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INDUS Holding AG

Environmental & Social Information May 22, 2018

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Environmental & Social Information

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INDUS Holding Aktiengesellschaft

Bergisch Gladbach

INDUS Holding AG Konzernabschluss 2017

NACHHALTIGKEITSBERICHT

KENNZAHLEN 2017

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in Mio. EUR 2017 2016 2015
UmsatzF 1.640,6 1.444,3 1.388,9
EBITDA 215,3 200,9 186,4
EBIT 152,9 144,9 136,3
EBIT-Marge (in %) 9,3 10,0 9,8
EBIT bereinigt 163,7 155,4 145,8
EBIT-Marge bereinigt (in %) 10,0 10,8 10,5
Konzern-Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) 83,1 80,4 68,3
Operativer Cashflow 145,0 137,9 157,3
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 124,0 114,5 130,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit -110,0 -104,4 -112,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3,9 -14,9 -3,1
Ergebnis je Aktie (in EUR) 3,37 3,27 2,78
Cashflow je Aktie (in EUR) 5,07 4,69 5,36
Dividende je Aktie (in EUR) 1,50* 1,35 1,20
Dividendenrendite (in %) 2,5* 2,6 2,7
Ausschüttungsquote (in %) 43,9* 42,7 41,9

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31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015
Bilanzsumme 1.653,2 1.521,6 1.419,8
Eigenkapital 673,8 644,6 595,4
Eigenkapitalquote (in %) 40,8 42,4 41,9
Nettoverschuldung 399,0 376,6 356,3
Liquide Mittel 135,9 127,2 132,2
Bilanzsummer der AG 1.450,8 1.360,2 1.274,2
Eigenkapital der AG 855,6 806,9 761,2
Eigenkapitalquote der AG (in %) 59,0 59,3 59,7
Beteiligungen (Anzahl zum 31.12.) 45 44 44
Mitarbeiter in der Gruppe (Anzahl zum 31.12.) 10.210 9.451 8.334

* Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 24. Mai 2018

PORTFOLIOSTRUKTUR NACH JAHREN (in % / Anzahl der Beteiligungen)

UMSATZVERTEILUNG 2017 NACH SEGMENTEN (in % / Mio. EUR)

INDUS ZIELE

... ist führender Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung und -entwicklung im deutschsprachigen Mittelstand. Wir erwerben überwiegend inhabergeführte Gesellschaften und unterstützen sie mit langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Entwicklung.

Unsere Töchter zeichnen sich besonders durch ihre starke Stellung in speziellen Nischenmärkten aus. Als wachstumsorientierter Finanzinvestor stellen wir sicher, dass unsere Unternehmen ihre besondere Stärke, ihre mittelständische Identität, bewahren.

1

WACHSTUM

2

WERTENTWICKLUNG

3

AUSGEWOGENE PORTFOLIOSTRUKTUR

WERTSCHÖPFUNG

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UNTERNEHMENSLEISTUNG (in Mio. EUR)
2017 2016
--- --- ---
Umsatzerlöse 1.640,6 1.444,3
Sonstige betriebliche Erträge 16,5 20,2
Aktivierte Eigenleistungen 5,1 6,2
Bestandsveränderung 5,2 11,1
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 1,1 1,0
Finanzergebnis 0,3 0,5
Zinserträge 0,2 0,5
Unternehmensleistung 1.669,1 1.483,8

ENTWICKLUNG DER WERTSCHÖPFUNG (in Mio. EUR)

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WERTSCHÖPFUNG (in Mio. EUR)
2017 2016
--- --- ---
Unternehmensleistung 1.669,1 1.483,8
Materialaufwand -745,9 -648,7
Sonstiger betrieblicher Aufwand -228,0 -203,5
Brutto-Wertschöpfung 695,2 631,7
Abschreibungen -62,4 -56,0
Netto-Wertschöpfung 632,8 575,7

VERWENDUNG DER NETTOWERTSCHÖPFUNG 2017 (in % / Mio. EUR)

NACHHALTIGKEIT BEI INDUS

Echter Unternehmenserfolg misst sich nach Auffassung von INDUS nicht in Quartalszahlen, sondern in der Entwicklung auf lange Sicht. Dabei zählen in besonderem Maße diejenigen Unternehmensfaktoren, die außerhalb der wirtschaftlichen Dimension stehen: die Umwelt, die Mitarbeiter und die Art und Weise, miteinander Geschäfte zu machen. Aus diesem Selbstverständnis heraus agieren auch unsere operativ eigenständigen Beteiligungsgesellschaften, wie unsere Beispiele im Nachhaltigkeitsbericht zeigen.

GRUNDLAGEN

Nachhaltiges Handeln erzeugt Wettbewerbsvorteile, erhöht den Unternehmenswert und stärkt die Unternehmenskultur. Auf Grundlage dieser Überzeugung hat INDUS ihr Nachhaltigkeitsengagement im vergangenen Jahr weiter professionalisiert.

NACHHALTIGKEIT: FÜR INDUS NICHTS NEUES

Das Thema Nachhaltigkeit bedeutet für uns die langfristig gleichrangige Behandlung von ökonomischen, sozialen und ökologischen Zielen: Wir wollen dauerhafte Werte schaffen, dabei gute Arbeit ermöglichen und gleichzeitig sorgsam mit der Umwelt umgehen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Entwicklung nur dann nachhaltig ist, wenn wir die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigen und gleichzeitig darauf achten, dass dies nicht auf Kosten der Zukunft geschieht.

Die Beteiligungsgesellschaften der INDUS Holding AG nehmen ihre Verantwortung für nachhaltigkeitsorientierte Unternehmensentwicklung eigenständig wahr. Sie setzen sich eigenständig Ziele, entwickeln Maßnahmen und bewerten die Zielerreichung. Die Holding leistet umfassende Informationsarbeit, indem sie nachhaltigkeitsbezogene Daten erhebt und diese in die Gruppenunternehmen hineinträgt. Darüber hinaus berät die INDUS Holding AG ihre Beteiligungen bei Bedarf und hilft ihnen so, ihre "Nachhaltigkeitsbilanz" wirksam zu verbessern.

Ferner erstrecken sich die Aufgaben der INDUS Holding AG als vermögensverwaltende Gesellschaft auf die dauerhafte Begleitung der Beteiligungsgesellschaften sowie die Neuakquisition von weiteren Portfoliounternehmen. So gesehen agiert die Holding wie ein interner Dienstleister für ihre Beteiligungen. Der Ressourcenverbrauch der Holding entlang der Wertschöpfungskette beschränkt sich somit auf den Einkauf, die Nutzung und Entsorgung von Energie, Büromaterialien und -ausstattung sowie sonstiger notwendiger Geschäftsausstattung einer Verwaltungsgesellschaft.

Die Überprüfung der relevanten Nachhaltigkeitskriterien in der Wertschöpfungskette der Beteiligungen liegt nicht in der Verantwortung der Holding. Jedoch hat jede Beteiligung über einen Due-Diligence-Prozess ihren Weg in die INDUS-Gruppe (im Folgenden auch: INDUS) gefunden. Im Rahmen dieses Prozesses wurden u. a. auch die Wertschöpfungstiefe und die damit verbundenen Nachhaltigkeitsrisiken geprüft.

Innovationen schaffen neue Produkte, Dienstleistungen und sogar Ansätze für neue Geschäftsmodelle und damit Wettbewerbsvorteile gegenüber Marktbegleitern unserer Beteiligungen. Ständige technologische und prozesstechnische Weiterentwicklungen in Herstellprozessen bei unseren Beteiligungen sowie durch technologische Fortschritte bei Herstellern von Maschinen und Anlagen erhöhen die Qualität der Produkte, führen zu Energieeinsparungen und damit zu geringeren Emissionen und Kosten.

Die jeweils laufenden und eingeleiteten Maßnahmen zur Unterstützung der Nachhaltigkeitsstrategie der Holding werden in den nachfolgenden Kapiteln beschrieben. Die Arbeit auf dem Feld der Nachhaltigkeit stößt sowohl im Geschäfts- als auch im Kapitalmarktumfeld auf positive Resonanz. Dies spiegelt sich auch in entsprechenden Nachhaltigkeitsratings wider: Beim CDP Climate Scoring wurde INDUS im November 2017 erneut mit der Spitzen-Note "A" ausgezeichnet. Auch beim Nachhaltigkeits-Rating der oekom research AG führt die INDUS den Status "Prime".

STAKEHOLDER: INTERESSEN KENNEN, DIALOG PFLEGEN

Die Basis für eine erfolgreiche Arbeit an Nachhaltigkeitsthemen und damit für den langfristigen Unternehmenserfolg ist, dass wir unsere Stakeholder und ihre Interessen kennen. Nur so können wir die richtigen Entscheidungen treffen und unser Verhalten entsprechend ausrichten. Die Auswahl der wesentlichen Stakeholder folgte einem strukturierten Prozess. Dabei wurden potenziell relevante Stakeholder u. a. unter Berücksichtigung der Wertschöpfungskette identifiziert und anhand ihres jeweiligen Einflusses auf die INDUS-Gruppe sowie anhand des Einflusses der INDUS-Gruppe auf den jeweiligen Stakeholder priorisiert. Die strukturierte Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen unserer Stakeholder ergab für uns fünf relevante Gruppen:

Investoren: Sie stellen uns Eigen- und Fremdkapital zur Verfügung und erwarten von uns eine klare strategische Ausrichtung, die Realisierung unserer Ertragsprognosen, eine stabile Bilanz sowie eine transparente Berichterstattung.

WESENTLICHE STAKEHOLDER-GRUPPEN UND STAKEHOLDER-DIALOG

Interessierte Familienunternehmer: Sie sind an einem finanzstarken Partner mit mittelständischem Verständnis und gutem Ruf interessiert, der für ihr Unternehmen ein solides Fundament für die Fortführung des eigenen Lebenswerks bereitstellen kann.
Beteiligungsgesellschaften: Sie wollen ihren Handlungsspielraum für die Entwicklung ihres Geschäfts sichern und ausbauen. Dazu suchen sie Unterstützung durch Kapital, Marktzugang und Know-how.
Kunden der Beteiligungen: Sie möchten die Sicherheit, den richtigen Partner an ihrer Seite zu haben, der sie zuverlässig und dauerhaft mit innovativen und hochwertigen Leistungen begleiten kann.
Mitarbeiter der Beteiligungen und der Holding: Sie suchen einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz, an dem sie ihre Fähigkeiten sinnstiftend einbringen können, und einen Arbeitgeber, der sie fordert und fördert.

Mit allen fünf Stakeholder-Gruppen stehen die Holding und die Portfoliounternehmen, jeweils soweit zutreffend, in regelmäßigem Austausch. Dabei nutzen sie unterschiedliche Kommunikationsformen bzw. -kanäle. Im Geschäftsjahr 2016 wurden die aus interner Sicht identifizierten Handlungsfelder und Kernthemen im informativen Austausch mit der Sichtweise ausgewählter Beteiligungsgesellschaften abgeglichen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Stakeholder-Dialog mit institutionellen Investoren und Familienunternehmern intensiviert. Beide Stakeholder-Gruppen wurden in strukturierten Interviews zu Ihrer Sichtweise und Wahrnehmung der Nachhaltigkeitsstrategie und -berichterstattung der INDUS befragt. Ziel war hierbei u. a. die Verifizierung der im Rahmen der bisherigen Analysen und Betrachtungen als wesentlich identifizierten Nachhaltigkeitsaspekte.

WESENTLICHKEITSMATRIX

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[1] INVESTITIONEN
[2] INNOVATION
[3] INTERNATIONALISIERUNG
[4] GESELLSCHAFTERROLLE
[5] PERSONAL
[6] RESSOURCENEFFIZIENZ
[7] SOZIALES ENGAGEMENT

KERNTHEMEN: DREI PLUS VIER

Zur Identifizierung der für INDUS relevanten Nachhaltigkeitsaspekte führten wir 2016 unter Beteiligung des Vorstands eine Wesentlichkeitsanalyse durch. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden nun im Rahmen des zuvor angeführten Stakeholder-Dialogs verifiziert. Die bereits im Zuge der letztjährigen Berichterstattung identifizierten sieben Kernthemen konnten so bestätigt werden:

1. Investitionen: der Einsatz wirtschaftlicher Mittel zur erfolgreichen Entwicklung der Beteiligungen bzw. der Gruppe

2. Innovation: die Weiterentwicklung der von den Beteiligungen angebotenen Produkte und Dienstleistungen sowie die Entwicklung neuer, ggf. sogar disruptiver Lösungen

3. Internationalisierung: die Expansion der Beteiligungen (Produktion, Absatzmärkte) in die relevanten internationalen Regionen zur langfristigen Begleitung des Kunden vor Ort

4. Gesellschafterrolle der INDUS Holding AG: die wirtschaftliche und beratende Unterstützung der Beteiligungen bei der Entwicklung ihres Geschäfts im Rahmen der gegebenen Spielräume durch die Holding

5. Personal: die Mitarbeiter als zentrale Triebkraft der Unternehmensentwicklung sowohl in der INDUS Holding AG als auch unternehmensindividuell bei den Beteiligungen

6. Soziales Engagement: die Übernahme von Verantwortung für gesellschaftliche Aufgaben seitens der Beteiligungsgesellschaften und der INDUS Holding AG

7. Ressourceneffizienz: die Berücksichtigung der ökologischen Folgen bei unternehmerischen Entscheidungen und die Minimierung der ökologischen Auswirkungen der operativen Tätigkeit durch die Beteiligungsgesellschaften

Die drei Kernthemen Investition, Innovation und Internationalisierung stehen im strategischen Fokus der Holding und können für den Erfolg der Einzelgesellschaft wie auch für den Erfolg der Gruppe als Ganzes eine große Hebelwirkung entfalten. Die vier übrigen Themen beziehen sich auf ebenso wichtige Grundsatzfelder, die sich unmittelbar aus dem Aufgaben- und Werteverständnis eines gesunden mittelständisch orientierten bzw. geführten Unternehmens ergeben. Schwerpunkt der diesjährigen Berichterstattung ist das soziale Engagement der Beteiligungsgesellschaften und der INDUS Holding AG.

WESENTLICHKEITSMATRIX MIT KONKRETEN HANDLUNGSFELDERN

Die identifizierten Kernthemen sind mit Handlungsfeldern unterlegt, aus denen sich wiederum konkrete Maßnahmen ableiten lassen. Die Handlungsfelder haben wir in eine klassische Wesentlichkeitsmatrix übertragen. Diese spiegelt wider, welche Bedeutung das jeweilige Handlungsfeld, konsolidiert betrachtet, für die internen bzw. externen Stakeholder der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften besitzt. Die Einordnung der Handlungsfelder in die Matrix erfolgte über Einschätzungen des Nachhaltigkeitsteams sowie des Vorstands und wurde mit Einschätzungen interner und externer Stakeholder abgeglichen. Als Ergebnis der 2017 geführten Gespräche mit Investoren und ehemaligen Familienunternehmern wurden die Handlungsfelder Energie- und Ressourceneffizienz, der Mitarbeiterdialog und die Nachwuchsförderung höher priorisiert. Die Wesentlichkeitsmatrix wurde entsprechend überarbeitet und durch den Vorstand genehmigt.

NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG FÜR DIE INDUS-GRUPPE

Laut CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RLUG) ist die INDUS Holding AG ab dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, zu Nachhaltigkeitsaspekten zu berichten. Neben allgemeinen Angaben zum Geschäftsmodell (vgl. Lagebericht, Kapitel "Grundlagen des Konzerns") sind in diesem Kontext Angaben zu gesetzlich vorgegebenen Aspekten von Relevanz, die inhaltlich von den im Rahmen des Stakeholderdialogs identifizierten und verifizierten Kernthemen wie folgt abgedeckt werden:

Der Aspekt Umweltschutz findet sich im Kernthema Ressourceneffizienz wieder, der Aspekt Sozialbelange im Kernthema soziales Engagement. Die Aspekte Arbeitnehmerbelange sowie Achtung der Menschenrechte werden durch das Kernthema Personal abgedeckt. Der Aspekt Bekämpfung von Korruption und Bestechung ist Teil des Kernthemas Gesellschafterrolle.

Nachhaltigkeit ist bei der INDUS Holding AG auf höchster Ebene angesiedelt. Das heißt: Der Vorstand steuert die Weiterentenwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie der Holding. Relevante Nachhaltigkeitsaspekte, die aktuelle Positionierung aus Innen- und Außensicht, nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und die Erreichung der gesetzten Ziele der Beteiligungen sind Gegenstand des Austauschs zwischen dem Vorstand und den Geschäftsführern der Beteiligungen. Darüber hinaus werden im Rahmen der jährlich stattfindenden Unternehmertagung immer wieder Themen aus dem CSR-Umfeld beleuchtet und diskutiert. Die INDUS Holding hat seit 2016 eine Incentivierung für Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit in das Vergütungssystem des Vorstands integriert.

Im Rahmen der jährlichen Fortschreibung der Unternehmensplanungen werden durch das Management der Beteiligungen Risiken und Chancen mithilfe eines Risikomanagement-Reporting-Tools nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglicher Schadenshöhe bis auf Anlagen-/Betriebsebene bewertet, dokumentiert, sowie Maßnahmen zur Verminderung der Risiken abgeleitet. Nachhaltigkeitsrisiken werden dabei als separate Risikokategorie erfasst, sind aber vollständig in das bestehende Risikomanagementsystem integriert. Gegenmaßnahmen werden soweit erforderlich auf Holdingebene für die Holding oder unabhängig von der Holding auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften für die Beteiligungen eingeleitet. Wesentliche Risiken aus Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen sowie aus eigener Geschäftstätigkeit i. S. § 289c Abs. 3 Nr. 3 und 4 HGB und der Umgang mit diesen werden - soweit berichtspflichtig - im Chancen- und Risikobericht (vgl. Lagebericht, Kapitel "Chancen- und Risikobericht") dargestellt. Im Berichtsjahr sind keine Einzelrisiken mit Bezug zu Nachhaltigkeitsaspekten zu berichten, die die Wesentlichkeitsschwelle überschreiten.

Unser Nachhaltigkeitsbericht wurde in Übereinstimmung mit den Kriterien erstellt, die der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) formuliert hat. Wir berichten die EFFAS (European Federation of Financial Analyst Societies)-Leistungsindikatoren gemäß den Anforderungen von DNK. Von 16 Kennzahlen werden vier nicht berichtet. Die näheren Erläuterungen dazu befinden sich am Ende der Kennzahlenübersicht. Ab 2018 werden wir alle von uns berichteten Kennzahlen gemäß EFFAS standardisiert im Due-Diligence-Prozess bei den Neuakquisitionen abfragen und in der Analyse berücksichtigen.

Die erhobenen Kennzahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2017 und ziehen zum Vergleich das Vorjahr heran (sofern Daten für das Vorjahr vorliegen). Zur Datenerfassung der nichtfinanziellen Leistungskennzahlen wurde das bestehende interne Finanzdaten-Reporting-System der INDUS Holding AG genutzt, das um entsprechende Abfragen erweitert wurde. Der Kreis der Gesellschaften, von denen nachhaltigkeitsbezogene Daten erhoben wurden, weicht von dem für die Finanzdaten definierten Konzernkonsolidierungskreis ab. Er beinhaltet jedoch alle direkten INDUS-Beteiligungen sowie wesentliche Beteiligungen auf Enkelebene (ohne Akquisitionen im Berichtsjahr). Eine Bereinigung der Vorjahreswerte um Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises ("Like-for-Like-Betrachtung") erfolgt nicht. Veränderungen des Konsolidierungskreises erzeugen im aktuellen Geschäftsjahr keine wesentlichen Verzerrungen der Ergebnisse im Vorjahresvergleich. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich folgende wesentliche Änderungen bei den Systemgrenzen und inhaltlichen Definitionen der Kennzahlen:

Erweiterung des Konsolidierungskreises um eine weitere direkte Beteiligung (die Neuakquisitionen 2017 werden erst im Folgejahr berücksichtigt)
Ergänzung um weitere Leistungskennzahlen nach EFFAS in Übereinstimmung mit den DNK-Anforderungen (siehe entsprechend gekennzeichnete Zahlen in der Kennzahlenübersicht)

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz hat die nichtfinanzielle Erklärung für die INDUS-Gruppe und die gemäß DNK berichteten EFFAS-Kennzahlen (in der Kennzahlenübersicht entsprechend gekennzeichnet) einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

UMWELTSCHUTZ

EINORDNUNG

Direkte Umweltauswirkungen bzgl. Ressourcenverbrauch, Immissionen, Abfall, Transport sowie der Energieverbrauch und die damit verbundenen direkten und indirekten Treibhausgasemissionen der Beteiligungen sind nach Industriemaßstäben insgesamt als vergleichsweise gering einzustufen. Die Beteiligungen sind zum Großteil im verarbeitenden Gewerbe mit mechanischen Bearbeitungsprozessen angesiedelt. Die Beteiligungen haben ihre Produktionsstandorte überwiegend in der EU und der Schweiz. Sie unterliegen daher hohen Standards und gesetzlichen Auflagen bzgl. Anlagensicherheit und Umweltschutz. Die wenigen Beteiligungen mit Produktionsprozessen mit einer potentiellen relevanten Umweltbelastung wie etwa Galvanik- oder Lackierprozesse unterliegen entsprechenden gesetzlichen Regelungen und Überwachungsprozessen. Diese Beteiligungen haben größtenteils formalisierte Umweltmanagementsysteme etwa nach ISO 14001 etabliert. Direkte Umweltauswirkungen durch die INDUS Holding AG als Organisationseinheit sind vernachlässigbar.

ZIELE/MASSNAHMEN

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen hat innerhalb der INDUS-Gruppe einen hohen Stellenwert. Die Geschäftsführer der Beteiligungen entwickeln -mit Blick auf das spezifische Umfeld und im Einklang mit der jeweiligen Unternehmensphilosophie - eigenständig Regelungen und Maßnahmen zur Ressourcenschonung. Dies betrifft nicht nur Produktionsprozesse selbst, sondern auch die Produktentwicklung (konkrete Beispiele finden sich im Kapitel "Ressourceneffizienz").

Die INDUS Holding AG stellt im Rahmen standardisierter Due-Diligence-Prozesse bei ihren Akquisitionsprozessen sicher, dass mindestens die gesetzlichen Anforderungen eingehalten und durch entsprechende Managementsysteme Vorkehrungen zur Vermeidung von umweltrelevanten Ereignissen getroffen werden. Durch die unmittelbare und enge Begleitung des Due-Diligence-Prozesses durch den Vorstand werden strategische Nachhaltigkeitsaspekte aktiv eingebracht.

Es werden grundsätzlich keine Investitionen in energie- und emissionsintensive Unternehmen und Unternehmen, die ihren Fokus in der Rüstungsindustrie haben, getätigt. Das Akquisitionsprofil der INDUS Holding AG wurde - auch unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten - im Geschäftsjahr 2017 überarbeitet und geschärft.

Risiken in den Bereichen von Elementarschäden, Betriebsunterbrechungen, Haftpflicht, Produkthaftung und Transportschäden werden von der Holding für alle Beteiligungen durch den Abschluss entsprechender Verträge abgesichert.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse und Randbedingungen arbeiten die Beteiligungen intern mit einem Genehmigungsmanagement sowie definierten und dokumentierten Ablaufprozessen mit Vorschriften und Regeln. Darüber hinaus haben die Beteiligungen teilweise zertifizierte Managementsysteme implementiert. Hiermit erfüllen die Gesellschaften nicht nur die behördlichen Auflagen, sondern leisten auch einen Beitrag, um die Sicherheit und Gesundheit der eigenen Mitarbeiterschaft, der Zulieferer, Dienstleister vor Ort und der unmittelbaren Nachbarschaft zu gewährleisten.

Energieeffizienz und damit einhergehend Emissionseinsparungen sind ein Querschnittsthema. Die Notwendigkeit, dem Klimawandel entgegenzuwirken, hat INDUS klar erkannt. Vor diesem Hintergrund hat sich die INDUS Holding AG das Ziel gesetzt, ihre direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 & 2) absolut um 12 % bis 2020 und um 42,5 % bis 2040 zu reduzieren (jeweils bezogen auf das Basisjahr 2014).

ERGEBNIS

Gemäß DNK bzgl. Umweltaspekten zu berichtende Indikatoren sind der Gesamtenergieverbrauch (EFFAS E01-01), die Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2, EFFAS E02-01), das gesamte Abfallaufkommen (EFFAS E04-01) sowie der Anteil des recycelten Abfalls (EFFAS E05-01). Die Treibhausgasemissionen berichten wir nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols (GHG Protocol). Dabei weisen wir gemäß GHG Protocol Treibhausgasemissionen für Scope 2 sowohl nach der standort- als auch nach der marktbasierten Methode aus. Sofern nachfolgend nicht weiter auf eine Methode Bezug genommen wird, handelt es sich stets um die marktbasierte Methode. Im Berichtsjahr wurden trotz des weiteren Aufbaus von Ressourcen in der Holding die Scope 1 und 2 Emissionen (EFFAS E02-01, dem Operational-Control-Ansatzes gem. GHG-Protocol entsprechend sind hierdurch ausschließlich Emissionen der Holding abgedeckt) in Summe geringfügig gesenkt. Der Gesamtenergieverbrauch der Gruppe (EFFAS E01-01) ist hingegen wachstumsbedingt trotz zahlreicher Energieeinsparmaßnahmen gestiegen. Ebenfalls wachstumsbedingt ist ein Anstieg des absoluten Abfallaufkommens zu verzeichnen (EFFAS E04-01). Die Recyclingquote (EFFAS E05-01) wurde 2017 erstmalig erfasst, sodass ein Vorjahresvergleich nicht möglich ist.

Zukünftig werden wir in der Gruppe weiterhin intensiv an der Erhöhung der Ressourceneffizienz arbeiten, um damit die Umweltbelastungen nicht nur an den eigenen Standorten und bei den eigenen Produkten, sondern auch in den vor- und nachgelagerten Prozessen zu reduzieren.

SOZIALBELANGE

EINORDNUNG

Relevante Luft- und Lärmimmissionen verursachen die Beteiligungen nur in sehr begrenztem Umfang, sodass Folgerisiken aus potenziellen Beschwerden gering sind. Die Beteiligungen nehmen ihre Produktverantwortung wahr und minimieren entsprechend ihrer Einflussmöglichkeiten Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltrisiken entlang des gesamten Lebenszyklus von der Produktentwicklung, Produktion, der Weiterverarbeitung beim Kunden bis zur Nutzung beim Endkunden und zur Entsorgung.

ZIELE/MASSNAHMEN

Die Unternehmen der INDUS-Gruppe nehmen ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft aktiv und mit Bezug zu ihrem regionalen Kontext eigenständig wahr. Sie unterstützen mit ihrem Engagement kulturelle, wissenschaftliche und soziale Projekte in der Nachbarschaft, u. a. durch Stipendien für Studenten, aber auch Spenden an Schulen und Kindergärten (vgl. Kapitel "Soziales Engagement"). Es werden keine politischen Spenden getätigt.

Entsprechend der jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen haben die Beteiligungen ein Beschwerdemanagement mit angemessenem Formalisierungsgrad. Auf diese Weise werden relevante Beschwerden erfasst und bewertet, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen und kontinuierlich Verbesserungen bei den Prozessen und Produkten zu erreichen. Im Rahmen jährlicher Reportings findet ein Monitoring über berechtigte Beschwerden aus dem lokalen Umfeld statt. Gleiches gilt für eventuell notwendige Rückstellungen für Gewährleistungen.

ERGEBNIS

Gemäß DNK bzgl. Sozialbelangen zu berichtender Indikator sind Zahlungen an politische Parteien (EFFAS G01-01). Derartige Zahlungen gab es im Berichtsjahr nicht. Die Beteiligungen stehen u. a. über Tage der offenen Tür, Schülerpraktika und Werksführungen mit den kommunalen und regionalen Stakeholdern im regelmäßigen Dialog. Im Berichtsjahr waren zahlreiche derartige Aktivitäten zu verzeichnen. Des Weiteren arbeiten die Beteiligungen vielfach mit Werkstätten für behinderte Menschen zusammen. Im Berichtsjahr gab es keine berechtigte Beschwerde aus dem lokalen Umfeld. Zukünftig wird die INDUS Holding AG den Austausch in der Gruppe zu diesem Aspekt etwa durch die Thematisierung auf den jährlichen Unternehmertagungen und durch das interne nichtfinanzielle Reporting weiter fördern.

REDUKTION der direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 & 2)

↘ 12,0 %

bis 2020

↘ 42,5 %

bis 2040

Die INDUS Holding AG hat sich das Ziel gesetzt, ihre direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 & 2) absolut um 12 % bis 2020 und um 42,5 % bis 2040 zu reduzieren (jeweils bezogen auf das Basisjahr 2014).

DIE UNTERNEHMEN DER INDUSGRUPPE NEHMEN IHRE VERANTWORTUNG ALS TEIL DER GESELLSCHAFT AKTIV UND MIT BEZUG ZU IHREM REGIONALEN KONTEXT EIGENSTÄNDIG WAHR.

ARBEITNEHMERBELANGE UND ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE

EINORDNUNG

Die Beteiligungsunternehmen und die INDUS Holding AG achten im Geschäftsalltag die Menschenrechte der Mitarbeiter, Lieferanten, Geschäftspartner und der übrigen Stakeholder. Sie arbeiten größtenteils mit qualifizierten Fachkräften im deutschsprachigen Markt, dem europäischen und außereuropäischen Ausland. Risiken einer nicht marktüblichen Entlohnung, unangemessene Arbeitszeiten, die Einschränkung der Vereinigungsfreiheit oder der Gleichberechtigung werden innerhalb der INDUS-Gruppe durch entsprechende Regelungen in den unternehmensspezifischen Verhaltenskodizes entgegengewirkt. Auch bei den direkten Lieferanten der INDUS Holding AG liegen über derartige Risiken keine Informationen vor.

Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind für die Beteiligungen und die Holding eine wichtige Voraussetzung für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Daher stellt die Gewinnung, Bindung und Weiterbildung von Fachkräften insbesondere für die Beteiligungen, aber auch für INDUS Holding AG eine wichtige Aufgabe dar.

ZIELE/MASSNAHMEN

Zur Erfüllung dieser Aufgabe setzen sich die Beteiligungen individuelle Ziele. Diese umfassen z. B.:

die Pflege bzw. Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber in der Region
(Fachkräfte-)Ausbildung über den eigenen Bedarf hinaus, Sicherung der Mitarbeiterzufriedenheit und Förderung der Mitarbeitermotivation
die Erhöhung der Mitarbeiteridentifikation mit dem Unternehmen
die Orientierung an hohen Arbeitsstandards (insb. Arbeitssicherheit, Arbeitnehmergesundheit)

Die Beteiligungen bieten ihren Mitarbeitern bedarfsorientiert Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Teil auch die Möglichkeit zur Absolvierung eines dualen Studiums und zur Entsendung an ausländische Unternehmensstandorte. Parallel dazu pflegen die Beteiligungen einen allgemeinen Austausch mit Schulen (z. B. Girls' Days), Fachhochschulen und Universitäten (z. B. über Praktika und Abschlussarbeiten). Innerhalb der Unternehmen werden die Mitarbeiter über kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) oder das betriebliche Vorschlagswesen in die Verbesserung betrieblicher Abläufe integriert.

Die Holding prüft im Rahmen der Due-Diligence-Prozesse bei ihren Firmenkäufen, ob soziale und ethische Grundlagen insbesondere auch die Einhaltung angemessener Arbeitsstandards von den zu akquirierenden Unternehmen geachtet werden. Unsere Anforderungen u. a. auch bzgl. Arbeitnehmerbelangen in der Holding sind in unserem Verhaltenskodex (s. u.) dokumentiert. Alle Beteiligungen haben ihrerseits unternehmensspezifische Kodizes erarbeitet, in denen sie Mindeststandards in Bezug auf Arbeitnehmerrechte und zur Sicherstellung der Rechte auf menschenwürdige Arbeit im Innen- und Außenverhältnis, d. h. auch bei Lieferanten, festlegen. Darüber hinaus wird jede direkte Beteiligung durch einen Vorstand der INDUS Holding AG direkt betreut. Die Betreuung umfasst neben der engen Begleitung der wirtschaftlichen und strategischen Unternehmensentwicklung auch regelmäßige Besuche aller Standorte (inkl. Enkelgesellschaften).

ERGEBNIS

Gemäß DNK sind bzgl. Arbeitnehmerbelangen und Achtung der Menschenrechte als Indikatoren durchschnittliche Weiterbildungsausgaben je Mitarbeiter (EFFAS S02-02), die Altersstruktur (EFFAS S03-01), die Anzahl nach SA 8000 zertifizierter Standorte (EFFAS S07-02 II) sowie der Anteil weiblicher Mitarbeiter (EFFAS S10-01) und weiblicher Führungskräfte (EFFAS S10-02) zu berichten. Die Altersstruktur in den Beteiligungen (EFFAS S03-01) sowie die durchschnittlichen Weiterbildungsausgaben pro Mitarbeiter (EFFAS S02-02) wurden für 2017 erstmalig erfasst. Ein Vorjahresvergleich ist somit nicht möglich. Der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft (EFFAS S10-01) ist leicht gestiegen, der Anteil weiblicher Führungskräfte (EFFAS S10-02) hingegen leicht zurückgegangen. Einige Beteiligungen sind nach OSHAS 18001 (ein internationaler Standards für Arbeitsschutzmanagementsysteme) zertifiziert bzw. auf dem Weg der Erstzertifizierung, es verfügt jedoch keine Beteiligung über eine Zertifizierung nach SA 8000 (EFFAS S07-02 II). SA 8000 ist ein internationaler Standard für Arbeitsbedingungen, jedoch im Branchenumfeld der INDUS-Beteiligungen eine eher unübliche Zertifizierung. Die INDUS Holding AG wird für 2018 die Informationsbasis zu den Personalaktivitäten der Unternehmen weiter ausbauen und in die Gruppe zurücktragen. Im Jahr 2017 wurde HAUFF als TOP 100 Arbeitgeber ausgezeichnet.

BEKÄMPFUNG VON KORRUPTION UND BESTECHUNG

EINORDNUNG

Der Umsatzanteil in der INDUS-Gruppe außerhalb Europas wächst, damit nimmt auch der Anteil geschäftlicher Aktivitäten in Ländern mit erhöhtem Korruptionsrisiko zu. Dies resultiert im Wesentlichen aus Umsätzen in China, Mexiko, Russland, Südafrika und der Türkei.

ZIELE/MASSNAHMEN

Korrektes Verhalten im Geschäftsverkehr sehen wir, die INDUS Holding AG, und die Geschäftsführungen unserer Beteiligungen als Teil unternehmerischer Grundpflichten. Die Verantwortung für gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten und ebenso für die konsequente Einleitung und Verfolgung von ggf. erforderlichen Gegenmaßnahmen bei Fehlverhalten obliegt der jeweiligen Geschäftsführung. Nicht gesetzes- oder richtlinienkonformes Verhalten wird im Rahmen des Compliance Reporting der INDUS Holding AG erfasst. Durch die jeweilige Geschäftsführung eingeleitete Gegenmaßnahmen werden durch die Holding begleitet. Die Grundlagen dafür sind für die INDUS Holding AG in unserem Verhaltenskodex und für die Beteiligungen in deren individuellen Kodizes beschrieben und beziehen sich auf das Handeln innerhalb der jeweiligen Organisation und gegenüber externen Anspruchsgruppen. Diese Kodizes regeln auch, dass monetäre Zuwendungen von Dritten weder angenommen noch gewährt werden dürfen. Politische Spenden oder Zuwendungen an Regierungen werden nicht getätigt. Die INDUS Holding AG ist in keinen Industrieverbänden und sonstigen relevanten Organisationen Mitglied und nimmt keinen direkten oder indirekten Einfluss auf jegliche Gesetzgebungsverfahren.

Seitens der Holding werden außerdem regelmäßig Compliance-Schulungen für die Führungskräfte der Beteiligungsunternehmen angeboten (vgl. Kapitel "Gesellschafterrolle"). 2017 standen dabei - über die allgemeinen Compliance-Themen hinaus - die Themen Datenschutz, Cyberkriminalität und Außenwirtschaft im Fokus. Ein jährliches und anlassbezogenes Compliance Reporting dokumentiert die Korrektheit der geschäftlichen Tätigkeit.

Die Holding stellt in ihren Akquisitionsprozessen für den Erwerb von Portfoliounternehmen auf erster Ebene über standardisierte Due-Diligence-Prozesse sicher, dass die in ihrem Verhaltenskodex festgehaltenen Compliance-Anforderungen eingehalten werden. Durch die unmittelbare und enge Begleitung des Due-Diligence-Prozesses durch den Vorstand werden strategische Nachhaltigkeitsaspekte aktiv eingebracht.

ERGEBNIS

Gemäß DNK sind bzgl. der Bekämpfung von Korruption und Bestechung als Indikatoren Ausgaben und Strafen nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigem Verhalten, Kartell- und Monopolverstößen (EFFAS V01-01), Umsatz nach Ländern mit einem erhöhten Korruptionsrisiko (EFFAS V02-01) sowie Zahlungen an politische Parteien (EFFAS G01-01) zu berichten. Für das Berichtsjahr wurden keine relevanten Ausgaben, Bußgeldzahlungen und keine nichtmonetären Strafen wegen der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften bzgl. Vorfällen von Korruption festgestellt. Ausgaben und/oder Strafen nach Klagen oder Prozessen wegen wettbewerbswidrigem Verhalten sind ebenfalls nicht angefallen (EFFAS V01-01). Der Gesamtwert der Bußgelder (über der Wesentlichkeitsgrenze von 10 TEUR je Gesellschaft) resultierend aus anderen Tatbeständen lag bei rd. 86 TEUR. Der Umsatz in Ländern mit erhöhtem Korruptionsrisiko lag 2017 auf dem Niveau des Vorjahres (EFFAS V02-01). Zahlungen an politische Parteien wurden nicht geleistet (EFFAS G01-01).

Für 2018 plant INDUS ein fortgesetztes Schulungsangebot für die Gesellschaften in den Bereichen Governance, Risk & Compliance. Dabei wird u. a. die Sensibilisierung der Mitarbeiter auf der zweiten Führungsebene bei den Beteiligungen im Fokus stehen.

FORTSCHRITTE 2017 SOZIALES ENGAGEMENT

EINEN ANGEMESSENEN GESELLSCHAFTLICHEN BEITRAG LEISTEN

Die Einzelgesellschaften der Gruppe übernehmen neben ihren unternehmerischen auch gesellschaftliche Aufgaben. Die INDUS Holding AG befürwortet und schätzt das freiwillige Engagement. Es entspricht dem Selbstverständnis der INDUS-Gruppe und stärkt die Reputation der Gruppe.

STATUS QUO UND ZIELE

Die Unternehmen der INDUS-Gruppe sind fest in ihren regionalen Kontext eingebunden. Die Menschen, die in den Gesellschaften arbeiten, kommen aus der Region. Die von den Unternehmen generierte Wertschöpfung erwirtschaften sie unter Nutzung der regionalen Infrastruktur. Deshalb ist es für die INDUS-Beteiligungen selbstverständlich, dass sie sich auch ihrerseits für ein intaktes Gemeinwesen einsetzen. Wichtige Ziele der Beteiligungen sind beispielsweise:

Die Förderung bzw. Aufrechterhaltung des lokalen Engagements: Die Beteiligungen wollen sich dort engagieren, wo sie zuhause sind.
Die Identifikation bestehender und potenzieller Mitarbeiter mit dem Unternehmen: Die Mitarbeiter sollen stolz darauf sein können, bei ihrem Unternehmen zu arbeiten.
Die Steigerung des Bekanntheitsgrads: Die Beteiligungen wollen in der Region als fester Bestandteil wahrgenommen und von den Stakeholdern unterstützt werden.

Die Beteiligungen engagieren sich regelmäßig über Spenden und Sponsoring in ihrem regionalen, aber auch im überregionalen Umfeld.

AUSBLICK

Soziales Engagement bleibt auch in Zukunft in dezentraler Verantwortung der Beteiligungen. Einen gruppenübergreifenden Rahmen hinsichtlich Ausrichtung und Umfang des gesellschaftlichen Engagements streben wir ausdrücklich nicht an. Die Holding möchte vielmehr auch hier den Austausch guter Ansätze innerhalb der Gruppe stärken.

PROJEKTHIGHLIGHT

ASS MASCHINENBAU

Bereits mehr als 10 Jahre arbeitet die ASS Maschinenbau aus Overath mit den Lebenshilfe-Werkstätten Leverkusen/Rhein-Berg zusammen. Die Lebenshilfe fördert die Lebensqualität von Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung, indem sie ihnen eine angemessene berufliche Beschäftigung bietet. Die Lebenshilfe-Werkstätten montieren und bearbeiten jährlich mehrere zehntausend Bauteile für ASS. Dabei fallen wechselnde Aufgaben an, für die die Mitarbeiter der Lebenshilfe spezifisch beruflich gebildet werden und individuell auf ihre Möglichkeiten und Bedürfnisse angepasste Arbeitsplätze nutzen. Die intensive Beschäftigung mit genau diesen Arbeitsplätzen mündete bei ASS in der Idee für den neuen, innovativen Geschäftsbereich Auxilio(r) . Dieser umfasst professionelle Arbeitshilfen wie z. B. Zählvorrichtungen oder Montagehilfen sowie Orthesen und Prothesen für Menschen mit Behinderung. Ein erster Produktkatalog existiert seit Ende 2017. Ihr soziales Engagement konnte ASS somit auch als Impuls für Innovationen nutzen.

PROJEKTHIGHLIGHT

AURORA/INDUS

Auf Initiative von AURORA wurde im Oktober 2017 am Karl-Ernst Gymnasium im benachbarten Amorbach ein Projekt mit Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Klasse durchgeführt. Unter dem Oberthema "Mobilität im ländlichen Raum" entwickelten die Jugendlichen an drei Nachmittagen mit Hilfe der Methode "Design Thinking" Ideen für innovative Konzepte und Lösungen. Das Projekt wurde gemeinsam von AURORA und der Joachim und Susanne Schulz Stiftung durchgeführt und durch die INDUS Holding AG konzeptionell und methodisch unterstützt. Ziel der Workshop-Serie war es, den bereits bestehenden Kontakt zwischen Schule und Unternehmen zu intensivieren. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellten die Jugendlichen dem Stiftungsvorstand, der Geschäftsführung von AURORA sowie der interessierten lokalen Presse vor. Ein konkretes, bereits in die Praxis umgesetztes Ergebnis der Workshops: Der Prototypen-Bus des unter Federführung von AURORA arbeitenden eBus-Clusters trägt nun den Namen ColumBUS. Das Schülerforschungszentrum der Joachim und Susanne Schulz Stiftung verfolgt das Ziel, lokale Bildungseinrichtungen der Regionen Amorbach und Mudau im gesellschaftlichen Bereich wirtschaftlich nachhaltig und langfristig zu stärken und gehört seit Ende 2017 zu den fünf Preisträgern im deutschlandweit ausgeschriebenen Konzeptwettbewerb der Stiftung Jugend Forscht und der Joachim Herz Stiftung.

GESELLSCHAFTERROLLE

DIE INTERESSEN DER EIGENTÜMER VERTRETEN

In ihrer Funktion als Finanzholding übernimmt die INDUS Holding AG die wirtschaftliche Konsolidierung und unterstützt die Beteiligungen im Rahmen der gegebenen Spielräume mit Kapital und Beratung. Den Erfolg der Beteiligungen dokumentiert die Holding regelmäßig.

STATUS QUO UND ZIELE

Als Vertreterin von mittelständischen Prinzipien legt die Holding großen Wert auf ihre Reputation. Ein guter Ruf erhöht die Attraktivität von INDUS für Unternehmensverkäufer und senkt die Finanzierungskosten. Und andersherum: Compliance-Verstöße, Bußgelder, die Formulierung realitätsferner Ziele oder unfaires Marktverhalten führen bei Investoren, Mitarbeitern und Unternehmenspartnern zu Vertrauensverlust. Über die besondere Überwachung der Themen Governance, Risk & Compliance (GRC) sichert die Holding den Ruf von INDUS mit Nachdruck ab. Abgesehen davon formuliert die INDUS Holding AG im Rahmen ihrer Gesellschafterrolle folgende Ziele:

INDUS bietet ihren Beteiligungen eine langfristige Entwicklungsperspektive und investiert ohne Exit-Orientierung ("buy, hold & develop").
Die Beteiligungsgesellschaften steuern ihr Geschäft operativ eigenständig. Dabei berücksichtigen sie auch Nachhaltigkeitsaspekte.
Über die Dividende erhalten die Aktionäre bis zu 50 % vom Bilanzgewinn.

Um den Beteiligungen Mittel zu attraktiven Konditionen zur Verfügung stellen zu können, pflegt die Holding einen breiten Finanzierungszugang: Dabei kooperiert sie mit einer Auswahl von soliden Geschäftsbanken. Darüber hinaus sorgt sie - unter anderem mithilfe kapitalmarktnaher Finanzierungsinstrumente - für langfristige Tilgungsstrukturen. Im regelmäßigen Dialog mit den Geschäftsführungen sensibilisiert der Vorstand für Nachhaltigkeitsthemen in der Gruppe.

AUSBLICK

An ihrer dezentralen Führungsstruktur und der grundlegenden Strategie "buy, hold & develop" hält die INDUS Holding AG fest.

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DURCHSCHNITTLICHE ZUGEHÖRIGKEIT DER BETEILIGUNGEN ZUR INDUS-GRUPPE
14,6 JAHRE 2017 14,3 JAHRE 2016

RESSOURCENEFFIZIENZ

SCHONEND UND BEWUSST MIT RESSOURCEN UMGEHEN

Die INDUS Holding AG sensibilisiert ihre Beteiligungen für die ökologischen Folgen ihrer operativen Entscheidungen. Sie stellt Investitionsmittel für Effizienzmaßnahmen zur Verfügung und steht den Beteiligungen insbesondere beim Querschnittsthema Energieeffizienz beratend zur Seite.

STATUS QUO UND ZIELE

Der Ressourceneinsatz ist für die INDUS-Beteiligungen ein Faktor, der ihren wirtschaftlichen Erfolg spürbar beeinflusst: Das gilt in erster Linie für den Rohstoff- und Materialeinsatz, in unterschiedlicher Form auch für die Nutzung von Energie und Entsorgungsdienstleistungen. Demensprechend groß ist das Interesse der Beteiligungen am schonenden Umgang mit den Ressourcen.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen des Umfelds an die Unternehmen; der Gesetzgeber setzt den regulatorischen Rahmen zunehmend enger. Auch die Kunden wünschen sich eine ressourcenschonende Produktion bzw. entsprechende Produkte.

Die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen erfolgt in vielfältiger Form in dezentraler Verantwortung der Beteiligungen. Die INDUS Holding AG unterstützt die Beteiligungen bei Bedarf, unter anderem durch kostenlose Energieberatung. Schwerpunkt der Beratung waren 2017 Neu- und Erweiterungsbauprojekte. So wird z. B. der 2017 errichtete und in Betrieb genommene Erweiterungsbau von ELTHERM mit moderner Wärmepumpentechnologie - und damit ohne Einsatz fossiler Energieträger - beheizt. Gleiches gilt für den Erweiterungsbau der Holding.

Darüber hinaus arbeiten verschiedene Beteiligungen auf unterschiedliche Art und Weise daran, den Einsatz von Sekundärrohstoffen (Recycling) zu erhöhen. Zum Beispiel setzt WEIGAND BAU eine mobile Bentonit-Recycling-Anlage ein. Außerdem nutzen die Beteiligungen, wo möglich, umweltfreundliche Substitutionsrohstoffe und vermeiden den Einsatz gesundheitsgefährdender Materialien. Ein Beispiel hierfür ist die Umstellung von chromhaltiger auf chromfreie Vorbehandlungsprozesse bei WEINISCH.

Die spezifischen Emissionen der Gruppe konnten um rund 0,4 % gesenkt werden (Scope 1 & 2 der Beteiligungen, bezogen auf das Vorjahr). Die Emissionen der Holding sanken sogar um 16,2 % (154,2 to CO2 e im Jahr 2017 ggü. 184 to CO2 e im Jahr 2014) durch den Bezug von Ökostrom. Die Holding hat zudem 2017 erneut ihre verbleibenden Emissionen durch die Investition in Emissionsminderungsprojekte kompensiert.

AUSBLICK

Auch 2018 wird die Gruppe intensiv an der Erhöhung der Ressourceneffizienz arbeiten. Die Holding bietet seit 2016 den Beteiligungen Unterstützung bei der Kompensation ihrer CO2 -Emissionen an. In den Folgejahren wird sich die Gruppe darüber hinaus auch mit den sich aus internationalen und nationalen Klimaschutzplänen ergebenden Anforderungen auseinandersetzen.

JAHRESVERGLEICH 2016 UND 2017 ZU EMISSIONSINTENSITÄT (t CO2e Scope 1+2 Beteiligungen/Mio. EUR Wertschöpfung)

PERSONAL

DIE ZENTRALE UNTERNEHMENSRESSOURCE SICHERN

Gemäß dem Geschäftsmodell der INDUS Holding AG werden Personalthemen der Beteiligungsgesellschaften ausschließlich dezentral bei diesen verantwortet.

JAHRESVERGLEICH 2016 UND 2017 ZU AUSZUBILDENDE (Anzahl)

STATUS QUO UND ZIELE

Die INDUS Holding AG setzt auf ein Team aus spezialisierten Mitarbeitern, das mit festen Aufgabenzuordnungen ausschließlich die Zentralfunktionen in der Holding wahrnimmt. Die beiden grundlegenden Aufgaben des Teams liegen darin, die Interessen der Holding als Gesellschafterin zu wahren und die Gruppenunternehmen im Rahmen der Möglichkeiten einer Finanzholding optimal zu beraten und bei Bedarf zu unterstützen.

Wichtige mittelständische Merkmale der dezentralen Unternehmenskultur sind kurze Entscheidungswege, eine starke Teamorientierung und flache Hierarchien. Der Vorstand steht im regelmäßigen Kontakt mit allen Mitarbeitern der Holding. Ein respektvoller Umgang - untereinander und mit den Geschäftspartnern - hat einen hohen Stellenwert. Im Alltag achten alle Teammitglieder auf eine hohe Professionalität und stabile Prozesse. Die INDUS Holding AG hat einen Verhaltenskodex für ihre Mitarbeiter formuliert, der verantwortungsvolle mittelständische Prinzipien formuliert, die für alle Mitarbeiter der Holding verbindlich sind.

Die Geschäftsleitungen der Beteiligungen führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Unternehmen nach verantwortungsvollen mittelständischen Prinzipien. Um diese Prinzipien zu unterstreichen, hat jede Beteiligungsgesellschaft einen unternehmensspezifischen Verhaltenskodex formuliert. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs um Führungs- und Fachkräfte gewinnt das Thema Arbeitgeberattraktivität auch in mittelständischen Unternehmen stark an Bedeutung. Gute Mitarbeiter bringen Ideen, Motivation und unternehmerisches Denken in das Unternehmen ein und sind elementar für den Unternehmenserfolg. Es zählt heute zu den zentralen Aufgaben eines Unternehmens, diese Ressource sorgsam zu pflegen und sie sich dauerhaft zu sichern.

Die Beteiligungen verfolgen mit Ausrichtung auf ihre individuellen Schwerpunkte eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen. Sie bilden entsprechend dem eigenen Bedarf aus, wenn möglich auch darüber hinaus. So setzt HAUFF seit mehreren Jahren auf ein strukturiertes Ausbildungsprogramm, das alle Ausbildungswege von der gewerblichen Ausbildung bis hin zu Dualen Studiengängen abdeckt. Neben Ausbildung hat auch Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter eine hohe Bedeutung für die Beteiligungen. Zum Beispiel hat AURORA ein betriebsspezifisches Weiterbildungsprogramm konzipiert.

AUSBLICK

Bei der Suche nach neuen Konzepten zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität orientiert sich die INDUS-Gruppe auch an Vorhaben der anwendungsorientierten Forschung. So haben z. B. die Beteiligungen der Gruppe über die Kooperation der Holding mit dem Kompetenzzentrum Industrie 4.0 an der Technischen Universität München Zugang zu einem aktuellen Forschungsprojekt, das Employer Branding im digitalen Raum untersucht. Die INDUS Holding AG setzt sich das Ziel, den Informationsaustausch dieser Art auch in Zukunft zu fördern.

INTERNATIONALISIERUNG

DEN WEG ZU WEITEREM WACHSTUM EBNEN

Die INDUS Holding AG stellt ihren Beteiligungsunternehmen Mittel für den Ausbau ihrer internationalen Marktpräsenz zur Verfügung, damit diese ihre bestehenden Kunden erfolgreich in die globalen Märkte begleiten und neue Wachstumsmärkte erschließen können.

STATUS QUO UND ZIELE

Die zunehmende Sättigung in den Heimatmärkten schränkt bei zahlreichen Beteiligungsunternehmen die Wachstumsmöglichkeiten in ebendiesen Märkten ein. Zudem erwarten größere Kunden von ihren Lieferanten, dass sie auch in den Auslandsmärkten an ihrer Seite präsent sind. Das legt für diese Unternehmen der Gruppe die zunehmende Erschließung internationaler Märkte nahe.

2017 betrug der Umsatzanteil außerhalb von Deutschland und Europa 27,3 % und konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Umsatzanteil im europäischen Ausland blieb nahezu unverändert (22,9 % im Jahr 2017 gegenüber 23,0 % im Jahr 2016). Über die stärkere internationale Präsenz konnten die Beteiligungsgesellschaften langjährige Kundenbeziehungen stabilisieren, neue Kundenbeziehungen aufbauen und in den lokalen Märkten zusätzliche Wertschöpfungspotenziale heben (local for local). Außerhalb Europas steht für die Beteiligungsunternehmen insbesondere der Ausbau der Vertriebskompetenz in den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China) bei gleichzeitig hoher Wertschöpfung in Deutschland und Europa im Fokus. Beispiele für Internationalisierungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2017 sind Aufbau und Hochlauf der Produktion an chinesischen Standorten von BETEK sowie BILSTEIN & SIEKERMANN. MIKROP hat die seit 10 Jahren bestehenden Fertigungstätigkeiten in Serbien von einem angemieteten Standort auf ein neu gebautes Werk im September 2017 verlegt und schafft damit für rund 100 Mitarbeiter eine moderne und sichere Arbeitsumgebung.

Auf Wunsch des Managements einer Beteiligung kann die INDUS Holding AG bei ausländischen Expansionsaktivitäten die interessierte Beteiligung beraten, um das Risiko von Fehlinvestitionen - zum Beispiel durch falsche Markteinschätzung - zu reduzieren. Gegebenenfalls stellt die Holding dann auch den Kontakt zu lokalen Anwälten, Versicherungen und Banken oder Kontakte zu erfahrenen Ansprechpartnern innerhalb der Gruppe her.

AUSBLICK

Die Beratung bzw. Begleitung von Unternehmensakquisitionen im Ausland auf zweiter Ebene wird als Bestandteil des Angebots der Holding an ihre Beteiligungen weiter ausgebaut. Sie wird durch die Netzwerkbildung zwischen den Beteiligungen sowie die Bereitstellung externer Netzwerke unterstützt.

JAHRESVERGLEICH 2016 UND 2017 ZU ANTEIL MITARBEITER IN EUROPA (OHNE DEUTSCHLAND) UND AUSSERHALB EUROPAS (in %)

INNOVATION

DIE INNOVATIONSFÄHIGKEIT DER BETEILIGUNGEN FÖRDERN

Die INDUS Holding AG unterstützt ihre Beteiligungen in ihrem Innovationsmanagement, sodass sie die Chancen des industriellen Wandels erfolgreich für sich nutzen können. Dazu stellt sie den Unternehmen zusätzliches Kapital zur Verfügung und berät sie bei ihrer innovationsstrategischen Ausrichtung und deren Operationalisierung.

STATUS QUO UND ZIELE

Eine zentrale Voraussetzung für das organische Wachstum der Beteiligungen ist ihre Innovationsfähigkeit: Sie versetzt die Beteiligungen in die Lage, Ihre Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auf Anforderung des Managements einer Beteiligung steht die Holding der interessierten Beteiligung beratend zur Seite, wenn es darum geht, über derartige, inkrementell ausgerichtete Innovationsaktivitäten hinaus neue Technologien zu entwickeln sowie neue Märkte und Anwendungsfelder zu erschließen. Außerdem unterstützt die Holding F&E-Projekte der Beteiligungen mit größerer Innovationhöhe und größerem Investitionsrisiko durch zusätzliche Finanzmittel und agiert als Förderbank. Für derartige Projekte stehen den Beteiligungen zusätzlich zum bestehenden F&E-Budget bis zu 1,5 % des jährlichen Konzern-EBIT zur Verfügung. 2017 wurden durch den Vorstand der Holding 2,2 Mio. Euro interne Fördermittel für Innovationsprojekte genehmigt.

Die Beteiligungen sollen ihre Innovationsfähigkeit strukturiert und effektiv ausbauen können. Dazu unterstützt die Holding sie in methodischer Hinsicht, bei Wissensaustausch und Netzwerkbildung. Im Rahmen der methodischen Unterstützung befand sich die Holding 2017 mit mehreren Beteiligungen in beratender Zusammenarbeit. Neben der methodischen Begleitung bei der Erarbeitung innovationsstrategischer Ausrichtungen stand dabei auch die Operationalisierung von Innovation durch entsprechende Prozesse und Strukturen im Fokus. Ergebnisse dieser Aktivitäten münden u. a. in konkrete Innovationsprojekten der Beteiligungen, die durch die INDUS Holding AG finanziell gefördert werden. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Beratung durch die Beteiligungsgesellschaften baute die Holding ihre eigenen personellen Ressourcen zur Beratung im Themenfeld Technologie & Innovation weiter aus.

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JAHRESVERGLEICH 2016 UND 2017 ZU BEWILLIGTEN INTERNEN FÖRDERMITTELN FÜR INNOVATIONSPROJEKTE
2,2 EUR 2017 0,9 EUR 2016

Aktivitäten zum Netzwerkaufbau bzw. zu dessen Stärkung -insbesondere auf F&E-Ebene - wurden ebenfalls fortgeführt und intensiviert. So fanden regelmäßige Arbeitskreistreffen zum Schwerpunktthema "Additive Fertigungsverfahren" (3D-Druck) und zu aktuellen Trends in der Automobilbranche statt.

Die Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München im Kontext des Kompetenzzentrums Digitalisierung/ Industrie 4.0 aber auch die Kooperation mit der EBS Universität für Wirtschaft und Recht wurden intensiviert. Eine weitere Kooperation wurde 2017 mit dem Institut für Dynamik und Schwingungen der Leibniz Universität Hannover initiiert. Ergebnisse dieser Kooperationen sind Studien und Projektarbeiten als flankierende Maßnahmen für Innovationsprojekte aber auch die Einbindung von INDUS in die universitäre Lehre u. a. durch Vorlesungen anzuführen.

AUSBLICK

Im Jahr 2018 wird die Ausweitung des methodischen Unterstützungsangebots auf weitere Beteiligungsunternehmen im Fokus stehen. Des Weiteren strebt die INDUS Holding AG 2018 den weiteren themenspezifischen Ausbau der Netzwerk- und Kooperationsaktivitäten an. Ein sich hierfür abzeichnendes Thema sind Industrie 4.0-Lösungen im Sinne von Vernetzungs- und Digitalisierungslösungen in der Produktion.

INVESTITIONEN

DIE GRUPPE UND DIE BETEILIGUNGEN DURCH ZUKÄUFE STÄRKEN

Für den weiteren Ausbau der Gruppe sind die INDUS Holding AG und die Beteiligungsunternehmen stets auf der Suche nach wirtschaftlich gesunden mittelständischen Unternehmen, die sich in ihren Märkten langfristig erfolgreich entwickeln können. Auf Ebene der Holding folgen Vorstand und Akquisitionsteam dabei einem strukturierten Akquisitionsprozess.

STATUS QUO UND ZIELE

Unser Portfolio soll einen Querschnitt der erfolgreichen mittelständischen Produktionsbranchen abbilden. Dazu suchen wir insbesondere Unternehmen in Wirtschaftsfeldern, die wir als Zukunftsbranchen identifiziert haben, wie zum Beispiel die Medizin- und Gesundheitstechnik. Innerhalb der Zielbranchen beobachten wir die Marktentwicklungen eingehend und schärfen unser konkretes Akquisitionsprofil kontinuierlich, auch unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Im Rahmen der Strategie KOMPASS 2020 nimmt der Vorstand beispielsweise das Feld Energie- und Umwelttechnik als zusätzliche Zukunftsbranche verstärkt in den Fokus. Im Vorfeld des Unternehmenserwerbs betreiben wir ein aktives Risikomanagement: Dazu untersuchen wir neben den üblichen wirtschaftlichen, technologischen und marktbezogenen Risiken auch die Risikosituation in grundlegenden Bereichen wie Umwelt, Arbeitnehmerbelange und Compliance.

Ein weiterer wichtiger Faktor beim Erwerb ist für uns die Reputation: Image, Kerngeschäft und Kultur des neuen Unternehmens sollen die INDUS-Gruppe werthaltig ergänzen und sich auf die Attraktivität der INDUS für Investoren und potenzielle Unternehmensverkäufer positiv auswirken.

2017 erwarben wir mit M+P INTERNATIONAL und PEISELER zwei Wachstumsunternehmen auf erster Ebene, das Portfoliounternehmen AURORA erwarb Anfang 2018 zudem mit der Electronic Equipment eine strategische Ergänzung auf zweiter Ebene. In Summe haben wir 32,4 Mio. Euro in Unternehmenskäufe investiert. Weitere 79,0 Mio. Euro wurden in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Die Akquisitionen trugen mit 3,1 % zum Umsatzwachstum bei.

AUSBLICK

Im Geschäftsjahr 2018 wollen wir den Akquisitionskurs der Holding der vergangenen Jahre erfolgreich fortsetzen. Das bedeutet den Erwerb von ein bis zwei Wachstumskäufen auf Ebene der Holding. Dafür halten wir ein Investitionsbudget von mindestens 50 Mio. Euro vor. Wie bisher sollen die neuen Gruppenunternehmen auch unter Nachhaltigkeitsaspekten langfristig zukunftsfähig aufgestellt sein.

JAHRESVERGLEICH 2016 UND 2017 ZU INVESTITIONEN IN UNTERNEHMENSKÄUFE (in Mio. EUR)

ANSPRECHPARTNERIN FÜR INHALTLICHE FRAGEN

Julia Pschribülla

Manager Investor Relations

Telefon: +49 (0)2204/40 00-66

E-Mail: [email protected]

KENNZAHLEN

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KERNTHEMEN KENNZAHLEN EINHEIT 2017 2016 PRÜFER. DURCHS.
Investitionen Direkte Akquisitionen1 Anzahl 2 1
Ergänzungsakquisitionen (auf Enkelebene)1 Anzahl 0 7
Investitionen in Unternehmenskäufe1 in Mio. EUR 32,4 29,9
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 in Mio. EUR 79 70
Anteil anorganisches Umsatzwachstum1 in % 3,1 3,9
Innovation Aufwand für Forschung und Entwicklung1 in Mio. EUR 16,4 14,6
Bewilligte interne Fördermittel für Innovationsprojekte1 in Mio. EUR 2,2 0,9
Laufende Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen3 Anzahl 29 44
Erhaltene öffentliche Fördermittel für Forschungsprojekte3 in TEUR 283,4 283,1
Im Berichtsjahr angemeldete gewerbliche Schutzrechte3 Anzahl 241 239
Internationalisierung Anteil des Außenumsatzes in Europa (ohne Deutschland)1 in % 22,9 23
Anteil des Außenumsatzes außerhalb Europas1 in % 27,3 26,1
Anteil Mitarbeiter in Europa (ohne Deutschland)1 in % 13,8 13,5
Anteil Mitarbeiter außerhalb Europas1 in % 12,9 12,1
Gesellschafterrolle Eigenkapitalquote1 in % 40,8 42,4
EBIT-Marge1 in % 9,3 10,0
Anteil organisches Umsatzwachstum1 in % 10,5 0,1
Direkte Beteiligungen1 Anzahl 45 44
Durchschnittliche Zugehöring der Beteiligungen zur INDUS-Gruppe1 in Jahren 14,6 14,3
Gesamtgeldwert monetär signifikanter Bußgelder (>10.000 EUR)3 in TEUR 86,5 0
Ausgaben für Klagen/Prozesse wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen3 in EUR 0 -
Nicht monetäre Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften3 Anzahl 0 0
Anteil vom Umsatz in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index <603 in % 18,7 18,5
Anteil aller Beteiligungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind3,4 in % 0 -
Personal Anteil weiblicher Führungskräfte (erste und zweite Führungsebene)3,5,6 in % der FTE 15,6 16,2
Anteil weiblicher Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft3,5,6 in % der eigenen FTE 31,3 30,3
Anteil Leiharbeitnehmer an der Gesamtbelegschaft3,5,6 in % der FTE 3,9 3,2
Auszubildende3,5,6 in FTE 273 248
Teilnehmer Duale Studiengänge3,6 Anzahl 65 55
Meldepflichtige Arbeitsunfälle (ohne Wegeunfälle)3 Anzahl 329 277
Tödliche Arbeitsunfälle (ohne Wegeunfälle)3 Anzahl 0 0
Anteil Mitarbeiter der INDUS Holding AG, die den Code of Conduct der AG erhalten haben2 in % 100 100
Alterstruktur und -verteilung (Anzahl FTE nach Altersgruppen)3,6 Anzahl in 10-Jahresintervallen 253/1629/2136* 2309/235/664** -
Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro FTE pro Jahr3,6 in EUR 296,2 -
Soziales Engagement Berechtigte Beschwerden aus lokalem Umfeld3 Anzahl 1 1
Anteil Gesellschaften, die mit sozialen Einrichtungen (Behindertenwerkstätten etc.) kooperieren3 in % 42,0 38,8
Spenden und Sponsoring lokal (Kultur, Bildung, Sport, Soziales)3 in TEUR 227,2 214,9
Spenden und Sponsoring nicht lokal (Kultur, Bildung, Sport, Soziales)3 in TEUR 169,6 172,8
Zahlungen an politische Parteien in Prozent des Gesamtumsatzes3 in % 0 -
Ressourceneffizienz Scope 1 Emissionen der Holding2,7 in t CO2 e 154,2 147,4
Scope 2 Emissionen der Holding (market-based, GHG Protocol Scope 2)2, 7 in t CO2 e 0 7,8
Scope 2 Emissionen der Holding (location-based, GHG Protocol Scope 2)2, 7 in t CO2 e 56,1 52,5
Scope 3 Emissionen der Holding2, 7 in t CO2 e 437,0 324,5
Scope 1-3 Emissionen der Beteiligungen2, 7 in t CO2 e 2.892,1 2.607,5
Emissionsintensität der Beteiligungen (Scope 1 & 2)3, 7, 8 in t CO2 e/Mio. EUR Wertschöpfung 122,4 122,9
Abfallintensität3, 8 in t/Mio. EUR Wertschöpfung 27,3 23,5
Gesamtgewicht des Abfalls3 in t 17.470,7 14.379,0
Anteil des gesamten Abfalls, der recycelt wird3 in % 50,9 -
Gesamtwasserentnahmeintensität3,8 in m3 /Mio. EUR Wertschöpfung 708,2 693,5
Gesamter Energieverbrauch3 in MWh 218.904 205.843

Berichtsgrenzen/Konsolidierungskreis:

1) Konsolidierungskreis IFRS Konzernabschluss

2) INDUS Holding AG (ohne Beteiligungen)

3) Konsolidierungskreis Nachhaltigkeit exkl. INDUS Holding AG

4) Bei SA 8000 handelt es sich um einen internationalen Standard, der zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern führen soll und definiert Mindestanforderungen an Sozial- und Arbeitsstandards.

5) Die Anzahl der Mitarbeiter wird in Vollzeitäquivalenten dargestellt, Teilzeitbeschäftigte werden dabei gemäß ihrer vertraglichen Arbeitszeit proportional berücksichtigt.

6) Personalzahlen sind Stichtagswerte zum 31.12.2017 bzw. 31.12.2016.

7) In die Berechnung werden neben CO2 auch Lachgas (N2 O), Methan (CH4 ) und teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFCs) einbezogen

8) Die Wertschöpfung entspricht nicht der nicht konsolidierten Brutto-Wertschöpfung (Unternehmensleistung abzgl. Materialaufwand und sonstiger betrieblicher Aufwand)

* Alter unter 20 Jahren / Alter zwischen 20 und 29 Jahren / Alter zwischen 30 und 39 Jahren

** Alter zwischen 40 und 49 Jahren / Alter zwischen 50 und 59 Jahren / Alter über 60

GEMÄSS DNK VORGESEHENE EFFAS-INDIKATOREN, DIE INDUS NICHT BERICHTET

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KENNZAHLEN ERKLÄRUNG
EFFAS V04-12 Gesamtinvestitionen in Forschung für ESG-relevante Bereiche des Geschäftsmodells Bedingt durch die Geschäftsmodelle der Beteiligungen spiegeln sich F&E-Aktivitäten primär in entsprechenden Aufwendungen wider. Investitionen (im Sinne von im Anlagevermögen aktivierbarer Aufwände) sind i. d. R. für F&E nur sehr begrenzt und erst ab dem Zeitpunkt der industriellen Herstellung der entwickelten Produkte und Lösungen erforderlich. Die Kennzahl ist daher für INDUS nicht aussagekräftig.
EFFAS E13-01 Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produkte im Vergleich zum Vorjahr Die Kennzahl ist nur für einen Teil der Beteiligungen zu erheben. Die Beteiligungen stellen z. T. Produkte her, die entweder in der Nutzungsphase keinen Energieverbrauch haben oder weiterverarbeitet werden. Die Kennzahl ist aggregiert für die INDUS-Gruppe nicht aussagekräftig. Hinzu kommt ein erheblicher Erhebungsaufwand.
EFFAS S06-01 Anteil aller Lieferanten und Partner innerhalb der Lieferkette, die auf die Einhaltung von ESG-Kriterien bewertet wurden Derzeit ist keine hinreichende Datenbasis vorhanden. Die Definition von ESG-Kriterien für die Lieferkette liegt in der Verantwortung der Beteiligungen. Gruppenübergreifende ESG-Kriterien für die Bewertung von Partnern und Lieferanten innerhalb der Lieferkette existieren derzeit nicht. Die aussagekräftige Erhebung dieser Kennzahl ist somit derzeit nicht möglich.
EFFAS S06-02 Anteil aller Lieferanten und Partner innerhalb der Lieferkette, die auf die Einhaltung von ESG-Kriterien auditiert wurden Derzeit ist keine hinreichende Datenbasis vorhanden. Die Definition von ESG-Kriterien für die Lieferkette liegt in der Verantwortung der Beteiligungen. Gruppenübergreifende ESG-Kriterien für die Auditierung von Partnern und Lieferanten innerhalb der Lieferkette existieren derzeit nicht. Die aussagekräftige Erhebung dieser Kennzahl ist somit derzeit nicht möglich.

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

INDUS ist eine Finanzholding mit einem Portfolio von 45 Beteiligungsunternehmen aus dem deutschsprachigen Mittelstand. Als Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung und -entwicklung erwirbt die Gesellschaft überwiegend inhabergeführte Unternehmen und begleitet sie mit langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung. Über gezielte Zukäufe neuer Hidden Champions in Wachstumsmärkten soll unser Portfolio in den kommenden Jahren weiter wachsen

Das Unternehmen

AUFSTELLUNG UND GESCHÄFTSMODELL

EINE DER FÜHRENDEN GESELLSCHAFTEN FÜR MITTELSTANDSBETEILIGUNG IN DEUTSCHLAND

Die INDUS Holding AG (im Folgenden: INDUS) zählt zu den führenden Spezialisten für die Übernahme und langfristige Begleitung mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa. Als langfristige Investorin richtet sich ihr Investitionsschwerpunkt auf den erfolgreichen Mittelstand.

Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1989 ist die Zahl der Beteiligungen sukzessive gewachsen. Zum Bilanzstichtag umfasste das Portfolio 45 Beteiligungen (Vorjahr 44). Im Geschäftsjahr 2017 wurden die Unternehmen M+P INTERNATIONAL und PEISELER erworben. Im Zuge der Optimierung des Segmentes Fahrzeugtechnik wurde ab dem 1.Oktober 2017 FICHTHORN in die international agierende SELZER integriert. Insgesamt gehören zur INDUS-Gruppe 187 vollkonsolidierte Unternehmen (Vorjahr 173).

Alle direkten INDUS-Beteiligungen haben ihren Sitz in Deutschland (41) bzw. der Schweiz (4). Über Enkelgesellschaften, Niederlassungen, Beteiligungen und Repräsentanzen ist die INDUS-Gruppe weltweit in 30 Ländern auf 5 Kontinenten präsent. Sämtliche Auslandsgesellschaften werden von den Beteiligungen direkt geführt. Auch die direkten Beteiligungen in der Schweiz führen ihre Auslandsgesellschaften selbst. Details zu den Beteiligungen finden sich in der Anteilsbesitzliste.

INDUS ist seit 1995 börsennotiert. Die Aktie wird an den Börsenplätzen Frankfurt und Düsseldorf im regulierten Markt gehandelt. In Berlin, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart wird das Wertpapier im Freiverkehr gehandelt. Die INDUS-Aktie wird im Börsenindex SDAX geführt. In der Berichterstattung folgt INDUS den Transparenzanforderungen des Prime Standard. Im Verlauf des Jahres 2017 stieg der Kurs um rund 15 % auf 59,50 EUR.

Im Wettbewerbsumfeld positioniert sich INDUS als langfristig orientierter Investor ohne Exit-Strategie. Damit grenzt sich das Unternehmen insbesondere von den Buy-and-Sell- sowie Turn-Around-Investoren ab, die ihr wirtschaftliches Engagement in der Regel auf kurze Zeiträume begrenzen. Unter den börsennotierten wie auch nicht-börsennotierten deutschen Unternehmen sieht sich INDUS als eine der führenden Beteiligungsgesellschaften.

Unternehmenssitz von INDUS ist Bergisch Gladbach in Nordrhein-Westfalen. Die Holding wird von einem Vorstand geführt. Dieser wurde in 2017 von drei auf vier Mitglieder erweitert. Zusätzlich zu den bisherigen Vorstandsmitgliedern bestehend aus Jürgen Abromeit (Vorsitzender), Dr. Johannes Schmidt und Rudolf Weichert wurde am 1. Oktober 2017 Axel Meyer in den Vorstand berufen. Er verstärkt das Technikressort insbesondere in den Bereichen Produktion und Investition. Die Erweiterung des Vorstandes dient der langfristigen Absicherung der INDUS-Strategie. Die Zahl der Mitarbeiter exklusive Vorstand betrug zum Stichtag 30 (Vorjahr 26). Die Mitarbeiter berichten unmittelbar an den Vorstand. Alle Mitarbeiter sind bei der INDUS Holding AG angestellt und am Sitz des Unternehmens beschäftigt.

GESCHÄFTSMODELL: BUY, HOLD & DEVELOP

INDUS geht ausschließlich mehrheitliche Beteiligungen ein. Die Unternehmen - Neuzugänge sowie Bestandsunternehmen -kommen ausschließlich aus dem Produktionssektor des deutschen und schweizerischen Mittelstands und verfügen über gute langfristige Entwicklungsperspektiven. INDUS erwirbt überwiegend inhabergeführte Gesellschaften. Mit dem Eigentumsübergang sollen die Kontinuität und die mittelständische Identität der Unternehmen gesichert werden. Im Idealfall bleiben die bisherigen Inhaber für eine Übergangsphase dem Unternehmen noch als Geschäftsführer erhalten. Die Portfolio-Erweiterungen verbessern die Entwicklungsperspektiven der ganzen Gruppe und stellen sicher, dass das Portfolio im Zeitverlauf einen aktuellen Querschnitt der relevanten zukunftsträchtigen Industrien abbildet.

Das Geschäftsmodell von INDUS gibt vor, dass die Unternehmen in unterschiedlichen Geschäfts- und Technologiefeldern, Absatzmärkten und Branchenzyklen aktiv sind, so dass sich ein hoher Diversifizierungsgrad für das Portfolio ergibt. Mit ihrer Kernkompetenz besetzen sie in der Regel eine interessante Marktnische, in der sie eine führende Position einnehmen. Im Idealfall erfüllt eine INDUS-Beteiligung alle Kriterien eines "Hidden Champions".

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten als Mehrheitsgesellschafterin und Finanzholding unterstützt INDUS ihre Beteiligungen auf zwei Wegen: als "Förderbank" und als "Beraterin". Als Förderbank stellt INDUS den Beteiligungen Kapital zur Verfügung - für Sachinvestitionen und für Entwicklungsvorhaben, die starkes künftiges Wachstum bei den Tochtergesellschaften ermöglichen. Dazu fördert INDUS insbesondere Investitionen in Innovation und Unternehmenszukäufe (Zukäufe auf zweiter bzw. Enkel-Ebene). Im Rahmen seiner Gesellschaftervertreter- und Beraterrolle bietet der Vorstand den Geschäftsführungen in den Beteiligungen ein strategisches Sparring an, um zu beraten und bei Bedarf auch durch Vernetzungen innerhalb der Gruppe einen Wissenstransfer (best practice) zu ermöglichen.

In der Summe lässt sich das Geschäftsmodell von INDUS zusammenfassend als "Buy, Hold & Develop" beschreiben. Es impliziert ein langfristiges Halteversprechen an die Unternehmen bei gleichzeitiger Entwicklungsunterstützung.

Für die Beteiligungsunternehmen ist von Vorteil, dass sie sich an der Seite eines finanzstarken Partners langfristig und unter Wahrung der mittelständischen Eigenidentität entwickeln können. Die Aktionäre von INDUS können sich mit ihrer Aktienanlage am ansonsten wenig zugänglichen Geschäftsfeld "Mittelstand" werthaltig beteiligen und profitieren von einer regelmäßigen Dividendenausschüttung.

EXTERNE EINFLUSSFAKTOREN

Als überwiegend klassische Industrieunternehmen bewegen sich die Beteiligungen der INDUS-Gruppe unter dem Einfluss der allgemeinen Konjunktur - in Deutschland, in Europa und auch auf den Weltmärkten. Dabei unterliegen die Einzelgesellschaften bewusst und gesteuert individuellen Branchenzyklen. Über die gesamte Gruppe gesehen ergibt sich über die diversifizierte Aufstellung eine konjunkturelle Risikostreuung, die das Portfolio als Ganzes ausbalanciert. Im Vergleich zu nichtdiversifiziert aufgestellten Beteiligungsgesellschaften ist dies auf längere Sicht ein Wettbewerbsvorteil.

Wichtig für den Erfolg der Beteiligungen sind auch die Kostenfaktoren. Im Zuge der zunehmenden Globalisierung stehen die mittelständischen Unternehmen in einem unmittelbaren Preiswettbewerb zu ausländischen Wettbewerbern, die unter wirtschaftlich günstigeren Bedingungen produzieren können. Besonders relevante Kosteneinflussgrößen sind Material, Energie und Personal. INDUS stellt sich darauf ein, indem sie die Beteiligungen fallweise dabei berät und unterstützt, sich auch organisatorisch international optimiert aufzustellen.

Ein weiterer relevanter Einflussfaktor für den Erfolg ist die allgemeine technologische Weiterentwicklung Die digitale Transformation fordert von den Produktionsunternehmen gegenwärtig einen zusätzlichen intensiven Entwicklungsprozess. Dieser führt unter Umständen zu Geschäftsmodellanpassungen und einem spürbar erhöhten Investitionsbedarf. Aufgrund der hohen Bedeutung dieses externen Faktors widmet INDUS dem Thema "Investition in Innovation" eine erhöhte Aufmerksamkeit.

Wichtig für den Unternehmenserfolg von INDUS ist auch die Entwicklung auf den Kapitalmärkten: Die Situation an den Börsen und die allgemeine Zinsentwicklung bestimmen darüber, zu welchen Konditionen INDUS Eigen- und Fremdkapital beschaffen kann. Aufgrund der Größe, einem breiten Kapitalmarktzugang sowie der sehr soliden Bonität (Investment Grade) ist die Gesellschaft auf Schwankungen auf den Kapitalmärkten grundsätzlich gut vorbereitet.

PORTFOLIO

45 UNTERNEHMEN IN FÜNF SEGMENTEN

Das Portfolio der Gruppe umfasste zum Bilanzstichtag 45 Beteiligungen, die fünf Segmenten zugeordnet werden: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Diese Unternehmensbereiche bildeten im Geschäftsjahr 2017 unverändert die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS.

SEGMENTE BASISDATEN (in Mio. EUR)

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Bau/Infrastruktur Fahrzeugtechnik Maschinen- und Anlagenbau Medizin- und Gesundheitstechnik Metalltechnik
Umsatz 330,4 394,1 375,1 155,2 385,6
Ergebnis (EBIT) 49,4 14,7 53,5 20,8 24,2
Unternehmen 11 9 11 5 9
Mitarbeiter 1.714 3.557 1.830 1.540 1.538

PORTFOLIOSTRUKTUR NACH JAHREN DER GRUPPENZUGEHÖRIGKEIT

Drei Viertel der Beteiligungen gehören der INDUS-Gruppe länger als 10 Jahre an. Durch die klare Wachstumsstrategie gemäß "Kompass 2020", gestartet im Herbst 2012, stieg in den vergangenen Jahren der Anteil der jüngeren Beteiligungsunternehmen.

PORTFOLIOSTRUKTUR NACH JAHREN (in %/Anzahl der Beteiligungen)

PORTFOLIOSTRUKTUR NACH UMSATZ

Die jährliche Umsatzgröße der Beteiligungen liegt in einer Bandbreite von knapp unter 10 Mio. EUR bis über 100 Mio. EUR. Rund 60% der Beteiligungen erzielt einen Jahresumsatz von mindestens 25 Mio. EUR. Knapp ein Viertel liegt unter 15 Mio. EUR.

PORTFOLIOSTRUKTUR NACH UMSATZ (in %)

ABSATZMÄRKTE AUF FÜNF KONTINENTEN

Regional gesehen konzentrieren sich alle Portfoliounternehmen auf Absatzgebiete mit politisch und wirtschaftlich stabilem Hintergrund. Größter Absatz- und damit Umsatzmarkt der Beteiligungen ist gegenwärtig Deutschland mit 50 %. In der EU ohne Deutschland setzen die Unternehmen 23 % um und im übrigen Ausland werden 27 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet. Der Auslandsanteil ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Gemäß der "Kompass 2020"-Strategie soll der Auslandumsatzanteil auch in den kommenden Jahren weiter steigen.

PORTFOLIOSTRUKTUR NACH REGIONEN (in %)

PORTFOLIOVERÄNDERUNGEN 2017

Im vergangenen Geschäftsjahr tätigte INDUS zwei direkte Wachstumsakquisitionen. Mit dem Ziel einer effizienteren Marktbearbeitung wurden zwei bestehende INDUS-Beteiligungen zusammengeführt.

Wachstumsakquisitionen:

Im Januar 2017 übernahm INDUS die M+P INTERNATIONAL Mess- und Rechnertechnik, Hannover, einen Anbieter von Mess- und Testsystemen zur Schwingungsprüfung. Die M+P-Gruppe ist in den vier Bereichen Schwingungsprüfung, Schwingungs- und Schallanalyse, Prozessüberwachung sowie Entwicklung und Bau von Spezialprüfanlagen tätig. Zu den Kunden zählen die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Elektro- und Elektronikindustrie sowie die Automobilindustrie. Die gezielte Schwingungsanalyse liefert wichtige Hinweise für konstruktive Verbesserungen bei Produkten und Anlagen.

Im April 2017 erwarb INDUS die PEISELER-Gruppe, Remscheid, einen Anbieter hochpräziser Teilgeräte und Schwenkeinrichtungen für Werkzeugmaschinen. PEISELER beliefert heute weltweit sowohl Hersteller von Werkzeugmaschinen als auch Endkunden in den Bereichen Maschinen- und Schiffsbau, der Medizintechnik, der Uhren- und Elektroindustrie, im Flugzeug- und Turbinenbau sowie der Automobilindustrie. Die von PEISELER produzierten Teilgeräte und Schwenkeinrichtungen fixieren und positionieren Werkstücke. Sie ermöglichen so eine flexible Abfolge mehrerer Arbeitsgänge in modernen Bearbeitungs- und Fertigungszentren bzw. in Transferstraßen und reduzieren folglich Rüstaufwand und Bearbeitungszeiten.

Integration von FICHTHORN in SELZER

Seit dem 1. Oktober 2017 agieren die bisher eigenständigen Beteiligungen FICHTHORN und SELZER unter dem gemeinsamen Dach von SELZER. Die Integration der FICHTHORN in SELZER wurde im Zuge der Optimierung des Segmentes Fahrzeugtechnik und aufgrund des ständig steigenden Margendrucks in der Automobilindustrie notwendig. Beide INDUS-Gesellschaften sollen von der Zusammenlegung profitieren und langfristig effizient und gestärkt wirtschaften können.

Unternehmensabgaben oder Geschäftsaufgaben fanden im Geschäftsjahr nicht statt.

ZIELE UND STRATEGIE

ZIELE

WACHSTUM, WERTSTEIGERUNG UND AUSGEWOGENE PORTFOLIOSTRUKTUR

Die INDUS-Gruppe wächst aus der operativen Kraft der Beteiligungsunternehmen. Im Durchschnitt der letzten Jahre hat die Gruppe ein stets gestiegenes Ergebnis erwirtschaftet. Die EBIT-Marge lag dabei immer um 10 %. Die bereinigte EBIT-Marge betrug generell "10 % plus". Ein großer Teil der erwirtschafteten Erträge steht den Beteiligungen für weiteres Wachstum zur Verfügung.

Mit der Entwicklung der einzelnen Beteiligung soll sich ihr Wert erhöhen, was in der Summe der Beteiligungen zu einer Werterhöhung des gesamten Portfolios führt. Um diesen Prozess zu fördern, stellt INDUS ihren Beteiligungsunternehmen gezielt Kapital zur Verfügung, das sie für ihre Weiterentwicklung nutzen können.

INDUS ZIELE

Eine weitere Möglichkeit für die Entwicklung der Gruppe sieht INDUS in direkten Wachstumsakquisitionen: Dazu prüft INDUS laufend Kaufoptionen für weitere profitable mittelständische Industrieunternehmen. Für das Portfolio interessant sind Unternehmen, die in zukunftsorientierten industriellen Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer Märkte führend sind. Über den Fokus auf Unternehmen, die in Zukunftsmärkten aktiv sind, will INDUS sicherstellen, dass die Gruppe auch in Zukunft eine ausgewogene - und damit stabile - Struktur aufweist.

SICHERE DIVIDENDE

Die Aktionäre als Eigentümer sollen über berechenbare Ausschüttungen am Erfolg ihrer Unternehmen teilhaben. Dazu sieht INDUS die regelmäßige Auszahlung einer Dividende vor. Der durchschnittliche Zielwert des Dividendenvorschlags von Vorstand und Aufsichtsrat liegt zwischen 40 % und 50 % vom Bilanzgewinn.

DIVIDENDE JE AKTIE* MIT AUSSCHUTTUNGSQUOTE 2013 BIS 2017 (in EUR/in %)

* Dividendenzahlung für das jeweilige Geschäftsjahr

** Vorbehaltlich der Zustimmung der HV am 24. Mai 2018

ERWERB WEITERER UNTERNEHMEN

Bei dem Erwerb von Unternehmen legt INDUS feste Investment-Kriterien an: Im Fokus liegen erfolgreiche Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Mittelstand, die über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Die Unternehmen erzielen jährlich einen Umsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR und erwirtschaften eine nachhaltige Umsatzrendite (EBIT-Marge) von 10 % und mehr. Sie bewegen sich in einem attraktiven Nischenmarkt mit Entwicklungspotenzial national und international. Sie sind frei von wirtschaftlichen Altlasten und sind auch unter Nachhaltigkeitsaspekten vorbildlich aufgestellt.

Bei den Zukäufen schaut INDUS vor allem auf Nachfolgeregelungen in Unternehmerfamilien. In Einzelfällen sind auch Ausgliederungen aus einem Konzern für INDUS interessant - sofern diese sich später als selbstständige und nach mittelständischen Prinzipien agierende Unternehmen am Markt etablieren können.

Bei ihren Akquisitionen ist die Mehrheitsübernahme der Anteile wesentlicher Faktor. Dabei legt die Gesellschaft Wert auf eine enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer sowie der Führungskräfte an die jeweilige Beteiligungsgesellschaft über den Kaufzeitpunkt hinaus.

Im gegebenen Fall erwirbt INDUS auf Enkelebene auch Unternehmen in frühen Wachstumsphasen, sofern sie aufgrund ihrer Innovations- bzw. Technologiekompetenz das Beteiligungsunternehmen besonders unterstützen können.

Den direkten Erwerb von Restrukturierungsfällen schließt INDUS aus. Ausgeschlossen sind zudem Engagements in subventionierten Branchen sowie Investitionen in kriegstechnologische und waffenproduzierende Bereiche.

Exit-Strategien spielen zum Zeitpunkt der Kaufentscheidungen von INDUS keine Rolle, da das Prinzip "hold" zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist. Um die stabile Performance zu sichern und die angestrebten Einzel- und Gruppenwachstumsziele zu erreichen, ist im Ausnahmefall allerdings auch eine Trennung möglich - etwa, wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen für ein Portfoliounternehmen gravierend ändern und eine wirtschaftliche Fortführung in einer anderen Konstellation sinnvoller erscheinten.

Bei strategischen Ergänzungen auf Enkeltochterebene sind die Investitionsentscheidungen an die individuellen Investmentstrategien der Beteiligungen gekoppelt, wobei INDUS verstärkt innovationsorientierte Käufe fördert.

STRATEGIE

"KOMPASS 2020" LIEFERT EINEN KONKRETEN FAHRPLAN

Für die gemeinsame Zukunft hat der Vorstand von INDUS im Herbst 2012 das Strategieprogramm "Kompass 2020" aufgesetzt. Es hat eine Laufzeit von acht Jahren. Nach Ablauf der ersten 5 Jahre ist die Gruppe voll im Fahrplan.

Die Strategie setzt im Wesentlichen an drei Hebeln an:

1. Direktinvestitionen

2. Wirtschaftliche Förderung (Investition in Innovation und Internationalisierung)

3. Strategische Begleitung im Rahmen der Gesellschafterrolle

INVESTITIONEN IN NEUE PORTFOLIOUNTERNEHMEN

Damit INDUS auch zukünftig ihre angestrebten Rentabilitätsziele erreichen kann, strebt der Vorstand eine "Modernisierung" der Portfoliostruktur an. Ziel ist es, dass das INDUS-Portfolio einen Querschnitt der für die Gruppe relevanten Zukunftsindustrien abbildet. Dazu hat der Vorstand fünf Zukunftsbranchen definiert, die bei Zukäufen bevorzugt im Fokus stehen:

DIE BEVORZUGTEN FÜNFZUKUNFTSBRANCHEN FÜR UNTERNEHMENSZUKÄUFE

1

TECHNIK FÜR INFRASTRUKTUR/LOGISTIK

2

ENERGIE- UND UMWELTTECHNIK

3

AUTOMATISIERUNGS-, MESS- UND REGELTECHNIK

4

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

5

BAU- UND SICHERHEITSTECHNIK

Alle fünf Branchen verfügen gemäß einschlägigen Experteneinschätzungen über überdurchschnittliche bis sehr gute Entwicklungsaussichten. Der Kompass 2020 sieht vor, dass INDUS jährlich ein bis zwei Unternehmenszukäufe auf erster Ebene tätigt. Die Investmentstrategien der Beteiligungen bezüglich Erwerbe von strategischen Ergänzungen auf Enkeltochterebene sind individuell und gekoppelt an die Beteiligungsgesellschaft.

UNTERSTÜTZUNG VON INNOVATION

Die digitale Transformation in der Wirtschaft legt auch für die Geschäftsmodelle der INDUS-Beteiligungen eine Überprüfung nahe. Als Spezialisten und Marktführer in ihren Nischen sind insbesondere die Portfoliounternehmen mit Innovationspotenzial aufgefordert, ihre Chancen frühzeitig zu ergreifen, so dass sie ihre Marktposition behaupten bzw. ausbauen sowie neue Märkte erschließen können.

Im Rahmen des Kompass 2020 unterstützt INDUS die Beteiligungen auf diesem Feld auf dreierlei Weise:

Fördermittel: INDUS unterstützt aussichtsreiche Innovationsprojekte finanziell und vergibt diese Mittel im Sinne einer Förderbank. Dafür hält die Holding jährlich ein Budget von bis zu 1,5 % des Konzern-EBITs vor.

Vermittlung von Methodenwissen: INDUS unterstützt die Beteiligungen gezielt bei der Entwicklung ihrer Innovationsstrategien bzw. der systematischen Erschließung von Innovationsfeldern. Dazu steht die Holding ihren Beteiligungen beratend zur Seite. Das Beratungsangebot zielt darauf ab, das Innovationsmanagement der Beteiligungen weiter zu professionalisieren. Gleichzeitig stellt die Holding Methodenwissen bereit, um die Beteiligungen auf Herausforderungen wie die digitale Transformation von Geschäftsmodellen vorzubereiten.

Know-how-Transfer und Vernetzung: INDUS stellt den Unternehmen Erfahrungen, Trendeinschätzungen und Wissen zur Verfügung. Darüber stellt sie für die Beteiligungen Verbindungen zu anderen Gruppenunternehmen sowie externen Institutionen und Einrichtungen her, die ihnen bei Fragen der grundsätzlichen Erschließung von Innovationsfeldern oder im Rahmen von Kooperationen bei konkreten Innovationsprojekten weiterhelfen.

UNTERSTÜTZUNG DER INTERNATIONALISIERUNG

Die Märkte sind heute auch für den Mittelstand global. Dies erfordert bei einigen Beteiligungen der INDUS-Gruppe eine stärkere Entwicklung ihrer internationalen Aktivitäten.

Aufgrund der Globalisierung und Veränderung der Stärke einzelner Länder, Regionen bzw. Märkte ist es erforderlich, dass die Beteiligungen - und damit auch die Gruppe - den Auslandsanteil ihres Umsatzes mittelfristig signifikant ausbauen. Dazu unterstützt INDUS die Beteiligungen insbesondere über folgende Wege:

Zukauf von Unternehmen auf zweiter Ebene: INDUS stellt den Beteiligungen Kapital für den Erwerb strategischer Ergänzungen zur Verfügung. Der Kompass geht von jährlich drei bis vier Akquisitionen aus.

Finanzmittel für den Vertriebsausbau: INDUS stellt den Beteiligungen Finanzmittel für den Aus- und Aufbau internationaler Produktions- und Vertriebsstätten zur Verfügung.

Begleitung bei der Internationalisierung: INDUS bietet den Beteiligungen eine enge Unterstützung bei ihren Internationalisierungsmaßnahmen an. Dazu zählen das Klären und Abwickeln rechtlicher Themen, der Aufbau von Netzwerken sowie die Etablierung lokaler Organisationsstrukturen.

WAHRNEHMUNG DER EIGENTÜMERINTERESSEN

Die Beteiligungsgesellschaften verfolgen ihre individuellen internationalen Strategien. Darüber tauscht sich INDUS in einem verstärkten informativen Dialog mit den Geschäftsführungen regelmäßig aus. In diesem Austausch besprechen Vorstand und Geschäftsführungen offen und konstruktiv die Möglichkeiten, die für die erfolgreichen Weiterentwicklungen der Beteiligungen bestehen.

UNTERNEHMENSSTEUERUNG

KEINE DIREKTIVEN, SONDERN GEZIELTE BERATUNG UND AKTIVE VERTRETUNG DER EIGENTÜMERINTERESSEN

Als Finanzholding greift INDUS nicht unmittelbar in die operative oder strategische Steuerung der Beteiligungen ein. Stattdessen nutzt sie gegenüber ihren Beteiligungen die ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um ihre Interessen als Eigentümerin wirksam zu vertreten. Die wichtigsten Ziele sind, Auswüchse und Schäden für die Gruppe zu verhindern sowie das Vermögen zu sichern und langfristig zu entwickeln.

INDUS wird von den Beteiligungen laufend über die wirtschaftliche Entwicklung in den Unternehmen informiert. Dazu übermitteln diese monatliche Berichte über ihre wirtschaftliche Situation. Darüber hinaus erhält INDUS gezielte Informationen zu spezifischen Themen. Auf dieser Grundlage erhält das Management der Holding einen Einblick über die Situation der Beteiligungen. Daraus leitet INDUS ein Bild von der Gesamtsituation der Gruppe ab.

Die in der Holding zur Bewertung der Situation herangezogenen wirtschaftlichen Kenngrößen entsprechen den für Produktionsunternehmen üblichen wirtschaftlich-operativen Kennzahlen. Sie werden ergänzt um wirtschaftlich-strategische Kennzahlen für die direkten Investitionsentscheidungen.

INFORMATIONS- UND STEUERUHGSGRUNDLAGE

Auf Grundlage der Monatszahlen verfolgt INDUS die Entwicklung der Unternehmen im Abgleich mit dem jeweiligen Budget. Das Controlling-System liefert bei Planabweichungen frühzeitig Hinweise. Die Tochtergesellschaften nutzen individuelle Steuerungsmechanismen und aufgrund der Individualität auch eigene Kennzahlen. Die Geschäftsführer der Beteiligungen beobachten und analysieren ihre jeweiligen Märkte und ihr spezifisches Wettbewerbsumfeld und berichten INDUS über wesentliche Veränderungen.

Der Soll-Ist-Abgleich, den INDUS im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung für das vergangene Geschäftsjahr vornimmt, findet sich im Wirtschaftsbericht.

REGELMÄSSIGER MANAGEMENTDIALOG

Parallel zu den obligatorischen Informationsflüssen für die Konsolidierung tauschen sich der Vorstand und die jeweiligen Geschäftsführungen auch informell regelmäßig über die Entwicklung in den Beteiligungen aus. Einmal im Jahr führen der Vorstand und die jeweiligen Geschäftsführungen ein formelles Gespräch.

Über den Informationsfluss und aus dem Austausch mit den Geschäftsführern macht sich der INDUS-Vorstand ein Gesamtbild der Erwartungen und Planungen. Daraus leitet er die Planung der erforderlichen Finanzierungsmittel ab und kommuniziert die konsolidierten Planungen bzw. Erwartungen an ihre Eigen- wie Fremdkapitalgeber. Ausgangspunkt für die unternehmerischen Zielsetzungen der INDUS Holding AG sind somit im Wesentlichen die jährlichen Planungen der Unternehmen.

NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

MITARBEITER

IN DER FINANZHOLDING: TEAM AUS SPEZIALISTEN FÜR EINE EFFIZIENTE BEGLEITUNG DER BETEILIGUNGEN

Zum Ende des Geschäftsjahrs 2017 beschäftigte die Holding ohne die Mitglieder des Vorstands 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 26). Es liegt im Interesse von INDUS, die Leistungskraft der Mitarbeiter zu bewahren und sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Dazu bietet INDUS ihren Mitarbeitern in den Bereichen Gesundheit, Weiterbildung und Einkommen die Rahmenbedingungen eines modernen, attraktiven Arbeitgebers.

MITARBEITERIN DER HOLDING

IN DER GRUPPE: PFLEGE EINER MITTELSTÄNDISCH GEPRÄGTEN KULTUR

In den Tochterunternehmen waren zum Stichtag 10.210 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 9.451). Die Führung der Mitarbeiter in den Gruppenunternehmen liegt allein in der Verantwortung der Geschäftsleitungen der Beteiligungen. Dementsprechend steuern die Beteiligungsunternehmen ihre Personalarbeit quantitativ wie auch qualitativ eigenständig. Mittelständische Unternehmen nehmen eine starke Verantwortung im Bereich der Ausbildung wahr; dies gilt besonders für die Unternehmen der INDUS-Gruppe. 2017 waren in der gesamten Gruppe 434 Auszubildende beschäftigt; das entspricht einer Ausbildungsquote von 4,3 %.

MITARBEITER IN DEN EINZELGESELLSCHAFTEN DER GRUPPE

ENTWICKLUNG UND INNOVATION

F&E-UNTERSTÜTZUNG DER BETEILIGUNGEN IM RAHMEN DER MÖGLICHKEITEN EINES FINANZINVESTORS

Als reiner Finanzinvestor betreibt INDUS keine Forschung und Entwicklungsarbeit im klassischen Sinne. Alle Aktivitäten und die Verantwortung dafür, dass die Beteiligungen mit ihren Produkten technologisch am Puls der Zeit und strategisch gut auf ihre Märkte eingestellt sind, liegen in den Händen der Tochterunternehmen.

INDUS hat ein hohes Interesse am langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der Beteiligungen. In diesem Zusammenhang betrachtet der INDUS-Vorstand das Thema Innovation als einen der zentralen Schlüssel für eine gesunde Weiterentwicklung der Unternehmen. Deshalb hat der Vorstand in den vergangenen Jahren verstärkt Angebote initiiert, auf die die Beteiligungen zurückgreifen können. Diese sind:

Finanzmittel für digitale Transformation: Die digitale Transformation verändert die industriellen Rahmenbedingungen gerade grundlegend. Daraus erwachsen für die Unternehmen neben Risiken auch Chancen. INDUS hält für ihre Beteiligungen umfassende Mittel bereit, die diese für das Vorantreiben neuer Ideen nutzen können. Dabei fördert INDUS speziell sogenannte disruptive Innovationsaktivitäten. Diese zielen auf die Erschließung grundlegend neuer, im Branchen- und Marktumfeld noch nicht genutzter Technologien ab. Disruptive Innovationen versprechen tendenziell überdurchschnittliche Ertragschancen.

Gruppeninterne Wissensplattform: Viele der INDUS-Beteiligungen fokussieren ihre Entwicklungsressourcen auf die laufende (inkrementelle) Weiterentwicklung ihrer bestehenden Produktprogramme. Auf diese Weise sichern sie sich ihre bestehenden Markpositionen und erschließen sich weiteres Ertragspotenzial. Um diese wichtige Säule der Entwicklungsarbeit zu stützen, pflegt INDUS eine Wissensplattform zum Innovations- und Technologiemanagement. Auf diese können die Beteiligungsgesellschaften entsprechend ihrem individuellen Bedarf zurückgreifen.

Sensibilisierung: Das Management der Holding beobachtet die Trends und Entwicklungen der Märkte branchenübergreifend und trägt das Wissen im Rahmen eines aktiven Dialogs mit den jeweiligen Geschäftsführungen in die Gruppenunternehmen.

Methodische Unterstützung: Innovation kann man lernen. Seit dem Geschäftsjahr 2016 bietet INDUS ihren Beteiligungen eine sogenannte "Tool Box" an. Dahinter verbirgt sich das Konzept einer methodischen Begleitung bei dem Aufspüren von Innovationschancen.

Vernetzung: Im Rahmen dieser methodischen Unterstützung stellt INDUS für ihre Beteiligungen hilfreiche Verbindungen zu Forschung und Wirtschaft her.

Um die Unternehmen auf dem Feld Forschung und Entwicklung auch perspektivisch gut begleiten zu können, sucht auch die Holding selbst laufend die Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

In den Zahlen bilden sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der INDUS-Gruppe wie folgt ab: Die ausgewiesenen Aufwendungen im Konzernabschluss der INDUS-Gruppe für F&E-Aktivitäten lagen 2017 bei 16,4 Mio. EUR (Vorjahr: 14,6 Mio. EUR). Damit steigt der Mitteleinsatz für dieses Feld kontinuierlich, was sich auch in den kommenden Jahren so fortsetzen soll.

Dies ist auch deshalb besonders wichtig, weil ein zunehmender Anteil der Beteiligungsgesellschaften sich als Systemlieferanten und Entwicklungspartner am Markt positioniert. Dies bedingt neben einer größeren Wertschöpfungstiefe auch ein wachsendes Maß an eigener, individueller F&E-Kompetenz.

Mit ihrem eigenen Potenzial sind die Beteiligungen gegenwärtig gut aufgestellt: Es bestehen sowohl kunden- wie auch lieferantenseitig erfolgreiche Entwicklungspartnerschaften. Außerdem werden in Verbindung mit den Entwicklungsaktivitäten bei den Gesellschaften auch die Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen weiter ausgebaut. Schon heute arbeitet ein Teil der Gesellschaften intensiv mit namhaften Einrichtungen zusammen. Die Formen der Zusammenarbeit erstrecken sich von klassischen Kunden-Lieferanten-Beziehungen über die Auftragsforschung bis hin zur Mitarbeit einzelner Gesellschaften in öffentlich geförderten Forschungsvorhaben.

NACHHALTIGKEIT

NACHHALTIGKEIT IST INTEGRALER BAUSTEIN DES INDUS-GESCHÄFTSMODELLS

Beim Thema Nachhaltigkeit teilen die Holding und die Beteiligungen einen Wertekanon. Nach gemeinsamer Überzeugung fördert nachhaltiges Verhalten direkt und indirekt den Unternehmenserfolg:

Ökonomisch vernünftiges Verhalten stabilisiert langfristig.
Soziale Fairness fördert die Kooperation.
Die Berücksichtigung von Umweltfaktoren vermeidet Folgekosten.
Das Einhalten von Vereinbarungen und Regeln stärkt das Vertrauen.

Wirtschaftlich orientiert sich INDUS an klassischen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und damit bewusst an konservativen/stabilitätsorientierten Maßstäben. Ziel ist es, den Unternehmenserfolg im Sinne der Gruppe, der Aktionäre sowie der übrigen Stakeholder dauerhaft zu sichern. Dazu sorgt die Holding für eine stabile Bilanz, ein adäquates Liquiditätspolster und eine flexible Finanzierungsbasis. Sozial orientieren sich alle Mitglieder der INDUS-Gruppe an den Maßstäben des klassischen Mittelstands. In dessen Zentrum steht das Prinzip "Verantwortung" - für den Unternehmensbestand, aber vor allem auch für die Menschen, mit denen dieser gesichert wird. Dies findet Ausdruck in entsprechenden Verpflichtungen im Rahmen von unternehmensspezifischen Verhaltenskodizes sowie in konkreten Maßnahmen zur Pflege und Verbesserung sozialer Aspekte. Ökologisch baut INDUS seit einigen Jahren Schritt für Schritt die Transparenz aus und unterstützt die Beteiligungen bei ihrem Engagement zum Schutz von Ressourcen etwa ganz konkret durch die Bereitstellung von Investitionsmitteln für Effizienzmaßnahmen. Hinsichtlich der Themen Governance und Compliance fühlen sich Vorstand und Aufsichtsrat seit jeher einer verantwortungsvollen, transparenten und nachhaltigen Wertschöpfung verpflichtet. So erkennen sie seit Einführung des Deutschen Corporate Governance Kodex die Empfehlungen und Anregungen des Kodex nahezu vollständig an und folgen damit den Regeln einer guten Unternehmensführung und -überwachung.

INDUS gibt zum 31. Dezember 2017 erstmalig eine nichtfinanzielle Erklärung ab. Diese wird im Rahmen des Nachhaltigkeitsberichtes (Bestandteil des Geschäftsberichtes) veröffentlicht.

CORPORATE GOVERNANCE

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat von INDUS bekennen sich umfassend zu den Prinzipien einer guten Corporate Governance. Dazu geben die beiden Leitungs- und Kontrollgremien jährlich eine entsprechende "Erklärung zur Unternehmensführung" ab. Die aktuelle Erklärung ist im vollständigen Wortlaut auf der INDUS-Website unter der Rubrik Verantwortung/Corporate Governance einsehbar. Die Angaben entsprechen den Anforderungen aus Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und § 289f Abs. 1 HGB und § 315d HGB.

Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ist die jährlich abzulegende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Diese haben Vorstand und Aufsichtsrat am 30. November 2017 abgegeben. Darin stellen sie fest, dass die INDUS Holding AG bis auf eine Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entspricht. Die Ausnahme bezieht sich auf die geforderte Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer der Aufsichtsräte. Die Entsprechenserklärung ist im vollständigen Wortlaut abrufbar auf der INDUS-Website unter der Rubrik Verantwortung /Corporate Governance.

WIRTSCHAFTSBERICHT

INDUS blickt auf ein abermals sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Gruppe erzielte im fünften Jahr hintereinander ein erneut erfreuliches Ergebnis. Der Umsatz stieg um 13,6 % auf 1,64 Mrd. EUR und das EBIT kletterte um 5,5 % auf 152,9 Mio. EUR. Die Gruppe erreichte eine operative EBIT-Marge von 9,3 % und eine bereinigte EBIT-Marge von 10,0 %. Bei den Segmenten ist insbesondere die überdurchschnittliche Performance von Bau/Infrastruktur sowie Maschinen- und Anlagenbau hervorzuheben. In beiden Segmenten wurden Margen oberhalb des Zielkorridors erreicht. In der Fahrzeugtechnik kämpften die Unternehmen mit dem zunehmenden Margendruck innerhalb der Automobilbranche. Darüber hinaus belastete hier - ebenso wie im Bereich Metalltechnik - eine tiefgreifende Repositionierung.

ENTWICKLUNG DES WIRTSCHAFTLICHEN UMFELDS

ENTWICKLUNG DER GESAMTWIRTSCHAFT

DIE WELTKONJUNKTUR SETZTE IHREN AUFSCHWUNG FORT

2017 beschleunigte sich das Wachstum der Weltwirtschaft noch einmal spürbar. Es erreichte einen Wert von 3,8 % (2016: 3,2 %1), was dem stärksten Anstieg seit 2011 entspricht. Nach einer schwächeren Phase setzte die Belebung bereits Ende 2016 ein und gewann bis in den Spätsommer 2017 hinein weiter an Fahrt. Gegen Jahresende deuteten die relevanten Indikatoren auf eine Festigung der aufwärtsgerichteten Konjunktur in nahezu allen großen Volkswirtschaften hin.2

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften expandierte die Produktion nach einem moderaten Wachstum zu Jahresbeginn vor allem im Sommerhalbjahr kräftig. Maßgeblich für die Verstärkung der konjunkturellen Grundtendenz war das gezielt geförderte Anziehen der Investitionen. Hinzu kam die seit geraumer Zeit anhaltende, stabil hohe Konsumnachfrage durch die privaten Haushalte. In den USA traten die weltpolitischen Risiken, die zahlreiche Marktteilnehmer mit dem dortigen Regierungswechsel verbanden, vorübergehend in den Hintergrund. Die Wirtschaft nutzte die insgesamt guten Rahmenbedingungen und baute ihre Wachstumsrate deutlich aus.3 In Japan zog die gesamtwirtschaftliche Produktion exportgestützt weiter an. Auch die Wirtschaft im Euroraum setzte ihre konjunkturelle Expansion mit steigendem Aufwärtstrend und auf erweiterter Basis fort. Vergleichsweise mäßig stieg die Produktion in Großbritannien.4

Nach eher schwachen Vorjahren expandierte auch die Wirtschaft in den Schwellenländern 2017 wieder stärker. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Belebung der Produktion in den rohstoffexportierenden Ländern. Diese hatten in den Jahren 2015 und 2016 stark unter dem Einbruch der Rohstoffpreise gelitten und profitierten 2017 von deutlich gestiegenen Notierungen. So konnte zum Beispiel Brasilien seine Rezession überwinden. Und auch die Produktion in Russland war trotz der Auswirkungen der Sanktionen seitens der westlichen Industrieländer wieder deutlich aufwärts gerichtet. In China verlangsamte sich die Expansion nur geringfügig, obwohl die Regierung ihre monetären Impulse reduzierte und das Kreditwachstum abnahm.5

1 https://www.ifw-kiel.de/pub/kieler-konjunkturberichte/2017/kkb_33_2017-q3_welt_de.pdf, S. 3 ff.

2 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr.27 (2017/Q4), S. 2

3 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 37 (2017/Q4), S. 18

4 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 25 (2017/Q4), S. 3

5 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 25 (2017/Q4), S. 3

DIE DEUTSCHE WIRTSCHAFT BAUTE AUFWÄRTSTREND AUS

Die deutsche Wirtschaft setzte ihre Aufschwungsphase der vorausgegangenen vier Jahre auch im fünften Jahr fort. Nach einem bereits belebten Jahresstart 2017 erhöhte sich die konjunkturelle Dynamik in den folgenden Monaten noch einmal, sodass das unbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 2,3 % kletterte (2016: 1,9 %). Stärker als in den ersten drei Quartalen 2017 expandierte die deutsche Wirtschaft seit Beginn der langen Wachstumsphase 2006/2007 nur in den Jahren 2010/2011. Damals im Zuge der Aufholeffekte nach dem großen Konjunktureinbruch 2008/2009. Angesichts der Hochkonjunktur nahm die Produktionsauslastung weiter zu, sodass zahlreiche Unternehmen ihre Kapazitätsgrenzen erreichten. Ausgesprochen ausgeprägt blieb die Auslastung in der Bauwirtschaft.6

Großen Anteil an der positiven Wirtschaftsentwicklung hatte weiterhin der private Konsum. Er profitierte von einer guten Beschäftigungssituation, steigenden Reallöhnen und den geringen Ölpreisen. Auch die anhaltend niedrigen Zinsen regten die Ausgaben der privaten Haushalte an.

Die Ausfuhren expandierten weiter lebhaft und stiegen 2017 um 4,3 % (Vorjahr: 2,6 %). Dabei wurden die Ausfuhren in den Euroraum und nach Asien ausgebaut, während die Ausfuhren in das übrige Europa und in die USA zurückgingen. Die Einfuhren erhöhten sich mit einer Rate von 4,8 % (Vorjahr: 3,9 %).7 Die Arbeitslosenquote sank 2017 auf 5,7 % (Vorjahr: 6,1 %), mit weiterer abnehmender Tendenz. Dabei nahm die Zahl der inländischen Erwerbstätigen um mehr als 550.000 zu. Die Inflationsrate lag für Deutschland, gemessen am Verbraucherpreisindex im Dezember 2017, bei 1,7 % (Vorjahr 0,5 %).8

KONJUNKTURTENDENZEN: ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDPRODUKTS (BIP), JÄHRLICHES WACHSTUM (2015-2017) (in %)

6 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 38 (2017/Q4), S. 2

7 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 38 (2017/Q4), S. 4f., 24

8 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 38 (2017/Q4), S. 30, S. 3

KAPITALMÄRKTE ZEIGTEN SICH WEITER ROBUST

Das globale Finanzsystem zeigte sich 2017 weiterhin robust. Trotz zahlreicher neuer geopolitischer Unsicherheitsfaktoren (u.a. Katalonien, Türkei, Nordkorea) waren die Erwartungen der Finanzmarktteilnehmer von den günstigen Wirtschaftsaussichten und positiven Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik bestimmt.9 Die amerikanische Notenbank Fed setzte 2017 ihren Ende 2015 gestarteten Kurs zur Normalisierung des Zinsniveaus fort und erhöhte im Jahresverlauf ihren Leitzins gleich dreimal um jeweils einen Viertelprozentpunkt. Nach der letzten Anpassung im Dezember lag die Spanne zwischen 1,25 und 1,50 %. Die Fed reagiert damit auf den konjunkturellen Aufschwung in den USA, wo praktisch Vollbeschäftigung herrscht sowie der weiterhin äußerst moderaten Inflation.10 Trotz dieser Festigung des Zinskurses in Übersee hielt die Europäische Zentralbank EZB an der Fortsetzung der Niedrigzinsphase fest. Die Einlagefazilität lag über das Jahr hinweg weiter bei -0,4 %.11

An den internationalen Aktienmärkten schlugen sich die günstigen Konjunkturperspektiven in höheren Gewinnerwartungen nieder, wodurch die Kurse überwiegend zulegten. Sie erreichten sowohl in Deutschland als auch in den USA neue Höchststände. Der Dow Jones stieg im Jahresverlauf um 25,1 %12 und der DAX legte um 12,5 %13 zu. Der die wichtigsten Börsen einbeziehende MSCI World Index steigerte seine Performance über das Jahr gesehen um 20,0 %14 und der Index MSCI Emerging Markets kletterte sogar um 34,9 %.15

Positive Konjunkturdaten für den Euroraum und eine nachlassende Hoffnung auf wirtschaftspolitische Impulse in den USA ließen den Euro gegenüber dem US-Dollar seit dem Frühjahr sichtbar aufwerten. Das Verhältnis des Euro zum US-Dollar stieg im Jahresverlauf um 14,4 %; es lag zum Jahresende bei EUR/USD 1,2005.16

ENTWICKLUNG DES BRANCHENUMFELDS

DEUTSCHE INDUSTRIEPRODUKTION ZOG 2017 DEUTLICH AN

Die deutsche Wirtschaft startete insgesamt gut in das Jahr 2017. Die Auftragseingänge stiegen im ersten Halbjahr kontinuierlich an. Dabei wuchs unter den industriellen Hauptgruppen die Nachfrage nach Vorleistungs- und Konsumgütern am kräftigsten.17 Im dritten Quartal beschleunigte sich die wirtschaftliche Aktivität noch einmal, und die Unternehmen bauten ihre Anlageinvestitionen weiter aus. Die Auftragseingänge stiegen gegenüber dem Vorquartal kalenderbereinigt um 3,6 % und gegenüber dem Vorjahresquartal kalenderbereinigt um deutliche 7,8 %. Der hohe Nachfrageanstieg verteilt sich zu nahezu gleichen Teilen auf Inland und Ausland.18 Der Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe lag im dritten Quartal 2017 saison- und kalenderbereinigt um 4,7 % über dem Vorjahresquartal. Dabei war die Entwicklung unter den industriellen Hauptgruppen ausgewogen. Diese positive Gesamtentwicklung setzte sich mit Ausnahme des Novembers zum Jahresende hin fort.19

9 https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/

Monatsberichte/2017/2017_11_monatsbericht.pdfblob=publicationFile, 7

10 http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/usa-notenbank-fed-erhoeht-erneut-den-leitzins/20709704.html ; http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/amerikanischer-leitzins-steigt-auf-1-50-prozent-15339679.html

11 Bundesbank, Monatsbericht Dezember, S. 21

12 http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2017-12/42634091-dow-legt-2017-um-25-1-prozent-zu-003.htm

13 https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2017250005

14 https://www.onvista.de/index/MSCI-WORLD-Index-3193857

15 http://www.onvista.de/index/MSCI-EMERGING-MARKETS-PRICE-Index-1643097 (ermittelt am 1. Januar 2017)

16 https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/

Monatsberichtsaufsaetze/2017/2017_12_perspektiven.pdf?__blob=publicationFile

17 https://bdi.eu/suche/?id=684&L=0&q=Quartalsbericht/

publikation/news/quartalsbericht-deutschland-iii2017/, S.6

18 https://bdi.eu/publikation/news/quartalsbericht-deutschland-iv2017/, S. 5

19 https://bdi.eu/publikation/news/quartalsbericht-deutschland-iv2017/, S. 8

BAU UND INFRASTRUKTUR: DIE BRANCHE SETZT IHR WACHSTUM UNVERMINDERT FORT

Das Baugewerbe entwickelte sich 2017 erneut über alle Erwartungen gut. Nach Angaben der beiden führenden Branchenverbände Hauptverband der Deutschen Bauindustrie HDI und Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ZDB stieg der Umsatz um 5 % auf 112,2 Mrd. Euro. Dabei war der stärkste Impulsgeber weiterhin der Wohnungsbau, aber auch im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau blieb die Auslastung hoch. In den ersten zehn Monaten 2017 lag der Auftragseingang in der Branche um 5 % höher als ein Jahr zuvor. Aus diesem Grund übertrafen die Auftragsbestände trotz der intensiven Bautätigkeit in jedem Quartal noch einmal das bereits hohe Vorjahresniveau.20 Zum Jahresende verstärkte sich diese Dynamik noch einmal: Die Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten für den vergangenen November ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahresmonat von 11 %. Die starke Auftragslage führte dazu, dass das Bauhauptgewerbe die Zahl der Beschäftigten 2017 um 3 % auf 805.000 deutlich ausbaute.21

FAHRZEUGMARKT: STABILE BIS POSITIVE ABSATZENTWICKLUNG, RÜCKGÄNGE IN DEN USA

Der Fahrzeugmarkt entwickelte sich 2017 grundsätzlich positiv. Der deutsche Pkw-Absatz wuchs nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie VDA 2017 um 3 % auf 3,4 Mio. Fahrzeuge. Damit stieg der Absatz das vierte Jahr in Folge und erreichte das höchste Volumen des Jahrzehnts. Die Fahrzeugproduktion nahm allerdings um 2 % auf 5,6 Mio. Einheiten leicht ab. Auch die Exporte der deutschen Pkw-Hersteller gingen um 1 % auf 4,4 Mio. Fahrzeuge leicht zurück. Das entspricht einer Exportquote von 77,4 %.22 Dass die deutsche Automobilindustrie die aktuellen technologischen Herausforderungen annimmt, zeigt sich an den Forschungsaktivitäten: Nach Angaben der Europäischen Kommission stiegen die F&E-Ausgaben der deutschen Hersteller 2017 um 7 % auf 40,2 Mrd. Euro.23 Auch die Nachfrage auf den internationalen Fahrzeugmärkten entwickelte sich überwiegend aufwärts: So legte der Absatz in China um 2,0 % auf 24,2 Mio. Fahrzeuge zu. In Europa (EU28+EFTA) erreichte der Automobilabsatz mit 15,6 Mio. Fahrzeugen (+3,3 %) das höchste Niveau seit 2007. Auch Japan (+5,8 %), Brasilien (+9,4 %), Russland (+11,9 %) und Indien (+8,8 %) meldeten 2017 hohe Wachstumsraten. Leicht zurück ging der Absatz in den USA. Hier nahm der Markt mit 17,1 Mio. Fahrzeugen um 1,9 % ab.24

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU: BRANCHE ERREICHT EIN DEUTLICHES PLUS

Nach einer Stagnation im Vorjahr konnte auch der deutsche Maschinen- und Anlagenbau 2017 die positive Gesamtstimmung der Industrie aufnehmen und deutlich wachsen. Dabei erreichte die Branche erstmals einen Umsatz von 224 Mrd. Euro. Die Produktion stieg in den ersten elf Monaten preisbereinigt um 3 %. Noch erfreulicher stieg der Export: In den ersten neun Monaten lieferte die Branche Waren im Wert von 124,4 Mrd. Euro ins Ausland, über 6 % mehr als im Vorjahr. Insgesamt gingen auch 2017 drei von vier Maschinen ins Ausland. Dabei blieb der mit Abstand größte Absatzmarkt die EU. Die wichtigsten Abnehmerländer außerhalb Europas waren weiter die USA und - mit deutlichem Umsatzanstieg - China. Die Exporte nach Großbritannien nahmen angesichts des ungeklärten künftigen Verhältnisses zur EU erwartungsgemäß weiter ab.25 Zum guten Jahresergebnis trug auch ein sehr starker Herbst bei: Im Drei-Monats-Vergleich September bis November legten die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahr um 12 % zu. Im November stiegen die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr sogar um 14 %.26

20 https://www.bauindustrie.de/presse/presseinformationen/baumarkt-2018-weiter-auf-stabilem-wachstumskurs/

21 https://www.bauindustrie.de/presse/presseinformationen/bauhauptgewerbe-im-november-2017/

22 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/20180104-deutscher-pkw-markt-wuchs-2017-um-3-prozent.html

23 -und-Entwicklung.html">https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/20171222-Deutsche-Automobilindustrie-investiert-ueber-40-Milliarden-Euro-in-Forschung-und-Entwicklung.html

24 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/20180107-internationale-automobilkonjunktur-2017-mit-guter-jahresbilanz.html

25 https://www.maschinenmarkt.vogel.de/rekordjahr-fuer-den-deutschen-maschinenbau-a-671069/

26 https://www.maschinenmarkt.vogel.de/bestellungen-aus-dem-inland-nehmen-kraeftig-zu-a-675683/

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK: WACHSTUM SETZT SICH FORT, ERSCHWERTE RAHMENBEDINGUNGEN IN DEUTSCHLAND

Nach Angaben des BVMed - Bundesverband Medizintechnologie - baute die Medizintechnikbranche ihren Umsatz 2017 weltweit um 6 % aus. Das entspricht dem Wachstumsniveau des Vorjahrs. Der inländische Markt entwickelte sich mit +2,8 % deutlich schwächer. Dies ist im Wesentlichen auf sinkende Preise (niedriges Erstattungsniveau) und steigende Kosten (regulatorische Anforderungen) zurückzuführen. Aktuell stärkster Einflussfaktor auf die beiden Ertragshebel ist die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung MDR. Die mit ihr gestiegenen Anforderungen an den Marktzugang führen dazu, dass viele Unternehmen erwägen, zahlreiche Produkte aus ökonomischen Gründen vom Markt zu nehmen bzw. die geplante Markteinführung abzubrechen oder ggf. diese zu verschieben. Trotz des anhaltenden Preisdrucks investieren die Unternehmen verstärkt in ihre deutschen Produktionsstandorte. Damit stärken sie ihre Wettbewerbsfähigkeit. Ein weiteres Entwicklungshemmnis ist derzeit die Personalsituation. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen stellten in diesem Jahr nur noch 44 % der deutschen Medizinunternehmen zusätzliches Personal ein; einige bauten sogar Arbeitsplätze ab.27

METALLTECHNIK: BRANCHE KANN IHR SOLIDES WACHSTUM FORTSETZEN

Die Metallindustrie befand sich auch 2017 auf einem soliden Wachstumskurs. Die Produktion stieg in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum spürbar an und die Kapazitätsauslastung lag im Oktober über dem langjährigen Durchschnitt. Auch die Auftragseingänge entwickelten sich positiv, sodass die Branche für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von 3,5 % verzeichnete. Im Vorjahr lag der Zuwachs mit nur +1,5 % darunter. Auf der Ertragsseite konnte die Branche lediglich das Vorjahresniveau halten. Zu den Gründen hierfür zählen die steigenden Arbeitskosten, der Fachkräftemangel, insbesondere aber auch fehlende Preisüberwälzungsspielräume auf Kundenseite.28

ENTWICKLUNG DER INDUS-GRUPPE

GESAMTBEWERTUNG DES VORSTANDS

UMSATZ UND EBIT ERNEUT AUF REKORDNIVEAU

Das Geschäftsjahr 2017 war für die INDUS-Gruppe in Summe sehr erfolgreich. Der Umsatz betrug 1,64 Mrd. EUR und verzeichnete ein von allen Segmenten getragenes Wachstum in Höhe von 13,6 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders erfreulich ist das organische Umsatzwachstum (nach Herausrechnung der Wachstumseffekte aus Neuerwerben) in Höhe von 10,5 %. Auch das operative Ergebnis (EBIT) erreichte mit 152,9 Mio. EUR bzw. + 5,5 % eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, konnte jedoch nicht in dem hohen Maße wie der Umsatz wachsen. Ursache hierfür sind bedeutende negative Ergebniseffekte durch zwei Repositionierungen in den Bereichen Fahrzeugtechnik und Metalltechnik aber auch gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegenen Währungskursverlusten. Im Segment Fahrzeugtechnik belastete die Währungskursentwicklung im Vergleich zum Vorjahr das operative Ergebnis mit rd. 2 Mio. EUR. Die EBIT-Marge blieb aufgrund dessen mit 9,3 % (Vorjahr: 10,0 %) hinter unseren eigenen, hohen Ansprüchen zurück. Das bereinigte operative Ergebnis betrug 163,7 Mio. EUR (+5,3 %) und die Marge des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT) lag bei 10,0 %. Die Bereinigungen betreffen Ergebniseffekte aus Unternehmenserwerben.

27 BVMed: WELTMARKT: Medizintechnik-Branche wächst weltweit um knapp 6 Prozent, Pressemitteilung vom 9.11.2017; https://www.bvmed.de/de/bvmed/presse/pressemeldungen/medizintechnik-branche-waechst-weltweit-um-knapp-6-prozent

28 https://www.gesamtmetall.de/branche/me-zahlen/die-wirtschaftliche-lage-der-me-industrie-im-herbst-2017

Bei der Segmentbetrachtung weisen die Bereiche Bau/Infrastruktur und Maschinen- und Anlagenbau deutliche Margensteigerungen und Rekordergebnisse auf. Beide Segmente erreichten Margen oberhalb des jeweiligen Zielkorridors. Für Bau/Infrastruktur haben wir unsere Zielmarge für das Jahr 2018 daher um einen Prozentpunkt nach oben angepasst. Die Segmente Fahrzeugtechnik und Metalltechnik liegen aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Automobilbereich) und durch Repositionierungen bei einzelnen Beteiligungen wie frühzeitig kommuniziert unterhalb der von uns prognostizierten Zielmargen. Nach Abschluss der Repositionierungen im Jahr 2018 werden wir nachhaltige Ergebnisverbesserungen in diesen Segmenten erzielen.

2017 konnte das INDUS-Portfolio durch zwei erfolgversprechende Hidden Champions im Segment Maschinen- und Anlagenbau erweitert werden. Im Januar 2017 erwarb INDUS die M+P INTERNATIONAL Mess- und Rechnertechnik GmbH, einen Anbieter von Mess- und Testsystemen zur Schwingungsprüfung und -analyse mit Sitz in Hannover. M+P arbeitet mit hoher internationaler Ausrichtung und verspricht für die kommenden Jahre eine gute Entwicklung. Seit Mai verstärkt die PEISELER-Gruppe das Portfolio. PEISELER fertigt hochpräzise Teilgeräten und Schwenkeinrichtungen für Werkzeugmaschinen. Die Neuerwerbe konnten damit genau in den Zielfeldern von INDUS realisiert werden.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wurden abermals gesteigert. Die INDUS-Beteiligungen haben im vergangenen Jahr mit 79,0 Mio. EUR so viel wie noch nie investiert. Die wirtschaftliche Aufstellung der Gruppe blieb auch 2017 sehr stabil. Die Eigenkapitalquote ist mit 40,8 % weiter sehr komfortabel. Die traditionell gute Liquidität lieferte INDUS zu jeder Zeit ausreichend wirtschaftliche Kraft, den durchgeführten bzw. intendierten Kapitaleinsatz vorzunehmen. Hierfür werden beträchtliche Liquiditätspuffer und Vorsorgekreditlinien vorgehalten. Die Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung/EBITDA) betrug unverändert 1,9 Jahre und lag damit besser als der vorgegebene Zielbereich zwischen 2 und 2,5 Jahren.

Natürlich standen die beiden Repositionierungen mit in Summe spürbaren Ergebnisbelastungen im vergangenen Geschäftsjahr im Vordergrund. Jedoch ist der Vorstand insgesamt mit der Entwicklung der Gruppe sehr zufrieden. Die Aufstellung der Unternehmen ist gut, so dass die Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche Entwicklung gegeben sind.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden für die Gruppe nicht als Steuerungsgrößen verwendet.

SOLL-IST-VERGLEICH

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KONZERN IST 2016 PLAN 2017 IST 2017 ERREICHUNGSGRAD
Zukäufe Zukauf von 1 Unternehmen, 7 strategische Ergänzungen 2 Wachstumsakquisitionen 2 Wachstumsakquisitionen voll erreicht
Umsatz 1.444,3 Mio. EUR (+4%, davon 0,1% organisch) > 1,5 Mrd. EUR 1.640,6 Mio. EUR (+13,6 %, davon 10,5 % organisch) besser als erwartet
EBIT 144,9 Mio. EUR 145-150 Mio. EUR 152,9 Mio. EUR voll erreicht
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 70,0 Mio. EUR 75 Mio. EUR 79,0 Mio. EUR voll erreicht
Eigenkapitalquote (in %) 42,4% >40 % 40,8% voll erreicht
Nettoverschuldung/EBITDA 1,9 Jahre zwischen 2,0 und 2,5 1,9 Jahre voll erreicht
SEGMENTE
Bau/Infrastruktur
Umsatz 274,5 Mio. EUR organisches Wachstum im einstelligen Bereich 330,4 Mio. EUR besser als erwartet
EBIT 39,2 Mio. EUR proportionale Ergebnissteigerung 49,4 Mio. EUR besser als erwartet
EBIT-Marge (in%) 14,3% 12-14 % 15,0% besser als erwartet
Fahrzeugtechnik
Umsatz 372,2 Mio. EUR leichter Umsatzanstieg 394,1 Mio. EUR voll erreicht
EBIT 20,3 Mio. EUR leichter Ergebnisanstieg 14,7 Mio. EUR nicht erreicht
EBIT-Marge (in%) 5,4% 6-8 % 3,7% nicht erreicht
Maschinen- und Anlagenbau
Umsatz 305,9 Mio. EUR moderater Umsatzanstieg 375,1 Mio. EUR besser als erwartet
EBIT 41,4 Mio. EUR leichter Ergebnisanstieg 53,5 Mio. EUR besser als erwartet
EBIT-Marge (in%) 13,5% 12-14 % 14,3% besser als erwartet
Medizin- und Gesundheitstechnik
Umsatz 147,0 Mio. EUR leichter Umsatzanstieg 155,2 Mio. EUR voll erreicht
EBIT 20,2 Mio. EUR leichter Ergebnisanstieg 20,8 Mio. EUR voll erreicht
EBIT-Marge (in%) 13,7% 13-15 % 13,4% voll erreicht
Metalltechnik
Umsatz 344,4 Mio. EUR leichter Umsatzanstieg 385,6Mio. EUR voll erreicht
EBIT 29,9 Mio. EUR auf Vorjahresniveau 24,2 Mio. EUR nicht erreicht
EBIT-Marge (in%) 8,7% 8-10 % 6,3% nicht erreicht

ERTRAGSENTWICKLUNG DES KONZERNS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ 2017 zu 2016
2017 2016 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- --- ---
Umsatz 1.640,6 1.444,3 1.388,9 196,3 13,6
Sonstige betriebliche Erträge 16,5 20,2 19,9 -3,7 -18,3
Aktivierte Eigenleistungen 5,1 6,2 5,7 -1,1 -17,8
Bestandsveränderung 5,2 11,1 7,0 -5,9 -53,2
Gesamtleistung 1.667,4 1.481,8 1.421,5 185,6 12,5
Materialaufwand -745,9 -648,7 -651,6 -97,2 15,0
Personalaufwand -479,6 -430,2 -392,0 -49,4 11,5
Sonstiger betrieblicher Aufwand -228,0 -203,5 -192,4 -24,5 12,0
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten-Anteilen 1,1 1,0 0,7 0,1 10,0
Übriges Finanzergebnis 0,3 0,5 0,2 -0,2 -40,0
EBITDA 215,3 200,9 186,4 14,4 7,2
Abschreibungen -62,4 -56,0 -50,1 -6,4 11,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 152,9 144,9 136,3 8,0 5,5
Zinsergebnis -23,7 -21,5 -27,0 -2,2 10,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 129,2 123,4 109,3 5,8 4,7
Steuern -46,1 -43,0 -41,0 -3,1 7,2
Ergebnis nach Steuern 83,1 80,4 68,3 2,7 3,4
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,7 0,4 0,4 0,3 75,0
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 82,4 80,0 67,9 2,4 3,0

UMSATZ UND ERGEBNIS: EBIT KANN UMSATZSTEIGERUNG NICHT FOLGEN

Der Umsatz der INDUS-Gruppe stieg im Geschäftsjahr um starke 13,6 % auf 1.640,6 Mio. EUR. Das Wachstum wurde von nahezu allen Beteiligungsunternehmen getragen und beträgt organisch sehr gute 10,5 %. Durch den Ausbau der Gruppe über weitere Akquisitionen auf erster Ebene (M+P INTERNATIONAL und PEISELER) konnte sich die INDUS-Gruppe verstärken und das Umsatzwachstum weiter ausbauen (anorganisches Umsatzwachstum 3,1 %).

Der Materialaufwand entwickelte sich leicht überproportional und stieg gegenüber dem Vorjahr um 15,0 % auf 745,9 Mio. EUR (Vorjahr: 648,7 Mio. EUR). Ursache hierfür sind überproportional gestiegene Aufwendungen für bezogene Leistungen. Diese betreffen im Wesentlichen bezogene Personalleistungen zur Abwicklung der hohen Auftragsbestände und Umsätze. Zusätzlich waren leicht höhere Einstandspreise für Rohstoffe zu verzeichnen. Die Materialaufwandsquote stieg daher für das Geschäftsjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 45,5 % (Vorjahr: 44,9 %).

Etwas unterproportional ist der Personalaufwand gestiegen. Er kletterte um 11,5 % auf 479,6 Mio. EUR. Im Wesentlichen haben die Beteiligungen das organische Umsatzwachstum mit eigenem Personal geleistet, aufgrund des starken Anstiegs wurden aber vermehrt Fremdleistungen in Anspruch genommen. Insgesamt verringerte sich die Personalaufwandsquote um 0,6 Prozentpunkte auf 29,2 % (Vorjahr: 29,8 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 12,0 % bzw. 24,5 Mio. EUR im Vergleich zu 2017 an. Hierbei wirkte sich insgesamt das höhere Geschäftsvolumen aus. Im Einzelnen haben sich insbesondere die Währungsverluste, die Beratungs- und EDV-Kosten sowie die Frachtkosten und die Instandhaltungskosten für Maschinen erhöht.

Nach Abzug der Aufwandpositionen ergibt sich bis hierher ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von 215,3 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr stieg das EBITDA um 14,4 Mio. EUR (7,2 %). Die Abschreibungen lagen mit 62,4 Mio. EUR um 11,4 % über dem Vorjahr. Der höhere Abschreibungsbedarf geht auf die Einbeziehung der neuen Gesellschaften und die damit einhergehenden Abschreibungen auf aufgedeckte Mehrwerte im Rahmen der Kaufpreisallokation sowie auf die anhaltend hohen Investitionen zurück.

Daraus ergibt sich für 2017 ein operatives Ergebnis bzw. EBIT von 152,9 Mio. EUR. Aufgrund des überproportionalen Umsatzwachstums sowie den spürbaren belastenden Effekten der beiden bekannten Repositionierungen aber auch der Währungseffekte beträgt die EBIT-Marge 9,3 %. Zusätzlich wirkten sich natürlich die Effekte der neu erworbenen Beteiligungen M+P INTERNATIONAL und PEISELER belastend aus. Zum einen trugen diese beiden Beteiligungen mit 30,6 Mio EUR einen Anteil von 15,6 % am Umsatzwachstum bei. Zum anderen waren aufgrund von Mehrwertabschreibungen und Anschaffungsnebenkosten aus den Unternehmenserwerben die Ergebnisse aus den Akquisitionen noch belastet.

Das Zinsergebnis verminderte sich um -2,2 Mio. EUR von -21,5 Mio. EUR auf -23,7 Mio. EUR. Dies ist auf höhere Zinsaufwendungen im Bereich "Zinsen Sonstige" zurückzuführen. Im dem um 1,5 Mio. EUR gestiegenen Aufwand sind die Ergebnisauswirkungen aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-Put-Optionen zustehen, enthalten. Veränderungen der Marktwerte von Zinsderivaten hatten keine wesentliche Auswirkung. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich auf 129,2 Mio. EUR (Vorjahr: 123,4 Mio. EUR). Der Steueraufwand stieg um 3,1 Mio. EUR, die Steuerquote von 34,8 % im Vorjahr auf 35,7 % im Wesentlichen bedingt durch die fehlende Verlustverrechnung innerhalb der Gruppe. INDUS bildet aufgrund ihres Geschäftsmodells keine steuerlichen Organschaften.

Das Ergebnis nach Steuern erreichte 83,1 Mio. EUR (Vorjahr: 80,4 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von 3,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betrugen 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern der INDUS-Aktionäre beträgt 82,4 Mio. EUR. Hieraus errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 3,37 EUR im Vergleich zu 3,27 EUR im Vorjahr.

BEREINIGTES EBIT: MARGE BETRÄGT 10,0 %

Zur besseren Transparenz hinsichtlich der operativen Leistungen weist INDUS auch ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) aus. Hintergrund ist, dass der Wachstumskurs von INDUS, und in Verbindung damit die regelmäßigen Akquisitionen, zu nicht operativen Ergebnisbelastungen führen. Das um diese Effekte bereinigte EBIT (nach Effekten aus Unternehmenserwerben) stieg um 5,3 % auf 163,7 Mio. EUR. Dies führt zu einer Marge für das bereinigte EBIT von 10,0 % (Vorjahr: 10,8 %), wobei auch hier die Repositionierungsbelastungen sichtbar werden.

ÜBERLEITUNG (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ 2017 zu 2016
2017 2016 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- --- ---
Operatives Ergebnis (EBIT) 152,9 144,9 136,3 8,0 5,5
planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus Fair Value Anpassungen aus Erstkonsolidierungen1 8,3 6,4 5,0 1,9 29,7
Belastungen aus Fair Value Anpassungen im Vorratsvermögen/Auftragsbestand aus Erstkonsolidierungen und Anschaffungsnebenkosten2 2,5 4,1 4,5 -1,6 -39,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) 163,7 155,4 145,8 8,3 5,3

1 Die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf identifizierte Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der INDUS-Gruppe.

2 Die Belastungen aus Fair Value Anpassungen im Vorratsvermögen/Auftragsbestand beziehen sich auf identifizierte Mehrwerte, die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzt werden und nach der Erstkonsolidierung aufwandswirksam werden.

BAU/INFRASTRUKTUR UND MASCHINEN- UND ANLAGENBAU MIT ERHÖHTEN UMSATZ- UND ERGEBNISANTEILEN (EBIT)

Die Umsatz- und Ergebnisanteile der einzelnen Segmente haben sich in ihren Relationen weiter verändert. Gewachsen ist der Umsatzbeitrag der Segmente Bau/Infrastruktur mit 20,1 % (Vorjahr: 19,0 %) und Maschinen- und Anlagenbau mit 22,9 % (Vorjahr: 21,2 %). Mit einem Anteil von 24,0 % (Vorjahr: 25,8 %) nach wie vor den stärksten Umsatzbeitrag liefert das Segment Fahrzeugtechnik. Auch die Metalltechnik ist mit einem Umsatzbeitrag von 23,5 % (Vorjahr: 23,8 %) weiter sehr stark. Beide Segmente haben aber im Vergleich zum Vorjahr Anteile abgegeben. Diese vier Segmente sind mit Anteilen zwischen 20,1% und 24,0% nun fast gleich groß. Der Umsatzbeitrag des Segments Medizin- und Gesundheitstechnik mit 9,5% ging etwas zurück (Vorjahr: 10,2%).

UMSATZVERTEILUNG NACH SEGMENTEN (in%)

Auch auf Ergebnisebene sind wie im Vorjahr die Segmente Maschinen- und Anlagenbau sowie Bau/Infrastruktur herausragend. Das Segment Maschinen- und Anlagenbau konnte seinen hohen operativen Ergebnisbeitrag (EBIT) des Vorjahres (27,4 %) um 5,5 Prozentpunkte auf 32,9 % des INDUS-Ergebnisses steigern. Das Segment Bau/Infrastruktur nutzte die gute Branchenkonjunktur sowie die erstmalige Einbeziehung der gesamten Ergebnisbeiträge der HEITZ-Gruppe und erhöhte seinen Anteil auf 30,4 % (Vorjahr: 26,0 %). Bei den Segmenten Fahrzeugtechnik mit einem Ergebnisbeitrag von 9,1 % (Vorjahr 13,4 %) und dem Segment Metalltechnik mit 14,9 % (Vorjahr: 19,8 %) liegen die Anteile deutlich unter dem Vorjahr. Ursächlich sind die schwierigen Rahmenbedingungen in der Fahrzeugtechnik sowie die bekannten Repositionierungen aus beiden Bereichen. Bei dem Segment Medizin- und Gesundheitstechnik lag die Ergebnis-Beitragsquote mit 12,8 % (Vorjahr 13,4 %) leicht unter dem Vorjahr.

EBIT-VERTEILUNG NACH SEGMENTEN (in %)

UMSATZBEITRAGE DER REGIONEN:

Die Umsatzzuwächse der INDUS-Gruppe verteilen sich nahezu paritätisch auf das In- und Ausland. Relativ betrachtet erhöhte sich der Auslandsumsatzanteil gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,2 Prozentpunkte auf 50,3 % (Vorjahr: 49,1 %). Damit ist der Auslandsanteil am Umsatz der INDUS nun erstmalig höher als der Inlandsanteil.

Der Inlandsumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 10,9 % auf 815,5 Mio. EUR. Der Auslandsumsatz nahm um erfreuliche 16,4 % auf 825,1 Mio. EUR zu; dabei kam der Zuwachs vor allem über Umsätze in den Drittländern (+19,1 %). Der Umsatz in der EU stieg um 13,4 %.

UMSATZENTWICKLUNG 2015-2017 NACH ABSATZREGIONEN (in Mio. EUR)

ERTRAGSENTWICKLUNG IN DEN SEGMENTEN

BAU/INFRASTRUKTUR

Segmentbeschreibung

Das Segment Bau/Infrastruktur umfasst wie im Vorjahr 11 Beteiligungseinheiten. Die Unternehmen sind in verschiedenen Bereichen der Bauwirtschaft aktiv. Das Leistungsspektrum reicht von Bewehrung über Baustoffe, Klima- und Wärmetechnik sowie Netz- und Kabelleitungsbau bis hin zu Zubehör für den privaten Wohnungsbau. Klassische Bauunternehmen des Hoch- oder Tiefbaus befinden sich nicht im INDUS-Portfolio. Das Segment ist überdurchschnittlich profitabel. Strategisch zielt INDUS deshalb hier auf die weitere Stärkung durch den Zukauf von weiteren Unternehmen.

Segmententwicklung: Umsatz und EBIT-Marge wachsen um mehr als 20%

Gestützt durch den allgemeinen Bauboom sowie durch eine erhöhte öffentliche Investitionsneigung hielt die starke Nachfrage in der Branche Bau/Infrastruktur unvermindert an. Davon profitierten auch die INDUS-Unternehmen: Der Segmentumsatz kletterte im Jahresvergleich um 20,4 % auf 330,4 Mio. EUR (Vorjahr: 274,5 Mio. EUR). Zu der überaus guten Geschäftsentwicklung trugen ausnahmslos alle Segmentunternehmen bei. Insbesondere in dem Bereich Infrastruktur stieg die Nachfrage überproportional. Einige der Segmentunternehmen sind aufgrund der Hochkonjunktur bis an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt. Die Knappheit an Facharbeitern in der Baubranche nahm weiter zu und hat unsere Unternehmen vor Herausforderungen gestellt.

Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass die im Juni 2016 erworbene HEITZ-Gruppe erstmals mit dem kompletten Jahresumsatz enthalten ist.

Die hervorragende Auftragslage, die extrem hohe Produktivität der INDUS-Beteiligungen und der Bauboom bewirkten eine Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) auf einen Rekordwert von 49,4 Mio. EUR. Das entspricht einem überragenden Wachstum von 26,0 %. Auch die EBIT-Marge konnte mit 15,0 % den bereits sehr guten Vorjahreswert (14,3 %) noch einmal deutlich übertreffen. Sämtliche Beteiligungen haben dabei ein positives operatives Ergebnis (EBIT) erwirtschaftet. Die Ergebnissteigerungen waren in dem Teilbereich Infrastruktur/Digitalisierung am höchsten.

Die Segmentinvestitionen des Vorjahres beinhalteten den Erwerb der HEITZ-Gruppe und die Investition von HAUFF-TECHNIK in eine 50 %-Beteiligung an ZWEICOM. Die Investitionen des Berichtsjahres betrafen ausschließlich Sachinvestitionen und lagen mit 13,4 Mio. EUR um 2,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Ursache hierfür sind insbesondere erhöhte Investitionen bei den Unternehmen aus den Bereichen (digitale) Infrastruktur.

KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ 2017 zu 2016
2017 2016 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 330,4 274,5 235,5 55,9 20,4
EBITDA 58,2 46,7 39,8 11,5 24,6
Abschreibungen -8,8 -7,5 -6,3 -1,3 17,3
EBIT 49,4 39,2 33,5 10,2 26,0
EBIT-Marge in % 15,0 14,3 14,2 0,7 pp -
Investitionen 13,4 35,4 8,9 -22,0 -62,1
Mitarbeiter 1.714 1.466 1.183 248 16,9

FAHRZEUGTECHNIK

Segmentbeschreibung

Das Segment Fahrzeugtechnik umfasst neun Einheiten (Vorjahr: zehn), die mit ihren Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie abbilden: vom Design und der Entwicklung sowie dem Modell- und Prototypenbau über Vor- und Kleinserienfertigung, Test- und Messlösungen bis hin zu Lösungen für Spezialfahrzeuge und der Serienfertigung von Bauteilen für große Fahrzeughersteller von Automobilen, Nutz- und Sonderfahrzeugen.

Die Segmentunternehmen bewegen sich in einem ausgesprochen wettbewerbsintensiven Umfeld, das sensibel auf die Entwicklungen auf dem Fahrzeugmarkt reagiert.

Im Zuge der Optimierung des Segmentes Fahrzeugtechnik und aufgrund des ständig gestiegenen Margendrucks in der Automobilbranche wurde die INDUS-Beteiligung FICHTHORN in die international agierende SELZER-Gruppe integriert. Die ab dem 1. Oktober 2017 wirksame Zusammenlegung dient der Stärkung beider INDUS-Gesellschaften.

Segmententwicklung: Margendruck belastet Unternehmen

Die INDUS-Beteiligungen des Segments Fahrzeugtechnik waren 2017 etlichen schwierigen Rahmenbedingungen in der Automobilbranche ausgesetzt. Sie führten in Summe dazu, dass die Wachstumsziele des Segments auf der Ertragsseite in Summe nicht erreicht wurden. Der Umsatz stieg zwar um 5,9 % auf 394,1 Mio. EUR an, im Wesentlichen jedoch im niedrigmargigen Bereich der deutschen Automobilserienzulieferer. Die bisher gut laufenden Engineering-Unternehmen (Unternehmen vor und nach der Serie) des Segments spüren den zunehmenden Druck der OEM's ausgelöst durch den Abgas- und Kartellskandal und die damit verbundenen Einsparungen der OEMs. Zum Jahresende 2017 war zudem eine deutliche Zurückhaltung im Engineering-Bereich zu verzeichnen, die nach unserer Einschätzung temporär durch die Umwälzungen der Branche und der damit verbundenen Neuausrichtung der Entwicklungsbudgets verursacht ist. Der Technologiewandel in der Automobilindustrie ist darüber hinaus ein erheblicher Kostenfaktor, der an die Zulieferer weitergegeben wird und der die Zulieferindustrie selbst trifft und fordert. In der Summe leidet die gesamte Branche unter einem mittlerweile unerträglichen Margendruck. Die bekannte Repositionierung einer im Seriengeschäft tätigen Beteiligung verläuft planmäßig und wird im Laufe des Jahres 2018 erfolgreich abgeschlossen werden. Weiterhin hat die Währungsentwicklung das Ergebnis im Geschäftsjahr mit rund 1,8 Mio. EUR belastet. Als Konsequenz auf die zahlreichen negativen Effekte ging das operative Ergebnis (EBIT) um 5,6 Mio. EUR bzw. 27,6 % zurück. Die EBIT-Marge ging auf 3,7 % nach 5,4 % im Vorjahr zurück.

Nach Abschluss der Repositionierungen wird eine Marge von 5% bis 7% im Bereich Fahrzeugtechnik realisierbar sein.

Die gesamten Segmentinvestitionen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich: In den Investitionen des Vorjahres waren Anteils- bzw. Unternehmensteilerwerbe für WIESAUPLAST (Wiesauplast-PMC de Mexico) und IPETRONIK (CAETEC) enthalten. Die Sachinvestitionen sind um 1,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 30,3 Mio. EUR angestiegen. Hierin ist insbesondere eine Investition in den Neubau einer ausländischen Enkelgesellschaft enthalten.

KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ 2017 zu 2016
2017 2016 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 394,1 372,2 367,7 21,9 5,9
EBITDA 36,5 39,9 39,6 -3,4 -8,5
Abschreibungen -21,8 -19,6 -18,2 -2,2 11,2
EBIT 14,7 20,3 21,4 -5,6 -27,6
EBIT-Marge in % 3,7 5,4 5,8 -1,7pp -
Investitionen 30,3 36,9 26,9 -6,6 -17,9
Mitarbeiter 3.557 3.454 3.285 103 3,0

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

Segmentbeschreibung

Das Segment Maschinen- und Anlagenbau umfasst elf Einheiten (Vorjahr: neun Einheiten). Die Unternehmen des Segments entwickeln komplette Förderanlagen, Robotergreifsysteme, produzieren Ventiltechnik, Automatisierungskomponenten auch für die Fahrzeugendmontage sowie Anlagen für Reinraumsysteme und konzeptionieren elektrische Begleitheizungssysteme.

Im Berichtsjahr wurden zwei neue INDUS-Beteiligungen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau erworben. Seit Januar gehört die M+P INTERNATIONAL Mess- und Rechnertechnik zur INDUS. Die M+P-Gruppe ist ein Anbieter von Mess- und Testsystemen zur Schwingungsprüfung. Die PEISELER-Gruppe (seit Mai 2017 im Portfolio) fertigt hochpräzise Teilgeräte und Schwenkeinrichtungen für Werkzeugmaschinen. Diese Neuerwerbe konnten damit genau in den Zielfeldern von INDUS realisiert werden.

Die hohe technische Kompetenz und die Qualität von "Engineered and Made in Germany" versprechen aus Sicht von INDUS auch künftiges Wachstum in den Teilfeldern Automatisierung, Mess- und Regeltechnik; hier will INDUS weiter zukaufen. Das Segment stellt eine der Säulen der mittelständischen Industrie mit guten Perspektiven dar.

Segmententwicklung: Aufwärtstrend hält an - M+P INTERNATIONAL und PEISELER gut integriert

Der Segmentumsatz im Maschinen- und Anlagenbau stieg um 69,2 Mio. EUR bzw. 22,6 % auf 375,1 Mio. EUR an und wird von nahezu allen Segmentunternehmen getragen. Die Unternehmen gelangen bei Umsätzen auf zum Teil Rekordniveau vereinzelt an ihre Kapazitätsgrenzen. Der bereits in der Vergangenheit erwähnte internationale Großauftrag im Bereich der Reinraumsysteme hat zu den hohen Umsätzen ebenso beigetragen wie der Umsatz der neuen Beteiligungen M+P INTERNATIONAL und PEISELER in Höhe von zusammen 30,6 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) in diesem Segment wuchs mit 12,1 Mio. EUR bzw. 29,2 % noch etwas stärker als der Umsatz. Erfreulicherweise sind die hohen Investitionen der vergangenen Jahre nun im Ergebnis des Segmentes zu spüren. Besonders hervorzuheben sind hier die Beteiligungsunternehmen aus dem Bereich Logistik, die kontinuierlich auf sehr hohem Niveau wachsen. Der Ergebnisanstieg des Segmentes ist umso höher zu bewerten, da aufgrund von hohen Mehrwertabschreibungen und Anschaffungsnebenkosten im Zuge der Erstkonsolidierung der M+P INTERNATIONAL und PEISELER die Ergebnisse dieser neuen Beteiligungen noch stark belastet sind. Die EBIT-Marge lag mit 14,3 % um 0,8 %-Punkte über dem bereits guten Vorjahreswert.

Die Segmentinvestitionen lagen mit 43,4 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr; da im aktuellen Geschäftsjahr die Erwerbe für M+P INTERNATIONAL und PEISELER enthalten sind. Die Sachinvestitionen stiegen um rd. 32% an und betrafen die Mehrzahl der Beteiligungen. Bei einer Beteiligung wurde eine Erweiterung des Produktionsstandortes durchgeführt.

KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ 2017 zu 2016
2017 2016 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 375,1 305,9 293,2 69,2 22,6
EBITDA 64,2 49,7 46,3 14,5 29,2
Abschreibungen -10,7 -8,3 -7,3 -2,4 28,9
EBIT 53,5 41,4 39,0 12,1 29,2
EBIT-Marge in % 14,3 13,5 13,3 0,8 pp -
Investitionen 43,4 9,7 16,8 33,7 > 100
Mitarbeiter 1.830 1.585 1.436 245 15,5

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

Segmentbeschreibung

Das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik umfasst wie im Vorjahr fünf Einheiten. Die Unternehmen fertigen Orthesen und medizinische Kompressionsstrümpfe, entwickeln Linsen und Optiken, produzieren Operationszubehör, Rehabilitationstechnik sowie Hygieneprodukte sowohl für medizinische Anwendungen als auch für den Haushalt.

Das Segment steht für INDUS in einem besonderen strategischen Fokus. Es repräsentiert eine der vier Zukunftsbranchen, in denen sich der Vorstand auch in Zukunft Wachstumschancen verspricht. Trotz eines erhöhten Kostendrucks in der Gesundheitsbranche bietet der Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik weiterhin überdurchschnittliche Margen.

Segmententwicklung: Umsatz- und Ergebnistrend positiv

Im Segment Medizintechnik konnte die ansteigende Entwicklung des Geschäftsjahres fortgesetzt werden. Die Umsätze des Bereichs Medizintechnik sind um gute 5,6 % bzw. 8,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Damit beträgt der Umsatz in diesem zukunftsträchtigen Segment 155,2 Mio. EUR im Berichtsjahr. Das Umsatzwachstum wurde durch alle Beteiligungen des Segmentes getragen und ist insgesamt auf die Verbesserung des operativen Geschäftes zurückzuführen.

Das operative Ergebnis (EBIT) beträgt 20,8 Mio. EUR und liegt damit 0,6 Mio. EUR über dem Vorjahr (Vorjahr: 20,2 Mio. EUR). Erfreulicherweise hat sich die Marge des Segments im Laufe des Geschäftsjahres 2017 stetig verbessert. Nach einem eher schwachen ersten Quartal (9,8 %) - bedingt unter anderem durch einen Unternehmensteilumzug - konnten in den Folgequartalen EBIT-Margen von 13,9 % und 14,0 % erzielt werden. Die positive Tendenz setzte sich im vierten Quartal mit einer Marge von 16,0 % fort. Mit einer EBIT-Marge von 13,4 % für das Gesamtjahr wurde ein sehr gutes Ergebnis innerhalb des Margenkorridors von 13-15 % erzielt. Zu diesem Erfolg haben alle Segmentunternehmen beigetragen.

Die Investitionen betrafen ausschließlich Sachinvestitionen und lagen 2017 mit 7,4 Mio. EUR leicht über dem Vorjahr. 2017 waren die Investition in eine ausländische Produktionsstätte und die zunehmenden Investitionen in die Automatisierung der Fertigungen von Bedeutung.

KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ 2017 zu 2016
2017 2016 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 155,2 147,0 132,3 8,2 5,6
EBITDA 27,6 26,8 24,9 0,8 3,0
Abschreibungen -6,8 -6,6 -5,2 -0,2 3,0
EBIT 20,8 20,2 19,7 0,6 3,0
EBIT-Marge in % 13,4 13,7 14,9 -0,3 pp -
Investitionen 7,4 6,2 32,3 1,2 19,4
Mitarbeiter 1.540 1.480 1.010 60 4,1

METALLTECHNIK

Segmentbeschreibung

Das Segment umfasst wie im Vorjahr neun Einheiten und bedient viele Spezialkunden. Die Bandbreite der Lösungen ist groß und beinhaltet die Zulieferung für Bahntechnik, die Fertigung von Hartmetallwerkzeugen für Straßen- und Bergbau, den Gehäusebau für die Labordiagnostik, die Herstellung von Strahlmitteln für die Stahlindustrie und die Bolzenschweißtechnik beispielsweise für Brückenbauwerkeverbindungen.

Das Segment ist insgesamt sehr breit aufgestellt. Zur Stärkung der innovativen Wachstumsbereiche insbesondere rund um das Thema Hartmetall strebt INDUS Wachstum durch Zukäufe und verstärkte Internationalisierung an. Andere Teilbereiche stehen im Fokus weiterer Optimierung.

Segmententwicklung: Schweizer Beteiligungen belasten Segmentergebnis nachhaltig

Das Segment Metalltechnik verzeichnet gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung um gute 12,0 % (41,2 Mio. EUR) auf 385,6 Mio. EUR. Dieses Wachstum wurde insbesondere durch die größeren Beteiligungen erwirtschaftet. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 24,2 Mio. EUR unterhalb des Vorjahreswertes von 29,9 Mio. EUR, was einer EBIT-Marge von 6,3 % entspricht. Die Sanierungsprozesse bei einer Beteiligungseinheit sind tiefgreifend und betreffen Maßnahmen in den Bereichen Strategie, Standortanalyse und Kostenoptimierungen. Der Prozess dauert weiter an und wird voraussichtlich erst Mitte 2018 im Wesentlichen beendet sein. Die weiteren Beteiligungen des Segmentes erzielten gute bis sehr gute Ergebnisse und profitierten als Zulieferer für die Bauindustrie sowie für den Maschinen- und Anlagenbau von der guten Konjunktur in diesen Bereichen.

Die Investitionen betrugen 14,5 Mio. EUR. Sie waren damit auf dem Niveau des Vorjahres und flossen ausschließlich für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Insbesondere Maschinen und Anlagen zur verstärkten Automatisierung der Produktion wurden angeschafft.

KENNZAHLEN METALLTECHNIK (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ 2017 zu 2016
2017 2016 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit externen Dritten 385,6 344,4 359,9 41,2 12,0
EBITDA 37,7 43,1 41,0 -5,4 -12,5
Abschreibungen -13,5 -13,2 -12,4 -0,3 2,3
EBIT 24,2 29,9 28,6 -5,7 -19,1
EBIT-Marge in % 6,3 8,7 7,9 -2,4 pp -
Investitionen 14,5 14,5 21,8 0,0 0,0
Mitarbeiter 1.538 1.439 1.395 99 6,9

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENT

GRUNDSÄTZE UND ZIELE

Das Finanzmanagement der INDUS Holding AG konzentriert sich auf die Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Als vermögensverwaltende Finanzholding betreibt INDUS eine Liquiditätssteuerung ohne zentrales Cash-Pooling. Im Rahmen des Finanzmanagements setzt INDUS im Wesentlichen auf lang laufende Bankkredite und Schuldscheindarlehen.

Jede einzelne Beteiligung verfügt über ihr individuelles Finanz- und Liquiditätsmanagement, wobei INDUS hier beratend zur Verfügung steht.

Auf Basis ihrer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit Finanzierungszusagen der Banken kann INDUS jederzeit flexibel investieren. Zur Finanzierung nutzt INDUS langjährige, partnerschaftliche Verbindungen zu einer Reihe solider deutscher Finanzinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens auf zahlreiche Finanzinstitute sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur bei gleichzeitiger Nutzung eines Fächers alternativer Finanzierungsinstrumente. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Gruppe Zins- und Währungsderivate ein. Diese dienen ausschließlich der Risikosicherung.

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Ziele: Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven, Risikobegrenzung und eine Ertrags- und Kostenoptimierung. Die Liquiditätssicherung besitzt dabei einen besonders hohen Stellenwert, da die Liquidität nicht nur die Voraussetzung dafür ist, dass INDUS jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann, sondern auch dafür, dass INDUS in der Lage bleibt, ihre Akquisitionschancen so weit wie möglich bankenunabhängig zu nutzen.

Die Aktivitäten zur Risikobegrenzung konzentrieren sich vor allem auf die Absicherung der finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand von INDUS gefährden könnten. Die wichtigsten Finanzierungsquellen sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow). Der Bereich Treasury überwacht die Verwendung der Mittel gegenüber den Beteiligungsgesellschaften sowie die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig.

Ein weiteres Ziel des individuellen und auch gemeinsamen Finanz- und Liquiditätsmanagements ist die Optimierung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Dadurch werden flüssige Mittel freigesetzt, wird die Verschuldung gering gehalten und werden Kennzahlen zur Bilanzstruktur (z. B. Eigenkapitalquote) und Kapitalrentabilität optimiert. INDUS unterstützt die Gesellschaften hinsichtlich ihres jeweiligen Working-Capital-Managements. Dabei bleibt die Verantwortung vollständig bei den Unternehmen.

INDUS verzichtet auf eine Beurteilung ihrer Bonität durch Ratingagenturen, da die Vorlage solcher Ratings für die Kreditgeber bisher nicht relevant ist. Zudem entfallen durch den Verzicht erhebliche Kosten und zeitlicher Aufwand. Die von den Hausbanken der INDUS vorgenommenen Beurteilungen lauten "Investment Grade".

Finanzierungsanalyse 2017

INDUS deckte ihren Kapitalbedarf auch 2017 aus dem operativen Cashflow und der Aufnahme von langfristigen Finanzierungsmitteln. Die wesentlichen Bestandteile waren nach wie vor lang laufende unbesicherte Kreditverträge, Schuldscheindarlehen sowie in geringerem Umfang außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leasing. Diese Instrumente stehen bei INDUS in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen.

Insgesamt haben sich die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen im Jahr 2017 wenig verändert. Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzen die Beteiligungen vor allem Miet- und Pachtleasing, insbesondere auch für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die zukünftigen Operating-Leasingverpflichtungen lagen zum 31. Dezember 2017 bei 72,0 Mio. EUR (Vorjahr: 68,3 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 346,9 Mio. EUR (Vorjahr: 386,6 Mio. EUR); überwiegend (zu 99 %) sind sie in Euro abgeschlossen. Das Volumen an Krediten in Fremdwährungen ist gering und besteht aus Schweizer Franken in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) und Südafrikanischen Rand in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Unter den Finanzschulden werden Verbindlichkeiten in Höhe von 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 8,1 Mio. EUR) aus Finanzierungsleasing betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA im Jahr 2010 entstanden sind. Es bestehen Schuldscheindarlehen über insgesamt 181,2 Mio. EUR (Vorjahr: 109,0 Mio. EUR). Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 34,0 Mio. EUR (Vorjahr: 28,7 Mio. EUR).

Im Rahmen von Kreditverträgen ist INDUS Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen; die geforderte Quote wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen. Die Kreditgeber besitzen ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines Kontrollwechsels. Für zwei Schuldscheindarlehen sind bestimmte Kennzahlen definiert.

FINANZLAGE

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (IN MIO. EUR)

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2017 2016 2015
Operativer Cashflow 145,0 137,9 157,3
Zinsen -21,0 -23,4 -26,4
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 124,0 114,5 130,9
Auszahlungen für Investitionen und Akquisitionen -113,9 -108,1 -118,4
Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 3,9 3,7 5,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -110,0 -104,4 -112,8
Auszahlungen Dividende -33,0 -29,3 -29,3
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,7 -0,4 0,0
Auszahlungen aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten -0,8 0,0 0,0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 151,0 132,3 126,9
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -120,4 -117,5 -100,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3,9 -14,9 -3,1
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 10,1 -4,8 15,0
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -1,4 0,2 0,7
Liquide Mittel am Anfang der Periode 127,2 132,2 116,5
Liquide Mittel am Ende der Periode 135,9 127,2 132,2

HOHER OPERATIVER CASHFLOW UND HOHE INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Das Ergebnis nach Steuern2017stieg um 2,7 Mio. EUR auf 83,1 Mio. EUR an (Vorjahr: 80,4 Mio. EUR). Liquiditätsmindernd wirkten dabei die Zunahme des Vorratsvermögens und der Anstieg der Forderungen: Trotz dessen konnte der operative Cash Flow mit 145,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um 7,1 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr: 137,9 Mio. EUR).

Die gezahlten Zinsen (einschließlich der variablen Verzinsung der Kaufpreisverpflichtungen gegenüber Minderheitsgesellschaftern) liegen mit -21,2 Mio. EUR etwas unter dem Vorjahr mit -23,9 Mio. EUR. Darin spiegelt sich der weiterhin sinkende Zinsaufwand durch die rollierende Tilgung von langfristigen, höher verzinsten Finanzschulden und Neuaufnahme zu besseren Konditionen wider.

Der Mittelzufluss aus Geschäftstätigkeit (Cashflow aus Geschäftstätigkeit) erreichte demzufolge 124,0 Mio. EUR und hat sich insbesondere aufgrund des verbesserten Ergebnisses nach Steuern (+ 2,7 Mio. EUR) und der höheren Abschreibungen (+6,4 Mio. EUR) um 9,5 Mio. EUR verbessert.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (Cashflow aus Investitionstätigkeit) betrug zum Ende des Geschäftsjahrs -110,0 Mio. EUR (Vorjahr: -104,4 Mio. EUR); in dieser Position sind die Zukäufe M+P INTERNATIONAL und PEISELER enthalten.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (Cashflow aus Finanzierungstätigkeit) sank von -14,9 Mio. EUR auf -3,9 Mio. EUR. Wesentlicher Grund ist eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Nettokreditaufnahme. Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2017 weiterhin über eine hohe Liquidität. Der Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 135,9 Mio. EUR (Vorjahr: 127,2 Mio. EUR). Die ausführliche Cashflow-Rechnung findet sich im Konzernabschluss.

VERMÖGENSLAGE

KONZERNBILANZ, VERKÜRZT (IN MIO. EUR)

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Differenz 2017 zu 2016
31.12.2017 31.12.2016 ABSOLUT in %
--- --- --- --- ---
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 953,6 885,8 67,8 7,7
Anlagevermögen 942,2 880,5 61,7 7,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 11,4 5,3 6,1 115,1
Kurzfristige Vermögenswerte 699,6 635,8 63,8 10,0
Vorräte 339,2 308,7 30,5 9,9
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 224,5 199,9 24,6 12,3
Liquide Mittel 135,9 127,2 8,7 6,8
Bilanzsumme 1.653,2 1.521,6 131,6 8,6
PASSIVA
Langfristige Finanzierungsmittel 1.234,8 1.150,9 83,9 7,3
Eigenkapital 673,8 644,6 29,2 4,5
Fremdkapital 561,0 506,3 54,7 10,8
davon Rückstellungen 46,3 31,2 15,1 48,4
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 514,7 475,1 39,6 8,3
Kurzfristige Finanzierungsmittel 418,4 370,7 47,7 12,9
davon Rückstellungen 72,4 65,6 6,8 10,4
davon Verbindlichkeiten 346,0 305,1 40,9 13,4
Bilanzsumme 1.653,2 1.521,6 131,6 8,6

Die Bilanzsumme der INDUS-Gruppe betrug zum Stichtag 1.653,2 Mio. Euro und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahresstichtag um 8,6 %. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zukäufe zurückzuführen; aber auch die gestiegene Geschäftstätigkeit trug einen wesentlichen Teil zur Erhöhung der Bilanzsumme bei.

AKTIVA: ANLAGEVERMÖGEN AQUISITIONSBEDINGT STARK GESTIEGEN

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen im Stichtagsvergleich um 67,8 Mio. EUR bzw. 7,7 %, auf 953,6 Mio. EUR. Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen das Anlagevermögen. Die Geschäfts- und Firmenwerte stiegen um 19,9 Mio. EUR (+ 4,9 %), die immateriellen Vermögenswerte um 12,1 Mio. EUR (+ 16,3 %). Für den Anstieg beider Positionen liefern die Akquisitionen der M+P INTERNATIONAL und der PEISELER-Gruppe die wesentlichen Einflussfaktoren.

Das Sachanlagevermögen stieg im Jahresvergleich um 27,7 Mio. EUR. Ausschlaggebend ist hier neben dem Zugang der neuen Unternehmen die weiter gestiegene Investitionstätigkeit in Sachanlagen. Der Wert für die at-Equity-bewerteten Beteiligungen lag zum 31. Dezember mit 10,9 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR höher als ein Jahr zuvor.

Die kurzfristigen Vermögenwerte nahmen im Stichtagsvergleich um 63,8 Mio. EUR oder 10,0 % auf 699,6 Mio. EUR zu. Dabei stiegen die Vorräte um 9,9 % an. Der Aufbau der Vorräte um 30,5 Mio. EUR geht im Wesentlichen auf die Neuerwerbe und den Vorratsaufbau bei einzelnen Beteiligungen zurück. Der Aufbau der Forderungen um 19,9 Mio. EUR (+11,2 %) ist auf den gestiegenen Umsatz, die neuen Unternehmen und stichtagsbedingte Einzeleffekte zurückzuführen. Die liquiden Mittel stiegen um 8,7 Mio. EUR und befinden sich weiterhin auf einem hohen Niveau.

PASSIVA: EIGENKAPITAL UM 29 MIO. EUR GESTEIGERT

Das Eigenkapital erhöhte sich unter anderem aufgrund des hohen Jahresergebnisses um 4,5 % auf 673,8 Mio. EUR. Der Abfluss der Dividende wurde damit durch die laufenden Ergebnisse überkompensiert. Die Eigenkapitalquote sank im Stichtagsvergleich von 42,4 % auf 40,8 %. Damit bleibt die Eigenkapitalquote weiter über der als Zielgröße festgelegten Untergrenze von 40 %.

Die langfristigen Schulden lagen mit 561,0 Mio. EUR um 10,8% über dem Vorjahreswert. Die langfristigen Finanzschulden stiegen um 49,8 Mio. EUR. Dieser Aufbau geht mit einem Abbau der kurzfristigen Finanzschulden und einem Ausbau der Geschäftstätigkeit einher. Gegenläufig entwickelten sich die langfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten, die um 18,6 Mio. EUR gesunken sind. Der Zugang bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben wurde durch fälligkeitsbedingte Umgliederungen in den kurzfristigen Bereich überkompensiert. Die latenten Steuern stiegen im Wesentlichen aufgrund der Erstkonsolidierung der M+P INTERNATIONAL und PEISELER um 8,3 Mio. EUR an.

Bei den kurzfristigen Schulden ist ein Anstieg von 12,9 % zu verzeichnen. Dies entspricht 47,7 Mio. EUR. Die kurzfristigen Finanzschulden konnten dabei erfreulicherweise um 18,7 Mio. EUR auf 95,3 Mio. EUR zurückgeführt werden. Erhöht hingegen sind in Folge des Umsatzwachstums die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+10,8 Mio. EUR) und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (+46,6 Mio. EUR). Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf fälligkeitsbedingte Umgliederungen bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten in den kurzfristigen Bereich, neue Kaufpreisverbindlichkeiten und erhöhte Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo zurückzuführen.

WORKING CAPITAL (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ
31.12.2017 31.12.2016 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Vorräte 339,2 308,7 30,5 9,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 197,5 177,6 19,9 11,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -66,2 -55,4 -10,8 19,5
Erhaltene Anzahlungen -18,6 -20,5 1,9 -9,3
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo -49,0 -37,9 -11,1 29,3
Working Capital 402,9 372,5 30,4 8,2

Das Working Capital ermittelt INDUS aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen und der Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo. Zum 31. Dezember 2017 lag das Working Capital bei 402,9 Mio. EUR. Es erhöhte sich damit relativ zum Vorjahresstichtag um 8,2 %. Bezogen auf die Gesamtleistung ging es erfreulicherweise von 25,1% im Vorjahr auf 24,2% im Berichtsjahr zurück.

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ
31.12.2017 31.12.2016 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Langfristige Finanzschulden 439,5 389,8 49,7 12,8
Kurzfristige Finanzschulden 95,3 114,0 -18,7 -16,4
Liquide Mittel -135,9 -127,2 -8,7 6,8
Nettofinanzverbindlichkeiten 398,9 376,6 22,3 5,9

Die Nettoverschuldung berechnet INDUS aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden zu den liquiden Mitteln. Zum 31. Dezember 2017 betrug sie 398,9 Mio. EUR, was gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahrs einem Anstieg von 5,9 % entspricht. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt 59 % (Vorjahr 58 %). Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA beträgt 1,9 (Vorjahr: 1,9). Damit liegt die Entschuldungsdauer weiterhin unterhalb des Zielkorridors von 2 bis 2,5 Jahren.

INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ 2017 zu 2016
2017 2016 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- --- ---
Investitionen 111,4 103,9 107,3 7,5 7,2
davon in:
Unternehmenserwerbe 32,4 29,9 34,3 2,5 8,4
At-Equity-Beteiligungen 0,0 4,0 0,0 -4,0
Immaterielle Vermögenswerte 7,7 10,3 8,7 -2,6 -25,2
Sachanlagen 71,3 59,7 64,3 11,6 19,4
davon in:
Grundstücke und Gebäude 7,2 3,3 15,2 3,9 >100
Technische Anlagen und Maschinen 20,5 24,5 19,0 -4,0 -16,3
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18,7 17,3 16,0 1,4 8,1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24,9 14,6 14,1 10,3 70,5
Abschreibungen -62,4 -56,0 -50,1 -6,4 11,4

Die Investitionen lagen im Berichtsjahr um gute 7,2 % über dem Vorjahr und erreichten 111,4 Mio. EUR. Dabei entfielen 32,4 Mio. EUR auf Unternehmenserwerbe (+8,4%), 71,3 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen (+19,4 %) sowie 7,7 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (-25,2 %). Die Investitionen in Unternehmenserwerbe bewegten sich auf dem hohen Niveau der vorausgegangenen Jahre. Im aktuellen Jahr wurden zwei Wachstumsbeteiligungen erworben.

Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten weiterhin Investitionen in Sachanlagen. Die durch die Beteiligungsunternehmen eingesetzten Mittel sollen Wertschöpfungsprozesse verbessern und helfen, die Wettbewerbsposition der Unternehmen zu stärken. In den Investitionsprojekten sind verschiedenste Einzelmaßnahmen enthalten.

Im Bereich der Investitionen in Grundstücke und Gebäude sind insbesondere ein neues Produktionsgebäude für MIKROP in Serbien (1,1Mio. EUR) und eine Gebäudeerweiterung bei RÜBSAMEN (1,2 Mio. EUR) zu nennen.

Größere einzelne Investitionen in technische Anlagen waren 2017 bei OBUK die Anschaffung einer Maschine für Pulverbeschichtung (2,1 Mio. EUR), eine Lötstraße mit Anlassanlage bei BETEK (1,6 Mio. EUR), Maschinen für die Serienfertigung bei SELZER (2,2 Mio. EUR) und ein automatisches Teilelager bei OFA (1,3 Mio. EUR).

Die geleisteten Anzahlungen stiegen deutlich um 10,3 Mio. EUR auf 24,9 Mio. EUR an. Sie betrafen unter anderem den Neubau einer Heizschlauchproduktion und eines Verwaltungsgebäudes bei ELTHERM (3,3 Mio. EUR). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte verzeichneten mit 7,7 Mio. EUR einen Rückgang um 2,6 Mio. EUR.

Die Abschreibungen stiegen aufgrund der weiterhin hohen Investitionstätigkeit planmäßig um 11,4 % auf -62,4 Mio. EUR.

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DER AG

Der Jahresabschluss der INDUS Holding AG wird nach HGB aufgestellt und ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss liegt separat vor.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER INDUS HOLDING AG (IN MIO. EUR)

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DIFFERENZ 2017 zu 2016
2017 2016 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- --- ---
Umsatz 5,6 5,3 6,3 0,3 5,7
Sonstige betriebliche Erträge 2,2 4,5 5,3 -2,3 -51,1
Personalaufwand -6,0 -5,7 -6,0 -0,3 5,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12,7 -7,3 -6,1 -5,4 74,0
Erträge aus Beteiligungen 74,5 67,7 55,4 6,8 10,0
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 49,8 46,5 43,7 3,3 7,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6,6 7,4 10,4 -0,8 -10,8
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -0,5 -0,5 -0,6 0,0 0,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen -12,7 -12,5 -5,0 -0,2 1,6
Aufwendungen aus Verlustübernahme -5,8 -9,5 -12,6 3,7 -38,9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11,9 -12,5 -14,3 0,6 -4,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 89,1 83,4 76,5 5,7 6,8
Steuern -7,3 -8,4 -8,1 1,1 -13,1
Jahresüberschuss 81,8 75,0 68,4 6,8 9,1
Gewinnvortrag 1,7 2,2 1,7 -0,5 -22,7
Bilanzgewinn 83,5 77,2 70,1 6,3 8,2

Das Ergebnis der INDUS Holding AG ist im Wesentlichen durch Erträge aus Beteiligungen und Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens bestimmt.

Die Umsatzerlöse umfassen von der Gesellschaft in Ihrer Aufgabe als vermögensverwaltende Holding erbrachte Dienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften. Diese lagen mit 5,6 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen vor allem aufgrund geringerer Erträge aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen (- 2,0 Mio. EUR) von 4,5 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR zurück. Der Personalaufwand stieg von 5,7 Mio. EUR im Jahr 2016 auf 6,0 Mio. EUR im Berichtsjahr leicht an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 5,4 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR an. Im Berichtsjahr sind insbesondere höhere Währungsverluste sowie höhere Rechts- und Beratungsaufwendungen angefallen.

Die Erträge aus Beteiligungen stiegen abermals aufgrund der guten Ergebnisse in den Tochterunternehmen an. Im Vorjahr betrugen diese 67,7 Mio. EUR. Im Berichtsjahr konnten von den Beteiligungen Erträge in Höhe von 74,5 Mio. EUR vereinnahmt werden. Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens stiegen um 3,3 Mio. EUR an und erreichten 49,8 Mio. EUR. Die Zinserträge lagen mit 6,6 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau in Höhe von 7,4 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit 0,5 Mio. EUR unverändert zum Vorjahr. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen Wertminderungen, die sich infolge der Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte ergaben. Im Berichtsjahr wurden 12,7 Mio. EUR Beteiligungsbuchwerte an Tochtergesellschaften aus dem Bereich Metalltechnik abgeschrieben. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme konnten hingegen von 9,5 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR gesenkt werden und betreffen u.a. Verluste aus Repositionierungen im Bereich Fahrzeugtechnik. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 11,9 Mio. EUR lagen um 0,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert.

Insgesamt verbesserte sich damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 89,1 Mio. EUR. Die Steuern des Geschäftsjahres betragen 7,3 Mio. EUR und liegen um 1,1 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss konnte damit um 6,8 Mio. EUR auf 81,8 Mio. EUR gesteigert werden.

Bilanz

DER INDUS HOLDING AG (IN MIO. EUR)

AKTIVA

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31.12.2017 31.12.2016
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,1 0,2
Sachanlagen 6,0 4,0
Finanzanlagen 1.125,4 1.046,7
Anlagevermögen 1.131,5 1.050,9
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 313,0 287,4
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6,0 21,6
Umlaufvermögen 319,0 309,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,3
Bilanzsumme 1.450,8 1.360,2
PASSIVA
Eigenkapital 855,6 806,9
Rückstellungen 5,3 5,5
Verbindlichkeiten 546,3 503,7
Passive latente Steuern 43,6 44,1
Bilanzsumme 1.450,8 1.360,2

Die Bilanz der Holding ist auf der Aktivseite geprägt durch die Buchwerte der Beteiligungen sowie lang- und kurzfristige Ausleihungen an die Beteiligungen. Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG hat sich insbesondere aufgrund der Unternehmenszukäufe von M+P INTERNATIONAL und PEISELER, aber auch durch zusätzliche Finanzierung der erhöhten Geschäftsvolumen bei Tochtergesellschaften um 6,7 % erhöht und beträgt zum 31. Dezember 2017 1.450,8 Mio. EUR. Das Finanzanlagevermögen stieg demzufolge um 78,7 Mio. EUR an.

Das Umlaufvermögen stieg um 10,0 Mio. EUR auf 319,0 Mio. EUR an. Dies ist auf erhöhte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (+ 25,6 Mio. EUR) zurückzuführen. Die liquiden Mittel sanken um 15,6 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR.

Das Eigenkapital der INDUS Holding AG konnte im Berichtszeitraum um 48,7 Mio. EUR auf 855,6 Mio. EUR gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2017 beträgt 59,0 % und liegt nur geringfügig unterhalb der Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2016 (59,3%). Die Verbindlichkeiten sind mit 546,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 um 42,6 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember 2016. Dies betrifft die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

INDUS beschäftigte zum 31. Dezember 2017 insgesamt 30 Mitarbeiter ohne Vorstand (Vorjahr: 26 Mitarbeiter).

WEITERE RECHTLICHE ANGABEN

VERGÜTUNGSBERICHT

VORBEMERKUNGEN

Der Vergütungsbericht beschreibt die Grundsätze des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands der INDUS Holding AG und erläutert die Struktur sowie die Höhe der individuellen Vorstandseinkommen. Ferner enthält der Vergütungsbericht Angaben zu den Grundsätzen und der Höhe der Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats.

Der Vergütungsbericht berücksichtigt in seiner Berichterstattung die geltenden Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS 17), der Gesetze über die Offenlegung und Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG, VorstOG) sowie die Grundsätze des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde 2009 überprüft und auf der Hauptversammlung 2010 vorgestellt. Das Vergütungssystem besteht gesetzeskonform aus drei Elementen: Festgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive. Die variablen Anteile machen zusammen mehr als 40 % der Bezüge aus; Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage und kurzfristig variable Elemente sind angemessen gewichtet. Für das Geschäftsjahr 2016 wurde erstmals eine Nachhaltigkeitskomponente eingeführt.

Der Short Term Incentive bemisst sich am Ergebnis vor Steuern und Zinsen des Konzerns (Konzern-EBIT vor Wertminderung für einen Geschäfts- oder Firmenwert). Die Zielmarke wird jährlich im Rahmen der Unternehmensplanung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Bei einer 100%igen Zielerreichung entspricht der Bonusfaktor ebenfalls 100%. Liegt die Zielerreichung unter 50%, ergibt sich für den Bonusfaktor ein Wert von 0. Bei einer Zielerreichung zwischen 50 % und 125% beträgt der Bonusfaktor das Zweifache der über 50 % hinausgehenden Zielerreichung. Ab einer Zielerreichung von über 125% besteht ein Cap (maximale Obergrenze).

Der Long Term Incentive besteht aus sogenannten virtuellen Aktienoptionen (SAR, Stock Appreciation Rights). Dazu wird zum Ausgabezeitpunkt ein Basispreis der Wertsteigerungsrechte festgestellt. Auf Basis des vertraglich vereinbarten Zielwertes ergibt sich die Anzahl der virtuellen Aktienoptionen. Eine Auszahlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs im Ausübungszeitraum über diesem Basispreis liegt und definierte Erfolgshürden erreicht wurden (Mindestkurssteigerung von 12 %). Der frühestmögliche Zeitpunkt der Auszahlung wird von einer Sperrfrist (4 Jahre) abhängig gemacht; es besteht eine Obergrenze (Cap) bei Erreichen von 200 % des Zielbonus. Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis zum Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Die Optionen sind ab ihrer Gewährung unverfallbar.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden 42.887 SAR (Vorjahr: 40.241) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 298 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR). Der ermittelte beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.978 TEUR (Vorjahr: 1.974 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 564 TEUR (Vorjahr: 567 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit dem Optionspreismodell von Black/Scholes und einer angemessenen Volatilität für INDUS sowie einem risikolosen Zinssatz unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche. Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen einheitlichen Mustertabellen.

Die Nebenleistungen beinhalten die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile, im Wesentlichen die Gewährung von Dienstwagen. Durch Gehaltsumwandlung wurden von einem ehemaligen Vorstandsmitglied Altersversorgungsansprüche erworben; sie sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt.

Gemäß der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die maximale Vergütung für den Vorstand kann der Tabelle "Gewährte Zuwendungen" entnommen werden.

VORSTANDSBEZÜGE - GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN (IN TEUR)

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JÜRGEN ABROMEIT VORSTANDSVORSITZENDER (SEIT 2012; SEIT 2008 VORSTAND) AXEL MEYER VORSTAND (SEIT 2017)
2016 2017 2017 (MIN.) 2017 (MAX.) 2016 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 550 625 625 625 0 85
Nebenleistungen 20 17 17 17 0 7
Summe 570 642 642 642 0 92
Einjährige variable Vergütung 270 270 0 405 0 43
Mehrjährige variable Vergütung
Tranche 2016 1)2 140 0 0 0 0 0
Tranche 20172) 0 140 0 280 0 18
Summe 410 410 0 685 0 61
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 980 1.052 642 1.327 0 153

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AXEL MEYER VORSTAND (SEIT 2017) DR. JOHANNES SCHMIDT VORSTAND (SEIT 2006)
2017 (MIN.) 2017 (MAX.) 2016 2017 2017 (MIN.) 2017 (MAX.)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 85 85 370 387 387 387
Nebenleistungen 7 7 18 17 17 17
Summe 92 92 388 404 404 404
Einjährige variable Vergütung 0 64 170 170 0 255
Mehrjährige variable Vergütung
Tranche 2016 1)2 0 0 70 0 0 0
Tranche 20172) 0 35 0 70 0 140
Summe 0 99 240 240 0 395
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 92 191 628 644 404 799

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RUDOLF WEICHERT VORSTAND (SEIT 2012)
2016 2017 2017 (MIN.) 2017 (MAX)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 340 340 340 340
Nebenleistungen 32 31 31 31
Summe 372 371 371 371
Einjährige variable Vergütung 170 170 0 255
Mehrjährige variable Vergütung
Tranche 2016 1)2 70 0 0 0
Tranche 20172) 0 70 0 140
Summe 240 240 0 395
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 612 611 371 766

1 Tranche 2016: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2016-31.12.2021)

2 Tranche 2017: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2017-31.12.2022)

VORSTANDSBEZÜGE - ZUFLUSS IM BERICHTSJAHR (IN TEUR)

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JÜRGEN ABROMEIT VORSTANDSVORSITZENDER (SEIT 2012; SEIT 2008 VORSTAND) AXEL MEYER VORSTAND (SEIT 2017) DR. JOHANNES SCHMIDT VORSTAND (SEIT 2006) RUDOLF WEICHERT VORSTAND (SEIT 2012)
2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 550 625 0 85 370 387 340 340
Nebenleistungen 20 17 0 7 18 14 32 31
Summe 570 642 0 92 388 401 372 371
Einjährige variable Vergütung 377 398 0 38 240 251 240 251
Mehrjährige variable Vergütung
Tranche 2012 3)4 210 0 0 0 140 0 93 0
Tranche 20134) 0 280 0 0 0 140 0 140
Summe 587 678 0 38 380 391 333 391
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 1.157 1.320 0 130 768 792 705 762

3 Tranche 2012: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2012-31.12.2017)

4 Tranche 2013: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2013-31.12.2018)

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Sitzungen von Ausschüssen, die am gleichen Tag wie Aufsichtsratssitzungen stattfinden, werden für die Ausschussmitglieder nicht eigens vergütet. Auch Beschlussfassungen im Umlaufverfahren führen nicht zu einem Sitzungsgeld. Der Vorsitz beziehungsweise stellvertretende Vorsitz im Nominierungsausschuss und Prüfungsausschuss wird nicht eigens vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschusssitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2017 insgesamt auf 338 TEUR (Vorjahr: 338 TEUR). Vergütungen für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielt kein Aufsichtsratsmitglied (Vorjahr: 0 TEUR). Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommen werden, können den gleichnamigen Kapiteln unter "Weitere Informationen" entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Berichtsjahr folgende Vergütungen:

AUFSICHTSRATVERGÜTUNG (IN TEUR)

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FIXE VERGÜTUNG SITZUNGSGELD GESAMT
2016 2017 2016 2017 2016 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Helmut Späth 60 60 30 30 90 90
Dr. Jürgen Allerkamp 45 45 23 23 68 68
Dr. Ralf Bartsch 30 30 15 15 45 45
Dr. Dorothee Becker 30 30 15 15 45 45
Prof. Dr. Kammerlander 0 15 0 9 0 24
Hans Joachim Selzer 30 15 15 6 45 21
Carl Martin Welcker 30 30 15 15 45 45
Gesamt 225 225 113 113 338 338

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

ANGABEN GEM. HGB §§ 289a ABS. 1 UND 315a ABS. 1: GRUNDKAPITAL, STIMMRECHTE UND ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Das Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2017 insgesamt 63.571.323,62 EUR. Es ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährt jede Stückaktie eine Stimme. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften.

BETEILIGUNGEN VON MEHR ALS 10 %

Nach aktuellen Informationen von INDUS hält die Versicherungskammer Bayern, Versicherungskammer des öffentlichen Rechts, München, zum Stichtag 19,4 % der Aktien.

SONDERRECHTE UND STIMMRECHTSKONTROLLE

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und diese ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

ERNENNUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN

Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den §§ 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder für höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann nach Punkt 5.2 der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN BEI KONTROLLWECHSEL

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändern (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. Im Fall der außerordentlichen Kündigung oder bei Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung. Diese bemisst sich nach der Gesamtvergütung, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Die Abfindung wird für den Zeitraum bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt bzw. im Fall einer Kündigung für höchstens zwei Jahre und den Fall der Abberufung für mindestens zwei Jahre gezahlt.

SATZUNGSÄNDERUNG

Satzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß Punkt 7.12 der Satzung dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß Punkt 4.5 der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AKTIENAUSGABE UND AKTIENRÜCKKAUF

BEDINGTES KAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 11.700.000,04 EUR, eingeteilt in bis zu 4.500.000 auf den Inhaber oder - sofern die Satzung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt - auf den Namen lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen (oder einer Kombination dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die ordentliche Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihrem Wandlungs- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder die aus von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die ordentliche Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegebenen oder garantierten Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (oder einer Kombination dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Wandlungs- bzw. Optionspflicht erfüllen und das Bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen benötigt wird.

Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahrs, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern.

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 31.785.660,51 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014) und dabei einem vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung, auch rückwirkend auf ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, soweit über den Gewinn dieses abgelaufenen Geschäftsjahrs noch kein Beschluss gefasst wurde, zu bestimmen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: zur Vermeidung von Spitzenbeträgen; bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreten und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind; bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs eines Unternehmens, von Unternehmensteilen, einer Beteiligung an einem Unternehmen oder sonstigen wesentlichen Betriebsmitteln; sowie um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten zum Ausgleich von Verwässerungen ein Bezugsrecht in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. Erfüllung dieser Pflichten als Aktionär zustehen würde.

Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebenden und ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten; dabei sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrags, festzulegen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der jeweiligen Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern.

AKTIENRÜCKKAUF

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung wurde mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 3. Juni 2015 wirksam und gilt bis zum 2. Juni 2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie einmal oder mehrmals ausgeübt werden.

Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft entfallen. Die Gesellschaft darf die Ermächtigung nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausnutzen.

Der Erwerb darf nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen:

Erfolgt der Erwerb der eigenen Aktien über die Börse, so darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise im "Xetra"-Handel der Deutschen Börse AG in Frankfurt am Main bzw. in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an drei Tagen vor dem Erwerb oder der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise im "Xetra"-Handel der Deutschen Börse AG in Frankfurt am Main bzw. in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an drei Tagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringerer Stückzahlen bis zu 50 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär sowie eine Rundung nach kaufmännischen Grundsätzen zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien kann vorgesehen werden. Ein etwaiges weitergehendes Andienungsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen.

Der Vorstand wird ermächtigt, die aufgrund der vorliegenden oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, aufgrund einzelner oder mehrerer Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wie folgt zu verwenden:

zur Veräußerung der erworbenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre, soweit dies gegen Sachleistung und zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen (einschließlich der Erhöhung bestehender Beteiligungen) zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen;
zur Veräußerung der erworbenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre gegen Barzahlung, wenn der Kaufpreis den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Diese Ermächtigung beschränkt sich auf insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über diese Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - auf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Veräußerung der Aktien. Das Ermächtigungsvolumen verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer, entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind.

Der Preis, zu dem Aktien gemäß dieser Ermächtigung an Dritte abgegeben werden, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise im ,,Xetra"-Handel der Deutschen Börse AG in Frankfurt am Main bzw. in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Tagen vor Begründung der Verpflichtung zur Veräußerung bzw. dem Tag der Börseneinführung nicht um mehr als 5 % unterschreiten;

zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen, soweit sie zur Bedienung von Arbeitnehmern und Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft oder Arbeitnehmern und Mitgliedern der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen eingeräumten Options- bzw. Erwerbsrechten oder Erwerbspflichten auf Aktien der Gesellschaft verwendet werden sollen;
zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Wertpapierdarlehen/Wertpapierleihen, die zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen entsprechend vorstehendem Absatz aufgenommen wurden;
zur Erfüllung von Umtauschrechten oder -pflichten aus von der Gesellschaft oder von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen begebenen Wandel-, Options- und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder Zertifikaten; und/oder zur Gewährung eines Bezugsrechts auf eigene Aktien für Inhaber oder Gläubiger der von der Gesellschaft oder ihren Konzerngesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen in dem Umfang, wie es ihnen nach Ausübung der ihnen eingeräumten Options- oder Wandlungsrechte als Aktionär zustehen würde und nach näherer Maßgabe der Anleihe- bzw. Optionsbedingungen zum Zwecke des Verwässerungsschutzes angeboten werden kann;
für Spitzenbeträge im Fall der Veräußerung eigener Aktien im Rahmen eines Verkaufsangebots an alle Aktionäre.

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, alle oder einen Teil der eigenen Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Die eigenen Aktien können auch nach § 237 Absatz 3 Nr. 3 AktG im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des auf eine Aktie entfallenden anteiligen Betrags des Grundkapitals eingezogen werden. Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

CHANCEN UND RISIKEN

INDUS betreibt ein professionelles Chancen- und Risikomanagement. Es unterstützt die Führung von INDUS dabei, die Unternehmensziele zu erreichen. Zentrale Aufgabe des Systems ist es, Chancen frühzeitig zu erkennen und nach angemessener Chancen-Risiko-Abwägung nutzen zu können. Gleichzeitig soll es sicherstellen, dass das Unternehmen bei Eintritt ungeplanter Ereignisse angemessen und sicher reagieren kann.

CHANCENMANAGEMENT

IDENTIFIZIERUNG VON POTENZIALEN IM STRATEGISCHEN DIALOG UND MARKTBEOBACHTUNG

INDUS fördert und unterstützt die unternehmerischen Potenziale in der Gruppe. Dazu nutzt der Vorstand unter anderem das Instrument des "Strategischen Dialogs" mit den Geschäftsführungen. Im Rahmen der Begleitung der Beteiligungen erörtert der Vorstand mindestens einmal pro Jahr gemeinsam mit den jeweiligen Geschäftsführungen die Markt- und Techniktrends. Dabei diskutieren die Beteiligten "Auf Augenhöhe" insbesondere über die Chancen, die sich für die jeweilige Beteiligung daraus ergeben.

Auch beteiligungsunabhängig setzt sich der Vorstand laufend mit den Möglichkeiten der strategischen Weiterentwicklung der Gruppe auseinander. Dazu beschäftigt er sich im Besonderen mit den globalen Wachstumstreibern wie Digitalisierung, Mobilität, Infrastruktur, Gesundheit und Sicherheit. Der Vorstand geht davon aus, dass sich auf diesen Feldern für die Gruppenunternehmen besondere Entwicklungschancen und für die Holding attraktive Zukaufchancen ergeben werden.

AUSWERTUNG DER REGELMÄSSIGEN INFORMATIONSFLÜSSE

Unabhängig vom strategischen Austausch des Vorstands mit den Geschäftsführungen erfassen alle Unternehmen in ihrer operativen Planung und im monatlichen Informationsaustausch Chancen und Risiken, um die aktuelle Ergebnis- und Liquiditätssituation der einzelnen Geschäfte noch besser einschätzen und beurteilen zu können. Daraus erwachsen den Gesellschaften im gegebenen Fall auch kurzfristig ergriffene Maßnahmen, mit denen die Chancen erschlossen werden.

SUCHE NACH STRATEGISCHEN ERGÄNZUNGEN

Die Holding unterstützt die Beteiligungen bei der Erschließung der Chancen durch Beratung und das Bereitstellen von Finanzmitteln, zum Beispiel für strategische Ergänzungen auf Gesellschaftsebene. Die Chancen aus den potenziellen Zukäufen werden durch die jeweils verantwortliche Geschäftsführung im Dialog mit den Vorstandsmitgliedern beurteilt.

Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern vor Ort analysiert und erschlossen. Grundlage hierfür sind Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedliche Entwicklungsszenarien zu entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren.

SYSTEMATISCHES INNOVATIONSMANAGEMENT IN DEN BETEILIGUNGEN

Chancen ergeben sich für die Gruppenunternehmen insbesondere durch die regelmäßige Entwicklung neuer Produkte. Innovationen helfen den Unternehmen, ihre Marktstellung in ihren Nischenmärkten zu behaupten und auszubauen. Die Beteiligungen analysieren im Dialog mit ihren Kunden und Lieferanten, welche neuen Einsatzmöglichkeiten sich kurz-, mittel- und langfristig für ihre Technologien eröffnen. Wichtiger Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts sind dabei die Produktinnovationen der Kunden selbst. Häufig erfordern neue Produkte auch innovative Produktionsprozesse, bei denen die Beteiligungen ihr Wissen einbringen können.

FÖRDERUNG DES CHANCENMANAGEMENTS AUS DER HOLDING HERAUS

INDUS unterstützt und berät das Chancenmanagement der Beteiligungsunternehmen und bietet Lösungsmöglichkeiten an, auf die die Beteiligungsgesellschaften individuell zugreifen können. Eine detaillierte Darstellung dieser Fördermaßnahmen findet sich im Kapitel Entwicklung und Innovation.

ERLÄUTERUNG DER CHANCEN

STRATEGISCHE CHANCEN FÜR DIE GRUPPE

Die Geschäftspolitik von INDUS ist darauf ausgerichtet, den Wert des Portfolios zu steigern. Die wesentlichen strategischen Chancen ergeben sich daher aus dem Erwerb, dem Halten und der Finanzierung von Entwicklungsmöglichkeiten der Beteiligungen. Damit kommt den M&A-Aktivitäten von INDUS eine zentrale Bedeutung zu. Um Akquisitionschancen systematisch zu nutzen, hat INDUS in ihrem Strategieprogramm KOMPASS 2020 Zielmärkte definiert, in denen durch aktive Suche potenzielle neue Beteiligungen gefunden werden sollen. Das Investitionsteam der INDUS Holding AG identifiziert dazu permanent potenzielle Zielunternehmen und analysiert sie sorgfältig. Zusätzlich zu ihren fünf Segmentmärkten untersucht INDUS verstärkt die Bereiche Infrastruktur, Verkehr und Logistik, Energie- und Umwelttechnik, Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik sowie den Bereich Sicherheitstechnik, um weitere interessante Akquisitionsmöglichkeiten zu finden.

Zur Wahrnehmung dieser Chancen setzt INDUS sowohl auf einen kontinuierlichen Ausbau ihres Netzwerks als auch verstärkt auf externe Branchenexperten, da der Markt für mittelständische Unternehmen in der Umsatzgrößenklasse <100 Mio. EUR Jahresumsatz sehr diversifiziert ist; diese Berater arbeiten exklusiv für INDUS und identifizieren passende Portfolioergänzungen nach einem klaren Anforderungsprofil.

INDUS sieht sich aufgrund ihrer Positionierung als langjährige Käuferin von mittelständischen Hidden Champions in einer besonderen Marktposition. Da INDUS Unternehmen erwirbt, um sie langfristig zu erhalten und in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung zu unterstützen, und nicht, um sie zu veräußern, verfügt die Gesellschaft über einen ausgezeichneten Ruf in der mittelständischen Industrie. Potenzielle Verkäufer wenden sich oftmals exklusiv an INDUS, um ihr Unternehmen in eine zukunftsfeste Nachfolge zu überführen.

Aufgrund der langjährig gewachsenen Erfolgsgeschichte, des stetigen Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzierungspolitik verfügt INDUS jederzeit bankenunabhängig über die erforderlichen Finanzierungsmittel zum Kauf neuer Unternehmen. Dies und ein bewährter und zügiger Akquisitionsablauf versetzt die Gruppe in die Lage, sich im Akquisitionsmarkt bietende Chancen effektiv zu nutzen und Verkaufsverhandlungen ohne die Beteiligung Dritter in wenigen Wochen abzuschließen.

OPERATIVE CHANCEN DER BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Die Unternehmen im INDUS-Portfolio profitieren in erster Linie von einer positiven Entwicklung der Gesamtkonjunktur in der produzierenden Industrie. Wesentliche Wachstumsimpulse dürften, trotz politischer Unsicherheiten, aktueller Schwächen in Teilen Asiens und einigen Schwellenländern, künftig hauptsächlich China, die USA und die Schwellenländer liefern. Die globale Präsenz der Unternehmen im INDUS-Portfolio bzw. deren Verstärkung tragen zur Nutzung dieser Chancen in den relevanten Märkten bei. Dabei gehen die Unternehmen teilweise bei der Erschließung neuer regionaler Märkte auch gemeinsam vor.

Die Hidden Champions in der INDUS-Gruppe verfügen über eine hohe Entwicklungskompetenz. Die Zukunftsthemen Umweltschutz und Energieeffizienz sind in allen industriellen Branchen relevant. Energiepreise und Umweltstandards werden langfristig weiter steigen. Daher erwartet INDUS verstärkte Investitionen in nachhaltige und energiesparende Produktionsprozesse. Hier sieht INDUS derzeit insbesondere für die Unternehmen aus den Segmenten Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik nutzbare Chancen.

Das Segment Bau/Infrastruktur wird sowohl kurz- als auch mittelfristig von der starken inländischen Baunachfrage profitieren, ausgelöst durch Inflationsängste, die vermehrte Investitionsneigung in Immobilieneigentum und verstärkter öffentlicher Investitionen in Infrastruktur.

Für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sieht INDUS mittel- und langfristig kontinuierlich gute Wachstumschancen aufgrund der demografischen Entwicklung und des anhaltend hohen Bedarfs an Medizin- und Gesundheitstechnik und deren Anwendungen.

Aufgrund der geopolitischen Entwicklung sowie den Folgen der zunehmenden Mobilität und des weltweiten Austausches von Gütern und Informationen entsteht ein wachsender Bedarf an Lösungen im Bereich Sicherheitstechnik.

RISIKOMANAGEMENT

STRUKTUR UND INSTRUMENTE

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können. Dieses Risikomanagementsystem setzt auf die individuellen und eigenständigen Risikomanagementsysteme der Beteiligungen in enger Abstimmung mit dem Gesellschafter INDUS auf.

Das Risikomanagementsystem ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden. Die Verantwortung für die Gestaltung des Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand, der ein aktives Management der Risiken sicherstellt. Das Risikomanagementsystem der INDUS Holding AG ist im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft dokumentiert.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken systematisch zu identifizieren, zu inventarisieren, zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Vorstand überprüft und überarbeitet dazu im regelmäßigen Turnus sowie anlassbezogen das Risikokataster der Gesellschaft. Auf dieser Basis werden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung definiert, dokumentiert und deren Wirksamkeit ebenfalls mit dem Risikokataster überwacht. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert.

Die Struktur und die Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen vom Vorstand überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung fließen dann in die systematische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein. Die unterjährige Überwachung der Risikolage, die Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie eingeleitete Maßnahmen zu seiner Verbesserung werden einmal jährlich im Risikomanagement-Jahresbericht der Gesellschaft dokumentiert.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

(BERICHT GEMÄß §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4HGB)

Umfang und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) der INDUS Holding AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des IKS. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS bei den Beteiligungsgesellschaften wird zudem durch die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften geprüft. Für die INDUS Holding AG selbst obliegt die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS direkt dem Vorstand.

Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das IKS ist so gestaltet, dass der Konzernabschluss der INDUS Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Die Struktur des IKS bietet eine möglichst hohe Sicherheit in Bezug auf die Zielerreichung. Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann das IKS dennoch keine absolute Sicherheit dahingehend liefern, dass Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Die Prozesse zur Konzernrechnungslegung (im Folgenden verkürzt "Rechnungslegung") und Lageberichterstellung werden von den zuständigen Mitarbeitern im Controlling der INDUS Holding AG gesteuert. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden hinsichtlich ihrer Relevanz und Auswirkungen für die Rechnungslegung geprüft. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rechnungslegungsprozesse werden in zentral verfügbaren Verfahrensanweisungen und in den bei der Rechnungslegung verwendeten Systemen abgebildet. Die jeweils aktuelle Konzern-Bilanzierungsrichtlinie wird an alle mit der Rechnungslegung befassten Mitarbeiter der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften kommuniziert. Zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender bilden diese Elemente die Basis für den Abschlusserstellungsprozess.

Die Beteiligungsgesellschaften erstellen ihre Abschlüsse für Konsolidierungszwecke ("Reporting Packages") gemäß den Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie. Die Reporting- und Konsolidierungsprozesse erfolgen für alle Beteiligungsgesellschaften über ein einheitliches IT-System, das zentral von der INDUS Holding AG zur Verfügung gestellt wird. Verfahrensanweisungen und standardisierte Meldeformate unterstützen dabei den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Teilweise werden zusätzlich externe Dienstleister, z.B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, beauftragt.

Zur Vermeidung von Risiken im Rechnungslegungsprozess umfasst das IKS präventive und aufdeckende interne Kontrollen. Dazu gehören insbesondere IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. Diese Kontrollen und Instrumente werden fortlaufend weiterentwickelt, um auch künftige Risiken ausschließen zu können, wenn Schwachstellen identifiziert wurden.

Das Controlling der INDUS Holding AG stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass die Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Beteiligungsgesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.

Der Vorstand der INDUS Holding AG und die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die gültigen Richtlinien und Verfahren zum Rechnungslegungsprozess eingehalten werden. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher.

ERLÄUTERUNG DER EINZELRISIKEN

Die Beteiligungsgesellschaften und die INDUS Holding AG identifizieren und bewerten Risiken zunächst im Rahmen eines Bottom-up Ansatzes dezentral. Dieser Prozess wird durch den Risikobeauftragten der INDUS Holding AG unterstützt. Die Risiken werden anhand der möglichen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bezieht sich auf den Prognosezeitraum. Die Gesamtbeurteilung der Risikolage des Konzerns umfasst die Aggregation der Einzelrisiken je Risikokategorie. Zur Darstellung der möglichen Auswirkung aus Konzernsicht wurde auf die Summe der Erwartungswerte der Bruttorisiken, d.h. zunächst ohne Berücksichtigung implementierter risikominimierender Maßnahmen, abgestellt.

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UNTERNEHMENSRISIKEN (NACH EINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS) MÖGLICHE FINANZIELLE AUSWIRKUNG (Erwartungswert der Bruttorisiken) RISIKOLAGE FÜR 2018 IM VERGLEICH ZUM VORJAHR
Umfeld- und Branchenrisiken bedeutsam gleich
Unternehmensstrategische Risiken bedeutsam gleich
Leistungswirtschaftliche Risiken bedeutsam gleich
Personalrisiken gering angestiegen
Informationstechnische Risiken bedeutsam gleich
Finanzwirtschaftliche Risiken gering gleich
Rechtliche Risiken bedeutsam gleich
Sonstige Risiken gering gleich
Ausprägung der möglichen finanziellen Auswirkung auf das Konzernergebnis oder Konzern-EBIT: gering (<5 Mio. EUR), bedeutsam (von 5 bis 20 Mio. EUR), kritisch (>20 Mio. EUR)

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Gesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS eine überproportionale Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische werden sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko ist von Natur aus nicht zu vermeiden.

INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. Derzeit werden 50 % der Gesamtumsätze im Inland erzielt (Vorjahr: 51%). Somit ist die Entwicklung des Konzerns noch stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist in den vergangenen Jahren aufgrund des strategischen Ausbaus des internationalen Geschäfts stark gesunken. Diese regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS. Im Zuge der weiteren Internationalisierung wird die Fokussierung auf das Inland sukzessive abnehmen.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Unternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller neuer Portfoliounternehmen und der Entwicklung des Beteiligungsportfolios ab. Um Risiken auf dem Feld "unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Führungsgesellschaft auf eine umfangreiche Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene Analysen. Diese eigenen Analysen werden zudem einer externen, unabhängigen Begutachtung unterzogen. Die Entscheidung für eine Neuakquisition wird nach intensiver Prüfung und durch einstimmigen Beschluss des Vorstands getroffen.

Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der strategischen Positionierung der Beteiligungsunternehmen begegnet INDUS durch eigene intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen und regelmäßige Informationsgespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Beteiligungsunternehmen stellen monatlich Daten über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage zur Verfügung. Ihre kurz- und mittelfristigen Planungen werden auf Ebene der Führungsgesellschaft aggregiert. Dies gewährleistet, dass INDUS als Eigentümerin stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns hat.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Neben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Beteiligungsunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken. Dazu zählen insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken.

Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Beschaffungsrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Grundsätzlich sind die Unternehmen bestrebt, die Lieferung von wichtigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen durch langfristige Kontrakte abzusichern. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften daher nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken reagieren. Zusätzlich begrenzen die Beteiligungsunternehmen, wo notwendig, mit dem Abschluss von Rohstoffsicherungen das Risiko. Produktions- und Absatzrisiken sind aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. INDUS analysiert dazu regelmäßig die Kundenstruktur in der Gruppe; es existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von mehr als 10 % am Umsatz erreichen.

Auch aufgrund von Tarifabschlüssen ergeben sich weitere leistungswirtschaftliche Risiken, da die Belastungen oft nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden können, sondern durch Produktivitätserhöhungen kompensiert werden müssen.

PERSONALRISIKEN

Der langfristige Erfolg von INDUS hängt maßgeblich vom Wissen und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung. Die Mitarbeiter schätzen die positive Unternehmenskultur. Ausdruck dieser Wertschätzung ist eine geringe Fluktuation. Die Gesamtheit aller Maßnahmen macht die Gesellschaft zu einem attraktiven Arbeitgeber, so dass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird.

Die Unternehmen der INDUS-Gruppe betreiben ihre Personalarbeit eigenständig; sie sind in vielen Branchen und Regionen angesiedelt, sodass die Risiken der Personalbeschaffung und Personalentwicklung breit gestreut sind. Im Rahmen ihrer Berichte an INDUS erfassen sie monatlich ihre personellen Kapazitäten und planen Reserven, um Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten nutzen zu können. Qualifizierte Beschäftigte sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die jeweilige Beteiligung. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der aktuellen sehr guten Beschäftigungslage ist das Risiko des Fachkräftemangels angestiegen. Die Beteiligungen begegnen diesem Risiko durch Anstrengungen im Bereich Aus - und Weiterbildung sowie Maßnahmen zum "Employer-Branding".

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet die Gesellschaft mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten.

Die Unternehmen der Gruppe sind in zunehmendem Maße von der Funktionalität und Stabilität der verschiedenen individuellen IT-Systeme abhängig. Störungen oder Ausfälle würden unmittelbar zu finanziellen Belastungen führen. Weitere Risiken bestehen im Verlust von Daten bzw. Know-how und Datenmanipulationen. Die Unternehmen der Gruppe setzen je nach individueller Risikolage verschiedene Instrumente zur Risikosteuerung ein. Dies reicht von Notfall- und Datensicherungsprozessen, Einsatz moderner Antiviren und Firewall Soft- und Hardware, Zugriffs- und Zutrittskontrollen und weitere präventive Schutzmaßnahmen wie Sensibilisierung der Mitarbeiter und Schulungen. Maßnahmen zur Prävention, Aufdeckung und Behandlung von Cyber-Angriffen bleiben hoch relevant.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko sowie das Ausfallrisiko. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation unterstützt INDUS die Beteiligungsgesellschaften bei der Finanzierung und stellt bei Bedarf Finanzmittel zur Verfügung. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Führungsgesellschaft sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Führungsgesellschaft über entsprechende Liquiditätsreserven.

Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf neun Kernbanken, verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, sodass aus heutiger Sicht bankenseitige Ausfallrisiken begrenzt sind. Das größte Einzelobligo liegt bei rund 10 %. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt durch eine revolvierende, langfristige Mittelaufnahme der Führungsgesellschaft. Kreditbesicherungen bestehen nicht. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung; letztere wird teilweise per Zinsswaps besichert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die damit fast vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken während der Laufzeit keine Auswirkungen auf die Ertragslage, da sich die Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2017 insgesamt 290,5 Mio. EUR (Vorjahr: 99,7 Mio. EUR).

Das debitorenseitige Ausfallrisiko ist durch das diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Zudem unterhalten die Beteiligungen selbst wirksame Systeme zur Überwachung der Debitorenrisiken, schließen nach eigenem Ermessen Warenkreditversicherungen ab und berichten der Führungsgesellschaft monatlich über etwaige Risiken.

Aufgrund der internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften bestehen Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2017 insgesamt 13,4 Mio. EUR (Vorjahr: 27,0 Mio. EUR); es lag im Wesentlichen bei den Beteiligungen. Weitere Erläuterungen zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter den Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten.

RECHTLICHE RISIKEN

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Vertrags- und Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Vonseiten der Führungsgesellschaft werden die Unternehmen im Segment Fahrzeugtechnik durch ein entsprechendes Beratungsangebot zum Vertragsmanagement unterstützt. Zur ausreichenden Risikovorsorge wurden 2017 Rückstellungen in Höhe von 74,8 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 67,8 Mio. EUR). In den Rückstellungen sind Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen, geschätzte Werte für erwartete Rechnungen sowie Rückstellungen für Kosten der Belegschaft und übrige Rückstellungen enthalten.

Rechtliche Risiken können sich aus Ansprüchen und Klagen gegen Beteiligungsunternehmen sowie behördlichen Verfahren ergeben. Geltend gemachte Ansprüche Dritter prüfen INDUS bzw. die Beteiligung eigenständig und sorgfältig auf ihre Begründetheit. Gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten werden bei Bedarf von externen Anwälten begleitet. Die in diesem Bereich identifizierten Einzelrisiken sind gering oder mittel ausgeprägt. INDUS bildet Rückstellungen, sofern Zahlungsverpflichtungen als wahrscheinlich angesehen werden und die jeweilige Höhe zuverlässig geschätzt werden kann.

NACHHALTIGKEITSRISIKEN UND SONSTIGE RISIKEN

Im Rahmen der nichtfinanziellen Erklärung berichtet INDUS über Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen, den Produkten und Dienstleistungen des Konzerns verknüpft sind und sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die berichtspflichtigen Aspekte (Umwelt- , Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung) haben werden. Im Geschäftsjahr sind keine berichtspflichtigen Einzelrisiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten identifiziert worden.

Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Firmenwerte in Höhe von 428,6 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 408,7 Mio. EUR). Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen werden. Sollten dabei Wertminderungen festgestellt werden, sind die entsprechenden Firmenwerte außerplanmäßig abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr: 0 Mio. EUR).

GESAMTEINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS

KEINE BESTANDSGEFÄHRDENDEN RISIKEN ERKENNBAR, CHANCE AUF ORGANISCHES WACHSTUM PLUS WACHSTUM DURCH AKQUISITIONEN FÜR 2018

Im Geschäftsjahr 2017 hat INDUS ihre langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie fortgesetzt. Die weiterhin sehr gute Liquiditätssituation wurde genutzt, um zwei direkte Beteiligungen zu erwerben. Für 2018 strebt INDUS weitere Verstärkungen durch Zukäufe an; einen Schwerpunkt wird die Mess- und Regeltechnik sowie die Bereiche Automatisierung, Energie und Umwelt sowie Gesundheit und Sicherheit bilden. Der Vorstand sieht in möglichen Zukäufen sowohl auf Portfolioebene als auch auf Ebene der Beteiligungsunternehmen hohe Wachstumschancen für 2018.

Durch geplante Investitionen (in Sachanlagen als auch Unternehmenskäufe) von insgesamt rund 140 Mio. EUR sollen die Chancen im Portfolio genutzt werden. Durch die stärkere Förderung des Innovationsmanagements in den Beteiligungen werden die Chancen durch Produktinnovationen deutlich erhöht.

Risiken für die Entwicklung in 2018 ergeben sich insbesondere aus der konjunkturellen Entwicklung, geprägt durch die großen geopolitischen Konflikte und die instabile Lage in vielen Ländern. Auch die Entwicklung in Europa ist durch zahlreiche Unsicherheiten gekennzeichnet. Nach Einschätzung des Vorstandes haben sich die Risiken für INDUS im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Die Gesamtrisikosituation der INDUS setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Aufgrund des diversifizierten und breit aufgestellten Portfolios findet ein teilweiser Risikoausgleich innerhalb der Gruppe statt.

Der Vorstand hat die Gesamtrisikolage beurteilt und im Rahmen der Erläuterungen zu den Einzelrisiken dargestellt. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht des Vorstands keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in absehbarer Zukunft nicht.

PROGNOSEBERICHT

Der konjunkturelle Ausblick ist positiv. So bietet das Marktumfeld den INDUS-Beteiligungen die Chance, ihre Marktstellung durch mehr Innovation und Technologiestärke weiter auszubauen. Die makro- und geopolitische Lage birgt aber weiter Risiken. Deshalb stehen die nachfolgenden Erwartungen zur Entwicklung des Konzerns unter dem Vorbehalt, dass sich die allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern. Grundsätzlich aber wird die INDUS-Gruppe ihren in den vergangenen fünf Jahren beschrittenen Wachstumsweg erfolgreich fortsetzen.

ERWARTETE RAHMENBEDINGUNGEN

WELTWIRTSCHAFT: KONJUNKTUR BLEIBT VORERST AUF EXPANSIONSKURS

Die Konjunktur ist derzeit in nahezu allen großen Volkswirtschaften aufwärts gerichtet und wird sich im laufenden Jahr insgesamt noch einmal leicht verstärken. Das Institut für Weltwirtschaft IfW geht in seiner Prognose zum Jahreswechsel davon aus, dass das Wachstum der Weltproduktion 2018 um 0,1 Prozentpunkt auf 3,9 % ansteigt. Dass das Wachstum nicht größer ausfällt, liegt dabei vor allem an der bereits hohen Auslastung der Produktionskapazitäten.29

Der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird kaum an Fahrt verlieren: Der Zuwachs wird nach 2,4 % im vergangenen Jahr im laufenden Jahr voraussichtlich bei 2,3 % liegen. Dabei gehen die Volkswirte von einer, wenn auch leicht reduzierten, Fortsetzung der expansiven Geldpolitik, zunehmenden konjunkturpolitischen Maßnahmen und einer wieder kräftiger steigenden Nachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern aus.

Während die Wachstumsrate Chinas ein weiteres Mal zurückgeht, wird die Expansion in den übrigen Schwellenländern weiter voranschreiten. Sie wird gestützt von höheren Rohstoffpreisen und einer robusten Auslandskonjunktur. In zahlreichen Ländern, so auch in den Staaten Lateinamerikas, kommt eine weniger restriktive Geldpolitik als Expansionsmotor hinzu.30

Für die Weltwirtschaft gelten auch im laufenden Jahr zahlreiche politische Risiken. So trat zwar die vielfach gehegte Befürchtung, die neue US-Regierung könne durch einen Umschwung zum Protektionismus die weltwirtschaftliche Entwicklung spürbar beeinträchtigen, bislang nicht ein. Aber die immer wieder eingebrachten Initiativen der US-Regierung zur Begünstigung der US-Handelsinteressen lassen befürchten, dass über kurz oder lang eine davon tatsächlich den Weg in die Umsetzung findet. So beobachten die westlichen Industrienationen und China gegenwärtig aufmerksam die Ankündigung des US-Präsidenten zur Einführung von Strafzöllen auf ausländische Erzeugnisse und warnen die USA ausdrücklich vor dem Heraufbeschwören eines globalen Handelskriegs. In Europa machen die aktuellen Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien deutlich, dass die Fliehkräfte in der EU nach wie vor groß sind. Daneben schieben sich auch wieder geldpolitische Risiken in den Vordergrund. So ist es leicht möglich, dass es im Zuge der anstehenden Normalisierung der Geldpolitik zu einer plötzlichen Verunsicherung an den Kapitalmärkten mit der Folge schubartiger Korrekturen kommt.31

29 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 37 (2017/Q4), S. 7

30 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 37 (2017/Q4), S. 7ff.

31 IfW: Kieler Konjunkturberichte Nr. 37 (2017/Q4), S. 10

ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS BIP

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2017 (VORLÄUFIG) 2018 (PROGNOSE) 2019 (PROGNOSE)
Wirtschaftsräume
Weltwirtschaft 3,8 3,9 3,6
Euroraum 2,4 2,3 2,0
Ausgewählte Länder
USA 2,3 2,5 1,9
China 6,8 6,4 6,1
Indien 6,4 7,3 7,0
Japan 1,8 1,5 1,3
Deutschland 2,3 2,5 2,2

Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Werte für Deutschland kalender- und saisonbereinigt

DEUTSCHE WIRTSCHAFT: KONJUNKTUR NÄHERT SICH DER VOLLLAST

Für Deutschland erwarten die Ökonomen 2018 eine leicht verstärkte Fortsetzung der positiven Entwicklung, sodass das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts noch einmal um 0,2 Prozentpunkte auf 2,5 % zunehmen wird. Dabei nähern sich die bereits stark ausgelasteten Produktionskapazitäten zunehmend ihrem Limit. Gestützt durch Einkommenszuwächse werden die privaten Konsumausgaben weiter steigen, und auch der Bauboom wird sich angesichts der anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen fortsetzen. Dabei werden Kapazitätsengpässe zu steigenden Baupreisen führen. Ein weiterer Wachstumsmotor werden die Unternehmensinvestitionen sein, da die Unternehmen in Anbetracht der hohen Kapazitätsauslastung und der hervorragenden Geschäftsaussichten ihre Investitionszurückhaltung zunehmend aufgeben.32

Die Ausfuhren dürften vor dem Hintergrund der kräftigen Weltkonjunktur weiter stimuliert werden und um 5,0 % steigen (2017: 4,3 %). Dabei werden weiterhin vor allem die Warenausfuhren in den Euroraum und nach Asien ausgeweitet. Durch die lebhafte Binnenkonjunktur wird die Importseite weiter gestärkt, sodass die Wareneinfuhren im laufenden Jahr um 5,7 % steigen werden (2017: 4,8 %). Damit werden sich die Terms of Trade, das internationale Einfuhrtauschverhältnis, weiter leicht verschlechtern.33

Am Arbeitsmarkt setzt sich der Beschäftigungsaufbau weiter fort. Das Institut für Weltwirtschaft erwartet, dass die Arbeitslosenquote jahresdurchschnittlich von 5,7 % im Vorjahr auf 5,4 % im laufenden Jahr zurückgehen wird. Dabei zeichnet sich für das Arbeitskräfteangebot eine zunehmende Knappheit ab. Auch die Ergebnisse der Tarifabschlüsse werden zu spüren sein. In Summe wird es zu weiteren Lohnzuwächsen kommen.34

PREISANSTIEG ERWARTET BEI WEITER NIEDRIGEN LEITZINSEN

Der gestiegene Preisauftrieb des Vorjahrs wird sein Niveau 2018 halten und erneut bei 1,7 % liegen.35 Damit tendiert die Inflationsrate wieder in Richtung der EZB-Orientierungsmarke von 2,0 %.

32 Kieler Konjunkturberichte Nr. 38 (2017/Q4), S. 2ff.

33 Kieler Konjunkturberichte Nr. 38 (2017/Q4), S. 24.

34 Kieler Konjunkturberichte Nr. 38 (2017/Q4), S. 7

35 Kieler Konjunkturberichte Nr. 38 (2017/Q4), S. 23

Während die US-Notenbank zur Zinserhöhung tendiert, wird die EZB die Leitzinsen im Euroraum voraussichtlich bis auf Weiteres auf einem niedrigen Niveau halten. Auf seiner Oktobersitzung setzte der EZB-Rat allerdings ein erstes Signal in Richtung Kurswechsel: Er entschied, die Käufe im Rahmen des erweiterten Kaufprogramms zum Ankauf von Vermögenswerten (Expanded Asset Purchase Programme APP) bis zum Jahresende 2017 mit dem bisherigen monatlichen Volumen von 60 Mrd. Euro fortzuführen, um dann ab Januar 2018 die Nettokäufe auf ein reduziertes monatliches Volumen in Höhe von 30 Mrd. Euro zu kürzen.36

DEUTSCHE INDUSTRIE: FORTSETZUNG DES WACHSTUMS ERWARTET

Die deutsche Industrieproduktion insgesamt bleibt auch 2018 auf einem kräftigen Wachstumskurs. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind gut gefüllt und die Produktion hat nach einer kleinen Pause im November wieder an Fahrt aufgenommen. Die Deutsche Bundesbank sieht die Wirtschaft derzeit ähnlich stark ausgelastet wie auf dem Höhepunkt des Booms vor der globalen Finanzkrise 2007. Angesichts der hohen Auslastung gewinnen Kapazitätserweiterungen zunehmend an Bedeutung. Vier von zehn Industrieunternehmen erhöhen laut einer DIHK-Konjunkturumfrage ihre Budgets für neue Anlagen und Maschinen.37

Die Unternehmen der deutschen Bauwirtschaft gehen mit positiven Erwartungen in das laufende Jahr. Auf Basis der vorläufigen Indikatoren und der positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten die beiden führenden Branchenverbände HDB und ZDB für 2018 ein rund 4-prozentiges Wachstum, was einem Umsatzausbau auf 117 Mrd. Euro entspricht. Wichtigster Wachstumstreiber wird dabei weiterhin der Wohnungsbau bleiben (+3,5 %). Mit voraussichtlich 320.000 neuen Wohnungen wird sich das Fertigstellungsniveau 2018 im Vergleich zu 2010 verdoppelt haben. Auch der Wirtschaftsbau wird aufgrund der hohen Investitionsbereitschaft der Unternehmen weiter zunehmen (+4 %). Der öffentliche Bau profitiert nach wie vor von der hohen Investitionsaktivität des Bundes bei den Verkehrswegen und wird ebenfalls deutlich wachsen (+4 %). Umsatzfördernd wirkt hier zudem die 2017 erfolgte Laufzeitverlängerung der Kommunalinvestitionsförderungsfonds, im Zuge derer sich das Fondsvolumen auf 7 Mrd. Euro verdoppelt hat.38

Die internationalen Fahrzeughersteller erwarten 2018 ein leichtes Wachstum. Nach Einschätzungen des Verbands der Automobilindustrie VDA wird der Pkw-Weltmarkt im laufenden Jahr um 1 % auf 85,7 Mio. verkaufte Neuwagen steigen. Gestützt wird das Wachstum unter anderem durch weitere Absatzanstiege in China, Russland und Brasilien. Der US-amerikanische Markt wird dagegen voraussichtlich einen weiteren Rückgang hinnehmen müssen. Die europäischen Länder werden das Niveau des Vorjahres erreichen. Deutschland wird das hohe Absatzniveau von 2017 nicht halten können und um 2 % (auf 3,4 Mio. Einheiten) nachgeben. Für die weltweite PKW- Produktion deutscher Hersteller wird ein Plus von 2 % auf 16,7 Mio. Fahrzeuge erwartet. Die deutsche Inlandsproduktion wird stabil bei 5,6 Mio. Pkw bleiben, und der deutsche Export auf dem Vorjahresniveau von 4,3 Mio. Fahrzeugen liegen. Immer stärker in den Vordergrund rückt das Thema alternative Antriebe / Elektromobilität. Die deutschen Automobilhersteller haben hier eine Offensive ausgerufen und angekündigt, bis zum Jahr 2020 allein 40 Mrd. Euro in das Thema alternative Antriebe zu investieren.39 Der VDA rechnet damit, dass im Jahr 2025 15 bis 25 % der Pkw-Neuzulassungen einen E-Antrieb haben werden.40

36 Bundesbank, Monatsbericht Dezember, S. 21

37 https://www.dihk.de/themenfelder/wirtschaftspolitik/news?m=2018-01-09-krietenbrink-produktion

38 https://www.bauindustrie.de/media/documents/GemPM_ZDB_HDB_Konjunktur_final.pdf

39 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/20171206-wissmann-deutscher-pkw-markt-erreicht-hoechstes-niveau-des-jahrzehnts.html

40 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/20171226-Elektromobilitaet-in-Deutschland-steht-vor-dem-Durchbruch.html

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau wird seine gute Entwicklung 2018 voraussichtlich fortsetzen können. Der Branchenverband VDMA geht davon aus, dass die deutschen Maschinenbauunternehmen ihre Dynamik halten und ein Produktionswachstum von 3 % erzielen werden. In Verbindung damit soll der Branchenumsatz auf 230 Mrd. Euro steigen. Trotz der guten Aussichten rechnet die Branche weiter mit zahlreichen Unwägbarkeiten im In- und Ausland: In Deutschland setzt der VDMA berechtigte Hoffnung darauf, dass sich der seit langem aufgebaute Investitionsstau nach und nach auflöst. Gleichzeitig fordert er von der Politik dringend Entscheidungen und Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Ansatzpunkte sind hier der flächendeckende Aufbau eines Gigabit-Netzes, die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung sowie eine Arbeitsmarktpolitik und ein Arbeitsrecht, die sich an der unternehmerischen Praxis orientieren. Im Ausland gilt es insbesondere, die Entwicklungen in den größten Abnehmerländern China und USA im Auge zu behalten.41

Die Marktaussichten für die in der Medizintechnikbranche tätigen Unternehmen bleiben weiter positiv, auch wenn die Anforderungen durch die Regulatorik (EU-Datenschutzverordnung, EU-Medizinprodukte-Verordnung MDR) die Kostenseite weiter erhöhen. Für die deutschen Unternehmen erwartet der Branchenverband Spectaris 2018 ein Umsatzplus von knapp 5 %. Damit werden die rund 1.260 Betriebe mit jeweils mehr als 20 Beschäftigten einen Umsatz von rund 32 Mrd. Euro erwirtschaften. Von diesem Umsatz gehen derzeit zwei Drittel in den Export. Die demografische Entwicklung, die weiter steigende Bedeutung der "Guten Gesundheit" und eine zunehmende Nachfrage insbesondere aus den Emerging Markets wirken sich weiter begünstigend auf das Branchenklima aus. Auch die individualisierte Medizin, die Digitalisierung im Gesundheitswesen und neue Ansätze im Bereich der In-Vitro-Diagnostik sind wichtige Markttreiber. Für den Weltmarkt erwartet der Branchenverband Spectaris in den kommenden Jahren ein kontinuierliches jährliches Wachstum in Höhe von 5 %, sodass das Marktvolumen bis 2022 voraussichtlich auf 530 Mrd. US-Dollar ansteigen wird. Es ist zu erwarten, dass die deutsche Medizintechnik von dieser Entwicklung mindestens proportional profitieren kann.42

Für die Metall- und Elektroindustrie bleiben die weiteren Aussichten positiv. Die Auftragseingänge legten zum Jahresende hin noch einmal zu und lassen eine Fortsetzung des Wachstums erwarten. Die Kapazitätsauslastung stieg ebenfalls weiter an und lag bereits im Januar 2018 deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Auf das laufende Gesamtjahr gesehen rechnet die Branche mit einem etwas verlangsamten Wachstum von 2,5 bis 3,0 %.43

Trotz der aufwärtsgerichteten Erwartungen bleiben für die Branchen Risiken und Unsicherheiten: Die inländische Konjunktur lebt weiterhin zu stark vom Konsum und zu wenig von zusätzlichen Investitionen. Verunsicherung prägt aktuell auch den Automobilmarkt. International drohen neben dem Brexit und einer möglichen, restriktiven US-Handelspolitik neue Unsicherheiten durch den erstarkten Euro sowie einen rückläufigen Handel mit der Türkei.44

ERWARTETE ENTWICKLUNG DES KONZERNS

SCHÄRFUNG DES KOMPASS 2020: TECHNOLOGIESTÄRKE UND INNOVATION

Den 2012 mit dem KOMPASS 2020 gesetzten Strategiekurs wird INDUS auch im Jahr 2018 fortsetzen. Dabei orientiert sich die Holding weiterhin an den drei grundlegenden Zielen: Wachstum, Wertsteigerung und Sicherung einer hinsichtlich Branchen, Marktzyklik und Marktchancen ausgewogenen Portfoliostruktur.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt INDUS die bewährten (Unterstützungs-)Maßnahmen fort: Sie stellt den Beteiligungsunternehmen Kapital für die Umsetzung ihrer Vorhaben zur Verfügung, unterstützt die Portfoliogesellschaften mit Netzwerk und Wissen und hält Ausschau nach passenden Zukäufen auf Holdingebene. Nach erfolgreichen fünf Jahren Strategieprogramm KOMPASS 2020 schärft die Holding dabei kontinuierlich ihre strategischen Schwerpunkte. Dabei hat sie insbesondere Themen rund um Innovationsmanagement und Digitalisierung im Blick.

41 https://www.maschinenmarkt.vogel.de/rekordjahr-fuer-den-deutschen-maschinenbau-a-671069/ ; https://www.maschinenmarkt.vogel.de/warum-2018-zum-rekordjahr-fuer-maschinenbauer-werden-kann-a-676341/

42 http://www.channel-e.de/nachrichten/article/spectaris-prognose-fuer-die-medizintechnik-20172018.html

43 https://www.gesamtmetall.de/branche/me-zahlen/die-wirtschaftliche-lage-der-me-industrie-im-winter-20172018

44 https://www.gesamtmetall.de/branche/me-zahlen/die-wirtschaftliche-lage-der-me-industrie-im-herbst-2017

Bei Wachstumsakquisitionen zur Ergänzung des Portfolios der Holding fokussiert sich der Vorstand auf die Suche nach Unternehmen aus fünf technologiestarken Zukunftsbranchen: Technik für Infrastruktur und Logistik, Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, Energie- und Umwelttechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Bau- und Sicherheitstechnik. Größere Akquisitionen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. EUR werden hierbei ebenfalls in Betracht gezogen. Die bereits erfolgreiche Strategie, Unternehmen in jüngeren Wachstumsphasen insbesondere als Ergänzungsakquisitionen von bestehenden Beteiligungen zuzukaufen, wird weiter verfolgt. Übergreifende Voraussetzung für alle Zukäufe bleibt, dass die potenziellen neuen Beteiligungen den Kernkriterien der Gruppe entsprechen. Auf der ersten Ebene blickt INDUS weiter auf Unternehmen in der DACH-Region, auf zweiter Ebene unterstützt die Holding klar auch internationale Zukäufe, insbesondere mit Stoßrichtung Europa, Asien und Nordamerika. Parallel zu den Zukäufen sind nach ausführlichen Fortführungs- und Portfolioanalysen im Einzelfall auch Portfoliobereinigungen nicht auszuschließen.

Als Antwort auf die Herausforderung der digitalen Transformation und zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Portfoliounternehmen hat die Holding ein Angebot zur Förderung von Innovationen in den Beteiligungen auf- und umgesetzt. Im Zuge des Förderbankmodells unterstützt die Holding aktuell zwölf Innovationsprojekte zur Erschließung neuer Technologien und/ oder Märkte in den Gesellschaften. Im Fokus liegen hier die Zukunftsfelder Industrie 4.0, Medizintechnik für die alternde Gesellschaft, innovative Bautechnik, Green Tech, Öffentliche und Private Sicherheit sowie intelligente Logistik-Infrastruktur. Weitere 14 Tochterunternehmen haben das Angebot zur Vermittlung von Methodenwissen im Bereich Innovationsmanagement über die Tool Box aufgenommen. Diese Strategie zur Unterstützung von Innovationen über Zuschüsse und über die Vermittlung von Wissen und Netzwerk soll stringent weiter verfolgt werden.

Bei insgesamt positiven Rahmenbedingungen geht der Vorstand davon aus, dass INDUS ihre Markstellung 2018 weiter ausbauen kann: So soll der Umsatz in einem Korridor zwischen 1,65 und 1,70 Mrd. EUR liegen und das Ergebnis soll 154 bis 160 Mio. EUR erreichen. Bei diesen Zielgrößen unberücksichtigt sind die angestrebten Neuerwerbe auf erster und zweiter Ebene. Vor dem Hintergrund der aktiven Wachstumsstrategie über Unternehmenszukäufe gewinnt die um Rechnungslegungseffekte aus Erstkonsolidierungen bereinigte EBIT-Marge bei der Bewertung der operativen Ertragsstärke an Bedeutung. Weiterhin bleibt die Messgröße eine EBIT-Marge von 10 %. Dabei geht der Vorstand davon aus, dass die beiden bedeutenden Repositionierungen , die die Ertragsmarge 2017 belasteten und 2018 teilweise weiter belasten werden, bis Mitte des Jahres im Wesentlichen positiv abgeschlossen werden.

Bei der Fortsetzung des Wachstumsweges limitierend wirken steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie erhöhte Lohnkosten. Können die INDUS-Beteiligungen bei erhöhten Materialpreisen in gewissem Umfang einen Preisüberwälzungsspielraum nutzen, wirken sich Lohnsteigerungen durch Tarifabschlüsse unmittelbarer aus. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund eines wachsenden Facharbeitermangels. Die Suche nach qualifiziertem Personal stellt in Zukunft einen maßgeblichen Risikofaktor dar. Für die übrigen Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erwartet der Vorstand lediglich Veränderungen im üblichen Rahmen.

Der operative Cashflow wird voraussichtlich auch 2018 sein hohes Niveau halten und zusammen mit der hohen Liquidität eine gute Grundlage für die weitere Umsetzung der Wachstumsstrategie liefern. Das Investitionsbudget für das kommende Jahr liegt bei 88 Mio. EUR (exklusive Zukäufe). Neben (internationalen) Expansionsmaßnahmen stehen hier insbesondere vor dem Hintergrund der erreichten Kapazitätsgrenzen in den Beteiligungen Projekte zur Erhöhung der Effizienz im Fokus. Für Zukäufe steht ein Investitionsbudget von 50 Mio. EUR zur Verfügung. Wie in den Vorjahren orientiert sich der Vorstand bei den Zukäufen am Zielwert von zwei Wachstumsakquisitionen pro Jahr. Angesichts eines insgesamt überhitzten Marktes bleibt oberste Leitlinie jedoch, die Akquisitionen konform mit den Investitionskriterien von INDUS zu tätigen. Zugleich wird mit der Option, zukünftig auch größere Akquisitionsprojekte zu realisieren, das Investitionsbudget für Akquisitionen unter Umständen nach oben geöffnet. Bei den Finanzierungen strebt INDUS nach wie vor an, diese so weit wie möglich bankenunabhängig zu realisieren.

Mit ihren Wachstumszielen behält INDUS den Erhalt der wirtschaftlichen Stabilität und die langfristige Sicherung der Liquidität im Blick. Die Sachinvestitionen und Dividendenzahlungen sollen weiterhin aus dem laufenden Cashflow beziehungsweise aus der bereitstehenden Liquidität finanziert werden. Das für die Dividendenzahlungen maßgebliche Ergebnis der INDUS Holding AG wird im Wesentlichen durch die Beteiligungserträge erwirtschaftet, die maßgeblich von der dargestellten prognostizierten wirtschaftlichen Entwicklung der Konzernunternehmen abhängen. Die Eigenkapitalquote der INDUS-Gruppe soll, so wie in den vergangenen Jahren, 40 % nicht unterschreiten. Im Rahmen geplanter Notwendigkeiten wird INDUS auch 2018 Fremdkapital aufnehmen. Die Bankpartner stehen hier weiterhin offensiv zur Verfügung. Die Entschuldungsdauer auf EBITDA-Basis soll in einem Korridor von 2,0 bis 2,5 Jahren liegen.

ERTRAGSLAGE: WEITERES WACHSTUM

SOLL-IST-VERGLEICH

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KONZERN IST 2017 PLAN 2018
Zukäufe 2 Wachstumsakquisitionen 2 Wachstumsakquisitionen
Umsatz 1.640,6 Mrd. EUR 1,65 -1,70 Mrd. EUR
EBIT 152,9 Mio. EUR 154-160 Mio. EUR
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 79,0 Mio. EUR 88 Mio. EUR
Eigenkapitalquote (in %) 40,8% > 40%
Nettoverschuldung/EBITDA 1,9 Jahre zwischen 2,0 und 2,5
SEGMENTE
Bau/Infrastruktur
Umsatz 330,4 Mio. EUR leichter Umsatzanstieg
EBIT 49,4 Mio. EUR proportionaler Ergebnisanstieg
EBIT-Marge (in%) 15,0% 13-15%
Fahrzeugtechnik
Umsatz 394,1 Mio. EUR gleichbleibend
EBIT 14,7 Mio. EUR spürbarer Ergebnisanstieg
EBIT-Marge (in%) 3,7% 5-7%
Maschinen- und Anlagenbau
Umsatz 375,1 Mio. EUR leichter Umsatzanstieg
EBIT 53,5 Mio. EUR proportionaler Ergebnisanstieg
EBIT-Marge (in%) 14,3% 12-14%
Medizin- und Gesundheitstechnik
Umsatz 155,2 Mio. EUR leichter Umsatzanstieg
EBIT 20,8 Mio. EUR gleichbleibend
EBIT-Marge (in%) 13,4% 13-15%
Metalltechnik
Umsatz 385,6 Mio. EUR leichter Umsatzanstieg
EBIT 24,2 Mio. EUR spürbarer Ergebnisanstieg
EBIT-Marge (in%) 6,3% 8-10%

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen für das Segment Bau/Infrastruktur bleiben weiterhin sehr gut. Der 2016 akquirierte Großauftrag im Bereich der digitalen Infrastruktur wird das gesamte Jahr 2018 weiter laufen und damit zum hohen Umsatz- und Ertragsniveau des Segments beitragen. Angesichts einer Auslastung bis an die Kapazitätsgrenze stellt der Fachkräftemangel jedoch einen zunehmend limitierenden Faktor dar. In der Zukunftsbranche Bau- und Sicherheitstechnik sucht der Vorstand weiter aktiv nach ergänzenden Akquisitionen. Bei einem erwarteten leichten Umsatzanstieg und einer proportionalen Ergebnissteigerung kann eine EBIT-Marge in dem leicht angehobenen Zielkorridor zwischen 13 und 15 % erreicht werden.

Den zukünftigen Geschäftsverlauf der Unternehmen des Segments Fahrzeugtechnik bewertet der Vorstand verhalten optimistisch. Die margenstärkeren Unternehmen vor und nach der Serie werden erwartungsgemäß von einem wieder steigenden Investitionsbudgets der OEMs profitieren. Die Ausgangslage der Serienzulieferer ist zurückhaltender einzustufen: Einerseits sind die hohen Abrufzahlen des Jahres 2017 nur schwer erneut erzielbar, anderseits belastet der hohe Margendruck weiterhin die Zulieferbranche. Die laufende Repositionierung im Segment wird bis zur Jahresmitte abgeschlossen sein. In Summe wird bei einem gleichbleibenden Umsatz ein Zielkorridor für die EBIT-Marge zwischen 5 und 7 % definiert.

Im Bereich Maschinen- und Anlagenbau verspricht der Branchenausblick eine weiterhin positive Ausgangslage. Insbesondere der Logistikbereich bietet große Entwicklungspotentiale. Entsprechend der Strategie der letzten Jahre wird weiteres Wachstum auch über Zukäufe angestrebt. Risikofaktor bleibt ein möglicher harter Brexit mit seinen zu erwartenden negativen Auswirkungen auf den exportstarken Maschinen- und Anlagenbau. Für den Segmentumsatz wird ein leichter Zuwachs bei einem proportionalen Ergebnisanstieg erwartet. Ziel bleibt eine EBIT-Marge zwischen 12 und 14 %.

Für das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik bleibt das Branchenumfeld trotz ansteigender Regulatorik für 2018 positiv. Im Zukunftsfeld Medizintechnik für die alternde Gesellschaft sieht der INDUS-Vorstand gute Perspektiven - mit Raum für verstärkende Akquisitionen in der Zukunftsbranche Medizin- und Gesundheitstechnik. Bei einer leichten Umsatzsteigerung im Segment setzt sich INDUS ein konstantes Ergebnis als Ziel. Als Korridor für die EBIT-Marge gilt weiter der Raum zwischen 13 und 15 %.

Verhalten mit positiver Grundtendenz ist der Ausblick für die Unternehmen im Segment Metalltechnik. Bei einer Fortsetzung des allgemeinen Marktwachstums werden die steigenden Material- und insbesondere Lohnkosten limitierend wirken. Die laufende Repositionierung im Segment verläuft - bei einem erwarteten Turnaround bis Mitte des Jahres - planmäßig, sodass im Jahresverlauf eine spürbare Steigerung der Ertragsstärke erreicht werden kann. In Summe liegen die Erwartungen im Segment bei einem leichten Umsatzanstieg und einer EBIT-Marge zwischen 8 und 10%.

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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IN TEUR ANHANG 2017 2016
UMSATZERLÖSE [6] 1.640.640 1.444.270
Sonstige betriebliche Erträge [7] 16.536 20.246
Aktivierte Eigenleistungen [8] 5.131 6.218
Bestandsveränderung [9] 5.204 11.113
Materialaufwand [10] -745.894 -648.685
Personalaufwand [11] -479.679 -430.230
Abschreibungen [12] -62.438 -55.976
Sonstiger betrieblicher Aufwand [13] -228.019 -203.507
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten-Anteilen 1.081 965
Finanzergebnis [14] 303 520
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 152.865 144.934
Zinserträge 231 516
Zinsaufwendungen -23.905 -22.072
ZINSERGEBNIS [15] -23.674 -21.556
ERGEBNIS VOR STEUERN 129.191 123.378
Steuern [16] -46.117 -42.960
ERGEBNIS NACH STEUERN 83.074 80.418
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 737 377
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 82.337 80.041
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR [17] 3,37 3,27
Ergebnis je Aktie verwässert in EUR 3,37 3,27

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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IN TEUR 2017 2016
ERGEBNIS NACH STEUERN 83.074 80.418
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -13.258 -960
Latente Steuern 2.839 284
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -10.419 -676
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -9.233 -2.191
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) -943 1.575
Latente Steuern 241 -249
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -9.935 -865
SONSTIGES ERGEBNIS -20.354 -1.541
GESAMTERGEBNIS 62.720 78.877
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 737 377
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 61.983 78.500

KONZERN-BILANZ

AKTIVA

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IN TEUR ANHANG 31.12.2017 31.12.2016
Geschäfts- und Firmenwert [18] 428.590 408.702
Sonstige immaterielle Vermögenswerte [19] 86.454 74.306
Sachanlagen [19] 397.008 369.331
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [19] 5.220 5.412
Finanzanlagen [20] 13.995 12.214
At-Equity-bewertete Anteile [21] 10.903 10.497
Sonstige langfristige Vermögenswerte [22] 2.594 3.029
Latente Steuern [23] 8.862 2.258
Langfristige Vermögenswerte 953.626 885.749
Vorräte [24] 339.154 308.697
Forderungen [25] 197.528 177.626
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [22] 18.247 16.424
Laufende Ertragsteuern [23] 8.750 5.928
Liquide Mittel 135.881 127.180
Kurzfristige Vermögenswerte 699.560 635.855
BILANZSUMME 1.653.186 1.521.604
PASSIVA
in TEUR ANHANG 31.12.2017 31.12.2016
Gezeichnetes Kapital 63.571 63.571
Kapitalrücklage 239.833 239.833
Übrige Rücklagen 367.509 338.534
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 670.913 641.938
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 2.900 2.630
Eigenkapital [26] 673.813 644.568
Pensionsrückstellungen [27] 43.969 29.020
Sonstige langfristige Rückstellungen [28] 2.377 2.217
Langfristige Finanzschulden [29] 439.545 389.757
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [30] 29.174 47.729
Latente Steuern [23] 45.956 37.595
Langfristige Schulden 561.021 506.318
Sonstige kurzfristige Rückstellungen [28] 72.384 65.578
Kurzfristige Finanzschulden [29] 95.301 113.974
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.162 55.409
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [30] 174.081 127.505
Laufende Ertragsteuern [23] 10.424 8.252
Kurzfristige Schulden 418.352 370.718
BILANZSUMME 1.653.186 1.521.604

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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IN TEUR GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGE
STAND AM 31.12.2015 63.571 239.833 290.861
Ergebnis nach Steuern 80.041
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis 80.041
Dividendenzahlung -29.341
STAND AM 31.12.2016 63.571 239.833 341.561
STAND AM 31.12.2016 63.571 239.833 341.561
Ergebnis nach Steuern 82.337
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis 82.337
Dividendenzahlung -33.008
Veränderung Konsolidierungskreis
STAND AM 31.12.2017 63.571 239.833 390.890

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IN TEUR SONSTIGE RÜCKLAGEN EIGENKAPITAL DER INDUS-AKTIONÄRE ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER EIGENKAPITAL DES KONZERNS
STAND AM 31.12.2015 -1.486 592.779 2.651 595.430
Ergebnis nach Steuern 80.041 377 80.418
Sonstiges Ergebnis -1.541 -1.541 -1.541
Gesamtergebnis -1.541 78.500 377 78.877
Dividendenzahlung -29.341 -398 -29.739
STAND AM 31.12.2016 -3.027 641.938 2.630 644.568
STAND AM 31.12.2016 -3.027 641.938 2.630 644.568
Ergebnis nach Steuern 82.337 737 83.074
Sonstiges Ergebnis -20.354 -20.354 -20.354
Gesamtergebnis -20.354 61.983 737 62.720
Dividendenzahlung -33.008 -664 -33.672
Veränderung Konsolidierungskreis 197 197
STAND AM 31.12.2017 -23.381 670.913 2.900 673.813

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

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IN TEUR 2017 2016
Ergebnis nach Steuern 83.074 80.418
Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) 62.438 55.976
Gewinne (-) bzw. Verluste (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen -762 -657
Steuern 46.117 42.960
Zinsergebnis 23.674 21.556
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Unternehmen -1.081 -965
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 197 -2.043
Veränderungen der Rückstellungen 3.566 2.540
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva -41.185 -28.783
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva 18.081 15.309
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern -49.907 -48.433
Erhaltene Dividenden 730 67
Operativer Cashflow 144.942 137.945
Gezahlte Zinsen -21.211 -23.897
Erhaltene Zinsen 231 516
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 123.962 114.564
Auszahlungen für Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte -7.721 -10.240
Sachanlagen -71.290 -59.724
Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile -2.451 -8.272
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften -32.414 -29.889
Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen Anlagen 3.920 3.671
Cashflow aus Investitionstätigkeit -109.956 -104.454
Auszahlung Dividende -33.008 -29.341
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -664 -397
Auszahlungen aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten -820 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 151.006 132.270
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -120.412 -117.470
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.898 -14.938
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 10.108 -4.828
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -1.407 -187
Liquide Mittel am Anfang der Periode 127.180 132.195
Liquide Mittel am Ende der Periode 135.881 127.180

Konzernanhang

GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

[1] ALLGEMEINES

Die INDUS Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in der Kölner Straße 32 in 51429 Bergisch Gladbach, Deutschland, ist im Handelsregister Köln unter HRB 46360 eingetragen. INDUS ist ein langfristig orientierter Finanzinvestor, der sich als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert hat. Die operativen Unternehmen sind fünf Unternehmensbereichen (Segmenten) zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik.

Die INDUS Holding AG hat ihren Konzernabschluss für das vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 dauernde Geschäftsjahr 2017 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgt nach Fristigkeiten der Vermögenswerte bzw. Schulden.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Alle Beträge sind für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.

Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der Bilanzierung von Bilanzpositionen, bei denen eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert verpflichtend ist. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag der INDUS Holding AG erstellt und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Gemäß § 315e HGB ist die INDUS Holding AG verpflichtet, den Konzernabschluss nach IFRS-Standards zu erstellen. Grundlage ist die Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union. Nach HGB erforderliche Anhangangaben, die über die nach IFRS erforderlichen Angaben hinausgehen, werden ebenfalls im Konzernanhang dargestellt. Der Abschluss wurde am 15. März 2018 durch den Vorstand aufgestellt. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 22. März 2018.

[2] ANWENDUNG UND AUSWIRKUNG VON NEUEN UND GEÄNDERTEN STANDARDS

Alle zum 31. Dezember 2017 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt. Von der Möglichkeit, zukünftig verpflichtende Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

IM GESCHÄFTSJAHR 2017 ERSTMALS VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Aus folgendem Standard ergeben sich Änderungen für den vorliegenden Abschluss:

Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnung "werden ab 1. Januar 2017 angewandt. Die Änderungen des Standards betreffen die Darstellung von Angaben zu Schulden aus der Finanzierungstätigkeit. Hieraus ergibt sich eine Überleitung der Finanzschulden von der Bilanz zur Kapitalflussrechnung.

BIS ZUM 31. DEZEMBER 2017 VERÖFFENTLICHTE STANDARDS, DIE IM VORLIEGENDEN ABSCHLUSS NICHT VORZEITIG ANGEWENDET WURDEN

IFRS 15 "Erträge aus Erlösen mit Kunden" wird erstmalig zum 1. Januar 2018 angewendet. Der neue Standard zur Erlösrealisierung enthält neue Regelungen, insbesondere aus folgenden Bereichen:
Umsatzrealisierung bei Kontrollübergang: Maßgeblich für den Zeitpunkt bzw. den Zeitraum der Umsatzrealisierung ist der Übergang der Kontrolle, anstatt wie bisher die Chancen und Risiken
Regelungen zu Mehrkomponentengeschäften
Neue Regelungen zur Umsatzrealisierung über den Zeitraum

INDUS ist insbesondere von der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung betroffen. Der Umfang der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung entspricht zum 31. Dezember 2017 der PoC-Bilanzierung. Zum 31. Dezember 2017 weist INDUS einen Auftragsbestand von 336.147 TEUR als kundenspezifische Fertigungsaufträge gem. IAS 11 aus. Die anderen IFRS-Themengebiete führen bei INDUS zu keinen Änderungen per 31.12.2017.

IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird erstmalig zum 1. Januar 2018 bei INDUS angewendet. IFRS 9 ist der Nachfolgestandard zu IAS 39 und soll die bestehenden Regelungen vereinfachen:

einheitlicher Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
neues Wertminderungsmodell, das die erwarteten Kreditausfälle zugrunde legt
vereinfachte Regelungen zum Hedge Accounting und Erweiterung des Anwendungsbereichs von Grundgeschäften im Sicherungszusammenhang

Aus der Klassifizierung und Bewertungsanpassungen werden sich Änderungen der Bilanzgliederung und der Anhangangaben ergeben. Aus der Anwendung der vereinfachten Regeln für Hedge Accounting ergeben sich derzeit keine Änderungen bei INDUS.

IFRS 16 "Leasing" wird erstmalig zum 1. Januar 2019 angewandt. Der neue Standard zur Leasingbilanzierung wird IAS 17 ersetzen. Gemäß IFRS 16 werden alle Leasingverhältnisse in der Bilanz ausgewiesen. Die Unterscheidung in Operating Leasing und Finanzierungsleasing entfällt beim Leasingnehmer. Auf der Aktivseite wird ein Nutzungsrecht für den Vermögenswert und auf der Passivseite eine Finanzverbindlichkeit bilanziert.

Der neue Standard wird eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der INDUS haben. Die Bilanzsumme steigt ebenso an, wie die immateriellen Vermögenswerte und die Finanzschulden. Die bisher im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesenen Leasingaufwendungen werden künftig unter den Abschreibungen bzw. den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2017 werden 71.979 TEUR Operating-Leasing-Verpflichtungen im Anhang angegeben.

Aus den weiteren neuen Standards werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der INDUS ergeben.

[3] GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei Unternehmenszusammenschlüssen sind Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Der Geschäfts- und Firmenwert wird ermittelt als Differenz zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses und dem Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Geschäfts- und Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen geprüft. Eine negative Differenz wird sofort ergebniswirksam erfasst. Ein Geschäfts- und Firmenwert wird in der funktionalen Währung der erworbenen Beteiligung/Gruppe geführt.

Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis werden deren Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft gegen die Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft gegen das fortgeführte Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Bedingte Kaufpreisbestandteile werden im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn ihr Eintritt wahrscheinlich ist und verlässlich geschätzt werden kann. Wertänderungen dieser Bestandteile werden in den Folgeperioden ergebniswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten des Beteiligungserwerbs werden nicht in die Kaufpreisallokation einbezogen, sondern in der Periode des Erwerbs aufwandswirksam verrechnet.

Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, werden die betreffenden Anteile nicht beherrschender Gesellschafter mit ihrem beizulegenden Zeitwert als Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle in die funktionale Währung der Einzelgesellschaft umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine ergebniswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert mit dem Devisenkassamittelkurs.

Nach dem Konzept der funktionalen Währung erstellen die Gesellschaften außerhalb des Euroraums ihre Abschlüsse in der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung dieser Abschlüsse in Euro erfolgt für Vermögenspositionen und Schulden mit dem Stichtagskurs. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Positionen zu historischen Kursen geführt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet und die sich hieraus ergebenden Währungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral weiterentwickelt. Die verwendeten Kurse ergeben sich aus folgender Tabelle:

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STICHTAGSKURS DURCHSCHNITTSKURS
1 EUR = 31.12.2017 31.12.2016 2017 2016
--- --- --- --- --- ---
Vereinigte Arabische Emirate AED 4,408 3,863 4,137 4,050
Brasilien BRL 3,976 3,431 3,605 3,837
Kanada CAD 1,511 1,419 1,464 1,465
Schweiz CHF 1,169 1,074 1,111 1,090
China CNY 7,805 7,320 7,626 7,348
Tschechien CZK 25,540 27,021 26,327 27,034
Dänemark DKK 7,447 7,343 7,439 7,445
Großbritannien GBP 0,886 0,856 0,876 0,816
Ungarn HUF 310,760 309,830 309,268 311,432
Südkorea KRW 1.280,860 1.269,360 1.273,211 1.283,433
Marokko MAD 11,224 10,650 10,921 10,806
Mexiko MXN 23,604 21,772 21,335 20,627
Polen PLN 4,176 4,410 4,256 4,363
Rumänien RON 4,666 4,539 4,569 4,491
Serbien RSD 118,300 123,260 120,965 122,695
Singapur SGD 1,606 1,523 1,558 1,527
Türkei TRY 4,555 3,707 4,121 3,337
Taiwan TWD 35,608 - 34,359 -
USA USD 1,200 1,054 1,130 1,106
Südafrika ZAR 14,848 14,457 15,035 16,208

In der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens, der Rückstellungen und des Eigenkapitals werden die Anfangs- und Endbestände mit Stichtagskursen umgerechnet, die innerjährlichen Bewegungen mit dem Durchschnittskurs. Daraus resultierende Währungsdifferenzen werden gesondert ausgewiesen und erfolgsneutral behandelt.

BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Der Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund seiner unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben. Die Überprüfung auf Werthaltigkeit erfolgt mindestens einmal jährlich. Dabei wird grundsätzlich der erzielbare Betrag als höherer Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten mit dem Buchwert der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts erfolgt auf der Ebene, auf der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Zuordnung sinnvoll möglich ist. In den meisten Fällen wird der Geschäfts- und Firmenwert der Beteiligungsgesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zugeordnet (Cash Generating Units). Das entspricht den operativen Gesellschaften, wie sie im Anhang aufgelistet sind. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Liefer- und Leistungsverknüpfung zwischen diesen Gesellschaften besteht, werden diese zu operativen Einheiten zusammengefasst und die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts auf dieser Basis überprüft.

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation entstandene Geschäfts- und Firmenwert verteilt sich auf 42 (Vorjahr: 41) Cash Generating Units. Dadurch ist kein einzelner Geschäfts- und Firmenwert im Sinne des IAS 36.134 signifikant.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern bestimmbar -linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert, ansonsten werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Abschreibung erfolgt mit dem Beginn der Nutzung linear über fünf bis fünfzehn Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Entsprechend dem tatsächlichen Nutzungsverlauf kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Jahre
Gebäude 20 bis 50
Grundstückseinrichtungen 8 bis 20
Maschinen und technische Anlagen 5 bis 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Bei Wegfall der Gründe für eine in der Vergangenheit durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung wird eine Wertaufholung vorgenommen, maximal bis zu dem bei planmäßigem Abschreibungsverlauf anzusetzenden Buchwert.

Abhängig von der Verteilung der wesentlichen Chancen und Risiken werden Leasingverträge als Operating Leasing oder Finanzierungsleasing klassifiziert, mit der Folge, dass Finanzierungsleasing als Vermögenswert zu bilanzieren ist. Im Rahmen des Finanzierungsleasings gemietetes Anlagevermögen wird zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden diskontiert unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten. Die zugerechneten Gemeinkosten werden überwiegend auf der Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt, wenn diese im Wesentlichen der Normalauslastung entspricht. Rohstoffe und Handelswaren werden nach der Durchschnittsmethode bewertet.

Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt gemäß der "Percentage of Completion"-Methode (PoC) bilanziert. Die Auftragserlöse und das Auftragsergebnis werden nicht erst bei Risikoübergang realisiert, sondern mit dem Grad der Fertigstellung. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich aus dem Anteil der angefallenen Kosten an den gesamten Auftragskosten.

Erwartete Verluste aus Fertigungsaufträgen werden bei Feststellung sofort als Aufwand erfasst. Dazu werden zunächst Vermögenswerte wertberichtigt und gegebenenfalls darüber hinaus Rückstellungen gebildet. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags noch nicht hinreichend sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst.

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument werden. Die Folgebewertung von Vermögenswerten ist entsprechend der vier Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", "gehalten bis zur Endfälligkeit", "ausgereichte Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar" vorzunehmen. Finanzielle Schulden sind in den zwei Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu bilanzieren. Die Fair-Value-Option wird nicht angewendet.

Die Marktwerte von Finanzschulden werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder durch anerkannte Bewertungsverfahren, z. B. Discounted-Cashflow-Methoden, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft. Die Zinssätze sind der Laufzeit und dem Risiko des zugrunde liegenden Finanzinstruments angepasst.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen werden regelmäßig zu Anschaffungskosten bewertet, da für sie kein notierter Marktpreis auf einem aktiven Markt existiert und ein beizulegender Zeitwert mit vertretbarem Aufwand nicht verlässlich bestimmt werden kann. Assoziierte Unternehmen, auf die die INDUS-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausübt (in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %), werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wird der Buchwert um die anteiligen Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert; bei kurzfristigen Forderungen entspricht dieser Ansatz grundsätzlich dem Nennbetrag. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Allgemeine Kreditrisiken werden durch portfoliobasierte Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit oder aktuelleren Erkenntnissen beruhen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden grundsätzlich auf separaten Konten erfasst.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Erfüllungsbetrag.

Derivative Finanzinstrumente werden bei INDUS zur Absicherung von auf zukünftigen Zahlungsströmen basierenden Grundgeschäften eingesetzt. Bei Abschluss des Sicherungsgeschäftes sind die entsprechenden Grundgeschäfte zum Teil bereits abgeschlossen worden und zum Teil noch nicht abgeschlossen worden.

Bei den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten handelt es sich überwiegend um Zinsswaps oder Fremdwährungstermingeschäfte. Voraussetzung für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung ist, dass die Sicherung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument effektiv ist und dies dokumentiert und laufend überwacht wird.

Die Bilanzierung dokumentierter Sicherungsbeziehungen ist abhängig von der Art der Beziehung. Im Falle der Absicherung von Zahlungsströmen ("Cash Flow Hedge"] wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital fortgeführt. Bei der Bewertung der oben beschriebenen Sicherungsinstrumente wurden in beiden Geschäftsjahren ausschließlich marktbezogene Bewertungsverfahren herangezogen. Das entspricht den Verfahren der Stufe 2. Als Inputfaktor zur Bewertung der Zinsswaps wird der stichtagsbezogene Marktzinssatz verwendet.

Darüber hinaus werden Call-/Put-Optionen aus dem Erwerb von Unternehmen als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Bei der Bewertung der Call-/Put-Optionen zum beizulegenden Zeitwert wurden marktbezogene beobachtbare Inputfaktoren (Stufe 2) und unternehmenseigene Daten (Stufe 3) herangezogen. Als Inputfaktor zur Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten werden der stichtagsbezogene Marktzinssatz, vertraglich festgelegte EBIT-Multiples und die individuellen Planungen der erworbenen Unternehmen verwendet. Insgesamt sind die Bewertungen der Call-/Put-Optionen der Stufe 3 zuzuordnen.

Die Altersvorsorgeverpflichtungen basieren auf beitrags- sowie leistungsorientierten Versorgungsplänen in unterschiedlicher Ausgestaltung.

Der Aufwand aus beitragsorientierten Plänen ("Defined Contribution Plans") betrifft Zahlungen von INDUS an externe Einrichtungen, ohne mit der Zahlung eine darüber hinausgehende Verpflichtung gegenüber dem Begünstigten einzugehen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Obligation") werden Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet ("Projected Unit Credit Method"). Der für die Abzinsung der künftigen Leistungsansprüche verwendete Zinssatz ist der Marktzinssatz für risikoadäquate langfristige Anlagen mit einer vergleichbaren Laufzeit. Für jeden Pensionsplan wird der Anwartschaftsbarwert um den beizulegenden Zeitwert eines qualifizierten Planvermögens vermindert. Bei Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung der zugrunde gelegten Parameter zur Berechnung der Anwartschaftsbarwerte und der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens entstehen versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Diese versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral über die Entwicklung des Konzerneigenkapitals und die Gesamtergebnisrechnung erfasst und in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden berechnet für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten, resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit, welches wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen wird, und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Ressourcenabfluss als langfristig klassifiziert wird und der Effekt hieraus wesentlich ist. Gewährleistungsrückstellungen werden für den gewährleistungsbehafteten Umsatz und den relevanten Gewährleistungszeitraum auf der Basis von gesicherten Erfahrungswerten berechnet. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, drohende Verluste aus Aufträgen und übrige Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind auf der Basis der zu erbringenden Leistungen berechnet. Für nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den nationalen Steuerbehörden werden Steuerrückstellungen auf Basis angemessener Schätzungen gebildet.

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, die wahrscheinlich nicht zu einem Ressourcenabfluss führen oder in ihrer Höhe nicht verlässlich bestimmt werden können. Sofern eine Eventualschuld vorliegt, werden hierzu Angaben im Anhang gemacht.

Latente Steuern werden auf alle temporären Unterschiede zwischen dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz und dem entsprechenden steuerlichen Wert nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Temporäre Differenzen entstehen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts oder die Erfüllung der Schuld zu steuerlich abweichenden Erträgen oder Aufwendungen führt. Latente Steuern auf einen Geschäfts- und Firmenwert werden nur in dem Maße, in dem dieser steuerlich abzugsfähig ist, gebildet. Das ist bei deutschen Personengesellschaften grundsätzlich der Fall.

Latente Steuern müssen auch dann berechnet werden, wenn die Realisierung dieses Geschäfts- und Firmenwerts, zum Beispiel über die Veräußerung der zugehörigen Personengesellschaft, nicht geplant ist. Dies führt zu einem dauerhaften Aufbau an passiven latenten Steuern bei INDUS.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verrechnet werden kann. Bei steuerlichen Verlustvorträgen ist das der Fall, wenn es entweder wahrscheinlich ist, dass in einem Planungshorizont von fünf Jahren ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist oder in entsprechender Höhe saldierungsfähige passive latente Steuern mit zukünftig ausreichendem zu versteuernden Einkommen verrechenbar sind.

Latente Steuern sind mit dem Steuersatz zu bewerten, der in der Periode, in der sich die Differenzen voraussichtlich umkehren werden, gültig sein wird. Unabhängig von der Fristigkeit sind latente Steuern nicht abzuzinsen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze gebildet, die nach der derzeitigen Rechtslage in den verschiedenen Ländern gültig bzw. verabschiedet sind. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 395 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % errechnet sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 29,6 % (Vorjahr: 29,6 %). Die ausländischen Steuersätze liegen unverändert zwischen 16 % und 39 %.

Im Rahmen der Ertragsrealisierung erfolgt die Erfassung von Umsatzerlösen, wenn die Leistungen erbracht beziehungsweise die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Umsatzerlöse sind gekürzt um Erlösschmälerungen. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmbar ist und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass INDUS ein wirtschaftlicher Nutzen hieraus zufließen wird. Umsätze aus Dienstleistungen werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Bei Fertigungsaufträgen erfolgt die Gewinnrealisierung entsprechend dem Fertigstellungsgrad. Dividendenerträge aus Anteilen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

Die im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms gewährten virtuellen Aktienoptionen ("Stock Appreciation Rights") sind als "anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" klassifiziert. Für diese werden mit dem beizulegenden Zeitwert der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet.

Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Zinsen und erhaltene Dividenden sind dem Cashflow aus Geschäftstätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition liquide Mittel und enthält Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Die Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert.

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

Bilanzpositionen werden durch zukünftige Ereignisse, die nicht kontrolliert werden können, beeinflusst. Dies kann Forderungsausfälle, Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen oder ähnliche Sachverhalte betreffen - all dies sind Risiken, die grundsätzlich eng mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Bilanzierung solcher Posten beruht auf langjähriger Erfahrung und der Beurteilung des aktuellen Umfelds.

Systembedingte Unsicherheiten resultieren aus Bilanzposten, bei denen erwartete zukünftige Zahlungsreihen diskontiert werden. Der Verlauf der Zahlungsreihen ist von zukünftigen Ereignissen abhängig, über deren Entwicklung Annahmen getroffen werden müssen. Weiterhin kann die Höhe der zukünftigen Zinssätze einen berechneten Cashflow erheblich beeinflussen. Das ist insbesondere der Fall bei der Prüfung von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Wertminderungen sowie der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren. Auch die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern basiert auf der Prognose zukünftiger Cashflows.

Relevante Unsicherheiten resultieren auch aus Posten, die aus einer Bandbreite möglicher zukünftiger Ausprägungen zu ermitteln sind, und betreffen insbesondere die sonstigen Rückstellungen und vergleichbare Verpflichtungen. Auch hier ist langjährige Erfahrung bei der Bilanzierung von erheblicher Bedeutung; trotzdem sind regelmäßig Über- oder Unterdotierungen von Rückstellungen in den folgenden Abschlüssen anzupassen.

Bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten fehlen oft aktive Märkte mit beobachtbaren Werten. Bei der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen muss der beizulegende Zeitwert der erworbenen Bilanzposten dann durch übliche Bewertungsmodelle ermittelt werden, die wiederum Annahmen über direkt beobachtbare und gegebenenfalls nicht beobachtbare Bewertungsprämissen erfordern.

Dem aktuellen Abschluss liegen Schätzungen und Annahmen zugrunde, die auf dem letzten Kenntnisstand des Managements beruhen. Da sich eine Vielzahl relevanter Bewertungsparameter aber der Kontrolle des Managements entziehen, lassen sich auch größere Buchwertanpassungen in der Zukunft nicht ausschließen.

Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet INDUS insgesamt mit einer stabilen Entwicklung, die den Ansatz der Bilanzposten entsprechend dem aktuellen Abschluss nicht wesentlich gefährdet. Die zugrunde liegenden Annahmen zur generellen konjunkturellen Entwicklung und der Entwicklung der relevanten Märkte im Speziellen werden ausführlich im Prognosebericht des Lageberichts erläutert.

[4] KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen vollkonsolidiert, bei denen die INDUS Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu beherrschen. Beherrschung liegt vor, wenn eine Gesellschaft Verfügungsmacht über die Tochterunternehmen ausüben kann, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und die Möglichkeit hat, ihre Verfügungsmacht zu nutzen, um die Höhe der Rückflüsse zu beeinflussen. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahres erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen.

VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN

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INLAND AUSLAND GESAMT DAVON ANTEILSBESITZ UNTER 100%
31.12.2017
Bau/Infrastruktur 25 9 34 2
Fahrzeugtechnik 34 17 51 10
Maschinen- und Anlagenbau 28 23 51 24
Medizin- und Gesundheitstechnik 7 10 17 10
Metalltechnik 16 9 25 3
Sonstige 9 0 9 1
Summe 119 68 187 50
31.12.2016
Bau/Infrastruktur 26 10 36 2
Fahrzeugtechnik 33 14 47 10
Maschinen- und Anlagenbau 22 17 39 15
Medizin- und Gesundheitstechnik 7 9 16 9
Metalltechnik 16 9 25 3
Sonstige 10 0 10 1
Summe 114 59 173 40

Die wesentlichen operativen Tochtergesellschaften sind im Anhang unter Punkt [43] dargestellt. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Buchwert der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter beträgt 2.900 TEUR (Vorjahr: 2.630 TEUR). Keiner der nicht beherrschenden Anteile ist für sich genommen wesentlich.

Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, und eine Kombination mit einer Call-Option für INDUS gegeben ist, liegt das wirtschaftliche Eigentum bei INDUS und die betreffenden Anteile werden in vollem Umfang konsolidiert und mit ihrem beizulegenden Zeitwert als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert. Zum Stichtag sind Kaufpreisverbindlichkeiten aus Minderheitenanteilen mit Andienungsrecht in Höhe von 64.275 TEUR (Vorjahr: 54.899 TEUR) bilanziert. In allen wesentlichen Fällen existieren Kaufpreismodelle, die unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezifischen Risikostruktur eine objektivierte Bewertung der Anteile zulassen, die einen Austausch der nicht beherrschenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert gewährleistet. Die Ausübung der Rechte ist in der Regel durch beide Vertragsparteien zu vertraglich festgelegten Ausübungszeitpunkten möglich.

Im Konsolidierungskreis sind zum 31. Dezember 2017 35 Komplementär-GmbHs, die mit der zugehörigen KG eine Einheitsgesellschaft bilden (31. Dezember 2016: 34 Komplementär-GmbHs), enthalten.

Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren aus dem Erwerb oder der Neugründung von Unternehmungen oder der Aufnahme des operativen Geschäfts von bisher nicht konsolidierten Beteiligungen.

Abgänge aus dem Konsolidierungskreis resultieren aus der Verschmelzung von Beteiligungen.

Drei (Vorjahr: drei) Tochterunternehmen, die wegen geringer Größe oder geringfügiger wirtschaftlicher Aktivität für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, wurden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, da kein aktiver Markt existiert und sich die beizulegenden Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand ermitteln lassen.

[5] UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

ANGABEN ZUR ERSTKONSOLIDIERUNG FÜR DAS AKTUELLE GESCHÄFTSJAHR

M+P INTERNATIONAL

Mit Vertrag vom 30. Januar 2017 hat die INDUS Holding AG 76,56 % der Anteile an der M+P INTERNATIONAL Mess- und Rechnertechnik GmbH, Hannover, erworben. Die M+P-Gruppe ist ein Anbieter von Mess- und Testsystemen zur Schwingungsprüfung und -analyse. Die M+P wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung betrug 19.834 TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Dieser setzt sich zusammen aus einer Barkomponente und einer bedingten Kaufpreiszahlung in Höhe von 5.137 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde, und aus Call-/Put-Optionen über die Minderheitsanteile resultiert. Die Ermittlung der Höhe der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftige EBIT.

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 9.310 TEUR ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing.

In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt ermittelt:

NEUERWERB: M+P INTERNATIONAL (IN TEUR)

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BUCHWERTE ZUM ZUGANGSZEITPUNKT NEUBEWERTUNG ZUGANG KONZERNBILANZ
Geschäfts- und Firmenwert 0 9.310 9.310
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 317 8.546 8.863
Sachanlagen 330 0 330
Vorräte 1.119 1.144 2.263
Forderungen 2.054 0 2.054
Sonstige Aktiva1 139 0 139
Liquide Mittel 2.985 0 2.985
Summe Vermögenswerte 6.944 19.000 25.944
Sonstige Rückstellungen 947 0 947
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 267 0 267
Sonstige Passiva2 2.028 2.868 4.896
Summe Schulden 3.242 2.868 6.110

1 Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

2 Sonstige Passiva: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

Die Erstkonsolidierung der M+P INTERNATIONAL erfolgte im Februar 2017. Zum INDUS-Ergebnis vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 trägt die M+P-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 10.048 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -310 TEUR bei. Wäre die M+P-Gruppe bereits am 1. Januar 2017 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse auf 10.456 TEUR und das EBIT auf -548 TEUR.

Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der M+P INTERNATIONAL belasten das operative Ergebnis in Höhe von 2.038 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

PEISELER

Am 18. April 2017 hat die INDUS Holding AG 80 % der Anteile an der PEISELER Holding GmbH, Remscheid, erworben. PEISELER ist ein Anbieter hochpräziser Teilgeräte und Schwenkeinrichtungen für Werkzeugmaschinen. Neben der operativen Hauptgesellschaft in Remscheid umfasst die PEISELER-Gruppe eine Betriebsstätte in Morbach sowie eine US-amerikanische Vertriebstochter in Grand Rapids, Michigan. PEISELER wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung betrug 31.218 TEUR zum Erwerbszeitpunkt. Dieser setzt sich zusammen aus einer Barkomponente und einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 7.218 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde und aus symmetrischen Call-/Put-Optionen über die Minderheitsanteile resultiert. Die Ermittlung der Höhe der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftige EBIT.

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 11.526 TEUR ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing.

In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt ermittelt:

NEUERWERB: PEISELER (IN TEUR)

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BUCHWERTE ZUM ZUGANGSZEITPUNKT NEUBEWERTUNG ZUGANG KONZERNBILANZ
Geschäfts- und Firmenwert 0 11.526 11.526
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 34 9.548 9.582
Sachanlagen 3.150 6.081 9.231
Vorräte 5.912 985 6.897
Forderungen 2.730 0 2.730
Sonstige Aktiva 1.275 0 1.275
Liquide Mittel 3.298 0 3.298
Summe Vermögenswerte 16.399 28.140 44.539
Pensionsrückstellungen 1.875 0 1.875
Sonstige Rückstellungen 1.055 0 1.055
Finanzschulden 1.077 0 1.077
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 400 0 400
Sonstige Passiva 3.996 4.918 8.914
Summe Schulden 8.403 4.918 13.321

1 Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, Sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

2 Sonstige Passiva: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten, Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

Der Bruttobetrag der übernommenen Forderungen beträgt 2.836 TEUR.

Die Erstkonsolidierung von PEISELER erfolgte im Mai 2017. Zum INDUS-Ergebnis vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 trägt die PEISELER-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 20.504 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 1.697 TEUR bei. Wäre PEISELER bereits zum 1. Januar 2017 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2017 auf 27.442 TEUR und das operative Ergebnis (EBIT) auf 1.661 TEUR.

Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung von PEISELER belasten das operative Ergebnis in Höhe von 2.102 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[6] UMSATZERLÖSE

In den Umsatzerlösen sind Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 227.660 TEUR enthalten (Vorjahr: 177.320 TEUR). Weiterhin sind Erlöse für Dienstleistungen in Höhe von 14.407 TEUR (Vorjahr: 15.180 TEUR) enthalten.

Eine erweiterte Darstellung der Umsatzerlöse findet sich im Bereich der Segmentberichterstattung.

[7] SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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IN TEUR 2017 2016
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 4.170 4.133
Auflösung von Wertberichtigungen 2.662 2.522
Ertragszuschüsse/Auflösung passiver Abgrenzung 875 584
Versicherungsentschädigungen 1.627 2.800
Erträge aus Mieten und Pachten 632 783
Erträge aus der Währungsumrechnung 259 3.737
Erträge aus Anlagenabgängen 1.630 1.360
Übrige sonstige betriebliche Erträge 4.681 4.327
Summe 16.536 20.246

Den Erträgen aus der Währungsumrechnung von 259 TEUR (Vorjahr: 3.737 TEUR) stehen Aufwendungen in Höhe von -5.486 TEUR gegenüber (Vorjahr: -1.127 TEUR). Der Betrag der Währungsumrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt somit -5.227 TEUR (Vorjahr: 2.610 TEUR).

[8] AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

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IN TEUR 2017 2016
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.920 3.295
Aktivierte Eigenleistungen nach IAS 38 3.211 2.923
Summe 5.131 6.218

Weiterhin wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 16.397 TEUR (Vorjahr: 14.614 TEUR) im Periodenaufwand erfasst.

[9] BESTANDSVERÄNDERUNG

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IN TEUR 2017 2016
Unfertige Erzeugnisse -3.256 -8.866
Fertige Erzeugnisse 8.460 19.979
Summe 5.204 11.113

[10] MATERIALAUFWAND

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in TEUR 2017 2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -606.215 -532.795
Bezogene Leistungen -139.679 -115.890
Summe -745.894 -648.685

[11] PERSONALAUFWAND

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in TEUR 2017 2016
Löhne und Gehälter -404.501 -363.129
Soziale Abgaben -70.643 -62.918
Aufwendungen für Altersversorgung -4.535 -4.183
Summe -479.679 -430.230

Der Personalaufwand enthält nicht den Zinsanteil aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen. Dieser ist mit -643 TEUR im Zinsergebnis erfasst (Vorjahr: -680 TEUR).

[12] ABSCHREIBUNGEN

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IN TEUR 2017 2016
Planmäßige Abschreibungen -62.438 -55.976
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 0
Summe -62.438 -55.976

[13] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWAND

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IN TEUR 2017 2016
Vertriebsaufwendungen -90.454 -84.131
Betriebsaufwendungen -76.109 -70.560
Verwaltungsaufwendungen -50.970 -42.528
Übrige Aufwendungen -10.486 -6.288
Summe -228.019 -203.507

VERTRIEBSAUFWENDUNGEN

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IN TEUR 2017 2016
Frachten, Verpackung, Provision -45.255 -38.940
KFZ, Reisen und Bewirtung -21.933 -19.185
Werbung & Messen -12.747 -12.846
Forderungen & Garantien -8.000 -10.823
Übrige Vertriebsaufwendungen -2.519 -2.337
Summe -90.454 -84.131

BETRIEBSAUFWENDUNGEN

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IN TEUR 2017 2016
Maschinen und Anlagen: Miete und Instandhaltung -27.400 -25.309
Grundstücke und Gebäude : Miete und Raumkosten -23.336 -21.271
Energie, Betriebsstoffe und Werkzeuge -15.796 -15.177
Übrige Betriebsaufwendungen -9.577 -8.803
Summe -76.109 -70.560

VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN

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IN TEUR 2017 2016
EDV, Büro und Kommunikation -15.789 -13.415
Beratung & Gebühren -18.935 -14.940
Versicherung -4.662 -4.439
Personalverwaltung und Fortbildung -6.888 -5.610
Übrige Verwaltungsaufwendungen -4.696 -4.124
Summe -50.970 -42.528

ÜBRIGE AUFWENDUNGEN

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IN TEUR 2017 2016
Aufwand aus der Währungsumrechnung -5.486 -1.127
Anlagenabgänge -868 -702
Zuführung zu Rückstellungen -503 -226
Sonstige -3.629 -4.233
Summe -10.486 -6.288

[14] FINANZERGEBNIS

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IN TEUR 2017 2016
Erträge Finanzanlagen 317 539
Abschreibungen auf Finanzanlagen -14 -19
Summe 303 520

[15] ZINSERGEBNIS

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IN TEUR 2017 2016
Zinsen und ähnliche Erträge 231 516
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.902 -15.536
Zinsen operatives Geschäft -15.671 -15.020
Sonstige: Marktwerte Zinsswaps 9 91
Sonstige: Minderheitsanteile -8.012 -6.627
Zinsen Sonstige -8.003 -6.536
Summe -23.674 -21.556

Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in Höhe von -151 TEUR (Vorjahr: -419 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.

[16] STEUERN

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IN TEUR 2017 2016
Aperiodische Steuern 194 -355
Laufende Steuern -48.985 -43.872
Latente Steuern 2.674 1.267
Summe -46.117 -42.960

Die aperiodischen Steuern resultieren im Wesentlichen aus Änderungen aufgrund von steuerlichen Außenprüfungen.

STEUERLICHE BESONDERHEITEN

Das Geschäftsmodell der INDUS Holding AG beruht auf der Bündelung mittelständischer Nischenanbieter, die eine führende Position in ihrem jeweiligen Markt besitzen. Synergien spielen beim Erwerb von Tochtergesellschaften durch die INDUS Holding AG eine untergeordnete Rolle. Jede Gesellschaft steht eigenständig für ihren Erfolg ein, bedarfsweise unterstützt durch Ressourcen der Holding.

Erworben wurden in der Vergangenheit insbesondere deutsche Personengesellschaften. Der Erwerb einer Personengesellschaft führt zu folgenden steuerlichen Konsequenzen:

Die Mehrwerte aus der steuerlichen Kaufpreisallokation sind in Form von Abschreibungen aus Ergänzungsbilanzen, verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer, abzugsfähig. Dies führt zu einer um die Abschreibungen geminderten steuerlichen Bemessungsgrundlage und kann auch bei ertragsstarken Gesellschaften dazu führen, dass ein steuerlicher Verlust mit entsprechenden Steuerersparnissen - Gewerbesteuer bei der Personengesellschaft und Körperschaftsteuer bei der INDUS Holding AG - entsteht. Positive Ergebniseffekte entstehen durch die Bilanzierung von latenten Steuern nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept nach IFRS nicht mehr.

Eine Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt im Konzern nur, wenn im Fünf-Jahres-Planungszeitraum ausreichendes zu versteuerndes Einkommen unterstellt werden kann.

Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Gesellschaft an. Eine Ergebnisverrechnung steuerlicher Gewinne und Verluste für die Gewerbesteuer ist zwischen den Gesellschaften nicht möglich. Die steuerlichen Ergebnisse von Personengesellschaften nach Gewerbesteuer werden der INDUS Holding AG zugerechnet und in Summe der Körperschaftsteuer unterworfen. Steuerliche Organschaftsverträge mit Kapitalgesellschaften existieren nicht. Diese Sachverhalte drücken sich im Wesentlichen in der Position "keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften" aus.

ÜBERLEITUNG VOM ERWARTETEN ZUM TATSÄCHLICHEN STEUERAUFWAND (IN TEUR)

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2017 2016
Ergebnis vor Ertragsteuern 129.191 123.378
Erwarteter Steueraufwand 29,6 % (Vorjahr: 29,6%) 38.241 36.520
Überleitung
Aperiodische Steuern -194 355
At-Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen -320 -286
Struktureffekte aus:
abweichenden lokalen Steuersätzen 180 33
abweichenden nationalen Steuersätzen -1.073 -263
Anschaffungsnebenkosten aus Unternehmenserwerben 155 187
Aktivierung oder Wertberichtigung von Verlustvorträgen latenter Steuern 1.395 1.267
Nutzung tatsächlicher steuerlicher Verlustvorträge -743 -1.370
Keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften 3.454 2.730
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 2.372 1.962
Auswirkungen der Zinsschranke bei der INDUS Holding AG 542 420
Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen oder steuerfreie Erträge 2.108 1.405
Tatsächlicher Steueraufwand 46.117 42.960
in % vom Ergebnis 35,7% 34,8%

Bei einem Körperschaftsteuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) errechnet sich für inländische Unternehmen unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 395 % (Vorjahr: 395 %) sowie des Solidaritätszuschlags von unverändert 5,5 % ein Ertragsteuersatz von 29,6 % (Vorjahr: 29,6 %).

[17] ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis beträgt 3,37 EUR je Aktie (Vorjahr: 3,27 EUR je Aktie). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug im aktuellen Jahr unverändert 24.450.509 Stück. Zu weiteren Details wird auf Textziffer [26] verwiesen.

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IN TEUR 2017 2016
Ergebnis der INDUS-Aktionäre 82.337 80.041
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) 24.451 24.451
Ergebnis je Aktie (in EUR) 3,37 3,27

Das zugrunde gelegte Ergebnis ermittelt sich aus dem Ergebnis der INDUS-Aktionäre. Im Falle der Inanspruchnahme des bedingten/genehmigten Kapitals können in Zukunft Verwässerungen eintreten.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

[18] GESCHÄFTS- UND FIRMENWERT

Die auf Segmentebene zusammengefassten individuellen Geschäfts- und Firmenwerte stellen sich wie folgt dar:

ANLAGESPIEGEL - GESCHÄFTS- UND FIRMENWERT

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BUCHWERT 1.1.2017 ÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS ZUGANG
Bau/Infrastruktur 112.295 0 0
Fahrzeugtechnik 75.420 0 0
Maschinen- und Anlagenbau 121.902 20.836 0
Medizin- und Gesundheitstechnik 69.639 0 0
Metalltechnik 29.446 0 0
Summe Geschäfts- und Firmenwert 408.702 20.836 0

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ABGANG IMPAIRMENT WÄHRUNGSDIFFERENZ BUCHWERT 31.12.2017
Bau/Infrastruktur 0 0 -635 111.660
Fahrzeugtechnik 0 0 -98 75.322
Maschinen- und Anlagenbau 0 0 -215 142.523
Medizin- und Gesundheitstechnik 0 0 0 69.639
Metalltechnik 0 0 0 29.446
Summe Geschäfts- und Firmenwert 0 0 -948 428.590

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BUCHWERT 1.1.2016 ÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS ZUGANG
Bau/Infrastruktur 103.074 9.145 0
Fahrzeugtechnik 71.499 3.833 0
Maschinen- und Anlagenbau 121.305 1.574 0
Medizin- und Gesundheitstechnik 69.477 162 0
Metalltechnik 29.447 0 0
Summe Geschäfts- und Firmenwert 394.802 14.714 0

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ABGANG IMPAIRMENT WÄHRUNGSDIFFERENZ BUCHWERT 31.12.2016
Bau/Infrastruktur 0 0 76 112.295
Fahrzeugtechnik 0 0 88 75.420
Maschinen- und Anlagenbau 0 0 -977 121.902
Medizin- und Gesundheitstechnik 0 0 0 69.639
Metalltechnik 0 0 -1 29.446
Summe Geschäfts- und Firmenwert 0 0 -814 408.702

WERTHALTIGKEIT DER GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE

Der Werthaltigkeitstest auf die Geschäfts- und Firmenwerte wurde auf Ebene der Cash Generating Units (in der Regel die Beteiligungsgesellschaften inkl. deren Tochterunternehmen) durchgeführt.

Beim Werthaltigkeitstest wird der erzielbare Betrag der CGU mit dem Buchwert inklusive des zugeordneten Geschäfts- und Firmenwertes verglichen. Für den erzielbaren Betrag wird bei INDUS in der Regel der Nutzungswert herangezogen.

Der Nutzungswert basiert auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem detaillierten Planungszeitraum von drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer globalen Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit Kapitalkostensätzen abgezinst. Diese basieren auf einem risikolosen Zinssatz in Höhe von 1,25 % (Vorjahr: 0,5 %), einer Marktrisikoprämie von 6,75 % (Vorjahr: 7,00 %) sowie auf segmentspezifischen Betafaktoren, die von einer Peer Group abgeleitet wurden, und Fremdkapitalverschuldungssätzen. Es wurden folgende segmentspezifische Vorsteuer-Kapitalkostensätze verwendet: Bau/Infrastruktur 5,8 % (Vorjahr: 6,4 %), Fahrzeugtechnik 9,3 % (Vorjahr: 8,6 %), Maschinen- und Anlagenbau 7,3 % (Vorjahr: 6,6 %), Medizin- und Gesundheitstechnik 6,8 % (Vorjahr: 4,8 %) und Metalltechnik 7,8 % (Vorjahr: 6,9 %).

Im Geschäftsjahr 2017 sind wie im Vorjahr alle Geschäfts- und Firmenwerte werthaltig.

Bei einer Erhöhung des Vorsteuerkapitalkostensatzes um 0,5 Prozentpunkte würde es zu einer außerplanmäßigen Geschäfts- und Firmenwert-Abschreibung in Höhe von 2.360 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) kommen.

[19] ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE, DES SACHANLAGEVERMÖGENS UND DER ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN

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ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN 2017 (IN TEUR)
ANFANGSBESTAND 1.1.2017 ÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS ZUGANG
--- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwert 448.747 20.836 0
Aktivierte Entwicklungskosten 31.274 0 3.786
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 169.642 18.445 3.920
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 200.916 18.445 7.706
Grundstücke und Gebäude 280.981 7.033 7.212
Technische Anlagen und Maschinen 412.036 675 23.064
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 160.670 1.853 18.758
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.596 0 24.898
Summe Sachanlagen 867.283 9.561 73.932
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.973 0 0

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ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN 2017 (IN TEUR)
ABGANG UMBUCHUNGEN WÄHRUNGSDIFFERENZ ENDBESTAND 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwert 0 0 -961 468.622
Aktivierte Entwicklungskosten -20 0 -192 34.848
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.133 46 -371 190.549
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.153 46 -563 225.397
Grundstücke und Gebäude -1.064 10.157 -4.190 300.129
Technische Anlagen und Maschinen -11.873 7.525 -4.080 427.347
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -9.598 1.577 -1.481 171.779
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -510 -19.305 20 18.699
Summe Sachanlagen -23.045 -46 -9.731 917.954
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 6.973

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ABSCHREIBUNGEN 2017 (IN TEUR)
ANFANGSBESTAND 1.1.2017 ÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS ZUGANG
--- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwert 40.045 0 0
Aktivierte Entwicklungskosten 18.668 0 3.632
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 107.942 0 10.118
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 126.610 0 13.750
Grundstücke und Gebäude 85.688 0 8.493
Technische Anlagen und Maschinen 304.673 0 25.047
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.591 0 14.949
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 7
Summe Sachanlagen 497.952 0 48.496
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.561 0 192

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ABSCHREIBUNGEN 2017 (IN TEUR)
ABGANG UND UMBUCHUNGEN WERTAUFHOLUNG WÄHRUNGSDIFFERENZ ENDBESTAND 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwert 0 0 -13 40.032
Aktivierte Entwicklungskosten -6 0 -70 22.224
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.112 0 -229 116.719
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.118 0 -299 138.943
Grundstücke und Gebäude -359 0 -1.011 92.811
Technische Anlagen und Maschinen -10.232 0 -2.824 316.664
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -9.493 0 -1.583 111.464
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 7
Summe Sachanlagen -20.084 0 -5.418 520.946
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 1.753

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ANSCHAFFUNGS -/HERSTELLUNGSKOSTEN 2016 (IN TEUR)
ANFANGSBESTAND 1.1.2016 ÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS ZUGANG ABGANG
--- --- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwert 434.871 14.714 0 0
Aktivierte Entwicklungskosten 26.863 156 4.161 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 148.847 16.214 6.140 -1.348
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 175.710 16.370 10.301 -1.348
Grundstücke und Gebäude 259.519 6.100 16.847 -2.592
Technische Anlagen und Maschinen 386.271 1.253 24.532 -8.222
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 147.708 1.096 17.481 -6.136
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.212 39 14.574 -1.351
Summe Sachanlagen 803.710 8.488 73.434 -18.301
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 7.891 0 0 -918

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ANSCHAFFUNGS -/HERSTELLUNGSKOSTEN 2016 (IN TEUR)
UMBUCHUNGEN WÄHRUNGSDIFFERENZ ENDBESTAND 31.12.2016
--- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwert 0 -838 448.747
Aktivierte Entwicklungskosten 79 15 31.274
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 71 -282 169.642
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 150 -267 200.916
Grundstücke und Gebäude 1.176 -69 280.981
Technische Anlagen und Maschinen 7.993 209 412.036
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 504 17 160.670
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -9.823 -55 13.596
Summe Sachanlagen -150 102 867.283
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 6.973

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ABSCHREIBUNGEN 2016 (IN TEUR)
ANFANGSBESTAND 1.1.2016 ÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS ZUGANG ABGANG UND UMBUCHUNGEN
--- --- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwert 40.069 0 0 0
Aktivierte Entwicklungskosten 15.673 0 2.987 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 101.209 0 8.226 -1.318
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 116.882 0 11.213 -1.318
Grundstücke und Gebäude 79.535 0 7.979 -1.863
Technische Anlagen und Maschinen 289.353 0 22.492 -7.756
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.976 0 13.459 -5.929
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 468.864 0 43.930 -15.548
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.967 0 190 -596

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ABSCHREIBUNGEN 2016 (IN TEUR)
WERTAUFHOLUNG WÄHRUNGSDIFFERENZ ENDBESTAND 31.12.2016
--- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwert 0 -24 40.045
Aktivierte Entwicklungskosten 0 8 18.668
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 -175 107.942
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 -167 126.610
Grundstücke und Gebäude 0 37 85.688
Technische Anlagen und Maschinen 0 584 304.673
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 85 107.591
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
Summe Sachanlagen 0 706 497.952
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 1.561

Die immateriellen Wirtschaftsgüter haben bestimmbare Nutzungsdauern. Die Veränderung des Konsolidierungskreises betrifft Zugänge nach IFRS 3. Der Restbuchwert aktivierter Finanzierungsleasingverhältnisse beträgt bei Grundstücken und Gebäuden 11.508 TEUR (Vorjahr: 14.408 TEUR) und bei technischen Anlagen und Maschinen 2.100 EUR (Vorjahr: 1.044 TEUR).

Die Restbuchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen zum Bilanzstichtag:

RESTBUCHWERTE DES ANLAGEVERMÖGENS (IN TEUR)

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31.12.2017 31.12.2016
Geschäfts- und Firmenwert 428.590 408.702
Aktivierte Entwicklungskosten 12.624 12.606
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 73.830 61.700
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 86.454 74.306
Grundstücke und Gebäude 207.318 195.293
Technische Anlagen und Maschinen 110.683 107.363
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.315 53.079
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.692 13.596
Sachanlagen 397.008 369.331
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5.220 5.412

[20] FINANZANLAGEN

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IN TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Andere Beteiligungen 2.592 2.518
Sonstige Ausleihungen 11.403 9.696
Summe 13.995 12.214

Die Ausleihungen betreffen selbst ausgereichte Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Ausleihungen werden teilweise unverzinslich, überwiegend mit fristadäquaten Zinssätzen und mit langfristiger Zinsbindung abgerechnet. Leistungsstörungen traten in beiden Geschäftsjahren nicht auf.

[21] AT-EQUITY-BEWERTETE ANTEILE

Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Anteile betragen zum 31. Dezember 2017 10.903 TEUR (Vorjahr: 10.497 TEUR).

Die folgende Übersicht enthält weitere Angaben zu den at-Equity-bewerteten Unternehmen:

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IN TEUR 2017 2016
Anschaffungskosten der assoziierten Unternehmen 8.408 8.408
Vereinnahmtes Ergebnis 1.038 849
Eckdaten der assoziierten Unternehmen:
Vermögen 45.091 38.284
Schulden 27.734 22.602
Kapital 17.357 15.682
Erlöse 30.498 26.599
Ergebnis 2.141 1.715

[22] SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

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IN TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 6.048 5.526
Übrige Steuererstattungsansprüche 4.199 4.272
Langfristige Forderungen 107 9
Deckungskapital Rückdeckungsversicherung 1.233 1.184
Darlehen und andere Forderungen 596 490
Positive Marktwerte von Derivaten 99 860
Übrige Vermögenswerte 8.559 7.112
Summe 20.841 19.453
davon kurzfristig 18.247 16.424
davon langfristig 2.594 3.029

[23] LATENTE STEUERN UND LAUFENDE ERTRAGSTEUERN

Die Herkunft der aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen wird im Folgenden erläutert:

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IN TEUR Aktiv Passiv Saldo
2017
Geschäfts- und Firmenwert Personengesellschaften 3.166 -28.041 -24.875
Immaterielle Vermögenswerte 0 -21.463 -21.463
Sachanlagen 2.277 -6.631 -4.354
Forderungen und Vorräte 536 -4.014 -3.478
Sonstige kurzfristige Aktiva 369 -29 340
Langfristige Rückstellungen 8.778 -23 8.755
Sonstige kurzfristige Passiva 2.286 -42 2.244
Aktivierte Verlustvorträge 5.737 0 5.737
Saldierungen -14.287 14.287 0
Latente Steuern 8.862 -45.956 -37.094

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IN TEUR Aktiv Passiv Saldo
2016
Geschäfts- und Firmenwert Personengesellschaften 2.696 -27.119 -24.423
Immaterielle Vermögenswerte 0 -17.907 -17.907
Sachanlagen 2.433 -5.155 -2.722
Forderungen und Vorräte 577 -3.535 -2.958
Sonstige kurzfristige Aktiva 12 -146 -134
Langfristige Rückstellungen 5.553 -26 5.527
Sonstige kurzfristige Passiva 3.575 0 3.575
Aktivierte Verlustvorträge 3.705 0 3.705
Saldierungen -16.293 16.293 0
Latente Steuern 2.258 -37.595 -35.337

Die Saldierung erfolgt bei Ertragsteuern, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Im Wesentlichen betrifft das die Körperschaftsteuer der INDUS Holding AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft.

Die passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Berechnung latenter Steuern auf den steuerlich abzugsfähigen Geschäfts- und Firmenwert von Personengesellschaften. Zu steuerlichen Zwecken erfolgt bei Personengesellschaften eine IFRS-ähnliche Kaufpreisallokation; die entstehenden Mehrwerte - auch der steuerliche Geschäfts- und Firmenwert - sind steuerlich abzugsfähig. Da der Geschäfts- und Firmenwert nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind nach den Voraussetzungen des IAS 12.21B in der Folge mit der Abschreibung des steuerlichen Geschäfts- und Firmenwerts latente Steuern zu bilden. Die latenten Steuern müssen bis zur Veräußerung der Gesellschaft bilanziert werden.

Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern wird in den folgenden Tabellen erläutert:

ENTWICKLUNG DER LATENTEN STEUERN (IN TEUR)

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1.1.2017 GuV Übrige 31.12.2017
Gewerbesteuer 3.141 714 0 3.855
Körperschaftsteuer 564 89 0 653
ausländische Steuer 0 1.229 0 1.229
Aktivierte Verlustvorträge 3.705 2.032 0 5.737
Übrige Latente Steuern -39.042 642 -4.431 -42.831
Latente Steuern -35.337 2.674 -4.431 -37.094

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1.1.2016 GuV Übrige 31.12.2016
Gewerbesteuer 2.617 524 0 3.141
Körperschaftsteuer 546 18 0 564
Aktivierte Verlustvorträge 3.163 542 0 3.705
Übrige Latente Steuern -37.941 725 -1.826 -39.042
Latente Steuern -34.778 1.267 -1.826 -35.337

Die übrigen Veränderungen der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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IN TEUR 2017 2016
Rücklage für Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) 241 -249
Rücklage für Währungsumrechnung 275 -143
Rücklage für Pensionen (versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) 2.839 284
Veränderung Konsolidierungskreis -7.786 -1.718
Summe -4.431 -1.826

Den aktivierten latenten Steuern liegen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 35.417 TEUR (Vorjahr: 25.453 TEUR) zugrunde.

Weitere steuerliche Verlustvorträge in Höhe von zusammen 179.192 TEUR (Vorjahr: 165.241 TEUR), bei denen die Realisierungsmöglichkeit in den nächsten fünf Jahren unwahrscheinlich ist, wurden nicht aktiviert. Es handelt sich zum überwiegenden Teil um gewerbesteuerliche Verlustvorträge, resultierend aus den steuerlichen Besonderheiten der INDUS-Gruppe, wie sie unter Ziffer [16] erläutert wurden. Zukünftige potenzielle Realisierungsmöglichkeiten sind dementsprechend durch den dann geltenden Gewerbesteuersatz bestimmt. Größte Einzelposition ist der gewerbesteuerliche Verlustvortrag der Holding. Die Verwertung dieser Verlustvorträge unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen.

Aufgrund geringer Realisierungsmöglichkeit wurden aktive latente Steuern in Höhe von 24 TEUR nicht angesetzt (Vorjahr: 139 TEUR). Aktive latente Steuern in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr: 945 TEUR) wurden bei Gesellschaften, die aktuell steuerliche Verluste erlitten haben, über die entsprechenden passiven latenten Steuern hinaus bilanziert.

[24] VORRÄTE

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IN TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 125.146 98.941
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 88.205 85.419
Fertige Erzeugnisse und Waren 109.340 102.772
Geleistete Anzahlungen 16.463 21.565
Summe 339.154 308.697

Die Buchwerte der Vorräte enthalten Abwertungen in Höhe von 17.606 TEUR (Vorjahr: 15.982 TEUR).

[25] FORDERUNGEN

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IN TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Forderungen an Kunden 180.138 163.257
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 15.693 12.689
Forderungen an assoziierte Unternehmen 1.697 1.680
Summe 197.528 177.626

Im aktuellen Berichtsjahr sind 108 TEUR an Forderungen an Kunden mit einem Zahlungsziel von mehr als einem Jahr ausgewiesen (Vorjahr: 75 TEUR).

Weitere Angaben zur Auftragsfertigung enthält die folgende Tabelle:

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IN TEUR 2017 2016
Angefallene Kosten zuzüglich anteiliger Ergebnisse 107.971 71.782
Erhaltene Anzahlungen 141.279 96.986
Fertigungsaufträge mit aktivem Saldo 15.693 12.689
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 49.001 37.893

Die Fertigungsaufträge mit passivem Saldo betreffen Fertigungsaufträge, die einen verrechneten Überhang an erhaltenen Anzahlungen aufweisen. In der Bilanz werden diese unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von 5.999 TEUR (Vorjahr: 7.011 TEUR). Die Entwicklung wird im Folgenden dargestellt:

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IN TEUR 2017 2016
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 7.011 6.278
Währungsdifferenz -52 -12
Veränderung Konsolidierungskreis 53 137
Zuführungen 2.431 2.922
Verbrauch -597 -368
Auflösungen -2.847 -1.946
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 5.999 7.011

[26] EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 63.571.323,62 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Die Aktien sind in Düsseldorf und Frankfurt zum Geregelten Markt und in Berlin, Hamburg und Stuttgart zum Freiverkehr zugelassen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 12.225.254 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 31.785.660,51 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebender und ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten; dabei sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder abgegeben bzw. auszugeben sind.

Auf der Hauptversammlung am 24. Juni 2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 11.700.000,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder - sofern die Satzung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt - auf den Namen lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013).

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen (oder einer Kombination dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die ordentliche Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihrem Wandlungs- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder
die aus von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die ordentliche Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegebenen oder garantierten Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen Verpflichteten ihre Wandlungs- bzw. Optionspflicht erfüllen und
das Bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen benötigt wird.

RÜCKLAGEN UND KONZERNBILANZGEWINN

Die Entwicklung der Rücklagen ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und beinhaltet die Kapitalrücklage der INDUS Holding AG. Für den Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 40,8 % (Vorjahr: 42,4 %).

ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an den Kapitalgesellschaften WEIGAND Bau GmbH und Tochtergesellschaften der ROLKO-Kohlgrüber GmbH. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen [30].

GEWINNVERWENDUNG

Der Vorstand wird der Hauptversammlung folgende Dividendenzahlungen aus dem Bilanzgewinn der INDUS Holding AG vorschlagen:

Zahlung einer Dividende von 1,50 EUR je Stückaktie (Vorjahr: 1,35 EUR je Stückaktie). Dies entspricht bei 24.450.509 Aktien (Vorjahr: 24.450.509 Aktien) einer Zahlung von 36.675.763,50 EUR (Vorjahr: 33.008.187,15 EUR). Der vollständige Gewinnverwendungsvorschlag ist separat veröffentlicht. Die vorgeschlagene Dividende wurde bilanziell nicht erfasst und es ergeben sich keine steuerlichen Konsequenzen.

SONSTIGE RÜCKLAGEN

ENTWICKLUNG DER SONSTIGEN RÜCKLAGEN (IN TEUR)

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SONSTIGE ERGEBNISSE SONSTIGE ERGEBNISSE
1.1.2016 2016 31.12.2016 2017 31.12.2017
--- --- --- --- --- ---
Rücklage für Währungsumrechnung 10.108 -2.191 7.917 -9.233 -1.316
Rücklage für Pensionen (versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) -10.534 -960 -11.494 -13.258 -24.752
Latente Steuern für Pensionen 3.119 284 3.403 2.839 6.242
Rücklage für Cash Flow Hedges -4.960 1.575 -3.385 -943 -4.328
Latente Steuern für Cash Flow Hedges 781 -249 532 241 773
Summe sonstige Rücklagen -1.486 -1.541 -3.027 -20.354 -23.381

Die Rücklage für die Währungsumrechnung und die Rücklage für Cash Flow Hedges enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Veränderung der Rücklage für die Cash Flow Hedges resultiert ausschließlich aus laufender Veränderung der Marktbewertung. Auswirkungen aus Umklassifizierungen existieren nicht.

KAPITALMANAGEMENT

Die INDUS Holding AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen sowie die Liquidität und Kreditwürdigkeit der INDUS-Gruppe sicherzustellen. In diesem Zusammenhang steht auch die fortlaufende Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zum verzinslichen Gesamtkapital, bestehend aus verzinslichem Fremdkapital und Eigenkapital. Das verzinsliche Fremdkapital umfasst die Pensionsrückstellungen und die Finanzschulden vermindert um die liquiden Mittel und beträgt 442.934 TEUR (Vorjahr: 405.571 TEUR). Unter Berücksichtigung des bilanziellen Eigenkapitals ergibt sich das Gesamtkapital in Höhe von 1.116.747 TEUR (Vorjahr: 1.050.139 TEUR). Bezogen auf das eingesetzte verzinsliche Gesamtkapital beträgt der Anteil des Eigenkapitals 60,3 % (Vorjahr: 61,4 %).

Der Anstieg des Gesamtkapitals um 66.608 TEUR (Vorjahr: 70.298 TEUR) resultiert aus einem Anstieg des Eigenkapitals um 29.245 TEUR (Vorjahr: 49.138 TEUR) und einer Erhöhung des verzinslichen Fremdkapitals um 37.363 TEUR (Vorjahr: Erhöhung um 21.160 TEUR). Das thesaurierte Eigenkapital steigert die solide Kapitalausstattung von INDUS.

Die INDUS Holding AG unterliegt mit Ausnahme der aktienrechtlichen Regelungen zum Mindestkapital keinen weiteren rechtlich vorgegebenen Kapitalerfordernissen. Darüber hinaus ist die INDUS Holding AG im Rahmen von Kreditverträgen Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen, um damit weiterhin Finanzmittel zu angemessenen Konditionen erhalten zu können. Die geforderte Mindest-Eigenkapitalquote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr übertroffen. Die Kreditgeber besitzen Sonderkündigungsrechte im Falle eines Kontrollwechsels. Für Schuldscheindarlehen sind bestimmte Kennzahlen definiert.

[27] PENSIONEN

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (IN TEUR)

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2017 2016 Veränderung
Laufender Dienstzeitaufwand 418 401 17
Zinsaufwand 643 680 -37
Erträge aus Planvermögen -56 -62 6
Aufwand für DBO-Versorgungszusagen 1.005 1.019 -14
+ Aufwand aus beitragsorientierten Plänen 3.771 3.564 207
\= GuV-Periodenaufwand für Pensionszusagen 4.776 4.583 193

BILANZANSATZ (IN TEUR)

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2017 2016 Veränderung
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 43.969 29.020 14.949
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 38.221 2.864 35.357
DBO: Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 82.190 31.884 50.306
Fondsvermögen zu Marktwerten -38.221 -2.864 -35.357
Nettoverpflichtungen = Rückstellung 43.969 29.020 14.949
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -24.752 -11.494 -13.258
Anfangsbestand: Bilanzwert zum 1.1. 29.020 28.055 965
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 1.005 1.019 -14
Rentenzahlungen -1.189 -1.014 -175
Im Eigenkapital realisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 13.258 960 12.298
Veränderung Konsolidierungskreis/Saldierungen 1.875 0 1.875
Endbestand: Bilanzwert zum 31.12 43.969 29.020 14.949
Zugrunde liegende Annahmen in Prozent:
Abzinsungsfaktor
Deutschland 1,80 2,00
Schweiz 0,75 0,75
Gehaltstrend
Deutschland 2,50 2,50
Schweiz 0,75 0,75
Rententrend
Deutschland 1,75 1,75
Schweiz 0,00 0,00
Erwartete Erträge aus Planvermögen
Deutschland 1,80 2,00
Schweiz 0,75 0,75

Der Zinsaufwand ist unter der Position Zinsergebnis erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechen im Wesentlichen den tatsächlichen Erträgen.

Die leistungsorientierten Pläne sind mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko, belastet. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors um 0,5 Prozentpunkte würde die Nettoverpflichtung um 4.703 TEUR (Vorjahr: 2.150 TEUR) reduzieren bzw. um 5.325 TEUR (Vorjahr: 2.418 TEUR) erhöhen.

Für das Geschäftsjahr 2017 wurde die versicherungsmathematische Annahme bezüglich der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme von INDUS aus den Schweizer Versorgungsplänen geändert. Aufgrund der nach unserer Einschätzung gestiegenen Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme, werden die bisher als beitragsorientierte Pläne bilanzierten leistungsorientierten Pläne nun als leistungs-orientierte Pläne bilanziert. Die versicherungsmathematischen Verluste aus der Neueinschätzung betragen 12.649 TEUR und sind im sonstigen Ergebnis erfasst worden.

Im Zusammenhang mit Pensionsleistungen werden für 2018 Zahlungen in Höhe von 3.078 TEUR (im Jahr 2016 für 2017: 1.254 TEUR) erwartet.

Das Fondsvermögen besteht im Wesentlichen aus Rückdeckungsversicherungen. Die Entwicklung des Fondsvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

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IN TEUR 2017 2016
Vermögenswerte zum 1.1. 2.864 2.799
Erwartete Erträge des Planvermögens 56 62
Laufende Beiträge durch die Anbieter 101 52
Pensionszahlungen -148 -148
Saldierungen/Sonstiges 35.348 99
Vermögenswerte zum 31.12. 38.221 2.864

Darüber hinaus sind in der Bilanz weitere Erstattungsforderungen in Höhe von 1.233 TEUR (Vorjahr: 1.184 TEUR) bilanziert. [28] SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

In den sonstigen Rückstellungen sind Zinsen in Höhe von 84 TEUR berücksichtigt worden (Vorjahr: 83 TEUR).

RÜCKSTELLUNGEN 2017 (IN TEUR)

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ANFANGSBESTAND 1.1.2017 VERÄNDERUNG KONSOLIDIERUNGSKREIS VERBRAUCH
Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung 30.465 603 22.450
Kosten der Belegschaft 22.777 896 20.262
Übrige Rückstellungen 14.553 388 8.613
Summe 67.795 1.887 51.325

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AUF LÖSUNG ZUFÜHRUNG/ NEUBILDUNG WÄHRUNGSDIFFERENZ ENDBESTAND 31.12.2017
Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung 2.449 27.614 -161 33.622
Kosten der Belegschaft 710 24.040 -198 26.543
Übrige Rückstellungen 1.132 9.506 -106 14.596
Summe 4.291 61.160 -465 74.761

Die Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen. Die Kosten der Belegschaft werden gebildet für Zeitguthaben der Belegschaft, Jubiläen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von möglichen Einzelrisiken, die hinsichtlich ihres wahrscheinlichen Eintritts bewertet wurden. Nennenswerte zu erwartende Erstattungen im Zusammenhang mit nach IAS 37 bilanzierten Verpflichtungen liegen nicht vor.

[29] FINANZSCHULDEN

FINANZSCHULDEN/ENTWICKLUNG (IN TEUR)

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1.1.2017 BUCHWERT BERICHTSPERIODE ZAHLUNGSWIRKSAM
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 386.602 -40.737
Finanzierungsleasing 8.140 -873
Schuldscheindarlehen 108.989 72.204
Summe Finanzschulden 503.731 30.594

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ZAHLUNGSUNWIRKSAM 31.12.2017 BUCHWERT BERICHTSPERIODE
Änderung Konsolidierungskreis Wechselkursänderung Änderung im beizulegenden Zeitwert
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.077 47 0 346.989
Finanzierungsleasing 0 -603 0 6.664
Schuldscheindarlehen 0 0 0 181.193
Summe Finanzschulden 1.077 -556 0 534.846

FINANZSCHULDEN/DERIVATE (IN TEUR)

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31.12.2017 BUCHWERT BERICHTSPERIODE RÜCKZAHLUNGSVERPFLICHTUNG
BIS 1 JAHR ÜBER 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
in Konzernwährung Euro 345.221 85.205 233.159 26.857
in Schweizer Franken 748 319 429 0
in übrigen Währungen 1.020 0 1.020 0
Finanzierungsleasing 6.664 1.981 4.683 0
Schuldscheindarlehen 181.193 7.796 106.186 67.211
Summe Finanzschulden 534.846 95.301 345.477 94.068
Derivate/Zinsswaps Nennwerte 290.544 30.015 152.801 107.728

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31.12.2016 BUCHWERT BERICHTSPERIODE RÜCKZAHLUNGSVERPFLICHTUNG
BIS 1 JAHR ÜBER 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
in Konzernwährung Euro 383.907 102.034 253.783 28.090
in Schweizer Franken 2.695 1.730 965 0
in übrigen Währungen 0 0 0 0
Finanzierungsleasing 8.140 2.414 5.726 0
Schuldscheindarlehen 108.989 7.796 81.186 20.007
Summe Finanzschulden 503.731 113.974 341.660 48.097
Derivate/Zinsswaps Nennwerte 99.652 34.570 64.827 255

[30] SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

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IN TEUR 31.12.2017 KURZFRISTIG LANGFRISTIG 31.12.2016 KURZFRISTIG LANGFRISTIG
Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter 85.843 60.746 25.097 72.758 32.543 40.215
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 19.062 19.062 0 15.802 15.799 3
Derivative Finanzinstrumente 4.346 4.346 0 3.487 3.487 0
Erhaltene Anzahlungen 18.568 17.658 910 20.517 17.008 3.509
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 49.001 49.001 0 37.892 37.892 0
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 11.829 11.771 58 9.913 9.913 0
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 1.167 814 353 1.891 1.429 462
Investitionszuschüsse 2.261 0 2.261 2.545 0 2.545
Kundengutschriften 6.331 6.331 0 5.953 5.953 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 4.847 4.352 495 4.476 3.481 995
Summe 203.255 174.081 29.174 175.234 127.505 47.729

Die Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter beinhalten mit 64.275 TEUR (Vorjahr: 54.889 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können. Im Geschäftsjahr sind 10.231 TEUR Kaufpreisverbindlichkeiten neu zugegangen, 24 TEUR sind als Aufwand erfasst worden und 821 TEUR sind im Wesentlichen durch Auszahlungen an die Fremdgesellschafter abgegangen. Die Kaufpreisverbindlichkeiten schwanken entsprechend der prozentualen Veränderung im operativen Ergebnis (EBIT), teilweise begrenzt durch Ober- und Untergrenzen.

SONSTIGE ANGABEN

[31] INFORMATIONEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Für den Neuerwerb von Beteiligungen wurden folgende Kaufpreise gezahlt:

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IN TEUR 2017 2016
Zahlungswirksame Vorgänge aus Neuerwerben von Beteiligungen -38.697 -36.110
abzgl. erworbene Finanzmittel 6.283 6.221
Nettokaufpreis -32.414 -29.889

Die liquiden Mittel enthalten Konten mit eingeschränkter Verfügungsmacht in Höhe von 155 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR). Investitions- und Finanzierungsvorgänge in Höhe von 5.650 TEUR (Vorjahr: 3.004 TEUR), welche nicht zu einer Veränderung der liquiden Mittel führten, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.

[32] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (IN TEUR)

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BAU/ INFRASTRUKTUR FAHRZEUGTECHNIK MASCHINEN- UND ANLAGENBAU MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK
2017
Umsatzerlöse mit externen Dritten 330.368 394.106 375.117 155.179
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 33.238 75.669 62.117 16.693
Umsatzerlöse 363.606 469.775 437.234 171.872
Segmentergebnis (EBIT) 49.393 14.720 53.545 20.800
Ergebnis aus Equity-Bewertung 556 305 220 0
Abschreibungen -8.850 -21.782 -10.730 -6.775
davon planmäßig -8.850 -21.782 -10.730 -6.775
davon außerplanmäßig 0 0 0 0
Segment-EBITDA 58.243 36.502 64.275 27.575
Investitionen 13.398 30.274 43.416 7.381
davon Unternehmenserwerbe 0 0 32.414 0
davon At-Equity 0 0 0 0
31.12.2017
At-Equity-bewertete Anteile 4.084 4.676 2.143 0
Geschäfts- und Firmenwert 111.660 75.322 142.523 69.639

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METALLTECHNIK SUMME SEGMENTE ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
2017
Umsatzerlöse mit externen Dritten 385.617 1.640.387 253 1.640.640
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 53.055 240.772 -240.772 0
Umsatzerlöse 438.672 1.881.159 -240.519 1.640.640
Segmentergebnis (EBIT) 24.162 162.620 -9.755 152.865
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 1.081 0 1.081
Abschreibungen -13.556 -61.693 -745 -62.438
davon planmäßig -13.556 -61.693 -745 -62.438
davon außerplanmäßig 0 0 0 0
Segment-EBITDA 37.718 224.313 -9.010 215.303
Investitionen 14.509 108.978 2.447 111.425
davon Unternehmenserwerbe 0 32.414 0 32.414
davon At-Equity 0 0 0 0
31.12.2017
At-Equity-bewertete Anteile 0 10.903 0 10.903
Geschäfts- und Firmenwert 29.446 428.590 0 428.590

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BAU/ INFRASTRUKTUR FAHRZEUGTECHNIK MASCHINEN- UND ANLAGENBAU MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK
2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten 274.542 372.164 305.878 147.026
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 25.677 41.980 49.282 15.890
Umsatzerlöse 300.219 414.144 355.160 162.916
Segmentergebnis (EBIT) 39.235 20.271 41.387 20.153
Ergebnis aus Equity-Bewertung 173 559 233 0
Abschreibungen -7.455 -19.611 -8.318 -6.596
davon planmäßig -7.455 -19.611 -8.318 -6.596
davon außerplanmäßig 0 0 0 0
Segment-EBITDA 46.690 39.882 49.705 26.749
Investitionen 35.350 36.902 9.659 6.199
davon Unternehmenserwerbe 20.120 8.137 1.318 314
davon At-Equity 4.030 0 0 0
31.12.2016
At-Equity-bewertete Anteile 4.203 4.371 1.923 0
Geschäfts- und Firmenwert 112.295 75.420 121.902 69.639

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METALLTECHNIK SUMME SEGMENTE ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten 344.363 1.443.973 297 1.444.270
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 37.857 170.686 -170.686 0
Umsatzerlöse 382.220 1.614.659 -170.389 1.444.270
Segmentergebnis (EBIT) 29.917 150.963 -6.029 144.934
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 965 0 965
Abschreibungen -13.225 -55.205 -771 -55.976
davon planmäßig -13.225 -55.205 -771 -55.976
davon außerplanmäßig 0 0 0 0
Segment-EBITDA 43.142 206.168 -5.258 200.910
Investitionen 14.491 102.601 1.282 103.883
davon Unternehmenserwerbe 0 29.889 0 29.889
davon At-Equity 0 4.030 0 4.030
31.12.2016
At-Equity-bewertete Anteile 0 10.497 0 10.497
Geschäfts- und Firmenwert 29.446 408.702 0 408.702

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (IN TEUR)

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2017 2016
Segmentergebnis (EBIT) 162.620 150.963
Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG -9.913 -6.266
Konsolidierungen 158 237
Zinsergebnis -23.674 -21.556
Ergebnis vor Steuern 129.191 123.378

Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in diesem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen.

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von mehr als 10 % am Umsatz erreichen.

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IN TEUR KONZERN INLAND EU DRITTLAND
2017
Umsatzerlöse mit externen Dritten 1.640.640 815.497 376.496 448.647
31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 928.174 790.057 46.342 91.775
2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten 1.444.270 735.486 332.049 376.735
31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 868.248 732.990 41.190 94.068

[33] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

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FINANZINSTRUMENTE 31.12.2017 (IN TEUR)
BILANZANSATZ NICHT IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 7
--- --- ---
Finanzanlagen 13.995 0
Liquide Mittel 135.881 0
Forderungen 197.528 15.693
Sonstige Vermögenswerte 20.841 10.246
Finanzinstrumente: Aktiva 368.245 25.939
Finanzschulden 534.846 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.162 0
Sonstige Verbindlichkeiten 203.255 85.623
Finanzinstrumente: Passiva 804.263 85.623

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FINANZINSTRUMENTE 31.12.2017 (IN TEUR)
FINANZINSTRUMENTE IFRS 7 DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET
--- --- --- ---
Finanzanlagen 13.995 0 13.995
Liquide Mittel 135.881 0 135.881
Forderungen 181.835 0 181.835
Sonstige Vermögenswerte 10.595 99 10.496
Finanzinstrumente: Aktiva 342.306 99 342.207
Finanzschulden 534.846 0 534.846
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.162 0 66.162
Sonstige Verbindlichkeiten 117.632 68.622 49.010
Finanzinstrumente: Passiva 718.640 68.622 650.018

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FINANZINSTRUMENTE 31.12.2016 (IN TEUR)
BILANZANSATZ NICHT IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 7
--- --- ---
Finanzanlagen 12.214 0
Liquide Mittel 127.180 0
Forderungen 177.626 12.689
Sonstige Vermögenswerte 19.453 9.798
Finanzinstrumente: Aktiva 336.473 22.487
Finanzschulden 503.731 0
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen 55.409 0
Sonstige Verbindlichkeiten 175.234 74.313
Finanzinstrumente: Passiva 734.374 74.313

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FINANZINSTRUMENTE 31.12.2016 (IN TEUR)
FINANZINSTRUMENTE IFRS 7 DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET
--- --- --- ---
Finanzanlagen 12.214 0 12.214
Liquide Mittel 127.180 0 127.180
Forderungen 164.937 0 164.937
Sonstige Vermögenswerte 9.655 860 8.795
Finanzinstrumente: Aktiva 313.986 860 313.126
Finanzschulden 503.731 0 503.731
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen 55.409 0 55.409
Sonstige Verbindlichkeiten 100.921 49.531 51.390
Finanzinstrumente: Passiva 660.061 49.531 610.530

Der beizulegende Zeitwert der Finanzschulden beträgt 533.319 TEUR (Vorjahr: 511.100 TEUR). Der beizulegende Zeitwert aller weiteren Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten oder weicht nur unwesentlich davon ab.

FINANZINSTRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39 (IN TEUR)

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BUCHWERTE NETTOGEWINNE/-VERLUSTE
31.12.2017 31.12.2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu Handelszwecken 99 860 -761 399
Designiertes Instrument 0 0 0 0
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 0 0 0 0
Kredite und Forderungen 339.616 310.608 -3.930 786
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 2.591 2.518 75 67
Finanzinstrumente: Aktiva 342.306 313.986 -4.616 1.252
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu Handelszwecken 68.622 49.531 -13 -22
Designiertes Instrument 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert 650.018 610.530 -1.394 692
Finanzinstrumente: Passiva 718.640 660.061 -1.407 670

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.

Die Gesamtzinserträge und Gesamtzinsaufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betragen 14.963 TEUR (Vorjahr: - 14.466 TEUR).

ART UND AUSMAß VON RISIKEN, DIE SICH AUS FINANZINSTRUMENTEN ERGEBEN

GRUNDSÄTZE DES FINANZIELLEN RISIKOMANAGEMENTS

Entsprechend der Philosophie der INDUS Holding AG liegen die Einschätzung und das Management der operativen Risiken in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften und ihrer Geschäftsführer. Auf Basis der lokalen Risikoeinschätzung und der Investitions- und Finanzpläne der jeweiligen Beteiligung ermittelt und überwacht die Holding den gesamten Finanzbedarf. Grundsätzlich werden die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Sicherung erfolgt durch originäre und derivative Finanzinstrumente; letztere werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

RISIKOMANAGEMENT UND FINANZDERIVATE

Die INDUS-Gruppe unterhält ein leistungsfähiges Risikomanagementsystem zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken, dessen Schwerpunkt auf den substanziellen Problemstellungen eines diversifizierten Beteiligungsportfolios beruht. Darin eingebettet sind die spezifischen Fragestellungen des finanziellen Risikomanagements gemäß der Definition nach IFRS 7. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Hinsichtlich weiterer Details wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Die einzelnen Beteiligungen finanzieren sich grundsätzlich selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zwischen der INDUS Holding AG und den Beteiligungen. Die INDUS-Gruppe verfügt über ausreichende liquide Mittel, die die Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherstellen (2017: 135.881 TEUR, Vorjahr: 127.180 TEUR). Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 34.028 TEUR (Vorjahr: 28.701 TEUR).

Die breit diversifizierte Fremdfinanzierung verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern. Durch vorhandene Liquidität und feste Finanzierungszusagen können sich bietende Chancen jederzeit wahrgenommen werden. Die langfristige und in Tranchen angelegte Finanzierung mit revolvierender Neufinanzierung begrenzt das Finanzierungsrisiko.

Unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag fixierten Konditionen für Finanzinstrumente wurden folgende Zahlungsmittelabflüsse ermittelt, die in die langfristig angelegte Finanzplanung der INDUS-Gruppe eingehen:

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ZAHLUNGSMITTELABFLUSS (IN TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
BIS 1 JAHR ÜBER 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE BIS 1 JAHR ÜBER 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate 1.468 6.462 2.159 1.852 2.397 9
Summe derivative Finanzinstrumente 1.468 6.462 2.159 1.852 2.397 9
Finanzschulden 104.424 368.484 98.252 124.944 360.664 49.316
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.162 0 0 55.409 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 174.081 26.913 2.261 127.505 45.184 2.545
Summe Finanzinstrumente 344.667 395.397 100.513 307.858 405.848 51.861

Die Zahlungsströme bestehen aus Tilgungszahlungen und den entsprechenden Zinsen. Im Vorjahr enthalten sie auch Zinszahlungen von Derivaten mit positivem Marktwert, die in einer wirtschaftlichen Sicherungsbeziehung zu den Finanzschulden stehen. Die summierten Zahlungsströme von Finanzschulden und Zinsderivaten ergeben den Zahlungsstrom von entsprechenden Festzinskrediten.

AUSFALLRISIKO

Im Finanzierungsbereich werden nur Kontrakte mit Kontrahenten erster Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich erfolgt eine dezentrale laufende Überwachung durch die Beteiligungen. Ausfallrisiken wird durch adäquate Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Bilanzansatz der selbst ausgereichten Kredite und Forderungen, bei Derivaten der Summe ihrer positiven Marktwerte.

Durch die Eigenständigkeit der Unternehmen der INDUS-Gruppe, die ihre Aktivitäten auf verschiedenen Märkten und mit unterschiedlichen Produkten entfalten, wird eine breite Streuung des unternehmerischen Risikos erreicht.

Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen resultiert aus der oligopolistischen Struktur der Kunden im Segment Fahrzeugtechnik. Bezogen auf den Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen existieren 8 Kunden (Vorjahr: 11) mit einem Anteil von jeweils mehr als 1 %. Das entspricht einem Anteil von ca. 25 % an den Offenen Posten im Konzernabschluss (Vorjahr: ca. 32 %). Der Umsatzanteil der TOP-10-Kunden betrug ca. 28 % vom Konzernumsatz (Vorjahr: ca. 29 %).

Weiterhin bestehen Forderungen gegen Kunden und assoziierte Unternehmen, die überfällig sind, aber nicht einzeln wertberichtigt wurden. Im Laufzeitband bis drei Monate treten in der Regel keine wesentlichen Zahlungsausfälle ein, da die Überfälligkeiten überwiegend auf zeitlichen Buchungsunterschieden beruhen. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten am Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

FORDERUNGEN AN KUNDEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN (IN TEUR)

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2017 2016
Buchwert Bilanz1 181.834 164.937
+ darin enthaltene Wertberichtigungen 5.999 7.011
\= Bruttowert der Forderungen vor Wertberichtigungen 187.833 171.948
davon zum Abschlussstichtag
weder einzelwertgemindert noch überfällig 141.154 132.060
nicht einzelwertgemindert und in folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 3 Monate 36.221 30.607
zwischen 3 und 6 Monaten 2.909 1.758
zwischen 6 und 9 Monaten 843 1.047
zwischen 9 und 12 Monaten 1.356 284
mehr als 12 Monate 1.132 1.516

1 ohne Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach IAS 11

ZINSRISIKO

Die INDUS Holding AG sichert und koordiniert die Finanzierung und Liquidität der Gruppe. Im Vordergrund steht die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios. Zum Einsatz gelangen festverzinsliche Finanzierungen oder variabel verzinsliche Finanzierungen, die per Zinsswaps in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden.

Änderungen der Zinssätze könnten Marktwert und Cashflow von Finanzinstrumenten beeinflussen. Die Berechnung dieser Auswirkungen erfolgt durch eine Sensitivitätsanalyse, bei der die relevanten Zinsstrukturkurven jeweils um 100 Basispunkte parallel verschoben werden. Die Auswirkungen werden ermittelt für die fixierten Konditionen des am Abschlussstichtag vorliegenden Bestands an Finanzinstrumenten.

Die Veränderung von Marktwerten hat Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, abhängig von den Bewertungskategorien der zugrunde liegenden Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Zinssensitivität bei einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte (BP):

SENSITIVITÄTSANALYSE MARKTWERTRISIKO (IN TEUR)

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31.12.2017 31.12.2016
+ 100 BP - 100 BP + 100 BP - 100 BP
--- --- --- --- ---
Marktwerte Derivate 850 -883 1.593 -1.662
davon Eigenkapital/Hedges 847 -880 1.586 -1.655
davon GuV-Zinsaufwand 3 -3 7 -7
Marktwerte Kredite 15.379 -16.221 12.225 -12.864
Summe Marktwerte 16.229 -17.104 13.818 -14.526

Da wirtschaftlich betrachtet die Zinsänderungsrisiken fast vollständig abgesichert sind, würden sich Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Wesentliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cashflow existieren somit nicht.

WÄHRUNGSRISIKO

Die Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Konzernunternehmen sowie aus Finanztransaktionen zwischen den ausländischen Beteiligungsunternehmen und der jeweiligen Muttergesellschaft. Die Risikoanalyse erfolgt auf Nettobasis, die Absicherung entsprechend der unternehmerischen Eigenverantwortung fallweise durch die Beteiligungen. Als Instrumente werden Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte eingesetzt.

Auswirkungen von Währungsrisiken auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen, wenn Finanzinstrumente in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft notieren. Wechselkursbedingte Risiken aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Da Währungssicherungen nicht formal als Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf die Rücklagen für Marktbewertungen von Finanzinstrumenten.

Unter der Annahme, dass am Abschlussstichtag die Umrechnungskurse aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10 % höher lägen, würde sich das Nettoergebnis aus der Währungsumrechnung nicht wesentlich verändern.

BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTEN

SICHERUNGSMAßNAHMEN

Zum Abschlussstichtag liegen Währungssicherungen mit einem Nominalvolumen von 13.448 TEUR (Vorjahr: 27.027 TEUR) vor. Im Wesentlichen betreffen die Währungsabsicherungen Geschäfte in US-Dollar, Chinesischer Renminbi und Britischen Pfund (Vorjahr: US-Dollar, Schweizer Franken und Chinesicher Renminbi). Die Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von - 1.150 TEUR (Vorjahr: 795 TEUR) auf.

Zinssicherungen existieren mit einem Nominalvolumen von 290.544 TEUR (Vorjahr: 99.652 TEUR). Die Marktwerte betragen -3.682 TEUR (Vorjahr: - 3.412 TEUR). Die Zinssicherungen betreffen mit 65.544 TEUR (Vorjahr: 99.652) bereits bilanzierte Darlehensgeschäfte und mit 225.000 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) zukünftige hochwahrscheinliche Darlehensgeschäfte mit Zinsänderungsrisiko. Weitere Details zu Fälligkeiten und Laufzeiten finden sich bei der Berichterstattung zu den Finanzschulden.

[34] GESTELLTE SICHERHEITEN

Gestellte Sicherheiten für Finanzschulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

VERPFÄNDETE VERMÖGENSWERTE (IN TEUR)

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2017 2016
Grundschulden 18.965 22.255
Sicherungsübereignung 1.444 1.705
Sonstige Sicherungen 76 620
Summe Sicherungen 20.485 24.580

[35] EVENTUALSCHULDEN

Verpflichtungen aus Bürgschaften existieren in Höhe von 6.859 TEUR (Vorjahr: 14.806 TEUR). Dabei handelt es sich um

Außenverpflichtungen der INDUS Holding AG, die diese im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Beteiligungen übernommen hat. Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften durch die Begünstigten ist aus aktueller Sicht sehr unwahrscheinlich.

[36] SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasing-Verträgen werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen:

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IN TEUR 2017 2016
Bis 1 Jahr 15.532 15.063
Zwischen 1 und 5 Jahren 35.191 31.784
Über 5 Jahre 21.256 21.418
Summe 71.979 68.265

Die Operating-Leasing-Zahlungen des aktuellen Jahres betrugen 16.113 TEUR (Vorjahr: 15.879 TEUR).

Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für das Anlagevermögen belaufen sich auf 12.714 TEUR (Vorjahr: 20.543 TEUR), davon für Sachanlagen 12.700 TEUR (Vorjahr: 20.431 TEUR) und für immaterielle Vermögenswerte 14 TEUR (Vorjahr: 112 TEUR).

Immobilienleasingverträge werden mit Mietanpassungsklauseln, die auf der Entwicklung von Preisindizes beruhen, abgeschlossen. Die Verträge beinhalten regelmäßig Kaufoptionen.

Zukünftig fällige Zahlungen aus Finanzierungsleasing zeigt die folgende Übersicht:

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IN TEUR BIS 1 JAHR ZWISCHEN 1 UND 5 JAHREN ÜBER 5 JAHRE SUMME
2017
Leasingzahlungen 2.192 4.948 0 7.140
Zinsanteil 211 265 0 476
Buchwert/Barwert 1.981 4.683 0 6.664
2016
Leasingzahlungen 2.622 5.996 0 8.618
Zinsanteil 209 271 0 480
Buchwert/Barwert 2.413 5.725 0 8.138

Für die entsprechenden Vermögenswerte bestehen in der Regel günstige Kaufoptionen, die nach heutigem Kenntnisstand auch ausgeübt werden. Die Kaufpreise sind fixiert, Preisanpassungsklauseln existieren nicht. Die den Verträgen zugrunde liegenden Zinssätze liegen zwischen 2,6 % und 6,9 % (Vorjahr: 2,5 % - 7,5 %). Es existieren weder Eventualmietzahlungen noch Mietzahlungen aus Untermietverhältnissen.

[37] BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

MITGLIEDER DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN UND NAHESTEHENDE PERSONEN

Entsprechend der Struktur der INDUS-Gruppe zählen zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen der Aufsichtsrat (6 Mitglieder 2017, Vorjahr: 6 Mitglieder), der Vorstand der INDUS Holding AG (ab 1.Oktober 2017: 4 Personen, vom 1. Januar - 30. September 2017: 3 Personen, Vorjahr: 3 Personen) sowie die Geschäftsführer der operativen Einheiten (2017: 125 Personen, Vorjahr: 112 Personen).

Bilanzierungspflichtige Pensionszusagen der INDUS Holding AG für Mitglieder des Vorstands existieren nicht.

ÜBERSICHT VERGÜTUNG (IN TEUR)

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AUFWAND DER PERIODE DAVON GEHÄLTER DAVON SAR1) DAVON ABFINDUNGEN DAVON PENSIONEN
2017
Indus Holding AG
Aufsichtsrat 338 338 0 0 0
Vorstand2) 2.460 2.162 298 0 0
Tochterunternehmen
Geschäftsführer 20.293 19.347 0 622 324
Familienmitglieder 103 103 0 0 0
Summe 23.194 21.950 298 622 324
2016
Indus Holding AG
Aufsichtsrat 338 338 0 0 0
Vorstand2) 2.220 1.940 280 0 0
Tochterunternehmen
Geschäftsführer 20.295 19.589 0 364 342
Familienmitglieder 304 304 0 0 0
Summe 23.157 22.171 280 364 342

1 SAR = Stock Appreciation Rights = virtuelle Aktienoptionen

2 für den Vorstand sind die gewährten Zuwendungen angegeben

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung der INDUS Holding AG im Juli 2010 neu festgelegt. Sie ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Der Aufsichtsrat tagte 2017 und 2016 jeweils fünfmal.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Durch die Einführung des Vorstandsvergütungsgesetzes im August 2009 sollen von börsennotierten Gesellschaften bei der Festsetzung der Vergütung von Vorständen künftig verstärkt Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gesetzt werden. Hierdurch war die INDUS Holding AG gehalten, die variablen Vergütungsanteile für die Mitglieder des Vorstands neu zu regeln.

Ab dem 1. Januar 2010 besteht das Long-Term-Incentive-Programm als langfristige Anreizwirkung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights). Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der INDUS Holding AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe sich nach der Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs bei Ausübung der Option bemisst. Der Basispreis der SAR entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel für die Aktie der Gesellschaft während der letzten 20 Handelstage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Nach den Optionsbedingungen ist die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten nach oben begrenzt (Deckelung). Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung, gemessen am Basispreis der Option, um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen ist (Erfolgshürde). Wird die Erfolgshürde nicht überschritten, kommt es zu keiner Auszahlung an die Vorstandsmitglieder. Die SAR unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren ab dem Tag der Zuteilung der Tranche. Innerhalb der Sperrfrist ist eine Ausübung nicht möglich. Die sich an die Sperrfrist anschließende Ausübungszeit beträgt zwei Jahre.

Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2017 wurden 42.887 SAR (Vorjahr: 40.241) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 298 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR). Der Bestand der bis zum 31. Dezember 2017 insgesamt gewährten SAR beträgt 225.964 Stück (Vorjahr: 277.152). Der ermittelte beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten und noch nicht ausgeübten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.987 TEUR (Vorjahr: 1.974 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 564 TEUR (Vorjahr: 567 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit dem Optionspreismodell von Black/Scholes und einer angemessenen Volatilität für INDUS sowie einem risikolosen Zinssatz unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändern (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. Im Falle der außerordentlichen Kündigung oder bei Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung. Diese bemisst sich nach der Gesamtvergütung einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Die Abfindung wird maximal für den Zeitraum bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt oder einer Laufzeit von zwei Jahren gezahlt, soweit der reguläre Beendigungszeitraum davon abweicht.

Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der INDUS Holding AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2017 sowie das Geschäftsjahr 2016 aus dem festen Grundgehalt (einschließlich steuerpflichtiger geldwerter Vorteile), der ergebnisabhängigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm) und der aktienorientierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Long-Term-Incentive-Programm) zusammen.

Insgesamt sind den Vorständen 2.460 TEUR (Vorjahr: 2.220 TEUR) gewährt worden. Hiervon entfallen 1.509 TEUR auf die feste Vergütung (Vorjahr: 1.330 TEUR), 653 TEUR auf die kurzfristige variable Vergütung (Vorjahr: 610 TEUR) und 298 TEUR auf die virtuellen Aktienoptionen (Vorjahr: 280 TEUR). Zu den individualisierten Vorstandsvergütungen verweisen wir auf den Vergütungsteil innerhalb des Lageberichtes.

SONSTIGE BEZIEHUNGEN

Geschäfte der INDUS-Gruppe mit Personen oder Unternehmen, die die INDUS-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, müssen angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Nahestehende assoziierte Unternehmen sind die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften. Die weiteren Kategorien betreffen die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren Familienmitglieder.

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN (IN TEUR)

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UMSATZ UND SONST. BETRIEBTL. ERTRÄGE WARENBEZUG SONSTIGER BEZUG1 OFFENE POSTEN GEWÄHRTE DARLEHEN
2017
Nahestehende Unternehmen 2.674 4 622 1.692 7.840
Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern 0 0 101 0 0
Nicht beherrschende Gesellschafter 2.772 0 984 0 0
Geschäftsführer von Beteiligungen 3.391 0 1.037 123 0
Summe nahestehende Unternehmen und Personen 8.837 4 2.744 1.815 7.840
2016
Nahestehende Unternehmen 2.722 18 456 1.675 5.880
Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern 0 0 38 0 0
Nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 447 0 0
Geschäftsführer von Beteiligungen 1.484 1.006 2.092 28 0
Summe nahestehende Unternehmen und Personen 4.206 1.024 3.033 1.703 5.880

1 Zinsen, Mieten, Beratungsleistungen

[38] MITARBEITER

MITARBEITER IM DURCHSCHNITT DES GESCHÄFTSJAHRES

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2017 2016
Mitarbeiter nach Regionen
Deutschland 7.487 6.999
Europa (EU & Schweiz) 1.411 1.277
Übrige Welt 1.312 1.175
Gesamt 10.210 9.451
Mitarbeiter nach Segmenten
Bau/Infrastruktur 1.714 1.466
Fahrzeugtechnik 3.557 3.454
Maschinen- und Anlagenbau 1.830 1.585
Medizin- und Gesundheitstechnik 1.540 1.480
Metalltechnik 1.538 1.439
Übrige 31 27
Gesamt 10.210 9.451

[39] KOSTEN DER JAHRESABSCHLUSS- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG

Das Honorar des Prüfers des Konzernabschlusses, Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft betrug für die Abschlussprüfungen 238 TEUR (Vorjahr: 243 TEUR), davon für Vorjahre TEUR 13 (Vorjahr: 18 TEUR), für sonstige Bestätigungen oder Bewertungsleistungen 5 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR) und für sonstige Leistungen 6 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR). Die Bestätigungsleistungen betreffen eine Covernancebestätigung. Die sonstigen Leistungen wurden für eine Schulungsveranstaltung aufgewendet.

[40] DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2017 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.

[41] INANSPRUCHNAHME DER ERLEICHTERUNGEN NACH § 264 ABS. 3 BZW. § 264B HGB

In der beim elektronischen Handelsregister hinterlegten Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, sind die Tochtergesellschaften bezeichnet, die die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB zum 31. Dezember 2017 in Anspruch nehmen.

[42] EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

[43] ANTEILSBESITZLISTE ZUM 31.12.2017 DER INDUS HOLDING AG

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Anteilsbesitzliste zum 31.12.2017 der INDUS Holding AG
Firma Sitz Konzernanteile am Kapital Letzter Jahresabschluss Anm.
--- --- --- --- ---
A. Verbundene Unternehmen (im Konzernabschluss nach IFRS 10 konsolidiert)
A.V.E.C. American Veneer Edgebanding Company, Inc. Heath/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2017 (2)
AFK GmbH Oettingen in Bayern 80,00% 31.12.2017
Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Mainz 94,00% 31.12.2017
Ancotech AG Dielsdorf/Schweiz 100,00% 31.12.2017 (2)
Ancotech GmbH Köln 100,00% 31.12.2017
ancotech Holding GmbH & Co. KG Köln 100,00% 31.12.2017 (1)
ancotech Verwaltungs GmbH Köln 100,00% 31.12.2017
Anneliese Köster GmbH & Co. KG Ennepetal 100,00% 31.12.2017 (1)
Anneliese Köster Verwaltungs GmbH Ennepetal 100,00% 31.12.2017
ASS End of Arm Tooling, Inc. Plymouth/Vereinigte Staaten 90,00% 31.12.2017 (2)
ASS Maschinenbau GmbH Overath 100,00% 31.12.2017 (1)
AURORA Advanced HVAC Solutions (Kunshan) Co. Ltd. Kunshan/China 100,00% 31.12.2017 (2)
AURORA İsı Araçları San. ve Tic. Ltd. Şti. Istanbul/Türkei 99,00% 31.12.2017 (2)
Aurora Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG Mudau 100,00% 31.12.2017 (1)
AURORA North America Holding Inc. New York/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2017 (2)
AURORA North America LLC Caledonia/Vereinigte Staaten 76,00% 31.12.2017 (2)
AURORA Verwaltungs-GmbH Mudau 100,00% 31.12.2017
Bacher AG Reinach/Schweiz 100,00% 31.12.2017 (2)
Bacher Berlin GmbH Berlin 100,00% 31.12.2017
Betek GmbH & Co. KG Aichhalden 100,00% 31.12.2017 (1)
Betek Tools (Taicang) Co., Ltd. Taicang/China 100,00% 31.12.2017 (2)
Betek Tools, Inc. Charlotte/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2017 (2)
Betek Verwaltungs-GmbH Aichhalden 100,00% 31.12.2017
BETOMAX Komplementär GmbH Neuss 100,00% 31.12.2017
BETOMAX systems GmbH & Co. KG Neuss 100,00% 31.12.2017 (1)
Bilstein & Siekermann Cold Forming Technology (Taicang) Ltd Taicang/China 100,00% 31.12.2017 (2)
Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG Hillesheim 100,00% 31.12.2017 (1)
Bilstein & Siekermann International GmbH Hillesheim 100,00% 31.12.2017
Bilstein & Siekermann Verwaltungsgesellschaft mbH Hillesheim 100,00% 31.12.2017
Budde Fördertechnik GmbH Bielefeld 75,00% 31.12.2017 (1)
Budde Fördertechnik GmbH Schmalkalden 75,00% 31.12.2017 (1)
Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG Vlotho 90,00% 31.12.2017 (1)
Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Vlotho 90,00% 31.12.2017
CAETEC GmbH Olching 100,00% 31.12.2017
COMPUTEC GmbH Murrhardt 100,00% 31.12.2017
COMSORT GmbH Kamen 100,00% 31.12.2017
CreaPhys GmbH Dresden 70,00% 31.12.2017
D.M.S. GmbH Design Modell-Studien München 70,00% 31.12.2017
eltherm (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai/China 100,00% 31.12.2017 (2)
eltherm Asia-Pacific Pte. Ltd. Singapore/Singapur 100,00% 31.12.2017 (2)
eltherm Canada Inc. Burlington/Kanada 100,00% 31.12.2017 (2)
eltherm GmbH Burbach 100,00% 31.12.2017 (1)
eltherm Italy S.R.L. Milano/Italien 100,00% 31.12.2017
eltherm North Africa SARL AU Casablanca/Marokko 100,00% 31.12.2017 (2)
eltherm production GmbH Burbach 100,00% 31.12.2017 (1)
eltherm South Africa (Pty) Ltd. Sandton/Südafrika 70,00% 31.12.2017 (2)
eltherm Spain S.L.U. Barcelona/Spanien 100,00% 31.12.2017
eltherm UK Ltd. Newbury/Vereinigtes Königreich 75,00% 31.12.2017 (2)
Emil Fichthorn Verwaltungs GmbH Schwelm 100,00% 31.12.2017
Eumatic GmbH Kunststoffverarbeitung Sittensen 100,00% 31.12.2017 (1)
EVT Dichtstoffe GmbH Stuttgart 85,25% 31.12.2017
FARLOS Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG Pullach 94,00% 31.12.2017 (1)
Fichthorn GmbH & Co. KG Schwelm 100,00% 31.12.2017 (1)
Frohmasco Spółka Z Orgranizoną Odpowiedzialnością Chociwel/Polen 100,00% 31.12.2017 (2)
FS-BF GmbH & Co. KG Reichshof-Hahn 100,00% 31.12.2017 (1)
FS-BF Verwaltungs GmbH Reichshof-Hahn 100,00% 31.12.2017
GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG Vlotho 100,00% 31.12.2017 (1)
GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH Vlotho 100,00% 31.12.2017
GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungs-GmbH & Co. KG Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017 (1)
GVV Immo AG Reinach/Schweiz 100,00% 31.12.2017 (2)
GVV Verwaltungs-GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017
H. Heitz Furnierkantenwerk GmbH & Co. KG Melle 100,00% 31.12.2017 (1)
H. Heitz, Furnierkantenwerk Beteiligungsgesellschaft mbH Melle 100,00% 31.12.2017
HAKAMA AG Bättwil/Schweiz 100,00% 31.12.2017 (2)
Hauff - Technik Middle East - F.Z.E Ajman/Vereinigte Arabische Emirate 100,00% 31.12.2017 (2)
Hauff Verwaltungs GmbH Hermaringen 100,00% 31.12.2017
HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG Hermaringen 100,00% 31.12.2017 (1)
Heavac B.V. Nuenen/Niederlande 100,00% 31.12.2017
Heitz Élfurnér Müvek Kft. Pusztaszabolcs/Ungarn 100,00% 31.12.2017 (2)
Heitz International Beteiligungs GmbH Melle 100,00% 31.12.2017
Heitz Properties and Rentals Inc. Heath/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2017 (2)
Helmut Rübsamen GmbH & Co. KG, Metalldrückerei-Umformtechnik Bad Marienberg 90,00% 31.12.2017 (1)
Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH Bad Marienberg 100,00% 31.12.2017
Horn 2. Verwaltungs GmbH Flensburg 100,00% 31.12.2017
HORN GmbH & Co. KG Flensburg 100,00% 31.12.2017 (1)
Horn Group Manufacturing Shanghai Co., Ltd. Shanghai/China 100,00% 31.12.2017 (2)
Horn Group Trading Shanghai Co., Ltd. Shanghai/China 100,00% 31.12.2017 (2)
Horn Verwaltungs GmbH Flensburg 100,00% 31.12.2017
HORNGROUP Holding GmbH & Co. KG Flensburg 100,00% 31.12.2017 (1)
IEF - Werner GmbH Furtwangen im Schwarzwald 75,00% 31.12.2017
IMAKON Sp Zo.o. Luban/Polen 100,00% 31.12.2017 (2)
imeco Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH Hösbach 100,00% 31.12.2017
imeco GmbH & Co. KG Hösbach 100,00% 31.12.2017 (1)
INDUS Alpha GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017 (1)
INDUS Epsilon GmbH & Co. KG Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017 (1)
INDUS Epsilon Verwaltungs GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017
in-situ GmbH Sauerlach 90,00% 31.12.2017
IPETRONIK Eichstätt GmbH Eichstätt 100,00% 31.12.2017
IPETRONIK GmbH & Co. KG Baden-Baden 100,00% 31.12.2017 (1)
Ipetronik Inc. Farmington Hills/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2017 (2)
IPETRONIK Verwaltungs GmbH Baden-Baden 100,00% 31.12.2017
ISC IT Service & Consulting GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017
KAC Automotive Parts (Taicang) Co., Ltd. Taicang/China 100,00% 31.12.2017 (2)
Karl Simon GmbH & Co. KG Aichhalden 100,00% 31.12.2017 (1)
Keramos Žacléř s.r.o. Žacléř/Tschechien 100,00% 31.12.2017 (2)
Kieback GmbH & Co. KG Osnabrück 100,00% 31.12.2017 (1)
Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH Osnabrück 100,00% 31.12.2017
KNUR Maschinenbau GmbH Regensburg 100,00% 31.12.2017
Konrad Schäfer GmbH Osnabrück 100,00% 31.12.2017 (1)
Köster & Co. GmbH Ennepetal 100,00% 31.12.2017 (1)
Köster CZ s.r.o. Žacléř/Tschechien 100,00% 31.12.2017 (2)
KSG Automotive Engineering (Kunshan) Co., Ltd. Kunshan/China 100,00% 31.12.2017 (2)
KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH Osnabrück 100,00% 31.12.2017
M B N - Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH Ebersbach-Neugersdorf 75,00% 31.12.2017 (1)
M. Braun France S.A.S. Mérignac/Frankreich 100,00% 31.12.2017
M. Braun Inc. Stratham/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2017 (2)
M. Braun Inertgas-Systeme GmbH Garching 100,00% 31.12.2017 (1)
M. Braun Inertgas-Systems (Shanghai) Co., Ltd Shanghai/China 100,00% 31.12.2017 (2)
M. Braun Inertgas-Sytems Korea Ltd. Seoul/Südkorea 100,00% 31.12.2017 (2)
M. Braun UK Ltd. Mansfield/Vereinigtes Königreich 100,00% 31.12.2017 (2)
m+p international (UK) Ltd Farnham/Vereinigtes Königreich 100,00% 31.12.2017 (2)
m+p international Incorporated Verona/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2017 (2)
m+p International Mess- und Rechnertechnik GmbH Hannover 76,56% 31.12.2017 (1)
m+p international Sarl Montesson/Frankreich 100,00% 31.12.2017
mbh solutions ag Dielsdorf/Schweiz 100,00% 31.12.2017 (2)
MBN Mechanical Manufacturing Co. Ltd. Changchun/China 100,00% 31.12.2017 (2)
MESIL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG Pullach 94,00% 31.12.2017 (1)
MEWESTA Hydraulik GmbH & Co.KG Münsingen 100,00% 31.12.2017 (1)
MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH Münsingen 100,00% 31.12.2017
MID-TRONIC Wiesauplast GmbH Wiesau 100,00% 31.12.2017
MIGUA Fugensysteme GmbH Wülfrath 100,00% 31.12.2017 (1)
MIGUA MIDDLE EAST FZE Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100,00% 31.12.2017 (2)
MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH Wülfrath 100,00% 31.12.2017
Mikrop AG Wittenbach/Schweiz 100,00% 31.12.2017 (2)
Mikrotec Optika d.o.o. Kać/Serbien 100,00% 31.12.2017 (2)
NEA International B.V. Maastricht-Airport/Niederlande 100,00% 31.12.2017
Nisterhammer Maschinenbau GmbH & Co. KG Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017 (1)
Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017
OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH Oelde 100,00% 31.12.2017
OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG Oelde 100,00% 31.12.2017 (1)
OBUK Slovakia s.r.o Malacky/Slowakei 100,00% 31.12.2017
Ofa Bamberg GmbH Bamberg 100,00% 31.12.2017 (1)
Peiseler Asia co., Ltd. New Taipei City/Taiwan 85,00% 31.12.2017 (2)
Peiseler GmbH & Co. KG Remscheid 100,00% 31.12.2017 (1)
Peiseler Holding GmbH Remscheid 80,00% 31.12.2017 (1)
Peiseler LLC Grand Rapids/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2017 (2)
Peiseler Verwaltungsgesellschaft mbH Remscheid 100,00% 31.12.2017
planetroll GmbH & Co. KG Munderkingen 100,00% 31.12.2017 (1)
planetroll Verwaltungs GmbH Munderkingen 100,00% 31.12.2017
Pneumatic Components Limited Sheffield/Vereinigtes Königreich 100,00% 31.12.2017 (2)
PROVIS Steuerungstechnik GmbH Delmenhorst 75,00% 31.12.2017
Raguse Gesellschaft für medizinische Produkte mbH Ascheberg-Herbern 80,00% 31.12.2017 (1)
Raguse Medizinische Produkte Maroc S.A.R.L. Sidi Bibi/Marokko 100,00% 31.12.2017 (2)
Raguse Medizinische Produkte Romania SRL Cisnadie/Rumänien 100,00% 31.12.2017 (2)
REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik Lage 100,00% 31.12.2017 (1)
REMKO Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Lage 100,00% 31.12.2017
RI MAC Maschinen & Anlagen GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017
Rolko Kohlgrüber GmbH Borgholzhausen 75,00% 31.12.2017 (1)
Rolko Nederland bv Houten/Niederlande 55,00% 31.12.2017
Rolko Scandinavia ApS Silkeborg/Dänemark 100,00% 31.12.2017 (2)
Rolko Xiamen Wheels & Components Ltd. Xamen/China 70,00% 31.12.2017 (2)
S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG Backnang 100,00% 31.12.2017 (1)
S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH Backnang 100,00% 31.12.2017
Savvy Telematic Systems AG Schaffhausen/Schweiz 74,29% 31.12.2017 (2)
Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co KG Mühlhausen/ Thüringen 100,00% 31.12.2017 (1)
Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mb Mühlhausen/ Thüringen 100,00% 31.12.2017
Schuster Klima Lüftung GmbH & Co. KG Friedberg 100,00% 31.12.2017 (1)
Schuster Verwaltungs GmbH Friedberg 100,00% 31.12.2017
SDI Servce Design Innovation GmbH Backnang 100,00% 31.12.2017
Selzer Automotiva do Brasil Ltda. Vinhedo/Brasilien 100,00% 31.12.2017 (2)
SELZER Automotive Systems (Kunshan) Co. Ltd. Kunshan/China 100,00% 31.12.2017 (2)
Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG Driedorf 85,00% 31.12.2017 (1)
Selzer International GmbH Driedorf 100,00% 31.12.2017
Selzer Systemtechnik GmbH Driedorf 100,00% 31.12.2017
Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH Driedorf 100,00% 31.12.2017
Semet Maschinenbau GmbH & Co. KG Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017 (1)
Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH Bergisch Gladbach 100,00% 31.12.2017
Siku GmbH Rickenbach/Schweiz 100,00% 31.12.2017 (2)
Simon Beteiligungsgesellschaft mbH Aichhalden 100,00% 31.12.2017
Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH Aichhalden 100,00% 31.12.2017
Sitek-Spikes GmbH & Co.KG Aichhalden 100,00% 31.12.2017 (1)
SMA Engineering South Africa (PTY) Ltd. East London/Südafrika 100,00% 31.12.2017 (2)
Turmbau Steffens & Nölle GmbH Berlin 100,00% 31.12.2017 (1)
Vulkan Harex Steelfiber (North America) Inc. Brantford/Kanada 100,00% 31.12.2017 (2)
VULKAN INOX GmbH Hattingen 100,00% 31.12.2017 (1)
Weigand Bau GmbH Bad Königshofen 80,00% 31.12.2017 (1)
Weinisch GmbH & Co. KG Oberviechtach 100,00% 31.12.2017 (1)
Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH Oberviechtach 100,00% 31.12.2017
Wiesauplast de México S. de R. L. de C.V. San José Iturbide/Mexiko 100,00% 31.12.2017 (2)
Wiesauplast Deutschland GmbH & Co. KG Wiesau 100,00% 31.12.2017 (1)
Wiesauplast Deutschland Verwaltungs GmbH Wiesau 100,00% 31.12.2017
Wiesauplast GmbH & Co. KG Wiesau 100,00% 31.12.2017 (1)
Wiesauplast Sales de México de. R.L. San José Iturbide/Mexiko 100,00% 31.12.2017 (2)
Wiesauplast Servicios S. de R. L. de C.V. San José Iturbide/Mexiko 100,00% 31.12.2017 (2)
Wiesauplast USA, LLC Nov/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2017 (2)
Wiesauplast Verwaltungs GmbH Wiesau 100,00% 31.12.2017
Xiamen Rolko Aluminium Co., Ltd. Xiamen/China 51,00% 31.12.2017 (2)
B. Assoziierte Unternehmen (im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert)
Tecalemit Inc. Humble/Vereinigte Staaten 50,00% 31.12.2017 (2)
TKI Automotive GmbH Kösching 49,00% 31.12.2017
ZweiCom-Hauff GmbH Rosenberg 50,00% 31.12.2017
C. Sonstige Beteiligungen (im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert)
Betomax Austria GmbH Linz/Österreich 100,00% 31.12.2017
FORBUILD S.A. Kónskie/Polen 27,00% 31.12.2016 (2)
Hauff-Technik Swiss AG Oensingen/Schweiz 100,00% (3)
MBN Automotive INC Montgomery/Vereinigte Staaten 100,00% 31.12.2014 (2)
OOO Köster RUS Moskau/Russische Föderation 100,00% 31.12.2017 (2)
PCL-SUMO Air Technology Pvt Ltd Mumbai/Indien 50,00% 31.12.2017 (2)
Polartherm Group Oy Luva/Finnland 18,00% 30.04.2017 (2)
TRIBO Hartstoff GmbH Barchfeld-Immelborn 13,00% 31.03.2017

(1) Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB

(2) Landeswährung umgerechnet zum Stichtagskurs des letzten Jahresabschlusses bzw. Periodendurchschnittskurs beim Jahresergebnis

(3) Es ist kein Jahresabschluss verfügbar

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbeitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhang ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

[44] ORGANE

AUFSICHTSRAT DER INDUS HOLDING AG

HELMUT SPÄTH

Kaufmann (Dipl.-Kfm.), Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München (bis 31. Dezember 2017)

VORSITZENDER

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

ifb AG, Köln, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bayerische Beamtenkasse AG, München1) ,Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 16. April 2018)
Saarland Feuerversicherung AG, Saarbrücken1) (bis 23. April 2018)
Saarland Lebensversicherung AG, Saarbrücken1) (bis 23. April 2018)

1) Diese Mandate sind Konzerngesellschaften der Versicherungskammer Bayern

DR. JÜRGEN ALLERKAMP

Volljurist, Vorsitzender des Vorstands Investitionsbank Berlin, Berlin

STELLVERTRETENDER VORSITZENDER

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

BPWT Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, Berlin, Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 11. Mai 2017, bis 11. Mai 2017: stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)
IBB Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin2)

2) Dieses Mandat ist eine Konzerngesellschaft der Investitionsbank Berlin

DR. RALF BARTSCH

Volljurist, Sprecher der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Brüder Schlau, Porta Westfalica

DR. DOROTHEE BECKER

Diplom-Ökonomin, Sprecherin der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Gebrüder Becker, Wuppertal

PROF. DR. NADINE KAMMERLANDER (SEIT 24. MAI 2017)

Diplom-Physikerin, Lehrstuhlinhaberin des Lehrstuhls für Familienunternehmen an der WHU - Otto Beisheim School of Management, Vallendar

HANS JOACHIM SELZER (BIS 24. MAI 2017)

Ingenieur (Dipl.-Wirtschafts-Ing.), Driedorf

CARL MARTIN WELCKER

Ingenieur (Dipl.-Ing), geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, Köln

VORSTAND DER INDUS HOLDING AG

JÜRGEN ABROMEIT

Georgsmarienhütte

VORSTANDSVORSITZENDER

Weitere Mandate in Beratungsgremien:

Wirtschaftsbeirat NORD/LB, Hannover
Initiativkreis Mittelstand, DZ Bank, Frankfurt/Düsseldorf
Regionalbeirat West, Commerzbank, Frankfurt

AXEL MEYER (SEIT 01. OKTOBER 2017)

Dipl.-Wirtschafts-Ing., LL.M., Esslingen am Neckar

DR.-ING. JOHANNES SCHMIDT

Bergisch Gladbach

RUDOLF WEICHERT

Diplom-Kaufmann, Erkrath

Weiteres Mandat in Beratungsgremien:

Börsenrat Börse Düsseldorf (ab 1. Januar 2017)

Bergisch Gladbach, den 21. März 2018

INDUS Holding AG

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Axel Meyer

Dr. Johannes Schmidt

Rudolf Weichert

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Konzernabschlussprüfers

An die Indus Holding AG, Bergisch Gladbach

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: zusammengefasster Lagebericht) der INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht und die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß der §§ 289f und 315d HGB, auf die im Abschnitt "Corporate Governance" des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts und der auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Erklärung zur Unternehmensführung gemäß der §§ 289f und 315d HGB, auf die im Abschnitt "Corporate Governance" des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1) Identifikation und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Erstkonsolidierungen (Kaufpreisallokation)

2) Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte

3) Bilanzierung von Pensionszusagen

Zu 1) Identifikation und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Erstkonsolidierungen (Kaufpreisallokation)

a) Das Risiko für den Abschluss

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Unternehmenserwerbe mit Gesamtgegenleistungen (ohne Gegenleistungen für Minderheitenanteile, für die present ownership vorliegt, und erworbene Zahlungsmittel), in Höhe von EUR 38,7 Mio. getätigt. Die Verteilung der Kaufpreise auf die erworbenen Vermögensgegenswerte und Schulden wurde für sämtliche Unternehmenserwerbe im Geschäftsjahr 2017 abgeschlossen. Die vollständige Identifikation und korrekte Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen der Kaufpreisallokation neu erworbener Unternehmen unterliegt einer hohen Komplexität. Die Bewertung identifizierter Vermögenswerte und Schulden erfolgt regelmäßig auf der Basis zukünftig erwarteter Cashflows.

Insofern unterliegt die Kaufpreisallokation in erheblichem Ausmaß auch Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter des Konzerns. Darüber hinaus kommt der vollständigen Identifikation und korrekten Bewertung des jeweils erworbenen Reinvermögens eine hohe Bedeutung zu, da sich der in Folgejahren nicht planmäßig abzuschreibende Geschäfts- oder Firmenwert als Residualgröße aus dem Kaufpreis und dem erworbenen Reinvermögen ergibt.

Vor diesem Hintergrund waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Wesentliches Ziel unserer Prüfungshandlungen war die Sicherstellung einer vollständigen Identifikation und korrekten Bewertung aller relevanten und im Rahmen der Erstkonsolidierung anzusetzenden Vermögenswerte und übernommenen Schulden bei den wesentlichen Akquisitionen.

Zu diesem Zweck haben wir die von der Gesellschaft vorbereiteten Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat und die im Rahmen der Transaktion vorliegenden Fairness Opinion für den Vorstand durchgesehen sowie die verantwortlichen Mitarbeiter des Mandanten und der erworbenen Unternehmen befragt, um ein Verständnis von dem Geschäftsmodell der jeweils erworbenen Unternehmen, den Kaufmotiven sowie einen Gesamteindruck der anzusetzenden Vermögenswerte und Schulden zu gewinnen.

Auch haben wir Unternehmenskauf- und Gesellschaftsverträge, Anstellungsverträge der Gesellschafter-Geschäftsführer, Berichte über DD-Untersuchungen sowie sonstige relevante Unterlagen und Verträge eingesehen und ggf. vorliegende Hinweise auf bisher nicht berücksichtigte Sachverhalte gewürdigt.

Die im Rahmen der Bewertungen verwendeten Planungen wurden plausibilisiert. Des Weiteren wurden die methodische und rechnerische Richtigkeit der vorgenommenen Bewertungen sowie die dabei verwendeten Parameter geprüft und das Gesamtergebnis analytisch gewürdigt.

Die im Konzernanhang enthaltenen Angaben zu diesen Unternehmenserwerben haben wir anhand der gewonnenen Erkenntnisse geprüft. Die der Erstkonsolidierung zugrunde liegenden Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sind aus unserer Sicht hinreichend begründet sowie dokumentiert und ermöglichen eine sachgerechte Abbildung im Konzernabschluss.

Zu 2) Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte

a) Das Risiko für den Abschluss

Zum Abschlussstichtag weist die Konzernbilanz Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Buchwert von insgesamt EUR 428,6 Mio. aus, die per 31. Dezember 2017 42 zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet sind.

Als Ergebnis der jährlichen Wertminderungsprüfung wurde bezüglich keiner zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Wertminderungsaufwand erfasst.

Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten 3 und 18 des Konzernanhangs enthalten.

Gemäß IAS 36.90 sind zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für eine Wertminderung oder mindestens jährlich einer Wertminderungsprüfung zu unterziehen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der mit dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu vergleichen ist, ist nach IAS 36.74 der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert.

Im Rahmen dieser Prüfung werden komplexe Bewertungsmodelle verwendet, welche auf den Erwartungen über die zukünftige Entwicklung des jeweiligen operativen Geschäfts sowie der daraus resultierenden Zahlungsströme basieren. Das Ergebnis der Wertminderungsprüfung unterliegt daher maßgeblich dem Einfluss geschätzter Werte.

Vor diesem Hintergrund waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Planungen, die den Wertminderungstests aller wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegen, durch eine Analyse der uns vorgelegten Planungsprämissen und -unterlagen sowie durch intensive Erörterung mit dem für die jeweiligen Beteiligungen verantwortlichen Mitarbeiter des Mandanten und der lokalen Geschäftsführung plausibilisiert. Dabei haben wir diese auch auf eine möglicherweise einseitige Ermessensausübung hin untersucht.

Neben einer Plausibilisierung der zugrundeliegenden Planungen haben wir die Planungstreue durch Vergleich mit der Planung des Vorjahres zu den realisierten Ist-Werten. beurteilt.

Besonderes Augenmerk haben wir dabei auf solche wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte gelegt, für die ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorlag oder bei denen der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit nahe oder unter deren Buchwert lag.

Darüber hinaus haben wir die verwendeten Berechnungsverfahren auf ihre methodisch korrekte Anwendung, die Herleitung der segmentspezifischen Diskontierungszinsen sowie in Stichproben die rechnerische Richtigkeit geprüft.

Die Berechnungsergebnisse des Mandanten haben wir anhand ergänzender Analysen, zu denen auch Sensitivitätsanalysen gehören, validiert.

Zudem haben wir die Richtigkeit und Vollständigkeit der in den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einbezogenen Vermögenswerte und Schulden beurteilt.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und sind sachgerecht abgeleitet.

Zu 3) Bilanzierung von Pensionszusagen

a) Das Risiko für den Abschluss

Die Klassifizierung von Pensionszusagen als beitrags- oder leistungsorientiert beeinflusst die Art der anzuwendenden Rechnungslegungsmethode. Die Bilanzierung hängt insbesondere davon ab, wer das versicherungsmathematische bzw. Kapitalanlagerisiko trägt. Eine beitragsorientierte Zusage liegt vor, falls ausschließlich ein externer (Versorgungs-)Träger die Risiken trägt. Falls jedoch der Arbeitgeber das Risiko trägt oder Risiken zurückbehält, liegt dagegen eine leistungsorientierte Zusage vor.

Die Bilanzierung von Pensionszusagen nach IFRS unterliegt vor dem Hintergrund nationaler Besonderheiten in den Versorgungssystemen seit Jahren einer teilweise kontroversen Diskussion. Leistungsorientierte Versorgungspläne bei einzelnen Tochterunternehmen im Ausland wurden im Konzernabschluss der INDUS Holding AG bislang wie beitragsorientierte Pläne behandelt. Bei diesen Pensionszusagen handelt es sich im Wesentlichen um vollversicherte Vorsorgepläne, für die aufgrund von Versicherungsverträgen mit einer kongruenten Deckung der Zusagen angenommen wurde, dass wirtschaftlich kein nennenswertes Risiko beim bilanzierenden Unternehmen verbleibt und eine einer Beitragszusage entsprechende Ausgestaltung erzielt wird. Diese Einschätzung wurde in der Berichtsperiode überprüft und dahingehend geändert, dass insbesondere aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Inanspruchnahme einzelner Tochtergesellschaften nicht mehr als äußerst unwahrscheinlich eingeschätzt wird. Die entsprechenden Pensionszusagen werden, wie auch in Abschnitt 27 des Konzernanhangs erläutert, daher in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 nunmehr auch als leistungsorientierte Pensionsverpflichtung abgebildet. Die Neueinschätzung des Risikos der Inanspruchnahme wurde als Anpassung der versicherungsmathematischen Annahmen eingestuft. Die Erfassung der aus der Neueinschätzung sich ergebenden Nettoschuld in Höhe von EUR 12,6 Mio. erfolgte als versicherungsmathematischer Verlust im sonstigen Ergebnis.

Vor diesem Hintergrund der komplexen bilanziellen Würdigung waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir anhand der Pensionszusagen und der nationalen rechtlichen Ausgestaltung der Versorgungssysteme die Bilanzierung der Pensionszusagen unter IAS 19 gewürdigt. Wir haben uns zu diesem Zweck auch intensiv mit dem Prüfungsausschuss, dem Vorstand und den lokalen Teilbereichsprüfern ausgetauscht. Ergänzend haben wir eine Konsultation mit Pensionsexperten durchgeführt. Wir haben die bestehenden Ausgestaltungen dahingehend gewürdigt, welche Risiken eines Rückgriffs auf die Gesellschaft unter Berücksichtigung bestehender Rückdeckung der Leistungen bestehen.

Wir konnten uns insofern davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen für die Änderung der Bilanzierung der Pensionszusagen auf Basis der Risikoverteilung in den nationalen Versorgungssystemen und der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hinreichend dokumentiert und begründet sind.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht,
die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß der §§ 289f und § 315d HGB, auf die im Abschnitt "Corporate Governance" des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird,
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,
den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und
die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 9. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Konzernabschlussprüfer der INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Marcus Lauten.

Köln, 22. März 2018

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer

Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer

INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bergisch Gladbach, den 21. März 2018

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Axel Meyer

Dr. Johannes Schmidt

Rudolf Weichert

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Geschäftsjahr 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im vergangenen Geschäftsjahr informieren.

ZUSAMMENARBEIT VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat sämtliche Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Er hat den Vorstand kontinuierlich beraten, diesen bei der Leitung des Unternehmens überwacht und sich dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten jederzeit nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und die INDUS-Gruppe relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen der Gesellschaft sowie Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von der Planung der Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und den Präsenzsitzungen mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Auf diese Weise erhielten sie laufend Einblick in die jeweils aktuelle Geschäfts- und Vermögensentwicklung. Neben der Finanz-, Investitions- und Personalplanung galt die Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats der Risikolage und dem Risikomanagement. In Einzelfällen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung zu einzelnen Geschäftsvorgängen erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses standen auch zwischen den Gremiensitzungen in einem intensiven Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand und haben sich über wesentliche Entwicklungen der Gesellschaft informiert.

SITZUNGSHÄUFIGKEIT UND SITZUNGSTEILNAHME

Im Geschäftsjahr 2017 fanden vier ordentliche Sitzungen im Beisein des Vorstands statt. Darüber hinaus wurde eine außerordentliche Sitzung im Rahmen einer Telefonkonferenz durchgeführt. Der Aufsichtsrat sieht es als Teil guter Corporate Governance an, die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsratsplenums sowie der Aufsichtsratsausschüsse individualisiert offenzulegen. An sämtlichen Sitzungen und Abstimmungen des Aufsichtsrates sowie der Ausschüsse haben jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstands teilgenommen.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS UND DER AUSSCHÜSSE IM GESCHÄFTSJAHR 2017

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TEILNAHME IN % TEILNAHME IN%
Aufsichtsrat Personal- und Nominierungsausschuss
Helmut Späth 5/5 100 Helmuth Späth 2/2 100
Dr. Jürgen Allerkamp 5/5 100 Dr. Jürgen Allerkamp 2/2 100
Dr. Ralf Bartsch 5/5 100 Dr. Dorothee Becker (seit 24.05.2017) 1/1 100
Dr. Dorothee Becker 5/5 100 Hans Joachim Selzer (bis 24.05.2017) 1/1 100
Prof. Dr. Nadine Kammerlander (seit 24.05.2017) 3/3 100 Prüfungsausschuss
Hans Joachim Selzer (bis 24.05.2017) 2/2 100 Dr. Jürgen Allerkamp 3/3 100
Carl Martin Welcker 5/5 100 Dr. Ralf Bartsch 3/3 100
Prof. Dr. Nadine Kammerlander (seit 24.05.2017) 2/2 100

Zusätzlich zu den vier ordentlichen und der außerordentlichen Sitzung hat im Nachgang der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 eine konstituierende Sitzung des neu zusammengesetzten Aufsichtsrats stattgefunden. Für den gemäß Satzung altersbedingt nicht wiederwählbaren Herrn Hans Joachim Selzer wurde Frau Prof. Dr. Nadine Kammerlander von den Aktionären neu in den Aufsichtsrat gewählt. Im Rahmen der konstituierenden Sitzung wurden die Herren Helmut Späth und Dr. Jürgen Allerkamp als Aufsichtsratsvorsitzender bzw. als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt. Anstelle des aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Herrn Hans Joachim Selzer ist nun Frau Dr. Dorothee Becker neues Mitglied im Personal- und Nominierungsausschuss. Frau Prof. Dr. Nadine Kammerlander verstärkt als neues und zusätzliches Mitglied den Prüfungsausschuss.

Auch außerhalb der regelmäßigen Sitzungen wurden die für die Gesellschaft bedeutenden Geschäftsvorgänge mit dem Aufsichtsrat erörtert, sodass dieser stets in grundlegende Entscheidungen eingebunden war. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben.

THEMENSCHWERPUNKTE DER SITZUNGEN

Den Schwerpunkt der ersten Sitzung am 22. März 2017 bildeten die Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2016 der AG und des Konzerns und die Beschlussfassung hierzu. Der Prüfungsausschuss beschäftigte sich unter anderem und schwerpunktmäßig mit a) der Prüfung der Unternehmenskäufe und b) den damit verbundenen Kaufpreisallokationen sowie c) den bestehenden Restkaufpreisverbindlichkeiten, d) der Bewertung der Firmenwerte, e) der Entwicklung der Ertragslage sowie f) der angemessenen Berücksichtigung der von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung vorgegebenen Prüfungsschwerpunkte. Nach intensiver Erörterung mit dem Konzernabschlussprüfer Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, und auf Empfehlung des Prüfungsausschusses billigte der Aufsichtsrat den Konzernabschluss und stellte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 fest. Weiterhin informierte der Vorstand über die Investitionsschwerpunkte im abgelaufenen Jahr und erläuterte ausführlich die Jahresberichte zum Risikomanagement und zur Compliance. Im Anschluss präsentierte der Vorstand die wirtschaftliche Lage der INDUS-Gruppe per Februar 2017.

Der Aufsichtsrat stimmte über die Vorstandsvorlage zum zweistufigen Erwerb der PEISELER-Gruppe, einem Anbieter hochpräziser Teilgeräte und Schwenkeinrichtungen für Werkzeugmaschinen, ab. PEISELER beliefert heute weltweit sowohl Hersteller von Werkzeugmaschinen als auch Endkunden in den Bereichen Maschinen- und Schiffbau, der Medizintechnik, der Uhren- und Elektroindustrie, im Flugzeug- und Turbinenbau sowie der Automobilindustrie. Mit erfolgtem Signing am 18. April 2017 und Closing am 23. Mai 2017 wurden im ersten Schritt 80,00 % der Anteile übernommen. Der Vorstand informierte zudem über die erfolgte mehrheitliche Akquisition von 76,56 % der M+P INTERNATIONAL. Dabei handelt es sich um einen innovativen und international agierenden Entwickler für Mess- und Testsysteme zur Schwingungsprüfung und -analyse. Die Anwendungsbereiche der Mess- und Testsysteme reichen von der Luft- und Raumfahrttechnik bis hin zur Energie- und Umwelttechnik. Der Aufsichtsrat genehmigte die Akquisition bereits in seiner Sitzung am 14. Dezember 2016. Das Signing erfolgte am 30. Januar 2017 und das Closing am 1. März 2017.

Abzustimmen waren weiterhin der Dividendenvorschlag des Vorstands und die Tagesordnung der Hauptversammlung am 24. Mai 2017. Als Ergebnis des im Vorfeld der Sitzung durchgeführten, strukturierten Suchprozesses hat der Personal- und Nominierungsausschuss Frau Prof. Dr. Nadine Kammerlander als Nachfolgerin für den gemäß Satzung altersbedingt nicht wiederwählbaren Herrn Hans Joachim Selzer zur Neuwahl als Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen. Diesem Vorschlag folgte der Aufsichtsrat nach erfolgter persönlicher Vorstellung von Frau Prof. Nadine Kammerlander. Zudem wurden die Herren Helmut Späth, Dr. Jürgen Allerkamp und Dr. Ralf Bartsch zur Wiederwahl als Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen.

Am Tag vor der Hauptversammlung am 23. Mai 2017, kam der Aufsichtsrat zu seiner zweiten ordentlichen Sitzung zusammen, in der sich die Mitglieder auf die Hauptversammlung nach dem aktuellen Stand der Antragslage vorbereiteten. Da keine Gegenanträge vorlagen, befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Bericht über den Geschäftsverlauf der Monate Januar bis April 2017.

Der Vorstand berichtete zudem über die Entwicklung der beiden Repositionierungsprojekte aus den Bereichen Metall- und Fahrzeugtechnik und erläuterte den auf Basis der Ergebnisse per März 2017 erstellten Forecast I der Beteiligungsunternehmen. Die aktuelle Hochrechnung bestätigte in Summe die Ergebnisplanung für das Gesamtjahr 2017.

Nach erfolgter Information über das Ergebnis des vom Personal- und Nominierungsausschuss durchgeführten Suchprozesses, persönlicher Vorstellung und Diskussion im Gesamtgremium, stimmte der Aufsichtsrat der Bestellung von Herrn Axel Meyer als viertem Vorstand zum 1. Oktober 2017 zu. Zudem erfolgte die turnusmäßige Aktualisierung des Beschlusses des Aufsichtsrates über die Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand.

Weiterer Gegenstand der Beratungen war das laufende Statusverfahren, in dem das Landgericht Köln auf Antrag eines privaten Aktionärs die aktienrechtskonforme Zusammensetzung des Aufsichtsrats überprüft. Der Vorstand informierte noch einmal über den erstinstanzlichen Beschluss des Landgerichts Köln zugunsten des Klägers. Nach ausführlicher Diskussion entschieden Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam, gegen den Beschluss Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einzulegen.

In der im Rahmen einer Telefonkonferenz durchgeführten außerordentlichen Sitzung am 28. Juli 2017 erläuterte der Vorstand ausführlich die aktuelle durch die jeweiligen Beteiligungsunternehmen geplante Entwicklung der beiden Repositionierungsprojekte aus den Bereichen Metall- und Fahrzeugtechnik. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Halbjahreszahlen zum 30. Juni 2017 sowie der aktuellen Hochrechnung für das Gesamtjahr 2017.

Die dritte ordentliche Sitzung fand am 13. und 14. September 2017 statt. Zu Beginn informierte der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der INDUS-Gruppe in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres 2017. Detailliert berichtet wurde in Sonderberichten über die aktuelle Entwicklung der beiden Repositionierungsprojekte sowie die Integration von FICHTHORN in die SELZER-Gruppe. Der Vorstand bestätigte mit Blick auf den aktuellen Forecast II der Beteiligungsunternehmen die Gesamtjahresprognose für 2017.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über die Themen der Sitzung des Prüfungsausschusses am 13. September 2017, an der als Vertreter des Konzernabschlussprüfers Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, Herr Dr. Werner Holzmayer sowie Herr Marcus Lauten teilnahmen.

Gegenstand dieser zweitägigen Sitzung waren auch Vorstellung und Diskussion einer Analyse zur Entwicklung des Gesamtportfolios und der einzelnen Segmente seit Einführung der Strategie KOMPASS 2020 sowie die daraus abgeleiteten weiteren Segmentstrategien. Darüber hinaus stellte der Vorstand die aus seiner Sicht bestehenden Handlungsfelder in den KOMPASS 2020 begleitenden Arbeitsfeldern Finanzen und Organisation mit Blick auf eine weitere Verbesserung der Risikofrüherkennung und -reduzierung vor. Der Aufsichtsrat signalisierte seine volle Unterstützung für die Strategie des Vorstandes im Hinblick auf die avisierte Portfolioentwicklung über Zukäufe durch die Holding und die begleitenden Maßnahmen in der Holding.

Die letzte Sitzung des Jahres am 30. November 2017 galt dem aktualisierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2017 auf Basis der Ergebnisse bis Oktober 2017 sowie der Planung 2018. Ausführlich berichtete der Vorstand über die aktuelle Entwicklung der einzelnen Segmente, wobei der unterplanmäßigen Entwicklung der Segmente Fahrzeug- und Metalltechnik die sehr gute Entwicklung der Segmente Bau/Infrastruktur sowie Maschinen- und Anlagenbau gegenüber stand. Der Vorstand erläuterte die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2018 einschließlich der Investitions- und Finanzierungsplanung. In der anschließenden Diskussion erörterte der Vorstand Details des Planungsprozesses. Der Aufsichtsrat verabschiedete die gesamte Jahresplanung der Holding ohne Korrektur.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über die am 21. November 2017 erfolgte Unterzeichnung des Kaufvertrages zum Erwerb der niederländischen ELECTRONIC EQUIPMENT B. V. durch AURORA. Das Closing dieser Ergänzungsakquisition erfolgte am 25. Januar 2018.

Die Ausschussvorsitzenden berichteten über die Themen und Ergebnisse der jeweiligen Ausschusssitzungen vom gleichen Tage. An der Prüfungsausschusssitzung haben als Vertreter des Konzernabschlussprüfers Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, die Herren Dr. Werner Holzmayer sowie Marcus Lauten teilgenommen.

Weiterer Gegenstand der Beratungen war das laufende Statusverfahren. Zudem haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats auch in diesem Berichtsjahr mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Der Aufsichtsrat stimmte über die Definition konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie über die Definition des folgenden Kompetenzprofils für das Gesamtgremium ab:

Vorstand und Aufsichtsrat gaben eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab, die auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung steht.

ARBEIT DER AUSSCHÜSSE

Die zwei Ausschüsse des Aufsichtsrats haben primär die Aufgabe, Entscheidungen und Themen für die Sitzungen des Plenums vorzubereiten. Dabei können Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen werden, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und ausführlich über die Ausschussarbeit. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat den Vorsitz im Personal- und Nominierungsausschuss inne, nicht aber den Vorsitz im Prüfungsausschuss. Die personelle Zusammensetzung der beiden Ausschüsse ist unter der Rubrik Organe im Geschäftsbericht dargestellt.

Der Prüfungsausschuss ist im Geschäftsjahr 2017 zu drei Sitzungen am 2 2. März, 13. September und 30. November 2017 zusammengekommen. Neben Mitgliedern des Vorstands nahmen auch Vertreter von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, an den Sitzungen teil. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die Anlass geben, seine Befangenheit anzunehmen. Der Prüfungsausschuss hat die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, dessen Qualifikation überprüft und die Honorarvereinbarung abgeschlossen sowie den Prüfungsschwerpunkt festgelegt. Hauptthemen der Beratungen waren der Abschluss 2017, die Überprüfung des Risikomanagements- und Compliance-Berichts sowie die Abschlussprüfung und die länderspezifische Bilanzierung in der Schweiz.

Der Personal- und Nominierungsausschuss bereitete im Geschäftsjahr 2017 in zwei Sitzungen am 22. März und 30. November 2017 die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Soweit erforderlich, wurden Beschlüsse gefasst oder dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben. Gegenstand der Sitzungen waren insbesondere die Suchprozesse nach einem neuen Kandidaten/einer neuen Kandidatin für den Aufsichtsrat und nach dem vierten Vorstand, die Ausgestaltung des Vergütungssystems, insbesondere Vorschläge zur Festsetzung von Tantieme und Bonus für die Mitglieder des Vorstands, und weitere Vertragsangelegenheiten. Einzelheiten zur Vorstandsvergütung können dem Vergütungsbericht entnommen werden.

BERATUNG DER JAHRESABSCHLÜSSE UND DIVIDENDENVORSCHLAG

Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2017 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrats den Jahresabschluss und den Lagebericht des Konzerns und der INDUS Holding AG geprüft. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat er festgestellt, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht und bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Eine prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten wurde planmäßig nicht durchgeführt.

Konzernabschluss und Konzernlagebericht, Jahresabschluss und Lagebericht, der Nachhaltigkeitsbericht sowie die Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt. Sie wurden in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 22. März 2018 detailliert erörtert. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, teil, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat erörterte sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen und der Empfehlung des Prüfungsausschusses erhob der Aufsichtsrat keine Einwände und schloss sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Er stellte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schloss sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beteiligungsunternehmen und der INDUS Holding AG für ihr außerordentliches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

Bergisch Gladbach, den 22. März 2018

Für den Aufsichtsrat

Helmut Späth, Vorsitzender

Entsprechenserklärung 2017

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die INDUS Holding AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2016 den Empfehlungen des vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 7. Februar 2017 entspricht. Auch in Zukunft wollen Vorstand und Aufsichtsrat diese beachten. Es gilt folgende Ausnahme:

Kodex Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 4 Satz 1 und Satz 2: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer

Die INDUS Holding AG hat Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, Zielgrößen für den Frauenanteil sowie eine Mindestanzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder festgelegt. Der Aufsichtsrat hat zudem am 30.11.2017 weitere konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Die bisher bzgl. der konkreten Zielfestlegung erklärte Abweichung ist daher seit dem 30.11.2017 entfallen. Der Aufsichtsrat sieht aber weiterhin davon ab, eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer festzulegen. Diese könnte der im Gesellschaftsinteresse liegenden Kontinuität und Bewahrung langjähriger Expertise widersprechen. Zugleich ist sie für die Sicherstellung der Professionalität und Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder nicht erforderlich, da die INDUS Holding AG die o.g. Festlegungen beachtet und die Zugehörigkeitsdauer durch die Veröffentlichung auf ihrer Internetseite transparent gestaltet. Die (teilweise) Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1 und 2, wonach u.a. die Regelgrenze bei Wahlvorschlägen berücksichtigt und ihr Umsetzungsstand veröffentlicht werden soll, ist Folge der fehlenden Festlegung einer Regelgrenze.

Bergisch Gladbach, den 30. November 2017

Für den Vorstand

Jürgen Abromeit

Rudolf Weichert

Für den Aufsichtsrat

Helmut Späth

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