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infas Holding AG

Management Reports May 17, 2011

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Management Reports

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Action Press Holding AG

Bonn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Darstellung des Konzerns, der Geschäftstätigkeit, der Rahmenbedingungen als Ausgangspunkt für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage.

Der Action Press Holding Konzern besteht aus der Muttergesellschaft Action Press Holding AG sowie folgenden Tochtergesellschaften:

infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften GmbH, Bonn (85 %),
action press gmbh & co. kg, Hamburg (100 %),
action press beteiligungsgesellschaft mbh, Hamburg (100 %).

Die Action Press Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management- und Finanzholding des Action Press Holding Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse.

Die Aktien der Action Press Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Alleinvorstand der Action Press Holding AG.

Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften im Segment Markt- und Sozialforschung sowie im Segment der Fotopresseagenturen tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen im Inland, und zwar an den Standorten Bonn und Hamburg.

Im unmittelbaren Wettbewerb sind im Wesentlichen nur kleine und mittelgroße Unternehmen positioniert. Während im Bereich Fotopresseagentur Pressefotos lediglich an andere Medien weitervermittelt werden, werden im Segment Markt- und Sozialforschung auftragsbezogene Leistungen erbracht.

Im letzteren Segment ist der Konzern mit dem infas-Institut, Bonn, aktiv. Die Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist ein privates und unabhängiges Forschungsinstitut, das Forschungs- und Beratungsleistungen für Unternehmen aller Branchen, für die Wissenschaft, die Verwaltung auf Bundes- und Länderebene sowie die Politik allgemein erbringt. Die wichtigsten Forschungsbereiche sind:

Sozialforschung
Verkehrsforschung
Marktforschung
Gesundheitsforschung

Das Geschäftsfeld Foto wird von der action press gmbH & co. kg, Hamburg, bedient. action press zählt zu den etabliertesten Pressebildagenturen Europas. Über 90 Prozent ihres Umsatzes generiert action press mit klassischen Printmedien, den großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen Deutschlands. Der Name action press ist sowohl im nationalen als auch im internationalen Agenturgeschäft ein Begriff bzw. ein Markenname, mit dem man qualitativ hochwertige Medienprodukte, besonders aus den Bereichen "Yellow" und "Celebrity", verbindet.

Das Jahr 2009 war aus wirtschaftlicher Perspektive gesehen eindeutig von den Nachwirkungen des Bebens der weltwirtschaftlichen Krise bestimmt (s. Tabelle). Die Erholung erfolgte 2010 in Deutschland nicht direkt vorhersehbar und selbst aus der Sicht versierter Experten überraschend schnell und deutlich. Jedes Quartal des Jahres war durch eine ansehnliche Steigerung des Bruttoinlandprodukts geprägt, wie die Daten des Statistischen Bundesamtes ausweisen (s. Tabelle).

Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt1

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Jahr / Vierteljahr Ursprungswerte Saison- und kalenderbereinigte Werte
2009 -5,0 -4,9
4. Vj 2010 4,0 0,4
3. Vj 2010 3,9 0,7
2. Vj 2010 4,3 2,2
1. Vj 2010 2,3 0,6

Vor diesem Hintergrund war die Geschäftsentwicklung bei der Action Press Holding AG im Jahr 2010 von Gegensätzen geprägt. Während sich das infas-Institut mit einer beträchtlichen Steigerung beim Umsatz und Gewinn sehr gut behaupten konnte, waren bei action press weitere, wenn auch geringere, Rückgänge beim Umsatz zu verzeichnen. Das Ergebnis verblieb in der Größenordnung des Vorjahres.

1 Saison- und kalenderbereinigte Werte nach Census X-12-ARIMA. Angaben des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, 2011

2. Ertragslage

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2010 von 16,6 Mio. € im Vorjahr auf 17,8 Mio. € und damit um 7,2 % gestiegen. Der Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Foto von 6,0 Mio. € um 0,8 Mio. € auf 5,2 Mio. € konnte durch den höheren Umsatz von 12,7 Mio. € (Vorjahr 10,6 Mio. €) im Geschäftsfeld Markt- und Sozialforschung mehr als kompensiert werden.

Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr bedingt durch die Umsatzsteigerung von 7,4 Mio. € auf 8,2 Mio. € erhöht. Gemessen an den Umsätzen ist der Anteil an Material- und Fremdkosten von 44,6 % im Vorjahr auf 46,1 % im Geschäftsjahr gestiegen, was auch mit einem höheren Zukauf von Fremdleistungen bei der infas zu erklären ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2010 mit 240 T€ gegenüber dem Vorjahreswert von 115 T€ mehr als verdoppelt.

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern betrug zum Stichtag 31. Dezember 2010 131 (Vorjahr: 135). Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig von 5,8 Mio. € auf 5,9 Mio. €.

Die Abschreibungen liegen im Geschäftsjahr 2010 mit 243 T€ (Vorjahr: 295 T€) unter dem Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns betragen 2,4 Mio. € und liegen etwas unter dem Vorjahreswert 2,5 Mio. €.

Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus im Geschäftsjahr 2010 haben sich die Zinserträge von 40 T€ im Vorjahr auf 29 T€ reduziert, und es verbleibt bei Zinsaufwendungen von 121 T€ (Vorjahr: 117 T€) sowie Abschreibungen auf Wertpapiere von 6 T€ (Vorjahr: 0 T€) ein negatives Finanzergebnis von - 98 T€ (Vorjahr: - 77 T€).

Das Ergebnis vor Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr von 682 T€ auf 1.150 T€ und hat sich damit fast verdoppelt.

Der operative Cashflow liegt mit 5,7 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert (0,8 Mio. €).

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) und sind in beiden Geschäftsfeldern im Wesentlichen für Investitionen in Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung angefallen.

Das Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen nach Steuern und vor Ergebnisanteilen Dritter beläuft sich auf einen Betrag in Höhe von 742 T€ (Vorjahr: 414 T€).

Der Konzernjahresüberschuss von 589 T€, der deutlich über dem Konzernjahresüberschuss des Vorjahres von 112 T€ lag, verkürzte den Konzernbilanzverlust aus dem Vorjahr von -3,8 Mio. € auf -3,2 Mio. €.

Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 5.724 T€ (Vorjahreszeitraum: 771 T€).

3. Finanz- und Vermögenslage

Das langfristige Vermögen beträgt zum 31.12.2010 8,2 Mio. € und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 8,1 Mio. € kaum verändert. Die Investitionen in das Anlagevermögen entfallen im Wesentlichen auf Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31.12.2009 von 7,7 Mio. € auf 13,2 Mio. € deutlich erhöht.

Die liquiden Mittel veränderten sich dabei stichtagsbezogen von 6.329 T€ zum 31.12.2009 auf 11.212 T€ zum 31.12.2010.

Das Eigenkapital erhöhte sich von 6.327 T€ im Vorjahr um rd. 10 % auf 6.962 T€. Durch die von 15,7 Mio. € zum 31.12.2009 auf 21,3 Mio. € gestiegene Bilanzsumme zum 31.12.2010 verschlechtert sich die Eigenkapitalquote im Konzern auf 32,6 % (Vorjahr: 40,3 %).

Die langfristigen Schulden liegen mit 2,4 Mio. € nur etwas über dem Wert des Vorjahres von 2,3 Mio. €. Die kurzfristige Verschuldung stieg von 7,0 Mio. € zum 31.12.2009 auf 12,0 Mio. €, insbesondere durch die um 6,0 Mio. € höheren Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung.

Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

Die Action Press Holding AG ist als Finanzholding diversen qualitativen und quantitativen Risiken ausgesetzt. Qualitative Risiken stellen in erster Linie Absatz- und Beschaffungsrisiken dar. Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind, haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft. Verstärkt wird dieser Effekt durch den zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Zu den quantitativen Risiken zählen interne Risiken hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Die Action Press Holding AG ist zur Deckung der betrieblichen und sonstigen Aufwendungen auf den Empfang von Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer operativen Tochtergesellschaften angewiesen. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass sich die tatsächlich eintretenden Ereignisse wesentlich von der prognostizierten Lage unterscheiden und geringere als die erwarteten Auszahlungen von den operativen Tochtergesellschaften vereinnahmt werden.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, findet ein ausgewogenes Risiko-Management-System (RMS) Anwendung. Kernbestandteil dieses Systems ist ein Frühwarnsystem, für das sowohl strategische als auch operative Risiken definiert sind. Für diese werden kontinuierlich Kennziffern generiert, die wiederum Bestandteil eines internen Monitoringsystems sind, mit dem regelmäßig und systematisch eine Risikoidentifikation stattfindet. Zur Sicherstellung einer effizienten und effektiven Risikokontrolle sind in dem RMS die Kommunikationsstrukturen klar definiert.

Das bestehende Risiko-Management-System wurde aufgrund der Neuerungen durch das BilMoG im Dezember 2009 dokumentarisch erweitert und ergänzt. Die wesentlichen internen und externen Risikofelder aus der operativen Aktivität, dem Finanz- und Rechnungswesen sowie IT wurden einer Analyse unter Festlegung von Parametern unterzogen, die Handlungsweisen definieren und / oder die sofortige Berichtspflicht an den Vorstand bedingen.

Hierdurch werden potentielle Risiken eruiert, bewertet sowie laufend überprüft. Alle Konzerngesellschaften berichten regelmäßig anhand der definierten Kennziffern. Zur Steuerung und Überwachung der Planzahlen und Ziele ist somit ein systematisches Erfassungs- und Kontrollsystem etabliert. Quartalsabschlüsse werden für alle Gesellschaften erstellt und die realisierten Zahlen den Planzahlen gegenübergestellt. Durch eine regelmäßige, enge Kommunikation der Geschäftsleitung mit dem Rechnungswesen und den Steuerberatern wird ein zeitnaher und sachgerechter Informationsstand sichergestellt. Gleichzeitig werden jedoch auch die Chancen analysiert, welche sich durch Trends in Markt und Wettbewerb ergeben.

Aufgrund der Größenordnung der Action Press Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften wird der Buchhaltungsprozess durch professionelle Steuerberatungsgesellschaften extern in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt bzw. auch intern geführt unter externer Begleitung. Damit soll auch sichergestellt werden, dass der Rechnungslegungsprozess in der Bearbeitungskette und auf allen Ebenen intern wie auch extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Die Buchführungsdaten werden von der DATEV-Organisation sowie über eine Datenverarbeitungsanlage im System HMD verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der Kontenplan, der der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ab. Das interne Kontroll- und Risiko-Management-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst im Wesentlichen eine Funktionstrennung sowie Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich des intern ausgeführten Zahlungssystems. Die externen Dienstleistungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren.

5. Kapitalstruktur - Übernahmerelevante Informationen

Durch das Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz besteht für börsennotierte Unternehmen nach §§ 289 und 315 HGB die Pflicht, Angaben zu Kapitalzusammensetzung, Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, Beteiligungsverhältnissen und zu den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen.

Das Grundkapital der Action Press Holding AG beträgt 9.000.000,00 €. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die namenlosen Stückaktien unterliegen keinerlei Übertragungsbeschränkungen.

Soweit dem Vorstand der Gesellschaft bekannt, bestehen keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, welche Beschränkungen in Stimmrechten und Übertragung von Aktien beinhalten. Die Action Press Holding AG hat die Inhaber von Aktien mit keinerlei Sonderrechten ausgestattet und hat auch keine Aktien begeben, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse verleihen.

An der Gesellschaft ist die Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf, mit knapp über 30 % und die Investmentgesellschaft für langfristige Investoren TGV, Bonn, mit über 15 % zum Bilanzstichtag gemäß § 315 (4) Nr. 3 HGB direkt oder indirekt beteiligt.

Es bestehen keinerlei Arbeitnehmerbeteiligungen am Kapital, bei denen die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden.

Gemäß §§ 5 und 6 der Satzung der Action Press Holding AG besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Im Geschäftsjahr 2010 bestand der Vorstand aus einer Person. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so ist es einzeln zur Vertretung der Gesellschaft befugt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand Einzelvertretungsmacht und die Befugnis erteilt, gleichzeitig Rechtsgeschäfte für die Gesellschaft und als Vertreter Dritter abzuschließen. Der Vorstand ist ebenso von den Beschränkungen des § 181 BGB in den Grenzen des § 112 AktG befreit.

Für die Änderung der Satzung gelten die gesetzlichen Vorschriften (§§ 133, 179 AktG).

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen - so genannte Change of Control Klauseln - und Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern, bestehen nicht.

6. Vergütungsbericht

Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist die Action Press Holding AG dazu verpflichtet, im Lagebericht die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für die im Anhang genannten Gesamtbezüge darzustellen.

Ein Vergütungssystem, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex vorsieht, besteht nicht. Aufsichtsrat und Vorstand beziehen feste Bezüge, die im Anhang beziffert werden. Die im Anhang angegebenen variablen Bezüge des Vorstandes beziehen sich auf die erfolgsabhängige Vergütung als Geschäftsführer bei der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH.

7. Wirtschaftlicher Ausblick für die nächsten zwei Jahre (Prognosebericht)

7.1 GESCHÄFTSFELD MARKT- UND SOZIALFORSCHUNG

7.1.1 Analyse abgelaufenes Geschäftsjahr

Die Erholung der Gesamtwirtschaft erfolgte 2010 in Deutschland nicht direkt vorhersehbar und selbst aus der Sicht bekannter Experten überraschend schnell und deutlich. Sie bildete die Grundlage für die Erholung der Aussichten in der Marktforschungsbranche, deren Entwicklung allerdings nicht ganz so stürmisch und geradlinig verlief.

Aufgrund von Angaben der Institute über ihre Entwicklung kann geschlossen werden, dass ein Zuwachs von 3,3 Prozent in der Branche erreicht werden konnte2 . Dies deutet allerdings auf ein eher verhaltenes Wachstum hin, weil damit die Verluste der beiden vorangegangenen Jahre nicht voll kompensiert werden konnten. 45 Prozent der befragten Institute haben 2010 nicht einmal das Umsatzniveau von 2008 erreichen können. Lediglich bei 27 Prozent der Institute lagen die Umsätze 2010 über dem Vergleichswert von 2008. Das Jahr selbst war daher für die Entwicklung der Branche widersprüchlich: 37 Prozent der Institute konnten ihren Umsatz steigern, bei fast einem Drittel der Institute (31 Prozent) stagnierten die Umsätze, und bei über ein Viertel (28 Prozent) mussten weitere Umsatzrückgänge verkraftet werden. Ein durchaus renommiertes (allerdings eher kleines) Institut musste 2010 Insolvenz anmelden (Firma BIK-Marplan und Marplan).

infas gehörte im Jahr 2010 zu der Minderheit derjenigen Institute, die sich mehr als nur gut behaupten konnte und hat einen überaus erfreulichen Verlauf genommen. Einerseits wurde beim Umsatz eine Steigerung von überdurchschnittlichen 19,8 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr erzielt und erreichte 12,7 Mio. €. Damit ist einen neuer Rekordwert erreicht. Erfreulich ist es andererseits, dass die Gewinnsituation signifikant noch weiter verbessert wurde und das beste bisher erreichte Ergebnis berichtet werden kann. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit umfasst nunmehr 1,51 Mio. € (Vorjahr 1,06 Mio. €) und erreicht relativ zum Ergebnis gesehen 11,8 Prozent des Umsatzes (Vorjahr: 7,3 Prozent), was auch branchenweit als ein Spitzenergebnis einzuschätzen ist. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass damit eine Gewinnsteigerung von 42,5 Prozent erreicht werden konnte. Gleichwohl ist anzumerken, dass in diesem Jahr eine Vielzahl von begünstigenden Faktoren wirkten, die eine lineare Fortschreibung des Ergebnisses in der Zukunft nicht erlauben.

Der umsatzstärkste Bereich von infas, Sozialforschung, setzte auch in diesem Jahr seine Geschäftsentwicklung erfolgreich fort. Der Sektor steigerte seinen Umsatz von 6,4 Mio. € um 14 Prozent auf 7,3 Mio. €. Der erreichte Umsatz umfasste somit 57,8 Prozent des Gesamtumsatzes von infas. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten sich die Umsätze im Sektor Markt- und Verkehrsforschung ebenfalls, und zwar um 7,1 Prozent auf 3,0 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €). Diese Steigerung ist erfreulich, liegt sie doch auch im oberen Bereich der von anderen Instituten der Marktforschung erreichten Steigerungsraten in dem sehr kompetitiven Bereich der Marktforschung für Unternehmen, der sehr preissensibel ist. Hier haben die Institute mit dem Fokus auf eher klassische Marktforschungsmethoden mit der methodisch zwar eher problematischen, aber gleichfalls billigen Online-Forschung zu kämpfen. Ein Teil der Industriekunden hat infolge der Krise Projekte auslaufen lassen bzw. keine neuen beauftragt und dafür eher auf die klassischen Marktforschungsmethoden, insbesondere die billigere Online-Forschung, zurückgriffen. Offensichtlich bleiben einige Kunden aus Gründen des Preises bei dieser eher methodisch nicht immer optimalen Lösung.

Mit dem seit Jahren kontinuierlich steigenden Umsatz einerseits und der damit verbundenen Einsicht andererseits, den größten Teil der gesamten Prozesskette der angebotenen Dienstleistung selber leisten zu müssen, weil der Markt dies für infas in der erwarteten Komplexität definitiv nicht erbringen kann, ging ein Ausbau der personellen Ressourcen im Institut einher. Mit 77 Beschäftigten zum Geschäftsjahresende wurde ein neuer Höchststand der Beschäftigung erreicht (Vorjahr: 71 Mitarbeiter).

Die Fluktuationsquote von infas, die die Relation der Arbeitnehmerkündigungen zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl angibt, ist praktisch und mathematisch ohne Relevanz.

Stichtagsbezogen und abrechnungsbedingt haben sich die unfertigen Leistungen von 6,8 Mio. € zum 31.12.2009 auf 8,6 Mio. € zum 31.12.2010 verändert. Die diesen unfertigen Leistungen gegenüberstehenden Kundenanzahlungen veränderten sich von 10,7 Mio. € zum 31.12.2009 auf 17,2 Mio. € zum 31.12.2010. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 10,5 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €).

2 Die Angaben beruhen auf Recherchen des Informationsdienstes: "context". Alljährlich wird von diesem Dienst eine Vollerhebung unter den Instituten durchgeführt, die weitgehend vollständig ist (an der letzten Erhebung haben 154 Institute teilgenommen). Die dort gesammelten Angaben sind Selbstauskünfte der Institute und sind im Zweifelsfalle daher eher ein wenig zu hoch angesetzt als zu niedrig. Die Angaben beziehen sich auf: "context, Vertraulicher Informationsdienst zu Fragen der Marktforschung und Gesellschaftsanalyse", Folge 1 / 11 Mönchengladbach 2011

7.1.2 Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Das ifo-Institut in München beschäftigt sich regelmäßig empirisch gestützt mit den Perspektiven der Entwicklung der deutschen Wirtschaft und berücksichtigt dabei weithin auch einzelne Branchen. In dem letzten Bericht an die an der Erhebung teilnehmenden Unternehmen3 beschreibt das ifo-Institut die aktuelle Situation wie folgt: "Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft (Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Groß- und Einzelhandel) hat sich im Januar weiter verbessert. Das Geschäftsklima knüpfte damit an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres an. Die Unternehmen waren mit ihrer momentanen Situation genauso zufrieden wie im Dezember. Ihre Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr bewerteten sie günstiger als im vergangenen Monat. Die deutsche Wirtschaft startete schwungvoll in das neue Jahr." Und im Hinblick auf das Dienstleistungsgewerbe heißt es dazu: "Der ifo Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe (ohne Handel, Kreditgewerbe, Leasing, Versicherungen und ohne Staat) ist im Februar 2011 den neunten Monat in Folge gestiegen. Die befragten Dienstleister berichteten von einer unverändert guten Geschäftssituation. Sie verzeichneten höhere Umsätze als im vergleichbaren Vorjahresmonat und rechneten mit einem weiteren Zuwachs in der nächsten Zeit. Die Unternehmen waren in ihren Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr noch zuversichtlicher als im Dezember und wollten vermehrt Mitarbeiter einstellen."

Im Gegensatz zu den Prognosen im letzten Jahr ist also derzeit "Zuversicht" die Hauptstimmung der Wirtschaft und auch im Dienstleistungsgewerbe. infas verfügt hinsichtlich ihrer Portfolios von Kunden, Märkten und Methodenkompetenzen durchaus über eine hohe Diversifikation. Das Krisenjahr 2009 konnte daher gut überstanden und eine sehr gute Entwicklung im Jahr 2010 fortgesetzt werden. Die Auftragslage von infas kann derzeit mit "sehr gut" umschrieben werden. Allerdings muss angesichts der Erfahrungen 2009 berücksichtigt werden, dass eine etwaige ungünstige konjunkturelle Entwicklung direkt auf die Marktforschungsbranche durchschlägt. Das war im Übrigen in vorherigen Krisen in der Marktforschungsbranche nicht der Fall.

Allerdings: infas gehört zu den wenigen Instituten, die als Full Service Dienstleister mit seinem hohen methodischen Niveau gut aufgestellt ist, insbesondere für empirisch komplexe Fragestellungen, die in der Krise nicht einfach als gelöst unterstellt werden können, sondern sich möglicherweise in ihr sogar agudisieren. Dies gilt auch und gerade für den Bereich Sozialforschung. Die großen ungelösten Fragen der Gesellschaft, wie Arbeitsmarkt, Bildung, Alter und Gesundheit generieren einen Forschungsbedarf, der auch unter den ungünstigsten Konstellationen der öffentlichen Haushalte abzudecken sein wird. Hier wird insbesondere empirisch relevanter Wissensbedarf entstehen. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass mittlerweile in Deutschland höchstens zwei Institute den hohen methodischen Anforderungen bei der Generierung von wissenschaftlich begründetem, relevantem empirischem Wissen genügen. Ein Institut davon ist infas.

3 Infas ist auch in der Stichprobe enthalten und nimmt regelmäßig an der Befragung teil

7.2 GESCHÄFTSFELD FOTO

7.2.1 Analyse abgelaufenes Geschäftsjahr

action press zählt zu den etablierten Pressebildagenturen Europas. Im Jahre 2010 feierte die Agentur ihr vierzigjähriges Firmenjubiläum. Über 90 Prozent ihres Umsatzes generiert action press mit klassischen Printmedien, den großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen Deutschlands. Der Name action press ist sowohl im nationalen als auch im internationalen Agenturgeschäft ein Begriff bzw. ein Markenname, mit dem man qualitativ hochwertige Medienprodukte, besonders aus den Bereichen "Yellow" und "Celebrity", verbindet.

Obwohl action press täglich neben dem Entertainment-Sektor auch eine breitgefächerte Produktpalette in den Bereichen Sport und Nachrichten an Medienkunden im In- und Ausland offeriert, ist der Entertainment-Bereich der Agentur eindeutig der stärkste Umsatzgarant. Internationale Partneragenturen wie Rex Features, X17, StarTraks Photo INC., Berliner Studios und Zuma Press sind hierbei aufgrund des qualitativ hochwertigen und oftmals exklusiven Bildmaterials die wichtigsten Lieferanten. Insgesamt wird action press in über 30 Ländern durch Partneragenturen in den jeweiligen Märkten vertreten.

In der jüngeren Vergangenheit hat sich die wirtschaftliche Situation der Verlage und Redaktionen jedoch durch die sinkenden Werbeeinnahmen kontinuierlich verschlechtert. Im Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt führten zudem Rückgänge in den Auflagenzahlen zu geringeren Einnahmen. Das traditionelle Fotoagenturgeschäft, das sich ausschließlich auf die Beschaffung und Distribution von Bildmaterial an Medienkunden konzentriert, hat in dieser Form längerfristig keine Überlebenschance.

Die traditionellen Arbeitsweisen vieler Agenturen - auch die der action press - sind nicht mehr zeitgerecht. Redaktionen werden verkleinert, Verlage bereinigen das Portfolio, Konsolidierung redaktioneller Aktivitäten (Zusammenlegung von Redaktionen z. B. Online/Print), Outsourcing von redaktionellen Arbeiten, Headcount Reduzierung und permanente Kostenkontrolle sind die gegenwärtigen Schlagwörter der Verleger. Die Zauberformel heißt: "geringere Umsätze - höhere Profitabilität".

Die Ende 2008 entstandene Wirtschafts- und Finanzkrise hatte auch in den Jahren 2009 und 2010 dramatische Auswirkungen auf den Printmarkt. Eine generelle Erholung und Stabilisierung des Marktes fand nicht statt. Die überwiegende Anzahl der Verleger von Publikumszeitschriften verlor auch im Jahr 2010 knapp ein Drittel und mehr an Werbeeinnahmen. Wie auch schon im Jahr zuvor wurden zusätzlich wieder mehrfach Titel im Segment Publikumszeitschriften eingestellt, Redaktionen verkleinert, Portfolios bereinigt, und generell hat sich die Gesamtauflage der Printmedien in den vergangenen Jahren kontinuierlich verringert. Die Seitenzahl der Hefte verringerte sich proportional zum Rückgang der Werbeeinnahmen. Die redaktionellen Budgets zum Ankauf von Bildmaterial wurden rigide gekürzt und die im Markt verbliebenen Bildagenturen mussten sich dem ihnen auferlegten Preisdruck beugen. Billiganbieter, Amateurfotografen und die Möglichkeit für den Verleger, redaktionelle Bildinhalte von Stockagenturen zu Minimalpreisen zu erstehen, verschärften den Wettbewerb zunehmend. Aufgrund der ähnlich dramatischen Umsatzentwicklung für die von uns vertretenen internationalen Partneragenturen haben diese vermehrt direkt Bilder in den deutschen Markt verkauft, um somit die fälligen Anteilszahlungen an action press zu vermeiden. Dieser zusätzliche Angebotsdruck hat ebenfalls zu sinkenden Preisen und härteren Wettbewerbsbedingungen beigetragen.

Der Gesamtumsatz im Jahr 2010 belief sich auf 5,2 Mio. € nach 6,0 Mio. € in 2009. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 13,3 Prozent. Der Verlust reduzierte sich trotz geringerem Umsatz immerhin um rund ein Viertel. Da bereits im laufenden Jahr 2010 deutlich wurde, dass die erwartete Erholung und somit eine verbesserte Umsatz- und Ertragslage nicht sofort eintreten würde, wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen.

Im September 2010 wurde ein neuer Geschäftsführer bestellt mit der primären Aufgabe, action press komplett neu aufzustellen, um die Agentur den dramatisch veränderten Marktbedingungen anzupassen. Umgehend wurde mit der Projektierung der Umstrukturierungsmaßnahmen begonnen. Ein erster Akzent war die komplette Erneuerung der action press-Webseite. Dies ist nicht nur eine umfangreiche gestalterische Aufgabe gewesen, sondern eine komplette Neuentwicklung im IT-Bereich. action press startete mit der neuen Webseite ins Jahr 2011. Parallel hierzu wurden im Herbst 2010 alle wichtigen Partneragenturen in Amerika, England, Frankreich, Italien und Spanien besucht. In all diesen Märkten leiden die Partner mindestens ebenso unter den Folgen der Wirtschaftskrise, sodass es von großer Bedeutung war, diese lebenswichtigen Lieferanten persönlich zu treffen und eng an action press zu binden. Der Kontakt zu allen großen Verlagen, mit denen action press 80 % des Umsatzes generiert, wurde durch persönliche Besuche intensiviert. Die existentiell notwendige Umstellung der vorhandenen Redaktionsstruktur wurde durch entsprechende Analysen sowie inhaltliche, organisatorische und personelle Planungen vorbereitet. Das erklärte Ziel ist eine völlig neue Personal- und Arbeitsstruktur bei action press.

7.2.2 Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die Frage, ob sich die deutschen Verlage in konjunkturellen oder strukturellen Schwierigkeiten befinden, ist längst beantwortet. Beides ist Ursache für zurückgehende Auflagen und schwache Anzeigenmärkte, die in den vergangenen Jahren zu einer anhaltenden Schwäche im Kerngeschäft geführt haben. Als Reaktion hierauf haben die Verlage verstärkt begonnen, Geschäftsfelder außerhalb ihrer klassischen Verlagsmärkte zu erschließen.

Die Aussichten für das Stammgeschäft der Verlage sind weiterhin verhalten, und die relative Bedeutung wird zurückgehen. Zukünftiges Wachstum erwarten die befragten Verlage vor allem aus dem Ausbau von neuen Wachstumsfeldern. Der Umsatzanteil dieses Bereichs soll in den kommenden drei Jahren von derzeit 12 Prozent auf rund 25 Prozent ansteigen; hierbei stellen neue Medien einen signifikanten Schwerpunkt dar.

action press hat in den vergangenen sechs Monaten intensiv damit begonnen, interne redaktionelle Prozesse umzustellen und Arbeitsabläufe zu straffen und zu verkürzen. Unsere Produktpalette wurde in den Bereichen Entertainment, Sport, News, Reportage und Auftragsarbeiten durch neue Contributoren und Partneragenturen qualitativ aufgewertet.

action press hat besonders im Servicebereich Anstrengungen unternommen, um den Kunden nach Themenbereichen zusammengestelltes Bildmaterial zugänglich zu machen. Die hierbei verwendeten "Lightboxen" ersparen den Redaktionen langwierige, eigene Suchprozesse nach Fotos. Auch hier sind erste, sehr positive Entwicklungen in der Abdruck-Statistik festzustellen.

Der eingeschlagene Weg der Erneuerung und Modernisierung der Agentur muss nun stringent weiter verfolgt werden. Der kontinuierliche Umbau in den Bereichen Vertrieb, Redaktion und Technik ist notwendig und muss bis Ende des zweiten Quartals 2011 abgeschlossen sein. All diese Maßnahmen waren und sind zwingend erforderlich, um action press zu befähigen, den stark veränderten Ansprüchen des nationalen und internationalen Agenturgeschäfts gerecht zu werden und sich in diesem hart umkämpften Markt zu behaupten. Die Geschäftsführung der action press ist davon überzeugt, dass die begonnene Umstrukturierung dazu führen wird, dass action press wieder auf den alten, erfolgreichen Wachstumskurs zurückfindet.

8. Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289 a HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Action Press Holding AG "www.actionpressholdingag.de" öffentlich zugänglich.

9. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Für das Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand der Action Press Holding Aktiengesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und dort abschließend Folgendes erklärt: "Nach den Umständen, die uns jeweils im Zeitpunkt der Vornahme obiger Rechtsgeschäfte bekannt gewesen sind, hat unsere Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Nachteile sind für unsere Gesellschaft durch diese Rechtsgeschäfte nicht entstanden. Berichtspflichtige Maßnahmen sind im Geschäftsjahr 2010 weder getroffen noch unterlassen worden."

Bonn, 08. April 2011

Action Press Holding Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

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Anhang EUR Vorjahr

EUR
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Immaterielle Vermögenswerte (8) 106.229,50 149.833,50
Geschäfts- oder Firmenwert (8) 7.346.967,00 7.346.967,00
Sachanlagen (9) 475.601,94 423.398,50
Finanzanlagen (10) 1,00 1,00
Latente Steueransprüche (11) 188.000,00 95.000,00
Sonstige Vermögenswerte (11) 30.700,72 30.700,72
Rechnungsabgrenzungsposten (11) 1.182,00 2.099,38
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 8.148.682,16 8.048.000,10
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte (12) 27.588,90 34.168,19
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (12) 1.025.726,39 482.536,76
Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo (12) 509.172,25 488.234,42
Ertragsteuerforderungen (12) 250.528,42 190.552,21
Sonstige Vermögenswerte (12) 108.393,89 65.007,12
Rechnungsabgrenzungsposten (12) 62.300,74 67.014,18
Liquide Mittel (12) 11.211.736,90 6.329.065,65
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 13.195.447,49 7.656.578,53
21.344.129,65 15.704.578,63
PASSIVA
Anhang EUR Vorjahr

EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital (13) 9.000.000,00 9.000.000,00
Kapitalrücklage (13) 932.400,00 932.400,00
Konzernbilanzverlust (13) -3.160.572,78 -3.749.333,09
Den Anteilseignern zurechenbarer Anteil am Eigenkapital (13) 6.771.827,22 6.183.066,91
Anteile ohne beherrschenden Einfluss (13) 190.472,71 143.571,57
EIGENKAPITAL GESAMT 6.962.299,93 6.326.638,48
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen für Pensionen (14) 2.185.118,00 2.087.871,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 112.500,00 125.000,00
Latente Steuern (15) 53.345,00 45.266,00
Sonstige Verbindlichkeiten (15) 0,00 79.274,86
LANGFRISTIGE SCHULDEN GESAMT 2.350.963,00 2.337.411,86
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Ertragsteuerschulden (16) 143.564,00 129.370,00
Sonstige Rückstellungen (17) 257.020,00 254.150,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (18) 12.500,00 12.500,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (19) 980.742,39 898.967,03
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung (19) 9.112.141,99 3.079.849,78
Erhaltene Anzahlungen (19) 52.878,36 1.373.422,28
Sonstige Verbindlichkeiten (19) 1.472.019,98 1.292.269,20
KURZFRISTIGE SCHULDEN GESAMT 12.030.866,72 7.040.528,29
21.344.129,65 15.704.578,63

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

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Anhang EUR 2010

EUR
2009

EUR
Umsatzerlöse (20) 17.809.482,95 16.581.167,48
Sonstige betriebliche Erträge (21) 240.126,89 114.809,60
Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.234.304,83 -7.349.688,78
Personalaufwand (22) -5.934.789,21 -5.844.922,58
Abschreibungen -243.355,03 -294.565,85
Sonstige betriebliche Aufwendungen (23) -2.389.368,43 -2.447.902,88
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (24) 28.663,11 39.770,87
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens (24) -5.984,42 0,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (24) -120.664,86 -117.198,27
Finanzergebnis (24) -97.986,17 -77.427,40
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.149.806,17 681.469,59
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (25) -408.073,15 -267.126,41
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 741.733,02 414.343,18
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Abzug von Steuern (26) 0,00 -195.844,08
Konzernjahresüberschuss /-Gesamtergebnis 741.733,02 218.499,10
Ergebnisanteile Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss -152.972,71 -106.071,57
Ergebnisanteil Gesellschafter des Mutterunternehmens 588.760,31 112.427,53
Verlustvortrag -3.749.333,09 -3.861.760,62
Konzernbilanzverlust -3.160.572,78 -3.749.333,09
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in EUR aus fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereichen (30) 0,07 0,01
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in EUR (30) 0,07 0,03

Konzern-Kapitalflussrechnung

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2010

TEUR
2009

TEUR
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern 1.150 681
Abschreibungen 243 295
Erhöhung/Verminderung der Rückstellungen 116 118
Zinsaufwendungen/Zinserträge 98 77
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte -664 -82
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung, der erhaltenen Anzahlungen und der sonstigen Verbindlichkeiten 5.274 -32
Gezahlte Ertragsteuern -493 -355
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 0 69
Cash-Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 5.724 771
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 0 0
Auszahlungen für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten -252 -208
Auszahlungen für die Veräußerung Tochtergesellschaft 0 -156
Erhaltene Zinsen 29 40
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -223 -324
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten/Sonstigen Darlehen 0 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten/Sonstigen Darlehen -392 -361
Gezahlte Zinsen -120 -117
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss -106 -58
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -618 -536
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 4.883 -89
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.329 6.418
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.212 6.329

Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die liquiden Mittel und stimmt mit der entsprechenden Bilanzposition überein.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geschäftsjahr 2010

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Gezeichnetes Kapital

EUR
Kapitalrücklage

EUR
Konzernbilanzverlust

EUR
Anteile ohne beherrschenden Einfluss

EUR
Konzern-Eigenkapital

EUR
Stand 1. Januar 2010 9.000.000,00 932.400,00 -3.749.333,09 143.571,57 6.326.638,48
Dividende für das Vorjahr 0,00 0,00 0,00 -106.071,57 -106.071,57
Gesamtergebnis 1.1.-31.12.2010 0,00 0,00 588.760,31 152.972,71 741.733,02
Veränderung Anteilsverhältnisse 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2010 9.000.000,00 932.400,00 -3.160.572,78 190.472,71 6.962.299,93

Geschäftsjahr 2009

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Gezeichnetes Kapital

EUR
Kapitalrücklage

EUR
Konzernbilanzverlust

EUR
Anteile ohne beherrschenden Einfluss

EUR
Konzern-Eigenkapital

EUR
Stand 1. Januar 2009 9.000.000,00 932.400,00 -3.861.760,62 77.569,17 6.148.208,55
Dividende für das Vorjahr 0,00 0,00 0,00 -58.198,00 -58.198,00
Gesamtergebnis 1.1.-31.12.2009 0,00 0,00 112.427,53 106.071,57 218.499,10
Veränderung Anteilsverhältnisse 0,00 0,00 0,00 18.128,83 18.128,83
Stand 31. Dezember 2009 9.000.000,00 932.400,00 -3.749.333,09 143.571,57 6.326.638,48

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

DER ACTION PRESS HOLDING AKTIENGESELLSCHAFT, BONN

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Action Press Holding Aktiengesellschaft wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Diese umfassen alle geltenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) bzw. des International Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernabschluss berücksichtigt alle bis zum 31. Dezember 2010 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bestimmungen der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und die ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Das Geschäftsjahr der Action Press Holding AG und ihrer Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben.

Nach § 315 a HGB i.V.m. Art. 4 der EU-IAS-Verordnung haben kapitalmarktorientierte berichtspflichtige Mutterunternehmen ihren gemäß § 290 HGB aufzustellenden Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS zu erstellen. Die IFRS-Konzernrechnungslegungspflicht gemäß § 315 a HGB setzt eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft und damit den Handel im regulierten Markt voraus. Die Action Press Holding AG stellt verpflichtend einen Konzernabschluss nach IFRS auf, da die Aktien der Action Press Holding AG am regulierten Markt gehandelt werden.

Die Action Press Holding Aktiengesellschaft ist Mutterunternehmen des Konzerns und hält zum Bilanzstichtag direkt Beteiligungen an drei Unternehmen, die auf den Gebieten der Meinungs-, Markt- und Sozialforschung und der digitalen Bildverarbeitung tätig sind.

Die Action Press Holding AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn (HRB 17379) eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist 53113 Bonn, Friedrich-Wilhelm-Straße 18.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Action Press Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen (Tochterunternehmen).

Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die Action Press Holding AG die Möglichkeit der Beherrschung hat. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus. Der Konsolidierungskreis umfasst folgende inländische Tochtergesellschaften:

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Anteil am Kapital
infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn 85,00 Prozent
action press gmbh & co. kg, Hamburg 100,00 Prozent
action press beteiligungsgesellschaft mbh, Hamburg 100,00 Prozent

Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich im Geschäftsjahr keine Veränderungen des Konsolidierungskreises.

Im Vorjahr wurden die Anteile an der MIT Event- und Incentive-Management GmbH, Frankfurt am Main, an der die Action Press Holding AG 53,8 Prozent der Anteile hielt, vollständig veräußert. Die MIT Event- und Incentive-Management GmbH wurde zum 31. März 2009 entkonsolidiert. Zu den Auswirkungen vgl. Tz 26.

3. Allgemeine Konsolidierungsgrundsätze

Gegenstand des Konzernabschlusses ist die Action Press Holding AG und deren verbundene Unternehmen. Alle Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder/und faktischen Kontrolle der Action Press Holding AG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem Fair Value der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich den dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren Fair Values im Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von dem Umfang der Anteile ohne beherrschenden Einfluss.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum Fair Value bewerteten erworbenen Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Zwischen den einbezogenen Unternehmen liegen jedoch keine Lieferungen oder Leistungen vor, die eliminierungspflichtige Zwischengewinne enthalten.

4. Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse erfordert teilweise Schätzungen, welche die betragsmäßige Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen, die Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode sowie die sonstigen Angaben im Konzernabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind in Tz 5 erläutert. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen betreffen die folgenden Fälle.

Zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen bedient sich die Action Press Holding Aktiengesellschaft statistischer bzw. versicherungsmathematischer Berechnungen, um Auswirkungen künftiger Entwicklungen auf die Aufwendungen und Verpflichtungen aus diesen Plänen abzuschätzen. Diese Berechnungen beruhen auf Annahmen über den Abzinsungssatz und über die Gehalts- und Rentensteigerungsraten. Diese Annahmen beruhen auf den am Bilanzstichtag herrschenden Verhältnissen und Einschätzungen bzw. auf den dann geltenden Marktbedingungen.

Unternehmenserwerbe erfordern Schätzungen hinsichtlich des Fair Value der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. In Übereinstimmung mit IAS 36 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Geschäfts- und Firmenwerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests im Erwerbszeitpunkt zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag als Nutzungswert und damit als Barwert der zukünftigen Cash-Flows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die zukünftigen Cash-Flows stammen aus der Planrechnung des Konzerns. Insbesondere die Prognosen zukünftiger Cash-Flow sind vor dem Hintergrund der vorangegangenen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie dem anschließenden dynamischen Wirtschaftsaufschwung mit zusätzlichen Unsicherheiten behaftet.

Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cash-Flows beruht auf Annahmen über Bestandsentwicklungen, zukünftigen Umsatzvolumina und Aufwendungen. Der Cash-Flow-Schätzung liegen Detailplanungszeiträume von 3-5 Jahren zu Grunde. Für den Zeitraum danach wurde von konstanten Cash-Flow ausgegangen. Die ermittelten Cash-Flow wurden mit gewichteten marktadäquaten Kapitalkostensätzen von 8,75 Prozent vor Steuern (Vj. 9,25 Prozent vor Steuern) abgezinst. Weitere Erläuterungen über getroffene Annahmen und Schätzungen erfolgen bei den Angaben zu den einzelnen Abschlusspositionen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte wirtschaftliche Umfeld in den Branchen und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene Geschäftswerte werden als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den Folgeperioden nicht wieder wertaufgeholt. Der Geschäftswert, der aus Unternehmenserwerben vor dem 1. Januar 2004 entstanden ist, wurde aufgrund der Erleichterungsvorschrift gemäß IFRS 1 bis zum 31. Dezember 2003 grundsätzlich planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Eine Wertaufholung der in vorangegangenen Perioden abgeschriebenen Beträge findet nicht statt.

Gemäß IAS 36.10 tritt unter anderem bei Geschäfts- und Firmenwerten an die Stelle von planmäßigen Abschreibungen eine regelmäßige, mindestens jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung. Die Werthaltigkeitsprüfung eines Geschäfts- und Firmenwertes wird auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Die Werthaltigkeitsprüfung basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrages. Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, liegt ein Wertminderungsbedarf vor.

Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei Jahre zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Bei einem aufgegebenem Geschäftsbereich (Discontinued Operation) handelt es sich um eine Geschäftstätigkeit, die entweder zur Veräußerung bestimmt ist oder bereits veräußert worden ist und sowohl aus betrieblicher Sicht als auch für Zwecke der Finanzberichterstattung eindeutig von den übrigen Unternehmensaktivitäten abgegrenzt werden kann. Außerdem muss die nicht als fortgeführte Aktivität qualifizierte Geschäftstätigkeit einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder einen bestimmten geografischen Geschäftszweig des Konzerns darstellen.

Das Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung vorgesehenen Geschäftstätigkeiten zum Fair Value abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten sowie die Gewinne und Verluste aus der Veräußerung nicht fortgeführter Aktivitäten werden ebenso wie das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit dieser Geschäftstätigkeit in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzern gesondert als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit in den einzelnen Cash-Flows enthalten. Die Cash-Flows, die auf die aufgegebene Geschäftstätigkeit entfallen, sind gesondert in der Erläuterung zu Tz. 26 angegeben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand verrechnet. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalzinsen waren nicht gegeben. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen im Allgemeinen linear vorgenommen.

Den Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 13 Jahre

Langfristige finanzielle Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. der Übertragung des Vermögenswertes, zum beizulegenden Zeitwert aktiviert.

Für die Folgebewertung zum Bilanzstichtag werden finanzielle Vermögenswerte unterschieden in vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt von dem Zweck ab, für den das jeweilige Instrument erworben wurde.

Ausgereichte Kredite und Forderungen werden in der Folge zu jedem Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte werden an den folgenden Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen werden zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgsneutral in die Rücklagen eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklagen erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwertes unter den Buchwert.

Kredite und Forderungen werden zum Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag zum Bilanzstichtag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen.

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Vorräte, Forderungen sowie Bankguthaben und Kassenbestände.

Alle kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung bzw. der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums, zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der im Falle der Finanzinstrumente und der Vorräte den Anschaffungskosten entspricht. Die Anschaffungskosten von unter- bzw. nicht verzinslichen monetären Forderungen entsprechen deren Barwert zum Entstehungszeitpunkt.

Die Folgebewertung erfolgt analog zu den langfristigen finanziellen Vermögenswerten.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert.

Forderungen werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt, sofern sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden.

Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt, indem eine entsprechende Einzelwertberichtigung gebildet wird.

Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt.

Kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ertragsteuerforderungen sowie Umsatzsteuerforderungen und andere nicht vertragliche Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.

Der Ansatz der kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen.

Die Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo werden entsprechend dem Projektfortschritt mit den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Auftragskosten, abzüglich bereits erfolgter Teilabrechnungen, angesetzt, soweit hieraus ein aktivischer Saldo besteht. Sofern Teilabrechnungen den Gegenwert des Leistungsfortschritts übersteigen und ein passivischer Saldo besteht, wird eine Verpflichtung aus Aufträgen in Bearbeitung angesetzt.

Die Verpflichtung aus unmittelbaren Pensionszusagen (leistungsorientiertes System zur betrieblichen Altersversorgung) wird nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Der laufende Altersversorgungsaufwand ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen werden nur bei Vorliegen einer Eintrittswahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent und ggf. mit dem arithmetischen Mittel der erwarteten Werte angesetzt.

Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt. In der Folge werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle langfristiger Kredite wird jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit des Kredits unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung -berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Zeitraumbezogene Aufwendungen und Erträge werden nur berücksichtigt, soweit sie auf das Geschäftsjahr entfallen.

Erträge werden in der Gruppe dann erfasst, wenn wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, dessen Höhe verlässlich bestimmbar ist. Die Methode der Umsatzrealisierung bestimmt sich maßgeblich nach IAS 18. Die Geschäfte aus dem Bereich Markt- und Sozialforschung, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, werden i.V.m. IAS 11 im Ergebnis nach der Zero-Profit-Margin-Methode mit den angefallenen Auftragskosten bewertet. Der Projektfortschritt wird hierbei als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Kosten zu den insgesamt für das Projekt erwarteten Kosten ermittelt.

Die in diese Berechnung einzubeziehenden Kosten bestehen aus allen direkten Kosten und anteiligen indirekten Kosten. Rückstellungen für drohende Verluste aus laufenden Aufträgen werden gebildet, wenn sie absehbar sind. Diese Umsätze werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als noch nicht fakturierte Umsätze unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten und erhaltenen Anzahlungen entweder als Aktivposten unter der Bezeichnung "Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo" oder als Passivposten "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung", falls der Betrag der erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten übersteigt. Die übrigen Erlöse realisiert der Konzern, wenn die Leistung erbracht ist.

6. Ertragsteuern

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden gemäß IAS 12 ("Income Taxes") erfasst. Hiernach wurden tatsächlich angefallene Ertragsteuern der infas Institut für angewande Sozialwissenschaft GmbH für die laufende Periode in Höhe von T€ 493 (Vj. T€ 355) erfasst. Daneben sind aktive bzw. passive latente Steuern bilanzorientiert abzugrenzen. Berücksichtigt werden die steuerlichen Auswirkungen, die sich aus temporären Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen von Vermögensgegenständen bzw. Schulden ergeben und die sich in künftigen Wirtschaftsjahren umkehren werden. Sie werden auf der Grundlage der Steuersätze und -vorschriften ermittelt, die auf Basis der Gesetzeslage zum voraussichtlichen Zeitpunkt der Auflösung der Unterschiede gelten werden. Im Geschäftsjahr 2010 wurden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg in Höhe von T€ 188 angesetzt (Vj. T€ 95). Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen der Muttergesellschaft blieben unberücksichtigt, da es nach der Prognose für die nächsten fünf Jahre sowie für die einschätzbare Zeit darüber hinaus nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftig entsprechend positive steuerliche Ergebnisse erreicht werden. Die körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge betragen zum 31.12.2010 jeweils ca. € 14 Mio. (Vj. € 13 Mio.). Die Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH sind weitgehend steuerfrei und die Gewinne der action press gmbh & co. kg werden im Ergebnis weitgehend durch steuerliche Abschreibungen in einer Ergänzungsbilanz (Sondervorschriften) steuerfrei gestellt. Es ergibt sich unter Berücksichtigung der laufenden Kosten der Action Press Holding AG, der zurzeit gültigen Steuergesetze und der jetzigen Unternehmensstruktur, kein positives zu versteuerndes Einkommen, mit dem die vorhandenen Verlustvorträge verrechnet werden können.

Aus diesen Gründen wurden auch keine aktiven latenten Steuern aus den unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen nach IFRS und HGB von T€ 680 (Vj. T€ 657) berücksichtigt.

Passive latente Steuern aus temporären Differenzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten von T€ 167 (Vj. T€ 145) in den Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2010 mit T€ 53 (Vj. T€ 45) angesetzt. Dabei wurde ein Steuersatz von 31,9 Prozent (Vj. 31,6 Prozent) berücksichtigt. Weitere passive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten im Konzernabschluss von insgesamt T€ 4.552 (Vj. T€ 3.987) kamen nicht zum Ansatz, da bei Ansatz der passiven latenten Steuern gleichzeitig aktive latente Steuern aufgrund des Verlustvortrages in gleicher Höhe aktivierungsfähig würden; die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.453 (Vj. T€ 1.259) werden somit faktisch mit den aktiven latenten Steuern in gleicher Höhe verrechnet (siehe auch Tz. 25).

7. Auswirkung neuer Rechnungslegungsgrundsätze

Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Action Press Holding AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der aufgestellte Konzernabschluss der Action Press Holding AG entspricht damit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den IFRS insgesamt.

Die Action Press Holding AG hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen angewandt:

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Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1)
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse Januar 2008 01.07.2009
Änderungen von IAS 39 Geeignete Grundgeschäfte Juli 2008 01.07.2009
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS November 2008 01.07.2009
Änderung von IFRS 1 Weitere Ausnahmeregelungen für IFRS-Erstanwender Juli 2009 01.01.2010
Änderung von IFRS 2 Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich Juni 2009 01.01.2010
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse Januar 2008 01.07.2009
Änderungen des IFRS 5 Änderungen aus dem Improvementprojekt 2008 Mai 2008 01.07.2009
Verbesserungen zu IFRS 2009 Änderungen aus dem Improvementprojekt 2009 April 2009 01.01.2010 bzw. 01.07.2009 (IFRS 2, IAS 38, IFRIC 9, IFRIC 16)
IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen November 2006 28.03.2009
IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien Juli 2008 31.12.2009
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb Juli 2008 01.07.2009
IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer November 2008 01.07.2009
IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden Januar 2009 01.07.2009

1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals in der EU anzuwenden waren.

Aus der Anwendung dieser neuen oder überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Das IASB und das IFRIC haben bis zum Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung des vorliegenden Konzernabschlusses nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen, aber im Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Die Action Press Holding AG wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.

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Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1)
Änderung von IFRS 1 Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 Januar 2010 01.07.2010
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen November 2009 01.01.2011
Änderung von IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten Oktober 2009 01.02.2010
Änderung von IFRIC 14 Vorauszahlungen aus Mindestdotierungsverpflichtungen November 2009 01.01.2011
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente November 2009 01.07.2010
Verbesserungen zu IFRS 2010 Änderungen aus dem Improvementprojekt 2010 Mai 2010 01.01.2011 bzw. 01.07.2010 (IFRS 3, IAS 27)

1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals in der EU anzuwenden sind.

Das IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden von der Action Press Holding AG nicht angewendet.

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Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1)
Änderung von IFRS 1 Drastische Hochinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender Dezember 2010 01.07.2011
Änderung von IFRS 7 Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten Oktober 2010 01.07.2011
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifikation und Bewertung November 2009 01.01.2013
Änderung von IAS 12 Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte Dezember 2010 01.01.2012

1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals laut dem IASB anzuwenden sind.

Eine vorläufige Analyse der neuen Regelungen durch die Gesellschaft hat ergeben, dass sich kein wesentlicher Anpassungsbedarf bei der erstmaligen Anwendung ergeben wird.

BILANZERLÄUTERUNGEN

Die Bilanz ist nach Fristigkeit gegliedert, Vermögenswerte und Schulden sind in langfristig - bei Fälligkeit über einem Jahr - und kurzfristig aufgegliedert.

Langfristige Vermögenswerte

8. Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill

Der Konzern verfügt nur über einzeln erworbene Immaterielle Vermögenswerte sowie Geschäfts- und Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden. Die immateriellen Vermögenswerte umfassen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Goodwill. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über ihre begrenzte voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Durchschnitt drei Jahre beträgt.

Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Firmenwerten zu ermitteln, hat die Action Press Holding AG ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Zur Prüfung der Werthaltigkeit gemäß IAS 36 wurde ein Impairment-Test nach IAS 36 durchgeführt. Darüber hinaus werden Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich überprüft, wenn Sachverhalte oder Gründe vorliegen sollten, die auf eine Minderung der Buchwerte schließen lassen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ergibt sich aus dem Anlagespiegel.

Unter der Position Geschäfts- und Firmenwerte sind im Wesentlichen die Geschäftswerte der den Segmenten entsprechenden rechtlichen Einheiten action press gmbh & co. kg (Buchwert - wie im Vj. -T€ 7.179) und der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (Buchwert - wie im Vj. -T€ 167) ausgewiesen. Aufgrund der künftig erwarteten Geschäfts- und Ergebnisentwicklung ergab sich aus der Werthaltigkeitsüberprüfung im Geschäftsjahr 2010 kein Wertminderungsbedarf, so dass keine Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen werden mussten. Als erzielbarer Ertrag wurde der Nutzungswert auf der Grundlage eines Detailplanungszeitraums von 3-5 Jahren, von Cash-Flows unter der die Erfahrung der Vergangenheit berücksichtigenden Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung und einem Kapitalisierungszinssatzes von 8,75 Prozent vor Steuern (Vj. 9,25 ProzentProzent vor Steuern) ermittelt.

9. Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

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Anschaffungs/Herstellungskosten
Stand 01.01.2010

T€
Zugänge Abgänge

T€
Stand 31.12.2010

T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 745 + 16 761
Geschäfts- oder Firmenwert 7.347 0 7.347
8.092 + 16 8.108
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.117 +236 2.353
Finanzanlagen
Beteiligungen 5 0 5
5 0 5
10.214 +252 10.466

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Abschreibungen
Stand 01.01.2010

T€
Zugänge Abgänge

T€
Stand 31.12.2010

T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 595 +60 655
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0
595 +60 655
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.694 + 183 1.877
Finanzanlagen
Beteiligungen 5 0 5
5 0 5
2.294 +243 2.537

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Restbuchwerte
Stand 31.12.2010

T€
Stand 31.12.2009

T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106 150
Geschäfts- oder Firmenwert 7.347 7.347
7.453 7.497
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 476 423
Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0
0 0
7.929 7.920

Die Zugänge des Geschäftsjahres 2010 betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Software, EDV-Geräten, EDV-Ausstattung und Umbauten von Geschäftsräumen.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2009

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2009

T€
Veränderung Konsolidierungskreis

T€
Zugänge Abgänge

T€
Stand 31.12.2009

T€
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 595 -1 + 156 -5 745
Geschäfts- oder Firmenwert 7.397 -50 0 7.347
7.992 -51 + 156 -5 8.092
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.280 -83 +53 -133 2.117
Finanzanlagen
Beteiligungen 5 0 0 5
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 20 0 -20 0
25 0 -20 5
10.297 -134 +209 -158 10.214

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Abschreibungen Abschreibungen
Stand 01.01.2009

T€
Veränderung Konsolidierungskreis

T€
Zugänge Abgänge

T€
Stand 31.12.2009

T€
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 558 -1 +43 -5 595
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
558 -1 +43 -5 595
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.646 -80 +252 -124 1.694
Finanzanlagen
Beteiligungen 5 0 0 5
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 20 0 -20 0
25 0 -20 5
2.229 -81 +295 -149 2.294

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Restbuchwerte
Stand 31.12.2009

T€
Stand 31.12.2008

T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 150 37
Geschäfts- oder Firmenwert 7.347 7.397
7.497 7.434
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 423 634
Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0 0
0 0
7.920 8.068

Die Veränderung des Konsolidierungskreises betraf den Abgang der Vermögenswerte des verkauften Tochterunternehmens MIT Event- und Incentive-Management GmbH.

10. Finanzanlagen

Bezüglich der Entwicklung des Finanzanlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. Es handelt sich um Anteile unter 20 Prozent an einer Gesellschaft, die sich in Liquidation befindet. Die Anteile wurden bereits in Vorjahren auf einen Erinnerungswert von € 1,00 abgeschrieben.

11. Übrige langfristige Vermögenswerte

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Latente Steueransprüche 188 95
Sonstige Vermögenswerte 31 31
Rechnungsabgrenzungsposten 1 2
GESAMT 220 128

Der latente Steueranspruch betrifft die aktive latente Gewerbesteuer auf den Verlustvortrag bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg. Es handelt sich um einen nicht finanziellen Vermögenswert (vgl. auch Tz. 25).

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten wie im Vorjahr Kautionen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um finanzielle Vermögenswerte.

Kurzfristige Vermögenswerte

12. Vorräte, Forderungen und Sonstige Vermögenswerte

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Vorräte 28 34
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.026 482
Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo 509 488
Ertragsteuerforderungen 250 191
Sonstige Vermögenswerte 108 65
Rechnungsabgrenzungsposten 62 67
Liquide Mittel 11.212 6.329
GESAMT 13.195 7.656

Bei den Vorräten handelt es sich um zur Veräußerung im normalen Geschäftsgang bestimmte wissenschaftliche Druckwerke. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögenswerten handelt es sich wie im Vorjahr um kurzfristig fällige Vermögenswerte, in denen überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 8 (Vj. T€ 27) enthalten sind, auf die wegen Insolvenz der Auftraggeber Wertberichtigungen in Höhe von T€ 8 (Vj. T€ 24) erfolgten. Weiterer Wertberichtigungsbedarf besteht nicht. Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 108 (Vj. T€ 56) und nicht finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 0 (Vj. T€ 9).

Bei den liquiden Mitteln (T€ 11.212, Vj. T€ 6.329) handelt es sich wie im Vorjahr um Kassenbestände, Kontokorrentguthaben und um Geldmarktanlagen und Wertpapiere, die mit Zinssätzen zwischen 0,15 Prozent und 0,8 Prozent verzinst wurden. Die liquiden Mittel bilden den Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung und unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung. Zu den "Dienstleistungsgeschäften mit aktivischem Saldo" vgl. Tz 5, dort: Umsatzerlöse.

13. Eigenkapital

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Gezeichnetes Kapital 9.000 9.000
Kapitalrücklage 932 932
Konzernbilanzverlust -3.161 -3.749
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 191 143
Eigenkapital 6.962 6.326

Das Grundkapital ist voll eingezahlt und beträgt € 9.000,000,-- , eingeteilt in 9.000.000 Inhaberaktien (nennwertlose Stückaktien).

Gemäß Beschluss des Vorstandes wurde in 2006 eine Kapitalerhöhung um € 1.036.000,-- durchgeführt. Die Kapitalerhöhung wurde am 17. August 2006 in das Handelsregister eingetragen. Das Agio i.H.v. T€ 932 aus der Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Kapitalsteuerung

Die Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur.

Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf der Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den gesamten Finanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen Effecten-Spiegel AG im Vorjahr) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital.

Die Gesellschaft will damit einen sinnvollen Verschuldungsgrad unter Unternehmenswertgesichtspunkten erreichen, der einen Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten unter Berücksichtigung eines guten Kreditratings ermöglicht.

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Finanzschulden 125 517
Zahlungsmittel und -äquivalente -11.212 -6.329
Nettofremdkapital 0 0
Eigenkapital 6.962 6.326
Gesamtkapital 6.962 6.326

Sowohl in 2009 als auch im Jahre 2010 benötigte die Action Press Holding AG kein Nettofremdkapital im oben definierten Sinne, so dass die Ziele des Kapitalmanagements nicht gefährdet waren.

Langfristige Schulden

14. Rückstellungen für Pensionen

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Stand 01.01.2010

T€
Verbrauch

T€
Auflösung

T€
Zuführung

T€
Stand 31.12.2010

T€
Pensionsrückstellungen 2.088 0 0 97 2.185

Die Pensionsrückstellung wurde für eine unmittelbare Versorgungszusage gegenüber zwei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern gebildet und umfasst Alters- und Invalidenrente nach Maßgabe eines leistungsorientierten Plans. Der Anspruch auf Altersrente wird erworben, wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Vollendung einer festen Altersgrenze endet. Die Altersrente bemisst sich als Prozentsatz des vereinbarten Monatsgehalts.

Rechnungsgrundlagen und Parameter:

Biometrische Rechnungsgrundlagen laut Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck

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31.12.2010 31.12.2009
Rechnungszins 4,9 Prozent 5,4 Prozent
Entgelttrend 2,6 Prozent 2,6 Prozent
Rententrend 1,5 Prozent 1,5 Prozent

Der Entgelttrend ist aufgrund der Art der Zusage ohne Auswirkung.

Der Betrag der Pensionsrückstellung entspricht dem nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsanspruch unter Einbeziehung eines eingetretenen versicherungsmathematischen Verlustes. Das so genannte Korridorverfahren wird angewandt. Hierbei werden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bei einer Überschreitung von 10 Prozent des Anwartschaftsbarwertes auf die Restlebensarbeitszeit verteilt.

Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionszusagen umfassen den im Personalaufwand ausgewiesenen Dienstzeitaufwand (T€ 0; Vj. T€ 11) und den Zinsaufwand (T€ 100; Vj. T€ 93), vermindert um die Auflösung versicherungsmathematischer Gewinne i.H.v. T€ 3 (Vj. T€ 12). Der zukünftig noch zu verteilende Saldo versicherungsmathematischer Gewinne beträgt T€ 13 (Vj. T€ 231).

Der Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) veränderte sich wie folgt:

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
DBO 01.01. 1.857 1.640
Dienstzeitaufwand 0 11
Zinsaufwand 100 93
Versicherungsmathematische Gewinne (+) Verluste (-) +215 +113
DBO 31.12. 2.172 1.857

Die Pensionsrückstellungen sind aus der "Defined Benefit Obligation" wie folgt abzuleiten:

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Anwartschaftsbarwert (DBO) 2.172 1.857
Anpassungsbetrag aufgrund versicherungsmathematische Verluste/Gewinne +13 +231
Pensionsrückstellung 2.185 2.088

Die Entwicklung der "Defined Benefit Obligation" ist aus folgender Übersicht ersichtlich:

Finanzierungsstand

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2010 2009 2008 2007 2006
Verpflichtungsumfang für Pensionen (DBO) 2.172 1.857 1.640 1.669 2.437

15. Verbindlichkeiten langfristig

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 112 125
Latente Steuern 53 45
Sonstige Verbindlichkeiten 0 79
GESAMT 165 249

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen den langfristigen Anteil von Investitionskrediten (Zinssatz 5,2 Prozent p. a.). Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 125 (Vj. T€ 138). Der Betrag der hierin enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 13 (Vj. T€ 13) ist unter Tz 18 ausgewiesen. Die Position "Sonstige Verbindlichkeiten" beinhaltete im Vorjahr den langfristigen Teil des von der Effecten-Spiegel AG gewährten Darlehens i.H.v. T€ 79. Das Darlehen ist im Geschäftsjahr vollständig zurückgeführt worden. Zu den Zins- und Tilgungsbedingungen vgl. Tz 33, "Beziehungen zu nahestehenden Personen". Hinsichtlich der Ermittlung der latenten Steuern vgl. Tz 25.

Das Bankdarlehen zum 31. Dezember 2010 wird in den folgenden Geschäftsjahren fällig:

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
2010 0 13
2011 13 13
2012 12 12
2013 100 100
GESAMT 125 138

Zusätzlich zu den Tilgungsleistungen fallen die Zinszahlungen nach Maßgabe des Zinssatzes von 5,2 Prozent an.

Kurzfristige Schulden

16. Ertragsteuerschulden

Bei den Ertragsteuerschulden handelt es sich um die für das Geschäftsjahr zu erwartenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuernachzahlungen des Bereichs Markt- und Sozialforschung in Höhe von T€ 144 (Vj. T€ 129).

17. Sonstige Rückstellungen

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Stand 01.01.2010

T€
Verbrauch

T€
Auflösung

T€
Zuführung

T€
Stand 31.12.2010

T€
Berufsgenossenschaft 23 23 0 32 32
Jahresabschluss 86 80 6 84 84
Prozessrisiken 114 3 0 9 1 20
Übrige Rückstellungen 31 9 1 0 21
254 115 7 125 257

Die Rückstellungen beinhalten eine Rückstellung für Prozessrisiken, die zum 01.01.2010 einen Betrag in Höhe von T€ 114 und zum 31.12.2010 einen Betrag in Höhe von T€ 120 umfasst. Die Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen einen Rechtsstreit gegen die Finanzverwaltung NRW hinsichtlich der Behandlung freiberuflich tätiger Mitarbeiter. Die den Rückstellungen zugrunde liegenden Verpflichtungen sind innerhalb von 12 Monaten fällig.

18. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13 13

19. Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 981 899
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 9.112 3.080
Erhaltene Anzahlungen 53 1.373
Sonstige Verbindlichkeiten 1.472 1.292
GESAMT 11.618 6.644

Als erhaltene Anzahlungen werden nur die Kundenanzahlungen auf Projekte ausgewiesen, für die bis zum Bilanzstichtag noch keine Leistungen erbracht worden sind. Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen (einschließlich der Projekte, für die Leistungen erbracht worden sind) beträgt zum Bilanzstichtag T€ 17.225 (Vj. T€ 10.721). Vergleiche hierzu sowie zu den "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung" Tz 5, dort: Umsatzerlöse.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 11.618 (VJ. T€ 6.644) beinhalten finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 1.531 (Vj. T€ 1.697) und nicht finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 10.087 (Vj. T€ 4.947).

Finanzielle Verbindlichkeiten

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 981 899
Kurzfristiger Anteil Darlehen Effecten-Spiegel AG 0 300
Verbindlichkeiten Personal 513 455
Sonstige 37 43
GESAMT 1.531 1.697

Nicht finanzielle Verbindlichkeiten

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31.12.2010

T€
Vorjahr

T€
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 9.112 3.080
Erhaltene Anzahlungen 53 1.373
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 849 407
Lohnsteuerverbindlichkeiten 73 79
Verbindlichkeit Künstlersozialkasse 0 8
GESAMT 10.087 4.947

ERLÄUTERUNGEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Die Gliederung der Gesamtergebnisrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

20. Umsatzerlöse

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2010

T€
Vorjahr

T€
Umsatzerlöse mit Dritten, fakturiert 15.996 15.236
Umsatzerlöse mit Dritten, noch nicht fakturiert 1.813 1.345
GESAMT 17.809 16.581

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wird in der Segmentberichterstattung unter Position 29 dargestellt.

21. Sonstige betriebliche Erträge

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2010

T€
Vorjahr

T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 7 27
Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten 0 10
Weiterberechnete Auslagen / Incentives 162 0
Übrige 71 78
GESAMT 240 115

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen beinhalten den sich aus der Aufgliederung in Tz 17 ergebenden Betrag in Höhe von T€ 7.

22. Personalaufwand

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2001

T€
Vorjahr

T€
Löhne und Gehälter 5.040 4.970
Soziale Abgaben 877 848
Aufwendungen für Altersversorgung 18 27
GESAMT 5.935 5.845

Die Mitarbeiter erhalten Leistungen aus der gesetzlich festgesetzten Sozialversicherung, für die Teile des Einkommens eingezahlt werden. Daneben existieren bei der Action Press Holding AG und ihren Tochterunternehmen weitere arbeitnehmerfinanzierte Direktversicherungszusagen. Da nach Zahlung der Beiträge an die öffentlichen und privaten Versicherungsträger für die Gesellschaften keine weiteren Verpflichtungen bestehen, werden diese Pläne als beitragsorientierte Pläne behandelt. Laufende Beitragszahlungen wurden als Aufwendungen für den betreffenden Zeitraum angesetzt.

Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeitnehmer T€ 458 (Vj. T€ 440). Daneben wurden weitere T€ 18 (Vj. T€ 16) in Direktversicherungen eingezahlt.

23. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2010

T€
Vorjahr

T€
Rechts- und Beratungskosten 193 250
Werbe- und Reisekosten 168 238
Versand- und Telefonkosten 318 274
Raum- und Nebenkosten 1.076 1.123
Miet- und Leasingaufwendungen 29 30
EDV-Wartungskosten 200 1 59
Kosten der Hauptversammlung, Pressemitteilungen 59 44
Versicherungen, Beiträge 67 80
Übrige 279 250
GESAMT 2.389 2.448

24. Finanzergebnis

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2010

T€
Vorjahr

T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29 40
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -6 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24 -36
Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen -97 -81
GESAMT -98 -77

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" nach IAS 39. Wertpapiere des Umlaufvermögens waren zum Bilanzstichtag i.H.v. T€ 6 auf den beizulegenden Zeitwert abzuschreiben. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus der Kategorie "Sonstige Schulden" nach IAS 39. Weitere Aufwendungen und Erträge aus Finanzinstrumenten sind nicht angefallen. Hinsichtlich möglicher finanzieller Risiken vgl. Tz 34.

25. Steuern von Einkommen und vom Ertrag

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2010

T€
Vorjahr

T€
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 493 355
Veränderung latente Steuern -85 -88
GESAMT 408 267

Der Ertragsteueraufwand setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Die laufenden Ertragsteuern in 2010 betreffen im Wesentlichen das positive Ergebnis des Bereichs Markt- und Sozialforschung. Es sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag ausgewiesen.

Bei den latenten Körperschaftsteuern ist wie im Vorjahr ein Steuersatz von 15,825 Prozent zugrunde gelegt worden. Die latente Gewerbesteuer ist mit dem individuellen Steuersatz pro Gesellschaft ermittelt worden. Durchschnittlich wurde der Gewerbesteuersatz mit 16,1 Prozent (Vj: 15,8 Prozent) berücksichtigt. Der Konzernsteuersatz in der steuerlichen Überleitungsrechnung für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer beträgt für das Jahr 2010 31,9 Prozent (Vj: 31,6 Prozent).

Die nachfolgende Übersicht zeigt die entsprechend den Erläuterungen zu Tz 6 ausgewiesenen bzw. nicht ausgewiesenen latenten Steuern. Folgende Beträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen:

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2010

T€
Vorjahr

T€
Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen 188 95
Passive latente Steuern aus temporären Differenzen 53 45

Latente Steuern auf sog. "outside basis differences" wurden nicht angesetzt, da eine Veräußerungsabsicht bezüglich der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen nicht besteht.

Aktive und passive latente Steuern resultieren aus folgenden Posten, wobei die steuerlichen Verlustvorträge unverfallbar sind:

Aktive latente Steuern

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2010

T€
Vorjahr

T€
Verlustvorträge 4.642 4.217
Pensionsrückstellung 217 208
(davon kurzfristig) 0 0
Bruttowert 4.859 4.425
Saldierungen mit passiven latenten Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen der Firmenwerte -1.453 -1.259
Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern -3.218 -3.071
188 95

Passive latente Steuern

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2010

T€
Vorjahr

T€
Firmenwerte 1.506 1.304
(davon kurzfristig) 0 0
Bruttowert 1.506 1.304
Saldierungen -1.453 -1.259
53 45

Die folgende Darstellung erläutert die wesentlichen Unterschiede zwischen dem rechnerischen Steueraufwand aus Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2010 und 2009 und dem tatsächlichen Steueraufwand laut Gesamtergebnisrechnung:

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2010

T€
Vorjahr

T€
Ergebnis vor Ertragsteuern* 1.150 515
Konzernsteuersatz in % 31,9 % 31,6 %
Rechnerischer Ertragsteueraufwand 367 163
Erhöhung/Minderung des Steueraufwands durch:
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 11 18
Effekte aus Personengesellschaften -80 18
Übrige 0 7
Wertberichtigung auf aktive latente Steuern 110 61
Steuern vom Einkommen und Ertrag* 408 267
Steuerquote in % 35,5 % 51,8 %

* aus fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereichen

26. Aufgegebener Geschäftsbereich

Zum Verkauf stehende Vermögenswerte und damit verbundene Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Action Press Holding AG hat mit notariellem Vertrag vom 31. März 2009 alle von ihr gehaltenen Anteile ( = 53,78 Prozent) an der MIT Event- und Incentive-Management GmbH zum Preis von 1,-- € veräußert. Bei dem von der MIT GmbH betriebenen Tätigkeit handelt es sich um eine nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der Action Press Holding AG (discontinued operation) und zugleich um eine Disposal Group nach IFRS 5 (siehe die Erläuterung Nr. 5.).

Hinsichtlich der Auswirkungen in 2009 verweisen wir zusätzlich auf den Vorjahresabschluss.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die wesentlichen Posten der Gesamtergebnisrechnung 2009 der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit.

Das Ergebnis aus der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit setzt sich im Jahr 2009 wie folgt zusammen:

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2009

T€
Umsatzerlöse 190
Sonstige betriebliche Erträge 55
Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen -138
Personalaufwand -57
Abschreibungen 0
Sonstig betriebliche Aufwendungen -31
Sonstige Steuern 0
Finanzergebnis +1
Ergebnis vor Ertragsteuern 20
Verlust aus Veräußerung, Veräußerungskosten -187
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -29
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -196

Der Verlust aus Veräußerung (T€ 187) setzt sich aus dem Saldo aus Entkonsolidierung (T€ 31) zuzüglich den entstandenen Veräußerungskosten (T€ 156) bei einem Veräußerungserlös i.H.v. 1,-- € zusammen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag i.H.v. T€ 29 betreffen die aufgelösten aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge der MIT.

Die Cash-Flows aus der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit ergeben sich im Jahr 2009 wie folgt:

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2009

T€
Cash-Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit -9
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit 0
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 3
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -6
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 66
Finanzmittelbestand am Ende der Periode entfällt

27. Operate-Leasing Verhältnisse

Die Gesellschaft nutzt gemietete Geschäftsräume, Fahrzeuge sowie Büroausstattung im Rahmen von Mietverträgen, die als "operating lease" bezeichnet werden. Die folgenden Miet- und Leasingaufwendungen werden für die nächsten Geschäftsjahre auf der Basis der zum 31. Dezember 2010 bestehenden Verträge erwartet:

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T€ T€ Vorjahr T€ T€
2011 792 2010 797
2012 679 2011 485
2013 316 2012 343
2014 288 2013 288
2015 288 2.363 2014 288 2.201
nach 2015 576 nach 2014 864
2.939 3.065

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die monatlichen Mietverpflichtungen für die genutzten Betriebsgrundstücke der Tochtergesellschaften action press gmbh & co. kg (T€ 24 p. M. bis Ende 2017) und infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (T€ 28 p. M. bis Januar 2013 und T€ 14 p. M. bis April 2012). Die Mietverträge enthalten Mietverlängerungsoptionen, aber keine Kaufoptionen. Die gesamten Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten für das Geschäftsjahr 2010 beliefen sich auf T€ 1.076 (Vj. T€ 1.123).

28. Eventualschulden/-forderungen

Die Action Press Holding AG führt zum Bilanzstichtag einen Aktivprozess, aus dem sich eine mögliche, noch nicht gegenwärtige Verpflichtung in Höhe von bis zu T€ 350 aus dem Kostenrisiko hätte ergeben können und zum 31.12.2009 als Eventualschuld aufgeführt wurde. Im November 2010 erging das Urteil, wonach der Action Press Holding AG ein Anspruch auf Zahlung in Höhe von T€ 467 nebst Zinsen von T€ 182 und unter Abzug von Verfahrenskosten von T€ 173 zuerkannt wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt worden ist.

29. Segmentberichterstattung

Die zwei Geschäftsfelder Markt- und Sozialforschung und Foto sowie die Aufwendungen der Holding sind im Folgenden dargestellt:

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Markt- und Sozialforschung

T€
Foto

T€
Holding

T€
Konsolidierung

T€
Konzern ohne

aufgegebenen

Geschäftsbereich

T€
Konzernumsatz 2010
Außenumsatz gesamt 12.656 5.153 0 0 17.809
Konzerninterner Umsatz 0 0 0 0 0
Konzernumsatz 2009
Außenumsatz gesamt 10.631 5.950 0 0 16.581
Konzerninterner Umsatz 0 0 0 0 0
Betriebsergebnis/Segmentergebnis 2010 1.494 -37 563 -772 1.248
2009 1.034 -48 224 -451 759
Zinsergebnis 2010 19 -5 -116 4 -98
2009 28 -7 -98 0 -77
Ergebnis vor Steuern 2010 1.513 -42 447 -768 1.150
2009 1.062 -55 113 -438 682
Ergebnis aus aufgeg. Geschäftsbereichen 2010 - -0
2009 -196 -196
Segmentvermögen 2010 12.704 7.972 6.008 -5.778 20.906
2009 7.067 8.055 4.790 -4.499 15.413
Segmentschulden 2010 11.294 700 2.786 -595 14.185
2009 6.275 747 1.965 216 9.203
Investitionen 2010 113 139 0 0 252
2009 162 46 0 0 208
Abschreibungen 2010 195 69 3 -24 243
2009 200 114 5 -24 295
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2010 77 52 2 0 131
2009 71 62 2 0 135

Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 (Operating Segments) nach Geschäftssegmenten abgegrenzt. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftssegmente Markt- und Sozialforschung und Foto aufgeteilt. Das Geschäftssegment Markt- und Sozialforschung umfasst die Aktivitäten der infas GmbH; das Geschäftsfeld Foto umfasst die Aktivitäten der action press gmbh & co. kg. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Es gibt keine Änderungen der Bewertungsmethoden im Vergleich zu früheren Perioden. Forderungen und Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten gibt es nicht.

30. Ergebnis/Dividende je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

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31.12.2010 Vorjahr
Konzernergebnis (in T€) 589 112
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (Tausend Aktien) 9.000 9.000
ERGEBNIS JE AKTIE (€/AKTIE) aus fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereichen 0,07 0,01
ERGEBNIS JE AKTIE (€/AKTIE) aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 0,07 0,03
ERGEBNIS JE AKTIE (€/AKTIE) aus aufgegebenem Geschäftsbereich 0,00 -0,02
VORGESCHLAGENE DIVIDENDE JE AKTIE (€/AKTIE) 0,00 0,00

Weder zum 31. Dezember 2010 noch zum Vorjahresbilanzstichtag waren Optionen auf Aktien ausstehend, die den Gewinn pro Aktie verwässern.

Der gewogene Durchschnitt der ausgegebenen Aktien beträgt wie im Vorjahr 9.000.

31. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2010 waren im Konzern durchschnittlich 131 (Vj. 135) Angestellte beschäftigt, davon 4 (Vj. 3) Geschäftsführer in den Tochtergesellschaften.

32. Beteiligungsverhältnisse

Angaben zu Unternehmen, an denen die Action Press Holding Aktiengesellschaft mehr als 20 Prozent der Anteile hält (Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis):

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Nominalkapital

in T€
Anteile

in %
Eigenkapital

T€
Jahresergebnis

T€
Stichtag Jahresabschluss
action press gmbh & co. kg 51 100,0 51 -41 31.12.2010
action press beteiligungs gmbh 26 100,0 42 0 31.12.2010
infas GmbH 250 85,0 1.270 1.020 31.12.2010

Die folgenden Gesellschaften bzw. Personen waren nach deren Angaben wie folgt am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt:

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Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf > 30 %
Investment Aktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, Bonn > 15 %
Hans-Herbert Döbert, München > 5 %

33. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Gemäß IAS 24 werden als nahestehend die Personen oder Unternehmen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.

Die Effecten-Spiegel AG war nach deren Angabe zum Ende des Geschäftsjahres 2010 mit mehr als 30 Prozent am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die Effecten-Spiegel AG gewährte im Geschäftsjahr 2006 ein Darlehen von T€ 2.761, mit dem die Bankdarlehen vollständig abgelöst wurden. Das Darlehen ist vereinbarungsgemäß mit 7,5 Prozent p.a. bis zum 31.03.2009 und ab 01.04.2009 mit 5,5 Prozent p.a. verzinst worden bei einer monatlichen Tilgungsrate von T€ 25. Sondertilgungen waren jederzeit möglich. Das Darlehen, das zum 01.01.2010 mit T€ 379 valutierte, ist im Geschäftsjahr 2010 vollständig zurückgeführt worden. Im Geschäftsjahr 2010 sind Zinsen in Höhe von T€ 14 gezahlt worden. Die Konditionen der Darlehensverträge entsprechen im Wesentlichen den Bankdarlehenskonditionen und sind marktüblich.

Hinsichtlich der Angaben zu den Vorstands - und Aufsichtsratsvergütungen vgl. Tz. 36.

34. Risikomanagement

Finanzrisiken können die Vermögens-, Finanz- und Ertragskraft des Konzerns nachteilig beeinflussen. Das Risikomanagement im Konzern ist so ausgerichtet, dass Kredit- und Liquiditätsrisiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung frühzeitig eingeleitet werden können. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Grundlage der Steuerung und frühzeitigen Identifizierung finanzieller Risiken sind die jährliche Planung sowie regelmäßige Analysen der unterjährigen Planabweichungen.

Die Gesellschaft ist folgenden Finanzrisiken ausgesetzt:

- Kreditrisiken

Das Risiko umfasst das Ausfallrisiko und das Risiko der Verschlechterung der Bonität. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem operativen Geschäft der einzelnen Tochtergesellschaften. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch laufende Überwachung sowie regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur kontrolliert. Die Ausfallrisiken des Konzerns bestehen in dem üblichen Geschäftsrisiko und diesem wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dem Ausfallrisiko wird darüber hinaus durch weitere Sicherungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kreditwürdigkeitsprüfungen, begegnet. In Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

- Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken bestehen in dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können und sind in der Regel mit einer negativen Entwicklung des operativen Geschäfts verbunden sind. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement beinhaltet unter anderem das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln. Zum Bilanzstichtag sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von T€ 12.031 durch die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 13.196 gedeckt. Zukünftige Zahlungsabflüsse werden durch die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft gedeckt.

- Marktpreisrisiken

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Der Begriff Marktrisiken umfasst dabei folgende Arten von Risiken:

- Zinsrisiko

Der Konzern finanziert sein Geschäft im Wesentlichen mit Eigenkapital sowie mit zwei langfristigen Darlehen, deren Zinssätze bis zur vollständigen Tilgung fest vereinbart sind. Insoweit unterliegt der Konzern keinem Zinsrisiko. Die wesentlichen originären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen) werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und führen damit nicht zu einem Zinsrisiko. Die Gesellschaft legt freie flüssige Mittel kurzfristig als Tagesgeld an und unterliegt insoweit dem Risiko sinkender Tagesgeldzinssätze.

- Währungsrisiken

Marktpreisrisiken in Form von Währungsrisiken bestehen bei der Gesellschaft nicht.

- Andere Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Da aufgrund der Geschäftsmodelle der Tochterunternehmen keine anderen wesentlichen Marktpreisrisiken vorliegen, wurde auf eine weitere Analyse verzichtet.

ANGABEN NACH DEUTSCHEN HANDELSRECHTLICHEN VORSCHRIFTEN

35. Organe

Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:

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Vorstand: - Dipl.-Soz. Menno Smid, Bonn, Alleinvorstand gleichzeitig Geschäftsführer in der Tochtergesellschaft infas GmbH
Aufsichtsrat: - Dr. Klaus Hahn, Essen, Unternehmensberater, Vorsitzender Mitglied des Aufsichtsrates der Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf, der Wohnungsgesellschaft des rheinischen Handwerks AG, Köln
- Dipf.-Kfm. Wilhelm Nottenkämper, Usingen, Finanzberater, stellv. Vorsitzender
- Mag. Elmar Simma, Bregenz, Unternehmensberater, Mitglied des Aufsichtsrates der Arlberg-Stiftung, Bregenz

36. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Bezüge des Vorstands Menno Smid (inklusive Tochtergesellschaften) beinhalten ein Fixum von T€ 206 (Vj. T€ 206) und variable Bezüge von T€ 103 (Vj. T€ 53). Daneben wurden Herrn Smid Sachbezüge von T€ 7 (Vj. T€ 7) gewährt.

Für nach IFRS bewertete Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind T€ 2.185 zurückgestellt (vgl.Tz 14).

Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen für den Aufsichtsrat betrugen in 2010 T€ 22 (Vj. T€ 19).

37. Angabe nach § 264 b HGB

Die in den Konzernabschluss einbezogene action press gmbh & co. kg, Hamburg, ist gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit.

38. Honorar des Abschlussprüfers § 319 Abs. 1 S. 1 und S. 2, § 285 Nr. 17 HGB

Die Gesellschaft hat für das Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 58 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei um die Kosten für die Abschlussprüfung.

39. Entsprechenserklärung § 285 Nr. 16 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB i. V. m. § 161 AktG

Die Gesellschaft hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und i.V.m. der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

40. Versicherung der gesetzlichen Vertreter § 297 Abs. 2 S. 4 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass unter Einhaltung aller geltenden IFRS-Regelungen, der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Der Konzernabschluss wurde von den gesetzlichen Vertretern am 8. April 2011 zur Veröffentlichung freigegeben.

Bonn, 8. April 2011

Action Press Holding Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Menno Smid

BESTÄTIGUNGSVERMERK

"Wir haben den von der Action Press Holding AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2010 bis 31.12.2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Neuss, den 15. April 2011

**WISBERT - TREUHAND GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Rolf Ricken, Wirtschaftsprüfer

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