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Infineon Technologies AG

Interim / Quarterly Report May 10, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Infineon Technologies AG

Neubiberg

Halbjahresfinanzbericht zum 31. März 2016

Q2

Halbjahresfinanzbericht 31. März 2016

Ausgewählte Konzernfinanzdaten

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Ergebnis je Aktie, Segmentergebnis-Marge sowie Bruttomarge 2016 2015 2016 2015
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Ausgewählte Daten der Ertragslage
Umsatzerlöse 1.611 1.483 3.166 2.611
Bruttomarge 35,1% 32,2% 35,5% 34,7%
Segmentergebnis 228 198 448 366
Segmentergebnis-Marge 14,2% 13,4% 14,2% 14,0%
Forschungs- und Entwicklungskosten 195 180 393 319
Investitionen1 163 150 329 291
Abschreibungen 213 203 424 344
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 177 65 329 195
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 - 3 6
Konzernüberschuss 180 65 332 201
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - unverwässert 0,16 0,06 0,30 0,18
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert 0,16 0,06 0,30 0,18
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,18 0,13 0,36 0,26
Ausgewählte Daten der Finanzlage
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 195 135 370 96
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -5 -2.220 -183 -1.707
Darin: Auszahlungen (-)/Einzahlungen (+) für Finanzinvestments, Saldo 145 -205 142 440
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -225 1.386 -233 1.388
Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten2 45 -1.880 45 -2.051

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€ in Millionen, außer Mitarbeiterzahlen 31. März 2016 30. September 2015
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Ausgewählte Daten der Vermögenslage
Summe Aktiva 8.470 8.741
Summe Eigenkapital 4.781 4.665
Eigenkapitalquote 56,4% 53,4%
Brutto-Cash-Position3 1.803 2.013
Gesamte Finanzverbindlichkeiten 1.776 1.793
Netto-Cash-Position3 27 220
Marktkapitalisierung4 14.073 11.294
Mitarbeiter5 35.978 35.424

1 Investitionen: Summe aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, einschließlich aktivierter Forschungs- und Entwicklungskosten.

2 Der Free-Cash-Flow ist definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten und Mittelzufluss/ -abfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf von Finanzinvestments.

3 Die Brutto-Cash-Position ist definiert als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zuzüglich Finanzinvestments. Die Netto-Cash-Position ist definiert als Brutto-Cash-Position verringert um kurzfristige und langfristige Finanzverbindlichkeiten.

4 Die Berechnung erfolgt auf Basis ungerundeter Werte. Die Aktien in Eigenbesitz wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

5 Der Begriff Mitarbeiter wird im vorliegenden Quartalsfinanzbericht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen verwendet.

Konzernzwischenlagebericht (ungeprüft)

Geschäftsentwicklung von Infineon im abgelaufenen Halbjahr:

Umsatzerlöse und Segmentergebnis leicht besser als erwartet
Konzernüberschuss, Ergebnis je Aktie und bereinigtes Ergebnis je Aktie gegenüber Vorjahresvergleichszeitraum deutlich gesteigert
Wachstumsprognose für das Gesamtjahr aufgrund aktueller Währungsentwicklung angepasst

"Wir haben ein schwieriges Quartal sehr gut gemeistert. Umsatz und Ergebnis fielen leicht besser aus als erwartet", sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands der Infineon Technologies AG. "Bei Zukunftstechnologien mit hoher Wachstumsdynamik sind wir sehr erfolgreich: Elektromobilität, Fahrerassistenzsysteme und erneuerbare Energien. Trotz des schwächeren Dollars und eines eher stagnierenden Halbleitermarkts werden wir im laufenden Geschäftsjahr beim Umsatz zweistellig wachsen."

Entwicklung der operativen Segmente im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 20161

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorquartal von €1.556 Millionen auf €1.611 Millionen. Zum Umsatzanstieg von 4 Prozent hat vor allem das Segment Automotive beigetragen. Auch die Segmente Industrial Power Control und Chip Card & Security verzeichneten einen Anstieg des Umsatzes, während der Umsatz im Segment Power Management & Multimarket gegenüber dem Vorquartal leicht zurückging.

Im Jahresvergleich mit dem zweiten Quartal des Vorjahres weisen die Segmente Automotive, Industrial Power Control und Power Management & Multimarket Umsatzsteigerungen auf. Im Segment Chip Card & Security ging der Umsatz im Jahresvergleich leicht zurück.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde das von Automotive und Chip Card & Security entwickelte Geschäft mit XMC Industrie-Mikrocontrollern auf Power Management & Multimarket und Industrial Power Control übertragen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

1 Die Berichterstattung zu den operativen Segmenten wurde ab dem Quartalsfinanzbericht zum 31. Dezember 2015 zur Vereinheitlichung der externen Berichterstattung der Infineon Technologies AG und zur besseren Vergleichbarkeit, Klarheit und Übersichtlichkeit angepasst.

Automotive

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatz 670 598 1.285 1.115
Anteil am Gesamtumsatz 42% 40% 41% 43%
Segmentergebnis 94 72 174 151
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 41% 36% 39% 41%
Segmentergebnis-Marge 14,0% 12,0% 13,5% 13,5%

Aufgrund einer sehr guten Nachfrage stieg der Umsatz im Segment Automotive im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 um 9 Prozent auf €670 Millionen. Im ersten Quartal hatte er €614 Millionen betragen. In den für Infineon wichtigen Märkten Europa, Nordamerika und China stieg der Fahrzeugabsatz im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich an. Das Segmentergebnis verbesserte sich von €81 Millionen im ersten Quartal auf €94 Millionen im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug 14,0 Prozent nach 13,2 Prozent im Vorquartal.

Aufgrund einer sehr guten Entwicklung der Nachfrage stieg der Umsatz im Segment Automotive im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Jahresvergleich um 12 Prozent auf €670 Millionen. Im zweiten Quartal des Vorjahres hatte der Umsatz €598 Millionen betragen. Das Segmentergebnis verbesserte sich ebenfalls von €72 Millionen im Vorjahresquartal auf €94 Millionen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016. Die Segmentergebnis-Marge betrug 14,0 Prozent nach 12,0 Prozent im Vorjahresquartal.

Industrial Power Control

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatz 265 241 513 431
Anteil am Gesamtumsatz 16% 16% 16% 17%
Segmentergebnis 26 18 48 45
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 11% 9% 11% 12%
Segmentergebnis-Marge 9,8% 7,5% 9,4% 10,4%

Im Segment Industrial Power Control stieg der Umsatz von €249 Millionen im ersten Quartal um 6 Prozent auf €265 Millionen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016. Der Umsatzanstieg war getrieben durch bessere Nachfrage in den Bereichen Züge, Haushaltsgeräte und insbesondere erneuerbare Energie. Der Umsatz im Bereich elektrische Antriebe stagnierte hingegen. Das Segmentergebnis verbesserte sich von €23 Millionen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf €26 Millionen im zweiten Quartal. Die Segmentergebnis-Marge betrug 9,8 Prozent nach 9,2 Prozent im Vorquartal.

Im Segment Industrial Power Control stieg der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr von €241 Millionen um 10 Prozent auf €265 Millionen. Das Segmentergebnis verbesserte sich ebenfalls und betrug €26 Millionen nach €18 Millionen im zweiten Quartal des Vorjahres. Die Segmentergebnis-Marge erreichte 9,8 Prozent nach 7,5 Prozent im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015.

Power Management & Multimarket

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatz 496 464 1.006 744
Anteil am Gesamtumsatz 31% 31% 32% 28%
Segmentergebnis 74 75 153 115
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 32% 38% 34% 31%
Segmentergebnis-Marge 14,9% 16,2% 15,2% 15,5%

Im Segment Power Management & Multimarket verminderte sich der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 um 3 Prozent auf €496 Millionen. Im ersten Quartal hatte er €510 Millionen betragen, vor allem getrieben durch eine starke Nachfrage im Bereich Gleichspannungswandlung. Im zweiten Quartal schwächte sich diese Nachfrage ab, ebenso saisonal die Nachfrage nach Komponenten für mobile Endgeräte. Diesen Rückgang konnten ein starker Umsatzanstieg im Bereich Mobilfunk-Infrastruktur, sowie ein anziehendes Geschäft mit Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in China im Bereich Wechselspannungswandlung nicht vollständig ausgleichen. Das Segmentergebnis betrug im zweiten Quartal €74 Millionen nach €79 Millionen im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge sank von 15,5 Prozent auf 14,9 Prozent.

Im Jahresvergleich stieg der Umsatz im Segment Power Management & Multimarket um 7 Prozent von €464 Millionen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015 auf €496 Millionen im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Das Segmentergebnis blieb mit €74 Millionen nach €75 Millionen im Vorjahresquartal nahezu unverändert. Dementsprechend sank die Segmentergebnis-Marge im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 von 16,2 Prozent im Vorjahresquartal auf 14,9 Prozent.

Chip Card & Security

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatz 180 182 353 314
Anteil am Gesamtumsatz 11% 12% 11% 12%
Segmentergebnis 36 33 70 53
Anteil am Segmentergebnis von Infineon 16% 17% 16% 14%
Segmentergebnis-Marge 20,0% 18,1% 19,8% 16,9%

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 stieg der Umsatz im Segment Chip Card & Security gegenüber dem Vorquartal um 4 Prozent auf €180 Millionen. Im ersten Quartal waren €173 Millionen erzielt worden. Während der Umsatz im Bereich Authentifizierung saisonal zurückging, stieg die Nachfrage in den Bereichen Bezahlkarten, behördliche Dokumente sowie Absicherung mobiler Endgeräte. Das Segmentergebnis erhöhte sich von €35 Millionen im ersten Quartal auf €36 Millionen im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug 20,0 Prozent nach 20,2 Prozent im ersten Quartal.

Der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von €180 Millionen lag 1 Prozent unter dem Umsatz im entsprechenden Vorjahresquartal von €182 Millionen. Das Segmentergebnis und die Segmentergebnis-Marge betrugen €36 Millionen beziehungsweise 20,0 Prozent und lagen damit über den entsprechenden Vorjahreswerten von €33 Millionen beziehungsweise 18,1 Prozent Segmentergebnis-Marge.

Bedeutende Ereignisse im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016

Dezember 2015

Sensorchip REAL3™ zur dreidimensionalen Erfassung der Umgebung

Künftig können mobile Endgeräte ihre Umgebung schnell und realitätsnah dreidimensional erfassen. Das ermöglicht der SD-Bildsensorchip REAL3™ von Infineon. Eingebaut in einer Virtual-Reality-Brille, lassen sich damit sehr realistische Spieleerlebnisse erzeugen. Weitere Anwendungen sind die Vermessung von Räumen und Objekten, die Navigation innerhalb von Gebäuden sowie die Umsetzung von speziellen Fotoeffekten. Der neue Sensorchip wurde auf der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas Anfang Januar vorgestellt.

Januar 2016

Infineon zum sechsten Mal in Folge eines der nachhaltigsten Unternehmen der Welt

Infineon ist zum sechsten Mal in Folge in das Sustainability Yearbook des Schweizer Investmentunternehmens RobecoSAM aufgenommen worden. Damit gehört Infineon weiterhin zu den 15 Prozent der Firmen mit der besten unternehmerischen Leistung im Bereich Nachhaltigkeit weltweit und zu den Top-Ten-Unternehmen der Halbleiterbranche.

Januar 2016

Kulim 2 kurz vor Start der Serienfertigung

Am 15. Januar 2016 wurde in Kulim 2, der zweiten Fertigungshalle in Kulim (Malaysia), mit der Ausstattung des Reinraums mit Fertigungsanlagen begonnen. Für Mai 2016 sind die Feierlichkeiten zum offiziellen Start der Serienfertigung geplant. Die ersten vollständig prozessierten Wafer sollen noch im Geschäftsjahr 2016 das Werk verlassen.

Februar 2016

Hochfrequenz- und Sicherheitskomponenten in Samsungs neuen Smartphones

Samsung setzt erneut beim Premium-Smartphone Galaxy S7 und bei den Galaxy A-Produkten auf Sicherheits- und Hochfrequenz-Komponenten von Infineon. Die rauscharmen Vorverstärker, Antennentuner und Hochfrequenzschalter steigern die Übertragungsgeschwindigkeit und senken den Stromverbrauch. Daneben schützen die Embedded-Secure-Element(eSE)-Chips sicherheitskritische Funktionen des Mobilgeräts.

Februar 2016

Infineon erhält Kreditrating BBB von S&P

Im Februar 2016 erhielt Infineon erstmalig ein langfristiges Kreditrating (BBB mit stabilem Ausblick) von der internationalen Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). Mit dieser soliden Investment-Grade-Bewertung hält Infineon die derzeit beste S&P-Bewertung eines europäischen Halbleiterherstellers und erweitert somit seinen finanziellen Handlungsspielraum. Die Analyse würdigt das im Branchenvergleich überdurchschnittlich starke Wachstum von Infineon, die führende Marktposition in mehreren Bereichen sowie das starke Finanzprofil. Eingeflossen sind dabei auch die angepassten Kapitalstrukturziele: Die Brutto-Cash-Position soll künftig €1 Milliarde sowie zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Umsatzes betragen. Für die Bruttoverschuldung von Infineon gilt unverändert die Obergrenze von höchstens dem Zweifachen des EBITDA (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 7).

März 2016

Infineon investiert am Standort Regensburg

Infineon wird in den kommenden drei Jahren rund €100 Millionen in den Ausbau seiner Fertigungsanlagen in Regensburg (Deutschland) investieren. Damit schafft Infineon weitere Kapazitäten für die wachsende Nachfrage nach Halbleitern für die Automobilindustrie, insbesondere Radar-Sensoren. Durch den geplanten Anbau wird die Reinraumfläche um rund 2.000 Quadratmeter erweitert; dies entspricht einer Vergrößerung um circa 10 Prozent.

Die Infineon-Aktie

Die Infineon-Aktie beendete das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 mit einem Kurs von €12,51 und somit 24 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs von €10,06 zum 30. September 2015.

Relative Entwicklung der Infineon-Aktie, des DAX, des SOX sowie des Dow Jones U.S. Semiconductor Index in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 (Tages-Schlusskurse)

Nachdem die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 bereits von €0,12 auf €0,18 erhöht worden war, hatten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung am 18. Februar 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine weitere Anhebung der Dividende auf €0,20 je Aktie vorzuschlagen. Die Aktionäre stimmten diesem Vorschlag zu, womit am 19. Februar 2016 ein Betrag von €225 Millionen an die Aktionäre ausbezahlt wurde. Zum 31. März 2016 belief sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien auf 1.131.349.870. Hierin enthalten sind unverändert 6 Millionen Aktien in Eigenbesitz, die nicht dividendenberechtigt sind.

Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds

Im ersten Quartal des Kalenderjahres 2016 zeigte sich die Weltwirtschaft erneut schwächer als erwartet. Infolgedessen hat der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem Frühjahresausblick die Wachstumserwartung für das Kalenderjahr 2016 auf 2,5 Prozent gesenkt. Im Januar wurde für das Kalenderjahr 2016 noch ein Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr vorhergesagt. Nach Einschätzung des IWF sind die Risiken für die Weltwirtschaft in den letzten Monaten weiter gestiegen. Auch die Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft steht unverändert im Fokus. Allerdings erwartet der IWF nach wie vor keine "harte Landung", sondern lediglich eine Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums von 6,9 Prozent im Kalenderjahr 2015 auf 6,5 Prozent im Kalenderjahr 2016 (IWF, April 2016).

Auch wenn sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum in China abschwächt, so ist die Entwicklung in den Märkten, in denen Infineon vertreten ist, trotzdem gut. Zu den Wachstumstreibern zählen alternative Energien (Wind und Solar), die Fahrzeugproduktion sowie insbesondere auch die Elektromobilität. Vom Marktforschungsunternehmen IHS Inc. (IHS) wird zum Beispiel für die Automobilproduktion in China für das Kalenderjahr 2016 ein Plus von 5,8 Prozent auf etwas mehr als 25 Millionen Fahrzeuge vorhergesagt (IHS, März 2016).

Der weltweite Umsatz mit Halbleitern betrug im Kalenderjahr 2015 laut IHS US$347 Milliarden (IHS, April 2016). Dies entspricht einem Rückgang um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Kalenderjahr 2016 prognostiziert IHS einen weiteren Rückgang um 2,9 Prozent im Vergleich zum Kalenderjahr 2015. Für die für Infineon relevanten Halbleitermärkte prognostiziert IHS, trotz des schrumpfenden Gesamtmarktes, unverändert ein Wachstum: Der Automobil-Halbleitermarkt soll im Kalenderjahr 2016 gegenüber dem Kalenderjahr 2015 um 5,0 Prozent und bis 2020 um durchschnittlich jährlich 5,8 Prozent wachsen; der Industrie-Halbleitermarkt um 6,4 Prozent im Kalenderjahr 2016 beziehungsweise 8,4 Prozent im Jahresdurchschnitt bis 2020; und der Markt für Smart Card ICs um 7,8 Prozent im Kalenderjahr 2016 beziehungsweise 4,6 Prozent im Jahresdurchschnitt bis 2019. (IHS, August 2015 und April 2016).

Darstellung der Ertragslage im ersten Halbjahr 2016

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Ergebnis je Aktie 2016 2015 2016 2015
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Umsatzerlöse 1.611 1.483 3.166 2.611
Bruttoergebnis vom Umsatz 566 478 1.124 905
Forschungs- und Entwicklungskosten -195 -180 -393 -319
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -195 -218 -395 -354
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, Saldo -2 -1 4 -
Betriebsergebnis 174 79 340 232
Finanzergebnis (Finanzerträge und -aufwendungen, Saldo) -19 -16 -31 -15
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1 2 1 2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21 - 19 -24
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 177 65 329 195
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 - 3 6
Konzernüberschuss 180 65 332 201
Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert 0,16 0,06 0,30 0,18
Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,16 0,06 0,30 0,18
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,18 0,13 0,36 0,26

Konzernüberschuss verbessert

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 hat sich der Konzernüberschuss gegenüber dem Vorjahreszeitraum um €131 Millionen auf €332 Millionen verbessert. Der Umsatzbeitrag von International Rectifier, die positive Geschäftsentwicklung von Infineon sowie der starke US-Dollar ließen die Umsatzerlöse um 21 Prozent auf €3.166 Millionen steigen. Der Ergebnisbeitrag durch den Umsatzanstieg sowie geringere Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 4) führten zu einem Anstieg des Konzernüberschusses um 65 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum bei akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen in Höhe von €102 Millionen (Vorjahr: €115 Millionen) für International Rectifier (insbesondere Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation).

Während im Vorjahresvergleichszeitraum International Rectifier ab dem 13. Januar 2015 einzubeziehen war, beinhaltet das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 International Rectifier über den vollen Berichtszeitraum.

International Rectifier, positive Geschäftsentwicklung und Stärke des US-Dollars führen zu Umsatzanstieg

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um €555 Millionen auf €3.166 Millionen (Vorjahr: €2.611 Millionen). Aufgrund der am 13. Januar 2015 abgeschlossenen Akquisition von International Rectifier, der Gewinnung von Marktanteilen durch organisches Wachstum sowie der Stärke des US-Dollars (Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,10 gegenüber 1,19 im Vorjahresvergleichszeitraum) konnten alle vier operativen Segmente die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum steigern.

Die Bedeutung von Asien-Pazifik und China nimmt weiterhin zu

Durch die Akquisition von International Rectifier wurde der Marktzugang in China und den USA deutlich gestärkt, was sich in einem überproportionalen Anstieg der Umsatzerlöse in diesen Regionen zeigt. Auch in den übrigen Regionen ist Infineon gewachsen.

Mit €325 Millionen entfiel mehr als die Hälfte des Umsatzwachstums (59 Prozent) auf die Region Asien-Pazifik (ohne Japan), gefolgt von der Region Europa, Naher Osten und Afrika mit einem Anstieg um €103 Millionen (entspricht 19 Prozent des Umsatzanstiegs).

War die Region Asien-Pazifik (ohne Japan) bereits im Vorjahr mit 45 Prozent die nach Umsatz stärkste Region vor Europa, Naher Osten und Afrika mit 37 Prozent, so erhöhte sich die Bedeutung im abgelaufenen Quartal weiter. Asien-Pazifik (ohne Japan) repräsentierte nun mit 48 Prozent vom Umsatz knapp die Hälfte des weltweiten Infineon-Umsatzes, vor Europa, Naher Osten und Afrika mit 33 Prozent. Innerhalb der Region Asien-Pazifik (ohne Japan) wies China mit einem Anteil von €772 Millionen oder 24 Prozent am weltweiten Infineon-Umsatz den höchsten Anteil auf Länderebene auf.

Umsatzerlöse nach Regionen für die sechs Monate zum 31. März 2016

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016
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Europa, Naher Osten, Afrika 562 35% 538 36% 1.052 33%
Darin: Deutschland 261 16% 242 16% 494 16%
Asien-Pazifik (ohne Japan) 748 46% 663 45% 1.510 48%
Darin: China 377 23% 331 22% 772 24%
Japan 91 6% 89 6% 206 6%
Amerika 210 13% 193 13% 398 13%
Darin: USA 169 10% 156 11% 320 10%
Gesamt 1.611 100% 1.483 100% 3.166 100%

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Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2015
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Europa, Naher Osten, Afrika 949 37%
Darin: Deutschland 443 17%
Asien-Pazifik (ohne Japan) 1.185 45%
Darin: China 584 22%
Japan 160 6%
Amerika 317 12%
Darin: USA 250 10%
Gesamt 2.611 100%

Anstieg der Bruttomarge

Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten) belief sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 auf €1.124 Millionen und stieg damit um 24 Prozent gegenüber €905 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015. Damit entwickelte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz leicht besser im Vergleich zur Umsatzsteigerung von 21 Prozent.

Die Bruttomarge erhöhte sich demgemäß im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 auf 35,5 Prozent gegenüber 34,7 Prozent im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist im Wesentlichen auf die Umsatzsteigerung sowie auf positive Effekte aufgrund des starken US-Dollars beziehungsweise des schwachen Malaysischen Ringgit zurückzuführen. Gegenläufig wirkten die in den Umsatzkosten berücksichtigten Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation sowie akquisitionsbedingte Aufwendungen für International Rectifier in Höhe von €49 Millionen (insbesondere höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation zu beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden).

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Umsatzkosten 1.045 1.005 2.042 1.706
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum 4% 20%
Prozent des Umsatzes 64,9% 67,8% 64,5% 65,3%
Bruttoergebnis vom Umsatz 566 478 1.124 905
Prozent vom Umsatz (Bruttomarge) 35,1% 32,2% 35,5% 34,7%

Im Verhältnis zum Umsatz leicht gesunkene Betriebskosten

Bei den Betriebskosten (Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten) war im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 ein Anstieg um €115 Millionen oder 17 Prozent auf €788 Millionen zu verzeichnen (Vorjahreszeitraum: €673 Millionen). Im Verhältnis zum Umsatz betrugen die Betriebskosten 24,9 Prozent im abgelaufenen Halbjahr und 25,8 Prozent im Vorjahresvergleichszeitraum.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind mit €393 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zu €319 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 um €74 Millionen beziehungsweise 23 Prozent angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der zeitlich vollen Einbeziehung von International Rectifier im Berichtszeitraum im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Des Weiteren wurden, um die Grundlage für künftiges Wachstum zu schaffen, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensiviert und zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Zum 31. März 2016 waren im Bereich Forschung und Entwicklung 5.993 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.652) beschäftigt. In Prozent vom Umsatz erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten von 12,2 Prozent im Vorjahresvergleichszeitraum auf 12,4 Prozent im abgelaufenen Halbjahr.

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Forschungs- und Entwicklungskosten 195 180 393 319
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum 8% 23%
Prozent vom Umsatz 12,1% 12,1% 12,4% 12,2%

Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 auf 12,5 Prozent vom Umsatz (Vorjahreszeitraum: 13,6 Prozent). Im Vorjahresvergleichszeitraum waren insbesondere auch direkte Erwerbsnebenkosten (Rechtsberatungskosten sowie Bankprovisionen) für International Rectifier enthalten.

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen, außer Prozentsätze 2016 2015 2016 2015
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Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten 195 218 395 354
Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum -11% 12%
Prozent vom Umsatz 12,1% 14,7% 12,5% 13,6%

Ergebnis je Aktie verbessert

Der verbesserte Konzernüberschuss führte zu einem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses je Aktie. Beliefen sich das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 auf €0,18, lagen die entsprechenden Werte im abgelaufenen Halbjahr bei €0,30.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie gesteigert

Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl durch Effekte aus der Kaufpreisallokation für Akquisitionen (insbesondere International Rectifier) als auch durch weitere Sondersachverhalte beeinflusst. Um die Vergleichbarkeit der operativen Performance im Zeitablauf zu erhöhen, ermittelt Infineon das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) wie folgt:

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Drei Monate

zum 31. März
Sechs Monate

zum 31. März
€ in Millionen (wenn nicht anders angegeben) 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Konzernüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionäre der Infineon

Technologies AG - verwässert
177 64 330 194
Zuzüglich/Abzüglich:
Wertaufholungen/Wertminderungen von Vermögenswerten und von zur Veräußerung

stehenden Vermögenswerten, Saldo
3 - 8 2
Ergebniseffekte aus Umstrukturierungen und Schließungen, Saldo 1 1 -9 2
Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen 2 2 4 3
Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen 47 108 103 116
Verluste (Gewinne) aus dem Verkauf von Vermögenswerten, Geschäftsbereichen oder

Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo
- - 1 -
Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo 1 8 1 11
Steuereffekt auf Bereinigungen -14 -33 -20 -35
Wertaufholung beziehungsweise Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern,

die aus der Ertragsprognose resultieren
-10 - -17 -
Bereinigter Konzernüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionäre

der Infineon Technologies AG - verwässert
207 150 401 293
Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien - verwässert 1.130 1.124 1.129 1.123
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert1 0,18 0,13 0,36 0,26

1 Die Berechnung des bereinigten Ergebnisses je Aktie basiert auf ungerundeten Werten.

Der bereinigte Konzernüberschuss und das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) sind kein Ersatz oder keine höherwertigen Kennzahlen, sondern stets als zusätzliche Information zu dem nach IFRS ermittelten Konzernüberschuss beziehungsweise Ergebnis je Aktie (verwässert) aufzufassen.

Darstellung der Vermögenslage

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€ in Millionen, außer Prozentsätze 31. März 2016 30. September 2015 Veränderung
Kurzfristige Vermögenswerte 3.970 4.115 -4%
Langfristige Vermögenswerte 4.500 4.626 -3%
Summe Vermögenswerte 8.470 8.741 -3%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.104 1.585 33%
Langfristige Verbindlichkeiten 1.585 2.491 -36%
Summe Verbindlichkeiten 3.689 4.076 -9%
Summe Eigenkapital 4.781 4.665 2%

Kurzfristige Vermögenswerte durch Rückgang der Brutto-Cash-Position verringert

Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum 31. März 2016 um €145 Millionen auf €3.970 Millionen, verglichen mit €4.115 Millionen zum 30. September 2015. Darin verringerte sich Infineons Brutto-Cash-Position (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzinvestments) um €210 Millionen (siehe "Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position" im Kapitel "Darstellung der Finanzlage"). Gegenläufig erhöhten sich die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um in Summe €51 Millionen.

Leichter Rückgang der langfristigen Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte gingen von €4.626 Millionen zum 30. September 2015 auf €4.500 Millionen zum 31. März 2016 leicht zurück. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen lagen mit €272 Millionen unter den Abschreibungen von €339 Millionen im selben Zeitraum. Investiert wurde unter anderem in die Fertigungsstätten in Kulim (Malaysia), Regensburg (Deutschland), Dresden (Deutschland) sowie Villach (Österreich). Auch bei den immateriellen Vermögenswerten lagen die Investitionen mit €57 Millionen unter den Abschreibungen von €85 Millionen.

US-Dollar-Darlehen umgegliedert zu kurzfristigen Verbindlichkeiten

Zum 31. März 2016 lagen die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei €2.104 Millionen und damit €519 Millionen oder 33 Prozent über denen zum 30. September 2015 (€1.585 Millionen). Ursächlich dafür war vor allem das US-Dollar-Darlehen in Höhe von US$934 Millionen (€835 Millionen), welches Infineon im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier bei verschiedenen internationalen Banken aufgenommen hatte. Das Darlehen wurde vollständig durch eine US-Privatplatzierung von Anleihen (USPP) refinanziert und am 13. April 2016 zurückgezahlt, weshalb es zum 31. März 2016 als kurzfristige Finanzverbindlichkeit ausgewiesen wurde (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 5). Gegenläufig wirkte der Rückgang der Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern um €162 Millionen, da die für das Vorjahr getätigten Zahlungen der erfolgsabhängigen Mitarbeitervergütung die Neubildung für den Berichtszeitraum überstiegen. Des Weiteren verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um €112 Millionen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten sind von €2.491 Millionen zum 30. September 2015 auf €1.585 Millionen zum 31. März 2016, vor allem aufgrund der oben beschriebenen Refinanzierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, vorübergehend deutlich zurückgegangen.

Eigenkapital trotz Dividendenzahlung gestiegen

Das Eigenkapital ist zum 31. März 2016 um €116 Millionen (2 Prozent) auf €4.781 Millionen gestiegen (30. September 2015: €4.665 Millionen). Ursächlich hierfür war vor allem der im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 erzielte Konzernüberschuss von €332 Millionen. Gegenläufig wirkte die für das Geschäftsjahr 2015 gezahlte Dividende von €225 Millionen.

Die Eigenkapitalquote stieg zum 31. März 2016 auf 56,4 Prozent (30. September 2015: 53,4 Prozent).

Darstellung der Finanzlage

Cash-Flow

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Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen 2016 2015
--- --- ---
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 370 96
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -183 -1.707
Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -233 1.388
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus nicht fortgeführten Aktivitäten -16 -136
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -62 -359
Währungsumrechnungseffekte auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -5 39
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -67 -320

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten deutlich gesteigert

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 ergab sich ein Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten von €370 Millionen, eine Verbesserung um €274 Millionen im Vergleich zu €96 Millionen im Vorjahresvergleichszeitraum. Ursächlich hierfür war vor allem das um €183 Millionen höhere Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern von €764 Millionen (Vorjahreszeitraum: €582 Millionen). Darüber hinaus haben im Vorjahreszeitraum die Zahlung von €104 Millionen für die Beilegung der Streitigkeiten um den Fortbestand der Nutzungsrechte an den Qimonda-Patenten und die Zahlung von €83 Millionen an die EU-Kommission für die verhängte Geldbuße im Chipkarten-Kartellverfahren als Sondereffekte den Cash-Flow belastet.

Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten geprägt durch Investitionen in das Sachanlagevermögen

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 auf €183 Millionen. Dieser resultierte im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen von €272 Millionen sowie €57 Millionen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte. Gegenläufig wirkten mit einem Saldo von €142 Millionen Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzinvestments.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 betrug €1.707 Millionen. Davon entfielen €1.864 Millionen nach Abzug übernommener Zahlungsmittel auf die Akquisition von International Rectifier. Investitionen in Sachanlagen sowie in immaterielle und sonstige Vermögenswerte betrugen in Summe €291 Millionen. Gegenläufig wirkten mit einem Saldo von €440 Millionen Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzinvestments.

Auszahlung der Dividende führt zu Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten war im Wesentlichen durch die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 von €225 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 geprägt und lag damit im Saldo bei €233 Millionen.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 betrug €1.388 Millionen. Im Rahmen der Finanzierung der Akquisition von International Rectifier kam es zu einem Nettomittelzufluss von €1.584 Millionen. Daneben erfolgte die Auszahlung der Dividende von €202 Millionen für das Geschäftsjahr 2014.

Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus nicht fortgeführten Aktivitäten negativ

Der Mittelabfluss aus nicht fortgeführten Aktivitäten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 belief sich auf €16 Millionen, im Wesentlichen im Zusammenhang mit Zahlungen von €14 Millionen an den Insolvenzverwalter von Qimonda für erzielte Vergleichsvereinbarungen über Nachhaftungsansprüche von ehemaligen Mitarbeitern von Qimonda Dresden.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 belief sich der Mittelabfluss aus nicht fortgeführten Aktivitäten auf €136 Millionen. Davon entfielen nach Erstattung von Umsatzsteuerbeträgen €125 Millionen auf Zahlungen im Rahmen des mit dem Insolvenzverwalter von Qimonda geschlossenen Teilvergleichs.

Free-Cash-Flow

Infineon berichtet die Kennzahl Free-Cash-Flow, definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit, jeweils aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf von Finanzinvestments. Der Free-Cash-Flow dient als zusätzliche Kenngröße, da Infineon einen Teil der Liquidität in Form von Finanzinvestments hält. Das bedeutet nicht, dass der so ermittelte Free-Cash-Flow für sonstige Ausgaben verwendet werden kann, da Dividenden, Schuldendienstverpflichtungen oder andere feste Auszahlungen noch nicht abgezogen sind. Der Free-Cash-Flow ist kein Ersatz oder höherwertige Kennzahl, sondern stets als zusätzliche Information zum Cash-Flow gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung, zu anderen Liquiditätskennzahlen sowie sonstigen gemäß IFRS ermittelten Kennzahlen aufzufassen. Der Free-Cash-Flow beinhaltet nur Werte aus fortgeführten Aktivitäten und wird wie folgt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung hergeleitet:

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Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen 2016 2015
--- --- ---
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 370 96
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -183 -1.707
Auszahlungen (+)/Einzahlungen (-) für Finanzinvestments, Saldo -142 -440
Free-Cash-Flow 45 -2.051

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit übersteigt Investitionen

Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten betrug im ersten Halbjahr 2016 €45 Millionen.

Der Free-Cash-Flow lag im Vorjahresvergleichszeitraum demgegenüber bei minus €2.051 Millionen. Davon entfielen €1.864 Millionen, nach Abzug übernommener Zahlungsmittel, auf die Akquisition von International Rectifier. Die Zahlungen an den Insolvenzverwalter von Qimonda und die EU-Kommission belasteten in Summe den Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten mit €208 Millionen.

Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position

Die folgende Tabelle stellt die Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position sowie die Finanzverbindlichkeiten dar. Da Infineon einen Teil der liquiden Mittel in Form von Finanzinvestments hält, die unter IFRS nicht als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente klassifiziert sind, berichtet Infineon die Brutto- und die Netto-Cash-Position, um Investoren die Liquiditätslage besser zu erläutern. Die Brutto- und die Netto-Cash-Position werden wie folgt aus der Konzern-Bilanz hergeleitet:

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€ in Millionen 31. März 2016 30. September 2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 606 673
Finanzinvestments 1.197 1.340
Brutto-Cash-Position 1.803 2.013
Abzüglich:
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzverbindlichkeiten 848 33
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 928 1.760
Gesamte Finanzverbindlichkeiten 1.776 1.793
Netto-Cash-Position 27 220

Die Brutto-Cash-Position, die sich aus Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzinvestments zusammensetzt, betrug zum 31. März 2016 €1.803 Millionen und war damit um €210 Millionen niedriger verglichen mit €2.013 Millionen zum 30. September 2015. Bei einem Free-Cash-Flow von €45 Millionen führte vor allem die Zahlung der Dividenden für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von €225 Millionen zu diesem Rückgang.

Die Netto-Cash-Position, definiert als Brutto-Cash-Position abzüglich kurzfristiger und langfristiger Finanzverbindlichkeiten, verringerte sich zum 31. März 2016 entsprechend um €193 Millionen auf €27 Millionen (30. September 2015: €220 Millionen).

Mitarbeiter

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 ist die Anzahl der Mitarbeiter leicht gestiegen. Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung unserer Belegschaft nach Regionen zu den jeweiligen Stichtagen:

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Zum
31. März 2016 30. September 2015 Veränderung
--- --- --- ---
Regionen:
Europa 14.933 14.533 3%
Darin: Deutschland 9.692 9.426 3%
Asien-Pazifik (ohne Japan) 17.150 17.035 1%
Darin: China 1.993 1.986 0%
Japan 167 174 -4%
Amerika 3.728 3.682 1%
Darin: USA 2.120 2.136 -1%
Gesamt 35.978 35.424 2%

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Infineon schließt Platzierung von Anleihen über US$935 Millionen in den USA erfolgreich ab

Infineon hat im April 2016 erfolgreich eine US-Privatplatzierung von Anleihen (USPP) mit einem Volumen von US$935 Millionen abgeschlossen und das bisherige US-Dollar-Darlehen in Höhe von US$934 Millionen, welches im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier aufgenommen wurde, anschließend zurückgezahlt.

Das USPP-Anleihevolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von acht, zehn und zwölf Jahren (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 5). Die Transaktion optimiert somit das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten von Infineon weiter und führt zu einer Diversifizierung der Finanzierungsquellen des Unternehmens.

Ausblick

Ausblick für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2016

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 erwartet das Unternehmen einen Anstieg des Umsatzes von 2 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal. Dieser Prognose liegt nunmehr ein EUR/US$-Wechselkurs von 1,15 für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 zugrunde. In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge voraussichtlich 16 Prozent betragen.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2016

Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Infineon, wiederum bei einem unterstellten EUR/US$-Wechselkurs von 1,15 einen Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr von etwa 12 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte mit einer Segmentergebnis-Marge von voraussichtlich 15 bis 16 Prozent im Mittelpunkt der Umsatzprognose.

Für das Segment Power Management & Multimarket wird ein Wachstum über dem Konzerndurchschnitt erwartet. Das Umsatzwachstum der Segmente Industrial Power Control und nun auch Automotive sollte in etwa auf dem Niveau des Konzerndurchschnitts liegen. Im Segment Chip Card & Security wird das Umsatzwachstum voraussichtlich etwas geringer als der Konzerndurchschnitt ausfallen.

Für das Geschäftsjahr 2016 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten in Höhe von etwa €850 Millionen geplant. Das Verhältnis von Investitionen zum Mittelpunkt der prognostizierten Umsatzspanne für das Geschäftsjahr 2016 liegt bei rund 13 Prozent. Die Abschreibungen werden ungefähr €850 Millionen betragen.

Risiken und Chancen

Im Rahmen der unternehmerischen Aktivitäten und angesichts der internationalen Aufstellung und des breiten Produktportfolios eröffnen sich für Infineon einerseits viele Chancen, andererseits ist das Unternehmen zahlreichen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen Identifizierung und erfolgreichen Steuerung relevanter Risiken und Chancen setzt Infineon verschiedene aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsysteme ein. Das Risikomanagement bei Infineon ist eng mit der Unternehmensplanung verknüpft und integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse im Konzern und unterstützt so die nachhaltige Sicherung unseres künftigen Unternehmenserfolgs.

Bestimmte Risiken, die wesentliche nachteilige Auswirkungen auf Infineons Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, bestimmte Chancen sowie das Rahmenkonzept des Risikomanagementsystems sind im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 (Seite 149 bis 160) dargestellt.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 hat Infineon keine wesentlichen Änderungen identifiziert, die über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im Geschäftsbericht 2015 und im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2016 unter Nr. 10 dargestellt sind.

Weitere Risiken, die Infineon derzeit nicht bekannt sind oder die gegenwärtig als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten Infineons Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind Infineon derzeit nicht bekannt.

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(ungeprüft) für die drei und sechs Monate zum 31. März 2016 und 2015

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Drei Monate

zum 31. März
Sechs Monate

zum 31. März
€ in Millionen Anhang Nr. 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.611 1.483 3.166 2.611
Umsatzkosten -1.045 -1.005 -2.042 -1.706
Bruttoergebnis vom Umsatz 566 478 1.124 905
Forschungs- und Entwicklungskosten -195 -180 -393 -319
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -195 -218 -395 -354
Sonstige betriebliche Erträge 4 4 8 10
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6 -5 -4 -10
Betriebsergebnis 174 79 340 232
Finanzerträge 1 2 2 7
Finanzaufwendungen -20 -18 -33 -22
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1 2 1 2
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 156 65 310 219
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4 21 - 19 -24
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 177 65 329 195
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 3 - 3 6
Konzernüberschuss 180 65 332 201
Davon entfallen auf:
Nicht beherrschende Anteile - 1 -1 1
Aktionäre der Infineon Technologies AG 180 64 333 200
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - unverwässert:1
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus fortgeführten Aktivitäten - unverwässert 0,16 0,06 0,30 0,18
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus nicht fortgeführten Aktivitäten - unverwässert - - - -
Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert 0,16 0,06 0,30 0,18
Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert:1
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus fortgeführten Aktivitäten - verwässert 0,16 0,06 0,30 0,18
Ergebnis je Aktie (in Euro) aus nicht fortgeführten Aktivitäten - verwässert - - - -
Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 0,16 0,06 0,30 0,18

1 Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf ungerundeten Werten.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(ungeprüft) für die drei und sechs Monate zum 31. März 2016 und 2015

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Drei Monate

zum 31. März
Sechs Monate

zum 31. März
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Konzernüberschuss 180 65 332 201
Sonstiges Ergebnis
Positionen, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können:
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen - -149 1 -149
Summe der Positionen, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können - -149 1 -149
Positionen, die in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können:
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen -43 150 -15 157
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsgeschäften 4 -99 3 -38
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte - 2 - -1
Summe der Positionen, die in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können -39 53 -12 118
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -39 -96 -11 -31
Gesamtergebnis nach Steuern 141 -31 321 170
Davon entfallen auf:
Nicht beherrschende Anteile - 2 - 2
Aktionäre der Infineon Technologies AG 141 -33 321 168

Konzern-Bilanz

zum 31. März 2016 und 2015 (ungeprüft) und 30. September 2015

AKTIVA:

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€ in Millionen Anhang Nr. 31. März 2016 31. März 2015 30. September 2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 606 738 673
Finanzinvestments 1.197 918 1.340
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 757 739 742
Vorräte 1.165 1.012 1.129
Ertragsteuerforderungen 2 10 2
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 243 237 229
Zur Veräußerung stehende Vermögenswerte - 21 -
Summe kurzfristige Vermögenswerte 3.970 3.675 4.115
Sachanlagen 2.014 2.028 2.093
Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte 1.694 1.824 1.738
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 34 36 33
Langfristige Ertragsteuerforderungen 3 - 3
Aktive latente Steuern 600 395 604
Sonstige langfristige Vermögenswerte 155 165 155
Summe langfristige Vermögenswerte 4.500 4.448 4.626
Summe Aktiva 8.470 8.123 8.741

PASSIVA:

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€ in Millionen Anhang Nr. 31. März 2016 31. März 2015 30. September 2015
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristig fällige

Bestandteile langfristiger Finanzverbindlichkeiten
5 848 39 33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 690 677 802
Rückstellungen 269 315 402
Ertragsteuerverbindlichkeiten 131 60 123
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 166 187 225
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 2.104 1.278 1.585
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 5 928 1.793 1.760
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 433 537 426
Passive latente Steuern 70 176 147
Langfristige Rückstellungen 73 75 72
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 81 84 86
Summe langfristige Verbindlichkeiten 1.585 2.665 2.491
Summe Verbindlichkeiten 3.689 3.943 4.076
Eigenkapital: 6
Grundkapital 2.263 2.258 2.259
Zusätzlich eingezahltes Kapital (Kapitalrücklage) 5.004 5.222 5.213
Verlustvortrag -2.563 -3.451 -2.897
Andere Rücklagen 114 182 126
Eigene Aktien -37 -37 -37
Eigenkapital der Aktionäre der Infineon Technologies AG 4.781 4.174 4.664
Nicht beherrschende Anteile - 6 1
Summe Eigenkapital 4.781 4.180 4.665
Summe Passiva 8.470 8.123 8.741

Konzern-Kapitalflussrechnung

(ungeprüft) für die drei und sechs Monate zum 31. März 2016 und 2015

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Drei Monate

zum 31. März
Sechs Monate

zum 31. März
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Konzernüberschuss 180 65 332 201
Abzüglich: Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen

und vom Ertrag
-3 - -3 -6
Anpassungen zur Überleitung des Konzernüberschusses auf Mittelzufluss (-abfluss)

aus laufender Geschäftstätigkeit:
Planmäßige Abschreibungen 213 203 424 344
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -21 - -19 24
Zinsergebnis 19 16 30 19
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen - - 1 -
Dividende von assoziierten Unternehmen - 1 - 1
Wertminderungen 3 - 8 2
Sonstiges nicht zahlungswirksames Ergebnis 2 - 3 -3
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -90 -147 -14 -55
Veränderung der Vorräte 17 38 -39 -8
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -66 -4 -112 -78
Veränderung der Rückstellungen 54 36 -128 -155
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -76 -35 -50 -130
Erhaltene Zinsen 1 2 3 5
Gezahlte Zinsen -13 -2 -18 -3
Gezahlte Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -25 -38 -48 -62
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten 195 135 370 96
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten -1 4 -16 -136
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 194 139 354 -40
Auszahlungen für Finanzinvestments -1.011 -495 -1.904 -630
Einzahlungen aus Finanzinvestments 1.156 290 2.046 1.070
Auszahlungen für Investitionen in sonstige Beteiligungen - -7 - -14
Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel - -1.864 -9 -1.864
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte -28 -24 -57 -84
Auszahlungen für Sachanlagen -135 -126 -272 -207
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und sonstigen Vermögenswerten 13 6 13 22
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -5 -2.220 -183 -1.707
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten - - - -
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -5 -2.220 -183 -1.707
Veränderungen der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten - 2 -7 1
Erhöhung langfristiger Finanzverbindlichkeiten 1 2.385 4 2.394
Rückzahlungen langfristiger Finanzverbindlichkeiten -5 -807 -21 -812
Veränderung der als Sicherheitsleistungen hinterlegten liquiden Mittel 1 - 1 -1
Einzahlungen aus Ausgabe von Aktien 3 8 15 8
Dividendenzahlungen -225 -202 -225 -202
Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten -225 1.386 -233 1.388
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten - - - -
Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit -225 1.386 -233 1.388
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -36 -695 -62 -359
Währungsumrechnungseffekte auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -9 40 -5 39
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang 651 1.393 673 1.058
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende 606 738 606 738

Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung

(ungeprüft) für die drei und sechs Monate zum 31. März 2016 und 2015

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€ in Millionen, außer Anzahl von Aktien Anhang Nr. Ausgegebene

Stückaktien
Andere Rücklagen
Anzahl Betrag Zusätzlich

eingezahltes

Kapital

(Kapital-

rücklage)
Verlust-

vortrag
Fremdwährungs-

-umrechnungs-

differenzen
--- --- --- --- --- --- ---
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2014 6 1.127.739.230 2.255 5.414 -3.502 26
Konzernüberschuss - - - 200 -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - -149 157
Gesamtergebnis nach Steuern - - - 51 157
Dividenden - - -202 - -
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen 1.138.934 3 7 - -
Aktienbasierte Vergütungen - - 3 - -
Saldo Zu-/Abgänge Put-Optionen auf eigene Aktien - - - - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - - -
Konzern-Bilanz zum 31. März 2015 1.128.878.164 2.258 5.222 -3.451 183
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2015 1.129.271.481 2.259 5.213 -2.897 126
Konzernüberschuss - - - 333 -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - 1 -15
Gesamtergebnis nach Steuern - - - 334 -15
Dividenden - - -225 - -
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen 2.078.389 4 11 - -
Aktienbasierte Vergütungen - - 4 - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 1 - -
Konzern-Bilanz zum 31. März 2016 1.131.349.870 2.263 5.004 -2.563 111

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€ in Millionen, außer Anzahl von Aktien Andere Rücklagen
Wertpapiere Sicherungs-

geschäfte
Eigene

Aktien
Put-Optionen

auf eigene

Aktien
Summe

Eigenkapital

der Aktionäre

der Infineon

Technologies AG
Nicht

beherrschende

Anteile
--- --- --- --- --- --- ---
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2014 3 35 -37 -40 4.154 4
Konzernüberschuss - - - - 200 -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1 -38 - - -31 -
Gesamtergebnis nach Steuern -1 -38 - - 169 -
Dividenden - - - - -202 -
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen - - - - 10 -
Aktienbasierte Vergütungen - - - - 3 -
Saldo Zu-/Abgänge Put-Optionen auf eigene Aktien - - - 40 40 -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - - - 2
Konzern-Bilanz zum 31. März 2015 2 -3 -37 - 4.174 6
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2015 -1 1 -37 - 4.664 1
Konzernüberschuss - - - - 333 -1
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 3 - - -11 -
Gesamtergebnis nach Steuern - 3 - - 322 -1
Dividenden - - - - -225 -
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen - - - - 15 -
Aktienbasierte Vergütungen - - - - 4 -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - - 1 -
Konzern-Bilanz zum 31. März 2016 -1 4 -37 - 4.781 -

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€ in Millionen, außer Anzahl von Aktien Gesamt
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2014 4.158
Konzernüberschuss 200
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -31
Gesamtergebnis nach Steuern 169
Dividenden -202
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen 10
Aktienbasierte Vergütungen 3
Saldo Zu-/Abgänge Put-Optionen auf eigene Aktien 40
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 2
Konzern-Bilanz zum 31. März 2015 4.180
Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2015 4.665
Konzernüberschuss 332
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -11
Gesamtergebnis nach Steuern 321
Dividenden -225
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien:
Ausübung von Aktienoptionen 15
Aktienbasierte Vergütungen 4
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 1
Konzern-Bilanz zum 31. März 2016 4.781

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss (ungeprüft)

1 GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der Infineon-Gruppe ("Infineon" oder "Infineon-Konzern"), bestehend aus der Infineon Technologies AG (nachfolgend auch "die Gesellschaft") und deren Tochtergesellschaften, für die drei und sechs Monate zum 31. März 2016 und 2015 wurde gemäß den vom International Accounting Standards Board ("IASB") erlassenen International Financial Reporting Standards ("IFRS") aufgestellt, soweit diese von der Europäischen Union ("EU") übernommen worden sind. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß IAS 34, "Interim Financial Reporting", erstellt. Entsprechend wurden bestimmte Informationen und Anhangangaben, die üblicherweise in Konzernabschlüssen enthalten sind, gekürzt oder weggelassen. Obwohl die hierin abgebildete Konzern-Bilanz zum 30. September 2015 aus dem geprüften Konzernabschluss abgeleitet wurde, sind nicht alle erforderlichen Anhangangaben der Berichterstattung nach IFRS übernommen worden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem geprüften Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015 gelesen werden. Dieser wurde gemäß IFRS aufgestellt, soweit diese von der EU übernommen worden sind.

Die angewandten Bilanzierungsgrundsätze für den beiliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss entsprechen den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 angewandten Grundsätzen. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz bildet die Anwendung neuer sowie überarbeiteter Standards und Interpretationen, die für ab dem 1. Januar 2015 beginnende Geschäftsjahre gültig sind. Die Anwendung dieser neuen sowie überarbeiteten Standards hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon.

Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung. Aus den Ergebnissen der Zwischenberichtsperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.

Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperioden. Die tatsächlichen Beträge können wesentlich von den Schätzungen des Managements abweichen.

Alle in diesem verkürzten Konzernzwischenabschluss ausgewiesenen Beträge sind in Euro ("€"), außer wenn anders angegeben.

Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich.

2 AKQUISITIONEN

International Rectifier Corporation

Am 13. Januar 2015 hat Infineon die am 20. August 2014 angekündigte Akquisition von 100 Prozent der Aktien sowie der damit verbundenen Stimmrechte von International Rectifier Corporation ("International Rectifier") mit Sitz im kalifornischen El Segundo (USA) abgeschlossen.

Die Kaufpreisallokation für International Rectifier wurde im Januar 2016 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich keine Anpassungen. Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich nach dem 31. März 2015 nachstehende Anpassungen, die rückwirkend zum Erwerbszeitpunkt erfasst wurden.

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€ in Millionen
(Anpassung)
--- ---
Sachanlagen -3
Immaterielle Vermögenswerte 58
Aktive latente Steuern 1
Summe Vermögenswerte 56
Passive latente Steuern 9
Langfristige Rückstellungen 1
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten -2
Summe Verbindlichkeiten 10
Erworbenes Nettovermögen 46
Geschäfts- oder Firmenwert -54
Kaufpreis -8

3 GESCHÄFTSANTEILSVERÄUSSERUNGEN UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN

Am 23. Januar 2009 stellte die Qimonda AG ("Qimonda"), eine sich im Mehrheitsbesitz von Infineon befindende Tochtergesellschaft, beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Insolvenzverfahren wurden auch über weitere in- und ausländische Tochtergesellschaften von Qimonda eröffnet. Einige dieser Insolvenzverfahren sind bereits abgeschlossen. Auswirkungen dieser Vorgänge sind, sofern die zugrunde liegenden Ereignisse vor der Eröffnung der Insolvenzverfahren eintraten, in allen ausgewiesenen Berichtsperioden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt. Sofern Ereignisse nach der Eröffnung der Insolvenzverfahren eingetreten sind, werden ihre Auswirkungen als Teil der fortgeführten Aktivitäten dargestellt.

In den drei und sechs Monaten zum 31. März 2016 und 2015 waren Anpassungen bei einzelnen Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda an die aktuellen Entwicklungen erforderlich und führten zu den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Erträgen nach Ertragsteuern.

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Drei Monate

zum 31. März
Sechs Monate

zum 31. März
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Qimondas Anteil am Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom

Einkommen und vom Ertrag
3 - 3 6
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 - 3 6

Die im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda bestehenden Risiken und Rückstellungen sind unter Anhang Nr. 10 ("Rechtliche Risiken - Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda") ausführlich beschrieben.

4 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

In den drei und sechs Monaten zum 31. März 2016 wirkten sich, im Vergleich zu den drei und sechs Monaten zum 31.März 2015, im Wesentlichen latente Steuererträge aus der Zuschreibung aktiver latenter Steuern im In- und Ausland sowie aus der Auflösung latenter Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier auf die Steuerquote aus.

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Drei Monate

zum 31. März
Sechs Monate

zum 31. März
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 156 65 310 219
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21 - 19 -24
Steuerquote -13% 0% -6% 11%

5 FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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€ in Millionen 31. März 2016 30. September 2015
Kurzfristig fällige Bestandteile der langfristigen Finanzverbindlichkeiten,

Durchschnittszinssatz 2,27% (30. September 2015: 3,48%)
848 25
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

(Durchschnittszinssatz 30. September 2015: 4,35%)
- 8
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristige Bestandteile langfristiger

Finanzverbindlichkeiten
848 33
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:
Unbesicherte Darlehen, Durchschnittszinssatz 0,57% (30. September 2015: 1,76%),

fällig 2017-2023
135 968
Anleihe €300 Millionen, Kupon 1,00%, fällig 2018 298 298
Anleihe €500 Millionen, Kupon 1,50%, fällig 2022 495 494
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 928 1.760
Gesamt 1.776 1.793

Infineon hat im April 2016 erfolgreich eine US-Privatplatzierung von Anleihen (sogenannte USPP) mit einem Nominalwert von US$935 Millionen abgeschlossen. Die nicht nachrangigen, unbesicherten USPP-Anleihen, welche im Durchschnitt mit 4,09 Prozent pro Jahr verzinst werden, teilen sich wie folgt auf:

Anleihen mit einem Nominalwert von US$350 Millionen sind im Jahr 2024 fällig,
Anleihen mit einem Nominalwert von US$350 Millionen sind im Jahr 2026 und
Anleihen mit einem Nominalwert von US$235 Millionen sind im Jahr 2028 fällig.

Das Darlehen in Höhe von US$934 Millionen, welches Infineon im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier bei verschiedenen internationalen Banken aufgenommen hatte, wurde am 13. April 2016 vollständig mit den Mitteln aus der Begebung von USPP-Anleihen zurückgezahlt. Daher wird das US-Dollar-Darlehen zum 31. März 2016 als kurzfristige Finanzverbindlichkeit ausgewiesen.

6 EIGENKAPITAL

Das Grundkapital der Infineon Technologies AG betrug zum 31. März 2016 €2.262.699.740, eingeteilt in 1.131.349.870 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von €2 am Grundkapital. Zum 30. September 2015 betrug das Grundkapital €2.258.542.962, eingeteilt in 1.129.271.481 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. In den sechs Monaten zum 31. März 2016 sind 2.078.389 neue Aktien ausgegeben worden (davon in den drei Monaten zum 31. März 2016: 401.537), die infolge der Ausübungen von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder entstanden sind.

In der Hauptversammlung am 18. Februar 2016 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn der Infineon Technologies AG für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von €0,20 je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Unter Berücksichtigung der fehlenden Dividendenberechtigung eigener Aktien sowie junger Aktien, die infolge der Ausübung von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder ausgegeben wurden, führte dies zu einer Ausschüttung von €225 Millionen.

7 KAPITALMANAGEMENT

Das primäre Ziel von Infineon im Hinblick auf das Kapitalmanagement besteht darin, finanzielle Flexibilität auf Grundlage einer soliden Kapitalstruktur sicherzustellen. Wie bei vergleichbaren Unternehmen der Halbleiterbranche steht dabei eine ausreichende Liquiditätsausstattung im Vordergrund, um die laufende Geschäftstätigkeit finanzieren und geplante Investitionen in allen Phasen des Geschäftszyklus vornehmen zu können. Andererseits soll die Verschuldung nur einen moderaten Anteil am Finanzierungsmix ausmachen. Auf Basis dieser Leitlinien hat Infineon Hauptziele für sein Kapitalmanagement definiert. Die Kapitalstrukturziele wurden im Februar 2016 angepasst, um dem starken Umsatzwachstum und der positiven Entwicklung der Ertragskraft von Infineon Rechnung zu tragen.

Zukünftig plant Infineon, mindestens €1 Milliarde sowie zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Umsatzes an Liquidität (Brutto-Cash-Position) vorzuhalten. Die bisherige Zielbandbreite für die Brutto-Cash-Position belief sich auf 30 bis 40 Prozent des Umsatzes. Die Bruttoverschuldung soll weiterhin das Zweifache des EBITDA nicht übersteigen. Die Resultante aus diesen beiden Kapitalstrukturzielen wird nicht mehr mit einem eigenen Ziel belegt (bisher: positive Netto-Cash-Position).

Infineon unterliegt keinen satzungsmäßigen oder gesetzlichen Auflagen im Hinblick auf die Kapitalausstattung.

Im Februar 2016 erhielt Infineon von der internationalen Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) erstmalig ein langfristiges Kreditrating (BBB mit stabilem Ausblick). Das solide Investment-Grade-Rating berücksichtigt unter anderem auch die angepassten Kapitalstrukturziele von Infineon.

8 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Infineon nimmt im laufenden Geschäftsbetrieb auch Transaktionen mit assoziierten und anderen verbundenen Unternehmen vor ("nahestehende Unternehmen"). Nahestehende Personen sind Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens, namentlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige ("nahestehende Personen").

Infineon bezieht bestimmte Vorprodukte und Leistungen von und verkauft bestimmte Produkte und Leistungen an nahestehende Unternehmen. Diese Käufe von und Verkäufe an nahestehende Unternehmen erfolgen in der Regel zu fremdüblichen Bedingungen.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen bestehen ausschließlich aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber assoziierten Unternehmen und anderen verbundenen Unternehmen.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber nahestehenden Unternehmen setzen sich zum 31. März 2016 und 30. September 2015 wie folgt zusammen:

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31. März 2016 30. September 2015
€ in Millionen Assoziierte

Unternehmen
Andere

verbundene

Unternehmen
Assoziierte

Unternehmen
Andere

verbundene

Unternehmen
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 2 1 1 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 7 1 8 1
Finanzverbindlichkeiten - 1 - 1

Die Umsätze und Leistungsverrechnungen mit beziehungsweise empfangene Lieferungen und Leistungen von nahestehenden Unternehmen setzen sich in den drei und sechs Monaten zum 31. März 2016 und 2015 wie folgt zusammen:

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Drei Monate zum 31. März
2016 2015
--- --- --- --- ---
€ in Millionen Assoziierte

Unternehmen
Andere

verbundene

Unternehmen
Assoziierte

Unternehmen
Andere

verbundene

Unternehmen
--- --- --- --- ---
Umsätze und Leistungsverrechnungen - - 1 1
Empfangene Lieferungen und Leistungen 19 8 20 7

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Sechs Monate zum 31. März
2016 2015
--- --- --- --- ---
€ in Millionen Assoziierte

Unternehmen
Andere

verbundene

Unternehmen
Assoziierte

Unternehmen
Andere

verbundene

Unternehmen
--- --- --- --- ---
Umsätze und Leistungsverrechnungen 2 1 3 1
Empfangene Lieferungen und Leistungen 37 12 36 11

Zum 1. Oktober 2015 wurden dem Vorstand 80.964 (virtuelle) Performance Shares mit einem beizulegenden Zeitwert von €7,07 je Performance Share zugeteilt.

In den drei und sechs Monaten zum 31. März 2016 und 2015 gab es keine Transaktionen zwischen Infineon und nahestehenden Personen, die über das bestehende Anstellungs-, Dienst- oder Bestellungsverhältnis beziehungsweise die vertragliche Vergütung hierfür hinausgingen.

9 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

Die mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 13 den folgenden Fair-Value-Hierarchien zugeordnet. Die Zuordnung zu den verschiedenen Levels erfolgt nach der Marktnähe der in die Fair-Value-Ermittlung einfließenden Bewertungsparameter:

Level 1: notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden,
Level 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Level 1 berücksichtigten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachten lassen,
Level 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Die Fair-Value-Hierarchie der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente stellt sich zum 31. März 2016 und 30. September 2015 wie folgt dar:

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€ in Millionen Beizulegender

Zeitwert
Beizulegender Zeitwert nach Kategorie
31. März 2016 Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- --- ---
Kurzfristige Vermögenswerte:
Finanzinvestments 327 267 60 -
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3 - 3 -
Langfristige Vermögenswerte:
Sonstige langfristige Vermögenswerte 32 19 - 13
Gesamt 362 286 63 13
Kurzfristige Verbindlichkeiten:
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1 - 1 -
Gesamt 1 - 1 -
30. September 2015
Kurzfristige Vermögenswerte:
Finanzinvestments 184 122 62 -
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1 - 1 -
Langfristige Vermögenswerte:
Sonstige langfristige Vermögenswerte 32 19 - 13
Gesamt 217 141 63 13
Kurzfristige Verbindlichkeiten:
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 9 - 9 -
Gesamt 9 - 9 -

Für die in den Finanzinvestments enthaltenen Wertpapiere besteht kein aktiver Markt. Der beizulegende Zeitwert wird als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows unter Berücksichtigung am Markt beobachtbarer Bewertungsparameter ermittelt (Level 2).

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten enthalten derivative Finanzinstrumente (einschließlich der Cash-Flow-Hedges). Deren beizulegender Zeitwert wird mittels Diskontierung künftiger Zahlungsströme nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Als Bewertungsparameter werden, soweit möglich, die am Stichtag beobachtbaren relevanten Marktdaten (wie Währungskurse oder Rohstoffpreise) verwendet, die von anerkannten externen Quellen bezogen werden (Level 2).

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Beteiligungen. Soweit die Anteile an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis der aktuell notierten Preise ermittelt (Level 1). Bei Beteiligungen, die über keinen auf einem aktiven Markt notierten Marktpreis verfügen, werden bestehende vertragliche Regelungen (auf Basis der extern beobachtbaren Dividendenpolitik) zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt (Level 3).

Darüber hinaus enthalten die sonstigen langfristigen Vermögenswerte eine Option zum Verkauf von Aktien an einer Beteiligung zu einem festen Preis. Die Option wird als derivatives Finanzinstrument bilanziert und ist nicht zu Sicherungszwecken designiert. Der beizulegende Zeitwert wird mittels des Black-Scholes-Optionspreismodells ermittelt (Level 3).

Innerhalb der Fair-Value-Hierarchien haben keine Umgliederungen stattgefunden.

Die Einteilung der Finanzinstrumente in Kategorien, die Bewertungsverfahren und wesentlichen Annahmen sind unverändert gegenüber dem 30. September 2015 und ausführlich im Anhang zum Konzernabschluss 2015 unter Nr. 2 dargestellt. Ein detaillierter Überblick über Infineons Finanzinstrumente, die finanziellen Risikofaktoren und das Management finanzieller Risiken ist im Anhang zum Konzernabschluss 2015 unter Nr. 30 und 31 enthalten.

10 RECHTLICHE RISIKEN

Rechtsstreitigkeiten und staatliche Untersuchungsverfahren

Wettbewerbsrechtliche Verfahren Smartcards

Im Oktober 2008 hat die EU-Kommission gegen die Gesellschaft und weitere Hersteller von Chips für Smartcards ein kartellrechtliches Untersuchungsverfahren eingeleitet. Die EU-Kommission hat am 3. September 2014 eine Geldbuße in Höhe von €83 Millionen gegen Infineon verhängt, die im Oktober 2014 bezahlt wurde. Infineon weist sämtliche Vorwürfe als unbegründet zurück. Zudem sieht Infineon seine Verfahrensrechte durch die EU-Kommission verletzt und hat Mitte November 2014 Klage gegen die Bußgeldentscheidung beim Europäischen Gericht in Luxemburg eingelegt. Die mündliche Verhandlung hat am 28. April 2016 stattgefunden.

Im Zusammenhang mit dem Verfahren der EU-Kommission wurden in Kanada zwei Sammelklagen auf Schadensersatz in unbezifferter Höhe eingereicht: die erste Klage in der Provinz British Columbia im Juli 2013 und eine weitere Klage in der Provinz Quebec im September 2014. Die Klagen folgten jeweils Presseberichten über die Untersuchung beziehungsweise Entscheidung der EU-Kommission. Es wurden von den Gerichten noch keine Verfahrenstermine angesetzt.

Im Dezember 2014 hat ein indirekter Kunde in London (Großbritannien) Klage gegen Infineon und Renesas eingereicht, die der Gesellschaft am 20. April 2015 zugestellt wurde. Mit der Klage macht der Kläger Schadensersatz in noch zu bestimmender Höhe im Zusammenhang mit den von der EU-Kommission erhobenen Vorwürfen geltend.

Jegliche weitere Stellungnahme der Gesellschaft zu diesen Verfahren könnte daher die Position der Gesellschaft in diesen Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.

Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 wurden alle wesentlichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Geschäftsaktivitäten, die dem Speichergeschäft ("Memory Products") zuzuordnen waren, aus Infineon ausgegliedert und im Wege der Sacheinlage in Qimonda eingebracht. Am 23. Januar 2009 hat Qimonda beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Aus der Insolvenz von Qimonda haben sich verschiedene Streitigkeiten zwischen dem Insolvenzverwalter und Infineon entwickelt.

Am 11. September 2014 haben die Gesellschaft und der Insolvenzverwalter einen Teilvergleich geschlossen, der den Erwerb des Qimonda-Patentgeschäfts beinhaltet und der am 9. Oktober 2014 vollzogen wurde. Am Vollzugstag hat die Gesellschaft für diesen Teilvergleich €260 Millionen an den Insolvenzverwalter bezahlt. Mit dem Teilvergleich wurden sämtliche Ansprüche des Insolvenzverwalters erledigt, solange diese nicht im Zusammenhang mit dem Verfahren zur angeblichen wirtschaftlichen Neugründung und Differenzhaftung sowie der Nachhaftung Qimonda Dresden stehen.

Angebliche wirtschaftliche Neugründung und Differenzhaftung

Der Insolvenzverwalter hat im November 2010 beim Landgericht München I eine unbezifferte Feststellungsklage gegen die Infineon Technologies AG und - im Wege der Streitverkündung - gegen die Infineon Technologies Holding B.V. sowie die Infineon Technologies Investment B.V. eingereicht. Er hat beantragt festzustellen, dass Infineon verpflichtet sei, die Unterbilanz von Qimonda auszugleichen, die im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen von Qimonda bestand, das heißt, Qimonda denjenigen Betrag zu erstatten, um den das tatsächliche Gesellschaftsvermögen von Qimonda im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hinter dem Betrag des Grundkapitals von Qimonda zurückblieb. Der Insolvenzverwalter ist der Auffassung, dass es sich bei der Aufnahme der operativen Tätigkeit durch Qimonda um eine von der Rechtsprechung sogenannte wirtschaftliche Neugründung handele, die nicht formgerecht offengelegt worden sei. Am 6. März 2012 hat der Bundesgerichtshof in einem in anderer Sache ergangenen Grundsatzurteil entschieden, dass es für eine etwaige Haftung im Fall der wirtschaftlichen Neugründung allerdings nicht - wie vom Insolvenzverwalter behauptet - auf den Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung, sondern lediglich den Zeitpunkt der Neugründung ankommt.

Am 14. Februar 2012 hat der Insolvenzverwalter zusätzlich zu seiner unbezifferten Feststellungsklage hilfsweise einen Zahlungsantrag gestellt und zudem weitere Ansprüche geltend gemacht. Wegen der angeblichen wirtschaftlichen Neugründung verlangte der Insolvenzverwalter mit seinem Hilfsantrag die Zahlung von mindestens €1,71 Milliarden zuzüglich Zinsen. Am 15. Juni 2012 hat der Insolvenzverwalter seinen Zahlungsantrag vom 14. Februar 2012 erhöht. Seinen angeblichen Anspruch aus wirtschaftlicher Neugründung beziffert der Insolvenzverwalter nunmehr mit mindestens rund €3,35 Milliarden zuzüglich Zinsen. Außerdem stützt er einen wesentlichen Teil seiner Ansprüche zusätzlich auf die - schon im August 2011 unbeziffert außergerichtlich geltend gemachte - sogenannte Differenzhaftung. Dem liegt die Behauptung zugrunde, das von Infineon ausgegliederte Speichergeschäft habe von Anfang an einen negativen Wert in Milliardenhöhe gehabt. Die Differenz zum geringsten Ausgabebetrag der an Infineon im Zuge der Ausgliederung von Qimonda ausgegebenen Aktien habe Infineon dem Insolvenzverwalter zu erstatten. Weiterhin macht der Insolvenzverwalter einen Zahlungsanspruch aus Qimonda angeblich zu Unrecht weiterbelasteten Beraterkosten im Zusammenhang mit dem Qimonda-Börsengang von €10 Millionen geltend.

Die behauptete Differenzhaftung steht im Widerspruch zu zwei Wertgutachten, die in Vorbereitung der Kapitalerhöhung von unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften angefertigt wurden, und zwar von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag von Infineon und von einer anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als gerichtlich bestelltem Sacheinlage- und Nachgründungsprüfer. In ihrem damaligen Wertgutachten kam die von Infineon beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu dem Ergebnis, dass der Wert des eingebrachten Geschäftsbereichs den geringsten Ausgabebetrag der ausgegebenen Aktien um ein Vielfaches überstieg. Die gerichtlich bestellte Sacheinlage- und Nachgründungsprüferin hat dem Gericht bestätigt, dass der geringste Ausgabebetrag der ausgegebenen Aktien - wie vom Gesetz gefordert - durch den Wert der Sacheinlagen gedeckt sei. Außerdem hat Infineon im Rahmen der Verteidigung gegen die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten Ansprüche mehrere gutachterliche Stellungnahmen in Auftrag gegeben, die ebenfalls zu dem Ergebnis kommen, dass die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten Einwendungen gegen die Bewertung der Sacheinlage nicht bestehen.

Der Rechtsstreit fokussiert sich mittlerweile auf die wegen angeblich fehlender Werthaltigkeit geltend gemachten Ansprüche. Am 29. August 2013 hat das Gericht einen unabhängigen Sachverständigen zur Klärung der vom Insolvenzverwalter aufgeworfenen Bewertungsfragen bestellt. Offen ist die Frage, ob ein zusätzlicher Gutachter zu technischen Fragestellungen bestellt wird.

Der Rechtsstreit wird von beiden Parteien mit sehr hohem Aufwand geführt. Die Parteien haben bereits eine Vielzahl äußerst umfangreicher Schriftsätze ausgetauscht. Für beide Seiten sind zahlreiche Experten und Sachverständige tätig, die den jeweiligen Parteivortrag mit Gutachten und Stellungnahmen stützen.

Angesichts der hohen Komplexität der zu entscheidenden Fragen und der Höhe der geltend gemachten Ansprüche ist derzeit nicht absehbar, ob dieser Rechtsstreit ebenfalls durch eine außergerichtliche Einigung beendet werden könnte und, wenn dies nicht der Fall sein sollte, wann es zu einer erstinstanzlichen gerichtlichen Entscheidung kommt.

Nachhaftung als persönlich haftende Gesellschafterin der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG

Infineon war bis zur Ausgliederung des Speichergeschäfts persönlich haftende Gesellschafterin von Qimonda Dresden. Bestimmte Altgläubiger haben deshalb sogenannte Nachhaftungsansprüche gegen Infineon. Diese kann nur der Insolvenzverwalter im Namen dieser Gläubiger geltend machen. Mit den meisten wesentlichen Nachhaftungsgläubigern konnten zwischenzeitlich Vergleiche erzielt werden.

Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Qimonda

Infineon erfasst Rückstellungen und Verbindlichkeiten für solche Verpflichtungen und Risiken, von denen Infineon zum jeweiligen Bilanzstichtag annimmt, dass sie wahrscheinlich zu einer Zahlung führen können - das heißt, dass aus Sicht von Infineon zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt überwiegende Gründe für eine Verpflichtung oder ein Risiko sprechen -, und wenn die Verpflichtung oder das Risiko zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt mit hinreichender Genauigkeit eingeschätzt werden kann.

Wie oben beschrieben, sieht sich Infineon im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren über das Vermögen von Qimonda und deren Tochtergesellschaften bestimmten Risiken ausgesetzt. Zum 31. März 2016 und zum 30. September 2015 hat Infineon daher im Zusammenhang mit einigen der oben genannten Sachverhalte Rückstellungen und Verbindlichkeiten von insgesamt €35 Millionen beziehungsweise €55 Millionen bilanziert. Von den zum 31. März 2016 bilanzierten Rückstellungen entfallen €15 Millionen auf die Nachhaftung als persönlich haftende Gesellschafterin der Qimonda Dresden. Für die Verteidigung im weiterhin anhängigen Rechtsstreit um die angebliche wirtschaftliche Neugründung und Differenzhaftung hat die Gesellschaft zum 31. März 2016 eine Rückstellung von €16 Millionen erfasst. Übrige Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda belaufen sich zum 31. März 2016 auf €4 Millionen.

Es gibt keine Sicherheit, dass die für Qimonda erfassten Rückstellungen ausreichen, um allen Verpflichtungen nachzukommen, die sich im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda, insbesondere mit den oben dargestellten Angelegenheiten, ergeben können. Außerdem könnten möglicherweise Verpflichtungen und Risiken eintreten, die momentan nicht als wahrscheinlich angesehen werden und daher nicht von den Rückstellungen erfasst sind und insoweit eine Eventualverbindlichkeit darstellen. Dies gilt insbesondere für den oben ausgeführten Rechtsstreit aus angeblicher wirtschaftlicher Neugründung und Differenzhaftung. Sollten die geltend gemachten Ansprüche Bestand haben, könnten erhebliche finanzielle Verpflichtungen für Infineon entstehen, welche einen negativen Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Jegliche weitere Stellungnahme der Gesellschaft zu diesem Verfahren könnte die Position der Gesellschaft in diesem Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.

Sonstiges

Gegen Infineon laufen verschiedene andere Rechtsstreitigkeiten und Verfahren im Zusammenhang mit der jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit. Diese können Produkte, Leistungen, Patente, Umweltangelegenheiten und andere Sachverhalte betreffen.

Infineon ist nach derzeitigem Kenntnisstand der Auffassung, dass aus dem Ausgang dieser anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren jeweils kein wesentlicher negativer Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies in Zukunft anders bewertet werden muss und sich aus der Neubewertung der anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren eine wesentliche negative Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere zum Zeitpunkt der Neubewertung, ergeben könnte.

Darüber hinaus ist Infineon im Zusammenhang mit seiner jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit vielfältigen rechtlichen Risiken ausgesetzt, die bisher nicht zu Rechtsstreitigkeiten führten. Dazu zählen unter anderem Risiken aus Produkthaftungs-, Umwelt-, Kapitalmarkt-, Antikorruptions-, Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie sonstigen Compliance-Vorschriften. In diesem Zusammenhang könnte Infineon auch für Gesetzesverstöße einzelner Mitarbeiter oder Dritter in Anspruch genommen werden.

Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten und sonstige ungewisse Rechtspositionen

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und sonstige ungewisse Rechtspositionen werden gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entstanden ist, und der entsprechende Betrag zumindest annähernd geschätzt werden kann. Soweit Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten und sonstigen ungewissen Rechtspositionen nicht überwiegend wahrscheinlich sind oder nicht annähernd verlässlich geschätzt werden können, sind diese als Eventualverbindlichkeiten zu qualifizieren.

Sobald weitere Informationen verfügbar sind, wird eine mögliche Haftung erneut überprüft und, wenn notwendig, werden die Schätzungen entsprechend angepasst. Die in Bezug auf diese Vorgänge gebildeten Rückstellungen sind abhängig von künftigen neuen Entwicklungen oder veränderten Umständen in jedem der Vorgänge, welche erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Eine vergleichsweise Erledigung oder negative gerichtliche Entscheidung in jeder der oben beschriebenen Angelegenheiten könnte erhebliche finanzielle Verpflichtungen begründen und andere negative Auswirkungen haben, was wiederum einen wesentlichen nachteiligen Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon haben kann. Unabhängig von der Richtigkeit der Vorwürfe und dem Erfolg der genannten Klagen und anderen oben beschriebenen Angelegenheiten, können erhebliche Kosten im Zusammenhang mit der Verteidigung gegen diese Angelegenheiten entstehen.

11 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Segmentdarstellung

Das Geschäft von Infineon ist in die vier operativen Segmente Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket und Chip Card & Security strukturiert.

Die Sonstigen Geschäftsbereiche umfassen verbleibende Aktivitäten von veräußerten Geschäften und andere Geschäftsaktivitäten und enthalten seit dem Verkauf des Wireline-Communications-Geschäfts sowie des Mobilfunkgeschäfts, entsprechend den abgeschlossenen Produktionsvereinbarungen, Produktlieferungen an IMC, sofern diese nicht den nicht fortgeführten Aktivitäten zugeordnet sind.

Konzernfunktionen und Eliminierungen erfassen die Eliminierung konzerninterner Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie bestimmte Konzernfunktionen, die nicht auf die operativen Segmente allokiert werden.

Segmentdaten

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse:
Automotive 670 598 1.285 1.115
Industrial Power Control 265 241 513 431
Power Management & Multimarket 496 464 1.006 744
Chip Card & Security 180 182 353 314
Sonstige Geschäftsbereiche 2 4 4 9
Konzernfunktionen und Eliminierungen -2 -6 5 -2
Gesamt 1.611 1.483 3.166 2.611

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde das von Automotive und Chip Card & Security entwickelte Geschäft mit XMC Industrie-Mikrocontrollern auf Power Management & Multimarket und Industrial Power Control übertragen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

In den Umsatzerlösen der Segmente für die drei und sechs Monate zum 31. März 2016 und 2015 sind keine intersegmentären Umsätze enthalten.

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Drei Monate zum 31. März Sechs Monate zum 31. März
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Segmentergebnis:
Automotive 94 72 174 151
Industrial Power Control 26 18 48 45
Power Management & Multimarket 74 75 153 115
Chip Card & Security 36 33 70 53
Sonstige Geschäftsbereiche 2 1 4
Konzernfunktionen und Eliminierungen -2 -2 2 -2
Gesamt 228 198 448 366

Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom Segmentergebnis auf das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag dar:

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Drei Monate

zum 31. März
Sechs Monate

zum 31. März
€ in Millionen 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Segmentergebnis 228 198 448 366
Zuzüglich/Abzüglich:
Wertaufholungen/Wertminderungen von Vermögenswerten und von

zur Veräußerung stehenden Vermögenswerten, Saldo
-3 - -8 -2
Ergebniseffekte aus Umstrukturierungen und Schließungen, Saldo -1 -1 9 -2
Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen -2 -2 -4 -3
Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen -47 -108 -103 -116
Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Vermögenswerten,

Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo
- - -1 -
Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo -1 -8 -1 -11
Betriebsergebnis 174 79 340 232
Finanzerträge 1 2 2 7
Finanzaufwendungen -20 -18 -33 -22
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1 2 1 2
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen

und vom Ertrag
156 65 310 219

In den drei Monaten zum 31. März 2016 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €47 Millionen, €22 Millionen auf die Umsatzkosten, €2 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie €23 Millionen auf die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten.

In den sechs Monaten zum 31. März 2016 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €103 Millionen, €49 Millionen auf die Umsatzkosten, €6 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie €48 Millionen auf die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten.

Neubiberg, 9. Mai 2016

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Neubiberg, 9. Mai 2016

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Dr. Reinhard Ploss Dominik Asam Arunjai Mittal

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An den Aufsichtsrat der Infineon Technologies AG, Neubiberg

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapital-Veränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Infineon Technologies AG, Neubiberg, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis 31. März 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

München, den 9. Mai 2016

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Braun Wolper
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Zusatzinformationen (ungeprüft)

Vorausschau

Dieser Quartalsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge des Infineon-Konzerns.

Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.

Infineon übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Finanztermine

Berichtszeitraum

Drittes Quartal Geschäftsjahr 2016

Viertes Quartal und Geschäftsjahr 2016

Erstes Quartal Geschäftsjahr 2017

Zweites Quartal Geschäftsjahr 2017

Ende des Berichtszeitraums

30. Juni 2016

30. September 2016

31. Dezember 2016

31. März 2017

Veröffentlichung der Pressemitteilung (vorläufig)

2. August 2016

23. November 2016

2. Februar 2017

4. Mai 2017

Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts zum 31. März 2016: 10. Mai 2016

Kontaktadresse

Infineon Technologies AG

Investor Relations

Am Campeon 1-12

85579 Neubiberg bei München, Deutschland

Telefon: +49 89 234-26655

Fax: +49 89 234-9552987

E-Mail: [email protected]

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