Annual Report • Apr 27, 2015
Annual Report
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INDUS GESCHÄFTSBERICHT 2014
Als führender Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung im deutschsprachigen Mittelstand erwirbt INDUS überwiegend inhabergeführte Gesellschaften ("buy & hold") und unterstützt sie mit langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung ("let develop/let grow"). Dabei sorgen wir dafür, dass sie ihre besondere Stärke bewahren können: ihre mittelständische Identität.
umsätze indus-gruppe 2014 nach segmenten (in Mio. EUR)
| 1 | Bau/Infrastruktur (17,9 %) | 225,1 |
|---|---|---|
| 2 | Fahrzeugtechnik (28,0 %) | 351,7 |
| 3 | Maschinen- und Anlagenbau (17,6 %) | 221,2 |
| 4 | Medizin- und Gesundheitstechnik (9,1 %) | 114,4 |
| 5 | Metalltechnik (27,3 %) | 342,9 |
AUSGEWOGENE PORTFOLIOSTRUKTUR LEISTUNGSFÄHIGER BETEILIGUNGEN: Unsere Unternehmen sollen bezüglich Branche, Zyklik und Marktchancen eine breite Streuung aufweisen. Mit diesem Portfolio wollen wir dauerhaft eine durchschnittliche Rendite von "10% plus" erzielen.
WERTSTEIGERUNG: Die Substanz unseres Portfolios soll nachhaltig positiv gestärkt werden. Dazu stellen wir unseren Beteiligungen Finanzmittel für wertsteigernde Aktivitäten bereit – vorrangig für die Verwendungszwecke F&E, Akquisition und Internationalisierung.
WACHSTUM: Wir wollen unser Portfolio weiter ausbauen. Dabei schauen wir verstärkt auf die industriellen Zielbranchen, die in den kommenden Jahrzehnten von besonderer Bedeutung sein werden. Auf diese Weise sichern wir unsere Querschnittsstrategie und zugleich unsere anspruchsvollen Ertragsziele.
kennzahlen (in Mio. EUR)
| 2014 | 2013* | 2012 | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.255,7 | 1.186,8 | 1.105,3 |
| davon Inland | 655,2 | 611,2 | 569,5 |
| davon Ausland | 600,5 | 575,6 | 535,8 |
| EBITDA | 175,2 | 162,3 | 151,8 |
| EBIT | 127,2 | 118,6 | 106,0 |
| EBT | 100,7 | 98,7 | 84,9 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 63,3 | 64,0 | 52,5 |
| Bilanzsumme | 1.308,4 | 1.180,9 | 1.060,8 |
| Eigenkapital | 549,9 | 515,3 | 414,1 |
| Nettoverschuldung | 345,9 | 307,7 | 341,8 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 42,0 | 43,6 | 39,0 |
| Eigenkapital der AG | 722,2 | 687,1 | 592,7 |
| Eigenkapitalquote der AG (in %) | 60,3 | 63,1 | 56,4 |
| Operativer Cashflow | 104,4 | 117,4 | 68,4 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 87,0 | 97,5 | 45,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -95,3 | -99,6 | -53,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 8,2 | 20,0 | -16,5 |
| Liquide Mittel zum 31.12. | 116,5 | 115,9 | 98,7 |
| Ergebnis je Aktie, unverwässert nach IFRS (in EUR) | 2,74 | 3,02 | 2,47 |
| Cashflow je Aktie (in EUR) | 3,56 | 4,35 | 2,07 |
| Dividende je Aktie (in EUR) | 1,20** | 1,10 | 1,00 |
| Beteiligungen (Anzahl zum 31.12.) | 42 | 40 | 38 |
* Vorjahreszahlen angepasst; EBITDA inkl. Zuschreibungen
** Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 3. Juni 2015
1.255,7
Mio. EUR
Mitarbeiter erwirtschafteten 2014 einen Umsatz von
KAP. 2
DIE GRÜNDE SIND UNTERSCHIEDLICH, DAS RESULTAT DASSELBE: DEUTSCHE MITTEL-STÄNDLER SIND MEHR UND MEHR IN DER WELT ZUHAUSE. DORT FINDEN SIE NEUE KUNDEN, DORT LIEGEN DIE BESONDEREN WACHSTUMSPERSPEKTIVEN. AUCH FÜR DIE UNTERNEHMEN DER INDUS-GRUPPE.
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1
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT S. 80
KAP. 5
DER INDUS-VORSTAND VON LINKS NACH RECHTS: RUDOLF WEICHERT, JÜRGEN ABROMEIT UND DR. JOHANNES SCHMIDT
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wir hatten uns vor einem Jahr vorgenommen, unseren Wachstumsweg auch in einem schwer berechenbaren Gesamtumfeld fortzuführen. Dies haben wir getan. Wir haben unser Geschäftsjahr 2014 mit guten Ergebnissen abgeschlossen. Im Soll-Ist-Vergleich, den Sie weiter hinten im Lagebericht finden, können Sie nachlesen, dass wir die allermeisten Zielparameter erreicht oder sogar übertroffen haben. Insgesamt können wir mit dem Erreichten zufrieden sein.
Auch mit dem Start in das neue Geschäftsjahr sind wir zufrieden. Insgesamt spricht nach dem ersten Quartal viel dafür, dass wir unseren Wachstumsweg auch 2015 erfolgreich fortsetzen können. Lassen Sie uns einen kurzen Blick zurück werfen:
Mit unserem Strategieprogramm KOMPASS 2020 haben wir uns 2012 mit der Maßgabe auf den Weg begeben, dass sich die Performance unserer Portfoliounternehmen in der Summe verbessert und dass wir als Gruppe wieder spürbar wachsen. Nach Jahren der Konsolidierung und Zurückhaltung werden wir regelmäßig erhebliche Mittel für Investitionen und Wachstum in die Hand nehmen. Auf beiden Feldern sind wir als Gruppe 2014 gut vorangekommen:
Wir konnten im letzten Jahr zwei aussichtsreiche neue Beteiligungen in unserem Unternehmen aufnehmen. Sie stützen unseren Gruppenumsatz auf aktueller Basis jährlich um mehr als 55 Mio. Euro. Die Zukäufe ergänzen unsere Segmente Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau. Auf der Ebene unserer Tochterunternehmen kamen drei weitere strategische Ergänzungen hinzu. Die Sachinvestitionen eingerechnet haben wir damit 2014 insgesamt 97 Mio. Euro in die Stärkung unserer Gruppe investiert. Damit erreichen wir annähernd das hohe Niveau vom Vorjahr.
Zur Optimierung der Portfoliostruktur 2014 gehörte auch, dass wir das Geschäft eines kleineren Unternehmens eingestellt haben. Die Ergebnisse des Unternehmens waren seit Längerem defizitär. Daran konnten auch nachhaltige Bemühungen um eine Kurswende nichts ändern. Wenn wir als Gruppe wachsen wollen, müssen perspektivisch alle Teile ihren entsprechenden Beitrag zum Erfolg leisten können. >
Ausgesprochen positiv, und über den Erwartungen, entwickelten sich unsere Ertragszahlen: Der Umsatz erreichte das Rekordniveau von 1,26 Mrd. Euro, was einem Plus von 5,8% entspricht. Daraus erwirtschaftete die Gruppe ein EBIT von über 127 Mio. Euro. Damit verbesserte sich die EBIT-Marge noch einmal auf 10,1%, und das trotz einiger ergebnisschmälernder Effekte etwa aus Erstkonsolidierung. Über das Jahr gesehen profitierte die Gruppe dabei von einer besonders guten Entwicklung im vierten Quartal – aber auch besonders von den seit 2012 durchgeführten Zukäufen. >
Es freut uns, dass 2014 alle Segmente Umsatzzuwächse verzeichnen konnten. Das zeigt, dass unsere Unternehmen auf breiter Ebene gut unterwegs sind. Die EBIT-Margen lagen zwischen 6,9% im Bereich Fahrzeugtechnik und 16,5% im Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik. An der Profitabilität unseres ertragreichsten Segments können Sie ableiten, warum wir dieses Feld als eines unserer Zielmärkte für Akquisitionen definiert haben.
WIR ERREICHEN UNSERE WACHSTUMSZIELE ZUNEHMEND AUCH ÜBER DIE INTERNATIONALEN MÄRKTE.
An der Börse spiegelte sich die gute Geschäftsentwicklung unserer Gruppe auch im Kursverlauf wider: Nach einer bereits deutlichen Aufwärtsbewegung im Vorjahr kletterte der Wert der Aktie 2014 noch einmal um 34%. Damit konnte sich die Entwicklung erneut klar von der Entwicklung der Vergleichsindizes absetzen. Entsprechend unserer Ausschüttungspolitik werden wir in der Hauptversammlung im Juni vorschlagen, Ihnen, unseren Aktionären, eine Dividende von 1,20 Euro auszuschütten, was einer Dividendenrendite von 3,2% entspricht.
Bei der Begutachtung dieses Geschäftsberichts werden Sie gesehen haben, dass wir in diesem Jahr das Thema "Schnell und beweglich in
die Welt" ausgesucht haben. Dieses Motto ist sehr bewusst gewählt: Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass wir unsere Wachstumsziele als Gruppe und in den Einzelunternehmen nicht nur über das Inland erreichen, sondern zunehmend auch über die internationalen Märkte. Der deutsche Mittelstand ist in der Welt unter anderem so erfolgreich, weil er dorthin mitgeht, wo die Kunden sind. Das gilt auch für die Unternehmen von INDUS.
Die INDUS-Beteiligungen sind hinsichtlich ihrer internationalen Ausrichtung bereits auf einem guten Weg. Es ist ebenfalls Bestandteil des KOMPASS 2020, die Internationalisierung der Tochtergesellschaften zu forcieren. Wir werden sie dabei unterstützen – mit unserem Wissen und mit unserem Kapital.
Und damit schlagen wir eine Brücke zu unseren Plänen und Erwartungen für das laufende Jahr: Wir wollen auch 2015 unser Portfolio organisch und über den gezielten Zukauf von aussichtsreichen Hidden Champions ausbauen. Deshalb streben wir mindestens zwei Zukäufe an. Hinzukommen soll erneut Verstärkung auf Tochterebene – wo wir bereits zum Jahresbeginn über den Erwerb eines kompletten Werks in Glauchau erfolgreich waren. Damit haben wir eine wichtige Wachstumsinvestition im Segment Medizintechnik realisieren können.
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Was unsere Erwartungen für die wirtschaftlichen Zahlen betrifft, müssen wir angesichts der weltpolitischen und wirtschaftlichen Gesamtsituation vorausschicken, dass sich Überraschungen nicht ausschließen lassen. Aber die Rahmenbedingungen sind insgesamt positiv: Der schwache Euro begünstigte das Geschäft mit Asien und Amerika. Die Preise für Öl und Gas sind niedrig. Der Stabilisierungsprozess in Europa zeigt Erfolge.
Grundsätzlich sind wir zuversichtlich, dass wir erneut stärker als der Markt wachsen können, was nach aktuellem Stand einem Gruppen-Umsatz von 1,3 Mrd. Euro und einem EBIT von 125 bis 130 Mio. Euro entspricht.
Als Vorstand der INDUS Holding AG danken wir unseren Führungskräften und Mitarbeitern auf allen Unternehmensebenen für ihren engagierten Einsatz im vergangenen Jahr. Unseren Partnern danken wir für die gute Zusammenarbeit. Bei unseren Aktionärinnen und Aktionären bedanken wir uns ausdrücklich für das Vertrauen in unseren Unternehmensweg. Wir nehmen ihre fortgesetzte Zustimmung als Ansporn, den eingeschlagenen Kurs entschlossen weiterzuverfolgen.
Bergisch Gladbach im April 2015
Der Vorstand
Jürgen Abromeit Dr. Johannes Schmidt Rudolf Weichert
JÜRGEN ABROMEIT Vorsitzender des Vorstands (CEO)
Jürgen Abromeit (geb. 1960) ist seit 2008 Vorstand der INDUS Holding AG. Im Juli 2012 übernahm er den Vorstandsvorsitz. Nach seiner Ausbildung durchlief der Bankmanager mehrere Stationen bei der Dresdner Bank und der Commerzbank, überwiegend im Mittelstands- und Großkundengeschäft, bis er 1998 als Leiter Finanzen zum Stahlkonzern Georgsmarienhütte (GMH) wechselte. Während seiner 11-jährigen Tätigkeit für GMH übernahm Abromeit später die Geschäftsführung mehrerer Tochterunternehmen und verantwortete zuletzt als Bereichsvorstand die Sparte Stahl-, Maschinen- und Anlagenbau in der Unternehmensgruppe GMH.
DR.- ING. JOHANNES SCHMIDT Vorstand (CTO)
Dr. Johannes Schmidt (geb. 1961) ist seit 2006 als Vorstand für die INDUS Holding AG tätig. Nach seinem Studium der Angewandten Mathematik und der Promotion zum Dr.-Ing. im Fachbereich Mechanik übernahm er bei der Richard Bergner GmbH, einem Hersteller von Elektroarmaturen aus Schwabach, zunächst Entwicklungsaufgaben und stieg im Rahmen seiner 12-jährigen Tätigkeit zum Geschäftsführer auf. Im Jahr 2000 wechselte er als Alleingeschäftsführer zur ebm-papst Landshut GmbH, einem Hersteller von Lüftungsmotoren und Ventilatoren. Hier trieb er unter anderem die Entwicklung neuer Produktplattformen und die Internationalisierung der Produktionsstandorte voran.
RUDOLF WEICHERT Vorstand (CFO)
Rudolf Weichert (geb. 1963) ist seit Juni 2012 Vorstand der INDUS Holding AG. Vor seinem Wechsel in den INDUS-Vorstand war er neun Jahre als Partner für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG tätig. Hiervon verbrachte er knapp drei Jahre in Detroit/USA und betreute dort im Wesentlichen Unternehmen der Automobilindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus und des Werkstoffhandels. Insgesamt arbeitete der studierte Kaufmann rund 20 Jahre für KPMG, vornehmlich am Standort Düsseldorf, und betreute dort vor allem international agierende Unternehmen und Konzerne aus dem industriellen Sektor. Weitere Branchenschwerpunkte seiner Arbeit waren die Sektoren Biotechnologie/Life Science sowie Erneuerbare Energien.
1 > Weitere Informationen auf Seite 218 f.
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HELMUT SPÄTH Vorsitzender des Aufsichtsrats
Helmut Späth (geb. 1952) ist Kaufmann (ehemals Wirtschaftsprüfer sowie Steuerberater) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Bayern in München. Er ist im Vorstand zuständig für die Ressorts Finanzen und Rechnungswesen. Mitglied des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG ist er seit 2012.
DR. JÜRGEN ALLERKAMP Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dr. Jürgen Allerkamp (geb. 1956) ist Volljurist und Politikwissenschaftler. Seit Januar 2015 ist er Vorsitzender des Vorstands der Investitionsbank Berlin. Zuvor war er Vorstandsvorsitzender der Deutsche Hypothekenbank (Actien-Gesellschaft), Hannover, und von 1997 bis 2010 Mitglied des Vorstands der Nord/LB. Mitglied des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG ist er seit 2007.
DR. RALF BARTSCH
Dr. Ralf Bartsch (geb. 1959) ist Volljurist und Betriebswirt. Er ist seit 2003 Sprecher der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe SCHLAU/ HAMMER, Porta Westfalica. Zuvor war Dr. Bartsch für die NORD Holding, Hannover, sowie für eine internationale Anwaltskanzlei im Kapitalmarktund Gesellschaftsrecht tätig. Seit 2007 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG.
Hans Joachim Selzer (geb. 1943) ist Diplom-Wirtschaftsingenieur, selbstständiger Unternehmer und ehemaliger Eigentümer der Selzer Fertigungstechnik GmbH in Driedorf, einer Beteiligung der INDUS Holding AG. Er ist seit 2012 Mitglied des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG.
Personalausschuss: Helmut Späth (Vorsitz) / Dr. Jürgen Allerkamp / Hans Joachim Selzer
Prüfungsausschuss: Dr. Jürgen Allerkamp (Vorsitz) / Dr. Ralf Bartsch
Dr. Dorothee Becker (geb. 1966) ist Betriebswirtin. Sie ist Geschäftsführerin des mittelständischen Unternehmens Gebr. Becker GmbH, Wuppertal. Seit 2014 ist sie Mitglied des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG.
CARL MARTIN WELCKER
Carl Martin Welcker (geb. 1960) ist geschäftsführender Gesellschafter des mittelständischen Maschinenbauunternehmens Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, Köln. Er ist seit 2010 Mitglied des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG.
SCHNELL UND BEWEGLICH IN DIE WELT
im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im vergangenen Geschäftsjahr informieren.
Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Er hat den Vorstand kontinuierlich beraten, ihn bei der Leitung des Unternehmens überwacht und sich dabei stets von dessen Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Auf diese Weise erhielten sie laufend Einblick in die Geschäfts- und Vermögensentwicklung. Neben der Finanz-, Investitions- und Personalplanung galt die Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats der Risikolage und dem Risikomanagement. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses haben auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert.
Im Geschäftsjahr 2014 fanden vier ordentliche Sitzungen im Beisein des Vorstands und eine konstituierende Sitzung statt. Darüber hinaus erfolgten drei Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren. An den Sitzungen und Abstimmungen haben jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands vollzählig teilgenommen. Die Ausschüsse tagten ebenfalls vollzählig. Auch außerhalb der regelmäßen Sitzungen wurden die für die Gesellschaft bedeutenden Geschäftsvorgänge mit dem Aufsichtsrat erörtert, sodass dieser stets in grundlegende Entscheidungen eingebunden war. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben.
HELMUT SPÄTH, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS
Im schriftlichen Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 10. März nach ausführlicher Erörterung über die Vorlage zur Stilllegung der Beteiligung NISTERHAMMER ab und genehmigte sie einstimmig.
Ebenfalls im schriftlichen Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 27. März nach ausführlicher Erörterung über die Vorlage zum Erwerb der ROLKO-Gruppe ab und genehmigte sie einstimmig. Das Umlaufverfahren war aufgrund anstehender Kaufpreisendverhandlungen kurzfristig erforderlich.
Den Schwerpunkt der ersten Sitzung am 11. April bildeten die Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2013 und die Beschlussfassung hierzu. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer billigte der Aufsichtsrat den Konzernabschluss und stellte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 fest. Abzustimmen waren zudem der Dividendenvorschlag des Vorstands und die Tagesordnung der Hauptversammlung 2014. Nach Abschluss eines umfangreichen und gründlichen Auswahlprozesses beschloss der Aufsichtsrat, >
Frau Dr. Dorothee Becker als Kandidatin für die Neuwahl eines Aufsichtsratsmitgliedes vorzuschlagen. Der Aufsichtsratsvorsitzende informierte weiterhin über das Ergebnis der jährlichen Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrats. >
Der Vorstand erläuterte ausführlich die Jahresberichte zum Risikomanagement, zu den Investitionen und zur Compliance. Er definierte Schwerpunkte der präventiven Compliance-Arbeit. Der Aufsichtsrat wurde über den mit dem Signing am 10. April erfolgten Erwerb der ROLKO-Gruppe informiert. Weiterhin berichtete der Vorstand über geplante Aktivitäten der INDUS-Gruppe in China. Bei der Erörterung der wirtschaftlichen Lage erläuterte der Vorstand die Entwicklung der Beteiligungsunternehmen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 und konstatierte eine planmäßige Entwicklung. Schließlich stellte der Vorstand seine Pläne zur Abspaltung des operativen Geschäftsbetriebes der BETOMAX GmbH & Co. KG in eine neue Gesellschaft vor. Damit wurde zugleich die bisherige BETOMAX-Tochtergesellschaft ANCOTECH als direkte Beteiligung im Portfolio von INDUS etabliert.
Am Tag der Hauptversammlung am 11. Juni 2014 kam der Aufsichtsrat zu seiner zweiten ordentlichen Sitzung zusammen, in der sich die Mitglieder auf den aktuellen Stand der Antragslage vorbereiteten. Da keine Gegenanträge vorlagen, konnte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Bericht über den Geschäftsverlauf der ersten vier Monate 2014 befassen. Der Vorstand berichtete zudem über den Fortgang der Stilllegung der Beteiligung NISTERHAMMER. Weiterhin informierte er über einige kleinere M&A-Transaktionen von Beteiligungen, die aufgrund des geringen Projektvolumens unterhalb der Genehmigungsfreigrenze des Aufsichtsrats lagen. So erwarb die Beteiligung IPETRONIK den schweizerischen Telematikspezialisten SAVVY AG. Weiterhin fand im Juli der Erwerb der Firma TR Metalltechnik durch RÜBSAMEN statt sowie der Erwerb der verbliebenen 10% der Anteile der ELTHERM-Gruppe. Der Aufsichtsrat bedankte sich zum Abschluss beim bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Burkhard Rosenfeld, der aus Altersgründen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stand, für seine Arbeit und sein außerordentliches Engagement.
Im Anschluss an die Hauptversammlung trat der Aufsichtsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und wählte Herrn Helmut Späth als Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herrn Dr. Jürgen Allerkamp zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Weiterhin wurden die Mitglieder des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses wiedergewählt.
Die dritte ordentliche Sitzung fand am 25. September 2014 statt. Gegenstand dieser Sitzung war die Erörterung der wirtschaftlichen Lage per August 2014 und ein aktualisierter Forecast für das Geschäftsjahr 2014. Der Vorstand präsentierte turnusgemäß seinen Statusbericht zur Umsetzung des Strategieprogramms KOMPASS 2020. Schwerpunkte der Diskussion dazu im Aufsichtsrat waren die Themenfelder "Technik und Innovation" sowie "Akquisitionspolitik". Zudem informierte der Vorstand über den am 20. August 2014 abgeschlossenen Erwerb der KNUR Maschinenbau GmbH in Regensburg durch die Beteiligung ASS. Weiterhin beschloss der Aufsichtsrat eine Neufassung der Genehmigungsfreigrenze für den Erwerb (einschließlich Gründung) von Konzernunternehmen, Unternehmensteilen und Unternehmensbeteiligungen. Ausführlich berichtete der Vorstand über die in Vorbereitung befindliche Transaktion von MBN, einem Spezialmaschinen- und Anlagenbauer aus Sachsen.
Im schriftlichen Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 13. Oktober nach ausführlicher Erörterung über die Vorlage zum Erwerb der MBN-Gruppe ab.
Die letzte Sitzung des Jahres am 17. Dezember 2014 galt dem aktualisierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Planung 2015. Der Vorstand erläuterte die Unternehmensplanung für das anstehende Geschäftsjahr einschließlich der Investitionsplanung und der Finanzplanung. In der anschließenden Diskussion erörterte der Aufsichtsrat Details des Planungsprozesses. Weiterhin wurden besonders die Zukunftsperspektiven im Geschäftsbereich Automotive und die Handlungsoptionen im Falle eines kräftigen Konjunktureinbruchs diskutiert. Der Aufsichtsrat verabschiedete die gesamte Jahresplanung ohne Korrektur.
Der Vorstand gab im Anschluss einen Sonderbericht zum Abschluss der Stilllegung bei NISTERHAMMER ab. Weiterhin präsentierte der Vorstand den erfolgreichen Abschluss der vom Aufsichtsrat im Umlaufverfahren genehmigten Akquisition der MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH. Anschließend informierte er über den geplanten Erwerb des Standortes Glauchau der ESDA Feinstrumpffabrik GmbH durch das Beteiligungsunternehmen OFA; der Standort sichert für OFA weitere Wachstumsmöglichkeiten. Darüber hinaus gab der Vorstand einen Statusbericht zur Finanzierung der INDUS-Gruppe ab. Weiterer Gegenstand der Beratungen war der Bericht des Prüfungsausschusses, welcher über den Beginn der Prüfungstätigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln berichtete. Als Prüfungsschwerpunkte für die bevorstehende Abschlussprüfung wurden die Fortentwicklung des IKS und des Risikomanagementsystems, die Neufassung des Vergütungsberichts und die Anwendung der geänderten IFRS-Standards vereinbart.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch im Berichtsjahr mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung steht. Zudem stellte der Vorstand zur Sitzung Informationen zur vertikalen Vergleichbarkeit der Vorstandsvergütung vor. Zukünftig sollen die jeweils aktuellen Zahlen regelmäßig im Personalausschuss diskutiert und dann dem Gesamtgremium vorgestellt werden. >
Die zwei Ausschüsse des Aufsichtsrats haben primär die Aufgabe, Entscheidungen und Themen für die Sitzungen des Plenums vorzubereiten. Dabei können Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen werden, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und ausführlich über die Ausschussarbeit. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat den Vorsitz im Personalausschuss inne, nicht aber den Vorsitz im Prüfungsausschuss. Die personelle Zusammensetzung der beiden Ausschüsse ist unter der Rubrik Organe im Geschäftsbericht dargestellt.
Der Prüfungsausschuss ist im Geschäftsjahr 2014 zu zwei Sitzungen am 10. April und 17. Dezember 2014 zusammengekommen. Neben Mitgliedern des Vorstands nahmen auch Vertreter von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln an der Sitzung im Dezember teil. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die Anlass geben, seine Befangenheit anzunehmen. Der Prüfungsausschuss hat die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, dessen Qualifikation überprüft und die Honorarvereinbarung abgeschlossen sowie den Prüfungsschwerpunkt festgelegt. Hauptthema der Beratungen waren der Abschluss 2013 und die Überprüfung des Risikomanagement- und Compliance-Berichts.
Der Personalausschuss bereitete im Geschäftsjahr 2014 in zwei Sitzungen am 11. April und 25. September 2014 die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Soweit erforderlich, wurden Beschlüsse gefasst oder dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben. Gegenstand der Sitzung waren die Ausgestaltung des Vergütungssystems und Vorschläge zur Festsetzung von Tantieme und Bonus für die Mitglieder des Vorstands sowie Vertragsangelegenheiten. Einzelheiten zur Vorstandsvergütung können dem Vergütungsbericht entnommen werden.
Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2014 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrats den Jahresabschluss und den Lagebericht des INDUS-Holding-Konzerns und der INDUS Holding AG geprüft. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat er festgestellt, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht und bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Eine prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten wurde nicht durchgeführt.
Konzernabschluss und Konzernlagebericht, Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt. Sie wurden in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 15. April 2015 detailliert erörtert. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen und der Empfehlung des Prüfungsausschusses erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Er stellt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beteiligungsunternehmen und der INDUS Holding AG für ihr außerordentliches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.
Bergisch Gladbach, den 15. April 2015
Für den Aufsichtsrat Helmut Späth Vorsitzender
| 2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie Konzern | 2,74 | 3,02 | 2,47 |
| Cashflow je Aktie Konzern* | 3,56 | 4,35 | 2,07 |
| Dividende je Aktie | 1,20* | 1,10 | 1,00 |
| Dividendenrendite*** in % | 3,2** | 3,6 | 4,9 |
| Ausschüttungssumme in Mio. EUR | 29,3 | 26,9 | 22,2 |
| Jahreshöchstkurs | 40,90 | 29,47 | 23,72 |
| Jahrestiefstkurs | 28,00 | 20,55 | 18,69 |
| Jahresschlusskurs | 38,11 | 29,20 | 20,26 |
| Marktkapitalisierung am 31.12. in Mio. EUR | 931,8 | 714,0 | 450,3 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz in Stück | 53.935 | 35.488 | 24.792 |
| Freefloat-Kapitalisierung in % (lt. Dt. Börse) | 77,2 | 77,2 | 79,9 |
* Einzelheiten zur Kapitalflussrechnung finden sich im Kapitel Finanz- und Vermögenslage
** Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 3. Juni 2015
*** Basis: Schlusskurse XETRA-Handel zum Bilanzstichtag 2014
Im vergangenen Geschäftsjahr hat die INDUS-Aktie erneut eine außerordentlich starke Performance gezeigt. Bereits 2013 lagen die INDUS-Papiere mit einem Zuwachs von rund 50% deutlich über den Indizes SDAX und DAX (SDAX +29%, DAX +25%). 2014 setzte sich diese Kursentwicklung von INDUS nahezu unvermindert fort, obwohl die Indizes kaum mehr zulegen konnten. Die Entwicklung führte zu einem absoluten Kurshoch seit dem Börsengang im September 1995 von 40,90 EUR am 21. August 2014. In der zweiten Jahreshälfte verzeichnete der Aktienmarkt dann allerdings spürbare Kurskorrekturen aufgrund der Ukraine-Krise und damit einhergehender Sorgen um die europäische Konjunkturentwicklung. Auch das schwache deutsche BIP-Ergebnis für das dritte Quartal zeigte an den Aktienmärkten Wirkung. Dennoch lag die INDUS-Aktie zum 30. Dezember 2014 rund 34% im Plus (SDAX +6%, DAX +3%).2
2 > Aktuelles Kursdiagramm unter www.indus.de/ investoren_und_presseindus_aktie
Die gute Kursperformance der INDUS-Aktie führte auch zu einer um mehr als 50% verbesserten Nachfrage. Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr nach den Statistiken der Deutschen Börse 53.935 Aktien pro Tag auf XETRA und an den deutschen Regionalbörsen gehandelt (Jahresdurchschnitt 2013: 35.488 Stück); insgesamt waren es über 13,5 Mio. Aktien im Jahr 2014. Hinzu kamen größere Umsätze außerhalb der Börsen: Gemäß Bloomberg wurden weitere rund 7,7 Mio. Aktien direkt zwischen Käufer und Verkäufer bzw. über alternative Handelsplattformen gehandelt. Die auf XETRA ausgewiesenen Umsätze entsprachen laut Bloomberg rund 64% des gehandelten Aktienvolumens.
KAP. 1
Größter Aktionär der INDUS Holding AG ist unverändert die Versicherungskammer Bayern in München. Sie hält im Rahmen ihrer langfristig ausgerichteten Kapitalanlagestrategie 19,4% des Grundkapitals (nach Kenntnis des Vorstands). Hinzu kommt ein Kreis aus mehreren Privataktionären, die ihre gegenseitige Vertretung in einer Gruppe beschlossen haben. Für den Kreis dieser sogenannten Legitimationsaktionäre spricht Hans Joachim Selzer, Driedorf. Der Kreis hält nach eigenen Angaben rund 6,4% der INDUS-Anteile. Das weitere Aktienkapital der Gesellschaft ist breit gestreut. Aktuell besitzt die INDUS Holding AG keine eigenen Aktien.
aktionärsstruktur der indus holding ag zum 31.12.2014 (in %)
INDUS verfolgt eine nachhaltige Dividendenpolitik: Das Unternehmen beteiligt seine Aktionäre mit einer regelmäßigen Dividendenausschüttung am Geschäftserfolg. Sie orientiert sich vom Grundsatz her am Jahreserfolg und soll auch in schlechten Jahren – sofern wirtschaftlich vertretbar – nicht ausfallen. Die Ausschüttungspolitik sieht vor, gut 50% der Gewinne zur Stärkung der Gesellschaft zu thesaurieren und bis zu 50% der Gewinne auszuschütten. Notwendige Voraussetzung dafür ist, dass der Jahresabschluss der INDUS Holding AG einen Bilanzgewinn ausweist. Der Bilanzgewinn der AG zum 31. Dezember 2014 beträgt 63,6 Mio. EUR. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 1,20 EUR je Aktie vor. Das entspricht einer Ausschüttungssumme von 29,3 Mio. EUR.
2008 0,80 6,0 %
Die Grafik zeigt die Dividendenzahlung für das jeweilige Geschäftsjahr. * Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 3. Juni 2015 Dividendenrendite
2009 0,50 4,2 %
2010 0,90 4,1 %
2011 1,00 5,3 %
2012 1,00 4,9 %
2013 1,10 3,8 %
2014* 1,20 3,2 %
2006 1,20 4,1 %
2007 1,20 4,9 %
2005 1,20 4,1 %
0,4
0
| ■ | Bankhaus Lampe | > März 2015 | > Kaufen, Kursziel 45 EUR |
|---|---|---|---|
| ■ | Commerzbank | > März 2015 | > Add, Kursziel 42 EUR |
| ■ | Deutsche Bank | > Nov. 2014 | > Halten, Kursziel 39 EUR |
| ■ | Independent Research | > März 2015 | > Kaufen, Kursziel 47 EUR |
| ■ | HSBC | > März 2015 | > Overweight, Kursziel 54 EUR |
| ■ | LBBW | > März 2015 | > Kaufen, Kursziel 53 EUR |
| ■ | M.M.Warburg | > März 2015 | > Kaufen, Kursziel 54 EUR |
| ■ | WGZ | > März 2015 | > Kaufen, Kursziel 47 EUR |
2014 hat die M.M.Warburg das Research zur INDUS-Aktie neu aufgenommen, im März 2015 startete HSBC. Damit beobachten acht Banken bzw. Investmenthäuser das Unternehmen. Ihre aktuellen Kursziele für die Aktie liegen zwischen 39 und 54 Euro. Alle empfehlen, die Aktie zu halten oder zu kaufen.. Die Einschätzungen von Research-Häusern veröffentlicht INDUS regelmäßig auf seiner Homepage unter der Rubrik "Investor Relations".
Zentrales Thema im Dialog mit dem Kapitalmarkt waren 2014 allgemeine Informationen über den aktuellen Geschäftsverlauf sowie die weiteren Schritte zur Umsetzung der Strategie KOMPASS 2020. Im Berichtszeitraum suchte der Vorstand den kontinuierlichen Austausch mit bereits investierten und potenziellen Anlegern im In- und Ausland. Dazu nutzte er Kapitalmarktveranstaltungen, Konferenzen und Roadshows im In- und Ausland.
Roadshow Frankfurt
Roadshow Hamburg
Deutsches EK-Forum, Frankfurt
Neben der regelmäßigen Veröffentlichung aktueller Informationen zu INDUS führte der Vorstand regelmäßig Einzelgespräche und Interviews mit Multiplikatoren wie Analysten und Wirtschaftsjournalisten. Den Dialog mit den Privatanlegern pflegt INDUS über die Hauptversammlung und den persönlichen Kontakt. Interessierte Anleger können sich auch aktiv via Newsletter von INDUS über aktuelle Ereignisse informieren lassen. Über die aktive Kapitalmarktarbeit unterstreicht INDUS ihr Interesse an einer transparenten und kontinuierlichen Kommunikation. Seit 2009 ist INDUS Mitglied im Deutschen Investor Relations Verband e.V. (DIRK). Der Finanzkalender im Umschlag des Geschäftsberichts liefert eine Übersicht über die wichtigsten Termine im laufenden Geschäftsjahr. Er wird regelmäßig aktualisiert und ist zudem auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht
Wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen möchten oder sich für die geplanten Termine 2015 interessieren, finden Sie alle notwendigen Informationen auf der letzten Seite dieses Geschäftsberichts oder im Internet unter www.indus.de unter der Rubrik "Investor Relations".
| WKN/ISIN | 620010 / DE0006200108 | |
|---|---|---|
| Börsenkürzel | INH.DE | |
| Aktiengattung | Nennwertlose Inhaber-Stückaktien | |
| Handelsplätze | XETRA, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart | |
| Marktsegment/Index | Prime Standard/SDAX | |
| Designated Sponsors | Commerzbank, Bankhaus Lampe | |
| Grundkapital | 63.571.323,62 | |
| Anzahl der Aktien zum 31.12. | 24.450.509 | |
| Erstnotiz | 13. September 1995 | |
| Letzte Kapitalerhöhung | 2. Dezember 2013 |
2014 hat INDUS weitere Meilensteine ihres Strategieprogrammes erreicht: Direkt und indirekt über unsere Beteiligungen konnten wir fünf neue Unternehmen akquirieren. Das Portfolio lieferte für das Geschäftsjahr 2014 erneut ein gutes Ergebnis. Ein weiterer Schwerpunkt der Anstrengungen im Rahmen von KOMPASS 2020 war die Etablierung eines
Kompetenzbereichs "Technik & Innovation", auf den die Beteiligungen bei Bedarf zugreifen können. Den kontinuierlichen Entwicklungskurs setzt der Vorstand 2015 fort. Auch im laufenden Jahr strebt INDUS weitere Zukäufe auf Ebene der Portfoliounternehmen und auf Beteiligungsebene an.
Wachstumsakquisition
INDUS übernimmt den Spezialisten für Rehatechnik ROLKO Kohlgrüber GmbH3 + Verstärkung im definierten Zielsegment
Medizin und Gesundheit + Internationale Präsenz mit eigener Fertigung in Xiamen (China) sowie eigenen Standorten in Silkeborg (Dänemark) und Houten (Niederlande)
Zukauf auf 2. Ebene
Die HV bestätigt den Kurs des INDUS-Vorstands und beschließt eine Dividende von 1,10 EUR. Zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wird Helmut Späth gewählt; Burkhard Rosenfeld kandidiert aus Altersgründen nicht
DIVIDENDE 1,10 EUR JE AKTIE
2014
3 > ROLKO siehe Seite 72
Abspaltung ANCOTECH
Mit der Abspaltung der ANCOTECH von der bestehenden Beteiligung BETOMAX wird eine neue Tochter gegründet. Durch die Aufstellung als eigenständige Einheiten sollen beide Unternehmen auf ihren jeweiligen Wachstumswegen individueller unterstützt werden.
Ausbau Leistungsfähigkeit SCHÄFER
Die INDUS-Beteiligung SCHÄFER
weiht am Standort Osnabrück ihr neues Designcenter ein.
Zukauf auf 2. Ebene
Die INDUS-Beteiligung ASS übernimmt den Anlagenbauer KNUR Maschinenbau. + Verstärkung um die Kompetenz Kunststoff-
Coverage-Erweiterung M.M. Warburg nimmt das Coverage der INDUS-Aktie neu auf mit Kursziel 44,40 EUR.
KURSZIEL 44,40 EUR
7/14 7/14 8/14
Ausbau Leistungsfähigkeit HAUFF-Technik
Die INDUS-Beteiligung HAUFF-Technik bezieht den neuen Unternehmenssitz in Hermaringen. Am neuen Standort wurden über 17 Mio. EUR investiert. + Verbesserung der Liefer- und
Zukauf auf 2. Ebene
RÜBSAMEN erwirbt mit TR Metalltechnik einen Spezialisten für Laserschweißtechnik. + Verlängerung der Wertschöpfungskette
Produktionslogistik TR Metalltechnik
Wachstumsakquisition
INDUS erwirbt die MBN-Gruppe4 Neugersdorf und verstärkt sich damit im definierten Zielsegment Automatisierungstechnik.
+ NEUZUGANG 2014
Verstärkung auf 2. Ebene
Verstärkung auf 2. Ebene
4 > MBN siehe Seite 68
KAP. 1
WIE UNSERE BETEILIGUNGEN INTERNATIONALE MÄRKTE ERSCHLIESSEN
INTERVIEW MIT JÜRGEN ABROMEIT
KAP. 2
GROSSBRITANNIEN HORN ZUSAMMEN GEHT MEHR! NIEDERLANDE AURORA BESSER KANN MAN SICH NICHT ERGÄNZEN
CHINA BETEK DURCH DAS TOR CHINA NACH ASIEN CHINA ROLKO EIN GESUNDES VERHÄLTNIS
SÜDAFRIKA S.M.A. MITGEHEN. EMANZIPIEREN. WACHSEN. MAROKKO ELTHERM GLOBAL? NORMAL.
USA M. BRAUN PER SE INTERNATIONAL MEXIKO WIESAUPLAST IN EUROPA DAHEIM UND IN DER WELT ZU HAUSE
RANG GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX (WORLD ECONOMIC FORUM)
MILLIONEN EINWOHNER
3.820,5
MILLIARDEN USD BRUTTOINLANDSPRODUKT 2014
ERWARTETES WACHSTUM 2015
JÜRGEN ABROMEIT (VORSTANDSVORSITZENDER INDUS HOLDING AG)
MIO. EURO INVESTITIONEN ZUR UNTERSTÜTZUNG DER BETEILIGUNGEN 2014
WOCHEN DURSCHNITTLICHE FINANZIERUNGSPRÜFUNG
JÜRGEN ABROMEIT Es stimmt, mittelständische Unternehmen bilden eine starke Säule der deutschen Unternehmenslandschaft. Vielleicht sogar die Säule schlechthin. Der deutsche Mittelstand ist aber auch längst international unterwegs. "Made in Germany" hat in der ganzen Welt einen guten Ruf. Das liegt nicht nur an den großen Konzernen, sondern gerade an den innovativen mittelgroßen Unternehmen, die in einem ersten Schritt an der Seite von Großen "mitgegangen" sind, um sich dann mehr und mehr mit eigenen Konzepten aufzumachen in neue Märkte. Dieser Internationalisierungsprozess hat sich in den letzten Jahren stark beschleunigt und ist längst nicht mehr zu stoppen. Auch die Unternehmen der INDUS-Gruppe verstärken ihre Aktivitäten in den Auslandsmärkten. Die Antwort auf das Warum ist einfach: Dort liegen große Chancen für Wachstum. Chancen, die in Deutschland und Europa auf absehbare Zeit nicht bestehen, zumindest nicht ausreichend.
JÜRGEN ABROMEIT Chancen und Risiken zu erkennen und abzuwägen, das gehört nun Mal zum Unternehmertum. In unserer globalisierten Welt und dank unserer vielfältigen Erfahrung lassen sich ausländische Märkte mittlerweile ziemlich gut einschätzen. Die Unternehmen der INDUS-Gruppe sind zudem ausschließlich in politisch und wirtschaftlich stabilen Ländern unterwegs. Volumeneinbrüche, wie sie einige Unternehmen gerade in Russland hinnehmen müssen, sind bei uns nicht zu befürchten. Es wäre für einen gesunden Mittelständler sogar eher ein größeres Risiko, das Ausland nicht im Blick zu haben. Für einen Spezialisten wird ein regional begrenzter Markt schnell zu eng. >
Die Größe der INDUS-Unternehmen ist vergleichsweise überschaubar. Was sollte sie trotzdem dazu befähigen, im Konzert der Großen mitzuspielen? >
JÜRGEN ABROMEIT Größe bedeutet nicht zwangsläufig Wettbewerbsfähigkeit. Mittelständler sind zunächst Experten in der Nische, die mit ihrem Wissen für die Großen oft unverzichtbar sind. Sie begleiten ihre Kunden, oft große, internationale Unternehmen sehr vorausschauend und denken bereits heute über Lösungen für morgen nach. Das macht den Mittelständler für die Großen sehr attraktiv. Diese starke Fokussierung auf Innovation, aber stets mit
JÜRGEN ABROMEIT
Blick auf den größtmöglichen Kundennutzen ist aus meiner Sicht eine der Stärken mittelständischer Hidden Champions. Das ist auch der Grund, warum wir aus der Holding heraus den Bereich Forschung und Entwicklung besonders fördern. F&E und das Treiben von Innovation ist eine Investition in die zukünftige Kundenbindung.
Wenn Sie eine Bestandsaufnahme machen: Wie international ist INDUS heute? Wie international war INDUS vor zehn Jahren, wie international wird die Gruppe in zehn Jahren sein?
JÜRGEN ABROMEIT Auch vor zehn Jahren waren einige INDUS-Unternehmen schon rege im Ausland unterwegs. Vor einigen Jahren lag der Anteil am Auslandsgeschäft bei etwa 35%. Bis heute ist der Anteil auf nahezu 50% gestiegen. Das heißt, mit dem Wachstum der vergangenen Jahre hat der Auslandsanteil überproportional zugelegt. Ein Grund dafür ist sicherlich der allgemeine Trend: Deutschland ist eine Exportnation, die es in die Welt zieht. Der zweite ist, dass viele unserer Beteiligungen die Internationalisierung inzwischen als strategische Aufgabe definiert haben. Sie wachsen also nicht mehr nur "generisch", das heißt dort, wo es sich gerade ergibt, sondern sie wachsen strategisch: Sie wollen im Ausland wachsen. Dazu schauen sie sich um und erschließen sich dann diese Märkte sehr gezielt. Damit ist klar, dass die Bedeutung des Auslandsgeschäfts in den nächsten zehn Jahren weiter gestiegen sein wird. Wie stark, das kann ich nicht prognostizieren. Aber es wird deutlich sein, spür- und messbar.
JÜRGEN ABROMEIT Ja und nein! Anders als früher geht es heute nicht darum, billiger im Ausland zu produzieren, sondern vor Ort nah beim Kunden zu sein. An dieser Entwicklung führt kein Weg vorbei. Zugleich bleibt aber das Inland wichtig – für die Entwicklung, die Steuerung und für den weiteren Ausbau der Kernkompetenzen. Von den deutschen Standorten werden auch weiterhin die deutschen und europäischen Kunden und Märkte bedient. Ich sehe das so: Um unsere Standorte in Deutschland müssten wir uns Sorgen machen, wenn wir nicht die Vorteile der globalen Arbeitsteilung für uns nutzen. Dass dieses Prinzip funktioniert, zeigen zahlreiche Unternehmen aus unserer Gruppe: von A wie AURORA bis W wie WIESAUPLAST. Die deutschen Standorte wären vielfach ohne Auslandsaktivitäten mittelfristig sogar gefährdet.
JÜRGEN ABROMEIT Im Rahmen unserer Unterstützung gehen wir für unsere Beteiligungen durchaus und bewusst unternehmerische Risiken ein: Wenn ein Unternehmen uns überzeugt, begleiten und finanzieren wir sein Wachstum auch dort, wo eine klassische Bank nicht mitgeht. Dabei bieten wir langfristiges Kapital zu besten Konditionen. Zudem greifen unsere Beteiligungen durch uns auf ein breites Netzwerk und bewährtes Management-Knowhow zu. Wir verstehen Management-Prozesse und können die Überlegungen der Unternehmensführungen gut spiegeln.
JÜRGEN ABROMEIT Nehmen wir BETEK: Der Spezialist für Baumaschinen-Verschleißwerkzeuge etabliert gerade einen neuen Standort in China. Das bedeutet zunächst eine Menge Vorarbeit: den passenden Standort finden, mit den rechtlichen Bedingungen zurechtkommen, eine Gesellschaft gründen, Kapital einsetzen. Wir haben nicht nur die notwendigen Kontakte und die passenden Juristen zur Hand, wir stellen auch die notwendigen Finanzmittel, ob als Eigen- oder Fremdkapital, zur Verfügung; wir stehen jederzeit als strategischer Sparringspartner an der Seite der Geschäftsführung. Zudem erhält BETEK durch die Bedeutung, Größe und Bonität von INDUS ein "Vorschussvertrauen", das vieles leichter und schneller macht.
JÜRGEN ABROMEIT Für unser Wachstum haben wir ausreichend finanzielle Mittel. Dafür sorgen wir. Wir sehen es als Gesellschafter als unsere zentrale Aufgabe an, den Beteiligungen die nötigen Mittel bereitstellen zu können, welche sie für ihre Entwicklung benötigen: für Wachstum, für F&E, für den Erhalt und den Ausbau ihrer Leistungsfähigkeit. Gleichwertig daneben stehen für uns direkte Wachstumszukäufe für das Portfolio. Der Gesamtrahmen, den wir im Moment für all diese Vorhaben vorsehen, liegt nachhaltig bei 100 Mio. Euro jährlich. Ob es mehr wird, hängt von den jeweiligen Chancen bzw. Erfordernissen ab.
JÜRGEN ABROMEIT Das Ausland ergibt nicht für jeden aus unserem Portfolio Sinn. Wenn wir aber über neue Beteiligungen und Portfolio-Investitionen sprechen, interessieren wir uns vorrangig für solche, die eine Entwicklungsperspektive im Ausland besitzen. Dabei denken wir übrigens sehr langfristig: Wir betrachten jedes unserer Tochterunternehmen ganz individuell, besprechen dessen Wachstums- und Zukunftsstrategie und, wo sinnvoll, auch dessen Internationalisierungsstrategie.
Welche Schwierigkeiten gäbe es in dem Fall? JÜRGEN ABROMEIT Unsere Beteiligungen gründen Auslandsniederlassungen und Vertriebsgesellschaften weltweit. Wo sinnvoll, wird dies durch lokale Produktionseinheiten ergänzt. Daneben können Auslandsakquisitionen über unsere Töchter strategisch durchaus sinnvoll sein – zumal dies auch unsere Diversifizierungsstrategie stützt. Daher haben wir in den letzten Jahren mehrfach unsere Beteiligungen beim Kauf von Auslandsgeschäften unterstützt. Aber wir werden auf der Portfolioebene bis auf Weiteres keine direkten Auslandsakquisitionen tätigen. Deutschland bleibt für uns die starke Basis, allein schon wegen der Unternehmerkultur. Dies ist zwar ein "weicher" Faktor, aber erfahrungsgemäß ein sehr kritischer für den gemeinsamen Erfolg. Eine Beteiligung – gerade eine auf der ersten Ebene – muss in ihrem Unternehmensverständnis in unsere Gruppe passen. Die Heimatbasis von INDUS bleibt Deutschland. Von hier aus starten wir in die Wachstumsmärkte der Welt.
9
RANG GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX (WORLD ECONOMIC FORUM)
MILLIONEN EINWOHNER
2.847,6
MILLIARDEN USD BRUTTOINLANDSPRODUKT 2014
ERWARTETES WACHSTUM 2015
»DER VORTEIL EINES ZUKAUFS IM AUSLAND LIEGT AUF DER HAND: WIR ERWERBEN IMMER AUCH INTERNATIO-NALE MARKT-ERFAHRUNG. «
TORSTEN KUTSCHINSKI (GESCHÄFTSFÜHRER HORN)
FLENSBURG SHEFFIELD (GROSSBRITANNIEN)
"Alles richtig gemacht" – so kann man die letzten strategischen Schritte der heutigen HORNGROUP zusammenfassen. Die Flensburger Spezialisten für Betankungstechnik haben ihre Marktposition in den letzten Jahren durch Neugründungen und Zukäufe signifikant verbessert. Vor allem der Erwerb der britischen PCL passte ausgezeichnet in das Wachstumskonzept: Die Integration brachte dem Unternehmen Technologie, Marktzugang, Kostenvorteile und reduzierte nicht zuletzt die Zahl der Wettbewerber.
Der PCL-Deal gelang HORN 2011. Das Unternehmen Pneumatic Components Limited aus Sheffield, bis dahin Eigentum einer kleinen Investmentgesellschaft, stellt analoge und digitale Systeme für Reifenfüllung sowie Druckluftwerkzeuge her. Es bedient mit seinem Produktprogramm eine absolute Nische. Dort aber ist es führend.
Hinzu kam: PCL war sowohl Wettbewerber als auch Kunde. HORN hatte das Unternehmen bereits seit Längerem beobachtet und war überzeugt, dass eine gemeinsame Marktbearbei-
AUS WETTEBEWERBERN WERDEN PARTNER: HEUTE ARBEITEN PCL UND HORN > UNTER EINEM DACH.
SHEFFIELD GROSSBRITANNIEN SHANGHAI CHINA HUMBLE USA MUMBAI INDIEN
HORN BIETET SEINEN KUNDEN,SPEZIELL DEN WERKSTÄTTEN, HEUTE WELTWEIT KOMPLETT-LÖSUNGEN.
tung für beide Unternehmen vorteilhaft sein würde. Die Synergiepotenziale in den Bereichen Marktzugang und Vertrieb, Produktprogramm und Produktentwicklung, Einkaufsund Produktionsoptimierung lagen auf der Hand. >
Ein besonderes Plus von PCL und damit auch ein zentrales Akquisitionskriterium für HORN war die internationale Aufstellung der Briten. Neben dem Standort in Sheffield verfügt PCL über Vertriebs- bzw. Produktionsstätten in China und Indien. PCL vertreibt seine Produkte global an Kunden in über 90 Ländern. Die etablierte Präsenz von PCL in China (Shanghai) und Indien (Mumbai) öffnete HORN die Vertriebskanäle in attraktive neue Zielmärkte, die bisher nicht erschlossen werden konnten.
Eine weitere Stärke bringt PCL im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Stickstoffreifenfüllgeräten ein. Hier besitzt das Unternehmen gegenüber den Wettbewerbern einen deutlichen Entwicklungsvorsprung. Angesichts der steigenden Nachfrage nach dieser Technik gewinnt dieses Thema immer mehr an Bedeutung.
In Nischenmärkten bilden sich bei vergleichbaren Leistungen immer wieder regionale Standards heraus. Auf diese Weise schützen lokale Hersteller ihre Heimatmärkte vor dem Markteintritt ausländischer Wettbewerber. Gleichzeitig aber haben sie damit automatisch Schwierigkeiten, sich nachhaltig auf den Exportmärkten durchzusetzen. Mit dem Zukauf von PCL konnte HORN eine solche Barriere überwinden. Denn mit der neuen Kompetenz war das Unternehmen nun in der Lage, sowohl Länder des sogenannten "metrischen Systems" als auch des "angloamerikanischen Systems" zu bedienen.
Inzwischen entwickeln HORN und PCL die Märkte Seite an Seite. So auch in Nordamerika, wo HORN 2012 im texanischen Houston die selbstständige Vertriebsgesellschaft TECALEMIT, Inc. gegründet hat, um den NAFTA-Markt effektiv zu erschließen.
Über TECALEMIT, Inc. erwarb HORN 2013 die Lubrication Solutions Inc., Houston (LSI). Das Unternehmen vertreibt Handlings- und Messsysteme für Diesel und AdBlue®. AdBlue® ist der Markenname einer Flüssigkeit, die zur Reduktion der Stickoxide in Abgasen von Nutzfahrzeugen und Pkw verwendet wird. Aufgrund der verschärften Umweltschutzvorschriften gehen Hersteller von Dieselfahrzeugen davon aus, dass binnen der nächsten Jahre nahezu alle Fahrzeuge in den USA mit SCR-Technik ausgestattet sein werden und demzufolge AdBlue® benötigen. Auch in Europa wird zunehmend SCR-Technik eingesetzt, um die europäischen Abgasnormen zu erfüllen.
HORN, PCL, TECALEMIT – diese drei Namen stehen heute für eine Gruppe, die es innerhalb weniger Jahre geschafft hat, ihre Stärken zu bündeln und die weltweiten Märkte gemeinsam zu bearbeiten. Heute ist die HORNGROUP exzellent aufgestellt, um in den kommenden Jahren weiteres Wachstum zu tanken.
RANG GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX (WORLD ECONOMIC FORUM)
MILLIARDEN USD BRUTTOINLANDSPRODUKT 2014
16,9 MILLIONEN EINWOHNER
MUDAU NUENEN (NIEDERLANDE)
Lange waren sie im selben Segment unterwegs, ohne dass sie sich im Markt berührten. Das ist inzwischen anders: Seit dem strategischen Zukauf im Januar 2013 gehört die niederländische HEAVAC B.V. zur INDUS-Beteiligung AURORA. Heute bearbeiten die beiden Unternehmen die Märkte gemeinsam. Ihre jeweiligen Stärken ergänzen sich.
HANNES WOLF (GESCHÄFTSFÜHRER AURORA)
AURORA ist seit 85 Jahren erfolgreich unterwegs mit der Entwicklung und dem Bau hochwertiger Heiz- und Klimasysteme für Nutzfahrzeuge – für Busse, Bau- und Landmaschinen sowie Sonderfahrzeuge. Das Unternehmen mit Sitz im badischen Mudau zeichnet sich durch ein breites Produktspektrum aus. Und durch Innovationsfreude: 8% des Umsatzes fließen in F&E. Daraus erwachsen 20 bis 30 Serien-Neuanläufe im Jahr. Mit Standorten in Europa und den USA ist AURORA weltweit >
FÜR DIE MITARBEITER VON HEAVAC HAT SICH VOR ORT NICHTS GEÄNDERT. ABER DER STARKE VERBUND SICHERT ZUKUNFTS-PERSPEKTIVEN.
aufgestellt: Nahezu zwei Drittel der Produkte gehen ins Ausland. Auch in den kommenden Jahren sieht AURORA hier noch breite Absatzchancen, die das Unternehmen für sich erschließen kann. >
Und für sich erschließen will: Der Erwerb von HEAVAC war ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Das niederländische Unternehmen ist im gleichen Markt wie AURORA aktiv. Das Produktprogramm fokussiert sich zwar vorrangig auf den Bus-Markt und ist damit deutlich schmaler, dafür ist HAEVAC aber bei den meisten seiner Kunden Systemlieferant und Entwicklungspartner. Das verschafft dem Unternehmen eine enge Kundenbindung, die sich nicht so ohne weiteres auflösen lässt.
Obwohl sich ihre Produktprogramme überschneiden, waren AURORA und HEAVAC vor dem Zusammenschluss keine direkten
Wettbewerber. Bis einschließlich 2012 konzentrierte sich das Geschäft von HEAVAC auf die Benelux-Staaten und auf Großbritannien. Ebendies sind Ländermärkte, in denen AURORA sich mit seinem Vertrieb bislang kaum bzw. nicht festsetzen konnte. Auch, weil HEAVAC hier Marktführer ist.
Mit dem Zusammenschluss addierten sich die Umsätze, ohne dass es bei einzelnen Kunden zu Substitutionseffekten kam. Damit musste auch kein Kunde einen neuen Lieferanten aufbauen, um wieder einen Wettbewerber gegen AURORA/HEAVAC zu haben. Im Gegenteil: Jeder Kunde kann mit AURORA/HEAVAC nun auf einen noch stärkeren Partner zurückgreifen.
Wenn zwei Gute zusammenkommen, ergeben sich zumeist auch im Innenverhältnis Synergien: So profitieren beide Unternehmensteile von einem gemeinsamen Einkauf, der Standardisierung von Modulen und der Fertigungsoptimierung im Verbund.
HEAVAC bringt wichtige zusätzliche Fertigungskapazitäten und technologisches Knowhow in die Verbindung ein. So werden Einzelteile, die HEAVAC bislang extern zukaufen musste, heute bei AURORA produziert: Im Gegenzug kann AURORA auf die Aluminiumverarbeitungskompetenz von HEAVAC zurückgreifen, denn in Mudau setzte man bislang vornehmlich auf klassische Blechverarbeitung und Kunststoffspritzguss.
Inzwischen ist HEAVAC knapp zwei Jahre unter der strategischen Führung von AURORA unterwegs. Dabei bearbeiten die Niederländer die Märkte weiter unter ihrer Firmierung – als Signal an die Kunden, dass sie weiter auf die vertrauten Strukturen zurückgreifen können. Allerdings mit einer starken INDUS AG als Gesellschafter und auf einer weiterentwickelten Plattform. Denn durch den Zusammenschluss hat sich die Ausgangslage für beide Unternehmen wesentlich verbessert. Gemeinsam wächst man nun in die Emerging Markets hinein und spielt bei den internationalen Großkonzernen in Zukunft noch eine gewichtigere Rolle.
Wie man sich erfolgreich in Wachstumsmärkten etabliert, hat AURORA vor einigen Jahren in der Türkei gezeigt: Um die dort angesiedelten deutschen Bus-Hersteller direkt vor Ort beliefern zu können, etablierte das Unternehmen in Istanbul eine vollwertige Produktionsniederlassung, inklusive F&E und eigenem Vertrieb. Die Entscheidung stellte sich in den folgenden Jahren als richtig heraus: Die türkischen Nutzfahrzeughersteller machten sich auf, den Weltmarkt zu erobern, und nutzten dabei ausgiebig die Qualität von AURORA. Heute beliefert AURORA türkische wie internationale Hersteller von Bussen und Bau- und Landmaschinen.
Diese Erfolgsgeschichte hat sich in Nordamerika fortgesetzt: 2009 wurde die Aurora North America als Vertriebsorganisation gegründet. Heute werden die führenden Hersteller von Bau- und Landmaschinen aus der Fertigung in Grand Rapids, Michigan beliefert. Das Engineering vor Ort ist in der Lage, Neuentwicklungen weitgehend selbstständig umzusetzen. Das starke Wachstum in diesem Markt wird sich fortsetzen, weil die Kunden die Flexibilität und das "German Engineering" schätzen.
Dies zeigt: Wer wachsen will, muss flexibel sein.
HEAVAC ENTWICKELT UND FERTIGT WEITERHIN IN NUENEN IN DER NÄHE VON EINDHOVEN; DER VERTRIEB ABER ERFOLGT WELTWEIT.
RANG GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX (WORLD ECONOMIC FORUM)
MILLIARDEN EINWOHNER
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MILLIARDEN USD BRUTTOINLANDSPRODUKT 2014
ERWARTETES WACHSTUM 2015
DR. FRANK THIELE (GESCHÄFTSFÜHRER BETEK)
AICHALDEN TAICANG (CHINA)
Bei BETEK, einem Hersteller für hartmetallbestückte Verschleißwerkzeuge, läuft das Geschäft rund: wettbewerbsfähige Produkte, steigender Umsatz, zufriedene Kunden. Und trotzdem sieht man dringenden Handlungsbedarf, denn BETEK kann noch mehr aus seinen Möglichkeiten machen. Das nimmt das Unternehmen 2015 in Angriff – indem es Kurs Richtung China setzt.
BETEK ist eines von vier Unternehmen der baden-württembergischen SIMON-Gruppe und produziert Hartmetall-Verschleißwerkzeugsysteme und Verschleißschutzlösungen unter anderem für Maschinen, die im Straßenbau, Bergbau, in der Mineraliengewinnung, im Spezialtiefbau, beim Recycling und in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Der Mittelständler zählt in zahlreichen Industriebe->
DIE HARTMETALLWERK-ZEUGE VON BETEK WERDEN IM SCHWARZWALD ENTWICKELT, ABER KOMMEN WELTWEIT ZUM EINSATZ.
reichen zu den weltweit führenden Firmen: Er ist innovationsstark, besitzt eine hohe Systemkompetenz und kann auf ein diversifiziertes Spektrum aus zahlreichen Produktbereichen zurückgreifen. >
DR. FRANK THIELE (GESCHÄFTSFÜHRER BETEK)
Die Kunden von BETEK sind namhafte Originalausrüstungshersteller (OEMs) wie Wirtgen, Bauer oder Horsch. Als große und etablierte Maschinenlieferanten beliefern sie die Industrie- und Infrastrukturmärkte weltweit, so auch den Straßenbau, einen Markt, der angesichts der allgemein steigenden Mobilität sehr attraktiv ist.
Weil sie selbst in einem starken Wettbewerb stehen, sind OEMs auf gute Zulieferer angewiesen. Dementsprechend eng ist die Beziehung, die sie zu BETEK pflegen. Sie schätzen das Unternehmen als einen Systempartner, der sich über die Jahre mit zuverlässiger Arbeit und Ideenreichtum immer wieder bewährt hat.
NAMHAFTE ORIGINAL-AUSRÜSTER SETZEN AUF BETEK ALS ZUVERLÄSSIGEN SYSTEMPARTNER
BETEK weiß aber auch, dass man sich diesen Status immer wieder neu verdienen muss. Zudem will das Unternehmen seine erfolgreiche Entwicklungsarbeit noch mehr in einen entsprechenden wirtschaftlichen Erfolg ummünzen. Deshalb hat sich die Unternehmensführung überlegt, wie sie den Zugang für die Kunden weiter erleichtern kann. Das Ergebnis ist eine Segmentierung, die sich mit den Bereichen "Surface Technologies", "Underground Technologies" und "Environmental Technologies" noch stärker an den Absatzmärkten orientiert.
Logistiknachteile ergeben sich durch die bislang noch geringe unmittelbare Präsenz und Fertigung in China und den USA. Gleichzeitig ist absehbar, dass viele Kunden bereits kurzfristig mehr Leistungen anmelden werden, denn der Bedarf an Infrastrukturprojekten steigt weltweit. Die Einsatzressourcen werden wertvoller. Und damit wird der Einsatz von Hartmetall zum Verschleißschutz immer stärker gefragt sein.
Daher nimmt BETEK erhebliche Mittel in die Hand – im heimischen Aichhalden zur Erweiterung der Fertigung, und auch in China. Dort sollen im mittelchinesischen Taicang bereits in Kürze die Produktion und der Vertrieb für die Bereiche Straßenbau und Mining anlaufen. Taicang ist gut gelegen: Die 500.000-Einwohnerstadt befindet sich unweit von Shanghai und wird von mehr als 180 anderen deutschen Unternehmen als Standort genutzt, so etwa vom großen Maschinenbauer Trumpf, oder auch vom Automobilzulieferer Kern Liebers, der 1993 als erstes deutsches Unternehmen dort die Produktion aufnahm.
Von Taicang aus wird BETEK intensiv den Wachstumsmarkt China bearbeiten. Die ver-
stärkte Präsenz verbessert zudem die Möglichkeit, in Südostasien und Australien weitere Regionen zu erschließen, die bislang nur von Deutschland aus erreicht wurden.
Erster Profiteur von BETEKs Produktions-Gang nach China wird der Hauptkunde Wirtgen sein: Er wird seine Meißel für die Straßen- und Bergbaumaschinen direkt vor Ort einkaufen können – und damit einfacher und schneller.
Die Produktion in China ermöglicht es BETEK, seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem lokalen Markt langfristig zu sichern. Durch die Vor-Ort-Präsenz kann BETEK besser lokale Beziehungen aufbauen, seine Rohstoffe (u. a. das wichtige Wolframcarbid) direkt vor Ort beziehen und auf die spezifischen Anforderungen seiner Kunden besser eingehen.
Eine wichtige Rolle für den weiteren Marktausbau in Asien sollen die Vertriebspartner spielen. Die Gespräche für die Aufnahme weiterer Partner laufen bereits. Über einen Messeauftritt bei der chinesischen BAUMA im November 2014 hat BETEK seine erhöhten Ansprüche auf dem asiatischen Markt noch einmal unterstrichen. Kurzum: Das Unternehmen will im Markt Asien nicht einfach "mitlaufen" – es will sich aktiv entfalten.
SHANGHAI IST HEUTE MIT ÜBER 23 MILLIONEN EINWOHNERN UND EINER BEVÖLKERUNGSDICHTE VON 3.630 EINWOHNERN PRO QUADRATKILOMETER CHINAS ZWEITGRÖSSTE STADT.
BORGHOLZHAUSEN XIAMEN (CHINA) NIEDERLANDE
Es ist keine Frage: Der Gesundheitsmarkt zählt weltweit zu den Branchen mit besonders aussichtsreichen Perspektiven. In den Industrieländern steigt das Durchschnittsalter, und in den aufstrebenden Märkten nutzen immer mehr Menschen ihr Einkommen zur Verbesserung ihres Lebensstandards. ROLKO aus dem westfälischen Borgholzhausen konzentriert sich auf Rehabilitationszubehör wie Räder für Rollstühle, Rollstuhlrampen und Kopfstützen. Holding im vergangenen Jahr 75% der Anteile übernahm. Die Produkte von ROLKO sind notwendig. Sie verbessern die Lebensqualität der Nutzer so stark, dass sie einen erhöhten Erwerbsanreiz liefern. Und es gibt noch viele Absatzmärkte, die auf ROLKO-Produkte warten.
Um diese Zukunftsperspektiven genauer einschätzen zu können, gab INDUS vor Kauf eine Marktstudie über den Rollstuhlmarkt in Auftrag. Mit überzeugendem Ergebnis: Das Segment erreicht weltweit ein Volumen von über 2 Milliarden Euro. Dabei wächst es jährlich um mehr als 9 Prozent. Das bedeutet, dass sich der Markt zwischen 2011 und 2018 nahezu verdoppeln wird. Mit dem Kapital der Holding im Rücken will ROLKO darin eine Hauptrolle spielen.
ROLKO verfolgt einen klaren Kurs zur Erschließung weiterer Märkte. Dazu verfügt das Unternehmen bereits heute sowohl über die richtige Aufstellung als auch über optimale Prozesse:
Die Gesamtsteuerung des Geschäfts erfolgt in Deutschland. Hier ist die Produktentwicklung angesiedelt. Sie hält das 13.000 Artikel umfassende Programm aktuell und baut es zukunftsgerichtet aus. Auch steht hier das große Zentrallager; die große Artikelvielfalt und optimale Lagerlogistik stellen sicher, dass ROLKO auch im wichtigen Ersatzteilgeschäft stets die Nase vorn hat. Zwei Vertriebsgesellschaften in den Niederlanden und Dänemark unterstützen den Absatz im europäischen Kernmarkt und
ACHIM KOHLGRÜBER (GESCHÄFTSFÜHRER ROLKO)
Damit bedient das Unternehmen ein attraktives Segment, in dem sich weltweit noch ein erhebliches Absatzpotenzial verbirgt.
Von diesen ausgezeichneten Perspektiven hat die Geschäftsführung von ROLKO auch das Management von INDUS überzeugt, sodass die
liefern zudem wichtiges Feedback aus dem europäischen Markt. Die Produktion aber erfolgt bereits heute nahezu ausschließlich im chinesischen Xiamen. Einfache Montagearbeiten vergibt ROLKO in Deutschland zusätzlich an Werkstätten für Behinderte. Diese Entscheidung traf man bewusst, als Unternehmen, das seine Aufgabe in der Entwicklung von Produkten sieht, die das Leben behinderter Menschen erleichtern. Die Aufträge sichern Arbeit für mehr als 250 behinderte Arbeitskräfte.
Die Arbeitsverteilung spiegelt sich auch in der regionalen Beschäftigungsstruktur wider: Die ROLKO-Gruppe beschäftigt derzeit 170 Mitarbeiter. Davon arbeiten 61% in China, 5% im europäischen Ausland und 34% in Deutschland. Für ROLKO ist das ein gesundes Verhältnis – zumal China sich auch direkt am Vertrieb beteiligt. Von dort aus liefert ROLKO in etliche Länder in Europa, nach Ozeanien und in die USA.
ROLKO verbindet die Qualitätsmerkmale des "Made in Germany" mit der länderübergreifenden Prozessoffenheit, die ein Mittelständler für erfolgreiches internationales Wachstum benötigt. Damit ist das Unternehmen auch gegenüber den Wettbewerbern gut aufgestellt: Auf dem Weltmarkt für Rehabilitationszubehör gibt es zahlreiche Unternehmen, die sich in ihrer Größe, lokalen Präsenz und Fertigungstiefe stark unterscheiden. Unternehmen mit einer ähnlichen Produkt- bzw. Kundenstruktur wie ROLKO gibt es jedoch nur wenige. Sie kommen aus Dänemark, Italien und China und werden von ROLKO gut beobachtet.
ÜBER 100 MITARBEITER SIND BEI ROLKO CHINA IN DER FERTIGUNG UND QUALITÄTSSICHERUNG TÄTIG. DER STANDORT BESTEHT BEREITS SEIT 2006. UNTER ANDEREM WERDEN HIER KOMPONENTEN FÜR MODERNE ROLLATOREN GEFERTIGT.
Ein überdurchschnittliches Wachstum strebt das Unternehmen in den Emerging Markets an. Die chinesischen Tochtergesellschaften der international bedeutenden Rollstuhlhersteller beliefert ROLKO direkt aus China.
Zunehmend interessant sind für ROLKO dabei auch die Industriekunden. Ihr Umsatzanteil beträgt inzwischen etwa 10% und wird getrieben durch die steigende Nachfrage nach hochwertigeren Spielgeräten in den Schwellenländern.
Insgesamt läuft es rund bei ROLKO: Die Aufstellung stimmt, die Prozesse greifen ineinander und die Märkte sind vorhanden. Entsprechend zuversichtlich blickt das Unternehmen auf die kommenden Jahre, nach dem Motto: Es darf gern ein bisschen mehr sein.
BEI ROLKO CHINA FINDEN AUCH ALLE ENDMONTAGEN UND DIE LABORTESTS STATT.
RANG GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX (WORLD ECONOMIC FORUM)
MILLIONEN EINWOHNER
341,2
MILLIARDEN USD BRUTTOINLANDSPRODUKT 2014
ERWARTETES WACHSTUM 2015
KLAUS-DIETER LIEHR (GESCHÄFTSFÜHRER S.M.A.)
BACKNANG EAST LONDON (SÜDAFRIKA)
In kaum einer Branche ist der Wettbewerb so hart wie in der Automobilindustrie. Der Gesamtmarkt wächst noch immer. Aber es sind viele, die sich um die Nachfrage bewerben: Weltweit gibt es heute mehr als 100 namhafte Automobilhersteller. Auch die Deutschen sind dabei: Von den mehr als 72 Mio. verkauften Pkw konnten sie etwa 20% für sich verbuchen. Ihr Erfolg hängt ab von Preis, Qualität und Innovationskraft – und von Unternehmen wie S.M.A. Metalltechnik, die sie dorthin begleiten, wo auf der Welt sie sich mit ihrer Produktion niederlassen. >
DIE REGION UM PORT ELIZABETH IST SCHWER-PUNKT DER SÜDAFRIKA-NISCHEN AUTOINDUSTRIE UND WIRD AUCH DAS "DETROIT SÜDAFRIKAS" GENANNT.
KAP. 2
DIE FERTIGUNG IN EAST LONDON BESTEHT SEIT 2000 UND BELIEFERT HEUTE NAHEZU ALLE OEMs IN SÜDAFRIKA. DIE QUALITÄTS-STANDARDS SIND HOCH: DIE NIEDERLASSUNG ERHÄLT MEHRFACH DIE AUSZEICHNUNG "SUPPLIER OF THE YEAR".
S.M.A. konstruiert und produziert seit 1990 Leitungssysteme für die automobilen Klima-, Heizungs- und Kühlsysteme. Ihre metallischen und elastomeren Komponenten werden exakt dem Bauraum der jeweiligen Fahrzeuge angepasst. Eine anspruchsvolle Helium-Prüftechnik stellt die Dichtigkeit der Leitungen sicher. Die Qualität von S.M.A. ist gefragt. Audi, BMW, Mercedes, Porsche, VW – die erste Reihe der deutschen Autohersteller setzt heute geschlossen auf die Leistungen des Unternehmens aus dem badenwürttembergischen Backnang.
Und das auch, weil S.M.A. an einem international sehr wichtigen Standort mit dabei ist: Südafrika. Das Land ist eine Hochburg für die internationale Automobilproduktion von Rechtslenker-Fahrzeugen. Hier halten sich die Herstellkosten im Rahmen und die Regierung unterstützt den für das Land sehr wichtigen Industriezweig nach Kräften. Zudem lässt sich von Südafrika aus der Absatz in der Region gut vorantreiben. Volkswagen beispielsweise nutzt diese günstigen Bedingungen schon seit 1951, und inzwischen sind auch die anderen großen Deutschen vor Ort. S.M.A. ging den Schritt nach East London bereits 2000. Heute arbeiten 35% der mehr als 1.100 Mitarbeiter in der Niederlassung am südlichen Ende des Schwarzen Kontinents.
Den Impuls für die Niederlassungsgründung gab zunächst ein einziger, aber wichtiger Kunde – Daimler Chrysler. Daimler benötigte die gleichen Bauteile wie in Deutschland, aber lokalisiert für die Fertigung in Südafrika. S.M.A. stand mit den Stuttgartern bereits in guter geschäftlicher Beziehung. Konkret standen damals 70% des Geschäfts der E- und C-Klasse in Deutschland auf dem Spiel. Das war ein starkes Argument, den Schritt zu wagen. Abgesichert wurde die Entscheidung für die Standortgründung auch durch den Gesellschafter INDUS, der für den Bedarfsfall das notwendige Kapital vorhielt.
In den Folgejahren nutzte S.M.A. Südafrika die Chance, im lokalen Fahrzeugmarkt sein Kundenportfolio zu erweitern. Inzwischen beliefert S.M.A. Südafrika alle dortigen Niederlassungen der deutschen OEMs. Neben der Etablierung gleichartiger Prozesse wie in Deutschland hat sich das Werk besonders auf hohe Qualität und Reinheit in der Fertigung fokussiert. Damit errang S.M.A. bei den Herstellern Daimler und VW gleich mehrfach Auszeichnungen wie "Supplier of the Year".
Durch die lokalen Fördermaßnahmen der Regierung und die im Vergleich zu Deutschland niedrigen Lohnkosten ist S.M.A. Südafrika auch für die Kunden in Deutschland zu einem bedeutenden Lieferanten aufgestiegen: Von den jährlich produzierten zwei Millionen Klimaleitungen gehen 67% ins deutsche Inland.
Aus heutiger Sicht ist Südafrika für S.M.A. ein wichtiger Wachstumsmotor, auch wenn der lokale Bedarf dort zurzeit nicht mehr so stark steigt. Die niedrigen Lohnkosten, die hohe Lieferqualität und vor allem die Möglichkeit, aus Südafrika vereinfacht in den NAFTA-Raum und damit auch in die USA zu liefern, lassen sich exzellent für die weitere Entwicklung des Geschäfts nutzen.
Auch technologisch hat S.M.A. seine Hausaufgaben für die Zukunft gemacht: Als Pionier in der Entwicklung von Leitungssystemen für die CO2-Technik ist das Unternehmen bereits heute gut positioniert für den sich abzeichnenden Wechsel des Kältemittels bei Pkw-Klimaanlagen.
RANG GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX (WORLD ECONOMIC FORUM)
| 2011 | 2012 | 2013 | 2014 |
|---|---|---|---|
| 99,2 | 96,0 | 103,8 | 112,6 |
| 112,6 |
MILLIARDEN USD BRUTTOINLANDSPRODUKT 2014
33,2
MILLIONEN EINWOHNER
% ERWARTETES WACHSTUM 2015
BURBACH CASABLANCA (MAROKKO)
In großen Industriezweigen wie Chemie, Pharmazie, Energie oder Mobilität sind Ländergrenzen heute nicht mehr als geografische Merkmale – eventuell noch hilfreich zur Abgrenzung von Vertriebs- oder Verantwortungsgebieten. Das operative Geschäft aber ist durch und durch international. Das heißt: Wer hier als Zulieferer ernsthaft mitspielen will,
ALEXANDER NEFF (GESCHÄFTSFÜHRER ELTHERM)
muss Internationalität per se mitbringen. Und ELTHERM, der Spezialist für elektrische Begleitheizungssysteme, weiß dies. Mit seinen derzeit 165 Mitarbeitern weltweit (14 Nationalitäten) zeigt das Unternehmen aus dem siegerländischen Burbach, dass es dabei nicht auf Größe ankommt, sondern allein auf Leistungsfähigkeit.
"Der Markt ist nahezu unbegrenzt." Mit diesem Wissen schloss sich 1991 eine Gruppe von Ingenieuren zusammen, um schrittweise ein >
Unternehmen aufzubauen, das heute seine Produkte in mehr als 40 Ländern weltweit verkauft. ELTHERM bietet seinen Kunden die Konzeption, Entwicklung und Umsetzung kundenspezifischer Beheizungs-Lösungen. Chemieanlagen, Flüssiggasanlagen, Zuckersilos, Teilchenbeschleuniger, Parabolantennen, Produktionsmittel in der Automobilindustrie, Flughafen-Hangars, Lagertanks, Schienen und Weichen im Bahnverkehr – die Liste der Anwendungen ließe sich lange fortführen. Dementsprechend kommen die Kunden aus den >
DIE HEIZKABEL AUS BURBACH LIEGEN ZUR AUSLIEFERUNG NACH AFRIKA BEREIT.
unterschiedlichsten Industriezweigen, von der Pharmaindustrie bis zum Großanlagenbauer. Ebenso liefert ELTHERM aber auch an Heizungs-, Sanitär- und Elektrogroßhändler.
Mit seinen selbstregulierenden Begleitheizungs-Lösungen gehört ELTHERM zu den Top-Ten-Herstellern, die diese Technologie anbieten können. Und seine Marktposition ist durchaus respektabel. Mit seinen Stärken Lösungskompetenz, Einhaltung von Qualitätsnormen und Flexibilität bietet ELTHERM internationalen Kunden genau das, was sie wollen.
Am Ende des Auftaktjahrzehnts stand ELTHERM vor einer grundlegenden Entscheidung: Um international noch stärker Fuß fassen zu können, musste die Präsenz auf den Kontinenten außerhalb Europas verstärkt werden. Die Lösung dafür hieß Standortpräsenz und Marktbearbeitung aus diesen Standorten heraus, anstatt aus Deutschland. Diesem Weg folgend formulierte die Unternehmensführung 2010 eine Internationalisierungsstrategie, deren Umsetzung noch im selben Jahr begann: Schon Ende 2010 gab es eine Niederlassung in Singapur, die den pazifisch-asiatischen Raum verantwortete, und eine weitere im englischen Newbury für den Markt in Großbritannien und Irland. 2012 folgten Toronto für den nordamerikanischen Markt und Shanghai für China.
Während sich die ausländischen Gesellschaften in erster Linie auf Vertrieb und Engineering konzentrieren, erfolgt die Produktion der Kernprodukte wie Widerstandsheizkabel und selbstregulierende Heizbänder aus Qualitätssicherungsgründen weiterhin ausschließlich in Deutschland. Vom Ausland werden inzwischen Montageleistungen übernommen, über die sich die Wertschöpfung erhöhen lässt, ohne dass die Qualität darunter leidet. Dies
PICTURES SUPPLIED BY ACWA POWER OUARZAZATE
MIT DEM SOLARKOMPLEX NOOR STEHT MAROKKOS VISION VOM SONNENSTROM IN DER WÜSTE KURZ VOR DER UMSETZUNG.
führt ebenfalls bei den Kunden zu einer höheren Akzeptanz der ELTHERM-Töchter in dem jeweiligen Land (local content).
2014 nahm das Management Afrika auf die Agenda: Hier eröffnen sich dem Unternehmen derzeit erhebliche Potenziale in den Bereichen Kohlekraftwerke und Solar-Energieparks. Den Markt Südafrika bearbeitete ELTHERM zu Beginn über eine Handelspartnerschaft. Im vergangenen August aber gründete man am Standort Sandton (Johannesburg) eine eigene Landesgesellschaft, um direkter Ansprechpartner für Großprojekte im Energiesektor (Kohle und Heizkraft) sowie für die Lebensmittelindustrie zu sein. Nur zwei Monate später, im Oktober 2014, eröffnete ELTHERM im marokkanischen Casablanca einen weiteren Standort. Den entscheidenden Impuls dafür gab die Bewerbung für einen Großauftrag im Solarthermie-Bereich. In der marokkanischen Wüste entstehen bis 2020 fünf gewaltige Solar-Kraftwerkskomplexe mit insgesamt 2 Gigawatt Leistung; bereits im August 2015 soll Noor 1 seinen Betrieb aufnehmen, ein 160 Megawatt-Parabolrinnenkraftwerk.
Fünf Jahre nach Aufsetzen der Internationalisierungsstrategie ist ELTHERM mit seinem Vertrieb in den wichtigsten Regionen weltweit vor Ort. Auch den russischen Markt bearbeitet seit dem vergangenen Jahr ein inländischer Standort (Exklusivpartner). Damit sind die strukturellen Bedingungen für weiteres Wachstum gut. Durch die Integration in die INDUS-Gruppe im Jahr 2013 ist nun ein neuer Gesellschafter an Bord, der mit seiner wirtschaftlichen Kraft im Hintergrund hilft, diese Expansion weiter voranzutreiben.
BIS 2020 WILL MAROKKO RUND 40 PROZENT SEINER ENERGIE AUS REGENERATIVEN QUELLEN SCHÖPFEN. HERZSTÜCK DIESER ENERGIEWENDE IST DER SOLARPLAN.
RANG GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX (WORLD ECONOMIC FORUM)
MILLIONEN EINWOHNER
15.517,9 2012 16.163,2 16.768,0 17.416,3
17.416,3
MILLIARDEN USD BRUTTOINLANDSPRODUKT 2014
ERWARTETES WACHSTUM 2015
DR. MARTIN REINELT (GESCHÄFTSFÜHRER M. BRAUN)
GARCHING STRATHAM (USA)
"M.BRAUN has over thirty years' experience providing inert glove box solutions for clean environments." Wer die Website des Maschinen- und Anlagebau-Spezialisten M.BRAUN aufruft, informiert sich dort ausschließlich auf Englisch. Das sagt über den Internationalitätsgrad des Maschinen- und Anlagenbau-Spezialisten aus dem bayerischen Garching bereits alles. Bis zu 90% seines Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen im Ausland. Auf drei Kontinenten ist es über insgesamt fünf Standorte präsent. Und diese breite Marktpräsenz braucht M.BRAUN auch. Denn es gewinnt die Aufträge nur dann, wenn es zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.
M.BRAUN steht für hochwertige Inertgas-Glovebox-Systeme und Gasreinigungsanlagen und ist in diesem Segment Marktführer. Die meisten der Kunden kommen aus technologieaffinen Branchen. Sie produzieren Displays, Xenon-Fahrzeuglampen oder Lithium-Ionen-Batterien. Aber auch in den Branchen Chemie und Nahrungsmittel ist eine Fertigung in
DAS KUNDENSPKETRUM FÜR DIE ANLAGEN VON M. BRAUN IST SEHR BREIT: VON DER OLED-FERTIGUNG BIS HIN ZUR NUKLEAREN ABFALL- > WIRTSCHAFT.
kontrollierter Atmosphäre Alltag. Viele sind Global Player und dementsprechend auf verschiedenen Kontinenten zu Hause. >
Auch in den USA. Hier eröffnete M.BRAUN 1994 seine erste Niederlassung. Die USA waren damals wie heute ein sehr großer Glove-Box-Markt und der Vertrieb über Händler lief nicht so gut wie erwartet. Deshalb hatte man dort die Sache kurzerhand selbst in die Hand genommen. Heute arbeiten bei M.BRAUN Inc. 65 Mitarbeiter. Die Firma beinhaltet sämtliche Funktionen, von der Verwaltung über Vertrieb, Service, Konstruktion, Softwareprogrammierung bis hin zu Montage und Installation. Mit wenigen Ausnahmen können damit die meisten der Anlagen direkt von dort aus konzipiert, verkauft und gewartet werden.
Ein wichtiger Kundenkreis von M.BRAUN – auch in den USA – sind staatliche Forschungseinrichtungen und Universitäten. Durch die Zusammenarbeit mit ihnen ist das Unternehmen frühzeitig bei Technologiethemen an Bord, die später den Markt bestimmen. Ein Beispiel sind die organischen Leuchtdioden: Das Feld ist für zahlreiche Hersteller gerade hochaktuell. Bei M.BRAUN ist es bereits seit 15 Jahren Thema. Zur stärkeren Vernetzung mit der Forschung beteiligt sich M.BRAUN auch
M. BRAUN VERFÜGT ÜBER MEHR ALS 30 JAHRE ERFAHRUNG IN DER BEREITSTELLUNG INERTEN GLOVE-BOX-LÖSUNGEN FÜR REINRAUMUMGEBUNGEN. DAS UNTERNEHMEN IST NAHEZU VON BEGINN AN INTERNATIONAL AUFGESTELLT.
»WIR MÜSSEN DIE AUFGABEN SCHNELL ERFASSEN UND UNS AUF INDIVIDUELLE WEGE EINSTELLEN KÖNNEN. ABER GENAU DAS ZEICHNET UNS ALS PARTNER AUS.«
über Sponsoring und Panel-Teilnahmen aktiv am anwendungsorientierten Entwicklungsaustausch.
M.BRAUN ist dort stark, wo es um kundespezifische Lösungen geht. "Wir gehen zum Kunden, hören zu und finden Lösungen", so formuliert Geschäftsführer Dr. Martin Reinelt den Weg, über den das Unternehmen seine Kunden immer wieder überzeugt. "Wir müssen die Aufgaben schnell erfassen und uns auf individuelle Wege einstellen können. Aber genau das zeichnet uns als Partner aus."
Das Unternehmen ist kein Serienfertiger. Das spiegelt auch die Personalstruktur wider: Ungelernte Kräfte beschäftigt das Unternehmen gar nicht. Etwa 45 Facharbeiter arbeiten in der Montage in Deutschland. Techniker, Ingenieure und Naturwissenschaftler runden den technischen Bereich ab. Der Vertriebsaußendienst ist ausschließlich mit Ingenieuren besetzt. Das heißt: Auch die Vertriebsmitarbeiter sind vom Fach. Als erste Anlaufstelle für die Kunden können sie eine Aufgabe bereits beim ersten Kontakt vollständig erfassen.
Unabhängig von ihrem Standort werden sie dabei durch die Zentrale aus Garching unterstützt. Dort schlägt nach wie vor das Herz. Und dort werden auch die strategischen Entscheidungen getroffen – trotz aller Dezentralität. Unabhängig davon ist die Zusammenarbeit der internationalen Einheiten untereinander eng. So können Aufmerksamkeits- und Tätigkeitsschwerpunkte schnell regional verlagert werden.
Der Markt ist eng geworden. Die asiatischen Wettbewerber haben in vielen Bereichen aufgeschlossen und üben erheblichen Preisdruck aus. Das Management reagiert derzeit darauf mit der gezielten Fokussierung auf aussichts-
SCHON FRÜH WAR M. BRAUN MIT SEINEN LÖSUNGEN IN ASIEN STARK VERTRETEN, DANK SEINES STETEN TECHNOLOGISCHEN VORSPRUNGS.
reiche Segmente sowie der Erschließung neuer Märkte.
Neben den Branchen Organische Elektronik, Pharma und dem gerade boomenden Batteriemarkt zählt für M.BRAUN die nukleare Abfallwirtschaft zu den besonders interessanten Entwicklungsfeldern: In den USA, aber auch in anderen Ländern stehen die Themen "nuklearer Rückbau" und "sichere Endlagerung von hochradioaktiven Stoffen" ganz oben auf der politischen wie auch wirtschaftlichen Agenda. Entsprechend aktiv geht das Unternehmen zurzeit auf diese Zielgruppe zu.
RANG GLOBAL COMPETITIVENESS INDEX (WORLD ECONOMIC FORUM)
MILLIARDEN USD BRUTTOINLANDSPRODUKT 2014
MILLIONEN EINWOHNER
+2,5 % ERWARTETES WACHSTUM 2015
WIESAU SAN JOSÉ ITURBIDE (MEXIKO)
Präziser Formenbau und anspruchsvolle Kunststoffteile werden in der modernen Welt in vielen Industriebranchen benötigt. Und wem es als Spezialist gelingt, sich mit guter Arbeit in die Produktionsprozesse der Großen einzugliedern, der kann sich an ihrer Seite gut weiterentwickeln. WIESAUPLAST hat diese Erkenntnis bereits in seinen Aufbaujahren für sich genutzt: mit der Produktion der ersten Blinkerleuchten für die USA-Ausführung des VW-Käfer, "dem" Auto der Deutschen und zugleich einem der Exportschlager der Bundesrepublik.
HANS R. AMMER (GESCHÄFTSFÜHRER WIESAUPLAST)
MIT DEM ANSPRUCH DES "GLOBAL SUPPLY"
Heute ist WIESAUPLAST auf seinem Gebiet für global agierende Kunden in Europa und Amerika eine feste Größe. Mit einem Werk in Mexiko und über ein Joint Venture in den USA beliefert es führende Schlüsselindustrien wie die Automobilindustrie, die Elektroindustrie und Unternehmen der Medizintechnik. Das Spektrum reicht von Komponenten für Bremssysteme bis zu fertigen Baugruppen inklusive mechanischer oder elektronischer Funktionen.
Und es geht noch weiter. Darauf weisen die wesentlichen drei Botschaften der Firmenphilosophie hin. Sie heißen "Forming the Future", "Hi-Tech Plastic Systems" und "Global Customer Service".
Dass WIESAUPLAST so selbstbewusst auftreten kann, hat sich das Unternehmen aus der Oberpfalz hart erarbeitet. Denn gerade der Erfolg auf internationaler Ebene wird einem Zulieferer nicht geschenkt. Im Gegenteil. Große Kunden fordern Nähe vor Ort, und der Partner muss einen Weg dorthin finden.
Den ersten "institutionellen" Schritt in Richtung Ausland ging das Unternehmen im Jahr 2000, als es mit der amerikanischen Plastic Moldings Company (PMC) ein Joint Venture einging. Das Konzept "Kooperation und gemeinsame Markterschließung" mussten die beiden Partner anfangs miteinander einüben. Aber im Großen und Ganzen funktionierte das Zusammenspiel recht schnell. Heute läuft das Vertriebsbüro in Detroit erfolgreich und WIESAUPLAST macht in Nordamerika gute Geschäfte.
Sieben Jahre später, 2007, nahm WIESAUPLAST ein eigenes neues Werk im mexikanischen San José Iturbide in Betrieb. Die großen Kunden aus der Automobilindustrie legten großen Wert auf lokale Produktion (local content)
DAS WERK IN MEXIKO SICHERT DANK SEINER GUTEN ENTWICKLUNG HEUTE AUCH DIE ZUKUNFTS-PERSPEKTIVE DES DEUTSCHEN STANDORTS.
und hatten explizit klar gemacht, dass bei Vergabe von Neuaufträgen jene Lieferanten bevorzugt würden, die vergleichbare Produkte an unterschiedlichen Standorten produzieren können.
WIESAUPLAST entschied sich für den Produktionsstandort Mexiko nicht allein aufgrund des Lohnniveaus, sondern auch aufgrund des vergleichsweise gut entwickelten Arbeitsmarkts. Abgesehen davon bedeutete Mexiko die unmittelbare Verankerung im Freihandelsraum der NAFTA, der sich von Mexiko über die USA bis nach Kanada erstreckt.
Die größte Herausforderung für die Produktion fern vom Heimatstandort war und ist es nach wie vor, bei sicherheitsrelevanten Bauteilen made in Mexiko den gleichen hohen Produktqualitätsstandard zu gewährleisten wie in Deutschland. Dazu investierte das Unternehmen viel Zeit und Geld in die Ausbildung der Mitarbeiter. Bei der Umsetzung war das Unternehmen einfallsreich: So wurden zum Beispiel mexikanische Studenten am Stammsitz in Wiesau ausgebildet. Zurück in ihrem Heimatland konnten sie das erworbene Wissen am neuen Standort in Mexiko weitergeben.
Das hatte einen nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt: In den Folgejahren halfen nicht nur dieser Know-how-Transfer dabei, dass in Mexiko und Wiesau manche Hürde leichter als befürchtet genommen werden konnte, sondern auch die guten persönlichen Beziehungen, die vor Ort entstanden waren.
Im Rückblick hat WIESAUPLAST mit dem Schritt nach Mexiko auch den deutschen Standort abgesichert. Denn heute erhält das Unternehmen zahlreiche Aufträge nur aufgrund der Tatsache, dass sowohl in Europa als auch in Nordamerika produziert und geliefert werden kann. Allein mit einer deutschen Produktion wäre WIESAULAST auf Dauer nicht mehr zukunftsfähig. Auf die nächsten Jahre blickt die Geschäftsführung daher optimistisch und rechnet mit weiterem Wachstum. Um die wachsende Nachfrage bedienen zu können, wurden Produktions- und Lagerflächen deutlich erweitert und neue Hallen gemietet. Die Kunden können also kommen.
| S. 54 | SEGMENTE IM ÜBERBLICK | |
|---|---|---|
| ------- | ----------------------- | -- |
BAU/INFRASTRUKTUR
| ANCOTECH | S. 71 | |
|---|---|---|
| BETOMAX | S. 71 | |
| FS | S. 72 | |
| HAUFF-TECHNIK | S. 72 | |
| MIGUA | ||
| OBUK | S. 73 | |
| REMKO | ||
| SCHUSTER | S. 73 | |
| WEIGAND | S. 73 | |
| WEINISCH | S. 74 | |
| S. 74 | ||
| FAHRZEUGTECHNIK | S. 75 | |
| S. 75 | ||
| AURORA | S. 76 | |
| BILSTEIN & SIEKERMANN | S. 76 | |
| FICHTHORN | S. 77 | |
| IPETRONIK | ||
| KIEBACK | S. 78 | |
| SCHÄFER | ||
S. 56
S. 56 S. 56 S. 57 S. 57 S. 58 S. 58 S. 59 S. 59 S. 60 S. 60
S. 66
S. 69 S. 70 TSN
MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK
Die Bereiche Bau und Infrastruktur zählen zu den Elementarbranchen eines Landes. Mittelständische Unternehmen der Bauindustrie sorgen dafür, dass wir in Deutschland komfortabel leben und arbeiten können. Und sie tragen dazu bei, dass wir diesen Standard laufend erhöhen. Gleichzeitig steigt in unserer Gesellschaft die Mobilität. Damit gewinnt das Gebiet Infrastruktur zukünftig weiter an Bedeutung.
Die Fahrzeugindustrie zählt zu den tragenden Säulen der deutschen Volkswirtschaft. Etwa jeder sechste Arbeitsplatz hängt von ihr ab. Entscheidend wird der Bereich getragen vom Know-how und den Fertigkeiten mittelständischer Hersteller und Zulieferer. Ihre Flexibilität und ihre Innovationskraft sorgen dafür, dass Deutschland auch in Zukunft auf diesem Markt weltweit führend bleibt.
Keine Branche repräsentiert den Begriff "Made in Germany" so stark wie der deutsche Maschinenund Anlagenbau. Industrielle Produktion ist ohne diese Branche nicht vorstellbar. Weltweit besitzen deutsche Unternehmen auf diesem Feld einen erstklassigen Ruf. Mit Know-how und Qualität sorgen mittelständische Unternehmen aus Deutschland seit vielen Jahrzehnten dafür, dass deutsche Produkte international stark gefragt sind.
Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung zählt der Gesundheitssektor zu den großen Zukunftsmärkten. Er wird vorangetrieben von einem hohen Innovationstempo. Mittelständische Unternehmen greifen das neue Wissen auf und entwickeln daraus in kurzer Zeit markt- und alltagsfähige Produkte. Über ihre Fokussierung werden sie zu Spezialisten, die sich im Wettbewerb ausgezeichnet behaupten.
In der grundstoffverarbeitenden Industrie nehmen die Bereiche Metall und Metallverarbeitung eine bedeutende Rolle ein. Durch die Präzision ihrer Arbeit und die Güte ihrer Erzeugnisse sind es in erster Linie die mittelständischen Unternehmen, die die Voraussetzung für hochwertige Erzeugnisse schaffen. Die Zuverlässigkeit in der Leistung macht das Segment zu einer stabilen Säule im wirtschaftlichen Alltag.
UMSATZ DES SEGMENTS BAU/INFRASTRUKTUR 2014 IN MIO. €
+0,4% IM VGL. ZUM VORJAHR
UMSATZ DES SEGMENTS FAHRZEUGTECHNIK 2014 IN MIO. €
+0,6% IM VGL. ZUM VORJAHR
UMSATZ DES SEGMENTS MASCHINEN- UND ANLAGENBAU 2014 IN MIO. €
+11,8% IM VGL. ZUM VORJAHR
UMSATZ DES SEGMENTS MEDIZIN- UND GESUND-HEITSTECHNIK 2014 IN MIO. €
+19,4% IM VGL. ZUM VORJAHR
UMSATZ DES SEGMENTS METALLTECHNIK 2014 IN MIO. €
+7,4% IM VGL. ZUM VORJAHR
AG, Dielsdorf
34,4
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
| Die ANCOTECH-Gruppe mit ihren beiden Tochterunternehmungen ANCOTECH AG in der Schweiz und ANCOTECH |
|---|
| GmbH in Deutschland ist ein auf Bewehrungs- und Verankerungstechnik spezialisiertes Unternehmen und produziert jähr |
| lich zwischen 5.000 und 10.000 Tonnen Spezialbewehrungen für den europäischen Markt. Die Innovationen der ANCOTECH |
| beeinflussen maßgeblich die Bautechnik in Europa, z.B. im Bereich der Durchstanztechnik. Laufende Qualitätskontrollen im |
| eigenen Labor und Forschungsaufträge im In- und Ausland garantieren Innovation und Qualität. Die hauseigene Bemessungs |
| software gehört europaweit zu den führenden Lösungen im Bereich der Durchstanz- und Schubsicherung. |
| Geschäftsführer | Thomas Mösch |
|---|---|
| Mitarbeiter | 96 |
| Gründung | 1985 |
| Bei INDUS seit | 2006 |
| Standorte | Diesldorf (CH), Köln, Bulle (CH) |
www.ancotech.com
MIO. € UMSATZ 2014
+4
% IM VGL. ZUM VORJAHR
BETOMAX bietet intelligente Lösungen und Systeme für den modernen Beton- und Ingenieurbau. Kunden sind Bauunternehmen, Fertigteilwerke sowie Planungs- und Statikbüros. Das Unternehmen fertigt Anker- und Bewehrungstechnik und liefert Schalungssysteme und Brückenbauwagen für die Brückenbautechnik. Zur Dimensionierung der Bewehrungen werden den Planern innovative Softwarelösungen angeboten, die den normgerechten länderspezifischen Sicherheitsnachweis ermöglichen. Die Produkte werden weltweit in über 25 Ländern vertrieben und eingesetzt.
| Geschäftsführer | Heinz Jammers |
|---|---|
| Mitarbeiter | 104 |
| Gründung | 1963 |
| Bei INDUS seit | 1991 |
| Standorte | Neuss, Halle, Końskie (PL) |
www.betomax.de
GmbH & Co. KG, Reichshof/Hahn
Zugeschnitten auf unterschiedliche Kunden wie Handwerker, Fachhandel, Profiverfuger und Baumarktketten, entwickelt und produziert das Unternehmen Silikon- und Acrylatdichtmassen sowie Spezialitäten für die Bauindustrie. Auf mehr als 10.000 qm werden sogenannte Private-Label-Produkte hergestellt. Nach 40 Jahren Marktpräsenz zeichnet sich FS durch eine ausgezeichnete Vernetzung im Markt und auf der Lieferantenseite aus. 2001 wurde in Drolshagen ein komplett neues Werk bezogen.
| Geschäftsführer | Dr. Alfred Moser |
|---|---|
| Mitarbeiter | 113 |
| Gründung | 1966 |
| Bei INDUS seit | 1998 |
| Standort | Reichshof/Hahn |
www.fs-kunststoff.de
HAUFF-TECHNIK
GmbH & Co. KG, Hermaringen
HAUFF-Technik ist einer der bedeutendsten europäischen Hersteller von Kabel-, Rohr- und Leitungsdurchführungen. Seit der Gründung 1955 hat sich HAUFF von der Manufaktur zum Mittelstandschampion entwickelt. Im Angebot sind 3.000 verschiedene Produkte, das Unternehmen ist in mehr als 20 Ländern am Markt. Kunden sind Energieversorger, Stadtwerke, Bauunternehmen, Installationsbetriebe, Industrie und private Bauherren. In Hermaringen hat HAUFF-Technik über 15 Mio. Euro in eine neue Firmenzentrale investiert, die ab Mai 2014 die vier bisherigen Standorte zusammenführt. Ziel: die logistischen Abläufe optimieren und die Lieferzeiten weiter reduzieren.
| Geschäftsführer | Dr. Michael Seibold | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 186 | |
| Gründung | 1955 | |
| Bei INDUS seit | 1986 | |
| Standort | Hermaringen |
www.hauff-technik.de
34,9 MIO. €
UMSATZ 2014
+5 % IM VGL. ZUM VORJAHR
40,4
MIO. € UMSATZ 2014
+7
% IM VGL. ZUM VORJAHR
13,0
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
MIGUA ist Europas führender Anbieter für die Konstruktion, Herstellung und den Einbau von Fugenprofilsystemen. Die Produkte dienen dem Überbrücken, Verschließen und Abdichten von Dehnungsfugen und werden vor allem in Großprojekten wie Flughäfen, Bahnhöfen, Industrieanlagen, Parkgebäuden und Einkaufszentren im In- und Ausland eingesetzt. Weltweit ist MIGUA in über 60 Ländern durch selbstständige Fachunternehmen vertreten. Mit hoher Innovationskraft und jahrzehntelanger Erfahrung bietet das Unternehmen seinen Kunden mit über 600 verschiedenen Profilkonstruktionen ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit und kompetenter Beratung.
| Geschäftsführer | Markus Schaub |
|---|---|
| Mitarbeiter | 60 |
| Gründung | 1928 |
| Bei INDUS seit | 2005 |
| Standort | Wülfrath |
www.migua.de
OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG, Oelde
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
Das Unternehmen entwirft, produziert und vertreibt jährlich ca. 30.000 Kunststoff- und Aluminiumfüllungen für Haustüren im Premiumsegment. Mit seinem breiten designorientierten Angebot positioniert sich OBUK als "Manufaktur für Haustürfüllungen". OBUK Haustürfüllungen werden von Hand aus hochwertigen Materialien wie Aluminium und Hochleistungskunststoffen gefertigt. Über einen regional gegliederten Vertrieb vermarktet der Hersteller seine Produkte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. OBUK ist seit mehr als 30 Jahren am Markt.
| Geschäftsführer | Thomas Althaus |
|---|---|
| Mitarbeiter | 165 |
| Gründung | 1980 |
| Bei INDUS seit | 2007 |
| Standorte | Oelde, Malacky (SK) |
www.obuk.de
REMKO
GmbH & Co. KG, Lage
REMKO entwickelt und produziert Raumklimageräte, Warmluft-Heizsysteme und Luftentfeuchter. Seit einigen Jahren erschließt sich das Unternehmen zusätzlich das zukunftsträchtige Geschäftsfeld "Neue Energie" mit dem Kernprodukt Inverter-Wärmepumpen. Diese kühlen, bereiten Warmwasser und heizen umweltfreundlich unter Verwendung von Außenluft. Ein Wachstumsmarkt für die Zukunft ist das Ausland; heute beträgt der Exportanteil bereits rund 25%. Neben Privathaushalten rücken künftig verstärkt industrielle Kunden in den Blick. Mit der Neuentwicklung einer Hybrid-Wärmepumpe wendet sich REMKO derzeit an den großen und weiter wachsenden Sanierungsmarkt, denn allein in Deutschland sind geschätzt 10 Mio. Heizungen sanierungsbedürftig.
| Geschäftsführer | Hans Dieter Remming, Toni Kratzel |
|---|---|
| Mitarbeiter | 140 |
| Gründung | 1976 |
| Bei INDUS seit | 1988 |
| Standorte | Lage, Luvia (FIN) |
www.remko.de
| SCHUSTER Klima Lüftung | |
|---|---|
| GmbH & Co. KG, Friedberg |
SCHUSTER ist ein Spezialist für die Planung und den Einbau von Lüftungs- und Klimaanlagen in Einkaufszentren, Schulen sowie Industrie- und Verwaltungsgebäuden. Das Unternehmen ist anerkannter Planungspartner für Architekten, Ingenieurbüros und Industrie. Aufgrund hoher technischer Kompetenz und innovativer technischer Lösungen kann SCHUSTER den Kunden dabei besonders energieeffiziente Gesamtlösungen bieten, die die Betriebskosten der Immobilien nachhaltig senken. Die neue Firmenzentrale in Friedberg entstand als Null-Energiehaus und dient als Referenzobjekt für energieeffizientes Bauen. Steigende Qualitäts- und Umweltschutzanforderungen sichern SCHUSTER eine ausgezeichnete Marktposition.
| Geschäftsführer | Josef Albanese |
|---|---|
| Mitarbeiter | 69 |
| Gründung | 1945 |
| Bei INDUS seit | 2001 |
| Standort | Friedberg |
www.klima-schuster.de
32,2
MIO. € UMSATZ 2014
+2
% IM VGL. ZUM VORJAHR
12,0
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
19,3
MIO. € UMSATZ 2014
%
VORJAHR
Formationen – insbesondere Fels – ist dank der modernen Bohrtechnik eine Spezialität von WEIGAND. Dabei arbeitet das Unternehmen aktiv mit dem Beteiligungsunternehmen BETEK an der Weiterentwicklung hochleistungsfähiger Bohrwerkzeuge. IM VGL. ZUM
| Geschäftsführer | Marco Weigand |
|---|---|
| Mitarbeiter | 136 |
| Gründung | 1990 |
| Bei INDUS seit | 2002 |
| Standort | Bad Königshofen im Grabfeld |
WEIGAND konzentriert sich als Spezialtiefbauer auf die Planung und Erstellung von Leitungsnetzen für die Telekommunikation. Die Leistungen erstrecken sich daneben auf die Bereiche Strom, Gas, Wasser und Fernwärme. Unter dem Motto "alles aus einer Hand" übernimmt WEIGAND alle Aufgaben von Planung, Wegerechtsicherung, Vermessung, Dokumentation bis hin zur planmäßigen Unterhaltung der Leitungsnetze. Die wirtschaftliche Leitungsverlegung auch in schwierigen geologischen
www.weigandbau.de
| WEINISCH | |
|---|---|
| GmbH & Co. KG, Oberviechtach |
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
WEINISCH beschichtet Elemente aus Aluminium und verzinktem Stahl für Hersteller von Fassaden-, Decken- und Wandelementen. Bei der Beschichtung erfüllt das Unternehmen als Premium-Beschichter höchste internationale Gütestandards. Als Mitglied der "GSB International" arbeitet WEINISCH auf internationaler Ebene selbst an der Weiterentwicklung der Standards mit, um eine hohe Lebensdauer der Beschichtungen sicherzustellen. Aufgrund der hohen Qualität führt WEINISCH immer wieder anspruchsvolle Referenzobjekte wie die Fassadenverkleidungen für den "The Seven"-Wohnturm und das "88 North"- Gebäude in München oder Verkleidungen für den "Mumbai Airport" aus. Dank des eigenen Fuhrparks kann WEINISCH seine Kunden speditionsunabhängig flexibel beliefern und so seine Position als Qualitätsführer im Markt zusätzlich sichern.
| Geschäftsführer | Uwe Kratz |
|---|---|
| Mitarbeiter | 65 |
| Gründung | 1979 |
| Bei INDUS seit | 2001 |
| Standort | Oberviechtach |
www.weinisch.de
GmbH & Co. KG, Mudau
Das Unternehmen liefert Komponenten, Geräte und komplette Anlagen zur Heizung, Lüftung und Klimatisierung von Nutzfahrzeugen im Premiumbereich. Busse, Bagger oder Traktoren von MAN, Daimler/Evobus, Irisbus, Caterpillar, Agco oder Terex fahren mit Klimatechnik "Made in Mudau". Nahezu zwei Drittel der Produkte gehen in den Export, rund 8% vom Umsatz werden in F&E investiert. Ein Teil dieser Investitionen wird für die Unterhaltung und kontinuierliche Weiterentwicklung der technischen F&E-Ausstattung verwendet. So können beispielsweise in einer Klimasimulationshalle große Fahrzeuge klimatechnisch unter reproduzierbaren Bedingungen validiert werden. AURORA realisiert jährlich 20 bis 30 Serien-Neuanläufe und beliefert 500 aktive Kunden. 2013 übernahm das Unternehmen den niederländischen Wettbewerber HEAVAC.
| Geschäftsführer | Hannes Wolf |
|---|---|
| Mitarbeiter | 289 |
| Gründung | 1930 |
| Bei INDUS seit | 1990 |
| Standorte | Mudau, Grand Rapids (USA), Istanbul (TR), Nuenen (NL) |
www.aurora-eos.com
GmbH & Co. KG, Hillesheim
BILSTEIN & SIEKERMANN produziert Kaltfließpress- und Drehteile sowie Verschlussschrauben aus Stahl, Messing und Aluminium – vorwiegend für die Automobilindustrie, den Maschinenbau und andere Hightech-Branchen. Durch die innovative Kombination von Kaltfließpressen und spanabhebender Nachbearbeitung kann das Unternehmen kostengünstige Lösungen darstellen, die gleichzeitig gegenüber konventionell hergestellten Teilen verbesserte mechanische Eigenschaften besitzen. Das Traditionsunternehmen mit jahrzehntelanger Produktionserfahrung zeichnet sich durch hohes technisches Know-how und enge Geschäftsbeziehungen zu den Kunden aus.
| Geschäftsführer | Bruno Hirtz |
|---|---|
| Mitarbeiter | 106 |
| Gründung | 1956 |
| Bei INDUS seit | 2003 |
| Standort | Hillesheim |
www.bsh-vs.com
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
17,3
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
GmbH & Co. KG, Schwelm
10,0
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
FICHTHORN konzipiert und produziert Stanz-, Biege- und Prägeteile. Die Kunden kommen aus der Automobilzuliefer- und Baubeschlagindustrie. Die Zieh-, Press-, Stanz- und Umformteile sowie Baugruppen von FICHTHORN kommen in Türschließsystemen, Federbeinen, Airbag- und Antriebssystemen zum Einsatz. An dem in den vergangenen Jahren neu aufgebauten Standort in Schwelm produziert das Unternehmen auf modernen Mehrstufenpressen in einer zeitgemäßen Infrastruktur. Mit der Fähigkeit, sich flexibel an die Erfordernisse der Zielmärkte anzupassen, positioniert sich das Unternehmen als kompetenter Ansprechpartner seiner Kunden.
| Geschäftsführer | Bernd Bulirsch |
|---|---|
| Mitarbeiter | 55 |
| Gründung | 1937 |
| Bei INDUS seit | 1996 |
| Standort | Schwelm |
www.fichthorn.de
GmbH & Co. KG, Baden-Baden
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
Wenn es in der Fahrzeugentwicklung um Messen und Prüfen physikalischer Größen geht, kommt man an IPETRONIK nicht mehr vorbei. Viele Automobilhersteller weltweit setzen heute auf deren Lösungen. Mit den vier Geschäftsbereichen IPEmeasure, IPEmotion, IPEtec und IPEngineering deckt das Unternehmen die komplette Bandbreite von der Mess-Hardware, der Messwerterfassungs- und Messwertanalyse-Software, dem Bau von Prüfständen bis hin zu KfZ-Teilentwicklungen und deren Erprobung ab. In den letzten Jahren hat das Unternehmen mehr als 4 Mio. Euro in die Entwicklung seiner Infrastruktur und den Aufbau diverser Prüfständen und Klima-Akustik-Prüfkammern investiert. Aufgrund der hohen technischen Kompetenz wird IPETRONIK von den Kunden zunehmend auch in die Entwicklung von Gesamtsystemen für das Thermo-Management in Fahrzeugen eingebunden. 2014 übernahm IPETRONIK die Mehrheit an der schweizerischen SAVVY AG, eines Anbieters von Telematik-Lösungen in der Logistikbranche.
| Geschäftsführer | Dirk Korn, Andreas Wocke |
|---|---|
| Mitarbeiter | 189 |
| Gründung | 1989 |
| Bei INDUS seit | 1999 |
| Standorte | Baden-Baden, Düsseldorf, Eichstätt, Farmington Hills (USA), Schaffhausen (CH) |
www.weinisch.de
GmbH & Co. KG, Osnabrück
KIEBACK ist Spezialist für die Fertigung von Prototypenteilen und Kleinserien aus Blech und Kunststoff für Nischen- und Spezialfahrzeuge. Während die Blechteile primär für Karosserien eingesetzt werden, finden die Kunststoffteile Anwendung im Fahrzeuginterieur. Mit modernster 3D-Technik in der Konstruktion, Fertigung und Messtechnik fertigt KIEBACK die Teile exakt nach Kundenvorgaben und kann dabei direkt die 3D-Konstruktionsdaten der Kunden verwenden. Zum Kundenkreis zählen große Automobil-, Nutzfahrzeug- und Landmaschinen-Hersteller. Das Unternehmen zeichnet sich im Markt durch Flexibilität und Kompetenz aus.
| Geschäftsführer | Jörg Kieback |
|---|---|
| Mitarbeiter | 91 |
| Gründung | 1985 |
| Bei INDUS seit | 1998 |
| Standort | Osnabrück |
www.kieback.de
GmbH, Osnabrück
Der Modell- und Formenbauer Konrad SCHÄFER unterstützt deutsche und europäische Hersteller der Automobil- und Luftfahrtindustrie bei der Realisierung ihrer Ideen. Aus Skizzen und Computerbildern entsteht Realität, geformt aus Kunststoff und Aluminium – fünf bis zehn Jahre vor der Serienreife. 2011 wurde die Design-Kompetenz mit dem Erwerb des namhaften Designstudios G. Pollmann verstärkt, 2013 der Modellbauer DMS aus München übernommen. Hier werden vornehmlich Showcars sowie Clay- und Proportionsmodelle für Auto-, Nutzfahrzeug- und Motorradhersteller gefertigt. U. a. zählt der chinesische Automobilhersteller Qoros zu den Kunden. Weitere Zukunftsthemen von SCHÄFER heißen Gewichtsreduzierung, (z.B. durch Kohlefaser), individualisierte Modellpolitik und Elektrofahrzeuge. Auch neue Produktbereiche werden erschlossen – im jüngsten Projekt fertigt SCHÄFER Cubings für Hausgeräte. 2013 hat SCHÄFER am Standort Osnabrück für 3,5 Mio. Euro ein neues Design- und Modellbaucenter errichtet.
| Geschäftsführer | Jörg Kieback |
|---|---|
| Mitarbeiter | 188 |
| Gründung | 1901 |
| Bei INDUS seit | 2002 |
| Standorte | Osnabrück, Ingolstadt, Mühlhausen, München |
www.konrad-schaefer.de
12,0
MIO. € UMSATZ 2014
+12
% IM VGL. ZUM VORJAHR
19,4
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
66,3
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
SELZER ist Entwickler und Hersteller von einbaufertigen Komponenten und Baugruppen aus Metall für Getriebe, Bremsen und Motoren von Automobilen sowie Industrieanwendungen. Mit besonderen Kompetenzen im Bereich des Feinstanzens, der Fügetechnik – hier insbesondere des Laserschweißens und Klebens – sowie der Montageautomatisierung realisiert SELZER für die Kunden technisch anspruchsvolle und gleichzeitig wirtschaftliche Lösungen für Großserien. Mit dem Standort bei São Paulo kann SELZER auch den dynamisch wachsenden brasilianischen Automobilmarkt lokal beliefern. SELZER ist ein etablierter Partner der Automobil- und Elektroindustrie und zeichnet sich bei den Kunden durch hohe Zuverlässigkeit und Qualität aus. Durch regelmäßige Investitionen in modernste Technologien sichert SELZER seinen hohen Präzisionsanspruch ab.
| Geschäftsführer | Nils-Johann Fleck, Tobias Selzer |
|---|---|
| Mitarbeiter | 584 |
| Gründung | 1923 |
| Bei INDUS seit | 2005 |
| Standorte | Driedorf, Vinhedo (BR) |
www.selzer-automotive.de
SITEK-Spikes GmbH & Co. KG, Aichhalden
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
SITEK stellt Spikes für Reifen und Hartmetall-Fräslamellen her. Bei der Produktion von Spikes für Pkw- und Lkw-Reifen ist SITEK mit einer Gesamtjahresmenge von deutlich mehr als einer halben Milliarde gefertigter Spikes einer der führenden Hersteller und als Entwicklungspartner der großen Reifenhersteller weltweit an der Entwicklung neuer Reifen von Anfang an beteiligt. Die eigene Hartmetallproduktion ermöglicht die genaue Abstimmung der Materialeigenschaften auf die jeweilige Anwendung. Neue Anwendungen der Spiketechnik hat SITEK in jüngerer Zeit unter anderem für Fahrradreifen und Hufnägel entwickelt. Hartmetall-Fräslamellen werden auf Fräsmaschinen eingesetzt, um Beläge wie Fahrbahnmarkierungen zu entfernen sowie Böden aufzurauen und zu reinigen. Die Lamellen sind verschleißbeständig und auf wirtschaftlichen Einsatz abgestimmt.
| Geschäftsführer | Dr. Frank Thiele, Bernhard Zimmermann |
|---|---|
| Mitarbeiter | 60 |
| Gründung | 1970 |
| Bei INDUS seit | 1992 |
| Standort | Aichhalden |
www.sitek.de
S.M.A. konstruiert und produziert Klima-, Heiz-, Kühl-, Servokühlungs- und Schmierölrücklauf-Leitungen für Fahrzeuge. Besondere Kompetenzen liegen in der maßgenauen dreidimensionalen Verformung der Leitungen und dem dichten Fügen der verschiedenen metallischen und elastomeren Komponenten – je nach Stückzahl auch hochautomatisiert. Anspruchsvolle Helium-Prüftechnik sichert dabei die Dichtheit. Als Pionier in der Entwicklung von Leitungssystemen für die CO2-Technik ist S.M.A. bereits heute gut positioniert für den sich abzeichnenden Wechsel des Kühlmittels bei Pkw-Klimaanlagen. Hauptkunden sind deutsche Premiumhersteller, v.a. Audi, BMW, Mercedes, Porsche und VW. Mit dem großen Fertigungsstandort in Südafrika beliefert S.M.A. als einziger Hersteller den lokalen Markt und exportiert zusätzlich in die USA gemäß NAFTA-Vertrag. Seit einiger Zeit bietet S.M.A. auch Leitungssysteme in kleinen Stückzahlen für Kunden aus anderen Industriebereichen.
| Geschäftsführer | Klaus-Dieter Liehr |
|---|---|
| Mitarbeiter | 1.047 |
| Gründung | 1990 |
| Bei INDUS seit | 2000 |
| Standorte | Backnang, Halle, East London (ZA) |
www.sma-metalltechnik.de
GmbH & Co. KG, Wiesau
WIESAUPLAST fertigt hochpräzise technische Kunststoffteile für die Automobiltechnik, vornehmlich sicherheitskritische Komponenten für Bremssysteme – v. a. die Steuergehäuse für Bremskraftverstärker und Bremsflüssigkeitsbehälter. WIESAUPLAST produziert dank innovativer Sonderverfahren in der Spritzgießtechnik wirtschaftlich, funktional und in höchster Qualität. Auch die Veredelung von Produkten bis hin zur Fertigung von Baugruppen gehört zur Kompetenz. Der eigene Formenbau ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, damit die teilweise extremen Genauigkeitsanforderungen in der Großserienfertigung erfüllt werden. Mit der neuen Tochter MID-TRONIC positioniert sich WIESAUPLAST als Anbieter von dreidimensionalen Leiterplatten aus Kunststoff und ermöglicht die direkte Integration mechanischer und elektronischer Funktionen in einer Baugruppe. Dank der Werke in Deutschland und Mexiko beliefert WIESAUPLAST seine Hauptkunden global und hat direkten Zugang zum wieder dynamisch wachsenden nordamerikanischen Automobilmarkt.
| Geschäftsführer | Hans R. Ammer |
|---|---|
| Mitarbeiter | 601 |
| Gründung | 1958 |
| Bei INDUS seit | 1997 |
| Standorte | Wiesau, San José Iturbide (MEX) |
www.wiesauplast.de
73,7
MIO. € UMSATZ 2014
-3
% IM VGL. ZUM VORJAHR
56,4
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
ASS Maschinenbau
ROBOTERHÄNDE UND AUTOMATIONSANLAGEN FÜR PRODUKTIONSUNTERNEHMEN
17,5 MIO. € UMSATZ 2014
+22
% IM VGL. ZUM VORJAHR
Als Technologieführer für Greiferteile, Roboterhände und Automationsanlagen ist ASS weltweit tätig. Seit 30 Jahren entwickelt das Unternehmen intelligente Lösungen für die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen aus den Bereichen Automation und Robotik. ASS automatisiert komplexe Arbeitsabläufe in der kunststoffverarbeitenden Industrie wie Greifen, Einlegen und Entnehmen sowie die Montage und Qualitätsprüfung bei der Fertigung von Kunststoffartikeln. Die Produktpalette umfasst die Bereiche Greiferteile, Roboterhände und Automationsanlagen. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf Automatisierungen "rund um die Spritzgussmaschine" mit Schwerpunkt auf Komponenten für die Automobilindustrie. Abgerundet wird das Produktportfolio durch PA-Forming, Bildverarbeitungssysteme und Serviceleistungen wie Roboterintegration und -programmierung. Alle Komponenten werden am 2013 neu bezogenen Standort entwickelt, konstruiert, produziert und mit höchstem Qualitätsstandard nach EG-Maschinenrichtlinie ausgeliefert. 2014 verstärkte sich ASS um den Anlagenbauer KNUR Maschinenbau GmbH. KNUR arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich der Kunststoffklebetechnik und CFK-Fertigung (carbonfaserverstärkter Kunststoff ).
| Geschäftsführer | Reinhold Ziewers |
|---|---|
| Mitarbeiter | 126 |
| Gründung | 193 |
| Bei INDUS seit | 2002 |
| Standorte | Overath, Regensburg, Plymouth (USA) |
www.ass-automation.com
GmbH, Bielefeld
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
BUDDE Fördertechnik ist einer der führenden Anbieter von Anlagen für die Fördertechnik. Zur Gestaltung von Materialflüssen und der Betriebslogistik bietet BUDDE Fördertechnik sowohl einzelne Standard-Förderelemente als auch kundenspezifische Systemlösungen an. Die Produktpalette spannt sich von der Anlagentechnik für Paketverteilzentren bis hin zu Förderanlagen für Recyclingbetriebe. Eine besondere Spezialität von BUDDE ist der Bau kompletter Paketverteilanlagen. Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen COMSORT werden dafür die Förderanlagen kombiniert mit Systemen zum Wiegen der Pakete, Systemen zur Bilderkennung zum Lesen der Paketbeschriftung und Leitständen zur Steuerung und Überwachung des Betriebs und zur Dokumentation der Verteilvorgänge. Durch ständige Innovation verfügt das Unternehmen über das Know-how eines Full-Service-Anbieters.
| Geschäftsführer | Jürgen Budde |
|---|---|
| Mitarbeiter | 198 |
| Gründung | 1952 |
| Bei INDUS seit | 2013 |
| Standorte | Bielefeld, Kamen, Schmalkalden |
www.budde-foerdertechnik.de
GmbH, Burbach
ELTHERM gehört als Engineering-Gesellschaft mit eigener Entwicklung und Produktion von Heizkabeln, Heizschläuchen, Heizmatten und Heizjacken, Mess- und Regeltechnik und Zubehör zu den führenden Herstellern für elektrische Begleitheizungen weltweit. Nur etwa zehn Produzenten beherrschen die Technologie der Herstellung selbstregulierender Heizkabel. Zusätzlich zu Anwendungen in den Bereichen Frostschutz und Temperaturhaltung bis 1.000 °C ist ELTHERM der kompetente Partner für komplette Systemlösungen bis hin zur Beheizung ganzer Chemie- und sonstiger Industrieanlagen. ELTHERM stellt ihre Leistungsfähigkeit und Kompetenz in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen, wie z.B. der Öl- und Gasindustrie, im Kraftwerksbau sowie der Automobil- oder Lebensmittelindustrie täglich unter Beweis.
| Geschäftsführer | Frank von der Heyden, Alexander Neff, Michael Thomas |
|---|---|
| Mitarbeiter | 148 |
| Gründung | 1991 |
| Bei INDUS seit | 2013 |
| Standorte | Burbach, Casablanca (MAR), Newbury (GB), Sandton (ZA), Shanghai (CN), Singapur (SG), Toronto (CD) |
www.eltherm.com
GmbH & Co. KG, Vlotho
GSR entwickelt und produziert automatisch gesteuerte Ventile für flüssige und gasförmige Medien für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Mit seiner hohen technischen Kompetenz realisiert GSR unter anderem Lösungen für Hochdruckanwendungen bis 900 bar, für Hochtemperaturanwendungen bis 400°C, für Erdgasbetankungsanlagen und Wasserstoffanwendungen. Seit der Unternehmensgründung in den 70er Jahren hat das Unternehmen die Produktpalette auf 3.000 Spezialventile ausgebaut. Mit seiner flexiblen Fertigungsstruktur kann das Unternehmen auch individuelle Kundenwünsche problemlos realisieren. Heute arbeiten hoch qualifizierte Fachkräfte im Rahmen eines weltweiten Vertriebsnetzes an maßgeschneiderten Lösungen für die Kunden.
| Geschäftsführer | Bernhard Wuermeling |
|---|---|
| Mitarbeiter | 140 |
| Gründung | 1971 |
| Bei INDUS seit | 1999 |
| Standort | Vlotho |
www.ventiltechnik.de
MIO. € UMSATZ 2014
+56 %
IM VGL. ZUM VORJAHR
MIO. € UMSATZ 2014
18,6
% IM VGL. ZUM VORJAHR
30,4
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
HORN TECALEMIT entwickelt und fertigt Pumpen, Tanksysteme, Flüssigkeitskontrollsysteme, Reifenfüllgeräte, Ölmanagementsysteme sowie technische Komponenten für Pkw- und Lkw-Werkstätten. Beliefert werden Werkstatt, Tankstellen, Tanklager sowie die Landwirtschaft und Fuhrparkmanagement-Dienstleister. Besonders geschätzt wird die breite Produktpalette des Unternehmens. 2011 übernahm HORN TECALEMIT die britische Pneumatic Components Limited (PCL), einen weltweit tätigen Hersteller von analogen und digitalen Systemen in der Reifenfülltechnik und angrenzenden Gebieten. Zusammen mit PCL verfügt HORN TECALEMEIT heute über Niederlassungen in Großbritannien, den USA, Indien und China. Im gleichen Jahr wurde auch der Geschäftsbereich Tankwagenmesstechnik der Hectronic GmbH integriert. 2013 übernahm HORN TECALEMIT USA das operative Geschäft der Lubrication Solution Inc., Houston (LSI). Das Unternehmen vertreibt Handlings- und Messsysteme für Diesel und AdBlue. Ziel für die kommenden Jahre sind die verstärkte, weltweite Distribution der gesamten Produktpalette sowie eine verstärkte Fertigung in Asien.
| Geschäftsführer | Torsten Kutschinski |
|---|---|
| Mitarbeiter | 224 |
| Gründung | 1944 |
| Bei INDUS seit | 1991 |
| Standorte | Flensburg, Humble (USA), Mumbai (IND), Shanghai (CN), Sheffield (GB) |
www.tecalemit.de
MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH, Ebersbach-Neugersdorf
MIO. € UMSATZ 2014
NEUZUGANG 2014
Das Unternehmen entwickelt und fertigt in Sachsen automatisierte Anlagen und Maschinen für die Fahrzeugendmontage. Hauptkunden sind die großen deutschen Automobilmarken mit ihren ausländischen Tochtergesellschaften und Produktions-Joint-Ventures. Die Kernkompetenz von MBN liegt in der Fahrwerk- bzw. Aggregatemontage (der sogenannten "Hochzeit"; dieser Begriff steht für das Zusammenführen von Fahrwerk und Motor mit der Karosserie) sowie dem Cockpit- und Frontendeinbau. MBN fertigt Montagerahmen für alle namhaften Automobilhersteller und ist weltweit präsent.
| Geschäftsführer | Dr. Iris Kaden, Ernst Lieb, Heiko Krause |
|---|---|
| Mitarbeiter | 254 |
| Gründung | 1991 |
| Bei INDUS seit | 2014 |
| Standort | Ebersbach-Neugersdorf, Montgomery (USA), Changchun (CN) |
www.mbn-gmbh.de
GmbH & Co. KG, Garching
M.BRAUN steht weltweit für hochwertige Inertgas-Glovebox-Systeme und Gasreinigungsanlagen . Die Systeme finden Einsatz in Hightech-Produktionen, etwa bei der Herstellung von Flachbildschirmen in OLED-Technologie, Xenon-Fahrzeuglampen, Lithium-Ionen-Batterien und pharmazeutischen Erzeugnissen; zunehmende Bedeutung gewinnen Anlagen zum Handling radioaktiver Substanzen bei Entsorgungsaufgaben in der Nuklearindustrie. Das Unternehmen pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Entwicklungsabteilungen und ist ein führender, weltweiter Ausrüster von Universitätslaboratorien. Mit seinem Produktionsnetzwerk mit Standorten in Deutschland, den USA und China sowie eigenen Niederlassungen in der Schweiz, Großbritannien und Südkorea kann M.BRAUN seine Kunden global beliefern und regelmäßigen Service sicherstellen. Insbesondere in Asien will das Unternehmen künftig verstärkt wachsen.
MIO. € UMSATZ 2014
50,9
-28 % IM VGL. ZUM VORJAHR
| Geschäftsführer | Dr. Thomas Bultmann, Dr. Martin Reinelt |
|---|---|
| Mitarbeiter | 248 |
| Gründung | 1976 |
| Bei INDUS seit | 2002 |
| Standorte | Garching, Mansfield (GB), Seoul (ROK), Shanghai (CN), Stratham (USA), Wittenbach (CH) |
www.mbraun.de
SEMET Maschinenbau
GmbH & Co. KG, Brackenheim
SEMET entwickelt und fertigt fördertechnische Einrichtungen, Automatisierungslösungen und Sonderkonstruktionen für die Porenbeton-, Ziegel- und Kalksandsteinindustrie, die Gipsindustrie und die stahlverarbeitende Industrie. Das Unternehmen positioniert sich als globaler Anbieter von Maschinen und kompletten Anlagen – mit eigenständiger Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Inbetriebnahme. Mit dem Tochterunternehmen RI MAC realisiert das Unternehmen Produktionsanlagen für die Betonsteinindustrie und Verpackungsanlagen für Metallprofile. Ein Team erfahrener Ingenieure und Projektleiter unterstützt die Kunden von der Anlagenkonzeption bis hin zur Inbetriebnahme der Anlagen und bietet den Kunden so eine hohe Sicherheit in der Projektumsetzung.
| Geschäftsführer | Peter Kundlacz |
|---|---|
| Mitarbeiter | 38 |
| Gründung | 1978 |
| Bei INDUS seit | 1994 |
| Standort | Brackenheim |
www.semet-gmbh.de
2,9
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
11,3
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
TSN Turmbau Steffens & Nölle ist ein führender Spezialist für den Bau von frei stehenden Stahltürmen, abgespannten Masten und Sonderbauwerken. Die Bauwerke erreichen Höhen von bis zu 370 Metern und werden für Kunden aus den Bereichen Rundfunk, Fernsehen und Telekommunikation gefertigt; sie stehen in fast allen Teilen der Erde. Das Leistungsspektrum umfasst Projektplanung, Fundamentbau, Stahllieferung und Montage. Mit dem speziellen Know-how über die Durchführung von Montagearbeiten in großen Höhen bis hin zu Montagen mit Hubschraubern kann TSN darüber hinaus auch Projekte in verwandten Gebieten bearbeiten.
| Geschäftsführer | Steffen Traue |
|---|---|
| Mitarbeiter | 43 |
| Gründung | 1893 |
| Bei INDUS seit | 2004 |
| Standort | Berlin |
www.turmbau-berlin.de
GmbH & Co. KG, Hösbach
IMECO veredelt und konfektioniert als Private-Label-Hersteller kundenindividuell Vliesstoffe für Produkte in den Bereichen Reinigung (Profi- und Haushaltsreinigung sowie Autopflege), Kosmetik, Medizin und Technik. Die Leistungen umfassen neben der eigentlichen Fertigung die Produktkonzeption, die Designfindung und die Verpackungsentwicklung. Mit einem leistungsfähigen Maschinenpark sichert IMECO eine hohe Qualität und Termintreue. Der Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über Handelsmarken und Markenartikler. Exklusiv für Europa vertreibt IMECO "dymetrol®" – ein spezielles Hightech-Gewebe, das im Aufbau für unterschiedliche Sitzkonstruktionen Verwendung findet. "dymetrol®" übernimmt dabei die Rolle des Unterfederungssystems und kann mit oder ohne zusätzlichen Schaumstoffaufbau eingesetzt werden. "NOCEMI®" – eine weitere Eigenmarke von IMECO – ist eine völlig neuartige Desinfektionsrezeptur auf Basis natürlicher und naturidentischer Inhaltsstoffe, wie z.B. organischer Fruchtsäuren. Sie enthält keinen Alkohol, keine quaternären Ammoniumverbindungen und ist dennoch hochwirksam.
MIO. € UMSATZ 2014
+8
% IM VGL. ZUM VORJAHR
| Geschäftsführer | Bernhard Awolin, Dr. Dieter Domsch |
|---|---|
| Mitarbeiter | 176 |
| Gründung | 1984 |
| Bei INDUS seit | 1999 |
| Standorte | Hösbach, Königswalde, Lubań (PL) |
www.imeco.de
MIKROP
AG, Wittenbach (CH)
MIKROP konzentriert sich auf die Entwicklung, Produktion und Montage von hochpräzisen Einzellinsen und Linsensystemen mit Durchmessern bis unter einem Millimeter. Zu den wesentlichen Kunden zählen Unternehmen aus den Branchen Medizintechnik, Automotive, Forschung und Telekommunikation. Den Schwerpunkt im Produktprogramm bilden traditionell die Linsensysteme für die Endoskopie, wo die besondere Qualität der Linsen von MIKROP weltweit geschätzt wird. MIKROP verfügt über einen eigenen Optik-Entwicklungsbereich, der die optische Auslegung von Spezialoptiken für die Kunden übernehmen kann. MIKROP besitzt eine starke Position in einem Markt mit einer hohen Zutrittsschwelle.
| Geschäftsführer | Markus Bormann |
|---|---|
| Mitarbeiter | 111 |
| Gründung | 1981 |
| Bei INDUS seit | 2000 |
| Standort | Wittenbach (CH), Kać (SRB) |
www.mikrop.ch
10,4
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
61,0
MIO. € UMSATZ 2014
IM VGL. ZUM
OFA Bamberg ist ein Hersteller von medizinischen Kompressionsstrümpfen, Bandagen und Orthesen nach Maß sowie von vorbeugenden Gesundheitsprodukten wie Stütz- und Reisestrümpfen. Weitere Produkte sind spezielle Strümpfe für Sportler und Diabetiker. Mit immer wieder neuen Ideen ist es dem fränkischen Unternehmen gelungen, über die Jahre ein stark gefragtes Sortiment zu entwickeln, das insbesondere über den medizinischen Fachhandel und Apotheken vertrieben wird. Für den Produktlaunch der neuen Strumpffamilie "Memory" wurde OFA mit den renommierten "Red Dot Awards" ausgezeichnet, was die hohe Innovationskraft des Unternehmens erneut belegt. OFA vertreibt seine Produkte weltweit in über 40 Ländern.
| VORJAHR | Geschäftsführer | Dr. Hartwig Frinke |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 456 | |
| Gründung | 1928 | |
| Bei INDUS seit | 2000 | |
| Standorte | Bamberg, Glauchau, Salzburg (A) |
www.ofa.de
ROLKO Kohlgrüber GmbH, Borgholzhausen
22,0
MIO. € UMSATZ 2014
NEUZUGANG 2014
Die ROLKO Kohlgrüber GmbH gehört weltweit zu den führenden Anbietern von Rehabilitations-Zubehör und Industriegüterartikeln. Mit Standorten in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und in China sichert das Unternehmen Beratung, Betreuung und Lieferung rund um den Globus. Um verstärkt den asiatischen Markt zu erschließen, produziert ROLKO seit 2006 mit einem eigenen Werk in Xiamen und beliefert auch vor Ort große Kunden. Das Unternehmen liefert in mehr als 40 Länder. International führende Markenhersteller vertrauen auf das große ROLKO-Standardlieferprogramm. Dazu gehören Rollen und Räder für Rollstühle und Rollatoren nebst Zubehör, wie etwa Rollstuhlrampen, Schlupfsäcke, höhenverstellbare Schiebegriffe und Kopfstützen. Weiterhin vertreibt ROLKO medizintechnische Produkte, wie beispielsweise Aufrichtgriffe und Abweisrollen für Krankenhausbetten. Unter den größten zehn Kunden finden sich große OEM-Produzenten für Rehabilitationsmittel und Sanitätshausketten in Deutschland und den Niederlanden. Wichtig ist auch das Ersatzteilgeschäft, für das in Borgholzhausen ein Zentrallager mit rund 13.000 Artikeln geführt wird.
| Geschäftsführer | Achim Kohlgrüber |
|---|---|
| Mitarbeiter | 157 |
| Gründung | 1990 |
| Bei INDUS seit | 2014 |
| Standorte | Borgholzhausen, Houten (NL), Silkeborg (DK), Xiamen (CN) |
www.rolko.info
BACHER
AG, Reinach (CH)
BACHER ist Systemlieferant von Baugruppen aus Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumblechen. Schwerpunkt bildet heute die Herstellung von Elementen für Innenräume von Zügen, insbesondere von kompletten Deckensystemen mit Lüftungskanälen und Beleuchtung. Als Entwicklungspartner der Hersteller von Zügen für den europäischen Schienenverkehr hat sich BACHER als Problemlöser positioniert, der den Kunden immer wieder neue Produkte mit optimierten Gesamtkosten im eingebauten Zustand präsentiert. In den kommenden Jahren wird BACHER seine Engineering-Leistungen gezielt ausbauen und weitere Entwicklungsaufgaben von den Kunden übernehmen. Als Zulieferer für die Bahnindustrie verfügt BACHER neben der ISO 9001-Zertifizierung auch über die wichtige IRIS-Zertifizierung und besondere Zertifizierungen für das Schweißen und Kleben von Schienenfahrzeugen und -fahrzeugteilen.
| Geschäftsführer | Bruno Grob |
|---|---|
| Mitarbeiter | 110 |
| Gründung | 1919 |
| Bei INDUS seit | 2000 |
| Standort | Reinach (CH) |
www.bacherag.ch
BETEK
GmbH & Co. KG, Aichhalden
BETEK ist ein führender Hersteller von Spezial-Hartmetallwerkzeugen für Straßenbau, Bergbau, Surface Mining, Tunnelbau, Spezialtiefbau, Recycling, Gleisbau und Landwirtschaft. Durch regelmäßige Produktinnovationen erschließt das Unternehmen fortlaufend neue Bereiche. So wurden in den vergangenen Jahren verschleißfeste Werkzeuge für die Agrartechnik (z.B. Grubberspitzen und Pflugschare) und sogenannte Tung Studs zum Verschleißschutz von Metallflächen (z.B. für Baggerschaufeln) neu entwickelt. BETEK investiert konsequent in Forschung und Entwicklung und lässt die Neuentwicklungen stets durch Patente sichern. Allein in den letzten fünf Jahren reichte das Unternehmen über 30 Schutzrechtanmeldungen ein. Parallel investiert BETEK in die Weiterentwicklung der Fertigungsverfahren. So wurden unter anderem rund 2 Mio. Euro in einen neuen Sprühturm für die Herstellung von Hartmetallpulver mit alternativem Binder ohne Kobalt investiert. 2015 wird BETEK mit einer eigenen Fertigung durch die neu aufgebaute chinesische Tochtergesellschaft den lokalen Markt beliefern.
| Geschäftsführer | Dr. Frank Thiele, Bernhard Zimmermann | |||
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 245 | |||
| Gründung | 1981 | |||
| Bei INDUS seit | 1992 | |||
| Standorte | Aichhalden, Atlanta (USA), Taicang (CN) |
21,5
MIO. € UMSATZ 2014
-14 %
IM VGL. ZUM VORJAHR
173,7
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
www.betek.de
21,0
MIO. € UMSATZ 2014
VORJAHR
HAKAMA ist spezialisiert auf die Fertigung von hochwertigen Gehäusen und Baugruppen aus Aluminium, Stahl und Edelstahl, schwerpunktmäßig für medizintechnische Systeme, Analyse- und Diagnosegeräte sowie Profi-Kaffeemaschinen. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt HAKAMA komplette Gehäuselösungen und kombiniert dabei je nach Kundenwunsch die metallischen Bauteile mit hochwertigen Oberflächen und Komponenten aus Kunststoff oder Holz. Dabei werden auch Modularisierungskonzepte umgesetzt, die bei Gerätewartung den Austausch ganzer Geräteteile ermöglichen. Zusätzlich zur Fertigung der Gehäuseteile kann HAKAMA den Kunden auch die Vormontage der Gehäuse bis hin zum Einbau von elektrischen Komponenten und Kabelbäumen anbieten. Kernabsatzmärkte sind neben der Schweiz die EU und die USA. Indirekt liegt der Exportanteil der HAKAMA-Gehäuse bei weit über 80%.
| Geschäftsführer | Martin Heuschkel |
|---|---|
| Mitarbeiter | 161 |
| Gründung | 1956 |
| Bei INDUS seit | 2010 |
| Standort | Bättwil bei Basel (CH) |
www.hakama.ch
| KÖSTER & Co. | |
|---|---|
| GmbH, Ennepetal |
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Bolzenschweißgeräte, Schweißbolzen und Kaltumformteile für die Verbindungtechnik in unterschiedlichen Industriebereichen. "KÖCO"-Technik kommt vor allem in Bauwerken zum Einsatz, in denen große Bauteile sicher miteinander verbunden werden müssen, zum Beispiel im Brücken- oder Parkhausbau, der Feuerfestindustrie, im Anlagen- und Kraftwerksbau sowie im Schiff- und Fahrzeugbau. Ob Brückenbau in Indien oder Kraftwerksbau in Finnland, Bolzen und Schweißgeräte von Köster sind weltweit in über 60 Ländern im Einsatz. In den letzten Jahren hat das Unternehmen rund 4 Mio. Euro in neue Maschinen und Gebäude investiert, um weitere Anwendungen und Märkte insbesondere im Bereich der kundenspezifischen Kaltumformteile zu erschließen.
| Geschäftsführer | Dr. Harald Schulz |
|---|---|
| Mitarbeiter | 111 |
| Gründung | 1952 |
| Bei INDUS seit | 2008 |
| Standorte | Ennepetal, Moskau (RUS), Žacléř (CZ) |
www.koeco.net
GmbH & Co. KG, Münsingen
MEWESTA zählt zu den führenden Unternehmen im Bereich Konstruktion und Fertigung von Hydrauliksteuerblöcken sowie Hydraulikaggregaten und Hydraulikkomponenten. Als Partner des Maschinen- und Anlagenbaus kann MEWESTA aufgrund der Investitionen in den vergangenen Jahren nunmehr auch Hydraulikblöcke mit Stückgewichten bis zu einer Tonne fertigen. Das Unternehmen übernimmt auf Kundenwunsch auch die komplette Montage und Prüfung von Hydrauliksteuerungen und zeichnet sich durch ein breites Standard-Produktprogramm und innovative Lösungen bei Sonderanfertigungen aus. Abnehmer sind unter anderem Hersteller aus den Bereichen Werkzeugmaschinen, Kunststoffspritzgussmaschinen, Baumaschinen und Fördertechnikanlagen.
| Geschäftsführer | Hans-Joachim Wunn |
|---|---|
| Mitarbeiter | 61 |
| Gründung | 1970 |
| Bei INDUS seit | 1997 |
| Standort | Münsingen |
www.mewesta.de
PLANETROLL
GmbH & Co. KG, Munderkingen
PLANETROLL ist ein innovationsgetriebenes Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau. Neben der Herstellung von Planetengetrieben und der Entwicklung von Soft- und Hardware-Lösungen ist PLANETROLL Marktführer bei explosionsgeschützten Regelgetrieben für die Antriebstechnik. In dem in den vergangenen Jahren neu aufgebauten Produktbereich Rührtechnik produziert das Unternehmen ein breites Spektrum – von explosionsgeschützten Laborrührwerken bis hin zu industriellen Rührwerksanlagen; ein besonderer Schwerpunkt bildet dabei die Herstellung von Rührwerken für Lackieranlagen in der Automobilindustrie. Eine modulare Produktgestaltung der Rührwerke erlaubt die einfache Realisierung kundenspezifischer Lösungen.
| Geschäftsführer | Hans-Joachim Wunn |
|---|---|
| Mitarbeiter | 34 |
| Gründung | 1976 |
| Bei INDUS seit | 1998 |
| Standort | Munderkingen |
www.planetroll.de
8,2
MIO. € UMSATZ 2014
+16 % IM VGL. ZUM
VORJAHR
5,8
MIO. € UMSATZ 2014
% IM VGL. ZUM VORJAHR
42,7
MIO. € UMSATZ 2014
+13 %
IM VGL. ZUM VORJAHR
RÜBSAMEN ist ein Spezialanbieter von Drück-, Stanz-, Zieh- und Pressteilen aus verformbaren Metallen, Laserzuschnitten und verschweißten Baugruppen aus Stahlblech, Edelstahl, Aluminium und Buntmetallen. Die Kunden sind deutsche und internationale Hersteller vornehmlich aus der Eisen, Stahl- und Hüttenindustrie, der Heizungs- und Klimatechnik und des Anlagenbaus. RÜBSAMEN nutzt sein Produktions-Know-how bei der frühzeitigen Einbindung in die Konstruktionsprozesse bei den Kunden. 2014 hat das Unternehmen mit der TR Metalltechnik einen Spezialisten für Laser- und Schweißtechnik erworben.
| Geschäftsführer | Thomas Röttger |
|---|---|
| Mitarbeiter | 296 |
| Gründung | 1960 |
| Bei INDUS seit | 2003 |
| Standorte | Bad Marienberg, Eichenstruth |
www.helmut-ruebsamen.de
Karl SIMON GmbH & Co. KG, Aichhalden
MIO. € UMSATZ 2014
+12
% IM VGL. ZUM VORJAHR
SIMON bietet mit den Geschäftsfeldern Beschlagtechnik, Sintertechnik und SIMON-Systems ein breites Spektrum. Die Produkte der Beschlagtechnik gehen an Kunden in der Möbel- und Wohnmobilindustrie. Das Produktprogramm fokussiert sich heute auf Luftdämpfungssysteme für Schubladenauszüge und Türen sowie Schließsysteme für Wohnmobileinrichtungen. In der Sintertechnik werden Formteile aus Stahl- und Buntmetallpulvern erzeugt; mit dieser Technik lassen sich komplexe Geometrien in hoher Präzision herstellen. SIMON Systems produziert Komponenten und Baugruppen, die die diversen bei SIMON vorhandenen Produktionstechniken miteinander kombinieren. Schwerpunkt bildet hier derzeit die Herstellung von galvanisch veredelten Kunststoffteilen, die beim Tochterunternehmen SIKU gespritzt und anschließend in der Galvanik bei SIMON veredelt werden. Sie kommen im Innern von Pkws, bei Sanitärartikeln und Konsumgütern zum Einsatz.
| Geschäftsführer | Dr. Frank Thiele, Bernhard Zimmermann |
|---|---|
| Mitarbeiter | 330 |
| Gründung | 1918 |
| Bei INDUS seit | 1992 |
| Standort | Aichhalden |
www.simon.de
GmbH, Hattingen
VULKAN INOX zählt mit über 30 Jahren Erfahrung bei der Produktion von granulierten Edelstahlstrahlmitteln zu den führenden Herstellern. Die rostfreien Strahlmittel zeichnen sich aus durch kurze Strahlzeiten und sehr hohe Standzeit. Sie werden verwendet bei der Bearbeitung und Veredelung von Aluminium, NE-Metallen, Edelstahl, Beton-und Natursteinen. Das nach patentiertem Verfahren gehärtete Produkt GRITTAL realisiert zusätzlich speziell aufgeraute Oberflächen bei minimaler Staubbelastung. Als Kompetenzpartner der Industrie vertreibt VULKAN INOX seine Produkte weltweit, zum Teil mit eigenen Tochtergesellschaften.
| Geschäftsführer | Wilfried Brands |
|---|---|
| Mitarbeiter | 52 |
| Gründung | 1984 |
| Bei INDUS seit | 2002 |
| Standort | Hattingen |
www.vulkan-inox.de
MIO. € UMSATZ 2014
+3
% IM VGL. ZUM VORJAHR
USA
MEXIKO
BRASILIEN
GROSSBRITANNIEN
NIEDERLANDE
SCHWEIZ
ÖSTERREICH
DÄNEMARK > TSCHECHIEN > POLEN > SLOWAKEI > SERBIEN > FINNLAND > TÜRKEI
MAROKKO
SÜDAFRIKA > RUSSLAND > INDIEN > SINGAPUR > CHINA > SÜDKOREA
KAP. 3 3
INDUS hält ein Portfolio von 42 Unternehmen aus Schlüsselbranchen des deutschsprachigen Mittelstands. Als Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung erwirbt unsere Gesellschaft überwiegend inhabergeführte Unternehmen und unterstützt sie bei ausschließlich langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung. Durch gezielte Zukäufe neuer Hidden Champions will der Vorstand das Portfolio in den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen und weiter entwickeln.
Die INDUS Holding AG hat sich seit ihrer Gründung 1989 als größter Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert. Heute umfasst das Portfolio 42 Unternehmen. Seit 1995 ist die Gesellschaft börsennotiert. Die Aktien werden im Marktsegment mit den höchsten Transparenzanforderungen, dem Prime Standard, gehandelt und sind in den Index SDAX einbezogen. Die Beteiligungen sind in fünf Segmenten gebündelt: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Diese Unternehmensbereiche bildeten im Geschäftsjahr 2014 unverändert die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS. Für die Übersicht der zur Gruppe gehörenden Unternehmen wird auf die Anteilsbesitzliste5 im Anhang verwiesen.
Unternehmenssitz ist Bergisch Gladbach; die Tochtergesellschaften haben ihren Sitz in Deutschland beziehungsweise in der Schweiz. Zwischen den Unternehmen und INDUS besteht eine klare Aufgabenteilung: Die Tochtergesellschaften entwickeln ihr Geschäft wirtschaftlich eigenständig und die Führungsgesellschaft konzentriert sich auf Kernfunktionen wie Finanzierung, Controlling und Rechnungslegung. Sie stellt zudem über einen regelmäßigen Dialog mit den Geschäftsführungen sicher, dass ihre Interessen als Gesellschafterin gewahrt bleiben. Die strategischen Ziele und Meilensteine entwickeln die Beteiligungen eigenständig im Rahmen der mit der Holding vereinbarten erfolgsorientierten Grundsatzvereinbarungen. Der Vorstand pflegt einen regelmäßigen Austausch mit den Beteiligungen. Details zur Organisation der Leitung und Kontrolle finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung6 .
6 > Erklärung siehe Seite 90 und unter www.indus.de/ unternehmen/corporategovernance
5 > Anteilsbesitz siehe Seite 216
7 > Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen siehe Seite 97 ff.
8 > Segmentbericht siehe Seite 105 ff.
INDUS beteiligt sich ausschließlich an wirtschaftlich gesunden Produktionsunternehmen mit guten Entwicklungsperspektiven für einen langfristigen Zeitraum. Die Unternehmen sind in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Absatzmärkten aktiv. Der hohe Diversifizierungsgrad des Portfolios ist zentraler Bestandteil der INDUS-Strategie. Die Risikostreuung soll zur Risikominimierung beitragen. Informationen zu den Unternehmen bzw. zu den Unternehmensbereichen, denen diese zugeordnet werden, sowie Informationen zu den jeweiligen Branchenentwicklungen finden sich in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen"7 und im Segmentbericht8 . Unter regionalen Gesichtspunkten spielt der inländische Markt für viele Beteiligungsunternehmen immer noch eine wichtige Rolle; die Bedeutung der Auslandsmärkte hat jedoch in den letzten Jahren zugenommen. Rund 48% ihres Umsatzes erzielt die Gruppe außerhalb Deutsch-
lands. Indirekte Auslandsumsätze sind hierbei nicht erfasst. Im Zuge ihrer Internationalisierung haben viele Beteiligungsunternehmen Auslandsstandorte aufgebaut. Wichtige Produktionsstätten befinden sich in Südafrika, Mexiko, China, Nordamerika und Brasilien.
INDUS setzt sich das Ziel, für ihre Eigentümer eine dauerhafte und kontinuierliche Wertsteigerung des Portfolios zu erreichen. INDUS wächst, indem ihre Hidden Champions ihre Entwicklungsstrategien unter Rückgriff auf die Unterstützung der Holding erfolgreich umsetzen. Darüber hinaus akquiriert die Holding gezielt weitere erfolgreiche Unternehmen für das Portfolio, die zum Geschäftsmodell von INDUS und zu den dadurch definierten wirtschaftlichen Kriterien passen.
2014 hat INDUS zwei neue Beteiligungen erworben; hinzu kamen drei Zukäufe durch die Töchter. Insgesamt wurden in der Gruppe dafür rund 56Mio. EUR investiert.
Mit ROLKO wurde im Mai 2014 eine Akquisition im als solchen definierten Zielmarkt Medizin- und Gesundheitstechnik getätigt. ROLKO ist ein Spezialist für Rehabilitationszubehör. Zum Lieferprogramm gehören Rollen und Räder für Rollstühle und Rollatoren sowie Zubehör wie etwa Rollstuhlrampen, Schlupfsäcke, höhenverstellbare Schiebegriffe und Kopfstützen. Weiterhin vertreibt ROLKO medizintechnische Produkte wie Aufrichtgriffe und Abweisrollen für Krankenhausbetten. Das Geschäft ist aufgrund der zunehmenden Alterung insbesondere westlicher Gesellschaften und der damit einhergehenden verbesserten medizinischen Versorgung ein Wachstumsmarkt. ROLKO verfügt über eigene Tochtergesellschaften in Silkeborg (Dänemark) und den Niederlanden (Houten) sowie über eine Fertigungsstätte in Xiamen (China).
Zum Ende des Jahres wurde MBN übernommen, ein Spezialmaschinenbauer aus dem Bereich Automatisierungstechnik; auch dieser ist ein strategischer Zielmarkt für INDUS. Das Unternehmen entwickelt und fertigt in Sachsen automatisierte Anlagen und Maschinen für die Fahrzeugendmontage. Die Kernkompetenz von MBN liegt in der Fahrwerk- bzw. Aggregatemontage, der sogenannten "Hochzeit" (dieser Begriff steht für das Zusammenführen von Fahrwerk und Motor mit der Karosserie) sowie dem Cockpit- und Frontendeinbau. MBN profitiert von dem anhaltenden Trend hin zu immer mehr Modellvarianten bei sich verkürzenden Modellzyklen in der Autobranche. Die Automobilwirtschaft ist aufgrund des globalen Wettbewerbs und des anhaltenden Kostendrucks gezwungen, auch in den nächsten Jahrzehnten erhebliche Investitionen in Fertigung und Montage zu tätigen. MBN fertigt Montageanlagen für alle namhaften Automobilhersteller und ist weltweit präsent. In Alabama (USA) und Changchun (China) bestehen Vertriebsund Servicegesellschaften.
Die weiteren Akquisitionen 2014 bestanden aus strategischen Ergänzungen für INDUS-Töchter: Seit Mai 2014 gehört die schweizerische SAVVY AG, ein Anbieter von Telematik-Lösungen für die Logistikbranche, zur Beteiligung IPETRONIK. Im Juni 2014 erwarb die Beteiligung RÜBSAMEN die TR Metalltechnik GmbH, Eichenstruth, einen Spezialisten für Laser- und Schweißtechnik. Seit September 2014 verstärkt der Anlagenbauer KNUR Maschinenbau GmbH die INDUS-Beteiligung ASS. KNUR arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich der Kunststoffklebetechnik und CFK-Fertigung (carbonfaserverstärkter Kunststoff ) und liefert u. a. Maschinen und Anlagen für die Fertigung von Fahrzeugteilen, speziell Kunststoff-Leichtbauteilen und Carbon-Dachkonstruktionen.
Der Erfolg der INDUS-Unternehmen hängt aufgrund der diversifizierten Aktivitäten der Portfoliounternehmen von sehr unterschiedlichen Faktoren ab. Bedingt durch die langfristig steigende Exportquote vieler Tochterunternehmen ist das Wachstumstempo der Weltwirtschaft ein zunehmend relevanter Einflussfaktor. Mit einem Anteil von nahezu 50% am Umsatz sind die Preise für verschiedene Ausgangsmaterialien ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Anpassungen der Löhne und Gehälter an die allgemeine Marktentwicklung in den relevanten Branchen und Regionen beeinflussen zudem die Kostenseite.
Das Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 63.571.323,62 EUR. Es ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährt jede Aktie eine Stimme. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Laut der letzten Stimmrechtsmitteilung von November 2011 hält die Versicherungskammer Bayern, Versicherungskammer des öffentlichen Rechts, München, 17,36% der Stimmrechte an der INDUS Holding AG. Nach Informationen von INDUS hält die Versicherungskammer mit ihrer Beteiligung an der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung zum Stichtag 19,4% der Aktien.
Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und diese ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den §§ 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder für höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann nach Punkt 5.2 der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen.
Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändern (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte,
mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, höchstens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.
Satzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß Punkt 7.12 der Satzung9 dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß Punkt 4.5 der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern.
Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 31.785.660,51 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014) und dabei einem vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung, auch rückwirkend auf ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, soweit über den Gewinn dieses abgelaufenen Geschäftsjahres noch kein Beschluss gefasst wurde, zu bestimmen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
9 > Satzung siehe unter www.indus.de/ unternehmen/corporategovernance
Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebenden und ausgegebenen Aktien darf 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten; dabei sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrags, festzulegen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der jeweiligen Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern.
Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 1. Juli 2010 die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 30. Juni 2015 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.837.003 Stück, was einem Anteil von 7,5% der derzeitigen Zahl der Stückaktien und damit einem Anteil von 7,5% des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie ein- oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien nicht mehr als 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, sowie Aktien, die der Gesellschaft nach §§ 71d Satz 3 und 71e Abs. 1 Satz 1 AktG zugerechnet werden, anzurechnen sind.
Darüber hinaus ist das Grundkapital um bis zu 11.700.00,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder, sofern die Satzung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Optionsoder Wandelanleihen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden und die Inhaber von Optionsoder Wandlungsrechten von ihrem Recht zur Wandlung Gebrauch machen bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten ihre Verpflichtung erfüllen.
Zu den Details der Ermächtigungen wird auch auf die Satzung der Gesellschaft, die auf der Website der INDUS Holding AG10 dauerhaft verfügbar ist, verwiesen.
10 > Satzung unter www.indus.de/ unternehmen/corporategovernance
REGELMÄSSIGE DIVIDENDEN-AUSSCHÜTTUNG BETEILIGT AKTIONÄRE AM ERFOLG
INDUS hat sich als börsennotierte Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand positioniert. Ziel ist es, in der Gruppe eine nachhaltige EBIT-Marge von "10% plus" zu erwirtschaften. Die erwirtschaftete Rendite bildet die Basis für regelmäßige Ausschüttungen an die Aktionäre. Den operativen Erfolg ihrer Unternehmen gibt INDUS regelmäßig über die Auszahlung einer Dividende – der Zielwert liegt bei bis zu 50% vom Bilanzgewinn – an ihre Eigentümer weiter. Damit bietet die Gesellschaft einem breiten Kreis an Investoren Zugang zur wertstabilen Anlageklasse "Mittelstand".
Das Portfolio soll zudem durch den Kauf weiterer profitabler mittelständischer Industrieunternehmen und durch Unterstützung der unternehmerischen Weiterentwicklung der bestehenden Beteiligungen wachsen. Dazu prüft INDUS beständig passende Kaufobjekte. Für das Portfolio interessant sind Unternehmen, die in zukunftsorientierten industriellen Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer Märkte führend sind. In erster Linie ist INDUS als Ansprechpartner für Nachfolgeregelungen im deutschsprachigen Mittelstand anerkannt. Dieser Fokus bleibt unverändert. In speziellen Fällen können zudem Ausgliederungen aus einem Konzern für INDUS interessante Investitionsmöglichkeiten darstellen, allerdings nur, wenn sich diese Einheit als selbstständiges und nach mittelständischen Prinzipien agierendes Unternehmen am Markt etablieren kann.
Ausgewählt werden Unternehmen, die als erfolgreiche Produktionsunternehmen über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Dementsprechend schließt INDUS den Erwerb von Start-up-Unternehmen und ein Engagement in Restrukturierungsfällen aus. Gleiches gilt für "reife" Unternehmen, die sich bereits in einer Abschwungphase befinden.
Exit-Strategien spielen bei den Kaufentscheidungen keine Rolle, da das Prinzip "buy and hold" zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie bzw. -philosophie ist. Zu den Geschäftszielen von INDUS gehören aber auch das Erhalten einer stabilen Portfolio-Performance sowie deren permanente Verbesserung durch zukunftsträchtige Investments. Daher ist in Sonderfällen auch eine Trennung denkbar – zum Beispiel, wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen für ein Portfoliounternehmen gravierend ändern und eine wirtschaftliche Fortführung in der Gruppe nicht mehr sinnvoll wäre.
Für INDUS haben Unternehmen eine optimale Größe, wenn sie jährlich einen Umsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR erzielen und dabei eine nachhaltige operative Rendite (EBIT-Marge) von mehr als 10% erwirtschaften. Vor Erwerb eines Unternehmens analysiert INDUS die jeweilige Branchensituation mit besonderer Aufmerksamkeit. Entscheidend ist die dauerhafte Stabilität des Geschäftsmodells. Innerhalb einer attraktiven Nische sollten sowohl das jeweilige Unternehmen als auch die Branche über langfristiges Wachstumspotenzial verfügen. INDUS verfolgt bei ihren Akquisitionen stets das Ziel, die Mehrheit der Anteile zu übernehmen. Gleichzeitig legt die Gesellschaft Wert auf eine enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer sowie der Führungskräfte über den Kaufzeitpunkt hinaus. Dies soll die Kontinuität sichern. Diese Bindung kann durch entsprechende Beteiligungsmodelle für Geschäftsführer gezielt unterstützt werden.
Im Rahmen des 2012 vom Vorstand vorgelegten Strategieprogramms KOMPASS 2020 hat sich INDUS das Ziel gesetzt, das Portfolio wertsteigernd zu entwickeln und auszubauen. Dieser Ausbau hat drei Facetten: Herstellen einer ausgewogenen Portfoliostruktur leistungsfähiger Beteiligungen, Wertsteigerung des Portfolios durch Bereitstellen von Investitionen sowie Wachstum durch gezielte Zukäufe.
Um die Marktpositionen einzelner Tochtergesellschaften zu stärken, unterstützt INDUS bei Bedarf ihre Beteiligungen mit Kapital. Dabei geht die Holding mit dem Selbstverständnis einer Förderbank vor. Das bedeutet, dass die Mittelvergabe von der Plausibilität der durch die Geschäftsführungen vorgelegten Pläne abhängig gemacht wird. INDUS stellt ihre Mittel bevorzugt für folgende Zwecke zur Verfügung: für Zukäufe auf der 2. Ebene (Enkel-Gesellschaften), die grundsätzlich der Expansion oder Geschäftsentwicklung dienen, für Zukäufe oder Investitionen zum Zweck der Internationalisierung, für "Forschung & Entwicklung" zur Festigung der bestehenden Marktposition bzw. Erschließung neuer Ertragsfelder und für klassische Projekt- oder Wachstums-/Erweiterungsfinanzierungen (z.B. in Maschinen oder Anlagen). Darüber hinaus fließen Mittel in den Erhalt der Anlagenbasis und für Rationalisierungsinvestitionen.
GEZIELTES WACHSTUM IN ZUKUNFTS-BRANCHEN ANGESTREBT
Ein weiteres Ziel von KOMPASS 2020 ist das Wachsen durch gezielte Zukäufe für das Portfolio. Daher hat der Vorstand industrielle Wachstumsmärkte definiert, in denen INDUS verstärkt zukaufen wird. Dies sind die Bereiche Infrastruktur/Verkehr/Logistik, Medizin- und Gesundheitstechnik, Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik sowie Energie- und Umwelttechnik. 2013 wurden mit den Unternehmen BUDDE und ELTHERM zwei Unternehmen aus den Zielbranchen Logistik und Energietechnik erworben. 2014 hat INDUS die Unternehmen ROLKO und MBN akquiriert, zwei Unternehmen aus den Zielbranchen Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Automatisierungstechnik.
Zur Sicherung des stabilen wirtschaftlichen Fundaments von INDUS legt der Vorstand ein besonderes Augenmerk darauf, im Rahmen seiner Holdingfunktion sowie als Gesellschafter über die wirtschaftliche Entwicklung und Situation in den Unternehmen informiert zu sein. Diese Information holt sich INDUS über verschiedene Berichte zu einzelnen Fragestellungen ein, aber auch über den unmittelbaren Austausch mit den Geschäftsführern der Beteiligungen. Zudem setzt sich die INDUS Holding AG konkrete Ziele bezüglich ihrer künftigen wirtschaftlichen Entwicklung bzw. trifft Einschätzungen zu dieser Entwicklung. Diese Ziele setzt sie sich selbst bzw. diese Einschätzungen trifft sie sowohl aus unternehmerischen Gründen als auch im Rahmen der Kapitalmarkterwartungen/Kapitalmarktpflichten.
Parallel zu den obligatorischen Informationsflüssen im Rahmen der Konsolidierung tauschen sich Vorstand und Geschäftsführungen informell (Informationsgespräche) und mindestens einmal im Jahr formell (Eigentümergespräche) zu den Entwicklungen aus. Aus diesen Informationen aus allen Unternehmen gewinnt die Holding ein Gesamtbild der Erwartungen und Planungen, das sie zum einen für die Planung der erforderlichen Finanzierungsmittel nutzt und zum anderen an ihre Eigen- wie Fremdkapitalgeber kommuniziert. Ausgangspunkt für die unternehmerischen Zielsetzungen der INDUS Holding AG ist somit im Wesentlichen die jährliche Planung der Unternehmen.
Auf der Grundlage der Monatszahlen verfolgt INDUS die Entwicklung der Unternehmen im Vergleich zum jeweiligen Budget. Dabei werden weitere Kennzahlen einbezogen wie Auftragseingang und -bestand sowie Auftragsreichweite und -qualität. Das Controlling-System liefert bei Planabweichungen frühzeitig Hinweise. Darüber hinaus beobachten und analysieren die Geschäftsführer der Beteiligungen ihre jeweiligen Märkte und ihr spezifisches Wettbewerbsumfeld und berichten über wesentliche Veränderungen. Zentrale Kennzahlen für die Führungsgesellschaft sind vor allem Umsatz, EBIT und EBIT-Marge.
Als Finanzinvestor betreibt INDUS keine eigene Forschung und Entwicklung. Entsprechende Aktivitäten erfolgen direkt in den Unternehmen. Diese Aktivitäten sind derzeit noch im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung bestehender Produktprogramme ausgerichtet. Besonders erfolgreiche Unternehmen zeigen aber, dass die systematische Befassung mit Innovationen und entsprechende Vorleistungen bei der Entwicklung neuer Produkt- und Dienstleistungsangebote nachhaltig überdurchschnittliche Renditen sichern. Daher will INDUS den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutlich fördern, unterstützen und verstärkt finanzieren.
Zusätzlich hat INDUS eine Wissensplattform zum Innovations- und Technologiemanagement aufgebaut. Denn trotz einer großen Projektvielfalt in der Gruppe ergeben sich Querschnittsthemen, die sich innerhalb einzelner Segmente, aber teilweise auch segmentübergreifend ausprägen. Dazu stellt INDUS ihren Beteiligungen ein Informations- und Instrumentenangebot bereit, auf das sie, soweit es nicht kundenspezifische vertragliche Exklusivität berührt, bei Bedarf zugreifen können. Hervorzuheben sind in diesem Kontext Entwicklungsprojekte in den Bereichen Leichtbau, Energie- und Ressourceneffizienz, Elektromobilität sowie Projekte im Bereich der Entwicklung innovativer Werkstoffe.
Die ausgewiesenen Aufwendungen im Konzernabschluss der INDUS-Gruppe für F&E-Investitionen lagen 2014 bei 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR)11. Die aktuellen F&E-Investitionen in der Gruppe liegen im Branchendurchschnitt. Für die nächsten Jahre hat der Vorstand sich das Ziel gesetzt, deutlich mehr Mittel für F&E-Aktivitäten bereitzustellen und es den Unternehmen so zu ermöglichen, nicht nur bestehende Produktprogramme und Leistungen weiterzuentwickeln, sondern auch neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen. Vor diesem Hintergrund erarbeitet INDUS ein F&E-Kennzahlensystem. Es soll die Transparenz erhöhen und F&E-Investitionen zukünftig noch stärker als bisher auf Innovationen und die damit verbundenen Ertragschancen ausrichten.
Ein zunehmender Anteil der Beteiligungsgesellschaften positioniert sich als Systemlieferant und Entwicklungspartner am Markt. Dies bedingt neben einer höheren Wertschöpfungstiefe auch ein zunehmendes Maß an Forschungs- und Entwicklungskompetenz. Es bestehen sowohl kunden- als auch lieferantenseitig erfolgreiche Entwicklungspartnerschaften. Außerdem werden in Verbindung mit den Entwicklungsaktivitäten bei den Gesellschaften auch die Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen weiter ausgebaut. Schon heute arbeitet ein Teil der Gesellschaften intensiv mit namhaften Einrichtungen zusammen. Die Formen der Zusammenarbeit erstrecken sich von klassischen Kunden-Lieferanten-Beziehungen über die Auftragsforschung bis hin zur Mitarbeit einzelner Gesellschaften in öffentlich geförderten Forschungsvorhaben.
11 > Siehe Konzernhang, Ziffer 9
Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der INDUS Holding AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemeinsam mit dem Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB – über die Unternehmensführung. Das Handeln von INDUS ist auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat handeln daher bereits seit Jahren nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat 2014 am Kodex weder Änderungen noch Ergänzungen vorgenommen. Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr gemäß § 161 Abs. 1 AktG am 18. Dezember 2014 eine gemeinsame Entsprechenserklärung abgegeben. Sie steht auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung12.
12 > Entsprechenserklärung unter www.indus.de/ unternehmen/corporategovernance
Die INDUS Holding AG entspricht bis auf zwei Ausnahmen sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und wird diesen auch zukünftig entsprechen.
Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG bestellt den Vorstand, berät ihn bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Informationen über die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im vergangenen Jahr sind im Bericht des Aufsichtsrats13 abgedruckt. Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr aus sechs Personen. Der nächste Wahltermin steht zur Hauptversammlung im Jahr 2015 an.
Kein Aufsichtsratsmitglied übte und übt Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern von INDUS aus. Beachtet wird die Empfehlung aus dem Kodex, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören sollen; im Aufsichtsrat war bis zum Juni 2014 mit Herrn Burkhard Rosenfeld ein ehemaliges Vorstandsmitglied vertreten. Er schied mit Ablauf der Hauptversammlung vom 11. Juni 2014 aus dem Aufsichtsrat aus.
Seitens des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG bestehen ein Personal- und ein Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern. Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Seine Aufgaben bestehen darin, Vorstandspersonalien, insbesondere die Anstellungsverträge und sonstige Verträge mit Vorstandsmitgliedern zu behandeln. Entscheidungen werden nur dann im Gesamtgremium des Aufsichtsrats getroffen, wenn dies kraft Gesetzes zuständig ist. Dies gilt besonders für die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Struktur der Vergütungen für Vorstandsmitglieder und, seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), auch für die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Ausschuss hat hierzu Vorschläge zu erarbeiten und dem Gesamtplenum zur Beratung und Beschlussfassung zu unterbreiten.
13 > Siehe Seite 10 f.
Sitzungen der Ausschüsse finden regelmäßig als Präsenzsitzungen statt. Außerhalb von Sitzungen sind Beschlussfassungen schriftlich zulässig, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies anordnet. Wie auch im Aufsichtsrat bedürfen Beschlüsse des Ausschusses, soweit gesetzlich nicht anderweitig geregelt, der einfachen Mehrheit. Der Vollzug von Beschlüssen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse obliegt dem Aufsichtsratsvorsitzenden.
Der Vorstand der INDUS Holding AG leitet das Unternehmen und führt dessen Geschäfte. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus bestimmt der Vorstand die unternehmerischen Ziele, die Jahres- und Mehrjahresplanung, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und das Controlling der einzelnen Geschäftssegmente. Eine weitere Pflicht des Vorstands liegt in der Aufstellung der Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse für die INDUS Holding AG und die INDUS-Gruppe. Der Vorstand bestand 2014 aus drei Personen. Ihm gehören Jürgen Abromeit (Vorstandsvorsitzender), Dr.-Ing. Johannes Schmidt und Rudolf Weichert an. Die vom Aufsichtsrat getroffene Festlegung zur Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, die eine Beendigung des Mandats mit Vollendung des 67. Lebensjahres vorsieht, wurde eingehalten.
Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Ausschüsse ist in der Rubrik "Organe"14 dargestellt. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend insbesondere über sämtliche relevanten Fragen zur Unternehmensplanung, Strategieentwicklung, Ertrags- und Finanzlage sowie Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Insbesondere werden auch Ziel- und Planabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Gruppe erläutert. Entscheidungen, die für den Konzern wesentlich sind, bedürfen nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats.
Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf. Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und Aufsichtsräten wahrgenommen werden, können dem Kapitel "Weitere Informationen"15 entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Konzernanhang dargestellt.
Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG (Vorstand) bzw. gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Aufsichtsrat) abgeschlossen.
14 > Organe siehe Seite 8 f.
15 > Siehe Seite 210 ff.
Im Jahr 2014 wurde von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren meldepflichtigen Angehörigen kein meldepflichtiges Erwerbsgeschäft mitgeteilt. Alle mitgeteilten Wertpapiergeschäfte werden auf der Internetseite16 der Gesellschaft veröffentlicht.
Der Gesamtbesitz der durch alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gehaltenen Aktien überstieg zum 31. Dezember 2014 in der Summe den Schwellenwert von 1% der ausgegebenen Aktien und erreichte 1,54%. Davon hält der Aufsichtsrat Hans Joachim Selzer 385.033 Aktien (entspricht 1,5%), der Aufsichtsrat Dr. Jürgen Allerkamp 4.000 Aktien und der Vorstandsvorsitzende Jürgen Abromeit 2.000 Aktien.
INDUS informiert Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Die Gesellschaft behandelt die verschiedenen Personengruppen gleichberechtigt und informiert sie gleichzeitig. Aus diesem Grund werden alle wesentlichen Informationen, insbesondere Geschäfts- und Quartalsberichte, Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, Analysteneinschätzungen und ein Finanzkalender, auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Um eine Erstellung des Konzernabschlusses und der Quartalsberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, werden der Geschäftsbericht vier Monate nach Ende des Geschäftsjahrs und die Quartalsberichte jeweils zwei Monate nach Quartalsende veröffentlicht. Wichtige Neuigkeiten über das Unternehmen werden aktuell über Pressemitteilungen verbreitet.
Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Die Aktionäre nehmen zudem ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Sämtliche für die Entscheidungsfindung notwendigen Unterlagen veröffentlicht INDUS rechtzeitig auf ihrer Internetseite. INDUS unterstützt die Aktionäre bei der Wahrnehmung ihres Stimmrechts durch die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, der auf der Hauptversammlung gemäß den Weisungen der Aktionäre abstimmt. Die Aktionäre haben zudem die Möglichkeit, ihre Stimmen ohne Bevollmächtigung eines Vertreters per Briefwahl abzugeben. Im vergangenen Jahr fand die Hauptversammlung mit rund 500 Teilnehmern am 11. Juni 2014 in Köln statt.
Der Konzernabschluss wird seit Beginn des Jahres 2005 nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Auf den Einzelabschluss der INDUS Holding AG finden unverändert die Vorschriften des HGB Anwendung. Die Abschlussprüfung wurde für den Konzern und den Einzelabschluss von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, durchgeführt. Die entsprechende Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Aufsichtsrat eingeholt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Einzel- und Konzernabschluss erfolgt durch den Aufsichtsrat im Anschluss an den Beschluss der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat vereinbarte mit dem Abschlussprüfer, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung
16 > Meldungen zu Directors Dealings unter www. indus.de/investorrelations/meldungen
unterrichtet wird. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten.
Das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) sieht die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor. Diese sollen nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aufgeschlüsselt werden.
Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde 2009 überprüft und auf der Hauptversammlung 2010 durch den Aufsichtsrat vorgestellt. Die Neuerungen beinhalten auch eine Nachhaltigkeitskomponente. Das Vergütungssystem besteht gesetzeskonform aus drei Elementen: Festgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive. Die variablen Anteile machen zusammen rund 40% der Bezüge aus; Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage und kurzfristig variable Elemente sind angemessen gewichtet.
Der Short Term Incentive bemisst sich am bereinigten Ergebnis vor Steuern und Zinsen des Konzerns (bereinigtes Konzern-EBIT). Die Zielmarke wird jährlich im Rahmen der Unternehmensplanung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Bei einer 100%igen Zielerreichung entspricht der Bonusfaktor ebenfalls 100%. Liegt die Zielerreichung unter 50%, ergibt sich für den Bonusfaktor ein Wert von 0. Bei einer Zielerreichung zwischen 100% und 125% erhöht sich der Bonusfaktor um 2 Prozentpunkte je Prozentpunkt Zuwachs. Ab einer Zielerreichung von über 125% besteht ein Cap (festgelegte Obergrenze).
Der Long Term Incentive besteht aus sogenannten virtuellen Aktienoptionen (SAR, Stock Appreciation Rights). Dazu wird zum Ausgabezeitpunkt ein Basispreis der Wertsteigerungsrechte festgestellt. Auf Basis des vertraglich vereinbarten Zielwertes ergibt sich die Anzahl der virtuellen Aktienoptionen. Eine Auszahlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs im Ausübungszeitraum über diesem Basispreis liegt und definierte Erfolgshürden erreicht wurden (Mindestkurssteigerung von 12%). Der frühestmögliche Zeitpunkt der Auszahlung wird von einer Sperrfrist (4 Jahre) abhängig gemacht; es besteht eine Obergrenze (Cap) bei Erreichen von 200% des Zielbonus. Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis zum Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden 77.200 SAR (Vorjahr: 85.523) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 280TEUR (Vorjahr: 280TEUR). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.436 TEUR (Vorjahr: 1.596 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 408 TEUR (Vorjahr: 804 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.
Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 erstmals auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen einheitlichen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. Wesentliches Merkmal dieser Mustertabellen ist der getrennte Ausweis der gewährten Zuwendungen (Tabelle 1) und des tatsächlich erfolgten Zuflusses (Tabelle 2). Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100% Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben.
| in Tsd. EUR | (seit 2012; seit 2008 Vorstand) | Jürgen Abromeit Vorstandsvorsitzender |
Dr. Johannes Schmidt Vorstand (seit 2006) |
Rudolf Weichert Vorstand (seit 2012) |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2014 | 2014 (Min.) | 2014 (Max.) | 2013 | 2014 | 2014 (Min.) | 2014 (Max.) | 2013 | 2014 | 2014 (Min.) | 2014 (Max.) | |
| Festvergütung | 504 | 528 | 528 | 528 | 370 | 370 | 370 | 370 | 300 | 300 | 300 | 300 |
| Nebenleistungen | 17 | 17 | 17 | 17 | 15 | 15 | 15 | 15 | 31 | 31 | 31 | 31 |
| Summe | 521 | 545 | 545 | 545 | 385 | 385 | 385 | 385 | 331 | 331 | 331 | 331 |
| Einjährige variable Vergütung |
230 | 270 | 0 | 405 | 130 | 170 | 0 | 255 | 130 | 170 | 0 | 255 |
| Mehrjährige variable Vergütung |
||||||||||||
| Tranche 2013* | 140 | 0 | 0 | 0 | 70 | 0 | 0 | 0 | 70 | 0 | 0 | 0 |
| Tranche 2014** | 0 | 140 | 0 | 280 | 0 | 70 | 0 | 140 | 0 | 70 | 0 | 140 |
| Summe | 370 | 410 | 0 | 685 | 200 | 240 | 0 | 395 | 200 | 240 | 0 | 395 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 891 | 955 | 545 | 1.230 | 585 | 625 | 385 | 780 | 531 | 571 | 331 | 726 |
* Tranche 2013: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2013–31.12.2018)
** Tranche 2014: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2014–31.12.2019)
Den Vorstandsmitgliedern flossen 2014 folgende Bezüge zu:
| in Tsd. EUR | Jürgen Abromeit Vorstandsvorsitzender |
Dr. Johannes Schmidt Vorstand |
Rudolf Weichert Vorstand |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (seit 2012; seit 2008 Vorstand) | (seit 2006) | (seit 2012) | |||||
| 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | ||
| Festvergütung | 504 | 528 | 370 | 370 | 300 | 300 | |
| Nebenleistungen | 17 | 17 | 15 | 15 | 31 | 31 | |
| Summe | 521 | 545 | 385 | 385 | 331 | 331 | |
| Einjährige variable Vergütung (Jahrestantieme) |
302 | 296 | 182 | 183 | 165 | 183 | |
| Mehrjährige variable Vergütung |
|||||||
| Tranche 2010* | 0 | 140 | 0 | 140 | 0 | 0 | |
| Summe | 302 | 436 | 182 | 323 | 165 | 183 | |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtvergütung | 823 | 981 | 567 | 708 | 496 | 514 |
* Tranche 2010: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2010–31.12.2015)
Die Nebenleistungen beinhalten die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile, im Wesentlichen die Gewährung von Dienstwagen. Durch Gehaltsumwandlung wurden von ehemaligen Vorstandsmitgliedern Altersversorgungsansprüche erworben; sie sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt.
Gemäß der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die maximale Vergütung für den Vorstand kann der Tabelle "Gewährte Zuwendungen" entnommen werden.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Sitzungen von Ausschüssen, die am gleichen Tag wie Aufsichtsratssitzungen stattfinden, werden für die Ausschussmitglieder nicht eigens vergütet. Auch Beschlussfassungen im Umlaufverfahren führen nicht zu einem Sitzungsgeld. Der Vorsitz beziehungsweise stellvertretende Vorsitz im Nominierungsausschuss und Prüfungsausschuss wird nicht eigens vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschusssitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig.
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.
Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt auf 322 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR). Für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielten Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr 0 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR). Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommen werden, können den gleichnamigen Kapiteln unter "Weitere Informationen" entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt.
| in Tsd. EUR | Fixe Vergütung | Sitzungsgeld | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| Helmut Späth | 45 | 30 | 18 | 12 | 63 | 42 |
| Burkhard Rosenfeld (bis 11. Juni 2014) | 30 | 60 | 12 | 24 | 42 | 84 |
| Dr. Jürgen Allerkamp | 45 | 45 | 22 | 18 | 67 | 63 |
| Dr. Ralf Bartsch | 30 | 30 | 15 | 12 | 45 | 42 |
| Dr. Dorothee Becker (seit 11. Juni 2014) | 15 | 0 | 6 | 0 | 21 | 0 |
| Hans Joachim Selzer | 30 | 30 | 12 | 12 | 42 | 42 |
| Carl Martin Welcker | 30 | 30 | 12 | 12 | 42 | 42 |
| Gesamt | 225 | 225 | 97 | 90 | 322 | 315 |
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Berichtsjahr folgende Vergütungen:
2014 war für Deutschland in der Gesamtschau trotz einigem Auf und Ab wirtschaftlich ein zufriedenstellendes Jahr. Allerdings ließ die Dynamik im Jahresverlauf spürbar nach, unter anderem durch die geopolitischen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten.
Das für 2014 erhoffte Anziehen der weltweiten Wachstumsdynamik blieb größtenteils aus. Die Krisen in der Ukraine, auf der Krim, im Irak, in Israel und Syrien und die massiven Auswirkungen des IS-Terrors bremsten die Entwicklung ab Jahresmitte erheblich. Der Ölpreis stürzte ab, nicht nur infolge schwacher Nachfrage im Umfeld einer schwachen Wirtschaft, sondern auch durch ein erhöhtes Angebot: So drosselten die OPEC-Staaten nicht, wie früher, ihre Förderung. Hinzu kamen der Fracking-Boom in den USA und erhöhte Kapazitäten für alternative Energien. In Europa dauerte die Eurokrise an und die Erholung der meisten Volkswirtschaften verlief schleppend. Während Spanien, Portugal, Irland und teilweise auch Griechenland Fortschritte bei ihren Reformen verzeichneten, standen Frankreich und Italien deutlich unter Druck und kamen mit ihren Reformprogrammen nicht voran. Leichte Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft kamen 2014 vorrangig aus China und den USA. Die deutsche Wirtschaft konnte 2014 noch leicht expandieren, aber das Wachstum wurde in erster Linie von einer stabilen Binnennachfrage getragen.
In den Industrieländern kam es im letzten Jahr zu einem leichten Produktionsanstieg; dabei verstärkte sich die weltwirtschaftliche Expansion im Jahresverlauf 2014. Nachdem das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr nur sehr verhalten zunahm, legte es im dritten Quartal kräftiger zu. Auch der Welthandel zog spürbar an. Gemessen am mittelfristigen Trend ist die Zuwachsrate allerdings nach wie vor moderat. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Weltproduktion mit einer Rate von 3,4%17 nur wenig rascher zugenommen haben als im Vorjahr. Während die USA sich zunehmend erholt, unter anderem getrieben von einem robusten Arbeitsmarkt, blieb die Grundtendenz in den Schwellenländern nach wie vor gedämpft. China und Indien verzeichneten nur moderate Wachstumsraten.
In der Eurozone stellte sich eine leichte konjunkturelle Trendwende ein. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts 2013 von -0,4%18 schätzen die Experten, dass die Wirtschaft im Gesamtjahr 2014 unterm Strich um 0,8% gewachsen ist. Das Bild bleibt aber gemischt. Während Spanien und Großbritannien um 1,3 bzw. 3,0% wuchsen, blieben Frankreich und Italien mit einem Wachstum von 0,4% bzw. einem Rückgang von -0,4% schwach. Hier fehlen weiterhin tiefere Strukturreformen und die hohe Arbeitslosigkeit hält an.
18 > Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Frühjahr 2014, März 2014, Tabelle Seite 29
19 > Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Winter 2014, Dezember 2014, Tabelle Seite 15
Nach aktuellen Schätzungen für Deutschland wuchs das BIP im Jahr 2014 um bis zu 1,5%19. Noch im Frühling 2014 waren die Prognosen optimistischer und sahen ein Wachstum von bis zu 1,9%20 voraus. Gerade im ersten Quartal gab es infolge des milden Winters einen starken Konjunkturanschub. Doch das Phänomen blieb temporär. Zur Jahresmitte wirkten sich die geopolitischen Krisen dann stark dämpfend aus, sodass Deutschlands Konjunktur im dritten Quartal stagnierte. Das gute Konsumklima, der niedrige Ölpreis und ein erneut steigender Beschäftigtenstand stützten die heimische Wirtschaft und sorgten trotzdem über das Gesamtjahr gesehen für ein insgesamt wachsendes Bruttoinlandsprodukt.
STABILE KONJUNKTUR IN DEN INDUS-BRANCHEN
In den für INDUS relevanten Branchen verlief die wirtschaftliche Entwicklung über alle Geschäftsbereiche mehrheitlich stabil.
Der überaus milde Winter zu Beginn des Jahres sorgte für einen guten Auftakt in der Baubranche. Diese Dynamik ließ zwar im Jahresverlauf nach, aber aufgrund der hohen Auftragsbestände verzeichnete die Bauwirtschaft in den ersten elf Monaten dennoch ein Umsatzplus von 5% gegenüber dem Vorjahr21. Die Bauwirtschaft spürte aber das Fehlen zusätzlicher Nachfrage von Seiten der Öffentlichen Hand. Aufgrund dieser Investitionszurückhaltung lagen die kumulierten Aufträge von Januar bis November 2014 um real 1,6% unter dem Niveau des Vorjahres. Positive Signale kamen aus dem Wohnungsbau. Der Umsatz stieg von Januar bis November um 8,6%.
Die gute Lage an den beiden großen Märkten USA und China prägte auch 2014 die Fahrzeugkonjunktur22. Die Verkäufe in Ländern wie Japan und Indien stagnierten, in Russland und Brasilien brach der Absatz um rund 10% bzw. 7% ein. Aber diese Entwicklungen wurden von der guten Nachfrage in den USA und China kompensiert. Der US-Markt hat zum Jahresschluss die Drehzahl nochmals deutlich erhöht: Der Absatz wuchs insgesamt um circa 6% auf gut 16,4 Mio. Einheiten und erreichte damit wieder das Vorkrisenniveau. Ebenfalls dynamisch entwickelte sich der chinesische Pkw-Markt: Im Gesamtjahr 2014 wurde das Vorjahresvolumen um fast 13% übertroffen – der Neufahrzeugabsatz erreichte somit 18,4 Mio. Einheiten. In Westeuropa lagen die Pkw-Neuzulassungen mit 12,1 Mio. Einheiten knapp 5% über dem Vorjahresniveau, nachdem der Markt in den vorangegangenen vier Jahren rückläufig war. In Deutschland legte der Absatz um 3%23 zu. Das Ergebnis des Autojahres 2014 fiel damit etwas besser aus als erwartet.
21 > Pressemitteilung des Hauptverbandes der Deutschen Bauwirtschaft vom 23.01.2015, Bauhauptgewerbe im November 2014
22 > Pressemitteilung des Verbandes der Automobilhersteller vom 16.01.2015
23 > Pressemitteilung des VDA vom 05.01.2015, Inlandsmarkt, Produktion und Export legen 2014 zu
Der deutsche Maschinenbau ist mit dem Jahresverlauf 2014 im Großen und Ganzen zufrieden. Der Produktionsanstieg fiel mit einem Zuwachs um 1% allerdings gering aus24. Die Stabilisierung des Marktes ist jedoch (anders als nach der Krise 2009) nicht primär auf den Export in Schwellenländer, sondern auf ein stabiles Geschäft in den traditionellen Märkten zurückzuführen, allen voran in den USA. Insgesamt lagen die Exporte in den ersten neun Monaten leicht über dem Vorjahreswert. Positiv entwickelten sich einige Märkte der EU-Partnerländer, China, USA und Südostasien. Große Märkte wie Australien, Brasilien, Indien oder die Türkei ließen demgegenüber nach. Der lnlandsmarkt zeigte sich stabil und ist weiter auf Wachstumskurs. Für die Monate von Januar bis Oktober verzeichnete die Branche hier ein Umsatzplus von 3%.
Nach überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten in den letzten Jahren macht sich im Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik insgesamt ein stärkerer Preisdruck bemerkbar: So stieg nach der Herbstumfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie (BWMed)25 der Inlandsumsatz 2014 zwar um 3,4%, die Margen sanken jedoch angesichts eines wachsenden Drucks von Seiten der Krankenhäuser und Einkaufsgemeinschaften sowie ausgelöst durch geringere Versorgungspauschalen im Hilfsmittelbereich. Diese Tendenz hatte sich bereits 2013 abgezeichnet. Bürokratisierte Prozesse bei den Krankenkassen und niedrige Erstattungspreise senkten die Innovationsbereitschaft zusätzlich. Diese verhaltene Stimmung dürfte vor allem in innovationsintensiven Bereichen wie der Kardiologie, Onkologie und Neurologie nicht ohne Konsequenz bleiben. Trotz dieser verhaltenen Gesamtbewertung bleibt der Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik stabil und die Aussichten sind gerade im Vergleich zu anderen Branchen gut.
Die Erholung der Abnehmermärkte sorgte nach Rückschlägen zur Jahresmitte 2014 für eine Stabilisierung. In Summe rechnet die Metall- und Elektrobranche nach zwei Jahren mit Rückgängen für 2014 mit einem Produktionswachstum von 1,5 bis 2%26. Noch zu Jahresbeginn war die Branche optimistischer und erwartete einen Zuwachs von bis zu 3%27. Aber die Konjunkturaussichten in der Metall- und Elektro-Industrie hatten sich aufgrund der Schwächephase in wichtigen Euro-Ländern sowie der Krisen in Nahost und in der Ukraine eingetrübt. Zudem belasten immer noch Überkapazitäten den Markt. Insbesondere in der Stahlindustrie erscheint angesichts zunehmender Importe von Baustahl eine europaweite Kapazitätsreduzierung notwendig. Die Beschäftigung liegt deutlich über dem Vorkrisenniveau. Allerdings ist nach den Plänen der Unternehmen für die kommenden Monate kaum mehr mit einem Beschäftigungszuwachs zu rechnen.
24 > Pressemitteilung des VDMA vom 18.12.2014, Maschinenbau erwirtschaftet 2014 Produktionsrekord von 199 Mrd. Euro
25 > Pressemitteilung des Bundesverbands Medizintechnologie v. 05.11.2014, Herbstumfrage, Medizintechnik-Branche wächst im Ausland und bleibt Jobmotor
26 > Die Welt vom 25.12.2014, Metallindustrie geht skeptisch ins neue Jahr
27 > Pressemitteilung des Verbandes Gesamtmetall vom 04.02.2014, Die wirtschaftliche Lage der M+E-Industrie 2013
Das Geschäftsjahr 2014 verlief für INDUS trotz einer deutlichen Eintrübung der deutschen Konjunktur im dritten Quartal erfolgreich. INDUS erwirtschaftete einen Umsatz von rund 1,26 Mrd. EUR und ein EBIT von 127,2 Mio. EUR. Damit wurden die Wachstumsziele für Umsatz und operatives Ergebnis übertroffen. Trotz einiger ergebnisschmälernder Effekte aus der Erstkonsolidierung von neuen Beteiligungen hat INDUS ihre operative Marge auf 10,1% verbessert. Bei den weiteren kommunizierten Kennzahlen für die Segmente, die Investitionen, Abschreibungen sowie für wesentliche bilanzielle Eckdaten erfüllte die Gruppe ihre Prognosen bzw. lag teilweise darüber.
| Ist 2013* | Prognose Lagebericht 2013 | Ist 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse 1.195,2 Mio. EUR | Organisches Umsatzwachstum INDUS > 3%, stärker als BIP Dtld. (BIP 2014 + 1,6%) |
Umsatzwachstum INDUS +5,8% (davon 1,1% organisches Wachstum) Umsatzerlöse 1.255,7 Mio. EUR |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | Operatives Ergebnis (EBIT) mindestens | Operatives Ergebnis (EBIT) 123,2 Mio. EUR |
| 114,2 Mio. EUR | 118 Mio. EUR | einschl. aufgegebener Geschäftsbereiche |
| Materialaufwandsquote 47,4%, | Materialaufwandsquote wie Vorjahr, | Materialaufwandsquote 47,7%, |
| Personalaufwandsquote 27,2% | Personalaufwandsquote leicht steigend | Personalaufwandsquote 27,8% |
| Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz 2012: 229,2 Mio. EUR, EBIT 2012: 34,1 EUR, EBIT-Marge 2012: 13,6% |
Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz und Ergebnisniveau wie 2012, EBIT-Marge zwischen 12 und 14% |
Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz 225,1 Mio. EUR, EBIT 33,0 Mio. EUR, EBIT-Marge 14,7% |
| Segment Fahrzeugtechnik: | Segment Fahrzeugtechnik: | Segment Fahrzeugtechnik: |
| Umsatz 349,5 Mio. EUR, | Umsatz und Ergebnis auf | Umsatz 351,7 Mio. EUR, |
| EBIT 27,0 EUR, | Vorjahresniveau, | EBIT 24,3 Mio. EUR, |
| EBIT-Marge 7,7% | EBIT-Marge erreicht 6% plus | EBIT-Marge 6,9% |
| Segment Maschinen- und Anlagenbau: | Segment Maschinen- und Anlagenbau: | Segment Maschinen- und Anlagenbau: |
| Umsatz 206,2 Mio. EUR, | Leichtes Umsatzwachstum und | Umsatz 221,3 Mio. EUR, |
| EBIT 19,8 Mio. EUR, | verbesserte Ertragslage, EBIT-Marge | EBIT 26,4 Mio. EUR, |
| EBIT-Marge 9,6% | erreicht wieder 10% | EBIT-Marge 11,9% |
| Segment Medizin- und Gesundheitstech | Segment Medizin- und Gesundheitstech | Segment Medizin- und Gesundheitstech |
| nik: Umsatz 95,8 Mio. EUR, | nik: Leicht steigender Umsatz, | nik: Umsatz 114,4 Mio. EUR, |
| EBIT 16,2 Mio. EUR, | proportionales Ergebniswachstum, | EBIT 18,8 Mio. EUR, |
| EBIT-Marge 16,9% | EBIT-Marge wieder über 15% | EBIT-Marge 16,4% |
| Segment Metalltechnik: | Segment Metalltechnik: | Segmentergebnis Metalltechnik: |
| Umsatz 319,3 Mio. EUR, | Leicht steigendes Umsatz- und | Umsatz 342,9 Mio. EUR, |
| EBIT 27,6 Mio. EUR, | Ertragsniveau, | EBIT 31,4 Mio. EUR, |
| EBIT-Marge 8,6% | EBIT-Marge erreicht 9 bis 10% | EBIT-Marge 9,2% |
| Kauf von 2 Unternehmen, | Zukauf von 1 bis 2 Unternehmen, | Zukauf von 2 Unternehmen, |
| 4 zusätzliche strateg. Ergänzungen, | zusätzliche strateg. Ergänzungen, Investi | zusätzlich 3 strategische Ergänzungen, |
| Investition von 49,2 Mio. EUR in Zukäufe | tion von rd. 50 Mio. EUR in Zukäufe | Investition von 56,4 Mio. EUR in Zukäufe |
| Planmäßige Abschreibungen | Planmäßige Abschreibungen leicht über | Planmäßige Abschreibungen: |
| 42, 8 Mio. EUR | Vorjahresniveau | 45,7 Mio. EUR |
| Investitionen in Sachanlagen/immat. | Investitionen in Sachanlagen/immat. | Investitionen in Sachanlagen/immat. |
| Vermögenswerte von 52,1 Mio. EUR | Vermögenswerte von mind. 50 Mio. EUR | Vermögenswerte von 65,8 Mio. EUR |
| EK-Quote 43,6% | EK-Quote auf Vorjahresniveau | EK-Quote 42,0% |
| Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA 1,9 | Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA im Korridor zw. 2 und 2,5 Jahre |
Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA 2,0 Jahre |
* gemäß Veröffentlichung im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2013
Der Vorstand der INDUS Holding AG beurteilt den Verlauf des Berichtsjahres positiv. Trotz einer allgemeinen Eintrübung der deutschen Konjunktur im zweiten und dritten Quartal 2014 ist es INDUS gelungen, ihre Jahresziele zu übertreffen. Im Rahmen der Wachstumsstrategie KOMPASS 2020 wurden im Jahresverlauf zwei neue Beteiligungen und drei strategische Ergänzungen für bestehende Beteiligungen erworben. Bei den beiden Neuzugängen für das Portfolio handelt es sich um Unternehmen mit den von INDUS definierten Schwerpunkten Medizin- und Automatisierungstechnik. Der Umsatzzuwachs der INDUS-Gruppe betrug rund 69 Mio. EUR, das entspricht einem Plus von 5,8%.
Die Kostenseite blieb sowohl in Bezug auf die Material- als auch die Personalkosten weitgehend stabil. Wie zu erwarten war, hat sich die Personalaufwandsquote leicht erhöht. Die planmäßigen Abschreibungen stiegen aufgrund der Investitionstätigkeit von INDUS wie geplant gegenüber dem Vorjahr an. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entwickelten sich plangemäß.
Das operative Ergebnis (EBIT) der fortgeführten Geschäftsbereiche wuchs absolut um 8,6 Mio. EUR auf 127,2 Mio. EUR (Vorjahr: 118,6 Mio. EUR). Auch unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen wurde die Zielmarke der Prognose 2013 von mindestens 118 Mio. EUR EBIT für das Geschäftsjahr 2014 überschritten.
Auch in den Segmenten wurden die meisten Zielmarken erreicht bzw. überschritten. Im Bereich Bau sollte das sehr gute Ergebnis des Jahres 2012 wieder erreicht werden, was in Bezug auf den Umsatz nur knapp nicht gelang: Das Segment erbrachte rund 4 Mio. EUR weniger Umsatz. Trotzdem verbesserte sich die Profitabilität (EBIT-Marge) stärker als erwartet auf über 14% und war somit auf dem Niveau von 2012. Im Fahrzeugbereich erreichten die Unternehmen wie geplant das Umsatzniveau des Vorjahres. Zwar wies das Segment rund 2,7 Mio. EUR weniger EBIT aus als 2013, allerdings war das Vorjahr durch eine Zuschreibung von 3,5 Mio. EUR beeinflusst. Für das Segment hatte INDUS vorsichtiger geplant und eine Margenverschlechterung auf 6% plus anstatt 7,7% wie 2013 angenommen; erreicht wurden im letzten Geschäftsjahr 6,9%. Die Unternehmen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau entwickelten sich deutlich besser als geplant. Umsatz und Ergebnis wuchsen stark. Absolut im Rahmen der Erwartung lagen die Resultate im Bereich der Medizin- und der Metalltechnik.
Die Bilanzrelationen der INDUS-Gruppe haben sich 2014 trotz Wachstum und einer anhaltend hohen Investitionstätigkeit nicht signifikant verändert. Die Entschuldungsdauer (Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA) erreicht mit 2,0 einen Wert im Zielkorridor von 2 bis 2,5 Jahren. Das Eigenkapital verbesserte sich absolut um rund 35 Mio. EUR auf 549,9 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote lag leicht unter der von 2013.
In Summe hat INDUS ihre Ziele für 2014 erreicht. Im Wesentlichen misst der Vorstand den Erfolg an finanziellen Kennzahlen. Gruppenweit werden keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren als Steuerungsgrößen ermittelt bzw. genutzt. Umsatz und Ertrag des Portfolios sind die wesentlichen Kennziffern zur Bestimmung des Geschäftserfolgs. Diese operativen Kennzahlen wurden im Laufe des Jahres anlässlich der Vorlage der aktuellen Quartalszahlen bestätigt.
Sämtliche Geschäftszahlen in diesem Lagebericht sind auch im Zeitverlauf vollständig miteinander vergleichbar. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die Grafiken und Tabellen im Lagebericht zeigen IFRS-Werte für die Jahre 2012, 2013 und 2014. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben seit 2004 im Wesentlichen unverändert und wurden lediglich der jeweils aktuellen Rechtslage angepasst. In den Abschluss einbezogen sind 142 vollkonsolidierte Tochterunternehmen und vier at-Equity-bewertete Unternehmen.
Nach einem überraschend starken Jahresauftakt verzeichnete die INDUS-Gruppe im zweiten und dritten Quartal 2014 ein kontinuierliches Geschäft. Während das BIP-Wachstum in Deutschland im dritten Quartal 2014, auch bedingt durch die zahlreichen geopolitischen Krisen, nachließ, verlief das Geschäft in der INDUS-Gruppe stabil. Im vierten Quartal verzeichnete INDUS sogar das beste Ergebnis im Jahresdurchschnitt. Der Umsatz erreicht 328,9 Mio. EUR nach 326,6 Mio. EUR im dritten Quartal. Das operative Ergebnis (EBIT) für das vierte Quartal liegt mit 35,7 Mio. EUR nochmals deutlich über dem Wert für das 3. Quartal von 33,0 Mio. EUR. Auch die EBIT-Marge hat sich im Laufe des Geschäftsjahres kontinuierlich gesteigert: von 9,8% in Q1 auf 11,6% in Q4 2014. Der Geschäftsverlauf war in allen Bereichen stabil bzw. in einzelnen Unternehmen über bzw. auch unter den Erwartungen. Details dazu finden sich auch in den Erläuterungen zum Segmentbericht.
Der Konzernumsatz der INDUS Holding AG legt 2014 absolut um rund 69 Mio. EUR zu. Das bedeutet einen Zuwachs um 5,8%, auf 1.255,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1.186,8 Mio. EUR). Davon werden wie im Vorjahr rund 48% im Ausland erzielt. Betrachtet man den Auslandsumsatz nach Regionen, so erzielt die Gruppe rund 21% des Gesamtumsatzes mit Kunden innerhalb der EU (+4,7% gegenüber dem Vorjahr) und rund 27% außerhalb der EU (+4,1% gegenüber dem Vorjahr).
| konzern-gewinn- und verlustrechnung (in Mio. EUR) | |||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013* | ||
| Umsatz | 1.255,7 | 1.186,8 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21,9 | 21,9 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 7,4 | 3,7 | |
| Bestandsveränderung | 9,5 | 2,0 | |
| Gesamtleistung | 1.294,5 | 1.214,4 | |
| Materialaufwand | -598,2 | -562,8 | |
| Personalaufwand | -349,0 | -322,6 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -173,7 | -167,1 | |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 1,4 | 0,1 | |
| Übriges Finanzergebnis | 0,2 | 0,3 | |
| EBITDA | 175,2 | 162,3 | |
| Abschreibungen | -48,0 | -43,7 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 127,2 | 118,6 | |
| Zinsergebnis | -26,5 | -19,9 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 100,7 | 98,7 | |
| Steuern | -33,4 | -30,8 | |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | -4,0 | -3,9 | |
| Ergebnis nach Steuern | 63,3 | 64,0 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,2 | 0,1 | |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 63,1 | 63,9 |
* Vorjahreszahlen angepasst; EBITDA inkl. Zuschreibung
Der Materialaufwand wächst von 562,8 Mio. EUR auf 598,2 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote liegt mit 47,7% leicht über dem Vorjahr mit 47,4%. Auch der Personalaufwand steigt absolut von 322,6 Mio. EUR auf 349,0 Mio. EUR, vorrangig bedingt durch die gewachsene Stammbelegschaft infolge der Akquisitionen; die Personalaufwandsquote von 27,8% (Vorjahr: 27,2%) hat sich kaum verändert.
Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) liegt mit 175,2 Mio. EUR um 12,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 162,3 Mio. EUR. Die Abschreibungen erhöhen sich auf insgesamt 48,0 Mio. EUR (Vorjahr: 43,7 Mio. EUR). Die planmäßigen Abschreibungen entwickelten sich mit einem leichten Zuwachs auf 46,3 Mio. EUR (Vorjahr: 42,7 Mio. EUR) erwartungsgemäß. Im Bereich Fahrzeugtechnik war eine außerplanmäßige Abschreibung von 1,7 Mio. EUR vorzunehmen; gegenläufig wirkten sich Zuschreibungen in den Bereichen Fahrzeug- und Metalltechnik in Höhe von 1,5 Mio. EUR aus (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibung im Bereich Maschinen- und Anlagenbau, 3,5 Mio. EUR Zuschreibung in der Fahrzeugtechnik ).
Das operative Ergebnis (EBIT) 2014 übersteigt mit 127,2 Mio. EUR deutlich das Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge erreicht insgesamt 10,1% (Vorjahr: 10,0%). Detaillierte Angaben zur Ertragslage in den einzelnen INDUS-Branchen finden sich im Segmentbericht.
Das Zinsergebnis stieg auf -26,5 Mio. EUR (Vorjahr: -19,9 Mio. EUR). Diese Position gliedert sich auf in zwei weitere Positionen: In "Zinsen operatives Geschäft" sind sowohl die Zinszahlungen für Kredite als auch die Erträge aus der vorübergehenden Kapitalanlage ausgewiesen. Wie schon 2013 hat sich der Aufwand hier von 19,7 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR weiter verringert.
In der Position "Zinsen Sonstige" sind unter "Marktwerte Zinsswaps" die Veränderungen der Marktwerte derjenigen Zinsderivate erfasst, die, obwohl wirtschaftlich betrachtet eine wirksame Sicherungsbeziehung existiert, aus formalen Gründen ergebniswirksam bilanziert werden. Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis. Insgesamt stieg diese Position von -0,2 Mio. EUR auf -8,3 Mio. EUR.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbessert sich auf 100,7 Mio. EUR (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR). Der Steueraufwand liegt mit -33,4 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres von -30,8 Mio. EUR; das entspricht einer Steuerquote von 33,2% (Vorjahr: 31,2%).
Das Ergebnis nach Steuern ist aufgrund der Aufgabe des Geschäftsbereichs NISTERHAMMER mit einem Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von -4,0 Mio. EUR belastet (Vorjahr: -3,9 Mio. EUR). Mit dem 31. Dezember 2014 sind alle Geschäftsaktivitäten dieser Beteiligung eingestellt; weitere Ergebnisbelastungen sind nicht mehr zu erwarten. Nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern der INDUS-Aktionäre von 63,1 Mio. EUR (Vorjahr: 63,9 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäften sinkt aufgrund der Ende 2013 erhöhten Aktienanzahl infolge der Kapitalerhöhung auf 2,74 EUR (Vorjahr: 3,02 EUR).
Das Portfolio der INDUS Holding AG gliedert sich in die fünf Segmente Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Details zur wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Branchen finden sich in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen" und "Branchenbezogene Rahmenbedingungen"28.
umsatzverteilung 2014 nach segmenten (in Mio. EUR) ebit 2014 nach segmenten (in Mio. EUR)
Das Segment umfasst nunmehr zehn Einheiten; sie repräsentieren eine große Bandbreite an Zulieferbetrieben für die Bauwirtschaft – von Bewehrung über Baustoffe, Klima- und Wärmetechnik bis hin zu Zubehör für den privaten Wohnungsbau. Klassische Bauunternehmen des Hoch- oder Tiefbaus sind im Segment nicht vertreten. 2014 wurde mit der Abspaltung des operativen Geschäftsbetriebes der BETOMAX GmbH & Co. KG eine neue Gesellschaft gegründet; die bisherige BETOMAX-Tochter ANCOTECH wird nun als eigenständige Einheit im Portfolio von INDUS geführt.
| 2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 225,1 | 224,2 | 229,2 |
| EBITDA | 38,9 | 36,1 | 39,3 |
| Abschreibungen | -5,9 | -5,5 | -5,1 |
| EBIT | 33,0 | 30,6 | 34,1 |
| EBIT-Marge in % | 14,7 | 13,6 | 14,9 |
| Investitionen | 11,0 | 15,3 | 8,6 |
| Mitarbeiter | 1.104 | 1.074 | 1.043 |
Der Segmentumsatz liegt 2014 mit 225,1 Mio. EUR knapp über dem Vorjahresniveau von 224,2 Mio. EUR. Das Ziel (Umsatz wie 2012) wurde fast (zu 98%) erreicht. Das relative Ertragsziel einer EBIT-Marge von mehr als 14% wurde deutlich übertroffen. Die Baubranche war aufgrund des milden Winters sehr gut ins Jahr gestartet. Im Jahresverlauf verlief das Geschäft insgesamt sehr gleichmäßig und die anhaltend positive deutsche Baukonjunktur lieferte dem Segment kontinuierlich gute Geschäftsimpulse.
Die Abschreibungen liegen mit 5,9 Mio. EUR leicht über dem Niveau von 2013 mit 5,5 Mio. EUR infolge einer weiterhin hohen Investitionstätigkeit. Die Investitionen erreichen 11,0 Mio. EUR (Vorjahr 15,3 Mio. EUR). Darin enthalten sind u. a. Investitionen für einen Neubau bei der INDUS-Beteiligung HAUFF-Technik. 2014 wurde dort ein komplett neu erbautes Werk auf eigenem Grundstück bezogen, das die bisher gemieteten Büro- und Produktionsflächen an drei Standorten ersetzt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment übertrifft mit 33,0 Mio. EUR (Vorjahr: 30,6 Mio. EUR) deutlich den Wert aus 2013. Die EBIT-Marge erreicht mit 14,7% einen absoluten Spitzenwert.
Das Segment umfasst zehn Einheiten, die mit ihren Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie abbilden: vom Design und der Entwicklung sowie dem Modell- und Prototypenbau über Vor- und Kleinserienfertigung, Test- und Messlösungen bis hin zu Lösungen für Spezialfahrzeuge und der Serienfertigung von Bauteilen für große Fahrzeughersteller von Automobilen, Nutz- und Sonderfahrzeugen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verstärkte sich die INDUS-Beteiligung IPETRONIK durch den Kauf eines Anbieters für Telematik-Lösungen: das Unternehmen SAVVY AG mit Sitz in Schaffhausen.
| 2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 351,7 | 349,5 | 323,7 |
| EBITDA | 43,1 | 41,7 | 37,1 |
| Abschreibungen | -19,9 | -18,2 | -20,8 |
| Zuschreibungen | 1,1 | 3,5 | 0,0 |
| EBIT | 24,3 | 27,0 | 16,3 |
| EBIT-Marge in % | 6,9 | 7,7 | 5,0 |
| Investitionen | 27,6 | 24,4 | 18,2 |
| Mitarbeiter | 3.160 | 3.163 | 3.053 |
Dennoch erreichen die Segmentunternehmen damit einen sehr guten Wert im Branchenvergleich; gemäß einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger aus 2013 erreichten Automobilzulieferer im Durchschnitt eine EBIT-Marge von 6,5%29.
Die Abschreibungen von 19,9 Mio. EUR liegen über dem Vorjahresniveau; darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt demzufolge mit 24,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 27,0 Mio. EUR. Bereinigt um die außerplanmäßigen Effekte ergäbe sich für 2013 eine EBIT-Marge von 6,7% und für 2014 von 7,4%. Dessen ungeachtet hat INDUS die angestrebte Stabilisierung der Ertragslage im Korridor von 6% bis 8% EBIT-Marge halten können.
Das Segment umfasst neun Einheiten, die in verschiedenen Teilmärkten aktiv sind: Dazu zählen unter anderem die Bereiche Entwicklung von Robotergreifsystemen, Ventiltechnik, Anlagen für Reinraumsysteme oder die Errichtung von Sendemasten. Wesentliche Veränderungen in der Zusammensetzung des Segments fanden durch den Erwerb der MBN-Gruppe30, den Kauf von KNUR durch die Beteiligung ASS und die Stilllegung der defizitären NISTERHAMMER statt.
| kennzahlen maschinen- und anlagenbau (in Mio. EUR) | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 221,2 | 197,8 | 156,5 | |
| EBITDA | 32,8 | 29,9 | 21,5 | |
| Abschreibungen | -6,4 | -5,7 | -3,8 | |
| EBIT | 26,4 | 24,2 | 17,7 | |
| EBIT-Marge in % | 11,9 | 12,2 | 11,3 | |
| Investitionen | 16,9 | 46,5 | 7,8 | |
| Mitarbeiter | 1.150 | 1.030 | 814 |
Allgemein verzeichnete der Maschinen- und Anlagenbau eine gute, weltweite Nachfrage. INDUS ging in ihrer Planung im Bereich Maschinen und Anlagenbau für 2014 von einem Umsatzzuwachs und einer verbesserten Ertragslage aus. Der Umsatz im Segment Maschinen- und Anlagenbau wuchs vor allem aufgrund der erwähnten Zukäufe 2014 wie erwartet deutlich von 197,8 Mio. EUR auf 221,2 Mio. EUR. Aufgrund der Erstkonsolidierung der MBN-Gruppe im November 2014 flossen aus dieser Beteiligung anteilige Umsätze und Ergebnisse ein. Die Abschreibungen lagen mit 6,4 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Das EBIT stieg absolut von 24,2 Mio. EUR auf 26,4 Mio. EUR und die EBIT-Marge liegt mit 11,9% nur knapp unter dem Vorjahreswert von 12,2%. In den Investitionen von 16,9 Mio. EUR (Vorjahr: 46,5 Mio. EUR) sind die Zukäufe von KNUR und MBN enthalten (Barzahlung abzüglich übernommener Kassenbestände).
Das Segmentergebnis ist aufgrund der im Februar 2014 beschlossenen Stilllegung von NISTERHAMMER für das aktuelle Geschäftsjahr als auch das Vorjahr adjustiert. Die Aktivitäten werden als aufgegebener Geschäftsbereich außerhalb des Segmentergebnisses dargestellt.
29 > Global Automotive Supplier Study 2013, Roland Berger Strategy Consultants, Lazard
30 > Details zu den Akquisitionen finden Sie in den Abschnitten zum Geschöftsmodell und der Strategie, S. 82 ff. und im Konzernanhang unter Ziffer 5
Der Geschäftsbereich Medizin- und Gesundheitstechnik wird durch vier Unternehmen repräsentiert. Sie fertigen Orthesen und medizinische Kompressionsstrümpfe, entwickeln Linsen und Optiken, produzieren Rehabilitationstechnik und Hygieneprodukte sowohl für medizinische Anwendungen als auch für den Haushalt. 2014 hat INDUS den Rehabilitationsspezialisten ROLKO Kohlgrüber GmbH erworben. Das Unternehmen mit Sitz in Borgholzhausen entwickelt und fertigt Komponenten und Zubehör insbesondere für Rollstühle und Rollatoren.
| 2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 114,4 | 95,8 | 88,0 |
| EBITDA | 22,3 | 18,7 | 19,0 |
| Abschreibungen | -3,5 | -2,5 | -2,6 |
| EBIT | 18,8 | 16,2 | 16,4 |
| EBIT-Marge in % | 16,4 | 16,9 | 18,6 |
| Investitionen | 23,8 | 3,6 | 2,9 |
| Mitarbeiter | 759 | 697 | 696 |
Der kleinste Geschäftsbereich von INDUS verzeichnet 2014 einen erneuten Umsatzzuwachs von 95,8 Mio. EUR auf 114,4 Mio. EUR. Alle Bereiche, ob medizinische Orthesen, Optiken, Vliesstoffe oder Rehabilitationstechnik, entwickelten sich stabil. Der Umsatzsprung von nahezu 20% ist zum großen Teil akquisitionsbedingt, da der Zukauf der ROLKO-Gruppe seit Mai 2014 Teil der Ergebnisrechnung ist. Details zu dieser Akquisition finden sich im Konzernanhang31.
31 > Siehe dazu Konzernanhang Ziffer 5
Die Abschreibungen stiegen infolge der Akquisitionen und des erhöhten Geschäftsvolumens leicht an von 2,5 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR. Das operative Ergebnis lag bei 18,8 Mio. EUR. Das Ertragsniveau liegt mit einer EBIT-Marge von 16,4% nur knapp unter dem Spitzenwert des Vorjahres von 16,9%. Hier machen sich Abschreibungen als Folge der Erstkonsolidierung von ROLKO bemerkbar. Das Segmentergebnis entspricht absolut den Erwartungen: Im langjährigen Mittel erzielt der Bereich Medizintechnik eine operative Marge von mehr als 15%. Die Investitionen legten 2014 von 3,6 Mio. EUR auf 23,8 Mio. EUR zu; hier ist der Kauf der Mehrheitsanteile an ROLKO ursächlich für den Anstieg.
Nicht in den Investitionen enthalten ist der Kauf einer Produktionsstätte in Glauchau, Sachsen, durch die Beteiligung OFA Bamberg im Dezember 2014, da der Kaufpreis erst im Februar 2015 geflossen ist; OFA plant mit dem Erwerb die Rückholung von verlängerten Werkbänken aus Osteuropa und möchte durch die Produktion in Sachsen schneller auf veränderte Marktgegebenheiten reagieren und die Lieferzeiten weiter verkürzen.
Das Segment umfasst neun Einheiten und bedient viele Spezialkunden. Die Bandbreite der Lösungen ist groß und beinhaltet die Zulieferung für Bahntechnik, die Fertigung von Hartmetallwerkzeugen für Straßen- und Bergbau, den Gehäusebau für die Labordiagnostik, die Herstellung von Strahlmitteln für die Stahlindustrie und die Bolzenschweißtechnik beispielsweise für Brückenverbindungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Beteiligung RÜBSAMEN durch den Kauf der TR Metalltechnik, eines Spezialisten für Laserschweißen, verstärkt. Strategisches Ziel ist die Verlängerung der Wertschöpfungskette.
| kennzahlen metalltechnik (in Mio. EUR) | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 342,9 | 319,3 | 307,5 | |
| EBITDA | 42,6 | 38,8 | 37,9 | |
| Abschreibungen | -11,6 | -11,2 | -13,4 | |
| Zuschreibungen | 0,4 | 0,0 | 0,0 | |
| EBIT | 31,4 | 27,6 | 24,5 | |
| EBIT-Marge in % | 9,2 | 8,6 | 8,0 | |
| Investitionen | 17,6 | 10,7 | 12,5 | |
| Mitarbeiter | 1.323 | 1.275 | 1.232 | |
Der Segmentumsatz wuchs mit 342,9 Mio. EUR (Vorjahr: 319,3 Mio. EUR) um rund 7% gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg dagegen mit rund 14% deutlich stärker an. Die Anlaufschwierigkeiten in einer neu errichteten galvanischen Fertigungseinheit sind mittlerweile abgearbeitet und die Prozesse laufen stabil, lediglich die Auslastung ist noch nicht zufriedenstellend. Insgesamt stellt sich die Nachfragesituation bei den Beteiligungsunternehmen unterschiedlich dar. Vor allem die zwei schweizerischen Unternehmen leiden unter erhöhtem Wettbewerbsdruck. Hier sind bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Kostenstrukturen weiter zu verbessern.
Die Abschreibungen sind mit 11,6 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Das EBIT liegt bei 31,4 Mio. EUR (Vorjahr: 27,6 Mio. EUR), die EBIT-Marge bei 9,2% (Vorjahr: 8,6%). Damit hat sich die Margensituation wie geplant verbessert und erreicht den angestrebten Korridor von 9 bis 10%. Die Investitionen stiegen deutlich an auf 17,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,7 Mio. EUR). Dies ist vorrangig durch Investitionen in technische Anlagen und Maschinen bedingt.
Das Finanzmanagement der INDUS Holding AG umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Als vermögensverwaltende Finanzholding betreibt INDUS kein Cash-Pooling. Im Rahmen des Finanzmanagements setzt INDUS im Wesentlichen auf lang laufende Bankkredite und Schuldscheindarlehen. Zwei bestehende ABS-Programme (Asset Backed Securities) wurden zum Jahresende 2014 abgelöst.
Auf Basis einer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit Finanzierungszusagen der Banken kann INDUS jederzeit flexibel investieren. Bei der Finanzierung nutzt INDUS die langjährige, partnerschaftliche Verbindung zu einer Reihe solider deutscher Finanzinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur bei gleichzeitiger Nutzung eines Fächers alternativer Finanzierungsinstrumente. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Gruppe Zins- und Währungsderivate ein, die ausschließlich der Risikosicherung dienen.
Das Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Ziele: Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven, Risikobegrenzung und eine Ertrags- und Kostenoptimierung. Die Liquiditätssicherung besitzt dabei einen besonderen Stellenwert: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass INDUS jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und zugleich bankenunabhängig Akquisitionschancen ergreifen kann.
Die Risikobegrenzung erstreckt sich über alle finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand von INDUS gefährden könnten. Die wichtigste Finanzierungsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow). Der Bereich Konzern-Treasury überwacht die Verwendung der Mittel gegenüber den Tochtergesellschaften sowie die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig.
Ein weiteres Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist die Optimierung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Dadurch werden flüssige Mittel freigesetzt, wird die Verschuldung gering gehalten und werden Kennzahlen zur Bilanzstruktur (z.B. Eigenkapitalquote) und Kapitalrentabilität optimiert. INDUS berät die Gesellschaften hinsichtlich ihrer jeweiligen Working-Capital-Ausstattung. Das Management des Working Capitals obliegt den Unternehmen in Eigenverantwortung.
INDUS deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow und der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungsmitteln. Die wesentlichen Bestandteile sind lang laufende unbesicherte Kreditverträge, Schuldscheindarlehen sowie in geringerem Umfang außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating-Leasing. Diese Instrumente stehen bei INDUS in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen.
Insgesamt haben sich die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen im Jahr 2014 nur wenig verändert. Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzt INDUS vor allem Miet- und Pachtleasing insbesondere auch für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die zukünftigen Operating-Leasing-Verpflichtungen lagen zum 31. Dezember 2014 bei 72,5 Mio. EUR (Vorjahr: 77,3 Mio. EUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 381,3 Mio. EUR (Vorjahr: 362,1 Mio. EUR); überwiegend (zu 98%) sind sie in Euro abgeschlossen. Das Volumen an Krediten in weiteren Fremdwährungen ist gering und besteht nur aus Schweizer Franken. Es umfasst zum Jahresende Verbindlichkeiten über 6,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR). Unter den Finanzschulden werden Verbindlichkeiten in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Vorjahr: 12,6 Mio. EUR) aus Finanzierungsleasing betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA im Jahr 2010 entstanden sind.
Im Bereich der Finanzschulden hatten verschiedene Unternehmen der INDUS-Gruppe 2014 rollierende Verkäufe von Forderungen durchgeführt und dazu ABS-Finanzierungen vereinbart (2013: 24,8 Mio. EUR). Diese wurden zum Jahresende 2014 vollständig abgelöst. Weiterhin bestehen Schuldscheindarlehen über insgesamt 70,0 Mio. EUR. Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 24,7 Mio. EUR (Vorjahr: 28,8 Mio. EUR).
Im Rahmen von Kreditverträgen ist INDUS Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen; die geforderte Quote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.
INDUS verzichtet auf eine Beurteilung ihrer Bonität durch Ratingagenturen, da bis dato die Vorlage solcher Ratings für die Kreditgeber nicht relevant ist. Zudem entfallen durch den Verzicht erhebliche Kosten und zeitlicher Aufwand. Die Hausbanken bewerten INDUS aktuell mit "Investment Grade".
konzern-kapitalflussrechnung, verkürzt (in Mio. EUR)
| 2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 104,4 | 117,4 | 68,4 |
| Zinsen | -17,4 | -19,9 | -22,5 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 87,0 | 97,5 | 45,9 |
| Auszahlungen für Investitionen | -98,1 | -102,9 | -56,1 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögenswerten | 2,8 | 3,3 | 2,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -95,3 | -99,6 | -53,5 |
| Einzahlungen Kapital | 0,0 | 59,9 | 0,0 |
| Auszahlungen Dividende | -26,9 | -22,2 | -22,2 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | -0,1 | -0,7 | -0,5 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 158,3 | 125,3 | 159,0 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -123,1 | -142,3 | -152,8 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 8,2 | 20,0 | -16,5 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | -0,1 | 17,9 | -24,1 |
| Wechselkursbedingte Veränderung der liquiden Mittel | 0,7 | -0,7 | -0,3 |
| Liquide Mittel zum Anfang der Periode | 115,9 | 98,7 | 123,1 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 116,5 | 115,9 | 98,7 |
Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 Mio. EUR von 97,5 Mio. EUR auf 87,0 Mio. EUR gefallen. Ursächlich hierfür ist zum einen der höhere Mittelabfluss aus der Abnahme der Verbindlichkeiten und anderer Passiva von -22,9 Mio. EUR gegenüber -15,2 Mio. EUR im Vorjahr, im Wesentlichen verursacht durch die stichtagsbedingte Abnahme erhaltener Anzahlungen. Zum anderen ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls stichtagsbedingt ein deutlich höherer Abfluss gezahlter Ertragsteuern zu verzeichnen (-36,9 Mio. EUR gegenüber -20,6 Mio. EUR im Vorjahr).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) sank leicht um 4,3 Mio. EUR auf -95,3 Mio. EUR (Vorjahr: -99,6 Mio. EUR). Dies ist bei unvermindert hoher Investitionstätigkeit vor allem auf deutlich niedrigere (Netto-)Mittelabflüsse für Akquisitionen zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden abzüglich erworbener Kassenbestände 31,4 Mio. EUR für den Erwerb von Anteilen aufgewendet (Vorjahr: 49,2 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen stiegen um 12,0 Mio. EUR von 46,3 Mio. EUR auf 58,3 Mio. EUR. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte lagen bei 7,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR), für Finanzanlagen wurden 0,8 Mio. EUR verwendet nach 2,0 Mio. EUR im Vorjahr. Weitere Einzelheiten dazu finden sich im Kapitel "Investitionen"32 32 > Siehe Seite 115 f. .
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war im Vorjahr gekennzeichnet durch einen hohen Mittelzufluss aufgrund der im Dezember 2013 durchgeführten Kapitalerhöhung. Im Berichtsjahr erfolgte hingegen eine Nettokreditaufnahme in Höhe von 35,2 Mio. EUR. Die Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2014 betrug 26,9 Mio. EUR (Vorjahr: 22,2 Mio. EUR). Insgesamt ergab sich demzufolge eine geringerer Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 8,2 Mio. EUR (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR).
Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2014 trotz der Zukäufe über eine leicht erhöhte Liquidität. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 116,5 Mio. EUR (Vorjahr: 115,9 Mio. EUR). Die ausführliche Cashflow-Rechnung findet sich im Konzernabschluss.
| konzernbilanz, verkürzt (in Mio. EUR) | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| Aktiva | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 748,0 | 658,1 |
| Anlagevermögen | 742,8 | 652,9 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 5,2 | 5,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 560,4 | 522,8 |
| Vorräte | 265,7 | 236,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 178,2 | 170,8 |
| Liquide Mittel | 116,4 | 115,9 |
| Bilanzsumme | 1.308,4 | 1.180,9 |
Passiva
| Langfristige Finanzierungsmittel | 1.029,6 | 890,7 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 549,9 | 515,3 |
| Fremdkapital | 479,7 | 375,4 |
| davon Rückstellungen | 28,7 | 23,6 |
| davon Verbindlichkeiten und latente Steuern | 451,0 | 351,8 |
| Kurzfristige Finanzierungsmittel | 278,8 | 290,2 |
| davon Rückstellungen | 52,0 | 51,0 |
| davon Verbindlichkeiten | 226,8 | 239,2 |
| Bilanzsumme | 1.308,4 | 1.180,9 |
Die Vermögens- und Kapitalstruktur der INDUS-Gruppe blieb 2014 stabil. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Wesentlichen bedingt durch die Zukäufe und die Ausweitung des Geschäftsvolumens auf 1.308,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1.180,9 Mio. EUR).
Die langfristigen Vermögenswerte lagen Ende 2014 um 89,9 Mio. EUR höher als im Vorjahr, wesentlich bedingt durch die stark erhöhten Investitionen in neue Beteiligungen. Der Goodwill und die anderen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich daher um 51,8 Mio. EUR, ebenso die Sachanlagen (+35,3 Mio. EUR). Die Finanzanlagen veränderten sich wenig (+1,7 Mio. EUR), ebenso die at-Equity bewerteten Anteile (+1,3 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte verminderten sich auf 1,7 Mio. EUR (-1,2 Mio. EUR).
Auch die kurzfristigen Vermögenswerte legten zu und wuchsen um 37,6 Mio. EUR. Vorräte und Forderungen stiegen um 35,5 Mio. EUR an, im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der neu erworbenen Unternehmen in die Konzernbilanz. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte zeigen sich mit 12,3 Mio. EUR kaum verändert (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln blieb trotz der hohen Investitionstätigkeit stabil auf Vorjahresniveau (+0,6 Mio. EUR).
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital absolut um 34,6 Mio. EUR auf 549,9 Mio. EUR (Vorjahr: 515,3 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote sank im Verhältnis leicht ab auf 42,0% (Vorjahr: 43,6%). Diese Entwicklung ist in Summe durch drei Zunahmen bedingt: eine erhöhte Dividendenausschüttung von 26,9 Mio. EUR (+4,7 Mio. EUR), leicht gestiegene Pensionsrückstellungen aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus und nicht zuletzt eine hohe Akquisitionstätigkeit.
Eine größere bilanzielle Veränderung zeigt sich zum Ende des Geschäftsjahres bei den Schulden: Die langfristigen Schulden stiegen von 375,4 Mio. EUR auf 479,7 Mio. EUR an. Der Zuwachs resultiert aus veränderten Finanzschulden, höheren sonstigen Verbindlichkeiten, erhöhten Pensionsrückstellungen und latenten Steuern.
INDUS hat 2014 eine teilweise Neustrukturierung ihrer Finanzschulden vorgenommen und ihr Fälligkeitenprofil zugunsten der langfristigen Verbindlichkeiten verändert. Dazu wurden die beiden ABS-Programme abgelöst und zwei neue Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von vier bzw. sieben Jahren vereinbart. Das bedeutet einen Zuwachs bei den langfristigen Finanzschulden (+63,1 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich durch das Einfließen bilanzierter, bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten der noch nicht übertragenen Anteile an den neu erworbenen Unternehmen, u. a. ROLKO und MBN (+28,5 Mio. EUR). Die weiteren langfristigen Passiva stiegen ebenfalls leicht an: die Pensionsrückstellungen infolge der anzupassenden Bewertung (+5,4 Mio. EUR) und die latenten Steuern (+7,4 Mio. EUR) aufgrund der Akquisitionen.
Die kurzfristigen Schulden gingen im Gegenzug um 11,3 Mio. EUR zurück auf -278,8 Mio. EUR (Vorjahr: -290,2 Mio. EUR). Im Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden zeigt sich abermals die Ablösung der ABS-Programme (-24,4 Mio. EUR). Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich wenig: die Rückstellungen sind auf Vorjahresniveau (+1,0 Mio. EUR) und die Zunahme bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist ebenfalls gering (+2,4 Mio. EUR).
| Working Capital | 349,6 | 324,7 |
|---|---|---|
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | -24,5 | -6,8 |
| Erhaltene Anzahlungen | -5,8 | -15,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -47,9 | -45,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 162,1 | 156,2 |
| Vorräte | 265,7 | 236,1 |
| in Mio. EUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
Das Working Capital ermittelt INDUS aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen und der Fertigungsaufträge mit passivem Saldo. Zum 31. Dezember 2014 lag das Working Capital bei 349,6 Mio. EUR (Vorjahr: 324,7 Mio. EUR).
Die Nettoverschuldung, berechnet aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden zu den liquiden Mitteln, lag zum 31. Dezember 2014 bei 345,8 Mio. EUR (31.Dezember 2013: 307,6 Mio. EUR). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt 63% (Vorjahr: 60%). Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA beträgt 2,0 (Vorjahr: 1,9). Damit liegt INDUS im definierten Zielkorridor einer Entschuldungsdauer von 2 bis 2,5 Jahren.
| investitionen und abschreibungen der indus-gruppe (in Mio. EUR) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | ||||
| Investitionen | 97,2 | 100,9 | 53,9 |
|---|---|---|---|
| davon in: | |||
| Unternehmenserwerbe | 31,4 | 49,2 | 0,0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 7,5 | 5,4 | 3,9 |
| Investition in Sachanlagen | 58,3 | 46,3 | 46,4 |
| davon in: | |||
| Grundstücke und Gebäude | 7,8 | 4,0 | 9,7 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 21,7 | 12,2 | 14,8 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12,3 | 10,1 | 10,8 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16,5 | 20,0 | 11,1 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0,0 | 0,0 | 3,6 |
| Abschreibungen | -48,0 | -43,7 | 45,8 |
Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 97,2 Mio. EUR (Vorjahr: 100,9 Mio. EUR). Hiervon entfielen 31,4 Mio. EUR auf Unternehmenserwerbe (Vorjahr: 49,2 Mio. EUR), 58,3 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 46,3 Mio. EUR) sowie 7,5 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR). Trotz der im Jahresverlauf eher verhaltenen Konjunktur hat INDUS damit auf einem sehr hohen Niveau in seine Beteiligungen investiert.
Insgesamt hat INDUS für den Erwerb der Anteile an den fünf neuen Gesellschaften Zahlungsmittel in Höhe von 56,4 Mio. EUR aufgewendet; hiervon sind zum Kaufzeitpunkt erworbene Kassenbestände abzuziehen, sodass sich aus der Investitionsrechnung ein Nettomittelabfluss von 31,4 Mio. EUR für die Akquisitionen ergibt.
Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten Investitionen in Sachanlagen. Sie betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen mit 21,7 Mio. EUR, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 12,3 Mio. EUR sowie Grundstücke und Gebäude mit 7,8 Mio. EUR. Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 48,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 43,7 Mio. EUR.
INDUS bekennt sich zu den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens: Die Führungsgesellschaft und die Portfoliounternehmen pflegen einen fairen und respektvollen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Geschäftspartnern. Sie unterstützen den Schutz von Umwelt und Ressourcen und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Die Mitarbeiter sind dem Grundsatz verpflichtet, gesetzliche Regelungen und ethische Standards verbindlich einzuhalten. Die einzelnen Gesellschaften der INDUS-Gruppe und die Holding haben sich eigene Verhaltenskodizes gegeben. Sie unterstützen die Mitarbeiter mit ethischen Leitlinien in ihrem Handeln.
Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung besitzt für INDUS einen hohen Stellenwert. Sie ist Teil des Selbstverständnisses. Auch hier orientiert sich INDUS an den wirtschaftsethischen Grundsätzen der Stetigkeit und Nachhaltigkeit. Die Beteiligungen von INDUS nehmen ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft eigenständig wahr – aktiv und mit Bezug zu ihrem regionalen Kontext. Sie unterstützen mit ihrem Engagement kulturelle und soziale Projekte in der Nachbarschaft. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist für INDUS von hoher Bedeutung. Grundlagen für das Handeln der INDUS-Beteiligungen sind detaillierte Regelungen und Maßnahmen, die von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften mit Blick auf das spezifische Umfeld im Einklang mit der Unternehmensphilosophie entwickelt und umgesetzt werden.
Als Basis für einen aktiven Klimaschutz erfasst INDUS jährlich die weltweit durch die Beteiligungsgesellschaften emittierte Menge von Treibhausgasen. Bei der Bilanzierung der Emissionen orientiert sich INDUS am Greenhouse Gas Protocol und weist Emissionen infolge des Verbrauchs von Brennstoffen (Scope 1) sowie durch eingekaufte Energie verursachte Emissionen (Scope 2) aus. Die INDUS-Gruppe strebt seit 2011 für die spezifischen Treibhausgasemissionen (gemessen in Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) eine jährliche Einsparung von 2% an. Die Berechnung des Basisjahres erfolgt dabei rollierend und unter Berücksichtigung der im jeweiligen Berichtsjahr getätigten Zu- und Verkäufe von Beteiligungsgesellschaften. Der emissionsmindernd wirkende Einfluss des vergleichsweise milden Winters 2014 in Deutschland wurde zudem durch eine Bereinigung der Scope-1-Emissionen um Witterungseinflüsse berücksichtigt.
Auf dieser Basis wurden für 2014 Emissionen in Höhe von 116,6 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag ermittelt. Bezogen auf das Vorjahr (121,2 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) ist eine Reduzierung der Emissionen um 3,8% zu verzeichnen. Das jährliche Einsparziel wurde somit übertroffen. Dies ist zum einen auf Investitionsmaßnahmen in den Bereichen Wärmedämmung, Gebäude- und Anlagentechnik zurückzuführen. Zum anderen wirkt sich auch die kontinuierliche Modernisierung der Dienstwagenflotte emissionsmindernd aus.
| 2012 | 2013 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag |
100,7* | 121,2 | 116,6 |
* Veränderungen des Beteiligungsportfolios bei der Berechnung nicht berücksichtigt
Für 2015 setzt sich INDUS erneut eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 2% zum Ziel. Außerdem erweitert INDUS im Jahr 2015 ihre CO2-Bilanz auf Emissionen aus erworbenen Vorleistungen und aus durch Dritte erbrachte Dienstleistungen (Scope-3-Emissionen). Im Zuge der systematischen und transparenten Auseinandersetzung mit dem Klimaschutz beteiligt sich INDUS zudem seit 2009 am Carbon Disclosure Project (CDP), einer im Auftrag institutioneller Anleger jährlich durchgeführten Erhebung zu Fragen des Klimawandels (www.cdp.net). In diesem Rahmen berichtet INDUS über Chancen und Risiken infolge des Klimawandels, legt ihre Treibhausgasemissionen offen und stellt Maßnahmen zur Emissionsreduzierung dar.
Die offengelegten Informationen werden durch das CDP hinsichtlich Transparenz und Vollständigkeit (Disclosure Scoring von 0 bis 100 Punkte) und hinsichtlich der Qualität und Wirksamkeit von Maßnahmen zur Emissionsreduzierung (Performance Band von A bis E) bewertet. Mit einer Disclosure Bewertung von 89 Punkten konnte INDUS für das Berichtsjahr 2013 eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (70 Punkte) erzielen und erhielt von den am CDP teilnehmenden Unternehmen des SDAX die beste Bewertung. Auch in der Wirksamkeitsbewertung konnte sich INDUS steigern (Performance Band C im Jahr 2013 gegenüber Performance Band D im Jahr 2012). Für das Berichtsjahr 2014 nimmt INDUS erneut am CDP teil. Die Ergebnisse und die entsprechende Bewertung der Klimawandelberichterstattung werden im Herbst 2015 von CDP veröffentlicht.
INDUS setzt auf ein kleines Team von Spezialisten, die explizite Zentralfunktionen in der Holding wahrnehmen und die Interessen von INDUS als Gesellschafter wahren. Da INDUS sich auf wesentliche Kernaufgaben beschränkt, ist der Spezialisierungsgrad der Mitarbeiter hoch. Wichtigstes Merkmal der Unternehmenskultur sind kurze Entscheidungswege, eine starke Teamorientierung und flache Hierarchien. Der Vorstand steht im regelmäßigen Kontakt mit allen Mitarbeitern. INDUS legt großen Wert auf einen respektvollen Umgang – untereinander und mit ihren Geschäftspartnern. Im Alltag achten alle Teammitglieder auf eine hohe Professionalität und stabile Prozesse. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 beschäftigte die INDUS Holding AG (ohne die Mitglieder des Vorstands) 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Zur Förderung dieses Kapitals bieten die Beteiligungen von INDUS eine Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen an; sie sind abgestimmt auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter. Die dezentrale Organisation des Weiterbildungsprogramms durch die einzelnen Beteiligungsgesellschaften in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern gewährleistet einen eng an den spezifischen Anforderungen ausgerichteten Ausbau des Know-hows. Die Beteiligungsunternehmen steuern ihre Personalarbeit quantitativ wie auch qualitativ eigenständig. Hier sind an erster Stelle die Geschäftsführer verantwortlich. Im Rahmen der allgemeinen Planung zwischen INDUS und den Portfoliounternehmen gibt INDUS ihren Beteiligungen lediglich Empfehlungen hinsichtlich der Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten. Im Jahresdurchschnitt waren bei den Unternehmen aus dem INDUS-Portfolio 7.586 Mitarbeiter (Vorjahr: 7.259) beschäftigt.
Für den Geschäftserfolg der Gruppe sind die Integrität des Managements und damit die Vertrauenswürdigkeit von INDUS als Geschäftspartner enorm wichtig. Mittelständische Unternehmen, die einen langfristig orientierten Käufer für ihr Unternehmen suchen, vertrauen INDUS, die aufgrund ihres langjährigen Bestehens die Geschäftsstrategie des Kaufens, Haltens und Entwickelns von mittelständischen Hidden Champions unter Beweis gestellt hat. Auch bei ihren Kapitalgebern ist INDUS als verlässlicher Partner bekannt. Diese schätzen zudem die hohe Transparenz von INDUS, die aufgrund der Notierung im Prime Standard sowie im Indexsegment SDAX der Deutschen Börse besteht. Das Managementteam verfügt über langjährige Erfahrungen durch das Ausüben von Führungsfunktionen in der Industrie, in Prüfungs- und Beratungsgesellschaften sowie im Bankwesen.
Der Jahresabschluss der INDUS Holding AG wird im Folgenden in Kurzform tabellarisch dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss und der Lagebericht liegen separat vor.
gewinn- und verlustrechnung der indus-gruppe (in Mio. EUR)
| 2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 5,7 | 5,8 | 5,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 6,2 | 5,3 | 5,7 |
| Personalaufwand | -4,7 | -4,6 | -5,1 |
| Erträge aus Beteiligungen | 40,3 | 43,5 | 32,2 |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 42,3 | 45,7 | 50,3 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8,8 | 9,0 | 8,9 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-0,5 | -0,4 | -0,3 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -9,0 | -11,2 | -20,8 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -3,4 | -12,2 | -6,2 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -15,1 | -17,5 | -18,4 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 70,7 | 63,4 | 51,8 |
| Außerordentliche Erträge | 0,0 | 0,0 | 1,3 |
| Steuern | -8,6 | -6,9 | -6,9 |
| Jahresüberschuss | 62,1 | 56,5 | 46,2 |
| Gewinnvortrag | 1,1 | 0,9 | 1,9 |
| Bilanzgewinn | 63,1 | 57,4 | 48,1 |
Das Ergebnis der INDUS Holding AG ist im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Beteiligungen und den Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Die Umsatzerlöse lagen in der AG 2014 mit 5,7 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr. Sie umfassen von der Führungsgesellschaft erbrachte Dienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stieg von 5,3 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR. In dieser Position sind auch Zuschreibungen aus Wertaufholungen aus in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten. Der Personalaufwand erreicht mit 4,7 Mio. EUR nahezu den Vorjahreswert.
Die Erträge aus Beteiligungen sanken auf 40,3 Mio. EUR (Vorjahr: 43,5 Mio. EUR). Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich ebenfalls leicht und erreichten 42,3 Mio. EUR nach 45,7 Mio. EUR im Vorjahr. Auch die Zinserträge lagen mit 8,8 Mio. EUR geringfügig unter dem Vorjahresniveau von 9,0 Mio. EUR.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen blieben nahezu unverändert bei 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen waren mit 9,0 Mio. EUR geringer als im Vorjahr mit 11,2 Mio. EUR. In dieser Position sind Wertminderungen aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme sanken auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,2 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen gingen von 17,5 Mio. EUR auf 15,1 Mio. EUR nochmals zurück.
Insgesamt verbesserte sich damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 63,4 Mio. EUR auf 70,7 Mio. EUR. Nach Steuern führt die Gewinn- und Verlustrechnung daher zu einem Jahresüberschuss von 62,1 Mio. EUR (Vorjahr: 56,5 Mio. EUR). Dies entspricht einem gewichteten Ergebnis je Aktie von 2,54 EUR (Vorjahr: 2,52 EUR).
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,2 | 0,2 |
| Sachanlagen | 2,8 | 2,7 |
| Finanzanlagen | 947,1 | 867,9 |
| Anlagevermögen | 950,1 | 870,8 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 241,3 | 201,1 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 6,3 | 17,2 |
| Umlaufvermögen | 247,6 | 218,3 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,3 | 0,2 |
| Bilanzsumme | 1.198,0 | 1.089,3 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 722,2 | 687,1 |
| Rückstellungen | 4,2 | 3,9 |
| Verbindlichkeiten | 427,8 | 356,4 |
| Passive latente Steuern | 43,8 | 41,9 |
| Bilanzsumme | 1.198,0 | 1.089,3 |
Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG hat sich im Berichtsjahr aufgrund der Zukäufe nochmals erhöht und beträgt 1.198,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1.089,3 Mio. EUR). Das Anlagevermögen stieg um 79,3 Mio. EUR auf 950,1 Mio. EUR (Vorjahr: 870,8 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund höherer Finanzanlagen (d.h. Anteile an Beteiligungsgesellschaften). Innerhalb des Umlaufvermögens stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ebenfalls deutlich um 40,2 Mio. EUR auf 241,3 Mio. EUR (Vorjahr: 201,1 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist dieser Aufbau durch höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen verursacht. Die liquiden Mittel betrugen 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,2 Mio. EUR). Damit lag das Umlaufvermögen mit 247,6 Mio. EUR insgesamt um 29,3 Mio. EUR über dem entsprechenden Vorjahresniveau von 218,3 Mio. EUR. Das Eigenkapital betrug 722,2 Mio. EUR (Vorjahr: 687,1 Mio. EUR). Damit verfügt die INDUS Holding AG über eine Eigenkapitalquote von 60,3% (Vorjahr: 63,1%). Die Verbindlichkeiten stiegen vorrangig infolge erhöhter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 427,8 Mio. EUR (Vorjahr: 356,4 Mio. EUR).
In der AG beschäftigte INDUS zum 31. Dezember 2014 insgesamt 21 Mitarbeiter ohne Vorstand (Vorjahr: 20 Mitarbeiter).
Der Vorstand hat im Februar 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, den anhaltend defizitären Geschäftsbereich SEMET nicht mehr fortzuführen und die Gesellschaft stillzulegen. Von der Maßnahme sind rund 35 Mitarbeiter betroffen. Wesentliche Effekte aus der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs auf die Vermögens- und Ertragslage sind nicht zu erwarten.
INDUS betreibt und pflegt ein professionelles Chancen- und Risikomanagementsystem als Instrument, das die Führung dabei unterstützt, die Unternehmensziele zu erreichen. Zentrale Aufgabe des Systems ist es, Chancen frühzeitig erkennen und nach angemessener Chancen-Risiko-Abwägung nutzen zu können. Gleichzeitig soll es sicherstellen, dass das Unternehmen auf den Eintritt von Risiken zu jeder Zeit vorbereitet ist und angemessen darauf reagieren kann.
Voraussetzung für den langfristigen Erfolg von INDUS ist es, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Gleichzeitig ist das Unternehmen Risiken ausgesetzt, die das Erreichen seiner kurzund mittelfristigen Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien erschweren können. Zum Teil muss INDUS Risiken sogar bewusst eingehen, um Chancen gezielt nutzen zu können. Als Risiken versteht INDUS aus der Ungewissheit über zukünftige Entwicklungen resultierende interne oder externe Ereignisse, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken können. Als Chancen versteht INDUS mögliche Erfolge, die über die festgelegten Ziele hinausgehen und die Geschäftsentwicklung auf diese Weise begünstigen. Risiken und Chancen sind für INDUS untrennbar miteinander verbunden. Damit unterstützen die weiter unten im Risikobericht erläuterten Strukturen und Prozesse zum Risikomanagementsystem in der Rückkopplung auch das Chancenmanagement.
Das Chancenmanagement bei INDUS besteht in einem systematischen Umgang mit den unternehmerischen Potenzialen in der Gruppe. Dazu nutzt der Vorstand das sogenannte Instrument des "Strategischen Dialogs". Damit verbindet sich ein strukturierter Prozess, in dem mindestens einmal pro Jahr alle Beteiligungsunternehmen Chancen aus relevanten Markt- und Techniktrends systematisch aufbereiten und mit dem Vorstand diskutieren.
Zeitlich nachgelagert zum strategischen Dialog erfassen alle Unternehmen in der operativen Planung und in der monatlichen Berichterstattung Chancen und Risiken, um die aktuelle Ergebnis- und Liquiditätssituation der einzelnen Geschäfte noch besser einschätzen und beurteilen zu können. Bei der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns orientiert sich INDUS an den aktuellen globalen Wachstumstreibern wie Mobilität, Infrastruktur oder Gesundheit.
Im Rahmen des bestehenden Portfolios werden die Chancen für strategische Ergänzungen auf Tochtergesellschaftsebene und die strategische Weiterentwicklung durch die jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder gemeinsam mit der jeweiligen Geschäftsführung beurteilt. Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern vor Ort analysiert und gesteuert. Grundlage hierfür sind Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedliche Entwicklungsszenarien von entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren.
Chancen ergeben sich insbesondere durch die stetige Entwicklung von neuen Produkten. Das hilft den Unternehmen, ihre starke Marktstellung in ihren jeweiligen Nischenmärkten auszubauen. Sie analysieren im Dialog mit Kunden und Lieferanten, welche neuen Einsatzmöglichkeiten sich kurz-, mittel- und langfristig für ihre Technologien eröffnen. Wichtiger Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts sind dabei Produktinnovationen ihrer Kunden. Häufig erfordern neue Produkte auch innovative Produktionsprozesse, bei denen die Beteiligungen ihr Know-how einbringen können.
Als Führungsgesellschaft unterstützt und berät INDUS das Chancenmanagement der Beteiligungsunternehmen in zweifacher Hinsicht: Gemeinsam mit den Geschäftsführern analysiert sie jährlich neue Geschäftschancen im Rahmen der Jahresplanung sowie bedarfsorientiert innerhalb eines Jahres; zudem sichert sie die Finanzierung für die Wahrnehmung der identifizierten Chancen.
Die Geschäftspolitik der Führungsgesellschaft ist darauf ausgerichtet, den Wert des Portfolios kontinuierlich zu steigern. Die wesentlichen strategischen Chancen für das Geschäft von INDUS ergeben sich daher aus dem Erwerb, dem Halten und der Finanzierung von Entwicklungsmöglichkeiten von Beteiligungen. Damit kommt den M&A-Aktivitäten von INDUS eine zentrale Bedeutung zu. Um Akquisitionschancen systematisch zu nutzen, hat INDUS in ihrem Strategieprogramm KOMPASS 2020 Zielmärkte definiert, in denen durch aktive Suche potenzielle neue Beteiligungen gefunden werden sollen. Das Investitionsteam der INDUS Holding AG identifiziert dazu permanent geeignete Zielunternehmen und analysiert sie sorgfältig. Zusätzlich zu ihren fünf Segmentmärkten untersucht INDUS verstärkt die Bereiche Infrastruktur, Verkehr und Logistik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, um weitere interessante Akquisitionsmöglichkeiten zu identifizieren.
Zur Wahrnehmung dieser Chancen setzt INDUS sowohl auf einen kontinuierlichen Ausbau ihres Netzwerks als auch verstärkt auf externe Branchenexperten, da der Markt für mittelständische Unternehmen in der Umsatzgrößenklasse <100 Mio. EUR Jahresumsatz breit und enorm diversifiziert ist; diese Berater arbeiten exklusiv für INDUS und identifizieren passende Portfolioergänzungen nach einem detaillierten Anforderungsprofil.
INDUS sieht sich aufgrund ihrer Positionierung als langjähriger Käufer von mittelständischen Hidden Champions in einer besonderen Marktposition. Da INDUS Unternehmen kauft, um sie langfristig zu erhalten und in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung zu unterstützen und nicht, um sie weiterzuveräußern, verfügt die Gesellschaft über einen ausgezeichneten Ruf in der mittelständischen Industrie. Potenzielle Verkäufer wenden sich oftmals exklusiv an INDUS, um ihr Unternehmen in eine zukunftsfeste Nachfolge zu überführen.
Aufgrund der langjährig gewachsenen Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte, des stetigen Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzierungspolitik verfügt INDUS zuverlässig und bankenunabhängig über die erforderlichen Finanzierungsmittel zum Kauf neuer Unternehmen. Dies und ein bewährter Akquisitionsablauf versetzt die Gruppe in die Lage, sich im Akquisitionsmarkt bietende Chancen effektiv zu nutzen und Verkaufsverhandlungen ohne die Beteiligung Dritter in wenigen Wochen abzuschließen.
Die Unternehmen im INDUS-Portfolio profitieren in erster Linie von einer positiven Entwicklung der Gesamtkonjunktur in der produzierenden Industrie. Wesentliche Wachstumsimpulse dürften künftig China, die USA und die Schwellenländer liefern. Die globale Präsenz der Unternehmen im INDUS-Portfolio bzw. deren Verstärkung tragen zur Nutzung dieser Chancen in den relevanten Märkten bei. Dabei gehen die Unternehmen teilweise bei der Erschließung neuer regionaler Märkte auch gemeinsam vor.
Die Hidden Champions in der INDUS-Gruppe verfügen über eine hohe Entwicklungskompetenz. Die Zukunftsthemen Umweltschutz und Energieeffizienz sind in allen industriellen Branchen relevant. Energiepreise und Umweltstandards werden langfristig weiter steigen. Daher erwartet INDUS verstärkte Investitionen in nachhaltige und energiesparende Produktionsprozesse. Hier sieht INDUS derzeit insbesondere für die Unternehmen aus den Segmenten Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik nutzbare Chancen.
Das Segment Bau/Infrastruktur wird sowohl kurz- als auch mittelfristig von der starken inländischen Baunachfrage profitieren, ausgelöst durch Inflationsängste und eine vermehrte Investitionsneigung in Immobilieneigentum. In Deutschland besitzen im internationalen Vergleich weniger Personen Wohneigentum, sodass hier mit einem deutlichen und langjährig anhaltenden Nachholeffekt zu rechnen ist.
Für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sieht INDUS mittel- und langfristig kontinuierlich gute Wachstumschancen aufgrund der demografischen Entwicklung und des anhaltend hohen Bedarfs an Medizin- und Gesundheitstechnik und deren Anwendungen.
Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.
Das Risikomanagementsystem ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden; es ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems. Die Verantwortung für die Gestaltung des Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand, der ein aktives Management der Risiken sicherstellt. Das Risikomanagementsystem der INDUS Holding AG ist im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft dokumentiert.
Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken systematisch zu identifizieren, zu inventarisieren, zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Vorstand überprüft und überarbeitet dazu im regelmäßigen Turnus sowie anlassbezogen das Risikokataster der Gesellschaft. Auf dieser Basis werden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung definiert, dokumentiert und deren Wirksamkeit ebenfalls mit dem Risikokataster überwacht. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert.
Die Struktur und die Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen vom Vorstand überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung fließen dann in die systematische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein. Die unterjährige Überwachung der Risikolage, die Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie eingeleitete Maßnahmen zu seiner Verbesserung werden einmal jährlich im Risikomanagement-Jahresbericht der Gesellschaft dokumentiert.
Zu den Grundelementen des Risikomanagementsystems zählen die organisatorische Einbindung der Chancen- und Risikoprozesse in das operative Tagesgeschäft, eine adäquate Managementstruktur, ein abgestimmtes Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme. Dementsprechend berichten die Beteiligungsgesellschaften im Rahmen des Risikomanagementsystems den Status und die Veränderung bedeutender Risiken an die Führungsgesellschaft. Dies führt zu einer regelmäßigen Neubewertung der Chancen- und Risikosituation durch den Vorstand von INDUS. Dabei werden sowohl unternehmensspezifische als auch externe Ereignisse und Entwicklungen analysiert. Unabhängig von den normalen Berichtswegen werden kurzfristig auftretende Risiken von Bedeutung direkt von den einzelnen Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften an den entsprechenden Verantwortlichen in der Führungsgesellschaft kommuniziert.
Risiken in den Bereichen von Elementarschäden, Betriebsunterbrechungen, Haftpflicht, Management-Haftpflicht (D&O), Produkthaftung und Transportschäden werden zentral von der Führungsgesellschaft für alle Beteiligungsunternehmen durch den Abschluss entsprechender Verträge abgesichert. Das zentrale Management dieser Versicherungen garantiert den Unternehmen einheitlich hohe Versicherungsumfänge bei niedrigen Prämien.
| Eintritts wahrscheinlichkeit |
Mögliche finanzielle Auswirkung |
Risikolage für 2015 im Vergleich zum Vorjahr |
|
|---|---|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | möglich | bedeutsam | gleich |
| Unternehmensstrategische Risiken | möglich | bedeutsam | gleich |
| Leistungswirtschaftliche Risiken | möglich | bedeutsam | gleich |
| Personalrisiken | unwahrscheinlich | gering | gleich |
| Informationstechnische Risiken | unwahrscheinloich | gering | besser |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | möglich | bedeutsam | gleich |
| Rechtliche Risiken | möglich | bedeutsam | gleich |
| Sonstige Risiken | möglich | bedeutsam | gleich |
Ausprägung der Eintrittswahrscheinlichkeit: unwahrscheinlich, möglich, wahrscheinlich Ausprägung der möglichen finanziellen Auswirkung: gering, bedeutsam, kritisch
Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS eine überproportionale Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische werden sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko ist von Natur aus nicht zu vermeiden.
INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. Derzeit werden 52% der Gesamtumsätze im Inland erzielt (Vorjahr: 51,4%). Somit ist die Entwicklung des Konzerns noch stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist in den vergangenen Jahren aufgrund des strategischen Ausbaus des internationalen Geschäfts stark gesunken. Diese regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS. Im Zuge der weiteren Internationalisierung wird die Fokussierung auf das Inland sukzessive abnehmen.
Unternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller neuer Portfoliounternehmen und der Entwicklung des Beteiligungsportfolios ab. Um Risiken auf dem Feld "unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Führungsgesellschaft auf eine umfangreiche Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene Analysen. Diese eigenen Analysen werden zudem einer externen, unabhängigen Begutachtung unterzogen. Die Entscheidung für eine Neuakquisition wird nach intensiver Prüfung und durch einstimmigen Beschluss des Vorstands getroffen.
Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der strategischen Positionierung der Beteiligungsunternehmen begegnet INDUS durch eigene intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen und regelmäßige Informationsgespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Beteiligungsunternehmen stellen monatlich Daten über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage zur Verfügung. Ihre kurz- und mittelfristigen Planungen werden auf Ebene der Führungsgesellschaft aggregiert. Dies gewährleistet, dass INDUS als Eigentümerin stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns hat.
Neben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Tochterunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken. Dazu zählen insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken.
Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Beschaffungsrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Grundsätzlich sind die Unternehmen bestrebt, die Lieferung von wichtigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen durch langfristige Kontrakte abzusichern. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften daher nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken reagieren. Zusätzlich begrenzen die Beteiligungsunternehmen, wo notwendig, mit dem Abschluss von Rohstoffsicherungen das Risiko. Zum 31. Dezember 2014 lagen keine Rohstoffsicherungen vor (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR).
Produktions- und Absatzrisiken sind aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. INDUS analysiert dazu regelmäßig die Kundenstruktur in der Gruppe; es existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von mehr als 10% am Umsatz erreichen.
Auch aufgrund von Tarifabschlüssen ergeben sich weitere leistungswirtschaftliche Risiken, da die Belastungen oft nicht vollumfänglich an Kunden weitergegeben werden können, sondern durch Produktivitätserhöhungen kompensiert werden müssen.
Der langfristige Erfolg der Holding hängt maßgeblich vom Wissen und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung. Die Mitarbeiter schätzen die positive Unternehmenskultur. Ausdruck dieser Wertschätzung ist eine geringe Fluktuation. Die Gesamtheit aller Maßnahmen macht die Gesellschaft zu einem attraktiven Arbeitgeber, sodass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird.
Die Töchter der INDUS-Gruppe steuern ihr Personalmanagement eigenständig; sie sind in sehr vielen Branchen und Regionen angesiedelt, sodass die Risiken der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sehr breit gestreut sind. Im Rahmen ihres Reportings an INDUS erfassen sie monatlich ihre personellen Kapazitäten und planen Reserven, um ihre Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten zu erhalten. Individuelles Ziel ist es, flexible Kapazitäten von 10% bis 30% vorzuhalten. Dazu nutzen sie das Programm "Kapaflex". Es sichert durch die Koppelung verschiedener Maßnahmen wie Zeitkonten, Überstundengutschriften, befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit sowie steuerbare In- und Outsourcing-Potenziale die notwendige Reaktionsfähigkeit.
Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet die Gesellschaft mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen informationstechnischen Risiken.
Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko sowie das Ausfallrisiko. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation unterstützt INDUS die Beteiligungsgesellschaften bei der Finanzierung und stellt bei Bedarf Finanzmittel zur Verfügung. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Führungsgesellschaft sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Führungsgesellschaft über entsprechende Liquiditätsreserven.
Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf zehn Kernbanken, verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, sodass aus heutiger Sicht bankenseitige Ausfallrisiken begrenzt sind. Das größte Einzelobligo liegt bei rund 15%. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt durch eine revolvierende, langfristige Mittelaufnahme der Führungsgesellschaft. Kreditbesicherungen bestehen nicht. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung; letztere wird teilweise per Zinsswaps besichert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die damit fast vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken während der Laufzeit keine Auswirkungen auf die Ertragslage, da sich die Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 193,9 Mio. EUR (Vorjahr: 249,5 Mio. EUR).
Das debitorenseitige Ausfallrisiko ist durch das diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Zudem unterhalten die Beteiligungen selbst wirksame Systeme zur Überwachung der Debitorenrisiken, schlossen nach eigenem Ermessen Warenkreditversicherungen ab und berichten der Führungsgesellschaft monatlich über etwaige Risiken.
Aufgrund der zunehmenden internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften bestehen Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der kongruenten Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 12,7 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR); es lag im Wesentlichen bei den Beteiligungen. Weitere Erläuterungen zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter den Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten33.
Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungsund Produkthaftungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Vertragsund Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Von Seiten der Führungsgesellschaft werden die Unternehmen im Segment Fahrzeugtechnik durch ein entsprechendes Beratungsangebot zum Vertragsmanagement unterstützt. Zur ausreichenden Risikovorsorge wurden 2014 Rückstellungen in Höhe von 53,6 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 52,8 Mio. EUR). In den Rückstellungen sind Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen, geschätzte Werte für erwartete Rechnungen sowie Rückstellungen für Kosten der Belegschaft und übrige Rückstellungen enthalten.
Risiken aus dem Ausgang von Gerichts- oder Schiedsverfahren, die nach heutiger Einschätzung einen erheblichen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe haben könnten, bestehen weder für die INDUS Holding AG noch für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften.
Rechtliche Risiken können sich aus Ansprüchen und Klagen gegen Tochterunternehmen sowie behördlichen Verfahren ergeben. Geltend gemachte Ansprüche Dritter prüft INDUS sorgfältig auf 33 > Verweis auf Konzernanhang Seite 153 Ziffer 3
ihre Begründetheit. Gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten werden bei Bedarf von externen Anwälten begleitet. Die in diesem Bereich identifizierten Einzelrisiken sind gering oder mittel ausgeprägt. INDUS bildet Rückstellungen, sofern Zahlungsverpflichtungen als wahrscheinlich angesehen werden und die jeweilige Höhe zuverlässig geschätzt werden kann.
Eine wichtige Rolle für die INDUS Holding AG spielt der verantwortungsbewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Produktionsprozesse in den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden kontinuierlich auch dahingehend optimiert, die Belastung für die Umwelt und hier insbesondere den Energieverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der Gruppe dazu angehalten, in ihrem Bereich die entsprechenden Bestimmungen des Umweltschutzes zu beachten und Verbesserungsvorschläge, die über die etablierten Normen hinausgehen, einzureichen. Eventuelle Schäden aus potenziell eintretenden Umweltrisiken sind durch eine Versicherung in ausreichender Höhe abgedeckt. Aktuell sind weder in der Führungsgesellschaft noch in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften Umweltrisiken erkennbar.
Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Firmenwerte in Höhe von 368,2 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 331,6 Mio. EUR). Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment) unterzogen werden. Sollten dabei Wertminderungen festgestellt werden, sind die entsprechenden Firmenwerte außerplanmäßig abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR).
Umfang und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) der INDUS Holding AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des IKS. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS bei den Beteiligungsgesellschaften wird durch die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften geprüft. Für die INDUS Holding AG selbst obliegt die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS direkt dem Vorstand.
Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das IKS ist so gestaltet, dass der Konzernabschluss der INDUS Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Die Struktur des IKS bietet eine möglichst hohe Sicherheit in Bezug auf die Zielerreichung. Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann das IKS dennoch keine absolute Sicherheit dahin gehend liefern, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung werden von den zuständigen Mitarbeitern im Controlling der INDUS Holding AG gesteuert. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden hinsichtlich ihrer Relevanz und Auswirkungen für die Rechnungslegung geprüft. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rechnungslegungsprozesse werden in zentral verfügbaren Verfahrensanweisungen und in den bei der Rechnungslegung verwendeten Systemen abgebildet. Die jeweils aktuelle Konzern-Bilanzierungsrichtlinie wird an alle mit der Rechnungslegung befassten Mitarbeiter der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften kommuniziert. Zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender bilden diese Elemente die Basis für den Abschlusserstellungsprozess.
Die Beteiligungsgesellschaften erstellen ihre Abschlüsse gemäß den Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie. Die Reporting- und Konsolidierungsprozesse erfolgen für alle Beteiligungsgesellschaften über ein einheitliches IT-System, das zentral von der INDUS Holding AG zur Verfügung gestellt wird. Verfahrensanweisungen und standardisierte Meldeformate unterstützen dabei den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Teilweise werden zusätzlich externe Dienstleister, z.B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, beauftragt.
Zur Vermeidung von Risiken im Rechnungslegungsprozess umfasst das IKS präventive und aufdeckende interne Kontrollen. Dazu gehören insbesondere IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. Diese Kontrollen und Instrumente werden fortlaufend weiterentwickelt, um auch künftige Risiken ausschließen zu können, wenn Schwachstellen identifiziert wurden.
Das Controlling der INDUS Holding AG stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass die Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie konzernweit und einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Beteiligungsgesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.
Der Vorstand der INDUS Holding AG und die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren zum Rechnungslegungsprozess eingehalten werden. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher.
Im Geschäftsjahr 2014 hat INDUS ihre langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie fortgesetzt. Die sehr gute Liquiditätssituation wurde genutzt, um zwei bzw. einschließlich der indirekten Beteiligungen fünf weitere mittelständische Hidden Champions zu erwerben. INDUS hat in ihrem Strategieprogramm KOMPASS 2020 industrielle Wachstumsmärkte definiert, in denen der Vorstand verstärkt zukaufen will. Dies sind die Geschäftsfelder Verkehr und Logistik/Infrastruktur, Medizin- und Gesundheitstechnik, Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik sowie Energie- und Umwelttechnik. Für 2015 strebt INDUS weitere Verstärkungen in diesen Bereichen an. Der Vorstand sieht in möglichen Zukäufen sowohl auf Portfolioebene als auch auf Ebene der Töchter die größten Wachstumschancen für 2015.
Durch eine stärkere Internationalisierung der bestehenden Aktivitäten bieten sich ebenfalls Wachstumschancen im Portfolio, die durch geplante Investitionen von mehr als 50 Mio. EUR aktiv genutzt werden sollen. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr rund 69 Mio. EUR über dem Vorjahr bei einer verbesserten operativen EBIT-Marge von 10,1%. Die Finanzierungsstruktur blieb stabil. Die Nettoverschuldung lag bei 345,8 Mio. EUR nach 307,6 Mio. EUR im Jahr 2013. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt zum Stichtag 42% (Vorjahr: 43,6%), in der AG 60,3% (Vorjahr: 63,1%). Insgesamt beurteilt der Vorstand daher die Ausgangslage für 2015 positiv. In diesem Umfeld strebt INDUS an, Umsatz und Ergebnis erneut zu steigern.
Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der INDUS Holding AG gehören die schwer einschätzbare konjunkturelle Gesamtentwicklung, die viele der Beteiligungsunternehmen gleichzeitig betreffen könnte, sowie finanzwirtschaftliche Unwägbarkeiten durch potenzielle Probleme im Bankensektor. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht des Vorstands keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in absehbarer Zukunft nicht.
Die Rahmenbedingungen bleiben 2015 weitgehend unverändert. Trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und der damit verbundenen Sanktionen, der andauernden Kriege und terroristischen Anschläge im Nahen Osten, der Ebola-Epidemie in Afrika und der wirtschaftlichen Schwäche im Euroraum zeigen aber die Frühindikatoren Zuversicht bei den Unternehmen. Die Dynamik in den USA und solide Wachstumschancen in Asien stimmen zuversichtlich. Das BIP wird 2015 in Deutschland nach Einschätzung der Konjunkturexperten wachsen. INDUS geht nach derzeitiger Planung für 2015 von einer weiterhin positiven Geschäftslage aus.
Die unsichere makroökonomische Grundsituation spiegelt sich in allgemein verhaltenen Wirtschaftserwartungen wider. Zum Jahresende 2014 war die Stimmung merklich eingetrübt. Der ifo-Index für die Weltwirtschaft sank im vierten Quartal 2014 auf 95 Punkte nach 105 Punkten im Vorquartal34. Das ist der schlechteste Wert seit dem dritten Quartal 2013. Er liegt nun leicht unter seinem langfristigen Durchschnittswert von 95,5. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage haben sich leicht verschlechtert und die Konjunkturerwartungen wurden dementsprechend nach unten korrigiert. Der Blick in die einzelnen Märkte zeigt aber sehr unterschiedliche Szenarien und heterogene Entwicklungen.
Ausnahmslos positiv sehen alle Konjunkturexperten den US-amerikanischen Markt. Der hohe Stand des ifo-Indexes für die USA – er liegt über seinem 15-Jahresdurchschnitt35 – lässt sich durch aufeinander aufbauende Einflüsse erklären, wie den Abbau privater Schulden, einer höheren Kreditvergabe, einer steigenden Konsumbereitschaft und der Erholung des Immobilien- und Arbeitsmarktes. Angesichts der starken US-Konjunktur gehen viele Beobachter von einer Zinserhöhung der Fed im Jahr 2015 aus und damit einhergehend von einer Aufwertung des US-Dollar. Die Erwartung für das Wirtschaftswachstum 2015 in Nordamerika liegt bei einem Plus von 3,2%36.
In Asien bleibt China der Wachstumstreiber, auch wenn manche Experten einige Risikofaktoren sehen (unter anderem warnen sie vor einer Immobilienblase). Unabhängig davon wird ein Wachstum von 7% für 2015 erwartet. In den GUS-Staaten und in Lateinamerika ist das Wirtschaftsklima in der Fünfjahres-Perspektive auf einem Tiefstand. Hauptursachen sind die Russland-Krise und die schwache Entwicklung Brasiliens. Angesichts einer unverändert schlechten Lage wird für Russland ein Rückgang von -0,5% erwartet. Im Schwellenland Brasilien wird für 2015 nur ein Wachstum von 1,5% vorhergesagt, wobei insbesondere der industrielle Sektor und mangelnde Investitionen den Aufschwung belasten. Positiver sieht die Prognose für Mexiko mit 3,0% Wirtschaftswachstum aus. Der für einzelne Beteiligungen von INDUS relevante südafrikanische Markt soll 2015 um 2,7% wachsen.
34 > CESifo World Economic Survey, November 2014
35 > Veröffentlichung vom 13.11.2014 zum ifo Weltwirtschaftsklima vom 4. Quartal 2014, ifo Weltwirtschaftsklima stark eingetrübt
36 > Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Winter 2014, Seite 5 und Seite 9
Die Wachstumsprognose für den Euroraum erreicht nur 1,2% bei einer Inflation von unter 1%. Nach wie vor ist keine ausschlaggebende Erholung in Sicht: Hohe Arbeitslosigkeit, mangelnde Nachfrage im Binnenmarkt und den Emerging Markets sowie öffentliche Haushaltsdefizite belasten weiterhin die Wirtschaft. Die Unsicherheiten aus der Ukraine-Krise hemmen zusätzlich die Entwicklung.
Zum Jahresbeginn 2015 haben sich zudem die Erwartungen für die Schweizer Wirtschaft deutlich eingetrübt. Die Entscheidung der Schweizer Notenbank, die feste Koppelung an den Euro aufzugeben, hat den Franken um rund 15% aufgewertet. Das wird 2015 spürbare Auswirkungen auf die schweizerische Konjunkturentwicklung haben.
Nach aktuellen Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel, soll das BIP in Deutschland im Jahr 2014 um 1,5% und 2015 um 1,7% wachsen. Angesichts des Konjunktureinbruchs im dritten Quartal 2014 ist Deutschland nur knapp einer Rezession entgangen. Für 2015 sind die Konjunkturschätzungen daher verhalten positiv. Die Bundesregierung plant für 2015 ein BIP-Wachstum von 1,5%. Die allgemeinen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft sind derzeit gut: Niedrige Zinsen, die angesichts der aktuellen Anleihenkäufe der EZB noch lange niedrig bleiben werden, ein sehr guter Arbeitsmarkt, eine hohe Binnennachfrage und nicht zuletzt ein sehr niedriger Ölpreis sollten die Chancen für eine Erholung deutlich verbessern.
| 2014 (Prognose Vorjahr) |
2014 (vorläufige Berechnung) |
2015 (Prognose) |
2016 (Prognose) |
|
|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftsräume | ||||
| Weltwirtschaft | 3,7 | 3,4 | 3,7 | 3,9 |
| Euro-Raum | 0,9 | 0,8 | 1,2 | 1,5 |
| Ausgewählte Länder | ||||
| USA | 2,3 | 2,2 | 3,2 | 3,5 |
| China | 7,5 | 7,4 | 7,0 | 6,7 |
| Indien | 5,0 | 5,9 | 6,5 | 6,5 |
| Japan | 1,5 | 0,2 | 0,8 | 1,2 |
| Deutschland | 1,7 | 1,5 | 1,7 | 1,9 |
Quelle: Werte 2014 (Prognose Vorjahr): Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Frühling 2014, März 2014,
Tabellen Seiten 25, 28, 29 und 31
Werte 2014 (vorläufige Berechnung), 2015 und 2016: Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Winter 2014, Dezember 2014, Überblickstabellen Seite 14-16
Die einzelnen Branchenverbände rechnen in den für die INDUS-Gruppe relevanten Teilmärkten mit einer stabilen oder meist positiven Entwicklung.
Die Geschäftserwartungen im Bauhauptgewerbe37 sind trotz der Unsicherheiten insgesamt positiv. Die Branche erwartet 2015 einen Umsatzzuwachs von 2%. Der insbesondere zur Jahreswende deutlich verringerte Auftragseingang bei Bauaufträgen der öffentlichen Hand und der Wirtschaft resultiert in einer vorsichtigen Planung. Daher sind die Erwartungen der Investoren im Wirtschaftsbau eher niedrig (prognostiziertes Umsatzplus von 1,5%). Auch die Nachfrage im Öffentlichen Bau ist gering – und das trotz hoher Steuereinnahmen und im Grunde dringend erforderlicher Infrastrukturinvestitionen (prognostiziertes Umsatzplus von 1,0%). Der private Wohnungsbau soll dagegen im Umsatz um 3% wachsen. Er wird verlässlich von mehreren Faktoren angetrieben: einer anhaltend hohen Zuwanderung, einem stabilen Arbeitsmarkt, niedrigen Hypothekenzinsen und der Suche nach sicheren Anlagen. Etwas mehr Dynamik im europäischen Markt verspricht das geplante Konjunkturprogramm der europäischen Kommission im Bereich Infrastruktur, das ein Ausgleich für die Zurückhaltung im Wirtschaftsbau darstellen könnte.
Der weltweite Automobilmarkt wächst auch 2015. China und die USA werden weiter zulegen. Für die USA rechnen die Hersteller mit einem erneuten Zuwachs von 2% bei den Absatzzahlen für Neufahrzeuge38. Der niedrige Benzinpreis und eine steigende Beschäftigung sollten positiv auf die Kaufkraft wirken. Auch der westeuropäische Markt erholt sich, allerdings geht es nur langsam voran. Für Westeuropa erwartet die Branche, ausgehend von einem niedrigen Niveau, lediglich ein Plus von 2%39. Immer noch wächst der internationale Absatzmarkt und gewinnt damit weiter an Bedeutung. 60% der deutschen Pkw-Produktion finden mittlerweile im Ausland statt, Tendenz steigend. Rund 20% aller weltweit verkauften Autos zählen zu deutschen Konzernmarken. In einem konjunkturell unsicheren Fahrwasser hält die deutsche Automobilindustrie bisher Kurs. Aufgrund der politischen Spannungen in einigen Teilen der Welt haben die Unsicherheiten für die Automobilkonjunktur allerdings zugenommen.
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erwartet für 2015 ein etwas stärkeres Wachstum als im vergangenen Jahr und prognostiziert einen Anstieg von 2%40. Der Produktionswert könnte damit erstmals die Schwelle von 200 Mrd. EUR übertreffen. Dennoch sieht die Branche nach wie vor unkalkulierbare Risiken, denn die ungelöste Krise in Russland und der Ukraine lässt weitere Rückgänge erwarten. Auch aus Europa werden nur wenige Impulse erwartet; allerdings könnten der niedrigere Eurokurs und gesunkene Rohstoffpreise die preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Wie schon im Vorjahr setzen die deutschen Maschinenbauer auf Nachfrageeffekte vorrangig aus den USA, aber auch aus Asien. Neben der verbesserten Exportkonjunktur sollte der Maschinenbau 2015 von einer stärkeren Binnennachfrage profitieren.
37 > www.baulinks.de, Artikel vom 14.1.2015, Bauwirtschaft erwartet 2% Umsatzplus und will 100-Mrd.-Euro-Marke wieder reißen
38 > Pressemitteilung des VDA vom 12.1.2015, Deutsche Hersteller steigern US-Absatz auf knapp 1,4 Mio. Light Vehicles
39 > Pressemitteilung des VDA vom 15.1.2015, China und USA legten 2014 rasanten Schlussspurt hin
40 > Pressemitteilung des VDMA vom 18.12.2014, Maschinenbau erwirtschaftet 2014 Produktionsrekord von 199 Mrd. Euro
41 > Pressemitteilung des Bundesverbands Medizintechnologie vom 5.11.2014, Herbstumfrage: Medizintechnik-Branche wächst im Ausland und bleibt Jobmotor
42 > Pressemitteilung des Verbands Gesamtmetall vom 18.12.2014, Die wirtschaftliche Lage der M+E-Industrie im Herbst/ Winter 2014/2015
43 > Pressemitteilung vom 27.11.2014, Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im November 2014 Aufkeimende Hoffnung für das deutsche Auslandsgeschäft
Das Umsatzwachstum der Medizintechnik-Branche hat sich 2014 leicht abgeschwächt41. Die Unternehmen beklagen den zunehmenden Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften, kritisieren die innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen und das insgesamt zu niedrige Erstattungsniveau in Deutschland. Die Diskussionen über Sparmöglichkeiten im Gesundheitssystem werden auch 2015 anhalten und die Hersteller zu einem hohen Innovationstempo treiben. Allgemein wird der Markt für Gesundheits- und Medizinprodukte wachsen. Dafür sorgen der zunehmende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung, die steigende Lebenserwartung und eine wachsende Konsumneigung.
Die deutsche Metall- und Elektroindustrie geht skeptisch ins Jahr 2015. Die aktuelle Beurteilung der weiteren Aussichten ist verhalten, auch wenn sich das Geschäftsklima nach seinem Absturz in den Monaten zuvor im Dezember 2014 wieder stabilisiert hat. Ein steigender Auftragseingang deutet allerdings auf ein erstes Hoffnungszeichen für die Produktion 2015 hin. Da vor allem der Automobil- und der Maschinenbau gute Langfristperspektiven sehen, bleiben auch hier die Branchenaussichten insgesamt stabil42. Zudem dürften die sinkenden Einkaufspreise bei Rohstoffen wie Eisenerz, Mineralöl, Gas und Kohle für eine Entspannung auf der Kostenseite sorgen, denn für 2015 rechnet die Branche mit keinen deutlichen Preiserhöhungen. Die jüngst verbesserten Exporterwartungen könnten sich auf das Segment der Metallerzeugung und -verarbeitung ebenfalls positiv auswirken: Die ifo-Exporterwartung stieg im November 2014 auf den höchsten Stand seit April 201143.
In den Geschäftsjahren 2015 und 2016 wird INDUS noch einmal verstärkt Augenmerk auf die Performance des Portfolios und dessen Ausbau durch zusätzliche Akquisitionen legen. Die 2012 gestartete Wachstumsstrategie KOMPASS 2020 wird daher konsequent fortgesetzt. Das Portfolio soll sowohl organisch wachsen als auch durch Zukäufe kontinuierlich ausgebaut werden. Die Messlatte für das organische Wachstum bildet das BIP-Wachstum in Deutschland.
Unverändert sieht der Vorstand die größten Chancen für organisches Wachstum in einer verstärkten Internationalisierung (insbesondere mit Zielrichtung Asien und Amerika) und der erhöhten Bereitstellung von Finanzmitteln für Zukunfts- und F&E-Investitionen.
Das Portfolio soll auch 2015 um weitere wachstumsstarke Hidden Champions ergänzt werden; dazu beabsichtigt der Vorstand den Kauf von mehreren mittelständischen Unternehmen pro Jahr. Voraussetzung ist aber, dass die Unternehmen die INDUS-Zielkriterien erfüllen. Zusätzlich werden gezielt weitere strategische Ergänzungen für die Töchter akquiriert. Im Zielfokus bleiben zukunftsorientierte Industrieunternehmen.
Die Geschäftsentwicklung der INDUS-Gruppe hängt 2015 in wesentlichem Maße von der weltweiten Konjunktur ab. Derzeit deuten alle Indikatoren auf ein leichtes Wachstum hin. Europa soll 2015 die Trendwende schaffen, aber die Lage bleibt aufgrund der ungelösten Verschuldungssituation instabil. Ein Indiz dafür ist die erneute Verschärfung der Griechenlandkrise und die starke Abwertung des Euro.
Für die Geschäftsentwicklung der Gruppe 2015 liefert der Euroraum aus heutiger Sicht keine Wachstumsimpulse. Maßgeblich dürften die guten Konjunkturaussichten in den USA und China sowie die stabile deutsche Konjunktur sein. In Deutschland haben sich die Stimmungsindikatoren Anfang 2015 aufgrund der zwar hohen Tarifabschlüsse, die aber ohne Arbeitskämpfe zustande kamen und der anhaltend niedrigen Energiepreise verbessert. Der derzeit schwache Euro erhöht zudem die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im Ausland. Der Vorstand beurteilt die Perspektiven für das Geschäft daher als stabil bis gut. Diese Einschätzungen basieren auf den individuellen Planungen der Beteiligungsunternehmen.
Noch nicht abschließend einzuschätzen ist die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz. Die Aufwertung des Schweizer Franken im Januar 2015 hat die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Industrie verschlechtert. INDUS besitzt vier schweizerische Gesellschaften, die davon in unterschiedlichem Maße betroffen sind. Bei den beiden exportorientierten Gesellschaften HAKAMA und BACHER wurden bereits vor zwei Jahren Maßnahmen eingeleitet, um die Kostenstrukturen zu verbessern. Diese werden nun intensiviert (im Wesentlichen durch Verlagerung von Wertschöpfung in den Euroraum). Für das Medizintechnikunternehmen MIKROP sind die Auswirkungen eher gering, da das Unternehmen bereits zu einem hohen Anteil im Ausland fertigen lässt. Die Beteiligung ANCOTECH beliefert allein den inländischen Markt und ist von der Währungsproblematik daher nicht unmittelbar betroffen. Hier könnte sich eine eventuell eintretende Abschwächung der schweizerischen Baukonjunktur auswirken. Das hat ANCOTECH in seiner Planung für 2015 bereits antizipiert.
Die aktuelle Russland-Ukraine-Krise tangiert das Geschäft der Gruppe nur wenig. Bisher ist lediglich ein Unternehmen mit einer direkten Tochter stärker im russischen Markt involviert, alle anderen Beteiligungen pflegen ausschließlich Lieferbeziehungen. Ein nennenswertes Geschäft verzeichnen SITEK, ein Hersteller von Spikes, und die AURORA-Tochter HEAVAC mit Klimaanlagen für Busse. In der Summe umfasst das Russlandgeschäft (direkt wie indirekt) über alle Beteiligungen gesehen weniger als 5% des Konzernumsatzes – und Gefährdungen ergeben sich aktuell eher aus dem schwachen Rubel als aus dem Embargo der westlichen Staaten. In der Planung für das Jahr 2015 sind diese Entwicklungen berücksichtigt.
Für 2015 setzt sich INDUS erneut das Ziel, stärker als der Markt zu wachsen. Für das aktuelle Jahr liegt die BIP-Prognose nach Annahme der Bundesregierung44 bei 1,5%. INDUS plant demzufolge für 2015 ein organisches Umsatzwachstum von mehr als 1,5%. Akquisitionen sind in der Umsatzund Ergebnisplanung nicht berücksichtigt. Insgesamt erwartet die Gruppe einen Umsatz von rund 1,3 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) soll sich proportional entwickeln und in einem Korridor von 125 bis 130 Mio. EUR liegen. Die Auftragslage nach den beiden ersten Monaten 2015 stützt diese Erwartungen. Die Preise für Rohstoffe und Energie dürften im Jahresverlauf unverändert bleiben. Unsicherheiten sieht INDUS bei der Entwicklung des Ölpreises; dieser ist derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau und dürfte mittelfristig wieder anziehen. Daher geht INDUS von einer ähnlichen Materialaufwandsquote aus. Für die Personalkosten werden sich aufgrund der Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektrobranche und noch anstehender weiterer Tarifverhandlungen allerdings signifikante Erhöhungen von teilweise mehr als 3% ergeben. Der Vorstand geht davon aus, dass sich diese Lohnsteigerungen nicht voll kompensieren lassen werden. Die Abschreibungen werden für 2015 voraussichtlich abermals leicht ansteigen.
Investieren in Deutschlands und Europas Zukunft, BMWI, Berlin, S. 7
Angesichts einer stabilen Nachfrage in der Baubranche erwartet INDUS für das Segment Bau/ Infrastruktur ein Umsatzniveau wie 2014; die Schwäche bei den öffentlichen Investitionen und geringe Impulse aus dem Wirtschaftsbau lassen erwarten, dass die im Vorjahr sehr gute Margensituation leicht nachgibt. Für das Segment wird eine operative Marge von 12% bis 14% erwartet.
Im Bereich Fahrzeugtechnik hat sich die Ertragslage nach den Maßnahmen der letzten Jahre deutlich verbessert. Dennoch bleibt auch das laufende Jahr herausfordernd. Die Schwäche des europäischen Marktes belastet noch das Segment der Mitteklassefahrzeuge. Aufgrund der guten Nachfrage im Premiumsegment, vorrangig aus den USA und Asien, wird aber ein Umsatz auf dem aktuellen Niveau erwartet. Das langfristige Margenziel von 6% bis 8% sieht INDUS auch für 2015 als erreichbar an.
Auch für das Segment Maschinen- und Anlagenbau bleibt das Jahr 2015 herausfordernd. Im aktuellen Jahr haben die Segment-Unternehmen wieder eine Marge von nahezu 12% erreicht, eine Entwicklung, die im Wesentlichen durch die neuen Portfoliounternehmen getragen wurde. Negative Effekte bei zwei Beteiligungen werden aber kontraproduktiv wirken: zum einen die geplante Stilllegung des Geschäftsbereichs SEMET, zum anderen die schwache Auftragslage im Bereich der Anlagen zur OLED-Fertigung. Die Umsätze und Ergebnisse der neuen Beteiligung MBN waren im Berichtsjahr teilweise schon enthalten. Das Unternehmen wird 2015 voll konsolidiert, allerdings ergeben sich hohe Belastungen aus der Erstkonsolidierung. Die Umsatz- und Ertragslage soll sich trotz dieser Effekte nicht verschlechtern. Eine EBIT-Marge von mehr als 10% bleibt daher erneut das Ziel.
In der Medizin- und Gesundheitstechnik erwartet INDUS keine wesentlichen Veränderungen. Der Bereich geht von einer leicht steigenden Nachfrage und sich entsprechend proportional entwickelnden Ergebnissen aus. Aufgrund der vollständigen Einbeziehung unseres Neuerwerbs ROLKO dürfte der Umsatz etwas stärker steigen und damit proportional auch das operative Ergebnis. Die hohe EBIT-Marge von über 15% soll auch 2015 erzielt werden.
Im Segment Metalltechnik rechnet INDUS 2015 mit einem stabilen Geschäft. Die Anlaufverluste in der Neuanlage zur Kunststoffgalvanik sind verarbeitet; allerdings ist der Wettbewerbsdruck insbesondere bei den beiden Schweizer Gesellschaften hoch, sodass hier zu Beginn des Jahres 2015 Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet wurden. Hinzu kommen Qualitätsprobleme bei einem Unternehmen in der Sintertechnik. Im Gegenzug plant INDUS aber ein solide wachsendes Geschäft mit Hartmetallwerkzeugen und Strahlmitteln. INDUS geht daher von einem leicht steigenden Umsatz aus und erwartet eine EBIT-Marge zwischen 9% und 10%.
Für 2015 rechnet INDUS auf Basis stabiler Einnahmen und Erträge mit einem guten operativen Cashflow. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen 2015 rund 60 Mio. EUR betragen (ohne Akquisitionen). Die Mittel werden größtenteils für Innovations- und Rationalisierungsinvestitionen sowie für den weiteren Ausbau von Auslandsstandorten verwendet. Dieses Niveau plant INDUS auch mittelfristig in den Folgejahren beizubehalten. Darüber hinaus hält die Gesellschaft weiter nach interessanten Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau, um das Portfolio strategisch auszubauen und weitere Zukunftsbranchen erschließen zu können. Hierfür sind, passende Akquisitionsobjekte vorausgesetzt, Investitionen in Höhe von bis zu 50 Mio. EUR vorgesehen.
Die Liquidität von über 116 Mio. EUR und der erwartete operative Cashflow versetzen INDUS in die Lage, ihre Wachstumsstrategie auch 2015 größtenteils bankenunabhängig zu finanzieren. Sachinvestitionen und Dividendenauszahlung sollen aus dem laufenden Cashflow beziehungsweise aus bereitstehender Liquidität finanziert werden. Die Eigenkapitalquote soll 2015 und 2016 stabil bei rund 40% gehalten werden. Je nach Intensität der sich bietenden Marktchancen bei Zukäufen wird INDUS zusätzliche Fremdmittel aufnehmen und die Eigenkapitalquote kann daher 2015 wieder leicht sinken. Die Entschuldungsdauer auf Basis EBITDA soll auch 2015 einen Korridor von 2,0 bis 2,5 Jahren erreichen. Die im Jahresverlauf anstehenden Tilgungen sind bereits heute durch vereinbarte Neukredite mit einem Volumen von rund 90 Mio. EUR abgedeckt; alle Kredite sind mit ausschließlich lang laufenden Verträgen (d.h. im Mittel sieben bis acht Jahre Laufzeit) abgeschlossen. Weitere Linien mit einem Volumen von rund 30 Mio. EUR sind vereinbart. INDUS beabsichtigt, langfristig die aktuellen Bilanzrelationen beizubehalten.
| in TEUR | Anhang | 2014 | 2013* |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | [7] | 1.255.723 | 1.186.785 |
| Sonstige betriebliche Erträge | [8] | 21.897 | 21.854 |
| Aktivierte Eigenleistungen | [9] | 7.332 | 3.704 |
| Bestandsveränderung | [10] | 9.511 | 1.978 |
| Materialaufwand | [11] | -598.204 | -562.789 |
| Personalaufwand | [12] | -349.010 | -322.628 |
| Abschreibungen | [13] | -47.970 | -43.685 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | [14] | -173.717 | -167.076 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 1.383 | 127 | |
| Finanzergebnis | [15] | 241 | 315 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 127.186 | 118.585 | |
| Zinserträge | 705 | 1.042 | |
| Zinsaufwendungen | -27.186 | -20.931 | |
| Zinsergebnis | [16] | -26.481 | -19.889 |
| Ergebnis vor Steuern | 100.705 | 98.696 | |
| Steuern | [17] | -33.420 | -30.804 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | [6] [18] | -3.971 | -3.918 |
| Ergebnis nach Steuern | 63.314 | 63.974 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 172 | 121 | |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 63.142 | 63.853 | |
| Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR (fortgeführte Bereiche) | [19] | 2,74 | 3,02 |
| Ergebnis je Aktie verwässert in EUR (fortgeführte Bereiche) | 2,74 | 3,02 | |
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 63.314 | 63.974 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -4.971 | -287 |
| Latente Steuern | 1.431 | 83 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -3.540 | -204 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 1.959 | -2.727 |
| Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) | -1.726 | 3.771 |
| Latente Steuern | 273 | -598 |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 506 | 446 |
| Sonstiges Ergebnis | -3.034 | 242 |
| Gesamtergebnis | 60.280 | 64.216 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 172 | 121 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 60.108 | 64.095 |
| in TEUR | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Geschäfts- und Firmenwert | [20] | 368.239 | 331.606 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | [20] | 44.029 | 28.887 |
| Sachanlagen | [20] | 306.818 | 271.833 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | [20] | 6.131 | 5.965 |
| Finanzanlagen | [21] | 10.526 | 8.843 |
| At-Equity-bewertete Anteile | [22] | 7.033 | 5.737 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | [23] | 1.685 | 2.901 |
| Latente Steuern | [24] | 3.482 | 2.303 |
| Langfristige Vermögenswerte | 747.943 | 658.075 | |
| Vorräte | [25] | 265.690 | 236.056 |
| Forderungen | [26] | 162.091 | 156.218 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | [23] | 12.282 | 12.050 |
| Laufende Ertragsteuern | [24] | 3.890 | 2.584 |
| Liquide Mittel | 116.491 | 115.921 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 560.444 | 522.829 | |
| Bilanzsumme | 1.308.387 | 1.180.904 | |
| PASSIVA | |||
| Gezeichnetes Kapital | 63.571 | 63.571 | |
| Kapitalrücklage | 239.833 | 239.833 | |
| Übrige Rücklagen | 244.511 | 211.299 | |
| Eigenkapital der INDUS-Aktionäre | 547.915 | 514.703 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 1.957 | 627 | |
| Eigenkapital | [27] | 549.872 | 515.330 |
| Pensionsrückstellungen | [28] | 27.174 | 21.803 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | [29] | 1.561 | 1.755 |
| Langfristige Finanzschulden | [30] | 367.935 | 304.769 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | [31] | 49.844 | 21.376 |
| Latente Steuern | [24] | 33.165 | 25.716 |
| Langfristige Schulden | 479.679 | 375.419 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | [29] | 52.014 | 51.008 |
| Kurzfristige Finanzschulden | [30] | 94.381 | 118.760 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 47.942 | 45.543 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | [31] | 77.836 | 69.687 |
| Laufende Ertragsteuern | [24] | 6.663 | 5.157 |
| Kurzfristige Schulden | 278.836 | 290.155 | |
| Bilanzsumme | 1.308.387 | 1.180.904 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre |
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
Eigenkapital des Konzerns |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 31.12.2012 | 57.792 | 185.672 | 174.399 | -4.967 | 412.896 | 1.242 | 414.138 |
| Ergebnis nach Steuern | 63.853 | 63.853 | 121 | 63.974 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 242 | 242 | 242 | ||||
| Gesamtergebnis | 63.853 | 242 | 64.095 | 121 | 64.216 | ||
| Kapitalerhöhung | 5.779 | 54.161 | 59.940 | 59.940 | |||
| Dividendenzahlung | -22.228 | -22.228 | -766 | -22.994 | |||
| Veränderung Konsolidierungskreis |
30 | 30 | |||||
| Stand am 31.12.2013 | 63.571 | 239.833 | 216.024 | -4.725 | 514.703 | 627 | 515.330 |
| Stand am 31.12.2013 | 63.571 | 239.833 | 216.024 | -4.725 | 514.703 | 627 | 515.330 |
| Ergebnis nach Steuern | 63.142 | 63.142 | 172 | 63.314 | |||
| Sonstiges Ergebnis | -3.034 | -3.034 | -3.034 | ||||
| Gesamtergebnis | 63.142 | -3.034 | 60.108 | 172 | 60.280 | ||
| Dividendenzahlung | -26.896 | -26.896 | -154 | -27.050 | |||
| Veränderung Konsolidierungskreis |
1.312 | 1.312 | |||||
| Stand am 31.12.2014 | 63.571 | 239.833 | 252.270 | -7.759 | 547.915 | 1.957 | 549.872 |
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche | 67.285 | 67.893 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | ||
| auf langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) | 46.504 | 40.185 |
| aufgrund von Gewinnen (-) bzw. Verlusten (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen | -127 | -213 |
| Steuern | 33.420 | 30.804 |
| Zinsergebnis | 26.481 | 19.889 |
| Cash Earnings aufgegebener Geschäftsbereiche | -799 | -3.146 |
| Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Unternehmen | -1.383 | -128 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | -3.932 | -1.526 |
| Veränderungen der Rückstellungen | 1.343 | 2.374 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva | -4.710 | -2.928 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva | -22.945 | -15.249 |
| Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern | -36.892 | -20.635 |
| Erhaltene Dividenden | 140 | 91 |
| Operativer Cashflow | 104.385 | 117.411 |
| Gezahlte Zinsen | -18.129 | -20.931 |
| Erhaltene Zinsen | 705 | 1.042 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 86.961 | 97.522 |
| Auszahlungen für Investitionen in | ||
| immaterielle Vermögenswerte | -7.461 | -5.420 |
| Sachanlagen | -58.279 | -46.270 |
| Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile | -769 | -2.006 |
| Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften | -31.416 | -49.205 |
| Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen Anlagen | 2.831 | 3.312 |
| Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche | -140 | -36 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -95.234 | -99.625 |
| Einzahlungen Kapital (Kapitalerhöhung) Auszahlungen Dividende |
0 -26.896 |
59.940 -22.228 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | -154 | -767 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 158.305 | 125.292 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Krediten | -123.060 | -142.260 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 8.195 | 19.977 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | -78 | 17.874 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | 648 | -663 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 115.921 | 98.710 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 116.491 | 115.921 |
Die INDUS Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in der Kölner Straße 32 in 51429 Bergisch Gladbach, Deutschland, ist im Handelsregister Köln unter HRB 46360 eingetragen. INDUS ist ein langfristig orientierter Finanzinvestor, der sich als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert hat. Die operativen Unternehmen sind fünf Unternehmensbereichen (Segmenten) zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik.
Die INDUS Holding AG hat ihren Konzernabschluss für das vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 dauernde Geschäftsjahr 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgt nach Fristigkeiten der Vermögenswerte bzw. Schulden.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Alle Beträge sind für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.
Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der Bilanzierung von Bilanzpositionen, bei denen eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert verpflichtend ist. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag der INDUS Holding AG erstellt und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Gemäß § 315a HGB ist die INDUS Holding AG verpflichtet, den Konzernabschluss nach IFRS-Standards zu erstellen. Grundlage ist die Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union. Nach HGB erforderliche Anhangangaben, die über die nach IFRS erforderlichen Angaben hinausgehen, werden ebenfalls im Konzernanhang dargestellt. Der Abschluss wurde am 30. März 2015 durch den Vorstand aufgestellt. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 15. April 2015.
Alle zum 31. Dezember 2014 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt. Von der Möglichkeit, zukünftig verpflichtende Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.
Erstmalig anzuwenden im Geschäftsjahr 2014 waren folgende Standards:
■ Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB drei neue Standards zur Konsolidierung: IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen". Zusätzlich wurden Änderungen an zwei bereits bestehenden Standards, IAS 27 "Einzelabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen", veröffentlicht. Die Erstanwendung der Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die Erstanwendung hat keine Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis der INDUS, führt aber zu erweiterten Anhangangaben.
Mit IFRS 10 "Konzernabschlüsse" soll eine methodisch einheitliche Abgrenzung des Konsolidierungskreises unabhängig von der Beteiligungsform gewährleistet werden. Die Basis hierfür bildet ein Control-Konzept mit umfangreichen Anwendungshinweisen, welches in den neuen Standard integriert wurde. IFRS 10 ersetzt somit die entsprechenden Regelungen aus IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung – Zweckgesellschaften" in vollem Umfang.
IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von Vereinbarungen, durch die die gemeinschaftliche Kontrolle zusammen mit einem Dritten ausgeübt werden kann.
In IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" werden die Anhangangaben geregelt, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie zu gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen anzugeben sind.
Infolge der Änderungen durch IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" veröffentlichte das IASB eine überarbeitete Fassung von IAS 27 "Einzelabschlüsse", die nun ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im IFRS-Einzelabschluss regelt.
In der vom IASB neu überarbeiteten Fassung von IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" wird neben der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen nun auch die Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode geregelt.
Aus der erstmaligen Anwendung der oben angegebenen neuen bzw. geänderten Standards ergeben sich insgesamt keine Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der INDUS, jedoch erweiterte Anhangangaben.
Ob und inwieweit sich Auswirkungen aus den zukünftig anzuwendenden neuen/geänderten Standards bzw. Interpretationen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der INDUS ergeben werden, wird derzeit geprüft.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei Unternehmenszusammenschlüssen sind Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Der Geschäfts- und Firmenwert wird ermittelt als Differenz zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses und dem Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Geschäfts- und Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen geprüft. Eine negative Differenz wird sofort ergebniswirksam erfasst. Ein positiver Geschäfts- und Firmenwert wird in der funktionalen Währung der erworbenen Beteiligung/Gruppe geführt.
Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis werden deren Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft gegen die Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft gegen das fortgeführte Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Bedingte Kaufpreisbestandteile werden im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn ihr Eintritt wahrscheinlich ist und verlässlich geschätzt werden kann. Wertänderungen dieser Bestandteile werden in den Folgeperioden ergebniswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten des Beteiligungserwerbs werden nicht in die Kaufpreisallokation einbezogen, sondern in der Periode des Erwerbs aufwandswirksam verrechnet.
Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, werden die betreffenden Anteile nicht beherrschender Gesellschafter mit ihrem beizulegenden Zeitwert als Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt.
In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle in die funktionale Währung der Einzelgesellschaft umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine ergebniswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert mit dem Devisenkassamittelkurs.
Nach dem Konzept der funktionalen Währung erstellen die Gesellschaften außerhalb des Euroraums ihre Abschlüsse in der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung dieser Abschlüsse in Euro erfolgt für Vermögenspositionen und Schulden mit dem Stichtagskurs. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Positionen zu historischen Kursen geführt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet und die sich hieraus ergebenden Währungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral weiterentwickelt. Die verwendeten Kurse ergeben sich aus folgender Tabelle:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR = | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 2014 | 2013 | |
| Brasilien | BRL | 3,221 | 3,258 | 3,122 | 2,867 |
| Kanada | CAD | 1,406 | 1,467 | 1,467 | 1,367 |
| Schweiz | CHF | 1,202 | 1,228 | 1,215 | 1,231 |
| China | CNY | 7,536 | 8,349 | 8,188 | 8,165 |
| Tschechien | CZK | 27,735 | 27,427 | 27,536 | 25,987 |
| Dänemark | DKK | 7,445 | 7,459 | 7,455 | 7,458 |
| Großbritannien | GBP | 0,779 | 0,834 | 0,806 | 0,849 |
| Mexiko | MXN | 17,868 | 18,073 | 17,662 | 16,964 |
| Polen | PLN | 4,273 | 4,154 | 4,184 | 4,197 |
| Serbien | RSD | 121,381 | 114,565 | 117,245 | 113,064 |
| Singapur | SGD | 1,606 | 1,741 | 1,683 | 1,662 |
| Türkei | TRY | 2,832 | 2,961 | 2,907 | 2,533 |
| USA | USD | 1,214 | 1,379 | 1,329 | 1,328 |
| Südafrika | ZAR | 14,0353 | 14,566 | 14,406 | 12,831 |
In der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens, der Rückstellungen und des Eigenkapitals werden die Anfangs- und Endbestände mit Stichtagskursen umgerechnet, die innerjährlichen Bewegungen mit dem Durchschnittskurs. Daraus resultierende Währungsdifferenzen werden gesondert ausgewiesen und erfolgsneutral behandelt.
Der Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund seiner unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben. Die Überprüfung auf Werthaltigkeit erfolgt mindestens einmal jährlich. Dabei wird grundsätzlich der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen. Der Nutzungswert basiert auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem detaillierten Planungszeitraum von drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer globalen Wachstumsrate von 1,0% (Vorjahr: 1,0%) hochgerechnet.
Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit einem segmentspezifischen Vorsteuer-Kapitalkostensatz abgezinst. In den Segmenten wurden folgende Vorsteuer-Kapitalkostensätze verwendet: Bau/Infrastruktur 7,6% (Vorjahr: 9,2%), Fahrzeugtechnik 9,6% (Vorjahr: 9,3%), Maschinenund Anlagenbau 8,3% (Vorjahr: 8,2%), Medizin- und Gesundheitstechnik 6,7% (Vorjahr: 6,4%) und Metalltechnik 9,0% (Vorjahr: 8,9%).
Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts erfolgt auf der Ebene, auf der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Zuordnung sinnvoll möglich ist. In den meisten Fällen wird der Geschäfts- und Firmenwert der Beteiligungsgesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zugeordnet. Das entspricht den operativen Gesellschaften, wie sie im Anhang aufgelistet sind. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Liefer- und Leistungsverknüpfung zwischen diesen Gesellschaften besteht, werden diese zu operativen Einheiten zusammengefasst und die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts auf dieser Basis überprüft (Cash Generating Units).
Der im Rahmen der Kaufpreisallokation entstandene Geschäfts- und Firmenwert verteilt sich auf 41 (Vorjahr: 38) Cash Generating Units. Dadurch ist kein einzelner Geschäfts- und Firmenwert im Sinne des IAS 36.135 signifikant. Um ein Bild über die damit verknüpften Risiken zu vermitteln, wurde der Segmentbericht um die Berichtszeile Geschäfts- und Firmenwert erweitert. Würde der segmentspezifische Vorsteuer-Kapitalkostensatz um 0,5% steigen, würden die außerplanmäßigen Geschäfts- und Firmenwert-Abschreibungen um rund 4.900 TEUR (Vorjahr: rund 1.000 TEUR) steigen.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und – sofern bestimmbar – linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert, sonst werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Abschreibung erfolgt mit dem Beginn der Nutzung linear über fünf bis zehn Jahre.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Nutzungsverlauf kommen sowohl die lineare als auch die degressive Abschreibungsmethode zur Anwendung. Investitionszuschüsse werden passiviert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer aufgelöst. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, Zinsen werden nach IAS 23 einbezogen. Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde.
| Jahre | |
|---|---|
| Gebäude | 20 bis 50 |
| Grundstückseinrichtungen | 8 bis 20 |
| Maschinen und technische Anlagen | 5 bis 15 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 15 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Wert abzüglich Veräußerungskosten. Bei Wegfall der Gründe für eine in der Vergangenheit durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung wird eine Wertaufholung vorgenommen, maximal bis zu dem bei planmäßigem Abschreibungsverlauf anzusetzenden Buchwert.
Fremdkapitalkosten werden auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert, mit deren Anschaffung nach dem 1. Januar 2009 begonnen wurde. Qualifizierte Vermögenswerte liegen vor, wenn für deren Herstellung mindestens ein Jahr erforderlich ist.
Zur Erzielung von Mieterträgen und zum Zweck der Wertsteigerung gehaltene Grundstücke und Gebäude werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien bilanziert. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Abschreibungen und Nutzungsdauern entsprechen grundsätzlich denen selbst genutzter Immobilien. Der beizulegende Zeitwert wird als Nutzungswert durch interne Berechnungen als Vergleichsangabe ermittelt. Der Nutzungswert jeder Immobilie wird basierend auf fixierten Miet- und Pachtverträgen geplant, nach Auslauf der Verträge werden plausible Annahmen zur weiteren Nutzung getroffen.
Abhängig von der Verteilung der wesentlichen Chancen und Risiken werden Leasingverträge als Operating-Leasing oder Finanzierungsleasing klassifiziert, mit der Folge, dass Finanzierungsleasing als Vermögenswert zu bilanzieren ist. Im Rahmen des Finanzierungsleasings gemietetes Anlagevermögen wird zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden diskontiert unter den Finanzschulden ausgewiesen.
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten. Die zugerechneten Gemeinkosten werden überwiegend auf der Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt, wenn diese im Wesentlichen der Normalauslastung entspricht.
Rohstoffe und Handelswaren werden nach der Durchschnittsmethode bewertet. Bei erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit werden diese auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewertet.
Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt nach der Methode "Percentage of Completion" (PoC) bilanziert. Die Auftragserlöse und das Auftragsergebnis werden nicht erst bei Risikoübergang realisiert, sondern mit dem Grad der Fertigstellung. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich aus dem Anteil der angefallenen Kosten an den gesamten Auftragskosten.
Erwartete Verluste aus Fertigungsaufträgen werden bei Feststellung sofort als Aufwand erfasst. Dazu werden zunächst Vermögenswerte wertberichtigt und gegebenenfalls darüber hinaus Rückstellungen gebildet. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags noch nicht hinreichend sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst.
Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Bei einem üblichen Kauf erfolgt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag, also zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Die erstmalige Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung von Vermögenswerten ist entsprechend der vier Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", "gehalten bis zur Endfälligkeit", "ausgereichte Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar" vorzunehmen. Finanzielle Schulden sind in den zwei Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu bilanzieren. Die Fair-Value-Option wird nicht angewendet.
Die Marktwerte von Finanzinstrumenten werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder durch anerkannte Bewertungsverfahren, z.B. Discounted-Cashflow-Methoden, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft. Die Zinssätze sind der Laufzeit und dem Risiko des zugrunde liegenden Finanzinstruments angepasst.
Originäre Finanzinstrumente: Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts wird in der Folge unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital abgebildet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert sind, beeinflussen direkt das Periodenergebnis.
Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen werden regelmäßig zu Anschaffungskosten bewertet, da für sie kein notierter Marktpreis auf einem aktiven Markt existiert und ein beizulegender Zeitwert mit vertretbarem Aufwand nicht verlässlich bestimmt werden kann. Assoziierte Unternehmen, auf die die INDUS-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss (in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20% und 50%) ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wird der Buchwert um die anteiligen Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert; bei kurzfristigen Forderungen entspricht dieser Ansatz grundsätzlich dem Nennbetrag. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Allgemeine Kreditrisiken werden durch portfoliobasierte Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit oder aktuelleren Erkenntnissen beruhen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden grundsätzlich auf separaten Konten erfasst.
Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Erfüllungsbetrag.
Derivative Finanzinstrumente werden bei INDUS zur Absicherung von auf zukünftigen Zahlungsströmen basierenden Grundgeschäften eingesetzt. Bei den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten handelt es sich überwiegend um Zinsswaps oder Fremdwährungstermingeschäfte. Voraussetzung für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung ist, dass die Sicherung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument effektiv ist und dies dokumentiert und laufend überwacht wird.
Die Bilanzierung dokumentierter Sicherungsbeziehungen ist abhängig von der Art der Beziehung. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft werden bei Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts von Bilanzpositionen ("Fair Value Hedge") mit gegenläufigen Effekten ergebniswirksam erfasst. Im Falle der Absicherung von Zahlungsströmen ("Cashflow Hedge") wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital fortgeführt. Eine ergebniswirksame Auflösung dieser Position erfolgt entweder mit Realisierung des Grundgeschäfts oder mit Feststellung einer Ineffektivität der Sicherung.
Darüber hinaus werden Call-/Put-Optionen aus dem Erwerb von Unternehmen als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Bei der Bewertung der oben beschriebenen Sicherungsinstrumente sowie der Call-/Put-Optionen zum beizulegenden Zeitwert wurden in beiden Geschäftsjahren ausschließlich marktbezogene Bewertungsverfahren herangezogen. Das entspricht den Verfahren der Stufe 2. Auswirkungen aus dem Wechsel von Bewertungsverfahren nach Stufe 1 (Marktpreise) oder Stufe 3 (Bewertungsverfahren ohne beobachtbare Marktdaten) existieren daher nicht.
Als Inputfaktor zur Bewertung der Zinsswaps wird der stichtagsbezogene Marktzinssatz verwendet. Als Inputfaktor zur Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten werden der stichtagsbezogene Marktzinssatz und EBIT-Multiples verwendet.
Bei aufgegebenen Geschäftsbereichen handelt es sich um abgrenzbare Geschäftsbereiche, die stillgelegt wurden. Das Ergebnis des stillgelegten Geschäftsbereichs wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst.
Die Altersvorsorgeverpflichtungen basieren auf beitrags- sowie leistungsorientierten Versorgungsplänen in unterschiedlicher Ausgestaltung.
Der Aufwand aus beitragsorientierten Plänen ("Defined Contribution Plans") betrifft Zahlungen von INDUS an externe Einrichtungen, ohne mit der Zahlung eine darüber hinausgehende Verpflichtung gegenüber dem Begünstigten einzugehen.
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Obligation") werden Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet ("Projected Unit Credit Method"). Die künftigen Verpflichtungen werden auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und zeigen somit den Teil der Versorgungsverpflichtungen, der bis zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst wurde. Die Bewertung berücksichtigt Annahmen über die zukünftige Entwicklung verschiedener Parameter, insbesondere Steigerungen der Gehälter und Renten. Der für die Abzinsung der künftigen Leistungsansprüche verwendete Zinssatz ist der Marktzinssatz für risikoadäquate langfristige Anlagen mit einer vergleichbaren Laufzeit. Für jeden Pensionsplan wird der Anwartschaftsbarwert um den beizulegenden Zeitwert eines qualifizierten Planvermögens vermindert. Bei Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung der zugrunde gelegten Parameter zur Berechnung der Anwartschaftsbarwerte und der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens entstehen versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Diese versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste werden erfolgsneutral über die Entwicklung des Konzerneigenkapitals und die Gesamtergebnisrechnung erfasst und in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.
Sonstige Rückstellungen werden berechnet für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten, resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit, welches wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen wird, und dessen Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Ressourcenabfluss als langfristig klassifiziert wird und der Effekt hieraus wesentlich ist. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Gewährleistungsrückstellungen werden für den gewährleistungsbehafteten Umsatz und den relevanten Gewährleistungszeitraum auf der Basis von gesicherten Erfahrungswerten berechnet. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, drohende Verluste aus Aufträgen und übrige Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind auf der Basis der zu erbringenden Leistungen berechnet. Für nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den nationalen Steuerbehörden werden Steuerrückstellungen auf Basis angemessener Schätzungen gebildet.
Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, die wahrscheinlich nicht zu einem Ressourcenabfluss führen oder in ihrer Höhe nicht verlässlich bestimmt werden können. Sofern eine Eventualschuld vorliegt, werden hierzu Angaben im Anhang gemacht.
Latente Steuern werden auf alle temporären Unterschiede zwischen dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz und dem entsprechenden steuerlichen Wert nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Temporäre Differenzen entstehen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts oder die Erfüllung der Schuld zu steuerlich abweichenden Erträgen oder Aufwendungen führt. Latente Steuern auf einen Geschäfts- und Firmenwert werden nur in dem Maße, in dem dieser steuerlich abzugsfähig ist, gebildet. Das ist bei deutschen Personengesellschaften grundsätzlich der Fall.
Latente Steuern müssen auch dann berechnet werden, wenn die Realisierung dieses Geschäftsund Firmenwerts, zum Beispiel über die Veräußerung der zugehörigen Personengesellschaft, nicht geplant ist. Dies führt zu einem dauerhaften Aufbau an passiven latenten Steuern bei INDUS.
Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verrechnet werden kann. Bei steuerlichen Verlustvorträgen ist das der Fall, wenn es entweder wahrscheinlich ist, dass in einem Planungshorizont von fünf Jahren ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist oder in entsprechender Höhe saldierungsfähige passive latente Steuern mit zukünftig ausreichendem zu versteuerndem Einkommen verrechenbar sind.
Latente Steuern sind mit dem Steuersatz zu bewerten, der in der Periode, in der sich die Differenzen voraussichtlich umkehren werden, gültig sein wird. Unabhängig von der Fristigkeit sind latente Steuern nicht abzuzinsen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze gebildet, die nach der derzeitigen Rechtslage in den verschiedenen Ländern gültig bzw. verabschiedet sind. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15%. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370% sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5% errechnet sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 28,8% (Vorjahr: 28,8%). Die ausländischen Steuersätze liegen unverändert zwischen 19% und 39%.
Im Rahmen der Ertragsrealisierung erfolgt die Erfassung von Umsatzerlösen, wenn die Leistungen erbracht beziehungsweise die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Umsatzerlöse sind gekürzt um Erlösschmälerungen. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmbar ist und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass INDUS ein wirtschaftlicher Nutzen hieraus zufließen wird. Umsätze aus Dienstleistungen werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Bei Fertigungsaufträgen erfolgt die Gewinnrealisierung entsprechend dem Fertigstellungsgrad. Dividendenerträge aus Anteilen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den zu versteuernden Gewinn des jeweiligen Unternehmens und die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuern ausgewiesen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden voraussichtlich zu leisten sein wird bzw. erfolgen wird. In die Berechnung fließen am Bilanzstichtag gültige Steuersätze ein.
Die im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms gewährten virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights) sind als "anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" klassifiziert. Für diese werden ratierliche, mit dem beizulegenden Zeitwert der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet. Der ratierliche Aufbau der Rückstellungen erfolgt erfolgswirksam als Personalaufwand über die jeweilige Laufzeit bis zum voraussichtlichen Ausübungszeitpunkt.
Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Zinsen und erhaltene Dividenden sind dem Cashflow aus Geschäftstätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition liquide Mittel und enthält Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Die Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.
Bilanzpositionen werden durch zukünftige Ereignisse, die nicht kontrolliert werden können, beeinflusst. Dies kann Forderungsausfälle, Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen oder ähnliche Sachverhalte betreffen – all dies sind Risiken, die grundsätzlich eng mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Bilanzierung solcher Posten beruht auf langjähriger Erfahrung und der Beurteilung des aktuellen Umfelds.
Systembedingte Unsicherheiten resultieren aus Bilanzposten, bei denen erwartete zukünftige Zahlungsreihen diskontiert werden. Der Verlauf der Zahlungsreihen ist von zukünftigen Ereignissen abhängig, über deren Entwicklung Annahmen getroffen werden müssen. Weiterhin kann die Höhe der zukünftigen Zinssätze einen berechneten Cashflow erheblich beeinflussen. Das ist insbesondere der Fall bei der Prüfung von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Wertminderungen sowie der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren. Auch die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern basiert auf der Prognose zukünftiger Cashflows.
Relevante Unsicherheiten resultieren auch aus Posten, die aus einer Bandbreite möglicher zukünftiger Ausprägungen zu ermitteln sind, und betreffen insbesondere die sonstigen Rückstellungen und vergleichbare Verpflichtungen. Auch hier ist langjährige Erfahrung bei der Bilanzierung von hoher Bedeutung; trotzdem sind regelmäßig Über- oder Unterdotierungen von Rückstellungen in den folgenden Abschlüssen anzupassen.
Bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten fehlen oft aktive Märkte mit beobachtbaren Werten. Bei der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen muss der beizulegende Zeitwert der erworbenen Bilanzposten dann durch übliche Bewertungsmodelle ermittelt werden, die wiederum Annahmen über direkt beobachtbare und gegebenenfalls nicht beobachtbare Bewertungsprämissen erfordern.
Dem aktuellen Abschluss liegen Schätzungen und Annahmen zugrunde, die auf dem letzten Kenntnisstand des Managements beruhen. Da sich eine Vielzahl relevanter Bewertungsparameter aber der Kontrolle des Managements entziehen, lassen sich auch größere Buchwertanpassungen in der Zukunft nicht ausschließen.
Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet INDUS insgesamt mit einer stabilen Entwicklung, die den Ansatz der Bilanzposten entsprechend dem aktuellen Abschluss nicht wesentlich gefährdet. Die zugrunde liegenden Annahmen zur generellen konjunkturellen Entwicklung und der Entwicklung der relevanten Märkte im Speziellen werden ausführlich im Prognosebericht erläutert.
Im Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen vollkonsolidiert, bei denen die INDUS Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu beherrschen. Beherrschung liegt vor, wenn eine Gesellschaft Verfügungsmacht über die Tochterunternehmen ausüben kann, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und die Möglichkeit hat, ihre Verfügungsmacht zu nutzen, um die Höhe der Rückflüsse zu beeinflussen. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahrs erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. Ab dem Zeitpunkt des Beschlusses zur Veräußerung werden die Gesellschaften als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.
| Inland | Ausland | Gesamt | davon Anteilsbesitz unter 100% |
|
|---|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | ||||
| 31.12.2013 | ||||
| Bau/Infrastruktur | 22 | 2 | 24 | 2 |
| Fahrzeugtechnik | 30 | 9 | 39 | 6 |
| Maschinen- und Anlagenbau | 21 | 9 | 30 | 9 |
| Medizin- und Gesundheitstechnik | 4 | 3 | 7 | 1 |
| Metalltechnik | 15 | 6 | 21 | 2 |
| Sonstige | 7 | 0 | 7 | 1 |
| Summe | 99 | 29 | 128 | 21 |
| Summe | 105 | 37 | 142 | 24 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige | 7 | 0 | 7 | 1 |
| Metalltechnik | 15 | 7 | 22 | 3 |
| Medizin- und Gesundheitstechnik | 5 | 6 | 11 | 4 |
| Maschinen- und Anlagenbau | 24 | 12 | 36 | 8 |
| Fahrzeugtechnik | 30 | 10 | 40 | 6 |
| Bau/Infrastruktur | 24 | 2 | 26 | 2 |
Die wesentlichen operativen Tochtergesellschaften sind im Anhang unter Punkt [44] dargestellt. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Buchwert der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter beträgt 1.957 TEUR (Vorjahr: 627 TEUR). Keiner der nicht beherrschenden Anteile ist für sich genommen wesentlich.
Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, liegt das wirtschaftliche Eigentum zu 100% bei INDUS und die betreffenden Anteile werden in vollem Umfang konsolidiert und mit ihrem beizulegenden Zeitwert als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert. Zum Stichtag sind Kaufpreisverbindlichkeiten aus Minderheitenanteilen mit Andienungsrecht in Höhe von 45.626 TEUR (Vorjahr: 19.025 TEUR) bilanziert. In allen wesentlichen Fällen existieren Kaufpreismodelle, die unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezifischen Risikostruktur eine objektivierte Bewertung der Anteile zulassen, die einen Austausch der nicht beherrschenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert gewährleistet. Die Ausübung der Rechte ist in der Regel durch beide Vertragsparteien möglich. In einigen Fällen existieren Regelungen zum erstmaligen Ausübungszeitpunkt der Callund/oder Put-Option.
Im Konsolidierungskreis sind zum 31. Dezember 2014 34 Komplementär-GmbHs, die mit der zugehörigen KG eine Einheitsgesellschaft bilden (31. Dezember 2013: 32 Komplementär-GmbHs) enthalten.
Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren aus dem Erwerb oder der Neugründung von Unternehmungen oder der Aufnahme des operativen Geschäfts von bisher nicht konsolidierten Beteiligungen.
Abgänge aus dem Konsolidierungskreis resultieren aus der Verschmelzung von Beteiligungen.
Acht (Vorjahr: acht) Tochterunternehmen, die wegen geringer Größe oder geringfügiger wirtschaftlicher Aktivität für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, wurden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, da kein aktiver Markt existiert und sich die beizulegenden Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand ermitteln lassen.
Mit Vertrag vom 10. April 2014 hat die INDUS Holding AG 75% der Anteile an der ROLKO Kohlgrüber GmbH mit Sitz in Borgholzhausen erworben. Die ROLKO-Gruppe mit den Standorten Borgholzhausen und Silkeborg in Dänemark, Houten in den Niederlanden sowie Xiamen in China ist ein führender Anbieter von Rehabilitations-Zubehör, insbesondere für Rollstühle und Rollatoren. Die Unternehmen werden dem Segment Medizin- und Gesundheitstechnik zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für den Erwerb der ROLKO-Gruppe betrug zum Erwerbszeitpunkt 29.357 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einer Barzahlung in Höhe von 20.250 TEUR sowie einer im Wesentlichen bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 9.107 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert einbezogen wurde und aus einer symmetrischen Call-/Put-Option über die 25% Minderheitsanteile resultiert. Die Ermittlung der Höhe der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt im Wesentlichen auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftig relevante EBIT.
In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt ermittelt:
| neuerwerbe: rolko (in TEUR) | |||
|---|---|---|---|
| Buchwerte im Zugangszeitpunkt |
Neubewertung | Zugang Konzernbilanz |
|
| Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 12.080 | 12.080 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6 | 14.970 | 14.976 |
| Sachanlagen | 4.120 | 365 | 4.485 |
| Vorräte | 3.804 | 396 | 4.200 |
| Forderungen | 2.471 | 0 | 2.471 |
| Sonstige Aktiva | 1.527 | 0 | 1.527 |
| Liquide Mittel | 1.862 | 0 | 1.862 |
| Summe Vermögenswerte | 13.790 | 27.811 | 41.601 |
| Sonstige Rückstellungen | 538 | 0 | 538 |
| Finanzschulden | 1.937 | 0 | 1.937 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 484 | 0 | 484 |
| Sonstige Passiva | 3.123 | 4.530 | 7.653 |
| Summe Schulden | 6.082 | 4.530 | 10.612 |
Der Geschäfts- und Firmenwert aus der Erstkonsolidierung ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Konstruktion und Produktion.
Zum Ergebnis 2014 trägt die ROLKO-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 15.259 TEUR und ein EBIT in Höhe von 2.209 TEUR bei. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Mai 2014. Wäre die ROLKO-Gruppe bereits zum 1. Januar 2014 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2014 auf 21.960 TEUR und das EBIT auf 3.308 TEUR.
Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der ROLKO-Gruppe belasten das operative Ergebnis in Höhe von 1.805 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Mit Vertrag vom 10. November 2014 hat die INDUS Epsilon GmbH & Co. KG, eine 100%ige Tochter der INDUS Holding AG, 75% der Anteile an der MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH mit Sitz in Neugersdorf (Sachsen) erworben. Die MBN GmbH hält 100% der Anteile an der MBN Mechanical Manufactoring Co. Ltd, Changchun, China und 100% der MBN Automotive Inc. Alabama, USA. Die MBN-Gruppe entwickelt und fertigt automatisierte Anlagen und Maschinen für die Fahrzeugendmontage. Hauptkunden sind die großen deutschen Automobilmarken und ihre ausländischen Tochtergesellschaften und Produktions-Joint-Ventures. Die MBN-Gruppe wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für den Erwerb der MBN-Gruppe betrug zum Erwerbszeitpunkt 44.470 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einer Barzahlung in Höhe von 32.250 TEUR sowie einer im Wesentlichen bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 12.220 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert einbezogen wurde. und aus einer symmetrischen Call-/Put-Option über die 25% Minderheitsanteile resultiert. Die Ermittlung der Höhe der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt im Wesentlichen auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftig relevante EBIT.
In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt ermittelt:
| Buchwerte im Zugangszeitpunkt |
Neubewertung | Zugang Konzernbilanz |
|
|---|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 21.451 | 21.451 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 70 | 1.911 | 1.981 |
| Sachanlagen | 5.278 | 2.955 | 8.233 |
| Finanzanlagen | 578 | 1.051 | 1.629 |
| Vorräte | 11.752 | 6.847 | 18.599 |
| Forderungen | 932 | 0 | 932 |
| Sonstige Aktiva | 5.494 | 0 | 5.494 |
| Liquide Mittel | 26.078 | 0 | 26.078 |
| Summe Vermögenswerte | 50.182 | 34.215 | 84.397 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.819 | 0 | 3.819 |
| Finanzschulden | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.794 | 0 | 2.794 |
| Sonstige Passiva | 29.942 | 3.346 | 33.288 |
| Summe Schulden | 36.555 | 3.346 | 39.901 |
neuerwerbe: mbn (in TEUR)
Der Geschäfts- und Firmenwert aus der Erstkonsolidierung ist steuerlich nicht abzugsfähig und repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft.
Zum Ergebnis 2014 trägt die MBN-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 17.994 TEUR und ein EBIT in Höhe von 2.295 TEUR bei. Die Erstkonsolidierung erfolgte im November 2014. Wäre die MBN-Gruppe bereits zum 1. Januar 2014 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2014 auf 66.208 TEUR und das EBIT auf 7.638 TEUR.
Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der MBN-Gruppe belasten das operative Ergebnis in Höhe von 1.699 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Am 21. Mai 2014 hat die IPETRONIK GmbH & Co. KG 60% der Anteile an der SAVVY Telematic Systems AG mit Sitz in Schaffhausen, Schweiz, übernommen. Die SAVVY AG ist ein Anbieter von Telematik-Lösungen in der Logistikbranche. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Mai 2014 und das Unternehmen wird dem Segment Fahrzeugtechnik zugeordnet.
Im Zuge der Entwicklungsstrategie der RÜBSAMEN-Gruppe wurde die TR-Metalltechnik GmbH, Eichenstruth, mit Vertrag vom 3. Juli 2014 im Rahmen eines Asset-Deals erworben. Das Unternehmen ist ein Spezialist im Bereich Laser- und Schweißtechnik und wird dem Bereich Metalltechnik zugerechnet. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Juli 2014.
Mit Vertrag vom 20. August 2014 hat die INDUS-Beteiligung ASS 75% der Anteile an der KNUR Maschinenbau GmbH, Regensburg, erworben. KNUR ergänzt das Produktportfolio der ASS. Die Erstkonsolidierung erfolgte im September 2014. Die KNUR Maschinenbau GmbH wird dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für den Erwerb der übrigen Gesellschaften betrug zum Erwerbszeitpunkt 5.841 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus Barzahlungen in Höhe von 3.787 TEUR sowie einer im Wesentlichen bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 2.054 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert einbezogen wurde und aus einer symmetrischen Call-/Put-Option über Minderheitsanteile resultiert. Die Ermittlung der Höhe der Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt im Wesentlichen auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftig relevante EBIT.
In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt ermittelt:
| neuerwerbe: übrige (in TEUR) | |||
|---|---|---|---|
| Buchwerte im Zugangszeitpunkt |
Neubewertung | Zugang Konzernbilanz |
|
| Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 3.268 | 3.268 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 14 | 0 | 14 |
| Sachanlagen | 2.008 | 0 | 2.008 |
| Finanzanlagen | 7 | 0 | 7 |
| Vorräte | 427 | 485 | 912 |
| Forderungen | 1.533 | 0 | 1.533 |
| Sonstige Aktiva | 417 | 0 | 417 |
| Liquide Mittel | 557 | 0 | 557 |
| Summe Vermögenswerte | 4.963 | 3.753 | 8.716 |
| Sonstige Rückstellungen | 168 | 0 | 168 |
| Finanzschulden | 1.687 | 0 | 1.687 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 381 | 0 | 381 |
| Sonstige Passiva | 379 | 140 | 519 |
| Summe Schulden | 2.615 | 140 | 2.755 |
Die Geschäfts- und Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung sind steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Konstruktion und Produktion.
Aufgrund der übrigen Neuerwerbe sind 2.812 TEUR Umsätze erwirtschaftet sowie ein EBIT von -125 TEUR realisiert worden. Wären die übrigen Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2014 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2014 auf 5.134 TEUR und das EBIT auf 158 TEUR.
Die etragswirksamen Auswirkungen aus der Erstkonsolidierung der übrigen Neuerwerbe belasten das operative Ergebnis in Höhe von 485 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Ende Februar 2014 hat der Vorstand der INDUS Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Einstellung und Abwicklung des Geschäftsbetriebs der NISTERHAMMER Maschinenbau GmbH & Co. KG, Nister, beschlossen. NISTERHAMMER wurde dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.
Die Stilllegung hat die Darstellung als "aufgegebener Geschäftsbereich" zur Folge. Die Erträge und Aufwendungen der NISTERHAMMER betrugen in 2014 und 2013:
| aufgegebener geschäftsbereich (in TEUR) | ||
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| Umsatzerlöse | 1.013 | 8.451 |
| Aufwendungen und sonstige Erlöse | -5.608 | -12.790 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | -4.595 | -4.339 |
| Zinsergebnis | -280 | -271 |
| Ergebnis vor Steuern | -4.875 | -4.610 |
| Steuern | 904 | 692 |
| Ergebnis nach Steuern | -3.971 | -3.918 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereich | -3.971 | -3.918 |
Die Bilanzierung von NISTERHAMMER als aufgegebener Geschäftsbereich erfordert eine Anpassung der Vorjahreszahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
| anpassung der gewinn- und verlustrechnung des vorjahres (in TEUR) | |||
|---|---|---|---|
| 2013 veröffentlicht |
IFRS 5 | 2013 angepasst |
|
| Umsatzerlöse | 1.195.236 | -8.451 | 1.186.785 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21.874 | -20 | 21.854 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 3.716 | -12 | 3.704 |
| Bestandsveränderung | 1.443 | 535 | 1.978 |
| Materialaufwand | -569.281 | 6.492 | -562.789 |
| Personalaufwand | -326.205 | 3.577 | -322.628 |
| Abschreibungen | -44.424 | 739 | -43.685 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -168.555 | 1.479 | -167.076 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 127 | 0 | 127 |
| Finanzergebnis | 315 | 0 | 315 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 114.246 | 4.339 | 118.585 |
| Zinserträge | 1.042 | 0 | 1.042 |
| Zinsaufwendungen | -21.202 | 271 | -20.931 |
| Zinsergebnis | -20.160 | 271 | -19.889 |
| Ergebnis vor Steuern | 94.086 | 4.610 | 98.696 |
| Steuern | -30.112 | -692 | -30.804 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereich | 0 | -3.918 | -3.918 |
| Ergebnis nach Steuern | 63.974 | 0 | 63.974 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 121 | 0 | 121 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 63.853 | 0 | 63.853 |
| Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR | 2,85 | -0,17 | 3,02 |
| Ergebnis je Aktie verwässert in EUR | 2,85 | -0,17 | 3,02 |
In den Umsatzerlösen sind Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 127.184 TEUR enthalten (Vorjahr: 102.711 TEUR). Weiterhin sind Erlöse für Dienstleistungen in Höhe von 19.852 TEUR (Vorjahr: 10.139 TEUR) enthalten.
Eine erweiterte Darstellung der Umsatzerlöse findet sich im Bereich der Segmentberichterstattung.
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 5.756 | 5.538 |
| Erträge aus der Zuschreibung von Sachanlagen | 1.527 | 3.500 |
| Auflösung von Wertberichtigungen | 2.803 | 3.287 |
| Ertragszuschüsse/Auflösung passiver Abgrenzung | 671 | 1.409 |
| Versicherungsentschädigungen | 726 | 1.119 |
| Erträge aus Mieten und Pachten | 702 | 793 |
| Erträge aus der Währungsumrechnung | 4.231 | 563 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 941 | 549 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 4.540 | 5.096 |
| Summe | 21.897 | 21.854 |
| * Vorjahreszahlen angepasst |
Den Erträgen aus der Währungsumrechnung von 4.231 TEUR (Vorjahr: 563 TEUR) stehen Aufwendungen in Höhe von -292 TEUR gegenüber (Vorjahr: -3.413 TEUR). Der Betrag der Währungsumrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt somit 3.939 TEUR (Vorjahr: -2.850 TEUR).
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 4.644 | 1.665 |
| Aktivierte Eigenleistungen nach IAS 38 | 2.688 | 2.039 |
| Summe | 7.332 | 3.704 |
| * Vorjahreszahlen angepasst |
Weiterhin wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 9.716 TEUR (Vorjahr: 9.201) im Periodenaufwand erfasst.
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Unfertige Erzeugnisse | -5.342 | -1.221 |
| Fertige Erzeugnisse | 14.853 | 3.199 |
| Summe | 9.511 | 1.978 |
* Vorjahreszahlen angepasst
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -506.477 | -482.671 |
| Bezogene Leistungen | -91.727 | -80.118 |
| Summe | -598.204 | -562.789 |
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -294.958 | -271.721 |
| Soziale Abgaben | -50.750 | -47.049 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -3.302 | -3.858 |
| Summe | -349.010 | -322.628 |
| * Vorjahreszahlen angepasst |
Der Personalaufwand enthält nicht den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Dieser ist mit -874 TEUR im Zinsergebnis erfasst (Vorjahr: -861 TEUR).
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | -45.668 | -42.537 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -2.302 | -1.148 |
| Summe | -47.970 | -43.685 |
* Vorjahreszahlen angepasst
Aufgrund gesunkener Ertragskraft waren im Segment Fahrzeugtechnik außerplanmäßige Abschreibungen bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit SELZER vorzunehmen (Vorjahr: SEMET im Segment Maschinen- und Anlagenbau). Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Wertminderungsaufwendungen bei immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 213 TEUR) und Geschäfts- und Firmenwert-Abschreibungen in Höhe von 1.700 TEUR (Vorjahr: 733 TEUR). Basis für die Ermittlung der außerplanmäßigen Abschreibungen war der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Weiterhin wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Sachanlagevermögen in Höhe von 135 TEUR (Vorjahr: 202 TEUR) und auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 467 TEUR an (Vorjahr: 0 TEUR) gebucht.
Der Aufriss der außerplanmäßigen Abschreibung nach Segmenten erfolgt im Segmentbericht.
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Vertriebsaufwendungen | -72.203 | -72.977 |
| Betriebsaufwendungen | -60.727 | -56.026 |
| Verwaltungsaufwendungen | -34.636 | -29.577 |
| Übrige Aufwendungen | -6.151 | -8.496 |
| Summe | -173.717 | -167.076 |
* Vorjahreszahlen angepasst
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Frachten, Verpackung, Provision | -34.826 | -35.166 |
| KFZ, Reisen und Bewirtung | -16.987 | -15.327 |
| Werbung & Messen | -11.303 | -10.955 |
| Forderungen & Garantien | -7.173 | -9.785 |
| Übrige Vertriebsaufwendungen | -1.914 | -1.744 |
| Summe | -72.203 | -72.977 |
* Vorjahreszahlen angepasst
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Maschinen und Anlagen: Miete und Instandhaltung | -23.021 | -19.632 |
| Grundstücke und Gebäude: Miete und Raumkosten | -17.115 | -17.846 |
| Energie, Betriebsstoffe und Werkzeuge | -14.023 | -12.704 |
| Übrige Betriebsaufwendungen | -6.568 | -5.844 |
| Summe | -60.727 | -56.026 |
| * Vorjahreszahlen angepasst |
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| EDV, Büro und Kommunikation | -11.497 | -10.602 |
| Beratung & Gebühren | -12.193 | -8.935 |
| Versicherung | -3.775 | -3.578 |
| Personalverwaltung und Fortbildung | -3.525 | -3.454 |
| Übrige Verwaltungsaufwendungen | -3.646 | -3.008 |
| Summe | -34.636 | -29.577 |
* Vorjahreszahlen angepasst
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus der Währungsumrechnung | -292 | -3.413 |
| Anlagenabgänge | -414 | -336 |
| Zuführung zu Rückstellungen | -246 | -183 |
| Sonstige | -5.199 | -4.564 |
| Summe | -6.151 | -8.496 |
* Vorjahreszahlen angepasst
| 2014 | 2013 |
|---|---|
| 302 | 315 |
| -61 | 0 |
| 241 | 315 |
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 705 | 1.042 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -18.858 | -20.693 |
| Zinsen operatives Geschäft | -18.153 | -19.651 |
| Sonstige: Marktwerte Zinsswaps | 430 | 1.027 |
| Sonstige: Minderheitsanteile | -8.758 | -1.265 |
| Zinsen Sonstige | -8.328 | -238 |
| Summe | -26.481 | -19.889 |
* Vorjahreszahlen angepasst
Obwohl bei einigen Zinsderivaten wirtschaftlich betrachtet eine hochgradig wirksame Sicherungsbeziehung existiert, werden diese aus rein formalen Gründen nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert. In der Folge wird die Veränderung der Marktwerte dieser Zinsderivate ergebniswirksam in der Position "Sonstige: Marktwerte Zinsswaps" angepasst.
Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 3.675 TEUR (Vorjahr: 377 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.
Im aktuellen Geschäftsjahr wurde der Zinsaufwand um aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 99 TEUR verringert (Vorjahr: 261 TEUR). Dabei wurde ein durchschnittlicher Finanzierungskostensatz von 3,8% (Vorjahr: 4%) zugrunde gelegt.
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Aperiodische Steuern | 125 | 1.259 |
| Laufende Steuern | -35.596 | -30.808 |
| Latente Steuern | 2.051 | -1.255 |
| Summe | -33.420 | -30.804 |
Die aperiodischen Steuern resultieren im Wesentlichen aus Änderungen aufgrund von steuerlichen Außenprüfungen.
Das Geschäftsmodell der INDUS Holding AG beruht auf der Bündelung mittelständischer Nischenanbieter, die eine führende Position in ihrem jeweiligen Markt besitzen. Synergien spielen beim Erwerb von Tochtergesellschaften durch die INDUS Holding AG eine untergeordnete Rolle. Jede Gesellschaft steht eigenständig für ihren Erfolg ein, bedarfsweise unterstützt durch Ressourcen der Holding.
Erworben wurden insbesondere deutsche Personengesellschaften. Der Erwerb einer Personengesellschaft führt zu folgenden steuerlichen Konsequenzen:
Die Mehrwerte aus der steuerlichen Kaufpreisallokation sind in Form von Abschreibungen aus Ergänzungsbilanzen, verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer, abzugsfähig. Dies führt zu einer um die Abschreibungen geminderten steuerlichen Bemessungsgrundlage und kann auch bei ertragsstarken Gesellschaften dazu führen, dass ein steuerlicher Verlust mit entsprechenden Steuerersparnissen – Gewerbesteuer bei der Personengesellschaft und Körperschaftsteuer bei der INDUS Holding AG – entsteht. Positive Ergebniseffekte entstehen durch die Bilanzierung von latenten Steuern nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept nach IFRS nicht mehr. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt im Konzern nur, wenn im Fünf-Jahres-Planungszeitraum ausreichendes zu versteuerndes Einkommen unterstellt werden kann.
Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Personengesellschaft an. Eine Ergebnisverrechnung steuerlicher Gewinne und Verluste für die Gewerbesteuer ist zwischen Personengesellschaften nicht möglich. Die steuerlichen Ergebnisse nach Gewerbesteuer werden der INDUS Holding AG zugerechnet und in Summe der Körperschaftsteuer unterworfen. Steuerliche Organschaftsverträge mit Kapitalgesellschaften existieren nicht. Diese Sachverhalte drücken sich in der Position "keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften" aus.
| 2014 | 2013* | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 100.705 | 98.696 |
| Erwarteter Steueraufwand 28,8% |
29.003 | 28.424 |
| Überleitung | ||
| Aperiodische Steuern | -125 | -1.259 |
| Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen | -398 | -37 |
| Abschreibungen von Goodwill-Kapitalgesellschaften | 0 | 207 |
| Struktureffekte aus: | ||
| abweichenden lokalen Steuersätzen | 873 | 305 |
| abweichenden nationalen Steuersätzen | -1.487 | -717 |
| Anschaffungsnebenkosten aus Unternehmenserwerben | 557 | 270 |
| Aktivierung oder Wertberichtigung von Verlustvorträgen latenter Steuern | -257 | -301 |
| Nutzung tatsächlicher steuerlicher Verlustvorträge | -316 | -198 |
| Keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften |
899 | 1.598 |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 2.522 | 364 |
| Auswirkungen der Zinsschranke bei der INDUS Holding AG | 459 | 678 |
| Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen oder steuerfreie Erträge | 1.690 | 1.470 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 33.420 | 30.804 |
| in % vom Ergebnis | 33,2 | 31,2 |
* Vorjahreszahlen angepasst
Bei einem Körperschaftsteuersatz von 15% errechnet sich für inländische Unternehmen unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370% sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5% ein Ertragsteuersatz von 28,8%.
Das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche enthält das Ergebnis der stillgelegten Beteiligung NISTERHAMMER .
Das Ergebnis beträgt 2,74 EUR je Aktie (Vorjahr: 3,02 EUR je Aktie). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug im aktuellen Jahr 22.450.509 Stück (Vorjahr: 22.410.431 Stück). Zu weiteren Details wird auf Textziffer [27] verwiesen.
| in TEUR | 2014 | 2013* |
|---|---|---|
| Ergebnis der INDUS-Aktionäre | 63.142 | 63.853 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | -3.971 | -3.918 |
| Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche | 67.113 | 67.771 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) | 24.451 | 22.410 |
| Ergebnis je Aktie fortgeführte Geschäftsbereiche (in EUR) | 2,74 | 3,02 |
| Ergebnis je Aktie aufgegebene Geschäftsbereiche (in EUR) | -0,16 | -0,17 |
| * Vorjahreszahlen angepasst |
Das zugrunde gelegte Ergebnis ermittelt sich aus dem Ergebnis der INDUS-Aktionäre, bereinigt um das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche. Im Falle der Inanspruchnahme des bedingten/genehmigten Kapitals können in Zukunft Verwässerungen eintreten.
| anschaffungs-/herstellungskosten 2014 (in TEUR) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anfangs bestand 1.1.2014 |
Änderungen Konsolidie rungskreis |
Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungs differenz |
Endbestand 31.12.2014 |
|
| Geschäfts- und Firmenwert | 370.826 | 36.799 | 931 | -15 | 0 | 605 | 409.146 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 19.191 | 0 | 3.643 | -91 | 0 | 22.743 | |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte |
113.943 | 16.971 | 2.887 | -3.851 | 192 | 185 | 130.327 |
| Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte | 133.134 | 16.971 | 6.530 | -3.851 | 101 | 185 | 153.070 |
| Grundstücke und Gebäude | 207.649 | 5.710 | 8.129 | -1.008 | 18.303 | 803 | 239.586 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 335.283 | 5.344 | 21.724 | -10.025 | 3.552 | 993 | 356.871 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 123.496 | 2.555 | 12.239 | -7.802 | 2.698 | 310 | 133.496 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 18.734 | 1.117 | 16.475 | -784 | -25.576 | 4 | 9.970 |
| Summe Sachanlagen | 685.162 | 14.726 | 58.567 | -19.619 | -1.023 | 2.110 | 739.923 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 6.969 | 0 | 0 | 0 | 922 | 0 | 7.891 |
| abschreibungen 2014 (in TEUR) | |||||||
| Anfangs bestand 1.1.2014 |
Änderungen Konsolidie rungskreis |
Zugang | Abgang und Umbuchung |
Wertauf holung |
Währungs differenz |
Endbestand 31.12.2014 |
|
| Geschäfts- und Firmenwert | 39.220 | 0 | 1.700 | -15 | 0 | 2 | 40.907 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 11.036 | 0 | 2.287 | -81 | 0 | 0 | 13.242 |
| Schutzrechte, Konzessionen, |
| sonstige immaterielle Vermögenswerte | 93.211 | 0 | 6.150 | -3.678 | 0 | 116 | 95.799 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte | 104.247 | 0 | 8.437 | -3.759 | 0 | 116 | 109.041 |
| Grundstücke und Gebäude | 66.665 | 0 | 6.562 | -888 | -410 | 179 | 72.108 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 257.895 | 0 | 20.118 | -9.213 | -670 | 665 | 268.795 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 88.768 | 0 | 10.991 | -7.521 | -447 | 411 | 92.202 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1 | 0 | 0 | -1 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 413.329 | 0 | 37.671 | -17.623 | -1.527 | 1.255 | 433.105 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1.004 | 0 | 348 | 408 | 0 | 0 | 1.760 |
| Anfangs bestand 1.1.2013 |
Änderungen Konsolidie rungskreis |
Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungs differenz |
Endbestand 31.12.2013 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwert | 332.484 | 38.687 | 29 | 0 | 0 | -374 | 370.826 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 16.982 | 21 | 2.188 | 0 | 0 | 0 | 19.191 |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte |
98.330 | 13.789 | 3.201 | -1.602 | 3 | 222 | 113.943 |
| Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte | 115.312 | 13.810 | 5.389 | -1.602 | 3 | 222 | 133.134 |
| Grundstücke und Gebäude | 194.684 | 3.064 | 3.959 | -257 | 6.215 | -16 | 207.649 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 326.088 | 2.822 | 12.618 | -7.320 | 2.333 | -1.258 | 335.283 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 114.213 | 2.718 | 10.087 | -5.439 | 1.513 | 404 | 123.496 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 9.864 | 0 | 20.034 | -1.099 | -10.064 | -1 | 18.734 |
| Summe Sachanlagen | 644.849 | 8.604 | 46.698 | -14.115 | -3 | -871 | 685.162 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 6.969 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 6.969 |
| Anfangs bestand 1.1.2013 |
Änderungen Konsolidie rungskreis |
Zugang | Abgang und Umbuchung |
Wertauf holung |
Währungs differenz |
Endbestand 31.12.2013 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwert | 38.537 | 0 | 735 | 0 | 0 | -52 | 39.220 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 8.772 | 0 | 2.264 | 0 | 0 | 0 | 11.036 |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte |
89.781 | 0 | 4.651 | -1.487 | 0 | 266 | 93.211 |
| Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte | 98.553 | 0 | 6.915 | -1.487 | 0 | 266 | 104.247 |
| Grundstücke und Gebäude | 63.599 | 0 | 5.949 | -180 | -3.496 | 793 | 66.665 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 244.154 | 0 | 20.619 | -6.609 | -157 | -112 | 257.895 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 83.179 | 0 | 10.018 | -4.949 | 0 | 520 | 88.768 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Summe Sachanlagen | 390.932 | 0 | 36.587 | -11.738 | -3.653 | 1.201 | 413.329 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 817 | 0 | 187 | 0 | 0 | 0 | 1.004 |
Die immateriellen Wirtschaftsgüter haben bestimmbare Nutzungsdauern. Die Veränderung des Konsolidierungskreises betrifft Zugänge nach IFRS 3.
Der Restbuchwert aktivierter Finanzierungsleasingverhältnisse beträgt bei Grundstücken und Gebäuden 15.378 TEUR (Vorjahr: 15.083 TEUR) und bei technischen Anlagen und Maschinen 2.020 TEUR (Vorjahr: 2.512 TEUR).
Nach der Veräußerung von Geschäftsbereichen verfügt INDUS über Grundstücke und Gebäude, die überwiegend von den Käufern der abgegangenen Bereiche genutzt werden. Die betreffenden Immobilien werden in einer Vermietungs- und Verpachtungsgesellschaft gebündelt und als "Finanzinvestition gehaltene Immobilien" kategorisiert. Das Geschäft ist von untergeordneter Bedeutung. Die Mieterträge aus diesen Immobilien betragen 465 TEUR (Vorjahr: 454 TEUR) und die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen belaufen sich auf 369 TEUR (Vorjahr: 350 TEUR). Die beizulegenden Zeitwerte der Immobilien betragen 7.927 TEUR (Vorjahr: 7.200 TEUR).
Die Restbuchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen zum Bilanzstichtag:
| in TEUR 31.12.2014 |
|||
|---|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwert | 368.239 | 331.606 | |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 9.501 | 8.155 | |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte | 34.528 | 20.732 | |
| Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte | 44.029 | 28.887 | |
| Grundstücke und Gebäude | 167.478 | 140.984 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 88.076 | 77.388 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 41.294 | 34.728 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 9.970 | 18.733 | |
| Sachanlagen | 306.818 | 271.833 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 6.131 | 5.965 |
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Andere Beteiligungen | 1.875 | 689 |
| Sonstige Ausleihungen | 8.651 | 8.154 |
| Summe | 10.526 | 8.843 |
Die Ausleihungen betreffen selbst ausgereichte Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Ausleihungen werden teilweise unverzinslich, überwiegend mit fristadäquaten Zinssätzen und mit langfristiger Zinsbindung abgerechnet. Leistungsstörungen traten in beiden Geschäftsjahren nicht auf.
Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Anteile betragen zum 31. Dezember 2014 7.033 TEUR (Vorjahr: 5.737 TEUR).
Die folgende Übersicht enthält weitere Angaben zu den at-Equity-bewerteten Unternehmen:
| 2014 | 2013 |
|---|---|
| 4.447 | 4.447 |
| 1.383 | 127 |
| 36.611 | 33.986 |
| 17.793 | 19.493 |
| 18.818 | 14.493 |
| 49.989 | 39.981 |
| 3.049 | 1.288 |
Wertberichtigungen auf Forderungen gegen at-Equity-bewertete Unternehmen liegen in Höhe von 23 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) vor. Die BETOMAX Polska S.A., Konskie, Polen, ist seit dem Geschäftsjahr 2013 börsennotiert. Der Börsenpreis des 27%-Anteils (Vorjahr: 30% Anteil) beträgt 3.833 TEUR (Vorjahr: 3.120 TEUR).
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Abgrenzung periodenfremder Zahlungen | 3.502 | 3.012 |
| Übrige Steuererstattungsansprüche | 890 | 2.156 |
| Langfristige Forderungen | 268 | 0 |
| Deckungskapital Rückdeckungsversicherung | 1.140 | 1.065 |
| Darlehen und andere Forderungen | 628 | 437 |
| Positive Marktwerte von Derivaten | 586 | 0 |
| Übrige Vermögenswerte | 6.953 | 8.281 |
| Summe | 13.967 | 14.951 |
| davon kurzfristig | 12.282 | 12.050 |
| davon langfristig | 1.685 | 2.901 |
Die aktiven laufenden Ertragsteuern sind zu 163 TEUR langfristig (Vorjahr: 468 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus aktivierten Körperschaftsteuerguthaben. Von den passiven laufenden Ertragsteuern entfallen 2.480 TEUR auf Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (Vorjahr: 1.199 TEUR) und 4.183 TEUR auf Rückstellungen für Ertragsteuern (Vorjahr: 3.958 TEUR).
Die Herkunft der aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen wird im Folgenden erläutert:
| in TEUR | Aktiv | Passiv | Saldo |
|---|---|---|---|
| 2014 | |||
| Geschäfts- und Firmenwert Personengesellschaften | 466 | -24.020 | -23.554 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | -10.696 | -10.696 |
| Sachanlagen | 1.963 | -3.374 | -1.411 |
| Sonstige langfristige Aktiva | 23 | 0 | 23 |
| Forderungen und Vorräte | 605 | -4.905 | -4.300 |
| Sonstige kurzfristige Aktiva | 10 | 0 | 10 |
| Langfristige Rückstellungen | 4.482 | -30 | 4.452 |
| Sonstige kurzfristige Passiva | 2.855 | 0 | 2.855 |
| Aktivierte Verlustvorträge | 2.938 | 0 | 2.938 |
| Saldierungen | -9.860 | 9.860 | 0 |
| Latente Steuern | 3.482 | -33.165 | -29.683 |
| Aktiv | Passiv | Saldo | |
| 2013 | |||
| Geschäfts- und Firmenwert Personengesellschaften | 317 | -23.011 | -22.694 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | -6.469 | -6.469 |
| Sachanlagen | 1.039 | -1.601 | -562 |
| Sonstige langfristige Aktiva | 27 | 0 | 27 |
| Forderungen und Vorräte | 392 | -2.565 | -2.173 |
| Sonstige kurzfristige Aktiva | 0 | -165 | -165 |
| Langfristige Rückstellungen | 3.815 | -35 | 3.780 |
| Sonstige kurzfristige Passiva | 2.406 | 0 | 2.406 |
| Aktivierte Verlustvorträge | 2.437 | 0 | 2.437 |
| Saldierungen | -8.130 | 8.130 | 0 |
| Latente Steuern | 2.303 | -25.716 | -23.413 |
Die Saldierung erfolgt bei Ertragsteuern, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Im Wesentlichen betrifft das die Körperschaftsteuer der INDUS Holding AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft.
Die passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Berechnung latenter Steuern auf den steuerlich abzugsfähigen Geschäfts- und Firmenwert von Personengesellschaften. Zu steuerlichen Zwecken erfolgt bei Personengesellschaften eine IFRS-ähnliche Kaufpreisallokation; die entstehenden Mehrwerte – auch der steuerliche Geschäfts- und Firmenwert – sind steuerlich abzugsfähig. Da der Geschäfts- und Firmenwert nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind nach den Voraussetzungen des IAS 12.21B in der Folge mit der Abschreibung des steuerlichen Geschäfts- und Firmenwerts latente Steuern zu bilden. Die latenten Steuern müssen bis zur Veräußerung der Gesellschaft bilanziert werden. Da INDUS Tochterunternehmen grundsätzlich dauerhaft hält, wird diese Position laufend aufgebaut.
Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern wird in den folgenden Tabellen erläutert:
| 1.1.2014 | GuV | Sonstige | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|---|
| Gewerbesteuer | 2.209 | 528 | 0 | 2.737 |
| Körperschaftsteuer | 228 | -27 | 0 | 201 |
| Aktivierte Verlustvorträge | 2.437 | 501 | 0 | 2.938 |
| Übrige Latente Steuern | -25.850 | 1.550 | -8.321 | -32.621 |
| Latente Steuern | -23.413 | 2.051 | -8.321 | -29.683 |
| 1.1.2013 | GuV* | Sonstige* | 31.12.2013 | |
| Gewerbesteuer | 2.788 | -579 | 0 | 2.209 |
| Körperschaftsteuer | 270 | -42 | 0 | 228 |
| Aktivierte Verlustvorträge | 3.058 | -621 | 0 | 2.437 |
| Übrige Latente Steuern | -19.643 | -633 | -5.574 | -25.850 |
| Latente Steuern | -16.585 | -1.254 | -5.574 | -23.413 |
entwicklung der latenten steuern (in TEUR)
* Vorjahreszahlen angepasst
Die übrigen Veränderungen der latenten Steuern resultieren aus der Entwicklung des sonstigen Ergebnisses und dem Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche:
| 2014 | 2013* |
|---|---|
| 273 | -598 |
| -160 | 208 |
| 1.432 | 83 |
| 0 | -38 |
| -9.866 | -5.229 |
| -8.321 | -5.574 |
Den aktivierten latenten Steuern liegen gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 21.203 TEUR (Vorjahr: 18.220 TEUR) zugrunde.
Weitere Verlustvorträge in Höhe von zusammen 152.409 TEUR (Vorjahr: 145.938 TEUR), bei denen die Realisierungsmöglichkeit in den nächsten fünf Jahren unwahrscheinlich ist, wurden nicht aktiviert. Es handelt sich zum überwiegenden Teil um gewerbesteuerliche Verlustvorträge, resultierend aus den steuerlichen Besonderheiten der INDUS-Gruppe, wie sie unter Ziffer [17] erläutert wurden. Zukünftige potenzielle Realisierungsmöglichkeiten sind dementsprechend durch den dann geltenden Gewerbesteuersatz bestimmt. Größte Einzelposition ist der gewerbesteuerliche Verlustvortrag der Holding. Die Verwertung dieser Verlustvorträge unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen.
Aufgrund geringer Realisierungsmöglichkeit wurden aktive latente Steuern in Höhe von 158 TEUR nicht angesetzt (Vorjahr: 422 TEUR). Aktive latente Steuern in Höhe von 127 TEUR (Vorjahr: 744 TEUR) wurden bei Gesellschaften, die aktuell steuerliche Verluste erlitten haben, über die entsprechenden passiven latenten Steuern hinaus bilanziert.
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 82.638 | 82.493 |
| In Arbeit befindliche Erzeugnisse | 80.220 | 74.579 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 86.429 | 73.252 |
| Geleistete Anzahlungen | 16.403 | 5.732 |
| Summe | 265.690 | 236.056 |
Die Buchwerte der Vorräte enthalten Abwertungen in Höhe von 10.637 TEUR (Vorjahr: 16.084 TEUR). Es wurden Vorräte in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 465 TEUR) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 144.421 | 137.894 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 11.649 | 11.048 |
| Forderungen an assoziierte Unternehmen | 6.021 | 7.276 |
| Summe | 162.091 | 156.218 |
Im aktuellen Berichtsjahr sind 331 TEUR an Forderungen an Kunden mit einem Zahlungsziel von mehr als einem Jahr ausgewiesen (Vorjahr: 105 TEUR).
Weitere Angaben zur Auftragsfertigung enthält die folgende Tabelle:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Angefallene Kosten zuzüglich anteiliger Ergebnisse | 58.892 | 33.039 |
| Erhaltene Anzahlungen | 71.747 | 28.817 |
| Fertigungsaufträge mit aktivem Saldo | 11.649 | 11.048 |
| Fertigungsaufträge mit passivem Saldo | 24.504 | 6.826 |
Die Fertigungsaufträge mit passivem Saldo werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Forderungen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von 6.101TEUR (Vorjahr: 6.762TEUR). Die Entwicklung wird im Folgenden dargestellt:
| in TEUR | 204 | 2013 |
|---|---|---|
| Stand Wertberichtigungen am 1.1. | 6.762 | 7.267 |
| Währungsdifferenz | 5 | -13 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 71 | 35 |
| Zuführungen | 2.364 | 3.139 |
| Verbrauch | -1.044 | -379 |
| Auflösungen | -2.057 | -3.287 |
| Stand Wertberichtigungen am 31.12. | 6.101 | 6.762 |
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 63.571.323,62 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Die Aktien sind in Düsseldorf und Frankfurt zum Geregelten Markt und in Berlin, Hamburg und Stuttgart zum Freiverkehr zugelassen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 12.225.254 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 31.785.660,51 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebender und ausgegebenen Aktien darf 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten.
Auf der Hauptversammlung am 24. Juni 2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 11.700.000,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder – sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt – auf den Namen lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie :
Die Entwicklung der Rücklagen ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und beinhaltet die Kapitalrücklage der INDUS Holding AG. Für den Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 42,0% (Vorjahr: 43,6%).
Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Vorjahr fielen Eigenkapitalbeschaffungskosten in Höhe von 146 TEUR nach Steuern an, die erfolgsneutral behandelt und von der Kapitalrücklage abgezogen wurden.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an den Kapitalgesellschaften WEIGAND Bau GmbH und Tochtergesellschaften der ROLKO-Kohlgrüber GmbH. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen [31].
Der Vorstand wird der Hauptversammlung folgende Dividendenzahlungen aus dem Bilanzgewinn der INDUS Holding AG vorschlagen:
Zahlung einer Dividende von 1,20 EUR je Stückaktie (Vorjahr: 1,10 EUR je Stückaktie). Dies entspricht bei 24.450.509 Aktien (Vorjahr: 24.450.509 Aktien) einer Zahlung von 29.340.610,80 EUR (Vorjahr: 26.895.559,90 EUR). Der vollständige Gewinnverwendungsvorschlag ist separat veröffentlicht. Die vorgeschlagene Dividende wurde bilanziell nicht erfasst und es ergeben sich keine steuerlichen Konsequenzen.
| 31.12.2012 | Sonstiges Ergebnis 2013 |
31.12.2013 | Sonstiges Ergebnis 2014 |
31.12.2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Rücklage für Währungsumrechnung |
6.268 | -2.727 | 3.541 | 1.959 | 5.500 |
| Rücklage für Pensionen (Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) |
-4.593 | -287 | -4.880 | -4.971 | -9.851 |
| Latente Steuern für Pensionen | 1.323 | 83 | 1.406 | 1.431 | 2.837 |
| Rücklage für Cash Flow Hedges | -9.459 | 3.771 | -5.688 | -1.726 | -7.414 |
| Latente Steuern für Cash Flow Hedges |
1.494 | -598 | 896 | 273 | 1.169 |
| Summe sonstige Rücklagen | -4.967 | 242 | -4.725 | -3.034 | -7.759 |
Die Rücklage für die Währungsumrechnung und die Rücklage für Cash Flow Hedges enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Veränderung der Rücklage für die Cash Flow Hedges resultiert ausschließlich aus laufender Veränderung der Marktbewertung. Auswirkungen aus Umklassifizierungen existieren nicht.
Die INDUS Holding AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen sowie die Liquidität und Kreditwürdigkeit der INDUS-Gruppe sicherzustellen. In diesem Zusammenhang steht auch die fortlaufende Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zum verzinslichen Gesamtkapital, bestehend aus verzinslichem Fremdkapital und Eigenkapital. Das verzinsliche Fremdkapital umfasst die Pensionsrückstellungen und die Finanzschulden vermindert um die liquiden Mittel und beträgt 373.000 TEUR (Vorjahr: 329.413 TEUR). Unter Berücksichtigung des bilanziellen Eigenkapitals ergibt sich das Gesamtkapital in Höhe von 922.871 TEUR (Vorjahr: 844.761 TEUR). Bezogen auf das eingesetzte verzinsliche Gesamtkapital beträgt der Anteil des Eigenkapitals 59,6% (Vorjahr: 61,0%).
Der Anstieg des Gesamtkapitals um 78.110 TEUR (Vorjahr: 67.908 TEUR) resultiert aus einem Anstieg des Eigenkapitals um 34.542 TEUR (Vorjahr: 101.192 TEUR) und einer Erhöhung des Fremdkapitals um 43.588 TEUR (Vorjahr: Verringerung um 33.374 TEUR). Das thesaurierte Eigenkapital steigert die solide Kapitalausstattung von INDUS.
Die INDUS Holding AG unterliegt mit Ausnahme der aktienrechtlichen Regelungen zum Mindestkapital keinen weiteren rechtlich vorgegebenen Kapitalerfordernissen. Darüber hinaus ist die INDUS Holding AG im Rahmen von Kreditverträgen Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen, um damit weiterhin Finanzmittel zu angemessenen Konditionen erhalten zu können. Die geforderte Mindest-Eigenkapitalquote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.
| 2014 | 2013 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 380 | 368 | 12 |
| Zinsaufwand | 874 | 861 | 13 |
| Erträge aus Planvermögen | -78 | 35 | -113 |
| Aufwand für DBO-Versorgungszusagen | 1.176 | 1.264 | -88 |
| + Aufwand aus beitragsorientierten Plänen | 3.109 | 3.035 | 74 |
| = GuV-Periodenaufwand für Pensionszusagen | 4.285 | 4.299 | -14 |
| 2014 | 2013 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche | 27.174 | 21.804 | 5.370 |
| Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche | 2.297 | 2.177 | 120 |
| DBO: Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 29.471 | 23.981 | 5.490 |
| Fondsvermögen zu Marktwerten | -2.297 | -2.178 | -119 |
| Nettoverpflichtungen = Rückstellung | 27.174 | 21.803 | 5.371 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -9.851 | -4.879 | -4.972 |
| Anfangsbestand: Bilanzwert zum 1.1. | 21.803 | 20.928 | 875 |
| Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen | 1.176 | 1.264 | -88 |
| Rentenzahlungen | -776 | -676 | -100 |
| Im Eigenkapital realisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
4.971 | 287 | 4.684 |
| Endbestand: Bilanzwert zum 31.12. | 27.174 | 21.803 | 5.371 |
| Zugrunde liegende Annahmen in %: | |||
| Abzinsungsfaktor | 2,40 | 3,70 | |
| Gehaltstrend | 2,50 | 2,50 | |
| Rententrend | 1,75 | 1,75 | |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 2,40 | 3,70 | |
Der Zinsaufwand ist unter der Position Zinsergebnis erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechen im Wesentlichen den tatsächlichen Erträgen.
Die Veränderungen aus Saldierungen resultieren aus Verpfändungen von Rückdeckungsversicherungen beziehungsweise gegenläufig dem Verzicht von Berechtigten zugunsten der Gesellschaft.
Die leistungsorientierten Pläne sind mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko, belastet. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors um 0,5%-Punkte würde die Nettoverpflichtung um 2.056 TEUR (Vorjahr: 1.563 TEUR) reduzieren bzw. um 2.268 TEUR (Vorjahr: 1.656 TEUR) erhöhen.
Im Zusammenhang mit Pensionsleistungen werden für 2015 Zahlungen in Höhe von 981 TEUR (in 2013 für 2014: 813 TEUR) erwartet.
Das Fondsvermögen besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. Die Entwicklung des Fondsvermögens stellt sich folgendermaßen dar:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte zum 1.1. | 2.178 | 2.315 |
| Erwartete Erträge des Planvermögens | 78 | -35 |
| Laufende Beiträge durch die Arbeitgeber | 17 | 17 |
| Pensionszahlungen | -145 | -145 |
| Saldierungen/Sonstiges | 169 | 26 |
| Vermögenswerte zum 31.12. | 2.297 | 2.178 |
Darüber hinaus sind in der Bilanz weitere Erstattungsforderungen in Höhe von 1.140 TEUR (Vorjahr: 721 TEUR) bilanziert. Es gibt keine Vermögenswerte, die nicht angesetzt wurden (Vorjahr: 75 TEUR).
In den sonstigen Rückstellungen sind Zinsen in Höhe von 79 TEUR berücksichtigt worden (Vorjahr: 160 TEUR).
| Anfangs bestand 1.1.2014 |
Veränderung Konsolidie rungskreis |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung/ Neubildung |
Währungs differenz |
Endbestand 31.12.2014 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung |
23.345 | 3.012 | -15.936 | -3.513 | 17.614 | 95 | 24.617 |
| Kosten der Belegschaft | 16.487 | 560 | -12.600 | -360 | 12.767 | 58 | 16.912 |
| Übrige Rückstellungen | 12.931 | 439 | -7.635 | -1.571 | 7.831 | 52 | 12.047 |
| Summe | 52.763 | 4.011 | -36.171 | -5.444 | 38.212 | 205 | 53.576 |
rückstellungen 2014 (in TEUR)
Die Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen. Die Kosten der Belegschaft werden gebildet für Zeitguthaben der Belegschaft, Jubiläen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von möglichen Einzelrisiken, die hinsichtlich ihres wahrscheinlichen Eintritts bewertet wurden. Nennenswerte zu erwartende Erstattungen im Zusammenhang mit nach IAS 37 bilanzierten Verpflichtungen liegen nicht vor.
Die folgenden Tabellen enthalten Angaben zu Finanzschulden und zugeordneten Derivaten:
| 31.12.2014 Buchwert Berichtsperiode |
Rückzahlungsverpflichtung | |||
|---|---|---|---|---|
| 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||||
| in Konzernwährung Euro | 375.238 | 90.865 | 237.547 | 46.826 |
| in Schweizer Franken | 6.064 | 1.949 | 4.115 | 0 |
| in übrigen Währungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsleasing | 11.013 | 2.013 | 8.917 | 83 |
| Schuldscheindarlehen | 70.000 | 0 | 31.675 | 38.325 |
| Summe Finanzschulden | 462.315 | 94.827 | 282.254 | 85.234 |
| Derivate/Zinsswaps Nennwerte | 193.863 | 5.841 | 82.291 | 105.731 |
| 31.12.2013 Buchwert Berichtsperiode |
Rückzahlungsverpflichtung | |||
| 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||||
| in Konzernwährung Euro | 358.011 | 84.784 | 230.782 | 42.445 |
| in Schweizer Franken | 3.543 | 2.933 | 367 | 243 |
| in übrigen Währungen | 542 | 201 | 247 | 94 |
| Finanzierungsleasing | 12.584 | 1.993 | 6.971 | 3.620 |
| ABS-Finanzierung | 24.849 | 24.849 | 0 | 0 |
| Schuldscheindarlehen | 24.000 | 4.000 | 6.675 | 13.325 |
| Summe Finanzschulden | 423.529 | 118.760 | 245.042 | 59.727 |
| Derivate/Zinsswaps Nennwerte | 249.510 | 55.647 | 154.381 | 39.482 |
| in TEUR | 31.12.2014 | kurzfristig | langfristig | 31.12.2013 | kurzfristig | langfristig |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter |
55.585 | 10.003 | 45.582 | 25.706 | 8.257 | 17.449 |
| Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich | 12.996 | 12.996 | 0 | 12.662 | 12.645 | 17 |
| Derivative Finanzinstrumente | 7.746 | 7.746 | 0 | 6.452 | 6.452 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 5.758 | 5.741 | 17 | 15.156 | 15.156 | 0 |
| Fertigungsaufträge mit passivem Saldo | 24.505 | 24.505 | 0 | 6.827 | 6.827 | 0 |
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 5.702 | 5.702 | 0 | 7.116 | 7.116 | 0 |
| Abgrenzung periodenfremder Zahlungen | 3.440 | 2.774 | 666 | 2.418 | 1.725 | 693 |
| Investitionszuschüsse | 3.239 | 0 | 3.239 | 2.597 | 0 | 2.597 |
| Kundengutschriften | 5.833 | 5.833 | 0 | 4.259 | 4.259 | 0 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 2.876 | 2.536 | 340 | 7.870 | 7.250 | 620 |
| Summe | 127.680 | 77.836 | 49.844 | 91.063 | 69.687 | 21.376 |
Die Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter beinhalten mit 45.626 TEUR (Vorjahr: 19.025 TEUR) Abfindungsansprüche bzw. bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.
Für den Neuerwerb von Beteiligungen wurden folgende Kaufpreise gezahlt:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zahlungswirksame Vorgänge aus Neuerwerben von Beteiligungen | -56.289 | -56.316 |
| zzgl. übernommene Finanzschulden | -3.624 | -2.844 |
| abzgl. erworbene Finanzmittel | 28.497 | 9.955 |
| Nettokaufpreis | -31.416 | -49.205 |
Die liquiden Mittel enthalten Konten mit eingeschränkter Verfügungsmacht in Höhe von 155 TEUR (Vorjahr: 473 TEUR). Investitions- und Finanzierungsvorgänge in Höhe von 4.033 TEUR (Vorjahr: -446 TEUR), welche nicht zu einer Veränderung der liquiden Mittel führten, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.
| segmentbericht nach ifrs 8 (in TEUR) | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bau/ Infrastruktur |
Fahrzeug technik |
Maschinen und Anlagenbau |
Medizin- und Gesundheits technik |
Metalltechnik | Summe Segmente |
Überleitung | Konzern abschluss |
|
| 2014 | ||||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 225.113 | 351.729 | 221.245 | 114.411 | 342.909 | 1.255.407 | 316 | 1.255.723 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 9.969 | 40.997 | 42.097 | 5.562 | 32.544 | 131.169 | -131.169 | 0 |
| Umsatzerlöse | 235.082 | 392.726 | 263.342 | 119.973 | 375.453 | 1.386.576 | -130.853 | 1.255.723 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 32.973 | 24.250 | 26.412 | 18.839 | 31.433 | 133.907 | -6.721 | 127.186 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 495 | 769 | 119 | 0 | 0 | 1.383 | 0 | 1.383 |
| Abschreibungen | -5.935 | -19.950 | -6.359 | -3.479 | -11.578 | -47.301 | -669 | -47.970 |
| davon planmäßig | -5.935 | -18.250 | -5.757 | -3.479 | -11.578 | -44.999 | -669 | -45.668 |
| davon außerplanmäßig | 0 | -1.700 | -602 | 0 | 0 | -2.302 | 0 | -2.302 |
| Zuschreibungen | 0 | 1.080 | 0 | 51 | 396 | 1.527 | 0 | 1.527 |
| Segment-EBITDA | 38.908 | 43.120 | 32.771 | 22.267 | 42.615 | 179.681 | -6.052 | 173.629 |
| Investitionen | 11.000 | 27.590 | 16.868 | 23.776 | 17.588 | 96.822 | 334 | 97.156 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 175 | 10.258 | 20.325 | 658 | 31.416 | 0 | 31.416 |
| 31.12.2014 | ||||||||
| At-Equity-bewertete Anteile | 2.215 | 3.663 | 1.155 | 0 | 0 | 7.033 | 0 | 7.033 |
| Geschäfts- und Firmenwert | 101.601 | 71.284 | 110.342 | 55.565 | 29.447 | 368.239 | 0 | 368.239 |
| Bau/ Infrastruktur |
Fahrzeug technik |
Maschinen und Anlagenbau |
Medizin- und Gesundheits technik |
Metalltechnik | Summe Segmente |
Überleitung | Konzern abschluss |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013* | ||||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 224.198 | 349.513 | 197.770 | 95.771 | 319.251 | 1.186.503 | 282 | 1.186.785 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 9.222 | 38.312 | 30.260 | 3.462 | 33.950 | 115.206 | -115.206 | 0 |
| Umsatzerlöse | 233.420 | 387.825 | 228.030 | 99.233 | 353.201 | 1.301.709 | -114.924 | 1.186.785 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 30.626 | 26.991 | 24.186 | 16.219 | 27.622 | 125.644 | -7.059 | 118.585 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 188 | 346 | -407 | 0 | 0 | 127 | 0 | 127 |
| Abschreibungen | -5.468 | -18.198 | -5.690 | -2.492 | -11.212 | -43.060 | -625 | -43.685 |
| davon planmäßig | -5.468 | -18.198 | -4.542 | -2.492 | -11.212 | -41.912 | -625 | -42.537 |
| davon außerplanmäßig | 0 | 0 | -1.148 | 0 | 0 | -1.148 | 0 | -1.148 |
| Zuschreibungen | 0 | 3.500 | 0 | 0 | 0 | 3.500 | 0 | 3.500 |
| Segment-EBITDA | 36.094 | 41.689 | 29.876 | 18.711 | 38.834 | 165.204 | -6.434 | 158.770 |
| Investitionen | 15.340 | 24.437 | 46.485 | 3.591 | 10.659 | 100.512 | 383 | 100.895 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 7.670 | 41.535 | 0 | 0 | 49.205 | 0 | 49.205 |
| 31.12.2013 | ||||||||
| At-Equity-bewertete Anteile | 1.762 | 2.894 | 1.082 | 0 | 0 | 5.738 | 0 | 5.738 |
| Geschäfts- und Firmenwert | 101.481 | 72.550 | 84.643 | 43.485 | 29.447 | 331.606 | 0 | 331.606 |
| * Vorjahreszahlen angepasst | ||||||||
| überleitungsrechnung (in TEUR) | ||||||||
| 2014 | 2013* |
| Ergebnis vor Steuern | 100.705 | 98.696 |
|---|---|---|
| Zinsergebnis | -26.481 | -19.889 |
| Konsolidierungen | -1.215 | -1.160 |
| Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG | -5.506 | -5.899 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 133.907 | 125.644 |
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.
Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen.
Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10% des Konzernumsatzes erreicht.
Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.
Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von mehr als 10% am Umsatz erreichen.
| in TEUR | Konzern | Inland | EU | Drittland |
|---|---|---|---|---|
| 2014 | ||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 1.255.723 | 655.197 | 263.355 | 337.171 |
| 31.12.2014 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente |
732.250 | 644.368 | 17.767 | 70.115 |
| 2013 | ||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten* | 1.186.785 | 611.192 | 251.671 | 323.922 |
| 31.12.2013 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente |
644.025 | 561.751 | 15.375 | 66.899 |
| finanzinstrumente 31.12.2014 (in TEUR) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzansatz | Nicht im Anwen dungsbereich des IFRS 7 |
Finanzinstrumente IFRS 7 |
davon zum bei zulegenden Zeitwert bewertet |
davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
||
| Buchwert | Buchwert | Marktwert | ||||
| Finanzanlagen | 10.526 | 10.526 | 10.526 | 11.928 | ||
| Liquide Mittel | 116.491 | 116.491 | 116.491 | 116.491 | ||
| Forderungen | 162.091 | 11.649 | 150.442 | 150.442 | 150.442 | |
| Sonstige Vermögenswerte |
13.967 | 890 | 13.077 | 586 | 12.491 | 12.491 |
| Finanzinstrumente: AKTIVA |
303.075 | 12.539 | 290.536 | 586 | 289.950 | 291.352 |
| Finanzschulden | 462.316 | 462.316 | 462.316 | 474.390 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
47.942 | 47.942 | 47.942 | 47.942 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten |
127.679 | 34.785 | 92.894 | 44.557 | 48.337 | 48.337 |
| Finanzinstrumente: PASSIVA |
637.937 | 34.785 | 603.152 | 44.557 | 558.595 | 570.670 |
| Bilanzansatz | Nicht im Anwen dungsbereich des IFRS 7 |
Finanzinstrumente IFRS 7 |
davon zum bei zulegenden Zeitwert bewertet |
davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Buchwert | Marktwert | ||||
| Finanzanlagen | 8.843 | 8.843 | 8.843 | 9.617 | ||
| Liquide Mittel | 115.921 | 115.921 | 115.921 | 115.921 | ||
| Forderungen | 156.218 | 11.048 | 145.170 | 145.170 | 145.170 | |
| Sonstige Vermögenswerte |
14.951 | 2.156 | 12.795 | 12.795 | 12.795 | |
| Finanzinstrumente: AKTIVA |
295.933 | 13.204 | 282.729 | 0 | 282.729 | 283.503 |
| Finanzschulden | 423.529 | 423.529 | 423.529 | 410.383 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
45.543 | 45.543 | 45.543 | 45.543 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten |
91.063 | 18.194 | 72.869 | 24.546 | 48.323 | 48.323 |
| Finanzinstrumente: PASSIVA |
560.135 | 18.194 | 541.941 | 24.546 | 517.395 | 504.249 |
| Buchwerte | Nettogewinne/-verluste | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013* | 2014 | 2013 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
||||
| zu Handelszwecken | 586 | 0 | 586 | -199 |
| Designiertes Instrument | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kredite und Forderungen | 288.075 | 282.040 | 2.662 | -3.910 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 1.875 | 689 | 125 | 128 |
| Finanzinstrumente: AKTIVA | 290.536 | 282.729 | 3.373 | -3.981 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
||||
| zu Handelszwecken | 53.372 | 25.888 | -1.294 | 4.829 |
| Designiertes Instrument | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert | 549.779 | 535.489 | 948 | -644 |
| Finanzinstrumente: PASSIVA | 603.152 | 561.377 | -346 | 4.185 |
* Vorjahreszahlen angepasst
Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.
Nettogewinne und -verluste von Krediten und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert resultieren im Wesentlichen aus Wertberichtigungen in Höhe von 444 TEUR (Vorjahr: 1.891 TEUR), Erträgen aus Zahlungseingängen und Währungsumrechnungen. Nettogewinne und -verluste von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten entsprechen dem Beitrag dieser Finanzbeteiligungen zum Konzern-Ergebnis.
Nettogewinne und -verluste von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten enthalten die Veränderung der Marktwerte von Zins-, Währungs- und Rohstoffsicherungen, für die die formalen Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllt sind.
Die Gesamtzinserträge und Gesamtzinsaufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betragen -17.213 TEUR (Vorjahr: -20.699 TEUR).
Entsprechend der Philosophie der INDUS Holding AG liegt die Einschätzung und das Management der operativen Risiken in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften und ihrer Geschäftsführer. Auf Basis der lokalen Risikoeinschätzung und der Investitions- und Finanzpläne der jeweiligen Beteiligung ermittelt und überwacht die Holding den gesamten Finanzbedarf. Grundsätzlich werden die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Sicherung erfolgt durch originäre und derivative Finanzinstrumente; letztere werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.
Die INDUS-Gruppe unterhält ein leistungsfähiges Risikomanagementsystem zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken, dessen Schwerpunkt auf den substanziellen Problemstellungen eines diversifizierten Beteiligungsportfolios beruht. Darin eingebettet sind die spezifischen Fragestellungen des finanziellen Risikomanagements gemäß der Definition nach IFRS 7. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Zu weiteren Details wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.
Die einzelnen Beteiligungen finanzieren sich grundsätzlich selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zwischen der INDUS Holding AG und den Beteiligungen. Die INDUS-Gruppe verfügt über ausreichende liquide Mittel, die die Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherstellen (2014: 116.491 TEUR, Vorjahr: 115.921 TEUR). Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 24.713 TEUR (Vorjahr: 28.806 TEUR).
Die breit diversifizierte Fremdfinanzierung verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern. Durch vorhandene Liquidität und feste Finanzierungszusagen können sich bietende Chancen jederzeit wahrgenommen werden. Die langfristig und in Tranchen angelegte Finanzierung mit revolvierender Neufinanzierung begrenzt das Finanzierungsrisiko.
Unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag fixierten Konditionen für Finanzinstrumente wurden folgende Zahlungsmittelabflüsse ermittelt, die in die langfristig angelegte Finanzplanung der INDUS-Gruppe eingehen:
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
|
| Zinsderivate | 3.396 | 5.360 | 396 | 3.839 | 5.653 | 509 |
| Summe Derivative Finanzinstrumente | 3.396 | 5.360 | 396 | 3.839 | 5.653 | 509 |
| Finanzschulden | 103.053 | 306.276 | 86.273 | 130.735 | 271.188 | 64.048 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||
| Lieferungen und Leistungen | 47.943 | 0 | 0 | 45.543 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 81.075 | 46.514 | 90 | 54.531 | 18.878 | 0 |
| Summe Finanzinstrumente | 232.071 | 352.790 | 86.353 | 230.809 | 290.066 | 64.048 |
zahlungsmittelabfluss (in TEUR)
Die Zahlungsströme bestehen aus Tilgungszahlungen und den entsprechenden Zinsen. Im Vorjahr enthalten sie auch Zinszahlungen von Derivaten mit positivem Marktwert, die in einer wirtschaftlichen Sicherungsbeziehung zu den Finanzschulden stehen. Die summierten Zahlungsströme von Finanzschulden und Zinsderivaten ergeben den Zahlungsstrom von entsprechenden Festzinskrediten.
Im Finanzierungsbereich werden nur Kontrakte mit Kontrahenten erster Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich erfolgt eine dezentrale laufende Überwachung durch die Beteiligungen. Ausfallrisiken wird durch adäquate Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Bilanzansatz der selbst ausgereichten Kredite und Forderungen, bei Derivaten der Summe ihrer positiven Marktwerte.
Durch die Eigenständigkeit der Unternehmen der INDUS-Gruppe, die ihre Aktivitäten auf verschiedenen Märkten und mit unterschiedlichen Produkten entfalten, wird eine breite Streuung des unternehmerischen Risikos erreicht.
Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen resultiert aus der oligopolistischen Struktur der Kunden im Segment Fahrzeugtechnik. Bezogen auf den Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen existieren 7 Kunden (Vorjahr: 15) mit einem Anteil von jeweils mehr als 1%. Das entspricht einem Anteil von ca. 20% an den Offenen Posten im Konzernabschluss (Vorjahr: 30%). Der Umsatzanteil der TOP-10-Kunden betrug ca. 28% am Konzernumsatz (Vorjahr: 26%).
Weiterhin bestehen Forderungen gegen Kunden und assoziierte Unternehmen, die überfällig sind, aber nicht einzeln wertberichtigt wurden. Im Laufzeitband bis drei Monate treten in der Regel keine wesentlichen Zahlungsausfälle ein, da die Überfälligkeiten überwiegend auf zeitlichen Buchungsunterschieden beruhen. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten am Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
| 2013 | |
|---|---|
| Buchwert Bilanz* 150.442 |
145.170 |
| + darin enthaltene Wertberichtigungen 6.100 |
6.762 |
| = Bruttowert der Forderungen vor Wertberichtigungen 156.542 |
151.932 |
| davon zum Abschlussstichtag | |
| weder einzelwertgemindert noch überfällig 110.574 |
115.044 |
| nicht einzelwertgemindert und in folgenden Zeitbändern überfällig | |
| weniger als 3 Monate 30.247 |
27.945 |
| zwischen 3 und 6 Monaten 2.705 |
1.968 |
| zwischen 6 und 9 Monaten 258 |
220 |
| zwischen 9 und 12 Monaten 811 |
923 |
| mehr als 12 Monate 833 |
1.695 |
* ohne Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach IAS 11
Die INDUS Holding AG sichert und koordiniert die Finanzierung und Liquidität der Gruppe. Im Vordergrund steht die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios. Dementsprechend wird mit dem Erwerb von Beteiligungen eine fristenadäquate Finanzierung abgeschlossen. Zum Einsatz gelangen festverzinsliche Finanzierungen oder variabel verzinsliche Finanzierungen, die per Zinsswaps in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden.
Änderungen der Zinssätze könnten Marktwert und Cashflow von Finanzinstrumenten beeinflussen. Die Berechnung dieser Auswirkungen erfolgt durch eine Sensitivitätsanalyse, bei der die relevanten Zinsstrukturkurven jeweils um 100 Basispunkte parallel verschoben werden. Die Auswirkungen werden ermittelt für die fixierten Konditionen des am Abschlussstichtag vorliegenden Bestands an Finanzinstrumenten.
Die Veränderung von Marktwerten hat Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, abhängig von den Bewertungskategorien der zugrunde liegenden Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Zinssensitivität bei einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte (BP):
| Summe Marktwerte | 13.993 | -14.778 | 12.729 | -8.389 |
|---|---|---|---|---|
| Marktwerte Kredite | 9.708 | -10.274 | 8.043 | -4.628 |
| davon GuV-Zinsaufwand | 75 | -77 | 4.399 | -3.749 |
| davon Eigenkapital/Hedges | 4.210 | -4.427 | 287 | -12 |
| Marktwerte Derivate | 4.285 | -4.504 | 4.686 | -3.761 |
| +100 BP | -100 BP | +100 BP | -100 BP | |
| 31.12.2014 | 31.12.2013 |
Da wirtschaftlich betrachtet die Zinsänderungsrisiken fast vollständig abgesichert sind, würden sich Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Wesentliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cashflow existieren somit nicht.
Die Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Konzernunternehmen sowie aus Finanztransaktionen zwischen den ausländischen Beteiligungsunternehmen und der jeweiligen Muttergesellschaft. Die Risikoanalyse erfolgt auf Nettobasis, die Absicherung entsprechend der unternehmerischen Eigenverantwortung fallweise durch die Beteiligungen. Als Instrumente werden Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte eingesetzt.
Auswirkungen von Währungsrisiken auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen, wenn Finanzinstrumente in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft notieren. Wechselkursbedingte Risiken aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Da Währungssicherungen nicht formal als Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf die Rücklagen für Marktbewertungen von Finanzinstrumenten.
Unter der Annahme, dass am Abschlussstichtag die Umrechnungskurse aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10% höher lägen, würde sich das Nettoergebnis aus der Währungsumrechnung um -2.603 TEUR verändern (Vorjahr: -1.409 TEUR). Haupteinfluss sind die Netto-Forderungen in US-Dollar und Schweizer Franken (Vorjahr: US-Dollar).
Zu den Abschlussstichtagen liegen ausschließlich US-Dollar-Währungssicherungen mit einem Nominalvolumen von 12.670TEUR (Vorjahr: 6.236TEUR) vor. Diese Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von 381 TEUR (Vorjahr: -89 TEUR) auf.
Rohstoffsicherungen liegen zum Stichtag nicht vor. (Vorjahr: Nominalvolumen: 528 TEUR; Marktwert 42 TEUR).
Zinssicherungen existieren mit einem Nominalvolumen von 193.863 TEUR (Vorjahr: 249.510 TEUR). Die Marktwerte betragen -7.746 TEUR (Vorjahr: -7.642 TEUR). Weitere Details zu Fälligkeiten und Laufzeiten finden sich bei der Berichterstattung zu den Finanzschulden.
Gestellte Sicherheiten für Finanzschulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| verpfändete vermögenswerte (in TEUR) | |
|---|---|
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Grundschulden | 23.108 | 28.360 |
| Sicherungsübereignung | 2.684 | 24.849 |
| Sonstige Sicherungen | 232 | 1.587 |
| Summe Sicherungen | 26.024 | 54.796 |
Die Sicherungsübereignungen des Vorjahres betreffen die im Jahr 2014 beendete ABS-Finanzierung.
Verpflichtungen aus Bürgschaften existieren in Höhe von 49.644 TEUR (Vorjahr: 15.773 TEUR). Dabei handelt es sich einerseits um Außenverpflichtungen der INDUS Holding AG in Höhe von 19.083 TEUR (Vorjahr: 15.773 TEUR), die diese im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Beteiligungen übernommen hat. Desweiteren bestehen Bürgschaften aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 30.561 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Der Anstieg resultiert aus dem Unternehmenserwerb MBN. Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften durch die Begünstigten ist aus aktueller Sicht sehr unwahrscheinlich.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasing-Verträgen werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 15.494 | 19.023 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 30.855 | 32.681 |
| Über 5 Jahre | 26.173 | 25.576 |
| Summe | 72.522 | 77.280 |
Die Operating-Leasing-Zahlungen des aktuellen Jahres betrugen 15.480 TEUR (Vorjahr: 18.655 TEUR).
Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für das Anlagevermögen belaufen sich auf 3.131 TEUR (Vorjahr: 11.054 TEUR), davon für Sachanlagen 3.127 TEUR (Vorjahr: 11.047 TEUR) und für immaterielle Vermögenswerte 4 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR).
Immobilienleasingverträge werden mit Mietanpassungsklauseln, die auf der Entwicklung von Preisindizes beruhen, abgeschlossen. Die Verträge beinhalten regelmäßig Kaufoptionen. Der Ausübungspreis der Option am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses liegt erwartungsgemäß nicht deutlich niedriger als der Marktwert.
Zukünftig fällige Zahlungen aus Finanzierungsleasing zeigt die folgende Übersicht:
| in TEUR | Bis 1 Jahr | Zwischen 1 und 5 Jahren |
Über 5 Jahre |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 2014 | ||||
| Leasingzahlungen | 2.388 | 9.670 | 85 | 12.143 |
| Zinsanteil | 376 | 753 | 1 | 1.130 |
| Buchwert/Barwert | 2.012 | 8.917 | 84 | 11.013 |
| 2013 | ||||
| Leasingzahlungen | 2.392 | 7.859 | 3.720 | 13.971 |
| Zinsanteil | 399 | 888 | 100 | 1.387 |
| Buchwert/Barwert | 1.993 | 6.971 | 3.620 | 12.584 |
Bei den Vermögenswerten handelt es sich um Immobilien mit einem Restbuchwert von 15.378TEUR (Vorjahr 15.083TEUR) und weiteres Sachanlagevermögen in Höhe von 2.020TEUR (Vorjahr 2.512 TEUR). Für die entsprechenden Vermögenswerte bestehen in der Regel günstige Kaufoptionen, die nach heutigem Kenntnisstand auch ausgeübt werden. Die Kaufpreise sind fixiert, Preisanpassungsklauseln existieren nicht. Die den Verträgen zugrunde liegenden Zinssätze liegen zwischen 2,5% und 7,5% (Vorjahr: 2,5% und 7,5%). Es existieren weder Eventualmietzahlungen noch Mietzahlungen aus Untermietverhältnissen.
Entsprechend der Struktur der INDUS-Gruppe zählen zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen der Aufsichtsrat (6 Mitglieder im Jahr 2014 und 6 Mitglieder im Jahr 2013), der Vorstand der INDUS Holding AG (2014: 3 Personen, Vorjahr: 3 Personen) sowie die Geschäftsführer der operativen Einheiten (2014: 100 Personen, Vorjahr: 86 Personen). 2014 besitzen 15 Geschäftsführer "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" an der entsprechenden Gesellschaft (Vorjahr: 9). Diese Ergebnisbestandteile sind im Anteil nicht beherrschender Gesellschafter im Ergebnis nach Steuern enthalten.
Bilanzierungspflichtige Pensionszusagen der INDUS Holding AG für Mitglieder des Vorstands existieren nicht. Im Rahmen beitragsorientierter Versorgungspläne für Mitglieder des Vorstands wurden im aktuellen Geschäftsjahr Beiträge von 0 TEUR geleistet (Vorjahr: 3 TEUR).
| Aufwand der Periode |
davon Gehälter |
davon SAR* |
davon Abfindung |
davon Pensionen |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | |||||
| INDUS Holding AG | |||||
| Aufsichtsrat | 322 | 322 | 0 | 0 | 0 |
| Vorstand** | 2.151 | 1.871 | 280 | 0 | 0 |
| Tochterunternehmen | |||||
| Geschäftsführer | 17.973 | 17.271 | 0 | 436 | 266 |
| Familienmitglieder | 635 | 635 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 21.081 | 20.099 | 280 | 436 | 266 |
| 2013 | |||||
| INDUS Holding AG | |||||
| Aufsichtsrat | 315 | 315 | 0 | 0 | 0 |
| Vorstand** | 2.007 | 1.727 | 280 | 0 | 0 |
| Tochterunternehmen | |||||
| Geschäftsführer | 13.391 | 13.379 | 0 | 0 | 12 |
| Familienmitglieder | 690 | 690 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 16.403 | 16.111 | 280 | 0 | 12 |
| * SAR = Stock Appreciation Rights = virtuelle Aktienoptionen |
** Für den Vorstand sind die gewährten Zuwendungen angegeben
Im Jahr 2014 waren 18 Familienmitglieder von Gesellschaftern oder Geschäftsführern in den operativen Beteiligungsgesellschaften beschäftigt (Vorjahr: 14 Personen).
Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung der INDUS Holding AG im Juli 2010 neu festgelegt. Sie ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Der Aufsichtsrat tagte 2014 und 2013 je viermal.
Durch die Einführung des Vorstandsvergütungsgesetzes im August 2009 sollen von börsennotierten Gesellschaften bei der Festsetzung der Vergütung von Vorständen künftig verstärkt Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gesetzt werden. Hierdurch war die INDUS Holding AG gehalten, die variablen Vergütungsanteile für die Mitglieder des Vorstands neu zu regeln.
Ab dem 1. Januar 2010 besteht das Long-Term-Incentive-Programm als langfristige Anreizwirkung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights). Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der INDUS Holding AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe sich nach der Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs bei Ausübung der Option bemisst. Der Basispreis der SAR entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel für die Aktie der Gesellschaft während der letzten 20 Handelstage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Nach den Optionsbedingungen ist die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten nach oben begrenzt (Deckelung). Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung, gemessen am Basispreis der Option, um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen ist (Erfolgshürde). Wird die Erfolgshürde nicht überschritten, kommt es zu keiner Auszahlung an die Vorstandsmitglieder. Die SAR unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren ab dem Tag der Zuteilung der Tranche. Innerhalb der Sperrfrist ist eine Ausübung nicht möglich.
Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2014 wurden 77.200 SAR (Vorjahr: 85.523) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 280 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR). Der Bestand der bis zum 31. Dezember 2014 insgesamt gewährten SAR beträgt 437.654 Stück (Vorjahr: 565.133). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.436 TEUR (Vorjahr: 1.596 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 408 TEUR (Vorjahr: 804 TEUR) enthalten. Der Aufwand aus der Veränderung des Zeitwertes der Aktienoptionen entfällt in Höhe von 31 TEUR (Vorjahr: 382 TEUR) auf ehemalige Vorstandsmitglieder. Im Geschäftsjahr 2014 und 2013 wurden keine Aktienoptionen an ehemalige Vorstandsmitglieder ausgegeben. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit dem Optionspreismodell von Black/Scoles und einer angemessenen Volatilität für INDUS sowie einem risikolosen Zinssatz unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche. Die Optionen besitzen eine Sperrfrist von vier Jahren und eine Ausübungszeit von zwei Jahren.
Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändert (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.
Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der INDUS Holding AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2014 sowie das Geschäftsjahr 2013 aus dem festen Grundgehalt (einschließlich steuerpflichtiger geldwerter Vorteile), der ergebnisabhängigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm) und der aktienorientierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Long-Term-Incentive-Programm) zusammen.
Insgesamt sind an die Vorstände 2.151 TEUR (Vorjahr: 2.007 TEUR) gewährt worden. Hiervon entfallen 1.261 TEUR auf die feste Vergütung (Vorjahr: 1.237 TEUR), 610 TEUR auf kurzfristige variable Vergütung (490 TEUR) und 280 TEUR auf die virtuellen Aktienoptionen (Vorjahr: 280 TEUR). Zu den individualisierten Vorstandsvergütungen verweisen wir auf die Ausführungen zum Corporate Governance Kodex innerhalb des Lageberichts.
Geschäfte der INDUS-Gruppe mit Personen oder Unternehmen, die die INDUS-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, müssen angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Nahestehende assoziierte Unternehmen sind die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften. Die weiteren Kategorien betreffen die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren Familienmitglieder. In beiden Geschäftsjahren lagen keine Geschäftsbeziehungen zu Vorständen sowie deren Familienmitgliedern vor. An Beratungsleistungen von Aufsichtsräten wurden im aktuellen Jahr 0 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR) vergütet.
| Umsatz und sonst. betriebl. Erträge |
Warenbezug | Sonstiger Bezug* | Offene Posten | Gewährte Darlehen | |
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | |||||
| Assoziierte Unternehmen | 2.969 | 320 | 823 | -264 | 1.820 |
| Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern |
11.117 | 1.391 | 885 | 913 | 0 |
| Nicht beherrschende Gesellschafter |
0 | 0 | 653 | 0 | 2.408 |
| Geschäftsführer von Beteiligungen |
1.361 | 0 | 2.130 | 54 | 0 |
| Summe nahestehende Unternehmen und Personen |
15.447 | 1.711 | 4.491 | 703 | 4.228 |
| 2013 | |||||
| Assoziierte Unternehmen | 13.344 | 198 | 27 | 5.806 | 0 |
| Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern |
12.451 | 11 | 258 | 295 | 286 |
| Nicht beherrschende Gesellschafter |
107 | 0 | 949 | 22 | 0 |
| Geschäftsführer von Beteiligungen |
1.964 | 2.525 | 0 | 75 | 0 |
| Summe nahestehende Unternehmen und Personen |
27.866 | 2.734 | 1.234 | 6.198 | 286 |
* Zinsen, Mieten, Beratungsleistungen
Offene Posten in Höhe von 23 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) wurden wertberichtigt.
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter nach Regionen | ||
| Deutschland | 5.867 | 5.618 |
| Europa (EU & Schweiz) | 752 | 712 |
| Übrige Welt | 967 | 929 |
| Gesamt | 7.586 | 7.259 |
| Bau/Infrastruktur | 1.104 | 1.074 |
|---|---|---|
| Fahrzeugtechnik | 3.160 | 3.163 |
| Maschinen- und Anlagenbau | 1.151 | 1.030 |
| Medizin- und Gesundheitstechnik | 825 | 697 |
| Metalltechnik | 1.323 | 1.275 |
| Übrige | 23 | 20 |
| Gesamt | 7.586 | 7.259 |
Das Honorar des Prüfers des Konzernabschlusses, Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft betrug für die Abschlussprüfungen 190 TEUR (Vorjahr: 190 TEUR) und für sonstige Bestätigungen oder Bewertungsleistungen 5 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2014 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (www.indus.de) zugänglich gemacht.
In der beim elektronischen Handelsregister hinterlegten Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, sind die Tochtergesellschaften bezeichnet, die die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB zum 31. Dezember 2014 in Anspruch nehmen.
Der Vorstand hat im Februar 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, den anhaltend defizitären Geschäftsbereich SEMET nicht mehr fortzuführen und die Gesellschaft stillzulegen. Von der Maßnahme sind rund 35 Mitarbeiter betroffen. Wesentliche Effekte aus der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs auf die Vermögens- und Ertragslage sind nicht zu erwarten.
Bergisch Gladbach, den 15. April 2015 INDUS Holding AG
Der Vorstand
Jürgen Abromeit Dr. Johannes Schmidt Rudolf Weichert
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bergisch Gladbach, den 15. April 2015
Der Vorstand
Jürgen Abromeit Dr. Johannes Schmidt Rudolf Weichert
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2014 in Höhe von EUR 63.571.323,62 wie folgt zu verwenden:
| Zahlung einer Dividende von EUR 1,20 je Stückaktie (24.450.509) auf das Grundkapital von 63.571.323,62 EUR |
29.340.610,80 |
|---|---|
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 32.000.000,00 |
| Gewinnvortrag | 2.230.712,82 |
| Bilanzgewinn | 63.571.323,62 |
Bergisch Gladbach, den 15. April 2015
Der Vorstand
Jürgen Abromeit Dr. Johannes Schmidt Rudolf Weichert
Wir haben den von der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den zusammengefassten Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 15. April 2015
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
gez. Dr. Werner Holzmayer gez. Marcus Lauten Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Nach Segmenten | Kapital in Mio. EUR |
Beteiligungs quote ≤ |
|---|---|---|
| Bau/Infrastruktur | ||
| ANCOTECH AG, Dielsdorf/Schweiz | 4,11** | 100 |
| BETOMAX systems GmbH & Co. KG, Neuss | 2,03 | 100 |
| FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG, Reichshof-Hahn* | 0,72 | 100 |
| HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG, Hermaringen | 1,58 | 100 |
| MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG, Wülfrath | 1,82 | 100 |
| OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG, Oelde* | 0,29 | 100 |
| REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik, Lage | 1,56 | 100 |
| Schuster Klima Lüftung GmbH & Co. KG, Friedberg | 1,05 | 100 |
| Weigand Bau GmbH, Bad Königshofen i. Grabfeld | 1,00 | 80 |
| Weinisch GmbH & Co. KG, Oberviechtach | 0,53 | 100 |
| Fahrzeugtechnik | ||
| AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG, Mudau* | 3,52 | 100 |
| BILSTEIN & SIEKERMANN GmbH + Co. KG, Hillesheim | 1,03 | 100 |
| Emil FICHTHORN Metallwarenfabrik GmbH & Co KG, Schwelm | 0,65 | 100 |
| IPETRONIK GmbH & Co. KG, Baden-Baden* | 1,60 | 100 |
| KIEBACK GmbH & Co. KG, Osnabrück | 0,54 | 100 |
| Konrad SCHÄFER GmbH, Osnabrück* | 1,55 | 100 |
| SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG, Driedorf* | 7,54 | 85 |
| SITEK-Spikes GmbH & Co.KG, Aichhalden | 1,05 | 100 |
| S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG, Backnang* | 1,06 | 100 |
| Wiesauplast Deutschland GmbH & Co. KG, Wiesau* | 9,91 | 100 |
| Maschinen- und Anlagenbau | ||
| ASS Maschinenbau GmbH, Overath* | 0,57 | 100 |
| M. BRAUN Inertgas-Systeme GmbH, Garching b. München* | 1,35 | 100 |
| BUDDE Fördertechnik GmbH, Bielefeld* | 0,36 | 75 |
| ELTHERM GmbH, Burbach* | 0,91 | 100 |
| GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG, Vlotho* | 0,57 | 100 |
HORN GmbH & Co. KG, Flensburg* 4,12 100 MBN – Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH, Ebersbach-Neugersdorf* 0,19 75 NISTERHAMMER Maschinenbau GmbH & Co. KG, Nister 0,80 100 SEMET Maschinenbau GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Brackenheim* 0,83 100 Turmbau Steffens & Nölle GmbH, Berlin 0,50 100
| Nach Segmenten | Kapital in Mio. EUR |
Beteiligungs quote ≤ |
|---|---|---|
| Medizin- und Gesundheitstechnik | ||
| IMECO GmbH & Co. KG, Hösbach* | 0,75 | 100 |
| MIKROP AG, Wittenbach/Schweiz* | 1,08 ** | 100 |
| OFA Bamberg GmbH, Bamberg | 1,50 | 100 |
| Rolko Kohlgrüber GmbH, Borgholzhausen* | 0,30 | 75 |
| Metalltechnik | ||
| BACHER AG, Reinach/Schweiz | 3,20 ** | 100 |
| BETEK GmbH & Co. KG, Aichhalden* | 1,56 | 100 |
| HAKAMA AG, Bättwil/Schweiz | 5,00 ** | 100 |
| Anneliese KÖSTER GmbH & Co. KG, Ennepetal* | 0,57 | 100 |
| MEWESTA Hydraulik GmbH & Co. KG, Münsingen | 0,54 | 100 |
| PLANETROLL GmbH & Co. KG, Munderkingen | 0,54 | 100 |
| Helmut RÜBSAMEN GmbH & Co. KG, Metalldrückerei • Umformtechnik, Bad Marienberg | 0,53 | 90 |
| Karl SIMON GmbH & Co. KG, Aichhalden* | 3,18 | 100 |
| VULKAN INOX GmbH, Hattingen* | 1,07 | 100 |
* einschließlich Tochtergesellschaften
** Mio. CHF
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Helmut Späth, Kaufmann (Dipl.-Kfm.), Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München Vorsitzender (seit 11. Juni 2014)
Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Die Bayerische Beamtenkasse AG, die Saarland Feuerversicherung AG und die Saarland Lebensversicherung AG sind Konzerngesellschaften des Konzerns Versicherungskammer Bayern.
Dipl.- Ing. Burkhard Rosenfeld, Ingenieur (Dipl.- Ing.), Bergisch Gladbach
Vorsitzender (bis 11. Juni 2014)
Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Dr. Jürgen Allerkamp, Volljurist, Vorsitzender des Vorstands Investitionsbank Berlin, Hamburg Stellvertretender Vorsitzender
Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Dr. Ralf Bartsch, Volljurist, Sprecher der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe SCHLAU/HAMMER, Porta Westfalica
Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
■ Meffert AG, Farbwerke, Bad Kreuznach, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dr. Dorothee Becker, Diplom-Ökonomin, Sprecherin der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Gebrüder Becker , Wuppertal (seit 11. Juni 2014)
Hans Joachim Selzer, Ingenieur (Dipl.-Wirtschafts-Ing.), Driedorf Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
■ Herborner Pumpenfabrik J. H. Hoffmann GmbH & Co. KG, Herborn
Carl Martin Welcker, Ingenieur (Dipl.- Ing.), geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, Köln
Jürgen Abromeit, Georgsmarienhütte
Vorstandsvorsitzender
Weitere Mandate in Beratungsgremien:
Dr.-Ing. Johannes Schmidt, Bergisch Gladbach
Rudolf Weichert, Erkrath
| in TEUR | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013* | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||||||||
| Umsatz | 915.031 | 920.100 | 766.399 | 971.585 | 1.097.125 | 1.105.271 | 1.186.785 | 1.255.723 |
| davon Inland | 551.313 | 541.295 | 448.573 | 537.708 | 592.907 | 569.488 | 611.191 | 655.198 |
| davon Ausland | 363.718 | 378.805 | 317.826 | 433.877 | 504.218 | 535.783 | 575.594 | 600.525 |
| Personalaufwand | 236.922 | 241.793 | 227.753 | 265.128 | 292.129 | 306.240 | 322.628 | 349.010 |
| Personalaufwandsquote (Personalaufwand in % des Umsatzes) |
25,9 | 26,3 | 29,7 | 27,3 | 26,6 | 27,7 | 27,2 | 27,8 |
| Materialaufwand | 433.032 | 441.067 | 336.985 | 461.988 | 544.840 | 523.555 | 562.789 | 598.204 |
| Materialaufwandsquote (Materialaufwand in % des Umsatzes) |
47,3 | 47,9 | 44,0 | 47,5 | 49,7 | 47,4 | 47,4 | 47,6 |
| EBITDA | 143.091 | 133.412 | 102.837 | 145.032 | 159.972 | 151.778 | 162.270 | 175.156 |
| Abschreibungen | 40.685 | 43.086 | 45.780 | 43.596 | 46.759 | 45.818 | 43.685 | 47.970 |
| EBIT | 102.406 | 90.326 | 57.057 | 101.436 | 113.213 | 105.960 | 118.585 | 127.186 |
| EBIT-Rendite (EBIT in % des Umsatzes) | 11,2 | 9,8 | 7,4 | 10,4 | 10,3 | 9,6 | 10,0 | 10,1 |
| Zinsen | 24.997 | 30.344 | 27.575 | 27.390 | 22.961 | 21.093 | 19.889 | 26.481 |
| EBT | 77.409 | 59.982 | 29.481 | 74.047 | 90.252 | 84.867 | 98.696 | 100.705 |
| Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) | 50.943 | 27.865 | 11.410 | 46.943 | 55.635 | 52.481 | 63.974 | 63.314 |
| Ergebnis je Aktie, unverwässert nach IFRS (in EUR) |
2,74 | 1,78 | 0,89 | 2,59 | 2,75 | 2,47 | 3,02 | 2,74 |
| Bilanz | ||||||||
| Aktiva | ||||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 303.753 | 313.334 | 306.689 | 306.644 | 313.877 | 310.706 | 360.493 | 412.268 |
| Sachanlagen | 239.381 | 250.663 | 238.888 | 244.460 | 245.453 | 253.917 | 271.833 | 306.818 |
| Vorräte | 161.351 | 172.047 | 143.102 | 178.756 | 222.778 | 219.058 | 236.056 | 265.690 |
| Forderungen | 115.543 | 104.546 | 99.267 | 117.617 | 108.422 | 137.054 | 156.218 | 162.091 |
| Übrige Aktiva | 33.668 | 37.164 | 32.027 | 28.772 | 26.530 | 41.333 | 40.383 | 45.029 |
| Liquide Mittel | 77.617 | 87.791 | 93.506 | 96.840 | 123.107 | 98.710 | 115.921 | 116.491 |
| Passiva | ||||||||
| Eigenkapital | 234.130 | 246.373 | 241.714 | 309.489 | 382.095 | 414.138 | 515.330 | 549.872 |
| Rückstellungen | 50.862 | 52.743 | 47.994 | 62.211 | 65.552 | 68.229 | 74.566 | 80.750 |
| Finanzschulden | 517.978 | 526.254 | 501.846 | 476.231 | 434.283 | 440.497 | 423.529 | 462.315 |
| Übrige Passiva | 128.343 | 140.175 | 121.925 | 125.158 | 158.237 | 137.914 | 167.479 | 215.450 |
| Bilanzsumme | 931.313 | 965.545 | 913.479 | 973.089 | 1.040.167 | 1.060.778 | 1.180.904 | 1.308.387 |
| in TEUR | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013* | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalquote im Konzern | ||||||||
| (Eigenkapital/Bilanzsumme) in % | 24,7 | 25,5 | 26,5 | 31,8 | 36,7 | 39,0 | 43,6 | 42,0 |
| Langfristige Finanzschulden | 386.568 | 378.413 | 363.501 | 326.417 | 322.604 | 331.146 | 304.769 | 367.935 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 131.410 | 147.841 | 138.345 | 149.814 | 111.679 | 109.351 | 118.760 | 94.381 |
| Nettoverschuldung (langfristige und kurzfristige Finanzschulden – liquide Mittel) |
440.361 | 438.463 | 408.340 | 379.391 | 311.176 | 341.787 | 307.608 | 345.824 |
| Nettoverschuldung/EBITDA | 3,1 | 3,3 | 4,0 | 2,6 | 1,9 | 2,3 | 1,9 | 2,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
33.286 | 28.109 | 28.019 | 36.053 | 46.056 | 37.313 | 45.543 | 47.942 |
| Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge mit passivem Saldo |
8.925 | 7.209 | 4.988 | 7.207 | 16.694 | 16.016 | 21.983 | 30.263 |
| Working Capital (Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbind lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – Anzahlungen – Fertigungsaufträge mit passivem Saldo) |
234.683 | 241.275 | 209.362 | 253.113 | 268.450 | 302.783 | 324.748 | 349.576 |
| Gearing (Nettoverschuldung/Eigenkapital) | 1,9 | 1,8 | 1,7 | 1,2 | 0,8 | 0,8 | 0,6 | 0,6 |
| Eigenkapitalrendite (Gewinn/Eigenkapital) in % | 21,8 | 11,3 | 4,7 | 15,2 | 14,6 | 12,7 | 12,4 | 11,5 |
| Investitionen | 77.804 | 56.275 | 34.694 | 52.042 | 58.259 | 53.926 | 100.895 | 97.156 |
| Kapitalflussrechnung | ||||||||
| Operativer Cashflow | 108.047 | 107.309 | 106.595 | 81.903 | 130.158 | 68.428 | 117.411 | 104.385 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 82.136 | 80.667 | 77.091 | 54.297 | 106.238 | 45.919 | 97.522 | 86.961 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -73.410 | -55.507 | -32.709 | -38.425 | -56.929 | -53.525 | -99.625 | -95.234 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -23.615 | -14.853 | -39.126 | -13.888 | -23.349 | -16.523 | 19.977 | 8.195 |
| Cashflow je Aktie (in EUR) | 4,52 | 4,39 | 4,20 | 2,91 | 5,17 | 2,07 | 4,35 | 3,56 |
| Sonstige Kennzahlen | ||||||||
| Jahresendkurs XETRA (in EUR) | 24,25 | 13,37 | 12,00 | 21,99 | 18,86 | 20,26 | 29,20 | 38,11 |
| Durchschnitt Anzahl der Aktien (Stck.) | 18.154.180 18.370.033 18.370.033 18.676.200 20.543.819 22.227.737 22.410.431 24.450.509 | |||||||
| Anzahl der Aktien zum Jahresende (Stck.) | 18.370.033 18.370.033 18.370.033 20.207.035 22.227.737 22.227.737 24.450.509 24.450.509 | |||||||
| Marktkapitalisierung | 445.473 | 245.607 | 220.440 | 444.353 | 419.215 | 450.334 | 713.955 | 931.809 |
| Dividendensumme (in Mio. EUR) | 21,6 | 21,8 | 14,7 | 9,2 | 18,2 | 22,2 | 22,2 | 26,9 |
| Dividende je Aktie (in EUR) | 1,20 | 0,80 | 0,50 | 0,90 | 1,00 | 1,00 | 1,10 | 1,10 |
| Anzahl Beteiligungen | 42 | 41 | 40 | 40 | 39 | 38 | 40 | 42 |
* Vorjahreszahlen angepasst; EBITDA inkl. Zuschreibungen
INDUS Holding AG Kölner Straße 32 51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53 51403 Bergisch Gladbach Telefon: +49(0)2204/40 00-0 Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
Internet: www.indus.de E-Mail: [email protected]
| 21. April 2015 | Veröffentlichung Jahresabschluss 2014, Bilanzpressekonferenz |
|---|---|
| 22. April 2015 | Analystenkonferenz |
| 19. Mai 2015 | Zwischenbericht zum 31.03.2015 |
| 3. Juni 2015 | Hauptversammlung 2015 |
| 18. August 2015 | Halbjahresbericht zum 30.06.2015 |
| 17. November 2015 | Zwischenbericht zum 30.09.2015 |
| 23.–25. November 2015 | Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt/Main |
| Verantwortliches Vorstandsmitglied: | Herausgeber: |
|---|---|
| Jürgen Abromeit | INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach |
| Ansprechpartnerin für Öffentlichkeits | Konzept/Gestaltung: |
| arbeit und Investor Relations: | Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg |
| Regina Wolter | |
| Telefon: +49 (0)2204/40 00-70 | Fotos: |
| Telefax: +49 (0)2204/40 00-20 | Catrin Moritz, Essen |
| E-Mail: [email protected] |
INDUS-Gruppe |
Datum der Veröffentlichung:
Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.
Wichtiger Hinweis: Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.
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