Earnings Release • Sep 18, 2020
Earnings Release
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Finanzbericht: 26615024
Der infas-Konzern besteht zum 30.06.2020 aus der Muttergesellschaft infas Holding Aktiengesellschaft sowie folgenden in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften:
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| Gesellschaft | Beteiligungsquote |
|---|---|
| infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| infas 360 GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| infas quo GmbH, Nürnberg | 100,00 Prozent |
| Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn | 33,33 Prozent |
Die infas 360 GmbH hält einen Anteil in Höhe von 33,33 Prozent an der im August 2016 mit einem Stammkapital i.H.v. insgesamt 30 T€ neu gegründeten BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn. Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.
Die infas Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management- und Finanzholding des infas-Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse. Die Aktien der infas Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Vorstand der infas Holding AG.
Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften im Bereich Markt-, Meinungs- und Sozialforschung tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen im Inland.
Im angegebenen Bereich ist der Konzern mit vier Gesellschaften vertreten, und zwar mit dem infas-Institut, der infas 360, der infas quo und der Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH. Die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH erbringt Forschungs- und Beratungsleistungen mit dem Schwerpunkt Meinungs- und Sozialforschung, während die infas 360 GmbH und die Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH Geomarketing, Customer Analytics und Marketingforschung miteinander kombinieren. Die infas quo hingegen verfolgt einen strikten Consultancy-Ansatz in der Marktforschung.
Die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr war geprägt durch das, was mittlerweile als "Corona-Krise" in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist. 1 Zwar war die Konjunktur bereits zum Jahresbeginn und vor dem Ausbruch der Corona-Krise abgeflacht, und es war sogar eine Rezession befürchtet worden, dennoch wurde vorsichtig mit einem moderaten Wachstum gerechnet. 2
1 Präziser ist es so, dass der SARS-COV-2-Virus zu einer Krankheit mit dem Namen COVID-19 führt. Die Mortalitätsraten sind unterschiedlich, aber zum Teil hoch; ein Medikament gegen die Krankheit existiert noch nicht, auch kann man sich noch nicht gegen den besagten Virus impfen. Aus diesen drei Gründen erklären sich auch die weltweit eingeführten, manchmal extremen Maßnahmen, die als Ausnahmeregelungen zum Teil autoritäre Züge tragen.
2 So erwartete die Bundesregierung noch am 29.01.2020 in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2020 wieder ein höheres Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr in Deutschland, nämlich ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,1 Prozent.
Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Wirkung der Pandemie des neuen Coronavirus noch nicht abzusehen. Am 19.03.2020, als die Pandemie bereits am Horizont auftauchte, konstatiert das Ifo Institut vorsichtig, dass die Konjunktur um 1,5 Prozent schrumpfen würde. Ende März 2020 implodierten die Prognosen angesichts der brutalen Effekte, die sich aus dem von der Politik beschlossenen, fast vollständigen "Lockdown" ergaben. In ihrer Ende April vorgelegten Frühjahrsprojektion rechnete die Bundesregierung infolge der Corona-Krise mit einem Sinken des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland in diesem Jahr um 6,3 Prozent. Dies wäre der bisher schwerste Wirtschaftseinbruch der Nachkriegsgeschichte.
Im zweiten Quartal kam es dann noch schlimmer: Wegen der massiven Beschränkungen des öffentlichen Lebens brach die Wirtschaftsleistung massiv ein. Nach den Lockerungen und dem Ende der ersten Welle der Pandemie gab es Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaft langsam erholen könnte. Einige Branchen wie die Tourismuswirtschaft oder der Luftverkehr bleiben massiv belastet. Die Spitzen der schwarz-roten Koalition hatten zuletzt angekündigt, wichtige Instrumente wie das erleichterte Kurzarbeitergeld verlängern zu wollen, um Arbeitsplätze zu sichern.
Die Bundesregierung korrigiert nunmehr (Anfang September) ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr nach oben und rechnet in der Corona-Rezession mit einem leicht schwächeren Wirtschaftseinbruch, als zunächst befürchtet. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr um 5,8 Prozent sinken. Der Einbruch fällt nach dieser eher optimistischen Prognose dann nur marginal schlechter aus als im Jahr der Finanzkrise 2009, als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,7 Prozent geschrumpft war. Dies wäre aber immer noch die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte.
Für das kommende Jahr ist der Wirtschaftsminister aber etwas pessimistischer. 2021 wird ein Wachstum von 4,4 Prozent erwartet, bisher hatte die Bundesregierung mit einem Plus von 5,2 Prozent gerechnet.
Diese möglichen Entwicklungen der Gesamtwirtschaft lassen sich zwar nicht unmittelbar auf die Markt- und Sozialforschungsbranche übertragen, dennoch kann allgemein festgestellt werden, dass die Corona-Krise und der Lockdown auch die Markt- und Sozialforschungsbranche schwer getroffen haben. Eine Befragung unter den ADM-Mitgliedsinstituten in der zweiten Aprilhälfte dieses Jahres zeigt die Auswirkungen und Konsequenzen der Krise auf das erste und zweite Quartal. In der Zusammenfassung der Untersuchung des Branchenverbands ADM e.V. heißt es 3:
"Die nachlassende Nachfrage und die erschwerten Arbeitsbedingungen resultieren in gravierenden Umsatzeinbußen der Institute. Obwohl der Shutdown in Deutschland erst um den 20. März herum erfolgte, waren die Auswirkungen der Krise mit einem Umsatzrückgang von knapp einem Viertel bereits im ersten Quartal deutlich spürbar. Für das zweite Quartal sieht die Einschätzung der Institute noch düsterer aus. Für den Zeitraum von April bis Juni gehen die Unternehmen von einem Umsatzverlust von 42 Prozent aus.
Aufträge wurden verschoben (97 Prozent) oder storniert (87 Prozent). Einen deutlichen Rückgang gab es im Ad-hoc-Geschäft. 77 Prozent der Institute beklagten weniger Studienanfragen als üblicherweise im Frühjahr. Zudem wurde der Markt für Face-to-Face-Methoden stark beeinträchtigt."
Ein Großteil der Institute plant Kurzarbeit oder hat diese bereits beantragt. Jeweils 30 Prozent der befragten Institute machten schon von der Möglichkeit der Steuerstundung und der Aussetzung der Steuervorauszahlungen Gebrauch. Fast ein Drittel der befragten Institute hat einen KfW-Liquiditätskredit beantragt oder plant, dies zu tun.
Wie die Branche insgesamt aus der Krise hervorgehen wird, ist schwer zu prognostizieren. Aber eines ist sicher: "Die Zeit drängt. Wir erleben in der Branche derzeit eine wirtschaftliche Talfahrt mit bedrohlichem Ausmaß", so Bernd Wachter, Vorstandsvorsitzender des ADM, zu den zitierten Ergebnissen. "Insbesondere auch deshalb, weil nicht einzuschätzen ist, wie sich die Krise auf die Auftraggeber der Branche auswirkt und wie lange dieser Zustand anhält. Die Unsicherheit ist sehr groß."
3 Untersuchungssteckbrief: -Auswahlgrundlage: 69 Mitgliedsinstitute des ADM -Fallzahl: n=37 -Erhebungszeitraum: 17.-26.04.2020 -Erhebungsmethode: Online Befragung
Der Konzernumsatz ist im ersten Halbjahr 2020 von 15,2 Mio. € im Vorjahresvergleichszeitraum um 1,5 Mio. € auf 13,7 Mio. €, und damit um 10,0 Prozent, gesunken. Dieser Umsatzrückgang ist vollständig auf die negativen Effekte der Corona-Pandemie zurückzuführen. Die größten negativen Effekte sind im infas-Institut entstanden, das einen Umsatzrückgang i.H.v. 2,0 Mio. € von 13,0 Mio. € im Vorjahr auf 11,0 Mio. € verbuchen musste. Der Umsatz im Segment infas 360 liegt im ersten Halbjahr 2020 mit 869 T€ in etwa auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 867 T€. Das Segment infas quo erreichte im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatz von 777 T€, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 625 T€ eine Steigerung von über 24,3 Prozent bedeutet. Das seit dem 31.12.2018 zum Konzern gehörende Segment Lutum + Tappert erreichte in diesem Halbjahr einen Umsatz von 1.039 T€ nach 687 T€ im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 6,4 auf 4,9 Mio. € deutlich verringert. Gemessen an den Umsätzen verringerte sich der Anteil von 42,1 Prozent zum 30.06.2019 auf 35,7 Prozent zum 30.06.2020. Dieser Rückgang erklärt sich im Wesentlichen aus dem niedrigeren projektbezogenen Aufwand im Bereich der Datenerhebung beim infas-Institut, was auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückzuführen ist. Der Personalaufwand ist als Folge der höheren Mitarbeiteranzahl und notwendigen Gehaltsanpassungen für wichtige Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr von 5,8 Mio. € auf 6,2 Mio. € gestiegen.
Die Abschreibungen liegen im ersten Halbjahr 2020 mit 737 T€ unter dem Vorjahresniveau von 877 T€. Das erklärt sich vor allem durch die deutliche Reduzierung von Abschreibungen der Datenbank bei infas 360. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns sind von 1,5 Mio. € im Vorjahr auf 1,2 Mio. € zum 30.06.2020 gesunken.
Das EBIT liegt mit 773 T€ zum 30.06.2020 etwas über dem Niveau von 744 T€ im ersten Halbjahr des Vorjahres. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus den besseren Ergebnissen der infas quo, infas 360 und Lutum + Tappert. Damit konnte das deutlich schlechtere Ergebnis des infas-Instituts überkompensiert werden.
Das Finanzergebnis hat sich von -81 T€ im ersten Halbjahr 2019 auf -65 T€ zum 30.06.2020 verbessert.
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres von 663 T€ auf 708 T€ zum 30.06.2020.
Das erste Halbjahr 2020 schließt die infas Holding AG mit einem positiven Ergebnis nach Steuern in Höhe von 431 T€ (Vorjahr: 144 T€) ab.
Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit war im ersten Halbjahr 2020 mit -3.964 T€ negativ (Vorjahreszeitraum: -3.739 T€).
Das langfristige Vermögen hat sich von 7,5 Mio. € zum 31.12.2019 auf 7,2 Mio. € zum 30.06.2020 verringert, insbesondere durch die Abschreibungen der Nutzungsrechte, die im Rahmen der Anwendung von IFRS 16 aktiviert wurden, und durch Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Die latenten Steueransprüche haben sich von 2,2 Mio. € zum 31.12.2019 auf 2,6 Mio. € zum 30.06.2020 erhöht.
Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31.12.2019 von 22,8 Mio. € auf 21,1 Mio. € verringert. Dies ist insbesondere auf die von 16,0 Mio. € auf 11,1 Mio. € zum 30.06.2020 gesunkenen liquiden Mittel zurückzuführen, aber auch auf die von 2,1 Mio. € auf 1,1 Mio. € gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Gegenzug dazu haben sich die vertraglichen Vermögenswerte von 3,2 Mio. € auf 6,7 Mio. € erhöht, die Ertragsteuerforderungen von 0,2 Mio. € auf 0,7 Mio. € sowie die sonstigen Vermögenswerte von 1,2 Mio. € auf 1,4 Mio. €.
Das Eigenkapital hat sich von 8,2 Mio. € zum 31.12.2019 auf 8,3 Mio. € zum 30.06.2020 entwickelt. Dies ist auf die positive Veränderung des Konzernbilanzgewinns zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote im Konzern verbesserte sich zum 30.06.2020 auf 29,5 Prozent (31.12.2019: 26,8 Prozent).
Die langfristigen und kurzfristigen Schulden sind im Vergleich zum 31.12.2019 insgesamt von 22,2 Mio. € auf 20,0 Mio. € gesunken. Die langfristigen Schulden liegen mit 9,8 Mio. € zum 30.06.2020 auf dem Niveau zum 31.12.2019. Der Rückgang der kurzfristigen Schulden von 12,4 Mio. € zum 31.12.2019 auf 10,2 Mio. € zum 30.06.2020 ergibt sich größtenteils aus dem Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten von 4,1 Mio. € zum 31.12.2019 auf 2,4 Mio. € zum 30.06.2020 sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 0,7 Mio. € auf 0,2 Mio. € zum 30.06.2020.
Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben.
Die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2020 bei einem Umsatz in Höhe von 11,0 Mio. € (Vorjahr 13 Mio. €) ein EBIT von 1,1 Mio. € (Vorjahr 1,7 Mio. €). Der Umsatzeinbruch um ca. 15,6 Prozent ist monokausal auf die durch die Corona-Krise ausgelösten Einschränkungen im Bereich der persönlichen Interviews zurückzuführen: Hausbesuche zu Forschungszwecken sind derzeit ausgeschlossen. Dieser negative Effekt konnte durch Kosteneinsparungen teilweise kompensiert werden, so dass die Umsatzrendite nach 12,9 Prozent im Vorjahr noch ca. 10,2 Prozent erreicht. Da der Auftragsbestand nach wie vor sehr hoch und die Kostenstruktur ausgewogen ist, sind die Aussichten grundsätzlich positiv zu beurteilen, falls es zu keinen weiteren Einschränkungen durch die Corona-Pandemie kommt. Natürlich muss für eine gedeihliche Entwicklung die Corona-Krise überwunden werden. Die im Geschäftsbericht 2019 für das Gesamtjahr getätigte Umsatzprognose erscheint vor diesem Hintergrund realistisch.
Der ausgewiesene Umsatz von infas 360 liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres und beträgt zum 30.06.2020 869 T€ (Vorjahr: 867 T€). Die Corona-Krise hat infas 360 weniger getroffen. Das EBIT ist mit 59 T€ positiv (Vorjahr -180 T€), was insbesondere auf Kosteneinsparungen während der Corona-Krise zurückzuführen ist. Die im Licht der Ergebnisse 2019 erfolgte strategische Neuausrichtung hat sich bereits positiv bemerkbar gemacht, was sich in einer guten Auftragslage widerspiegelt. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2020 ist durchaus optimistisch, so dass mit einem positiven EBIT gerechnet werden kann.
Die Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH ist im gleichen Geschäftsfeld wie die infas 360 tätig und ergänzt deren Dienstleistungen. Lutum + Tappert hat im ersten Halbjahr operativ sehr erfolgreich gearbeitet. Ein Effekt durch die Corona-Krise ist nicht zu verzeichnen. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2020 liegt bei 1.039 T€ und konnte gegenüber dem Vorjahreswert von 687 T€ deutlich gesteigert werden. Zu beachten ist allerdings, dass der Vorjahreswert durch einen negativen Effekt aus der Erstkonsolidierung verzerrt war. Bereinigt läge der Vergleichswert für das Vorjahr bei 959 T€. Das EBIT liegt zum 30.06.2020 bei 141 T€. Für das Gesamtjahr erwarten wir einen erfreulich profitablen Geschäftsverlauf.
infas quo konnte den Umsatz im ersten Halbjahr 2020 in Höhe von 777 T€ im Vergleich zu 2019 mit 625 T€ trotz der Corona-Krise deutlich steigern. Die Investitionen in den Aufbau des Online-Panels und das Angebot an agiler und qualitativ hoher Marktforschung zahlen sich aus. Neue Kunden konnten gewonnen werden. Das EBIT von -138 T€ (Vorjahr: -242 T€) liegt im Bereich der Erwartungen.
Dennoch muss eine Zurückhaltung potenzieller Kunden aufgrund der Umstände der Corona Krise erwähnt werden. Ob sich die grundsätzlich positive Entwicklung im zweiten Halbjahr fortsetzt, wird nicht zuletzt davon abhängen, ob die angesprochene Zurückhaltung aufgegeben wird. Dennoch bleibt der Ausblick auf das zweite Halbjahr optimistisch.
Die allgemeine Geschäftsstrategie ist nach wie vor, kontinuierlich die angebotene Dienstleistung durch Innovationen und neue Ideen weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Dabei ist die Wirtschaftlichkeit im Blick zu behalten, weil es einen allgemeinen, hohen Kostendruck gibt, welcher der Branche auch zu schaffen macht: Nicht umsonst und unabhängig von der Corona-Krise hat die Branche der Markt- und Sozialforschung seit 2012 keine Wachstumsimpulse setzen können. Nicht zuletzt deshalb ist der Markt auch in Bewegung geraten und die Konsolidierungstendenzen sind überdeutlich. Die infas Holding Aktiengesellschaft konzentriert sich in dieser Situation auf lukrative Marktsegmente, die eine Dienstleistung erwarten, die nicht jeder Anbieter leisten kann. Die adressierten Märkte sind spezifische Segmente der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung, die hohe Erwartungen an die Dienstleistung haben, aber auch lukrativ und zukunftsorientiert sind. So können wir uns als einen mittelständisch orientierten, wissensintensiven Informationsdienstleister als Alternative zu den "Big Four" der Branche positionieren.
Die Anzahl der Mitarbeiter (pro Kopf) im Konzern betrug zum Stichtag 30.06.2020 211 (Vorjahr: 194). Der Personalaufwand stieg von 5,8 Mio. € im ersten Halbjahr des Vorjahres auf 6,2 Mio. € zum 30.06.2020.
Die angesprochene Strategie der infas Holding ist bisher aufgegangen: Es gab in den letzten zehn Jahren kein Jahr ohne Wachstum mit jeweils überdurchschnittlichen Umsatzrenditen. Und diese Entwicklung hätte sicherlich auch im Jahr 2020 fortgesetzt werden können, wenn nicht das "unbekannte Unbekannte" 4, die Corona-Krise, zugeschlagen hätte. Der dadurch bedingte brutale Einbruch in der wirtschaftlichen Wachstumsdynamik der Gesamtvolkswirtschaft hat auch unsere Märkte getroffen. Mittlerweile kann aber davon ausgegangen werden, dass sich die Märkte erholen werden. Unklar ist jedoch der Zeitpunkt. Die infas Holding kann dieser Krise insgesamt mit einem hohen Auftragsbestand und einem ausreichenden Liquiditätspolster und null Bankschulden relativ zuversichtlich begegnen. Es zahlt sich somit die vorsichtige Geschäftspolitik aus. Nach dem derzeitigen Stand hält die grundsätzlich gesunde Struktur des Unternehmens der Krise stand. Es muss von Verschiebungen von Projekten ausgegangen werden und nicht von Kündigungen. Es ergeben sich sogar neue Geschäftsmöglichkeiten, weil der Wissensbedarf über die mittel- und langfristigen Folgewirkungen der Corona-Krise auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt stetig zunimmt.
4 Dieses Begriffspaar geht auf Donald Rumsfeld, ehemaliger Verteidigungsminister der USA, zurück, der die Schwierigkeiten von Entscheidungen und damit auch Prognosen wie folgt beschrieb: "Es gibt bekanntes Bekanntes; d.h., es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekannte Unbekannte gibt: Das heißt, wir wissen, es gibt Dinge, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch unbekannte Unbekannte - Dinge also, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen."
Wie bereits im Geschäftsbericht dargestellt, wäre unter einigermaßen bekannten und normalen Bedingungen ein Wachstum von 10 bis 15 Prozent mit den Gesellschaften, die derzeit die infas Holding bilden, möglich gewesen. Angesichts der schon oftmals zitierten und beschriebenen Entwicklung, die maßgeblich von der Corona-Krise beeinflusst ist, muss damit gerechnet werden, dass 2020 eher ein Umsatz zwischen 25 bis 28 Mio. € erreicht wird. Diese Einschätzung erweist sich auch im Licht dargestellter Ergebnisse des ersten Halbjahres als ziemlich robust, so dass weiterhin davon ausgegangen werden kann.
Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und Planzahlen im vorliegenden Dokument basieren auf Annahmen und unterliegen unvorhersehbaren Risiken. Soweit sich diese Annahmen der Gesellschaft als unzutreffend herausstellen sollten oder sich andere unvorhersehbare Risiken ergeben, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von den in diesem Dokument dargestellten, zukunftsgerichteten Aussagen und Planzahlen abweicht.
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| 30.06.2020 | 30.06.2019 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.073.858,35 | 1.311.599,47 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.389.794,83 | 1.389.794,83 |
| Sachanlagen | 444.935,29 | 559.771,37 |
| Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen | 59.628,86 | 55.226,19 |
| Sonstige Finanzanlagen | 1,00 | 1,00 |
| Latente Steueransprüche | 2.564.491,00 | 2.754.306,78 |
| Sonstige Vermögenswerte | 114.301,72 | 114.301,72 |
| Nutzungsrechte | 1.566.740,20 | 1.703.966,72 |
| Langfristige Vermögenswerte gesamt | 7.213.751,25 | 7.888.968,08 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 100.705,08 | 203.446,65 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.123.555,07 | 1.243.262,87 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 6.659.486,69 | 5.821.707,99 |
| Ertragsteuerforderungen | 709.946,62 | 153.548,88 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.420.506,70 | 1.479.933,15 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 11.092.747,31 | 10.482.368,45 |
| Kurzfristige Vermögenswerte gesamt | 21.106.947,47 | 19.384.267,99 |
| 28.320.698,72 | 27.273.236,07 |
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| 30.06.2020 | 30.06.2019 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 9.000.000,00 | 9.000.000,00 |
| Eigene Anteile | 0,00 | -3.693,03 |
| Gesetzliche Rücklage | 266.368,90 | 254.165,68 |
| Eigenkapitalminderung infolge vollständiger Anteilsübernahme | -4.002.480,65 | -4.002.480,65 |
| Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | -2.143.270,32 | -1.889.266,35 |
| Konzernbilanzgewinn | 5.229.016,87 | 4.278.047,12 |
| Eigenkapital gesamt | 8.349.634,80 | 7.636.772,77 |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 6.466.836,79 | 6.012.776,85 |
| Latente Steuerschulden | 2.588.947,10 | 1.863.428,50 |
| Leasingverbindlichkeiten | 650.345,40 | 699.857,76 |
| Kaufpreisverbindlichkeit langfristig | 80.000,00 | 480.000,00 |
| Langfristige Schulden gesamt | 9.786.129,29 | 9.056.063,11 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Ertragsteuerschulden | 94.664,48 | 227.988,17 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.854.218,02 | 1.396.633,90 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 156.558,87 | 456.833,79 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 4.690.961,76 | 3.909.769,61 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.372.360,37 | 3.571.558,15 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.016.171,13 | 1.017.616,57 |
| Kurzfristige Schulden gesamt | 10.184.934,63 | 10.580.400,19 |
| 28.320.698,72 | 27.273.236,07 |
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| 30.06.2020 | 30.06.2019 | ||
|---|---|---|---|
| € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 13.677.761,67 | 15.198.298,01 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 108.236,50 | 77.599,49 | |
| Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen | -4.887.519,20 | -6.396.331,85 | |
| Personalaufwand | -6.177.240,21 | -5.804.420,99 | |
| Abschreibungen | -737.295,18 | -877.359,85 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.211.162,95 | -1.453.717,22 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 772.780,63 | 744.067,59 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 7.064,41 | 1.703,59 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -71.810,88 | -82.742,09 | |
| Finanzergebnis | -64.746,47 | -81.038,50 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 708.034,16 | 663.029,09 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -276.785,07 | -519.025,81 | |
| Konzernjahresüberschuss | 431.249,09 | 144.003,28 | |
| Gewinnvortrag | 698.747,10 | 698.747,10 | |
| Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 0,00 | 0,00 | |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | -33.991,62 | -33.991,62 | |
| Konzernbilanzgewinn | 664.755,48 | 664.755,48 | |
| Ergebnis je Aktie | 0,05 | 0,02 |
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| 30.06.2020 | 30.06.2019 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Konzernergebnis | 431.249,09 | 144.003,28 |
| Posten, die zukünftig nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen | -299.334,96 | -815.578,18 |
| Latente Steuereffekte | 98.780,54 | 268.977,68 |
| Sonstiges Konzernergebnis | -200.554,42 | -546.600,50 |
| Konzerngesamtergebnis | 230.694,67 | -402.597,22 |
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| H1 2020 | H1 2019 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Periodenergebnis vor Steuern | 708.034,16 | 663.029,09 |
| Abschreibungen | 737.295,18 | 830.934,00 |
| Erhöhung/Verminderung der Rückstellungen | 296.263,30 | -146.129,40 |
| Zinsaufwendungen/Zinserträge | 33.921,48 | -1.833,51 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte | 728.258,87 | -1.696,67 |
| Veränderung vertragliche Vermögenswerte | -3.481.730,88 | -2.941.477,07 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten | -2.259.906,91 | -253.061,05 |
| Veränderung vertragliche Verbindlichkeiten | -203.074,52 | -1.779.591,46 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -522.971,99 | -120.277,84 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 0,00 | 11.475,00 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | -3.963.911,31 | -3.738.628,91 |
| Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | 0,00 | -13.728,00 |
| Auszahlungen für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten | -55.963,44 | -64.487,63 |
| Erhaltene Zinsen | 715,40 | 1.703,59 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -55.248,04 | -76.512,04 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten/sonstigen Darlehen | -400.000,00 | 0,00 |
| Auszahlungen zum Ankauf eigener Anteile | 0,00 | -3.144,84 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -485.161,20 | -456.630,01 |
| Gezahlte Zinsen | -34.636,88 | -30.634,55 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -919.798,08 | -490.409,40 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -4.938.957,43 | -4.305.550,34 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 16.031.704,74 | 14.787.918,79 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 11.092.747,31 | 10.482.368,45 |
| Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die liquiden Mittel und stimmt mit den entsprechenden Bilanzposten überein. |
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| 30.06.2020 | Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage | Eigenkapitalminderung aus sonstigem Konzernergebnis | Eigenkaitalminderung infolge vollständiger Anteilsübernahme |
|---|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2020 | 9.000.000,00 | 0,00 | 266.368,90 | -1.942.715,90 | -4.002.480,65 |
| Dividende für das Vorjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Erwerb eigener Anteile | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2020 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -200.554,42 | 0,00 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Stand 30.06.2020 | 9.000.000,00 | 0,00 | 266.368,90 | -2.143.270,32 | -4.002.480,65 |
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| 30.06.2020 | Konzern Bilanzgewinn | Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2020 | 4.797.767,78 | 8.118.940,13 |
| Dividende für das Vorjahr | 0,00 | 0,00 |
| Erwerb eigener Anteile | 0,00 | 0,00 |
| Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2020 | 431.249,09 | 230.694,67 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0,00 |
| Stand 30.06.2020 | 5.229.016,87 | 8.349.634,80 |
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| 30.06.2019 | Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage | Eigenkapitalminderung aus sonstigem Konzernergebnis | Eigenkaitalminderung infolge vollständiger Anteilsübernahme |
|---|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2019 | 9.000.000,00 | -548,19 | 254.165,68 | -1.342.665,85 | -4.002.480,65 |
| Dividende für das Vorjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Erwerb eigener Anteile | 0,00 | -3.144,84 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2019 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -546.600,50 | 0,00 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Stand 30.06.2019 | 9.000.000,00 | -3.693,03 | 254.165,68 | -1.889.266,35 | -4.002.480,65 |
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| 30.06.2019 | Konzern Bilanzgewinn | Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2019 | 4.134.043,84 | 8.042.514,83 |
| Dividende für das Vorjahr | 0,00 | 0,00 |
| Erwerb eigener Anteile | 0,00 | -3.144,84 |
| Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2019 | 144.003,28 | -402.597,22 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0,00 |
| Stand 30.06.2019 | 4.278.047,12 | 7.636.772,77 |
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| 30.06.2020 | infas-Institut | infas 360 | infas quo | Lutum + Tappert | Holding |
|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 10.992 | 869 | 777 | 1.039 | 0 |
| Konzeninterner Umsatz | 183 | 245 | 3 | 13 | 15 |
| Umsatz gesamt | 11.175 | 1.114 | 780 | 1.052 | 15 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) | 1.118 | 59 | -138 | 141 | -388 |
| Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) | 143 | 18 | 10 | 17 | 1 |
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| 30.06.2020 | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 0 | 13.677 |
| Konzeninterner Umsatz | -459 | 0 |
| Umsatz gesamt | -459 | 13.677 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) | -19 | 773 |
| Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) | 0 | 189 |
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| 30.06.2019 | infas-Institut | infas 360 | infas quo | Lutum + Tappert | Holding |
|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 13.019 | 867 | 625 | 687 | 0 |
| Konzeninterner Umsatz | 127 | 142 | 2 | 0 | 18 |
| Umsatz gesamt | 13.146 | 1.009 | 627 | 687 | 18 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) | 1.678 | -180 | -242 | -110 | -419 |
| Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) | 133 | 18 | 11 | 18 | 1 |
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| 30.06.2019 | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 0 | 15.198 |
| Konzeninterner Umsatz | -289 | 0 |
| Umsatz gesamt | -289 | 15.198 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) | 17 | 744 |
| Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) | 0 | 181 |
Der Halbjahresfinanzbericht der infas Holding Aktiengesellschaft zum 30.06.2020 wurde entsprechend dem Konzernabschluss zum 31.12.2019 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. In diesem Zwischenabschluss wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31.12.2019. Eine detaillierte Beschreibung der angewandten Methoden ist im Konzernanhang 2019 enthalten.
Änderungen durch Standards und Interpretationen, die durch die EU übernommen und ab dem 01.01.2020 verpflichtend anzuwenden sind, wurden berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Bewertung der identifizierten Vermögenswerte und Schulden aus dem vollständigen Erwerb der Anteile der Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH mit Sitz in Bonn fertiggestellt. Die beizulegenden Zeitwerte der Software, des Kundenstamms und des Auftragsbestands beliefen sich auf 734 T€. Die Angaben für den Halbjahresbericht zum 30.06.2019 wurden angepasst, um die finalen Werte abzubilden. Infolgedessen wurden die latenten Steuerschulden um 207 T€ erhöht. Es ergab sich eine Verringerung des Geschäfts- und Firmenwerts um 232 T€ auf nunmehr 1.223 T€.
Die im Bericht enthaltene Bilanz zum 30.06.2020, die Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung (jeweils für das erste Halbjahr 2020 und 2019), die Kapitalflussrechnung (jeweils für die ersten sechs Monate 2020 und 2019) sowie die Eigenkapitalveränderungsrechnung (jeweils für die ersten sechs Monate 2020 und 2019) wurden keiner Prüfung nach § 317 HGB unterzogen und sind in Verbindung mit dem Konzernabschluss des Jahres 2019 zu lesen.
Der Halbjahresfinanzbericht ist in Euro aufgestellt.
Die Unternehmen werden nach IFRS 10 in den Konzernabschluss, aufgrund der Beherrschung durch die Muttergesellschaft, infas Holding Aktiengesellschaft, einbezogen.
Die infas Holding AG erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.
Der Konsolidierungskreis umfasst folgende inländische Tochtergesellschaften:
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| Anteil am Kapital | |
|---|---|
| infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| infas 360 GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
| infas quo GmbH, Nürnberg | 100,00 Prozent |
| Lutum + Tappert DV-Beratung GmbH, Bonn | 100,00 Prozent |
In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien dargestellt.
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| Bewertung nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| In T€ | Buchwert lt. Bilanz 30.06.2020 | (Fortgeführte) Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert 30.06.2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 114 | 114 | 114 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 114 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.124 | 1.124 | 1.124 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 1.124 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.243 | 1.243 | 1.243 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 1.243 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 11.093 | 11.093 | 11.093 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 11.093 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 156 | 156 | 156 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 156 | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.839 | 1.839 | 1.839 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 1.839 |
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| Bewertung nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| In T€ | Buchwert lt. Bilanz 30.06.2019 | (Fortgeführte) Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert 30.06.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 114 | 114 | 114 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 114 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.243 | 1.243 | 1.243 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 1.243 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.407 | 1.407 | 1.407 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 1.407 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.482 | 10.482 | 10.482 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 10.482 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 457 | 457 | 457 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 457 | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.235 | 3.235 | 3.235 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 3.235 |
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert ebenfalls dem beizulegenden Zeitwert.
Die infas Holding Aktiengesellschaft ist mittelbar über die Tochtergesellschaft infas 360 GmbH zu 33,33 Prozent an der BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn, beteiligt. Zum Stichtag lagen keine Informationen zu den Ergebnissen der Business Network Solutions GmbH, Bonn vor, so dass die Anteile an der At-equity-Beteiligung zum 30.06.2020 unverändert angesetzt wurden.
Das Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2020 hat sich von -81 T€ im Vorjahreszeitraum auf -65 T€ verbessert. Die Zinserträge liegen mit 7 T€ über dem Vorjahresvergleichswert von 2 T€. Die Zinsaufwendungen liegen mit 72 T€ unter dem Vorjahresvergleichswert von 83 T€.
Ertragsteuern werden in der Berichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr pro Gesellschaft erwartet wird.
Auf die Erläuterungen im Konzernanhang 2019 zum Ansatz und zur Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern wird verwiesen.
Im Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2020 sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von -299 T€ (Vorjahr -816 T€) im sonstigen Ergebnis berücksichtigt worden. Die latenten Steuern aus der Erfassung dieser Gewinne im sonstigen Ergebnis betragen 98 T€ (Vorjahr 269 T€) und führen zu einem negativen sonstigen Konzernergebnis in Höhe von 201 T€ (negatives Ergebnis des Vorjahres 547 T€).
In der Berichtsperiode haben sich keine hier anzugebenden Sachverhalte ergeben.
Die Geschäfte des Unternehmens werden durch Herrn Dipl.-Soz. Menno Smid (CEO) und Herrn Dipl.-Kfm. Alexander Mauch (CFO) geführt.
Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
-Der Vorstand-
Bonn, im August 2020
infas Holding Aktiengesellschaft
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden, und die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen Prognosen abweichen können. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der infas Holding AG unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Synergieeffekte sowie gesetzliche, juristische und politische Entscheidungen. Die infas Holding AG sieht sich auch nicht dazu verpflichtet, Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum eingetreten sind.
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