AI assistant
INDUS Holding AG — Interim / Quarterly Report 2022
May 11, 2022
220_rns_2022-05-11_56ebb190-79d1-43e3-a674-8d116e5fb57c.html
Interim / Quarterly Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
INDUS Holding AG
Bergisch Gladbach
Zwischenbericht Q1 2022
ZWISCHENBERICHT Q1 2022
Highlights
| in Mio. EUR | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| Umsatz | 444,8 | 400,4 |
| EBITDA | 47,1 | 47,7 |
| EBIT | 20,7 | 25,0 |
| EBIT-Marge (in %) | 4,7 | 6,2 |
| Konzern-Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) | 4,6 | 12,1 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,17 | 0,49 |
| Operativer Cashflow | -27,5 | -15,0 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | -29,8 | -17,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1,5 | -38,3 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 27,2 | 118,0 |
| 31.03.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 1.939,5 | 1.857,4 |
| Eigenkapital | 802,2 | 787,5 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 41,4 | 42,4 |
| Working Capital | 520,8 | 457,5 |
| Nettoverschuldung | 538,0 | 504,2 |
| Liquide Mittel | 132,1 | 136,3 |
| Beteiligungen (Anzahl zum Stichtag) | 46 | 46 |
Guter Jahresauftakt bei vier von fünf INDUS-Segmenten
| ― | Umsatz steigt um 11 % auf 444,8 Mio. EUR |
| ― | Fahrzeugtechnik weiter belastet |
| ― | Prognose trotz schwieriger Rahmenbedingungen bestätigt |
KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE JANUAR BIS APRIL 2022 EXKL. DIVIDENDE (in %)

Quelle: Bloomberg
Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Damen und Herren,
die operativen Herausforderungen haben sich seit dem Beginn des Russland-Ukraine-Krieges noch einmal deutlich verstärkt. Unsere Beteiligungen stellen sich diesen Aufgaben und schlagen sich zu einem Großteil sehr gut. Der Umsatz im ersten Quartal 2022 lag mit rund 445 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau von rund 400 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen und direkt durch den Russland-Ukraine-Krieg verursachte Wertberichtigungen stieg auf 27,0 Mio. EUR.
Alle Segmente bis auf das Segment Fahrzeugtechnik trugen zu diesem insgesamt positiven Bild bei. Besonders erfreulich war die gute Entwicklung der Unternehmen im Segment Maschinen- und Anlagenbau - sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT. Aber auch die Segmente Bau/ Infrastruktur und Metalltechnik konnten ihre Ergebnisbeiträge deutlich erhöhen. Das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik liegt beim Umsatz wieder auf Vor-Corona -Niveau.
Die Gesamtsituation im Segment Fahrzeugtechnik, das 2021 nur noch einen Umsatzanteil von rund 16 % hatte, ist aktuell sehr komplex: Gestörte Lieferketten, Materialknappheit und Materialpreissteigerungen belasten den Markt massiv. Hinzu kommen die Verwerfungen durch den Russland-Ukraine-Krieg. Der Vorstand und die verantwortlichen Geschäftsführungen beschäftigen sich intensiv damit, die negativen Einflüsse in diesem Segment einzudämmen. Kurzfristige Verbesserungen erwarten wir jedoch nicht. Stark gestiegene Energie- und Materialpreise, die nicht ohne Weiteres an Kunden weitergegeben werden können, führen bei einem Serienzulieferer zu erheblichen Ergebnisabweichungen und nochmals reduzierten Ergebniserwartungen für das Gesamtjahr. Deshalb haben wir bei dieser in Restrukturierung befindlichen Beteiligung nach einer anlassbezogenen Überprüfung Wertminderungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR gebucht.
Außerdem wurden in den Segmenten Fahrzeugtechnik und Metalltechnik Vorratsbestände und Forderungen aus direktem Russland- und Ukraine-Geschäft um 1,7 Mio. EUR wertberichtigt. Im Berichtsquartal liegt das EBIT für die INDUS-Gruppe somit bei 20,7 Mio. EUR.
Die mit dem Geschäftsbericht 2021 veröffentlichte Prognose wurde noch ohne Berücksichtigung möglicher Effekte aus dem Russland-Ukraine-Krieg erstellt. Aktuell wird das Bild etwas klarer: Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sehen wir gute Chancen, bei Umsatz und EBIT innerhalb unseres kommunizierten Prognosebandes zu bleiben. Das alles noch unter dem Vorbehalt, dass es durch den Krieg nicht noch zu zusätzlichen, aktuell nicht abschätzbaren negativen Effekten kommt.
Unsere Gruppe wächst weiter: Anfang April konnten wir mit dem Closing von HEIBER + SCHRÖDER den Erwerb unserer jüngsten Beteiligung abschließen. Mit HEIBER + SCHRÖDER haben wir für unser Segment Maschinen- und Anlagenbau ein sehr erfolgreiches Unternehmen in einem nicht-zyklischen Geschäftsfeld gewonnen. Auch aktuell arbeiten wir an spannenden Akquisitionsprojekten.
Im ersten Quartal konnten wir bereits einige weitere Projekte unserer Innovationsförderbank freigeben, u. a. für die Cloud-Anbindung von Messgeräten und die Prozessoptimierung in der Produktion von E-Fahrzeugbatterien. 2022 hat auch unsere Nachhaltigkeitsförderbank gestartet. Neben mehreren Photovoltaik-Anlagen fördern wir ein wichtiges Projekt zur Reduzierung des Energieeinsatzes in einem wesentlichen Produktionsprozess. Hier sehen wir einen wichtigen Themenschwerpunkt für weitere Förderprojekte, um unsere Ziele für die Emissionsreduktion zu erreichen. Bis 2045 wollen wir klimaneutral arbeiten.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das INDUS-Portfolio zeigt auch im aktuell sehr schwierigen Umfeld wieder seine Kraft und Stabilität. Unsere Beteiligungsunternehmen arbeiten breit ausgerichtet an wichtigen Zukunftsthemen. Dazu gehören energieeffizientes Heizen und Klimatisieren und der Aufbau geschlossener Werkstoffkreisläufe genauso wie Elektromobilität, Paketlogistik oder der Ausbau von Energie- und Glasfasernetzen. Diese Zukunftsfelder bergen erhebliche Wachstumspotenziale, die unsere Gruppe auch in den kommenden Jahren erfolgreich tragen werden.
Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen und verstehen dieses als Ansporn, auch die aktuellen Herausforderungen gemeinsam mit den Beteiligungen gut zu lösen. In diesem Sinne verbleiben wir mit herzlichen Grüßen,
Bergisch Gladbach im Mai 2022
| Dr. Johannes Schmidt | Dr. Jörn Großmann |
| Axel Meyer | Rudolf Weichert |
Zwischenlagebericht
Geschäftsverlauf der INDUS-Gruppe in den ersten drei Monaten 2022
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| (in Mio. EUR) | Differenz | |||
|---|---|---|---|---|
| Q1 2022 | Q1 2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 444,8 | 400,4 | 44,4 | 11,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3,8 | 3,8 | 0,0 | 0,0 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 1,7 | 0,8 | 0,9 | >100 |
| Bestandsveränderung | 24,2 | 11,8 | 12,4 | >100 |
| Gesamtleistung | 474,5 | 416,8 | 57,7 | 13,8 |
| Materialaufwand | -231,8 | -189,5 | -42,3 | -22,3 |
| Personalaufwand | -135,3 | -128,3 | -7,0 | -5,5 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -60,3 | -51,3 | -9,0 | -17,5 |
| EBITDA | 47,1 | 47,7 | -0,6 | -1,3 |
| Abschreibungen | -26,4 | -22,7 | -3,7 | -16,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 20,7 | 25,0 | -4,3 | -17,2 |
| Finanzergebnis | -5,6 | -5,2 | -0,4 | -7,7 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 15,1 | 19,8 | -4,7 | -23,7 |
| Ertragsteuern | -10,5 | -7,7 | -2,8 | -36,4 |
| Ergebnis nach Steuern | 4,6 | 12,1 | -7,5 | -62,0 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,1 | 0,0 | 0,1 | - |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 4,5 | 12,1 | -7,6 | -62,8 |
| Ergebnis nach Steuern | 0,17 | 0,49 | -0,32 | -65,3 |
Das erste Quartal 2022 ist für vier der fünf INDUS-Segmente erfolgreich verlaufen - trotz der politisch und wirtschaftlich angespannten Gesamtlage. Die Segmente Bau/ Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau sowie Metalltechnik konnten ihren Umsatz und ihr operatives Ergebnis (EBIT) steigern. Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik konnten die Unternehmen ihren Umsatz erhöhen und das operative Ergebnis (EBIT) des Vorjahres bestätigen. Das Segment Fahrzeugtechnik ist am stärksten von den derzeitigen Materialpreiserhöhungen und Lieferkettenproblemen betroffen. Hinzu kommen die Unsicherheiten aus dem Russland-Ukraine-Krieg und die Restrukturierungen der beiden Serienzulieferer. Die anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte bei einem Serienzulieferer führte zu Wertminderungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Fahrzeugtechnik ist deutlich negativ ausgefallen.
Umsatz um 11 % gestiegen
Im ersten Quartal 2022 konnten die INDUS-Beteiligungen einen Umsatz in Höhe von 444,8 Mio. EUR erzielen. Dies bedeutet eine Erhöhung von 44,4 Mio. EUR (11,1 %) gegenüber dem Vorjahr (400,4 Mio. EUR).
Die Umsatzerlöse sind im Segment Bau/Infrastruktur am stärksten gestiegen (+29,5 %). Dies lag im Wesentlichen an dem Erwerb von WIRUS im Vorjahr. Im Maschinen- und Anlagenbau stieg der Umsatz um 17,8 % an. Hier sind die Erwerbe von TECALEMIT Inc. und FLACO die wesentlichen Umsatztreiber. Auch in den Segmenten Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik stiegen die Umsatzerlöse mit 8,7 % bzw. 7,6 % deutlich an. Lediglich im Bereich Fahrzeugtechnik ist der Umsatz rückläufig (-17,2 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf der WIESAUPLAST-Gruppe Ende 2021 zurückzuführen. Insgesamt betrug das anorganische Wachstum der INDUS-Gruppe 6,6 % und das organische Umsatzwachstum 4,5 %.
Die Gesamtleistung lag mit 474,5 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresvergleichswert (416,8 Mio. EUR). Der Materialaufwand stieg überproportional zum Umsatz um 42,3 Mio. EUR auf 231,8 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote stieg von 47,3 % auf 52,1 %. Unter Berücksichtigung des erhöhten Bestands ist die Veränderung deutlich geringer und im Wesentlichen auf die allgemeine Erhöhung der Materialpreise zurückzuführen. Der Personalaufwand wuchs unterproportional um 7,0 Mio. EUR von 128,3 Mio. EUR auf 135,3 Mio. EUR. Die Personalaufwandsquote sank daher um 1,6 Prozentpunkte von 32,0 % auf 30,4 %.
Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von 60,3 Mio. EUR lag im Berichtsquartal proportional über dem Vorjahresvergleich (Vorjahr: 51,3 Mio. EUR). Dies betrifft vor allem die gestiegenen Logistikkosten. Die Abschreibungen stiegen um 3,7 Mio. EUR auf insgesamt 26,4 Mio. EUR. In den Abschreibungen sind Wertminderungen auf Anlagevermögen in Höhe von 2,8 Mio. EUR enthalten.
Operatives Ergebnis unterhalb des Vorjahreswertes
Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 20,7 Mio. EUR und lag damit um 4,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (25,0 Mio. EUR). Die EBIT-Marge sank auf 4,7 % (Vorjahr: 6,2 %). Das operative Ergebnis des ersten Quartals ist aufgrund der direkten Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges mit 1,7 Mio. EUR belastet; diese Belastungen betreffen mit 0,6 Mio. EUR das Segment Fahrzeugtechnik und mit 1,1 Mio. EUR das Segment Metalltechnik. Die indirekten Effekte weiter rasch ansteigender Material- und Energiepreise sowie höhere Fracht- und Logistikkosten wirken sich insbesondere bei einem Serienzulieferer für Klimaleitungen belastend aus. Im ersten Quartal wurden aufgrund einer anlassbezogenen Überprüfung der Wertansätze 4,6 Mio. EUR Wertminderungen gebucht; hierbei handelt es sich um Wertminderungen auf Anlagevermögen in Höhe von 2,8 Mio. EUR (s. o.) sowie Wertminderungen von Vertragsanbahnungskosten (Contract asset gemäß IFRS 15) in Höhe von 1,8 Mio. EUR.
Das Finanzergebnis verringerte sich leicht um 0,4 Mio. EUR auf -5,6 Mio. EUR. Ursache für die Verringerung waren insbesondere höhere Aufwendungen bei der Bewertung der Minderheitsanteile. Im Finanzergebnis sind das Zinsergebnis, das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten. Innerhalb des übrigen Finanzergebnisses sind die Bewertungen der Minderheitsanteile ausgewiesen.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 15,1 Mio. EUR um 4,7 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresvergleichswertes (19,8 Mio. EUR). Der Steueraufwand stieg auf 10,5 Mio. EUR nach 7,7 Mio. EUR im Vorjahr. Ursache für den gestiegenen Steueraufwand ist die fehlende Verrechnung von Verlusten zwischen den Gesellschaften. Vor dem Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergab sich ein um 7,5 Mio. EUR gesunkenes Ergebnis nach Steuern in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,17 EUR nach 0,49 EUR im Vorjahr.
Im Durchschnitt der ersten drei Monate 2022 wurden in den Unternehmen der INDUS-Gruppe 10.603 Mitarbeitende (Vorjahr: 10.580 Mitarbeitende) beschäftigt.
Erwerb HEIBER + SCHRÖDER
Mit Vertrag vom 17. Dezember 2021 hat die INDUS Holding AG 100 % der Geschäftsanteile an der Heiber + Schröder Maschinenbau GmbH (HEIBER + SCHRÖDER) in Erkrath erworben. HEIBER + SCHRÖDER ist ein mittelständischer Anbieter von Spezialmaschinen für die Kartonageindustrie und beliefert Verpackungshersteller weltweit, vor allem im Zulieferbereich für die Lebensmittel- und Kosmetik-, aber auch die Hausartikel- und Spielzeugbranche. Die Heiber + Schröder Maschinenbau GmbH besitzt eine Tochtergesellschaft Heiber Schroeder USA Inc. mit Sitz in Cary, Illinois. HEIBER + SCHRÖDER wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet. Der wirtschaftliche Übergang (Closing) erfolgte am 8. April 2022. Die Erstkonsolidierung der Transaktion erfolgt ab April 2022. Die Kaufpreisallokation wird im Zwischenbericht zum 30. Juni 2022 dargestellt.
Segmentbericht
Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Zum 31. März 2022 umfasste das Beteiligungsportfolio 46 operative Einheiten.
Bau/Infrastruktur
Hohes Umsatzwachstum
Der Segmentumsatz im Bereich Bau/Infrastruktur betrug 124,3 Mio. EUR und konnte damit um 28,3 Mio. EUR (29,5 %) gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Das Umsatzwachstum entfällt im Wesentlichen auf den Neuerwerb von WIRUS.
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Mio. EUR auf 17,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,8 Mio. EUR). Die EBIT-Marge erreichte mit 14,2 % einen um 1,2 Prozentpunkte niedrigeren Wert als im Vorjahr (15,4 % ) und liegt weiter im Zielkorridor des Segmentes von 13 bis 15 %.
Bei den meisten Beteiligungen konnte das Ergebnisniveau des Vorjahres gehalten werden. Hinzu kommt ein positiver Ergebnisbeitrag von WIRUS. Die gestiegenen Materialpreise konnten zum Großteil an die Kunden weitergegeben werden. Bei den Beteiligungen wirken sich Materialengpässe und Lieferkettenprobleme zunehmend belastend aus. Hier wird in den nächsten Monaten mit keiner Verbesserung zu rechnen sein. Bislang konnten die Segmentunternehmen unter anderem wegen gezielter Bevorratung von Rohstoffen - mit in der Folge steigendem Working Capital -die allgemeinen Materialengpässe weitgehend abfedern.
Die Investitionen im Segment betrafen ausschließlich Sachinvestitionen und lagen mit 1,7 Mio. EUR um 1,7 Mio. EUR unterhalb des Vorjahrs (3,4 Mio. EUR).
KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR
| (in Mio. EUR) | Differenz | |||
|---|---|---|---|---|
| Q1 2022 | Q1 2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 124,3 | 96,0 | 28,3 | 29,5 |
| EBITDA | 22,7 | 18,9 | 3,8 | 20,1 |
| Abschreibungen | -5,0 | -4,1 | -0,9 | -22,0 |
| EBIT | 17,7 | 14,8 | 2,9 | 19,6 |
| EBIT-Marge in % | 14,2 | 15,4 | - 1,2 PP | - |
| Investitionen | 1,7 | 3,4 | -1,7 | -50,0 |
| Mitarbeitende | 2.333 | 1.945 | 388 | 19,9 |
Fahrzeugtechnik
Materialpreissteigerungen belasten Beteiligungen
Der Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik in Höhe von 57,9 Mio. EUR ist im ersten Quartal 2022 um 12,0 Mio. EUR bzw. 17,2 % gegenüber Vorjahr gesunken. Im Wesentlichen ist der Umsatzrückgang auf den Verkauf von WIESAUPLAST zum Jahresende 2021 (-13,3 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Umsatzerlöse der verbliebenen Segmentgesellschaften sind in Summe gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum leicht angestiegen.
Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit -24,0 Mio. EUR um 14,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (-9,7 Mio. EUR). Die EBIT-Marge des Segments betrug -41,5 % nach -13,9 % im Vorjahr.
Die seit dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Krieges weiter rasch ansteigenden Material- und Energiepreise sowie höhere Fracht- und Logistikkosten wirken sich insbesondere bei einem Serienzulieferer für Klimaleitungen belastend aus. Eine anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte führte zu Wertminderungen des Anlagevermögens in Höhe von 2,8 Mio. EUR und einer außerplanmäßigen Abschreibung von Vertragsanbahnungskosten gemäß IFRS 15 in Höhe von 1,8 Mio. EUR. Beide Serienzulieferer im Segment Fahrzeugtechnik tragen erneut hohe negative Ergebnisbeiträge bei.
Auch im Bereich vor und nach der Serie sind die Beteiligungen von den Materialpreiserhöhungen belastet, eine Beteiligung ist von dem Chipmangel betroffen und drei Beteiligungen sind unmittelbar durch den Russland-Ukraine-Krieg durch fehlende Umsätze und nicht mehr verwertbare Bestände (Spikes) betroffen. In diesem Zusammenhang wurden Wertberichtigungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR erfasst.
Die Investitionen in Höhe von 4,8 Mio. EUR im Segment Fahrzeugtechnik (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR) sind ausschließlich Sachinvestitionen.
KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK
| (in Mio. EUR) | Differenz | |||
|---|---|---|---|---|
| Q1 2022 | Q1 2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 57,9 | 69,9 | -12,0 | -17,2 |
| EBITDA | -15,1 | -3,1 | -12,0 | <-100 |
| Abschreibungen | -8,9 | -6,6 | -2,3 | -34,8 |
| EBIT | -24,0 | -9,7 | -14,3 | <-100 |
| EBIT-Marge in % | -41,5 | -13,9 | -27,6 pp | - |
| Investitionen | 4,8 | 6,0 | -1,2 | -20,0 |
| Mitarbeitende | 2.810 | 3.199 | -389 | -12,2 |
Maschinen- und Anlagenbau
Starkes Wachstum bei Umsatz und EBIT
Der Umsatz im Maschinen- und Anlagenbau stieg mit 16,5 Mio. EUR (17,8 %) deutlich gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal an. Der Segmentumsatz betrug für das erste Quartal 2022 109,1 Mio. EUR nach 92,6 Mio. EUR im Vorjahr. Die Zunahme betrifft sowohl das anorganische Wachstum durch die Akquisitionen des Vorjahres TECALEMIT Inc. und FLACO (in Höhe von 10,6 %) sowie das organische Wachstum durch die meisten der bestehenden Beteiligungen (in Höhe von 7,2 %).
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg überproportional um 6,5 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR an. Die EBIT-Marge lag mit 14,1% deutlich über dem Vorjahr (9,6 %). Die Beteiligungen des Segmentes Maschinen- und Anlagenbau konnten in der Mehrzahl ihre Vorjahresergebnisse verbessern. Insbesondere der Ergebnisbeitrag der im Januar 2021 akquirierten JST verbesserte sich deutlich aufgrund des Wegfalls von Abschreibungen auf im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckte kurzfristige Vermögenswerte.
Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von 2,3 Mio. EUR betreffen Sachinvestitionen. Die Investitionen des Vorjahres enthalten mit 26,4 Mio. EUR den Erwerb von JST und mit 1,1 Mio. EUR Sachinvestitionen.
MASCHINEN- UND ANLAGENBAU
| (in Mio. EUR) | Differenz | |||
|---|---|---|---|---|
| Q1 2022 | Q1 2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 109,1 | 92,6 | 16,5 | 17,8 |
| EBITDA | 21,0 | 14,2 | 6,8 | 47,9 |
| Abschreibungen | -5,6 | -5,3 | -0,3 | -5,7 |
| EBIT | 15,4 | 8,9 | 6,5 | 73,0 |
| EBIT-Marge in % | 14,1 | 9,6 | 4,5 pp | - |
| Investitionen | 2,3 | 27,5 | -25,2 | -91,6 |
| Mitarbeitende | 2.334 | 2.249 | 85 | 3,8 |
Medizin- und Gesundheitstechnik
Umsatz auf Vor-Corona-Niveau
Die Beteiligungen im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik erwirtschafteten im ersten Quartal 2022 einen Umsatz in Höhe von 38,7 Mio. EUR. Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 3,1 Mio. EUR (+8,7 %). Die Umsatzerlöse im aktuellen Quartal entsprechen damit dem Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.
Das operative Ergebnis (EBIT) betrug unverändert zum Vorjahr 3,1 Mio. EUR. Bei den Beteiligungen machten sich höhere Materialpreise und gestiegene Logistikkosten bemerkbar. Die gestiegenen Materialpreise ließen sich nur zu einem Teil an die Kunden weitergeben. Daher betrug die EBIT-Marge 8,0 % und war um 0,7 Prozentpunkte geringer als im Vorjahr.
Die Investitionen lagen mit 1,3 Mio. EUR oberhalb des Niveaus des Vorjahreszeitraums (0,8 Mio. EUR).
KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK
| (in Mio. EUR) | Differenz | |||
|---|---|---|---|---|
| Q1 2022 | Q1 2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 38,7 | 35,6 | 3,1 | 8,7 |
| EBITDA | 5,7 | 5,8 | -0,1 | -1,7 |
| Abschreibungen | -2,6 | -2,7 | 0,1 | 3,7 |
| EBIT | 3,1 | 3,1 | 0,0 | 0,0 |
| EBIT-Marge in % | 8,0 | 8,7 | -0,7 pp | - |
| Investitionen | 1,3 | 0,8 | 0,5 | 62,5 |
| Mitarbeitende | 1.600 | 1.606 | -6 | -0,4 |
Metalltechnik
Ergebnissteigerung durch Stilllegung von BACHER
Das Segment Metalltechnik verzeichnete im ersten Quartal 2022 einen Umsatzanstieg um 8,1 Mio. EUR (7,6 %) auf 114,7 Mio. EUR (Vorjahr: 106,6 Mio. EUR). Der Anstieg betrifft nahezu alle Segmentunternehmen und konnte trotz des Wegfalls von BACHER (rund 3 Mio. EUR Umsatzanteil im Vorjahresvergleichzeitraum) erzielt werden. Eine deutliche Umsatzsteigerung im Hartmetallbereich ist sowohl auf eine höhere Absatzmenge als auch auf gestiegene Verkaufspreise zurückzuführen.
Das operative Ergebnis (EBIT) konnte um 1,1 Mio. EUR bzw. 10,9 % gesteigert werden. Größter Effekt ist hierbei die im Vorjahr durchgeführte Stilllegung von BACHER.
Die Beteiligungen des Segmentes Metalltechnik waren im ersten Quartal 2022 weiterhin mit gestiegenen Materialpreisen und höheren Energiekosten konfrontiert. Die jeweilige Preisüberwälzung ist abhängig von der Fristigkeit von Verträgen sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite, sodass es zu höheren Ergebnisvolatilitäten kommt. Im operativen Ergebnis (EBIT) sind Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen in direktem Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg in Höhe von 1,1 Mio. EUR enthalten.
Die EBIT-Marge übertraf im ersten Quartal 2022 mit 9,8 % den Vorjahresvergleichswert um 0,3 Prozentpunkte (9,5 %) und befindet sich oberhalb der Zielmarge von 7 bis 9 %.
Das Investitionsvolumen lag im ersten Quartal mit 1,3 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (0,7 Mio. EUR).
KENNZAHLEN METALLTECHNIK
| (in Mio. EUR) | Differenz | |||
|---|---|---|---|---|
| Q1 2022 | Q1 2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 114,7 | 106,6 | 8,1 | 7,6 |
| EBITDA | 15,3 | 14,0 | 1,3 | 9,3 |
| Abschreibungen | -4,0 | -3,8 | -0,2 | -5,3 |
| EBIT | 11,2 | 10,1 | 1,1 | 10,9 |
| EBIT-Marge in % | 9,8 | 9,5 | 0,3 pp | - |
| Investitionen | 1,3 | 0,7 | 0,6 | 85,7 |
| Mitarbeitende | 1.486 | 1.543 | -57 | -3,7 |
Finanz- und Vermögenslage
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT
| (in Mio. EUR) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Q1 2022 | Q1 2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Steuern | 4,6 | 12,1 | -7,5 | -62,0 |
| Abschreibungen | 26,4 | 22,7 | 3,7 | 16,3 |
| weitere zahlungsunwirksame Veränderungen | 18,7 | 14,2 | 4,5 | 31,7 |
| zahlungswirksame Veränderung Working Capital | -63,2 | -39,1 | -24,1 | -61,6 |
| Veränderung sonstige Bilanzposten | -12,1 | -12,0 | -0,1 | -0,8 |
| Steuerzahlungen | -1,9 | -12,9 | 11,0 | 85,3 |
| Operativer Cashflow | -27,5 | -15,0 | -12,5 | -83,3 |
| Zinsen | -2,3 | -2,6 | 0,3 | 11,5 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | -29,8 | -17,6 | -12,2 | -69,3 |
| Auszahlungen für Investitionen und Akquisitionen | -11,3 | -38,3 | 27,0 | 70,5 |
| Einzahlungen aus Abgängen von vollkonsidierten Gesellschaften | 9,8 | 0,0 | 9,8 | - |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1,5 | -38,3 | 36,8 | 96,1 |
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhung | 0,0 | 84,8 | -84,8 | -100,0 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | -0,3 | 0,0 | -0,3 | - |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 60,4 | 57,5 | 2,9 | 5,0 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Krediten | -27,8 | -18,7 | -9,1 | -48,7 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -5,1 | -5,6 | 0,5 | 8,9 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 27,2 | 118,0 | -90,8 | -76,9 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | -4,1 | 62,1 | -66,2 | <-100 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -0,1 | 0,5 | -0,6 | <-100 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 136,3 | 194,7 | -58,4 | -30,0 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 132,1 | 257,3 | -125,2 | -48,7 |
Operativer Cashflow durch Aufbau des Working Capital geschwächt
Ausgehend vom einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR) hat sich der operative Cashflow im ersten Quartal 2022 um -12,5 Mio. EUR auf -27,5 Mio. EUR verringert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem zahlungswirksamen Aufbau des Working Capital, welcher mit 63,2 Mio. EUR um 24,1 Mio. EUR über dem Vorjahresvergleichswert lag. Gründe hierfür sind die bewusste Bevorratung aufgrund von Materialpreissteigerungen und die Bevorratung aufgrund von Lieferkettenproblemen. Weiterhin ist aufgrund von deutlichen Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum auch der Forderungsbestand angestiegen.
Nach Berücksichtigung der Zinszahlungen in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR) ergab sich ein Cashflow auf Geschäftstätigkeit in Höhe von - 29,8 Mio. EUR (Vorjahr: -17,6 Mio. EUR). Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit sank demzufolge um -12,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -1,5 Mio. EUR im Vergleich zu -38,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen befinden sich mit -11,3 Mio. EUR annähernd auf Vorjahresniveau (Vorjahr: -11,8 Mio. EUR). Auszahlungen für Investitionen in Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften bestanden im Vorjahr in Höhe von 26,4 Mio. EUR und betrafen den Erwerb von JST. In der aktuellen Periode konnte der Zukauf der HEIBER + SCHRÖDER-Gruppe erfolgreich abgeschlossen werden. Aufgrund des Closings nach dem Quartalsstichtag im April 2022 werden die Kaufpreiszahlungen erst im zweiten Quartal getätigt. Die Einzahlungen aus Abgängen von vollkonsolidierten Unternehmen in Höhe von 9,8 Mio. EUR betreffen ausschließlich die zweite Tranche der Kaufpreiszahlung für den Verkauf der WIESAUPLAST-Gruppe am Ende des vergangenen Geschäftsjahres.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen geprägt durch die Platzierung des zweiten ESG-linked Schuldscheindarlehens im Januar 2022 in Höhe von über 56,0 Mio. EUR als wesentlicher Bestandteil der Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von 60,4 Mio. EUR (Vorjahr: 57,5 Mio. EUR). Die Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten haben sich um 9,1 Mio. EUR erhöht und betragen 27,8 Mio. EUR. Mit 5,1 Mio. EUR lagen die Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten leicht unter dem Vorjahresvergleichswert in Höhe von 5,6 Mio. EUR. Insgesamt ist der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 27,2 Mio. EUR deutlich gegenüber dem Vergleichzeitraum gesunken, da im Zufluss des Vorjahres in Höhe von 118,0 Mio. EUR die Kapitalerhöhung aus dem ersten Quartal 2021 enthalten war.
Insgesamt ist die zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel für die ersten drei Monate 2022 mit -4,1 Mio. EUR nahezu ausgeglichen. Die liquiden Mittel lagen demzufolge mit 132,1 Mio. EUR auf dem Niveau zum Jahresende 2021 (31. Dezember 2021: 136,3 Mio. EUR).
KONZERN-BILANZ, VERKÜRZT
| (in Mio. EUR) | Differenz | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.3.2022 | 31.12.2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.090,6 | 1.099,0 | -8,4 | -0,8 |
| Anlagevermögen | 1.071,9 | 1.081,8 | -9,9 | -0,9 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 21,5 | 17,2 | 4,3 | 25,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 848,9 | 758,4 | 90,5 | 11,9 |
| Vorräte | 454,1 | 403,9 | 50,2 | 12,4 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 262,7 | 218,2 | 44,5 | 20,4 |
| Liquide Mittel | 132,1 | 136,3 | -4,2 | -3,1 |
| Bilanzsumme | 1.939,5 | 1.857,4 | 82,1 | 4,4 |
| PASSIVA | ||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 1.489,6 | 1.403,1 | 86,5 | 6,2 |
| Eigenkapital | 802,2 | 787,5 | 14,7 | 1,9 |
| Fremdkapital | 687,4 | 615,6 | 71,8 | 11,7 |
| davon Rückstellungen | 34,1 | 42,7 | -8,6 | -20,1 |
| davon Verbindlichkeiten und latente Steuern | 653,3 | 572,9 | 80,4 | 14,0 |
| Kurzfristige Finanzierungsmittel | 449,9 | 454,3 | -4,4 | -1,0 |
| davon Rückstellungen | 94,8 | 88,3 | 6,5 | 7,4 |
| davon Verbindlichkeiten | 355,1 | 366,0 | -10,9 | -3,0 |
| Bilanzsumme | 1.939,5 | 1.857,4 | 82,1 | 4,4 |
Working Capital und Nettofinanzschulden im ersten Quartal 2022 angestiegen
Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe betrug 1.939,5 Mio. EUR zum 31. März 2022 und war damit um 82,1 Mio. EUR (4,4 %) höher als zum 31. Dezember 2021. Ursache war insbesondere der Anstieg des Working Capital um 63,3 Mio. EUR.
Das Eigenkapital stieg um 14,7 Mio. EUR (1,9 %) an. Damit betrug die Eigenkapitalquote zum 31. März 2022 41,4 % und lag abermals oberhalb des Zielwertes von 40 % und leicht unter der Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2021 (42,4 %). Der Anstieg der Verbindlichkeiten betrifft die Finanzschulden (+29,6 Mio. EUR) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+33,7 Mio. EUR). Die Erhöhung der Finanzschulden resultiert aus der Aufnähme eines ESG-linked Schuldscheindarlehens in Höhe von 56,0 Mio. EUR.
Das Working Capital zum 31. März 2022 betrug 520,8 Mio. EUR und lag damit 13,8 % höher als zum 31. Dezember 2021 (457,5 Mio. EUR). Ein Anstieg des Working Capital erfolgt generell planmäßig im ersten Quartal eines Geschäftsjahres. Im Berichtsquartal kommen zum planmäßigen Anstieg des Working Capital bei einigen Beteiligungen eine bewusste Bevorratung wegen gestiegener Materialkostenpreise und Lieferkettenproblemen hinzu. Der Anstieg der Forderungen hängt mit der erhöhten Geschäftstätigkeit in vier der fünf Segmente zusammen.
WORKING CAPITAL
| (in Mio. EUR) | Differenz | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.3.2022 | 31.12.2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorräte | 454,1 | 403,9 | 50,2 | 12,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 234,7 | 168,9 | 65,8 | 39,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -95,9 | -62,2 | -33,7 | -54,2 |
| Erhaltene Anzahlungen | -38,0 | -25,7 | -12,3 | -47,9 |
| Vertragsverpflichtungen | -34,1 | -27,4 | -6,7 | -24,5 |
| Working Capital | 520,8 | 457,5 | 63,3 | 13,8 |
Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen zum 31. März 2022 538,0 Mio. EUR. Damit sind die Nettofinanzverbindlichkeiten um 33,8 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember 2021. Der Anstieg setzt sich aus erhöhten langfristigen Finanzschulden (+80,1 Mio. EUR) und dem gegenläufig wirkenden Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden (-50,5 Mio. EUR) zusammen. Die liquiden Mittel sind mit 132,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.
NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN
| (in Mio. EUR) | Differenz | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.3.2022 | 31.12.2021 | absolut | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Finanzschulden | 557,4 | 477,3 | 80,1 | 16,8 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 112,7 | 163,2 | -50,5 | -30,9 |
| Liquide Mittel | -132,1 | -136,3 | 4,2 | 3,1 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 538,0 | 504,2 | 33,8 | 6,7 |
Chancen und Risiken
Für den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2021 verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem. Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges, die wirtschaftlichen Verknappungen und die weiterhin deutlichen Preissteigerungen insbesondere bei Vormaterialien, Frachten und Energie sowie der fortschreitende Inflationsverlauf lassen eine verringerte gesamtwirtschaftliche Leistung mit höheren Volatilitäten erwarten.
Im Rahmen der leistungswirtschaftlichen Risiken wurde insbesondere ausgeführt, dass es den Beteiligungsgesellschaften - abhängig von der jeweiligen Marktsituation - gelingen muss, die Belastungen aus den deutlichen Preissteigerungen an die Kunden zeitnah und umfänglich weiterzugeben. Dieses Risiko zeigt sich nunmehr im Wesentlichen bei den Serienzulieferern im Segment Fahrzeugtechnik.
Ausblick
Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine steht auch die Weltwirtschaft unter neuen Vorzeichen: Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges bremsen die nach zwei Jahren Pandemie erwartete Erholung aus. Unsichere Rahmenbedingungen, Beeinträchtigungen im Außenhandel und steigende Preise belasten die Märkte. Hinzu kommen erneut verschärfte Lieferkettenprobleme durch Corona-bedingte Lockdowns in China. Der Internationale Währungsfonds senkt seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft um 0,8 Prozentpunkte auf 3,6 % Wirtschaftswachstum im Jahr 2022. Auch die Bundesregierung sieht deutliche Risiken für die deutsche Konjunktur und senkt die Prognose auf 2,2 % Wirtschaftswachstum für 2022 -1,4 Prozentpunkte unter den Erwartungen vom Januar 2022.
Als Konsequenz der Materialengpässe und weiter getrieben durch die geopolitischen Verwerfungen und massiv erhöhte Energie- und Lebensmittelpreise steigt die Inflation: Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im April 2022 bei 7,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Importpreise stiegen im März 2022 um 31,2 % im Vergleich zum März 2021. Nur 1974 bei der ersten Ölkrise war der Wert mit +32,6 % höher.
Zugleich zeigt sich die deutsche Wirtschaft auch widerstandsfähig: Im ersten Quartal 2022, das nur teilweise von den negativen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges betroffen war, stieg das BIP um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal. Der ifo-Geschäftsklimaindex hat sich nach dem Einbruch infolge des Kriegsbeginns im April 2022 auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe blicken weniger pessimistisch auf die kommenden Monate als noch im Vormonat. Hemmschuh bleiben allerdings die anhaltenden Transport- und Logistikprobleme: Die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe bewerten laut ifo-Umfrage ihre aktuelle Lage etwas schlechter als noch im März. Im Bauhauptgewerbe stürzten sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen - maßgeblich aufgrund von Materialengpässen - ab. So war auch die Fahrzeugindustrie nach Angaben des VDA im ersten Quartal 2022 von einer weiterhin eingeschränkten Versorgungslage und den Folgen des Krieges belastet. Insbesondere USA und Europa hatten jeweils zweistellige Absatzrückgänge zu verzeichnen. Auch beim Ausblick betont der Branchenverband die Risiken.
INDUS hat für die ersten drei Monate 2022 - unter Berücksichtigung der Umstände - ein gutes Gruppenergebnis erzielt. Dies wird im Wesentlichen von vier Segmenten getragen. Das Segment Fahrzeugtechnik ist erneut hart von den wirtschaftlichen und politischen Umständen betroffen.
Die Segmente Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik verzeichneten gute Entwicklungen und konnten positive Ergebnisbeiträge erwirtschaften. Das Segment Maschinen- und Anlagenbau verbesserte das operative Ergebnis um 6,5 Mio. EUR und die EBIT-Marge kletterte um 4,5 Prozentpunkte auf 14,1 %.
Der operative Cashflow lag mit -27,5 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr (-15,0 Mio. EUR). Hintergrund ist ein Aufbau des Working Capital, der neben den normalen jährlichen Schwankungen auch den Materialpreissteigerungen und den Lieferkettenproblemen geschuldet ist.
Alle Prognosen sind angesichts der komplexen Gemengelage von Unsicherheit geprägt: Eine regionale Ausdehnung des Krieges, ein Import- oder ein Lieferstopp für russische Energie, aber auch eine verschärfte chinesische Null-Covid-Strategie oder eine neue Virusvariante bleiben maßgebliche Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung.
Für das Gesamtjahr 2022 können wir demzufolge die Entwicklung während der nächsten neun Monate nur mit weiterhin sehr hohen Unsicherheiten prognostizieren. Nach heutigem Kenntnisstand bleiben wir bei der bisherigen Aussage, für 2022 einen Umsatz von 1,80 bis 1,95 Mrd. EUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in der Bandbreite von 115 bis 130 Mio. EUR zu erreichen.
Verkürzter Konzernzwischenabschluss
Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung
FÜR DAS 1. QUARTAL 2022
| in TEUR | Anhang | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|---|
| UMSATZERLÖSE | 444.784 | 400.425 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.795 | 3.834 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 1.677 | 807 | |
| Bestandsveränderung | 24.179 | 11.839 | |
| Materialaufwand | [4] | -231.775 | -189.533 |
| Personalaufwand | [5] | -135.263 | -128.313 |
| Abschreibungen | -26.395 | -22.698 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | [6] | -60.353 | -51.331 |
| OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) | 20.649 | 25.030 | |
| Zinserträge | 102 | 25 | |
| Zinsaufwendungen | -3.653 | -4.224 | |
| ZINSERGEBNIS | -3.551 | -4.199 | |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | -1 | 115 | |
| Übriges Finanzergebnis | -2.034 | -1.144 | |
| FINANZERGEBNIS | [7] | -5.586 | -5.228 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) | 15.063 | 19.802 | |
| Ertragsteuern | [8] | -10.494 | -7.723 |
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 4.569 | 12.079 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 79 | -32 | |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 4.490 | 12.111 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR | [9] | 0,17 | 0,49 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
FÜR DAS 1. QUARTAL 2022
| in TEUR | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 4.569 | 12.079 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 9.111 | 2.886 |
| Latente Steuern | -2.252 | -777 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 6.859 | 2.109 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 1.913 | 66 |
| Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge) | 1.821 | -210 |
| Latente Steuern | -124 | 33 |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 3.610 | -111 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | 10.469 | 1.998 |
| GESAMTERGEBNIS | 15.038 | 14.077 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 106 | -32 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 14.932 | 14.109 |
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 9.111 TEUR (Vorjahr: 2.886 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus der Erhöhung des Zinssatzes für Pensionsverpflichtungen um 0,80 % (Vorjahr 0,35 %) für inländische Pensionsverpflichtungen und um 0,86 % (Vorjahr: 0,15 %) für ausländische Pensionen (Schweiz).
Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im Wesentlichen aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.
Konzern-Bilanz
ZUM 31. MÄRZ 2022
| in TEUR | Anhang | 31.3.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Geschäfts- und Firmenwert | 409.927 | 409.798 | |
| Nutzungsrechte aus Leasing/Miete | [10] | 89.287 | 93.402 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | [10] | 137.819 | 142.817 |
| Sachanlagen | [10] | 412.879 | 416.610 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 5.742 | 5.782 | |
| Finanzanlagen | 8.922 | 8.794 | |
| At-Equity-bewertete Anteile | 4.576 | 4.578 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 7.199 | 3.476 | |
| Latente Steuern | 14.258 | 13.771 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.090.609 | 1.099.028 | |
| Vorräte | [11] | 454.144 | 403.894 |
| Forderungen | [12] | 234.646 | 168.890 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 20.205 | 35.538 | |
| Laufende Ertragsteuern | 7.722 | 13.739 | |
| Liquide Mittel | 132.136 | 136.320 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 848.853 | 758.381 | |
| BILANZSUMME | 1.939.462 | 1.857.409 | |
| PASSIVA | |||
| Gezeichnetes Kapital | 69.928 | 69.928 | |
| Kapitalrücklage | 318.143 | 318.143 | |
| Übrige Rücklagen | 412.492 | 397.560 | |
| Eigenkapital der INDUS-Aktionäre | 800.563 | 785.631 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 1.634 | 1.843 | |
| Eigenkapital | 802.197 | 787.474 | |
| Pensionsrückstellungen | 32.744 | 41.321 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 1.346 | 1.435 | |
| Langfristige Finanzschulden | [13] | 557.362 | 477.286 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | [14] | 44.330 | 47.023 |
| Latente Steuern | 51.596 | 48.569 | |
| Langfristige Schulden | 687.378 | 615.634 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 94.846 | 88.344 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | [13] | 112.650 | 163.168 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 95.923 | 62.178 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | [14] | 129.077 | 125.823 |
| Laufende Ertragsteuern | 17.391 | 14.788 | |
| Kurzfristige Schulden | 449.887 | 454.301 | |
| BILANZSUMME | 1.939.462 | 1.857.409 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2022
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Sonstige Rücklagen | Eigenkapital der INDUS-Aktionäre | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
|---|---|---|---|---|---|---|
| STAND AM 1.1.2021 | 63.571 | 239.833 | 398.426 | -26.522 | 675.308 | 1.046 |
| Ergebnis nach Steuern | 12.111 | 12.111 | -32 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 1.998 | 1.998 | ||||
| Gesamtergebnis | 12.111 | 1.998 | 14.109 | -32 | ||
| Kapitalerhöhung | 6.357 | 78.455 | 84.812 | |||
| STAND AM 31.3.2021 | 69.928 | 318.288 | 410.537 | -24.524 | 774.229 | 1.013 |
| STAND AM 1.1.2022 | 69.928 | 318.143 | 410.994 | -13.434 | 785.631 | 1.843 |
| Ergebnis nach Steuern | 4.490 | 4.490 | 79 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 10.442 | 10.442 | 27 | |||
| Gesamtergebnis | 4.490 | 10.442 | 14.932 | 106 | ||
| Dividendenzahlung | -315 | |||||
| STAND AM 31.3.2022 | 69.928 | 318.143 | 415.484 | -2.992 | 800.563 | 1.634 |
| in TEUR | Eigenkapital des Konzerns |
|---|---|
| STAND AM 1.1.2021 | 676.354 |
| Ergebnis nach Steuern | 12.079 |
| Sonstiges Ergebnis | 1.998 |
| Gesamtergebnis | 14.077 |
| Kapitalerhöhung | 84.812 |
| STAND AM 31.3.2021 | 775.242 |
| STAND AM 1.1.2022 | 787.474 |
| Ergebnis nach Steuern | 4.569 |
| Sonstiges Ergebnis | 10.469 |
| Gesamtergebnis | 15.038 |
| Dividendenzahlung | -315 |
| STAND AM 31.3.2022 | 802.197 |
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.
Konzern-Kapitalflussrechnung
FÜR DAS 1. QUARTAL 2022
| in TEUR | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 4.569 | 12.079 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 26.395 | 22.698 |
| Ertragsteuern | 10.494 | 7.723 |
| Finanzergebnis | 5.586 | 5.228 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 2.647 | 1.178 |
| Veränderungen der Rückstellungen | 6.442 | 6.198 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva | -118.902 | -70.641 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva | 37.112 | 13.316 |
| Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern | -1.873 | -12.858 |
| Operativer Cashflow | -27.530 | -15.079 |
| Gezahlte Zinsen | -2.390 | -2.603 |
| Erhaltene Zinsen | 102 | 25 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | -29.818 | -17.657 |
| Auszahlungen für Investitionen in | ||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -11.189 | -11.795 |
| Finanzanlagen | -144 | -142 |
| Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften | 0 | -26.406 |
| Einzahlungen aus Abgängen von | ||
| Anteilen vollkonsolidierter Gesellschaften | 9.843 | 0 |
| sonstigen Anlagen | 16 | 24 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.474 | -38.319 |
| Einzahlungen Kapital (Kapitalerhöhung) | 0 | 84.812 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | -315 | 0 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 60.401 | 57.500 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Krediten | -27.772 | -18.686 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -5.089 | -5.609 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 27.225 | 118.017 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | -4.067 | 62.041 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -117 | 529 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 136.320 | 194.701 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 132.136 | 257.271 |
Konzernanhang
Grundlagen des Konzernabschlusses
[1] Allgemeines
Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. März 2022 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 angewendet, die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.
Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im ersten Quartal 2022 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.
[2] Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften
Alle ab dem Geschäftsjahr 2022 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG durch die Anwendung von neuen Standards.
[3] Unternehmenserwerbe
HEIBER + SCHRÖDER
Mit Vertrag vom 17. Dezember 2021 hat die INDUS Holding AG 100 % der Geschäftsanteile an der Heiber + Schröder Maschinenbau GmbH (HEIBER + SCHRÖDER) in Erkrath erworben. HEIBER + SCHRÖDER ist ein mittelständischer Anbieter von Spezialmaschinen für die Kartonageindustrie und beliefert Verpackungshersteller weltweit, vor allem im Zulieferbereich für die Lebensmittel- und Kosmetik-, aber auch die Hausartikel- und Spielzeugbranche. Die Heiber + Schröder Maschinenbau GmbH besitzt eine Tochtergesellschaft Heiber Schroeder USA Inc. mit Sitz in Cary, Illinois. HEIBER + SCHRÖDER wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet. Der wirtschaftliche Übergang (Closing) wurde am 8. April 2022 realisiert. Die Erstkonsolidierung der Transaktion erfolgt ab April 2022. Die Kaufpreisallokation wird derzeit durchgeführt und im H1-Bericht 2022 dargestellt.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung
[4] Materialaufwand
| in TEUR | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -207.177 | -167.265 |
| Bezogene Leistungen | -24.598 | -22.268 |
| Summe | -231.775 | -189.533 |
[5] Personalaufwand
| in TEUR | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -113.767 | -108.101 |
| Soziale Abgaben | -20.308 | -19.066 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -1.188 | -1.146 |
| Summe | -135.263 | -128.313 |
[6] Sonstiger betrieblicher Aufwand
| in TEUR | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| Vertriebsaufwendungen | -26.106 | -18.981 |
| Betriebsaufwendungen | -16.895 | -16.221 |
| Verwaltungsaufwendungen | -14.096 | -12.208 |
| Übrige Aufwendungen | -3.256 | -3.921 |
| Summe | -60.353 | -51.331 |
[7] Finanzergebnis
| in TEUR | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 102 | 25 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.653 | -4.224 |
| Zinsergebnis | -3.551 | -4.199 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | -1 | 115 |
| Minderheitsanteile | -2.062 | -1.150 |
| Erträge aus Finanzanlagen | 28 | 6 |
| Übriges Finanzergebnis | -2.034 | -1.144 |
| Summe | -5.586 | -5.228 |
Die Position "Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put- Optionen) in Höhe von -106 TEUR (Vorjahr: -71 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen.
[8] Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils aktuellen Steuerplanung errechnet.
[9] Ergebnis je Aktie
| in TEUR | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| Ergebnis der INDUS-Aktionäre | 4.490 | 12.111 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) | 26.896 | 24.614 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,17 | 0,49 |
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
[10] Wertminderungen zum 31. März 2022
Der Vorstand der INDUS Holding AG überprüft laufend die Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung auf die einzelnen Beteiligungsunternehmen. Die russische Invasion in der Ukraine hat dabei eine weitere Preisspirale auf den Rohstoffmärkten ausgelöst.
Insbesondere bei einem Serienzulieferer aus dem Segment Fahrzeugtechnik wirken sich die zunehmenden Materialpreissteigerungen, höhere Fracht- und Logistikkosten und die gegenüber der Prognose schwächer als geplanten Abrufe der OEM-Kunden deutlich negativ aus. Eine anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit der bilanzierten Vermögenswerte führte zu Wertminderungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR. Davon entfallen 2,8 Mio. EUR auf das Anlagevermögen und 1,8 Mio. EUR auf Vertragsanbahnungskosten ("Contract Asset" gemäß IFRS 15). Geschäfts- und Firmenwerte wurden bereits 2020 vollständig abgeschrieben. Die Systematik des Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36 ist im Rahmen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 beschrieben und unverändert. Es wurde ein aktualisierter Vorsteuer-Kapitalkostensatz in Höhe von 8,8 % (Vorjahr: 8,7 %) verwendet. Dieser basiert auf einem risikolosen Zinssatz in Höhe von 0,4 % (Vorjahr: 0,093 %), einer Marktrisikoprämie von 7,5 % (Vorjahr: 7,5 %) sowie auf einem segmentspezifischen Betafaktor, der von einer Peer Group abgeleitet wurden, und Fremdkapitalverschuldungssätzen.
[11] Vorräte
| in TEUR | 31.3.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 176.167 | 160.589 |
| In Arbeit befindliche Erzeugnisse | 114.966 | 102.205 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 133.633 | 118.854 |
| Geleistete Anzahlungen | 29.378 | 22.246 |
| Summe | 454.144 | 403.894 |
[12] Forderungen
| in TEUR | 31.3.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 204.156 | 153.646 |
| Vertragsforderungen | 29.603 | 13.402 |
| Forderungen an assoziierte Unternehmen | 887 | 1.842 |
| Summe | 234.646 | 168.890 |
[13] Finanzverbindlichkeiten
| in TEUR | 31.3.2022 | Kurzfristig | Langfristig | 31.12.2021 | Kurzfristig | Langfristig |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 260.946 | 44.185 | 216.761 | 281.322 | 93.987 | 187.335 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 91.284 | 25.383 | 65.901 | 95.125 | 26.099 | 69.026 |
| Schuldscheindarlehen | 317.782 | 43.082 | 274.700 | 264.007 | 43.082 | 220.925 |
| Summe | 670.012 | 112.650 | 557.362 | 640.454 | 163.168 | 477.286 |
[14] Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 53.732 TEUR (31. Dezember 2021: 53.563 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrages oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.
Sonstige Angaben
[15] Segmentberichterstattung
SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 1. QUARTAL 2022
SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8
| (in TEUR) | Bau/ Infrastruktur | Fahrzeugtechnik | Maschinen- und Anlagenbau | Medizin- und Gesundheitstechnik | Metalltechnik | Summe Segmente |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q1 2022 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 124.322 | 57.916 | 109.090 | 38.700 | 114.664 | 444.692 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 9 | 3.189 | 0 | 55 | 1.317 | 4.570 |
| Umsatzerlöse | 124.331 | 61.105 | 109.090 | 38.755 | 115.981 | 449.262 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 17.691 | -23.970 | 15.431 | 3.111 | 11.222 | 23.485 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 35 | -36 | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Abschreibungen | -5.009 | -8.940 | -5.624 | -2.570 | -4.039 | -26.182 |
| Segment-EBITDA | 22.700 | -15.030 | 21.055 | 5.681 | 15.261 | 49.667 |
| Investitionen | 1.698 | 4.763 | 2.316 | 1.264 | 1.276 | 11.317 |
| Q1 2021 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 95.965 | 69.866 | 92.639 | 35.632 | 106.600 | 400.702 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 3 | 3.062 | 2 | 9 | 1.317 | 4.393 |
| Umsatzerlöse | 95.968 | 72.928 | 92.641 | 35.641 | 107.917 | 405.095 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 14.808 | -9.738 | 8.930 | 3.116 | 10.149 | 27.265 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | -172 | -48 | 336 | 0 | 0 | 115 |
| Abschreibungen | -4.083 | -6.582 | -5.329 | -2.670 | -3.802 | -22.466 |
| Segment-EBITDA | 18.891 | -3.156 | 14.259 | 5.786 | 13.951 | 49.731 |
| Investitionen | 3.385 | 5.961 | 27.484 | 807 | 662 | 38.299 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 26.406 | 0 | 0 | 26.406 |
| Überleitung | Konzernabschluss | |
|---|---|---|
| Q1 2022 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 92 | 444.784 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | -4.570 | 0 |
| Umsatzerlöse | -4.478 | 444.784 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -2.836 | 20.649 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | -1 |
| Abschreibungen | -213 | -26.395 |
| Segment-EBITDA | -2.623 | 47.044 |
| Investitionen | 16 | 11.333 |
| Q1 2021 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | -277 | 400.425 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | -4.393 | 0 |
| Umsatzerlöse | -4.670 | 400.425 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -2.235 | 25.030 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 115 |
| Abschreibungen | -232 | -22.698 |
| Segment-EBITDA | -2.003 | 47.728 |
| Investitionen | 44 | 38.343 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 26.406 |
Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG
| (in TEUR) | Q1 2022 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| Segmentergebnis (EBIT) | 23.485 | 27.265 |
| Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG | -2.535 | -2.090 |
| Konsolidierungen | -301 | -145 |
| Finanzergebnis | -5.586 | -5.228 |
| Ergebnis vor Steuern | 15.063 | 19.802 |
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).
Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.
Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.
SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN
Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.
Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.
Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.
| in TEUR | Konzern | Inland | EU | Drittland |
|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2022 | ||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 444.784 | 220.589 | 87.102 | 137.093 |
| 31.3.2022 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | 1.060.230 | 879.771 | 49.140 | 131.319 |
| 1. Quartal 2021 | ||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 400.425 | 198.507 | 85.661 | 116.257 |
| 31.12.2021 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | 1.000.342 | 848.392 | 57.452 | 94.498 |
[16] Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
FINANZINSTRUMENTE
| (in TEUR) | Bilanzansatz | Nicht im Anwendungsbereich IFRS 9 | Finanzinstrumente IFRS 9 | Davon zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.3.2022 | |||||
| Finanzanlagen | 8.922 | 0 | 8.922 | 2.516 | 6.406 |
| Liquide Mittel | 132.136 | 0 | 132.136 | 0 | 132.136 |
| Forderungen | 234.646 | 29.603 | 205.043 | 0 | 205.043 |
| Sonstige Vermögenswerte | 27.405 | 13.157 | 14.248 | 0 | 14.248 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 403.109 | 42.760 | 360.349 | 2.516 | 357.833 |
| Finanzschulden | 670.012 | 0 | 670.012 | 0 | 670.012 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 95.923 | 0 | 95.923 | 0 | 95.923 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 173.407 | 87.250 | 86.157 | 54.513 | 31.644 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 939.342 | 87.250 | 852.092 | 54.513 | 797.579 |
| 31.12.2021 | |||||
| Finanzanlagen | 8.794 | 0 | 8.794 | 2.517 | 6.277 |
| Liquide Mittel | 136.320 | 0 | 136.320 | 0 | 136.320 |
| Forderungen | 168.890 | 13.402 | 155.488 | 0 | 155.488 |
| Sonstige Vermögenswerte | 39.014 | 12.617 | 26.397 | 0 | 26.397 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 353.018 | 26.019 | 326.999 | 2.517 | 324.482 |
| Finanzschulden | 640.454 | 0 | 640.454 | 0 | 640.454 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 62.178 | 0 | 62.178 | 0 | 62.178 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 172.846 | 71.755 | 101.091 | 56.164 | 44.927 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 875.478 | 71.755 | 803.723 | 56.164 | 747.559 |
FINANZINSTRUMENTE NACH GESCHÄFTSMODELL GEM IFRS 9
| (in TEUR) | 31.3.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet | 357.833 | 324.482 |
| Finanzielle Vermögenswerte, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 2.516 | 2.517 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 360.349 | 326.999 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 53.732 | 53.563 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten bewertet | 797.579 | 747.559 |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung, Hedge Accounting | 781 | 2.601 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 852.092 | 803.723 |
[17] Freigabe der Veröffentlichung
Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 10. Mai 2022 zur Veröffentlichung freigegeben.
Bergisch Gladbach, den 10. Mai 2022
INDUS Holding AG
Der Vorstand
| Dr. Johannes Schmidt | Dr. Jörn Großmann |
| Axel Meyer | Rudolf Weichert |
Kontakt
ANSPRECHPARTNERINNEN
Nina Wolf
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: [email protected]
Dafne Sanac
Investor Relations
Telefon: +49 (0)2204/40 00-32
E-Mail: [email protected]
INDUS HOLDING AG
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: [email protected]
www.indus.de
Wir verfolgen generell einen diskriminierungsfreien Ansatz und wollen deshalb eine geschlechtsneutrale Sprache verwenden. Jedoch nutzen wir weiterhin das generische Maskulinum für nicht individuell benannte Gruppen, zum Beispiel "Lieferanten" oder "Stakeholder". Auch zusammengesetzte Begriffe wie "Mitarbeiterzufriedenheit" weisen nur das generische Maskulinum auf.
Finanzkalender
| Datum | Event |
|---|---|
| 31. Mai 2022 | Virtuelle Hauptversammlung 2022 |
| 10. August 2022 | Veröffentlichung des Zwischenberichts zum ersten Halbjahr 2022 |
| 10. November 2022 | Veröffentlichung des Zwischenberichts zu den ersten neun Monaten 2022 |
INDUS Finanztermine und Corporate Events vormerken: www.indus.de/ investor-relations/finanztermine
Impressum
VERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIED
Dr.-Ing. Johannes Schmidt
DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG
11. Mai 2022
HERAUSGEBER
INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach
KONZEPT/GESTALTUNG
Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg
DRUCK
Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.
WICHTIGER HINWEIS:
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.
www.indus.de