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CPI Europe AG — Interim / Quarterly Report 2021
Nov 30, 2021
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Interim / Quarterly Report
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Konzernzwischenmitteilung
Inhalt
Konzernzwischenmitteilung
| Geschäftsentwicklung | 6 |
|---|---|
| EPRA-Finanzkennzahlen | 9 |
| Finanzierung | 15 |
| Portfoliobericht | 17 |
| Konzernbilanz | 26 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 27 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 28 |
| Konzern-Geldflussrechnung | 29 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | 30 |
| Ergänzende Informationen | 32 |
Kennzahlen
Ergebnis
| 215,8 | |
|---|---|
| 0,3 | |
| 158,9 | 2,6 |
| 9,5 | ≥ +100,0 |
| -21,0 | n. a. |
| 113,1 | 59,5 |
| -153,7 | n. a. |
| -31,7 | n. a. |
| -60,5 | n. a. |
| -92,2 | n. a. |
| -98,3 | n. a. |
| 93,6 | -3,1 |
| 0,87 | -15,3 |
1 Siehe Berechnungen im Kapitel Geschäftsentwicklung.
2 Anzahl der berücksichtigten Aktien: 123.293.780 für Q1–3 2021 bzw. 107.667.310 für Q1–3 2020
Vermögen
| 30.09.2021 | 31.12.2020 Veränderung in % | |||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | in MEUR | 6.993,4 | 6.831,4 | 2,4 |
| Bilanzielle Eigenkapitalquote | in % | 48,5 | 45,1 | n. a. |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | in MEUR | 2.066,5 | 2.119,5 | -2,5 |
| Liquide Mittel1 | in MEUR | 1.016,9 | 1.051,4 | -3,3 |
| Loan-to-Value (netto) | in % | 36,6 | 37,8 | n. a. |
| Gearing | in % | 62,8 | 71,2 | n. a. |
| Gesamtdurchschnittszinssatz inklusive Kosten für Derivate | in % | 1,92 | 1,99 | n. a. |
| Durchschnittliche Laufzeit Finanzverbindlichkeiten2 | in Jahren | 4,0 | 4,3 | -1,2 |
1 Inklusive zur Veräußerung gehaltener liquider Mittel
2 Wandelanleihe 2017–2024 wird zum Laufzeitende 2024 dargestellt; Anleiheninhaber haben eine Put-Option im Jahr 2022.
Immobilienvermögen
| 30.09.2021 | 31.12.2020 Veränderung in % | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamtanzahl der Immobilien | 207 | 209 | -1,0 | |
| Vermietbare Fläche | in m2 | 1.981.375 | 1.953.460 | 1,4 |
| Vermietungsgrad | in % | 94,1 | 96,0 | n. a. |
| Bruttorendite1 | in % | 5,9 | 6,2 | n. a. |
| Rendite Mietvorschreibung1 | in % | 6,3 | 6,6 | n. a. |
| Portfoliowert1 | in MEUR | 5.046,4 | 4.978,9 | 1,4 |
| Unbelastetes Immobilienvermögen | in MEUR | 1.518,5 | 1.482,8 | 2,4 |
1 Gemäß Portfoliobericht
KONZERNZWISCHENMITTEILUNG Kennzahlen
EPRA1
| 30.09.2021 | 31.12.2020 Veränderung in % | |||
|---|---|---|---|---|
| EPRA Net Reinstatement Value | in MEUR | 3.932,3 | 3.590,6 | 9,5 |
| EPRA Net Reinstatement Value je Aktie | in EUR | 31,89 | 29,12 | 9,5 |
| EPRA Net Tangible Assets | in MEUR | 3.793,1 | 3.430,3 | 10,6 |
| EPRA Net Tangible Assets je Aktie | in EUR | 30,77 | 27,82 | 10,6 |
| EPRA Net Disposal Value | in MEUR | 3.407,0 | 3.055,9 | 11,5 |
| EPRA Net Disposal Value je Aktie | in EUR | 27,63 | 24,79 | 11,5 |
| EPRA Net Asset Value | in MEUR | 3.752,2 | 3.425,8 | 9,5 |
| EPRA Net Asset Value je Aktie | in EUR | 30,43 | 27,79 | 9,5 |
| EPRA-Leerstandsquote2 | in % | 6,3 | 4,0 | n. a. |
| Q1–3 2021 | Q1–3 2020 Veränderung in % | |||
| EPRA-Ergebnis | in MEUR | 197,7 | 40,8 | ≥ +100,0 |
| EPRA-Ergebnis je Aktie | in EUR | 1,60 | 0,38 | ≥ +100,0 |
| EPRA-Ergebnis nach unternehmensspezifischen Bereinigungen3 |
in MEUR | 137,3 | 46,4 | ≥ +100,0 |
| EPRA-Ergebnis je Aktie nach unternehmensspezifischen Bereinigungen3 |
in EUR | 1,11 | 0,43 | ≥ +100,0 |
| EPRA Net Initial Yield3 | in % | 5,7 | 5,6 | n. a. |
| EPRA "Topped-up" Net Initial Yield3 | in % | 6,1 | 6,0 | n. a. |
1 Siehe Berechnungen im Kapitel EPRA-Finanzkennzahlen.
2 Die EPRA-Leerstandsquote basiert auf dem Verhältnis der geschätzten Marktmiete der leerstehenden Flächen zur geschätzten Marktmiete des Bestandsportfolios. 3 Die Vergleichszahl wurde angepasst.
Aktienkennzahlen
| 30.09.2021 | 31.12.2020 Veränderung in % | |||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert je Aktie | in EUR | 27,79 | 25,20 | 10,3 |
| Ultimokurs der Aktie | in EUR | 20,60 | 16,97 | 21,4 |
| Abschlag Aktienkurs zum EPRA NTA verwässert je Aktie | in % | 33,0 | 39,0 | n. a. |
| Gesamtanzahl der Aktien | 123.293.795 | 123.293.795 | 0,0 | |
| davon Anzahl eigene Aktien | 1.028 | 6.998.228 | -100,0 | |
| Ultimo-Börsenkapitalisierung | in MEUR | 2.539,9 | 2.092,3 | 21,4 |
| Q1–3 2021 | Q1–3 2020 Veränderung in % | |||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert)1 | in EUR | 2,40 | -0,91 | n. a. |
| Ergebnis je Aktie (verwässert)2 | in EUR | 2,20 | -0,91 | n. a. |
1 Anzahl der berücksichtigten Aktien (unverwässert): 123.293.780 für Q1–3 2021 sowie 107.667.310 für Q1–3 2020 2 Anzahl der berücksichtigten Aktien (verwässert): 137.196.443 für Q1–3 2021 sowie 107.667.310 für Q1–3 2020
Die Vorzeichenangabe bei Veränderungen entspricht einer betriebswirtschaftlichen Sichtweise: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (-). Sehr hohe positive bzw. negative prozentuelle Veränderungen werden als ≥ +100% oder ≤ -100% dargestellt. Bei Vorzeichenwechsel von Ergebnisgrößen sowie bei Veränderungen von Prozentwerten werden die prozentuellen Veränderungen als "nicht anwendbar" (n. a.) gekennzeichnet. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Konzernzwischenmitteilung
Geschäftsentwicklung
Obwohl die Märkte und die Geschäftsentwicklung der IMMOFINANZ im Jahr 2021 nach wie vor von der Covid-19-Pandemie beeinflusst sind, konnte der Konzern eine deutliche Verbesserung seiner Ertragskraft erzielen. So liegt das operative Ergebnis der ersten drei Quartale 2021 mit EUR 180,4 Mio. nicht nur um rund 60% über dem Niveau des Vorjahres, sondern es stellt auch das vergleichbare Ergebnis des Vorkrisenzeitraums 2019 in den Schatten (+29% gegenüber Q1–3 2019). Dies trifft auch auf das Konzernergebnis zu: Es drehte im Vergleich zu 2020 stark ins Plus und betrug per 30. September 2021 EUR 295,7 Mio. Damit konnte auch hier das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 klar übertroffen werden (Q1–3 2019: EUR 202,6 Mio.).
Gewinn- und Verlustrechnung
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Mieterlöse | 216.387 | 215.827 |
| Ergebnis aus Asset Management | 163.067 | 158.922 |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 24.057 | 9.467 |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | 24.060 | -20.968 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.514 | 1.471 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -32.336 | -35.832 |
| Operatives Ergebnis | 180.362 | 113.060 |
| Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilien und Firmenwerte | 54.045 | -144.782 |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 234.407 | -31.722 |
| Finanzergebnis | 91.781 | -60.525 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 326.188 | -92.247 |
| Konzernergebnis | 295.661 | -98.263 |
Bei leicht gestiegenen Mieterlösen von EUR 216,4 Mio. (Q1–3 2020: EUR 215,8 Mio.) verbesserte sich das Ergebnis aus Asset Management um 2,6% auf EUR 163,1 Mio. (Q1–3 2020: EUR 158,9 Mio.). Dieser Anstieg ist vor allem auf Einsparungen bei den Immobilienaufwendungen zurückzuführen, die um 11,5% auf EUR -43,4 Mio. (Q1–3 2020: EUR -49,1 Mio.) sanken. Damit lagen sie pandemiebedingt zwar noch über dem Vorkrisenniveau, die darin enthaltenen Mietforderungsabschreibungen, mit denen die IMMOFINANZ ihre Mieter während der Schließungsperioden unterstützte, konnten im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich reduziert werden und beliefen sich auf EUR -10,9 Mio. (Q1–3 2020: EUR -19,2 Mio.).
Das Ergebnis aus Immobilienverkäufen wurde auf EUR 24,1 Mio. (Q1–3 2020: EUR 9,5 Mio.) mehr als verdoppelt. Den größten positiven Effekt hatte dabei der Verkauf des Office-Gebäudes Cluster Produktionstechnik in Aachen für EUR 124,0 Mio. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen 2021 strategiekonforme Immobilienverkäufe mit einem Volumen von EUR 259,6 Mio. getätigt, wobei es sich neben dem Gebäude in Aachen vor allem um ältere und nicht strategiekonforme Büroobjekte in Warschau und Budapest handelte.
Das Ergebnis aus der Immobilienentwicklung wurde ebenfalls stark verbessert und drehte auf EUR 24,1 Mio. ins Plus (Q1–3 2020: EUR -21,0 Mio.), was im Wesentlichen auf positive Bewertungseffekte bei der Büroprojektentwicklung in Düsseldorf zurückzuführen ist.
Operatives Ergebnis
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbesserten sich primär durch den Wegfall von Einmaleffekten aus dem Vorjahr um 9,8% auf EUR -32,3 Mio. (Q1–3 2020: EUR -35,8 Mio.). Das operative Ergebnis konnte somit kräftig um 59,5% auf EUR 180,4 Mio. gesteigert werden (Q1–3 2020: EUR 113,1 Mio.).
Bewertungsergebnis und Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit
Das Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilien beläuft sich auf EUR 54,0 Mio., nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres infolge der Covid-19-Pandemie krisenbedingte Abwertungen vorgenommen worden waren (Q1–3 2020: EUR -144,8 Mio.). Die Wertsteigerungen entfallen großteils auf Büroobjekte in Österreich und Deutschland und reflektieren das anhaltend dynamische Marktumfeld.
Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) verbesserte sich folglich signifikant auf EUR 234,4 Mio. (Q1–3 2020: EUR -31,7 Mio.).
Finanzergebnis und Steuern
Der Finanzierungsaufwand beträgt EUR -61,9 Mio. (Q1–3 2020: EUR -55,7 Mio.) und spiegelt damit auch das im Jahresvergleich um rund 12% gestiegene Finanzierungsvolumen wider. Die durchschnittlichen Finanzierungskosten inklusive Hedging betragen 1,92% p. a. (31. Dezember 2020: 1,99%). Das sonstige Finanzergebnis von EUR 20,3 Mio. (Q1–3 2020: EUR -13,4 Mio.) resultiert überwiegend aus der positiven Bewertung von Zinsderivaten (Q1–3 2021: EUR 14,8 Mio.) aufgrund gestiegener langfristiger Zinssätze.
Die Ergebnisanteile aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen kletterten auf EUR 131,5 Mio. (Q1–3 2020: EUR 9,4 Mio.). Davon entfielen EUR 128,0 Mio. auf die S IMMO (EUR 85,3 Mio. Wertaufholung der Beteiligung aufgrund des gestiegenen Aktienkurses und EUR 42,8 Mio. Ergebnisanteil). Das Finanzergebnis liegt somit bei EUR 91,8 Mio. (Q1–3 2020: EUR -60,5 Mio.).
Konzernergebnis
Das Ergebnis vor Ertragsteuern verbesserte sich deutlich auf EUR 326,2 Mio. (Q1–3 2020: EUR -92,2 Mio.) und liegt damit auch über dem vergleichbaren Vorkrisenzeitraum 2019 (Q1–3 2019: EUR 211,8 Mio.). Nach Ertragsteuern in Höhe von EUR -30,5 Mio. (Q1–3 2020: EUR -6,0 Mio.) liegt das Konzernergebnis bei EUR 295,7 Mio. (Q1–3 2020: EUR -98,3 Mio. bzw. Q1–3 2019: EUR 202,6 Mio.). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie∗ (unverwässert) von EUR 2,40 bzw. verwässert von EUR 2,20 (Q1–3 2020: EUR -0,91).
Funds from Operations (FFO)
Der FFO 1 aus dem Bestandsgeschäft (vor Steuern und inklusive Zinsabgrenzung für Anleihen) liegt mit EUR 90,7 Mio. in etwa auf Vorjahresniveau (Q1–3 2020: EUR 93,6 Mio.). Der leichte Rückgang ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Finanzierungsaufwands infolge des gestiegenen Finanzierungsvolumens zurückzuführen. Der FFO 1 je Aktie beläuft sich auf EUR 0,74 nach EUR 0,87 im Vergleichszeitraum unter Berücksichtigung einer höheren Aktienanzahl (herangezogene Aktienanzahl siehe Tabelle unten).
| Werte in TEUR | GuV Q1–3 2021 | Anpassungen FFO Q1–3 2021 FFO Q1–3 2020 | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis aus Asset Management | 163.067 | 44 | 163.111 | 158.968 |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 24.057 | -24.057 | 0 | 0 |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | 24.060 | -24.060 | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.514 | -597 | 917 | 1.276 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -32.336 | 4.875 | -27.461 | -28.410 |
| Operatives Ergebnis | 180.362 | -43.794 | 136.568 | 131.835 |
| Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilien und Firmenwerte |
54.045 | -54.045 | 0 | 0 |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 234.407 | -97.839 | 136.568 | 131.835 |
| Finanzierungsaufwand1 | -61.883 | |||
| Finanzierungsertrag | 1.629 | |||
| Wechselkursveränderungen | 203 | |||
| Sonstiges Finanzergebnis | 20.294 | |||
| Ergebnisanteile aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen |
131.538 | |||
| Finanzergebnis | 91.782 | -137.648 | -45.867 | -38.277 |
| FFO 1 vor Steuern (exklusive S IMMO) | 326.188 | -235.487 | 90.701 | 93.558 |
| FFO 1 je Aktie vor Steuern (exklusive S IMMO) in EUR | 0,74 | 0,87 | ||
| Dividenden von S IMMO | 0 | 0 | ||
| FFO 1 vor Steuern | 90.701 | 93.558 | ||
| FFO 1 je Aktie vor Steuern in EUR | 0,74 | 0,87 | ||
| Anzahl der Aktien (laut EPS-Berechnung) für die Berechnung |
123.293.780 | 107.667.310 |
1 Im Finanzierungsaufwand Q1–3 2021 wurden Zinsabgrenzungen in Höhe von insgesamt EUR -5,0 Mio. für die Unternehmensanleihen 2019–2023 und 2020–2027 sowie für die Wandelanleihe 2017–2024 berücksichtigt; die Kuponzahlung für die Pflichtwandelanleihe 2020–2023 ist nicht enthalten. Zudem erfolgte eine Bereinigung der Einmalkosten aus den Derivaten aufgrund vorzeitiger Tilgung bzw. Verkauf.
Bilanz
Die Kurzfassung der Bilanz stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 30.09.2021 | in % | 31.12.2020 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Immobilienvermögen | 4.718.179 | 4.680.351 | ||
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 377.456 | 358.640 | ||
| Immobilienvorräte | 619 | 73,8 | 619 | 76,2 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 63.145 | 168.382 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 55.999 | 0,8 | 63.765 | 0,9 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 516.504 | 7,4 | 367.932 | 5,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
244.659 | 3,5 | 144.639 | 2,1 |
| Liquide Mittel | 1.016.879 | 14,5 | 1.047.085 | 15,3 |
| Aktiva | 6.993.440 | 100,0 | 6.831.413 | 100,0 |
| Eigenkapital | 3.394.840 | 48,5 | 3.083.707 | 45,1 |
| Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen | 281.524 | 4,0 | 291.056 | 4,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.852.965 | 40,8 | 2.916.051 | 42,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
140.899 | 2,0 | 188.958 | 2,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 58.102 | 0,8 | 89.370 | 1,3 |
| Latente Steuerschulden | 265.110 | 3,8 | 262.271 | 3,8 |
| Passiva | 6.993.440 | 100,0 | 6.831.413 | 100,0 |
Mit einer Eigenkapitalquote von 48,5% (31. Dezember 2020: 45,1%) verfügt die IMMOFINANZ über eine robuste Bilanzstruktur, wobei der Anstieg des Eigenkapitals seit Jahresbeginn 2021 auf EUR 3.394,8 Mio. im Wesentlichen auf das gute Konzernergebnis zurückzuführen ist. Der Netto-Loan-to-Value beträgt 36,6%.
Auf das Immobilienportfolio entfallen in Summe EUR 5,2 Mrd. und somit 73,8% der Aktiva. Es ist auf die Bilanzposten "Immobilienvermögen", "In Bau befindliches Immobilienvermögen", "Immobilienvorräte" und "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" aufgeteilt. Im Bilanzposten "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" sind neben dem Immobilienvermögen auch noch sonstige Vermögenswerte enthalten, die bei einem Verkauf an den Erwerber übertragen werden.
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen belaufen sich auf EUR 516,5 Mio., davon entfallen EUR 511,8 Mio. auf die S IMMO AG. Bezogen auf die rund 19,5 Mio. von der IMMOFINANZ gehaltenen Aktien an der S IMMO ergibt sich ein Buchwert je Aktie von EUR 26,25 (31. Dezember 2020: EUR 18,65). Die S IMMO-Beteiligung wurde im 1. Quartal 2021 aufgrund der deutlichen Erholung des Aktienkurses um EUR 85,3 Mio. aufgewertet.
Die liquiden Mittel liegen mit EUR 1.016,9 Mio. auf dem Niveau von Ende 2020 (31. Dezember 2020: EUR 1.047,1 Mio. bzw. EUR 1.051,4 Mio. inklusive liquider Mittel in Veräußerungsgruppen).
EPRA-Finanzkennzahlen
EPRA-Nettovermögenswert
Gemäß den Empfehlungen der European Public Real Estate Association (EPRA) veröffentlicht die IMMOFINANZ seit dem Jahresabschluss 2020 eine erweiterte Version der Net-Asset-Value-Kennzahlen (NAV-Kennzahlen). Die beiden bekannten Kennzahlen Net Asset Value (NAV) und Triple Net Asset Value (NNNAV) wurden dabei durch die drei neuen Kennzahlen Net Reinstatement Value (NRV), Net Tangible Assets (NTA) und Net Disposal Value (NDV) ersetzt.
Die Kennzahlen werden entsprechend den EPRA Best Practices Recommendations (EPRA BPR) berechnet, wobei ausgehend vom IFRS-Eigenkapital Anpassungen vorgenommen werden, um den Stakeholdern eine möglichst klare Information bezüglich des Marktwerts des Vermögens und der Schulden des Immobilienunternehmens unter verschiedenen Szenarien bereit zu stellen.
Um den Übergang möglichst anschaulich aufzuzeigen, berechnet die IMMOFINANZ sowohl für den 30. September 2021 als auch für den 31. Dezember 2020 als Vergleichsperiode eine Überleitung vom bisherigen EPRA NAV und EPRA NNNAV zu den drei neuen NAV-Kennzahlen gemäß den EPRA-BPR-Leitlinien vom Oktober 2019. Der NTA nach EPRA ist als die relevanteste Kennzahl für die Geschäftstätigkeit der IMMOFINANZ anzusehen und dient daher als neue primäre Kennzahl für den Nettovermögenswert.
Überleitung vom EPRA NAV zu den drei neuen EPRA-Kennzahlen
| Frühere Kennzahlen 30.09.2021 |
Neue Kennzahlen 30.09.2021 | |||
|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | NAV/NNNAV | NRV | NTA | NDV |
| Eigenkapital exklusive nicht beherrschender Anteile | 3.426.671 | 3.426.671 | 3.426.671 | 3.426.671 |
| Hybride Finanzinstrumente (Wandelanleihen) | 0 | -14.454 | -14.454 | -14.454 |
| Verwässertes Eigenkapital exklusive nicht beherrschender Anteile nach Berücksichtigung von Wandelanleihen und Optionsausübungen |
3.426.671 | 3.412.216 | 3.412.216 | 3.412.216 |
| Verwässertes Eigenkapital exklusive nicht beherrschender Anteile nach Berücksichtigung von Wandelanleihen und Optionsausübungen sowie stillen Reserven |
3.426.671 | 3.412.216 | 3.412.216 | 3.412.216 |
| Beizulegender Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten | 10.362 | 10.362 | 10.362 | 0 |
| Latente Steuern auf derivative Finanzinstrumente | -1.937 | -1.937 | -1.937 | 0 |
| Latente Steuern auf Immobilienvermögen | 341.128 | 341.128 | 330.695 | 0 |
| Firmenwerte infolge latenter Steuer | -24.069 | -24.069 | -24.069 | -24.069 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 | -219 | 0 |
| EPRA NAV (verwässert) | 3.752.155 | |||
| Beizulegender Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten | -10.362 | |||
| Latente Steuern auf derivative Finanzinstrumente | 1.937 | |||
| Zeitwertbewertung der Finanzverbindlichkeiten | 10.672 | 0 | 0 | 25.126 |
| Latente Steuern auf die Zeitwertbewertung von Finanzverbindlichkeiten | -2.668 | 0 | 0 | -6.282 |
| Latente Steuern auf Immobilienvermögen | -6.784 | 0 | 0 | 0 |
| Grunderwerbsteuer und sonstige Erwerberkosten | 0 | 194.625 | 66.072 | 0 |
| EPRA NNNAV (verwässert) | 3.744.949 | 3.932.326 | 3.793.121 | 3.406.992 |
| Anzahl der Aktien exklusive eigener Aktien in Stück | 123.292.767 | 123.292.767 | 123.292.767 | 123.292.767 |
| EPRA NAV je Aktie in EUR | 30,43 | 31,89 | 30,77 | 27,63 |
| EPRA NNNAV je Aktie in EUR | 30,37 |
| Kennzahlen 30.09.2021 |
Neue Kennzahlen 30.09.2021 | |||
|---|---|---|---|---|
| Frühere Kennzahlen 31.12.2020 |
Neue Kennzahlen 31.12.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | NAV/NNNAV | NRV | NTA | NDV | |
| Eigenkapital exklusive nicht beherrschender Anteile | 3.107.583 | 3.107.583 | 3.107.583 | 3.107.583 | |
| Hybride Finanzinstrumente (Wandelanleihen) | 0 | -21.654 | -21.654 | -21.654 | |
| Verwässertes Eigenkapital exklusive nicht beherrschender Anteile nach Berücksichtigung von Wandelanleihen und Optionsausübungen |
3.107.583 | 3.085.929 | 3.085.929 | 3.085.929 | |
| Verwässertes Eigenkapital exklusive nicht beherrschender Anteile nach Berücksichtigung von Wandelanleihen und Optionsausübungen sowie stillen Reserven |
3.107.583 | 3.085.929 | 3.085.929 | 3.085.929 | |
| Beizulegender Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten | 29.125 | 29.177 | 29.125 | 0 | |
| Latente Steuern auf derivative Finanzinstrumente | -5.745 | -5.755 | -5.745 | 0 | |
| Latente Steuern auf Immobilienvermögen | 318.982 | 321.471 | 304.332 | 0 | |
| Firmenwerte infolge latenter Steuer | -24.184 | -24.184 | -24.184 | -24.184 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 | -276 | 0 | |
| EPRA NAV (verwässert) | 3.425.761 | ||||
| Beizulegender Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten | -29.125 | ||||
| Latente Steuern auf derivative Finanzinstrumente | 5.745 | ||||
| Zeitwertbewertung der Finanzverbindlichkeiten1 | -29.393 | 0 | 0 | -7.739 | |
| Latente Steuern auf die Zeitwertbewertung von Finanzverbindlichkeiten1 | 7.348 | 0 | 0 | 1.935 | |
| Latente Steuern auf Immobilienvermögen | -8.068 | ||||
| Grunderwerbsteuer und sonstige Erwerberkosten | 0 | 183.972 | 41.081 | 0 | |
| EPRA NNNAV (verwässert) | 3.372.268 | 3.590.610 | 3.430.262 | 3.055.940 | |
| Anzahl der Aktien exklusive eigener Aktien in Stück | 123.293.795 | 123.293.795 | 123.293.795 | 123.293.795 | |
| EPRA NAV je Aktie in EUR | 27,79 | 29,12 | 27,82 | 24,79 | |
| EPRA NNNAV je Aktie in EUR | 27,35 |
| 31.12.2020 | Neue Kennzahlen 31.12.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.935 | ||
|---|---|---|
| 41.081 | 183.972 | |
| 3.055.940 | 3.430.262 | 3.590.610 |
| 123,293.795 | 123,293,795 | 123,293.795 |
| 24.79 | 27.82 | 29.12 |
1 Die Vergleichszahl wurde angepasst.
Bei der Berechnung der EPRA-NAV-Kennzahlen wurden keine potenziellen Aktien berücksichtigt, die aus der Wandlung der Wandelanleihe 2017–2024 resultieren würden, da die Wandelanleihe per 30. September 2021 nicht "im Geld" war. Der Verwässerungseffekt der hybriden Finanzinstrumente (Wandelanleihen) ergab sich durch die Eigenkapitalkorrektur in Bezug auf die Wandelanleihe 2017–2024. Der Eigenkapitalanteil reduziert sich dabei über die Laufzeit anhand des Effektivzinssatzes auf null. Die im Juli 2020 emittierte Pflichtwandelanleihe 2020–2023 ist verpflichtend in Aktien der Gesellschaft zu wandeln und gemäß IFRS als Eigenkapitalinstrument eingestuft. Damit ist die Pflichtwandelanleihe 2020–2023 vollständig im Eigenkapital und in der Aktienanzahl enthalten. Die Pflichtwandelanleihe wurde Anfang Oktober 2021, und damit kurz nach Ende des Berichtszeitraums, einer Pflichtwandlung unterzogen (Details siehe Kapitel Finanzierungen auf Seite 17).
Der EPRA NTA je Aktie erhöhte sich per 30. September 2021 um 10,6% auf EUR 30,77 nach EUR 27,82 per Ende 2020. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung des Konzernergebnisses und die positive Neubewertung zurückzuführen (siehe Überleitung unten).
Der IFRS-Buchwert je Aktie lag bei EUR 27,79 (31. Dezember 2020: EUR 25,20).
EPRA NTA Bridge
1 Aktienanzahl 31. Dezember 2020 bzw. 30. September 2021 in Tausend: 123.294 (unverwässert) bzw. 123.293 (unverwässert)
EPRA-Ergebnis je Aktie
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien in 1.000 Stück | 123.294 | 107.667 |
| Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen exklusive nicht beherrschender Anteile |
295.779 | -98.298 |
| Neubewertung von Immobilienvermögen und in Bau befindlichem Immobilienvermögen | -79.690 | 165.275 |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | -24.058 | -9.468 |
| Firmenwertabschreibungen, negative Unterschiedsbeträge und Ergebniseffekte aus Kaufpreisanpassungen |
-117 | 0 |
| Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten | -22.042 | 14.663 |
| Steuern in Bezug auf EPRA-Anpassungen | 28.817 | -31.006 |
| EPRA-Anpassungen in Bezug auf Gemeinschaftsunternehmen und nicht beherrschende Anteile |
-973 | -332 |
| EPRA-Ergebnis | 197.716 | 40.835 |
| EPRA-Ergebnis je Aktie in EUR | 1,60 | 0,38 |
| Unternehmensspezifische Anpassungen | ||
| Einmaleffekte in sonstigen betrieblichen Aufwendungen | 4.303 | 5.014 |
| Bewertung S IMMO | -85.274 | 0 |
| Fremdwährungsgewinne und -verluste | -203 | 2.452 |
| Latente Steuern in Bezug auf unternehmensspezifische Anpassungen | 20.712 | -1.859 |
| EPRA-Ergebnis nach unternehmensspezifischen Anpassungen | 137.253 | 46.442 |
| EPRA-Ergebnis je Aktie nach unternehmensspezifischen Anpassungen in EUR | 1,11 | 0,43 |
Das EPRA-Ergebnis je Aktie verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2021 deutlich auf EUR 1,60 und nach unternehmensspezifischer Bereinigung auf EUR 1,11 je Aktie. Dies ist im Wesentlichen eine Folge des höheren operativen Ergebnisses, nachdem dieses im Vergleichszeitraum des Vorjahres von Einmaleffekten belastet war.
EPRA-Nettoanfangsrendite
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Immobilienvermögen | 4.671.722 | 4.721.453 |
| Immobilienvermögen – anteilig in Gemeinschaftsunternehmen | 1.268 | 1.268 |
| Abzüglich unbebaute Grundstücke | -162.808 | -197.055 |
| Abzüglich unbebaute Grundstücke – anteilig in Gemeinschaftsunternehmen | -1.268 | -1.268 |
| Gesamtimmobilienvermögen | 4.508.914 | 4.524.398 |
| Aufschlag für geschätzte, vom Käufer zu tragende Nebenkosten | 169.116 | 167.855 |
| Gesamtportfoliowert an Bestandsimmobilien | 4.678.030 | 4.692.253 |
| Mieterlöse – zahlungswirksam, auf das Geschäftsjahr hochgerechnet | 290.595 | 290.553 |
| Nicht verrechenbare Immobilienaufwendungen | -24.462 | -26.417 |
| Nettomieterlöse – auf das Geschäftsjahr hochgerechnet | 266.134 | 264.136 |
| Fiktives Mietende von mietfreien Zeiten oder anderen Mietanreizen | 18.719 | 16.119 |
| "Topped-up"-Nettojahresmiete | 284.852 | 280.254 |
| EPRA Net Initial Yield in % | 5,7 | 5,6 |
| EPRA "Topped-up" Net Initial Yield in % | 6,1 | 6,0 |
Die EPRA NIY blieb in den ersten drei Quartalen 2021 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 stabil bei 5,7% und die "Topped-up" NIY bei 6,1%.
EPRA-Leerstandsquote
EPRA-Leerstandsquote nach Kernmärkten
| 31.12.2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bestandsimmobilien | Vermietbare Fläche in m2 |
Marktmiete Leerstand in MEUR |
Marktmiete gesamt in MEUR |
EPRA-Leer standsquote in % |
EPRA-Leer standsquote in % |
| Österreich | 237.696 | 0,1 | 3,2 | 3,8 | 4,4 |
| Deutschland | 65.945 | 0,3 | 1,5 | 20,6 | 0,9 |
| Polen | 418.167 | 0,3 | 5,8 | 5,0 | 3,8 |
| Tschechien | 233.608 | 0,1 | 2,9 | 3,6 | 3,9 |
| Ungarn | 225.504 | 0,1 | 2,6 | 3,3 | 2,5 |
| Rumänien | 331.638 | 0,5 | 4,7 | 10,3 | 5,6 |
| Slowakei | 188.041 | 0,2 | 2,2 | 9,2 | 7,9 |
| Adriatic1 | 280.777 | 0,0 | 2,7 | 0,9 | 2,0 |
| IMMOFINANZ | 1.981.375 | 1,6 | 25,5 | 6,3 | 4,0 |
1 In nach Buchwerten absteigender Reihenfolge: Slowenien, Serbien und Kroatien
EPRA-Leerstandsquote nach Nutzungsart und Marken
| 31.12.2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bestandsimmobilien | Vermietbare Fläche in m2 |
Marktmiete Leerstand in MEUR |
Marktmiete gesamt in MEUR |
EPRA-Leer standsquote in % |
EPRA-Leer standsquote in % |
| Büro | 909.847 | 1,2 | 13,6 | 9,2 | 5,5 |
| davon myhive | 606.644 | 1,0 | 9,4 | 10,2 | 6,6 |
| Einzelhandel | 1.071.528 | 0,3 | 11,8 | 2,9 | 2,1 |
| davon VIVO!/Shopping Center | 311.913 | 0,3 | 4,7 | 5,8 | 3,0 |
| davon STOP SHOP/Retail Park | 749.314 | 0,1 | 7,1 | 1,0 | 1,4 |
| IMMOFINANZ | 1.981.375 | 1,6 | 25,5 | 6,3 | 4,0 |
Die EPRA-Leerstandsquote lag per 30. September 2021 bei 6,3% (31. Dezember 2020: 4,0%) und erhöhte sich im Bürobereich auf 9,2%. Der Anstieg der Leerstandsquote im Vergleich zum Jahresende 2020 ist vor allem auf die Vereinbarung mit einem von der Corona-Pandemie stark betroffenen Großmieter in Deutschland über eine Flächenreduktion seit Beginn 2021 zurückzuführen. Die freigewordenen Flächen werden nun als flexible myhive-Lösungen vermarktet. Das Retail-Portfolio war mit 2,9% nahezu voll vermietet, wobei die STOP SHOP Retail Parks mit 1,0% per 30. September 2021 den geringsten Leerstand aufwiesen.
EPRA-Kostenquote
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus dem Immobilienvermögen | -43.428 | -49.066 |
| Nettobetriebskostenaufwendungen exklusive Nebenkosten, die über die Mieten umgelegt, aber nicht separat abgerechnet werden |
-1.746 | -1.049 |
| EPRA-Kosten (inklusive direkter Leerstandskosten) | -45.174 | -50.115 |
| Leerstandsaufwand | -6.021 | -4.631 |
| EPRA-Kosten (exklusive direkter Leerstandskosten) | -39.153 | -45.484 |
| Bruttomieterlöse inklusive Servicegebühr und Nebenkostenbestandteile | 216.388 | 215.079 |
| Abzüglich Servicegebühr und Nebenkostenbestandteile der Bruttomieteinnahmen | -8.803 | -9.214 |
| Bruttomieterlöse | 207.584 | 205.865 |
| EPRA-Kostenquote (inklusive direkter Leerstandskosten) in % | 21,8 | 24,3 |
| EPRA-Kostenquote (exklusive direkter Leerstandskosten) in % | 18,9 | 22,1 |
Die EPRA-Kostenquote inklusive direkter Leerstandskosten verbesserte sich auf 21,8% (Q1–3 2020: 24,3%), exklusive direkter Leerstandskosten auf 18,9% nach 22,1% im Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist vor allem auf die gesunkenen Aufwendungen aus dem Immobilienvermögen zurückzuführen. Die darin enthaltenen Mietforderungsabschreibungen aus dem Asset Management, mit denen die IMMOFINANZ ihre Mieter in den Schließungsperioden unterstützte, konnten im Vergleich zum Vorjahr bereits deutlich reduziert werden und beliefen sich auf EUR -10,9 Mio. (Q1–3 2020: EUR -19,2 Mio.).
Bei der Berechnung der EPRA-Kostenquote aktiviert die IMMOFINANZ nur jene Ausgaben, die zu einem künftigen wirtschaftlichen Nutzen im Zusammenhang mit der Immobilie führen. Dies ist regelmäßig für Instandhaltungs- und Ausbaukosten für Immobilienvermögen bzw. Entwicklungskosten für in Bau befindliches Immobilienvermögen der Fall. Gemein- und Betriebskosten werden grundsätzlich nicht aktiviert.
EPRA-Investitionsausgaben
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Akquisitionen | 74.589 | 0 |
| Projektentwicklungen | 57.925 | 72.745 |
| Immobilienvermögen | 21.222 | 11.991 |
| davon Zuwachs an vermietbarer Fläche1 | 0 | 0 |
| davon kein Zuwachs an vermietbarer Fläche1 | 20.420 | 10.747 |
| davon Mieteranreize1 | 802 | 1.244 |
| EPRA-Investitionsausgaben | 153.736 | 84.736 |
1 Die Vergleichszahl wurde angepasst.
Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß den EPRA-Vorgaben in der Berechnung der Investitionsausgaben berücksichtigt, aufgrund fehlender Werte aber nicht ausgewiesen.
Die Investitionsausgaben von EUR 153,7 Mio. betrafen in den ersten drei Quartalen 2021 durchwegs Immobilien im Alleineigentum der IMMOFINANZ (Q1–3 2020: EUR 84,7 Mio.) und wurden vor allem für die Projektentwicklung des Bürohochhauses myhive Medienhafen Alto in Düsseldorf, für die Modernisierung bestehender Büroimmobilien in Wien und Rumänien sowie für den im 1. Quartal 2021 erworbenen Bucharest Financial Plaza aufgewendet.
Mit dem Ankauf eines Retail Parks in der norditalienischen Stadt San Fior erfolgte im 2. Quartal darüber hinaus der Markteintritt der IMMOFINANZ in Italien. Zudem wurde zu Jahresbeginn der Ankauf von vier Retail Parks in Serbien abgeschlossen, deren Erwerb bereits im Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht worden war. Das Immobilienpaket umfasst Standorte in den serbischen Städten Leskovac, Šabac, Sombor und Zaječar. Auch wurde der Ankauf eines Grundstücks in Kroatien abgeschlossen.
Die Investitionen in das Immobilienvermögen in Höhe von EUR 21,2 Mio. betrafen im Wesentlichen die Bürogebäude myhive Medienhafen Largo (Düsseldorf, vormals trivago Campus), myhive Twin Towers (Wien) und myhive Warsaw Spire (Warschau) sowie das Shopping Center VIVO! Baia Mare. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Maßnahmen zur Verbesserungen bestehender Mietflächen sowie um Mieteranreize. Investitionen zur Schaffung von zusätzlichen Mietflächen sind von untergeordneter Bedeutung und werden gemäß EPRA-Vorgaben ebenso in der Position "davon kein Zuwachs an vermietbarer Fläche" dargestellt.
Finanzierung
Die gesamten Finanzverbindlichkeiten∗ der IMMOFINANZ beliefen sich zum 30. September 2021 auf EUR 3,1 Mrd. (31. Dezember 2020: EUR 3,2 Mrd.). Die liquiden Mittel (inklusive zur Veräußerung gehaltener liquider Mittel) betrugen EUR 1.016,9 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 1.051,4 Mio.), die Nettoverschuldung des Konzerns, also die Verschuldung nach Abzug der liquiden Mittel, lag somit bei EUR 2,1 Mrd. (31. Dezember 2020: EUR 2,1 Mrd.).
Die im März 2020 abgeschlossene unbesicherte und wiederholt ausnutzbare Konzernkreditlinie über EUR 100,0 Mio. wurde im Berichtszeitraum vorzeitig bis zum 30. Juni 2023 verlängert, kann optional beansprucht werden und sichert dem Konzern weitere finanzielle Flexibilität. Sie ist war Berichtsstichtag nicht ausgenutzt und steht damit vollumfänglich zur Verfügung.
Robuste Bilanzstruktur
Die IMMOFINANZ verfügt über eine robuste Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 48,5% (31. Dezember 2020: 45,1%) sowie einem Netto-Loan-to-Value (Netto-LTV) von 36,6% (31. Dezember 2020: 37,8%).
Entwicklung des Netto-LTV
per 30. September 2021 30. Apr. 16 31. Dez. 16 31. Dez. 17 31. Dez. 18 31. Dez. 19 31. Dez. 20 30. Sept. 21
Berechnung Netto-LTV per 30. September 2021
Werte in TEUR
| 5.647.219,9 |
|---|
| 2.066.538,5 |
| -1.016.878,6 |
| 3.083.389,9 |
1 Inklusive IFRS-5-Werte, exklusive IFRS-16-Werte
2 Liquide Mittel inklusive liquider Mittel aus zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerten 3 Exklusive Right of Use, Werte gemäß IFRS 16
4 19,5 Mio. Stück Aktien der S IMMO zum EPRA NAV von EUR 28,28 pro Aktie
Die durchschnittlichen Gesamtfinanzierungskosten der IMMOFINANZ beliefen sich per 30. September 2021 inklusive der Derivate auf 1,92% p. a. (31. Dezember 2020: 1,99% p. a.). Die Hedging-Quote lag stabil bei 87,9% (31. Dezember 2020: 88,6%).
Unbelastetes Immobilienvermögen
Neben dem fremdfinanzierten und durch marktübliche Sicherheiten (z. B. Hypotheken, Verpfändung von Geschäftsanteilen) belasteten Immobilienvermögen waren zum 30. September 2021 EUR 1.518,5 Mio. bzw. 29,8% (31. Dezember 2020: EUR 1.482,8 Mio. bzw. 28,9%) des Immobilienvermögens nicht fremdfinanziert und daher unbelastet. Inklusive der ebenfalls unbelasteten S IMMO-Aktien (bewertet zum EPRA NAV) erhöht sich dieser Wert auf EUR 2.069,9 Mio. bzw. 36,7%.
Zusammensetzung der Finanzverbindlichkeiten
Die ausschließlich in Euro denominierten Finanzverbindlichkeiten der IMMOFINANZ beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus Anleihen. Zum 30. September 2021 setzten sich diese Verbindlichkeiten wie folgt zusammen:
| Gewichteter Durchschnittszinssatz der Finanzverbindlichkeiten | Bilanzielle Restschuld in TEUR per 30.09.2021 |
Gesamtdurchschnittszinssatz inkl. Kosten für Derivate in %1 |
|---|---|---|
| Wandelanleihen2 | 281.523,9 | 1,50 |
| Unternehmensanleihen | 987.230,0 | 2,56 |
| Bankverbindlichkeiten3 | 1.814.636,0 | 1,64 |
| IMMOFINANZ | 3.083.389,9 | 1,92 |
1 Auf Basis nomineller Restschuld exklusive Pflichtwandelanleihe
2 Wandelanleihe 2017–2024 (Kuponreduktion auf 1,5% nach Erhalt des Investment-Grade-Ratings) sowie die letzte Kuponzahlung der Pflichtwandelanleihe 2020– 2023, die als Fremdkapital kategorisiert ist. Die Pflichtwandelanleihe wurde Anfang Oktober 2021 einer vorzeitigen Pflichtwandlung unterzogen. 3 Inklusive IFRS 5
In Summe belief sich die Restschuld aus den Finanzverbindlichkeiten der IMMOFINANZ per 30. September 2021 auf EUR 3.083,4 Mio.
Anleihen
Das ausstehende Nominale aus Anleihen betrug per 30. September 2021 unverändert EUR 1.397,3 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 1.397,3 Mio.). Dabei handelte es sich um die im Jänner 2017 emittierte Wandelanleihe mit einer Laufzeit bis 2024 und einer Put-Option der Anleiheninhaber zum Nominale im Jahr 2022 (Wandlungspreis per 30. September 2021: EUR 21,3772; Wandlungspreis aktuell nach der im Oktober 2021 erfolgten Dividendenzahlung: EUR 20,6333), die im Juli 2020 emittierte nachrangige Pflichtwandelanleihe, die Anfang Oktober 2021 einer Pflichtwandlung unterzogen wurde, sowie zwei Benchmark-Unternehmensanleihen, die im Jänner 2019 und im Oktober 2020 emittiert wurden.
| ISIN | Fälligkeit | Kupon in % | Nominale per 31.12.2020 in TEUR |
Rückkäufe/ Tilgungen/ Wandlungen/ Neuemissionen 2021 in TEUR |
Nominale per 30.09.2021 in TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Unternehmensanleihe XS1935128956 | 27.01.2023 | 2,63 | 482.800 | 0 | 482.800 | |
| Unternehmensanleihe XS2243564478 | 15.10.2027 | 2,50 | 500.000 | 0 | 500.000 | |
| Wandelanleihe | XS1551932046 | 24.01.20241 | 1,502 | 294.500 | 0 | 294.500 |
| IMMOFINANZ | 2,32 | 1.277.300 | 0 | 1.277.300 | ||
| Pflichtwandelanleihe3 | AT0000A2HPN2 | 23.07.2023 | 4,00 | 120.000 | 0 | 120.000 |
| IMMOFINANZ | n. a. | 1.397.300 | 0 | 1.397.300 |
1 Laufzeitende 2024; Put-Option der Anleiheinhaber per 24. Jänner 2022
2 Der Erhalt des Investment-Grade-Ratings führte mit Wirkung vom 24. Jänner 2019 zu einer Kuponreduktion um 50 Basispunkte auf 1,50%. 3 Die Pflichtwandelanleihe stellt ein zusammengesetztes Finanzinstrument dar, das bei Zugang in eine Eigen- und eine Fremdkapitalkomponente aufzuteilen ist.
Als finanzielle Verbindlichkeit ist dabei die Verpflichtung zu laufenden Zinszahlungen zu berücksichtigen. Die Verpflichtung zur Wandlung stellt hingegen eine Eigenkapitalkomponente dar. Die Pflichtwandelanleihe wurde Anfang Oktober 2021 einer Pflichtwandlung unterzogen.
Am 26. August 2021 gab die IMMOFINANZ AG bekannt, gemäß den Emissionsbedingungen der nachrangigen Pflichtwandelanleihe, das Recht zur vorzeitigen Pflichtwandlung auszuüben. Die Wandlung erfolgte auf Basis des zu diesem Zeitpunkt geltenden Wandlungspreises von EUR 17,1472. Die Aktien wurden aus dem Bestand eigener Aktien der IMMOFINANZ am 5. Oktober 2021 geliefert. Durch die vorzeitige Pflichtwandlung beläuft sich die zukünftige Kuponersparnis für die Gesellschaft auf rund EUR 8,6 Mio. (gerechnet bis zum ursprünglichen Laufzeitende 2023).
Im 1. Quartal 2019 erhielt die IMMOFINANZ das langfristige Emittenten-Rating BBB- mit stabilem Ausblick von S&P Global Ratings. Im Zuge des jährlichen Review-Prozesses bestätigte S&P Global Ratings im Februar 2021 Rating und Ausblick. Nachdem die IMMOFINANZ im März 2021 die Absicht zur Abgabe eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an die Aktionäre der S IMMO AG bekannt gegeben hatte, revidierte S&P den Ausblick von stabil auf negativ. Im Juni 2021 wurde in der Hauptversammlung der S IMMO die erforderliche Mehrheit für die Aufhebung des Höchststimmrechts nicht erreicht. Damit war eine wesentliche Bedingung des Übernahmeangebots der IMMOFINANZ an die Aktionäre der S IMMO nicht erfüllt. Die IMMOFINANZ entschied in der Folge, dass das Übernahmeangebot nicht geändert wird, womit es entfiel. Daraufhin wurde von S&P der Ausblick für das Emittenten-Rating wieder auf stabil revidiert.
Im Zusammenhang mit der Emission der Unternehmensanleihe 2019–2023 und der Unternehmensanleihe 2020–2027 verpflichtete sich die IMMOFINANZ zur Einhaltung folgender marktüblicher Finanzkennzahlen, die auf Basis des konsolidierten Abschlusses gemäß IFRS ermittelt werden:
| Verpflichtung | Grenzwert in % | Wert per 30.09.2021 in % |
|---|---|---|
| Verschuldungsgrad (Net Debt to Value Ratio)1 | Max. 60,0 | 37,3 |
| Besicherter Verschuldungsgrad (Secured Net Debt to Value Ratio)1 | Max. 45,0 | 15,1 |
| Zinsdeckungsgrad (Interest Coverage Ratio) | Min. 150,0 | 416,2 |
1 Werte beziehen sich auf letztgültige Berechnung gemäß Anleihebedingungen zum oder vor dem Stichtag.
Portfoliobericht
Krisenresistentes Portfolio
Das Immobilienportfolio der IMMOFINANZ zeichnet sich durch Krisenresistenz aus. Es belief sich per Ende September 2021 auf rund EUR 5,0 Mrd. Die Portfoliostrategie des Konzerns basiert auf klar definierten Marken sowie flexiblen und innovativen Angeboten mit hoher Kundenorientierung. Damit erfüllt die IMMOFINANZ die Bedürfnisse von Konsumenten im Retail- und von Mietern im Office-Bereich.
Der Vermietungsgrad lag per 30. September 2021 mit 94,1% (31. Dezember 2020: 96,0%) unverändert auf international hohem Niveau. Die Retail-Immobilien waren mit 97,4% so gut wie voll vermietet, die STOP SHOPs erreichten sogar 99,0%. Im Bürobereich kam es in den ersten drei Quartalen zu einem leichten Rückgang des Vermietungsgrads auf 90,2%. Dieser ist allerdings überwiegend auf eine Flächenreduktion eines von Covid-19 stark betroffenen Großmieters in Deutschland zurückzuführen und diese Flächen werden nun mit unserem flexiblen Bürokonzept wiedervermietet.
Die Vermietungsleistung umfasste in den ersten neun Monaten 2021 rund 337.800 m2 und damit rund 17% der gesamten vermietbaren Fläche. Im Bürobereich wurde mit einer Vermietungsleistung von 106.000 m2 sogar annähernd der Wert aus dem vergleichbaren Vorkrisenzeitraum 2019 erreicht.
Wartelisten für flexible myhive-Lösungen
Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte die weitere Ausrollung der flexiblen myhive-Office-Produkte. Diese werden nunmehr bereits an 15 Standorten in sieben europäischen Städten angeboten. Im Bürobereich hat die Pandemie den Wunsch von Mietern nach höherer Flexibilität verstärkt. Die IMMOFINANZ ist mit ihrem flexiblen myhive-Bürokonzept dafür sehr gut positioniert und bietet Mietern Immobilien in guten Lagen in einem hochwertigen Büro- und Community-Umfeld mit bestem Service, umfassender Infrastruktur und Wohlfühlambiente. Mieter bezahlen nur jene Fläche, die sie tatsächlich benötigen und können ihren Bedarf kurzfristig anpassen. Die Nachfrage nach diesen kurzfristig buchbaren Bürolösungen entwickelt sich sehr gut, für einige Standorte bestehen mittlerweile Wartelisten.
Im Retail-Bereich waren aufgrund umfangreicher Covid-19-Eindämmungsmaßnahmen per Ende März 2021 noch rund 48% der vermieteten Einzelhandelsflächen der IMMOFINANZ temporär geschlossen. Die Lage verbesserte sich allerdings im Laufe des 2. und 3. Quartals deutlich, sodass Ende September keine pandemiebedingten Flächenschließungen mehr bestanden. Mit erneut steigenden Infektionszahlen im 4. Quartal, also nach dem Berichtszeitraum, erhöhte sich die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in den Kernmärkten der IMMOFINANZ wieder. In Österreich trat mit 22. November 2021 erneut ein auf drei Wochen begrenzter Lockdown in Kraft, der zu vorübergehenden Retail-Schließungen (ausgenommen Geschäfte für Güter des täglichen Bedarfs) führte. Gleichzeitig wurde eine Impfpflicht per Anfang Februar 2022 in Aussicht gestellt. Insgesamt waren per Ende November 2021 rund 15% der Retail-Fläche der IMMOFINANZ von temporären Schließungen betroffen.
Höhere Umsätze und stark erholte Besucherzahlen
Wie schon in vorangegangenen Corona-Wellen beobachtet worden war, erholten sich die Besucherzahlen der Fachmarktzentren nach Beendigung der Lockdowns sehr rasch. Die STOP SHOP Retail Parks profitierten dabei vom direkten Zugang zu den einzelnen Geschäften vom Parkplatz aus und von der Fokussierung auf Güter des täglichen Bedarfs mit einem Schwerpunkt im günstigen Preissegment. Des Weiteren war zu beobachten, dass als Folge der Pandemie zwar etwas weniger oft eingekauft, aber pro Besuch mehr Geld ausgegeben wurde. Dies spiegelt sich in der Entwicklung der Besucherfrequenz und in den Einzelhandelsumsätzen wider. Die Retailer setzten in den ersten neun Monaten 2021 sogar um 10,0% mehr um als im Vergleichszeitraum 2020. Der Footfall in den STOP SHOP Standorten lag im Zeitraum Jänner bis September 2021 unter Einbeziehung der Covid-19-bedingten Schließungstage um 3,2% unter dem Vorjahreszeitraum, wobei die Bereiche Entertainment und Fitness am stärksten betroffen waren.
Bei den VIVO! Einkaufszentren wirkten sich die im Zuge des 2. Quartals gesetzten Lockerungen sehr positiv aus, sodass die Besucherzahlen im Zeitraum Jänner bis September 2021 unter Einbeziehung der Covid-19 bedingten Schließungstage um 13,8% über dem Vorjahreswert lagen, der Umsatz der Retailer verbesserte sich sogar um 25,0%. Das ist vor allem auf die vier VIVO! Einkaufszentren in Rumänien zurückzuführen, die im Vorjahr bis Mitte Juni 2020 von umfangreichen Schließungen betroffen gewesen waren.
Bis Mitte November 2021 wurden rund 98,0% der in den ersten drei Quartalen 2021 in Rechnung gestellten Mieten (nach Mietreduktionen und Wertberichtigungen) des Einzelhandels- und Bürobereichs bezahlt (Retail: 97,0%; Office: 98,5%). Dieser hohe Prozentsatz spricht für die intensive und professionelle Kommunikation der IMMOFINANZ zu diesem Thema mit den Mietern sowie für deren Bonität und für die Angemessenheit der temporären Unterstützungsvereinbarungen. Die Höhe der in diesem Zeitraum gewährten Mietreduktionen belief sich auf 7,1% der Vertragsmiete (Retail: 10,8%; Office: 3,8%).
Immobilienportfolio
Zum 30. September 2021 umfasste das Immobilienportfolio der IMMOFINANZ 207 Objekte∗ (31. Dezember 2020: 209 Objekte), vor allem in den Kernmärkten Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Adriatic, mit einem Portfoliowert von EUR 5.046,4 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 4.978,9 Mio.). Davon entfielen mit EUR 4.506,2 Mio. bzw. 89,3% des Buchwerts der Großteil auf Bestandsimmobilien mit einer vermietbaren Fläche von 2,0 Mio. m2, die laufende Mieterlöse erwirtschaften. Den Projektentwicklungen sind EUR 377,5 Mio. bzw. 7,5% des Buchwerts zuzurechnen. Ein Buchwert in Höhe von
∗ Immobilien, die zur Veräußerung gehalten werden und unter IFRS 5 fallen, werden wie bisher nicht im Portfoliobericht berücksichtigt (Details siehe Kapitel 3.3 in den ergänzenden Informationen).
EUR 162,7 Mio. bzw. 3,2% entfiel auf Pipelineprojekte, die zukünftig geplante Projektentwicklungen, unbebaute Grundstücke, Immobilienvorräte und zum Verkauf vorgesehene Objekte beinhalten.
Die IMMOFINANZ richtet ihr Portfolio konsequent nach drei klar definierten Marken mit hohem Standardisierungsgrad aus: myhive steht für internationale, flexible Bürolösungen, STOP SHOP für Retail Parks und VIVO! für Einkaufszentren. Per Ende September 2021 entfielen 78,2% des Buchwerts des Bestandsportfolios bzw. 83,5% der Mieterlöse (Q3 2021) auf Immobilien dieser drei Marken. Weitere 10,1% des Buchwerts bilden Bürogebäude, die an Einzelmieter vergeben sind. Die größten Objekte sind hier der City Tower in Wien, der an den österreichischen Staat vermietet ist, und FLOAT in Düsseldorf.
Aus geografischer Sicht befinden sich 49,2% des Immobilienportfolios in Österreich, Deutschland und Polen und somit in den sogenannten "Developed Markets" gemäß Klassifizierung von FTSE EPRA/NAREIT.
Aufgrund der Anwendung von IFRS 16 seit dem 1. Quartal 2019 ergeben sich Abweichungen zwischen den im Portfoliobericht dargestellten und den in der Bilanz enthaltenen Werten. Die im Portfoliobericht angeführten Portfoliowerte basieren auf den gutachterlichen Wertermittlungen bzw. auf einer internen Bewertung. Die bilanzierten Immobilienwerte enthalten darüber hinaus aktivierte Nutzungsrechte auf Erbbaurechte.
Vor dem Hintergrund des strategiekonformen Ausbaus der Geschäftsaktivitäten in den Märkten Slowenien, Serbien und Kroatien hat die IMMOFINANZ beschlossen, diese drei Länder zu einem Segment zusammenzufassen und, beginnend mit dem 1. Quartal 2021, als separates Segment Adriatic auszuweisen. Davor wurden diese drei Länder als Teil des Segments Weitere Länder berichtet. Im Juli 2021 erfolgte der Markteintritt der Retail-Park-Marke STOP SHOP in Italien, das nun ebenfalls im Segment Adriatic berichtet wird.
| Immobilienportfolio | Anzahl der Immobilien |
Bestands immobilien in MEUR |
Projekt entwicklungen in MEUR |
Pipeline projekte in MEUR1 |
Immobilien portfolio in MEUR |
Immobilien portfolio in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 30 | 798,7 | 89,1 | 29,8 | 917,5 | 18,2 |
| Deutschland | 5 | 449,2 | 136,3 | 0,6 | 586,1 | 11,6 |
| Polen | 27 | 975,2 | 2,4 | 0,0 | 977,7 | 19,4 |
| Tschechien | 21 | 572,1 | 1,5 | 0,0 | 573,6 | 11,4 |
| Ungarn | 23 | 380,2 | 70,3 | 2,7 | 453,1 | 9,0 |
| Rumänien | 37 | 612,8 | 72,0 | 93,0 | 777,7 | 15,4 |
| Slowakei | 21 | 325,6 | 0,0 | 1,2 | 326,8 | 6,5 |
| Adriatic2 | 39 | 392,5 | 5,8 | 17,5 | 415,9 | 8,2 |
| Weitere Länder3 | 4 | 0,0 | 0,0 | 18,0 | 18,0 | 0,4 |
| IMMOFINANZ | 207 | 4.506,2 | 377,5 | 162,7 | 5.046,4 | 100,0 |
| in % | 89,3 | 7,5 | 3,2 | 100,0 |
Immobilienportfolio nach Kernmärkten und Klassifikation
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte
Rechendifferenzen auftreten.
1 Inklusive Immobilienvorräte (Köln bzw. Adama) in Höhe von EUR 0,6 Mio. 2 In nach Buchwerten absteigender Reihenfolge: Serbien, Slowenien, Kroatien und Italien
3 Türkei
Zukäufe
Die IMMOFINANZ setzte in den ersten drei Quartalen 2021 die strategische Expansion ihrer internationalen, flexiblen Büromarke myhive wie angekündigt fort und erwarb am 23. März das Bürogebäude Bucharest Financial Plaza von der Erste-Group-Tochter Banca Comercială Română. Das Gebäude im Zentrum von Bukarest wird in ein hochwertiges und ESG-konformes myhive-Gebäude mit zumindest Gold-Nachhaltigkeitszertifizierung modernisiert und nach dem Umbau eine Bruttomietfläche von rund 27.700 m2 umfassen. Die Transaktionskosten beliefen sich auf EUR 36,0 Mio. Des Weiteren wurde im 1. Quartal der Ankauf von vier Retail Parks in Serbien abgeschlossen, deren Erwerb noch im Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht wurde. Das Immobilienpaket in Serbien umfasst Standorte in den Städten Leskovac, Šabac, Sombor und Zaječar mit einer vermietbaren Fläche von rund 28.200 m2.
Im Juli wurde ein voll vermieteter Retail Park in der norditalienischen Stadt San Fior mit einer vermietbaren Fläche von rund 27.000 m2 erworben, der künftig unter STOP SHOP San Fior firmieren wird. Verkäufer war die internationale Investmentbank Barings. Der Verkaufspreis belief sich auf rund EUR 35,0 Mio. bzw. einer Ankaufsrendite von 8,2%. Das Closing der Transaktion erfolgte am 2. Juli und der Retail Park wird in der vorliegenden Zwischenmitteilung erstmals im Segment Adriatic berichtet. Mit diesem Ankauf setzte die IMMOFINANZ die Expansion ihrer erfolgreichen und krisenresistenten Retail Park Marke STOP SHOP fort und erschloss mit Italien einen neuen Markt in Westeuropa.
Investitionen
In den ersten neun Monaten 2021 beliefen sich die Investitionen in das Immobilienportfolio insgesamt auf EUR 156,4 Mio., nachdem der Wert im Vergleichszeitraum 2020 EUR 85,4 Mio. betragen hatte.
Verkäufe
In den ersten drei Quartalen 2021 wurden trotz anhaltend herausfordernder Rahmenbedingungen Immobilien im Ausmaß von EUR 259,6 Mio. inklusive IFRS 5 verkauft. Darunter befanden sich das Bürogebäude Cluster Produktionstechnik in Aachen, das für rund EUR 124,0 Mio. an Axa verkauft wurde, vier Bürogebäude in Warschau, die von der Indotek Group erworben wurden sowie drei kleinere Büroimmobilien und ein Grundstück in Budapest.
Bestandsimmobilien
Zum 30. September 2021 wiesen die 156 Bestandsimmobilien der IMMOFINANZ einen Buchwert von EUR 4.506,2 Mio. auf (31. Dezember 2020: 153 Bestandsimmobilien bzw. EUR 4.428,5 Mio. Buchwert). Davon entfielen 60,8% auf den Büro- und 39,2% auf den Einzelhandelsbereich. Gemessen am Buchwert lag der Schwerpunkt der Bestandsobjekte in den Märkten Polen (EUR 975,2 Mio.), Österreich (EUR 798,7 Mio.) und Rumänien (EUR 612,8 Mio.). Die vermietbare Fläche umfasste 1.981.375 m2 (31. Dezember 2020: 1.953.460 m2). Das Bestandsportfolio wies eine Bruttorendite von 5,9% auf Basis der IFRS-Mieterlöse und eine Rendite von 6,3% auf Basis der Mietvorschreibung auf. Die Differenz erklärt sich aus der Abgrenzung von Mietanreizen, wie etwa marktübliche mietfreie Zeiten oder Ausbaukosten (Fit-outs), die gemäß IFRS über die Vertragslaufzeit linear abgegrenzt werden (Basis für Bruttorendite gemäß IFRS), aber in der tatsächlichen Mietvorschreibung nicht enthalten sind.
Der Vermietungsgrad lag bei 94,1% (30. September 2020: 95,5%; 31. Dezember 2020: 96,0%). Der leichte Rückgang im Vergleich zum Jahresende 2020 ist vor allem auf die Vereinbarung über eine Flächenreduktion ab 2021 mit einem von der Coronapandemie stark betroffenen Single Tenant in Deutschland zurückzuführen. Die freigewordenen Flächen werden nun als flexible myhive-Lösungen vermarktet. Gemäß Berechnungsformel der EPRA ergibt sich eine Leerstandsquote von 6,3% (30. September 2020: 4,4%; 31. Dezember 2020: 4,0%). Die EPRA-Leerstandsquote basiert auf dem Verhältnis der geschätzten Marktmiete der leerstehenden Flächen zur geschätzten Marktmiete des Bestandsportfolios (weitere Angaben zu EPRA-Finanzkennzahlen ab Seite 9). Die Vermietungsleistung lag trotz herausfordernden Marktumfelds in den ersten neun Monaten 2021 bei rund 337.800 m2 (exklusive Sonstige Bestandsimmobilien; Q1–3 2020: 416.800 m2) und damit bei rund 17% der gesamten vermietbaren Fläche. Insgesamt entfielen 62.800 m2 auf Neuvermietungen sowie 275.000 m2 auf Verlängerungen (Q1–3 2020: 34.300 m2 bzw. 382.500 m2). Die durchschnittliche, nach Mieterlösen gewichtete Restlaufzeit der Mietverträge (WAULT∗ ) lag per 30. September 2021 bei 4,2 Jahren (31. Dezember 2020: 4,2 Jahre).
Mietauslaufprofil Bestandsimmobilien gesamt
Auslaufende Mietverträge bis zum frühestmöglichen Vertragsende im Verhältnis zur vermieteten Gesamtmietfläche (nur in GLA-Flächen1):
| 1 Jahr in % | 2 Jahre in % | 3 Jahre in % | 4 Jahre in % | 5 Jahre in % | > 5 Jahre in % | > 10 Jahre in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 13 | 14 | 15 | 15 | 17 | 26 | 1 |
1 Gesamtmietfläche (Gross Lettable Area): gesamte, den Mietern zur exklusiven Nutzung verfügbare Fläche. Dies schließt somit Gemeinflächen wie z. B. Verkehrsflächen, Parkflächen, Serviceflächen etc. aus.
∗ Durchschnittliche, nach Mieteinnahmen gewichtete Restlaufzeit der Mietverträge (Weighted Average Unexpired Lease Term); exklusive unbefristeter Verträge
Bestandsimmobilien nach Kernmärkten
| Bestandsimmobilien | Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Vermietbare Fläche in m2 |
Vermietete Fläche in m2 |
Vermietungsgrad in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 24 | 798,7 | 17,7 | 237.696 | 229.257 | 96,4 |
| Deutschland | 2 | 449,2 | 10,0 | 65.945 | 51.152 | 77,6 |
| Polen | 24 | 975,2 | 21,6 | 418.167 | 397.095 | 95,0 |
| Tschechien | 20 | 572,1 | 12,7 | 233.608 | 225.832 | 96,7 |
| Ungarn | 19 | 380,2 | 8,4 | 225.504 | 219.178 | 97,2 |
| Rumänien | 13 | 612,8 | 13,6 | 331.638 | 290.372 | 87,6 |
| Slowakei | 20 | 325,6 | 7,2 | 188.041 | 172.635 | 91,8 |
| Adriatic1 | 34 | 392,5 | 8,7 | 280.777 | 278.912 | 99,3 |
| IMMOFINANZ | 156 | 4.506,2 | 100,0 | 1.981.375 | 1.864.433 | 94,1 |
| Bestandsimmobilien | Mieterlöse Q3 2021 in MEUR |
Bruttorendite (Rendite Mietvor schreibung) in % |
Buchwert Finanzierungen in MEUR |
Finanzierungs kosten variabel in %2 |
Finanzierungs kosten inkl. Derivate in % |
LTV in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 8,6 | 4,3 (4,5) | 329,5 | 0,8 | 1,5 | 41,3 |
| Deutschland | 2,9 | 2,6 (2,8) | 211,4 | 0,7 | 1,0 | 47,1 |
| Polen | 14,7 | 6,0 (6,7) | 426,1 | 1,3 | 1,9 | 43,7 |
| Tschechien | 7,7 | 5,4 (5,6) | 309,7 | 1,2 | 1,5 | 54,1 |
| Ungarn | 6,7 | 7,0 (7,5) | 196,1 | 1,4 | 1,8 | 51,6 |
| Rumänien | 11,7 | 7,6 (8,1) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Slowakei | 5,7 | 7,0 (7,4) | 179,3 | 1,4 | 1,9 | 55,1 |
| Adriatic1 | 8,5 | 8,7 (8,8) | 82,4 | 1,9 | 1,9 | 21,0 |
| IMMOFINANZ | 66,6 | 5,9 (6,3) | 1.734,5 | 1,2 | 1,6 | 38,5 |
| Projektentwicklungen bzw. Pipelineprojekte |
2,4 | 80,1 | 1,4 | 1,7 | ||
| Mieterlöse aus veräußerten Objekten und Anpassungen |
2,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | ||
| Konzernfinanzierungen | 0,0 | 1.268,8 | 0,0 | 2,3 | ||
| IMMOFINANZ | 71,4 | 3.083,4 | 1,2 | 1,9 | ||
| Marktwert Immobilien portfolio in MEUR |
5.046,4 | |||||
| EPRA NAV S IMMO-Aktien (19,5 Mio. Stück)3 in MEUR |
551,4 | |||||
| Liquide Mittel4 in MEUR | -1.016,9 | |||||
| Zur Veräußerung gehalte nes Immobilienvermögen/ Verbindlichkeiten (Asset & Share Deals) in MEUR |
0,0 | 49,4 | ||||
| IMMOFINANZ in MEUR | 2.066,5 | 5.647,2 | ||||
| Netto-LTV in % | 36,6 | |||||
1 In nach Buchwerten absteigender Reihenfolge: Serbien, Slowenien, Kroatien und Italien 2 Finanzierungskosten gemäß nomineller Restschuld 3 19,5 Mio. Stück Aktien der S IMMO zum EPRA NAV von EUR 28,28 pro Aktie per 30. September 2021
4 Liquide Mittel inklusive liquider Mittel aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
Like-for-like-Mieterlöse
In einer Like-for-like-Betrachtung (d. h. zwecks Vergleichbarkeit zum 3. Quartal 2020 bereinigt um Neuakquisitionen, Fertigstellungen und Verkäufe) erhöhten sich die Mieterlöse im 3. Quartal 2021 um rund 3% auf EUR 62,8 Mio. Die Region Adriatic hatte sich erholt, nachdem sie im Vergleichszeitraum des Vorjahres Covid-19-Restriktionen für Retail belastet hatten. Der leichte Rückgang in Polen ist überwiegend auf die Abgrenzung von Mietanreizen über die IFRS-Mieterlöse bei der Verlängerung von Mietverträgen in einer großen Büroimmobilie zurückzuführen. In Rumänien führte die mittlerweile abgeschlossene Modernisierung des Shopping Center VIVO! Baia Mare vorübergehend zu einem leichten Rückgang der like-for-like-Mieterlöse.
Bestandsimmobilien like-for-like nach Kernmärkten
| Bestandsimmobilien like-for-like1 |
Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Mieterlöse Q3 2021 in MEUR |
Mieterlöse Q3 2020 in MEUR |
Veränderung der Mieterlöse in MEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 22 | 721,1 | 17,5 | 7,8 | 7,7 | 0,1 |
| Deutschland | 1 | 249,3 | 6,0 | 2,1 | 2,1 | 0,0 |
| Polen | 24 | 975,2 | 23,7 | 14,7 | 15,7 | -1,0 |
| Tschechien | 18 | 544,1 | 13,2 | 7,3 | 6,8 | 0,5 |
| Ungarn | 19 | 380,2 | 9,2 | 6,7 | 6,2 | 0,5 |
| Rumänien | 13 | 612,8 | 14,9 | 11,7 | 12,5 | -0,8 |
| Slowakei | 20 | 325,6 | 7,9 | 5,7 | 5,3 | 0,4 |
| Adriatic | 27 | 312,8 | 7,6 | 6,8 | 4,7 | 2,1 |
| IMMOFINANZ | 144 | 4.121,1 | 100,0 | 62,8 | 61,0 | 1,8 |
| Mieterlöse aus veräußerten/zugegangenen Objekten, IFRS-15- bzw. IFRS-16-Anpassungen sowie Projektentwicklungen |
8,6 | |||||
| IMMOFINANZ | 71,4 |
Bestandsimmobilien like-for-like nach Nutzungsart und Marken
| Bestandsimmobilien like-for-like1 |
Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Mieterlöse Q3 2021 in MEUR |
Mieterlöse Q3 2020 in MEUR |
Veränderung der Mieterlöse in MEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Büro | 43 | 2.470,6 | 60,0 | 30,1 | 30,7 | -0,6 |
| davon myhive | 25 | 1.496,9 | 36,3 | 19,4 | 19,7 | -0,3 |
| Einzelhandel | 101 | 1.650,4 | 40,0 | 32,7 | 30,3 | 2,4 |
| davon VIVO!/Shopping Center | 10 | 659,5 | 16,0 | 12,8 | 12,5 | 0,3 |
| davon STOP SHOP/Retail Park | 89 | 980,1 | 23,8 | 19,6 | 17,6 | 2,1 |
| Sonstige | 0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| IMMOFINANZ | 144 | 4.121,1 | 100,0 | 62,8 | 61,0 | 1,8 |
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen
auftreten. 1 In dieser Berechnung sind nur jene Objekte enthalten, die in beiden Perioden vollständig im Besitz der IMMOFINANZ waren; sie ist also um Neuakquisitionen, Fertigstellungen und Verkäufe bereinigt.
Bestandsimmobilien Büro
Der Buchwert der 45 Bürobestandsimmobilien der IMMOFINANZ belief sich zum 30. September 2021 auf EUR 2.738,6 Mio. (31. Dezember 2020: 47 Bestandsimmobilien bzw. EUR 2.749,9 Mio. Buchwert) und repräsentierte somit 60,8% des gesamten Bestandsimmobilienportfolios bzw. 47,4% der Mieterlöse der Bestandsimmobilien im 3. Quartal 2021. Aus regionaler Sicht war die IMMOFINANZ mit ihren Büros schwerpunktmäßig in den Kernmärkten Polen (EUR 695,4 Mio.), Österreich (EUR 655,2 Mio.) und Deutschland (EUR 449,2 Mio.) vertreten.
Die vermietbare Fläche betrug zum 30. September 2021 909.847 m2 (31. Dezember 2020: 940.303 m2). Auf Basis der annualisierten Mieterlöse (Q3 2021: EUR 31,6 Mio.) wies das Büroportfolio eine Bruttorendite von 4,6% bzw. 5,0% auf Basis der Mietvorschreibung auf. Die als myhive gebrandeten Büroimmobilien repräsentierten einen Buchwert von EUR 1.764,9 Mio. und erwirtschafteten eine Bruttorendite von 4,7% bzw. 5,2% auf Basis der Mietvorschreibung.
Der Vermietungsgrad des Büroportfolios belief sich Ende September 2021 auf 90,2% (30. September 2020: 93,4%; 31. Dezember 2020: 93,7%), wobei der Rückgang seit Jahresbeginn überwiegend auf die Flächenreduktion eines von Covid-19 stark betroffenen Single Tenant in Deutschland zurückzuführen ist. Die freigewordenen Flächen werden nun als flexible myhive-Lösungen vermarktet. Gemäß Berechnungsformel der EPRA ergab sich eine Leerstandsquote von 9,2% (30. September 2020: 5,9%; 31. Dezember 2020: 5,5%). Trotz des herausfordernden Marktumfelds lag die Vermietungsleistung im Bürobereich stabil bei rund 105.800 m2 (Q1–3 2020: 106.500 m2). Rund 36.000 m2 entfielen auf Neuvermietungen, darunter etwa auf einen Mietvertrag über rund 11.000 m2 auf einen Zeitraum von 25 Jahren mit der Provita Group, einem führenden Anbieter für Medical Centers in Rumänien. Bestehende Mietverträge wurden im Ausmaß von 69.800 m2 verlängert (Q1–3 2020: 23.500 m2 Neuvermietungen bzw. 83.000 m2 Verlängerungen).
Das Büroportfolio der IMMOFINANZ weist eine ausgewogene Mieterstruktur auf. Auf die zehn größten Mieter entfielen per 30. September 2021 22,7% der Bürobestandsfläche. Kein Einzelmieter hatte mehr als 3,3% der gesamten Bürobestandsfläche gemietet. Die WAULT∗ betrug 4,1 Jahre (31. Dezember 2020: 4,4 Jahre).
Mietauslaufprofil Bestandsimmobilien Büro
Auslaufende Mietverträge bis zum frühestmöglichen Vertragsende im Verhältnis zur vermieteten Gesamtmietfläche (nur in GLA-Flächen1):
| 1 Jahr in % | 2 Jahre in % | 3 Jahre in % | 4 Jahre in % | 5 Jahre in % | > 5 Jahre in % | > 10 Jahre in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 15 | 17 | 14 | 17 | 14 | 22 | 1 |
1 Gesamtmietfläche (Gross Lettable Area): gesamte, den Mietern zur exklusiven Nutzung verfügbare Fläche. Dies schließt somit Gemeinflächen wie z. B. Verkehrsflächen, Parkflächen, Serviceflächen etc. aus.
Kennzahlen Bestandsimmobilien Büro nach Kategorien
| Bestandsimmobilien | Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Vermietbare Fläche in m2 |
Vermietete Fläche in m2 |
Vermietungsgrad in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| IMMOFINANZ | 45 | 2.738,6 | 100,0 | 909.847 | 820.437 | 90,2 |
| davon myhive | 27 | 1.764,9 | 64,4 | 606.644 | 544.464 | 89,8 |
| Bestandsimmobilien | Mieterlöse Q3 2021 in MEUR |
Bruttorendite (Rendite Mietvor schreibung) in % |
Buchwert Finanzierungen in MEUR |
Finanzierungs kosten variabel in %1 |
Finanzierungs kosten inkl. Derivate in % |
LTV in % |
| IMMOFINANZ | 31,6 | 4,6 (5,0) | 1.144,1 | 1,0 | 1,5 | 41,8 |
| davon myhive | 20,9 | 4,7 (5,2) | 767,5 | 1,2 | 1,7 | 43,5 |
1 Finanzierungskosten gemäß nomineller Restschuld
Bestandsimmobilien Einzelhandel
Der Buchwert der 111 Bestandsimmobilien der IMMOFINANZ im Einzelhandelsbereich belief sich per 30. September 2021 auf EUR 1.767,6 Mio. (31. Dezember 2020: 105 Bestandsimmobilien bzw. EUR 1.671,1 Mio. Buchwert) und umfasste somit 39,2% des gesamten Bestandsimmobilienportfolios bzw. 52,6% der Mieterlöse des Bestandsportfolios im 3. Quartal 2021. Die regional größten Märkte waren Adriatic (Serbien, Slowenien, Kroatien und Italien) mit EUR 364,2 Mio., Rumänien mit EUR 327,5 Mio. und Polen mit EUR 279,8 Mio. Die STOP SHOP Retail Parks repräsentierten einen Buchwert von EUR 1.097,3 Mio. und eine Bruttorendite von 8,0% bzw. eine Rendite auf Basis der Mietvorschreibung von 8,1%. Die VIVO! Shopping Center bildeten einen Buchwert von EUR 659,5 Mio. und erwirtschafteten eine Bruttorendite von 7,8% bzw. eine Rendite auf Basis der Mietvorschreibung von 8,2%.
Auf Basis der annualisierten Mieterlöse (Q3 2021: EUR 35,0 Mio.) wies das Einzelhandelsportfolio eine Bruttorendite von 7,9% bzw. eine Rendite auf Basis der Mietvorschreibung von 8,2% auf. Die vermietbare Fläche betrug 1.071.528 m2 (31. Dezember 2020: 1.013.157 m2). Der Vermietungsgrad lag per 30. September 2021 bei hohen 97,4% (30. September 2020: 97,6%; 31. Dezember 2020: 98,1%). Die Retail Parks und Shopping Center der Marken STOP SHOP und VIVO! waren zu 99,0% bzw. 93,8% vermietet, wobei bei letzteren die mittlerweile abgeschlossene Modernisierung des Shopping Centers VIVO! Baia Mare vorübergehend dämpfend wirkte. Die gesamte Vermietungsleistung im Einzelhandelsbereich belief sich in den ersten neun Monaten 2021 auf rund 232.000 m2 (Q1–3 2020: 310.300 m2). Rund 26.800 m2 entfielen auf Neuvermietungen und 205.200 m2 auf Verlängerungen bestehender Mietverträge (Q1–3 2020: 10.800 m2 bzw. 299.500 m2 ). Diese Verlängerungen erfolgten unter anderem als Gegenleistung für die von der IMMOFINANZ an die Mieter gewährten temporären Unterstützungen während der Lockdown-Phasen.
Durch einen ausgewogenen Mietermix wird für Einzelhändler und deren Kunden ein optimales Umfeld geschaffen. Die Einzelhandelsimmobilien der IMMOFINANZ verfügen über solide internationale und lokale Ankermieter, wobei kein Retailer mehr als 4,1% der gesamten Bestandsfläche im Einzelhandel gemietet hat. Die WAULT∗ erhöhte sich per 30. September 2021 auf 4,5 Jahre (31. Dezember 2020: 3,9 Jahre).
Mietauslaufprofil Bestandsimmobilien Einzelhandel
Auslaufende Mietverträge bis zum frühestmöglichen Vertragsende im Verhältnis zur vermieteten Gesamtmietfläche (nur in GLA-Flächen1):
| 1 Jahr in % | 2 Jahre in % | 3 Jahre in % | 4 Jahre in % | 5 Jahre in % | > 5 Jahre in % | > 10 Jahre in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 11 | 11 | 15 | 13 | 19 | 29 | 1 |
1 Gesamtmietfläche (Gross Lettable Area): gesamte, den Mietern zur exklusiven Nutzung verfügbare Fläche. Dies schließt somit Gemeinflächen wie z. B. Verkehrsflächen, Parkflächen, Serviceflächen etc. aus.
Kennzahlen Bestandsimmobilien Einzelhandel nach Kategorien
| Bestandsimmobilien | Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Vermietbare Fläche in m2 |
Vermietete Fläche in m2 |
Vermietungsgrad in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| IMMOFINANZ | 111 | 1.767,6 | 100,0 | 1.071.528 | 1.043.996 | 97,4 |
| davon VIVO!/ Shopping Center |
10 | 659,5 | 37,3 | 311.913 | 292.696 | 93,8 |
| davon STOP SHOP/ Retail Park |
99 | 1.097,3 | 62,1 | 749.314 | 741.670 | 99,0 |
| Bestandsimmobilien | Mieterlöse Q3 2021 in MEUR |
Bruttorendite (Rendite Mietvor schreibung) in % |
Buchwert Finanzierungen in MEUR |
Finanzierungs kosten variabel in %1 |
Finanzierungs kosten inkl. Derivate in % |
LTV in % |
| IMMOFINANZ | 35,0 | 7,9 (8,2) | 590,4 | 1,4 | 1,9 | 33,4 |
| davon VIVO!/ Shopping Center |
12,8 | 7,8 (8,2) | 157,1 | 1,2 | 1,7 | 23,8 |
| davon STOP SHOP/ Retail Park |
21,9 | 8,0 (8,1) | 433,3 | 1,5 | 2,0 | 39,5 |
1 Finanzierungskosten gemäß nomineller Restschuld
Projektentwicklungen
Per 30. September 2021 wiesen die Projektentwicklungen einen Buchwert von EUR 377,5 Mio. auf. Dies entspricht 7,5% des Gesamtimmobilienportfolios (31. Dezember 2020: EUR 358,6 Mio. bzw. 7,2%). Davon entfielen EUR 375,5 Mio. auf aktive Projektentwicklungen sowie EUR 1,9 Mio. auf Projekte in der Vorbereitungsbzw. Konzeptphase, für die noch keine offenen Baukosten angegeben werden können, darunter etwa STOP SHOP Projektentwicklungen in Kroatien und Polen. Der erwartete Verkehrswert der aktiven Projekte nach Fertigstellung belief sich auf EUR 562,4 Mio. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Kernmärkten Deutschland (myhive Medienhafen in Düsseldorf) und Rumänien (Modernisierung von zwei bestehenden Büroimmobilien und Adaptierungen eines dieser Büroimmobilien in ein multidisziplinäres Krankenhaus sowie Umbau des im 1. Quartal 2021 erworbene Bucharest Financial Plaza zu einer hochwertigen und nachhaltigen Büroimmobilie der flexiblen Premium-Marke myhive) mit einem erwarteten Verkehrswert von EUR 168,1 Mio. bzw. EUR 148,8 Mio. In Österreich umfassen die aktiven Projekte drei Refurbishments von Büroimmobilien in Wien, wobei die Modernisierung eines Gebäudes am Standort myhive Wienerberg bereits abgeschlossen ist.
| Projekt entwicklungen |
Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Offene Baukosten in MEUR |
Geplante vermietbare Fläche in m2 |
Voraussichtlicher Verkehrswert nach Fertigstellung in MEUR |
Erwartete Mieterlöse bei Vollauslastung in MEUR |
Erwartete Yield nach Fertigstel lung in %1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 3 | 89,1 | 23,7 | 50,8 | 33.049 | 140,7 | 6,1 | 4,4 |
| Deutschland | 1 | 136,3 | 36,3 | 17,0 | 21.707 | 168,1 | 5,9 | 3,8 |
| Polen | 1 | 1,7 | 0,5 | 7,3 | 6.732 | 10,0 | 0,8 | 8,7 |
| Tschechien | 1 | 1,5 | 0,4 | 0,8 | 13.555 | 2,7 | 0,2 | 8,2 |
| Ungarn | 1 | 70,3 | 18,7 | 9,0 | 34.218 | 80,2 | 6,3 | 7,9 |
| Rumänien | 3 | 71,3 | 19,0 | 72,5 | 56.755 | 148,8 | 10,8 | 7,5 |
| Adriatic2 | 1 | 5,2 | 1,4 | 4,8 | 6.763 | 11,8 | 1,0 | 9,8 |
| Aktive Projekte | 11 | 375,5 | 100,0 | 162,3 | 172.779 | 562,4 | 31,0 | 5,8 |
| Projekte in Vorbereitung |
4 | 1,9 |
Projektentwicklungen nach Kernmärkten
IMMOFINANZ 15 377,5
1 Erwartete Mieterlöse nach Fertigstellung im Verhältnis zum aktuellen Buchwert inklusive offener Baukosten 2 Kroatien
Pipelineprojekte
Pipelineprojekte sind zukünftig geplante Projektentwicklungen, Grundstücksreserven oder temporär eingestellte Projekte. Per 30. September 2021 wiesen sie einen Buchwert von EUR 162,7 Mio. auf (31. Dezember 2020: EUR 191,8 Mio.). Der Schwerpunkt der Pipelineprojekte liegt in Rumänien (EUR 93,0 Mio.). Es ist geplant, den Umfang der Pipelineprojekte – insbesondere Grundstücksreserven in Rumänien – auch weiterhin durch strategiekonforme Verkäufe zu verringern.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte betrugen per 30. September 2021 EUR 63,1 Mio. (inklusive aktivierter Nutzungsrechte auf Erbbaurechte) und sind im vorliegenden Portfoliobericht nicht enthalten (31. Dezember 2020: EUR 168,4 Mio.). Für alle diese Immobilien wurden bereits Kaufverträge unterzeichnet. Details siehe Kapitel 3.3 in den ergänzenden Informationen.
Konzernbilanz
| Werte in TEUR | Anhang | 30.09.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Immobilienvermögen | 3.1 | 4.718.179 | 4.680.351 |
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 377.456 | 358.640 | |
| Sonstige Sachanlagen | 6.839 | 5.313 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 24.289 | 24.460 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 3.2 | 516.504 | 367.932 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 39.144 | 56.917 | |
| Steuererstattungsansprüche | 8 | 514 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 13.018 | 12.524 | |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 3.939 | 9.016 | |
| Langfristiges Vermögen | 5.699.376 | 5.515.667 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 205.515 | 87.722 | |
| Steuererstattungsansprüche | 7.906 | 11.938 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3.3 | 63.145 | 168.382 |
| Immobilienvorräte | 619 | 619 | |
| Liquide Mittel | 1.016.879 | 1.047.085 | |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.294.064 | 1.315.746 | |
| Aktiva | 6.993.440 | 6.831.413 | |
| Grundkapital | 123.294 | 123.294 | |
| Kapitalrücklagen | 4.722.014 | 4.702.527 | |
| Eigene Aktien | -156.328 | -156.328 | |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -188.191 | -194.682 | |
| Erwirtschaftete Ergebnisse | -1.074.119 | -1.367.228 | |
| Anteil der Gesellschafter der IMMOFINANZ AG | 3.426.670 | 3.107.583 | |
| Nicht beherrschende Anteile | -31.830 | -23.876 | |
| Eigenkapital | 3.394.840 | 3.083.707 | |
| Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen | 276.153 | 281.806 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.578.212 | 2.818.552 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 32.123 | 59.032 | |
| Steuerschulden | 2 | 2 | |
| Rückstellungen | 16.539 | 17.196 | |
| Latente Steuerschulden | 265.110 | 262.271 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 3.168.139 | 3.438.859 | |
| Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen | 5.371 | 9.250 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 274.753 | 97.499 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 108.776 | 129.926 | |
| Steuerschulden | 9.246 | 7.482 | |
| Rückstellungen | 18.564 | 19.827 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | 3.3 | 13.751 | 44.863 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 430.461 | 308.847 | |
| Passiva | 6.993.440 | 6.831.413 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Werte in TEUR | Anhang | Q3 2021 | Q1–3 2021 | Q3 2020 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| Mieterlöse | 4.1 | 71.399 | 216.387 | 69.606 | 215.827 |
| Weiterverrechnete Betriebskosten | 22.173 | 64.533 | 21.746 | 63.094 | |
| Sonstige Umsatzerlöse | 156 | 656 | 303 | 2.422 | |
| Umsatzerlöse | 93.728 | 281.576 | 91.655 | 281.343 | |
| Aufwendungen aus dem Immobilienvermögen | 4.2 | -11.842 | -43.424 | -10.173 | -49.065 |
| Betriebskostenaufwendungen | -25.626 | -75.085 | -25.341 | -73.356 | |
| Ergebnis aus Asset Management | 56.260 | 163.067 | 56.141 | 158.922 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 4.3 | 27.734 | 24.057 | 10.205 | 9.467 |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | 4.4 | 2.086 | 24.060 | -4.245 | -20.968 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.5 | 322 | 1.514 | 530 | 1.471 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.6 | -9.369 | -32.336 | -9.299 | -35.832 |
| Operatives Ergebnis | 77.033 | 180.362 | 53.332 | 113.060 | |
| Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilien und Firmenwerte |
4.7 | 1.503 | 54.045 | -1.415 | -144.782 |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 78.536 | 234.407 | 51.917 | -31.722 | |
| Finanzierungsaufwand | 4.8 | -19.726 | -61.883 | -17.980 | -55.691 |
| Finanzierungsertrag | 4.8 | 515 | 1.629 | 565 | 1.647 |
| Wechselkursveränderungen | 166 | 203 | -2.705 | -2.452 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | 4.8 | 11.836 | 20.294 | -1.045 | -13.446 |
| Ergebnisanteile aus nach der Equity-Methode bilan zierten Beteiligungen |
7.424 | 131.538 | 3.020 | 9.417 | |
| Finanzergebnis | 4.8 | 215 | 91.781 | -18.145 | -60.525 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 78.751 | 326.188 | 33.772 | -92.247 | |
| Laufende Ertragsteuern | -2.729 | -8.479 | -1.764 | -6.475 | |
| Latente Ertragsteuern | -8.985 | -22.048 | -9.907 | 459 | |
| Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbe reichen |
67.037 | 295.661 | 22.101 | -98.263 | |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Konzernergebnis | 67.037 | 295.661 | 22.101 | -98.263 | |
| davon Anteil der Gesellschafter der IMMOFINANZ AG |
67.119 | 295.779 | 21.640 | -98.298 | |
| davon Anteil der nicht beherrschenden Anteile | -82 | -118 | 461 | 35 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,54 | 2,40 | 0,28 | -0,91 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,50 | 2,20 | 0,28 | -0,91 | |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Anhang | Q3 2021 | Q1–3 2021 | Q3 2020 | Q1–3 2020 |
| Konzernergebnis | 67.037 | 295.661 | 22.101 | -98.263 | |
| Sonstiges Ergebnis (reklassifizierbar) | |||||
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | 369 | 6.595 | -2.903 | -5.232 | |
| davon Änderungen im Geschäftsjahr | 64 | -2.045 | -2.903 | -5.761 | |
| davon Reklassifizierungen in den Gewinn oder Verlust |
305 | 8.640 | 0 | 529 | |
| Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen |
3.2 | 515 | 1.358 | 392 | 518 |
| davon Änderungen im Geschäftsjahr | 579 | 1.712 | 435 | 499 | |
| davon Ertragsteuern | -64 | -354 | -43 | 19 | |
| Summe sonstiges Ergebnis (reklassifizierbar) | 832 | 7.953 | -2.921 | -4.714 | |
| Sonstiges Ergebnis (nicht reklassifizierbar) | |||||
| Bewertung von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten |
-52 | -877 | -410 | -540 | |
| davon Änderungen im Geschäftsjahr | -70 | -1.170 | -547 | -720 | |
| davon Ertragsteuern | 18 | 293 | 137 | 180 | |
| Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen |
3.2 | 7.561 | 18.902 | -11.033 | -43.810 |
| davon Änderungen im Geschäftsjahr | 10.082 | 25.203 | -14.710 | -58.413 | |
| davon Ertragsteuern | -2.521 | -6.301 | 3.677 | 14.603 | |
| Summe sonstiges Ergebnis (nicht reklassifizierbar) | 7.561 | 18.025 | -11.033 | -44.350 | |
| Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | 8.393 | 25.978 | -13.954 | -49.064 | |
| Gesamtkonzernergebnis | 75.430 | 321.639 | 8.147 | -147.327 | |
| davon Anteil der Gesellschafter der IMMOFINANZ AG |
75.512 | 321.757 | 8.731 | -145.321 | |
| davon Anteil der nicht beherrschenden Anteile | -82 | -118 | -584 | -2.006 |
| Konzern-Geldflussrechnung | |||
|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Anhang | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 326.188 | -92.247 | |
| Neubewertungen von Immobilienvermögen | 4.7 | -82.732 | 153.682 |
| Firmenwertabschreibungen und nachträgliche Kaufpreisanpassungen | 117 | -45 | |
| Wertminderungen und -aufholungen von Immobilienvorräten (inklusive Drohverluste aus Terminverkäufen) |
4.4 | 0 | 232 |
| Wertminderungen und -aufholungen von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | 10.925 | 18.352 | |
| Ergebnisanteile aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | -131.538 | -9.417 | |
| Fremdwährungsbewertung und Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten |
-14.756 | 19.345 | |
| Zinsensaldo | 62.349 | 52.690 | |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | -25.378 | -49 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen bzw. Umgliederungen | -10.904 | 589 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis vor Steuern | 134.271 | 143.132 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -5.613 | -4.863 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis nach Steuern | 128.658 | 138.269 | |
| Veränderung von Immobilienvorräten | 44 | 1.731 | |
| Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Forderungen |
-116.679 | -8.049 | |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten |
73.827 | -14.185 | |
| Veränderungen von Rückstellungen | 216 | -9.875 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 86.066 | 107.891 | |
| Erwerb von Immobilienvermögen und in Bau befindlichem Immobilienvermögen | -111.657 | -92.162 | |
| Unternehmenszusammenschlüsse und andere Erwerbe abzüglich liquider Mittel | -23.765 | 0 | |
| Erwerb/Veräußerung von kurzfristigen Vermögenswerten | -1.000 | 0 | |
| Erhaltene/gezahlte Gegenleistung aus der Veräußerung der aufgegebenen | |||
| Geschäftsbereiche abzüglich liquider Mittel Erhaltene Gegenleistung aus der Veräußerung von Tochterunternehmen abzüglich |
97 | -883 | |
| liquider Mittel | 135.386 | 17.830 | |
| Erwerb von sonstigen langfristigen Vermögenswerten | -2.765 | -6.156 | |
| Veräußerung von Immobilienvermögen und in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 52.608 | 13.023 | |
| Veräußerung von sonstigen langfristigen Vermögenswerten | 0 | -220 | |
| Erhaltene Dividenden aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 3.2 | 3.439 | 3.129 |
| Erhaltene Zinsen und Dividenden aus Finanzinstrumenten | 1.089 | 1.031 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 53.432 | -64.408 | |
| Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten einschließlich Verminderung gesperrter liquider Mittel |
197.737 | 103.875 | |
| Einzahlung aus der Begebung von Pflichtwandelanleihen abzüglich Transaktionskosten | 118.563 | ||
| Rückführung von Finanzverbindlichkeiten einschließlich Erhöhung gesperrter liquider Mittel | -308.593 | -186.436 | |
| Einzahlung aus Kapitalerhöhung abzüglich Transaktionskosten | 0 | 233.258 | |
| Verschiebungen zwischen Gesellschafterstämmen | 0 | -36 | |
| Derivate | -11.636 | -7.737 | |
| Gezahlte Zinsen | -37.852 | -40.522 | |
| Zahlungen aus der Pflichtwandelanleihe | -4.800 | 0 | |
| Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern | -8.501 | 0 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -173.645 | 220.965 | |
| Währungsdifferenzen | -392 | -7.685 | |
| Veränderung der liquiden Mittel | -34.539 | 256.763 | |
| Anfangsbestand an liquiden Mitteln (Konzernbilanzwert) | 1.047.085 | 341.161 | |
| Zuzüglich liquider Mittel in Veräußerungsgruppen | 4.333 | 3.980 | |
| Anfangsbestand an liquiden Mitteln | 1.051.418 | 345.141 | |
| Endbestand an liquiden Mitteln | 1.016.879 | 601.904 | |
| Abzüglich liquider Mittel in Veräußerungsgruppen | 3.3 | 0 | 3.442 |
| Endbestand an liquiden Mitteln (Konzernbilanzwert) | 1.016.879 | 598.462 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Kapital | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Anhang | Grundkapital | rücklagen | Eigene Aktien | |
| Stand zum 31. Dezember 2020 | 123.294 | 4.702.527 | -156.328 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 19.487 | ||||
| Konzernergebnis | |||||
| Gesamtkonzernergebnis | 19.487 | ||||
| Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern | |||||
| Abgang nicht beherrschender Anteile | |||||
| Stand zum 30. September 2021 | 123.294 | 4.722.014 | -156.328 | ||
| Stand zum 31. Dezember 2019 | 112.085 | 4.465.194 | -250.378 | ||
| Sonstiges Ergebnis | |||||
| Konzernergebnis | |||||
| Gesamtkonzernergebnis | |||||
| Begebung von Aktien | 11.209 | 158.290 | |||
| Veräußerung eigener Aktien | -29.590 | 94.050 | |||
| Emission Pflichtwandelanleihe und Teilrückkauf Wandelanleihe 2017–2024 | 108.632 | ||||
| Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern | |||||
| Stand zum 30. September 2020 | 123.294 | 4.702.526 | -156.328 | ||
| Erfolgsneutrale Bewertungsrück lage (vormals |
AFS-Rücklage) IAS-19-Rücklage | Rücklage Hedge Accounting |
Währungsum rechnungs rücklage |
Erwirtschaftete Ergebnisse |
Summe | Nicht beherrschende Anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| -12.522 | -408 | -3.843 | -177.909 | -1.367.228 | 3.107.583 | -23.876 | 3.083.707 |
| -1.462 | 1.381 | 6.572 | 25.978 | 25.978 | |||
| 295.779 | 295.779 | -118 | 295.661 | ||||
| -1.462 | 1.381 | 6.572 | 295.779 | 321.757 | -118 | 321.639 | |
| -2.670 | -2.670 | -5.834 | -8.504 | ||||
| 0 | -2.002 | -2.002 | |||||
| -13.984 | -408 | -2.462 | -171.337 | -1.074.119 | 3.426.670 | -31.830 | 3.394.840 |
| 12.767 | -405 | -3.398 | -175.575 | -1.200.196 | 2.960.094 | -22.949 | 2.937.145 |
| -44.350 | -528 | -2.145 | -47.023 | -2.041 | -49.064 | ||
| -98.298 | -98.298 | 35 | -98.263 | ||||
| -44.350 | -528 | -2.145 | -98.298 | -145.321 | -2.006 | -147.327 | |
| 169.499 | 169.499 | ||||||
| 64.460 | 64.460 | ||||||
| 108.632 | 108.632 | ||||||
| -18 | -18 | -18 | -36 | ||||
| -31.583 | -405 | -3.926 | -177.720 | -1.298.512 | 3.157.346 | -24.973 | 3.132.373 |
Ergänzende Informationen
1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Konzernzwischenmitteilung der IMMOFINANZ zum 30. September 2021 wurde für den Zeitraum 1. Jänner 2021 bis 30. September 2021 (Q3 2021) aufgestellt.
Die Konzernzwischenmitteilung der IMMOFINANZ stellt keinen Bericht nach IAS 34 dar. Hinsichtlich der angewendeten IFRS, der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie weiterer Informationen und Angaben wird auf den Konzernabschluss der IMMOFINANZ zum 31. Dezember 2020 verwiesen. Dieser bildet die Basis für die vorliegende Konzernzwischenmitteilung der IMMOFINANZ.
Die Konzernzwischenmitteilung wurde in Tausend Euro (gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode) aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
2. Entwicklung des Konsolidierungskreises
Nachfolgend wird die Entwicklung des Konsolidierungskreises in Q3 2021 dargestellt:
| Konsolidierungskreis | Vollkonsoli dierte Tochter unternehmen |
Gemeinschafts unternehmen at Equity |
Assoziierte Unternehmen at Equity |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31. Dezember 2020 | 194 | 2 | 7 | 203 |
| Erstmals einbezogene Unternehmen | ||||
| Andere Erwerbe | 6 | 0 | 0 | 6 |
| Gründungen | 3 | 0 | 0 | 3 |
| Nicht mehr einbezogene Unternehmen | ||||
| Verkäufe | -8 | 0 | 0 | -8 |
| Verschmelzungen | -2 | 0 | 0 | -2 |
| Liquidationen | -12 | 0 | 0 | -12 |
| Stand zum 30. September 2021 | 181 | 2 | 7 | 190 |
| davon ausländische Unternehmen | 130 | 2 | 0 | 132 |
| davon in Liquidation | 5 | 0 | 0 | 5 |
| davon mit gefasstem Beschluss zur konzerninternen Verschmelzung |
5 | 0 | 0 | 5 |
Bei acht der zwölf im Geschäftsjahr 2021 liquidierten Gesellschaften sind die Veranlagung beim Finanzamt sowie die Löschung aus dem Firmenbuch noch ausständig. Diese werden aufgrund von Unwesentlichkeit jedoch bereits zum 30. September 2021 als endkonsolidiert dargestellt.
3. Erläuterungen zur Konzernbilanz
3.1 Immobilienvermögen
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 |
|---|---|
| Anfangsbestand | 4.680.351 |
| Abgänge infolge der Veräußerung von Tochterunternehmen | -147.242 |
| Währungsänderungen | -2.167 |
| Zugänge | 98.459 |
| Abgänge | -25.139 |
| Neubewertung | 57.671 |
| Umbuchungen | 57.296 |
| Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -1.050 |
| Endbestand | 4.718.179 |
Die Zugänge betreffen überwiegend Erwerbe von Einzelhandelsimmobilien in Serbien und Italien sowie Investitionen in Büroimmobilien in Wien und Düsseldorf. Die Abgänge sind vor allem auf die Veräußerung eines Bürostandorts in Wien zurückzuführen. Die veräußerten Tochterunternehmen betreffen überwiegend Büroimmobilien von Gesellschaften in Deutschland und Ungarn, während sich Umbuchungen im Wesentlichen auf Umgliederungen von in Bau befindlichem Immobilienvermögen ins Immobilienvermögen und vice versa beziehen. Informationen zur Neubewertung siehe 4.7.
3.2 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen
Der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen betrug zum 30. September 2021 EUR 516,5 Mio. Davon entfielen EUR 511,8 Mio. auf die S IMMO AG. Bezogen auf die 19.499.437 von der IMMOFINANZ gehaltenen Aktien ergibt sich ein Buchwert je Aktie der S IMMO AG von EUR 26,25. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ergebnisanteile aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen betrugen EUR 131,5 Mio. Davon entfielen EUR 128,0 Mio. auf die S IMMO AG.
Zum 30. September 2021 lagen keine objektiven Hinweise auf Wertminderung der S IMMO-Beteiligung vor.
3.3 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten
Von den zum 31. Dezember 2020 zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wurden in den ersten drei Quartalen 2021 vier Büroimmobilien in Polen, zwei Büroimmobilien in Ungarn sowie zwei Grundstücke der Assetklasse Sonstige in Rumänien veräußert.
Für die übrigen zum 31. Dezember 2020 bereits als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum 30. September 2021 noch nicht realisiert wurden, wird vom Management unverändert an der Veräußerungsabsicht festgehalten.
Zum 30. September 2021 stellten sich die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zusammengefasst wie folgt dar:
| Werte in TEUR | Buchwert zum 30.09.2021 |
Buchwert zum 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Immobilienvermögen | 3.415 | 104.417 |
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 59.730 | 58.968 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 0 | 147 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 0 | 517 |
| Liquide Mittel | 0 | 4.333 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 63.145 | 168.382 |
| Reklassifizierbare Rücklagen | 0 | -904 |
| Finanzverbindlichkeiten | 13.751 | 40.901 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 1.837 |
| Rückstellungen | 0 | 315 |
| Latente Steuerschulden | 0 | 1.810 |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | 13.751 | 44.863 |
3.4 Eigenkapital
Die IMMOFINANZ hat das Recht zur vorzeitigen Pflichtwandlung der 2023 fälligen 4 %-Pflichtwandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von EUR 120 Mio. gemäß den Emissionsbedingungen der Pflichtwandelschuldverschreibung zum optionalen Pflichtwandlungstag 26. September 2021 ausgeübt. Im Zuge der vorzeitigen Pflichtwandlung wurden 6.997.200 Aktien an die Inhaber der Pflichtwandelschuldverschreibungen ausgegeben. Die Aktien wurden aus dem Bestand der eigenen Aktien der IMMOFINANZ geliefert. Liefertag war der 5. Oktober 2021.
In der am 19. Oktober 2021 abgehaltenen 28. ordentlichen Hauptversammlung wurde für das Geschäftsjahr 2020 die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,75 je Aktie beschlossen. Am 25. Oktober 2021 wurden insgesamt EUR 92,5 Mio. an die Aktionäre ausgeschüttet.
4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Mieterlöse
| Q1–3 2021 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Büro | Einzelhandel | Sonstige | Summe |
| Büroflächen | 89.768 | 160 | 188 | 90.116 |
| Einzelhandelsflächen | 3.651 | 95.763 | 0 | 99.414 |
| Sonstige Flächen | 15.416 | 2.423 | 215 | 18.054 |
| davon Parkplatzflächen | 9.564 | 251 | 189 | 10.004 |
| davon Lagerflächen | 3.067 | 280 | 1 | 3.348 |
| davon Hotel | 660 | 0 | 0 | 660 |
| davon Werbung und Telekommunikation | 1.091 | 1.767 | 6 | 2.864 |
| davon andere | 1.034 | 125 | 19 | 1.178 |
| Erlöse aus leistungsunabhängigen Komponenten von Betriebskosten | 4.914 | 3.862 | 27 | 8.803 |
| Summe | 113.749 | 102.208 | 430 | 216.387 |
| Q1–3 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Büro | Einzelhandel | Sonstige | Summe |
| Büroflächen | 93.019 | 116 | 215 | 93.350 |
| Einzelhandelsflächen | 5.201 | 88.271 | 0 | 93.472 |
| Sonstige Flächen | 16.480 | 2.226 | 1.085 | 19.791 |
| davon Parkplatzflächen | 10.048 | 233 | 321 | 10.602 |
| davon Lagerflächen | 3.536 | 290 | 0 | 3.826 |
| davon Hotel | 408 | 0 | 705 | 1.113 |
| davon Werbung und Telekommunikation | 1.389 | 1.574 | 5 | 2.968 |
| davon andere | 1.099 | 129 | 54 | 1.282 |
| Erlöse aus leistungsunabhängigen Komponenten von Betriebskosten | 5.211 | 3.958 | 45 | 9.214 |
| Summe | 119.911 | 94.571 | 1.345 | 215.827 |
Hinsichtlich der Bilanzierung von Pönalen für vorzeitig aufgelöste Mietverträge werden diese seit 1. Jänner 2021 in den Mieterlösen statt in den sonstigen Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Änderung der Darstellung betrug in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres EUR 8,0 Mio. (2020: EUR 0,8 Mio.).
Darüber hinaus werden Erlöse aus leistungsunabhängigen Komponenten von Betriebskosten seit dem dritten Quartal 2021 unabhängig von den Assetklassen Büro, Einzelhandel und Sonstige dargestellt. Diese stellen Erlöse aus Grundsteuern und Gebäudeversicherungen dar.
Durch Covid-19 kam es in den ersten drei Quartalen 2021 in einzelnen Ländern zu gesetzlich induzierten Mietstundungen. Daneben wurden freiwillige retro- und prospektive Mietreduktionen vereinbart. Reine Mietstundungen führen zu keiner ergebniswirksamen Auswirkung auf die Umsatzerlöse. Mietreduktionen für künftige Perioden werden als Mietanreize (Lease Incentives) über die Restlaufzeit des jeweiligen Mietvertrags verteilt. Bereits vorgeschriebene Mietforderungen wurden entsprechend aufwandswirksam wertberichtigt (zu den durch Covid-19 begründeten Forderungsabschreibungen siehe auch Kapitel 4.2).
4.2 Aufwendungen aus dem Immobilienvermögen
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Provisionsaufwendungen | -259 | -344 |
| Instandhaltungsaufwendungen | -8.488 | -10.158 |
| Hauseigentümerbetriebskosten | -9.670 | -8.490 |
| Immobilienmarketing | -3.036 | -3.045 |
| Personalaufwand aus Asset Management | -3.613 | -3.557 |
| Sonstige Aufwendungen aus Asset Management | -1.747 | -1.394 |
| Ausbaukosten | -4.990 | -2.086 |
| Forderungsabschreibungen aus Asset Management | -10.925 | -19.223 |
| Sonstiger Aufwand | -696 | -768 |
| Summe | -43.424 | -49.065 |
Der Rückgang der Forderungsabschreibungen ist auf die covidbedingt erhöhten Forderungsabschreibungen im Vorjahr zurückzuführen. Die in der Tabelle ausgewiesenen Forderungsabschreibungen in den ersten drei Quartalen 2021 von EUR -10,9 Mio. sind großteils durch Covid-19 bedingt.
4.3 Erlöse aus Immobilienverkäufen
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Büro | 37.370 | 0 |
| Einzelhandel | 2.000 | 8.369 |
| Sonstige | 12.164 | 692 |
| Summe Erlöse aus Immobilienverkäufen | 51.534 | 9.061 |
| Abzüglich Buchwertabgänge | -51.534 | -8.514 |
| Summe Buchgewinn/-verlust aus Immobilienverkäufen | 0 | 547 |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | 25.378 | 49 |
| Verkaufsprovisionen | -1.898 | -257 |
| Personalaufwand aus Immobilienverkäufen | -244 | -994 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand aus Immobilienverkäufen | -1.623 | -1.338 |
| Vorsteuerberichtigungen aus Immobilienverkäufen | -534 | 0 |
| Sonstige Aufwendungen | -63 | -134 |
| Summe Aufwendungen aus Immobilienverkäufen | -4.362 | -2.723 |
| Neubewertungsergebnis von verkauftem und zur Veräußerung | ||
| gehaltenem Immobilienvermögen (siehe 4.7) | 3.041 | 11.594 |
| Summe | 24.057 | 9.467 |
4.4 Ergebnis aus der Immobilienentwicklung
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Verkaufserlös aus Immobilienvorräten | 0 | 720 |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | -4 | -81 |
| Wertminderung von Immobilienvorräten | 0 | -232 |
| Erträge und Aufwendungen aus abgeschriebenen Kaufpreisforderungen aus Immobilienvorräten | -128 | 0 |
| Hauseigentümerbetriebskosten Immobilienvorräte | 0 | -9 |
| Sonstige Aufwendungen aus Immobilienvorräten | 118 | 1.179 |
| Summe Aufwendungen aus Immobilienvorräten | -10 | 938 |
| Aufwendungen aus der Immobilienentwicklung | -1.473 | -2.095 |
| Neubewertungsergebnis von in Bau befindlichem Immobilienvermögen (siehe 4.7) | 25.547 | -20.450 |
| Summe | 24.060 | -20.968 |
Die positiven sonstigen Aufwendungen ergeben sich durch die Auflösung von Verbindlichkeiten.
4.5 Sonstige betriebliche Erträge
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Weiterverrechnungen | 72 | 144 |
| Versicherungsvergütungen | 98 | 188 |
| Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten | 498 | 121 |
| Rückvergütung für Pönalen | 5 | 87 |
| Übrige | 841 | 931 |
| Summe | 1.514 | 1.471 |
Die Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten stellen vorrangig eine verjährte und nicht rückzahlbare Kaufpreisanzahlung in Höhe von TEUR 324 im Geschäftssegment Weitere Länder dar.
Im Geschäftsjahr 2021 entfielen die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge weitgehend auf Erträge aus der Verlängerung einer Dienstbarkeit in Polen in Höhe von TEUR 250 sowie auf Steuergutschriften und Erlöse aus Mietvertragsvergebührungen.
4.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Verwaltungsaufwendungen | -87 | -113 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen | -7.375 | -6.023 |
| Pönalen | -547 | 131 |
| Steuern und Gebühren | -812 | -2.710 |
| Werbung | -2.537 | -1.964 |
| EDV- und Kommunikationsaufwand | -1.106 | -1.781 |
| Gutachten | -467 | -258 |
| Personalaufwand | -15.875 | -19.127 |
| Sonstige Abschreibungen | -1.242 | -1.103 |
| Übrige | -2.288 | -2.884 |
| Summe | -32.336 | -35.832 |
Der negative Effekt aus Pönalen ergibt sich überwiegend aus der Dotierung von Rückstellungen für Gewährleistungen in Deutschland in Höhe von TEUR 500.
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Steuern und Gebühren sowie Personalaufwendungen zurückzuführen. In den ersten drei Quartalen 2020 waren Abschreibungen uneinbringlicher Steuerforderungen in Rumänien in Höhe von EUR 1,8 Mio. in der Position Steuern und Gebühren enthalten.
4.7 Bewertungsergebnis aus Immobilienvermögen und Firmenwerte
Das Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilienvermögen und Firmenwerte enthält im Geschäftsjahr 2021 ausschließlich Effekte aus der Immobilienbewertung.
Die Neubewertungen von Immobilien verteilen sich wie folgt auf Neubewertungsgewinne (Aufwertungen) und -verluste (Abwertungen):
| Q1–3 2021 | Q1–3 2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Aufwertung | Abwertung | Summe | Aufwertung | Abwertung | Summe |
| Immobilienvermögen | 79.483 | -25.339 | 54.144 | 9.093 | -153.920 | -144.827 |
| In Bau befindliches Immobilien vermögen |
35.214 | -9.667 | 25.547 | 337 | -20.787 | -20.450 |
| Verkauftes und zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen |
4.792 | -1.751 | 3.041 | 11.934 | -340 | 11.594 |
| Summe | 119.489 | -36.757 | 82.732 | 21.364 | -175.047 | -153.683 |
4.8 Finanzergebnis
| Werte in TEUR | Q1–3 2021 | Q1–3 2020 |
|---|---|---|
| Für finanzielle Verbindlichkeiten AC | -55.112 | -49.106 |
| Für derivative Finanzinstrumente | -6.771 | -6.585 |
| Summe Finanzierungsaufwand | -61.883 | -55.691 |
| Für finanzielle Forderungen AC | 1.629 | 1.494 |
| Für derivative Finanzinstrumente | 0 | 153 |
| Summe Finanzierungsertrag | 1.629 | 1.647 |
| Wechselkursveränderungen | 203 | -2.452 |
| Ergebnis aus sonstigen Finanzinstrumenten und Abgängen von Finanzinstrumenten | 7.006 | -260 |
| Ergebniswirksame Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten | 15.035 | -14.663 |
| Ausschüttungen | 935 | 606 |
| Forderungszu- und -abschreibungen | 2 | 871 |
| Negativzinsen auf liquide Mittel | -2.684 | 0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 20.294 | -13.446 |
| Ergebnisanteile aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 131.538 | 9.417 |
| Summe | 91.781 | -60.525 |
AC (Financial Assets/Liabilities Measured at Amortised Cost): zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten
Das Ergebnis aus sonstigen Finanzinstrumenten und Abgängen von Finanzinstrumenten enthält einen Ertrag in Höhe von EUR 8,3 Mio. aus der Ausbuchung der Zinsverbindlichkeit hinsichtlich entfallender Kuponzahlungen der Pflichtwandelschuldverschreibung. Die Ausbuchung erfolgte aufgrund der vertraglich vorgesehenen Möglichkeit der vorgezogenen Pflichtwandlung nach Wahl der Emittentin, die im September 2021 erfolgte (siehe auch 3.4).
Die ergebniswirksame Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten enthält im Wesentlichen die Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Zinsswaps).
Bezüglich der Ergebnisanteile aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen siehe 3.2.
5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 21. Oktober 2021 verkaufte die IMMOFINANZ das Office-Portfolio Empark in Warschau um EUR 48,3 Mio.
Finanzkalender 2022
| 26. April 20221 | Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2021 |
|---|---|
| 27. April 2022 | Geschäftsbericht 2021 |
| 24. Mai 20221 | Veröffentlichung des Ergebnisses für das 1. Quartal 2022 |
| 25. Mai 2022 | Zwischenmitteilung für das 1. Quartal 2022 |
| 2. Juli 2022 | Nachweisstichtag zur Teilnahme an der 29. ordentlichen Hauptversammlung |
| 12. Juli 2022 | 29. ordentliche Hauptversammlung |
| 14. Juli 2022 | Erwarteter Ex-Dividenden-Tag |
| 15. Juli 2022 | Erwarteter Nachweisstichtag zur Feststellung des Dividendenanspruchs (Record Date) |
| 18. Juli 2022 | Erwarteter Dividendenzahltag |
| 24. August 20221 | Veröffentlichung des Ergebnisses für das 1. Halbjahr 2022 |
| 25. August 2022 Finanzbericht für das 1. Halbjahr 2022 |
|
| 23. November 20221 | Veröffentlichung des Ergebnisses für die ersten drei Quartale 2022 |
| 24. November 2022 | Zwischenmitteilung für die ersten drei Quartale 2022 |
1 Veröffentlichung erfolgt nach Börsenschluss der Wiener Börse
Impressum
Fotos: IMMOFINANZ AG, GoodStudio/Shutterstock.com Konzept und Gestaltung: be.public Corporate & Financial Communications und Rosebud, inhouse produziert mit firesys GmbH (Seiten 4 – 38)
Disclaimer
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