernzwischenlagebericht

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Akquisition von Cypress und starke Nachfrage nach Halbleitern führen zu Umsatz- und Ergebnisanstieg im Vergleich zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020

Starker Free-Cash-Flow in Höhe von €719 Millionen

Ausblick Geschäftsjahr 2021:

Umsatz von etwa €11 Milliarden plus oder minus 3 Prozent erwartet
Segmentergebnis-Marge sollte bei etwa 18 Prozent in der Mitte der Umsatzspanne liegen
Free-Cash-Flow wird voraussichtlich mehr als €1,2 Milliarden erreichen

"Der Halbleitermarkt boomt, Elektronik zur Beschleunigung der Energiewende und für die Arbeit und das Leben zuhause bleibt sehr gefragt. Der Digitalisierungsschub hält an. Auf dem Weg zu seinen Zielen für das Geschäftsjahr ist Infineon voll auf Kurs.", sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon. "In den meisten Anwendungsfeldern übersteigt der Bedarf das Angebot deutlich. Die Werke von Infineon laufen auf Hochtouren und wir investieren weiter in zusätzliche Kapazitäten. Engpässe sehen wir in jenen Segmenten, in denen wir Chips von Auftragsfertigern beziehen, insbesondere bei Mikrocontrollern für das Auto und IoT-Produkten. Wir setzen alles daran, unsere Kunden in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen."

Entwicklung der operativen Segmente im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021

Seit dem 16. April 2020 wird die Cypress Semiconductor Corporation ("Cypress") voll konsolidiert (siehe Anhang zum Konzernabschluss 2020, Nr. 3). Die Vergleichbarkeit mit Vorjahresperioden ist insoweit eingeschränkt. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2020 wurde das Geschäft mit Industrie-Mikrocontrollern der XMC-Familie vom Segment Automotive auf das Segment Connected Secure Systems übertragen und die Vorjahresangaben entsprechend angepasst.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021 verbesserte sich der Konzernumsatz um €69 Millionen auf €2.700 Millionen nach €2.631 Millionen im Vorquartal. Verantwortlich für den Umsatzanstieg um 3 Prozent war die gute Nachfrageentwicklung vor allem in den Segmenten Automotive und Power & Sensor Systems, während die Umsatzentwicklung in den Segmenten Industrial Power Control und Connected Secure Systems leicht rückläufig war.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 erhöhten sich die Umsatzerlöse um €1.428 Millionen auf €5.331 Millionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit €3.903 Millionen. Der Umsatzanstieg resultierte neben der gesteigerten Nachfrage nach Halbleitern vor allem aus der Konsolidierung von Cypress. Der größte Teil des Umsatzanstiegs entfiel demgemäß auf die Segmente Automotive (€703 Millionen), Power & Sensor Systems (€356 Millionen) und Connected Secure Systems (€335 Millionen), die von der Integration von Cypress profitieren. Das Segment Industrial Power Control konnte die Umsatzerlöse um €32 Millionen steigern.

Das Segmentergebnis erhöhte sich von €571 Millionen im Vorjahreszeitraum auf €960 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021. Die Segmentergebnis-Marge konnte von 14,6 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 18,0 Prozent gesteigert werden.

Automotive

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2021 2020 2021 2020
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Umsatz 1.219 842 2.369 1.666
Anteil am Gesamtumsatz 45% 43% 44% 43%
Segmentergebnis 197 49 381 115
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 42% 18% 40% 20%
Segmentergebnis-Marge 16,2% 5,8% 16,1% 6,9%

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021 stieg der Umsatz im Segment Automotive auf €1.219 Millionen nach €1.150 Millionen im Vorquartal. Zum Anstieg des Umsatzes um 6 Prozent haben nahezu alle Bereiche beigetragen. Insbesondere die Nachfrage nach Komponenten für Elektrofahrzeuge entwickelte sich weiterhin stark positiv. Das Segmentergebnis verbesserte sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021 auf €197 Millionen nach €185 Millionen im ersten Quartal. Die Segmentergebnis-Marge erreichte 16,2 Prozent nach 16,1 Prozent im Vorquartal.

Der Umsatz im Segment Automotive stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 auf €2.369 Millionen nach €1.666 Millionen im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Gründe für den Anstieg des Umsatzes um 42 Prozent liegen zum einen in der Konsolidierung des Speicher-Geschäftes und der Sparte Automotive Microcontroller von Cypress und zum anderen in der breiten Markterholung im Automobilmarkt nach dem starken Nachfragerückgang im Frühjahr 2020. Das Segmentergebnis stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 auf €381 Millionen. Der Anstieg gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von €115 Millionen betrug 231 Prozent. Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich von 6,9 Prozent im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf 16,1 Prozent im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres.

Industrial Power Control

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2021 2020 2021 2020
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Umsatz 361 358 723 691
Anteil am Gesamtumsatz 14% 18% 14% 18%
Segmentergebnis 59 62 121 124
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 13% 23% 13% 22%
Segmentergebnis-Marge 16,3% 17,3% 16,7% 17,9%

Der Umsatz im Segment Industrial Power Control betrug im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres €361 Millionen nach €362 Millionen im Vorquartal. Ein deutlicher Umsatzrückgang im Bereich Transport konnte durch Umsatzanstiege in den übrigen Bereichen, insbesondere Energieinfrastruktur und Haushaltsgeräte, aber auch erneuerbare Energie und Industrieantriebe, kompensiert werden. Das Segmentergebnis belief sich im zweiten Quartal auf €59 Millionen nach €61 Millionen im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge betrug 16,3 Prozent nach 16,9 Prozent im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021.

Im Segment Industrial Power Control verbesserte sich der Umsatz von €691 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf €723 Millionen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Der Anstieg von 5 Prozent war die Folge steigender Nachfrage in den Bereichen Industrieantriebe, erneuerbare Energie und Haushaltsgeräte. Im Bereich Energieinfrastruktur blieb der Umsatz stabil, während die Nachfrage im Bereich Transport noch einmal deutlich zurückging. Das Segmentergebnis betrug im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres €121 Millionen nach €124 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020. Die Segmentergebnis-Marge belief sich auf 16,7 Prozent nach 17,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Power & Sensor Systems

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2021 2020 2021 2020
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Umsatz 787 617 1.566 1.210
Anteil am Gesamtumsatz 29% 31% 29% 31%
Segmentergebnis 184 138 381 284
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 39% 50% 40% 50%
Segmentergebnis-Marge 23,4% 22,4% 24,3% 23,5%

Im Segment Power & Sensor Systems verbesserte sich der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021 um 1 Prozent auf €787 Millionen. Im Vorquartal waren €779 Millionen erzielt worden. Während der Umsatz bei Komponenten für Smartphones saisonal zurückging, entwickelte sich insbesondere die Nachfrage nach diskreten Leistungsschaltern gut, unter anderem für Anwendungen in Servern. Das Segmentergebnis betrug im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres €184 Millionen nach €197 Millionen im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge erreichte 23,4 Prozent nach 25,3 Prozent im Vorquartal.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 stieg der Umsatz im Segment Power & Sensor Systems um 29 Prozent auf €1.566 Millionen. Im gleichen Zeitraum des Geschäftsjahres 2020 hatte er €1.210 Millionen betragen. Zu der guten Umsatzentwicklung trugen alle Bereiche des Segmentes bei. Durch die Integration des USB-Geschäftes von Cypress war der Umsatzanstieg im Bereich Wechselstromversorgung besonders ausgeprägt. Das Segmentergebnis verbesserte sich von €284 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf €381 Millionen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich auf 24,3 Prozent nach 23,5 Prozent im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020.

Connected Secure Systems

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2021 2020 2021 2020
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Umsatz 329 166 664 329
Anteil am Gesamtumsatz 12% 8% 13% 8%
Segmentergebnis 30 25 75 49
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 6% 9% 8% 8%
Segmentergebnis-Marge 9,1% 15,1% 11,3% 14,9%

Im Segment Connected Secure Systems betrug der Umsatz im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres €329 Millionen nach €335 Millionen im Vorquartal. Der Umsatzrückgang von 2 Prozent war die Folge kapazitätsbedingter Umsatzrückgänge in den Bereichen Mikrocontroller und Konnektivität unter anderem für IoT-Anwendungen, die durch steigende Umsätze in den Bereichen kontaktlose Bezahlkarten, hoheitliche Dokumente, Authentifizierung und Embedded SIM nicht vollständig ausgeglichen werden konnten. Das Segmentergebnis verminderte sich im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf €30 Millionen nach €45 Millionen im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge belief sich auf 9,1 Prozent nach 13,4 Prozent im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021.

Im Segment Connected Secure Systems stieg der Umsatz um 102 Prozent von €329 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf €664 Millionen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Der Grund für den deutlichen Umsatzanstieg ist die Konsolidierung des Bereiches IoT, Compute & Wireless im Rahmen der Integration von Cypress. Das Segmentergebnis erhöhte sich von €49 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf €75 Millionen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug 11,3 Prozent nach 14,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Infineon-Aktie

Die Infineon-Aktie beendete das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 mit einem Kurs von €36,16 und notierte somit 50 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs von €24,12 am 30. September 2020. Zum 22. März 2021 wurde das Unternehmen in den EURO STOXX 50-Index aufgenommen.

Für das Geschäftsjahr 2020 hatten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung am 25. Februar 2021 eine Dividende von €0,22 je Aktie vorzuschlagen. Die Aktionäre haben diesem Vorschlag zugestimmt und somit wurde im abgelaufenen Halbjahr ein Betrag von €286 Millionen an die Aktionäre ausbezahlt.

Am letzten Geschäftstag des ersten Halbjahres belief sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien auf 1.305.921.137. Hierin enthalten sind 4.606.673 Aktien in Eigenbesitz, die nicht dividendenberechtigt sind.

Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds

Die Corona-Pandemie hat zum stärksten Konjunktureinbruch seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Nach neuesten Prognosen des Internationalen Währungsfonds ist die Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2020 um 3,6 Prozent geschrumpft (IWF, 6. April 2021). Zeitnah verabschiedete Konjunkturpakete dürften einen noch stärkeren Rückgang verhindert haben. Für das Kalenderjahr 2021 rechnen die Experten mit einer deutlichen konjunkturellen Erholung und einem Anstieg von 5,8 Prozent. Die Wachstumsangaben beziehen sich auf Marktgrößen, die zu Marktwechselkursen in US-Dollar umgerechnet wurden.

Trotz der negativen Entwicklung der Weltwirtschaft konnte der Infineon-Referenzmarkt, also der Halbleitermarkt ohne DRAM- und NAND-Flash-Speicherchips sowie Mikroprozessoren, gemessen in US-Dollar im Kalenderjahr 2020 um 5 Prozent zulegen (Quelle: WSTS, 4th Quarter 2020 Forecast Update V2, Februar 2021). Für das Kalenderjahr sagt der Verband ein Wachstum des Infineon-Referenzmarktes von 13 Prozent voraus. Aufgrund des nach wie vor unsicheren wirtschaftlichen Umfelds streuen die Wachstumsprognosen für das Kalenderjahr 2021 aktuell noch deutlich von 6 Prozent (Quelle: Basiert auf oder enthält Inhalte, die von Omdia zur Verfügung gestellt wurden: AMFT Shipment: World & Regions - 1Q21 Update, März 2021) bis 20 Prozent (Quelle: VLSI Research, März 2021).

Darstellung der Ertragslage im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Ergebnis je Aktie 2021 2020 2021 2020
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Umsatzerlöse 2.700 1.986 5.331 3.903
Umsatzkosten -1.728 -1.300 -3.374 -2.507
Bruttoergebnis vom Umsatz 972 686 1.957 1.396
Forschungs- und Entwicklungskosten -341 -241 -674 -485
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -328 -214 -639 -418
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, Saldo 11 -5 2 -1
Betriebsergebnis 314 226 646 492
Finanzergebnis (Finanzerträge und -aufwendungen, Saldo) -42 -27 -67 -40
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -1 - -3 -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -62 -21 -110 -64
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 209 178 466 388
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6 - -6 -1
Konzernüberschuss 203 178 460 387
Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert 0,15 0,13 0,34 0,30
Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,15 0,13 0,34 0,30
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) -verwässert 0,24 0,13 0,52 0,31

Konsolidierung von Cypress und starke Nachfrage nach Halbleitern führen zu deutlichem Anstieg der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 um €1.428 Millionen beziehungsweise 37 Prozent auf €5.331 Millionen (Vorjahr: €3.903 Millionen).

Aufgrund der am 16. April 2020 abgeschlossenen Akquisition von Cypress und der starken Nachfrage nach Halbleitern konnten alle vier operativen Segmente die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum steigern (siehe "Entwicklung der operativen Segmente im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021"). Inbesondere bei Leistungshalbleitern und Produkten für Embedded Control & Konnektivität war ein deutlicher Umsatzanstieg zu verzeichnen (siehe Konzernanhang Nr. 11).

Gegenläufig wirkte ein im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum schwächerer US-Dollar. Der durchschnittliche Euro/​US-Dollar-Wechselkurs betrug 1,20 gegenüber 1,11 im Vorjahresvergleichszeitraum.

Mehr als ein Drittel des Umsatzes in Greater China

Mit €2.014 Millionen beziehungsweise 38 Prozent entfiel mehr als ein Drittel der Umsatzerlöse im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 auf die Region Greater China, gefolgt von der Region Europa, Naher Osten und Afrika mit €1.356 Millionen beziehungsweise 25 Prozent.

Den größten Anteil am Umsatzanstieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 hatte mit €657 Millionen beziehungsweise 46 Prozent die Region Greater China, gefolgt von der Region Japan mit einem Umsatzanstieg von €264 Millionen und Asien-Pazifik mit einem Plus von €239 Millionen.

Zu den Umsatzerlösen nach Regionen siehe Konzernanhang Nr. 11.

Anstieg der Bruttomarge

Die Umsatzkosten lagen im Berichtszeitraum mit €3.374 Millionen um €867 Millionen oder 35 Prozent über dem Wert im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von €2.507 Millionen. Dieser Anstieg fällt damit leicht unterproportional zum Umsatzanstieg von 37 Prozent aus.

Der Anstieg der Umsatzkosten resultierte im Wesentlichen aus dem Kostenbeitrag von Cypress. Des Weiteren enthielten die Umsatzkosten auch Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die im Zuge von Kaufpreisallokationen zu beizulegenden Zeitwerten neu bewertet wurden, sowie sonstige akquisitionsbedingte Aufwendungen in Höhe von insgesamt €152 Millionen (Vorjahr: €21 Millionen).

In den Umsatzkosten sind außerdem Aufwendungen enthalten, die im Zusammenhang mit einem Produktionsstillstand in Austin, Texas (USA) entstanden sind. Die behördlich angeordnete Abschaltung von Fertigungsanlagen war nach einem schweren Wintersturm und den daraus resultierenden lang anhaltenden Stromausfällen in der Region erforderlich geworden.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten) belief sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 auf €1.957 Millionen und lag damit um 40 Prozent über dem Vorjahreswert von €1.396 Millionen.

Die Bruttomarge erhöhte sich demgemäß von 35,8 Prozent im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf 36,7 Prozent im Berichtszeitraum.

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2021 2020 2021 2020
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Umsatzkosten 1.728 1.300 3.374 2.507
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum 33% 35%
Prozent vom Umsatz 64,0% 65,5% 63,3% 64,2%
Bruttoergebnis vom Umsatz 972 686 1.957 1.396
Prozent vom Umsatz (Bruttomarge) 36,0% 34,5% 36,7% 35,8%

Betriebskosten im Verhältnis zum Umsatz gestiegen

Die Betriebskosten, bestehend aus den Forschungs- und Entwicklungskosten sowie den Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten, lagen mit €1.313 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 um €410 Millionen über dem Vorjahreswert von €903 Millionen. Damit betrugen die Betriebskosten 24,6 Prozent (Vorjahr: 23,1 Prozent) vom Umsatz.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind mit €674 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 im Vergleich zu €485 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 um €189 Millionen beziehungsweise 39 Prozent gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Anzahl der Mitarbeiterinnen durch den Erwerb von Cypress zurückzuführen. Zum 31. März 2021 waren im Bereich Forschung und Entwicklung 9.791 Mitarbeiterinnen beschäftigt (31. März 2020: 7.754). Des Weiteren wurden €9 Millionen akquisitionsbedingte Aufwendungen in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst (Vorjahr: €0 Millionen). Der prozentuale Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten am Umsatz erhöhte sich von 12,4 Prozent im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf 12,6 Prozent im Berichtszeitraum.

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2021 2020 2021 2020
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Forschungs- und Entwicklungskosten 341 241 674 485
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum 41% 39%
Prozent vom Umsatz 12,6% 12,1% 12,6% 12,4%

Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich im Berichtszeitraum um 53 Prozent beziehungsweise €221 Millionen und beliefen sich auf €639 Millionen (Vorjahr: €418 Millionen). Auch hierin waren neben dem Kostenbeitrag von Cypress Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen sowie akquisitionsbedingte Aufwendungen in Höhe von insgesamt €115 Millionen enthalten (Vorjahr: €22 Millionen). Des Weiteren ist die Anzahl der Mitarbeiterinnen im Wesentlichen aufgrund des Erwerbs von Cypress zum 31. März 2021 um 1.344 auf 5.965 gestiegen (31. März 2020: 4.621).

Das Verhältnis der Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten zum Umsatz lag mit 12,0 Prozent über dem Wert in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020 (10,7 Prozent).

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2021 2020 2021 2020
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Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten 328 214 639 418
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum 53% 53%
Prozent vom Umsatz 12,1% 10,8% 12,0% 10,7%

Finanzergebnis

Die Veränderung des Finanzergebnisses von minus €40 Millionen auf minus €67 Millionen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Zinsaufwands sowie aus der Amortisation der Transaktionskosten im Zusammenhang mit der Finanzierung und Refinanzierung der Akquisition von Cypress.

Anstieg der Steuerquote auf 19,1 Prozent

Der Steueraufwand im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 betrug €110 Millionen (Vorjahr: €64 Millionen). Der Anstieg des Steueraufwands resultierte zum einen aus dem Anstieg des Ergebnisses vor Steuern und zum anderen aus einer höheren erwarteten Steuerquote. Bezogen auf das Ergebnis vor Steuern von €576 Millionen (Vorjahr: €452 Millionen), lag die Steuerquote im Berichtszeitraum bei 19,1 Prozent (Vorjahr: 14,2 Prozent), siehe Konzernanhang Nr. 2.

Anstieg des Konzernüberschusses und damit des Ergebnisses je Aktie

Nach Abzug des Steueraufwands und des Ergebnisses aus nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von minus €6 Millionen (Vorjahr: minus €1 Million) erzielte Infineon im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 einen Konzernüberschuss von €460 Millionen (Vorjahr: €387 Millionen).

Der höhere Konzernüberschuss führte zu einem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses je Aktie, auch wenn die Anzahl der Aktien im Mai 2020 durch eine Kapitalmaßnahme um 4 Prozent erhöht wurde.

Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 belief sich auf €0,34 (Vorjahr: €0,30).

Bereinigtes Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 gestiegen

Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl durch Effekte aus der Kaufpreisallokation für Akquisitionen (insbesondere Cypress und International Rectifier), Einmaleffekte im Finanzergebnis im Zusammenhang mit der Akquisition von Cypress als auch durch weitere Sondersachverhalte beeinflusst. Um die Vergleichbarkeit der operativen Performance im Zeitablauf zu erhöhen, ermittelt Infineon das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) wie folgt:

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen (wenn nicht anders angegeben) 2021 2020 2021 2020
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Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten -verwässert 209 178 466 388
Vergütung der Hybridkapitalinvestoren 1 -8 -10 -16 -18
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert 201 168 450 370
Zuzüglich/​Abzüglich:
Wertminderungen (Wertaufholungen) (insbesondere auf den Geschäfts- oder Firmenwert) - - 8 -
Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung 3 3 6 6
Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen 148 26 285 59
Verluste (Gewinne) aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo - - - -1
Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo 5 19 15 15
Akquisitionsbedingte Aufwendungen im Finanzergebnis 3 10 4 10
Steuereffekt auf Bereinigungen -37 -12 -72 -16
Wertaufholung beziehungsweise Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern, die aus der jährlich zu aktualisierenden Ertragsprognose resultieren -15 -47 -25 -61
Bereinigter Konzernüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert 308 167 671 382
Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien (in Millionen) - verwässert 1.303 1.247 1.303 1.246
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 2 0,24 0,13 0,52 0,31

1 Einschließlich des kumulierten Steuereffekts.

2 Die Berechnung des bereinigten Ergebnisses je Aktie basiert auf ungerundeten Werten.

Der bereinigte Konzernüberschuss und das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) sind kein Ersatz oder keine höherwertigen Kennzahlen, sondern stets als zusätzliche Information zu dem nach IFRS ermittelten Konzernüberschuss beziehungsweise Ergebnis je Aktie (verwässert) aufzufassen.

Darstellung der Vermögenslage

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€ in Millionen, außer Prozentsätze 31. März 2021 30. September 2020 Veränderung
Kurzfristige Vermögenswerte 7.399 7.179 3%
Langfristige Vermögenswerte 14.720 14.820 -1%
Summe Vermögenswerte 22.119 21.999 1%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 3.841 3.450 11%
Langfristige Verbindlichkeiten 7.761 8.330 -7%
Summe Verbindlichkeiten 11.602 11.780 -2%
Summe Eigenkapital 10.517 10.219 3%

Kurzfristige Vermögenswerte vor allem durch Brutto-Cash-Position leicht gestiegen

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 31. März 2021 um €220 Millionen auf €7.399 Millionen, verglichen mit €7.179 Millionen zum 30. September 2020, im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Brutto-Cash-Position um €217 Millionen (siehe "Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position" im Kapitel "Darstellung der Finanzlage"). Im Zuge des Umsatzanstiegs erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen um Leistungen um €152 Millionen. Gegenläufig sanken die Vorräte um €115 Millionen.

Leichter Rückgang der langfristigen Vermögenswerte im Wesentlichen bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich von €14.820 Millionen zum 30. September 2020 um €100 Millionen auf €14.720 Millionen zum 31. März 2021. Ursächlich hierfür war vor allem der Rückgang der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um €151 Millionen, da die Abschreibungen über den Investitionen lagen. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich geringfügig auf €4.149 Millionen gegenüber dem 30. September 2020 (€4.110 Millionen). Die Zugänge zum Sachanlagevermögen waren größer als die Abschreibungen. Investiert wurde vor allem in die Fertigungsstätten in Villach (Österreich) und Dresden (Deutschland), Kulim und Melaka (beide Malaysia) sowie Cegléd (Ungarn).

Verbindlichkeiten vor allem durch Darlehensrückzahlungen gesunken

Zum 31. März 2021 gingen die Verbindlichkeiten mit €11.602 Millionen gegenüber dem 30. September 2020 (€11.780 Millionen) um €178 Millionen zurück. Ursächlich hierfür war vor allem der Rückgang von Finanzschulden um €174 Millionen aufgrund Darlehensrückzahlungen (siehe Konzernanhang Nr. 4). Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gingen um €71 Millionen zurück, im Wesentlichen bedingt durch einen versicherungsmathematischen Gewinn von €71 Millionen nach Steuern im Zusammenhang mit der Bewertung der Nettopensionsverpflichtungen und als Folge der Zins- und Kreditmargenentwicklung an den Finanzmärkten in den abgelaufenen sechs Monaten (siehe Konzernanhang Nr. 6). Gegenläufig stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um €113 Millionen.

Eigenkapital im Wesentlichen durch Konzernüberschuss gestiegen

Das Eigenkapital ist zum 31. März 2021 um €298 Millionen (3 Prozent) auf €10.517 Millionen gestiegen (30. September 2020: €10.219 Millionen), bedingt im Wesentlichen durch den im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 erzielten Konzernüberschuss von €460 Millionen. Im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Gewinne aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von im Saldo €71 Millionen nach Steuern erhöhten zusätzlich das Eigenkapital. Eigenkapitalmindernd wirkte insbesondere die für das Geschäftsjahr 2020 gezahlte Dividende von €286 Millionen.

Die Eigenkapitalquote stieg damit zum 31. März 2021 auf 47,5 Prozent (30. September 2020: 46,5 Prozent).

Darstellung der Finanzlage

Cash-Flow

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Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen 2021 2020
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Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 1.330 537
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -804 -1.229
Mittelzufluss/​-abfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -497 810
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus nicht fortgeführten Aktivitäten -2 -4
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 114
Währungsumrechnungseffekte auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -5 -6
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 22 108

Seit dem 16. April 2020 wird Cypress voll konsolidiert (siehe Anhang zum Konzernabschluss 2020, Nr. 3). Die Vergleichbarkeit mit Vorjahresperioden ist insoweit eingeschränkt.

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten deutlich gestiegen

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 ergab sich ein um €793 Millionen höherer Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten von €1.330 Millionen. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen ein Anstieg von €414 Millionen beim Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Abschreibungen, Zinsen, Ertragsteuern, Wertminderungen und sonstigen nicht zahlungswirksamen Ergebnisbestandteilen auf €1.395 Millionen. Ebenso trug die im Vorjahresvergleich geringere Mittelbindung in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten bei gleichzeitigem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt €305 Millionen zur Verbesserung des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten bei.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten hatte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 €537 Millionen betragen. Ausgehend von einem Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Abschreibungen, Zinsen, Ertragsteuern, Wertminderungen und sonstigen nicht zahlungswirksamen Ergebnisbestandteilen von €981 Millionen, wirkten zahlungswirksame Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Vorräte, der Rückstellungen sowie der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit gesamt €336 Millionen reduzierend auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Darüber hinaus beliefen sich die Nettozahlungen für Ertragsteuern und Zinsen in Summe auf €108 Millionen.

Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten geprägt von Investitionen in das Sachanlagevermögen

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 auf €804 Millionen. Davon entfielen auf Investitionen in Sachanlagen €497 Millionen sowie €117 Millionen auf Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte. Der Saldo aus Käufen und Verkäufen von Finanzinvestments führte zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von €193 Millionen.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf €1.229 Millionen. Davon entfielen im Saldo €714 Millionen auf Auszahlungen für den Kauf von Finanzinvestments, die Teil der Brutto-Cash-Position sind und nicht in den Free-Cash-Flow einbezogen werden (siehe nachfolgend im Abschnitt "Free-Cash-Flow"). Auf Investitionen in Sachanlagen entfielen €423 Millionen sowie €79 Millionen auf Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte.

Dividendenzahlungen und Rückzahlungen langfristiger Finanzschulden führen zu Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten lag im Saldo bei €497 Millionen (Vorjahreszeitraum Mittelzufluss: €810 Millionen) und war im Wesentlichen geprägt durch die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 von €286 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021. Ebenfalls zahlungsmittelreduzierend wirkten Rückzahlungen von Finanzschulden in Höhe von €173 Millionen.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 im Saldo bei €810 Millionen und war im Wesentlichen durch Nettoemissionserlöse aus der zur Refinanzierung der Akquisition von Cypress begebenen unbefristeten Hybridanleihe von €1.184 Millionen geprägt. Gegenläufig wirkte die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2019 von €336 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020.

Free-Cash-Flow

Infineon berichtet die Kennzahl Free-Cash-Flow, definiert als Mittelzufluss/​-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelzufluss/​-abfluss aus Investitionstätigkeit, jeweils aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf von Finanzinvestments. Der Free-Cash-Flow dient als zusätzliche Kenngröße, da Infineon einen Teil der Liquidität in Form von Finanzinvestments hält. Das bedeutet nicht, dass der so ermittelte Free-Cash-Flow für sonstige Ausgaben verwendet werden kann, da Dividenden, Schuldendienstverpflichtungen oder andere feste Auszahlungen noch nicht abgezogen sind. Der Free-Cash-Flow ist kein Ersatz oder höherwertige Kennzahl, sondern stets als zusätzliche Information zum Cash-Flow gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung, zu anderen Liquiditätskennzahlen sowie sonstigen gemäß IFRS ermittelten Kennzahlen aufzufassen. Der Free-Cash-Flow beinhaltet nur Werte aus fortgeführten Aktivitäten und wird wie folgt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung hergeleitet:

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Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen 2021 2020
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Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 1.330 537
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -804 -1.229
Auszahlungen (+)/​Einzahlungen (-) für Finanzinvestments, Saldo 193 714
Free-Cash-Flow 719 22

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit deutlich höher als Investitionen

Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 bei €719 Millionen. Im Wesentlichen überstieg hierbei der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten von €1.330 Millionen die Investitionen in Sachanlagen sowie immaterielle und sonstige Vermögenswerte von gesamt €614 Millionen.

Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position

Die folgende Tabelle stellt die Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position sowie die Finanzschulden dar. Da Infineon einen Teil der liquiden Mittel in Form von Finanzinvestments hält, die unter IFRS nicht als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente klassifiziert sind, berichtet Infineon die Brutto- und die Netto-Cash-Position, um Investoren die Liquiditätslage besser zu erläutern. Die Brutto- und die Netto-Cash-Position werden wie folgt aus der Konzern-Bilanz hergeleitet:

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€ in Millionen 31. März 2021 30. September 2020
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.873 1.851
Finanzinvestments 1.571 1.376
Brutto-Cash-Position 3.444 3.227
Abzüglich:
Kurzfristige Finanzschulden sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzschulden 831 505
Langfristige Finanzschulden 6.028 6.528
Bruttofinanzschulden 6.859 7.033
Netto-Cash-Position -3.415 -3.806

Die Brutto-Cash-Position, die sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzinvestments zusammensetzt, betrug zum 31. März 2021 €3.444 Millionen und war um €217 Millionen höher verglichen mit €3.227 Millionen zum 30. September 2020. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der Free-Cash-Flow von €719 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021. Zahlungsmittelreduzierend wirkten die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von €286 Millionen und die Rückzahlungen langfristiger Finanzschulden in Höhe von €173 Millionen.

Die Netto-Cash-Position, definiert als Brutto-Cash-Position abzüglich kurzfristiger und langfristiger Finanzschulden, verbesserte sich demgemäß zum 31. März 2021 um €391 Millionen auf minus €3.415 Millionen (30. September 2020: minus €3.806 Millionen).

Mitarbeiter*innen

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 stieg die Anzahl der Mitarbeiterinnen im Zuge erweiterter Produktionskapazitäten vor allem in Asien-Pazifik auf 48.150 zum 31. März 2021. Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung unserer Belegschaft nach Regionen zu den jeweiligen Stichtagen:

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31. März 2021 30. September 2020 Veränderung
Europa 19.550 19.096 2%
Darin: Deutschland 12.561 12.278 2%
Asien-Pazifik (ohne Japan, Greater China) 20.262 19.262 5%
Greater China 1 2.399 2.421 -1%
Darin: Festland-China, Hongkong 2.072 2.057 1%
Japan 652 656 -1%
Amerika 5.287 5.230 1%
Darin: USA 3.739 3.739 0%
Gesamt 48.150 46.665 3%

1 Zu Greater China gehören Festland-China, Hongkong und Taiwan.

Ausblick

Ausblick für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2021

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021 erwartet Infineon bei einem angenommenen EUR/​USD-Wechselkurs von 1,20 einen Umsatz zwischen €2,6 Milliarden und €2,9 Milliarden. Dabei werden weiterhin bestehende Liefereinschränkungen das Umsatzwachstum dämpfen, unter anderem als Folge der zeitweiligen Abschaltung unserer Fertigungsanlagen in Austin, Texas im Februar sowie durch knappe Kapazitäten bei Auftragsfertigern. In Anbetracht dessen wird der Umsatz bei Connected Secure Systems leicht zurückgehen, während für das hiervon weniger betroffene Segment Industrial Power Control mit einem Anstieg des Umsatzes um einen hohen einstelligen Prozentsatz gegenüber dem Vorquartal gerechnet wird. Bei Automotive und Power & Sensor Systems wird der Umsatz voraussichtlich leicht steigen. Die Segmentergebnis-Marge wird in der Mitte der Umsatzspanne voraussichtlich etwa 18 Prozent betragen.

Aktualisierter Ausblick für das Geschäftsjahr 2021

Aufgrund der guten Entwicklung in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres und der weiterhin starken Dynamik des Halbleitermarkts erhöht Infineon trotz knapper Kapazitäten bei Auftragsfertigern erneut die Prognose für die Umsatzentwicklung und die Segmentergebnis-Marge leicht. Bei einem unverändert unterstellten EUR/​USD-Wechselkurs von 1,20 wird nun ein Umsatz von etwa €11,0 Milliarden plus oder minus 3 Prozent erwartet. Dabei sollten alle Segmente im Verlauf der zweiten Geschäftsjahreshälfte von einer sich verbessernden Liefersituation bei gleichzeitig fortgesetzter Nachfragedynamik profitieren. Im Mittelpunkt der Umsatzprognose wird die Segmentergebnis-Marge nun voraussichtlich etwa 18 Prozent betragen.

Für das Geschäftsjahr 2021 sind weiterhin Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten von circa €1,6 Milliarden geplant. Die Abschreibungen werden unverändert zwischen €1,5 Milliarden und €1,6 Milliarden betragen, wovon rund €500 Millionen auf Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Erwerb von Cypress und zu einem kleineren Teil noch mit der Akquisition von International Rectifier, entfallen.

Für den Free-Cash-Flow wird angesichts der positiven Geschäftsentwicklung nun ein Wert von mehr als €1,2 Milliarden nach zuvor mehr als €800 Millionen erwartet.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) wird im Geschäftsjahr 2021 bei etwa 7,5 Prozent liegen.

Neben geopolitischen und makroökonomischen Faktoren beeinträchtigen die durch die Coronavirus-Pandemie verursachten wirtschaftlichen Verwerfungen die Vorhersagbarkeit. Wesentliche Einflussfaktoren der Pandemie auf die erwartete Umsatz- und Ergebnisentwicklung werden der zeitliche Verlauf der globalen Infektionsraten, der Fortgang der Impfkampagnen, mögliche Einschränkungen wirtschaftlicher Aktivitäten, Auswirkungen auf Produktions- und Lieferketten sowie die Höhe und Wirksamkeit staatlicher Unterstützungsprogramme sein.

Risiken und Chancen

Im Rahmen der unternehmerischen Aktivitäten und angesichts der internationalen Aufstellung und des breiten Produktportfolios eröffnen sich für Infineon einerseits viele Chancen, andererseits ist das Unternehmen zahlreichen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen Identifizierung und erfolgreichen Steuerung relevanter Risiken und Chancen setzt Infineon verschiedene aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsysteme ein. Das Risikomanagement bei Infineon ist eng mit der Unternehmensplanung verknüpft und integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse im Konzern und unterstützt so die nachhaltige Sicherung unseres künftigen Unternehmenserfolgs.

Bestimmte Risiken, die wesentliche nachteilige Auswirkungen auf Infineons Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, bestimmte Chancen sowie das Rahmenkonzept des Risikomanagementsystems sind im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020 (Seite 110 bis 122) dargestellt.

Demgegenüber wurde im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 das Risiko hinsichtlich der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten von Mittel auf Hoch gestuft. Die unerwartet hohe Nachfrage nach Halbleiterprodukten - vor allem für den Automobilmarkt, erneuerbare Energien, Rechenzentren, Ausbau der MobilfunkInfrastruktur, Digitalisierung in vielen Bereichen sowie allgemein Elektronik für die Arbeit und das Leben zu Hause - führt zu Lieferproblemen, insbesondere bei unseren Auftragsfertigern. Dies verursacht nicht nur Lieferverzögerungen zu unseren Kunden, sondern könnte auch zu Umsatzausfällen führen. Gleichzeitig sind wir mit Preissteigerungen unserer Zulieferanten konfrontiert und es besteht das Risiko, dass die Preissteigerungen seitens unserer Lieferanten nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergegeben werden können. Der Vorstand beobachtet und bewertet kontinuierlich diese Entwicklung und leitet geeignete Maßnahmen ein.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 hat Infineon im Übrigen keine weiteren wesentlichen Änderungen identifiziert, die über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im Geschäftsbericht 2020 dargestellt sind.

Weitere Risiken, die Infineon derzeit nicht bekannt sind oder die gegenwärtig als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten Infineons Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind Infineon derzeit nicht bekannt.

Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung

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Drei Monate zum Sechs Monate zum
Anhang 31. März 31. März
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€ in Millionen Nr. 2021 2020 2021 2020
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Umsatzerlöse 11 2.700 1.986 5.331 3.903
Umsatzkosten -1.728 -1.300 -3.374 -2.507
Bruttoergebnis vom Umsatz 972 686 1.957 1.396
Forschungs- und Entwicklungskosten -341 -241 -674 -485
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -328 -214 -639 -418
Sonstige betriebliche Erträge 23 11 36 43
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12 -16 -34 -44
Betriebsergebnis 314 226 646 492
Finanzerträge - 5 18 9
Finanzaufwendungen -42 -32 -85 -49
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -1 - -3 -
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 271 199 576 452
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 -62 -21 -110 -64
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 209 178 466 388
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 -6 - -6 -1
Konzernüberschuss 203 178 460 387
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - unverwässert: 1
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus fortgeführten Aktivitäten - unverwässert 0,15 0,13 0,34 0,30
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus nicht fortgeführten Aktivitäten - unverwässert - - - -
Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert 0,15 0,13 0,34 0,30
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert: 1
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus fortgeführten Aktivitäten - verwässert 0,15 0,13 0,34 0,30
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus nicht fortgeführten Aktivitäten - verwässert - - - -
Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,15 0,13 0,34 0,30

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Drei Monate zum Sechs Monate zum
Anhang 31. März 31. März
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€ in Millionen Nr. 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- ---
Konzernüberschuss 203 178 460 387
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 6 71 71 71 122
Summe der Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn-und-Verlustrechnung umgegliedert werden 71 71 71 122
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 321 10 -2 -14
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsgeschäften 32 95 45 -7
Kosten der Absicherung - -22 - -33
Summe der Posten, die zukünftig in die Gewinn-und-Verlustrechnung umgegliedert werden 353 83 43 -54
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 424 154 114 68
Gesamtergebnis nach Steuern 627 332 574 455
Davon entfallen auf:
Aktionäre und Hybridkapitalinvestoren der Infineon Technologies AG 627 332 574 455

Konzern-Bilanz

AKTIVA

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€ in Millionen Anhang Nr. 31. März 2021 31. März 2020 30. September 2020
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.873 1.129 1.851
Finanzinvestments 1.571 3.459 1.376
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.348 1.047 1.196
Vorräte 1.937 1.736 2.052
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 36 93 77
Vertragsvermögenswerte 89 102 97
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 545 825 530
Summe kurzfristige Vermögenswerte 7.399 8.391 7.179
Sachanlagen 4.149 3.523 4.110
Geschäfts- oder Firmenwerte 5.889 901 5.897
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.470 903 3.621
Nutzungsrechte 312 232 286
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 78 73 87
Langfristige Ertragsteuerforderungen 1 - 1
Aktive latente Steuern 618 608 627
Sonstige langfristige Vermögenswerte 203 135 191
Summe langfristige Vermögenswerte 14.720 6.375 14.820
Summe Aktiva 22.119 14.766 21.999

PASSIVA

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€ in Millionen Anhang Nr. 31. März 2021 31. März 2020 30. September 2020
Kurzfristige Finanzschulden sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzschulden 4 831 185 505
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.273 883 1.160
Kurzfristige Rückstellungen 5 479 293 436
Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten 337 129 340
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 63 48 59
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 858 688 950
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 3.841 2.226 3.450
Langfristige Finanzschulden 4 6.028 1.352 6.528
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6 668 602 739
Passive latente Steuern 301 14 293
Langfristige Rückstellungen 5 299 284 313
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 253 192 235
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 212 146 222
Summe langfristige Verbindlichkeiten 7.761 2.590 8.330
Summe Verbindlichkeiten 11.602 4.816 11.780
Eigenkapital: 7
Grundkapital 2.612 2.502 2.612
Zusätzlich eingezahltes Kapital (Kapitalrücklage) 6.468 5.503 6.462
Hybridkapital 1.223 1.203 1.203
Gewinnrücklage 660 575 435
Andere Rücklagen -417 200 -460
Eigene Aktien -29 -33 -33
Summe Eigenkapital 10.517 9.950 10.219
Summe Passiva 22.119 14.766 21.999

Konzern-Kapitalflussrechnung

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Drei Monate zum Sechs Monate zum
Anhang 31. März 31. März
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€ in Millionen Nr. 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- ---
Konzernüberschuss 203 178 460 387
Zuzüglich: Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 6 - 6 1
Anpassungen zur Überleitung des Konzernüberschusses auf Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Planmäßige Abschreibungen 368 249 736 499
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 62 21 110 64
Zinsergebnis 38 10 79 20
Verluste (Gewinne) aus dem Abgang von Sachanlagen -1 -1 -4 -21
Erhaltene Dividenden 1 - 4 -
Wertminderungen/​-aufholungen - 5 8 4
Sonstiges nicht zahlungswirksames Ergebnis 3 18 -4 27
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -177 -77 -150 16
Veränderung der Vorräte 44 35 114 -38
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 134 -41 114 -205
Veränderung der Rückstellungen 152 68 24 -81
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -14 -65 -48 -28
Erhaltene Zinsen 1 5 2 12
Gezahlte Zinsen -40 -10 -66 -31
Gezahlte Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -38 -41 -55 -89
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 742 354 1.330 537
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten -1 -2 -2 -4
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 741 352 1.328 533
Auszahlungen für Finanzinvestments -1.097 -1.585 -2.006 -4.231
Einzahlungen aus Finanzinvestments 967 1.640 1.813 3.517
Einzahlungen aus dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten und Anteilen an Tochtergesellschaften, abzüglich abgegangener Zahlungsmittel - - 13 -
Investitionen in nahestehende Unternehmen - - - -44
Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel -5 - -14 -
Auszahlungen für sonstige immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte -68 -39 -117 -79
Auszahlungen für Sachanlagen -264 -208 -497 -423
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und sonstigen Vermögenswerten 2 1 4 31
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -465 -191 -804 -1.229
Veränderung der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten von nahestehenden Unternehmen - - - 1
Rückzahlungen langfristiger Finanzschulden - -6 -173 -13
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten -20 -13 -38 -25
Einzahlungen aus Hybridkapital 7 - -1 - 1.184
Einzahlungen aus Ausgabe von Aktien - - - 1
Auszahlungen aus der Veränderung von Minderheiten - -2 - -2
Dividendenzahlungen -286 -336 -286 -336
Mittelzufluss/​-abfluss aus Finanzierungstätigkeit -306 -358 -497 810
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -30 -197 27 114
Währungsumrechnungseffekte auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9 -17 -5 -6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang 1.894 1.343 1.851 1.021
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende 1.873 1.129 1.873 1.129

Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung

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€ in Millionen, außer Anzahl von Aktien Anhang Nr. Ausgegebene Stückaktien
Anzahl Betrag Zusätzlich eingezahltes Kapital (Kapitalrücklage) Hybridkapital Gewinnrücklage
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Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2019 7 1.250.684.071 2.501 5.494 - 421
Konzernüberschuss - - - 20 368
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - - 122
Gesamtergebnis nach Steuern - - - 20 490
Dividenden - - - - -336
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen 237.066 1 1 - -
Begebung Hybridkapital - - 2 1.184 -
Aktienbasierte Vergütungen - - 2 - -
Erwerb/​Ausgabe eigener Aktien - - - - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 4 - -
Konzern-Bilanz zum 31. März 2020 1.250.921.137 2.502 5.503 1.203 575
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2020 1.305.921.137 2.612 6.462 1.203 435
Konzernüberschuss - - - 20 440
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - - 71
Gesamtergebnis nach Steuern - - - 20 511
Dividenden - - - - -286
Aktienbasierte Vergütungen - - 2 - -
Erwerb/​Ausgabe eigener Aktien - - - - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 4 - -
Konzern-Bilanz zum 31. März 2021 1.305.921.137 2.612 6.468 1.223 660

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€ in Millionen, außer Anzahl von Aktien Andere Rücklagen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen Sicherungsgeschäfte Kosten der Absicherung Eigene Aktien Summe Eigenkapital
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Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2019 144 152 -42 -37 8.633
Konzernüberschuss - - - - 387
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -14 -7 -33 - 68
Gesamtergebnis nach Steuern -14 -7 -33 - 455
Dividenden - - - - -336
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen - - - - 2
Begebung Hybridkapital - - - - 1.186
Aktienbasierte Vergütungen - - - - 2
Erwerb/​Ausgabe eigener Aktien - - - 4 4
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - - 4
Konzern-Bilanz zum 31. März 2020 130 145 -75 -33 9.950
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2020 -399 -61 - -33 10.219
Konzernüberschuss - - - - 460
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -2 45 - - 114
Gesamtergebnis nach Steuern -2 45 - - 574
Dividenden - - - - -286
Aktienbasierte Vergütungen - - - - 2
Erwerb/​Ausgabe eigener Aktien - - - 4 4
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - - 4
Konzern-Bilanz zum 31. März 2021 -401 -16 - -29 10.517

Aufgrund von Rundungen stimmt die Gesamtsumme nicht in allen Fällen mit den addierten Einzelsummen überein.

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

1 Grundlagen der Darstellung

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der Infineon-Gruppe ("Infineon" oder "Infineon-Konzern"), bestehend aus der Infineon Technologies AG (nachfolgend auch "die Gesellschaft") und deren Tochtergesellschaften, für die drei und sechs Monate zum 31. März 2021 und 2020 wurde gemäß den vom International Accounting Standards Board ("IASB") erlassenen International Financial Reporting Standards ("IFRS") aufgestellt, soweit diese von der Europäischen Union ("EU") übernommen worden sind. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Entsprechend wurden bestimmte Informationen und Anhangangaben, die üblicherweise in Konzernabschlüssen enthalten sind, gekürzt oder weggelassen. Obwohl die hierin abgebildete Konzern-Bilanz zum 30. September 2020 aus dem geprüften Konzernabschluss abgeleitet wurde, sind nicht alle erforderlichen Anhangangaben der Berichterstattung nach IFRS übernommen worden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem geprüften Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2020 gelesen werden. Dieser wurde gemäß IFRS aufgestellt, soweit diese von der EU übernommen worden sind. Die Ertragsteueraufwendungen werden in Zwischenberichtsperioden auf Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das Gesamtjahr ermittelt.

Die angewandten Bilanzierungsgrundsätze für den beiliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss entsprechen den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 angewandten Grundsätzen. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz bildet die Anwendung neuer sowie überarbeiteter Standards und Interpretationen, die für ab dem 1. Januar 2020 beziehungsweise 1. Juni 2020 beginnende Geschäftsjahre gültig sind. Die Anwendung dieser neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon.

Infolge des innerhalb des Geschäftsjahres 2020 angepassten Bilanzausweises der Erstattungsverpflichtungen gegenüber Kunden (siehe Anhang zum Konzernabschluss 2020 Nr. 10 und Nr. 19) wurden zur besseren Vergleichbarkeit die Halbjahreszahlen des Vorjahres betreffend die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechend angepasst.

Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung. Aus den Ergebnissen der Zwischenberichtsperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.

Alle in diesem verkürzten Konzernzwischenabschluss ausgewiesenen Beträge sind in Euro ("€"), außer wenn anders angegeben.

Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich.

Am 28. April 2021 hat der Vorstand der Gesellschaft den Halbjahresfinanzbericht aufgestellt.

Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses erforderte Schätzungen und Annahmen des Managements, die Auswirkungen auf ausgewiesene Beträge und damit im Zusammenhang stehende Angaben haben.

Schätzungen und Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung und müssen gegebenenfalls angepasst werden.

Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen des Managements, basierend auf den gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen, erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie, die Verwerfungen bei globalen Lieferketten, Endmärkten und der Konjunkturentwicklung insgesamt verursacht. Die Entwicklungen im Zuge der Pandemie sind dynamisch, sodass nicht auszuschließen ist, dass die tatsächlichen Ergebnisse deutlich von den im Rahmen dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen beziehungsweise in künftigen Perioden eine Anpassung der getroffenen Schätzungen und Annahmen erforderlich wird und dies einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon haben kann.

Bereiche, die Schätzungen und Annahmen beinhalten und folglich am ehesten davon betroffen sind, wenn die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen und Annahmen abweichen beziehungsweise wenn in künftigen Perioden eine Anpassung der getroffenen Schätzungen und Annahmen erforderlich wird, sind im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 2 eingehender erläutert und betreffen im Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2021 im Wesentlichen: Ansatz und Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten von erworbenen Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation für Cypress Semiconductor Corporation ("Cypress"), Ansatz und Bewertung von aktiven latenten Steuern sowie von unsicheren Ertragsteuerpositionen, Bewertung des Vorratsvermögens, zeitraumbezogene Umsatzrealisierung sowie Umsatzerlöse, deren Transaktionspreis eine variable Komponente enthält, Werthaltigkeit nichtfinanzieller Vermögenswerte, insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwerte, Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sowie Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen. Sofern sich im Zwischenberichtszeitraum wesentliche Änderungen an den Schätzungen und Annahmen beziehungsweise an den zugrunde liegenden Parametern ergeben haben, so wird darauf im Rahmen dieses Konzernzwischenabschlusses gesondert eingegangen.

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der bis zur Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses durch den Vorstand am 28. April 2021 erlangten Erkenntnisse.

2 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den drei und sechs Monaten zum 31. März 2021 wurde die effektive Steuerquote beeinflusst durch ausländische Steuersätze, nicht abzugsfähige Aufwendungen, steuerfreie Erträge, Steuervergünstigungen und Änderungen der Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern.

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen 2021 2020 2021 2020
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Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 271 199 576 452
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -62 -21 -110 -64
Steuerquote 23% 11% 19% 14%

3 Geschäftsanteilsveräußerungen und nicht fortgeführte Aktivitäten

Qimonda - nicht fortgeführte Aktivitäten

Am 23. Januar 2009 stellte die Qimonda AG ("Qimonda"), eine sich im Mehrheitsbesitz von Infineon befindende Tochtergesellschaft, beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens (siehe im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 7).

Die im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda bestehenden Risiken und Rückstellungen sind im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 25 ausführlich beschrieben.

In den drei und sechs Monaten zum 31. März 2021 ergaben sich Anpassungen bei einzelnen Rückstellungen an die aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda. Dies führte zu Aufwendungen in Höhe von jeweils €6 Millionen, die in der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen sind.

4 Finanzschulden

Die Finanzschulden setzten sich wie folgt zusammen:

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€ in Millionen 31. März 2021 30. September 2020
Kurzfristige Finanzschulden sowie kurzfristig fällige Bestandteile der langfristigen Finanzschulden, Durchschnittszinssatz 1,23% (30. September 2020: 2,01%) 4 176
Anleihe €500 Millionen, Kupon 1,50%, fällig 2022 499 -
Ausstehende Wandelanleihen, Durchschnittszinssatz: 4,50% 328 329
Kurzfristige Finanzschulden sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzschulden 831 505
Unbesicherte Darlehen gegenüber Kreditinstituten, Durchschnittszinssatz: 1,00% (30. September 2020: 1,06%), fällig 2022 - 2023 5 6
Anleihe €500 Millionen, Kupon 1,50%, fällig 2022 - 499
Anleihe €750 Millionen, Kupon 0,75%, fällig 2023 747 746
Anleihe €750 Millionen, Kupon 1,125%, fällig 2026 743 743
Anleihe €750 Millionen, Kupon 1,625%, fällig 2029 740 740
Anleihe €650 Millionen, Kupon 2,00%, fällig 2032 637 636
Laufzeitendarlehen US$2.775 Millionen, Durchschnittszinssatz: 1,14% (30. September 2020: 1,66%), fällig 2022 - 2024 2.360 2.361
USPP-Anleihen US$935 Millionen, Durchschnittszinssatz: 4,09%, fällig 2024 - 2028 796 797
Langfristige Finanzschulden 6.028 6.528
Gesamt 6.859 7.033

Am 16. Oktober 2020 wurden die zum 30. September 2020 unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesenen besicherten Darlehen der MoTo Objekt CAMPEON GmbH & Co. KG in Höhe von €171 Millionen zurückgezahlt.

Die Kreditlinien zum 31. März 2021 und 30. September 2020 setzten sich insgesamt wie folgt zusammen:

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31. März 2021 30. September 2020
Laufzeit, € in Millionen Gesamthöhe In Anspruch genommen Verfügbar Gesamthöhe In Anspruch genommen Verfügbar
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Kurzfristig 74 4 70 245 176 69
Langfristig 2.371 2.371 - 2.376 2.376 -
Gesamt 2.445 2.375 70 2.621 2.552 69

Am 7. April 2021 hat Infineon in den USA eine Privatplatzierung von Anleihen (USPP) in vier Tranchen mit Laufzeiten von sechs, acht, zehn und zwölf Jahren in einem Gesamtvolumen von US$1,3 Milliarden unterzeichnet. Mit dem Emissionserlös wird Infineon bestehende auf US-Dollar lautende Laufzeitendarlehen zur Übernahme der Cypress Semiconductor Corporation zum Teil ablösen. Der Vollzug der Transaktion und der Erhalt der Erlöse sind für Juni dieses Jahres geplant.

5 Rückstellungen

Die kurz- und langfristigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

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€ in Millionen 31. März 2021 30. September 2020
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiterinnen 449 420
Gewährleistungen 35 40
Rückstellungen im Zusammenhang mit Qimonda (siehe Konzernanhang Nr. 3 and Nr. 8) 211 206
Sonstige 83 83
Summe Rückstellungen 778 749
Davon kurzfristig 479 436
Davon langfristig 299 313

6 Pensionspläne

Als Folge der Zins- und Kreditmargenentwicklung an den Finanzmärkten in den abgelaufenen sechs Monaten ergab sich zum 31. März 2021 eine Erhöhung des zur Bewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen anzuwendenden Abzinsungsfaktors auf 1,1 Prozent (30. September 2020: 0,9 Prozent), womit sich die Anwartschaftsbarwerte (DBO) der leistungsorientierten Versorgungspläne um €41 Millionen reduzierten. Darüber hinaus ist der beizulegende Zeitwert des inländischen Planvermögens um €36 Millionen angestiegen. Daraus ergab sich zum 31. März 2021 saldiert eine Verringerung der Pensionsverpflichtungen um €71 Millionen (nach Steuern), die als versicherungsmathematischer Gewinn aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen wird.

7 Eigenkapital

Das Grundkapital der Infineon Technologies AG betrug zum 31. März 2021 €2.611.842.274 (30. September 2020: €2.611.842.274), eingeteilt in 1.305.921.137 (30. September 2020: 1.305.921.137) auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von €2 am Grundkapital. Zum 31. März 2021 hielt die Gesellschaft von der oben genannten Gesamtzahl ausgegebener Aktien 4.606.673 eigene Aktien (30. September 2020: 5.251.391). Die Veränderung der Anzahl eigener Aktien ist auf die Übertragung von 644.718 eigenen Aktien an Arbeitnehmer und Vorstandsmitglieder im Rahmen des Performance Share-Plans und Restricted Stock Unit-Plans (siehe im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 23) zurückzuführen.

In der Hauptversammlung am 25. Februar 2021 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn der Infineon Technologies AG für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende in Höhe von €0,22 je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Unter Berücksichtigung der fehlenden Dividendenberechtigung eigener Aktien führte dies zu einer Ausschüttung von €286 Millionen. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2020 erfolgte aus der Gewinnrücklage.

Die Infineon Technologies AG hat am 1. Oktober 2019 eine unbefristete Hybridanleihe zur Refinanzierung der Akquisition von Cypress ausgegeben, die ein Eigenkapitalinstrument nach IAS 32 ist (siehe im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 21).

Für die sechs Monate zum 31. März 2021 wurden €20 Millionen als Vergütung der Hybridkapitalinvestoren im Eigenkapital erfasst. Für Zwecke der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde der auf die Aktionäre der Infineon Technologies AG entfallende Konzernüberschuss von €460 Millionen um die Vergütung der Hybridkapitalinvestoren in den sechs Monaten zum 31. März 2021 in Höhe von €16 Millionen (netto, nach Steuern) auf €444 Millionen vermindert.

Die Auszahlung der Vergütung an die Hybridkapitalinvestoren erfolgt jährlich nachträglich am 1. April eines jeden Jahres vorbehaltlich einer Rückzahlung oder eines Rückkaufs. Am 1. April 2021 wurden €39 Millionen ausgezahlt.

8 Rechtliche Risiken

Rechtsstreitigkeiten und staatliche Untersuchungsverfahren

Hinsichtlich der Darstellung der Rechtsstreitigkeiten und staatlichen Untersuchungsverfahren (insbesondere zu "Wettbewerbsrechtliche Verfahren Smartcard-Chips" und "Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda") sowie anderer Rechtsstreitigkeiten und Verfahren sowie der damit verbundenen Risiken siehe im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 25.

9 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Infineon nimmt im laufenden Geschäftsbetrieb auch Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und anderen verbundenen Unternehmen ("nahestehende Unternehmen") vor. Nahestehende Personen sind Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens, namentlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige ("nahestehende Personen").

Nahestehende Unternehmen

Infineon bezieht bestimmte Vorprodukte und Leistungen von und verkauft bestimmte Produkte und Leistungen an nahestehende Unternehmen. Diese Käufe von und Verkäufe an nahestehende Unternehmen erfolgen in der Regel zu fremdüblichen Bedingungen.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber nahestehenden Unternehmen setzten sich zum 31. März 2021 und 30. September 2020 wie folgt zusammen:

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€ in Millionen 31. März 2021 30. September 2020
Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 7 3 - 4 5 -
Finanzielle Forderungen 32 5 1 32 - 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 6 - 2 9 - 1
Finanzielle Verbindlichkeiten - - 1 - - 1

Die Umsätze und Leistungsverrechnungen mit beziehungsweise empfangene Lieferungen und Leistungen von nahestehenden Unternehmen setzten sich in den drei und sechs Monaten zum 31. März 2021 und 2020 wie folgt zusammen:

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€ in Millionen Drei Monate zum 31. März
2021 2020
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Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen
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Umsätze und Leistungsverrechnungen 21 4 1 6 - 1
Empfangene Lieferungen und Leistungen 18 - 4 17 - 4

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€ in Millionen Sechs Monate zum 31. März
2021 2020
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Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen Andere verbundene Unternehmen
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Umsätze und Leistungsverrechnungen 33 7 2 13 - 2
Empfangene Lieferungen und Leistungen 31 - 6 36 - 8

Nahestehende Personen

Der Aufsichtsrat hat im Einvernehmen mit dem Vorstand entschieden, den Vorstand um ein fünftes Ressort, das des Chief Digital Transformation Officer (CDTO), zu erweitern. In seiner Sitzung am 23. Februar 2021 hat der Aufsichtsrat zudem beschlossen, das neue Vorstandsressort mit Frau Constanze Hufenbecher zu besetzen. Die Bestellung und der Abschluss des entsprechenden Anstellungsvertrags erfolgten zum 15. April 2021 und für die bei Erstbestellungen übliche und auch vom DCGK empfohlene Dauer von drei Jahren.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23. Februar 2021 entschieden, das Mandat von Finanzvorstand Dr. Sven Schneider im Mai um fünf weitere Jahre zu verlängern.

Am 1. Januar 2020 ist das Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) in Kraft getreten. Des Weiteren hat die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex eine Neufassung des DCGK beschlossen, die zum 20. März 2020 wirksam geworden ist. Beides hat neue regulatorische Anforderungen unter anderem im Bereich der Vorstandsvergütung mit sich gebracht. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 20. November 2020 ein neues Vorstandsvergütungssystem beschlossen. Dieses wurde von der Hauptversammlung am 25. Februar 2021 gebilligt.

Das neue Vergütungssystem gilt für alle Infineon-Vorstandsmitglieder, die nach der Beschlussfassung des Aufsichtsrats am 20. November 2020 über das Vergütungssystem zum Vorstandsmitglied bestellt werden.

Für die zu diesem Zeitpunkt bereits amtierenden Vorstandsmitglieder gilt das Vergütungssystem grundsätzlich mit Wirkung zum 1. Oktober 2021. Die neuen Regelungen über den Long Term Incentive (LTI) und die Abschaffung des Mid Term Incentive (MTI) kommen hingegen schon mit Wirkung zum 1. Oktober 2020 zur Anwendung und gelten daher erstmals für die Zuteilung der (virtuellen) Performance Shares am 1. April 2021. Die laufenden Anstellungsverträge wurden entsprechend angepasst.

Vor dem Hintergrund des ARUG II wurde auch das Aufsichtsratsvergütungssystem angepasst. Die Hauptversammlung am 25. Februar 2021 hat die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Änderungen beschlossen. Das angepasste Aufsichtsratsvergütungssystem gilt ab dem 1. Oktober 2021 und damit für das dann beginnende Geschäftsjahr 2022.

Darüber hinaus gab es in den drei und sechs Monaten zum 31. März 2021 keine Transaktionen zwischen Infineon und nahestehenden Personen, die über das jeweils bestehende Bestellungs- oder Anstellungsverhältnis hinausgingen.

10 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Einteilung der Finanzinstrumente in Kategorien nach IFRS 9, die Bewertungsverfahren und wesentlichen Annahmen sind unverändert gegenüber dem 30. September 2020 und ausführlich im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 2 dargestellt. Ein detaillierter Überblick über Infineons Finanzinstrumente, die finanziellen Risikofaktoren und das Management finanzieller Risiken ist im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 28 und 29 enthalten.

Die Coronavirus-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus können für Infineon weiterhin mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf seine finanziellen Risiken wie Währungsrisiko, Zinsrisiko, Kreditrisiko sowie Liquiditätsrisiko und sonstige Risiken haben. Der Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus und der Folgen auf die Risikoposition von Infineon werden laufend überwacht und in den zur Steuerung der finanziellen Risiken verwendeten Methoden, Modellen und Prozessen berücksichtigt.

Im Hinblick auf Kreditrisiken bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten wie Bankanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten wird durch eine umfassende Kreditprüfung der Geschäftspartner, Kreditlimitvergabe sowie Überwachungsprozesse der aktuellen Situation Rechnung getragen. Bei Ermittlung der zu berücksichtigenden erwarteten Kreditverluste berücksichtigt Infineon alle relevanten Informationen, die derzeit zum einen ohne unangemessenen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar und zum anderen angemessen und belastbar sind. Dazu zählen Ratings, Credit-Default-Swap-Prämien, Analysen von Bilanzkennzahlen und Zahlungsverhalten der Kunden sowie Länderrisiken. Bei Vorliegen entsprechender einzelfallbezogener Umstände beziehungsweise weiteren Risikoindikatoren werden bei Bedarf individuelle Wertberichtigungen gebildet. Die Entwicklungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind sehr dynamisch, sodass nicht auszuschließen ist, dass die tatsächlichen eingetretenen Kreditverluste deutlich von den anhand der aktuellen Schätzungen und Annahmen ermittelten erwarteten Kreditverlusten abweichen beziehungsweise in künftigen Perioden eine Anpassung der getroffenen Schätzungen und Annahmen erforderlich wird und dies einen wesentlichen Einfluss auf die erwarteten Kreditverluste von Infineon haben kann. Mögliche weitere längerfristige Auswirkungen auf Infineon als Folge der Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundene Volatilität der Finanzmärkte sind derzeit nicht abschätzbar.

Bezüglich der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente können zukünftig - abhängig von der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie -größere Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte auftreten, die zu einer entsprechenden Volatilität innerhalb der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung respektive Konzern-Bilanz führen können.

Die mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 13 den folgenden Fair-Value-Hierarchien zugeordnet. Die Zuordnung zu den verschiedenen Levels erfolgt nach der Marktnähe der in die Fair-Value-Ermittlung einfließenden Bewertungsparameter:

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Level 1: notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden,
Level 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Level 1 berücksichtigten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachten lassen,
Level 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Die Einteilung in die Levels zum 31. März 2021 und 30. September 2020 stellte sich wie folgt dar:

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Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert nach Kategorie
€ in Millionen Level 1 Level 2 Level 3
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31. März 2021
Kurzfristige Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.520 1.520 - -
Finanzinvestments 810 810 - -
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1 - 1 -
Langfristige Vermögenswerte:
Sonstige langfristige Vermögenswerte 110 90 3 17
Gesamt 2.441 2.420 4 17
Kurzfristige Verbindlichkeiten:
Kurzfristige Finanzschulden sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzschulden 141 - 141 -
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 8 - 8 -
Gesamt 149 - 149 -
30. September 2020
Kurzfristige Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.524 1.524 - -
Finanzinvestments 777 777 - -
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3 - 3 -
Langfristige Vermögenswerte:
Sonstige langfristige Vermögenswerte 98 81 - 17
Gesamt 2.402 2.382 3 17
Kurzfristige Verbindlichkeiten:
Kurzfristige Finanzschulden sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzschulden 139 - 139 -
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 68 - 68 -
Gesamt 207 - 207 -

Zahlungsmitteläquivalente beziehungsweise Finanzinvestments enthielten Investitionen in geldmarktnahe Fonds beziehungsweise Investmentfonds (Level 1).

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthielten derivative Finanzinstrumente (einschließlich der Cash-Flow-Hedges zur Absicherung der geplanten Rohstoffeinkäufe). Deren beizulegender Zeitwert wurde mittels Diskontierung künftiger Zahlungsströme nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Als Bewertungsparameter wurden, soweit möglich, die am Stichtag beobachtbaren relevanten Marktdaten (wie Währungskurse, Zinssätze oder Rohstoffpreise) verwendet, die von anerkannten externen Quellen bezogen wurden (Level 2).

Die kurzfristigen Finanzschulden enthielten die Wandlungsrechte aus den im Zuge der Akquisition von Cypress übernommenen Wandelanleihen (siehe im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 17), die von Anleihegläubigern bis zur Endfälligkeit der Instrumente gegen Barzahlung ausgeübt werden können. Der beizulegende Zeitwert der Wandlungsrechte wurde mittels Diskontierung künftiger Zahlungsströme nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Als Bewertungsparameter wurden die am Stichtag beobachtbaren relevanten Marktdaten wie Zinssätze und US-Dollar-Kassakurs verwendet, die von anerkannten externen Quellen bezogen wurden (Level 2).

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthielten Beteiligungen und Fondsanteile. Soweit diese an einem aktiven Markt gehandelt werden, wurde der beizulegende Zeitwert auf Basis der aktuell notierten Preise ermittelt (Level 1). Daneben enthielten die sonstigen langfristigen Vermögenswerte derivative Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet wurde, wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter in die Bewertung einfließen (Level 2). Für Beteiligungen, die über keinen auf einem aktiven Markt notierten Marktpreis verfügen, wurden bestehende vertragliche Regelungen (auf Basis der extern beobachtbaren Dividendenpolitik) zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt (Level 3).

Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt wurden, wurden sie dem Level 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der in Level 3 eingeordneten Finanzinstrumente (vor Steuern):

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€ in Millionen 30. September 2020 Käufe (inklusive Zugängen) Verkäufe (inklusive Abgängen) Unrealisierte erfolgswirksame Gewinne/​Verluste 1 Realisierte erfolgswirksame Gewinne/​Verluste 1, 2 31. März 2021
Beteiligungen 17 - -13 - 13 17
Gesamt 17 - -13 - 13 17

1 Es handelt sich um Gewinne in den Finanzerträgen beziehungsweise um Verluste in den Finanzaufwendungen.

2 Es handelt sich um den Verkauf einer im Rahmen der Akquisition von Cypress erworbenen Beteiligung.

Eine hypothetische Änderung der wesentlichen nicht beobachtbaren Bewertungsparameter zum Bilanzstichtag um ± 10 Prozent hätte zu einer theoretischen Minderung der beizulegenden Zeitwerte um €1 Million beziehungsweise zu einem Anstieg um €1 Million geführt.

Zwischen den Levels haben in der Berichtsperiode - wie im Vorjahr - keine Umqualifizierungen stattgefunden.

Im Hinblick auf geplante künftige Refinanzierungsmaßnahmen hatte sich Infineon im Dezember 2019 gegen das Risiko steigender Zinsen teilweise durch transaktionsabhängige Zins-Swaps über ein Gesamtnominalvolumen von €2.025 Millionen sowie US$750 Millionen abgesichert und sie als Cash-Flow-Sicherungsbeziehung bilanziert. Zins-Swaps mit dem Nominalvolumen von €2.025 Millionen sind bereits im Geschäftsjahr 2020 fällig geworden (siehe im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Nr. 28). Im Zuge der Privatplatzierung der Anleihen vom 7. April 2021 (siehe Konzernanhang Nr. 4) wurden die verbliebenen Zins-Swaps mit einem Nominalvolumen von US$750 Millionen am 26. März 2021 fällig und führten zu einem Mittelabfluss in Höhe von €23 Millionen. Die in den anderen Rücklagen weiterhin erfassten Beträge aus dieser Sicherungsbeziehung in Höhe von minus €19 Millionen werden über die Laufzeit der einzelnen Tranchen der Anleihen im Zinsaufwand erfasst. Aus den Zins-Swaps wurden Ineffektivitäten in Höhe von €2 Millionen in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die sechs Monate zum 31. März 2021 erfasst. Weitere €2 Millionen betrafen den in Swap-Sätzen implizit enthaltenen transaktionsabhängigen Aufschlag. Hiervon wurden bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr €1 Million erfolgswirksam erfasst. Die Marktpreisabweichung vom Transaktionspreis wurde als sogenannter Verlust im Zugangszeitpunkt ("Day-one-Loss") aktiviert und wurde über die Laufzeit der Geschäfte erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung erfasst.

Die Entwicklung des Verlusts im Zugangszeitpunkt ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

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€ in Millionen
Stand zum 1. Oktober 2020 1
Zuführung aus neuen Transaktionen -
Erfolgswirksame Auflösung in der Periode -1
Stand zum 31. März 2021 -
Stand zum 1. Oktober 2019 -
Zuführung aus neuen Transaktionen 11
Erfolgswirksame Auflösung in der Periode -5
Stand zum 31. März 2020 6

11 Segmentberichterstattung

Segmentdarstellung

Das Geschäft von Infineon ist in die vier operativen Segmente Automotive, Industrial Power Control, Power & Sensor Systems und Connected Secure Systems strukturiert.

Sonstige Geschäftsbereiche umfasst verbleibende Aktivitäten von veräußerten Geschäften und andere Geschäftsaktivitäten, insbesondere Lieferungen von LDMOS-Wafern und zugehörigen Komponenten an sowie Packaging- und Test-Dienstleistungen für Cree Inc. seit dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten.

Konzernfunktionen und Eliminierungen dient der Eliminierung konzerninterner Umsatzerlöse und Ergebnisse, soweit diese zwischen den Segmenten vorliegen.

Segmentdaten

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2020 wurde das Geschäft mit Industrie-Mikrocontrollern der XMC-Familie vom Segment Automotive auf das Segment Connected Secure Systems übertragen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

Die folgenden beiden Tabellen stellen die Umsätze der Segmente nach Produktkategorien dar:

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Produktkategorie
Gesamt Leistungshalbleiter Embedded Control & Konnektivität
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Sechs Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
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€ in Millionen 2021 2020 2021 2020 2021 2020
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Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden:
Automotive 2.369 1.666 1.173 997 587 361
Industrial Power Control 723 691 723 691 - -
Power & Sensor Systems 1.566 1.210 1.070 888 137 -
Connected Secure Systems 664 329 - - 664 329
Zwischensumme 5.322 3.896 2.966 2.576 1.388 690
Sonstige Geschäftsbereiche 9 7
Konzernfunktionen und Eliminierungen - -
Gesamt 5.331 3.903

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Produktkategorie
Hochfrequenz & Sensoren Speicher für spezifische Anwendungen
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Sechs Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
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€ in Millionen 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden:
Automotive 323 308 286 -
Industrial Power Control - - - -
Power & Sensor Systems 359 322 - -
Connected Secure Systems - - - -
Zwischensumme 682 630 286 -
Sonstige Geschäftsbereiche
Konzernfunktionen und Eliminierungen
Gesamt

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Produktkategorie
Gesamt Leistungshalbleiter Embedded Control & Konnektivität
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Drei Monate zum 31. März Drei Monate zum 31. März Drei Monate zum 31. März
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€ in Millionen 2021 2020 2021 2020 2021 2020
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Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden:
Automotive 1.219 842 611 502 300 187
Industrial Power Control 361 358 361 358 - -
Power & Sensor Systems 787 617 550 455 67 -
Connected Secure Systems 329 166 - - 329 166
Zwischensumme 2.696 1.983 1.522 1.315 696 353
Sonstige Geschäftsbereiche 4 3
Konzernfunktionen und Eliminierungen - -
Gesamt 2.700 1.986

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Produktkategorie
Hochfrequenz und Sensoren Speicher für spezifische Anwendungen
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Drei Monate zum 31. März Drei Monate zum 31. März
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€ in Millionen 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden:
Automotive 161 153 147 -
Industrial Power Control - - - -
Power & Sensor Systems 170 162 - -
Connected Secure Systems - - - -
Zwischensumme 331 315 147 -
Sonstige Geschäftsbereiche
Konzernfunktionen und Eliminierungen
Gesamt

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€ in Millionen 31. März 2021 30. September 2020
Vorräte:
Automotive 894 975
Industrial Power Control 226 251
Power & Sensor Systems 479 449
Connected Secure Systems 142 190
Sonstige Geschäftsbereiche 1 3
Konzernfunktionen und Eliminierungen 195 184
Gesamt 1.937 2.052

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen 2021 2020 2021 2020
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Segmentergebnis:
Automotive 197 49 381 115
Industrial Power Control 59 62 121 124
Power & Sensor Systems 184 138 381 284
Connected Secure Systems 30 25 75 49
Sonstige Geschäftsbereiche - - 2 -
Konzernfunktionen und Eliminierungen - - - -1
Gesamt 470 274 960 571

Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom Segmentergebnis auf das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag dar:

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen 2021 2020 2021 2020
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Segmentergebnis 470 274 960 571
Zuzüglich/​Abzüglich:
Wertaufholungen (Wertminderungen) (insbesondere auf den Geschäfts- oder Firmenwert) - - -8 -
Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung -3 -3 -6 -6
Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen -148 -26 -285 -59
Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo - - - 1
Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo -5 -19 -15 -15
Betriebsergebnis 314 226 646 492
Finanzerträge - 5 18 9
Finanzaufwendungen -42 -32 -85 -49
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -1 - -3 -
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 271 199 576 452

In den drei Monaten zum 31. März 2021 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €148 Millionen €84 Millionen auf die Umsatzkosten, €3 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten, €54 Millionen auf die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten sowie €7 Millionen auf sonstige betriebliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen.

In den sechs Monaten zum 31. März 2021 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €285 Millionen €152 Millionen auf die Umsatzkosten, €9 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten, €115 Millionen auf die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten sowie €9 Millionen auf sonstige betriebliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen.

Unternehmensweite Angaben

Die Umsatzerlöse für die drei und sechs Monate zum 31. März 2021 und 2020 stellen sich wie folgt dar:

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2021 2020 2021
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Europa, Naher Osten, Afrika 714 26% 640 32% 1.356 25%
Darin: Deutschland 325 12% 300 15% 615 12%
Asien-Pazifik (ohne Japan, Greater China) 425 16% 316 16% 828 15%
Greater China 1 988 37% 642 32% 2.014 38%
Darin: Festland-China, Hongkong 747 28% 496 25% 1.534 29%
Japan 254 9% 119 6% 517 10%
Amerika 319 12% 269 14% 616 12%
Darin: USA 258 10% 221 11% 505 9%
Gesamt 2.700 100% 1.986 100% 5.331 100%

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Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2020
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Europa, Naher Osten, Afrika 1.193 31%
Darin: Deutschland 548 14%
Asien-Pazifik (ohne Japan, Greater China) 589 15%
Greater China 1 1.357 35%
Darin: Festland-China, Hongkong 1.058 27%
Japan 253 6%
Amerika 511 13%
Darin: USA 421 11%
Gesamt 3.903 100%

1 Zu Greater China gehören Festland-China, Hongkong und Taiwan.

Neubiberg, 28. April 2021

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Neubiberg, 3. Mai 2021

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Dr. Reinhard Ploss Dr. Sven Schneider
Dr. Helmut Gassel Jochen Hanebeck Constanze Hufenbecher

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Infineon Technologies AG, Neubiberg

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Infineon Technologies AG, Neubiberg, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

München, den 3. Mai 2021

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Andrejewski Pritzer
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Zusatzinformationen

Vorausschau

Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge des Infineon-Konzerns.

Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.

Infineon übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Finanztermine

Dienstag, 3. August 2021 1

Veröffentlichung der Ergebnisse des 3. Quartals 2021

Mittwoch, 10. November 2021 1

Veröffentlichung der Ergebnisse des 4. Quartals und des Geschäftsjahres 2021

1 vorläufig

Kontaktadresse

Infineon Technologies AG

Investor Relations

Am Campeon 1-15

85579 Neubiberg bei München, Deutschland

Telefon: +49 89 234-26655

Fax: +49 89 234-9552987

E-Mail: [email protected]

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