AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

INDUS Holding AG

Quarterly Report May 27, 2009

220_10-q_2009-05-27_7db9b9d4-23cc-43c0-9ac0-1073bbcb7157.pdf

Quarterly Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Q 1 ZWISCHENBERICHT 1. 1. B I S 31 . 3 . 2 0 0 9

INDUS HOLDING AG IM ÜBERBLICK

Konzern 31. 3. 2009 31. 3. 2008
Umsatz Mio. EUR 178,4 215,6
Auslandsanteil % 42,3 40,1
EBITDA Mio. EUR 19,0 32,6
EBIT Mio. EUR 8,9 22,8
Periodenüberschuss Mio. EUR 0,1 8,4
Abschreibungen Mio. EUR 10,1 9,9
Bilanzsumme* Mio. EUR 941,3 950,6
Eigenkapital* Mio. EUR 245,9 247,4
Eigenkapitalquote* % 26,1 26,0
Mitarbeiter 5.540 5.683
– Holding 18 18
– Beteiligungen 5.522 5.665
Aktie 1.1. – 1. 3. 1.1.–31. 3.
2009 2008
Ergebnis je Aktie (Konzern) EUR –0,08 0,53
Höchstkurs EUR 13,54 24,19
Tiefstkurs EUR 7,90 19,23
Schlusskurs EUR 8,71 22,20
Durchschnittliches Handelsvolumen Stück 34.074 46.367
Marktkapitalisierung Mio. EUR 160,0 407,8
Anzahl Aktien Mio. Stück 18,37 18,37

* Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2008

Finanzkalender

27. August 2009 Halbjahresbericht 2009
27. November 2009 Neunmonatsbericht 2009
April 2010 Geschäftsbericht 2009
Mai 2010 Analystenkonferenz
Mai 2010 Dreimonatsbericht 2010

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

noch zu Beginn des Jahres 2009 prognostizierten die meisten Wirtschaftsexperten lediglich ein leichtes Schrumpfen des Bruttoinlandprodukts und sprachen vorsichtig von einer beginnenden Rezession. Mittlerweile befinden wir uns mitten in der schwersten Rezession, die die Wirtschaft weltweit seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat. Es stellt sich nur noch die Frage, wie schwer die rezessive Phase ist und wann das Ende der Talfahrt erreicht sein wird. Die ersten drei Monate des Jahres 2009 bedeuteten für die produzierende deutsche Industrie mit ihrer hohen Exportorientierung einen äußerst schwierigen Start ins Jahr nach einem bereits schwierigen vierten Quartal 2008. Für die INDUS Holding AG gilt dies ebenfalls, wenn auch in abgemilderter Form.

Der Gesamtumsatz der Gruppe ging im ersten Quartal um rund 17 % gegenüber dem Vergleichsquartal 2008 zurück. Wichtiger ist unseres Erachtens aber, dass INDUS es trotzdem geschafft hat, auch im ersten Quartal 2009 bei Ertrag und Cashflow schwarze Zahlen zu schreiben – was angesichts der zahlreichen Verlustmeldungen großer Industrieunternehmen keine Selbstverständlichkeit ist.

Die fünf Kernsegmente der INDUS Holding AG zeichnen ein unterschiedliches Bild. Während im Segment Automobilindustrie der Auftragseingang drastisch einbrach, zeigte sich das Segment Maschinenbau, getragen von einem hohen Auftragsbestand, zu Jahresbeginn noch recht stabil. Auch unsere Segmente Bauindustrie und Konsumgüter erwiesen sich mit moderaten Umsatzrückgängen noch als relativ krisensicher.

Die bereits im Dezember begonnene Politik der verlängerten Betriebsferien bei den großen Automobilherstellern führte für die Automobilzulieferer dazu, dass bis in den Februar hinein fest kontrahierte Aufträge nicht abgerufen wurden. In vielen Bereichen warteten Kunden die Entwicklung der Krise ab und setzen derweil auf die Räumung ihrer Läger. In nahezu allen Unternehmen wurden zudem zum Jahresbeginn die Investitionen gezielt gestoppt. Im März entspannte sich dann die Auftragslage in der produzierenden Industrie. Ob dies das Anzeichen einer Trendumkehr ist oder nur für einen einmaligen Nachholeffekt spricht, der aus der Lagerräumung resultiert, vermögen wir derzeit nicht vorauszusagen.

In diesem äußerst diffizilen Umfeld, in dem eine Reihe von Unternehmen dazu übergegangen ist, ausschließlich "worst case"-Szenarien zu kommunizieren, hat die INDUS Holding AG früh und konsequent gehandelt. Bereits im vierten Quartal 2008 haben wir unmittelbar auf erste Anzeichen der Krise reagiert. Wo notwendig, haben wir Kosten wie auch flexible Kapazitäten angepasst. Insgesamt betrachten wir somit die Ergebnisse des ersten Quartals unter den gegebenen Umständen als zufriedenstellend, denn es ist uns gelungen, dank eines schnellen Krisenmanagements ein respektables EBIT von 9 Mio. EUR zu erzielen. Auch die erzielte EBIT-Marge von knapp 5 % betrachten wir angesichts des schwierigen Umfeldes als noch akzeptabel. Korrespondierend erwirtschafteten wir einen operativen Cashflow von knapp 8 Mio. EUR und verfügen über eine weiterhin komfortable Liquidität.

4 BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Nichtsdestotrotz werden die kommenden Monate auch für die INDUS-Gruppe außerordentlich herausfordernd bleiben. Der weltweite Gleichlauf der Wirtschaftskrise ist einzigartig, und die damit einhergehende Verunsicherung der Märkte führt zu einer von Monat zu Monat schwankenden Auftragslage. Unternehmen, die auch in den Boomjahren auf Risikostreuung gesetzt haben, sind unserer Überzeugung nach am besten für diese schwierigen Zeiten gerüstet. Das trifft exemplarisch für die INDUS Holding AG zu. Wir sind davon überzeugt, dass sich das INDUS-Geschäftsmodell in der Krise bewähren wird. Wir setzen weiterhin auf verteilte Risiken und Chancen, bieten ein breites Portfolio ohne Klumpenrisiko, vereinen gesunde Mittelständler in der profitablen Nische unter einem schlanken Dach und verfügen über eine stabile und langfristig ausgelegte Finanzierungsstruktur. Nicht zu vergessen unser langjährig erfahrenes Management mit fundiertem Industrie-Know-how, sowohl in der Holding als auch in unseren Beteiligungsunternehmen.

In den nächsten Monaten gilt unser Hauptaugenmerk dem Erhalt profitabler Strukturen und einem gleichzeitigen "Fitmachen" der Gruppe für die Zukunft. Wir sind zuversichtlich, dass unsere diversifizierte Struktur uns hilft, die Krise erfolgreich zu meistern.

Nicht zuletzt bietet eine Krise auch Chancen. Keiner weiß das besser als wir, denn in unserer mehr als 20-jährigen Geschichte hat die INDUS Holding AG bereits zwei Krisen, Ende der 90er-Jahre und nach der Jahrtausendwende, erfolgreich gemeistert. Wie schon vor fünf Jahren wollen wir die aktuelle Lage dazu nutzen, antizyklisch zu wachsen. Die Rahmenbedingungen sprechen für uns: Der Mitttelstand hat in puncto Nachfolgesituation weiterhin Handlungsbedarf, die Bewertungsmaßstäbe sinken und die INDUS Holding AG verfügt dank ihrer soliden Finanzierungspolitik über ausreichend Liquidität, um sich bietende Kaufchancen ergreifen zu können.

Ihr

Helmut Ruwisch Vorstandsvorsitzender

Gesamtwirtschaftliche Lage

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in der tiefsten Rezession seit Gründung der Bundesrepublik. Insgesamt ist im ersten Quartal 2009 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal laut Frühjahrsgutachten preis-, saison- und kalenderbereinigt um 3,5 % gesunken. Als Exportnation ist die deutsche Wirtschaft durch den dynamischen Rückgang der Nachfrage nach Investitionsgütern besonders von der globalen Konjunkturkrise betroffen. Auftragseingänge und Erzeugung im verarbeitenden Gewerbe sind dramatisch eingebrochen. Darüber hinaus haben die umfangreichen staatlichen Programme zur Konjunkturstabilisierung im bisherigen Jahresverlauf noch keine nachhaltige Wirkung gezeigt.

Eine Betrachtung der Verwendungskomponenten des realen BIP zeigt, dass nahezu sämtliche Bereiche betroffen sind. Die Exporte sanken um 15 % ebenso deutlich wie die Importe, die um 10 % rückläufig waren. Damit trug der Außenbeitrag –2,7 % zur Veränderung des Bruttoinlandsprodukts bei. Die inländische Verwendung verringerte sich um 0,8 %. Einzig der öffentliche Konsum wird mit einem Anstieg um 1,2 % positiv erwartet, während die übrigen Komponenten Rückgänge bis zu 8,5 % verzeichnen müssen. Erstaunlich robust entwickelte sich der private Konsum, der lediglich 0,1 % unter dem Niveau des Vorquartals liegt.

Konzernrechnungslegung

Ertragslage

Der Konzernumsatz der INDUS Holding AG sank im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2008 um 17,3 % auf 178,4 Mio. EUR (Vorjahr: 215,6 Mio. EUR). Die Gesamtleistung verringerte sich ebenfalls und sank von 224,3 Mio. EUR auf 181,5 Mio. EUR. Der Auslandsanteil stieg leicht an auf 42,3 % (Vorjahr 40,1 %).

Die gefallenen Rohstoff- und Energiepreise ließen den Materialaufwand sinken, sodass infolgedessen die Materialaufwandsquote signifikant gesunken ist: von 49,1 % im ersten Quartal 2008 auf 45,3 % im Berichtszeitraum. Für den weiteren Jahresverlauf werden durch den derzeit anhaltenden Rückgang der Rohstoffpreise weitere positive Effekte erwartet. Auch der Personalaufwand ging zurück: von 58,5 Mio. EUR auf 55,9 Mio. EUR. Bedingt durch die schwache Auftragslage wurden flexible Kapazitäten so weit wie möglich reduziert, die Auswirkungen dieser Maßnahmen werden aber erst ab dem zweiten Quartal sichtbar sein.

Gesamtleistung zum 31. 3. Mio. EUR

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zeigt linear die Auswirkungen des Nachfragerückgangs: Infolge der geringen Umsätze ging das EBITDA von 32,6 Mio. EUR auf 19,0 Mio. EUR zurück. Die Abschreibungen blieben nahezu unverändert bei 10,1 Mio. EUR. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist ebenfalls rückläufig: mit 8,9 Mio. EUR liegt es deutlich unter dem Vorjahresquartal mit 22,8 Mio. EUR.

Mit einer EBIT-Marge von 5,0 % (Vorjahr: 10,6 %) erzielt die INDUS Holding AG angesichts der äußerst schwachen Wirtschaftslage in den ersten drei Monaten 2009 dennoch ein respektables Ergebnis. Damit ist es der Gruppe durch eine rasche und scharfe Krisenintervention gelungen, ein deutlich positives EBIT zu erwirtschaften.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel auf 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 15,3 Mio. EUR). Der Steueraufwand verminderte sich von 5,6 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR. Nach Abzug der Minderheitsanteile lag das Periodenergebnis bei 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR). Durch den Unternehmensabgang NEUTRASOFT im ersten Quartal 2009 lag das Ergebnis je Aktie bei –0,08 EUR (Vorjahr: 0,53 EUR). Für Details siehe dazu auch Ziffer 2 im Anhang.

Finanz- und Vermögenslage

Zum 31. März betrug die Bilanzsumme der INDUS Holding AG 941,3 Mio. EUR und lag somit leicht unter dem Niveau zum Jahresende 2008 mit 950,6 Mio. EUR. Die Hauptursache für die Verminderung liegt in einem Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte, das betrifft Forderungen und Vorräte sowie die liquiden Mittel. Die langfristigen Vermögenswerte blieben mit 567,4 Mio. EUR nahezu unverändert gegenüber dem Jahresende 2008 mit 568,9 Mio. EUR.

Das Eigenkapital des Konzerns bewegt sich mit 245, 9 Mio. EUR im Vergleich zum Jahresende 2008 stabil auf einem hohen Niveau (31. Dezember 2008: 247,4 Mio. EUR). Damit bleibt die Eigenkapitalquote, trotz eines wirtschaftlich schwachen ersten Quartals, stabil bei 26,1 % (zum 31. Dezember 2008: 26,0 %).

Die langfristigen Schulden erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2008 um 8,2 Mio. EUR auf 432,2 Mio. EUR. Parallel wurden die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduziert und sanken um 16,0 Mio. EUR von 279,1 Mio. EUR auf 263,1 Mio. EUR. Wesentlichen Einfluss auf den Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten hatte die von 55,2 Mio. EUR auf 45,3 Mio. EUR reduzierte Position der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Weitere Effekte erbrachte der Rückgang der laufenden Ertragsteuern von 13,1 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR. Die Finanzierungsstruktur der INDUS Holding AG hat sich demzufolge verbessert zugunsten der langfristigen Verbindlichkeiten.

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) blieb mit 7,7 Mio. EUR angesichts des äußerst schwierigen Geschäftsverlaufs im ersten Quartal respektabel (Vorjahr: 17,0 Mio. EUR).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (Cashflow aus Investitionstätigkeit) stieg infolge von Nachlaufeffekten bei den Sachanlageinvestitionen von 8,2 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR an.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit (Cashflow aus Finanzierungstätigkeit) fiel im Berichtszeitraum von 24,6 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR. Den Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe von 19,1 Mio. EUR standen Einzahlungen aus der Neuaufnahme von Krediten in Höhe von 25,0 Mio. EUR gegenüber.

Segementbericht

Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in die fünf Segmente Bauindustrie, Maschinenbau, Automobilindustrie, Konsumgüter und Übrige Beteiligungen. Dabei erfolgt die grundsätzliche Zuordnung der einzelnen operativen Einheiten auf die verschiedenen Segmente nach den jeweiligen Absatzschwerpunkten. Zum 31. März 2008 umfasste das Beteiligungsportfolio 41 operative Einheiten.

Aufgrund der Anwendung des IFRS 8 ergibt sich eine geänderte Darstellung in der Segmentberichterstattung; zur Ermittlung der Umsätze und EBIT-Margen berücksichtigt INDUS, wie schon im Vorjahr, weiterhin lediglich die Umsätze mit externen Dritten (für Details siehe dazu auch Ziffer 8 im Anhang).

Bauindustrie

Die von der Regierung aufgelegten Konjunkturprogramme konnten bislang noch keine stabilisierende Wirkung entfalten, sodass auch das deutsche Bauhauptgewerbe die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Rezession zunehmend spürt. Diese Entwicklung wurde zusätzlich durch den harten Winter und die dadurch bedingte lange Winterpause am Bau verstärkt. In den ersten beiden Monaten 2009 brach der Auftragseingang laut Angaben des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie um nominal 18,2 % ein. Von diesem Rückgang waren sowohl der Wirtschaftsbau (–27,5 %) wie auch der Wohnungsbau (–17,8 %) und der öffentliche Bau (–5,7 %) betroffen.

Das Segment Bauindustrie umfasste zum 31. März 2009 unverändert zehn operative Einheiten. Der Umsatz lag mit 44,5 Mio. EUR, trotz des gegenüber den Vorjahren harten Winters, nur 3,7 % unter dem guten Niveaus des Vorjahres mit 46,2 Mio. EUR. Damit konnten sich die INDUS-eigenen Unternehmen der Bauindustrie dem Branchentrend erfolgreich entziehen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 2,3 Mio. EUR und damit um 41,0 % unter dem Vorjahreswert von 3,9 Mio. EUR. Die EBIT-Marge verringerte sich demzufolge auf 5,2 % (Vorjahr: 8,4 %).

Maschinenbau

Immer stärker in Bedrängnis gerieten im ersten Quartal 2009 die Unternehmen des deutschen Maschinenbaus. Die Auftragseingänge sanken im Inlandsgeschäft real um 39% und im Auslandsgeschäft um 43%. Die besonderen Auswirkungen der globalen Rezession zeigt auch der dramatische Rückgang der Kapazitätsauslastung. Dieser Wert sank im Februar auf 78,3% und verlor seit Oktober 2008 insgesamt rund 11 Prozentpunkte. Damit erreichten die Unternehmen wieder das Niveau von 1993.

Das Segment Maschinenbau umfasste zum 31. März 2009 acht operative Einheiten und damit eine operative Einheit weniger als im Vorjahr. Im Zuge der Portfoliooptimierung wurde das Beteiligungsunternehmen ALUCOLOR bereits im Jahr 2008 mit dem Beteiligungsunternehmen HAUFF-Technik, welches dem Segment Bauindustrie angehört, verschmolzen.

Die Beteiligungsunternehmen des Segments Maschinenbau konnten an die guten Zahlen des Vorjahresquartals nochmals anknüpfen. Der Segmentumsatz blieb mit 33,5 Mio. EUR zwar unter dem Vorjahr mit 37,1 Mio. EUR, zeigte aber mit einem Rückgang von 9,7 % noch keine signifikante Auswirkung der Krise. Auch in diesem Segment hat sich die INDUS-Gruppe damit erheblich besser als der Markt entwickelt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 3,5 Mio. EUR zwar deutlich unter dem Rekordwert von 2008 mit 5,3 Mio. EUR, aber angesichts einer zweistelligen EBIT-Marge von 10,4 % (Vorjahr: 14,3 %) wurde ein wirtschaftlich gutes Ergebnis erzielt.

Automobilindustrie

Die deutsche Automobilindustrie profitierte im bisherigen Jahresverlauf deutlich von der Zahlung der Umweltprämie (sogenannte "Abwrackprämie"). In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres wuchs die Zahl der Neuzulassungen im Inland um gut 18 % auf knapp 1,25 Mio. Pkw. Dies entspricht einem Mehrabsatz gegenüber dem Zulassungsvolumen gegenüber dem Vorjahr von nahezu 200.000 Pkw. Hingegen blieb der Nutzfahrzeugabsatz im April mit einem Rückgang um 32 % auf 21.500 Neuzulassungen erheblich unter dem Vorjahresniveau.

Das Segment Automobilindustrie umfasste zum 31. März 2009 unverändert zwölf operative Einheiten und ist am stärksten vom wirtschaftlichen Einbruch im ersten Quartal betroffen. Der Segmentumsatz fiel auf 41,4 Mio. EUR (Vorjahr: 66,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging zurück: von 6,6 Mio. EUR auf –0,7 Mio. EUR. Aufgrund des stark gefallenen EBIT fiel die EBIT-Marge mit –1,7% erstmals negativ aus (Vorjahr: 10,0%). Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2008 begann die INDUS Holding AG hier mit gezielten Anstrengungen, um die betroffenen Unternehmen zu stabilisieren. Dadurch schlug der scharfe Umsatzrückgang um 37,0% im ersten Quartal 2009 nicht voll auf das Segmentergebnis durch.

Konsumgüter

Mit einem erwarteten Rückgang um 0,1 % zeigten sich die privaten Konsumausgaben in den ersten drei Monaten 2009 überraschend stabil. Dazu beigetragen haben vor allem die beschlossenen Maßnahmen zur Senkung der Steuer- und Sozialabgabenbelastung sowie ein im Vergleich zum Vorjahr niedrigeres Preisniveau. Gleichwohl steigt die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche und persönliche Entwicklung. So stieg im April die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich um 171.000 auf 3.585.000 Personen.

Das Segment Konsumgüter umfasste zum 31. März 2008 unverändert vier operative Einheiten. Die Beteiligungsunternehmen des Segments Konsumgüter spürten die Wirtschaftskrise im ersten Quartal ebenfalls. Die Segmentumsätze sanken auf 22,2 Mio. EUR (Vorjahr: 24,2 Mio. EUR), während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,4 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR zurückging. Insgesamt entspricht dies einer EBIT-Marge von 9,0 % (Vorjahr: 14,0 %).

Übrige Beteiligungen

Das Segment Übrige Beteiligungen enthält die operativen Einheiten, die ihre Produkte an Kunden unterschiedlicher Branchen bzw. an Kunden aus Branchen, die nicht zu den vier Kernsegmenten zählen, liefern. Als grober Maßstab kann daher lediglich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Inland, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), herangezogen werden. Dieses sank im ersten Quartal laut Frühjahrsgutachten um 3,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das Segment Übrige Beteiligungen umfasste zum 31. März 2009 sieben operative Einheiten und damit eine mehr als im Vorjahr. Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2008 neu hinzugekommen ist die im September 2008 zu 100 % erworbene Anneliese KÖSTER GmbH & Co. KG. Der Systemanbieter für Verbindungselemente für Bolzenschweißtechnik erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 100 Mitarbeitern einen Umsatz von 23,8 Mio. EUR.

Schwächer als im Vorjahresquartal verlief die Entwicklung im Segment Übrige Beteiligungen. So sank der Segmentumsatz auf 36,7 Mio. EUR (Vorjahr: 42,0 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch starke Rückgänge in einzelnen Teilbereichen wie Mikrooptik sowie Tankstellen- und Werkstattausrüstungen. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 2,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau in Höhe von 4,6 Mio. EUR. Die EBIT-Marge betrug 7,6 % (Vorjahr: 11,0 %).

Investitionen

In den ersten drei Monaten 2009 investierte INDUS im Konzern insgesamt 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,2 Mio. EUR). Hiervon entfielen 10,2 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren die Segmente Bauund Automobilindustrie sowie die Sparte Konsumgüter. Insgesamt zeigen sich hier signifikante Nachlaufeffekte aus früh im Jahr 2008 gestarteten Investitionsprojekten, die nun im ersten Quartal 2009 zum Abschluss kommen.

Für das Gesamtjahr 2009 hat die INDUS Holding AG ein deutlich reduziertes Investitionsbudget beschlossen. Die Gruppe hat in Summe in den letzten vier Jahren nahezu 170 Millionen EUR in Sachanlagen investiert und damit ihre Beteiligungsunternehmen auch für die aktuelle Krisensituation konkurrenzfähig aufgestellt. Die geplante Investitionszurückhaltung wird zudem nicht linear vorgenommen, sondern geschieht selektiv und auch antizyklisch. So wird in wachsende Unternehmen weiterhin, insbesondere in F & E-Aktivitäten, investiert, um zum Beispiel Zukunftsmärkte zu erschließen bzw. um nachfragestarke Bereiche (wie zum Beispiel im wachsenden Bereich Medical Care) auszubauen. Insgesamt werden für 2009 Gesamtinvestitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte deutlich unter den Abschreibungen erwartet.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiteranzahl sank konjunkturbedingt zum 31. März 2009 von 5.683 auf 5.540 Mitarbeiter. Damit haben einige Beteiligungsunternehmen bereits auf die Rezession reagiert und ihre Belegschaft angepasst. Davon betroffen waren insbesondere die Segmente Automobilindustrie (–125 Mitarbeiter) und in einem geringen Umfang das Segment Übrige Beteiligungen.

Parallel dazu hat die INDUS Holding AG bei den flexiblen Personalkapazitäten reagiert: die Zeitarbeit wurde deutlich reduziert, befristete Verträge liefen aus und die Überstunden- und Urlaubskonten der Mitarbeiter wurden zurückgeführt. Das von der Bundesregierung inzwischen deutlich ausgeweitete Instrument der Kurzarbeit nutzen ebenfalls einige Unternehmen: Derzeit befinden sich ca. 25 % der INDUS-Belegschaft in Kurzarbeit.

Sollte sich die wirtschaftliche Lage im zweiten und dritten Quartal nicht fundamental bessern, ist INDUS zu weiteren, nicht vermeidbaren Personalanpassungen gezwungen. Die dann anstehenden Restrukturierungsmaßnahmen dienen dem Ziel, die Rentabilität der Portfoliounternehmen zu erhalten und die Unternehmen für die anhaltende Krise zu stabilisieren. Die INDUS Holding AG setzt in unvermeidbaren Fällen auf sozial verträgliche Maßnahmen und betrachtet betriebsbedingte Kündigungen als Ultima Ratio; denn nicht zuletzt ist es oberstes unternehmerisches Interesse, die qualifizierte Stammbelegschaft mit ihrem wertvollen Know-how zu erhalten.

Aktie

Der deutsche Aktienmarkt musste zum Jahresstart 2009 deutliche Verluste hinnehmen. Die weitere Verschlechterung des konjunkturellen Umfeldes, die zu einer kontinuierlichen Reduzierung der Wachstumsprognosen für das Bruttoinlandsprodukt führte, wirkte sich auf den Kursverlauf aller Indizes negativ aus. Insbesondere Unternehmen, die in konjunktursensiblen Bereichen aktiv sind, waren von diesem Rückgang stark betroffen. Erst in der zweiten Märzhälfte zeigten sich erste Anzeichen für eine Stabilisierung an den Aktienmärkten.

Der für die INDUS-Aktie relevante SDAX verlor im ersten Quartal 2009 weitere 16,3 %. Der Schlussstand am 31. März 2009 lag bei 2.374,46 Punkten. Im Vergleich dazu entwickelte sich die INDUS-Aktie deutlich unterproportional. Sie markierte das Jahreshoch gleich zu Beginn des Berichtszeitraumes mit 13,54 EUR und war dann deutlich von der großen Zurückhaltung der Investoren für konjunktursensible Werte betroffen.

Mitte März erreichte die INDUS-Aktie mit 7,90 EUR den Tiefstkurs, bevor eine leichte Erholung einsetzte und sie das erste Quartal 2009 mit einem Kurs von 8,71 EUR schloss. Dies entspricht einem Rückgang von 35,1 %. Auch die Vorab-Kommunikation der positiven Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2008 in der ersten Märzwoche brachte hier entgegen den Erwartungen keine Trendwende. Entsprechend verringerte sich laut Statistiken der Deutschen Börse die Gewichtung der INDUS-Aktie im SDAX auf 2,31 % (31. Dezember 2008: 2,63 %). Dies entspricht Rang 14 in dem 50 Unternehmen umfassenden Index (31. Dezember 2008: Rang 12). Das durchschnittliche Handelsvolumen an allen inländischen Börsenplätzen lag bei 34.074 Stück (Vorjahr: 46.367 Stück). Durch diverse Stimmrechtsmitteilungen Mitte April liegt der Free Float der INDUS-Aktie aktuell bei 100%.

Dividendenvorschlag

Für das Geschäftsjahr 2008 plant das Unternehmen eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,80 EUR je Aktie (Vorjahr: 1,20 EUR je Aktie). Dies sieht der gemeinsame Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat der INDUS Holding AG an die Aktionäre vor. Mit diesem Vorschlag wird der unverändert herrschenden Wirtschaftskrise und der hohen Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung Rechnung getragen. Gleichzeitig wird durch die Thesaurierung die finanzielle Basis gestärkt. Bei Zustimmung der Aktionäre im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung am 1. Juli 2009 in Köln verringert sich zwar die Ausschüttungssumme um 7,1 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR (Vorjahr: 21,8 Mio. EUR), gleichzeitig steigt die Ausschüttungsquote jedoch auf 49,0 % (Vorjahr: 41,2%).

Nachtragsbericht

Seit dem 31. März 2009 sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des INDUS-Konzerns zu erwarten ist.

Risikobericht

Im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeiten sind die INDUS Holding AG und die einzelnen Beteiligungsgesellschaften einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Zu diesen Risiken zählen insbesondere Umfeld- und Branchenrisiken, unternehmensstrategische und leistungswirtschaftliche Risiken, Personalrisiken, informationstechnische und finanzwirtschaftliche Risiken sowie rechtliche Risiken. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken setzt INDUS ein effizientes und in sämtliche Unternehmensprozesse integriertes Risikomanagementsystem ein. Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken wurden detailliert im Geschäftsbericht 2008 auf den Seiten 52 bis 58 erläutert. Der Geschäftsbericht der INDUS Holding AG steht kostenlos unter www.indus.de zum Herunterladen bereit.

Prognosebericht

Nach einem schwierigen vierten Quartal 2008 hat sich die wirtschaftliche Lage zu Jahresbeginn noch weiter eingetrübt. Insbesondere die Exportnationen sind von dem weltweiten Nachfrageeinbruch nach Investitionsgütern betroffen. Für Deutschland wird für 2009 im Frühjahrsgutachten ein Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um rund 6 % erwartet, ohne dass 2010 eine deutliche Besserung eintreten soll. Zwar dürfte der Höhepunkt der Abwärtsdynamik überschritten sein, jedoch rechnen die beteiligten Institute lediglich mit einer schleppenden Erholung in den Folgejahren.

Die Entwicklung innerhalb der einzelnen für INDUS relevanten Branchen spiegelt die schlechte konjunkturelle Lage im In- und Ausland wider. Unter der Annahme, dass die in den Konjunkturprogrammen enthaltenen Infrastrukturmaßnahmen zügig umgesetzt werden, zeigt sich der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie verhalten optimistisch für den öffentlichen Bau. Jedoch lässt der bisherige Jahresverlauf vermuten, dass sich die Erwartungen nicht ganz erfüllen und ein wesentlicher Effekt eventuell erst 2010 wirksam wird. Ein Rückgang wird hingegen für den Wirtschafts- und Wohnungsbau erwartet.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet aufgrund des äußerst schwachen Verlaufs im ersten Quartal 2009 für das Gesamtjahr mit einem Produktionsrückgang von 10 % bis 20 % und einem entsprechend großen Stellenabbau innerhalb der Branche.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet trotz der positiven Effekte aus der Umweltprämie für das Gesamtjahr einen weiteren Rückgang der neu zugelassenen Pkw sowie einen stark rückläufigen Absatz im Nutzfahrzeugbereich.

Die privaten Haushalte werden aufgrund der expansiven Finanzpolitik, die unter anderem sinkende Steuer- und Sozialabgabenbelastungen und erhöhte Transferleistungen beinhaltet, über ein um 0,2 % höheres verfügbares Einkommen als im Vorjahr verfügen. Gleichzeitig wird eine leicht sinkende Sparquote erwartet, sodass insgesamt 2009 die privaten Konsumausgaben um 0,3 % höher liegen sollten.

Das rezessive Umfeld wird im weiteren Jahresverlauf auch die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften negativ beeinflussen. Als Antwort hat der Vorstand der INDUS Holding AG bereits im vierten Quartal 2008 ein umfassendes Maßnahmenpaket vorbereitet und teilweise schon umgesetzt, um die Strukturen betroffener Unternehmen zügig an die gesunkene Auftragslage anzupassen. Dazu zählen unter anderem die Flexibilisierung der Personalkapazitäten wie beim Thema Mitarbeiter beschrieben und ein striktes Kostenmanagement. Darüber hinaus wurde eine restriktive Investitionspolitik beschlossen, die zu Gesamtinvestitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte deutlich unter den entsprechenden Abschreibungen führen wird.

Angesichts hoher Unsicherheiten und einer sich abrupt gegenüber 2008 abschwächenden Wirtschaftslage steht ein aktives und schnelles Krisenmanagement bei der INDUS Holding AG im Fokus. Nachhaltige Restrukturierungsprogramme bei Beteiligungsunternehmen sind bereits, wo notwendig, in der Vorbereitung bzw. Umsetzung. Hier erwartet die Gruppe deutliche Kostenreduzierungen im weiteren Verlauf. Ein verschärftes Working-Capital-Management und die beschlossene Kürzung der Investitionen zielen ebenfalls auf die Sicherung der unverändert hohen Liquidität. Die der Hauptversammlung vorgeschlagene Dividendenreduzierung stärkt die finanzielle Basis der Gruppe zusätzlich.

Die konservative Finanzierungspolitik der letzten Jahre verschafft der INDUS Holding AG auch in den aktuellen Zeiten der Kreditzurückhaltung und steigender Margen eine gute Liquidität. Die komfortable finanzielle Basis soll im weiteren Jahresverlauf verstärkt dazu genutzt werden, in externes Wachstum zu investieren. Die aktuelle Marktsituation hat die Bewertungsmaßstäbe auf ein attraktives Niveau sinken lassen, sodass INDUS nach drei Jahren der Zurückhaltung antizyklisch am Beteiligungsmarkt für mittelständische Unternehmen agieren will. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Segmenten Umwelt, Medical Care, Energie, Mess- und Regeltechnik. Wie schon in den Krisenjahren 2001 und 2002 hat INDUS das Ziel, antizyklisch zu investieren, um das Portfolio auszubauen. Die vorhandene Liquidität von 81,7 Mio. EUR zum Ende des ersten Quartals 2009 eröffnet hier Handlungsspielräume.

Die weitere Entwicklung der konjunkturellen Situation im Inland und in den wichtigsten Absatzmärkten ist von einer anhaltend hohen Unsicherheit geprägt. Insofern ist eine quantitative oder auch nur qualitative Prognose für den Geschäftsverlauf der folgenden Quartale für die INDUS-Gruppe derzeit seriös nicht möglich. Die Auftragslage in der produzierenden Industrie ändert sich von Monat zu Monat, und wesentliche Kundengruppen, wie zum Beispiel die Automobilhersteller, publizieren selbst keine Prognosen für das Jahr 2009.

Das breit gestreute Portfolio der INDUS Holding AG sorgt für eine Verteilung der Risiken und sollte auch in einer Rezessionsphase Ertragsstabilität für den Konzern ermöglichen, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Zudem besteht kein das Portfolio gefährdendes Klumpenrisiko. Die Umsatzanteile der fünf Segmente liegen in einer Spannbereite von 12 % bis 25 %.

Insgesamt geht der Vorstand davon aus, dass aus heutiger Sicht Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahres nicht erreicht werden können und deutlich unter den Vorjahreswerten liegen werden. Eine verlässliche und seriöse Prognose für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ist derzeit nicht möglich. Allerdings geht die INDUS Holding AG davon aus, dass das zweite Quartal 2009 eine Bodenbildung bringen und zur Jahresmitte dann eine leichte Trendumkehr einsetzen könnte.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung*

TEUR Anhang 31. 3. 2009
1. Quartal
31. 3. 2008
1. Quartal
Umsatzerlöse 178.430 215.568
Sonstige betriebliche Erträge 4.793 1.729
Aktivierte Eigenleistungen 685 1.166
Bestandsveränderung – 2.401 5.881
Materialaufwand (3) – 80.795 – 105.849
Personalaufwand (4) – 55.908 – 58.452
Abschreibungen (5) – 10.099 – 9.882
Sonstiger betrieblicher Aufwand (6) – 25.963 – 27.565
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 100 100
Übriges Finanzergebnis 57 63
Operatives Ergebnis (EBIT) 8.899 22.759
Zinserträge 347 641
Zinsaufwendungen – 8.625 – 8.055
Zinsergebnis (7) – 8.278 – 7.414
Ergebnis vor Steuern 621 15.345
Steuern (8) – 2.096 – 5.589
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche (1) 1.565 – 1.348
Ergebnis nach Steuern 90 8.408
– davon Minderheitsanteile
– davon Anteile der INDUS-Aktionäre
– 18
72
– 28
8.380
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR (2) – 0,08 0,53
Ergebnis der INDUS-Aktionäre, bereinigt
um die Volatilität aus Zinssicherungen
1.544 9.031

* Vorjahreszahlen angepasst

Zusammenfassung aller im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

TEUR 1. Quartal 2009 1. Quartal 2008
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung – 10 – 12
Veränderung der Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente
– 1.873 – 89
Abgrenzung latenter Steuern 296 14
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge
und Aufwendungen
– 1.587 – 87
Ergebnis nach Steuern 90 8.408
Insgesamt im Eigenkapital erfasste Erträge
und Aufwendungen
– 1.497 8.321
– davon Anteile anderer Gesellschafter
– davon Anteile der INDUS-Aktionäre
18
– 1.515
28
8.293

Konzernbilanz

Aktiva

TEUR Anhang 31. 3. 2009 31. 12. 2008
Geschäftswert/Goodwill 281.016 281.016
Immaterielle Vermögenswerte (9) 17.396 17.360
Sachanlagen (10) 249.917 250.663
Finanzanlagen 8.267 8.190
At equity bewertete Anteile 4.763 4.663
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.656 3.168
Latente Steuern 3.341 3.834
Langfristige Vermögenswerte 567.356 568.894
Liquide Mittel 81.720 87.791
Forderungen (11) 101.070 104.546
Vorräte (12) 169.113 172.047
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 14.103 9.960
Laufende Ertragsteuern 7.912 6.493
Zum Verkauf stehende Aktiva 856
Kurzfristige Vermögenswerte 373.918 381.693
Bilanzsumme 941.274 950.587

KONZERNABSCHLUSS 1 7

Passiva

TEUR 31. 3. 2009 31. 12. 2008
Eingezahltes Kapital 172.930 172.930
Erwirtschaftetes Kapital 71.829 73.344
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 244.759 246.274
Minderheitsanteile am Kapital 1.152 1.134
Eigenkapital des Konzerns 245.911 247.408
Langfristige Finanzschulden 385.599 378.413
Pensionsrückstellungen 16.261 16.164
Sonstige langfristige Rückstellungen 2.486 2.410
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 6.644 7.074
Latente Steuern 21.224 19.981
Langfristige Schulden 432.214 424.042
Kurzfristige Finanzschulden 146.604 147.841
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.690 28.109
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 32.111 34.169
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 45.304 55.249
Laufende Etragsteuern 8.440 13.054
Zum Verkauf stehende Passiva 715
Kurzfristige Schulden 263.149 279.137
Bilanzsumme 941.274 950.587

Konzern-Kapitalflussrechnung*

TEUR 31. 3. 2009 31. 3. 2008
Ergebnis nach Steuern 90 8.408
Abschreibungen/Zuschreibungen
– auf langfristige Vermögensgegenstände (ohne latente Steuern) 10.099 9.882
Steuern 2.096 5.589
Zinsergebnis 8.278 7.414
Cash Earnings aufgegebener Geschäftsbereiche 223
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen – 100 – 100
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge – 54 114
Veränderungen der Rückstellungen – 1.885 2.790
Zunahme (–)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
2.709 – 14.503
Zunahme (+)/Abnahme (–) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
– 6.676 221
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern – 6.839 – 3.056
Erhaltene Dividenden
Operativer Cashflow 7.718 16.982
Gezahlte Zinsen – 7.958 – 6.775
Erhaltene Zinsen 347 641
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 107 10.848
Auszahlungen für Investitionen in
– immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
– Finanzanlagen
– Anteilen voll konsolidierter Gesellschaften
– 12.094
– 77
– 8.313

Einzahlungen aus Abgängen von
– Anteilen voll konsolidierter Gesellschaften
– sonstigen Anlagen


243
Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche – 170
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 12.171 – 8.240
Auszahlungen Dividende
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 25.000 50.000
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten – 19.051 – 25.409
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 5.949 24.591
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel – 6.115 27.199
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 44 – 201
Liquide Mittel am Anfang der Periode 87.791 77.617
Liquide Mittel am Ende der Periode 81.720 104.615

* Vorjahreszahlen angepasst

Entwicklung Konzerneigenkapital

1. 1.–31. 3. 2009 Anfangs- Erfasste
bestand Dividenden- Aufwendungen Endbestand
TEUR 1.1. 2009 ausschüttung und Erträge 31. 3. 2009
Gezeichnetes Kapital 46.800 46.800
Kapitalrücklage 126.130 126.130
Eingezahltes Kapital 172.930 172.930
Angesammelte Gewinne 74.499 72 74.571
Rücklage für Währungsumrechnung 2.493 – 10 2.483
Rücklage für die Marktbewertung
von Finanzinstrumenten – 3.648 – 1.577 – 5.225
Erwirtschaftetes Kapital 73.344 – 1.515 71.829
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 246.274 – 1.515 244.759
Anteile anderer Gesellschafter 1.134 18 1.152
Eigenkapital des Konzerns 247.408 – 1.497 245.911
1. 1.–31. 3. 2008 Anfangs- Erfasste
bestand Dividenden- Aufwendungen Endbestand
TEUR 1.1. 2008 ausschüttung und Erträge 31.3. 2008
Gezeichnetes Kapital 46.800 962 47.762
Kapitalrücklage 116.155 9.013 125.168
Eingezahltes Kapital 162.955 9.975 172.930
Angesammelte Gewinne 68.399 8.380 76.779
Rücklage für Währungsumrechnung 578 – 12 566
Rücklage für die Marktbewertung
von Finanzinstrumenten 140 – 75 65
Erwirtschaftetes Kapital 69.117 8.293 77.410
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 232.072 18.268 250.340
Anteile anderer Gesellschafter 2.058 28 2.086
Eigenkapital des Konzerns 234.130 18.296 252.426

Die Rücklagen für die Währungsumrechnung und die Marktbewertung von Finanzinstrumenten enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Rücklage für die Marktbewertung von Finanzinstrumenten enthält die effizienten Anteile der Zinssicherungen.

Die Minderheitsanteile am Kapital betreffen die Fremdgesellschafter von Kapitalgesellschaften. Die Minderheitsanteile an Personengesellschaften werden nach IAS 32 aufgrund der prinzipiellen Kündbarkeit und damit Rückzahlbarkeit der Anteile als Fremdkapital klassifiziert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten mit 3.746 TEUR (Vorjahr: 4.927 TEUR) ausgewiesen.

Allgemeines

Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, eingetragen im Handelsregister Köln unter HRB 46360, hat ihren Konzernabschluss für das erste Quartal 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderung von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 angewendet, die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Quartalsabschluss nicht den vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.

Aus Sicht des Vorstandes enthält der vorliegende, ungeprüfte Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken.Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen.Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften

Alle ab dem Geschäftsjahr 2009 verpflichtend anzuwendenden Rechungslegungsnormen sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt. Dies betrifft im Wesentlichen IAS 1 zur Darstellung des Abschlusses, IAS 23 zur Aktivierung von Fremdkapitalkosten und IFRS 8 zur Segmentberichterstattung.

IAS 1 regelt die Grundlagen für die Darstellung und Struktur des Abschlusses. Die Anwendung hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der INDUS.

Der geänderte IAS 23 fordert für qualifizierte Vermögenswerte, mit deren Anschaffung oder Herstellung ab dem 1. Januar begonnen wurde, die Aktivierung von zurechenbaren Fremdkapitalkosten. Auf den vorliegenden Zwischenabschluss hat der geänderte IAS 23 keine nennenswerte Auswirkung.

IFRS 8 führt zu einer geänderten Segmentberichterstattung. Die Finanzinformationen werden aus den dem Management zur Entscheidung vorliegenden Informationen abgeleitet. Eine Überleitungsrechung auf die entsprechenden Konzernwerte erfolgt separat.

Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen voll konsolidiert, bei denen die INDUS Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu bestimmen. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahres erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die veräußert werden, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. Ab dem Zeitpunkt des Beschlusses zur Veräußerung werden die Gesellschaften als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.

Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3

Im ersten Quartal beider Geschäftsjahre wurden keine neuen Gesellschaften erworben.

Unternehmensabgänge nach IFRS 5

Im Geschäftsjahr 2008 hat sich die INDUS entschieden, das operative Geschäft der NEUTRASOFT GmbH & Co. KG zu veräußern. Dazu wurden wesentliche Teile des Vermögens und der Schulden der NEUTRASOFT GmbH & Co. KG auf eine neue Gesellschaft übertragen; diese Werte werden dementsprechend als zu veräußernde Aktiva und Passiva ausgewiesen. Die zu veräußernde Gesellschaft firmiert als WILKEN NEUTRASOFT GmbH und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2009 an die WILKEN-Gruppe, Ulm, verkauft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde angepasst. Weitere Details sind dem Bereich "Anpassung der Vorjahreszahlen" zu entnehmen.

[1] Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche

Angaben zu IFRS 5

TEUR 2009 2008
Umsatzerlöse 2.442
Aufwendungen und sonstige Erlöse – 4.057
Operatives Ergebnis – 1.615
Zinsergebnis 13
Ergebnis vor Steuern – 1.602
Steuern 254
Ergebnis nach Steuern, laufender Betrieb – 1.348
Ergebnis der Entkonsolidierung 1.565
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 1.565 – 1.348
Steueraufwand (+)/-ertrag (–) aus der Veräußerung 294

Bei einem Verkaufserlös für die WILKEN NEUTRASOFT GmbH von 2.000 TEUR ergibt sich in 2009 ein Ergebnis aus Entkonsolidierung von 1.565 TEUR.

[2] Ergebnis je Aktie

Ergebnis je Aktie* 31. 3. 2009 31. 3. 2008
Ergebnis der INDUS-Aktionäre TEUR 72 8.380
– Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche TEUR – 1.565 1.348
= Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche TEUR – 1.493 9.728
Im Umlauf befindliche Aktien Tausend Stück 18.370 18.370
Ergebnis je Aktie fortgeführte Geschäftsbereiche EUR – 0,08 0,53
Ergebnis je Aktie aufgegebene Geschäftsbereiche EUR 0,08 – 0,07

* Vorjahreszahlen gemäß Anpassung

22 KONZERNANHANG

Das Ergebnis je Aktie betrifft nach IAS 33 das Konzernergebnis nach Steuern aus dem fortzuführenden Geschäft. Das Ergebnis je Aktie ist aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche und der im Jahresdurchschnitt in Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.

Im Falle der Ausübung des genehmigten Kapitals werden in Zukunft Verwässerungen eintreten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

[3] Materialaufwand

TEUR 31. 3. 2009 31. 3. 2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren – 72.031 – 94.886
Bezogene Leistungen – 8.764 – 10.963
Summe – 80.795 – 105.849

[4] Personalaufwand

TEUR 31. 3. 2009 31. 3. 2008
Löhne und Gehälter – 46.698 – 49.629
Soziale Abgaben und Altersversorgung – 9.210 – 8.823
Summe – 55.908 – 58.452

[5] Abschreibungen

TEUR 31. 3. 2009 31. 3. 2008
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte – 8.503 – 8.065
Planmäßige Abschreibungen auf Mehrwerte im Konzern – 1.596 – 1.817
Summe – 10.099 – 9.882

[6] Sonstiger betrieblicher Aufwand

TEUR 31. 3. 2009 31. 3. 2008
Betriebsaufwendungen – 9.423 – 10.309
Vertriebsaufwendungen – 9.135 – 10.017
Verwaltungsaufwendungen – 4.700 – 4.460
Übrige Aufwendungen – 2.705 – 2.779
Summe – 25.963 – 27.565

[7] Zinsergebnis

TEUR 31. 3. 2009 31. 3. 2008
= Zinsen operatives Geschäft – 6.523 – 6.382
Zinsen IFRS: Marktwerte Zinsswaps – 1.749 – 863
Zinsen IFRS: Minderheitsanteile – 6 – 169
= Zinsen IFRS – 1.755 – 1.032
Summe – 8.278 – 7.414

[8] Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils aktuellen Steuerplanung errechnet.

Erläuterungen zu ausgewählten Bilanzpositionen:

[9] Immaterielle Vermögenswerte

TEUR 31. 3. 2009 31. 12. 2008
Aktivierte Entwicklungskosten 9.052 8.761
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 8.344 8.599
Summe 17.396 17.360

[10] Sachanlagen

TEUR 31. 3. 2009 31. 12. 2008
Grundstücke und Gebäude 121.868 120.810
Technische Anlagen und Maschinen 87.653 90.252
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.094 29.118
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.302 10.483
Summe 249.917 250.663

[11] Forderungen

TEUR 31. 3. 2009 31. 12. 2008
Forderungen an Kunden 89.442 95.068
Zukünftige Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 10.869 8.448
Forderungen an assoziierte Unternehmen 759 1.030
Summe 101.070 104.546

[12] Vorräte

TEUR 31. 3. 2009 31. 12. 2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 60.250 60.737
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 43.472 44.864
Fertige Erzeugnisse und Waren 64.200 65.593
Geleistete Anzahlungen 1.191 853
Summe 169.113 172.047

Segmentberichterstattung

Aus der Anwendung des IFRS 8 ergeben sich keine strukturellen Änderungen für die Segmentberichterstattung der INDUS-Gruppe. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch die Absatzmärkte der Gesellschaften bestimmt.

Die Segmentinformationen stellen die fortgeführten Bereiche dar, die Vorjahreszahlen sind dementsprechend angepasst.

Segmentbericht nach IFRS 8

1. Quartal 2009 Auto Übrige Summe
TEUR Bau- Maschi- mobil- Konsum- Beteili- Seg- Über- Konzern
industrie nenbau industrie güter gungen mente leitung abschluss
Umsatzerlöse mit externen Dritten 44.467 33.480 41.440 22.234 36.713 178.334 96 178.430
Umsatzerlöse mit anderen
Segmenten 1.431 827 2.449 2.320 2.230 9.257 – 9.257
Umsatzerlöse 45.898 34.307 43.889 24.554 38.943 187.591 – 9.161 178.430
Segmentergebnis (EBIT) 2.265 3.502 – 747 1.971 2.768 9.759 – 860 8.899
Abschreibungen
– davon Mehrwerte aus
– 1.173 – 766 – 4.798 – 1.516 – 1.846 – 10.099 – 10.099
Erstkonsolidierung – 305 – 46 – 781 – 5 – 459 – 1.596 – 1.596
Investitionen 1.263 1.015 4.442 1.092 2.489 10.301 10.301
Zusätzliche Information: EBITDA 3.438 4.268 4.051 3.487 4.614 19.858 – 860 18.998
1. Quartal 2008 Auto Übrige Summe
TEUR Bau-
industrie
Maschi-
nenbau
mobil-
industrie
Konsum-
güter
Beteili-
gungen
Seg-
mente
Über-
leitung
Konzern
abschluss
Umsatzerlöse mit externen Dritten 46.162 37.051 66.175 24.170 42.045 215.603 – 35 215.568
Umsatzerlöse mit anderen
Segmenten 1.741 719 4.350 3.284 4.606 14.700 – 14.700
Umsatzerlöse 47.903 37.770 70.525 27.454 46.651 230.303 – 14.735 215.568
Segmentergebnis (EBIT) 3.889 5.282 6.568 3.407 4.645 23.791 – 1.032 22.759
Abschreibungen
– davon Mehrwerte aus
– 1.191 – 689 – 4.691 – 1.476 – 1.835 – 9.882 – 9.882
Erstkonsolidierung – 402 – 54 – 901 – 5 – 455 – 1.817 – 1.817
Investitionen 1.241 945 4.271 1.204 502 8.163 8.163
Zusätzliche Information: EBITDA 5.080 5.971 11.259 4.883 6.480 33.673 – 1.032 32.641

Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Ergebnisrechung.

Überleitungsrechnung

TEUR 1. Quartal 2009 1. Quartal 2008
Segmentergebnis (EBIT) 9.759 23.791
– Nicht zugeordnete Bereiche – 725 – 1.062
– Konsolidierungen – 135 30
– Zinsergebnis – 8.278 – 7.414
= Ergebnis vor Steuern 621 15.345

Segmentbericht nach Regionen

1. Quartal 2009
TEUR
Inland Ausland Überleitung Konzern
Umsatzerlöse mit externen Dritten 102.801 75.533 96 178.430
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 7.546 1.711 – 9.257
Umsatzerlöse 110.347 77.244 – 9.161 178.430
Umsatzerlöse 142.146 88.157 – 14.735 215.568
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 13.022 1.678 – 14.700
Umsatzerlöse mit externen Dritten 129.124 86.479 – 35 215.568
1. Quartal 2008
TEUR
Inland Ausland Überleitung Konzern

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Ein weiterer Aufriss der Kategorie Ausland unterbleibt, da Umsätze in keinem weiteren Land die Wesentlichkeitsschwelle des IFRS 8 überschreiten. Die Risikostreuung der INDUS-Gruppe führt weiterhin dazu, dass kein Kunde einen Umsatzanteil von 10% am Gesamtumsatz erreicht, über den nach IFRS 8 zu berichten wäre.

Beziehungen zu nahestehenden Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen betreffen im Wesentlichen die laufenden Vergütungen von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen, des Vorstands und des Aufsichtsrates.Weiterhin bestehen Beraterverträge und Miet- oder Leasingverträge zu Minderheitsgesellschaftern bzw. deren Angehörigen und Geschäftsvorgänge zu assoziierten Unternehmen.

Im Quartalsabschluss ist nicht über Veränderungen der Verhältnisse zu berichten, die sich wesentlich von denen im Jahresabschluss 2008 unterscheiden.

26 KONZERNANHANG

Anpassung der Vorjahreszahlen

Die Bilanzierung der aufgegebenen Geschäftsbereiche nach IFRS 5.34 erfordert eine Anpassung der Vorjahreszahlen, wie im Folgenden dargestellt:

Gewinn- und Verlustrechnung

Anpassung der Gewinn- und Verlust-
rechnung des Vorjahres
TEUR
1. Quartal 2008
veröffentlicht
Anpassung
IFRS 5
1. Quartal 2008
vergleichbar
Umsatzerlöse 218.010 – 2.442 215.568
Sonstige betriebliche Erträge 1.824 – 95 1.729
Aktivierte Eigenleistungen 1.166 1.166
Bestandsveränderung 5.881 5.881
Materialaufwand – 106.783 934 – 105.849
Personalaufwand – 60.892 2.440 – 58.452
Abschreibungen – 9.882 – 9.882
Sonstiger betrieblicher Aufwand – 28.343 778 – 27.565
Ergebnis aus at equity bewertetem Anteil 100 100
Finanzergebnis 63 63
Operatives Ergebnis (EBIT) 21.144 1.615 22.759
Zinserträge 669 – 28 641
Zinsaufwendungen – 8.070 15 – 8.055
Zinsergebnis – 7.401 – 13 – 7.414
Ergebnis vor Steuern 13.743 1.602 15.345
Steuern – 5.335 – 254 – 5.589
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche – 1.348 – 1.348
Ergebnis nach Steuern 8.408 8.408
davon Minderheitsanteile – 28 – 28
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 8.380 8.380
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR 0,46 0,53

Ereignisse nach dem Quartalsstichtag

Nach dem Schluss des ersten Quartals 2009 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Prüferische Durchsicht des Konzernabschlussprüfers

Weder der Quartalsabschluss zum 31. März 2009 noch der Abschluss zum 31. März 2008 wurden einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

INDUS Holding AG Kölner Straße 32 51429 Bergisch Gladbach Postfach 10 03 53 51403 Bergisch Gladbach Telefon: 0 22 04/40 00-0 Telefax: 0 22 04/40 00-20 Internet: www.indus.de E-Mail: indus @ indus.de

Ansprechpartnerin für Öffentlichkeitsarbeit & Investor Relations: Regina Wolter Telefon: 0 22 04/40 00-70 Telefax: 0 22 04/40 00-20 E-Mail: [email protected]

Herausgeber: INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach

Konzept/Gestaltung: Baisch Creative Consulting, Düsseldorf

Satz und Lithos: ADDON Technical Solutions, Düsseldorf

Druck: KleverDigital, Bergisch Gladbach

Dieser Quartalsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Fassungen dieses Berichts stehen im Internet unter www.indus.de zur Ansicht oder zum Download bereit.

Der Quartalsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Gründe hierfür können verschiedene Risikofaktoren und Ungewissheiten sein, wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Wechselkursschwankungen sowie weitere Einflussfaktoren. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Verpflichtung, die in diesem Quartalsbericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.