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Hyrican Info Systeme AG

Annual Report Mar 1, 2013

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Annual Report

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Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft

Kindelbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht für 2011

Geschäftsverlauf

Trotz der unverändert nachteiligen Rahmenbedingungen sind wir mit dem abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2011 zufrieden. Unsere produktseitigen Anstrengungen und die Fokussierung auf starke System-Partner haben sich aufgrund der Finanzmarkt- und Beschaffungskrisen aber noch nicht so ausgezahlt, wie wir es erwartet hatten.

Die deutschen mittelständischen IT-Unternehmen stehen unter dem Kostendruck der im Ausland produzierenden Konkurrenz, leiden unter der stetig zunehmenden Bürokratisierung und müssen sich in zeitraubenden, kostspieligen Verfahren zusätzlicher Belastungen für die IT-Verwertungskette gegenüber dem Verwertungsmonopol erwehren. Wirtschaftspolitisch sehen wir auch keine Ansätze, die diese und die strukturellen Defizite nachhaltig angehen.

Auf Herstellerseite und auch auf Abnehmerseite zeigt sich weiterhin eine starke Tendenz zur Konzentration. Zudem beschleunigt sich der Trend zu mobilen Geräten, so dass sich das Angebotsprofil des Unternehmens entsprechend anpassen muss.

Der Umsatzrückgang 2011 begründet sich u. a. mit dem Rückgang der Auftragsbestellung von öffentlichrechtlichen und privaten Unternehmen und gesunkener durchschnittlicher Preisstellungen. Wenig hilfreich dabei war, dass die Abgabenbelastungen deutscher Unternehmen ungleich sind und den Markt belasteten, so dass sich die Kaufzurückhaltung weiter beschleunigt bzw. auf Beschaffungen im Ausland ausgewichen wird.

PC Markt

Der IT-Markt gliedert sich in den Consumer- und in den Businessbereich. Während der Absatz im Consumerbereich aufgrund der Touchpads, Netbooks und anderer mobilen Geräte stieg, verharrte das Absatzniveau im Businessbereich bereinigt auf Vorjahresniveau. Das Geschäftsjahr 2011 war wieder durch einen hart geführten Wettbewerb mit teilweise ruinösen Preiskämpfen gekennzeichnet. Die Margensituation konnte trotz dieser Faktoren stabilisiert bzw. leicht verbessert werden.

Wie in den Vorjahren orientieren sich die Kunden an den unteren Preisgrenzen für Produkte und Dienstleistungen. Insbesondere unsere Möglichkeiten in Bezug auf variable Abnehmerfinanzierungen helfen uns, unser Unternehmen als interessanten (großvolumigen) Projektübernehmer zu positionieren.

Projektgeschäft

Die Fokussierung auf zahlreiche gewerbliche Abnehmer hat uns geholfen, unser Ergebnis auch mit weniger Umsatz zu stabilisieren. Abhängig von den jeweiligen Bonitätskriterien werden wir versuchen, die Anzahl dieser Abnehmer zu halten und bei günstiger wirtschaftlicher Entwicklung auszubauen.

Für 2012 werden wir neben den OEM-Plattformen ausnahmslos Markenartikel der führenden Hersteller verwenden.

Partnerverträge

Zur Realisierung der Aufträge bedienen wir uns der Zulieferpartnerschaften mit Gigabyte, Intel, Microsoft, Samsung usw.

Hardware-/ Softwareplattformen für Standardrechner

Die Internetfähigkeit der PCs erfordert die vollständige Integration von Kommunikationsschnittstellen. Der Trend zu mehr Ausstattung in Grafik, Arbeitsspeicher, High Definition Standard und Interkonnektivität hält unvermindert an. Hierbei wird die Nachfrage nach energiesparenden Systemen und geräuscharmen Lösungen weiter zunehmen.

Die technischen Entwicklungsrichtungen werden auch für 2012 Multi-Core Prozessoren, skalierbare Grafiklösungen (CrossFire/SLI), Virtualisierung sowie performantere und gleichzeitig energiesparende Speicherlösungen bestimmen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Aufgrund der überwiegenden Auftragsfertigung wurden nahezu alle Aufträge termingerecht erledigt. Auftragsüberhänge vom Jahr 2011 zu 2012 waren nicht vorhanden.

Betriebsabläufe

Weitere Investitionen und Umstellungen führten zu effizienteren innerbetrieblichen Abläufen. Die Selektion der leistungsfähigen Lieferanten und die Wareneingangsprüfung waren ein probates Mittel, um eine gute Eingangsqualität zu gewährleisten. Die erprobten Testverfahren behielten wir bei, um unseren Kunden eine verlässliche IT-Qualität anbieten zu können. Das Feedback über die hauseigene Service-Hotline ließ demzufolge kein signifikantes Ausfallverhalten erkennen.

Beschaffung

Alle bedeutenden Bestellungen wurden ausnahmslos bei den führenden Herstellern oder über Distributoren erworben. Die Lieferanten gehören zu den Technologieführern. Über die erschwerte Verfügbarkeit von Festplatten hatten wir unterjährig berichtet. Diese Verknappung mit preislichen Auswirkungen wird auch 2012 spürbar bleiben.

Die zunehmende Konzentration hat deutliche Unwägbarkeiten in der Preisfindung verursacht. Auswirkungen auf die Ertragslage sind hierbei auch für 2012 zu erwarten. Die Schwankungen des USD-Kurses erschwerten die solide Kalkulation.

Mit einigen wichtigen Lieferanten konnten die Bezugsbedingungen zumindest beibehalten werden. Aufgrund der derzeitigen Auskünfte der Lieferanten gehen wir für 2012 davon aus, dass keine nennenswerten Bezugsengpässe außer bei Festplatten in der Beschaffung bestehen werden. Die Konzentration auf Lieferantenseite kann trotzdem verstärkt dazu führen, dass Qualitätsmängel in größeren Chargen aufgrund der technologischen Tiefe erst verspätet erkannt werden können. Die Kosten hierfür können eventuell nur bedingt auf die Lieferanten abgewälzt werden.

Investitionen

Wir haben die geplanten Investitionen im Wesentlichen vorgenommen, um Prozesse zu vereinfachen und die Kommunikationstechnik aufzurüsten.

Für das Jahr 2012 planen wir Investitionen in etwa der Höhe des Abschreibungsvolumens für Ersatzbeschaffungen zur Ablaufoptimierung und zur Instandhaltung. Weitere Investitionserfordernisse können sich aus dem Produkt- und Dienstleistungsmix ergeben.

Zusätzlich sollen im Geschäftsjahr 2012 Investitionen im Bereich erneuerbare Energien erfolgen.

Finanzierungsmaßnahmen und Vorhaben

Die Investitionen werden aus den verfügbaren flüssigen Mitteln (Innenfinanzierung) getätigt. Alle Vorhaben im Marketingbereich werden im Rahmen des Marketingbudgets veranschlagt.

Personal und Sozialbereich

Einer unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren sind unsere motivierten Mitarbeiter. Es erfolgen regelmäßige Weiterbildungen zur Beibehaltung unseres Know-hows. Notwendigem Weiterbildungs- und Trainingsbedarf wird somit wie auch in der Vergangenheit entsprochen. Für 2012 planen wir insbesondere für unsere neuen Produktbereiche Einstellungen und gehen parallel in Personalunion mit anderen Unternehmen in die Marktbearbeitung.

Alle bekannten behördlichen Auflagen wurden 2011 befolgt. Die freiwillige betriebliche Unfallversicherung wird auch 2012 fortgeführt.

Umweltschutz

Unser Unternehmen versteht sich als „clean factory“. Die Heizungsanlage als einzige Emissionsquelle entspricht dem Stand der Technik und erfüllt die behördlichen Auflagen.

Die Produkte der Hyrican Informationssysteme AG erfüllen die am 7. Januar 2010 in Kraft getretene EU-Richtlinie nach EG 1275/2008, Lot 6 (Standby-Verluste).

Am 1. Juni 2007 trat die Verordnung des Europäischen Parlaments und Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH), zur Schaffung einer Europäischen Agentur für chemische Stoffe, zur Änderung der Richtlinie 1999/45/EG in Kraft. Die Hyrican Informationssysteme AG ist als Hersteller von elektronischen Produkten im Sinne von REACH ein so genannter „nachgeschalteter Anwender“.

Bei der Beschaffung achten wir generell auf die Angaben der Lieferanten in Bezug auf die Umweltverträglichkeit der Produkte und Produktionsprozesse. Diese müssen den gesetzlichen Auflagen entsprechen. In diesem Zusammenhang haben wir die europäischen Umweltrichtlinien RoHS mit Inkrafttreten zum 1. Juli 2006 umgesetzt.

Mit Wirkung zum 13. August 2005 trat die Elektronikschrottverordnung in Kraft. Wir erfüllen die Anforderungen zur gesetzlichen Registrierung bei der zuständigen Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (Registriernummer WEEE-Reg.-Nr. DE 58337660).

Daneben waren wir im Berichtsjahr zur Sicherstellung der Erfüllung der gesetzlichen Pflichten nach der neuen VerpackV einem bundesweit tätigen Dualen System angeschlossen (Vfw GmbH). Weiter sind wir Lizenznehmer der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) sowie Nutzer des Gemeinsamen Rücknahmesystems Batterien (GRS).

Finanz- und Vermögenslage

Das Grundkapital der Hyrican AG beträgt zum Stichtag EUR 4,4 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt bei ca. 83 %. Dieser Umstand versetzt uns in die Lage, als kompetenter Systempartner anerkannt zu werden. Aufgrund der kontinuierlichen Gewinnsituation verfügt die Hyrican AG generell über gute Ratings.

Im Anlagevermögen gab es im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Umlaufvermögen resultiert stichtagsbezogen im Wesentlichen aus verlängerten Zahlungszielen. Die liquiden Mittel lagen zur Stichtagsbetrachtung bei EUR 23,6 Mio.

Verbindlichkeiten (aus Lieferung und Leistung) sanken im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres insgesamt um rd. EUR 0,5 Mio.

Der Cashflow i.e.S. beträgt TEUR 1.196. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt für 2011 TEUR 732, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR -84 und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch die Kapitalerhöhung und die Dividendenausschüttung in 2011 TEUR 920. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 23.576 (Vj. TEUR 22.008).

Ertragslage

Wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage (EBT 31. Dezember 2011 EUR 1,56 Mio. (Vj. EUR 1,3 Mio.) hatten ein geändertes Marktverhalten, die Verbesserung des Finanzergebnisses, sowie eine Steigerung der Rohertragsmargen. Dagegen führten restriktive Kreditvergaben, die Kursentwicklung des Dollars sowie die Nichtbelieferungsmöglichkeit einiger Kunden zu Umsatzrückgang und Ergebnisbelastungen. Das Finanzergebnis für das abgelaufene Wirtschaftsjahr betrug TEUR 347 (Vj. TEUR 228).

Die Einführung von Urheberrechtsabgaben auf PCs, Notebooks und Server nach dem UrhG n. F. belastete das Jahresergebnis erheblich. Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Risikohinweise zur Urheberrechtsabgabe im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“.

Für alle bewertbaren Risiken ist im Jahresabschluss 2011 ausreichend Vorsorge getroffen. Das bewährte Bonitätsscreening wird unverändert fortgeführt. Liquiditätsengpässe waren nicht gegeben.

Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Die Auswirkungen des Abschwungs der Welt- und Binnenwirtschaft und der fehlende nachhaltige Reformwille in Deutschland lassen sich hinsichtlich der Investitionen im privaten und gewerblichen Bereich nicht abschließend beurteilen. Wir gehen davon aus, dass wesentliche direkte Kosten (Beiträge zur Sozialversicherung) und indirekte Kosten (Versicherungen, Transporte, etc.) steigen und das laufende und zukünftige Jahresergebnis beeinflussen werden. Es bestehen erhebliche (importierte) Inflationsgefahren, gegen die es u. E. nur unzureichenden Schutz gibt.

Die Auswirkungen der Liquiditätskrise betreffen zahlreiche Marktteilnehmer, die von der Kreditvergabe der Banken abhängen; unser Unternehmen kann über die (erschwerte) Refinanzierung unserer Kunden stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

Ergebnisbelastende Effekte können sich bei weiteren Änderungen in der Steuer- und Sozialgesetzgebung ergeben. Insbesondere weitere Anhebungen der Hebesätze bei Gewerbe- und Grundsteuern sind zu erwarten.

Der US-Dollar ist volatil und beeinflusst auch die Einkaufspreise auf den Weltmärkten. Der Kursverlauf des US-Dollars kann zu Kostensteigerungen führen, die nur teilweise mittels Preiserhöhungen weitergegeben werden können.

Auch für das Jahr 2012 erwarten wir, wie in den vergangenen Jahren, einen Preis-/Absatzdruck. Mit unserem kundenorientierten System vom Angebot bis zur Realisierung sehen wir einen kostenbasierenden Wettbewerbsvorteil. Sollte dieser Kostenvorteil jedoch nicht mehr ausreichen, kann ein weiterer Rückgang in Umsatz und Ertrag nicht ausgeschlossen werden.

Wir sehen aufgrund unserer Vertriebswege und unserer Kostenstruktur Chancen, um weiterhin attraktiv für unsere Kunden zu bleiben. Kritisch kann der schleichende Vertrauensverlust in die Zahlungsfähigkeit von Kunden werden. Hierdurch wird unsere Geschäftstätigkeit und -strategie maßgeblich beeinflusst. Natürlich verändert sich auch unser Produktspektrum aufgrund des beschleunigten Technologiewechsels. Die Auswirkungen schlagen sich bereits in niedrigeren Durchschnittspreisen und Volumen nieder.

Die Konzentration auf Seiten der Lieferanten und der bonitätsstarken Kunden wird sich weiter beschleunigen.

Die kostenintensiven Verwertungsgesellschaften versuchen seit Jahren Urheberrechtsabgaben auf PCs, Medien und weitere Ein- und Ausgabegeräte einzufordern. Ungeachtet der Rechtslage sollen Abgaben auch auf Business-PCs erhoben werden. Dies führt zur Besorgnis, dass sich die Verbreitungsgeschwindigkeit von PCs insbesondere im geschäftlichen Bereich abschwächen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hersteller gegenüber dem Ausland – bspw. durch ausländische Online-Shops – leiden könnte. Der BGH hat am 2. Oktober 2008 das Urteil des OLG München vom 16. Dezember 2006 aufgehoben und eine Abgabe auf PCs, Notebooks und Server verneint. Erfreulicherweise hat sich der BGH auch im Verfahren VG Wort ./. HP unsere Rechtsauffassung zu Eigen gemacht und eine pauschale Vergütung auf Drucker abgelehnt. Ebenfalls wurden die Anhörungsrügen gegen die VG Wort abgewiesen. Das Bundesverfassungsgericht hat aufgrund der fehlenden Vorlage an den EuGH die Rückweisung der Verfahren an den BGH aufgegeben. Letztendlich hat der EuGH im Urteil vom 21. Oktober 2010 (Az. C-467_08 SGAE ./. Padawan) entschieden, dass Abgaben auf Geschäfts-PCs nicht rechtskonform sind.

Das Ergebnis findet sich auch in der Nutzerstudie Infratest v. März 2008 wieder, in der der Anteil mit dem Geschäfts-PC erstellten Kopien nur zu maximal 0,025 % urheberrechtlich relevant ist. Diese Ergebnisse finden sich in der von uns mitfinanzierten Schiedsstellenstudie wieder.

Mit Beschluss vom 30. November 2011 hat der BGH unter AZ I ZR 59/10 das Teilurteil gegen unser Unternehmen aufgehoben und den Rechtsstreit an das OLG zurückverwiesen. Zieht man neben der Unbegründetheit der Abgabenforderung in Betracht, dass bereits pro PC EUR 9,21 EUR bezahlt werden, kann das OLG aufgrund des Kumulierungsverbotes (siehe Urteil Kopierstationen) keine weiteren Abgaben für den PC bestätigen. Es ist zu hoffen, dass der Gesellschaft aus dem ZPÜ-Verfahren für die Vergangenheit keine größeren Belastungen entstehen. Zwischenzeitlich sind jedoch erhebliche Beträge für die Verauslagung von Gerichts- und Verfahrenskosten zu leisten. Inwieweit unsere damit verbundenen Kosten erstattungsfähig sind, hängt von weiteren Verfahren ab.

Aufgrund der Gültigkeit der Brenner-Tarifes als Übergangsregelung (§ 27 UrhWnG) sind rd. EUR 9,21 für Consumer-PCs veranschlagt. Mit Wirkung Mai 2010 wurde der Tarif rückwirkend zum 1. Januar 2008 auf EUR 1,875 gesenkt. Im Rahmen des aktuellen Schiedsstellenverfahrens ist ein dem neuen Urheberrechtsrechtsgesetz entsprechender Tarif zu vereinbaren. Dabei ist der Nachweis von Seiten der Verwertungsgesellschaften zu führen, warum neue höhere Abgaben auf Consumer- und auch auf Business-PCs zu leisten sein sollen. Dem vor der Schiedsstelle geführten Verfahren nach neuem Recht kommt also eine wesentliche Bedeutung für die nutzungsorientierte Abgabenbelastung zu. Es ist auch vollkommen unverständlich, warum Tablet-PCs, die genau der Tariferklärung entsprechen, bisher nicht in die Abgabenpflicht einbezogen wurden. Die Diskriminierung einzelner Produktgruppen betrifft besonders den Desktop-Bereich.

Vorsorglich wurden soweit abschätzbar Rückstellungen entsprechend der neuen Rechtslage gebildet. Ein Mittelabfluss ist in 2012 zu erwarten.

Die Entwicklung der Energiekosten (Strom und Gas) könnte zu Kostenerhöhungen bei Beschaffung und Absatz führen. Eine alternative Energieversorgung ist daher zu prüfen.

Die zunehmende Bürokratisierung und die zusätzlichen gesetzlichen Vorschriften für am Kapitalmarkt gelistete Unternehmen, welche die Mittelstandsunternehmen unausgewogen belasten, könnte ein Delisting erforderlich machen, um die kostenbasierte Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das wäre insbesondere der Fall, wenn die Kosten und Einschränkungen durch die wachsenden Auflagen den Nutzen des Verbleibs am Kapitalmarkt übertreffen.

Aus technologischer Sicht hängt unsere Produktweiterentwicklung von Intel, AMD, Microsoft, Samsung, MSI, Philips, ASUS, NVIDIA, u. a. ab. Diese Abhängigkeit betrifft aber auch andere Wettbewerber.

Aufgrund des Fach- und Führungskräftemangels in der IT-Branche sehen wir verstärkt die Gefahr, dass Schlüsselpersonen aufgrund von Abwerbungen von Wettbewerbsunternehmen oder aus sonstigen Gründen das Unternehmen verlassen könnten. Der Verlust einzelner oder mehrerer Personen wäre kurzfristig nicht auszugleichen und die Erreichung der gesteckten Ziele würde erheblich erschwert oder stark verzögert.

Den identifizierten Risiken treten wir mit einem auf unser Unternehmen zugeschnittenen Risikomanagementsystem entgegen. Dabei werden die wesentlichen Bereiche in regelmäßigen Abständen einem Monitoring unterzogen. Die Kontrolle der Ergebnis- und Liquiditätssituation erfolgt täglich. Zusätzliche Risiken, die die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen können, sind derzeit nicht bekannt.

Chancen der künftigen Entwicklung

Aufgrund der kurzlebigen Spezifikationen sehen wir den Faktor Geschwindigkeit zu unseren Gunsten. Zudem führen unsere Vertriebswege direkt zum Kunden, so dass unsere Kostenstruktur einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil bedeutet.

Unsere starke Innenfinanzierungskraft versetzt uns in die Lage, bankenunabhängig umfangreiche Projekte akquirieren zu können.

Es ist nach wie vor unsere Philosophie, nur solche Projekte zu realisieren, die den Umsatz und Ertrag nachhaltig steigern. Dazu haben wir mit weiteren Kunden, engagierten Mitarbeitern und Produkten & Services für die nächsten Jahre die Plattform geschaffen, um unsere Unternehmensziele zu erreichen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Im Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Hyrican Informationssysteme AG beschlossen, eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts um 400.000 Stückaktien mit voller Dividendenberechtigung ab dem 1. Januar 2011 durchzuführen. Die 400.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien (10 % des Grundkapitals) wurden im Rahmen einer Privatplatzierung gezeichnet. Das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 4.000.000,00 erhöhte sich damit um EUR 400.000,00 auf EUR 4.400.000,00. Die Eintragung ins Handelsregister ist erfolgt. Zu anderen Ereignissen nach dem Abschlussstichtag verweisen wir auf den Abschnitt „Nachtragsbericht“.

Die gerichtliche Auseinandersetzung der Hyrican Informationssysteme AG mit der ZPÜ ist im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“ beschrieben.

Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.

Sicherungsgeschäfte und derivative Finanzinstrumente nach § 289 (2) HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Nachtragsbericht

Die Hyrican Informationssysteme AG hat im Januar 2012 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Sacheinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durchgeführt. Im Wege dieser Sachkapitalerhöhung wurden 450.000 neue Aktien mit Gewinnberechtigung ab 1. Januar 2012 ausgegeben. Gegenstand der Sacheinlage ist die Einbringung sämtlicher Geschäftsanteile an der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH mit Sitz in Kindelbrück. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 20. Januar 2012 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nunmehr EUR 4.850.000,00 und ist in 4.850.000 Aktien eingeteilt.

Mit der Übernahme sämtlicher Geschäftsanteile an der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH verfolgt die Hyrican Informationssysteme AG die Verbesserung der Positionierung am Markt. Vor diesem Hintergrund wertet die Gesellschaft die Kapitalerhöhung als eine zeitgerechte, strategisch wichtige und in ihrem wohlverstandenen Interesse liegende Transaktion.

Mit diesen Kapitalmaßnahmen beabsichtigt unser Unternehmen, die geplanten (großvolumigen) Projekte zu begleiten, um mittelfristig wieder deutliche Ertragssteigerungen erreichen zu können.

Eine Aktionärin hat am 17. Februar 2012 eine Feststellungsklage gegen den Beschluss des Vorstands vom 8. Dezember 2011 über die Ausübung des genehmigten Kapitals im Rahmen einer Barkapitalerhöhung sowie den Beschluss des Vorstands vom 28. Dezember 2011 über die Ausübung des genehmigten Kapitals durch Erhöhung des Grundkapitals gegen Sacheinlage sowie die jeweiligen Zustimmungsbeschlüsse des Aufsichtsrats erhoben. Die mit der Prozessvertretung beauftragte Kanzlei ist der Auffassung, dass sich die Gesellschaft mit überwiegenden Erfolgsaussichten gegen die Klage verteidigen wird. Die Kapitalerhöhungen sind bereits eingetragen.

Andere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf den Jahresabschluss ergaben sich nicht.

Änderung der Aktionärsstruktur

Aufgrund der Mitteilung des bisherigen Hauptaktionärs Peter Wicht vom 26. Oktober 2011 wurde der Hyrican Informationssysteme AG mitgeteilt, dass sein Anteil am Grundkapital der Hyrican Informationssysteme AG mit Wirkung des 26. Oktober 2011 von 32,5 % auf 0 % gesunken ist und ihm somit keine Stimmrechte mehr zuzurechnen sind. Des Weiteren wurde uns mit Schreiben der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Heidelberg vom 27. Oktober 2011 mitgeteilt, dass die:

1. Deutsche Balaton Aktiengesellschaft

Ziegelhäuser Landstraße 1, 69120 Heidelberg, Deutschland
2. VV Beteiligungen Aktiengesellschaft

Ziegelhäuser Landstraße 1, 69120 Heidelberg, Deutschland
3. DELPHI Unternehmensberatung Aktiengesellschaft

Ziegelhäuser Landstraße 1, 69120 Heidelberg, Deutschland
4. Wilhelm Konrad Thomas Zours

Werragasse 9, 69120 Heidelberg, Deutschland

die Stimmrechte übernommen haben. Die Mitteilungspflichtigen teilten uns in eigenem Namen sowie jeweils aufgrund privatschriftlicher Vollmacht der Mitteilungspflichtigen Ziffern 2. bis 4. mit:

Der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft gehört, ohne Hinzurechnung von Aktien nach § 20 Abs. 2 AktG, unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der Hyrican Informationssysteme AG (Mitteilung gemäß § 20 Abs. 1, 3 AktG), sowie mittelbar über die o. g. zuzurechnenden Gesellschaften und Privatperson (bzw. mehr als der vierte Teil der Anteile der Hyrican Informationssysteme AG ((Mitteilung gemäß § 21 Abs. 1 AktG) mittelbar über die o. g. zuzurechnenden Gesellschaften und Privatperson).

Forschung und Entwicklung

Die Hyrican Informationssysteme AG betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung bei Grundlagentechnologien. Wir arbeiten jedoch eng mit den Technologieführern zusammen und partizipieren somit ständig an den neuesten Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung. Entsprechend dem Geschäftsmodell ist es unser Ziel, die innovativen Technologien der Marktführer zügig zu integrieren und unseren Kunden zugänglich zu machen.

Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen. Als Betriebsstätte dienen ausschließlich die eigenen Betriebsimmobilien in Kindelbrück.

Notierung

Ab dem 1. September 2009 erfolgt die Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr (M:access) der Bayerischen Börse München.

Vergütungssystem

Aufgrund des Widerrufs der Zulassung der auf den Inhaber lautenden Stammaktien zum Regulierten Markt und damit dem Wechsel zur Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG. Zudem wurde auf der Hauptversammlung vom 28. April 2006 beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB unterbleiben.

Geschäftsgang und Aussichten

Der deutsche IT-Markt wird im umsatzstarken, aber margenschwachen Consumerbereich von multinationalen Unternehmen dominiert. Aufgrund unseres Ergebnisanspruches konzentriert sich unser Unternehmen auf den professionellen Bereich.

Den gesamtwirtschaftlichen und sonstigen Herausforderungen im Jahr 2012 werden wir uns unter strikter Beibehaltung solider kaufmännischer Prinzipien stellen.

Die Sachverständigengutachten gehen von einem marginalen Wirtschaftswachstum für 2012 aus. Die technologischen Megatrends und die ungelösten Folgen der Finanz- und Währungskrise stellen uns wie auch die IT-Branche vor erhebliche Herausforderungen, die ohne Beispiel sind. Ob die oben erwähnten Prognosen Bestand haben, hängt von Faktoren ab, die außerhalb der Beeinflussbarkeit eines Mittelstandsunternehmens liegen.

Die Angebotsvorlaufphasen werden zwar noch länger und die Bearbeitung insbesondere für die geplanten neuen Produkte und Projekte noch anspruchsvoller; aber wir sind sicher, dass sich letztendlich die stetige Qualitätsorientierung mittelfristig auszahlen wird.

Aufgrund der in 2011 begonnenen neuen Projekte sowie des bisher guten Jahresbeginns sehen wir dem Jahr 2012 mit guten Erwartungen entgegen. Wir planen für das Geschäftsjahr Umsätze in Höhe über 30 Mio. EUR. Für das Folgejahr erwarten wir eine weitere Umsatzsteigerung. Mittelfristig sollen wieder deutlich über 50 Mio. Euro Umsatz erzielt werden. Darüber hinaus erwarten wir über unser Tochterunternehmen, der Hyrisan Concepte und Produkte GmbH, durch Einführungen neuer Produktgruppen zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge. Korrespondierend zur Umsatzentwicklung erwarten wir bei Eintritt der positiv wirkenden Planungsprämissen für die nächsten beiden Geschäftsjahre auch moderat steigende Jahresergebnisse.

Aus zahlreichen Projektanfragen ist schon jetzt erkennbar, dass eine deutliche Verlängerung der Debitorenlaufzeiten als Vertragsbestandteil gewünscht wird. In Abhängigkeit von der Bonitätsbewertung und den Ertragsaussichten werden wir uns dem nicht verschließen. Für die geplante Entwicklung sind wir mit unserer Finanzkraft auch mit der Finanzierung unterjähriger Projekte gut aufgestellt.

Kindelbrück, 24. Februar 2012

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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EUR EUR 31.12.2010

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 7.164,00 9
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 528.993,58 552
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.342,00 71
629.335,58 623
636.499,58 632
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.688.787,78 1.185
2. Fertige Erzeugnisse 319.443,45 1.969
2.008.231,23 3.154
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.678.865,26 3.344
2. Sonstige Vermögensgegenstände 440.990,16 510
5.119.855,42 3.854
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 23.575.792,09 22.008
30.703.878,74 29.016
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.467,93 8
31.348.846,25 29.656
Passiva
EUR EUR 31.12.2010

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.400.000,00 4.000
II. Kapitalrücklage 7.445.925,26 6.046
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 158.744,37 159
2. Andere Gewinnrücklagen 617.613,92 618
IV. Bilanzgewinn 13.361.789,06 13.128
25.984.072,61 23.951
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 51.986,00 45
2. Steuerrückstellungen 192.425,61 412
3. Sonstige Rückstellungen 1.792.400,00 1.650
2.036.811,61 2.107
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.836.176,86 3.365
2. Sonstige Verbindlichkeiten 491.785,17 226
davon aus Steuern EUR 464.799,36 (Vj. TEUR 205)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 9.371,20 (Vj. TEUR 10)
3.327.962,03 3.591
D. Latente Steuerschulden 0,00 7
31.348.846,25 29.656

Gewinn- und Verlustrechnung für 2011

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EUR EUR 2010

TEUR
1. Umsatzerlöse 26.285.586,07 28.641
2. Erhöhung (+)/ Verminderung (-) des Bestands an fertigen Erzeugnissen - 255.204,02 244
3. Sonstige betriebliche Erträge 263.935,70 481
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 148.509,89 (Vj. TEUR 158)
26.294.317,75 29.366
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.784.793,56 23.568
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.023.365,61 1.925
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.140.574,20 1.331
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 153.298,85 178
davon für Altersversorgung EUR 11.513,65 (Vj. TEUR 13)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 75.344,62 98
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 898.598,12 1.188
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 190.695,67 (Vj. TEUR 207)
25.075.974,96 28.288
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 358.604,29 239
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.396,99 11
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 11.396,99 (Vj. TEUR 11)
347.207,30 228
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.565.550,09 1.306
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 446.205,41 348
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 7.301,00 (Vj. TEUR 3)
12. Sonstige Steuern 5.646,40 5
451.851,81 353
13. Jahresüberschuss 1.113.698,28 953
14. Gewinnvortrag 12.248.090,78 12.175
15. Bilanzgewinn 13.361.789,06 13.128

Anhang für 2011

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG/AktG und des Gesellschaftsvertrags/der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 sind ab dem 1. Januar 2011 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden.

Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2010 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Unfertige Erzeugnisse sind zum 31. Dezember 2011 nicht vorhanden.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf risikobehaftete Posten waren nicht erforderlich. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode („Projected Unit Credit“ Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,13 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 3 % berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht gebildet worden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden grundsätzlich verrechnet. Zum 31. Dezember 2011 ergeben sich keine latenten Steuern.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.679 3.344
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 441 510
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (355) (377)
5.120 3.854

Wesentliche Einzelposten der sonstigen Vermögensgegenstände waren zum 31. Dezember 2011 die insolvenzsichere Garantiegestellung nach dem ElektroG (TEUR 230), Anspruch auf Auszahlung von Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 159) sowie Ansprüche aus im Folgejahr abziehbarer Vorsteuern. Zum Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen verweisen wir im Anhang auf den Abschnitt "Pensionsrückstellungen".

Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind Abgrenzungen für gezahlte Versicherungsbeiträge.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.400.000,00 und ist eingeteilt in 4.400.000 Stückaktien zu je EUR 1.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. April 2013 durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht mit der Maßgabe eingeräumt, dass die Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, diese den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Im Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Hyrican Informationssysteme AG beschlossen, eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts um 400.000 Stückaktien mit voller Dividendenberechtigung ab dem 1. Januar 2011 durchzuführen. Die 400.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien (10 % des Grundkapitals) wurden im Rahmen einer Privatplatzierung gezeichnet. Das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 4.000.000,00 erhöhte sich damit um EUR 400.000,00 auf EUR 4.400.000,00. Die Eintragung ins Handelsregister ist erfolgt.

Das genehmigte Kapital betrug zum Stichtag 31. Dezember 2011 nach teilweiser Ausschöpfung noch 1.600.000 EUR.

Die Hyrican Informationssysteme AG hat im Januar 2012 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Sacheinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durchgeführt. Im Wege dieser Sachkapitalerhöhung wurden 450.000 neue Aktien mit Gewinnberechtigung ab 1. Januar 2012 ausgegeben. Gegenstand der Sacheinlage ist die Einbringung sämtlicher Geschäftsanteile an der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH mit Sitz in Kindelbrück. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 20. Januar 2012 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nunmehr EUR 4.850.000,00 und ist in 4.850.000 Aktien eingeteilt. Das genehmigte Kapital betrug danach am 20. Januar 2012 nach teilweiser Ausschöpfung noch 1.150.000 EUR.

Mit der Übernahme sämtlicher Geschäftsanteile an der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH verfolgt die Hyrican Informationssysteme AG die Verbesserung der Positionierung am Markt. Vor diesem Hintergrund wertet die Gesellschaft die Kapitalerhöhung als eine zeitgerechte, strategisch wichtige und in ihrem wohlverstandenen Interesse liegende Transaktion.

Pensionsrückstellungen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

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TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 241
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 189
Verrechnete Aufwendungen 20
Verrechnete Erträge 13

Übrige Rückstellungen

Steuerrückstellungen auf Ertragsteuern wurden für Gewerbesteuer TEUR 192 (Vj. TEUR 188) gebildet.

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuerschulden aus der Anpassungsbilanz wurden in der Gewinnrücklage ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche (TEUR 140; Vj. TEUR 190), Kundenskonti/Boni (TEUR 195; Vj. TEUR 180) und Personalaufwendungen (TEUR 94; Vj. TEUR 100) sowie für Urheberrechtsabgaben nach dem UrhG n. F. gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht oder im nicht wesentlichen Umfang vor.

Außerbilanzielle Geschäfte

Wesentliche außerbilanzielle Geschäfte liegen nicht vor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

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2011 2010
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen
nach Regionen
Inland 25.868 98,4 27.938 97,5
EG-Länder 397 1,5 603 2,1
Drittländer 21 0,1 101 0,4
26.286 100,0 28.641 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 264 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Kurdifferenzen (TEUR 148) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 52).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Ausgewiesen werden im Wesentlichen die Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 236, der Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 13 sowie Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 198 für das Geschäftsjahr 2011.

Jahresüberschuss/Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:

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EUR
Vortrag 1. Januar 2011 13.128.090,78
Gewinnausschüttung 2010 880.000,00
Gewinnvortrag nach Ausschüttung 12.248.090,78
Jahresüberschuss 2011 1.113.698,28
Stand 31. Dezember 2011 13.361.789,06

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Herr Hans-Joachim Rust, Gau-Algesheim Vorsitzender

Leiter Risikomanagement der MCE Bank GmbH
Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG
Herr Uwe Lichtenhahn, Mannheim

stellvertretender Vorsitzender

Sparkassendirektor, seit 1. Juli 2002 im Ruhestand

Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrates der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG
Herr Klaus Ehrich, Winkel

Mitglied des Aufsichtsrats

Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer der Klaus Ehrich GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Es bestanden keine Mitgliedschaften in weiteren Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Für die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 wurden TEUR 23 aufgewendet. Aktienoptionsprogramme für Aufsichtsräte bestehen nicht.

Vorstand

Herr Michael Lehmann Vorstandsvorsitzender

geschäftsansässig in Kindelbrück
Herr Sven Lüttig Vorstand Ressort Controlling und Personal

geschäftsansässig in Kindelbrück

Gesamtbezüge des Vorstandes

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf insgesamt TEUR 407. Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstandes bestehen nicht. Aufgrund der Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG. Zudem wurde auf der Hauptversammlung vom 28. April 2006 beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB unterbleiben.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführung):

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2011 2010
Gewerbliche Arbeitnehmer 23 26
Angestellte 11 11
34 37
Auszubildende 1 2
35 39

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 13.361.789,06 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,25 (Vj. EUR 0,22) je Stückaktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital in Höhe von EUR 4.400.000,00.

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Bilanzgewinn EUR 13.361.789,06
Ausschüttung für 4,4 Mio. Stückaktien EUR 1.100.000,00
Gewinnvortrag nach Ausschüttung EUR 12.261.789,06

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

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TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 22
Steuerberatungsleistungen 3
25

Kindelbrück, 24. Februar 2012

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2011

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 375.177,25 8.213,73 0,00 383.390,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.079.971,87 0,00 0,00 1.079.971,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.748,57 0,00 0,00 38.748,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 985.569,95 72.979,89 47.968,12 1.010.581,72
2.104.290,39 72.979,89 47.968,12 2.129.302,16
2.479.467,64 81.193,62 47.968,12 2.512.693,14

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Kumulierte Abschreibungen
01.01.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 365.983,25 10.243,73 0,00 376.226,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 527.970,29 23.008,00 0,00 550.978,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.748,57 0,00 0,00 38.748,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 914.789,95 42.092,89 46.643,12 910.239,72
1.481.508,81 65.100,89 46.643,12 1.499.966,58
1.847.492,06 75.344,62 46.643,12 1.876.193,56

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Buchwerte
31.12.2011

EUR
31.12.2010

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 7.164,00 9
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 528.993,58 552
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.342,00 71
629.335,58 623
636.499,58 632

Rechtliche Verhältnisse

1. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Satzung

Die Hyrican Informationssysteme AG ist im Handelsregister von Jena unter HRB Nr. 110414 eingetragen.

Es gilt die Satzung in der Fassung vom 16. Januar 2012.

Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik, die Produktion von Hard- und Software, der Handel mit Erzeugnissen der vorgenannten Art und die Erbringung von Dienstleistungen aller Art in den Bereichen Systementwicklung und Systemberatung. Die Gesellschaft ist befugt, Unternehmensverträge i. S. v. §§ 291 f. AktG – auch mit Ergebnisausschluss –abzuschließen.

Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu errichten oder bestehende zu erwerben oder sich an diesen zu beteiligen und die Geschäftsführung in solchen Unternehmen auszuüben, sowie sämtliche Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, den Zweck und die Unternehmung der Gesellschaft zu fördern.

Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Grundkapital

Das Grundkapital besteht aus 4.400.000 Stückaktien zum Nennwert von EUR 1,00, die auf den Inhaber lauten.

Der Vorstand ist berechtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 29. April 2013 durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 1.600.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht mit der Maßgabe eingeräumt, dass die Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, diese den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Die Aktien der Gesellschaft wurden bis 31. August 2009 am geregelten Markt der Bayrischen Börse München (Marktsegment "M:access") sowie an allen deutschen Börsen im Freiverkehr gehandelt. Ab 1. September 2009 erfolgt die Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr (Marktsegment: "M:access") der Bayerischen Börse München. Es liegt demnach keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG mehr vor. Nach den Regeln dieses Marktes berichtet die Gesellschaft unterjährig im Rahmen eines Emittentenberichtes auf ihrer Website. Darüber hinaus müssen corporate news, die wegen ihrer Auswirkung auf die Vermögens- oder Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsverlauf geeignet sind, den Börsenpreis erheblich zu beeinflussen, unverzüglich auf der Website sowie eine zur Verbreitung von Unternehmensinformationen anerkannte Agentur veröffentlicht werden.

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft, Kindelbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkennt-nisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Erfurt, 24. Februar 2012

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Schiffmann, Wirtschaftsprüfer

Bätz, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 nach Gesetz und Satzung überwacht und beratend begleitet.

Der Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres in insgesamt vier Sitzungen, darüber hinaus im Wege der Telefonkonferenz anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands über:

die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung (insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung), sowie auf Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen unter Angabe von Gründen,
die Rentabilität der Gesellschaft, insbesondere die Rentabilität des Eigenkapitals,
den Gang der Geschäfte, insbesondere den Umsatz und die Lage der Gesellschaft,
Vorgänge, die für die Rentabilität und Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sein können, unterrichten lassen.

Der Jahresabschluss der Hyrican Informationssysteme AG zum 31.12.2011 sowie Lagebericht der Gesellschaft haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie sind mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Erfurt, versehen worden.

Dem Aufsichtsrat wurde der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns unterbreitet.

Die Prüfungs- und Überwachungshandlungen des Aufsichtsrats führten zu keinen Einwendungen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit und ihren Einsatz.

Kindelbrück, im Mai 2012

Für den Aufsichtsrat

Hans Joachim Rust, Aufsichtsratsvorsitzender

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