Interim / Quarterly Report • Aug 14, 2018
Interim / Quarterly Report
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| ― | INDUS setzt gute Entwicklung fort |
| ― | Umsatz plus 5,1 % mit starkem organischen Wachstum |
| ― | Ergebnis je Aktie wächst überproportional auf 1,76 Euro |
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| (in Mio. EUR) | ||
|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 844,7 | 803,5 |
| EBITDA | 109,4 | 103,4 |
| EBIT | 76,2 | 72,7 |
| EBIT-Marge (in %) | 9,0 | 9,0 |
| EBIT bereinigt | 81,2 | 78,5 |
| EBIT-Marge bereinigt (in %) | 9,6 | 9,8 |
| Konzern-Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) | 43,7 | 39,0 |
| Operativer Cashflow | -22,4 | 9,8 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | -33,5 | -1,1 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -28,2 | -63,8 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 27,9 | 39,5 |
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| 30.6.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 1.717,8 | 1.653,2 |
| Eigenkapital | 681,3 | 673,8 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 39,7 | 40,8 |
| Nettoverschuldung | 513,1 | 398,9 |
| Liquide Mittel | 102,1 | 135,9 |
| Beteiligungen (Anzahl zum Stichtag) | 45 | 45 |

Sehr geehrte Damen und Herren
in einem anhaltend günstigen konjunkturellen Umfeld entwickeln sich unsere Beteiligungen weiterhin gut im Rahmen der Erwartungen. Deshalb, und dies sei schon einmal vorweggenommen, bestätigt der Vorstand die wirtschaftlichen Zielwerte für das Gesamtjahr 2018.
Der Umsatz der Gruppe stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 5,1 % auf 844,7 Mio. EUR. Das Umsatzwachstum wurde weitgehend organisch erwirtschaftet und besonders von Zuwächsen in den Segmenten Bau/Infrastruktur und Metalltechnik getragen. Dieses starke organische Wachstum ist der Lohn der Investitionsoffensive der letzten Jahre.
Das EBIT stieg im Halbjahresvergleich um 4,8 % auf 76,2 Mio. EUR, was einer EBIT-Marge von 9,0 % entspricht. Um operative Effekte aus Unternehmenserwerben bereinigt erreichte die EBIT-Marge 9,6 %.
Mit Ausnahme des Segments Fahrzeugtechnik liegen zum Halbjahr alle Segmente mit ihren EBIT-Margen im Rahmen der Prognose. Auch im Segment Medizintechnik - hier spüren die Beteiligungen auf hohem Ertragsniveau gegenwärtig eine steigende Wettbewerbsintensität und regulatorische Anforderungen - gehen wir davon aus, dass die Marge im Jahresverlauf im Zielkorridor landen wird.
Unser langfristiges Ziel in der Gruppe bleibt eine EBIT-Marge von 10 % plus x. Dass die Marge zurzeit unterhalb dieses Wertes liegt, hängt im Wesentlichen mit der herausfordernden Situation im Segment Fahrzeugtechnik zusammen. Unsere Zulieferer in die Fahrzeugserie sind weiterhin mit extrem hohem Margendruck konfrontiert. Die laufende Repositionierung eines Serienzulieferers entwickelt sich -mit den entsprechenden Sonderbelastungen - gemäß Fahrplan. Dass wir in Summe mit dem Gesamtportfolio dennoch nahe an der Zielschwelle liegen, zeigt, wie gut das diversifizierte INDUS-Portfolio aufgestellt ist.
In Verbindung mit dem strukturellen Umbruch in der Fahrzeugbranche fragen wir uns verstärkt, inwieweit in diesem Segment in Einzelfällen ein Exit sinnvoll sein könnte. Neben der Frage, ob ein Unternehmen perspektivisch einen für INDUS attraktiven EBIT-Beitrag leisten kann, ist für uns auch immer die Frage zentral, ob ein anderer Eigentümer dem Unternehmen und dessen Mitarbeitern langfristig bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten könnte. So wie unsere Strategie es vorsieht, soll die Trennung von einem Unternehmen aber immer eine Ausnahme bleiben.
Verunsicherung verursachen weiterhin die rahmenpolitischen Unwägbarkeiten wie die noch immer ungeklärte Brexit-Frage und das handelspolitische Verhalten der US-Regierung. Im Moment gehen wir aber nicht davon aus, dass diese die Entwicklungen und damit auch die Internationalisierungsbestrebungen unserer Beteiligungen im laufenden Geschäftsjahr grundlegend beeinträchtigen werden.
Über ihre Innovationsarbeit nehmen unsere Beteiligungen einen sehr wichtigen Hebel für ihren zukünftigen Erfolg weiter mit Nachdruck in die eigenen Hände. Dies lässt sich auch an der wachsenden Zahl laufender Förderbankprojekte festmachen: Stand August 2018 werden 16 Projekte von INDUS unterstützt. Aus dem bereits bekannten eBus-Cluster erwachsen bereits Umsätze. Bei anderen Projekten zum Beispiel zur VR-Technologie oder zu Cloud-Lösungen für Tankstellen stehen Marktplatzierungen kurz bevor. Ein neues und aus unserer Sicht sehr vielversprechendes Projekt greift mit der Anschaffung einer großen Pilotanlage gerade den Metall-3D-Druck auf.
Zur weiteren Entwicklung des Potenzials unserer Gruppe als Ganzes bleiben wir aktiv auf der Suche nach passenden Zukäufen. Wir gehen davon aus, dass wir trotz des aktuell heiß gelaufenen M&A-Markts bis Ende dieses Jahres wieder ein bis zwei Unternehmen auf erster Ebene in unsere Gruppe aufnehmen können. Fokus für die Zukäufe bleiben Unternehmen, die in unseren definierten Zukunftsbranchen unterwegs sind.
An den Planungen für das Gesamtjahr halten wir fest: In einem voraussichtlich weiterhin günstigen Konjunkturumfeld erwarten wir exklusive Akquisitionen einen Umsatz zwischen 1,65 und 1,70 Mrd. EUR und ein EBIT zwischen 154 und 160 Mio. EUR. Gleichzeitig bleiben wir in Bezug auf das wirtschaftliche Umfeld sehr aufmerksam: Denn die Wirtschaft unterliegt nun einmal Zyklen. Und die laufende Hochkonjunktur währt bereits deutlich länger als in der Vergangenheit üblich.
Bergisch Gladbach im August 2018
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| Dr. Johannes Schmidt | Axel Meyer | Rudolf Weichert |
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 844,7 | 803,5 | 41,2 | 5,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5,5 | 7,4 | -1,9 | -25,7 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 2,1 | 2,2 | -0,1 | -4,5 |
| Bestandsveränderung | 29,7 | 8,4 | 21,3 | >100 |
| Gesamtleistung | 882,0 | 821,5 | 60,5 | 7,4 |
| Materialaufwand | -407,2 | -372,9 | -34,3 | -9,2 |
| Personalaufwand | -252,2 | -235,2 | -17,0 | -7,2 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -113,2 | -110,8 | -2,4 | -2,2 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | -0,1 | 0,7 | -0,8 | <-100,0 |
| Übriges Finanzergebnis | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| EBITDA | 109,4 | 103,4 | 6,0 | 5,8 |
| Abschreibungen | -33,2 | -30,7 | -2,5 | -8,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 76,2 | 72,7 | 3,5 | 4,8 |
| Zinsergebnis | -9,2 | -12,4 | 3,2 | 25,8 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 67,0 | 60,3 | 6,7 | 11,1 |
| Steuern | -23,3 | -21,3 | -2,0 | -9,4 |
| Ergebnis nach Steuern | 43,7 | 39,0 | 4,7 | 12,1 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,6 | 0,3 | 0,3 | 100,0 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 43,1 | 38,7 | 4,4 | 11,4 |
Die INDUS-Gruppe liegt zum Halbjahr 2018 auf Kurs. Umsatz und operatives Ergebnis (EBIT) entwickeln sich planmäßig. Das Segment Bau/Infrastruktur ist auf einem Top-Level. Das Segment Maschinen- und Anlagenbau läuft weiter gut. Darüber hinaus hat sich das Segment Metalltechnik gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Hierdurch konnten die rückläufigen Ergebnisse in der Fahrzeugtechnik kompensiert werden.
Die INDUS-Gruppe erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Konzernumsatz in Höhe von 844,7 Mio. EUR. Dieser lag um 41,2 Mio. EUR bzw. 5,1 % höher als im Vorjahresvergleichszeitraum. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf organisches Wachstum in den Segmenten Metalltechnik (Zuwachs im Bereich der Hartmetallfertigung) und Bau/Infrastruktur zurückzuführen. Der Konzernumsatz für das zweite Quartal 2018 erreichte 436,6 Mio. EUR (Vorjahr: 422,5 Mio. EUR), nach 408,2 Mio. EUR im ersten Quartal (Vorjahr: 381,0 Mio. EUR).
Die Materialaufwandsquote stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 46,4 % auf 48,2 %. Ursache hierfür sind höhere Einkaufspreise für Rohstoffe (Metalle) sowie der gestiegene Einsatz von Leiharbeitern (bezogene Leistungen) infolge der hohen Kapazitätsauslastungen. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich unter anderem infolge im Vorjahr abgeschlossener Tarifverträge von 29,3 % auf 29,9 %.
Die Abschreibungen erhöhten sich um 8,1 % auf 33,2 Mio. EUR. Dies ist bedingt durch die gestiegenen Sachinvestitionen der vergangenen Jahre.
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 4,8 % von 72,7 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten 2017 auf 76,2 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Die EBIT-Marge ist mit 9,0 % exakt auf dem Vorjahreswert.
In der Einzelbetrachtung des zweiten Quartals ist eine operative Ergebnisverbesserung um 2,8 Mio. EUR von 38,0 Mio. EUR im zweiten Quartal 2017 im Vergleich zu 40,8 Mio. EUR im zweiten Quartal 2018 erzielt worden. Dies entspricht einem Anstieg um 7,4 %. Die EBIT-Marge für das Einzelquartal beträgt 9,3 % und liegt um 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums (9,0 %).
Das bereinigte operative EBIT lag nach den ersten sechs Monaten 2018 bei 81,2 Mio. EUR nach 78,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum. Dies entspricht einem Anstieg von 3,4 %. Die bereinigte EBIT-Marge in den ersten sechs Monaten 2018 beträgt 9,6 % im Vergleich zu 9,8 % für den entsprechenden Zeitraum 2017. Im bereinigten operativen EBIT sind Ergebniseffekte aus Unternehmenserwerben eliminiert. Es handelt sich dabei um Abschreibungen auf Fair-Value-Anpassungen im Anlagevermögen und im Vorratsvermögen (Auftragsbestand) der erworbenen Unternehmen sowie um Anschaffungsnebenkosten aus den Unternehmenserwerben. Diese Belastungen sind derzeit rückläufig, da einige Ergebniseffekte aus vergangenen Akquisitionen ausgelaufen sind.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 76,2 | 72,7 | 3,5 | 4,8 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus Fair-Value-Anpassungen aus Erstkonsolidierungen* |
4,3 | 3,9 | 0,4 | 10,3 |
| Belastungen aus Fair-Value-Anpassungen im Vorratsvermögen/Auftragsbestand aus Erstkonsolidierungen und Anschaffungsnebenkosten** |
0,7 | 1,9 | -1,2 | -63,2 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) | 81,2 | 78,5 | 2,7 | 3,4 |
* Die Abschreibungen der Fair-Value-Anpassungen beziehen sich auf identifizierte Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der INDUS-Gruppe.
** Die Belastungen aus Fair-Value-Anpassungen im Vorratsvermögen/Auftragsbestand beziehen sich auf identifizierte Mehrwerte, die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzt werden und nach der Erstkonsolidierung aufwandswirksam werden.
Das Zinsergebnis in Höhe von -9,2 Mio. EUR verbesserte sich um 3,2 Mio. EUR. Im Zinsergebnis sind Zinsen für die Bewertung von Zinsswaps und Minderheitsanteilen sowie Zinsen für das operative Geschäft ausgewiesen: Beide Zinspositionen sind nach sechs Monaten des Geschäftsjahres niedriger als im Vorjahreszeitraum. Für den Berichtszeitraum betrug das operative Zinsergebnis 6,1 Mio. EUR; im Vorjahreszeitraum lag es bei 7,2 Mio. EUR. Der Zinsaufwand für die Anteile von Minderheitsgesellschaftern sank um 2,2 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR. Ursache hierfür ist unter anderem der Erwerb von Minderheitsanteilen, deren Aufwand bisher das Zinsergebnis belastet hat.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um erfreuliche 11,1 % auf 67,0 Mio. EUR. Die Steuerquote sank leicht von 35,3 % im Vorjahr auf 34,8 % im Berichtszeitraum. Vor Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter führte dies zu einem um 4,7 Mio. EUR verbesserten Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 43,7 Mio. EUR (Vorjahr: 39,0 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 1,76 EUR nach 1,58 EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Dies entspricht einem Anstieg von 11,4 %.
In den ersten sechs Monaten 2018 waren in den Unternehmen der INDUS-Gruppe durchschnittlich 10.579 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.032 Mitarbeiter) beschäftigt.
2018 konnten bereits drei INDUS-Beteiligungen Zukäufe vermelden: AURORA erwarb im Januar den Elektronikspezialisten EE ELECTRONIC EQUIPMENT B.V. mit Sitz in Weert (NL). Die Gesellschaft produziert kundenindividuelle elektronische Steuerungskomponenten für Applikationen in der Automobil-, Beleuchtungs- und Verpackungsindustrie.
Im März 2018 unterzeichnete OFA Bamberg den Kaufvertrag zur Übernahme der Aktivitäten eines Handelsunternehmens für medizinische Hilfsmittel in Süddeutschland.
Ferner konnte im Juli eine weitere INDUS-Beteiligung einen namhaften Anbieter von hochwertigen Raumklimageräten erwerben. Das Portfoliounternehmen aus dem Segment Bau/Infrastruktur sichert sich mit diesem Zukauf eine strategische Vertriebserweiterung im margenstarken Geschäft des Kälte-/Klima-Fachhandwerks.
Ihrem mehrstufigen Transaktionsmodell entsprechend erwarb INDUS planmäßig die Restanteile an der ROLKO Kohlgrüber GmbH (25 %) sowie von IEF-Werner (25 %). Der Erwerb der Restanteile an RAGUSE (20 %) durch INDUS erfolgte im Juli 2018.
Darüber hinaus gingen die Restanteile der PROVIS Steuerungstechnik GmbH (25 %) an die INDUS-Beteiligung BUDDE Fördertechnik über. Das INDUS-Portfolio besteht aktuell aus 45 mittelständischen Beteiligungen.
Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Zum 30. Juni 2018 umfasste das Beteiligungsportfolio 45 operative Einheiten.
Im Segment Bau/Infrastruktur verzeichneten die INDUS-Beteiligungen erneut einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Der Segmentumsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Mio. EUR bzw. 6,2 % gesteigert werden und erreichte 172,0 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 7,0 % auf 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 21,5 Mio. EUR) an. Die EBIT-Marge erreichte mit 13,4 % einen sehr guten Wert und liegt um 0,1 Prozentpunkte über dem bereits hohen Vorjahreswert. Die Anstiege bei Umsatz und EBIT betrafen insbesondere den Bereich Versorgungsnetz-Infrastruktur und sind ausschließlich organisch erwirtschaftet worden.
Insgesamt bewegen sich die INDUS-Beteiligungen des Segments Bau/Infrastruktur auf höchstem Niveau. Dabei arbeiten sie an ihrer Kapazitätsgrenze. Einige Beteiligungen sind von der Knappheit im Bereich der Rohstoffe sowie den damit einhergehenden steigenden Rohstoffpreisen betroffen. Zudem kämpfen sie mit einem zunehmend enger werdenden Facharbeitermarkt.
Die Investitionen in Höhe von 5,9 Mio. EUR betrafen wie im Vorjahr ausschließlich Sachinvestitionen.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 172,0 | 161,9 | 10,1 | 6,2 |
| EBITDA | 27,9 | 25,7 | 2,2 | 8,6 |
| Abschreibungen | -4,9 | -4,2 | -0,7 | -16,7 |
| EBIT | 23,0 | 21,5 | 1,5 | 7,0 |
| EBIT-Marge in % | 13,4 | 13,3 | 0,1 pp | - |
| Investitionen | 5,9 | 6,3 | -0,4 | -6,3 |
| Mitarbeiter | 1.773 | 1.672 | 101 | 6,0 |
Der Umsatz im Bereich Fahrzeugtechnik stieg um 4,2 Mio. EUR bzw. 2,2 % auf 196,5 Mio. EUR an. Das Umsatzwachstum resultierte aus einem Anstieg im Bereich der Heiz- und Klimasysteme für Nutzfahrzeuge und der erstmaligen Einbeziehung der im Januar erworbenen Beteiligung EE ELECTRONIC EQUIPMENT. Bei den Serienzulieferern sind hingegen sinkende Umsatzerlöse aufgrund von auslaufenden Aufträgen und rückläufigen Abrufen zu verzeichnen. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 4,2 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert (7,9 Mio. EUR). Hierfür sind die operativen Verluste bei der bekannten Beteiligung im Repositionierungsprozess, der stetig wachsende Margendruck bei den Serienzulieferern sowie die generellen Absatzrückgänge bei den Automobilzulieferern aufgrund von Dieselskandal und Abgasaffäre verantwortlich. Darüber hinaus wurden die Beteiligungen durch die gestiegenen Einstandspreise für Stahl belastet.
Die EBIT-Marge betrug für das erste Halbjahr 2,1 %, wobei wir für das Gesamtjahr 2018 eine leichte EBIT-Margenverbesserung erwarten.
Die Investitionen betrugen im ersten Halbjahr 11,0 Mio. EUR. Sie beinhalten neben Sachinvestitionen auch den Erwerb des Elektronikspezialisten EE ELECTRONIC EQUIPMENT durch die INDUS-Tochter AURORA.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 196,5 | 192,3 | 4,2 | 2,2 |
| EBITDA | 15,7 | 18,7 | -3,0 | -16,0 |
| Abschreibungen | -11,5 | -10,8 | -0,7 | -6,5 |
| EBIT | 4,2 | 7,9 | -3,7 | -46,8 |
| EBIT-Marge in % | 2,1 | 4,1 | -2,0 pp | - |
| Investitionen | 11,0 | 13,0 | -2,0 | -15,4 |
| Mitarbeiter | 3.552 | 3.559 | -7 | -0,2 |
Der Segmentumsatz im Maschinen- und Anlagenbau stieg um 8,3 Mio. EUR auf 182,3 Mio. EUR an. Dies ist auf organisches Wachstum im Bereich Logistik und die Neuerwerbe des Vorjahres M+P INTERNATIONAL und PEISELER zurückzuführen, die erstmalig vollständig einbezogen wurden.
Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte mit 22,6 Mio. EUR einen um 3,4 Mio. EUR geringeren Wert als im Vorjahr, verbleibt aber insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. Bei zwei Beteiligungen aus dem Großanlagenbau konnte das Wachstum der letzten Jahre aufgrund einer normalisierten Auftragslage und damit einhergehender geringerer Ergebnisse nicht fortgeführt werden.
Die EBIT-Marge lag mit 12,4 % im Zielkorridor von 12 bis 14 %. Für das Gesamtjahr erwarten wir abermals ein Erreichen eines Werts innerhalb des Zielkorridors.
Die Investitionen betrugen 4,4 Mio. EUR und betrafen ausschließlich Sachinvestitionen. Die Investitionen des Vorjahres beinhalteten neben den Sachinvestitionen den Erwerb der M+P-Gruppe und PEISELER-Gruppe.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 182,3 | 174,0 | 8,3 | 4,8 |
| EBITDA | 28,5 | 31,0 | -2,5 | -8,1 |
| Abschreibungen | -5,9 | -5,0 | -0,9 | -18,0 |
| EBIT | 22,6 | 26,0 | -3,4 | -13,1 |
| EBIT-Marge in % | 12,4 | 15,0 | -2,6 pp | - |
| Investitionen | 4,4 | 35,6 | -31,2 | -87,6 |
| Mitarbeiter | 1.981 | 1.734 | 247 | 14,2 |
Im Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum leicht um 0,9 % auf 77,7 Mio. EUR.
Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 8,4 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 9,3 Mio. EUR). Die EBIT-Marge liegt entsprechend mit 10,8 % um 1,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (11,9 %). Ursache für den Rückgang bei Umsatz und EBIT sind die Produktbereiche der Vliesstoffe und OP-Sets. Diese Produktbereiche sind wettbewerbsintensiv und brachten im ersten Halbjahr unerwartete Kundenverluste mit sich. Eine Kompensation in diesen Bereichen wird sich voraussichtlich erst im nächsten Geschäftsjahr positiv bemerkbar machen. Weiterhin ist das Segment durch gestiegene Lohnkosten in ausländischen Produktionsstätten belastet.
Für das Gesamtjahr erwarten wir im Segment wieder steigende Umsätze und Ergebnisse, sodass die Zielmarge von 13 bis 15 % realistisch bleibt.
Die Investitionen lagen mit 3,2 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (3,5 Mio. EUR).
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 77,7 | 78,4 | -0,7 | -0,9 |
| EBITDA | 11,9 | 12,7 | -0,8 | -6,3 |
| Abschreibungen | -3,5 | -3,4 | -0,1 | -2,9 |
| EBIT | 8,4 | 9,3 | -0,9 | -9,7 |
| EBIT-Marge in % | 10,8 | 11,9 | -1,1 pp | - |
| Investitionen | 3,2 | 3,5 | -0,3 | -8,6 |
| Mitarbeiter | 1.662 | 1.511 | 151 | 10,0 |
Das Segment Metalltechnik konnte eine Umsatzsteigerung um gute 9,9 % auf 216,3 Mio. EUR erzielen. Das Wachstum wurde insbesondere durch den Bereich der Hartmetallwerkzeuge erwirtschaftet.
Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 22,5 Mio. EUR für die ersten sechs Monate 2018 um hervorragende 87,5 % über dem Vorjahreswert (12,0 Mio. EUR). Die EBIT-Marge betrug 10,4 % und konnte damit gegenüber der Marge zum ersten Halbjahr 2017 (6,1 %) um sehr gute 4,3 Prozentpunkte gesteigert werden. Der Repositionierungsprozess einer Beteiligung verläuft planmäßig, und die Sonderbelastungen des Vorjahres fallen weg. Dieses schlägt sich in besseren Ergebnissen nieder.
Für das Gesamtjahr wird voraussichtlich eine EBIT-Marge am oberen Ende des Korridors von 8 bis 10 % erreicht werden.
Das Investitionsvolumen lag mit 3,9 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 216,3 | 196,8 | 19,5 | 9,9 |
| EBITDA | 29,5 | 19,0 | 10,5 | 55,3 |
| Abschreibungen | -7,0 | -7,0 | 0,0 | - |
| EBIT | 22,5 | 12,0 | 10,5 | 87,5 |
| EBIT-Marge in % | 10,4 | 6,1 | 4,3 pp | - |
| Investitionen | 3,9 | 4,1 | -0,2 | -4,9 |
| Mitarbeiter | 1.575 | 1.526 | 49 | 3,2 |
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Operativer Cashflow | -22,4 | 9,8 | -32,2 | <-100 |
| Zinsen | -11,1 | -10,9 | -0,2 | -1,8 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | -33,5 | -1,1 | -32,4 | <-100 |
| Auszahlungen für Investitionen | -28,9 | -64,1 | 35,2 | 54,9 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten | 0,7 | 0,3 | 0,4 | >100 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -28,2 | -63,8 | 35,6 | -55,8 |
| Auszahlung Dividende | -36,7 | -33,0 | -3,7 | -11,2 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | -0,3 | -0,4 | 0,1 | -25,0 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 129,0 | 122,9 | 6,1 | 5,0 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Krediten | -48,4 | -50,0 | 1,6 | 3,2 |
| Auszahlungen aus der Tilgung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten | -15,7 | 0,0 | -15,7 | - |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 27,9 | 39,5 | -11,6 | -29,4 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | -33,8 | -25,4 | -8,4 | -33,1 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | 0,0 | -0,6 | 0,6 | 100,0 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 135,9 | 127,2 | 8,7 | 6,8 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 102,1 | 101,2 | 0,9 | 0,9 |
Ausgehend von einem Ergebnis nach Steuern von 43,7 Mio. EUR (Vorjahr: 39,0 Mio. EUR) wurde im Berichtszeitraum ein operativer Cashflow in Höhe von -22,4 Mio. EUR (Vorjahr: 9,8 Mio. EUR) erzielt. Ursache hierfür ist der Anstieg des Working Capital um 87,3 Mio. EUR. Insbesondere in Erwartung weiter steigender Materialeinkaufspreise haben einzelne Gesellschaften ihr Vorratsvermögen, im Wesentlichen den Bestand an Rohstoffen, erhöht. Darüber hinaus haben ein bewusster Aufbau der unfertigen Erzeugnisse und ein gestiegener Forderungsbestand das Working Capital anwachsen lassen. Wir gehen davon aus, dass sich das Working Capital bis zum Jahresende verringert, aber auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahr verbleibt. Der Mittelabfluss für gezahlte Zinsen lag mit -11,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (-10,9 Mio. EUR). Insgesamt sank der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um -32,4 Mio. EUR auf -33,5 Mio. EUR.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -28,2 Mio. EUR und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert (-63,8 Mio. EUR). Die Sachinvestitionen sind gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Mio. EUR gesunken. Die Ausgaben für den Erwerb von Tochtergesellschaften betrugen mit -1,6 Mio. EUR deutlich weniger als im Vorjahr (-32,4 Mio. EUR). Im Vorjahreszeitraum wurden die M+P-Gruppe und PEISELER-Gruppe zugekauft. Im aktuellen Berichtsjahr wurde EE ELECTRONIC EQUIPMENT als strategische Ergänzung von AURORA erworben.
Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 27,9 Mio. EUR. Dieser resultierte aus einer Nettokreditaufnahme in Höhe von 80,6 Mio. EUR (Vorjahr: 72,9 Mio. EUR) abzüglich der Zahlung der Dividende in Höhe von -36,7 Mio. EUR (Vorjahr: -33,0 Mio. EUR) und der Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von -15,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Die liquiden Mittel lagen mit 102,1 Mio. EUR deutlich unter dem Bestand zum 31. Dezember 2017 (135,9 Mio. EUR).
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.6.2018 | 31.12.2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 948,2 | 953,6 | -5,4 | -0,6 |
| Anlagevermögen | 937,2 | 942,2 | -5,0 | -0,5 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 11,0 | 11,4 | -0,4 | -3,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 769,6 | 699,6 | 70,0 | 10,0 |
| Vorräte | 398,1 | 339,2 | 58,9 | 17,4 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 269,4 | 224,5 | 44,9 | 20,0 |
| Liquide Mittel | 102,1 | 135,9 | -33,8 | -24,9 |
| Bilanzsumme | 1.717,8 | 1.653,2 | 64,6 | 3,9 |
| PASSIVA | ||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 1.345,8 | 1.234,8 | 111,0 | 9,0 |
| Eigenkapital | 681,3 | 673,8 | 7,5 | 1,1 |
| Fremdkapital | 664,5 | 561,0 | 103,5 | 18,4 |
| davon Rückstellungen | 45,6 | 46,3 | -0,7 | -1,5 |
| davon Verbindlichkeiten und latente Steuern | 618,9 | 514,7 | 104,2 | 20,2 |
| Kurzfristige Finanzierungsmittel | 372,0 | 418,4 | -46,4 | -11,1 |
| davon Rückstellungen | 81,8 | 72,4 | 9,4 | 13,0 |
| davon Verbindlichkeiten | 290,2 | 346,0 | -55,8 | -16,1 |
| Bilanzsumme | 1.717,8 | 1.653,2 | 64,6 | 3,9 |
Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe lag zum Stichtag mit 1.717,8 Mio. EUR um 3,9 % höher als zum 31. Dezember 2017. Hierfür sind insbesondere der Aufbau von Vorräten (+58,9 Mio. EUR) sowie Forderungen und sonstige Vermögenswerte (+44,9 Mio. EUR) verantwortlich. Der Gesamtbetrag des Working Capital zum 30. Juni 2018 belief sich auf 490,2 Mio. EUR und war damit um 87,3 Mio. EUR bzw. 21,7 % höher als zum Jahresende 2017 (402,9 Mio. EUR). Wie bereits vorne beschrieben und näher erläutert, sind die Ursachen für das gestiegene Working Capital die ausgeweitete Geschäftstätigkeit (Gesamtleistung +7,4 %) sowie der Aufbau von Vormaterialien, unfertigen Erzeugnissen und Forderungen.
Das Eigenkapital stieg um 1,1 % an. Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2018 betrug 39,7 % und lag damit etwas niedriger als zum Jahresende 2017 (40,8 %) und leicht unter unserer Zielquote von 40,0 %. Der Aufbau der langfristigen Verbindlichkeiten um 104,2 Mio. EUR ist zum einen auf einen erhöhten Finanzierungsbedarf und zum anderen auf eine Verschiebung von kurzfristigen Verbindlichkeiten hin zu langfristigen Verbindlichkeiten zurückzuführen.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.6.2018 | 31.12.2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorräte | 398,1 | 339,2 | 58,9 | 17,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 237,1 | 197,5 | 39,6 | 20,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -85,6 | -66,2 | -19,4 | -29,3 |
| Erhaltene Anzahlungen | -22,8 | -18,6 | -4,2 | -22,6 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | -36,6 | -49,0 | 12,4 | 25,3 |
| Working Capital | 490,2 | 402,9 | 87,3 | 21,7 |
Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen 513,1 Mio. EUR zum 30. Juni 2018 und lagen um 114,2 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember 2017. Die Veränderung ist auf eine Verringerung der liquiden Mittel (-33,8 Mio. EUR) und eine Erhöhung der Finanzschulden (+80,4 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Erhöhung der Finanzschulden steht in direktem Zusammenhang mit dem Abbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.6.2018 | 31.12.2017 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Finanzschulden | 528,2 | 439,5 | 88,7 | 20,2 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 87,0 | 95,3 | -8,3 | -8,7 |
| Liquide Mittel | -102,1 | -135,9 | 33,8 | 24,9 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 513,1 | 398,9 | 114,2 | 28,6 |
Für den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2017 verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem. Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der INDUS-Beteiligungen wird im zweiten Halbjahr voraussichtlich weiter von einer starken Konjunktur gestützt. Trotz anhaltender Risikofaktoren wie dem chinesisch-amerikanischen Handelskonflikt oder der steigenden Unsicherheit im Brexit-Prozess sowie in Summe rückläufigen Konjunkturerwartungen bleiben die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft und die INDUS-Beteiligungen positiv. Die Unternehmen der INDUS-Gruppe werden nach Einschätzung des Vorstandes deshalb ihre Geschäfte insgesamt gut weiterentwickeln können.
Die INDUS-Gruppe als Ganzes hat sich bei Umsatz und Ertrag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 entsprechend der Planung entwickelt. Die Tendenz erhöhter Materialpreise, insbesondere für Rohstoffe, sowie steigender Lohnkosten bei hoher Kapazitätsauslastung wird anhalten und damit Druck auf das operative Ergebnis (EBIT) ausüben.
Insbesondere die Segmente Bau/Infrastruktur sowie Maschinen- und Anlagenbau werden auch in den kommenden Monaten tragende Ertragsstützen sein. Hinzu kommt ein deutlicher Aufwärtstrend im Segment Metalltechnik. Die Unternehmen im Segment Medizintechnik sehen sich auf einem hohen Ertragsniveau mit einer wachsenden Wettbewerbsintensität und steigenden regulatorischen Anforderungen konfrontiert. Im Segment Fahrzeugtechnik werden der marktbedingt hohe Margendruck und teilweise Umsatzrückgänge die Unternehmen im Seriengeschäft unter Handlungsdruck halten.
Trotz der Herausforderungen im Segment Fahrzeugtechnik bestätigt der Vorstand die Ziele für das Gesamtjahr 2018: einen Umsatz im Korridor zwischen 1,65 und 1,70 Mrd. EUR und ein EBIT zwischen 154 und 160 Mio. EUR (vor Einbeziehung der anteiligen Umsatz- und Ergebnisbeiträge der im Jahresverlauf getätigten Akquisitionen).
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| in TEUR | ANHANG | H1 2018 | H1 2017 | 02 2018 | 02 2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| UMSATZERLÖSE | 844.733 | 803.499 | 436.568 | 422.527 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.479 | 7.353 | 2.809 | 3.765 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 2.110 | 2.252 | 983 | 1.146 | |
| Bestandsveränderung | 29.673 | 8.396 | 10.671 | -6.566 | |
| Materialaufwand | [3] | -407.196 | -372.862 | -209.248 | -190.479 |
| Personalaufwand | [4] | -252.277 | -235.278 | -127.872 | -120.008 |
| Abschreibungen | -33.219 | -30.672 | -16.786 | -15.635 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | [5] | -113.184 | -110.773 | -56.443 | -57.133 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | -62 | 691 | 16 | 303 | |
| Finanzergebnis | 133 | 117 | 65 | 58 | |
| OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) | 76.190 | 72.723 | 40.763 | 37.978 | |
| Zinserträge | 38 | 55 | 22 | 21 | |
| Zinsaufwendungen | -9.205 | -12.453 | -4.010 | -6.300 | |
| ZINSERGEBNIS | [6] | -9.167 | -12.398 | -3.988 | -6.279 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) | 67.023 | 60.325 | 36.775 | 31.699 | |
| Steuern | -23.303 | -21.279 | -13.005 | -11.248 | |
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 43.720 | 39.046 | 23.770 | 20.451 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 579 | 333 | 485 | 174 | |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 43.141 | 38.713 | 23.285 | 20.277 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR | [7] | 1,76 | 1,58 | 0,95 | 0,83 |
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| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 | 02 2018 | 02 2017 |
|---|---|---|---|---|
| ERGEBNIS NACH STEUERN | 43.720 | 39.046 | 23.770 | 20.451 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 1.164 | 482 | 178 | 966 |
| Latente Steuern | -284 | -143 | -37 | -286 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 880 | 339 | 141 | 680 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 22 | -2.771 | 212 | -3.416 |
| Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) | -256 | 25 | -846 | -398 |
| Latente Steuern | 72 | -4 | 206 | 63 |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -162 | -2.750 | -428 | -3.751 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | 718 | -2.411 | -287 | -3.071 |
| GESAMTERGEBNIS | 44.438 | 36.635 | 23.483 | 17.380 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 579 | 333 | 485 | 174 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 43.859 | 36.302 | 22.998 | 17.206 |
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 1.164 TEUR (Vorjahr: 482 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus der Anhebung des Zinssatzes für inländische Verpflichtungen von 1,8 % zum 31. Dezember 2017 auf 1,9 % zum 30. Juni 2018. Der Zinssatz für ausländische Pensionen (Schweiz) hat sich um 0,17 % erhöht.
Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente resultiert aus den zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.
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| in TEUR | ANHANG | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwert | 429.319 | 428.590 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 84.020 | 86.454 | |
| Sachanlagen | 394.335 | 397.008 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 5.127 | 5.220 | |
| Finanzanlagen | 13.470 | 13.995 | |
| At-Equity-bewertete Anteile | 10.841 | 10.903 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.424 | 2.594 | |
| Latente Steuern | 8.664 | 8.862 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 948.200 | 953.626 | |
| Vorräte | [8] | 398.090 | 339.154 |
| Forderungen | [9] | 237.101 | 197.528 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 24.671 | 18.247 | |
| Laufende Ertragsteuern | 7.603 | 8.750 | |
| Liquide Mittel | 102.085 | 135.881 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 769.550 | 699.560 | |
| BILANZSUMME | 1.717.750 | 1.653.186 |
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| in TEUR | ANHANG | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 63.571 | 63.571 | |
| Kapitalrücklage | 239.833 | 239.833 | |
| Übrige Rücklagen | 374.693 | 367.509 | |
| Eigenkapital der INDUS-Aktionäre | 678.097 | 670.913 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 3.175 | 2.900 | |
| Eigenkapital | 681.272 | 673.813 | |
| Pensionsrückstellungen | 43.320 | 43.969 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 2.270 | 2.377 | |
| Langfristige Finanzschulden | 528.186 | 439.545 | |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | [10] | 44.383 | 29.174 |
| Latente Steuern | 46.283 | 45.956 | |
| Langfristige Schulden | 664.442 | 561.021 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 81.807 | 72.384 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | 86.980 | 95.301 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 85.602 | 66.162 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | [10] | 109.848 | 174.081 |
| Laufende Ertragsteuern | 7.799 | 10.424 | |
| Kurzfristige Schulden | 372.036 | 418.352 | |
| BILANZSUMME | 1.717.750 | 1.653.186 |
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| in TEUR | GEZEICHNETES KAPITAL |
KAPITAL- RÜCKLAGE |
GEWINN- RÜCKLAGE |
SONSTIGE RÜCKLAGEN |
EIGENKAPITAL DER INDUS- AKTIONÄRE |
ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER |
|---|---|---|---|---|---|---|
| STAND AM 31.12.2016 | 63.571 | 239.833 | 341.561 | -3.027 | 641.938 | 2.630 |
| Ergebnis nach Steuern | 38.713 | 38.713 | 333 | |||
| Sonstiges Ergebnis | -2.411 | -2.411 | ||||
| Gesamtergebnis | 38.713 | -2.411 | 36.302 | 333 | ||
| Dividendenzahlung | -33.008 | -33.008 | -404 | |||
| STAND AM 30.6.2017 | 63.571 | 239.833 | 347.266 | -5.438 | 645.232 | 2.559 |
| STAND AM 31.12.2017 | 63.571 | 239.833 | 390.890 | -23.381 | 670.913 | 2.900 |
| Ergebnis nach Steuern | 43.141 | 43.141 | 579 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 718 | 718 | ||||
| Gesamtergebnis | 43.141 | 718 | 43.859 | 579 | ||
| Dividendenzahlung | -36.675 | -36.675 | -304 | |||
| STAND AM 30.6.2018 | 63.571 | 239.833 | 397.356 | -22.663 | 678.097 | 3.175 |
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| in TEUR | EIGENKAPITAL DES KONZERNS |
|---|---|
| STAND AM 31.12.2016 | 644.568 |
| Ergebnis nach Steuern | 39.046 |
| Sonstiges Ergebnis | -2.411 |
| Gesamtergebnis | 36.635 |
| Dividendenzahlung | -33.412 |
| STAND AM 30.6.2017 | 647.791 |
| STAND AM 31.12.2017 | 673.813 |
| Ergebnis nach Steuern | 43.720 |
| Sonstiges Ergebnis | 718 |
| Gesamtergebnis | 44.438 |
| Dividendenzahlung | -36.979 |
| STAND AM 30.6.2018 | 681.272 |
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.
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| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 43.720 | 39.046 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 33.219 | 30.672 |
| Steuern | 23.303 | 21.279 |
| Zinsergebnis | 9.167 | 12.398 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 578 | -1.691 |
| Veränderungen der Rückstellungen | 8.668 | 11.400 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva | -101.540 | -68.015 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva | -14.459 | -9.281 |
| Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern | -25.076 | -26.010 |
| Operativer Cashflow | -22.420 | 9.798 |
| Gezahlte Zinsen | -11.148 | -10.910 |
| Erhaltene Zinsen | 38 | 55 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | -33.530 | -1.057 |
| Auszahlungen für Investitionen in | ||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -27.123 | -30.944 |
| Finanzanlagen | -203 | -707 |
| Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften | -1.626 | -32.414 |
| Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen Anlagen | 728 | 306 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -28.224 | -63.759 |
| Auszahlung Dividende | -36.675 | -33.008 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | -304 | -404 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 128.974 | 122.904 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Krediten | -48.363 | -50.038 |
| Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten | -15.693 | 0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 27.939 | 39.454 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | -33.815 | -25.362 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | 19 | -660 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 135.881 | 127.180 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 102.085 | 101.158 |
Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 angewendet, die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.
Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im ersten Halbjahr 2018 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.
Alle ab dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.
Die neuen Standards haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG.
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| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -344.580 | -305.217 |
| Bezogene Leistungen | -62.616 | -67.645 |
| Summe | -407.196 | -372.862 |
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| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -213.961 | -199.755 |
| Soziale Abgaben | -36.050 | -33.348 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -2.266 | -2.175 |
| Summe | -252.277 | -235.278 |
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| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Vertriebsaufwendungen | -43.748 | -42.932 |
| Betriebsaufwendungen | -40.638 | -37.003 |
| Verwaltungsaufwendungen | -24.897 | -24.585 |
| Übrige Aufwendungen | -3.901 | -6.253 |
| Summe | -113.184 | -110.773 |
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| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 38 | 55 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -6.167 | -7.213 |
| Zinsen operatives Geschäft | -6.129 | -7.158 |
| Sonstige: Marktwerte Zinsswaps | 7 | 7 |
| Sonstige: Minderheitsanteile | -3.045 | -5.247 |
| Zinsen Sonstige | -3.038 | -5.240 |
| Summe | -9.167 | -12.398 |
Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in Höhe von 659 TEUR (Vorjahr: 775 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.
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| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis der INDUS-Aktionäre | 43.141 | 38.713 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) | 24.451 | 24.451 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,76 | 1,58 |
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| in TEUR | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe | 146.880 | 125.146 |
| In Arbeit befindliche Erzeugnisse | 114.172 | 88.205 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 113.852 | 109.340 |
| Geleistete Anzahlungen | 23.186 | 16.463 |
| Summe | 398.090 | 339.154 |
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| in TEUR | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 211.231 | 180.138 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 23.774 | 15.693 |
| Forderungen an assoziierte Unternehmen | 2.096 | 1.697 |
| Summe | 237.101 | 197.528 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 50.860 TEUR (31.12.2017: 64.275 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrages oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.
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| BAU/ INFRASTRUKTUR |
FAHRZEUG- TECHNIK |
MASCHINEN- UND ANLAGENBAU |
MEDIZIN- UND GESUNDHEITS- TECHNIK |
METALL- TECHNIK |
SUMME SEGMENTE |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 172.004 | 196.502 | 182.320 | 77.723 | 216.341 | 844.890 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 15.918 | 38.992 | 29.479 | 9.141 | 27.316 | 120.846 |
| Umsatzerlöse | 187.922 | 235.494 | 211.799 | 86.864 | 243.657 | 965.736 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 22.970 | 4.240 | 22.636 | 8.382 | 22.530 | 80.758 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | -18 | -167 | 123 | 0 | 0 | -62 |
| Abschreibungen | -4.909 | -11.431 | -5.930 | -3.516 | -7.031 | -32.817 |
| Segment-EBITDA | 27.879 | 15.671 | 28.566 | 11.898 | 29.561 | 113.575 |
| Investitionen | 5.926 | 11.026 | 4.393 | 3.193 | 3.931 | 28.469 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 1.626 | 0 | 0 | 0 | 1.626 |
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| ÜBERLEITUNG | KONZERNABSCHLUSS | |
|---|---|---|
| H1 2018 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | -157 | 844.733 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -120.846 | 0 |
| Umsatzerlöse | -121.003 | 844.733 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -4.568 | 76.190 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | -62 |
| Abschreibungen | -402 | -33.219 |
| Segment-EBITDA | -4.166 | 109.409 |
| Investitionen | 483 | 28.952 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 1.626 |
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| BAU/ INFRASTRUKTUR |
FAHRZEUG- TECHNIK |
MASCHINEN- UND ANLAGENBAU |
MEDIZIN- UND GESUNDHEITS- TECHNIK |
METALL- TECHNIK |
SUMME SEGMENTE |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| H1 2017 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 161.929 | 192.272 | 174.039 | 78.372 | 196.833 | 803.445 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 16.877 | 38.985 | 24.229 | 7.969 | 27.360 | 115.420 |
| Umsatzerlöse | 178.806 | 231.257 | 198.268 | 86.341 | 224.193 | 918.865 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 21.494 | 7.913 | 26.038 | 9.305 | 11.956 | 76.706 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 373 | 182 | 136 | 0 | 0 | 691 |
| Abschreibungen | -4.215 | -10.767 | -4.923 | -3.380 | -7.055 | -30.340 |
| Segment-EBITDA | 25.709 | 18.680 | 30.961 | 12.685 | 19.011 | 107.046 |
| Investitionen | 6.262 | 12.967 | 35.597 | 3.519 | 4.059 | 62.404 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 32.414 | 0 | 0 | 32.414 |
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| ÜBERLEITUNG | KONZERNABSCHLUSS | |
|---|---|---|
| H1 2017 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 54 | 803.499 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -115.420 | 0 |
| Umsatzerlöse | -115.366 | 803.499 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -3.983 | 72.723 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 691 |
| Abschreibungen | -332 | -30.672 |
| Segment-EBITDA | -3.651 | 103.395 |
| Investitionen | 1.661 | 64.065 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 32.414 |
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| BAU/ INFRASTRUKTUR |
FAHRZEUG- TECHNIK |
MASCHINEN- UND ANLAGENBAU |
MEDIZIN- UND GESUNDHEITS- TECHNIK |
METALL- TECHNIK |
SUMME SEGMENTE |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2 2018 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 95.126 | 98.389 | 93.491 | 38.764 | 110.639 | 436.409 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 8.783 | 20.375 | 14.166 | 4.995 | 14.037 | 62.356 |
| Umsatzerlöse | 103.909 | 118.764 | 107.657 | 43.759 | 124.676 | 498.765 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 15.185 | 1.859 | 10.144 | 4.629 | 11.169 | 42.986 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 105 | -177 | 88 | 0 | 0 | 16 |
| Abschreibungen | -2.626 | -5.722 | -2.908 | -1.767 | -3.559 | -16.582 |
| Segment-EBITDA | 17.811 | 7.581 | 13.052 | 6.396 | 14.728 | 59.568 |
| Investitionen | 2.635 | 4.055 | 2.149 | 2.271 | 2.688 | 13.798 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
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| ÜBERLEITUNG | KONZERNABSCHLUSS | |
|---|---|---|
| Q2 2018 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 159 | 436.568 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -62.356 | 0 |
| Umsatzerlöse | -62.197 | 436.568 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -2.223 | 40.763 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 16 |
| Abschreibungen | -204 | -16.786 |
| Segment-EBITDA | -2.019 | 57.549 |
| Investitionen | 219 | 14.017 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 |
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| BAU/ INFRASTRUKTUR |
FAHRZEUG- TECHNIK |
MASCHINEN- UND ANLAGENBAU |
MEDIZIN- UND GESUNDHEITS- TECHNIK |
METALL- TECHNIK |
SUMME SEGMENTE |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q2 2017 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 90.175 | 96.125 | 96.617 | 39.469 | 99.962 | 422.348 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 8.947 | 20.523 | 13.052 | 4.387 | 13.912 | 60.821 |
| Umsatzerlöse | 99.122 | 116.648 | 109.669 | 43.856 | 113.874 | 483.169 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 14.423 | 3.233 | 14.191 | 5.483 | 2.916 | 40.246 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 67 | 153 | 83 | 0 | 0 | 303 |
| Abschreibungen | -2.110 | -5.472 | -2.637 | -1.696 | -3.556 | -15.471 |
| Segment-EBITDA | 16.533 | 8.705 | 16.828 | 7.179 | 6.472 | 55.717 |
| Investitionen | 2.656 | 6.262 | 22.303 | 2.630 | 1.851 | 35.702 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 20.702 | 0 | 0 | 20.702 |
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| ÜBERLEITUNG | KONZERNABSCHLUSS | |
|---|---|---|
| Q2 2017 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 179 | 422.527 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -60.821 | 0 |
| Umsatzerlöse | -60.642 | 422.527 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -2.268 | 37.978 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 303 |
| Abschreibungen | -164 | -15.635 |
| Segment-EBITDA | -2.104 | 53.613 |
| Investitionen | 1.066 | 36.768 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 20.702 |
Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
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| H1 2018 | H1 2017 | Q2 2018 | Q2 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Segmentergebnis (EBIT) | 80.758 | 76.706 | 42.986 | 40.246 |
| Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG | -4.568 | -3.817 | -2.237 | -2.293 |
| Konsolidierungen | 0 | -166 | 14 | 25 |
| Zinsergebnis | -9.167 | -12.398 | -3.988 | -6.279 |
| Ergebnis vor Steuern | 67.023 | 60.325 | 36.775 | 31.699 |
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen zu den Segmenten beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).
Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.
Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.
Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.
Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumenten, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.
Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.
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| in TEUR | KONZERN | INLAND | EU | DRITTLAND |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | ||||
| 1. Halbjahr 2018 | 844.733 | 430.919 | 188.789 | 225.025 |
| 2. Quartal 2018 | 436.568 | 220.647 | 99.812 | 116.109 |
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | ||||
| 30.6.2018 | 923.642 | 784.872 | 46.208 | 92.562 |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | ||||
| 1. Halbjahr 2017 | 803.499 | 406.036 | 180.376 | 217.087 |
| 2. Quartal 2017 | 422.527 | 219.782 | 89.841 | 112.904 |
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | ||||
| 31.12.2017 | 928.175 | 790.057 | 46.343 | 91.775 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
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| BILANZANSATZ | NICHT IM ANWENDUNGS- BEREICH DES IFRS 7 |
FINANZ- INSTRUMENTE IFRS 7 |
DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET |
DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGS- KOSTEN BEWERTET |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 30.6.2018 | |||||
| Finanzanlagen | 13.470 | 0 | 13.470 | 0 | 13.470 |
| Liquide Mittel | 102.085 | 0 | 102.085 | 0 | 102.085 |
| Forderungen | 237.101 | 23.774 | 213.327 | 0 | 213.327 |
| Sonstige Vermögenswerte | 27.095 | 15.120 | 11.975 | 99 | 11.876 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 379.751 | 38.894 | 340.857 | 99 | 340.758 |
| Finanzschulden | 615.166 | 0 | 615.166 | 0 | 615.166 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 85.602 | 0 | 85.602 | 0 | 85.602 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 154.232 | 73.530 | 80.702 | 55.313 | 25.389 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 855.000 | 73.530 | 781.470 | 55.313 | 726.157 |
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| BILANZANSATZ | NICHT IM ANWENDUNGS- BEREICH DES IFRS 7 |
FINANZ- INSTRUMENTE IFRS 7 |
DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET |
DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGS- KOSTEN BEWERTET |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | |||||
| Finanzanlagen | 13.995 | 0 | 13.995 | 0 | 13.995 |
| Liquide Mittel | 135.881 | 0 | 135.881 | 0 | 135.881 |
| Forderungen | 197.528 | 15.693 | 181.835 | 0 | 181.835 |
| Sonstige Vermögenswerte | 20.841 | 10.246 | 10.595 | 99 | 10.496 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 368.245 | 25.939 | 342.306 | 99 | 342.207 |
| Finanzschulden | 534.846 | 0 | 534.846 | 0 | 534.846 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 66.162 | 0 | 66.162 | 0 | 66.162 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 203.255 | 85.623 | 117.632 | 68.622 | 49.010 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 804.263 | 85.623 | 718.640 | 68.622 | 650.018 |
Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.
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| 30.6.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Handel und Derivate | 99 | 99 |
| Halten | 338.246 | 339.616 |
| Halten und Verkauf | 2.512 | 2.591 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 340.857 | 342.306 |
| Handel und Derivate | 55.313 | 68.622 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert | 726.157 | 650.018 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 781.470 | 718.640 |
Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 13. August 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bergisch Gladbach, den 13. August 2018
INDUS Holding AG
Der Vorstand
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| Dr. Johannes Schmidt | Axel Meyer | Rudolf Weichert |
Nina Wolf
Senior Manager
Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: [email protected]
Julia Pschribülla
Manager
Investor Relations
Telefon: +49 (0)2204/40 00-66
E-Mail: [email protected]
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Telefon: +49 (0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: [email protected]
www.indus.de
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| DATUM | EVENT |
|---|---|
| 14. August 2018 | Veröffentlichung des Zwischenberichts zum ersten Halbjahr 2018 |
| 14. November 2018 | Veröffentlichung des Zwischenberichts zu den ersten neun Monaten 2018 |
| 29. November 2018 | Außerordentliche Hauptversammlung 2018 |
Dr. Johannes Schmidt
14. August 2018
INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach
Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg
Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.
INDUS Holding AG
wenn Sie in die Suchmaschine von Google den Begriff "Mut" eingeben, werden Sie auf ungefähr 72 Millionen Treffer stoßen. Die Eingabe keiner anderen Tugend kommt auch nur annähernd auf einen so hohen Wert. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie nach Wörtern suchen, bei denen der Begriff Mut gefragt ist: So übertrifft das Suchergebnis für "Risiko" den des Mutes noch einmal um etwa zweieinhalb Millionen Treffer. Für mich ist das kein Zufall.
Die Anforderung an uns, in unserem Alltag die Komfortzone zu verlassen, ist hochaktuell. Wir müssen heute immer schneller entscheiden und das in immer unüberschaubareren Situationen. Das erfordert Mut - bei uns in der Holding, in den Führungsteams unserer 45 Beteiligungen und auch an den mehr als 10.000 Arbeitsplätzen in den Unternehmen der INDUS-Gruppe.
Deshalb ermuntern meine Vorstandskollegen und ich unsere Beteiligungen, aufmerksam zu bleiben und couragiert neue Wege für ihren Erfolg zu suchen - nicht aus bloßem Drang zum Aktionismus und auch nicht, weil die Managementliteratur es uns gerade anträgt. Wir tun es, weil es für sie und damit für unsere Gruppe überlebenswichtig ist.
Der technologische Wandel gibt uns einen rasanten Takt vor. Das haben wir alle längst verinnerlicht. Was uns trotz dieser Erkenntnis aber immer wieder ein gehöriges Maß an Überwindung kostet, ist konsequentes Handeln.
Dabei gibt es unzählige Beispiele dafür, dass es sich lohnt, den mutigen Schritt zu wagen. Auch in unserer INDUS-Gruppe. Ein paar davon greifen die folgenden Seiten auf.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre!
Ihr Johannes Schmidt
DR. JOHANNES SCHMIDT
Vorstandsvorsitzender der INDUS Holding AG
Carl Josef Neckermann
Die Digitalisierung revolutioniert die medizinischen Berufsbilder. Beispiel Radiologie: Neue Bildgebungsverfahren ermöglichen mit ihren komplexen, multiparametrischen Analysen sehr viel zuverlässigere Ergebnisse, als das menschliche Auge sie je liefern kann. Das bedeutet für die Radiologen: Sie müssen lernen, mit Big Data umzugehen und Schnittstellenkompetenzen zu benachbarten medizinischen Disziplinen aufzubauen.
Je häufiger wir anderen bei etwas zusehen, desto eher denken wir uns: "Das schaffe ich auch!" - und überschätzen dabei unsere Fähigkeiten in den meisten Fällen erheblich. Das ist das Fazit einer Untersuchung der University of Chicago aus dem vergangenen Herbst.
Die Wissenschaftler baten knapp 200 Probanden, im Labor ihre Darts-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dabei zeigte sich, dass Teilnehmer, die sich zuvor gleich 20 Mal ein kurzes Video von einem Darts-Profi angesehen hatten, sehr viel optimistischer waren, eine hohe Punktzahl zu erzielen, als Versuchspersonen, die den Film nur einmal ansehen durften. In der anschließenden echten Partie Darts schnitten aber beide Gruppen gleich gut ab.
Fazit: Lange zuschauen macht nicht besser. Es hilft nur: Einfach mal machen!
Mexikos Trainer Juan Carlos vor dem WM-Gruppenduell gegen Deutschland
Die Leidenschaft hat (leider) gewonnen.
Die bahnbrechende Erfindung, wenn sie niemand mehr erwartet. Das entscheidende Tor in der letzten Sekunde. Das couragierte Eingreifen in der kritischen Alltagssituation. Wer von uns hat nicht schon davon geträumt, ein Held zu sein? Die Bereitschaft, ein Wagnis einzugehen in dem Wissen, dass es auch schiefgehen kann, zählt seit Jahrtausenden zum Grundkanon menschlicher Tugenden. Wir orientieren uns an ihnen, weil wir die Erfahrung machen: Wenn wir uns an diesen Tugenden ausrichten, kommen wir gut durchs Leben.
Für den ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill war Mut sogar die Mutter aller Tugenden. Dies vielleicht auch, weil der Nutzen mutigen Handelns für Dritte in der Regel deutlich größer ist als für denjenigen, der das Risiko eingeht. Das ist ehrenhaft.
Doch Mut ist mehr als eine Frage der Ehre. Wir leben heute in einer dynamischen Zeit, die uns ungewohnt häufig dazu zwingt, mutige Entscheidungen zu treffen. Sie führen uns immer wieder auf Neuland. Oft stellt sich für uns dabei schon nicht mehr die Frage nach dem "Ob", sondern nur noch die nach dem "Wie".
Ob unsere Entscheidung die richtige war? Wir wissen es erst im Rückblick.
Gerade für mittelständische Unternehmen ist der Begriff Mut gewissermaßen ein Chromosom im genetischen Erbgut. Ein Mittelständler zu sein bedeutet, permanent den Aufbruch zu suchen.
Und das nicht erst, wenn die digitale Revolution an die Werkstore klopft. "Etablieren einer lernenden Organisation", "Pflege einer konstruktiven Fehlerkultur", "Aufsetzen von Resilienztrainings" - so mancher Konzern nimmt zurzeit Nachhilfeunterricht, um sich für den Erfolg in der Zukunft zu qualifizieren.
Aber auch für den Mittelstand bleiben die Herausforderungen weiter groß. Wenn es für den Mut einen natürlichen Feind gibt, dann ist es die Selbstüberschätzung. Und deshalb will auch in der INDUS-Gruppe die Tugend Mut gut gepflegt sein.
Unternehmerischer Mut zeigt sich häufig das erste Mal in einem entscheidenden Moment einer persönlichen Lebensgeschichte. Diesem folgen Stück für Stück weitere Entscheidungen, die die Menschen zu echten Unternehmern heranreifen lassen. Solche Persönlichkeiten dienen uns dann als Vorbilder, die uns zeigen, dass es sich lohnt, Risiken kontrolliert einzugehen.
Von diesen Unternehmertypen gibt es in der INDUS-Gruppe viele. Jürgen Budde zum Beispiel: Der heute 61-jährige Geschäftsführer der BUDDE Fördertechnik wuchs in Bielefeld auf, wo sein Vater Heribert Budde in den 50er-Jahren ein Unternehmen für Transportanlagen von Schüttgut wie z. B. Kohle aufgebaut hatte. Nachdem sein Vater das Geschäft unerwartet nicht mehr fortführen konnte, unterbrach Jürgen Budde sein Studium und stieg - anders als geplant - sofort in den elterlichen Betrieb ein. "Handle entschlossen und vorausschauend", nach diesem Prinzip ging der aufstrebende Unternehmer auch in den Folgejahren vor.
Als sich Ende der 1990er-Jahre abzeichnete, dass der Internethandel stark an Bedeutung gewinnen würde, erweiterte Jürgen Budde Anfang der 2000er-Jahre seine Förderanlagen auf den Produktbereich Paket. Eine zukunftsträchtige Entscheidung. Heute zählt BUDDE zu den führenden internationalen Anbietern von Anlagentechnik im Paketdienstbereich.
Vor Entscheidungen ähnlicher Tragweite stand Ernst Lieb: Der Sohn eines Landwirts wuchs im niedersächsischen Wahrenholz auf. Hier musste er bereits früh auf dem Traktor sitzen, während die anderen Jungs Fußball spielten. Später führte ihn sein Weg zum Diakonischen Werk in Gifhorn. Dass er später einmal ein Vorzeigeunternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 60 Millionen Euro führen würde, war nicht einmal im Ansatz absehbar.
Dass es aber genau dazu kam, entschied sich, als ihm ein Diakonie-Kollege aus Neugersdorf in der Lausitz 1990 seine Heimat zeigte. Lieb entdeckte Textima, ein Rumpf-Kombinat, das Textilmaschinen zusammenschraubte, und ergriff die Gelegenheit beim Schopfe. Gemeinsam mit Partnern vor Ort baute er innerhalb weniger Jahre den Automatisierungsspezialisten MBN auf. Die MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf sind heute ein international erfolgreicher Automobilzulieferer, der regelmäßig auch Auszeichnungen für vorbildliche Unternehmensleistungen erhält.
BUDDE und MBN sind heute Teile der INDUS-Gruppe. Aber die Unternehmer sind geblieben. Die Entscheidung dafür fiel Jürgen Budde und Ernst Lieb nicht schwer. Auch wenn sie jetzt als Geschäftsführer in Unternehmen handeln, die mehrheitlich zu INDUS gehören: Ihre unternehmerischen Freiräume sind erhalten geblieben. Hinzugewonnen haben sie die wirtschaftliche Kraft einer starken Holding im Hintergrund.
Dies gilt für alle Beteiligungen, in denen die Führungskräfte als eigene Unternehmer agieren. Sie sind es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen und die Initiative zu ergreifen.
Im besten Fall führt diese Initiative für ein Unternehmen auf die nächste Entwicklungsstufe. So wie bei der INDUS-Beteiligung WEIGAND Bau. Als Anbieter von Planungs- und Bauleistungen war das Unternehmen bis vor zwei Jahren auf den regionalen Telekommunikationsmarkt fokussiert. Dann ergab es sich, dass der Geschäftsführer Marco Weigand als digital affiner Mensch von einem geplanten Breitbandausbau im Großraum Kassel erfuhr. 570 Ortsteile in fünf hessischen Landkreisen sollten mit leistungsfähigen Glasfaserleitungen erschlossen werden. Marco Weigand war überzeugt, auch diese neue und sehr große Aufgabe stemmen zu können. Und so machte er sich auf zu INDUS nach Bergisch Gladbach und sicherte sich die Unterstützung des Vorstands für die Bewerbung. Mut und Tatendrang haben sich ausgezahlt: WEIGAND bekam den Zuschlag und plant und errichtet heute als Generalunternehmer schlüsselfertig das europaweit größte Breitbandausbauprojekt.
Was für den einen der Großauftrag auf einem neuen Gebiet ist, ist für den anderen ein gewichtiger Unternehmenszukauf. Dazu entschloss sich im Frühjahr 2015 Dr. Hartwig Frinke. Er ist seit 1988 Geschäftsführer von OFA Bamberg, einem führenden Hersteller von medizinischen Kompressionsstrümpfen und Bandagen, und kennt seinen Markt sehr genau. Mit dem Zukauf der niederländischen NEA International vor drei Jahren hat sich OFA ein Schwergewicht an seine Seite geholt: Das Unternehmen aus Maastricht ergänzt das Portfolio von OFA ideal und hat zudem eine hohe internationale Reichweite. Für INDUS war die Transaktion der größte Zukauf auf zweiter Ebene. Doch die Geschäftsentwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Initiative von Hartwig Frinke war die richtige.
Im unternehmerischen Alltag gibt es immer wieder wegweisende und damit mutige Entscheidungen zu treffen. Sie führen manchmal zu grundlegenden Repositionierungen, so wie bei der OBUK im westfälischen Oelde. Der Hersteller von Haustürfüllungen hat sich in den letzten Jahren unter der Führung von Thomas Althaus gewissermaßen "neu erfunden". Mit der Umsetzung umfangreicher Maßnahmen wie zum Beispiel der Neuausrichtung des Produktportfolios, dem Start strategischer Projekte in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung, dem Eintritt in neue Märkte oder der Integration passender Zukäufe ergaben sich neue Entwicklungsmöglichkeiten für das mittelständische Unternehmen.
Manchmal geht es auch um eine Stabübergabe, wie bei der IEF-Werner aus Furtwangen im Schwarzwald: Bei dem Automatisierungsspezialisten ging kürzlich die charismatische Unternehmerpersönlichkeit Manfred Bär von Bord. Mit der Stabübergabe verbindet sich in der Regel für beide Seiten ein mutiger Schritt. Für die eine heißt er: "Loslassen und darauf vertrauen, dass der Nächste gut weitermacht." Für die andere: "Zuversichtlich weitermachen in dem Wissen, dass man nun ein eigenes starkes Profil aufbauen muss." Stefan Deck und Manfred Meyer, die heutigen Geschäftsführer von IEF-Werner, lassen keinen Zweifel daran, dass ihnen dies gelingen wird.
Nicht jeder Unternehmersohn ist von Natur aus ein Unternehmer. Aber auch nicht jeder Unternehmer muss ein Eigentümer sein. Und so führen in den Beteiligungen der INDUS-Gruppe die Wege immer wieder aus der "Linie" an die Firmenspitze. Zu den Unternehmeraufstiegen "aus dem eigenen Haus" zählt der Weg von Hannes Wolf. Er ist heute Geschäftsführer der INDUS-Beteiligung AURORA, einem Hersteller von Heiz- und Klimasystemen für Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen ist mit seinen Produkten zurzeit sehr erfolgreich. Das liegt auch daran, dass der Chef genau weiß, worüber er spricht. Hannes Wolf kam 1989 zu AURORA; er war dann einige Jahre technischer Leiter, bevor er - nach einer kurzen Periode in einer anderen Gesellschaft - im Jahr 2000 die Geschäftsführung übernahm. Sein tief gehendes Know-how hilft ihm dabei, in technologischen Fragen die richtigen Weichen zu stellen.
Und der kurze Ausflug zu einer anderen Arbeitsstelle? Auch das war für den Unternehmenslenker nicht die verkehrteste Entscheidung. Denn mutige Entscheidungen trifft man am besten mit etwas Abstand zu dem Schritt, den es zu gehen gilt.
Seit Juni 2018 steht die Avantgarde des Metall-3D-Drucks in Osnabrück. Genauer: bei der KIEBACK-SCHÄFER-Group (KSG). Das Unternehmen erstellt Prototypenteile und Kleinserien für die Fahrzeugindustrie und ist eine von fünf INDUS-Beteiligungen, die gerade mit Unterstützung durch die Förderbank der Holding ein 3D-Druck-Gemeinschaftsprojekt vorantreiben.
"MITHILFE DES METALL-3D-DRUCKS KÖNNEN WIR UNS WICHTIGE WETTBEWERBSVORTEILE ERARBEITEN."
JÖRG KIEBACK
GESCHÄFTSFÜHRER KIEBACK-SCHÄFER-GROUP (KSG)
Wenn man in den Medien über 3D-Druck liest, dann ist bereits heute alles möglich. Ob es um die Produktion eines Kleinstteils geht oder die Errichtung eines ganzen Hauses, es erscheint so einfach: Man braucht nur noch die jeweiligen Zutaten in eine Maschine zu füllen, und schon entsteht im Handumdrehen das Produkt - ohne Fließband, ohne große Logistik und natürlich ohne Abfall.
Das ist mitnichten so. Die Technologie ist zwar da und insbesondere im Kunststoffbereich bereits seit Jahrzehnten im industriellen Einsatz, auch in den Unternehmen der INDUS-Gruppe. Aber für eine umfassende Anwendung auf breiter industrieller Fläche sind noch einige Hürden zu nehmen.
Dies gilt im Besonderen, wenn es um den Druck von Gegenständen aus Metall geht. Um Metallpulver zu einem Gegenstand zu verschmelzen, bedarf es eines sehr präzisen und zugleich intensiven Lasereinsatzes. Die dafür aufgewendete Energie führt unter anderem zu einer Entwicklung von viel Wärme, die wiederum kontrolliert abgeführt werden muss.
Deshalb erfordert die sichere Anwendung der Technologie in der Fertigung viel Erfahrung. Erfahrung, die sich am besten im innovativen Verbund erschließen lässt. Mit dabei im INDUS-Förderbankprojekt sind damit neben KSG auch der Hersteller von Verschleißwerkzeugen BETEK, die GSR Ventiltechnik, die MIGUA Fugensysteme und der Hersteller von Reha-Ausrüstung ROLKO. Für sie alle verbinden sich mit dem 3D-Druck von Metall gute Aussichten auf Wettbewerbsvorteile.
"EIN RISIKO WÄRE ES, DIE TECHNOLOGIE AN SICH VORBEIGEHEN ZU LASSEN."
TIM BUBLITZ
STELLVERTRETENDER BETRIEBS- UND PROJEKTLEITER KSG
Mit Hilfe des Metall-3D-Drucks lassen sich ohne separat zu entwickelnde Werkzeuge komplexe Bauteile in kurzer Zeit herstellen, deren Produktion bisher sehr aufwendig oder sogar unmöglich war. Komplexe Wasserzuführungen für Schleifsteine zum Beispiel, die sofort einsatzfähig sind, oder Gehäuse, in die gleich eine Kugel integriert wird. Der 3D-Druck ermöglicht die Realisierung ganz neuer Geometrien, er optimiert den Materialeinsatz und reduziert aufgrund der nahtfreien Herstellung die Zahl potenzieller Schwachstellen.
Für den Massendruck eignet sich der Metall-3D-Druck aber noch nicht. Der Preis für ein Kilo Edelstahlpulver beträgt 75 Euro. Anders sieht es aber für die Produktion kleinerer Serien aus. Und für die Produktion von Prototypen allemal. Dies ergeben die Analysen und Potenzialbetrachtungen, die die fünf Unternehmen seit dem gemeinsamen Projektstart Anfang 2017 vorgenommen haben. Dies ist ein Wettbewerbsvorteil für die INDUS-Unternehmen, die in der Kleinserie und Prototypenproduktion zu Hause sind.
Ein Jahr lang haben sich die Projektpartner Zeit genommen, um zu Beginn dieses Jahres die Entscheidung für die richtige Maschine zu treffen. Dabei achteten sie darauf, dass die Lösung den Anforderungen aller am Projekt beteiligten Unternehmen entspricht und zu den Anforderungen weiterer Unternehmen aus der Gruppe passt, denn das Interesse ist inzwischen gewachsen.
Die Wahl fiel auf einen Drucker, der in ganz Europa zurzeit gerade einmal bei einer Handvoll Unternehmen im Einsatz ist. Das Besondere ist der sogenannte Bauraum: Mit einem Durchmesser von 300 Millimetern ermöglicht er die Herstellung besonders großer Bauteile. Marktüblich sind 100 Millimeter. Auch für den Hersteller Trumpf in Ditzingen, er ist Weltmarktführer auf diesem Feld, ist das Druckerprojekt ein herausragendes, sodass beide Seiten für die kommende Zeit einen engen Erfahrungsaustausch vereinbart haben.
Schnell lernen, das ist die Aufgabe, die sich das Team um Projektleiter Tim Bublitz nun stellt. Im ersten Schritt sammelt es gerade Erfahrungen im Druck mit Edelstahl. Damit lassen sich bereits zahlreiche Anwendungsfälle aus dem Alltag abdecken wie Prüflehren, Werkzeuge oder Bauteile für Prototypen. Hier können sie zudem auf bereits bestehende Erfahrungen in der Prozessparameterentwicklung zurückgreifen. Später sollen dann schwierigere Metalle wie Aluminium und Titan folgen. Titan wird zum Beispiel in der Medizintechnik eingesetzt, etwa bei künstlichen Hüftgelenken.
Wenn alles plangemäß verläuft, ist Osnabrück bald ein wichtiges 3D-Druckzentrum für die Unternehmen aus der INDUS-Gruppe.
DEN ERSTEN FUNKTIONIERENDEN 3D-DRUCKER ENTWICKELTE 1984 CHARLES HULL, GRÜNDER DER FIRMA 3D SYSTEMS. WENIGE JAHRE SPÄTER KAMEN IN DER INDUSTRIE ERSTE DREIDIMENSIONALE DRUCKVERFAHREN ZUM EINSATZ.
"Award of Rapid Growth". Für die chinesische Produktionsniederlassung des Schwarzwälder Hartmetall-Werkzeugherstellers BETEK kann es im Moment kaum besser laufen: 300 Prozent Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2017. Und auch 2018 wächst die Nachfrage so stark, dass bereits zwei Jahre nach der Errichtung des chinesischen Fertigungswerks der weitere Ausbau ansteht.
Drei Jahre ist es gerade her, dass die BETEK-Geschäftsführung ihrem technischen Mitarbeiter Bernd Kopp die Aufgabe übertrug, die Produktion am chinesischen Standort in Taicang mitaufzubauen. Neben lokalen Kenntnissen und einer guten Vernetzung, die der chinesische Geschäftsführer Hao Zhang mitbrachte, sollte technisches Know-how direkt aus dem Firmenstammsitz Aichhalden in den Aufbau der neuen Fertigungsstätte einfließen.
Eine spannende Aufgabe, die für den im Schwarzwald beheimateten Bernd Kopp aber auch eine gehörige Portion Mut erforderte. Denn es ging dabei ja auch um einen Umzug in einen neuen Kulturkreis. Kurz entschlossen riss er in Deutschland die Zelte ab und verlegte seinen Lebensmittelpunkt 8.900 Luftkilometer weiter nach Osten.
Danach ging es ganz schnell: Nach nur 15 Monaten waren 3.500 Quadratmeter mit entsprechenden Produktions-, Lager- und Verwaltungsflächen bebaut, sodass die Belieferung der asiatischen Kunden bereits 2016 teilweise aus einer lokalen Fertigung heraus erfolgen konnte.
Die Ausgangsbedingungen für den neuen Standort waren sehr gut. Taicang hat etwa 800.000 Einwohner und liegt direkt am Fluss Jangtsekiang. Nur eine Autostunde von der Mega-City Shanghai entfernt beheimatet die Stadt auch mehr als 250 Niederlassungen anderer deutscher Unternehmen. Damit ist die BETEK Tools Taicang Ltd. in jeder Hinsicht gut angebunden. Die gute Infrastruktur unterstützt auch den weiteren Ausbau der Geschäftskontakte.

11 Unternehmen aus der INDUS-Gruppe haben inzwischen eine direkte Niederlassung in China. Dazu zählt auch BILSTEIN & SIEKERMANN, das zeitgleich mit BETEK in Taicang ein Werk errichtete und für BETEK ein wichtiger Partner für kaltumgeformte Stahlteile ist.
"DIE KUNDEN SCHÄTZEN UNSERE VOR-ORT-PRÄSENZ, SCHNELLE LIEFERZEITEN UND DIE PERSÖNLICHE BERATUNG."
BERND KOPP
TECHNICAL MANAGER BETEK
Was Bernd Kopp zu Beginn überraschte, waren die Qualitätsvorbehalte der Kunden: Made in Germany aus China? Wie sollte das gehen?
Die Antwort lautet: Über eine strenge Qualitätskontrolle in Deutschland. Schnell war die chinesische Produktion auf annähernd demselben Niveau wie in Aichhalden. Eine Stärke der lokalen Fertigung ist sogar, dass sie sich besonders gut auf die individuellen Anforderungen der lokalen Kunden einstellen kann.
Aber natürlich gibt es auch Herausforderungen beim Aufbau einer Produktion in China. Dazu zählt vor allem das Management der Arbeitskräfte. Neben den inzwischen 35 fest beschäftigten Mitarbeitern werden in der Fertigung auch Leihkräfte eingesetzt. Dabei kam es in der Vergangenheit immer wieder vor, dass diese trotz vertraglicher Vereinbarung einfach nicht mehr erschienen. So bleibt es für das Management weiter eine wichtige Aufgabe, Loyalität zum Unternehmen aufzubauen.
Deutsche OEMs wie Wirtgen und Bauer, aber auch große chinesische Hersteller mit erhöhtem Kapazitätsbedarf können ihre Aufträge sehr kurzfristig platzieren. So werden viele Teile heute bereits nach 48 Stunden geliefert, weil sie nicht erst sechs Wochen über den Ozean transportiert werden müssen. Und auch die persönliche Beratung ist gewissermaßen eine "fußläufige Angelegenheit".
Weil es so gut läuft, ist Bernd Kopp bereits mit der Planung der nächsten Fertigungsanlage beauftragt. Sie soll in einem halben Jahr stehen und helfen, das enorme Nachfragewachstum aufzunehmen. Die laufende Produktion fährt sechs Tage drei Schichten. Das ist Volllast, denn auch die Wartung der Maschinen erfordert ihre Zeit. Außerdem ist der Ausbau der Lagerfläche geplant. Drittes Fokusthema ist die Schulung der Mitarbeiter. Sie steht den anderen beiden Vorhaben in der Bedeutung nicht nach, denn die beiden wichtigsten Wachstumstreiber sind bei BETEK guter Service und Qualität.
Wenn man Bernd Kopp heute fragt, ob seine Entscheidung vor drei Jahren die richtige war, ist die Antwort ganz klar: "Ja." Dazu beitragen zu können, dass sich etwas so erfolgreich entwickelt wie BETEK in China, macht stolz und motiviert. Außerdem hat sich der Weg an den Jangtsekiang auch privat sehr gelohnt. Denn inzwischen ist Bernd Kopp dort glücklich mit einer Chinesin verheiratet.
Die Unternehmen der INDUS-Gruppe setzen in China inzwischen jährlich mehr als 90 Millionen Euro um. Ein Drittel davon direkt über die Standorte vor Ort.
Für die Unternehmen der INDUS ist soziales Engagement nicht mit Nutzenerwartungen verbunden, sondern schlicht Ausdruck der Firmenkultur. Es erfolgt aus dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber Gesellschaft und Umwelt. Jetzt hat die Boston Consulting Group (BCG) herausgefunden, dass freiwilliges Engagement Unternehmen auch erfolgreicher macht.
300 Unternehmen hat BCG im vergangenen Jahr nach ihrem sozialen und umweltpolitischen Engagement schriftlich befragt. Hinzu kamen 200 repräsentative Personen aus 20 Unternehmen im persönlichen Interview. Mit einem klaren Ergebnis: Die Unternehmen, die sich sozial engagieren, Umweltfragen beachten und mit NGOs zusammenarbeiten, erbringen auch wirtschaftlich bessere Leistungen, in Abhängigkeit von der Branche um bis zu 8 Prozent.
Ein zentraler und der zugleich wohl offensichtlichste Grund: Kunden belohnen engagierte Unternehmen mit Vertrauen und stabiler Kundenbindung.
Aber die Unternehmensberatung fand auch zahlreiche weitere, weniger offensichtliche Zusammenhänge heraus: So verringert sich für entsprechend engagierte Unternehmen das Risiko von Ereignissen, die dem Erfolg entgegenwirken, wie die Wahrscheinlichkeit von Produktionsunfällen oder imageschädigendem Verhalten. Die Unternehmen zeichnen sich zudem tendenziell durch bessere Möglichkeiten aus, neue Themenfelder und damit Absatzmöglichkeiten zu erschließen, und agieren im Allgemeinen flexibler und zukunftsorientierter. Dies wirkt sich auch auf die Attraktivität als Arbeitgeber aus: Die Chancen, talentierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, steigen. Dies wiederum erhöht die unternehmerische Leistungsfähigkeit.
Unternehmerischer Erfolg wird durch die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung gefördert.

(Quelle: Boston Consulting Group: Total Lens for Strategy, 2017)
"BEI MIGUA GEHT DAS GESELLSCHAFTLICHE ENGAGEMENT BEREITS AUF DIE GRÜNDER DES UNTERNEHMENS ZURÜCK. ES WURDE KONTINUIERLICH VON DEN NACHFOLGENDEN GENERATIONEN WEITERGETRAGEN."
MARKUS SCHAUB-MANTHEI
MIGUA GESCHÄFTSFÜHRER
Markus Schaub-Manthei, Geschäftsführer der INDUS-Beteiligung, kann die positiven Wechselwirkungen aus dem Alltag seines Unternehmens heraus bestätigen. Er betont aber auch: Unternehmensengagement wird nicht den Erfolg stützen, wenn es Mittel zum Zweck ist. Allenfalls umgekehrt wird ein Schuh draus. Und auch dann kann es nicht um das Herstellen von messbaren Zusammenhängen gehen.
"Bei MIGUA geht das gesellschaftliche Engagement bereits auf die Gründer des Unternehmens zurück und es wurde kontinuierlich von den nachfolgenden Generationen weitergetragen", so der Geschäftsführer des Spezialisten für Fugensysteme.
Mit entsprechenden Resultaten: MIGUA verfügt über ein schriftlich ausgearbeitetes CSR-Konzept, das das Unternehmen mit einem festen jährlichen Budget "mit Leben füllt", und zwar genau in den Bereichen, in denen ein Unternehmensbezug besteht.
Zum Beispiel über die lokale Standortpräsenz: In Wuppertal unterstützt MIGUA seit 2015 ein Kinderhospiz. Oder aus der Geschäftstätigkeit heraus: Als Ausgleich für die aluminium- und damit energieintensive Produktion engagiert sich MIGUA für die "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald". Auf internationaler Ebene beteiligt sich MIGUA aus seiner Rolle eines international tätigen mittelständischen Unternehmens heraus am OXFAM Netzwerk "Unternehmer für Unternehmer".
"Natürlich nehmen wir wahr, dass unser gesellschaftlicher Einsatz vieles positiv beeinflusst. Auch deshalb machen wir unser Engagement ja auch nach außen sichtbar." Das Wichtigere für Schaub-Manthei ist aber, dass einzelne Mitarbeiter aus Überzeugung einen Beitrag für etwas leisten, was nicht im Anforderungsprofil oder Arbeitsvertrag steht und mit Geld nicht zu bezahlen ist. So wie Sales Manager Dr. Kapil Singh im indischen Delhi, der 2011 gemeinsam mit seiner Frau die "Support Foundation" ins Leben rief, um Kinder mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen und deren Familien zu unterstützen.
So gesehen braucht es keine BCG-Studie, um zu dem Schluss zu kommen: Soziales Engagement rechnet sich. Aber es ist gut zu wissen, dass es auch wirtschaftlich nicht schadet.
Wissenschaftler Chi Thanh Vi von der britischen Universität Sussex untersuchte im vergangenen Jahr mit seinen Kollegen den Zusammenhang zwischen dem Geschmack eines Getränks und der Risikobereitschaft des Trinkers. Das erstaunliche Ergebnis: Die Probanden, die eine Lösung mit Zitronensäure getrunken hatten, trafen danach die mutigsten Entscheidungen.
Forschung bedeutet, den Mut zu haben zu scheitern. Etwa die Hälfte der wissenschaftlichen Experimente bringt nicht das erwartete Ergebnis. Aber die anderen 50 % öffnen den Weg zum Fortschritt.
Quelle: Stuart Firestein: "Failure: Why Science is So Successful" (2015)
Die Geschichte des Automobilpioniers Carl Benz und seinem Patent-Motorwagen Nummer 1 von 1885 setzte den Grundstein moderner Fahrzeugtechnik Dass es dazu kam, verdanken wir auch dem be-herzten Einsatz seiner Frau Bertha Benz: Nachdem das pferdelose Vehikel zwar ein Patent erhalten hatte, die Umsetzung aber an der Kritik der Öffentlichkeit zu scheitern drohte, wagte sie in einer Nacht- und-Nebel-Aktion die erste Überlandfahrt der Automobilgeschichte. Auf der 106 km langen Strecke von Mannheim nach Pforzheim bewies Bertha Benz die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs- und ermutigte so ihren Mann, trotz Widerständen weiter an seiner Entwicklung zu feilen.
Der Forschergeist Alessandro Voltas führte im Jahr 1800 zur ersten Batterie der Welt. Der Physikprofessor aus dem italienischen Padua legte in einem Selbstversuch ein Zinnstück und eine Silbermünze auf seine Zunge. Der dabei auftretende säuerliche Geschmack veranlasste ihn dazu, seine Forschungen zu vertiefen - und so erfand er die "Voltasche Säule".
Diese gilt als Vorläuferin der Batterie und wird heute noch in der Medizintechnik genutzt: z. B. für hochleistungsfähige, mikroelektronische Implantate im Ohr von Gehörlosen.

Quelle: IfM Bonn, 2017
2015 wurden in Deutschland 299.000 Unternehmen gegründet. Auffällig: Der Anteil der Unternehmensgründungen bei 25- bis 34-Jährigen liegt ganz wesentlich über ihrem Anteil an der Bevölkerung.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Mutige Entscheidungen stechen in unserem Alltag besonders heraus, weil wir sie bewusst treffen. Im Entscheiden sind wir aber viel trainierter als man denkt: Der Mensch trifft rund 20.000 Entscheidungen täglich.
Die meisten blitzschnell. Und gerne auch mal mutig.
»WENN ICH DIE LEUTE GEFRAGT HÄTTE, WAS SIE WOLLEN, HÄTTEN SIE GESAGT: ›SCHNELLERE PFERDE‹.«
HENRY FORD
[FRAGE] Herr Abromeit, nach 10 Jahren INDUS gehen Sie von Bord. Wie zufrieden sind Sie mit dem Erreichten?
JÜRGEN ABROMEIT Gemeinsam ist es uns gelungen, die INDUS-Geschichte erfolgreich weiterzuschreiben und das Unternehmen Jahr für Jahr wertvoller zu machen. Im Zuge dessen haben wir unsere Gruppe durch wichtige Zukäufe in Zukunftsbranchen gestärkt. Damit können wir sehr zufrieden sein. Gleichzeitig möchte ich nicht verhehlen, dass ich gerne das eine oder andere Unternehmen mehr an Bord geholt hätte.
[FRAGE] Was macht INDUS für Sie so besonders?
ABROMEIT INDUS ist im deutschen Mittelstand die ideale Anlaufstelle für die Fortschreibung erfolgreicher Unternehmer-Geschichten.
Hier erhalten die Mittelständler eine umfassende und langfristige Rückendeckung, ohne dass sie ihre Identität aufgeben müssen. Der Umgang in der Gruppe ist geprägt von einer starken Kultur des Vertrauens. Das ist in dieser Form in Deutschland einzigartig.
[FRAGE] Was wird Ihnen am meisten fehlen?
ABROMEIT Was mir fehlen wird, sind die Besuche bei den Gesellschaften und die zahlreichen intensiven Gespräche mit den Geschäftsführern. Ich fühle mich geehrt, dass ich ihr Vertrauen gewinnen konnte - gerade dort, wo wir durchaus auch mit unterschiedlichen Auffassungen unterwegs waren. Wir wussten immer, dass wir am selben Strang ziehen.
[FRAGE] Was wünschen Sie Ihrem Nachfolger Dr. Schmidt?
ABROMEIT Nur das Allerbeste. Dass INDUS heute dort steht, wo sie steht, verdanken wir zu einem sehr großen Teil seinem exzellenten Sachverstand. Von dieser Expertise wird INDUS in den kommenden Jahren sehr profitieren. Unter der Führung von Dr. Schmidt wird INDUS ihren guten Weg erfolgreich fortsetzen und weiter wachsen, davon bin ich überzeugt.
Unterstützt durch die INDUS-Förderbank bearbeiteten Beteiligungen der Gruppe über alle Segmente hinweg Innovationsprojekte. Hier zwei Beispiele:
Anfang Juni 2018 ging das Projekt Additive Manufacturing in die nächste Stufe: Bei der KIEBACK-SCHÄFER-Group in Osnabrück wurde der erste Metall-3D-Drucker in Betrieb genommen.
Das Kooperationsprojekt aiPRESS HS der Beteiligungen IEF-Werner und SITEK optimiert Technologie und Prozesse hochpräziser Fügeverbindungen bei minimalen Taktzeiten.
Die INDUS-Unternehmen verstärkten sich durch drei Zukäufe:
| ― | AURORA erwarb den Elektronikspezialisten EE ELECTRONIC EQUIPMENT. |
| ― | Eine Beteiligung aus dem Segment Bau/Infrastruktur verstärkte sich mit einem Anbieter von hochwertigen Raumklimageräten. |
| ― | OFA Bamberg unterzeichnete den Kaufvertrag für ein Handelsunternehmen für medizinische Hilfsmittel. |
Mit rund 600 Besuchern fand am 24. Mai 2018 im Congress-Centrum Nord Koelnmesse die INDUS-Hauptversammlung statt. Im Rahmen der begleitenden Ausstellung stellte sich das INDUS-Förderbankprojekt eBus-Cluster vor.
Am 15. Juni 2018 fand zum 20. Mal die INDUS-Unternehmertagung statt. Diesmal tauschten sich die Führungskräfte der INDUS-Beteiligungen in informellem Ambiente in Dresden aus. Wie inzwischen üblich, lud die INDUS Holding im Anschluss zum jährlichen Sommerfest ein.
Mit Wirkung zum 1. Juli 2018 gab Jürgen Abromeit nach sechs Jahren den Vorstandsvorsitz an seinen Nachfolger Dr. Johannes Schmidt ab und schied aus dem Vorstand aus.
Auch im ersten Halbjahr 2018 erhielten die INDUS-Beteiligungen wieder Auszeichnungen.
―
Die AURORA-Stiftung Joachim & Susanne Schulz Stiftung erhält zwei Awards:
| ― | von der Stiftung "Jugend forscht" und der Joachim Herz Stiftung den Award für "Beste Konzepte für Schülerforschungszentren" |
| ― | von PHINEO das Gütesiegel "Wirkt!" |
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BILSTEIN & SIEKERMANN: "Innovator des Jahres" 2018
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HAUFF-TECHNIK und Karl SIMON jeweils: "TOP 100" für ausgezeichnetes Innovationsmanagement
Nina Wolf
Senior Manager
Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: [email protected]
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: [email protected]
www.indus.de
INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach
Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg
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Christian Sommer
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