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INDUS Holding AG Interim / Quarterly Report 2016

Nov 15, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Publication

INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Zwischenbericht zum 30.9.2016

Q3 2016

HIGHLIGHTS

Dynamik im Bereich Bau/Infrastruktur sorgt für außerordentlich gute Ertragslage
Fahrzeugtechnik bleibt unter den Erwartungen
Trotz starker Akquisitionstätigkeit weiteres Investment geplant
KENNZAHLEN (IN MIO. EUR) Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015
Umsatz 1.075,5 1.035,0
EBITDA 147,8 136,1
EBIT 106,6 98,9
Ergebnis nach Steuern 57,1 51,5
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,30 2,10
Operativer Cashflow 71,8 69,3
30.9.2016 31.12.2015
Bilanzsumme 1.517,1 1.419,8
Eigenkapital 615,8 595,4
Nettoverschuldung 409,8 356,3
Eigenkapitalquote in % 40,6 41,9
Beteiligungen (zum Stichtag) 44 44
Starke Performance im dritten Quartal

KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE BIS OKTOBER 2016 INKL. DIVIDENDE (IN %)

INDUS ZWISCHENBERICHT - Q3 2016

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

die deutsche Konjunktur läuft gut, in weiten Teilen der Welt hingegen eher bescheiden. So könnte man die aktuelle Wirtschaftslage kurz auf den Punkt bringen. Doch hinter dieser Verkürzung verstecken sich viele Faktoren und unaufhörlich kommen neue hinzu: anhaltende Agonie einzelner Schwellenländer (insbesondere Brasilien), nachlassende Dynamik in China und den USA, Russlandembargo mit Gegenboykott, Krieg im Nahen Osten, Terrorangst, Flüchtlingsdrama, Bankenkrise und Brexit. Fast ein Wunder scheint es da, dass Deutschland in diesem Jahr China als Exporteur Nr. 1 ablösen wird. Die deutsche Konjunktur trotzt damit den teils heftigen Gegenwinden aus dem Ausland - und das obwohl die heimische Fahrzeugindustrie stark unter Druck geriet durch den Betrug bei den Abgaswerten.

Auch im INDUS-Portfolio lässt sich diese Entwicklung ablesen: das Segment Bau/Infrastruktur, getrieben vorrangig von der deutschen Konjunktur, liefert mit einem Plus von 9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr rund 30 % des Gruppen-EBITs. Demgegenüber steht die international geprägte Fahrzeugtechnik mit einem erneuten EBIT-Minus gegenüber dem Vorjahr und einem Gruppenbeitrag von derzeit nur noch rund 12 %. Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich die weiteren drei INDUS-Segmente: die Medizintechnik zeigt sich gewohnt wachsend mit hohen Margen, der Maschinen- und Anlagenbau bleibt kraftvoll und ertragreich, die Metalltechnik ist zwar wenig dynamisch (da sie teilweise auch an die Fahrzeugindustrie liefert), läuft aber stabil im Ertrag. Dennoch - in der Summe stimmt die Rechnung wieder. Auch 2016 werden wir das Vorjahresergebnis erneut deutlich übertreffen können. Genau diese Mischung aus Industrien und Zyklen macht letztlich das INDUS-Portfolio aus. Wir bekennen uns als langfristiger Gesellschafter, Investor und Entwicklungspartner unserer Beteiligungen klar dazu, auch in Zeiten schwacher Konjunktur oder in erforderlichen Korrektur- und Repositionierungsphasen mit Kapital und Wissen zu unterstützen - ein Versprechen, das wir aktuell in der Fahrzeugtechnik einlösen. Ungeachtet dieser Geschäftsprinzipien müssen wir uns dennoch strategische Fragen zur Zukunft stellen, insbesondere im Bereich der Serienzulieferer, denn ein ausgewogenes und zukunftsfähiges Portfolio gehört zu unseren wichtigsten Zielen.

Unser überaus gut laufendes Bau-/Infrastruktursegment wird vorrangig durch die Inlandsnachfrage angetrieben. Auch mittelfristig ist hier kein Einbruch in Sicht - im Gegenteil, die ankündigten Investitionsprogramme werden die Nachfrage im Öffentlichen Bau befeuern. Daher haben wir uns in diesem Geschäftsfeld verstärkt nach Akquisitionsmöglichkeiten umgeschaut. Mit der HEITZ-Gruppe und der strategischen Beteiligung an ZWEICOM haben wir das Segment im dritten Quartal um zwei attraktive Unternehmen verstärkt. Insgesamt haben wir bis dato unser geplantes Akquisitionsbudget nahezu ausgeschöpft. Da wir aber noch mit weiteren interessanten Kandidaten im Gespräch sind, wollen wir diesen Rahmen erweitern. 2016 werden wir daher insgesamt nicht nur wieder wie in den Vorjahren erhebliche Sachinvestitionen tätigen, sondern auch auf der M&A-Seite mehr als geplant investieren.

Neben den wirtschaftlichen Zielen verfolgt INDUS selbstverständlich auch nichtkommerzielle Ziele - eines davon ist die Reduzierung des Co2 -Fußabdrucks. Die kontinuierlichen Anstrengungen aller Unternehmen in der Gruppe haben INDUS bei der diesjährigen Auswertung des CDP (Carbon Disclosure Project) einen Platz auf der Climate A-Liste beschert - nur 9 % bzw. 193 von 837 international teilnehmenden Unternehmen erreichten diesen Rang, aus Deutschland sind es gerade mal acht. Aktuell arbeiten wir auch am ersten Nachhaltigkeitsbericht für die Gruppe, der zusammen mit dem Geschäftsbericht 2016 erscheinen wird. Denn wir sind davon überzeugt, dass zu einem nachhaltigen Geschäft mehr gehört als kurzfristiger wirtschaftlicher Erfolg.

Sie sehen, die Herausforderungen sind groß und auch bei INDUS gibt es kleinere und größere Baustellen. Aber insgesamt sind wir erfolgreich und in sicherem Fahrwasser unterwegs: Auch 2016 wird also wieder ein gutes INDUS-Jahr.

Bergisch Gladbach im November 2016

Ihr Vorstand

Jürgen Abromeit Dr. Johannes Schmidt Rudolf Weichert

WACHSTUMSMARKT DIGITALE INFRASTRUKTUR

Mit dem Thema "Industrie 4.0" gewinnt die digitale Infrastrukturversorgung grundlegend an Bedeutung. Gleichzeitig ist der Hochtechnologiestandort Deutschland auf diesem Feld gravierend unterversorgt. Viele Nationen, zu denen Deutschland im Wettbewerb steht, sind hier weitaus besser aufgestellt. Das sollten zwei wichtige Gründe für das rasche Ergreifen von Maßnahmen zur Behebung des Defizits sein. IND US investiert gezielt in das Geschäftsfeld "digitale Infrastruktur" und erweitert so ihre strategische Wachstumsbasis.

DIE INDUSTRIE TRITT IN DIE PHASE DER DIGITALEN BESCHLEUNIGUNG

Ohne digitale Datenübertragung sind moderne Prozesse heute undenkbar - in der Dienstleistung, in der industriellen Produktion und auch im Alltag: Der Außendienstmitarbeiter greift im Kundengespräch vor Ort auf Unternehmensdaten in der Firma zu. Die Produktionsmaschine in der Fabrik erhält die Produktionsorder direkt vom Erstausrüster (OEM). Und Fahrzeuge navigieren ohne das Eingreifen der Insassen durch den Stadtverkehr. Das "Internet der Dinge" hat noch gar nicht richtig begonnen, und trotzdem gibt es kaum eine Branche, deren Geschäftsmodelle sich nicht anpassen müssen. Das mag auf den ersten Blick beängstigend wirken und unbequem sein. Aber anderseits sind die Entwicklungschancen, die sich ergeben werden, kaum zu überblicken. Klar ist auch: Dies erfordert eine - dauerhaft -leistungsfähige digitale Infrastruktur.

DEUTSCHLAND WEIT ABGESCHLAGEN

Die jüngeren Standortanalysen aber zeigen: Deutschland liegt bei der Internet-Infrastruktur im internationalen Vergleich weit zurück. Eine Studie der Industrieorganisation FTTH aus dem Jahr 2015 ermittelte, dass Deutschland bei schnellen Web-Zugängen unfassbar abgeschlagen auf Rang 31 positioniert ist und sich der Abstand zum Spitzenreiter innerhalb von nicht einmal zwei Jahren mehr als verdoppelte. Noch dramatischer ist der Rückstand bei Glasfaser-Anschlüssen, der mit Abstand schnellsten Internet-Technologie: Hier liegt der Versorgungsanteil gerade einmal bei einem Prozent, und damit auf demselben Niveau wie etwa Jordanien.

ANTEIL VON GLASFASERANSCHLÜSSEN AN ALLEN STATIONÄREN BREITBANDANSCHLÜSSEN, JUNI 2015 (IN %)

Quelle: OECD Broadband Portal

Ähnlich sind die Ergebnisse einer aktuellen OECD-Untersuchung: Danach liegt der Verbreitungsgrad von Glasfaseranschlüssen im Schnitt von insgesamt 34 betrachteten OECD-Staaten bei knapp 18 %. Spitzenreiter Japan erreicht fast drei Viertel aller Haushalte, Deutschland gerade einmal 1,3 %.

In schwierigem Gelände Glasfaserkabel zu verlegen ist eine besondere Kompetenz von WEIGAND Bau. Mit einer HDD-Bohranlage (Horizontal Directional Drilling) lassen sich Leitungen im sog. grabenlosen Verfahren verlegen - unter Gewässern, Strassen, Gebäuden.

ZWEICOM HAUFF

Bereits 1990 wurden von der Deutschen Telekom erste Ortsnetze in Deutschland installiert. ZWEICOM war schon damals als Installationsdienstleister am Ausbau beteiligt. Der Kontakt zur INDUS-Beteiligung HAUFFTECHNIK entstand dann über ein gemeinsames Entwicklungsprojekt.

DIE POLITIK IST AUFGEWACHT

Die Zur-Verfügung-Stellung der digitalen Verbindungen ist zunächst eine hoheitliche Versorgungsaufgabe, hier ist die Politik gefragt. Denn ähnlich wie bei physischen Verkehrsnetzen geht es bei der digitalen Vernetzung darum, eine systemtragende Plattform aufzubauen, auf die unterschiedlichste Nutzer - private, gewerbliche und öffentliche - zugreifen können.

Endlich nimmt sich die Bundesregierung des Themas verstärkt an und fördert den raschen Ausbau des Glasfaser-Netzes. Ein Beispiel ist das Projekt "Zukunft Breitband". Unter diesem Schlagwort hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI im Juni dieses Jahres mit den Mitgliedern der Netzallianz Digitales Deutschland die Vereinbarung getroffen, alle Gewerbegebiete, die über den Markt keinen adäquaten Netzzugang bekommen, mit superschneller Glasfaser anzuschließen. Das BMVI stellt dafür Fördermittel in Höhe von 350 Mio. Euro zur Verfügung. Dass dies längst noch nicht ausreicht, um innerhalb der kommenden Jahre in die beanspruchte Spitzengruppe der Benchmark-Nationen zu kommen, liegt auf der Hand. Deshalb muss man davon ausgehen, dass zeitnah weitere Initiativen folgen werden.

WAS TUT INDUS?

Über den aktuell laufenden Acht-Jahres-Fahrplan KOMPASS 2020 hat INDUS den Zukunftsmarkt "Digitale Infrastruktur" bereits seit 2012 als zentrales Investitionsfeld in den Fokus genommen.

Eine Beteiligung, die auf diesem Feld erfolgreich unterwegs ist, ist WEIGAND. Das Unternehmen mit Sitz in Bad Königshofen hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich auf das grabenlose Verlegen ("Verschießen") von Glasfasernetzen spezialisiert. WEIGAND hat seine Kompetenz über Jahre aufgebaut und kann solche Netze auch in großem Umfang schnell und preiswert verlegen. Erst vor wenigen Wochen erhielt das Unternehmen einen Großauftrag über ein Volumen von 150 Mio. Euro: Bis 2019 wird WEIGAND in Hessen fünf Landkreise mit mehr als 100 Kommunen mit schnellem Internet versorgen. Dazu übernimmt das Unternehmen die Ausführungs- und Netzplanung sowie die Bauarbeiten zur Errichtung des passiven Netzes.

Auf der Akquisitionsseite war INDUS Mitte Oktober über die Beteiligung HAUFF-TECHNIK erfolgreich: Das Tochterunternehmen aus dem baden-württembergischen Hermaringen beteiligte sich mit 50 % an der ZWEICOM GmbH, Jagstzell, einem Spezialisten für die Entwicklung und Produktion von passiven Komponenten für Glasfaserinfrastruktur. HAUFF-TECHNIK zählt zu den führenden europäischen Herstellern von Kabel-, Rohr- und Leitungsdurchführungen und ist in Deutschland als Marktführer bei Hauseinführungen auch an vielen Ausbauprojekten von Glasfasernetzen beteiligt.

Mit der Beteiligung an ZWEICOM erweitert HAUFF-TECHNIK seine Möglichkeiten in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb von passiven (ohne Strom auskommenden) Glasfaser-Komponenten für die Telekommunikation. Die von ZWEICOM entwickelten Produkte zeichnen sich durch eine sehr hohe Packungsdichte für Glasfaser sowie eine einfache Installation aus, was den Aufbau einer Glasfasernetzinfrastruktur deutlich vereinfacht.

Only 3% of companies made it to CDP's Climate A List. We're one of them

KURZ NOTIERT

NACHHALTIG AUSGEZEICHNET UNTERWEGS!

Beim CDP Climate Scoring wurde INDUS im Oktober 2016 mit der Spitzen-Note "A" ausgezeichnet. Diese Bewertung erreichten neben INDUS lediglich sieben weitere deutsche Unternehmen.

Darüber hinaus erhielt INDUS den Status Sector Leader (Top 4 % in der DACH-Region) sowie Index/Country Leader (Top 1 % in der der DACH-Region) in den Kategorien "Industrials" und "Andere deutsche Unternehmen".

Der Vorstand und die Nachhaltigkeitsverantwortlichen von INDUS betrachten die Auszeichnungen als Bestätigung für die umfassende Klimaschutzarbeit der Gruppe in den vergangenen Jahren und als Motivation, den Weg in dieser Weise fortzusetzen.

ZWISCHENLAGEBERICHT

GESCHÄFTSVERLAUF DER INDUS-GRUPPE IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2016

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatz 1.075,5 1.035,0 40,5 3,9
Sonstige betriebliche Erträge 9,1 10,1 -1,0 -9,9
Aktivierte Eigenleistungen 4,0 5,5 -1,5 -27,3
Bestandsveränderung 7,9 13,0 -5,1 -39,2
Gesamtleistung 1.096,5 1.063,6 32,9 3,1
Materialaufwand -487,1 -503,7 16,6 -3,3
Personalaufwand -317,0 -288,5 -28,5 9,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand -145,4 -135,7 -9,7 7,1
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 0,4 0,3 0,1 33,3
Übriges Finanzergebnis 0,4 0,1 0,3 > 100
EBITDA 147,8 136,1 11,7 8,6
Abschreibungen -41,2 -37,2 -4,0 10,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 106,6 98,9 7,7 7,8
Zinsergebnis -19,1 -19,6 0,5 -2,6
Ergebnis vor Steuern (EBT) 87,5 79,3 8,2 10,3
Steuern -30,4 -27,8 -2,6 9,4
Ergebnis nach Steuern 57,1 51,5 5,6 10,9
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,7 0,2 0,5 > 100
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 56,4 51,3 5,1 9,9

Nach einem schwierigen Start im ersten Quartal 2016 und einem überraschend starken zweiten Quartal hat sich das Umsatzwachstum der INDUS-Gruppe nach neun Monaten auf einem guten Niveau stabilisiert. Insgesamt verzeichnete INDUS zum Stichtag ein Umsatzwachstum um 3,9 % (darin enthalten sind rund 12 Mio. EUR Umsatz aus Neuakquisitionen). Der Konzernumsatz erreichte zum 30. September 2016 1.075,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1.035,0 Mio. EUR). Der Materialaufwand ging in den ersten neun Monaten absolut um 16,6 Mio. EUR zurück. Dadurch reduzierte sich die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr von 48,7 % auf 45,3 % deutlich. Ursächlich hierfür sind merkbar gesunkene Preise für Rohstoffe und Energie. Der Personalaufwand stieg infolge der Einbeziehung neuer Beteiligungen. Bei der Personalaufwandsquote zeigte sich ebenfalls ein Anstieg: sie erreichte 29,5 % (Vorjahr: 27,9 %). Die Abschreibungen erhöhten sich um über 10 %, ein Effekt der hohen Investitionstätigkeit als auch der gestiegenen Abschreibungen auf aufgedeckte Mehrwerte im Rahmen der Kaufpreisallokation der neu erworbenen Unternehmen.

Das operative Ergebnis (EBIT), das nach dem ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahr noch rückläufig war, erreichte nach den ersten neun Monaten 106,6 Mio. EUR. Mit einem Zuwachs von 7,8 % stieg es überproportional zum Umsatz. Vor allem aufgrund des starken zweiten Quartals verbesserte sich die EBIT-Marge zum Stichtag auf 9,9 % (Vorjahr: 9,6 %).

BEREINIGTES OPERATIVES EBIT STEIGT UM 8,1 %

Das bereinigte operative EBIT (nach Effekten aus Unternehmenserwerben) lag nach neun Monaten 2016 bei 114,9 Mio. EUR (Vorjahr: 106,3 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von 8,1 %. Die bereinigte EBIT-Marge beträgt 10,7 % (Vorjahr: 10,3 %). Im bereinigten operativen EBIT sind Ergebniseffekte aus Unternehmenserwerben eliminiert. Es handelt sich dabei um die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen im Anlagevermögen und im Vorratsvermögen (Auftragsbestand) der erworbenen Unternehmen sowie die Anschaffungsnebenkosten aus den Unternehmenserwerben.

ÜBERLEITUNG (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Operatives Ergebnis (EBIT) 106,6 98,9 7,7 7,8
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

aus Fair-Value-Anpassungen aus Erstkonsolidierungen*
4,8 3,6 1,2 33,3
Belastungen aus Fair-Value-Anpassungen im Vorratsvermögen/ Auftragsbestand

aus Erstkonsolidierungen** und Anschaffungsnebenkosten
3,5 3,8 -0,3 -7,9
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) 114,9 106,3 8,6 8,1

* Die Abschreibungen der Fair-Value-Anpassungen beziehen sich auf identifizierte Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der INDUS-Gruppe.

** Die Belastungen aus Fair-Value-Anpassungen im Vorratsvermögen/Auftragsbestand beziehen sich auf identifizierte Mehrwerte, die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzt werden und nach der Erstkonsolidierung aufwandswirksam werden.

Im Zinsergebnis sind die Zinsen für die Bewertung von Zinsswaps, Minderheitsanteile und Zinsen für das operative Geschäft ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen für die Anteile an den Minderheitsgesellschaften stiegen um 1,1 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR. Im Gegenzug dazu konnte INDUS den Zinsaufwand aus dem operativen Geschäft um rund 9 % auf 11,4 Mio. EUR senken. Im Saldo verbleibt ein um 2,6 % verbessertes Zinsergebnis im Vergleich zum Vorjahresberichtszeitraum.

Demzufolge übertraf das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit einem Plus von 10,3 % das des Vorjahres. Die Steuerquote lag mit 34,7 % leicht unter dem Vorjahr. Vor dem Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergab sich ein um 5,6 Mio. EUR erhöhtes Ergebnis nach Steuern von 57,1 Mio. EUR (Vorjahr: 51,5 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie erreichte 2,30 EUR nach 2,10 EUR im Vorjahresvergleichszeitraum.

Im Durchschnitt der ersten neun Monate 2016 wurden in den Unternehmen 9.371 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.173 Mitarbeiter) beschäftigt.

INVESTITION INS GESCHÄFTSFELD "DIGITALE INFRASTRUKTUR"

INDUS hat in den Quartalsberichten zum 31. März und zum 30. Juni 2016 bereits über den Erwerb der HEITZ-Gruppe und über fünf strategische Zukäufe auf Portfolioebene berichtet (COMPUTEC, CREAPHYS, CAETEC, MBH Solutions und IN-SITU). Im Oktober erwarb die INDUS-Beteiligung HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG 50 % an der ZWEICOM GmbH, Jagstzell, einem Spezialisten für die Entwicklung und Produktion von passiven Komponenten für Glasfaserinfrastruktur. ZWEICOM wurde 2005 gegründet. HAUFF-TECHNIK zählt zu den führenden europäischen Herstellern von Kabel-, Rohr- und Leitungsdurchführungen. In Deutschland ist das Unternehmen Marktführer bei Hauseinführungen und an vielen Ausbauprojekten von Glasfasernetzen beteiligt. Die Investition in ZWEICOM sieht HAUFF als weiteren Schritt in die Entwicklung des Geschäftsfeldes "Digitale Infrastruktur".

SEGMENTBERICHT

Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Zum 30. September 2016 umfasste das Beteiligungsportfolio 44 operative Einheiten.

INDUS-SEGMENT BAU/INFRASTRUKTUR

DEUTSCHER BAUBOOM TREIBT NACHFRAGE

Die starke Nachfrage in diesem Geschäftsfeld hält ungebremst an; nach neun Monaten erhöhte sich der Segmentumsatz um 19,3 % gegenüber dem Vergleichszeitraum. Zu der überaus guten Geschäftslage tragen nahezu alle Segmentunternehmen bei. Insbesondere in den Bereichen Energie und Bautechnik stieg die Nachfrage überproportional; hinzu kam die erstmalige Einbeziehung der HEITZ-Gruppe. Aufgrund der starken Auslastung stieg das operative Ergebnis überproportional stark und lag bei 31,9 Mio. EUR. Das ergab ein Plus von über 40 %. Die EBIT-Marge erreichte mit 15,5 % einen Bestwert (Vorjahr: 13,1 %). Die Investitionen stiegen aufgrund des Kaufs der HEITZ-Gruppe und der Investition von HAUFF-TECHNIK in ZWEICOM an.

KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 205,2 172,0 33,2 19,3
EBITDA 37,2 27,1 10,1 37,3
Abschreibungen -5,3 -4,5 -0,8 17,8
EBIT 31,9 22,6 9,3 41,2
EBIT-Marge in % 15,5 13,1 2,4 pp -
Investitionen 34,7 7,7 27,0 > 100
Mitarbeiter 1.418 1.152 266 23,1

INDUS-SEGMENT FAHRZEUGTECHNIK

MIX AN NEGATIVEN EFFEKTEN

Der leichte Umsatzrückgang im Segment (-0,7 %) resultiert aus einem schwachen Jahresstart und einem Nachfrageeinbruch bei Spikes. Dieser Markt kam durch den russischen Boykott europäischer Waren nahezu zum Erliegen. Auch in anderen Teilmärkten der Fahrzeugbranche läuft das Geschäft teilweise schleppend bzw. stehen vor allem die Margen stark unter Druck. Die Effekte sind vielfältig: der VW-Abgasskandal, die Schwäche der Schwellenländer und eine nachlassende Dynamik in China und den USA seien hier genannt. Rund ein Drittel der INDUS-Beteiligungen in diesem Segment liefern zudem ihre Produkte in die Land- und Baumaschinenindustrie. Die auch hier eher schwache Geschäftsentwicklung wirkt sich negativ aus. Die bereits zum Jahresbeginn gestartete Repositionierung bei einer Beteiligung gestaltet sich zudem schwieriger und langwieriger als erwartet. Belastungen daraus sind im Segmentergebnis ablesbar. Daher sank das operative Ergebnis (EBIT) um 2,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 12,6 Mio. EUR. Die EBIT-Marge des Segments erreicht nach neun Monaten 4,6 %. Damit ist das Segment vom INDUS-Margenkorridor für die Fahrzeugtechnik von 6 bis 8 % weit entfernt; bis zum Jahresende wird dieses Ziel auch nicht mehr erreicht werden. Die Investitionen stiegen vorrangig aufgrund des Kaufs von CAETEC (durch IPETRONIK).

KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 274,4 276,3 -1,9 -0,7
EBITDA 26,8 28,8 -2,0 -7,0
Abschreibungen -14,2 -13,6 -0,6 4,4
EBIT 12,6 15,2 -2,6 -17,2
EBIT-Marge in % 4,6 5,5 -0,9 pp -
Investitionen 25,4 14,6 10,8 74,0
Mitarbeiter 3.448 3.272 176 5,4

INDUS-SEGMENT MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

GUTE AUFTRAGSLAGE UND STABILE MARGEN

Der Maschinen- und Anlagenbau lief trotz der schwachen Weltkonjunktur gut. Der Segmentumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,2 % auf 220,7 Mio. EUR an. Hierin ist auch erstmalig die Geschäftstätigkeit von IEF-Werner über den gesamten Berichtszeitraum enthalten. Das EBIT lag mit 28,5 Mio. EUR wie erwartet nur leicht über dem Vorjahr. Allgemein verzeichnen die Segmentunternehmen eine gute und solide Auftragslage. Die EBIT-Marge erreicht mit 12,9 % den budgetierten Korridor. Zudem könnte ein starkes viertes Quartal hier noch Spielraum für weitere Verbesserungen liefern. Die Investitionen beliefen sich auf 5,7 Mio. EUR; in den Investitionen des Vorjahres war der Erwerb von IEF-Werner enthalten.

KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 220,7 211,9 8,8 4,2
EBITDA 34,6 33,5 1,1 3,3
Abschreibungen -6,1 -5,4 -0,7 13,0
EBIT 28,5 28,1 0,4 1,4
EBIT-Marge in % 12,9 13,3 -0,4 pp -
Investitionen 5,7 13,5 -7,8 -57,8
Mitarbeiter 1.577 1.406 171 12,2

INDUS-SEGMENT MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

GEWOHNT STARK NACH ERFOLGREICHER INTEGRATION

Die gute Konsumlaune in Deutschland sorgt im Bereich Medizin- und Gesundheit für stabile Zuwächse. Die Segmentunternehmen konnten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 13 % steigern; neben dem akquisitionsbedingten Zuwachs durch die erstmalige Einbeziehung von RAGUSE hat insbesondere das Geschäft mit Kompressionstrümpfen und Bandagen deutlich zugelegt. Auch das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 11 %. Die Einmaleffekte aus der erstmaligen Einbeziehung von NEA (einem Zukauf für den Kompressionsspezialisten OFA) und dem Neuanlauf einer neuen Produktionsstätte (ebenfalls bei OFA) sind damit kompensiert. Die EBIT-Marge erreichte mit 13,5 % nach neun Monaten wieder das Vorjahresniveau. In den Investitionen des Vorjahreszeitraums waren unter anderem der Kauf von NEA International und der Erwerb des Werkes in Glauchau enthalten.

KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 111,8 98,6 13,2 13,4
EBITDA 20,0 17,3 2,7 15,6
Abschreibungen -4,9 -3,7 -1,2 32,4
EBIT 15,1 13,6 1,5 11,0
EBIT-Marge in % 13,5 13,8 -0,3 pp -
Investitionen 4,4 27,6 -23,2 -84,1
Mitarbeiter 1.474 966 508 52,6

INDUS-SEGMENT METALLTECHNIK

GESUNKENE NACHFRAGE, ABER STABILE MARGE

Das Segment Metalltechnik verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang von rund 5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang geht im Wesentlichen auf eine schwächere Nachfrage nach Hartmetallwerkzeugen (insbesondere im Geschäftsfeld Bergbau) zurück; hinzu kommen die Restrukturierungsprojekte bei den beiden schweizerischen Metalltechnikunternehmen. Das operative Ergebnis sank daher um 0,9 Mio. EUR auf 23,2 Mio. EUR für die ersten neun Monate 2016. Die EBIT-Marge blieb mit 8,8 % dennoch auf einem stabilen Niveau. Die Investitionen des Vorjahreszeitraums von 10,4 Mio. EUR waren vor allem durch Investitionen in den Aufbau eines chinesischen Standortes erhöht.

KENNZAHLEN METALLTECHNIK (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 263,4 276,3 -12,9 -4,7
EBITDA 33,3 33,4 -0,1 -0,3
Abschreibungen -10,1 -9,3 -0,8 8,6
EBIT 23,2 -0,9 -3,7
EBIT-Marge in % 8,8 8,7 0,1 pp -
Investitionen 7,4 10,4 -3,0 -28,8
Mitarbeiter 1.428 1.392 36 2,6

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Operativer Cashflow 71,8 69,3 2,5 3,6
Zinsen -18,2 -12,0 -6,2 51,7
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 53,6 57,3 -3,6 -6,3
Auszahlungen für Investitionen -78,3 -75,7 -2,6 3,4
Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 2,5 0,4 2,1 > 100
Cashflow aus Investitionstätigkeit -75,8 -75,3 -0,5 0,6
Auszahlungen Dividende -29,3 -29,3 0,0 0,0
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,4 -0,1 -0,3 > 100
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 130,9 92,0 38,9 42,3
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -89,3 -60,4 -28,9 47,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 11,9 2,2 9,7 > 100
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -10,3 -15,8 5,5 -34,6
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -0,5 0,6 -1,1 <-100
Liquide Mittel am Anfang der Periode 132,2 116,5 15,7 13,5
Liquide Mittel am Ende der Periode 121,4 101,3 20,1 19,8

KAPITALFLUSSRECHNUNG: OPERATIVER CASH FLOW STEIGT LEICHT

Ausgehend von einem Ergebnis nach Steuern von 57,1 Mio. EUR (Vorjahr: 51,5 Mio. EUR) erhöhte sich der operative Cashflow für die ersten neun Monate 2016 um 2,5 Mio. EUR gegenüber der Vergleichsperiode. Der Cashflow für gezahlte Zinsen lag mit 18,2 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (12,0 Mio. EUR). Ursache hierfür sind erhöhte Gewinnausschüttungen für Minderheitsgesellschafter aufgrund der guten Ergebnisse dieser Gesellschaften. Demzufolge sank der Cashflow aus Geschäftstätigkeit leicht um 3,6 Mio. EUR auf 53,6 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug bis zum 30. September 2016 -75,8 Mio. EUR (Vorjahr: -75,3 Mio. EUR) und lag damit auf Vorjahresniveau. In dieser Position sind neben dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (in Höhe von 37,7 Mio. EUR) auch der Erwerb von H. HEITZ und der Kauf der strategischen Ergänzungen in Höhe von insgesamt 33,2 Mio. EUR enthalten. Der Erwerb von 50 % der Anteile an ZWEICOM durch die Beteiligung HAUFF-TECHNIK ist in der Position Finanzanlagen (7,4 Mio. EUR) enthalten.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit fiel um 9,7 Mio. EUR höher aus als im Vorjahreszeitraum, da mehr Kreditaufnahmen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum durchgeführt wurden. Die liquiden Mittel wurden wie angekündigt leicht zurückgeführt und lagen daher mit 121,4 Mio. EUR rund 10 Mio. EUR unter dem Bestand zum 31. Dezember 2015.

KONZERNBILANZ, VERKÜRZT (IN MIO. EUR)

AKTIVA

DIFFERENZ
30.9.2016 31.12.2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 868,5 827,9 40,6 4,9
Anlagevermögen 864,4 821,7 42,7 5,2
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4,1 6,2 -2,1 -33,9
Kurzfristige Vermögenswerte 648,6 591,9 56,7 9,6
Vorräte 310,0 281,6 28,4 10,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 217,2 178,1 39,1 22,0
Liquide Mittel 121,4 132,2 -10,8 -8,2
BILANZSUMME 1.517,1 1.419,8 97,3 6,9

PASSIVA

DIFFERENZ
30.9.2016 31.12.2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Langfristige Finanzierungsmittel 1.169,2 1.091,6 77,6 7,1
Eigenkapital 615,8 595,4 20,4 3,4
Fremdkapital 553,4 496,2 57,2 11,5
davon Rückstellungen 34,8 30,0 4,8 16,0
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 518,6 466,2 52,4 11,2
Kurzfristige Finanzierungsmittel 347,9 328,2 19,7 6,0
davon Rückstellungen 79,4 62,3 17,1 27,4
davon Verbindlichkeiten 268,5 265,9 2,6 1,0
BILANZSUMME 1.517,1 1.419,8 97,3 6,9

BILANZ: EK-QUOTE STABIL ÜBER 40 %

Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe ist mit 1.517,1 Mio. EUR um 6,9 % höher als zum 31. Dezember 2015. Die langfristigen Vermögenswerte konnten durch die Investitionen und die Akquisitionen (insbesondere H. HEITZ) um 40,6 Mio. EUR erhöht werden. Das Working Capital wurde um 45,3 Mio. EUR aufgebaut. Ursache hierfür sind insbesondere der Aufbau der Vorräte (+28,4 Mio. EUR) und Forderungen (+33,7 Mio. EUR). Der unterjährige Aufbau des Working Capitals ist typisch für die INDUS - Gruppe.

WORKING CAPITAL (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
30.9.2016 31.12.2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Vorräte 310,0 281,6 28,4 10,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 194,4 160,7 33,7 21,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -58,4 -46,7 -11,7 25,1
Erhaltene Anzahlungen -15,7 -9,1 -6,6 72,5
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo -29,3 -30,8 1,5 -4,9
Working Capital 401,0 355,7 45,3 12,7

Das Eigenkapital des Konzerns stieg durch die Zuführung der laufenden Ergebnisse. Der Abfluss der Dividende im zweiten Quartal ist bereits durch die laufenden Ergebnisse deutlich überkompensiert. In Summe ergab sich Erhöhung des Eigenkapitals auf 615,8 Mio. EUR, dies entspricht einem Zuwachs von 3,4 %. Die Eigenkapitalquote gab vor allem infolge der Zukäufe leicht nach auf 40,6 % (gegenüber 41,9 % zum 31. Dezember 2015).

Das langfristige Fremdkapital ist im Vergleich zum Jahresende 2015 um 57,2 Mio. EUR gestiegen. Der Hauptgrund dafür sind gestiegene langfristige Finanzschulden (+44,6 Mio. EUR). Im kurzfristigen Bereich stieg die Verschuldung um 19,7 Mio. EUR an. Hier stiegen insbesondere die kurzfristigen Rückstellungen (+17,1 Mio. EUR). Die Nettoverschuldung der INDUS-Gruppe betrug 409,8 Mio. EUR.

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (IN MIO. EUR)

DIFFERENZ
30.9.2016 31.12.2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Langfristige Finanzschulden 421,5 376,9 44,6 11,8
Kurzfristige Finanzschulden 109,7 111,6 -1,9 -1,7
Liquide Mittel -121,4 -132,2 10,8 -8,2
Nettofinanzverbindlichkeiten 409,8 356,3 53,5 15,0

CHANCEN UND RISIKEN

Für den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2015 verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem. Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

AUSBLICK

Der Konjunkturausblick für die deutsche Wirtschaft bleibt stabil: in der Breite rechnen die Experten nun mit einem Plus für das BIP von 1,9 %. Getrieben wird dieser Zuwachs von unverändert niedrigen Zinsen und billigem Öl. Demgegenüber blieb die Weltkonjunktur bis zuletzt verhalten. Während sich die Situation in den Schwellenländern zumindest teilweise stabilisierte, ließ die wirtschaftliche Dynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Verlauf des ersten Halbjahrs eher noch nach. In den kommenden beiden Jahren dürfte die Weltwirtschaft zwar punktuell wieder an Fahrt gewinnen, doch ein kräftiger globaler Aufschwung ist nicht zu erwarten. Der Anstieg der Weltproduktion wird in diesem Jahr genauso schwach ausfallen wie 2015.

Zum Jahresbeginn ging INDUS in ihrer Planung für 2016 von einem organischen Wachstum von 1,5 bis 2 % aus, zum Halbjahr wurde die Erwartung auf ein organisches Wachstum von 2 bis 3 % angehoben. Die Ergebnisse der ersten drei Quartale bestätigen diese Planung. Das gesamte Umsatzplus liegt derzeit bei rund 4 %, das EBIT legte rund 8 % zu. INDUS hat in den ersten neun Monaten einen erfreulichen Umsatzzuwachs und ein sehr gutes operatives Ergebnis erzielt. Insbesondere die starke Dynamik im Bereich Bau/Infrastruktur sorgte dafür, dass die Gesamtertragslage über der Planung lag; demgegenüber enttäuschte die Entwicklung im Bereich Fahrzeugtechnik. Externe Faktoren als auch eine umfangreiche Restrukturierung sorgten hier für schwache Erträge. In den übrigen Segmenten lief das Geschäft gut.

INDUS bekräftigt daher ihre Prognose und geht unverändert von einem Umsatz von deutlich mehr als 1,4 Mrd. EUR aus und einem EBIT am oberen Rand des Korridors von 134 bis 138 Mio. EUR (vor Einbeziehung der anteiligen Umsatz- und Ergebnisbeiträge der im Jahresverlauf getätigten Akquisitionen).

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

FÜR DAS 1.-3. QUARTAL UND DAS 3. QUARTAL 2016

IN TEUR ANHANG Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 Q3 2016 Q3 2015
UMSATZERLÖSE 1.075.467 1.034.959 360.614 359.368
Sonstige betriebliche Erträge 9.091 10.115 3.616 2.493
Aktivierte Eigenleistungen 3.991 5.483 1.913 1.515
Bestandsveränderung 7.863 12.959 1.721 -4.854
Materialaufwand [5] -487.138 -503.658 -160.255 -168.337
Personalaufwand [6] -317.032 -288.538 -106.842 -95.520
Abschreibungen -41.170 -37.186 -14.301 -12.894
Sonstiger betrieblicher Aufwand [7] -145.367 -135.680 -49.482 -45.642
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 395 318 10 11
Finanzergebnis 463 129 231 43
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 106.563 98.901 37.225 36.183
Zinserträge 382 345 47 176
Zinsaufwendungen -19.453 -19.965 -6.656 -7.085
ZINSERGEBNIS [8] -19.071 -19.620 -6.609 -6.909
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) 87.492 79.281 30.616 29.274
Steuern [9] -30.427 -27.824 -10.541 -9.861
ERGEBNIS NACH STEUERN 57.065 51.457 20.075 19.413
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 723 224 322 112
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 56.342 51.233 19.753 19.301
Ergebnis je Aktie

(unverwässert und verwässert) in EUR
[10] 2,30 2,10 0,80 0,79

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

FÜR DAS 1.-3. QUARTAL UND DAS 3. QUARTAL 2016

IN TEUR Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 Q3 2016 Q3 2015
ERGEBNIS NACH STEUERN 57.065 51.457 20.075 19.413
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -4.088 0 -682 0
Latente Steuern 1.210 0 202 0
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -2.878 0 -480 0
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -4.831 3.699 -1.405 -4.927
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) 870 1.971 479 219
Latente Steuern -138 -312 -76 -34
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -4.099 5.358 -1.002 -4.742
SONSTIGES ERGEBNIS -6.977 5.358 -1.482 -4.742
GESAMTERGEBNIS 50.088 56.815 18.593 14.671
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 723 224 322 112
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 49.365 56.591 18.271 14.559

Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen in Höhe von -6.977 TEUR (Vorjahr: 5.358 TEUR) enthalten versicherungsmathematische Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von -4.088 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus der Absenkung des Zinssatzes für inländische Verpflichtungen von 2,25 % zum 31. Dezember 2015 auf 1,35 % zum 30. September 2016.

Das Ergebnis der Währungsumrechnung in Höhe von -4.831 TEUR (Vorjahr: 3.699 TEUR) resultiert aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 870 TEUR (Vorjahr: 1.971 TEUR) resultiert aus den bei der Holding zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.

KONZERN-BILANZ

ZUM 30. SEPTEMBER 2016

AKTIVA

IN TEUR ANHANG 30.9.2016 31.12.2015
Geschäfts- und Firmenwert 414.397 394.802
Sonstige immaterielle Vermögenswerte [11] 65.532 58.828
Sachanlagen [12] 346.397 334.846
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5.458 5.924
Finanzanlagen 20.204 19.272
At-Equity-bewertete Anteile 12.428 8.036
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.175 3.484
Latente Steuern 2.898 2.671
Langfristige Vermögenswerte 868.489 827.863
Vorräte [13] 309.986 281.612
Forderungen [14] 194.400 160.744
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 17.874 14.952
Laufende Ertragsteuern 4.924 2.412
Liquide Mittel 121.444 132.195
Kurzfristige Vermögenswerte 648.628 591.915
BILANZSUMME 1.517.117 1.419.778

PASSIVA

IN TEUR ANHANG 30.9.2016 31.12.2015
Gezeichnetes Kapital 63.571 63.571
Kapitalrücklage 239.833 239.833
Übrige Rücklagen 309.399 289.375
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 612.803 592.779
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 2.975 2.651
Eigenkapital 615.778 595.430
Pensionsrückstellungen 32.888 28.055
Sonstige langfristige Rückstellungen 1.890 1.917
Langfristige Finanzschulden 421.506 376.935
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [15] 59.501 51.772
Latente Steuern 37.547 37.449
Langfristige Schulden 553.332 496.128
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 79.492 62.263
Kurzfristige Finanzschulden 109.653 111.616
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 58.420 46.748
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [15] 92.479 99.064
Laufende Ertragsteuern 7.963 8.529
Kurzfristige Schulden 348.007 328.220
BILANZSUMME 1.517.117 1.419.778

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2016

IN TEUR GEZEICHNETES

KAPITAL
KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGE SONSTIGE

RÜCKLAGEN
EIGENKAPITAL DER INDUS-AKTIONÄRE ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER
STAND AM 31.12.2014/1.1.2015 63.571 239.833 252.270 -7.759 547.915 1.957
Ergebnis nach Steuern 51.233 51.233 224
Sonstiges Ergebnis 5.358 5.358
Gesamtergebnis 51.233 5.358 56.591 224
Kapitalerhöhung 48
Dividendenzahlungen -29.341 -29.341 -90
Veränderung Konsolidierungskreis -13
STAND AM 30.9.2015 63.571 239.833 274.162 -2.401 575.165 2.126
STAND AM 31.12.2015/1.1.2016 63.571 239.833 290.861 -1.486 592.779 2.651
Ergebnis nach Steuern 56.342 56.342 723
Sonstiges Ergebnis -6.977 -6.977
Gesamtergebnis 56.342 -6.977 49.365 723
Dividendenzahlungen -29.341 -29.341 -399
STAND AM 30.9.2016 63.571 239.833 317.862 -8.463 612.803 2.975
IN TEUR EIGENKAPITAL DES KONZERNS
STAND AM 31.12.2014/1.1.2015 549.872
Ergebnis nach Steuern 51.457
Sonstiges Ergebnis 5.358
Gesamtergebnis 56.815
Kapitalerhöhung 48
Dividendenzahlungen -29.431
Veränderung Konsolidierungskreis -13
STAND AM 30.9.2015 577.291
STAND AM 31.12.2015/1.1.2016 595.430
Ergebnis nach Steuern 57.065
Sonstiges Ergebnis -6.977
Gesamtergebnis 50.088
Dividendenzahlungen -29.740
STAND AM 30.9.2016 615.778

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

FÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2016

IN TEUR Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015
Ergebnis nach Steuern 57.065 51.457
Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 41.170 37.186
Steuern 30.427 27.824
Zinsergebnis 19.071 19.620
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -7.729 2.434
Veränderungen der Rückstellungen 19.871 22.964
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva -50.715 -48.801
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva -3.229 -16.674
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern -34.093 -26.692
Operativer Cashflow 71.838 69.318
Gezahlte Zinsen -18.581 -12.395
Erhaltene Zinsen 382 345
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 53.639 57.268
Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -37.678 -41.137
Finanzanlagen -7.445 -3.225
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften -33.165 -31.376
Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen Anlagen 2.515 428
Cashflow aus Investitionstätigkeit -75.773 -75.310
Auszahlungen Dividende -29.341 -29.341
Einzahlungen Minderheitsgesellschafter 0 48
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -399 -90
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 130.963 92.000
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -89.343 -60.372
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 11.880 2.245
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -10.254 -15.797
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -497 646
Liquide Mittel am Anfang der Periode 132.195 116.491
Liquide Mittel am Ende der Periode 121.444 101.340

KONZERNANHANG

GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

- [1] ALLGEMEINES

Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren Konzernabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2016 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 angewendet, die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.

Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im ersten bis dritten Quartal 2016 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

- [2] ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Alle ab dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.

Die neuen Standards haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG.

- [3] KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen vollkonsolidiert, bei denen die INDUS-Gruppe mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu beherrschen. Beherrschung liegt vor, wenn eine Gesellschaft Verfügungsmacht über die Tochterunternehmen ausüben kann, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und die Möglichkeit hat, ihre Verfügungsmacht zu nutzen, um die Höhe der Rückflüsse zu beeinflussen. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahrs erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz-und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen.

[4] UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

H. HEITZ

Mit Kaufvertrag vom 7. Juni 2016 hat INDUS die H. HEITZ Furnierkantenwerk GmbH & Co. KG, Melle, zu 100 % erworben. Die HEITZ-Gruppe produziert Furnierkanten und Ummantelungsfurniere aus Echtholz für die Möbel- und Bauindustrie. H. HEITZ ist weltweit einer der größten Anbieter in diesem Segment. Die Produktion erfolgt im Stammsitz in Melle und im Zweigwerk im ungarischen Pusztaszabolcs. Zur HEITZ-Gruppe gehört außerdem die US-amerikanische Niederlassung in Heath, Ohio. H. HEITZ wird dem Segment Bau/Infrastruktur zugeordnet.

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 14.590 TEUR ist steuerlich zum Teil nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing.

In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt ermittelt:

NEUERWERB: H. HEITZ (IN TEUR)

BUCHWERT IM ZUGANGSZEITPUNKT NEUBEWERTUNG ZUGANG KONZERNBILANZ
Geschäfts- und Firmenwert 0 14.590 14.590
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 86 5.294 5.380
Sachanlagen 5.976 2.975 8.951
Vorräte 5.424 965 6.389
Forderungen 3.865 0 3.865
Sonstige Aktiva* 1.011 0 1.011
Liquide Mittel 4.006 0 4.006
Summe Vermögenswerte 20.368 23.824 44.192
Sonstige Rückstellungen 1.285 0 1.285
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.435 0 3.435
Sonstige Passiva** 4.957 0 4.957
Summe Schulden 9.677 0 9.677

* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

** Sonstige Passiva: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

Der Zugang der Vermögenswerte zur Konzernbilanz abzüglich Schulden entspricht dem Wert der Gegenleistung im Erwerbszeitpunkt. Die Gegenleistung beinhaltet eine bedingte Kaufpreiszahlung in Höhe von 7.472 TEUR.

Die Erstkonsolidierung der H. HEITZ erfolgte im Juni 2016. Zum Ergebnis vom 1.1.2016 bis 30.9.2016 trägt die HEITZ-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 9.850 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 687 TEUR bei.

Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der H. HEITZ belasten das operative Ergebnis in Höhe von 1.429 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ÜBRIGE ERWERBE

Die INDUS Beteiligung BUDDE hat zum Jahresbeginn 2016 die COMPUTEC AG, Murrhardt, erworben. Die COMPUTEC AG ist ein Spezialist für Verfahrenstechnik und deckt von der Elektronik bis zur Programmierung der Steuerungssoftware von (Förder-)Anlagen ein breites Spektrum ab. COMPUTEC wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

M. BRAUN hat am 20. April 2016 die CREAPHYS GmbH, Dresden, erworben. CREAPHYS wurde 1999 aus der TU Dresden heraus gegründet und ist im Bereich der organischen Elektronik tätig. Die Gesellschaft konstruiert und baut Hoch-Vakuumsysteme und Komponenten für das Aufbringen dünner organischer und sonstiger Schichten, Vakuum-Sublimationssysteme und thermischen Verdampfern. CREAPHYS wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

Mit Vertrag vom 2. Mai 2016 wurde die CAETEC für IPETRONIK erworben. CAETEC entwickelt Messtechnik für die Fahrzeugerprobung, vornehmlich die Fahrerassistenz, Busanalyse und Bordnetz und ergänzt damit IPETRONIK im Bereich Antriebsstrang und Thermomanagement. CAETEC wird dem Bereich Fahrzeugtechnik zugeordnet.

Zum 30. Juni 2016 hat die ANCOTECH die MBH SOLUTIONS AG, Drielsdorf, Schweiz erworben. Die MBH wird dem Segment Bau/Infrastruktur zugeordnet.

Am 22. Juli 2016 hat die INDUS-Beteiligung MIKROP das in Sauerlach ansässige Unternehmen IN-SITU erworben. IN-SITU entwickelt optische Prüfsysteme. Anwendungsbeispiele sind ein 3D-formerfassendes Inspektions- und Lesesystem zur Qualtätskontrolle von Blindenschriften auf Verpackungen. Die Gesellschaft wird dem Segment Medizin- und Gesundheitstechnik zugeordnet.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für die übrigen Erwerbe betrug zum Erwerbszeitpunkt 11.878 TEUR Dieser Betrag setzt sich aus Barzahlungen in Höhe von 10.906 TEUR sowie einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 972 TEUR zusammen.

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 6.000 TEUR ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing.

In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt ermittelt:

NEUERWERBE: ÜBRIGE (IN TEUR)

BUCHWERT IM ZUGANGSZEITPUNKT NEUBEWERTUNG ZUGANG KONZERNBILANZ
Geschäfts- und Firmenwert 0 6.000 6.000
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 191 3.686 3.877
Sachanlagen 1.552 0 1.552
Vorräte 1.858 314 2.172
Forderungen 577 0 577
Sonstige Aktiva* 254 0 254
Liquide Mittel 1.633 0 1.633
Summe Vermögenswerte 6.065 10.000 16.065
Sonstige Rückstellungen 749 0 749
Finanzschulden 347 0 347
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 189 0 189
Sonstige Passiva** 1.718 1.184 2.902
Summe Schulden 3.003 1.184 4.187

* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

** Sonstige Passiva: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

Die Erstkonsolidierung der übrigen Erwerbe erfolgte zwischen Januar und August 2016. Zum Ergebnis vom 1.1.2016 bis 30.9.2016 tragen die übrigen Erwerbe einen Umsatz in Höhe von 2.358 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -273 TEUR bei.

Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der übrigen Erwerbe belasten das operative Ergebnis in Höhe von 654 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

- [5] MATERIALAUFWAND

IN TEUR Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -403.890 -415.040
Bezogene Leistungen -83.248 -88.618
Summe -487.138 -503.658

- [6] PERSONALAUFWAND

IN TEUR Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015
Löhne und Gehälter -267.973 -244.701
Soziale Abgaben -45.810 -41.415
Aufwendungen für Altersversorgung -3.249 -2.422
Summe -317.032 -288.538

- [7] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWAND

IN TEUR Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015
Vertriebsaufwendungen -56.370 -53.307
Betriebsaufwendungen -52.120 -48.422
Verwaltungsaufwendungen -31.007 -27.377
Übrige Aufwendungen -5.670 -6.574
Summe -145.167 -135.680

- [8] ZINSERGEBNIS

IN TEUR Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015
Zinsen und ähnliche Erträge 382 345
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.799 -13.502
Zinsen operatives Geschäft -11.417 -13.157
Sonstige: Marktwerte Zinsswaps 74 180
Sonstige: Minderheitsanteile -7.728 -6.643
Zinsen Sonstige -7.654 -6.463
Summe -19.071 -19.620

Die Position "Sonstige Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in Höhe von 3.008 TEUR (Vorjahr: 2.701 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.

- [9] STEUERN

Der Ertragssteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils aktuellen Steuerplanung errechnet.

- [10] ERGEBNIS JE AKTIE

IN TEUR Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015
Ergebnis der INDUS-Aktionäre 56.342 51.233
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) 24.451 24.451
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,30 2,10

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

- [11] SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

IN TEUR 30.9.2016 31.12.2015
Aktivierte Entwicklungskosten 12.058 11.190
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 53.474 47.638
Summe 65.532 58.828

- [12] SACHANLAGEN

IN TEUR 30.9.2016 31.12.2015
Grundstücke und Gebäude 186.216 179.984
Technische Anlagen und Maschinen 97.569 96.918
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.100 47.732
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.512 10.212
Summe 346.397 334.846

- [13] VORRÄTE

IN TEUR 30.9.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 97.439 89.815
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 90.699 83.939
Fertige Erzeugnisse und Waren 96.828 91.352
Geleistete Anzahlungen 25.020 16.506
Summe 309.986 281.612

- [14] FORDERUNGEN

IN TEUR 30.9.2016 31.12.2015
Forderungen an Kunden 171.918 147.480
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 16.865 5.585
Forderungen an assoziierte Unternehmen 5.617 7.679
Summe 194.400 160.744

- [15] VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 56.787 TEUR (31.12.2015: 49.611 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrages oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.

SONSTIGE ANGABEN

- [16] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 1.-3. QUARTAL 2016

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (IN TEUR)

BAU/

INFRASTRUKTUR
FAHRZEUGTECHNIK MASCHINEN-

UND

ANLAGENBAU
MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK METALLTECHNIK SUMME

SEGMENTE
Q1-Q3 2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten 205.175 274.357 220.676 111.815 263.418 1.075.441
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 17.902 29.894 29.185 11.745 25.895 114.621
Umsatzerlöse 223.077 304.251 249.861 123.560 289.313 1.190.062
Segmentergebnis (EBIT) 31.882 12.634 28.461 15.047 23.247 111.271
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 241 154 0 0 395
Abschreibungen -5.314 -14.224 -6.085 -4.939 -10.046 -40.608
Segment-EBITDA 37.196 26.858 34.546 19.986 33.293 151.879
Investitionen 34.692 25.350 5.654 4.446 7.439 77.581
davon Unternehmenserwerbe 24.006 7.225 1.665 269 0 33.165
Q1-Q3 2015
Umsatzerlöse mit externen Dritten 172.025 276.258 211.947 98.562 276.292 1.035.084
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 6.855 29.191 37.489 8.133 28.141 109.809
Umsatzerlöse 178.880 305.449 249.436 106.695 304.433 1.144.893
Segmentergebnis (EBIT) 22.563 15.218 28.059 13.595 24.084 103.519
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 221 97 0 0 318
Abschreibungen -4.511 -13.567 -5.449 -3.737 -9.351 -36.615
Segment-EBITDA 27.074 28.785 33.508 17.332 33.435 140.134
Investitionen 7.686 14.645 13.543 27.565 10.365 73.804
davon Unternehmenserwerbe 2.446 0 7.996 20.934 0 31.376
ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
Q1-Q3 2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten 26 1.075.467
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -114.621 0
Umsatzerlöse -114.595 1.075.467
Segmentergebnis (EBIT) -4.708 106.563
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 395
Abschreibungen -562 -41.170
Segment-EBITDA -4.146 147.733
Investitionen 707 78.288
davon Unternehmenserwerbe 0 33.165
Q1-Q3 2015
Umsatzerlöse mit externen Dritten -125 1.034.959
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -109.809 0
Umsatzerlöse -109.934 1.034.959
Segmentergebnis (EBIT) -4.618 98.901
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 318
Abschreibungen -571 -37.186
Segment-EBITDA -4.047 136.087
Investitionen 1.934 75.738
davon Unternehmenserwerbe 0 31.376

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 3. QUARTAL 2016

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (IN TEUR)

BAU/

INFRASTRUKTUR
FAHRZEUGTECHNIK MASCHINEN-

UND

ANLAGENBAU
MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK METALLTECHNIK SUMME

SEGMENTE
Q3 2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten 75.213 92.829 71.877 35.873 84.649 360.441
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 7.458 9.353 10.089 3.595 8.535 39.030
Umsatzerlöse 82.671 102.182 81.966 39.468 93.184 399.471
Segmentergebnis (EBIT) 12.511 3.484 9.869 5.377 7.573 38.814
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 10 0 0 0 10
Abschreibungen -1.956 -4.950 -2.105 -1.684 -3.416 -14.111
Segment-EBITDA 14.467 8.434 11.974 7.061 10.989 52.925
Investitionen 8.544 7.716 2.073 1.512 2.802 22.647
davon Unternehmenserwerbe 0 0 0 269 0 269
Q3 2015
Umsatzerlöse mit externen Dritten 65.685 92.827 78.548 33.279 89.290 359.629
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 2.429 9.655 15.624 3.259 9.212 40.179
Umsatzerlöse 68.114 102.482 94.172 36.538 98.502 399.808
Segmentergebnis (EBIT) 10.986 4.250 10.861 4.523 7.935 38.555
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 11 0 0 0 11
Abschreibungen -1.518 -4.457 -1.867 -1.446 -3.370 -12.658
Segment-EBITDA 12.504 8.707 12.728 5.969 11.305 51.213
Investitionen 3.640 2.817 9.714 515 2.006 18.692
davon Unternehmenserwerbe 2.446 0 7.996 0 0 10.442
ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
Q3 2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten 173 360.614
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -39.030 0
Umsatzerlöse -38.857 360.614
Segmentergebnis (EBIT) -1.589 37.225
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 10
Abschreibungen -190 -14.301
Segment-EBITDA -1.397 51.528
Investitionen 415 23.062
davon Unternehmenserwerbe 0 269
Q3 2015
Umsatzerlöse mit externen Dritten -261 359.368
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -40.179 0
Umsatzerlöse -40.440 359.368
Segmentergebnis (EBIT) -2.372 36.183
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 11
Abschreibungen -236 -12.894
Segment-EBITDA -2.136 49.077
Investitionen 1.195 19.887
davon Unternehmenserwerbe 0 10.442

Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (IN TEUR)

Q1-Q3 2016 Q1-Q3 2015 Q3 2016 Q3 2015
Segmentergebnis (EBIT) 111.271 103.519 38.814 38.555
Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG -4.858 -4.779 -1.633 -2.395
Konsolidierungen 150 161 44 23
Zinsergebnis -19.071 -19.620 -6.609 -6.909
Ergebnis vor Steuern 87.492 79.281 30.616 29.274

Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).

Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

IN TEUR KONZERN INLAND EU DRITTLAND
Umsatzerlöse mit externen Dritten
Q1-Q3 2016 1.075.467 548.768 249.708 276.991
Q3 2016 360.614 179.718 84.286 96.610
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente
30.9.2016 844.212 718.264 45.321 80.627
Umsatzerlöse mit externen Dritten
Q1-Q3 2015 1.034.959 539.827 215.991 279.141
Q3 2015 359.368 191.515 75.954 91.899
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente
31.12.2015 802.436 685.471 40.947 76.018

- [17] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

FINANZINSTRUMENTE ZUM 30.9.2016 (IN TEUR)

BILANZANSATZ NICHT IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 7 FINANZINSTRUMENTE IFRS 7 DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET
Finanzanlagen 20.204 20.204 20.204
Liquide Mittel 121.444 121.444 121.444
Forderungen 194.400 16.865 177.535 177.535
Sonstige Vermögenswerte 19.049 1.801 17.248 80 17.168
Finanzinstrumente: AKTIVA 355.097 18.666 336.431 80 336.351
Finanzschulden 531.159 531.159 531.159
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 58.420 58.420 58.420
Sonstige Verbindlichkeiten 151.980 57.967 94.013 61.042 32.971
Finanzinstrumente: PASSIVA 741.559 57.967 683.593 61.042 622.550
BILANZANSATZ NICHT IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 7 FINANZINSTRUMENTE IFRS 7 DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET
Finanzanlagen 19.272 19.272 19.272
Liquide Mittel 132.195 132.195 132.195
Forderungen 160.744 5.585 155.159 155.159
Sonstige Vermögenswerte 18.436 3.045 15.391 461 14.930
Finanzinstrumente: AKTIVA 330.647 8.630 322.017 461 321.556
Finanzschulden 488.551 488.551 488.551
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.748 46.748 46.748
Sonstige Verbindlichkeiten 150.836 58.695 92.141 51.688 40.453
Finanzinstrumente: PASSIVA 686.135 58.695 627.440 51.688 575.752

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.

FINANZINSTRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39 (IN TEUR)

30.9.2016 31.12.2015
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 80 461
Kredite und Forderungen 335.539 321.246
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 812 310
Finanzinstrumente: AKTIVA 336.431 322.017
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 61.042 51.688
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert 622.551 575.752
Finanzinstrumente: PASSIVA 683.592 627.440

- [18] BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen betreffen im Wesentlichen die laufenden Vergütungen von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen, des Vorstands und des Aufsichtsrats. Weiterhin bestehen Beraterverträge und Miet- oder Leasingverträge zu Minderheitsgesellschaftern bzw. deren Angehörigen und Geschäftsvorgänge zu assoziierten Unternehmen.

Im Quartalsabschluss ist nicht über Veränderungen der Verhältnisse zu berichten, die sich wesentlich von denen im Jahresabschluss 2015 unterscheiden.

- [19] FREIGABE DER VERÖFFENTLICHUNG

Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 14. November 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

Bergisch Gladbach, den 14. November 2016

INDUS Holding AG

Der Vorstand

Jürgen Abromeit Dr. Johannes Schmidt Rudolf Weichert

KONTAKT

INDUS HOLDING AG

Kölner Straße 32

51429 Bergisch Gladbach

Postfach 10 03 53

51403 Bergisch Gladbach

Telefon: +49 (0)2204/40 00-0

Telefax: +49 (0)2204/40 00-20

E-Mail: [email protected]

FINANZKALENDER

27. MÄRZ 2017 Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2016, Düsseldorf
28. MÄRZ 2017 Analystenkonferenz zum Geschäftsjahr 2016, Frankfurt am Main
16. MAI 2017 Zwischenbericht zum 31.3.2017
24. MAI 2017 Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2017, Köln
15. AUGUST 2017 Halbjahresbericht zum 30.6.2017
15. NOVEMBER 2017 Zwischenbericht zum 30.9.2017

IMPRESSUM

VERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIED

Jürgen Abromeit

HERAUSGEBER

INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach

ANSPRECHPARTNERIN FÜR ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND INVESTOR RELATIONS

Regina Wolter

Telefon: +49 (0)2204/40 00-70

Telefax: +49 (0)2204/40 00-20

E-Mail: [email protected]

KONZEPT/GESTALTUNG

Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

FOTOS

Titel: MIKROP

Seite 2, 4: fotolia

Seite 4: WEIGAND

DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG

15. November 2016

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Sowohl die englische als auch die deutsche Fassung des Zwischenberichts kann auf unserer Webseite www.indus.de unter Investor Relations/Finanzberichte & Präsentationen heruntergeladen werden. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

Wichtiger Hinweis:

Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.

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