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infas Holding AG

Annual Report Jul 23, 2014

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Annual Report

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infas Holding Aktiengesellschaft

Bonn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Friedrich-Wilhelm-Straße 18

53113 Bonn

Tel. +49 (0)228/33 60 72 39

Fax +49 (0)228/31 00 71

www.infas-holding.de

[email protected]

Sitz der Gesellschaft:

53113 Bonn

Vorstand der Gesellschaft:

Dipl.-Soz. Menno Smid

Vorsitzender des Aufsichtsrats:

Dipl.-Kfm. Udo Christochowitz

Amtsgericht Bonn

HRB 17379

USt.-Ident.-Nr. DE 155601174

St.Nr. 10357101218

ISIN: DE0006097108

WKN: 609710

Notiert: Geregelter Markt (General Standard) in Frankfurt am Main

Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2013

I. Grundlagen des Unternehmens

Vorbemerkung

Der Konzernlagebericht wurde für das Geschäftsjahr 2013 erstmalig unter Beachtung der Vorschriften des DRS-20 aufgestellt.

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Darstellung des Konzerns, der Geschäftstätigkeit und der Rahmenbedingungen als Ausgangspunkt für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage.

Der infas Holding Konzern besteht zum 31.12.2013 aus der Muttergesellschaft infas Holding AG sowie folgenden Tochtergesellschaften:

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infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn 100,00 Prozent
action press gmbh & co. kg, Hamburg 100,00 Prozent
action press beteiligungsgesellschaft mbh, Hamburg 100,00 Prozent

Die infas Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management- und Finanzholding des infas Holding Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse. Die Aktien der infas Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Gesamtvorstand der infas Holding AG.

Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften im Segment Markt- und Sozialforschung sowie im Segment der Fotopresseagenturen tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen im Inland, und zwar an den Standorten Bonn und Hamburg.

Im Segment der Markt- und Sozialforschung ist der Konzern mit dem infas Institut, Bonn, präsent. Die Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist ein privates und unabhängiges Forschungsinstitut, das Forschungs- und Beratungsleistungen für Unternehmen aller Branchen, für die Wissenschaft, die Verwaltung auf Bundes- und Länderebene und die EU sowie die Politik allgemein erbringt.

Das Geschäftsfeld Foto wird von der action press gmbh & co. kg, Hamburg, bedient. action press zählt zu den etablierten Pressebildagenturen Deutschlands. Sie generiert über 90 Prozent ihres Umsatzes mit klassischen Printmedien der großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage Deutschlands, besonders im Bereich "Yellow" und "Celebrity".

2. Ziele und Strategien

Moderne, hochentwickelte und demokratische Gesellschaften werden aufgrund ihrer fortschreitenden funktionellen Differenzierung komplexer. In der Konsequenz lassen sich daher gesellschaftliche Prozesse schwieriger steuern und Vorhersagen. Entscheidungen werden erst nach mehreren Erwägungsschleifen getroffen und müssen zunehmend datenbasiert stattfinden. Selbst das Austragen von politischen Kontroversen findet in der Regel datenbasiert statt und wird in abnehmendem Maße ideologisch oder wertebasiert geführt. Dies gilt auch für die Wirtschaft in diesen modernen Gesellschaften, deren komplexe Produkte und Dienstleistungen in extrem arbeitsteiligen Strukturen für weitgehend gesättigte Märkte hergestellt bzw. erbracht werden. Auch hier fallen Entscheidungen in der Regel auf Basis möglichst valider und gleichzeitig auch komplexer Informationen. Informationsdienstleister, zumal wenn sie wissensbasiert agieren, spielen in diesem Zusammenhang eine nicht zu unterschätzende Rolle, und zwar nicht nur im Hinblick auf Analysen, sondern auch in Bezug auf die Darstellung komplexer Sachverhalte.

Vor diesem Hintergrund ist es unverändert das Ziel der infas Holding, auf Basis einer exzellenten Dienstleistung und höchster Qualitätsmaßstäbe, der präferierte Partner für Informationsdienstleistungen, insbesondere für Markt- und Sozialforschung mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Gesellschaft für unsere Kunden zu sein. In den von uns adressierten Märkten wollen wir Spitzenpositionen erreichen und fokussieren uns auf attraktive und langfristig wachsende Nischenmärkte, in denen wir organisch über dem Marktdurchschnitt zu wachsen gedenken. Insgesamt sollen die Wachstumsbestrebungen ihren organisatorischen Ausdruck in einem mittelständisch orientierten, wissensintensiven Informationsdienstleister für Markt- und Sozialforschung und angrenzende Gebiete finden. Das Unternehmen soll für bestimmte wichtige Fragen der Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft, in seiner Innovationskraft, Produktvielfalt, Flexibilität und Ertragskraft zu einer wirklichen Alternative für die etablierten Anbieter - die Big Four der Branche - werden. Die klare Ausrichtung auf eine offensive Strategie, die im Jahr 2013 auch seinen Ausdruck fand in der Umbenennung der Holding, die von anwesenden Aktionären auf der Hauptversammlung im August der Jahres 2013 ohne eine Gegenstimme beschlossen wurde, wird in den kommenden Jahren die Richtschnur der Entwicklung sein.

Klarheit in der Ausrichtung und offensives Vorgehen: Diese beiden Vorgaben gelten im besonderen Maße für die action press gmbh & co. kg in Hamburg als oberstes Prinzip in dem nächsten Jahr. Der erreichte Grad der Konsolidierung macht es grundsätzlich möglich, die bisherige Entwicklung nicht nur fortzusetzen, sondern auch mit neuen Produktideen Marktanteile zu gewinnen.

3. Steuerungssystem

Als wichtigste Steuerungsgrößen verwenden die infas Holding AG und ihre Tochtergesellschaften - wie in den Vorjahren - den Umsatz sowie das operative Ergebnis. Mit operativem Ergebnis ist das Ergebnis gemeint, das dargestellt wird in der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT). Diese zentralen Kenngrößen werden regelmäßig und vollumfänglich von allen Tochtergesellschaften und der Holding erstellt und mit Planzahlen abgeglichen. Bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg erfolgt die Aufstellung monatlich, beim infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH quartalsweise. Beim infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft ist der Rhythmus der Erstellung bestimmt durch die notwendige Projektbewertung nach den Herstellungskosten, die quartalsweise erstellt wird, weil sich im Projektgeschäft eine solche Planung als sinnvoll und effektiv erwiesen hat. Darüber hinaus wird in allen Tochtergesellschaften die Entwicklung des Auftragsbestands für das aktuelle Geschäftsjahrständig in Relation zum geplanten Jahresumsatz verfolgt und monatlich dargestellt und bewertet.

4. Forschung und Entwicklung

Das Kernsegment der infas Holding AG wird durch das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft repräsentiert. Das Institut erbringt eine wissensintensive Dienstleistung im Bereich der Markt- und Sozialforschung und gehört somit nicht zur forschungsintensiven Industrie, die traditionell die höchsten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung tätigt, wie zum Beispiel die Chemie- und Pharmaindustrie, Elektroindustrie sowie Maschinen- und Fahrzeugbau. Somit stehen auch nicht Produktinnovationen im Vordergrund. Das heißt aber nicht, dass Unternehmen, die Dienstleistungen erbringen, per se keine Innovatoren sein können. Sie können sehr wohl innovativ sein, weil auch die Einführung neuer Dienstleistungen Aufwendungen in Forschung und Entwicklung beinhalten. Im Kernsegment der infas Holding AG stehen allerdings Prozessinnovationen im Vordergrund. Prozessinnovationen sind in dem genannten Kernsegment neue oder merklich verbesserte Verfahren zur Erbringung unserer Dienstleistung, die in das Unternehmen eingeführt wurden. Der überwiegende Teil dieser Innovationsaktivität fand im Kernsegment Markt- und Sozialforschung statt.

In den letzten zwei Jahren hat in dem Kernsegment der infas Holding AG das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft ein neues System der Kontrolle der erhobenen Datenstrukturen entwickelt und eingeführt, das es erlaubt, den gesamten Erhebungsprozess der Daten ausgehend von der Stichprobe bis hin zur Realisierung des Interviews durch den Interviewer rechnergestützt zu verfolgen. Auf dieser Basis wird es möglich, Kennziffern der Güte der Erhebung noch während des Erhebungsprozesses selbst, und nicht erst nach seinem Abschluss zu erheben. Damit ist eine zeitnahes Monitoring der kostenträchtigen Aktivitäten der Interviewer möglich, das nicht nur Kosten spart, sondern insbesondere die Qualität der erhobenen Daten verbessert. Dies ist ein Beispiel für den Anspruch, die Systeme der Erhebung kontinuierlich zu verbessern, um eine hochwertige Qualität der erhoben Daten für die Kunden sicherzustellen. Im Geschäftsjahr 2013 sind die angesprochenen Aufwendungen für innovative Aktivitäten gegenüber den Vorjahren merklich gestiegen.

Die action press gmbh & co. kg hat in den letzten beiden Jahren neue Absatzmaßnahmen zur Stärkung des Umsatzes entwickelt. Diese zielen zum einen auf eine Stabilisierung des Kerngeschäftes, zum anderen auf die Einführung neuer Produkte. Beide Maßnahmen führten zu einer Stabilisierung des Umsatzes. Daneben erfolgte mit Hilfe von Investitionen in die EDV eine Optimierung von Ablaufprozessen, die zu erheblichen Kosteneinsparungen und zu erheblichen Qualitätsverbesserungen führten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach zwei Jahren Schrumpfung windet sich die Eurozone in 2014 aus der Rezession: IWF und OECD gehen jeweils von einem Wachstum von rund 1,0 Prozent aus. Die umgesetzten Maßnahmen der Politik und der Europäischen Zentralbanksorgen offenbar doch für Wachstumsimpulse. Sämtliche Prognosen für die deutsche Wirtschaft zeigen in 2014 nach oben: Der IWF geht von einem Wachstum von 1,4 Prozent aus, die OECD gar von 1,7 Prozent. Erfreulich dabei ist, dass sich der negative Trend in der EU und im Euroraum zu verringern scheint und eine Stabilisierung der Lage in Sicht ist. Diese positive Entwicklung lässt sich indes nicht bruchlos auf die Markt- und Sozialforschungsbranche und auf die Verlagsbranche übertragen. Nimmt man die Zahlen und Bewertungen des europäischen Branchenverbands ESOMAR zur Grundlage, waren in Europa die Marktforschungsumsätze in den letzten Jahren im Durchschnitt eher rückläufig, auch wenn es starke länderspezifische Ausprägungen gab1 .

1 Siehe "Global Market Research 2013", herausgegeben von ESOMAR (2013).

Der deutsche Markt entwickelte sich beispielsweise in diesem Zusammenhang bis einschließlich 2012 weit positiver als der Markt der Eurozone insgesamt. Nachdem die Umsätze der deutschen Markt- und Sozialforschungsinstitute im Zuge der Wirtschaftskrise um 5,0 Prozent gesunken waren, hatte sich die Branche schnell wieder stabilisiert. Mit nominalen Umsatzsteigerungen um 3,3 Prozent in 2010, um 6,7 Prozent in 2011 und um 7,7 Prozent in 2012 hat sich die deutsche Branche in diesem Bereich deutlich positiver entwickelt als etwa die Forschungsmärkte in den USA, Großbritannien oder in Frankreich. 2013 haben nun auch die deutschen Institute den Kostendruck vieler Auftraggeberbranchen kennen lernen müssen.

Für das Geschäftsfeld Foto, das von der action press gmbh & co. kg in Hamburg vertreten wird, ist die Frage, ob die deutschen Verlage sich aus den strukturellen Schwierigkeiten der Branche herauswinden können, von großer Bedeutung, weil die wirtschaftliche Lage der Verlage sich sofort auf den Umsatz dieses Geschäftsfelds auswirkt. Leider sind die herausstechenden Merkmale der letzten Jahre, nämlich zurückgehende Auflagen einerseits und schwache Anzeigenmärkte andererseits, auch die prägenden Merkmale des Verlegermarkts des Jahres 2013. Als Reaktion hierauf haben die Verlage verstärkt weitergeführt, was sie bereits in den Jahren zuvor begonnen haben. Sie haben sich weiter schrittweise vom Verlagsgeschäft abgewendet und Geschäftsfelder außerhalb ihrer klassischen Verlagsmärkte zu erschließen versucht. Vor diesem Hintergrund war die Geschäftsentwicklung bei der infas Holding AG im Jahr 2013 von der Grundstruktur her nicht viel anders als 2012. Auch 2013 prägten Gegensätze die Entwicklung. Während sich das infas Institut im gesamt- und branchenwirtschaftlichen Geschäftsfeld sehr gut behaupten und über dem Branchendurchschnitt weiter wachsen und eine Steigerung der Erträge erwirtschaften konnte, gelang es bei der action press gmbh & co. kg, einen weiteren Einbruch in Umsatz und Ertrag aufzuhalten.

2. Geschäftsverlauf

Geschäftsfeld Markt- und Sozialforschung

Für die Branche der Markt- und Sozialforschung verlief die Entwicklung 2013 nicht mehr so positiv wie noch im Jahr 2012. Insgesamt war das Jahr 2013 für die deutschen Marktforschungsinstitute nicht einfach. Gemeinsam haben alle Institute einen Umsatz von 2,5 Mrd. € erzielt. Damit ist der Branchenumsatz im Vergleich zu 2012 zwar unverändert geblieben, entspricht aber inflationsbereinigt einem Rückgang von 1,5 Prozent. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Stagnation auf die schwache Entwicklung vor allem der großen Institute, insbesondere der "Big Four", zurückzuführen ist, denen es 2013 nicht gelungen ist, signifikant zu wachsen. Nachdem sich die Marktforschungsbranche bis zum Jahr 2012 von dem Abwärtstrend anderer gesättigter Märkte abkoppeln konnte, musste nun eine Vielzahl von Institute in Deutschland Stagnation oder Umsatzrückgänge verkraften. Von den 134 Unternehmen, deren Umsatz von einem spezialisierten Branchendienst erfragt wurde, konnten 2013 insgesamt 37 Institute im Vergleich zum Vorjahr ihren Umsatz steigern (28 Prozent). 45 Firmen meldeten einen im Vergleich zu 2012 unveränderten Umsatz, und immerhin 44 Prozent der Unternehmen berichteten von einem Umsatzrückgang (33 Prozent).1

1 Die Angaben beruhen auf der "Context-Umsatzliste 2013". Diese Liste wird veröffentlicht von dem Informationsdienst Context, der regelmäßig sämtliche Institute zum erreichten Umsatz befragt und eine Referenzgröße der Branche darstellt. Context erscheint im Compress Verlag, Mönchengladbach. Die Zahlen entstammen aus der Folge 1/14.

Das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft gehört im Jahr 2013 wieder zu der Minderheit von Instituten, für die eine positive Umsatzentwicklung feststellbar ist. Insgesamt haben die 50 umsatzstärksten Marktforschungsinstitute den deutschen Markt weiterhin fest im Griff: Im Jahr 2013 haben sie gemeinsam 94,7Prozent des deutschen Branchenumsatzes erwirtschaftet (2012: 94,8 Prozent).

Noch deutlicher wird der Konzentrationsprozess beim Blick auf die Top Ten, zu denen auch infas gehört. Die Top Ten setzen 82,3 Prozent des gesamten Umsatzes der Branche um.

Das Jahr 2013 hat für infas - nach dem überaus erfolgreichen Jahr 2012 - einen weiteren positiven Verlauf genommen, womit vor dem Hintergrund des Umsatzsprungs in 2012 nicht unbedingt zu rechnen war. infas erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von 19,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr mit 18,3 Mio. €, was einer Steigerung von 6,6 Prozent entspricht. Damit ist ein neuer Rekordwert erreicht. Sehr erfreulich ist obendrein, dass sich die Gewinnsituation nochmals signifikant verbessert hat und somit auch das beste bisher erreichte Ergebnis berichtet werden kann. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit umfasst nunmehr 3,49Mio. € (Vorjahr 3,04 Mio. €) und erreicht, relativ zum Ergebnis gesehen, 17,8 Prozent der Gesamtleistung (Vorjahr: 16,8 Prozent), was auch branchenweit als ein Spitzenergebnis einzuschätzen ist. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass damit eine Gewinnsteigerung von 12,9 Prozent erreicht werden konnte.

Die einzelnen Bereiche des infas Instituts für angewandte Sozialwissenschaft entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt:

Bereich Sozialforschung

Das Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen Projekten mit extrem komplexen methodischen Designs zur empirischen Analyse sehr unterschiedlicher, wesentlicher sozialer Fragestellungen, die den weiteren Fortgang der gesellschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik betreffen.

Bei der Sozialforschung handelt es sich um den umsatzstärksten Bereich von infas. Der Bereich erreichte 2013 einen Umsatz von 13,9 Mio. € und konnte damit das Niveau von 2012 halten, was vor dem Hintergrund einer Umsatzsteigerung im Jahr 2012 von über 20 Prozent nicht unbedingt erwartet werden konnte (Umsatz in 2012: 14,1 Mio. €). Mit den genannten Umsätzen unterstreicht dieser Bereichseine führende, die Struktur des Instituts auch bestimmende Funktion.

Bereich Markt- und Verkehrsforschung

Das Portfolio dieses Bereichs umfasst die Durchführung von empirischen Ad-hoc-Projekten für spezialisierte Marktforschungsfragestellungen der Industrie, speziell von Verkehrsunternehmen und Dienstleistungsunternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Durststrecke der letzten zwei Jahre, die analog der Entwicklung der gesamten Marktforschungsbranche verlief, durchbrochen werden. Der Umsatz steigerte sich auf 3,8 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €), was einer Steigerung von 80,9 Prozent entspricht.

Bereich Gesundheitsforschung

In diesem Bereich sind mehrere Großprojekte angesiedelt, die sich mit der empirischen Evaluation von Disease-Management-Programmen verschiedener Krankheitsbilder beschäftigen. Der im Jahr 2013 in diesem Bereich realisierte Umsatz war mit 1,8 Mio. € geringer als der Vorjahreswert von 2,1 Mio. €. Hierzu ist allerdings einschränkend festzustellen, dass dieser Rückgang in erster Instanz auf die Logik der Abarbeitung der genannten DMP-Projekte zurückzuführen ist und daher nur eingeschränkt einen Hinweis auf eine spezifische Marktentwicklung gibt.

Mit dem seit Jahren kontinuierlich steigenden Umsatz einerseits und der damit verbundenen Tendenz andererseits, den größten Teil der gesamten Prozesskette der angebotenen Dienstleistung selbst zu erbringen, weil der Markt dies für infas in der erwarteten Komplexität definitiv nicht leisten kann, ging ein Ausbau der personellen Ressourcen im Institut einher. Mit 92 Beschäftigten zum Geschäftsjahresende wurde ein neuer Höchststand der Beschäftigung erreicht (Vorjahr: 88 Mitarbeiter).

Geschäftsfeld Foto

Trotz starkem Konkurrenzdruck und stetig fallender Bildpreise im deutschen sowie internationalen Medienmarkt sicherte sich action press im Jahre 2013 wieder eine führende Position im Kreis der Pressebildagenturen in Deutschland. Der Gesamtumsatz im Jahr 2013 belief sich auf T€ 4.731 nach T€ 4.701 in 2012 und stieg damit marginal gegenüber dem Vorjahr. Der Verlust belief sich auf T€ 76 nach T€ 951 in 2012. Die deutliche Verbesserung des Ergebnisses basiert auf einer drastischen Veränderung in der Kostenstruktur, hier wiederum in erster Linie auf einer Verringerung der Personal- und Personalnebenkosten in Höhe von ca. T€500. Im Dezember 2012 stellte action press das neue Redaktionssystem "Backstage" in Betrieb. Nach einer Anlaufzeit von Januar 2013 bis April 2013 wurden die Bildbearbeitung, Verschlagwortung sowie die Rechnungsstellung an Kundendurch die Einführung des neuen Systems schneller und effizienter. So wurde der Bildversand von ca. 2.000 Bildern pro Tag Anfang 2013 auf heute über 3.000 Bilder gesteigert. In anderen Worten, 50 Prozent mehr Output mit 50 Prozent weniger Redakteuren. Die hohen Investitionen des Jahres 2012 in Personalabbau und technische Aufrüstung haben sich gelohnt. In der zweiten Jahreshälfte 2013 hat das Unternehmen schwarze Zahlen geschrieben, konnte allerdings die Verluste des ersten Halbjahres noch nicht voll ausgleichen. Die ersten beiden Monate 2014 bestätigen den Turn-around der 2. Halbjahres 2013. Für das Jahr 2014 erwartet action press eine moderate Umsatzsteigerung und ein positives Ergebnis.

Die Strategie der Geschäftsführung für das Jahr 2013 wird in 2014 fortgesetzt. Dem Branchentrend zum Trotz zeigt die positive wirtschaftliche Entwicklung bei action press klar und deutlich, dass die in den vergangenen zwei Jahren vorgenommenen strategischen und technischen Veränderungen greifen. Die angegangenen Maßnahmen in den Bereichen Personal, Technik und Produkte ermöglichten es action press, eine Spitzenposition im hart umkämpften Markt zu behaupten.

Zusammenfassung

Zusammengefasst kann von einem insgesamt positiven Geschäftsverlauf im nächsten Jahr ausgegangen werden. Bei der action press gmbh & co. kg in Hamburg wurden im Jahr 2013 die Grundlagen für eine zwar langsame, aber stetige Entwicklung gelegt. Beim infas Institut kann vor dem Hintergrund der sehr guten Ergebnisse in 2013 eine zwar verlangsamte, aber insgesamt auf hohem Niveau stattfindende positive Entwicklung erwartet werden.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2013 von 23,0 Mio. € im Vorjahr auf 24,2 Mio. €, und damit um rd. 5 Prozent gestiegen. Der Umsatz im Geschäftsfeld Fotoerreichte mit 4,7 Mio. € den Vorjahreswert. Im Geschäftsfeld Markt- und Sozialforschung konnte durch die gute Auftragslage und höhere Effizienz bei der Projektbearbeitung der Umsatz von 18,3 Mio. € im Vorjahr auf 19,6 Mio. € gesteigert werden.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von 10,8 Mio. € auf 11,4 Mio. € nahezu proportional gestiegen. Gemessen an den Umsätzen hat sich der Anteil an Material- und Fremdkosten von 47,0 Prozent im Vorjahr auf 47,1 Prozent im Geschäftsjahr kaum verändert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2013 mit 80 T€ gegenüber dem Vorjahrwert von 297 T€ deutlich reduziert und beinhalten u.a. Erträge aus der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung für das Mietverhältnis in Hamburg i.H.v. 62 T€. Im Vorjahreswert waren u.a. noch Erträge aus der Auflösung einer Prozesskostenrückstellung i.H.v. 200 T€ enthalten.

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern betrug im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 123 (Vorjahr: 131). Die Personalaufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr von 7,0 Mio. € um 4,3 Prozent auf 6,7 Mio. € im Jahr 2013, liegen aber fast auf dem Vorjahresniveau, da im Vorjahr einmalige Kosten für den Personalabbau im Geschäftsfeld Foto i.H.v. 394 T€ angefallen waren.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Geschäftsjahr 2013 mit 323 T€ (Vorjahr: 330 T€) fast auf dem Niveau des Vorjahres. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert des Geschäftsfeldes Foto betragen912 T€ (Vorjahr: 1.229 T€) und waren aufgrund der in den nächsten Jahren erwarteten Geschäfts- und Ergebnisentwicklung dieses Geschäftsfelds erforderlich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns betragen wie im Vorjahr 3,1 Mio. €, sind aber gemessen an den Umsätzen von 13,5 Prozent auf 12,8 Prozent leicht gesunken.

Im Geschäftsjahr 2013 haben sich die Zinserträge von 78 T€ im Vorjahr auf 42 T€ aufgrund des sinkenden Zinsniveaus weiter reduziert. Bei Zinsaufwendungen von129 T€ (Vorjahr: 126 T€) sowie Abschreibungen auf Wertpapiere von 70 T€ (Vorjahr: 22 T€) ergibt sich ein negatives Finanzergebnis von - 157 T€ (Vorjahr: - 70 T€). Die Zinsaufwendungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen den Zinsanteil aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung i.H.v. 113 T€ (Vorjahr: 111 T€).

Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr infolge des starken Ergebnisses der infas GmbH und infolge des starken Verlustrückgangs der actionpress gmbh & co. kg von 786 T€ um 877 T€ auf 1.663 T€ mehr als verdoppelt.

Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist im Geschäftsjahr mit 286 T€ positiv und liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von 1.967 T€.

Die Investitionen in das Anlagevermögen betragen wie im Vorjahr 0,2 Mio. € und sind in beiden Geschäftsfeldern im Wesentlichen für Investitionen in Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung angefallen.

Mit der Übernahme der Anteile von den Minderheitsgesellschaftern am infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft und dem Abschluss des Gewinnabführungsvertrags zwischen dem Institut und der infas Holding AG ist im Jahr 2013 das Ziel erreicht worden, die steuerlichen Verlustvorträge der Muttergesellschaft zu nutzen. Die im Geschäftsjahr 2013 zu verbuchende tatsächliche Ertragssteuerbelastung i.H.v. 206 T€ (Vj. 1.012 T€) ergibt sich als Folge der sogenannten Mindestbesteuerung, die eine vollständige Verlustverrechnung unter bestimmten Voraussetzungen nicht zulässt. Die Vorteile aus der Nutzung der Verlustvorträge in den Folgejahren sind im Jahr 2013 nach den IFRS-Vorschriften als latente Steuern abzubilden und führen im Wesentlichen zu den positiven Ertragsteuern von3.287 T€ (Vj. -1.341 T€) und zu einem Konzernjahresüberschuss i.H.v. 4.949 T€(Vj. -555 T€), der den Konzernbilanzverlust aus dem Vorjahr zu einem Konzernbilanzgewinn i.H.v. 1.598 T€ (Vj. -2.811 T€) werden lässt, der jedoch mit den im Eigenkapital abzubildenden Anschaffungskosten der Minderheitenanteile zu verrechnen ist.

Finanz- und Vermögenslage

Das langfristige Vermögen beträgt zum 31.12.2013 10,5 Mio. € und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 6,8 Mio. € um 3,7 Mio. € erhöht, was hauptsächlich auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern i.H.v. 4,7 Mio. € und der Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert des Geschäftsfelds Foto i.H.v. 0,9 Mio. € zurückzuführen ist. Die Investitionen in das Anlagevermögen entfallen im Wesentlichen auf Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum 31.12.2012 von 14,5 Mio. € auf 10,4 Mio. € gesunken, insbesondere durch die Veränderung der liquiden Mittel. Die liquiden Mittel haben sich stichtagsbezogen von 11.216 T€ zum31.12.2012 auf 6.200 T€ zum 31.12.2013 verringert, u. a. als Folge der Zahlung des Kaufpreises für die Übernahme der Minderheitsanteile an der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH.

Das Eigenkapital sinkt von 6.822 T€ im Vorjahr um rund 1 Prozent auf 6.759 T€. Bei etwas reduzierter Bilanzsumme von 21,3 Mio. € zum 31.12.2012 auf 20,9 Mio. € zum 31.12.2013 verbesserte sich die Eigenkapitalquote im Konzern etwas auf 32,3 Prozent (Vorjahr: 32,0 Prozent).

Die langfristigen Schulden liegen mit 4,7 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 3,4 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung der passiven latenten Steuern auf 1,2 Mio. T€ zum Bilanzstichtag. Die kurzfristige Verschuldung sinkt von 11,1 Mio. € zum 31.12.2012 auf 9,4 Mio. €, insbesondere durch die um 1,7Mio. € geringeren Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung.

Die Konzern-Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 20.869.308,22 € (Vorjahr: 21.328.558,08 €).

Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2013 auf 286 T€. Bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 1.663 T€ und unbaren Aufwendungen und Erträgen, die insbesondere Abschreibungen auf Sachanlagen und auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von insgesamt1.235 T€, einen Zugang von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 907 T€ sowie die Verminderung von Verbindlichkeiten in Höhe von 1.543T€ betreffen, wurden Mittel in Höhe von 5.224 T€ dazu verwandt, das Netto-Umlaufvermögen abzubauen. Aus Investitionstätigkeit sind Mittel für die Anschaffung von Minderheitenanteilen und von Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 4.263 T€ abgeflossen. Aus Finanzierungstätigkeit ergaben sie Abflüsse in Höhe von 1.081 T€, die im Wesentlichen die Auszahlungen von Dividenden in Höhe von852 T€ betrafen. Die Veränderung des Finanzmittelbestandes betrug5.016 T€. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 6.200 T€ (Vorjahr: 11.216 T€).

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die im Vorjahr abgegebenen Prognosen werden in den folgenden Ausführungen einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen, um beurteilen zu können, inwieweit die im Vorjahr berichteten Prognosen mit der tatsächlichen Entwicklung im Jahr 2013 übereinstimmen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Der im Geschäftsbericht 2012 kommunizierte Plan-Konzernumsatz in der Bandbreite von 21 Mio. € bis zu 24 Mio. € und das positive Plan-Ergebnis sind mit dem erreichten Konzernumsatz 2013 von 24,2 Mio. € und einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 1,7 Mio. € im oberen Bereich der Planung mehr als erreicht. Die finanziellen Ziele konnten im Jahr 2013 erreicht werden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verfolgen wir Kundenbelange sowie Arbeitnehmerbelange. Dabei ist es gelungen, auf Basis unserer exzellenten Dienstleistungen und der Kundenorientiertheit die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Den Arbeitnehmerbelangen wurde mit Hilfe der aktiven Personalpolitik Rechnung getragen und so eine Arbeitnehmerfluktuation vermieden.

5. Gesamtaussage

Die infas Holding AG erzielt als Management- und Finanzholding der infas Holding Gruppe keine Umsatzerlöse. Die Geschäftsentwicklung hängt primär von der Entwicklung der Tochtergesellschaften infas in Bonn einerseits und action press in Hamburg andererseits ab. Die Töchter entwickelten sich 2012 u.a. angesichts der unterschiedlichen Rahmenbedingungen höchst unterschiedlich, ja geradezu gegensätzlich. Vor diesem Hintergrund erfolgte im Jahr 2013 eine verstärkte strategische Ausrichtung auf den Kernbereich des Unternehmens, der vom infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft repräsentiert wird. Diese Ausrichtung wurde durch die engere Anbindung des Instituts über den Beschluss der Hauptversammlung vom August 2013 zu einem Ergebnisabführungsvertrag mit dem Institut eingeleitet und wird 2014 fortgesetzt und verstärkt werden. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung wird die Stärkung und der Ausbau der Marktforschungskompetenz des Instituts sein. Die objektiven Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung scheinen vorzuliegen: Forschungsinstitute prognostizieren für 2014 eine wirtschaftliche Entwicklung, die deutlich über Vorjahresniveau liegt: In der Eurozone ist laut Internationalem Währungsfonds nach zwei Jahren der Rezession wiedermit einem soliden Wachstum zu rechnen, Das weltweite Wirtschaftswachstum in2014 wird vom Internationalen Währungsfonds mit 3,6 Prozent veranschlagt (2013: 2,9 Prozent).

Man weiß: Auch gute Prognostiker können irren. Gleichwohl: Eine positive Entwicklung der infas Holding AG ist unter Berücksichtigung eines normalen Geschäftsverlaufs für das Geschäftsjahr 2014 insoweit gesichert, als dass die Sanierung der action press gmbh & co. kg in Hamburg abgeschlossen ist und sich erste positive Entwicklungen bereits im Jahr 2013 andeuteten. Beide Tochterunternehmen sollten sich im Jahre 2014 kontinuierlich entwickeln, wobei action press bei steigenden Umsätzen ein positives Ergebnis erwirtschaften wird. Des Weiteren freut sich infas bereits zum ersten Quartal 2014 über einen hohen Auftragsbestand, so dass ein positiver Beitrag von infas für den Umsatz und den Ertrag der Holding auf Vorjahreshöhe hoch wahrscheinlich ist.

III. Nachtragsbericht

Im Zuge der Strategie der infas Holding AG, systematische ihre Kompetenz als wissensbasierter Informationsdienstleister auszubauen, wurde die infas 360GmbH gegründet und Ende März 2014 in das Handelsregister Bonn eingetragen.

Diese Gesellschaft wird als hundertprozentige Tochter der infas Holding AG mit innovativen Forschungsansätzen das Angebot des infas Instituts für angewandte Sozialwissenschaft ergänzen. infas 360 verzahnt mehrere Disziplinen. Das Unternehmen sammelt, organisiert und analysiert Daten in neuer Form. Dazu kombiniert infas 360 Geomarketing, Customer Analytics und Marketingforschung. in-fas360 verfolgt eine völlig neue Art der Informationsgewinnung und -aufbereitung und erfasst mit elaborierten Tools systematisch Verlaufs- und Bestandsdaten ausunterschiedlichsten Quellen. Aufgebaut wird ein umfangreiches Portfolio der in Deutschland verfügbaren Markt- und Konsumentendaten. Die geografische Referenzierung enthält sämtliche postalischen und amtlichen Strukturen, auch unterhalb der Ebene von kommunalen Einheiten, sowohl bezogen auf wichtige Bevölkerungseckwerte als auch auf wirtschaftliche Aktivitäten. Mit einem 360-Grad-Rundumblick auf Zielgruppen, Märkte, Kunden und Potenziale werden Erkenntnisse generiert, die unmittelbar für Forschungszwecke, Marketing- und Vertriebsaktivitäten nutzbar sind. In der Verknüpfung mit Befragungsdaten eröffnen die mikrogeografisch angelegten Datenbestände auch bei sozialwissenschaftlichen Studien neue Analysezugänge. Hinzu kommen bisher nicht umsetzbare Stichprobenansätze.

IV. Risiko- und Prognoseberichterstattung (Darstellung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken)

1. Angaben zum Risiko-Management-System

Die infas Holding AG ist als Finanzholding diversen qualitativen und quantitativen Risiken ausgesetzt. Qualitative Risiken stellen in erster Linie Absatz- und Beschaffungsrisiken dar. Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind, haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft. Verstärkt wird dieser Effekt durch den zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Zu den quantitativen Risiken zählen interne Risiken hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Die infas Holding AG ist zur Deckung der betrieblichen und sonstigen Aufwendungen auf den Empfang von Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer operativen Tochtergesellschaften angewiesen. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass sich die tatsächlich eintretenden Ereignisse wesentlich von der prognostizierten Lage unterscheiden und geringere als die erwarteten Auszahlungen von den operativen Tochtergesellschaften vereinnahmt werden.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, findet ein ausgewogenes Risiko-Management-System (RMS) Anwendung. Kernbestandteil dieses Systems ist ein Frühwarnsystem, für das sowohl strategische als auch operative Risiken definiert sind. Für diese werden kontinuierlich Kennziffern generiert, die wiederum Bestandteil eines internen Monitoringsystems sind, mit dem regelmäßig und systematisch eine Risikoidentifikation stattfindet. Zur Sicherstellung einer effizienten und effektiven Risikokontrolle sind im RMS die Kommunikationsstrukturen klar definiert.

Das bestehende Risiko-Management-System wurde aufgrund der Neuerungen durch das BilMoG im Dezember 2009 dokumentarisch erweitert und ergänzt. Die wesentlichen internen und externen Risikofelder aus der operativen Aktivität, dem Finanz- und Rechnungswesen sowie IT wurden einer Analyse unter Festlegung von Parametern unterzogen, die Handlungsweisen definieren und / oder die sofortige Berichtspflicht an den Vorstand bedingen.

Hierdurch werden potentielle Risiken eruiert, bewertet sowie laufend überprüft. Alle Konzerngesellschaften berichten regelmäßig anhand der definierten Kennziffern. Zur Steuerung und Überwachung der Planzahlen und Ziele ist somit ein systematisches Erfassungs- und Kontrollsystem etabliert. Quartalsabschlüsse werden für alle Gesellschaften erstellt und die realisierten Zahlen den Planzahlen gegenübergestellt. Durch eine regelmäßige, enge Kommunikation der Geschäftsleitung mit dem Rechnungswesen und den Steuerberatern wird ein zeitnaher und sachgerechter Informationsstand sichergestellt. Gleichzeitig werden jedoch auch die Chancen analysiert, welche sich durch Trends in Markt und Wettbewerb ergeben.

Aufgrund der Größenordnung der infas Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften wird der Buchhaltungsprozess durch professionelle Steuerberatungsgesellschaften extern in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt bzw. auch intern geführt unter externer Begleitung. Damit soll auch sichergestellt werden, dass der Rechnungslegungsprozess in der Bearbeitungskette und auf allen Ebenen intern wie auch extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Die Buchführungsdaten werden von der DATEV-Organisation sowie über eine Datenverarbeitungsanlage vom System HMD verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der Kontenplan, der der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend den gesetzlichen Vorschriften ab. Das interne Kontroll- und Risiko-Management-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst im Wesentlichen eine Funktionstrennung sowie Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich des intern ausgeführten Zahlungssystems. Die externen Dienstleistungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren.

2. Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen

Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld der Tochtergesellschaften, Zinsschwankungen, Einführung von neuen Dienstleistungen, mangelnde Akzeptanz neuer Dienstleistungen oder auch Änderungen der Geschäftsstrategiebeeinflussen das Risikobild. Diese potentiellen Risiken werden regelmäßig mit den Gesellschaften diskutiert. Als Unternehmen ist die infas Holding AG in erster Linie auf Deutschland und Europa fokussiert. Zwar ist man nicht direkt risikobehafteten Entwicklungen der Weltwirtschaft ausgesetzt, sondern nur insoweit sie über Europa und Deutschland vermittelt sind. Wie schnell sich aber solche Vermittlungen äußern können, sieht man an den neueren Entwicklungen im Zusammenhang der Auseinandersetzung auf die Krise der Ukraine: Aus einem zunächst lokalen Konflikt wurde schnell ein internationaler Konflikt, der die wesentlichen Märkte der Welt droht, in Mitleidenschaft zu ziehen.

Insgesamt sind die Rahmenbedingungen für Unternehmen in den letzten Jahren schwieriger und unkalkulierbarer geworden, weil die konjunkturellen Risiken insgesamt größer geworden sind. Im Gegensatz dazu ermöglicht die Fokussierung auf Nischen, unabhängiger von Krisen zu agieren. Die stark differenzierte Kundenstruktur insbesondere bei infas in Bonn, aber auch bei der action press gmbh & co. kg in Hamburg begrenzt die Beeinträchtigung von konjunkturellen Einflüssen. Wichtige Abnehmer wie alteingesessene Verlage, wissenschaftliche Einrichtungen aller Art unterliegen den allgemeinen Konjunkturzyklen nur bedingt. Die Entwicklung der Auftragseingänge und Umsatzerlöse kann durch die unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung belastet werden. Dadurch können sich Nachfrageausfälle und damit negative Konsequenzen für Umsatz und Ergebnis ergeben

Es wurde bereits angemerkt: Die infas Holding AG erzielt als Management- und Finanzholding der infas Holding Gruppe keine Umsatzerlöse. Die Geschäftsentwicklung hängt primär von der Entwicklung der Tochtergesellschaften infas in Bonn einerseits und action press in Hamburg andererseits ab. Deswegen wird im Folgenden auf die jeweiligen Geschäftsbereiche eingegangen.

Geschäftsfeld Markt- und Sozialforschung

Das ifo-Institut in München hat sich zur Instanz entwickelt, die regelmäßig und empirisch gestützt die Perspektiven der Entwicklung der deutschen Wirtschaft relativ sicher vorhersagt. Die Vorhersagen werden auch auf Ebene der Branchen disaggregiert zur Verfügung gestellt. Aus den Daten, die an die an der Erhebung teilnehmenden Unternehmen verteilt werden, ergibt sich, dass das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft 2014 weiterhin an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres anzuknüpfen scheint. Die Unternehmen waren mit ihrer momentanen Situation im Februar 2014 noch zufriedener als im Dezember des letzten Jahres. Ihre Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr bewerteten sie günstiger als im vergangenen Monat. Im Hinblick auf das Dienstleistungsgewerbe kann festgestellt werden, dass der ifo-Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe auch im Februar 2014 nach einigen Rückgängen nunmehr wieder steigt. Die befragten Dienstleister berichteten von einer derzeitigen guten Geschäftssituation. Sie verzeichneten höhere Umsätze als im vergleichbaren Vorjahresmonat und rechneten mit einem weiteren Zuwachs in der nächsten Zeit.

Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass sich die Marktforschungsbranche relativ unabhängig von Konjunkturzyklen entwickelt. In Krisenzeiten ändern sich, so eine weit verbreitete Annahme, die Anforderungen und damit die Forschungsschwerpunkte: In guten Zeiten geht es um "Wachstum", in schlechten Zeiten um "Umstrukturierung". Und in der Tat hat sich eine Zeit lang die Entwicklung der Marktforschungsbranche von den Konjunkturzyklen abgekoppelt. Damit ist es seit der Krise 2009 vorbei. Im Einklang mit dem gesamtwirtschaftlichen Rückgang (2009:ein Minus von 5,1 Prozent) schrumpfte auch die Markt- und Sozialforschungsbranche (- 5,0). Für Marktforschung bestimmte Budgets wurden radikal zurückgehalten. Und die Wirkungen sind nach wie vor spürbar: Geplant wird immer kurzfristiger. Aufwendige Trackingstudien, bei denen dasselbe Thema über Wochen und Monate hinweg immer wieder untersucht wird, fallen weg. In der Marktforschung sind eher Studien gefragt, die innerhalb weniger Tage Resultate liefern.

infas verfügt hinsichtlich ihrer Portfolios von Kunden, Märkten und Methodenkompetenzen über eine hohe Diversifikation. Die Krisenzeit ab 2009 konnte daher gut überstanden werden. Es wurde sogar Wachstum generiert. Selbst bei schlechteren makroökonomischen Entwicklungen würde für das Institut kein akutes wesentliches Risiko bestehen, weil der Spezialisierungsgrad recht hoch und infas nichtweltweit aufgestellt ist. Umso geringer sind die Risiken, wenn die Rahmenbedingungen positiv einzuschätzen sind.

Allerdings muss angesichts der Erfahrungen in der Krise 2009 berücksichtigt werden, dass eine etwaige ungünstige konjunkturelle Entwicklung direkt auf die Marktforschungsbranche durchschlägt. Dennoch gehört infas zu den wenigen Instituten, die als Full-Service-Dienstleister mit hohem methodischen Niveau gutaufgestellt sind, insbesondere für empirisch komplexe Fragestellungen, die in der Krise nicht einfach als gelöst unterstellt werden können, sondern sich möglicherweise in ihr sogar verschärfen. Dies gilt auch und gerade für den Bereich Sozialforschung. Die großen ungelösten Fragen der Gesellschaft wie Arbeitsmarkt, Bildung, Alter und Gesundheit generieren einen Forschungsbedarf, der auch unter den ungünstigsten Konstellationen der öffentlichen Haushalte abzudecken sein wird. Hier wird insbesondere empirisch relevanter Wissensbedarf entstehen.

Die Auftragslage von infas ist derzeit gut. Das hervorragende Ergebnis 2013 ist u.a. auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass mehrere Großprojekte erfolgreich abgeschlossen werden konnten, die auch Nachfolgeprojekte generiert haben. Zusätzlich ist die erhöhte Effektivität und Effizienz anzusprechen, die aufgrund einer radikal neuen Organisationsstruktur offensichtlich erreicht wurde und sich ebenfalls in dem abermals verbesserten Ergebnis niederschlägt. Dies und die systematisch organisierten Akquisitionsbemühungen des Instituts, die zu einemguten Auftragsbestand führten, lassen erwarten, dass eine moderate Steigerung von Umsatz und Ertrag in dem nächsten Jahr möglich scheint, zumindest aber eine Stabilisierung auf dem erreichten, hohen Niveau.

Dies alles gilt allerdings nur, wenn vor dem geschilderten Hintergrund ein normaler Geschäftsverlauf unterstellt wird. Allerdings lassen die geschilderten, eher unübersichtlichen Marktbedingungen im europäischen Umfeld sowie der selbst für Experten nicht klare Konjunkturverlauf den Weg offen für Unsicherheitsfaktoren. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den formulierten Erwartungen abweichen.

Geschäftsfeld Foto

Die zukünftige Entwicklung wird in diesem Geschäftsfeld geprägt sein von Fortschritten und Rückschlägen bei der Überwindung der strukturellen Schwierigkeiten in dieser Branche. Die Überwindung dieser Schwierigkeiten kommt angesichts neuerer Entwicklungen der digitalen Welt einer Neuerfindung des bestehenden Geschäftsmodells gleich, ist riskant und dürfte länger dauern. Es ist daher konsequent, dass in dem Bereich Foto in einem ersten Schritt die Kosten an die sich derzeit abzeichnende Umsatzstruktur konsequent angepasst werden und auf Expansionsfantasien verzichtet wird, sofern sie sich auf Dienstleistungen für das "alte" Geschäftsmodell in dieser Branche beziehen. In weiteren Schritten muss aber die Erbringung der Dienstleistung und ihre Qualität verbessert werden, um die vorhanden Chancen eines Premiumanbieters zu nutzen. Hier besteht ein großes Risiko in der Entwicklung des Verlagswesens selbst. Sollte es dieser Branche nicht gelingen, Printangebote einerseits und digitale Angebote andererseits in einem integrierten Geschäftsmodell anzubieten, könnten erhöhte Risiken für eine krisenhafte Entwicklung mit entsprechenden Folgen für action press in Hamburg daraus resultieren.

Die Strategie der Geschäftsführung für das Jahr 2014 ist vor dem geschilderten Hintergrund nach wie vor, die Konzentration der Agentur auf das Kerngeschäft auszurichten mit dem Ziel, schneller als bisher und in einer breit diversifizierten Struktur die Dienstleistung als Top-Service-Agentur für die Medienkunden zuwachsen. Zur Kernkompetenz gehört nach wie vor der Yellow-Bereich. Verlage und Redaktionen sind hierbei die wichtigsten Kundengruppen. Während es daher nach wie vor oberstes Bestreben der Agentur sein wird, die bereits sehr hohe Qualität der Fotoprodukte noch weiterhin durch Kooperationen mit national und international renommierten Fotografen und Partneragenturen auszubauen, werden parallel neue Produkte und Serviceleistungen für Verlage bzw. andere Marktsegmente entwickelt und auf den Markt gebracht. Solcherart Angebote befinden sich derzeit noch in der Erkundungsphase und werden auf ihre Machbarkeit und Akzeptanz geprüft.

Zusammenfassung:

Vor dem geschilderten Hintergrund wird zusammenfassend davon ausgegangen, dass die infas Holding AG mit einer hohen Wahrscheinlichkeit leicht wachsen wird. Es wird damit gerechnet, dass sich der Umsatz der Gesellschaft in 2014 in einem Korridor zwischen 23 und 25 Mio. € bewegen wird.

V. Übernahmerelevante Angaben § 315 IV HGB

Durch das Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz besteht für börsennotierte Unternehmen nach §§ 289 und 315 HGB die Pflicht, Angaben zu Kapitalzusammensetzung, Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, Beteiligungsverhältnissen und den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen.

Das Grundkapital der infas Holding AG beträgt 9.000.000,00 €. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die namenlosen Stückaktien unterliegen keinerlei Übertragungsbeschränkungen. Soweit dem Vorstand der Gesellschaft bekannt, bestehen keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, welche Beschränkungen in Stimmrechten und Übertragung von Aktien beinhalten. Die infas Holding AG hat die Inhaber von Aktien mit keinerlei Sonderrechten ausgestattet und hat auch keine Aktien begeben, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse verleihen.

An der Gesellschaft ist die Effecten-Spiegel AG mit knapp über 30 Prozent, die Investmentgesellschaft für langfristige Investoren TGV mit über 20 Prozent, Herr Hans-Herbert Döbert mit knapp über 5 Prozent, Frau Loni Döbert und die Axxion S.A. mit knapp über 3 Prozent zum Bilanzstichtag gemäß § 315 (4) Nr. 3 HGB direkt oder indirekt beteiligt.

Es bestehen keinerlei Arbeitnehmerbeteiligungen am Kapital, bei denen die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden.

Gemäß §§ 5 und 6 der Satzung der infas Holding AG besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Im Geschäftsjahr 2013 bestand der Vorstand aus einer Person. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so ist es einzeln zur Vertretung der Gesellschaft befugt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand Einzelvertretungsmacht und die Befugnis erteilt, gleichzeitig Rechtsgeschäfte für die Gesellschaft und als Vertreter Dritter abzuschließen. Der Vorstand ist ebenso von den Beschränkungen des § 181 BGB in den Grenzen des § 112 AktG befreit.

Für die Änderung der Satzung gelten die gesetzlichen Vorschriften (§§ 133, 179 AktG).

Seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. August 2012 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. August 2017 einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um bis zu insgesamt € 4.500.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital2012). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen. Die Einzelheiten der Ermächtigung ergeben sich aus § 4 Abs. 5 der Satzung und dem unter Tagesordnungspunkt 5 im elektronischen Bundesanzeiger vom 16. Juli 2012 bekanntgemachten Beschlussvorschlag.

Seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. August 2012 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 22. August 2014 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Einzelheiten der Ermächtigung ergeben sich aus dem unter Tagesordnungspunkt 6 im elektronischen Bundesanzeiger vom 16. Juli 2012 bekanntgemachten Beschlussvorschlag.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen - so genannte Change-of-Control-Klauseln - und Entschädigungsvereinbarungen für den Falleines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, bestehen nicht.

VI. Vergütungsbericht und Erklärung zur Unternehmensführung

Vergütungsbericht

Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist die infas Holding AG dazu verpflichtet, im Lagebericht die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für die im Anhang genannten Gesamtbezüge darzustellen.

Ein Vergütungssystem, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex vorsieht, besteht nicht. Aufsichtsrat und Vorstand beziehen feste Bezüge, die im Anhang beziffert werden. Die im Anhang angegebenen variablen Bezüge des Vorstands beziehen sich auf die erfolgsabhängige Vergütung als Geschäftsführer bei der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH sowie bei der infas Holding AG.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289 a HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der infas Holding AG: "www.infas-holding.de" öffentlich zugänglich.

Bonn, 08. April 2014

infas Holding Aktiengesellschaft

- Der Vorstand -

Konzernbilanz zum 31 .Dezember 2013

Aktiva

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2013

2012

01.01.2012

Langfristige Vermögenswerte
8 Immaterielle Vermögenswerte 114.207,00 137.406,00 134.849,00
8 Geschäfts- oder Firmenwert 5.206.467,00 6.117.967,00 7.346.967,00
9 Sachanlagen 422.624,00 500.268,00 584.098,00
10 Finanzanlagen 1,00 1,00 1,00
11 Latente Steueransprüche 4.662.830,00 0,00 329.000,00
11 Sonstige Vermögenswerte 86.716,72 30.700,72 30.700,72
11 Rechnungsabgrenzungsposten 11.791,66 0,00 456,00
Langfristige Vermögenswerte gesamt 10.504.637,38 6.786.342,72 8.426.071,72
Kurzfristige Vermögenswerte
12 Vorräte 24.448,70 25.076,74 26.063,66
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.353.753,02 1.026.090,84 1.350.670,71
12 Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo 1.799.434,60 1.477.833,80 509.241,34
12 Ertragsteuerungforderungen 803.079,32 616.820,75 243.014,60
12 Sonstige Vermögenswerte 76.098,16 97.122,85 774.786,41
12 Rechnungsabgrenzungsposten 107.833,35 83.606,28 72.272,19
12 Liquide Mittel 6.200.023,79 11.215.664,10 9.778.803,25
12 Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 10.364.670,94 14.542.215,36 12.754.852,16
20.869.308,32 21.328.558,08 21.180.923,88
Passiva
2013

2012*

01.01.2012*

Eigenkapital
13 Gezeichnetes Kapital 9.000.000,00 9.000.000,00 9.000.000,00
13 Kapitalrücklage 932.400,00 932.400,00 932.400,00
13 Eigenkapitalminderung infolge vollständiger Anteilsübernahme -4.002.480,65 0,00 0,00
13 Eigenkapitalminderung aus sonstigem Konzernergebnis -515.371,00 -648.529,00 27.089,00
13 Konzernbilanzgewinn/-verlust 1.344.301,11 -2.811.458,03 -1.943.665,16
13 Den Anteilseignern zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 6.758.849,46 6.472.412,97 8.015.823,84
13 Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,00 349.942,77 258.197,23
Eigenkapital gesamt 6.758.849,46 6.822.355,74 8.274.021,07
Langfristige Schulden
14 Rückstellungen für Pensionen 3.284.375,00 3.051.036,00 2.264.460,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 100.000,00
17 Sonstige Rückstellungen 214.175,02 261.500,00 0,00
15 Latente Steuerschulden 1.223.160,00 53.345,00 53.345,00
Langfristige Schulden gesamt 4.721.710,02 3.365.881,00 2.417.805,00
Kurzfristige Schulden
16 Ertragsteuerschulden 208.164,91 338.047,83 219.140,30
17 Sonstige Rückstellungen 381.650,00 360.560,00 454.414,48
18 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 100.000,00 12.500,00
19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.397.953,77 702.437,63 872.754,66
19 Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 6.362.441,98 8.079.431,58 7.896.423,32
19 Sonstige Verbindlichkeiten 1.038.538,18 1.559.844,30 1.033.865,05
Kurzfristige Schulden gesamt 9.388.748,84 11.140.321,34 10.489.097,81
20.869.308,32 21.328.558,08 21.180.923,88

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, vgl. die Erläuterungen unter TZ 14

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

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2013

2012

20 Umsatzerlöse 24.190.575,86 22.986.766,42
21 Sonstige betriebliche Erträge 79.594,05 297.160,51
Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.408.240,50 -10.801.675,76
22 Personalaufwand -6.734.279,56 -7.002.942,93
23 Abschreibungen -1.235.022,56 -1.559.010,27
24 Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.072.927,44 -3.065.133,02
25 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.380,09 77.809,56
25 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -70.102,90 -21.892,60
25 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -129.332,24 -125.474,51
25 Finanzergebnis -157.055,05 -69.557,55
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.662.644,80 785.607,40
26 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.033.114,34 -1.340.957,50
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 4.695.759,14 -555.350,10
Ergebnisanteile Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 0,00 -312.442,77
Ergebnisanteil Gesellschafter des Mutterunternehmens 4.695.759,14 -867.792,87
Verlustvortrag -3.351.458,03 -1.943.665,16
13 Konzernbilanzgewinn/-verlust 1.344.301,11 -2.811.458,03
29 Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) 0,15 -0,10

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Periode vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013

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2013

2012

Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 4.695.759,14 -555.350,10
Posten, die zukünftig nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen - Veränderung der Neubewertung gemäß IAS-19 n.F. -120.451,00 -675.618,00
Latente Steuereffekte 253.609,00 0,00
Posten, die zukünftig in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind 0,00 0,00
Sonstiges Konzernergebnis 133.158,00 -675.618,00
Konzerngesamtergebnis 4.828.917,14 -1.230.968,10
davon Anteil Aktionäre der infas Holding AG 4.828.917,14 -918.525,33
davon Anteil nicht beherrschender Gesellschafter 0,00 -312.442,77

Konzern-Kapitalflussrechnung

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2013

T€
2012

T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.663 786
Abschreibungen auf Sachanlagen 323 330
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 912 1.229
Erhöhung/Verminderung der Rückstellungen 77 398
Zinsaufwendungen/Zinserträge 87 48
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte -907 -349
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung, der erhaltenen Anzahlungen und der sonstigen Verbindlichkeiten -1.543 537
Gezahlte Ertrag steuern -206 -1.012
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen -120 0
Cash-Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 286 1.967
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 0 0
Auszahlungen für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten -223 -249
Auszahlungen für die Aufstockung Anteile Tochtergesellschaft -4.040 0
Erhaltene Zinsen 42 78
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -4.221 -171
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten/sonstigen Darlehen 0 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten/sonstigen Darlehen -100 -12
Gezahlte Zinsen -129 -126
Gezahlte Dividenden an Aktionäre -540 0
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss -312 -221
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -1.081 -359
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -5.016 1.437
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.216 9.779
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.200 11.216

Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die liquiden Mittel und stimmt mit der entsprechenden Bilanzposition überein.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Geschäftsjahr 2013 Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklage

Eigenkapital- minderung aus sonstigem Konzernergebnis

Eigenkaital- minderung infolge vollständiger Anteilsübernahme

Konzern- Bilanzverlust/ -gewinn

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Stand 1. Januar 2013 9.000.000,00 932.400,00 -648.529,00 0,00 -2.811.458,03 349.942,77
Dividende für das Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 -540.000,00 -312.442,77
Konzerngesamtergebnis 1.1.-31.12.2013 0,00 0,00 133.158,00 0,00 4.695.759,14 0,00
Aufstockung Mehrheitsbeteiligung Tochtergesellschaft 0,00 0,00 0,00 -4.002.480,65 0,00 -37.500,00
Stand 31. Dezember 2013 9.000.000,00 932.400,00 -515.371,00 -4.002.480,65 0,00

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Geschäftsjahr 2013 Konzern-Eigenkapital

Stand 1. Januar 2013 6.822.355,74
Dividende für das Vorjahr -852.442,77
Konzerngesamtergebnis 1.1.-31.12.2013 4.828.917,14
Aufstockung Mehrheitsbeteiligung Tochtergesellschaft -4.039.980,65
Stand 31. Dezember 2013 6.758.849,46

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Geschäftsjahr 2012 Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklage

Gewinnrücklage Sonstiges Ergebnis

Konzernbilanzverlust

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Stand 1. Januar 2012 veröffentlicht 9.000.000,00 932.400,00 0,00 0,00 -1.943.665,16 258.197,23
Anpassungen gern. IAS 8 0,00 0,00 27.089,00 0,00 0,00 0,00
Stand 1. Januar 2012 angepasst 9.000.000,00 932.400,00 27.089,00 0,00 -1.943.665,16 258.197,23
Dividende für das Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 -220.697,23
Konzerngesamtergebnis 1.1.-31.12.2012 0,00 0,00 -675.618,00 0,00 -867.792,87 312.442,77
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2012 9.000.000,00 932.400,00 -648.529,00 0,00 -2.811.458,03 349.942,77

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Geschäftsjahr 2012 Konzern-Eigenkapital

Stand 1. Januar 2012 veröffentlicht 8.246.932,07
Anpassungen gern. IAS 8 0,00
Stand 1. Januar 2012 angepasst 8.274.021,07
Dividende für das Vorjahr -220.697,23
Konzerngesamtergebnis 1.1.-31.12.2012 -1.230.968,10
Übrige Veränderungen 0,00
Stand 31. Dezember 2012 6.822.355,74

Konzernanhang zum 31. Dezember 2013

1 Allgemeine Erläuterungen

Die infas Holding AG (vorm. Action Press Holding AG) ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn (HRB 17379) eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist 53113 Bonn, Friedrich-Wilhelm-Straße 18.

Die infas Holding Aktiengesellschaft ist Mutterunternehmen eines Konzerns. Sie hält zum Bilanzstichtag direkt Beteiligungen an drei Unternehmen, die auf den Gebieten der Meinungs-, Markt- und Sozialforschung und der digitalen Bildverarbeitung tätig sind.

Der Konzernabschluss der Action Press Holding Aktiengesellschaft wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Diese umfassen alle geltenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) bzw. des International Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernabschluss berücksichtigt alle bis zum 31. Dezember 2013 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bestimmungen der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und die ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Das Geschäftsjahr der infas Holding AG und ihrer Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben.

Nach § 315 a HGB i.V.m. Art. 4 der EU-IAS-Verordnung haben kapitalmarktorientierte berichtspflichtige Mutterunternehmen ihren gemäß § 290 HGB aufzustellenden Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS zu erstellen. Die IFRS-Konzernrechnungslegungspflicht gemäß § 315 a HGB setzt eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft und damit den Handel im regulierten Markt voraus. Die infas Holding AG stellt verpflichtend einen Konzernabschluss nach IFRS auf, da die Aktien der infas Holding AG am regulierten Markt gehandelt werden.

2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden die infas Holding AG und sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die infas Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen (Tochterunternehmen).

Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die infas Holding AG die Möglichkeit der Beherrschung hat. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Der Konsolidierungskreis umfasst folgende inländische Tochtergesellschaften:

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Anteil am Kapital
infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn 100,00 Prozent
action press GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00 Prozent
action press Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00 Prozent

Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich im Geschäftsjahr folgende Veränderung des Konsolidierungskreises.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter von 10,00 Prozent bzw. 5,00 Prozent an der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH wurden mit Verträgen vom 9. Juli 2013 UR-Nr. 1192/2013 von der infas Holding AG übernommen, die damit ihre Beteiligung von bisher 85 Prozent auf 100 Prozent erhöhte.

3 Allgemeine Konsolidierungsgrundsätze

Gegenstand des Konzernabschlusses ist die infas Holding AG und deren verbundene Unternehmen. Alle Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder/und faktischen Kontrolle der infas Holding AG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem Fair Value der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich den dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren Fair Values im Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von dem Umfang der Anteile ohne beherrschenden Einfluss.

Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum Fair Value bewerteten erworbenen Nettovermögen wird als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt.

Der Zeitpunkt, auf den die Erstkonsolidierung abgestellt ist, ist grundsätzlich der Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile (Stichtag der Erstkonsolidierung).

Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen Anteile und der Anteile anderer Gesellschafter werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an dem Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die Anteile anderer Gesellschafter angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zugeordnet.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Zwischen den einbezogenen Unternehmen liegen jedoch keine Lieferungen oder Leistungen vor, die eliminierungspflichtige Zwischengewinne enthalten.

4 Ermessensspielräume und Schätzungen

Die Aufstellung der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse erfordert teilweise Annahmen und Schätzungen, welche die betragsmäßige Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen, die Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode sowie die sonstigen Angaben im Konzernabschluss beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind in Tz 5 erläutert. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen betreffen die folgenden Fälle.

Zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen bedient sich die Action Press Holding Aktiengesellschaft statistischer bzw. versicherungsmathematischer Berechnungen, um Auswirkungen künftiger Entwicklungen auf die Aufwendungen und Verpflichtungen aus diesen Plänen abzuschätzen. Diese Berechnungen beruhen auf Annahmen über den Abzinsungssatz und über die Gehalts- und Rentensteigerungsraten. Diese Annahmen beruhen auf den am Bilanzstichtag herrschenden Verhältnissen und Einschätzungen bzw. auf den dann geltenden Marktbedingungen.

Unternehmenserwerbe erfordern Schätzungen hinsichtlich des Fair Value der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. In Übereinstimmung mit IAS 36 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Geschäfts- und Firmenwerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests im Erwerbszeitpunktzahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag als Nutzungswert und damit als Barwert der zukünftigen Cash-Flows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die zukünftigen Cash-Flows stammen aus der Planrechnung des Konzerns. Insbesondere die Prognosen zukünftiger Cash-Flow sind vor dem Hintergrund der vorangegangenen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie dem anschließenden dynamischen Wirtschaftsaufschwung mit zusätzlichen Unsicherheiten behaftet.

Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cash-Flows beruht auf Annahmen über Bestandsentwicklungen, zukünftigen Umsatzvolumina und Aufwendungen. Der Cash-Flow-Schätzung liegen Detailplanungszeiträume von 4Jahren zu Grunde. Für den Zeitraum danach wurde von konstanten Cash-Flows ausgegangen. Die ermittelten Cash-Flows wurden mit gewichteten marktadäquaten Kapitalkostensätzen von 9,0 Prozent vor Steuern (Vj. 8,5 Prozent vor Steuern) abgezinst.

Weitere Erläuterungen über getroffene Annahmen und Schätzungen erfolgen bei den Angaben zu den einzelnen Abschlusspositionen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte wirtschaftliche Umfeld in den Branchen und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen.

5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den Folgeperioden nicht wieder wertaufgeholt. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus Unternehmenserwerben vor dem 1. Januar 2004 entstanden ist, wurde aufgrund der Erleichterungsvorschrift gemäß IFRS 1 bis zum 31. Dezember 2003 grundsätzlich planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Eine Wertaufholung der in vorangegangenen Perioden abgeschriebenen Beträge findet nicht statt.

Gemäß IAS 36.10 tritt unter anderem bei Geschäfts- oder Firmenwerten an die Stelle von planmäßigen Abschreibungen eine regelmäßige, mindestens jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung. Die Werthaltigkeitsprüfung eines Geschäfts- oder Firmenwertes wird auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) vorgenommen. Die Werthaltigkeitsprüfung basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrages. Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, liegt ein Wertminderungsbedarf vor. Im Fall von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit CGU, die einen Firmenwert enthalten, werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die Differenz i.d.R. proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der CGU verteilt.

Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei Jahre zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögenswertemit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand verrechnet.

Aktivierungspflichtige Fremdkapitalzinsen waren nicht gegeben. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen im Allgemeinen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 1 - 13 Jahren vorgenommen.

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald die infas Holding AG oder ihre Tochtergesellschaften Vertragspartei und zur Leistung oder Gegenleistung berechtigt oder verpflichtet wird. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten, die i.d.R. den Buchwerten entsprechen.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. der Übertragung des Vermögenswertes, zum beizulegenden Zeitwert aktiviert.

Für die Folgebewertung zum Bilanzstichtag werden finanzielle Vermögenswerte unterschieden in vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt von dem Zweck ab, für den das jeweilige Instrument erworben wurde.

Ausgereichte Kredite und Forderungen werden in der Folge zu jedem Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten, die auch dem beizulegenden Zeitwert entsprechen, bewertet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte werden an den folgenden Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen werden zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgsneutral in die Rücklagen eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklagen erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwertes unter den Buchwert. Kredite und Forderungen werden zum Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag zum Bilanzstichtag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen.

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie gehaltene Eigenkapitalinstrumente.

Alle kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung bzw. der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums, zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der im Falle der Finanzinstrumente und der Vorräte den Anschaffungskosten entspricht. Die Anschaffungskosten von unter- bzw. nicht verzinslichen monetären Forderungen entsprechen deren Barwert zum Entstehungszeitpunkt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen i.d.R. den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte.

Die Folgebewertung erfolgt analog zu den langfristigen finanziellen Vermögenswerten.

Forderungen werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt, sofern sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden.

Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt, indem eine entsprechende Einzelwertberichtigung gebildet wird.

Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt.

Kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ertragsteuerforderungen sowie Umsatzsteuerforderungen und andere nicht vertragliche Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.

Der Ansatz der kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Auf den Vorratsbestand wurden in 2013 keine Abschläge vorgenommen.

Die Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo werden entsprechend dem Projektfortschritt mit den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Auftragskosten, abzüglich bereits erfolgter Teilabrechnungen, angesetzt, soweit hieraus ein aktivischer Saldo besteht. Sofern Teilabrechnungen den Gegenwert des Leistungsfortschritts übersteigen und ein passivischer Saldo besteht, wird eine Verpflichtung aus Aufträgen in Bearbeitung angesetzt.

Die Verpflichtung aus unmittelbaren Pensionszusagen (leistungsorientiertes System zur betrieblichen Altersversorgung) wird nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Der laufende Altersversorgungsaufwand ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen. Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand wird im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die Neuregelung des IAS 19 ist verpflichtend erstmals ab dem Geschäftsjahr 2013 anzuwenden und führt u. a. zum Wegfall der Korridormethode für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen. Diese sind nun bei Anfall im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung zu erfassen. In diesem Zusammenhang ist die Eigenkapitalveränderungsrechnung um eine zusätzliche Spalte "Gewinnrücklage" erweitert worden. Die Änderung des Standards IAS 19 ist in Übereinstimmung mit IAS 8 rückwirkend anzuwenden. Entsprechend waren die Posten in den Bilanzen zum 01.01.2012 und zum 31.12.2012 anzupassen. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung wurden Zeilen angefügt, um die Anpassung der Werte darzustellen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste führten bei der infas Holding AG zum 01.01.2012 zu einer Reduzierung der Rückstellung für Pensionen um 27 T€ auf 2.264 T€ und zum 31.12.2012 zu einer Erhöhung um T€ 676 auf T€3.051. Diese Anpassungen wurden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis und damit im Eigenkapital unter der Position Gewinnrücklage erfasst. Die Posten in den Bilanzen zum 01.01.2012 und zum 31.12.2012 wurden rückwirkend entsprechend angepasst. Aktive latente Steuern aus der Erfassung der Verluste im sonstigen Ergebnis wurden in den Vorjahren aus den in Tz 6 beschriebenen Gründen nicht angesetzt, werden aber ab dem Geschäftsjahr 2013 entsprechend im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzernaus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat, diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrages zum Bilanzstichtag, wobei erwartete Erstattungen Dritter nicht saldiert, sondern als separater Vermögenswert angesetzt werden, sofern die Realisation so gut wie sicher ist. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung mit dem Marktzins abgezinst. Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.

Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt. In der Folge werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle langfristiger Kredite wird jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit des Kredits unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung - berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Zeitraumbezogene Aufwendungen und Erträge werden nur berücksichtigt, soweit sie auf das Geschäftsjahr entfallen.

Erträge werden in der Gruppe dann erfasst, wenn wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, dessen Höhe verlässlich bestimmbar ist. Die Methode der Umsatzrealisierung bestimmt sich maßgeblich nach IAS 18. Die Geschäfte aus dem Bereich Markt- und Sozialforschung, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, werden i.V.m. IAS 11 im Ergebnisnach der Zero-Profit-Margin-Methode mit den angefallenen Auftragskosten bewertet. Der Projektfortschritt wird hierbei als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Kosten zu den insgesamt für das Projekt erwarteten Kosten ermittelt.

Die in diese Berechnung einzubeziehenden Kosten bestehen aus allen direkten Kosten und anteiligen indirekten Kosten. Rückstellungen für drohende Verluste aus laufenden Aufträgen werden gebildet, wenn sie absehbar sind. Diese Umsätze werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als noch nicht fakturierte Umsätze unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten und erhaltenen Anzahlungen entweder als Aktivposten unter der Bezeichnung "Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo" oder als Passivposten "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung", falls der Betrag der erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten übersteigt. Die übrigen Erlöse realisiert der Konzern, wenn die Leistung erbracht ist.

Die vom Konzern abgeschlossenen Miet- und Leasingverträge werden entweder als "finance lease" oder als "operating lease" qualifiziert. Soweit bei den Leasingverhältnissen alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Konzern als Leasingnehmer übergegangen sind, wird ihm das wirtschaftliche Eigentum zugerechnet. Das Leasingobjekt sowie die hiermit in Zusammenhang stehenden Leasingverbindlichkeiten werden beim Konzern bilanziert (finance lease). Alle übrigen Leasingvereinbarungen werden als operativ lease erfasst. Die laufenden Leasingraten werden in diesem Fall bei Anfall aufwandswirksam erfasst.

6 Ertragsteuern

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden gemäß IAS 12 ("Income Taxes") erfasst. Im Geschäftsjahr 2013 werden tatsächlich angefallene Ertragsteuern in Höhe von T€ 206 der infas Holding AG ausgewiesen. Im Vorjahr wurden tatsächlich angefallene Ertragsteuern der infas Institut für angewande Sozialwissenschaft GmbH für die laufende Periode in Höhe von T€ 707 erfasst. Daneben sind aktive bzw. passive latente Steuern bilanzorientiert abzugrenzen. Berücksichtigt werden die steuerlichen Auswirkungen, die sich aus temporären Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen von Vermögensgegenständen bzw. Schulden ergeben und die sich in künftigen Wirtschaftsjahren umkehren werden. Sie werden auf der Grundlage der Steuersätze und -vorschriften ermittelt, die auf Basis der Gesetzeslage zum voraussichtlichen Zeitpunkt der Auflösung der Unterschiede gelten werden.

Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen der Muttergesellschaft blieben in den Vorjahren unberücksichtigt, soweit sie anzusetzende passive latente Steuern überstiegen, da es nach der Prognose für die nächsten fünf Jahre sowie für die einschätzbare Zeit darüber hinaus nicht wahrscheinlich war, dass zukünftig entsprechend positive steuerliche Ergebnisse erreicht werden.

Mit Übernahme der Anteile der Minderheitsgesellschafter an der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH und dem Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages zwischen der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH und der infas Holding AG wurde im Jahr 2013 eine ertragsteuerliche Organschaft begründet und die Möglichkeit geschaffen, die steuerlichen Verlustvorträge der infas Holding AG zu nutzen. Steuerlich wird bei Vorliegen einer Organschaft nach § 14 Abs. 1 S. 2 KStG das Einkommen der Organgesellschaft vor Berücksichtigung des an den Organträger abgeführten Gewinns ermittelt und dem Organträger zugerechnet. Vom Grundsatz her wird bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens auf der Ebene der infas Holding AG das Einkommen der infas zunächst mit dem steuerlichen Verlust der action press gmbh & co. kg und dem Einkommen der Holding verrechnet. Das übersteigende Einkommen wird mit den vorhandenen Verlustvorträgen der infas Holding AG verrechnet. Diese Verrechnung mit Verlustvorträgen ist allerdings jährlich auf die Höhe von € 1,0 Mio. begrenzt. Der € 1,0 Mio. übersteigende Betrag kann zu 60 % mit den Verlustvorträgen verrechnet werden (§ 10a Abs. 1 GewStG, § 10d Abs. 2 EStG).

Die körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der Muttergesellschaft betragen zum 31.12.2013 ca. € 14 Mio. (Vj. € 16 Mio.) und ca. € 11 Mio. (Vj. € 13 Mio.). Die im Geschäftsjahr aktivierten latenten Steuern auf diese Verlustvorträge betragen T€ 4.122. Dabei wurde ein Steuersatz von 33,0 Prozent (Vj. 31,9 Prozent) berücksichtigt. Weitere aktive latente Steuern ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen nach IFRS und nach den steuerlichen Vorschriften von T€ 1.534 (Vj. T€ 1.386) und betragen T€ 506 (Vj. T€ 235). Gleiches gilt für die im Vorjahr gebildete Rückstellung für drohende Verluste i.H.v. T€ 262, die nach den steuerlichen Vorschriften nicht zum Ansatz kommt und zum Bilanzstichtag T€ 214 beträgt. Die hieraus ermittelten aktiven latenten Steuern betragen T€ 35 (Vj. T€ 43).

Im Vorjahr waren die aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg in Höhe von T€ 329 vollständig wertzuberichtigen, da nach der Prognose für die nächsten fünf Jahre sowie für die einschätzbare Zeit darüber hinaus es nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftig entsprechend positive Ergebnisse erreicht werden. Aus diesem Grund kamen auch im Geschäftsjahr 2013 aktive latente Steuer in Höhe von T€ 611 nicht zum Ansatz. Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge dieser Tochtergesellschaft betragen zum31.12.2013 € 3,7 Mio. (Vj. € 3,2 Mio.).

Passive latente Steuern aus temporären Differenzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten von T€ 3.709 (Vj. T€ 167) in den Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2013 mit T€ 1.223 (Vj. T€ 53) angesetzt. Im Vorjahr kamen weitere passive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten im Konzernabschluss und in der Steuerbilanz von insgesamt T€ 4.453 nicht zum Ansatz, da bei Ansatz der passiven latenten Steuern gleichzeitig aktive latente Steuern aufgrund des Verlustvortrages in gleicher Höhe aktivierungsfähig würden; die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.422 wurden somit faktisch mit den aktiven latenten Steuern in gleicher Höhe verrechnet (siehe auch Tz 26).

7 Auswirkung neuer Rechnungslegungsgrundsätze

Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der infas Holding AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der aufgestellte Konzernabschluss der infas Holding AG entspricht damit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den IFRS insgesamt.

Die infas Holding AG hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen angewandt:

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Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1)
Änderung von IFRS 1 Drastische Hochinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender Dezember 2010 01.01.2013
Änderungen von IFRS 1 Darlehen der öffentlichen Hand März 2013 01.01.2013
Änderung von IAS 32 und IFRS 7 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden Dezember 2011 01.01.2013 bzw. 01.01.2014
IFRS 13 Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts Mai 2011 01.01.2013
Änderung von IAS 1 Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses Juni 2011 01.07.2012
Änderung von IAS 12 Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte Dezember 2010 01.01.2013
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet 2011) Juni 2011 01.01.2013
IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau Oktober 2011 01.01.2013

1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals in der EU anzuwenden waren.

Der überarbeitete Standard IAS 19 wurde im Juni 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, bspw. betreffend der Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und der Aufhebung der Korridormethode, welche der Verteilung bzw. der Glättung von aus den Pensionsverpflichtungen resultierenden Volatilität im Zeitablauf diente, bis zu geänderten Anhang angaben sowie bloßen Klarstellungen und Umformulierungen.

Die Abschaffung der Korridormethode führt im Konzernabschluss dazu, dass der Rückstellungsbetrag für Pensionen den Verpflichtungsumfang in voller Höhe widerspiegeln wird und dass die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht mehr anteilig erfolgswirksam, sondern vollständig in der Periode ihres Entstehens in den Gewinnrücklagen bzw. im sonstigen Konzernergebnis in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst werden.

Aus der Anwendung der übrigen dieser neuen oder überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sie führten jedoch teilweise zu zusätzlichen Angaben.

Das IASB und das IFRIC haben bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Rechtübernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2013 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Die infas Holding AG wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.

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Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1)
IFRS 10 Konzernabschlüsse Mai 2011 01.01.2014
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen Mai 2011 01.01.2014
IFRS 12 Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen Mai 2011 01.01.2014
Änderung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 Übergangsleitlinien Juni 2012 01.01.2014
Änderung von IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 Investmentgesellschaften Oktober 2012 01.01.2014
IAS 27 Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011) Mai 2011 01.01.2014
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011) Mai 2011 01.01.2014
Änderung von IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag von nichtfinanziellen Vermögenswerten Mai 2013 01.01.2014
Änderung von IAS 39 Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften Juni 2013 01.01.2014
Diverse Verbesserungen zu IFRS (2009-2011) Mai 2012 01.01.2013

1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals in der EU anzuwenden sind.

Das IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2013 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden von der infas Holding AG nicht angewendet.

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Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1)
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung November 2009 01.01.2018
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung November 2009 01.01.2018
IFRS 9 Finanzinstrumente: Sicherungsbeziehungen November 2013 01.01.2018
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten Januar 2016 01.01.2016
Änderung von IAS 19 Beiträge von Arbeitnehmern November 2013 01.07.2014
Diverse Verbesserungen zu IFRS (2010-2012) Dezember 2013 01.07.2014
Diverse Verbesserungen zu IFRS (2011-2013) Dezember 2013 01.07.2014
IFRIC 21 Abgaben Mai 2013 01.01.2014

1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals laut dem IASB anzuwenden sind.

Eine vorläufige Analyse der neuen Regelungen durch die Gesellschaft hat ergeben, dass sich kein wesentlicher Anpassungsbedarf bei der erstmaligen Anwendung ergeben wird.

Bilanzerläuterungen

Die Bilanz ist nach Fristigkeit gegliedert, Vermögenswerte und Schulden sind in langfristig - bei Fälligkeit über einem Jahr - und kurzfristig aufgegliedert.

Langfristige Vermögenswerte

8 Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill

Der Konzern verfügt nur über einzeln erworbene Immaterielle Vermögenswerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden.

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Goodwill. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über ihre begrenzte voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Durchschnitt drei Jahre beträgt.

Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Firmenwerten zu ermitteln, hat die infas Holding AG ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Zur Prüfung der Werthaltigkeit gemäß IAS 36 wurde ein Impairment-Test nach IAS 36 durchgeführt. Darüber hinaus werden Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich überprüft, wenn Sachverhalte oder Gründe vorliegen sollten, die auf eine Minderung der Buchwerte schließen lassen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ergibt sich aus dem Anlagespiegel.

Wertminderung auf Firmenwerte

Unter der Position Geschäfts- und Firmenwerte sind im Wesentlichen die Geschäftswerte der den Segmenten entsprechenden rechtlichen Einheiten action press gmbh & co. kg (Buchwert zum 31.12.2013 T€ 5.039 - Vj. - T€ 5.951) und der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (Buchwert - wie im Vj.- T€ 167) ausgewiesen. Aufgrund der künftig erwarteten negativen Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der CGU action press gmbh co. kg ergab sich aus der Werthaltigkeitsüberprüfung im Geschäftsjahr 2013 ein Wertminderungsbedarf i.H.v. T€ 912 (Vj. T€ 1.229), so dass Abschreibungen auf den unter dem Buchwertliegenden erzielbaren Betrag vorgenommen werden mussten. Diese Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte werden unter der Position Abschreibungen ausgewiesen (vgl. Tz 23).

Als erzielbarer Ertrag wurde der Nutzungswert auf der Grundlage eines Detailplanungszeitraums von 4 Jahren, von Cash-Flows unter der die Erfahrung der Vergangenheit berücksichtigenden Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung und einem Kapitalisierungszinssatzes von 9,0 Prozent vor Steuern (Vj. 8,5 Prozent vor Steuern) ermittelt. Der zur Diskontierung verwendete Kapitalisierungszinssatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz von 2,75 Prozent sowie auf einer Marktrisikoprämie, die aus einer Brandbreite von 5,5 bis 7 Prozent mit 6,25 Prozent berechnet wurde. Der individuell abgeleitete Beta-Faktor wurde mit 1,0 angesetzt. Ein Wachstumsabschlag zur Extrapolation des letzten Planjahres erfolgte nicht.

Der Planung der Cash-Flows der CGU action press gmbh & co. kg lagen folgende Annahmen zu Grunde. Der Umsatz im Kerngeschäft stabilisiert sich hinsichtlich der Anzahl der verkauften Bilder und der erzielbaren Preise auf niedrigem Niveau. Der Umsatz aus neuen Geschäftsfeldern steigt langsam an. Insgesamt wurde ein Umsatzwachstum von jährlich 3 Prozent zu Grunde gelegt. Über die Planperioden ist ein gleichbleibender Honorarsatz für die Fotografen angesetzt worden. Bei der Personalkostenplanung wurde die Reduzierung infolge der durchgeführten Umstrukturierung und dem damit einhergehenden Personalabbau berücksichtigt. Sollte das geplante Umsatzwachstum 1 Prozent höher (niedriger) liegen, so ergäbe sich ein erzielbarer Betrag von 5,8 Mio. € (4,2 Mio. €). Bei einem um 1 Prozenthöheren (niedrigeren) Zinssatz infolge eines höheren (niedrigeren) Risikozuschlages ergäbe sich ein erzielbarer Betrag von 4,4 Mio. € (5,8 Mio. €).

9 Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2013

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2013

T€
Zugänge Abgänge

T€
Stand 31.12.2013

T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 872 +53 925
Geschäfts- oder Firmenwert 7.347 0 7.347
8.219 +53 8.272
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.691 + 170 2.861
Finanzanlagen
Beteiligungen 5 0 5
5 0 5
10.915 + 223 11.138

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Abschreibungen
Stand 01.01.2013

T€
Zugänge Abgänge

T€
Stand 31.12.2013

T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 734 +76 810
Geschäfts- oder Firmenwert 1.229 +912 2.141
1.963 +988 2.951
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.191 +248 2.439
Finanzanlagen
Beteiligungen 5 0 5
5 0 5
4.159 1.236 5.395

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Restbuchwerte
Stand 31.12.2013

T€
Stand 31.12.2012

T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 115 138
Geschäfts- oder Firmenwert 5.206 6.118
5.321 6.256
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422 500
Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0
0 0
5.743 6.756

Die Zugänge des Geschäftsjahres 2013 betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Software und EDV-Ausstattung.

Bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 912 (Vj. T€ 1.229) handelt es sich um den ermittelten Wertminderungsbedarf auf den ausgewiesenen Geschäfts-/Firmenwert der action press gmbh & co. kg.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2012

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2012

T€
Zugänge Abgänge

T€
Stand 31.12.2012

T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 785 +87 872
Geschäfts- oder Firmenwert 7.347 0 7.347
8.132 +87 8.219
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung + 161
2.554 -24 2.691
Finanzanlagen
Beteiligungen 5 0 5
5 0 5
+248
10.691 -24 10.915

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Abschreibungen
Stand 01.01.2012

T€
Zugänge Abgänge

T€
Stand 31.12.2012

T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 650 +84 734
Geschäfts- oder Firmenwert 0 1.229 1.229
650 + 1.313 1.963
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung +245
1.970 -24 2.191
Finanzanlagen
Beteiligungen 5 0 5
5 0 5
+ 1.558
2.625 -24 4.159

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Restbuchwerte
Stand 31.12.2012

T€
Stand 31.12.2011

T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138 135
Geschäfts- oder Firmenwert 6.118 7.347
6.256 7.482
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
500 584
Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0
0 0
6.756 8.066

10 Finanzanlagen

Bezüglich der Entwicklung des Finanzanlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. Es handelt sich um Anteile unter 20 Prozent an einer Gesellschaft, die sich in Liquidation befindet. Die Anteile wurden bereits in Vorjahren auf einen Erinnerungswert von € 1,00 abgeschrieben.

11 Übrige langfristige Vermögenswerte

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
Latente Steueransprüche 4.663 0
Sonstige Vermögenswerte 87 31
Rechnungsabgrenzungsposten 12 0
Gesamt 4.762 31

Die latenten Steueransprüche betreffen im Wesentlichen die aktiven latenten Ertragsteuern aus den steuerlichen Verlustvorträgen der infas Holding AG und aus den unterschiedlichen Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen. Es handelt sich um nicht finanzielle Vermögenswerte (vgl. auch Tz 26).

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten wie im Vorjahr Kautionen, die für ein bis Juli 2018 laufenden Mietverhältnis geleistet worden sind. Es handelt sich hierbei ausschließlich um finanzielle Vermögenswerte.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen aufgrund von Nutzungsvereinbarungen für die Jahre 2015 bis 2018. Es handelt sich hierbei um nicht finanzielle Vermögenswerte.

Kurzfristige Vermögenswerte

12 Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
Vorräte 25 25
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.354 1.026
Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo 1.799 1.478
Ertragsteuerforderungen 803 617
Sonstige Vermögenswerte 76 97
Rechnungsabgrenzungsposten 108 83
Liquide Mittel 6.200 11.216
Gesamt 10.365 14.542

Bei den Vorräten handelt es sich um zur Veräußerung im normalen Geschäftsgang bestimmte wissenschaftliche Druckwerke. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Die Ertragsteuerforderungen beinhalten - wie im Vorjahr - den Erstattungsanspruch an Kapitalertragsteuer infolge der im Geschäftsjahr für das Jahr 2012 erhaltenen Gewinnausschüttung der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögenswerten handelt es sich wie im Vorjahr um kurzfristig fällige Vermögenswerte, in denen überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 329 (Vj. T€ 68) enthalten sind und auf die Wertberichtigungen in Höhe von T€ 12 (Vj. T€ 9) erfolgten. Weiterer Wertberichtigungsbedarf besteht nicht. Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 46 (Vj. T€ 41) und nicht finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 30 (Vj. T€ 56).

Bei den liquiden Mitteln (T€ 6.200, Vj. T€ 11.216) handelt es sich wie im Vorjahr um Kassenbestände, Kontokorrentguthaben und um Geldmarktanlagen und Wertpapiere, die mit Zinssätzen zwischen 0,13 Prozent und 0,15 Prozent verzinst wurden. Die liquiden Mittel bilden den Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung und sind in Höhe von T€ 69 (Vj. T€ 0) für eine auftragsbezogene Bankbürgschaft verpfändet. Weitere Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor.

Zu den "Dienstleistungsgeschäften mit aktivischem Saldo" vgl. Tz 5, dort: Umsatzerlöse.

13 Eigenkapital

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
Gezeichnetes Kapital 9.000 9.000
Kapitalrücklage 932 932
Eigenkapitalminderung aus sonstigem Konzernergebnis -515 -649
Eigenkapitalminderung infolge vollständiger Anteilsübernahme -4.002 0
Konzernbilanzgewinn/-verlust 1.344 -2.811
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 350
Eigenkapital 6.759 6.822

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist voll eingezahlt und beträgt € 9.000,000,--, eingeteilt in 9.000.000 Inhaberaktien (nennwertlose Stückaktien).

Der Vorstand ist ermächtigt (HV-Beschluss vom 23.08.2012), das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22.08.2017 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 4.500.000,00 zu erhöhen (Genehmigte Kapital 2012). Bis zum Bilanzstichtag wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist ermächtigt (HV-Beschluss vom 23.08.2012), bis zum 22.8.2014 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Bis zum Bilanzstichtag hatte der Vorstand hiervon keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß Beschluss des Vorstandes wurde in 2006 eine Kapitalerhöhung um € 1.036.000,-- durchgeführt. Die Kapitalerhöhung wurde am 17. August 2006 in das Handelsregister eingetragen. Das Agio i.H.v. T€ 932 aus der Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Nach dem Erwerb von weiteren 15% der Geschäftsanteile an der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH im Geschäftsjahr 2013 ist die infas Holding AG zu 100 % an dieser Tochtergesellschaft beteiligt und Anteile ohne herrschenden Einfluss sind nicht mehr auszuweisen. Der Kaufpreis für diese Anteile zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten in Höhe von T€ 4.040 ist mit dem Buchwert der Anteile ohne herrschenden Einfluss in Höhe von T€ 38 zu verrechnen und unmittelbar im Eigenkapital zu erfassen.

Kapitalmanagement

Die Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur.

Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf der Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den gesamten Finanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital.

Die Gesellschaft will damit einen sinnvollen Verschuldungsgrad unter Unternehmenswertgesichtspunkten erreichen, der einen Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten unter Berücksichtigung eines guten Kreditratings ermöglicht.

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
Finanzschulden 0 100
Zahlungsmittel und -äquivalente -6.200 -11.216
Nettofremdkapital 0 0
Eigenkapital 6.759 6.822
Gesamtkapital 6.759 6.822

Sowohl in 2013 als auch im Jahre 2012 benötigte die infas Holding AG kein Nettofremdkapital im oben definierten Sinne, so dass die Ziele des Kapitalmanagements nicht gefährdet waren.

Langfristige Schulden

14 Rückstellungen für Pensionen

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Stand 01.01.2013

T€
Verbrauch

T€
Auflösung

T€
Zuführung

T€
Stand 31.12.2013

T€
3.051 0 0 233 3.284

Die Pensionsrückstellung wurde für unmittelbare Versorgungszusagen gegenüber zwei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern gebildet und umfasst Alters- und Invalidenrente nach Maßgabe eines leistungsorientierten Plans. Der Anspruch auf Altersrente wird erworben, wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Vollendung einer festen Altersgrenze endet. Die Altersrente bemisst sich in einem Prozentsatz des vereinbarten Monatsgehalts.

Rechnungsgrundlagen und Parameter:

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Biometrische Rechnungsgrundlagen laut Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck 31.12.2013

%
31.12.2012

%
Rechnungszins 3,5 3,7
Entgelttrend 2,6 2,6
Rententrend 1,5 1,5

Der Entgelttrend ist aufgrund der Art der Zusage ohne Auswirkung.

Das so genannte Korridorverfahren ist ab 2013 nicht mehr anzuwenden. Dabei wurden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bei einer Überschreitung von 10 % des Anwartschaftsbarwertes auf die Restlebensarbeitszeit verteilt

Der Betrag der Pensionsrückstellung entspricht dem nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsanspruch unter Einbeziehung eines eingetretenen versicherungsmathematischen Verlustes. Die Veränderung des versicherungsmathematischen Verlustes ist in Höhe von T€ 120 (Vj. T€ 676) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionszusagen für die ausgeschiedenen Mitarbeiter umfassen nur noch den Zinsaufwand (T€ 113; Vj. T€ 111) und enthalten keinen im Personalaufwand auszuweisenden Dienstzeitaufwand. Der Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) veränderte sich wie folgt:

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
DBO 01.01. 3.051 2.264
Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsaufwand (erfolgswirksam) 113 111
Erfolgsneutrale Veränderung infolge der Neubewertung gemäß IAS-19 n.F. +120 +676
DBO 31.12. 3.284 3.051

Die Entwicklung der "Defined Benefit Obligation" ist aus folgender Übersicht ersichtlich:

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Finanzierungsstand 2013 2012 2011 2010 2009
Verpflichtungsumfang für Pensionen (DBO) 3.284 3.051* 2.264* 2.172 1.857

*) Die Werte wurden angepasst. an IAS-19 n.F.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt für jede wesentliche versicherungsmathematische Annahme zum Stichtag, wie sich eine mögliche Veränderung der Annahmen auf die Höhe der Pensionsverpflichtung zum betreffenden Stichtag ausgewirkt hätte.

Sensitivitätsanalyse

Der Anstieg (Rückgang) des Diskontierungssatzes bzw. des Rententrends um jeweils 0,5 Prozent würde im Jahr 2013 zu folgenden DBO führen.

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Anstieg um 0,5 Prozent Rückgang um 0,5 Prozent
Diskontierungssatz € 2,96 Mio. € 3,66 Mio.
Rententrend € 3,49 Mio. € 3,09 Mio.

15 Verbindlichkeiten langfristig

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31.12.2013 Vorjahr
T€ T€
--- --- ---
Latente Steuerschulden 1.223 53
Gesamt 1.223 53

Hinsichtlich der Ermittlung der latenten Steuern vgl. Tz 26.

Kurzfristige Schulden

16 Ertragsteuerschulden

Bei den Ertragsteuerschulden handelte es sich im Wesentlichen um die für das Geschäftsjahr zu erwartenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuernachzahlungen der infas Holding AG in Höhe von T€ 206. Aufgrund des im Geschäftsjahr abgeschlossenen und im Handelsregister eingetragenen Gewinnabführungsvertrages zwischen der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH und der infas Holding AG wird der Gewinn des Bereichs Markt- und Sozialforschung der Action Press Holding zurechnet. Bei den Ertragsteuerschulden des Vorjahreshandelte es sich im Wesentlichen um die zu erwartenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuernachzahlungen des Bereichs Markt- und Sozialforschung in Höhe von T€ 338.

17 Sonstige Rückstellungen

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Stand 01.01.2013

T€
Verbrauch

T€
Auflösung

T€
Zuführung

T€
Stand 31.12.2013

T€
Kurzfristige Rückstellungen
Berufsgenossenschaft 37 36 1 22 22
Jahresabschluss 83 83 0 84 84
Prozessrisiken 219 2 0 38 255
Übrige Rückstellungen 21 0 0 0 21
360 121 1 144 382
Langfristige Rückstellungen
Drohverlustrückstellung 262 0 61 13 214
Summe Rückstellungen 622 121 62 157 596

Die kurzfristigen Rückstellungen beinhalten eine Rückstellung für Prozessrisiken, die zum 01.01.2013 einen Betrag in Höhe von T€ 219 und zum 31.12.2013 einen Betrag in Höhe von T€ 255 umfasst. Die Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen einen Rechtsstreit gegen die Finanzverwaltung NRW hinsichtlich der Behandlung freiberuflich tätiger Mitarbeiter. Die diesen Rückstellungen zugrunde liegenden Verpflichtungen sind innerhalb von 12 Monaten fällig.

Als Folge von Umstrukturierungsmaßnahmen bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg und dem damit zusammenhängenden Personalabbau werden Teile der angemieteten Räume zukünftig nicht mehr genutzt. Eine Untervermietung der Teilflächen ist nur zu stark reduzierten Preisen möglich. Der drohende Verlust aus der Leistungsverpflichtung zum Bilanzstichtag beläuft sich bis zum31.12.2017 auf T€ 242. Die Rückstellung ist entsprechend der Laufzeit mit einem Zinssatz von 5 % p. a. um T€ 28 abgezinst worden, so dass sich eine Nettorückstellung i.H.v. T€ 214 ergibt.

18 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
0 100

Es handelte sich im Vorjahr um den im Jahre 2013 fälligen Tilgungsanteil von Investitionskrediten.

19 Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.398 702
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 6.362 8.079
Sonstige Verbindlichkeiten 1.039 1.560
Gesamt 8.799 10.341

Als erhaltene Anzahlungen werden nur die Kundenanzahlungen auf Projekte ausgewiesen, für die bis zum Bilanzstichtag noch keine Leistungen erbracht worden sind. Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen (einschließlich der Projekte, für die Leistungen erbracht worden sind) beträgt zum Bilanzstichtag T€ 31.591(Vj. T€ 30.054). Vergleiche hierzu sowie zu den "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung" Tz 5, dort: Umsatzerlöse.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 8.799 (VJ. T€ 10.341) beinhalten finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 2.101 (Vj. T€ 1.318) und nicht finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 6.698 (Vj. T€ 9.023).

Finanzielle Verbindlichkeiten

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.398 702
Verbindlichkeiten Personal 673 569
Sonstige 30 47
Gesamt 2.101 1.318

Nicht finanzielle Verbindlichkeiten

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 6.362 8.079
Erhaltene Anzahlungen 0 0
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 258 840
Lohnsteuerverbindlichkeiten 78 104
Gesamt 6.698 9.023

Alle kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten fällig.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gesamtergebnisrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

20 Umsatzerlöse

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2013

T€
Vorjahr

T€
Umsatzerlöse mit Dritten, fakturiert 20.616 16.890
Umsatzerlöse mit Dritten, noch nicht fakturiert 3.575 6.097
Gesamt 24.191 22.987

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wird in der Segmentberichterstattung unter Tz 28 dargestellt.

21 Sonstige betriebliche Erträge

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2012

T€
Vorjahr

T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 62 201
Erträge aus Rechtsstreitigkeiten 0 47
Erträge aus der Untervermietung 7 7
Übrige 11 42
Gesamt 80 297

22 Personalaufwand

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2013

T€
Vorjahr

T€
Löhne und Gehälter 5.791 6.027
Soziale Abgaben 922 956
Aufwendungen für Altersversorgung 21 20
Gesamt 6.734 7.003

Die Mitarbeiter erhalten Leistungen aus der gesetzlich festgesetzten Sozialversicherung, für die Teile des Einkommens eingezahlt werden. Daneben existieren bei der infas Holding AG und ihren Tochterunternehmen weitere arbeitnehmerfinanzierte Direktversicherungszusagen. Da nach Zahlung der Beiträge an die öffentlichen und privaten Versicherungsträger für die Gesellschaften keine weiteren Verpflichtungen bestehen, werden diese Pläne als beitragsorientierte Pläne behandelt. Laufende Beitragszahlungen wurden als Aufwendungen für den betreffenden Zeitraum angesetzt.

Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeitnehmer T€ 445 (Vj T€ 479). Daneben wurden weitere T€ 21 (Vj. T€ 20) in Direktversicherungen eingezahlt.

23 Abschreibungen

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2013

T€
Vorjahr

T€
Abschreibungen auf Sachanlagen 323 330
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 912 1.229
Gesamt 1.235 1.559

Der Geschäfts- und Firmenwert der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg war im Geschäftsjahr i.H.v. T€ 912 (Vj T€ 1.229) auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben, vgl. Tz 8.

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2013

T€
Vorjahr

T€
Rechts- und Beratungskosten 362 244
Werbe- und Reisekosten 236 253
Versand- und Telefonkosten 434 447
Raum- und Nebenkosten 1.155 1.179
Drohverlustrückstellung action press gmbh & co. kg 0 262
Miet- und Leasingaufwendungen 26 19
EDV-Wartungskosten 231 178
Kosten der Hauptversammlung, Pressemitteilungen 45 55
Aufsichtsratsvergütungen einschließlich Auslagen 183 27
Versicherungen, Beiträge 74 90
Übrige 327 311
Gesamt 3.073 3.065

25 Finanzergebnis

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2013

T€
Vorjahr

T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42 78
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -70 -22
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16 -15
Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen -113 -111
Gesamt -157 -70

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" nach IAS 39 und waren zum Bilanzstichtag i.H.v. T€ 70 auf den beizulegenden Wert abzuschreiben. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus der Kategorie "Sonstige Schulden" nach IAS 39. Weitere Aufwendungen und Erträge aus Finanzinstrumenten sind nicht angefallen. Hinsichtlich möglicher finanzieller Risiken vgl. Tz 33.

26 Steuern von Einkommen und vom Ertrag

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2013

T€
Vorjahr

T€
Steuern von Einkommen und vom Ertrag -206 -1.012
Veränderung latente Steuern +3.239 -329
Gesamt +3.033 -1.341

Der Ertragsteueraufwand setzt sich aus laufenden und aus dem Ansatz von aktivierten und passivierten latenten Steuern zusammen. Es sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag ausgewiesen, die nach der Gewinnabführung der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH und unter Berücksichtigung der sogenannten Mindestbesteuerung bei der infas Holding AG verbleiben. Die laufenden Ertragsteuern im Vorjahr betrafen im Wesentlichen das positive Ergebnis des Bereichs Markt- und Sozialforschung. Infolge der Neueinschätzung der Ergebnisentwicklung bei der Tochtergesellschaft actionpress gmbh & co. kg in den nächsten 5 Jahren sowie für die einschätzbare Zeitdarüber hinaus, war der latente Steueranspruch für die aktive latente Gewerbesteuer auf den steuerlichen Verlustvortrag im Vorjahr in voller Höhe abzuschreiben.

Bei den latenten Körperschaftsteuern ist wie im Vorjahr ein Steuersatz von 15,825 Prozent zugrunde gelegt worden. Die latente Gewerbesteuer ist mit dem individuellen Steuersatz pro Gesellschaft ermittelt worden. Durchschnittlich wurde der Gewerbesteuersatz mit 17,15 Prozent (Vj. 16,1 Prozent) berücksichtigt. Der Konzernsteuersatz in der steuerlichen Überleitungsrechnung für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer beträgt für das Jahr 2013 33,0 Prozent (Vj. 31,9 Prozent).

Die nachfolgende Übersicht zeigt die entsprechend den Erläuterungen zu Tz 6 ausgewiesenen bzw. nicht ausgewiesenen latenten Steuern. Folgende Beträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen:

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2013

T€
Vorjahr

T€
Aktive latente Steuern
Insbesondere aus steuerlichen Verlustvorträgen 4.663 0
Passive latente Steuern
aus temporären Differenzen 1.223 53

Latente Steuern auf sog. "outside basis differences" entstehen infolge der steuerrechtlichen Vorschriften nicht.

Aktive und passive latente Steuern resultieren aus folgenden Posten, wobei die steuerlichen Verlustvorträge unverfallbar sind:

Aktive latente Steuern

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2013

T€
Vorjahr

T€
Verlustvorträge 4.733 5.148
Pensionsrückstellung 506 235
Drohverlustrückstellung 35 43
(davon kurzfristig) 0 0
Bruttowert 5.274 5.640
Saldierungen mit passiven latenten Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen der Firmenwerte 0 -1.422
Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern/ nicht angesetzte aktive latente Steuern -611 -4.218
4.663 0

Passive latente Steuern

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2013

T€
Vorjahr

T€
Firmenwerte 1.223 1.475
(davon kurzfristig) 0 0
Bruttowert 1.223 1.475
Saldierungen 0 -1.422
1.223 53

Aktive latente Steuern auf steuerlichen Verlustvorträgen belaufen sich auf T€ 4.122 (Vj. T€ 4.629) bei der infas Holding AG und T€ 611 (Vj. T€ 519) bei der action press gmbh & co. kg. Daneben entstehen aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen Steuer- und IFRS-Bilanz beim Ansatz der Pensionsrückstellung und der Drohverlustrückstellung i.H.v. insgesamt T€ 541 (Vj. T€278). Anzusetzende passive latente Steuern, die aus den unterschiedlichen Wertansätzen von Firmenwerten in der steuerlichen Ergänzungsbilanz und in der IFRS-Bilanz resultieren, wurden in Höhe von T€ 1.475 angesetzt und im Vorjahr mit den potentiellen aktiven latenten Steuern i.H.v. T€ 1.422 verrechnet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge i.H.v. T€ 4.004 (angepasst T€ 4.218) wurden im Vorjahr wertberichtigt und nicht aktiviert, vgl. dazu auch Tz 6. Dies entsprach einem nicht genutzten Verlustvortrag bei der Körperschaftsteuer i.H.v. T€ 11.686bzw. bei der Gewerbesteuer i.H.v. T€ 8.334 bei der infas Holding AG. Der weiterhin nicht genutzten Gewerbeverlust bei der action press gmbh & co. kg beträgt T€3.717 (Vj T€ 3.155).

Die folgende Darstellung erläutert die wesentlichen Unterschiede zwischen dem rechnerischen Steueraufwand aus Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2013 und 2012 und dem tatsächlichen Steueraufwand laut Gesamtergebnisrechnung:

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2013

T€
Vorjahr

T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.663 785
Konzernsteuersatz in % 33,0 % 31,9 %
Rechnerischer Ertragsteueraufwand 548 250
Erhöhung/Minderung des Steueraufwands durch:
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 57 25
Effekte aus Personengesellschaften
- Steuerlicher Verlust aus Personengesellschaften -227 303
- Wertberichtigung auf aktivierte aktive latente Steuern auf Verlustvortrag 0 329
Unterschied aus der Zuführung zur Pensions-Rückstellung -21 - 10
Wertaufholung auf aktive latente Steuern -4.663 0
Aktive latente Steuern auf sonstiges Ergebnis lfd. Jahr +40 0
Aktive latente Steuern auf Sonstiges Ergebnis Vorjahr +214 0
Zuführung passive latente Steuern temporäre Differenzen +1.170 0
Nicht steuerwirksame Abschreibung CGU 301 475
Verrechnung steuerliche Verlustvorträge -421 0
Sonstige -31 -31
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3.033 1.341
Steuerquote in % 0,00 % 170,82 %

27 Operate-Leasing-Verhältnisse

Der Konzern nutzt gemietete Geschäftsräume, Fahrzeuge sowie Büroausstattung im Rahmen von Mietverträgen, die als "operating lease" bezeichnet werden. Die folgenden Miet- und Leasingaufwendungen werden für die nächsten Geschäftsjahre auf der Basis der zum 31. Dezember 2013 bestehenden Verträge erwartet:

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2013 Vorjahr
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
2014 984 2013 722
2015 984 2014 820
2016 928 2015 820
2017 928 2016 802
2018 226 4.050 2017 692 3.856
nach 2018 0 nach 2017 57
4.050 3.913

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die monatlichen Mietverpflichtungen für die genutzten Betriebsgrundstücke der Tochtergesellschaften action press gmbh & co. kg (T€ 25 p. M. bis Ende 2017) und infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (T€ 28 p. M. bis Februar 2018 und T€ 24 p. M. bis Juli2018). Die Mietverträge enthalten Mietverlängerungsoptionen, aber keine Kaufoptionen. Die gesamten Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten für das Geschäftsjahr2013 beliefen sich auf T€ 1.155 (Vj. T€ 1.179).

Das bei der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg bestehende Untermietverhältnis (vgl. auch Tz 21) enthält vertraglich kurzfristige Kündigungsmöglichkeiten.

28 Segmentberichterstattung

Die zwei Geschäftsfelder Markt- und Sozialforschung und Foto sowie die Aufwendungen der Holding sind im Folgenden dargestellt:

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Markt- und Sozialforschung

T€
Foto

T€
Holding

T€
Konsolidierung

T€
Konzern

T€
Konzernumsatz 2013
Außenumsatz gesamt 19.528 4.663 0 0 24.191
Konzerninterner Umsatz 0 0 0 0 0
Konzernumsatz 2012
Außenumsatz gesamt 18.301 4.686 0 0 22.987
Konzerninterner Umsatz 0 0 0 0 0
Betriebs-/Segmentergebnis nach Handelsrecht 2013 3.429 15 2.716 -3.429 2.731
2012 3.049 -894 1.668 -1.739 2.084
Zinsergebnis 2013 59 -89 -130 +3 -157
2012 46 -55 -60 -1 -70
Ergebnis vor Steuern 2013 3.492 -73 1.585 -3.341 1.663
2012 3.095 -949 118 -1.478 786
Ertragssteuern 2013 +1 0 -207 +3.239 +3.033
2012 1.012 0 0 329 1.341
Segmentvermögen 2013 10.619 5.779 10.177 -11.172 15.403
2012 12.926 6.671 6.541 -5.426 20.712
Segmentschulden 2013 10.369 2.118 4.537 -4.345 12.679
2012 10.310 2.024 2.399 -1.267 13.466
Investitionen 2013 182 28 13 0 223
2012 218 31 0 0 249
Abschreibungen auf Sachanlagen 2013 228 93 2 0 323
2012 270 58 2 0 330
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 2013 0 912 0 0 912
2012 0 1.229 0 0 1.229
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2013 92 29 2 0 123
2012 88 41 2 0 131

Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 (Operating Segments) nach Geschäftssegmenten abgegrenzt. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftssegmente Markt- und Sozialforschung und Foto aufgeteilt. Das Geschäftssegment Markt- und Sozialforschung umfasst die Aktivitäten der infas GmbH; das Geschäftsfeld Foto umfasst die Aktivitäten der action press gmbh & co. kg. Den Segmentinformationenliegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Es gibt keine Änderungen der Bewertungsmethoden im Vergleich zu früheren Perioden. Bei dem in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Betriebsergebnis/Segmentergebnis handelt es sich um das EBIT vor Firmenwertabschreibung (vgl. Tz 8). Das Segmentergebnis (T€ 2.731) vermindert um das Zinsergebnis (T€ -157) und um die Firmenwertabschreibung (T€ 912) ergibt das Ergebnis vor Steuern (T€ 1.663).

Im Segment "Markt- und Sozialforschung" erzielt der Konzern Umsatzerlöse mit einem Großkunden i.H.v. T€ 5.553 (Vj. T€ 3.358).

29 Ergebnis/Dividende je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

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31.12.2013 Vorjahr
Konzernergebnis T€ 4.696 -868
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien Tausend Aktien 9.000 9.000
Ergebnis je Aktie €/Aktie +0,15 - 0,10
Vorgeschlagene Dividende je Aktie €/Aktie 0,06 0,06

Weder zum 31. Dezember 2013 noch zum Vorjahresbilanzstichtag waren Optionen auf Aktien ausstehend, die den Gewinn pro Aktie verwässern.

Der gewogene Durchschnitt der ausgegebenen Aktien beträgt wie im Vorjahr 9.000.

30 Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2013 waren im Konzern durchschnittlich 123 (Vj. 131) Angestellte beschäftigt , davon 3 (Vj. 3) Geschäftsführer in den Tochtergesellschaften.

31 Beteiligungsverhältnisse

Angaben zu Unternehmen, an denen die Action Press Holding Aktiengesellschaft mehr als 20 Prozent der Anteile hält (Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis):

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Nominalkapital

T€
Anteile

%
Eigenkapital

T€
Jahresergebnis

T€
Stichtag Jahresabschluss
action press GmbH & Co. KG 51 100 -1.428 -76 31.12.2013
action press Beteiligungs GmbH 26 100 47 2 31.12.2013
infas GmbH 250 100 250 0 31.12.2013

Die folgenden Gesellschaften bzw. Personen waren nach deren Angaben wie folgt am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt:

Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf> 30 %

Investment Aktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, Bonn> 20 %

Hans-Herbert Döbert, München> 5 %

Loni Döbert, München> 3 %

Axxion S.A., Munsbach, Luxemburg> 3 %

32 Beziehungen zu nahestehenden Personen

Gemäß IAS 24 werden als nahestehend die Personen oder Unternehmen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.

Im Geschäftsjahr 2013 hat die Action Press Holding 10 Prozent der Gesellschaftsanteile an der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH von dem Vorstand zu einem Kaufpreis von € 2,7 Mio. erworben. Der Kaufpreis für diese Anteile ist auf Basis eines Unternehmenswertgutachtens und analog dem Kaufpreis für den Erwerb der weiteren 5 Prozent ausgehandelt worden.

Hinsichtlich der Angaben zu den Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen vgl. Tz 35.

33 Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien dargestellt.

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Bewertung nach IAS 39
Buchwert lt. Bilanz 31.12.2013

T€
(Fortgeführte) Anschaffungskosten

T€
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam

T€
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

T€
Beizulegender Zeitwert 31.12.2013

T€
--- --- --- --- --- ---
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 99 99
Kredite und Forderungen 31
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.354 1.354
Kredite und Forderungen 1.354
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 46 46
Kredite und Forderungen 46
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.200 6.200
Kredite und Forderungen 6.200
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.398 1.398
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.398
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.101 2.101
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 2.101

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Bewertung nach IAS 39
Buchwert lt. Bilanz 31.12.2012

T€
(Fortgeführte) Anschaffungskosten

T€
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam

T€
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

T€
Beizulegender Zeitwert 31.12.2012

T€
--- --- --- --- --- ---
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 31 31
Kredite und Forderungen 31
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.026 1.026
Kredite und Forderungen 1.026
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 41 41
Kredite und Forderungen 41
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.216 11.216
Kredite und Forderungen 11.216
Langfristige Finanzschulden 100 100
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 100
Kurzfristige Finanzschulden 702 702
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 702
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.318 1.318
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.318
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.380 1.380
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.380

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert ebenfalls dem beizulegenden Zeitwert.

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar. Hierin sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie nach IAS 39 angehören.

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31.12.2013

T€
Vorjahr

T€
Kredite und Forderungen -28 56
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzieller Verbindlichkeiten 0 0

Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen aus finanziellen Forderungen sowie Wertberichtigungen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzrisiken können die Vermögens-, Finanz- und Ertragskraft des Konzerns nachteilig beeinflussen. Das Risikomanagement im Konzern ist so ausgerichtet, dass Kredit- und Liquiditätsrisiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung frühzeitig eingeleitet werden können. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Grundlage der Steuerung und frühzeitigen Identifizierung finanzieller Risiken sind die jährliche Planung sowie regelmäßige Analysen der unterjährigen Planabweichungen.

Die Gesellschaft ist folgenden Finanzrisiken ausgesetzt:

Kreditrisiken

Das Risiko umfasst das Ausfallrisiko und das Risiko der Verschlechterung der Bonität. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem operativen Geschäft der einzelnen Tochtergesellschaften. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch laufende Überwachung sowie regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur kontrolliert. Die Ausfallrisiken des Konzerns bestehen in dem üblichen Geschäftsrisiko und diesem wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dem Ausfallrisiko wird darüber hinaus durch weitere Sicherungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kreditwürdigkeitsprüfungen, begegnet. In Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken bestehen in dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können und sind in der Regel mit einer negativen Entwicklung des operativen Geschäfts verbunden sind. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement beinhaltet unter anderem das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln. Zum Bilanzstichtag sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von T€ 9.389 durch die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 10.365 gedeckt. Zukünftige Zahlungsabflüsse werden durch die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft gedeckt.

Marktpreisrisiken

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Der Begriff Marktrisiken umfasst dabei folgende Arten von Risiken:

Zinsrisiko

Der Konzern finanziert sein Geschäft im Wesentlichen mit Eigenkapital sowie mit zwei langfristigen Darlehen, deren Zinssätze bis zur vollständigen Tilgung festvereinbart sind. Insoweit unterliegt der Konzern keinem Zinsrisiko. Die wesentlichen originären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen) werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und führen damit nicht zu einem Zinsrisiko. Die Gesellschaft legt freie flüssige Mittel kurzfristig als Tagesgeld an und unterliegt insoweit dem Risiko sinkender Tagesgeldzinssätze.

Währungsrisiken

Marktpreisrisiken in Form von Währungsrisiken bestehen bei der Gesellschaft nicht.

Andere Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Da aufgrund der Geschäftsmodelle der Tochterunternehmen keine anderen wesentlichen Marktpreisrisiken vorliegen, wurde auf eine weitere Analyse verzichtet.

Angaben nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften

34 Organe

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Vorstand: Dipl.-Soz. Menno Smid, Bonn, Alleinvorstand gleichzeitig Geschäftsführer in der Tochtergesellschaft infas GmbH
Aufsichtsrat: Dipl.-Kfm. Udo Christochowitz, Waldshut, (Mitglied ab 06.11.2013 gemäß Beschluss Amtsgericht Bonn, Vorsitzender ab 09.12.2013) Vorsitzender des Aufsichtsrats der Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf
Dr. Klaus Hahn, Essen, Unternehmensberater (Vorsitzender bis 31.10.2013) Mitglied des Aufsichtsrats der Effecten-Spiegel AG Düsseldorf und der Wohnungsgesellschaft des rheinischen Handwerks AG, Köln, bis 31.10.2013
Dipl.-Kfm. Wilhelm Nottenkämper, Usingen, Finanzberater (stellv. Vorsitzender)
Mag. Elmar Simma, Bregenz, Unternehmensberater Mitglied des Aufsichtsrats der Arlberg-Stiftung, Bregenz

35 Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Bezüge des Vorstands Menno Smid (inklusive Tochtergesellschaften) beinhalten ein Fixum von T€ 212 (Vj. T€ 212) und variable Bezüge von T€ 235 (Vj. T€ 220). Daneben wurden Herrn Smid Sachbezüge von T€ 7 (Vj. T€ 7) gewährt.

Für nach IFRS bewertete Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind T€ 3.284 zurückgestellt (vgl. Tz 14).

Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen für den Aufsichtsrat betrugen in 2013 T€ 183 (Vj. T€ 27).

36 Angabe nach § 264 b / § 264 (3) HGB

Die in den Konzernabschluss einbezogene action press gmbh & co. kg, Hamburg, und die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH sind gemäß § 264b bzw. § 264 (3) HGB von der Verpflichtung der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit.

37 Honorar des Abschlussprüfers

§ 319 Abs. 1 S. 1 und S. 2, § 285 Nr. 17 HGB

Die Gesellschaft hat für das Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 68 (Vj T€ 58) für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei i.H.v. T€ 58 um die Kosten für die Abschlussprüfung und i.H.v. T€ 10 um sonstige Leistungen.

38 Entsprechenserklärung

§ 285 Nr. 16 bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB i.V.m.

§ 161 AktG

Die Gesellschaft hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und i.V.m. der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.infasholdingag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

39 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

§ 297 Abs. 2 S. 4 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass unter Einhaltung aller geltenden IFRS-Regelungen, der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Der Konzernabschluss wurde von den gesetzlichen Vertretern am 08. April 2013 zur Veröffentlichung freigegeben.

Bonn, 08. April 2014

infas Holding Aktiengesellschaft

- Der Vorstand -

Menno Smid

Bestätigungsvermerk

"Wir haben den von der infas Holding AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2013 bis 31.12.2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mithinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns- und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Neuss, 11. April 2014

**Wisbert - Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Andreas Hahn, Wirtschaftsprüfer

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