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IBU-tec advanced materials AG — Annual Report 2011
Nov 7, 2012
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Annual Report
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Publication
IBU-tec advanced materials AG
Weimar
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011
der IBU-tec advanced materials AG
Geschäftsverlauf
Allgemeines
Die IBU-tec advanced materials AG bedient Zukunftsmärkte mit Funktionschemikalien und realisiert die Material- oder Prozessinnovationen ihrer Kunden durch professionellen F&E-Support Auf Basis einer einzigartigen Technologieplattform generiert die IBU-tec besondere Materialien (advanced materials) von der Produktidee bis zur industriellen Fertigung. Der Kunde erwirbt durch ein leistungsfähiges Komplex-Angebot in kurzer Zeit das Know-how zur Herstellung gewünschter Materialien. Dabei kann auf die Kernkompetenzen wie z. B. Laboranalytik, material- und verfahrenstechnische Prozessentwicklung und Prozessmessungen zugegriffen werden. Das Unternehmen hat in den letzten 11 Jahren ca. 13 Mio. € in den Ausbau von Betriebsmitteln und Infrastruktur investiert. Daher kann man die IBU-tec als ein Technologieunternehmen bezeichnen.
Die zehn individuellen Drehrohrofen-Systeme mit Temperaturen von bis zu 1.500 Grad produzieren bis zu 40 Tonnen Materialien am Tag. Die hohe Flexibilität der Anlagen sowie Jahrzehnte an Erfahrungen ermöglichen ein breites Leistungsspektrum an Einsatzmöglichkeiten.
Mit bis zu 300 Hertz schlägt der exklusiv in der IBU-tec entwickelte Pulsationsreaktor den Rhythmus der Zukunft und bildet damit die richtungsweisende Technologie zur Entwicklung von neuartigen Materialien. Die patentierte Pulsationsreaktor-Technologie ermöglicht eine thermische Behandlung von Materialien auf außergewöhnliche Art und Weise.
Die Kunden der IBU-tec erhalten die exakt für ihre innovativen Anwendungen erforderlichen Hochleistungswerkstoffe in großen Mengen, konstanter Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen. Diese Stoffe verbessern die Material-, Energie- und Rohstoffeffizienz im Produktionsprozess und im Endprodukt.
Katalytisch-aktive, keramische, baustofftechnische und nanotechnologischfunktionalisierte Materialien umreißen das Leistungsspektrum.
Ein typisches Einsatzgebiet der IBU-tec-Aktivitäten sind Katalyseprozesse, wie sie beispielsweise bei der Abgas- und Wasserreinigung eingesetzt werden. Damit lassen sich unter Anderem Filteranlagen und Katalysatoren realisieren, die den Ausstoß von Schadstoffen minimieren.
Hierfür stellt die IBU-tec AG wichtige Zwischenprodukte für Abgasreinigungsanlagen in industriellen Produktionsprozessen oder für die Autoindustrie her.
Wir entwickeln, produzieren und vertreiben zusätzlich zum beschriebenen Dienstleistungsgeschäft für Kunden von IBU-tec entwickelte Produkte. Diese Produkte sind im Wesentlichen nano- bis submikroskalige Pulverwerkstoffe, Nanosuspensionen oder Mikrogranulate, basierend auf nanoskaligen Pulverwerkstoffen.
Anwendungsbeispiele hierfür sind:
| ― | nanotechnologisch funktionalisierte Pulver zur Zersetzung von Luftschadstoffen, mit dem Ziel der Smogminderung in Städten |
| ― | Nanoadditive als UV-Blocker in Farb- und Lacksystemen |
| ― | Mikrogranulate, basierend auf nanoskaligen Pulverwerkstoffen zur Herstellung von Rohmaterialien aus denen Keramiken hergestellt werden können. |
Die IBU-tec AG leistet mit ihren eigenen Produkten und den Dienstleistungen für Kunden einen wesentlichen Beitrag im Bereich der Green-Tech.
Überblick
Die IBU-tec AG konnte auch im Geschäftsjahr 2011 ein Umsatzwachstum generieren und profitierte vom allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland.
Mit einem Umsatzerlös von T€ 8.339 konnte an das beste Geschäftsjahr in der Firmengeschichte - 2008 - angeknüpft werden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz um 38 % gesteigert werden. Dieses Wachstum ist durch eine starke Nachfrage im Bereich der Automobilindustrie sowie der chemischen Industrie gefestigt und weiter erhöht worden. Die Geschäftsbereiche Drehrohröfen und Pulsationsreaktoren konnten diesen Anstieg durch vermehrte Lohnproduktionen, aber auch durch Verfahrens- und Produktentwicklungen im Kundenauftrag realisieren. Im Geschäftsjahr 2011 wurden mehr als 2.600 Tonnen Pulver, Granulate und Suspensionen hergestellt. Auch die eigenen Produkte konnten besser am Markt platziert werden, wodurch der erhöhte Materialeinkauf, Steigerung um 98 % im Vergleich zum Vorjahr, in der entsprechenden Gewinn- und Verlustposition begründet wird.
Der Jahresüberschuss konnte im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt werden und verzeichnet eine Größe von T€ 1.230. Die EBT-Quote ist aufgrund der Effizienzsteigerung in Form der Erhöhung der Auslastung von Kapazitäten im Vergleich zum Vorjahr auf 20 % gestiegen.
Auch die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr 2011 erfreulich entwickelt. Der Gesamtbetrag der Kassen- und Bankguthaben beläuft sich auf T€ 1.635.
Die Personal- und Produktionskapazitäten konnten im Geschäftsjahr 2011 noch einmal deutlich ausgebaut werden. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter zum Bilanzstichtag um 30 %. Die Personalaufwandsquote betrug 48 % und lag damit unter der Quote vom Vorjahr von 50 %. In das Betriebs- und Anlagevermögen wurden T€ 2.329 investiert.
Insgesamt konnte die IBU-tec AG durch den konsequenten Ausbau der Produkte und Dienstleistungen ihr Geschäftsmodell am Markt weiter festigen und ausbauen.
Umsatz- und Auftragsentwicklung
Der Umsatz der Gesellschaft ist im Gegensatz zum Vorjahr von T€ 6.026 um T€ 2.313 auf T€ 8.339 gestiegen. Dies zeigt erneut, dass sich das Geschäftsmodell der IBU-tec am Markt durchgesetzt hat.
Umsatz
| Geschäftsjahr | 2010 | 2011 | zum Vj. |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 6.026 T€ | 8.339 T€ | 38 % |
| Einspeisevergütung | 3 T€ | 56 T€ | > 100 % |
| Photovoltaikanlage (Ausweis unter sonstigen betrieblichen Erträgen) |
Unsere einzelnen Tätigkeitsfelder haben davon folgende Umsatzanteile generiert:
| Tätigkeitsfelder | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Drehrohröfen | 3.642 T€ | 2.454 T€ |
| Pulsationsreaktoren | 3.550 T€ | 2.479 T€ |
| Advanced Materials | 827 T€ | 829 T€ |
| Verfahrenschemie | 320 T€ | 264 T€ |
Investitionen
Die Nettoinvestitionen der IBU-tec AG beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 2.329 und lagen damit deutlich über dem Wert des Vorjahres.
Investitionen
| Geschäftsjahr | 2010 | 2011 | zum Vj. |
|---|---|---|---|
| Investitionen | 1.041 T€ | 2.329 T€ | 124 % |
Die im Geschäftsjahr 2010 geplanten Investitionen für das Berichtsjahr 2011 wurden wie vorgesehen in Betriebsmittel, wie z. B. produktionstechnische Maschinen und Anlagen, und den notwendigen Ausbau der Peripherie investiert. Das Unternehmen wurde an das öffentliche Kanalisationsnetzt angeschlossen. Der in 2005 hinzugekaufte Betriebsteil, Hainweg 9, wurde mit Gas-und Stromleitungen, Datennetzten und einer Druckluft- und Heizungsringleitung ausgebaut. Des Weiteren wurden zur Verbesserung von logistischen Strukturen in eine neue Lagerhalle, sowie in einen neuen Mitarbeiterparkplatz mit 75 Stellplätzen investiert.
Die Investitionen in die Produktionsanlagen sowie in die Lagerhalle beruhen auf den forecasts unserer Kunden, die für die kommenden Jahre Produktionsaufträge platzieren.
Die Gesellschaft nutzte zur Finanzierung der Investitionen neben Eigenmitteln und Darlehen von Kreditinstituten wiederum öffentliche Finanzierungshilfen aus Investitionszulage und Investitionszuschuss.
Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2011 wurde die Forschungs- und Entwicklungsabteilung personell beibehalten. Die Mitarbeiter wurden auch hier wieder verstärkt in den technischen Vertrieb mit einbezogen.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrierten sich im Berichtsjahr auf die Fertigstellung laufender Forschungsprojekte und die konsequente Umsetzung der Schnittstellenentwicklung, wie Nanosuspensionen im Bereich UV-Schutz und Mikrogranulate basierend auf nanoskaligen Pulverwerkstoffen für die Herstellung von Bio- oder Hochleistungskeramiken.
Die permanente Realisierung von innovativen Leistungen und Produkten mit hohem Kundennutzen ist dabei die Zielstellung, der Fokus liegt auf Forschungsaufträgen mit definiertem Kunden- bzw. Produktbedarf. Die IBU-tec führt keine Grundlagenforschung durch, alle Forschungsprojekte sind Kundenauftragsforschungen! Der IBU-tec gelang es im Geschäftsjahr 2011 zwei größere Forschungsaufträge zu akquirieren, welche bis in das Jahr 2013 reichen.
Personal- und Sozialbereich
Trotz der gestiegenen Mitarbeiteranzahl die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter erhöhten sich von 67 auf 90 ist die Personalintensität bedingt durch den gestiegenen Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 50 % auf 48 % gesunken.
Personalbestand
| Geschäftsjahr | 2010 | 2011 | zum Vj. |
|---|---|---|---|
| Jahresdurchschnitt | 69 | 90 | 30 % |
| zum 31.12. | 81 | 105 | 30 % |
| Personalintensität | 50 % | 48 % | -4 % |
Zum 31. Dezember 2011 waren insgesamt 105 Mitarbeiter (incl. Auszubildende) im Unternehmen beschäftigt, welche sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche verteilen:

Im Jahr 2011 sind insgesamt 34 Mitarbeiter in das Unternehmen eingetreten und 10 haben das Unternehmen verlassen (ohne Auszubildende).
Die IBU-tec AG wird ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung, der Berufsausbildung, gerecht und beschäftigt insgesamt 8 Auszubildende in unterschiedlichen Ausbildungsberufen.
Im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge hat die Gesellschaft Rahmenverträge mit zwei Versicherungsunternehmen geschlossen und fördert die Altersvorsorge der Mitarbeiter mit einem Zuschuss zu den monatlichen Beiträgen. Darüber hinaus stellt die IBU-tec AG Ihren Mitarbeitern eine Zusatzkrankenversicherung zur Verfügung. Kostenloses Mittagessen und Getränke im Unternehmen sowie Kinderbetreuung in der Ferienzeit runden das Bild ab.
Lage
Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.115 auf T€ 9.741 zugenommen.
Bilanzsumme
| Geschäftsjahr | 2010 | 2011 | zum Vj. |
|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 7.626 T€ | 9.741 T€ | 28 % |
| Eigenkapital | 4.244 T€ | 5.374 T€ | 27 % |
| Eigenmittel | 4.903 T€ | 6.421 T€ | 31 % |
Die Bilanzrelationen sind für ein mittelständisches Unternehmen ausgesprochen erfreulich.
| ― | Die Bilanzsumme beträgt T€ 9.741. |
| ― | Das Eigenkapital beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt T€ 5.374. |
| ― | Unter Berücksichtigung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen belaufen sich die Eigenmittel des Unternehmens zum Bilanzstichtag auf T€ 6.421. |
| ― | Die Eigenmittelquote liegt bei 62,7 %. |
| ― | Das als Verschuldungsgrad bezeichnete Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenmitteln liegt zum Bilanzstichtag bei 52 %. |
| ― | Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 982. |
| ― | Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 547 liegen unter den ausgewiesenen Forderungen. |
| ― | Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen mit T€ 2.019 auf moderatem Niveau. |
Finanzlage
Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt mit T€ 695 um 124 % über dem Vorjahreswert. Die der Gesellschaft zugeflossenen Mittel wurden für die Bildung von Rücklagen, die Finanzierung der Produktentwicklung sowie die Durchführung von Investitionen verwendet.
Cash Flow
| Geschäftsjahr | 2010 | 2011 | zum Vj. |
|---|---|---|---|
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 563 T€ | 1.258 T€ | 124 % |
Der Gesamtbetrag der liquiden Mittel, aus Kassenbestand und Bankguthaben, beläuft sich auf T€ 1.635.
Die Liquiditätsreserven der Gesellschaft dürfen somit nach wie vor als sehr gut bezeichnet werden.
Ertragslage
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstigen Steuern (EBT), konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und beträgt im Berichtsjahr T€ 1.699. Die Umsatzrentabilität vor Ertragssteuern liegt somit bei 20 %.
Ertragslage
| Geschäftsjahr | 2010 | 2011 | zum Vj. |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 771 T€ | 1.699 T€ | 120 % |
| EBT-Rentabilität | 13 % | 20 % | |
| Jahresüberschuss | 623 T€ | 1.230 T€ | 97 % |
| Rentabilität nach Steuern | 10 % | 15 % |
Nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erzielt die Gesellschaft im Berichtsjahr eine Umsatzrentabilität von 15 %.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Jede unternehmerische Tätigkeit beinhaltet sowohl Chancen als auch Risiken. Die IBU-tec AG hat durch das intensive Investitionsverhalten der letzten Jahre ihre Chancen genutzt und für die Kunden ein attraktives Dienstleistungsangebot geschaffen. Im Geschäftsjahr 2011 erlangten wir für das gesamte Unternehmen die Rezertifizierung nach EN ISO 9001:2000. Die IBU-tec konnte im Geschäftsjahr 2011 einen Kundenauftrag akquirieren mit einer Laufzeit von 4,5 Jahren. Der Umsatzwert liegt pro Jahr bei ca. 1,68 Mio. €. Damit ist es gelungen, die Abhängigkeit von einem Großkunden mit einem Umsatzanteil von 15 % - 25 % weiter zu senken. Insgesamt hat die IBU-tec die Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2011 mit ca. 130 Kunden realisiert. Die Umsatzverteilung zeigt somit eine solide Verteilung.
Risiken sind die Akquisition und Realisierung von Projekten sowie die erfolgreiche Markteinführung der neuentwickelten Eigenprodukte.
Hauptsächliche Einzelrisiken sind:
| ― | die Akquisition neuer Projekte |
| ― | die Markteinführung der eigenen Produkte |
| ― | das Ausfallrisiko von Forderungen |
| ― | das Liquiditätsrisiko, das Risiko von Kalkulationsfehlern |
| ― | das Risiko nicht vertragskonformer Leistungserbringung |
| ― | das Risiko der zukünftigen Entwicklung. |
Die Gefahr des Forderungsausfalls besteht darin, dass für die erbrachten Leistungen der geschuldete Ausgleich nicht bezahlt wird. Bei größeren Aufträgen und längeren Projektlaufzeiten rechnet die Gesellschaft daher in Teilschritten ab. Das Forderungsmanagement beinhaltet die Überwachung des fristgerechten Zahlungseingangs. Ausfälle im nennenswerten Umfang waren auch in diesem Jahr nicht zu verzeichnen.
Dem Liquiditätsrisiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die zu erwartenden Zahlungsströme (Ein- und Auszahlungen) miteinander abgeglichen werden. Kurzfristige Kontenausgleiche werden über Geldmarktanlagen vorgenommen. Für die längerfristige Liquiditätssteuerung stehen Termingelder zur Verfügung. Zum Ausgleich kurzfristiger Zahlungsstromschwankungen unterhalten wir bei der Hausbank eine Kontokorrentkreditlinie.
Auf Basis der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen wurde ein Controlling implementiert, welches in Form von Kennzahlen auf besondere Risiken hinweist. Kennzahlen wie
| ― | Liquiditätsmanagement |
| ― | Umsatz / Mitarbeiter |
| ― | Personalquote |
| ― | Plan/Ist Umsatz pro Monat |
| ― | Ergebnisbeitrag |
sind nur einige Beispiele von Parametern, die monatlich im Führungsteam gesteuert und kontrolliert werden. Zwei Strategiemeetings / Geschäftsjahr runden die Planungs- und Controllingstrukturen ab. Im Zuge des weiteren Ausbaus unseres Controllings haben wir für das Jahr 2012 geplant eine Segmentberichterstattung zu implementieren.
Kalkulatorische Risiken bestehen in der Fehleinschätzung tatsächlicher Aufwendungen im Verhältnis zu den kalkulierten Abgabepreisen. Die langährige Erfahrung der Bereichsleiter, die für die Preiskalkulation verantwortlich sind, und das hochspezialisierte produktionstechnische Know-how stellen sicher, den Aufwand realistisch einzuschätzen und somit Fehlkalkulationen zu vermeiden.
Darüber hinaus wird bis Juni 2012 eine konsequente Nachkalkulation von Aufträgen und das dazugehörige Feedback an die Kalkulationsverantwortlichen implementiert.
Bei komplexen Produktions- oder Versuchsaufträgen, bei denen das Reaktionsverhalten der eingesetzten Ausgangsstoffe nicht voraussehbar ist, besteht immer das Risiko einer nicht erfolgreichen Leistungserbringung. Die aufgeführten Liefer- und Leistungsbedingungen in den Angeboten, und das hochspezialisierte produktionstechnische Know-how der IBU-tec-Mitarbeiter ist die Voraussetzung dieses Risiko zu minimieren.
Bei den Risiken der zukünftigen Entwicklung ist das aktuelle Konjunkturrisiko hervorzuheben, welches z. Zt. nicht genau eingeschätzt werden kann. Die derzeitige wirtschaftliche- und finanzpolitische öffentliche Meinung, sowie die Analysen der Medien, stimmen nicht im Geringsten mit dem anhaltenden, positiven Trend in der IBU-tec überein.
Ein ebenfalls mit hohem Aufwand und dementsprechend hohen Kosten verbundenes Risiko besteht in der Neuausrichtung der EU-Chemikalienpolitik durch die Einführung der Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH). Derzeit ist noch nicht abzusehen, welche Kosten hier auf die Gesellschaft zukommen.
Ausblick
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Lageberichts
Wesentliche Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011 bis zur Aufstellung des Lageberichts sind nicht eingetreten.
Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft sowie für die IBU-tec AG
Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Ende 2010 im Aufschwung. Sie ist auf einem guten Weg, den krisenbedingten Produktionseinbruch des Jahres 2009 anhaltend wettzumachen. Dabei hat die Erholung an Breite gewonnen. Wir können nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011 feststellen, dass wir wieder auf dem Niveau vor der Finanzkrise des Jahres 2008 angekommen sind. Die Ergebnisse der Gesellschaft liegen nur leicht hinter dem des Geschäftsjahres 2008.
Die Expansion wird – anders als im Verlauf des Vorjahres – nicht mehr allein von einem Anstieg der Exporte und einem Umschwung bei den Lagerinvestitionen getrieben. Vielmehr ist im Jahr 2011 auch die Binnenkonjunktur angesprungen. Sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die Unternehmensinvestitionen legten spürbar zu. Zwar deuten viele Frühindikatoren darauf hin, dass sich das konjunkturelle Tempo nach dem Hoch in 2011 im Frühjahr 2012 verlangsamt, doch liegen die Stimmungsindikatoren nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau und die Auftragseingänge in der Industrie sind aufwärts gerichtet.
Insgesamt wurde das Jahr 2011 mit einem Ende der globalen Rezession und einem moderaten Wachstum der globalen Wirtschaft analysiert und eingeschätzt.
Der ifo-Geschäftsklimaindex lag im Januar 2011 mit 110,6 deutlich über dem Wert vom Januar 2010 mit 95,8. Der Index der Geschäftserwartungen liegt im Januar 2012 bei 100,9 deutlich unter den Vorjahreswerten.1) Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose hat im Herbst 2011 eine Veröffentlichung herausgegeben, in der sie davon ausgeht, dass ab dem 2 Quartal 2012 die Konjunktur die Fahrt wieder aufnehmen wird.2)
Der Jahresanfang 2012 begann in der IBU-tec dennoch sehr optimistisch. So wird im Januar 2012 mit einem Rekordmonatsumsatz von ca. T€ 800 gerechnet. Die aktuelle Auftragsvorausschau für das Geschäftsjahr 2012 erreicht bereits jetzt ca. 85 % des Vorjahresumsatzes! Diese sehr positive Umsatzsituation basiert auf abgegebenen forecasts oder Verträgen unserer Kunden.
Zusammengefasst bewerten wir die Aussagen unserer Kunden sowie den derzeitigen Auftragsbestand als ein ausgesprochen positives Signal für 2012.
Die IBU-tec AG blickt zuversichtlich in das Jahr 2012. Wir erwarten – eine stetige Entwicklung vorausgesetzt – für 2012 Zuwächse bei Umsatz und EBT. Für das Gesamtjahr planen wir einen Umsatzanstieg von ca. 27 %. Den Umsatzanstieg vorausgesetzt, planen wir einen EBT-Anstieg von ca. 45 %.
Für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir – bei einem weiterhin positiven wirtschaftlichen Umfeld – nach wie vor von einem Umsatzwachstum von ca. 30 % aus. Für 2013 geht die Planung von einem Zuwachs des EBT von ca. 48 % aus.
Weimar, den 6. Februar 2012
Ulrich Weitz, Vorstand
1) ifo Geschäftsklima Deutschland Januar 2012
2) ifo Institut für Wirtschaftsforschung München e.V., 2011
Bilanz
AKTIVA
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 53.048,00 | 51.490,50 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.776.531,16 | 2.073.454,20 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.180.188,30 | 2.859.180,77 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 748.485,00 | 591.096,00 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 219.092,13 | 0,00 | ||
| 6.924.296,59 | 5.523.730,97 | |||
| 6.977.344,59 | 5.575.221,47 | |||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 981.713,99 | 538.966,20 | ||
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 97.924,52 | 211.150,85 | ||
| 1.079.638,51 | 750.117,05 | |||
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 1.635.173,77 | 1.276.341,76 | ||
| 2.714.812,28 | 2.026.458,81 | |||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 48.711,47 | 24.151,32 | ||
| 9.740.868,34 | 7.625.831,60 | |||
| PASSIVA | ||||
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| A. EIGENKAPITAL | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 3.000.000,00 | 3.000.000,00 | ||
| II. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 192.834,00 | 131.341,00 | ||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 177.180,80 | 177.180,80 | ||
| 370.014,80 | ||||
| III. Bilanzgewinn | 2.004.191,70 | 935.816,89 | ||
| 5.374.206,50 | 4.244.338,69 | |||
| B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN | 1.046.920,05 | 658.256,00 | ||
| C. RÜCKSTELLUNGEN | ||||
| 1. Steuerrückstellungen | 197.305,04 | 0,00 | ||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 469.774,64 | 591.157,64 | ||
| 667.079,68 | 591.157,64 | |||
| D. VERBINDLICHKEITEN | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.018.666,87 | 1.358.502,45 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 256.289,00 (Vj.: EUR 161.592,24) | ||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 547.411,15 | 529.864,11 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 547.411,15 (Vj.: EUR 529.864,11) | ||||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 86.584,09 | 243.712,71 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 61.553,12 (Vj.: EUR 243.712,71) | ||||
| - davon aus Steuern: EUR 46.754,53 (Vj.: EUR 238.973,13) | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.188,78 (Vj.: EUR 4.409,08) | ||||
| 2.652.662,11 | 2.132.079,27 | |||
| 9.740.868,34 | 7.625.831,60 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2011 | 2010 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Rohergebnis | 8.412.968,23 | 6.151.338,88 | |
| 2. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 3.397.491,94 | 2.586.617,68 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 602.420,47 | 447.959,64 | |
| - davon für Altersversorgung: EUR 24.083,19 (Vj.: EUR 21.429,19) | |||
| 3.999.912,41 | 3.034.577,32 | ||
| 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 899.604,60 | 823.367,88 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.743.461,93 | 1.465.824,11 | |
| 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 11.911,74 | 14.449,64 | |
| 6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | 0,00 | |
| 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 83.241,16 | 70.671,11 | |
| -71.329,42 | -56.221,47 | ||
| 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.698.659,87 | 771.348,10 | |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 467.039,98 | 142.891,73 | |
| 10. Sonstige Steuern | 1.752,08 | 5.931,15 | |
| 11. Jahresüberschuss | 1.229.867,81 | 622.525,22 | |
| 12. Gewinnvortrag aus Vorjahr | 835.816,89 | 344.417,67 | |
| 13. Einstellungen in Gewinnrücklagen | 61.493,00 | 31.126,00 | |
| 14. Bilanzgewinn | 2.004.191,70 | 935.816,89 |
Anhang zum Jahresabschluss 2011
der IBU-tec advanced materials AG
I. Allgemeine Angaben
Die IBU-tec advanced materials AG, Weimar weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften gemäß §§242 ff. und 264 ff. des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und der einschlägigen Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Bestimmungen der Satzung zu beachten. Für den Jahresabschluss wurde das gesetzliche Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB befolgt.
Besondere Umstände, die dazu führen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt, waren nicht zu verzeichnen (§ 264 Abs. 2 S. 2 HGB).
Von zulässigen Erleichterungen gemäß HGB und AktG wurde Gebrauch gemacht.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungsund Bewertungsmethoden maßgebend.
Anlagevermögen
Für die Abschreibung von Gegenständen des Anlagevermögens wurden folgende Abschreibungsmethoden angewendet.
| Anlagenposition | Abschreibungsmethode | Nutzungsdauer |
|---|---|---|
| immaterielle Vermögensgegenstände | linear | bis zu 10 Jahre |
| Geschäftsbauten | linear | bis zu 33 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | linear / degressiv | 3 bis 19 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | linear / degressiv | 1 bis 14 Jahre |
Erworbene Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, und sofern diese der Abnutzung unterliegen, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die degressive Abschreibungsmethode wird nur noch für Anlagegüter angewandt, welche vor dem 1. Januar 2008 angeschafft wurden. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis.
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungskosten T€ 0,4 nicht übersteigen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter, die in den Jahren 2008 und 2009 mit Anschaffungskosten von mehr als T€ 0,15 bis zu T€ 1 angeschafft wurden, werden weiterhin linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf Seite 7 der Anlage 3 (Anlagengitter) dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Dem Ausfallwagnis wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen.
Die Gesellschaft vereinnahmt gewährte Investitionszulagen im Jahr der Zahlung entgegen HFA 1/1984 vollständig erfolgswirksam. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde dadurch ein Ertrag von TEUR 229 realisiert.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in der Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.
III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz
Vom Gesamtbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 1.080 (Vorjahr: T€ 750) hat ein Teilbetrag von T€ 34 (Vorjahr: T€ 38) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ein Disagio von T€ 9 (Vorjahr: T€ 11) sowie die abgegrenzte Prämie für einen Zinscap in Höhe von T€ 22. Darüber hinaus handelt es sich um vorausgezahlte Betriebsversicherungsprämien sowie sonstige Kostenabgrenzungen.
Sonderposten
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird entsprechend der Laufzeit der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst.
| SoPo | Berichtsjahr | Vorjahr |
|---|---|---|
| Investitionszuschüsse | 1.047 T€ | 658 T€ |
Latente Steuern
Entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde der sich ergebende aktive Überhang an latenten Steuern nicht aktiviert.
Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2011 wie folgt entwickelt:
| 31.12.10 | Einstellung in die gesetzliche Rücklage | Dividende für 2010 | Jahresüberschuss | 31.12.11 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 3.000 T€ | - | - | - | 3.000 T€ |
| gesetzliche Rücklage | 131 T€ | 62 T€ | - | - | 193 T€ |
| Andere Gewinnrücklagen | 177 T€ | - | - | - | 177 T€ |
| Bilanzgewinn | 936 T€ | -62 T€ | -100 T€ | 1.230 T€ | 2.004 T€ |
| 4.244 T€ | - | -100 T€ | 1.230 T€ | 5.374 T€ |
Das gezeichnete Kapital der IBU-tec advanced materials AG in Höhe von T€ 3.000 ist eingeteilt in 3.000.000 nennwertlose Stückaktien, die vollständig einbezahlt sind.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus projektbezogenen Zuschüssen der öffentlichen Hand enthalten, die eng mit der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbunden sind. Diese umfassten im laufenden GeschäftsjahrT€ 685 (Vj.: T€ 652).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen:
Betriebsfremde regelmäßige Erträge aus der Einspeisevergütung in Höhe von T€ 56 sowie Erlöse aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 114, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 254 und die Investitionszulage für das Jahr 2010 in Höhe von T€ 229.
Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf den Überschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
V. Vorschlag zur Gewinnverwendung
Aus dem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.229.867,81 werden € 61.493 in die gesetzliche Rücklage eingestellt.
Über die Verwendung des verbleibenden Bilanzgewinnes in Höhe von insgesamt € 2.004.191,70 beschließt die ordentliche Hauptversammlung 2012.
VI. Sonstige Angaben
Die Angaben über die Bezüge des Vorstandes unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr T€ 9.
Die Anzahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter lag bei 90 (Vorjahr: 69).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 214 an offenen Bestellungen sowie Verpflichtungen aus Mieten und Pachten in Höhe von T€ 17 davon mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr von T€ 12. Darin enthalten ist ein Pachtvertrag mit jährlichen Verpflichtungen von T€ 0,5, dessen Grundlaufzeit unbestimmt ist.
Angabepflichtige Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte bestanden nicht.
VII. Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung eines variabel verzinsten Darlehens (zinsbezogenes Geschäft) wurde eine Zinsbegrenzungsvereinbarung (Zinscap) mit einem Anfangsnominal in Höhe von TEUR 836 und einer Laufzeit bis zum 30. März 2016 abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR -3 und ermittelt sich als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Cap-Rate sowie der jeweiligen Marktkonditionen am Bilanzstichtag.
Aufgrund des Vorliegens einer Bewertungseinheit aus Grund- und Sicherungsgeschäft gemäß § 254 HGB und der Bilanzierung nach der Einfrierungsmethode ergibt sich für dieses Sicherungsgeschäft kein Bilanzansatz bzw. keine erfolgswirksame Verbindung der Wertänderungen des Sicherungsgeschäfts. Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum bis 30. März 2016 vollständig aus, da gemäß Hedging-Policy die Risikoposition unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe, in derselben Währung und Laufzeit durch Abschluss von Zinscapvereinbarungen abgesichert wurde (Micro-Hedge). Zur Messung der prospektiven als auch der retrospektiven Effektivität der Sicherungsbeziehung wurde die „Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.
VIII. Transaktionen mit nahestehenden Personen
Zwischen der Gesellschaft und der Ehefrau des Vorstands, die gleichzeitig mit 0,92 % an der Gesellschaft beteiligt ist, besteht ein Mietvertrag hinsichtlich der Räumlichkeiten der Zweigniederlassung der Gesellschaft in Berlin. Die jährliche Mietzahlung beträgt TEUR 5. Zum Abschlussstichtag 2011 bestanden aus dem Mietvertrag weder Forderung noch Verbindlichkeiten.
Die vereinbarte Miete entspricht der marktüblichen Höhe.
Darüber hinaus besteht mit der Ehefrau des Vorstandes ein Anstellungsverhältnis als Vorstandsassistentin. Die jährliche Vergütung aus diesem Dienstvertrag beträgt TEUR 16.
Das Mitglied des Aufsichtsrats Dr. Lisson ist beratend für die Gesellschaft als Rechtsanwalt tätig. Seine diesbezügliche Tätigkeit ist im Rahmen gesondert abgeschlossener Beratungsverträge beauftragt worden. Die vereinbarten Konditionen entsprechen marktüblichen Bedingungen. Die Honorare im Geschäftsjahr 2012 betrugen TEUR 25. Zum Abschlussstichtag 2011 bestanden aus dieser Tätigkeit keine wechselseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten.
Weimar, den 6. Februar 2012
Ulrich Weitz, Vorstand
Anlagengitter
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 192.067,60 | 29.737,65 | 0,00 | 0,00 | 221.805,25 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.708.762,62 | 855.996,31 | 0,00 | 0,00 | 3.564.758,93 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6.287.170,41 | 844.874,07 | 18.914,00 | 0,00 | 7.113.130,48 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.169.236,71 | 379.208,56 | 110.410,84 | 0,00 | 2.438.034,43 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 219.092,13 | 0,00 | 0,00 | 219.092,13 |
| 11.165.169,74 | 2.299.171,07 | 129.324,84 | 0,00 | 13.335.015,97 | |
| 11.357.237,34 | 2.328.908,72 | 129.324,84 | 0,00 | 13.556.821,22 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 140.577,10 | 28.180,15 | 0,00 | 168.757,25 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 635.308,42 | 152.919,35 | 0,00 | 788.227,77 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.427.989,64 | 514.522,54 | 9.570,00 | 3.932.942,18 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.578.140,71 | 203.982,56 | 92.573,84 | 1.689.549,43 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5.641.438,77 | 871.424,45 | 102.143,84 | 6.410.719,38 | |
| 5.782.015,87 | 899.604,60 | 102.143,84 | 6.579.476,63 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2011 | Stand 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 53.048,00 | 51.490,50 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.776.531,16 | 2.073.454,20 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.180.188,30 | 2.859.180,77 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 748.485,00 | 591.096,00 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 219.092,13 | 0,00 |
| 6.924.296,59 | 5.523.730,97 | |
| 6.977.344,59 | 5.575.221,47 |
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IBU-tec advanced materials AG, Weimar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Erfurt, 6. Februar 2012
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Schiffmann, Wirtschaftsprüfer
Bätz, Wirtschaftsprüfer
TOP 4
Bericht des Aufsichtsrates über das abgelaufene Geschäftsjahr 2011
Der Vorsitzende verlas sodann den Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2011 und stellte den Antrag auf Feststellung des Berichtes.
Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende stellt den Beschluss „Feststellung des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011" fest und verkündet diesen.
TOP 6
Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2011
Der Vorstand gab bekannt und schlug vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von 2.004.191,70 € wie folgt zu verwenden:
| 1. Ausschüttung an die Aktionäre | 282.885,00 € |
| 2. Gewinnvortrag | 1.721.306,70 € |
| 3. Bilanzgewinn | 2.004.191,70 € |
Nach Prüfung des Vorschlags durch den Aufsichtsrat stellt der Vorsitzende den Antrag, der Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2011, wie vom Vorstand vorgeschlagen, zuzustimmen und hierüber abzustimmen.
Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende stellt den Beschluss „Zustimmung zur Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2011" fest und verkündet diesen.