Interim / Quarterly Report • Sep 29, 2021
Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 28969255

Friedrich-Wilhelm-Straße 18
53113 Bonn
Tel. +49 (0)228/33 60 72 39
Fax +49 (0)228/31 00 71
www.infas-holding.de
Sitz der Gesellschaft:
53113 Bonn
Vorstand der Gesellschaft:
Dipl.-Soz. Menno Smid (CEO)
Dipl.-Kfm. Alexander Mauch (CFO)
Vorsitzender des Aufsichtsrats:
Dr. Oliver Krauß
Amtsgericht Bonn
HRB 17379
USt.-Ident.-Nr. DE 155601174
St.Nr. 205/5725/1339
ISIN: DE0006097108
WKN: 609710
Notiert: Geregelter Markt (General Standard) in Frankfurt am Main
Der infas-Konzern besteht zum 30.06.2021 aus der Muttergesellschaft infas Holding Aktiengesellschaft sowie folgenden in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften:
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| Gesellschaft | Beteiligungsquote |
|---|---|
| infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| infas 360 GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| infas quo GmbH, Nürnberg | 100,00 Prozent |
| Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn | 33,33 Prozent |
Die infas 360 GmbH hält einen Anteil in Höhe von 33,33 Prozent an der im August 2016 mit einem Stammkapital i.H.v. insgesamt 30 T€ neu gegründeten BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn. Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.
Die infas Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management- und Finanzholding des infas-Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse. Die Aktien der infas Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Vorstand der infas Holding AG.
Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften im Bereich Markt-, Meinungs- und Sozialforschung tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen im Inland.
Im angegebenen Bereich ist der Konzern mit vier Gesellschaften vertreten, und zwar mit dem infas-Institut, der infas 360, der infas quo und der Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH. Die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH erbringt Forschungs- und Beratungsleistungen mit dem Schwerpunkt Meinungs- und Sozialforschung, während die infas 360 GmbH und die Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH Geomarketing, Customer Analytics und Marketingforschung miteinander kombinieren. Die infas quo hingegen verfolgt einen strikten Consultancy-Ansatz in der Marktforschung.
Die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr war nach wie vor geprägt durch das, was mittlerweile als "Coronakrise" in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist. Noch in den ersten drei Monaten dieses Jahres ist die gesamtwirtschaftliche Aktivität laut Ifo-Institut um 1,8 Prozent gesunken. 1 Damit bekam die lang erwartete Erholung der deutschen Wirtschaft von der ersten Coronawelle zunächst noch einen erheblichen Dämpfer. Seit Ende April hat sich allerdings das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus in Deutschland deutlich verlangsamt und die wirksamen Impfungen gegen COVID-19 sind weit fortgeschritten. Das hatte eine Vielzahl von Lockerungen zur Folge und auch die Mobilität der Bevölkerung erhöhte sich, was als Hinweis auf die deutliche Belebung des Handels gewertet werden kann. Unter der Voraussetzung, dass das Impfgeschehen im selben Tempo fortschreitet wie im ersten Halbjahr und damit im Zusammenhang wesentliche Beschränkungen der wirtschaftlichen Aktivitäten aufgehoben oder zumindest signifikant gelockert werden, dürfte zumindest aus diesen Gründen einer vollständigen konjunkturellen Erholung beim Handel und in den kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen bis Ende des Jahres nichts mehr im Wege stehen. Das Ifo-Institut fasst vor diesem Hintergrund in seiner Konjunkturprognose vom Juni 2021 zusammen: "Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt ab dem zweiten Quartal mit kräftigen Raten expandieren, so dass das Vorkrisenniveau bereits im dritten Quartal des laufenden Jahres erreicht wird. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2021 ein Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 3,3%. Im kommenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 4,3% höher liegen als in diesem Jahr". 2
Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft lassen sich zwar in der Regel nicht unmittelbar auf die Markt- und Sozialforschungsbranche übertragen, dennoch kann diesmal allgemein festgestellt werden, dass die Branche im Gleichklang mit den allgemeinen Erwartungen steht und die weitere wirtschaftliche Entwicklung eher mit Optimismus betrachtet. In der Zusammenfassung der regelmäßigen Untersuchung des Branchenverbands ADM e.V. heißt es dazu: "Im Vergleich zur Konjunkturumfrage im Januar fallen die Zukunftserwartungen der Institute deutlich positiver aus. Mehr als die Hälfte (55 %) rechnet für das zweite Halbjahr 2021 mit einer verbesserten Auftragslage. 2020 gab es unter den ADM-Instituten einen krisenbedingten Umsatzeinbruch von mehr als 10 Prozent. Für 2021 prognostizieren 60 Prozent der Institute eine Umsatzerhöhung und zeigen sich somit deutlich optimistischer als noch zu Jahresbeginn." 3 Der Hintergrund für den Optimismus der Mehrheit der Institute ist leicht auszumachen. Laut ADM gaben 57 Prozent der befragten Institute an, dass sich ihre Auftragslage im Vergleich zum zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres abermals verbessert habe. Eine Verschlechterung sei hingegen nur bei 14 Prozent zu verzeichnen. Mehr als ein Drittel (36 %) der ADM-Institute hat 2021 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt oder plant Einstellungen. Vor diesem Hintergrund prognostiziert der Vorstandsvorsitzende des ADM, Bernd Wachter, eine positivere Entwicklung als diejenige der Gesamtwirtschaft: "Für die Markt- und Sozialforschungsbranche wagen wir mit 3,9 Prozent sogar eine leicht höhere Prognose."
1 ifo Konjunkturprognose vom 16. Juni 2021.
2 ifo Konjunkturprognose vom 16. Juni 2021 Die Erwartungen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der wirtschaftlichen Lage liegen in derselben Größenordnung.
3 Untersuchungssteckbrief der regelmäßigen Konjunkturumfrage des Arbeitskreises Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute (ADM): Konjunktur der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung 1. Halbjahr 2021; Auswahlgrundlage: 74 ADM-Mitgliedsunternehmen; Fallzahl: n = 42; Erhebungszeitraum: 13.07. -16.08.2021; Erhebungsmethode: Online-Befragung.
Der Konzernumsatz ist im ersten Halbjahr 2021 von 13,7 Mio. € im Vorjahresvergleichszeitraum um 3,5 Mio. € auf 17,2 Mio. €, und damit um 25,9 Prozent, gestiegen. Dieser Umsatzanstieg ist im Wesentlichen im infas-Institut entstanden, das ein Umsatzwachstum i.H.v. fast 4,0 Mio. € von 11,0 Mio. € im Vorjahr auf 14,9 Mio. € verbuchen konnte. Der Umsatz im Segment infas 360 liegt im ersten Halbjahr 2021 mit 573 T€ unter dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 869 T€. Das Segment infas quo erreichte im ersten Halbjahr 2021 einen Umsatz von 752 T€ und damit 25 T€ weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Das seit dem 31.12.2018 zum Konzern gehörende Segment Lutum + Tappert erreichte in diesem Halbjahr einen Umsatz von 951 T€ nach 1.039 T€ im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 4,9 auf 7,4 Mio. € deutlich erhöht. Gemessen an den Umsätzen hat sich der Anteil von 35,7 Prozent zum 30.06.2020 auf 42,9 Prozent zum 30.06.2021 erhöht. Der Personalaufwand ist als Folge der höheren Mitarbeiteranzahl und notwendigen Gehaltsanpassungen für wichtige Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr von 5,8 Mio. € auf 6,6 Mio. € gestiegen.
Die Abschreibungen liegen im ersten Halbjahr 2021 mit 908 T€ über dem Vorjahresniveau von 737 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns liegen mit 1,2 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Das EBIT liegt mit 1.261 T€ zum 30.06.2021 deutlich über dem Niveau von 773 T€ im ersten Halbjahr des Vorjahres. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem besseren Ergebnis des infas-Instituts.
Das Finanzergebnis hat sich von -65 T€ im ersten Halbjahr 2020 auf -86 T€ zum 30.06.2021 verschlechtert.
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres von 708 T€ auf 1.175 T€ zum 30.06.2021.
Das erste Halbjahr 2021 schließt die infas Holding AG mit einem positiven Ergebnis nach Steuern in Höhe von 675 T€ (Vorjahr: 431T€) ab.
Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit war im ersten Halbjahr 2020 mit -7.105 T€ negativ (Vorjahreszeitraum: -3.964 T€).
Das langfristige Vermögen hat sich von 6,5 Mio. € zum 31.12.2020 auf 5,7 Mio. € zum 30.06.2021 verringert, insbesondere durch die Abschreibungen der Nutzungsrechte, die im Rahmen der Anwendung von IFRS 16 aktiviert wurden, und durch Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Zudem haben sich die latenten Steueransprüche von 2,0 Mio. € zum 31.12.2020 auf 1,8 Mio. € zum 30.06.2021 verringert.
Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31.12.2020 von 28,6 Mio. € auf 25,3 Mio. € verringert. Dies ist insbesondere auf die von 23,0 Mio. € auf 14,9 Mio. € zum 30.06.2021 gesunkenen liquiden Mittel zurückzuführen. Im Gegenzug dazu haben sich die vertraglichen Vermögenswerte von 3,0 Mio. € auf 7,7 Mio. € erhöht und die sonstigen Vermögenswerte von 1,1 Mio. € auf 1,3 Mio. €.
Das Eigenkapital hat sich von 8,9 Mio. € zum 31.12.2020 auf 10,0 Mio. € zum 30.06.2021 erhöht. Dies ist auf die positive Veränderung des Konzernbilanzgewinns zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote im Konzern verbesserte sich zum 30.06.2021 auf 32,1 Prozent (31.12.2020: 25,4 Prozent).
Die langfristigen und kurzfristigen Schulden sind im Vergleich zum 31.12.2020 insgesamt von 26,1 Mio. € auf 21,1 Mio. € gesunken. Die langfristigen Schulden sind von 9,6 Mio. € zum 31.12.2020 auf 8,9 Mio. € zum 30.06.2021 gesunken, was aus einem Rückgang der Leasingverbindlichkeiten von 0,7 Mio. € auf 0,0 Mio. € resultiert sowie aus den von 7,0 Mio. € auf 6,5 Mio. € gesunkenen Rückstellungen für Pensionen. Der Rückgang der kurzfristigen Schulden von 16,6 Mio. € zum 31.12.2020 auf 12,2 Mio. € zum 30.06.2021 ergibt sich größtenteils aus dem Rückgang de vertraglichen Verbindlichkeiten von 9,1 Mio. € auf 5,1 Mio. € sowie der sonstigen Verbindlichkeiten von 3,8 Mio. € zum 31.12.2020 auf 3,1 Mio. € zum 30.06.2021.
Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben.
Die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2021 bei einem Umsatz in Höhe von 15,0 Mio. € (Vorjahr 11,0 Mio. €) ein EBIT von 2,1 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €). Es war also ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr: Der Umsatz konnte um 36 Prozent erhöht werden und das EBIT hat sich fast verdoppelt. Damit hat sich das Institut nicht nur gegenüber dem 1. Halbjahr im Coronakrisenjahr 2020 stark verbessert, sondern auch gegenüber dem 1. Halbjahr im Rekordjahr vor der Krise (2019). Gegenüber dem genannten Jahr stieg der Umsatz um 15,4 Prozent und das EBIT zeigt ein Plus von 30 Prozent. Diese Zahlen zeigen klar und deutlich, dass das infas-Institut nicht nur aus der Krise herausgefunden hat, sondern sich insgesamt hervorragend entwickelt. Da der Auftragsbestand nach wie vor sehr hoch, die Kostenstruktur ausgewogen ist und auch am Markt weiter erfolgreich akquiriert wird, sind die Aussichten grundsätzlich positiv zu beurteilen, zumal nach der neueren Entwicklung des Impfgeschehens, das insbesondere von erfolgreichen Impfaktionen geprägt ist, ein normales Arbeiten als Perspektive nicht mehr unrealistisch erscheint. Das infas-Institut wird ab Anfang September wieder in die Büros zurückkehren und unter einem angepassten Hygienekonzept die Arbeit vor allem vor Ort durchführen. Die unter den Pandemiebedingungen in den Teams zum Teil beeinträchtigte Kohäsion der Teammitglieder wird dadurch wiederhergestellt.
Der ausgewiesene Umsatz von infas 360 liegt zum 30.06.2021 bei 573 T€ (Vorjahr: 869 T€ 4). Unter Berücksichtigung der anteiligen Ausweisung des Umsatzes für das Vorjahr, also ceteris paribus 5, hat die infas 360 gegenüber dem 1. Halbjahr im vergleichbaren Zeitraum ein Umsatzplus erreicht und es ist kein Rückgang zu verzeichnen, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Dies ist eine gute Leistung, zumal die Coronakrise infas 360 weniger getroffen hat, es also nichts aufzuholen gab. Dies gilt ebenfalls für das EBIT. Unterstellt man gleiche Bedingungen, wäre zwar das EBIT im 1. Halbjahr noch negativ, hätte sich aber gegenüber dem Vorjahr verbessert. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2021 ist optimistisch. Es wird mit einem höheren Umsatz zum Vorjahr und einem positiven EBIT gerechnet.
4 Der Umsatz eines Großkunden wurde 2021 aufgrund einer Besonderheit des Vertrags nur anteilig für 5 Monate ausgewiesen und im Vorjahreszeitraum vollständig für 12 Monate. Wäre er 2020 schon abgegrenzt worden, wäre der Vorjahresumsatz ca. 300 T€ geringer. Das heißt, der Umsatz läge dann bei 569 T€. Auf Jahressicht wird sich diese Diskrepanz ausgleichen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der nach IFRS nicht ausgewiesene interne Umsatz mit dem infas-Institut aufgrund neuer, gemeinsamer Projekte stark gestiegen ist.
5 Siehe Fußnote 4.
Die Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH ist im gleichen Geschäftsfeld wie die infas 360 tätig und ergänzt deren Dienstleistungen. Lutum + Tappert hat im ersten Halbjahr 2021 operativ erfolgreich gearbeitet. Ein Effekt durch die Coronakrise war im Vergleichszeitraum 2020 nicht zu verzeichnen, so dass es im 1. Halbjahr 2021 auch nicht darum ging, etwas aufzuholen. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2021 liegt mit 951 T€ unter dem Vorjahreswert von 1.039 T€ (ein Minus von 8,5 Prozent). L+T hatte zwar nur geringe Effekte der Coronakrise im Krisenjahr 2020 zu verzeichnen, leidet nunmehr allerdings an einem Nachfolgeeffekt dieser Krise, da die Industrie insgesamt mit Bestellungen zurückhaltend war, was sich ja auch in der Gesamtwirtschaft im ersten Quartal zeigt. 6 Das EBIT ist erwartungsgemäß positiv. Für das Gesamtjahr erwarten wir einen erfreulich profitablen Geschäftsverlauf, der einhergeht mit der prognostizierten positiven Gesamtentwicklung der deutschen Wirtschaft.
6 Siehe die Ausführungen zur Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Kap. 2).
Im ersten Halbjahr 2021 erreichte infas quo einen Umsatz von 752 T€ gegenüber 777 T€ im ersten Halbjahr 2020. Das entspricht angesichts des wirtschaftlichen nach wie vor von der COVID-19-Pandemie bestimmten Umfelds einem unproblematischen Rückgang von 3 Prozent. Zur Erinnerung: infas quo konnte den Umsatz im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zu 2019 trotz der Coronakrise sogar deutlich steigern. Insofern ist auch der Rückgang des Umsatzes gegenüber diesem Vorjahr nicht schwerwiegend: Die Investitionen in den Aufbau des Online-Panels und das Angebot an agiler und qualitativ hoher Marktforschung zahlen sich aus. Neue Kunden konnten gewonnen werden. Erfreulich ist, das bereits im 1. Halbjahr erstmalig ein positives EBIT zu verzeichnen ist, so dass eine Umsatzrendite von 7 Prozent erwirtschaftet wurde. Vor diesem Hintergrund ist der Ausblick auf das zweite Halbjahr optimistisch.
Die allgemeine Geschäftsstrategie ist nach wie vor, kontinuierlich die angebotene Dienstleistung durch Innovationen und neue Ideen weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Dabei ist die Wirtschaftlichkeit im Blick zu behalten, weil es allgemein einen hohen Kostendruck gibt, welcher der Branche auch zu schaffen macht: Nicht umsonst und unabhängig von der Coronakrise hat die Branche der Markt- und Sozialforschung seit 2012 keine Wachstumsimpulse setzen können. Nicht zuletzt deshalb ist der Markt auch in Bewegung geraten und die Konsolidierungstendenzen sind überdeutlich. Die infas Holding Aktiengesellschaft konzentriert sich in dieser Situation auf lukrative Marktsegmente, die eine Dienstleistung erwarten, die nicht jeder Anbieter leisten kann. Die adressierten Märkte sind spezifische Segmente der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung, die hohe Erwartungen an die Dienstleistung haben, aber auch lukrativ und zukunftsorientiert sind. So können wir uns als einen mittelständisch orientierten, wissensintensiven Informationsdienstleister als Alternative zu den "Big Four" der Branche positionieren.
Die Anzahl der Mitarbeiter (pro Kopf) im Konzern betrug zum Stichtag 30.06.2021 213 (Vorjahr: 211). Der Personalaufwand stieg von 6,2 Mio. € im ersten Halbjahr des Vorjahres auf 6,6 Mio. € zum 30.06.2021.
Die angesprochene Strategie der infas Holding ist bisher aufgegangen: Es gab in den letzten zehn Jahren kein Jahr ohne Wachstum mit jeweils überdurchschnittlichen Umsatzrenditen. Und diese Entwicklung hätte sicherlich auch im Jahr 2020 fortgesetzt werden können, wenn nicht das "unbekannte Unbekannte" 7, die Coronakrise, zugeschlagen hätte. Der dadurch bedingte brutale Einbruch in der wirtschaftlichen Wachstumsdynamik der Gesamtvolkswirtschaft hat auch unsere Märkte getroffen.
Die Dynamik der Coronakrise war geprägt von immer neuen Wellen, die durch neue Mutationen des Virus initiiert wurden. Mittlerweile steht fest, dass eine weitere Welle - die vierte - zu erwarten ist. Die Inzidenzen insgesamt steigen. Dennoch hat sich die Situation fundamental geändert und gibt Anlass zur Hoffnung. Dank des Vorhandenseins mehrerer sehr wirksamer Impfstoffe und einer relativ hohen Impfbereitschaft ist offensichtlich der starke korrelative Zusammenhang von steigender Inzidenz einerseits und Überlastung des Gesundheitssystems durch hohe Intensivzahlen andererseits nicht mehr so eng und eindeutig wie zuvor.
Viele Befunde deuten darauf hin, dass in die Krankenhäuser nunmehr in einer übergroßen Mehrheit eher Menschen eingeliefert werden, die nicht geimpft sind. Deutlicher wird das Abkoppeln beider Indikatoren, wenn man die aktuellen Intensivzahlen mit denen aus der Herbstwelle des vergangenen Jahres vergleicht - und zwar zu dem Zeitpunkt, als die Meldeinzidenzen mit den heutigen in etwa identisch waren.
Der Unterschied zwischen den Vergleichszeiträumen: Im letzten Jahr gab es keine Impfung. Impfen bildet also durchaus einen Schutzschirm, der nahelegt, dass so schnell kein Lockdown zu erwarten sein wird. Allgemein wird in vielen Bereichen der Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen über Anpassungen diskutiert, die insbesondere auf die nicht zu bestreitende Tatsache zurückzuführen sind, dass - kurz gesagt - Impfen hilft und eine entsprechende Impfbereitschaft in der Bevölkerung vorhanden ist.
7 Dieses Begriffspaar geht auf Donald Rumsfeld, ehemaliger Verteidigungsminister der USA, zurück, der die Schwierigkeiten von Entscheidungen und damit auch Prognosen wie folgt beschrieb: "Es gibt bekanntes Bekanntes; d.h., es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekannte Unbekannte gibt: Das heißt, wir wissen, es gibt Dinge, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch unbekannte Unbekannte - Dinge also, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen."
Es tritt also bei der Beurteilung der Gefahrenlage in der derzeitigen Entwicklung der Pandemie eher in den Vordergrund, ob jemand geimpft, genesen oder vor dem Hintergrund kommoder Testkapazitäten getestet ist. Viele Öffnungskonzepte in Wirtschaft, Sport und Kultur beruhen auf diesen drei Elementen. Die 3G-Regel wird auch die schrittweise Öffnung des Instituts ermöglichen, die für den Monat September terminiert ist.
Mittlerweile kann vor diesem Hintergrund davon ausgegangen werden, dass sich die Märkte langsam erholen werden. Die Zahlen aller Gesellschaften des Konzerns für das 1. Halbjahr demonstrieren dies auch eindrücklich. Mit dem "re-enter" in die Räumlichkeiten, insbesondere des infas-Instituts, ist gewährleistet, dass der hohe Auftragsbestand besser abgearbeitet werden kann.
Die geschilderten Entwicklungen in den jeweiligen Gesellschaften des Konzerns einerseits und die ebenfalls verbesserten Randbedingungen zur Entfaltung von wirtschaftlicher Aktivitäten andererseits, weil kein Lockdown mehr zu erwarten ist, lassen es als realistisch erscheinen, dass die im Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr 2020 abgegebene Prognose auch erreicht werden kann. Wie bereits im Geschäftsbericht dargestellt, wird ein Umsatz zwischen 35 bis 38 Mio. € angestrebt. 8 Diese Einschätzung erweist sich auch im Licht dargestellter Ergebnisse des ersten Halbjahres als ziemlich robust, so dass weiterhin davon ausgegangen werden kann. Auch die im Geschäftsbericht genannte Prognose des EBIT, bzw. der Umsatzrendite, hat weiterhin Bestand.
Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und Planzahlen im vorliegenden Dokument basieren auf Annahmen und unterliegen unvorhersehbaren Risiken. Soweit sich diese Annahmen der Gesellschaft als unzutreffend herausstellen sollten oder sich andere unvorhersehbare Risiken ergeben, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von den in diesem Dokument dargestellten, zukunftsgerichteten Aussagen und Planzahlen abweicht.
8 Siehe Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020, Seite 32.
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| 30.06.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 804.444,22 | 933.010,01 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.389.794,83 | 1.389.794,83 |
| Sachanlagen | 542.613,86 | 379.278,50 |
| Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen | 28.677,99 | 28.677,99 |
| Sonstige Finanzanlagen | 1,00 | 1,00 |
| Latente Steueransprüche | 1.797.813,97 | 1.959.368,58 |
| Sonstige Vermögenswerte | 114.301,72 | 114.301,72 |
| Nutzungsrechte | 1.046.274,89 | 1.670.468,77 |
| Langfristige Vermögenswerte gesamt | 5.723.922,48 | 6.474.901,40 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 15.750,00 | 58.740,96 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.291.301,74 | 1.301.928,09 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 7.731.021,27 | 2.997.266,01 |
| Ertragsteuerforderungen | 115.361,77 | 112.387,77 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.285.628,78 | 1.072.803,22 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14.897.132,15 | 23.025.345,23 |
| Kurzfristige Vermögenswerte gesamt | 25.336.195,71 | 28.568.471,28 |
| 31.060.118,19 | 35.043.372,68 |
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| 30.06.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 9.000.000,00 | 9.000.000,00 |
| Gesetzliche Rücklage | 365.732,48 | 365.732,48 |
| Eigenkapitalminderung infolge vollständiger Anteilsübernahme | -4.002.480,65 | -4.002.480,65 |
| Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | -2.095.304,87 | -2.468.986,51 |
| Konzernbilanzgewinn | 6.696.737,00 | 6.021.910,62 |
| Eigenkapital gesamt | 9.964.683,96 | 8.916.175,94 |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 6.457.793,57 | 6.990.195,35 |
| Latente Steuerschulden | 2.396.356,58 | 1.906.412,88 |
| Leasingverbindlichkeiten | 7.497,90 | 657.818,28 |
| Langfristige Schulden gesamt | 8.861.648,05 | 9.554.426,51 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Ertragsteuerschulden | 631.833,87 | 628.859,87 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.467.756,22 | 1.568.729,19 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 449.511,34 | 331.818,61 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 5.485.838,23 | 9.090.569,46 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.059.139,77 | 3.813.086,35 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.139.706,75 | 1.139.706,75 |
| Kurzfristige Schulden gesamt | 12.233.786,18 | 16.572.770,23 |
| 31.060.118,19 | 35.043.372,68 |
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| 30.06.2021 | 30.06.2020 | ||
|---|---|---|---|
| € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 17.221.382,85 | 13.677.761,67 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 112.686,93 | 108.236,50 | |
| Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen | -7.375.110,15 | -4.887.519,20 | |
| Personalaufwand | -6.610.273,58 | -6.177.240,21 | |
| Abschreibungen | -908.387,86 | -737.295,18 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.179.049,20 | -1.211.162,95 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 1.261.248,99 | 772.780,63 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 125,67 | 7.064,41 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -86.051,85 | -71.810,88 | |
| Finanzergebnis | -85.926,18 | -64.746,47 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.175.322,81 | 708.034,16 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -500.496,43 | -276.785,07 | |
| Konzernjahresüberschuss | 674.826,38 | 431.249,09 | |
| Ergebnis je Aktie | 0,07 | 0,05 |
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| 30.06.2021 | 30.06.2020 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Konzernergebnis | 674.826,38 | 431.249,09 |
| Posten, die zukünftig nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen | -557.733,79 | -299.334,96 |
| Latente Steuereffekte | 184.052,15 | 98.780,54 |
| Sonstiges Konzernergebnis | -373.681,64 | -200.554,42 |
| Konzerngesamtergebnis | 301.144,74 | 230.694,67 |
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| H1 2021 | H1 2020 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Periodenergebnis vor Steuern | 1.175.322,81 | 708.034,16 |
| Abschreibungen | 908.387,86 | 737.295,18 |
| Erhöhung/Verminderung der Rückstellungen | -75.640,96 | 296.263,30 |
| Zinsaufwendungen/Zinserträge | 53.494,18 | 33.921,48 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte | -159.208,25 | 728.258,87 |
| Veränderung vertragliche Vermögenswerte | -4.733.755,26 | -3.481.730,88 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten | -636.253,85 | -2.259.906,91 |
| Veränderung vertragliche Verbindlichkeiten | -3.604.731,23 | -203.074,52 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -33.050,27 | -522.971,99 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 0,00 | 0,00 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | -7.105.434,97 | -3.963.911,31 |
| Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -14.345,80 | 0,00 |
| Auszahlungen für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten | -304.617,75 | -55.963,44 |
| Erhaltene Zinsen | 125,67 | 715,40 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -318.837,88 | -55.248,04 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -650.320,38 | -485.161,20 |
| Gezahlte Zinsen | -53.619,85 | -34.636,88 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -703.940,23 | -919.798,08 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -8.128.213,08 | -4.938.957,43 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 23.025.345,23 | 16.031.704,74 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 14.897.132,15 | 11.092.747,31 |
Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die liquiden Mittel und stimmt mit den entsprechenden Bilanzposten überein.
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| 30.06.2021 | Gezeichnetes Kapital | Gewinn- rücklagen Gesetzliche Rücklage |
Eigenkapital- minderung aus sonstigem Konzernergebnis |
Eigenkapital- minderung infolge vollständiger Anteilsübernahme |
Konzern Bilanzgewinn | Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2021 | 9.000.000,00 | 365.732,48 | -2.468.986,51 | -4.002.480,65 | 6.021.910,62 | 8.916.175,94 |
| Dividende für das Vorjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Erwerb eigener Anteile | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2021 | 0,00 | 0,00 | 373.681,64 | 0,00 | 674.826,38 | 1.048.508,02 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Stand 30.06.2021 | 9.000.000,00 | 365.732,48 | -2.095.304,87 | -4.002.480,65 | 6.696.737,00 | 9.964.683,96 |
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| 30.06.2020 | Gezeichnetes Kapital | Gewinn- rücklagen Gesetzliche Rücklage |
Eigenkapital- minderung aus sonstigem Konzernergebnis |
Eigenkapital- minderung infolge vollständiger Anteilsübernahme |
Konzern Bilanzgewinn | Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2020 | 9.000.000,00 | 266.368,90 | -1.942.715,90 | -4.002.480,65 | 4.797.767,78 | 8.118.940,13 |
| Dividende für das Vorjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Erwerb eigener Anteile | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2020 | 0,00 | 0,00 | -200.554,42 | 0,00 | 431.249,09 | 230.694,67 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Stand 30.06.2020 | 9.000.000,00 | 266.368,90 | -2.143.270,32 | -4.002.480,65 | 5.229.016,87 | 8.349.634,80 |
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| 30.06.2021 | infas-Institut | infas 360 | infas quo | Lutum + Tappert | Holding | Konsolidierung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 14.946 | 573 | 752 | 951 | 0 | 0 |
| Konzeninterner Umsatz | 210 | 367 | 12 | 20 | 11 | -620 |
| Umsatz gesamt | 15.156 | 940 | 764 | 971 | 11 | -620 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) | 2.140 | -240 | 53 | 35 | -727 | 0 |
| Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) | 138 | 21 | 11 | 16 | 1 | 0 |
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| 30.06.2021 | Konzern |
|---|---|
| T€ | |
| --- | --- |
| Außenumsatz | 17.222 |
| Konzeninterner Umsatz | 0 |
| Umsatz gesamt | 17.222 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) | 1.261 |
| Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) | 187 |
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| 30.06.2020 | infas-Institut | infas 360 | infas quo | Lutum + Tappert | Holding | Konsolidierung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 10.992 | 869 | 777 | 1.039 | 0 | 0 |
| Konzeninterner Umsatz | 183 | 245 | 3 | 13 | 15 | -459 |
| Umsatz gesamt | 11.175 | 1.114 | 780 | 1.052 | 15 | -459 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) | 1.118 | 59 | -138 | 141 | -388 | -19 |
| Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) | 143 | 18 | 10 | 17 | 1 | 0 |
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| 30.06.2020 | Konzern |
|---|---|
| T€ | |
| --- | --- |
| Außenumsatz | 13.677 |
| Konzeninterner Umsatz | 0 |
| Umsatz gesamt | 13.677 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) | 773 |
| Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) | 189 |
Der Halbjahresfinanzbericht der infas Holding Aktiengesellschaft zum 30.06.2021 wurde entsprechend dem Konzernabschluss zum 31.12.2020 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. In diesem Zwischenabschluss wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31.12.2020. Eine detaillierte Beschreibung der angewandten Methoden ist im Konzernanhang 2020 enthalten.
Änderungen durch Standards und Interpretationen, die durch die EU übernommen und ab dem 01.01.2021 verpflichtend anzuwenden sind, wurden berücksichtigt.
Die im Bericht enthaltene Bilanz zum 30.06.2021, die Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung (jeweils für das erste Halbjahr 2021 und 2020), die Kapitalflussrechnung (jeweils für die ersten sechs Monate 2021 und 2020) sowie die Eigenkapitalveränderungsrechnung (jeweils für die ersten sechs Monate 2021 und 2020) wurden keiner Prüfung nach § 317 HGB unterzogen und sind in Verbindung mit dem Konzernabschluss des Jahres 2020 zu lesen.
Der Halbjahresfinanzbericht ist in Euro aufgestellt.
Die Unternehmen werden nach IFRS 10 in den Konzernabschluss, aufgrund der Beherrschung durch die Muttergesellschaft, infas Holding Aktiengesellschaft, einbezogen.
Die infas Holding AG erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.
Der Konsolidierungskreis umfasst folgende inländische Tochtergesellschaften:
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| Anteil am Kapital | |
|---|---|
| infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| infas 360 GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| infas quo GmbH, Nürnberg | 100,00 Prozent |
| Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien dargestellt.
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| Bewertung nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| In T€ | Buchwert lt. Bilanz 30.06.2021 | (Fortgeführte) Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert 30.06.2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 114 | 114 | 114 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 114 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.291 | 1.291 | 1.291 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 1.291 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.132 | 1.132 | 1.132 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 1.132 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14.897 | 14.897 | 14.897 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 14.897 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 450 | 450 | 450 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 450 | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.318 | 2.318 | 2.318 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 2.318 |
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| Bewertung nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| In T€ | Buchwert lt. Bilanz 30.06.2020 | (Fortgeführte) Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert 30.06.2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 114 | 114 | 114 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 114 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.124 | 1.124 | 1.124 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 1.124 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.243 | 1.243 | 1.243 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 1.243 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 11.093 | 11.093 | 11.093 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 11.093 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 156 | 156 | 156 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 156 | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.839 | 1.839 | 1.839 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | .1.839 |
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert ebenfalls dem beizulegenden Zeitwert.
Die infas Holding Aktiengesellschaft ist mittelbar über die Tochtergesellschaft infas 360 GmbH zu 33,33 Prozent an der BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn, beteiligt. Zum Stichtag lagen keine Informationen zu den Ergebnissen der Business Network Solutions GmbH, Bonn vor, so dass die Anteile an der At-equity-Beteiligung zum 30.06.2021 unverändert angesetzt wurden.
Das Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2021 hat sich von -65 T€ im Vorjahreszeitraum auf -86 T€ verringert. Die Zinserträge liegen 7 T€ unter dem Vorjahresvergleichswert von 7 T€. Die Zinsaufwendungen liegen mit 86 T€ über dem Vorjahresvergleichswert von 72 T€.
Ertragsteuern werden in der Berichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr pro Gesellschaft erwartet wird.
Auf die Erläuterungen im Konzernanhang 2020 zum Ansatz und zur Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern wird verwiesen.
Im Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2021 sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von -558 T€ (Vorjahr -299 T€) im sonstigen Ergebnis berücksichtigt worden. Die latenten Steuern aus der Erfassung dieser Gewinne im sonstigen Ergebnis betragen 184 T€ (Vorjahr 98 T€) und führen zu einem negativen sonstigen Konzernergebnis in Höhe von 374 T€ (negatives Ergebnis des Vorjahres 201 T€).
In der Berichtsperiode haben sich keine hier anzugebenden Sachverhalte ergeben.
Die Geschäfte des Unternehmens werden durch Herrn Dipl.-Soz. Menno Smid (CEO) und Herrn Dipl.-Kfm. Alexander Mauch (CFO) geführt.
Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf, einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
-Der Vorstand-
Bonn, im September 2021
infas Holding Aktiengesellschaft
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden, und die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen Prognosen abweichen können. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der infas Holding AG unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Synergieeffekte sowie gesetzliche, juristische und politische Entscheidungen. Die infas Holding AG sieht sich auch nicht dazu verpflichtet, Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum eingetreten sind.
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