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INDUS Holding AG

Quarterly Report May 12, 2021

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 28315042

INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Zwischenbericht Q1 2021

Highlights

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in Mio. EUR Q1 2021 Q1 2020
Umsatz 400,4 401,2
EBITDA 47,7 39,3
EBIT 25,0 16,0
EBIT-Marge (in %) 6,2 4,0
Konzern-Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) 12,1 8,9
Ergebnis je Aktie 0,49 0,35
Operativer Cashflow -15,0 2,6
Cashflow aus Geschäftstätigkeit -17,6 0,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -38,3 -7,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 118,0 36,7
31.3.2021 31.12.2020
Bilanzsumme 1.890,9 1.728,8
Eigenkapital 775,2 676,4
Eigenkapitalquote (in %) 41,0 39,1
Working Capital 452,3 410,5
Nettoverschuldung 494,9 518,9
Liquide Mittel 257,3 194,7
Beteiligungen (Anzahl zum Stichtag) 47 46

INDUS-Gruppe startet erfolgreich ins neue Geschäftsjahr

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Trotz Lockdown: Umsatz mit 400,4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau
EBIT steigt um rd. 56 % auf 25,0 Mio. EUR
Prognose für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt

KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS APRIL 2021 EXKL. DIVIDENDE

(in %)

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir blicken zurück auf ein erstes Quartal, das für uns weiter stark durch die Corona-Pandemie geprägt war - privat und beruflich. Dennoch hat sich die INDUS-Gruppe insgesamt erfreulich entwickelt. Im Vorjahresvergleich ist dabei zu berücksichtigen, dass die ersten drei Monate 2020 ja noch sehr wenig von der - in Europa gerade erst beginnenden -Pandemie beeinflusst waren.

Vor diesem Hintergrund sind wir mit einem nahezu unveränderten Umsatz in Höhe von 400,4 Mio. EUR zufrieden. Das operative Ergebnis stieg sogar von 16 auf 25 Mio. EUR. Damit verbesserte sich die EBIT-Marge auf 6,2 %. Besonders freut uns, dass wir für drei von fünf Segmenten sowohl verbesserte operative Ergebnisse als auch verbesserte EBITMargen berichten können: Das gilt für die Fahrzeugtechnik, den Maschinen- und Anlagenbau und die Metalltechnik. Die Märkte erholen sich. Es geht voran.

Im nach wie vor sehr starken Segment Bau/​Infrastruktur ist die EBIT-Marge wie erwartet leicht zurückgegangen. Die erzielten 15,4 % liegen weiter auf einem sehr hohen Niveau. Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik ist der Umsatz zwar leicht zurück gegangen, die EBIT-Marge hat sich jedoch verbessert. Einige Unternehmen aus diesem Bereich spüren weiterhin die Auswirkungen der Pandemie. Im Segment Fahrzeugtechnik steigen seit Q4 2020 die Abrufzahlen bei den meisten der Serienzulieferern wieder. Auch das Geschäft in den entwicklungsnahen Bereichen hat sich belebt. Positive Signale kommen aus den Segmenten Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik. Hier sehen wir steigende Auftragseingänge und ein überwiegend stabiles Geschäft.

Der operative Cashflow lag erwartungsgemäß unter Vorjahr. Sobald sich das Geschäft belebt, wächst das Working Capital ebenfalls wieder an. Die Liquidität war mit 257,3 Mio. EUR ungewöhnlich hoch. Grund ist der Mittelzufluss von netto 84,8 Mio. EUR durch unsere Ende März erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung. So haben wir den notwendigen Handlungsspielraum, um im aktuell attraktiven Marktumfeld weitere mittelständische Hidden Champions in unsere Gruppe aufzunehmen. All das bei gleichzeitig stabilen Bilanzrelationen.

Nach dem Kauf des Kontrollraumspezialisten JST im November gelang uns nun mit dem Zukauf von WIRUS eine weitere Akquisition. Der Fensterbauer wächst stark und ist hochprofitabel. Nicht zuletzt, weil das Unternehmen in den letzten Jahren einen hohen Automatisierungsgrad erreicht hat und mit der Digitalisierung weit vorangeschritten ist. Die bisherigen Alleingesellschafter werden WIRUS auch in den kommenden Jahren führen und gemeinsam mit uns erfolgreich weiterentwickeln. Nachdem die Freigabe durch das Kartellamt vorliegt, erfolgt das Closing noch im Mai. Aktuell sind wir mit mehreren weiteren Unternehmen in aussichtsreichen Gesprächen. Insbesondere in den in unserem Strategieprogramm PARKOUR definierten Zukunftsbranchen möchten wir weiter wachsen.

Blicken wir auf das Jahr 2021: Wir erwarten weiter eine hohe Ertragsstärke im Segment Bau/​Infrastruktur. In den Segmenten Maschinen- und Anlagenbau sowie Metalltechnik gehen wir davon aus, dass die positive Entwicklung anhält. Im Segment Fahrzeugtechnik bleibt bei den Serienzulieferern abzuwarten, wie sich der Chipmangel auf die Produktion auswirkt. Gegenüber dem Vorjahr aber deutlich verbessern wird sich die Lage in den entwicklungsnahen Bereichen und bei den Nutzfahrzeugen. Die weitere Entwicklung des Segments Medizintechnik hängt davon ab, wie schnell die pandemiebedingten Störungen überwunden werden können. Generell sehen wir in diesem Segment gute Wachstumschancen. Derzeit beobachten wir allerdings in allen Bereichen steigende Preise beim Material und zunehmende Materialknappheit. Bisher konnten unsere Beteiligungen das aber gut managen. Für das Gesamtjahr 2021 bestätigen wir unsere Prognose.

Unter normalen Umständen treffen wir uns jedes Jahr im Mai zum persönlichen Austausch im Rahmen unserer Hauptversammlung. Diese wird nun auch in diesem Jahr Corona-bedingt noch einmal virtuell stattfinden. Der Livestream startet am 26. Mai 2021 um 10:30 Uhr. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website (www.indus. de/​investor-relations/​hauptversammlung). Wir freuen uns darauf, wenn Sie uns an Ihren Bildschirmen zusehen. Noch mehr allerdings, wenn es im nächsten Jahr wieder persönlich klappt.

Mit besten Grüßen

Bergisch Gladbach im Mai 2021

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Dr. Johannes Schmidt Dr. Jörn Großmann
Axel Meyer Rudolf Weichert

Zwischenlagebericht

Geschäftsverlauf der INDUS-Gruppe

in den ersten drei Monaten 2021

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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(in Mio. EUR)
Differenz
--- --- --- --- ---
Q1 2021 Q1 2020 absolut in %
--- --- --- --- ---
Umsatz 400,4 401,2 -0,8 -0,2
Sonstige betriebliche Erträge 3,8 3,6 0,2 5,6
Aktivierte Eigenleistungen 0,8 1,5 -0,7 -46,7
Bestandsveränderung 11,8 10,0 1,8 18,0
Gesamtleistung 416,8 416,3 0,5 0,1
Materialaufwand -189,5 -189,9 0,4 0,2
Personalaufwand -128,3 -133,3 5,0 3,8
Sonstiger betrieblicher Aufwand -51,3 -53,8 2,5 4,6
EBITDA 47,7 39,3 8,4 21,4
Abschreibungen -22,7 -23,3 0,6 2,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 25,0 16,0 9,0 56,3
Finanzergebnis -5,2 -2,5 -2,7 >100
Ergebnis vor Steuern (EBT) 19,8 13,5 6,3 46,7
Ertragsteuern -7,7 -4,6 -3,1 -67,4
Ergebnis nach Steuern 12,1 8,9 3,2 36,0
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,0 0,5 -0,5 -100,0
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 12,1 8,4 3,7 44,0

Das erste Quartal 2021 ist trotz anhaltendem Lockdown gut verlaufen. Die meisten Beteiligungen der INDUS-Gruppe sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet. Lediglich das Segment Fahrzeugtechnik ist weiterhin von den Restrukturierungen der beiden Serienzulieferer stark beeinträchtigt. Trotzdem konnte das operative Ergebnis des Segments Fahrzeugtechnik insgesamt leicht verbessert werden. Die Segmente Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik haben sich positiv im Vergleich zum Vorjahr entwickelt. Das Segment Bau/​ Infrastruktur konnte mit einer EBIT-Marge von 15,4 % abermals auf einem sehr hohen Niveau das Quartal abschließen.

Insgesamt wirkte sich das im Vorjahr durchgeführte Maßnahmenpaket ZWISCHENSPURT positiv auf die operativen Ergebnisse (EBIT) des laufenden Jahres aus. Durch die eingeleitete Stilllegung von BACHER, die Stilllegung der Kunststoffgalvanik von SIMON und den Verkauf des SIMON Geschäftsfelds Kinetic sowie der Beteiligungen KIEBACK und FICHTHORN konnten im Vergleich zum Vorjahresquartal deutliche Verbesserungen erzielt werden.

Umsatz auf Vorjahresniveau

Im ersten Quartal 2021 konnten die INDUS-Beteiligungen einen Umsatz in Höhe von 400,4 Mio. EUR erzielen. Dies bedeutet eine Bestätigung des Vorjahresniveaus (401,2 Mio. EUR). Der Umsatz des ersten Quartals 2020 war nur leicht von Corona beeinflusst, da der erste Lockdown in der zweiten Märzhälfte 2020 begann.

Die Umsatzerlöse sind im Segment Maschinen- und Anlagenbau stark um 9,8 % und im Segment Metalltechnik leicht um 0,5 % gestiegen. Der Umsatz im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik ist aufgrund der Corona-Krise um 8,0 % geringer als im Vorjahresvergleichszeitraum. Im Segment Bau/​Infrastruktur ging der Umsatz wie erwartet leicht zurück. Der Umsatzrückgang im Segment Fahrzeugtechnik ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahresvergleichszeitraum die Gesellschaften noch kaum durch Effekte der Corona-Pandemie beeinträchtigt waren, da der erste Lockdown erst in der zweiten Märzhälfte 2020 begonnen hatte. Das anorganische Wachstum betrug 0,3 % und betrifft den Erwerb von JST.

Die Gesamtleistung lag mit 416,8 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresvergleichswert (416,3 Mio. EUR). Der Materialaufwand sank proportional zum Umsatz um 0,4 Mio. EUR auf 189,5 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote blieb daher konstant bei 47,3 %. Der Personalaufwand konnte überproportional um 5,0 Mio. EUR von 133,3 Mio. auf 128,3 Mio. EUR reduziert werden. Die Personalaufwandsquote sank um 1,2 % von 33,2 % auf 32,0 %. Ursächlich sind Corona-bedingte Anpassungen an die Beschäftigungslage und Entlastung durch Kurzarbeit. Im ersten Quartal wurde rund 1,0 Mio. EUR Kurzarbeitergeld an die Beschäftigten ausgezahlt.

Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von 51,3 Mio. EUR war im Berichtsquartal insbesondere aufgrund von geringeren Vertriebsaufwendungen niedriger als im Vorjahresvergleich (Vorjahr: 53,8 Mio. EUR). Dies betrifft vor allem niedrigere Reisekosten sowie Aufwendungen für Messen, die Corona-bedingt stark zurückgegangen sind. Die Abschreibungen verringerten sich um -2,6 % auf insgesamt 22,7 Mio. EUR. Die Reduktion ist im Wesentlichen auf außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen im Vorjahresvergleichszeitraum zurückzuführen.

Operatives Ergebnis von 25,0 Mio. EUR erzielt

Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 25,0 Mio. EUR und lag damit um 9,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (16,0 Mio. EUR). Die EBIT-Marge kletterte um 2,2 Prozentpunkte auf 6,2 %.

Das Finanzergebnis verringerte sich um 2,7 Mio. EUR auf -5,2 Mio. EUR. Ursache für die Verringerung waren insbesondere höhere Aufwendungen bei der Bewertung der Minderheitsanteile. Im Finanzergebnis sind das Zinsergebnis, das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten. Innerhalb des übrigen Finanzergebnisses sind die Bewertungen der Zinsswaps und der Minderheitsanteile ausgewiesen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 19,8 Mio. EUR oberhalb des Vorjahresvergleichswerts (13,5 Mio. EUR). Der Ertragsteueraufwand stieg auf 7,7 Mio. EUR nach 4,6 Mio. EUR im Vorjahr. Vor dem Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergab sich ein um 3,2 Mio. EUR gestiegenes Ergebnis nach Steuern in Höhe von 12,1 Mio. EUR (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,49 EUR nach 0,35 EUR im Vorjahresvergleichszeitraum.

Im Durchschnitt der ersten drei Monate 2021 wurden in den Unternehmen der INDUS-Gruppe 10.580 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.823 Mitarbeiter) beschäftigt.

Erwerb von JST

INDUS hat zum 4. Januar 2021 den Erwerb der JST Jungmann Systemtechnik GmbH & Co. KG wirtschaftlich vollzogen. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags war bereits am 17. November 2020 erfolgt. JST mit Firmensitz in Buxtehude ist ein mittelständischer Anbieter von integrierten Kontrollraumlösungen und wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet. JST bietet umfassendes Know-how im Zusammenhang mit der Konzeptionierung und dem Aufbau von Kontrollräumen. Darüber hinaus bietet JST ihren Kunden auch die Wartung an.

Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Januar 2021.

Erwerb von WIRUS

Mit Vertrag vom 19. März 2021 hat die INDUS Holding AG 70 % der Geschäftsanteile an der WIRUS Fenster GmbH & Co. KG, Rietberg-Mastholte (Kreis Gütersloh), erworben. Das Produktangebot von WIRUS umfasst Fenster aus Kunststoff und Aluminium, Schiebe-, Haus- und Nebeneingangstüren sowie Sicht- und Sonnenschutzsysteme. Der Geschäftsführer und bisherige Hauptgesellschafter steht dem Unternehmen weiter als Geschäftsführer zur Verfügung.

Die Erstkonsolidierung wird nach Vollzug der Transaktion am 18. Mai im zweiten Quartal 2021 erfolgen.

Kapitalerhöhung

Die INDUS Holding AG hat am 25. März 2021 eine Kapitalerhöhung in Höhe von knapp 10 % des Grundkapitals platziert. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 26. März 2021.

Die 2.445.050 neuen Aktien wurden im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) bei institutionellen Anlegern platziert. Der Platzierungspreis wurde auf 34,90 EUR festgelegt. Der Bruttoemissionserlös aus der Kapitalerhöhung beläuft sich auf 85,3 Mio. Euro vor Provision und Kosten. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2020 gewinnberechtigt. Sie wurden bei langfristig orientierten institutionellen Investoren, einschließlich deutschen Family Offices, platziert.

Das gezeichnete Kapital ist von 63,6 Mio. EUR um 6,3 Mio. EUR auf 69,9 Mio EUR gestiegen. Das Agio der Kapitalerhöhung wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Segmentbericht

Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/​Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Zum 31. März 2021 umfasste das Beteiligungsportfolio 47 operative Einheiten.

Bau/​Infrastruktur

EBIT-Marge bei 15,4 %

Der Segmentumsatz im Bereich Bau/​Infrastruktur konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um weitere 2,5 Mio. EUR (2,7 %) auf 96,0 Mio. EUR gesteigert werden. Das Umsatzwachstum entfällt auf einen Großteil der Gesellschaften des Segments.

Das operative Ergebnis sank erwartungsgemäß im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR). Die EBIT-Marge erreichte mit 15,4 % wieder einen sehr guten Wert. Sie lag damit um 1,2 Prozentpunkte unterhalb der Marge aus dem Vorjahr (16,6 %). Ins gesamt befindet sich das Segment Bau/​Infrastruktur nach den ersten drei Monaten 2021 weiter auf einem sehr hohen Ertragsniveau und entspricht den Erwartungen. Bei einzelnen Beteiligungen lief das "Wintergeschäft" aufgrund des widrigen Wetters etwas schleppender als im Vorjahr. Bei einer großen Anzahl der Beteiligungen konnte das extrem gute Niveau des Vorjahres aber gehalten werden. Einzelne Beteiligungen haben derzeit Probleme mit der Verfügbarkeit der benötigten Materialien und sehen sich bei Rohstoffen mit deutlich steigenden Preisen konfrontiert.

Für das Gesamtjahr rechnet INDUS mit einem leicht sinkenden Umsatz und einem sinkenden operativen Ergebnis (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr.

Die Investitionen im Segment betrafen ausschließlich Sachinvestitionen und lagen mit 3,4 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR unterhalb des Vorjahres (4,1 Mio. EUR).

KENNZAHLEN BAU/​INFRASTRUKTUR

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(in Mio. EUR)
Differenz
--- --- --- --- ---
Q1 2021 Q1 2020 absolut in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 96,0 93,5 2,5 2,7
EBITDA 18,9 19,4 -0,5 -2,6
Abschreibungen -4,1 -3,9 -0,2 -5,1
EBIT 14,8 15,5 -0,7 -4,5
EBIT-Marge in % 15,4 16,6 -1,2 PP -
Investitionen 3,4 4,1 -0,7 -17,1
Mitarbeiter 1.945 1.900 45 2,4

Fahrzeugtechnik

Positive Auswirkungen aus Maßnahmenpaket ZWISCHENSPURT

Der Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik ist im ersten Quartal 2021 um 9,0 Mio. EUR bzw. 11,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahresvergleichszeitraum die Gesellschaften noch kaum durch Effekte der Corona-Pandemie beeinträchtigt waren, da der erste Lockdown erst in der zweiten Märzhälfte 2020 begonnen hatte.

Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit -9,7 Mio. EUR um 2,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge des Segments betrug -13,9 % nach -15,2 % im Vorjahr. Wesentliche Ursache für die EBIT-Verbesserung ist das Ausscheiden von zwei Unternehmen aus dem Konsolidierungskreis. Diese wurden 2020 im Rahmen des Maßnahmenpakets ZWISCHENSPURT verkauft. Bei den übrigen Unternehmen halten sich Verbesserungen und Verschlechterungen im Vergleich zum Vorjahr in der Summe die Waage, wobei einige Unternehmen aufgrund hoher Abrufzahlen deutlich besser unterwegs sind - und andere Unternehmen noch deutlich unter der Verschlechterung des Geschäfts durch die Corona-Pandemie leiden.

Zwei Beteiligungen aus dem Bereich der Serienzulieferer befinden sich weiter im Restrukturierungsprozess und tragen erneut hohe negative Ergebnisbeiträge bei. Die Restrukturierungprozesse verlaufen bei beiden Beteiligungen planmäßig. Der Aufbau neuer Low-Cost-Standorte ist weit fortgeschritten und die Serienanläufe wichtiger Neuprojekte starten Mitte bzw. Ende 2021. Bei beiden Beteiligungen wird sich die Auslastung aber erst ab 2022 deutlich verbessern; das Jahr 2021 ist daher für beide Unternehmen ein Aufbau- und Übergangsjahr.

Für das Gesamtjahr 2021 erwarten wir weiter stark steigende Umsätze und stark steigende Ergebnisse. Das operative Ergebnis (EBIT) wird aber - gerade im Hinblick auf die laufenden Restrukturierungsprozesse - deutlich negativ bleiben.

Die Investitionen in Höhe von 6,0 Mio. EUR im Segment Fahrzeugtechnik (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) stehen zum Großteil im Zusammenhang mit dem Aufbau der neuen Produktionsstätten und dem Anlauf neuer Serien bei den zwei Serienzulieferern.

KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK

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(in Mio. EUR)
Differenz
--- --- --- --- ---
Q1 2021 Q1 2020 absolut in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 69,9 78,9 -9,0 -11,4
EBITDA -3,1 -5,0 1,9 38,0
Abschreibungen -6,6 -7,0 0,4 5,7
EBIT -9,7 -12,0 2,3 19,2
EBIT-Marge in % -13,9 -15,2 1,3 pp -
Investitionen 6,0 0,6 5,4 >100
Mitarbeiter 3.199 3.264 -65 -2,0

Maschinen- und Anlagenbau

Deutliche Erholung - Erstkonsolidierung

von JST zum 1. Januar 2021

Der Segmentumsatz im Maschinen- und Anlagenbau stieg mit einem Plus von 8,3 Mio. EUR (9,8 %) deutlich gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal an. Die Zunahme ist primär durch eine erhöhte Geschäftstätigkeit im Bereich Logistik geprägt; ansonsten halten sich Umsatzanstiege und -rückgänge die Waage.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg überproportional um 6,3 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR an. Die EBIT-Marge lag mit 9,6 % deutlich über dem Vorjahr (3,1 %). Die Schwäche des Segments Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2020 wurde damit schrittweise überwunden. Der überwiegende Teil der Segmentunternehmen verzeichnete eine Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT) und eine deutliche Verbesserung des Auftragseingangs, was sich positiv in den Folgemonaten auswirken wird.

Zum 1. Januar 2021 wurde die JST Jungmann Systemtechnik GmbH & Co. KG erstkonsolidiert. Sämtliche Anteile an JST wurden mit Vertrag vom 17. November 2020 erworben. Der wirtschaftliche Übergang und die Kaufpreiszahlung erfolgten Anfang Januar 2021. JST ist ein mittelständischer Anbieter von integrierten Kontrollraumlösungen und bietet umfassendes Know-how in der Konzeptionierung, dem Aufbau und der Wartung von Kontrollräumen.

Für den weiteren Verlauf im Geschäftsjahr 2021 erwartet INDUS weiterhin einen stark steigenden Umsatz und ein steigendes operatives Ergebnis. Bezüglich der prognostizierten EBIT-Marge von 7 bis 9 % liegt das Segment Maschinen- und Anlagenbau gut im Plan.

Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von 27,5 Mio. EUR betreffen den Erwerb von JST und Sachinvestitionen. Die Investitionen in Sachanlagen betragen 1,1 Mio. EUR und sind um 0,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum (0,6 Mio. EUR) angestiegen.

KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

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(in Mio. EUR)
Differenz
--- --- --- --- ---
Q1 2021 Q1 2020 absolut in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 92,6 84,3 8,3 9,8
EBITDA 14,2 7,7 6,5 84,4
Abschreibungen -5,3 -5,1 -0,2 -3,9
EBIT 8,9 2,6 6,3 >100
EBIT-Marge in % 9,6 3,1 6,5 pp -
Investitionen 27,5 0,6 26,9 >100
Mitarbeiter 2.249 2.261 -12 -0,5

Medizin- und Gesundheitstechnik

Verbesserte EBIT-Marge

Die Beteiligungen im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik erwirtschafteten im ersten Quartal 2021 einen Umsatz in Höhe von 35,6 Mio. EUR. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 3,1 Mio. EUR (-8,0 %). Von dem Rückgang ist der überwiegende Teil der Segmentunternehmen betroffen. Das gesamte Segment ist weiterhin durch die Corona-Pandemie belastet. Die Sanitätshausartikel werden aufgrund geringerer Kundenbesuche im Lockdown, die Artikel für elektive Operationen aufgrund von verschobenen Eingriffen weniger nachgefragt. Die Maßnahmen der einzelnen Beteiligungen, mit den Veränderungen und Belastungen der Corona-Krise umzugehen, zeigen zwar Wirkung - trotz Umsatzerholung konnte das Niveau vor Corona jedoch noch nicht erreicht werden.

Um so erfreulicher ist es, dass das operative Ergebnis (EBIT) für den Berichtszeitraum mit 3,1 Mio. EUR trotz des rückläufigen Umsatzes genau auf dem Stand des Vorjahres (3,1 Mio. EUR) geblieben ist. Die EBIT-Marge lag mit 8,7 % um 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Hier machen sich die Anstrengungen der Beteiligungsunternehmen positiv bemerkbar, die Kosten zu reduzieren und Kostenstrukturen zu optimieren.

Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik gehen wir für das Gesamtjahr von einem steigenden Umsatz und einem stark steigenden operativen Ergebnis (EBIT) aus. Durch die Verlagerung eines Standortes werden im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres Verlagerungs- und Umzugskosten aufgewendet, denen erst ab 2022 entsprechende Kostenentlastungen gegenüberstehen.

Die Investitionen lagen mit 0,8 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (0,9 Mio. EUR).

KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

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(in Mio. EUR)
Differenz
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Q1 2021 Q1 2020 absolut in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 35,6 38,7 -3,1 -8,0
EBITDA 5,8 5,6 0,2 3,6
Abschreibungen -2,7 -2,5 -0,2 -8,0
EBIT 3,1 3,1 0,0 0,0
EBIT-Marge in % 8,7 8,0 0,7 pp -
Investitionen 0,8 0,9 -0,1 -11,1
Mitarbeiter 1.606 1.696 -90 -5,3

Metalltechnik

EBIT-Marge steigt auf 9,5 %

Das Segment Metalltechnik verzeichnete im ersten Quartal 2021 einen Umsatzanstieg um 0,5 Mio. EUR (0,5 %) auf 106,6 Mio. EUR (Vorjahr: 106,1 Mio. EUR). Der Effekt verteilt sich über mehrere Gesellschaften, die den rückläufigen Umsatz durch die Umsetzung des Maßnahmenpakets ZWISCHENSPURT überkompensieren. Im Rahmen des Maßnahmenpakets wurde 2020 die Schließung der BACHER AG auf Beteiligungsebene beschlossen und die Schließung des SIMON-Geschäftsfelds Kunststoffgalvanik beschlossen und vollzogen. Darüber hinaus konnte SIMON das Geschäftsfeld Kinetics erfolgreich veräußern.

Erfreulicherweise lag das operative Ergebnis (EBIT) mit 10,1 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge übertraf mit 9,5 % den Vorjahresvergleichswert um 1,0 Prozentpunkte (8,5 %) und befindet sich auf einem guten Niveau. Ursache ist eine verbesserte Ertragslage der Segmentunternehmen auf breiter Front.

Die Stilllegung bei BACHER verläuft planmäßig. Noch bestehende Aufträge werden derzeit mit den verbliebenen Mitarbeitern abgearbeitet. Voraussichtlich werden die letzten Aufträge im dritten Quartal diesen Jahres beendet sein und die Stilllegung wird dann abgeschlossen. Die Belastung des operativen Ergebnisses des Segments durch diesen Prozess bei BACHER ist bereits in der Segment-Guidance für das Gesamtjahr 2021 berücksichtigt.

Unverändert wird für das Gesamtjahr weiter ein sinkender Umsatz und ein stark steigendes Ergebnis erwartet. Die EBIT-Marge wird zwischen 7 und 9 % betragen.

Das Investitionsvolumen lag im ersten Quartal mit 0,7 Mio. EUR unter dem Vorjahr (1,8 Mio. EUR).

KENNZAHLEN METALLTECHNIK

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(in Mio. EUR)
Differenz
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Q1 2021 Q1 2020 absolut in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 106,6 106,1 0,5 0,5
EBITDA 14,0 13,6 0,4 2,9
Abschreibungen -3,8 -4,7 0,9 19,1
EBIT 10,1 9,0 1,1 12,2
EBIT-Marge in % 9,5 8,5 1,0 pp -
Investitionen 0,7 1,8 -1,1 -61,1
Mitarbeiter 1.543 1.662 -119 -7,2

Finanz- und Vermögenslage

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT

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(in Mio. EUR)
Differenz
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Q1 2021 Q1 2020 absolut in %
--- --- --- --- ---
Ergebnis nach Steuern 12,1 8,9 3,2 36,0
Abschreibungen 22,7 23,3 -0,6 -2,6
weitere zahlungsunwirksame Veränderungen 14,2 7,6 6,6 86,8
zahlungswirksame Veränderung Working Capital -39,1 -2,5 -36,6 <-100
Veränderung sonstige Bilanzposten -12,0 -17,2 5,2 30,2
Steuerzahlungen -12,9 -17,5 4,6 26,3
Operativer Cashflow -15,0 2,6 -17,6 <-100
Zinsen -2,6 -2,5 -0,1 -4,0
Cashflow aus Geschäftstätigkeit -17,6 0,1 -17,7 <-100
Auszahlungen für Investitionen und Akquisitionen -38,3 -7,9 -30,4 <-100
Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 0,0 0,1 -0,1 -100,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -38,3 -7,8 -30,5 <-100
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 84,8 0,0 84,8 -
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter 0,0 -0,1 0,1 100,0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 57,5 67,0 -9,5 -14,2
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -18,7 -22,5 3,8 16,9
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -5,6 -4,6 -1,0 -21,7
Auszahlung aus der Tilgung von

bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten
0,0 -3,1 3,1 100,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 118,0 36,7 81,3 >100
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 62,1 29,0 33,1 >100
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 0,5 -0,3 0,8 >100
Liquide Mittel am Anfang der Periode 194,7 135,1 59,6 44,1
Liquide Mittel am Ende der Periode 257,3 163,8 93,5 57,1

84,8 Mio. EUR Mittelzufluss aus Kapitalerhöhung

Ausgehend vom einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 12,1 Mio. EUR (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR) hat sich der operative Cashflow im ersten Quartal 2021 um -17,6 auf-15,0 Mio. EUR verringert. Dies liegt insbesondere an einem stärkeren Wachstum des Working Capital in den ersten drei Monaten 2021 gegenüber dem niedrigen Stand zum 31. Dezember 2020. Der gewöhnliche Anstieg des Working Capital im ersten Quartal wurde im Vorjahresvergleichszeitraum durch die ersten Auswirkungen der Corona-Pandemie gebremst. Weiterhin ist es durch die belebte Geschäftstätigkeit bei den Anlagenbauern im aktuellen Quartal zu einem erhöhten Aufbau des Working Capital gekommen. Darüber hinaus haben mehrere Gesellschaften wegen Rohstoffknappheit und drohender Preissteigerungen die Bevorratung von Rohstoffen erhöht.

Nach Berücksichtigung der Zinszahlungen in Höhe von 2,6 Mio. EUR ergab sich ein Cashflow auf Geschäftstätigkeit in Höhe von -17.6 Mio. EUR. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit sank um -17,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -38,3 Mio. EUR im Vergleich zu -7,9 Mio. EUR im Vorjahr. Nachdem im Vorjahresvergleichszeitraum eine restriktivere Investitionspolitik aufgrund der Corona-Krise verfolgt wurde, befinden sich die Auszahlungen für Investitonen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit -11,8 Mio. EUR wieder auf einem höheren Niveau. Zudem wurden im Zusammenhang mit dem Erwerb von JST Auszahlungen für Investitionen in Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften in Höhe von -26,4 Mio. EUR getätigt (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).

Die im März durchgeführte Kapitalerhöhung führte zu Mittelzuflüssen in Höhe von 84,8 Mio. EUR. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten sind um 9,5 Mio. EUR auf 57,5 Mio. EUR leicht gesunken. Die Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten haben sich um 3,8 Mio. EUR verringert, demgegenüber sind die Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten um 1,0 Mio. EUR gestiegen. Im Vorjahresvergleichszeitraum wurden zudem fällige, teilweise bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 3,1 Mio. EUR getilgt. Insgesamt ist der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit aufgrund der Kapitalerhöhung deutlich um 81,3 Mio. EUR angestiegen. Der hohe Mittelzufluss dient als Handlungsspielraum für weitere Akquisitionen.

Die liquiden Mittel lagen demzufolge mit 257,3 Mio. EUR deutlich über dem Bestand von 194,7 Mio. EUR zum Jahresende 2020 sowie über dem Vergleichswert des ersten Quartals des Vorjahres.

KONZERN-BILANZ, VERKÜRZT

AKTIVA

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(in Mio. EUR)
Differenz
--- --- --- --- --- ---
31.3.2021 31.12.2020 absolut in %
--- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 1.022,9 1.001,7 21,2 2,1
Anlagevermögen 1.007,6 985,8 21,8 2,2
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15,3 15,9 -0,6 -3,8
Kurzfristige Vermögenswerte 868,0 727,1 140,9 19,4
Vorräte 365,0 332,5 32,5 9,8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 245,7 199,9 45,8 22,9
Liquide Mittel 257,3 194,7 62,6 32,2
Bilanzsumme 1.890,9 1.728,8 162,1 9,4

PASSIVA

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(in Mio. EUR)
Differenz
--- --- --- --- --- ---
31.3.2021 31.12.2020 absolut in %
--- --- --- --- --- ---
Langfristige Finanzierungsmittel 1.458,6 1.333,5 125,1 9,4
Eigenkapital 775,2 676,4 98,8 14,6
Fremdkapital 683,4 657,1 26,3 4,0
davon Rückstellungen 48,1 51,1 -3,0 -5,9
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 635,3 606,0 29,3 4,8
Kurzfristige Finanzierungsmittel 432,3 395,3 37,0 9,4
davon Rückstellungen 86,8 77,3 9,5 12,3
davon Verbindlichkeiten 345,5 318,0 27,5 8,6
Bilanzsumme 1.890,9 1.728,8 162,1 9,4

Bilanzsumme um 9,4 % angestiegen -EK-Quote bei 41 %

Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe betrug 1.890,9 Mio. EUR zum 31. März 2021 und war damit um 162,1 Mio. EUR (9,4 %) höher als zum 31. Dezember 2020. Ursache für den Anstieg war insbesondere die um 62,6 Mio. EUR gestiegene Liquidität, ein erwarteter Anstieg des Working Capital um 41,8 Mio. EUR und die erstmalige Konsolidierung von JST, die zu einem Zugang an Vermögenswerten in Höhe von 31,2 Mio. EUR führte. Der Liquiditätsanstieg resultiert aus der Kapitalerhöhung vom 26. März 2021 in Höhe von netto 84,8 Mio. EUR.

Das Eigenkapital stieg um 98,8 Mio. EUR (14,6 %) an. Damit betrug die Eigenkapitalquote zum 31. März 2021 41,0 % und lag wieder oberhalb des Zielwerts von 40 %. Zum 31. Dezember 2020 betrug die Eigenkapitalquote 39,1 %. Der Anstieg der Verbindlichkeiten betrifft zum einen die Finanzschulden (+38,6 Mio. EUR), und zum anderen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+27,1 Mio. EUR). Die Finanzschulden wurden bereits im ersten Quartal aufgrund günstiger Finanzierungskonditionen - vorausschauend für die notwendige Verwendung im Laufe des kommenden Geschäftsjahres - aufgenommen.

Das Working Capital betrug 452,3 Mio. EUR zum 31. März 2021 und lag damit um 10,2 % höher als zum 31. Dezember 2020 (410,5 Mio. EUR). Ein Anstieg des Working Capital erfolgt generell planmäßig im ersten Quartal eines Geschäftsjahres und spiegelt das wieder anziehende Geschäftsvolumen wider. Hinzu kommen ein deutlicher Vorrats- bzw. Forderungsaufbau bei den großen Anlagenbauern. Hintergrund sind die gestiegene Geschäftstätigkeit sowie ein bewusster Lageraufbau von Rohstoffen aufgrund von teilweiser Rohstoffknappheit und weiteren erwarteten Preissteigerungen.

WORKING CAPITAL

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(in Mio. EUR)
Differenz
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31.3.2021 31.12.2020 absolut in %
--- --- --- --- ---
Vorräte 365,0 332,5 32,5 9,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 203,4 161,9 41,5 25,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -76,0 -48,9 -27,1 -55,4
Erhaltene Anzahlungen -17,1 -9,7 -7,4 -76,3
Vertragsverpflichtungen -23,0 -25,3 2,3 9,1
Working Capital 452,3 410,5 41,8 10,2

Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen zum 31. März 2021 494,9 Mio. EUR. Damit sind die Nettofinanzverbindlichkeiten um 24,0 Mio. EUR niedriger als zum 31. Dezember 2020. Der Rückgang setzt sich aus erhöhten Finanz schulden (+38,6 Mio. EUR) und dem gegenläufig wirkenden Anstieg liquider Mittel (+62,6 Mio. EUR) zusammen. Der Anstieg der liquiden Mittel resultiert im Wesentlichen aus der Ende März vorgenommenen Kapitalerhöhung.

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN

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(in Mio. EUR)
Differenz
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31.3.2021 31.12.2020 absolut in %
--- --- --- --- ---
Langfristige Finanzschulden 581,4 553,8 27,6 5,0
Kurzfristige Finanzschulden 170,8 159,8 11,0 6,9
Liquide Mittel -257,3 -194,7 -62,6 -32,2
Nettofinanzverbindlichkeiten 494,9 518,9 -24,0 -4,6

Chancen- und Risiken

Für den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2020 verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem. Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Bezüglich der Risikolage rund um die COVID-19-Pandemie sind bei unseren Gesellschaften bei keinem Risikoaspekt wesentliche Verschlechterungen seit Ende Dezember 2020 zu verzeichnen. Die Prozesse laufen stabil bzw. werden flexibel an die jeweiligen Corona-Infektionsbestimmungen angepasst. Der fortschreitende Impfprozess lässt INDUS bezüglich der Auswirkungen von COVID-19 zuversichtlich auf das zukünftige Geschäft blicken.

Ausblick

Die dritte Welle der Corona-Pandemie - mit hohen Infektionszahlen und andauernden Einschränkungen - verzögert die Konjunkturerholung in Deutschland. So ging die deutsche Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 zurück. Insbesondere der Dienstleistungsbereich hatte durch die Corona-Schutzmaßnahmen im Vergleich zum Vorquartal Einbußen zu verzeichnen. Die eingeschränkten Konsummöglichkeiten und die auslaufende Mehrwertsteuerermäßigung drückten den privaten Konsum. Die Kurzarbeit nahm wieder deutlich zu. Wenn sich auch die Wirtschaftsbereiche, die nicht direkt von den Einschränkungen betroffen sind, in Summe robust zeigten - im Baugewerbe dämpften die schwierige Witterung und der wieder angehobene Mehrwertsteuersatz die Aktivitäten. Laut Aprilumfrage des ifo Instituts ist im Bauhauptgewerbe eine Materialknappheit spürbar. Auch in der Industrieproduktion wurde der Erholungstrend unterbrochen, u. a. durch Lieferengpässe bei Vorprodukten in der Fahrzeugbranche. Laut VDMA-Umfrage vom April stiegen im Maschinen- und Anlagenbau die Beeinträchtigungen in der Lieferkette insbesondere bei Elektronikkomponenten und Metallprodukten wieder an.

Zugleich blieb die Nachfrage vor allem aus dem Ausland dynamisch, der industrielle Auftragseingang stieg weiter an. Laut ifo-Umfrage bewerten die deutschen Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage im April besser, wobei der Ausblick auf die kommenden sechs Monate schlechter ausfällt. Die dritte Infektionswelle und der erhöhte Druck in den Lieferketten dämpfen die Erwartungen. In Summe ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Erholung der deutschen Industrie fortsetzen wird. Impffortschritt und zu erwartende graduelle Lockerungen dürften in den kommenden Monaten für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sorgen. Obgleich die länger anhaltenden Lockdowns die Wachstumsprognosen 2021 für den Euroraum leicht gesenkt haben - nach dem Ende der Einschränkungen wird weiterhin eine kräftige Erholung erwartet. Bei der Wirtschaftsentwicklung in den USA lässt sich dieser Aufschwung bereits ablesen: Die intensive Impfkampagne und das staatliche Konjunkturprogramm stützen die Erholung. In China verlangsamte sich die Konjunktur zwar im ersten Quartal, es ist aber damit zu rechnen, dass sich der Aufschwung im Jahresverlauf weiter fortsetzt. Ein globalwirtschaftliches Risiko bleibt der wachsende Protektionismus. Gerade die Pandemie lässt protektionistische Tendenzen zur Stärkung der Binnenwirtschaft z. T. aufleben. So warnt etwa der Branchenverband SPECTARIS vor Auswirkungen für die exportstarke Gesundheitswirtschaft.

INDUS hat für die ersten drei Monate 2021 solide Ergebnisse zu verzeichnen. Diese konnten trotz anhaltendem Lockdown realisiert werden. Das Segment Fahrzeugtechnik ist weiterhin von den Restrukturierungen der beiden Serienzulieferer stark beeinträchtigt. Trotzdem konnte das operative Ergebnis (EBIT) des Segments Fahrzeugtechnik insgesamt leicht verbessert werden. Die Segmente Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik haben sich positiv im Vergleich zum Vorjahr entwickelt. Das Segment Bau/​Infrastruktur konnte mit einer EBIT-Marge von 15,4 % abermals ein Quartal auf einem sehr hohen Niveau abschließen.

Das im Vorjahr durchgeführte Maßnahmenpaket ZWISCHENSPURT wirkte sich positiv auf die operativen Ergebnisse (EBIT) des laufenden Jahres aus. Durch die eingeleitete Stilllegung von BACHER, die Stilllegung der Kunststoffgalvanik von SIMON und den Verkauf des SIMON Geschäftsfelds Kinetics sowie die Verkäufe KIEBACK und FICHTHORN konnten deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahresquartal erzielt werden.

Der operative Cashflow lag mit -15,0 Mio. EUR unterhalb des Vorjahres. Ursächlich hierfür ist insbesondere das wieder gestiegene Working Capital, welches sich erwartungsgemäß aufgrund der belebten Geschäftstätigkeit erhöhte.

Trotz der weiter anhaltenden Corona-Pandemie erholen sich Auftragseingänge und Umsätze in den Segmenten Maschinen- und Anlagenbau sowie Metalltechnik. Das Segment Bau/​Infrastruktur bleibt auf einem hohen Niveau. Absatzrisiken könnten im Bereich Fahrzeugtechnik entstehen durch den sich verstärkenden Chipmangel. Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik sind weiter Auswirkungen der Lockdowns spürbar. Derzeit sehen wir in allen Bereichen steigende Preise beim Material und zunehmende Materialknappheit. Es wird nun darauf ankommen, die Materialversorgung zu sichern und die steigenden Materialkosten überzuwälzen.

Für das Gesamtjahr 2021 bestätigen wir unsere Prognose: INDUS plant für das Geschäftsjahr 2021 weiterhin mit einem Umsatz zwischen 1,55 und 1,70 Mrd. EUR und einem operativen Ergebnis (EBIT) in der Bandbreite von 95 bis 110 Mio. EUR.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

FÜR DAS 1. QUARTAL 2021

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in TEUR Anhang Q1 2021 Q1 2020
UMSATZERLÖSE 400.425 401.242
Sonstige betriebliche Erträge 3.834 3.596
Aktivierte Eigenleistungen 807 1.507
Bestandsveränderung 11.839 10.007
Materialaufwand [3] -189.533 -189.863
Personalaufwand [4] -128.313 -133.336
Abschreibungen -22.698 -23.301
Sonstiger betrieblicher Aufwand [5] -51.331 -53.811
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 25.030 16.041
Zinserträge 25 93
Zinsaufwendungen -4.224 -4.063
ZINSERGEBNIS -4.199 -3.970
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 115 147
Übriges Finanzergebnis -1.144 1.262
FINANZERGEBNIS [6] -5.228 -2.561
ERGEBNIS VOR STEUERN 19.802 13.480
Ertragsteuern [7] -7.723 -4.585
ERGEBNIS NACH STEUERN 12.079 8.895
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -32 458
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 12.111 8.437
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR [8] 0,49 0,35

Konzern -

Gesamtergebnisrechnung

FÜR DAS 1. QUARTAL 2021

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in TEUR Q1 2021 Q1 2020
ERGEBNIS NACH STEUERN 12.079 8.895
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste 2.886 3.706
Latente Steuern -777 -974
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 2.109 2.732
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 66 -3.615
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge) -210 261
Latente Steuern 33 -60
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -111 -3.414
SONSTIGES ERGEBNIS 1.998 -682
GESAMTERGEBNIS 14.077 8.213
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -32 458
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 14.109 7.755

Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 2.886 TEUR (Vorjahr: 3.706 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus der Erhöhung des Zinssatzes für Pensionsverpflichtungen um 0,35 % (Vorjahr: 0,4 %) für inländische Pensionsverpflichtungen und um 0,15 % (Vorjahr: 0,25 %) für ausländische Pensionen (Schweiz).

Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im Wesentlichen aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.

Konzern-Bilanz

ZUM 31. MÄRZ 2021

AKTIVA

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in TEUR Anhang 31.3.2021 31.12.2020
Geschäfts- und Firmenwert 387.319 380.932
Nutzungsrechte aus Leasing/​Miete 86.523 85.780
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 109.898 93.066
Sachanlagen 402.925 405.470
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5.899 5.938
Finanzanlagen 7.252 7.130
At-Equity-bewertete Anteile 7.778 7.527
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.890 3.915
Latente Steuern 11.377 11.992
Langfristige Vermögenswerte 1.022.861 1.001.750
Vorräte [9] 365.036 332.463
Forderungen [10] 203.353 161.943
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 21.436 20.402
Laufende Ertragsteuern 20.894 17.568
Liquide Mittel 257.271 194.701
Kurzfristige Vermögenswerte 867.990 727.077
BILANZSUMME 1.890.851 1.728.827

PASSIVA

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Anhang 31.3.2021 31.12.2020
Gezeichnetes Kapital 69.928 63.571
Kapitalrücklage 318.288 239.833
Übrige Rücklagen 386.013 371.904
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 774.229 675.308
Anteile nicht beherrschender

Gesellschafter am Eigenkapital
1.013 1.046
Eigenkapital 775.242 676.354
Pensionsrückstellungen 46.734 49.682
Sonstige langfristige Rückstellungen 1.402 1.404
Langfristige Finanzschulden [11] 581.353 553.773
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [12] 21.122 20.139
Latente Steuern 32.808 32.109
Langfristige Schulden 683.419 657.107
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 86.850 77.339
Kurzfristige Finanzschulden [11] 170.763 159.841
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 75.954 48.926
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [12] 85.154 94.175
Laufende Ertragsteuern 13.469 15.085
Kurzfristige Schulden 432.190 395.366
BILANZSUMME 1.890.851 1.728.827

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2021

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in TEUR Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinn

rücklage
Sonstige

Rücklagen
Eigenkapital

der

INDUS-Aktionäre
Anteile

nicht

beherrschender

Gesellschafter
STAND AM 1.1.2020 63.571 239.833 447.566 -25.056 725.914 1.807
Ergebnis nach Steuern 8.437 8.437 458
Sonstiges Ergebnis -682 -682
Gesamtergebnis 8.437 -682 7.755 458
Dividendenzahlung -60
STAND AM 31.3.2020 63.571 239.833 456.003 -25.738 733.669 2.205
STAND AM 1.1.2021 63.571 239.833 398.426 -26.522 675.308 1.046
Ergebnis nach Steuern 12.111 12.111 -32
Sonstiges Ergebnis 1.998 1.998
Gesamtergebnis 12.111 1.998 14.109 -32
Kapitalerhöhung 6.357 78.455 84.812
STAND AM 31.3.2021 69.928 318.288 410.537 -24.524 774.229 1.013

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in TEUR Eigenkapital

des Konzerns
STAND AM 1.1.2020 727.721
Ergebnis nach Steuern 8.895
Sonstiges Ergebnis -682
Gesamtergebnis 8.213
Dividendenzahlung -60
STAND AM 31.3.2020 735.874
STAND AM 1.1.2021 676.354
Ergebnis nach Steuern 12.079
Sonstiges Ergebnis 1.998
Gesamtergebnis 14.077
Kapitalerhöhung 84.812
STAND AM 31.3.2021 775.242

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.

Konzern-Kapitalflussrechnung

FÜR DAS 1. QUARTAL 2021

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in TEUR Q1 2021 Q1 2020
Ergebnis nach Steuern 12.079 8.895
Abschreibungen/​Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 22.698 23.301
Ertragsteuern 7.723 4.585
Finanzergebnis 5.228 2.561
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 1.178 481
Veränderungen der Rückstellungen 6.198 1.400
Zunahme (-)/​Abnahme (+) der Vorräte,

der Forderungen sowie anderer Aktiva
-70.641 -30.831
Zunahme (+)/​Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva 13.316 9.713
Erhaltene/​gezahlte Ertragsteuern -12.858 -17.503
Operativer Cashflow -15.079 2.602
Gezahlte Zinsen -2.603 -2.644
Erhaltene Zinsen 25 93
Cashflow aus Geschäftstätigkeit -17.657 51
Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -11.795 -7.736
Finanzanlagen -142 -112
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften -26.406 0
Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen Anlagen 24 57
Cashflow aus Investitionstätigkeit -38.319 -7.791
Einzahlungen Kapital (Kapitalerhöhung) 84.812 0
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter 0 -60
Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten 0 -3.149
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 57.500 67.000
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -18.686 -22.467
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -5.609 -4.580
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 118.017 36.744
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 62.041 29.004
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 529 -361
Liquide Mittel am Anfang der Periode 194.701 135.120
Liquide Mittel am Ende der Periode 257.271 163.763

Konzernanhang

Grundlagen des Konzernabschlusses

[1] Allgemeines

Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 angewendet, die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.

Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im ersten Quartal 2021 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

[2] Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften

Alle ab dem Geschäftsjahr 2021 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.

Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG durch die Anwendung von neuen Standards.

JST

Mit Vertrag vom 17. November 2020 hat die INDUS Holding AG sämtliche Geschäftsanteile an der JST Jungmann Systemtechnik GmbH & Co. KG in Buxtehude erworben. JST ist ein mittelständischer Anbieter von integrierten Kontrollraumlösungen und bietet umfassendes Know-how in der Konzeptionierung, dem Aufbau und der Wartung von Kontrollräumen. JST wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet. Der wirtschaftliche Übergang der Transaktion und die Erstkonsolidierung von JST erfolgte im Januar 2021.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung betrug 28.182 TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Dieser besteht aus einer Barkomponente in Höhe von 27.256 TEUR sowie einer bedingten Kaufpreiszahlung in Höhe von 926 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und bewertet wurde und aus einer Earn-Out-Klausel resultiert. Die Barkomponente wurde am 4. Januar 2021 gezahlt. Die Ermittlung der Höhe der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftig relevante EBIT.

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 6.267 TEUR ist steuerlich abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert ist die Residualgröße der gesamten Gegenleistung abzüglich des Werts der neubewerteten erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden und repräsentiert nicht bilanzierungsfähige Ertragspotenziale der übernommenen Gesellschaft für die Zukunft sowie das Know-how der Belegschaft.

In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt ermittelt:

NEUERWERB: JST

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(in TEUR)
Buchwerte

zum

Zugangszeitpunkt
Neubewertung Zugang

Konzernbilanz
--- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwert 0 6.267 6.267
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 20.241 20.241
Sachanlagen 137 0 137
Vorräte 564 1.649 2.213
Forderungen 864 0 864
Sonstige Aktiva * 660 0 660
Liquide Mittel 850 0 850
Summe Vermögenswerte 3.075 28.157 31.232
Sonstige Rückstellungen 364 0 364
Finanzschulden 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 278 0 278
Sonstige Passiva** 2.408 0 2.408
Summe Schulden 3.050 0 3.050

* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, Sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

** Sonstige Passiva: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten, Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

Die neubewerteten immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kundenbeziehungen und Kundenstamm sowie Software.

Die Erstkonsolidierung von JST erfolgte im Januar 2021. Zum Ergebnis des ersten Quartals trägt JST einen Umsatz in Höhe von 1.213 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -1.774 TEUR bei.

Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung von JST belasten das operative Ergebnis in Höhe von 2.271 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

WIRUS

Mit Vertrag vom 19. März 2021 hat die INDUS Holding AG 70 % der Geschäftsanteile an der WIRUS Fenster GmbH & Co. KG, Rietberg-Mastholte (Kreis Gütersloh), erworben. Das Produktangebot von WIRUS umfasst Fenster aus Kunststoff und Aluminium, Schiebe-, Haus- und Nebeneingangstüren sowie Sicht- und Sonnenschutzsysteme.

Der Vollzug der Transaktion wird am 18. Mai erfolgen. Die Kaufpreisallokation und Erstkonsolidierung wird im zweiten Quartal vorgenommen und mit dem Halbjahresbericht 2021 veröffentlicht.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

[3] Materialaufwand

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in TEUR Q1 2021 Q1 2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -167.265 -164.737
Bezogene Leistungen -22.268 -25.126
Summe -189.533 -189.863

[4] Personalaufwand

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in TEUR Q1 2021 Q1 2020
Löhne und Gehälter -108.101 -112.751
Soziale Abgaben -19.066 -19.351
Aufwendungen für Altersversorgung -1.146 -1.234
Summe -128.313 -133.336

[5] Sonstiger betrieblicher Aufwand

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in TEUR Q1 2021 Q1 2020
Vertriebsaufwendungen -18.981 -21.007
Betriebsaufwendungen -16.221 -16.751
Verwaltungsaufwendungen -12.208 -12.747
Übrige Aufwendungen -3.921 -3.306
Summe -51.331 -53.811

[6] Finanzergebnis

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in TEUR Q1 2021 Q1 2020
Zinsen und ähnliche Erträge 25 93
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.224 -4.063
Zinsergebnis -4.199 -3.970
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 115 147
Marktwerte Zinsswaps 0 0
Minderheitsanteile -1.150 1.261
Erträge aus Finanzanlagen 6 1
Übriges Finanzergebnis -1.144 1.262
Summe -5.228 -2.561

Die Position "Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/​Put- Optionen) in Höhe von -71 TEUR (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 683 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/​Put-Optionen zustehen.

[7] Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils aktuellen Steuerplanung errechnet.

[8] Ergebnis je Aktie

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in TEUR Q1 2021 Q1 2020
Ergebnis der INDUS-Aktionäre 12.111 8.437
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) 24.614 24.451
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,49 0,35

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

[9] Vorräte

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in TEUR 31.3.2021 31.12.2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 133.424 120.836
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 85.901 80.319
Fertige Erzeugnisse und Waren 118.746 111.011
Geleistete Anzahlungen 26.965 20.297
Summe 365.036 332.463

[10] Forderungen

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in TEUR 31.3.2021 31.12.2020
Forderungen an Kunden 183.790 149.081
Vertragsforderungen 17.466 10.699
Forderungen an assoziierte

Unternehmen
2.097 2.163
Summe 203.353 161.943

[11] Finanzverbindlichkeiten

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in TEUR 31.3.2021 Kurzfristig Langfristig 31.12.2020 Kurzfristig Langfristig
Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten
385.247 110.656 274.591 340.405 100.294 240.111
Verbindlichkeiten aus Leasing 87.005 17.025 69.980 86.120 16.465 69.655
Schuldscheindarlehen 279.864 43.082 236.782 287.089 43.082 244.007
Summe 752.116 170.763 581.353 713.614 159.841 553.773

[12] Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 19.061 TEUR (31. Dezember 2020: 18.990 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.

Sonstige Angaben

[13] Segmentberichterstattung

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 1. QUARTAL 2021

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8

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(in TEUR)
Bau/​

Infrastruktur
Fahrzeugtechnik Maschinen-

und

Anlagenbau
Medizin-

und

Gesundheitstechnik
Metalltechnik Summe

Segmente
--- --- --- --- --- --- ---
Q1 2021
Umsatzerlöse mit externen

Dritten
95.965 69.866 92.639 35.632 106.600 400.702
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 10.022 23.157 15.731 4.589 15.552 69.051
Umsatzerlöse 105.987 93.023 108.370 40.221 122.152 469.753
Segmentergebnis (EBIT) 14.808 -9.738 8.930 3.116 10.149 27.265
Ergebnis aus Equity-Bewertung -173 -48 336 0 0 115
Abschreibungen -4.083 -6.582 -5.329 -2.670 -3.802 -22.466
Segment-EBITDA 18.891 -3.156 14.259 5.786 13.951 49.731
Investitionen 3.385 5.961 27.484 807 662 38.299
davon Unternehmenserwerbe 0 0 26.406 0 0 26.406
Q1 2020
Umsatzerlöse mit externen

Dritten
93.456 78.931 84.274 38.715 106.065 401.441
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 8.785 19.758 14.517 4.020 13.935 61.015
Umsatzerlöse 102.241 98.689 98.791 42.735 120.000 462.456
Segmentergebnis (EBIT) 15.521 -12.020 2.593 3.148 8.951 18.193
Ergebnis aus Equity-Bewertung -213 0 360 0 0 147
Abschreibungen -3.864 -7.000 -5.068 -2.477 -4.669 -23.078
Segment-EBITDA 19.385 -5.020 7.661 5.625 13.620 41.271
Investitionen 4.099 562 606 906 1.788 7.961

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(in TEUR)
Überleitung Konzernabschluss
--- --- ---
Q1 2021
Umsatzerlöse mit externen

Dritten
-277 400.425
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -69.051 0
Umsatzerlöse -69.328 400.425
Segmentergebnis (EBIT) -2.235 25.030
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 115
Abschreibungen -232 -22.698
Segment-EBITDA -2.003 47.728
Investitionen 44 38.343
davon Unternehmenserwerbe 0 26.406
Q1 2020
Umsatzerlöse mit externen

Dritten
-199 401.242
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -61.015 0
Umsatzerlöse -61.214 401.242
Segmentergebnis (EBIT) -2.152 16.041
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 147
Abschreibungen -223 -23.301
Segment-EBITDA -1.929 39.342
Investitionen -113 7.848

Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG

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(in TEUR)
Q1 2021 Q1 2020
--- --- ---
Segmentergebnis (EBIT) 27.265 18.193
Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG -2.090 -1.836
Konsolidierungen -145 -316
Finanzergebnis -5.228 -2.561
Ergebnis vor Steuern 19.802 13.480

Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/​Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).

Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

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in TEUR Konzern Inland EU Drittland
1. Quartal 2021
Umsatzerlöse mit externen Dritten 400.425 198.507 85.661 116.257
31.3.2021
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 1.000.342 848.392 57.452 94.498
1. Quartal 2020
Umsatzerlöse mit externen Dritten 401.242 209.226 87.451 104.565
31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 978.713 830.743 57.378 90.592

[14] Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

FINANZINSTRUMENTE

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(in TEUR)
Bilanzansatz Nicht

im

Anwendungsbereich

IFRS 9
Finanzinstrumente

IFRS 9
Davon

zum

beizulegenden

Zeitwert

bewertet
Davon

zu

fortgeführten

Anschaffungskosten

bewertet
--- --- --- --- --- ---
31.3.2021
Finanzanlagen 7.252 0 7.252 2.514 4.738
Liquide Mittel 257.271 0 257.271 0 257.271
Forderungen 203.353 17.466 185.887 0 185.887
Sonstige Vermögenswerte 25.326 14.596 10.730 0 10.730
Finanzinstrumente: Aktiva 493.202 32.062 461.140 2.514 458.626
Finanzschulden 752.116 0 752.116 0 752.116
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 75.954 0 75.954 0 75.954
Sonstige Verbindlichkeiten 106.276 54.655 51.621 24.488 27.133
Finanzinstrumente: Passiva 934.346 54.655 879.691 24.488 855.203
31.12.2020
Finanzanlagen 7.130 0 7.130 2.509 4.621
Liquide Mittel 194.701 0 194.701 0 194.701
Forderungen 161.943 10.699 151.244 0 151.244
Sonstige Vermögenswerte 24.317 12.914 11.403 145 11.258
Finanzinstrumente: Aktiva 388.091 23.613 364.478 2.654 361.824
Finanzschulden 713.614 0 713.614 0 713.614
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.926 0 48.926 0 48.926
Sonstige Verbindlichkeiten 114.314 52.090 62.224 23.269 38.955
Finanzinstrumente: Passiva 876.854 52.090 824.764 23.269 801.495

FINANZINSTRUMENTE NACH GESCHÄFTSMODELL GEM IFRS 9

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(in TEUR)
31.3.2021 31.12.2020
--- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 0 145
Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet 458.626 361.824
Finanzielle Vermögenswerte, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 2.514 2.509
Finanzinstrumente: Aktiva 461.140 364.478
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 19.998 18.990
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten bewertet 855.203 801.495
Derivate mit Sicherungsbeziehung, Hedge Accounting 4.490 4.279
Finanzinstrumente: Passiva 879.691 824.764

[15] Freigabe der Veröffentlichung

Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 11. Mai 2021 zur Veröffentlichung freigegeben.

Bergisch Gladbach, den 11. Mai 2021

Der Vorstand

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Dr. Johannes Schmid Dr. Jörn Großmann
Axel Meyer Rudolf Weichert

Kontakt

ANSPRECHPARTNERINNEN

Nina Wolf

Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +49 (0)2204/​40 00-73

E-Mail: [email protected]

Dafne Sanac

Investor Relations

Telefon: +49 (0)2204/​40 00-32

E-Mail: [email protected]

INDUS HOLDING AG

Kölner Straße 32

51429 Bergisch Gladbach

Postfach 10 03 53

51403 Bergisch Gladbach

Telefon: +49(0)2204/​40 00-0

Telefax: +49 (0)2204/​40 00-20

E-Mail: [email protected] www.indus.de

Finanzkalender

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Datum Event
26. Mai 2021 Hauptversammlung 2021
11. August 2021 Veröffentlichung des Zwischenberichts zum ersten Halbjahr 2021
11. November 2021 Veröffentlichung des Zwischenberichts zu den ersten neun Monaten 2021

Impressum

VERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIED

Dr.-Ing. Johannes Schmidt

DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG

12. Mai 2021

HERAUSGEBER

INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach

KONZEPT/​GESTALTUNG

Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

FOTOS

Catrin Moritz, INDUS-Gruppe

DRUCK

Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

WICHTIGER HINWEIS:

Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.

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