Annual Report • May 21, 2010
Annual Report
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Das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2009 hat gezeigt, dass die fehlenden strukturellen Reformen der Finanz- und Wirtschaftskrise zusätzliche Schärfe verliehen und damit den Abwärtstrend unnötig beschleunigten.
Insbesondere die deutschen mittelständischen IT-Unternehmen stehen dem Kostendruck der im Ausland produzierenden Konkurrenz, der zunehmenden Bürokratisierung und den verkrusteten Verwertungsmonopolen teilweise hilflos gegenüber. Erst wenn sich daran strukturell etwas ändert, gehen wir von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus.
Auf Hersteller- und auf Abnehmerseite hält die Konzentration unvermindert an. Der Trend zu mobilen Geräten wird weiterhin den Produktabsatzmix beeinflussen, so dass das Angebotsprofil des Unternehmens dem gerecht werden muss.
Der Umsatzrückgang 2009 begründet sich u. a. auch mit dem Rückgang der Auftragsbestellung von öffentlich-rechtlichen und privaten Unternehmen. Die allgemeinen Kosten erhöhten sich dagegen aufgrund der Zunahme beratungs- und betreuungsintensiverer Vorgänge.
Während weltweit im Jahr 2009 die PC Absätze um etwa drei Prozent, insbesondere durch den starken Absatzzuwachs im vierten Quartal (+ 15,2 %) gestiegen sind, sanken die PC Verkäufe gegenüber 2008 in der Region Europa, Nahost und Afrika (EMEA) um 5,3 %, so die Marktforscher von IDC.
Allerdings waren die verkauften Stückzahlen in erster Linie den niedrigpreisigen Note- und Netbooks zu verdanken. So sind im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut die Durchschnittspreise und die erwirtschafteten Margen je PC zurückgegangen.
Der Absatz von Desktop-PCs brach nach den Marktforschern von IDC im Jahr 2009 in der EMEA-Region um über 13 % ein. Ein weiteres Problem ist die anhaltend geringe Nachfrage im Businessbereich.
Das Geschäftsjahr 2009 war wieder durch einen hart geführten Wettbewerb mit teilweise ruinösen Preiskämpfen gekennzeichnet. Die Margensituation blieb weiter ange- spannt.
Trotz der beschriebenen Faktoren hat unser Unternehmen das Geschäftsjahr 2009 mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen.
| • | Umsatz 2009: EUR 37,5 Mio. (Vorjahr: EUR 58,3 Mio.) |
| • | Gewinn vor Steuern 2009: EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 4,4 Mio.) |
| • | Jahresüberschuss 2009: 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.) |
Wie in den Vorjahren orientieren sich die Kunden an den unteren Preisgrenzen für Produkte und Dienstleistungen.
Die Fokussierung auf zahlreiche gewerbliche Abnehmer hat uns geholfen, unsere geplante Rendite auch mit weniger Umsatz zu realisieren. Im Rahmen der jeweiligen Bonitätskriterien werden wir versuchen, die Anzahl dieser Abnehmer zu halten und bei günstiger wirtschaftlicher Entwicklung auszubauen.
Für 2010 werden wir neben den OEM-Plattformen ausnahmslos Markenartikel der führenden Hersteller verwenden.
Zur Realisierung der Aufträge bedienen wir uns der Partnerverträge mit Philips, Intel, Microsoft, Samsung usw. Weitere Geschäftsbeziehungen bestehen u. a. mit AMD und Gigabyte.
Das Standardbetriebssystem Windows Vista wurde Ende des abgelaufenen Geschäftsjahr durch Windows® 7 abgelöst.
Die Internetfähigkeit der PCs erfordert die vollständige Integration von Kommunikationsschnittstellen. Der Trend zu mehr Ausstattung in Grafik, Arbeitsspeicher, High Definition Standard und Interkonnektivität hält unvermindert an. Hierbei wird die Nachfrage nach energiesparenden Systemen und geräuscharmen Lösungen weiter zunehmen.
Die technischen Entwicklungsrichtungen werden auch für 2010 Multi-Core Prozessoren, skalierbare Grafiklösungen (CrossFire/SLI) sowie die RAID-Systeme bestimmen.
Aufgrund der überwiegenden Auftragsfertigung wurden alle wesentlichen Aufträge termingerecht erledigt. Auftragsüberhänge vom Jahr 2009 zu 2010 waren nicht vorhanden.
Weitere Investitionen und Umstellungen führten zu effizienteren innerbetrieblichen Abläufen. Die Selektion der leistungsfähigen Lieferanten und die Wareneingangsprüfung waren ein probates Mittel, um eine gute Eingangsqualität zu gewährleisten. Die erprobten Testverfahren behielten wir bei, um unseren Kunden eine verlässliche IT-Qualität anbieten zu können. Das Feedback über die hauseigene Service-Hotline ließ demzufolge kein signifikantes Ausfallverhalten erkennen.
Alle wesentlichen Bestellungen wurden ausnahmslos bei den führenden Herstellern oder über Distributoren erworben. Die Lieferanten gehören zu den Technologieführern. Längerfristige Engpässe hat es 2009 nicht gegeben. Kurzzeitig saisonbedingte Versorgungsengpässe waren vorhanden, hatten jedoch keine nennenswerten Auswirkungen auf Fertigstellungstermine.
Die zunehmende Konzentration hat deutliche Unwägbarkeiten in der Preisfindung verursacht. Auswirkungen auf die Ertragslage sind hierbei auch für 2010 zu erwarten.
Mit einigen wichtigen Lieferanten konnten die Bezugsbedingungen zumindest beibehalten werden. Aufgrund der derzeitigen Auskünfte der Lieferanten gehen wir für 2010 davon aus, dass keine nennenswerten Bezugsengpässe in der Beschaffung bestehen werden. Die Konzentration auf Lieferantenseite kann trotzdem verstärkt dazu führen, dass Qualitätsmängel in größeren Chargen aufgrund der technologischen Tiefe erst verspätet erkannt werden können. Die Kosten hierfür können eventuell nur bedingt auf die Lieferanten abgewälzt werden.
Wir haben die geplanten Investitionen im Wesentlichen vorgenommen, um Prozesse zu vereinfachen und die Kommunikationstechnik aufzurüsten.
Für das Jahr 2010 planen wir Investitionen in etwa der Höhe des Abschreibungsvolumens für Ersatzbeschaffungen zur Ablaufoptimierung und zur Instandhaltung. Weitere Investitionserfordernisse können sich aus dem Produkt- und Dienstleistungsmix ergeben.
Die Investitionen werden aus den verfügbaren flüssigen Mitteln (Innenfinanzierung) getätigt. Alle Vorhaben im Marketingbereich werden im Rahmen des Marketingbudgets veranschlagt. Langfristige Kreditaufnahmen sind auf der Basis der derzeitigen Umsatzplanung für 2010 nicht geplant.
Einer unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren sind unsere motivierten Mitarbeiter. Zum Bilanzstichtag befinden sich 3 Mitarbeiter in der Ausbildung. Außerdem erfolgen regelmäßige Weiterbildungen und training-on-the-job. Durch Trainings- und Praktikumsprogramme versuchen wir, weitere talentierte Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen.
Allen bekannten behördlichen Auflagen wurde 2009 Rechnung getragen. Die freiwillige betriebliche Unfallversicherung wird auch 2010 fortgeführt.
Unser Unternehmen versteht sich als „clean factory“. Die Heizungsanlage als einzige Emissionsquelle entspricht neuestem Standard und erfüllt die behördlichen Auflagen.
Die Produkte der Hyrican Informationssysteme AG erfüllen die am 7. Januar 2010 in Kraft getretene EuP-Richtlinie nach EG 1275/2008, Lot 6 (Standby-Verluste).
Am 1. Juni 2007 trat die Verordnung des Europäischen Parlaments und Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH), zur Schaffung einer Europäischen Agentur für chemische Stoffe und zur Änderung der Richtlinie 1999/45/EG in Kraft. Die Hyrican Informationssysteme AG ist als Hersteller von elektronischen Produkten im Sinne von REACH ein so genannter „nachgeschalteter Anwender“. Sie beziehen von uns ausschließlich nicht-chemische Produkte, Erzeugnisse.
Bei der Beschaffung achten wir generell auf die Angaben der Lieferanten in Bezug auf die Umweltverträglichkeit der Produkte und Produktionsprozesse. Diese müssen den gesetzlichen Auflagen entsprechen. In diesem Zusammenhang haben wir die europäischen Umweltrichtlinien RoHS mit Inkrafttreten zum 1. Juli 2006 umgesetzt.
Mit Wirkung zum 13. August 2005 trat die Elektronikschrottverordnung in Kraft. Wir erfüllen die Anforderungen zur gesetzlichen Registrierung bei der zuständigen Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (Registriernummer WEEE-Reg.-Nr. DE 58337660).
Daneben waren wir im Berichtsjahr zur Sicherstellung der Erfüllung der gesetzlichen Pflichten nach der neuen VerpackV einem bundesweit tätigen Dualen System angeschlossen (Vfw GmbH). Weiter sind wir Lizenznehmer der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) sowie Nutzer des Gemeinsamen Rücknahmesystems Batterien (GRS).
Das Grundkapital der Hyrican AG beträgt EUR 4,0 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt mit ca. 84 % deutlich über dem der Branche. Aufgrund der kontinuierlichen Gewinnsituation verfügt die Hyrican AG generell über gute Ratings.
Im Anlagevermögen gab es im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Die Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Umlaufvermögen resultiert stichtagsbezogen im Wesentlichen aus den rückläufigen Umsätzen. Die liquiden Mittel erhöhten sich zur Stichtagsbetrachtung auf EUR 22,97 Mio.
Die Erhöhung der Rückstellungen entspricht den zu erwartenden Belastungen aus Steuern, Urheberrechtsabgaben und sonstigen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten (aus Lieferung und Leistung) verringerten sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres insgesamt um EUR 2,1 Mio.
Der Cashflow i.e.S. beträgt TEUR 1.602. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt für 2009 TEUR 3.325, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR -23 und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch Dividendenausschüttung in 2009 TEUR -3.000. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 22.967 (Vj. TEUR 22.665).
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage (EBT 31. Dezember 2009 EUR 2,0 Mio./Vj. EUR 4,4 Mio.) hatten die durch die Finanzkrise eingebrochene Binnennachfrage, die Kursentwicklung des Dollars sowie die Steigerung einiger Kostenpositionen. Darüber hinaus führten restriktive Kreditvergaben sowie Insolvenzen bei unseren Kunden zum Umsatzrückgang und Ergebnisbelastungen.
Das Finanzergebnis für das abgelaufene Wirtschaftsjahr betrug TEUR 300 (Vj. TEUR 786).
Die Einführung von Urheberrechtsabgaben auf PCs, Notebooks und Server nach dem UrhG n. F. belastete das Jahresergebnis erheblich. Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Risikohinweise zur Urheberrechtsabgabe im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“.
Für alle bewertbaren Risiken ist im Jahresabschluss 2009 ausreichend Vorsorge getroffen. Das bewährte Bonitätsscreening wird unverändert fortgeführt. Liquiditätsengpässe waren nicht gegeben.
Die Auswirkungen der in Deutschland eingeleiteten Wachstumsmaßnahmen lassen sich hinsichtlich der Investitionen im privaten und gewerblichen Bereich absolut nicht beurteilen. Wir gehen davon aus, dass wesentliche indirekte Kosten (Versicherungen, Transporte, etc.) steigen werden und zukünftige Jahresergebnisse beeinflussen können.
Die Auswirkungen von BASEL II (Eigenkapitalvorschriften für Banken) betrifft unser Unternehmen derzeit nicht bzw. nur im geringen Ausmaß, da wir über ausreichend liquide Mittel verfügen.
Ergebnisbelastende Effekte können sich bei weiteren Änderungen in der Steuer- und Sozialgesetzgebung ergeben.
Der volatile US-Dollar kann die Einkaufspreise negativ beeinflussen. Der Kursverlauf des US-Dollars kann zu Kostensteigerungen führen, die nur teilweise mittels Preiserhöhungen weitergegeben werden können.
Auch für das Jahr 2010 erwarten wir, wie in den vergangenen Jahren, einen Preis-/ Absatzdruck. Mit unserem kundenorientierten System vom Angebot bis zur Realisierung sehen wir einen kostenbasierenden Wettbewerbsvorteil. Sollte dieser Kostenvorteil nicht mehr ausreichen, kann jedoch ein weiterer Rückgang in Umsatz und Ertrag nicht ausgeschlossen werden.
Wir sehen aufgrund unserer Vertriebswege, unserer Kostenstruktur und der flexiblen Anpassung im Personalbereich zusätzliche Wettbewerbsvorteile. Dennoch besteht die Gefahr, dass sich die teilweise ruinösen Preiskämpfe auch im nächsten Jahr fortsetzen werden, was unsere nachhaltige, profitable Unternehmensstrategie beeinträchtigen könnte. Als wesentlich sehen wir die Gefahr, dass einige Kunden nicht mehr beliefert werden können, sollte deren Bonität nicht mehr gegeben sein. Hierdurch würde unser Absatzerfolg erheblich beeinflusst.
Die Konzentration auf Seiten der Lieferanten und der bonitätsstarken Kunden wird sich weiter beschleunigen.
Die kostenintensiven Verwertungsgesellschaften versuchen seit Jahren Urheberrechtsabgaben auf PCs und weitere Ein- und Ausgabegeräte einzufordern. Ungeachtet der Rechtslage sollen Abgaben auch auf Business-PCs erhoben werden. Dies führt zur Besorgnis, dass sich die Verbreitungsgeschwindigkeit von PCs, insbesondere im geschäftlichen Bereich, abschwächen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Her- steller gegenüber dem Ausland – bspw. durch ausländische Online-Shops – leiden könnte.
Der für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des BGHs hat am 2. Oktober 2008 zudem entschieden, dass für PCs keine urheberrechtliche Vergütungspflicht nach § 54a Abs. 1 Satz 1 UrhG a. F. besteht, weil diese Geräte nicht im Sinne dieser Bestimmung zur Vornahme von Vervielfältigungen durch Ablichtung eines Werkstücks oder in einem Verfahren vergleichbarer Wirkung bestimmt sind (Urteil vom 2. Oktober 2008 – I ZR 18/06 – PCs). Es bleibt zu hoffen, dass schon das OLG München das angestrengte und u. E. rechtsmissbräuchliche Verfahren im nächsten Jahr abschlägig entscheiden wird.
Erfreulicherweise hat sich der BGH auch im Verfahren VG Wort ./. HP unsere Rechtsauffassung zu Eigen gemacht und eine pauschale Vergütung auf Drucker abgelehnt (Urteil vom 6. Dezember 2007 - I ZR 94/05). Ebenfalls wurden die Anhörungsrügen der VG Wort abgewiesen. Deren u. E. anhaltendem Rechtsirrtum bzw. -missbrauch zum Trotz reagierte die Verwertungsgesellschaft mit abzuweisenden Verfassungsbeschwerden.
Der österreichische Oberste Gerichtshof stellte in einem Urteil (4 Ob 115/05y) klar, dass für integrierte Festplatten in PCs und Notebooks etc. keine Vergütungspflicht besteht, da Festplatten in Computern „regelmäßig zu einem gewichtigen – und nicht zu vernachlässigenden – Teil für andere Zwecke als für die Vervielfältigung zum eigenen Gebrauch genutzt werden“. Das Ergebnis findet sich auch in der Nutzerstudie Infratest vom März 2008 wieder, in der der Anteil mit dem PC erstellte Kopien nur zu maximal 0,7 % urheberrechtlich relevant ist.
Zieht man neben der Unbegründetheit der Abgabenforderung in Betracht, dass bereits pro PC 9,21 EUR bezahlt werden, kann u. E. der Bundesgerichtshof aufgrund des Kumulierungsverbotes keine weiteren Abgaben für den PC bestätigen. Es ist daher davon auszugehen, dass der Gesellschaft aus dem ZPÜ-Verfahren für die Vergangenheit keine Belastungen entstehen. Zwischenzeitlich sind jedoch Gerichts- und Verfahrenkosten zu leisten.
Aufgrund der Gültigkeit des Brenner-LW-Tarifs als Übergangsregelung (§ 27 UrhWnG) sind rd. EUR 9,21 für Consumer-PCs veranschlagt. Dieser Tarif galt u. E. vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2009. Im Rahmen des aktuellen Schiedsstellenverfahrens ist ein dem neuen Urheberrechtsgesetzes entsprechender Tarif zu vereinbaren. Dabei ist der Nachweis von Seiten der Verwertungsgesellschaften zu führen, warum neue höhere Abgaben auf Consumer- und auch auf Business-PCs zu leisten sein sollen. Dem vor der Schiedsstelle geführten Verfahren nach neuem Recht kommt also eine wesentliche Bedeutung für die nutzungsorientierte Abgabenbelastung zu. Sollte sich der Bitkom-Verband wider Erwarten aus dem Verfahren zurückziehen, könnten auch höhere Abgaben streitig werden. Hyrican ist daher vorsorglich der ZITCO beigetreten, um mit gleichgesinnten mittelständischen Herstellern dem Abgabenwahn der Verwertungsgesellschaften Einhalt gebieten zu können.
Vorsorglich wurden, soweit abschätzbar, Rückstellungen entsprechend der neuen Rechtslage gebildet.
Sollten der Bundesgerichtshof, das Bundesverfassungsgericht und der EuGH dennoch der Rechtmäßigkeit und einer Rückwirkung dieser Abgabe zustimmen, können sich für die Gesellschaft Belastungen in Höhe von mehreren Millionen Euro ergeben.
Die Entwicklung der Energiekosten (Strom und Gas) könnte zu Kostenerhöhungen bei Beschaffung und Absatz führen.
Die zunehmende Bürokratisierung und die zusätzlichen gesetzlichen Vorschriften für am Kapitalmarkt gelistete Unternehmen, welche die Mittelstandsunternehmen unausgewogen belasten, könnte ein Delisting erforderlich machen, um die kostenbasierte Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das wäre insbesondere der Fall, wenn die Kosten und Einschränkungen durch die wachsenden Auflagen den Nutzen des Verbleibs am Kapitalmarkt übertreffen.
Aus technologischer Sicht hängt unsere Produktweiterentwicklung von Intel, AMD, Mi- crosoft, Samsung, MSI, Philips, ASUS, NVIDIA, u. a. ab. Diese Abhängigkeit betrifft aber auch andere Wettbewerber.
Den identifizierten Risiken treten wir mit einem auf unser Unternehmen zugeschnittenen Risikomanagementsystem entgegen. Dabei werden die wesentlichen Bereiche in regelmäßigen Abständen einem Monitoring unterzogen. Die Kontrolle der Ergebnis- und Liquiditätssituation erfolgt täglich. Zusätzliche Risiken, die die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen können, sind derzeit nicht bekannt.
Aufgrund der kurzlebigen Spezifikationen sehen wir den Faktor Geschwindigkeit zu unseren Gunsten. Zudem führen unsere Vertriebswege direkt zum Kunden, so dass unsere Kostenstruktur einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil bedeutet.
Unsere starke Innenfinanzierungskraft versetzt uns in die Lage, bankenunabhängig umfangreiche Projekte akquirieren zu können.
Es ist nach wie vor unsere Philosophie, nur solche Projekte zu realisieren, die den Umsatz und Ertrag nachhaltig steigern. Dazu haben wir mit weiteren Kunden, engagierten Mitarbeitern und Produkten & Services für die nächsten Jahre die Plattform geschaffen, um unsere Unternehmensziele zu erreichen.
Im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“ wurde bereits auf die Bestrebungen der Verwertungsgesellschaften in Bezug auf pauschale Urheberrechtsabgaben auf PCs, Notebooks und Server hingewiesen.
Der Auftragseingang ist im Vergleich zu den Vorjahren weniger einschätzbar und erfolgt daher in Höhe und Umfang äußerst kurzfristig.
Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.
Sicherungsgeschäfte und derivative Finanzinstrumente nach § 289 (2) HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Andere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf den Jahresabschluss ergaben sich nicht.
Die Hyrican Informationssysteme AG betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung bei Grundlagentechnologien. Wir arbeiten jedoch eng mit den Technologieführern zusammen und partizipieren somit ständig an den neuesten Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung. Entsprechend dem Geschäftsmodell ist es unser Ziel, die innovativen Technologien der Marktführer zügig zu integrieren und unseren Kunden zugänglich zu machen.
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen. Als Betriebsstätte dienen ausschließlich die eigenen Betriebsimmobilien in Kindelbrück.
Die Bayerische Börse München hat entsprechend dem Antrag der Hyrican Informationssysteme AG (ISIN DE0006004500) die Zulassung zum Regulierten Markt für die auf den Inhaber lautenden Stammaktien widerrufen. Der Widerruf wird mit Ablauf des 31. August 2009 wirksam. Ab dem 1. September 2009 erfolgt die Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr (M:access) der Bayerischen Börse München.
Aufgrund des Widerrufs der Zulassung der auf den Inhaber lautenden Stammaktien zum Regulierten Markt und damit dem Wechsel zur Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG. Zudem wurde auf der Hauptversammlung vom 28. April 2006 beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB unterbleiben.
Der deutsche IT-Markt wird im umsatzstarken, aber margenschwachen Consumerbereich von multinationalen Unternehmen dominiert. Aufgrund unseres Ergebnisanspruches konzentriert sich unser Unternehmen auf den öffentlich-rechtlichen und gewerblichen Bereich.
Für 2010 und 2011 rechnen wir mit weiter sinkenden Umsätzen und Abgabenbelastungen. Der technologische Wandel wird zukünftige IT-Investitionen beeinflussen. Auf kleinere Losgrößen bei der Auftragsvergabe müssen wir uns einstellen.
Dem gesamtwirtschaftlichen Abschwung in 2010 wird sich unser Unternehmen nicht entziehen können und uns vor erhebliche Herausforderungen stellen.
Kindelbrück, 19. Februar 2010
Der Vorstand
Aktiva
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| EUR | 31.12.2009 EUR |
31.12.2008 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Softwarelizenzen | 41.428,00 | 72 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten | 575.215,58 | 598 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 107.193,00 | 154 | |
| 682.408,58 | 752 | ||
| 723.836,58 | 824 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.172.518,96 | 2.947 | |
| 2. Fertige Erzeugnisse | 26.890,00 | 307 | |
| 2.199.408,96 | 3.254 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.455.550,17 | 4.024 | |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 676.882,11 | 1.553 | |
| 3.132.432,28 | 5.577 | ||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 22.966.574,14 | 22.665 | |
| 28.298.415,38 | 31.496 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 8.467,93 | 8 | |
| 29.030.719,89 | 32.328 | ||
| Passiva | |||
| EUR | 31.12.2009 EUR |
31.12.2008 TEUR |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 4.000.000,00 | 4.000 | |
| II. Kapitalrücklage | 6.045.925,26 | 6.046 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 158.744,37 | 159 | |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 605.532,10 | 606 | |
| IV. Bilanzgewinn | 13.574.974,44 | 15.111 | |
| 24.385.176,17 | 25.922 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 198.453,00 | 183 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 127.089,00 | 0 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 1.464.400,00 | 1.117 | |
| 1.789.942,00 | 1.300 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.388.139,27 | 4.525 | |
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 467.462,45 | 581 | |
| davon aus Steuern EUR 447.930,97 (Vj. TEUR 559) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 961,63 (Vj. TEUR 0) | |||
| 2.855.601,72 | 5.106 | ||
| 29.030.719,89 | 32.328 |
scroll
| EUR | 2009 EUR |
2008 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 37.471.937,75 | 58.303 | |
| 2. Erhöhung (+)/ Verminderung (-) des Bestands an fertigen Erzeugnissen | - 280.116,79 | 41 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 786.370,22 | 549 | |
| 37.978.191,18 | 58.893 | ||
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 30.208.528,03 | 45.407 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.144.500,37 | 5.047 | |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 1.571.589,49 | 1.964 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 235.372,04 | 328 | |
| davon für Altersversorgung EUR 16.855,56 (Vj. TEUR 16) | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 122.808,09 | 123 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.995.109,52 | 2.415 | |
| 36.277.907,54 | 55.284 | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 300.331,17 | 806 | |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 159,02 | 20 | |
| 300.172,15 | 786 | ||
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.000.455,79 | 4.395 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 532.294,43 | 1.101 | |
| 12. Sonstige Steuern | 4.555,30 | 5 | |
| 536.849,73 | 1.106 | ||
| 13. Jahresüberschuss | 1.463.606,06 | 3.289 | |
| 14. Gewinnvortrag | 12.111.368,38 | 11.822 | |
| 15. Bilanzgewinn | 13.574.974,44 | 15.111 |
Cashflow
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| 2009 TEUR |
2008 TEUR |
|
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Periodenergebnis | 1.464 | 3.289 |
| Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens | 123 | 123 |
| Zunahme (+) der langfristigen Rückstellungen | 15 | 14 |
| Cashflow i. e. S. | 1.602 | 3.426 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der kurzfristigen Rückstellungen | 475 | - 1.299 |
| Gewinn (–) aus Anlageabgängen | 0 | - 4 |
| Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | 3.498 | 7.544 |
| Zunahme (+)/Abnahme (–) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | - 2.250 | 384 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 3.325 | 10.051 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 0 | 4 |
| Auszahlungen (–) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | - 8 | - 59 |
| Auszahlungen (–) für Investitionen in das Sachanlagevermögen | - 15 | - 41 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 23 | - 96 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen (–) an Unternehmenseigner (Dividenden) | - 3.000 | - 4.400 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 3.000 | - 4.400 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) | 302 | 5.555 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 22.665 | 17.110 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 22.967 | 22.665 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Liquide Mittel | 22.967 | 22.665 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 22.967 | 22.665 |
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Wert EUR 150,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigt, ist im Wirtschaftsjahr ein Sammelposten nach steuerrechtlichen Vorschriften gebildet und Poolabschreibungen vorgenommen worden.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Abwertungen durch überdurchschnittliche Lagerdauer, geminderte Verwertbarkeit oder niedrigere Wiederbeschaffungskosten waren aufgrund des Auftragsbezuges und der sehr geringen Lagerreichweite nicht erforderlich.
Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei nur direkt zurechenbare Materialeinzelkosten und Fertigungslöhne berücksichtigt werden.
Unfertige Erzeugnisse sind zum 31. Dezember 2009 nicht vorhanden.
Vorräte, die sowohl im eigenen Produktionsprozess Verwendung finden, als auch der Komplettierung der PC-Systeme dienen, wie beispielsweise TFT Displays und Drucker, wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und unter dem Posten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf risikobehaftete Posten waren nicht erforderlich; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen werden in steuerlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten gemäß § 6a EStG liegt ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde ("Richttafeln 2005 G" nach Dr. Heubeck).
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungen wurden mit den Einstandskursen oder mit den jeweils am Bilanzstichtag gültigen niedrigeren bzw. höheren Devisenmittelkursen bewertet.
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.
Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden sowohl einzelne Bauteile/Komponenten als auch Waren ausgewiesen (Peripheriegeräte z. B. Drucker, Dis-plays).
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
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| 31.12.2009 TEUR |
31.12.2008 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.455 | 4.024 |
| davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | (0) | (0) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 677 | 1.553 |
| davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | (519) | (527) |
| 3.132 | 5.577 |
Wesentliche Einzelposten der sonstigen Vermögensgegenstände waren zum 31. Dezember 2009 die insolvenzsichere Garantiegestellung nach dem ElektroG (TEUR 210), Ansprüche aus Werbekostenzuschüssen (TEUR 91), Anspruch auf Auszahlung von Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 177) sowie der Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen (TEUR 163).
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.000.000,00 und ist eingeteilt in 4.000.000 Stückaktien zu je EUR 1.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. April 2013 durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht mit der Maßgabe eingeräumt, dass die Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, diese den Aktionären zum Bezug anzubieten. Bisher wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Zur Pensionsrückstellung wurde im Berichtsjahr der steuerlich zulässige Höchstbetrag von TEUR 15 zugeführt. Sie beträgt somit TEUR 198.
Übrige Rückstellungen
Steuerrückstellungen auf Ertragsteuern wurden wie für Körperschaftsteuer TEUR 73 (Vj. TEUR 0), Solidaritätszuschlag TEUR 4 (Vj. TEUR 0) sowie Gewerbesteuer TEUR 50 (Vj. TEUR 0) gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche (TEUR 327/Vj. TEUR 400), Kundenskonti/Boni (TEUR 193/Vj. TEUR 217) und Personalaufwendungen (TEUR 123/Vj. TEUR 143) sowie für Urheberrechtsabgaben nach dem UrhG n. F. gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Angabepflichtige Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht vor.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
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| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen | ||||
| nach Regionen | ||||
| Inland | 36.920 | 98,5 | 55.596 | 95,4 |
| EG-Länder | 433 | 1,2 | 1.953 | 3,3 |
| Drittländer | 119 | 0,3 | 754 | 1,3 |
| 37.472 | 100,0 | 58.303 | 100,0 |
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Ausgewiesen werden die Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 312, der Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 17 und die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 203.
Jahresüberschuss/Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:
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| EUR | |
|---|---|
| Vortrag 1. Januar 2009 | 15.111.368,38 |
| Gewinnausschüttung 2008 | 3.000.000,00 |
| Gewinnvortrag nach Ausschüttung | 12.111.368,38 |
| Jahresüberschuss 2009 | 1.463.606,06 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 13.574.974,44 |
Aufsichtsrat
| Herr Hans Joachim Rust, Gau-Algesheim Vorsitzender Leiter Risikomanagement der MCE Bank GmbH Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG |
|
| Herr Uwe Lichtenhahn, Mannheim stellvertretender Vorsitzender Sparkassendirektor, seit 1. Juli 2002 im Ruhestand Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien: Vorsitzender des Aufsichtsrates der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG |
|
| Herr Klaus Ehrich, Winkel Mitglied des Aufsichtsrats Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer der Klaus Ehrich GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Es bestanden keine Mitgliedschaften in weiteren Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien. |
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Für die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009 wurden TEUR 23 passiviert. Aktienoptionsprogramme für Aufsichtsräte bestehen nicht.
Vorstand
| Herr Michael Lehmann Vorstandsvorsitzender geschäftsansässig in Kindelbrück |
|
| Herr Sven Lüttig Vorstand Ressort Controlling und Personal geschäftsansässig in Kindelbrück |
Gesamtbezüge des Vorstandes
Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf insgesamt TEUR 403. Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstandes bestehen nicht. Aufgrund des Widerrufs der Zulassung der auf den Inhaber lautenden Stammaktien zum Regulierten Markt und damit dem Wechsel zur Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG. Zudem wurde auf der Hauptversammlung vom 28. April 2006 beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB unterbleiben.
Mitarbeiter
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
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| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 39 | 62 |
| Angestellte | 13 | 15 |
| 52 | 77 | |
| Auszubildende | 4 | 4 |
| 56 | 81 |
Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 13.574.974,44 wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,35 (Vj. EUR 0,75) je Stückaktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital in Höhe von EUR 4.000.000,00.
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| Bilanzgewinn | EUR 13.574.974,44 |
| Ausschüttung für 4 Mio. Stückaktien | EUR 1.400.000,00 |
| Gewinnvortrag nach Ausschüttung | EUR 12.174.974,44 |
Prüfungs- und Beratungsgebühren
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 27 und für Steuerberatungsleistungen TEUR 6.
Kindelbrück, 19. Februar 2010
Vorstand
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2009 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2009 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Softwarelizenzen | 359.021,25 | 15.193,88 | 0,00 | 374.215,13 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.079.971,87 | 0,00 | 0,00 | 1.079.971,87 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 38.748,57 | 0,00 | 0,00 | 38.748,57 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 972.667,58 | 7.353,21 | 0,00 | 980.020,79 |
| 2.091.388,02 | 7.353,21 | 0,00 | 2.098.741,23 | |
| 2.450.409,27 | 22.547,09 | 0,00 | 2.472.956,36 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2009 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2009 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Softwarelizenzen | 287.384,25 | 45.402,88 | 0,00 | 332.787,13 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 481.542,29 | 23.214,00 | 0,00 | 504.756,29 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 38.748,57 | 0,00 | 0,00 | 38.748,57 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 818.636,58 | 54.191,21 | 0,00 | 872.827,79 |
| 1.338.927,44 | 77.405,21 | 0,00 | 1.416.332,65 | |
| 1.626.311,69 | 122.808,09 | 0,00 | 1.749.119,78 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2009 EUR |
31.12.2008 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Softwarelizenzen | 41.428,00 | 72 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 575.215,58 | 598 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 0 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 107.193,00 | 154 |
| 682.408,58 | 752 | |
| 723.836,58 | 824 |
Gesellschaftsrechtliche Grundlagen
Satzung
Die Hyrican Informationssysteme AG ist im Handelsregister von Jena unter HRB Nr. 110414 eingetragen.
Es gilt die Satzung in der Fassung vom 30. April 2008.
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik, die Produktion von Hard- und Software, der Handel mit Erzeugnissen der vorgenannten Art und die Erbringung von Dienstleistungen aller Art in den Bereichen Systementwicklung und Systemberatung.
Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu errichten oder bestehende zu erwerben oder sich an diesen zu beteiligen und die Geschäftsführung in solchen Unternehmen auszuüben, sowie sämtliche Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, den Zweck und die Unternehmung der Gesellschaft zu fördern.
Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.
Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Grundkapital
Das Grundkapital besteht aus 4.000.000 Stückaktien zu EUR 1,00, die auf den Inhaber lauten. Aktionäre sind:
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| TEUR | % | |
|---|---|---|
| Peter Wicht, Wohlmirstedt | 1.300 | 32,50 |
| Michael Lehmann, Witterda | 1.302 | 32,55 |
| Streubesitz | 1.398 | 34,95 |
| 4.000 | 100,00 |
Der Vorstand ist berechtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. April 2013 durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.000.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht mit der Maßgabe eingeräumt, dass die Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, diese den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Die Aktien der Gesellschaft wurden bis 31. August 2009 am geregelten Markt der Bayerischen Börse München (Marktsegment „M:access“) sowie an allen deutschen Börsen im Freiverkehr gehandelt. Ab 1. September 2009 erfolgt die Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr (Marktsegment: „M:access“) der Bayerischen Börse München. Es liegt demnach keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG mehr vor. Nach den Regeln dieses Marktes berichtet die Gesellschaft unterjährig im Rahmen eines Emittentenberichtes auf ihrer Website. Darüber hinaus müssen corporate news, die wegen ihrer Auswirkung auf die Vermögens- oder Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsverlauf geeignet sind, den Börsenpreis erheblich zu beeinflussen, unverzüglich auf der Website sowie durch eine zur Verbreitung von Unternehmensinformationen anerkannte Agentur veröffentlicht werden.
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft, Kindelbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Erfurt, 19. Februar 2010
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Schiffmann, Wirtschaftsprüfer
Bätz, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 nach Gesetz und Satzung überwacht und beratend begleitet.
Der Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres in insgesamt vier Sitzungen, darüber hinaus im Wege der Telefonkonferenz anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands über:
| ― | die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung (insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung), sowie auf Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen unter Angabe von Gründen, |
| ― | die Rentabilität der Gesellschaft, insbesondere die Rentabilität des Eigenkapitals, |
| ― | den Gang der Geschäfte, insbesondere den Umsatz und die Lage der Gesellschaft, |
| ― | Vorgänge, die für die Rentabilität und Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sein können, unterrichten lassen. |
Der Jahresabschluss der Hyrican Informationssysteme AG zum 31.12.2009 sowie Lagebericht der Gesellschaft haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie sind mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Erfurt, versehen worden.
Dem Aufsichtsrat wurde der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns unterbreitet.
Die Prüfungs- und Überwachungshandlungen des Aufsichtsrats führten zu keinen Einwendungen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit und ihren Einsatz.
Kindelbrück, im März 2010
Hans Joachim Rust, Aufsichtsratsvorsitzender
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