Annual Report • May 12, 2010
Annual Report
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Darstellung des Konzerns, der Geschäftstätigkeit, der Rahmenbedingung als Ausgangspunkt für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage.
Der Action Press Holding Konzern besteht aus der Muttergesellschaft Action Press Holding AG sowie folgenden Tochtergesellschaften:
| ― | infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften GmbH, Bonn (85 %) |
| ― | action press gmbh & co. kg, Hamburg (100 %) |
| ― | action press beteiligungsgesellschaft mbh, Hamburg (100 %). |
Die Action Press Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist ausschließlich als Management- und Finanzholding des Action Press Holding Konzerns tätig und erzielt keine Umsatzerlöse.
Die Aktien der Action Press Holding AG sind in einem Geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Gesamtvorstand der Action Press Holding AG.
Das Jahr 2009 war aus der wirtschaftlichen Perspektive gesehen eindeutig von den Nachwirkungen des Bebens der weltwirtschaftlichen Krise bestimmt. Da fast 90 Prozent des Umsatzes der Tochtergesellschaften in Deutschland generiert wird, sei an dieser Stelle auf diese Entwicklung anhand der vierteljährlichen Zahlen des statistischen Bundesamtes verwiesen, die bisher nicht gekannte, drastische Rückgänge für das Jahr 2009 ausweist.
Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt, verkettet
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| Jahr / Vierteljahr | Ursprungswerte | Saison- und kalenderbereinigte Werte nach Census X-12-ARIMA |
|---|---|---|
| Ursprungswerte: Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum in % |
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| Saisonbereinigte Werte: Veränderung gegenüber Vorquartal in %; | ||
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| Jahresangaben nur kalenderbereinigt gegenüber Vorjahr in %. | ||
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| Stand: 12. Februar 2010 | ||
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| 2008 | 1,3 | 1,0 |
| 2009 | -5,0 | -4,9 |
| 1. Vj 2009 | -6,4 | -3,5 |
| 2. Vj 2009 | -7,0 | 0,4 |
| 3. Vj 2009 | -4,7 | 0,7 |
| 4. Vj 2009 | -1,7 | 0,0 |
Die Aussichten für eine Erholung sind offensichtlich entgegen so mancher Zahl, die in der Öffentlichkeit kursieren, weitaus kritischer einzuschätzen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte nach diesen Zahlen, - preis-, saison- und kalenderbereinigt - im vierten Quartal 2009 auf dem Niveau des Vorquartals (+0,0%). Damit hat sich der leichte Aufwärtstrend der Wirtschaft aus dem zweiten (+0,4%) und dritten Quartal 2009 (+0,7%) nicht fortgesetzt.
Im Ergebnis ist daher von einer nach wie vor sehr schwierigen Lage der deutschen Wirtschaft auszugehen, was natürlich unmittelbare Konsequenzen sowohl für die Markt- und Sozialforschung als auch für den Printmedienmarkt hat.
Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften in den Segmenten Markt- und Sozialforschung sowie im Segment der Fotopresseagenturen tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen im Inland, und zwar an den Standorten Hamburg und Bonn.
Im unmittelbaren Wettbewerb sind im Wesentlichen nur kleine und mittelgroße Unternehmen positioniert. Während im Bereich Fotopresse-Agentur Pressefotos lediglich an andere Medien weitervermittelt werden, werden im Segment Markt- und Sozialforschung auftragsbezogene Leistungen erbracht.
Das Geschäftsfeld Foto wird von der action press Gmbh & Co. Kg, Hamburg, bedient. action press ist eine von Europas größten Pressebildagenturen. Zu den 1.500 nationalen und internationalen Kunden zählen alle großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage Deutschlands sowie Buchverlage, TV-Sender, Werbeagenturen und Online-Medien. Partneragenturen in über 30 Ländern vertreten action press in ihren jeweiligen Märkten.
Die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist ein privates und unabhängiges Forschungsinstitut, das Forschungs- und Beratungsleistungen für Unternehmen aller Branchen, für die Wissenschaft, die Verwaltung auf Bundes- und Länderebene sowie die Politik allgemein erbringt. Die wichtigsten Forschungsbereiche sind:
| ― | Sozialforschung |
| ― | Verkehrsforschung |
| ― | Marketingforschung |
| ― | Gesundheitsforschung |
Die o. g. Verschlechterung des Marktumfeldes und die rückläufigen Wachstumsraten haben sich in den beiden wichtigsten Geschäftsbereichen Markt- und Sozialforschung sowie Foto unterschiedlich ausgewirkt. Vor diesem Hintergrund war die Geschäftsentwicklung bei der Action Press Holding AG im Jahr 2009 von Gegensätzen geprägt. Während sich das infas Institut gut behaupten konnte, waren bei action press empfindliche Rückgänge beim Umsatz und Ertrag zu verzeichnen.
Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2009 von 18,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 16,6 Mio. € und damit um 12,2 % gesunken. Dies ist auf den Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Foto von 7,7 Mio. € um 2,1 Mio. € auf 5.6 Mio. € zurückzuführen.
Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 9,4 Mio. € auf 7,4 Mio. € reduziert, was mit der gesunkenen Umsatzleistung, aber auch mit einem geringeren Zukauf von Fremdleistungen bei der infas zu erklären ist. So ist, gemessen an den Umsätzen der Anteil an Material- und Fremdkosten von 49,7 % im Vorjahr auf 44,6 % im Geschäftsjahr überproportional gesunken.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2009 etwas auf 115 T€ (Vorjahr: 62 T€).
Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern betrug zum Stichtag 31. Dezember 2009 135 (Vorjahr: 126). Die Personalaufwendungen erhöhten sich daher im Vergleich zum Vorjahr von 5,6 Mio. € auf 5,8 Mio. €.
Die Abschreibungen liegen im Geschäftsjahr 2009 mit 295 T€ (Vorjahreszeitraum: 302 T€) fast auf dem Vorjahresniveau.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns betragen wie im Vorjahr 2,5 Mio. €.
Aufgrund des im Geschäftsjahr 2009 gesunkenen Zinsniveaus haben sich die Zinserträge von 124 T€ im Vorjahr auf 40 T€ reduziert und es verbleibt trotz der gesunkenen Zinsaufwendungen von 173 T€ im Vorjahr auf 117 T€ im Jahr 2009 noch ein negatives Finanzergebnis von - 77 T€ (Vorjahr: - 50 T€).
Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 1.087 T€ auf 682 T€.
Der operative Cashflow liegt mit 0,8 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert (2,8 Mio. €).
Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Investitionen in Software, EDV-Geräte und EDVAusstattung in den beiden Geschäftsbereichen Foto und bei der infas.
Das Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen nach Steuern und vor Ergebnisanteilen Dritter beläuft sich auf einen Betrag in Höhe von 414 T€ (Vorjahr: 779 T€).
Mit dem Verkauf der Beteiligung an der MIT Event- und Incentive-Management GmbH im März 2009 wurde auch das Geschäftsfeld Event & Incentives aufgegeben. Im Geschäftsjahr 2009 ergibt sich ein Verlust aus der Aufgabe dieses Geschäftsfeldes in Höhe von - 196 T€ (Vorjahr 2 T€).
Die Entwicklung des Geschäftsfeldes Foto im Jahr 2009 und der Verlust aus der Aufgabe des Geschäftsfeldes Event & Incentives führten zu einem Konzernjahresüberschuss von 112 T€, der deutlich unter dem Konzernjahresüberschuss des Vorjahres von 693 T€ lag. Der Konzernbilanzverlust aus dem Vorjahr von -3,9 Mio. € verkürzte sich auf -3,8 Mio. €.
Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 771 T€ (Vorjahreszeitraum: 2.818 T€).
Das langfristige Vermögen beträgt zum 31.12.2009 8,1 Mio. € und hat gegenüber dem Vorjahreswert von 8,2 Mio. € kaum verändert Die Investitionen in das Anlagevermögen entfallen im Wesentlichen auf Software, EDV-Geräte und EDV-Ausstattung bei infas und für den Geschäftsbereich Foto.
Die kurzfristigen Vermögenswerte konnten im Vergleich zum 31.12.2008 von 7,6 Mio. € auf 7,7 Mio. € etwas erhöht werden.
Die liquiden Mittel veränderten sich dabei stichtagsbezogen von 6.418 T€ zum 31.12.2008 auf 6.329 T€ zum 31.12.2009 nur geringfügig.
Das Eigenkapital erhöhte sich von 6.148 T€ im Vorjahr um rd. 3 % auf 6.327 T€. Demzufolge verbesserte sich die Eigenkapitalquote im Konzern zum 31. Dezember 2009 von 38,9 % im Vorjahr auf 40,3 %.
Die langfristigen Schulden reduzierten sich durch Darlehenstilgungen von 2,6 Mio. € im Vorjahr auf 2,3 Mio. €. Die kurzfristige Verschuldung blieb mit 7,0 Mio. € zum 31.12.2009 auf dem Niveau des Vorjahres. Die Konzern-Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 15.704.578,63 € (Vorjahr: 15.804.460,15 €).
Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben.
Im Januar 2010 wurde Kurzarbeit für einen Teil der Belegschaft der action press Gmbh & Co. Kg, Hamburg beantragt und genehmigt.
Die Action Press Holding AG ist als Finanzholding diversen qualitativen und quantitativen Risiken ausgesetzt. Qualitative Risiken stellen in erster Linie Absatz- und Beschaffungsrisiken dar. Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind, haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft. Verstärkt wird dieser Effekt durch den zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Zu den quantitativen Risiken zählen interne Risiken hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Die Action Press Holding AG ist zur Deckung der betrieblichen und sonstigen Aufwendungen auf den Empfang von Zahlungen und Gewinnausschüttungen ihrer operativen Tochtergesellschaften angewiesen. Eine Vielzahl von Faktoren kann dazu führen, dass sich die tatsächlich eintretenden Ereignisse wesentlich von der prognostizierten Lage unterscheiden und geringere als die erwarteten Auszahlungen von den operativen Tochtergesellschaften vereinnahmt werden.
Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, findet ein ausgewogenes Risiko-ManagementSystem (RMS) Anwendung. Kernbestandteil dieses Systems ist ein Frühwarnsystem, für das sowohl strategische als auch operative Risiken definiert sind. Für diese werden kontinuierlich Kennziffern generiert, die wiederum Bestandteil eines internen Monitoringsystems sind, mit dem regelmäßig und systematisch eine Risikoidentifikation stattfindet. Zur Sicherstellung einer effizienten und effektiven Risikokontrolle sind in dem RMS die Kommunikationsstrukturen klar definiert.
Das bestehende Risikomanagement-System wurde aufgrund der Neuerungen durch das BilMoG im Dezember 2009 dokumentarisch erweitert und ergänzt. Die wesentlichen internen und externen Risikofelder aus der operativen Aktivität, dem Finanz- und Rechnungswesen sowie IT wurden einer Analyse unter Festlegung von Parametern unterzogen, die Handlungsweisen definieren und / oder die sofortige Berichtspflicht an den Vorstand bedingen.
Hierdurch werden potentielle Risiken eruiert, bewertet sowie laufend überprüft. Alle Konzerngesellschaften berichten regelmäßig anhand der definierten Kennziffern. Zur Steuerung und Überwachung der Planzahlen und Ziele ist somit ein systematisches Erfassungs- und Kontrollsystem etabliert. Quartalsabschlüsse werden für alle Gesellschaften erstellt und die realisierten Zahlen den Planzahlen gegenübergestellt. Durch eine regelmäßige, enge Kommunikation der Geschäftsleitung mit dem Rechnungswesen und den Steuerberatern wird ein zeitnaher und sachgerechter Informationsstand sichergestellt. Gleichzeitig werden jedoch auch die Chancen analysiert, welche sich durch Trends in Markt und Wettbewerb ergeben.
Aufgrund der Größenordnung der Action Press Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften wird der Buchhaltungsprozess durch professionelle Steuerberatungsgesellschaften extern in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt. Damit soll auch sichergestellt werden, dass der Rechnungslegungsprozess in der Bearbeitungskette und auf allen Ebenen intern wie auch extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaigen Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können.
Die Buchführungsdaten werden von der DATEV-Organisation verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der Kontenplan, der der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ab. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst im Wesentlichen eine Funktionstrennung sowie Zugriffsbeschränkungen hinsichtlich des intern ausgeführten Zahlungssystems. Die externen Dienstleistungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren.
Durch das Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz besteht für börsennotierte Unternehmen nach §§ 289 und 315 HGB die Pflicht, Angaben zur Kapitalzusammensetzung, Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, Beteiligungsverhältnissen und zu den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen.
Das Grundkapital der Action Press Holding AG beträgt 9.000.000,00 €. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die namenlosen Stückaktien
unterliegen keinerlei Übertragungsbeschränkungen. Soweit dem Vorstand der Gesellschaft bekannt, bestehen keinerlei Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bekannt, welche Beschränkungen in Stimmrechten und Übertragung von Aktien beinhalten. Die Action Press Holding AG hat die Inhaber von Aktien mit keinerlei Sonderrechten ausgestattet und hat auch keine Aktien begeben, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse verleihen.
An der Gesellschaft ist die Effecten-Spiegel AG mit knapp über 42 % zum Bilanzstichtag gemäß § 315 (4) Nr. 3 HGB direkt oder indirekt beteiligt. Es bestehen keinerlei Arbeitnehmerbeteiligungen am Kapital, bei denen die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden.
Gemäß §§ 5 und 6 der Satzung der Action Press Holding AG besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Im Geschäftsjahr 2009 bestand der Vorstand bis zum 4. April 2009 aus zwei Personen, danach aus einer Person. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so ist es einzeln zur Vertretung der Gesellschaft befugt. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand Einzelvertretungsmacht und die Befugnis erteilt, gleichzeitig Rechtsgeschäfte für die Gesellschaft und als Vertreter Dritter abzuschließen. Der Vorstand ist ebenso von den Beschränkungen des § 181 BGB in den Grenzen des § 112 AktG befreit.
Für die Änderung der Satzung gelten die gesetzlichen Vorschriften (§§ 133, 179 AktG).
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen - so genannte Change of Control Klauseln - und Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern bestehen nicht.
Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist die Action Press Holding AG dazu verpflichtet, im Lagebericht die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für die im Anhang genannten Gesamtbezüge darzustellen.
Ein Vergütungssystem, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex vorsieht, besteht nicht. Aufsichtsrat und Vorstand beziehen feste Bezüge, die im Anhang beziffert werden. Die im Anhang angegebenen variablen Bezüge des Vorstands beziehen sich auf die erfolgsabhängige Vergütung als Geschäftsführer bei der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH.
Die bereits angesprochene, nach wie vor schwierige Lage der Wirtschaft im Jahr 2009 hatte deutliche Auswirkungen auf die Märkte, in denen infas aktiv ist.
Dies zeigt sich auch bei den 33 größten Instituten in Deutschland, die jeweils über 5 Millionen Euro im Jahr 2009 umsetzen. 72 Prozent dieser Institute melden einen zum Teil drastischen Rückgang des Umsatzes für das Jahr 20091 .
Dennoch hat das Jahr 2009 - nach dem bereits erfolgreichen Jahr 2008 - für infas einen erfreulichen Verlauf genommen. Einerseits erreichte das Institut die am Anfang des Jahres prognostizierte Leistung von 10,6 Mio. T€. (Vorjahr: 11,1 Mio. €). Erfreulich ist andererseits, dass die Gewinnsituation signifikant noch weiter verbessert wurde und das beste bisher erreichte Ergebnis berichtet werden konnte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit umfasst nunmehr 1.062 T€ (Vorjahr 867 T€) und erreicht relativ zum Ergebnis gesehen, 10 Prozent der Gesamtleistung (Vorjahr: 7,8 Prozent), was auch branchenweit als ein Spitzenergebnis einzuschätzen ist. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass damit eine Gewinnsteigerung von 22,5 Prozent erreicht werden konnte.
1 Hierbei handelt es sich um Eigenangaben der Institute, die alljährlich im Januar von dem Brancheninformationsdienst "Contex" gesammelt und veröffentlicht werden
infas verfügt hinsichtlich ihrer Portfolios von Kunden, Märkten und Methodenkompetenzen durchaus über eine hohe Diversifikation. Das Krisenjahr 2009 konnte daher gut überstanden werden. So setzte der umsatzstärkste Bereich von infas, Sozialforschung, in diesem Jahr seine Geschäftsentwicklung erfolgreich fort und steigerte seinen Umsatz um 18,9 Prozent. Der erreichte Umsatz umfasste somit 68 Prozent des Gesamtumsatzes von infas. Anders war es in dem Bereich Markt- und Verkehrsforschung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr reduzierten sich die Umsätze in diesem Bereich um 13,9 Prozent. Dieser Rückgang ist direkt auf die krisenhafte Entwicklung zurückzuführen, weil ein guter Teil von Industriekunden, die mit infas sehr spezifische Fragestellungen bearbeiteten, in Folge der Krise Projekte auslaufen ließen bzw. keine neuen beauftragten und dafür eher auf die klassischen Marktforschungsmethoden insbesondere die billigere Online-Forschung zurückgriffen. Hier sind international aufgestellte und sehr umsatzstarke Marktforschungsunternehmen gut positioniert, die ihre Leistung zumeist preiswerter anbieten können als infas.
Mit dem seit Jahren kontinuierlich steigenden Umsatz einerseits und der damit verbundenen Einsicht andererseits, den größten Teil der gesamten Prozesskette der angebotenen Dienstleistung selber leisten zu müssen, weil der Markt dies für infas in der erwarteten Komplexität definitiv nicht erbringen kann, ging ein Ausbau der personellen Ressourcen im Institut einher. Mit 71 Beschäftigten zum Geschäftsjahresende wurde ein neuer Höchststand der Beschäftigung erreicht (Vorjahr: 60 Mitarbeiter). Die Fluktuationsquote von infas, die die Relation der Arbeitnehmerkündigungen zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl angibt ist praktisch ohne Relevanz. Mathematisch betrug sie 0,028 Prozent.
Stichtagsbezogen und abrechnungsbedingt haben sich die unfertigen Leistungen von 5,4 Mio. € zum 31.12.2008 auf 6,76 Mio. € zum 31.12.2009 verändert. Die diesen unfertigen Leistungen gegenüberstehenden Kundenanzahlungen veränderten sich von 9,0 Mio. € zum 31.12.2008 auf 10,7 Mio. € zum 31.12.2009. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 5,8 Mio. € (Vorjahr: 5,5 Mio. €).
Trotz der derzeit noch schwer abzuschätzenden gesamtwirtschaftlichen Folgen der internationalen Wirtschaftskrise, rechnen bereits einige Experten für das Jahr 2010 mit einer Erholung der Weltwirtschaft. Diese Einschätzung ist aber strittig. Nach einer jüngsten Prognose des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo im April 2010 wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr um dramatische 2,2 Prozent sogar noch weiter schrumpfen. Schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Zwar rechnen die Forscher damit, dass die Krise 2010 langsam abebbt, dennoch wird die Wirtschaft auch in diesem Jahr der Prognose zufolge noch um 0,2 Prozent schrumpfen, kalenderbereinigt um 0,3 Prozent. Der bisher stärkste Konjunktureinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik lag bei 0,9 Prozent im Jahr 1975 infolge der Ölkrise. Es könnte demnach die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg werden - und sie wird nach dieser Einschätzung nicht so schnell vorüber sein.
Wie schon die Erfahrungen aus dem Jahre 2009 lehren, muss davon ausgegangen werden, dass die Marktforschungsbranche sich den ungünstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht entziehen kann. Daher kann in dem Bereich Markt- und Verkehrsforschung nicht mit Steigerungsraten gerechnet werden. Allerdings ist wiederum nicht auszuschließen, dass manche Kunden eher aus dem Tal kommen als andere und daher auf das Spezialwissen von infas zurückkommen werden. Hierfür gibt es erste Hinweise. infas gehört zudem zu den wenigen Instituten, die als Full Service Dienstleister mit seinem hohen methodischen Niveau gut aufgestellt ist, insbesondere für empirisch komplexe Fragestellungen, die in der Krise nicht einfacher zu beantworten sind.
Dies gilt auch und gerade für den Bereich Sozialforschung. Die großen ungelösten Fragen der deutschen Gesellschaft, wie Arbeitsmarkt, Bildung, Alter und Gesundheit generieren einen Forschungsbedarf, der auch unter den ungünstigsten Konstellationen der öffentlichen Haushalte abzudecken sein wird. Hier wird weiterhin empirisch relevanter Wissensbedarf entstehen. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass mittlerweile in Deutschland höchstens zwei Institute den hohen methodischen Anforderungen bei der Generierung von wissenschaftlich begründetem, relevantem empirischem Wissen genügen. Ein Institut davon ist infas. Selbst bei schlechteren makroökonomischen Entwicklungen würde für das Institut kein akutes wesentliches Risiko bestehen, weil der Spezialisierungsgrad recht hoch ist und infas nicht weltweit aufgestellt ist.
Die Auftragslage von infas kann derzeit mit "gut" umschrieben werden. Das gute Ergebnis 2009 ist u.a. auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass mehrere Großprojekte mit erhöhter Effektivität und Effizienz angegangen werden konnten. Dies und der gute Auftragsbestand lassen einerseits erwarten, dass eine moderate Steigerung von Umsatz und Ertrag im Jahr 2010 möglich sind. Es wird vor diesem Hintergrund ein normaler Geschäftsverlauf unterstellt. Andererseits lassen die geschilderten, eher unübersichtlichen Marktbedingungen sowie der selbst für Experten nicht klare Konjunkturverlauf den Weg offen für Unsicherheitsfaktoren. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den formulierten Erwartungen abweichen.
Das Geschäftsfeld Foto wird von der action press Gmbh & Co. Kg, Hamburg, bedient. action press ist eine von Europas größten Pressebildagenturen. Zu den 1.500 nationalen und internationalen Kunden zählen alle großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage Deutschlands sowie Buchverlage, TV-Sender, Werbeagenturen und Online-Medien. Partneragenturen in über 30 Ländern vertreten action press in ihren jeweiligen Märkten.
Über 90 Prozent des Umsatzes generiert action press mit Printmedien, den überwiegenden Anteil davon mit illustrierten Zeitschriften. Zwar bleiben Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland trotz der bereits mehrfach angesprochenen krisenhaften Entwicklung weiterhin relativ stabil. Wie aus den aktuellen Erhebungen2 der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) hervorgeht, ist die Zeitschriftennutzung im Vergleich zum vorhergehenden Erfassungszeitraum im Durchschnitt von 3,71 auf 3,79 Titel pro Person sogar leicht gestiegen. Dennoch ist nach Angaben des VDZ3 der Gesamtumsatz der Zeitschriftenbranche im Jahr 2009 um 9,4 Prozent zurückgegangen. Der Grund liegt in den eingebrochenen Werbeumsätzen und Anzeigenerlösen, die im direkten Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise stehen. Dieser dramatische Einbruch führt dazu, dass die Verlage neue Wege gehen und ihre Kostenstrukturen zum Teil radikal überprüfen, um überleben zu können.
Von diesen Einsparungen ist auch action press betroffen. Die Verlage rationalisieren unter anderem beim Einkauf von Bildern, und zwar auf zweierlei Weise: Zum einen werden über das Internet frei verfügbare, kostenlose Bilder verstärkt genutzt. Zum anderen sind die Nutzungshonorare, wie sie noch vor dem Einbruch der Wirtschaftskrise gezahlt wurden, auf dem Markt nicht mehr durchsetzbar. Der Wettbewerb unter den Bildagenturen hat sich vor diesem Hintergrund im Jahr 2009 verschärft. Es findet ein zugespitzter Verdrängungswettbewerb statt.
Vor dem geschilderten Hintergrund hat action press einen empfindlichen Umsatzrückgang zu verzeichnen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr reduzierten sich die Umsätze um 22 Prozent auf 6,0 Mio. € (Vorjahr: 7,7 Mio. €). Dieser Umsatzrückgang wirkt sich auch auf das Ergebnis aus. action press weist zum 31.12.2009 einen Verlust von 57 T€ aus.
2 Die Erhebungen wurden im Juli 2009 abgeschlossen
3 Verband der Zeitschriftenverleger
Die geschilderte Situation ist die Grundlage für Maßnahmen, die das Management beschlossen hat, die auf drei Säulen fußt und das Unternehmen kurzfristig wieder in die Gewinnzone und langfristig wieder auf die alten Umsatz- und Gewinnentwicklungspfade zurückführen wird.
Erstens hat eine Analyse der Prozesse stattgefunden, um Kostenersparnisse zu identifizieren. In diesem Zusammenhang waren und sind deutliche Einschnitte nötig und möglich. Auf der Kostenseite hat action press im vierten Quartal 2009 ein Sparprogramm eingeleitet. Beliefen sich die monatlichen Personal- und Personalnebenkosten im Dezember 2008 noch auf T € 202, wurden sie im Jahresvergleich bis Dezember 2009 auf T€ 176 reduziert. Für 2010 sind weitere Einsparungen beim Personal avisiert. Das setzt allerdings voraus, die Potentiale zur Optimierung der Prozesse in Produktion, Verwaltung und Technik noch erst zu realisieren, damit das hohe Serviceniveau, das action press auszeichnet, nicht beeinträchtigt wird.
Zum zweiten wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, das Kerngeschäft zu stärken. Hier gilt es, verlorenes Terrain zurückzugewinnen und die herausragende Position als Anbieter von BoulevardThemen zu verteidigen. Ausgangspunkt ist das Alleinstellungsmerkmal von action press: action press ist nach wie vor die Nr. 1 im Yellow Bereich in Deutschland, und es gilt, diese Position auszubauen. Die aktuelle, schnellstmögliche Bereitstellung attraktiven Bildmaterials für die Kunden, ist die Grundlage für eine erfolgreiche Pressebildagentur. Um das zu erreichen, wird die Eigenproduktion sowohl quantitativ wie auch qualitativ gezielt ausgebaut. Dazu werden die nötigen redaktionellen Ressourcen bereitgestellt. Entsprechende organisatorische Umstrukturierungen wurden und werden in einem laufenden Prozess vorgenommen. Neben der Gewinnung neuer, attraktiver Fotografen im Inland und starker Partneragenturen im Ausland wird eine engere Kooperation mit PR-Agenturen und Veranstaltern angestrebt, um sowohl durch den Auftrag zur Bebilderung des Events als auch durch den Weiterverkauf der Bilder Umsatz zu generieren. In dem Bemühen, den Kunden ein attraktives Angebot zu unterbreiten, sind bereits Fortschritte erzielt worden. So konnte sich action press die exklusiven Vermarktungsrechte an dem Bildmaterial einer der weltweit führenden Paparazzi-Bildagentur sichern. Mittelfristig verspricht sich action press aus dieser Zusammenarbeit merkliche Umsatzsteigerungen.
In diesem Zusammenhang wurde im dritten Quartal 2009 die Marketing- und Vertriebsabteilung völlig neu strukturiert. Die Bemühungen zielen einerseits auf die noch engere Einbindung der Key Account Kunden und zentraler Lieferanten. Bei den wichtigsten Bestandskunden, mit denen action press den Großteil seines Umsatzes macht, zeichnen sich bereits erste Erfolge ab. Darüber hinaus wird action press den Marktanteil in ausgewählten Kundengruppen, mit denen bisher weniger Umsatz gemacht wurde, steigern. Schließlich wird action press neben dem klassischen Modell des Einzelbildverkaufes in zunehmendem Maße Pauschalvereinbarungen, Paketpreise und andere Produkte, die einfach sind, Kunden binden und Verwaltungskosten sparen helfen, stärker etablieren. Die Umsetzung geeigneter Schritte in dieser Richtung werden noch in diesem Jahr beginnen, setzen sie doch ein Umdenken und die Umgestaltung bestehender Ablaufstrukturen voraus.
Drittens wird auf die neue Situation im Bildbereich eingegangen und es wird darauf ankommen, neben dem klassischen Geschäftskonzept, nämlich die Distribution von Bildern für die Printmedien, zusätzlichen Umsatz mit neuen Kunden und neuen Produkten zu generieren. Hier ergeben sich auch durch die Krise ganz neue Wachstumschancen. Internet, Apps, Endkundengeschäft und Video sind hier die Schlagworte, die es zu nennen gilt. Den Markt der Zukunft sehen Experten im Internet. Der Vorstandschef der Axel Springer AG Mathias Döpfner plant beispielsweise, dass innerhalb der kommenden sieben Jahre Umsatz und Gewinn je zur Hälfte aus dem klassischen Printgeschäft und den Online-Aktivitäten stammen sollen. Somit wird auch die Bedeutung des Internet als Absatzmarkt für Bilder deutlich zunehmen.
Da der Nutzung von Bildern online im Gegensatz zum Print weder technische noch räumliche Grenzen gesetzt sind, ergibt sich die Möglichkeit, praktisch unbegrenzt viele Bilder abzusetzen. Allerdings verfügen die wenigsten redaktionellen Webauftritte bisher über ein plausibles ökonomisches Konzept. Internetnutzer sind selten bereit für Inhalte zu zahlen und die Werbeerlöse sind - trotz Wachstums - noch gering. Demnach ist das Budget für den Einkauf von Bildnutzungsrechten ebenfalls gering. Die im Internet zu erlösenden Nutzungshonorare sind deutlich niedriger als die im Print Bereich, häufig kaum kostendeckend. Dennoch muss action press sich hier langfristig die Marktanteile der Zukunft sichern.
Ein wichtiger Baustein für den Erfolg im Internet ist die Ausweitung des Produktportfolios um den Verkauf von Videos. Diesen bereits existierenden kleinen Bereich wird action press weiter ausbauen. Die Krise der Verlage eröffnet action press aber auch weitere Chancen. Durch Zentralisierung und Rationalisierung dramatisch geschrumpfte Redaktionen werden zukünftig weniger Zeit zum "Blattmachen" haben. Der Bedarf an "fertigen Geschichten" in Bild und Text wird steigen. action press wird entsprechende redaktionelle Angebote entwickeln, die den Verlagen Zeit und Geld sparen.
action press hat somit eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen und verfügt über geeignete Instrumente, um aus der momentanen Krise gestärkt hervorgehen zu können. Langfristig sind die Aussichten positiv zu bewerten.
Die nach § 289 a HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Action Press Holding AG "www.actionpressholdingag.de" öffentlich zugänglich.
Für das Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand der Action Press Holding Aktiengesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und dort abschließend folgendes erklärt: "Nach den Umständen, die uns jeweils im Zeitpunkt der Vornahme obiger Rechtsgeschäfte bekannt gewesen sind, hat unsere Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Nachteile sind für unsere Gesellschaft durch diese Rechtsgeschäfte nicht entstanden. Berichtspflichtige Maßnahmen sind im Geschäftsjahr 2009 weder getroffen noch unterlassen worden".
Bonn, 8. April 2010
Action Press Holding Aktiengesellschaft
Der Vorstand
AKTIVA
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| Anhang | EUR | Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|---|
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (8) | 149.833,50 | 36.881,00 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | (8) | 7.346.967,00 | 7.396.932,00 |
| Sachanlagen | (9) | 423.398,50 | 634.481,50 |
| Finanzanlagen | (10) | 1,00 | 2,00 |
| Latente Steueransprüche | (25) | 95.000,00 | 39.439,00 |
| Sonstige Vermögenswerte | (11) | 30.700,72 | 96.492,78 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (11) | 2.099,38 | 7.339,81 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT | 8.048.000,10 | 8.211.568,09 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Vorräte | (12) | 34.168,19 | 0,00 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (12) | 482.536,76 | 596.855,18 |
| Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo | (12) | 488.234,42 | 174.526,02 |
| Ertragsteuerforderungen | (12) | 190.552,21 | 222.299,97 |
| Sonstige Vermögenswerte | (12) | 65.007,12 | 120.017,57 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (12) | 67.014,18 | 61.585,05 |
| Liquide Mittel | (12) | 6.329.065,65 | 6.417.608,27 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT | 7.656.578,53 | 7.592.892,06 | |
| 15.704.578,63 | 15.804.460,15 | ||
| PASSIVA | |||
| Anhang | EUR | Vorjahr EUR |
|
| EIGENKAPITAL | |||
| Gezeichnetes Kapital | (13) | 9.000.000,00 | 9.000.000,00 |
| Kapitalrücklage | (13) | 932.400,00 | 932.400,00 |
| Konzernbilanzverlust | (13) | -3.749.333,09 | -3.861.760,62 |
| Den Anteilseignern zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | (13) | 6.183.066,91 | 6.070.639,38 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | (13) | 143.571,57 | 77.569,17 |
| EIGENKAPITAL GESAMT | 6.326.638,48 | 6.148.208,55 | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Rückstellungen für Pensionen | (14) | 2.087.871,00 | 1.995.974,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (15) | 125.000,00 | 137.500,00 |
| Latente Steuern | (25) | 45.266,00 | 48.018,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (15) | 79.274,86 | 427.161,55 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN GESAMT | 2.337.411,86 | 2.608.653,55 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Ertragsteuerschulden | (16) | 129.370,00 | 43.590,00 |
| Sonstige Rückstellungen | (17) | 254.150,00 | 313.061,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (18) | 12.500,00 | 14.463,70 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (19) | 898.967,03 | 1.206.404,25 |
| Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung | (19) | 3.079.849,78 | 2.505.278,86 |
| Erhaltene Anzahlungen | (19) | 1.373.422,28 | 1.415.322,22 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (19) | 1.292.269,20 | 1.549.478,02 |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN GESAMT | 7.040.528,29 | 7.047.598,05 | |
| 15.704.578,63 | 15.804.460,15 |
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| Anhang | EUR | 2009 EUR |
2008 EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (20) | 16.581.167,48 | 18.863.715,28 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (21) | 114.809,60 | 61.607,33 | |
| Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen | -7.349.688,78 | -9.348.937,56 | ||
| Personalaufwand | (22) | -5.844.922,58 | -5.640.631,15 | |
| Abschreibungen | -294.565,85 | -301.482,71 | ||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (23) | -2.447.902,88 | -2.498.077,23 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (24) | 39.770,87 | 123.923,68 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (24) | -117.198,27 | -173.390,27 | |
| Finanzergebnis | (24) | -77.427,40 | -49.466,59 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 681.469,59 | 1.086.727,37 | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (25) | -267.126,41 | -308.099,84 | |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 414.343,18 | 778.627,53 | ||
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Abzug von Steuern | (26) | -195.844,08 | 1.894,88 | |
| Konzernjahresüberschuss /-Gesamtergebnis | 218.499,10 | 780.522,41 | ||
| Ergebnisanteile Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss | -106.071,57 | -87.573,82 | ||
| Ergebnisanteil Gesellschafter des Mutterunternehmens | 112.427,53 | 692.948,59 | ||
| Verlustvortrag | -3.861.760,62 | -4.554.709,21 | ||
| Konzernbilanzverlust | -3.749.333,09 | -3.861.760,62 | ||
| Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in EUR aus fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereichen | (30) | 0,01 | 0,08 | |
| Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in EUR | (30) | 0,03 | 0,08 |
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| 2009 TEUR |
2008 TEUR |
|
|---|---|---|
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 681 | 1.089 |
| Abschreibungen | 295 | 310 |
| Erhöhung/Verminderung der Rückstellungen | 118 | -37 |
| Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen | 0 | -5 |
| Zinsaufwendungen /Zinserträge | 77 | 50 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte | -82 | 209 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung, der erhaltenen Anzahlungen und der sonstigen Verbindlichkeiten | -32 | 1.155 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -355 | -301 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 69 | 0 |
| Cash-Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 771 | 2.470 |
| Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | 0 | 6 |
| Auszahlungen für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten | -208 | -329 |
| Auszahlungen für die Veräußerung Tochtergesellschaft | -156 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 40 | 125 |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | -324 | -198 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten/Sonstigen Darlehen | 0 | 0 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten/Sonstigen Darlehen | -361 | -283 |
| Gezahlte Zinsen | -117 | -175 |
| Gezahlte Dividenden an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss | -58 | -67 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | -536 | -525 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -89 | 1.747 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.418 | 4.671 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.329 | 6.418 |
Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die liquiden Mittel und stimmt mit der entsprechenden Bilanzposition überein.
Hinsichtlich der auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallenden Cash flows vgl. Tz 26.
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| Geschäftsjahr 2009 | Gezeichnetes Kapital EUR |
Kapitalrücklage EUR |
Konzernbilanzverlust EUR |
beherrschenden Einfluss EUR |
KonzernEigenkapital EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2009 | 9.000.000,00 | 932.400,00 | -3.861.760,62 | 77.569,17 | 6.148.208,55 |
| Dividende für das Vorjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -58.198,00 | -58.198,00 |
| Ergebnis 1.1.-31.12.2009 | 0,00 | 0,00 | 112.427,53 | 106.071,57 | 218.499,10 |
| Veränderung Anteilsverhältnisse | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 18.128,83 | 18.128,83 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 9.000.000,00 | 932.400,00 | -3.749.333,09 | 143.571,57 | 6.326.638,48 |
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| Geschäftsjahr 2008 | Gezeichnetes Kapital EUR |
Kapitalrücklage EUR |
Konzernbilanzverlust EUR |
Anteile ohne beherrschenden Einfluss EUR |
KonzernEigenkapital EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2008 | 9.000.000,00 | 932.400,00 | -4.554.709,21 | 56.662,39 | 5.434.353,18 |
| Dividende für das Vorjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -66.667,04 | -66.667,04 |
| Ergebnis 1.1.-31.12.2008 | 0,00 | 0,00 | 692.948,59 | 87.573,82 | 780.522,41 |
| Übrige Veränderungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 9.000.000,00 | 932.400,00 | -3.861.760,62 | 77.569,17 | 6.148.208,55 |
Der Konzernabschluss der Action Press Holding Aktiengesellschaft wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Diese umfassen alle geltenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) bzw. des International Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernabschluss berücksichtigt alle bis zum 31. Dezember 2009 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bestimmungen der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und die ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.
Das Geschäftsjahr der Action Press Holding AG und ihrer Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben.
Nach § 315 a HGB i. V. m. Art. 4 der EU-IAS-Verordnung haben kapitalmarktorientierte berichtspflichtige Mutterunternehmen ihren gemäß § 290 HGB aufzustellenden Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS zu erstellen. Die IFRS-Konzernrechnungslegungspflicht gemäß § 315 a HGB setzt eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft und damit den Handel in einem geregelten Markt voraus. Die Action Press Holding AG stellt daher verpflichtend einen Konzernabschluss nach IFRS auf.
Die Action Press Holding Aktiengesellschaft ist Mutterunternehmen des Konzerns und hält zum Bilanzstichtag direkt Beteiligungen an 3 Unternehmen, die auf den Gebieten der Meinungs-, Markt- und Sozialforschung und der digitalen Bildverarbeitung tätig sind.
Die Action Press Holding AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn (HRB 17379) eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist seit August 2009 von Düsseldorf nach 53113 Bonn, Friedrich-Wilhelm-Straße 18 verlegt worden.
In den Konzernabschluss werden alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Action Press Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen (Tochterunternehmen). Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die Action Press Holding AG die Möglichkeit der Beherrschung hat. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus. Der Konsolidierungskreis umfasst folgende inländische Tochtergesellschaften:
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| Anteil am Kapital | |
|---|---|
| infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften GmbH, Bonn | 85,00 % |
| action press gmbh & co. kg, Hamburg | 100,00 % |
| action press beteiligungsgesellschaft mbh, Hamburg | 100,00 % |
Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich im Geschäftsjahr folgende Änderung im Konsolidierungskreis: Die Anteile an der MIT Event- und Incentive-Management GmbH, Frankfurt am Main, an der die Action Press Holding AG 53,8 % der Anteile hielt, wurden vollständig veräußert. Die MIT Event- und Incentive-Management GmbH wurde zum 31. März 2009 entkonsolidiert. Zu den Auswirkungen vgl. Tz 24.
Gegenstand des Konzernabschlusses ist die Action Press Holding AG und deren verbundene Unternehmen. Alle Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder /und faktischen Kontrolle der Action Press Holding AG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem Fair Value der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich den dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren Fair Values im Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von dem Umfang der Minderheitsanteile.
Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum Fair Value bewerteten erworbenen Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt.
Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlagevermögen werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Zwischen den einbezogenen Unternehmen liegen keine Lieferungen oder Leistungen vor, die eliminierungspflichtige Zwischengewinne enthalten.
Die Aufstellung der in den IFRS - Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse erfordert teilweise Schätzungen, welche die betragsmäßige Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen, die Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode sowie die sonstigen Angaben im Konzernabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind in Tz 5 erläutert. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen betreffen die folgenden Fälle.
Zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen bedient sich die Action Press Holding Aktiengesellschaft statistischer bzw. versicherungsmathematischer Berechnungen, um Auswirkungen künftiger Entwicklungen auf die Aufwendungen und Verpflichtungen aus diesen Plänen abzuschätzen. Diese Berechnungen beruhen auf Annahmen über den Abzinsungssatz und über die Gehalts- und Rentensteigerungsraten. Diese Annahmen beruhen auf den am Bilanzstichtag herrschenden Verhältnisse und Einschätzungen bzw. auf den dann geltenden Marktbedingungen.
Unternehmenserwerbe erfordern Schätzungen hinsichtlich des Fair Value der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. In Übereinstimmung mit IAS 36 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Geschäfts- und Firmenwerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests im Erwerbszeitpunkt zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag als Nutzungswert und damit als Barwert der zukünftigen cash flows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die zukünftigen cash flows stammen aus der Planrechnung des Konzerns. Insbesondere die Prognosen zukünftiger cash flows sind vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise mit zusätzlichen Unsicherheiten behaftet.
Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen cash flows beruht auf Annahmen über Bestandsentwicklungen, zukünftigen Umsatzvolumina und Aufwendungen. Der Cashflow-Schätzung liegen Detailplanungszeiträume von 3 - 5 Jahren zu Grunde. Für den Zeitraum danach wurde von konstanten cash flows ausgegangen. Die ermittelten cash flows wurden mit gewichteten marktadäquaten Kapitalkostensätzen von 9,25 % vor Steuern (Vj. 8,75 % vor Steuern) abgezinst.
Weitere Erläuterungen über getroffene Annahmen und Schätzungen erfolgen bei den Angaben zu den einzelnen Abschlusspositionen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte wirtschaftliche Umfeld in den Branchen und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen.
werden als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den Folgeperioden nicht wieder wertaufgeholt. Der Geschäftswert, der aus Unternehmenserwerben vor dem 1. Januar 2004 entstanden ist, wurde aufgrund der Erleichterungsvorschrift gemäß IFRS 1 bis zum 31. Dezember 2003 grundsätzlich planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Eine Wertaufholung der in vorangegangenen Perioden abgeschriebenen Beträge findet nicht statt.
Gemäß IAS 36.10 tritt unter anderem bei Geschäfts- und Firmenwerten an die Stelle von planmäßigen Abschreibungen eine regelmäßige, mindestens jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung. Die Werthaltigkeitsprüfung eines Geschäfts- und Firmenwertes wird auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Die Werthaltigkeitsprüfung basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrages. Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, liegt ein Wertminderungsbedarf vor.
werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei Jahre zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor.
Bei einem aufgegebenem Geschäftsbereich (Discontinued Operation) handelt es sich um eine Geschäftstätigkeit, die entweder zur Veräußerung bestimmt ist oder bereits veräußert worden ist und sowohl aus betrieblicher Sicht als auch für Zwecke der Finanzberichterstattung eindeutig von den übrigen Unternehmensaktivitäten abgegrenzt werden kann. Außerdem muss die nicht als fortgeführte Aktivität qualifizierte Geschäftstätigkeit einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder einen bestimmten geografischen Geschäftszweig des Konzerns darstellen.
Das Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung vorgesehenen Geschäftstätigkeiten zum Fair Value abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten sowie die Gewinne und Verluste aus der Veräußerung nicht fortgeführter Aktivitäten werden ebenso wie das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit dieser Geschäftstätigkeit in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzern gesondert als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit in den einzelnen Cashflows enthalten. Die Cashflows, die auf die aufgegebene Geschäftstätigkeit entfallen, sind gesondert in der Erläuterung zu Tz. 26 angegeben.
wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand verrechnet. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalzinsen waren nicht gegeben. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen im Allgemeinen linear vorgenommen. Den Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
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| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 bis 13 Jahre |
werden am Erfüllungstag, d. h. zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. der Übertragung des Vermögenswertes, zum beizulegenden Zeitwert aktiviert. Für die Folgebewertung zum Bilanzstichtag werden finanzielle Vermögenswerte unterschieden in vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt von dem Zweck ab, für den das jeweilige Instrument erworben wurde.
Ausgereichte Kredite und Forderungen werden in der Folge zu jedem Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte werden an den folgenden Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen werden zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgsneutral in die Rücklagen eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklagen erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwertes unter den Buchwert.
Kredite und Forderungen werden zum Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag zum Bilanzstichtag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen.
des Umlaufvermögens umfassen Vorräte, Forderungen sowie Bankguthaben und Kassenbestände.
Alle kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung bzw. der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums, zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der im Falle der Finanzinstrumente und der Vorräte den Anschaffungskosten entspricht. Die Anschaffungskosten von unter - bzw. nicht verzinslichen monetären Forderungen entsprechen deren Barwert zum Entstehungszeitpunkt.
Die Folgebewertung erfolgt analog zu den langfristigen finanziellen Vermögenswerten.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs - oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert.
Forderungen werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt, sofern sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden.
Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt, indem eine entsprechende Einzelwertberichtigung gebildet wird.
Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt.
betreffen im Wesentlichen Ertragsteuerforderungen sowie Umsatzsteuerforderungen und andere nicht vertragliche Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.
Der Ansatz der kurzfristigen nicht - finanziellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen.
werden entsprechend dem Projektfortschritt mit den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Auftragskosten, abzüglich bereits erfolgten Teilabrechnungen, angesetzt, soweit hieraus ein aktivischer Saldo besteht. Sofern Teilabrechnungen den Gegenwert des Leistungsfortschritts übersteigen und ein passivischer Saldo besteht, wird eine Verpflichtung aus Aufträgen in Bearbeitung angesetzt.
(leistungsorientiertes System zur betrieblichen Altersversorgung) wird nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Der laufende Altersversorgungsaufwand ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen.
berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen werden nur bei Vorliegen einer Eintrittswahrscheinlichkeit von größer als 50 % und ggf. mit dem arithmetischen Mittel der erwarteten Werte angesetzt.
werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt. In der Folge werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle langfristiger Kredite wird jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit des Kredits unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.
des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung -berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Zeitraumbezogene Aufwendungen und Erträge werden nur berücksichtigt, soweit sie auf das Geschäftsjahr entfallen.
Erträge werden in der Gruppe dann erfasst, wenn wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, dessen Höhe verlässlich bestimmbar ist. Die Methode der Umsatzrealisierung bestimmt sich maßgeblich nach IAS 18. Die Geschäfte aus dem Bereich Markt- und Sozialforschung, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, werden i. V. m. IAS 11 im Ergebnis nach der Zero-Profit-Margin-Methode mit den angefallenen Auftragskosten bewertet. Der Projektfortschritt wird hierbei als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Kosten zu den insgesamt für das Projekt erwarteten Kosten ermittelt.
Die in diese Berechnung einzubeziehenden Kosten bestehen aus allen direkten Kosten und anteiligen indirekten Kosten. Rückstellungen für drohende Verluste aus laufenden Aufträgen werden gebildet, wenn sie absehbar sind. Diese Umsätze werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als noch nicht fakturierte Umsätze unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten und erhaltenen Anzahlungen entweder als Aktivposten unter der Bezeichnung "Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo" oder als Passivposten "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung", falls der Betrag der erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten übersteigt. Die übrigen Erlöse realisiert der Konzern, wenn die Leistung erbracht ist.
wurden gemäß IAS 12 ("Income Taxes") erfasst. Hiernach wurden tatsächlich angefallene Ertragsteuern der infas Institut für angewande Sozialwissenschaften GmbH für die laufende Periode in Höhe von T€ 355 (Vj. T€ 288) und der action press gmbh & co. kg in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 12) erfasst. Daneben sind aktive bzw. passive latente Steuern bilanzorientiert abzugrenzen. Berücksichtigt werden die steuerlichen Auswirkungen, die sich aus temporären Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen von Vermögensgegenständen bzw. Schulden ergeben und die sich in künftigen Wirtschaftsjahren umkehren werden. Sie werden auf der Grundlage der Steuersätze und -vorschriften ermittelt, die auf Basis der Gesetzeslage zum voraussichtlichen Zeitpunkt der Auflösung der Unterschiede gelten werden. Im Geschäftsjahr 2009 wurden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge der Tochtergesellschaft action press gmbh & co. kg in Höhe von T€ 95 angesetzt (Vj. T€ 0). Der im Vorjahr ausgewiesene Wert in Höhe von T€ 39 entfiel auf steuerliche Verlustvorträge der MIT Event- und Incentive-Management GmbH. Der Wert wurde im Rahmen der Entkonsolisierung aufgelöst. Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen der Muttergesellschaft blieben unberücksichtigt, da es nach der Prognose für die nächsten fünf Jahre sowie für die einschätzbare Zeit darüber hinaus nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftig entsprechend positive steuerliche Ergebnisse erreicht werden. Die körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge betragen zum 31.12.2009 jeweils ca. € 13 Mio. (Vj. € 12 Mio.). Die Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH sind weitgehend steuerfrei und die Gewinne der action press gmbh & co. kg werden im Ergebnis weitgehend durch steuerliche Sondervorschriften steuerfrei gestellt. Es ergibt sich unter Berücksichtigung der laufenden Kosten der Action Press Holding AG, der zur Zeit gültigen Steuergesetze und der jetzigen Unternehmensstruktur, kein positives zu versteuerndes Einkommen, mit dem die vorhandenen Verlustvorträge verrechnet werden können.
Aus diesen Gründen wurden auch keine aktiven latenten Steuern aus den unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen nach IFRS und HGB von T€ 657 (Vj. T€ 645) berücksichtigt.
Passive latente Steuern aus temporären Differenzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten von T€ 145 (Vj. T€ 119) in den Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2009 mit T€ 45 (Vj. T€ 48) angesetzt. Dabei wurde ein Steuersatz von 31,6 % (Vj. 32,2%) berücksichtigt. Weitere passive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten von insgesamt T€ 3.987 (Vj. T€ 3.422) kamen nicht zum Ansatz, da bei Ansatz der passiven latenten Steuern gleichzeitig aktive latente Steuern aufgrund des Verlustvortrages in gleicher Höhe aktivierungsfähig würden; die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.259 (Vj. T€ 1.105) werden somit mit den aktiven latenten Steuern in gleicher Höhe verrechnet (siehe auch Tz. 23).
Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Action Press Holding AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der aufgestellte Konzernabschluss der Action Press Holding AG entspricht damit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den IFRS insgesamt.
Die Action Press Holding AG hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen angewandt:
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| Vorschrift | Titel | Veröffentlicht im | Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1) |
|---|---|---|---|
| IFRS 8 | Geschäftssegmente | November 2006 | 01.01.2009 |
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses | September 2007 | 01.01.2009 |
| IAS 23 | Fremdkapitalkosten | März 2007 | 01.01.2009 |
| Änderungen zu IFRS 1 und IAS 27 | Anschaffungskosten einer Beteiligung an einem Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen | Mai 2008 | 01.01.2009 |
| Änderung des IFRS 2 | Ausübungsbedingungen und Annullierungen | Januar 2008 | 01.01.2009 |
| Änderungen zu IAS 32 und IAS 1 | Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende Verpflichtungen | Februar 2008 | 01.01.2009 |
| Verbesserungen der IFRS 2008 | Änderungen aus dem Improvementprojekt 2008 | Mai 2008 | 01.01.2009; (01.07.2009 IFRS 5) |
| IFRIC 13 | Kundenbindungsprogramme | Juni 2007 | 01.01.2009 |
| IFRIC 14 / IAS 19 | Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung | Juli 2007 | 01.01.2009 |
| Änderung von IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben | März 2009 | 01.01.2009 |
| Änderung von IFRIC 9 und IAS 39 | Neubeurteilung eingebetteter Derivate; Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertungsinstrumente: Ansatz und Bewertung | März 2009 | 01.01.2009 |
1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals in der EU anzuwenden waren.
Aus der Anwendung dieser neuen oder überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen ergaben sich - bis auf die nachfolgend beschriebenen - keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns.
| ― | IFRS 8 verlangt die Angabe von Informationen über die Geschäftssegmente eines Unternehmens und ersetzt die Verpflichtung, primäre und sekundäre Segmentberichtsformate für ein Unternehmen zu bestimmen. IFRS 8 folgt dem sog. Management-Ansatz, wonach sich die Segmentberichterstattung allein nach Finanzinformationen richtet, die von den Entscheidungsträgern des Unternehmens zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden. Bestimmend dabei sind die interne Berichts- und Organisationsstruktur sowie solche Finanzgrößen, die zur Entscheidungsfindung über die Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft herangezogen werden. Die Abgrenzung der Segmente nach IFRS 8 entspricht der bisherigen Abgrenzung nach IAS 14 und erfolgt nach geografischen Regionen. Die bisher ergänzend nach IAS 14 vorzunehmende Darstellung von Geschäftsbereichen entfällt nach IFRS 8. |
| ― | IAS 1 verlangt separate Darstellungen für Eigenkapitalveränderungen, die aus Transaktionen mit den Anteilseignern in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner entstehen, und anderen Eigenkapitalveränderungen. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung umfasst folglich lediglich Details zu Geschäftsvorfällen mit Anteilseignern, während andere Eigenkapitalveränderungen in Summe in Form einer Überleitung für einzelne Eigenkapitalbestandteile gezeigt werden. Zudem führt der Standard eine Gesamtergebnisrechnung ein, in der sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ertrags- und Aufwandsposten sowie alle erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Ergebnisbestandteile entweder in einer einzigen Aufstellung oder in zwei Aufstellungen dargestellt werden. Darüber hinaus muss nunmehr neben der Bilanz zum Bilanzstichtag und der Bilanz zum vorangegangenen Stichtag zusätzlich eine Bilanz zu Beginn der Vergleichsperiode aufgestellt werden, sofern das Unternehmen rückwirkend Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anwendet, einen Fehler korrigiert oder einen Abschlussposten umgliedert. Der Konzern hat entschieden die Gesamtergebnisrechnung in einer Aufstellung darzustellen. Mangels erfolgsneutral im Eigenkapital erfasster Ergebnisbestandteile stimmt bei der Action Press Holding AG das Jahresergebnis mit dem Konzerngesamtergebnis überein. |
| ― | IAS 23 fordert eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die auf die Anschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes entfallen. Als qualifizierter Vermögenswert wird ein Vermögenswert definiert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Der Standard sieht eine prospektive Anwendung der Neuregelung vor. Für bisher angefallene Fremdkapitalkosten, die sofort aufwandswirksam erfasst wurden, ergeben sich hieraus keine Änderungen. In 2009 ergaben sich aus der erstmaligen Anwendung dieser Neuregelung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Für zukünftige Inanspruchnahmen von Fremdkapitalmitteln, die einem qualifizierten Vermögenswert zugerechnet werden können, sind aber aus dieser Neuregelung Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu erwarten. |
Das IASB und das IFRIC haben bis zum Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung des vorliegenden Konzernabschlusses nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen, aber im Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Die Action Press Holding AG wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.
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| Vorschrift | Titel | Veröffentlicht im | Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1) |
|---|---|---|---|
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der IFRS | November 2008 | 01.07.2009 |
| IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse | Januar 2008 | 01.07.2009 |
| IAS 27 | Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS | Januar 2008 | 01.07.2009 |
| Änderung von IAS 32 | Klassifizierung von Bezugsrechten | Oktober 2009 | 01.02.2010 |
| Änderungen zu IAS 39 | Finanzinstrumente: Qualifizierende gesicherte Grundgeschäfte | Juli 2008 | 01.07.2009 |
| Änderungen des IFRS 5 | im Rahmen von Verbesserungen der IFRS 2008 | Mai 2008 | 01.07.2009 |
| IFRIC 12 | Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen | November 2006 | 01.01.2010 |
| IFRIC 15 | Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien | Juli 2008 | 01.01.2010 |
| IFRIC 16 | Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | Juli 2008 | 01.07.2009 |
| IFRIC 17 | Sachdividenden an Gesellschafter | November 2008 | 01.11.2009 |
| IFRIC 18 | Übertragung von Vermögenswerten von Kunden | Januar 2009 | 01.11.2009 |
1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals in der EU anzuwenden sind.
Das IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden von der Action Press Holding AG nicht angewendet.
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| Vorschrift | Titel | Veröffentlicht im | Anwendbar ab (Geschäftsjahresbeginn)1) |
|---|---|---|---|
| Änderung von IFRS 1 | Weitere Ausnahmeregelungen für IFRS-Erstanwender | Juli 2009 | 01.01.2010 |
| Änderung von IFRS 2 | Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich | Juni 2009 | 01.01.2010 |
| Verbesserungen der IFRS 2009 | Änderungen aus dem Improvementprojekt 2009 | April 2009 | 01.07.2009 bzw. 01.01.2010 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifikation und Bewertung | November 2009 | 01.01.2013 |
| Änderung von IFRS 1 | Begrenzte Ausnahmen für IFRS-Erstanwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 | Januar 2010 | 01.07.2010 |
| IAS 24 | Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen | November 2009 | 01.01.2011 |
| Änderung von IFRIC 14 | Vorauszahlungen aus Mindestdotierungsverpflichtungen | November 2009 | 01.01.2011 |
| IFRIC 19 | Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten | November 2009 | 01.07.2010 |
1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals laut dem IASB anzuwenden sind.
Eine vorläufige Analyse der neuen Regelungen durch die Gesellschaft hat ergeben, dass sich kein wesentlicher Anpassungsbedarf bei der erstmaligen Anwendung ergeben wird.
Die Bilanz ist nach Fristigkeit gegliedert, Vermögenswerte und Schulden sind in langfristig - bei Fälligkeit über einem Jahr- und kurzfristig aufgegliedert.
Der Konzern verfügt nur über einzeln erworbene Immaterielle Vermögenswerte.
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Goodwill sowie Geschäfts- und Firmenwerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Durchschnitt 3 Jahre beträgt.
Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Firmenwerten zu ermitteln, hat die Action Press Holding AG ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Zur Prüfung der Werthaltigkeit gemäß IAS 36 wurde ein Impairment-Test nach IAS 36 durchgeführt. Darüber hinaus werden Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich überprüft, wenn Sachverhalte oder Gründe vorliegen sollten, die auf eine Minderung der Buchwerte schließen lassen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ergibt sich aus dem Anlagespiegel.
Unter der Position Geschäfts- und Firmenwerte sind im Wesentlichen die Geschäftswerte der den Segmenten entsprechenden rechtlichen Einheiten action press gmbh & co. kg (Buchwert - wie im Vj. -T€ 7.179) und der infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften GmbH (Buchwert - wie im Vj. -T€ 167) ausgewiesen. Aufgrund der künftig erwarteten Geschäfts- und Ergebnisentwicklung ergab sich aus der Werthaltigkeitsüberprüfung im Geschäftsjahr 2009 kein Wertminderungsbedarf, so dass keine Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen werden mussten. Als erzielbarer Ertrag wurde der Nutzungswert auf der Grundlage eines Detailplanungszeitraums von 3-5 Jahren, von Cash-Flows unter der die Erfahrung der Vergangenheit berücksichtigenden Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung und einem Kapitalisierungszinssatzes von 9,25 % vor Steuern (Vj. 8,75 % vor Steuern) ermittelt.
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel.
Bezüglich der Entwicklung des Finanzanlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. Es handelt sich um Anteile unter 20 % an einer Gesellschaft, die sich in Liquidation befindet und an die auch die Ausleihung begeben wurde. Sowohl die Anteile als auch die Ausleihung wurden bereits in Vorjahren auf einen Erinnerungswert von € 1,00 abgeschrieben. Infolge Uneinbringlichkeit wurde die an die Liquidationsgesellschaft ausgereichte Ausleihung (T€ 20) im Geschäftsjahr voll ausgebucht.
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2009 T€ |
Veränderung Konsolidierungskreis T€ |
Zugänge Abgänge T€ |
Stand 31.12.2009 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 595 | -1 | +156 -5 | 745 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.397 | -50 | 0 | 7.347 |
| + 156 | ||||
| 7.992 | -51 | -5 | 8.092 | |
| Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.280 | -83 | +53 -133 | 2.117 |
| Finanzanlagen | ||||
| Beteiligungen | 5 | 0 | 0 | 5 |
| Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | 20 | 0 | -20 | 0 |
| 25 | 0 | -20 | 5 | |
| +209 | ||||
| 10.297 | -134 | -158 | 10.214 |
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| Abschreibungen | Abschreibungen | ||
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2009 T€ |
Veränderung Konsolidierungskreis T€ |
Zugänge Abgänge T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 558 | -1 | +43 -5 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 |
| +43 | |||
| 558 | -1 | -5 | |
| Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.646 | -80 | +252 -124 |
| Finanzanlagen | |||
| Beteiligungen | 5 | 0 | 0 |
| Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | 20 | 0 | -20 |
| 25 | 0 | -20 | |
| +295 | |||
| 2.229 | -81 | -149 |
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| Restbuchwerte | |||
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 T€ |
Stand 31.12.2009 T€ |
Stand 31.12.2008 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 595 | 150 | 37 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 7.347 | 7.397 |
| 595 | 7.497 | 7.434 | |
| Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.694 | 423 | 634 |
| Finanzanlagen | |||
| Beteiligungen | 5 | 0 | 0 |
| Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | 0 | 0 | 0 |
| 5 | 0 | 0 | |
| 2.294 | 7.920 | 8.068 |
Die Veränderung des Konsolidierungskreises betrifft den Abgang der Vermögenswerte des verkauften Tochterunternehmens MIT Event- und Incentive-Management GmbH.
Die Zugänge des Geschäftsjahres 2009 betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Software, EDV-Geräten und EDV-Ausstattung bei action press in Hamburg und bei infas in Bonn.
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2008 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Stand 31.12.2008 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 580 | 15 | 0 | 595 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.397 | 0 | 0 | 7.397 |
| 7.977 | 15 | 0 | 7.992 | |
| Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.096 | 314 | 130 | 2.280 |
| Finanzanlagen | ||||
| Beteiligungen | 5 | 0 | 0 | 5 |
| Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | 20 | 0 | 0 | 20 |
| 25 | 0 | 0 | 25 | |
| 10.098 | 329 | 130 | 10.297 |
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| Abschreibungen | Abschreibungen | ||
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2008 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 517 | 41 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 |
| 517 | 41 | 0 | |
| Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.505 | 269 | 128 |
| Finanzanlagen | |||
| Beteiligungen | 5 | 0 | 0 |
| Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | 20 | 0 | 0 |
| 25 | 0 | 0 | |
| 2.047 | 310 | 128 |
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| Restbuchwerte | |||
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2008 T€ |
Stand 31.12.2008 T€ |
Stand 31.12.2007 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 558 | 37 | 63 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 7.397 | 7.397 |
| 558 | 7.434 | 7.460 | |
| Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.646 | 634 | 591 |
| Finanzanlagen | |||
| Beteiligungen | 5 | 0 | 0 |
| Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | 20 | 0 | 0 |
| 25 | 0 | 0 | |
| 2.229 | 8.068 | 8.051 |
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | 95 | 39 |
| Sonstige Vermögenswerte | 31 | 96 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2 | 7 |
| GESAMT | 128 | 142 |
Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten Kautionen (T€ 31, Vorjahr T€ 40) sowie im Vorjahr ein ausgereichtes Darlehen in Höhe von T€ 56. Es handelt sich ausschließlich um finanzielle Vermögenswerte.
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Vorräte | 34 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 482 | 597 |
| Dienstleistungsgeschäfte mit aktivischem Saldo | 488 | 174 |
| Ertragsteuerforderungen | 191 | 222 |
| Sonstige Vermögenswerte | 65 | 120 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 67 | 62 |
| Liquide Mittel | 6.329 | 6.418 |
| GESAMT | 7.656 | 7.593 |
Bei den Vorräten handelt es sich um zur Veräußerung im normalen Geschäftsgang bestimmte wissenschaftliche Druckwerke. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.
Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten handelt es sich wie im Vorjahr um kurzfristig fällige Vermögenswerte, in denen überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 27 (Vj. T€ 34) enthalten sind, auf die wegen Insolvenz der Auftraggeber Wertberichtigungen in Höhe von T€ 24 (Vj. T€ 27) erfolgten. Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 56 (Vj. T€ 92) und nicht finanzielle Vermögenswerte i.H.v. T€ 9 (Vj. T€ 28). Hierbei handelt es sich um Umsatzsteuerforderungen.
Bei den liquiden Mitteln (T€ 6.329, Vj. T€ 6.418) handelt es sich wie im Vorjahr um Kassenbestände, Kontokorrentguthaben und um Geldmarktanlagen, die mit Zinssätzen zwischen 0,15 % und 0,5 % verzinst wurden. Diese bilden den Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung und unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung.
Zu den "Dienstleistungsgeschäften mit aktivischem Saldo" vgl. Tz 5, dort: Umsatzerlöse.
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 9.000 | 9.000 |
| Kapitalrücklage | 932 | 932 |
| Konzernbilanzverlust | -3.749 | -3.862 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 143 | 78 |
| Eigenkapital | 6.326 | 6.148 |
Das Grundkapital ist voll eingezahlt und beträgt € 9.000,000,-- , eingeteilt in 9.000.000 Inhaberaktien (nennwertlose Stückaktien).
Gemäß Beschluss des Vorstandes wurde in 2006 eine Kapitalerhöhung um € 1.036.000,-- durchgeführt. Die Kapitalerhöhung wurde am 17. August 2006 in das Handelsregister eingetragen. Das Agio i.H.v. T€ 932 aus der Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur.
Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf der Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den gesamten Finanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen Effecten-Spiegel AG) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital.
Die Gesellschaft will damit einen sinnvollen Verschuldungsgrad unter Unternehmenswertgesichtspunkten erreichen, der einen Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten unter Berücksichtigung eines guten Kreditratings ermöglicht.
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Finanzschulden | 517 | 865 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | -6.329 | -6.418 |
| Nettofremdkapital | 0 | 0 |
| Eigenkapital | 6.326 | 6.148 |
| Gesamtkapital | 6.326 | 6.148 |
Sowohl in 2008 als auch im Jahre 2009 benötigte die Action Press Holding AG kein Nettofremdkapital im oben definierten Sinne, so dass die Ziele des Kapitalmanagements nicht gefährdet waren.
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| Stand 01.01.2009 T€ |
Verbrauch T€ |
Auflösung T€ |
Zuführung T€ |
Stand 31.12.2009 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 1.996 | 0 | 0 | 92 | 2.088 |
Die Pensionsrückstellung wurde für eine unmittelbare Versorgungszusage gegenüber zwei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern gebildet und umfasst Alters- und Invalidenrente nach Maßgabe eines leistungsorientierten Plans. Der Anspruch auf Altersrente wird erworben, wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Vollendung einer festen Altersgrenze endet. Die Altersrente bemisst sich als Prozentsatz des vereinbarten Monatsgehalts.
Rechnungsgrundlagen und Parameter:
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| Biometrische Rechnungsgrundlagen laut Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 5,4 Prozent | 5,7 Prozent |
| Entgelttrend | 2,6 Prozent | 2,6 Prozent |
| Rententrend | 1,5 Prozent | 1,5 Prozent |
Der Betrag der Pensionsrückstellung entspricht dem nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsanspruch unter Einbeziehung eines eingetretenen versicherungsmathematischen Verlustes. Das so genannte Korridorverfahren wird angewandt. Hierbei werden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bei einer Überschreitung von 10 % des Anwartschaftsbarwertes auf die Restlebensarbeitszeit verteilt.
Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionszusagen umfassen den im Personalaufwand ausgewiesenen Dienstzeitaufwand (T€ 11; Vj. T€ 12) und den Zinsaufwand (T€ 93; Vj. T€ 90), vermindert um die Auflösung versicherungsmathematischer Gewinne i.H.v. T€ 12 (Vj. T€ 4). Der zukünftig noch zu verteilende Saldo versicherungsmathematischer Gewinne beträgt T€ 231 (Vj. T€ 356).
Der Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) veränderte sich wie folgt:
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| DBO 01.01. | 1.640 | 1.669 |
| Dienstzeitaufwand | 11 | 12 |
| Zinsaufwand | 93 | 90 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) Verluste (-) | +113 | -131 |
| DBO 31.12. | 1.857 | 1.640 |
Die Pensionsrückstellungen sind aus der "Defined Benefit Obligation" wie folgt abzuleiten:
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert (DBO) | 1.857 | 1.640 |
| Anpassungsbetrag aufgrund versicherungsmathematische Verluste/Gewinne | +231 | +356 |
| Pensionsrückstellung | 2.088 | 1.996 |
Die Entwicklung der "Defined Benefit Obligation" ist aus folgender Übersicht ersichtlich:
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| Finanzierungsstand | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungsumfang für Pensionen (DBO) | 1.857 | 1.640 | 1.669 | 2.437 | 1.597 |
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 125 | 138 |
| Latente Steuern | 45 | 48 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 79 | 427 |
| GESAMT | 249 | 613 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen den langfristigen Anteil von Investitionskrediten (Zinssatz 5,2 % p. a.). Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 138 (Vj. T€ 150). Der Betrag der hierin enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 13 (Vj. T€ 14) ist unter Tz 18 ausgewiesen. Die Position Sonstige Verbindlichkeiten beinhaltet den langfristigen Teil des von der Effecten-Spiegel AG gewährten Darlehens i.H.v. T€ 79 (Vj. T€ 427). Zu den Zins- und Tilgungsbedingungen vgl. Tz 33, Beziehungen zu nahestehenden Personen.
Das Bankdarlehen zum 31. Dezember 2009 wird in den folgenden Geschäftsjahren fällig:
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| 2009 | 0 | 14 |
| 2010 | 13 | 13 |
| 2011 | 13 | 13 |
| 2012 | 12 | 12 |
| 2013 | 100 | 100 |
| GESAMT | 138 | 152 |
Zusätzlich zu den Tilgungsleistungen fallen die Zinszahlungen nach Maßgabe des Zinssatzes von 5,2 % an.
Bei den Ertragsteuerschulden handelt es sich um die für das Geschäftsjahr zu erwartenden Körperschaftsteuer - und Gewerbesteuernachzahlungen des Bereichs Markt- und Sozialforschung in Höhe von T€ 129 (Vj. T€ 44).
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| Stand 01.01.2009 T€ |
Verbrauch T€ |
Auflösung T€ |
Zuführung T€ |
Stand 31.12.2009 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Berufsgenossenschaft | 23 | 21 | 2 | 23 | 23 |
| Jahresabschluss | 94 | 85 | 9* | 86 | 86 |
| Prozessrisiken | 156 | 27 | 18 | 3 | 114 |
| Übrige Rückstellungen | 40 | 18 | 10* | 19 | 31 |
| 313 | 151 | 39* | 131 | 254 |
Die Rückstellungen beinhalten eine Rückstellung für Prozessrisiken, die zum 01.01.2009 einen Betrag in Höhe von T€ 156 und zum 31.12.2009 einen Betrag in Höhe von T€ 114 umfasst. Die Prozessrisiken betreffen einen Rechtsstreit gegen die Finanzverwaltung NRW hinsichtlich der Behandlung freiberuflich tätiger Mitarbeiter. Die den Rückstellungen zu Grunde liegenden Verpflichtungen sind innerhalb von 12 Monaten fällig.
* Unter Auflösung sind die Werte zum 01.01.2009 durch die Veränderung des Konsolidierungskreises mit T€ 9 und T€ 3 enthalten.
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 13 | 14 |
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| 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 899 | 1.206 |
| Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung | 3.080 | 2.505 |
| Erhaltene Anzahlungen | 1.373 | 1.415 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.292 | 1.550 |
| GESAMT | 6.644 | 6.676 |
Als erhaltene Anzahlungen werden nur die Kundenanzahlungen auf Projekte ausgewiesen, für die bis zum Bilanzstichtag noch keine Leistungen erbracht worden sind. Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen (einschließlich der Projekte, für die Leistungen erbracht worden sind) beträgt zum Bilanzstichtag T€ 10.721 (Vj. T€ 9.179). Vergleiche hierzu sowie zu den "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung" Tz 5, dort: Umsatzerlöse.
Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 6.644 (VJ. T€ 6.676) beinhalten finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 1.697 (Vj. T€ 1.976) und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 4.947 (Vj. T€ 4.700).
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| Finanzielle Verbindlichkeiten | 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 899 | 1.206 |
| Kurzfristiger Anteil Darlehen Effecten-Spiegel AG | 300 | 300 |
| Verbindlichkeiten Personal | 455 | 410 |
| Sonstige | 43 | 60 |
| GESAMT | 1.697 | 1.976 |
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| Nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 31.12.2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung | 3.080 | 2.505 |
| Erhaltene Anzahlungen | 1.373 | 1.415 |
| Umsatzsteuerverbindlichkeiten | 407 | 678 |
| Lohnsteuerverbindlichkeiten | 79 | 90 |
| Verbindlichkeit Künstlersozialkasse | 8 | 12 |
| GESAMT | 4.947 | 4.700 |
Die Gliederung der Gesamtergebnisrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.
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| 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten, fakturiert | 15.236 | 17.955 |
| Umsatzerlöse mit Dritten, noch nicht fakturiert | 1.345 | 909 |
| GESAMT | 16.581 | 18.864 |
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wird in der Segmentberichterstattung unter Position 29 dargestellt.
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| 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 27 | 7 |
| Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten | 10 | 20 |
| Übrige | 78 | 35 |
| GESAMT | 115 | 62 |
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen beinhalten den aus der Aufgliederung in Tz 15 sich ergebenden Betrag in Höhe von T€ 27.
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| 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 4.970 | 4.816 |
| Soziale Abgaben | 848 | 797 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 27 | 28 |
| GESAMT | 5.845 | 5.641 |
Die Mitarbeiter erhalten Leistungen aus der gesetzlich festgesetzten Sozialversicherung, für die Teile des Einkommens eingezahlt werden. Daneben existieren bei der Action Press Holding AG und ihren Tochterunternehmen weitere arbeitnehmerfinanzierte Direktversicherungszusagen. Da nach Zahlung der Beiträge an die öffentlichen und privaten Versicherungsträger für die Gesellschaften keine weiteren Verpflichtungen bestehen, werden diese Pläne als beitragsorientierte Pläne behandelt. Laufende Beitragszahlungen wurden als Aufwendungen für den betreffenden Zeitraum angesetzt. Im Geschäftsjahr 2009 betrug der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeitnehmer T€ 440 (Vj. T€ 430). Daneben wurden weitere T€ 16 (Vj. T€ 17) in Direktversicherungen eingezahlt.
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| 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Rechts- und Beratungskosten | 250 | 230 |
| Werbe- und Reisekosten | 238 | 106 |
| Versand- und Telefonkosten | 274 | 365 |
| Raum- und Nebenkosten | 1.123 | 967 |
| Miet- und Leasingaufwendungen | 30 | 54 |
| EDV Wartungskosten | 159 | 200 |
| Übrige | 374 | 576 |
| GESAMT | 2.448 | 2.498 |
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| 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 40 | 124 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -36 | -87 |
| Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen | -81 | -86 |
| GESAMT | -77 | -49 |
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" nach IAS 39. Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus der Kategorie "Sonstige Schulden" nach IAS 39. Weitere Aufwendungen und Erträge aus Finanzinstrumenten sind nicht angefallen. Hinsichtlich möglicher finanzieller Risiken vgl. Tz 34.
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| 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 355 | 301 |
| Latente Steuern | -88 | 7 |
| GESAMT | 267 | 308 |
Der Ertragsteueraufwand setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Die laufenden Ertragsteuern in 2009 betreffen im Wesentlichen das positive Ergebnis des Bereichs Markt- und Sozialforschung. Es sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag ausgewiesen.
Bei den latenten Körperschaftsteuern ist wie im Vorjahr ein Steuersatz von 15,825 % zugrunde gelegt worden. Die latente Gewerbesteuer ist mit dem individuellen Steuersatz pro Gesellschaft ermittelt worden. Durchschnittlich wurde der Gewerbesteuersatz mit 15,8 % (Vj: 16,5 %) berücksichtigt. Der Konzernsteuersatz in der steuerlichen Überleitungsrechnung für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer beträgt für das Jahr 2009 31,6 % (Vj: 32,2 %).
Die nachfolgende Übersicht zeigt die entsprechend den Erläuterungen zu Tz 6 ausgewiesenen bzw. nicht ausgewiesenen latenten Steuern. Folgende Beträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen:
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| 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen | 95 | 0 |
| Passive latente Steuern aus temporären Differenzen | 45 | 38 |
Latente Steuern auf sog. "outside basis differences" wurden nicht angesetzt, da eine Veräußerungsabsicht bezüglich der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen nicht besteht.
Aktive und passive latente Steuern resultieren aus folgenden Posten, wobei die steuerlichen Verlustvorträge unverfallbar sind:
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| Aktive latente Steuern | 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|---|---|---|
| Verlustvorträge | 4.217 | 4.082 |
| Pensionsrückstellung | 208 | 208 |
| (davon kurzfristig) | 95 | 0 |
| Bruttowert | 4.425 | 4.290 |
| Saldierungen mit passiven latenten Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen der Firmenwerte | -1.259 | -1.105 |
| Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern | -3.071 | -3.146 |
| 95 | 39 |
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| Passive latente Steuern | 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|---|---|---|
| Firmenwerte aus Ergänzungsbilanz von Personengesellschaft | 1.304 | 1.153 |
| (davon kurzfristig) | 45 | 48 |
| Bruttowert | 1.304 | 1.153 |
| Saldierungen | -1.259 | -1.105 |
| 45 | 48 |
Die folgende Darstellung erläutert die wesentlichen Unterschiede zwischen dem rechnerischen Steueraufwand aus Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2009 und 2008 und dem tatsächlichen Steueraufwand laut Gesamtergebnisrechnung:
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| 2009 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern* | 515 | 1.089 |
| Konzernsteuersatz in % | 31,6 % | 32,2 % |
| Rechnerischer Ertragsteueraufwand | 163 | 351 |
| Erhöhung/Minderung des Steueraufwands durch: | ||
| Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | 18 | 12 |
| Steuerfreie Dividenden | -189 | 0 |
| Effekte aus Personengesellschaften | 18 | -181 |
| Übrige | 7 | -19 |
| Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | 250 | 145 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag* | 267 | 308 |
| Steuerquote in % | 51,8 % | 28,3 % |
* aus fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereichen
Die Action Press Holding AG hat mit notariellem Vertrag vom 31. März 2009 alle von ihr gehaltenen Anteile ( = 53,78 %) an der MIT Event- und Incentive-Management GmbH zum Preis von 1,-- € veräußert. Bei dem von der MIT GmbH betriebenen Tätigkeit handelt es sich um eine nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der Action Press Holding AG (discontinued operation) und zugleich um eine Disposal Group nach IFRS 5 (siehe die Erläuterung Nr. 5.).
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die wesentlichen Posten der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit.
Der Bilanzausweis der zum Verkauf stehenden Vermögenswerte und der damit verbundenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten zum 31.12.2008 setzte sich wie folgt zusammen:
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| T€ | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 50 |
| Sachanlagen | 3 |
| Aktive latente Steueransprüche | 39 |
| Künftige Forderungen aus Dienstleistungsgeschäften | 3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 26 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 63 |
| Sonstige Vermögenswerte | 46 |
| Liquide Mittel | 66 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 10 |
| 306 |
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus zum Verkauf stehenden Vermögenswerten
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| T€ | |
|---|---|
| Sonstige Rückstellungen | 12 |
| Passive latente Steuern | 10 |
| Steuerrückstellungen | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 62 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 56 |
| Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung | 116 |
| 258 |
Das Ergebnis aus der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit setzt sich in den Jahren 2009 und 2008 wie folgt zusammen:
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| 2009 T€ |
2008 T€ |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 190 | 1.275 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 55 | 144 |
| Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen | -138 | -1.016 |
| Personalaufwand | -57 | -252 |
| Abschreibungen | 0 | -9 |
| Sonstig betriebliche Aufwendungen | -31 | -139 |
| Sonstige Steuern | 0 | 0 |
| Finanzergebnis | +1 | -1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 20 | 2 |
| Verlust aus Veräußerung, Veräußerungskosten | -187 | 0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -29 | 0 |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | -196 | 2 |
Der Verlust aus Veräußerung (T€ 187) setzt sich aus dem Saldo aus Entkonsolidierung (T€ 31) zuzüglich den entstandenen Veräußerungskosten (T€ 156) bei einem Veräußerungserlös i.H.v. 1,-- € zusammen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag i.H.v. T€ 29 betreffen die aufgelösten aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge der MIT.
Die Cashflows aus der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit ergeben sich in den Jahren 2009 und 2008 wie folgt:
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| 2009 T€ |
2008 T€ |
|
|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | -9 | 49 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 0 | -1 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 3 | -11 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes | -6 | 37 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 66 | 29 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | entfällt | 66 |
Die Gesellschaft nutzt gemietete Geschäftsräume, Fahrzeuge sowie Büroausstattung im Rahmen von Mietverträgen, die als "operating lease" bezeichnet werden. Die folgenden Miet- und Leasingaufwendungen werden für die nächsten Geschäftsjahre auf der Basis der zum 31. Dezember 2009 bestehenden Verträge erwartet:
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| T€ | T€ | |
|---|---|---|
| 2010 | 797 | |
| 2011 | 485 | |
| 2012 | 343 | |
| 2013 | 288 | |
| 2014 | 288 | 2.201 |
| nach 2014 | 864 | |
| 3.065 |
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| T€ | T€ | |
|---|---|---|
| 2009 | 755 | |
| 2010 | 743 | |
| 2011 | 446 | |
| 2012 | 329 | |
| 2013 | 288 | 2.561 |
| nach 2013 | 1.152 | |
| 3.713 |
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die monatlichen Mietverpflichtungen für die genutzten Betriebsgrundstücke der Tochtergesellschaften action press gmbh & co. kg (T€ 24 p. M. bis Ende 2017) und infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften GmbH (T€ 28 p. M. bis Januar 2011 und T€ 14 p. M. bis April 2012). Die Mietverträge enthalten Mietverlängerungsoptionen, aber keine Kaufoptionen. Die gesamten Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten für das Geschäftsjahr 2009 beliefen sich auf T€ 1.123 (Vj. T€ 967).
Die Action Press Holding AG führt zum Bilanzstichtag einen Aktivprozess, aus dem sich eine mögliche, noch nicht gegenwärtige Verpflichtung in Höhe von bis zu T€ 350 aus dem Kostenrisiko ergeben könnte.
Die zwei Geschäftsfelder Markt- und Sozialforschung und Foto sowie die Aufwendungen der Holding sind im Folgenden dargestellt:
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| Aufgegeb. Geschäftsbereich T€ |
Markt- und Sozialforschung T€ |
Foto T€ |
Holding T€ |
Konsolidierung T€ |
Konzern ohne aufgegebenen Geschäftsbereich T€ |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 2009 | ||||||
| Außenumsatz gesamt | 190 | 10.631 | 5.950 | 0 | 0 | 16.581 | |
| Konzerninterner Umsatz | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Konzernumsatz | 2008 | ||||||
| Außenumsatz gesamt | 1.275 | 11.134 | 7730 | 0 | 0 | 18.864 | |
| Konzerninterner Umsatz | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Betriebsergebnis/Segmentergebnis | 2009 | 18 | 1.034 | -48 | 224 | -451 | 759 |
| 2008 | 3 | 766 | 638 | 925 | -1.193 | 1.136 | |
| Zinsergebnis | 2009 | 1 | 28 | -7 | -98 | 0 | -77 |
| 2008 | 0 | 100 | 8 | -158 | 0 | -50 | |
| Ergebnis vor Steuern | 2009 | 19 | 1.062 | -55 | 113 | -438 | 682 |
| 2008 | 2 | 866 | 646 | 768 | -1.193 | 1.087 | |
| Ergebnis aus aufgeg. Geschäftsbereichen | 2009 | -196 | -196 | ||||
| 2008 | 2 | 2 | |||||
| Segmentvermögen | 2009 | 206 | 7.067 | 8.055 | 4.790 | -4.499 | 15.413 |
| 2008 | 220 | 6.399 | 8.645 | 4.908 | -4.646 | 15.306 | |
| Segmentschulden | 2009 | 226 | 6.275 | 747 | 1.965 | 216 | 9.203 |
| 2008 | 249 | 5.750 | 759 | 2.208 | 599 | 9.306 | |
| Investitionen | 2009 | 162 | 46 | 0 | 0 | 208 | |
| 2008 | 1 | 241 | 82 | 5 | 0 | 328 | |
| Abschreibungen | 2009 | 2 | 200 | 114 | 5 | -24 | 295 |
| 2008 | 9 | 195 | 132 | 4 | -30 | 301 | |
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 2009 | 4 | 71 | 62 | 2 | 0 | 135 |
| 2008 | 4 | 60 | 64 | 2 | 0 | 126 |
* Das im Geschäftsjahr 2009 aufgegebene Geschäftsfeld Event & Incentives ist nur zur Information mit den Zahlen des Geschäftsjahres 2008 und den Zahlen bis zum 31.3.2009 ( Zeitpunkt der Entkonsolidierung) angegeben.
Ziel der Segmentberichterstattung ist es, Informationen über die wesentlichen Geschäftsbereiche des Konzerns zur Verfügung zu stellen. Die Aktivitäten des Konzerns werden entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 (Operating Segments) nach Geschäftssegmenten abgegrenzt. Die Segmentierung erfolgt auf Basis der internen Berichts- und Organisationsstruktur. Bei der Segmentierung nach Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten in die Geschäftssegmente Markt- und Sozialforschung und Foto aufgeteilt. Das Geschäftssegment Markt- und Sozialforschung umfasst die Aktivitäten der infas GmbH; das Geschäftsfeld Foto umfasst die Aktivitäten der action press gmbh & co kg. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Es gibt keine Änderungen der Bewertungsmethoden im Vergleich zu früheren Perioden. Forderungen und Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten gibt es nicht.
Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:
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| 31.12.2009 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis (in T€) | 112 | 693 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (Tausend Aktien) | 9.000 | 9.000 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (€/AKTIE) aus fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereichen | 0,01 | 0,08 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (€/AKTIE) aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 0,03 | 0,08 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (€/AKTIE) aus aufgegebenem Geschäftsbereich | -0,02 | 0,00 |
| VORGESCHLAGENE DIVIDENDE JE AKTIE (€/AKTIE) | 0,00 | 0,00 |
Weder zum 31. Dezember 2009 noch zum Vorjahresbilanzstichtag waren Optionen auf Aktien ausstehend, die den Gewinn pro Aktie verwässern.
Der gewogene Durchschnitt der ausgegebenen Aktien beträgt wie im Vorjahr 9.000.
Im Geschäftsjahr 2009 waren im Konzern durchschnittlich 135 (Vj. 126) Angestellte beschäftigt, davon 3 (Vj. 4) Geschäftsführer in den Tochtergesellschaften.
Angaben zu Unternehmen, an denen die Action Press Holding Aktiengesellschaft mehr als 20 % der Anteile hält (Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis):
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| Nominalkapital in T€ |
Anteile in % |
Eigenkapital T€ |
Jahresergebnis T€ |
Stichtag Jahresabschluss | |
|---|---|---|---|---|---|
| Action press gmbh & co. kg | 51 | 100,0 | 51 | -57 | 31.12.2009 |
| Action press beteiligungs gmbh | 26 | 100,0 | 42 | 3 | 31.12.2009 |
| infas GmbH | 250 | 85,0 | 957 | 707 | 31.12.2009 |
Das folgende Unternehmen war nach deren Angaben wie folgt am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt:
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| Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf | > 30 % |
Gemäß IAS 24 werden als nahestehend die Personen oder Unternehmen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.
Die Effecten-Spiegel AG war nach deren Angabe zum Ende des Geschäftsjahres 2009 mit mehr als 30 % am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die Effecten-Spiegel AG gewährte im Geschäftsjahr 2006 ein Darlehen von T€ 2.761, mit dem die Bankdarlehen vollständig abgelöst wurden. Das Darlehen ist vereinbarungsgemäß mit 7,5 % p. a. bis zum 31.03.2009 und ab 01.04.2009 mit 5,5 % p.a. verzinst worden bei einer monatlichen Tilgungsrate von T€ 25. Sondertilgungen sind jederzeit möglich und sind im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von EUR 75 erfolgt. Dem Darlehen wurden die Zinsen in Höhe von T€ 27 zugeschlagen. Der Darlehensstand zum 31.12.2009 beträgt T€ 379 (Vj. T€ 727). Die Konditionen der Darlehensverträge entsprechen im Wesentlichen den Bankdarlehenskonditionen und sind marktüblich.
Hinsichtlich der Angaben zu den Vorstands - und Aufsichtsratsvergütungen vgl. Tz. 36.
Finanzrisiken können die Vermögens-, Finanz- und Ertragskraft des Konzerns nachteilig beeinflussen. Das Risikomanagement im Konzern ist so ausgerichtet, dass Kredit- und Liquiditätsrisiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung frühzeitig eingeleitet werden können. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Grundlage der Steuerung und frühzeitigen Identifizierung finanzieller Risiken sind die jährliche Planung sowie regelmäßige Analysen der unterjährigen Planabweichungen.
Die Gesellschaft ist folgenden Finanzrisiken ausgesetzt:
Das Risiko umfasst das Ausfallrisiko und das Risiko der Verschlechterung der Bonität. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem operativen Geschäft der einzelnen Tochtergesellschaften. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch laufende Überwachung sowie regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur kontrolliert. Die Ausfallrisiken des Konzerns bestehen in dem üblichen Geschäftsrisiko und diesem wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dem Ausfallrisiko wird darüber hinaus durch weitere Sicherungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kreditwürdigkeitsprüfungen, begegnet. In Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Liquiditätsrisiken bestehen in dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können und sind in der Regel mit einer negativen Entwicklung des operativen Geschäfts verbunden sind. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement beinhaltet unter anderem das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln. Zum Bilanzstichtag sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von T€ 7.041 durch die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 7.657 gedeckt. Zukünftige Zahlungsabflüsse werden durch die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft gedeckt.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Der Begriff Marktrisiken umfasst dabei folgende Arten von Risiken:
Der Konzern finanziert sein Geschäft im Wesentlichen mit Eigenkapital sowie mit zwei langfristigen Darlehen, deren Zinssätze bis zur vollständigen Tilgung fest vereinbart sind. Insoweit unterliegt der Konzern keinem Zinsrisiko. Die wesentlichen originären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen) werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und führen damit nicht zu einem Zinsrisiko. Die Gesellschaft legt freie flüssige Mittel kurzfristig als Tagesgeld an und unterliegt insoweit dem Risiko sinkender Tagesgeldzinssätze.
Marktpreisrisiken in Form von Währungsrisiken bestehen bei der Gesellschaft nicht.
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Da aufgrund der Geschäftsmodelle der Tochterunternehmen keine anderen wesentlichen Marktpreisrisiken vorliegen, wurde auf eine weitere Analyse verzichtet.
Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:
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| Vorstand: | -Dipl.-Kfm. Besim Gürmen, Düsseldorf, Vorsitzender bis 04.04.2009 gleichzeitig Geschäftsführer in der Tochtergesellschaft action press beteiligungs gmbh bis 04.04.2009 -Dipl.-Soz. Menno Smid, Bonn, Mitglied und seit 05.04.2009 Alleinvorstand gleichzeitig Geschäftsführer in der Tochtergesellschaft infas GmbH |
| Aufsichtsrat: | -Dipl.-Kfm. Udo Christochowitz, Trier , Vorsitzender bis 11.03.2009 ehem. Geschäftsführer der Hochwald Nahrungsmittelwerke GmbH, Trier -Dipl.-Kff. Isolde Hammans, Bonn, stellv. Vorsitzende bis 21.08.2009 -Bw. Wolfgang Stach, Düsseldorf, Mitglied bis 21.08.2009 -Dr. Klaus Hahn, Essen, Unternehmensberater, Mitglied seit 23.03.2009 und Vorsitzender seit 30.03.2009 Mitglied des Aufsichtsrates der Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf, der Autosafe AG Umwelttechnik, Neukirchen-Vluyn (bis 31.12.2009), der Wohnungsgesellschaft des rheinischen Handwerks AG, Köln -Mag. Elmar Simma, Bregenz, Unternehmensberater, Mitglied seit 21.08.2009. Mitglied des Aufsichtsrates der Arlberg-Stiftung, Bregenz -Dipl-Kfm. Dr. Markus Beermann, Essen, Mitglied vom 21.08.2009 - 10.09.2009 Mitglied der Geschäftsleitung der WAZ Mediengruppe, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Deutsche Real Estate AG -Dipf.-Kfm. Wilhelm Nottenkämper, Usingen, Finanzberater, stellv. Vorsitzender seit 4.12.2009 |
Die Bezüge des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Besim Gürmen für das Geschäftsjahr (bis 4.4.2009) umfassten ein Fixum von T€ 23. Daneben wurden Herrn Gürmen (bis 4.4.2009) Sachbezüge in Höhe von T€ 3 gewährt. Des Weiteren bestehen nach IFRS bewertete Pensionsverpflichtungen gegenüber Herrn Gürmen in Höhe von T€ 80. Die Zuführung im Berichtsjahr betrug T€ 19.
Die Bezüge des Vorstands Menno Smid (inklusive Tochtergesellschaften) beinhalten ein Fixum von T€ 206 und variable Bezüge von T€ 53. Daneben wurden Herrn Smid Sachbezüge von T€ 7 gewährt.
Für nach IFRS bewertete Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind T€ 2008 zurückgestellt (vgl.Tz 14).
Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen für den Aufsichtsrat betrugen in 2009 T€ 19.
Die in den Konzernabschluss einbezogene action press gmbh & co. kg, Hamburg, ist gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit.
Die Gesellschaft hat für das Berichtsjahr ein Honorarvolumen i. H. v. insgesamt T€ 58 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei um die Kosten für die Abschlussprüfung.
Die Gesellschaft hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und i.V.m. der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass unter Einhaltung aller geltenden IFRS - Regelungen, der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Der Konzernabschluss wurde von den gesetzlichen Vertretern am 08.04.2010 zur Veröffentlichung freigegeben.
Bonn, 08.04.2010
Action Press Holding Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Menno Smid
"Wir haben den von der Action Press Holding AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2009 bis 31.12.2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar".
Neuss, den 16. April 2010
WISBERT-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Jörg Wisbert, Wirtschaftsprüfer
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