AI assistant
CPI Europe AG — Annual Report 2012
Aug 20, 2013
746_10-k_2013-08-20_5aa9c165-5034-491c-b8fe-153df7b3676d.pdf
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
IMMOFINANZ Group GESCHÄFTSBERICHT 2012/13





Kennzahlen
Ergebniskennzahlen
| 30. April 2013 | Veränderung in % |
30. April 2012 | |
|---|---|---|---|
| Mieterlöse in Mio. EUR | 655,8 | 12,0% | 585,7 |
| Operatives Ergebnis in Mio. EUR | 542,1 | 15,3% | 470,1 |
| EBIT in Mio. EUR | 508,9 | -26,6% | 692,9 |
| EBT in Mio. EUR | 195,0 | -38,8% | 318,5 |
| Konzernergebnis in Mio. EUR | 110,8 | -59,1% | 271,2 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,11 | -60,1% | 0,27 |
| Nachhaltiger Unternehmens-Cashflow (FFO) je Aktie in EUR 1 | 0,33 | 23,6% | 0,27 |
| Interest Coverage Ratio in % | 209,6% | 11,4% | 188,3% |
| Cashflow aus dem Ergebnis in Mio. EUR | 408,5 | 8,0% | 378,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Mio. EUR | 396,3 | 16,7% | 339,6 |
| Enterprise Value/Operatives Ergebnis | 14,5 | -10,2% | 16,1 |
1 Cashflow aus dem Ergebnis (EUR 408,5 Mio.) + Erhaltene Zinsen aus Finanzinvestitionen (EUR 20,8 Mio.) - Gezahlte Zinsen (EUR -166,5 Mio.) - Geldabfluss aus Derivatgeschäften (EUR -32,5 Mio.) + Erträge aus Immobilienverkäufen (EUR 110,8 Mio.) = Zwischensumme/durchschnittliche Aktienanzahl im Berichtszeitraum exkl. eigene Aktien (1.031.823.676)
Vermögenskennzahlen
| 30. April 2013 | Veränderung in % |
30. April 2012 | |
|---|---|---|---|
| Bilanzsumme in Mio. EUR | 12.580,7 | 2,0% | 12.331,8 |
| Bilanzielle Eigenkapitalquote in % | 42,3% | -5,4% | 44,7% |
| Loan to Value in % | 54,2%1 | 4,9% | 51,6% |
| Gearing in % | 87,8% | 0,6% | 87,3% |
1 Unter Berücksichtigung von liquiden Mitteln in Höhe von EUR 738,5 Mio. beträgt der Loan to Value 47,1%.
Die IMMOFINANZ-Aktie
| A | 5,51 | NAV (verwässert) pro Aktie, per 30. April 2013 |
|---|---|---|
| A | 3,505 Mrd. | Börsenkapitalisierung unter Annahme des Börsenkurses vom 30. April 2013: EUR 3,11 |
| F | 1,129 Mrd. |
Aktienanzahl in Stück, per 30. April 2013 |
Kennzahlen zum Immobilienvermögen
| 30. April 2013 | Veränderung in % |
30. April 2012 | |
|---|---|---|---|
| Anzahl der Immobilien | 1.759 | -3,4% | 1.821 |
| Vermietbare Fläche in m² | 6.526.550 | -2,5% | 6.695.769 |
| Vermietungsgrad in % | 89,5% | -0,7% | 90,1% |
| Buchwert Immobilienvermögen in Mio. EUR | 9.297,4 | -5,7% | 9.864,1 |
| Buchwert In Bau befindliches Immobilienvermögen in Mio. EUR | 344,2 | 14,5% | 300,6 |
| Buchwert Immobilienvorräte in Mio. EUR | 262,6 | 77,1% | 148,3 |
Aktienkennzahlen
| 30. April 2013 | Veränderung in % |
30. April 2012 | |
|---|---|---|---|
| Buchwert je Aktie in EUR | 5,23 | 3,7% | 5,05 |
| Net Asset Value verwässert je Aktie in EUR | 5,51 | 4,9% | 5,25 |
| Ultimokurs der Aktie in EUR | 3,11 | 16,9% | 2,66 |
| Abschlag Aktienkurs zum NAV verwässert je Aktie in % | 43,6% | -11,7% | 49,4% |
| Anzahl der Aktien | 1.128.952.687 | -1,0% | 1.140.479.102 |
| Anzahl eigene Aktien | 112.895.268 | 8,1% | 104.421.683 |
| Ultimo Börsenkapitalisierung in Mio. EUR | 3.505,4 | 15,7% | 3.029,1 |
Die Bestandsimmobilien

Bestandsimmobilien

Vermietbare Fläche der Bestandsimmobilien in m2 per 30. April 2013
,

Inhalt
| Kennzahlen | 2 |
|---|---|
| Vorwort des Vorstands | 6 |
| Vorstand im Fokus | 10 |
| Unser Unternehmen | 18 |
| Trade | 20 |
| Development | 24 |
| Asset Management | 28 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 46 |
| Corporate Governance Bericht | 50 |
| Investor Relations | 58 |
| Highlights im Geschäftsjahr 2012/13 | 64 |
| Konzernlagebericht | 66 |
| Wirtschaftsentwicklung | 68 |
| Immobilienmärkte | 71 |
| Entwicklung der Finanzmärkte | 75 |
| Portfoliobericht | 79 |
| Immobilienbewertung | 95 |
| Finanzierungen | 96 |
| Ergebnis-, Bilanz- und Cashflow-Analyse | 100 |
| Nachhaltigkeit | 105 |
| Rechtsstreitigkeiten | 111 |
| Angaben zum Kapital | 114 |
| Risikoberichterstattung | 120 |
| Internes Kontrollsystem | 125 |
| Forschung und Entwicklung | 126 |
| Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften | 126 |
| Ausblick | 127 |
| Konzernabschluss | 128 |
|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 130 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 131 |
| Konzernbilanz | 132 |
| Konzern-Cashflow-Statement | 133 |
| Konzern- Eigenkapitalentwicklung | 134 |
| Segmente | 136 |
| Konzernanhang | 142 |
| 1. Allgemeine Angaben | 142 |
| 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 146 |
| 3. Konsolidierungskreis und Unternehmenszusammenschlüsse |
160 |
| 4. Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung |
168 |
| 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz | 178 |
| 6. Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement |
200 |
| 7. Sonstige Angaben | 200 |
| Konzernunternehmen der IMMOFINANZ AG | 223 |
| Erklärung des Vorstands | 241 |
| Bestätigungsvermerk | 242 |
| Einzelabschluss | 244 |
| Bilanz zum 30. April 2013 | 244 |
| Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012/13 |
246 |
| Anhang | 247 |
| Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 226 (1) UGB |
265 |
| Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13 |
266 |
| Bestätigungsvermerk | 281 |

V.l.n.r.: Dr. Eduard Zehetner, Mag. Birgit Noggler, Mag. Daniel Riedl FRICS
Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,
"Ein ganz normales Unternehmen" – als ein solches wurden wir in den zurückliegenden Quartalen einige Male bezeichnet, von Journalisten, Buchautoren oder auch Analysten. Das mag unspektakulär klingen, wenn nicht sogar "fad", stellt für uns aber eine nicht zu unterschätzende Anerkennung dar und manifestiert einmal mehr den erfolgreichen Weg, den die IMMOFINANZ Group in den vergangenen Jahren eingeschlagen und zurückgelegt hat.
Neue Höchstwerte bei Kennzahlen erreicht
Wichtige operative Kennzahlen – Mieterlöse, operatives Ergebnis, nachhaltiger Unternehmens-Cashflow – erreichten im zurückliegenden Geschäftsjahr 2012/13 Rekordhöhen. Die Immobilienverkäufe, ein wesentlicher Bestandteil unserer Immobilienmaschine, kletterten auf das höchste Niveau seit Beginn unseres Verkaufsprogramms. Die Transaktionen ziehen sich dabei durch alle Assetklassen und Regionen: Die Abgabe unseres Silesia City Center für mehr als EUR 400,0 Mio. im polnischen Kattowitz (Closing voraussichtlich im September 2013) untermauert eindrucksvoll die eingesetzte Erholung am osteuropäischen Transaktionsmarkt. Gemessen am gesamten Verkaufsvolumen erreichten wir nicht nur eine zweistellige Marge über Buchwert, sondern setzten auch unser strategisches Ziel der Portfoliooptimierung (Verlassen von Nicht-Kernländern, Devestition im Hotelbereich) um.
Auslastung in schwierigen Märkten erhöht
Im Asset Management konnten wir auch in wirtschaftlich herausfordernden Märkten unseren Vermietungsgrad weitgehend stabil halten oder sogar leicht ausbauen. So erhöhte sich etwa die Auslastung unserer Bestandsimmobilien in Rumänien von 82,6% auf 88,9%, jene in Ungarn von 76,0% auf 77,8%. Einige Erfolgsbeispiele aus unserem Portfolio: In Polen schafften wir im Büro- und Logistikbereich eine Rekordvermietung. Mietverträge über mehr als 60.000 m² wurden abgeschlossen oder verlängert – so viel wie noch nie zuvor in einem Geschäftsjahr. In Österreich erhöhte sich die Auslastung der Bürogebäude gegen den Markttrend – und trotz des Verkaufs einiger Objekte, die zu 100% vermietet waren. Im Einzelhandelsbereich in Ungarn konnten wir internationale Topmieter, wie etwa H&M, gewinnen und insgesamt 17.000 m² neu vermieten. Und unsere Shopping Center in Polen und Russland sind so gut wie voll vermietet.
Entwicklungsprojekte stärken unser Portfolio
Im Development haben wir im zurückliegenden Geschäftsjahr einige Meilensteine gelegt: Beim Gerling Quartier, dem drittgrößten innerstädtischen Quartiersentwicklungsprojekt Deutschlands, das Wohnen und Büro umfasst, feierten wir etwa im November 2012 Richtfest. Die ersten Wohnungen werden bereits zum Jahresende 2013 an die Käufer übergeben. In Polen starteten die Bauarbeiten für das topmoderne Einkaufszentrum Tarasy Zamkowe in Lublin sowie für das Bürogebäude Nimbus in Warschau. Auch für unsere Fachmarktkette STOP.SHOP. ist Polen ein Zukunftsmarkt – hier planen wir eine weitere Expansion.
BUWOG baut ihre Pipeline in Berlin aus
Unsere Tochter BUWOG setzte 2012/13 mit der Übernahme des Betriebs der Chamartín Meermann Immobilien AG (CMI, nunmehr BUWOG Meermann) nicht nur den ersten Schritt in den vielversprechenden Berliner Wohnungsentwicklungsmarkt, sondern baute in den zurückliegenden Monaten ihr Engagement und ihre Pipeline in Berlin deutlich aus. Aktuell sind mehrere Akquisitionen in Deutschland in Prüfung. Die Strategie der BUWOG sieht vor, sich auf die Kernmärkte Wien
Erholung am CEE-Transaktionsmarkt
und Deutschland (Berlin und nördliche Bundesländer) zu konzentrieren. Das Engagement an peripheren Standorten in Österreich soll im Gegenzug reduziert werden. Vor diesem Hintergrund hat die BUWOG nach Portfolioverkäufen in Vorarlberg und der Steiermark zuletzt auch Teile ihres Kärntner und den Großteil ihres oberösterreichischen Wohnungsbestands gewinnbringend verkauft.
Dividendenausschüttung geplant
Da im zurückliegenden Geschäftsjahr die positiven, unbaren Effekte der Immobilienbewertung deutlich geringer als im Vergleichsjahr ausgefallen sind, kam es zu einem Rückgang im Konzernergebnis. Auf die geplante Dividendenausschüttung hat das aber keinen Einfluss – wir orientieren uns am nachhaltigen Unternehmens-Cashflow, der um EUR 0,06 je Aktie auf EUR 0,33 gestiegen ist und das eigentliche Geschäft abbildet. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung wird die Dividende für das Wirtschaftsjahr 2012/13 EUR 0,15 betragen.
Kapitalmarktpläne für BUWOG
Einer der Schwerpunkte für das laufende Geschäftsjahr ist die Verselbstständigung der BUWOG über den Kapitalmarkt. Wir wollen uns damit für die Investoren einfacher aufstellen. IMMOFINANZ und BUWOG sprechen unterschiedliche Investorentypen an und erhalten zusammengefasst in einem Konzern daher vom Markt nicht jene Bewertungen, die sie eigentlich verdienen.
IMMOFINANZ und BUWOG sprechen unterschiedliche Investoren an
Zudem arbeiten wir weiterhin an der Optimierung unseres Portfolios, der Umsetzung unseres Verkaufsprogramms und an einer Intensivierung der Entwicklungstätigkeiten. Damit wollen wir den Unternehmenswert der IMMOFINANZ Group erneut steigern und einen wachsenden, risikooptimierten Cashflow erwirtschaften.
Mag. Birgit Noggler CFO
Dr. Eduard Zehetner CEO
Mag. Daniel Riedl FRICS COO

Unser Vorstand im Interview
Vorstand im Fokus
"Wir lehnen uns ganz sicher nicht zurück"
Die Schlagwörter Vergangenheitsbewältigung, Abschluss des Restrukturierungs- und Sanierungskurses, Wandlung vom Immobilienhalter zur Immobilienmaschine und das Einschwenken auf den Optimierungskurs prägten die jüngere Vergangenheit – wie lässt sich das zurückliegende Geschäftsjahr 2012/13 zusammenfassen?
Eduard Zehetner: Es war ein weiteres Jahr der Normalität, in dem wir uns auf das operative Geschäft und dessen weitere Verbesserung konzentriert haben und teils Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich erzielen konnten – und das mit so gut wie keiner Unterstützung von konjunktureller Seite. Ein stärkeres Wirtschaftswachstum würde uns natürlich helfen, im aktuellen Umfeld sind wir mit dem Erreichten aber sehr zufrieden. Die Mieterlöse, das operative Ergebnis, der nachhaltige Unternehmens-Cashflow haben ein Rekordhoch in der Geschichte des Konzerns erreicht. – Das soll natürlich nicht heißen, dass wir bereits am Zenit stehen.
Birgit Noggler: Zur Veranschaulichung: Vergleicht man das Geschäftsjahr 2006/07 – also vor der Finanzkrise – mit dem zurückliegenden, sind die Mieterlöse um
rund 75% gestiegen, das EBITDA um rund 140% und der nachhaltige Unternehmens-Cashflow um mehr als 55%. Zehetner: Einen weiteren Rekord haben wir bei den Immobilienverkäufen erzielt und die Erwartungen deutlich übertroffen. In Relation zum abgegebenen Immobilienvolumen erreichten wir eine zweistellige Marge über Buchwert. Wir können also mit Fug und Recht behaupten, dass unsere Wertansätze sehr konservativ sind – auch und nicht zuletzt in Osteuropa.
Daniel Riedl: Sehr zufrieden sind wir auch mit dem operativen Geschäftsgang der BUWOG: Das Ergebnis aus Asset Management weist im Jahresvergleich ein Plus von rund 20% aus, aufgrund höherer Verkäufe konnten wir das Trade-Ergebnis um 50% verbessern. Insgesamt hat das operative Ergebnis um mehr als 40% auf EUR 115 Mio. zugelegt.
Mit der Immobilienentwicklung ist es im IMMOFINANZ-Konzern aber nicht ganz so gut gelaufen ...
Zehetner: Das kann man so nicht sagen. Wir haben bei unseren Projekten etliche Meilensteine erreicht und liegen größtenteils im Zeitplan. Was das Ergebnis aus die-

sem Bereich anbelangt, sind zwei Dinge zu berücksichtigen: Zum einen wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr weniger Entwicklungsprojekte beendet. 2011/12 haben die Fertigstellungen von Silesia City Center und Maritimo Shopping Center einen deutlich positiven Beitrag geleistet. Und in der Regel können wir bei derartigen Projekten den Großteil des Development-Gewinns erst am Ende, also wenn sie in Betrieb gehen, realisieren. Zum anderen kam 2012/13 vor allem von GOODZONE ein negativer Ergebnisbeitrag. Die Insolvenz des Generalunternehmers für dieses Moskauer Shopping Center schob die Eröffnung um ein Jahr nach hinten und bedeutete höhere Kosten, was sich wiederum auf die Bewertung ausgewirkt hat. Nun ist aber alles auf Schiene: GOODZONE soll im laufenden Geschäftsjahr eröffnet werden, die Vermietung läuft sehr gut.
Es handelt sich somit um einen Ausreißer?
Noggler: Das Development-Geschäft, in dem große Projekte eben teils über mehrere Jahre entwickelt werden, bedingt eine gewisse Volatilität. Wir streben aber unverändert eine Ergebnisaufteilung von rund 80% aus dem
Asset Management und je um die 10% – also EUR 50 Mio. bis EUR 60 Mio. – aus Verkäufen und Development an. Im Transaktionsbereich liegen wir für 2012/13 um rund 100% darüber, in der Immobilienentwicklung haben wir das Ziel verfehlt. Insofern ist das Ergebnis aus Immobilienverkäufen auch als positiver Ausreißer zu bezeichnen. Man kann nicht davon ausgehen, dass wir hier in jedem Jahr Erträge von über EUR 110 Mio. erwirtschaften.
Aber rechnen Sie damit, dass der Rückenwind im Transaktionsbereich, also die gestiegene Nachfrage seitens der Investoren, anhalten wird?
Zehetner: Die Stimmung ist unverändert gut und ich bin optimistisch, dass sich das auf Sicht der nächsten Quartale nicht ändert. Ich denke, die institutionellen Investoren befinden sich in einer Anpassungsphase. Die Aktienmärkte sind volatil, zumal haben sich etliche vor und auch in der Krise die Finger verbrannt. Gleichzeitig sind die Zinsen tief und viel Geld drängt nach Anlage. Damit wird der Immobilienmarkt, der vergleichsweise stabile Renditen bei relativ überschaubarem Risiko für langfristig orientierte Anleger bietet, belebt: Man lernt wieder Immobilie.

"Unsere Kombination bringt mehr als das reine Mietgeschäft."
Mag. Daniel Riedl FRICS, COO


Riedl: Für Wohnimmobilienunternehmen bietet sich derzeit eine nahezu ideale Situation in unseren Kernländern Österreich und Deutschland: Der Markt ist klar nachfragegetrieben – bei den Eigentumswohnungen, bei den Mietwohnungen und am Investorenmarkt. Wir profitieren von Mieten und Verkaufspreisen, die sich nach oben entwickeln. Zehetner: Unser Verkaufsprogramm wurde auch über den Bilanzstichtag hinweg bereits eindrucksvoll fortgesetzt, das zur Veräußerung gehaltene Vermögen beträgt knapp EUR 600 Mio. Allein wenn wir diese Transaktionen nur abwickeln, sprich closen, haben wir unser Ziel – Immobilienverkäufe von durchschnittlich EUR 500 Mio. pro Jahr – bereits erreicht. Bei vielen dieser Immobilien ist zwischenzeitlich der Verkauf bereits erfolgt oder zumindest der Vertrag schon unterschrieben.
Damit wäre die Verkaufsvorgabe für 2013/14 also so gut wie erreicht?
Zehetner: Was das Volumen anbelangt, ja. Auf der Ergebnisseite noch nicht, denn gemäß den Vorschriften nach IFRS sind die mit diesen Verkäufen verbundenen Aufwertungsgewinne bereits im Ergebnis 2012/13 berücksichtigt, wenngleich der Liquiditätszufluss erst später erfolgt. Wir lehnen uns also sicher nicht zurück.
Das Bewertungsergebnis wird vor allem von einem Einmaleffekt im Zusammenhang mit Ihrer Paradeimmobilie Golden Babylon Rostokino belastet. Was steckt im Detail dahinter?
Noggler: Der sensationelle Erfolg unseres Moskauer Einkaufszentrums …
Zehetner: Ein Paradoxon, sozusagen …
Noggler: Rostokino ist so gut wie voll vermietet. Folglich hat sich das Bewertungsergebnis im zurückliegenden Geschäftsjahr um rund EUR 131 Mio. erhöht. Aufgrund einer Earn-out-Vereinbarung, einer erfolgsabhängigen Kaufpreisregelung, müssen wir allerdings den Großteil dieses positiven Effekts weiterreichen. Wir haben also eine Anpassung des voraussichtlichen Kaufpreises für Rostokino vorgenommen, denn dieser hängt vom erzielten Net Operating Income (NOI) im Kalenderjahr 2013 ab. Und dieser Effekt von EUR 106 Mio. reduziert das Bewertungsergebnis. Unterm Strich ist der Effekt von Rostokino im zurückliegenden Jahr aber positiv.
Warum hat diese Kaufpreisanpassung jetzt stattgefunden?
Noggler: Weil der Net Operating Income in den vergangenen Monaten stark gestiegen ist. Die vorangegangene Berechnung basierte auf einer Auslastung von 95% der vermietbaren Fläche. Jetzt sind es 99% und wir gehen davon aus, dass dies auch am Stichtag 31. Dezember 2013 der Fall sein wird. Wir konnten das nicht früher berücksichtigen, weil eben der NOI nicht auf diesem Niveau war. Bei der Eröffnung im Jahr 2009 kam Rostokino etwa auf eine Auslastung von rund 66%.
Zehetner: Und hätten wir anlässlich des Zukaufs der zweiten 50% von Rostokino im Mai 2012 eine Bewertung auf Basis einer Auslastung von 99% gemacht und einen dementsprechenden Kaufpreis angesetzt, hätten uns die
Gutachter und die Prüfer wohl zu Recht gefragt, ob wir noch bei Sinnen sind.
Bleiben wir noch kurz bei den Immobilienbewertungen ... Noggler: Das positive Ergebnis aus der Neubewertung ist geringer als im Vorjahr ausgefallen. Das ist der Hauptfaktor für den Rückgang im Konzernergebnis. Wir haben das Immobilienvermögen nur leicht aufgewertet, wobei nach Segmenten betrachtet Russland, die BUWOG und Österreich positiv waren.
Zehetner: Was die Bewertungen in Osteuropa anbelangt, so besteht bei den internationalen Gutachtern die Tendenz, etwas vorsichtiger zu werden – obwohl wir eigentlich am Markt das Gegenteil beobachten, so haben die Transaktionen in den letzten Quartalen doch deutlich angezogen. In die Bewertungen fließen aber auch immer die Zukunftserwartungen ein. Die wiederum hängen von der aktuellen Konjunktur ab – und diese lässt bekanntermaßen zumindest auf kurze Sicht noch zu wünschen übrig. Wir haben allerdings in allen Jahren seit 30. April 2009 in Summe Aufwertungen gezeigt, auch im zurückliegenden.
Die Entwicklung unserer CEE-Immobilien wurde zuletzt von IPD (Investment Property Databank1) ausgezeichnet: 2012 hatten wir das am besten performende von insgesamt 49 untersuchten Portfolios. Zum überwiegenden Teil stammt die Performance aus der Mietrendite, was für unser Asset Management spricht. Die Wertsteigerungskomponente wiederum dokumentiert die realistisch-konservative Bewertung in der Krise.
Das wird aber aktuell von vielen Aktionären nicht honoriert. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund ist der Konzernabschluss um ein weiteres Segment ergänzt worden?
Riedl: Ja, wir weisen die BUWOG als eigenes Segment aus und tragen damit der angekündigten Verselbstständigung unserer Wohnimmobilientochter über den Kapitalmarkt Rechnung.
Worauf basiert die Investmentstory der BUWOG?
Riedl: Im Wesentlichen auf drei großen Geschäftsfeldern, die den Ertragssäulen der IMMOFINANZ entsprechen: Standing Investments, Wohnungsverkäufe und Development. Die Kombination dieser drei macht es aus. Zum einen optimieren wir, indem wir durch Portfolioverkäufe in Österreich und Zukäufe in Deutschland die Durchschnittsrendite im Vermietungsportfolio steigern, zum anderen wollen wir den hochmargigen Einzelwohnungsverkauf in Österreich auf den deutschen Markt ausweiten. Die damit erzielten Cashflows werden durch ein profitables Entwicklungsgeschäft ergänzt, wobei wir uns auf Wien und Berlin konzentrieren. Das ist eine runde Sache und für Investoren eine attraktive Story.
In Deutschland tummeln sich aber bereits etliche Wohnimmobilienanbieter an der Börse.
Riedl: Die BUWOG hebt sich von dieser Peer Group vor
1 Quelle: www.ipd.com

"Banken stellen Liquidität zu vernünftigen Konditionen zur Verfügung."
Mag. Birgit Noggler, CFO


allem insofern ab, als sie nicht nur von den Mieten lebt, sondern einen nachhaltigen Cashflow aus den genannten drei Bereichen erzielt. Und mit diesem FFO (Funds from Operations) brauchen wir uns keineswegs verstecken, sondern zeigen, dass die Kombination mehr bringt als das reine Mietgeschäft.
In Österreich ist der Bestand zum größten Teil gefördertes Wohnen mit reglementierten Mieten. Wie sieht der Lebenszyklus einer geförderten Wohnimmobilie bei der BUWOG aus?
Riedl: Wir beschäftigen uns grundsätzlich mit allen Facetten des Geschäfts, nicht nur mit geförderten, sondern auch mit frei finanzierten Wohnungen. Wir planen und errichten entweder für das eigene Portfolio oder für einen bereits feststehenden Käufer.
Im Fall geförderter Wohnungen bauen wir unter Ausnutzung günstiger geförderter Kredite und unter Einsatz von vergleichsweise geringem Eigenkapital. Danach bewirtschaften wir diese Wohnungen und beginnen meist ab dem zehnten Jahr, die Wohnungen für den späteren Verkauf vorzubereiten und diesen, wo möglich, umzusetzen. Beim klassischen Eigentumswohnungsgeschäfts ergibt sich ein verkürzter Zyklus: bauen, mit Marge verkaufen und die freigesetzten Mittel in neue Projekte investieren. Die Immobilienmaschine läuft bei der BUWOG also ebenso rund wie bei der IMMOFINANZ. Beide Formen der Entwicklung – geförderter und frei finanzierter Wohnbau – liefern einen wesentlichen Beitrag zu unserem nachhaltigen Unternehmens-Cashflow.
Im Fall des Einzelwohnungs- bzw. des Paketverkaufs können teils deutliche Margen auf den Buchwert erzielt werden. Warum geht man nicht diesen Weg weiter, sondern will die BUWOG an den Kapitalmarkt bringen?
Riedl: Diesen Weg gehen wir, wie gerade beschrieben, ohnehin weiter. Es gibt aber für Unternehmen, die sich mit deutschen bzw. Wohnimmobilien in sogenannten "sicheren Häfen" beschäftigen, eine starke Nachfrage, eben weil es sich um eine defensive, relativ sichere und prognostizierbare Veranlagung handelt. Es mangelt diesen Investoren auch an Alternativen, etwa am Anleihenmarkt.
Zehetner: Und es existiert ein wesentliches unternehmensstrategisches Ziel: die Trennung zweier Assetklassen, die von Investoren völlig unterschiedlich bewertet werden. Auf der einen Seite haben wir konservative und relativ sichere Wohnimmobilien in Westeuropa, auf der anderen Seite ein kommerzielles Portfolio mit Fokus Osteuropa, nicht zuletzt Russland. Diese zwei Teile erhalten kombiniert vom Markt nicht jene Bewertungen, die sie verdienen.
Noggler: Wir sehen, dass deutsche Wohnimmobilienportfolios an der Börse im Großen und Ganzen mit dem NAV bzw. geringen Auf- und Abschlägen bewertet werden. Mit der Separierung der beiden Teile geht zudem für die IMMOFINANZ eine Verbesserung wichtiger Kennzahlen einher, sie wird mit einem solchen Schritt der Trennung von Commercial und Residential zu einem Unternehmen mit einer der höchsten Durchschnittsrenditen in Europa.
Riedl: Die Anleger greifen bevorzugt zum sogenannten "Pure Play", sie wollen ihren Portfoliomix selbst entscheiden. Wir verlagern somit das Allokationsthema vom Immobilienunternehmen zu den Investoren. In der Vergangenheit wurde versucht, alle Assetklassen in einem Bauchladen zu vereinen, um zu diversifizieren. Das ist aus der Mode gekommen.
Um die BUWOG stärker als deutsches Wohnimmobilienunternehmen positionieren zu können, müssen Sie aber noch einiges akquirieren. Ist hier genügend Angebot am Markt, und können Sie auch zu den Renditen kaufen, die Sie sich vorstellen?
Riedl: Wir haben uns eine vernünftige Pipeline aus kleineren und größeren Transaktionen aufgebaut. Wir müssen keine Riesenportfolios zukaufen, die über ganz Deutschland verstreut sind, sondern haben den Vorteil, dass wir uns auf einzelne – wenige – Regionen konzentrieren können. Neben Berlin, wo wir bereits einen Bestand von über 4.000 Einheiten haben, sind das Dresden/Leipzig sowie im Norden Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Es gibt genügend Investmentmöglichkeiten zu attraktiven Renditen.
Noggler: Wir können in Österreich zwischen 3,5% und 6% verkaufen und in Deutschland zwischen 7% und 10% zukaufen – auf Netto-Kaltmiete bezogen. Damit stärken wir deutlich und nachhaltig den Unternehmens-Cashflow der BUWOG.
Riedl: Auch die Verkäufe in der BUWOG laufen sehr gut, zuletzt haben wir uns von einem großen Paket an Kärntner Wohnungen und dem Großteil unseres Oberösterreich-Portfolios gewinnbringend getrennt. Weitere Deals sind in Anbahnung. Es gelingt uns somit sehr gut, die aktuelle Nachfragesituation für österreichische Wohnimmobilien – auch geförderte oder ehemals geförderte – auszunutzen. Wenn ich zurückdenke: Vor fünf Jahren hat man sich derartige Portfoliotransaktionen oder Objektverkäufe nicht vorstellen können. Heute machen wir damit nicht nur vernünftige Umsätze, sondern auch entsprechend hohe Margen.
Die IMMOFINANZ hat sich für heuer zum Ziel gesetzt, die Entwicklungsaktivitäten deutlich zu erhöhen. Woran denken Sie dabei?
Zehetner: Hier muss man zwei Dinge unterscheiden: Jene Projekte, die in der Pipeline sind und jene, die wir fertigstellen. Ergebnis bringt vor allem, was im jeweiligen Geschäftsjahr fertig wird. Alles andere bedeutet – insbesondere im Vorratsbereich – a priori einmal Kosten und Kapitalbindung …
Riedl: ... und Arbeit … (lacht)
Zehetner: Im laufenden Geschäftsjahr werden wir u.a. GOODZONE, unser aktuell größtes Einzelhandels-Development, das Düsseldorfer Büroobjekt Panta Rhei und den einen oder anderen STOP.SHOP. Fachmarkt in Polen eröffnen. Weiters werden wir den Fertigstellungsgrad im Gerling Quartier vorantreiben. Dort haben

"Das soll natürlich nicht heißen, dass wir bereits am Zenit stehen."
Dr. Eduard Zehetner, CEO


wir es aber auch überwiegend mit Vorratsimmobilien zu tun. Das heißt, der Ertrag fällt gemäß Bilanzierungsvorschriften erst dann an, wenn die Wohnung verkauft und übergeben ist. In Düsseldorf sind zwei weitere Büroprojekte in der Planungsphase, in Prag haben wir drei Objekte in Bau, in Lublin entsteht mit Tarasy Zamkowe ein großes Shopping Center, das Ende 2014 eröffnet wird. Darüber hinaus entwickeln wir Wohnimmobilien in Kattowitz, Krakau und Bukarest, und wir sehen uns auch weitere Residential-Optionen in Polen und Russland an.
Riedl: Was die BUWOG anbelangt, so gibt es kein Unternehmen, das sich in den vergangenen Jahren eine ähnlich umfangreiche Development-Pipeline in Wien aufgebaut hat. Wir besitzen Grundstücke für ungefähr 3.700 Wohnungen – zum Teil in Bau, zum Teil in Entwicklung, zum Teil als Vorrat gekauft. Hinzu kommen rund 1.500 Wohnungen, die wir in Berlin planen und entwickeln. Damit schaffen wir die Grundlage für künftige Erträge.
Zehetner: Hier ist wichtig zu verstehen, wie langfristig die BUWOG-Entwicklung ausgerichtet ist: Wir sprechen von einem Zeitraum von mehreren Jahren, in dem diese Wohnungen fertig werden und zum Ergebnis beitragen. Wir haben uns bereits die Pipeline für die nächsten Jahre gesichert.
Riedl: Der Vorteil ist, dass wir uns mittlerweile auf einem Niveau befinden, wo dank des Aufbaus der vergangenen Jahre laufend Gewinnrealisierungen aus diesem Bereich möglich sind. Wenngleich wir natürlich auch noch nicht den Höhepunkt erreicht haben.
Sind die Preise für Wohnimmobilien nicht schon ausgereizt?
Riedl: Nein. Ich sehe zum Teil schon recht deutliche Preisentwicklungen, etwa im Luxussegment in Wien. Allerdings ist das eine sehr schmale Marktnische. Was Zinshäuser anbelangt, treten in vielen Fällen Stiftungen oder Family Offices als Käufer auf, die Eigenkapital investieren – und diese suchen derzeit Sicherheit und wenigstens moderaten Ertrag als Ersatz für ihre Geldmarktanlagen. Und das wird weiterhin ein Thema bleiben.
Am deutschen Wohnungsmarkt haben die Preise jetzt erst wieder das Niveau von 2006 und 2007 erreicht. Ein Preisanstieg wird erst dann zur Blase, wenn er nicht durch fundamentale Angebots- und Nachfragefaktoren gerechtfertigt ist, sondern auf Schulden basiert. Und das sehe ich derzeit nicht.
Noggler: Genau. Man muss berücksichtigen, dass die Basis für die Preise wesentlich gesünder geworden ist. Die Struktur der Transaktionen hat sich geändert, Fremdkapital wurde durch Eigenkapital ersetzt.
Wo liegt auf Sicht der nächsten Jahre die Fantasie im kommerziellen Development?
Zehetner: Neben den zuvor erwähnten Objekten liegt die Fantasie darin, Entwicklungsprojekte zu identifizieren, die vernünftige und risikooptimierte Erträge versprechen. Das kann für den Verkauf vorgesehener Wohnbau in Osteuropa sein, Retail- und Office- oder Logistikobjekte.
Wie gestaltet sich die Refinanzierungssituation?
Noggler: Diese ist mehr als gut. Die Banken haben sehr viel Liquidität zur Verfügung, die sie zu durchaus vernünftigen Konditionen gerne weitergeben. Das Portfolio ist an und für sich durchfinanziert, für alle unsere Development-Projekte sind die Refinanzierungen gesichert bzw. abgeschlossen.
Zehetner: Wir bieten den Banken auch pfandbrieffähige Produkte, mit denen diese wiederum ihre Refinanzierung relativ leicht und ertragreich darstellen können.
Nochmals zu den Zahlen: Das Ergebnis je Aktie ist 2012/13 gesunken, die Dividende bleibt – ohne Berücksichtigung des in den Aktienrückkaufs umgelenkten Betrags – stabil. Wie argumentieren Sie das?
Zehetner: Mit einem nachhaltigen Cashflow, der stark gestiegen ist. Für uns ist der Cashflow die maßgebliche Größe. Dort sieht man, wie gut der operative Bereich gearbeitet hat. Und dort haben wir nachhaltig EUR0,33 je Aktie – um 6 Cent mehr als im Vorjahr – erwirtschaftet. Das bildet das eigentliche Geschäft ab, nicht die unbaren Ergebnisveränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung, wie sie sich etwa im Bewertungsergebnis widerspiegeln. Die Dividende soll – die Zustimmung der Hauptversammlung vorausgesetzt – EUR 0,15 betragen, und selbst wenn man jene EUR 0,05 berücksichtigt, die wir in Aktienrückkäufe umgelenkt haben, bleiben noch EUR 0,13 übrig und können für Investitionen oder schuldenreduzierend eingesetzt werden.
Wie wird die künftige Ausschüttungspolitik aussehen?
Zehetner: Eine wesentliche strategische Zielsetzung ist die Verselbstständigung der BUWOG über den Kapitalmarkt. Das bzw. die Vorgehensweise, für die wir uns entscheiden – IPO oder Spin-off – wird dafür ausschlaggebend sein, wie viel Cash für Dividenden und Aktienrückkäufe verfügbar ist. Was die liquiditätsmäßigen Konsequenzen anbelangt, wird es einen fairen Ausgleich zwischen Unternehmen und Aktionär geben. Riedl: Man kann sagen, wir schauen auf den Saldo des Aktionärs.
Die IMMOFINANZ wird sich nach der Verselbstständigung der BUWOG auf die CEE-Region konzentrieren. Diese ist aber nach wie vor keine heiße Wachstumsstory, internationale Investoren reißen sich seit geraumer Zeit nicht darum. Das heißt, die IMMOFINANZ ist nicht zuletzt eine Wette auf den dortigen Aufschwung …
Zehetner: Wir selbst werden diesen leider nicht auslösen können …
Riedl: … herbeireden auch nicht …
Zehetner: … Wir meinen aber, wenn sich die Europäische Union weiterentwickeln möchte, dann wird das nicht in Spanien, Portugal oder Griechenland passieren, sondern in Polen und Rumänien und in anderen Ländern Osteuropas. Dort sind Investitionen in die Infrastruktur, in Office und Retail und in das Grundbedürfnis Wohnen notwendig. Und dort sind wir daher genau richtig positioniert.
Unser Unternehmen
Die IMMOFINANZ Group – ein ertragreiches, stabiles und risikooptimiertes Immobilienunternehmen
Immobilienmaschine mit nachhaltiger Dividendenpolitik
Wer wir sind
Die IMMOFINANZ Group ist ein an der Wiener und Warschauer Börse notierter Immobilieninvestor und -entwickler. Wir haben seit unserer Gründung im Jahr 1990 ein hochwertiges Immobilienportfolio mit derzeit mehr als 1.500Bestandsobjekten und einem Buchwert von rund EUR 9,4 Mrd. aufgebaut. Insgesamt verwalten wir aktuell eine vermietbare Fläche von 6.526.550 m². Der Vermietungsgrad liegt bei 89,5% und bestätigt die Qualität unseres Portfolios.
Wo wir uns engagieren
Wir erwirtschaften mit erstklassigen Immobilien nachhaltige Erträge für unsere Investoren. Dabei konzentrieren wir unsere Aktivitäten auf Topimmobilien in den vier Kernsegmenten Einzelhandel, Büro, Logistik und Wohnen. Gleichzeitig sorgen wir mit unserem geografischen Portfolio in den acht Kernländern Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Ungarn und Russland für eine ausgewogene Risikostreuung.
Woran wir täglich arbeiten
Als Immobilienmaschine konzentrieren wir uns auf die Verzahnung unserer drei Kerngeschäftsbereiche: die Entwicklung nachhaltiger, maßgeschneiderter Topimmobilien in Premiumlagen, die professionelle Bewirtschaftung der Objekte und zyklusoptimierte Verkäufe. Unser aktives und dezentrales Asset Management sorgt für eine Steigerung der Mieterträge und gleichzeitig für die Reduktion von Leerständen. Die aus unseren Verkäufen erwirtschafteten liquiden Mittel reinvestieren wir in neue Entwicklungsprojekte. Unser Ziel ist, mit einem klar definierten, standardisierten und industrialisierten Prozess mehr Profitabilität entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu generieren und unseren Aktionären eine nachhaltige Dividendenpolitik zu bieten.
Warum wir auf CEE setzen
Unser Portfolio befindet sich rund zur Hälfte in Ost- und Westeuropa. Dabei verdienen wir in CEE deutlich mehr Geld als im Westen und sind von der langfristigen Wachstumsstory und dem Aufholpotenzial der Region überzeugt. Für die Gesamtrendite der CEE-Immobilien von 2010 bis 2012 wurden wir mit dem "IPD Property Investment Award in Central & Eastern Europe for balanced funds" ausgezeichnet.
Trade Development Asset Management
Buchwerte, Vermietungsgrade und vermietbare Flächen des Bestandsimmobilienportfolios per 30. April 2013

DAs Unternehmen im Überblick 19
1 Die Wohnimmobilien der BUWOG befinden sich in Österreich (Buchwert: EUR 2.243,8 Mio.) und Deutschland (Buchwert: EUR 250,4 Mio.).
Anteil am Bestandsimmobilienportfolio (gemessen am Buchwert)
Verteilung der Bestandsimmobilien per 30. April 2013
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Trade
Interview Trade
"Wir können verschiedenste Interessen bedienen"
In den zurückliegenden Monaten hat die IMMOFINANZ Group einige große Immobilienverkäufe publiziert. Was sind Ihre Highlights?
Marco Kohla: Klarerweise der Verkauf des Silesia City Center in Polen. Diese Transaktion – das Closing erfolgt voraussichtlich im September 2013 – überragt mit über EUR 400 Mio. alles andere. Die Abgabe des Grand Hotel Kempinski in St. Moritz war ebenfalls ein sehr schöner Deal. Nicht nur gemessen am Veräußerungserlös, sondern weil wir damit auch strategische Ziele – Verlassen eines Nicht-Kernlands, Devestition im Hotelbereich – umsetzen konnten.
Die Transaktionen des zurückliegenden Geschäftsjahres ziehen sich durch sämtliche Assetklassen und Regionen. Kann man auf Präferenzen von Investoren schließen?
Es freut uns, dass wir die gesamte Bandbreite abdecken: vom Bürogebäude in Prag über Shopping Center in einer polnischen Regionalstadt, Hotels und Logistik in mehreren Ländern bis zu Zinshäusern in Wien. Das zeigt, dass wir in allen Portfoliobereichen profitable Deals abschließen können. Was die Investorenpräferenzen anbelangt, so sind diese unterschiedlich. Jene, die Topobjekte in Wien kaufen, haben Osteuropa nicht im Visier. Und jene, die in Osteuropa investieren, für die bieten Deutschland und Österreich eine zu geringe Rendite. Das Gute ist: Wir können verschiedenste Interessen bedienen.
"Profitable Deals in allen Portfoliobereichen."
Dipl.-Kfm. Marco Kohla MRICS Director Transactions
In welchen Märkten beobachten Sie das stärkste Interesse?
Es gibt unverändert eine hohe Nachfrage in Österreich, zum einen von lokalen Investoren, etwa Stiftungen und Family Offices. Zum anderen suchen deutsche Fonds und Versicherungen nach Veranlagungsmöglichkeiten – vor allem in Wien. Auch wir haben einige Objekte an diese Käufer abgegeben. In Osteuropa ist für Investoren derzeit Polen das Maß der Dinge. Nach Prag zieht es ebenfalls viele. Je weiter südöstlich wir blicken, desto dünner wird die Nachfrage. Doch auch dort gibt es Hoffnungsschimmer und wir sind zuversichtlich, dass bei einer stärkeren Erholung der Wirtschaft diese Länder wieder in den Fokus rücken.
Das Investoreninteresse für Polen hat im Vergleich zum Vorjahr noch zugenommen?
Ja, es gibt mehr und größere Transaktionen. Das trifft eigentlich auf ganz Osteuropa zu und ist ein Indikator, dass der Markt wieder stärker von institutionellen Investoren geprägt wird. Diese haben ja meist eine Mindestgröße für Deals, etwa EUR 10 Mio., 50 Mio. oder auch 100 Mio. Die Tatsache, dass Abschlüsse in dieser Größenordnung stattfinden, zeigt, dass diese Anleger wieder vor Ort sind und die für sie passenden Produkte finden. Insofern kann man tatsächlich von einer Erholung sprechen, was auch alle Marktberichte ausweisen.
Ist davon auszugehen, dass sich diese Erholung fortsetzt?
Momentan spricht nichts dagegen. Natürlich muss man berücksichtigen, dass das Gesamtvolumen in CEE noch vergleichsweise gering ist und in der Regel von wenigen großen Deals getrieben wird, wie etwa unserem Silesia-Verkauf. Die Volatilität ist dementsprechend hoch.
Mit Silesia wird zweifelsohne ein großer Beitrag für die Statistik geleistet.
(lacht) An uns scheitert die Erholung in CEE jedenfalls nicht.
Bleiben wir noch kurz beim institutionellen Interesse. Kommen frühere Investoren zurück oder sehen Sie auch neue Marktplayer und neue Produkte?
Es gibt einige neue Investoren. Ein Beispiel dafür ist etwa Allianz, die mit dem Silesia City Center ihre erste Shopping-Center-Akquisition in Polen tätigt und damit an mehrere Büroankäufe anknüpft. Bis vor zwei Jahren war es noch ein weißer Fleck auf deren Landkarte. Es werden auch neue Fonds mit Fokus CEE aufgelegt – sowohl von angelsächsischen als auch von lokalen Anbietern, gerade in Polen, aber auch in Tschechien. Das wiederum ist ein positives Signal und deutet auf eine höhere Marktreife hin. Je stärker einheimische Investoren den Markt mitbestimmen, umso stabiler wird er. Das hat in CEE bisher gefehlt.
Wird sich das auch positiv auf die Verkaufspreise auswirken?
Mittelfristig sollte das der Fall sein. Im Moment sehen wir deutlich steigende Volumina. Wenn sich diese auf höherem Niveau stabilisieren, kann man mittelfristig mit einem Anziehen der Preise rechnen. Ein stärkerer Markt käme uns zweifelsohne entgegen: Wir haben noch viel in der Pipeline und sorgen im Development für Nachschub.
Trade

Dipl.-Kfm. Marco Kohla MRCIS Director Transactions
Marco Kohla, geboren 1978, hat sein Diplomstudium an der European Business School abgeschlossen. Nach Stationen im Fondsgeschäft und Investment Banking ist er seit März 2009 bei der IMMOFINANZ Group: zunächst als Head of Portfolio Strategy, seit Jänner 2012 als Director Transactions.
Sie sprechen die Immobilienmaschine an. Nun werden im laufenden Geschäftsjahr einige Entwicklungsprojekte fertiggestellt. Wie schnell kommen diese tatsächlich in den Verkaufsprozess?
So schnell wir wollen. Wann ist das der Fall? Wenn wir denken, dass wir einen objektzyklischen Höhepunkt erreicht haben. Das kann direkt bei Fertigstellung sein, aber auch zwei Jahre oder länger dauern. Hier entscheiden wir in jedem Einzelfall gemeinsam mit dem Asset Management, ob sich bereits ein Verkauf anbietet oder die Immobilie noch optimiert werden kann.
Wie viele Transaktionen haben Sie durchschnittlich am Radarschirm?
Wenn man alle unterschiedlichen Gesprächs- und Abschlussstadien berücksichtigt, sind es ca. 15 bis 20.
Wie sieht ein Vergleich mit der Situation vor ein, zwei Jahren aus?
Es sind mehr und tendenziell größere Deals als früher. Das liegt sicher daran, dass wir besser und effizienter arbeiten, sich das Team eingespielt und die Verkaufsmaschine sehr gut in Gang gebracht hat. Seit Start unseres 2,5-Mrd.-Verkaufsprogramms am Beginn des Geschäftsjahres 2010/11 haben wir eine sehr gute Marktdurchdringung erreicht. Wir haben eine große Pipeline möglicher Transaktionen und sind auch viel schneller mit der Einschätzung geworden, welche Deals aktuell wenig Potenzial bieten und bei welchen es sich lohnt, mit Hochdruck weiterzuarbeiten.
Welche Kriterien sind dabei ausschlaggebend?
Ich brauche den Investor, der für die bestimmte Immobilie den höchsten Preis bezahlt, eben weil sie für ihn den
größten Wert hat. Das ist dann der Fall, wenn Käufer und Objekt strategisch und strukturell zusammenpassen und auch der Zeitpunkt der richtige ist – das Gesamtpaket muss passen. Je schneller wir dies abschätzen können, umso effizienter arbeiten wir.
Was ist neben dem Verkaufspreis noch wichtig?
Die Verlässlichkeit und Abschlusswahrscheinlichkeit. Das heißt mit anderen Worten: wie zuversichtlich bin ich, dass ein Käufer einen bestimmten Preis schlussendlich zahlen kann und zahlen wird. Die Arbeit, die wir reinstecken, muss am Ende auch Früchte tragen. Hier zählen Vertrauen und Erfahrung.
Warum wird es in der Kommunikation nach außen unterschiedlich gehandhabt, ob ein Kaufpreis genannt wird oder nicht?
Das hängt im Wesentlichen von der Vereinbarung mit dem Käufer ab. Wir würden natürlich immer gerne den Preis kommunizieren und erwähnen, wie weit dieser über dem Buchwert liegt. Aber das ist in einigen Fällen vonseiten des neuen Eigentümers des Objekts nicht erwünscht, weil er eben nicht will, dass die Konditionen bekannt werden. Dann greift die Standardformel "… wurde Stillschweigen vereinbart".
Zum Transaktionsbereich zählen auch Ankäufe. Wie sieht es damit aus?
Das Geschäftsmodell der IMMOFINANZ hat einen starken Fokus auf Eigenentwicklungen. Dennoch prüfen wir auch opportunistische Ankäufe. Wenn wir billiger zukaufen als selbst entwickeln können oder Akquisitionen strategisch Sinn machen, dann sehen wir uns das sehr genau an.
Ertragsquelle Trade
Rekordjahr beim Verkauf von Immobilien
Die IMMOFINANZ Group hat im zurückliegenden Geschäftsjahr Immobilien im Wert von EUR 661,3 Mio. verkauft – das ist ein Rekord. Die Vorgaben des Fünf-Jahres-Verkaufsprogramms wurden übertroffen und die Umschlagshäufigkeit des Portfolios erhöht. Die Transaktionen erfolgten über Buchwert und bestätigten damit einmal mehr die Werthaltigkeit der Immobilien des Konzerns – sowohl in West- als auch in Osteuropa.
Ziel ist, das Portfolio mittels zyklusoptimierter, selektiver und strategiekonformer Immobilientransaktionen langfristig und gewinnbringend zu stärken. Wir setzen damit Eigenmittel frei und schaffen Liquidität, um in neue Entwicklungsprojekte zu investieren. Bestandteil des Verkaufsprogramms sind auch Immobilien, die aufgrund ihrer Größe, ihrer Qualität, ihrer Lage – beispielweise Objekte in Sekundär- und Tertiärstädten oder außerhalb der Kernländer – oder ihrer Nutzung (z.B. Hotels) nicht ins Zielportfolio passen. Vor diesem Hintergrund erfolgte der weitere Rückzug aus der Assetklasse Hotels sowie aus dem Schweizer Markt. In Bosnien-Herzegowina ist die IMMOFINANZ Group seit Mai 2012 nicht mehr vertreten, in Frankreich nicht mehr seit Dezember 2012.
Der Verkauf des Silesia City Center im polnischen Kattowitz (Closing voraussichtlich im September 2013) markiert mit mehr als EUR 400,0 Mio. nicht nur einen Meilenstein in der Geschichte des Konzerns, sondern stellt auch die bislang größte Einzeltransaktion in Polen und CEE (exkl. Russland) im Jahr 2013 dar.
Mit der Abgabe der Schweizer Les Bains de St. Moritz Holding AG, Eigentümerin des Kempinski Grand Hotel des Bains, im Februar 2013 nutzten wir den attraktiven Verkäufermarkt und zogen uns weiter aus der Assetklasse Hotels und aus dem Schweizer Markt zurück. Das Geschäftsfeld Hotels (bezogen auf die Hauptnutzungsart der Immobilie) umfasst damit noch zwei Objekte in Wien, die nach der bereits erfolgten Renovierung Investoren angeboten werden.
Im Office-Bereich berichteten wir über profitable Transaktionen in Österreich und in Osteuropa. So trennten wir uns von mehreren Büroobjekten in Wien, darunter Gaudenzdorfer Gürtel 67 und Josefstädter Straße 78. In Prag veräußerten wir Diamond Point und das BBC Centrum C.
Mit dem Verkauf einer Logistikimmobilie in Nizza erfolgte der vollständige Rückzug aus Frankreich. Zudem trenn-
ten wir uns von einem Logistikobjekt in der Schweiz und von drei Objekten in Deutschland.
Wohnimmobilien: Konzentration auf Kernmärkte
Im Bereich Wohnimmobilien setzt die IMMOFINANZ Group die Strategie der Portfoliooptimierung mit einer Reduzierung des Engagements an peripheren Standorten und mit Investitionen in Wien und Deutschland konsequent fort. Die 100%-Tochter BUWOG trennte sich im Geschäftsjahr 2012/13 im Einzelwohnungsverkauf von 467 Einheiten. Zusätzlich wurden Objekt- bzw. Paketverkäufe in mehreren Bundesländern mit insgesamt 1.199 Wohnungen getätigt. Im April 2013 meldeten wir die profitable Abgabe von 35 Objekten in Kärnten mit insgesamt 781 Wohnungen und einer Wohnfläche von 59.000 m² an die ÖSW-Gruppe. Nach dem Verkauf des Vorarlberg-Portfolios und Teilen des Steiermark-Bestands war dies ein weiterer Schritt zur Konzentration auf die Kernmärkte des Unternehmens: den Großraum Wien und Deutschland.
So erwarb die BUWOG – ebenfalls im April 2013 – ein Wohnungsportfolio mit 1.916 Wohnungen und einer Mietfläche von 126.233 m² in Berlin-Neukölln. Das Portfolio gliedert sich in 40 Gebäude auf, welche eine große Wohnanlage bilden. Es handelt sich um großzügige, familiengerechte Wohnungen, die alle über Balkon bzw. Terrasse verfügen.
Das Verkaufsprogramm 2010–2015
Mit dem Verkauf von Gewerbe- und Wohnimmobilien sollen rund 10% der Gesamterträge des Unternehmens generiert werden. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2010/11 wurde ein Fünf-Jahres-Verkaufsprogramm in Höhe von EUR 2,5 Mrd. zur Optimierung des Immobilienportfolios und zur Verbesserung der Bilanzstruktur gestartet.
Seit dem 1. Mai 2010 wurden in diesem Rahmen Immobilienverkäufe in Höhe von EUR 1,4 Mrd. und Fondsverkäufe in Höhe von EUR 231,6 Mio. abgeschlossen. Bis zum Stichtag 30. April 2013 generierte die IMMOFINANZ Group dadurch Verkaufserlöse in Höhe von insgesamt rund EUR1,7 Mrd. Verglichen mit dem aliquoten Zielwert für die ersten drei Jahre hat die Gruppe die Vorgaben damit stichtagsbezogen um EUR 153,2 Mio. bzw. um 10,2% übererfüllt. Nicht enthalten sind hierbei jene Immobilien, welche in der Bilanz zum 30. April 2013 mit einem Buchwert in Höhe von EUR 583,4 Mio. als zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen klassifiziert sind.
Verkaufsprogramm: Vorgaben übertroffen





Silesia City Center | R kattowitz | PL
Closing des Verkaufs voraussichtlich September 2013
89.000C Verkaufsfläche
c a. 340FShops
über 400 Mio. A Verkaufspreis
Development
Interview Commercial Development
"Viele weitere spannende Projekte"
Welche Projekte aus dem kommerziellen Development-Bereich werden im laufenden Geschäftsjahr 2013/14 fertiggestellt?
Andreas Thamm: Hier können wir einiges an das Asset Management übergeben. So werden etwa beim Gerling Quartier in Köln Teilabschnitte fertiggestellt. Im ersten Bauabschnitt dieses neuen Stadtviertels, das Wohnen und Büros umfasst, haben wir bereits wichtige Meilensteine erreicht. Zum Ende des Kalenderjahres 2013 übergeben wir die ersten Wohnungen an die neuen Eigentümer. Am Düsseldorfer Flughafen ziehen um den Jahreswechsel die Mieter in das Bürogebäude Panta Rhei ein – dieses befindet sich auf dem besten Grundstück in der Airport City. In Tschechien stellen wir das Joint-Venture-Projekt Na Příkopě 14 fertig, das sind rund 17.000 m² an Büro- und Einzelhandelsflächen in einer der bekanntesten Einkaufsstraßen Prags. Und dann steht natürlich die Eröffnung von GOODZONE, unserem Premium Shopping Center in Moskau, am Programm. Damit verfügen wir in Russland über insgesamt fünf große Einkaufszentren und knapp 280.000 m² an vermietbarer Retail-Fläche.
Nicht zu vergessen: Die Expansion unserer Fachmarktkette STOP.SHOP in Polen ist plangemäß angelaufen. Hier können wir voraussichtlich noch Ende 2013 zwei Standorte, in Mława und in Kętrzyn, eröffnen.
"Es gibt einen klaren Steckbrief für Projekte: Was wollen wir und für wen."
Dipl. Wirt.-Ing. (FH) Andreas Thamm Director Commercial Development
Wo liegt der künftige Schwerpunkt – sowohl geografisch als auch bei den einzelnen Assetklassen?
Auf Sicht der nächsten Jahre sind die Kernländer im Development sicher Deutschland, Polen und Russland. Diese Regionen versprechen viele weitere spannende Projekte. Je nach Entwicklung des Wirtschaftswachstums könnte eventuell Rumänien in diese Klasse vorrücken.
In Deutschland bleibt der Fokus vorerst auf dem Office-Segment, so geht unser Düsseldorfer Büroprojekt Casa Stupenda, das voraussichtlich weltgrößte Plusenergiehaus, in die Phase der Genehmigungsplanung über. Im Gerling Quartier sind die ersten Bürohäuser Ende 2013 bezugsfertig, bis Mitte 2014 folgen sämtliche Flächen im ersten Bauabschnitt. Neben Köln und
Düsseldorf werden wir uns auch die Büromärkte in Berlin und Hamburg ansehen. Ich orte vor allem im erstklassigen, höherpreisigen Segment – und dort liegt unser Office-Schwerpunkt – noch Bedarf.
In Polen setzen wir weiterhin auf hochqualitative Einzelhandels- und Büroprojekte. Aktuell realisieren wir in Warschau das Office-Gebäude Nimbus, in Lublin entsteht mit Tarasy Zamkowe ein Shopping Center mit umfassendem Entertainment- und Freizeitangebot. Wir wollen auch Möglichkeiten in den Sekundärstädten ausloten.
Und woran denken Sie bei Rumänien?
Die IMMOFINANZ Group hat historisch bedingt zahlreiche Grundstücksflächen in diesem Land, die sich u.a. für Logistik anbieten. Hier lohnt es sich, abhängig von der Wirtschaftsentwicklung, immer wieder Möglichkeiten abzuwägen. Ich denke etwa an Speziallogistik, also Kühlung und Kälte. Das Interesse der Unternehmen an Logistikflächen hat im Zuge der Krise natürlich nachgelassen. Aber ich erwarte für Rumänien eine ähnliche Entwicklung, die ich auch in Russland gesehen habe. Sobald ein großes Pharma- oder Retail-Unternehmen spezielle Flächen sucht, wird es bemerken, dass es zwar einiges am Markt gibt, die Gebäude aber überwiegend aus dem letzten Jahrhundert stammen und damit nicht dem aktuellen Entwicklungsstand entsprechen. Die IMMOFINANZ hat die Kraft und die Möglichkeiten, hier mitzuspielen. Ziel ist die Entwicklung für und mit dem Endkunden und der anschließende Verkauf. Dabei könnte auch ein hoher Standardisierungsgrad erreicht werden. Aber jetzt geht es einmal darum, mögliche Nischen zu orten.
Stichwort Standardisierung: Diese haben Sie mit der Fachmarktkette STOP.SHOP. bereits erreicht?
Ja, STOP.SHOP. ist ein tolles Retail-Produkt, das beliebig vervielfältigbar ist. Die Fachmärkte überzeugen mit ihren einheitlichen Qualitätsstandards, ihrer Zweckmäßigkeit und dem hohen Wiedererkennungswert. Das verstehe ich unter hohem Standardisierungsgrad. Natürlich wäre es anstrebenswert, weitere ähnliche Konzepte auf die Beine zu stellen. Die eine oder andere Idee haben wir hier schon in petto.
Wie ist gewährleistet, dass die Entwicklungspipeline weiterhin gut gefüllt ist?
Wir werden natürlich von verschiedenen Seiten mit Projektvorschlägen versorgt, haben lokale Akquisiteure und Scouts, die uns unterstützen. Die Größe und die Präsenz der IMMOFINANZ in ihren Kernländern gewährleisten, dass der Markt nicht an uns vorbeikommt. Hier wollen wir unsere Effizienz insofern noch erhöhen, als wir künftig schneller – ich sage jetzt einmal binnen drei

Dipl. Wirt.-Ing. (FH) Andreas Thamm Director Commercial Development
Andreas Thamm, geboren 1967, ist seit Juni 2013 bei der IMMOFINANZ Group und verantwortet den Bereich Commercial Development in allen Kernländern des Unternehmens. Er ist ein erfahrener Immobilienspezialist und widmet sich vor allem der Weiterentwicklung und dem Wachstum der kommerziellen Entwicklungsprojekte.
Development
Wochen – eine qualifizierte Antwort geben können, auch wenn uns ein Projekt nicht interessiert. Und dann haben wir natürlich noch unsere Portfolio-Pipelineprojekte, die wir regelmäßig evaluieren.
Und wie gehen Sie bei der Entscheidungsfindung vor?
Am Ende muss das Projekt wirtschaftlich sein. Dabei nehmen mehrere Faktoren Einfluss: Baukosten, Finanzierung, Marktumfeld, Vermietung. Letztere ist natürlich ein Haupttreiber. Deshalb ist das Asset Management Team auch von der Stunde null eines Projekts mit an Bord. Wir nehmen dabei sehr stark auf die Anforderungen der künftigen Kunden Rücksicht. Es gibt einen klaren Steckbrief für Projekte: Was wollen wir und für wen?
Abgesehen davon, was ist im Development-Geschäft am wichtigsten?
Das hängt vom jeweiligen Abschnitt ab. Generell kann man von drei Stadien sprechen: Akquisition bzw. Entwicklung, Realisierung und die Erstvermarktung, die beim Asset Management liegt. In der Akquisitionsphase ist wichtig, lokal vernetzt zu sein, Ansprechpartner zu haben und die jeweiligen Möglichkeiten und Gegebenheiten richtig einschätzen zu können. Für das Development eines Retail-Objekts können zwei Grundstücke mit einer Entfernung von wenigen Hundert Metern an derselben
Straße einen ganz unterschiedlichen Wert aufweisen. Bei der Projekterstellung wiederum sind stärker technisch orientierte Experten gefragt.
Wichtig ist, das Team so aufzustellen, dass beide Bereiche abgedeckt sind und wir in den für das Development definierten Kernländern die höchstmögliche Schlagkraft vor Ort haben.
Zu Ihrem Bereich zählt auch das Engineering. Wo liegen dort die Schwerpunkte?
Damit haben wir zusätzliches Technik-Know-how in der IMMOFINANZ Group angesiedelt. Die Abteilung dient als Kompetenzzentrum für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen. Auch hier wollen wir so nahe wie möglich am Kunden sein. Aktuell loten wir Möglichkeiten aus, die Nebenkosten weiter zu senken. Energie und technische Maintenance sind die wichtigsten Treiber, die sich im Quadratmeterpreis niederschlagen. Bei der Energie umfasst das Themen wie Einkauf, Optimierung des Verbrauchs bis hin zur Produktion, wobei wir uns auf die ersten beiden Bereich konzentrieren. Jede kWh, die ich nicht brauche, ist die beste. Ziel ist, die Nebenmieten zu reduzieren. Nicht alle Nebenkosten können wir weiterverrechnen. Wenn wir hier also gut arbeiten, haben wir glückliche Mieter und eine noch profitablere IMMOFINANZ.
Ertragsquelle Development
Panorama
104.000 m² Baufläche
umfasst unser Development Tarasy Zamkowe, das entspricht rund 15 Fußballfeldern. Voraussichtlich im Herbst 2014 wird das hochmoderne Shopping Center im Zentrum von Lublin eröffnen, es bietet u.a. Topservice, Grünflächen am Dach und tolle Ausblicke über die Altstadt und die historische Burg. Auf der Baustelle herrscht reger Betrieb – "wir haben wahrscheinlich die größte Baugrube in der Geschichte Lublins", schmunzelt Jacek Wesolowski, Country-Manager Polen für Developments im kommerziellen Bereich.


300 Mann Baustellenpersonal
sorgen für einen raschen Baufortschritt beim Entwicklungsprojekt Gerling Quartier. 15 Gebäude für Eigentumswohnungen und Büros werden in dem eigenen "Veedel" in der Kölner City realisiert. Insgesamt 40.000 m3 Schutt wurden von der Baustelle abtransportiert, allein 10.000 m3 fielen bei der Entkernung des denkmalgeschützten Gerling Hochhauses an. Beim Richtfest am 6. November 2012 betonte Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters: "Die Verschmelzung historischer Baukunst und moderner Architektur macht das Gerling Quartier einzigartig."
44 STOP.SHOP.s
in sechs Ländern. Das Design sorgt für den hohen Wiedererkennungswert – egal wo. Am 1.Oktober 2012 startete der Rollout unserer erfolgreichen Fachmarktkette in Österreich, die IMMOFINANZ Group wandelte neun bestehende Gewerbeparks in STOP.SHOP.s um. Für die nächsten Jahre ist eine weitere Expansion der Marke geplant, vor allem am polnischen Markt: In Kętrzyn und Mława werden noch heuer Nr. 45 und 46 eröffnet, mittelfristig folgen bis zu zehn weitere Polen-Standorte.

40 ml Wodka
und 20 ml saurer Apfellikör, 10 ml Zitronensaft, 5 ml grüner Apfelsirup, 30 ml Apfelsaft, dazu Gurken- oder grüne Apfelscheibe als Dekoration. Mit diesen Zutaten mixt man den nach unserem Wohnbau-Development Dębowe Tarasy benannten Cocktail. Die IMMOFINANZ Group hat in Kooperation mit Lemoniada, der beliebtesten Bar in Kattowitz, Polen, öffentlichkeitswirksam einen Cocktail-Wettbewerb veranstaltet und damit die Zahl der Facebook-Freunde für Dębowe Tarasy deutlich erhöht.


1A Lage
und außergewöhnliche Architektur zeichnen unser Office-Development Panta Rhei in der Düsseldorfer Airport City aus. Fast auf den Tag genau sieben Monate nach der Grundsteinlegung wurde am 6. Juni 2013 das Richtfest gefeiert. Auszug aus dem von Bauleiter Jörg Sondern verlesenen Richtspruch: "Ein Bauwerk rund & schön – sollte nah am Flugplatz steh'n. Wo arbeiten & fliegen – ganz dicht beieinander liegen. Mit dem feurigen Saft der Reben soll die IMMOFINANZ hochleben. Hoch! Hoch! Hoch!"
1 Zeitkapsel
mit der Urkunde zur Grundsteinlegung, einigen Münzen sowie zwei Tageszeitungen vom 16. Mai 2013 wurde an ebendiesem Tag bei der Grundsteinlegung für unser Bürogebäude Nimbus in Warschau ins Fundament eingemauert. Die Fertigstellung des Projekts mit über 19.000 m² vermietbarer Fläche ist für August 2014 geplant. Mit insgesamt knapp 200.000 m² ist die IMMOFINANZ Group einer der größten Investoren am Warschauer Büromarkt.

Asset Management
Interview Asset Management Office
"Wir bieten mehr als reine Büro-Mietfläche"
Womit sind Sie besonders zufrieden, wenn Sie das vergangene Jahr Revue passieren lassen?
Dietmar Reindl: Ein wichtiger Schritt war, dass wir uns im Bereich Office Management noch stärker den Kunden zugewandt haben. Der Ausblick für das Wirtschaftswachstum ist nach wie vor verhalten, das wirkt sich auf die Nachfrage nach Büroflächen aus. Daher besteht generell Druck auf die Mieten. Wir begegnen dieser Entwicklung, indem wir für unsere Kunden und potenziellen Mieter das Service erhöhen, ihnen in unseren Gebäuden mehr bieten als nur reine Mietfläche. Wir wollen auch via Internet verstärkt Interessenten ansprechen: So haben wir etwa gemeinsam mit Marketing eine Office-Suchmaschine in sieben Sprachen etabliert (office.immofinanz. com) und verzeichnen bereits erste Erfolge. Die Direkt-
"In Warschau haben wir eine Rekordvermietung erreicht."
Mag. Dietmar Reindl, Director Office, Logistics, Hotel
anfragen von Mietinteressenten umfassen Flächen mit rund 100 m² bis zu mehreren 1.000 m². Wir arbeiten in allen unseren Kernländern sehr gut mit Maklern zusammen. Aber es gibt eben auch eine Kundenschicht, die gerne direkt den Eigentümer kontaktieren will. Diese holen wir damit ab – und stärken gleichzeitig die Positionierung der Marke IMMOFINANZ im Bürobereich.
Sie haben die gesamtwirtschaftliche Entwicklung angesprochen. Das Office-Segment ist hier etwas zyklischer als andere Immobiliensegmente. Wie sah es in den einzelnen Ländern aus?
Abgesehen von Deutschland gibt es in den Ländern Österreich, Rumänien, Ungarn und Tschechien von dieser Seite wenig Unterstützung. Die IMMOFINANZ profitiert allerdings davon, dass sie in diesen Märkten schon lange präsent ist und viele Immobilien besitzt. Denn natürlich suchen Mieter nach wie vor Flächen – wenn auch weniger als in Boom-Zeiten. In der jetzigen Phase werden wenig neue Entwicklungsprojekte gestartet. Die Konkurrenz wird geringer – etwa in Rumänien, wo wir im letzten Geschäftsjahr an die 80.000 m² verlängert oder neu vermietet haben. Unsere Auslastung in Rumänien liegt damit per 30. April über 91% – mit weiterhin positiver Entwicklung. Wir sind am Markt, wir haben die Flächen.
Ähnliches sehen wir auch in Ungarn. Es gibt dort keine Developments. Unsere Projekte, die aufgrund der Wirtschaftslage in der Vermietung ebenfalls etwas unter Druck waren, erfreuen sich aber nun guter Nachfrage. So haben wir kürzlich etwa mehrere Tausend Quadratmeter in Haller Gardens in Budapest unterzeichnet.
Die sinkende Konkurrenz trifft aber nicht auf die Büromärkte Wien und Warschau zu?
Manche sagen, Warschau sei die größte Baustelle Europas (schmunzelt). Aber es wird schlussendlich nicht alles gebaut, was angekündigt ist. In Warschau haben wir im zurückliegenden Geschäftsjahr Mietverträge über mehr als 60.000 m² abgeschlossen oder verlängert – das entspricht rund 30% unserer gesamten Büro- und Logistikfläche in Polen: eine Rekordvermietung.
In Wien sind wir in einer Phase, in der wir uns als IMMOFINANZ Group dank unserer Größe als Office-Vermieter positionieren, der viel Angebot und daher auch Flexibilität besitzt. Diese Möglichkeiten haben andere nicht. Wir werden einfach besser darin, den bestehenden Markt abzuschöpfen. Wir werden besser in der Arbeit mit den Maklern und im direkten Kontakt mit den Kunden. Dabei hilft, dass wir das zuvor ausgelagerte Asset Management komplett integriert haben und damit einfach näher am Markt und am Mieter sind. Das Immobiliengeschäft ist ein lokales Geschäft, die Präsenz vor Ort ist wichtig.
Was kann man sich unter dem aktiven Asset Management der IMMOFINANZ im Detail vorstellen?
Die große Überschrift lautet: Der Kunde hat Priorität. Wir wollen in allen unseren Ländern mit allen unseren Mietern stets in Kontakt sein und deren Büroprobleme für sie lösen. Egal, ob ihr Geschäft wächst oder schrumpft, wir sind flexibel und können Vorschläge in verschiedenen Preisklassen anbieten.
Angesichts der rund 100 Büroimmobilien klingt das nach viel Kundenarbeit?
Ja, natürlich. Wir haben rund 1.000 Mieter in unseren Büros, darunter einige, die in mehreren Gebäuden eingemietet sind, etwa aus dem IT-Bereich. Sie schätzen die Qualität und die Sicherheit eines großen Immobilienkonzerns. Künftig wollen wir noch stärker jene Unternehmen ansprechen, die international tätig sind. Diesen können wir Standardlösungen über alle Märkte hinweg bieten.
Bürokunden der IMMOFINANZ können auf ein Servicepaket zurückgreifen. Was beinhaltet dieses?
Einiges. Im ersten Schritt offerieren wir Interessenten bereits auf unseren Internetplattformen eine Bedarfsplanung. Der Kunde nennt Anzahl der Mitarbeiter, Vor-

Mag. Dietmar Reindl Director Office, Logistics, Hotels
Dietmar Reindl, geboren 1969, ist seit Juli 2012 bei der IMMOFINANZ Group und leitet den Bereich Asset Management Office, Logistics und Hotels in allen Kernländern des Unternehmens. Er blickt auf eine langjährige Erfahrung in der Entwicklung, Verwaltung, Vermarktung und dem Verkauf von Immobilien zurück – von Shopping Center über Bürogebäude bis hin zu Hotels und Luxusapartments.
stellungen zu den einzelnen Räumen etc. und erhält eine vorläufige Information, welche Fläche und welche Aufteilung empfehlenswert sind. Nach der ersten Besichtigung erstellen wir kostenlos einen Belegungsplan. Im laufenden Betrieb stellen wir einen standortspezifischen Katalog mit empfehlenswerten Dienstleistungsunternehmen zur Verfügung: Das reicht von der Kleiderreinigung über Pflanzenpflege bis zu Taxitransport und Einkaufsmöglichkeiten. Wir als Eigentümer der Immobilien sind zudem immer erreichbar.
Und das hat die Konkurrenz nicht in dem Ausmaß?
Das hat meines Wissens außer uns niemand – vor allem nicht portfolioweit. Wir bieten dieses Servicepaket in allen unseren Kernländern an.
Wie hat sich die Auslastung im Geschäftsjahr 2012/13 entwickelt?
Der Vermietungsgrad erhöhte sich von 80,7 auf 81,8%, in Österreich von 77,5 auf 81,8% – das ist gegen den Markttrend und beweist somit die Richtigkeit unserer Strategie. Zu berücksichtigen ist, dass wir einige Bürogebäude verkauft haben, die zu 100% vermietet waren. Das wirkt sich auf den Schnitt negativ aus.
Wie gehen Sie weiterhin den Leerstand an?
Es gibt mehrere Strategien: Handelt es sich um Immobilien, bei denen Qualität und Lage passen, arbeiten wir zunächst an der Präsentation im Markt und vor Ort, etwa mithilfe von Musterbüros, Dekoration etc., und gehen gemeinsam mit den Maklern in eine aktive Vermarktung. Bei Gebäuden, die voraussichtlich mittelbis langfristig nicht mehr wettbewerbsfähig sind, entscheiden wir uns für eine Modernisierung und Neupositionierung oder für eine andere Nutzung. In Wien bietet sich aufgrund der hohen Nachfrage eine Umwidmung in Wohnen an. Die IMMOFINANZ hat hier einige konkrete Projekte, etwa die Altmannsdorfer Straße 104. Das wird ein sehr schönes Wohnprojekt. Da im Bürobereich die durchschnittliche Vermietungsgröße sinkt – mit Ausnahme von Rumänien –, sind wir bereit, kleinteiliger zu vermieten. Mit unserer Kooperation mit Clusterhaus unterstützen wir zudem nicht nur junge, innovative Unternehmen, sondern wollen diese auch langfristig als Kunden an uns binden. In zentraler Lage können Startups auf ein komplettes Büropaket mit kurzfristigen, flexiblen Mietverträgen zugreifen und gemeinsam mit Gleichgesinnten ihre Geschäftsideen vorantreiben. Die Mieten liegen dabei bewusst am unteren Ende des Marktniveaus. Nach Standorten in Köln und Wien öffnet das dritte Clusterhaus in Bratislava. Ziel ist, diese Unternehmen in der Startphase zu unterstützen, um sie dann auch in ihrer weiteren Entwicklung als Büropartner begleiten zu dürfen.
Welche Trends sehen Sie im laufenden Geschäftsjahr?
In Österreich steht die weitere Portfoliooptimierung im Fokus, für Polen und Tschechien erwarte ich eine leicht positive Entwicklung bei den Vermietungen. In Rumänien sollten wir aufgrund der anhaltenden Verknappung an Klasse-A-Immobilien weiter von der Nachfrage und dem Vertrauen in uns als internationaler Office-Anbieter profitieren. Für Ungarn rechne ich mit einer Verbesserung, aber unter dem Niveau der anderen Länder. Und in Deutschland werden wir das Entwicklungsprojekt Panta Rhei in Düsseldorf, in dem die ersten Mieter Anfang 2014 einziehen, professionell ins Asset Management überführen. Die Vermarktung der Büroflächen für das Gerling Quartier in Köln hat ebenfalls bereits begonnen.
Geschäftsfelder der Assetklasse Office
More than Office: Büros, in denen der Mieter im Mittelpunkt steht
Die IMMOFINANZ Group engagiert sich seit 1990 in der Assetklasse Büro. Mit Ende April 2013 umfasst unser Portfolio in diesem Bereich 100 Bestandsimmobilien. Der Buchwert beträgt EUR 2,6 Mrd., das entspricht einem Anteil von 28,0% des Bestandsportfolios. Wir konzentrieren unsere Aktivitäten auf Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Rumänien, Ungarn und die Slowakei.
Individuelle Kundenwünsche setzen wir flexibel um
Unser Office-Portfolio besteht aus Topobjekten in guten und sehr guten Lagen. Die erfolgreiche Bewirtschaftung und Entwicklung von Büroimmobilien basiert auf unserem profunden Know-how und unserer langjährigen Erfahrung in den unterschiedlichsten Märkten. Eine zentrale Rolle spielt die Umsetzung individueller Kundenwünsche – hohe Flexibilität und die laufende Verbesserung unserer Portfoliostruktur (u.a. durch erhöhte Umschlagshäufigkeit und gezielte Neuentwicklungen sowie selektive Akquisitionen) hängen damit eng zusammen.
Der Fokus liegt auf drei Geschäftsfeldern:
Der Bereich International High-Class Office beinhaltet repräsentative Spitzenobjekte in Toplagen für höchste Ansprüche. Mit rund 12,0% Anteil am Bestandsportfolio bildet dieses hochqualitative Büroportfolio eine wichtige Einnahmequelle und ist ein Stabilitätsanker der IMMOFINANZ Group. Dieser Bereich soll weiter gestärkt und ausgebaut werden.
Das Secondary Office AT/DE Portfolio konzentriert sich auf die stabilen Märkte Österreich und Deutschland und hat einen Anteil von 6,1% am Bestandsportfolio. Es umfasst gute, zweckmäßige Objekte für kostenbewusste Mieter. Der strategische Schwerpunkt liegt auf der Steigerung der Auslastung sowie auf gezielten Investitionen, um diese Gebäude zu Topimmobilien zu entwickeln.
Die Objekte des Bereichs Secondary Office East machen rund 7,8% des Bestandsportfolios aus und befinden sich ausschließlich in Hauptstädten Zentral- und Osteuropas. Es handelt sich dabei um gute B-Class-Immobilien für kostenbewusste Mieter. Ziel ist, die Marktposition zu festigen, die Auslastung zu erhöhen und ausgewählte Projekte weiterzuentwickeln.
Bürogebäude außerhalb dieser drei erwähnten Geschäftsfelder werden mit dem Begriff Opportunistic Office zusammengefasst. Diese Kategorie umfasst 2,2% des Bestandsportfolios und beinhaltet Objekte mit konzeptionellen Herausforderungen wie Größe, Lage oder Qualität. Für diese Immobilien prüfen wir eine Neupositionierung oder den Verkauf.
Im Bereich der Eigendevelopments realisieren wir zudem einige außergewöhnliche High-Class-Entwicklungsprojekte, darunter Jungmannova15 und Jindřišská16 – beide in Prag –, Nimbus in Warschau, Panta Rhei in Düsseldorf sowie das Gerling Quartier in Köln.
Die wichtigsten Zahlen
D 100 Bestandsimmobilien Anzahl, per 30. April 2013
C 1,3 Mio. Vermietbare Fläche der Bestandsimmobilien in m2, per 30. April 2013


A 2.616,9 Mio. Bestandsimmobilien Buchwert, per 30. April 2013
B 6,4% BruttoRendite auf Basis von Mieteinnahmen Q4 2012/13
Assetklassen

1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)





BB Centrum Gamma | T Prag | CZ Das moderne und urbane Büro-
zentrum liegt im 4. Prager Bezirk und hat 10 Stockwerke.
30.200C vermietbare Fläche
500G Tiefgaragenplätze
Asset Management Office
Panorama
40.000 Willkommenspakete
wird die IMMOFINANZ im laufenden Geschäftsjahr an neue Mitarbeiter in den Büros ihrer Kunden verteilen. Die Sackerln enthalten sinnvolle Utensilien für einen (anfänglich) leeren Schreibtisch: Notizblock, Kugelschreiber, Post-its, Paper Clips, Pfefferminz-Drops etc. Die Empfänger wissen somit vom ersten Tag an, dass sie in einem IMMOFINANZ-Büro arbeiten, und fühlen sich hoffentlich wohl.


9.500 Schoko-Osterhasen
wurden Ende März von 13 Promotoren in 32 IMMOFINANZ-Bürogebäuden in Österreich verteilt. Der Löwenanteil – 3.500 Osterhasen – ging in den Businesspark Vienna. Mit den süßen Grüßen konnten sich unsere Kunden den Slogan "More than Office" auf der Zunge zergehen lassen. Einige Hundert Osterhasen haben wir dem SOS-Kinderdorf gespendet.
3.600 Frühstückssäckchen
verteilten Promotoren Anfang April in der Nähe unserer Wiener Büroobjekte. Mit dem Inhalt, Kipferl und Getränke, machten wir potenziellen Kunden Appetit auf neue Büroräume und verdeutlichten auf schmackhafte Art, dass sie bei der IMMOFINANZ mehr als nur Mietflächen bekommen. Die Liebe zum modernen Büro mit bestem Service geht aber nicht nur durch den Magen. Als Special zur Frühstücksaktion gibt es für alle, die bis Jahresende ein IMMOFINANZ-Büro mieten, ein halbes Jahr Blumenschmuck gratis.

100 Büroimmobilien
in 10 Ländern auf einer übersichtlichen Web-Plattform: Auf office.immofinanz.com finden potenzielle Kunden ihr neues, ideales Büro. Die Seite stellt den Benutzer in den Vordergrund und überzeugt in sieben Sprachen und mit einem userfreundlichen Design. Direkte Kontaktmöglichkeiten zu den verantwortlichen Asset Managern verbessern die Kundennähe. Auch Anleger nutzen das im unmittelbaren Mitbewerbervergleich führende Service, um unser internationales Office-Portfolio kennenzulernen.



haben innovative Unternehmen aus den Bereichen Architektur, Design und kreatives Schaffen Zeit, um ihre Vorschläge beim Ideenwettbewerb YouCreate 2013 einzureichen. Die IMMOFINANZ Group sucht dabei nach unkonventionellen Ideen für die künftige Nutzung ihres Office-Gebäudes Airport Business Centre in Prag. Der Gewinner erhält EUR 10.000 und die Möglichkeit, das Konzept mit der IMMOFINANZ zu realisieren.

Die 1. Adresse
für viele Start-ups sind unsere drei Clusterhäuser. Hier können Jungunternehmer Büros mit flexiblen Verträgen anmieten und ihre Geschäftsideen vorantreiben. Im Clusterhaus Köln haben nach einem Jahr mehr als 80 Start-ups 90% der 6.400m² Bürofläche gemietet. Im Wiener Clusterhaus (Siebenbrunnengasse 17) sind mehr als 80% der 1.200 m² belegt. Der dritte Start-up Hub geht im Millennium Tower Bratislava an den Start. Ziel ist, innovative Unternehmen zu unterstützen und langfristig als Kunden zu binden.
"Haben uns in den Europa-Cup katapultiert"
Der Vermietungsgrad im Retail-Bereich kletterte im zurückliegenden Geschäftsjahr in allen Ländern nach oben, in Polen und Russland wurden sogar 100% bzw. 99% erreicht. Können Sie sich zurücklehnen?
Wolfgang Idl: Nein, das können wir nicht. Unser Ansatz des kundenorientierten Asset Managements kennt kein Zurücklehnen. Aber wir dürfen zufrieden sein. Der Vermietungsgrad ist sehr hoch, das Mietniveau stabil. Russland und Polen laufen hervorragend, hier sehen wir unverändert großes Potenzial. Wir haben es aber auch in herausfordernden Märkten geschafft, unsere Position zu verteidigen bzw. auszubauen.
Geben Sie uns ein Beispiel dafür.
In Bratislava ist die Konkurrenz durch weitere Shopping Center Neueröffnungen in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Vergangenen Herbst startete zudem ein Mitbewerber in unmittelbarer Nähe zu unserem Polus City Center. Wir konnten die Kundenfrequenz allerdings nicht nur stabil halten, sondern verzeichneten im Mai 2013 sogar ein Plus von 3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit habe ich nicht gerechnet, nicht
"Bei unserem kundenorientierten Asset Management gibt es kein Zurücklehnen."
Wolfgang Idl, Director Retail
zuletzt weil manche Mitbewerber starke Einbußen bei der Kundenfrequenz hatten. Unser Vermietungsgrad in diesem Einkaufszentrum ist stabil bei hohen 97%. Wir sind hier sehr aktiv, binden die Kunden mit Marketingmaßnahmen und Events. Unser Kundenkartenprogramm hat bereits 5.000 Mitglieder, für unsere "Elvis Live"-Ausstellung, bei der u.a. Originalbesitztümer des "King of Rock 'n' Roll" gezeigt wurden und Cover-Bands spielten, erhielten wir sogar den "ICSC Solal Award in Silber". Das International Council of Shopping Centers (ICSC) ist die führende globale Branchenvereinigung.
Mit viel Einsatz konnten wir die Lage in einem sehr schwierigen Umfeld nicht nur stabilisieren, sondern sogar leicht verbessern. Das ist ein Musterbeispiel, was aktives Asset Management leisten kann und leisten muss.
Hilft das auch in einem schwierigen Markt wie Ungarn?
Ja, auf jeden Fall. Ungarn ist nach wie vor der herausforderndste Markt. Wir sind dort mit unserer Fachmarktkette STOP.SHOP. vertreten und der einzige Anbieter, der aktives und regelmäßiges Marketing betreibt und mehrmals jährlich an den Standorten Events veranstaltet. Wir haben zudem seit rund einem halben Jahr eine Facebook-Seite und bereits mehr als 30.000 Likes erhalten – sprich, so viele Menschen drücken damit aus, ihnen gefällt das. Im Neuvermietungsgeschäft konnten wir ebenfalls punkten und internationale Topmieter, wie etwa H&M, gewinnen. Das ist eine Aufwertung für unsere Standorte und hebt uns deutlich von der Konkurrenz ab. Insgesamt haben wir im zurückliegenden Jahr 17.000 m² neu vermietet. Der Vermietungsgrad in Ungarn kletterte damit auf mehr als 89%.
Wie zufrieden sind Sie mit den STOP.SHOP.s insgesamt?
Die Fachmärkte performen in allen sechs Ländern des CEE-Raums, in denen sie präsent sind, außerordentlich gut und stabil. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben wir auch Österreich in die STOP.SHOP.-Familie geholt und ein umfangreiches Re-Branding bestehender Gewerbeparks durchgeführt, das sehr gut angenommen wurde und den Bekanntheitsgrad der Marke weiter erhöht hat.
Seit Jänner 2013 verwalten wir das Fachmarktportfolio in Tschechien, der Slowakei und Ungarn zudem selbst, wir haben eine eigene Property-Management-Abteilung etabliert. Das wirkt sich nicht nur auf die Motivation der Mitarbeiter, sondern auch auf die Vermietungsleistung positiv aus. Außerdem erzielen wir damit Kostenvorteile: Im Zuge von Neuausschreibungen ist es uns gelungen, über das Gesamtportfolio 10% Betriebskosten-Einsparung zu erzielen. Energieverträge wurden gebündelt, neu ausgeschrieben, es gibt eine Menge Skalenvorteile.
In Russland bzw. in Moskau wird die IMMOFINANZ nach Fertigstellung von GOODZONE mit fünf großen Einkaufszentren vertreten sein. Wie groß ist die Nachfrage westlicher Einzelhändler?
Es drängen immer mehr internationale Marken nach Russland. Wir sind gerade dabei, Deichmann nach Moskau zu bringen – so gesehen ist die IMMOFINANZ eigentlich Auslöser der Russland-Expansion des Marktführers im europäischen Schuhhandel. Takko hat sich für sein Russland-Debüt ebenfalls für eines unserer Shopping Center entschieden.
Um es kurz zu fassen: Russland läuft sensationell, wir sind nahezu voll vermietet, bei einem stabilen bis leicht steigenden Mietniveau. Man muss sich vor Augen halten: Die IMMOFINANZ hat einen Marktanteil von rund 8% an der gesamten Einzelhandelsfläche in Moskau. Golden Babylon Rostokino, das Flaggschiff unserer Einkaufszentren, wird

Wolfgang Idl Director Retail
Wolfgang Idl, geboren 1967, wechselte 2006 zur IMMOFINANZ Group und ist seit 2009 Director Retail. Heute verfügt Idl über 15 Jahre Erfahrung im Retail Immobilienmanagement, die er u.a. in seinen Funktionen bei Gerngross Kaufhaus AG und Jones Lang LaSalle sammelte.
jährlich von rund 24 Mio. Menschen besucht. Das Silesia City Center im polnischen Kattowitz bauten wir zu einem der Top-5-Einkaufszentren des Landes aus. Zwischen Anfang 2012 und Mitte 2013 haben dort 29 neue Shops eröffnet, zwölf Markenartikler wählten unseren Standort für ihr Debüt in Oberschlesien, darunter COS – Collection of Style, die weltweit nur in wenigen Top-Locations vertreten sind. Damit erkennt der Markt unsere Arbeit an.
IMMOFINANZ Retail ist also international ein Begriff?
Ja. An diesen Zahlen sieht man, dass wir mittlerweile als internationaler Player wahrgenommen werden. Es wäre vielleicht vermessen zu sagen, wir spielen in der Champions League. Aber wir haben uns auf jeden Fall von der österreichischen Bundesliga in den Europa-Cup katapultiert. Das ist ein schöner Erfolg und erleichtert natürlich die Vermietung.
Wie läuft es in Rumänien?
Wir haben das Portfolio auf einen guten Weg gebracht. Unser Polus Center Cluj baute seine Vormachtstellung in Siebenbürgen aus, wir konnten H&M als Mieter gewinnen, Deichmann und C&A vergrößerten ihre Flächen. Im Gold Plaza in Baia Mare starteten wir ein neues Marketingkonzept und arbeiteten intensiv am Mietermix: Intersport und H&M eröffneten im Startquartal 2013. Dabei wurden 16 Mieter innerhalb des Einkaufszentrums umgesiedelt. Die erste Zwischenbilanz: Im März erhöhte sich die Kundenfrequenz im Jahresvergleich um 11%, im April um knapp 28%. Auch hier sieht man: Wir arbeiten ständig an der Verbesserung des Produkts.
Abgesehen vom guten Produkt, welche Faktoren sind wichtig?
Erfahrung, die Größe des Netzwerks und natürlich die durchgehende Betreuung. Jeder Asset Manager kennt seine Mieter. Gibt es Probleme, so werden diese persönlich und schnell bearbeitet. Das ist unser Anspruch, den wir seit Jahren leben.
Der Online-Handel ist am Vormarsch. Erhält das klassische Shopping Center damit nicht ein Ablaufdatum?
Nein, E-Commerce ist grundsätzlich nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als Treiber von Veränderungen. So erhöht sich in gewissen Bereichen der Bedarf an kleineren Flächen, etwa im Elektronik- oder Buchhandel. Es wird aber auch neue Nachfrage generiert, etwa für Showroom-Konzepte, man denke an die Apple Stores, oder für Auslieferungsmöglichkeiten via Shopping Center.
Was wesentlich ist: Einkaufszentren dienen nicht mehr nur dazu, das Bedürfnis nach Wareneinkauf zu decken, sondern werden auch immer stärker als Ort des Zusammentreffens wahrgenommen, insbesondere trifft das auf den osteuropäischen Raum zu. Entertainment und Atmosphäre sind Faktoren, die das Internet in dieser Form nicht bieten kann. Auch die Rolle des Center Managements und das Vorhandensein von Service und Dienstleistungen werden immer wichtiger. Wir positionieren unsere Shopping Center als "Place to be" mit hoher Aufenthaltsqualität.
Geschäftsfelder der Assetklasse Retail
Retail – Kundenorientierung als zentraler Ansatz
Die IMMOFINANZ Group ist seit 1990 im Bereich Einzelhandel tätig. Mit Ende April 2013 umfasst unser Portfolio 186 Bestandsimmobilien. Der Buchwert dieser Objekte beträgt EUR 3,1 Mrd., das entspricht einem Anteil von 33,3% des Bestandsportfolios. Russland, genauer gesagt Moskau, ist für uns mit Abstand der wichtigste Einzelhandelsmarkt – neben Österreich, Polen, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Wir schaffen Shopping Center für maximale Umsätze
Langjährige Erfahrung und gute Vernetzung mit internationalen Einzelhandelsketten sowie Partnern in den relevanten Märkten zählen bei der erfolgreichen Bewirtschaftung von Einkaufszentren zu unseren Stärken. Über allem steht unser zentraler Ansatz: das kundenorientierte Asset Management. Durch einen ausgewogenen Mietermix und die Einbindung von Freizeit- und Entertainment-Möglichkeiten bringen wir die Menschen in die Shopping Center und sorgen für ein Umfeld, in dem unsere Mieter höchstmögliche Umsätze erzielen können. Dieses Potenzial nutzen wir auch für das Entwickeln eigener Projekte.
Hervorragende Beziehungen und über Jahrzehnte gesammeltes Know-how unterscheiden uns von den Mitbewerbern und bilden das Fundament unserer Retail-Geschäftsfelder:
Im Geschäftsfeld Quality Shopping Center bündeln wir große und moderne Einzelhandelsimmobilien für höchste Ansprüche in Toplagen. Per 30. April 2013 beträgt der Anteil am Bestandsportfolio rund 26,4% – der konstant
hohe Vermietungsgrad und stabile Erträge bestätigen unsere Strategie, das Segment weiter zu stärken und auszubauen.
Mit dem Bereich STOP.SHOP./Retail Warehouse bieten wir standardisierte Lösungen für den täglichen Bedarf: Unsere STOP.SHOP.-Fachmarktzentren liegen ausschließlich an verkehrsgünstigen Standorten in regionalen Ballungsräumen Zentral- und Osteuropas. Im Herbst 2012 wurde das Konzept auch nach Österreich gebracht, seitdem sind wir mit STOP.SHOP. in insgesamt sechs Ländern vertreten. Der Erfolg dieser starken und am Markt gut etablierten Marke beruht auf einem hohen Maß an Standardisierung, mit dem wir für unsere Mieter Kosteneffizienz sicherstellen und Synergieeffekte ermöglichen. Der Anteil am Bestandsportfolio beläuft sich auf rund 4,7%.
Immobilien außerhalb dieser zwei Geschäftsfelder werden unter Opportunistic Retail zusammengefasst. Diese Kategorie umfasst 2,2% des Bestandsportfolios und beinhaltet Objekte mit konzeptionellen Herausforderungen wie Größe, Lage oder Qualität. Für diese Immobilien prüfen wir eine Neupositionierung oder den Verkauf.
Im Bereich der Eigendevelopments realisieren wir derzeit einige spannende hochqualitative Projekte im Geschäftsfeld Quality Shopping Center: Mit Tarasy Zamkowe in Lublin, Polen, und GOODZONE in Moskau befinden sich für die jeweilige Region richtungsweisende Shopping Center in Bau.
Die wichtigsten Zahlen
D 186 Bestandsimmobilien Anzahl, per 30. April 2013
C 1,1 Mio. Vermietbare Fläche der Bestandsimmobilien in m2, per 30. April 2013

A 3.120,4 Mio. Bestandsimmobilien Buchwert, per 30. April 2013
B 94,2% AusLastung per 30. April 2013

Assetklassen

V logistics | * Sonstiges
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)



Polus City Center & Millennium Towers Bratislava | SK
Shopping und Entertainment Center kombiniert mit zwei Bürokomplexen
RT
24.700 F vermietbare Fläche Retail
42.700C vermietbare Fläche Office
Asset Management Retail
Panorama
100.000.000 Besucher
pro Jahr kommen in unsere Shopping Center. Den größten Beitrag dazu leistet das Moskauer Golden Babylon Rostokino mit rund 24 Mio. – die Summe der Einwohnerzahl von Österreich, Tschechien und der Slowakei.


65.000.000 Jahre
sind seit dem Aussterben der Dinosaurier vergangen. Im Shopping Center Golden Babylon Rostokino können Besucher animierte Dinos in Originalgröße bewundern. Das Golden Babylon Rostokino hat die Fläche von 24Fußballfeldern, 10 Indoor-Runden durch die Mall entsprechen einem Marathon.
48.000 Facebook-Fans
hat das Silesia City Center. Die große Beliebtheit ist auch Paris Hilton zu verdanken, die zur Eröffnung der Center-Erweiterung nach Kattowitz kam und enormes Medieninteresse auslöste. In der Facebook-Beliebtheitsskala folgen das Polus City Center Bratislava mit 28.000, das Maritimo Shopping Center mit 27.000 und das Polus Center Cluj mit 19.000 Likes.


8 Kinosäle
mit 1.800 Plätzen, ein Food-Court mit 550 Sitzplätzen, ein 1.500m2 großes Fitnessstudio, mehrere Schönheitssalons und in Summe über 190 Shops: Es gibt viele gute Gründe, das Polus Center Cluj zu besuchen, das eben weit mehr als ein Shopping Center ist – und sich als moderner Treffpunkt einer ganzen Region etabliert hat. Rund 8 Mio. Besucher pro Jahr bringen konstant steigende Umsätze.


4 Bagger
4Teams à 9 Personen, eine Aufgabe: mit IMMOFINANZ Group Quadern eine Mauer aufzubauen. Das Siegerteam bei diesem Wettbewerb im Rahmen des IMMOFINANZ Group Retail-Day 2012 in Wien hatte ein starkes Erfolgsrezept: gute Zusammenarbeit.
3 Auszeichnungen
gab es im Geschäftsjahr 2012/13 für das Silesia City Center. Beim Ranking der polnischen Shopping Center – durchgeführt von der Polish Association of Retail Tenants und dem GfK Polonia Institut – erreichte es in den Kategorien "Mietermix Attraktivität" und "Marketingaktivitäten" den ersten Platz. Das International Council of Shopping Centers, die führende globale Branchenvereinigung, zeichnete unser schlesisches Shopping Center in der Kategorie "Refurbishments and/or Expansion" aus.

ICSC-Award in der Kategorie "Refurbishments and/or Expansion"

3 Wochen
standen im Polus City Center (Bratislava)ganz im Zeichen von Elvis Presley. Zu sehen gab es u.a. persönliche Gegenstände des King of Rock 'n' Roll, zahlreiche Infostände und einen Fanshop. Elvis-Imitatoren und Presley-Evergreens aus den Lautsprechern sorgten für entsprechende Atmosphäre. Mit Marketingaktionen wie diesen bietet die IMMOFINANZ Group den Besuchern ihrer Shopping Center einen besonderen Mehrwert und sorgt zugleich für hohe Kundenbindung. Das Ergebnis: ein stabiler Vermietungsgrad von 97%.
Geschäftsfelder der Assetklasse Logistics
Logistik mit ganzheitlichem Serviceansatz
Die IMMOFINANZ Group engagiert sich seit 1991 im Bereich Logistik. Mit Ende April 2013 zählen 67 Bestandsimmobilien zu unserem Portfolio, deren Buchwert EUR 742,1 Mio. beträgt. Das entspricht einem Anteil von 7,9% am Bestandsportfolio. Unser wichtigster Logistikmarkt ist Deutschland. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt im aktiven Asset Management der Bestandsimmobilien. Wir verfolgen das Ziel, laufend den Vermietungsgrad zu erhöhen und das Portfolio zu optimieren. Zudem wollen wir Marktpotenziale nutzen und in Deutschland die Projektpipeline ausbauen.
Online-Handel bringt neue Dynamik in Logistikmarkt
Der Logistikbereich in Deutschland ist eine dynamische Assetklasse, die durch hohe Renditen und einen erwarteten Nachfrageschub durch das Wachstum des Online-Handels gekennzeichnet ist. Die Deutsche Lagerhaus (DLG), eine 100%ige Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ Group, hat in diesem Markt eine starke Position aufgebaut und fungiert als unser Logistik-Kompetenzzentrum für das weitere Wachstum. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden erneut zahlreiche Vermietungserfolge verbucht und durch zyklusoptimierte Verkäufe wurde der Rückzug aus Nicht-Kernländern, wie Frankreich und der Schweiz, fortgesetzt.
Das Geschäftsfeld Logistics West fasst unsere Aktivitäten in Deutschland, der Schweiz und den Beneluxstaaten zusammen. Mit den Tochterunternehmen DLG und City Box ist es gelungen, ein umfassendes Logistiknetzwerk aufzubauen – im Vordergrund steht dabei der ganzheitliche Serviceansatz. Rund 6,0% des Bestandsportfolios sind dieser Kategorie zuzuordnen. Die Strategie sieht eine noch stärkere Etablierung der DLG als Logistikspezialist in Deutschland vor.
Das Logistics East Portfolio mit einem Anteil von rund 2,0% am Bestandsportfolio umfasst unsere Immobilien an zentralen Standorten in Osteuropa. Durch die enge Zusammenarbeit mit unserem westeuropäischen Kompetenzzentrum verfügen wir in diesem Bereich über umfassendes Know-how.
Anfang Juni 2013 ging unsere neue Website www.log-center.com/en/ online – ein Informationsund Vermarktungskanal für all unsere Logistikobjekte in Osteuropa. LOG CENTER fungiert dabei als starke internationale Dachmarke für unsere in Rumänien, Ungarn und der Slowakei liegenden Immobilien dieser Assetklasse. In diesen Nischenmärkten wollen wir weiterhin Potenziale nutzen und unsere Position stärken.
Die wichtigsten Zahlen Assetklassen
D 67 Bestandsimmobilien Anzahl, per 30. April 2013
C 1,5 Mio. Vermietbare Fläche der Bestandsimmobilien in m2, per 30. April 2013


per 30. April 2013
A 742,1 Mio. Bestandsimmobilien Buchwert, per 30. April 2013
B 9,0% BruttoRendite auf Basis von Mieteinnahmen Q4 2012/13

1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)




Log Center Nové Mesto | U bratislava | sk
Moderne A-Klasse-Immobilie der Immofinanz-Logistikmarke
24.800C vermietbare Fläche Einheiten von 2.000 bis 8.000 m2


BUWOG blickt auf jahrzehntelange Erfahrung
zurück
Geschäftsfelder der Assetklasse Residential
Wohnen – stabile Erträge und großes Potenzial
Die IMMOFINANZ Group ist seit 1990 im Bereich Wohnen tätig. Mit Ende April 2013 umfasst unser Wohnungsportfolio 1.187 Bestandsimmobilien, deren Buchwert EUR 2,8 Mrd. beträgt. Unsere wichtigsten Märkte sind Österreich und Deutschland. Das Portfolio hat einen sehr hohen Vermietungsgrad von 95,3%.
Die 100%-Tochter BUWOG blickt auf 60 Jahre Erfahrung in Entwicklung, Bau und Bewirtschaftung von Wohnimmobilien zurück. Die Mietniveaus in Österreich und Deutschland sind stabil mit teils deutlichem Entwicklungspotenzial. Der vor allem demografisch bedingte Bedarf an Wohnungen bleibt in beiden Märkten hoch, die Angebotslücke wird tendenziell sogar weiter wachsen. Das attraktive Marktumfeld verspricht zudem konstant hohe Margen in der Wohnungsprivatisierung. Durch Abgabe von Teilen des Bundesländerportfolios in Österreich an lokale Investoren setzt die BUWOG die Konzentration auf die Kernmärkte fort. Im Zukunftsmarkt Deutschland liegt der Fokus vor allem auf der Hauptstadt Berlin und den Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen, in Österreich im Großraum Wien.
Das Know-how der BUWOG kommt uns auch in Osteuropa zugute. Der Mittelpunkt unserer zukünftigen Wohnbauentwicklungsaktivitäten in CEE/SEE liegt auf Polen, Rumänien, der Slowakei und Russland. Mit der Adama, einem der führenden Immobilienentwickler in Rumänien, verfügen wir zudem über eine ideale Plattform, um unsere Wohnbau- und Entwicklungsaktivitäten in dieser Region auszuweiten.
Das Geschäftsfeld Residential West beinhaltet maßgeschneiderte Miet- und Eigentumswohnungen in Österreich und Deutschland. Mit einem Anteil von rund 30,1% am Bestandsportfolio ist dieses Geschäftsfeld von hoher Auslastung und geringer Mieterfluktuation geprägt. Ziel ist es, großvolumige Wohnprojekte zu forcieren, Projektentwicklungen für Miet- und Eigentumswohnungen zu verstärken, das Bestandsvolumen in Deutschland auszubauen sowie An- und Verkäufe zu intensivieren.
Im Bereich Residential East bündeln wir unsere Wohnbauaktivitäten im osteuropäischen Raum. In erster Linie handelt es sich dabei um großvolumigen Eigentumswohnungsneubau für die aufstrebende Mittelschicht. In vielen Ländern besteht großer Aufholbedarf am Wohnungsmarkt. Mit dem Know-how der BUWOG und der Expertise von lokalen Partnern oder Tochterfirmen wie der rumänischen Adama können wir davon profitieren. Ziel ist es, neue Wohnbauprojekte auf vorhandenen Grundstückreserven umzusetzen und schrittweise neue Liegenschaften zur Entwicklung von Eigentumswohnungen anzukaufen.
Mit Dębowe Tarasy Residential Estate (Phase III) errichten wir derzeit ein richtungsweisendes Eigendevelopment in Kattowitz (Polen). Dieses repräsentative Projekt erstreckt sich auf vier gleiche Baustufen, in denen insgesamt 1.040 Wohnungen errichtet werden. In Wien und Berlin sind derzeit über die BUWOG mehr als 5.000 Wohnungen in Vorbereitung bzw. in Bau.
Die wichtigsten Zahlen Assetklassen
D 1.187 Bestandsimmobilien Anzahl, per 30. April 2013
C 2,6 Mio. Vermietbare Fläche der Bestandsimmobilien in m2, per 30. April 2013

A 2.814,1 Mio. Bestandsimmobilien Buchwert, per 30. April 2013
B 95,3% AusLastung per 30. April 2013


1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)
2 Annualisierte Mieterlöse des Q4 2012/13 inklusive unterjährig angekaufter Immobilien und Bereinigung um EUR 5,1 Mio. Einmaleffekt aus Bilanzierungsänderungen
V logistics | * Sonstiges R Retail | Toffice | Sresidential
,




Stephensongasse | S BUWOG | Wien | at
Frei finanzierte Eigentumswohnungen mit Blick auf Alte Donau und City-Skyline
80F Wohneinheiten
61–149C Wohnfläche
Asset Management Residential
Panorama
14,1 Mio. Euro
fließen in die zweite Bauphase der Wohnbauprojekte Edenia Titan und Evocasa Optima im Bukarester Stadtteil Titan. Dieser entwickelt sich zusehends zu einem zweiten wichtigen Zentrum in der rumänischen Hauptstadt. Mehr als 200 neue Apartments entstehen in den beiden Wohnhausanlagen, die den Wünschen der Bewohner nach hoher Qualität zu einem angemessenen Preis gerecht werden. Im November 2012 erfolgte die Grundsteinlegung für Edenia Titan II im Beisein zahlreicher Prominenz. Es war übrigens die Erste für ein Wohnbauprojekt in diesem Stadtteil seit rund 3,5 Jahren. Das Richtfest wurde am 24. April 2013 gefeiert.


220.000 Pkws
Den jährlichen Kohlendioxidausstoß dieser Fahrzeugflotte sparen die Partner des klima:aktiv pakt2020 – dem österreichischen Klimaschutzbündnis für Großbetriebe – bereits heute ein. Die BUWOG ist einer davon – auf sie entfallen jährlich 13.300 Tonnen CO2-Einsparungen – das sind umgerechnet 6.200 Pkws im Jahr. Insgesamt wollen die neun österreichischen Vorzeigebetriebe die Umwelt bis zum Jahr 2020 in Summe um mehr als 1,3 Mio. Tonnen CO2 entlasten. Der Fortschritt wird übrigens jährlich von der Österreichischen Energieagentur und dem Umweltbundesamt überprüft. Das jüngste Resümee des Umweltministers: "Voll auf Kurs" zur Erreichung der Klimaziele im Jahr 2020.
80 Seiten
stark ist der "1. Wiener Wohnungsmarktbericht" (www.wohnungsmarktbericht.at), mit dem BUWOG und EHL eine bedeutende Informationslücke im Bereich des Immobilienmarkts geschlossen haben. Die Lektüre informiert über die Gesamtentwicklung des Markts ebenso wie detailliert über die Situation des Wohnungsmarkts in den 23 Wiener Gemeindebezirken. Großes Augenmerk wird dabei auf die Darstellung der demografischen (Bevölkerungsentwicklung, Entwicklung der Haushaltsstrukturen) und fiskalischen (Wohnbaufördermittel) Rahmenbedingungen gelegt, da diese für die langfristige Entwicklung des Wohnungsmarkts von entscheidender Bedeutung sind. Übersichtliche Zusammenstellungen der wichtigsten Kennzahlen auf Bezirksebene liefern wichtige Entscheidungsgrundlagen für Immobilienentwickler und Investoren ebenso wie für die Verantwortlichen der Stadt in den Bereichen Wohnbau und Stadtentwicklung.

40 Gebäude
mit einer Mietfläche von 126.233 m² erwarb die BUWOG im April 2013 in Berlin-Neukölln. Das Portfolio weist eine Bruttorendite von 8% und einen Leerstand von lediglich 2% auf. Die 1.916 Wohnungen bilden eine große Wohnanlage, die High-Deck-Siedlung an der Sonnenallee. Es handelt sich um großzügige, familiengerechte Wohnungen, die alle über Balkon bzw. Terrasse verfügen.


4 Bereiche
umfasst das Geschäftsmodell der BUWOG: Development, Vermietung, Wohnungsverkäufe und Property Management. Die IMMOFINANZ-Tochter ist damit Komplettanbieter im Wohnimmobilienbereich. Vor allem durch die Eigenentwicklung, die sich auf Wien und Berlin konzentriert, unterscheidet sich das Unternehmen von börsennotierten Mitbewerbern in Deutschland. Mit einer Projektpipeline von mehr als 5.000 Einheiten zählt die BUWOG zu den Topwohnbau-Developern in den beiden Großstädten. Weiters ist das Unternehmen der größte private Wohnungsinvestor und die Nummer 1 unter den Hausverwaltungen in Österreich.
3 Gebäude
mit insgesamt 317 Apartments entstehen in der dritten Phase des Wohnbauprojekts Dębowe Tarasy im polnischen Kattowitz. Die Grundsteinlegung fand im Juni 2012 statt, die Fertigstellung ist für Winter 2013 geplant. Die künftigen Eigentümer können aus Ein- bis Vierzimmerwohnungen mit Flächen zwischen 27 und 110 m² wählen. Wie auch schon in den beiden ersten Phasen des Projekts werden die Gebäude mit geräumigen Terrassen, Gärten oder Balkons, einer unterirdischen Parkgarage, Liften und Lagerräumlichkeiten ausgestattet.


Stehend v.l.n.r.: Mag. Vitus Eckert, Mag. Christian Böhm, Nick J. M. van Ommen, MBA, Dr. Rudolf Fries
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der IMMOFINANZ AG blickt auf ein arbeitsintensives und erfolgreiches Geschäftsjahr 2012/13 zurück. In insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen haben wir über die wirtschaftliche Situation und die Strategie der IMMOFINANZ Group, die aktuellen Marktbedingungen und -entwicklungen diskutiert.
Im Anschluss an die 19. ordentliche Hauptversammlung der Aktionäre im Oktober 2012 fand der geltenden Satzung entsprechend eine konstituierende Aufsichtsratssitzung statt, in der aufgrund des Ausscheidens von Herrn Dr. Schmidt-Chiari aus dem Aufsichtsrat die Strukturen sowohl im Präsidium als auch in den Ausschüssen geändert wurden.
Erfolgreiche Begebung der Unternehmensanleihe 2017
Im Mai 2012 hat der Aufsichtsrat die Begebung einer fünfjährigen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von
zumindest EUR 100 Mio. genehmigt. Im Juli 2012 wurde die Anleihe mit einem Volumen von EUR 100 Mio. und einem Zinssatz von 5,25% erfolgreich platziert.
Projekt Casa Stupenda
In der Sitzung vom August 2012 genehmigte der Aufsichtsrat das Entwicklungsprojekt Casa Stupenda in Düsseldorf in einer Joint-Venture-Struktur. Dabei handelt es sich um ein Plusenergiehaus, erklärtes Ziel ist die Nachhaltigkeit.
Aktienrückkaufprogramm 2012/13
Der Aufsichtsrat hat im September 2012 einen Aktienrückkauf bis zu einem Maximalkurs von EUR 3,00 und einem Volumen von bis zu 20 Mio. Stück genehmigt.
In der Sitzung vom Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat einer Abänderung des bestehenden Aktienrückkauf-

Sitzend v.l.n.r.: Dr. Michael Knap, Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler, Mag. Klaus Hübner
programms zugestimmt. Die Preisobergrenze wurde auf EUR 3,33 bei unverändertem Volumen des Rückkaufprogramms erhöht.
Innovative Finanzierung unter Verwendung eigener Aktien
Im Jänner 2013 hat der Aufsichtsrat zugestimmt, eigene Aktien im Ausmaß von rund 9% des Grundkapitals als Besicherung für eine Finanzierung im Ausmaß von EUR 150 Mio. zu verwenden. Die Aktien wurden an Kreditinstitute veräußert, bei einem gleichzeitig vereinbarten Rückerwerb am Ende der Laufzeit von bis zu drei Jahren.
Verkauf Kempinski-Residences und -Hotel in St. Moritz
Ebenfalls im Jänner 2013 hat der Aufsichtsrat den Verkauf sämtlicher Anteile an der Les Bains de St. Moritz Holding AG, Eigentümerin des Kempinski Grand Hotel des Bains in der Schweiz, genehmigt.
Budget für das Geschäftsjahr 2013/14
In der Sitzung vom April 2013 wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2013/14 vom Vorstand vorgelegt und vom Aufsichtsrat verabschiedet. Ebenso wurde die überarbeitete Mittelfristplanung präsentiert und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.
Neufassung der Geschäftsordnung für den Vorstand
Ebenfalls in der Sitzung vom April 2013 wurde die Geschäftsverteilung des Vorstands der IMMOFINANZ AG nach dem Ausscheiden von Dr. Manfred Wiltschnigg (per 31. März 2013) neu strukturiert.
Dr. Eduard Zehetner hat sämtliche Bereiche von Dr. Manfred Wiltschnigg übernommen. Eine Aufstellung der Geschäftsverteilung des Vorstands ist im Kapitel Corporate Governance Bericht auf Seite 51 ersichtlich.

V.l.n.r.: Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler, Mag. Klaus Hübner
Verlängerung Vorstandsmandat
Bereits außerhalb des Berichtszeitraums wurde das Vorstandsmandat von Mag. Birgit Noggler als Finanzvorstand um vier Jahre verlängert. Somit läuft ihr Mandat bis 30. September 2017.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats, der im Berichtsjahr zweimal tagte, ist u.a. für die Überwachung der Rechnungslegungsprozesse, für die Kontrolle der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung zuständig. Zusätzlich überwacht der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems der Gesellschaft.
In der März-Sitzung wurde der Zwischenbericht über erfolgte Revisionsprüfungen und Umsetzung der Revisionsempfehlungen im Unternehmen in Form eines Revisionsplans dem Aufsichtsrat vorgelegt.
Die Vorbereitung des Vorschlags für die Auswahl des Abschlussprüfers, die Prüfung des Jahresabschlusses der IMMOFINANZ AG samt Lagebericht sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Corporate Governance Berichts, jeweils für das Geschäftsjahr 2012/13, fand in der Sitzung des Prüfungsausschusses
im August 2013 statt. Über die Prüfungsergebnisse wurde Bericht an den gesamten Aufsichtsrat erstattet.
Strategieausschuss
Die Festlegung der strategischen Ausrichtung, der Investitionen und Devestitionen des Unternehmens zählen zu den Aufgaben des Strategieausschusses.
Personal- und Nominierungsausschuss
Die Zuständigkeit des Personal- und Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats umfasst die Bestellung und Vergütung von Vorstandsmitgliedern sowie deren Anstellungsverträge. Der Personal- und Nominierungsausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 eine Sitzung abgehalten.
Umfassende Information durch Vorstand
Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat umfassend, laufend und zeitnah über die Geschäfts- und Finanzlage des Unternehmens. Neben den oben angeführten Themen hat der Aufsichtsrat auch intensiv über die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Finanzierungssituation, die Entwicklungen am Kapitalmarkt und die Situation in den Zielmärkten des Unternehmens diskutiert. Besonderer Fokus wurde auf die Optimierung des Immobilienportfolios und dessen Finanzierung gelegt. Aktuelle Einzelthemen wurden außerhalb der Sitzungen in direkten Gesprächen zwischen dem Vorstand, dem

V.l.n.r.: Dr. Michael Knap, Dr. Rudolf Fries
Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Mitgliedern des Aufsichtsrats erörtert.
Feststellung des Jahresabschlusses 2012/13
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den nach UGB erstellten Jahresabschluss 2012/13 samt Lagebericht, den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss 2012/13 samt Konzernlagebericht, den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie den Corporate Governance Bericht 2012/13 vorgelegt. Der Jahresabschluss 2012/13 samt Lagebericht und der Konzernabschluss 2012/13 samt Konzernlagebericht wurden von Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie die Prüfberichte des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss im Beisein von Vertretern des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers und des Vorstands eingehend erörtert und gemäß § 96 AktG geprüft. Als Ergebnis dieser Prüfung und Erörterung haben die Mitglieder des Prüfungsausschusses einstimmig beschlossen, dem Aufsichtsrat die uneingeschränkte Annahme zu empfehlen. Vom Aufsichtsrat wurde der Jahresabschluss zum 30. April 2013 gebilligt und damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der IMMOFINANZ Group für ihr herausragendes Engagement und den Aktionärinnen und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen.
Wien, 2. August 2013
Für den Aufsichtsrat
Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler Vorsitzender
Corporate Governance Bericht
Corporate Governance Bericht der IMMOFINANZ AG für 2012/13
Bekenntnis zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der IMMOFINANZ AG bekennen sich zu den Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) und damit zur Transparenz und zu einer stets guten Unternehmensführung. Der Österreichische Corporate Governance Kodex, der erstmals im Jahr 2002 vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance ausgearbeitet wurde, ist ein vitaler Bestandteil des österreichischen Kapitalmarktsystems und damit ein wesentliches Instrument, um das Vertrauen der Anleger in die Leitung und Überwachung von Unternehmen zu stärken. Er ist eine freiwillige Selbstverpflichtung, die über die gesetzlichen Anforderungen an eine börsennotierte Aktiengesellschaft hinausgeht und vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungen regelmäßig überprüft und angepasst wird. Der Kodex (in der Fassung Juli 2012) ist auf der Homepage der IMMOFINANZ AG sowie auf der Website des Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.
Freiwillige Selbstverpflichtung für Transparenz und gute Unternehmensführung
Der Corporate Governance Kodex enthält außer wichtigen gesetzlichen Vorgaben (L-Regeln, "Legal Requirement") international übliche Vorschriften, deren Nichteinhaltung erklärt und begründet werden muss (C-Regeln, "Comply or Explain"). Darüber hinaus enthält er Regeln, die einen Empfehlungscharakter haben (R-Regeln, "Recommendation").
Die IMMOFINANZ AG hat den ÖCGK im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 eingehalten. Zu den "Comply or Explain"-Regeln lagen keine Abweichungen vor.
Aktionäre und Hauptversammlung
Das Grundkapital der IMMOFINANZ AG ist per 30. April 2013 in 1.128.952.687 Stückaktien unterteilt.
Die Aktien der IMMOFINANZ AG befinden sich überwiegend im Streubesitz. Der Gesellschaft ist auf Basis der ihr zugegangenen Meldungen bekannt, dass der Aktionär Dr. Rudolf Fries per 30. April 2013 direkt und indirekt über 5% der Aktien (5,8% der Aktien) besessen hat. Im Rahmen der Finanzierungen mit eigenen Aktien hat die IMMOFINANZ AG 67.737.161 Stück IMMOFINANZ-Aktien im Jänner 2013 an J.P. Morgan Securities plc, London, veräußert. JPMorgan Chase & Co. hat der Gesellschaft am 11. Jänner 2013 bekannt gegeben, gemeinsam mit kontrollierten Unternehmen einen relevanten Anteil hinsichtlich IMMOFINANZ-Aktien entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 6,1% des Grundkapitals der IMMOFINANZ AG zu halten.
Aktionäre werden bei der Ausübung ihrer Rechte unterstützt
Alle Aufsichtsratsmitglieder wurden von der Hauptversammlung gewählt. Die IMMOFINANZ AG ist stets bestrebt, ihre Aktionäre bei der Teilnahme an der Hauptversammlung sowie bei der Ausübung ihrer Rechte zu unterstützen. Gemäß dem AktRÄG 2009 und dem ÖCGK erfolgt die Einberufung spätestens vier Wochen vor der ordentlichen Hauptversammlung und spätestens drei Wochen vor einer außerordentlichen Hauptversammlung. Ebenso sind alle Unterlagen, soweit möglich, drei Wochen vor der Hauptversammlung auf der Website der Gesellschaft zu veröffentlichen und bleiben bis zum Ablauf eines Monats nach der Hauptversammlung auf der Website zugänglich. Abstimmungsergebnisse sowie die allfällig geänderte Satzung werden umgehend auf der Website zur Verfügung gestellt.
Vorstand
Der Vorstand der IMMOFINANZ AG bestand bis zum 31. März 2013 aus vier, ab dem 1. April 2013 aus drei Vorstandsmitgliedern. Dr. Manfred Wiltschnigg hat den Vorstand per 31. März 2013 auf eigenen Wunsch verlassen. Zusammenarbeit und Aufgabenverteilung wurden nach dem Ausscheiden von Dr. Manfred Wiltschnigg in der Geschäftsordnung des Vorstands neu geregelt. Die Verantwortungsbereiche gemäß Geschäftsordnung sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Vorstandsvorsitzender ist derzeit Dr. Eduard Zehetner. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012/13 eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand beschlossen und die Geschäftsverteilung aktualisiert.
Nach Ablauf des Berichtszeitraums wurde das Mandat von Mag. Birgit Noggler als Finanzvorstand für die Dauer von weiteren vier Jahren verlängert und läuft somit bis 30. September 2017.
| Persönliche Angaben | Dr. Eduard Zehetner, geb. 9. August 1951 |
|---|---|
| Funktionsperiode | Bestellt seit 21. November 2008 bis 30. November 2014 |
| Verantwortungsbereich | Vorsitzender, Entwicklung und Bewirtschaftung kommerzieller Büro und Einzelhandelsimmobilien, Corporate Finance, Recht, Investor und Public Relations, kommerzielle und strategische Beteiligungen und Fonds zusätzlich ab 1. April 2013: Bewirtschaftung kommerzieller Logistikimmobilien inklusive operati ver Beteiligungen, Portfoliostrategie und -management, kommerzielle Immobilientransaktionen |
| Weitere Aufsichtsratsmandate1 | > A.M.I Agency for Medical Innovation GmbH – Mitglied Aufsichtsrat > "HSF" Vermögensverwaltung GmbH – Geschäftsführer > Privatstiftung Sparkasse Niederösterreich – Mitglied Aufsichtsrat >Sparkasse Niederösterreich Mitte West Aktiengesellschaft – Mitglied Aufsichtsrat > Bis 12. November 2012: GriffnerHaus AG – AR stv. Vorsitzender |
1 oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
| Persönliche Angaben | Mag. Birgit Noggler, geb. 10. September 1974 | |||
|---|---|---|---|---|
| Funktionsperiode | Bestellt seit 1. Oktober 2011 bis 30. September 2017 | |||
| Verantwortungsbereich | Rechnungs- und Berichtswesen, Controlling, Steuern, Allgemeiner Ein kauf, Objektfinanzierung, Treasury; Interne Revision, Internes Kontroll system und Risikomanagement, wobei die Bereiche in ihrer Gesamt heit in die Verantwortung des Gesamtvorstands fallen, Prozessent wicklung |
|||
| Persönliche Angaben | Mag. Daniel Riedl FRICS, geb. 7. September 1969 | |||
| Funktionsperiode | Bestellt seit 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2014 | |||
| Verantwortungsbereich | Immobilienentwicklung, -bewirtschaftung und -transaktionen im Wohnbau (inklusive Beteiligungen wie BUWOG, ESG und Adama), Per sonalwesen, Informationstechnologie, Marketing |
| Persönliche Angaben | Dr. Manfred Wiltschnigg MRICS, geb. 28. April 1962 |
|---|---|
| Funktionsperiode | Bestellt von 29. April 2010 bis 31. März 2013 |
| Verantwortungsbereich | Bewirtschaftung kommerzieller Logistikimmobilien inklusive operati ver Beteiligungen, Portfoliostrategie und -management, kommerzielle Immobilientransaktionen |




Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organen basiert auf einer offenen und konstruktiven Diskussion. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung und alle damit verbundenen Themen. Bei wichtigen Anlässen, insbesondere bei Themen, die für die Rentabilität und Liquidität der IMMOFINANZ Group von großer Bedeutung sind, informiert der Vorstand das Präsidium des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen.
Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen sowie einen erfolgsabhängigen und damit variablen Prämienbestandteil, der derzeit bis zu 75% der Fixbezüge ausmacht. Kriterium für die Erfolgsbeteiligung ist das Erreichen qualitativer und quantitativer Ziele, welche sich an der Erreichung relativer (Budget) und absoluter Ergebnisziele orientieren. In Abweichung davon beträgt der variable Prämienbestandteil der Vergütung des Vorstandsvorsitzenden 0,5% des Betrags der ausgeschütteten Dividende vor Kapitalertragsteuer. In allen Vorstandsverträgen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten, die Ansprüche im Falle einer vorzeitigen Beendigung regeln.
Die Mitglieder des Vorstands erhalten darüber hinaus eine beitragsorientierte Betriebspension in der Höhe von bis zu 10% p.a. der Fixbezüge als Entgeltbestandteil. Die Offenlegung der Höhe dieser Beiträge erfolgt im Anhang zum Konzernabschluss.
Für die Organe der IMMOFINANZ AG wurde eine Manager-Vermögensschadenshaft pflichtversicherung (D&O Versicherung) mit einem Deckungsumfang von EUR 40 Mio. abgeschlossen. Diese Versicherung sieht für versicherte Personen keinen Selbstbehalt vor.
Im Mai 2012 wurden jenen drei Vorstandsmitgliedern, die in der Sanierungsphase von 2008 bis 2011 tätig waren, Sanierungsprämien im Gesamtbetrag von EUR 3 Mio. zuerkannt. Die IMMOFINANZ-Gruppe wurde aus der existenzbedrohenden Krise im Geschäftsjahr 2008/09 herausgeführt und das Eigenkapital und der NAV erheblich gesteigert. Es wurden Dividendenzahlungen möglich.
| IMMOFINANZ AG Vorstandsbezüge GJ 2012/13 in TEUR | Fixum | Variabel | Sanierungsprämie | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Eduard Zehetner | 1.400 | 776 | 1.000 | 3.176 |
| Mag. Daniel Riedl FRICS | 720 | 270 | 1.000 | 1.990 |
| Mag. Birigit Noggler | 300 | 193 | 493 | |
| Dr. Manfred Wiltschnigg MRICS 1 | 719 | 253 | 1.000 | 1.972 |
| 3.139 | 1.492 | 3.000 | 7.631 |
1 Bis 31. März 2013
Leistungsbezogene Aufsichtsratvergütung
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten gemäß Beschluss der 19. ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Oktober 2012 für das Geschäftsjahr 2011/12 eine Vergütung von insgesamt EUR 300.300,00. Die Vergütung des Aufsichtsrats wird alljährlich von der Hauptversammlung beschlossen. Die Beschlussfassung über die Vergütung für das Geschäftsjahr 2012/13 erfolgt daher in der kommenden 20. ordentlichen Hauptversammlung am 2. Oktober 2013. Die Verteilung der Aufsichtsratvergütung für das Geschäftsjahr 2011/12 erfolgte mit einer fixen Vergütung von EUR 25.000,00 als Basis, zuzüglich EUR 3.588,57 für die Tätigkeit in einem Ausschuss. Als Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde das Zweifache, jene für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache eines einfachen Aufsichtsratsmitglieds festgesetzt.
| IMMOFINANZ AG Vergütung AR GJ 2011/12 | Fixum | Ausschuss1 | Anzahl der Mandate in Ausschüssen | Zwischensumme | Vorsitz/Stv. Vorsitz2 | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Univ.-Prof. Dr. Herbert Kofler | 25.000 | 3.588,57 | 3 | 35.765,71 | 2,00 | 71.531,42 |
| Dr. Michael Knap | 25.000 | 3.588,57 | 3 | 35.765,71 | 1,50 | 53.648,57 |
| Mag. Christian Böhm | 25.000 | 3.588,57 | 1 | 28.588,57 | 1,00 | 28.588,57 |
| Mag. Vitus Eckert | 25.000 | 3.588,57 | 1 | 28.588,57 | 1,00 | 28.588,57 |
| Dr. Rudolf Fries | 25.000 | 3.588,57 | 2 | 32.177,14 | 1,00 | 32.177,14 |
| Mag. Klaus Hübner | 25.000 | 3.588,57 | 1 | 28.588,57 | 1,00 | 28.588,57 |
| Dr. Guido Schmidt-Chiari | 25.000 | 3.588,57 | 1 | 28.588,57 | 1,00 | 28.588,57 |
| Nick J. M. van Ommen, MBA | 25.000 | 3.588,57 | 1 | 28.588,57 | 1,00 | 28.588,57 |
| 200.000 | 28.708,56 | 13 | 246.651,41 | 300.299,98 |
1 Ausschussmitglied im Geschäftsjahr 2011/12
2 Vorsitz/Stv. Vorsitz iim Geschäftsjahr 2011/12
Aufsichtsrat und Ausschüsse
Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand und unterstützt ihn bei der Leitung des Unternehmens, insbesondere bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung. Neben seiner primären Aufgabe als Überwachungs- und Unterstützungsorgan ist der Aufsichtsrat stets bemüht, im Sinne der Selbstevaluierung, die Effizienz seiner Arbeit kontinuierlich zu steigern. Er besteht derzeit aus sieben Mitgliedern, die alle von der Hauptversammlung gewählt wurden. Im Berichtsjahr fanden eine konstituierende Sitzung und sechs ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt.
Der Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse eingerichtet:
Prüfungsausschuss
Herbert Kofler – Vorsitzender und Finanzexperte Michael Knap – Stellvertreter Christian Böhm Rudolf Fries
Der Prüfungsausschuss befasst sich mit Fragen der Rechnungslegung sowie mit der Prüfung von Gesellschaft und Konzern. Er ist für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts, die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Corporate Governance Berichts zuständig. Weitere Aufgaben sind die Überwachung der Rechnungslegung, der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, der Abschlussprüfung sowie die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Im Geschäftsjahr 2012/13 tagte der Prüfungsausschuss in zwei Sitzungen. Den gesetzlichen Vorgaben sowie dem Kodex entsprechend gehört dem Prüfungsausschuss mindestens ein Finanzexperte an.
Strategieausschuss
Herbert Kofler – Vorsitzender Michael Knap – Stellvertreter Vitus Eckert Rudolf Fries Nick J. M. van Ommen
Der Strategieausschuss ist für die kontinuierliche Prüfung der Konzernstrategie und Beratung des Vorstands bei deren Festlegung zuständig. Er berücksichtigt die strategischen Entwicklungsmöglichkeiten mit dem Ziel der Verbesserung der Wettbewerbsposition und der nachhaltigen Wertschöpfung für die Aktionäre. Der Strategieausschuss ist auch zur Entscheidung in dringenden Fällen befugt, wenn die Entscheidung des Aufsichtsratsplenums nicht zeitgerecht eingeholt werden konnte. In der nächstfolgenden Aufsichtsratssitzung wird über derartige Genehmigungen berichtet.
Personalausschuss
Herbert Kofler– Vorsitzender Michael Knap – Stellvertreter Klaus Hübner Vitus Eckert
Der Personal- und Nominierungsausschuss beschäftigt sich mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt ihrer Anstellungsverträge und unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate in Vorstand und Aufsichtsrat. Der Personalausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Sitzung abgehalten.
Unabhängigkeit und Vermeidung von Interessenkonflikten
Die Vorstandsmitglieder haben ihre Beschlüsse frei von Eigeninteressen und Interessen bestimmender Aktionäre, sachkundig und unter Beachtung aller relevanten Rechtsvorschriften zu fassen. Sie müssen persönliche Interessen an Transaktionen der Gesellschaft sowie sonstige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenlegen und die anderen Vorstandsmitglieder informieren. Aufsichtsratsmandate in konzernfremden Gesellschaften dürfen von Vorstandsmitgliedern nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats angenommen werden. Das gesetzlich geltende Wettbewerbsverbot wurde nicht aufgehoben.
Auch die Aufsichtsratsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet und haben allfällige Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen. Sie nehmen keine Organfunktionen in anderen Gesellschaften wahr, die zur IMMOFINANZ AG in Wettbewerb stehen.
Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Rudolf Fries und Mag. Vitus Eckert sind Gesellschafter der Rechtsanwaltskanzlei Eckert Fries Prokopp Rechtsanwälte GmbH, Baden bei Wien. Die Rechtsanwaltskanzlei hat für Rechtsberatung von Gesellschaften der IMMOFINANZ Group im Geschäftsjahr 2012/13 in Summe EUR 53.130,70 verrechnet. Die mit der Kanzlei vereinbarten Honorarkonditionen, insbesondere Stundensätze, sind marktüblich.
Von einer Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ Group (BUWOG-Facility Management GmbH) werden Immobilien der ARSENAL Immobilien Development GmbH verwaltet. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Rudolf Fries ist Geschäftsführer dieser Gesellschaft und die Dr. Rudolf FRIES Familienprivatstiftung ist (mittelbare) Gesellschafterin dieser Gesellschaft. Für die Immobilienverwaltung ist ein marktübliches Entgelt vereinbart. Im Geschäftsjahr 2012/13 ist insgesamt für die Immobilienverwaltung ein Entgelt von EUR 316.474,74 angefallen.
Die IMMOFINANZ AG leistet als Entgeltbestandteile für ihre Vorstandsmitglieder Zahlungen an die APK PensionskasseAG. Es handelt sich dabei um Betriebspensionen der Vorstandsmitglieder zu marktüblichen Bedingungen. Das Aufsichtsratsmitglied Mag. Christian Böhm ist Mitglied des Vorstands dieser Gesellschaft. Die Summe der im Geschäftsjahr 2012/13 geleisteten Beiträge ist im Anhang zum Konzernabschluss ersichtlich.
Abgesehen davon bestehen keine Verträge im Sinne der Regel L-48 zwischen Mitgliedern des Aufsichtsrats oder Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, einerseits, und der IMMOFINANZ AG oder Tochterunternehmen, andererseits.
Die Aufsichtsratsmitglieder der IMMOFINANZ AG haben Regel C-53 und die im Anhang 1 des Österreichischen Corporate Governance Kodex angeführten Leitlinien als Kriterien für ihre Unabhängigkeit definiert. Alle Mitglieder haben sich nach diesen Kriterien als unabhängig erklärt. Von Beteiligungsgesellschaften im "Einflussbereich" des Aufsichtsratsmitglieds Dr. Rudolf Fries wurden zum 30. April 2013 rund 5,8% der Stimmrechte an der IMMOFINANZ AG gehalten. Kein Aufsichtsratsmitglied vertritt einen Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% oder dessen Interessen. Im Aufsichtsrat sind weder ehemalige Vorstandsmitglieder noch leitende Angestellte der Gesellschaft vertreten.
Leitlinien für die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats
Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.
Der Aufsichtsrat hat als Kriterien für die Beurteilung der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds die folgenden, in Anhang 1 zum ÖCGK enthaltenen Leitlinien, festgelegt:
-
Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft.
-
Das Aufsichtsratsmitglied unterhält zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang oder hat im letzten Jahr ein solches unterhalten. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Konzern. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel L-48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
-
Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
-
Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsrat ist.
-
Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen Anteileigners vertreten.
-
Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.
Eindeutige Kriterien regeln die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
Compliance
Der Vorstand hat nach den Vorgaben der Emittenten-Compliance-Verordnung zur Vermeidung von Insiderverstößen interne Richtlinien für die Informationsweitergabe im Unternehmen erlassen. Den Vorschriften dieser Compliance-Richtlinie sind alle für die IMMOFINANZ AG tätigen Mitarbeiter und Organe unterworfen. Dies entspricht dem Bestreben des Vorstands, die Gleichbehandlung aller Aktionäre, eine Vermeidung von Interessenkollisionen und die Wahrung der Interessen aller Anspruchsgruppen sicherzustellen. Die Einhaltung der Compliance-Richtlinie wird kontinuierlich überwacht.
Directors' Dealings
Gemäß § 48d Abs. 4 Börsegesetz haben Personen mit Führungsaufgaben und Personen, die in enger Beziehung zu einer Führungskraft stehen, die von ihnen getätigten An- oder Verkäufe von IMMOFINANZ Aktien der Finanzmarktaufsicht zu melden. Die Transaktionsmeldungen werden auf der Website der IMMOFINANZ AG mittels Link auf die entsprechende Website der Finanzmarktaufsicht veröffentlicht. Nachstehend eine Übersicht über den direkten und indirekten Aktienbesitz der Organmitglieder.
Volle Transparenz bei Transaktionen
Vorstand per 30. April 2013
| Name | IMMOFINANZ-Aktien |
|---|---|
| Dr. Eduard Zehetner | 1.676.788 |
| Mag. Birgit Noggler | 220.000 |
| Mag. Daniel Riedl FRICS | 400.942 |
Aufsichtsrat per 30. April 2013
| Name | IMMOFINANZ-Aktien |
|---|---|
| Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler | 65.400 |
| Dr. Michael Knap | 1.250 |
| Mag. Christian Böhm | 0 |
| Mag. Vitus Eckert | 20.000 |
| Beteiligungsgesellschaften im "Einflussbereich" von Dr. Rudolf Fries | 65.006.048 |
| Mag. Klaus Hübner | 80.000 |
| Nick J. M. van Ommen, MBA | 40.000 |
Interne Revision und Risikomanagement
In Konformität mit der Regel C-18 des Österreichischen Corporate Governance Kodex ist die Interne Revision als eigene Stabsstelle des Vorstands eingerichtet. Über den Revisionsplan und die damit verbundenen Ergebnisse wird mindestens einmal jährlich dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.
Externe Evaluierung
Die Einhaltung der Bestimmungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex durch die IMMOFINANZ AG wurde von Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH evaluiert und bestätigt. Das Ergebnis dieser Evaluierung steht auf www.immofinanz.com zum Download bereit.
Frauen in der IMMOFINANZ AG
IMMOFINANZ AG bietet weiblichen und männlichen Mitarbeitern gleiche Vergütung, gleiche Aufstiegschancen und gleichberechtigte Zusammenarbeit. Im Geschäftsjahr 2012/13 waren in Führungspositionen 25% Frauen tätig. Der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft beträgt 63%. Coaching-Maßnahmen, bei denen fachliche Weiterentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung im Fokus stehen, sollen dafür sorgen, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der IMMOFINANZ AG stetig steigt.
Mit Mag. Birgit Noggler wurde im September 2011 erstmals eine Frau in den Vorstand der IMMOFINANZ AG berufen. Sie war zu diesem Zeitpunkt der einzige weibliche CFO eines ATX-Unternehmens.

Stehend v.l.n.r.: Nick J. M. van Ommen, MBA, Mag. Vitus Eckert, Dr. Michael Knap, Dr. Rudolf Fries
Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler geb. 14. Mai 1949 Vorsitzender des Aufsichtsrats Jahr der Erstbestellung: 2008 Ende der Funktionsperiode: 2017
Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden börsennotierten Gesellschaften:
-
Vorsitzender des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme AG, Deutschland
-
Emeritierter Universitätsprofessor (ehemaliger Vorstand des Instituts für Finanzmanagement, Alpen Adria Universität Klagenfurt)
Mag. Christian Böhm
geb. 20. September 1958 Mitglied Jahr der Erstbestellung: 2010 Ende der Funktionsperiode: 2014
Vorstandsvorsitzender in folgenden Gesellschaften:
-
APK Pensionskasse AG > APK Versicherung AG
-
APK Vorsorgekasse AG
Dr. Michael Knap
geb. 18. Mai 1944 Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Jahr der Erstbestellung: 2008 Ende der Funktionsperiode: 2016
Mag. Vitus Eckert
geb. 14. Juli 1969 Mitglied Jahr der Erstbestellung: 2008 Ende der Funktionsperiode: 2016
Vizepräsident IVA Interessenverband für Anleger, Wien
Rechtsanwalt, Partner der Eckert Fries Prokopp Rechtsanwälte GmbH, Baden bei Wien

Sitzend v.l.n.r.: Mag. Christian Böhm, Mag. Klaus Hübner, Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler
Dr. Rudolf Fries
geb. 9. Mai 1958 Mitglied Jahr der Erstbestellung: 2008 Ende der Funktionsperiode: 2016
Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden börsennotierten Gesellschaften:
-
Vorsitzender des Aufsichtsrats der EAG-Beteiligungs Aktiengesellschaft, Österreich
-
Rechtsanwalt, Partner der Eckert Fries Prokopp Rechtsanwälte GmbH, Baden bei Wien
Dr. Guido Schmidt-Chiari
geb. 13. September 1932 Mitglied bis 5. Oktober 2012 Jahr der Erstbestellung: 1998 Ende der Funktionsperiode: 2012
Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Creditanstalt-Bankverein AG
Mag. Klaus Hübner
geb. 9. November 1952 Mitglied Jahr der Erstbestellung: 2010 Ende der Funktionsperiode: 2014
Wirtschaftstreuhänder
Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder
Nick J. M. van Ommen, MBA
geb. 17. August 1946 Mitglied Jahr der Erstbestellung: 2008 Ende der Funktionsperiode: 2016
Mitglied des Aufsichtsrats in folgenden börsennotierten Gesellschaften:
-
BABIS VOVOS INTERNATIONAL CONSTRUCTION S.A., Griechenland
-
Intervest Retail Actions au Port. O.N., Belgien
-
Intervest Offices SICAFI Actions Nom. O.N., Belgien
-
W.P. Carey & Co. LLC, USA
-
Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der European Public Real Estate Association (EPRA)
-

Investor Relations
Kapitalmarktumfeld und Kursentwicklung
Die internationale Schuldenkrise und die Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind weiterhin dominierendes Thema an den Kapitalmärkten. Vor allem in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 prägten Sorgen um die Stabilität des Bankensektors und die stagnierende bis rezessive Wirtschaftsentwicklung die Börsenkurse. Bereits im 2. Quartal gab es aber auch erfreuliche Impulse. Die Ankündigungen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank Federal Reserve, zusätzliche Liquidität in die Märkte zu pumpen, beflügelten die Aktienkurse. Die positive Entwicklung setzte sich im 3. und 4. Quartal und darüber hinaus fort. Die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Weltkonjunktur, verbunden mit einer weiterhin lockeren Geldpolitik der Notenbanken ließ die Aktienkurse im ersten Halbjahr des Jahres 2013 in Europa und in den USA steigen.
Der ATX, mit 2.118,94 Punkten in den Berichtszeitraum gestartet, schloss am 30. April 2013 mit 2.414,25 Punkten. Der IATX stieg von 149,33 Punkten auf 169,00 Punkte, der Euro STOXX 50 von 2.306,69 auf 2.712,00. Der EPRA/NAREIT Emerging Europe Index kletterte von 905,26 auf 1.037,87 Punkte, der EPRA/NAREIT Developed Europe Index von 1.314,56 auf 1.553,33 Punkte.
Die IMMOFINANZ-Aktie
Die IMMOFINANZ AG notiert mit rund 1,1 Mrd. stimmberechtigten, nennbetragslosen Stückaktien (Inhaberaktien, keine Vorzugs- oder Namensaktien) im Leitindex der Wiener Börse. Der Kurs der IMMOFINANZ-Aktie hat sich im Geschäftsjahr 2012/13 in Wien deutlich nach oben entwickelt, er stieg von EUR 2,66 auf EUR 3,11. Im Berichtszeitraum erreichte die Aktie am 4. Juni 2012 mit einem Schlusskurs von EUR 2,22 ihren Tiefststand, während sie am 19. Dezember 2012 mit EUR 3,42 ihren Höchststand verzeichnete.
IMMOFINANZ-Aktien in Warschau gelistet
Eine der liquidesten CEE-Immobilienaktien
Die Aktien der IMMOFINANZ AG sind seit 7. Mai 2013 an der Börse Warschau im Main Market und seit 24. Juni im WIG Index gelistet. Es handelt sich dabei um ein Zweitlisting ohne Begebung neuer Aktien, das polnischen Anlegern, allen voran Pensionsfonds, ein Investment in IMMOFINANZ erleichtern soll. Die Aktie kann damit an den beiden wichtigsten Börsen in CEE – Warschau und Wien – gehandelt werden und zählt zu den liquidesten Immobilientiteln in der Region. Die Aktie startete mit einem Eröffnungskurs von PLN 13,31 und erreichte bis 16. August 2013 einen Schlusspreis von PLN 13,36. Das seit Einführung gehandelte Volumen beträgt per 16. August 9,1% des gesamten Handelsvolumens an IMMOFINANZ-Aktien an der Wiener und Warschauer Börse.
Dividende an Aktionäre ausbezahlt
Am 5. Oktober 2012 fand im Wiener Austria Center die 19. ordentliche Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG statt. Gemäß dem Beschluss dieser Hauptversammlung wurde für das Geschäftsjahr 2011/12 am 15. Oktober eine Dividende von EUR 0,15 je Aktie ausgeschüttet.
Weitere Dividendenausschüttung geplant
Aufgrund der erfreulichen Unternehmensentwicklungen und der Verbesserung des operativen Ergebnisses plant die IMMOFINANZ Group, bei der Hauptversammlung am 2. Oktober 2013 im Wiener Austria Center eine Dividende von EUR 0,15 pro Aktie vorzuschlagen. Wird bei der Hauptversammlung die Dividende nach österreichischem Steuerrecht als Einlagenrückzahlung gemäß § 4 Abs. 12 Einkommensteuergesetz beschlossen, ist sie für in Österreich ansässige natürliche Personen, die Aktien der IMMOFINANZ AG im Privatvermögen halten, bei der Ausschüttung KESt.-frei.
Aktienrückkaufprogramm 2012/13
Der Vorstand der IMMOFINANZ AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein Aktienrückkaufprogramm 2012/13 für IMMOFINANZ-Aktien (ISIN AT0000809058) beschlossen. Das Rückkaufprogramm war mit Ende des Geschäftsjahres 2012/13 befristet und mit einem Volumen von maximal 20 Mio. Stück limitiert. Dieser Wert wurde am 25. Februar 2013 erreicht, das Aktienrückkaufprogramm wurde damit erfolgreich beendet. Der Durchschnittskurs der rückgekauften Aktien beläuft sich auf EUR 3,12.
IMMOFINANZ startete ADR Programm
Um neue Investoren aus den USA zu gewinnen, hat die IMMOFINANZ AG am 4. Mai 2012 ein gesponsertes Level 1 American Depositary Receipt Programm (ISIN US45253U2015) begeben. American Depositary Receipts (ADR) sind auf US-Dollar lautende Wertpapiere, die US-amerikanischen Investoren ermöglichen, die an der Wiener Börse notierenden Stammaktien der IMMOFINANZ AG am US-Markt indirekt zu kaufen. Depotbank für das ADR Programm der Gesellschaft ist die Deutsche Bank Trust Company Americas.
Analyse der Aktionärsstruktur
Mit einer Börsenkapitalisierung zum 30. April 2013 von EUR 3,5 Mrd. zählt die IMMOFINANZ AG zu den führenden börsennotierten Immobilienunternehmen in Europa. Sie fungiert als Dachgesellschaft der IMMOFINANZ Group und ist eine Publikumsgesellschaft, deren Aktien breit gestreut sind. Der Streubesitz verteilt sich größtenteils auf österreichische Privatanleger sowie nationale und internationale institutionelle Investoren.
Österreichische Privatanleger sind mit rund 39,51% etwas geringer am Unternehmen beteiligt als institutionelle Investoren mit rund 45,19%. Die meisten institutionellen Anleger kommen aus Österreich (14,77%), gefolgt von Nordamerika (6,63%) und Großbritannien (4,36%). Norwegische Investoren haben mit rund 3,75% die Niederlande (3,25%) vom vierten Platz verdrängt.

Struktur privater und institutioneller Anleger nach Ländern
Die Gesellschaft wurde darüber informiert, dass die FRIES Familien-Privatstiftung, die Dr. Rudolf FRIES Familien-Privatstiftung und die Ehegatten Rudolf und Anna Fries sowie in enger Beziehung stehende Personen (alle zusammen "Fries-Gruppe") seit 15. April 2011 direkt und indirekt über 5% der Aktien besitzen. Zum 30. April 2013 hielt die Fries-Gruppe rund 5,8% der Stimmrechte an der IMMOFINANZ AG.
Die US-amerikanische Bank JPMorgan Chase & Co. gab am 11. Jänner 2013 bekannt, gemeinsam mit kontrollierten Unternehmen einen relevanten Anteil an IMMOFINANZ-Aktien von rund 6,1% der Stimmrechte am Grundkapital der IMMOFINANZ AG zu halten.
Weitere Meldungen zu Beteiligungen über 4% liegen nicht vor.
Indizes
Die Aktie der IMMOFINANZ AG ist per 30. April 2013 u.a. in folgenden Indizes enthalten:
| Index | Indexverwalter |
|---|---|
| ATX | Wiener Börse |
| ATX five | Wiener Börse |
| ATX Prime | Wiener Börse |
| Immobilien-ATX | Wiener Börse |
| NTX (New Europe Blue Chip Index) | Wiener Börse |
| WBI | Wiener Börse |
| EMEA Real Estate Index | Bloomberg |
| Europe 500 Real Estate Index | Bloomberg |
| World Real Estate Index | Bloomberg |
| Emerging Europe Index | EPRA/NAREIT |
| EURO STOXX Real Estate (Price) EUR | STOXX Ltd. |
| STOXX EUROPE 600 Real Estate (Price) EUR | STOXX Ltd. |
Die Wertpapiere der IMMOFINANZ AG
Die folgenden von der IMMOFINANZ AG emittierten Wertpapiere werden an der Börse gehandelt:
| Bezeichnung | ISIN | Art des Wertpapiers |
|---|---|---|
| IMMOFINANZ-Aktie | AT0000809058 | Aktie |
| Wandelanleihe 2007–2014 | XS0283649977 | Wandelanleihe |
| Wandelanleihe 2007–2017 | XS0332046043 | Wandelanleihe |
| Wandelanleihe 2011–2018 | XS0592528870 | Wandelanleihe |
| Unternehmensanleihe 2012–2017 | AT0000A0VDP8 | Unternehmensanleihe |
Wandelanleihe 2017: Ende der Kündigungsfrist
Am 9. November 2012 endete die Kündigungsfrist für die vorzeitige Rückzahlung der von der IMMOFINANZ AG begebenen 1,25% Wandelanleihe 2017. Von den Inhabern wurden 1.443 Papiere mit einem Nominale von je EUR 100.000 zur Rückzahlung gekündigt. Der Betrag in Höhe von EUR 144,3 Mio. zuzüglich Zinsen wurde aus den vorhandenen Barmitteln der Gesellschaft getilgt. Aushaftend bleibt ein Nominale von EUR 35,1 Mio. Dieses wird am 19. November 2017 getilgt, sofern zwischenzeitlich keine Wandlungen in Aktien der Gesellschaft erfolgen oder die zweite Kündigungsmöglichkeit (19. November 2014) für eine vorzeitige Rückzahlung in Anspruch genommen wird.
Externe Analysen
Die Unternehmensanalysen renommierter Institute sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Investoren. Das Investor Relations Team der IMMOFINANZ Group kommuniziert daher verstärkt jene Informationen, die für fundierte Unternehmensanalysen notwendig sind. Folgende Broker veröffentlichen regelmäßig Analysen über die IMMOFINANZ und ihre Aktie:
| Institution | Datum | Empfehlung | Kursziel |
|---|---|---|---|
| Kepler Cheuvreux | 6. August 2013 | Buy | 4,10 |
| Morgan Stanley | 6. August 2013 | Equal-weight | 3,30 |
| Wood & Company | 5. August 2013 | Buy | 4,08 |
| Kempen & Co | 5. August 2013 | Neutral | 3,10 |
| Baader Bank | 5. August 2013 | Hold | 3,20 |
| Erste Group | 1. August 2013 | Buy | 4,00 |
| Alpha Value | 1. August 2013 | Buy | 3,90 |
| ABN Amro | 25. Juli 2013 | Hold | 3,00 |
| HSBC | 3. Juli 2013 | Overweight | 4,40 |
| Société Generale | 19. Juni 2013 | Hold | 3,25 |
| Raiffeisen Centrobank1 | 2. April 2013 | Buy | 3,50 |
| Credit Suisse | 9. Jänner 2013 | Neutral | 3,10 |
| Deutsche Bank | 7. August 2012 | Hold | 3,00 |
1 RCB setzt Coverage aller Immobilientitel vorübergehend aus.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei EUR 3,53 und damit rund 13,1% über dem aktuellen Kurs vom 16. August 2013 (EUR 3,12).
Kommunikation mit Zielgruppen
Die Investor Relations und Corporate Communications Teams der IMMOFINANZ Group haben die Kommunikation mit Finanzanalysten, institutionellen Investoren, Privatanlegern, Geschäfts- und Vertragspartnern, Mitarbeitern und Medienvertretern weiter intensiviert. Ziel ist, zeitnah und transparent über Unternehmensstrategien, aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse zu informieren.
Starke Roadshow und Konferenzpräsenz
Im Berichtszeitraum waren CEO, CFO und Head of Corporate Finance & Investor Relations bei zahlreichen Roadshows und Konferenzen vor Ort: zum Beispiel in Boston, New York, London, Edinburgh, Zürich, Amsterdam, Paris, Prag, Warschau, Frankfurt, München, Tallin, Helsinki, Oslo, Stockholm, Kopenhagen, Madrid und in Wien. Durch dieses Engagement haben institutionelle Investoren die Möglichkeit, sich im persönlichen Kontakt über das Unternehmen und seine Aktivitäten zu informieren.
Ein Abend mit dem Management
Rund 400 Aktionäre und Interessierte verbrachten am 8. und 9. April 2013 einen Abend mit dem IMMOFINANZ-Management im Vienna Twin Tower. Der Vorstand ging bei dieser Privatanleger-Roadshow auf operative Themen, Strategie und Ergebnisse ein. Die Besucher konnten sich zudem detailliert über die einzelnen Assetklassen sowie über geplante und bereits gestartete Entwicklungsprojekte informieren.
Im Rahmen des 4. Capital Markets Day am 4. Juni 2013 in Wien nutzten rund 35 institutionelle Investoren und Analysten die Gelegenheit, das Wiener Portfolio der IMMOFINANZ Group bei einer Property Tour zu besichtigen.
Online-Kommunikation weiter verstärkt
Die IMMOFINANZ Group hat mit einer umfassenden und mehrsprachigen Darstellung ihres Immobilienportfolios auf properties.immofinanz.com, der Büro-Suchmaschine office.immofinanz.com und dem IMMOFINANZ-Newsletter die Online-Kommunikation ausgebaut. Der IMMOFINANZ Blog (blog.immofinanz.com) ist Gewinner des "Smeil Award 2013" und darf sich damit "Finance Blogger of the Year" nennen.
Aktien-Performance im Überblick
Im Investor Relations Bereich der Unternehmenswebsite stehen im Menüpunkt "Aktie" neben umfassenden Informationen zur IMMOFINANZ-Aktie zwei interaktive Tools zur Verfügung. Diese können wahlweise für die Börse Wien oder die Börse Warschau genutzt werden. Der "Performance Rechner" bietet die Möglichkeit, die bisherige Rendite des Investments unter Berücksichtigung der Anfangsinvestition und der Dividende zu berechnen. Mit dem "Chart Tool" kann der Aktienkurs mit Benchmark-Indizes verglichen werden, zudem sind tagesaktuelle (intraday) und langfristige Kursentwicklungen abrufbar.
Direkter Kontakt, Transparenz & Dialog
Aktionäre sind immer up-to-date
Investor Relations
Panorama

1.600 Bestandsimmobilien
und ausgewählte Entwicklungsprojekte in 16 Ländern können Sie auf der Properties-Website in acht Sprachen auf unterschiedliche Arten erkunden: Mittels interaktiver Landkarte oder als Liste, gefiltert nach Ländern bzw. Städten und Assetklassen. Die Detailansicht bietet kurze Beschreibungen der jeweiligen Immobilien, Kontaktdaten zum Asset Management, Factsheets zum Download sowie Fotos. Sehen Sie selbst! properties.immofinanz.com
1. Platz blog.immofinanz.com
Die Plattform Stockmarket Media Enterpreneur Internet Leadership, eine Initiative von christian-drastil.com, Brokerjet und wikifolio.com, hat 113 deutschsprachige Finanzblogs unter die Lupe genommen und von einer Fachjury und Internet-Usern bewerten lassen. Der IMMOFINANZ Company Blog bekam insgesamt die meisten Stimmen, wurde zum besten Corporate-Finance-Blog gewählt und folglich mit dem "Smeil Award 2013" ausgezeichnet. Auch Kosieger Dirk Elsner lobte unseren Blog, da bei den meisten anderen Corporate Blogs "Selbstdarstellung und PR dominieren". Bei uns ist das nicht so. Überzeugen Sie sich selbst: blog.immofinanz.com


500
haben sich bereits in den ersten Wochen für unser zweisprachiges Newsletter-Service angemeldet. Bei der Roadshow im April entstand die Idee, Privatanle-
ger direkt und zeitnah mit Informationen und Blog-Beiträgen zu versorgen. Das war die Initialzündung für den IMMOFINANZ-Newsletter. Die Anmeldung ist über die Corporate Website möglich: www.immofinanz.com/de/presse/newsletter
Abonnenten 4. Capital Markets Day
Beim 4. Capital Markets Day, der dieses Jahr in Wien stattfand, diskutierten 35 Investoren und Analysten mit dem Vorstand. Viele Fragen drehten sich um die Expansion der IMMOFINANZ Group im deutschen Wohnimmobiliensegment, die Tochter BUWOG und die Dividendenpolitik. Die Antworten hören und sehen Sie im Video zur Veranstaltung: www.immofinanz.com/capitalmarketsday-vienna
PLN 13,31
war der erste Kurs der IMMOFINANZ-Aktie in Warschau am Dienstag, 7. Mai 2013. Beim Listing-Debüt läutete CEO Zehetner kräftig an der Börsenglocke und bekam einen gläsernen Bullen überreicht. Neben Erste Group fungieren auch RCB und Wood & Co. in Warschau als Market Maker.


2 Filme
273 Bilder und Präsentationen zur Privatanleger-Roadshow im Vienna Twin Tower sind verfügbar. Wenn Sie nicht persönlich dabei sein konnten oder die Fakten und Impressionen nochmals nachlesen bzw. Revue passieren lassen wollen, besuchen Sie: privatanleger. immofinanz.com
10,3% Gesamtrendite
brachten die osteuropäischen IMMOFINANZ-Immobilien im Jahr 2012. Mit diesem Wert hat das IMMOFINANZ-CEE-Portfolio im jährlichen Benchmark-Vergleich von Investment Property Databank (IPD) den ersten Rang belegt. Für die Gesamtrendite der CEE-Immobilien von 2010 bis 2012 wurden wir mit dem "IPD Property Investment Award in Central & Eastern Europe for balanced funds" ausgezeichnet. Das IMMOFINANZ-Portfolio weist im Dreijahreszeitraum eine durchschnittliche Rendite von 10,9% auf.
Highlights im Geschäftsjahr 2012/13
IMMOFINANZ AG startet ADR Programm in den USA 4. Mai 2012
Neuer Mieter für Office Cube – Vermarktung erfolgreich abgeschlossen 7. Mai 2012
IMMOFINANZ Group setzt Portfoliooptimierung erfolgreich fort: Verkauf von vier Objekten in Österreich 8. Mai 2012

Übernahme von Golden Babylon Rostokino in Moskau unter Dach und Fach 16. Mai 2012
Panta Rhei:
IMMOFINANZ Group startet mit spektakulärem Büroprojekt am Düsseldorfer Flughafen erstes Eigendevelopment in Deutschland 24. Mai 2012
Dębowe Tarasy (Phase III): IMMOFINANZ Group realisiert erstes eigenes Wohnbauentwicklungsprojekt in Polen 6. Juni 2012
IMMOFINANZ AG startet mit Roadshow für Unternehmensanleihe 13. Juni 2012
Bookbuilding und Pricing für Unternehmensanleihe abgeschlossen 14. Juni 2012
IMMOFINANZ Group kauft Selfstorage-Objekt im niederländischen Den Bosch 15. Juni 2012
International erfolgreicher Mieter für Szépvölgyi Business Park in Ungarn 11. Juli 2012
IMMOFINANZ Group präsentiert Ergebnis 2011/12 trotz volatilem Umfeld mit operativer
IMMOFINANZ Group gewinnt Ankermieter für Büroentwicklungsprojekt Panta Rhei 9. August 2012
Zinshaus-Verkauf in Wien bringt über EUR 33 Mio. 20. August 2012
Mai 2012 Juni Juli August September Oktober
Gerling Quartier in Köln nun im Eigentum der IMMOFINANZ Group 5. September 2012
Aktienrückkaufprogramm 2012–2013 beschlossen 24. September 2012
IMMOFINANZ Group im 1. Quartal 2012/13 operativ stark: Mieteinnahmen und Cashflow signifikant erhöht 25. September 2012

Silesia City Center unter den Besten im Ranking der polnischen Shopping Center 28. September 2012
IMMOFINANZ Group bringt STOP.SHOP. nach Österreich 1. Oktober 2012
Start des prestigeträchtigen Immobilienentwicklungprojekts Tarasy Zamkowe in Polen 2. Oktober 2012
Dividendenausschüttung von 15 Cent/Aktie für das GJ 2011/12 5. Oktober 2012
Helaba gewährt IMMOFINANZ Group eine langzeitige Refinanzierung für zwei Bürogebäude in Warschau in Höhe von rund EUR 80 Mio. 9. Oktober 2012
Start der zweiten Bauphase für zwei Wohnbauprojekte in Rumänien 15. Oktober 2012
Portfoliooptimierung: Verkauf von Wiener Zinshäusern, Österreich 30. Oktober 2012


IMMOFINANZ Group feiert Richtfest im Gerling Quartier 6. November 2012
Grundsteinlegung für Panta Rhei-Bürogebäude am Düsseldorfer Flughafen 7. November 2012
IMMOFINANZ Group schließt in Ungarn eines der größten Mietgeschäfte des Jahres im Segment Logistik ab 15. November 2012

Drei Mietverträge über 18.000 m² im Budapester Atrium Park verlängert 4. Dezember 2012
Startschuss für Casa Stupenda in Deutschland – weltgrößtes Plusenergiehaus 6. Dezember 2012
IMMOFINANZ Group verstärkt ihre Aktivitäten in Polen: Baustart für Büroentwicklungsprojekt Nimbus 13. Dezember 2012
IMMOFINANZ AG beabsichtigt Finanzierung unter Verwendung eigener Aktien 17. Dezember 2012
IMMOFINANZ Group erhöht im 1. Halbjahr 2012/13 Mieterlöse und Cashflow 19. Dezember 2012
November Dezember Jänner 2013 Februar März April
IMMOFINANZ Group verkauft Bürogebäude in Prag 7. Jänner 2013
BUWOG baut Neugeschäft in Berlin stark aus 10. Jänner 2013
Veräußerung und Erwerb von Aktien der IMMOFINANZ AG in Zusammenhang mit der Finanzierung unter Verwendung eigener Aktien ist erfolgt 11. Jänner 2013
BUWOG erwirbt Grundstück in Berlin-Charlottenburg 21. Jänner 2013

IMMOFINANZ Group erweitert Web-Auftritt: Informationen und Fotos zu über 1.600 Immobilien online 23. Jänner 2013
IMMOFINANZ Group verkauft zwei Wiener Büroobjekte, drei Logistikobjekte in Deutschland und eine Logistikimmobilien in Frankreich Jän.–Feb. 2013
IMMOFINANZ Group verkauft Kempinski-Residences und Grand Hotel in St. Moritz, Schweiz 18. Februar 2013
Tochter BUWOG reduziert CO2-Ausstoß jährlich um 13.300 Tonnen 18. Februar 2013
Closing des Kempinski Grand Hotel des Bains Verkaufs in St. Moritz erfolgt 22. Februar 2013
IMMOFINANZ Group hat im Retail-Segment in Ungarn mit H&M einen neuen Großmieter gewonnen 7. März 2013
IMMOFINANZ Group steigert operatives Ergebnis in den ersten drei Quartalen 2012/13 20. März 2013
Tochter BUWOG verkauft Wohnungsportfolio in Kärnten an die ÖSW-Gruppe 8. April 2013
IMMOFINANZ Group veranstaltet Privatanleger Roadshow 8. und 9. April 2013

Silesia City Center zählt zu den Gewinnern der "ICSC European Shopping Center Awards 2013" 19. April 2013

Tochter BUWOG kauft Berliner Wohnungsportfolio in Berlin-Neukölln, Deutschland 22. April 2013
Konzernlagebericht
Konzernlagebericht


Wirtschaftsentwicklung in den Kernländern der IMMOFINANZ Group
Analysen und Prognosen
Stärkeres Wirtschaftswachstum ab 2014 prognostiziert
Wirtschaftsentwicklung
Trotz kurzfristiger Erholungsmeldungen belebt sich die Weltwirtschaft langfristig nur sehr schleppend. Das Wachstum des Welt BIP (Bruttoinlandsprodukt) für 2013 wurde von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) im Mai 2013 mit 3,1% prognostiziert, was abermals eine Revidierung nach unten darstellt (im November 2012 erwartete die OECD noch 3,4%). Der prognostizierte Wert entspricht in etwa dem im Jahr 2011 (3,7%) und 2012 (3,0%) erzielten Wachstum, ist aber deutlich von den im Jahr 2010 erzielten 5% entfernt. Die langsame Erholung der Industrieländer erweist sich dabei als Schwachpunkt, die Wirtschaft in den Entwicklungs- und Schwellenländern gewinnt bereits wieder an Wachstumstempo. Eine deutliche Besserung der Lage an den weltweiten Finanzmärkten durch die Unterstützung der Geldpolitik und ein langsam zurückkehrendes Vertrauen in die Wirtschaft sollen ab 2014 wieder für ein deutliches Wachstum sorgen (OECD-Prognose: 4,0%).
Europäische Marktentwicklung
Auch die von der Eurokrise schwer gezeichnete Europäische Union (EU) und insbesondere der Euroraum werden sich laut Prognosen ab 2014 wieder kräftiger erholen. Budgetkonsolidierungen, angespannte Kreditbedingungen und das schwache Vertrauen in die Wirtschaft sollen dann der Vergangenheit angehören. Durch eine Lockerung der Einsparungen und eine teilweise Restrukturierung der Finanzmärkte wird eine Rückkehr des Vertrauens in die europäische Wirtschaft erwartet. Die Economist Intelligence Unit (EIU) rechnet nach einem Rückgang des BIP der Eurozone 2013 um 0,7% mit einem Wachstum von 0,6% im Jahr 2014.
Die Gefahr eines Zusammenbruchs der Eurozone erachten Experten als immer unwahrscheinlicher. Die Verhinderung eines erneuten Aufflammens der Eurokrise und kontinuierliche Fortschritte bei der Sanierung der Banken und Staatshaushalte gelten als wichtige Faktoren für das Erreichen einer langfristigen Stabilität.
Überblick über die IMMOFINANZ Group Kernmärkte
Die Finanz- und Wirtschaftskrise belastet auch weiterhin einige Kernmärkte der IMMOFINANZ Group. Andere Länder, in denen die IMMOFINANZ tätig ist, zogen allerdings Nutzen aus der Krise, wie etwa die als sicher angesehenen Investmenthäfen Österreich und Deutschland, oder entwickelten sich durch eine geringe wirtschaftliche Abhängigkeit von den westeuropäischen EU-Mitgliedern positiv und bestätigten ihr Wachstumspotenzial, wie etwa Russland. Der private Konsum der EU blieb auch in diesem Geschäftsjahr fragil und spiegelt den Schuldenabbau vieler Mitgliedstaaten wider. Die OECD rechnet für die Eurozone 2013 erneut mit einem Rückgang des privaten Konsums um 0,8%. Eine Rückkehr in den Wachstumsbereich ist für 2014 (+0,4%) prognostiziert.
Im EU-Durchschnitt wird das BIP laut EIU heuer um 0,3% sinken, 2012 nahm es um 0,2% ab. Die Lage im CEE-Raum ist wesentlich besser: Das nach Verkehrswerten gewichtete durchschnittliche BIP aller CEE-Kernländer der IMMOFINANZ Group solle 2013 um 0,8% wachsen (2012: +0,9%). Wichtigste Treiber sind dabei Rumänien (2,0%) und Russland (2,8%). Damit wird die strategische Ausrichtung der IMMOFINANZ Group auf die Wachstumsmärkte in CEE bestätigt.
IMMOFINANZ Group Kernländer entwickeln sich positiv
Die schwache Wirtschaftsentwicklung und fallende Rohstoffpreise drücken die Inflation der Europäischen Union weiter, die EIU prognostiziert für 2013 eine Inflation von 1,6% (2012: 2,6%). Die durchschnittliche Arbeitslosenrate in der EU hat sich laut EuroStat in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert und lag im Mai 2013 bei 10,9%. Mit Ausnahme der Slowakei verzeichnen die Kernländer der IMMOFINANZ Group allerdings eine weitaus niedrigere Arbeitslosigkeit. Die Staatsverschuldung ist im CEE-Raum deutlich geringer als im EU-Schnitt. Ende des Jahres 2012 wiesen die EU-Mitgliedstaaten im Durchschnitt einen öffentlichen Bruttoschuldenstand laut EIU von 87,0% auf, die Länder des Euroraums erreichten sogar 92,8%. Die IMMOFINANZ-Kernländer wie etwa Rumänien (33,3%) und Tschechien (45,7%) wiesen deutlich geringere Werte auf.
| Arbeitslosen quote im Mai 2013 in % |
Jährliche Inflations rate im Mai 2013 in %1 |
Öffentlicher Brut toschuldenstand 2012 in % des BIP |
Defizit/Über schuss in % des BIP in 2012 |
BIP-Wachstums rate 2012 in %2 |
Prognose BIP-Wachstums rate 2013 in %2 |
Prognose BIP-Wachstums rate 2014 in %2 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 4,7% | 2,4%p | 73,4% | -2,5% | 0,8% | 0,2% | 1,2% |
| Deutschland | 5,3% | 1,6% | 81,9% | 0,2% | 0,9% | 0,2% | 1,0% |
| Polen | 10,7% | 0,5% | 57,1% | -1,9% | 2,0% | 1,0% | 2,3% |
| Tschechien | 7,2% | 1,2% | 45,7% | -4,4% | -1,2% | -0,7% | 1,3% |
| Slowakei | 14,2% | 1,8% | 52,1% | -4,3% | 2,0% | 0,7% | 2,3% |
| Ungarn | 10,5a% | 1,8% | 79,2% | -2,1% | -1,7% | 0,8% | 1,4% |
| Rumänien | 7,5% | 4,4% | 33,3% | -2,5% | 0,7% | 2,0% | 3,0% |
| Russland | 5,6% | 7,2% | 7,7% | -0,1% | 3,4% | 2,8% | 3,5% |
| EU-27 | 10,9% | 1,6%p | 87,0% | -4,0% | -0,2% | -0,3% | 0,8% |
| Euroraum (17 Länder) | 12,1% | 1,4%p | 92,8% | -3,4% | -0,5% | -0,7% | 0,6% |
1 Veränderungsrate des Jahresdurchschnitts der Harmonisierten Verbraucherpreisindizes (HVPI)
2 Wachstumsrate des BIP-Volumens – prozentuale Veränderung relativ zum Vorjahr
EU = EuroStat; Economist Intelligence Unit (EIU) RU = Rosstat; EIU
p = vorläufig
a = April
Österreich
-
BIP-Prognose 2013: 0,2%1
-
Staatsverschuldung/Defizit 2012: 73,4%/-2,5% (im Vergleich zum BIP)1
-
Arbeitslosenquote: Mai 2013: 4,7%; Mai 2012: 4,4%1
Österreichs Wirtschaft hat sich laut EIU im Jahr 2012 mit einem BIP-Wachstum von 0,8% über dem EU-Durchschnitt von -0,2% entwickelt. Für 2013 prognostiziert die EIU ein Plus von 0,2%. Verglichen mit den letzten Jahren ist dieses Wachstum gering, aber die Eurokrise ist auch an Österreich nicht spurlos vorübergegangen. Weiterhin gut entwickelt sich der österreichische Arbeitsmarkt. Im Mai 2013 lag die Arbeitslosenrate bei nur 4,7%. Das ist die niedrigste Arbeitslosigkeit der gesamten Europäischen Union – ein Indikator für eine gesunde Wirtschaftsleistung trotz vorherrschender Eurokrise. Der Durchschnitt aller EU-Mitgliedstaaten lag im Mai 2013 bei 10,9%, jener der Eurozone bei 12,1%.
Deutschland
-
BIP-Prognose 2013: 0,2%1
-
Staatsverschuldung/Defizit 2012: 81,9%/0,2% (im Vergleich zum BIP)1
-
Arbeitslosenquote: Mai 2013: 5,3%; Mai 2012: 5,3%1
Auch an Deutschland, der Konjunkturlokomotive Europas, ging die Eurokrise nicht spurlos vorüber, jedoch profitierte die stabile Volkswirtschaft mancherorts auch von den Verwerfungen in den Krisenländern. Dies ist z.B. am gestiegenen Interesse ausländischer Investoren an (Immobilien-)Investments im sicheren Anlagehafen Deutschland ersichtlich. Die deutsche Wirtschaft wuchs laut EIU 2012 allerdings nur leicht um 0,9%. Für das Jahr 2013 rechnen Analysten der EIU mit einem weiterhin geringen Wachstum von 0,2%. Der deutsche Arbeitsmarkt entwickelt sich dabei leicht positiv mit einer im EU-Vergleich niedrigen Arbeitslosenquote von 5,3% (Stand Mai 2013, EuroStat).
Deutschland ist die Konjunkturlokomotive Europas
Tschechien
-
BIP-Prognose 2013: -0,7%1
-
Staatsverschuldung/Defizit 2012: 45,7%/-4,4% (im Vergleich zum BIP)1
-
Arbeitslosenquote: Mai 2013: 7,2%; Mai 2012: 6,8%1
Tschechien profitiert im Vergleich mit anderen CEE-Mitgliedstaaten der EU weiterhin von einem hohen BIP pro Kopf (2012: EUR 14.600). Durch die hohe Exportabhängigkeit des Landes – vor allem von westeuropäischen Staaten, die von der Eurokrise geschwächt wurden – ist aber auch hier das Marktumfeld schwierig. Die Arbeitslosenquote lag laut EuroStat im Mai 2013 bei 7,2%, ein im europäischen Vergleich nach wie vor niedriger Wert. Nach einem Rückgang des BIP im Jahr 2012 um 1,2% laut EIU wird für das Jahr 2013 ein geringer Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,7% prognostiziert. Eine deutliche Erholung wird laut EIU, wie in fast allen anderen CEE-Staaten, ab 2014 mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 1,3% erwartet.
Slowakei
-
BIP-Prognose 2013: 0,7%1
-
Staatsverschuldung/Defizit 2012: 52,1%/-4,3% (im Vergleich zum BIP)1
-
Arbeitslosenquote: Mai 2013: 14,2%; Mai 2012: 13,8%1
Slowakei mit niedriger Staatsverschuldung
Das BIP der Slowakei wuchs 2012 laut EIU um 2,0% stark über dem EU-Durchschnitt von -0,2%. Für 2013 rechnen die Analysten mit einem Wachstum von 0,7%. Das Pro-Kopf-BIP betrug 2012 ca. EUR 13.160 und liegt damit im guten Mittelfeld der IMMOFINANZ Group Kernländer. Vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2012 und zu Beginn des Jahres 2013 stieg die Arbeitslosenrate stark. Laut letzter Erhebung von EuroStat lag diese im Mai 2013 bei 14,2% abermals deutlich über dem EU-Durchschnitt von 10,9%.
Ungarn
-
BIP-Prognose 2013: 0,8%1
-
Staatsverschuldung/Defizit 2012: 79,2%/-2,1% (im Vergleich zum BIP)1
-
Arbeitslosenquote: April 2013: 10,5%; April 2012: 11,1%1
Ungarns BIP schrumpfte 2012 um 1% und soll 2013 um 0,8% steigen. Immerhin prognostizieren Experten ein Ende der Rezession in Ungarn. Mit einer für die CEE-Region vergleichsweise hohen Staatsverschuldung von 79,2% im Jahr 2012 muss Ungarn, wie vom Internationalen Währungsfonds und der EU oftmals gefordert, Kosten reduzieren und mehr Steuern einheben, um das Risiko einer Staatspleite zu minimieren. Diese Schritte sind nicht wachstumsfördernd und verschlechtern damit die Konkurrenzsituation der ungarischen Wirtschaft in Europa. Zahlreiche Maßnahmen des ungarischen Premierministers Viktor Orban tragen überdies zu einer weiteren Verunsicherung von Investoren und sinkendem Vertrauen in die ungarische Wirtschaft bei.
Rumänien
-
BIP-Prognose 2013: 2,0%1
-
Staatsverschuldung/Defizit 2012: 33,3%/-2,5% (im Vergleich zum BIP)1
-
Arbeitslosenquote: Mai 2013: 7,5%; Mai 2012: 7,2%1
Rumäniens BIP wuchs 2012 laut EIU um 0,7% – und damit leicht über dem EU-Durchschnitt von -0,2%. Den EIU-Prognosen zufolge soll das BIP 2013 um 2,0% steigen. Mit höheren Zuwachsraten ist erst wieder ab 2014 zu rechnen. Die Arbeitslosenrate betrug laut letzter veröffentlichter Erhebung von EuroStat im Mai 2013 7,5% – im Vergleich zur gesamten Europäischen Union ist das relativ niedrig.
Polen
-
BIP-Prognose 2013: 1,0%1
-
Staatsverschuldung/Defizit 2012: 57,1%/-1,9% (im Vergleich zum BIP)1
-
Arbeitslosenquote: Mai 2013: 10,7%; Mai 2012: 10,0%1
Polen ist weiterhin CEE-Wachstumsmotor
Eines der größten Länder der Europäischen Union gemessen an den Einwohnern kann weiterhin ein gesundes Wirtschaftswachstum aufweisen. 2012 wuchs die Wirtschaft laut EIU um 2,0%, weit über dem EU-Durchschnitt von -0,2%. Polen war auch im Vergleich zu den anderen CEE-Staaten die am stärksten wachsende Wirtschaft der IMMOFINANZ-Kernländer (nach Russland). 2013 soll Polens Wirtschaft laut EIU um 1,0% wachsen – und damit erneut stärker als die anderen EU-Mitgliedstaaten. Die Arbeitslosenrate verlief zuletzt ansteigend und lag im Mai 2013 mit 10,7% im europäischen Mittelfeld.
Russland
-
BIP Prognose 2013: 2,8%1
-
Staatsverschuldung/Defizit 2012: 7,7%/-0,1% (im Vergleich zum BIP)1
-
Arbeitslosenquote: Mai 2013: 5,6%; Mai 2012: 5,8%2
Russland zieht weiter nach oben Russlands Wirtschaft wuchs 2012 erneut kräftig, das BIP-Wachstum betrug laut EIU 3,4%. Ebenso wird für 2013 mit einem überdurchschnittlichen Wachstum von 2,8% gerechnet. Die Arbeitslosenrate lag im Mai 2013 bei 5,6% und ist weitaus geringer als in vielen Staaten der Europäischen Union. Russlands Wirtschaft entwickelt sich also, wie schon in den vergangenen Jahren, deutlich besser als der EU-Raum. Der starke Binnenmarkt und die aufstrebende Bevölkerung sind weitere positive Einflüsse für die Stärkung der russischen Wirtschaft.
1 Quelle: BIP-Prognose, Staatsverschuldung/Defizit: EIU, Arbeitslosenquote: EuroStat 2 RUS = Rosstat
Die Immobilienmärkte in den Kernregionen der IMMOFINANZ Group
Entwicklungen. Ergebnisse. Prognosen.
Immobilienmärkte
Nach einer Stabilisierung der Immobilienmärkte im Jahr 2012 startete das Jahr 2013 positiv. Die künftige Entwicklung hängt unverändert vom Wirtschaftswachstum der einzelnen Volkswirtschaften ab. Vor allem die steigenden Transaktionsvolumina bestätigen eine Erholung des Immobilienmarkts in Europa.
Im letzten Quartal 2012 erhöhte sich das Transaktionsvolumen in Europa beachtlich: Laut JLL (Jones Lang LaSalle) wurden in diesem Zeitraum Immobilien im Wert von EUR 61 Mrd. gehandelt. Das entspricht ca. 40% des gesamten Jahresvolumens von EUR 160 Mrd. (im Vergleich zu EUR 166 Mrd. in 2011). Diese Entwicklung setzte sich laut JLL im 1. Quartal 2013 fort: In diesen drei Monaten wurden in Europa Immobilientransaktionen im Wert von EUR 40 Mrd. verzeichnet (+28% gegenüber dem 1. Quartal 2012). Die Nachfrage in stabilen und als sicher geltenden Märkten, wie beispielsweise Deutschland, wuchs weiter. Auch verbesserte sich die Situation in einigen CEE-Ländern und Investoren kehrten zurück. Laut CBRE (CB Richard Ellis) lag das Transaktionsvolumen in CEE im Zeitraum Jänner bis Mai 2013 um über 30% über dem Vergleichswert des gesamten ersten Halbjahrs 2012.
Stark steigende Transaktionsvolumina in Europa
In den Assetklassen und Kernländern der IMMOFINANZ Group entwickeln sich die Marktkennzahlen stabil und teilweise sehr positiv. Die Gruppe profitiert weiterhin von ihrem CEE-Engagement, da sich einige osteuropäische Volkswirtschaften weiterhin besser entwickeln als jene in Westeuropa und ein hohes Wachstumspotenzial aufweisen. Die westeuropäischen Kernländer der IMMOFINANZ Group, Österreich und Deutschland, sind zwar von der Eurokrise und den damit verbundenen Rettungsmaßnahmen betroffen, gelten aber bei Investoren weiterhin als sicher und stabil.
Büro
| Stadt/Kernmarkt | Leerstandsrate Q1 2013 des Büroimmobilienmarkts in % | Spitzenrendite Q1 2013 des Büroimmobilienmarkts in % |
|---|---|---|
| Bratislava, Slowakei | 14,3% | 7,0%–7,3% |
| Budapest, Ungarn | 19,6% | 7,5%–7,8% |
| Bukarest, Rumänien | 15,8% | 8,3% |
| Düsseldorf, Deutschland | 11,2% | 4,7%–5,7% |
| Moskau, Russland | 14,3% | 8,8% |
| Prag, Tschechien | 12,0% | 6,3% |
| Warschau, Polen | 9,9% | 6,3% |
| Wien, Österreich | 7,0% | 5,3% |
Quelle: JLL, EHL (Wien-Daten)
Die Assetklasse Office bleibt weiterhin bei Investoren beliebt. Rund die Hälfte des europäischen Transaktionsvolumens entfiel laut CBRE 2012 auf Büroimmobilien, im 1. Quartal 2013 setzte sich dieser Trend mit 44% des Volumens fort.
Im Hinblick auf den Vermietungsmarkt entwickeln sich die Büromärkte Europas stabil. Der durchschnittliche Leerstand von Büroobjekten in der EMEA- (Europe, Middle East, Africa) Region betrug laut JLL im 1. Quartal 2013 9,7%, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorquartal. Der Wert für Westeuropa liegt mit 9,3% knapp darunter, der der CEE-Region mit 13,9% deutlich darüber. Die Leerstandsrate vieler IMMOFINANZ-Büro-Kernmärkte, wie etwa Prag oder Warschau, liegt aber deutlich unter diesem Durchschnitt.
Aufgrund der aktiven Neubautätigkeit ist 2013 in einigen Ländern mit einem weiteren Anstieg der Leerstände zu rechnen. Nach einer gedämpften Entwicklung in 2011 und 2012 befindet sich das Neubauvolumen in Europa nun wieder im Zehn-Jahres-Durchschnitt und somit fast 25% über dem Vorjahreswert. In CEE sorgte die Nachfrage von Mieterseite laut JLL für einen Anstieg des Vermietungsvolumens (Take-up) um 17%, die Neuflächen wurden damit zu einem guten Teil vom Markt aufgenommen.
Laut EHL profitiert der Wiener Büromarkt weiterhin von einer im europäischen Vergleich angeblich sehr niedrigen Leerstandsrate (7,0%), auch wenn diese in den letzten Quartalen aufgrund von Fertigstellungen leicht gestiegen ist. Im Jahr 2012 wurden in Wien laut CBRE insgesamt 338.000 m² (inkludiert komplette Re-Developments) fertiggestellt, dies ist fast eine Verdoppelung der Flächen im Vergleich zu 2011 (2011: 178.000 m²). Das Vermietungsvolumen inklusive Wiedervermietung (Take-up) erhöhte sich im selben Zeitraum um ca. 34% auf 345.000 m², zumindest ein Teil der Neuflächen wurde also vom Markt absorbiert. Der Flächenumsatz (3,03 Mio. m²) der Top-6-Büromärkte Deutschlands sank 2012 laut Savills leicht um rund 6% (verglichen mit dem Rekordjahr 2011). Im Allgemeinen ist eine gesunde Flächennachfrage zu beobachten und durch die geringen Neubautätigkeiten ist 2013 mit einer stabilen Entwicklung der Märkte zu rechnen.
Büroimmobilien Europa – Neubautätigkeit nimmt zu
Die Büromärkte in Osteuropa entwickeln sich in den einzelnen Kernländern sehr unterschiedlich. Der Budapester Büromarkt stabilisierte sich 2012 auf niedrigem Niveau. Der Take-up lag laut Colliers bei 350.000 m2 (-11% im Vergleich zu 2011), die Hälfte davon machten Vertragsverlängerungen aus. Mieter profitierten im vergangenen Geschäftsjahr von niedrigen Mieten und hohen Leerstandsraten und zogen oftmals von B-Objekten in Core-Immobilien in bessere Lagen. Die Leerstandsrate betrug im 1. Quartal 2013 laut JLL 19,6%. Der Büromarkt in Prag entwickelt sich sehr stabil. Die Leerstandsrate, die laut JLL Ende des 1. Quartals 2013 bei 12,0% notierte, ist auf stabilem Niveau, sie variiert aber in den einzelnen Submärkten stark. Im Jahr 2012 wurden laut Colliers elf substanzielle neue Bürogebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 98.000 m2 fertiggestellt. Ungefähr dieselbe Fläche befindet sich im Moment in Bau. Im 1. Quartal 2013 wurde allerdings kein neues Bürogebäude fertiggestellt. Der Take-up im Jahr 2012 betrug laut Colliers rund 270.000m2, ein Rückgang von ca. 16% gegenüber 2011, ein ähnlicher Trend scheint sich für 2013 abzuzeichnen. Der Büromarkt in Warschau entwickelte sich auch 2012 gut, der Take-up stieg laut Colliers um 6% auf rund 600.000 m2. Auch im 1. Quartal 2013 setzte sich dieser positive Trend fort, gut für eine Region mit umfangreicher Bautätigkeit. Zahlreiche Neuflächen kamen nicht nur in Warschau, sondern in vielen Sekundärstädten, wie etwa Wroclaw, Krakau oder Szczecin, auf den Markt. Insgesamt wurden 2012 in regionalen Städten 245.000 m2 und in Warschau 268.000 m² fertiggestellt. Zusätzlich befanden sich mit Beginn 2013 in Polen laut Colliers ca. 630.000 m2 an Büroflächen in Bau, davon 320.000 m2 in Warschau, die vorausichtlich noch 2013 fertiggestellt werden. Der Büromarkt in Bukarest, zurzeit umfasst dieser ca. 1,5 Mio. m2 an modernen Flächen, entwickelt sich stabil. 2012 wurde dort das niedrigste Neubauvolumen seit 2004 verzeichnet und es wurden laut Colliers nur ca. 62.000 m2 an Neuflächen produziert. Durch einen Rückgang des Take-up-Volumens stieg die Leerstandsrate in den vergangenen Quartalen leicht an und liegt mit Ende des 1. Quartals 2013 laut JLL bei 15,8%. Dabei variiert sie in den einzelnen Submärkten stark. Die nicht an die U-Bahn angebundenen Regionen, wie etwa Pipera, weisen eine Leerstandsrate von knapp über 50% auf, wohingegen der gut angebundene Westen der Stadt laut Colliers nur ca. 5% verzeichnet. Der Büromarkt in Bratislava verfügt laut Colliers über 1,5 Mio. m² moderne Büroflächen, davon kamen 2012 nur 60.000 m2 neu hinzu. Spitzenmieten blieben relativ stabil und beliefen sich Ende des 1. Quartals 2013 laut JLL auf EUR 15 pro m2 pro Monat. Die Leerstandsrate nahm, wie auch schon gegen Ende 2012, weiter zu und beträgt nun laut JLL (1. Quartal 2013) 14,3%. Das Take-up-Volumen lag laut Colliers 2012 bei rund 102.500 m² und im 1. Quartal 2013 laut JLL bei ca. 20.000 m², ein Rückgang im Vergleich zu den Vorquartalen.
Einzelhandel
| Stadt/Kernmarkt | Leerstandsrate Q1 2013 der Einkaufszentren in % | Spitzenrendite Q1 2013 der Einkaufszentren in % |
|---|---|---|
| Bratislava, Slowakei | 7,5% | 6,8% |
| Budapest, Ungarn | 10,0% | 7,3% |
| Bukarest, Rumänien | 8,0–9,0% | 8,5% |
| Düsseldorf, Deutschland | n.a. | 4,8%–5,3% |
| Moskau, Russland | 2,5% | 9,0%–9,5% |
| Prag, Tschechien | 4,0% | 6,3% |
| Warschau, Polen | 2,0% | 5,8% |
| Wien, Österreich | n.a. | 5,8% |
Quelle: JLL, EHL (Wien-Daten)
Nach einem Rekordjahr am Einzelhandelstransaktionsmarkt 2011, in dem laut CBRE ein Volumen von EUR 37,2 Mrd. erzielt wurde, nahm dieses in den ersten drei Quartalen 2012 deutlich ab. Rund EUR 14 Mrd. wurden im 4. Quartal verzeichnet. Insgesamt fanden im Jahr 2012 Einzelhandelstransaktionen im Wert von EUR 32,7 Mrd. statt. In den ersten drei Monaten 2013 wurden laut CBRE Einzelhandelsimmobilien im Wert von EUR 7,9 Mrd. verkauft, ein Anstieg um 26% gegenüber dem 1. Quartal 2012. Die zum Jahresende verzeichnete positive Tendenz hält somit weiter an. Wie im Bürosegment profitierten auch im Retail-Bereich die stärkeren Volkswirtschaften, wie etwa Deutschland oder Polen, von einer höheren Investorennachfrage. In einigen Märkten übersteigt die Nachfrage sogar das Angebot.
Die Indikatoren für Österreichs Fachmarkt- und Shopping Center blieben im vergangenen Geschäftsjahr weitgehend stabil. Die Mieternachfrage ist nach wie vor sehr dynamisch und in einzelnen Teilsegmenten sind Steigerungen festzustellen, wobei Mieter aufgrund der schwächeren ökonomischen Entwicklung tendenziell kostenbewusster und risikoaverser geworden sind. 2012 wurden in Wien 120.000 m² Retail-Fläche fertiggestellt.
Der Einzelhandelsmarkt in Ungarn stagnierte im vergangenen Geschäftsjahr und zeigt bisher wenig Anzeichen einer Erholung. Sinkende Konsumausgaben pro Kopf und die Verunsicherung über die künftige Richtung der ungarischen Wirtschaft taten ihr Übriges. Im Jahr 2012 kamen keine neuen Geschäftsflächen auf den Markt, einige Retailer nützen die schwache Mietnachfrage aber für einen Markteintritt, in 2012 z.B. Hublot und Massimo Dutti. Der Einzelhandelsmarkt Tschechiens bleibt dynamisch. 2012 wurden laut Colliers drei neue Einkaufszentren mit einer Gesamtfläche von 145.000 m² eröffnet. Für 2013 ist mit einem Neuflächenzuwachs von rund 200.000 m² zu rechnen. In Polen unterstützen der stabile Wirtschaftsaufschwung und die aufstrebende Gesellschaft mit einem steigenden verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen die gute Entwicklung des Einzelhandelsmarkts. Dabei ist aus immobilienwirtschaftlicher Perspektive die Entwicklung regional sehr unterschiedlich: In einigen Regionen kann bereits von einer Sättigung gesprochen werden, die Konkurrenz wird größer. Fachmarktzentren werden, vor allem in kleineren Städten und Ballungsgebieten, immer beliebter und von Konsumenten, Entwicklern und Mietern als Alternative zu klassischen Einkaufszentren gesehen. Der moderne Retail-Flächenbestand beträgt bereits über 9 Mio. m² in Polen. Davon kamen 2012 laut Colliers rund 500.000 m² auf den Markt, um 22% weniger als im Jahr 2011 . Nur ca. 30% dieses Neuflächenzuwachses wurden in den acht größten polnischen Städten realisiert. Ungefähr 60% wurden in kleinen und mittleren Städten fertiggestellt. Der Markt für Einkaufszentren in Rumänien entwickelt sich stabil. 2012 wurden laut Colliers ca. 140.000 m² an neuen Flächen produziert, im Vergleich zu 2011 um rund ein Drittel weniger. Die Spitzenmieten gingen etwas zurück und lagen im 1. Quartal 2013 laut JLL bei etwa EUR 65. Die steigenden Leerstandsraten und viele Verträge aus Vorkrisenzeiten, die im Jahr 2012 ausliefen, übten Druck auf die Mieten aus. Die Bautätigkeit im Einzelhandelssegment hält weiter an. Zu Beginn des Jahres 2013 befanden sich ca. 107.000 m² in Bau. Der Einzelhandelsmarkt in der Slowakei entwickelt sich recht stabil. Die Mieten in attraktiven Einkaufszentren sowie in guten High-Street-Lagen blieben unverändert; in weniger guten Lagen sanken sie leicht. 2012 wurde nur ein neues Einkaufszentrum in Bratislava mit einer Fläche von 55.000 m² fertiggestellt, ein weiteres in der Sekundärstadt Banská Bystrica. Insgesamt umfasst der slowakische Einzelhandelsmarkt laut Colliers ca. 1,2 Mio. m² an modernen Flächen. Die relativ geringe Neubautätigkeit in Russland hat die Flächennachfrage seitens internationaler Retailer weiter angekurbelt, besonders in Moskau und St. Petersburg, aber auch in Sekundärstädten. In der russischen Hauptstadt standen Ende 2012 ca. 3,9 Mio. m² an modernen Shopping-Flächen zur Verfügung, von denen 2012 nur rund 165.000 m² fertiggestellt wurden. In 2013 werden laut JLL weitere ca. 500.000 m² eröffnet. Die Leerstandsrate, die im 1. Quartal 2013 2,5% betrug, wird dank der hohen Nachfrage nicht steigen. In diesem Umfeld sind die Mieten im vergangenen Jahr, besonders im Spitzensegment, um ca. 5–10% gestiegen, für 2013 zeigt die Tendenz weiter nach oben. Die IMMOFINANZ Group wird durch die Fertigstellung des Eigendevelopments Goodzone im laufenden Geschäftsjahr an diesem positiven Trend in Moskau partizipieren.
Logistik
| Stadt/Kernmarkt | Leerstandsrate Q1 2013 des Logistikimmobilienmarkts in % | Spitzenrendite Q1 2013 des Logistikimmobilienmarkts in % |
|---|---|---|
| Bratislava, Slowakei | 4,8% | 8,5%–8,8% |
| Budapest, Ungarn | 21,7% | 9,3%–9,5% |
| Bukarest, Rumänien | 12,0% | 10,0%–10,5% |
| Düsseldorf, Deutschland | n.a. | 6,7%–7,8% |
| Moskau, Russland | 1,1% | 11,3% |
| Prag, Tschechien | 8,8% | 8,0%–8,3% |
| Warschau, Polen | 10,2% | 8,0% |
| Wien, Österreich | n.a. | 7,5% |
Quelle: JLL, EHL (Wien-Daten)
Durch die anhaltende Krise in der Eurozone und den weiteren Popularitätszuwachs des Online-Handels verändert sich der Logistikimmobilienmarkt Europas kontinuierlich. Die Nachfrage ist sehr dynamisch, allerdings ist das Angebot in manchen Teilen des Kontinents sehr begrenzt. Entwickler bauen kaum Fläche spekulativ und bevorzugen sogenannte Build-to-suit-Objekte, also Gebäude, die für einen bereits vertraglich gebundenen Mieter gebaut werden.
Einzelhandel entwickelt sich positiv in den IMMOFINANZ-Kernländern
Der Logistikinvestmentmarkt entwickelte sich 2012 sehr positiv, vor allem das Interesse an Portfoliokäufen stieg. Insgesamt wurden 2012 laut CBRE EUR 9,6 Mrd. an Logistikimmobilien veräußert, ca. 8% des gesamten Investmentvolumens Europas. Besonders stark stieg das Interesse an deutschen Logistikimmobilien.
In Deutschland verzeichnete das Logistiksegment 2012 laut JLL das zweitbeste Vermietungsergebnis der letzten zehn Jahre. Der Flächenumsatz belief sich auf 4,7 Mio. m², davon rund 1,8 Mio. m² in den Top-5-Märkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München. Der Logistikinvestmentmarkt erlebte einen Rekordanstieg von 41% auf EUR 1,7 Mrd.
Logistik: Dynamische Nachfrage in Europa
Am Logistikmarkt in der Tschechischen Republik wurden 2012 laut Colliers 892.000 m² vermietet, das war ein Anstieg gegenüber 2011. Die Leerstandsrate lag laut JLL im 1. Quartal 2013 bei 8,8%, die Spitzenmieten waren stabil bei EUR 3,9. Der Neuflächenzuwachs betrug 2012 rund 212.000 m². Für 2013 ist ein Zuwachs von 250.000 m² zu erwarten. Ende 2012 betrug die Gesamtfläche des rumänischen Logistikmarkts der Klasse A laut Colliers rund 940.000 m², davon kamen nur rund 19.000 m² neu auf den Markt. Durch die geringe Neubautätigkeit und kurzzeitige (3–6 Monate) Vermietungen entwickelte sich die Leerstandsrate in Bukarest positiv und notiert nun laut JLL bei etwa 12,0%. Das Mietniveau sank leicht, die Spitzenmiete liegt nun laut JLL bei etwa EUR 4,0. Der Logistikmarkt der Slowakei umfasst laut Colliers zu Beginn 2013 ca. 1,2 Mio. m² an Fläche, davon kamen rund 134.000 m² im Jahr 2012 hinzu, vor allem in der Region in und um Bratislava. Das Take-up-Volumen stieg laut Colliers 2012 auf ca. 225.000 m². Die Leerstandsrate betrug im 1. Quartal 2013 laut JLL 4,8%. Für 2013 ist eine geringe Neubautätigkeit zu erwarten, Projektentwickler konzentrieren sich vor allem auf Sekundärstädte, wie etwa Zlina oder Kosice. Der ungarische Logistikmarkt entwickelte sich auch 2012 solid. Angebot und Nachfrage blieben stabil – und somit auch das Mietniveau. Die Gesamtfläche des Markts in Ungarn betrug laut Colliers 1,8 Mio. m² Ende 2012. An Neuflächen kamen im Vorjahr nur 16.500 m² in Budapest hinzu. Die Leerstandsrate in der ungarischen Hauptstadt betrug laut JLL zum Ende des 1. Quartals 2013 21,7%, ein vergleichsweise hoher Wert. In Moskau wurden 2012 1,7-mal so viele Flächen fertiggestellt wie 2011, der Markt umfasste mit den neuen 717.000 m² laut Colliers Ende 2012 8,3 Mio. m². Die Leerstandsrate ist stabil niedrig (laut JLL 1,1% im Startquartal 2013). Weitere rund 1,2 Mio. m² an Flächen sind für 2013 projektiert, diese sollten aber dank der guten Nachfrage großteils absorbiert werden. Die Spitzenmieten blieben stabil bei einem Niveau von USD 11,7 pro m².
Wohnen
Das Investment in Wohnimmobilien gilt als besonders sichere Anlageform, insbesondere in den stabilen Volkswirtschaften Österreich und Deutschland. Nicht nur nationale, sondern auch internationale Investoren sehen dies als "sicheren Anlagehafen" insbesondere bei unsicheren Marktverhältnissen. Wohnimmobilien sind sowohl bei Privatanlegern als auch bei Institutionellen gleichermaßen gefragt. Dies hat zur Folge, dass sowohl die Transaktionsvolumina als auch die Marktpreise für Wohneigentum gestiegen sind. So wurden 2012 allein in Deutschland Wohnimmobilienportfolios (Pakete ab 100 Wohneinheiten) im Wert von über EUR 11,3 Mrd. (laut CBRE) gehandelt. In Österreich erhöhten sich die Preise von Eigentumswohnungen (Erstbezug) laut WKO Immobilienpreisspiegel im Jahr 2012 durchschnittlich um 3,9% und von gebrauchten Eigentumswohnungen um durchschnittlich 4,6%. Vor allem in Wien war eine überdurchschnittliche Entwicklung festzustellen, so stieg der Preis von neuen Eigentumswohnungen um 9,1% und von gebrauchten Eigentumswohnungen um 8,8% an.
Der Wohnungsnachfrage steht bislang keine entsprechende Zunahme des Angebots gegenüber. Dies führt u.a. dazu, dass auch die Mieten für Wohnungen in Österreich im Jahr 2012 deutlich stiegen, im Durchschnitt um 3,5% (Wien 3,8%). Laut Bevölkerungs- und Haushaltsprognose der Statistik Austria wird die Zahl der österreichischen Haushalte bis 2030 um ca. 10,5% steigen und sich somit der Wohnraumbedarf weiter erhöhen. Deutschland, der Staat mit dem größten Wohnungsbestand Europas, weist trotz stagnierender bzw. abnehmender Bevölkerungszahlen ebenfalls eine prognostizierte Steigerung der Haushaltszahlen bis 2025 auf. Berlin entwickelt sich überdurchschnittlich positiv. So erhöhte sich der Median der Angebotsmieten pro Quadratmeter 2012 laut CBRE um 13,8%. Die IMMOFINANZ Group nutzt diese Entwicklung, indem sie in Österreich Wohnportfolios in den Bundesländern außerhalb Wiens verkauft und die dabei erzielten Erlöse für eine schrittweise Portfolioverlagerung der Tochter BUWOG nach Deutschland verwendet. In den CEE-Märkten stellte sich 2012 ein langsames, aber kontinuierliches Wachstum der Wohnungsmärkte ein. Seit 2011 kehren einige Entwickler wieder in die Region zurück, realisieren wirtschaftlich vernünftige Projekte und passen sich den lokalen Nachfragegegebenheiten an. In Osteuropa sind vor allem lokale Investoren tätig, am stärksten nachgefragt wird das untere bis mittlere Segment mit sehr kleinteiligen Wohnungen. Die Preise stabilisierten sich im Jahr 2012 laut JLL in Prag und Bratislava. In Warschau gaben sie ob des großen Angebots etwas nach, in Bukarest sanken sie merklich. Die Nachfrage an Wohnungen stieg besonders in Warschau, gefolgt von Prag. In diesen beiden Hauptstädten wurde auch die größte Anzahl an neuen Wohnungen fertiggestellt. In Warschau überstieg das Angebot sogar die Nachfrage.
Entwicklung der Finanzmärkte
Zinsentwicklung & Refinanzierung in den Kernmärkten
Das Geschäftsjahr 2012/13 war durch ein weiterhin historisch niedriges Zinsniveau geprägt. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) als Reaktion auf die Wirtschafts- und Finanzkrise den Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) bis April 2009 schrittweise auf 1,00% gesenkt hatte, verblieb er zwei Jahre unverändert auf diesem Niveau. Erst ab Mitte 2011 wurde er wieder von der EZB in zwei Schritten auf 1,50% erhöht. Dieses Niveau konnte jedoch nicht lange gehalten werden: Bereits Anfang November 2011 wurde dieser Zinsschritt zurückgenommen und kurz darauf, im Dezember 2011, das ursprüngliche Ausgangsniveau von 1,00% wieder erreicht.
Nach einer weiteren Reduktion im Juli 2012 fixierte die EZB die Leitzinsen Anfang Mai 2013 (nach dem Berichtszeitraum) am niedrigsten Stand in ihrer Geschichte, nämlich bei 0,50%. Die Entscheidung gilt als Fortsetzung der Strategie, Banken mit Liquidität zu versorgen, Investitionen zu stimulieren und den Krisenländern billigere Kredite zu verschaffen, und führt somit zu einer weiteren Entschärfung der Eurokrise.
Seit der Zinssenkung im Mai hat sich die Lage an der Konjunkturfront etwas entspannt. Das Geschäftsklima verbesserte sich und die Verbraucherstimmung im Euroraum kletterte im Juni auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Niedrige Zinsen sollen Investitionen weiter fördern und damit die Wirtschaft in Schwung bringen. Da der Preisdruck gering ist, wird vorerst auch keine Zinserhöhung erwartet. Ein Ende der lockeren Geldpolitik im Euroraum ist daher weiterhin nicht in Sicht.

Eine weitere Maßnahme zur Entlastung der Kreditmärkte stellte eine Liquiditätsoffensive der Europäischen Zentralbank dar. Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise im Euroraum wurden durch die EZB längerfristige Refinanzierungsgeschäfte durchgeführt, um den Normalisierungsprozess und das Funktionieren des Euro-Geldmarkts zu unterstützen. Im Rahmen zweier Tender stellte die EZB unbegrenzt Liquidität für jeweils drei Jahre zur Verfügung. Die Banken zahlen nach Fälligkeit einen Zins, der dem durchschnittlich während der Laufzeit herrschenden EZB-Hauptrefinanzierungssatz ("Leitzins") entspricht. Dieser lag zum Zeitpunkt der Zuteilung der dreijährigen Basistender nur bei 1,00%. Im Dezember 2011 riefen 523 Banken EUR 498 Mrd. bei der EZB ab, im Februar 2012 nahmen rund 800 Banken weitere EUR 529,5 Mrd. in Anspruch.
Mit der Liquiditätsoffensive wollte die EZB eine Kreditklemme im Euroraum verhindern. Ein guter Teil dieser Milliardenliquidität floss jedoch wieder an die EZB zurück und die Übernachteinlagen erreichten Mitte 2012 ein Rekordhoch von über EUR 800 Mrd. Als daraufhin der Zins für Übernachteinlagen der Banken bei der EZB im Juli 2012 um 25 Basispunkte (bp) von 0,25% auf 0,00% gesenkt wurde, bestand für die Institute kein Anreiz mehr, überschüssige Milliarden kurzfristig bei der Notenbank zu parken. Die Maßnahme zeigte Erfolg, binnen weniger Tage sanken die Übernachteinlagen auf weniger als die Hälfte, nämlich auf rund EUR 325 Mrd. Der Abwärtstrend setzte sich infolgedessen, wenn auch weniger rasant, fort und die Einlagen betrugen am Ende des Berichtszeitraums Ende April 2013 "nur" noch ca. EUR 100 Mrd. Anfang 2013 machten Banken nach einem Jahr von der Möglichkeit Gebrauch, diese langfristig gewährten Kredite von rund einer Billion Euro vorzeitig zurückzuzahlen.

Die Europäische Zentralbank entscheidet genau genommen nicht nur über einen, sondern über drei Leitzinssätze für den Euroraum. Der wichtigste Leitzins ist der oben angeführte Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Geschäftsbanken einen Kredit mit einwöchiger Laufzeit bei der EZB leihen können. Änderungen dieses Satzes wirken sich meist direkt auf die Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt aus. Wenn die Banken ganz kurzfristig Geld benötigen, greift der Spitzenrefinanzierungssatz, der in der Regel einen Prozentpunkt über dem Hauptrefinanzierungssatz liegt. Diese Kredite weisen eine Laufzeit von einem Tag auf. Haben Banken die Möglichkeit, einen Überschuss bis zum nächsten Geschäftstag bei der EZB einzulagern, greift der Einlagefazilitätssatz. Je niedriger dieser Zinssatz ist, desto geringer ist der Anreiz für die Banken, Geld bei der EZB zu parken, und desto wahrscheinlicher ist es, dass sie es verleihen und das Geld somit auch in die Realwirtschaft fließt.
Der 3-Monats-EURIBOR (3-M-EURIBOR), der für die meisten variablen Finanzierungen relevante Referenzsatz, zeigte eine ähnliche Entwicklung wie der Leitzins. Er fiel vom Höchststand im Oktober 2008 (5,39%) im Juli 2009 erstmals unter 1,00% und damit auch unter den EZB-Leitzins. Ende März 2010 sank er auf den historischen Tiefststand von 0,63%. In Folge stieg der 3-Monats-EURIBOR stetig an, bis er Mitte Oktober 2010 die Leitzins-"Hürde" von 1,00% erreichte und mit einem Abstand von 20 Basispunkten zum Leitzins am Ende des 1. Quartals 2011 erstmals seit der Finanzkrise eine Entwicklung in Richtung "Normalisierung" des Markts anzeigte. Die erwartete Zinssenkung vorwegnehmend begann Mitte Oktober 2011 die Talfahrt des EURIBOR, die sich bis zum Ende des Berichtszeitraums und auch danach fortsetzte. Ende Februar 2012 durchbrach der EURIBOR wieder die Leitzins-"Hürde" und notierte fortan tiefer als dieser, selbst nach der historischen Leitzinssenkung im Mai 2013 blieb der EURIBOR unter dem EZB-Leitzins.

Bei den mittel- und langfristigen Zinsen war im Geschäftsjahr 2012/13 zunächst eine leichte Abwärtsbewegung zu beobachten, unterbrochen von einer Gegenbewegung im 1. Kalenderquartal 2013. Insgesamt bewegten sich die Kurven langfristig betrachtet eher seitwärts in einer engen Bandbreite von rund 50bp. Bemerkenswert ist die Stabilisierung des Zinsabstands. Bereits vor der Finanzkrise 2007 lagen die Zinskurven eng beieinander, zum Höhepunkt der Liquiditätsknappheit 2008 wurde sogar eine inverse Zinsstruktur verzeichnet. Nach dem Berichtszeitraum setzte wieder eine Gegenbewegung ein, die Sätze erreichten ähnliche Niveaus wie zu Beginn des Geschäftsjahres und die Zinsabstände weiteten sich aus.

Bei Bestandsfinanzierungen wird weiterhin verstärkt auf Deckungsstockfähigkeit für Pfandbriefemissionen geachtet. Das führt zu etwas günstigeren Refinanzierungskosten in diesem "gedeckten" Teil, aber auch zu niedrigeren Loanto-Value-Ratios.
Verfügbarkeit und Konditionierung von Finanzierungen sind weiterhin stark von Assetklassen und Märkten abhängig. Während in etablierten Märkten wie Österreich oder Deutschland bei entsprechender Objektqualität mit durchaus attraktiven Konditionen finanziert werden kann und auch stabile Märkte wie Tschechien und Polen sich wieder dem "Vorkrisenniveau" nähern, manifestiert sich das deutlich verschlechterte Länderrating von Ungarn und Rumänien in einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Finanzierungen bei vergleichsweise hohen Margen. Eine Sonderstellung nimmt nach wie vor Russland ein. Die Finanzierungskonditionen liegen, obwohl tendenziell sinkend, über jenen der anderen Kernmärkte der IMMOFINANZ Group. Der Abstand zu den erzielbaren, deutlich zweistelligen Objektrenditen macht Finanzierungen in Russland dennoch sehr attraktiv.
Die Finanzierungsvolumina orientieren sich aktuell weniger am Verhältnis zum Marktwert (Loan to Value), sondern vielmehr am Cashflow bzw. NOI (Net Operating Income), wobei eine nachhaltig gesicherte Bedienbarkeit der Finanzverbindlichkeit im Vordergrund steht. Das extrem niedrige Zinsniveau kompensiert dabei – zum Teil – die gestiegenen Margen.
Für Projektentwicklungen ist, wenn auch mit entsprechenden Auflagen, ausreichend Fremdkapital verfügbar. Die Margen während der Bauphase liegen über jenen für die Bestandsfinanzierung. Bei einer Kombination von einer Entwicklungsfinanzierung mit einer von vornherein vereinbarten Anschlussfinanzierung ist jedoch Optimierungspotenzial vorhanden. Entscheidende Faktoren sind Kostensicherheit und eine gute und belegbare Vorverwertung, welche zumindest den Zinsendienst nach Fertigstellung gewährleistet.
Portfoliobericht
Zum Kerngeschäft der IMMOFINANZ Group zählen die Vermietung und die Entwicklung von Immobilien in den Ländern Zentral- und Osteuropas. Ziel ist die Schaffung eines diversifizierten, risikooptimierten und nachhaltigen Bestandsimmobilienportfolios. Im Vordergrund steht dabei, die Profitabilität entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu maximieren – von der Eigenentwicklung über die Optimierung durch aktives Asset Management bis zum zyklusoptimierten Verkauf.
Die IMMOFINANZ Group konzentriert ihre Aktivitäten auf die Assetklassen Büro, Einzelhandel, Wohnen und Logistik in den Kernmärkten Österreich, Deutschland, Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien, der Slowakei und Russland. Die BUWOG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft und Kompetenzzentrum im Bereich Wohnen. Zum 30. April 2013 zeigt die IMMOFINANZ Group die Objekte der BUWOG erstmals als eigenes Segment. Wohnimmobilien in Österreich, die nicht der BUWOG oder ihren Tochtergesellschaften zuzurechnen sind, werden unter Wohnen Österreich dargestellt. Um in den einzelnen Ländern besser agieren zu können, unterscheidet das Unternehmen auf Basis der Assetklassen zwölf strategische Geschäftsfelder mit homogenen Produktgruppen.
Immobilienportfolio
Das Immobilienportfolio der IMMOFINANZ Group ist in der Bilanz unter den Posten "Immobilienvermögen", "In Bau befindliches Immobilienvermögen", "Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen" und "Immobilienvorräte" ausgewiesen.
Der Posten "Immobilienvermögen" umfasst sowohl Bestandsimmobilien als auch temporär eingestellte Entwicklungsprojekte und unbebaute Grundstücke.
Unter "In Bau befindliches Immobilienvermögen" sind ausschließlich aktiv verfolgte Entwicklungsprojekte erfasst, die nach Fertigstellung in das Bestandsportfolio der IMMOFINANZ Group transferiert werden.
Bei "Immobilienvorräten" handelt es sich um Immobilien, die mit der Absicht entwickelt werden, sie nach Fertigstellung zu verkaufen. In dieser Position sind z.B. Eigentumswohnungen enthalten.
Für die unter "Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen" klassifizierten Objekte existierten zum 30. April 2013 konkrete Verkaufspläne und eine zeitnahe Veräußerung dieser Immobilien ist geplant. Im Portfoliobericht sind diese Objekte mit EUR 583,4 Mio. in den Bestandsimmobilien enthalten.
Im Portfoliobericht werden sämtliche Immobilien der IMMOFINANZ Group unabhängig von der bilanziellen Klassifizierung dargestellt und entweder als Bestandsimmobilien (Mieteinnahmen generierende Immobilien), Entwicklungsprojekte (in Bau befindliche Projekte und bereits fertiggestellte Eigentumswohnungen) oder Pipelineprojekte (temporär eingestellte Projekte und Grundstücksreserven) ausgewiesen.
Das Immobilienvermögen der IMMOFINANZ Group lässt sich gemäß bilanziellem Ausweis zum 30. April 2013 wie folgt auf die Darstellung im Portfoliobericht überleiten:

Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Immobilienportfolio Anzahl der Immobilien Bestandsimmobilien in MEUR Entwicklungsprojekte in MEUR Pipelineprojekte in MEUR Immobilienportfolio in MEUR Immobilienportfolio in % Österreich 220 1.510,3 3,3 10,4 1.524,0 14,5% Deutschland 37 459,5 128,1 0,0 587,6 5,6% BUWOG 1.228 2.494,3 105,2 142,8 2.742,3 26,1% Tschechien 31 538,5 47,9 4,7 591,1 5,6% Ungarn 34 481,3 0,0 36,2 517,5 4,9% Polen 36 936,7 42,7 11,8 991,1 9,5% Rumänien 88 654,6 38,4 308,7 1.001,7 9,6% Russland 6 1.610,0 160,0 0,0 1.770,0 16,9% Slowakei 19 275,0 0,0 18,2 293,2 2,8% Nicht-Kernländer 60 400,7 3,5 64,9 469,1 4,5% IMMOFINANZ Group 1.759 9.360,8 529,1 597,8 10.487,7 100,0% 89,3% 5,0% 5,7% 100,0%
Der Buchwert des Immobilienportfolios der IMMOFINANZ Group setzt sich zum Stichtag 30. April 2013 folgendermaßen zusammen:
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Der Buchwert des Gesamtportfolios der IMMOFINANZ Group beträgt zum 30. April 2013 EUR 10.487,7 Mio. Davon entfällt der überwiegende Teil mit EUR 9.360,8 Mio. oder 89,3% auf Bestandsimmobilien. Aus aktiven Entwicklungsprojekten stammen EUR 529,1 Mio. oder 5,0% des Buchwerts des Immobilienportfolios. Ein Buchwert in Höhe von EUR 597,8 Mio. oder 5,7% entfällt auf die Projektpipeline, die temporär eingestellte Entwicklungsprojekte und unbebaute Grundstücke beinhaltet.
Der Schwerpunkt des Gesamtportfolios der IMMOFINANZ Group liegt mit 26,1% im Segment BUWOG, gefolgt von den Ländern Russland mit 16,9%, Österreich mit 14,5% und Rumänien mit 9,6%. Polen liegt mit 9,5% an fünfter Stelle.
Um das Immobilienportfolio länderübergreifend nach einheitlichen Parametern analysieren und steuern zu können, hat die IMMOFINANZ Group eine Produktgruppenklassifizierung nach strategischen Kriterien entwickelt und umgesetzt. Das Immobilienportfolio ist innerhalb der einzelnen Assetklassen in zwölf homogene Geschäftsfelder unterteilt, die das zielgerichtete Handeln in unterschiedlichen Märkten verbessern und zudem eine erhöhte Transparenz bieten.
Büro
Das Geschäftsfeld International High-Class Office beinhaltet ausschließlich Topbüroobjekte in den attraktivsten Märkten. Höchste Qualität und beste Standorte sind in diesem Geschäftsfeld die Grundvoraussetzungen. Bei der Auswahl der Objekte wird insbesondere auf die Erfüllung von internationalen Standards geachtet. Mit einem 12,1%-Anteil am Gesamtportfolio bildet das International High-Class Office Portfolio eine wesentliche Einnahmequelle und ist daher als Stabilitätsanker der IMMOFINANZ Group zu sehen. Zu diesem Geschäftsfeld zählen u.a. der voll vermietete City Tower Vienna (Wien, Österreich) und der ebenfalls zu 100% vermietete Park Postepu (Warschau, Polen).
Das Secondary Office AT/DE Portfolio umfasst funktionelle Büroobjekte mit guter Qualität. Zielgruppe dieses Geschäftsfelds sind vor allem kostenbewusste Mieter. Mit einem Anteil von rund 5,5% am Gesamtportfolio liegt der Fokus auf den stabilen Märkten in Österreich und Deutschland.
Die Objekte des Geschäftsfelds Secondary Office CEE befinden sich ausschließlich in Hauptstädten Zentral- und Osteuropas. Mit einem Anteil von rund 7,7% am Gesamtportfolio richtet sich auch dieser Bereich insbesondere an kostensensitive Mieter und festigt gleichzeitig die Marktposition in Osteuropa.
Die Konzentration der IMMOFINANZ Group auf hochqualitative Immobilien in guten Lagen erfordert den Verkauf von Objekten, die zwar großes Potenzial für eine Neupositionierung besitzen, jedoch hinsichtlich Größe, Lage, Qualität oder anderer Merkmale nicht dem Zielportfolio entsprechen. Derartige kurz- und mittelfristig für den Verkauf vorgesehene Büroobjekte sind im Geschäftsfeld Opportunistic Office zusammengefasst. Diese Kategorie umfasst 2,0% des Gesamtportfolios.
Einzelhandel
Im Einzelhandel liegt der Schwerpunkt auf dem Geschäftsfeld Quality Shopping Center. Mit rund 25,3% Anteil am Gesamtportfolio sind diese erstklassigen Einkaufszentren mit internationalen Mietern ausschließlich an großen und starken Standorten zu finden. Die Ansprüche an Größe, Qualität, Lage und den Mietermix sind in diesem Geschäftsfeld sehr hoch. Durch ihre hohe Retail-Kompetenz und starke Vernetzung ist die IMMOFINANZ Group in der Lage, in diesem Bereich nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu generieren. Zu diesem Geschäftsfeld zählen u.a. das Silesia City Center (Kattowitz, Polen) und das Golden Babylon Rostokino (Moskau, Russland), das mit einer vermietbaren Geschäftsfläche von rund 168.000 m² das größte und ertragreichste Objekt im Retail-Portfolio der IMMOFINANZ Group darstellt.
Das Geschäftsfeld STOP.SHOP./Retail Warehouse umfasst Fachmarktzentren in Österreich und Osteuropa, die für ein standardisiertes Format und einen attraktiven Mietermix stehen. Der Anteil am Gesamtportfolio beläuft sich auf rund 4,3%. Die Objekte befinden sich überwiegend an Topstandorten mit Einzugsgebieten von 30.000 bis 150.000 Einwohnern. Innerhalb dieses Geschäftsfelds hat die IMMOFINANZ Group im Jahr 2002 die Marke STOP.SHOP. ins Leben gerufen und seither erfolgreich in CEE und Österreich etabliert. Nach dem erfolgreichen Rebranding ausgewählter österreichischer Märkte Ende 2012 ist die Marke STOP.SHOP. mit insgesamt 44 Märkten in sechs unserer Kernmärkte vertreten. Die Fachmärkte überzeugen vor allem mit einheitlichen Qualitätsstandards, Zweckmäßigkeit und einem hohen Wiedererkennungswert. Für die nächsten Jahre ist eine weitere Expansion der Marke mit starkem Schwerpunkt auf den polnischen Markt geplant.
Der Fokus auf hochqualitative Immobilien in guten Lagen erfordert auch im Retail-Segment den Verkauf von jenen Objekten, die zwar großes Potenzial für eine Neupositionierung besitzen, jedoch hinsichtlich Größe, Lage, Qualität oder anderer Merkmale nicht in das Zielportfolio der IMMOFINANZ Group passen. Im Geschäftsfeld Opportunistic Retail sind daher jene Einzelhandelsobjekte zusammengefasst, die kurz- und mittelfristig für den Verkauf vorgesehen sind. Rund 3,1% des Gesamtportfolios sind dieser Kategorie zugeordnet.
Logistik
Die Logistikaktivitäten in Westeuropa, vor allem in Deutschland, der Schweiz und in den Beneluxstaaten, sind im Geschäftsfeld Logistics West zusammengefasst. Mit den Tochterunternehmen Deutsche Lagerhaus und Citybox ist es gelungen, eine starke Position im Logistikmarkt aufzubauen, die hervorragende Perspektiven hat und in Westeuropa als eine der dynamischsten Assetklassen gilt. Rund 5,3% des Gesamtportfolios gehören zu dieser Kategorie.
Das Logistics East Portfolio mit einem Anteil von rund 2,3% am Gesamtportfolio hat seinen Schwerpunkt im vielversprechenden mittel- und osteuropäischen Raum und umfasst sämtliche Logistikaktivitäten in den Ländern Tschechien, Rumänien, Ungarn, Russland, Polen und der Slowakei. Durch die Vernetzung mit dem Logistics West Portfolio ist die IMMOFINANZ Group in der Lage, Mietern in weiten Teilen Europas Logistikflächen aus einer Hand anzubieten.
Wohnen
Das Residential West Portfolio beinhaltet hauptsächlich Mietwohnungen in Österreich und Deutschland. Mit einem Anteil von rund 29,3% am Gesamtportfolio ist dieses Geschäftsfeld wesentlicher Schwerpunkt und Stabilitätsanker der IMMOFINANZ Group. Die BUWOG konzentriert sich auf die Vermietung und den Verkauf bestehender Wohnungen, auf die Neuentwicklung von Miet- und Eigentumswohnungen sowie auf die Verwaltung der Immobilien. Die BUWOG Gruppe realisiert und bewirtschaftet eine breite Palette von individuellen Wohnlösungen in ganz Österreich und Deutschland. Dazu zählen nicht nur geförderte Wohnungen mit architektonischem Anspruch, sondern auch frei finanzierte Wohnungen mit hohem Individualitätsfaktor und nachhaltig erbaute Reihen- und Doppelhäuser. Aber auch in Deutschland entwickelt und errichtet die BUWOG Wohnimmobilien. Ferner ist geplant, durch Zukäufe in Deutschland im Segment Wohnimmobilien zukünftig weiter zu wachsen. Das Residential West Portfolio ist durch eine hohe Auslastung und geringe Mieterfluktuation äußerst stabil und risikoarm.
Im Geschäftsfeld Residential East werden alle Wohnbauaktivitäten im osteuropäischen Raum gebündelt. In diesem Bereich entwickelt das Unternehmen nur Eigentumswohnungen zum Verkauf und plant, vom hohen Nachholbedarf der aufstrebenden Mittelschicht in diesen Regionen und vom gesteigerten Interesse an Wohnneubauten zu profitieren. Mit einer Vielzahl von in der Vergangenheit erworbenen Wohnbaugrundstücken hat die IMMOFINANZ Group eine gute Position, um dieses Ziel zu erreichen. Als repräsentatives Beispiel gilt das Projekt Dębowe Tarasy (Kattowitz, Polen), eines der prestigeträchtigsten und modernsten Wohnbauentwicklungsprojekte in Kattowitz. Dębowe Tarasy erstreckt sich auf vier gleiche Baustufen, in denen insgesamt 1.040 Wohnungen errichtet werden. Das Wohnbauprojekt erhielt im Jahr 2008 den angesehenen CNBC European Property Award als bestes Development in Polen und den "Oskar" der Bauwirtschaft in der Kategorie Wohnbau. Darüber hinaus hat sich die IMMOFINANZ Group mit der 100%igen Übernahme des führenden rumänischen Wohnbauentwicklers Adama im November 2011 eine ideale
Plattform für die Ausweitung der Wohnbau- und Development-Aktivitäten in der Region CEE und SEE gesichert, um bestehende Grundstücksreserven zu verwerten. Rund 2,4% des Gesamtportfolios sind dieser Kategorie zuzuordnen.
Hotels
Das Geschäftsfeld Hotels zählt nicht zu den vier Kernsegmenten des Unternehmens. Die IMMOFINANZ Group hat den Verkauf von 100% der Anteile an der Schweizer Les Bains de St. Moritz Holding AG, Eigentümerin des Kempinski Grand Hotel des Bains, Schweiz, am 22. Februar 2013 (Closing) erfolgreich abgeschlossen. Somit umfasst dieses Geschäftsfeld zum 30. April 2013 nur mehr zwei Objekte, die sich in Wien, Österreich, befinden. Strategisch sind auch diese letzten zwei Objekte kurz- bis mittelfristig für den Verkauf vorgesehen.
Der Buchwert des Immobilienportfolios der IMMOFINANZ Group setzt sich zum 30. April 2013 wie folgt zusammen:
| Immobilienportfolio | Anzahl der Immobilien |
Bestands immobilien in MEUR |
Entwicklungs projekte in MEUR |
Pipelineprojekte in MEUR |
Immobilienportfolio in MEUR |
Immobilienportfolio in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Intern. High-Class Office | 26 | 1.120,3 | 146,7 | 1,1 | 1.268,0 | 12,1% |
| Secondary Office AT/DE | 25 | 566,8 | 0,0 | 15,1 | 581,9 | 5,5% |
| Secondary Office CEE | 45 | 725,5 | 0,0 | 82,9 | 808,4 | 7,7% |
| Opportunistic Office | 26 | 204,3 | 0,0 | 4,4 | 208,7 | 2,0% |
| Office | 122 | 2.616,9 | 146,7 | 103,4 | 2.867,0 | 27,3% |
| Quality Shopping Center | 21 | 2.473,4 | 180,1 | 0,0 | 2.653,5 | 25,3% |
| Stop .Shop ./Retail Warehouse |
53 | 441,5 | 4,6 | 0,0 | 446,0 | 4,3% |
| Opportunistic Retail | 137 | 205,6 | 0,0 | 122,4 | 328,0 | 3,1% |
| Retail | 211 | 3.120,4 | 184,6 | 122,4 | 3.427,5 | 32,7% |
| Logistics West | 53 | 559,1 | 0,0 | 0,0 | 559,1 | 5,3% |
| Logistics East | 31 | 183,0 | 0,0 | 58,4 | 241,4 | 2,3% |
| Logistics | 84 | 742,1 | 0,0 | 58,4 | 800,5 | 7,6% |
| Residential West | 1.272 | 2.814,1 | 146,4 | 114,9 | 3.075,4 | 29,3% |
| Residential East | 68 | 0,0 | 51,4 | 198,7 | 250,1 | 2,4% |
| Residential | 1.340 | 2.814,1 | 197,8 | 313,6 | 3.325,5 | 31,7% |
| Hotels | 2 | 67,2 | 0,0 | 0,0 | 67,2 | 0,6% |
| IMMOFINANZ Group | 1.759 | 9.360,8 | 529,1 | 597,8 | 10.487,7 | 100,0% |
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Der Buchwert des Gesamtportfolios der IMMOFINANZ Group beträgt per 30. April 2013 insgesamt EUR 10.487,7 Mio. Dabei liegt der Schwerpunkt mit 29,3% im Geschäftsfeld Residential West, gefolgt von Quality Shopping Center mit 25,3% und International High-Class Office mit 12,1%.
Bestandsimmobilien
Bestandsimmobilien sind jene Immobilien, die von der IMMOFINANZ Group per 30. April 2013 zum Zweck der Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Das Bestandsimmobilienportfolio repräsentiert einen Buchwert in Höhe von EUR 9.360,8 Mio. und somit 89,3% des gesamten Immobilienportfolios.
| Bestandsimmobilien | Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Vermietbare Fläche in m² |
Vermietete Fläche in m² |
Vermietungs grad in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 210 | 1.510,3 | 16,1% | 829.509 | 714.020 | 86,1% |
| Deutschland | 33 | 459,5 | 4,9% | 943.812 | 823.718 | 87,3% |
| BUWOG | 1.150 | 2.494,3 | 26,6% | 2.465.161 | 2.364.936 | 95,9% |
| Tschechien | 25 | 538,5 | 5,8% | 353.535 | 280.397 | 79,3% |
| Ungarn | 28 | 481,3 | 5,1% | 379.886 | 295.534 | 77,8% |
| Polen | 24 | 936,7 | 10,0% | 353.375 | 313.020 | 88,6% |
| Rumänien | 17 | 654,6 | 7,0% | 405.392 | 360.524 | 88,9% |
| Russland | 5 | 1.610,0 | 17,2% | 264.957 | 254.296 | 96,0% |
| Slowakei | 15 | 275,0 | 2,9% | 157.842 | 138.693 | 87,9% |
| Nicht-Kernländer | 35 | 400,7 | 4,3% | 373.081 | 297.344 | 79,7% |
| IMMOFINANZ Group | 1.542 | 9.360,8 | 100,0% | 6.526.550 | 5.842.483 | 89,5% |
| Mieteinnahmen Q4 2012/13 in MEUR1 |
Bruttorendite in % |
Restschuld bestehender Finanzierungen in MEUR |
Finanzierungs kosten in % |
Finanzierungskosten inkl. Derivate in % |
LTV in %2 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 23,4 | 6,2% | 534,4 | 2,5% | 3,2% | 35,4% |
| Deutschland | 9,5 | 8,3% | 319,1 | 2,3% | 3,9% | 69,4% |
| BUWOG | 23,2 | 3,7% (4,9%3 ) |
1.160,9 | 1,5% | 2,3% | 46,5% |
| Tschechien | 9,4 | 7,0% | 216,5 | 2,1% | 2,4% | 40,2% |
| Ungarn | 7,2 | 6,0% | 209,5 | 2,2% | 2,6% | 43,5% |
| Polen | 14,9 | 6,4% | 519,4 | 2,5% | 3,9% | 55,5% |
| Rumänien | 13,3 | 8,1% | 281,7 | 3,4% | 4,2% | 43,0% |
| Russland | 44,2 | 11,0% | 664,2 | 7,3% | 7,3% | 41,3% |
| Slowakei | 5,4 | 7,9% | 159,7 | 3,0% | 3,6% | 58,1% |
| Nicht-Kernländer | 9,0 | 9,0% | 201,0 | 2,4% | 3,3% | 50,2% |
| IMMOFINANZ Group | 159,7 | 6,8% (7,1%3 ) |
4.266,5 | 3,0% | 3,7% | 45,6% |
| Entwicklungsprojekte bzw. Pipelineprojekte | 0,7 | 206,5 | 3,8% | 3,8% | ||
| Im Q4 2012/13 veräußerte Immobilien | 2,5 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | ||
| Beteiligungsfinanzierung | 0,0 | 280,6 | 1,0% | 1,7% | ||
| Konzernfinanzierungen | 0,0 | 993,0 | 3,8% | 3,9% | ||
| IMMOFINANZ Group | 162,9 | 5.746,6 | 3,1% | 3,7% | 47,8%4 |
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)
2 LTV = tatsächliche Restschuld (nominelle Schuld) dividiert durch den Fair Value zum Berichtszeitpunkt
3 Annualisierte Mieterlöse des Q4 2012/13 inklusive unterjährig angekaufter Immobilien und Bereinigung um EUR 5,1 Mio. Einmaleffekt aus Bilanzierungsänderungen 4 Exklusive Berücksichtigung von liquiden Mittel in Höhe von EUR 738,5 Mio. beträgt der LTV 54,8%.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Die IMMOFINANZ Group hält zum 30. April 2013 1.542 Bestandsimmobilien mit einem Buchwert in Höhe von EUR 9.360,8 Mio. und einer Rendite von 6,8%.
In den Mieterlösen des 4. Quartals 2012/13 ist im BUWOG-Segment ein negativer Einmaleffekt aus der Bilanzierungsänderung von Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträgen in Höhe von EUR 5,1 Mio. enthalten. Wenn die unterjährig angekauften Immobilien (Wohnimmobilienportfolio in Berlin-Neukölln) zusätzlich gemäß tatsächlichen Mieterlösen dargestellt wären, ergäbe dies im IMMOFINANZ-Bestandsportfolio eine Rendite von 7,1%; im BUWOG-Segment würde die Rendite dann 4,9% betragen.
Der Auslastungsgrad der Bestandsimmobilien beträgt zum 30. April 2013 89,5%. Gemessen am Buchwert liegt der Schwerpunkt der Bestandsimmobilien im Segment BUWOG (EUR 2.494,3 Mio.), gefolgt von den Ländern Russland (EUR 1.610,0 Mio.), Österreich (EUR 1.510,3 Mio.) und Polen (EUR 936,7 Mio.).
Die Bestandsimmobilien aller Nicht-Kernländer umfassen EUR 400,7 Mio. Davon entfallen EUR 122,2 Mio. auf die USA, EUR 116,4 Mio. auf die Niederlande und EUR 95,0 Mio. auf die Schweiz. Des Weiteren besitzt die IMMOFINANZ Group Bestandsimmobilien in Kroatien, Slowenien, Bulgarien und Italien.
Büro
Der Buchwert der 100 Bürobestandsimmobilien beträgt zum 30. April 2013 EUR 2.616,9 Mio. und umfasst somit 28,0% des Bestandsimmobilienportfolios der IMMOFINANZ Group. Die vermietbare Fläche dieses Büroportfolios beträgt 1.288.331 m² und ist zu 81,8% ausgelastet. Die Mieteinnahmen im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 betrugen EUR 41,6 Mio. und erzielten eine Rendite von 6,4%.
Regional ist die IMMOFINANZ Group mit ihrem Bürobestandsimmobilienportfolio schwerpunktmäßig in den Kernmärkten Österreich (EUR 926,6 Mio.), Polen (EUR 465,6 Mio.) und Tschechien (EUR 392,4 Mio.) vertreten. Dabei zählen der City Tower Vienna in Wien, Österreich, sowie der Park Postepu in Warschau, Polen, zu den bedeutendsten Immobilien des Büroportfolios.

Auf Basis der Geschäftsfelder ergeben sich die folgenden wesentlichen Kennzahlen per 30. April 2013:
| Bestandsimmobilien | Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Vermietbare Fläche in m² |
Vermietete Fläche in m² |
Vermietungs grad in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Intern. High-Class Office | 18 | 1.120,3 | 42,8% | 460.286 | 401.056 | 87,1% |
| Secondary Office AT/DE | 22 | 566,8 | 21,7% | 251.707 | 198.890 | 79,0% |
| Secondary Office CEE | 36 | 725,5 | 27,7% | 424.443 | 342.998 | 80,8% |
| Opportunistic Office | 24 | 204,3 | 7,8% | 151.896 | 110.435 | 72,7% |
| IMMOFINANZ Group | 100 | 2.616,9 | 100,0% | 1.288.331 | 1.053.379 | 81,8% |
| Mieteinnahmen Q4 2012/13 in MEUR1 |
Bruttorendite in % |
Restschuld bestehender Finanzierungen in MEUR |
Finanzierungs kosten in % |
Finanzierungskosten inkl. Derivate in % |
LTV in %2 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Intern. High-Class Office | 17,9 | 6,4% | 548,2 | 2,3% | 3,5% | 48,9% |
| Secondary Office AT/DE | 7,6 | 5,3% | 257,4 | 2,2% | 2,8% | 45,4% |
| Secondary Office CEE | 12,9 | 7,1% | 289,0 | 2,6% | 3,6% | 39,8% |
| Opportunistic Office | 3,3 | 6,5% | 96,8 | 3,2% | 3,9% | 47,4% |
| IMMOFINANZ Group | 41,6 | 6,4% | 1.191,5 | 2,4% | 3,4% | 45,5% |
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich) 2 LTV = tatsächliche Restschuld (nominelle Schuld) dividiert durch den Fair Value zum Berichtszeitpunkt
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
TDer Bürosektor in den IMMOFINANZ-Kernmärkten

n Anteil am Bestandsimmobilienportfolio
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Nicht-Kernländer
| Immobilien | 3 | |
|---|---|---|
| Buchwert in MEUR | 44,4 | |
| Vermietbare Fläche in m² | 29.246 | |
| Vermietungsgrad | 53,5% | |
| Mieteinn. im Q4 in MEUR1 | 0,6 | |
| Bruttorendite | 5,2% |
1,7% 100%
Immofinanz Group
| Immobilien | 100 |
|---|---|
| Buchwert in MEUR | 2.616,9 |
| Vermietbare Fläche in m² | 1.288.331 |
| Vermietungsgrad | 81,8% |
| Mieteinn. im Q4 in MEUR1 | 41,6 |
| Bruttorendite | 6,4% |
Einzelhandel
Der Buchwert der 186 Einzelhandelsbestandsimmobilien beträgt EUR 3.120,4 Mio. und umfasst somit 33,3% des Bestandsimmobilienportfolios. Die Auslastung per 30. April 2013 liegt bei 94,2%. Bei Mieteinnahmen in der Höhe von EUR 72,0 Mio. im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 ergibt sich eine Rendite von 9,2%. Die höchste Rendite wird dabei mit 11,0% in Russland erzielt, gefolgt von Österreich mit 9,6% und Tschechien mit 8,1%.
Gemessen am Buchwert zum 30. April 2013 sind die bedeutendsten Märkte in der Assetklasse Einzelhandel die Kernländer Russland mit EUR 1.575,4 Mio., Polen mit EUR 439,5 Mio. und Österreich mit EUR 318,8 Mio. Die laut Buchwert größten Immobilien im Bereich Einzelhandel sind die Einkaufszentren Golden Babylon Rostokino in Moskau, Russland, Silesia City Center in Kattowitz, Polen und Golden Babylon I in Moskau, Russland.

Auf Basis der Geschäftsfelder ergeben sich die folgenden wesentlichen Kennzahlen per 30. April 2013:
| Bestandsimmobilien | Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Vermietbare Fläche in m² |
Vermietete Fläche in m² |
Vermietungs grad in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Quality Shopping Center | 19 | 2.473,4 | 79,3% | 552.167 | 536.853 | 97,2% |
| Stop .Shop ./Retail Warehouse |
48 | 441,5 | 14,1% | 323.284 | 302.086 | 93,4% |
| Opportunistic Retail | 119 | 205,6 | 6,6% | 236.431 | 208.878 | 88,3% |
| IMMOFINANZ Group | 186 | 3.120,4 | 100,0% | 1.111.882 | 1.047.818 | 94,2% |
| Mieteinnahmen Q4 2012/13 in MEUR1 |
Bruttorendite in % |
Restschuld bestehender Finanzierungen in MEUR |
Finanzierungs kosten in % |
Finanzierungskosten inkl. Derivate in % |
LTV in %2 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Quality Shopping Center | 58,5 | 9,5% | 1.067,1 | 5,6% | 5,9% | 43,1% |
| Stop .Shop ./Retail Warehouse |
8,5 | 7,7% | 220,4 | 2,7% | 2,9% | 49,9% |
| Opportunistic Retail | 5,0 | 9,8% | 33,6 | 2,6% | 2,9% | 16,3% |
| IMMOFINANZ Group | 72,0 | 9,2% | 1.321,1 | 5,0% | 5,3% | 42,3% |
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts(Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)
2 LTV = tatsächliche Restschuld (nominelle Schuld) dividiert durch den Fair Value zum Berichtszeitpunkt
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
RDer Einzelhandelssektor in den IMMOFINANZ-Kernmärkten
| 50,5% | ||||
|---|---|---|---|---|
| Polen Immobilien Buchwert in MEUR Vermietbare Fläche in m² Vermietungsgrad Mieteinn. im Q4 in MEUR1 Bruttorendite |
3 439,5 106.552 100,0% 6,5 5,9% |
Russland Immobilien Buchwert in MEUR Vermietbare Fläche in m² Vermietungsgrad Mieteinn. im Q4 in MEUR1 Bruttorendite |
4 1.575,4 223.652 99,1% 43,4 11,0% |
|
| Tschechien Immobilien 11 Buchwert in MEUR 126,8 Vermietbare Fläche in m² 100.067 Vermietungsgrad 93,1% Mieteinn. im Q4 in MEUR1 2,6 Bruttorendite 8,1% |
||||
| 14,1% | Slowakei Immobilien Buchwert in MEUR Vermietbare Fläche in m² Vermietungsgrad Mieteinn. im Q4 in MEUR1 Bruttorendite |
12 197,4 90.357 94,5% 3,7 7,5% |
||
| 4,1% 6,3% 10,2% 5,0% |
9,0% | Rumänien Immobilien Buchwert in MEUR Vermietbare Fläche in m² Vermietungsgrad Mieteinn. im Q4 in MEUR1 Bruttorendite |
5 282,0 146.701 93,0% 5,2 7,4% |
|
| Österreich Immobilien Buchwert in MEUR Vermietbare Fläche in m² Vermietungsgrad Mieteinn. im Q4 in MEUR1 Bruttorendite |
136 318,8 Ungarn 312.438 Immobilien 91,3% Buchwert in MEUR 7,7 Vermietbare Fläche in m² 9,6% Vermietungsgrad Mieteinn. im Q4 in MEUR1 Bruttorendite |
12 154,9 114.696 89,3% 2,5 6,6% |
||
n Anteil am Bestandsimmobilienportfolio
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Nicht-Kernländer
| Immobilien | 3 | |
|---|---|---|
| Buchwert in MEUR | 25,7 | |
| Vermietbare Fläche in m² | 17.419 | |
| Vermietungsgrad | 97,7% | |
| Mieteinn. im Q4 in MEUR1 | 0,4 | |
| Bruttorendite | 6,3% |
0,8% 100%
Immofinanz Group
| Immobilien | 186 |
|---|---|
| Buchwert in MEUR | 3.120,4 |
| Vermietbare Fläche in m² | 1.111.882 |
| Vermietungsgrad | 94,2% |
| Mieteinn. im Q4 in MEUR1 | 72,0 |
| Bruttorendite | 9,2% |
Logistik
Der Buchwert der 67 Logistikbestandsimmobilien beträgt EUR 742,1 Mio. und umfasst somit 7,9% des Bestandsimmobilienportfolios. Innerhalb der Kernmärkte erzielt das Unternehmen mit 10,0% die höchste Rendite in Russland. Die Auslastung des Logistikportfolios beträgt zum Stichtag 82,1%.
Innerhalb des gesamten Logistikbestandsportfolios liegt der am Buchwert gemessene Schwerpunkt mit 47,3% in Deutschland. Die übrigen Kernmärkte der IMMOFINANZ Group repräsentieren jeweils unter 9% des Portfolios. Wesentliche Logistikportfolios der Nicht-Kernländer befinden sich in den Niederlanden (EUR 113,4 Mio.) und in der Schweiz (EUR 95,0 Mio.).

Auf Basis der Geschäftsfelder ergeben sich die folgenden wesentlichen Kennzahlen per 30. April 2013:
| Bestandsimmobilien | Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Vermietbare Fläche in m² |
Vermietete Fläche in m² |
Vermietungs grad in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Logistics West | 53 | 559,1 | 75,3% | 1.121.487 | 963.009 | 85,9% |
| Logistics East | 14 | 183,0 | 24,7% | 332.450 | 230.268 | 69,3% |
| IMMOFINANZ Group | 67 | 742,1 | 100,0% | 1.453.937 | 1.193.277 | 82,1% |
| Mieteinnahmen Q4 2012/13 in MEUR1 |
Bruttorendite in % |
Restschuld bestehender Finanzierungen in MEUR |
Finanzierungs kosten in % |
Finanzierungskosten inkl. Derivate in % |
LTV in %2 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Logistics West | 12,9 | 9,2% | 310,7 | 1,9% | 3,6% | 55,6% |
| Logistics East | 3,7 | 8,2% | 99,9 | 3,2% | 3,9% | 54,6% |
| IMMOFINANZ Group | 16,6 | 9,0% | 410,6 | 2,2% | 3,7% | 55,3% |
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich) 2 LTV = tatsächliche Restschuld (nominelle Schuld) dividiert durch den Fair Value zum Berichtszeitpunkt
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
VDer Logistiksektor in den IMMOFINANZ-Kernmärkten

n Anteil am Bestandsimmobilienportfolio
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
28,1% 100%
Nicht-Kernländer
| Immobilien | 25 | |
|---|---|---|
| Buchwert in MEUR | 208,4 | |
| Vermietbare Fläche in m² | 228.846 | |
| Vermietungsgrad | 77,4% | |
| Mieteinn. im Q4 in MEUR1 | 5,0 | |
| Bruttorendite | 9,6% |
Immofinanz Group
| Immobilien | 67 |
|---|---|
| Buchwert in MEUR | 742,1 |
| Vermietbare Fläche in m² | 1.453.937 |
| Vermietungsgrad | 82,1% |
| Mieteinn. im Q4 in MEUR1 | 16,6 |
| Bruttorendite | 9,0% |
Wohnen
Der Buchwert der 1.187 Wohnbestandsimmobilien beträgt EUR 2.814,1 Mio. und umfasst somit 30,1% des Bestandsimmobilienportfolios. Die Mieteinnahmen im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 betrugen EUR 28,4 Mio. und generierten eine Rendite von 4,0%. In den Mieterlösen des 4. Quartals 2012/13 ist ein negativer Einmaleffekt aus der Bilanzierungsänderung von Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträgen in Höhe von EUR 5,1 Mio. enthalten. Wenn die unterjährig angekauften Immobilien (Wohnimmobilienportfolio in Berlin-Neukölln) zusätzlich gemäß tatsächlichen Mieterlösen dargestellt wären, ergäbe dies eine Rendite von 5,1%. Der Auslastungsgrad ist mit 95,3% konstant hoch und kann bereits seit mehreren Quartalen stabil gehalten werden.
Regional gesehen liegt der Schwerpunkt der Wohnimmobilien im Segment BUWOG (EUR 2.494,3 Mio.), gefolgt von Österreich (EUR 197,7 Mio.).

Auf Basis der Geschäftsfelder ergeben sich die folgenden wesentlichen Kennzahlen per 30. April 2013:
| Bestandsimmobilien | Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Vermietbare Fläche in m² |
Vermietete Fläche in m² |
Vermietungs grad in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Residential West | 1.187 | 2.814,1 | 100,0% | 2.644.160 | 2.519.769 | 95,3% |
| IMMOFINANZ Group | 1.187 | 2.814,1 | 100,0% | 2.644.160 | 2.519.769 | 95,3% |
| Mieteinnahmen Q4 2012/13 in MEUR1 |
Bruttorendite in % |
Restschuld bestehender Finanzierungen in MEUR |
Finanzierungs kosten in % |
Finanzierungskosten inkl. Derivate in % |
LTV in %3 |
|
| Residential West | 28,4 | 4,0% (5,1%2 ) |
1.312,1 | 1,7% | 2,4% | 46,6% |
| IMMOFINANZ Group | 28,4 | 4,0% (5,1%2 ) |
1.312,1 | 1,7% | 2,4% | 46,6% |
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich) 2 Annualisierte Mieterlöse des Q4 2012/13 inklusive unterjährig angekaufter Immobilien und Bereinigung um EUR 5,1 Mio. Einmaleffekt aus Bilanzierungsänderungen
3 LTV = tatsächliche Restschuld (nominelle Schuld) dividiert durch den Fair Value zum Berichtszeitpunkt
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
SDer Wohnsektor in den IMMOFINANZ-Kernmärkten
Österreich1
| Immobilien | 33 |
|---|---|
| Buchwert in MEUR | 197,7 |
| Vermietbare Fläche in m² | 81.429 |
| Vermietungsgrad | 82,6% |
| Mieteinn. im Q4 in MEUR2 | 2,2 |
| Bruttorendite | 4,4% |
7,0%
n Anteil am Bestandsimmobilienportfolio
88,6%
BUWOG3
Immobilien 1.150 Buchwert in MEUR 2.494,3 Vermietbare Fläche in m² 2.465.161 Vermietungsgrad 95,9% Mieteinn. im Q4 in MEUR2 23,2 Bruttorendite 3,7% (4,9%4
)
Nicht-Kernländer Immobilien 4 Buchwert in MEUR 122,2 Vermietbare Fläche in m² 97.571 Vermietungsgrad 89,7% Mieteinn. im Q4 in MEUR2 3,0
4,3% 100%
Immofinanz Group
| Immobilien | 1.187 |
|---|---|
| Buchwert in MEUR | 2.814,1 |
| Vermietbare Fläche in m² | 2.644.160 |
| Vermietungsgrad | 95,3% |
| Mieteinn. im Q4 in MEUR2 | 28,4 |
| Bruttorendite | 4,0% (5,1% 4 ) |
1 Wohnimmobilien in Österreich, welche nicht der BUWOG oder ihren Tochtergesellschaften zuzurechnen sind
2 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich)
Bruttorendite 9,9%
3 Die Wohnimmobilien der BUWOG befinden sich in Österreich (Buchwert: EUR 2.243,8 Mio.) und Deutschland (Buchwert: EUR 250,4 Mio.). 4 Annualisierte Mieterlöse des Q4 2012/13 inklusive unterjährig angekaufter Immobilien und Bereinigung um EUR 5,1 Mio. Einmaleffekt aus Bilanzierungsänderungen
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Hotels
Der Buchwert des Geschäftsfelds Hotel beträgt EUR 67,2 Mio. bzw. 0,7% des Bestandsimmobilienportfolios. Die zwei Hotels in Wien, Österreich, umfassen zum 30. April 2013 eine vermietbare Fläche von insgesamt 28.240 m² und sind zu 100% an die Hilton bzw. Leonardo Gruppe verpachtet.
Kurz- bis mittelfristig sollen die bestehenden Hotels im Bestandsimmobilienportfolio verkauft werden, da sie nicht im strategischen Fokus der IMMOFINANZ Group liegen.
Die wesentlichen Kennzahlen der Hotels stellen sich zum 30. April 2013 wie folgt dar:
| Bestandsimmobilien | Anzahl der Immobilien |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Vermietbare Fläche in m² |
Vermietete Fläche in m² |
Vermietungs grad in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hotels | 2 | 67,2 | 100,0% | 28.240 | 28.240 | 100,0% |
| IMMOFINANZ Group | 2 | 67,2 | 100,0% | 28.240 | 28.240 | 100,0% |
| Mieteinnahmen Q4 2012/13 in MEUR1 |
Bruttorendite in % |
Restschuld bestehender Finanzierungen in MEUR |
Finanzierungs kosten in % |
Finanzierungskosten inkl. Derivate in % |
LTV in %2 |
|
| Hotels | 1,1 | 6,3% | 31,2 | 2,9% | 4,1% | 46,3% |
| IMMOFINANZ Group | 1,1 | 6,3% | 31,2 | 2,9% | 4,1% | 46,3% |
1 Mieterlöse im Q4 2012/13 auf Basis der Hauptnutzungsart des Objekts (Mieterlöse gemäß GuV laut tatsächlicher Nutzung des Objekts, daher marginale Differenzen zur GuV möglich) 2 LTV = tatsächliche Restschuld (nominelle Schuld) dividiert durch den Fair Value zum Berichtszeitpunkt
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Entwicklungsprojekte
Entwicklungsprojekte sind ausschließlich jene Immobilienprojekte der IMMOFINANZ Group, die sich zurzeit in Bau befinden bzw. bereits fertiggestellte Eigentumswohnungen. In der Bilanz werden diese Projekte in die Bilanzposten "In Bau befindliches Immobilienvermögen" und "Immobilienvorräte" unterteilt.

Auf in Bau befindliche Entwicklungsprojekte entfällt ein Buchwert in Höhe von EUR 344,2 Mio. bzw. 65,0% aller Entwicklungsprojekte. Diese Immobilien sollen nach Fertigstellung vermietet und als Bestandsimmobilien gehalten werden. Ein Anteil von 27,7% entfällt auf in Bau befindliche Eigentumswohnungen bzw. 7,2% auf bereits fertiggestellte Eigentumswohnungen.
| Entwicklungsprojekte | Anzahl der Immobilien |
Davon fertiggestellte Wohnbauentwick lungsprojekte |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Offene Baukosten in MEUR |
Geplante vermiet bare/veräußerbare Fläche in m² |
Voraussichtlicher Verkehrswert nach Fertigstellung in MEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 2 | 1 | 3,3 | 0,6% | 0,2 | 885 | 4,3 |
| Deutschland | 4 | 0 | 128,1 | 24,2% | 214,1 | 87.803 | 381,2 |
| BUWOG | 22 | 3 | 105,2 | 19,9% | 68,6 | 67.505 | 208,2 |
| Tschechien | 5 | 0 | 47,9 | 9,0% | 44,3 | 38.010 | 111,3 |
| Ungarn | 1 | 0 | 0,01 | 0,0% | 0,0 | 0 | 0 |
| Polen | 6 | 1 | 42,7 | 8,1% | 133,1 | 75.571 | 214,6 |
| Rumänien | 11 | 9 | 38,4 | 7,3% | 4,2 | 74.280 | 44,9 |
| Russland | 1 | 0 | 160,0 | 30,2% | 105,1 | 56.000 | 275,4 |
| Nicht-Kernländer | 2 | 2 | 3,5 | 0,7% | 0,0 | 4.800 | 3,7 |
| IMMOFINANZ Group | 54 | 16 | 529,1 | 100,0% | 569,6 | 404.854 | 1.243,6 |
1 Aktivierte Vorlaufkosten in Höhe von TEUR 28,5 zur Errichtung eines STOP.SHOP.-Projekts
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Der Schwerpunkt der Immobilienentwicklung liegt gemessen am Buchwert derzeit auf den Kernmärkten Russland, Deutschland und dem Segment BUWOG – so wurde etwa beim Büro-Eigendevelopment Panta Rhei in der Düsseldorfer Airport City im Juni 2013 das Richtfest gefeiert. Aber auch Polen liegt im Fokus der Entwicklungstätigkeit: Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde u.a. das prestigeträchtige Einzelhandelsentwicklungsprojekt Tarasy Zamkowe im Stadtzentrum von Lublin gestartet, beim Warschau Büro-Development Nimbus erfolgte im Mai 2013 die Grundsteinlegung.
In den Entwicklungsprojekten sind 16 bereits fertiggestellte Wohnprojekte mit einem Buchwert von EUR 38,1 Mio. enthalten. Davon entfallen neun Projekte auf fertiggestellte und noch nicht vollständig verkaufte Wohnimmobilienentwicklungen in Rumänien mit einem Buchwert von EUR 30,7 Mio. Bei den Entwicklungsprojekten in Nicht-Kernländern handelt es sich ebenfalls um fertiggestellte Eigentumswohnungen.
Gemessen am anteiligen voraussichtlichen Verkehrswert nach Fertigstellung verzeichnen Deutschland mit EUR381,2Mio., Russland mit EUR 275,4 Mio. und Polen mit EUR 214,6 Mio. die höchsten Werte im Projektentwicklungsbereich.
| Entwicklungsprojekte | Anzahl der Immobilien |
Davon fertiggestellte Wohnbauentwick lungsprojekte |
Buchwert in MEUR |
Buchwert in % |
Offene Baukosten in MEUR |
Geplante vermiet bare/veräußerbare Fläche in m² |
Voraussichtlicher Verkehrswert nach Fertigstellung in MEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Intern. High-Class Office | 7 | 0 | 146,7 | 27,7% | 193,3 | 100.250 | 392,1 |
| Quality Shopping Center | 2 | 0 | 180,1 | 34,0% | 202,0 | 93.000 | 412,3 |
| Stop .Shop ./Retail Warehouse |
5 | 0 | 4,6 | 0,9% | 11,4 | 15.934 | 19,2 |
| Residential West | 25 | 4 | 146,4 | 27,7% | 150,3 | 98.502 | 346,0 |
| Residential East | 15 | 12 | 51,4 | 9,7% | 12,5 | 97.168 | 74,1 |
| IMMOFINANZ Group | 54 | 16 | 529,1 | 100,0% | 569,6 | 404.854 | 1.243,6 |
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Die gemessen am Verkehrswert nach Fertigstellung bedeutendsten Immobilienentwicklungsprojekte stellen sich zum 30. April 2013 wie folgt dar:
| Projekt | Land | Hauptnutzungsart | Geplante vermietbare/veräußer bare Fläche in m² (gerundet)1 |
Konsoldierungsquote am Projekt in % |
|---|---|---|---|---|
| Gerling Quartier | Deutschland | Büro/Wohnen | 74.000 | 100,0% |
| BUWOG | Österreich/Deutschland | Wohnen | 66.000 | 100,0% |
| Good Zone |
Russland | Einzelhandel | 56.000 | 100,0% |
| Tarasy Zamkowe | Polen | Einzelhandel | 37.000 | 100,0% |
| Nimbus | Polen | Büro | 19.000 | 100,0% |
| Dębowe Tarasy | Polen | Wohnen | 18.000 | 100,0% |
| CSOB Na Příkopě 14 | Tschechien | Büro/Einzelhandel | 17.000 | 50,0% |
| Erweiterung STOP.SHOP. Trebic | Tschechien | Einzelhandel | 13.000 | 100,0% |
| ADAMA Titan | Rumänien | Wohnen | 11.000 | 100,0% |
| Panta Rhei | Deutschland | Büro | 10.000 | 100,0% |
| CSOB Jungmannova 15 | Tschechien | Büro | 8.000 | 100,0% |
| CSOB Jindřišská 16 | Tschechien | Büro | 7.000 | 100,0% |
1 Diese Zahlen beziehen sich auf 100% des Projekts und berücksichtigen nicht die Beteiligung der IMMOFINANZ Group am jeweiligen Projekt.
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Pipelineprojekte
Bei den Pipelineprojekten handelt es sich um Grundstücksreserven oder um temporär eingestellte Projekte. Um den richtigen Zeitpunkt für die (Re-)Aktivierung dieser Projekte zu erkennen, werden sie permanent evaluiert. Entscheidungsparameter sind die Verfügbarkeit von Baugenehmigungen, der Baufortschritt, die rechtliche Situation, die Höhe des von der IMMOFINANZ Group bereits investierten Eigenkapitals, die Höhe des bis zur Fertigstellung erforderlichen Kapitals, die Verfügbarkeit von Bankfinanzierungen, die Vorvermietung, die erwartete Rendite, die durch Alternativprojekte erzielbaren Renditen, die Erwartungen hinsichtlich der Wiederveräußerbarkeit, projektspezifische Faktoren und nicht zuletzt das makroökonomische Umfeld.
| Pipelineprojekte | Anzahl der Immobilien | Buchwert in MEUR | Buchwert in % |
|---|---|---|---|
| Österreich | 8 | 10,4 | 1,7% |
| BUWOG | 56 | 142,8 | 23,9% |
| Tschechien | 1 | 4,7 | 0,8% |
| Ungarn | 5 | 36,2 | 6,1% |
| Polen | 6 | 11,8 | 2,0% |
| Rumänien | 60 | 308,7 | 51,6% |
| Slowakei | 4 | 18,2 | 3,0% |
| Nicht-Kernländer | 23 | 64,9 | 10,9% |
| IMMOFINANZ Group | 163 | 597,8 | 100,0% |
Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Die im Moment temporär eingestellten Projekte und Grundstücksreserven der IMMOFINANZ Group umfassen per 30. April 2013 einen Buchwert in Höhe von EUR 597,8 Mio. Im Bereich der Projektpipeline ist gemessen am Buchwert Rumänien mit EUR 308,7 Mio. der am stärksten gewichtete Kernmarkt, gefolgt vom Segment BUWOG mit EUR 142,8 Mio. und Ungarn mit EUR 36,2 Mio.
Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen
Für die unter "Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen" klassifizierten Objekte existierten zum 30.April 2013 konkrete Verkaufspläne und eine zeitnahe Veräußerung dieser Immobilien ist geplant. Im Portfoliobericht sind diese Objekte mit EUR 583,4 Mio. in den Bestandsimmobilien enthalten.
Immobilienbewertung
Die IMMOFINANZ Group erstellt ihren Konzernabschluss zum 30. April 2013 entsprechend den Grundsätzen der IFRS (International Financial Reporting Standards) unter Anwendung der Methode des beizulegenden Zeitwerts. Damit ist eine regelmäßige Neubewertung des Immobilienvermögens durch unabhängige Experten erforderlich. Die Bewertung des Immobilienportfolios erfolgt entsprechend den EPRA-Empfehlungen ("EPRA's Best Practices Policy Recommendations") nach der Verkehrswertmethode gemäß IFRS.
Im Zuge der Immobilienbewertung zum Stichtag 30. April 2013 hat die IMMOFINANZ Group entsprechend den Konzernrichtlinien eine Neuausschreibung der Gutachten durchgeführt und für die verschiedenen Portfoliobestandteile die folgenden externen und unabhängigen Gutachter bestellt:
CBRE
Mit der Bewertung der Wohnimmobilien in Österreich und Deutschland sowie einzelner Büro- und Einzelhandelsimmobilien in Österreich hat die IMMOFINANZ Group CBRE (Wien, Berlin) beauftragt. Gemessen am Jahresumsatz 2012 ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles laut eigenen Angaben das weltgrößte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit rund 37.000 Mitarbeitern in ca. 440 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundunternehmen) ist CBRE als Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer tätig. CBRE Residential Valuation Germany ist einer der Marktführer für die Bewertung von Wohnimmobilienbeständen in Deutschland und Österreich. 2012 wurden rund 830.000 Wohneinheiten mit einem Volumen von ca. EUR 43 Mrd. bewertet.
Jones Lang LaSalle
Jones Lang LaSalle (JLL), ein im Immobilienbereich tätiges Dienstleistungs- und Investment-Management-Unternehmen, bewertet die Liegenschaften der IMMOFINANZ Group in den Regionen CEE, SEE und CIS. JLL bietet spezialisierte Dienstleistungen für Eigentümer, Nutzer und Investoren und ist mit rund 200 Büros in mehr als 1.000 Städten weltweit vertreten. Der Jahresumsatz betrug USD 3,9 Mrd. in 2012.
BNP Paribas Real Estate Consult
Mit der Bewertung der Immobilien in den Niederlanden, den USA, der Schweiz und Frankreich sowie in Deutschland (mit Ausnahme der Wohnimmobilien) hat die IMMOFINANZ Group BNP Paribas Real Estate Consult GmbH (BNPP REC) beauftragt. Zusätzlich hat BNPP REC im Zuge der Neuausschreibung der Immobilienbewertung den Zuschlag für die Bewertung des kommerziellen Immobilienportfolios in Österreich, erstmalig per 30. April 2013, von der IMMOFINANZ Group erhalten. Das Unternehmen berät seit über 20 Jahren nationale und internationale Investoren, Eigentümer und sonstige Firmen bei der Entwicklung und Optimierung ihrer Immobilien. BNP Paribas Real Estate ist mit weltweit mehr als 180 Büros in 34 Ländern präsent, wobei es eigene Niederlassungen in 17 Ländern gibt und weitere 17 Länder mithilfe von Kooperationen abgedeckt werden.1
Entwicklung der Immobilienbewertung im Geschäftsjahr 2012/13
Das Geschäftsjahr 2012/13 zeigt eine weitgehend stabile Entwicklung in der Bewertung des Immobilienportfolios. Zum 30. April 2013 haben die oben genannten Gutachter folgende Anteile am gesamten Immobilienportfolio der IMMOFINANZ Group bewertet:
| Gutachter | Buchwert zum 30. April 2013 in MEUR | in % |
|---|---|---|
| Jones Lang LaSalle | 4.887,4 | 46,6% |
| CB Richard Ellis | 2.895,4 | 27,6% |
| BNP Paribas Real Estate Consult | 2.096,2 | 20,0% |
| Zum Verkaufspreis bilanzierte Immobilien2 | 583,4 | 5,6% |
| Interne Immobilienbewertung | 25,3 | 0,2% |
| IMMOFINANZ Group | 10.487,7 | 100,0% |
1 http://www.realestate.bnpparibas.de/bnppre/de/unternehmen/uber-uns/immobilienzyklus-p_57658.html
2 Immobilien, die nach dem Bilanzstichtag veräußert werden, sind gemäß IFRS 5 zum voraussichtlichen Verkaufspreis zu bilanzieren.
Finanzierungen
Wie schon im vorangegangenen Geschäftsjahr setzte die IMMOFINANZ Group auch 2012/13 sämtliche fälligen Refinanzierungen bzw. erforderlichen Prolongationen sowohl für Bestandsimmobilien als auch für Development-Projekte plangemäß um.
Das absolute Highlight im Berichtszeitraum war der Abschluss einer Langfristfinanzierung über USD 715,0 Mio. mit der russischen Sberbank für Golden Babylon Rostokino in Moskau, Russland. Der Kreditrahmen wurde im Laufe des Geschäftsjahres in mehreren Tranchen gezogen und mittlerweile zur Gänze in Anspruch genommen. Darüber hinaus gelang es, weitere bislang unbelastete Bestandsobjekte mit langfristigem Fremdkapital zu refinanzieren, wie z.B. ein Fachmarktzentrum in Eisenstadt, Österreich, oder das Büroobjekt Airport Office III am Flughafen Düsseldorf, Deutschland. Für den Ankauf einer Logistikimmobilie in Niederaula, Deutschland, durch die Deutsche Lagerhaus konnte eine Akquisitionsfinanzierung erfolgreich abgeschlossen werden. Im Zuge der Akquisition von 1.916 Wohnungen in Berlin-Neukölln durch die BUWOG konnten die bestehenden Finanzierungen von rund EUR 60,9 Mio. übernommen werden. Dabei wurden die Finanzierungen bei Übernahme vor Fälligkeit langfristig prolongiert und die Zinskonditionen optimiert.
Im Bereich langfristige Refinanzierung bzw. Prolongation fälliger Bestandsfinanzierungen sind die Apartmentanlage San Cierra in Houston, Vereinigte Staaten, sowie das gemischt genutzte Portfolio Friesenquartier in Köln, Deutschland, erwähnenswert. Mit der Landesbank Hessen Thüringen wurden für die beiden Bürogebäude Brama Zachodnia und IO-1 in Warschau, Polen, langfristige Refinanzierungen in Höhe von insgesamt rund EUR 80,0 Mio. vereinbart. Ein weiteres Highlight war die erfolgreiche großvolumige Refinanzierung des EMPARK Mokotów Business Park in Warschau, des größten Bürokomplexes der IMMOFINANZ Group in Polen. Zudem sind die langfristige Refinanzierung und Aufstockung einer fälligen Bestandsfinanzierung für die Bürogebäude Prague Office Park I & II in Prag, Tschechien, sowie die langfristige Refinanzierung für ein Bürogebäude in Brno, Tschechien, hervorzuheben.
Ebenfalls in den Berichtszeitraum fiel eine Bankenfinanzierung über ein Volumen von EUR 150,0 Mio. unter Verwendung eigener Aktien. Dabei veräußerte die IMMOFINANZ AG rund 9% der eigenen Aktien bei einem gleichzeitig vereinbarten Rückerwerb am Ende der Laufzeit von bis zu drei Jahren. Verkaufs- und Rückkaufspreis sind ident. Durch diese innovative Finanzierungsform wurde einerseits das in den eigenen Aktien gebundene Kapital teilweise wieder entsprechend freigesetzt, um es gewinnbringend in Immobilien zu investieren, und andererseits das Kurspotenzial der IMMOFINANZ-Aktie behalten.
Kurz nach Ende des Wirtschaftsjahres wurde die noch aushaftende Resttranche aus dem Syndizierten Kredit in Höhe von rund EUR 173,5 Mio. plangemäß zur Gänze rückgeführt, eine Refinanzierung ist nicht angedacht.
Für zahlreiche Entwicklungsprojekte konnten bereits während der Bauphase Development-Finanzierungen abgeschlossen werden. Nach der vollständigen Übernahme des Kölner Entwicklungsprojekts Gerling Quartier am 5. September 2012 – das derzeit größte Eigendevelopment der IMMOFINANZ Group – wurde die Finanzierung durch die Sparkasse KölnBonn erfolgreich restrukturiert und weitergeführt. Für ein weiteres großvolumiges Projekt, das topmoderne Einkaufszentrum Tarasy Zamkowe in Lublin, Polen, wurde ebenso eine Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen wie für das ebenfalls in Polen in Bau befindliche Residential-Entwicklungsprojekt Dębowe Tarasy in Kattowitz. Als weitere Beispiele laufender Development-Finanzierungen sind die Büroprojekte Jungmannova 15 und Jindřišská 16 sowie das gemischt genutzte Projekt Na Příkopě 14 in Prag, Tschechien, erwähnenswert.
Das Gesamtvolumen an Refinanzierungen, langfristigen Prolongationen sowie Mittelzuflüssen nach Neufinanzierungen im Berichtszeitraum betrug rund EUR 1,2 Mrd., inkludiert man laufende Tilgungen sowie Corporate Finance (Wandelanleihen, Unternehmensanleihe und Finanzierung mit eigenen Aktien), erreicht das Volumen rund EUR 1,8 Mrd.
In Anbetracht des nach wie vor volatilen Marktumfelds, das primär auf die Staatsschuldenkrise in der Eurozone zurückzuführen ist, sind diese Abschlüsse ein Beweis dafür, dass gute Projekte eigenkapitalstarker Unternehmen wie der IMMOFINANZ Group weiterhin problemlos finanziert werden. Trotz der anhaltenden schwierigen Rahmenbedingungen ist die IMMOFINANZ Group nach wie vor in der Lage, Finanzierungen für ihr Bestandsportfolio, ihre Akquisitionen und ihre Entwicklungsprojekte zu vorteilhaften Konditionen abzuschließen. Das Unternehmen profitiert von langjährigen Geschäftsbeziehungen zu über 110 Banken bzw. Finanzinstituten im In- und Ausland. Durch eine breite Streuung der Finanzierungen ist die IMMOFINANZ Group von einzelnen Fremdkapitalgebern unabhängig und verfügt gleichzeitig über einen breiten Zugang zu verschiedensten Finanzierungsquellen.

Zu den wesentlichen Finanzverbindlichkeiten der IMMOFINANZ Group zählen Verbindlichkeiten aus Wandel- und Unternehmensanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Gebietskörperschaften. Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit beträgt acht Jahre, zum 30. April 2013 setzten sich diese Verbindlichkeiten wie folgt zusammen:
| Gewichteter Durchschnittszinssatz der wesentlichen Finanzverbindlichkeiten |
Restschuld¹ in TEUR per 30. April 2013 |
Gewichteter Durchschnittszinssatz |
Fix verzinst in % |
Variabel verzinst in % |
Zinssatz fix | Zinssatz variabel |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wandelanleihen in EUR | 569.484,5 | 4,15% | 100,00% | 0,00% | 4,15% | n.a. |
| Unternehmensanleihe in EUR | 100.000,0 | 5,25% | 100,00% | 0,00% | 5,25% | n.a. |
| Bankverbindlichkeiten in EUR | 3.097.569,6 | 2,53% | 8,66% | 91,34% | 3,91% | 2,39% |
| Bankverbindlichkeiten in CHF | 69.302,6 | 0,98% | 0,00% | 100,00% | n.a. | 0,98% |
| Bankverbindlichkeiten in USD | 744.783,7 | 6,80% | 0,05% | 99,95% | 3,97% | 6,80% |
| Bankverbindlichkeiten in RON/PLN | 4.490,0 | 6,73% | 0,00% | 100,00% | n.a. | 6,73% |
| BUWOG Gruppe in EUR | 1.160.938,8 | 1,49% | 51,85% | 48,15% | 1,53% | 1,45% |
| IMMOFINANZ Group | 5.746.569,1 | 3,06% | 26,80% | 73,20% | 3,16% | 3,03% |
1 Tatsächliche Restschuld (nominelle Schuld)
In Summe beläuft sich die Restschuld der Finanzverbindlichkeiten der IMMOFINANZ Group per 30. April 2013 auf EUR 5.746,6 Mio. und umfasst drei aushaftende Wandelanleihen, eine Unternehmensanleihe (siehe Tabelle auf Seite 98) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Gebietskörperschaften. Per 30. April 2013 sind 85,76% der wichtigsten Finanzierungen in Euro denominiert, weitere 12,96% in US-Dollar und 1,28% in Schweizer Franken, Polnischen Zloty und Rumänischen Lei. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz sämtlicher wesentlicher Finanzverbindlichkeiten beträgt 3,06% (exklusive Aufwendungen für Derivate).

Anleihe & Wandelanleihen
Am 9. November 2012 endete die Kündigungsfrist für die vorzeitige Rückzahlung der von der IMMOFINANZ AG begebenen 1,25% Wandelanleihe 2007–2017 (ISIN XS0332046043) ("WA 2017"). Die Kündigungen wurden mit 19. November 2012 wirksam.
Von den Inhabern wurden 1.443 Stück (Nominale EUR 100.000 pro Stück Wandelanleihe) der WA 2017 zur Rückzahlung gekündigt. Dieser Betrag in Höhe von EUR 144,3 Mio. zuzüglich Zinsen wurde aus den vorhandenen Barmitteln der Gesellschaft getilgt. Nach Tilgung der zur Rückzahlung gekündigten WA 2017 ist noch ein Nominale von EUR 35,1 Mio. aushaftend. Diese wird am 19. November 2017 (Fälligkeitstag) getilgt, sofern zwischenzeitlich keine Wandlungen in Aktien der Gesellschaft erfolgen oder die zweite Kündigungsmöglichkeit für vorzeitige Rückzahlung in Anspruch genommen wird (19. November 2014).
Die IMMOFINANZ AG hat mit Valuta am 3. Juli 2012 eine Unternehmensanleihe 2012–2017 (ISIN AT0000A0VDP8) mit einem Volumen von EUR 100,0 Mio. und einem Zinssatz von 5,25% begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und eine Stückelung von EUR 1.000 je Anteil.
Die Anleihen stellen sich zum 30. April 2013 wie folgt dar:
| ISIN | Fälligkeit | Wandlungs preis in EUR |
Verzinsung in % |
Ausstehende Nominale per 30. Apr. 2012 in TEUR |
Wandlungen 2012/13 in TEUR |
Rückkäufe/Til gungen/Emission 2012/13 in TEUR |
Nominale per 30. April 2013 in TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wandelanleihe 2007–2017 |
XS0332046043 | 19. Nov. 20141 | 8,41 | 3,75%2 | 195.000,0 | 0,0 | -159.900,0 | 35.100,0 |
| Wandelanleihe 2007–2014 |
XS0283649977 | 20. Jän. 2014 | 13,33 | 2,75% | 25.700,0 | 0,0 | 0,0 | 25.700,0 |
| Wandelanleihe 2011–2018 |
XS0592528870 | 8. März 20161 | 3,74 | 4,25% | 515.120,0 | 0,0 | -6.435,4 | 508.684,5 |
| Anleihe 2012–2017 | AT0000A0VDP8 | 3. Juli 2017 | n.a. | 5,25% | 0,0 | 0,0 | 100.000,0 | 100.000,0 |
| 735.820,0 | -66.335,4 | 669.484,5 |
1 Put Option für Wandelanleiheninhaber
2 Held to maturity (Kupon 1,25%)
Fälligkeitsstruktur Finanzverbindlichkeiten nach Geschäftsjahren per 30. April 2013

Die liquiden Mittel betrugen per 30. April 2013 EUR 738,5 Mio.
Die Fälligkeitsstruktur der wesentlichen Finanzverbindlichkeiten inkludiert Finanzverbindlichkeiten, welche in der Bilanz in Höhe von EUR 262,5 Mio. als zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Diese Verbindlichkeiten sind Immobilien zuzurechnen, welche zeitnah veräußert werden.
Derivate
Zum Stichtag 30. April 2013 hält die IMMOFINANZ Group Derivate zur Zinssicherung bzw. Zinsdeckelung mit einem Referenzbetrag in Höhe von EUR 2.125,0 Mio. In Summe sind damit 63,78% der wesentlichen Finanzverbindlichkeiten gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert.
| Derivat | Variables Element | Marktwert inkl. angelaufener Zinsen per 30. April 2013 in TEUR |
Referenzbeträge in TEUR |
Durchschnittlich abgesicherter Zinssatz in % |
|---|---|---|---|---|
| CAP | 3-M-EURIBOR | 4,5 | 33.318,8 | 3,12% |
| Collar | 3-M-EURIBOR | -5.639,9 | 211.149,4 | 3,00% |
| Collar | 6-M-EURIBOR | -995,8 | 182.000,0 | 2,75% |
| Zins-SWAP | 1-M-EURIBOR | -673,9 | 29.062,5 | 1,07% |
| Zins-SWAP | 3-M-EURIBOR | -70.791,4 | 1.247.133,8 | 2,34% |
| Zins-SWAP | 6-M-EURIBOR | -31.739,6 | 316.820,7 | 2,47% |
| Zins-SWAP | 1-M-LIBOR USD | -640,2 | 62.025,3 | 0,87% |
| Zins-SWAP | 3-M-LIBOR CHF/USD | -1.777,3 | 43.473,1 | 1,65% |
| IMMOFINANZ Group | -112.253,6 | 2.124.983,6 |
Bei CAPS werden Zinsobergrenzen definiert: Steigt der Basiszinssatz (z.B. 3-M-EURIBOR) über diese Obergrenze, erhält die IMMOFINANZ Group Ausgleichszahlungen von ihrem Vertragspartner. Ein prämienneutraler Zinscollar ist die Kombination aus einem CAP und einem Floor (vertraglich vereinbarte Zinsober- bzw. Zinsuntergrenze). Bei diesem Derivat wird eine Mindest- bzw. Maximalverzinsung (Korridor) prämienneutral vereinbart. Somit entstehen keine fixen Prämienzahlungen oder zusätzlichen Kosten durch das Instrument und gleichzeitig sind die Zinsen abgesichert. Bei SWAPS werden variable gegen fixierte Zinszahlungen getauscht, sodass variabel verzinste Verbindlichkeiten, die mit einem SWAP abgesichert sind, wirtschaftlich als fix verzinst anzusehen sind. Inklusive der Aufwendungen für Derivate beträgt der gewichtete durchschnittliche Zinssatz der wesentlichen Finanzverbindlichkeiten 3,67%. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz der wichtigsten Finanzierungen exklusive der Aufwendungen für Derivate beträgt 3,06%.

Ergebnis-, Bilanz- und Cashflow-Analyse
Gewinn- und Verlustrechnung
Die IMMOFINANZ Group bestätigt mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2012/13 den positiven operativen Trend des Vorjahres trotz des abgeschwächten Wirtschaftswachstums in den IMMOFINANZ-Kernmärkten.
Die IMMOFINANZ Group hat zum 30. April 2013 die Struktur der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung an das Reporting der internationalen Peer Group bzw. der EPRA-Empfehlung angepasst. Die den Ertragsquellen direkt zuordenbaren Kosten (Personal- und Gemeinkosten) wurden aus den Personal- und Gemeinkosten in die einzelnen Ergebnisquellen (Ergebnis aus Asset Management, Ergebnis aus Immobilienverkäufen und Ergebnis aus der Immobilienentwicklung) umgegliedert. Dadurch erreicht die IMMOFINANZ Group eine erhöhte Kostentransparenz bzw. eine bessere Vergleichbarkeit mit der Peer Group und setzt einen weiteren Schritt, um ihren Ansatz einer transparenten Unternehmensdarstellung zu optimieren.
Die Kurzfassung der neu strukturierten Gewinn- und Verlustrechnung der IMMOFINANZ Group stellt sich für die Geschäftsjahre 2012/13 und 2011/12 wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 (angepasst) | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus Asset Management | 513.028,1 | 445.853,6 | 15,1% |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 110.765,3 | 53.174,0 | 108,3% |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | -18.440,0 | 30.074,7 | n.a. |
| Sonstige betriebliche Erträge | 35.216,4 | 40.184,7 | -12,4% |
| Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen | -98.505,0 | -99.163,8 | -0,7% |
| Operatives Ergebnis | 542.064,8 | 470.123,2 | 15,3% |
| Sonstiges Bewertungsergebnis | -33.195,5 | 222.747,9 | n.a. |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 508.869,3 | 692.871,1 | -26,6% |
| Finanzergebnis | -313.826,7 | -374.357,3 | -16,2% |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 195.042,6 | 318.513,8 | -38,8% |
| Konzernergebnis | 110.836,0 | 271.176,4 | -59,1% |
Das Ergebnis aus Asset Management umfasst Mieterlöse, sonstige Umsatzerlöse, Betriebskostenaufwendungen und -erträge sowie direkt dem Immobilienvermögen zurechenbare Aufwendungen. Die Mieterlöse wurden gegenüber dem Vorjahr um EUR 70,2 Mio. bzw. 12,0% deutlich gesteigert. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf den Bereich Einzelhandel zurückzuführen: Im Vergleich zum Vorjahr wurden in diesem Segment um EUR 70,4 Mio. bzw. um 33,4% höhere Mieterlöse erzielt. Zum Großteil ist das auf den am 16. Mai 2012 erfolgten Erwerb der zweiten 50% am Shopping Center Golden Babylon Rostokino in Moskau zurückzuführen. In den Assetklassen Büro und Logistik sind die Mieterlöse mit 1,1% bzw. 0,3% geringfügig gestiegen. In der Assetklasse Wohnen gab es im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang in Höhe von 3,0%, welcher im Wesentlichen auf Verkäufe im Segment BUWOG zurückzuführen ist.
Die Umsatzerlöse verzeichneten im zurückliegenden Jahr ein Plus von 11,2% und liegen bei EUR 869,2 Mio. Das Ergebnis aus Asset Management ist aufgrund höherer Mieterlöse bei konstanten direkt dem Immobilienvermögen zurechenbaren Aufwendungen um 15,1% auf EUR 513,0 Mio. gestiegen.
Das Ergebnis aus Immobilienverkäufen verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von beeindruckenden 108,3% auf EUR 110,8 Mio. Transaktionen im Segment BUWOG umfassten den Verkauf von Einzelwohnungen sowie den Verkauf eines Wohnportfolios in Kärnten, Österreich, bestehend aus 35 Objekten mit 781 Wohnungen. Diese Verkäufe sind im Einklang mit der Strategie, regionale Portfolios in Österreich zu veräußern und mit den daraus erzielten Verkaufserlösen in Deutschland zuzukaufen. Trotz des im Vergleich zu Westeuropa geringeren Transaktionsvolumens in Osteuropa wurden im Berichtszeitraum die Büroimmobilien BB Centrum Building C und Diamond Point in Tschechien profitabel veräußert. Weiters wurden im Zuge der Portfoliooptimierung im Bürobereich die Gebäude Office Cube und Josefstädter Straße 78 in Wien abgegeben. Die Transaktionen in der Assetklasse Logistik umfassten drei Objekte der Tochtergesellschaft Deutsche Lagerhaus sowie ein Objekt in Nizza Quartier Saint Isidore. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Monaten mehrere Zinshäuser in Wien, u.a. die Mariahilfer Straße 53, an Investoren abgegeben. Den
<-- PDF CHUNK SEPARATOR -->
größten Ergebnisbeitrag leistete der Verkauf von 100% der Anteile an der Les Bains de St. Moritz Holding AG, Eigentümerin des Kempinski Grand Hotel des Bains, in der Schweiz. Zusätzlich erfolgte nach dem Bilanzstichtag der Verkauf des Einkaufszentrums Silesia City Center in Kattowitz, Polen, und einer Logistikimmobilie aus dem Deutschen Lagerhaus Portfolio in Egerkingen, Schweiz. Gemäß den Vorschriften nach IFRS sind die mit diesen Verkäufen verbundenen Aufwertungsgewinne bereits im Geschäftsbericht zum 30. April 2013 dargestellt, wenngleich der Liquiditätszufluss erst im darauffolgenden Geschäftsjahr 2013/14 erfolgt.
Im Ergebnis aus Immobilienentwicklung sind der Verkauf von Vorratsimmobilien und die Bewertung von laufenden und bereits 2012/13 fertiggestellten Entwicklungsprojekten enthalten. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde ein Ergebnis aus der Immobilienentwicklung in Höhe von EUR -18,4 Mio. erzielt. (Vorjahr: EUR 30,1 Mio.). Negative Ergebnisbeiträge im Geschäftsjahr 2012/13 lieferte vor allem das Projekt GOODZONE in Russland. Aufgrund der insolvenzbedingt notwendig gewordenen Ablösung des Generalunternehmers kam es zu Verzögerungen und die geplante Eröffnung im abgelaufenen Geschäftsjahr musste in das nächste verschoben werden. Damit entfiel der geplante Ergebnisbeitrag und die Kosten erhöhten sich. Mittlerweile wurde ein neuer Generalunternehmer beauftragt. Fertigstellung und Eröffnung des Projekts sind für das laufende Geschäftsjahr avisiert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verzeichneten einen leichten Rückgang von 12,4% auf EUR 35,2 Mio. Dies ist auf die im Vergleich zum Vorjahr geringere Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen.
Die nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen (Gemeinkosten und Personalkosten) sind gegenüber dem Vorjahr mit EUR 98,5 Mio. (Vorjahr: EUR 99,2 Mio.) trotz inflationsbedingter Erhöhungen bei den Personalkosten leicht gesunken.
Das operative Ergebnis liegt für das Geschäftsjahr 2012/13 bei EUR 542,1 Mio., das entspricht einer Steigerung von 15,3% bzw. EUR 71,9 Mio. Dies resultiert vor allem aus dem deutlichen Anstieg des Ergebnisses aus Asset Management und aus dem starken Verkaufsergebnis.
Das negative sonstige Bewertungsergebnis in Höhe von EUR -33,2 Mio. (inkl. Währungseffekte) führt zu einem Rückgang des Ergebnisses aus der Geschäftstätigkeit auf EUR 508,9 Mio. (Vorjahr: EUR 692,9 Mio.). Die im Vergleich zum Vorjahr um rund EUR 170,7 Mio. reduzierten positiven Effekte aus der währungsbereinigten Immobilienbewertung (von EUR 208,7 Mio. auf EUR 37,9 Mio.) sowie ein negativer Einmaleffekt (EUR -106,4 Mio.) aufgrund der Anpassung der Kaufpreisverbindlichkeit für den Erwerb des Shopping Center Golden Babylon Rostokino in Moskau begründen diesen Rückgang. Der finale Kaufpreis für das im November 2009 mit einem Joint-Venture-Partner eröffnete und im Mai 2012 vollständig übernommene Einkaufszentrum hängt vom erzielten Net Operating Income (NOI) im Kalenderjahr 2013 ab. Dieser ist aufgrund der nahezu vollständigen Vollvermietung von Golden Babylon Rostokino in den letzten Monaten sehr stark angestiegen. Aus diesen Gründen hat sich das Bewertungsergebnis des Objekts im Geschäftsjahr 2012/13 um EUR 130,6 Mio. erhöht und kompensiert weitgehend den Aufwand aus der Kaufpreisanpassung.
Trotz eines im Vergleich zum Vorjahr um EUR 60,5 Mio. verbesserten Finanzergebnisses in Höhe von EUR -313,8 Mio., in dem EUR -32,5 Mio. unbare Wechselkurseffekte enthalten sind, ging das Ergebnis vor Steuern auf EUR 195,0 Mio. (Vorjahr: EUR 318,5 Mio.) zurück. Diese Einflüsse sollten durch die nach dem Bilanzstichtag durchgeführte Umstellung der Kernmärkte Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien auf die funktionale Währung Euro deutlich reduziert werden.
Das Konzernergebnis beträgt zum 30. April 2013 schließlich EUR 110,8 Mio. (Vorjahr: EUR 271,2 Mio.). Der deutliche Anstieg der Steuerquote auf 43,2% (Vorjahr: 14,9%) ist im Wesentlichen auf außerordentlich hohe, nicht cashwirksame Einmaleffekte bei den latenten Steuern zurückzuführen. Diese stiegen u.a. aufgrund von Steuersatzänderungen sowie dem Verbrauch von aktivierten Verlustvorträgen. Für weiterführende Informationen wird auf das Kapitel 4.9 im Konzernabschluss verwiesen.
Der nachhaltige Unternehmens-Cashflow je Aktie wurde im Vergleich zum Vorjahr von EUR 0,27 auf EUR 0,33 gesteigert und spiegelt die deutlich verbesserte operative Geschäftsentwicklung wider.
Bilanz
Die Kurzfassung der Bilanz stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | in % | 30. April 2012 (angepasst) |
in % |
|---|---|---|---|---|
| Immobilienvermögen | 9.297.431,3 | 9.915.201,1 | ||
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 344.170,1 | 300.615,8 | ||
| Immobilienvorräte | 262.649,6 | 83,4% | 148.305,7 | 84,4% |
| Zur Veräußerung gehaltenes langfristiges Vermögen | 583.403,2 | 42.205,3 | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 275.243,7 | 2,2% | 281.920,5 | 2,3% |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 72.320,4 | 0,6% | 78.910,4 | 0,6% |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 696.491,1 | 5,5% | 642.291,5 | 5,2% |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 213.859,3 | 1,7% | 247.609,2 | 2,0% |
| Latente Steueransprüche | 45.034,2 | 0,4% | 58.917,1 | 0,5% |
| Liquide Mittel | 738.454,9 | 5,9% | 559.163,2 | 4,5% |
| Sonstige Vermögenswerte | 51.646,5 | 0,4% | 56.678,1 | 0,5% |
| Aktiva | 12.580.704,3 | 100,0% | 12.331.817,9 | 100,0% |
| Eigenkapital | 5.327.066,9 | 42,3% | 5.517.535,9 | 44,7% |
| Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen | 554.108,4 | 4,4% | 729.366,8 | 5,9% |
| Finanzverbindlichkeiten | 4.863.503,3 | 38,7% | 4.645.274,0 | 37,7% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 854.020,2 | 6,8% | 758.500,3 | 6,2% |
| Rückstellungen | 110.398,2 | 0,9% | 120.277,4 | 1,0% |
| Latente Steuerschulden | 577.181,0 | 4,6% | 541.252,1 | 4,4% |
| Steuerschulden | 31.950,5 | 0,3% | 19.611,4 | 0,2% |
| Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten | 262.475,8 | 2,1% | 0,0 | 0,0% |
| Passiva | 12.580.704,3 | 100,0% | 12.331.817,9 | 100,0% |
Das Immobilienvermögen repräsentiert 83,4% der Aktiva und ist in den Bilanzpositionen "Immobilienvermögen", "In Bau befindliches Immobilienvermögen", "Immobilienvorräte" und "Zur Veräußerung gehaltenes langfristiges Vermögen" unterteilt. Das Immobilienvermögen konnte gegenüber dem Vorjahr um EUR 81,3 Mio. auf EUR 10,5 Mrd. gesteigert werden.
Die liquiden Mittel als zweitgrößte Position in den Vermögenswerten konnten um EUR 179,3 Mio. auf EUR 738,5 Mio. gesteigert werden. Dies entspricht einem Anteil von 5,9% an den Vermögenswerten der Gesellschaft.
Das Eigenkapital der IMMOFINANZ Group beträgt zum 30. April 2013 EUR 5,3 Mrd. (Vorjahr: EUR 5,5 Mrd.). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 42,3%. Saldiert man alle liquiden Mittel (auch jene in den Sonstigen Forderungen) mit den Finanzverbindlichkeiten, so erhöht sich der Eigenkapitalanteil auf 45,7%.
Die Finanzverbindlichkeiten inklusive Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen haben sich gegenüber dem Vorjahr nur marginal um 0,8% auf EUR 5,4 Mrd. erhöht.
Cashflow
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | 195.042,6 | 318.513,8 |
| Neubewertung/Abschreibungen/Auflösung negativer Firmenwerte | -113.526,1 | -276.420,0 |
| Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen | 2.910,6 | 11.861,9 |
| Gewinne/Verluste aus Veräußerung von langfristigem Vermögen | 171,1 | 2.309,8 |
| Temporäre Marktwertschwankungen von Finanzinstrumenten | 60.469,8 | 174.953,0 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -13.672,5 | -21.754,0 |
| Zinsensaldo | 234.394,3 | 190.075,9 |
| Ergebnis aus der Anteilsveränderung | -49.067,7 | -11.419,1 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen | 91.739,5 | -9.862,1 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 408.461,6 | 378.259,2 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 396.347,7 | 339.562,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -26.315,9 | -113.281,8 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -201.071,7 | -267.565,4 |
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | 10.331,6 | 33.200,5 |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | 179.291,7 | -8.083,8 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 559.163,2 | 567.247,1 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 738.454,9 | 559.163,3 |
Der Cashflow aus dem Ergebnis hat sich aufgrund der positiven operativen Geschäftsentwicklung um 8,0% von EUR 378,3 Mio. auf EUR 408,5 Mio. erhöht; jener aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 16,7% von EUR 339,6 Mio. auf EUR 396,3 Mio.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2012/13 bei EUR -26,3 Mio. (Vorjahr: EUR -113,3 Mio.). Dieser Rückgang ist dem geringeren Investitionsvolumen geschuldet.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthält im Wesentlichen die Aufnahme und Bedienung von Finanzverbindlichkeiten, Anleihen und Wandelanleihen sowie die Dividendenausschüttung und beträgt für das Geschäftsjahr 2012/13 EUR -201,1 Mio. (Vorjahr: EUR -267,6 Mio.).
Der Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 32,1% auf EUR 738,5 Mio. erhöht. Dieser deutliche Anstieg ist auf die Verbesserung aller wesentlichen Cashflow-Kennzahlen zurückzuführen.
Kennzahlen
Die folgende Tabelle beinhaltet die wesentlichen Kennzahlen zur Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der IMMOFINANZ Group:
| Ergebniskennzahlen | 30. April 2013 | Veränderung in % | 30. April 2012 |
|---|---|---|---|
| Mieterlöse in Mio. EUR | 655,8 | 12,0% | 585,7 |
| Operatives Ergebnis in Mio. EUR | 542,1 | 15,3% | 470,1 |
| EBIT in Mio. EUR | 508,9 | -26,6% | 692,9 |
| EBT in Mio. EUR | 195,0 | -38,8% | 318,5 |
| Konzernergebnis in Mio. EUR | 110,8 | -59,1% | 271,2 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,11 | -60,1% | 0,27 |
| Nachhaltiger Unternehmens-Cashflow je Aktie in EUR1 | 0,33 | 23,6% | 0,27 |
| Interest Coverage Ratio in % | 209,6% | 11,4% | 188,3% |
| Cashflow aus dem Ergebnis in Mio. EUR | 408,5 | 8,0% | 378,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Mio. EUR | 396,3 | 16,7% | 339,6 |
| Enterprise Value/Operatives Ergebnis | 14,5 | -10,2% | 16,1 |
1 Cashflow aus dem Ergebnis (EUR 408,5 Mio.) + Erhaltene Zinsen aus Finanzinvestitionen (EUR 20,8 Mio.) - Gezahlte Zinsen (EUR -166,5 Mio.) - Geldabfluss aus Derivatgeschäften (EUR -32,5 Mio.) + Erträge aus Immobilienverkäufen (EUR 110,8 Mio.) = Zwischensumme/durchschnittliche Aktienanzahl im Berichtszeitraum exkl. eigene Aktien (1.031.823.676)
| Vermögenskennzahlen | 30. April 2013 | Veränderung in % | 30. April 2012 |
|---|---|---|---|
| Bilanzsumme in Mio. EUR | 12.580,7 | 2,0% | 12.331,8 |
| Bilanzielle Eigenkapitalquote in % | 42,3% | -5,4% | 44,7% |
| Loan to Value in % | 54,2%1 | 4,9% | 51,6% |
| Gearing in % | 87,8% | 0,6% | 87,3% |
1 Unter Berücksichtigung von liquiden Mitteln in Höhe von EUR 738,5 Mio. beträgt der Loan to Value 47,1%.
| Kennzahlen zum Immobilienvermögen | 30. April 2013 | Veränderung in % | 30. April 2012 |
|---|---|---|---|
| Anzahl der Immobilien | 1.759 | -3,4% | 1.821 |
| Vermietbare Fläche in m² | 6.526.550 | -2,5% | 6.695.769 |
| Vermietungsgrad in % | 89,5% | -0,7% | 90,1% |
| Buchwert Immobilienvermögen in Mio. EUR | 9.297,4 | -5,7% | 9.864,1 |
| Buchwert In Bau befindliches Immobilienvermögen in Mio. EUR | 344,2 | 14,5% | 300,6 |
| Buchwert Immobilienvorräte in Mio. EUR | 262,6 | 77,1% | 148,3 |
| Aktienkennzahlen | 30. April 2013 | Veränderung in % | 30. April 2012 |
| Buchwert je Aktie in EUR | 5,23 | 3,7% | 5,05 |
| Net Asset Value verwässert je Aktie in EUR | 5,51 | 4,9% | 5,25 |
| Ultimokurs der Aktie in EUR | 3,11 | 16,9% | 2,66 |
| Abschlag Aktienkurs zum NAV verwässert je Aktie in % | 43,6% | -11,7% | 49,4% |
| Anzahl der Aktien | 1.128.952.687 | -1,0% | 1.140.479.102 |
| Anzahl eigene Aktien | 112.895.268 | 8,1% | 104.421.683 |
Die in der Tabelle dargestellten Kennzahlen zeigen eine weitgehend positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2012/13. Das operative Ergebnis wurde um 15,3% auf EUR 542,1 Mio. gesteigert. Das Ergebnis je Aktie ist, aufgrund von negativen Einmaleffekten im Geschäftsjahr 2012/13, von EUR 0,27 auf EUR 0,11 gesunken. Der nachhaltige Unternehmens-Cashflow je Aktie wurde hingegen von EUR 0,27 auf EUR 0,33 je Aktie gesteigert.
Der Cashflow aus dem Ergebnis und der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind auf EUR 408,5 Mio. (+8,0%) bzw. EUR 396,3 Mio. (+16,7%) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Der Vermietungsgrad des Portfolios wurde trotz der wirtschaftlich herausfordernden Entwicklungen in einzelnen Kernmärkten der IMMOFINANZ Group mit 89,5% stabil gehalten.
Der NAV wurde trotz einer Dividendenausschüttung in Höhe von EUR 0,15 je Aktie um 4,9% auf EUR 5,51 gesteigert.
Nachhaltigkeit
Als Immobilieninvestor und -entwickler verfolgt die IMMOFINANZ Group das klare Ziel, nachhaltige Erfolge für ihre Stakeholder zu erzielen. Dazu zählen private und institutionelle Investoren, Geschäfts- und Vertragspartner, die Öffentlichkeit und die Mitarbeiter. Da dieses Vorhaben nur im Einklang mit der Gesellschaft und der Umwelt realisierbar ist, nimmt das Unternehmen seine verantwortungsvolle Rolle ernst. Der Fokus liegt dabei neben Klimaschutz und Ressourcenschonung auf Entfaltungsmöglichkeiten für Menschen und vor allem auf einer vernünftigen, tragfähigen Wirtschaftsweise. Im Firmenalltag selbst sorgt das Unternehmen für ein Umfeld, in dem sich seine Mitarbeiter wohlfühlen und optimal weiterentwickeln können.
Somit umfasst das Thema Nachhaltigkeit bei der IMMOFINANZ Group einen ökologischen, einen ökonomischen und einen sozialen Aspekt. Jeder dieser Aspekte tangiert die Stakeholder des Unternehmens in unterschiedlicher Ausprägung.

Drei Ebenen der Nachhaltigkeit
Ökologische Aspekte
Für Immobilienunternehmen wie die IMMOFINANZ Group ist Umweltschutz eine gesellschaftliche und ökonomische Notwendigkeit. Bei Renovierungen, Neukäufen und insbesondere bei Eigenentwicklungen kommt den Themen Energieeffizienz und ressourcenschonende Bauweise daher ein hoher Stellenwert zu. Wie wichtig ein bewusster Umgang mit der Umwelt für das Unternehmen ist, zeigt es mit seinem Engagement als Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI).
Um zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen, können – basierend auf relevanten Vorschriften und Regulierungen – gerade im Bau- und Wohnbereich sehr sinnvolle Maßnahmen gesetzt werden: durch den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, den Einsatz von klimafreundlichen Technologien, eine konsequente Energieeinsparungsstrategie, das Sanieren erhaltenswerter Bausubstanz und durch die Errichtung hocheffizienter Neubauobjekte. Den Energieverbrauch zu minimieren und verstärkt nachhaltige Energiequellen zu nutzen, steht dabei im Vordergrund: Alle Neubauten haben zumindest Niedrigenergiestandard, auch Passivhäuser zählen zum Bestand der IMMOFINANZ Group.
Umweltbewusstsein bei Neubauten und Revitalisierungen
Die im Herbst 2010 im Konzern neu etablierte Commercial Development Abteilung für gewerbliche Immobilienentwicklung bekennt sich klar zum nachhaltigen Bauen und optimiert jede Immobilie über den gesamten Entwicklungszyklus in ökologischer und kommerzieller Hinsicht. Der Steuerung einer übergreifenden, nachhaltigen Planung, Ausführung und Inbetriebnahme kommt in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle zu. Um diese ökologische Verantwor-
Zertifizierungen nach Green Building, LEED, BREEAM
tung auch für die Außenwelt sichtbar und vergleichbar zu machen, wird für alle aktuellen und zukünftigen Projektentwicklungen eine Zertifizierung der Nachhaltigkeit durchgeführt. Neben Green Building, einem von der europäischen Kommission initiierten Zertifizierungssystem für gewerbliche Immobilien, ist für Bürogebäude vorrangig eine Zertifizierung nach LEED (Leadership in Energy and Environment Design) bzw. für Shopping Center eine Zertifizierung nach BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) vorgesehen. In Abhängigkeit der lokalen Erfordernisse finden auch Vergleiche mit den ÖGNI- und DGNB- (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) Systemen statt.
Mit dem Bureau am Belvedere verfügt die IMMOFINANZ Group über ein Vorzeigeprojekt in der Wiener Innenstadt. Bereits während der Umbauarbeiten erhielt das Bürohaus das Green Building Label, im April 2012 wurde es von der Europäischen Kommission mit dem Green Building Annual Award 2012 in der Kategorie "Renovierung" ausgezeichnet. Zudem verlieh das U.S. Green Building Council dem Bureau am Belvedere den "LEED Gold Award" – eine Bestätigung, dass dieses Projekt strengsten Vorgaben in den Bereichen Standardkonzept, Wasser- und Energieverbrauch, Schutz der Erdatmosphäre, Verwendung von Baustoffen sowie Innenausbau gerecht wird.
Im Dezember des Berichtsjahres fiel zudem der Startschuss für ein weiteres wegweisendes Projekt: Mit der Casa Stupenda entsteht im Düsseldorfer Medienhafen ein Plusenergiehaus, das die IMMOFINANZ Group im Rahmen eines Joint Ventures entwickeln wird. Als Class-A-Office wird das Gebäude rund 28.000 m² vermietbare Bürofläche bieten. Erklärtes Ziel ist maximale Nachhaltigkeit. Die Casa Stupenda ist nicht nur in der Lage, ihren Energiebedarf selbst zu decken, sondern kann auch Überschüsse erzielen, die in das Stromnetz eingespeist werden. Erzeugt und genutzt wird dabei ausschließlich Energie aus regenerativen Quellen: ein einzigartiges Konzept, das seiner direkten Umwelt – und durch optimierte Betriebskosten auch den Mietern – zugutekommt. Für das Gebäude sind eine "DGNB Gold"-Zertifizierung sowie eine Zertifizierung als "Plus-Energie-Haus" geplant.
Für weitere Eigenentwicklungen laufen die Zertifizierungsvorbereitungen: Die Bürogebäude des Kölner Gerling Quartiers sind bereits nach "DGNB Silber" vorzertifiziert. Für zwei tschechische Refurbishment-Projekte (Jindřišská 16 und Jungmannova 15) und das Düsseldorfer Bürogebäude Panta Rhei wurde bereits der Status "LEED Gold pre-certified" erreicht. Die "EU Green Building Certification" für Jindřišská 16 und Jungmannova 15 ist in Vorbereitung. Darüber hinaus werden aktuell "LEED Gold Pre-Assessments" für das Bürogebäude Nimbus in Warschau durchgeführt. Das Quality Shopping Center Entwicklungsprojekt Tarasy Zamkowe in Lublin (Polen) befindet sich im Zertifizierungsstatus "Registered for BREEAM very Good".
Vorreiter beim Umweltschutz im Wohnbau
Im Wohnbau trägt die IMMOFINANZ der Nachhaltigkeit über ihre 100% Tochter BUWOG – das führende Wohnungsunternehmen Österreichs – Rechnung. So arbeitet man intensiv daran, den Energieverbrauch im Wohnbestand durch Sanierungen oder Umstellung auf moderne Heizungssysteme zu senken. Zu den umfangreichen Maßnahmen zählen u.a. die Errichtung von Fotovoltaikanlagen, nachhaltige Neubauprojekte und effiziente thermische Sanierungen, die Umstellung auf Ökostrom, die Förderung der E-Mobilität sowie begrünte Dächer. Im Durchschnitt können damit jährlich 13.300 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht einer jährlichen CO2 -Reduktion von ca. 79,8 Mio. Pkw-Kilometern, also 1.990 Erdumrundungen oder dem halben Weg zur Sonne.
BUWOG als "klima:aktiv"- Programmpartner Die BUWOG ist seit 2007 "klima:aktiv"-Programmpartner des Lebensministeriums (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) und seit 2011 als eines von nur sechs österreichischen Unternehmen Gründungspartner des "klima:aktiv-Pakts 2020". In diesem Rahmen verpflichtete sich das Unternehmen freiwillig und verbindlich, die österreichischen Energie- und Klimaziele in Bezug auf die EU-Vorgaben zu erreichen. Konkret wurden folgende energie- und klimapolitischen Ziele definiert:
-
16%ige Reduktion der Treibhausgas-Emissionen,
-
20%ige Steigerung der Energieeffizienz und
-
die Deckung von 34% des Gesamtenergiebedarfs durch erneuerbare Energieträger
Das Objekt Am Mühlgrund in Wien (Österreich) zählt bei der BUWOG aktuell zu den Vorzeigeprojekten für nachhaltiges Bauen – es wurde 2012 fertiggestellt und nach "ÖGNB" sowie "klima:aktiv" zertifiziert.
Im Vergleich zu den Mindeststandards nach Wiener Bauordnung wurde der Heizwärmebedarf um mehr als zwei Drittel auf 5 kWh/m² reduziert. Der kompakte Baukörper öffnet sich nach Süden, um die solaren Wärmegewinne durch die flache Sonneneinstrahlung im Winter passiv zu nutzen. Die thermisch hochwertige und luftdichte Gebäudehülle setzt sich aus zwei verschiedenen Fassadensystemen zusammen: Im Norden, Osten und Westen kommt eine wärmegedämmte, mehrfach geknickte Leichtbaufassade mit transparenten Elementen zum Einsatz, die eine großzügige, helle
Halle vor den Wohnungseingängen ermöglicht. Durch die Begrünung dieser Halle mit über 1.000 Pflanzen verschiedenster Arten entstand ein vertikaler Garten, der mittels Regenwasser, Zisterne und Hauswasserwerk automatisch bewässert wird. Südlich, im Bereich der Wohnungen, findet sich eine Vollwärmeschutzfassade mit dreifachverglasten, raumhohen Holzfenstern. Alle Wohnungen verfügen über Freiflächen, die durch außen liegende horizontal bewegliche Raffverschattungen auch im Sommer gut genutzt werden können. Die zentrale Lüftungsanlage mit Wärme- und Feuchterückgewinnung versorgt alle Wohnbereiche mit vorkonditionierter Frischluft. Dabei werden über 85% der Wärme und über 60% der Luftfeuchtigkeit der Abluft über einen Rotationswärmetauscher zurückgewonnen. Diese und noch zahlreiche weitere Features brachten dem Projekt 980 von 1.000 möglichen Punkten im "klima:aktiv"-Kriterienkatalog der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums. Damit unterstützt das Projekt das Vorhaben des Unternehmens, die Energieeffizienz seiner Wohnimmobilien und gleichzeitig den Anteil erneuerbarer Energien zu steigern.
Das Projekt Am Mühlgrund wurde im Berichtsjahr auch für den Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit nominiert und aus 99 Einreichungen unter die neun Finalisten – davon vier aus dem Bereich Wohnbau – gewählt. Der Staatspreis wird vom Lebensministerium verliehen und zeichnet Projekte aus, die gleichermaßen durch ihren architektonischen Wert wie durch ihre ökologische, energetische, soziale und wirtschaftlich nachhaltige Qualität hervorstechen.
Umweltschutz in der Konzernzentrale – Green-IT-Strategie
Die IMMOFINANZ Group beschäftigt sich nicht nur in ihrem Kerngeschäft mit Umweltschutz. Auch im Konzern selbst werden konkrete Schritte gesetzt, denn Energiemanagement ist eine Herausforderung für alle Unternehmen geworden.
Die IT-Organisation der IMMOFINANZ Group ist beispielsweise auf einen effizienten und energiesparenden Betrieb ausgelegt. Aufgrund des Einsatzes modernster Hardware, der Implementierung von Energiesparkonzepten und Verhaltensrichtlinien sowie organisatorischen Anpassungen konnte im vergangenen Geschäftsjahr eine wesentliche Energieeinsparung erzielt werden. Aktuelle Architekturkonzepte wie die konsequente Virtualisierung und Zentralisierung der Systeme über Terminal-Server-Lösungen zeigen dabei die größten Einsparungseffekte.
Im Unternehmen beginnt das Energiebewusstsein direkt in den beiden Rechenzentren. Durch den Einsatz modernster Kühlsysteme, die ständiger Kontrolle auf Effizienz und Auslastung unterzogen werden, kann der Energieverbrauch wesentlich verringert werden. Im vorletzten Geschäftsjahr reduzierte die IMMOFINANZ Group ihre Energiekosten im Rechenzentrumsbetrieb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30%. Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr konnte dieses Niveau gehalten werden. Damit wurde der Energieverbrauch in Summe um ca. 300.000 kWh pro Jahr gesenkt.
Darüber hinaus leisten moderne soft- und hardwarebezogene Methoden wie Standby, Nachtabschaltung oder die automatische Deaktivierung nicht benötigter Hardware-Komponenten bei allen Geräten einen spürbaren Beitrag zur Energieeffizienz. Im Laufe des Berichtsjahres wurde als weiteres Projekt der Green-IT-Strategie die Videokonferenz-Initiative umgesetzt: Das neue Kommunikationsmedium wird mittlerweile sehr gut angenommen – Reisekosten und der Carbon Footprint konnten so wesentlich reduziert werden.
Soziale Aspekte
Mitarbeiter als wichtigstes Asset der IMMOFINANZ Group
Wenn in der IMMOFINANZ Group von Assets die Rede ist, dreht sich in der Regel alles um Immobilien. Dabei verfügt das Unternehmen über ein weiteres, für den Unternehmenserfolg maßgebliches Asset, nämlich seine Mitarbeiter. Um motivierte und kompetente Arbeitnehmer zu gewinnen und zu halten, sie in den richtigen Positionen einzusetzen, sie zu fördern – dafür sorgt die Abteilung Human Resources in enger Zusammenarbeit mit den Führungskräften: Wesentliche Aufgabe dieser Abteilung ist neben Personalmanagement und Recruiting vor allem die Personal- und Organisationsentwicklung.
Im Geschäftsjahr 2012/13 lag das Hauptaugenmerk der Personalabteilung einerseits auf der Implementierung des konzernweiten Projekts "Job Families und Karrierewege". Ziel des Projekts ist es, Mitarbeitern Klarheit über ihre derzeitige Positionierung und ihre möglichen Karriereschritte innerhalb der IMMOFINANZ Group zu geben. Andererseits wurde der Fokus auf die Optimierung diverser Prozesse gelegt: Dazu zählt beispielsweise die erstmalige elektronische Unterstützung des Mitarbeitergesprächs. Um in allen Systemen auf dieselben Stammdaten zugreifen zu können, wurde im Berichtsjahr das zentrale Stammdatenverwaltungssystem (MDM) eingeführt. Im Bereich Human Resources unterstützt dieses System die Dokumentation der Ziele/Zielerreichung des Mitarbeitergesprächs und der Schulungswünsche sowie die Abbildung der Karrierepfade der IMMOFINANZ Group mithilfe von Job Families.
Implementierung des Projekts "Job Families und Karrierewege"
Wesentliche Energieeinsparung durch IT-Organisation
IMMOFINANZ-Mitarbeiter: Zahlen und Fakten
Zum 30. April 2013 sind 1.132 Mitarbeiter in den voll- bzw. quotenkonsolidierten Gesellschaften der IMMOFINANZ Group tätig. Diese Zahl beinhaltet sowohl Angestellte als auch Arbeiter. Im Vorjahr betrug dieser Wert 1.072.
Der Anstieg der Mitarbeiterzahl begründet sich u.a. durch die Gründung der BUWOG Meermann GmbH (infolge des Erwerbs des operativen Geschäfts und der Berliner Projekte des Wohnbau-Developers CMI AG), die Übernahme von Mitarbeitern des Projekts Gerling Quartier in Köln sowie durch die Unternehmenseingliederung der Abteilung Property Management STOP.SHOP.
Insgesamt verteilt sich die IMMOFINANZ-Belegschaft auf zehn Länder. Rund 94% aller Mitarbeiter sind in den acht Kernmärkten angestellt, ca. 6% in den übrigen CEE-, CIS- und SEE-Gesellschaften.

Das Kerngeschäft der IMMOFINANZ Group umfasst Asset Management, Development und Trade. In diesen drei Bereichen sind insgesamt 52% der Gesamtbelegschaft beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2012/13 hat die IMMOFINANZ Group durch bedarfsbedingte Rekrutierungen und die Integration von neuen Gesellschaften in die Unternehmensgruppe 315 neue Mitarbeiter aufgenommen. Die Differenz zum aktuellen Mitarbeiterstand per 30. April 2013 ergibt sich aus der branchenüblichen Fluktuation.

1 Mitarbeiter in quotenkonsolidierten Gesellschaften wurden quotal berücksichtigt.
Karriere bei der IMMOFINANZ Group
Das IMMOFINANZ-Team zeichnet sich in allen Kernländern durch hohe Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft, Flexibilität und Professionalität aus. Als Ausdruck der Wertschätzung und mit dem Ziel, die Mitarbeiter ständig zu fördern und weiterzuentwickeln, werden in jährlichen Mitarbeitergesprächen klare Zielvereinbarungen fixiert. Individuelle Fortbildungspläne – in Form von Einzelschulungen oder Gruppentrainings – nehmen dabei einen hohen Stellenwert ein. Im Rahmen der IMMOFINANZ Academy haben interessierte Mitarbeiter z.B. die Möglichkeit, an einer Immobiliengrundausbildung teilzunehmen.
Wichtiger Bestandteil des Angebots ist außerdem das 2009 ins Leben gerufene Führungskräfte-Curriculum. Im Rahmen von Workshops werden Tools und Methoden zu Führungsthemen wie "Mitarbeitergespräch", "Change-Prozesse", "Coaching", "Praxisbezogene Techniken für Führung und Teamarbeit" oder "Management Skills" erarbeitet. Seit Februar 2013 wird diese Fortbildung auch international angeboten. Damit wurde ein wesentlicher Beitrag zur Vereinheitlichung der Führungskultur im Unternehmen geleistet.
Im Februar 2013 startete mit dem Experten-Curriculum ein weiteres Fortbildungsprogramm: Dieses richtet sich an Spezialisten in unterschiedlichen Fachbereichen und unterstützt deren Fachkarrieren u.a. mit Trainings in Soft Skills, Projektmanagement und Verhandlungstechnik. Begleitend dazu wurde mit dem IMMOFORUM eine interne Veranstaltungsserie fortgeführt, die sich unterschiedlichsten Themen widmet: von der Unternehmensstrategie und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bis hin zu Fachvorträgen.
Die IMMOFINANZ Group erwartet von ihren Mitarbeitern eine hohe Leistungsbereitschaft. Daher honoriert sie Leistung und Produktivität mit einem variablen Gehaltsbestandteil, den 34% aller Mitarbeiter beziehen. Im Durchschnitt beträgt er 19% des Jahresgehalts. Die Höhe des Bonus hängt vom Erreichen definierter und überprüfbarer, qualitativer und quantitativer Ziele jedes Einzelnen ab.
Im Mittelpunkt der Mensch: Der IMMOFINANZ-Wohlfühlfaktor
Die IMMOFINANZ-Mitarbeiter leisten enorme Arbeit. Aus diesem Grund ist es der IMMOFINANZ Group ein wichtiges Anliegen, den Wohlfühlfaktor zu erhöhen – z.B. mit kleinen Aufmerksamkeiten im Arbeitsalltag. Beim Family Day erhalten die Familien der Mitarbeiter die Möglichkeit, die angenehme Arbeitsatmosphäre im Vienna Twin Tower zu erleben, IMMOFINANZ-Luft zu schnuppern und einen Einblick in den Arbeitsalltag zu gewinnen. Auch abseits des Bürogeschehens unterstützt die IMMOFINANZ Group Teambuilding-Aktivitäten, z.B. Sportveranstaltungen wie den Business Run, den Vienna City Marathon oder regelmäßige Fußballspiele. Im Berichtsjahr wurde das Angebot mit kostengünstigen Massagen im Headquarter erweitert.
IMMOFINANZ Group: Der Beweis für gelebte Vielfalt und Chancengleichheit
Die IMMOFINANZ Group vereint 24 Nationen unter einem Dach und sieht Nationalitätenvielfalt und Diversität als echten Wettbewerbsvorteil. Unter dem Motto "global denken – lokal handeln" verlässt sich das Unternehmen auf lokale Experten in den einzelnen Kernmärkten. Aber auch in der Konzernzentrale setzt die IMMOFINANZ Group auf kulturelle Vielfalt. Die Basis für ein erfolgreiches Miteinander sind der regelmäßige Austausch und ein reibungsloser Informationsfluss, der einerseits über die interne Informations- und Wissensmanagementplattform IMMnet sichergestellt wird, andererseits durch regelmäßige konzernweite Personalentwicklungsmaßnahmen. Ein zentrales Anliegen des Unternehmens ist auch die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern: Mit einem Frauenanteil von 63% an der Gesamtbelegschaft und 25% Frauen in Führungspositionen – darunter Mag. Birgit Noggler als CFO – übernimmt das Unternehmen hier eine klare Vorreiterrolle.
Das Projekt Clusterhaus: Die "Firmensitz-Starthilfe" für Start-up-Unternehmen
Die IMMOFINANZ Group ist Mitbegründer des Projekts Clusterhaus: Es umfasst kleinteilige, sogenannte Clustervermietungen in IMMOFINANZ-Büroimmobilien und richtet sich an die Bedürfnisse von Jungunternehmern, die in den Markt einsteigen und sich dort positionieren möchten. In zentraler Lage können diese Start-up-Unternehmen ihre Geschäftsideen zu attraktiven Preisen und mit flexiblen Mietverträgen vorantreiben.
Im April 2012 wurde das Projekt in Köln gestartet (www.clusterhaus.de). Bis Mitte 2013 haben mehr als 80 Start-ups 90% der 6.400 m2 Bürofläche gemietet.
Das Wiener Clusterhaus (Siebenbrunnengasse 17) kann ebenfalls eine erfolgreiche Zwischenbilanz ziehen: Mehr als 80% der 1.200 m2 sind belegt. Im Juli 2013 ging im IMMOFINANZ-Objekt Millennium Tower in Bratislava der dritte Start-up Hub an den Start.
Führungskräfteund Experten-Curriculum
Nationalitätenvielfalt und Diversität
Wohnungen für Frauenhäuser
Die IMMOFINANZ-Tochter BUWOG zeigt soziales Engagement. In Österreich unterstützt das Unternehmen schon seit mehreren Jahren die Wiener Frauenhäuser und das Frauenhaus Villach. In Wien stellt die Gruppe kostenlos drei "Notfallwohnungen" zur Verfügung, die insbesondere für Frauen mit Kindern eine wertvolle Ergänzung des Hilfsangebots des Frauenhauses sind. In Kärnten konnte einer Klientin und ihren Kindern für mindestens drei Jahre eine Wohnung der IMMOFINANZ Group übergeben werden – mietzinsfrei und nur gegen Ersatz der Betriebskosten.
Ökonomische Aspekte
Der ökonomische Aspekt von Nachhaltigkeit besagt: Das wirtschaftliche Tun eines Unternehmens ist so angelegt, dass es dauerhaft eine tragfähige Grundlage für positive Ergebnisse bietet. Es geht also um den klugen Umgang mit wirtschaftlichen Ressourcen und den Schutz dieser vor Ausbeutung. Bei der IMMOFINANZ Group spielt in diesem Zusammenhang auch die Transparenz in Verbindung mit diversen Kontrollprozessen eine große Rolle.
Freiwillige Selbstverpflichtung zu Transparenz und guter Unternehmensführung
Die IMMOFINANZ Group bekennt sich zu den Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex (besteht seit 1. Oktober 2002) und damit zur Transparenz im unternehmerischen Handeln. Der Corporate Governance Bericht ist auf Seite 50–57 ersichtlich.
Das Interne Kontrollsystem (IKS) der IMMOFINANZ Group
Die IMMOFINANZ Group hat zur Früherkennung und Überwachung von Risiken die Weiterentwicklung der Abteilung Internal Audit & Control vorangetrieben und das Interne Kontrollsystem (IKS) optimiert. Im IKS sind sämtliche aufeinander abgestimmte Methoden und Maßnahmen zusammengefasst, die der Vermögenssicherung und der Gewährleistung von Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Abrechnungsdaten bei Rechnungslegung und Finanzberichterstattung dienen. Das IKS wird im Konzernlagebericht auf Seite 125 beschrieben.
Rechtsstreitigkeiten
In diesem Kapitel wird der Status jener Verfahren dargestellt, die aufgrund von Klagen von (ehemaligen) Aktionären geführt werden bzw. die im Zusammenhang mit dem vormaligen Managementvertrag mit Constantia Privatbank Aktiengesellschaft (jetzt: Aviso Zeta AG) stehen.
Gerichtliche Verfahren von Aktionären gegen IMMOFINANZ AG und IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH
Beginnend mit November 2008 brachten einige Aktionäre Klagen gegen IMMOFINANZ AG (kurz: IFAG) und IMMOEAST AG (nunmehr IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, kurz: IMBEA) ein. Teilweise handelt es sich bei den Klägern um Aktionäre der IMMOFINANZ AG, teilweise um Aktionäre der ehemaligen IMMOEAST AG, die Ansprüche gegen IMMOFINANZ AG geltend machen oder gegen IMBEA als Rechtsnachfolgerin der IMMOEAST AG. In sämtlichen Verfahren machen die Kläger Schadenersatzansprüche aufgrund von Prospekthaftung oder anderen angeblich mangelhaften Kapitalmarktinformationen geltend. Inhaltlich besteht die Argumentation der Kläger im Wesentlichen darin, dass die Prospekte der IMMOFINANZ AG oder der IMMOEAST AG mangelhaft gewesen seien. Daneben stützen zahlreiche Kläger ihre Ansprüche noch auf weitere Rechtsgrundlagen, etwa dass gegen Ad-hoc-Meldepflichten verstoßen worden wäre. Die Kläger brachten u.a. vor, dass die aufgrund öffentlicher Angebote erhaltenen Mittel nicht für Akquisitionen oder Entwicklung neuer Immobilienprojekte, sondern für die Finanzierung der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG und des Erwerbs von Aktien der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG verwendet worden seien. Die IMMOFINANZ AG und IMBEA bestreiten diese Ansprüche. Besonders hervorzuheben sind 19 "Sammelklagen" österreichischer Prägung, in denen zwischen 10 und 910 Kläger Ansprüche gegen die IMMOFINANZ AG geltend machen.
Bis Ende April 2013 wurden 810 Klagen gegen die IMMOFINANZ AG (wobei teilweise auch IMBEA geklagt wurde) und 78 Klagen nur gegen die IMMOEAST AG/IMBEA mit einem Streitwert von insgesamt ca. EUR 253 Mio. eingebracht. Ein Großteil der Kläger hat Deckung durch eine Rechtsschutzversicherung oder den Prozessfinanzierer AdvoFin. Der Stand der anhängigen Verfahren ist unterschiedlich. Der Großteil befindet sich nach wie vor im Anfangsstadium. In vielen Verfahren wurden bereits die Kläger vernommen, erst in wenigen erfolgten umfangreichere Beweisaufnahmen. In 43 Verfahren erging ein erstinstanzliches Urteil bzw. ein Endbeschluss jeweils – aus unterschiedlichen Gründen – zugunsten der IMMOFINANZ AG bzw. IMMOEAST AG/IMBEA. In acht weiteren Verfahren wird in den nächsten Monaten ein Urteil erwartet. Teilweise wurden die erstinstanzlichen Entscheidungen durch das Oberlandesgericht Wien bzw. den Obersten Gerichtshof aufgehoben und zur neuerlichen Verhandlung an die erstinstanzlichen Gerichte zurückverwiesen. In 17Verfahren haben die Kläger ihre Klage wieder zurückgezogen. Insgesamt wurden bisher 70 Verfahren beendet (19 rechtskräftige klagsabweisende Urteile, 17 Klagsrückziehungen, 34 Vereinbarungen ewigen Ruhens).
| Anhängige Verfahren: IFAG/IMBEA | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|
| IFAG | 376 | 25,3 |
| IMBEA | 66 | 7,7 |
| IFAG und IMBEA | 376 | 218 |
| Gesamt | 818 | 251 |
Gerichtliche Verfahren von Aktionären gegen Anlageberater und die Aviso Zeta AG und Streitverkündigungen gegen die IMMOFINANZ AG/IMBEA
Beginnend mit August 2008 brachten Aktionäre der IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG (nunmehr: IMBEA) gegen die Constantia Privatbank Aktiengesellschaft (nunmehr: Aviso Zeta AG) und die AWD Gesellschaft für Wirtschaftsberatung GmbH (nunmehr: Swiss Life Select Österreich GmbH), über die sie IMMOFINANZ- und IMMOEAST-Aktien erworben hatten, Klagen ein. Die Kläger behaupten insbesondere falsche Anlageberatung, irreführende Werbung sowie unrichtige Darstellung der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG in der Öffentlichkeit durch angebliches Verschweigen des Naheverhältnisses zwischen der ehemaligen Constantia Privatbank AG und der IMMOFINANZ AG/IMMOEAST AG. Weiters werden das Verschweigen substanzieller Transaktionen der ehemaligen Constantia Privatbank AG mit Aktien der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG und zweck- und prospektwidrige Verwendung von Anlegergeldern behauptet. Die Kläger begehren den Ersatz bzw. die Feststellung entstandener Vermögensschäden. Die Kläger brachten in diesen Fällen keine direkten Klagen gegen IMMOFINANZ AG/IMMOEAST AG ein. IMMOFINANZ AG und IMBEA sind aber an zahlreichen dieser Verfahren gegen die Aviso Zeta AG oder die Swiss Life Select Österreich GmbH als Nebenintervenienten beteiligt. Ein Nebenintervenient ist jeder, der ein rechtliches Interesse daran hat, dass in einem zwischen anderen Personen anhängigen Rechtsstreit eine Partei obsiegt. Hintergrund dieser Nebenintervention ist, dass sich die Beklagten im Falle des Verlusts an IMMOFINANZ AG/IMBEA regressieren wollen und daher IMMOFINANZ AG/ IMBEA den Streit verkünden. Würden IMMOFINANZ AG/IMBEA den Verfahren
nicht beitreten, könnten sie in allfälligen Regressprozessen keine nicht schon im Vorprozess erörterten Punkte mehr entgegenhalten. Das Hauptargument der Beklagten gegen IMMOFINANZ AG/IMBEA ist, dass der Schaden der Kläger durch Handlungen der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG, die in einem Strafverfahren von der Staatsanwaltschaft Wien untersucht werden, verursacht worden wäre.
Bis Ende April 2013 verkündete die Aviso Zeta AG der IMMOFINANZ AG und/oder IMBEA in 334 Verfahren den Streit, im Großteil der Verfahren beiden. Weiters verkündete die Swiss Life Select Österreich GmbH der IMMOFINANZ AG und/oder IMBEA in 226 Verfahren den Streit, auch in Sammelklagen, die gegen die Swiss Life Select Österreich GmbH geführt werden. Die IMMOFINANZ AG und IMBEA traten den meisten dieser Verfahren bei.
In 40 Verfahren gegen die Swiss Life Select Österreich GmbH und die Aviso Zeta AG liegen nach dem derzeitigen Wissen der IMMOFINANZ AG bereits Urteile vor. Die jeweils beklagten Parteien unterlagen teilweise, teilweise obsiegten sie. Weder die Swiss Life Select Österreich GmbH noch die Aviso Zeta AG haben bis dato Regressansprüche gegen die IMMOFINANZ AG oder IMBEA geltend gemacht.
| Streitverkündungen an IFAG/IMBEA | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|
| Aviso Zeta | 334 | 36,9 |
| AWD (nunmehr: Swiss Life Select Österreich GmbH) | 226 | 17,6 |
| Gesamt | 560 | 54,5 |
Gerichtliche Verfahren gegen die Aviso Zeta AG
Die Aviso Zeta AG ist per Ende April 2013 in insgesamt 2.089 Verfahren mit einem Streitwert von EUR 320,9 Mio. beklagte Partei. Diesen Verfahren liegen unterschiedliche Sachverhalte zugrunde. In 1.166 Verfahren mit einem Streitwert von EUR 292,8 Mio. wird der Kauf von IMMOFINANZ/IMMOEAST-Aktien verhandelt. Davon wurden bereits 197Verfahren beendet. In den meisten Fällen (143 Verfahren) wurde ewiges Ruhen gegen Kostenaufhebung vereinbart. In weiteren 17 Fällen wurde die Klage unter Anspruchsverzicht zurückgezogen und in 31 Verfahren die Klage abgewiesen. Lediglich drei Verfahren wurden aus Sicht der Aviso Zeta AG verloren. Die Aviso Zeta AG ist in weiteren 921Verfahren (Streitwert EUR 18,5 Mio.) geklagt worden, in denen es um die Vermittlung von Wertpapieren geht (insbesondere um Produkte von Lehmann Brothers mit der Bezeichnung "Dragon FX Garant"). Davon sind bereits 797 Verfahren beendet. Hiervon wurden in Summe 790Verfahren positiv beendet (Klagsrückziehung, Klagsabweisung oder ewiges Ruhen), lediglich in zwei Verfahren wurde der Klage stattgegeben, außerdem wurden fünf Vergleiche abgeschlossen. In mittlerweile gefestigter Rechtsprechung hat der Oberste Gerichtshof die Argumente der Kläger, wonach eine Prospekthaftung bestehe und die Vermittlungstätigkeit des AWD (nunmehr: Swiss Life Select Österreich GmbH) der Aviso Zeta AG zuzurechnen wäre, zurückgewiesen, wodurch ein Großteil dieser Verfahren für die Aviso Zeta AG positiv beendet werden konnte. Einige wenige Verfahren wurden bis zur Entscheidung des EuGH zur Frage der korrekten Prospektveröffentlichung unterbrochen.
In weiteren insgesamt 520 Verfahren wurde der Aviso Zeta AG der Streit verkündet. Einem Großteil dieser Verfahren, die sich mit dem Thema Kauf von IMMOFINANZ/IMMOEAST-Aktien befassen (Streitwert von EUR 27,6 Mio.), konkret handelt es sich um 506 Verfahren, ist die Aviso Zeta AG dem Streit beigetreten. Davon konnten 62 Verfahren mit einem Streitwert von EUR 3,1 Mio. beendet werden. Bislang sind keine Regressansprüche gegen die Aviso Zeta AG geltend gemacht worden.
Darüber hinaus wurde die Aviso Zeta AG von ehemaligen Vorstandsmitgliedern in zwei Fällen auf Abfertigungsansprüche geklagt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Aviso Zeta AG drei ehemalige Vorstände der Constantia Privatbank AG auf Schadenersatz und Feststellung geklagt, um sich für allfällige Fehlberatungen im Zusammenhang mit Aktienkäufen regressieren zu können. Diese Verfahren befinden sich noch im Anfangsstadium.
Passivverfahren Aviso Zeta AG
| Aviso Zeta AG | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR | Davon beendet | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|---|---|
| Beklagte | 2.089 | 320,9 | ||
| Davon: IMMOFINANZ/IMMOEAST | 1.166 | 292,8 | 197 | 15,9 |
| Dragon FX Garant | 921 | 18,5 | 797 | 15,8 |
| Nebenintervenientin | 520 | 28,2 | ||
| IMMOFINANZ/IMMOEAST | 506 | 27,6 | 62 | 3,1 |
Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses der Verschmelzung der IMMOEAST AG mit IMMOFINANZ AG
Die IMMOFINANZ AG wurde gemäß Verschmelzungsvertrag vom 21. Jänner 2010 als übernehmende Gesellschaft mit der IMMOEAST AG als übertragende Gesellschaft verschmolzen. Den ehemaligen Aktionären der IMMOEAST AG wurden im Zuge der Verschmelzung gemäß dem vereinbarten Umtauschverhältnis von drei Aktien der IMMOFINANZ AG für zwei IMMOEAST-Aktien insgesamt 567.363.702 Aktien der IMMOFINANZ AG gewährt. Sowohl von Aktionären der IMMOFINANZ AG als auch von ehemaligen Aktionären der IMMOEAST AG wurde gemäß §§ 225c ff AktG die nachträgliche gerichtliche Überprüfung des Umtauschverhältnisses beim Handelsgericht Wien beantragt. Dieser Schritt hat ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Die IMMOFINANZ AG erstattete umfassende Stellungnahmen zu den Anträgen. Das Handelsgericht Wien hat das gesetzlich vorgesehene Gutachten des Gremiums zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses (§ 225g AktG) beauftragt.
Entscheidungen oder Vergleiche in diesem Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses wirken zugunsten aller Aktionäre der jeweiligen Aktionärsgruppe (Erga-omnes-Wirkung). Werden in diesem Verfahren Zuzahlungen (Ausgleichszuzahlungen) festgesetzt, erhalten die Aktionäre der benachteiligten Aktionärsgruppe diese zuzüglich Zinsen von 2% über dem Basiszinssatz ab Eintragungsstichtag (28. April 2010). Vonseiten der IMMOFINANZ AG wurde die Gewährung weiterer Aktien anstelle barer Ausgleichszuzahlungen beantragt.
Ob in diesem Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses Zuzahlungen (Ausgleichszuzahlungen) zugunsten einer Aktionärsgruppe zugesprochen werden und in welcher Höhe, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
Sonstige Rechtsstreitigkeiten
Die IMMOFINANZ AG brachte im März 2011 Klage gegen drei ehemalige Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der ehemaligen Constantia Privatbank AG wegen Optionsgeschäften zum Nachteil der ehemaligen IMMOEAST AG ein. Das Verfahren wurde nach der ersten Verhandlung im September 2011 bis zur rechtskräftigen Entscheidung im Strafverfahren gegen diese Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder unterbrochen. In diesem Strafverfahren erfolgte eine (nicht rechtskräftige) erstinstanzliche Verurteilung u.a. von zwei der drei in diesem Verfahren Beklagten. In erster Instanz erfolgte (nicht rechtskräftig) ein Zuspruch an die IMBEA in Höhe von rund EUR 7 Mio. Weiters wurde der Aviso Zeta ein Betrag in Höhe von rund EUR 4 Mio. zugesprochen.
Eine weitere Klage brachte die IMMOFINANZ AG im September 2011 ein, mit der Ansprüche gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied und andere Personen in Zusammenhang mit Zahlungen geltend gemacht werden, die auf Veranlassung des Vorstandsmitgliedes treuwidrig an Dritte geleistet wurden. Dieses Verfahren befindet sich noch im Anfangsstadium.
Im August 2011 brachte ein ehemaliges Vorstandsmitglied eine Klage gegen die IMMOFINANZ AG auf Zahlung von Vergütung seiner Vorstandstätigkeit über einen Zeitraum von etwa drei Monaten ein. Dieses Verfahren ist derzeit bis zur Entscheidung über ein Parallelverfahren unterbrochen. Das Parallelverfahren ist ein gesondertes Verfahren gegen IMBEA. Auch hier brachte das ehemalige Vorstandsmitglied eine Klage auf Zahlung von Vergütung seiner Vorstandstätigkeit über denselben Zeitraum von etwa drei Monaten ein.
Die angeführten Streitwerte beinhalten teilweise idente Sachverhalte. Nach Einschätzung des voraussichtlichen Verfahrensausgangs wurden im Konzernabschluss der IMMOFINANZ Group Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Rückstellungen für Prozesskosten in ausreichender Höhe bilanziert.
In einzelnen Ländern Osteuropas können Rechtsunsicherheiten betreffend der Grundeigentumsverhältnisse auftreten.
Hinsichtlich der vorhandenen Haftungen seitens der IMMOFINANZ wird auf das Kapitel 7.3.2 im Konzernanhang verwiesen.
Angaben zum Kapital
Das Grundkapital der IMMOFINANZ AG beträgt zum 30. April 2013 EUR 1.172.059.877,27 (30. April 2012: EUR 1.184.026.409,35). Dieses Grundkapital ist in 1.128.952.687 (30. April 2012: 1.140.479.102) stimmberechtigte, nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je (gerundet) EUR 1,04 unterteilt.
Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien, die gemäß den anwendbaren gesetzlichen Regelungen zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts bzw. zur Ausübung der sonstigen Aktionärsrechte berechtigen. Jede Inhaberaktie gewährt eine Stimme.
Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen den Aktionären bekannt, die eine Beschränkung der Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten im Sinne von § 243a Abs. 1 Z 4 UGB.
Es gibt kein Beteiligungsprogramm der IMMOFINANZ AG für Arbeitnehmer. Daher entfällt die Angabe der Stimmrechtskontrolle gemäß § 243a Abs. 1 Z 5 UGB.
Die Entwicklung der Aktienanzahl hat sich im Geschäftsjahr 2012/13 wie folgt dargestellt:
| Stück Aktien | Differenz | Sachverhalt | |
|---|---|---|---|
| 30. April 2012 | 1.140.479.102 | ||
| Oktober 2012 | 1.128.952.687 | 11.526.415 | Einziehung eigener Aktien |
| 30. April 2013 | 1.128.952.687 |
Wandelanleihen
Wandelanleihe 2014 (WA 2014)
IMMOFINANZ AG hat am 19. Jänner 2007 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. September 2006 Wandelanleihen im Gesamtnominale von EUR 750,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 20. Jänner 2014 emittiert (ISIN XS0283649977). Zur Bedienung der Umtauschrechte aus den WA 2014 besteht bedingtes Kapital (§ 159 AktG) gemäß den Beschlüssen der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 28. September 2006, 27. September 2007 und 2. Oktober 2009.
IMMOFINANZ AG hält noch nicht eingezogene zurückgekaufte WA 2014 im Gesamtnominale von EUR 96,2 Mio. Die WA 2014 ist zum 30. April 2013 im Gesamtnominale von EUR 25,7 Mio. aushaftend. Auf Grundlage des geltenden Wandlungspreises von EUR 13,33 (zuletzt angepasst am 8. Oktober 2012 infolge der Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011/12) berechtigt die ausstehende WA 2014 zur Wandlung in insgesamt 1.927.982 Stück Aktien der IMMOFINANZ AG.
Wandelanleihe 2017 (WA 2017)
IMMOFINANZ AG hat am 19. November 2007 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. September 2007 Wandelanleihen im Gesamtnominale von EUR 750,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 19. November 2017 emittiert (ISIN XS0332046043). Zur Bedienung der Umtauschrechte aus den WA 2017 besteht bedingtes Kapital (§ 159 AktG) gemäß den Beschlüssen der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 28. September 2006, 27. September 2007 und 2. Oktober 2009.
Vorzeitige Rückzahlung der WA 2017 im Geschäftsjahr 2012/13
Gemäß den Emissionsbedingungen war jeder Inhaber der WA 2017 berechtigt, die Schuldverschreibung zum 19. November 2012 zur vorzeitigen Rückzahlung zu kündigen. Insgesamt wurden WA 2017 im Gesamtnominale von EUR 144,3 Mio. zur Rückzahlung gekündigt und von der IMMOFINANZ AG getilgt.
In der verbleibenden Restlaufzeit ist gemäß den Emissionsbedingungen jeder Inhaber der WA 2017 berechtigt, die WA 2017 zum 19. November 2014 zur vorzeitigen Rückzahlung zu kündigen.
IMMOFINANZ AG hält noch nicht eingezogene zurückgekaufte WA 2017 im Gesamtnominale von EUR 22,4 Mio. Die WA 2017 ist zum 30. April 2013 im Gesamtnominale von EUR 35,1 Mio. aushaftend. Auf Grundlage des geltenden Wandlungspreises von EUR 8,41 (zuletzt angepasst am 8. Oktober 2012 infolge der Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011/12) berechtigt die ausstehende WA 2017 zur Wandlung in insgesamt 4.173.602 Stück Aktien der Gesellschaft.
Wandelanleihe 2018 (WA 2018)
Am 8. März 2011 hat IMMOFINANZ AG auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. September 2007 (Emission von Wandelanleihen) und vom 28. September 2010 (Veräußerung eigener Aktien) 125.029.692 Stück Wandelanleihen im Gesamtnominale von EUR 515,1 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 8. März 2018 emittiert (ISIN XS0592528870). Gemäß den Emissionsbedingungen ist jeder Inhaber der WA 2018 berechtigt, die Schuldverschreibung zum 8. März 2016 zur vorzeitigen Rückzahlung zu kündigen.
Die Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG hat mit Beschluss vom 28. September 2011 die Ausgabe der WA 2018 und die Ausstattung dieser Wandelanleihe mit anfänglichen Wandlungsrechten in bis zu 104.421.677 Stück neue (junge) auf den Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft sowie die Emissionsbedingungen der WA 2018 gemäß § 174 AktG genehmigt.
Zur Bedienung von Umtauschrechten aus der WA 2018 wurde in der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 28. September 2011 eine bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 159 AktG um EUR 132,2 Mio. beschlossen.
IMMOFINANZ AG hält noch nicht eingezogene zurückgekaufte WA 2018 im Gesamtnominale von EUR 6,4 Mio. Zum 30. April 2013 ist die WA 2018 im Gesamtnominale von EUR 508.684.500 ausstehend. Auf Grundlage des geltenden Wandlungspreises von EUR 3,74 (zuletzt angepasst am 8. Oktober 2012 infolge der Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011/12) berechtigt die ausstehende WA 2018 zur Wandlung in insgesamt 136.011.903 Stück Aktien der Gesellschaft.
Keine Ausübung von Wandlungsrechten und Ausgabe von Bezugsaktien im Geschäftsjahr 2012/13
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden keine Umtauschrechte aus Wandelanleihen ausgeübt und somit von der IMMOFINANZ AG keine Bezugsaktien ausgegeben.
| ISIN | Nominale per 30. April 2012 in TEUR |
Wandlungen 2012/13 in TEUR |
Rückkäufe/Tilgungen 2012/13 in TEUR |
Nominale per 30. April 2013 in TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| WA 2014 | XS0283649977 | 25.700,0 | 0,0 | 0,0 | 25.700,0 |
| WA 2017 | XS0332046043 | 195.000,0 | 0,0 | -159.900,0 | 35.100,0 |
| WA 2018 | XS0592528870 | 515.120,0 | 0,0 | -6.435,4 | 508.684,5 |
| Gesamt | 735.820,0 | 569.484,5 |
Zusammenfassung der Entwicklung der Nominale der Wandelanleihen im Geschäftsjahr 2012/13:
Ermächtigung zur Ausgabe neuer Wandelanleihen
In der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28. September 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, Wandelanleihen, mit denen ein Umtausch- und/oder Bezugsrecht auf bis zu 212.804.717 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 220.930.312,99 verbunden ist, mit oder ohne Bezugsrechtsausschluss jeweils auch in mehreren Tranchen bis zu einem Gesamtnennbetrag von insgesamt EUR 1,2Mrd. auszugeben. Gleichzeitig wurde eine bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 159 AktG um EUR 220.930.312,99 beschlossen zur Bedienung von Umtausch- oder Bezugsrechten von Inhabern von von der Gesellschaft ausgegebenen Wandelanleihen, die (i) auf Grundlage eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. September 2011 und/ oder (ii) in der Hauptversammlung vom 27. September 2007 ausgegeben oder mit Umtauschrechten in junge Aktien ausgestattet wurden bzw. werden.
Eigene Aktien
Erwerbe von eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2010/11 aufgrund der Vereinbarungen zum "IBAG Bond" und Aviso Zeta
Von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, einer 100%-Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG, wurden am 23. August 2010 im Zuge des Closings der Vereinbarungen zwischen IMMOFINANZ Group und Constantia Packaging B.V. zum sogenannten "IBAG Bond" (EUR 512 Mio.) als Leistungsbestandteil der Constantia Packaging B.V. 55.005.409 Stück IMMOFINANZ-Aktien zum Tagesschlusskurs der IMMOFINANZ-Aktie von EUR 2,75 gegen Verrechnung mit Finanzierungsforderungen der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH erworben. Der Erwerb erfolgte auf Basis des Erlaubnistatbestands "Schadensabwehr" gemäß § 65 Abs. 1 Z 1 AktG.
Weiters hat IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH 2.066.020 Stück IMMOFINANZ-Aktien von Aviso Zeta AG (nunmehrige 100%-Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG) am 29. September 2010 zum Tagesschlusskurs der IMMOFINANZ-Aktie in Höhe von EUR 2,708 pro Aktie gekauft. Der Erwerb erfolgte auf Basis des Erlaubnistatbestands "Schadensabwehr" gemäß § 65 Abs. 1 Z 1 AktG.
Die insgesamt von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH erworbenen 57.071.429 Stück IMMOFINANZ-Aktien umfassen einen anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 59.250.607,08 entsprechend 5,06% des Grundkapitals zum 30. April 2013.
Durch den Erwerb sämtlicher Aktien der Aviso Zeta AG durch die IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH im Dezember 2010 erfolgte mittelbar ein Erwerb von sechs Stück auf Inhaber lautende Aktien (ehemalige Namensaktien) der IMMOFINANZ AG. Der Erwerb erfolgte auf Basis des Erlaubnistatbestands "Schadensabwehr" (§ 65 Abs.1 Z 1 AktG). Die sechs IMMOFINANZ-Aktien entsprechen einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 6,23.
Aktienrückkaufprogramm 2010–2011
Auf Grundlage der von der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG am 28. September 2010 beschlossenen Ermächtigung des Vorstands, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG eigene Aktien zu erwerben, hat IMMOFINANZ AG zwischen 12. November 2010 und 18. März 2011 ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt. Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms wurden von IMMOFINANZ AG insgesamt 47.350.248 Stück Aktien der IMMOFINANZ AG zu einem Gesamtkaufpreis von EUR 145.755.598,48 erworben. Der anteilige Betrag am Grundkapital der Gesellschaft beträgt für diese Aktien EUR 49.158.238,87, das entspricht 4,19% des Grundkapitals der Gesellschaft zum 30. April 2013.
Einziehung von eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2012/13
Aufgrund der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 28. September 2011 beschlossenen Ermächtigung des Vorstands, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG eigene Aktien einzuziehen, wurden von den im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2010–2011 erworbenen 47.350.248 Stück eigenen Aktien 11.526.415 Stück, entsprechend einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von EUR 11.966.532,08 mit Wirkung zum 3. Oktober 2012 eingezogen und das Grundkapital der Gesellschaft durch vereinfachte Kapitalherabsetzung gemäß § 192 Abs. 3 Z 2 AktG entsprechend um EUR 11.966.532,08 auf EUR 1.172.059.877,27, zerlegt in 1.128.952.687 auf den Inhaber lautende Stückaktien, herabgesetzt.
Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 5. Oktober 2012 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 und Abs. 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft auch unter wiederholter Ausnutzung der 10%-Grenze sowohl über die Börse als auch außerbörslich auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts der Aktionäre zu erwerben.
Ermächtigung des Vorstands zur Veräußerung eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 5. Oktober 2012 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu veräußern oder zu verwenden und hierbei auch das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre auszuschließen (Ausschluss des Bezugsrechts).
Aktienrückkaufprogramm 2012-2013
Auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28. September 2011 sowie der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Oktober 2012 jeweils zum Rückerwerb von eigenen Aktien hat IMMOFINANZ AG
zwischen 1. Oktober 2012 und 25. Februar 2013 ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt. Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms wurden von IMMOFINANZ AG insgesamt 20.000.000 Stück Aktien der IMMOFINANZ AG zu einem Gesamtkaufpreis von EUR 62.361.443,45 inklusive Spesen erworben. Der anteilige Betrag dieser Aktien am Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 20.763.666,91, das entspricht 1,77% des Grundkapitals der Gesellschaft zum 30. April 2013.
Finanzierung mit eigenen Aktien
Auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Oktober 2012 zur Veräußerung eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1b AktG und zum Rückerwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 und Abs. 1b AktG hat die IMMOFINANZ AG am 10. Jänner 2013 101.605.741 Stück eigene Aktien zu Finanzierungszwecken an finanzierende Kreditinstitute veräußert und übertragen und dafür Finanzierungen im Gesamtvolumen von EUR 150 Mio. für eine Laufzeit von bis zu drei Jahren erhalten. Der anteilige Betrag dieser 101.605.741 Stück Aktien am Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 105.485.388,09, entsprechend 9,00% des Grundkapitals zum 30. April 2013.
In diesem Zusammenhang wurden auch die von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH (100% Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG) gehaltenen 57.071.429 Stück IMMOFINANZ-Aktien im Jänner 2013 an IMMOFINANZ AG gegen anteilige Gewährung der Finanzierungsvaluta veräußert und zwischen der IMMOFINANZ AG und der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH im Wesentlichen die gleichen Bedingungen für Veräußerung, Finanzierung und Rückerwerb der IMMOFINANZ-Aktien vereinbart wie im Vertragsverhältnis zwischen der IMMOFINANZ AG und den finanzierenden Kreditinstituten.
Die Gesellschaft ist berechtigt, während der Laufzeit jederzeit die 101.605.741 Stück Aktien gegen Rückführung der Finanzierungen (EUR 150 Mio.) rückzuerwerben. Am Ende der Laufzeit ist die Gesellschaft zum Rückerwerb der Aktien gegen Tilgung der Finanzierungen verpflichtet. Die von der Gesellschaft während der Laufzeit zu leistenden Zinsen sind an den EURIBOR gekoppelt. Während der Laufzeit von der Gesellschaft ausgeschüttete Dividenden werden an die Gesellschaft rückgeführt. Der vereinbarte Rückerwerbspreis für die Aktien entspricht dem Verkaufspreis, sodass Kursrisiko und -chance der Aktien bei der Gesellschaft verbleiben. Aufgrund des bereits vereinbarten Rechts der IMMOFINANZ AG zum Rückerwerb der 101.605.741 Stück Aktien während der Laufzeit bzw. der Verpflichtung zum Rückerwerb am Ende der Laufzeit werden die 101.605.741 Stück Aktien der IMMOFINANZ AG gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) als eigene Aktien ausgewiesen und der Finanzierungsbetrag in Höhe von EUR 150 Mio. als Verbindlichkeit.
| Datum | Aktienanzahl | Sachverhalt und Erlaubnistatbestand |
Anteiliger Betrag am Grundkapital zum 30. April 2013 in EUR |
Anteiliger Betrag am Grundkapital zum 30. April 2013 in % |
Kaufpreis in EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| August 2010 | 55.005.409 | Erwerb gemäß Vereinbarungen mit Constantia Packaging B.V. zum "IBAG-Bond" (§ 65 Abs. 1 Z 1 AktG) |
57.105.699,52 | 4,87% | 151.264.874,75 (konzerninterne Verrechnung) |
| September 2010 | 2.066.020 | Erwerb zur Beendigung der Bankgeschäfts tätigkeit der Aviso Zeta (§ 65 Abs. 1 Z 1 AktG) |
2.144.907,56 | 0,18% | 5.594.782,16 |
| Dezember 2010 | 6 | Erwerb der Aviso Zeta (§ 65 Abs. 1 Z 1 AktG) | 6,23 | - | 1,00 |
| November 2010–März 2011 | 47.350.248 | Aktienrückkaufprogramm 2010–2011 (§ 65 Abs. 1 Z 8 AktG) |
49.158.238,87 | 4,19% | 145.755.598,48 |
| Oktober 2012 | -11.526.415 | Einziehung eigener Aktien (§ 65 Abs. 1 Z 8 AktG) |
11.966.532,02 | 1,02% | n.a. |
| Oktober 2012– Februar 2013 | 20.000.000 | Aktienrückkaufprogramm 2012–2013 (§ 65 Abs. 1 Z 8 AktG) |
20.763.666,91 | 1,77% | 62.361.443,45 (inkl. Spesen) |
| Jänner 2013 | -101.605.741 | Veräußerung zur Finanzierung mit eigenen Aktien (§ 65 Abs. 1b AktG)1 |
105.485.388,09 | 9,00% | 150.000.000,00 (Finanzierungsvaluta) |
| IMMOFINANZ Group gesamt | 11.289.527 | 11.720.598,91 | 1,00% | ||
| IMMOFINANZ Group gesamt nach IFRS 2 |
112.895.268 | 117.205.987,00 | 10,00% | n.a. |
Die Entwicklung der eigenen Aktien stellt sich wie folgt dar:
1 Die Gesellschaft ist berechtigt, während der Laufzeit der Finanzierung die 101.605.741 Stück Aktien gegen Rückführung der Finanzierungen rückzuerwerben. Am Ende der Laufzeit ist die Gesellschaft zum Rückerwerb der Aktien gegen Tilgung der Finanzierung verpflichtet.
2 Die zur Finanzierung verwendeten eigenen Aktien sind im IFRS-Konzernabschluss im Eigenkapital bilanziert.
Zum 30. April 2013 hält IMMOFINANZ AG als zivilrechtliche Eigentümerin insgesamt 11.289.521 Stück eigene Aktien. Sechs Stück eigene Aktien werden von Aviso Zeta AG, einer 100%-Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG, gehalten. Der anteilige Betrag am Grundkapital der Gesellschaft beträgt für diese in Summe 11.289.527 Stück Aktien insgesamt EUR 11.720.598,91, das entspricht 1,00% des Grundkapitals der Gesellschaft zum 30. April 2013.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 2. Oktober 2009 wurde der Vorstand bis zum 22. Oktober 2014 ermächtigt, gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 238.289.496,40 durch Ausgabe von bis zu 229.525.447 Stück neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und zwar auch unter Bezugsrechtsausschluss bei Sacheinlagen oder zur Bedienung einer Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") oder für den Ausgleich von Spitzenbeträgen
Kontrollwechselbestimmungen ("Change of Control")
Wandelanleihen
Die Emissionsbedingungen der WA 2014, WA 2017 sowie WA 2018 berechtigen jeden Inhaber dieser Schuldverschreibungen, im Fall eines Kontrollwechsels alle oder einzelne seiner Schuldverschreibungen, die noch nicht gewandelt oder zurückgezahlt wurden, zu kündigen. In diesem Fall hat die IMMOFINANZ AG die betreffenden Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich bis zu diesem Stichtag aufgelaufener Zinsen zurückzuzahlen. Details zu diesen Bestimmungen sind in den Emissionsbedingungen der WA 2014, WA 2017 sowie WA 2018 enthalten.
Syndicated Loan
Ein Syndikat österreichischer und internationaler Banken hat der IMMOFINANZ Finance B.V. 2006 die Revolving Credit Facility ("Syndicated Loan") gewährt. Die Kreditgeber sind im Fall eines Kontrollwechsels berechtigt, die aushaftenden Beträge fällig zu stellen. Die IMMOFINANZ AG hat für die Verbindlichkeiten aus dieser Fazilität eine Garantie gegenüber den Kreditgebern übernommen. Das aushaftende Nominale beträgt per 30. April 2013 EUR 173,5 Mio. Kurz nach Ende des Wirtschaftsjahres wurde die noch aushaftende Resttranche aus dem Syndicated Loan aus vorhandenen liquiden Mitteln planmäßig rückgeführt.
Unternehmensanleihe 2017
IMMOFINANZ AG hat im Juli 2012 die 5,25% 2012–2017 Teilschuldverschreibungen (ISIN AT0000A0VDP8) ("Unternehmensanleihe 2017") im Gesamtvolumen von EUR 100,0 Mio. begeben. Die Laufzeit der Anleihe 2017 beträgt fünf Jahre (3. Juli 2012 bis 2. Juli 2017). Jeder Anleihegläubiger ist berechtigt, seine Schuldverschreibungen zu kündigen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel erfolgt und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der IMMOFINANZ AG führt, ihre Verpflichtungen aus den Schuldverschreibungen zu erfüllen. Als Kontrollwechsel gilt die Erlangung einer kontrollierenden Mehrheit von 30% an IMMOFINANZ AG durch eine Person (oder mehrere gemeinsam vorgehende Rechtsträger), die zum Zeitpunkt der Begebung der Unternehmensanleihe 2017 keine kontrollierende Beteiligung gehalten haben.
Vorstand und Aufsichtsrat
In allen Vorstandsverträgen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten. Diese können zu einer Vertragsbeendigung führen.
Für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen zwischen der Gesellschaft und ihrem Vorstand Entschädigungsvereinbarungen. Je nach Restlaufzeit des Vorstandmandats bleiben die Ansprüche der Vorstandsmitglieder aus den jeweiligen Dienstverträgen maximal ein bzw. zwei Jahre aufrecht.
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats oder Arbeitnehmer gibt es keine entsprechenden Vereinbarungen.
Darüber hinaus gibt es keine bedeutenden Vereinbarungen, die im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden.
Änderungen der Satzung der Gesellschaft, Organbestellungen und -abberufungen
Nach § 21 der Satzung der IMMOFINANZ AG beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Dies gilt auch für Satzungsänderungen und die vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Bei Stimmengleichheit im Aufsichtsrat entscheidet gemäß Satzung der IMMOFINANZ AG die Stimme des Leiters der jeweiligen Aufsichtsratssitzung. Dies gilt auch für die Wahl und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands.
Bedeutende Beteiligungen
Am 15. April 2011 wurde die Gesellschaft darüber informiert, dass die FRIES Familien-Privatstiftung sowie die Dr. Rudolf FRIES Familien-Privatstiftung und die Ehegatten Rudolf und Anna Fries sowie in enger Beziehung stehende Personen (alle zusammen "Fries-Gruppe") direkt und über ihre Beteiligungsgesellschaften gemeinsam 65.006.048 Stimmrechte und damit eine Beteiligung von mehr als 5% des Grundkapitals der IMMOFINANZ AG zum 15. April 2011 halten.
Im Rahmen der Finanzierung mit eigenen Aktien hat die IMMOFINANZ AG 67.737.161 Stück eigene Aktien am 10. Jänner 2013 an J.P. Morgan Securities plc veräußert. JPMorgan Chase & Co. hat am 11. Jänner 2013 bekannt gegeben, gemeinsam mit kontrollierten Unternehmen am 10. Jänner 2013 eine meldepflichtige Anteilsschwelle überschritten zu haben und einen relevanten Anteil hinsichtlich 69.131.831 Stück IMMOFINANZ-Aktien entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 6,12% der Gesamtzahl der stimmberechtigten Aktien von IMMOFINANZ AG zum 10. Jänner 2013 zu halten.
Risikoberichterstattung
Als international tätiger Immobilieninvestor und -entwickler ist die IMMOFINANZ Group unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Mit permanentem Risikomanagement stellt das Unternehmen sicher, dass jene Entwicklungen, die strategische und operative Ziele gefährden könnten, rechtzeitig erkannt und in den jeweiligen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden.
Die IMMOFINANZ Group hat in die operativen Abläufe und Berichtswege ein aktives Risikomanagementsystem integriert. Dieses ermöglicht bei Risiken ein frühzeitiges Gegensteuern und wirkt sich unmittelbar auf strategische Entscheidungen und operative Prozesse aus. Interne Richtlinien, Reportingsysteme und Kontrollmechanismen, die eine Überwachung, Bewertung und Steuerung der Risiken des operativen Geschäfts ermöglichen, sind im gesamten Unternehmen etabliert. Das Risikomanagement wird in der IMMOFINANZ Group auf allen Ebenen wahrgenommen und vom Vorstand verantwortet, der in alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden ist. Zusätzlich hat die IMMOFINANZ Group zur Früherkennung und Überwachung von Risiken das Interne Kontrollsystem (IKS) weiter optimiert. Wirtschaftsprüfer beurteilen Funktion und Effizienz des IKS jährlich, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist. Das IKS wird im Konzernlagebericht ab Seite 125 beschrieben.
Die bedeutendsten Risikofaktoren sind finanzielle sowie markt- und immobilienspezifische Risiken. Die wesentlichen finanziellen Risikofaktoren ergeben sich aus Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinssätzen sowie aus der Verschlechterung der Bonität und Zahlungsfähigkeit von Kunden und Geschäftspartnern.
Markt- und immobilienspezifische Risiken ergeben sich aus der mikro- bzw. makroökonomischen Entwicklung in den einzelnen Ländern bzw. aus Entwicklungen auf Immobilienebene. Dazu zählen das Marktpreisrisiko und die Wettbewerbssituation sowie das Transaktionsrisiko.
Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig adäquate Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können.
Finanzielle Risikofaktoren
Ausfall-/Kreditrisiko
Ausfall-/Kreditrisiken ergeben sich, wenn ein Vertragspartner der IMMOFINANZ Group seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und infolgedessen ein finanzieller Schaden für die Gruppe entsteht. Das maximale Risiko entspricht den auf der Aktivseite ausgewiesenen und diesen Risiken zurechenbaren Werten. Ausfallrisiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das Hauptsteuerungsinstrument in diesem Bereich ist die permanente Evaluierung der Bonität der Vertragspartner.
Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Mietern ist gering. Von den Mietern wird in der Regel eine liquiditätsnahe Sicherheit (bei Wohnimmobilien: Barkautionen, bei Gewerbeimmobilien: Bankgarantien oder Barkautionen) verlangt. Außerdem wird die Bonität der Mieter laufend überprüft. Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Banken ist ebenfalls als gering einzustufen, da sämtliche Finanzgeschäfte mit Finanzinstituten erster Bonität abgeschlossen werden. Trotzdem wird in Zukunft, auch in Hinblick auf die in der EU geplanten, regulatorischen Veränderungen im Bankensektor, erhöhtes Augenmerk auf die Bonität der Banken zu legen sein, veranlagt die IMMOFINANZ Group doch aufgrund des Geschäftsmodells immer wieder signifikante Beträge bei Banken.
Kapitalmarkt- und Finanzierungsrisiko
Die Refinanzierung am Kapitalmarkt ist für die IMMOFINANZ Group von hoher strategischer Bedeutung. Signifikante Schwankungen an den Kapitalmärkten können die Aufnahme von Eigen- bzw. Fremdkapital gefährden. Um das Refinanzierungsrisiko gering zu halten, achtet die IMMOFINANZ Group auf einen ausgewogenen Mix zwischen Eigen- und Fremdkapital bzw. auf unterschiedliche Laufzeiten der Bankfinanzierungen.
Um Risiken mangelnder Kapitalmarkt-Compliance zu vermeiden, verfügt die IMMOFINANZ Group über eine Compliance-Richtlinie, die die Einhaltung der Kapitalmarktverpflichtungen sicherstellt und insbesondere die missbräuchliche Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen verhindert. Zu diesem Zweck wurden u.a. die Compliance-Organisation definiert sowie Befugnisse und Aufgaben des Compliance-Verantwortlichen festgelegt. Ständige und fallweise vorübergehende Vertraulichkeitsbereiche werden eingerichtet und Sperrfristen bzw. Handelsverbote für die in diesen Vertraulichkeitsbereichen tätigen Personen festgelegt.
Die Generierung von Liquidität aus dem operativen Geschäft stellt einen zentralen Bestandteil der Strategie der IMMOFINANZ Group dar. Prozesse zur Evaluierung von weiteren operativen Kostensenkungs- bzw. Optimierungsmöglichkeiten werden kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Interne Beschaffungsrichtlinien in den operativen Bereichen, vor allem bei Immobiliendienstleistungen und bei Bau- und Bewirtschaftungsmaßnahmen, stellen wesentliche Rahmenbedingungen dieser Kostenreduktions- bzw. Optimierungsmaßnahmen dar.
Um Kredite zu erhalten oder weiterhin in Anspruch nehmen zu können, muss die IMMOFINANZ Group bestimmte Verpflichtungen bei diesen Finanzierungen, sogenannte Financial Covenants, erfüllen. Die IMMOFINANZ Group überwacht die Einhaltung dieser Covenants permanent und steht dazu in engem Kontakt mit den Kreditgebern. Werden diese Verpflichtungen nicht erfüllt, kann es unter gewissen Umständen zu einer Kündigung des Kreditvertrags durch den Kreditgeber kommen. Derzeit sind keine wesentlichen Covenant-Brüche, die die Geschäftstätigkeit der IMMOFINANZ Group negativ beeinflussen könnten, bekannt bzw. zu erwarten.
Fremdwährungsrisiko
Die IMMOFINANZ Group ist dem Währungsrisiko in unterschiedlicher bilanzieller und zahlungswirksamer Ausprägung ausgesetzt.
Erfolgswirksamer und zahlungswirksamer Wechselkurseffekt (FX-Effekt) in den Konzerngesellschaften
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in einer von ihrer funktionalen Währung (Lokalwährung) abweichenden Währung (z.B. Kredite zur Immobilienfinanzierung in Euro) mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Dem Risiko der Wertminderung von Bankguthaben und Barbeständen in Fremdwährung wird durch rasche Konvertierung in Euro begegnet.
Um das Währungsrisiko in Bezug auf Mieteinnahmen zu beschränken, wird in jenen Ländern, in denen die funktionale Währung nicht dem Euro entspricht, die Zahlung der Mieten überwiegend in Euro (in Russland zum Teil in US-Dollar) vereinbart bzw. werden die Mietzahlungen an die Euroumrechnungskurse zu bestimmten Zeitpunkten gekoppelt.
Zur Steuerung des strukturell geringen Fremdwährungsrisikos werden fallweise derivative Finanzinstrumente herangezogen. Die derivativen Finanzinstrumente, die die IMMOFINANZ Group zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos verwendet, werden als selbstständige Geschäfte und nicht als Sicherungsgeschäfte bilanziert. Hedge Accounting im Sinne von IAS 39.85–IAS 39.102 wird nicht angewendet, da die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind.
Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt zum aktuellen Marktwert. Derivate mit einem positiven Marktwert sind in der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" enthalten. Derivate, die einen negativen Marktwert ausweisen, sind in der Bilanz in den "Sonstigen Verbindlichkeiten" enthalten. Änderungen der Marktwerte werden ertrags- bzw. aufwandswirksam im Finanzergebnis dargestellt.
Darüber hinaus werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von künftigen Zahlungen in einer Fremdwährung eingesetzt.
Eine Auflistung der Marktwerte und Konditionen sämtlicher zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos erworbener und zum Bilanzstichtag bestehender derivativer Finanzinstrumente ist im Konzernanhang unter 7.3.5.2 ersichtlich.
Erfolgsneutraler und nicht zahlungswirksamer FX-Effekt aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse der Tochterunternehmen nach der modifizierten Stichtagskursmethode
Gemäß IAS 21 erfolgt die Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierter Unternehmen (im Folgenden gemeinsam als ausländische Geschäftsbetriebe bezeichnet) nach dem Konzept der funktionalen Währung in der Ausprägung der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden in den zu konsolidierenden Abschlüssen enthaltene Vermögenswerte und Schulden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Das Eigenkapital des ausländischen Geschäftsbetriebs sowie allfällige Beteiligungsbuchwerte ausländischer Geschäftsbetriebe in Fremdwährung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet. Ausschüttungen in Fremdwährung werden anlässlich ihrer Eliminierung im Rahmen der Konsolidierung mit dem durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Erwirtschaftete (historische) Konzerneigenkapitalbestandteile ausländischer Geschäftsbetriebe werden mit dem historischen Mittelkurs umgerechnet. Differenzen, die sich aus der beschriebenen Verwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse für die einzelnen Abschlussbestandteile bzw. von Periode zu Periode ergeben, werden als Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Erfolgswirksamer und nicht zahlungswirksamer FX-Effekt in der Immobilienbewertung
Immobiliengutachten werden im Regelfall auf Basis von Eurowerten erstellt. Veränderungen der Wechselkurse beeinflussen das Ergebnis der Neubewertung der Immobilien erfolgswirksam.
Gegenüber dem Euro gestiegene Kurse der Fremdwährungen führen durch die Umrechnung der Zeitwerte des Immobilienvermögens zu höheren Eurowerten als im Vorjahresgutachten. Steht diesen höheren Werten nunmehr der unveränderte Gutachtenswert des Vorjahres in Euro gegenüber, ergibt sich durch Rückrechnung in die funktionale Währung (Lokalwährung) – bedingt durch den gestiegenen Kurs – ein niedrigerer Wert und damit eine währungsbedingte Abwertung. Bei gestiegenen Gutachtenswerten schmälert dieser Wechselkurseffekt die Aufwertung der Immobilie, bei gesunkenen Gutachtenswerten erhöht er die Abwertung.
Gegenüber dem Euro gesunkene Kurse der Fremdwährungen führen durch die Umrechnung der Zeitwerte des Immobilienvermögens zu niedrigeren Eurowerten als im Vorjahresgutachten. Steht ihnen der unveränderte Gutachtenswert in Euro gegenüber, ergibt sich durch Rückrechnung in die funktionale Währung (Lokalwährung) – bedingt durch den gesunkenen Kurs – eine währungsbedingte Aufwertung. Bei gestiegenen Gutachtenswerten erhöht dieser Wechselkurseffekt die Aufwertung der Immobilie, bei gesunkenen Gutachtenswerten verringert er die Abwertung.
Zinsänderungsrisiko
Die IMMOFINANZ Group ist als international agierendes Unternehmen den Zinsänderungsrisiken der verschiedenen Immobilienteilmärkte ausgesetzt. Zinserhöhungen können das Ergebnis des Konzerns in Form von höheren Zinsaufwendungen für bestehende variable Finanzierungen beeinflussen.
Eine Änderung des Zinssatzes hat im Falle von variabel verzinsten Finanzierungen eine unmittelbare Auswirkung auf das Finanzergebnis des Unternehmens. Die IMMOFINANZ Group limitiert das Risiko steigender Zinsen, die zu höheren Zinsaufwendungen und zu einer Verschlechterung des Finanzergebnisses führen würden, durch den Einsatz von fix verzinsten Finanzierungsverträgen und derivativen Finanzinstrumenten (vor allem CAPS und SWAPS). Diese derivativen Finanzinstrumente werden als selbstständige Geschäfte und nicht als Sicherungsgeschäfte bilanziert. Hedge Accounting im Sinne von IAS 39.85–IAS 39.102 wird nicht angewendet, da die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind. Hinsichtlich der Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel 7.3.5.1 Fremdwährungsrisiko im Konzernabschluss verwiesen.
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken werden durch einen Mittelfristplan über fünf Jahre, ein im Monatsraster geplantes Jahresbudget und monatlich revolvierende Liquiditätsplanungen mit Abweichungsanalysen minimiert. Ein täglich betriebenes Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass die operativ eingegangenen Verpflichtungen erfüllt, Mittel optimal veranlagt werden und die Flexibilität für kurzfristige Akquisitionschancen gewahrt bleibt.
Daneben setzt die IMMOFINANZ Group auf langfristige Finanzierungen, bei denen die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Immobilien (Interest Coverage Ratio bzw. Debt Service Coverage Ratio) und ihre Marktwerte (Loan-to-Value-Ratio) berücksichtigt werden.
Um Kostenüberschreitungen und einen damit verbundenen überhöhten Liquiditätsabfluss zu vermeiden, führt die IMMOFINANZ Group bei Entwicklungsprojekten und Instandhaltungsmaßnahmen kontinuierliche Budget- bzw. Baufortschrittsüberwachungen durch.
Rechtliche Risiken
Als international tätiges Unternehmen ist die IMMOFINANZ Group einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen u.a. Risiken im Zusammenhang mit dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien und Rechtsstreitigkeiten mit Mietern oder Joint-Venture- bzw. Development-Partnern. Eine Auflistung der wesentlichsten Rechtsstreitigkeiten ist im Kapitel Rechtsstreitigkeiten im Konzernlagebericht auf den Seiten 111–113 ersichtlich.
Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Daher können aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder Vergleichsvereinbarungen Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen bzw. durch bestehende Rückstellungen abgedeckt sind und daher Auswirkungen auf die Ergebnisse der IMMOFINANZ Group haben können.
Marktrisiko und immobilienspezifische Risiken
Die Entwicklung der Immobilienmärkte ist stark von den konjunkturellen und volkswirtschaftlichen Entwicklungen abhängig.
Diese Risiken betreffen die mikro- und makroökonomische Entwicklung der Länder, in denen die IMMOFINANZ Group tätig ist, und die des globalen Finanz- und Investmentmarkts. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf Marktpreis, Marktmieten und Renditen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Immobilienspezifische Risiken beziehen sich vor allem auf den Immobilienstandort, auf die Architektur und den qualitativen Zustand des Gebäudes sowie auf die unmittelbare Wettbewerbssituation.
Um diese Risiken zu erkennen und rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können, wird das Immobilienportfolio der IMMOFINANZ Group quartalsweise einer Portfolioanalyse unterzogen ("Portfoliotracker"). Mit der systematischen Analyse von quantitativen und qualitativen Objektfaktoren, Portfoliokonzentrationen bzw. sektoralen und regionalen Allokationen wird im Zuge dieser Portfolioanalyse die Grundlage für taktische Entscheidungen geschaffen.
Bei den quantitativen Objektfaktoren erfolgt eine Ermittlung von erwarteten, zukünftigen Renditen pro Objekt auf Basis der detaillierten Budgetplanung für das jeweils nächste Geschäftsjahr und einer annahmebasierten Mittelfristplanung. Dabei wird ein Ranking der Objekte nach Höhe der Rentabilität erstellt. Durch den Einsatz eines Scoringmodells werden qualitative Faktoren quantitativ messbar. Im Zuge dieses Scorings erfolgt eine Bewertung der Gebäudeund Lagequalität sowie der Marktattraktivität pro Objekt.
Immobilien, die den Anforderungen der Portfolioanalyse hinsichtlich Standort und Qualität nicht entsprechen, werden mittelfristig verkauft.
Durch eine sektorale bzw. regionale Diversifikation des Immobilienportfolios können Marktzyklen und -schwankungen sowie Konzentrationsrisiken sehr gut ausgeglichen werden. Da die IMMOFINANZ Group im Allgemeinen qualitativ hochwertige Immobilien in guten Lagen besitzt, besteht besonderer Schutz gegenüber den oben genannten Risiken. Um frühzeitig auf Veränderungen in den Märkten reagieren zu können, werden regelmäßig fundierte Marktstudien erstellt und in Verbindung mit Berichten anerkannter Immobilienexperten analysiert. Sämtliche Marktänderungen werden bei der Analyse des Immobilienportfolios berücksichtigt und beeinflussen maßgeblich Investitions-, Verkaufsund Projektplanungen und somit mittelfristig die Unternehmensplanung. Um derartige Risiken bereits vor dem Erwerb neuer Immobilien erkennen und sämtliche Risiken in Zusammenhang mit rechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen, technischen und sozialen Fragen bewerten zu können, ist eine umfassende Due-Diligence-Prüfung unter Einbindung unabhängiger Experten unabdingbar und im Akquisitionsprozess der IMMOFINANZ Group vorgesehen. Immobilien, die den hohen Qualitätsanforderungen der IMMOFINANZ Group nicht entsprechen, werden nicht angekauft. Nach dem Ankauf von Immobilien werden regelmäßig kaufmännische und technische Berichte verfasst. Die Ergebnisse werden dem Gesamtvorstand zur Kenntnis gebracht.
Die interne Investitionsrichtlinie der IMMOFINANZ Group regelt die Rahmenbedingungen und Freigabegrenzen der zu tätigenden Investitionen (Immobilienankäufe, Immobilienentwicklungsprojekte und laufende Investitionsmaßnahmen). Dadurch können wesentliche strategische und immobilienspezifische Risiken minimiert oder ausgeschlossen werden. Die Freigabegrenzen sind in der umfassenden, konzernweit gültigen Kompetenzordnung definiert, die die Pouvoirs einzelner Mitarbeiter bis hin zum Gesamtvorstand regelt. Darüber hinaus ist in bestimmten Fällen die Genehmigung durch den Aufsichtsrat erforderlich.
Bei Immobilienentwicklungsprojekten bestehen erhöhte Risiken, die einerseits zu Termin- und Baukostenüberschreitungen führen können und andererseits das Vermietungsrisiko betreffen. Die IMMOFINANZ Group minimiert diese Risiken, indem sie Projekte in der Regel erst ab einer bestimmten Vorvermietungsquote startet und mit regelmäßigen Kosten- und Terminkontrollen sowie darauf aufbauenden Abweichungsanalysen begleitet.
Um das Inflationsrisiko zu minimieren, sind in den Standardmietverträgen der IMMOFINANZ Group Wertsicherungsklauseln vorgesehen.
Zum Geschäftsmodell der IMMOFINANZ Group gehört es, Immobilien und Immobilienentwicklungsprojekte zu attraktiven Konditionen zu erwerben und Immobilien ertragreich zu verkaufen. Diesem Transaktionsrisiko wird vor allem mit der Diversifikation des Immobilienportfolios Rechnung getragen. Durch das breit aufgestellte Portfolio in acht Kernländern und vier Assetklassen werden kontinuierlich Verkäufe über dem Fair Value getätigt. Mittels eines permanenten Screenings der Märkte und der weitreichenden Geschäftsbeziehungen sowie aufgrund der tiefen Marktkenntnis der Gruppe ist es möglich, Investitionsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen und als Chance für neue Entwicklungsprojekte zu nutzen.
Konzentrationsrisiko
Unter Konzentrationsrisiko versteht man die Häufung von gleichgelagerten Risiken, die dem Grundsatz der Risikostreuung widersprechen. Solche Risiken reduziert die IMMOFINANZ Group bewusst, indem sie auf eine sektorale und regionale Diversifikation des Portfolios achtet und größere Immobilienprojekte gegebenenfalls gemeinsam mit einem Projektpartner entwickelt. Neben einer sektoralen und regionalen Streuung steht auch die Diversifikation der Mieterstruktur im Vordergrund, sodass der Ausfall eines Mieters keine erheblichen Auswirkungen auf das Unternehmen hat. Die IMMOFINANZ Group verfügt über einen sehr ausgewogenen und diversifizierten Mietermix. An den Gesamtmieterlösen des Konzerns hat kein Mieter einen größeren Anteil als 2%.
In Bezug auf Russland bestehen mehrere spezifische Konzentrationsrisiken. Zum einen verfügt die IMMOFINANZ Group mit dem Moskauer Einkaufszentrum Golden Babylon Rostokino über ein einzelnes Investment, das gemessen am Verkehrswert mehr als 10% des gesamten Bestandsimmobilienportfolios ausmacht. Zum anderen konzentrieren sich die Investments der IMMOFINANZ Group in Russland auf den Moskauer Einzelhandelsmarkt, der 16,8% des gesamten Bestandsimmobilienportfolios beträgt.
Immobilienbewertungsrisiko
Die IMMOFINANZ Group wendet branchenüblich das Modell des beizulegenden Zeitwerts (Verkehrswert) gemäß IAS 40 an. Bei dieser Methode werden Immobilien zum Verkehrswert bilanziert. Die Immobilien der IMMOFINANZ Group werden halbjährlich durch externe Gutachter bewertet. Die im Rahmen der Immobilienbewertung ermittelten Zahlen weisen eine große Abhängigkeit von der Berechnungsmethodik und der der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen auf. Deswegen kann es bei einer Veränderung von den der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen zu großen Wertschwankungen kommen. Sollten sich beispielsweise die angenommene Auslastung oder zukünftige Investitionskosten eines Objekts ändern, hat dies unmittelbare Auswirkungen auf den Ertrag bzw. den Verkehrswert des Objekts. Es ist also zu betonen, dass die errechneten Verkehrswerte mit den angenommenen Werten und dem gewählten Berechnungsmodell in einem direkten Zusammenhang stehen. Bereits kleine Änderungen aufgrund von konjunkturellen bzw. immobilienspezifischen Annahmen in den Bewertungen können das Konzernergebnis der IMMOFINANZ Group wesentlich beeinflussen. Eine Sensitivitätsanalyse der Top-30-Bestandsimmobilien in Bezug auf Veränderungen der Mieterlöse, des Diskontierungszinssatzes und des Kapitalisierungszinssatzes ist im Konzernanhang unter Punkt 7.3.9 dargestellt.
Risiko durch Naturkatastrophen
Die IMMOFINANZ Group ist Umweltrisiken und sowohl dem Risiko von Natur- als auch von Menschen verursachten Katastrophen ausgesetzt sowie deren Auswirkungen auf Immobilien. Naturkatastrophen und extreme Wettereinwirkungen wie beispielsweise Erdbeben, Überflutungen, Sturm und Hagel können erhebliche Schäden an in Bau befindlichen und bereits fertiggestellten Immobilien verursachen. Solche Schäden können auch durch von Menschen verursachte Katastrophen hervorgerufen werden, wie beispielsweise nukleare Zwischen- und Störfälle.
Die IMMOFINANZ Group evaluiert periodisch das Ausmaß ihres Versicherungsschutzes nach den Kriterien Kosten und Verfügbarkeit. Diese Evaluierung kann dazu führen, dass Risiken wie Haftpflicht oder Naturkatastrophen nur eingeschränkt versichert sind oder kein Versicherungsschutz für Umwelt-, Terrorismus- und Kriegsrisiken besteht. Die IMMOFINANZ Group ist daher dem Risiko ausgesetzt, nicht über ausreichenden oder gar keinen Versicherungsschutz für Risiken wie Hochwasser, Feuer und ähnliche Naturkatastrophen sowie Terrorismus und andere Schadensereignisse in Bezug auf Immobilien zu verfügen. Die IMMOFINANZ Group dotiert vorsorglich auch keine pauschalen Rücklagen oder bildet vorsorglich auch keine sonstigen Reserven, um Verluste oder Ansprüche Dritter aus nicht versicherten Risiken abzudecken. Sollte ein Verlust entstehen, der über die Versicherungsdeckung hinausgeht oder für den eine solche nicht besteht, kann die IMMOFINANZ Group das in eine Immobilie investierte Kapital verlieren und erwartete Erträge oder Wertsteigerungen können ausbleiben. Weiters können der IMMOFINANZ Group zusätzliche Kosten aus der Reparatur von Schäden nicht versicherter Risken entstehen. Die IMMOFINANZ Group würde auch weiterhin für Fremdkapital oder andere finanzielle Verbindlichkeiten in Bezug auf die betroffene Immobilie haftbar bleiben. Es können daher wesentliche, die Versicherungsdeckung übersteigende Verluste entstehen.
Internes Kontrollsystem
Im Geschäftsjahr 2012/13 hat die IMMOFINANZ Group die Weiterentwicklung der Abteilung Internal Audit & Control konsequent vorangetrieben und Maßnahmen zur Optimierung des Internen Kontrollsystems (IKS) gesetzt.
Im IKS sind sämtliche aufeinander abgestimmte Methoden und Maßnahmen zusammengefasst, die der Vermögenssicherung und der Gewährleistung von Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Abrechnungsdaten bei Rechnungslegung und Finanzberichterstattung dienen. Zudem soll das IKS die Einhaltung der vom Vorstand vorgeschriebenen Geschäftspolitik unterstützen. Bei der Gestaltung und Evaluierung der Kontrollen wird auf IKS-Benchmarks zurückgegriffen. Die Zielsetzung dabei ist, interne und externe regulatorische Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig Unternehmensprozesse und Kontrollen effizient zu halten.
Als international tätiges Unternehmen bezieht sich die IMMOFINANZ Group bei der Ausgestaltung des IKS auf das Rahmenwerk des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO), das aus fünf Komponenten besteht: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.
Das Kontrollumfeld auf Unternehmensebene umfasst die Rahmenbedingungen, unter denen die internen Kontrollmaßnahmen ausgestaltet und umgesetzt werden. Wesentliche Bestandteile sind gesetzliche Bestimmungen, unternehmensindividuelle Vorgaben und Richtlinien der IMMOFINANZ Group – wie z.B. die Kompetenzordnung, die Compliance-Richtlinie, die Investitionsrichtlinie, IT General Controls – sowie die klare Führungs- und Unternehmensstruktur und die Kommunikation der Grundwerte durch das Management.
Die bestehende Prozesslandschaft stellt die Ausgangsbasis für die Evaluierung des IKS auf Prozessebene dar. Die Kontrollaktivitäten der IMMOFINANZ Group werden mit einer speziellen Prozessmanagement- & IKS-Software im Rahmen einer Risiko-Kontroll-Matrix unter Berücksichtigung der Schlüsselrisiken in die Prozessabläufe integriert.
Das IKS sorgt in der Konzernrechnungslegung und der Finanzberichterstattung dafür, dass die Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gewährleistet werden und die notwendigen Informationen richtig, vollständig und zeitnah vorliegen. Die Eckpunkte des IKS im Rechnungslegungsprozess bei der IMMOFINANZ Group sind: eine angemessene Funktionstrennung, durchgehende Anwendung des Vier-Augen-Prinzips bei der Bestell- und Rechnungsfreigabe, Verwendung interner Richtlinien (z.B. des IMMOFINANZ Group IFRS Accounting Manuals), Kontrolle der erhaltenen Buchhaltungsdaten durch das Konzern-Controlling in Bezug auf Richtigkeit, Plausibilität und Vollständigkeit, in
Kontrollumfeld: Vorgaben und Richtlinien
Prozessbasierte Risikobeurteilung die Prozessabläufe integrierte, präventive und detektive Kontrollen und die Automatisierung wesentlicher Kontrollen über angemessene Systemeinstellungen der Finanzbuchhaltung Navision und der Konsolidierungssoftware Hyperion.
Die Implementierung von neuen Richtlinien und Kontrollmaßnahmen wird von laufenden Informationsveranstaltungen und Feedback-Runden unterstützt. Anschließend werden die Fortschritte und Verbesserungspotenziale in planmäßigen Managementgremien berichtet. Im Rahmen der monatlichen internen Berichterstattung werden Budgetdaten mit Ist-Daten verglichen und Abweichungen analysiert, damit Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Die Einhaltung der Kontrollen wird durch die Interne Revision im Rahmen des Revisionsauftrags überwacht. Die Interne Revision, als Stabsstelle dem Gesamtvorstand der IMMOFINANZ AG und disziplinarisch dem Finanzvorstand (Mag. Birgit Noggler) unterstellt, ist konzernweit für die Erbringung der Revisionstätigkeit zuständig. Für sämtliche Revisionsaktivitäten gilt die entsprechende, konzernweit gültige Organisationsrichtlinie.
Überwachung durch Interne Revision
Auf Grundlage eines von Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten, jährlichen Revisionsplans prüft die Interne Revision unabhängig und regelmäßig operative Prozesse und Geschäftsabwicklungen. Die Prioritäten für den Revisionsplan werden nach Risikokriterien und entsprechend den Organisationszielen festgelegt. Geprüft werden dabei vor allem die Ordnungsmäßigkeit, die internen Kontrollsysteme und Möglichkeiten der Effizienzverbesserung.
Die Ergebnisse der Prüfungen werden regelmäßig an den Vorstand der IMMOFINANZ AG und zweimal jährlich an den Aufsichtsrat berichtet. Im Rahmen eines Jahresberichts legt die Revision Rechenschaft über ihre Tätigkeit im Revisionsjahr ab und präsentiert zusammenfassend alle wesentlichen Revisionsgebiete und -ergebnisse.
Forschung und Entwicklung
Die IMMOFINANZ Group tätigt keine Ausgaben für Forschung und Entwicklung.
Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften
Neue Rechnungslegungsstandards und Wechsel in der Ausübung von Methodenwahlrechten können den Konzernabschluss der IMMOFINANZ Group in beträchtlichem Ausmaß beeinflussen bzw. die Vergleichbarkeit mit früheren Abschlüssen einschränken. Detaillierte Informationen über angewendete Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich im Konzernanhang.
Ausblick
Im Geschäftsjahr 2012/13 konnte die Immobilienmaschine ihre Drehzahl deutlich erhöhen. Dies gilt vor allem für die Verkaufsaktivitäten, wo mit einem Volumen von rund EUR 661,3 Mio. ein neuer Rekordwert seit Start des Verkaufsprogramms erreicht wurde. Damit haben wir auch den Zielwert von EUR 1,5 Mrd. nach drei Jahren um EUR 153,2 Mio. somit um 10,2% übertroffen. Nicht enthalten sind hierbei jene Immobilien, welche in der Bilanz zum 30. April 2013 mit einem Buchwert in Höhe von EUR 583,4 Mio. als zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen klassifiziert sind. Bei vielen dieser Immobilien ist zwischenzeitlich der Verkauf bereits erfolgt oder zumindest der Vertrag schon unterschrieben. Nicht zuletzt dadurch wurde das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2012/13 um rund EUR 71,9 Mio. von EUR 470,1 Mio. auf EUR 542,1 Mio. verbessert, obwohl die Beiträge aus der Immobilienentwicklung negativ ausfielen.
Bedeutende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und eine Beschreibung der Umstellung der funktionalen Währung auf den Euro in den Konzerngesellschaften der IMMOFINANZ-Kernländer Polen, Rumänien, Ungarn und Tschechien sind im Konzernanhang unter 7.5 ersichtlich.
Wesentliche Zielsetzung für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 ist einerseits, die Entwicklungsaktivitäten deutlich zu erhöhen und entsprechende Ergebnisbeiträge zu generieren, andererseits alle Voraussetzungen zu schaffen, die Immobilienmaschine auf ein neues Aktivitätsniveau zu heben: Für 2014 planen wir, die in der BUWOG gebündelten Wohnungsbewirtschaftungs- und Wohnungsentwicklungsaktivitäten in Deutschland und Österreich von der IMMOFINANZ Group zu trennen und in ein eigenständiges Unternehmen überzuführen. Dies wird entweder durch einen Börsengang via Initial Public Offering (IPO) oder durch einen "Spin-off" passieren, abhängig davon, wie sich das relevante Marktumfeld zum Umsetzungszeitpunkt präsentieren wird.
Beide Optionen werden jedenfalls so gestaltet sein, dass ein fairer Ausgleich der Interessen von Unternehmen und Aktionären stattfindet, insbesondere im Hinblick auf die liquiditätsmäßigen Konsequenzen der einzelnen Alternativen.
Der verbleibende kommerzielle Teil des Konzerns wird sich auf die hochprofitablen Marktsegmente Einzelhandel, Büro und Logistik mit Schwerpunkt Zentral- und Osteuropa konzentrieren, mit einem starken Fokus auf die Immobilienentwicklung, die auch Eigentumswohnungsentwicklung zum Verkauf in Zentral- und Osteuropa miteinschließt.
Darüber hinaus werden uns – wie bisher auch – die immobilienwirtschaftlichen Optimierungsziele, wie
-
die weitere Reduktion der Leerstände in einzelnen Ländern bzw. Assetklassen und
-
die Portfoliosimplifizierung durch Verkauf von Immobilien in Nicht-Kernländern und den Segmenten Opportunistic Office und Opportunistic Retail,
beschäftigen und durch finanzwirtschaftliche Zielsetzungen ergänzt werden, wie dem Restverkauf von Vermögenswerten, die keine direkten und von uns kontrollierten Immobilieninvestitionen sind (z.B. Fonds-Investments etc.) – mit dem Ziel der Erhöhung des prozentuellen Anteils an direkt gehaltenem Immobilienvermögen in der Bilanz.
Mit diesen Maßnahmen und der konsequenten Weiterführung des 2010/11 gestarteten, bisher extrem erfolgreich verlaufenen Verkaufsprogramms als wesentlichen Cash-Generator in unserer Immobilienmaschine, der Intensivierung der Entwicklungsaktivitäten mit Schwerpunkten in Deutschland, Polen, Russland und Rumänien sowie der selektiv- opportunistischen Wahrnehmung von Zukaufsmöglichkeiten zur Portfolioergänzung werden wir die Portfolioumschlagshäufigkeit und -profitabilität weiter erhöhen.
Wir sind zuversichtlich, auch im Geschäftsjahr 2013/14 erneut den Unternehmenswert der IMMOFINANZ Group zu steigern und einen wachsenden, risikooptimierten Cashflow für unsere Aktionäre zu erwirtschaften.
Wien, am 2. August 2013
Der Vorstand
Mag. Birgit Noggler CFO
Dr. Eduard Zehetner CEO
Mag. Daniel Riedl FRICS COO
Konzernabschluss
Konzernabschluss

Konzernabschluss
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 130 |
|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 131 |
| Konzernbilanz | 132 |
| Konzern-Cashflow-Statement | 133 |
| Konzern- Eigenkapitalentwicklung | 134 |
| Segmente | 136 |
| 1. Allgemeine Angaben | 142 |
| 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 146 |
| 3. Konsolidierungskreis und Unternehmenszusammenschlüsse | 160 |
| 4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 168 |
| 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz | 178 |
| 6. Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement | 200 |
| 7. Sonstige Angaben | 200 |
| Konzernunternehmen der IMMOFINANZ AG | 223 |
| Erklärung des Vorstands | 241 |
| Bestätigungsvermerk | 242 |
Einzelabschluss
| Bilanz zum 30. April 2013 | 244 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012/13 | 246 |
| Anhang | 247 |
| Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 226 (1) UGB | 265 |
| Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13 | 266 |
| Bestätigungsvermerk | 281 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Werte in TEUR | Anhang | 1. Mai 2012– 30. April 2013 |
1. Mai 2011– 30. April 2012 |
|---|---|---|---|
| Büro | 144.371,9 | 142.750,7 | |
| Logistik | 74.032,9 | 73.817,0 | |
| Einzelhandel | 281.339,5 | 210.946,8 | |
| Wohnen | 125.833,4 | 129.758,8 | |
| Sonstige Mieterträge | 30.269,0 | 28.414,0 | |
| Mieterlöse | 4.1.1 | 655.846,7 | 585.687,3 |
| Weiterverrechnete Betriebskosten | 198.652,0 | 179.584,7 | |
| Sonstige Umsatzerlöse | 14.717,7 | 16.171,2 | |
| Umsatzerlöse | 4.1.2 | 869.216,4 | 781.443,2 |
| Aufwendungen dem Immobilienvermögen direkt zurechenbar | 4.1.3 | -162.024,7 | -162.639,3 |
| Betriebskostenaufwendungen | 4.1.4 | -194.163,6 | -172.950,3 |
| Ergebnis aus Asset Management | 4.1 | 513.028,1 | 445.853,6 |
| Verkauf von Immobilien | 290.787,2 | 220.255,5 | |
| Buchwertabgang | -290.787,2 | -220.184,6 | |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | 46.785,9 | 16.270,7 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Immobilienverkäufen | -7.540,0 | -5.737,6 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | 74.144,8 | 42.570,0 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen vor Währungseffekten | 113.390,7 | 53.174,0 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | -2.625,4 | 0,0 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 4.2 | 110.765,3 | 53.174,0 |
| Verkauf von Immobilienvorräten | 84.953,4 | 71.270,7 | |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | -73.086,9 | -56.415,1 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Verkauf Immobilienvorräte | -2.484,2 | -2.319,5 | |
| Sonstige Aufwendungen aus der Immobilienentwicklung | -18.096,8 | -12.060,8 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 4.7.1 | -17.530,0 | 34.468,8 |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung vor Währungseffekten | 4.3 | -26.244,5 | 34.944,1 |
| Währungsbedingte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 4.7.1 | 7.804,5 | -4.869,4 |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | 4.3 | -18.440,0 | 30.074,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.4 | 35.216,4 | 40.184,7 |
| Operatives Ergebnis vor nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen | 640.569,8 | 569.287,0 | |
| Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen | 4.5 | -98.505,0 | -99.163,8 |
| Operatives Ergebnis | 542.064,8 | 470.123,2 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von Immobilienvermögen | 4.7.1 | 37.939,4 | 208.655,1 |
| Währungsbedingte Neubewertung von Immobilienvermögen | 4.7.1 | 96.634,2 | 87.369,9 |
| Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen | 4.7.2 | -168.894,9 | -76.098,3 |
| Dotierung/Auflösung Drohverlustrückstellung | 4.7.3 | 1.125,8 | 2.821,2 |
| Sonstiges Bewertungsergebnis | -33.195,5 | 222.747,9 | |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 508.869,3 | 692.871,1 | |
| Finanzierungsaufwand | -258.569,1 | -249.712,1 | |
| Finanzierungsertrag | 23.797,3 | 61.900,0 | |
| Wechselkursveränderungen | -32.462,9 | -118.124,9 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | -43.681,4 | -56.558,4 | |
| Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen | 5.5 | -2.910,6 | -11.861,9 |
| Finanzergebnis | 4.8 | -313.826,7 | -374.357,3 |
| Werte in TEUR | Anhang | 1. Mai 2012– 30. April 2013 |
1. Mai 2011– 30. April 2012 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 195.042,6 | 318.513,8 | |
| Ertragsteueraufwendungen | 4.9 | -23.654,3 | -11.460,0 |
| Steuerabgrenzungen | 4.9 | -60.552,3 | -35.877,4 |
| Konzernergebnis | 110.836,0 | 271.176,4 | |
| Anteil der Gesellschafter der Muttergesellschaft | 111.094,8 | 271.760,9 | |
| Anteil der Minderheiten | -258,8 | -584,5 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 4.10 | 0,11 | 0,27 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 4.10 | 0,11 | 0,26 |
Die Vergleichszahlen wurden angepasst (siehe Kapitel 2.2).
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| 1. Mai 2012– 30. April 2013 |
1. Mai 2011– 30. April 2012 |
|---|---|
| 110.836,0 | 271.176,4 |
| -8.700,4 | 1.938,3 |
| -67.667,8 | -3.119,0 |
| 4.755,8 | -3.894,2 |
| -71.612,4 | -5.074,9 |
| 39.223,6 | 266.101,5 |
| 39.461,0 | 266.135,2 |
| -237,4 | -33,7 |
Konzernbilanz
| Werte in TEUR | Anhang | 30. April 2013 | 30. April 2012 | 1. Mai 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Immobilienvermögen | 5.1 | 9.297.431,3 | 9.915.201,1 | 8.797.068,3 |
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 5.2 | 344.170,1 | 300.615,8 | 299.646,5 |
| Sonstige Sachanlagen | 5.3 | 19.594,7 | 20.900,0 | 23.873,6 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.4 | 275.243,7 | 281.920,5 | 208.110,2 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 5.5 | 72.320,4 | 78.910,4 | 105.750,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 5.6 | 390.603,4 | 357.696,6 | 784.613,0 |
| Steuererstattungsansprüche | 16.861,0 | 18.607,0 | 56,1 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5.7 | 213.859,3 | 247.609,2 | 247.242,1 |
| Latente Steueransprüche | 5.8 | 45.034,2 | 58.917,1 | 61.862,4 |
| Langfristiges Vermögen | 10.675.118,1 | 11.280.377,7 | 10.528.222,6 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 5.6 | 305.887,7 | 284.594,9 | 234.763,3 |
| Steuererstattungsansprüche | 15.190,8 | 17.171,1 | 33.609,2 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5.7 | 0,0 | 0,0 | 41.613,4 |
| Zur Veräußerung gehaltenes langfristiges Vermögen | 5.9 | 583.403,2 | 42.205,3 | 304.585,7 |
| Immobilienvorräte | 5.10 | 262.649,6 | 148.305,7 | 140.742,6 |
| Liquide Mittel | 5.11 | 738.454,9 | 559.163,2 | 525.633,7 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.905.586,2 | 1.051.440,2 | 1.280.947,9 | |
| Aktiva | 12.580.704,3 | 12.331.817,9 | 11.809.170,5 | |
| Grundkapital | 1.172.059,9 | 1.184.026,4 | 1.085.289,4 | |
| Kapitalrücklagen | 4.518.235,9 | 4.541.741,6 | 4.445.686,1 | |
| Eigene Aktien | -329.504,5 | -302.615,3 | -302.615,3 | |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -82.168,5 | -271.074,7 | -11.309,2 | |
| Erwirtschaftete Ergebnisse | 37.692,4 | 77.912,3 | -94.606,9 | |
| 5.316.315,2 | 5.229.990,3 | 5.122.444,1 | ||
| Minderheitenanteile | 10.751,7 | 287.545,6 | 14.270,3 | |
| Eigenkapital | 5.12 | 5.327.066,9 | 5.517.535,9 | 5.136.714,4 |
| Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen | 5.13 | 525.221,4 | 509.844,2 | 683.242,9 |
| Finanzverbindlichkeiten | 5.14 | 4.106.969,8 | 3.835.891,1 | 3.799.539,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 5.15 | 243.943,3 | 348.234,0 | 145.564,1 |
| Steuerschulden | 366,7 | 736,6 | 378,7 | |
| Rückstellungen | 5.16/5.17 | 53.380,2 | 39.153,2 | 5.814,3 |
| Latente Steuerschulden | 5.8 | 577.181,0 | 541.252,1 | 460.168,8 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 5.507.062,4 | 5.275.111,2 | 5.094.708,7 | |
| Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen | 5.13 | 28.887,0 | 219.522,6 | 297.849,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 5.14 | 756.533,5 | 809.382,9 | 529.642,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 5.15 | 610.076,9 | 410.266,3 | 526.011,8 |
| Steuerschulden | 31.583,8 | 18.874,8 | 38.560,0 | |
| Rückstellungen | 5.16/5.17 | 57.018,0 | 81.124,2 | 109.207,4 |
| Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten | 5.9 | 262.475,8 | 0,0 | 76.476,1 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.746.575,0 | 1.539.170,8 | 1.577.747,4 | |
| Passiva | 12.580.704,3 | 12.331.817,9 | 11.809.170,5 |
Konzern-Cashflow-Statement
| Werte in TEUR | Anhang | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern (EBT) | 195.042,6 | 318.513,8 | |
| Neubewertung/Abschreibungen/Auflösung negativer Firmenwerte | -113.526,1 | -276.420,0 | |
| Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen | 5.5 | 2.910,6 | 11.861,9 |
| Gewinne/Verluste aus Veräußerung von langfristigem Vermögen | 171,1 | 2.309,8 | |
| Temporäre Marktwertschwankungen von Finanzinstrumenten | 60.469,8 | 174.953,0 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -13.672,5 | -21.754,0 | |
| Zinsensaldo | 234.394,3 | 190.075,9 | |
| Ergebnis aus der Anteilsveränderung | -49.067,7 | -11.419,1 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen | 91.739,5 | -9.862,1 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 408.461,6 | 378.259,2 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | -85.578,8 | 11.854,6 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.687,1 | -5.942,5 | |
| Rückstellungen | 7.374,6 | -16.900,8 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 63.403,2 | -27.707,6 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 396.347,7 | 339.562,9 | |
| Erwerb von/Investitionen in Immobilienvermögen | -95.246,0 | -153.155,8 | |
| Erwerb von/Investitionen in in Bau befindlichem Immobilienvermögen | -131.142,6 | -181.121,0 | |
| Erwerb von Objektgesellschaften inkl. Veränderung Joint Venture Forderungen, abzüglich liquide Mittel (EUR 8,0 Mio.; 2011/12: EUR 29,7 Mio.) |
3.5/3.6 | -138.871,4 | -212.456,3 |
| Erwerb von sonstigen Sachanlagen | -3.657,7 | -2.831,9 | |
| Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen | -1.655,8 | -7.230,9 | |
| Erwerb von Finanzanlagen | -9.056,6 | -13.388,1 | |
| Geldfluss aus Veräußerung von Objektgesellschaften abzüglich liquide Mittel | 3.7 | 99.777,0 | 84.661,8 |
| Geldfluss aus Veräußerung von langfristigem Vermögen | 223.051,5 | 214.232,5 | |
| Geldfluss aus Veräußerung von Finanzanlagen | 9.684,4 | 142.209,8 | |
| Erhaltene Zinsen aus Finanzinvestitionen | 20.801,3 | 15.798,1 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -26.315,9 | -113.281,8 | |
| Geldzufluss aus langfristigen Finanzierungen | 828.759,3 | 550.120,7 | |
| Geldzufluss aus Anleihenbegebung | 98.729,8 | 0,0 | |
| Geldabfluss aus langfristigen Finanzierungen | -521.945,6 | -427.021,5 | |
| Erwerb eigener Aktien | -62.361,4 | 0,0 | |
| Geldzu-/abfluss aus Anteilsveränderungen | -1.364,0 | -1.367,1 | |
| Tilgung von Wandelanleihen inkl. Zinsen | -188.130,9 | -111.409,7 | |
| Geldabfluss aus Derivativgeschäften | -32.535,2 | -18.285,0 | |
| Gezahlte Zinsen | -166.530,7 | -160.582,5 | |
| Ausschüttung | -155.333,6 | -99.020,3 | |
| Auszahlungen aus Kapitalherabsetzungen | -359,4 | 0,0 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -201.071,7 | -267.565,4 | |
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | 10.331,6 | 33.200,5 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | 6. | 179.291,7 | -8.083,8 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 6. | 559.163,2 | 567.247,1 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 6. | 738.454,9 | 559.163,3 |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | 6. | 179.291,7 | -8.083,8 |
Konzern- Eigenkapitalentwicklung
Den Eigentümern des
Mutterkonzerns zuzurechnen
Den Eigentümern des Mutterkonzerns zuzurechnen
| 2012/13 | Kumuliertes übriges Eigenkapital |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Grundkapital | Kapitalrücklagen | Eigene Aktien | Neubewertungs rücklage |
AfS-Rücklage |
| Stand zum 30. April 2012 | 1.184.026,4 | 4.541.741,6 | -302.615,3 | -168.892,3 | 8.707,6 |
| Erfolgsneutral bewertete Beteiligungen | -8.700,4 | ||||
| Währungsänderungen | |||||
| Anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapital veränderungen von assoziierten Unternehmen |
|||||
| Erfolgsneutral erfasste Ergebnisanteile | -8.700,4 | ||||
| Konzernergebnis zum 30. April 2013 | |||||
| Gesamtergebnis | -8.700,4 | ||||
| Rückkauf eigene Aktien | -62.361,4 | ||||
| Einzug eigene Aktien | -11.966,5 | -23.505,7 | 35.472,2 | ||
| Ausschüttung | |||||
| Strukturveränderungen/Kapitalverwässerung | |||||
| Änderung der Einbezugsmethode/Zugang Konsolidierungskreis | |||||
| Minderheitenanteil aus Gangaw Investments Ltd. | 275.449,9 | ||||
| Abgang Konsolidierungskreis | -15.146,6 | ||||
| Stand zum 30. April 2013 | 1.172.059,9 | 4.518.235,9 | -329.504,5 | 91.411,0 | 7,2 |
| 2011/12 Werte in TEUR |
Grundkapital | Kapitalrücklagen | Eigene Aktien | Neubewertungs | AfS-Rücklage |
| rücklage | |||||
| Stand zum 30. April 2011 (berichtet) | 1.085.289,4 | 4.445.686,1 | -302.615,3 | 106.557,6 | 6.769,3 |
| Anpassung gemäß IAS 8 | |||||
| Stand zum 30. April 2011 (angepasst) | 1.085.289,4 | 4.445.686,1 | -302.615,3 | 106.557,6 | 6.769,3 |
| Erfolgsneutral bewertete Beteiligungen | 1.938,3 | ||||
| Währungsänderungen | |||||
| Anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapital veränderungen von assoziierten Unternehmen |
|||||
| Erfolgsneutral erfasste Ergebnisanteile | 1.938,3 | ||||
| Konzernergebnis zum 30. April 2012 | |||||
| Gesamtergebnis | 1.938,3 | ||||
| Eigenkapital aus der Wandlung von Wandelanleihen | 98.737,0 | ||||
| 97.490,3 | |||||
| Kosten der Kapitalerhöhung | -1.434,8 | ||||
| Ausschüttung | |||||
| Strukturveränderungen | |||||
| Änderung der Einbezugsmethode/Zugang Konsolidierungskreis | |||||
| Minderheitenanteil aus Gangaw Investments Ltd. | -275.449,9 | ||||
| Abgang Konsolidierungskreis |
| Den Eigentümern des Mutterkonzerns zuzurechnen |
||||
|---|---|---|---|---|
| Kumuliertes übriges Eigenkapital |
2012/13 | |||
| Minder heitenanteile |
Summe | Erwirtschaftete Ergebnisse |
Währungs umrechnungsrücklage |
Werte in TEUR |
| 287.545,6 | 5.229.990,3 | 77.912,3 | -110.890,0 | Stand zum 30. April 2012 |
| -8.700,4 | Erfolgsneutral bewertete Beteiligungen | |||
| 21,4 | -67.689,2 | -67.689,2 | Währungsänderungen | |
| 4.755,8 | 4.755,8 | Anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapital veränderungen von assoziierten Unternehmen |
||
| 21,4 | -71.633,8 | -62.933,4 | Erfolgsneutral erfasste Ergebnisanteile | |
| -258,8 | 111.094,8 | 111.094,8 | Konzernergebnis zum 30. April 2013 | |
| -237,4 | 39.461,0 | 111.094,8 | -62.933,4 | Gesamtergebnis |
| -62.361,4 | Rückkauf eigene Aktien | |||
| Einzug eigene Aktien | ||||
| -85,5 | -155.248,1 | -155.248,1 | Ausschüttung | |
| -586,7 | -1.186,9 | -1.186,9 | Strukturveränderungen/Kapitalverwässerung | |
| -434,4 | -306,9 | -306,9 | Änderung der Einbezugsmethode/Zugang Konsolidierungskreis | |
| -275.449,9 | 275.449,9 | Minderheitenanteil aus Gangaw Investments Ltd. | ||
| -9.482,7 | 5.120,3 | 543,6 | Abgang Konsolidierungskreis | |
| 10.751,7 | 5.316.315,2 | 37.692,4 | -173.586,7 | Stand zum 30. April 2013 |
| Minder | Summe | Erwirtschaftete | Währungs | 2011/12 Werte in TEUR |
| heitenanteile | Ergebnisse | umrechnungsrücklage | ||
| 14.270,3 | 5.155.841,0 | -61.210,0 | -124.636,1 | Stand zum 30. April 2011 (berichtet) |
| -33.396,9 | -33.396,9 | Anpassung gemäß IAS 8 | ||
| 14.270,3 | 5.122.444,1 | -94.606,9 | -124.636,1 | Stand zum 30. April 2011 (angepasst) |
| 1.938,3 | Erfolgsneutral bewertete Beteiligungen | |||
| 550,8 | -3.669,8 -3.894,2 |
-3.669,8 -3.894,2 |
Währungsänderungen Anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapital veränderungen von assoziierten Unternehmen |
|
| 550,8 | -5.625,7 | -7.564,0 | Erfolgsneutral erfasste Ergebnisanteile | |
| -584,5 | 271.760,9 | 271.760,9 | Konzernergebnis zum 30. April 2012 | |
| -33,7 | 266.135,2 | 271.760,9 | -7.564,0 | Gesamtergebnis |
| 196.227,3 | Eigenkapital aus der Wandlung von Wandelanleihen | |||
| -1.434,8 | Kosten der Kapitalerhöhung | |||
| -99.020,3 | -99.020,3 | Ausschüttung | ||
| -1.140,8 | -226,3 | -226,3 | Strukturveränderungen | |
| -1.000,1 | 20.887,9 | 20.887,9 | Änderung der Einbezugsmethode/Zugang Konsolidierungskreis | |
| 275.449,9 | ||||
| -275.449,9 | Minderheitenanteil aus Gangaw Investments Ltd. | |||
| 287.545,6 | 427,1 5.229.990,3 |
4,9 77.912,3 |
422,2 -110.890,0 |
Abgang Konsolidierungskreis Stand zum 30. April 2012 |
Segmente
| Österreich | Deutschland | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | |
| Büro | 38.185,1 | 38.805,7 | 6.500,2 | 3.286,0 | |
| Logistik | 1.642,3 | 1.700,3 | 33.633,1 | 33.880,1 | |
| Einzelhandel | 36.379,2 | 37.210,3 | 522,7 | 754,5 | |
| Wohnen | 6.331,5 | 6.548,8 | 787,0 | 626,7 | |
| Sonstige Mieterträge | 11.619,6 | 10.846,2 | 1.962,8 | 1.586,4 | |
| Mieterlöse | 94.157,7 | 95.111,3 | 43.405,8 | 40.133,7 | |
| Weiterverrechnete Betriebskosten | 19.524,6 | 19.363,8 | 9.095,1 | 9.909,3 | |
| Sonstige Umsatzerlöse | 2.881,4 | 2.973,1 | 117,1 | 784,6 | |
| Umsatzerlöse | 116.563,7 | 117.448,2 | 52.618,0 | 50.827,6 | |
| Aufwendungen dem Immobilienvermögen direkt zurechenbar | -37.936,5 | -32.869,2 | -8.931,2 | -9.213,4 | |
| Betriebskostenaufwendungen | -19.783,2 | -19.703,2 | -9.204,2 | -10.006,7 | |
| Ergebnis aus Asset Management | 58.844,0 | 64.875,8 | 34.482,6 | 31.607,5 | |
| Verkauf von Immobilien | 49.108,7 | 98.507,3 | 51.235,0 | 16.352,6 | |
| Buchwertabgang | -49.108,7 | -98.411,3 | -51.235,0 | -16.352,6 | |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | 3.897,3 | 496,4 | 110,4 | 14.044,8 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Immobilienverkäufen | -1.843,5 | -2.276,2 | -933,1 | -81,1 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | 9.845,7 | 11.644,1 | 3.866,6 | 856,4 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen vor Währungseffekten | 11.899,5 | 9.960,3 | 3.043,9 | 14.820,1 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 11.899,5 | 9.960,3 | 3.043,9 | 14.820,1 | |
| Verkauf von Immobilienvorräten | 196,2 | 17.414,3 | 0,0 | 1,8 | |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | -285,0 | -13.329,3 | 0,0 | -1,8 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Verkauf Immobilienvorräte | -30,3 | -56,6 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstige Aufwendungen aus der Immobilienentwicklung | -174,0 | -64,9 | -1.135,2 | -1.541,2 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 1.178,9 | 196,9 | -4.138,0 | -2.505,0 | |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung vor Währungseffekten | 885,8 | 4.160,4 | -5.273,2 | -4.046,2 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | 885,8 | 4.160,4 | -5.273,2 | -4.046,2 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.274,2 | 10.361,7 | 1.011,3 | 2.635,9 | |
| Operatives Ergebnis vor nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen | 77.903,5 | 89.358,2 | 33.264,6 | 45.017,3 | |
| Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen | -6.875,4 | -9.387,5 | -4.203,5 | -5.653,0 | |
| Operatives Ergebnis | 71.028,1 | 79.970,7 | 29.061,1 | 39.364,3 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von Immobilienvermögen | 14.515,4 | 5.159,7 | -5.539,7 | -2.456,0 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen | -2.991,2 | -1.394,8 | -19.130,1 | -12.147,8 | |
| Dotierung/Auflösung Drohverlustrückstellung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -8.982,5 | |
| Sonstiges Bewertungsergebnis | 11.524,2 | 3.764,9 | -24.669,8 | -23.586,3 | |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 82.552,3 | 83.735,6 | 4.391,3 | 15.778,0 | |
| Finanzergebnis | |||||
| Steueraufwand | |||||
| Konzernergebnis | |||||
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | 30. April 2013 | 30. April 2012 | ||
| Immobilienvermögen | 1.460.237,2 | 1.513.040,7 | 411.800,0 | 460.867,5 | |
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 0,0 | 14.199,0 | 90.198,0 | 36.101,3 | |
| Firmenwerte | 0,0 | 0,0 | 508,4 | 508,4 |
Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen 60.478,0 39.200,0 47.720,2 0,0 Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen 64.805,0 3.005,3 410.400,0 0,0 Immobilienvorräte 3.319,7 3.028,1 37.859,6 20.268,7 Immobilienvorräte 145.283,2 50.708,5 17.671,1 10.265,9 Segmentvermögen 1.524.034,9 1.569.467,8 588.086,2 517.745,9 Segmentvermögen 2.735.110,6 2.528.290,7 1.008.727,0 990.472,7
Segmentinvestitionen 11.391,1 77.437,3 56.496,8 7.993,5 Segmentinvestitionen 103.041,4 0,0 19.341,8 171.101,8 Die Vergleichszahlen wurden angepasst (siehe Kapitel 2.2).
| BUWOG | Polen | |||
|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 |
| Büro | 397,1 | 595,2 | 28.897,2 | 26.536,5 |
| Logistik | 2.366,3 | 1.263,2 | 2.625,3 | 2.543,4 |
| Einzelhandel | 653,5 | 635,2 | 26.092,4 | 22.152,6 |
| Wohnen | 103.431,1 | 108.075,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Mieterträge | 2.624,7 | 2.529,4 | 2.820,2 | 2.363,6 |
| Mieterlöse | 109.472,7 | 113.098,0 | 60.435,1 | 53.596,1 |
| Weiterverrechnete Betriebskosten | 59.592,6 | 54.410,0 | 23.286,1 | 20.208,2 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 2.096,2 | 1.140,7 | 1.489,1 | 2.608,4 |
| Umsatzerlöse | 171.161,5 | 168.648,7 | 85.210,3 | 76.412,7 |
| Aufwendungen dem Immobilienvermögen direkt zurechenbar | -36.124,9 | -54.757,2 | -7.460,6 | -5.602,3 |
| Betriebskostenaufwendungen | -56.817,9 | -48.914,1 | -22.017,8 | -19.114,0 |
| Ergebnis aus Asset Management | 78.218,7 | 64.977,4 | 55.731,9 | 51.696,4 |
| Verkauf von Immobilien | 153.777,4 | 104.276,3 | 61,3 | 14,4 |
| Buchwertabgang | -153.777,4 | -104.301,5 | -61,3 | -14,4 |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | 0,0 | 0,0 | 102,2 | 1.027,6 |
| Sonstige Aufwendungen aus Immobilienverkäufen | -3.068,2 | -3.073,0 | -14,9 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | 42.997,5 | 29.751,2 | 15.293,7 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen vor Währungseffekten | 39.929,3 | 26.653,0 | 15.381,0 | 1.015,7 |
| Währungsbedingte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | -2.625,4 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 39.929,3 | 26.653,0 | 12.755,6 | 1.015,7 |
| Verkauf von Immobilienvorräten | 72.175,4 | 48.956,7 | 734,9 | |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | -61.986,6 | -39.006,2 | -86,9 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Verkauf Immobilienvorräte | -1.384,7 | -2.050,4 | -266,4 | |
| Sonstige Aufwendungen aus der Immobilienentwicklung | -5.415,5 | -3.976,7 | -2.374,2 | -1.288,2 |
| Währungsbereinigte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | -1.710,6 | -9.796,9 | -3.893,2 | 47.925,8 |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung vor Währungseffekten | 1.678,0 | -5.873,5 | -5.885,8 | 46.613,1 |
| Währungsbedingte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | -203,8 | -1.546,4 |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | 1.678,0 | -5.873,5 | -6.089,6 | 45.066,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.046,6 | 9.237,3 | 1.138,3 | 3.285,4 |
| Operatives Ergebnis vor nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen | 124.872,6 | 94.994,2 | 63.536,2 | 101.064,2 |
| Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen | -9.920,6 | -13.744,8 | -5.744,9 | -6.399,8 |
| Operatives Ergebnis | 114.952,0 | 81.249,4 | 57.791,3 | 94.664,4 |
| Währungsbereinigte Neubewertung von Immobilienvermögen | 69.321,4 | 59.547,7 | -16.652,9 | 42.506,5 |
| Währungsbedingte Neubewertung von Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | -3.881,6 | 33.591,9 |
| Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen | -7.020,8 | -7.900,5 | -9.029,3 | -11.487,6 |
| Dotierung/Auflösung Drohverlustrückstellung | -13,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstiges Bewertungsergebnis | 62.287,6 | 51.647,2 | -29.563,8 | 64.610,8 |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 177.239,6 | 132.896,6 | 28.227,5 | 159.275,2 |
| Finanzergebnis | ||||
| Steueraufwand | ||||
| Konzernergebnis | ||||
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | 30. April 2013 | 30. April 2012 | |
| Immobilienvermögen | 2.511.796,2 | 2.420.761,1 | 534.932,5 | 944.935,0 |
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 12.832,0 | 53.352,6 | 33.256,8 | 21.760,0 |
| Firmenwerte | 394,2 | 463,2 | 12.466,6 | 13.511,8 |
| Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen | 64.805,0 | 3.005,3 | 410.400,0 |
Immobilienvorräte 3.319,7 3.028,1 37.859,6 20.268,7 Immobilienvorräte 145.283,2 50.708,5 17.671,1 10.265,9 Segmentvermögen 1.524.034,9 1.569.467,8 588.086,2 517.745,9 Segmentvermögen 2.735.110,6 2.528.290,7 1.008.727,0 990.472,7 Segmentinvestitionen 11.391,1 77.437,3 56.496,8 7.993,5 Segmentinvestitionen 103.041,4 0,0 19.341,8 171.101,8
| Segmente | Tschechien | Slowakei | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | |
| Büro | 24.930,4 | 26.504,5 | 5.616,7 | 5.565,0 | |
| Logistik | 1.137,2 | 1.128,2 | 964,5 | 877,0 | |
| Einzelhandel | 10.617,3 | 10.907,3 | 14.133,0 | 12.875,1 | |
| Wohnen | 22,1 | 5,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstige Mieterträge | 2.549,5 | 2.646,7 | 489,6 | 464,1 | |
| Mieterlöse | 39.256,5 | 41.191,7 | 21.203,8 | 19.781,2 | |
| Weiterverrechnete Betriebskosten | 12.158,7 | 13.553,5 | 11.303,6 | 9.638,7 | |
| Sonstige Umsatzerlöse | 516,4 | 855,0 | 530,7 | 2.029,4 | |
| Umsatzerlöse | 51.931,6 | 55.600,2 | 33.038,1 | 31.449,3 | |
| Aufwendungen dem Immobilienvermögen direkt zurechenbar | -6.538,8 | -5.494,0 | -3.590,4 | -2.585,1 | |
| Betriebskostenaufwendungen | -12.143,6 | -13.614,0 | -9.912,0 | -9.635,2 | |
| Ergebnis aus Asset Management | 33.249,2 | 36.492,2 | 19.535,7 | 19.229,0 | |
| Verkauf von Immobilien | 0,4 | 7,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Buchwertabgang | -0,4 | -7,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | 4.649,7 | -184,7 | 0,9 | 0,0 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Immobilienverkäufen | -424,0 | -1,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen vor Währungseffekten | 4.225,7 | -185,7 | 0,9 | 0,0 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 4.225,7 | -185,7 | 0,9 | 0,0 | |
| Verkauf von Immobilienvorräten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Verkauf Immobilienvorräte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstige Aufwendungen aus der Immobilienentwicklung | -1.951,4 | -1.719,9 | -87,7 | -133,1 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 176,0 | 1.546,1 | 0,0 | 0,0 | |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung vor Währungseffekten | -1.775,4 | -173,8 | -87,7 | -133,1 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 1.592,6 | 674,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | -182,8 | 500,2 | -87,7 | -133,1 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 553,7 | 1.374,7 | -38,7 | 530,8 | |
| Operatives Ergebnis vor nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen | 37.845,8 | 38.181,4 | 19.410,2 | 19.626,7 | |
| Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen | -3.343,5 | -6.873,8 | -1.417,7 | -3.301,8 | |
| Operatives Ergebnis | 34.502,3 | 31.307,6 | 17.992,5 | 16.324,9 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von Immobilienvermögen | -16.015,8 | -12.154,2 | -18.622,5 | -3.772,0 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von Immobilienvermögen | 20.169,2 | 16.228,9 | 0,0 | 0,0 | |
| Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen | -3.598,0 | -7.540,7 | -757,3 | -1.106,6 | |
| Dotierung/Auflösung Drohverlustrückstellung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Sonstiges Bewertungsergebnis | 555,4 | -3.466,0 | -19.379,8 | -4.878,6 | |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 35.057,7 | 27.841,6 | -1.387,3 | 11.446,3 | |
| Finanzergebnis | |||||
| Steueraufwand |
Konzernergebnis Konzernergebnis
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | 30. April 2013 | 30. April 2012 | |
|---|---|---|---|---|
| 543.259,1 | 613.107,2 | 282.590,0 | 299.880,0 | |
| 47.884,8 | 40.322,9 | 0,0 | 0,0 | |
| 31.681,8 | 37.910,0 | 1.055,6 | 1.010,3 | |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 0,0 | 0,0 | 13.073,4 | 13.170,0 | |
| 622.825,7 | 691.340,1 | 296.719,0 | 314.060,3 | |
| 13.038,8 | 6.342,4 | 619,9 | 1.588,9 | |
| Ungarn | Rumänien | ||
|---|---|---|---|
| 2012/13 2011/12 |
2012/13 | 2011/12 | |
| 13.481,9 14.297,4 |
23.581,1 | 24.417,0 | |
| 3.932,6 4.173,6 |
3.616,9 | 3.033,5 | |
| 11.437,6 12.977,8 |
19.533,9 | 18.237,9 | |
| 0,0 | 0,0 125,7 |
46,8 | |
| 969,1 1.017,7 |
2.611,0 | 1.406,3 | |
| 29.821,2 32.466,5 |
49.468,6 | 47.141,5 | |
| Weiterverrechnete Betriebskosten | 12.737,3 12.452,9 |
20.915,3 | 19.547,6 |
| 240,5 757,4 |
2.359,8 | 2.823,1 | |
| 42.799,0 45.676,8 |
72.743,7 | 69.512,2 | |
| Aufwendungen dem Immobilienvermögen direkt zurechenbar | -7.103,1 -5.796,4 |
-16.020,6 | -16.287,6 |
| -12.473,6 -12.485,4 |
-21.837,1 | -20.194,6 | |
| Ergebnis aus Asset Management | 23.222,3 27.395,0 |
34.886,0 | 33.030,0 |
| 0,0 182,5 |
11.902,2 | ||
| 0,0 -182,5 |
-11.902,2 | ||
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | -0,2 | 1,5 0,0 |
|
| Sonstige Aufwendungen aus Immobilienverkäufen | 0,0 | -0,9 -142,0 |
|
| Währungsbereinigte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | 0,0 -25,9 |
-409,6 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen vor Währungseffekten | -0,2 -25,3 |
-551,6 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 0,0 |
|
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | -0,2 -25,3 |
-551,6 | |
| 0,0 | 0,0 7.045,4 |
||
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | 0,0 | 0,0 -6.967,5 |
|
| Sonstige Aufwendungen aus Verkauf Immobilienvorräte | 0,0 | 0,0 -531,1 |
|
| Sonstige Aufwendungen aus der Immobilienentwicklung | 0,0 -47,6 |
-2.662,4 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | -3,4 | 0,0 0,0 |
|
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung vor Währungseffekten | -3,4 -47,6 |
-3.115,6 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 0,3 | 0,0 0,0 |
|
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | -3,1 -47,6 |
-3.115,6 | |
| 3.314,8 3.202,1 |
5.654,2 | ||
| Operatives Ergebnis vor nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen | 26.533,8 30.524,2 |
36.873,0 | |
| Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen | -2.419,5 -5.327,2 |
-8.862,0 | |
| 24.114,3 25.197,0 |
28.011,0 | ||
| Währungsbereinigte Neubewertung von Immobilienvermögen | -20.807,3 -25.517,7 |
-30.705,2 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von Immobilienvermögen | 22.275,2 44.814,3 |
-15.335,2 | |
| Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen | -1.528,8 -2.150,5 |
-7.659,2 | |
| Dotierung/Auflösung Drohverlustrückstellung | 1.499,8 -188,5 |
-1.036,2 | |
| 1.438,9 16.957,6 |
-54.735,8 | ||
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 25.553,2 42.154,6 |
-26.724,8 | |
Konzernergebnis Konzernergebnis
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | 30. April 2013 | 30. April 2012 | |
|---|---|---|---|---|
| Immobilienvermögen | 517.470,0 | 532.853,5 | 959.799,3 | 991.070,1 |
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 28,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Firmenwerte | 5.603,5 | 6.155,0 | 22.821,4 | 21.427,3 |
| Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Immobilienvorräte | 0,0 | 0,0 | 41.896,8 | 43.385,4 |
| Segmentvermögen | 523.102,0 | 539.008,5 | 1.024.517,5 | 1.055.882,8 |
| Segmentinvestitionen | 3.541,6 | 1.733,5 | 7.466,5 | 93.863,8 |
| Segmente | Russland | Sonstige Nicht-Kernländer | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | |
| Büro | 677,2 | 0,0 | 2.105,0 | 2.743,4 | |
| Logistik | 3.112,2 | 4.030,9 | 21.002,5 | 21.186,8 | |
| Einzelhandel | 160.316,0 | 93.584,2 | 1.653,9 | 1.611,9 | |
| Wohnen | 0,0 | 0,0 | 15.136,0 | 14.456,5 | |
| Sonstige Mieterträge | 216,9 | 222,3 | 4.405,6 | 5.331,3 | |
| Mieterlöse | 164.322,3 | 97.837,4 | 44.303,0 | 45.329,9 | |
| Weiterverrechnete Betriebskosten | 27.215,3 | 17.330,4 | 2.823,4 | 3.170,3 | |
| Sonstige Umsatzerlöse | 3.956,5 | 1.915,3 | 530,0 | 284,2 | |
| Umsatzerlöse | 195.494,1 | 117.083,1 | 47.656,4 | 48.784,4 | |
| Aufwendungen dem Immobilienvermögen direkt zurechenbar | -20.375,4 | -13.432,5 | -17.943,2 | -16.601,6 | |
| Betriebskostenaufwendungen | -27.215,3 | -15.768,0 | -2.758,9 | -3.515,1 | |
| Ergebnis aus Asset Management | 147.903,4 | 87.882,6 | 26.954,3 | 28.667,7 | |
| Verkauf von Immobilien | 172,6 | 172,1 | 24.529,6 | 743,3 | |
| Buchwertabgang | -172,6 | -172,1 | -24.529,6 | -743,2 | |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | 0,0 | 0,0 | 38.025,6 | 885,1 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Immobilienverkäufen | 0,0 | -1,2 | -1.114,3 | -279,2 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen |
-48,6 | 64,8 | 2.599,5 | 279,4 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen vor Währungseffekten | -48,6 | 63,6 | 39.510,8 | 885,4 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | -48,6 | 63,6 | 39.510,8 | 885,4 | |
| Verkauf von Immobilienvorräten | 0,0 | 0,0 | 4.801,5 | 2.445,2 | |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | 0,0 | 0,0 | -3.760,9 | -2.022,4 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Verkauf Immobilienvorräte | 0,0 | 0,0 | -271,7 | -136,2 | |
| Sonstige Aufwendungen aus der Immobilienentwicklung | -2.974,3 | -1.970,9 | -1.322,1 | -809,5 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | -11.353,8 | -22.006,5 | 2.214,1 | -239,6 | |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung vor Währungseffekten | -14.328,1 | -23.977,4 | 1.660,9 | -762,5 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 6.415,4 | -5.389,9 | 0,0 | -298,1 | |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | -7.912,7 | -29.367,3 | 1.660,9 | -1.060,6 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.034,5 | 1.925,5 | 2.359,6 | 3.385,9 | |
| Operatives Ergebnis vor nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen | 145.976,6 | 60.504,4 | 70.485,6 | 31.878,4 | |
| Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen | -5.556,0 | -5.098,2 | -8.197,5 | -9.609,3 | |
| Operatives Ergebnis | 140.420,6 | 55.406,2 | 62.288,1 | 22.269,1 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von Immobilienvermögen | 87.082,9 | 152.778,2 | -24.636,9 | 20.858,3 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von Immobilienvermögen | 73.148,9 | -41.221,9 | 257,7 | -28.534,4 | |
| Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen | -109.627,6 | 8.249,4 | -6.366,2 | -10.876,5 | |
| Dotierung/Auflösung Drohverlustrückstellung | 0,0 | 0,0 | 675,2 | -1.280,1 | |
| Sonstiges Bewertungsergebnis | 50.604,2 | 119.805,7 | -30.070,2 | -19.832,7 | |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 191.024,8 | 175.211,9 | 32.217,9 | 2.436,4 | |
| Finanzergebnis | |||||
| Steueraufwand | |||||
| Konzernergebnis | |||||
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | 30. April 2013 | 30. April 2012 | ||
| Immobilienvermögen | 1.610.000,0 | 1.514.310,0 | 465.547,0 | 624.376,0 | |
|---|---|---|---|---|---|
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 159.970,0 | 125.970,0 | 0,0 | 8.910,0 | |
| Firmenwerte | 182.099,9 | 143.933,7 | 15.316,8 | 19.184,0 | |
| Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Immobilienvorräte | 0,0 | 0,0 | 3.545,8 | 7.479,1 | |
| Segmentvermögen | 1.952.069,9 | 1.784.213,7 | 484.409,6 | 659.949,1 | |
| Segmentinvestitionen | 129.834,6 | 323.073,9 | 22.143,3 | 14.047,8 | |
| Summe berichtspflichtige Geschäftssegmente |
Überleitung auf den Konzernabschluss |
IMMOFINANZ Group | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | |
| Büro | 144.371,9 | 142.750,7 | 0,0 | 0,0 | 144.371,9 | 142.750,7 | |
| Logistik | 74.032,9 | 73.817,0 | 0,0 | 0,0 | 74.032,9 | 73.817,0 | |
| Einzelhandel | 281.339,5 | 210.946,8 | 0,0 | 0,0 | 281.339,5 | 210.946,8 | |
| Wohnen | 125.833,4 | 129.758,8 | 0,0 | 0,0 | 125.833,4 | 129.758,8 | |
| Sonstige Mieterträge | 30.269,0 | 28.414,0 | 0,0 | 0,0 | 30.269,0 | 28.414,0 | |
| Mieterlöse | 655.846,7 | 585.687,3 | 0,0 | 0,0 | 655.846,7 | 585.687,3 | |
| Weiterverrechnete Betriebskosten | 198.652,0 | 179.584,7 | 0,0 | 0,0 | 198.652,0 | 179.584,7 | |
| Sonstige Umsatzerlöse | 14.717,7 | 16.171,2 | 0,0 | 0,0 | 14.717,7 | 16.171,2 | |
| Umsatzerlöse | 869.216,4 | 781.443,2 | 0,0 | 0,0 | 869.216,4 | 781.443,2 | |
| Aufwendungen dem Immobilienvermögen direkt zurechenbar | -162.024,7 | -162.639,3 | 0,0 | 0,0 | -162.024,7 | -162.639,3 | |
| Betriebskostenaufwendungen | -194.163,6 | -172.950,3 | 0,0 | 0,0 | -194.163,6 | -172.950,3 | |
| Ergebnis aus Asset Management | 513.028,1 | 445.853,6 | 0,0 | 0,0 | 513.028,1 | 445.853,6 | |
| Verkauf von Immobilien | 290.787,2 | 220.255,5 | 0,0 | 0,0 | 290.787,2 | 220.255,5 | |
| Buchwertabgang | -290.787,2 | -220.184,6 | 0,0 | 0,0 | -290.787,2 | -220.184,6 | |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | 46.785,9 | 16.270,7 | 0,0 | 0,0 | 46.785,9 | 16.270,7 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Immobilienverkäufen | -7.540,0 | -5.737,6 | 0,0 | 0,0 | -7.540,0 | -5.737,6 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen |
74.144,8 | 42.570,0 | 0,0 | 0,0 | 74.144,8 | 42.570,0 | |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen vor Währungseffekten | 113.390,7 | 53.174,0 | 0,0 | 0,0 | 113.390,7 | 53.174,0 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen |
-2.625,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -2.625,4 | ||
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen | 110.765,3 | 53.174,0 | 0,0 | 0,0 | 110.765,3 | 53.174,0 | |
| Verkauf von Immobilienvorräten | 84.953,4 | 71.270,7 | 0,0 | 0,0 | 84.953,4 | 71.270,7 | |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | -73.086,9 | -56.415,1 | 0,0 | 0,0 | -73.086,9 | -56.415,1 | |
| Sonstige Aufwendungen aus Verkauf Immobilienvorräte | -2.484,2 | -2.319,5 | 0,0 | 0,0 | -2.484,2 | -2.319,5 | |
| Sonstige Aufwendungen aus der Immobilienentwicklung | -18.096,8 | -12.060,8 | 0,0 | 0,0 | -18.096,8 | -12.060,8 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen |
-17.530,0 | 34.468,8 | 0,0 | 0,0 | -17.530,0 | 34.468,8 | |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung vor Währungseffekten | -26.244,5 | 34.944,1 | 0,0 | 0,0 | -26.244,5 | 34.944,1 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen | 7.804,5 | -4.869,4 | 0,0 | 0,0 | 7.804,5 | -4.869,4 | |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung | -18.440,0 | 30.074,7 | 0,0 | 0,0 | -18.440,0 | 30.074,7 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 31.348,5 | 40.632,0 | 3.867,9 | -447,3 | 35.216,4 | 40.184,7 | |
| Operatives Ergebnis vor nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen | 636.701,9 | 569.734,3 | 3.867,9 | -447,3 | 640.569,8 | 569.287,0 | |
| Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen | -56.540,6 | -77.425,4 | -41.964,4 | -21.738,4 | -98.505,0 | -99.163,8 | |
| Operatives Ergebnis | 580.161,3 | 492.308,9 | -38.096,5 | -22.185,7 | 542.064,8 | 470.123,2 | |
| Währungsbereinigte Neubewertung von Immobilienvermögen | 37.939,4 | 208.655,1 | 0,0 | 0,0 | 37.939,4 | 208.655,1 | |
| Währungsbedingte Neubewertung von Immobilienvermögen | 96.634,2 | 87.369,9 | 0,0 | 0,0 | 96.634,2 | 87.369,9 | |
| Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen | -167.708,5 | -74.699,4 | -1.186,4 | -1.398,9 | -168.894,9 | -76.098,3 | |
| Dotierung/Auflösung Drohverlustrückstellung | 1.125,8 | 2.821,2 | 0,0 | 0,0 | 1.125,8 | ||
| Sonstiges Bewertungsergebnis | -32.009,1 | 224.146,8 | -1.186,4 | -1.398,9 | -33.195,5 | 222.747,9 | |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 548.152,2 | 716.455,7 | -39.282,9 | -23.584,6 | 508.869,3 | 692.871,1 | |
| Finanzergebnis | -313.826,7 | -374.357,3 | |||||
| Steueraufwand | -84.206,6 | -47.337,4 | |||||
| Konzernergebnis | 110.836,0 | 271.176,4 | |||||
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | 30. April 2013 30. April 2012 | 30. April 2013 | 30. April 2012 | |||
| Immobilienvermögen | 9.297.431,3 | 9.915.201,1 | 0,0 | 0,0 | 9.297.431,3 | 9.915.201,1 | |
| In Bau befindliches Immobilienvermögen | 344.170,1 | 300.615,8 | 0,0 | 0,0 | 344.170,1 | 300.615,8 | |
| Firmenwerte | 271.948,2 | 244.103,7 | 0,0 | 0,0 | 271.948,2 | 244.103,7 | |
| Zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen | 583.403,2 | 42.205,3 | 0,0 | 0,0 | 583.403,2 | 42.205,3 | |
| Immobilienvorräte | 262.649,6 | 148.305,7 | 0,0 | 0,0 | 262.649,6 | 148.305,7 | |
| Segmentvermögen | 10.759.602,4 | 10.650.431,6 | 0,0 | 0,0 | 10.759.602,4 | 10.650.431,6 | |
| Segmentinvestitionen | 366.915,8 | 697.182,9 | 0,0 | 0,0 | 366.915,8 | 697.182,9 |
Konzernanhang
1. Allgemeine Angaben
1.1 Generelles
Die IMMOFINANZ AG ist Österreichs größte börsennotierte Immobiliengesellschaft mit Sitz in A-1100 Wien, Wienerbergstraße 11. Die IMMOFINANZ AG (in der Folge IMMOFINANZ) ist das oberste Mutterunternehmen des IMMOFINANZ-Konzerns, auch IMMOFINANZ Group genannt. Die Geschäftsaktivitäten der IMMOFINANZ Group umfassen die Entwicklung, den Ankauf, die Vermietung und die bestmögliche Verwertung von Liegenschaften mit dem Ziel der Veranlagungsoptimierung.
Die Aktie notiert im "Prime Market" der Wiener Börse. Die Zahl der Aktionäre liegt bei ca. 100.000.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde zum 30. April 2013 erstellt und basiert auf der Verordnung (EG) Nr.1606/2002 des Europäischen Parlaments und der Europäischen Union zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards, welche kapitalmarktorientierte Unternehmen innerhalb der Europäischen Union zur Erstellung und Veröffentlichung ihrer Konzernabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) verpflichtet. Anzuwenden sind jene Standards, welche im Wege des Komitologieverfahrens in den Rechtsbestand der Europäischen Union übernommen wurden.
In IFRS existiert keine Definition des EBIT und des EBT. Dies hat zur Folge, dass das von anderen Unternehmen veröffentlichte EBIT und EBT nicht mit dem von IMMOFINANZ vergleichbar sein müssen. IMMOFINANZ verwendet für die Berechnung des EBIT und des EBT die EPRA Best Practice Policy Empfehlungen.
Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode) aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Der Konzernabschluss ist mit Ausnahme der folgenden Positionen auf Basis von Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt:
-
Fertiggestelltes und in Bau befindliches Immobilienvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
-
Derivative finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ("zu Handelszwecken gehalten") werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
-
Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestufte finanzielle Vermögenswerte (Fair Value Option) sowie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (AFS) werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
-
Zur Veräußerung bestimmte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
1.2 Übereinstimmung mit IFRS
1.2.1 Bestätigung der Übereinstimmung mit IFRS
Der von der IMMOFINANZ aufgestellte Konzernabschluss entspricht vollumfänglich den International Financial Reporting Standards in der derzeit gültigen Fassung, soweit sie von der Europäischen Union gemäß Art. 6 Abs. 2 IAS-VO 1606/2002 im Wege des Komitologieverfahrens in den Rechtsbestand der Europäischen Union übernommen wurden.
Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen IFRS und die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des "International Financial Reporting Interpretations Committee" ("IFRIC") vormals "SIC".
1.2.2 Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2012/13 erstmals angewandt:
| Standard | Inhalt | Inkrafttreten1 | ||
|---|---|---|---|---|
| Änderungen zu Standards und Interpretationen | ||||
| IFRS 7 | Angaben zum Transfer von finanziellen Vermögenswerten | 1. Juli 2011 |
1 Die Regelungen sind jeweils für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens entsprechend der jeweiligen EU-Verordnung beginnen.
IFRS 7 Angaben zum Transfer von finanziellen Vermögenswerten
Die Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte und haben daher keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. des Cashflows.
1.2.3 Bereits von der EU übernommene, aber noch nicht angewandte Standards und Interpretationen
Folgende Änderungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag bereits von der EU übernommen, aber für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt:
| Standard | Inhalt | Inkrafttreten 1 |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
| IFRS 11 | Joint Arrangement | 1. Jänner 2014 |
| IFRS 12 | Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen | 1. Jänner 2014 |
| IFRS 13 | Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 1. Jänner 2013 |
| Änderungen zu Standards und Interpretationen | ||
| IAS 1 | Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses | 1. Juli 2012 |
| IAS 12 | Latente Steuern: Rückgewinnung der zugrunde liegenden Vermögenswerte | 1. Jänner 2013 |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 1. Jänner 2013 |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 1. Jänner 2014 |
| IAS 32 | Saldierungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten und Schulden | 1. Jänner 2013 |
| IFRIC 20 | Abraumbeseitigungskosten im Tagbergbau | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 1 | Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, 11, 12) | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 1 | Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 1 | Verbesserungen/Anpassungen IFRS | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 1 | Darlehen der öffentlichen Hand | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 7 | Angaben zu Saldierungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten und Schulden | 1. Jänner 2013 |
1 Die Regelungen sind jeweils für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens entsprechend der jeweiligen EU-Verordnung beginnen.
IFRS 10 Konzernabschlüsse
Dieser Standard ersetzt IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse und SIC-12 Konsolidierung – Zweckgesellschaften. Der Begriff Beherrschung wird neu definiert. Beherrschung liegt vor, wenn ein Investor dem Risiko von variablen Rückflüssen aus dem Unternehmen, an dem er beteiligt ist, ausgesetzt ist bzw. einen Anspruch auf variable Rückflüsse hat und aufgrund seines Einflusses auf das Unternehmen die Fähigkeit hat, diese Rückflüsse zu steuern. Wenn sich eines dieser Elemente ändert, ist neu zu beurteilen, ob Beherrschung vorliegt. Es wird keine wesentliche Änderung des Konsolidierungskreises erwartet.
IFRS 11 Joint Arrangements
IFRS 11 ersetzt IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und SIC-13 Gemeinschaftlich geführte Unternehmen – Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen und regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und knüpft dabei an die Art der sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechte und Verpflichtungen anstelle ihrer rechtlichen Form an. Der Standard ist von allen Unternehmen anzuwenden, die Partei eines Joint Arrangements sind. IFRS 11 klassifiziert gemeinschaftliche Vereinbarungen in zwei Gruppen: gemeinschaftliche Tätigkeiten – Joint Operations und Gemeinschaftsunternehmen – Joint Ventures. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit handelt es sich um eine gemeinschaftliche Vereinbarung, die den gemeinschaftlich Kontrolle ausübenden Partnerunternehmen Rechte an den Vermögenswerten und Schulden aus der Vereinbarung überträgt. Bei einem Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um eine gemeinschaftliche Vereinbarung, die den gemeinschaftlich Kontrolle ausübenden Partnerunternehmen Rechte am Nettovermögen aus der Vereinbarung überträgt. Gemäß IFRS 11 hat ein Partnerunternehmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit die seinem Anteil entsprechenden Vermögenswerte und Schulden (und entsprechende Erträge und Aufwendungen) zu bilanzieren. Ein Partnerunternehmen eines Gemeinschaftsunternehmens hat seine Beteiligung nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen zu bilanzieren. Im IMMOFINANZ Konzern werden derzeit quotenkonsolidierte Unternehmen zukünftig voraussichtlich nach der Equity-Methode konsolidiert.
Dieser Standard wird sich nicht wesentlich auf den Konzernabschluss der IMMOFINANZ auswirken.
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen
Dieser Standard regelt Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten.
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
In diesem Standard werden der beizulegende Zeitwert sowie die dazu erforderlichen Anhangsangaben definiert.
IAS 1 Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses
Im sonstigen Ergebnis sind Zwischensummen für recycelfähige und nicht recycelfähige Posten anzulegen.
IAS 12 Latente Steuern: Rückgewinnung der zugrunde liegenden Vermögenswerte
Bei als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien ist es oftmals schwierig zu beurteilen, ob sich bestehende temporäre steuerliche Differenzen im Rahmen der fortgeführten Nutzung oder im Zuge einer Veräußerung umkehren. Mit der Änderung des IAS 12 wird nun klargestellt, dass die Umkehrung grundsätzlich durch Veräußerung erfolgt. Als Konsequenz der Änderung gilt SIC 21 "Ertragsteuern – Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten" nicht mehr für zum beizulegenden Zeitwert bewertete, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien. Die übrigen Leitlinien wurden in IAS 12 integriert und der SIC 21 wurde demzufolge zurückgezogen.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
Aus der Anwendung dieses Standards ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der IMMOFINANZ, allerdings wird es dadurch in Zukunft zu weiteren Angaben im Anhang kommen.
IAS 27 Einzelabschlüsse, IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen
IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen, IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie Folgeänderungen zu IAS 27 Einzelabschlüsse (geändert 2011) und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen (geändert 2011) enthalten Verbesserungen von Rechnungslegungs- und Angabevorschriften zu den Themen Konsolidierung, außerbilanzielle Aktivitäten und gemeinschaftliche Vereinbarungen.
IAS 32 Saldierungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten und Schulden/ IFRS 7 Angaben zu Saldierungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten und Schulden
Die Änderungen an IAS 32 betreffen die Anwendungsleitlinien zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden. Ziel ist die Vereinheitlichung der Anwendung der derzeitigen Saldierungskriterien in der Praxis. Die Änderungen beinhalten zum einen eine Klarstellung hinsichtlich der Auslegung des Kriteriums "Hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf Verrechnung", zum anderen wird die Anwendung im Zusammenhang mit Abwicklungssystemen, wie z.B. zentralen Clearingstellen, die einen Bruttoausgleich vornehmen, bei dem die einzelnen Geschäftsvorfälle jedoch nicht gleichzeitig eintreten, präzisiert.
Durch die neuen Angabepflichten des IFRS 7 sollen die Abschlussadressaten nützliche Informationen zur Beurteilung der (potenziellen) Auswirkungen von Verrechnungsverträgen auf die Finanzlage eines Unternehmens und zur Analyse/Vergleich von Jahresabschlüssen, die nach IFRS oder US-GAAP erstellt wurden, erhalten.
IFRIC 20 Abraumbeseitigung im Tagbergbau
Diese Interpretation betrifft die Bilanzierung im Zusammenhang mit Abraum während der Produktionsphase einer Mine, die im Tagebau geführt wird.
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards
Die Änderungen im IFRS 1 betreffen nur IFRS Erstanwender.
1.2.4 Bereits veröffentlichte,
aber noch nicht von der EU übernommene Standards und Interpretationen
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht, aber noch nicht von der EU übernommen und daher nicht anwendbar:
| Standard | Inhalt | Inkrafttreten 1 |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1. Jänner 2015 |
| Änderungen zu Standards und Interpretationen | ||
| IAS 36 | Erzielbarer Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte | 1. Jänner 2014 |
| IAS 39 | Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung | 1. Jänner 2014 |
| IFRIC 21 | Abgaben | 1. Jänner 2014 |
| Diverse | Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, 12 und IAS 27) | 1. Jänner 2014 |
1 Die Regelungen sind jeweils für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen. Es wird das Inkrafttreten laut Standard bzw. Interpretation angeführt, jenes laut EU-Verordnung kann abweichen.
IFRS 9 Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag ist der neue Standard zu Finanzinstrumenten, IFRS 9, noch nicht vollständig veröffentlicht. IFRS 9 könnte eine geänderte Klassifikation und Bewertung von bestimmten Finanzinstrumenten zur Folge haben.
IAS 36 Erzielbarer Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte
Mit dieser Veröffentlichung wird der erzielbare Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte neu definiert und die Angaben hierfür werden klargestellt.
IAS 39 Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung
Die Änderung legt die Bilanzierung von Derivaten als Sicherungsinstrumente nach einer Novation fest.
IFRIC 21 Abgaben
Diese Interpretation bietet Leitlinien für den Ansatz von Abgabenschulden, die von Regierungen im Rahmen von Gesetzen eingehoben werden. Steuern werden von dieser Interpretation nicht abgedeckt.
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 Investmentgesellschaften
Diese Regelungen beziehen sich auf Investmentgesellschaften und definierte Ausnahmen bei der Konsolidierung von Tochterunternehmen. Stattdessen wird der Vermögenswert mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Das Management der IMMOFINANZ untersucht derzeit die Auswirkungen dieser neuen und geänderten Standards auf den Konzernabschluss. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist nicht geplant.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
2.1 Konsolidierungsmethoden
2.1.1 Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse aller wesentlichen voll- und quotenkonsolidierten in- und ausländischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (siehe Kapitel 2.1.2 und Kapitel 2.1.3) wurden auf IFRS übergeleitet, im Falle von Unternehmenserwerben neu bewertet (siehe Kapitel 2.1.5) und von unabhängigen Wirtschaftsprüfern einer Prüfung bzw. einer prüferischen Durchsicht im Einklang mit den International Standards on Auditing (ISA) bzw. International Standards on Review Engagements (ISRE) unterzogen. Sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden vereinheitlicht und an die von der IMMOFINANZ ausgeübten Wahlrechte angepasst. Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist der Abschlussstichtag des Mutterunternehmens. Die Abschlüsse der im Rahmen der Voll- und Quotenkonsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, andere Erträge und Aufwendungen aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Sämtliche Zwischenergebnisse, welche vornehmlich aus der konzerninternen Übertragung von Anteilen und Liegenschaften herrühren, werden eliminiert.
2.1.2 Vollkonsolidierte Unternehmen
Ein Tochterunternehmen ist ein Unternehmen, das von einem anderen Unternehmen (Mutterunternehmen) beherrscht wird. Tochterunternehmen sind im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen. Die Abgrenzung, wann ein Tochterunternehmen vorliegt, folgt dem Control-Konzept. Gemäß den für den vorliegenden Abschluss angewandten Regelungen des IAS 27 (2008) wird unter Beherrschung (control) die Möglichkeit verstanden, die Finanzund Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeiten Nutzen zu ziehen. Es genügt die Möglichkeit der Beherrschung, auf deren unmittelbare Ausübung kommt es nicht an. Als widerlegbare Vermutung für das Vorliegen einer Beherrschung gilt das direkte oder indirekte Verfügen über mehr als 50,00% der Stimmrechte eines Unternehmens. IAS 27.13 gibt eine Reihe von Kriterien an, deren Erfüllung zum Vorliegen einer Beherrschung führen kann, wenn das Mutterunternehmen über keine Anteilsmehrheit verfügt. Die Regelungen des IAS 27, die die Konzernabschlüsse betreffen, werden künftig durch IFRS 10 ersetzt, der u.a. das Control-Konzept neu definiert (siehe Kapitel 1.2.3).
2.1.3 Quotenkonsolidierte Unternehmen
Ein Joint Venture stellt eine vertragliche Vereinbarung dar, in der zwei oder mehr Parteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die einer vertraglich vereinbarten gemeinschaftlichen Führung unterliegt. Partnerunternehmen sind Gesellschafter eines Joint Ventures und nehmen an der gemeinschaftlichen Führung des Joint Ventures teil. Die Form der vertraglichen Vereinbarung richtet sich nach den jeweiligen Rechtsvorschriften.
Die für den gegenständlichen Abschluss geltenden Vorschriften des IAS 31 bieten ein Wahlrecht zwischen der Equity-Methode und der Quotenkonsolidierung im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses. Dieses ist konzerneinheitlich auszuüben. Die IMMOFINANZ entschied sich für die Darstellung von Gemeinschaftsunternehmen in Form der Quotenkonsolidierung, da hierdurch der Anteil der Gruppe an der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen für den Bilanzleser leichter verständlich wird. IAS 31 wird künftig durch IFRS 11 ersetzt, was eine Umstellung der Konsolidierung von gemeinschaftlich geführten Unternehmen der IMMOFINANZ von Quote auf Equity-Methode zur Folge haben wird (siehe Kapitel 1.2.3).
2.1.4 Assoziierte Unternehmen
Anteile an assoziierten Unternehmen sind nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Bei der Equity-Methode werden die anteiligen Eigenkapitalveränderungen sowie das anteilige Ergebnis des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss übernommen und erhöhen bzw. verringern so den Buchwert der Beteiligung.
Die Beteiligung am assoziierten Unternehmen wird zum Erwerbszeitpunkt zunächst mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die Equity-Methode ist eine Methode für die Folgebewertung der Beteiligung. Sie basiert auf denselben Grundsätzen wie die Vollkonsolidierung. Die Vermögenswerte und Schulden des assoziierten Unternehmens werden jedoch nicht in den Abschluss übernommen, sondern dienen nur der Ermittlung des Firmenwerts. Die Differenz zwischen dem neu bewerteten Vermögen des assoziierten Unternehmens und den Anschaffungskosten der Beteiligung stellt den Firmenwert dar. Der Firmenwert wird in der Bilanz als Teil des Beteiligungsbuchwerts der assoziierten Unternehmen ausgewiesen.
Die Wertansätze der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die Höhe der Erträge und Aufwendungen werden gemäß den für den vorliegenden Abschluss geltenden Regelungen des IAS 28 (2003) einheitlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der IMMOFINANZ Group bestimmt (IAS 28.26). Im Falle von abweichenden Stichtagen von assoziierten Unternehmen wird ein Zwischenabschluss im Sinne des IAS 28.25, dessen Stichtag innerhalb von drei Monaten um den Stichtag der IMMOFINANZ liegt, erstellt.
Die Untersuchung der Werthaltigkeit der Anteile der IMMOFINANZ Group an assoziierten Unternehmen richtet sich nach den Regelungen des IAS 39 hinsichtlich der Indikatoren für eine Wertminderung und den Regelungen des IAS 36 hinsichtlich der durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfung. Der im Beteiligungsbuchwert enthaltene Firmenwert wird entsprechend IAS 28.33 nicht gesondert auf seine Werthaltigkeit hin untersucht.
2.1.5 Unternehmenszusammenschlüsse (Erstkonsolidierungen)
Von der IMMOFINANZ erworbene Objektgesellschaften werden gemäß IFRS 3 als Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode berücksichtigt, wenn es sich um den Erwerb eines Geschäftsbetriebs handelt, andernfalls werden nur Vermögenswerte und Schulden gekauft.
Unter einem Unternehmenszusammenschluss versteht IFRS 3 die Erlangung der Beherrschung über das erworbene Unternehmen durch den Erwerber.
Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert folgende Schritte:
-
die Identifizierung eines Erwerbers und Bestimmung des Erwerbszeitpunkts,
-
den Ansatz und die Bewertung der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, der übernommenen Schulden und aller Minderheitenanteile an dem erworbenen Unternehmen sowie
-
die Bilanzierung und Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines negativen Unterschiedsbetrags aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert, welcher nach erneuter Überprüfung ergebniswirksam vereinnahmt wird.
Die IMMOFINANZ nimmt im Regelfall das Wahlrecht zur Bewertung von Minderheitenanteilen zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 3.19 nicht wahr. Minderheitenanteile werden mit dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen angesetzt. Im Zuge des Erwerbs der restlichen 50,00% an der Holdinggesellschaft Gangaw Investments Limited, Nicosia, welche die russische Objektgesellschaft OAO Kashirskij Dvor-Severyanin, Moskau, zu 100% hält, wurden die Minderheitsanteile zum 30. April 2012 zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Bei Unternehmenszusammenschlüssen, die in einer Anteilsquote unter 100% resultieren, wird in der Eigenkapitalüberleitung der Anstieg des Fremdanteils als "Zugang Konsolidierungskreis" ausgewiesen. Minderheitenanteile werden entsprechend dem in IAS 27.4 und IAS 1.54 (q) verankerten Einheitsgrundsatz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des Mutterunternehmens ausgewiesen. Minderheitenanteile am Konzernergebnis werden gleichfalls gesondert angegeben.
Bei neu erworbenen Objektgesellschaften entsteht anlässlich der Erstkonsolidierung ein Geschäfts- oder Firmenwert in der Regel durch den verpflichtenden Ansatz passiver Steuerabgrenzungen auf das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Liegenschaftsvermögen. Anders als das sonstige erworbene Vermögen und die sonstigen erworbenen
Schulden sind passive Steuerabgrenzungen mit ihrem Nominalwert anzusetzen. Bedingt durch diese Bewertungsasymmetrie ergibt sich im Regelfall ein Geschäfts- oder Firmenwert als technische Rechengröße.
Die erstmalige Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen erfolgt anteilsmäßig nach den gleichen Grundsätzen.
2.1.6 Übergangskonsolidierungen
Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss (Übergangskonsolidierung) werden in verschiedenen Transaktionen Anteile am Tochterunternehmen erworben, bis letztendlich die Beherrschung über das Unternehmen erlangt wird. Gemäß IFRS 3.42 erfolgt zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung eine erfolgswirksame Neubewertung der bereits gehaltenen Anteile an dem erworbenen Unternehmen. Der Firmenwert ermittelt sich als Differenz zwischen dem neu bewerteten Beteiligungsbuchwert zuzüglich Kaufpreiszahlungen für den Erwerb der neuen Anteile zuzüglich Minderheitsanteile abzüglich des erworbenen Nettovermögens.
Im Falle des Übergangs von der Quoten- auf die Vollkonsolidierung erfolgt bis zur Erlangung der Kontrolle über das Nettovermögen der Gesellschaft der Einbezug der Gewinn- und Verlustrechnung quotal und danach in voller Höhe. Der bis dahin auf den Joint-Venture-Partner entfallende Ergebnisanteil wird als erworbenes Kapital im Zuge der Kapitalaufrechnung eliminiert.
2.1.7 Strukturveränderungen
Strukturveränderungen sind Auswirkungen von Anteilsverschiebungen zwischen den Anteilseignern der Muttergesellschaft (IMMOFINANZ) und den Minderheitsgesellschaftern der jeweiligen konsolidierten Tochtergesellschaften bzw. allfälliger quotenkonsolidierter Gesellschaften, die ihrerseits wiederum über konsolidierte Gesellschaften verfügen, an denen Minderheitsgesellschafter beteiligt sind, ohne Änderung der Konsolidierungsart (d.h. ohne Erlangung/ Aufgabe der Beherrschung). Gemäß IAS 27 bilanziert IMMOFINANZ eine Änderung des Anteils ohne beherrschenden Einfluss als Eigenkapitaltransaktion zwischen Anteilseignern. Differenzen zwischen dem Buchwert des betreffenden Anteils ohne beherrschenden Einfluss und der zahlbaren Gegenleistung werden als Erhöhung oder Minderung des Eigenkapitals behandelt.
Kommt es daher nach Erlangung der Beherrschung zu einem zusätzlichen Erwerb oder werden Anteile übertragen, ohne dass die Beherrschung aufgegeben wird, so wird die Verschiebung zwischen dem bisherigen Minderheitenanteil und der durch die Transaktion erfolgten Kapitalaufrechnung in der Eigenkapitalüberleitung als Strukturveränderung dargestellt.
2.1.8 Endkonsolidierungen
Wird ein Tochterunternehmen veräußert, werden die Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens nicht mehr in den Konzernabschluss übernommen. Die Erträge und Aufwendungen des endkonsolidierten Unternehmens werden bis zum Verlust der Beherrschung über dieses in den Konzernabschluss einbezogen.
Der seit Konzernzugehörigkeit erwirtschaftete Ergebnisvortrag des endkonsolidierten Tochterunternehmens beeinflusst den Endkonsolidierungserfolg, da diese Ergebnisbeiträge bereits in Vorperioden im Konzernabschluss erfasst wurden.
Bei Endkonsolidierung ausländischer Tochterunternehmen erhöht bzw. verringert sich der Endkonsolidierungserfolg um die nun erfolgswirksam zu erfassenden Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung, die während der Konzernzugehörigkeit im Eigenkapital erfasst wurden.
2.1.9 Funktionale Währung
Die Konzernberichtswährung ist der Euro. Bei in Fremdwährung bilanzierenden Tochtergesellschaften bzw. bei quotenkonsolidierten Gesellschaften wird die funktionale Währung anhand des primären (volks-)wirtschaftlichen Umfelds, in welchem die jeweilige Gesellschaft operiert, bestimmt. Grundlegende Determinante hierfür ist jene Währung, in der der überwiegende Teil der Wirtschafts-, Waren- und Dienstleistungsströme in dem jeweiligen Land abgewickelt wird. Bei den IMMOFINANZ-Gesellschaften entspricht die Landeswährung jeweils der funktionalen Währung.
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde die lokale Situation der Tochtergesellschaften in den Kernländern (RO, PL, CZ und HU) hinsichtlich ihrer funktionalen Währung neu eingeschätzt, siehe hierzu Kapitel 7.5.
2.1.10 Fremdwährungstransaktionen
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in einer von ihrer funktionalen Währung abweichenden Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
2.1.11 Umrechnung der Abschlüsse von ausländischen Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
Gemäß IAS 21 erfolgt die Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierter Unternehmen (im Folgenden gemeinsam als ausländische Geschäftsbetriebe bezeichnet) nach dem Konzept der funktionalen Währung in der Ausprägung der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden in den zu konsolidierenden Abschlüssen enthaltene Vermögenswerte und Schulden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem gewogenen durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Der einem ausländischen Geschäftsbetrieb zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert wird mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital des ausländischen Geschäftsbetriebs sowie allfällige Beteiligungsbuchwerte ausländischer Geschäftsbetriebe in Fremdwährung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet. Ausschüttungen in Fremdwährung werden anlässlich ihrer Eliminierung im Rahmen der Konsolidierung mit dem Devisenmittelkurs umgerechnet. Erwirtschaftete (historische) Konzerneigenkapitalbestandteile ausländischer Geschäftsbetriebe werden mit dem historischen Durchschnittskurs umgerechnet. Differenzen, die sich aus der beschriebenen Verwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse für die einzelnen Abschlussbestandteile bzw. von Periode zu Periode ergeben, werden als Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Währung Stichtagskurs 30. April 2013 Stichtagskurs 30. April 2012 Durchschnittskurs 2012/13 Durchschnittskurs 2011/12 HUF 300,03000 287,63000 289,11500 287,31333 PLN 4,14290 4,17210 4,16368 4,22177 CZK 25,79500 24,86500 25,40275 24,85008 RON 4,32370 4,39700 4,46513 4,30174 BGN 1,95583 1,95583 1,95583 1,95580 RSD 110,54260 111,89810 113,88105 103,85776 HRK 7,60068 7,53144 7,54091 7,49665 BAM 1,95585 1,95585 1,95585 1,95585 LVL 0,70000 0,69940 0,69761 0,70378 RUB 40,83580 38,92030 40,32403 40,73774 UAH 10,60000 10,62300 10,43663 10,96315 USD 1,30720 1,32140 1,28548 1,36714 CHF 1,22380 1,20180 1,21282 1,20617 SEK 8,54200 8,91850 8,57431 9,01082 TRY 2,35200 2,32340 2,31478 2,40825 GBP 0,84430 0,81295 0,81698 0,85720
Der Währungsumrechnung wurden als Stichtagskurse zum 30. April 2013 folgende von der Europäischen Zentralbank sowie von den lokalen Nationalbanken veröffentlichte Kurse zugrunde gelegt:
2.2 Änderung von Vergleichsinformationen
Aufgrund werterhellender Erkenntnisse wurde unter Anwendung des IAS 8 eine nachträgliche Kaufpreisanpassung für die im Vorjahr vollständig erworbene Gesellschaft Gangaw Investments Limited, Nicosia, bzw. ihre Tochtergesellschaft OAO Kashirskij Dvor-Severyanin, Moskau, durchgeführt, welche das Einkaufszentrum Golden Babylon Rostokino besitzt. Der Firmenwert sowie entsprechend die offene Kaufpreisverbindlichkeit erhöhten sich dadurch zum 30. April 2012 um EUR 33,5 Mio. (siehe Kapitel 3.6, 5.4.1 und 5.15).
Eine Neubeurteilung des Ausweises von Sonderposten, die sich aus dem österreichischen Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) ergeben, bedingte die folgenden Änderungen der Vorjahreswerte:
-
In Österreich werden für geförderte Wohnungen Finanzierungsbeiträge von Mietern eingehoben, die bei Beendigung des Mietverhältnisses abzüglich eines Verwohnungsbeitrags rückerstattet werden. In der Regel handelt es sich um unbefristete Mietverträge, die jederzeit gekündigt werden können. Gemäß IAS 8 wird entgegen der ursprünglichen Bilanzierung zum Zeitwert der geschätzten Rückzahlungen die Verbindlichkeit nun zum Nominale bilanziert und erhöht sich zum 1. Mai 2011 um EUR 97,8 Mio., da der Mieter jederzeit kündigen kann und es in diesem Fall zu einer Auszahlung kommen würde. Die in den Finanzierungsbeiträgen enthaltenen erwarteten Mietvorauszahlungen wurden bei der Immobilienbewertung berücksichtigt und erhöhten zum 1. Mai 2011 den Immobilienwert um EUR 53,2 Mio. Der ursprüngliche Effekt aus der Bewertung i.H.v. EUR -1,9 Mio. wurde aus dem operativen Ergebnis herausgenommen und im Gegenzug verringerte sich das sonstige Bewertungsergebnis um EUR 2,1 Mio.
-
Die Verbindlichkeit aus Finanzierungsbeiträgen wird nunmehr zur Gänze als kurzfristig ausgewiesen, daher wurden EUR Mio. 22,9 Mio. aus den langfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert.
-
Die Erstbewertung der Finanzierungsbeiträge und Wohnbauförderungsdarlehen wurde vom operativen Ergebnis bzw. vom Finanzergebnis in das sonstige Bewertungsergebnis umgegliedert und kompensiert so das durch die Mietpreisbindung bedingte geringere Bewertungsergebnis (siehe Kapitel 2.3.5).
-
Der Zinseffekt aus der Bewertung der Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge II (EVB II) wurde aus dem operativen Ergebnis in das Finanzergebnis umgegliedert.
-
Der Zinseffekt aus der Aufzinsung geförderter Darlehen wurde i.H.v. EUR -11,9 Mio. vom sonstigen Finanzergebnis in den Finanzierungsaufwand umgegliedert.
Bisher in den sonstigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ausgewiesene Steuerschulden wurden nun separat ausgewiesen.
Aufgrund einer Neuberechnung hat sich der zum 30. April 2012 im NNNAV berücksichtigte Zeitwert von Finanzverbindlichkeiten von EUR 5.417,8 Mio. auf EUR 5.477,9 Mio. erhöht, der NNNAV wurde daher von EUR 5,28 auf EUR 5,14 angepasst.
Aufgrund der beschriebenen Änderungen wurden folgende Bilanzpositionen der Vorjahre angepasst:
| Bilanz | 1. Mai 2011 | Anpassungen | 1. Mai 2011 | 30. April 2012 | Anpassungen | 30. April 2012 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wie berichtet | Umgliederung | Finanzierungs beiträge |
Angepasst | Wie berichtet | Umgliederung | Finanzierungs beiträge |
Kaufpreisan passung |
Angepasst | |
| Immobilienvermögen | 8.743.824,4 | 0,0 | 53.243,9 | 8.797.068,3 | 9.864.104,0 | 0,0 | 51.097,1 | 0,0 | 9.915.201,1 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
208.110,2 | 0,0 | 0,0 | 208.110,2 | 248.445,2 | 0,0 | 0,0 | 33.475,3 | 281.920,5 |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten |
168.508,0 | -22.943,9 | 0,0 | 145.564,1 | 354.464,9 | -22.040,2 | 0,0 | 15.809,3 | 348.234,0 |
| Langfristige Steuerschulden |
0,0 | 378,7 | 0,0 | 378,7 | 0,0 | 736,6 | 0,0 | 0,0 | 736,6 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten |
409.017,6 | 19.221,1 | 97.773,1 | 526.011,8 | 277.789,5 | 18.904,3 | 95.906,5 | 17.666,0 | 410.266,3 |
| Kurzfristige Steuerschulden |
0,0 | 38.560,0 | 0,0 | 38.560,0 | 0,0 | 18.874,8 | 0,0 | 0,0 | 18.874,8 |
| Kurzfristige Rückstellungen |
144.423,3 | -35.215,9 | 0,0 | 109.207,4 | 97.599,7 | -16.475,5 | 0,0 | 0,0 | 81.124,2 |
| Passive latente Steuern | 471.301,1 | 0,0 | -11.132,3 | 460.168,8 | 552.454,5 | 0,0 | -11.202,4 | 0,0 | 541.252,1 |
| Eigenkapital | 5.170.111,3 | 0,0 | -33.396,9 | 5.136.714,4 | 5.551.143,0 | 0,0 | -33.607,1 | 0,0 | 5.517.535,9 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 1. Mai 2011–30. April 2012 | Anpassungen | 1. Mai 2011–30. April 2012 | |
|---|---|---|---|---|
| Wie berichtet | Umgliederung | Finanzierungsbeiträge | angepasst | |
| Operatives Ergebnis | 478.629,9 | -10.373,3 | 1.866,6 | 470.123,2 |
| Sonstiges Bewertungsergebnis | 212.370,0 | 12.524,8 | -2.146,9 | 222.747,9 |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 690.999,9 | 2.151,5 | -280,3 | 692.871,1 |
| Finanzergebnis | -372.205,8 | -2.151,5 | 0,0 | -374.357,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 318.794,1 | 0,0 | -280,3 | 318.513,8 |
| Ertragsteueraufwendungen | -11.460,0 | 0,0 | 0,0 | -11.460,0 |
| Steuerabgrenzungen | -35.947,5 | 0,0 | 70,1 | -35.877,4 |
| Konzernergebnis | 271.386,6 | 0,0 | -210,2 | 271.176,4 |
| Triple Net Asset Value (NNNAV) | 5.466.122,1 | 5.327.688,1 | ||
| Triple Net Asset Value je Aktie (in EUR) | 5,28 | 5,14 |
Zur besseren Darstellung der operativen Geschäftsbereiche der IMMOFINANZ Group wurden folgende Umgliederungen in der Vorjahres-Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen:
Jene Erlöse i.H.v. EUR 8,8 Mio., die aus der Verwaltung der eigenen Objekte erwirtschaftet wurden, wurden aus den sonstigen Umsatzerlösen in die weiterverrechenbaren Betriebskosten umgegliedert.
Im Sinne eines Umsatzkostenverfahrens wurden Personal- und Sachaufwendungen den Betriebskostenaufwendungen i.H.v. EUR 9,8 Mio., den Bereichen Asset Management i.H.v. EUR 13,1 Mio., Immobilienverkäufe i.H.v. EUR 4,4 Mio. und Immobilienentwicklung i.H.v. EUR 13,1 Mio. zugeordnet, sodass nun Bereichsergebnisse und nicht mehr Bereichserträge ausgewiesen werden. Die verbleibenden Personal- und Sachaufwendungen wurden in der Position nicht direkt zurechenbare Aufwendungen ausgewiesen.
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Bereichs Residential West und eines möglichen Börsengangs der BUWOG wurde dieser Geschäftsbereich aus den Segmenten Österreich und Deutschland herausgelöst und in einem eigenen Segment BUWOG dargestellt, was die interne Berichterstattung widerspiegelt. Die Änderung wurde in allen im Anhang gezeigten Tabellen übernommen. Die Vergleichszahlen wurden angepasst.
Weiters wurden in der Segmentberichterstattung die lokalen Servicegesellschaften, die ursprünglich in der Überleitung gezeigt wurden, den einzelnen Segmenten nun zugeordnet. In der Position Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen wurden Umgliederungen der länderweisen Zuordnung vorgenommen.
2.3 Spezifische Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
2.3.1 Erlösrealisierung
Die Realisierung von Mieterlösen erfolgt periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde liegenden Mietvertrags. Anreize, die für den Abschluss oder die Verlängerung von Mietverträgen gewährt werden, wie z.B. mietfreie Perioden oder die Übernahme von Umzugskosten, werden als Reduktion der Mieterlöse linear über die Laufzeit des Vertrags erfasst. Ebenso werden vertraglich fixierte Mieterhöhungen in Übereinstimmung mit dem Mietvertrag periodengerecht über die Laufzeit des Vertrags abgegrenzt.
Die Verkäufe von Immobilienvorräten werden unter den Erträgen aus der Immobilienentwicklung ausgewiesen. Als Realisationszeitpunkt wird hierbei der Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums herangezogen. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums wird anhand des Übergangs der Chancen und Risiken und der Verfügungsmacht definiert. Verträge über Immobilienvorräte, die bereits "ab Plan" bzw. in Bau befindlich verkauft werden, fallen gemäß den Kriterien von IFRIC 15 unter IAS 18.
Weiters müssen sowohl die Erlöse als auch die Kosten, die im Zusammenhang mit dem Verkauf anfallen, verlässlich bestimmt werden. Sind diese Kriterien erfüllt, kommt es zur Realisierung der Erträge in der betreffenden Periode. Andernfalls wird kein Ertrag realisiert. Allfällig erhaltene Zahlungen werden als Verbindlichkeiten ausgewiesen.
2.3.2 Wertminderungen
Gemäß IAS 36 werden Vermögenswerte bei Vorliegen von Anhaltspunkten einer Wertminderung einem Wertminderungstest (Impairment Test) unterzogen. Unabhängig davon, ob solche Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, werden immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer sowie Geschäfts- und Firmenwerte jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Dieser Test ist grundsätzlich für jeden Vermögenswert einzeln durchzuführen. Nur wenn einem Vermögenswert keine Zahlungsströme direkt zuordenbar sind und somit eine Einzelbewertung nicht möglich ist, erfolgt die Werthaltigkeitsprüfung auf Ebene sogenannter zahlungsmittelgenerierender Einheiten. Dabei handelt es sich um die kleinste Einheit oder Gruppen von Einheiten, denen selbstständig erwirtschaftete Zahlungsströme zugeordnet werden können. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit darf nicht größer sein als ein nach IFRS 8 bestimmtes Geschäftssegment.
Der relevante Wertmaßstab für den Wertminderungstest nach IAS 36 ist der erzielbare Betrag. Dieser ergibt sich als höherer Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.
Beim beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten handelt es sich um jenen Betrag, der durch Verkauf des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Die Veräußerungskosten sind die zusätzlichen Kosten, die dem Verkauf eines Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit direkt zugeordnet werden können, mit Ausnahme der Finanzierungskosten.
Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abgeleitet werden können. Die Planungen der Cashflows müssen auf vernünftigen und vertretbaren Annahmen (auf aktuellen Finanzplänen) beruhen. Die Ermittlung des Nutzungswerts entspricht methodisch einer Unternehmensbewertung mit einem Discounted-Cashflow-Verfahren. Auch in diesem Bereich sind Schätzungen vorzunehmen (siehe Kapitel 2.4).
Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird in Höhe der Differenz erfolgswirksam eine Abwertung (sogenannte Wertminderung) erfasst. Ein entsprechend den oben stehenden Grundsätzen ermittelter Wertminderungsbetrag ist wie folgt auf die in einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfassten Vermögenswerte zu verteilen: Zunächst ist der Buchwert des in einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit enthaltenen Firmenwerts abzuwerten. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Verhältnis ihrer Buchwerte zu verteilen. Bei der Zuordnung des Wertminderungsaufwands auf die einzelnen Vermögenswerte darf der Buchwert eines Vermögenswerts nicht unter den höchsten der folgenden Werte abgewertet werden:
-
den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten
-
den Nutzungswert
-
Null
Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Zuschreibung der betroffenen Vermögenswerte bis zur Höhe der fortgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Eine Zuschreibung von abgewerteten Geschäfts- oder Firmenwerten ist unzulässig.
Das Management der IMMOFINANZ betrachtet den Erwerb von Objektgesellschaften als Unternehmenszusammenschluss (siehe Erläuterungen dazu in Kapitel 2.1.5). Alle aus solchen Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich einem Impairment Test unterzogen. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit wird hierbei im Regelfall eine einzelne Immobilie oder ein Immobilienportfolio betrachtet. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit setzt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der in ihr enthaltenen Immobilie(n) laut Gutachten und dem beizulegenden Zeitwert der erfassten passiven Steuerabgrenzungen auf Immobilienaufwertungen zusammen, wobei dieser mittels Bewertungsverfahren ermittelt wird. Die passive Steuerabgrenzung findet sich im erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Regelfall mit einem Wert von Null wieder. Dies trägt dem Umstand Rechnung, dass Immobilientransaktionen üblicherweise durch Share Deals abgewickelt werden und in den Immobilienmärkten, in welchen das Unternehmen tätig ist, im Falle von An- und Verkäufen von Objektgesellschaften der Abzug der passiven Steuerabgrenzung typischerweise nicht durchsetzbar ist. Der erzielbare Betrag wird im Rahmen des Wertminderungstests mit den Buchwerten der enthaltenen Immobilie(n) und passiven Steuerabgrenzungen auf Immobilienaufwertungen verglichen.
2.3.3 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien stellen Vermögen dar, das zur Erzielung von Miet- oder Pachterlösen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten wird und nicht für die Produktion oder sonstige Leistungserstellung oder zur Veräußerung im normalen Geschäftsverlauf genutzt wird. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien können aus Grundstücken und/oder Gebäuden oder Teilen davon bestehen. Grundstücke, die mit der Absicht erworben werden, hierauf eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie zu errichten, werden im Zugangszeitpunkt als unter IAS 40 fallende Immobilien klassifiziert und in der Folge zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Gemäß IAS 40 werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet. Diese Kosten dürfen keine Gründungs- und/oder Anlaufkosten oder anfänglichen Betriebsverluste, die anfallen, bevor die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien die geplante Belegungsquote erreichen, enthalten.
Das Management der IMMOFINANZ hat entschieden, der Best Practices Policy Recommendation 2.2 der European Public Real Estate Association (im Folgenden: EPRA) zu folgen, die EPRA-Mitgliedern empfiehlt, für die Folgebewertung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien das Modell des beizulegenden Zeitwerts nach IAS 40 anzuwenden.
Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem eine Immobilie zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte.
Der beizulegende Zeitwert hat die aktuelle Marktlage und die Umstände zum Bilanzstichtag widerzuspiegeln. Den bestmöglichen substanziellen Hinweis für den beizulegenden Zeitwert erhält man normalerweise durch auf einem aktiven Markt notierte aktuelle Preise ähnlicher Immobilien, die sich am gleichen Ort und im gleichen Zustand befinden und Gegenstand vergleichbarer Mietverhältnisse und anderer mit den Immobilien zusammenhängender Verträge sind.
Die Ermittlung der Verkehrswerte der Immobilien der IMMOFINANZ erfolgt mittels Gutachten, die von unabhängigen Sachverständigen erstellt werden. Im Zuge der Immobilienbewertung zum 30. April 2013 hat die IMMOFINANZ entsprechend den Konzernrichtlinien eine Neuausschreibung der Gutachter durchgeführt und für die verschiedenen Portfoliobestandteile die folgenden externen und unabhängigen Gutachter bestellt: Mit der Bewertung der Wohnimmobilien in Österreich und Deutschland sowie vereinzelter Büro- und Einzelhandelsimmobilien in Österreich hat IMMOFINANZ CB Richard Ellis (CBRE) beauftragt. Jones Lang LaSalle (JLL), ein internationales Finanz-, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen im Immobilienbereich, bewertet Liegenschaften der IMMOFINANZ Group in den Regionen CEE, SEE und CIS. Mit der Bewertung der Immobilien in den Niederlanden, den USA, der Schweiz und Frankreich sowie in Österreich und Deutschland mit Ausnahme der österreichischen Wohnimmobilien hat die IMMOFINANZ BNP Paribas Real Estate Consult GmbH beauftragt.
Als Bewertungsverfahren wurde bei Bestandsobjekten das Discounted-Cashflow-Verfahren in der Ausprägung des Term-and-Reversion-Modells sowie die Hardcore-and-Top-Slice-Methode angewendet. Beim Term-and-Reversion-Modell werden die aktuellen Reinerträge bis zum Ende der Vertragslaufzeit auf den Bewertungszeitpunkt diskontiert (Term). Für den Zeitraum danach (also bei Anschluss- oder Neuvermietung) wird eine marktkonforme Miete für die Bestimmung der ewigen Rente (Reversion), die mit einem marktüblichen Zinssatz kapitalisiert und ebenfalls auf den Bewertungszeitpunkt diskontiert wird, angesetzt. Zur Diskontierung wird der gleiche Zinssatz, der zur Kapitalisierung als ewige Rente herangezogen wird, angewandt. Je nach Risikoeinschätzung, die sich sowohl nach dem Immobilientypus, der Lage, der Region und dem aktuellen Marktniveau orientiert, werden für die Abzinsung der aktuellen Miete und der Kapitalisierung der ewigen Rente unterschiedliche Zinssätze angesetzt (der anzuwendende Zinssatz des Terms liegt in der Regel knapp unterhalb jenes Zinssatzes, der zur Berechnung der Reversion verwendet wird). Ein allfälliger Leerstand wird ebenso wie die ewige Rente unter Berücksichtigung eines entsprechenden Ausmietungshorizonts und unter Ansatz einer marktkonformen Miete sowie unter Berücksichtigung einer angenommenen maximalen Auslastung, die sich an den oben beschriebenen Kriterien orientiert, kapitalisiert. Die angesetzten Werte für Inflation, Leerstand- und Instandhaltungsaufwand entsprechen den zukünftigen Erwartungen. Die Berechnungsmethodik der Hardcore-and-Top-Slice-Methode ist der Logik des Term-and-Reversion-Modells ähnlich. Dabei wird der Reinertragsanteil bis zur Höhe der Marktmiete (Hardcore-Anteil) über die gesamte Laufzeit (Mietvertragslaufzeit und Zeitraum der Anschlussvermietung) als ewige Rente mit einem marktüblichen Zinssatz kapitalisiert. Der Top-Slice-Anteil (Reinertragsanteil des Terms, der über der Marktmiete liegt) wird mit dem um einen Risikozuschlag erhöhten marktüblichen Zinssatz abgezinst. Die Höhe des Risikozuschlags hängt von der Ausfallswahrscheinlichkeit des Bestandsverhältnisses ab.
Unbebaute Grundstücke werden mit dem Wert, der aus vergleichbaren Transaktionen, vergleichbarer Größe und Lage erzielt werden könnte, angesetzt.
In Bau befindliches Immobilienvermögen, Immobilienentwicklungsobjekte und Bestandsimmobilien, die im Hinblick auf eine allfällige Neugestaltung und Überarbeitung (Redevelopment) erworben wurden, werden nach der Verkehrswertmethode unter Anwendung des Residualwertverfahrens bewertet. Objekte, bei denen die Immobilienentwicklung eingestellt wurde, werden nach dem Vergleichswertverfahren (Sales Comparison Approach) bewertet.
Wertänderungen der Verkehrswerte von Immobilienvermögen, in Bau befindlichem Immobilienvermögen sowie von zur Veräußerung gehaltenem und verkauftem Immobilienvermögen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten Währungsbereinigte Neubewertung und Währungsbedingte Neubewertung von Immobilienvermögen, von in Bau befindlichem Immobilienvermögen und von verkauftem Immobilienvermögen erfasst.
2.3.4 Leasingverhältnisse
Gemäß IAS 17 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem Kriterium der Zuordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind.
Im Rahmen des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden aus der Sicht des Leasingnehmers in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bzw. des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlung aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. gegebenenfalls über die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die für Operating Leasing zu leistenden Zahlungen werden dem Konzernergebnis in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer verteilt als Aufwand zugeführt.
Beim Operating Leasing verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber. Für den Leasingnehmer sind die Leasingzahlungen erfolgswirksam anzusetzen, wobei der Aufwand grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt wird.
Vertragskosten und ähnliche Kosten werden analog zu den Leasingverträgen über die Laufzeit als Aufwand angesetzt.
IAS 40.6 eröffnet die Möglichkeit, Immobilienvermögen, welches auf Basis eines Operating-Leasingvertrags genutzt wird, als Investment Property zu klassifizieren, wenn die Verkehrswertmethode angewendet wird und die Immobilie ansonsten die Kriterien für Investment Property erfüllt. Von dieser Methode kann im Einzelfall Gebrauch gemacht werden.
Im Immobilienvermögen sind Finanzierungsleasing- sowie auch Operating Leasingobjekte enthalten. Gemäß IAS 40.6 werden diese als Investment Property klassifiziert und mit dem Verkehrswert zum Bilanzstichtag angesetzt.
2.3.5 Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand sind Subventionen, die an ein Unternehmen durch Übertragung von Mitteln gewährt werden und die zum Ausgleich für die vergangene oder künftige Erfüllung bestimmter Bedingungen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit eines Unternehmens dienen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte, einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert, kürzen die Anschaffungskosten des subventionierten Vermögenswerts.
Die IMMOFINANZ erhält zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten teilweise zinsgünstige Darlehen. Diese zinsgünstigen Darlehen stehen im Zusammenhang mit der Förderung der jeweils betroffenen Immobilienobjekte durch die öffentliche Hand und sind im Regelfall an die Verpflichtung zur Erfüllung bestimmter Förderbedingungen (z.B. Mietpreisbindungen) gebunden. Derartige Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt des Entstehens der Verbindlichkeit entsprechend der Bestimmungen von IAS 39 mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst. Der Ertrag aus der Erstbewertung des Förderdarlehens wird sofort ergebniswirksam vereinnahmt. Diesem Ertrag steht der verminderte Fair Value der nach IAS 40 zum Fair Value Model bewerteten Immobilien gegenüber. Dadurch ist gewährleistet, dass sich der mit der Erfüllung der Förderbedingungen verbundene Aufwand und der aus der Zuwendung resultierende Vorteil periodenrichtig im Ergebnis der IMMOFINANZ gegenüberstehen.
Laufende Zinszuschüsse der öffentlichen Hand werden in jener Periode, für die sie gewährt wurden, ertragswirksam vereinnahmt.
Die IMMOFINANZ hat im Geschäftsjahr keine aufwandsbezogenen Zuwendungen der öffentlichen Hand erhalten.
2.3.6 Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten werden gemäß IAS 23 als Herstellungskosten aktiviert, wenn sie im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung und der Produktion von qualifizierten Vermögenswerten entstehen. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und weitere im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital angefallene Kosten eines Unternehmens. Die Aktivierung von Fremdkapitalkosten wird mit Fertigstellung des Vermögenswerts beendet. Im Fall einer Unterbrechung wird die Aktivierung der Fremdkapitalkosten ausgesetzt.
2.3.7 Sonstige Sachanlagen
Sachanlagen außerhalb von IAS 40 werden gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibung und etwaigen Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitsprüfungen ausgewiesen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen.
Wenn die Bezahlung der Sachanlage die üblichen Zahlungsfristen überschreitet, sind Marktzinsen zu erfassen oder einzurechnen. Hierzu wird auf das Kapitel 2.3.6 verwiesen.
Die Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis.
Beim abnutzbaren Sachanlagevermögen liegen den linearen planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Selbstgenutzte Verwaltungsgebäude | 25–50 |
| Sonstige Sachanlagen | 4–10 |
Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden periodisch in Übereinstimmung mit IAS 16 geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsverlauf des Sachanlagegegenstands entsprechen.
2.3.8 Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte stellen identifizierbare, nicht monetäre Gegenstände ohne physische Substanz dar, von denen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzenzufluss erwartet wird. Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert.
Nachträgliche Ausgaben für einen immateriellen Vermögenswert nach dessen Erwerb oder Fertigstellung sind in der Periode als Aufwand zu erfassen, in der sie anfallen, es sei denn, dass es wahrscheinlich ist, dass der Vermögenswert mithilfe dieser Ausgaben einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen wird, der über seine ursprünglich geschätzte Ertragskraft hinausgeht, diese Ausgaben zuverlässig bemessen und genau diesem Vermögenswert zugeordnet werden können.
Mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten weisen sämtliche immaterielle Vermögenswerte der IMMOFINANZ Group eine bestimmbare Nutzungsdauer auf und werden planmäßig abgeschrieben (pro rata temporis).
Den linearen planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3–15 |
Der Vermögenswert wird darüber hinaus auf Wertminderungen in Übereinstimmung mit IAS 36 überprüft.
Das Unternehmen hat keine selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte.
2.3.9 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Forderungen und sonstige finanzielle Forderungen werden grundsätzlich gemäß IAS 39 als Kredite und Forderungen ("loans and receivables", L&R) klassifiziert und mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Nicht-finanzielle Forderungen werden ebenso grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich entsprechender Wertberichtigungen bewertet.
Hinsichtlich der Abgrenzung von finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerten siehe die Finanzinstrumente-Definition in Kapitel 7.2.1.
2.3.10 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen Wertpapiere und Wertrechte, stille und sonstige Beteiligungen, Ausleihungen sowie derivative Finanzinstrumente. Die Ausleihungen betreffen im Wesentlichen Kaufpreisstundungen aus der BUWOG/ESG.
Wertpapiere und Wertrechte sowie vor dem 1. Mai 2004 erworbene und erfolgsneutral bewertete Beteiligungen werden gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ("available for sale", AFS) klassifiziert und mit ihrem beizulegenden Zeitwert, d.h. mit dem am Bilanzstichtag bestehenden Markt- oder Börsenwert angesetzt. Stehen solche nicht zur Verfügung und kann auch nicht auf Vergleichswerte abgestellt werden, wird der Zeitwert mittels allgemein anerkannter Bewertungsverfahren oder im Falle von Immobiliengesellschaften mittels Net Asset Value ermittelt. Die Erstbewertung erfolgt zum Erfüllungstag. Schwankungen im Marktwert werden erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers oder bei dauernder Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird dieser abgeschrieben.
Ab dem 1. Mai 2004 erworbene Beteiligungen werden im Regelfall zum Erwerbszeitpunkt gemäß IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Finanzinstrumente designiert (Fair Value Option), da sie Teil eines Portfolios sind, dessen Ergebnis auf Fair Value Basis gemessen wird, und über das auch auf Fair Value Basis periodisch an das Management berichtet wird. Die Bewertung am Bilanzstichtag erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. Änderungen der Zeitwerte werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Ausleihungen werden gemäß IAS 39 als Kredite und Forderungen ("loans and receivables", L&R) klassifiziert und sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Barwerten am Bilanzstichtag bewertet.
Derivate werden als selbstständige Geschäfte bilanziert und verwendet, um bestehende Risiken aus Fremdwährungsund Zinssatzänderungen zu vermindern. Sämtliche Derivatgeschäfte wurden mit Kreditinstituten erster Bonität abgeschlossen. Derivate mit positivem Zeitwert sind der Kategorie zu Handelszwecken gehalten ("held for trading", HFT) zugeordnet und werden erfolgswirksam mit dem aktuellen Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Der Marktwert wird von dem jeweiligen Kreditinstitut ermittelt und uns zur Verfügung gestellt. Hedge Accounting wird nicht angewendet.
Hinsichtlich der Konditionen und Marktwerte der Derivate wird auf Kapitel 7.3.5.1 und 7.3.5.2 verwiesen.
Kurzfristig gehaltene sonstige finanzielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 39 als Finanzinstrumente des Handelsbestands ("held for trading", HFT) klassifiziert und mit dem am Bilanzstichtag bestehenden Markt- oder Börsenwert angesetzt. Alle Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag gebucht. Als Erfüllungstag gilt der Tag der Übergabe des Vermögenswerts. Temporäre Schwankungen im Marktwert werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
2.3.11 Latente Steueransprüche und -schulden
Die Ermittlung der Steuerabgrenzung erfolgt gemäß der in IAS 12 verankerten Balance Sheet-Liability-Methode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Bilanzposten im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Temporäre Differenzen können entweder:
-
zu versteuernde temporäre Differenzen sein, die temporäre Unterschiede darstellen, die zu steuerpflichtigen Beträgen bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens (steuerlichen Verlusts) zukünftiger Perioden führen, wenn der Buchwert des Vermögenswerts realisiert oder der Schuld erfüllt wird; oder
-
abzugsfähige temporäre Differenzen sein, die temporäre Unterschiede darstellen, die zu Beträgen führen, die bei der Ermittlung des zu versteuernden Ergebnisses (steuerlichen Verlusts) zukünftiger Perioden abzugsfähig sind, wenn der Buchwert des Vermögenswerts realisiert oder eine Schuld erfüllt wird.
Für alle zu versteuernden temporären Differenzen ist eine latente Steuerforderung oder Steuerschuld anzusetzen, es sei denn, die Differenz erwächst aus dem erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts oder aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, welcher
-
kein Unternehmenszusammenschluss ist, und
-
zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis (vor Ertragsteuern) noch das zu versteuernde Ergebnis (den steuerlichen Verlust) beeinflusst.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt.
Aktive Steuerabgrenzungen aus abzugsfähigen temporären Differenzen und Verlustvorträgen werden in dem Ausmaß erfasst, in dem eine künftige Verwertbarkeit aufgrund von positiven steuerlichen Ergebnissen erwartet wird, wobei sich die steuerlichen Konsequenzen aus der Realisierung des Buchwerts von Immobilienvermögen durch einen Verkauf ergeben. Die diesbezügliche Einschätzung des Managements wird zu jedem Bilanzstichtag auf Basis der aktuellen Steuerplanung aktualisiert.
2.3.12 Zur Veräußerung gehaltenes langfristiges Immobilienvermögen
Als "zur Veräußerung gehalten" gelten nach IFRS 5 Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Dabei handelt es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte. Diese Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert zum Zeitpunkt der Klassifizierung und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Voraussetzung für die Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten sind a) das Vorliegen einer konkreten Veräußerungsabsicht, b) die unmittelbare Verfügbarkeit des Vermögenswerts und c) mit bestimmten Ausnahmen die Veräußerung innerhalb von zwölf Monaten.
Sind die Bedingungen für die Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt, wird der Vermögenswert in die jeweilige Bilanzposition umgegliedert und mit dem niedrigeren Wert aus fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten und erzielbarem Betrag bewertet. Die Wertanpassung wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Ausgenommen von den Bewertungsvorschriften des IFRS 5 sind als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die entsprechend der Verkehrswertmethode bewertet werden. Es gelten jedoch die besonderen Ausweisvorschriften nach IFRS 5.
2.3.13 Immobilienvorräte
Vorräte sind Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden, die sich in der Herstellung für einen solchen Verkauf befinden oder die als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe dazu bestimmt sind, bei der Herstellung oder der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht zu werden.
Die Geschäftstätigkeit der IMMOFINANZ als Immobilienunternehmen schließt den Kauf, die Vermietung und die bestmögliche wirtschaftliche Nutzung von Vermögenswerten ein, um die Vermögensverwaltung zu optimieren. Die von
IMMOFINANZ-Tochtergesellschaften zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehaltenen Immobilien fallen nicht in den Anwendungsbereich des IAS 40 (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) und sind daher als Vorrat gemäß IAS 2 zu behandeln.
Immobilienvorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und zum Stichtag mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Herstellungskosten und allfälliger Kosten der Veräußerung. In die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten sind alle Kosten des Erwerbs und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten einzubeziehen, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen.
Die Verkäufe von Immobilienvorräten werden unter den Erträgen aus der Immobilienentwicklung ausgewiesen. Als Realisationszeitpunkt wird hierbei der Zeitpunkt der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Eigentum herangezogen. Die Herstellungskosten werden im Falle eines Verkaufs unter den Herstellungskosten der verkauften Immobilienvorräte als Abgang erfasst.
Die Herstellungskosten aller Immobilienvorräte werden den mittels Gutachten ermittelten Verkehrswerten (Nettoveräußerungswert) gegenübergestellt. Insoweit der Nettoveräußerungswert unter den Herstellungskosten liegt, werden Abwertungen vorgenommen. Hinsichtlich der Ermittlung der Verkehrswerte und der damit verbundenen Unsicherheiten siehe Kapitel 2.3.3 und 2.4.
2.3.14 Liquide Mittel
Liquide Mittel umfassen Kassenbestände, schwebende Geldbewegungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten. Diese werden zum Tageswert am Bilanzstichtag angesetzt.
2.3.15 Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich gemäß IAS 39 als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten ("financial liabilities measured at amortised cost", FLAC) klassifiziert und zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet.
Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten werden ebenso zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Hinsichtlich der Abgrenzung von finanziellen und nicht-finanziellen Verbindlichkeiten siehe die Finanzinstrumente-Definition in Kapitel 7.2.1.
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags abzüglich Transaktionskosten erfasst. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag (Agio, Disagio oder sonstiger Unterschiedsbetrag) zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird der Effektivzinsmethode entsprechend erfasst und über die Laufzeit der Finanzierung hinweg im Finanzergebnis erfasst. Sollte der Differenzbetrag von unwesentlicher Bedeutung sein, so wird dieser linear über die Laufzeit der Verbindlichkeit hinweg erfasst. Zusammengesetzte Finanzinstrumente, die sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalelemente enthalten, sind in ihre Bestandteile zu trennen. Finanzinstrumente können aus einem nicht derivativen Basisvertrag und einem derivativen Finanzinstrument zusammengesetzt sein. Ein eingebettetes Derivat (embedded derivative) ist fallweise getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren.
Derivate mit negativem Zeitwert sind wie jene mit positivem Zeitwert (siehe Kapitel 2.3.10) der Kategorie zu Handelszwecken gehalten ("held for trading", HFT) zugeordnet und werden erfolgswirksam mit dem aktuellen Marktwert am Bilanzstichtag bewertet.
2.3.16 Rückstellungen
Gemäß IAS 37.14 ist eine Verbindlichkeit mit unsicherem zeitlichen Eintritt oder unsicherer Höhe dann als Rückstellung zu passivieren, wenn es wahrscheinlich ist, dass es aufgrund der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung auf-
grund vorhergehender Ereignisse zum Abfluss von Ressourcen kommt, und wenn deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann.
Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nach bester Schätzung angesetzt werden kann. Die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Höhe ist der Betrag, den das Unternehmen bei vernünftiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag oder zur Übertragung der Verpflichtung auf einen Dritten zu diesem Termin zahlen müsste.
Bei der bestmöglichen Schätzung einer Rückstellung sind die unvermeidbar mit vielen Ereignissen und Umständen verbundenen Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Die erwarteten Zahlungsströme werden auf ihren Barwert abgezinst, wenn die Auswirkungen des Zinseffekts wesentlich sind.
Wenn erwartet wird, dass die zur Erfüllung einer rückgestellten Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ganz oder teilweise von einer anderen Partei erstattet werden, ist die Erstattung nur zu erfassen, wenn es so gut wie sicher ist, dass das Unternehmen die Erstattung bei Erfüllung der Verpflichtung erhält. Die Erstattung ist als separater Vermögenswert zu behandeln. Der für die Erstattung angesetzte Betrag darf die Höhe der Rückstellung nicht übersteigen.
Rückstellungen sind zu jedem Bilanzstichtag zu prüfen und anzupassen. Wenn ein Abfluss nicht mehr wahrscheinlich ist, ist die Rückstellung erfolgswirksam aufzulösen.
2.3.17 Verpflichtungen gegenüber Dienstnehmern
Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit-Methode") errechnet. Diese Methode errechnet den jeweiligen Barwert der bis zum Bilanzstichtag erworbenen Ansprüche der Mitarbeiter, wobei angenommene durchschnittliche Bezugssteigerungen von rund 2,00% berücksichtigt wurden. Der Berechnung liegt das frühestmögliche Pensionsalter gemäß den aktuellen gesetzlichen Regelungen, u.a. abhängig von Geschlecht und Geburtsdatum, zugrunde. Bei den Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen wurde ein Zinssatz von 3,50% (2011/12: 4,25%) zugrunde gelegt. Angemessene Fluktuationsabschläge werden – gestaffelt nach Dienstjahren – bei der Berechnung berücksichtigt. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden in Österreich die Sterbetafeln Pagler & Pagler AVÖ 2008-P zugrunde gelegt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort zur Gänze in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
2.4 Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des Immobilienvermögens, des in Bau befindlichen Immobilienvermögens und des zur Veräußerung gehaltenen Immobilienvermögens der IMMOFINANZ (Buchwert 30. April 2013: EUR 10.225,0 Mio.) sowie der Nettoveräußerungswert mancher Immobilienvorräte erfolgt mittels Gutachten, die von unabhängigen Sachverständigen erstellt werden. Diese Gutachten werden in der überwiegenden Anzahl der Fälle auf Basis von DCF-Modellen durch Abzinsung künftig erwarteter Zahlungsströme aus den jeweiligen Immobilien ermittelt. Dafür ist es erforderlich, Annahmen, wie z.B. zum angewandten Diskontierungszinssatz, zur erwarteten Auslastung oder zur künftigen Mietpreisentwicklung zu treffen. Es liegt in der Natur von DCF-Modellen, dass sie sensibel auf die zugrunde liegenden Annahmen und Parameter reagieren. So führt eine Reduktion des angewendeten Diskontierungsfaktors bei gleichzeitig unveränderten sonstigen Annahmen und Parametern zu einer Erhöhung des ermittelten Immobilienwerts. Im Gegenzug führt eine Reduktion der erwarteten Auslastung oder der erwarteten Mietpreise bei wiederum unveränderten sonstigen Annahmen und Parametern zu einer Verringerung des ermittelten Immobilienwerts. Die angewendeten Annahmen und Parameter werden zu jedem Stichtag sorgfältig auf Basis der bestmöglichen Schätzung des Managements bzw. der Gutachter hinsichtlich der aktuell vorherrschenden Marktverhältnisse geschätzt. Diese Einschätzung ist zu jedem Bewertungsstichtag zu aktualisieren, was zu erheblichen Wertschwankungen der ermittelten Immobilienwerte führen kann.
-
Die Ermittlung des Nettoveräußerungswerts mancher Immobilienvorräte basiert auf Berechnungen basierend auf dem erwarteten Verkaufserlös abzüglich der geschätzten noch anfallenden Kosten für die Fertigstellung und den Verkauf. Diese Werte sind zu jedem Bewertungsstichtag zu aktualisieren, was zu erheblichen Wertschwankungen der ermittelten Immobilienwerte führen kann.
-
Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Diskontierungszinssatz zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten der zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aktuellsten Einschätzungen (siehe Kapitel 5.3 und 5.4).
-
Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist, werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen. Die betroffenen Buchwerte sind in Kapitel 7.2.4 ersichtlich.
-
Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet (siehe Kapitel 2.3.17).
-
Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte zur Verwertung erwirtschaftet werden (siehe Kapitel 5.8).
-
Der Ansatz von Kaufpreisverbindlichkeiten aufgrund zukünftiger Earn-out-Zahlungen basiert auf der aktuellen Eischätzung der erwarteten Entwicklung.
-
Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt aufgrund von geschätzten Beträgen. Die Schätzungen wurden teilweise durch Sachverständige durchgeführt. Erfahrungswerte aus der Vergangenheit wurden bestmöglich berücksichtigt.
-
Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen und Wertminderungen aufgrund von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat (Kapitel 7.3.2 und 7.4.1).
-
Bei der erstmaligen Bewertung von Wandelanleihen basiert die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der Schuldkomponente gemäß IAS 32.32 auf zu diesem Zeitpunkt geltenden, fristenkonformen Swap-Sätzen sowie den durchschnittlichen Risikoaufschlägen für Finanzierungen der IMMOFINANZ Group.
Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissendarstellung wird entsprechend angepasst.
3. Konsolidierungskreis und Unternehmenszusammenschlüsse
3.1 Entwicklung des Konsolidierungskreises
Der Konsolidierungskreis hat sich im vorliegenden Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Konsolidierungskreis | Vollkonsolidierung | Quotenkonsolidierung | Equity-Bewertung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 30. April 2012 | 659 | 72 | 27 | 758 |
| Im Berichtsjahr erstmals einbezogen | 47 | 0 | 1 | 48 |
| Abgang bzw. Verschmelzung | -17 | -10 | -2 | -29 |
| Änderung der Konsolidierungsmethode | 9 | -10 | 1 | 0 |
| Stand zum 30. April 2013 | 698 | 52 | 27 | 777 |
| Davon ausländische Unternehmen | 406 | 47 | 20 | 473 |
Eine Übersicht über die Konzernunternehmen der IMMOFINANZ ist am Ende des Konzernanhangs beigefügt.
3.2 Vollkonsolidierte Unternehmen
Neben der IMMOFINANZ gehören 291 inländische und 406 ausländische Tochterunternehmen zum Vollkonsolidierungskreis, bei denen die IMMOFINANZ unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter verfügt bzw. die Möglichkeit der rechtlichen und faktischen Beherrschung vorliegt.
3.3 Quotenkonsolidierte Unternehmen
Entsprechend IAS 31 werden fünf inländische und 47 ausländische Gesellschaften im Rahmen der anteilsmäßigen Konsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Durch die mit anderen Gesellschaftern abgeschlossenen Syndikatsverträge über die gemeinschaftliche Führung der Geschäfte gemäß IAS 31.3 i.V.m. IAS 31.9 übt die IMMOFINANZ bei folgenden Unternehmen auch bei vorliegender Stimmrechtsmehrheit keine Beherrschung aus bzw. führt trotz Stimmrechtsminderheit mit anderen Partnern gemeinschaftlich die Geschäfte:
| Segment | Land | Sitz | Gesellschaft | Direkte Quote |
|---|---|---|---|---|
| Polen | PL | Warschau | Metropol NH Sp. z o.o. | 25,00% |
| Rumänien | RO | Bukarest | Confidential Business SRL | 25,00% |
| Rumänien | RO | Voluntari | GAD Real Estate SRL | 50,10% |
| Rumänien | RO | Voluntari | Hadas Management SRL | 75,00% |
| Rumänien | RO | Bukarest | Polivalenta Building SRL | 25,00% |
| Sonstige | UA | Odessa | Alpha Arcadia LLC | 50,10% |
| Sonstige | TR | Istanbul | Anadolu Gayrimenkul Yatirimciligi ve Ticaret A.S. | 64,89% |
| Sonstige | TR | Istanbul | Bersan Gayrimenkul Yatirim A.S. | 64,89% |
| Sonstige | NL | Rotterdam | Efgad Europe BV | 50,01% |
| Sonstige | TR | Istanbul | Ephesus Gayrimenkul Yatirim A.S. | 64,89% |
| Sonstige | TR | Istanbul | Hadimköy Gayrimenkul Yatirim A.S. | 64,89% |
| Sonstige | LU | Luxemburg | Hekuba S.à r.l. | 64,89% |
| Sonstige | US | Houston | IMF Investments 105 LP | 90,00% |
| Sonstige | US | Houston | IMF Investments 106 LP | 90,00% |
| Sonstige | US | Houston | IMF Investments 107 LP | 90,00% |
| Sonstige | US | Houston | IMF Investments 111 LP | 90,00% |
| Sonstige | US | Houston | IMF Investments 205 LP | 90,00% |
| Sonstige | US | Houston | IMF Investments 307 LP | 90,00% |
| Sonstige | TR | Istanbul | Kilyos Gayrimenkul Yatirim A.S. | 64,89% |
| Sonstige | TR | Istanbul | Manisa Cidersan Gayrimenkul Yatirim A.S. | 64,89% |
| Sonstige | CY | Nicosia | Phelma Investments Limited | 50,10% |
| Sonstige | HR | Porec | Raski Zalijey Vile d.o.o. | 25,01% |
| Sonstige | CY | Limassol | Sadira Ltd. | 50,10% |
| Sonstige | HR | Škrljevo | SBE Rijeka d.o.o. | 50,01% |
| Sonstige | TR | Istanbul | Sehitler Gayrimenkul Yatirim A.S. | 64,89% |
| Sonstige | CY | Nicosia | Termanton Enterprises Limited | 75,00% |
Die oben angeführte Tabelle enthält nur Gemeinschaftsunternehmen, die zum Stichtag dem Konsolidierungskreis angehörten.
Die nachstehenden Angaben stellen die anteiligen Werte dar, mit denen sämtliche quotal konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden vor Eliminierung der Konzernbeziehungen:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 |
|---|---|---|
| Langfristiges Immobilienvermögen | 316.810,6 | 416.816,5 |
| Kurzfristiges Immobilienvermögen | 3.668,4 | 35.005,7 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen | 129.543,9 | 123.975,0 |
| Sonstiges kurzfristiges Vermögen | 51.528,8 | 105.819,6 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -403.365,4 | -504.054,8 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -78.392,8 | -221.064,6 |
| Anteiliges Nettovermögen | 19.793,5 | -43.502,6 |
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 |
| Umsatzerlöse | 27.959,0 | 29.262,6 |
| Neubewertung von Liegenschaften | -13.378,2 | 4.096,9 |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) | 9.401,5 | 9.111,7 |
| Finanzergebnis | -14.158,1 | -37.871,9 |
| Steuern vom Einkommen | 3.846,0 | 4.804,5 |
| Konzernergebnis | -910,6 | -23.955,7 |
3.4 Assoziierte Unternehmen
Zum Stichtag wurden im Rahmen der Equity-Bewertung sieben inländische und 20 ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.
Voraussetzung für die Equity-Bewertung ist das Vorliegen eines maßgeblichen Einflusses. Dieser kann in der Regel durch das Vorliegen einer oder mehrerer Indikatoren festgestellt werden, die in IAS 28.7 definiert sind. Potenzielle Stimmrechte sind bei der Bestimmung, ob maßgeblicher Einfluss vorliegt, zu berücksichtigen. Die tatsächliche Ausübung des maßgeblichen Einflusses ist hingegen nicht erforderlich.
Bei Vorliegen eines 20,00% oder mehr erreichenden Stimmengewichts an einem Unternehmen wird maßgeblicher Einfluss nach IAS 28.6 vermutet. Diese Vermutung kann jedoch widerlegt werden. An folgenden Unternehmen, die mangels maßgeblichen Einflusses nicht als assoziierte Unternehmen klassifiziert werden, liegt eine vermögensmäßige Anteilsquote von 20,00% oder mehr vor:
-
Dikare Holding Ltd. (22,00%)
-
E-Stone Central Europe AT Holding GmbH (28,00%)
-
E-Stone Central Europe Holding B.V. (28,00%)
-
E-Stone TriCapitals Holding B.V. (40,00%)
-
FFA Utility P. West (31,32%)
-
Global Emerging Property Fund L.P. (25,00%)
-
M.O.F. Immobilien AG (20,00%)
-
M.O.F. Beta Immobilien AG (20,00%)
-
Russia Development Fund L.P. (50,66%)
Die Assoziierungsvermutung wird bei den oben angeführten Gesellschaften durch die fehlende organschaftliche Vertretung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder Organen der IMMOFINANZ sowie die für allfällige Beschlussfassungen erforderlichen Gesellschafterquoten widerlegt. Daher werden diese Beteiligungen als IAS-39-Beteiligungen bilanziert.
3.5 Unternehmenszusammenschlüsse (Erstkonsolidierungen)
Folgende Anteilserwerbe und Neugründungen wurden im Bereich der IMMOFINANZ im laufenden Geschäftsjahr getätigt bzw. durchgeführt:
| Segment | Land | Sitz | Gesellschaft | Direkte Quote | Konsolidierungsart | Stichtag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gründung | ||||||
| Österreich | AT | Wien | Erste FMZ Rosental Beteiligungsverwaltung GmbH | 100,00% | V | 20. März 2013 |
| Österreich | AT | Wien | MH 114 GmbH & Co OG | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Österreich | AT | Wien | Prinz-Eugen-Straße Liegenschaftsvermietungs GmbH | 100,00% | V | 31. Jänner 2013 |
| Österreich | AT | Wien | Zweite FMZ Rosental Beteiligungsverwaltung GmbH | 100,00% | V | 16. April 2013 |
| BUWOG | AT | Wien | BUWOG – Lindengasse 62 GmbH | 100,00% | V | 1. November 2012 |
| BUWOG | AT | Wien | BUWOG – Penzinger Straße 76 GmbH | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| BUWOG | AT | Wien | PSD Wohnimmobilien GmbH & Co OG | 100,00% | V | 16. April 2013 |
| Polen | PL | Warschau | IPOPEMA 78 Fundusz Inwestycyjny Zamkniety Aktywów Niepublicznych |
100,00% | V | 1. November 2012 |
| Polen | PL | Warschau | Polluks Real Sp. z o.o. | 100,00% | V | 31. Jänner 2013 |
| Sonstige | NL | Amsterdam | STOP.SHOP. Czech Republic I B.V. | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Sonstige | NL | Amsterdam | STOP.SHOP. Czech Republic II B.V. | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Sonstige | NL | Amsterdam | STOP.SHOP. Holding B.V. | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Sonstige | NL | Amsterdam | STOP.SHOP. Hungary B.V. | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Sonstige | NL | Amsterdam | STOP.SHOP. Slovakia I B.V. | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Sonstige | NL | Amsterdam | STOP.SHOP. Slovakia II B.V. | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Sonstige | NL | Amsterdam | STOP.SHOP. Slovenia B.V. | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Akquisition | ||||||
| BUWOG | AT | Wien | BUWOG – Breitenfurter Straße 239 GmbH | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| BUWOG | DE | Berlin | Blitz-12575 GmbH | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| BUWOG | DE | Berlin | Blitz-12576 GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Brunnenstraße GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 1. November 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Brunnenstraße Verwaltungs GmbH | 100,00% | V | 1. November 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Chausseestraße 88 GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 1. August 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Chausseestraße 88 Verwaltungs GmbH | 100,00% | V | 1. August 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Gervinusstraße GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Gervinusstraße Verwaltungs GmbH | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Humboldt Palais GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 22. Mai 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Lindenstraße GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 1. November 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Lindenstraße Verwaltungs GmbH | 100,00% | V | 1. November 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Palais/Scharnhorststraße Verwaltungs GmbH | 100,00% | V | 22. Mai 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Regattastraße GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 1. August 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Regattastraße Verwaltungs GmbH | 100,00% | V | 1. August 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Scharnhorststraße 26–27 GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 1. August 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Scharnhorststraße 26–27 Verwaltungs GmbH | 100,00% | V | 1. August 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Scharnhorststraße 4 Townhouse GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 1. August 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Scharnhorststraße 4 Verwaltungs GmbH | 100,00% | V | 1. August 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | BUWOG – Scharnhorststraße 4 Wohnbauten GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 22. Mai 2012 |
| BUWOG | DE | Berlin | Capricornus High-Deck GmbH | 94,90% | V | 30. April 2013 |
| BUWOG | DE | Berlin | Capricornus High-Deck Residential GmbH & Co. KG | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| BUWOG | NL | Amsterdam | Euréal Lambda Vastgoed B.V. | 94,90% | V | 30. April 2013 |
| Polen | PL | Warschau | Kastor Real Sp. z o.o. | 100,00% | V | 31. Jänner 2013 |
| Polen | PL | Warschau | STOP.SHOP. 4 Sp. z o.o. | 100,00% | V | 1. Mai 2012 |
| Polen | PL | Warschau | STOP.SHOP. 6 Sp. z o.o. | 100,00% | V | 31. Jänner 2013 |
| Segment | Land | Sitz | Gesellschaft | Direkte Quote | Konsolidierungsart | Stichtag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Polen | PL | Warschau | STOP.SHOP. 7 Sp. z o.o. | 100,00% | V | 1. Mai 2012 |
| Polen | PL | Warschau | STOP.SHOP. 8 Sp. z o.o. | 100,00% | V | 31. Jänner 2013 |
| Polen | PL | Warschau | STOP.SHOP. 9 Sp. z o.o. | 100,00% | V | 1. Mai 2012 |
| Sonstige | NL | Amsterdam | City Box Euroborg B.V. | 100,00% | V | 19. Dezember 2012 |
| Sonstige | NL | Amsterdam | City Box Properties II B.V. | 100,00% | V | 19. Dezember 2012 |
| Sonstige | DE | Amsterdam | Walkabout Beteiligungs GmbH | 66,67% | E | 31. Jänner 2013 |
V = Vollkonsolidierung, Q = Quotenkonsolidierung, E = Equity-Konsolidierung
Die Neugründungen fallen nicht unter den Anwendungsbereich des IFRS 3.
Gesamtauswirkung
Im Zuge der Erstkonsolidierung von Objektgesellschaften wurden folgende Vermögenswerte und Schulden, bewertet zu Zeitwerten, übernommen:
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 5.502,6 | 19.358,5 |
| Andere Finanzinstrumente | 0,0 | 8.323,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 12.856,6 | 88.517,0 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | 1.752,7 | 7.614,6 |
| Immobilienvermögen | 115.368,9 | 138.220,2 |
| Sachanlagevermögen | 129,1 | 1.350,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) | 0,0 | 26,1 |
| Immobilienvorräte | 44.560,9 | 55.352,9 |
| Finanzverbindlichkeiten | -65.785,6 | -134.332,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -3.578,7 | -3.875,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -38.688,6 | -91.896,9 |
| Rückstellungen | -275,4 | -11.550,8 |
| Passive Steuerabgrenzungen | -10.664,6 | -8.678,6 |
| Minderheitenanteile | -2.225,5 | 999,4 |
| Übernommenes Nettovermögen | 58.952,4 | 69.428,5 |
| (Negative) Firmenwerte | 2.262,1 | 3.635,8 |
| Abzüglich IAS-39-Beteiligung | 0,0 | -18.383,3 |
| Offener Kaufpreis | 0,0 | -1.964,8 |
| Kaufpreis bar entrichtet | 61.214,5 | 52.716,2 |
| Abzüglich übernommene liquide Mittel | -5.502,6 | -19.358,5 |
| Nettokaufpreis für Objektgesellschaften | 55.711,9 | 33.357,7 |
Die wesentlichsten Erstkonsolidierungen, welche im 4. Quartal erfolgten, betreffen ein Portfolio von 40 Gebäuden, mit insgesamt 1.916 Wohnungen in Berlin-Neukölln. Das Portfolio verfügt über eine Mietfläche von 126.233 m². Weiters wurde ein Portfolio in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf erworben, bei dem auf einem 3.000 m2 großen Grundstück rund 100 Wohnungen realisiert werden.
3.6 Übergangskonsolidierung
| Vorher | Nachher | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | Land | Sitz | Gesellschaft | Direkte Quote |
Konsolidie rungsart |
Direkte Quote |
Konsolidie rungsart |
Stichtag |
| Deutschland | DE | Nettetal | FRANKONIA Eurobau Königskinder GmbH | 50,00% | Q | 50,00% | E | 31. Oktober 2012 |
| Deutschland | DE | Köln | IMMOFINANZ Friesenquartier GmbH | 50,00% | Q | 94,90% | V | 5. September 2012 |
| Deutschland | DE | Köln | IMMOFINANZ Friesenquartier II GmbH | 50,00% | Q | 94,90% | V | 5. September 2012 |
| Polen | PL | Warschau | Riverpark Residential Sp. z o.o. | 50,00% | Q | 100,00% | V | 5. September 2012 |
| Ungarn | HU | Budapest | STOP.SHOP. TB Kft. | 51,00% | Q | 100,00% | V | 9. Mai 2012 |
| Rumänien | CY | Nicosia | Lagerman Properties Limited | 50,00% | Q | 100,00% | V | 3. Jänner 2013 |
| Rumänien | RO | Voluntari | Monorom Construct SRL | 50,00% | Q | 100,00% | V | 3. Jänner 2013 |
| Rumänien | RO | Bukarest | Progeo Development SRL | 50,00% | Q | 100,00% | V | 24. Jänner 2013 |
| Rumänien | RO | Bukarest | Promodo Development SRL | 50,00% | Q | 100,00% | V | 24. Jänner 2013 |
| Rumänien | RO | Bukarest | Snagov Lake Rezidential SRL | 50,00% | Q | 100,00% | V | 24. Jänner 2013 |
Bei folgenden Gesellschaften wurde im Geschäftsjahr 2012/13 eine Übergangskonsolidierung vorgenommen:
V = Vollkonsolidierung, Q = Quotenkonsolidierung, E = Equity-Konsolidierung
Gesamtauswirkung
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus Übergangskonsolidierungen von Objektgesellschaften auf den Konzernabschluss:
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 2.470,0 | 10.363,8 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | -17.065,9 | 5.070,3 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | 23.083,4 | 26.281,0 |
| Immobilienvermögen | 79.233,9 | 606.608,9 |
| Sachanlagevermögen | 3,8 | 385,6 |
| Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) | 1,5 | 85,5 |
| Finanzverbindlichkeiten | -84.959,3 | -15.278,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.302,1 | -609,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -253,1 | -285.472,9 |
| Rückstellungen | 8.691,1 | -54,8 |
| Passive Steuerabgrenzungen | -23.108,8 | -87.683,8 |
| Währungsumrechnung | -1.363,9 | -6.263,0 |
| Minderheitenanteile | 4.538,0 | -1,0 |
| Übernommenes Nettovermögen | -10.031,4 | 253.431,6 |
| (Negative) Firmenwerte | 14.036,5 | 88.289,8 |
| Offener Kaufpreis | 0,0 | -177.457,2 |
| Abzüglich geleistete Anzahlungen | 0,0 | -89.398,9 |
| Kaufpreis bar entrichtet | 4.005,1 | 74.865,3 |
| Abzüglich übernommene liquide Mittel | -2.470,0 | -10.363,8 |
| Nettokaufpreis für Objektgesellschaften | 1.535,1 | 64.501,5 |
Am 5. September 2012 übernahm die IMMOFINANZ Group 44,90% der Anteile am Kölner Immobilienprojekt Gerling Quartier sowie an zwei weiteren Gesellschaften vom Koeigentümer FRANKONIA Eurobau AG. Aus der vorläufigen Übergangskonsolidierung der übernommenen Gesellschaften resultiert ein Firmenwert in Höhe von EUR 14,0 Mio. Dieser wurde zur Gänze wertberichtigt. Im Rahmen der Übergangskonsolidierungen wurden die in der Vergangenheit gebildete Wertberichtigung auf Joint-Venture-Forderungen sowie gebildete Drohverlustrückstellungen aufgelöst bzw. verwendet.
Übergangskonsolidierung Geschäftsjahr 2011/12
Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden die restlichen 50,00% an der Holdinggesellschaft Gangaw Investments Limited, Nicosia, erworben, welche die russische Objektgesellschaft OAO Kashirskij Dvor-Severyanin, Moskau, zu 100% hält. Im März 2012 wurde der Vertrag zum Erwerb abgeschlossen und mit Wirkung 30. April 2012 wurde der IMMOFINANZ Group die Kontrolle über die Objektgesellschaft eingeräumt, welche das Einkaufszentrum Golden Babylon Rostokino besitzt. Das Closing wurde mit 16. Mai 2012 abgewickelt. Daher wurden zum 30. April 2012 50% des Nettovermögens im Rahmen der Minderheiten i.H.v. EUR 275,4 Mio. ausgewiesen, die mit 16. Mai 2012 in das Konzerneigenkapital umgegliedert wurden.
Der abgezinste noch offene Kaufpreis i.H.v. USD 190,9 Mio. wurde in den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dieser ändert sich bis zur endgültigen Kaufpreisermittlung per 31. Dezember 2013 in Abhängigkeit von den künftigen Berechnungsannahmen, insbesondere dem Net Operating Income, welcher sich entsprechend auch auf den Verkehrswert der Immobilie auswirkt.
Aufgrund werterhellender Erkenntnisse wurde unter Anwendung des IAS 8 eine nachträgliche Kaufpreisanpassung für 100% der Anteile an der Gesellschaft Gangaw Investments Limited, Nicosia durchgeführt. Der Firmenwert sowie entsprechend die offene Kaufpreisverbindlichkeit erhöhten sich dadurch zum 30. April 2012 um EUR 33,5 Mio. (USD 44,2 Mio.).
3.7 Endkonsolidierung
Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2012/13 verkauft oder liquidiert und somit endkonsolidiert:
| Segment | Land | Sitz | Gesellschaft | Direkte Quote |
Konsolidie rungsart |
Stichtag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | AT | Wien | CPB EINS Anlagen Leasing GmbH in Liqu. | 100,00% | V | 28. Dezember 2012 |
| Österreich | AT | Wien | CPB Hepta Anlagen Leasing GmbH | 100,00% | V | 6. März 2013 |
| Österreich | GG | Guernsey | CPB Lease and Finance Company Limited | 100,00% | V | 8. April 2013 |
| Österreich | AT | Wien | Gena Eins Immobilienholding GmbH | 100,00% | V | 16. Mai 2012 |
| Österreich | AT | Wien | Immobilia Delta Immobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. – in Liquidation | 100,00% | V | 31. Jänner 2013 |
| Österreich | AT | Wien | Immobilia Epsilon Immobilienvermietungsges.m.b.H. – in Liquidation | 100,00% | V | 31. Jänner 2013 |
| Österreich | AT | Wien | Mandelgasse 31 Vermietungsgesellschaft m.b.H. – in Liquidation | 100,00% | V | 31. Jänner 2013 |
| Österreich | AT | Wien | MH53 GmbH & Co OG | 100,00% | V | 16. Mai 2012 |
| Österreich | AT | Wien | Peter-Jordan-Straße 161 Immobilienprojekt GmbH | 100,00% | V | 30. November 2012 |
| Österreich | AT | Wien | SELICASTELLO BETA Beteiligungsverwaltung GmbH | 50,00% | Q | 1. November 2012 |
| Österreich | AT | Wien | SELICASTELLO BETA Liegenschaftsbesitz GmbH | 50,00% | Q | 1. November 2012 |
| Österreich | AT | Wien | SELICASTELLO GAMMA Beteiligungsverwaltung GmbH | 50,00% | Q | 1. November 2012 |
| Österreich | AT | Wien | SELICASTELLO GAMMA Liegenschaftsbesitz GmbH | 50,00% | Q | 1. November 2012 |
| Deutschland | DE | Frankfurt | IMF Warenhaus Vermietungs GmbH | 100,00% | V | 17. Oktober 2012 |
| Polen | PL | Warschau | Residea Beta Sp. z o.o. | 50,00% | Q | 4. Juli 2012 |
| Polen | PL | Warschau | Residea Omega Sp. z o.o. | 50,00% | Q | 12. November 2012 |
| Polen | PL | Warschau | Residea Sigma Sp. z o.o.w likwidacji | 50,00% | Q | 23. Juni 2012 |
| Tschechien | CZ | Prag | BB C – Building C, s.r.o. | 100,00% | V | 31. Dezember 2012 |
| Tschechien | CZ | Prag | Diamant Real spol. s.r.o. | 51,00% | Q | 3. Dezember 2012 |
| Tschechien | CZ | Prag | Veronia Shelf s.r.o. | 51,00% | Q | 3. Dezember 2012 |
| Slowakei | SK | Bratislava | Immoeast Dunaj s.r.o. v likvidácii | 100,00% | V | 14. Dezember 2012 |
| Rumänien | RO | Bukarest | Cernica Residential Park SRL | 15,00% | E | 24. Jänner 2013 |
| Sonstige | GI | Gibraltar | Bluecrest Holdings Limited | 64,89% | Q | 27. Februar 2013 |
| Sonstige | CH | St. Moritz | Les Bains de St. Moritz Holding AG | 100,00% | V | 3. Februar 2013 |
| Sonstige | LV | Riga | SIA Unico | 20,00% | E | 24. Jänner 2013 |
| Sonstige | CH | St. Moritz | St. Moritz Bäder AG | 100,00% | V | 3. Februar 2013 |
V = Vollkonsolidierung, Q = Quotenkonsolidierung, E = Equity-Konsolidierung
Die Gesamtauswirkung der Endkonsolidierungen wird in folgender Tabelle dargestellt:
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 20.837,3 | 2.438,0 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 384,8 | 0,0 |
| Andere Finanzinstrumente | 8,8 | 0,5 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 53.096,0 | 5.423,2 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | 14.860,2 | 12.361,1 |
| Immobilienvermögen | 232.433,2 | 203.536,7 |
| Sonstige Sachanlagen | 0,0 | 266,9 |
| Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) | 633,7 | 114,9 |
| Firmenwerte | 6.367,6 | 0,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | -130.871,5 | -36.828,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.169,1 | -1.674,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -76.968,3 | -87.105,7 |
| Rückstellungen | -459,0 | -4.252,2 |
| Passive Steuerabgrenzungen | -24.155,6 | -22.830,0 |
| Währungsänderungen | -21.786,6 | -621,3 |
| Abgegebenes Nettovermögen | 73.211,5 | 70.829,1 |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | 46.785,9 | 16.270,7 |
| Verkaufspreis | 119.997,4 | 87.099,8 |
| Abzüglich liquide Mittel | -20.837,3 | -2.438,0 |
| Nettoverkaufspreis | 99.160,1 | 84.661,8 |
Die IMMOFINANZ Group hat im 4. Quartal des Geschäftsjahres 100% der Anteile an der Schweizer Les Bains de St. Moritz Holding AG, Eigentümerin des Kempinski Grand Hotel des Bains, an einen internationalen Investor verkauft.
3.8 Strukturveränderungen
In der Tabelle werden neben Gesellschaften, bei denen es im Geschäftsjahr 2012/13 zu Anteilsveränderungen ohne Verlust der Kontrolle kam, auch jene Gesellschaften abgebildet, die im Berichtsjahr verschmolzen wurden. Sie weisen in der Spalte "Direkte Quote nachher" eine Quote von 0,00% aus.
| Segment | Land | Sitz | Gesellschaft | Direkte Quote vorher |
Direkte Quote nachher |
Konsolidie rungsart |
Stichtag |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Strukturveränderungen | |||||||
| Österreich | AT | Wien | EXIT 100 Projektentwicklungs GmbH | 70,00% | 100,00% | V | 11. Oktober 2012 |
| Deutschland | DE | Düsseldorf | Greenfield Logistikpark Süd GmbH & Co. KG | 90,00% | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Deutschland | DE | Düsseldorf | Greenfield Logistikpark West GmbH & Co. KG | 90,00% | 100,00% | V | 30. April 2013 |
| Polen | PL | Katowice | ELCO Energy Sp. z o.o. | 99,00% | 100,00% | V | 1. November 2012 |
| Polen | PL | Warschau | IRES Sp. z o.o. | 85,00% | 100,00% | V | 7. Mai 2012 |
| Sonstige | CY | Nicosia | Adama Ukraine Ltd | 96,80% | 97,44% | V | 2. August 2012 |
| Sonstige | CY | Nicosia | Adama Ukraine Ltd | 97,44% | 98,40% | V | 31. Jänner 2013 |
| Sonstige | RS | Belgrad | Agroprodaja d.o.o. Beograd | 69,00% | 90,00% | V | 31. Mai 2012 |
| Sonstige | RS | Belgrad | Agroprodaja d.o.o. Beograd | 90,00% | 100,00% | V | 30. Jänner 2013 |
| Verschmelzungen | |||||||
| Polen | PL | Warschau | Central Bud Sp. z o.o. | 100,00% | 0,00% | V | 2. Mai 2012 |
| Polen | PL | Warschau | Flex Invest Sp. z o.o. | 100,00% | 0,00% | V | 2. Mai 2012 |
| Polen | PL | Warschau | Secure Bud Sp. z o.o. | 100,00% | 0,00% | V | 2. Mai 2012 |
V = Vollkonsolidierung, Q = Quotenkonsolidierung, E = Equity-Konsolidierung
4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Ergebnis aus Asset Management
4.1.1 Mieterlöse
Die Zusammensetzung der Mieterlöse nach Nutzungsart der Immobilien stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | % | 1. Mai 2011–30. April 2012 | % |
|---|---|---|---|---|
| Büro | 144.371,9 | 22,01% | 142.750,7 | 24,37% |
| Logistik | 74.032,9 | 11,29% | 73.817,0 | 12,60% |
| Einzelhandel | 281.339,5 | 42,90% | 210.946,8 | 36,02% |
| Wohnen | 125.833,4 | 19,19% | 129.758,8 | 22,15% |
| Sonstige Mieterträge | 30.269,0 | 4,62% | 28.414,0 | 4,85% |
| Summe | 655.846,7 | 100,00% | 585.687,3 | 100,00% |
Der Anstieg der Mieterlöse Einzelhandel ist hauptsächlich auf die Übernahme der zweiten 50% des Einkaufszentrums Golden Babylon Rostokino zurückzuführen.
4.1.2 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse sind nach Kernmärkten detailliert in der Segmentberichterstattung, die ein Bestandteil dieses Konzernabschlusses ist, dargestellt. Die Umsatzerlöse umfassen sowohl Mieterlöse, weiterverrechnete Betriebskosten als auch sonstige Umsatzerlöse.
4.1.3 Aufwendungen dem Immobilienvermögen direkt zurechenbar
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Leerstehungen | -18.083,3 | -18.957,3 |
| Provisionsaufwendungen | -3.915,9 | -3.910,1 |
| Instandhaltungsaufwendungen | -51.801,4 | -67.648,2 |
| Hauseigentümer Betriebskosten | -40.123,3 | -30.108,8 |
| Immobilienmarketing | -8.792,4 | -5.567,8 |
| Asset Management | -16.081,8 | -14.096,8 |
| Sonstiger Aufwand | -23.226,6 | -22.350,3 |
| Summe | -162.024,7 | -162.639,3 |
Unter der Position Leerstehungen werden Betriebskosten ausgewiesen, die aufgrund einer Nichtvermietung von der IMMOFINANZ als Eigentümer getragen werden.
Die Verringerung der Instandhaltungsaufwendungen in der laufenden Periode resultiert aus einer Nachholung von Instandhaltungsmaßnahmen im Vorjahr.
Der Anstieg der Hauseigentümer Betriebskosten ist hauptsächlich auf die Übernahme der zweiten 50% des Einkaufszentrums Golden Babylon Rostokino zurückzuführen.
Die Position Asset Management beinhaltet Personal- und Sachaufwendungen, die in Zusammenhang mit der Vermietung der Objekte stehen.
Die sonstigen Aufwendungen beinhalten u.a. Ausbaukosten für Mietobjekte i.H.v. EUR 6,3 Mio. (2011/12: EUR 4,8 Mio.).
4.1.4 Betriebskostenaufwendungen
Die Position Betriebskostenaufwendungen i.H.v. EUR 194,2 Mio. (2011/12: EUR 173,0 Mio.) beinhaltet Personal- und sonstige Aufwendungen aus der Eigenverwaltung von Objekten i.H.v. EUR 11,4 Mio. (2011/12: EUR 9,8 Mio.) und direkte betriebliche Aufwendungen und stellen an Mieter weiterverrechnete Betriebskosten dar.
4.2 Ergebnis aus Immobilienverkäufen
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Verkauf von Immobilien | 290.787,2 | 220.255,5 |
| Buchwertabgang | -290.787,2 | -220.184,6 |
| Ergebnis aus der Endkonsolidierung | 46.785,9 | 16.270,7 |
| Sonstige Aufwendungen aus Immobilienverkäufen | -7.540,0 | -5.737,6 |
| Währungsbereinigte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen |
74.144,8 | 42.570,0 |
| Ergebnis aus Immobilienverkäufen vor Währungseffekten | 113.390,7 | 53.174,0 |
| Währungsbedingte Neubewertung von verkauftem und zur Veräußerung gehaltenem Immobilienvermögen |
-2.625,4 | 0,0 |
| Summe | 110.765,3 | 53.174,0 |
Der Verkauf von 100% der Anteile an der Schweizer Les Bains de St. Moritz Holding AG, Eigentümerin des Kempinski Grand Hotel des Bains, wird innerhalb des Ergebnisses aus Endkonsolidierung ausgewiesen.
Sonstige Aufwendungen aus Immobilienverkäufen beinhalten sämtliche Personal- und Sachaufwendungen, die in direktem Zusammenhang mit dem Verkaufsprozess einer Immobilie bzw. einer Immobiliengesellschaft stehen.
4.3 Ergebnis aus der Immobilienentwicklung
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011 –30. April 2012 |
|---|---|---|
| Verkauf von Immobilienvorräten | 84.953,4 | 71.270,7 |
| Herstellkosten der verkauften Immobilienvorräte | -73.086,9 | -56.415,1 |
| Sonstige Aufwendungen aus Verkauf Immobilienvorräte | -2.484,2 | -2.319,5 |
| Sonstige Aufwendungen aus der Immobilienentwicklung | -18.096,8 | -12.060,8 |
| Währungsbereinigte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen |
-17.530,0 | 34.468,8 |
| Ergebnis aus der Immobilienentwicklung vor Währungseffekten | -26.244,5 | 34.944,1 |
| Währungsbedingte Neubewertung von in Bau befindlichem Immobilienvermögen |
7.804,5 | -4.869,4 |
| Summe | -18.440,0 | 30.074,7 |
Sonstige Aufwendungen aus dem Verkauf von Immobilienvorräten beinhalten sämtliche Personal- und Sachaufwendungen, die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf von Vorratsimmobilien stehen.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden Eigenleistungen i.H.v. EUR 3,6 Mio. auf in Bau befindliches Immobilienvermögen aktiviert. Sonstige Kosten der Immobilienentwicklung betreffen Kosten der Projektentwicklung und -durchführung und laufende Kosten, die nicht aktivierungsfähig sind.
4.4 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Auflösung negativer Firmenwerte | 127,1 | 2.447,6 |
| Weiterverrechnung | 3.050,5 | 1.703,4 |
| Auflösung von Rückstellungen | 5.411,0 | 9.493,2 |
| Versicherungsvergütungen | 1.160,6 | 1.976,1 |
| Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten | 5.323,3 | 6.823,2 |
| Rückvergütung für Pönalen | 2.418,7 | 1.892,9 |
| Übrige | 17.725,2 | 15.848,3 |
| Summe | 35.216,4 | 40.184,7 |
4.5 Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen
Die nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Verwaltungsaufwendungen | -2.292,7 | -4.140,9 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen | -26.518,6 | -25.747,2 |
| Pönale | -962,0 | -2.549,3 |
| Steuern und Gebühren | -3.417,8 | -2.884,5 |
| Werbung | -3.147,3 | -4.010,4 |
| Miet- und Leasingaufwendungen | -1.471,0 | -2.329,5 |
| EDV und Kommunikationsaufwand | -2.789,4 | -2.823,8 |
| Gutachten | -2.088,8 | -2.331,2 |
| Aufsichtsratsvergütungen | -388,0 | -294,5 |
| Personalaufwand | -33.629,1 | -32.341,7 |
| Übrige | -21.800,3 | -19.710,8 |
| Summe | -98.505,0 | -99.163,8 |
Hinsichtlich der Aufsichtsratvergütungen wird auf Kapitel 7.6.2. verwiesen.
Der Personalaufwand beinhaltet jene Bereiche, die den operativen Geschäftsbereichen der IMMOFINANZ Group nicht direkt zugerechnet werden können. Der Vorstand der IMMOFINANZ Group wurde keinem operativen Geschäftsbereich zugerechnet.
Die übrigen nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen beinhalten zum größten Teil Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten (siehe Kapitel 7.4.1).
Die Übernahme der Adama-Gruppe im 3. Quartal des Vorjahres verursachte erhöhte übrige nicht direkt zurechenbare Aufwendungen i.H.v. rund EUR 10,0 Mio.
4.6 Personalaufwendungen
Die Personalaufwendungen für die Mitarbeiter der IMMOFINANZ Group setzen sich wie folgt zusammen:
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Löhne | -1.790,7 | -1.912,2 |
| Gehälter | -46.586,9 | -37.493,8 |
| Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne | -442,0 | -490,9 |
| Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne | -1.051,7 | -1.093,1 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben und sonstige Sozialaufwendungen |
-12.006,9 | -9.575,8 |
| Sonstige Personalaufwendungen | -6.139,3 | -8.455,8 |
| Summe | -68.017,5 | -59.021,6 |
Personalaufwendungen i.H.v. EUR 34,4 Mio. (2011/12: EUR 26,7 Mio.) wurden den operativen Bereichen direkt zugeordnet. Die weiterverrechenbaren Betriebskosten inkludieren Personalaufwendungen i.H.v. EUR 9,5 Mio. (2011/12: EUR 7,9 Mio.). Weitere EUR 10,3 Mio. (2011/12: EUR 8,2 Mio.) wurden innerhalb des Ergebnisses aus Asset Management ausgewiesen. Innerhalb des Ergebnisses aus Immobilienverkäufen wurden EUR 2,7 Mio. (2011/12: EUR 2,0 Mio.) Personalaufwendungen ausgewiesen. Das Ergebnis aus Immobilienentwicklung inkludiert Personalaufwendungen i.H.v. EUR 11,9 Mio. (2011/12: EUR 8,5 Mio.), davon wurden EUR 2,4 Mio. im laufenden Geschäftsjahr auf in Bau befindliches Immobilienvermögen aktiviert.
Zum Stichtag stellt sich der Mitarbeiterstand der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen (vollund quotenkonsolidiert) wie folgt dar:
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 202 | 218 |
| Angestellte | 930 | 855 |
| Summe | 1.132 | 1.073 |
4.7 Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT)
4.7.1 Währungsbereinigte und Währungsbedingte Neubewertung von Liegenschaften
Das Bewertungsergebnis zeigt sämtliche Auf- und Abwertungen derjenigen Immobilien, die unter dem Bilanzposten Immobilienvermögen ausgewiesen sind.
Die Neubewertungsgewinne/-verluste sind nach Segmenten detailliert in der Segmentberichterstattung, die ein Bestandteil dieses Konzernabschlusses ist, dargestellt.
Die Neubewertungsgewinne/-verluste gliedern sich wie folgt:
| Immobilienvermögen | In Bau befindliches Immobilienvermögen | Verkauftes und zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012– 30. April 2013 |
1. Mai 2011– 30. April 2012 |
1. Mai 2012– 30. April 2013 |
1. Mai 2011– 30. April 2012 |
1. Mai 2012– 30. April 2013 |
1. Mai 2011– 30. April 2012 |
| Aufwertung | 359.220,3 | 542.581,3 | 13.090,1 | 76.394,1 | 73.007,6 | 48.780,4 |
| Abwertung | -224.646,7 | -246.556,3 | -22.815,6 | -46.794,7 | -1.488,2 | -6.210,4 |
| Summe | 134.573,6 | 296.025,0 | -9.725,5 | 29.599,4 | 71.519,4 | 42.570,0 |
Im Rahmen der Anpassung der Vorjahreswerte wurde die Erstbewertung der Finanzierungsbeiträge i.H.v. EUR 10,4 Mio. vom operativen Ergebnis in das sonstige Bewertungsergebnis umgegliedert und kompensiert so das durch die Mietpreisbindung bedingte geringere Bewertungsergebnis des Immobilienvermögens (siehe Kapitel 2.2).
Im Geschäftsjahr 2012/13 ergaben sich folgende währungsbereinigte und währungsbedingte Aufwertungen nach Segmenten getrennt:
| Werte in TEUR | Immobilienvermögen | In Bau befindliches Immobilienvermögen |
Verkauftes und zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen |
|---|---|---|---|
| Österreich | 41.693,2 | 1.178,9 | 10.005,3 |
| Deutschland | 2.286,5 | 1.883,2 | 3.866,6 |
| BUWOG | 119.710,1 | 0,0 | 43.003,3 |
| Polen | 1.985,5 | 5.692,4 | 12.668,3 |
| Tschechien | 14.274,5 | 2.121,5 | 0,0 |
| Slowakei | -156,1 | 0,0 | 0,0 |
| Ungarn | 5.458,7 | 0,0 | 0,0 |
| Rumänien | 6.332,5 | 0,0 | 0,0 |
| Russland | 160.231,8 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige | 7.403,6 | 2.214,1 | 3.464,1 |
| Summe | 359.220,3 | 13.090,1 | 73.007,6 |
Die währungsbereinigten und währungsbedingten Abwertungen des Geschäftsjahres 2012/13 stellen sich getrennt nach Ländern wie folgt dar:
| Werte in TEUR | Immobilienvermögen | In Bau befindliches Immobilienvermögen |
Verkauftes und zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen |
|---|---|---|---|
| Österreich | -27.177,8 | 0,0 | -159,6 |
| Deutschland | -7.826,2 | -6.021,2 | 0,0 |
| BUWOG | -50.388,7 | -1.710,6 | -5,8 |
| Polen | -22.520,0 | -9.789,4 | 0,0 |
| Tschechien | -10.121,1 | -352,9 | 0,0 |
| Slowakei | -18.466,4 | 0,0 | 0,0 |
| Ungarn | -3.990,8 | -3,1 | 0,0 |
| Rumänien | -52.372,9 | 0,0 | -409,6 |
| Russland | 0,0 | -4.938,4 | -48,6 |
| Sonstige | -31.782,8 | 0,0 | -864,6 |
| Summe | -224.646,7 | -22.815,6 | -1.488,2 |
4.7.2 Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Auf- und Abwertung von Immobilienvorräten | -13.153,6 | -12.674,5 |
| Wertminderung von Firmenwerten | -17.814,9 | -15.928,4 |
| Wertberichtigung, Auflösungen von Wertberichtigungen und Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen | -24.237,5 | -41.249,4 |
| Aufwendungen Earn-out | -106.442,7 | 0,0 |
| Sonstige Abschreibungen | -7.246,2 | -6.246,0 |
| Summe | -168.894,9 | -76.098,3 |
Hinsichtlich der Auf- und Abwertung von Immobilienvorräten wird auf Kapitel 5.10 verwiesen.
Hinsichtlich der Wertminderung von Firmenwerten wird auf Kapitel 5.4.1 verwiesen.
Ungefähr die Hälfte der Wertberichtigungen von Forderungen betrifft Finanzierungsforderungen gegen Joint-Venture-Partner.
Hinsichtlich der Forderungsabschreibung wird auf Kapitel 5.6 verwiesen.
Die Aufwendungen aus Earn-out betreffen eine nachträgliche Kaufpreisanpassung in Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Holdinggesellschaft Gangaw Investments Limited, Nicosia, welche die russische Objektgesellschaft OAO Kashirskij Dvor-Severyanin, Moskau, zu 100% besitzt. Diese ist der Eigentümer des Einkaufszentrums Golden Babylon Rostokino. Der Kaufpreis hängt von insbesondere dem Net Operating Income ab. Die Erhöhung resultiert aus einer gestiegenen Auslastung und gestiegenen Mieterlösen und spiegelt sich entsprechend auch im positiven Bewertungsergebnis wider. Der Kaufpreis wurde in USD vereinbart (siehe Kapitel 3.6).
In den sonstigen Abschreibungen sind im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten sowie von Sachanlagen enthalten.
4.7.3 Dotierung/Auflösung Drohverlustrückstellung
Untenstehend ist die erfolgswirksame Veränderung der Drohverlustrückstellung nach Segmenten dargestellt:
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Deutschland | 0,0 | -8.982,5 |
| BUWOG | -13,0 | 0,0 |
| Ungarn | 1.499,8 | -188,5 |
| Rumänien | -1.036,2 | 13.272,3 |
| Sonstige | 675,2 | -1.280,1 |
| Summe | 1.125,8 | 2.821,2 |
Der drohende Verlust aus Immobilienvermögen in Rumänien wurde seit dem Geschäftsjahr 2011/12 in der Immobilienbewertung berücksichtigt.
4.8 Finanzergebnis
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Finanzierungsaufwand | -258.569,1 | -249.712,1 |
| Finanzierungsertrag | 23.797,3 | 61.900,0 |
| Wechselkursveränderungen | -32.462,9 | -118.124,9 |
| Ergebnis aus sonstigen Finanzinstrumenten und Abgängen von Finanzinstrumenten | -26.993,7 | -73.584,1 |
| Erfolgswirksame Bewertung von Finanzinstrumenten at fair value through profit or loss (Fair Value Option) | -19.778,8 | 16.465,6 |
| Erträge aus Ausschüttungen | 3.091,1 | 560,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -43.681,4 | -56.558,4 |
| Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen | -2.910,6 | -11.861,9 |
| Finanzergebnis | -313.826,7 | -374.357,3 |
Der Finanzierungsaufwand und Finanzierungsertrag resultieren, bis auf den Zinsaufwand und den Zinsertrag aus Derivaten, aus Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, was einem Finanzierungsaufwand von EUR 229,0 Mio. (2011/12: EUR 229,0 Mio.) und einem Finanzierungsertrag von EUR 23,1 Mio. (2011/12: EUR 59,9 Mio.) entspricht. Der Zinsaufwand und Zinsertrag aus Derivaten beträgt EUR 29,6 Mio. (2011/12: EUR 20,7 Mio.) bzw. EUR 0,7 Mio. (2011/12: EUR 2,0 Mio.).
Im Zinsergebnis sind keine Zinserträge gemäß IAS 39 AG 93 enthalten, da die Zinskomponente bei der Erfassung eines Wertminderungsaufwands für einen finanziellen Vermögenswert aus Wesentlichkeitsgründen unterlassen wurde. Der Finanzierungsertrag aus Forderungen gegenüber Joint-Venture-Gesellschaften wurde mit zu bildenden Wertberichtigungen saldiert. Ohne diese Saldierung würde der Finanzierungsertrag einen um EUR 3,4 Mio. (2011/12 EUR 8,4 Mio.) höheren Wert aufweisen.
Der Rückgang des Finanzierungsertrags resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme des ehemaligen russischen Joint Ventures Golden Babylon Rostokino, da nun im Rahmen der Vollkonsolidierung die gesamten aus der Finanzierung resultierenden Erträge mit den Finanzierungsaufwendungen der Projektgesellschaften saldiert werden.
Die Wechselkursveränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Bewertung von Krediten und Konzernfinanzierungen.
Die Position Ergebnis aus sonstigen Finanzinstrumenten und Abgängen von Finanzinstrumenten beinhaltet auch Ergebnisse aus Rückkäufen und der Nichtausnutzung von vorzeitigen Kündigungsrechten von Wandelanleihen i.H.v. EUR 2,6 Mio. (2011/12: EUR 0,8 Mio.).
Im Ergebnis aus sonstigen Finanzinstrumenten und Abgängen von Finanzinstrumenten sind EUR -28,4 Mio. (2011/12: EUR -73,9 Mio.) aus der Bewertung von Derivaten enthalten.
Die erfolgswirksame Bewertung der Finanzinstrumente "at Fair Value through Profit or Loss" setzt sich aus Aufwertungen i.H.v. EUR 5,3 Mio. (2011/12: EUR 23,2 Mio.) und Abwertungen i.H.v. EUR 25,1 Mio. (2011/12: EUR 6,8 Mio.) zusammen. Die Fair Values der erfolgswirksam und erfolgsneutral bewerteten IAS-39-Beteiligungen nach Investitionsschwerpunkt sind in Kapitel 5.7 ersichtlich.
Bezüglich der Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen siehe Kapitel 5.5.
4.9 Steuern vom Einkommen
Als Ertragsteuern sind sowohl die in den einzelnen Gesellschaften gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
| Werte in TEUR | 1. Mai 2012–30. April 2013 | 1. Mai 2011–30. April 2012 |
|---|---|---|
| Ertragsteueraufwendungen | -23.654,3 | -11.460,0 |
| Steuerabgrenzungen | -60.552,3 | -35.877,4 |
| Summe | -84.206,6 | -47.337,4 |
Die Differenz zwischen der rechnerischen Ertragsteuerbelastung und der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung gemäß Gewinn- und Verlustrechnung ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 195.042,6 | 318.513,8 | ||
| Ertragsteueraufwand zum Steuersatz von 25% | -48.760,7 | 25,0% | -79.628,5 | 25,0% |
| Auswirkung abweichender Steuersätze | -5.729,3 | 2,9% | 4.694,7 | -1,5% |
| Auswirkung von Steuersatzänderungen | -8.360,5 | 4,3% | 4.181,1 | -1,3% |
| Firmenwertabschreibung/Auflösung negativer Firmenwerte | -3.556,9 | 1,8% | -2.467,2 | 0,8% |
| Nicht aktivierte Verlustvorträge und Nichtansatz von Steuerabgrenzungen | -33.813,2 | 17,3% | 26.367,8 | -8,3% |
| Steuerlich nicht wirksame Aufwendungen und Erträge | -35.463,8 | 18,2% | -33.199,3 | 10,4% |
| Aperiodische Effekte | 54.527,5 | -28,0% | 43.674,8 | -13,7% |
| Sonstige nicht temporäre Differenzen | -3.049,7 | 1,6% | -10.960,8 | 3,4% |
| Effektivsteuerbelastung | -84.206,6 | 43,2% | -47.337,4 | 14,9% |
Die Auswirkungen abweichender Steuersätze auf die effektive Steuerbelastung ergeben sich aus dem Unterschied des österreichischen Steuersatzes von 25,00% zu den lokal gültigen Steuersätzen.
Die Auswirkungen aus Steuersatzänderungen ergeben sich im Wesentlichen aus einer Änderung des maßgeblichen Steuersatzes der Slowakei von 19,00% auf 23,00% und dem Wegfall der Gewerbesteuerpflicht für einige deutsche Gesellschaften, verursacht durch die hierdurch bedingte Verringerung der Überhänge der aktiven latenten Steuern über die passiven.
Die steuerlich nicht wirksamen Erträge und Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus steuerlich nicht abzugsfähigen Zinsaufwendungen, steuerfreien Erträgen und steuerneutraler Realisierung von outside basis differences nach IAS 12 zusammen.
Die positiven aperiodischen Effekte beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von latenten Steuerschulden fünf polnischer Gesellschaften, da diese in einen steuerbefreiten Fonds überführt werden und den Ansatz von Verlustvorträgen, die in der laufenden Periode verbraucht wurden, auf die in Vorperioden allerdings keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden. Negative aperiodische Effekte resultieren im Wesentlichen aus nicht werthaltigen aktiven latenten Steuern sowie sonstigen aperiodischen Effekten.
Aus der Ausschüttung von Dividenden durch den Konzern an die Anteilseigner ergeben sich keine ertragssteuerlichen Konsequenzen.
Im Wirtschaftsjahr 2004/05 haben sich die wesentlichen österreichischen Gesellschaften zu einer Unternehmensgruppe i.S.d § 9 Körperschaftsteuergesetz (KStG) zusammengeschlossen. Als Gruppenträgerin fungiert die IMMOFINANZ AG.
Die IMMOFINANZ AG ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG. Zwischen dem Gruppenmitglied und dem Gruppenträger besteht eine Steuerumlagevereinbarung, welche im Wirtschaftsjahr 2011/12 geändert wurde. Nach dem geänderten Steuerumlagevertrag hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger i.H.v. 25,00% der Bemessungsgrundlage zu entrichten. Im Falle eines Verlusts eines Gruppenmitglieds wird dieser Verlust evident gehalten und kann in Folgejahren gegen einen steuerlichen Gewinn des Gruppenmitglieds zu 100,00% verrechnet werden. Insoweit entfällt eine Zahlung des Gruppenträgers an das Gruppenmitglied.
In den Vorjahren hatte das Gruppenmitglied im Falle eines positiven steuerlichen Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlusts des Gruppenmitglieds hatte der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten, wobei in beiden Fällen ein KöSt.-Satz von 12,50% angewandt wurde.
Seit dem Wirtschaftsjahr 2009/10 besteht eine weitere Unternehmensgruppe i.S.d § 9 KStG. Als Gruppenträgerin fungiert die CPB Enterprise GmbH. Aufgrund der am 22. Dezember 2009 abgeschlossenen Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung werden die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder nach der Verrechnung mit eigenen Vorgruppenverlusten der CPB Enterprise GmbH als Gruppenträgerin zugerechnet. Zum Ausgleich für die weitergereichten steuerlichen Ergebnisse wurde im Gruppenvertrag eine Steuerumlage vereinbart. Die Steuerumlage beträgt im Falle eines positiven Ergebnisses 25,00% (2011/12: 25,00%) des zugerechneten steuerlichen Gewinns, im Falle eines negativen steuerlichen Ergebnisses wird der Verlust evident gehalten und kann in Folgenjahren gegen einen steuerlichen Gewinn zu 100,00% verrechnet werden.
4.10 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 ermittelt, indem das Konzernergebnis durch die gewichtete Anzahl der in Umlauf gewesenen Aktien dividiert wird.
| 2012/13 | 2011/12 | |
|---|---|---|
| Gewichtete Anzahl der Aktien (unverwässert) | 1.031.823.676 | 1.003.566.763 |
| Verwässerungseffekt IMMOFINANZ Wandelanleihe 2011–2018 | 0 | 125.029.485 |
| Gewichtete Anzahl der Aktien (verwässert) | 1.031.823.676 | 1.128.596.248 |
| Konzernergebnis exkl. Minderheiten in EUR | 111.094.800,00 | 271.760.900,00 |
| Verwässerungseffekt IMMOFINANZ Wandelanleihe 2011–2018 | 0,00 | 22.054.177,90 |
| Konzernergebnis exkl. Minderheiten in EUR (verwässert) | 111.094.800,00 | 293.815.077,90 |
| Unverwässertes Ergebnis pro Aktie in EUR | 0,11 | 0,27 |
| Verwässertes Ergebnis pro Aktie in EUR | 0,11 | 0,26 |
Verwässerungseffekte können sich durch potenzielle Stammaktien aus der Begebung der IMMOFINANZ-Wandelanleihe 2007–2014, der IMMOFINANZ-Wandelanleihe 2007–2017 und der IMMOFINANZ-Wandelanleihe 2011–2018 ergeben. Gemäß IAS 33.41 ff sind derartige Verwässerungseffekte nur dann zu berücksichtigen, wenn diese zu einem geringeren Gewinn je Aktie oder einem höheren Verlust je Aktie führen. Gemäß IAS 33.19 ff wurden bei der Berechnung der Anzahl der Aktien selbstgehaltene Aktien im Ausmaß von 112.895.268 Stück (2011/12: 104.421.683 Stück) berücksichtigt.
4.11 Net Asset Value (NAV)
Der Net Asset Value wird entsprechend den Best Practices Recommendations der European Public Real Estate Association (EPRA) nach folgenden Prämissen ermittelt:
Das Eigenkapital vor Minderheitsanteilen wird um die Differenz zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert des Immobilienvermögens angepasst, welches im Konzernabschluss nach IFRS nicht zum Zeitwert bewertet werden darf. Sollten andere langfristige Beteiligungen im Konzernabschluss nach IFRS nicht zum Zeitwert angesetzt worden sein (Anteile an assoziierten Unternehmen), erfolgt diesbezüglich ebenfalls eine Anpassung des Eigenkapitals. Im letzten Schritt werden die Steuerabgrenzungen sowie die aus passiven Steuerabgrenzungen resultierenden Firmenwerte gegen das Eigenkapital verrechnet.
Das Ergebnis stellt sich wie folgt dar:
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital vor Minderheitenanteilen | 5.316.315,2 | 5.229.990,3 | ||
| Firmenwerte | -271.948,2 | -277.579,0 | ||
| Aktive Steuerabgrenzungen | -45.034,2 | -58.917,1 | ||
| Passive Steuerabgrenzungen | 577.181,0 | 5.576.513,8 | 541.252,1 | 5.434.746,3 |
| In Bau befindliches Immobilienvermögen (Buchwert) | 344.170,1 | 300.615,8 | ||
| In Bau befindliches Immobilienvermögen (Zeitwert) | 344.170,1 | 0,0 | 300.615,8 | 0,0 |
| Immobilienvorräte (Buchwert) | 262.649,6 | 148.305,7 | ||
| Immobilienvorräte (Zeitwert) | 281.564,1 | 18.914,5 | 154.354,0 | 6.048,3 |
| Residualwert von Forward Purchase Verträgen und zu Anschaffungskosten geführten Beteiligungen |
0,0 | 0,0 | ||
| Anteile an assoziierten Unternehmen (Buchwert) | 72.320,4 | 78.910,4 | ||
| Anteile an assoziierten Unternehmen (Zeitwert) | 72.320,4 | 0,0 | 78.910,4 | 0,0 |
| Minderheitenanteile | 0,0 | 0,0 | ||
| Net Asset Value | 5.595.428,3 | 5.440.794,6 | ||
| Buchwert der Wandelanleihe 2011 | 0,0 | 0,0 | ||
| Net Asset Value (verwässert) | 5.595.428,3 | 5.440.794,6 | ||
| Anzahl der Aktien exkl. eigene Aktien (in 1.000 Stück) | 1.016.057,4 | 1.036.057,4 | ||
| Potenzielle Stammaktien (in 1.000 Stück) | 0,0 | 0,0 | ||
| Net Asset Value je Aktie (in EUR) | 5,51 | 5,25 | ||
| Net Asset Value je Aktie (in EUR) (verwässert) | 5,51 | 5,25 |
In Bau befindliches Immobilienvermögen sowie Immobilienvermögen wurden entsprechend den unter Kapitel 2.3.3 erläuterten Prämissen bewertet.
Bei den Immobilienvorräten ergibt sich die NAV-Wirkung als Differenzbetrag zwischen Buchwert und dem gutachterlich ermittelten beizulegenden Zeitwert.
Der Buchwert je Aktie ermittelt sich aus dem Eigenkapital vor Minderheitenanteilen dividiert durch die Anzahl der Aktien.
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | |
|---|---|---|
| Eigenkapital vor Minderheitenanteilen in TEUR | 5.316.315,2 | 5.229.990,3 |
| Anzahl der Aktien exkl. eigene Aktien (in 1.000 Stück) | 1.016.057,4 | 1.036.057,4 |
| Buchwert je Aktie in EUR | 5,23 | 5,05 |
4.12 Triple Net Asset Value (NNNAV)
Der Triple Net Asset Value wird ebenso wie der NAV entsprechend den Best Practices Recommendations der European Public Real Estate Association (EPRA) nach folgenden Prämissen ermittelt:
Der Triple Net Asset Value wird vom Net Asset Value abgeleitet und um den Zeitwert der Steuerabgrenzungen sowie um die Differenz zwischen dem Buchwert und dem Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten bereinigt.
Das Ergebnis stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 |
|---|---|---|
| Net Asset Value (NAV) | 5.595.428,3 | 5.440.794,6 |
| Steuerabgrenzungen (Zeitwert) | -6.316,3 | -9.837,9 |
| Finanzverbindlichkeiten (Buchwert) | 5.417.611,7 | 5.374.640,8 |
| Finanzverbindlichkeiten (Zeitwert) | -5.586.789,7 | -5.477.909,4 |
| Triple Net Asset Value (NNNAV) | 5.419.934,0 | 5.327.688,1 |
| Anzahl der Aktien (in 1.000 Stück) | 1.016.057,4 | 1.036.057,4 |
| Potenzielle Stammaktien (in 1.000 Stück) | 0,0 | 0,0 |
| Triple Net Asset Value je Aktie (in EUR) | 5,33 | 5,14 |
Die Berechnung des EPRA NNNAV erfolgt unter der Prämisse, dass im Zusammenhang mit der Veräußerung der Immobilien anfallende Steuern den NAV entsprechend schmälern. Die Strategie des Unternehmens fließt bei der Berechnung des Barwerts einer allfälligen Steuerlast mit ein. Bei obiger Berechnung bedeutet dies, dass durch Steuergestaltungsmöglichkeiten bei einem Immobilienverkauf keine Steuerbelastung entstehen wird, sodass der Barwert der Steuerabgrenzungen gleich null ist. Lediglich bei Immobilienprojekten, bei denen ein steuerbelastender Verkauf erwartet wird (z.B. im Segment Wohnungen), wird die derzeit bilanzierte latente Steuer auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst.
4.13 Offene Baukosten
Nachfolgende Aufstellung listet die offenen Baukosten gegliedert nach Segmenten sowie nach Immobilienkategorie auf. Sofern Immobiliengutachten unter Anwendung der Residualwertmethode erstellt wurden, wurden die offenen Baukosten dem Gutachten entnommen und reflektieren somit eine Schätzung, welche Kosten bis zur Fertigstellung des jeweiligen Projekts anfallen werden. Bei den offenen Baukosten der Immobilienvorräte handelt es sich um Projekte in unterschiedlichen Stadien der Fertigstellung. Bei jenen Immobilienvorratsprojekten, bei denen nur das Grundstück bewertet wurde, wurden keine offenen Baukosten angesetzt, da zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Veräußerung des Projekts wahrscheinlicher als eine Fertigstellung ist.
| 2012/13 | 2011/12 | |||
|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Immobilienvorräte | In Bau befindliches Immobilienvermögen |
Immobilienvorräte | In Bau befindliches Immobilienvermögen |
| Österreich | 230,0 | 0,0 | 0,0 | 4.000,0 |
| Deutschland | 81.528,7 | 132.535,3 | 44.080,4 | 82.890,7 |
| BUWOG | 55.399,9 | 13.185,6 | 30.410,0 | 7.340,0 |
| Polen | 8.258,6 | 124.795,5 | 0,0 | 122.884,2 |
| Tschechien | 0,0 | 44.317,3 | 0,0 | 51.945,0 |
| Rumänien | 4.239,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Russland | 0,0 | 105.070,4 | 0,0 | 79.244,6 |
| Sonstige | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 8.076,8 |
| Summe | 149.656,3 | 419.904,1 | 74.490,4 | 356.381,3 |
5. Erläuterungen zur Konzernbilanz
5.1 Immobilienvermögen
5.1.1 Verkehrswerte
Die detaillierte Entwicklung der Verkehrswerte wird im Folgenden dargestellt. Der Einfluss aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ist gesondert abgebildet. Die Währungsumrechnung, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Kursen zu Jahresbeginn und -ende ergibt, ist ebenfalls gesondert ausgewiesen.
Die Entwicklung der Verkehrswerte des Immobilienvermögens stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | Immobilienvermögen |
|---|---|
| Stand 1. Mai 2011 | 8.797.068,3 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 119.242,2 |
| Abgang Konsolidierungskreis | -67.963,1 |
| Änderung Einbezugsmethode | 580.024,2 |
| Währungsänderungen | -89.982,9 |
| Zugänge | 153.155,8 |
| Abgänge | -122.812,5 |
| Neubewertung | 326.070,3 |
| Umbuchungen | 262.604,1 |
| Umgliederung IFRS 5 | -42.205,3 |
| Stand 30. April 2012 | 9.915.201,1 |
| Stand 1. Mai 2012 | 9.915.201,1 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 115.368,9 |
| Abgang Konsolidierungskreis | -198.039,4 |
| Änderung Einbezugsmethode | 35.757,7 |
| Währungsänderungen | -97.199,1 |
| Zugänge | 95.246,0 |
| Abgänge | -282.190,8 |
| Neubewertung | 206.093,0 |
| Umbuchungen | 90.597,1 |
| Umgliederung IFRS 5 | -583.403,2 |
| Stand 30. April 2013 | 9.297.431,3 |
Die Zugänge im laufenden Geschäftsjahr beinhalten Zugänge aus Asset-Deals i.H.v. EUR 35,1 Mio. (2011/12: EUR 106,9 Mio.). Die Abgänge des aktuellen Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen Verkäufe von inländischen Immobilien und Logistikimmobilien in Deutschland und Frankreich.
Der Buchwert der als Sicherstellung für langfristige Fremdfinanzierungen verpfändeten Immobilien beträgt EUR 8.798,1 Mio. (2011/12: EUR 7.787,8 Mio.). Die korrespondierenden besicherten Verbindlichkeiten betragen EUR 4.396,4 Mio. (2011/12: EUR 4.202,9 Mio.). Darüber hinaus wurden Anteile an (Objekt-)Gesellschaften zur Besicherung von Finanzverbindlichkeiten bereitgestellt, sodass insgesamt EUR 4.677,0 Mio. (2011/12: EUR 4.504,9 Mio.) besichert sind.
5.1.2 Leasing
Die IMMOFINANZ als Leasingnehmer
Im Immobilienvermögen sind Immobilien aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen i.H.v. EUR 134,2 Mio. (2011/12: EUR 135,0 Mio.) angesetzt. Weiters hat das Immobilienvermögen aus Operating-Leasingverhältnissen einen Wert i.H.v. EUR 3,8 Mio. (2011/12: EUR 3,8 Mio.). Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen der Finanzierungsleasingobjekte zum 30. April 2013 beläuft sich auf EUR 34,8 Mio. (2011/12: EUR 38,0 Mio.). Der korrespondierende Barwert beträgt EUR 28,7 Mio. (2011/12: EUR 31,1 Mio.).
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | Fällig bis 1 Jahr | Fällig in 1 bis 5 Jahren | Fällig nach über 5 Jahren |
|---|---|---|---|---|
| Barwert | 28.726,2 | 4.763,1 | 14.537,5 | 9.425,6 |
| Zinsanteile | 6.111,3 | 1.150,8 | 2.953,3 | 2.007,2 |
| Summe | 34.837,5 | 5.913,9 | 17.490,8 | 11.432,8 |
| Werte in TEUR | 30. April 2012 | Fällig bis 1 Jahr | Fällig in 1 bis 5 Jahren | Fällig nach über 5 Jahren |
| Barwert | 31.111,1 | 5.165,1 | 14.037,1 | 11.908,9 |
| Zinsanteile | 6.878,6 | 1.242,3 | 3.466,3 | 2.170,0 |
| Summe | 37.989,7 | 6.407,4 | 17.503,4 | 14.078,9 |
Im Rahmen von Operating-Leasingverträgen wurden für das Geschäftsjahr Aufwendungen i.H.v. EUR 0,7 Mio. (2011/12: EUR 0,3 Mio.) getätigt. Die Mindestleasingzahlungen für die Operating-Leasingverträge stellen sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | Fällig bis 1 Jahr | Fällig in 1 bis 5 Jahren | Fällig nach über 5 Jahren |
|---|---|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 2.221,2 | 697,3 | 1.523,9 | 0,0 |
| Summe | 2.221,2 | 697,3 | 1.523,9 | 0,0 |
| Werte in TEUR | 30. April 2012 | Fällig bis 1 Jahr | Fällig in 1 bis 5 Jahren | Fällig nach über 5 Jahren |
| Mindestleasingzahlungen | 2.524,7 | 274,8 | 2.249,9 | 0,0 |
Der Wert der Mindestleasingzahlungen wurde mittels des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Abzinsungssatzes berechnet und in Finanzierungskosten und Tilgungsanteil aufgeteilt.
Die IMMOFINANZ als Leasinggeber
Das Immobilienvermögen der IMMOFINANZ umfasst Liegenschaften aus den Bereichen Büro, Logistik/Gewerbe, Einzelhandel, Freizeit/Hotel, Wohnungen und Garagen, die an Dritte vermietet werden. Die aus Leasingverhältnissen erzielten Erlöse sind unter Kapitel 4.1.1 dargestellt.
Aufgrund des vielfältigen Immobilienbestands und der starken geografischen Streuung sind die Leasingvereinbarungen sehr unterschiedlich. Zu Beginn der Leasingverhältnisse besteht im Wesentlichen eine Kündigungsverzichtsperiode von drei Monaten bis zehn Jahren. Kaufoptionen bestehen nicht. Verlängerungs- und Preisanpassungsklauseln werden mit jedem Leasingnehmer separat ausgehandelt. Bei Eventualmietzahlungen werden marktübliche Indexanpassungen berücksichtigt.
Sämtliche Leasingverhältnisse der IMMOFINANZ als Leasinggeber sind als Operating-Leasingverhältnisse zu qualifizieren, weshalb das gesamte vermietete Immobilienvermögen in der Bilanz der IMMOFINANZ angesetzt ist.
In der Berichtsperiode wurden Umsatzmieten i.H.v. EUR 11,4 Mio. erfasst.
Die zukünftigen Mieterlöse aus zum 30. April 2013 bestehenden Verträgen stellen sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | GJ 2013/14 | GJ 2014/15 | GJ 2015/16 | GJ 2016/17 | GJ 2017/18 | Danach | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 631.859,0 | 569.128,9 | 516.812,9 | 458.289,5 | 390.222,6 | 1.573.132,9 | 4.139.445,7 |
Die zukünftigen Mieterlöse aus bestehenden Verträgen wurden unter Berücksichtigung von zukünftigen Indexanpassungen ermittelt. Break Options und zusätzliche Mieterlöse aus Umsatzmieten wurden nicht berücksichtigt. Für unbefristete Mietverträge wurde eine durchschnittliche Vertragsdauer von 15 Jahren unterstellt.
5.2 In Bau befindliches Immobilienvermögen
Die Entwicklung der Verkehrswerte der in Bau befindlichen Anlagen stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | In Bau befindliches Immobilienvermögen |
|---|---|
| Stand 1. Mai 2011 | 299.646,5 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 18.978,0 |
| Abgang Konsolidierungskreis | -16.682,3 |
| Änderung Einbezugsmethode | 27.781,3 |
| Währungsänderungen | 1.965,7 |
| Zugänge | 181.121,0 |
| Abgänge | -2.228,7 |
| Neubewertung | 29.599,4 |
| Umbuchungen | -239.565,1 |
| Stand 30. April 2012 | 300.615,8 |
| Stand 1. Mai 2012 | 300.615,8 |
| Änderung Einbezugsmethode | 23.872,7 |
| Währungsänderungen | -7.550,5 |
| Zugänge | 131.142,6 |
| Abgänge | -3.185,0 |
| Neubewertung | -9.725,5 |
| Umbuchungen | -91.000,0 |
| Stand 30. April 2013 | 344.170,1 |
Bei den Zugängen der Entwicklungsprojekte handelt es sich um aktivierte Baukosten.
Als Besicherungen dienen in Bau befindliche Immobilien mit einem Gesamtbuchwert von EUR 126,4 Mio. (2011/12: EUR 98,4 Mio.). Die korrespondierenden besicherten Verbindlichkeiten betragen EUR 91,4 Mio. (2011/12: EUR 62,4 Mio.).
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden keine Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte, einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert abgesetzt.
5.3 Sonstige Sachanlagen
Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | Sonstige Sachanlagen |
|---|---|
| Anschaffungskosten 1. Mai 2011 | 52.184,6 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 888,7 |
| Änderung Einbezugsmethode | 471,8 |
| Währungsänderungen | -33,4 |
| Zugänge | 4.140,5 |
| Abgänge | -4.629,6 |
| Umbuchungen | -877,2 |
| Anschaffungskosten 30. April 2012 | 52.145,4 |
| Kumulierte Abschreibung 1. Mai 2011 | -28.311,0 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 194,6 |
| Änderung Einbezugsmethode | -86,2 |
| Währungsänderungen | 130,3 |
| Abgänge | 1.878,8 |
| Umbuchungen | -543,2 |
| Laufende Abschreibung | -4.508,7 |
| Kumulierte Abschreibung 30. April 2012 | -31.245,4 |
| Buchwerte 30. April 2012 | 20.900,0 |
| Werte in TEUR | Sonstige Sachanlagen |
|---|---|
| Anschaffungskosten 1. Mai 2012 | 52.145,4 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 210,5 |
| Änderung Einbezugsmethode | 3,0 |
| Währungsänderungen | -254,0 |
| Zugänge | 3.487,1 |
| Abgänge | -1.077,0 |
| Umbuchungen | 109,8 |
| Anschaffungskosten 30. April 2013 | 54.624,8 |
| Kumulierte Abschreibung 1. Mai 2012 | -31.245,4 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 743,7 |
| Änderung Einbezugsmethode | 0,8 |
| Währungsänderungen | 151,6 |
| Abgänge | 820,9 |
| Umbuchungen | 81,8 |
| Laufende Abschreibung | -5.583,5 |
| Kumulierte Abschreibung 30. April 2013 | -35.030,1 |
| Buchwerte 30. April 2013 | 19.594,7 |
In diesem Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf sonstige Sachanlagen vorgenommen.
5.4 Immaterielle Vermögenswerte
Die Buchwerte der Firmenwerte (siehe Kapitel 5.4.1) und sonstigen immateriellen Vermögenswerte (siehe Kapitel 5.4.2) stellen sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 |
|---|---|---|
| Firmenwerte | 271.948,2 | 277.579,0 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3.295,5 | 4.341,5 |
| Summe | 275.243,7 | 281.920,5 |
5.4.1 Firmenwert
Hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Firmenwerten wird auf die Kapitel 2.1.5 und 2.3.2 verwiesen.
Die Entwicklung der Firmenwerte stellte sich wie folgt dar:
| Firmenwerte |
|---|
| 202.281,5 |
| 5.224,5 |
| 89.148,7 |
| 0,0 |
| -3.147,3 |
| 0,0 |
| 0,0 |
| -15.928,4 |
| 0,0 |
| 277.579,0 |
| 277.579,0 |
| 2.389,2 |
| 14.036,5 |
| -6.367,6 |
| 2.126,0 |
| 0,0 |
| 0,0 |
| -17.814,9 |
Im laufenden Geschäftsjahr wurden EUR 17,8 Mio. (2011/12: EUR 15,9 Mio.) an Firmenwerten erfolgswirksam entsprechend IAS 36 abgeschrieben. Die Abschreibungen der Firmenwerte stellen steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen dar.
Stand 30. April 2013 271.948,2
Der Zugang aus der Übergangskonsolidierung betrifft im Wesentlichen die IMMOFINANZ Friesenquartier GmbH und die Riverpark Residential Sp. z o.o. Im Vorjahr resultierte der Zugang aus dem Erwerb der restlichen 50,00% an der Gangaw Investments Ltd., Nicosia. Jeder Firmenwert wurde einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Folgenden werden die Details zu den Firmenwertabschreibungen dargestellt:
| Werte in TEUR | |
|---|---|
| Firmenwert | 66.371,4 |
| Buchwert ZMGE | 338.491,0 |
| Passive Steuerabgrenzung | -48.556,5 |
| 356.305,9 | |
| Verkehrswert ZMGE | 338.491,0 |
| Verkehrswert passive Steuerabgrenzung | 0,0 |
| 338.491,0 | |
| Wertminderung | -17.814,9 |
| Impairment Gesamt | -17.814,9 |
| Werte in TEUR | Negative Unterschiedsbeträge |
|---|---|
| Stand 1. Mai 2011 | 0,0 |
| Zugänge | -2.447,6 |
| Erfolgswirksame Auflösung | 2.447,6 |
| Stand 30. April 2012 | 0,0 |
| Stand 1. Mai 2012 | 0,0 |
| Zugänge | -127,1 |
| Erfolgswirksame Auflösung | 127,1 |
5.4.2 Sonstige Immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|---|---|
| Anschaffungskosten 1. Mai 2011 | 11.660,1 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -196,2 |
| Änderung Einbezugsmethode | 88,4 |
| Währungsänderungen | 21,0 |
| Zugänge | 722,7 |
| Abgänge | -36,5 |
| Umbuchungen | -560,0 |
| Anschaffungskosten 30. April 2012 | 11.699,5 |
| Kumulierte Abschreibung 1. Mai 2011 | -5.831,4 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 107,4 |
| Änderung Einbezugsmethode | -2,9 |
| Währungsänderungen | 18,3 |
| Abgänge | 85,3 |
| Umbuchungen | 2,1 |
| Laufende Abschreibung | -1.736,8 |
| Kumulierte Abschreibung 30. April 2012 | -7.358,0 |
| Buchwerte 30. April 2012 | 4.341,5 |
| Werte in TEUR | Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|---|---|
| Anschaffungskosten 1. Mai 2012 | 11.699,5 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -908,4 |
| Änderung Einbezugsmethode | 1,9 |
| Währungsänderungen | -31,6 |
| Zugänge | 1.655,8 |
| Abgänge | -199,1 |
| Umbuchungen | -284,1 |
| Anschaffungskosten 30. April 2013 | 11.934,0 |
| Kumulierte Abschreibung 1. Mai 2012 | -7.358,0 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 274,7 |
| Änderung Einbezugsmethode | -0,4 |
| Währungsänderungen | 15,4 |
| Abgänge | 92,6 |
| Laufende Abschreibung | -1.662,8 |
| Kumulierte Abschreibung 30. April 2013 | -8.638,5 |
| Buchwerte 30. April 2013 | 3.295,5 |
Sämtliche immateriellen Vermögenswerte sind schuldrechtlich unbelastet.
5.5 Anteile an assoziierten Unternehmen
Grundsätzlich sind die Abschlüsse von Unternehmen, deren Anteile nach der Equity-Methode bewertet werden, auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufzustellen. Eine Aufstellung auf einen abweichenden Stichtag und die Berücksichtigung allfälliger Anpassungen für wesentliche Geschäftsvorfälle ist zulässig, wenn der Stichtag des assoziierten Unternehmens um bis zu drei Monate von jenem des Mutterunternehmens abweicht.
Der konsolidierte Abschluss der TriGránit Holding Ltd. weist den Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 auf. Die assoziierten Unternehmen C.I.M. Beteiligungen 1998 GmbH, C.I.M. Verwaltung und Beteiligungen 1999 GmbH und C.I.M. Unternehmensbeteiligungs- und Anlagenvermietungs GmbH erstellten ebenfalls die Jahresabschlüsse per 31. Dezember 2012. In diesen Fällen wurde die oben genannte Drei-Monats-Regel nicht eingehalten. Aus der Nichteinhaltung der Drei-Monats-Regel ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Anschaffungskosten und Buchwerte der Anteile an assoziierten Unternehmen setzen sich zum 30. April 2013 und zum 30. April 2012 wie folgt zusammen:
| 30. April 2013 Werte in TEUR |
TriGránit Centrum a.s. |
TriGránit Holding Ltd. |
Bulreal EAD | C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs und Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteil der Immofinan z Group |
25,00% | 25,00% | 49,00% | 50,00% | ||
| Anschaffungskosten 1. Mai 2012 | 4.140,7 | 404.906,3 | 48.290,4 | 3.245,8 | 4.032,1 | 464.615,3 |
| Zugänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 35,9 | 35,9 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -3.144,7 | -3.144,7 |
| Anschaffungskosten 30. April 2013 | 4.140,7 | 404.906,3 | 48.290,4 | 3.245,8 | 923,3 | 461.506,5 |
| Buchwert 1. Mai 2012 | 1.531,1 | 41.851,8 | 29.238,8 | 2.168,2 | 4.120,5 | 78.910,4 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 35,9 | 35,9 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Erfolgsneutrale Übernahme von Eigenkapitalbestandteilen |
0,0 | 4.838,5 | -0,4 | -86,9 | 4,6 | 4.755,8 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | -3.880,1 | 0,0 | -4.591,0 | -8.471,1 |
| Beteiligungsergebnis | 837,6 | -8.821,8 | -942,9 | 580,6 | 5.713,5 | -2.633,0 |
| Impairment | 0,0 | 0,0 | -51,7 | -178,3 | -47,6 | -277,6 |
| Buchwert 30. April 2013 | 2.368,7 | 37.868,5 | 24.363,7 | 2.483,6 | 5.235,9 | 72.320,4 |
| 30. April 2012 Werte in TEUR |
TriGránit Centrum a.s. |
TriGránit Holding Ltd. |
Bulreal EAD | C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs und Beteiligungs Aktiengesellschaft |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteil der Immofinan z Group |
25,00% | 25,00% | 49,00% | 50,00% | ||
| Anschaffungskosten 1. Mai 2011 | 4.140,7 | 404.906,3 | 48.290,4 | 3.245,8 | 15.711,5 | 476.294,7 |
| Zugänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -11.679,4 | -11.679,4 |
| Anschaffungskosten 30. April 2012 | 4.140,7 | 404.906,3 | 48.290,4 | 3.245,8 | 4.032,1 | 464.615,3 |
| Buchwert 1. Mai 2011 | 877,0 | 56.161,1 | 29.020,4 | 3.245,8 | 16.446,1 | 105.750,4 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -12.608,3 | -12.608,3 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2.170,0 | 2.170,0 |
| Erfolgsneutrale Übernahme von Eigenkapitalbestandteilen |
0,0 | -1.230,3 | 0,0 | -178,8 | -2.485,2 | -3.894,3 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -645,5 | -645,5 |
| Beteiligungsergebnis | 654,1 | -11.824,0 | 218,4 | -490,8 | 1.055,1 | -10.387,2 |
| Impairment | 0,0 | -1.255,0 | 0,0 | -408,0 | 188,3 | -1.474,7 |
| Buchwert 30. April 2012 | 1.531,1 | 41.851,8 | 29.238,8 | 2.168,2 | 4.120,5 | 78.910,4 |
Im laufenden Geschäftsjahr 2012/13 wurden die Anteile an Cernica Residential Park s.r.l. und SIA Unico verkauft. Die wesentlichen Anteile an assoziierten Unternehmen umfassen zum 30. April 2013 die folgenden: 25,00%-Anteil an der TriGránit Holding Ltd. und TriGránit Centrum a.s., 49,00%-Anteil an Bulreal EAD (Teilkonzern, bestehend aus zwei Gesellschaften) und 50,00%-Anteil an C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs- und Beteiligungs Aktiengesellschaft (Teilkonzern, bestehend aus drei Gesellschaften). Unter den sonstigen Anteilen an assoziierten Unternehmen sind weitere 20 Gesellschaften erfasst.
Im letzten Geschäftsjahr 2011/12 wurde der Kauf der restlichen 69,22% des Aktienkapitals der Adama Holding Public Ltd. ("Adama") durch die IMMOFINANZ Group per 9. November 2011 vollzogen. Im Zuge dessen wurden weitere 33,33% der GAIA Real Estate Investments S.A. miterworben und seit diesem Datum quotenkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen.
Das aggregierte Nettovermögen der assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
| 30. April 2013 Werte in TEUR |
TriGránit Centrum a.s. |
TriGránit Holding Ltd. 1 |
Bulreal EAD |
C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs und Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Immobilienvermögen | 57.900,0 | 582.855,0 | 74.700,0 | 6.957,0 | 60.690,0 | 783.102,0 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen |
111,0 | 346.640,0 | 3.466,1 | 96,0 | 17.806,0 | 368.119,1 |
| Immobilienvorräte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 511,4 | 511,4 |
| Sonstiges kurzfristiges Vermögen |
2.688,6 | 62.577,0 | 1.951,3 | 550,3 | 16.938,6 | 84.705,8 |
| Summe Aktiva | 60.699,6 | 992.072,0 | 80.117,4 | 7.603,3 | 95.946,0 | 1.236.438,3 |
| Eigenkapital | 8.458,7 | 126.596,0 | 44.487,0 | 6.594,8 | -13.488,9 | 172.647,6 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 50.342,1 | 802.010,0 | 15.903,8 | 826,2 | 54.037,7 | 923.119,8 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.898,8 | 63.466,0 | 19.726,6 | 182,3 | 55.397,2 | 140.670,9 |
| Summe Verbindlichkeiten | 52.240,9 | 865.476,0 | 35.630,4 | 1.008,5 | 109.434,9 | 1.063.790,7 |
| Summe Passiva | 60.699,6 | 992.072,0 | 80.117,4 | 7.603,3 | 95.946,0 | 1.236.438,3 |
1 31. Dezember
| 30. April 2012 Werte in TEUR |
TriGránit Centrum a.s. |
TriGránit Holding Ltd. 1 |
Bulreal EAD |
C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs und Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Immobilienvermögen | 54.220,0 | 571.520,0 | 80.440,0 | 6.016,0 | 64.669,9 | 776.865,9 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen |
838,1 | 323.857,0 | 2.827,0 | 228,8 | 16.310,5 | 344.061,4 |
| Immobilienvorräte | 0,0 | 6.541,0 | 0,0 | 0,0 | 8.822,8 | 15.363,8 |
| Sonstiges kurzfristiges Vermögen |
1.538,6 | 119.923,0 | 3.184,3 | 514,7 | 14.992,0 | 140.152,6 |
| Summe Aktiva | 56.596,7 | 1.021.841,0 | 86.451,3 | 6.759,5 | 104.795,2 | 1.276.443,7 |
| Eigenkapital | 5.108,5 | 155.357,0 | 54.329,9 | 5.697,3 | -19.233,3 | 201.259,4 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 49.949,4 | 724.177,0 | 17.667,5 | 851,4 | 74.743,1 | 867.388,4 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.538,8 | 142.307,0 | 14.453,9 | 210,8 | 49.285,4 | 207.795,9 |
| Summe Verbindlichkeiten | 51.488,2 | 866.484,0 | 32.121,4 | 1.062,2 | 124.028,5 | 1.075.184,3 |
| Summe Passiva | 56.596,7 | 1.021.841,0 | 86.451,3 | 6.759,5 | 104.795,2 | 1.276.443,7 |
1 31. Dezember
Anteile an assoziierten Unternehmen – Gewinn- und Verlustrechnung:
| 2012/13 Werte in TEUR |
TriGránit Centrum a.s. |
TriGránit Holding Ltd. 1 |
Bulreal EAD |
C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs und Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.549,8 | 50.494,0 | 8.736,6 | 699,6 | 27.854,1 | 93.334,1 |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit |
5.940,4 | -8.216,0 | -1.850,5 | 1.266,8 | -4.953,4 | -7.812,7 |
| Finanzergebnis | -819,6 | -15.030,0 | -1.197,2 | 4,5 | 2.406,5 | -14.635,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.120,8 | -23.246,0 | -3.047,7 | 1.271,3 | -2.546,9 | -22.448,5 |
| 1 31. Dezember |
||||||
| 2011/12 Werte in TEUR |
TriGránit Centrum a.s. |
TriGránit Holding Ltd. 1 |
Bulreal EAD |
C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs und Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
Sonstige | Summe |
| Umsatzerlöse | 5.006,5 | 106.388,0 | 8.671,3 | 905,7 | 26.174,9 | 147.146,4 |
| Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit |
3.407,8 | 25.439,0 | 3.091,1 | -1.256,1 | 4.749,5 | 35.431,3 |
| Finanzergebnis | -1.325,1 | -72.017,0 | -2.160,2 | -11,7 | -4.280,2 | -79.794,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.082,7 | -46.578,0 | 930,9 | -1.267,8 | 469,3 | -44.362,9 |
1 31. Dezember
Die anteiligen Verluste an den assoziierten Unternehmen, die nicht erfasst wurden, stellen sich wie folgt dar:
| 2012/13 Werte in TEUR |
TriGránit Centrum a.s. |
TriGránit Holding Ltd. 1 |
Bulreal EAD |
C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs und Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Die kumulierten Verluste | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -6.035,6 | -6.035,6 |
| Der anteilige Verlust der Periode | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -4.662,0 | -4.662,0 |
| Abgang durch Endkonsolidierung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2.726,1 | 2.726,1 |
| Gesamt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -7.971,5 | -7.971,5 |
| 1 31. Dezember | ||||||
| 2011/12 Werte in TEUR |
TriGránit Centrum a.s. |
TriGránit Holding Ltd. 1 |
Bulreal EAD |
C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs und Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
Sonstige | Summe |
| Die kumulierten Verluste | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -2.764,8 | -2.764,8 |
| Der anteilige Verlust der Periode | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -3.286,6 | -3.286,6 |
| Gesamt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -6.051,4 | -6.051,4 |
1 31. Dezember
5.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung und die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | Davon Rest laufzeit unter 1 Jahr |
Davon Rest laufzeit zwi schen 1 und 5 Jahren |
Davon Rest laufzeit über 5 Jahre |
30. April 2012 | Davon Rest laufzeit unter 1 Jahr |
Davon Rest laufzeit zwi schen 1 und 5 Jahren |
Davon Rest laufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||||
| Mietforderungen | 30.078,2 | 29.569,7 | 0,0 | 508,5 | 29.116,7 | 28.901,8 | 186,2 | 28,7 |
| Übrige | 25.582,7 | 24.417,4 | 1.165,3 | 0,0 | 45.783,5 | 45.714,6 | 68,5 | 0,4 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
55.660,9 | 53.987,1 | 1.165,3 | 508,5 | 74.900,2 | 74.616,4 | 254,7 | 29,1 |
| Forderungen gegenüber Joint-Venture-Gesellschaften |
65.603,2 | 991,7 | 29.448,3 | 35.163,2 | 98.938,9 | 11.578,5 | 11.445,2 | 75.915,2 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen |
74.624,5 | 7.997,2 | 0,0 | 66.627,3 | 74.329,8 | 7.550,1 | 0,0 | 66.779,7 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | ||||||||
| Liquide Mittel gesperrt | 192.325,3 | 42.284,0 | 78.906,5 | 71.134,8 | 173.216,5 | 64.402,9 | 28.615,6 | 80.198,0 |
| Finanzierungen | 37.081,0 | 66,7 | 21.656,9 | 15.357,4 | 36.966,4 | 1.913,8 | 12.545,0 | 22.507,6 |
| Verwaltungsgebühren | 186,1 | 158,7 | 27,4 | 0,0 | 170,8 | 135,4 | 31,7 | 3,7 |
| Hausverwaltung | 4.003,1 | 3.770,4 | 172,4 | 60,3 | 3.223,9 | 2.920,7 | 235,7 | 67,5 |
| Versicherungen | 2.565,5 | 2.543,7 | 21,8 | 0,0 | 3.372,3 | 3.372,3 | 0,0 | 0,0 |
| Provisionen | 2.638,7 | 1.167,4 | 1.245,2 | 226,1 | 2.504,9 | 1.197,8 | 1.125,5 | 181,6 |
| Zinsabgrenzungen | 611,6 | 611,6 | 0,0 | 0,0 | 290,0 | 290,0 | 0,0 | 0,0 |
| Offene Kaufpreisforderungen Immobilienverkauf |
109.620,2 | 109.620,2 | 0,0 | 0,0 | 37.518,4 | 37.518,4 | 0,0 | 0,0 |
| Offene Kaufpreisforderungen Anteilsverkauf |
7.116,3 | 97,5 | 4.667,5 | 2.351,3 | 7.555,2 | 518,1 | 0,9 | 7.036,2 |
| Übrige | 66.643,9 | 44.937,2 | 11.659,7 | 10.047,0 | 52.221,8 | 33.124,4 | 8.600,3 | 10.497,1 |
| Summe sonstige finanzielle Forderungen | 422.791,7 | 205.257,4 | 118.357,4 | 99.176,9 | 317.040,2 | 145.393,8 | 51.154,7 | 120.491,7 |
| Sonstige nicht-finanzielle Forderungen | ||||||||
| Finanzamt | 77.810,8 | 37.654,3 | 39.650,5 | 506,0 | 77.082,4 | 45.456,1 | 31.626,3 | 0,0 |
| Summe sonstige nicht-finanzielle Forderungen |
77.810,8 | 37.654,3 | 39.650,5 | 506,0 | 77.082,4 | 45.456,1 | 31.626,3 | 0,0 |
| Summe | 696.491,1 | 305.887,7 | 188.621,5 | 201.981,9 | 642.291,5 | 284.594,9 | 94.480,9 | 263.215,7 |
Die Forderungen gegenüber Joint-Venture-Gesellschaften betreffen den nicht konsolidierten Teil der Finanzierungen von quotenkonsolidierten Gesellschaften. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegen die Joint-Venture-Gesellschaften siehe Kapitel 5.15. Der Forderungsüberhang resultiert daraus, dass die Finanzierung durch IMMOFINANZ und ihre Partner oft in einem zu der Beteiligungsquote abweichenden Verhältnis durchgeführt wird.
Der Anstieg bei den offenen Kaufpreisforderungen aus Immobilienverkäufen stammt zum größten Teil aus dem BUWOG-Segment und ist vorwiegend auf lange Abwicklungszeiten hinsichtlich der grundbücherlichen Eintragung zurückzuführen.
IFRS 7.37 verlangt eine Analyse der Altersstruktur der finanziellen Vermögenswerte, die zum Abschlussstichtag überfällig, aber noch nicht wertgemindert sind, sowie eine Analyse der einzelnen finanziellen Vermögenswerte, die zum Abschlussstichtag einzeln wertgemindert sind.
Alters- und Fälligkeitsstruktur 2012/13
| Werte in TEUR | Buchwert 30. April 2013 |
Davon nicht fällig | Davon fällig, aber nicht wertberichtigt |
Davon fällig und wertberichtigt |
Wertberichtigung |
|---|---|---|---|---|---|
| Mietforderungen | 30.078,2 | 14.663,6 | 13.531,5 | 27.264,7 | -25.381,6 |
| Übrige | 25.582,7 | 20.155,2 | 4.865,5 | 8.299,4 | -7.737,4 |
| Finanzierungen | 37.081,0 | 108.613,9 | 0,0 | 6.319,3 | -77.852,2 |
| Summe | 92.741,9 | 143.432,7 | 18.397,0 | 41.883,4 | -110.971,2 |
Altersanalyse der fälligen, aber nicht wertberichtigten Finanzinstrumente
| Werte in TEUR | Buchwert 30. April 2013 |
Überfällig bis 3 Monate1 |
Überfällig zwischen 3 und 6 Monaten |
Überfällig zwischen 6 und 12 Monaten |
Überfällig über 12 Monate |
|---|---|---|---|---|---|
| Mietforderungen | 13.531,5 | 9.693,5 | 1.165,3 | 748,1 | 1.924,6 |
| Übrige | 4.865,5 | 2.318,3 | 222,4 | 951,4 | 1.373,4 |
| Summe | 18.397,0 | 12.011,8 | 1.387,7 | 1.699,5 | 3.298,0 |
1 Die Spalte "Überfällig bis 3 Monate" beinhaltet auch sofort fällige Forderungen.
| Alters- und Fälligkeitsstruktur | 2011/12 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Buchwert 30. April 2012 |
Davon nicht fällig | Davon fällig, aber nicht wertberichtigt |
Davon fällig und wertberichtigt |
Wertberichtigung |
| Mietforderungen | 29.116,7 | 12.625,6 | 13.654,0 | 25.019,0 | -22.181,9 |
| Übrige | 45.783,5 | 34.793,3 | 10.468,3 | 7.849,9 | -7.328,0 |
| Finanzierungen | 36.966,4 | 29.793,8 | 6,7 | 75.459,1 | -68.293,2 |
| Summe | 111.866,6 | 77.212,7 | 24.129,0 | 108.328,0 | -97.803,1 |
Altersanalyse der fälligen, aber nicht wertberichtigten Finanzinstrumente
| Werte in TEUR | Buchwert 30. April 2012 |
Überfällig bis 3 Monate1 |
Überfällig zwischen 3 und 6 Monaten |
Überfällig zwischen 6 und 12 Monaten |
Überfällig über 12 Monate |
|---|---|---|---|---|---|
| Mietforderungen | 13.654,0 | 8.739,9 | 2.181,4 | 1.714,5 | 1.018,2 |
| Übrige | 10.468,3 | 6.054,1 | 2.327,4 | 337,7 | 1.749,1 |
| Finanzierungen | 6,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 6,7 |
| Summe | 24.129,0 | 14.794,0 | 4.508,8 | 2.052,2 | 2.774,0 |
1 Die Spalte "Überfällig bis 3 Monate" beinhaltet auch sofort fällige Forderungen.
Das Risiko bei Forderungen gegenüber Mietern/Kunden ist gering, da die Bonität laufend überprüft wird und gegenüber keinem Vertragspartner mehr als 5,00% der gesamten Forderungen aushaften. Darüber hinaus sind bei Vertragsabschluss vom Mieter prinzipiell ein bis fünf Monatsmieten als Kaution zu hinterlegen bzw. Bankgarantien in entsprechender Höhe vorzulegen. Soweit bei den Forderungen ein Ausfallrisiko vorhanden ist, werden diese wertberichtigt. Damit wurden alle uneinbringlichen Forderungen zum Bilanzstichtag wertberichtigt. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Zu-/Abschreibungen und Kaufpreisanpassungen" innerhalb des Bewertungsergebnisses.
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch im Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Wie im Vorjahr wurden auch im Geschäftsjahr 2012/13 neben den Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Einzelwertberichtigungen auf Finanzierungsforderungen und Forderungen gegenüber Joint-Venture-Gesellschaften vorgenommen. Somit sind auch diese Forderungen nur in Höhe ihrer wahrscheinlichen Einbringlichkeit in der Bilanz enthalten. Insgesamt wurden erfolgswirksame Veränderungen von Wertberichtigungen i.H.v. EUR 24,2 Mio. (2011/12: EUR 41,2 Mio.) vorgenommen.
Bei den Wertberichtigungen handelt es sich ausschließlich um Einzelwertberichtigungen.
Die folgende Tabelle zeigt die erfolgswirksame Veränderung der Wertberichtigungen sowie der Aufwendungen und Erträge aus zweifelhaften und uneinbringlichen Forderungen gegliedert nach Klassen:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 | |
|---|---|---|---|
| Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | -3.609,1 | -2.176,9 |
| Finanzierungsforderungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | -9.559,0 | -24.158,3 |
| Kredite und sonstige Forderungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | -11.069,4 | -14.914,2 |
| Summe Wertberichtigungen | -24.237,5 | -41.249,4 |
5.7 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Werte in TEUR | Beteiligungen | Wertpapiere des Anlagevermögens |
Ausleihungen | Sonstige Finanzinstrumente |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten 1. Mai 2012 | 428.695,7 | 27.339,7 | 21.140,2 | 8.392,4 | 485.568,0 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 30,1 | -8,8 | 0,0 | -51,9 | -30,6 |
| Zugänge | 6.406,1 | 33,9 | 3.050,5 | 212,2 | 9.702,7 |
| Abgänge | -8.013,5 | -101,9 | -4.223,4 | -2.004,6 | -14.343,4 |
| Umbuchungen | -7,4 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | -7,3 |
| Währungseinflüsse | 817,9 | 0,0 | 0,0 | 8,2 | 826,1 |
| Anschaffungskosten 30. April 2013 | 427.928,9 | 27.262,9 | 19.967,4 | 6.556,3 | 481.715,5 |
| Buchwerte 30. April 2012 | 193.526,9 | 26.756,3 | 20.878,4 | 6.447,6 | 247.609,2 |
| Buchwerte 30. April 2013 | 165.903,5 | 23.628,6 | 19.671,9 | 4.655,3 | 213.859,3 |
Die sonstigen Finanzinstrumente beinhalten ausschließlich die positiven Marktwerte von Derivaten.
Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der IAS-39-Beteiligungen:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Erfolgsneutral bewertete Fonds | |||
| Investitionsschwerpunkt Europa | 33.396,3 | 42.096,8 | -20,67% |
| Erfolgswirksam bewertete Fonds | |||
| Investitionsschwerpunkt Europa | 104.328,0 | 112.179,2 | -7,00% |
| Investitionsschwerpunkt Asien | 625,4 | 1.710,0 | -63,43% |
| Investitionsschwerpunkt Amerika | 25.148,7 | 27.396,2 | -8,20% |
| Sonstige Beteiligungen | 2.405,1 | 10.144,8 | -76,29% |
| Summe | 165.903,5 | 193.527,0 | -14,27% |
Der tatsächliche Verkaufspreis der IAS-39-Beteiligungen kann aufgrund von Marktschwankungen vom ausgewiesenen Fair Value abweichen. Von den erfolgswirksam bewerteten IAS-39-Beteiligungen werden Buchwerte i.H.v. USD 18,2 Mio. in Fremdwährung geführt.
Das betragsmäßig höchste Commitment wird mit EUR 52,5 Mio. an dem Russian Development Fund gehalten.
Im Vorjahr wurden sämtliche Anteile an Europa Fund II L.P. ProLogis North American Industrial Fund II, L.P., FF&P Russia Real Estate Ltd., FF&P Development Fund, Carlyle Realty Halley Coinvestment IV, L.P., Europa Emerging Europe Fund Ltd., Polonia Property Fund Ltd. II veräußert.
Nach wettbewerbsbehördlicher Genehmigung wurde im Vorjahr der Kauf der restlichen 69,22% des Aktienkapitals der Adama Holding Public Ltd. ("Adama") durch die IMMOFINANZ Group vollzogen. Damit wird die Adama seit dem Vorjahr nicht mehr unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten geführt.
5.8 Latente Steueransprüche
Die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen zum 30. April 2013 und 30. April 2012 resultieren aus folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Aktiva | Passiva | Aktiva | Passiva |
| Immobilienvermögen | 37.760,7 | 784.290,6 | 42.331,5 | 778.734,7 |
| Andere Finanzanlagen und sonstige Vermögenswerte | 118.854,4 | 944.022,2 | 159.587,6 | 854.938,8 |
| Summe | 156.615,1 | 1.728.312,8 | 201.919,1 | 1.633.673,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 6.760,2 | 43.766,8 | 9.677,8 | 47.144,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 11.173,8 | 71.784,1 | 11.348,5 | 84.737,4 |
| Summe | 17.934,0 | 115.550,9 | 21.026,3 | 131.882,0 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.137.167,8 | 0,0 | 1.060.275,1 | 0,0 |
| Aktive/passive Steuerabgrenzung | 1.311.716,9 | 1.843.863,7 | 1.283.220,5 | 1.765.555,5 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen gegenüber derselben Steuerbehörde | -1.266.682,7 | -1.266.682,7 | -1.224.303,4 | -1.224.303,4 |
| Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung | 45.034,2 | 577.181,0 | 58.917,1 | 541.252,1 |
Auf steuerliche Verlustvorträge werden aktive Steuerabgrenzungen insoweit gebildet, als es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft steuerliche Gewinne zur Verrechnung der Verlustvorträge zur Verfügung stehen werden oder in ausreichendem Maß passive latente Steuern bilanziert sind, diese Verpflichtungen dasselbe Steuersubjekt sowie dieselbe Steuerbehörde betreffen und sich die aktiven und passiven latenten Steuern im gleichen Wirtschaftsjahr ausgleichen.
Für Verlustvorträge i.H.v. EUR 717,1 Mio. (2011/12: EUR 814,1 Mio.) wurde in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt. Diese sind teilweise unverfallbar und teilweise verfallen sie innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre.
Gemäß IAS 1.56 erfolgt aufgrund der ausschließlich maßgeblichen Gliederung nach der Fristigkeit eine Zuteilung der Steuerabgrenzungsposten zum langfristigen Vermögen bzw. zu den langfristigen Verbindlichkeiten.
Der Berechnung der Steuerlatenz liegt für inländische Unternehmen der Steuersatz von 25,00% zugrunde. Für ausländische Unternehmen wird der jeweilige lokale Steuersatz angewendet.
Die Steuersätze für die Bewertung der Steuerlatenzen in den einzelnen Ländern stellen sich wie folgt dar:
| Land | Anwendbarer Steuersatz 2012/13 | Anwendbarer Steuersatz 2011/12 |
|---|---|---|
| Bulgarien | 10,00% | 10,00% |
| Deutschland | 15,83%–32,98% | 15,83%–32,98% 1 |
| Frankreich | 33,33% | 33,33% |
| Italien | 3,90%–31,40% | 3,90%–31,40% |
| Kroatien | 20,00% | 20,00% |
| Luxemburg | 28,59%–28,80% | 28,59%–28,80% 2 |
| Malta | 35,00% | 35,00% |
| Moldawien | 12,00% | 12,00% |
| Niederlande | 20,00%–25,00% | 20,00%–25,00% 3 |
| Österreich | 25,00% | 25,00% |
| Polen | 19,00% | 19,00% |
| Rumänien | 16,00% | 16,00% |
| Russland | 20,00% | 20,00% |
| Schweden | 26,30% | 26,30% |
| Schweiz | 16,68%–21,62% | 16,68%–21,96% 2 |
| Serbien | 15,00% | 10,00% |
| Slowakei | 23,00% | 19,00% |
| Slowenien | 15,00% | 15,00% |
| Türkei | 20,00% | 20,00% |
| Tschechien | 19,00% | 19,00% |
| Ukraine | 16,00% | 16,00% |
| Ungarn | 10,00%–19,00% | 10,00%–19,00% 3 |
| USA | 34,00% | 34,00% 4 |
| Zypern | 12,50% | 10,00% |
1 Der Steuersatz in Deutschland kann variieren, je nachdem ob die Gesellschaft gewerbesteuerpflichtig ist oder nicht und mit dem Sitz des Unternehmens.
2 Der Steuersatz kann variieren (abhängig vom Sitz des Unternehmens). 3 Der Steuersatz kann variieren (abhängig vom Umsatz des Unternehmens).
4 Das zu versteuernde Einkommen von Kapitalgesellschaften unterliegt in den USA auf Bundesebene einem Stufenanstoßtarif, wobei der Körperschaftsteuersatz grundsätzlich von 15% bei niedrigen Einkommen auf 35% in der höchsten Einkommensstufe ansteigt.
In Italien beträgt der Körperschaftsteuersatz 27,50%, zusätzlich fällt lokale Steuer ("IRAP") i.H.v. 3,90% an (effektiver Satz 31,40%). Personengesellschaften mit Sitz im Distrikt Rom unterliegen der lokalen Steuer i.H.v. 3,90% zuzüglich einer lokalen Steuer des Distrikts Rom i.H.v. 0,92% (effektiver Satz 4,82%).
Mit Wirkung zum 1. Jänner 2012 wurde in Moldawien der Körperschaftsteuersatz von 0,00% auf 12,00% erhöht.
Während des vorangegangenen Geschäftsjahres wurde der Körperschaftsteuersatz in den Niederlanden geringfügig von 25,50% auf 25,00% gesenkt.
In der Schweiz sieht das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) für Unternehmensgewinne einen proportionalen Steuersatz von 8,50% vor. In den Kantonen bestehen unterschiedliche Besteuerungsmethoden, Steuersätze und Steuerfußsätze.
Mit Wirkung zum 1. Jänner 2013 wurde der Körperschaftsteuersatz in Serbien von 10,00% auf 15,00% angehoben.
In der Slowakei wurde der Körperschaftsteuersatz ebenfalls zum 1. Jänner 2013 von 19,00% auf 23,00% angehoben.
Am 26. April 2012 wurden im Amtsblatt der Republik Slowenien die Änderungen des Körperschaftsteuergesetzes und des Einkommensteuergesetzes veröffentlicht. Der Steuersatz wird schrittweise von 20,00% über 18,00% für das Jahr 2012, 17,00% für das Jahr 2013, 16,00% für das Jahr 2014 auf einen Steuersatz von 15,00% gesenkt, der ab 2015 gilt.
Aufgrund einer Steuerreform in der Ukraine wurde der Körperschaftsteuersatz ab dem Jahr 2011 von 25,00% auf 23,00%, ab 2012 auf 21,00%, ab 2013 auf 19,00% und ab 2014 auf 16,00% gesenkt.
Am 18. April 2013 wurde vom zypriotischen Parlament die Erhöhung des Körperschaftsteuersatzes von 10,00% auf 12,50% beschlossen.
Die Realisierung eines latenten Steueranspruchs i.H.v. EUR 43,1 Mio. (2011/12: EUR 58,9 Mio.) hängt von künftigen zu versteuernden Ergebnissen ab, die höher als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen sind.
5.9 Zur Veräußerung gehaltenes langfristiges Vermögen und langfristige Verbindlichkeiten
Es wird jenes Immobilienvermögen als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, für welches zum Bilanzstichtag eine hohe Wahrscheinlichkeit der Veräußerung gegeben ist, d.h. die Vertragsunterzeichnung wird für einen Zeitraum unmittelbar nach dem Bilanzstichtag erwartet oder hat bereits stattgefunden.
Unter dieser Prämisse wurden vier Objekte sowie ein österreichisches Wohnungsportfolio mit einem Immobilienwert i.H.v. EUR 583,4 Mio. und dazugehörige Finanzverbindlichkeiten von EUR 262,5 Mio. als zur Veräußerung gehalten klassifiziert.
Im Vorjahr wurden in diesen Positionen im Wesentlichen zwei Objekte in Österreich mit einem Buchwert von EUR 42,2 Mio. ausgewiesen.
5.10 Immobilienvorräte
Zum Bilanzstichtag 30. April 2013 betrug der Buchwert der Immobilienvorräte EUR 262,6 Mio. (2011/12: EUR 148,3 Mio.). Es wurden Aufwertungen i.H.v. EUR 4,0 Mio. (2011/12: EUR 4,1 Mio.) und Abwertungen i.H.v. EUR 17,1 Mio. (2011/12: EUR 16,8 Mio.) vorgenommen. Bei Immobilienvorräten mit einem Buchwert i.H.v. EUR 144,0 Mio. (2011/12: EUR 125,3 Mio.) erfolgte eine Abwertung der fortgeführten Herstellungskosten. Die Zuschreibung i.H.v. EUR 4,0 Mio. ist überwiegend auf Immobilienvorräte der BUWOG Bauen und Wohnen Gesellschaft mbH zurückzuführen und betrifft im Wesentlichen eine fertiggestellte und bereits verkaufte Immobilie.
Immobilienvorräte mit einem Buchwert von EUR 70,4 Mio. (2011/12: EUR 54,8 Mio.) dienen als Besicherung. Die korrespondierenden besicherten Verbindlichkeiten betragen EUR 69,8 Mio. (2011/12: EUR 44,6 Mio.).
5.11 Liquide Mittel
Zum 30. April 2013 sind liquide Mittel i.H.v. EUR 738,5 Mio. (2011/12: EUR 559,2 Mio.) in der Bilanz ausgewiesen. Darüber hinaus werden in den sonstigen finanziellen Forderungen Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkungen ausgewiesen (siehe Kapitel 5.6).
5.12 Eigenkapital
Die Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals der IMMOFINANZ für die Jahre 2012/13 und 2011/12 ist in einer gesonderten Eigenkapitalentwicklung als Bestandteil des Konzernabschlusses 30. April 2013 abgebildet. Der Terminus "erfolgsneutral" bedeutet im sonstigen Ergebnis erfasst.
Das Grundkapital beträgt zum 30. April 2013 EUR 1.172.059.877,27 und ist in 1.128.952.687 nennwertlose Stückaktien zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze einbezahlt. Die gebundene Kapitalrücklage beträgt EUR 4.017.779.656,75 (2011/12: EUR 4.005.813.124,67). Das Grundkapital zum 30. April 2012 betrug EUR 1.184.026.409,36 und war in 1.140.479.102 nennwertlose Stückaktien zerlegt.
Mit Stichtag 3. Oktober 2012 erfolgte eine Kapitalherabsetzung um EUR 12,0 Mio. durch Einzug von 11.526.415 Stück eigenen Aktien der IMMOFINANZ AG.
In der Berichtsperiode wurden außerdem 20.000.000 Stück eigene Aktien mit einem Gesamtwert von EUR 62,4 Mio. im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2012/13 zurückerworben. Zum 30. April 2013 werden somit 112.895.268 eigene Aktien gehalten. Diese sind im Eigenkapital bilanziert. Eigene Aktien im Ausmaß von 101.605.741 Stück dienen als Besicherung für einen Kredit (siehe Kapitel 5.14).
Die Einteilung der Aktien zum 30. April 2013 stellt sich wie folgt dar:
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stück | Grundkapital in EUR | Stück | Grundkapital in EUR | |||
| Inhaberaktien | 1.128.952.687 | 1.172.059.877,27 | 1.140.479.102 | 1.184.026.409,36 | ||
| Summe | 1.128.952.687 | 1.172.059.877,27 | 1.140.479.102 | 1.184.026.409,36 |
Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen den Aktionären bekannt, die eine Beschränkung der Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Alle Aktien lauten auf Inhaber, berechtigen zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts, wobei jede Aktie eine Stimme gewährt.
Die Anzahl der Aktien entwickelt sich wie folgt:
| 2012/13 | 2011/12 | |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahres | 1.140.479.102 | 1.045.373.586 |
| Wandlungen der IMMOFINANZ Wandelanleihe 2011 | 0 | 95.104.915 |
| Wandlungen der IMMOFINANZ Wandelanleihe 2018 | 0 | 601 |
| Einzug von eigenen Aktien | -11.526.415 | 0 |
| Stand zu Ende des Geschäftsjahres | 1.128.952.687 | 1.140.479.102 |
Der Posten kumuliertes übriges Eigenkapital setzt sich aus der Rücklage aus der Währungsumrechnung, der Rücklage für Marktbewertung von AfS-Wertpapieren und der Neubewertungsrücklage zusammen.
Die Rücklage aus der Währungsumrechnung umfasst alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen entstanden sind (Kapitel 2.1.11).
Noch nicht durch Verkauf realisierte kumulierte Wertänderungen der von Konzernunternehmen gehaltenen AfS-Wertpapiere werden der Rücklage für Marktbewertung von AfS-Wertpapieren zugerechnet.
Weiters ist eine Neubewertungsrücklage (siehe Kapitel 2.1.6) i.H.v. EUR 91,4 Mio. (2011/12: EUR -168,9 Mio.) ausgewiesen. Die Neubewertungsrücklage beinhaltet jene Anteile der stillen Reserven, die auf die Altanteile entfallen und nach IFRS 3.58 alt durch Neubewertung des Reinvermögens zum Transaktionszeitpunkt im Rahmen eines stufenweisen Erwerbs (Übergangskonsolidierung) ermittelt wurden. Diese Rücklage ist wie eine Neubewertungsrücklage nach IAS 16 zu behandeln.
Unterschiedsbeträge aus Transaktionen mit Minderheiten ohne Verlust der Kontrolle (sog. Strukturveränderungen) werden als Erhöhung oder Minderung des Eigenkapitals behandelt. Diese Bilanzierungsmethode steht im Einklang mit dem IAS 27. Detaillierte Informationen dazu sind im Kapitel 3.8 enthalten.
Bezüglich der Erläuterungen zum bedingten Kapital siehe Kapitel 5.13.
Aufgrund der in der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG am 5. Oktober 2012 beschlossenen Bardividende für das Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von EUR 0,15 pro Aktie wurde in der Berichtsperiode eine Gesamtdividende von EUR 155,3 Mio. (2011/12: EUR 99,0 Mio.) ausgeschüttet.
Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 2. Oktober 2013 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2012/13 eine Dividende in Hohe von EUR 0,15 je Aktie auszuschütten.
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | Davon Rest laufzeit unter 1 Jahr |
Davon Restlauf zeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Davon Rest laufzeit über 5 Jahre |
30. April 2012 | Davon Rest laufzeit unter 1 Jahr |
Davon Restlauf zeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Davon Rest laufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wandelanleihe 2007–2014 | 25.579,7 | 25.579,7 | 0,0 | 0,0 | 25.152,0 | 193,7 | 24.958,3 | 0,0 |
| Wandelanleihe 2007–2017 | 39.050,1 | 194,1 | 38.856,0 | 0,0 | 216.176,5 | 216.176,5 | 0,0 | 0,0 |
| Wandelanleihe 2009–2011 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Wandelanleihe 2011–2018 | 489.478,6 | 3.113,2 | 486.365,4 | 0,0 | 488.038,3 | 3.152,4 | 484.885,9 | 0,0 |
| Summe | 554.108,4 | 28.887,0 | 525.221,4 | 0,0 | 729.366,8 | 219.522,6 | 509.844,2 | 0,0 |
5.13 Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen
Wandelanleihe 2007–2014, ISIN XS0283649977 (WA 2014)
IMMOFINANZ AG hat am 19. Jänner 2007 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. September 2006 Wandelanleihen im Gesamtnominale von EUR 750,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 20. Jänner 2014 emittiert (ISIN XS0283649977). Zur Bedienung der Umtauschrechte aus den WA 2014 besteht bedingtes Kapital (§ 159AktG) gemäß den Beschlüssen der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 28. September 2006, 27. September 2007 und 2. Oktober 2009.
IMMOFINANZAG hält noch nicht eingezogene zurückgekaufte WA 2014 im Gesamtnominale von EUR 96,2 Mio. Die WA 2014 ist zum 30. April 2013 im Gesamtnominale von EUR 25,7 Mio. aushaftend. Auf Grundlage des geltenden Wandlungspreises von EUR 13,33 (zuletzt angepasst am 8. Oktober 2012 infolge der Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011/12) berechtigt die ausstehende WA 2014 zur Wandlung in insgesamt 1.927.982 Stück Aktien der IMMOFINANZAG.
Am 9. Jänner 2012 endete die Kündigungsfrist für die vorzeitige Rückzahlung der von der IMMOFINANZ AG begebenen 2,75% WA 2014. Die Kündigungen wurden mit 19. Jänner 2012 wirksam. Von den Inhabern wurden 776 Stück der WA 2014 zur Rückzahlung gekündigt. Der auszuzahlende Betrag i.H.v. EUR 77,6 Mio. zuzüglich Zinsen wurde aus den vorhandenen Barmitteln der Gesellschaft getilgt.
Zum 30. April 2013 ist ein Nominale von EUR 25,7 Mio. (2011/12: EUR 25,7 Mio.) aushaftend, welches am 20. Jänner2014 (Fälligkeitstag) getilgt wird.
Wandelanleihe 2007–2017, ISIN XS0332046043 (WA 2017)
IMMOFINANZ AG hat am 19. November 2007 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. September 2007 Wandelanleihen im Gesamtnominale von EUR 750,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 19. November 2017 emittiert (ISIN XS0332046043). Zur Bedienung der Umtauschrechte aus den WA 2017 besteht bedingtes Kapital (§ 159 AktG) gemäß den Beschlüssen der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 28. September 2006, 27.September 2007 und 2. Oktober 2009. Gemäß den Emissionsbedingungen war jeder Inhaber der WA 2017 berechtigt, die Schuldverschreibung zum 19. November 2012 zur vorzeitigen Rückzahlung zu kündigen. Insgesamt wurden WA 2017 im Gesamtnominale von EUR 144,3 Mio. zur Rückzahlung gekündigt und von der IMMOFINANZ AG getilgt.
In der verbleibenden Restlaufzeit ist gemäß den Emissionsbedingungen jeder Inhaber der WA 2017 berechtigt, die WA 2017 zum 19. November 2014 zur vorzeitigen Rückzahlung zu kündigen.
IMMOFINANZ AG hält noch nicht eingezogene zurückgekaufte WA 2017 im Gesamtnominale von EUR 22,4 Mio. Die WA 2017 ist zum 30. April 2013 im Gesamtnominale von EUR 35,1 Mio. (2011/12: EUR 195,0 Mio.) aushaftend. Auf Grundlage des geltenden Wandlungspreises von EUR 8,41 (zuletzt angepasst am 8. Oktober 2012 infolge der Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011/12) berechtigt die ausstehende WA 2017 zur Wandlung in insgesamt 4.173.602 Stück Aktien der Gesellschaft.
In der Berichtsperiode wurden 156 Stück der WA 2017 mit einem Nominale von EUR 15,6 Mio. zurückgekauft.
Wandelanleihe 2009–2011, ISIN XS0416178530 (WA 2011)
Die IMMOFINANZ AG hat am 6. April 2009 sämtlichen Inhabern der WA 2014 (Nominale EUR 750,0 Mio.) und sämtlichen Inhabern der WA 2017 (Nominale EUR 750,0 Mio.) ein Angebot zum Bezug einer neuen WA 2011 im Umtauschverhältnis 5:2 zuzüglich einer Barzahlung i.H.v. EUR 5.000,00 je EUR 100.000,00 getauschtem Nominale unterbreitet. Im Rahmen des Umtauschangebots wurden WA 2014 mit einem Nominale von EUR 75,5 Mio. sowie WA 2017 mit einem Nominale von EUR 498,5 Mio. gegen WA 2011 mit einem Nominale von insgesamt EUR 229,6 Mio. getauscht.
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. Oktober 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 23,4 Mio. durch Ausgabe von bis zu 22.524.726 Stück neuen auf Inhaber lautende Stammaktien bedingt zu erhöhen.
Am 6. Oktober 2011 endete der Wandlungszeitraum für die von IMMOFINANZ AG begebene 7,00% WA 2011. Vom ursprünglich begebenen Nominale von EUR 229,6 Mio. wurden bis zu diesem Datum Wandelanleihen mit einem Nominale von EUR 224,7 Mio. gewandelt. Der Stand der Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Wandlungen der WA 2011 wurde in das Eigenkapital der IMMOFINANZ AG umgegliedert und führte somit zu einer Erhöhung des Eigenkapitals von EUR 196,2 Mio. nach Abzug von Transaktionskosten i.H.v. EUR 1,4 Mio. (nach Abzug von Steuern von EUR 0,5 Mio.).
Die Wandelanleihe wurde zum Fälligkeitstermin (22. Dezember 2011) in Höhe des – nach Ausübung von Wandlungsrechten – noch aushaftenden Nominale von EUR 4,9 Mio. von der IMMOFINANZ AG zurückgezahlt.
Wandelanleihe 2011–2018, ISIN XS0592528870 (WA 2018)
Am 8. März 2011 hat IMMOFINANZ AG auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. September 2007 (Emission von Wandelanleihen) und vom 28. September 2010 (Veräußerung eigener Aktien) 125.029.692 Stück Wandelanleihen im Gesamtnominale von EUR 515,1 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 8. März 2018 emittiert (ISIN XS0592528870). Gemäß den Emissionsbedingungen ist jeder Inhaber der WA 2018 berechtigt, die Schuldverschreibung zum 8. März 2016 zur vorzeitigen Rückzahlung zu kündigen.
Die Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG hat mit Beschluss vom 28. September 2011 die Ausgabe der WA 2018 und die Ausstattung dieser Wandelanleihe mit anfänglichen Wandlungsrechten in bis zu 104.421.677 Stück neue (junge) auf den Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft sowie die Emissionsbedingungen der WA 2018 gemäß § 174 AktG genehmigt.
Zur Bedienung von Umtauschrechten aus der WA 2018 wurde in der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 28. September 2011 eine bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 159 AktG um EUR 132,2 Mio. beschlossen.
IMMOFINANZ AG hält noch nicht eingezogene zurückgekaufte WA 2018 im Gesamtnominale von EUR 6,4 Mio. Zum 30. April 2013 ist die WA 2018 im Gesamtnominale von EUR 508,7 Mio. (2012: EUR 515,5 Mio.) ausstehend. Auf Grundlage des geltenden Wandlungspreises von EUR 3,74 (zuletzt angepasst am 8. Oktober 2012 infolge der Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011/12) berechtigt die ausstehende WA 2018 zur Wandlung in insgesamt 136.011.903 Stück Aktien der Gesellschaft.
Wandlungen und Rückkäufe
In der Berichtsperiode wurden keine Wandlungsrechte ausgeübt. Durch die Ausübung von Wandlungsrechten aus begebenen Wandelanleihen (WA 2011 sowie WA 2018) wurde das Grundkapital der IMMOFINANZ AG im Geschäftsjahr 2011/12 um EUR 98,7 Mio. durch Ausgabe von 95.105.516 Stück IMMOFINANZ-Aktien erhöht.
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Wandelanleihen mit einem Nominale von EUR 22,0 Mio. zurückgekauft. Aus dem Rückkauf der Wandelanleihen sowie aus der Nichtausnutzung des vorzeitigen Kündigungsrechts der Inhaber der Wandelanleihen (WA 2017) wurde ein Ertrag i.H.v. EUR 2,6 Mio. realisiert (siehe Kapitel 4.8). Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Wandelanleihen mit einem Nominale von EUR 2,5 Mio. zurückgekauft und ein Ertrag i.H.v. EUR 0,8 Mio. realisiert.
Aufteilung Eigen-/Fremdkapital und eingebettete Derivate
Die begebenen Wandelanleihen stellen gemäß IFRS ein strukturiertes Finanzinstrument dar, dessen Eigenkapital- und Fremdkapitalelemente getrennt auszuweisen sind. Das Eigenkapitalelement wurde zum Zeitpunkt der Emission für die WA 2017 mit EUR 84,7 Mio. für die WA 2014 in 2006/07 mit EUR 45,1 Mio., für die WA 2011 mit EUR 16,3 Mio. und für die WA 2018 mit EUR 37,1 Mio. (abzüglich latenter Steuern EUR 27,7 Mio.) bewertet. Der Ausweis der Eigenkapitalkomponente erfolgt unter den Kapitalrücklagen.
Für die bestehenden Kündigungsrechte (Call-Option der Gesellschaft, Put-Option der Anleiheinhabern) wurden derivative Komponenten der Verbindlichkeit identifiziert, welche nicht gesondert bewertet werden.
Der Buchwert der Wandelanleiheverbindlichkeiten zum 30. April 2013 beträgt EUR 554,1 Mio. (30. April 2012: EUR 729,4 Mio.).
5.14 Finanzverbindlichkeiten
| Werte in TEUR | 30. Apr. 2013 | Davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
Davon Restlauf zeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Davon Rest laufzeit über 5 Jahre |
30. Apr. 2012 | Davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
Davon Rest laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Davon Rest laufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
4.085.441,8 | 707.799,6 | 1.941.747,1 | 1.435.895,1 | 3.932.400,5 | 753.583,6 | 1.759.764,4 | 1.419.052,5 |
| Davon besichert | 3.993.730,1 | 700.634,8 | 1.868.710,9 | 1.424.384,4 | 3.900.112,5 | 746.757,7 | 1.746.165,6 | 1.407.189,2 |
| Davon nicht besichert | 91.711,7 | 7.164,8 | 73.036,2 | 11.510,7 | 32.288,0 | 6.825,9 | 13.598,8 | 11.863,3 |
| Verbindlichkeiten Gebietskörperschaften | 380.398,2 | 21.622,2 | 80.377,6 | 278.398,4 | 370.095,4 | 21.198,0 | 81.287,5 | 267.609,9 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 28.726,2 | 4.763,1 | 14.537,5 | 9.425,6 | 31.111,1 | 5.165,1 | 14.037,1 | 11.908,9 |
| Verbindlichkeiten aus der Begebung von Anleihen |
312.399,0 | 11.854,7 | 300.544,3 | 0,0 | 250.221,9 | 19.115,4 | 231.106,5 | 0,0 |
| Finanzverbindlichkeit Kommanditbeteiligung | 9.893,9 | 9.893,9 | 0,0 | 0,0 | 9.461,5 | 9.461,5 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 46.644,2 | 600,0 | 45.483,0 | 561,2 | 51.983,6 | 859,3 | 50.606,0 | 518,3 |
| Summe | 4.863.503,3 | 756.533,5 | 2.382.689,5 | 1.724.280,3 | 4.645.274,0 | 809.382,9 | 2.136.801,5 | 1.699.089,6 |
Folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag:
Mit 3. Juli 2012 begab die IMMOFINANZ AG eine Unternehmensanleihe mit einer Gesamtnominale von EUR 100,0 Mio. und einer Stückelung von EUR 1.000,00. Die Unternehmensanleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und eine Verzinsung von 5,25%. Nach Abzug der Transaktionskosten ergab sich ein Geldzufluss aus Anleihenbegebung von EUR 98,7 Mio.
Auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Oktober 2012 zur Veräußerung eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1b AktG und zum Rückerwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 und Abs. 1bAktG hat die IMMOFINANZ AG am 10. Jänner 2013 101.605.741 Stück eigene Aktien zu Finanzierungszwecken an finanzierende Kreditinstitute veräußert und übertragen und dafür Finanzierungen im Gesamtvolumen von EUR 150 Mio. für eine Laufzeit von bis zu drei Jahren erhalten. Der anteilige Betrag dieser 101.605.741 Stück Aktien am Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 105.485.388,09, entsprechend 9,00% des Grundkapitals zum 30. April 2013.
In diesem Zusammenhang wurden auch die von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH (100% Tochtergesellschaft der IMMOFINANZAG) gehaltenen 57.071.429 Stück IMMOFINANZ-Aktien im Jänner 2013 an IMMOFINANZAG gegen anteilige Gewährung der Finanzierungsvaluta veräußert und zwischen der IMMOFINANZ AG und der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH im Wesentlichen die gleichen Bedingungen für Veräußerung, Finanzierung und Rückerwerb der IMMOFINANZ-Aktien vereinbart, wie im Vertragsverhältnis zwischen der IMMOFINANZ AG und den finanzierenden Kreditinstituten.
Die Gesellschaft ist berechtigt, während der Laufzeit jederzeit die 101.605.741 Stück Aktien gegen Rückführung der Finanzierungen (EUR 150 Mio.) rückzuerwerben. Am Ende der Laufzeit ist die Gesellschaft zum Rückerwerb der Aktien gegen Tilgung der Finanzierungen verpflichtet. Die von der Gesellschaft während der Laufzeit zu leistenden Zinsen sind an den EURIBOR gekoppelt. Während der Laufzeit von der Gesellschaft ausgeschüttete Dividenden werden an die Gesellschaft rückgeführt. Der vereinbarte Rückerwerbspreis für die Aktien entspricht dem Verkaufspreis, sodass Kursrisiko/-chance der Aktien bei der Gesellschaft verbleiben. Wirtschaftlich handelt es sich um eine Kreditfinanzierung mit Besicherung durch eigene Aktien, welche innerhalb der Bilanzposition Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen wird.
Im laufenden Geschäftsjahr wurde eine Anleihe einer Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ Group um EUR 38,3 Mio. vorzeitig getilgt.
Die Verbindlichkeiten aus Anleihen enthalten eine CMBS (Commercial Mortgage-Backed Security) Finanzierung i.H.v. EUR 209,1 Mio. (2011/12: EUR 213,4 Mio.).
In den kurzfristigen besicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist eine Verbindlichkeit aus dem Syndicated Loan i.H.v. EUR 173,5 Mio. (2011/12: EUR 241,8 Mio.) ausgewiesen. Der syndizierte Kredit stellt eine mit einer Garantie der IMMOFINANZ AG, der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH und Liegenschaften besicherte Finanzierung dar, die im Mai 2006 aufgenommen und im Mai 2013 getilgt wurde.
Insgesamt werden von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten innerhalb des 1. Quartals 2013/14 EUR 434,4 Mio. fällig (2012/13 EUR 208,1 Mio.).
Die Konditionen der wesentlichen Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| Währung | Verzinsung fix/ variabel |
Gewichteter Durchschnitts zinssatz |
Restschuld pro Gesellschaft | Konsolidierte Restschuld pro Gesellschaft1 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in 1.000 | in TEUR | in 1.000 | in TEUR | Bilanz in TEUR | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | CHF | variabel | 0,93% | 62.022,9 | 46.513,0 | 62.022,9 | 46.513,0 | |
| (Kredite und Barvorlagen) | EUR | fix | 5,21% | 104.474,6 | 104.474,6 | 87.739,8 | 87.739,8 | |
| EUR | variabel | 2,38% | 2.728.977,5 | 2.728.977,5 | 2.590.787,8 | 2.590.787,8 | ||
| RON | variabel | 13,00% | 204,1 | 47,2 | 51,0 | 11,8 | ||
| USD | fix | 3,97% | 532,0 | 406,7 | 532,0 | 406,7 | ||
| USD | variabel | 6,86% | 983.787,6 | 752.591,5 | 973.049,7 | 744.377,0 | ||
| PLN | variabel | 6,71% | 18.552,6 | 4.478,2 | 18.552,6 | 4.478,2 | ||
| EUR | fix | 3,19% | 65.093,7 | 65.093,7 | 65.093,7 | 65.093,7 2 | ||
| EUR | variabel | 1,45% | 558.984,1 | 558.984,1 | 558.984,1 | 558.984,1 2 |
||
| Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
4.261.566,5 | 4.098.392,1 | 4.085.441,8 3 |
|||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Gebietskörperschaften |
EUR | fix | 1,33% | 536.860,9 | 536.860,9 | 536.860,9 | 536.860,9 2 |
380.398,2 4 |
| Verbindlichkeiten aus der Begebung von Anleihen |
EUR | fix | 4,18% | 308.188,3 | 308.188,3 | 308.188,3 | 308.188,3 | 312.399,0 |
| Finanzierungsleasing | EUR | 34.837,1 | 28.726,2 5 |
|||||
| Finanzverbindlichkeit Kommanditbeteiligung | 9.893,9 | |||||||
| Andere | 46.644,2 | |||||||
| Gesamtsumme | 4.863.503,3 |
1 Exkl. assoziierte Unternehmen
2 Betrifft BUWOG Bauen und Wohnen Gesellschaft mbH, ESG Wohnungsgesellschaft mbH und Heller Fabrik Liegenschaftsverwertungs GmbH
3 Kumulierte Amortisierung von Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem Betrag bei Endfälligkeit (Nebengebühren) berücksichtigt 4 Barwert des Zinsvorteils der Verbindlichkeiten gegenüber Gebietskörperschaften in der BUWOG Bauen und Wohnen Gesellschaft mbH und ESG Wohnungsgesellschaft mbH
(siehe dazu Erläuterung in Kapitel 2.3.5)
5 Diskontierter Zinsanteil von Finanzierungsleasing Verbindlichkeiten
Der Barwert der in der obigen Tabelle dargestellten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt EUR 4.106,5 Mio. (2011/12: EUR 3.976,2 Mio.). Für die Barwertberechnung wurden die Diskontierungssätze gemäß der folgenden Aufstellung angenommen, welche sich aus den Marktzinssätzen zum 30. April 2013 bzw. 30. April 2012 und den gewichteten Durchschnittsmargen der zum Bilanzstichtag in der entsprechenden Währung von IMMOFINANZ-Konzerngesellschaften eingegangenen Kreditverbindlichkeiten ergibt.
| Diskontierungssätze in % | 2012/13 | EUR | USD | |
|---|---|---|---|---|
| Bis 31. Oktober 2013 | 3,141% | 6,935% | ||
| Bis 30. April 2014 | 3,154% | 6,936% | ||
| Bis 30. April 2016 | 3,299% | 7,075% | ||
| Bis 30. April 2018 | 3,573% | 7,445% | ||
| Bis 30. April 2020 | 3,891% | 7,899% | ||
| Bis 30. April 2023 | 4,296% | 8,445% | ||
| Bis 30. April 2028 | 4,732% | 8,985% | ||
| Ab 1. Mai 2028 | 4,887% | 9,220% |
| Diskontierungssätze in % | 2011/12 | EUR | USD | CHF | ILS |
|---|---|---|---|---|---|
| Bis 31. Oktober 2012 | 2,721% | 6,386% | 1,479% | - | |
| Bis 30. April 2013 | 2,634% | 6,117% | 1,460% | 4,517% | |
| Bis 30. April 2015 | 2,745% | 6,397% | 1,507% | 4,987% | |
| Bis 30. April 2017 | 3,128% | 6,904% | 1,727% | 5,527% | |
| Bis 30. April 2019 | 3,502% | 7,407% | 2,009% | 6,027% | |
| Bis 30. April 2022 | 3,891% | 7,915% | 2,342% | 6,477% | |
| Bis 30. April 2027 | 4,244% | 8,361% | 2,654% | 6,477% | |
| Ab 1. Mai 2027 | 4,302% | 8,534% | 2,654% | 6,477% |
Im Laufe des Geschäftsjahres 2012/13 kam es bei einigen Bankfinanzierungen zum Bruch von Financial Covenants. Diese betrafen LTV-Ratios (Loan-To-Value-Ratios) oder DSCR (Debt Service Credit Ratio). Diesbezüglich wurden Verhandlungen mit den finanzierenden Banken aufgenommen und zum Teil bereits Waiver bzw. Amendments zu bestehenden Verträgen abgeschlossen. Dabei handelt es sich um Kreditverbindlichkeiten i.H.v. EUR 40,7 Mio. (2011/12: EUR 25,7 Mio.).
5.15 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | Davon Rest laufzeit unter 1 Jahr |
Davon Rest laufzeit zwi schen 1 und 5 Jahren |
Davon Rest laufzeit über 5 Jahre |
30. April 2012 | Davon Rest laufzeit unter 1 Jahr |
Davon Rest laufzeit zwi schen 1 und 5 Jahren |
Davon Rest laufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
74.967,6 | 73.088,4 | 1.533,3 | 345,9 | 68.800,5 | 66.924,0 | 1.570,7 | 305,8 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||
| Zeitwert passiver derivativer Finanzinstrumente |
109.710,6 | 0,0 | 57.227,9 | 52.482,7 | 81.765,5 | 0,0 | 66.707,3 | 15.058,2 |
| Hausverwaltung | 4.486,2 | 4.486,2 | 0,0 | 0,0 | 5.102,0 | 5.102,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Joint-Venture-Gesellschaften |
42.966,3 | 6.488,9 | 33.132,0 | 3.345,4 | 54.847,0 | 16.483,2 | 35.325,7 | 3.038,1 |
| Kautionen und erhaltene Garantien | 60.354,8 | 10.607,6 | 32.757,5 | 16.989,7 | 53.145,7 | 9.347,0 | 9.788,3 | 34.010,4 |
| Erhaltene Anzahlungen Wohnungsverkäufe | 41.658,9 | 28.945,0 | 12.713,9 | 0,0 | 13.141,0 | 11.359,8 | 1.781,2 | 0,0 |
| Ausbau und Sanierung | 37.422,1 | 18.896,4 | 13.405,7 | 5.120,0 | 25.976,2 | 11.004,3 | 10.709,3 | 4.262,6 |
| Verbindlichkeiten offener Kaufpreis (Anteilskauf) |
263.680,4 | 255.983,0 | 2.097,4 | 5.600,0 | 226.914,0 | 75.060,7 | 146.253,3 | 5.600,0 |
| Verbindlichkeiten offener Kaufpreis (Liegenschaftsankauf) |
2.609,2 | 1.816,4 | 792,8 | 0,0 | 4.645,6 | 2.542,5 | 2.103,1 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsbeiträgen |
119.184,1 | 119.184,1 | 0,0 | 0,0 | 121.533,2 | 121.533,2 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige | 34.266,9 | 29.036,0 | 3.035,1 | 2.195,8 | 35.048,5 | 29.412,3 | 3.540,7 | 2.095,5 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 716.339,5 | 475.443,6 | 155.162,3 | 85.733,6 | 622.118,7 | 281.845,0 | 276.208,9 | 64.064,8 |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||
| Finanzamt | 19.966,0 | 19.752,5 | 140,8 | 72,7 | 28.514,0 | 28.124,3 | 317,0 | 72,7 |
| Erhaltene Miet- und Leasingvorauszahlungen |
42.715,1 | 41.790,3 | 657,2 | 267,6 | 38.983,9 | 33.338,2 | 2.928,8 | 2.716,9 |
| Erhaltene Einnahmen aus Mietrechtsverkauf |
32,0 | 2,1 | 8,4 | 21,5 | 83,2 | 34,8 | 24,8 | 23,6 |
| Summe nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 62.713,1 | 61.544,9 | 806,4 | 361,8 | 67.581,1 | 61.497,3 | 3.270,6 | 2.813,2 |
| Summe | 854.020,2 | 610.076,9 | 157.502,0 | 86.441,3 | 758.500,3 | 410.266,3 | 281.050,2 | 67.183,8 |
Verbindlichkeiten offene Kaufpreise (Anteilskauf) betreffen mit EUR 253,7 Mio. (USD 331,6 Mio.) den vorläufigen, noch offenen Kaufpreis für den Erwerb der Holdinggesellschaft Gangaw Investments Limited, Nicosia, welche die russische Objektgesellschaft OAO Kashirskij Dvor-Severyanin, Moskau, zu 100% hält. Diese Objektgesellschaft besitzt das Einkaufszentrum Golden Babylon Rostokino. Im Vorjahr betrug die Verbindlichkeit des noch offenen Kaufpreises EUR 212,7 Mio. (USD 280,7 Mio.) nach Anpassung (siehe Kapitel 3.6).
In Österreich werden für geförderte Wohnungen Finanzierungsbeiträge von Mietern eingehoben, die bei Beendigung des Mietverhältnisses abzüglich eines Verwohnungsbeitrags rückerstattet werden. In der Regel handelt es sich um unbefristete Mietverträge, die jederzeit gekündigt werden können, daher werden diese Verbindlichkeiten zum Nominale bilanziert und als kurzfristig ausgewiesen.
5.16 Rückstellungen
Die Rückstellungen ohne Verpflichtungen gegenüber Dienstnehmern entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| Werte in TEUR | Drohverlustrückstellung | Sonstige Rückstellung | Summe |
|---|---|---|---|
| Anfangsbestand 1. Mai 2012 | 27.376,9 | 88.764,9 | 116.141,8 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 0,0 | 132,6 | 132,6 |
| Abgang Konsolidierungskreis | 0,0 | -212,3 | -212,3 |
| Zugang | 2.348,0 | 44.829,0 | 43.606,8 |
| Auflösung | -1.222,2 | -5.411,0 | -3.063,0 |
| Verbrauch | -17.206,4 | -31.877,9 | -49.084,3 |
| Währungsumrechnung | 23,2 | -360,0 | -336,8 |
| Endbestand 30. April 2013 | 11.319,5 | 95.865,3 | 107.184,8 |
Details zur Drohverlustrückstellung finden sich im Kapitel 4.7.3.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieansprüche, Sonderzahlungen, Rechtsstreitigkeiten und -beratung sowie Prüfungs- und Gutachterkosten. Ungefähr 60% der in der Tabelle ausgewiesenen Rückstellungen sind kurzfristig.
5.17 Verpflichtungen gegenüber Dienstnehmern
Die versicherungsmathematischen Gutachten zur Ermittlung der Defined Benefit Obligation per 30. April 2013 wurden von der AKTUAR Versicherungsmathematik GmbH erstellt. Die Rückstellungen für Sozialkapital entwickelten sich wie folgt:
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Stand 1. Mai | 4.135,6 | 3.834,2 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0,0 | 2.226,5 |
| Zinsaufwand/-ertrag | -115,7 | 214,9 |
| Dienstzeitaufwand | 129,1 | 688,4 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 24,1 | -253,2 |
| Auszahlung | -959,7 | -2.575,2 |
| Stand 30. April | 3.213,4 | 4.135,6 |
| Davon kurzfristig | 110,0 | 630,9 |
| Davon langfristig | 3.103,4 | 3.504,7 |
6. Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement
Das Cashflow-Statement des IMMOFINANZ-Konzerns zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gruppe im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Innerhalb des Cashflow-Statements wird zwischen Zahlungsströmen aus dem Ergebnis, aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird gemäß IAS 7.18 (b) nach der indirekten Methode ermittelt. Der Anteil quotenkonsolidierter Unternehmen am Zahlungsmittelbestand am 30. April 2013 beträgt EUR 15,3 Mio. (2011/12: EUR 17,1 Mio.). Sämtliche erforderliche Angaben nach IAS 7 werden im Cashflow-Statement dargestellt.
Der Zahlungsmittelfonds setzt sich aus liquiden Mitteln i.H.v. EUR 738,5 Mio. (2011/12: EUR 559,2 Mio.) zusammen.
Die Umrechnung des Cashflows erfolgt zum Mittelkurs der jeweiligen Landeswährung. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung zwischen Mittelkurs und Schlusskurs werden unter dem Posten "Differenzen aus Währungsumrechnung" erfasst.
Die Angaben der Summe der Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit, die sich auf quotal konsolidierte Anteile an gemeinschaftlich geführten Unternehmen beziehen (IAS 7.50b), werden unterlassen, da dies nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand möglich wäre. Die Angaben gemäß IAS 7.50 d werden aus demselben Grund ebenfalls unterlassen.
7. Sonstige Angaben
7.1 Informationen zu Geschäftssegmenten
7.1.1 Interne Berichterstattung
Zentraler Entscheidungsträger der IMMOFINANZ ist der Vorstand als Kollegialorgan. Die interne Berichterstattung an den Vorstand erfolgt auf Basis der Aufteilung in acht regionale Kernmärkte (Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Polen und Russland) sowie innerhalb der Kernmärkte deren Mieterlöse in Assetklassen (Büro, Einzelhandel, Wohnen, Logistik) und die BUWOG Gruppe. Die Darstellung der Segmentergebnisse folgt der internen Berichterstattung an den Vorstand (Management Approach) und erfüllt die Wesentlichkeitskriterien gemäß IFRS 8.13.
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Bereichs Residential West und eines möglichen Börsengangs oder Spin-offs der BUWOG wurde dieser Geschäftsbereich aus den Segmenten Österreich und Deutschland herausgelöst und in einem eigenen Segment BUWOG dargestellt.
7.1.2 Informationen zu den berichtspflichtigen Geschäftssegmenten
Das Segmentvermögen umfasst in erster Linie Immobilienvermögen, in Bau befindliches Immobilienvermögen, Firmenwerte, zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen sowie Immobilienvorräte.
Die Segmentinvestitionen beinhalten Zugänge der Bereiche Immobilienvermögen, in Bau befindliches Immobilienvermögen sowie Beteiligungen an Immobiliengesellschaften.
<-- PDF CHUNK SEPARATOR -->
7.1.3 Überleitung der Geschäftssegmente auf Konzernzahlen
Es finden keine wesentlichen Transaktionen zwischen den Segmenten statt. Daher erfolgt keine gesonderte Darstellung der "Eliminierung intersegmentärer Beträge".
In der Überleitungsspalte "Überleitung auf den Konzernabschluss" werden die nicht zuordenbaren Holdings bzw. nicht operativ tätige Gesellschaften abgebildet sowie die Eliminierung der unwesentlichen Geschäftsfälle zwischen den Segmenten.
7.1.4 Informationen über geografische Gebiete
Die Zuordnung der Umsatzerlöse und der langfristigen Vermögenswerte auf die Regionen erfolgt nach dem Standort der Liegenschaft. Für detaillierte Informationen zu den geografischen Gebieten verweisen wir auf den Segmentbericht.
7.1.5 Informationen über wichtige Kunden
Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es wie in der Vorperiode keine Kunden, mit denen mindestens 5,00% der gesamten Umsatzerlöse des Konzerns erzielt wurden.
7.2 Angaben zu Finanzinstrumenten
Unter dem Begriff "Finanzinstrumente" werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zusammengefasst. Ein Finanzinstrument wird allgemein definiert als Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Als Vertragspartner können auch mehrere Unternehmen auftreten. Unter diese Definition fallen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten, Eigenkapital und Derivate, ganz gleichgültig, ob die Verpflichtung bedingt oder unbedingt ist.
7.2.1 Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten
IFRS 7.6 verlangt die Aufgliederung der Finanzinstrumente nach Klassen sowie die Überleitungsrechnungen zu den in der Bilanz ausgewiesenen Posten. Die Bildung der Klassen wird vom bilanzierenden Unternehmen selbst bestimmt und ist daher i.d.R. anders als die nach IAS 39 definierten Kategorien, die zum Zweck der Bewertung der Finanzinstrumente erfasst werden.
Bei der Bestimmung der Klassen wurde den unterschiedlichen Charakteristika der für die IMMOFINANZ wesentlichen Finanzinstrumente Rechnung getragen. Dementsprechend wurden ähnliche Finanzinstrumente in eine Klasse zusammengefasst. Bei der Definition der Klassen wurde ebenfalls auf die Möglichkeit einer leichten Überleitung auf die in der Bilanz ausgewiesenen Posten Rücksicht genommen. Als Ergebnis wurden folgende Klassen definiert: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Finanzierungsforderungen, Kredite und sonstige Forderungen, Beteiligungen nach IAS 39, Derivate, kurzfristige Wertpapiere, übrige andere Finanzinstrumente und liquide Mittel auf der Aktivseite sowie Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen, Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, übrige Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Derivate und übrige sonstige Verbindlichkeiten auf der Passivseite.
Neben der Einteilung der Finanzinstrumente in Klassen fordert IFRS 7.8 die Angabe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Kategorien des IAS 39.9. Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Klasse sowie auch für jede Kategorie nach IAS 39.9 dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über. Da die Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten enthalten (z.B. Steuerforderungen), ermöglicht die Spalte Non-FI die vollständige Überleitung auf die Bilanzpositionen.
| FA@FV/P&L | Buchwert | Fair Value | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | AFS | Fair Value Option | HFT | L&R | Non-FI | 30. April 2013 | 30. April 2013 |
| Aktiva | Fair Value erfolgsneutral |
Fair Value erfolgswirksam |
Fair Value erfolgswirksam |
Fortgeführte Anschaffungs kosten |
Nicht unter IFRS 7 fallend |
||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 618.680,3 | 77.810,8 | 696.491,1 | 696.491,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 55.660,9 | 0,0 | 55.660,9 | 55.660,9 |
| Finanzierungsforderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 37.081,0 | 0,0 | 37.081,0 | 37.081,0 |
| Kredite und sonstige Forderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 525.938,4 | 77.810,8 | 603.749,2 | 603.749,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 57.024,9 | 132.507,2 | 4.655,3 | 19.671,9 | 0,0 | 213.859,3 | 213.859,3 |
| Beteiligungen nach IAS 39 | 33.396,3 | 132.507,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 165.903,5 | 165.903,5 |
| Derivate | 0,0 | 0,0 | 4.655,3 | 0,0 | 0,0 | 4.655,3 | 4.655,3 |
| Kurzfristige Wertpapiere | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige andere Finanzinstrumente | 23.628,6 | 0,0 | 0,0 | 19.671,9 | 0,0 | 43.300,5 | 43.300,5 |
| Liquide Mittel | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 738.454,9 | 0,0 | 738.454,9 | 738.454,9 |
| Summe Aktiva | 57.024,9 | 132.507,2 | 4.655,3 | 1.376.807,1 | 77.810,8 | 1.648.805,3 | 1.648.805,3 |
| FL@FV/P&L | Buchwert | Fair Value | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Fair Value Option |
HFT | FLAC | Non-FI | 30. April 2013 | 30. April 2013 |
| Passiva | Fair Value erfolgswirksam |
Fair Value erfolgswirksam |
Fortgeführte Anschaffungs kosten |
Nicht unter IFRS 7 fallend |
||
| Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen | 0,0 | 0,0 | 554.108,4 | 0,0 | 554.108,4 | 607.053,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 4.863.503,3 | 0,0 | 4.863.503,3 | 4.979.736,4 |
| Anleihen | 0,0 | 0,0 | 312.399,0 | 0,0 | 312.399,0 | 322.309,7 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0,0 | 0,0 | 4.085.441,8 | 0,0 | 4.085.441,8 | 4.106.498,1 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 465.662,5 | 0,0 | 465.662,5 | 550.928,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
0,0 | 109.710,6 | 681.596,5 | 62.713,1 | 854.020,2 | 854.020,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0,0 | 0,0 | 74.967,6 | 0,0 | 74.967,6 | 74.967,6 |
| Derivate | 0,0 | 109.710,6 | 0,0 | 0,0 | 109.710,6 | 109.710,6 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 606.628,9 | 62.713,1 | 669.342,0 | 669.342,0 |
| Summe Passiva | 0,0 | 109.710,6 | 6.099.208,2 | 62.713,1 | 6.271.631,9 | 6.440.809,9 |
AFS: available for sale/zur Veräußerung verfügbar
FA@FV/P&L: financial assets at fair value through profit or loss/erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
FL@FV/P&L: financial liabilities at fair value through profit or loss/erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
HFT: held for trading/zu Handelszwecken gehalten
L&R: loans and receivables/Kredite und Forderungen
HTM: held to maturity/bis zur Endfälligkeit gehalten
FLAC: financial liabilities measured at amortised cost/zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Non-FI: nicht finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten
| FA@FV/P&L | Buchwert | Fair Value | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | AFS | Fair Value Option | HFT | L&R | Non-FI | 30. April 2012 | 30. April 2012 |
| Aktiva | Fair Value erfolgsneutral |
Fair Value erfolgswirksam |
Fair Value erfolgswirk sam |
Fortgeführte Anschaffungs kosten |
Nicht unter IFRS 7 fallend |
||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 565.209,1 | 77.082,4 | 642.291,5 | 642.291,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 74.900,2 | 0,0 | 74.900,2 | 74.900,2 |
| Finanzierungsforderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 36.966,4 | 0,0 | 36.966,4 | 36.966,4 |
| Kredite und sonstige Forderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 453.342,5 | 77.082,4 | 530.424,9 | 530.424,9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 68.853,1 | 151.430,2 | 6.447,6 | 20.878,4 | 0,0 | 247.609,3 | 247.609,3 |
| Beteiligungen nach IAS 39 | 42.096,8 | 151.430,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 193.527,0 | 193.527,0 |
| Derivate | 0,0 | 0,0 | 6.447,6 | 0,0 | 0,0 | 6.447,6 | 6.447,6 |
| Kurzfristige Wertpapiere | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige andere Finanzinstrumente | 26.756,3 | 0,0 | 0,0 | 20.878,4 | 0,0 | 47.634,7 | 47.634,7 |
| Liquide Mittel | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 559.163,2 | 0,0 | 559.163,2 | 559.163,2 |
| Summe Aktiva | 68.853,1 | 151.430,2 | 6.447,6 | 1.145.250,7 | 77.082,4 | 1.449.064,0 | 1.449.064,0 |
| FL@FV/P&L | Buchwert | Fair Value | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | Fair Value Option |
HFT | FLAC | Non-FI | 30. April 2012 | 30. April 2012 |
| Passiva | Fair Value erfolgswirk sam |
Fair Value erfolgswirksam |
Fortgeführte Anschaffungs kosten |
Nicht unter IFRS 7 fallend |
||
| Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen | 0,0 | 0,0 | 729.366,8 | 0,0 | 729.366,8 | 720.765,5 |
| Finanzverbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 4.645.274,0 | 0,0 | 4.645.274,0 | 4.757.143,9 |
| Anleihen | 0,0 | 0,0 | 250.221,9 | 0,0 | 250.221,9 | 259.393,0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0,0 | 0,0 | 3.932.400,5 | 0,0 | 3.932.400,5 | 3.976.248,7 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 462.651,6 | 0,0 | 462.651,6 | 521.502,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
0,0 | 81.765,5 | 609.153,7 | 67.581,1 | 758.500,3 | 758.500,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0,0 | 0,0 | 68.800,5 | 0,0 | 68.800,5 | 68.800,5 |
| Derivate | 0,0 | 81.765,5 | 0,0 | 0,0 | 81.765,5 | 81.765,5 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 540.353,2 | 67.581,1 | 607.934,3 | 607.934,3 |
| Summe Passiva | 0,0 | 81.765,5 | 5.983.794,5 | 67.581,1 | 6.133.141,1 | 6.236.409,7 |
AFS: available for sale/zur Veräußerung verfügbar
FA@FV/P&L: financial assets at fair value through profit or loss/erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte FL@FV/P&L: financial liabilities at fair value through profit or loss/erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
HFT: held for trading/zu Handelszwecken gehalten
L&R: loans and receivables/Kredite und Forderungen
HTM: held to maturity/bis zur Endfälligkeit gehalten
FLAC: financial liabilities measured at amortised cost/zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Non-FI: nicht finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten
Die in der Tabelle angeführten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) ergeben sich, je nach Klasse, aus den Börsenkursen oder werden auf Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt (siehe Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten in Kapitel 7.2.4).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend als kurzfristig zu sehen bzw. sind unter Berücksichtigung etwaiger Wertberichtigungen angesetzt, weshalb der Fair Value dem Buchwert entspricht. Gleiches gilt für die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzierungsforderungen, sonstigen Forderungen sowie der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Teil der übrigen anderen Finanzinstrumente entspricht ebenfalls dem Buchwert, da einerseits langfristige unverzinsliche Forderungen mit dem Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- bzw. -abflüsse (unter Anwendung des Effektivzinssatzes) angesetzt wurden, andererseits wurden Wertberichtigungen bereits mindernd berücksichtigt. In der Klasse übrige andere Finanzinstrumente sind langfristige Wertpapiere ausgewiesen, die mit dem Fair Value in der Bilanz erfasst werden.
Der Buchwert der IAS-39-Beteiligungen entspricht ebenfalls dem Fair Value, da diese erfolgswirksam (Fair Value Option) bzw. erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden. Wechselkurseffekte sowie Impairments auf erfolgsneutral bewertete Beteiligungen werden über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Fair Values der übrigen Fonds basieren auf den von den Fonds zur Verfügung gestellten Net Asset Values, welche vom jeweiligen Fondsmanagement ermittelt werden. Die Geschäftsleitung hat bei einzelnen Vermögenswerten Managementabschläge vorgenommen.
Die Marktwerte der Derivate werden durch die jeweiligen Kreditinstitute zur Verfügung gestellt. Die Ermittlung der Marktwerte wurde nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren durchgeführt und basiert auf der Einschätzung der Marktgegebenheiten des Kreditinstitutes.
Der Fair Value der übrigen sonstigen Verbindlichkeiten entspricht ebenfalls im Wesentlichen dem Buchwert. Die übrigen Finanzverbindlichkeiten bestehen vorwiegend aus Verbindlichkeiten gegenüber Gebietskörperschaften (Förderdarlehen der BUWOG/ESG).
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden in Kapitel 2 dargestellt.
7.2.2 Gegebene Sicherheiten
IFRS 7.14 fordert die Angabe gestellter Sicherheiten. Im Rahmen von Projektfinanzierungen werden üblicherweise von den einzelnen Gesellschaften Sicherheiten für die Kreditverbindlichkeiten gestellt. Die Finanzierungen erfolgen im Regelfall individuell auf Projektebene, jede Gesellschaft bzw. jedes Objekt muss für die laufende Bedienung des Schuldendiensts aufkommen. Es gibt keinerlei Rückgriffsrechte gegenüber der IMMOFINANZ. Zur Absicherung der Kreditverbindlichkeiten steht der Bank ein Paket an Sicherheiten zur Verfügung, welche diese im Falle einer Fälligstellung zur Befriedigung ihrer Forderungen heranziehen kann. Das Sicherheitenpaket kann folgende Besicherungen umfassen:
-
Hypothekarische Besicherung des Grundstücks bzw. des Grundstücks und der Immobilie
-
Verpfändung der Geschäftsanteile an der Projektgesellschaft
-
Verpfändung von Forderungen (aus Mietverträgen, Versicherungsverträgen, Property-Managementverträgen usw.)
-
Verpfändung von Bankkonten (Mieteingangskonten bzw. weitere projektrelevante Konten)
-
Wechsel
-
eigene Aktien
Die Konditionen, Art und Umfang der Sicherheiten werden einzeln (pro Gesellschaft und Objekt) vereinbart und sind vom Projektvolumen, Höhe und Laufzeit der Kreditverbindlichkeit abhängig. Weitere Angaben hinsichtlich gegebener Sicherheiten enthält auch Kapitel 7.3.2.
7.2.3 Nettogewinne und -verluste
Gemäß IFRS 7.20 (a) ist die Angabe der Nettogewinne und -verluste für jede der in IAS 39.9 definierten Kategorien von Finanzinstrumenten erforderlich. Für die IMMOFINANZ setzen sich diese wie folgt zusammen:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value Bewertung |
Wertberich tigung |
Wertauf holung |
Ergebnis aus Abgang bzw. Rückkauf |
Sonstige Gewinne bzw. Verluste |
Nettogewinn/ -verlust |
||
| AFS | Fair Value erfolgsneutral | -8.700,5 | 0,0 | 0,0 | 11,4 | 0,0 | -8.689,1 |
| Davon in der GuV erfasst | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 11,4 | 0,0 | 11,4 | |
| Davon im EK erfasst | -8.700,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -8.700,5 | |
| FA@FV/P&L | Fair Value erfolgswirksam | -19.574,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -585,3 | -20.159,5 |
| Davon Fair Value Option | -19.778,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -585,3 | -20.364,1 | |
| Davon HFT | 204,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 204,6 | |
| L&R | Fortgeführte Anschaffungskosten | 0,0 | -28.080,7 | 3.843,2 | 0,0 | 0,0 | -24.237,5 |
| FL@FV/P&L | Fair Value erfolgswirksam | -28.627,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -2.526,5 | -31.153,9 |
| Davon Fair Value Option | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Davon HFT | -28.627,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -2.526,5 | -31.153,9 | |
| FLAC | Fortgeführte Anschaffungskosten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 7.620,6 | 0,0 | 7.620,6 |
| Werte in TEUR | 30. April 2012 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value Bewertung |
Wertberich tigung |
Wertauf holung |
Ergebnis aus Abgang bzw. Rückkauf |
Sonstige Gewinne bzw. Verluste |
Nettogewinn/ -verlust |
||
| AFS | Fair Value erfolgsneutral | 1.938,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -88,9 | 1.849,5 |
| Davon in der GuV erfasst | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -88,9 | -88,9 | |
| Davon im EK erfasst | 1.938,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.938,4 | |
| FA@FV/P&L | Fair Value erfolgswirksam | 15.997,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -2.608,7 | 13.388,3 |
| Davon Fair Value Option | 16.465,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -2.590,9 | 13.874,7 | |
| Davon HFT | -468,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -17,8 | -486,4 | |
| L&R | Fortgeführte Anschaffungskosten | 0,0 | -59.456,2 | 18.206,8 | 0,0 | 0,0 | -41.249,4 |
| FL@FV/P&L | Fair Value erfolgswirksam | -85.191,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -1.149,8 | -86.341,0 |
| Davon Fair Value Option | -11.862,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -11.862,1 | |
| Davon HFT | -73.329,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -1.149,8 | -74.479,0 | |
| FLAC | Fortgeführte Anschaffungskosten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 504,3 | 0,0 | 504,3 |
AFS: available for sale
@FV/P&L: at fair value through profit or loss
HFT: held for trading L&R: loans and receivables
HTM: held to maturity
FLAC: financial liabilities measured at amortised cost
FLHFT: financial liabilities held for trading
Die Bewertungskategorien "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" (HFT) enthalten Derivate.
Eine Realisierung von im Eigenkapital gezeigten Bewertungseffekten über die Gewinn- und Verlustrechnung im Zuge des Abgangs (Recycling) von Finanzinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (AFS) gab es weder im Wirtschaftsjahr 2012/13 noch im Vorjahr.
In der Kategorie "Kredite und Forderungen" (L&R) werden im Wesentlichen Wertberichtigungen ausgewiesen.
Zu Information hinsichtlich Zinsaufwand und Zinsertrag siehe Kapitel 4.8.
7.2.4 Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten
Im Folgenden werden jene Finanzinstrumente, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, analysiert. Für diese Zwecke wurde eine hierarchische Einstufung vorgenommen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung trägt. Diese umfasst drei Stufen:
-
Stufe 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung)
-
Stufe 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten entweder direkt (z.B. als Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Stufe 1 fallen
-
Stufe 3: Inputs für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf am Markt beobachtbaren Daten basieren
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Beteiligungen nach IAS 39 | 0,0 | 0,0 | 33.396,3 | 33.396,3 |
| Übrige andere Finanzinstrumente | 0,0 | 0,0 | 23.628,6 | 23.628,6 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Fair Value Option | ||||
| Beteiligungen nach IAS 39 | 0,0 | 0,0 | 132.507,2 | 132.507,2 |
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||
| Derivate | 0,0 | 4.655,3 | 0,0 | 4.655,3 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||
| Derivate | 0,0 | 109.710,6 | 0,0 | 109.710,6 |
| Werte in TEUR | 30. April 2012 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Beteiligungen nach IAS 39 | 0,0 | 0,0 | 42.096,8 | 42.096,8 |
| Übrige andere Finanzinstrumente | 0,0 | 0,0 | 26.756,3 | 26.756,3 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Fair Value Option | ||||
| Beteiligungen nach IAS 39 | 0,0 | 0,0 | 151.430,2 | 151.430,2 |
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||
| Derivate | 0,0 | 6.447,6 | 0,0 | 6.447,6 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Zu Handelszwecken gehalten |
Eine Überleitungsrechnung von den Eröffnungs- zu den Schlusswerten von Finanzinstrumenten, die nach Stufe 3 bewertet werden, stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Stand 1. Mai | 220.283,3 | 209.013,6 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt | -19.778,8 | 16.465,6 |
| Im Eigenkapital berücksichtigt | -8.700,5 | 1.938,4 |
| Abgänge | -2.271,9 | -7.134,3 |
| Stand 30. April | 189.532,1 | 220.283,3 |
7.3 Finanzielles Risikomanagement
7.3.1 Allgemeines
IFRS 7.31 verlangt Angaben, die es dem Bilanzleser ermöglichen, Art und Umfang der aus Finanzinstrumenten resultierenden Risiken, denen das Unternehmen zum Abschlussstichtag ausgesetzt ist, zu beurteilen.
IMMOFINANZ Group ist als international tätiges Unternehmen verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Die bedeutendsten finanziellen Risiken für den Konzern ergeben sich aus möglichen Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinssätzen sowie aus der Verschlechterung der Bonität und Zahlungsfähigkeit von Kunden und Geschäftspartnern der IMMOFINANZ Group.
Die IMMOFINANZ Group hat in die operativen Abläufe und Berichtswege ein aktives Risikomanagementsystem integriert. Dieses ermöglicht bei Risiken ein frühzeitiges Gegensteuern und wirkt sich unmittelbar auf strategische Entscheidungen und operative Prozesse aus. Interne Richtlinien, Reportingsysteme und Kontrollmechanismen, die eine Überwachung, Bewertung und Steuerung der Risiken des operativen Geschäfts ermöglichen, sind im gesamten Unternehmen etabliert. Das Risikomanagement wird in der IMMOFINANZ Group auf allen Ebenen wahrgenommen und vom Vorstand verantwortet, der in alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden ist. Zusätzlich hat die IMMOFINANZ Group zur Früherkennung und Überwachung von Risiken das Interne Kontrollsystem (IKS) weiter ausgebaut. Wirtschaftsprüfer beurteilen Funktion und Effizienz des IKS jährlich, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist. Das IKS wird im Lagebericht beschrieben.
Gemäß IAS 32 und IAS 39 wird zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten unterschieden.
Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Finanzierungsforderungen, Kredite und sonstige Forderungen, Beteiligungen nach IAS 39, kurzfristige Wertpapiere, übrige andere Finanzinstrumente und liquide Mittel. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte, die kurzfristigen Wertpapiere sowie die zum Erwerbszeitpunkt gemäß IAS 39 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertend eingestuften Finanzinstrumente (Fair Value Option) sind mit dem beizulegenden Zeitwert, die übrigen finanziellen Vermögenswerte mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken aus dem operativen Geschäft sowie Risiken aus Geldanlagen und Finanzierungsrisiken eingesetzt (siehe Kapitel 7.3.5.2).
7.3.2 Ausfall-/Kreditrisiko
Nach IFRS 7.36 müssen für jede Klasse von Finanzinstrumenten Angaben über das maximale Kreditrisiko am Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung risikomindernder Vereinbarungen, eine Beschreibung der erhaltenen Kreditsicherheiten und risikomindernder Vereinbarungen sowie Angaben über die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, deren Vertragsbedingungen abgeändert wurden und die unter den vorherigen Vertragsbedingungen bereits fällig oder wertgemindert gewesen wären, gemacht werden. Entsprechend IFRS 7.B9 sind die nach IAS 32.42 ff. saldierten Beträge sowie die nach IAS 39 gebildeten Wertberichtigungen vom Bruttobuchwert der finanziellen Vermögenswerte abzuziehen. Der verbleibende Betrag repräsentiert das maximale Kreditrisiko. Sicherheiten und sonstige risikomindernde Vereinbarungen werden nicht berücksichtigt, sondern nur gesondert angegeben (IFRS 7.36(b)).
Ausfall-/Kreditrisiken ergeben sich, wenn ein Vertragspartner der IMMOFINANZ Group seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und infolgedessen ein finanzieller Schaden für die Gruppe entsteht. Das maximale Risiko entspricht den auf der Aktivseite ausgewiesenen und diesen Risiken zurechenbaren Werten. Ausfallrisiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Das Hauptsteuerungsinstrument in diesem Bereich ist die permanente Evaluierung der Bonität der Vertragspartner. Die IMMOFINANZ Group arbeitet in diversen Entwicklungsprojekten mit lokalen Developern zusammen. Aufgrund
dieser Kooperationen ist die IMMOFINANZ Group dem Risiko ausgesetzt, dass Geschäftspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht zeitgerecht nachkommen. Mit einer entsprechenden Vertragsgestaltung wird diesem Risiko begegnet. So sind beispielsweise Strafzahlungen und Entschädigungsleistungen bei nicht vertragskonformer Erfüllung vorgesehen. Ferner werden Tätigkeiten und Zielerreichung vom Asset Management laufend überprüft.
Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Mietern ist gering. Von den Mietern wird in der Regel eine liquiditätsnahe Sicherheit (bei Wohnimmobilien: Barkautionen, bei Gewerbeimmobilien: Bankgarantien oder Barkautionen) verlangt. Außerdem wird die Bonität der Mieter laufend überprüft. Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Banken ist ebenfalls als gering einzustufen, da sämtliche Finanzgeschäfte mit Finanzinstituten guter Bonität abgeschlossen werden. Das Kontrahentenausfallrisiko wird durch ein laufendes Monitoring, fixe Veranlagungslimits und Diversifikation der Finanzinstitute gering gehalten.
Im Geschäftsjahr 2012/13 bzw. in den Vorjahren haben die IMMOFINANZ und deren Tochtergesellschaften Patronatserklärungen für Dritte mit einem maximalen Risiko i.H.v. EUR 99,7 Mio. (2011/12: EUR 59,5 Mio.) abgeschlossen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Eventualverbindlichkeiten ist an die Erfüllung bzw. Nichterfüllung zukünftiger Bedingungen geknüpft und wird aus heutiger Sicht als gering eingeschätzt.
7.3.3 Kapitalmarkt- und Finanzierungsrisiko
Die Refinanzierung am Kapitalmarkt ist für die IMMOFINANZ Group von hoher strategischer Bedeutung. Signifikante Schwankungen an den Kapitalmärkten können die Aufnahme von Eigen- bzw. Fremdkapital gefährden. Um das Refinanzierungsrisiko gering zu halten, achtet die IMMOFINANZ Group auf einen ausgewogenen Mix zwischen Eigen- und Fremdkapital bzw. auf unterschiedliche Laufzeiten der Bankfinanzierungen.
Um Risiken mangelnder Kapitalmarkt-Compliance zu vermeiden, verfügt die IMMOFINANZ Group über eine Compliance-Richtlinie, die die Einhaltung der Kapitalmarktverpflichtungen sicherstellt und insbesondere die missbräuchliche Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen verhindert. Zu diesem Zweck wurden u.a. die Compliance-Organisation definiert sowie Befugnisse und Aufgaben des Compliance-Verantwortlichen festgelegt. Ständige und fallweise vorübergehende Vertraulichkeitsbereiche werden eingerichtet und Sperrfristen bzw. Handelsverbote für die in diesen Vertraulichkeitsbereichen tätigen Personen festgelegt.
Die Generierung von Liquidität aus dem operativen Geschäft stellt einen zentralen Bestandteil der Strategie der IMMOFINANZ Group dar. Prozesse zur Evaluierung von weiteren operativen Kostensenkungs- bzw. Optimierungsmöglichkeiten werden kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Interne Beschaffungsrichtlinien in den operativen Bereichen, vor allem bei Immobiliendienstleistungen sowie Bau- und Bewirtschaftungsmaßnahmen, stellen wesentliche Rahmenbedingungen dieser Kostenreduktions- bzw. Optimierungsmaßnahmen dar.
Um Kredite zu erhalten oder weiterhin in Anspruch nehmen zu können, muss die IMMOFINANZ Group bestimmte Verpflichtungen bei diesen Finanzierungen, sogenannte Financial Covenants, erfüllen. Die IMMOFINANZ Group überwacht die Einhaltung dieser Covenants permanent und steht dazu in engem Kontakt mit den Kreditgebern. Werden diese Verpflichtungen nicht erfüllt, kann es unter gewissen Umständen zu einer Kündigung des Kreditvertrags durch den Kreditgeber kommen. Derzeit sind keine wesentlichen Covenant-Brüche, die die Geschäftstätigkeit der IMMOFINANZ Group negativ beeinflussen könnten, bekannt bzw. zu erwarten.
7.3.4 Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken werden durch einen Mittelfristplan über fünf Jahre, ein im Monatsraster geplantes Jahresbudget und monatlich revolvierende Liquiditätsplanungen mit Abweichungsanalysen minimiert. Ein täglich betriebenes Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass die operativ eingegangenen Verpflichtungen erfüllt, Mittel optimal veranlagt werden und die Flexibilität für kurzfristige Akquisitionschancen gewahrt bleibt.
Daneben setzt die IMMOFINANZ Group auf langfristige Finanzierungen, bei denen die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Immobilien (Interest Coverage Ratio bzw. Debt Service Coverage Ratio) und ihre Marktwerte (Loan-to-Value-Ratio) berücksichtigt werden.
Um Kostenüberschreitungen und einen damit verbundenen überhöhten Liquiditätsabfluss zu vermeiden, führt die IMMOFINANZ Group bei Entwicklungsprojekten und Instandhaltungsmaßnahmen kontinuierliche Budget- bzw. Baufortschrittsüberwachungen durch.
Hinsichtlich der Fälligkeitsstrukturen der Verbindlichkeiten siehe Kapitel 5.14 und 5.15.
7.3.5 Marktrisiko und immobilienspezifische Risiken
Die Entwicklung der Immobilienmärkte ist stark von den konjunkturellen und volkswirtschaftlichen Entwicklungen abhängig.
Diese Risiken betreffen die mikro- und makroökonomische Entwicklung der Länder, in denen die IMMOFINANZ Group tätig ist, und die des globalen Finanz- und Investmentmarkts. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf Marktpreis, Marktmieten und Renditen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Immobilienspezifische Risiken beziehen sich vor allem auf den Immobilienstandort, auf die Architektur und den qualitativen Zustand des Gebäudes sowie auf die unmittelbare Wettbewerbssituation.
Um diese Risiken zu erkennen und rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können, wird das Immobilienportfolio der IMMOFINANZ Group quartalsweise einer Portfolioanalyse unterzogen ("Portfoliotracker"). Mit der systematischen Analyse von quantitativen und qualitativen Objektfaktoren, Portfoliokonzentrationen bzw. sektoralen und regionalen Allokationen wird im Zuge dieser Portfolioanalyse die Grundlage für taktische Entscheidungen geschaffen.
Bei den quantitativen Objektfaktoren erfolgt eine Ermittlung von erwarteten, zukünftigen Renditen pro Objekt auf Basis der detaillierten Budgetplanung für das jeweils nächste Geschäftsjahr und einer annahmebasierten Mittelfristplanung. Dabei wird ein Ranking der Objekte nach Höhe der Gesamtkapitalrentabilität erstellt. Durch den Einsatz eines Scoringmodells werden qualitative Faktoren quantitativ messbar. Im Zuge dieses Scorings erfolgt eine Bewertung der Gebäude- und Lagequalität sowie der Marktattraktivität pro Objekt.
Immobilien, die den Anforderungen der Portfolioanalyse hinsichtlich Standort und Qualität nicht entsprechen, werden mittelfristig verkauft.
Durch eine sektorale bzw. regionale Diversifikation des Immobilienportfolios können Marktzyklen und -schwankungen sowie Konzentrationsrisiken sehr gut ausgeglichen werden. Da die IMMOFINANZ Group im Allgemeinen qualitativ hochwertige Immobilien in guten Lagen besitzt, besteht besonderer Schutz gegenüber den oben genannten Risiken. Um frühzeitig auf Veränderungen in den Märkten reagieren zu können, werden regelmäßig fundierte Marktstudien erstellt und in Verbindung mit Berichten anerkannter Immobilienexperten analysiert. Sämtliche Marktänderungen werden bei der Analyse des Immobilienportfolios berücksichtigt und beeinflussen maßgeblich Investitions-, Verkaufsund Projektplanungen und somit mittelfristig die Unternehmensplanung. Um derartige Risiken bereits vor dem Erwerb neuer Immobilien erkennen und sämtliche Risiken in Zusammenhang mit rechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen, technischen und sozialen Fragen bewerten zu können, ist eine umfassende Due-Diligence-Prüfung unter Einbindung unabhängiger Experten unabdingbar und im Akquisitionsprozess der IMMOFINANZ Group vorgesehen. Immobilien, die den hohen Qualitätsanforderungen der IMMOFINANZ Group nicht entsprechen, werden nicht angekauft. Nach dem Ankauf von Immobilien werden regelmäßig kaufmännische und technische Berichte verfasst. Die Ergebnisse werden dem Gesamtvorstand zur Kenntnis gebracht.
Die interne Investitionsrichtlinie der IMMOFINANZ Group regelt die Rahmenbedingungen und Freigabegrenzen der zu tätigenden Investitionen (Immobilienankäufe, Immobilienentwicklungsprojekte und laufende Investitionsmaßnahmen). Dadurch können wesentliche strategische und immobilienspezifische Risiken minimiert oder ausgeschlossen werden. Die Freigabegrenzen sind in der umfassenden, konzernweit gültigen Kompetenzordnung definiert, die die Pouvoirs einzelner Mitarbeiter bis hin zum Gesamtvorstand regelt. Darüber hinaus ist in bestimmten Fällen die Genehmigung durch den Aufsichtsrat erforderlich.
Bei Immobilienentwicklungsprojekten bestehen erhöhte Risiken, die einerseits zu Termin- und Baukostenüberschreitungen führen können und andererseits das Vermietungsrisiko betreffen. Die IMMOFINANZ Group minimiert diese Risiken, indem sie Projekte in der Regel erst ab einer bestimmten Vorvermietungsquote startet und mit regelmäßigen Kosten- und Terminkontrollen sowie darauf aufbauenden Abweichungsanalysen begleitet.
Um das Inflationsrisiko zu minimieren, sind in den Standardmietverträgen der IMMOFINANZ Group Wertsicherungsklauseln vorgesehen.
Zum Geschäftsmodell der IMMOFINANZ Group gehört es, Immobilien und Immobilienentwicklungsprojekte zu attraktiven Konditionen zu erwerben und Immobilien ertragreich zu verkaufen. Diesem Transaktionsrisiko wird vor allem mit der Diversifikation des Immobilienportfolios Rechnung getragen. Durch das breit aufgestellte Portfolio in acht Kernländern und vier Assetklassen werden kontinuierlich Verkäufe über dem Fair Value getätigt. Mittels eines permanenten Screenings der Märkte und der weitreichenden Geschäftsbeziehungen sowie aufgrund der tiefen Marktkenntnis der Gruppe ist es möglich, Investitionsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen und als Chance für neue Entwicklungsprojekte zu nutzen.
Das Marktrisiko kann man in drei Arten unterteilen: Währungsrisiko, Zins(änderungs)risiko und sonstige Preisrisiken.
7.3.5.1 Fremdwährungsrisiko
IMMOFINANZ Group ist dem Währungsrisiko in unterschiedlicher bilanzieller und zahlungswirksamer Ausprägung ausgesetzt. Zum einen können Wechselkursänderungen die Bewertungsergebnisse beeinflussen und zum anderen können diese die Vermögenslage der Gesellschaft beeinflussen.
Gemäß IAS 21 erfolgt die Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierter Unternehmen (im Folgenden gemeinsam als ausländische Geschäftsbetriebe bezeichnet) nach dem Konzept der funktionalen Währung in der Ausprägung der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden in den zu konsolidierenden Abschlüssen enthaltene Vermögenswerte und Schulden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Das Eigenkapital des ausländischen Geschäftsbetriebs sowie allfällige Beteiligungsbuchwerte ausländischer Geschäftsbetriebe in Fremdwährung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet. Ausschüttungen in Fremdwährung werden anlässlich ihrer Eliminierung im Rahmen der Konsolidierung mit dem durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Erwirtschaftete (historische) Konzerneigenkapitalbestandteile ausländischer Geschäftsbetriebe werden mit dem historischen Mittelkurs umgerechnet. Differenzen, die sich aus der beschriebenen Verwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse für die einzelnen Abschlussbestandteile bzw. von Periode zu Periode ergeben, werden als Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Auswirkung auf Bewertungsergebnisse
Immobiliengutachten werden im Regelfall auf Basis von Eurowerten erstellt. Veränderungen der Wechselkurse beeinflussen das Ergebnis der Neubewertung der Immobilien erfolgswirksam.
Gegenüber dem Euro gestiegene Kurse der Fremdwährungen führen durch die Umrechnung der Zeitwerte des Immobilienvermögens zu höheren Eurowerten als im Vorjahresgutachten. Steht diesen höheren Werten nunmehr der unveränderte Gutachtenswert des Vorjahres in Euro gegenüber, ergibt sich durch Rückrechnung in die funktionale Währung (Lokalwährung) – bedingt durch den gestiegenen Kurs – ein niedrigerer Wert und damit eine währungsbedingte Abwertung. Bei gestiegenen Gutachtenswerten schmälert dieser Wechselkurseffekt die Aufwertung der Immobilie, bei gesunkenen Gutachtenswerten erhöht er die Abwertung.
Gegenüber dem Euro gesunkene Kurse der Fremdwährungen führen durch die Umrechnung der Zeitwerte des Immobilienvermögens zu niedrigeren Eurowerten als im Vorjahresgutachten. Steht ihnen der unveränderte Gutachtenswert in Euro gegenüber, ergibt sich durch Rückrechnung in die funktionale Währung (Lokalwährung) – bedingt durch den gesunkenen Kurs – eine währungsbedingte Aufwertung. Bei gestiegenen Gutachtenswerten erhöht dieser Wechselkurseffekt die Aufwertung der Immobilie, bei gesunkenen Gutachtenswerten verringert er die Abwertung.
Die nachstehende Tabelle zeigt, wie das währungsbedingte und währungsbereinigte Neubewertungsergebnis des Immobilienvermögens, des in Bau befindlichen Immobilienvermögens und des zur Veräußerung gehaltenen Immobilienvermögens durch die Änderung der Stichtagskurse der Lokalwährungen zum 30. April 2013 um +/- 2,00% bzw. +/- 5,00% beeinflusst wird. Dabei wurden die im Kapitel 2.1.11 dargestellten Wechselkurse herangezogen. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben.
Bei Veränderung des Stichtagskurses zum 30. April 2013
| Werte in TEUR | 2012/13 | 2% | -2% | 5% | -5% |
|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 25.540,0 | 25.540,0 | 25.540,0 | 25.540,0 | 25.540,0 |
| Deutschland | -5.811,1 | -5.811,1 | -5.811,1 | -5.811,1 | -5.811,1 |
| BUWOG | 110.608,3 | 110.608,3 | 110.608,3 | 110.608,3 | 110.608,3 |
| Polen | -11.963,2 | -31.031,4 | 7.883,2 | -58.271,6 | 39.219,6 |
| Tschechien | 5.922,0 | -5.847,3 | 18.171,8 | -22.660,7 | 37.513,5 |
| Slowakei | -18.622,5 | -18.622,5 | -18.622,5 | -18.622,5 | -18.622,5 |
| Ungarn | 1.464,8 | -9.064,9 | 12.424,3 | -24.107,4 | 29.728,8 |
| Rumänien | -46.450,0 | -64.670,8 | -27.485,5 | -90.700,5 | 2.458,5 |
| Russland | 155.244,8 | 120.099,1 | 191.825,1 | 69.890,8 | 249.583,4 |
| Sonstige | -19.565,6 | -25.978,5 | -12.891,0 | -35.139,7 | -2.352,1 |
| Gesamt | 196.367,5 | 95.220,9 | 301.642,6 | -49.274,4 | 467.866,4 |
Auswirkung auf die Vermögenslage
IAS 21 erfordert die Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Somit können Schwankungen in den Wechselkursen sich unmittelbar auf die Vermögenslage auswirken.
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in einer von ihrer funktionalen Währung (Lokalwährung) abweichenden Währung (zum Beispiel Kredite zur Immobilienfinanzierung in Euro) mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Dem Risiko der Wertminderung von Bankguthaben und Barbeständen in Fremdwährung wird durch rasche Konvertierung in Euro begegnet.
Um das Währungsrisiko in Bezug auf Mieteinnahmen zu beschränken, wird in jenen Ländern, in denen die funktionale Währung nicht dem Euro entspricht, die Zahlung der Mieten überwiegend in Euro (in Russland zum Teil in US-Dollar) vereinbart bzw. werden die Mietzahlungen an die Euroumrechnungskurse zu bestimmten Zeitpunkten gekoppelt.
Zur Steuerung des strukturell geringen Fremdwährungsrisikos werden fallweise derivative Finanzinstrumente herangezogen. Die derivativen Finanzinstrumente, die die IMMOFINANZ Group zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos verwendet, werden als selbstständige Geschäfte und nicht als Sicherungsgeschäfte bilanziert. Hedge Accounting im Sinne von IAS 39.85–IAS 39.102 wird nicht angewendet, da die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind.
Die Bewertung erfolgt mit dem aktuellen Marktwert. Derivate mit einem positiven Marktwert sind in der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" enthalten (siehe Kapitel 5.7). Derivate, die einen negativen Marktwert ausweisen, sind unter den "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten" in der Bilanz ausgewiesen (siehe Kapitel 5.15). Änderungen der Marktwerte werden ertrags- bzw. aufwandswirksam im Finanzergebnis dargestellt.
Darüber hinaus werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von künftigen Zahlungen in einer Fremdwährung eingesetzt.
Eine Auflistung der Marktwerte und Konditionen sämtlicher zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos erworbener und zum Bilanzstichtag bestehender derivativer Finanzinstrumente ist im Kapitel 7.3.5.2 ersichtlich.
Die liquiden Mittel verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Währungen:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 |
|---|---|---|
| EUR | 513.355,4 | 409.984,5 |
| USD | 120.705,3 | 10.460,6 |
| CHF | 2.104,7 | 21.476,9 |
| HUF | 9.035,8 | 9.906,4 |
| PLN | 41.306,7 | 28.960,1 |
| CZK | 14.884,5 | 14.359,1 |
| RON | 13.628,6 | 25.808,4 |
| RUB | 19.212,9 | 33.454,2 |
| Sonstige | 4.221,0 | 4.753,0 |
| Summe | 738.454,9 | 559.163,2 |
7.3.5.2 Zinsänderungsrisiko
Die IMMOFINANZ Group ist als international agierendes Unternehmen den Zinsänderungsrisiken der verschiedenen Immobilienteilmärkte ausgesetzt. Zinserhöhungen können das Ergebnis des Konzerns in Form von höheren Zinsaufwendungen für bestehende variable Finanzierungen beeinflussen.
Eine Änderung des Zinssatzes hat im Falle von variabel verzinsten Finanzierungen eine unmittelbare Auswirkung auf das Finanzergebnis des Unternehmens. Die IMMOFINANZ Group limitiert das Risiko steigender Zinsen, die zu höheren Zinsaufwendungen und zu einer Verschlechterung des Finanzergebnisses führen würden, durch den Einsatz von fix verzinsten Finanzierungsverträgen und derivativen Finanzinstrumenten (v.a. CAPS und SWAPS). Diese derivativen Finanzinstrumente werden als selbstständige Geschäfte und nicht als Sicherungsgeschäfte bilanziert. Hedge Accounting im Sinne von IAS 39.85–IAS 39.102 wird nicht angewendet, da die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind. Hinsichtlich der Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel 7.3.5.1 verwiesen.
Die Art der Verzinsung der finanziellen Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 |
|---|---|---|
| Fix verzinste finanzielle Verbindlichkeiten | 1.472.459,8 | 1.739.170,1 |
| Variabel verzinste finanzielle Verbindlichkeiten | 3.945.151,9 | 3.635.470,7 |
| Summe verzinste finanzielle Verbindlichkeiten | 5.417.611,7 | 5.374.640,8 |
Folgende Tabelle zeigt Marktwerte und Konditionen sämtlicher zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos und Fremdwährungsrisikos erworbener und zum Bilanzstichtag bestehender derivativer Finanzinstrumente:
| Typ | Referenzwert 30. April 2013 in TEUR | Marktwert inkl. Zinsen in TEUR | Fälligkeit | |
|---|---|---|---|---|
| Zinssatz 0,5% bis 3% | Zins-SWAP | 198.751,2 | -4.557,5 | GJ 2015 |
| Zins-SWAP | 200.783,7 | -7.231,5 | GJ 2016 | |
| Zins-SWAP | 228.158,8 | -11.702,0 | GJ 2017 | |
| Zins-SWAP | 339.754,0 | -12.630,9 | GJ 2018 | |
| Zins-SWAP | 207.489,2 | -15.080,1 | GJ 2019 | |
| Zins-SWAP | 5.096,8 | -60,6 | GJ 2022 | |
| Zins-SWAP | 13.500,0 | -1.624,6 | GJ 2031 | |
| Zins-SWAP | 24.780,3 | -1.892,5 | GJ 2020 | |
| Zins-SWAP | 17.367,4 | -221,1 | Q4 2014 | |
| Zins-SWAP | 11.548,7 | -390,7 | GJ 2023 | |
| Zins-SWAP | 107.300,0 | -10.160,5 | GJ 2037 | |
| Zins-SWAP | 8.339,0 | -1.276,0 | GJ 2040 | |
| Collar | 211.149,4 | -5.639,9 | GJ 2017 | |
| Collar | 182.000,0 | -995,8 | Q1 20142 | |
| CAP | 23.400,0 | 4,5 | GJ 2015 | |
| Anzahl Derivate 89 | 1.779.418,5 | -73.459,2 | ||
| Zinssatz 3% bis 4,5% | Zins-SWAP | 10.234,5 | -485,4 | GJ 2015 |
| Zins-SWAP | 26.391,0 | -2.269,4 | GJ 2016 | |
| Zins-SWAP | 7.647,9 | -751,5 | GJ 2017 | |
| Zins-SWAP | 5.845,0 | -126,8 | Q3 2014 | |
| Zins-SWAP | 66.749,3 | -992,1 | Q2 2014 | |
| Zins-SWAP | 107.665,0 | -15.434,2 | GJ 2032 | |
| Zins-SWAP | 15.980,0 | -2.465,3 | GJ 2040 | |
| CAP | 9.918,8 | 0,0 | Q2 2014 | |
| Anzahl Derivate 18 | 250.431,5 | -22.524,7 | ||
| Zinssatz größer 4,5% | Zins-SWAP | 63.885,4 | -11.018,1 | GJ 2018 |
| Zins-SWAP | 27.537,4 | -5.536,1 | GJ 2019 | |
| Zins-SWAP | 55.897,5 | -614,6 | Q1 2014 | |
| Anzahl Derivate 11 | 147.320,3 | -17.168,8 | ||
| Verkauf | Cross Currency SWAP USD/ILS | -9.125,3 | 1.550,9 | GJ 2015 |
| Cross Currency SWAP EUR/ILS | -50.103,8 | 7.257,3 | GJ 2015 | |
| Anzahl Derivate 4 | -59.229,1 | 8.808,2 | ||
| Kauf | Cross Currency SWAP USD/ILS | 9.125,3 | -782,6 | GJ 2015 |
| Cross Currency SWAP EUR/ILS | 50.103,8 | -3.375,5 | GJ 2015 | |
| Anzahl Derivate 5 | 59.229,1 | -4.158,1 | ||
| Summe Derivate 127 | 2.177.170,3 | -108.502,6 1 |
1 Zum Bilanzstichtag weisen 119 Wertpapiere in Summe einen negativen Wert von EUR -117,3 Mio. und acht Wertpapiere einen positiven Marktwert von EUR 8,8 Mio. aus. 2 Q1 2014 entspricht dem 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14.
Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Werte.
Der Marktwert entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäfts am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste.
Eine Änderung des Marktzinssatzes beeinflusst die Immobilienbewertung. Im Rahmen des Discounted-Cashflow-Verfahrens (DCF), welches für die Immobilienbewertung verwendet wird, erfolgt die Ermittlung des Barwerts der zukünftigen Cashflows aus der Immobilie durch Diskontierung mit dem aktuellen Marktzins der Immobilie. Dieser bestimmt sich in der Regel durch einen risikolosen Basiszins und einer Risikoprämie, die sich nach Immobilienkategorie und -teilmarkt bestimmt. Steigende Zinsen würden zu einem Anstieg des risikolosen Basiszinses und somit zu einem höheren Diskontfaktor führen. Dies bedingt eine Reduktion des Barwerts der Immobilien-Cashflows und damit des Fair Values der Immobilie.
Zinsänderungsrisiken werden mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und Zinsaufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss des variablen Marktzinssatzes auf die im Zusammenhang mit Finanzverbindlichkeiten anfallenden Zinsaufwendungen. Dabei werden die Zinsaufwendungen dahingehend analysiert, wie sich das Periodenergebnis im Geschäftsjahr 2012/13 unter der Annahme von durchschnittlich um 50 und 100 Basispunkte höheren Marktzinssätzen entwickelt hätte. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. Aufgrund des zum Berichtszeitpunkt sehr niedrigen Zinsniveaus (z.B. 3-Monats EURIBOR: 0,207%, 3-Monats LIBOR USD: 0,273%) wurde für das Geschäftsjahr 2012/13, wie auch schon für das Vorjahr, keine Sensitivitätsanalyse in Bezug auf fallende Zinssätze durchgeführt.
| Sensitivitätsanalyse 2012/13 | Zinsszenarien | ||
|---|---|---|---|
| Werte in TEUR | 2012/13 | 0,50% | 1,00% |
| Zinsaufwand bei Zinserhöhung | 258.569,1 | 269.340,6 | 281.272,1 |
| Sensitivitätsanalyse 2011/12 | Zinsszenarien | ||
| Werte in TEUR | 2011/12 | 0,50% | 1,00% |
| Zinsaufwand bei Zinserhöhung | 249.712,1 | 260.090,8 | 269.233,8 |
Hinsichtlich der Konditionen der Finanzverbindlichkeiten wird auf Kapitel 5.14 verwiesen.
Neben Kreditverbindlichkeiten können auch Wertpapiere und Forderungen, insbesondere Forderungen aus Finanzierungen (gewährte Darlehen an Dritte) zinssensitiv sein. Die bestehenden Forderungen aus Finanzierungen sind überwiegend fix verzinst, weshalb sich aus diesen kein bzw. nur ein geringes Zinsänderungsrisiko ergibt. Wie auch im Vorjahr werden zum Bilanzstichtag kurzfristige Wertpapiere nicht gehalten.
7.3.5.3 Sonstige Preisrisiken
IMMOFINANZ ist als international tätiges Unternehmen auch Preisrisiken ausgesetzt. Darunter versteht man das Risiko, dass der Fair Value oder die künftigen Cashflows aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken.
Nähere Erläuterungen zur Drohverlustrückstellung finden sich im Kapitel 4.7.3.
7.3.6 Rechtliche Risiken
Als international tätiges Unternehmen ist die IMMOFINANZ Group einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen u.a. Risiken im Zusammenhang mit dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien und Rechtsstreitigkeiten mit Mietern oder Joint-Venture- bzw. Development-Partnern. Eine Auflistung der wesentlichsten Rechtsstreitigkeiten ist im Kapitel 7.4.1 bzw. im Lagebericht ersichtlich.
Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Daher können aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder Vergleichsvereinbarungen Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen bzw. durch bestehende Rückstellungen abgedeckt sind und daher Auswirkungen auf die Ergebnisse der IMMOFINANZ Group haben können.
7.3.7 Kapitalmanagement
Das Ziel des Managements der IMMOFINANZ Group ist es, die kurz-, mittel- und langfristige Liquidität sicherzustellen. Außerdem wird gerade in Zeiten niedriger Zinsen versucht, diese Situation durch zinssichernde Instrumente wie CAPS und SWAPS auszugleichen. Mittelfristig wird ein ausgeglichenes Eigen-/Fremdkapitalverhältnis respektive ein LTV- (Loan-to-Value-) Verhältnis von 50,00% angestrebt.
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 5.327.066,9 | 5.517.535,9 |
| Fremdkapital | 7.253.637,4 | 6.814.282,0 |
| Kapitalstruktur | 73,4% | 81,0% |
Die Gesellschaft unterliegt keinen externen Mindestkapitalanforderungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden keine Änderungen im Kapitalmanagement-Ansatz der IMMOFINANZ Group statt.
7.3.8 Konzentrationsrisiko
Unter Konzentrationsrisiko versteht man die Häufung von gleichgelagerten Risiken, die dem Grundsatz der Risikostreuung widersprechen. Solche Risiken reduziert die IMMOFINANZ Group bewusst, indem sie auf eine sektorale und regionale Diversifikation des Portfolios achtet und größere Immobilienprojekte gegebenenfalls gemeinsam mit einem Projektpartner entwickelt. Neben einer sektoralen und regionalen Streuung steht auch die Diversifikation der Mieterstruktur im Vordergrund, sodass der Ausfall eines Mieters keine erheblichen Auswirkungen auf das Unternehmen hat. Die IMMOFINANZ Group verfügt über einen sehr ausgewogenen und diversifizierten Mietermix. An den Gesamtmieterlösen des Konzerns hat kein Mieter einen größeren Anteil als 2%.
In Bezug auf Russland bestehen mehrere spezifische Konzentrationsrisiken. Zum einen verfügt die IMMOFINANZ Group mit dem Moskauer Einkaufszentrum Golden Babylon Rostokino über ein einzelnes Investment, das gemessen am Verkehrswert mehr als 10% ihres gesamten Portfolios ausmacht. Zum anderen konzentrieren sich die Investments der IMMOFINANZ Group in Russland auf den Moskauer Einzelhandelsmarkt, der 16,8% des gesamten Bestandsimmobilienportfolios beträgt.
7.3.9 Immobilienbewertungsrisiko
Die IMMOFINANZ Group wendet branchenüblich das Modell des beizulegenden Zeitwerts (Verkehrswert) gemäß IAS 40 an. Bei dieser Methode werden Immobilien zum Verkehrswert bilanziert. Die Immobilien der IMMOFINANZ Group werden halbjährlich durch externe Gutachter bewertet. Die im Rahmen der Immobilienbewertung ermittelten Zahlen weisen eine große Abhängigkeit von der Berechnungsmethodik und der der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen auf. Deswegen kann es bei einer Veränderung von den der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen zu großen Wertschwankungen kommen. Sollten sich beispielsweise die angenommene Auslastung oder zukünftige Investitionskosten eines Objekts ändern, hat dies unmittelbare Auswirkungen auf den Ertrag bzw. den Verkehrswert des Objekts. Es ist also zu betonen, dass die errechneten Verkehrswerte mit den angenommenen Werten und dem gewählten Berechnungsmodell in einem direkten Zusammenhang stehen. Bereits kleine Änderungen aufgrund von konjunkturellen bzw. immobilienspezifischen Annahmen in den Bewertungen können das Konzernergebnis der IMMOFINANZ Group wesentlich beeinflussen.
| Änderung der Mieterlöse | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Änderung des Zinssatzes1 | -5,0% | -2,5% | 0,0% | 2,5% | 5,0% |
| -0,50% | 0,9% | 3,8% | 6,6% | 9,4% | 12,3% |
| -0,25% | -2,3% | 0,4% | 3,2% | 5,9% | 8,7% |
| 0,00% | -5,3% | -2,7% | 0,0% | 2,7% | 5,3% |
| +0,25% | -8,1% | -5,5% | -3,0% | -0,4% | 2,2% |
| +0,50% | -10,8% | -8,3% | -5,5% | -3,2% | -0,7% |
1 Diskontierungszinssatz und Kapitalisierungszinssatz
Die Tabelle zeigt die prozentuelle Änderung des Werts des Immobilienvermögens in Abhängigkeit zu den Mieterlösen und Zinssätzen. Die Ermittlung erfolgte auf Basis der Top-30-Bestandsimmobilien. Der Buchwert des Immobilienvermögens zum 30. April 2013 beträgt EUR 9.297,4 Mio., der Buchwert der Top 30 Bestandsimmobilien zum 30. April 2013 beträgt EUR 3.498,9 Mio. bzw. 37,63% des Bestandsimmobilienportfolios.
Bei den Top-30-Bestandsimmobilien bewegen sich die Zinssätze (Kapitalisierungs- bzw. Diskontierungszinssatz), welche von den Gutachtern im Zuge der Immobilienbewertung zum 30. April 2013 angesetzt wurden, in einer Spanne zwischen 4,4% und 12,0%. Am höchsten sind dabei die Zinssätze in Russland mit einer Spanne zwischen 10,8% und 12,0% und am niedrigsten in Österreich mit einer Spanne zwischen 4,4% und 7,3%.
7.4 Finanzielle Verpflichtungen
7.4.1 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Gemäß IFRS 3 werden sie nur in der Bilanz erfasst, sofern sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbes übernommen wurden und ihr beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zuverlässig ermittelt werden kann. In den Folgejahren werden die Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse erfolgswirksam zum höheren Wert aus Erwartungswert nach IAS 37 (siehe Kapitel 2.3.16) und dem im Zuge des Unternehmenserwerbes angesetzten Wert – abzüglich kumulierter Amortisation nach IAS 18 bewertet.
In diesem Kapitel wird der Status jener Verfahren dargestellt, die aufgrund von Klagen von (ehemaligen) Aktionären geführt werden bzw. die im Zusammenhang mit dem Managementvertrag mit Constantia Privatbank Aktiengesellschaft (jetzt: Aviso Zeta AG) stehen.
Gerichtliche Verfahren von Aktionären gegen IMMOFINANZ AG und IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH
Beginnend mit November 2008 brachten einige Aktionäre Klagen gegen IMMOFINANZ AG (kurz: IFAG) und IMMOEAST AG (nunmehr IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, kurz: IMBEA) ein. Teilweise handelt es sich bei den Klägern um Aktionäre der IMMOFINANZ AG, teilweise um Aktionäre der ehemaligen IMMOEAST AG, die Ansprüche gegen IMMOFINANZ AG geltend machen oder gegen IMBEA als Rechtsnachfolgerin der IMMOEAST AG. In sämtlichen Verfahren machen die Kläger Schadenersatzansprüche aufgrund von Prospekthaftung oder anderen angeblich mangelhaften Kapitalmarktinformationen geltend. Inhaltlich besteht die Argumentation der Kläger im Wesentlichen darin, dass die Prospekte der IMMOFINANZ AG oder der IMMOEAST AG mangelhaft gewesen seien. Daneben stützen zahlreiche Kläger ihre Ansprüche noch auf weitere Rechtsgrundlagen, etwa dass gegen Ad-hoc-Meldepflichten verstoßen worden wäre. Die Kläger brachten u.a. vor, dass die aufgrund öffentlicher Angebote erhaltenen Mittel nicht für Akquisitionen oder Entwicklung neuer Immobilienprojekte, sondern für die Finanzierung der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG und des Erwerbs von Aktien der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG verwendet worden seien. Die IMMOFINANZ AG und IMBEA bestreiten diese Ansprüche. Besonders hervorzuheben sind 19 "Sammelklagen" österreichischer Prägung, in denen zwischen 10 und 910 Kläger Ansprüche gegen die IMMOFINANZ AG geltend machen.
Bis Ende April 2013 wurden 810 Klagen gegen die IMMOFINANZ AG (wobei teilweise auch IMBEA geklagt wurde) und 78 Klagen nur gegen die IMMOEAST AG/IMBEA mit einem Streitwert von insgesamt ca. EUR 253 Mio. eingebracht. Ein Großteil der Kläger hat Deckung durch eine Rechtsschutzversicherung oder den Prozessfinanzierer AdvoFin. Der Stand der anhängigen Verfahren ist unterschiedlich. Der Großteil befindet sich nach wie vor im Anfangsstadium. In vielen Verfahren wurden bereits die Kläger vernommen, erst in wenigen erfolgten umfangreichere Beweisaufnahmen. In 43 Verfahren erging ein erstinstanzliches Urteil bzw. ein Endbeschluss jeweils – aus unterschiedlichen Gründen – zugunsten der IMMOFINANZ AG bzw. IMMOEAST AG/IMBEA. In acht weiteren Verfahren wird in den nächsten Monaten ein Urteil erwartet. Teilweise wurden die erstinstanzlichen Entscheidungen durch das Oberlandesgericht Wien bzw. den Obersten Gerichtshof aufgehoben und zur neuerlichen Verhandlung an die erstinstanzlichen Gerichte zurückverwiesen. In 17 Verfahren haben die Kläger ihre Klage wieder zurückgezogen. Insgesamt wurden bisher 70 Verfahren beendet (19 rechtskräftige klagsabweisende Urteile, 17 Klagsrückziehungen, 34 Vereinbarungen ewigen Ruhens).
| Anhängige Verfahren: IFAG/IMBEA | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|
| IFAG | 376 | 25,3 |
| IMBEA | 66 | 7,7 |
| IFAG und IMBEA | 376 | 218 |
| Gesamt | 818 | 251 |
Gerichtliche Verfahren von Aktionären gegen Anlageberater und die Aviso Zeta AG und Streitverkündigungen gegen die IMMOFINANZ AG/IMBEA
Beginnend mit August 2008 brachten Aktionäre der IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG (nunmehr: IMBEA) gegen die Constantia Privatbank Aktiengesellschaft (nunmehr: Aviso Zeta AG) und die AWD Gesellschaft für Wirtschaftsberatung GmbH (nunmehr: Swiss Life Select Österreich GmbH), über die sie IMMOFINANZ- und IMMOEAST-Aktien erworben hatten, Klagen ein. Die Kläger behaupten insbesondere falsche Anlageberatung, irreführende Werbung sowie unrichtige Darstellung der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG in der Öffentlichkeit durch angebliches Verschweigen des Naheverhältnisses zwischen der ehemaligen Constantia Privatbank AG und der IMMOFINANZ AG/IMMOEAST AG. Weiters werden das Verschweigen substanzieller Transaktionen der ehemaligen Constantia Privatbank AG mit Aktien der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG und zweck- und prospektwidrige Verwendung von Anlegergeldern behauptet. Die Kläger begehren den Ersatz bzw. die Feststellung entstandener Vermögensschäden. Die Kläger brachten in diesen Fällen keine direkten Klagen gegen IMMOFINANZ AG/IMMOEAST AG ein. IMMOFINANZ AG und IMBEA sind aber an zahlreichen dieser Verfahren gegen die Aviso Zeta AG oder die Swiss Life Select Österreich GmbH als Nebenintervenienten beteiligt. Ein Nebenintervenient ist jeder, der ein rechtliches Interesse daran hat, dass in einem zwischen anderen Personen anhängigen Rechtsstreit eine Partei obsiegt. Hintergrund dieser Nebenintervention ist, dass sich die Beklagten im Falle des Verlusts an IMMOFINANZ AG/ IMBEA regressieren wollen und daher IMMOFINANZ AG/ IMBEA den Streit verkünden. Würden IMMOFINANZ AG/IMBEA den Verfahren nicht beitreten, könnten sie in allfälligen Regressprozessen keine nicht schon im Vorprozess erörterten Punkte mehr entgegenhalten. Das Hauptargument der Beklagten gegen IMMOFINANZ AG/IMBEA ist, dass der Schaden der Kläger durch Handlungen der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG, die in einem Strafverfahren von der Staatsanwaltschaft Wien untersucht werden, verursacht worden wäre.
Bis Ende April 2013 verkündete die Aviso Zeta AG der IMMOFINANZ AG und/oder IMBEA in 334 Verfahren den Streit, im Großteil der Verfahren beiden. Weiters verkündete die Swiss Life Select Österreich GmbH der IMMOFINANZ AG und/oder IMBEA in 226 Verfahren den Streit, auch in Sammelklagen, die gegen die Swiss Life Select Österreich GmbH geführt werden. Die IMMOFINANZ AG und IMBEA traten den meisten dieser Verfahren bei.
In 40 Verfahren gegen die Swiss Life Select Österreich GmbH und die Aviso Zeta AG liegen nach dem derzeitigen Wissen der IMMOFINANZ AG bereits Urteile vor. Die jeweils beklagten Parteien unterlagen teilweise, teilweise obsiegten sie. Weder die Swiss Life Select Österreich GmbH noch die Aviso Zeta AG haben bis dato Regressansprüche gegen die IMMOFINANZ AG oder IMBEA geltend gemacht.
| Streitverkündungen an IFAG/IMBEA | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|
| Aviso Zeta | 334 | 36,9 |
| AWD (nunmehr: Swiss Life Select Österreich GmbH) | 226 | 17,6 |
| Gesamt | 560 | 54,5 |
Gerichtliche Verfahren gegen die Aviso Zeta AG
Die Aviso Zeta AG ist per Ende April 2013 in insgesamt 2.089 Verfahren mit einem Streitwert von EUR 320,9 Mio. beklagte Partei. Diesen Verfahren liegen unterschiedliche Sachverhalte zugrunde. In 1.166 Verfahren mit einem Streitwert von EUR 292,8 Mio. wird der Kauf von IMMOFINANZ/IMMOEAST-Aktien verhandelt. Davon wurden bereits 197Verfahren beendet. In den meisten Fällen (143 Verfahren) wurde ewiges Ruhen gegen Kostenaufhebung vereinbart. In weiteren 17 Fällen wurde die Klage unter Anspruchsverzicht zurückgezogen und in 31 Verfahren die Klage abgewiesen. Lediglich drei Verfahren wurden aus Sicht der Aviso Zeta AG verloren. Die Aviso Zeta AG ist in weiteren 921Verfahren (Streitwert EUR 18,5 Mio.) geklagt worden, in denen es um die Vermittlung von Wertpapieren geht (insbesondere um Produkte von Lehmann Brothers mit der Bezeichnung "Dragon FX Garant"). Davon sind bereits 797 Verfahren beendet. Hiervon wurden in Summe 790 Verfahren positiv beendet (Klagsrückziehung, Klagsabweisung oder ewiges Ruhen), lediglich in zwei Verfahren wurde der Klage stattgegeben, außerdem wurden fünf Vergleiche abgeschlossen. In mittlerweile gefestigter Rechtsprechung hat der Oberste Gerichtshof die Argumente der Kläger, wonach eine Prospekthaftung bestehe und die Vermittlungstätigkeit des AWD (nunmehr: Swiss Life Select Österreich GmbH) der Aviso Zeta AG zuzurechnen wäre, zurückgewiesen, wodurch ein Großteil dieser Verfahren für die Aviso Zeta AG positiv beendet werden konnte. Einige wenige Verfahren wurden bis zur Entscheidung des EuGH zur Frage der korrekten Prospektveröffentlichung unterbrochen.
In weiteren insgesamt 520 Verfahren wurde der Aviso Zeta AG der Streit verkündet. In einem Großteil dieser Verfahren, die sich mit dem Thema Kauf von IMMOFINANZ/IMMOEAST-Aktien befassen (Streitwert von EUR 27,6 Mio.), konkret handelt es sich um 506 Verfahren, ist die Aviso Zeta AG dem Streit beigetreten. Davon konnten 62 Verfahren mit einem Streitwert von EUR 3,1 Mio. beendet werden. Bislang sind keine Regressansprüche gegen die Aviso ZetaAG geltend gemacht worden.
Darüber hinaus wurde die Aviso Zeta AG von ehemaligen Vorstandsmitgliedern in zwei Fällen auf Abfertigungsansprüche geklagt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Aviso Zeta AG drei ehemalige Vorstände der Constantia Privatbank AG auf Schadenersatz und Feststellung geklagt, um sich für allfällige Fehlberatungen im Zusammenhang mit Aktienkäufen regressieren zu können. Diese Verfahren befinden sich noch im Anfangsstadium.
Passivverfahren Aviso Zeta AG
| AVISO ZETA AG | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR | Davon beendet | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|---|---|
| Beklagte | 2.089 | 320,9 | ||
| Davon: IMMOFINANZ/IMMOEAST | 1.166 | 292,8 | 197 | 15,9 |
| Dragon FX Garant | 921 | 18,5 | 797 | 15,8 |
| Nebenintervenientin | 520 | 28,2 | ||
| IMMOFINANZ/IMMOEAST | 506 | 27,6 | 62 | 3,1 |
Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses der Verschmelzung der IMMOEAST AG mit IMMOFINANZ AG
Die IMMOFINANZ AG wurde gemäß Verschmelzungsvertrag vom 21. Jänner 2010 als übernehmende Gesellschaft mit der IMMOEAST AG als übertragende Gesellschaft verschmolzen. Den ehemaligen Aktionären der IMMOEAST AG wurden im Zuge der Verschmelzung gemäß dem vereinbarten Umtauschverhältnis von drei Aktien der IMMOFINANZ AG für zwei IMMOEAST-Aktien insgesamt 567.363.702 Aktien der IMMOFINANZ AG gewährt. Sowohl von Aktionären der IMMOFINANZ AG als auch von ehemaligen Aktionären der IMMOEAST AG wurde gemäß §§ 225c ff AktG die nachträgliche gerichtliche Überprüfung des Umtauschverhältnisses beim Handelsgericht Wien beantragt. Dieser Schritt hat ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Die IMMOFINANZ AG erstattete umfassende Stellungnahmen zu den Anträgen. Das Handelsgericht Wien hat das gesetzlich vorgesehene Gutachten des Gremiums zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses (§ 225g AktG) beauftragt.
Entscheidungen oder Vergleiche in diesem Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses wirken zugunsten aller Aktionäre der jeweiligen Aktionärsgruppe (Erga-omnes-Wirkung). Werden in diesem Verfahren Zuzahlungen (Ausgleichszuzahlungen) festgesetzt, erhalten die Aktionäre der benachteiligten Aktionärsgruppe diese zuzüglich Zinsen von 2% über dem Basiszinssatz ab Eintragungsstichtag (28. April 2010). Vonseiten der IMMOFINANZ AG wurde die Gewährung weiterer Aktien anstelle barer Ausgleichszuzahlungen beantragt.
Ob in diesem Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses Zuzahlungen (Ausgleichszuzahlungen) zugunsten einer Aktionärsgruppe zugesprochen werden und in welcher Höhe, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
Sonstige Rechtsstreitigkeiten
Die IMMOFINANZ AG brachte im März 2011 Klage gegen drei ehemalige Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der ehemaligen Constantia Privatbank AG wegen Optionsgeschäften zum Nachteil der ehemaligen IMMOEAST AG ein. Das Verfahren wurde nach der ersten Verhandlung im September 2011 bis zur rechtskräftigen Entscheidung im Strafverfahren gegen diese Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder unterbrochen. In diesem Strafverfahren erfolgte eine (nicht rechtskräftige) erstinstanzliche Verurteilung u.a. von zwei der drei in diesem Verfahren Beklagten. In erster Instanz erfolgte (nicht rechtskräftig) ein Zuspruch an die IMBEA in Höhe von rund EUR 7 Mio. Weiters wurde der Aviso Zeta ein Betrag in Höhe von rund EUR 4 Mio. zugesprochen.
Eine weitere Klage brachte die IMMOFINANZ AG im September 2011 ein, mit der Ansprüche gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied und andere Personen in Zusammenhang mit Zahlungen geltend gemacht werden, die auf Veranlassung des Vorstandsmitgliedes treuwidrig an Dritte geleistet wurden. Dieses Verfahren befindet sich noch im Anfangsstadium.
Im August 2011 brachte ein ehemaliges Vorstandsmitglied eine Klage gegen die IMMOFINANZ AG auf Zahlung von Vergütung seiner Vorstandstätigkeit über einen Zeitraum von etwa drei Monaten ein. Dieses Verfahren ist derzeit bis zur Entscheidung über ein Parallelverfahren unterbrochen. Das Parallelverfahren ist ein gesondertes Verfahren gegen IMBEA. Auch hier brachte das ehemalige Vorstandsmitglied eine Klage auf Zahlung von Vergütung seiner Vorstandstätigkeit über denselben Zeitraum von etwa drei Monaten ein.
Die angeführten Streitwerte beinhalten teilweise idente Sachverhalte. Nach Einschätzung des voraussichtlichen Verfahrensausgangs wurden im Konzernabschluss der IMMOFINANZ Group Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Rückstellungen für Prozesskosten in ausreichender Höhe bilanziert.
In einzelnen Ländern Osteuropas können Rechtsunsicherheiten betreffend der Grundeigentumsverhältnisse auftreten.
Hinsichtlich der vorhandenen Haftungen seitens der IMMOFINANZ wird auf das Kapitel 7.3.2 verwiesen.
7.4.2 Offene Baukosten
Die faktischen Verpflichtungen die sich aus offenen Baukosten von in Bau befindlichen Immobilienprojekten ergeben stellen sich wie folgt dar:
| Anzahl der Immobilien |
Buchwert in TEUR |
Buchwert in % |
Offene Baukosten in TEUR |
Geplante vermietbare/ veräußerbare Fläche in m² |
Voraussichtlicher Verkehrswert nach Fertigstellung in TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 2 | 3.319,7 | 0,6% | 230,0 | 885 | 4.270,0 |
| Deutschland | 4 | 128.057,5 | 24,2% | 214.064,0 | 87.803 | 381.220,7 |
| BUWOG | 22 | 105.222,8 | 19,9% | 68.585,5 | 67.505 | 208.154,7 |
| Polen | 6 | 42.707,9 | 8,1% | 133.054,1 | 75.571 | 214.641,6 |
| Tschechien | 5 | 47.884,8 | 9,0% | 44.317,3 | 38.010 | 111.327,5 |
| Ungarn | 1 | 28,5 | 0,0% | 0,0 | 29 | 28,5 |
| Rumänien | 11 | 38.381,8 | 7,3% | 4.239,1 | 74.280 | 44.912,0 |
| Russland | 1 | 159.970,0 | 30,2% | 105.070,4 | 56.000 | 275.391,2 |
| Sonstige | 2 | 3.545,8 | 0,7% | 0,0 | 4.800 | 3.675,0 |
| Summe | 54 | 529.118,8 | 100,0% | 569.560,4 | 404.883 | 1.243.621,2 |
7.5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 27. Mai 2013 unterzeichnete die IMMOFINANZ Group den Vertrag über den Verkauf des polnischen Silesia City Center (Kattowitz), welches von einem internationalen Investorenkonsortium unter Führung der Allianz erworben wird. Der Kaufpreis liegt mit EUR 410,0 Mio. über dem Buchwert. Die Transaktion steht noch unter aufschiebenden Bedingungen, so ist etwa die Zustimmung der polnischen Wettbewerbsbehörde erforderlich. Mit einem Closing ist im September 2013 zu rechnen.
Im Mai 2013 wurde ein 2006 aufgenommener und mit einer Garantie der IMMOFINANZ AG, der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH sowie durch Liegenschaften besicherter syndizierter Kredit i.H.v. EUR 173,5 Mio. getilgt.
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde die lokale Situation der Tochtergesellschaften in den Kernländern (RO, PL, CZ und HU) hinsichtlich ihrer funktionalen Währung neu analysiert. Bisher wurden die Tochtergesellschaften als vom Konzern unabhängige und selbstständig agierende Gesellschaften betrachtet, in denen die Währung des primären (volks-) wirtschaften Umfelds ihrer Landeswährung entsprach. Gemäß den Vorgaben des IAS 21 wurde daher als funktionale Währung dieser Gesellschaften jeweils die Landeswährung festgelegt. Die aktuelle Analyse zeigte jedoch die merkbar verstärkte Abhängigkeit der Tochtergesellschaften vom Konzern, insbesondere durch die ab dem GJ 2012/13 erfolgte
Restrukturierungsmaßnahme der Eigenkapitalsanierung. Zusätzlich wird der Euro verstärkt als die überwiegende Transaktionswährung der meisten Geschäftsvorfälle verwendet (Umstellung der Cash-Bestände/Mietvorschreibungen/Lieferanten etc. auf Euro).
Aufgrund dieser Überlegungen wird es gemäß den Vorgaben des IAS 21.13 (Änderung der Umstände) vom Vorstand als erforderlich angesehen, auf den Euro als funktionale Währung umzustellen. Die Umstellung wird prospektiv mit Stichtag 1. Mai 2013 erfolgen (IAS 21.35).
7.6 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Als nahestehende Personen i.S.d. IAS 24 werden alle assoziierten, quotenkonsolidierten und vollkonsolidierten Unternehmen verstanden. Nahestehende Personen sind neben Personen, die über einen maßgeblichen Einfluss auf die IMMOFINANZ AG verfügen, die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der IMMOFINANZ AG und deren nahe Familienangehörige.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im Geschäftsjahr ausschließlich zu marktüblichen Konditionen statt.
Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Rudolf Fries und Mag. Vitus Eckert sind Gesellschafter der Rechtsanwaltskanzlei Eckert Fries Prokopp Rechtsanwälte GmbH, Baden bei Wien. Die Rechtsanwaltskanzlei hat für Rechtsberatung von Gesellschaften der IMMOFINANZ Group im Geschäftsjahr 2012/13 in Summe EUR 53.130,70 verrechnet. Die mit der Kanzlei vereinbarten Honorarkonditionen, insbesondere Stundensätze, sind marktüblich.
Von einer Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ Group (BUWOG-Facility Management GmbH) werden Immobilien der ARSENAL Immobilien Development GmbH verwaltet. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Rudolf Fries ist Geschäftsführer dieser Gesellschaft und die Dr. Rudolf FRIES Familienprivatstiftung ist (mittelbare) Gesellschafterin dieser Gesellschaft. Für die Immobilienverwaltung ist ein marktübliches Entgelt vereinbart. Im Geschäftsjahr 2012/13 ist insgesamt für die Immobilienverwaltung ein Entgelt von EUR 316.474,74 angefallen.
Ein Vorstandsmitglied hat vor dem Zeitpunkt der Vorstandsbestellung eine Wohnung der BUWOG zu marktüblichen Konditionen gemietet. Das Mietverhältnis besteht weiterhin.
Im Geschäftsjahr 2011/12 hatte ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds eine Wohnung von der IMMOFINANZ-Tochter BUWOG zu marktüblichen Konditionen gekauft.
Die IMMOFINANZ AG leistet als Entgeltbestandteile für ihre Vorstandsmitglieder Zahlungen an die APK Pensionskasse AG. Es handelt sich dabei um Betriebspensionen der Vorstandsmitglieder zu marktüblichen Bedingungen. Das Aufsichtsratsmitglied Mag. Christian Böhm ist Mitglied des Vorstands dieser Gesellschaft. Die Summe der im Geschäftsjahr 2012/13 geleisteten Beiträge ist im Anhang zum Konzernabschluss ersichtlich.
Transaktionen zwischen den in den Konzerngesellschaften einbezogenen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht näher erläutert.
7.6.1 Assoziierte und quotenkonsolidierte Unternehmen
Beziehungen mit quotenkonsolidierten Gesellschaften
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 |
|---|---|---|
| Forderungen | 65.600,3 | 98.938,8 |
| Verbindlichkeiten | 42.966,3 | 54.847,1 |
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | |
| Sonstige Erträge | 130,9 | 183,9 |
| Sonstige Aufwendungen | 0,0 | -2,3 |
| Zinserträge | 2.469,0 | 34.226,1 |
| Zinsaufwendungen | -21,4 | -11.170,0 |
Beziehungen mit assoziierten Gesellschaften
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 |
|---|---|---|
| Forderungen | 74.624,6 | 74.329,8 |
| Verbindlichkeiten | 867,2 | 3.889,4 |
| 30. April 2013 | 30. April 2012 | |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | -2.910,6 | -11.861,9 |
Die Transaktionen mit assoziierten und quotenkonsolidierten Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Preisen und Konditionen.
Die Finanzierungen für quotenkonsolidierte Gesellschaften (Joint-Venture-Gesellschaften) werden zwischen der IMMOFINANZ und ihren Partnern oft in einem zu der Beteiligungsquote abweichenden Verhältnis durchgeführt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen die Joint-Venture-Gesellschaften, die aus diesen Transaktionen entstehen, werden in den Tabellen zu den Forderungen (siehe Kapitel 5.6) und Verbindlichkeiten (siehe Kapitel 5.15) angeführt.
7.6.2 Organe
Die Organe der IMMOFINANZ sind:
Vorstand
Dr. Eduard Zehetner – Vorsitzender Mag. Birgit Noggler – Mitglied Mag. Daniel Riedl FRICS – Mitglied Mag. Dr. Manfred Wiltschnigg MRISC – Mitglied (bis März 2013)
Aufsichtsrat
Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler – Vorsitzender Dr. Michael Knap – Stellvertreter des Vorsitzenden Mag. Vitus Eckert – Mitglied Dr. Rudolf Fries – Mitglied Dr. Guido Schmidt-Chiari – Mitglied (bis Oktober 2012) Nick J. M. van Ommen, MBA – Mitglied Mag. Christian Böhm – Mitglied Mag. Klaus Hübner – Mitglied
Vorstandsbezüge
Die Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2012/13 Vergütungen i.H.v. EUR 4,7 Mio. (2011/12: EUR 3,8 Mio.) bezogen. Es wurden Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse i.H.v. TEUR 117,2 (2011/12: TEUR 58,6) sowie Pensionskassenbeiträge i.H.v. TEUR 188,5 (2011/12: TEUR 149,5) geleistet.
Des Weiteren wurden im Mai 2012 jenen drei Vorstandsmitgliedern, die in der Sanierungsphase von 2008 bis 2011 tätig waren und noch immer dem Unternehmen angehörten, Sanierungsprämien im Gesamtbetrag von EUR 3,0 Mio. zuerkannt. Die IMMOFINANZ Group wurde aus der existenzbedrohenden Krise im Geschäftsjahr 2008/09 herausgeführt und das Eigenkapital und der NAV erheblich gesteigert. Es wurden Dividendenzahlungen möglich.
Incentive-Programm für die Vorstände der ehem. IMMOEAST und IMMOFINANZ AG
Im Laufe des Jahres 2009 hat die IMMOFINANZ AG 269 Stück Wandelanleihe 2014 (WA 2014) und 480 Stück Wandelanleihe 2017 (WA 2017) im Gesamtnennbetrag von EUR 74,9 Mio. zu einem Abschlag vom Nominale zurückgekauft. 82 Stück der zurückgekauften WA 2014 sowie 88 Stück der zurückgekauften WA 2017 wurden im Rahmen eines geplanten langfristigen Incentive-Programms an die Mitglieder des Vorstands der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG veräußert. Zur Finanzierung des Ankaufs der Wandelschuldverschreibungen wurden im Rahmen des geplanten langfristigen Incentive-Programms den Mitgliedern des Vorstands Darlehen i.H.v. rund EUR 1,0 Mio. pro Vorstandsmitglied zu fremdüblichen Konditionen (3-Monats EURIBOR + 1,50%) gewährt und die Rückzahlungsansprüche der IMMOFINANZ AG aus den gewährten Darlehen mit den veräußerten Wandelschuldverschreibungen besichert. Die Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2011/12 getilgt.
Aufsichtsratsvergütungen
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2012/13 eine Vergütung von insgesamt EUR 300.300,-. Die Vergütung des Aufsichtsrats wird alljährlich von der Hauptversammlung beschlossen. Die Beschlussfassung über die Vergütung für das Geschäftsjahr 2012/13 erfolgt daher in der 20. ordentlichen Hauptversammlung am 2. Oktober 2013. Die Verteilung der Aufsichtsratvergütung für das Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte mit einer fixen Vergütung als Basis, welche EUR 25.000,- zuzüglich EUR 3.588,57 für die Tätigkeit in einem Ausschuss beträgt, berechnet. Die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats betrug das Zweifache, jene für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache eines einfachen Aufsichtsratsmitglieds.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats bezogen folgende Vergütungen:
| Werte in TEUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| IMMOFINANZ | Sonstige | IMMOFINANZ | Sonstige | |
| Mag. Klaus Hübner | 28,6 | - | 22,0 | 5,0 |
| Dr. Michael Knap | 53,6 | 5,0 | 41,3 | 7,0 |
| Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler | 71,5 | - | 66,0 | - |
| Mag. Vitus Eckert | 28,6 | - | 33,0 | - |
| Dr. Rudolf Fries | 32,2 | - | 33,0 | - |
| Dr. Guido Schmidt-Chiari | 28,6 | - | 33,0 | - |
| Mag. Christian Böhm | 28,6 | - | 17,6 | - |
| Nick J. M. van Ommen, MBA | 28,6 | 10,0 | 27,5 | 4,0 |
| Mag. Georg Bauthen | - | - | - | 2,0 |
| Mag. Christian Weimann | - | - | - | 2,0 |
| Gesamt | 300,3 | 15,0 | 273,4 | 20,0 |
Von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats werden 67.510.428 Stück Aktien (2011/12: 65.702.992 Stück) gehalten.
7.7 Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für durch Deloitte Österreich erbrachte Leistungen entfallen mit TEUR 498,1 (2011/12: TEUR 507,9) auf die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses, mit TEUR 1,7 (2012/12: TEUR 630,5) auf sonstige Bestätigungsleistungen, mit TEUR 160,1 (2011/12: TEUR 612,0) auf Steuerberatung und mit TEUR 0,0 (2011/12: TEUR 55,2) auf sonstige Leistungen.
7.8 Freigabe des Konzernabschlusses
Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand der IMMOFINANZ AG am 2. August 2013 fertiggestellt, unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Konzernunternehmen der IMMOFINANZ AG
| AAX Immobilienholding GmbH AT Wien 40,79 EUR 100,00% 1. Jänner 2005 V ABLO Property s.r.o. CZ Prag 100,00 CZK 100,00% 3. Dezember 2004 V ABSTEM Holdings Ltd. CY Nicosia 2,00 EUR 100,00% 1. Mai 2008 V Adama Holding Public Ltd. CY Nicosia 0,00 EUR 100,00% 9. November 2011 V Adama Luxemburg S.A. LU Luxemburg 0,00 EUR 100,00% 9. November 2011 V Adama Management SRL RO Voluntari 0,00 RON 100,00% 9. November 2011 V Adama Management Ukraine LLC UA Kiew 0,00 UAH 98,40% 9. November 2011 V Adama Romania Ltd. CY Nicosia 0,00 EUR 100,00% 9. November 2011 V Adama Ukraine Ltd. CY Nicosia 0,00 EUR 98,40% 9. November 2011 V AEDIFICIO Liegenschaftsvermietungs- und AT Wien 7.267.283,00 EUR 100,00% 22. Jänner 1998 V Beteiligungsgesellschaft m.b.H. AEDIFICIO Liegenschaftsvermietungs- und Beteili AT Wien 1,00 EUR 100,00% 30. April 2000 V gungsgesellschaft m.b.H. & Co Kaiserstraße 57–59 KG Agroprodaja d.o.o. Beograd RS Belgrad 500,00 EUR 100,00% 22. November 2007 V Ahava Ltd. CY Nicosia 0,00 EUR 98,40% 9. November 2011 V Ahava Ukraine LLC UA Kiew 0,00 UAH 98,40% 9. November 2011 V Airport Property Development a.s. CZ Prag 1.000.000,00 CZK 100,00% 29. Juni 2005 V Al Sp. z o.o. PL Warschau 50,00 PLN 100,00% 30. April 2005 V Aloli Management Services Limited CY Nicosia 0,00 EUR 100,00% 9. November 2011 V |
|---|
| Alpha Arcadia LLC UA Odessa 0,00 UAH 49,30% 9. November 2011 Q |
| Alpha real d.o.o. SI Laibach 8,76 EUR 100,00% 30. September 2006 V |
| Anadolu Gayrimenkul Yatirimciligi ve Ticaret A.S. TR Istanbul 50,00 TRY 64,89% 16. August 2007 Q |
| Appartement im Park ErrichtungsGmbH AT Wien 0,00 EUR 100,00% 25. August 2010 V |
| Aragonit s.r.o. CZ Prag 100,00 CZK 100,00% 1. Juli 2006 V |
| Arbor Corporation s.r.l. RO Bukarest 13,50 RON 90,00% 29. Jänner 2007 V |
| ARE 3 Sp. z o.o. PL Warschau 50,00 PLN 100,00% 31. Jänner 2005 V |
| ARE 4 Sp. z o.o. PL Warschau 50,00 PLN 100,00% 7. Dezember 2004 V |
| ARE 5 Sp. z o.o. PL Warschau 50,00 PLN 100,00% 30. April 2005 V |
| ARE 8 Sp. z o.o. PL Warschau 50,00 PLN 100,00% 15. Juni 2005 V |
| ARMONIA CENTER ARAD S.R.L. RO Bukarest 11.411.000,00 RON 100,00% 18. Juli 2007 V |
| ARO Eferding Immobilien GmbH AT Wien 35,00 EUR 100,00% 13. Juni 2008 V |
| ARO IBK GmbH AT Wien 35,00 EUR 100,00% 1. August 2007 V |
| ARO Immobilien GmbH AT Wien 7.267.283,00 EUR 100,00% 1. Jänner 2005 V |
| Arpad Center Kft. HU Budapest 31.000.000,00 HUF 100,00% 1. August 2002 V |
| Artemis Immobilien GmbH AT Wien 35,00 EUR 100,00% 7. Juli 2010 V |
| Atlantis Invest Sp. z o.o. PL Warschau 51,00 PLN 100,00% 30. April 2005 V |
| ATLAS 2001 CR s.r.o. CZ Prag 200,00 CZK 100,00% 20. April 2004 V |
| Atom Centrum a.s. CZ Prag 1.000.000,00 CZK 100,00% 20. Jänner 2005 V |
| Atrium Park Kft. HU Budapest 6.000.000,00 HUF 100,00% 31. Oktober 2007 V |
| Aviso Delta GmbH AT Wien 0,00 EUR 100,00% 15. Oktober 2010 V |
| Aviso Zeta AG AT Wien 0,00 EUR 100,00% 22. Dezember 2010 V |
| BA Energetika s.r.o. SK Bratislava 6.638,78 EUR 100,00% 31. Dezember 2005 V |
| Banniz Ltd. CY Nicosia 0,00 EUR 100,00% 21. Februar 2012 V |
| Barby Holding Sàrl LU Luxemburg 12,50 EUR 100,00% 11. Dezember 2007 V |
| Baron Development SRL RO Voluntari 0,00 RON 100,00% 9. November 2011 V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Baslergasse 65 Errichtungsges.m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 1. Februar 2012 | V |
| Bauteil M Errichtungsges.m.b.H. | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 2. März 2005 | V |
| Bauteile A + B Errichtungsges.m.b.H. | AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 31. Mai 1997 | V |
| Bauteile C + D Errichtungsges.m.b.H. | AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 31. Mai 1997 | V |
| BB C – Building A, k.s. | CZ | Prag | 20,00 | CZK | 100,00% | 13. Dezember 2006 | V |
| BB C – Building B, k.s. | CZ | Prag | 20,00 | CZK | 100,00% | 13. Dezember 2006 | V |
| BB C – Building Gamma a.s. | CZ | Prag | 2.000.000,00 | CZK | 100,00% | 20. Juli 2007 | V |
| Berga Investment Limited | CY | Nicosia | 10,00 | EUR | 100,00% | 24. Juli 2007 | V |
| Bermendoca Holdings Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 3. November 2008 | V |
| Bersan Gayrimenkul Yatirim A.S. | TR | Istanbul | 5.848.849,00 | TRY | 64,89% | 29. August 2007 | Q |
| Best Construction LLC | UA | Kiew | 0,00 | UAH | 98,40% | 9. November 2011 | V |
| Beta real d.o.o. | SI | Laibach | 8,76 | EUR | 100,00% | 30. September 2006 | V |
| BEWO International Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 14. November 2006 | V |
| Bivake Consultants Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 1. Juli 2008 | V |
| Blitz-12575 GmbH | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 30. April 2013 | V |
| Blitz-12576 GmbH & Co. KG | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 30. April 2013 | V |
| Bloczek Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 18. Mai 2010 | V |
| Blue Danube Holding Ltd. | MT | Valletta | 1,50 | EUR | 100,00% | 12. Dezember 2006 | V |
| Boondock Holdings Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 24. Oktober 2008 | V |
| Borisov Holdings Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 12. Februar 2008 | V |
| Braddock Holding Sàrl | LU | Luxemburg | 12,50 | EUR | 100,00% | 11. Dezember 2007 | V |
| Brno Estates a.s. | CZ | Prag | 2.000.000,00 | CZK | 100,00% | 28. Februar 2007 | V |
| Bubkas Limited | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Bucharest Corporate Center s.r.l. | RO | Bukarest | 8.068.929,00 | RON | 100,00% | 22. März 2006 | V |
| Bulgarian Circuses and Fun-Fair OOD | BG | Sofia | 100,00 | BGN | 49,00% | 12. November 2007 | E |
| Bulreal EAD | BG | Sofia | 500,00 | BGN | 49,00% | 12. November 2007 | E |
| Business Park Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 72,67 | EUR | 100,00% | 31. Mai 1997 | V |
| Business Park West-Sofia EAD | BG | Sofia | 500,00 | BGN | 100,00% | 12. Dezember 2006 | V |
| BUWOG – Berlin GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 24. März 2010 | V |
| BUWOG – Breitenfurter Straße 239 GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2013 | V |
| BUWOG – Brunnenstraße GmbH & Co. KG | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. November 2012 | V |
| BUWOG – Brunnenstraße Verwaltungs GmbH | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. November 2012 | V |
| BUWOG – Chausseestraße 88 GmbH & Co. KG | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. August 2012 | V |
| BUWOG – Chausseestraße 88 Verwaltungs GmbH | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. August 2012 | V |
| BUWOG – Deutschland GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 22. Februar 2010 | V |
| BUWOG – Facility Management GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 24. August 2009 | V |
| BUWOG – Gerhard Bronner Straße GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. November 2011 | V |
| BUWOG – Gervinusstraße GmbH & Co. KG | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 30. April 2013 | V |
| BUWOG – Gervinusstraße Verwaltungs GmbH | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 30. April 2013 | V |
| BUWOG – Gombrichgasse GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. November 2011 | V |
| BUWOG – Humboldt Palais GmbH & Co. KG | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 22. Mai 2012 | V |
| BUWOG – Lindengasse 62 GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 1. November 2012 | V |
| BUWOG – Lindenstraße GmbH & Co. KG | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. November 2012 | V |
| BUWOG – Lindenstraße Verwaltungs GmbH | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. November 2012 | V |
| BUWOG – Meermann GmbH | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. August 2011 | V |
| BUWOG – Palais/Scharnhorststraße Verwaltungs GmbH |
DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 22. Mai 2012 | V |
| BUWOG – Penzinger Straße 76 GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2013 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BUWOG – Projektholding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 16. September 2011 | V |
| BUWOG – PSD Holding GmbH | AT | Wien | 73,00 | EUR | 100,00% | 1. Oktober 2004 | V |
| BUWOG – Regattastraße GmbH & Co. KG | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. August 2012 | V |
| BUWOG – Regattastraße Verwaltungs GmbH | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. August 2012 | V |
| BUWOG – Scharnhorststraße 26–27 GmbH & Co. KG | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. August 2012 | V |
| BUWOG – Scharnhorststraße 26–27 Verwaltungs GmbH |
DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. August 2012 | V |
| BUWOG – Scharnhorststraße 4 Townhouse GmbH & Co. KG |
DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. August 2012 | V |
| BUWOG – Scharnhorststraße 4 Verwaltungs GmbH | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 1. August 2012 | V |
| BUWOG – Scharnhorststraße 4 Wohnbauten GmbH & Co. KG |
DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,00% | 22. Mai 2012 | V |
| BUWOG – Universumstraße GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 7. Oktober 2011 | V |
| BUWOG Bauen und Wohnen Gesellschaft mbH | AT | Wien | 18.894.937,00 | EUR | 100,00% | 1. Oktober 2004 | V |
| BUWOG CEE GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. Oktober 2004 | V |
| BUWOG Immobilien Beteiligungs GmbH & Co KG | AT | Wien | 10,00 | EUR | 94,00% | 12. Mai 2010 | V |
| BUWOG Slovakia s.r.o. | SK | Bratislava | 232,36 | EUR | 100,00% | 8. September 2007 | V |
| BUWON s.r.o. | SK | Bratislava | 5,00 | EUR | 50,00% | 1. August 2008 | Q |
| C.A.P. Immobilienprojektentwicklungs- und Beteiligungs Aktiengesellschaft |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 50,00% | 25. August 2010 | E |
| C.E. Immobilienprojekte und Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| C.E. Management GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| C.E.P.D. Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 31. August 2005 | V |
| C.I.M. Beteiligungen 1998 GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 33,00% | 25. August 2010 | E |
| C.I.M. Unternehmensbeteiligungs- und Anlagenvermietungs GmbH |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 33,00% | 25. August 2010 | E |
| C.I.M. Verwaltung und Beteiligungen 1999 GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 33,00% | 25. August 2010 | E |
| Campus Budapest Bt. | HU | Budapest | 1.403.000.000,00 | HUF | 74,96% | 31. Dezember 2002 | V |
| Capri Trade s.r.l. | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 10. Februar 2006 | V |
| Capricornus High-Deck GmbH | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 90,06% | 30. April 2013 | V |
| Capricornus High-Deck Residential GmbH & Co. KG | DE | Berlin | 0,00 | EUR | 94,65% | 30. April 2013 | V |
| Caterata Limited | CY | Nicosia | 1,00 | EUR | 50,00% | 15. April 2008 | Q |
| CBB-L Beta Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CBB-L Jota Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CBB-L Realitäten Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Center Invest Bcsaba Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 14. Juli 2009 | V |
| Center Invest DEB Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 30. Juni 2008 | V |
| Center Invest Gödöll Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 1. Juni 2010 | V |
| Center Invest International Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 31. Jänner 2008 | V |
| Center Invest Keszt Kft. | HU | Budapest | 6.000.000,00 | HUF | 100,00% | 24. Februar 2010 | V |
| Center Invest Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 2. Juni 2005 | V |
| Center Invest Nkanizsa Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 9. Jänner 2009 | V |
| Central Business Center Kft. | HU | Budapest | 172.042.584,00 | HUF | 100,00% | 15. Jänner 2007 | V |
| Centre Investments s.r.o. | CZ | Prag | 100,00 | CZK | 100,00% | 28. Februar 2007 | V |
| Centrum Opatov a.s. | CZ | Prag | 2.000.000,00 | CZK | 100,00% | 22. September 2006 | V |
| CEREP Poseidon A7 SAS | IT | Mestre | 10,00 | EUR | 50,00% | 17. November 2004 | Q |
| CEREP Poseidon A9 Srl | IT | Milan | 10,00 | EUR | 50,00% | 1. Mai 2005 | Q |
| CFE Immobilienentwicklungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 50,00% | 25. August 2010 | Q |
| CGS Gamma Immobilien Vermietung GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CHB Immobilienholding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 5. März 2010 | V |
| CHB Immobilienholding GmbH & Co. KG | DE | Frankfurt | 5,00 | EUR | 100,00% | 9. November 2004 | V |
| Chronos Immoblien GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 7. Juli 2010 | V |
| C-I-D RealEstate GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| City Box Amsterdam Zuid B.V. | NL | Amsterdam | 1.000.000,00 | EUR | 95,01% | 2. November 2007 | V |
| City Box Eindhoven Centrum B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 95,01% | 30. November 2007 | V |
| City Box Euroborg B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 95,01% | 19. Dezember 2012 | V |
| City Box Exploitatie I B.V. | NL | Amsterdam | 78,75 | EUR | 95,01% | 30. April 2007 | V |
| City Box Exploitatie II B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 95,01% | 30. April 2007 | V |
| City Box Holding B.V. | NL | Amsterdam | 45,38 | EUR | 95,01% | 30. April 2007 | V |
| City Box Local B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 95,01% | 30. April 2007 | V |
| City Box Properties B.V. | NL | Amsterdam | 90,76 | EUR | 95,01% | 30. April 2007 | V |
| City Box Properties II B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 95,01% | 19. Dezember 2012 | V |
| City Box Rijswijk B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 95,01% | 2. November 2007 | V |
| City Tower Vienna Errichtungs- und Vermietungs-GmbH |
AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2000 | V |
| Confidential Business SRL | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 25,00% | 15. April 2008 | Q |
| Constantia Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CONSTANTIA Immobilienvermietungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Constantia Treuhand und Vermögensverwaltungs GmbH |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Constari Liegenschaftsvermietungsgesellschaft m.b.H. AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V | |
| Contips Limited | CY | Nicosia | 1,00 | EUR | 100,00% | 24. Jänner 2008 | V |
| Cora GS s.r.l. | RO | Bukarest | 300,00 | RON | 100,00% | 25. Juli 2005 | V |
| CPB Advisory GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB ALPHA Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Anlagen Leasing Gesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB BETA Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Corporate Finance Consulting GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB DELTA Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB DREI Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Enterprise GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB EPSILON Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB GAMMA Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Gesellschaft für Unternehmensbeteiligungen m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Grundstücks und Mobilien Vermietungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Holding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Immobilien und Mobilien Vermietungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Investitionsgüter Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB JOTA Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB KAPPA Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Maschinen Leasing Gesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Mobilien Leasing Gesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB OMIKRON Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB Pegai Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB PRIMA Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CPB Realitäten und Mobilien Vermietungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPB TERTIA Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| CPBE Clearing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Credo Immobilien Development GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| CREDO Real Estate GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| Dalerise Limited | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 23. April 2008 | V |
| Dapply Trading Ltd. | CY | Nicosia | 3,00 | EUR | 100,00% | 7. April 2008 | V |
| Debowe Tarasy Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 21. November 2006 | V |
| Debowe Tarasy Sp. z o.o. II sp.k. | PL | Warschau | 1.860.239,00 | PLN | 100,00% | 5. Jänner 2007 | V |
| Debowe Tarasy Sp. z o.o. III sp.k. | PL | Warschau | 1.861.085,00 | PLN | 100,00% | 5. Jänner 2007 | V |
| Debowe Tarasy Sp. z o.o. IV sp.k. | PL | Warschau | 1.900.535,00 | PLN | 100,00% | 5. Jänner 2007 | V |
| Decima Immobilienanlagen GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 27. Mai 2010 | V |
| Deutsche Lagerhaus Beteiligungs GmbH u. Co KG | DE | Mülheim | 500,00 | EUR | 100,00% | 16. Mai 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Bönen GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 14. November 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Bremen I GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 31. März 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Dormagen GmbH u. Co KG | DE | Essen | 150,00 | EUR | 100,00% | 5. November 2008 | V |
| Deutsche Lagerhaus dreiundzwanzigste Objekt GmbH & Co KG |
DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 23. August 2007 | V |
| Deutsche Lagerhaus Düsseldorf GmbH u. Co KG | DE | Essen | 100,00 | EUR | 100,00% | 5. November 2008 | V |
| Deutsche Lagerhaus einundzwanzigste Objekt GmbH & Co KG |
DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 23. August 2007 | V |
| Deutsche Lagerhaus Essen GmbH u. Co KG | DE | Essen | 150,00 | EUR | 100,00% | 5. November 2008 | V |
| Deutsche Lagerhaus Freystadt GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 14. November 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus GmbH u. Co KG | DE | Mülheim a. d. Ruhr |
24.030.000,00 | EUR | 100,00% | 30. November 2005 | V |
| Deutsche Lagerhaus Groß-Gerau GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 14. November 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Hamburg I GmbH u. Co KG | DE | Essen | 250,00 | EUR | 100,00% | 15. November 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Hamm GmbH u. Co KG | DE | Essen | 150,00 | EUR | 100,00% | 5. November 2008 | V |
| Deutsche Lagerhaus Heusenstamm GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 16. Mai 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus International GmbH | DE | Essen | 1.000.000,00 | EUR | 100,00% | 31. März 2007 | V |
| Deutsche Lagerhaus Kirchheim GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 14. November 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Lahr GmbH u. Co KG | DE | Mülheim a. d. Ruhr |
50,00 | EUR | 100,00% | 1. Februar 2007 | V |
| Deutsche Lagerhaus Minden GmbH u. Co KG | DE | Essen | 150,00 | EUR | 100,00% | 5. November 2008 | V |
| Deutsche Lagerhaus Neuss GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 16. Mai 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Niederaula GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 16. Mai 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Niederaula II GmbH & Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 23. August 2007 | V |
| Deutsche Lagerhaus Nürnberg I GmbH u. Co KG | DE | Essen | 150,00 | EUR | 100,00% | 5. November 2008 | V |
| Deutsche Lagerhaus Nürnberg II GmbH & Co. KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 14. November 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Oberhausen GmbH u. Co KG | DE | Essen | 150,00 | EUR | 100,00% | 5. November 2008 | V |
| Deutsche Lagerhaus Poing GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 14. November 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus Service GmbH | DE | Essen | 25,00 | EUR | 100,00% | 12. Juli 2007 | V |
| Deutsche Lagerhaus Willich GmbH u. Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 14. November 2006 | V |
| Deutsche Lagerhaus zwanzigste Objekt GmbH & Co KG | DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 23. August 2007 | V |
| Deutsche Lagerhaus zweiundzwanzigste Objekt GmbH & Co KG |
DE | Essen | 500,00 | EUR | 100,00% | 23. August 2007 | V |
| DH Logistik Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 1. November 2005 | V |
| Dionysos Immobilien GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 7. Juli 2010 | V |
| Duist Holdings Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 6. Juni 2008 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DUS Plaza GmbH | DE | Frankfurt | 25,00 | EUR | 100,00% | 20. September 2007 | V |
| Ebulliente Holdings Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 28. Februar 2008 | V |
| ECE Einkaufs-Centrum Kapfenberg Gesellschaft m.b.H. AT | Wien | 0,00 | EUR | 50,00% | 25. August 2010 | Q | |
| ECE Shoppingcenter Projektentwicklungs- und Management GmbH |
AT | Wien | 35,00 | EUR | 50,00% | 16. Februar 1999 | Q |
| Efgad Europe B.V. | NL | Rotterdam | 0,00 | EUR | 50,01% | 9. November 2011 | Q |
| EFSP Immobilienentwicklung GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 11. April 2006 | V |
| EHL Asset Management GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 49,00% | 18. Februar 2011 | E |
| EHL Immobilien GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 49,00% | 18. Februar 2011 | E |
| EHL Investment Consulting GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 49,00% | 18. Februar 2011 | E |
| EHL Real Estate Czech Republic S.R.O. | CZ | Prag | 0,00 | CZK | 49,00% | 18. Februar 2011 | E |
| EHL Real Estate Hungary Fft. | HU | Budapest | 0,00 | HUF | 49,00% | 18. Februar 2011 | E |
| EHL Real Estate Poland Sp. z o.o. | PL | Katowice | 0,00 | PLN | 49,00% | 18. Februar 2011 | E |
| EHL Real Estate Romania S.R.L. | RO | Cluj | 0,00 | RON | 49,00% | 18. Februar 2011 | E |
| EHL Real Estate Slovakia S.R.O. | SK | Bratislava | 0,00 | EUR | 49,00% | 18. Februar 2011 | E |
| ELCO Energy Sp. z o.o. | PL | Katowice | 0,00 | PLN | 100,00% | 24. Februar 2012 | V |
| ELCO ICT Sp. z o.o. | PL | Katowice | 50,00 | PLN | 100,00% | 31. Dezember 2005 | V |
| Emolu Trading Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 18. März 2008 | V |
| Eos Immobilien GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 7. Juli 2010 | V |
| Ephesus Gayrimenkul Yatirim A.S. | TR | Istanbul | 50,00 | TRY | 64,89% | 25. September 2007 | Q |
| Equator Real Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 28. August 2006 | V |
| Erste FMZ Rosental Beteiligungsverwaltung GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 80,00% | 20. März 2013 | V |
| ESCENDO Liegenschaftshandelsgesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| ESCENDO Liegenschaftshandelsgesellschaft m.b.H. & Co KG |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| ESG Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 17. September 2005 | V |
| ESG Wohnungsgesellschaft mbH Villach | AT | Villach | 5.087.098,00 | EUR | 99,98% | 1. Oktober 2004 | V |
| Etsu Ltd. | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Euréal Lambda Vastgoed B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 94,90% | 30. April 2013 | V |
| EURL DU LOGISTIQUES NICE | FR | Paris | 2.599.300,00 | EUR | 100,00% | 16. September 2009 | V |
| Euro Businesspark Kft. | HU | Budapest | 372.970.000,00 | HUF | 100,00% | 14. November 2005 | V |
| Europa City Box B.V. | NL | Amsterdam | 90,13 | EUR | 95,01% | 30. April 2007 | V |
| EXIT 100 Projektentwicklungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| Eye Shop Targu Jiu s.r.l. | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 19. Februar 2007 | V |
| Fawna Limited | CY | Nicosia | 1,00 | EUR | 99,20% | 15. September 2008 | V |
| Final Management s.r.o. | CZ | Prag | 200,00 | CZK | 100,00% | 8. April 2008 | V |
| Flureca Trading Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 26. März 2010 | V |
| FMZ Baia Mare Imobiliara s.r.l. | RO | Bukarest | 1,00 | RON | 100,00% | 3. Mai 2007 | V |
| FMZ Gydinia Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 40,00% | 22. Dezember 2010 | E |
| FMZ Lublin Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 30,00% | 22. Dezember 2010 | E |
| FMZ Rosental Betriebs GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 80,00% | 13. August 2004 | V |
| FMZ Sosnowiec Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 45,00% | 22. Dezember 2010 | E |
| FRANKONIA Eurobau Königskinder GmbH | DE | Nettetal | 25,00 | EUR | 50,00% | 19. September 2006 | E |
| Freeze 1 Development s.r.l. | RO | Bukarest | 1,00 | RON | 100,00% | 19. Februar 2008 | V |
| Frescura Investments B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 6. August 2007 | V |
| FUTUR-IMMOBILIEN GmbH | AT | Wien | 73,00 | EUR | 100,00% | 1. Mai 2003 | V |
| G2 Beta Errichtungs- und Verwertungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 28. Jänner 2012 | V |
| G2 Beta Errichtungs- und VerwertungsGmbH & Co KG | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 1. Februar 2012 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GAD Real Estate SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 50,10% | 9. November 2011 | Q |
| GAL Development SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Galeria Zamek Sp. z o.o. | PL | Lublin | 0,00 | PLN | 100,00% | 26. Juli 2011 | V |
| Gangaw Investments Limited | CY | Nicosia | 1.708,60 | EUR | 100,00% | 30. Oktober 2006 | V |
| Geiselbergstraße 30–32 Immobilienbewirtschaf tungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. Mai 2004 | V |
| Gena Drei Immobilienholding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 19. September 2011 | V |
| Gena Fünf Immobilienholding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 19. September 2011 | V |
| Gena Sechs Immobilienholding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 19. September 2011 | V |
| Gena Vier Immobilienholding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 19. September 2011 | V |
| Gena Zwei Immobilienholding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 19. September 2011 | V |
| Gendana Ventures Ltd. | CY | Larnaca | 1,00 | EUR | 100,00% | 22. Juni 2007 | V |
| Gila Investment SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Global Trust s.r.l. | RO | Bukarest | 2,03 | RON | 100,00% | 1. Jänner 2005 | V |
| Globe 13 Kft. | HU | Budapest | 50.000.000,00 | HUF | 100,00% | 1. August 2002 | V |
| Globe 3 Ingatlanfejlesztö Kft. | HU | Budapest | 561.000.000,00 | HUF | 100,00% | 13. Juli 2004 | V |
| Gordon Invest Kft. | HU | Budapest | 583.000.000,00 | HUF | 100,00% | 6. August 2004 | V |
| Gordon Invest Netherlands B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 22. Februar 2007 | V |
| Grand Centar d.o.o. | HR | Zagreb | 20,00 | HRK | 100,00% | 30. November 2006 | V |
| Graviscalar Limited | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 100,00% | 2. November 2007 | V |
| Greenfield Logistikpark Schwerte GmbH & Co. KG | DE | Düsseldorf | 500,00 | EUR | 90,00% | 12. Februar 2008 | V |
| Greenfield Logistikpark Süd GmbH & Co. KG | DE | Düsseldorf | 500,00 | EUR | 100,00% | 12. Februar 2008 | V |
| Greenfield Logistikpark West GmbH & Co. KG | DE | Düsseldorf | 500,00 | EUR | 100,00% | 3. Dezember 2007 | V |
| Hadas Management SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 75,00% | 9. November 2011 | Q |
| Hadimköy Gayrimenkul Yatirim A.S. | TR | Istanbul | 50,00 | TRY | 64,89% | 25. September 2007 | Q |
| Haller Kert Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 23. Juli 2008 | V |
| Harborside Imobiliara s.r.l. | RO | Bukarest | 1,00 | RON | 75,00% | 11. Mai 2005 | V |
| HDC Investitii SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Hekuba S.à r.l. | LU | Luxemburg | 31,00 | EUR | 64,89% | 28. März 2007 | Q |
| Heller Beteiligungsverwaltung GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Heller Fabrik Liegenschaftsverwertungs GmbH | AT | Wien | 72,00 | EUR | 100,00% | 1. Oktober 2004 | V |
| Heller Geriatrie GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 21. November 2011 | V |
| HEPP III Luxembourg MBP SARL | LU | Luxemburg | 1.000.000,00 | EUR | 50,00% | 1. November 2006 | Q |
| Herva Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 11. Februar 2008 | V |
| HL Bauprojekt GesmbH | AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 1. Mai 2001 | V |
| HM 7 Liegenschaftsvermietungsgesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 5.087.098,00 | EUR | 100,00% | 20. Mai 2005 | V |
| I&I Real Estate Asset Management GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IA Holding 1 Kft. | HU | Budapest | 2.183.000.000,00 | HUF | 100,00% | 13. Juli 2005 | V |
| ICS Ani Roada Gilei SRL | MD | Chisinau | 0,00 | MDL | 99,90% | 9. November 2011 | V |
| ICS Noam Development SRL | MD | Chisinau | 0,00 | MDL | 99,90% | 9. November 2011 | V |
| ICS Shay Development SRL | MD | Chisinau | 0,00 | MDL | 99,90% | 9. November 2011 | V |
| IE Equuleus NL B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 18. Juni 2007 | V |
| I-E Immoeast Real Estate GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2004 | V |
| IE Narbal NL B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 27. Juli 2007 | V |
| I-E-H Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 15. Februar 2005 | V |
| I-E-H Immoeast Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 18. September 2004 | V |
| IM Sharon Development SRL | MD | Chisinau | 0,00 | MDL | 99,90% | 9. November 2011 | V |
| IM TAL Development SRL | MD | Chisinau | 0,00 | MDL | 50,00% | 9. November 2011 | Q |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IMAK CEE N.V. | NL | Amsterdam | 45,00 | EUR | 100,00% | 18. Februar 2005 | V |
| IMAK Finance B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2005 | V |
| IMBEA Immoeast Beteiligungsverwaltung GmbH | AT | Wien | 70,00 | EUR | 100,00% | 2. Dezember 2009 | V |
| IMF Deutschland GmbH | DE | Frankfurt | 25,00 | EUR | 100,00% | 31. Jänner 2004 | V |
| IMF Holdings LLC | US | Wilmington | 17.210.622,00 | USD | 73,33% | 17. Juli 2002 | V |
| IMF Investments 105 LP | US | Houston | 5.000.000,00 | USD | 66,00% | 8. Juni 2005 | Q |
| IMF Investments 106 LP | US | Houston | 0,00 | USD | 90,00% | 29. September 2006 | Q |
| IMF Investments 107 LP | US | Houston | 0,00 | USD | 90,00% | 22. Oktober 2007 | Q |
| IMF Investments 111 LP | US | Houston | 0,00 | USD | 90,00% | 12. Juli 2011 | Q |
| IMF Investments 205 LP | US | Houston | 7.000.000,00 | USD | 66,00% | 9. September 2005 | Q |
| IMF Investments 307 LP | US | Houston | 12,00 | USD | 90,00% | 1. Mai 2008 | Q |
| IMF Königskinder GmbH | DE | Frankfurt | 25,00 | EUR | 100,00% | 1. September 2006 | V |
| IMF Lagerhaus GmbH | DE | Frankfurt | 25,00 | EUR | 100,00% | 30. November 2005 | V |
| IMF PRIMA Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMF QUARTA Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMF SECUNDA Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMF Solo Investments LLC | US | Wilmington | 1,00 | USD | 100,00% | 28. April 2010 | V |
| IMMOASIA Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. März 2005 | V |
| IMMOASIA IMMOBILIEN ANLAGEN GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 28. Dezember 2004 | V |
| Immobilia Holding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOBILIA Immobilienhandels GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOBILIA Immobilienhandels GmbH & Co KG | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Immobilia L Liegenschafts Vermietungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Immobilia L Liegenschafts Vermietungs GmbH & Co Bischoffgasse 14/Rosasgasse 30 KG |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Immobilia L Liegenschafts Vermietungs GmbH & Co Viriotgasse 4 KG |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOEAST Acquisition & Management GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. April 2005 | V |
| IMMOEAST ALLEGRO Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 28. Juni 2005 | V |
| Immoeast Baneasa Airport Tower srl | RO | Bukarest | 37,00 | RON | 100,00% | 30. März 2006 | V |
| IMMOEAST Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 22. August 2001 | V |
| IMMOEAST Bulgaria 1 EOOD | BG | Sofia | 5,00 | BGN | 100,00% | 17. April 2006 | V |
| Immoeast Cassiopeia Financing Holding Ltd. | CY | Nicosia | 1.708,60 | EUR | 100,00% | 31. Jänner 2005 | V |
| IMMOEAST Despina I B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 9. Oktober 2006 | V |
| IMMOEAST Despina II B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 9. Oktober 2006 | V |
| IMMOEAST Despina III B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 9. Oktober 2006 | V |
| IMMOEAST Despina IV B.V. | NL | Amsterdam | 31,77 | EUR | 100,00% | 9. Oktober 2006 | V |
| IMMOEAST Despina V B.V. | NL | Amsterdam | 31,77 | EUR | 100,00% | 9. Oktober 2006 | V |
| IMMOEAST HRE Investment dwa Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 28. Dezember 2005 | V |
| IMMOEAST Immobilien GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 7. Oktober 2009 | V |
| IMMOEAST Iride IV Project s.r.l. | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 1. März 2007 | V |
| IMMOEAST Netherlands II B.V. | NL | Amsterdam | 93,75 | EUR | 100,00% | 2. Juli 2007 | V |
| IMMOEAST Polonia Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 6. September 2006 | V |
| IMMOEAST Presto Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 31. März 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Abdallo Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Almansor Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IMMOEAST Projekt Almaria Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Alpha Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 31. Mai 2005 | V |
| IMMOEAST Projekt Amfortas Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt ANDROMACHE Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Annius Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Arbaces Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 11. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Aries Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 31. Jänner 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Babekan Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Barbarina Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Beta Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 4. Juni 2005 | V |
| IMMOEAST Projekt Caelum Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 17. Februar 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Cassiopeia Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 9. März 2006 | V |
| Immoeast Projekt Centesimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Cepheus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 9. März 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Cherubino Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Chorebe Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Cimarosa Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Cinna Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Circinus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 9. März 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Curzio Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Cygnus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Decimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Delta Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 8. Juli 2005 | V |
| IMMOEAST Projekt Despina Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Dorabella Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 8. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Ducentesimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Duodecimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Epsilon Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 8. Juli 2005 | V |
| IMMOEAST Projekt Equuleus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 12. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Eridanus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 12. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Fenena Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Gamma Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 2. Juli 2005 | V |
| IMMOEAST Projekt Hekuba Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Hüon Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Hydrus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Hylas Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Idamantes Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 8. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Investment jeden Sp.z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 28. Dezember 2005 | V |
| IMMOEAST Projekt Jota Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 20. Dezember 2005 | V |
| IMMOEAST Projekt Kappa Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 20. Dezember 2005 | V |
| IMMOEAST Projekt Lambda Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 16. November 2005 | V |
| IMMOEAST Projekt Marcellina Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Masetto Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 11. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Montano Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Moskau Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 8. Dezember 2004 | V |
| IMMOEAST Projekt Narbal Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| Immoeast Projekt Nonagesimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IMMOEAST Projekt Nonus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Octavus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| Immoeast Projekt Octogesimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Omega Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 5. Jänner 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Pantheus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Polyxene Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Quadragesimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Quartus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Quindecimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Radames Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Rezia Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Roschana Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Sarastro Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Secundus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Semos Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Septendecimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Septimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Sexagesimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Sextus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Sita Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 4. Jänner 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Tertius Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Titania Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Titurel Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. August 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Trecenti Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 13. April 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Tredecimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Vicesimus Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| IMMOEAST Projekt Zerlina Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 8. April 2006 | V |
| IMMOEAST Silesia Holding Ltd. | CY | Nicosia | 38.541.316,15 | EUR | 100,00% | 29. Oktober 2004 | V |
| IMMOEAST Slovakia s.r.o. | SK | Bratislava | 6.638,77 | EUR | 100,00% | 21. Juli 2005 | V |
| Immofinanz Advice GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 15. Oktober 2010 | V |
| IMMOFINANZ AG | AT | Wien | 464.608.844,72 | EUR | 100,00% | 13. September 1994 | V |
| IMMOFINANZ Aleos Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 1. Mai 2001 | V |
| IMMOFINANZ ALPHA Immobilien Vermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 72,67 | EUR | 100,00% | 30. April 1994 | V |
| IMMOFINANZ Artemis Immobilien Vermietung GmbH | AT | Wien | 726,73 | EUR | 100,00% | 30. April 1996 | V |
| Immofinanz Beta Liegenschaftsvermietungs gesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOFINANZ BETEILIGUNGS GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Immofinanz Corporate Finance Consulting GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| IMMOFINANZ Demophon Immobilien vermietungs GmbH |
AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 29. Juni 2005 | V |
| IMMOFINANZ Enodia Realitäten Vermietungs GmbH | AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 1. Oktober 2001 | V |
| IMMOFINANZ Enodia Realitäten Vermietungs GmbH & Co OG |
AT | Wien | 1,00 | EUR | 100,00% | 22. April 2005 | V |
| Immofinanz Epsilon Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOFINANZ Finance BV | NL | Amsterdam | 18,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2006 | V |
| IMMOFINANZ Friesenquartier GmbH | DE | Köln | 25,00 | EUR | 94,90% | 20. Dezember 2006 | V |
| IMMOFINANZ Friesenquartier II GmbH | DE | Köln | 25,00 | EUR | 94,90% | 20. Dezember 2006 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IMMOFINANZ Friesenquartier Management GmbH | DE | Köln | 25,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2008 | V |
| Immofinanz Gamma Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 1. Mai 2000 | V |
| Immofinanz Gesellschaft für Unternehmens beteiligungen GmbH |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Immofinanz Holding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOFINANZ Hungária Harmadik Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 20. Februar 2004 | V |
| IMMOFINANZ IMMOBILIEN ANLAGEN Schweiz AG | CH | Luterbach | 9.300.000,00 | CHF | 100,00% | 25. Jänner 2005 | V |
| IMMOFINANZ Immobilien Vermietungs Gesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 2.180.185,00 | EUR | 100,00% | 30. April 1994 | V |
| IMMOFINANZ Ismene Immobilien Vermietungs Gesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 30. April 2000 | V |
| IMMOFINANZ JOTA Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOFINANZ KAPPA Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOFINANZ LAMBDA Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Immofinanz Liegenschaftsverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOFINANZ Metis Anlagen Leasing GmbH | AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 30. April 1998 | V |
| IMMOFINANZ MONTAIGNE Liegenschafts vermietungs GmbH |
AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 19. Juni 2008 | V |
| IMMOFINANZ OMEGA Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOFINANZ OMIKRON Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IMMOFINANZ Phoenix LLC | US | Scottsdale | 0,00 | USD | 100,00% | 8. Februar 2007 | V |
| Immofinanz Polska Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 31. März 2004 | V |
| IMMOFINANZ Services Czech Republic, s.r.o. | CZ | Prag | 0,00 | CZK | 100,00% | 15. Oktober 2010 | V |
| IMMOFINANZ SERVICES HUNGARY Kft. | HU | Budapest | 0,00 | HUF | 100,00% | 15. Oktober 2010 | V |
| Immofinanz Services Poland | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 100,00% | 15. Oktober 2010 | V |
| IMMOFINANZ Services Romania s.r.l. | RO | Bukarest | 0,00 | RON | 100,00% | 15. Oktober 2010 | V |
| IMMOFINANZ Services Slovak Republic, s.r.o. | SK | Bratislava | 0,00 | EUR | 100,00% | 15. Oktober 2010 | V |
| IMMOFINANZ SIGMA Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Immofinanz Sita Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Immofinanz TCT Liegenschaftsverwertungs GmbH | AT | Wien | 1.500.000,00 | EUR | 100,00% | 1. November 2004 | V |
| IMMOFINANZ USA REAL ESTATE Inc. II | US | Wilmington | 10,00 | USD | 100,00% | 17. November 2005 | V |
| IMMOFINANZ USA, Inc. | US | Wilmington | 10,00 | USD | 100,00% | 8. August 2001 | V |
| Immofinanz Zeta Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Immofinanz zwei Liegenschafts- und Mobilienvermietungsgesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| IMMOKRON Immobilienbetriebsgesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 36,34 | EUR | 80,00% | 31. Oktober 2003 | V |
| ImmoPoland Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 20. Jänner 2005 | V |
| IMMOWEST Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 22. August 2001 | V |
| IMMOWEST IMMOBILIEN ANLAGEN GMBH | AT | Wien | 72,67 | EUR | 100,00% | 30. April 2000 | V |
| Immowest Lux I S.à.r.l. | LU | Esch-sur-Alzette | 12,50 | EUR | 100,00% | 27. Februar 2007 | V |
| Immowest Lux II S.à.r.l. | LU | Esch-sur-Alzette | 12,50 | EUR | 100,00% | 27. Februar 2007 | V |
| IMMOWEST Lux III S.à.r.l. | LU | Esch-sur-Alzette | 12,50 | EUR | 100,00% | 2. Juli 2007 | V |
| Immowest Lux IV S.à.r.l. | LU | Luxemburg | 12,50 | EUR | 100,00% | 24. April 2008 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Immowest Lux V S.à.r.l. | LU | Esch-sur-Alzette | 12,50 | EUR | 100,00% | 29. Mai 2008 | V |
| Immowest Lux VI S.à.r.l. | LU | Esch-sur-Alzette | 12,50 | EUR | 100,00% | 29. Mai 2008 | V |
| Immowest Lux VII S.à.r.l. | LU | Esch-sur-Alzette | 12,50 | EUR | 100,00% | 29. Mai 2008 | V |
| Immowest Lux VIII S.à.r.l. | LU | Esch-sur-Alzette | 12,50 | EUR | 100,00% | 22. März 2007 | V |
| Immowest Netherland I B.V. | NL | Amsterdam | 79,41 | EUR | 100,00% | 10. Juli 2007 | V |
| IMMOWEST OVERSEAS REAL ESTATE GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 31. Jänner 2004 | V |
| Immowest Primus GmbH | DE | Frankfurt | 25,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2008 | V |
| IMMOWEST PROMTUS Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 14. Juli 2005 | V |
| Immowest Spandau 1 GmbH & Co. KG | DE | Frankfurt | 100,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2008 | V |
| Immowest Spandau 2 GmbH & Co. KG | DE | Frankfurt | 100,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2008 | V |
| Immowest Spandau 3 GmbH & Co. KG | DE | Frankfurt | 100,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2008 | V |
| Immowest Spandau Primus GmbH | DE | Frankfurt | 25,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2008 | V |
| IMMOWEST Storage Holding B.V. | NL | Amsterdam | 100,00 | EUR | 95,01% | 28. Februar 2007 | V |
| IMMOWEST Storage Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 26. Oktober 2007 | V |
| Infinitas ProjektentwicklungsgesmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. November 2002 | V |
| INFRA 1 Grundstückverwaltungs-Gesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Interbüro Tervezö, Kivitelezö es Üzemeltetö Kft. | HU | Budapest | 0,00 | HUF | 32,50% | 25. August 2010 | E |
| Interoffice Irodaepület Kft. | HU | Budapest | 0,00 | HUF | 50,00% | 25. August 2010 | E |
| IO-1 Building Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 9. Dezember 2004 | V |
| IP1 Liegenschaftsverwaltungsgesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IP1 Liegenschaftsverwaltungsgesellschaft m.b.H. & Co. Alpha KG – in Liquidation |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Ipari Park Körmend Kft. | HU | Budapest | 0,00 | HUF | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| IPOPEMA 78 Fundusz Inwestycyjny Zamkniety Aktywów Niepublicznych |
PL | Warschau | 0,00 | PLN | 100,00% | 1. November 2012 | V |
| Irascib Holdings Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 7. April 2008 | V |
| IRES Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| IRIDE S.A. | RO | Bukarest | 1.668,32 | RON | 100,00% | 13. Mai 2004 | V |
| Itteslak Trading Ltd. | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| IWD IMMOWEST Immobilienholding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 6. November 2004 | V |
| J.H. Prague a.s. | CZ | Prag | 2.000.000,00 | CZK | 100,00% | 9. Dezember 2005 | V |
| JUNGMANNOVA ESTATES a.s. | CZ | Prag | 2.000.000,00 | CZK | 100,00% | 9. Dezember 2005 | V |
| Kastor Real Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 100,00% | 31. Jänner 2013 | V |
| Kibiq Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 3. November 2008 | V |
| Kilyos Gayrimenkul Yatirim A.S. | TR | Istanbul | 10.718.646,00 | TRY | 64,89% | 29. August 2007 | Q |
| Klyos Media s.r.l. | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 4. August 2006 | V |
| Koral Residence EOOD | BG | Sofia | 400,00 | BGN | 100,00% | 23. Juni 2006 | V |
| Lagerman Properties Limited | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Lasiantus Ltd. | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Lasuvu Consultants Ltd. | CY | Nicosia | 3.418,60 | EUR | 100,00% | 6. März 2007 | V |
| Leah Investments SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| LeasCon Anlagen Leasing und Beteiligungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| LeasCon Gesellschaft für Unternehmens beteiligungen GmbH |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| LeasCon Holding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| LeasCon Maschinen Leasing und Handels GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| LeasCon Mobilien Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Lentia Real (1) Kft. | HU | Budapest | 227.000.000,00 | HUF | 100,00% | 24. Februar 2004 | V |
| Leretonar Ltd. CY Nicosia 2,00 EUR 100,00% 3. November 2008 V Leurax Consultants Ltd. CY Nicosia 2,00 EUR 100,00% 3. November 2008 V Leutselinge Ltd. CY Nicosia 2,00 EUR 100,00% 28. Februar 2008 V Lifestyle Logistik II s.r.o. SK Bratislava 200,00 EUR 100,00% 6. Dezember 2007 V Lifestyle Logistik s.r.o. SK Bratislava 200,00 EUR 100,00% 29. August 2007 V Linzer Straße 80 Gesellschaft mbH AT Wien 0,00 EUR 100,00% 6. Juli 2011 V Log Center Brasov s.r.l. RO Bukarest 200,00 RON 100,00% 19. Februar 2007 V Log Center Ploiesti s.r.l. RO Bukarest 200,00 RON 100,00% 19. Februar 2007 V Log Center Sibiu s.r.l. RO Bukarest 200,00 RON 100,00% 17. März 2008 V Logistic Contractor s.r.l. RO Ilfov 200,00 RON 100,00% 18. Dezember 2006 V Lonaretia Consultants ltd CY Nicosia 2,00 EUR 100,00% 26. März 2010 V Loundaumcy Investments Ltd CY Nicosia 2,00 EUR 100,00% 29. Oktober 2008 V LUB Leasing- und Unternehmensbeteiligungs GmbH AT Wien 0,00 EUR 100,00% 25. August 2010 V LZB Bülach AG CH Bülach 8.000.000,00 CHF 100,00% 22. Jänner 2007 V Maalkaf B.V. NL Amsterdam 90,00 EUR 100,00% 20. Februar 2008 V Malemso Trading Ltd. CY Nicosia 0,00 EUR 100,00% 21. Februar 2012 V Manisa Cidersan Gayrimenkul Yatirim A.S. TR Istanbul 852,00 TRY 64,89% 29. August 2007 Q Maramando Trading & Investment Limited CY Nicosia 1,00 EUR 50,00% 5. März 2008 Q MARINA Handelsgesellschaft m.b.H. AT Wien 72,67 EUR 100,00% 30. April 1998 V Master Boats Vertriebs- und Ausbildungs GmbH AT Wien 36,34 EUR 100,00% 1. Juli 2001 V MBP I Sp. z o.o. PL Warschau 50,00 PLN 50,00% 1. November 2006 Q MBP II Sp. z o.o. PL Warschau 50,00 PLN 50,00% 1. November 2006 Q MBP Sweden Finance AB SE Stockholm 100,00 SEK 50,00% 1. November 2006 Q Medin-Trans LLC UA Kiew 0,00 UAH 98,40% 9. November 2011 V Merav Development SRL RO Voluntari 0,00 RON 100,00% 9. November 2011 V Merav Finance B.V. NL Rotterdam 0,00 EUR 100,00% 9. November 2011 V Metropol Consult SRL RO Voluntari 0,00 RON 100,00% 9. November 2011 V Metropol NH Sp. z o.o. PL Warschau 50,00 PLN 25,00% 15. April 2008 Q MH 114 GmbH & Co OG AT Wien 0,00 EUR 100,00% 30. April 2013 V Mil. Holding Kft. HU Budapest 0,00 HUF 38,90% 22. Dezember 2010 E Mollardgasse 18 Projektentwicklungs GmbH AT Wien 0,00 EUR 50,00% 22. Dezember 2010 Q MONESA LIMITED CY Nicosia 10,00 EUR 100,00% 24. Juli 2007 V Monorom Construct SRL RO Voluntari 0,00 RON 100,00% 9. November 2011 V Nakupni Centrum AVENTIN Tabor s.r.o. CZ Prag 200,00 CZK 100,00% 18. September 2006 V Nakupni Centrum Trebic s.r.o. CZ Prag 200,00 CZK 100,00% 30. August 2006 V Nimbus Real Sp. z o.o. PL Warschau 50,00 PLN 100,00% 28. August 2006 V NOA D Invest SRL RO Bukarest 500,00 RON 20,00% 15. April 2008 E Nona Immobilienanlagen GmbH AT Wien 35,00 EUR 100,00% 27. Mai 2010 V Norden Maritime Service Limited CY Larnaca 1,00 EUR 100,00% 24. Jänner 2008 V Norden Maritime SRL RO Bukarest 1,00 RON 100,00% 24. Jänner 2008 V Nowe Centrum Sp. z o.o. PL Katowice 63.636.000,00 PLN 100,00% 31. Dezember 2005 V NP Investments a.s. CZ Prag 2.000.000,00 CZK 50,00% 9. Dezember 2005 Q Nuptil Trading Ltd. CY Nicosia 2,00 EUR 100,00% 28. Februar 2008 V Nutu Limited CY Nicosia 0,00 EUR 100,00% 9. November 2011 V OAO Kashirskij Dvor-Severyanin RU Moskau 500,00 RUB 100,00% 30. Oktober 2006 V OBJ Errichtungs- und Verwertungsgesellschaft m.b.H. AT Wien 0,00 EUR 100,00% 25. August 2010 V Objurg Consultants Ltd. CY Nicosia 2,00 EUR 100,00% 28. Februar 2008 V |
Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Obrii LLC | UA | Kiew | 0,00 | UAH | 98,40% | 9. November 2011 | V |
| OCEAN ATLANTIC DORCOL DOO | RS | Belgrad | 48,51 | RSD | 80,00% | 24. August 2006 | V |
| Octo Immobilienanlagen GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 10. November 2009 | V |
| ODP Office Development Praha spol.s.r.o. | CZ | Prag | 10.700.000,00 | CZK | 100,00% | 1. Jänner 2003 | V |
| Office Campus Budapest Kft. | HU | Budapest | 626.000.000,00 | HUF | 75,00% | 31. Dezember 2000 | V |
| Ol Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 30. April 2005 | V |
| Omega Invest Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 30. April 2005 | V |
| OOO Berga Development | RU | Moskau | 10,00 | RUB | 100,00% | 24. Juli 2007 | V |
| OOO Fenix Development | RU | Moskau | 18,40 | RUB | 100,00% | 24. Juli 2007 | V |
| OOO IMMOconsulting | RU | Moskau | 0,00 | RUB | 100,00% | 26. Jänner 2012 | V |
| OOO Krona Design | RU | Moskau | 8.000.000,00 | RUB | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| OOO Real Estate Investment Management | RU | Moskau | 0,00 | RUB | 100,00% | 15. Oktober 2010 | V |
| OOO Torgoviy Dom Na Khodinke | RU | Moskau | 7,29 | RUB | 100,00% | 30. November 2006 | V |
| Optima A Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 1. September 2005 | V |
| Oscepar Consultants Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 24. Oktober 2008 | V |
| OSG Immobilienhandels G.m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| P&U Büro- und Wohnparkerrichtungsges.m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| Parthica Immobilien GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 7. Juli 2010 | V |
| PBC Liegenschaftshandelsgesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| PBC Liegenschaftshandelsgesellschaft m.b.H. & Co KG | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| PBC Liegenschaftshandelsgesellschaft m.b.H. & Co Projekt "alpha" KG |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Perlagonia 1 Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 4. Juni 2007 | V |
| Perlagonia 2 Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 4. Juni 2007 | V |
| Perlagonia NL 1 B.V. | NL | Amsterdam | 34,03 | EUR | 100,00% | 18. Juni 2007 | V |
| Perlagonia NL 2 B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 18. Juni 2007 | V |
| Phelma Investments Limited | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 50,10% | 9. November 2011 | Q |
| PIO Liegenschaftsverwertungs GmbH | AT | Wien | 79,94 | EUR | 100,00% | 1. Jänner 2005 | V |
| Pivuak Trading Ltd. | CY | Nicosia | 3,00 | EUR | 100,00% | 7. April 2008 | V |
| Polivalenta Building SRL | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 25,00% | 15. April 2008 | Q |
| Polluks Real Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 100,00% | 31. Jänner 2013 | V |
| Polus a.s. | SK | Bratislava | 7.393.636,73 | EUR | 100,00% | 31. Dezember 2005 | V |
| Polus Tower 2 a.s. | SK | Bratislava | 2.496.644,00 | EUR | 100,00% | 31. Dezember 2005 | V |
| Polus Tower 3 a.s. | SK | Bratislava | 434.840,09 | EUR | 100,00% | 31. Dezember 2005 | V |
| Polus Transilvania Companie de Investitii S.A. | RO | Cluj | 14.705.500,00 | RON | 100,00% | 24. Mai 2007 | V |
| Poseidon Investment A S.à.r.l. | LU | Luxemburg | 12,50 | EUR | 50,00% | 17. November 2004 | Q |
| Poseidon Investment B S.à.r.l. | LU | Luxemburg | 12,50 | EUR | 50,00% | 17. November 2004 | Q |
| Poseidon Italy GP SAS | IT | Mestre | 10,00 | EUR | 50,00% | 31. März 2006 | Q |
| Poseidon JV S.à.r.l. | LU | Luxemburg | 12,50 | EUR | 50,00% | 17. November 2004 | Q |
| Prague Office Park I s.r.o. | CZ | Prag | 38.600.000,00 | CZK | 100,00% | 5. April 2006 | V |
| Prelude 2000 SRL | RO | Bukarest | 321,00 | RON | 100,00% | 24. Jänner 2008 | V |
| Prinz-Eugen-Straße Liegenschaftsvermietungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 31. Jänner 2013 | V |
| Probo Management LLC | UA | Kiew | 0,00 | UAH | 98,40% | 9. November 2011 | V |
| ProEast Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 16. April 2005 | V |
| Progeo Development SRL | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 15. April 2008 | V |
| Promodo Development SRL | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 15. April 2008 | V |
| Property Holding LLC | UA | Kiew | 0,00 | UAH | 98,40% | 9. November 2011 | V |
| PSD Wohnimmobilien GmbH & Co OG | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 16. April 2013 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Quinta Immobilienanlagen GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 10. November 2009 | V |
| Quixotic Trading Ltd. | CY | Nicosia | 1,00 | EUR | 100,00% | 28. Februar 2008 | V |
| Raski Zalijey Vile d.o.o. | HR | Porec | 0,00 | HRK | 25,01% | 9. November 2011 | Q |
| Real Habitation s.r.l. | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 22. Juni 2007 | V |
| Rekramext Holdings Ltd. | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 29. Oktober 2008 | V |
| Rennweg 54 OG | AT | Wien | 1,00 | EUR | 100,00% | 5. Mai 2009 | V |
| RentCon Handels- und Leasing GmbH | AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 31. Dezember 1997 | V |
| Residea Alpha Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 50,00% | 20. Dezember 2007 | Q |
| Residea Limited | CY | Nicosia | 1,00 | EUR | 50,00% | 20. Dezember 2007 | Q |
| REVIVA Am Spitz Liegenschafts GmbH | AT | Wien | 2.920.000,00 | EUR | 100,00% | 30. Juni 2003 | V |
| REVIVA Immobilien GmbH | AT | Wien | 8.760.000,00 | EUR | 100,00% | 30. Juni 2003 | V |
| RHEIN-INVEST GmbH | DE | Essen | 25,00 | EUR | 100,00% | 30. November 2005 | V |
| Rheinische Lagerhaus GmbH | DE | Mülheim a. d. Ruhr |
1.000.000,00 | EUR | 100,00% | 30. November 2005 | V |
| Rheinische Lagerhaus Hannover GmbH u. Co KG | DE | Essen | 300,00 | EUR | 100,00% | 30. November 2005 | V |
| Rheinische Lagerhaus Rheine GmbH | DE | Mülheim a. d. Ruhr |
500,00 | EUR | 100,00% | 30. November 2005 | V |
| Rheinische Lagerhaus Wuppertal GmbH u. Co KG | DE | Essen | 700,00 | EUR | 100,00% | 30. November 2005 | V |
| Rhein-Park Rheinische Park Gewerbepark GmbH | DE | Mülheim a. d. Ruhr |
800,00 | EUR | 100,00% | 30. November 2005 | V |
| Riverpark Residential Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 6. März 2008 | V |
| Ronit Development SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Rosasgasse 17 Projektentwicklungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| Roua Vest SRL | RO | Bukarest | 1,00 | RON | 100,00% | 24. Jänner 2008 | V |
| S.C. Almera New Capital Investment s.r.l. | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 13. Juli 2006 | V |
| S.C. Baneasa 6981 s.r.l. | RO | Bukarest | 5.550.000,00 | RON | 100,00% | 5. April 2007 | V |
| S.C. Brasov Imobiliara S.R.L. | RO | Bukarest | 1,00 | RON | 100,00% | 14. Dezember 2006 | V |
| S.C. Dacian Second s.r.l. | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 2. Mai 2007 | V |
| S.C. Flash Consult Invest s.r.l. | RO | Bukarest | 2,00 | RON | 100,00% | 22. Mai 2007 | V |
| S.C. IE Baneasa Project s.r.l. | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 50,00% | 1. Februar 2007 | Q |
| S.C. IMMOEAST Narbal Project s.r.l. | RO | Ilfov | 200,00 | RON | 100,00% | 11. Juli 2007 | V |
| S.C. Meteo Business Park s.r.l. | RO | Bukarest | 1,00 | RON | 100,00% | 27. Juli 2006 | V |
| S.C. Pantelimon II Development S.R.L | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 20. Dezember 2007 | V |
| S.C. Retail Development Invest 1 s.r.l. | RO | Bukarest | 34,00 | RON | 100,00% | 2. Mai 2007 | V |
| S.C. S-Park Offices s.r.l. | RO | Bukarest | 22.828.313,00 | RON | 100,00% | 10. Juli 2007 | V |
| S.C. Stupul de Albine s.r.l. | RO | Bukarest | 1,00 | RON | 100,00% | 27. Juli 2006 | V |
| S.C. Union Investitii S.r.l. | RO | Bukarest | 2,00 | RON | 100,00% | 7. März 2007 | V |
| S.C. Valero Invest s.r.l. | RO | Bukarest | 1.760.000,00 | RON | 100,00% | 20. März 2007 | V |
| Sadira Ltd. | CY | Limassol | 0,00 | EUR | 49,30% | 9. November 2011 | Q |
| Sapir Investitii SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| SARIUS Holding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| SARIUS Liegenschaftsvermietungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| SAS Inter Kft. | HU | Budapest | 258.690.000,00 | HUF | 100,00% | 30. April 2005 | V |
| SB Praha 4 spol.s.r.o. | CZ | Prag | 26.532.000,00 | CZK | 100,00% | 1. Jänner 2003 | V |
| SBE Rijeka d.o.o. | HR | Skrljevo | 0,00 | HRK | 50,01% | 9. November 2011 | Q |
| SBF Development Praha spol.s.r.o. | CZ | Prag | 30.600.000,00 | CZK | 100,00% | 1. Jänner 2003 | V |
| SCPO s.r.o. | SK | Bratislava | 6,64 | EUR | 100,00% | 24. August 2007 | V |
| SCT s.r.o. | SK | Bratislava | 1.756.489,41 | EUR | 100,00% | 21. Dezember 2006 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Secunda Immobilienanlagen GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 10. November 2009 | V |
| SEGESTIA Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 4. November 2004 | V |
| Sehitler Gayrimenkul Yatirim A.S. | TR | Istanbul | 3.735.281,00 | TRY | 64,89% | 29. August 2007 | Q |
| Septima Immobilienanlagen GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 10. November 2009 | V |
| Severin Schreiber-Gasse 11–13 Liegenschaftsverwertungs GmbH |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| Sexta Immobilienanlagen GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 10. November 2009 | V |
| Shaked Development SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Shani Development SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| Shark Park Holding Kft. | HU | Budapest | 2.320.000.000,00 | HUF | 100,00% | 8. November 2005 | V |
| Sigalit Ltd. | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 98,40% | 9. November 2011 | V |
| Silesia Residential Holding Limited | CY | Nicosia | 2.358.621,90 | EUR | 100,00% | 9. Oktober 2006 | V |
| Silesia Residential Project Sp. z o.o. | PL | Katowice | 9.321.000,00 | PLN | 100,00% | 9. Oktober 2006 | V |
| SITUS Holding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| SITUS L Liegenschafts Vermietungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| SITUS L Liegenschafts Vermietungs GmbH & Co Seidengasse 39 KG |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| SITUS L Liegenschafts Vermietungs GmbH & Co. Kaiserstraße 44–46 KG |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| SITUS L Liegenschafts Vermietungs GmbH & Co. Neubaugasse 26 KG |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Snagov Lake Rezidential SRL | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 15. April 2008 | V |
| SPE Liegenschaftsvermietung Gesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 31. Dezember 1996 | V |
| Sphera Building Center International 2003 SRL | RO | Bukarest | 200,00 | RON | 100,00% | 24. Jänner 2008 | V |
| Starkfriedgasse 83 Projektentwicklungs GmbH | AT | Gießhübl | 0,00 | EUR | 50,00% | 22. Dezember 2010 | Q |
| Starmaster Limited | CY | Larnaca | 2,00 | EUR | 100,00% | 24. Jänner 2008 | V |
| Stephanshof Liegenschaftsverwaltungs gesellschaft m.b.H. |
AT | Wien | 36,34 | EUR | 100,00% | 1. August 2007 | V |
| STOP.SHOP. 4 Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 1. Mai 2012 | V |
| STOP.SHOP. 6 Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 100,00% | 31. Jänner 2013 | V |
| STOP.SHOP. 7 Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 100,00% | 1. Mai 2012 | V |
| STOP.SHOP. 8 Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 100,00% | 31. Jänner 2013 | V |
| STOP.SHOP. 9 Sp. z o.o. | PL | Warschau | 0,00 | PLN | 100,00% | 1. Mai 2012 | V |
| STOP.SHOP. BCS Kft. | HU | Budapest | 1.530.000,00 | HUF | 100,00% | 8. Juni 2006 | V |
| STOP.SHOP. Dolny Kubin s.r.o. | SK | Bratislava | 9.958,18 | EUR | 100,00% | 22. Dezember 2010 | V |
| STOP.SHOP. Dubnica s.r.o. | SK | Bratislava | 200,00 | EUR | 100,00% | 25. Jänner 2008 | V |
| STOP.SHOP. Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 31. Mai 2005 | V |
| STOP.SHOP. Hranice s.r.o. | CZ | Prag | 200,00 | CZK | 100,00% | 20. November 2006 | V |
| STOP.SHOP. Kisvárda Kft. | HU | Budapest | 3.000.001,00 | HUF | 100,00% | 14. Juli 2009 | V |
| STOP.SHOP. Legnica Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 19. Dezember 2008 | V |
| STOP.SHOP. Liptovsky Mikulas s.r.o. | SK | Bratislava | 9.958,18 | EUR | 100,00% | 15. November 2011 | V |
| STOP.SHOP. Lucenec s.r.o. | SK | Bratislava | 6.638,78 | EUR | 100,00% | 19. Februar 2007 | V |
| STOP.SHOP. Nové Zámky s.r.o. | SK | Bratislava | 9.958,18 | EUR | 100,00% | 29. Juni 2007 | V |
| STOP.SHOP. Poprad s.r.o. | SK | Bratislava | 9.958,18 | EUR | 100,00% | 30. April 2008 | V |
| STOP.SHOP. Pribram s.r.o. | CZ | Prag | 200,00 | CZK | 100,00% | 15. Dezember 2006 | V |
| STOP.SHOP. Púchov s.r.o. | SK | Bratislava | 9.958,18 | EUR | 100,00% | 15. Dezember 2010 | V |
| STOP.SHOP. Rakovnik s.r.o. | CZ | Prag | 200,00 | CZK | 100,00% | 20. November 2006 | V |
| STOP.SHOP. Ruzomberok s.r.o. | SK | Bratislava | 6.638,78 | EUR | 100,00% | 19. Februar 2007 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| STOP.SHOP. TB Kft. | HU | Budapest | 1.530.000,00 | HUF | 100,00% | 8. Juni 2006 | V |
| STOP.SHOP. Trencín s.r.o. | SK | Bratislava | 9.958,18 | EUR | 100,00% | 29. Juni 2007 | V |
| STOP.SHOP. Uherske Hradiste s.r.o. | CZ | Prag | 200,00 | CZK | 100,00% | 10. März 2006 | V |
| STOP.SHOP. Usti nad Orlici s.r.o. | CZ | Prag | 200,00 | CZK | 100,00% | 16. Juli 2007 | V |
| STOP.SHOP. Zatec s.r.o. | CZ | Prag | 200,00 | CZK | 100,00% | 30. Mai 2006 | V |
| STOP.SHOP. Znojmo s.r.o. | CZ | Prag | 200,00 | CZK | 100,00% | 16. Juli 2007 | V |
| STOP.SHOP. Zvolen s.r.o. | SK | Bratislava | 6.638,78 | EUR | 100,00% | 19. Februar 2007 | V |
| STOP.SHOP. Czech Republic I B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2013 | V |
| STOP.SHOP. Czech Republic II B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2013 | V |
| STOP.SHOP. Holding B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2013 | V |
| STOP.SHOP. Hungary B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2013 | V |
| STOP.SHOP. Slovakia I B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2013 | V |
| STOP.SHOP. Slovakia II B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2013 | V |
| STOP.SHOP. Slovenia B.V. | NL | Amsterdam | 0,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2013 | V |
| Sunkta Ltd. | CY | Nicosia | 3,00 | EUR | 100,00% | 28. Februar 2008 | V |
| SYLEUS Holding GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Szepvölgyi Business Park Kft. | HU | Budapest | 601.000.000,00 | HUF | 100,00% | 5. August 2004 | V |
| Taifun Real Sp. z o.o. | PL | Warschau | 52,50 | PLN | 100,00% | 31. Juli 2007 | V |
| Tamar Imob Investitii SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| TCB Telecom Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Tempelhofer Feld AG | DE | Berlin | 1.278.229,70 | EUR | 99,64% | 31. Mai 2005 | V |
| Termanton Enterprises Limited | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 75,00% | 9. November 2011 | Q |
| Topaz Development SRL | RO | Voluntari | 0,00 | RON | 100,00% | 9. November 2011 | V |
| TOV Arsenal City | UA | Kiew | 26.000.000,00 | UAH | 99,20% | 15. September 2008 | V |
| TOV Evro-Luno-Park | UA | Kiew | 8.490.906,00 | UAH | 50,00% | 5. März 2008 | Q |
| TOV Vastator Ukraine | UA | Kiew | 47,79 | UAH | 99,20% | 15. September 2008 | V |
| TradeCon Handels- und Leasing GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| TradeCon Leasing- und Unternehmens beteiligungs GmbH |
AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Trevima Ltd. | CY | Nicosia | 15.800,55 | EUR | 100,00% | 30. November 2006 | V |
| TriGránit Centrum a.s. | SK | Bratislava | 33.193,80 | EUR | 25,00% | 19. Juni 2006 | E |
| TriGránit Holding Ltd. | CY | Nicosia | 150,00 | EUR | 25,00% | 31. Juli 2006 | E |
| Tripont Invest s.r.l. | RO | Bukarest | 15.178.100,00 | RON | 100,00% | 26. Mai 2010 | V |
| UKS Finance Kft. | HU | Budapest | 3.000.000,00 | HUF | 100,00% | 30. April 2005 | V |
| UKS Liegenschaftsentwicklung GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 30. April 2005 | V |
| Vaci ut. | HU | Budapest | 0,00 | HUF | 38,90% | 22. Dezember 2010 | E |
| Valecorp Limited | CY | Nicosia | 2,00 | EUR | 100,00% | 23. April 2008 | V |
| Valette Finance B.V. | NL | Amsterdam | 90,00 | EUR | 100,00% | 27. Juli 2007 | V |
| Vastator Limited | CY | Nicosia | 1,00 | EUR | 99,20% | 15. September 2008 | V |
| VCG Immobilienbesitz GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 20. Dezember 2006 | V |
| Ventane Ltd. | CY | Nicosia | 0,00 | EUR | 98,40% | 9. November 2011 | V |
| Ventane Ukraine LLC | UA | Kiew | 0,00 | UAH | 98,40% | 9. November 2011 | V |
| Ventilatorul Real Estate SA | RO | Bukarest | 12.031.200,72 | RON | 100,00% | 24. Jänner 2008 | V |
| Vertano Residence Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 50,00% | 1. August 2007 | Q |
| Vertano Residence Sp. z o.o. 1 Sp.k. | PL | Warschau | 17.000.000,00 | PLN | 90,67% | 1. August 2007 | V |
| Village Management LLC | UA | Kiew | 0,00 | UAH | 98,40% | 9. November 2011 | V |
| Visionär | DE | Rodgau | 25.000,00 | EUR | 32,00% | 22. Dezember 2010 | E |
| Vitrust Ltd. | CY | Nicosia | 3,00 | EUR | 100,00% | 19. Juni 2008 | V |
| Gesellschaft | Land | Sitz | Nennkapital | Währung | Anteil am Kapital | Erstkonsolidie rungsstichtag |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VIV Gebäudeerrichtungs GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 31. Oktober 2007 | V |
| VTI Varna Trade Invest OOD | BG | Sofia | 5,00 | BGN | 50,00% | 24. Juli 2007 | Q |
| W zehn Betriebs- & Service GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 17. Februar 2006 | V |
| Wakelin Promotions Limited | CY | Nicosia | 5,00 | EUR | 100,00% | 21. Juni 2006 | V |
| Walkabout Beteiligungs GmbH | DE | Rodgau | 0,00 | EUR | 66,67% | 31. Jänner 2013 | E |
| WEGE spol.s.r.o. | CZ | Prag | 100,00 | CZK | 100,00% | 1. Jänner 2003 | V |
| West Gate Üzleti Park Fejlesztö Kft. | HU | Budapest | 3.180.000,00 | HUF | 100,00% | 2. Juli 2004 | V |
| Wienerberg City Errichtungsges.m.b.H. | AT | Wien | 1.816.821,00 | EUR | 100,00% | 31. August 1998 | V |
| WINNIPEGIA SHELF s.r.o. | CZ | Prag | 200,00 | CZK | 100,00% | 13. November 2006 | V |
| WIPARK Holding GmbH | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. Mai 2001 | V |
| Xantium Sp. z o.o. | PL | Warschau | 50,00 | PLN | 100,00% | 4. August 2006 | V |
| Zeppelin Immoblienvermietungs GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 100,00% | 25. August 2010 | V |
| Zieglergasse 69 Immobilienprojekt Gmbh | AT | Wien | 35,00 | EUR | 100,00% | 1. Februar 2010 | V |
| Zweite FMZ Rosental Beteiligungsverwaltung GmbH | AT | Wien | 0,00 | EUR | 80,00% | 16. April 2013 | V |
Erklärung des Vorstands
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte IMMOFINANZ-Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der IMMOFINANZ-Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand der IMMOFINANZ AG am 2. August 2013 fertiggestellt, unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 2. August 2013
Der Vorstand der IMMOFINANZ AG
Mag. Birgit Noggler CFO
Dr. Eduard Zehetner CEO
Mag. Daniel Riedl FRICS COO
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der IMMOFINANZ AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2012 bis zum 30. April 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. April 2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, das Konzern-Cashflow-Statement und die Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das am 30. April 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt.
Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss.
Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern.
Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben.
Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der IMMOFINANZ AG, Wien, nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2012 bis zum 30. April 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Aussagen zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 2. August 2013
Mag. Marieluise Krimmel Wirtschaftsprüfer
Mag. Dr. Claudia Fritscher-Notthaft Wirtschaftsprüfer
Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH
Einzelabschluss
Bilanz zum 30. April 2013
| Aktiva | 30. April 2013 EUR |
30. April 2012 TEUR |
||
|---|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1.Markenrechte und Software | 711.395,80 | 711.395,80 | 149 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Bauten auf fremdemGrund | 1.434.210,41 | 1.245 | ||
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 673.270,56 | 730 | ||
| 2.107.480,97 | 1.975 | |||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.640.074.739,49 | 6.654.956 | ||
| 2. Beteiligungen | 850.000,00 | 850 | ||
| 3. Eigene Anteile | 172.644.852,04 | 145.756 | ||
| 4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 8.129.033,31 | 8.129 | ||
| 6.821.698.624,84 | 6.809.691 | |||
| 6.824.517.501,61 | 6.811.815 | |||
| B. | Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 237.274,59 | 2 | ||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 680.988.387,16 | 716.552 | ||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
11.758.923,59 | 13.361 | ||
| 4. Sonstige Forderungen | 9.044.132,35 | 5.282 | ||
| 702.028.717,69 | 735.197 | |||
| II. Wertpapiere und Anteile | ||||
| 1. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 124.819.529,04 | 101.375 | ||
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 111.247.825,80 | 872 | ||
| 938.096.072,53 | 837.444 | |||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 1.099.303,14 | 959 | |
| 7.763.712.877,28 | 7.650.218 |
| Passiva | 30. April 2013 EUR |
30. April 2012 TEUR |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | ||||
| I. Grundkapital | 1.172.059.877,28 | 1.184.026 | |||
| II. Kapitalrücklagen | |||||
| 1. Gebundene | 4.017.779.656,75 | 4.005.813 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 117.536.790,24 | 302.860 | |||
| 2. Rücklage für eigene Anteile | 172.644.852,04 | 145.756 | |||
| 290.181.642,28 | 448.616 | ||||
| IV. Bilanzgewinn | |||||
| Davon Gewinnvortrag: EUR 11.267.344,66; Vorjahr: TEUR 14.361 |
173.205.563,71 | 175.076 | |||
| 5.653.226.740,02 | 5.813.531 | ||||
| B. | Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 238.600,52 | 202 | |||
| 2. Steuerrückstellungen | 1.489.849,10 | 1.838 | |||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 19.227.680,22 | 20.447 | |||
| 20.956.129,84 | 22.487 | ||||
| C. | Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Anleihen | 811.724.964,33 | 867.999 | |||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 186.526.093,39 | 36.541 | |||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.064.971,64 | 4.041 | |||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.087.229.061,49 | 904.541 | |||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 984.916,57 | 1.078 | |||
| Davon aus Steuern: EUR 503.960,17 | |||||
| Vorjahr: TEUR 449 | |||||
| Davon imRahmen dersozialen Sicherheit: EUR 408.127,73 | |||||
| Vorjahr: TEUR 355 | |||||
| 2.089.530.007,42 | 1.814.200 | ||||
| 7.763.712.877,28 | 7.650.218 | ||||
| Haftungsverhältnisse | 249.723.279,96 | 321.266 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012/13
| 2012/13 | 2011/12 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | TEUR | |||
| 1. | Umsatzerlöse | 51.381.917,27 | 69.033 | |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | |||
| a) Erträge aus demAbgang vomAnlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen |
0,00 | 2 | ||
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 660.774,99 | 145 | ||
| c) Übrige | 4.587.708,53 | 3.077 | ||
| 5.248.483,52 | 3.224 | |||
| 3. | Personalaufwand | |||
| a) Gehälter | -22.669.403,78 | -22.387 | ||
| b) Leistungen an betrieblicheMitarbeitervorsorgekassen | -406.674,29 | -397 | ||
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | -188.540,84 | -150 | ||
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vomEntgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
-5.083.533,20 | -3.876 | ||
| e) Sonstige Sozialaufwendungen | -456.452,27 | -642 | ||
| -28.804.604,38 | -27.452 | |||
| 4. | Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-669.021,99 | -525 | |
| 5. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Steuern,soweitsie nicht unter Z 15 fallen | -446.250,88 | -2.320 | ||
| b) Übrige | -37.423.347,59 | -59.018 | ||
| -37.869.598,47 | -61.338 | |||
| 6. | Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) | -10.712.824,05 | -17.058 | |
| 7. | Erträge aus Beteiligungen | 81.111.364,86 | 350.503 | |
| Davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 80.000.000,00; Vorjahr: TEUR 350.000 | ||||
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens | 17.145.689,53 | 458 | |
| Davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 17.075.514,53; Vorjahr: TEUR 388 | ||||
| 9. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 23.833.880,70 | 22.281 | |
| Davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 18.227.055,30; Vorjahr: TEUR 21.533 | ||||
| 10. | Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 0,00 | 3.636 | |
| 11. | Aufwendungen aus Beteiligungen | |||
| a) Abschreibungen | -15.489.761,68 | 0 | ||
| Davon aus verbundenen Unternehmen (EUR 14.881.047,47; VJ: TEUR 0) | ||||
| 12. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -69.090.366,60 | -58.482 | |
| Davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 29.740.730,52; VJ: TEUR 19.576) | ||||
| 13. | Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) | 37.510.806,81 | 318.396 | |
| 14. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 26.797.982,76 | 301.338 | |
| 15. | Steuern vomEinkommen | 12.178.813,07 | 5.377 | |
| 16. | Jahresüberschuss | 38.976.795,83 | 306.715 | |
| 17. | Auflösung von Gewinnrücklagen | |||
| a) Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 185.322.866,67 | 0 | ||
| 18. | Zuweisung zu Gewinnrücklagen | |||
| a) Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 0,00 | -146.000 | ||
| b) Rücklagen für eigene Anteile | -62.361.443,45 | 0 | ||
| -62.361.443,45 | -146.000 | |||
| 19. | Gewinnvortrag aus demVorjahr | 11.267.344,66 | 14.361 | |
| 20. | Bilanzgewinn | 173.205.563,71 | 175.076 |
Anhang
1. Allgemeine Grundsätze
Der Jahresabschluss der IMMOFINANZ AG zum 30. April 2013 wurde gemäß den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie die Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, wurden beachtet.
Das vorliegende Geschäftsjahr der IMMOFINANZ AG umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2012 bis 30. April 2013.
Die Angabe der Vorjahreszahlen erfolgte gemäß § 223 (2) UGB in Tausend Euro (TEUR).
Von der Ermächtigung des § 223 (4) UGB, zusätzliche Posten hinzuzufügen, wenn ihr Inhalt nicht von einem vorgeschriebenen Posten gedeckt wird, wurde Gebrauch gemacht.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.
Die Bewertung erfolgte unter der Prämisse des Going Concern.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibung, bewertet.
Die Abschreibung der Zugänge und Abgänge des laufenden Geschäftsjahres erfolgt pro rata temporis.
Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet. Die Wertminderungen werden durch den Vergleich der Buchwerte mit dem Eigenkapital der Beteiligung zuzüglich eventuell vorhandener stiller Reserven ermittelt. Die Bewertung erfolgt konzernweit in jeder Konzerntochter und spiegelt sich dadurch auch in Summe in der Konzernmutter IMMOFINANZ AG wider. Tritt in späteren Geschäftsjahren eine Werterhöhung ein, so wird die in einem der vorangegangenen Geschäftsjahre durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung im Umfang der eingetretenen Werterhöhung zugeschrieben, jedoch maximal bis zu den historischen Anschaffungskosten. Die Eigenen Anteile werden zu Anschaffungskosten bilanziert, bei dauerhaften Wertminderungen wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Die Forderungen wurden mit Nennwerten – abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen – bilanziert. Die Wertberichtigung der Konzernforderungen erfolgt auf Basis des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitals der finanzierten Gesellschaft. Soweit beim Darlehensnehmer ein negatives Eigenkapital (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) vorliegt, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Potenzielle Zuschreibungen werden aufgrund des Wahlrechts gemäß § 208 Abs. 2 UGB nicht vorgenommen.
Die sonstigen Wertpapiere und Anteile im Umlaufvermögen sind zu Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung einer Abschreibung gemäß § 207 UGB, bewertet.
Die Rückstellungen wurden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.
Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht ermittelt. Sämtliche Geschäftsfälle in ausländischer Währung wurden mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion erfasst. Die Bewertung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt – unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht – mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne oder Fremdwährungskursverluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente werden zum Marktwert bewertet. Dabei werden gemäß imparitätischem Realisationsprinzip im Falle von positiven Marktwerten keine Gewinne realisiert, jedoch Verluste in Form von Rückstellungen antizipiert.
3. Erläuterungen zur Bilanz
Aktiva
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
Beim abnutzbaren Anlagevermögen liegen den linearen planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände | 3–10 |
| Sachanlagen | 2–10 |
Die wesentlichste Veränderung der Anteile an verbundenen Unternehmen ist auf eine Abschreibung der IMMOWEST Immobilien Anlagen GmbH i.H.v. EUR 14.881.047,47 zurückzuführen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten im Wesentlichen Anteile an der Wiener Börse i.H.v. EUR 1.000.699,26 (VJ: TEUR 1.001) sowie Genussrechtsanteile an der RentCon Handels- u. Leasing GmbH i.H.v. EUR 7.078.334,05 (VJ: TEUR 7.078).
Die Gesellschaft hält zum 30. April 2013 Eigene Anteile i.H.v. EUR 172.644.852,04 (VJ: TEUR 145.756) im Anlagevermögen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Wert der Eigenen Anteile, bewertet zum Börsekurs zum 30. April 2013, TEUR 173.333. Basierend auf der Ermächtigung der Hauptversammlung zur Einziehung eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 Satz 3 AktG wurde im Oktober 2012 eine Kapitalherabsetzung um EUR 11.966.532,08 durch Einziehung von 11.526.415 Stück eigener Aktien durchgeführt.
Die IMMOFINANZ AG hält zum 30. April 2013 55.823.833 Stück eigene Aktien. Die IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, eine 100%-Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG, hält zu diesem Zeitpunkt insgesamt 57.071.429 Stück Aktien der IMMOFINANZ AG. Von Aviso Zeta AG, einer 100%-Tochtergesellschaft der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, werden sechs Stück Aktien gehalten. Insgesamt halten Gesellschaften der IMMOFINANZ Group zum 30. April 2013 knapp unter 10% (VJ: 9,16) des Grundkapitals der IMMOFINANZ AG als eigene Aktien.
Mit Beschluss der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 5. Oktober 2012 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 und Abs. 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft auch unter wiederholter Ausnutzung der 10%-Grenze, sowohl über die Börse als auch außerbörslich auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts der Aktionäre zu erwerben.
Mit Beschluss der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 5. Oktober 2012 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu jedem gesetz-
lich zulässigen Zweck zu veräußern oder zu verwenden und hierbei auch das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre auszuschließen (Ausschluss des Bezugsrechts).
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden von IMMOFINANZ AG 44.534.312 Stück eigener Aktien mit einem Buchwert von EUR 137.730.057,09 und von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, einer 100% Tochter der IMMOFINANZ AG, 57.071.429 Stück mit einem Buchwert von EUR 156.859.656,91 zur Besicherung einer Finanzierung verwendet. Siehe Erläuterungen unter Verbindlichkeiten.
Gemäß § 240 Abs. 3 UGB setzt sich der Bestand an Aktien der Gesellschaft, die sie oder ein in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehendes Unternehmen hält, wie folgt dar:
| Datum Erwerb | Aktienanzahl | Besitzgesellschaft | Sachverhalt und Erlaubnistatbestand |
Anteiliger Betrag am Grundkapital 30. April 2013 in EUR |
Anteiliger Betrag am Grundkapital 30. April 2013 in % |
Kaufpreis in EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aug. 2010 | 55.005.409 | IMBEA IMMOEAST Beteiligungsver waltung GmbH |
Closing der Vereinbarungenmit Constantia Packaging B.V.zum"IBAG-Bond" (§ 65 Abs. 1 Z 1 AktG) |
57.105.699,52 | 4,87 | 151.264.874,75 | |
| Sep. 2010 | 2.066.020 | IMBEA IMMOEAST Beteiligungsver waltung GmbH |
Abwicklung Bankgeschäft Aviso Zeta (§ 65 Abs. 1 Z 1 AktG) |
2.144.907,56 | 0,18 | 5.594.782,16 | |
| Dez. 2010 | 6 | Aviso Zeta AG | Erwerb der Aviso Zeta (§ 65 Abs. 1 Z 1 AktG) |
6,23 | 0 | 16,85 | |
| Nov. 2010– März 2011 |
47.350.248 | IMMOFINANZ AG | Aktienrückkaufprogramm2010–2011 (§ 65 Abs. 1 Z 8 AktG) |
49.158.238,87 | 4,19 | 145.755.598,51 | |
| Okt. 2012 | -11.526.415 | IMMOFINANZ AG | Einzug eigene Aktien (§ 65 Abs. 1 Z 8 Satz 3 AktG) |
-11.966.532,08 | -1,02 | -35.472.189,92 | |
| Okt. 2012– Feb. 2013 |
20.000.000 | IMMOFINANZ AG | Aktienrückkaufprogramm2012–2013 (§ 65 Abs. 1 Z 8 AktG) |
20.763.666,91 | 1,77 | 62.361.443,45 (inkl. Spesen) |
|
| Gesamt | 112.895.268 | 117.205.987,01 | 10 | 329.504.525,80 | |||
| Davon Besicherung für Finanzierung |
| -101.605.741 | Veräußerung zur Finanzierung mit eigenen Aktien (§ 65 Abs. 1b AktG) |
-105.485.388,09 | -9 | -150.000.000,00 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jän. 2013 | -57.071.429 | IMBEA IMMOEAST Beteiligungsver waltung GmbH |
Veräußerung zur Finanzierungmit eigenen Aktien (§ 65 Abs. 1b AktG) |
-59.250.607,08 | -5,06 | -84.255.000,00 |
| Jän. 2013 | -44.534.312 | IMMOFINANZ AG | Veräußerung zur Finanzierungmit eigenen Aktien (§ 65 Abs. 1b AktG) |
-46.234.781,01 | -3,94 | -65.745.000,00 |
Betreffend Besicherung für Finanzierung durch eigene Aktien verweisen wir auf die Angaben zu den Verbindlichkeiten.
Umlaufvermögen
Forderungen
Die Zusammensetzung der Forderungen nach Restlaufzeit ergibt sich aus folgendem Forderungsspiegel:
| Werte in EUR | 30. April 2013 | Davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
Davon Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Leistungen | 237.274,59 | 237.274,59 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 680.988.387,16 | 680.988.387,16 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen Unternehmen,mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
11.758.923,59 | 11.758.923,59 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 9.044.132,35 | 9.044.132,35 | 0 | 0 |
| Summe | 702.028.717,69 | 702.028.717,69 | 0 | 0 |
| Werte in EUR | 30. April 2012 | Davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
Davon Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Leistungen | 2.438,46 | 2.438,46 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 716.551.816,66 | 716.551.816,66 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen Unternehmen,mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
13.361.347,68 | 13.361.347,68 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 5.282.165,73 | 5.282.165,73 | 0 | 0 |
| Summe | 735.197.768,53 | 735.197.768,53 | 0 | 0 |
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, für die keine Fristigkeit vereinbart wurde, werden als kurzfristig ausgewiesen, jedoch nur nach Maßgabe der Liquidität des jeweiligen Gläubigers eingefordert.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Forderungen aus Leistungen i.H.v. EUR 53.431.567,87 (VJ: TEUR 93.248) sowie Forderungen im Zusammenhang mit der Zinsenabgrenzung für die Genussrechte an der Rent-Con Handels- und Leasing GmbH i.H.v. EUR 363.364,17 (VJ: TEUR 388). Weiters beinhalten die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sonstige Forderungen i.H.v. EUR 27.588.481,13 (VJ: TEUR 15.415), Dividendenforderungen i.H.v. EUR 240.014.053,09 (VJ: TEUR 350.000) sowie Forderungen aus Darlehen i.H.v. EUR 432.297.904,45 (VJ: TEUR 327.296), die mit EUR 72.706.983,55 (VJ: TEUR 69.795) wertberichtigt sind. Die Methode zur Einschätzung der Wertberichtigungen wird in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen beschrieben.
Im Geschäftsjahr bzw. in Vorjahren kam es bei Immobilienwerten der Tochtergesellschaften der IMMOFINANZ AG zu einer Werterholung und daher hätte man Zuschreibungen zu wertberichtigten Forderungen i.H.v. EUR 16.864.110,83 (VJ: TEUR 26.922) vornehmen können. Diese Zuschreibungen hätten zu einer ertragsteuerlichen Belastung geführt und da steuerlich keine Zuschreibungspflicht vorliegt, wurde diese unterlassen.
Die sonstigen Forderungen enthalten im Wesentlichen eine Forderung gegenüber dem Finanzamt i.H.v. EUR 6.548.079,28 (VJ: TEUR 3.014).
Die sonstigen Forderungen enthielten in Vorjahren an die Vorstände der IMMOFINANZ AG gewährte Darlehen im Zuge des "Long Term Incentive Program" in Gesamthöhe von TEUR 3.097. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden die Darlehen von den Vorständen i.H.v. TEUR 3.169 (einschließlich Zinsen) getilgt.
Sonstige Wertpapiere und Anteile
Der Bestand betrifft 962 Stück Wandelanleihen 2014 mit einem Nominale von EUR 96.200.000,00 (VJ: TEUR 96.200), 224 Stück Wandelanleihen 2017 mit einem Nominale von EUR 22.400.000,00 (VJ: TEUR 6.800) und 1.562.000 Stück Wandelanleihen 2018 mit einem Nominale von EUR 6.435.440,00 (VJ: TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden 156 Stück Wandelanleihe 2017 mit einem Nominale von EUR 15.600.000,00 sowie 1.562.000 Stück Wandelanleihe 2018 mit einem Nominale von EUR 6.435.440,00 rückgekauft.
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden die WA 2017 i.H.v. EUR 15,6 Mio. und die WA 2018 i.H.v. EUR 6,44 Mio. zurückgekauft.
Guthaben bei Kreditinstituten
Dieser Posten betrifft im Wesentlichen Guthaben bei der UniCredit Bank Austria AG, Wien, der RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL AG, Wien, der ERSTE GROUP BANK AG, Wien, der Deutsche Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt, Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien, Wien, BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft, Wien, LGT Bank AG, Wien, sowie der Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt.
Rechnungsabgrenzungsposten
Dieser Posten umfasst im Geschäftsjahr zahlungswirksame Aufwendungen, die das Folgejahr betreffen, wie Finanzmarktaufsicht, Versicherungen, Flüge, Wartung und Lizenzen.
Passiva
Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt EUR 1.172.059.877,28 (VJ: TEUR 1.184.026) und stellt sich wie folgt dar:
| Stück | Grundkapital EUR | Stück | Grundkapital EUR | |
|---|---|---|---|---|
| 30. April 2013 | 30. April 2013 | 30. April 2012 | 30. April 2012 | |
| Inhaberaktien | 1.128.952.687 | 1.172.059.877,28 | 1.140.479.102 | 1.184.026.409,36 |
| Summe | 1.128.952.687 | 1.172.059.877,28 | 1.140.479.102 | 1.184.026.409,36 |
Das Eigenkapital zum 30. April 2013 stellt sich wie folgt dar:
| Werte in EUR | 30. April 2013 | 30. April 2012 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 1.172.059.877,28 | 1.184.026.409,36 |
| Kapitalrücklagen | ||
| 1) Gebundene | 4.017.779.656,75 | 4.005.813.124,67 |
| Gewinnrücklagen | ||
| 1) Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 117.536.790,24 | 302.859.656,91 |
| 2) Rücklage für eigene Anteile | 172.644.852,04 | 145.755.598,51 |
| Bilanzgewinn | 173.205.563,71 | 175.076.208,76 |
| Eigenkapital | 5.653.226.740,02 | 5.813.530.998,21 |
Im Berichtsjahr 2012/13 wurde eine Kapitalherabsetzung in Zusammenhang mit der Einziehung von 11.526.415 Stück eigener Aktien um EUR 11.966.532,08 durchgeführt.
Kapital- und Gewinnrücklagen
Die Rücklagen im unternehmensrechtlichen Einzelabschluss der IMMOFINANZ AG beinhalten gebundene Kapitalrücklagen aus Kapitalerhöhungen gemäß § 229 Abs. 2 Z 1 UGB sowie der Verschmelzung der IMMOEAST AG mit der IMMOFINANZ AG und eine Rücklage für eigene Aktien gem. § 225 Abs. 5 UGB sowie eine freie Gewinnrücklage. Die Veränderung der gebundenen Kapitalrücklagen beruht auf der im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalherabsetzung in Zusammenhang mit der Einziehung von 11.526.415 Stück eigener Aktien um EUR 11.966.532,08.
Rückstellungen
Die Rückstellung für Abfertigungen (EUR 238.600,52 VJ: TEUR 202) wurde versicherungsmathematisch mit einem Rechenzinssatz von 3,5% und einem Pensionseintrittsalter von 60 Jahren für Männer ermittelt.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Steuern, Prüfungs- und Rechtsberatungsaufwendungen, Prozesskosten, Schätzgutachten, Personal sowie Derivate.
Verbindlichkeiten
Wandelanleihe 2007–2014, ISIN XS0283649977 (WA 2014)
Basierend auf dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. September 2006 und mit Zustimmung des Aufsichtsrats wurden am 19. Jänner 2007 7.500 Stück Wandelanleihen im Nominale von je EUR 100.000,00 ausgegeben. Die Verzinsung wurde mit 2,75% festgesetzt. Sowohl den Inhabern als auch der Gesellschaft standen bestimmte vorzeitige Kündigungsrechte zu. Die Laufzeit endet am 20. Jänner 2014.
Am 9. Jänner 2012 endete die Kündigungsfrist für die vorzeitige Rückzahlung der von der IMMOFINANZ AG begebenen 2,75% WA 2014. Die Kündigungen wurden mit 19. Jänner 2012 wirksam. Von den Inhabern wurden 776 Stück der WA 2014 zur Rückzahlung gekündigt. Der auszuzahlende Betrag i.H.v. EUR 77,6 Mio. zuzüglich Zinsen wurde aus den vorhandenen Barmitteln der Gesellschaft getilgt.
Zum 30. April 2013 ist ein Nominale von EUR 25,7 Mio. (2012: 25,7 Mio.) aushaftend, welches am 20. Jänner 2014 (Fälligkeitstag) getilgt wird.
Wandelanleihe 2007–2017, ISIN XS0332046043 (WA 2017)
Am 19. November 2007 wurden 7.500 Stück Wandelanleihen im Nominale von je EUR 100.000,00 basierend auf dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. September 2007 ausgegeben. Die Verzinsung wurde mit 1,25% festgesetzt. Die Laufzeit endet am 19. November 2017. Sowohl den Anleiheinhabern als auch der Gesellschaft stehen bestimmte vorzeitige Kündigungsrechte zu.
In der Berichtsperiode wurden 156 Stück der WA 2017 mit einem Nominale von EUR 15,6 Mio. zurückgekauft.
Mit Stichtag 9. November 2012 endete die Kündigungsfrist für die vorzeitige Rückzahlung der von der IMMOFINANZ AG begebenen 1,25% WA 2017. Von den Inhabern wurden 1.443 Stück (Nominale EUR 100.000 pro Stück Wandelanleihe) der Wandelanleihe zur Rückzahlung gekündigt. Zum 30. April 2013 ist ein Nominale von EUR 35,1 Mio. (2012: EUR 195,0 Mio.) aushaftend.
Mit 19. November 2014 haben die Inhaber der Wandelanleihe nochmals das Recht, die Wandelanleihe vorzeitig zu kündigen.
Wandelanleihe 2009–2011, ISIN XS0416178530 (WA 2011)
Die IMMOFINANZ AG hat am 6. April 2009 sämtlichen Inhabern der WA 2014 (Nominale EUR 750,0 Mio.) und sämtlichen Inhabern der WA 2017 (Nominale EUR 750,0 Mio.) ein Angebot zum Bezug einer neuen WA 2011 im Umtauschverhältnis 5:2 zuzüglich einer Barzahlung i.H.v. EUR 5.000,00 je EUR 100.000,00 getauschtem Nominale unterbreitet. Im Rahmen des Umtauschangebots wurden WA 2014 mit einem Nominale von EUR 75,5 Mio. sowie WA 2017 mit einem Nominale von EUR 498,5 Mio. gegen WA 2011 mit einem Nominale von insgesamt EUR 229,6 Mio. getauscht.
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. Oktober 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 23,4 Mio. durch Ausgabe von bis zu 22.524.726 Stück neuen auf Inhaber lautende Stammaktien bedingt zu erhöhen.
Am 6. Oktober 2011 endete der Wandlungszeitraum für die von IMMOFINANZ AG begebene 7,00% WA 2011. Vom ursprünglich begebenen Nominale von EUR 229,6 Mio. wurden bis zu diesem Datum Wandelanleihen mit einem Nominale von EUR 224,7 Mio. gewandelt. Der Stand der Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Wandlungen der WA 2011 wurde in das Eigenkapital der IMMOFINANZ AG umgegliedert und führte somit zu einer Erhöhung des Eigenkapitals von EUR 196,2 Mio. nach Abzug von Transaktionskosten i.H.v. EUR 1,4 Mio. (nach Abzug von Steuern von EUR 0,5 Mio.).
Die Wandelanleihe wurde zum Fälligkeitstermin (22. Dezember 2011) in Höhe des – nach Ausübung von Wandlungsrechten – noch aushaftenden Nominale von EUR 4,9 Mio. von der IMMOFINANZ AG zurückgezahlt.
Wandelanleihe 2011–2018, ISIN XS0592528870 (WA 2018)
Der Vorstand der Gesellschaft gab am 14. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom selben Tag seine Absicht zur Ausgabe von bis zu Stück 125.029.692 Wandelanleihen mit Fälligkeit im Jahr 2018 bekannt. Auf Grundlage eines durchgeführten Bookbuilding-Verfahrens hat die Wandelanleihe eine Verzinsung von 4,25% p.a., zahlbar halbjährlich im Nachhinein, jeweils am 8. März und 8. September jeden Jahres beginnend mit 8. September 2011. Zusätzlich wurde eine Wandlungsprämie i.H.v. 32,50% über dem volumengewichteten Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft an der Wiener Börse ab Handelsbeginn bis zum Zeitpunkt der Preisfestsetzung von EUR 3,1069 festgesetzt. Der Bezugspreis der Wandelanleihe wurde auf EUR 4,12 festgelegt und entspricht dem Nennbetrag, dem Ausgabebetrag, dem anfänglichen Wandlungspreis und dem Rückzahlungspreis je Wandelschuldverschreibung.
Am 8. März 2011 wurden 125.029.692 Stück WA 2018 im Nominale von je EUR 4,12 und einer Verzinsung von 4,25% ausgegeben. Die Laufzeit endet am 8. März 2018. Sowohl den Anleiheinhabern als auch der Gesellschaft stehen bestimmte vorzeitige Kündigungsrechte zu.
In der Berichtsperiode wurden 1.562.000 Stück der WA 2018 mit einem Nominale von EUR 6,44 Mio. zurückgekauft. Zum 30. April 2013 ist ein Nominale von EUR 508,7 Mio. (2012: 515,5 Mio.) aushaftend.
Wandlungen und Rückkäufe
In der Berichtsperiode wurden keine Wandlungsrechte ausgeübt. Durch die Ausübung von Wandlungsrechten aus begebenen Wandelanleihen (WA 2011 sowie WA 2018) wurde das Grundkapital der IMMOFINANZ AG im Geschäftsjahr 2011/12 um EUR 98,7 Mio. durch Ausgabe von 95.105.516 Stück IMMOFINANZ-Aktien erhöht.
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Wandelanleihen mit einem Nominale von EUR 22,0 Mio. (VJ: EUR 2,5 Mio) zurückgekauft.
Ermächtigung zur Ausgabe neuer Wandelanleihen
In der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28. September 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, Wandelanleihen, mit denen ein Umtausch- und/oder Bezugsrecht auf bis zu 212.804.717 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 220.930.312,99 verbunden ist, mit oder ohne Bezugsrechtsausschluss jeweils auch in mehreren Tranchen bis zu einem Gesamtnennbetrag von insgesamt EUR 1,2 Mrd. auszugeben. Gleichzeitig wurde eine bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 159 AktG um EUR 220.930.312,99 beschlossen zur Bedienung von Umtausch- oder Bezugsrechten von Inhabern von der Gesellschaft ausgegebenen Wandelanleihen, die (i) auf Grundlage eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. September 2011 und/oder (ii) in der Hauptversammlung vom 27. September 2007 ausgegeben oder mit Umtauschrechten in junge Aktien ausgestattet wurden bzw. werden.
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeit ergibt sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel:
| Werte in EUR | 30. April 2013 | Davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
Davon Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 811.724.964,33 | 130.602.205,09 | 681.122.759,24 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 186.526.093,39 | 609.188,21 | 152.200.000,00 | 33.716.905,18 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.064.971,64 | 3.064.971,64 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.087.229.061,49 | 1.087.229.061,49 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 984.916,57 | 984.916,57 | 0 | 0 |
| Summe | 2.089.530.007,42 | 1.222.490.343,00 | 833.322.759,24 | 33.716.905,18 |
| Werte in EUR | 30. April 2012 | Davon Restlaufzeit unter 1 Jahr |
Davon Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
| Anleihen | 867.998.732,46 | 230.978.774,54 | 637.019.957,92 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 36.541.273,70 | 374.269,22 | 1.750.000,00 | 34.417.004,48 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.041.582,98 | 4.041.582,98 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 904.540.810,46 | 904.540.810,46 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.078.291,99 | 1.078.291,99 | 0 | 0 |
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, für die keine Fristigkeit vereinbart wurde, werden als kurzfristig ausgewiesen.
Im laufenden Geschäftsjahr wurde eine Unternehmensanleihe mit einem Nominale von EUR 100 Mio. und einer Verzinsung von 5,25% ausgegeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und eine Stückelung von EUR 1.000,00.
Finanzierung mit eigenen Aktien
Auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Oktober 2012 zur Veräußerung eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1b AktG und zum Rückerwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 und Abs. 1b AktG hat die IMMOFINANZ AG am 10. Jänner 2013 101.605.741 Stück eigene Aktien zu Finanzierungszwecken an finanzierende Kreditinstitute veräußert und übertragen und dafür Finanzierungen im Gesamtvolumen von EUR 150 Mio. für eine Laufzeit von bis zu drei Jahren erhalten. Der anteilige Betrag dieser 101.605.741 Stück Aktien am Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 105.485.388,09, entsprechend 9,00% des Grundkapitals zum 30. April 2013.
In diesem Zusammenhang wurden auch die von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH (100% Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG) gehaltenen 57.071.429 Stück IMMOFINANZ-Aktien im Jänner 2013 an IMMOFINANZ AG gegen anteilige Gewährung der Finanzierungsvaluta veräußert und zwischen der IMMOFINANZ AG und der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH im Wesentlichen die gleichen Bedingungen für Veräußerung, Finanzierung und Rückerwerb der IMMOFINANZ-Aktien vereinbart wie im Vertragsverhältnis zwischen der IMMOFINANZ AG und den finanzierenden Kreditinstituten.
Die Gesellschaft ist berechtigt, während der Laufzeit jederzeit die 101.605.741 Stück Aktien gegen Rückführung der Finanzierungen (EUR 150 Mio.) rückzuerwerben. Am Ende der Laufzeit ist die Gesellschaft zum Rückerwerb der Aktien
gegen Tilgung der Finanzierungen verpflichtet. Die von der Gesellschaft während der Laufzeit zu leistenden Zinsen sind an den EURIBOR gekoppelt. Während der Laufzeit von der Gesellschaft ausgeschüttete Dividenden werden an die Gesellschaft rückgeführt. Der vereinbarte Rückerwerbspreis für die Aktien entspricht dem Verkaufspreis, sodass Kursrisiko und -chance der Aktien bei der Gesellschaft verbleiben. Wirtschaftlich handelt es sich um eine Kreditfinanzierung mit Besicherung durch eigene Aktien, als echtes Pensionsgeschäft, welche im Anlagevermögen als eigene Aktien und der Finanzierungsbetrag innerhalb der Bilanzposition Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen wird.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten und betreffen im Wesentlichen Darlehen von verbundenen Unternehmen i.H.v. EUR 568.110.383,68 (VJ: TEUR 387.573) sowie sonstige Verrechnungen. Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen.
Haftungsverhältnisse
Es wurden von der IMMOFINANZ AG zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit Patronatserklärungen zugunsten einzelner Tochtergesellschaften erstellt. In diesen Patronatserklärungen verpflichtet sich die IMMOFINANZAG dafür, Sorge zu tragen, dass die betreffenden Gesellschaften über ausreichende Zahlungsmittel verfügen, um ihre Schulden bei Fälligkeit begleichen zu können. Weiters verpflichtet sich die IMMOFINANZ AG, alle sonstigen Maßnahmen zu treffen, die im Sinne der anwendbaren insolvenzrechtlichen Bestimmungen notwendig sind. Darüber hinaus hat die IMMOFINANZ AG für sämtliche gegenüber der IMMOFINANZ AG bestehenden Verbindlichkeiten, die aus Sicht der betreffenden Gesellschaft Fremdkapital darstellen, die Verpflichtung eingegangen, hinter allen anderen Gläubigern, die nicht Gesellschafter der betreffenden Gesellschaft sind oder sonst nachrangig gestellt sind, zurückzustehen.
Weiters bestehen Garantien bzw. Verpfändungen für Tochtergesellschaften zugunsten von Kreditinstituten i.H.v. EUR 249.723.279,96 (VJ: TEUR 321.266). Der aushaftende Kreditbetrag gegenüber der Landesbank Hessen-Thüringen, für den die IMMOFINANZ AG in Zusammenhang mit dem Revolving Credit Facility die Haftung übernommen hat, wurde am 15. Mai 2013 getilgt. Dadurch erlischt die Haftung i.H.v. EUR 173.493.975,90.
Finanzinstrumente
Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos hat die Gesellschaft Verträge über folgende derivative Finanzinstrumente abgeschlossen:
| Art | Kontraktpartner | Währung | Nominale | Laufzeit | Net Present Value 30. April 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| ZIO Collar CAP | Raiffeisen Bank International AG | EUR | 182.000.000,00 | 27. Okt. 2011–13.Mai 2013 | -89.828,82 |
| In den sonstigen Rückstellungen erfasst | 89.828,82 |
Die Bewertung erfolgt auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle unter Verwendung von Interbank-Mittelkurspreisen.
Die Zins-CAPS wurden zur Besicherung des aushaftenden Betrags des Revolving Credit Facility abgeschlossen. Aufgrund der Tilgung des Kreditbetrags ist auch das Laufzeitende des Zins-CAPS Mai 2013.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen an Konzerngesellschaften weiterverrechnete Verwaltungsgebühren sowie Versicherungsprovisionen.
Die IMMOFINANZ AG und die IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH (Betrieb der ehem. IMMOEAST AG) erbringen als geschäftsleitende Holdinggesellschaften Management-Dienstleistungen an Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Für die leistungsorientierte Aufteilung der Kostenbasis ist zwischen den beiden Gesellschaften eine fremdübliche Ausgleichszahlung vorzunehmen. Im Wirtschaftsjahr 2012/13 wurde eine Erlösabgrenzung für die Ausgleichszahlung von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH an IMMOFINANZ AG i.H.v. EUR 48.641.636,14 (VJ: TEUR 49.976) gebildet, da die IMMOFINANZ AG entsprechende Kosten getragen hat, die wirtschaftlich der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH zuzurechnen sind.
Übrige betriebliche Erträge
Die übrigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen neben den Auflösungen von sonstigen Rückstellungen i.H.v. EUR 660.774,99 (VJ: TEUR 145), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen EUR 1.102.318,36 (VJ: TEUR 439), Erträge aus Weiterverrechnungen EUR 1.591.508,01 (VJ: TEUR 491) sowie Kursgewinne i.H.v. EUR 900.221,00 (VJ: TEUR 2.138).
Personalaufwendungen
Die Personalaufwendungen betrugen für das Geschäftsjahr 2012/13 EUR 28.804.604,38 (VJ: TEUR 27.451).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Wertberichtigungen und Ausbuchungen zu Forderungen i.H.v. EUR 4.674.834,39 (VJ: TEUR 29.591) vorgenommen.
Die weiteren wesentlichen Posten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verwaltungsgebühren i.H.v. EUR 5.977.281,88 (VJ: TEUR 5.058), Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten i.H.v. EUR 6.912.428,80 (VJ: TEUR 8.656), Aufwendungen für Schätzgutachten i.H.v. EUR 1.326.959,60 (VJ: TEUR 429), Buchführungskosten i.H.v. EUR 1.135.609,85 (VJ: TEUR 1.352) sowie Fahrt- und Reisespesen i.H.v. EUR 2.490.256,00 (VJ: TEUR 1.968).
Gemäß § 237 Z 14 letzter Satz UGB nimmt die Gesellschaft die Befreiung der Angaben zu Aufwendungen für den Abschlussprüfer in Anspruch.
Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats werden im laufenden Geschäftsjahr für das jeweils vorangegangene Wirtschaftsjahr genehmigt und ausbezahlt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Geschäftsjahr 2011/12 EUR 300.299,98 (VJ: TEUR 273) ausbezahlt.
Erträge aus Beteiligungen
In der Position Erträge aus Beteiligungen wird die Dividende 2012 der Tochtergesellschaft IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH i.H.v. EUR 80.000.000,00 (VJ: TEUR 350.000) sowie die Dividende 2011 der EHL Immobilien GmbH i.H.v. EUR 1.111.364,86 (VJ: TEUR 503) gezeigt.
Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Zinserträge aus Treuhanddarlehen der Immofinanz Corporate Finance Consulting GmbH i.H.v. EUR 3.928.098,39 (VJ: TEUR 7.056) sowie Zinsen aus Konzernforderungen i.H.v. EUR 14.298.956,91 (VJ: TEUR 14.477).
Aufwendungen aus Beteiligungen
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden außerplanmäßige Abschreibungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H.v. EUR 14.881.047,47 (VJ: Zuschreibungen aus Beteiligungen i.H.v.TEUR 3.635) vorgenommen.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In diesem Posten sind Zinsaufwendungen aus Treuhanddarlehen der Immofinanz Corporate Finance Consulting GmbH i.H.v. EUR 169.365,84 (VJ: TEUR 8.416), Zinsen aus Konzernforderungen i.H.v. EUR 29.571.364,68 (VJ: TEUR 9.188) sowie Zinsaufwendungen zu begebenen Wandelanleihen i.H.v. EUR 35.365.637,10 (VJ: TEUR 36.779) enthalten.
Steuern vom Einkommen
Der Posten Steuern vom Einkommen setzt sich wie folgt zusammen:
| Werte in EUR | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | -434.437,50 | -402.500,00 |
| Körperschaftsteuer Gutschrift Vorjahre | 207.720,23 | 0 |
| Auflösung Körperschaftsteuer Rückstellung | 10.178,00 | 0 |
| Steueraufwand (Gruppenbesteuerung) aperiodisch | -1.870.590,03 | -13.343.051,74 |
| Steuerertrag (Gruppenbesteuerung) | 13.700.226,97 | 18.043.055,04 |
| Steuerertrag (Gruppenbesteuerung) aperiodisch | 564.272,89 | 1.079.236,86 |
| Bildungsprämie | 1.442,51 | 0 |
| Summe | 12.178.813,07 | 5.376.740,16 |
Im Steuerertrag des laufenden Geschäftsjahres sind aperiodische Effekte i.H.v. EUR -1.306.317,14 enthalten, die aus den nunmehr vorliegenden Körperschaftsteuerbescheiden der Gruppenmitglieder der Jahre 2008 bis 2012 resultieren. Daraus ergeben sich keine materiellen Folgeauswirkungen.
Vom Bilanzierungswahlrecht, gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen dem unternehmensrechtlichen und dem steuerrechtlichen Ergebnis anzusetzen, wurde im Geschäftsjahr 2012/13 nicht Gebrauch gemacht.
Das Ausmaß aktiver latenter Steuern zum 30. April 2013 beträgt TEUR 1.028 (VJ: TEUR 2.149).
5. Sonstige Angaben
Angaben zu den Größenmerkmalen gem. § 221 UGB
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 Abs. 1 UGB.
Angaben zur Gruppenbesteuerung gem. § 9 KStG
Gemäß Gruppenantrag vom 29. April 2005 fungiert die Gesellschaft seit dem Veranlagungsjahr 2005 als Gruppenträgerin einer Unternehmensgruppe iSd § 9 KStG. Die Unternehmensgruppe wurde mehrfach erweitert.
Die Gesellschaft ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG. Zwischen dem Gruppenträger und dem Gruppenmitglied besteht eine Steuerumlagevereinbarung, welche im Wirtschaftsjahr 2011/12 geändert wurde. Nach dem geänderten Steuerumlagevertrag hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger i.H.v. 25% der Bemessungsgrundlage zu entrichten. Im Falle eines Verlusts eines Gruppenmitglieds wird dieser Verlust evident gehalten und kann in Folgejahren gegen einen steuerlichen Gewinn des Gruppenmitglieds zu 100% verrechnet werden. Insoweit entfällt eine Zahlung des Gruppenträgers an das Gruppenmitglied.
Eine Rückstellung i.H.v. EUR 3,70 Mio für verwertete negative Steuerergebnisse von Gruppenmitgliedern der IMMOFINANZ-Steuergruppe wurde nicht gebildet, da die IMMOFINANZ daraus keine zukünftigen Steuerbelastungen erwartet.
In den Vorjahren hatte das Gruppenmitglied im Falle eines positiven steuerlichen Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlusts des Gruppenmitglieds hatte der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten, wobei in beiden Fällen ein KöSt.-Satz von 12,5% angewandt wurde.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne des § 237 Z 8b UGB
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im Geschäftsjahr nur zu fremdüblichen Konditionen statt.
Risikobericht
Als international tätiger Immobilieninvestor und -entwickler ist die IMMOFINANZ Group unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Mit systematischem Risikomanagement stellt das Unternehmen sicher, dass jene Entwicklungen, die strategische und operative Ziele gefährden könnten, rechtzeitig erkannt und in den jeweiligen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden.
Die IMMOFINANZ Group hat in die operativen Abläufe und Berichtswege ein aktives Risikomanagementsystem integriert. Dieses ermöglicht bei Risiken ein frühzeitiges Gegensteuern und wirkt sich unmittelbar auf strategische Entscheidungen und operative Prozesse aus. Interne Richtlinien, Reportingsysteme und Kontrollmechanismen, die eine Überwachung, Bewertung und Steuerung der Risiken des operativen Geschäfts ermöglichen, sind im gesamten Unternehmen etabliert. Das Risikomanagement wird in der IMMOFINANZ Group auf allen Ebenen wahrgenommen und vom Vorstand verantwortet, der in alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden ist. Zusätzlich hat die IMMOFINANZ Group zur Früherkennung und Überwachung von Risiken das Interne Kontrollsystem (IKS) weiter optimiert. Wirtschaftsprüfer beurteilen Funktion und Effizienz des IKS jährlich, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist.
Die bedeutendsten Risikofaktoren sind finanzielle sowie markt- und immobilienspezifische Risiken.
Markt- und immobilienspezifische Risiken ergeben sich aus der mikro- bzw. makroökonomischen Entwicklung in den einzelnen Ländern bzw. aus Entwicklungen auf Immobilienebene. Dazu zählen das Marktpreisrisiko und die Wettbewerbssituation sowie das Transaktionsrisiko.
Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig adäquate Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können.
Finanzielle Risikofaktoren
Ausfall-/Kreditrisiko
Ausfall-/Kreditrisiken ergeben sich, wenn ein Vertragspartner der IMMOFINANZ Group seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und infolgedessen ein finanzieller Schaden für die Gruppe entsteht. Das maximale Risiko entspricht den auf der Aktivseite ausgewiesenen und diesen Risiken zurechenbaren Werten. Ausfallrisiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Das Hauptsteuerungsinstrument in diesem Bereich ist die permanente Evaluierung der Bonität der Vertragspartner.
Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Mietern ist gering. Von den Mietern wird in der Regel eine liquiditätsnahe Sicherheit (bei Wohnimmobilien: Barkautionen, bei Gewerbeimmobilien: Bankgarantien oder Barkautionen) verlangt. Außerdem wird die Bonität der Mieter laufend überprüft. Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Banken ist ebenfalls als gering einzustufen, da sämtliche Finanzgeschäfte mit Finanzinstituten erster Bonität abgeschlossen werden. Trotzdem wird in Zukunft, auch in Hinblick auf die in der EU geplanten, regulatorischen Veränderungen im Bankensektor, erhöhtes Augenmerk auf die Bonität der Banken zu legen sein, veranlagt die IMMOFINANZ Group doch aufgrund des Geschäftsmodells immer wieder signifikante Beträge bei Banken.
Kapitalmarkt- und Finanzierungsrisiko
Die Refinanzierung am Kapitalmarkt ist für die IMMOFINANZ Group von hoher strategischer Bedeutung. Signifikante Schwankungen an den Kapitalmärkten können die Aufnahme von Eigen- bzw. Fremdkapital gefährden. Um das Refinanzierungsrisiko gering zu halten, achtet die IMMOFINANZ Group auf einen ausgewogenen Mix zwischen Eigen- und Fremdkapital bzw. auf unterschiedliche Laufzeiten der Bankfinanzierungen.
Um Risiken mangelnder Kapitalmarkt-Compliance zu vermeiden, verfügt die IMMOFINANZ Group über eine Compliance-Richtlinie, die die Einhaltung der Kapitalmarktverpflichtungen sicherstellt und insbesondere die missbräuchliche Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen verhindert. Zu diesem Zweck wurden u.a. die Compliance-Organisation definiert sowie Befugnisse und Aufgaben des Compliance-Verantwortlichen festgelegt. Ständige und fallweise vorübergehende Vertraulichkeitsbereiche werden eingerichtet und Sperrfristen bzw. Handelsverbote für die in diesen Vertraulichkeitsbereichen tätigen Personen festgelegt.
Die Generierung von Liquidität aus dem operativen Geschäft stellt einen zentralen Bestandteil der Strategie der IMMOFINANZ Group dar. Prozesse zur Evaluierung von weiteren operativen Kostensenkungs- bzw. Optimierungsmöglichkeiten werden kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Interne Beschaffungsrichtlinien in den operativen Bereichen, vor allem bei Immobiliendienstleistungen sowie Bau- und Bewirtschaftungsmaßnahmen, stellen wesentliche Rahmenbedingungen dieser Kostenreduktions- bzw. Optimierungsmaßnahmen dar.
Um Kredite zu erhalten oder weiterhin in Anspruch nehmen zu können, muss die IMMOFINANZ Group bestimmte Verpflichtungen bei diesen Finanzierungen, sogenannte Financial Covenants, erfüllen. Die IMMOFINANZ Group überwacht die Einhaltung dieser Covenants permanent und steht dazu in engem Kontakt mit den Kreditgebern. Werden diese Verpflichtungen nicht erfüllt, kann es unter gewissen Umständen zu einer Kündigung des Kreditvertrags durch den Kreditgeber kommen. Derzeit sind keine wesentlichen Covenant-Brüche, die die Geschäftstätigkeit der IMMOFINANZ Group negativ beeinflussen könnten, bekannt bzw. zu erwarten.
Fremdwährungsrisiko
Die IMMOFINANZ Group ist dem Währungsrisiko in unterschiedlicher bilanzieller und zahlungswirksamer Ausprägung ausgesetzt.
Dem Risiko der Wertminderung von Bankguthaben und Barbeständen in Fremdwährung wird durch rasche Konvertierung in Euro begegnet.
Zinsänderungsrisiko
Die IMMOFINANZ Group ist als international agierendes Unternehmen den Zinsänderungsrisiken der verschiedenen Immobilienteilmärkte ausgesetzt. Zinserhöhungen können das Ergebnis des Konzerns in Form von höheren Zinsaufwendungen für bestehende variable Finanzierungen beeinflussen.
Eine Änderung des Zinssatzes hat im Falle von variabel verzinsten Finanzierungen eine unmittelbare Auswirkung auf das Finanzergebnis des Unternehmens. Die IMMOFINANZ Group limitiert das Risiko steigender Zinsen, die zu höheren Zinsaufwendungen und zu einer Verschlechterung des Finanzergebnisses führen würden, durch den Einsatz von fix verzinsten Finanzierungsverträgen und derivativen Finanzinstrumenten (v.a. CAPS und SWAPS). Diese derivativen Finanzinstrumente werden als selbstständige Geschäfte und nicht als Sicherungsgeschäfte bilanziert.
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken werden durch einen Mittelfristplan über fünf Jahre, ein im Monatsraster geplantes Jahresbudget und monatlich revolvierende Liquiditätsplanungen mit Abweichungsanalysen minimiert. Ein täglich betriebenes Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass die operativ eingegangenen Verpflichtungen erfüllt, Mittel optimal veranlagt werden und die Flexibilität für kurzfristige Akquisitionschancen gewahrt bleibt.
Daneben setzt die IMMOFINANZ Group auf langfristige Finanzierungen, bei denen die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Immobilien (Interest Coverage Ratio bzw. Debt Service Coverage Ratio) und ihre Marktwerte (Loan-to-Value-Ratio) berücksichtigt werden.
Um Kostenüberschreitungen und einen damit verbundenen überhöhten Liquiditätsabfluss zu vermeiden, führt die IMMOFINANZ Group bei Entwicklungsprojekten und Instandhaltungsmaßnahmen kontinuierliche Budget- bzw. Baufortschrittsüberwachungen durch.
Rechtliche Risiken
Als international tätiges Unternehmen ist die IMMOFINANZ Group einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen u.a. Risiken im Zusammenhang mit dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien und Rechtsstreitigkeiten mit Mietern oder Joint-Venture- bzw. Development-Partnern. Eine Auflistung der wesentlichsten Rechtsstreitigkeiten ist im Kapitel Rechtsstreitigkeiten ersichtlich.
Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Daher können aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder Vergleichsvereinbarungen Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen bzw. durch bestehende Rückstellungen abgedeckt sind und daher Auswirkungen auf die Ergebnisse der IMMOFINANZ Group haben können.
Marktrisiko und immobilienspezifische Risiken
Die Entwicklung der Immobilienmärkte ist stark von den konjunkturellen und volkswirtschaftlichen Entwicklungen abhängig.
Diese Risiken betreffen die mikro- und makroökonomische Entwicklung der Länder, in denen die IMMOFINANZ Group tätig ist, und die des globalen Finanz- und Investmentmarkts. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf Marktpreis, Marktmieten und Renditen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Immobilienspezifische Risiken beziehen sich vor allem auf den Immobilienstandort, auf die Architektur und den qualitativen Zustand des Gebäudes sowie auf die unmittelbare Wettbewerbssituation.
Um diese Risiken zu erkennen und rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können, wird das Immobilienportfolio der IMMOFINANZ Group quartalsweise einer Portfolioanalyse unterzogen ("Portfoliotracker"). Mit der systematischen Analyse von quantitativen und qualitativen Objektfaktoren, Portfoliokonzentrationen bzw. sektoralen und regionalen Allokationen wird im Zuge dieser Portfolioanalyse die Grundlage für taktische Entscheidungen geschaffen.
Bei den quantitativen Objektfaktoren erfolgt eine Ermittlung von erwarteten, zukünftigen Renditen pro Objekt auf Basis der detaillierten Budgetplanung für das jeweils nächste Geschäftsjahr und einer annahmebasierten Mittelfristplanung. Dabei wird ein Ranking der Objekte nach Höhe der Gesamtkapitalrentabilität erstellt. Durch den Einsatz eines Scoringmodells werden qualitative Faktoren quantitativ messbar. Im Zuge dieses Scorings erfolgt eine Bewertung der Gebäude- und Lagequalität sowie der Marktattraktivität pro Objekt.
Immobilien, die den Anforderungen der Portfolioanalyse hinsichtlich Standort und Qualität nicht entsprechen, werden mittelfristig verkauft.
Durch eine sektorale bzw. regionale Diversifikation des Immobilienportfolios können Marktzyklen und -schwankungen sowie Konzentrationsrisiken sehr gut ausgeglichen werden. Da die IMMOFINANZ Group im Allgemeinen qualitativ hochwertige Immobilien in guten Lagen besitzt, besteht besonderer Schutz gegenüber den oben genannten Risiken. Um frühzeitig auf Veränderungen in den Märkten reagieren zu können, werden regelmäßig fundierte Marktstudien erstellt und in Verbindung mit Berichten anerkannter Immobilienexperten analysiert. Sämtliche Marktänderungen werden bei der Analyse des Immobilienportfolios berücksichtigt und beeinflussen maßgeblich Investitions-, Verkaufsund Projektplanungen und somit mittelfristig die Unternehmensplanung. Um derartige Risiken bereits vor dem Erwerb neuer Immobilien erkennen und sämtliche Risiken in Zusammenhang mit rechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen, technischen und sozialen Fragen bewerten zu können, ist eine umfassende Due-Diligence-Prüfung unter Einbindung unabhängiger Experten unabdingbar und im Akquisitionsprozess der IMMOFINANZ Group vorgesehen. Immobilien, die den hohen Qualitätsanforderungen der IMMOFINANZ Group nicht entsprechen, werden nicht angekauft. Nach dem Ankauf von Immobilien werden regelmäßig kaufmännische und technische Berichte verfasst. Die Ergebnisse werden dem Gesamtvorstand zur Kenntnis gebracht.
Die interne Investitionsrichtlinie der IMMOFINANZ Group regelt die Rahmenbedingungen und Freigabegrenzen der zu tätigenden Investitionen (Immobilienankäufe, Immobilienentwicklungsprojekte und laufende Investitionsmaßnahmen). Dadurch können wesentliche strategische und immobilienspezifische Risiken minimiert oder ausgeschlossen werden. Die Freigabegrenzen sind in der umfassenden, konzernweit gültigen Kompetenzordnung definiert, die die Pouvoirs einzelner Mitarbeiter bis hin zum Gesamtvorstand regelt. Darüber hinaus ist in bestimmten Fällen die Genehmigung durch den Aufsichtsrat erforderlich.
Bei Immobilienentwicklungsprojekten bestehen erhöhte Risiken, die einerseits zu Termin- und Baukostenüberschreitungen führen können und andererseits das Vermietungsrisiko betreffen. Die IMMOFINANZ Group minimiert diese Risiken, indem sie Projekte in der Regel erst ab einer bestimmten Vorvermietungsquote startet und mit regelmäßigen Kosten- und Terminkontrollen sowie darauf aufbauenden Abweichungsanalysen begleitet.
Um das Inflationsrisiko zu minimieren, sind in den Standardmietverträgen der IMMOFINANZ Group Wertsicherungsklauseln vorgesehen.
Zum Geschäftsmodell der IMMOFINANZ Group gehört es, Immobilien und Immobilienentwicklungsprojekte zu attraktiven Konditionen zu erwerben und Immobilien ertragreich zu verkaufen. Diesem Transaktionsrisiko wird vor allem mit der Diversifikation des Immobilienportfolios Rechnung getragen. Durch das breit aufgestellte Portfolio in acht Kernländern und vier Assetklassen werden kontinuierlich Verkäufe über dem Fair Value getätigt. Mittels eines permanenten Screenings der Märkte und der weitreichenden Geschäftsbeziehungen sowie aufgrund der tiefen Marktkenntnis der Gruppe ist es möglich, Investitionsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen und als Chance für neue Entwicklungsprojekte zu nutzen.
Konzentrationsrisiko
Unter Konzentrationsrisiko versteht man die Häufung von gleichgelagerten Risiken, die dem Grundsatz der Risikostreuung widersprechen. Solche Risiken reduziert die IMMOFINANZ Group bewusst, indem sie auf eine sektorale und regionale Diversifikation des Portfolios achtet und größere Immobilienprojekte gegebenenfalls gemeinsam mit einem Projektpartner entwickelt. Neben einer sektoralen und regionalen Streuung steht auch die Diversifikation der Mieterstruktur im Vordergrund, sodass der Ausfall eines Mieters keine erheblichen Auswirkungen auf das Unternehmen hat. Die IMMOFINANZ Group verfügt über einen sehr ausgewogenen und diversifizierten Mietermix. An den Gesamtmieterlösen des Konzerns hat kein Mieter einen größeren Anteil als 2%.
In Bezug auf Russland bestehen mehrere spezifische Konzentrationsrisiken. Zum einen verfügt die IMMOFINANZ Group mit dem Moskauer Einkaufszentrum Golden Babylon Rostokino über ein einzelnes Investment, das gemessen am Verkehrswert mehr als 10% des gesamten Bestandsimmobilienportfolios ausmacht. Zum anderen konzentrieren sich die Investments der IMMOFINANZ Group in Russland auf den Moskauer Einzelhandelsmarkt, der 16,8% des gesamten Bestandsimmobilienportfolios beträgt.
Rechtsstreitigkeiten
In diesem Kapitel wird der Status jener Verfahren dargestellt, die aufgrund von Klagen von (ehemaligen) Aktionären geführt werden bzw. die im Zusammenhang mit dem vormaligen Managementvertrag mit Constantia Privatbank Aktiengesellschaft (jetzt: Aviso Zeta AG) stehen.
Gerichtliche Verfahren von Aktionären gegen IMMOFINANZ AG und IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH
Beginnend mit November 2008 brachten einige Aktionäre Klagen gegen IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG (nunmehr IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, kurz: IMBEA) ein. Teilweise handelt es sich bei den Klägern um Aktionäre der IMMOFINANZ AG, teilweise um Aktionäre der ehemaligen IMMOEAST AG, die Ansprüche gegen IMMOFINANZ AG geltend machen oder gegen IMBEA als Rechtsnachfolgerin der IMMOEAST AG. In sämtlichen Verfahren machen die Kläger Schadenersatzansprüche aufgrund von Prospekthaftung oder anderen angeblich mangelhaften Kapitalmarktinformationen geltend. Inhaltlich besteht die Argumentation der Kläger im Wesentlichen darin, dass die Prospekte der IMMOFINANZ AG oder der IMMOEAST AG mangelhaft gewesen seien. Daneben stützen zahlreiche Kläger ihre Ansprüche noch auf weitere Rechtsgrundlagen, etwa dass gegen Ad-hoc Meldepflichten verstoßen worden wäre. Die Kläger brachten u.a. vor, dass die aufgrund öffentlicher Angebote erhaltenen Mittel nicht für Akquisitionen oder Entwicklung neuer Immobilienprojekte, sondern für die Finanzierung der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG und des Erwerbs von Aktien der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG verwendet worden seien. Die IMMOFINANZ AG und IMBEA bestreiten diese Ansprüche. Besonders hervorzuheben sind 19 "Sammelklagen" österreichischer Prägung, in denen zwischen 10 und 910 Kläger Ansprüche gegen die IMMOFINANZ AG geltend machen.
Bis Ende April 2013 wurden 810 Klagen gegen die IMMOFINANZ AG (wobei teilweise auch IMBEA geklagt wurde) und 78 Klagen nur gegen die IMMOEAST AG/IMBEA mit einem Streitwert von insgesamt ca. EUR 253 Mio. eingebracht. Ein Großteil der Kläger hat Deckung durch eine Rechtsschutzversicherung oder den Prozessfinanzierer AdvoFin. Der Stand der anhängigen Verfahren ist unterschiedlich. Der Großteil befindet sich nach wie vor im Anfangsstadium. In vielen Verfahren wurden bereits die Kläger vernommen, erst in wenigen erfolgten umfangreichere Beweisaufnahmen. In 43 Verfahren erging ein erstinstanzliches Urteil bzw. ein Endbeschluss jeweils – aus unterschiedlichen Gründen – zugunsten der IMMOFINANZ AG bzw. IMMOEAST AG/IMBEA. In acht weiteren Verfahren wird in den nächsten Monaten ein Urteil erwartet. Teilweise wurden die erstinstanzlichen Entscheidungen durch das Oberlandesgericht Wien bzw. den Obersten Gerichtshof aufgehoben und zur neuerlichen Verhandlung an die erstinstanzlichen Gerichte zurückverwiesen. In 17 Verfahren haben die Kläger ihre Klage wieder zurückgezogen. Insgesamt wurden bisher 70 Verfahren beendet (19 rechtskräftige klagsabweisende Urteile, 17 Klagsrückziehungen, 34 Vereinbarungen ewigen Ruhens).
| Anhängige Verfahren: IFAG/IMBEA | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|
| IFAG | 376 | 25,3 |
| IMBEA | 66 | 7,7 |
| IFAG und IMBEA | 376 | 218 |
Gerichtliche Verfahren von Aktionären gegen Anlageberater und die Aviso Zeta AG und Streitverkündigungen gegen die IMMOFINANZ AG/IMBEA
Beginnend mit August 2008 brachten Aktionäre der IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG (nunmehr: IMBEA) gegen die Constantia Privatbank Aktiengesellschaft (nunmehr: Aviso Zeta AG) und die AWD Gesellschaft für Wirtschaftsberatung GmbH (nunmehr: Swiss Life Select Österreich GmbH), über die sie IMMOFINANZ- und IMMOEAST-Aktien erworben hatten, Klagen ein. Die Kläger behaupten insbesondere falsche Anlageberatung, irreführende Werbung sowie unrichtige Darstellung der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG in der Öffentlichkeit durch angebliches Verschweigen des Naheverhältnisses zwischen der ehemaligen Constantia Privatbank AG und der IMMOFINANZ AG/IMMOEAST AG. Weiters werden das Verschweigen substanzieller Transaktionen der ehemaligen Constantia Privatbank AG mit Aktien der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG und zweck- und prospektwidrige Verwendung von Anlegergeldern behauptet. Die Kläger begehren den Ersatz bzw. die Feststellung entstandener Vermögensschäden. Die Kläger brachten in diesen Fällen keine direkten Klagen gegen IMMOFINANZ AG/IMMOEAST AG ein. IMMOFINANZ AG und IMBEA sind aber an zahlreichen dieser Verfahren gegen die Aviso Zeta AG oder die Swiss Life Select Österreich GmbH als Nebenintervenienten beteiligt. Ein Nebenintervenient ist jeder, der ein rechtliches Interesse daran hat, dass in einem
zwischen anderen Personen anhängigen Rechtsstreit eine Partei obsiegt. Hintergrund dieser Nebenintervention ist, dass sich die Beklagten im Falle des Verlusts an IMMOFINANZ AG/IMBEA regressieren wollen und daher IMMOFINANZ AG/IMBEA den Streit verkünden. Würden IMMOFINANZ AG/IMBEA den Verfahren nicht beitreten, könnten sie in allfälligen Regressprozessen keine nicht schon im Vorprozess erörterten Punkte mehr entgegenhalten. Das Hauptargument der Beklagten gegen IMMOFINANZ AG/IMBEA ist, dass der Schaden der Kläger durch Handlungen der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG, die in einem Strafverfahren von der Staatsanwaltschaft Wien untersucht werden, verursacht worden wäre.
Bis Ende April 2013 verkündete die Aviso Zeta AG der IMMOFINANZ AG und/oder IMBEA in 334 Verfahren den Streit, im Großteil der Verfahren beiden. Weiters verkündete die Swiss Life Select Österreich GmbH der IMMOFINANZ AG und/oder IMBEA in 226 Verfahren den Streit, auch in Sammelklagen, die gegen die Swiss Life Select Österreich GmbH geführt werden. Die IMMOFINANZ AG und IMBEA traten den meisten dieser Verfahren bei.
In 40 Verfahren gegen die Swiss Life Select Österreich GmbH und die Aviso Zeta AG liegen nach dem derzeitigen Wissen der IMMOFINANZ AG bereits Urteile vor. Die jeweils beklagten Parteien unterlagen teilweise, teilweise obsiegten sie. Weder die Swiss Life Select Österreich GmbH noch die Aviso Zeta AG haben bis dato Regressansprüche gegen die IMMOFINANZ AG oder IMBEA geltend gemacht.
| Streitverkündungen an IFAG/IMBEA | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|
| Aviso Zeta | 334 | 36,9 |
| AWD (nunmehr: Swiss Life Select Österreich) GmbH) | 226 | 17,6 |
| Gesamt | 560 | 54,5 |
Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses der Verschmelzung der IMMOEAST AG mit IMMOFINANZ AG
Die IMMOFINANZ AG wurde gemäß Verschmelzungsvertrag vom 21. Jänner 2010 als übernehmende Gesellschaft mit der IMMOEAST AG als übertragende Gesellschaft verschmolzen. Den ehemaligen Aktionären der IMMOEAST AG wurden im Zuge der Verschmelzung gemäß dem vereinbarten Umtauschverhältnis von drei Aktien der IMMOFINANZ AG für zwei IMMOEAST-Aktien insgesamt 567.363.702 Aktien der IMMOFINANZ AG gewährt. Sowohl von Aktionären der IMMOFINANZ AG als auch von ehemaligen Aktionären der IMMOEAST AG wurde gemäß §§ 225c ff AktG die nachträgliche gerichtliche Überprüfung des Umtauschverhältnisses beim Handelsgericht Wien beantragt. Dieser Schritt hat ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Die IMMOFINANZ AG erstattete umfassende Stellungnahmen zu den Anträgen. Das Handelsgericht Wien hat das gesetzlich vorgesehene Gutachten des Gremiums zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses (§ 225g AktG) beauftragt.
Entscheidungen oder Vergleiche in diesem Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses wirken zugunsten aller Aktionäre der jeweiligen Aktionärsgruppe (Erga-omnes-Wirkung). Werden in diesem Verfahren Zuzahlungen (Ausgleichszuzahlungen) festgesetzt, erhalten die Aktionäre der benachteiligten Aktionärsgruppe diese zuzüglich Zinsen von 2% über dem Basiszinssatz ab Eintragungsstichtag (28. April 2010). Vonseiten der IMMOFINANZ AG wurde die Gewährung weiterer Aktien anstelle barer Ausgleichszuzahlungen beantragt.
Ob in diesem Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses Zuzahlungen (Ausgleichszuzahlungen) zugunsten einer Aktionärsgruppe zugesprochen werden und in welcher Höhe, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
Sonstige Rechtsstreitigkeiten
Die IMMOFINANZ AG brachte im März 2011 Klage gegen drei ehemalige Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der ehemaligen Constantia Privatbank AG wegen Optionsgeschäften zum Nachteil der ehemaligen IMMOEAST AG ein. Das Verfahren wurde nach der ersten Verhandlung im September 2011 bis zur rechtskräftigen Entscheidung im Strafverfahren gegen diese Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder unterbrochen. In diesem Strafverfahren erfolgte eine (nicht rechtskräftige) erstinstanzliche Verurteilung u.a. von zwei der drei in diesem Verfahren Beklagten. In erster Instanz erfolgte (nicht rechtskräftig) ein Zuspruch an die IMBEA i.H.v. rund EUR 7 Mio. Weiters wurde der Aviso Zeta ein Betrag i.H.v. rund EUR 4 Mio. zugesprochen.
Eine weitere Klage brachte die IMMOFINANZ AG im September 2011 ein, mit der Ansprüche gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied und andere Personen in Zusammenhang mit Zahlungen geltend gemacht werden, die auf Veranlassung des Vorstandsmitglieds treuwidrig an Dritte geleistet wurden. Dieses Verfahren befindet sich noch im Anfangsstadium.
Im August 2011 brachte ein ehemaliges Vorstandsmitglied eine Klage gegen die IMMOFINANZ AG auf Zahlung von Vergütung seiner Vorstandstätigkeit über einen Zeitraum von etwa drei Monaten ein. Dieses Verfahren ist derzeit bis zur Entscheidung über ein Parallelverfahren unterbrochen. Das Parallelverfahren ist ein gesondertes Verfahren gegen IMBEA. Auch hier brachte das ehemalige Vorstandsmitglied eine Klage auf Zahlung von Vergütung seiner Vorstandstätigkeit über denselben Zeitraum von etwa drei Monaten ein.
Die angeführten Streitwerte beinhalten teilweise idente Sachverhalte. Nach Einschätzung des voraussichtlichen Verfahrensausgangs wurden im Konzernabschluss der IMMOFINANZ Group Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Rückstellungen für Prozesskosten in ausreichender Höhe bilanziert.
Angaben zu Beteiligungsgesellschaften
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:
| Gesellschaft | Stichtag | Kapitalanteil | Eigenkapital zum Stichtag |
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien | 30. April 2012 | 100% | 4.687.097.930,54 | EUR | -309.287.968,24 | EUR |
| IMMOWEST Immobilien Anlagen GmbH, Wien | 30. April 2012 | 100% | 190.365.059,02 | EUR | -75.696.287,60 | EUR |
| EHL Immobilien GmbH, Wien | 31. Dez. 2012 | 49% | 4.037.832,78 | EUR | 3.916.832,78 | EUR |
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
| Stand 30. April 2013 | Stand 30. April 2012 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 271 | 241 |
| Gesamt | 271 | 241 |
Verpflichtungen aus der Nutzung
von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
| 2012/13 | 2011/12 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| Verpflichtungen desfolgenden Geschäftsjahres | 2.354.609,07 | 2.200 |
| Verpflichtungen der folgenden fünf Jahre | 7.011.803,18 | 8.510 |
Angaben über Organe
Die Organe der IMMOFINANZ AG sind:
Vorstand
Dr. Eduard Zehetner (Vorsitzender) Mag. Daniel Riedl FRICS Mag. Dr. Manfred Wiltschnigg MRICS (bis 31. März 2013) Mag. Birgit Noggler
Die Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2012/13 Vergütungen i.H.v. EUR 4,7 Mio. (2011/12: EUR 3,8 Mio.) bezogen. Es wurden Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse i.H.v. TEUR 117,2 (2011/12: TEUR 58,6) sowie Pensionskassenbeiträge i.H.v. TEUR 188,5 (2011/12: TEUR 149,5) geleistet.
Des Weiteren wurden im Mai 2012 jenen drei Vorstandsmitgliedern, die in der Sanierungsphase von 2008 bis 2011 tätig waren und noch immer dem Unternehmen angehörten, Sanierungsprämien im Gesamtbetrag von EUR 3,0 Mio. zuerkannt. Die IMMOFINANZ Group wurde aus der existenzbedrohenden Krise im Geschäftsjahr 2008/09 herausgeführt und das Eigenkapital und der NAV erheblich gesteigert. Es wurden Dividendenzahlungen möglich.
Aufsichtsrat
Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler – Vorsitzender Dr. Michael Knap – Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Guido Schmidt-Chiari (bis 5. Oktober 2012) Mag. Vitus Eckert Dr. Rudolf Fries Nick J. M. van Ommen, MBA Mag. Klaus Hübner Mag. Christian Böhm
Prokuristen
Wolfgang Idl Mag. Josef Mayer Mag. Robert Operschall (seit 30. April 2011 bis 14. Juni 2012) Mag. Alfons Mähr (seit 17. Jänner 2013) Mag. Dietmar Reindl (seit 17. Jänner 2013) Dipl. Wirt. Inf. (DH) Mario Josef Schmalzl (seit 17. Jänner 2013) Martina Wimmer
Wien, 2. August 2013
Der Vorstand
Mag. Birgit Noggler CFO
Dr. Eduard Zehetner CEO
Mag. Daniel Riedl FRICS COO
Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 226 (1) UGB
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in EUR | Stand 1. Mai 2012 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand 30. April 2013 |
| 1.Markenrechte und Software | 443.030,78 | 665.745,92 | 0,00 | 0,00 | 1.108.776,70 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 443.030,78 | 665.745,92 | 0,00 | 0,00 | 1.108.776,70 |
| 1. Bauten auf fremden Grund | 1.396.170,69 | 365.879,81 | 0,00 | 1.762.050,50 | |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.017.720,81 | 338.661,58 | 118.149,73 | 0,00 | 1.238.232,66 |
| Sachanlagen | 2.413.891,50 | 704.541,39 | 118.149,73 | 0,00 | 3.000.283,16 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.022.158.118,58 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.022.158.118,58 |
| 2. Beteiligungen | 850.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 850.000,00 |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 8.129.033,31 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 8.129.033,31 |
| Davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 7.078.334,05 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.078.334,05 |
| 4. Eigene Anteile | 145.755.598,51 | 62.361.443,45 | 35.472.189,92 | 0,00 | 172.644.852,04 |
| Finanzanlagen | 7.176.892.750,40 | 62.361.443,45 | 35.472.189,92 | 0,00 | 7.203.782.003,93 |
| Summe Anlagevermögen | 7.179.749.672,68 | 63.731.730,76 | 35.590.339,65 | 0,00 | 7.207.891.063,79 |
| Buchwert | |||||
| Abschreibung | Abschreibung | Zuschreibungen | |||
| Werte in EUR | Kumuliert | 30. April 2013 | 30. April 2012 | Laufendes Jahr | Laufendes Jahr |
| 1.Markenrechte und Software | 397.380,90 | 711.395,80 | 149.069,97 | 103.420,09 | 0,00 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 397.380,90 | 711.395,80 | 149.069,97 | 103.420,09 | 0,00 |
| 1. Bauten auf fremden Grund | 327.840,09 | 1.434.210,41 | 1.245.492,43 | 177.161,83 | 0,00 |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 564.962,10 | 673.270,56 | 730.488,47 | 388.440,07 | 0,00 |
| Sachanlagen | 892.802,19 | 2.107.480,97 | 1.975.980,90 | 565.601,90 | 0,00 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 382.083.379,09 | 6.640.074.739,49 6.654.955.786,96 | 14.881.047,47 | 0,00 | |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 850.000,00 | 850.000,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 0,00 | 8.129.033,31 | 8.129.033,31 | 0,00 | 0,00 |
| Davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,00 | 7.078.334,05 | 7.078.334,05 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Eigene Anteile | 0,00 | 172.644.852,04 | 145.755.598,51 | 0,00 | 0,00 |
| Finanzanlagen | 382.083.379,09 | 6.821.698.624,84 6.809.690.418,78 | 14.881.047,47 | 0,00 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13
A. Allgemeines
Die IMMOFINANZ AG ist Österreichs größte börsennotierte Immobiliengesellschaft mit Sitz in A-1100 Wien, Wienerbergstraße 11. Die IMMOFINANZ AG (in der Folge IMMOFINANZ) ist das oberste Mutterunternehmen des IMMOFINANZ-Konzerns, auch IMMOFINANZ Group genannt. Die Geschäftsaktivitäten der IMMOFINANZ Group umfassen die Entwicklung, den Ankauf, die Vermietung und die bestmögliche Verwertung von Liegenschaften mit dem Ziel der Veranlagungsoptimierung. Die IMMOFINANZ notiert im ATX (ISIN AT 0000809058) der Wiener Börse. Zum Stichtag 30. April 2013 waren 1.128.952.687 stimmberechtigte, nennbetragslose Stückaktien im Umlauf. Die Marktkapitalisierung betrug bei einem Schlusskurs von EUR 3,105 am Ende des Geschäftsjahres 2012/13 rund EUR 3,5 Mrd. Zum 30. April 2013 wurden 5,8% der IMMOFINANZ-Aktien von der FRIES Familien-Privatstiftung und der Dr. Rudolf FRIES Familien-Privatstiftung sowie von den Ehegatten Rudolf und Anna Fries und in enger Beziehung stehenden Personen gehalten. JPMorgan Chase & Co hat gemeinsam mit kontrollierten Unternehmen 6,1% der IMMOFINANZ-Aktien gehalten. Die restlichen 88,1% der Aktien befanden sich im Streubesitz von privaten und institutionellen Anlegern.
B. Tätigkeit
Die IMMOFINANZ Group – ein ertragreiches, stabiles und risikooptimiertes Immobilienunternehmen
Immobilienmaschine mit nachhaltiger Dividendenpolitik
Wer wir sind
Die IMMOFINANZ Group ist ein an der Wiener und Warschauer Börse notierter Immobilieninvestor und -entwickler. Wir haben seit unserer Gründung im Jahr 1990 ein hochwertiges Immobilienportfolio mit derzeit mehr als 1.500Bestandsobjekten und einem Buchwert von rund EUR 9,4 Mrd. aufgebaut. Insgesamt verwalten wir aktuell eine vermietbare Fläche von 6.526.550 m². Der Vermietungsgrad liegt bei 89,5% und bestätigt die Qualität unseres Portfolios.
Wo wir uns engagieren
Wir erwirtschaften mit erstklassigen Immobilien nachhaltige Erträge für unsere Aktionäre. Dabei konzentrieren wir unsere Aktivitäten auf Topimmobilien in den vier Kernsegmenten Einzelhandel, Büro, Logistik und Wohnen. Gleichzeitig sorgen wir mit unserem geografischen Portfolio in den acht Kernländern Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Ungarn und Russland für eine ausgewogene Risikostreuung.
Woran wir täglich arbeiten
Als Immobilienmaschine konzentrieren wir uns auf die Verzahnung unserer drei Kerngeschäftsbereiche: die Entwicklung nachhaltiger, maßgeschneiderter Topimmobilien in Premiumlagen, die professionelle Bewirtschaftung der Objekte und zyklusoptimierte Verkäufe. Unser aktives und dezentrales Asset Management sorgt für eine Steigerung der Mieterträge und gleichzeitig für die Reduktion von Leerständen. Die aus unseren Verkäufen erwirtschafteten liquiden Mittel reinvestieren wir in neue Entwicklungsprojekte. Unser Ziel ist, mit einem klar definierten, standardisierten und industrialisierten Prozess mehr Profitabilität entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu generieren und unseren Aktionären eine nachhaltige Dividendenpolitik zu bieten.
Warum wir auf CEE setzen
Unser Portfolio befindet sich rund zur Hälfte in Ost- und Westeuropa. Dabei verdienen wir in CEE deutlich mehr Geld als im Westen und sind von der langfristigen Wachstumsstory und dem Aufholpotenzial der Region überzeugt. Für die Gesamtrendite der CEE-Immobilien von 2010 bis 2012 wurden wir mit dem "IPD Property Investment Award in Central & Eastern Europe for balanced funds" ausgezeichnet.
C. Geschäftsverlauf
Vermögenslage
Das Vermögen der IMMOFINANZ besteht im Wesentlichen aus Finanzanlagen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Wertpapieren des Umlaufvermögens. Die Bilanzsumme beträgt EUR 7.763.712.877,28. Diese hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 113.494.624,90 erhöht. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Rückkauf von Wandelanleihen, Rückkauf eigener Aktien, die Ausgabe einer Unternehmensanleihe sowie eine neue Finanzierung zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote beträgt 72,82% (VJ: 75,99%).
Ertragslage
Der im Geschäftsjahr 2012/13 erzielte Jahresüberschuss beträgt EUR 38.976.795,53 (2011/12: TEUR 306.716). Dies ist im Wesentlichen auf die Ausschüttung der Konzerngesellschaft IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH zurückzuführen.
Finanzlage
Die Veränderung des Finanzmittelbestands gegenüber dem Vorjahr beträgt TEUR 110.376 (VJ: TEUR -22.401). Der Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 249.565 (VJ: TEUR 159.524). Der Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -1.363 (VJ: TEUR -1.288). Der Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -137.826 (VJ: TEUR 180.638) und beruht im Wesentlichen auf der Ausgabe einer Unternehmensanleihe und einer Bankenfinanzierung unter Verwendung eigener Aktien zur Besicherung.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die IMMOFINANZ hat im Berichtsjahr die Anzahl der indirekt gehaltenen Bestandsimmobilien von 1.618 auf 1.542 gesenkt. Damit einhergehend ändert sich die vermietbare Fläche der Bestandsimmobilien von 6,696 Mio. m2 auf 6,527 Mio. m2 geringfügig.
| Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | |
|---|---|
| Jahresüberschuss | 38.976.795,83 |
| Abschreibungen auf Anlage- und Umlaufvermögen | 16.158.783,67 |
| Zuschreibungen zumAnlagevermögen | 0,00 |
| Veränderung Rückstellungen | -1.530.432,74 |
| Veränderung Forderungen | 33.169.050,84 |
| Veränderung Verbindlichkeiten | 162.931.788,25 |
| Veränderung Rechnungsabgrenzung | -140.540,53 |
| Operativer Cashflow | 249.565.445,32 |
| Nettogeldfluss aus Investitionstätigkeit | |
| Auszahlungen aus Zugang Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände | -1.370.287,31 |
| Einzahlungen aus Abgang Anlagevermögen | 7.439,42 |
| Summe | -1.362.847,89 |
| Nettogeldfluss aus Finanzierungstätigkeit | |
| Veränderung Kreditinstitute und Anleihen | 112.397.527,58 |
| Rückkauf Wandelanleihen | -24.053.702,68 |
| Auszahlung aus Rückkauf Eigene Anteile | -62.361.443,45 |
| Zahlung Dividende | -163.808.864,10 |
| Summe | -137.826.482,65 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | 110.376.114,78 |
| Veränderung Finanzmittelbestand | |
| Stand amAnfang der Periode | 871.711,02 |
| Stand amEnde der Periode | 111.247.825,80 |
| Summe | 110.376.114,78 |
D. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Im Mai 2013 wurde ein 2006 aufgenommener und mit einer Garantie der IMMOFINANZ AG, der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung sowie durch Liegenschaften besicherter syndizierter Kredit i.H.v. EUR 173,5 Mio. getilgt.
E. Angaben zum Kapital
Das Grundkapital der IMMOFINANZ AG beträgt zum 30. April 2013 EUR 1.172.059.877,28 (30. April 2012: EUR 1.184.026.409,36). Dieses Grundkapital ist in 1.128.952.687 (2011/12: 1.140.479.102) stimmberechtigte, nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je (gerundet) EUR 1,04 unterteilt.
Sämtliche Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber und berechtigen gemäß den anwendbaren gesetzlichen Regelungen zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts bzw. zur Ausübung der sonstigen Aktionärsrechte. Dabei gewährt jede Aktie eine Stimme.
Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen den Aktionären bekannt, die eine Beschränkung der Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten im Sinne von § 243a (1) Z 4 UGB.
Es gibt kein Beteiligungsprogramm der IMMOFINANZ AG für Arbeitnehmer. Daher entfällt die Angabe der Stimmrechtskontrolle gemäß § 243a (1) Z 5 UGB.
Die Entwicklung der Aktienanzahl hat sich im Geschäftsjahr 2012/13 wie folgt dargestellt:
| Stück Aktien | Differenz | Sachverhalt | |
|---|---|---|---|
| 30. April 2012 | 1.140.479.102 | ||
| Oktober 2012 | 1.128.952.687 | 11.526.415 | Einziehung eigener Aktien |
| 30. April 2013 | 1.128.952.687 |
Wandelanleihen
Wandelanleihe 2014 (WA 2014)
IMMOFINANZ AG hat am 19. Jänner 2007 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. September 2006 Wandelanleihen im Gesamtnominale von EUR 750,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 20. Jänner 2014 emittiert (ISIN XS0283649977). Zur Bedienung der Umtauschrechte aus den WA 2014 besteht bedingtes Kapital (§ 159AktG) gemäß den Beschlüssen der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 28. September 2006, 27. September 2007 und 2. Oktober 2009.
IMMOFINANZ AG hält noch nicht eingezogene zurückgekaufte WA 2014 im Gesamtnominale von EUR 96,2 Mio. Die WA 2014 ist zum 30. April 2013 im Gesamtnominale von EUR 25,7 Mio. aushaftend. Auf Grundlage des geltenden Wandlungspreises von EUR 13,33 (zuletzt angepasst am 8. Oktober 2012 infolge der Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011/12) berechtigt die ausstehende WA 2014 zur Wandlung in insgesamt 1.927.982 Stück Aktien der IMMOFINANZ AG.
Wandelanleihe 2017 (WA 2017)
IMMOFINANZ AG hat am 19. November 2007 auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. September 2007 Wandelanleihen im Gesamtnominale von EUR 750,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 19. November 2017 emittiert (ISIN XS0332046043). Zur Bedienung der Umtauschrechte aus den WA 2017 besteht bedingtes Kapital (§ 159 AktG) gemäß den Beschlüssen der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 28. September 2006, 27. September 2007 und 2. Oktober 2009.
Vorzeitige Rückzahlung der WA 2017 im Geschäftsjahr 2012/13
Gemäß den Emissionsbedingungen war jeder Inhaber der WA 2017 berechtigt, die Schuldverschreibung zum 19. November 2012 zur vorzeitigen Rückzahlung zu kündigen. Insgesamt wurden WA 2017 im Gesamtnominale von EUR 144,3 Mio. zur Rückzahlung gekündigt und von der IMMOFINANZ AG getilgt.
In der verbleibenden Restlaufzeit ist gemäß den Emissionsbedingungen jeder Inhaber der WA 2017 berechtigt, die WA 2017 zum 19. November 2014 zur vorzeitigen Rückzahlung zu kündigen.
IMMOFINANZ AG hält noch nicht eingezogene zurückgekaufte WA 2017 im Gesamtnominale von EUR 22,4 Mio. Die WA 2017 ist zum 30. April 2013 im Gesamtnominale von EUR 35,1 Mio. aushaftend. Auf Grundlage des geltenden Wandlungspreises von EUR 8,41 (zuletzt angepasst am 8. Oktober 2012 infolge der Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011/12) berechtigt die ausstehende WA 2017 zur Wandlung in insgesamt 4.173.602 Stück Aktien der Gesellschaft.
Wandelanleihe 2018 (WA 2018)
Am 8. März 2011 hat IMMOFINANZ AG auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. September 2007 (Emission von Wandelanleihen) und vom 28. September 2010 (Veräußerung eigener Aktien) 125.029.692 Stück Wandelanleihen im Gesamtnominale von EUR 515,1 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 8. März 2018 emittiert (ISIN XS0592528870). Gemäß den Emissionsbedingungen ist jeder Inhaber der WA 2018 berechtigt, die Schuldverschreibung zum 8. März 2016 zur vorzeitigen Rückzahlung zu kündigen.
Die Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG hat mit Beschluss vom 28. September 2011 die Ausgabe der WA 2018 und die Ausstattung dieser Wandelanleihe mit anfänglichen Wandlungsrechten in bis zu 104.421.677 Stück neue (junge) auf den Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft sowie die Emissionsbedingungen der WA 2018 gemäß § 174 AktG genehmigt.
Zur Bedienung von Umtauschrechten aus der WA 2018 wurde in der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 28. September 2011 eine bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 159 AktG um EUR 132,2 Mio. beschlossen.
IMMOFINANZ AG hält noch nicht eingezogene zurückgekaufte WA 2018 im Gesamtnominale von EUR 6,4 Mio. Zum 30. April 2013 ist die WA 2018 im Gesamtnominale von EUR 508.684.500 ausstehend. Auf Grundlage des geltenden Wandlungspreises von EUR 3,74 (zuletzt angepasst am 8. Oktober 2012 infolge der Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011/12) berechtigt die ausstehende WA 2018 zur Wandlung in insgesamt 136.011.903 Stück Aktien der Gesellschaft.
Keine Ausübung von Wandlungsrechten und Ausgabe von Bezugsaktien im Geschäftsjahr 2012/13
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden keine Umtauschrechte aus Wandelanleihen ausgeübt und somit von der IMMOFINANZ AG keine Bezugsaktien ausgegeben.
ISIN Nominale per Wandlungen 2012/13 Rückkäufe/Tilgungen
Zusammenfassung der Entwicklung der Nominale der Wandelanleihen im Geschäftsjahr 2012/13:
| ISIN | Nominale per 30. April 2012 in TEUR |
Wandlungen 2012/13 in TEUR |
Rückkäufe/Tilgungen 2012/13 in TEUR |
Nominale per 30. April 2013 in TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| WA 2014 | XS0283649977 | 25.700,0 | 0,0 | 0,0 | 25.700,0 |
| WA 2017 | XS0332046043 | 195.000,0 | 0,0 | -159.900,0 | 35.100,0 |
| WA 2018 | XS0592528870 | 515.120,0 | 0,0 | -6.435,4 | 508.684,5 |
| Gesamt | 735.820,0 | 569.484,5 |
Ermächtigung zur Ausgabe neuer Wandelanleihen
In der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28. September 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, Wandelanleihen, mit denen ein Umtausch- und/oder Bezugsrecht auf bis zu 212.804.717 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 220.930.312,99 verbunden ist, mit oder ohne Bezugsrechtsausschluss jeweils auch in mehreren Tranchen bis zu einem Gesamtnennbetrag von insgesamt EUR 1,2 Mrd. auszugeben. Gleichzeitig wurde eine bedingte Kapitalerhöhung gemäß § 159 AktG um EUR 220.930.312,99 beschlossen zur Bedienung von Umtausch- oder Bezugsrechten von Inhabern von der Gesellschaft ausgegebenen Wandelanleihen, die (i) auf Grundlage eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. September 2011 und/oder (ii) in der Hauptversammlung vom 27. September 2007 ausgegeben oder mit Umtauschrechten in junge Aktien ausgestattet wurden bzw. werden.
Eigene Aktien
Erwerbe von eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2010/11 aufgrund der Vereinbarungen zum "IBAG Bond" und Aviso Zeta
Von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, einer 100%-Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG, wurden am 23. August 2010 im Zuge des Closings der Vereinbarungen zwischen IMMOFINANZ Group und Constantia Packaging B.V. zum sogenannten "IBAG Bond" (EUR 512 Mio.) als Leistungsbestandteil der Constantia Packaging B.V. 55.005.409 Stück IMMOFINANZ-Aktien zum Tagesschlusskurs der IMMOFINANZ-Aktie von EUR 2,75 gegen Verrechnung mit Finanzierungsforderungen der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH erworben. Der Erwerb erfolgte auf Basis des Erlaubnistatbestands "Schadensabwehr" gemäß § 65 Abs. 1 Z 1 AktG.
Weiters hat IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH 2.066.020 Stück IMMOFINANZ-Aktien von Aviso Zeta AG (nunmehrige 100%-Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG) am 29. September 2010 zum Tagesschlusskurs der IMMOFINANZ-Aktie i.H.v. EUR 2,708 pro Aktie gekauft. Der Erwerb erfolgte auf Basis des Erlaubnistatbestands "Schadensabwehr" gemäß § 65 Abs. 1 Z 1 AktG.
Die insgesamt von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH erworbenen 57.071.429 Stück IMMOFINANZ-Aktien umfassen einen anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 59.250.607,08 entsprechend 5,06% des Grundkapitals zum 30. April 2013.
Durch den Erwerb sämtlicher Aktien der Aviso Zeta AG durch die IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH im Dezember 2010 erfolgte mittelbar ein Erwerb von sechs Stück auf Inhaber lautende Aktien (ehemalige Namensaktien) der IMMOFINANZ AG. Der Erwerb erfolgte auf Basis des Erlaubnistatbestands "Schadensabwehr" (§ 65 Abs.1 Z 1 AktG). Die sechs IMMOFINANZ-Aktien entsprechen einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 6,23.
Aktienrückkaufprogramm 2010–2011
Auf Grundlage der von der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG am 28. September 2010 beschlossenen Ermächtigung des Vorstands, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG eigene Aktien zu erwerben, hat IMMOFINANZ AG zwischen 12. November 2010 und 18. März 2011 ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt. Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms wurden von IMMOFINANZ AG insgesamt 47.350.248 Stück Aktien der IMMOFINANZ AG zu einem Gesamtkaufpreis von EUR 145.755.598,48 erworben. Der anteilige Betrag am Grundkapital der Gesellschaft beträgt für diese Aktien EUR 49.158.238,87, das entspricht 4,19% des Grundkapitals der Gesellschaft zum 30. April 2013.
Einziehung von eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2012/13
Aufgrund der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 28. September 2011 beschlossenen Ermächtigung des Vorstands, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG eigene Aktien einzuziehen, wurden von den im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2010–2011 erworbenen 47.350.248 Stück eigenen Aktien 11.526.415 Stück, entsprechend einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von EUR 11.966.532,08 mit Wirkung zum 3. Oktober 2012 eingezogen und das Grundkapital der Gesellschaft durch vereinfachte Kapitalherabsetzung gemäß § 192 Abs. 3 Z 2 AktG entsprechend um EUR 11.966.532,08 auf EUR 1.172.059.877,27, zerlegt in 1.128.952.687 auf den Inhaber lautende Stückaktien, herabgesetzt.
Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 5. Oktober 2012 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 und Abs. 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft auch unter wiederholter Ausnutzung der 10%-Grenze, sowohl über die Börse als auch außerbörslich auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts der Aktionäre zu erwerben.
Ermächtigung des Vorstands zur Veräußerung eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung der IMMOFINANZ AG vom 5. Oktober 2012 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu veräußern oder zu verwenden und hierbei auch das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre auszuschließen (Ausschluss des Bezugsrechts).
Aktienrückkaufprogramm 2012–2013
Auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28. September 2011 sowie der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Oktober 2012 jeweils zum Rückerwerb von eigenen Aktien hat IMMOFINANZ AG
zwischen 1. Oktober 2012 und 25. Februar 2013 ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt. Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms wurden von IMMOFINANZ AG insgesamt 20.000.000 Stück Aktien der IMMOFINANZ AG zu einem Gesamtkaufpreis von EUR 62.361.443,45 inklusive Spesen erworben. Der anteilige Betrag dieser Aktien am Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 20.763.666,91, das entspricht 1,77% des Grundkapitals der Gesellschaft zum 30. April 2013.
Finanzierung mit eigenen Aktien
Auf Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Oktober 2012 zur Veräußerung eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1b AktG und zum Rückerwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 und Abs. 1b AktG hat die IMMOFINANZ AG am 10. Jänner 2013 101.605.741 Stück eigene Aktien zu Finanzierungszwecken an finanzierende Kreditinstitute veräußert und übertragen und dafür Finanzierungen im Gesamtvolumen von EUR 150 Mio. für eine Laufzeit von bis zu drei Jahren erhalten. Der anteilige Betrag dieser 101.605.741 Stück Aktien am Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 105.485.388,09, entsprechend 9,00% des Grundkapitals zum 30. April 2013.
In diesem Zusammenhang wurden auch die von IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH (100% Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG) gehaltenen 57.071.429 Stück IMMOFINANZ-Aktien im Jänner 2013 an IMMOFINANZ AG gegen anteilige Gewährung der Finanzierungsvaluta veräußert und zwischen der IMMOFINANZ AG und der IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH im Wesentlichen die gleichen Bedingungen für Veräußerung, Finanzierung und Rückerwerb der IMMOFINANZ-Aktien vereinbart wie im Vertragsverhältnis zwischen der IMMOFINANZ AG und den finanzierenden Kreditinstituten.
Die Gesellschaft ist berechtigt, während der Laufzeit jederzeit die 101.605.741 Stück Aktien gegen Rückführung der Finanzierungen (EUR 150 Mio.) rückzuerwerben. Am Ende der Laufzeit ist die Gesellschaft zum Rückerwerb der Aktien gegen Tilgung der Finanzierungen verpflichtet. Die von der Gesellschaft während der Laufzeit zu leistenden Zinsen sind an den EURIBOR gekoppelt. Während der Laufzeit von der Gesellschaft ausgeschüttete Dividenden werden an die Gesellschaft rückgeführt. Der vereinbarte Rückerwerbspreis für die Aktien entspricht dem Verkaufspreis, sodass Kursrisiko und -chance der Aktien bei der Gesellschaft verbleiben. Wirtschaftlich handelt es sich um eine Kreditfinanzierung mit Besicherung durch eigene Aktien, als echtes Pensionsgeschäft, welche im Anlagevermögen als eigene Aktien und der Finanzierungsbetrag innerhalb der Bilanzposition Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen wird.
Die Entwicklung der eigenen Aktien stellt sich wie folgt dar:
| Datum Erwerb | Aktienanzahl | Besitzgesellschaft | Sachverhalt und Erlaubnistatbestand |
Anteiliger Betrag am Grundkapital 30. April 2013 in EUR |
Anteiliger Betrag Grundkapital 30. April 2013 in % |
Kaufpreis in EUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aug. 2010 | 55.005.409 | IMBEA IMMOEAST Beteili gungsverwaltung GmbH |
Closing der Vereinbarungenmit Constantia Packaging B.V.zum "IBAG-Bond"(§ 65 Abs. 1 Z 1 AktG) |
57.105.699,52 | 4,87 | 151.264.874,75 |
| Sep. 2010 | 2.066.020 | IMBEA IMMOEAST Beteili gungsverwaltung GmbH |
Abwicklung Bankgeschäft Aviso Zeta (§ 65 Abs. 1 Z 1 AktG) |
2.144.907,56 | 0,18 | 5.594.782,16 |
| Dez. 2010 | 6 | Aviso Zeta AG | Erwerb der Aviso Zeta (§ 65 Abs. 1 Z 1 AktG) |
6,23 | 0 | 16,85 |
| Nov. 2010– März 2011 |
47.350.248 | IMMOFINANZ AG | Aktienrückkaufprogramm 2010 – 2011 (§ 65 Abs. 1Z 8 AktG) |
49.158.238,87 | 4,19 | 145.755.598,51 |
| Okt. 2012 | -11.526.415 | IMMOFINANZ AG | Einzug eigene Aktien (§ 65 Abs. 1 Z 8 Satz 3 AktG) |
-11.966.532,08 | -1,02 | -35.472.189,92 |
| Okt. 2012– Feb. 2013 |
20.000.000 | IMMOFINANZ AG | Aktienrückkaufprogramm 2012– 2013 (§ 65 Abs. 1 Z 8 AktG) |
20.763.666,91 | 1,77 | 62.361.443,45 (inkl. Spesen) |
| Gesamt | 112.895.268 | 117.205.987,01 | 10 | 329.504.525,80 |
Davon Besicherung für Finanzierung
| -101.605.741 | Veräußerung zur Finanzierung mit eigenen Aktien (§ 65 Abs. 1b AktG) |
-105.485.388,09 | -9 | -150.000.000,00 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jän. 2013 | -57.071.429 | IMBEA IMMOEAST Beteili gungsverwaltung GmbH |
Veräußerung zur Finanzierungmit eigenen Aktien (§ 65 Abs. 1b AktG) |
-59.250.607,08 | -5,06 | -84.255.000,00 |
| Jän. 2013 | -44.534.312 | IMMOFINANZ AG | Veräußerung zur Finanzierungmit eigenen Aktien (§ 65 Abs. 1b AktG) |
-46.234.781,01 | -3,94 | -65.745.000,00 |
Zum 30. April 2013 hält IMMOFINANZ AG als zivilrechtliche Eigentümerin insgesamt 11.289.521 Stück eigene Aktien. Sechs Stück eigene Aktien werden von Aviso Zeta AG, einer 100%-Tochtergesellschaft der IMMOFINANZ AG gehalten. Der anteilige Betrag am Grundkapital der Gesellschaft beträgt für diese in Summe 11.289.527 Stück Aktien insgesamt EUR 11.720.598,91, das entspricht 1,00% des Grundkapitals der Gesellschaft zum 30. April 2013.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 2. Oktober 2009 wurde der Vorstand bis zum 22. Oktober 2014 ermächtigt, gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 238.289.496,40 durch Ausgabe von bis zu 229.525.447 Stück neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und zwar auch unter Bezugsrechtsausschluss bei Sacheinlagen oder zur Bedienung einer Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") oder für den Ausgleich von Spitzenbeträgen.
Kontrollwechselbestimmungen ("Change of Control")
Wandelanleihen
Die Emissionsbedingungen der WA 2014, WA 2017 sowie WA 2018 berechtigen jeden Inhaber dieser Schuldverschreibungen im Fall eines Kontrollwechsels alle oder einzelne seiner Schuldverschreibungen, die noch nicht gewandelt oder zurückgezahlt wurden, zu kündigen. In diesem Fall hat die IMMOFINANZ AG die betreffenden Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich bis zu diesem Stichtag aufgelaufener Zinsen zurückzuzahlen. Details zu diesen Bestimmungen sind in den Emissionsbedingungen der WA 2014, WA 2017 sowie WA 2018 enthalten.
Syndicated Loan
Ein Syndikat österreichischer und internationaler Banken hat der IMMOFINANZ Finance B.V. 2006 die Revolving Credit Facility ("Syndicated Loan") gewährt. Die Kreditgeber sind im Fall eines Kontrollwechsels berechtigt, die aushaftenden Beträge fällig zu stellen. Die IMMOFINANZ AG hat für die Verbindlichkeiten aus dieser Fazilität eine Garantie gegenüber den Kreditgebern übernommen. Das aushaftende Nominale beträgt per 30. April 2013 EUR 173,5 Mio. Kurz nach Ende des Wirtschaftsjahres wurde die noch aushaftende Resttranche aus dem Syndicated Loan aus vorhandenen liquiden Mitteln plangemäß zur Gänze rückgeführt.
Unternehmensanleihe 2017
IMMOFINANZ AG hat im Juli 2012 die 5,25% 2012–2017 Teilschuldverschreibungen (ISIN AT0000A0VDP8) ("Unternehmensanleihe 2017") im Gesamtvolumen von EUR 100,0 Mio. begeben. Die Laufzeit der Anleihe 2017 beträgt fünf Jahre (3. Juli 2012 bis 2. Juli 2017). Jeder Anleihegläubiger ist berechtigt, seine Schuldverschreibungen zu kündigen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel erfolgt und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der IMMOFINANZ AG führt, ihre Verpflichtungen aus den Schuldverschreibungen zu erfüllen. Als Kontrollwechsel gilt die Erlangung einer kontrollierenden Mehrheit von 30% an IMMOFINANZ AG durch eine Person (oder mehrere gemeinsam vorgehende Rechtsträger), die zum Zeitpunkt der Begebung der Unternehmensanleihe 2017 keine kontrollierende Beteiligung gehalten haben.
Vorstand und Aufsichtsrat
In allen Vorstandsverträgen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten. Diese können zu einer Vertragsbeendigung führen.
Für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen zwischen der Gesellschaft und ihrem Vorstand Entschädigungsvereinbarungen. Je nach Restlaufzeit des Vorstandmandats bleiben die Ansprüche der Vorstandsmitglieder aus den jeweiligen Dienstverträgen maximal ein bzw. zwei Jahre aufrecht.
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats oder Arbeitnehmer gibt es keine entsprechenden Vereinbarungen.
Darüber hinaus gibt es keine bedeutenden Vereinbarungen, die im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden.
Änderungen der Satzung der Gesellschaft, Organbestellungen und -abberufungen
Nach § 21 der Satzung der IMMOFINANZ AG beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Dies gilt auch für Satzungsänderungen und die vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Bei Stimmengleichheit im Aufsichtsrat entscheidet gemäß Satzung der IMMOFINANZ AG die Stimme des Leiters der jeweiligen Aufsichtsratssitzung. Dies gilt auch für die Wahl und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands.
Bedeutende Beteiligungen
Am 15. April 2011 wurde die Gesellschaft darüber informiert, dass die FRIES Familien-Privatstiftung sowie die Dr. Rudolf FRIES Familien-Privatstiftung und die Ehegatten Rudolf und Anna Fries (alle zusammen "Fries-Gruppe") direkt und über ihre Beteiligungsgesellschaften gemeinsam 52.873.309 Stimmrechte und damit eine Beteiligung von mehr als 5% des Grundkapitals der IMMOFINANZ AG zum 15. April 2011 halten.
Im Rahmen der Finanzierung mit eigenen Aktien hat die IMMOFINANZ AG 67.737.161 Stück eigene Aktien am 10. Jänner 2013 an J.P. Morgan Securities plc veräußert. JPMorgan Chase & Co. hat am 11. Jänner 2013 bekannt gegeben, gemeinsam mit kontrollierten Unternehmen am 10. Jänner 2013 eine meldepflichtige Anteilsschwelle überschritten zu haben und einen relevanten Anteil hinsichtlich 69.131.831 Stück IMMOFINANZ-Aktien entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 6,12% der Gesamtzahl der stimmberechtigten Aktien von IMMOFINANZ AG zum 10. Jänner 2013 zu halten.
F. Forschung und Entwicklung
Die IMMOFINANZ tätigt keine Ausgaben für Forschung und Entwicklung.
G. Zweigniederlassungen
Die IMMOFINANZ hat keine Zweigniederlassungen.
H. Finanzinstrumente und Risikoberichterstattung
Als international tätiger Immobilieninvestor und -entwickler ist die IMMOFINANZ Group unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Mit systematischem Risikomanagement stellt das Unternehmen sicher, dass jene Entwicklungen, die strategische und operative Ziele gefährden könnten, rechtzeitig erkannt und in den jeweiligen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden.
Die IMMOFINANZ Group hat in die operativen Abläufe und Berichtswege ein aktives Risikomanagementsystem integriert. Dieses ermöglicht bei Risiken ein frühzeitiges Gegensteuern und wirkt sich unmittelbar auf strategische Entscheidungen und operative Prozesse aus. Interne Richtlinien, Reportingsysteme und Kontrollmechanismen, die eine Überwachung, Bewertung und Steuerung der Risiken des operativen Geschäfts ermöglichen, sind im gesamten Unternehmen etabliert. Das Risikomanagement wird in der IMMOFINANZ Group auf allen Ebenen wahrgenommen und vom Vorstand verantwortet, der in alle risikorelevanten Entscheidungen eingebunden ist. Zusätzlich hat die IMMOFINANZ Group zur Früherkennung und Überwachung von Risiken das Interne Kontrollsystem (IKS) weiter optimiert. Wirtschaftsprüfer beurteilen Funktion und Effizienz des IKS jährlich, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist.
Die bedeutendsten Risikofaktoren sind finanzielle sowie markt- und immobilienspezifische Risiken. Die wesentlichen finanziellen Risikofaktoren ergeben sich aus Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinssätzen sowie aus der Verschlechterung der Bonität und Zahlungsfähigkeit von Kunden und Geschäftspartnern.
Markt- und immobilienspezifische Risiken ergeben sich aus der mikro- bzw. makroökonomischen Entwicklung in den einzelnen Ländern bzw. aus Entwicklungen auf Immobilienebene. Dazu zählen das Marktpreisrisiko und die Wettbewerbssituation sowie das Transaktionsrisiko.
Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig adäquate Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können.
Finanzielle Risikofaktoren
Ausfall-/Kreditrisiko
Ausfall-/Kreditrisiken ergeben sich, wenn ein Vertragspartner der IMMOFINANZ Group seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und infolgedessen ein finanzieller Schaden für die Gruppe entsteht. Das maximale Risiko entspricht den auf der Aktivseite ausgewiesenen und diesen Risiken zurechenbaren Werten. Ausfallrisiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Das Hauptsteuerungsinstrument in diesem Bereich ist die permanente Evaluierung der Bonität der Vertragspartner.
Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Mietern ist gering. Von den Mietern wird in der Regel eine liquiditätsnahe Sicherheit (bei Wohnimmobilien: Barkautionen, bei Gewerbeimmobilien: Bankgarantien oder Barkautionen) verlangt. Außerdem wird die Bonität der Mieter laufend überprüft. Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Banken ist ebenfalls als gering einzustufen, da sämtliche Finanzgeschäfte mit Finanzinstituten erster Bonität abgeschlossen werden. Trotzdem wird in Zukunft, auch im Hinblick auf die in der EU geplanten, regulatorischen Veränderungen im Bankensektor, erhöhtes Augenmerk auf die Bonität der Banken zu legen sein, veranlagt die IMMOFINANZ Group doch aufgrund des Geschäftsmodells immer wieder signifikante Beträge bei Banken.
Kapitalmarkt- und Finanzierungsrisiko
Die Refinanzierung am Kapitalmarkt ist für die IMMOFINANZ Group von hoher strategischer Bedeutung. Signifikante Schwankungen an den Kapitalmärkten können die Aufnahme von Eigen- bzw. Fremdkapital gefährden. Um das Refinanzierungsrisiko gering zu halten, achtet die IMMOFINANZ Group auf einen ausgewogenen Mix zwischen Eigen- und Fremdkapital bzw. auf unterschiedliche Laufzeiten der Bankfinanzierungen.
Um Risiken mangelnder Kapitalmarkt-Compliance zu vermeiden, verfügt die IMMOFINANZ Group über eine Compliance-Richtlinie, die die Einhaltung der Kapitalmarktverpflichtungen sicherstellt und insbesondere die missbräuchliche Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen verhindert. Zu diesem Zweck wurden u.a. die Compliance-Organisation definiert sowie Befugnisse und Aufgaben des Compliance-Verantwortlichen festgelegt. Ständige und fallweise vorübergehende Vertraulichkeitsbereiche werden eingerichtet und Sperrfristen bzw. Handelsverbote für die in diesen Vertraulichkeitsbereichen tätigen Personen festgelegt.
Die Generierung von Liquidität aus dem operativen Geschäft stellt einen zentralen Bestandteil der Strategie der IMMOFINANZ Group dar. Prozesse zur Evaluierung von weiteren operativen Kostensenkungs- bzw. Optimierungsmöglichkeiten werden kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Interne Beschaffungsrichtlinien in den operativen Bereichen, vor allem bei Immobiliendienstleistungen sowie Bau- und Bewirtschaftungsmaßnahmen, stellen wesentliche Rahmenbedingungen dieser Kostenreduktions- bzw. Optimierungsmaßnahmen dar.
Um Kredite zu erhalten oder weiterhin in Anspruch nehmen zu können, muss die IMMOFINANZ Group bestimmte Verpflichtungen bei diesen Finanzierungen, sogenannte Financial Covenants, erfüllen. Die IMMOFINANZ Group überwacht die Einhaltung dieser Covenants permanent und steht dazu in engem Kontakt mit den Kreditgebern. Werden diese Verpflichtungen nicht erfüllt, kann es unter gewissen Umständen zu einer Kündigung des Kreditvertrags durch den Kreditgeber kommen. Derzeit sind keine wesentlichen Covenant-Brüche, die die Geschäftstätigkeit der IMMOFINANZ Group negativ beeinflussen könnten, bekannt bzw. zu erwarten.
Fremdwährungsrisiko
Die IMMOFINANZ Group ist dem Währungsrisiko in unterschiedlicher bilanzieller und zahlungswirksamer Ausprägung ausgesetzt.
Dem Risiko der Wertminderung von Bankguthaben und Barbeständen in Fremdwährung wird durch rasche Konvertierung in Euro begegnet.
Zinsänderungsrisiko
Die IMMOFINANZ Group ist als international agierendes Unternehmen den Zinsänderungsrisiken der verschiedenen Immobilienteilmärkte ausgesetzt. Zinserhöhungen können das Ergebnis des Konzerns in Form von höheren Zinsaufwendungen für bestehende variable Finanzierungen beeinflussen.
Eine Änderung des Zinssatzes hat im Falle von variabel verzinsten Finanzierungen eine unmittelbare Auswirkung auf das Finanzergebnis des Unternehmens. Die IMMOFINANZ Group limitiert das Risiko steigender Zinsen, die zu höheren Zinsaufwendungen und zu einer Verschlechterung des Finanzergebnisses führen würden, durch den Einsatz von fix verzinsten Finanzierungsverträgen und derivativen Finanzinstrumenten (v.a. CAPS und SWAPS). Diese derivativen Finanzinstrumente werden als selbstständige Geschäfte und nicht als Sicherungsgeschäfte bilanziert.
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken werden durch einen Mittelfristplan über fünf Jahre, ein im Monatsraster geplantes Jahresbudget und monatlich revolvierende Liquiditätsplanungen mit Abweichungsanalysen minimiert. Ein täglich betriebenes Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass die operativ eingegangenen Verpflichtungen erfüllt, Mittel optimal veranlagt werden und die Flexibilität für kurzfristige Akquisitionschancen gewahrt bleibt.
Daneben setzt die IMMOFINANZ Group auf langfristige Finanzierungen, bei denen die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Immobilien (Interest Coverage Ratio bzw. Debt Service Coverage Ratio) und ihre Marktwerte (Loan-to-Value-Ratio) berücksichtigt werden.
Um Kostenüberschreitungen und einen damit verbundenen überhöhten Liquiditätsabfluss zu vermeiden, führt die IMMOFINANZ Group bei Entwicklungsprojekten und Instandhaltungsmaßnahmen kontinuierliche Budget- bzw. Baufortschrittsüberwachungen durch.
Rechtliche Risiken
Als international tätiges Unternehmen ist die IMMOFINANZ Group einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen u.a. Risiken im Zusammenhang mit dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien und Rechtsstreitigkeiten mit Mietern oder Joint-Venture- bzw. Development-Partnern. Eine Auflistung der wesentlichsten Rechtsstreitigkeiten ist im Kapitel Rechtsstreitigkeiten ersichtlich.
Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Daher können aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder Vergleichsvereinbarungen Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen bzw. durch bestehende Rückstellungen abgedeckt sind und daher Auswirkungen auf die Ergebnisse der IMMOFINANZ Group haben können.
Marktrisiko und immobilienspezifische Risiken
Die Entwicklung der Immobilienmärkte ist stark von den konjunkturellen und volkswirtschaftlichen Entwicklungen abhängig.
Diese Risiken betreffen die mikro- und makroökonomische Entwicklung der Länder, in denen die IMMOFINANZ Group tätig ist, und die des globalen Finanz- und Investmentmarkts. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf Marktpreis, Marktmieten und Renditen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Immobilienspezifische Risiken beziehen sich vor allem auf den Immobilienstandort, auf die Architektur und den qualitativen Zustand des Gebäudes sowie auf die unmittelbare Wettbewerbssituation.
Um diese Risiken zu erkennen und rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können, wird das Immobilienportfolio der IMMOFINANZ Group quartalsweise einer Portfolioanalyse unterzogen ("Portfoliotracker"). Mit der systematischen Analyse von quantitativen und qualitativen Objektfaktoren, Portfoliokonzentrationen bzw. sektoralen und regionalen Allokationen wird im Zuge dieser Portfolioanalyse die Grundlage für taktische Entscheidungen geschaffen.
Bei den quantitativen Objektfaktoren erfolgt eine Ermittlung von erwarteten, zukünftigen Renditen pro Objekt auf Basis der detaillierten Budgetplanung für das jeweils nächste Geschäftsjahr und einer annahmebasierten Mittelfristplanung. Dabei wird ein Ranking der Objekte nach Höhe der Gesamtkapitalrentabilität erstellt. Durch den Einsatz eines Scoringmodells werden qualitative Faktoren quantitativ messbar. Im Zuge dieses Scorings erfolgt eine Bewertung der Gebäude- und Lagequalität sowie der Marktattraktivität pro Objekt.
Immobilien, die den Anforderungen der Portfolioanalyse hinsichtlich Standort und Qualität nicht entsprechen, werden mittelfristig verkauft.
Durch eine sektorale bzw. regionale Diversifikation des Immobilienportfolios können Marktzyklen und -schwankungen sowie Konzentrationsrisiken sehr gut ausgeglichen werden. Da die IMMOFINANZ Group im Allgemeinen qualitativ hochwertige Immobilien in guten Lagen besitzt, besteht besonderer Schutz gegenüber den oben genannten Risiken. Um frühzeitig auf Veränderungen in den Märkten reagieren zu können, werden regelmäßig fundierte Marktstudien erstellt und in Verbindung mit Berichten anerkannter Immobilienexperten analysiert. Sämtliche Marktänderungen
werden bei der Analyse des Immobilienportfolios berücksichtigt und beeinflussen maßgeblich Investitions-, Verkaufsund Projektplanungen und somit mittelfristig die Unternehmensplanung. Um derartige Risiken bereits vor dem Erwerb neuer Immobilien erkennen und sämtliche Risiken in Zusammenhang mit rechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen, technischen und sozialen Fragen bewerten zu können, ist eine umfassende Due-Diligence-Prüfung unter Einbindung unabhängiger Experten unabdingbar und im Akquisitionsprozess der IMMOFINANZ Group vorgesehen. Immobilien, die den hohen Qualitätsanforderungen der IMMOFINANZ Group nicht entsprechen, werden nicht angekauft. Nach dem Ankauf von Immobilien werden regelmäßig kaufmännische und technische Berichte verfasst. Die Ergebnisse werden dem Gesamtvorstand zur Kenntnis gebracht.
Die interne Investitionsrichtlinie der IMMOFINANZ Group regelt die Rahmenbedingungen und Freigabegrenzen der zu tätigenden Investitionen (Immobilienankäufe, Immobilienentwicklungsprojekte und laufende Investitionsmaßnahmen). Dadurch können wesentliche strategische und immobilienspezifische Risiken minimiert oder ausgeschlossen werden. Die Freigabegrenzen sind in der umfassenden, konzernweit gültigen Kompetenzordnung definiert, die die Pouvoirs einzelner Mitarbeiter bis hin zum Gesamtvorstand regelt. Darüber hinaus ist in bestimmten Fällen die Genehmigung durch den Aufsichtsrat erforderlich.
Bei Immobilienentwicklungsprojekten bestehen erhöhte Risiken, die einerseits zu Termin- und Baukostenüberschreitungen führen können und andererseits das Vermietungsrisiko betreffen. Die IMMOFINANZ Group minimiert diese Risiken, indem sie Projekte in der Regel erst ab einer bestimmten Vorvermietungsquote startet und mit regelmäßigen Kosten- und Terminkontrollen sowie darauf aufbauenden Abweichungsanalysen begleitet.
Um das Inflationsrisiko zu minimieren, sind in den Standardmietverträgen der IMMOFINANZ Group Wertsicherungsklauseln vorgesehen.
Zum Geschäftsmodell der IMMOFINANZ Group gehört es, Immobilien und Immobilienentwicklungsprojekte zu attraktiven Konditionen zu erwerben und Immobilien ertragreich zu verkaufen. Diesem Transaktionsrisiko wird vor allem mit der Diversifikation des Immobilienportfolios Rechnung getragen. Durch das breit aufgestellte Portfolio in acht Kernländern und vier Assetklassen werden kontinuierlich Verkäufe über dem Fair Value getätigt. Mittels eines permanenten Screenings der Märkte und der weitreichenden Geschäftsbeziehungen sowie aufgrund der tiefen Marktkenntnis der Gruppe ist es möglich, Investitionsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen und als Chance für neue Entwicklungsprojekte zu nutzen.
Konzentrationsrisiko
Unter Konzentrationsrisiko versteht man die Häufung von gleichgelagerten Risiken, die dem Grundsatz der Risikostreuung widersprechen. Solche Risiken reduziert die IMMOFINANZ Group bewusst, indem sie auf eine sektorale und regionale Diversifikation des Portfolios achtet und größere Immobilienprojekte gegebenenfalls gemeinsam mit einem Projektpartner entwickelt. Neben einer sektoralen und regionalen Streuung steht auch die Diversifikation der Mieterstruktur im Vordergrund, sodass der Ausfall eines Mieters keine erheblichen Auswirkungen auf das Unternehmen hat. Die IMMOFINANZ Group verfügt über einen sehr ausgewogenen und diversifizierten Mietermix. An den Gesamtmieterlösen des Konzerns hat kein Mieter einen größeren Anteil als 2%.
In Bezug auf Russland bestehen mehrere spezifische Konzentrationsrisiken. Zum einen verfügt die IMMOFINANZ Group mit dem Moskauer Einkaufszentrum Golden Babylon Rostokino über ein einzelnes Investment, das gemessen am Verkehrswert mehr als 10% des gesamten Bestandsimmobilienportfolios ausmacht. Zum anderen konzentrieren sich die Investments der IMMOFINANZ Group in Russland auf den Moskauer Einzelhandelsmarkt, der 16,8% des gesamten Bestandsimmobilienportfolios beträgt.
Rechtsstreitigkeiten
In diesem Kapitel wird der Status jener Verfahren dargestellt, die aufgrund von Klagen von (ehemaligen) Aktionären geführt werden bzw. die im Zusammenhang mit dem vormaligen Managementvertrag mit Constantia Privatbank Aktiengesellschaft (jetzt: Aviso Zeta AG) stehen.
Gerichtliche Verfahren von Aktionären gegen IMMOFINANZ AG und IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH
Beginnend mit November 2008 brachten einige Aktionäre Klagen gegen IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG (nunmehr IMBEA IMMOEAST Beteiligungsverwaltung GmbH, kurz: IMBEA) ein. Teilweise handelt es sich bei den Klägern um Aktionäre der IMMOFINANZ AG, teilweise um Aktionäre der ehemaligen IMMOEAST AG, die Ansprüche gegen IMMOFINANZ AG geltend machen oder gegen IMBEA als Rechtsnachfolgerin der IMMOEAST AG. In sämtlichen Ver-
fahren machen die Kläger Schadenersatzansprüche aufgrund von Prospekthaftung oder anderen angeblich mangelhaften Kapitalmarktinformationen geltend. Inhaltlich besteht die Argumentation der Kläger im Wesentlichen darin, dass die Prospekte der IMMOFINANZ AG oder der IMMOEAST AG mangelhaft gewesen seien. Daneben stützen zahlreiche Kläger ihre Ansprüche noch auf weitere Rechtsgrundlagen, etwa dass gegen Ad-hoc Meldepflichten verstoßen worden wäre. Die Kläger brachten u.a. vor, dass die aufgrund öffentlicher Angebote erhaltenen Mittel nicht für Akquisitionen oder Entwicklung neuer Immobilienprojekte, sondern für die Finanzierung der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG und des Erwerbs von Aktien der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG verwendet worden seien. Die IMMOFINANZ AG und IMBEA bestreiten diese Ansprüche. Besonders hervorzuheben sind 19 "Sammelklagen" österreichischer Prägung, in denen zwischen 10 und 910 Kläger Ansprüche gegen die IMMOFINANZ AG geltend machen.
Bis Ende April 2013 wurden 810 Klagen gegen die IMMOFINANZ AG (wobei teilweise auch IMBEA geklagt wurde) und 78 Klagen nur gegen die IMMOEAST AG/IMBEA mit einem Streitwert von insgesamt ca. EUR 253 Mio. eingebracht. Ein Großteil der Kläger hat Deckung durch eine Rechtsschutzversicherung oder den Prozessfinanzierer AdvoFin. Der Stand der anhängigen Verfahren ist unterschiedlich. Der Großteil befindet sich nach wie vor im Anfangsstadium. In vielen Verfahren wurden bereits die Kläger vernommen, erst in wenigen erfolgten umfangreichere Beweisaufnahmen. In 43 Verfahren erging ein erstinstanzliches Urteil bzw. ein Endbeschluss jeweils – aus unterschiedlichen Gründen – zugunsten der IMMOFINANZ AG bzw. IMMOEAST AG/IMBEA. In acht weiteren Verfahren wird in den nächsten Monaten ein Urteil erwartet. Teilweise wurden die erstinstanzlichen Entscheidungen durch das Oberlandesgericht Wien bzw. den Obersten Gerichtshof aufgehoben und zur neuerlichen Verhandlung an die erstinstanzlichen Gerichte zurückverwiesen. In 17 Verfahren haben die Kläger ihre Klage wieder zurückgezogen. Insgesamt wurden bisher 70 Verfahren beendet (19 rechtskräftige klagsabweisende Urteile, 17 Klagsrückziehungen, 34 Vereinbarungen ewigen Ruhens).
| Anhängige Verfahren: IFAG/IMBEA | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|
| IFAG | 376 | 25,3 |
| IMBEA | 66 | 7,7 |
| IFAG und IMBEA | 376 | 218 |
Gerichtliche Verfahren von Aktionären gegen Anlageberater und die Aviso Zeta AG und Streitverkündigungen gegen die IMMOFINANZ AG/IMBEA
Beginnend mit August 2008 brachten Aktionäre der IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG (nunmehr: IMBEA) gegen die Constantia Privatbank Aktiengesellschaft (nunmehr: Aviso Zeta AG) und die AWD Gesellschaft für Wirtschaftsberatung GmbH (nunmehr: Swiss Life Select Österreich GmbH), über die sie IMMOFINANZ- und IMMOEAST-Aktien erworben hatten, Klagen ein. Die Kläger behaupten insbesondere falsche Anlageberatung, irreführende Werbung sowie unrichtige Darstellung der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG in der Öffentlichkeit durch angebliches Verschweigen des Naheverhältnisses zwischen der ehemaligen Constantia Privatbank AG und der IMMOFINANZ AG/ IMMOEAST AG. Weiters werden das Verschweigen substanzieller Transaktionen der ehemaligen Constantia Privatbank AG mit Aktien der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG und zweck- und prospektwidrige Verwendung von Anlegergeldern behauptet. Die Kläger begehren den Ersatz bzw. die Feststellung entstandener Vermögensschäden. Die Kläger brachten in diesen Fällen keine direkten Klagen gegen IMMOFINANZ AG/IMMOEAST AG ein. IMMOFINANZ AG und IMBEA sind aber an zahlreichen dieser Verfahren gegen die Aviso Zeta AG oder die Swiss Life Select Österreich GmbH als Nebenintervenienten beteiligt. Ein Nebenintervenient ist jeder, der ein rechtliches Interesse daran hat, dass in einem zwischen anderen Personen anhängigen Rechtsstreit eine Partei obsiegt. Hintergrund dieser Nebenintervention ist, dass sich die Beklagten im Falle des Verlusts an IMMOFINANZ AG/IMBEA regressieren wollen und daher IMMOFINANZ AG/IMBEA den Streit verkünden. Würden IMMOFINANZ AG/IMBEA den Verfahren nicht beitreten, könnten sie in allfälligen Regressprozessen keine nicht schon im Vorprozess erörterten Punkte mehr entgegenhalten. Das Hauptargument der Beklagten gegen IMMOFINANZ AG/IMBEA ist, dass der Schaden der Kläger durch Handlungen der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG, die in einem Strafverfahren von der Staatsanwaltschaft Wien untersucht werden, verursacht worden wäre.
Bis Ende April 2013 verkündete die Aviso Zeta AG der IMMOFINANZ AG und/oder IMBEA in 334 Verfahren den Streit, im Großteil der Verfahren beiden. Weiters verkündete die Swiss Life Select Österreich GmbH der IMMOFINANZ AG und/oder IMBEA in 226 Verfahren den Streit, auch in Sammelklagen, die gegen die Swiss Life Select Österreich GmbH geführt werden. Die IMMOFINANZ AG und IMBEA traten den meisten dieser Verfahren bei.
In 40 Verfahren gegen die Swiss Life Select Österreich GmbH und die Aviso Zeta AG liegen nach dem derzeitigen Wissen der IMMOFINANZ AG bereits Urteile vor. Die jeweils beklagten Parteien unterlagen teilweise, teilweise obsiegten sie. Weder die Swiss Life Select Österreich GmbH noch die Aviso Zeta AG haben bis dato Regressansprüche gegen die IMMOFINANZ AG oder IMBEA geltend gemacht.
| Streitverkündungen an IFAG/IMBEA | Anzahl Verfahren | Streitwert in MEUR |
|---|---|---|
| Aviso Zeta | 334 | 36,9 |
| AWD (nunmehr: Swiss Life Select Österreich GmbH) | 226 | 17,6 |
| Gesamt | 560 | 54,5 |
Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses der Verschmelzung der IMMOEAST AG mit IMMOFINANZ AG
Die IMMOFINANZ AG wurde gemäß Verschmelzungsvertrag vom 21. Jänner 2010 als übernehmende Gesellschaft mit der IMMOEAST AG als übertragende Gesellschaft verschmolzen. Den ehemaligen Aktionären der IMMOEAST AG wurden im Zuge der Verschmelzung gemäß dem vereinbarten Umtauschverhältnis von drei Aktien der IMMOFINANZ AG für zwei IMMOEAST-Aktien insgesamt 567.363.702 Aktien der IMMOFINANZ AG gewährt. Sowohl von Aktionären der IMMOFINANZ AG als auch von ehemaligen Aktionären der IMMOEAST AG wurde gemäß §§ 225c ff AktG die nachträgliche gerichtliche Überprüfung des Umtauschverhältnisses beim Handelsgericht Wien beantragt. Dieser Schritt hat ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Die IMMOFINANZ AG erstattete umfassende Stellungnahmen zu den Anträgen. Das Handelsgericht Wien hat das gesetzlich vorgesehene Gutachten des Gremiums zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses (§ 225g AktG) beauftragt.
Entscheidungen oder Vergleiche in diesem Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses wirken zugunsten aller Aktionäre der jeweiligen Aktionärsgruppe (Erga-omnes-Wirkung). Werden in diesem Verfahren Zuzahlungen (Ausgleichszuzahlungen) festgesetzt, erhalten die Aktionäre der benachteiligten Aktionärsgruppe diese zuzüglich Zinsen von 2% über dem Basiszinssatz ab Eintragungsstichtag (28. April 2010). Vonseiten der IMMOFINANZ AG wurde die Gewährung weiterer Aktien anstelle barer Ausgleichszuzahlungen beantragt.
Ob in diesem Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses Zuzahlungen (Ausgleichszuzahlungen) zugunsten einer Aktionärsgruppe zugesprochen werden und in welcher Höhe, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
Sonstige Rechtsstreitigkeiten
Die IMMOFINANZ AG brachte im März 2011 Klage gegen drei ehemalige Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der ehemaligen Constantia Privatbank AG wegen Optionsgeschäften zum Nachteil der ehemaligen IMMOEAST AG ein. Das Verfahren wurde nach der ersten Verhandlung im September 2011 bis zur rechtskräftigen Entscheidung im Strafverfahren gegen diese Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder unterbrochen. In diesem Strafverfahren erfolgte eine (nicht rechtskräftige) erstinstanzliche Verurteilung u.a. von zwei der drei in diesem Verfahren Beklagten. In erster Instanz erfolgte (nicht rechtskräftig) ein Zuspruch an die IMBEA i.H.v. rund EUR 7 Mio. Weiters wurde der Aviso Zeta ein Betrag i.H.v. rund EUR 4 Mio. zugesprochen.
Eine weitere Klage brachte die IMMOFINANZ AG im September 2011 ein, mit der Ansprüche gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied und andere Personen in Zusammenhang mit Zahlungen geltend gemacht werden, die auf Veranlassung des Vorstandsmitgliedes treuwidrig an Dritte geleistet wurden. Dieses Verfahren befindet sich noch im Anfangsstadium.
Im August 2011 brachte ein ehemaliges Vorstandsmitglied eine Klage gegen die IMMOFINANZ AG auf Zahlung von Vergütung seiner Vorstandstätigkeit über einen Zeitraum von etwa drei Monaten ein. Dieses Verfahren ist derzeit bis zur Entscheidung über ein Parallelverfahren unterbrochen. Das Parallelverfahren ist ein gesondertes Verfahren gegen IMBEA. Auch hier brachte das ehemalige Vorstandsmitglied eine Klage auf Zahlung von Vergütung seiner Vorstandstätigkeit über denselben Zeitraum von etwa drei Monaten ein.
Die angeführten Streitwerte beinhalten teilweise idente Sachverhalte. Nach Einschätzung des voraussichtlichen Verfahrensausgangs wurden im Konzernabschluss der IMMOFINANZ Group Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Rückstellungen für Prozesskosten in ausreichender Höhe bilanziert.
Internes Kontrollsystem
Im Geschäftsjahr 2012/13 hat die IMMOFINANZ Group die Weiterentwicklung der Abteilung Internal Audit & Control konsequent vorangetrieben und Maßnahmen zur Optimierung des Internen Kontrollsystems (IKS) gesetzt. Im IKS sind sämtliche aufeinander abgestimmte Methoden und Maßnahmen zusammengefasst, die der Vermögenssicherung und der Gewährleistung von Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Abrechnungsdaten bei Rechnungslegung und Finanzberichterstattung dienen. Zudem soll das IKS die Einhaltung der vom Vorstand vorgeschriebenen Geschäftspolitik unterstützen. Bei der Gestaltung und Evaluierung der Kontrollen wird auf IKS-Benchmarks zurückgegriffen. Die Zielsetzung dabei ist, interne und externe regulatorische Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig Unternehmensprozesse und Kontrollen effizient zu halten.
Als international tätiges Unternehmen bezieht sich die IMMOFINANZ Group bei der Ausgestaltung des IKS auf das Rahmenwerk des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO), das aus fünf Komponenten besteht: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.
Das Kontrollumfeld auf Unternehmensebene umfasst die Rahmenbedingungen, unter denen die internen Kontrollmaßnahmen ausgestaltet und umgesetzt werden. Wesentliche Bestandteile sind gesetzliche Bestimmungen, unternehmensindividuelle Vorgaben und Richtlinien der IMMOFINANZ Group – wie z.B. die Kompetenzordnung, die Compliance-Richtlinie, die Investitionsrichtlinie, IT General Controls – sowie die klare Führungs- und Unternehmensstruktur und die Kommunikation der Grundwerte durch das Management.
Kontrollumfeld: Vorgaben und Richtlinien
Die bestehende Prozesslandschaft stellt die Ausgangsbasis für die Evaluierung des IKS auf Prozessebene dar. Die Kontrollaktivitäten der IMMOFINANZ Group werden mit einer speziellen Prozessmanagement- & IKS-Software im Rahmen einer Risiko-Kontroll-Matrix unter Berücksichtigung der Schlüsselrisiken in die Prozessabläufe integriert.
Prozessbasierte Risikobeurteilung
Das IKS sorgt in der Konzernrechnungslegung und der Finanzberichterstattung dafür, dass die Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gewährleistet werden und die notwendigen Informationen richtig, vollständig und zeitnah vorliegen. Die Eckpunkte des IKS im Rechnungslegungsprozess bei der IMMOFINANZ Group sind: eine angemessene Funktionstrennung, durchgehende Anwendung des Vier-Augen-Prinzips bei der Bestell- und Rechnungsfreigabe, Verwendung interner Richtlinien (z.B. des IMMOFINANZ Group IFRS Accounting Manuals), Kontrolle der erhaltenen Buchhaltungsdaten durch das Konzern-Controlling in Bezug auf Richtigkeit, Plausibilität und Vollständigkeit, in die Prozessabläufe integrierte, präventive und detektive Kontrollen und die Automatisierung wesentlicher Kontrollen über angemessene Systemeinstellungen der Finanzbuchhaltung Navision und der Konsolidierungssoftware Hyperion.
Die Implementierung von neuen Richtlinien und Kontrollmaßnahmen wird von laufenden Informationsveranstaltungen und Feedbackrunden unterstützt. Anschließend werden die Fortschritte und Verbesserungspotenziale in planmäßigen Managementgremien berichtet. Im Rahmen der monatlichen internen Berichterstattung werden Budgetdaten mit Ist-Daten verglichen und Abweichungen analysiert, damit Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Die Einhaltung der Kontrollen wird durch die Interne Revision im Rahmen des Revisionsauftrags überwacht. Die Interne Revision, als Stabsstelle dem Gesamtvorstand der IMMOFINANZ AG und disziplinarisch dem Finanzvorstand (Mag. Birgit Noggler) unterstellt, ist konzernweit für die Erbringung der Revisionstätigkeit zuständig. Für sämtliche Revisionsaktivitäten gilt die entsprechende, konzernweit gültige Organisationsrichtlinie.
Auf Grundlage eines von Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten, jährlichen Revisionsplans prüft die Interne Revision unabhängig und regelmäßig operative Prozesse und Geschäftsabwicklungen. Die Prioritäten für den Revisionsplan werden nach Risikokriterien und entsprechend den Organisationszielen festgelegt. Geprüft werden dabei vor allem die Ordnungsmäßigkeit, die internen Kontrollsysteme und Möglichkeiten der Effizienzverbesserung.
Überwachung durch Interne Revision
Die Ergebnisse der Prüfungen werden regelmäßig an den Vorstand der IMMOFINANZ AG und zweimal jährlich an den Aufsichtsrat berichtet. Im Rahmen eines Jahresberichts legt die Revision Rechenschaft über ihre Tätigkeit im Revisionsjahr ab und präsentiert zusammenfassend alle wesentlichen Revisionsgebiete und -ergebnisse.
I. Ausblick
Im Geschäftsjahr 2012/13 konnte die Immobilienmaschine ihre Drehzahl deutlich erhöhen. Dies gilt vor allem für die Verkaufsaktivitäten, wo mit einem Volumen von rund EUR 661,3 Mio. ein neuer Rekordwert in der Geschichte des Konzerns erreicht wurde. Damit haben wir auch den Zielwert von EUR 1,5 Mrd. nach drei Jahren um EUR 153,2 Mio. somit um 10,2% übertroffen. Nicht enthalten sind hierbei jene Immobilien, welche in der Bilanz zum 30. April 2013 mit einem Buchwert i.H.v. EUR 583,4 Mio. als zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen klassifiziert sind. Bei vielen dieser Immobilien ist zwischenzeitlich der Verkauf bereits erfolgt oder zumindest der Vertrag schon unterschrieben. Nicht zuletzt dadurch wurde das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2012/13 um rund EUR 71,9 Mio. von EUR 470,1 Mio. auf EUR 542,1 Mio. verbessert, obwohl die Beiträge aus der Immobilienentwicklung negativ ausfielen.
Wesentliche Zielsetzung für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 ist einerseits, die Entwicklungsaktivitäten deutlich zu erhöhen und entsprechende Ergebnisbeiträge zu generieren, andererseits alle Voraussetzungen zu schaffen, die Immobilienmaschine auf ein neues Aktivitätsniveau zu heben: Für 2014 planen wir, die in der BUWOG gebündelten Wohnungsbewirtschaftungs- und Wohnungsentwicklungsaktivitäten in Deutschland und Österreich von der IMMOFINANZ Group zu trennen und in ein eigenständiges Unternehmen überzuführen. Dies wird entweder durch einen Börsengang via Initial Public Offering (IPO) oder durch einen "Spin-off" passieren, abhängig davon, wie sich das relevante Marktumfeld zum Umsetzungszeitpunkt präsentieren wird.
Beide Optionen werden jedenfalls so gestaltet sein, dass ein fairer Ausgleich der Interessen von Unternehmen und Aktionären stattfindet, insbesondere im Hinblick auf die liquiditätsmäßigen Konsequenzen der einzelnen Alternativen.
Der verbleibende, kommerzielle Teil des Konzerns wird sich auf die hochprofitablen Marktsegmente Einzelhandel, Büros und Logistik mit Schwerpunkt Zentral- und Osteuropa konzentrieren, mit einem starken Fokus auf die Immobilienentwicklung, die auch Eigentumswohnungsentwicklung zum Verkauf in Zentral- und Osteuropa miteinschließt.
Darüber hinaus werden uns – wie bisher auch – die immobilienwirtschaftlichen Optimierungsziele, wie
-
die weitere Reduktion der Leerstände in einzelnen Ländern bzw. Assetklassen und
-
die Portfoliosimplifizierung durch Verkauf von Immobilien in Nicht-Kernländern und den Segmenten Opportunistic Office und Opportunistic Retail
beschäftigen und durch finanzwirtschaftliche Zielsetzungen ergänzt, wie dem Rest-Verkauf von Vermögenswerten, die keine direkten und von uns kontrollierten Immobilieninvestitionen sind (z.B. Fonds-Investments etc.) – mit dem Ziel der Erhöhung des prozentuellen Anteils an direkt gehaltenem Immobilienvermögen in der Bilanz.
Mit diesen Maßnahmen und der konsequenten Weiterführung des 2010/11 gestarteten, bisher extrem erfolgreich verlaufenen Verkaufsprogramms als wesentlichen Cash-Generator in unserer Immobilienmaschine, der Intensivierung der Entwicklungsaktivitäten mit Schwerpunkten in Deutschland, Polen, Russland und Rumänien sowie der selektiv-opportunistischen Wahrnehmung von Zukaufsmöglichkeiten zur Portfolioergänzung werden wir die Portfolioumschlagshäufigkeit und -profitabilität weiter erhöhen.
Wir sind zuversichtlich, auch im Geschäftsjahr 2013/14 erneut den Unternehmenswert der IMMOFINANZ Group zu steigern und einen wachsenden, risikooptimierten Cashflow für unsere Aktionäre zu erwirtschaften.
Wien, am 2. August 2013
Der Vorstand
Mag. Birgit Noggler CFO
Dr. Eduard Zehetner CEO
Mag. Daniel Riedl FRICS COO
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der IMMOFINANZ AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2012 bis zum 30.April 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum30.April2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. April 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den Österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds derVermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der IMMOFINANZ AG zum 30. April 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2012 bis zum 30. April 2013 in Übereinstimmung mit den Österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Aussagen zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 2. August 2013
Mag. Marieluise Krimmel Wirtschaftsprüfer
Mag. Dr. Claudia Fritscher-Notthaft Wirtschaftsprüfer
Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH
Glossar
| Ad-Hoc Meldung | Unternehmensmeldungen, die den Kurs beeinflussen können. Diese Unternehmensmeldungen werden von Aktiengesellschaften im Rahmen von Ad-Hoc Meldungen gemäß § 48d des Börsegesetzes publiziert und sollen eine gleichmäßige Informationsversorgung aller Marktteilnehmer gewährleisten |
|---|---|
| ADR Programm | Ein American Depositary Receipt bezeichnet ein von einer amerikanischen Depotbank ausgegebenes Aktienzertifikat, welches eine bestimmte Aktien anzahl eines ausländischen Unternehmens verkörpert und selbstständig am US-Kapitalmarkt gehandelt wird |
| Aktien-Performance | Die Wertentwicklung einer Aktie innerhalb eines bestimmten Zeitraums |
| Annualisierte Mieten | Unter annualisierten Mieten versteht man die Hochrechnung von Mieterlösen auf Jahresmieterlöse |
| Anschaffungskosten-Modell | Eine Methode zur Bilanzierung von Immobilienvermögen auf Basis seiner Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen (siehe auch IAS 40 und Verkehrswert-Methode) |
| Assetklasse | Unter Assetklasse versteht man die Nutzungsart einer Immobilie. Die IMMOFINANZ Group unterscheidet zwischen den Nutzungsarten Büro, Einzelhandel, Wohnen, Logistik und Sonstiges |
| Asset Management | Unter Asset Management wird die Verwaltung, die Vermietung und die Instandhaltung von Bestandsimmobilien verstanden. Der Bereich Asset Management stellt eine Einnahmequelle der IMMOFINANZ Group dar |
| ATX (Austria Traded Index) | Leitindex der Wiener Börse |
| ATX Five | Preisindex, der aus den fünf höchstgewichteten Aktien des ATX besteht |
| ATX Prime | Erfasst sämtliche Titel des Prime Market Segments der Wiener Börse |
| Benchmark | Unter einem Benchmark versteht man eine vergleichende Analyse, beispiels weise von Unternehmen oder Aktien |
| Bestandsobjekt (Bestandsimmobilie) |
Immobilienvermögen, das zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten wird |
| Betriebskosten | Unter Betriebskosten versteht man die allgemeinen Kosten, die bei der Nutzung einer Immobilie entstehen (z.B. Hausverwaltung). Diese Kosten werden an die Mieter weiterverrechnet |
| Börsenkurs | Der Preis, zu dem eine Aktie an der Börse gehandelt wird |
| BP (Basispunkt) | Unter einem Basispunkt versteht man den hundertsten Teil eines Prozentpunkts |
| BREEAM (BRE Enviromental Assessment MethodBRE) |
Die BRE Enviromental Assessment Method ist eine Zertifizierungsmethode für Gebäude und konzentriert sich auf ökologische Aspekte |
| Bruttorendite der Immobilien (Mietzinsrendite) |
Jährliche Bruttorendite einer Immobilie bezogen auf ihren Buchwert |
| Buchwert | Der in der Bilanz ausgewiesene Wert eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit |
| CAPEX | |
| Kurzform für Capital Expenditure; aktivierbare Investition in Immobilien | |
| Cashflow | Diese Kennzahl stellt die Zu- bzw. Abflüsse liquider Mittel während einer Berichtsperiode dar |
| CEE | Central Eastern Europe (Zentral- und Osteuropa) |
| CIS | Gemeinschaft Unabhängiger Staaten; Commonwealth of Independent States |
| Compliance-Regeln | Compliance-Regeln sollen die Einhaltung von gesetzlichen, regulatorischen als auch freiwilligen Bestimmungen sicherstellen |
| Corporate Governance | Die Corporate Governance fasst die Art der Unternehmensführung (z.B. im Bereich Leitung und Kontrolle) zusammen |
| Cross Currency SWAP | Ein Cross Currency SWAP (Währungs-SWAP) ist ein Derivat für den Austausch von Zins- und Kapitalzahlungen in unterschiedlichen Währungen |
|---|---|
| DAX | Deutscher Aktien Index |
| Debt Service Coverage Ratio | Kennzahl, die das Verhältnis Einnahmen zu Zinszahlungen und Tilgungen widerspiegelt |
| Development | Unter einem Development versteht man eine selbstgebaute (selbstentwickelte) Immobilie; der Bereich Development stellt eine Einnahmequelle der IMMOFINANZ Group dar |
| Discounted-Cashflow-Methode | Siehe Erläuterung im Konzernjahresabschluss unter 7.3.5.2 auf Seite 214 |
| Diskontierungssatz | Der Zinssatz, mit dem zukünftige Zahlungsströme abgezinst werden (siehe Discounted-Cashflow-Methode) |
| Diversifikation | Streuung der Immobilienveranlagung auf verschiedene Nutzungsarten und geografische Regionen mit dem Ziel der Risikominimierung |
| Dividende | Gewinnausschüttung an die Aktionäre |
| DNGB | Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen |
| Dow Jones Industrial Index | Amerikanischer Aktienindex |
| EBIT | Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit vor Abzug der Zinsen und der zu zahlenden Steuern; Earnings Before Interest and Tax |
| EBT | Ergebnis vor Steuern; Earnings Before Tax |
| Eigenkapital | Der nach Abzug aller Schulden verbleibende Restbetrag der Vermögenswerte des Unternehmens |
| Enterprise Value (EV) | Der Wert eines Unternehmens |
| EPRA (European Public Real Estate Association) |
Verband der börsennotierten Immobiliengesellschaften Europas |
| EPRA Best Practice Policy Empfehlungen |
Empfehlungen der EPRA Organisation für die Erhöhung der Transparenz |
| EPRA/NAREIT Emerging Europe Index |
EPRA Aktienindex |
| EPS | Earnings per Share; siehe Gewinn je Aktie |
| Euro Stoxx 50 | Aktienindex der 50 größten börsennotierten Unternehmen in Europa |
| EuroStat | Statistisches Amt der Europäischen Union |
| Ergebnis je Aktie | Konzernergebnis, geteilt durch die im Umlauf befindliche gewichtete Anzahl der Aktien |
| Eventualverbindlichkeit | Verbindlichkeiten, bei denen am Bilanzsstichtag noch nicht bekannt ist, ob bzw. in welcher Höhe sie eintreten werden |
| EZB | Europäische Zentralbank |
| Fair Value | Fair Value ist jener Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertrags willigen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden kann |
| FFO (Funds from Operations) |
Betriebswirtschaftliche Kennzahl, die – insbesondere in der Immobilien branche – ein Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens ist |
| Free Float | Streubesitz; alle Aktien, die unter vielen Anlegern aufgeteilt sind und sich an der Börse im Umlauf befinden |
| FRICS (Fellow of the Royal Institution of Chartered Surveyors) |
Titel eines britischen Berufsverbands von Immobilienfachleuten und Immobilien sachverständigen (siehe RICS) |
| FX-Effekte (Foreign Exchange Effekt/Währungseffekte) |
Alle finanziellen Effekte, die sich aus Währungskursdifferenzen ergeben |
| Gearing | Kennzahl zur Messung der Verschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel im Verhältnis zum Eigenkapital) |
| Genussrecht | Anlageform, die einen Anteil am Reingewinn des Unternehmens verbrieft |
|---|---|
| Geschäftssegment | Teilbereich im Konzern |
| Gewichtete Durchschnittsverzinsung |
Die volumensgewichtete Verzinsung von Verbindlichkeiten |
| Grundkapital | Die Summe der Nennwerte aller ausgegebenen Aktien |
| HfT (Held for Trading) | HfT bedeutet, dass die jeweiligen Wertpapiere für Handelszwecke gehalten werden |
| HtM (Held to Maturity) | HtM bedeutet, dass die jeweiligen Wertpapiere bis zur Fälligkeit gehalten werden sollen |
| IAS (International Accounting Standards) |
Internationale Rechnungslegungsstandards |
| IAS 40 | Internationaler Rechnungslegungstandard, der die Bilanzierung und Bewer tung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien regelt und ein Wahlrecht zwischen Verkehrswert-Methode und Anschaffungskosten-Methode vorsieht (siehe auch Anschaffungskosten-Methode und Verkehrswert-Methode) |
| IATX | Branchenindex für Immobilienwerte des ATX |
| IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) |
Untergruppe der International Accounting Standards Committee Founda tion (IASCF), die sich mit der Auslegung von IFRS und IAS Rechnungslegungs standards beschäftigt |
| IFRS (International Financial Reporting Standards ) |
Internationale Rechnungslegungsstandards |
| IKS | Internes Kontrollsystem |
| Immobilienbewertung | Die Wertermittlung der Immobilien durch externe Gutachter (per 30. April & 31. Oktober) |
| Immobilienportfolio | Das gesamte gehaltene Immobilienvermögen |
| Immobilienvermögen | Umfasst zur Erzielung von Mieteinnahmen (Bestandsobjekte) und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehaltene Immobilien |
| Interest Coverage Ratio | Kennzahl, die das Verhältnis Einnahmen zu Zinszahlungen widerspiegelt |
| ISIN | Wertpapierkennnummer; International Security Identification Number |
| IVA | Österreichischer Interessenverband für Anleger |
| Joint Venture (Gemeinschaftsunternehmen) |
Eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Partnerunternehmen mit gemeinschaftlicher Führung Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen |
| Kapitalerstragssteuer (KESt.) | Eine Steuer, die auf Kapitalerträge erhoben wird |
| Konsolidierungskreis | Bezeichnung für die in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen |
| Konzernergebnis | Der Gewinn/Verlust des Unternehmens in einer Periode |
| Kupon | Berechtigt zum Bezug von Gewinnanteilen oder Zinsen |
| L&R (Loans & Receivables) | Kredite und Forderungen |
| Latente Steuern | Bilanzposition, um steuerliche Bewertungsdifferenzen zwischen dem Jahresab schluss nach IFRS und dem steuerlichen Jahresabschluss auszugleichen |
| Loan to Value (LTV) | Tatsächliche Restschuld (nominelle Schuld) dividiert durch den Fair Value zum Berichtszeitpunkt |
| Marktkapitalisierung | Börsenwert einer Aktiengesellschaft (Aktienkurs x Anzahl der Aktien) |
| Marktwert | siehe Fair Value |
| MRICS (Member of the Royal Insti tution of Chartered Surveyors) |
Titel eines britischen Berufsverbands von Immobilienfachleuten und Immobilien sachverständigen (siehe RICS) |
| NAV (Net Asset Value) | Siehe Berechnung des Net Asset Value auf Seite 176 |
| NAV je Aktie | NAV dividiert durch die Anzahl der Aktien |
| NNNAV | NAV unter Berücksichtigung der Steuerabgrenzungen (Zeitwert); Triple Net Asset Value |
|---|---|
| NOI (Net Operating Income) | Direkt einer Immobilie zugeordnete Zahlungsströme, die auch der Immobilien bewertung zugrunde gelegt werden |
| Nominale | Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit |
| ÖCGK | Österreichischer Corporate Governance Kodex |
| ÖGNI | Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft |
| Passivverfahren | Passiverfahren bedeutet, dass man von einer anderen Partei verklagt wird |
| Quotenkonsolidierung | Konsolidierungsmethode, bei der die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Gemeinschaftsunternehmens entsprechend seines Beteiligungsansatzes (Quote) im Konzernabschluss einbezogen werden |
| Rendite (Yield) | Das Verhältnis zwischen dem Ertrag eines Investments und der Höhe eines Investments |
| Risikomanagement | Aktive Maßnahmen, um sich gegen auftretende Risiken abzusichern |
| Schlusskurs/Ultimokurs | Der letztgehandelte Kurs eines Wertpapieres in einer bestimmten Periode |
| SEE | South Eastern Europe (Südosteuropa) |
| Stimmrecht | Unter Stimmrecht wird das Recht verstanden, bei der Hauptversammlung abstimmen zu dürfen |
| Streitwert | Ausdruck bei Rechsstreitigkeiten, der den monetären Wert des Streitgegen stands definiert |
| Trade | Unter "Trade" versteht man den An- und Verkauf von Immobilien. Der Bereich Trade stellt eine Einnahmequelle der IMMOFINANZ Group dar |
| UGB (Unternehmensgesetzbuch) | Österreichisches Gesetzbuch für Unternehmen |
| Umschlagsgeschwindigkeit | Die Frequenz, mit der Immobilien entwickelt, ge- und verkauft werden |
| Unternehmensanleihe | Ein von einem Unternehmen ausgegebenes verzinsliches Wertpapier |
| US-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) |
Amerikanische Grundsätze zur Rechnungslegung |
| USGBC (US Green Building Council) | Amerikanische Organisation, die sich für nachhaltig gebaute Gebäude einsetzt |
| Valuta | Valuta bezeichnet den Tag, mit dem die Summe am Konto wirksam wird und die Verzinsung beginnt |
| Verkehrswert | Der von Gutachtern ermittelte Marktwert der Immobilien |
| Verkehrswert-Methode (Fair-Value-Methode) |
IAS-Bewertungsansatz zur Bilanzierung von Immobilien, der sich nach den tatsächlichen am Markt zu erzielenden Werten richtet |
| Volatilität | Das Ausmaß der Schwankungen eines Werts |
| Vollkonsolidierung | Konsolidierungsmethode, bei der die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft zur Gänze in den Konzernabschluss einbezogen werden |
| Wandelanleihe (Wandelschuldverschreibung) |
Ein Finanzinstrument, das eine finanzielle Verbindlichkeit des Unternehmens begründet und dem Inhaber die Wandlung in eine feste Anzahl von Stammaktien des Unternehmens garantiert |
Impressum
IMMOFINANZ AG, Wienerbergstraße 11, 1100 Wien, Österreich T +43 (0)1 880 90, www.immofinanz.com
Fotos
APA Fotoservice, BUWOG Gruppe, Martina Draper, Stephan Huger, Sergei Ilnitsky, IMMOFINANZ Group, Wojciech Pacewicz, Matthias Silveri, Peter Sondermann/Viskom, Franco Winter
Konzept und Gestaltung
k25 neue Medien neue Werbung
Druck Trendmarketing

PEFC zertifiziert
Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen.
www.pefc.at
Disclaimer
Wir haben diesen Bericht mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Übermittlungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Der Bericht enthält Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeit erwarteten abweichen. Durch die Computerrechenautomatik bedingt sind scheinbare Rechenfehler im Bereich der kaufmännischen Rundungen möglich. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit bzw. des Leseflusses wurden genderspezifische Bezeichnungen nicht berücksichtigt. Der Bericht erscheint in deutscher und englischer Sprache und kann von unserer Website im Bereich Investor Relations heruntergeladen werden. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutsche Version. Mit diesem Bericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der IMMOFINANZ verbunden.
Stammdaten IMMOFINANZ-Aktie
| Gründung | April 1990 |
|---|---|
| Notierung | Wiener Börse, Warschauer Börse |
| Segment | ATX, WIG |
| ISIN | AT0000809058 |
| WP-Kürzel Wiener Börse | IIA |
| WP-Kürzel Warschauer Börse | IIA |
| Reuters | IMFI VI |
| Bloomberg | IIA AV |
| Datastream | O: IMMO 866289 |
| ISIN ADR Programm | US45253U2015 |
| In folgenden Indizes enthalten | ATX, ATX five, ATX Prime, Immobilien-ATX, NTX, WBI, EMEA Real Estate Index, Europe 500 Real |
| (Auswahl) | Estate Index, World Real Estate Index, Emerging Europe Index, EURO STOXX Real Estate EUR, |
| STOXX EUROPE 600 Real Estate EUR | |
| Aktienanzahl | 1.128.952.687 |
| Geschäftsjahr | 1. Mai bis 30. April |
Finanzkalender 2013/14
| 25. September 2013 | Bericht zum 1. Quartal |
|---|---|
| 2. Oktober 2013 | Hauptversammlung |
| 19. Dezember 2013 | Halbjahresbericht |
| 20. März 2014 | Bericht zum 3. Quartal |
IMMOFINANZ AG Wienerbergstraße 11 1100 Wien, Österreich T +43 (0)1 880 90 [email protected] www.immofinanz.com