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HUGO BOSS AG Management Reports 2019

Mar 17, 2020

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Management Reports

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HUGO BOSS AG Metzingen Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT Der Lagebericht der HUGO BOSS AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und im Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der HUGO BOSS AG für das Geschäftsjahr 2019 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der HUGO BOSS AG sowie der Geschäftsbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 stehen auch im Internet unter http://group.hugoboss.com/de/investor-relations/finanzberichte/ zur Verfügung. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND KONZERNSTRUKTUR ― Positionierung im Premiumsegment des globalen Bekleidungsmarkts ― Strategischer Fokus auf Steigerung der Markenbegehrlichkeit von BOSS und HUGO ― Vertrieb über eigenen Einzelhandel und Großhandel - online und stationär Geschäftstätigkeit Konzern im Überblick scroll 2,9 Umsatz (Mrd. EUR) ~14.600 Mitarbeiter 128 Länder Als globales Fashion- und Lifestyle-Unternehmen im Premiumsegment zählt HUGO BOSS mit seinen rund 14.600 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern hochwertiger Damen- und Herrenbekleidung. Die Kollektionen seiner beiden Marken BOSS und HUGO sollen den Kunden eine umfangreiche Auswahl an moderner Konfektion, eleganter Abendbekleidung, Freizeitkollektionen, Schuhen sowie Accessoires bieten. Darüber hinaus werden Lizenzeinnahmen mit Produkten wie Düften, Brillen, Uhren und Kindermode erwirtschaftet. Die nachhaltige Steigerung der Markenbegehrlichkeit steht im Vordergrund sämtlicher Unternehmensaktivitäten und ist Mittelpunkt der Konzernstrategie. Im Jahr 2019 erzielte das in Metzingen (Deutschland) ansässige Unternehmen einen Umsatz von 2,9 Mrd. EUR. ->Konzernstrategie Die jeweils vier jährlichen BOSS und HUGO Kollektionen sowie weitere themenbasierte Kapselkollektionen werden überwiegend in der Konzernzentrale in Metzingen (Deutschland) entworfen und entwickelt. Für die Innovations- und Entwicklungsarbeit einiger Produktgruppen ist zudem das Kompetenzzentrum in Coldrerio (Schweiz) verantwortlich. -> Forschung und Entwicklung HUGO BOSS fertigt 17 % seines gesamten Beschaffungsvolumens in eigenen Werken. Die Eigenfertigung erfolgt dabei an vier Produktionsstandorten in Europa, wobei Izmir (Türkei) den mit Abstand größten Standort darstellt. 83 % werden von externen Zulieferern in Lohnfertigung hergestellt oder als Handelsware bezogen. Die Partnerbetriebe sind überwiegend in Asien und Osteuropa angesiedelt. -> Beschaffung und Produktion Die Kollektionen von BOSS und HUGO können heute in insgesamt 128 Ländern erworben werden. Der Konzern gliedert dabei seinen Vertrieb in drei Absatzregionen, wobei Europa mit einem Anteil von 63 % die umsatzstärkste Region darstellt. In Amerika und Asien werden 19 % beziehungsweise 15 % des Konzernumsatzes generiert. Innerhalb der drei Absatzregionen entfallen insgesamt rund 60 % des Umsatzes auf die sechs Kernmärkte Deutschland, USA, Großbritannien, China, Frankreich und Benelux, wobei der Heimatmarkt Deutschland das umsatzstärkste Absatzgebiet ist. 3 % des Konzernumsatzes entfallen auf das Lizenzgeschäft. -> Ertragslage, Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente HUGO BOSS Vertriebsformate scroll Eigener Einzelhandel (Retail) Großhandel Stationär Freistehende Geschäfte In Eigenregie geführte freistehende Geschäfte in bevorzugten Lagen Multibrand-Verkaufspunkte Kategoriegeschäft auf Verkaufsflächen mit eingeschränktem eigenen Branding Shop-in-Shops Selbst geführte Shop-in-Shops auf den Flächen von Partnern Shop-in-Shops Durch Partner geführte BOSS und HUGO Shop-in-Shops Outlets Verkauf von Waren der Vorsaison in spezialisierten Geschäften in stark frequentierten Randlagen Franchise Durch Partner geführte freistehende BOSS Geschäfte Online Online-Store hugoboss.com Digitaler Flagship-Store mit separaten Marken weiten für BOSS und HUGO Onlinevertrieb durch Partner Vertrieb der Marken BOSS und HUGO durch spezialisierte Onlinehändler Partnerschaften mit Onlinehändlern Eigener Vertrieb im Konzessionsmodell auf Multibrand-Plattformen Der Vertrieb der Marken BOSS und HUGO erfolgt sowohl über den eigenen Einzelhandel als auch den Großhandel, sowohl online als auch stationär. Der eigene Einzelhandel bildet dabei den wichtigsten Vertriebskanal und wurde in den vergangenen Jahren verstärkt ausgebaut, um die Nähe zum Kunden zu erhöhen und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. 2019 machte das eigene Einzelhandelsgeschäft 65 % des Konzernumsatzes aus (2018: 63 %). Zum Jahresende betrieb der Konzern weltweit 431 freistehende Einzelhandelsgeschäfte (2018: 419). Outlets sowie im Rahmen des Konzessionsmodells selbst geführte Shop-in-Shops in Department Stores ergänzen das Storenetzwerk. Durch umfangreiche Omnichannel-Services ist das stationäre Einzelhandelsgeschäft eng mit dem eigenen Onlinegeschäft des Unternehmens verknüpft. Über die Website hugoboss.com können Kunden die Markenwelten von BOSS und HUGO erleben und in insgesamt 15 Ländern (2018: 11 Länder) Produkte online bestellen. Neben der weiteren Expansion des eigenen Onlinestores hugoboss.com verspricht sich HUGO BOSS zukünftig auch von der bereits in den vergangenen Jahren forcierten Ausweitung des Konzessionsmodells auf das Onlinegeschäft zusätzliches Wachstum. -> Konzernstrategie Über den Großhandelskanal wurden im vergangenen Geschäftsjahr 32 % des Konzernumsatzes erzielt (2018: 34 %). Zu seinen Großhandelspartnern zählt der Konzern Department Stores, oftmals familiengeführte Fachhändler und Franchisenehmer. Zudem gewinnt die Zusammenarbeit mit spezialisierten Onlinehändlern verstärkt an Bedeutung. Während Department Stores und Fachhändler BOSS und HUGO entweder in separaten Shop-in-Shops oder im Multibrand-Umfeld vertreiben, führen Franchisenehmer freistehende Geschäfte vor allem in kleineren, nicht durch den eigenen Einzelhandel erschlossenen Märkten. Insgesamt umfasst das Großhandelsgeschäft rund 6.300 Verkaufspunkte (2018: rund 6.500). Inklusive der eigenen freistehenden Einzelhandelsgeschäfte, Shop-in-Shops und Outlets können Kunden damit BOSS und HUGO Produkte an weltweit rund 7.450 Verkaufspunkten erwerben (2018: rund 7.600). -> Konzernstrategie, -> Ertragslage Konzernstruktur Alle wichtigen Leitungsfunktionen sind in der Konzernzentrale in Metzingen (Deutschland) gebündelt. Die Steuerung des Konzerns obliegt der Muttergesellschaft HUGO BOSS AG, die als deutsche Aktiengesellschaft über eine duale Führungs- und Kontrollstruktur verfügt. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Strategie wie auch für die Steuerung des Konzerns. Dessen Geschäftsführung wird vom Aufsichtsrat überwacht. Dieser steht dem Vorstand auch beratend zur Seite. Des Weiteren setzt sich der HUGO BOSS Konzern, zusätzlich zur HUGO BOSS AG, aus 60 konsolidierten Tochtergesellschaften zusammen, die die Verantwortung für die lokalen Geschäftstätigkeiten tragen. Hierbei sind 38 Tochtergesellschaften als Vertriebsgesellschaften organisiert, drei als Produktionsgesellschaften. -> Konzernanhang, Konsolidierungskreis Der HUGO BOSS Konzern ist regional strukturiert. Die Regionen Europa inklusive Naher Osten und Afrika, Amerika und Asien/Pazifik sowie das Lizenzgeschäft bilden die Geschäftssegmente des Konzerns. HUGO BOSS Konzernstruktur scroll Vorstand Zentralbereiche Beschaffung/Produktion Innenrevision Brand Management Investor Relations Central Services IT Controlling/Risikomanagement Kommunikation Eigener Einzelhandel Lizenzmanagement Finanzen/Steuern Logistik Global Marketing Personal Global Sustainability Product Creation Globales Immobilienmanagement Recht/Compliance Großhandelsvertrieb Unternehmensstrategie Geschäftssegmente Europa inkl. Naher Osten/Afrika Amerika Asien/Pazifik Lizenzen Hubs/Einzelmärkte Nord-/ Südeuropa USA/ Kanada/ Lateinamerika China Zentraleuropa Südostasien/ Pazifik Die in den Zentralbereichen der HUGO BOSS AG angesiedelten Funktionen decken alle wesentlichen Teile der Wertschöpfungskette ab, insbesondere die Entwicklung der Kollektionen, deren Produktion und Beschaffung sowie ihre Distribution in die Märkte. Die Ausgestaltung und Umsetzung der zentral entwickelten Konzernstrategie erfolgt marktindividuell, um eine strikte Kundenorientierung sicherzustellen und dynamisch auf marktspezifische Entwicklungen reagieren zu können. Die einzelnen Märkte sind in Hubs zusammengefasst, wobei das lokale Management direkt an den Vorstandsvorsitzenden der HUGO BOSS AG berichtet. Dies soll eine enge Abstimmung mit den Zentralfunktionen und kurze Entscheidungswege gewährleisten. Außerdem sind in den Hub-Organisationen und in den Zentralbereichen bestimmte Funktionen länderübergreifend gebündelt, um spezialisierte Kompetenzen möglichst effektiv zu nutzen und Kostensynergien zu erzielen. Hauptstandorte/Weltweite Marktpräsenz scroll AMERIKA EUROPA (inkl. Naher Osten und Afrika) ASIEN/PAZIFIK -1.650 Verkaufspunkte -5.250 Verkaufspunkte -550 Verkaufspunkte 94 Freistehende Einzelhandelsgeschäfte 203 Freistehende Einzelhandelsgeschäfte 134 Freistehende Einzelhandelsgeschäfte 2 Showrooms 10 Showrooms 1 Showroom 12 % Mitarbeiter 74 % Mitarbeiter 1 4 % Mitarbeiter USA (New York) Hauptverwaltung Amerika, Designstudio Womenswear USA (Midway) Lager Deutschland (Metzingen und Umgebung) Hauptverwaltung Konzern, Entwicklung und Modellmacherei, Produktion, Lager Schweiz (Coldrerio) Entwicklung und Modellmacherei Türkei (Izmir) Produktion Italien (Morrovalle und Scandicci) Entwicklung und Modellmacherei, Produktion Polen (Radom) Produktion China (Hongkong) Hauptverwaltung Asien/Pazifik China (Shanghai) Hauptverwaltung China KONZERNSTRATEGIE ― Konzern verfolgt Zwei-Marken-Strategie mit BOSS und HUGO ― Strategische Wachstumstreiber sollen künftiges Umsatzwachstum sichern ― Nachhaltige Steigerung der Profitabilität anvisiert HUGO BOSS hat die Vision, die begehrlichste Fashion- und Lifestyle-Marke im Premiumbereich des globalen Bekleidungsmarktes zu sein. Das Unternehmen ist überzeugt, dass die Begehrlichkeit seiner beiden Marken, BOSS und HUGO, der wichtigste Faktor für den langfristigen Unternehmenserfolg ist. Die Konzernstrategie ist daher voll und ganz auf diese Zielsetzung ausgerichtet. Dabei berücksichtigt sie vergangene sowie aktuelle Veränderungen des operativen Umfelds und der Kundenansprüche. So hat sich das Wachstum der Premiumbekleidungsbranche, vor allem im Bereich der Businesswear, in den letzten Jahren abgeschwächt. Gleichzeitig konnten die Casualwear- und Athleisurewear-Segmente des globalen Bekleidungsmarkts sowie der Bereich Contemporary Fashion in den vergangenen Jahren überproportionales Wachstum verzeichnen. Zudem haben sich auch die Kundenansprüche verändert: Konsumenten nutzen zunehmend digitale Kanäle, um sich über aktuelle Trends und das Angebot einzelner Marken zu informieren und auszutauschen. Insbesondere über die sozialen Medien sind die Kunden dabei zunehmend eng mit Marken und Influencern verbunden. Sie fordern eine zusehends schnellere Abbildung aktueller Trends in den Kollektionen und deren jederzeitige Verfügbarkeit - sowohl im stationären Handel als auch online. Dabei erwarten sie, dass sich beide Vertriebswege möglichst nahtlos ergänzen und sich das Einkaufserlebnis durch eine individuellere Kundenansprache und personalisierte Services auszeichnet. Auch die Nachfrage der Kunden nach nachhaltigen Produktangeboten nimmt verstärkt zu. Fokus auf Personalisierung und Schnelligkeit Um den Veränderungen des Umfelds und der Kundenansprüche Rechnung zu tragen, setzt HUGO BOSS folglich vor allem auf Personalisierung und Schnelligkeit. Dabei will das Unternehmen mit einer Vielzahl strategischer Initiativen aus Marken-, Vertriebs- und operativer Sicht die Begehrlichkeit seiner Marken BOSS und HUGO nachhaltig erhöhen. So will das Unternehmen in den kommenden Jahren seinen Fokus auf personalisierte Angebote und Services weiter ausbauen. Mit einer individuelleren Kundenansprache, einer Ausweitung personalisierter Produktangebote von BOSS und HUGO sowie einer Aufwertung des Einkaufserlebnisses soll die Kundenzufriedenheit nachhaltig gesteigert werden. Grundlage sollen dabei das globale, rund 1.100 eigene Verkaufspunkte umfassende Storenetzwerk, das zentrale Kundenbeziehungsmanagement und die langjährige Erfahrung von HUGO BOSS in der Maßkonfektion bilden. -> Konsequente Umsetzung einer Zwei-Marken-Strategie Zudem will HUGO BOSS zentrale Geschäftsprozesse weiter beschleunigen und so künftig deutlich agiler gestalten. Dies soll das Unternehmen in die Lage versetzen, in den kommenden Jahren noch schneller und flexibler auf Kundenwünsche und auf neue Markttrends reagieren zu können. Besondere Bedeutung kommt dabei der weiteren Digitalisierung des Geschäftsmodells zu. Die damit verbundenen Potenziale sollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette genutzt werden. -> Digitalisierung zielt auf Wandel des Geschäftsmodells ab Konsequente Umsetzung einer Zwei-Marken-Strategie Zur klaren und stringenten Kundenansprache setzt das Unternehmen auf zwei Marken - BOSS und HUGO. Beide Marken wollen ihren Kunden sowohl in der Menswear als auch in der Womenswear eine umfangreiche Auswahl an moderner Konfektion, eleganter Abendbekleidung, Freizeitkollektionen, Schuhen sowie Accessoires bieten. Während sich beide Marken durch individuelle Attribute klar voneinander unterscheiden und unterschiedliche Kundengruppen ansprechen, haben sie gleichermaßen hohe Ansprüche an gemeinsame Werte wie Qualität, Passform und Innovation. Auch das Thema Nachhaltigkeit findet durch die Einhaltung anspruchsvoller sozialer und ökologischer Standards sowie unter speziellen Nachhaltigkeitsaspekten hergestellte Produkte bei beiden Marken hohe Anerkennung. ->Nachhaltigkeit BOSS Markenstrategie Mit der Marke BOSS spricht das Unternehmen einen statusorientierten, rational geprägten Kunden an, der sich klassisch-modern und hochwertig kleiden möchte. BOSS adressiert einen Kunden, der höchste Ansprüche an Qualität und Passform hat und großen Wert auf ein adäquates Preis-Leistungs-Verhältnis legt. Auch das Einkaufserlebnis soll höchsten Ansprüchen genügen, vor allem hinsichtlich eines persönlichen Services. BOSS will Kunden im gehobenen Premiumsegment Businessmode und Freizeitkollektionen bieten, die durch Qualität, Design und Passform überzeugen sollen. Als Antwort auf einen modernen Lebensstil gewinnt das stärkere Zusammenspiel von moderner Konfektion mit Casualwear-Elementen in den Kollektionen von BOSS zunehmend an Relevanz. Dabei misst das Unternehmen flexiblen Anzugskombinationen, beispielsweise im Rahmen des "Mix & Match"-Sortiments, und der Integration von innovativen Stoffen und Performance-Elementen, wie etwa bei Anzügen des "Stretch-Tailoring"-Programms, eine große Bedeutung zu. Mit BOSS Tailored bedient die Marke darüber hinaus gehobene Kundenansprüche in der Konfektion und auch in der Casualwear. Die in Deutschland hergestellten Full-Canvas-Anzüge sollen präzises Design und meisterhafte Handwerkskunst verkörpern. Die gleiche Verarbeitungsqualität kommt auch in der Spitze der Kollektion, dem personalisierten "Made to Measure"-Angebot, zum Einsatz. Die "Made to Measure"-Produkte, zu denen Anzüge, Mäntel und Krawatten gehören, werden nach eingehender persönlicher Beratung an die individuellen Wünsche des Kunden angepasst und am Firmensitz in Metzingen maßgeschneidert. Im Jahr 2019 hat das Unternehmen mit der Einführung von "BOSS Made for Me" sein personalisiertes Produktangebot erweitert. Kunden können mit diesem Service die Oberstoffe, das Futter und die Knöpfe ihres neuen BOSS Anzugs frei kombinieren. Auch Casualwear-Produkte wie Jacken und Sneaker lassen sich im Rahmen des Angebots individuell an die Wünsche der Kunden anpassen. Bereits heute ist "BOSS Made for Me" in ausgewählten Stores in Europa und Asien verfügbar. Zur Steigerung der Markenbegehrlichkeit präsentiert sich BOSS regelmäßig im Rahmen internationaler Fashion Shows. So stellten die BOSS Menswear und die BOSS Womenswear im Jahr 2019 ihre neuen Kollektionen gemeinsam in Shanghai, New York und Mailand vor. Ein 360°-Ansatz soll die Konsistenz der Marketingkampagnen von den Web- und Social-Media-Auftritten über die Außenwerbung bis hin zur Schaufenstergestaltung der Einzelhandelsgeschäfte sicherstellen. Zur verstärkten Interaktion mit Konsumenten über digitale Kanäle will das Unternehmen dabei künftig noch stärker auf Social-Media-Kampagnen setzen. Auch sollen mit dem Sponsoring der Premiumsportarten Golf, Segeln, Motorsport und Fußball Markenwerte wie Erfolg, Präzision, Innovation und Nachhaltigkeit transportiert werden. Neben Kooperationen, wie etwa denen mit dem Automobilhersteller Porsche oder der Porzellan-Manufaktur Meissen im Jahr 2019, soll die Begehrlichkeit der Marke BOSS auch mithilfe von Markenbotschaftern und Influencern weiter gesteigert werden. HUGO Markenstrategie HUGO zielt im Vergleich zu BOSS auf einen deutlich expressiveren Kunden ab, für den der Kleidungsstil ein zentrales Element ist, um die eigene Persönlichkeit auszudrücken. HUGO adressiert einen aufgeschlossenen, individuellen und spontanen Kunden, der verstärkt online oder mobil einkauft. Dieser breiten und tendenziell jüngeren Kundenschicht will HUGO moderne Casualwear- und Businesswear-Kollektionen anbieten, die sich durch progressive Designs und eine klare Modeaussage auszeichnen. Dabei bleibt HUGO unverändert im Premiumsegment des Markts verankert, differenziert sich jedoch in der Modeaussage durch seinen Fokus auf den Bereich Contemporary Fashion von BOSS. Im Bereich der Casualwear bietet HUGO seinen Kunden dabei mitunter Möglichkeiten zur Personalisierung von Produkten. So konnten Kunden auch im Jahr 2019 T-Shirts und Pullover mittels individueller, spiegelverkehrter Schriftzüge personalisieren - sowohl online als auch in ausgewählten HUGO Stores. Eine Vielzahl vorzugsweise digitaler Events und Kampagnen soll die Bekanntheit und Begehrlichkeit von HUGO weiter erhöhen. Im Rahmen seiner Social-Media-Aktivitäten setzt das Unternehmen dabei verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Markenbotschaftern, Musikern und Influencern. So präsentierte HUGO etwa 2019 zusammen mit dem britischen Sänger und Künstler Liam Payne auf der Berlin Fashion Week eine gemeinsam entwickelte Kapselkollektion. Die neuen Styles wurden digital vorgestellt und waren direkt im Anschluss online verfügbar. Als globaler Markenbotschafter für HUGO wird Liam Payne auch zukünftig wichtige Marketingkampagnen und exklusive Kollektionen begleiten. Maßnahmen wie diese sollen die Reichweite erhöhen und den internationalen Bekanntheitsgrad und die Glaubwürdigkeit der Marke HUGO nachhaltig steigern. Digitalisierung zielt auf Wandel des Geschäftsmodells ab Die Digitalisierung des Geschäftsmodells bietet HUGO BOSS attraktive Möglichkeiten, den Kundennutzen nachhaltig zu erhöhen und zudem Effizienzverbesserungen zu erzielen. Dabei baut der Konzern auf seine IT- und Logistikplattform und strebt danach, die Potenziale zur Digitalisierung des Geschäftsmodells entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu nutzten. So soll etwa die fortschreitende Digitalisierung der Produktentwicklung eine weitere Verkürzung der Entwicklungszeiten ermöglichen. Bereits heute ist die Entwicklung rund eines Drittels der Styles der HUGO Kollektionen vollständig digitalisiert. In den kommenden Jahren soll der Anteil weiter erhöht und die Technik auch auf die Marke BOSS übertragen werden. Darüber hinaus erwartet HUGO BOSS durch den verstärkten Einsatz von Tools zur digitalen Trenderkennung sowie einer digitalen Stoff- und Zutatendatenbank die Kollektionsentwicklungsphase in den kommenden Jahren weiter zu verkürzen. -> Forschung und Entwicklung Im Produktionsprozess fokussiert sich das Unternehmen auf die digitale Transformation seines größten eigenen Werks in Izmir (Türkei). Auf dem Weg hin zu einer "Smart Factory" wurden bereits wichtige Meilensteine wie die digitale Vernetzung sämtlicher Produktionsmaschinen, Mitarbeiter, Prozesse und Produkte erzielt. Dies ermöglicht bereits heute eine Nachverfolgung diverser Produktionsdaten in Echtzeit. Auch durch den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz verspricht sich das Unternehmen künftig weitere Verbesserungen in den Produktionsabläufen. -> Beschaffung und Produktion HUGO BOSS plant die Effektivität seiner Marketingausgaben in den kommenden Jahren weiter zu erhöhen. Rund drei Viertel des Marketingbudgets sollen dabei zukünftig auf digitale Marketingkanäle allokiert werden (2019: rund 70 %). Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau der Präsenz des Unternehmens in relevanten sozialen Netzwerken. Durch den Einsatz von "Advanced Analytics" lassen sich die Wirksamkeit digitaler Marketingaktivitäten zudem effektiv messen und hilfreiche Rückschlüsse für zukünftige Marketingaktivitäten ziehen. Im Vertrieb arbeitet das Unternehmen verstärkt am Ausbau des eigenen Onlinegeschäfts. Neben seinen eigenen Onlinestores setzt das Unternehmen dabei zunehmend auf die Intensivierung von Partnerschaften mit sogenannten Multibrand-Plattformen. Auch im stationären Handel spielen digitale Elemente für HUGO BOSS bereits heute eine wichtige Rolle. So soll insbesondere die Einbindung von Omnichannel-Services den Kunden ein verbessertes, nahtloses Einkaufserlebnis bieten. Zur Aufwertung des Einkaufserlebnisses nutzt das Unternehmen dabei etwa verstärkt große Touchscreens, über die sämtliche Produkte von BOSS und HUGO bequem bestellt werden können. Beim Vertrieb der HUGO Kollektionen an Großhandelspartner setzt das Unternehmen zudem bereits heute auf einen digitalen Showroom. Dieser soll den Handelspartnern von der Kollektionsinspiration über die Auswahl einzelner Produkte bis hin zum Abschluss des Bestellvorgangs eine flexible, unkomplizierte und schnelle Alternative zum klassischen Bestellvorgang bieten. Mittelfristig sollen beiden Marken mittels digitaler Showrooms an den Handel vertrieben werden. Fokus auf Umsetzung der strategischen Wachstumstreiber HUGO BOSS hat vier strategische Wachstumstreiber identifiziert, deren konsequente Umsetzung maßgeblich zum zukünftigen Wachstum des Unternehmens beitragen soll: das Onlinegeschäft, die Flächenproduktivität im eigenen Einzelhandel, der asiatische Markt sowie die Stärkung von HUGO im Contemporary-Fashion-Segment. Strategische Wachstumstreiber scroll Online Flächenproduktivität Asien HUGO Ausschöpfen des Potenzials im Onlinegeschäft Große Wachstumschancen sieht HUGO BOSS vor allem im Ausbau seines Onlinegeschäfts. Dieses soll in den kommenden Jahren mit einem deutlich überproportionalen Wachstum wesentlich zum Erreichen der Unternehmensziele beitragen. Dazu fokussiert das Unternehmen die Ausweitung des Konzessionsmodells auf das Onlinegeschäft sowie das Ausschöpfen des Potenzials im eigenen Onlinestore hugoboss.com. Bis 2022 plant der Konzern in etwa eine Vervierfachung des Umsatzes im eigenen Onlinegeschäft (Basisjahr 2018: 110 Mio. EUR). HUGO BOSS strebt auf selektiver Basis enge Kooperationen mit Multibrand-Plattformen an, deren Auftritt den Werten der Marken BOSS und HUGO bestmöglich entspricht. Eine wesentliche Maßnahme ist dabei die Ausweitung des Konzessionsmodells auf den Onlinebereich. Dieses Geschäftsmodell, bei dem HUGO BOSS im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an Endkunden verkauft, hat das Unternehmen im Geschäft mit stationären Händlern bereits vor Jahren erfolgreich eingeführt. Es ermöglicht HUGO BOSS die direkte Steuerung der Präsentation und des Vertriebs seiner Marken in den Onlinestores seiner Partner sowie die Sicherstellung einer einheitlichen und stringenten Preispolitik. In diesem Zusammenhang konnte das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr eine Vielzahl strategischer Partnerschaften intensivieren. Im Jahr 2020 und darüber hinaus werden die Region Asien/Pazifik und Europa Schwerpunkte für die Ausweitung des Online-Konzessionsmodells bilden. Das Unternehmen verspricht sich davon, Kundenwünsche künftig noch besser bedienen zu können. HUGO BOSS will darüber hinaus das Potenzial seines eigenen Onlinestores hugoboss.com zukünftig voll ausschöpfen und diesen dabei zu einem digitalen Flagship-Store entwickeln. Dafür optimiert das Unternehmen kontinuierlich die Nutzerfreundlichkeit seiner Website, die Stand heute bereits in 15 wichtigen Absatzmärkten weltweit präsent ist. Im Jahr 2019 wurden neben der Anbindung an die Märkte Dänemarks, Schwedens, Finnlands und Irlands weitere Verbesserungen im Seitenaufbau und in der Navigation von Website und mobiler App erzielt. Für das Jahr 2020 plant das Unternehmen die Ausweitung von hugoboss.com auf weitere bisher vom Unternehmen nicht erschlossene Onlinemärkte. Auch sieht das Unternehmen Potenzial in der Intensivierung der kommerziellen Nutzung digitaler Kanäle, wie beispielsweise Instagram oder WeChat. Steigerung der Flächenproduktivität Die Steigerung der Flächenproduktivität im eigenen stationären Einzelhandel stellt für HUGO BOSS einen weiteren strategischen Wachstumstreiber dar. HUGO BOSS strebt an, seinen Umsatz pro Quadratmeter bis zum Jahr 2022 um durchschnittlich 4 % pro Jahr zu steigern (Basisjahr 2018: 10.700 EUR pro Quadratmeter). Dazu sollen die kontinuierliche Optimierung des weltweiten Einzelhandelsnetzwerks und die weitere Aufwertung des Einkaufserlebnisses maßgeblich beitragen. Bei der Optimierung des Storenetzwerks kommt vor allem der konsequenten Renovierung bestehender BOSS Stores mit dem jüngsten Storekonzept eine wichtige Bedeutung zu. Dabei sollen die Integration moderner architektonischer Elemente und eine Vielzahl digitaler Services das Einkaufserlebnis für den Kunden deutlich aufwerten. Auch im Jahr 2019 wurden weitere strategisch wichtige Einzelhandelsgeschäfte, wie etwa der weltweit größte BOSS Store auf den Pariser Champs-Elysees, auf das jüngste Storekonzept umgerüstet. Kunden können die Marke BOSS damit bereits heute an weltweit rund 100 Standorten im neuen Ambiente erleben. Auch im Jahr 2020 wird das Unternehmen in die Modernisierung von BOSS Geschäften mit dem jüngsten Konzept investieren. Daneben strebt der Konzern an, seine globale Distribution mit selektiven Neueröffnungen auszubauen. Insbesondere auf dem chinesischen Festland sieht der Konzern Potenzial zur Eröffnung weiterer BOSS Geschäfte in den kommenden Jahren. Umgekehrt wird das Unternehmen auslaufende Mietverträge nutzen, um eigene Einzelhandelsgeschäfte, die die Produktivitäts- und Renditeanforderungen nicht erfüllen, entweder zu verkleinern, räumlich zu verlagern oder letztlich zu schließen. HUGO BOSS rechnet folglich damit, dass die Gesamtverkaufsfläche im eigenen Einzelhandel in den kommenden Jahren in etwa stabil bleiben wird. -> Ertragslage, Umsatzlage Bei der Aufwertung des Einkaufserlebnisses spielt neben der kontinuierlichen Optimierung des Produktangebots in den Stores auch die weitere Verbesserung von Serviceleistungen eine entscheidende Rolle. Um etwa die Qualität der Beratung weiter zu steigern, wird das Unternehmen auch in Zukunft in strukturierte Trainingsangebote für sein Verkaufspersonal investieren. Darüber hinaus soll der weitere Ausbau von Omnichannel-Services das Einkaufserlebnis nachhaltig aufwerten. Schon heute können Kunden beispielsweise prüfen, ob ein im Onlinestore angebotenes Produkt auch im nächstgelegenen BOSS Store verfügbar ist. In Europa und den USA sind zudem bereits Services wie "Click & Collect" - das Abholen online gekaufter Artikel im Geschäft - oder "Order from Store" - die Onlinebestellung fehlender Größen oder Artikel im Geschäft - verfügbar. Ausschöpfen des Wachstumspotenzials in Asien HUGO BOSS ist überzeugt, dass seine Marken insbesondere in Asien noch erhebliches Wachstumspotenzial haben. Das Ausschöpfen der Potenziale in dieser Region stellt folglich einen weiteren strategischen Wachstumstreiber dar. Der Umsatzanteil der Region Asien/Pazifik soll bis zum Jahr 2022 auf etwa 20 % steigen (Basisjahr 2018: 15 %). Dem chinesischen Konsumenten kommt in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle zu. So sieht das Unternehmen insbesondere auf dem chinesischen Festland Potenzial, in den kommenden Jahren weitere Einzelhandelsgeschäfte zu eröffnen. Daneben soll vor allem das Onlinegeschäft in China zum überproportionalen Wachstum der Region beitragen. Die Bekanntheit und Begehrlichkeit seiner Marken BOSS und HUGO in der Region will das Unternehmen auch künftig mit speziell auf den chinesischen Kunden ausgerichteten Marketingmaßnahmen erhöhen. Dazu zählt etwa die Anfang 2020 geschlossene Partnerschaft zwischen BOSS und dem chinesischen Schauspieler und Sänger Li Yifeng, der künftig als Markenbotschafter wichtige Kampagnen begleiten soll. Vergangenes Jahr war BOSS zudem erstmals seit 2013 wieder mit einer Fashion Show in Shanghai vertreten und hat damit die Bedeutung des chinesischen Markts für das Unternehmen unterstrichen. Stärkung der Marke HUGO im Contemporary-Fashion-Segment Großes Potenzial sieht das Unternehmen schließlich für die Marke HUGO. Der Fokus auf das dynamische Contemporary-Fashion-Segment, das bereits in den vergangenen Jahren höhere Wachstumsraten als etwa die klassische Konfektion erzielt hat, soll auch in den kommenden Jahren zu überproportionalem Wachstum von HUGO beitragen. Das Potenzial der Marke im Bereich der Casualwear soll dabei voll ausgeschöpft werden. So wird erwartet, dass insbesondere die von grafischen Neuinterpretationen des HUGO Logos inspirierten Produkte wie etwa Pullover, Hoodies und T-Shirts weiter überproportional zulegen. Nach den bereits in den vergangenen zwei Jahren erfolgten Eröffnungen erster HUGO Stores mit eigenem Storekonzept wird das Unternehmen auch künftig Potenziale zur selektiven Eröffnung weiterer HUGO Geschäfte, vor allem in Europa und Amerika, prüfen. Mittels der Intensivierung ausgewählter Partnerschaften im Großhandelsgeschäft sollen zudem sowohl stationär als auch online weitere Wachstumschancen im Contemporary-Fashion-Segment erschlossen werden. Zur Steigerung der internationalen Bekanntheit und Begehrlichkeit von HUGO sollen auch künftig Partnerschaften mit Markenbotschaftern und Influencern, wie etwa die mit dem britischen Musiker und Künstler Liam Payne, sowie ein unverändert starker Fokus auf die Social-Media-Aktivitäten der Marke beitragen. Mittelfristige Steigerung der Profitabilität Stärker als der Umsatz soll in den kommenden Jahren das operative Ergebnis (EBIT) steigen. Das Unternehmen hat sich folglich zum Ziel gesetzt, die EBIT-Marge mittelfristig deutlich zu verbessern. Hierzu sollen sowohl eine verbesserte Rohertragsmarge als auch ein konzernweites Programm zur Effizienzsteigerung mit starkem Fokus auf einen effizienteren Einsatz der operativen Aufwendungen beitragen. Um die Rohertragsmarge zu verbessern, soll in den kommenden Jahren vor allem der Umsatzanteil des eigenen Einzelhandels weiter erhöht werden. In diesem Vertriebskanal erzielt das Unternehmen eine höhere Rohertragsmarge als im Großhandelsgeschäft. Zudem sollen die Komplexität in den Kollektionen von BOSS und HUGO reduziert, das Rabattmanagement verbessert sowie der Umsatzanteil des Outletgeschäfts verringert werden. Das Effizienzprogramm zielt zudem maßgeblich darauf ab, die Rentabilität im eigenen Einzelhandel zu verbessern, Marketingausgaben effektiver einzusetzen und die Organisationsstruktur des Konzerns weiter zu optimieren. Zusätzliche Investitionen in die Digitalisierung des Geschäftsmodells werden die erzielten Einsparungen dabei teilweise kompensieren. Kontinuität der Dividendenpolitik HUGO BOSS erwartet, mittels seines Geschäftsmodells auch in den kommenden Jahren einen deutlich positiven Free Cashflow generieren zu können. Der erwirtschaftete Free Cashflow soll auch künftig primär zur Finanzierung der Dividendenausschüttung verwendet werden. So hat sich HUGO BOSS zum Ziel gesetzt, auch weiterhin regelmäßig zwischen 60 % und 80 % des Konzerngewinns (ohne Berücksichtigung des IFRS 16) an die Aktionäre auszuschütten. UNTERNEHMENSSTEUERUNG ― Langfristige Maximierung des Free Cashflows zur Steigerung des Unternehmenswerts ― Umsatz und EBIT wichtigste Steuerungsgrößen ― Konzernplanung, Berichtswesen und Investitionscontrolling bilden Kernelemente der Unternehmenssteuerung Zentrale Steuerungsgrößen Ziel des Managements von HUGO BOSS ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Das unternehmensinterne Steuerungssystem soll den Vorstand und die Leitung der Geschäftseinheiten bei der Ausrichtung aller Unternehmensprozesse auf dieses Ziel unterstützen. Zur Steigerung des Unternehmenswerts konzentriert sich der Konzern auf die langfristige Maximierung des Free Cashflows. Ein dauerhaft positiver Free Cashflow soll die finanzielle Unabhängigkeit und jederzeitige Zahlungsfähigkeit des HUGO BOSS Konzerns sichern. Definition Free Cashflow Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit + Cashflow aus Investitionstätigkeit = Free Cashflow Die wesentlichen Ansatzpunkte zur Verbesserung des Free Cashflows liegen in der Steigerung von Umsatz und operativem Ergebnis (EBIT). Darüber hinaus unterstützen ein konsequentes Management des kurzfristigen operativen Nettovermögens (Trade Net Working Capital) sowie eine wertorientierte Investitionstätigkeit die Free-Cashflow-Entwicklung. HUGO BOSS hat somit insgesamt vier zentrale Steuerungsgrößen identifiziert: Umsatz, EBIT, kurzfristiges operatives Nettovermögen und Investitionen. Vier zentrale Steuerungsgrößen scroll Umsatz -> EBIT -> Kurzfristiges opteratives Nettovermögen -> Investitionen -> Free Cashflow -> Unternehmenswert HUGO BOSS strebt danach, seine Profitabilität nachhaltig zu erhöhen, und misst daher der profitablen Steigerung des Umsatzes besondere Bedeutung bei. Alle Maßnahmen zur Umsatzsteigerung werden folglich an ihrem Potenzial gemessen, das EBIT und die EBIT-Marge, sprich das Verhältnis des EBIT zum Umsatz, nachhaltig zu steigern. Definition EBIT Ergebnis vor Steuern - Finanzergebnis = Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) Zur Steigerung der EBIT-Marge fokussiert sich das Unternehmen auf die Verbesserung der Rohertragsmarge sowie auf die Umsetzung des konzernweiten Programms zur Effizienzsteigerung. Letzteres zielt maßgeblich darauf ab, die Rentabilität im eigenen Einzelhandel zu verbessern, Marketingausgaben effektiver einzusetzen und die Organisationsstruktur weiter zu optimieren. -> Konzernstrategie, Mittelfristige Steigerung der Profitabilität Das kurzfristige operative Nettovermögen (Trade Net Working Capital) stellt für HUGO BOSS die bedeutendste Kennzahl zur Steuerung eines effizienten Kapitaleinsatzes dar. Definition kurzfristiges operatives Nettovermögen Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen = kurzfristiges operatives Nettovermögen Das Management der Vorräte sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt in der Verantwortung der Konzerngesellschaften und der zuständigen operativen Zentralbereiche. Letztere verantworten zudem das Management der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Steuerung dieser drei Bilanzpositionen erfolgt über die Kennzahlen Vorratsreichweite, Forderungsreichweite und Verbindlichkeitenreichweite. Zur Optimierung des Vorratsvermögens existiert zudem ein spezifischer Genehmigungsprozess für den Einkauf der Vorräte des eigenen Einzelhandels. Er umfasst neben der Berücksichtigung zukünftiger Abverkaufsquoten das erwartete Umsatzwachstum sowie das prognostizierte Rabattniveau. Die Führungskräfte des HUGO BOSS Konzerns tragen direkte Verantwortung für ein profitables Unternehmenswachstum. Folglich ist deren kurzfristige variable Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm, STI) an die Erreichung der Ziele für Umsatz und EBIT gekoppelt. Das Verhältnis von kurzfristigem operativen Nettovermögen zum Umsatz bildet die dritte Komponente der kurzfristigen variablen Vergütung. Die Vergütung der Führungskräfte der ersten und zweiten Managementebene umfasst zudem ein Long-Term-Incentive-Programm (LTI), das in seiner Ausgestaltung dem des Vorstands entspricht. Vergütungsbericht, Erfolgsabhängige (variable) Vergütungskomponenten Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bilden die Renovierung und Modernisierung bestehender Einzelhandelsstandorte, selektive Neueröffnungen und der Ausbau der IT-Infrastruktur im Zuge der weiteren Digitalisierung des Geschäftsmodells. Für wesentliche Investitionsvorhaben existiert ein spezifischer Genehmigungsprozess. Er umfasst neben qualitativen Analysen, beispielsweise im Hinblick auf potenzielle Standorte von Stores, auch die Analyse des Kapitalwerts eines jeden Projekts. -> Finanzlage, Investitionen HUGO BOSS verfolgt eine ertragsorientierte Ausschüttungspolitik, die die Aktionäre angemessen an der Gewinnentwicklung des Konzerns beteiligen soll. Der erwirtschaftete Free Cashflow wird folglich primär zur Finanzierung der Dividendenausschüttung verwendet. So sollen regelmäßig zwischen 60 % und 80 % des Konzerngewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Darüber hinaus verfügbare liquide Mittel werden zur weiteren Verringerung der Verschuldung genutzt beziehungsweise als Barreserve gehalten. Der Konzern analysiert in mindestens jährlichem Abstand seine Bilanzstruktur im Hinblick auf deren Effizienz und Eignung, zukünftiges Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig eine ausreichende Sicherheit für den Fall einer schlechter als erwartet ausfallenden wirtschaftlichen Entwicklung zu gewährleisten. -> Finanzlage, Kapitalstruktur und Finanzierung Kernelemente des unternehmensinternen Steuerungssystems Die Planungs-, Steuerungs- und Überwachungsaktivitäten des Konzerns fokussieren sich auf die Optimierung der beschriebenen zentralen Steuerungsgrößen. Die Kernelemente des unternehmensinternen Steuerungssystems sind die Konzernplanung, das konzernweite, IT-gestützte Berichtswesen und das Investitionscontrolling. Die Konzernplanung bezieht sich auf einen rollierenden Dreijahreszeitraum und wird im Rahmen des jährlichen, konzernweiten Budgetprozesses unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäftslage und der mittelfristigen Ziele von HUGO BOSS erstellt. Auf Basis von Zielvorgaben des Vorstands erstellen die Konzerngesellschaften vollständige Ergebnis- und Investitionsplanungen für die von ihnen verantworteten Absatzmärkte oder Geschäftsbereiche. Ebenso erfolgt die Planung des kurzfristigen operativen Nettovermögens. Darauf aufbauend erarbeiten die Entwicklungs- und Beschaffungseinheiten eine mittelfristige Kapazitätsplanung. Das Konzerncontrolling prüft sämtliche dieser Planungen auf Plausibilität und aggregiert sie zur Gesamtkonzernplanung. Letztere wird in regelmäßigen Abständen vor dem Hintergrund der tatsächlichen Geschäftsentwicklung und etwaiger Chancen und Risiken aktualisiert. Auf Basis der erwarteten Cashflow-Entwicklung werden zudem regelmäßig Prognosen zur Entwicklung der Liquiditätssituation erstellt. So sollen finanzielle Risiken frühzeitig erkannt und Maßnahmen hinsichtlich des Finanzierungs- beziehungsweise Anlagebedarfs getroffen werden. -> Finanzlage, Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Der Vorstand und die Leitung der Konzerngesellschaften werden monatlich in Form von standardisierten, IT-gestützten Berichten unterschiedlicher Detailstufen über den operativen Geschäftsverlauf informiert. Ad-hoc-Analysen ergänzen das Berichtswesen. Die durch das konzernweite, IT-gestützte Berichtswesen generierten Ist-Daten werden dabei monatlich mit den Plandaten verglichen. Zielabweichungen werden erläutert und geplante Gegenmaßnahmen dargestellt. Entwicklungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden unverzüglich an den Vorstand berichtet. Besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Frühindikatoren, die geeignet sind, einen Hinweis auf die zukünftige Geschäftsentwicklung zu geben. In diesem Zusammenhang erfolgt die Analyse der flächenbereinigten Umsatzentwicklung im eigenen Einzelhandel, der Auftragsentwicklung im Großhandelsgeschäft und der Entwicklung des Replenishment-Geschäfts in mindestens wöchentlichem Rhythmus. In regelmäßigen Abständen wird zudem ein Vergleich mit der Entwicklung relevanter Wettbewerber durchgeführt. Mithilfe der kontinuierlichen Überwachung der Frühindikatoren sollen Planabweichungen rechtzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Das zentrale Investitionscontrolling bewertet geplante Investitionsprojekte hinsichtlich ihres Beitrags zur Erreichung der Renditeziele des Konzerns. Dabei werden ausschließlich Projekte initiiert, die einen positiven Beitrag zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Konzerns erwarten lassen. Zudem wird in regelmäßigen Abständen die Profitabilität bereits realisierter Projekte durch nachgelagerte Analysen überprüft. Bei negativen Abweichungen von den ursprünglich gesetzten Renditezielen werden entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. MITARBEITER ― Rund 14.600 Mitarbeiter im HUGO BOSS Konzern tätig ― Fokus der Personalarbeit auf Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung ― Zahlreiche Auszeichnungen belegen erfolgreiche Personalarbeit HUGO BOSS ist der festen Überzeugung, dass seine Mitarbeiter maßgeblich zum Unternehmenserfolg und zur Realisierung der Unternehmensvision - "die begehrlichste Fashion- und Lifestyle-Marke im Premiumbereich zu sein" - beitragen. Zentrale Aufgabe des Personalmanagements ist es deshalb, die besten Mitarbeiter der Branche für HUGO BOSS zu gewinnen und sie möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden. Die fünf Unternehmenswerte Qualität, Leidenschaft, Respekt, Kooperation und Innovation bilden dabei die Grundsätze der täglichen Zusammenarbeit. Mitarbeitergewinnung HUGO BOSS strebt danach seine Positionierung als Top-Arbeitgeber bei relevanten Zielgruppen weiter zu stärken. Dies soll es dem Unternehmen ermöglichen, auch künftig geeignete Bewerber für HUGO BOSS zu gewinnen. Die globale Rekrutierungsstrategie des Unternehmens zielt dabei zunehmend auf eine Direktansprache qualifizierter Kandidaten ab. Zusätzlich sollen Talente mittels einer zielgruppenspezifischen Ansprache über digitale Plattformen, wie die HUGO BOSS Karriere-Website oder soziale Netzwerke, gewonnen werden. Im weiteren Auswahlprozess bildet die kontinuierliche Weiterentwicklung digitaler Kommunikationskanäle einen Schwerpunkt der Personalarbeit. Den Kernbestandteil der digitalen Rekrutierungstätigkeiten stellt dabei die globale Employer-Branding-Kampagne "That's my HUGO BOSS" dar, die 2019 kanalübergreifend weiterentwickelt wurde. Neben seinem digitalen Auftritt präsentiert sich das Unternehmen potenziellen Bewerbern auch regelmäßig auf Karrieremessen. Zur Gewinnung junger Talente bietet das Unternehmen Schulabgängern eine Vielfalt an Ausbildungsangeboten und dualen Studienprogrammen. Im vergangenen Jahr befanden sich 76 Auszubildende und dual Studierende in der HUGO BOSS AG (2018: 79). 25 neue Auszubildende und dual Studierende haben im Jahr 2019 ihre Ausbildung begonnen (2018: 31). Das Ausbildungsangebot bei HUGO BOSS ist bedarfsspezifisch ausgerichtet und wird kontinuierlich an die strategischen Prioritäten des Unternehmens angepasst. HUGO BOSS möchte seine externe Reputation und seinen Bekanntheitsgrad bei potentiellen Bewerbern stetig erhöhen. Deshalb betreibt das Unternehmen ein aktives Reputationsmanagement auf einschlägigen Bewertungsplattformen und in sozialen Netzwerken. Zahlreiche Auszeichnungen belegen den Erfolg der Personalarbeit von HUGO BOSS und dienen gleichzeitig der Steigerung des Bekanntheitsgrads des Unternehmens unter potentiellen Bewerbern. So gehörte HUGO BOSS im Jahr 2019 erneut zu den Top 100 der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands, die durch eine jährliche Befragung der Institute Universum und Trendence ermittelt werden. In der von der deutschen Branchenzeitschrift Textilwirtschaft durchgeführten Studie "Working in Fashion" verbesserte sich das Unternehmen zudem auf Platz drei (2018: Platz acht). Insbesondere in den Bereichen Weiterbildungsmöglichkeiten, Work-Life-Balance, Internationales Arbeiten und Gehaltsniveau schnitt HUGO BOSS vergangenes Jahr besonders gut ab. Mitarbeiterbindung Seit HUGO BOSS ermittelt die Zufriedenheit und Bedürfnisse seiner Mitarbeiter im Rahmen einer in Kooperation mit Great Place to Work(r) Deutschland jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern dem Unternehmen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung seiner Personalarbeit und der Unternehmenskultur. Bei einer konzernweiten Beteiligungsquote von 66 % stieg die Gesamtzufriedenheit im Jahr 2019 auf 70 % (2018: Gesamtzufriedenheit von 68 % bei einer Beteiligungsquote von 66 %). -> Zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung, Arbeitnehmerbelange Vergangene Mitarbeiterbefragungen haben verdeutlicht, dass eine faire Vergütung für die Zufriedenheit der Mitarbeiter von zentraler Bedeutung ist. HUGO BOSS begreift das Thema deshalb als Chance und will mittels einer fairen und transparenten Vergütungsstruktur die Motivation seiner Mitarbeiter und deren Bindung an das Unternehmen stärken. Basierend auf einer bereits 2018 durchgeführten Bewertung sämtlicher Stellen in Deutschland sowie konzernweiter Schlüsselpositionen wurden 2019 in einem weiteren Schritt erstmals Gehaltsbänder für alle Positionen in Deutschland entwickelt und an die jeweiligen Mitarbeiter kommuniziert. Die Gehaltsbänder basieren auf externen Gehaltsbenchmarks und sollen zur Erhöhung der Transparenz beitragen. HUGO BOSS sieht dies als einen wesentlichen Baustein, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter und gleichzeitig seine Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu erhöhen. Das Vergütungssystem bei HUGO BOSS umfasst fixe und variable Gehaltskomponenten, übertarifliche Zulagen, Sachbezüge und weitere immaterielle Leistungen. Es achtet auf tarif- und kollektivvertragliche Vereinbarungen und bezieht nationale und regionale Vergleichsmaßstäbe mit ein. Für die HUGO BOSS AG bestehen zudem Betriebsvereinbarungen, die Vergütungsbestandteile wie etwa den Mitarbeitererfolgsbonus regeln. Außertariflich angestellte Mitarbeiter erhalten neben ihrem Grundgehalt ein 13. Gehalt sowie ein Short-Term-Incentive, das jeweils zur Hälfte an jährliche Unternehmensziele und die Erreichung persönlicher Ziele geknüpft ist. Das Vergütungssystem in den beiden Ebenen unter dem Vorstand enthält zudem ein Long-Term-Incentive-Programm, das sich über einen mehrjährigen Zeitraum erstreckt und mit den Zielen des Vorstands in Einklang steht. -> Vergütungsbericht HUGO BOSS bietet seinen Mitarbeitern ein vielfältiges Angebot zur Stärkung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Das Projekt "New Ways of Working" ermöglicht bereits heute einem Großteil der Mitarbeiter auf dem Campus in Metzingen ein agiles und bereichsübergreifenderes Arbeiten in Form von flexibleren und cross-funktionalen Raumkonzepten. Zudem sollen sogenannte "Coworking Spaces" die Möglichkeit zum produktiven Arbeiten in einer kreativen Atmosphäre bieten und gleichzeitig das Netzwerken zwischen den Mitarbeitern fördern. Vertrauensarbeitszeit, individuelle Teilzeitmodelle und das Home-Office-Konzept ergänzen das Angebot und sollen sowohl zu einem erhöhten Engagement der Mitarbeiter als auch zu deren Zufriedenheit beitragen. Das Home-Office-Konzept wurde im vergangenen Jahr von rund 1.500 Mitarbeitern (2018: 1.100) am Standort Metzingen genutzt und steht zudem bereits Mitarbeitern einiger Konzerngesellschaften, darunter Frankreich, die Schweiz, und Australien, zur Verfügung. Darüber hinaus fördert HUGO BOSS die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Form von zahlreichen familienfreundlichen Angeboten, die im Kapitel "Zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung" näher beschrieben sind. -> Zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung, Arbeitnehmerbelange HUGO BOSS legt darüber hinaus großen Wert darauf, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter zu fördern. Dazu bietet das Unternehmen zahlreiche sportliche Aktivitäten an. So können etwa Mitarbeiter in Deutschland, der Schweiz und der Türkei kostenlos unternehmenseigene Fitnessstudios nutzen und an einer Vielzahl unterschiedlicher Sportkurse teilnehmen. Darüber hinaus soll ein ausgewogenes Ernährungskonzept in den eigenen Betriebsrestaurants das persönliche Wohlbefinden der Mitarbeiter erhöhen. An den zentralen Distributionszentren in Deutschland und für Mitarbeiter der Produktion in Metzingen existieren zudem Gesundheitsmaßnahmen in Form von Bewegungspausen, Massagen und Rückenkursen. Die umfangreichen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung des Unternehmens wurden im Jahr 2019 mit dem ersten Platz des Corporate Health Awards in der Kategorie "Konsumgüter" ausgezeichnet. Zur Stärkung der Motivation, Einsatzbereitschaft und Qualifikation der Mitarbeiter bietet der Konzern seinen Angestellten zudem ein vielfältiges Angebot an Förderungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Dieses ist im Kapitel "Zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung" ausführlich beschrieben. -> Zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung, Arbeitnehmerbelange Mit dem Ziel die Mitarbeiterbindung nachhaltig zu stärken, ist HUGO BOSS bestrebt die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und seinen Zielen zu fördern. Hierzu sollen auch eine Vielzahl unterschiedlicher Kommunikationsmaßnahmen beitragen, die darauf abzielen den Austausch der Mitarbeiter untereinander zu stärken. Zusätzlich zu internen CEO-Newslettern, regelmäßigen Townhall-Meetings und Vorstellungsterminen verschiedener Fachbereiche wurde im Jahr 2019 die eigene Mitarbeiter-App "We Are HUGO BOSS" eingeführt. Auf die App zugeschnittene Inhalte zu allen wesentlichen Themengebieten - von Neuigkeiten zu den Marken BOSS und HUGO über das weltweite Storenetzwerk bis hin zu Nachhaltigkeitsthemen - können so bereits heute in Echtzeit an Mitarbeiter in 20 Ländern kommuniziert werden. Die App bietet zudem verschiedene Möglichkeiten zur Interaktion der Mitarbeiter, die den Austausch und das globale Zusammengehörigkeitsgefühl der Organisation zusätzlich stärken sollen. Mitarbeiterkennzahlen Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 beschäftigte HUGO BOSS 14.633 Mitarbeiter. Damit lag die Anzahl der Mitarbeiter in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 14.685 Mitarbeiter). Das Durchschnittsalter der Belegschaft belief sich unverändert auf 36 Jahre. Die globale Ausrichtung des Unternehmens spiegelt sich auch in der Belegschaft wider. 79 % der Konzernmitarbeiter arbeiteten im vergangenen Geschäftsjahr außerhalb von Deutschland (2017: 79 %). Während 10.167 Mitarbeiter (2018: 10.067) der Gesamtbelegschaft zum Jahresende 2019 im kaufmännischen Bereich arbeiteten, waren 4.465 Mitarbeiter (2018: 4.618) im gewerblichen Bereich tätig. scroll 50 % Frauen (2018: 48 %) 50 % Männer (2018: 52 %) Davon erste Managementebene 25 % (2018: 26 %) Davon erste Managementebene 75 % (2018: 74 %) Davon zweite Managementebene 48 % (2018: 46 %) Davon zweite Managementebene 52 % (2018: 54 %) Frauen bildeten zum Jahresende mit einem Anteil von 59 % erneut die Mehrheit der Belegschaft im HUGO BOSS Konzern (2018: 59 %). Im Management, das heißt in allen vier Führungsebenen, waren Ende Dezember 2019 50 % der Stellen durch Frauen besetzt (2018: 48 %). In der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands belief sich der Frauenanteil dabei auf 25 %, in der zweiten Führungsebene auf 48 % (2018: 26 % beziehungsweise 46 %). -> Corporate-Governance-Bericht mit Erklärung zur Unternehmensführung FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG ― Innovations- und Entwicklungsarbeit erfolgt in fünf eigenen Entwicklungszentren ― Kooperationen und Kollaborationen zur weiteren Steigerung der Begehrlichkeit ― Digitale Produktentwicklung gewinnt weiter an Bedeutung Ziel der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei HUGO BOSS ist es Produkte zu entwickeln, die höchste Qualität mit anspruchsvollem Design vereinen, unter gleichzeitiger Einhaltung ethischer Standards sowie entsprechender Umwelt- und Gesundheitsanforderungen. Die Produkte der Marken BOSS und HUGO unterscheiden sich durch ihren modischen Stil, haben jedoch den gleichen hohen Anspruch an Qualität und Passform, Innovation und Nachhaltigkeit. Damit zahlt die Forschungs- und Entwicklungsarbeit unmittelbar auf die Unternehmensvision ein, die begehrlichste Fashion- und Lifestyle-Marke im Premiumbereich zu sein. Forschung und Entwicklung (F&E) orientiert sich bei HUGO BOSS am Produktentwicklungsprozess, der die Umsetzung einer kreativen Idee in ein kommerzielles Produkt beschreibt. Die Innovationsund Entwicklungsarbeit wird dabei in den fünf Entwicklungszentren in Metzingen (Deutschland), New York City (USA), Coldrerio (Schweiz), Morrovalle (Italien) und Scandicci (Italien) umgesetzt. In der Konzernzentrale in Metzingen entwickelt HUGO BOSS den Großteil seiner Kollektionen. Dabei nutzt das Unternehmen das Technical Center in Metzingen sowie die eigene Produktionsstätte in Izmir, um innovative Produktionsmethoden zu testen und Muster herzustellen. Produkte die im Rahmen der Fashion Show eingesetzt werden sowie Einzelanfertigungen der BOSS Womenswear werden zudem in einem Designstudio in New York City entworfen. Im Kompetenzzentrum in Coldrerio liegt die Verantwortung für die Entwicklung der Produktgruppen Hemden, Krawatten und Strickware sowie für das Design und die Entwicklung von Schuhen, Lederaccessoires und Bodywear. An den Standorten in Morrovalle und Scandicci werden hochwertige Schuhe und Lederaccessoires entwickelt. Kooperationen und Kollaborationen Zur weiteren Steigerung der Begehrlichkeit seiner Marken und eingebettet in die jährlich vier regulär entwickelten Kollektionen setzt HUGO BOSS im Rahmen seiner F&E-Aktivitäten zunehmend auf Kooperationen und Kollaborationen mit international anerkannten Designern, Künstlern und Premiumunternehmen. Dadurch sollen zusätzliche kreative Impulse gesetzt und Innovationen vorangetrieben werden. So wurde die Festtagskollektion des Jahres 2019 "BOSS x MEISSEN" von der "Big-Five"-Figurengruppe der Porzellanmanufaktur Meissen inspiriert. Dabei ziehen sich die fünf Tiermotive Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard in gestickter, gedruckter und gewebter Form durch die gesamte Kollektion. Zudem haben BOSS und Porsche im Rahmen der Kooperation im Bereich der Formel E eine zweite "Porsche x BOSS"-Kollektion entwickelt und 2019 auf den Markt gebracht. Diese wurde von Porsche Sportwagen inspiriert und soll den Anspruch an Design, Innovation und Performance reflektieren, der beide Marken miteinander verbindet. Im Rahmen einer umfänglichen Kollaboration hat die Marke HUGO im Jahr 2019 Sänger und Songwriter Liam Payne als globalen Markenbotschafter für sich gewinnen können. Im Herbst 2019 entstand aus dieser Partnerschaft eine zehnteilige "HUGO x Liam Payne"-Kollektion, die vom persönlichen Stil des Musikers inspiriert ist. Im Jahr 2020 sollen die Zusammenarbeit mit Liam Payne in der Produktentwicklung intensiviert und gemeinsam weitere Kapselkollektionen entwickelt werden. Das Thema Nachhaltigkeit hat auch im Jahr 2019 eine wichtige Rolle in der Produktentwicklung gespielt. So hat HUGO BOSS Produkte aus Leder auf den Markt gebracht, die aus einem 100 % natürlichen Extrakt aus Blättern des Olivenbaums gegerbt sind. Das Verfahren wurde in der Herbst/Winter 2019 Kollektion in verschiedenen Produkten wie Jacken, Handschuhen und Schuhen eingesetzt. Darüber hinaus hat HUGO BOSS eine weitere BOSS Schuhkollektion aus einem natürlichen Material aus Ananasblattfasern auf den Markt gebracht. -> Nachhaltigkeit Initiativen zur Produktpersonalisierung hat HUGO BOSS auch in 2019 weiter vorangetrieben. Mit "BOSS Made for Me" haben Kunden fortan die Möglichkeit Details ihres Looks zu personalisieren. Dazu gehören beispielsweise der Oberstoff, das Futter und die Knöpfe ihres neuen BOSS Anzugs. Neben kundenindividuell gefertigten Anzügen werden auch personalisierbare Sneakers und Outerwear Jacken in ausgewählten Stores angeboten. Erkenntnisse zu Marktpotenzialen, Produkten, Prozessen und Systemen fließen dabei im Rahmen eines agilen Projektmanagementansatzes stetig in die Optimierung des "BOSS Made for Me"-Angebots ein. Produktentwicklungsprozess Die kreative Idee steht am Anfang des Produktentwicklungsprozesses. Unter Berücksichtigung der Markenstrategie, der Markenwerte sowie globaler Mega- und Fashiontrends wird ein Kollektionsthema definiert. Die Umsetzung der kreativen Ideen und Designs in konkrete Kollektionsinhalte berücksichtigt zudem den Abverkaufserfolg der vergangenen Saisons, aber auch marktspezifische Charakteristika wie regionale Kaufkraft, Klima, modische Vorlieben und das jeweilige Marktumfeld. Die kreativen Ideen der Designteams werden im zweiten Schritt in der Modellentwicklung schnitttechnisch umgesetzt. Anschließend verarbeitet die technische Produktentwicklung die Modelle zu Prototypen weiter und testet ihre Eignung im industriellen Produktionsprozess. Um in der Entwicklung seiner Kollektionen flexibler und schneller agieren zu können und den Produktentwicklungsprozess zu beschleunigen, treibt HUGO BOSS die Digitalisierung des Produktentwicklungsprozesses konsequent voran. So wurde die bereits 2018 eingeführte digitale Stoff- und Zutatendatenbank im Jahr 2019 weiter ausgebaut. Diese dient als Grundlage für vollständig digital entwickelte Produkte bei denen bereits heute auf den Einsatz physischer Prototypen verzichtet werden kann. In der konventionellen Produktentwicklung erfolgt nach der Prototypenerstellung die Anfertigung einer Musterkollektion, um sicherzustellen, dass die Produkte den hohen Ansprüchen des Unternehmens an Qualität und Passform genügen. Im Anschluss erfolgt der Verkauf der Kollektionen an die Großhandelskunden. Für HUGO erfolgt der Verkauf bereits seit 2017 mittels eines digitalen Showrooms. Dieser wurde 2019 erstmalig auch für den Verkauf der BOSS Casual- und Athleisurewear eingesetzt. Für 2020 ist die Ausweiterung auf die BOSS Businesswear geplant. Nach dem Verkauf der Kollektionen an die Großhandelspartner werden diese schließlich produziert und an den Großhandel sowie den eigenen Einzelhandel ausgeliefert. In den Kreativ- und Entwicklungsabteilungen des HUGO BOSS Konzerns arbeiten gelernte Modedesigner, Schneider, Schuh- und Bekleidungstechniker sowie Ingenieure. Mit 72 % machten die Personalaufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr den größten Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen aus (2018: 71 %). Der Rest entfällt im Wesentlichen auf sonstige Abteilungsaufwendungen. Auch im Jahr 2019 wurde der Großteil der Kosten für Forschung und Entwicklung zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Die produktionsbezogenen Entwicklungsaufwendungen sind darüber hinaus in den Herstellungskosten der Vorräte enthalten. Aufgrund der kurzen Produktlebenszyklen wurden keine Entwicklungskosten als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte aktiviert. BESCHAFFUNG UND PRODUKTION ― Herstellung hochwertiger Produkte der Businesswear erfolgt in Eigenfertigung ― Anteil der Casual- und Athleisurewear am Beschaffungsvolumen weiter gestiegen ― Einhaltung hoher Qualitätsstandards von zentraler Bedeutung Die von HUGO BOSS eingesetzten Materialien sollen den hohen Kundenanforderungen an Design, Tragekomfort, Langlebigkeit und Passform entsprechen. Neben diesen Qualitätsmerkmalen spielen soziale und ökologische Aspekte eine wesentliche Rolle. Die Beschaffung und Produktion hochwertiger Produkte zahlt folglich unmittelbar auf die Unternehmensvision, die begehrlichste Fashion- und Lifestyle-Marke im Premiumbereich zu sein, ein. -> Konzernstrategie Nach wertmäßiger Betrachtung wurden wie schon im Vorjahr 17 % des gesamten Beschaffungsvolumens in eigenen Produktionsstätten gefertigt. Entsprechend entfielen 83 % des Beschaffungsvolumens auf Produkte, die von unabhängigen Lieferanten entweder in Lohnfertigung hergestellt oder als Handelsware bezogen wurden (2018: 83 %). Die Eigenfertigung soll auch dazu dienen, wichtiges Know-how zur Weiterentwicklung von Produktionstechnologien und Qualitätsstandards zu erlangen. Die vier eigenen Produktionsstätten befinden sich in Izmir (Türkei), Metzingen (Deutschland), Radom (Polen) und Morrovalle (Italien). In Izmir, dem mit Abstand größten eigenen Produktionsstandort, werden vor allem Produkte der Businesswear wie Anzüge, Sakkos, Hemden und Mäntel sowie die Damenkonfektion gefertigt. Im Technical Center in Metzingen werden die maßgeschneiderten "Made to Measure"-Anzüge sowie speziell aus veganen Materialien gefertigte Anzüge hergestellt. Die Entwicklung und Produktion von Prototypen und Musterteilen findet ebenfalls im Technical Center statt. In Radom und Morrovallewerden Business-Schuhe hergestellt. Innerhalb Osteuropas entfällt mit 23 % des globalen Beschaffungs- und Produktionsvolumens der Großteil auf die Türkei. Der eigene Produktionsstandort in Izmir macht dabei rund 12 % des globalen Beschaffungs- und Produktionsvolumens aus. Innerhalb Asiens ist China der mit Abstand bedeutendste Beschaffungsmarkt und steht für rund 20 % des globalen Beschaffungs- und Produktionsvolumens. HUGO BOSS legt großen Wert auf eine sorgfältige Lieferantenauswahl und strebt danach, langfristige strategische Partnerschaften aufzubauen. Dabei spielen nicht nur ökonomische Kriterien, sondern auch die Einhaltung der HUGO BOSS Sozialstandards eine essentielle Rolle. Diese sind zwingender Bestandteil der vertraglichen Vereinbarung. Im Rahmen strategischer Partnerschaften investiert HUGO BOSS in das Wissen seiner Partner und fördert so die Steigerung von Qualität, Effizienz, technologischem Fortschritt und nachhaltiger Unternehmensführung. HUGO BOSS führt zudem regelmäßig Social-Compliance-Trainings bei seinen Lieferanten durch und unterstützt sie bei der Umsetzung der Sozialstandards. ->Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Achtung der Menschenrechte Die Produktqualität, ein zentrales Element bei der Lieferantenauswahl, wird vorab im Rahmen von Testaufträgen umfangreich analysiert. Im Geschäftsjahr 2019 bezog HUGO BOSS Fertigwaren von insgesamt 171 externen Zulieferbetrieben (2018: 180), die in 198 Produktionsstätten fertigten (2018: 210). Rohware bezog das Unternehmen von 309 externen Zulieferern (2018: 312), die in 325 Produktionsstätten fertigten (2018: 334). Die Anzahl der Zulieferbetriebe ist im Zuge der Ausrichtung auf strategisch wichtige Partner weiter zurückgegangen. Zur Risikominimierung achtet das Unternehmen auf eine möglichst ausgewogene Verteilung des Beschaffungsvolumens und strebt an, dass mittelfristig jeweils mindestens zwei verschiedene Lieferanten für die Herstellung eines Produktes zur Verfügung stehen. In 2019 entfielen lediglich 8 % des gesamten Beschaffungswerts auf den größten unabhängigen Lieferanten (2018: 9 %). Dabei handelt es sich um eine langfristige Partnerschaft für die Beschaffung von Produkten der Casual- und Athleisurewear. Auch 2019 hat HUGO BOSS am eigenen Produktionsstandort in Izmir weitere Fortschritte bei der Entwicklung des Standorts hin zu einer "Smart Factory" gemacht. So nutzt das Unternehmen dort inzwischen künstliche Intelligenz, um Verbesserungspotenziale während des Produktionsverfahrens zu identifizieren und Maschinendefekte rechtzeitig zu erkennen. Bei der Zuordnung eines Modells zu einer bestimmten Produktionslinie berücksichtigt ein Algorithmus zudem historische Produktionsdaten sowie die jeweilige Erfahrung der Mitarbeiter. Bei der Wartung von Maschinen wird künstliche Intelligenz schließlich eingesetzt, um mithilfe verschiedener Datenpunkte einen Defekt vorherzusagen, noch bevor dieser eintritt. Bei den von HUGO BOSS bezogenen Stoffen und Zutaten handelt es sich hauptsächlich um Oberstoffe sowie Innenfutter, Knöpfe, Garne und Reißverschlüsse. Dabei ist Baumwolle das von HUGO BOSS mit Abstand am meisten eingesetzte Material. Die Mehrzahl der vom Unternehmen eingekauften Gewebe stammt aus Europa - viele Stoffe von langjährigen Partnern aus Italien. Für die in Lohnfertigung hergestellten Produkte stellt HUGO BOSS den Lieferanten Stoffe und Zutaten samt den benötigten Schnittmustern zur Verfügung. Damit will das Unternehmen sicherstellen, dass die gefertigten Produkte den Qualitätsstandards des Unternehmens entsprechen. Die hauptsächlich in Osteuropa ansässigen Lieferanten fertigen überwiegend Produkte der Businesswear, die ein hohes Maß an Fertigungskompetenz und technischer Ausstattung voraussetzen. Unter Einbezug der eigenen Produktionsstätten lag der Anteil der Lohnfertigung am Beschaffungsvolumen mit 36 % geringfügig unter dem Vorjahresniveau (2018: 38 %). Im Bereich der Handelsware bezieht der Konzern vor allem Produkte für die Athleisure- und Casualwear. Dabei werden den überwiegend in Asien und Osteuropa ansässigen Lieferanten die jeweiligen Schnittmuster zur Verfügung gestellt. Die benötigten Oberstoffe und Zutaten beschaffen die Lieferanten eigenständig. Die Einhaltung der Qualitätsstandards von HUGO BOSS soll dabei durch regelmäßige Kontrollen sichergestellt werden. Der Anteil der Handelsware am Beschaffungsvolumen lag mit 64 % leicht über dem Vorjahresniveau (2018: 62 %) und resultierte aus dem im Vergleich zum Vorjahr höheren Anteil von Casual- und Athleisurewear im Produktmix. Den Lieferanten werden standardisierte Qualitäts-, Verarbeitungs- und Prozesshandbücher zur Verfügung gestellt. Dies soll gewährleisten, dass auch die Zulieferbetriebe den Qualitätsstandards von HUGO BOSS entsprechen. Zudem führt HUGO BOSS in den Produktionsbetrieben regelmäßig Trainings zu Themen wie Schnitttechnik oder Produktionsmanagement durch. Die Einhaltung der Fertigungsstandards soll durch fest im Produktionsablauf implementierte Kontrollen sowie regelmäßige Stichproben sichergestellt werden. Dabei liegt der Fokus auf Passform, Verarbeitung und Maßhaltigkeit. Qualitätskriterien werden zudem als fester Bestandteil in die halbjährlich stattfindende Lieferantenbewertung einbezogen. NACHHALTIGKEIT ― Nachhaltigkeit fester Bestandteil der Geschäftstätigkeit ― Fokus auf sechs Handlungsfelder We, Umwelt, Mitarbeiter, Partner, Produkt und Gesellschaft ― Erneute Aufnahme in den Dow Jones Sustainability Index World HUGO BOSS erkennt die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen seines Handelns an. Die Handlungsmaxime "Wir handeln verantwortungsvoll" zielt darauf ab, Mehrwert für das Unternehmen, seine Mitarbeiter, Aktionäre, Kunden, Geschäftspartner und die Gesellschaft zu schaffen. Das Unternehmen versteht Nachhaltigkeit dabei als Zusammenspiel von Qualität, Innovation und Verantwortung und somit als festen Bestandteil seiner Geschäftstätigkeit. Neben qualitativ hochwertigen und innovativen Produkten wird seitens der Kunden zunehmend die Einhaltung anspruchsvoller sozialer und ökologischer Standards gefordert. Die vielfältigen Nachhaltigkeitsaktivitäten von HUGO BOSS sollen somit zur Steigerung der Kundenzufriedenheit beitragen und zahlen auf die Vision des Unternehmens ein, die begehrlichste Fashion- und Lifestyle-Marke im Premiumsegment zu sein. Die sechs Handlungsfelder We, Umwelt, Mitarbeiter, Partner, Produkt und Gesellschaft bilden den organisatorischen Rahmen für die Nachhaltigkeitsstrategie von HUGO BOSS. Die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Konzerns werden vom Zentralbereich Global Sustainability, der dem Vorstandsvorsitzenden direkt unterstellt ist, strategisch gesteuert. We - "Gemeinsam Werte schaffen": Mit seinen vielfältigen Nachhaltigkeitsaktivitäten orientiert sich HUGO BOSS an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Bei der Umsetzung und Weiterentwicklung seiner Nachhaltigkeitsstrategie setzt HUGO BOSS dabei auf einen regelmäßigen Dialog mit seinen Stakeholdern sowie auf eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und Organisationen. Gemeinsam soll so die Nachhaltigkeit in der textilen Lieferkette weiter vorangetrieben werden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen auch in das Risiko- und Chancenmanagement des Unternehmens ein und helfen bei der Weiterentwicklung der eigenen ethischen Standards und des HUGO BOSS Verhaltenskodex. Umwelt - "Natürliche Ressourcen bewahren": Ziel des Umweltmanagements von HUGO BOSS ist die weitestmögliche Reduzierung der Umweltauswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit. Das Engagement reicht von den eigenen Verwaltungs- und Produktionsstandorten über die Logistik bis hin zum weltweiten Storenetzwerk. Mittels nachhaltiger Gebäudekonzepte und Technologien, Strom aus erneuerbaren Energien sowie einer kontinuierlichen Optimierung von Transportrouten arbeitet das Unternehmen an der Reduktion seiner CO2-Emissionen und leistet damit einen direkten Beitrag zum Klimaschutz. Der auf der Unternehmenswebsite veröffentlichte Umweltleitfaden von HUGO BOSS beschreibt die Grundsätze des Umweltschutzes in allen relevanten Unternehmensbereichen. Mitarbeiter - "Eine faire und verantwortungsbewusste Kultur fördern": HUGO BOSS möchte seine Position im internationalen Wettbewerb um die qualifiziertesten Mitarbeiter weiter ausbauen. Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität setzt das Unternehmen auf eine faire und wertebasierte Unternehmenskultur, individuelle Entwicklungsmöglichkeiten sowie ein breites Angebot an flexiblen Arbeitsmodellen für eine höhere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Basis der täglichen Zusammenarbeit bilden die Unternehmenswerte und der Verhaltenskodex. Letzterer ist die Grundlage für ein rechtlich und ethisch einwandfreies Verhalten im unternehmerischen Alltag. Dazu gehören die Anerkennung von Vielfalt und die Sicherstellung von Chancengleichheit, die bei HUGO BOSS einen hohen Stellenwert genießen. -> Mitarbeiter Partner - "Verantwortung gemeinsam realisieren": Für HUGO BOSS und seine Partner ist die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards in seiner globalen Lieferkette von zentraler Bedeutung und deshalb fester Bestandteil der vertraglichen Vereinbarungen. Die Standards basieren auf international anerkannten Rahmenwerken und beinhalten unter anderem Regeln zu Arbeitszeiten, menschenwürdigen und sicheren Arbeitsbedingungen, zum Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, zur Zahlung angemessener Löhne und zur Vereinigungsfreiheit. Das Unternehmen legt großen Wert auf eine sorgfältige Auswahl seiner Partner, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und den Erhalt langfristiger strategischer Beziehungen. -> Beschaffung und Produktion Produkt - "Ideen für morgen": HUGO BOSS stellt hohe Ansprüche an das Design und die Qualität seiner Produkte. Bei deren Entwicklung setzt das Unternehmen zunehmend auf innovative Materialien und Fertigungstechniken. Gleichzeitig achtet HUGO BOSS auf die Einhaltung strikter Vorgaben zur Sicherheit und Umweltverträglichkeit seiner Produkte und deren Herstellung. In enger Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten und anderen Stakeholdern arbeitet das Unternehmen an Lösungen für den Umwelt- und Tierschutz. Mit der zunehmenden Auswahl nachhaltigerer Materialien, einer kontinuierlichen Optimierung der Materialeffizienz und einem verantwortungsvollen Einsatz von Chemikalien in der Produktion will das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Gesellschaft - "Perspektiven fördern": Das übergeordnete Ziel der Corporate-Citizenship-Strategie von HUGO BOSS ist die Förderung individueller Erfolgspotenziale. Sie basiert auf den drei Säulen Zugang zu Bildung, Weiterbildung und Förderung der Kreativität. Bei der Umsetzung von Projekten und Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette berücksichtigt das Unternehmen auch regionale Bedürfnisse an den jeweiligen Standorten. In allen sechs Handlungsfeldern will sich der Konzern kontinuierlich verbessern und hat sich entsprechende Ziele gesetzt. Nachhaltigkeitsratings dienen dabei als Indikatoren zur objektiven Bewertung des erreichten Fortschritts. 2019 wurde HUGO BOSS zum dritten Mal in Folge in den Dow Jones Sustainability Index (DJSI) World aufg enommen. In den Kategorien Markenmanagement, Umweltreporting, Innovationsmanagement, Datenschutz und Produktverantwortung hat das Unternehmen jeweils "best in class" abgeschnitten. HUGO BOSS zählt damit zu den fünf besten Unternehmen der globalen Bekleidungsindustrie. Details zur Nachhaltigkeitsstrategie und den Aktivitäten von HUGO BOSS entlang der sechs Handlungsfelder finden sich im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht und auf der Unternehmenswebsite. Zudem gibt die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung einen Überblick über wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte. -> Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung ZUSAMMENGEFASSTE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG ― Erklärung fasst wesentliche Angaben zu Nachhaltigkeitsaspekten zusammen ― Acht Sachverhalte als wesentlich im Sinne des § 289c (3) HGB identifiziert ― Definition dargestellter Leistungsindikatoren orientiert sich an GRI-Standards Über diese zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung Gemäß §§ 315b, 315c HGB i. V. m. §§ 289b bis 289e HGB veröffentlicht das Unternehmen diese für den HUGO BOSS Konzern und die HUGO BOSS AG zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung. Sie fasst die für das Unternehmen wesentlichen Angaben zu den fünf geforderten Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung inhaltlich zusammen. Bei der Erstellung der Erklärung hat sich HUGO BOSS insbesondere hinsichtlich der Definition der berichteten Leistungsindikatoren an den GRI-Standards der Global Reporting Initiative orientiert. Im Rahmen des Berichtsprozesses hat HUGO BOSS geprüft, ob Risiken bestehen, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen des Unternehmens sowie dessen Produkten oder Dienstleistungen verbunden sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Aspekte haben oder haben werden. HUGO BOSS hat keine derartigen Risiken zu berichten. Falls nicht anders vermerkt, spiegeln die in dieser Erklärung gemachten Angaben die Perspektive der HUGO BOSS AG und die des Konzerns gleichermaßen wider. Verweise auf Angaben außerhalb der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sind - mit Ausnahme von Verweisen auf das Kapitel "Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur" als Teil des zusammengefassten Lageberichts - über die Pflichtangaben des HGB hinausgehende Informationen und nicht Bestandteil der Erklärung. Die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung wurde einer freiwilligen Prüfung mit begrenzter Sicherheit nach ISAE 3000 (Revised) unterzogen. -> Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit Beschreibung des Geschäftsmodells HUGO BOSS gehört zu den führenden Unternehmen im Premiumsegment des globalen Bekleidungsmarkts. Das Geschäftsmodell von HUGO BOSS ist ausführlich im Kapitel "Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur" beschrieben. -> Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur Herleitung wesentlicher Sachverhalte Basis für die Auswahl der in dieser Erklärung dargelegten Sachverhalte bildet eine von HUGO BOSS im Jahr 2019 durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse, die insbesondere eine Wesentlichkeitsbetrachtung nach § 289c (3) HGB umfasste. Dabei wurde untersucht, inwiefern die Sachverhalte für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens und der Auswirkungen seiner Tätigkeit auf die oben genannten Aspekte von besonderer Bedeutung sind. Über die acht im Rahmen der Analyse als wesentlich identifizierten Sachverhalte wird im Folgenden berichtet. Sowohl aufgrund der erfolgten Neubewertung als auch infolge einer 2019 vorgenommenen internen Neuordnung der Nachhaltigkeitsthemen unterscheiden sich die dargestellten Sachverhalte von denen des Vorjahres. Aspekte und wesentliche Sachverhalte scroll Umweltbelange Arbeitnehmerbelange Sozialbelange Achtung der Menschenrechte Bekämpfung von Korruption und Bestechung Klimaschutz in der Produktion Arbeitgeberattraktivität Kundenzufriedenheit Menschenrechte und Arbeitsstandards in der Produktion Vermeidung von Korruption und wettbewerbsschädigendem Verhalten Verantwortungsvoller Einsatz von Chemikalien in der Produktion Datenschutz Sicherheit am Arbeitsplatz und Schutz der Gesundheit in der Produktion Die zu den Aspekten "Umweltbelange" und "Achtung der Menschenrechte" dargelegten Sachverhalte beziehen sich jeweils sowohl auf die eigene Produktionstätigkeit von HUGO BOSS als auch auf die Produktionstätigkeit unabhängiger Lieferanten. Umweltbelange Klimaschutz in der Produktion In der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie entstehen CO2-Emissionen vor allem beim Anbau und in der Produktion textiler Fasern sowie innerhalb energieintensiver Verarbeitungsprozesse, zu denen beispielsweise Färben, Waschen oder Bleichen gehören. HUGO BOSS ist sich seiner Mitverantwortung zum Schutz von Umwelt und Klima bewusst. Die Einführung und Weiterentwicklung umwelt- und klimafreundlicher Prozesse bei seinen Lieferanten ist für das Unternehmen dabei ebenso wichtig wie die Umsetzung entsprechender Maßnahmen an den eigenen Produktionsstandorten. Umwelt- und Klimaschutzthemen in der Lieferkette werden vom Zentralbereich Global Sustainability gesteuert, der unter anderem die Vorgabe interner Richtlinien und Standards verantwortet. In enger Abstimmung koordiniert zudem das zentrale Umweltmanagement-Team gemeinsam mit den lokal Verantwortlichen entsprechende Maßnahmen an den eigenen Produktionsstätten. Der Vorstand wird regelmäßig über die Fortschritte zur Erreichung der Umwelt- und Klimaschutzziele des Konzerns informiert. Ziele Ziel von HUGO BOSS ist die Reduzierung der Auswirkungen seiner Geschäftsaktivität auf das Klima. Maßnahmen Mit zahlreichen Maßnahmen und Initiativen an seinen eigenen Standorten und in seiner Lieferkette setzt sich HUGO BOSS für den Klimaschutz ein. Mit der 2018 erfolgten Unterzeichnung der Fashion Industry Charter for Climate Action unter der Schirmherrschaft der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) bekennt sich HUGO BOSS gemeinsam mit anderen Unternehmen zur Vision einer klimaneutralen Modeindustrie bis zum Jahr 2050. Zur Definition geeigneter Maßnahmen engagiert sich das Unternehmen im Rahmen dieser Kooperation unter anderem in Arbeitsgruppen zu den Themen "Rohwaren" und "Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Herstellungsprozess". Im Einklang mit der UNFCCC arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit seinen Lieferanten daran, die Umweltauswirkungen in der Lieferkette nachhaltig zu reduzieren. Die Einhaltung gesetzlicher Umweltanforderungen ist fester Bestandteil der Lieferantenverträge. Zusätzlich regelt der von HUGO BOSS veröffentlichte Umweltleitfaden eine Vielzahl von Umweltschutz-Grundsätzen sowohl für die eigenen Produktionsstätten als auch für die der Zulieferer. Der Leitfaden wird aktuell weiterentwickelt und soll künftig auch die vom Unternehmen im Rahmen der Fashion Industry Charter for Climate Action verfolgten Aktivitäten und Ziele reflektieren. Aktuell überarbeitet das Unternehmen zudem seinen Verhaltenskodex für Lieferanten, der ebenfalls ausführliche Regeln zum Umweltschutz beinhaltet. Darüber hinaus will HUGO BOSS für seine Lieferanten künftig mithilfe eines Materialleitfadens verbindliche Nachhaltigkeitskriterien hinsichtlich der verwendeten textilen Fasern und Materialien festschreiben. Im Rahmen regelmäßiger Umweltaudits erfasst HUGO BOSS unter anderem die Maßnahmen seiner Lieferanten zum Energiemanagement und den CO2-Ausstoß dieser Lieferanten. Dabei greift das Unternehmen auch auf externe Auditoren zurück. Für den Fall, dass Verstöße gegen Umweltauflagen festgestellt werden, erarbeitet das Unternehmen gemeinsam mit dem jeweiligen Lieferanten Maßnahmenpläne, deren Umsetzung in Folgeaudits überprüft wird. Auch mittels geeigneter Schulungen will das Unternehmen seine Lieferanten regelmäßig zu Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen informieren und auf die Etablierung standardisierter Energie- und Umweltmanagementsysteme hinwirken. Als Mitglied der Better Cotton Initiative (BCI) engagiert sich HUGO BOSS gemeinsam mit anderen Unternehmen für eine Reduktion der Umweltauswirkungen, die beim Anbau und in der Verarbeitung von Baumwolle entstehen. Baumwolle ist das von HUGO BOSS mit Abstand am meisten eingesetzte Material. Die BCI verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur nachhaltigen Baumwollproduktion, der ökologische, soziale und ökonomische Aspekte berücksichtigt. So sollen etwa durch einen energieeffizienteren und umweltschonenderen Baumwollanbau die Umweltauswirkungen und Klimafolgen reduziert werden. Auch wenn die Auswirkung der eigenen Produktionstätigkeit auf das Klima im Vergleich zu denen vonseiten der externen Lieferanten nur gering ist, spielt die Reduktion der Energieverbräuche und CO2-Emissionen an den eigenen Produktionsstandorten für HUGO BOSS dennoch eine wichtige Rolle. Bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung seines Umweltmanagements orientiert sich der Konzern an den internationalen Normen ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 50001 (Energiemanagement). Der mit Abstand größte eigene Produktionsstandort in Izmir (Türkei) ist bereits seit 2014 nach beiden Normen zertifiziert. Zur weiteren Reduktion der CO2-Emissionen an den eigenen Produktionsstandorten setzt das Unternehmen vor allem auf den Einsatz energieeffizienter Technologien, die Modernisierung technischer Anlagen sowie eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien. Die im Rahmen des Umweltmanagements gewonnenen Erkenntnisse sollen dem Unternehmen zukünftig helfen, gemeinsam mit externen Lieferanten weitere Fortschritte bei der Reduzierung der Umwelt- und Klimaauswirkungen in der Lieferkette zu erzielen. Leistungsindikatoren Im Rahmen seines Engagements in der Fashion Industry Charter for Climate Action hat sich HUGO BOSS gemeinsam mit anderen Unternehmen in einem ersten Schritt zur Reduzierung der CO2-Emissionen um 30 % bis zum Jahr 2030 verpflichtet. Zur Konkretisierung dieses Ziels arbeitet das Unternehmen aktuell an der Definition entsprechender Ziele für die sogenannten Scope-1- und Scope-2-Emissionen aus Primärenergienutzung und Strombezug sowie für die Scope-3-Emissionen der Logistik und der Lieferkette. Verantwortungsvoller Einsatz von Chemikalien in der Produktion HUGO BOSS ist sich seiner Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit der Menschen bewusst, die mit seinen Produkten sowohl als Kunde als auch im Herstellungsprozess in Berührung kommen. Der verantwortungsvolle Einsatz von Chemikalien in der Produktion ist eine wesentliche Voraussetzung für sichere, gesundheitlich unbedenkliche und umweltfreundliche Produkte sowie Produktionsprozesse. Klare Verantwortlichkeiten, abgestimmte Abläufe und umfangreiche Richtlinien zielen auf die Einhaltung hoher Sicherheits- und Qualitätsstandards in den Produktionsprozessen ab. In der Stoff- und Zutatenproduktion unabhängiger Lieferanten kommen insbesondere in den sogenannten Nassverfahren, zu denen beispielsweise Färben, Waschen, Bleichen und Gerben zählen, Chemikalien zum Einsatz. Gleiches gilt für die Herstellung von Baumwoll-, synthetischen und recycelten Fasern. Kommt es in den Produktionsprozessen zur Freisetzung von Chemikalien, kann dies unter anderem zur Beeinträchtigung der Wasserqualität und -Versorgung lokaler Gemeinschaften im Umfeld der jeweiligen Produktionsstätte führen. HUGO BOSS sensibilisiert seine Lieferanten folglich für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Chemikalien und arbeitet an einer Reduzierung von deren Einsatz. Umweltbelange in der Lieferkette werden vom Zentralbereich Global Sustainability gesteuert. Dessen Vorgaben zur Einhaltung entsprechender Umweltstandards werden von den operativen Beschaffungseinheiten in Zusammenarbeit mit den Lieferanten umgesetzt. So beinhalten etwa die HUGO BOSS Sozialstandards, die ein fester Bestandteil der vertraglichen Vereinbarungen sind, auch Richtlinien zur Einhaltung von Umweltschutzauflagen. Die Einhaltung seitens der Lieferanten wird kontinuierlich von HUGO BOSS sowie unabhängigen Dritten überprüft. Der Vorstand und relevante Mitarbeiter werden über die Ergebnisse der Arbeit regelmäßig informiert. Ziele HUGO BOSS hat das Ziel, die Sicherheit seiner Produkte zu gewährleisten. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen das Ziel, die Umweltauswirkungen der Nassverfahren auf Lieferantenseite weiter zu reduzieren. Beide Ziele sollen vor allem durch eine Reduzierung des Einsatzes gesundheits- und umweltschädlicher Chemikalien in der Produktion erreicht werden. Maßnahmen HUGO BOSS achtet auf die Einhaltung strikter Vorgaben zur Produktsicherheit in seiner Lieferkette. So verlangt das Unternehmen von seinen Lieferanten die Einhaltung einer den Anforderungen der Apparel & Footwear International RSL Management Group (AFIRM) entsprechenden Restricted Substances List (RSL). Diese regelt die Einhaltung von Gesetzen zur Verwendung von Chemikalien sowie anderen potenziell gesundheitsgefährdenden Substanzen. Mittels umfangreicher Produkttests wird die Sicherheit und Verträglichkeit der von HUGO BOSS und seinen Lieferanten eingesetzten Materialien regelmäßig kontrolliert. Treten bei Tests Auffälligkeiten auf, greift ein definierter Eskalationsprozess unter Einbindung aller relevanten Fachabteilungen, in schwerwiegenden Fällen auch unter Einbezug des Vorstands. Zur Reduzierung der Umweltauswirkungen im Produktionsprozess arbeitet HUGO BOSS sowohl mit seinen Lieferanten als auch mit anderen Unternehmen der Bekleidungsindustrie, etwa im Rahmen des Programms Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC), eng zusammen. Im Jahr 2019 hat das Unternehmen unter anderem die Migration auf das speziell auf die Nassverfahren abgestimmte Auditprotokoll des ZDHC-Programms erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des vom Unternehmen verfolgten Global Social Compliance Programme (GSCP) soll es fortan eine standardisierte Bewertung des Chemikalienmanagements der Lieferanten ermöglichen und dazu dienen, Lieferanten mit Nassverfahren bei der Verbesserung ihrer Umweltleistung zu unterstützen. Zur weiteren Reduzierung des Einsatzes umweltschädlicher Chemikalien treibt das Unternehmen zudem die Implementierung einer sogenannten, auf ZDHC basierenden Manufacturing RSL (MRSL) voran. Sie führt Chemikalien mit definierten Grenzwerten auf und soll den Lieferanten helfen, die Verwendung schädlicher Chemikalien zu vermeiden oder auf ein Minimum zu beschränken. Daneben forciert das Unternehmen die Anwendung der Abwasserrichtlinien des ZDHC, um die Freisetzung wassergefährdender Substanzen in der Lieferkette zu verhindern. Auch mit dem auf der Unternehmenswebsite veröffentlichten Umweltleitfaden zielt HUGO BOSS darauf ab, die Umweltauswirkungen in seiner Lieferkette zu reduzieren. Leistungsindikatoren HUGO BOSS lässt die Sicherheit und Qualität seiner Produkte von akkreditierten Instituten mittels umfangreicher Schadstofftests prüfen. Ziel ist es, den Anteil nicht marktkonformer Produkte zu minimieren und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass keine solchen Produkte in die Auslieferung gelangen. So wurden im Jahr 2019 rund 3.950 Materialien überprüft (2018: rund 3.050 Materialien). Dabei erwiesen sich weniger als 0,5 % der getesteten Produkte als nicht marktkonform und gelangten folglich nicht in die Auslieferung (2018: weniger als 0,5 %). 2019 hat HUGO BOSS die neu entwickelte MRSL sämtlichen Lieferanten vorgestellt und gleichzeitig deren Bereitschaft zur Implementierung der MRSL abgefragt. Im Jahr 2019 belief sich die Bereitschaft auf 91 %. Für die eigenen Produktionsstätten ist die Einhaltung der MRSL verpflichtend. Ziel des Unternehmens ist es, mittels Aufklärung und Schulungen dafür zu sorgen, dass sich mittelfristig alle Lieferanten zur Implementierung der MRSL bereit erklären. Arbeitnehmerbelange Arbeitgeberattraktivität Die Erreichung der strategischen und finanziellen Ziele des Konzerns ist in hohem Maße von seinen Mitarbeitern, ihren Fähigkeiten und ihrer Einsatzbereitschaft abhängig. Steigende Komplexität und ein schnelllebiges Wettbewerbsumfeld führen zu einem zunehmenden Bedarf an Fach- und Führungskräften. HUGO BOSS möchte seine Position im internationalen Wettbewerb um die qualifiziertesten Mitarbeiter deshalb weiter ausbauen. Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität setzt das Unternehmen neben einer fairen und wertebasierten Unternehmenskultur vor allem auf individuelle Entwicklungsmöglichkeiten sowie vielfältige Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Verantwortlich für die Personalstrategie und das konzernweite Personalmanagement ist der zentrale Personalbereich. Er steht in einem engen Austausch mit den Führungskräften der Zentralbereiche sowie den Personalabteilungen und Führungskräften der Konzerngesellschaften. Der Vorstand wird über die Fortschritte der Personalarbeit regelmäßig informiert und ist zudem bei allen wesentlichen Entscheidungen involviert. Ziele Die weitere Steigerung der Arbeitgeberattraktivität ist ein wesentliches Ziel der Personalarbeit von HUGO BOSS. So soll die Position des Unternehmens im internationalen Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter gestärkt und die Motivation, Einsatzbereitschaft sowie Bindung der rund 14.600 Mitarbeiter an das Unternehmen nachhaltig erhöht werden. Maßnahmen Für HUGO BOSS zählen die systematische Fort- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter sowie die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu den strategischen Prioritäten innerhalb des Personalmanagements. -> Mitarbeiter HUGO BOSS bietet seinen Mitarbeitern eine Vielzahl individueller Entwicklungsmöglichkeiten. Mittels strukturierter Trainingsprogramme für Fach- und Führungskräfte wie Employee Development Program (EDP) und Leadership Development Program (LDP) sollen Mitarbeiter entsprechend ihren Kompetenzen gefördert, ihr Wissen erweitert und ihre Fähigkeiten, etwa im Hinblick auf eine Führungskarriere, gestärkt werden. Im Jahr 2019 schlossen erstmals auch ausgewählte Mitarbeiter internationaler Konzerngesellschaften das bereits seit einigen Jahren am Firmensitz in Metzingen erfolgreich praktizierte EDP ab. Sowohl das EDP als auch das im vergangenen Jahr am Standort Metzingen etablierte LDP sollen in Zukunft weiter gestärkt und sukzessive auf weitere Konzerngesellschaften ausgeweitet werden. Sämtlichen Mitarbeitern steht darüber hinaus eine breite Auswahl an Präsenz- und Online-Trainings zu sozialen, fachlichen und Führungskompetenzen über die konzernweite Plattform "HUGO BOSS University" zur Verfügung. An den eigenen Produktions- und Logistikstandorten bilden zudem Präsenzschulungen und Arbeitsplatzeinweisungen feste Bestandteile bei der Einführung gewerblicher Mitarbeiter. Zur prozess- und systemseitigen Unterstützung bei der Schaffung individueller Entwicklungsmöglichkeiten hat das Unternehmen Ende 2019 den "Performance & Development Dialog" (PDD) eingeführt. Mit Unterstützung eines Online-Tools sollen zunächst am Firmensitz in Metzingen sowie an ausgewählten europäischen Standorten weitere Verbesserungen etwa in den Bereichen Leistungsbeurteilung, Potenzialeinschätzung und Entwicklungsplanung erzielt werden. HUGO BOSS will dadurch eine höhere Transparenz vor allem hinsichtlich möglicher abteilungs- und länderübergreifender Entwicklungspfade innerhalb des Konzerns schaffen, um Mitarbeiter optimal einzusetzen und Talente möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden. Der Einsatz des PDD soll in den kommenden Jahren auf weitere Konzerngesellschaften ausgeweitet werden. Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität unterstützt HUGO BOSS seine Mitarbeiter zudem bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So soll eine Vielzahl flexibler Arbeitsmodelle wie individuelle Teilzeitregelungen, Vertrauensarbeitszeit oder das Home-Office-Konzept die Motivation und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter weiter erhöhen. Dabei profitiert der Großteil der Belegschaft des Konzerns bereits heute von gleitenden Arbeitszeiten und Teilzeitregelungen. So ist es etwa auch Mitarbeitern in der eigenen Produktion in Izmir (Türkei) möglich, gesammelte Überstunden binnen zwei Monaten abzubauen. Das Home-Office-Konzept steht bereits den Verwaltungsmitarbeitern in der Firmenzentrale in Metzingen sowie Mitarbeitern ausgewählter internationaler Standorte zur Verfügung. Es soll in den kommenden Jahren auf weitere Konzerngesellschaften ausgeweitet werden. Auch unterstützt das Unternehmen seine Mitarbeiter dabei, private Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in Einklang mit der beruflichen Tätigkeit zu bringen. Das Unternehmen engagiert sich darüber hinaus im Rahmen der deutschlandweiten Kooperation "Erfolgsfaktor Familie" für eine Stärkung der Familienfreundlichkeit. HUGO BOSS bietet seinen Mitarbeitern bereits heute unterschiedliche familienfreundliche Angebote. So stehen etwa jungen Familien am Standort Metzingen Plätze in der örtlichen Kindertagesstätte sowie Angebote zur Ferienbetreuung zur Verfügung. Im Jahr 2019 ist dort zudem mit dem Bau einer unternehmenseigenen Kindertagesstätte begonnen worden, deren Eröffnung für Ende 2021 geplant ist. Auch an internationalen Standorten fördert das Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So haben etwa Mitarbeiter in den USA kostenlosen Zugang zu einem Employee Assistance Program (EAP), das unter anderem unabhängige Beratung zu den Themen Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen bietet. Darüber hinaus steht es den dortigen Mitarbeitern frei, mittels flexibler Ausgabenkonten (Flexible Spending Accounts, FSA) einen Teil des persönlichen Bruttoeinkommens für externe Betreuungs- oder Pflegeleistungen zu verwenden. Die Attraktivität von HUGO BOSS als Arbeitgeber wurde im Jahr 2019 mehrfach ausgezeichnet. Bei der jährlichen Befragung der Institute Trendence und Universum zählte das Unternehmen erneut zu den Top 100 der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands. In der Studie "Working in Fashion 2019" der deutschen Branchenzeitschrift Textilwirtschaft verbesserte sich HUGO BOSS auf den dritten Platz (Vorjahr: Platz acht). Besonders gut war dabei das Abschneiden in den Kategorien Work-Life-Balance, Internationales Arbeiten, Gehaltsniveau und Weiterbildungsmöglichkeiten. In letzterer erreichte das Unternehmen sogar den ersten Platz. Leistungsindikatoren HUGO BOSS ermittelt die Zufriedenheit und die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter im Rahmen einer in Kooperation mit Great Place to Work(r) Deutschland jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern dem Unternehmen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung seiner Personalarbeit und der Unternehmenskultur. Bei einer konzernweiten Beteiligungsquote von 66 % stieg die Gesamtzufriedenheit im Jahr 2019 auf 70 % (2018: Gesamtzufriedenheit von 68 % bei einer Beteiligungsquote von 66 %). In der HUGO BOSS AG erhöhte sich die Gesamtzufriedenheit auf 76 % (2018: 74 %). Dabei konnten unter anderem die Ergebnisse in den Kategorien Weiterbildungsmöglichkeiten und Work-Life-Balance im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert werden. HUGO BOSS hat sich zum Ziel gesetzt, die konzernweite Gesamtzufriedenheit bis zum Jahr 2025 auf 75 % zu erhöhen. Sozialbelange Kundenzufriedenheit HUGO BOSS ist überzeugt, dass die Begehrlichkeit seiner Marken den wichtigsten Faktor für den langfristigen Unternehmenserfolg darstellt. Das Ziel, die Kundenzufriedenheit zu maximieren, folgt diesem Grundgedanken. Die Zufriedenheit der Kunden bildet zudem eine wichtige Grundlage zur langfristigen Kundenbindung. Das Unternehmen richtet folglich sämtliche Aktivitäten am Kunden aus. Bei allen wesentlichen Entscheidungen sind der Kundennutzen und die Kundenzufriedenheit gleichermaßen Maßstab und Ziel. -> Konzernstrategie Die systematische Messung und Auswertung der Kundenzufriedenheit erfolgt bei HUGO BOSS durch die zentrale Strategieabteilung, die direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Der Vorstand wird regelmäßig über die Fortschritte und Ergebnisse der Arbeit informiert. Ziele Vor allem in Zeiten hoher Wettbewerbsdichte und steigender Kundenanforderungen zahlt das Ziel, die Kundenzufriedenheit zu maximieren, auf die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts ein. Maßnahmen Wichtige Hebel zur Steigerung der Kundenzufriedenheit bilden für HUGO BOSS unter anderem die Aufwertung des Einkaufserlebnisses, die weitere Optimierung des Produktangebots sowie die kontinuierliche Verbesserung der Produkt- und Servicequalität. Im Jahr 2019 hat das Unternehmen unter anderem in die konsequente Modernisierung von BOSS Stores investiert, sein Angebot an personalisierten Produkten erweitert und seine Marketingaktivitäten mittels Partnerschaften und Kollaborationen noch enger am Kunden ausgerichtet. -> Konzernstrategie Als wichtigstes Instrument zur Messung der Kundenzufriedenheit setzt HUGO BOSS seit 2019 auf ein systematisches Kundenerfahrungsmanagement (Customer-Experience-Management, CEM), das Kundenfeedback nach getätigten Käufen auf freiwilliger Basis erfasst, aggregiert, auswertet und den relevanten Entscheidungsträgern in Echtzeit zur Verfügung stellt. Der Fokus liegt dabei auf der Bewertung des Einkaufserlebnisses mittels geeigneter Kennzahlen wie der sogenannten Weiterempfehlungsrate (Net Promoter Score, NPS) oder einer Fünf-Sterne-Bewertung. Im Jahr 2019 wurden sämtliche freistehenden Einzelhandelsgeschäfte in Europa sowie die dortigen eigenen Onlinestores an die zu diesem Zweck eingeführte Software angebunden. Somit können fortan etwa die subjektiven Wahrnehmungen der Kunden einzelner Stores oder Länder im Zeitablauf beobachtet und miteinander verglichen werden. Dies soll es dem Unternehmen unter anderem ermöglichen, das Verkaufspersonal weiter zu sensibilisieren und künftig noch gezielter zu schulen oder konkrete Maßnahmen zur weiteren Optimierung des Bestellvorgangs im Onlinegeschäft abzuleiten. HUGO BOSS plant, das CEM im Jahr 2020 auch auf die übrigen Regionen auszuweiten und perspektivisch auch Feedback zu den Marken und Produkten des Unternehmens über das CEM zu erfassen. Darüber hinaus greift das Unternehmen weiterhin auf das Feedback speziell geschulter Testkäufer externer Dienstleister, das sogenannte Mystery-Shopping, zurück. Die Ergebnisse liefern dem Unternehmen wichtige Erkenntnisse zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit und fließen vor allem in die gezielte Schulung des Verkaufspersonals ein. Leistungsindikatoren Bei der Auswertung der gewonnenen Daten bildet der NPS eine wichtige Kennzahl. Mittels Kundenbefragungen misst dieser die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kunde eine Weiterempfehlung für die Marken BOSS oder HUGO aussprechen wird. Dies ermöglicht dem Unternehmen, die Markendynamik und Kundenzufriedenheit auf Basis objektiver und messbarer Daten weiter zu erhöhen. Im Jahr 2019 konnte erneut ein im Wettbewerbsvergleich hoher NPS erzielt werden. Ziel von HUGO BOSS ist es, diese Kennzahl in Zukunft weiter zu verbessern. Datenschutz Datenschutz hat zum Ziel, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen zu gewährleisten. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsmodells gewinnt das Thema folglich auch für HUGO BOSS stetig an Bedeutung. Für den zukünftigen Erfolg von HUGO BOSS haben vor allem Kundendaten, insbesondere aus dem eigenen Onlinegeschäft und dem Kundenbindungsprogramm, eine hohe Relevanz. Ebenso wichtig ist für HUGO BOSS der ordnungsgemäße Umgang mit den Daten seiner Mitarbeiter und Geschäftspartner. Verstöße gegen den Datenschutz stellen ein erhöhtes Compliance-Risiko dar. Diesem Risiko will der Konzern mit einer datenschutzkonformen Aufstellung und angemessenen technischen und organisatorischen Maßnahmen begegnen. ->Risikobericht, Bedeutende organisatorische Risiken Die Zuständigkeit für die Überwachung und Einhaltung des Datenschutzes liegt beim zentralen Datenschutzbeauftragten. Darüber hinaus hat HUGO BOSS Datenschutzverantwortliche in den jeweiligen Konzerngesellschaften definiert. Arbeitsschwerpunkte sind präventive Maßnahmen wie die Risikofrüherkennung, die Schwachstellenbehebung und die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Etwaige Verstöße müssen dem Datenschutzbeauftragten gemeldet werden. Der Vorstand wird durch regelmäßige Datenschutzberichte über den aktuellen Status informiert. Ziele HUGO BOSS hat den Anspruch, Verstöße gegen geltendes Datenschutzrecht möglichst vollständig auszuschließen. Maßnahmen Mittels tätigkeitsbezogener Schulungen, der Verpflichtung zur Einhaltung des Verhaltenskodex sowie einer gesonderten Vertraulichkeitsverpflichtung werden die Mitarbeiter des Konzerns für datenschutzrechtliche Fragen sensibilisiert. Im Jahr 2019 wurde zudem das von allen Mitarbeitern mit PC-Zugang regelmäßig zu absolvierende E-Learning-Programm, das das Bewusstsein für Compliance-Regeln stärken soll, umfassend überarbeitet und dabei auch hinsichtlich des Themas Datenschutz ausgebaut. Ergänzend dazu hat das Unternehmen eine interne Datenschutzleitlinie sowie weitere Datenschutzrichtlinien erlassen, insbesondere zur Gewährleistung der umfassenden Betroffenenrechte. Mit der Anwendbarkeit der EU-Datenschutz-Grundverordnung wurde der datenschutzrechtliche Fokus bereits 2018 weiter verstärkt und auf die Umsetzung und Einhaltung der rechtlichen Neuerungen ausgerichtet. Sämtliche internen Prozesse und Systeme zur Verarbeitung personenbezogener Daten werden fortlaufend an datenschutzrechtlichen Vorgaben gemessen und kontinuierlich verbessert. Die Verbesserungen zielen darauf ab, Datenmissbrauch und -diebstahl zu verhindern. So bestehen insbesondere für die Internetauftritte und mobilen Apps von HUGO BOSS ausführliche Datenschutzbestimmungen. Bei Bekanntwerden von Gesetzesverstößen hat das Unternehmen Notfallkonzepte zur Einleitung von Gegenmaßnahmen implementiert. Leistungsindikatoren Wie schon im Vorjahr wurden dem Unternehmen auch im Jahr 2019 keine Verstöße im Sinne von behördlich oder gerichtlich festgestellten Datenschutzverletzungen bekannt. Achtung der Menschenrechte Unter dem Aspekt "Achtung der Menschenrechte" fasst HUGO BOSS zwei als wesentlich identifizierte Sachverhalte in Bezug auf die sozialen Auswirkungen in der Lieferkette (inklusive eigener Produktion) zusammen: Menschenrechte und Arbeitsstandards sowie Sicherheit am Arbeitsplatz und Schutz der Gesundheit. Über die zwei Sachverhalte wird im Folgenden gesamtheitlich berichtet, da sie beide Teil des Social-Compliance-Programms von HUGO BOSS und daher eng miteinander verknüpft sind. Die Achtung der Menschenrechte und die Einhaltung geltender Arbeitsstandards in der globalen Lieferkette stellen für HUGO BOSS integrale Bestandteile seiner Unternehmenskultur dar. Ein wesentlicher Teil des Beschaffungsvolumens von HUGO BOSS entfällt auf Fertigwaren, die von unabhängigen Lieferanten in wirtschaftlich weniger entwickelten Regionen produziert werden. In einigen dieser Regionen sind die politischen und gesellschaftlichen Schutzmechanismen für die Beschäftigten vergleichsweise wenig ausgeprägt. HUGO BOSS sieht hier eine Mitverantwortung für die Beschäftigten in seiner Lieferkette. Das Thema Achtung der Menschenrechte wird vom Zentralbereich Global Sustainability in engem Austausch mit den operativen Beschaffungseinheiten erfasst und gesteuert. Die Ergebnisse der Arbeit werden regelmäßig an den Vorstand berichtet. Die Verantwortung für den Themenschwerpunkt Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der eigenen Produktion ist dezentral organisiert. Die zuständigen Mitarbeiter an den jeweiligen Standorten berichten regelmäßig sowie anlassbezogen an das Management der jeweiligen Konzerngesellschaften, das in einem engen Austausch mit dem Vorstand steht. Bei Hinweisen auf Verstöße gegen Menschenrechte oder Arbeitsstandards können sich die eigenen Mitarbeiter und auch die Beschäftigten auf Lieferantenseite über einen definierten Beschwerdemechanismus direkt an die verantwortlichen Ansprechpartner von HUGO BOSS oder an einen externen, weisungsfreien Ombudsmann wenden. Im Falle von Verstößen erfolgen Aufklärung, Ahndung und Maßnahmenergreifung federführend durch die zentrale Compliance-Abteilung. Im Rahmen des Compliance-Reportings berichtet diese regelmäßig an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Ziele Ziel von HUGO BOSS ist die Einhaltung gesetzlicher und unternehmenseigener Regelungen zu Menschenrechten und Arbeitsstandards sowohl in der eigenen Produktion als auch aufseiten der Zulieferer. Dabei soll allen Beschäftigten die Sicherheit am Arbeitsplatz und der Schutz der Gesundheit gewährt werden. Maßnahmen Das Unternehmen legt großen Wert auf eine sorgfältige Auswahl seiner Partner, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und den Aufbau sowie Erhalt langfristiger strategischer Beziehungen. Dabei nehmen die Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses sowie die Hilfestellung bei der Weiterentwicklung von Kompetenzen zur Steuerung von Sozialbelangen eine wichtige Rolle ein. HUGO BOSS verpflichtet sich und seine Lieferanten zur Einhaltung der HUGO BOSS Sozialstandards, die das wichtigste Rahmenwerk für die Einhaltung und Verbesserung der Sozialbelange sowohl im eigenen Unternehmen als auch in der Lieferkette darstellen und ein fester Bestandteil der vertraglichen Vereinbarungen sind. Sie basieren auf international anerkannten Standards wie den Kernkonventionen der International Labour Organization (ILO) und beinhalten unter anderem Regeln zur Einhaltung nationaler Gesetze, Arbeitszeitbeschränkungen, menschenwürdiger und sicherer Arbeitsbedingungen, zum Verbot von Kinder-, Zwangsarbeit und Diskriminierung sowie zur Zahlung angemessener Löhne. In Ländern, in denen die nationalen gesetzlichen Vorgaben nur unzureichend ausgeprägt sind, setzen die HUGO BOSS Sozialstandards einen Mindeststandard. Sie sind in 25 Sprachen auf der Unternehmenswebsite einsehbar. Die Sozialstandards werden durch den eigenen Verhaltenskodex und die unternehmensinterne Social-Compliance-Richtlinie ergänzt. Zur Weiterentwicklung von Branchenstandards arbeitet HUGO BOSS in enger Kooperation mit anderen Unternehmen und Organisationen. So engagiert sich das Unternehmen etwa im Rahmen der Initiative "Existenzsichernde Löhne" des Bündnisses für nachhaltige Textilien. Zu den grundlegenden Prinzipien einer fairen Vergütung zählen für HUGO BOSS unter anderem die geregelte Zahlung von Löhnen, die leistungsgemäße Vergütung von tatsächlich erbrachter Arbeitszeit, das Recht auf Tarifverhandlungen sowie die Vermeidung von Vergütungsungleichheit. Als verantwortungsvoller Arbeitgeber misst HUGO BOSS zudem der betrieblichen Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter sehr hohe Bedeutung bei. Dies drückt sich in hohen Standards hinsichtlich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an den eigenen Produktionsstandorten aus. So sollen etwa im Rahmen sogenannter Health-&-Safety-Begehungen und -Gefährdungsbeurteilungen potenzielle Gefährdungen rechtzeitig erkannt und bewertet sowie Lösungsansätze entwickelt werden. Mit dem auf der Unternehmenswebsite veröffentlichten Health & Safety Commitment unterstreicht das Unternehmen den Stellenwert des Themas. Im Rahmen von Audits überprüft HUGO BOSS regelmäßig die Einhaltung der Sozialstandards sowie der Regelungen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz. Dabei greift das Unternehmen auch auf externe Auditoren zurück. Für den Fall, dass Verstöße gegen die Sozialstandards festgestellt werden, erarbeitet das Unternehmen gemeinsam mit dem jeweiligen Lieferanten Maßnahmenpläne, deren Umsetzung in Folgeaudits überprüft wird. Kann bei Verstößen im Verlauf der Maßnahmenumsetzung keine ausreichende Verbesserung vorgewiesen werden, leitet HUGO BOSS nach mehrmaliger Überprüfung in letzter Konsequenz die Beendigung der Lieferantenbeziehung ein. Um Verstöße gegen die Sozialstandards zu verhindern, misst HUGO BOSS der Weiterentwicklung des Social-Compliance-Managements seiner Lieferanten hohe Priorität bei. So führt das Unternehmen regelmäßig Social-Compliance-Trainings bei seinen Fertigwarenlieferanten durch und unterstützt sie bei der Umsetzung der Sozialstandards. Auch die eigenen Mitarbeiter sollen mittels regelmäßiger Schulungen zu Social-Compliance-Themen weiter sensibilisiert werden. Leistungsindikatoren Die Eigenfertigung erfolgte auch im Jahr 2019 an vier Produktionsstandorten in vier europäischen Ländern. Daneben stand HUGO BOSS im Jahr 2019 in einem aktiven Geschäftsverhältnis mit 198 externen Fertigwarenproduktionsstätten in 25 Ländern (2018: 210 Produktionsstätten in 28 Ländern). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist dabei im Wesentlichen auf den weiteren Ausbau strategischer Partnerschaften zurückzuführen. Im Berichtszeitraum wurden 119 Audits in 93 bestehenden Fertigwarenproduktionsstätten (inklusive der eigenen Produktionsstandorte) durchgeführt (2018: 153 Audits in 123 Produktionsstätten). Festgestellte Verstöße bezogen sich 2019 dabei hauptsächlich auf die Bereiche Social-Compliance-Management, Arbeitszeit und Vergütung. HUGO BOSS hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2022 95 % seines Beschaffungsvolumens von Fertigwarenlieferanten (inklusive der eigenen Produktionsstandorte) zu beziehen, die im jeweils letzten Audit eine der beiden höchsten Leistungsstufen, "gut" oder "zufriedenstellend", erreichten. Zum 31. Dezember 2019 belief sich dieser Anteil auf 93 % (2018: 91 %). Bekämpfung von Korruption und Bestechung Vermeidung von Korruption und wettbewerbsschädigendem Verhalten Zu ethisch einwandfreiem und rechtmäßigem Verhalten gehört die Vermeidung von Korruption und wettbewerbsschädigendem Verhalten. HUGO BOSS erwartet von allen Mitarbeitern ein rechtlich einwandfreies Verhalten im unternehmerischen Alltag. Corporate Compliance ist bei HUGO BOSS wesentliche Leitungsaufgabe des Vorstands und umfasst Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Vorschriften sowie unternehmensinterner Richtlinien und Kodizes. Dazu zählen auch Anti-Korruptions-, Anti-Bestechungs- und Kartellrechtsvorschriften. Die zentrale Compliance-Abteilung berichtet direkt an den Finanzvorstand in seiner Funktion als Chief Compliance Officer und unterstützt ihn bei der Überwachung eines effektiven Compliance-Managements. Zusammen mit den Compliance-Verantwortlichen in den Konzerngesellschaften sorgt sie für die Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Compliance-Programms. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird regelmäßig über die Aktivitäten der Compliance-Abteilung informiert. Ziele Das Compliance-Management bei HUGO BOSS zielt auf ein konzernweit rechtskonformes Verhalten ab. So sollen Rechtsverletzungen wie etwa Korruptions-, Bestechungs- und Kartellrechtsvorfälle vermieden werden, die neben Reputations- und finanziellen Risiken insbesondere auch persönliche straf- und arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Maßnahmen Sämtliche Mitarbeiter des HUGO BOSS Konzerns sind zur Einhaltung des konzernweit geltenden Verhaltenskodex und ergänzender spezifischer Compliance-Regeln verpflichtet. Alle Konzerngesellschaften werden regelmäßigen Risikoanalysen und gegebenenfalls detaillierten Audits unterzogen. Etwaige Verstöße werden an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet. Der Verhaltenskodex ist auf der Unternehmenswebsite einsehbar. 2019 wurden die interne Richtlinie zum Kartellrecht und die Insiderrichtlinie überarbeitet. Neben einer inhaltlichen Aktualisierung, vor allem im Hinblick auf geänderte rechtliche Anforderungen, stand dabei auch die zielgruppengerechtere Aufbereitung der beiden Themen im Vordergrund. Ein konzernweit etabliertes und von allen Mitarbeitern mit PC-Zugang regelmäßig zu absolvierendes E-Learning-Programm soll das Bewusstsein für die Compliance-Regeln stärken. Das Programm wurde 2019 umfassend überarbeitet und vor allem hinsichtlich der Themengebiete Kartellrecht, Datenschutz und Social Compliance weiter ausgebaut. Mitarbeiter in Positionen, für die das Thema Compliance besondere Relevanz hat, werden mittels Präsenzschulungen zu spezifischen, für sie relevanten Themen wie etwa dem Kartellrecht geschult. Bewusstes Fehlverhalten und schwerwiegende Compliance-Verstöße werden von HUGO BOSS nicht toleriert. Bei HUGO BOSS können sich Mitarbeiter, Lieferanten und Handelspartner bei Hinweisen auf Wirtschaftsstraftaten, Kartellrechtsverletzungen oder sonstige Compliance-Verstöße vertrauensvoll und, sofern gewünscht, anonym an einen externen Ombudsmann wenden. Dessen Kontaktdaten finden sich auf der Unternehmenswebsite. Leistungsindikatoren Wie schon im Vorjahr wurden im Unternehmen auch im Jahr 2019 keine Verstöße im Sinne von behördlich oder gerichtlich festgestellten Rechtsverletzungen durch Korruptions-, Bestechungs- und Kartellfälle bekannt. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE UND BRANCHENENTWICKLUNG ― Geopolitische Unsicherheiten belasten das Wachstum der Weltwirtschaft ― Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in allen Regionen ― Premium- und Luxusgüterbranche profitiert von starker Nachfrage von Kunden aus China sowie aufstrebenden Schwellenländern Gesamtwirtschaftliche Lage Das Wachstum der Weltwirtschaft fiel laut Schätzung des IWF im Jahr 2019 mit 2,9 % um 60 Basispunkte niedriger aus als zu Jahresbeginn erwartet und lag damit auch unter dem im Vorjahr erzielten Wachstum (2018: 3,6 %). Die Schätzung für das Wachstum der Weltwirtschaft wurde im Jahresverlauf vor dem Hintergrund gestiegener Unsicherheiten, die vor allem im Zusammenhang mit dem amerikanischchinesischen Handelskonflikt und dem ungewissen Ausgang des Brexits standen, nach unten korrigiert. Insbesondere die Stimmung der Unternehmen und Privathaushalte litt unter den Unsicherheiten, was eine Abschwächung der Investitionen, der Exporte und des privaten Konsums zur Folge hatte. In der zweiten Jahreshälfte haben soziale Unruhen in einigen Ländern das Wachstum zusätzlich belastet. Die Wirtschaft der Eurozone legte laut Schätzung des IWF im Jahr 2019 um 1,2 % zu. Damit verlangsamte sich das Wachstum der Wirtschaft spürbar gegenüber dem Vorjahr und lag zudem unter den ursprünglichen Erwartungen (2018: 1,9 %). Gründe hierfür liegen vor allem in einem schwächeren Privatkonsum, einer allgemein geringeren industriellen Produktion, einer weiteren Abschwächung der Konjunktur in Italien sowie den Auswirkungen der langwierigen Proteste in Frankreich. Großbritannien verzeichnete ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 1,3 %. Damit lag das Wachstum der Wirtschaft in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 1,3 %). Die Sorgen über einen ungeordneten Brexit konnten im Jahresverlauf beseitigt werden und belasteten damit das Wirtschaftswachstum nicht zusätzlich. In den USA entwickelte sich das Wirtschaftswachstum langsamer als zunächst erwartet. So konnten die Spannungen zwischen den USA und vielen ihrer Handelspartner nur teilweise durch fiskalpolitische Maßnahmen kompensiert werden. Insbesondere die im Rahmen der Handelskonflikte verhängten Strafzölle belasteten die konjunkturelle Entwicklung. Infolgedessen belief sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 laut Schätzungen des IWF auf 2,3 % und lag damit unter dem Vorjahresniveau (2018: 2,9 %). In China hat sich die Wachstumsdynamik wie erwartet weiter abgeschwächt. Laut Schätzungen des IWF belief sich das Wirtschaftswachstum in 2019 auf 6,1 %. Das Wachstum der Wirtschaft lag damit unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 6,6 %). Dabei konnte die expansivere Geld- und Fiskalpolitik der chinesischen Regierung die negativen Auswirkungen des Handelskonflikts mit den USA teilweise kompensieren. Während die Wirtschaft anderer Schwellenländer Asiens solide zulegte, erzielte Japan erwartungsgemäß nur geringes Wachstum. Branchenentwicklung In einer gemeinsamen Studie schätzen The Business of Fashion und die Unternehmensberatung McKinsey & Company, dass die Umsätze der globalen Bekleidungsindustrie im Jahr 2019 um währungsbereinigt 3,5 % bis 4,5 % gestiegen sind. Damit lag das Wachstum unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 4 % bis 5 %). Während sowohl im Luxussegment als auch in den niedrigen Preislagen die Nachfrage jeweils überdurchschnittlich zulegen konnte, verzeichnete das mittlere Marktsegment ein vergleichsweise geringeres Wachstum. Für HUGO BOSS stellt das gehobene Premiumsegment der Bekleidungsindustrie den besten Vergleichsmaßstab dar. The Business of Fashion und McKinsey & Company schätzen, dass das Wachstum dieses Segments mit 3 % bis 4 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres lag (2018: 3,25 % bis 4,25 %). Eine unverändert hohe Nachfrage nach Premium- und Luxusgütern, vor allem von Kunden aus China und anderen aufstrebenden Schwellenländern, wirkte sich positiv auf das Branchenwachstums aus. Dabei profitierten insbesondere große, finanzstarke Unternehmen mit hoher Innovationskraft. Laut der Schätzung von The Business of Fashion und McKinsey & Company wuchs die Bekleidungsbranche in den Industrieländern Europas währungsbereinigt um 1,5 % bis 2,5 % und damit schwächer als im Vorjahr (2018: 2 % bis 3 %). Die lokale Nachfrage in den Industrieländern Europas wurde dabei insbesondere von den gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten belastet. Höhere Umsätze mit Touristen, auch infolge der Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar sowie weiteren Währungen, konnten dies nur teilweise kompensieren. In den aufstrebenden Märkten der Region lag das Wachstum unverändert deutlich höher. In Amerika hat sich das Wachstum der Bekleidungsbranche im Jahr 2019 leicht verlangsamt. So schätzen The Business of Fashion und McKinsey & Company, dass sich die Branche in Nordamerika mit währungsbereinigten Zuwächsen von 2,5 % bis 3,5 % schwächer als noch im Vorjahr entwickelte (2018: 3 % bis 4 %). Dabei blieb der US-Markt auch 2019 äußerst rabattintensiv, nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Stärke des Onlinehandels. Letzterer führte zudem zu rückläufigen Besucherzahlen in Einkaufszentren und zu einer weiteren Konsolidierung der Storenetzwerke vieler Marktteilnehmer. Das Geschäft mit Touristen litt insbesondere unter dem Handelskrieg mit China und der Aufwertung des US-Dollars. In Asien zeigten die Wachstumsraten der Bekleidungsbranche regionale Unterschiede. Während die Branche in den entwickelten Märkten der Region laut Schätzung von The Business of Fashion und McKinsey & Company auch im Jahr 2019 um 2 % bis 3 % wuchs (2018: 2 % bis 3 %), verzeichneten die aufstrebenden Länder der Region unverändert ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 6,5 % bis 7,5 % (2018: 6,5 % bis 7,5 %). Dabei profitierte die Branche insbesondere von einer äußerst robusten Nachfrage der Kunden auf dem chinesischen Festland. Während das Marktumfeld in Hongkong unter den politischen Unruhen und einem damit einhergehenden Rückgang des Geschäfts mit Touristen litt, entwickelte sich das Branchenumfeld in vielen kleineren Märkten der Region ebenfalls positiv. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF ― Konsequente Strategieumsetzung wirkte sich auch 2019 positiv auf den Geschäftsverlauf aus ― Geschäft in Nordamerika und Hongkong bleibt hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück ― Herausforderndes Marktumfeld bedingt Anpassung der Prognose im Jahresverlauf HUGO BOSS sah sich im Jahresverlauf mit zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten in einigen für das Unternehmen wichtigen Märkten konfrontiert. Insbesondere in Nordamerika trübte sich das Marktumfeld im Jahresverlauf deutlich ein und belastete so die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns. Zusätzlich wurde das Geschäft in Hongkong durch die politischen Unruhen und Demonstrationen erheblich beeinträchtigt. Mit der Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse für das dritte Quartal im Oktober nahm das Unternehmen folglich eine Anpassung seines Finanzausblicks für das Gesamtjahr 2019 vor. Angesichts eines deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstiegs im Schlussquartal hat HUGO BOSS seine angepassten Jahresziele schließlich erreicht. Auf Gesamtjahressicht wirkte sich vor allem die gezielte Strategieumsetzung positiv auf den Geschäftsverlauf aus. So erzielte HUGO BOSS auch im Geschäftsjahr 2019 deutliche Fortschritte bei der Umsetzung seiner strategischen Wachstumstreiber. Mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum in Höhe von 35 % legten die Umsätze im eigenen Onlinegeschäft im zweiten Jahr in Folge deutlich zweistellig zu. Neben einem Anstieg der über den eigenen Onlinestore hugoboss.com erzielten Umsätze trug auch die Intensivierung von Partnerschaften mit Onlinehändlern im Konzessionsmodell dazu bei. Daneben profitierte das Unternehmen im Jahr 2019 von einer hohen Umsatzdynamik im wichtigen Wachstumsmarkt China. Ein zweistelliges Umsatzplus auf dem chinesischen Festland glich dabei das rückläufige Geschäft in Hongkong mehr als aus. Auch bei der kontinuierlichen Optimierung seines weltweiten Einzelhandelsnetzwerks erzielte das Unternehmen weitere Fortschritte. Dank der konsequenten Renovierung einer Vielzahl wichtiger BOSS Stores im Jahresverlauf präsentierten sich zum Jahresende bereits rund 100 eigene Einzelhandelsgeschäfte im neuesten Storekonzept. Insgesamt konnte HUGO BOSS die Flächenproduktivität im stationären Einzelhandelsgeschäft im Jahr 2019 um 4 % auf 11.100 EUR pro Quadratmeter steigern. Dank eines deutlich zweistelligen Umsatzplus bei der Casualwear verzeichnete die Marke HUGO im abgelaufenen Jahr ein währungsbereinigtes Wachstum von 5 %. Damit trug auch HUGO überproportional zum Konzernwachstum bei. -> Konzernstrategie Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf (in Mio. EUR) scroll Ergebnis 2018 Ursprüngliche Prognose 2019 1 Anpassung der Prognose im Oktober 2019 1 Ergebnis 2019 1 Konzernumsatz 2.796 Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich 2 Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich 2 Anstieg um 2 % 2 auf 2.884 Mio. EUR Rohertragsmarge 65,2 % Anstieg um bis zu 50 Basispunkte Ungefähr stabile Entwicklung Rückgang um 20 Basispunkte auf 65,0 % Operatives Ergebnis hohen einstelligen (EBIT) 347 Anstieg im Prozentbereich Rückgang auf einen Betrag zwischen 330 Mio. EUR und 340 Mio. EUR Rückgang um 4 % auf 333 Mio. EUR Konzernergebnis 236 Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich Rückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich Rückgang um 10 % auf 212 Mio. EUR Investitionen 155 170 Mio. EUR bis 190 Mio. EUR 180 Mio. EUR bis 190 Mio. EUR 192 Mio. EUR Free Cashflow 170 210 Mio. EUR bis 260 Mio. EUR 160 Mio. EUR bis 180 Mio. EUR 207 Mio. EUR 1 Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16. 2 Währungsbereinigt. Mit einem währungsbereinigten Plus von 2 % lag der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2019 mit 2.884 Mio. EUR innerhalb der angepassten Prognosespanne. Ursprünglich war das Unternehmen von einem währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Während sich die Umsätze in Europa und Asien/Pazifik positiv entwickelten, blieb das Geschäft in Amerika aufgrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds in den USA und Kanada hinter den Erwartungen zurück. -> Ertragslage, Umsatzlage Die Rohertragsmarge lag mit 65,0 % um 20 Basispunkte unter dem Vorjahr und damit am unteren Ende der angepassten Prognosespanne. Neben einer erhöhten Rabattintensität, allen voran in Nordamerika, wirkten sich vor allem Währungseffekte negativ auf die Margenentwicklung aus. Positive Effekte aus dem gestiegenen Umsatzanteil des eigenen Einzelhandels glichen dies nur teilweise aus. Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16 sank das operative Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2019 um 4 % auf 333 Mio. EUR. Damit lag das EBIT innerhalb der angepassten Prognosespanne, jedoch unterhalb der ursprünglichen Erwartung. Neben der geringeren Rohertragsmarge trug auch ein Anstieg der operativen Aufwendungen zum Ergebnisrückgang bei. Letzterer ist vor allem auf zusätzliche Investitionen in den eigenen Einzelhandel zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16 lag das Konzernergebnis um 10 % unter dem Vorjahreswert und damit am unteren Ende der angepassten Prognosespanne. Ursprünglich ging das Unternehmen davon aus, 2019 das EBIT und das Konzernergebnis jeweils hoch einstellig steigern zu können. -> Ertragslage, Gewinn-und-Verlust-Rechnung Mit 192 Mio. EUR lagen die Investitionen im Jahr 2019 leicht oberhalb der ursprünglichen Prognosespanne von 170 Mio. EUR bis 190 Mio. EUR. Dabei stand der Großteil der Investitionen im Zusammenhang mit der weiteren Optimierung und Modernisierung des eigenen Einzelhandels. Mit 207 Mio. EUR lag der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2019 am unteren Ende der ursprünglichen Prognosespanne von 210 Mio. EUR bis 260 Mio. EUR (ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16) und damit um 22 % über dem im Vorjahr erzielten Wert. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Verbesserungen im kurzfristigen operativen Nettovermögen (TNWC) zurückzuführen. -> Vermögenslage, -> Finanzlage Die Ziele für das Geschäftsjahr 2020 sind dem Kapitel Prognosebericht zu entnehmen. -> Prognosebericht ERTRAGSLAGE ― Konzernumsatz steigt im Geschäftsjahr 2019 währungsbereinigt um 2 % ― Europa und Asien/Pazifik mit robusten Umsatzzuwächsen im Jahr 2019 ― EBIT sinkt aufgrund rückläufiger Rohertragsmarge und höherer operativer Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2019 erzielte HUGO BOSS einen Konzernumsatz in Höhe von 2.884 Mio. EUR. Damit lag der Umsatz in Konzernwährung um 3 % über dem Niveau des Vorjahres (2018: 2.796 Mio. EUR). Währungseffekte hatten dabei im Berichtszeitraum einen positiven Einfluss auf die Konzernumsatzentwicklung. Währungsbereinigt verzeichnete HUGO BOSS im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr. Umsatz nach Regionen Umsatz nach Regionen (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % Europa 1 1.803 63 1.736 62 4 4 Amerika 560 19 574 20 - 2 - 7 Asien/Pazifik 438 15 410 15 7 5 Lizenzen 84 3 76 3 10 10 Gesamt 2.884 100 2.796 100 3 2 1 Inklusive Naher Osten und Afrika. Die Region Europa inklusive Naher Osten und Afrika profitierte von Umsatzzuwächsen in vielen wichtigen Märkten, darunter Großbritannien und Frankreich. In der Region Amerika belastete das schwierige Marktumfeld in den USA und Kanada die Umsatzentwicklung im Jahr 2019. Die Region Asien/Pazifik konnte vor allem dank höherer Umsätze in China überproportional zulegen. Auf dem chinesischen Festland stiegen die währungsbereinigten Umsätze dabei zweistellig. -> Ertragslage, Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente Umsatz nach Vertriebskanälen Umsatz nach Vertriebskanälen (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % Eigener Einzelhandel 1.869 65 1.768 63 6 4 1 DOS 1.110 38 1.096 39 1 0 Outlet 608 21 562 20 8 6 Online 151 5 110 4 37 35 Großhandel 931 32 952 34 - 2 - 3 Lizenzen 84 3 76 3 10 10 Gesamt 2.884 100 2.796 100 3 2 1 Auf flächenbereinigter Basis 3 %o. Die Umsätze im eigenen Einzelhandel (Retail) legten im Geschäftsjahr 2019 währungsbereinigt um 4 % zu. Dabei erzielte insbesondere das Onlinegeschäft deutlich zweistellige Zuwächse und stieg um 35 % auf 151 Mio. EUR (2018: 110 Mio. EUR). Positive Effekte aus der im Jahresverlauf erfolgten Intensivierung von Online-Partnerschaften im Konzessionsmodell unterstützten diese Entwicklung. Während die über freistehende Geschäfte und Shop-in-Shops erzielten Umsätze (DOS) auf Vorjahresniveau lagen, entwickelte sich das Outletgeschäft positiv. Insgesamt erhöhte sich der Anteil des eigenen Einzelhandels am Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2019 von 63 % auf 65 %. Auf vergleichbarer Fläche, also unter Einbezug aller vor dem 31. Dezember 2017 eröffneten oder übernommenen Einzelhandelsflächen und unter Ausschluss von Stores, die in den Jahren 2018 oder 2019 renoviert wurden, lagen die Umsätze im eigenen Einzelhandel währungsbereinigt um 3 % über dem Niveau des Vorjahrs. Im Großhandelskanal verzeichnete der Konzern im Jahr 2019 vor allem aufgrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds in den USA und Deutschland einen Umsatzrückgang. Zudem wirkte sich die Intensivierung von Online-Partnerschaften im Konzessionsmodell wie erwartet negativ auf das Großhandelsgeschäft aus. Der Anteil des Großhandelskanals am Konzernumsatz ging 2019 folglich von 34 % auf 32 % zurück. Die Umsätze im Lizenzgeschäft legten im Geschäftsjahr 2019 deutlich zu. Hierzu trugen Zuwächse aller Produktgruppen bei, allen voran Düfte und Brillen. Der Anteil des Lizenzgeschäfts am Konzernumsatz blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 3 % stabil. Umsatz nach Marken Umsatz nach Marken (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % BOSS 2.488 86 2.422 87 3 1 HUGO 396 14 374 13 6 5 Gesamt 2.884 100 2.796 100 3 2 Beide Marken - BOSS und HUGO - verzeichneten im Geschäftsjahr 2019 Umsatzzuwächse. Dabei legte HUGO dank eines deutlich zweistelligen Umsatzplus in der Casualwear überproportional zu. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Relevanz von HUGO im Bereich Contemporary Fashion. BOSS profitierte von niedrigen einstelligen Umsatzsteigerungen sowohl in der Businesswear als auch in der Casualwear. Die Athleisurewear entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr stabil. -> Konzernstrategie, Konsequente Umsetzung einer Zwei-Marken-Strategie Umsatz nach Gender Umsatz nach Gender (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % Menswear 2.609 90 2.517 90 4 2 Womenswear 275 10 279 10 - 1 - 2 Gesamt 2.884 100 2.796 100 3 2 Die Menswear profitierte im Jahr 2019 vor allem von Umsatzzuwächsen in der Casualwear. Die Umsätze in der Businesswear lagen auf dem Vorjahresniveau. Der leichte Umsatzrückgang der Womenswear ist auf geringere Umsätze der Businesswear zurückzuführen und steht hauptsächlich im Zusammenhang mit der Reduzierung von Einzelhandelsflächen der Marke BOSS in freistehenden Geschäften. Zuwächse in der Casualwear kompensierten dies nur teilweise. Netzwerk eigener Einzelhandelsgeschäfte Im Geschäftsjahr 2019 erhöhte sich die Anzahl der eigenen freistehenden Einzelhandelsgeschäfte um netto zwölf auf 431 (2018: 419). 31 neu eröffneten BOSS Stores, hauptsächlich in Asien und Europa, standen 22 Schließungen von Stores mit auslaufenden Mietverträgen gegenüber. Im Geschäftsjahr 2019 eröffneten zudem fünf HUGO Stores mit eigenem Möbelkonzept in internationalen Metropolen wie Singapur und Tokio. Demgegenüber standen zwei Schließungen. Anzahl eigener Einzelhandelsgeschäfte nach Regionen scroll 2019 Freistehende Geschäfte Shop-in-Shops Outlets Gesamt Europa 203 311 70 584 Amerika 94 84 50 228 Asien/Pazifik 134 109 58 301 Gesamt 431 504 178 1.113 2018 1 Europa 200 303 67 570 Amerika 89 85 52 226 Asien/Pazifik 130 112 54 296 Gesamt 419 500 173 1.092 1 Die Vorjahreswerte wurden rückwirkend zum 31. Dezember 2018 angepasst. Im Zuge einer Neudefinition der Kriterien zur Unterscheidung von freistehenden Geschäften und Shop-in-Shops wurden vor allem mehrere bisher als freistehende Geschäfte ausgewiesene Verkaufspunkte innerhalb der Region Asien/Pazifik zu Shop-in-Shops reklassifiziert. Hauptsächlich in den Regionen Europa und Amerika wurden zudem im Zuge der Zwei-Marken-Strategie einzelne Verkaufsflächen der Marke BOSS innerhalb eines Department Stores numerisch zu jeweils einem Shop-in-Shop zusammengefasst. Beide Maßnahmen haben keine Auswirkungen auf die Gesamtverkaufsfläche des Unternehmens. Unter Einbezug von Shop-in-Shops und Outlets erhöhte sich die Gesamtzahl der zum 31. Dezember 2019 weltweit durch HUGO BOSS betriebenen Einzelhandelsgeschäfte leicht auf 1.113 (2018: 1.092). Die Gesamtverkaufsfläche der eigenen Einzelhandelsgeschäfte erhöhte sich um 1 % und lag zum Jahresende bei rund 156.000 Quadratmetern (31. Dezember 2018: 154.500 Quadratmeter). Einer moderaten Ausweitung der Verkaufsfläche in Asien und Europa stand dabei eine leichte Reduzierung der Fläche in Amerika gegenüber. Die Flächenproduktivität im stationären Einzelhandelsgeschäft konnte im Geschäftsjahr 2019 um 4 % auf rund 11.100 EUR pro Quadratmeter gesteigert werden (2018: 10.700 EUR pro Quadratmeter). Gewinn-und-Verlust-Rechnung (in Mio. EUR) scroll Jan.-Dez. 2019 Auswirkung IFRS 16 Jan.-Dez. 2019 ohne Berücksichtigung des IFRS 16 Jan.-Dez. 2018 Veränderung in % Veränderung in % ohne Berücksichtigung des IFRS 16 Umsatzerlöse 2.884 0 2.884 2.796 3 3 Umsatzkosten -1.009 0 -1.009 -973 -4 -4 Rohertrag 1.875 0 1.875 1.823 3 3 In % vom Umsatz 65,0 0 65,0 65,2 -20 bp -20 bp Operative Aufwendungen -1.531 12 -1.543 -1.477 -4 -4 In % vom Umsatz -53,1 40 bp -53,5 -52,8 -30 bp -70 bp davon Vertriebsund Marketingaufwendungen -1.235 10 -1.245 -1.176 1 -5 -6 davon Verwaltungsaufwendungen -296 2 -298 -301 1 1 1 Operatives Ergebnis (EBIT) 344 12 333 347 -1 -4 In % vom Umsatz 11,9 40 bp 11,5 12,4 -50 bp -90 bp Finanzergebnis -39 -22 -17 -10 < -100 -65 Ergebnis vor Ertragsteuern 306 -10 316 337 -9 -6 Ertragsteuern -100 3 -104 -101 0 -3 Konzernergebnis 205 -7 212 236 -13 -10 Ergebnis je Aktie (in EUR) 2 2,97 -0,10 3,07 3,42 -13 -10 Ertragsteuerquote in % 33 33 30 1 Die dargestellten Werte weichen von den im Vorjahr berichteten Werten ab. Die im Geschäftsbericht 2018 separat ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge wurden rückwirkend anteilig den Umsatzkosten, den Vertriebs- und Marketingaufwendungen sowie den Verwaltungsaufwendungen zugeordnet. Dies soll eine bessere Vergleichbarkeit der Aufwandsposten zwischen 2019 und 2018 gewährleisten. 2 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie. Die Rohertragsmarge lag im Geschäftsjahr 2019 mit 65,0 % um 20 Basispunkte geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 65,2 %). Neben einer erhöhten Rabattintensität, allen voran in Nordamerika, wirkten sich vor allem Währungseffekte negativ auf die Margenentwicklung aus. Positive Effekte aus dem gestiegenen Umsatzanteil des eigenen Einzelhandels glichen dies nur teilweise aus. Die operativen Aufwendungen lagen im Jahr 2019 sowohl absolut als auch im Verhältnis zum Umsatz über dem Vorjahresniveau. Wechselkursveränderungen wirkten sich dabei vor allem auf die Vertriebs- und Marketingaufwendungen negativ aus. Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen lagen um 5 % über dem Wert des Vorjahres. Ohne Berücksichtigung des im Geschäftsjahr 2019 erstmals verpflichtend anzuwendenden Bilanzierungsstandards IFRS 16 betrug der Anstieg 6 %. In Relation zum Umsatz stiegen die Aufwendungen auf 42,8 %, beziehungsweise auf 43,2 % ohne Berücksichtigung des IFRS 16 (2018: 42,1 %). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf Investitionen in den eigenen Einzelhandel zurückzuführen. Neben der Modernisierung und dem selektiven Ausbau des Storenetzwerks in den Jahren 2018 und 2019 trug auch die Ausweitung des Konzessionsmodells im Onlinebereich zu einem Anstieg der Vertriebsaufwendungen bei. Letztere lagen um 5 % über dem Vorjahr. In Relation zum Umsatz stiegen sie auf 33,4 %. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 entspricht dies einem Anstieg von 6 % beziehungsweise einem Anteil am Umsatz von 33,8 % (2018: 32,7 %). Die Marketingaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3 %. Neben der Intensivierung digitaler Marketingaktivitäten trugen auch Kollaborationen mit externen Partnern und Markenbotschaftern zu dem Anstieg bei. In Relation zum Umsatz lagen die Marketingaufwendungen mit 6,2 % hingegen auf Vorjahresniveau (2018: 6,2 %). Die deutliche Umsatzsteigerung des Onlinegeschäfts bedingte einen Anstieg der Logistikaufwendungen um 5 %. In Relation zum Umsatz lagen die Logistikaufwendungen mit 3,2 % nur leicht Über dem Vorjahresniveau (2018: 3,1 %). -> Konzernanhang, Textziffer 2 Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2019 um 1 % unter dem Vorjahr. In Relation zum Umsatz lagen die Verwaltungsaufwendungen mit 10,3 % ebenfalls unter dem Vorjahreswert (2018: 10,8 %). Der allgemeine Verwaltungsaufwand verzeichnete dabei einen Rückgang um 3 %. Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16 lag er um 2 % unter dem Vorjahr. Eine hohe Kostendisziplin glich höhere Aufwendungen aus Veränderungen im Management des Konzerns sowie zusätzliche Investitionen in die fortschreitende Digitalisierung des Geschäftsmodells mehr als aus. In Relation zum Umsatz belief sich der allgemeine Verwaltungsaufwand auf 8,0 %. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 entspricht dies einem Wert von 8,1 % (2018: 8,5 %). Die im Rahmen der Kollektionserstellung anfallenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um 2 %, blieben im Verhältnis zum Umsatz mit 2,3 % jedoch stabil (2018: 2,3 %). -> Konzernanhang, Textziffer 3, -> Forschung & Entwicklung Das operative Ergebnis (EBIT) lag im Geschäftsjahr 2019 bei 344 Mio. EUR und damit 1 % unter dem Vorjahreswert. Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16 entspricht dies einem Rückgang von 4 % auf 333 Mio. EUR (2018: 347 Mio. EUR). Neben der geringeren Rohertragsmarge trug auch der Anstieg der operativen Aufwendungen zum Ergebnisrückgang bei. Entsprechend reduzierte sich die EBIT-Marge um 50 Basispunkte auf 11,9 %. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 lag die EBIT-Marge bei 11,5 % und damit 90 Basispunkte unter dem Vorjahr (2018: 12,4 %). Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 lagen die Abschreibungen mit 362 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Ohne Berücksichtigung des neuen Bilanzierungsstandards erhöhten sich die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 134 Mio. EUR (2018: 129 Mio. EUR). Der Anstieg ist dabei auf das im Vorjahresvergleich höhere Investitionsvolumen zurückzuführen. ->Finanzlage, Investitionen Flöhere Zinsaufwendungen infolge der Erstanwendung des IFRS 16 führten im Geschäftsjahr 2019 zu einem deutlichen Anstieg des Finanzergebnisses (Nettofinanzaufwendungen). Auch ohne Berücksichtigung des IFRS 16 lagen die Nettofinanzaufwendungen über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung bei der HUGO BOSS AG. Aufgrund Letzterer lag auch die Konzernsteuerquote im Geschäftsjahr 2019 mit 33 % über dem Vorjahresniveau (2018: 30 %). Das Konzernergebnis sank im Geschäftsjahr 2019 folglich um 13 %. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 entspricht dies einem Rückgang von 10 %. -> Konzernanhang, Textziffer 4 und 5 Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente Ab dem Geschäftsjahr 2019 ersetzt das EBIT die vom Konzern bis einschließlich 2018 verwendete Ergebnisgröße EBITDA vor Sondereffekten als eine der zentralen Steuerungsgrößen. In diesem Zusammenhang wird ab diesem Jahr auch bei der Darstellung der Segmentergebnisse auf das EBIT abgestellt. Die dargestellten Vorjahreswerte weichen deshalb von den im Vorjahr berichteten Werten ab. Im Zuge einer im Geschäftsjahr 2019 erfolgten Bündelung weiterer Funktionen bei der HUGO BOSS AG wurden zusätzliche konzerninterne Aufwendungen auf die Geschäftssegmente verteilt. Dies führte zu einer im Vorjahresvergleich höheren Belastung der Segmentergebnisse der Regionen Europa, Amerika und Asien/Pazifik. Das operative Ergebnis des Konzerns insgesamt blieb von dieser Umverteilung unberührt. Europa Der Umsatz in der Region Europa inklusive Naher Osten und Afrika stieg im Jahr 2019 dank robuster Zuwächse im eigenen Einzelhandel währungsbereinigt um 4 %. Dabei legten die flächen- und währungsbereinigten Einzelhandelsumsätze im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu. Das Großhandelsgeschäft entwickelte sich im Berichtszeitraum stabil. Umsatzentwicklung Europa (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % Eigener Einzelhandel 1.070 59 1.004 58 7 6 Großhandel 733 41 732 42 0 0 Gesamt 1.803 100 1.736 100 4 4 Vor dem Hintergrund des herausfordernden Marktumfelds in Deutschland entwickelten sich dort sowohl der eigene Einzelhandel als auch das Großhandelsgeschäft rückläufig. Insgesamt lag der Umsatz mit 412 Mio. EUR um 4 % unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 429 Mio. EUR). Die Umsätze in Großbritannien legten im Geschäftsjahr 2019 überproportional zu. Zweistelliges Wachstum im eigenen Einzelhandel glich dabei ein rückläufiges Großhandelsgeschäft mehr als aus. Insgesamt lag der Umsatz in Großbritannien mit 386 Mio. EUR um 7 % über dem Wert des Vorjahres (2018: 360 Mio. EUR). Währungsbereinigt erzielte der Markt einen Umsatzanstieg von 6 %. In Frankreich lag der Umsatz mit 170 Mio. EUR um 1 % über dem Vorjahresniveau (2018: 168 Mio. EUR). Robuste Zuwächse im eigenen Einzelhandel konnten dort eine rückläufige Entwicklung des Großhandelsgeschäfts mehr als ausgleichen. In den Beneluxstaaten kompensierten Umsatzzuwächse im eigenen Einzelhandel ein rückläufiges Großhandelsgeschäft. Insgesamt summierten sich die Umsätze in diesem Markt somit wie im Vorjahr auf 143 Mio. EUR (2018: 143 Mio. EUR). Das Segmentergebnis der Region Europa lag mit 456 Mio. EUR um 7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 25,3 %. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 verzeichnete das EBIT einen Rückgang um 8 % auf 451 Mio. EUR (2018: 493 Mio. EUR). Dies ist primär auf die Weiterbelastung zusätzlicher konzerninterner Aufwendungen in Höhe von 21 Mio. EUR zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich Wechselkursveränderungen sowie höhere Abschreibungen auf Sachanlagen negativ auf die Ergebnisentwicklung aus. Die korrespondierende EBIT-Marge belief sich auf 25,0 % (2018: 28,4 %). -> Konzernanhang, Textziffer 25 Amerika Die Region Amerika verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang um 7 %. Ursächlich hierfür war das schwierige Marktumfeld in den USA und Kanada. Neben einer geringeren lokalen Nachfrage entwickelten sich dort auch die mit Touristen erzielten Umsätze rückläufig. Auf flächen- und währungsbereinigter Basis gingen die Einzelhandelsumsätze in der Region insgesamt im niedrigen einstelligen Prozentbereich zurück. Umsatzentwicklung Amerika (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % Eigener Einzelhandel 398 71 389 68 2 - 2 Großhandel 162 29 185 32 - 12 - 17 Gesamt 560 100 574 100 - 2 - 7 In den USA sanken die Umsätze um 4 % auf 406 Mio. EUR (2018: 422 Mio. EUR). Dies entspricht einem währungsbereinigten Rückgang von 9 %. In beiden Vertriebskanälen lagen die Umsätze unter dem Vorjahresniveau, wobei der Rückgang im Großhandelsgeschäft deutlicher als im eigenen Einzelhandel ausfiel. In Kanada ging der Umsatz um 5 % in Berichtswährung beziehungsweise währungsbereinigt um 7 % auf 78 Mio. EUR zurück (2018: 82 Mio. EUR). In Lateinamerika lagen die Umsätze dank zweistelliger Zuwächse im eigenen Einzelhandel mit 76 Mio. EUR um 8 % über dem Vorjahreswert (2018: 70 Mio. EUR). Dies entspricht einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 4 %. Das Segmentergebnis der Region Amerika lag mit 60 Mio. EUR um 12 % unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 68 Mio. EUR). Die EBIT-Marge belief sich auf 10,8 %. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 summierte sich das EBIT auf 57 Mio. EUR und lag damit um 16 % unter dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür waren vor allem die rückläufige Umsatzentwicklung sowie eine unverändert hohe Rabattintensität in Nordamerika. Zudem wirkte sich die Weiterbelastung zusätzlicher konzerninterner Aufwendungen mit 4 Mio. EUR negativ auf das Segmentergebnis aus. Die entsprechende EBIT-Marge lag bei 10,2 % (2018: 11,9 %). -> Konzernanhang, Textziffer 25 Asien/Pazifik Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr währungsbereinigt um 5 %. Dabei legten auch die Umsätze im eigenen Einzelhandel währungsbereinigt um 5 % zu. Auf vergleichbarer Fläche stiegen diese sogar im hohen einstelligen Bereich. Umsatzentwicklung Asien/Pazifik (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % Eigener Einzelhandel 402 92 376 92 7 5 Großhandel 36 8 34 8 5 2 Gesamt 438 100 410 100 7 5 In China lagen die Umsätze 2019 mit 239 Mio. EUR um 5 % über dem Niveau des Vorjahres (2018: 228 Mio. EUR). Dies entspricht einem währungsbereinigten Umsatzplus von 3 %. Mit zweistelligem Wachstum auf vergleichbarer Fläche entwickelte sich dabei das Geschäft auf dem chinesischen Festland äußerst positiv. In Hongkong sorgten hingegen die politischen Unruhen und Demonstrationen für einen deutlich zweistelligen Umsatzrückgang. Der Umsatz in Japan lag mit 59 Mio. EUR um 14 % über dem Niveau des Vorjahres (2018: 52 Mio. EUR). Währungsbereinigt verzeichnete dieser Markt einen Umsatzanstieg von 6 %. In Ozeanien ging der Umsatz aufgrund eines rückläufigen Großhandelsgeschäfts um insgesamt 4 % auf 53 Mio. EUR zurück (2018: 56 Mio. EUR). Dies entspricht einem währungsbereinigten Rückgang von 2 %. Die Umsätze in Südostasien legten im Jahr 2019 deutlich zweistellig zu und summierten sich auf 49 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg in Berichtswährung von 21 % und einem währungsbereinigten Plus von 16 %. Das Segmentergebnis der Region Asien/Pazifik lag mit 94 Mio. EUR um 15 % über dem Niveau des Vorjahres. Die korrespondierende EBIT-Marge stieg auf 21,4 %. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 erhöhte sich das EBIT um 11 % auf 91 Mio. EUR (2018: 82 Mio. EUR). Dabei konnten die höheren Umsätze einen Anstieg der operativen Aufwendungen mehr als kompensieren. Letzterer ergab sich auch aus der Weiterbelastung zusätzlicher konzerninterner Aufwendungen in Höhe von 3 Mio. EUR. Die entsprechende EBIT-Marge stieg auf 20,8 % (2018: 20,0 %). -> Konzernanhang, Textziffer 25 Lizenzen Die Umsätze im Lizenzgeschäft stiegen im Geschäftsjahr 2019 um 10 % auf 84 Mio. EUR (2018: 76 Mio. EUR). -> Ertragslage, Umsatz nach Vertriebskanälen Das Ergebnis des Segments Lizenzen lag aufgrund des erzielten Umsatzanstiegs mit 70 Mio. EUR um 10 % über dem Niveau des Vorjahres (2018: 64 Mio. EUR). Die Erstanwendung des IFRS 16 hatte keine Auswirkung auf die Höhe des Segmentergebnisses. VERMÖGENSLAGE ― Erstmalige Anwendung des IFRS 16 führt zu deutlicher Erhöhung der Bilanzsumme ― Vorräte auf währungsbereinigter Basis auf Vorjahresniveau ― Leicher Anstieg des kurzfristigen operativen Nettovermögens im Verhältnis zum Umsatz Die Bilanzsumme erhöhte sich im Zuge der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 deutlich und belief sich zum Jahresende auf 2.877 Mio. EUR. Wesentlicher Treiber dabei war die in diesem Zusammenhang erstmalige Aktivierung von Nutzungsrechten an Leasingobjekten in Höhe von 877 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung des neuen Bilanzierungsstandards stieg die Bilanzsumme um 7 % auf 1.993 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 1.858 Mio. EUR). Dies ist insbesondere auf das Anlagevermögen zurückzuführen, das sich um 24 % erhöhte. Neben zusätzlichen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ist der Anstieg im Wesentlichen auf den Zugang von Sachanlagen im Zuge der vollständigen Anwachsung einer Leasingobjektgesellschaft, bei der HUGO BOSS bislang zusammen mit einer weiteren Partei die gemeinschaftliche Führung ausübte, zurückzuführen. -> Finanzlage, Investitionen, 4 Konzernanhang, Textziffer 8 und 9 Konzernbilanz (Kurzfassung) (in Mio. EUR) scroll 2019 Auswirkung IFRS 16 2019 ohne Berücksichtigung des IFRS 16 2018 Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte an Leasingobjekten 1.592 877 714 574 Vorräte 627 0 627 618 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 216 0 216 214 Sonstige Vermögenswerte 310 8 303 305 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 133 0 133 147 Aktiva 2.877 885 1.993 1.858 Eigenkapital 1.002 - 7 1.009 981 Rückstellungen und latente Steuern 190 1 189 179 Leasingverbindlichkeiten 957 957 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 315 0 315 295 Sonstige Verbindlichkeiten 196 - 66 262 227 Finanzverbindlichkeiten 218 0 218 176 Passiva 2.877 885 1.993 1.858 Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 auf 60 %. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 stieg der Anteil auf 42 % (31. Dezember 2018: 37 %). Dies ist ebenso auf das höhere Anlagevermögen zurückzuführen. Entsprechend lag der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte zum Jahresende bei 40 %. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 belief sich der Anteil auf 58 % und lag damit unter dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2018: 63 %). Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 35 %. Ohne Berücksichtigung des neuen Bilanzierungsstandards belief sich die Eigenkapitalquote auf 51 % und lag damit geringfügig unter dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2018: 53 %). -> Konzernabschluss, Konzernbilanz Kurzfristiges operatives Nettovermögen zum 31. Dezember (in Mio. EUR) scroll 2019 2018 Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % Vorräte 627 618 1 0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 216 214 1 - 1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 315 295 7 5 Kurzfristiges operatives Nettovermögen 528 537 - 2 - 3 Auf währungsbereinigter Basis lagen die Vorräte auf Vorjahresniveau. Im Einklang mit der Entwicklung des Großhandelsgeschäfts entwickelten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen währungsbereinigt leicht rückläufig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen hauptsächlich aufgrund zeitlicher Verschiebungen im Rechnungseingang. Das kurzfristige operative Nettovermögen (Trade Net Working Capital) lag damit währungsbereinigt um 3 % unter dem Vorjahreswert. Der gleitende Durchschnitt des kurzfristigen operativen Nettovermögens im Verhältnis zum Umsatz auf Basis der letzten vier Quartale belief sich auf 20,1 %. Dies entspricht einem Anstieg im Vorjahresvergleich um 40 Basispunkte (2018: 19,7 %). Die sonstigen Vermögenswerte lagen um 2 % über dem Niveau des Vorjahres. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 reduzierte sich dieser Bilanzposten geringfügig gegenüber dem Wert zum Jahresende 2018. Der Anstieg des Postens Rückstellungen und passive latente Steuern um 6 % ergibt sich im Wesentlichen aus höheren Pensionsrückstellungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Jahr 2019 rückläufig. Ohne Berücksichtigung des neuen Bilanzierungsstandards verzeichnete der Posten hingegen einen Anstieg um 15 %. Dies ist hauptsächlich auf höhere Ertragsteuerschulden im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung bei der HUGO BOSS AG zurückzuführen. -> Konzernanhang, Textziffer 17 und 19 Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 24 % auf 218 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 176 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Übernahme eines Darlehens im Rahmen der vollständigen Anwachsung einer Leasingobjektgesellschaft zurückzuführen, bei der HUGO BOSS bislang zusammen mit einer weiteren Partei die gemeinschaftliche Führung ausübte. -> Konzernanhang, Textziffer 8 und 20 FINANZLAGE ― Deutlicher Anstieg des Free Cashflows aufgrund von Verbesserungen im TNWC ― Nettoverschuldung weiter auf niedrigem Niveau ― Fokus der Investitionen auf eigenem Storenetzwerk und IT-Infrastruktur Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Das konzernweite Finanzmanagement wird zentral durch die Konzern-Treasury-Abteilung gesteuert. Zu den übergeordneten Zielen gehören die Sicherung der finanziellen Flexibilität und Stabilität, die Sicherung der konzernweiten Zahlungsfähigkeit sowie die Steuerung finanzieller Risiken. Dabei umfasst das konzernweite Finanzmanagement neben der Konzernfinanzierung das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Management von Marktpreisrisiken sowie das Management von Kontrahentenrisiken. Konzernweit gültige Treasury-Grundsätze regeln dabei sämtliche treasuryrelevanten Sachverhalte wie etwa die Genehmigung von Bankbeziehungen, den Umgang mit Finanzierungsvereinbarungen, das Liquiditäts- und Anlagemanagement sowie das Management von Währungs- und Zinsrisiken. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente im Rahmen der Konzernfinanzierung werden Faktoren wie die Marktkapazität, Finanzierungskosten, Kreditauflagen und Fälligkeiten berücksichtigt. Externe Kredite werden im Rahmen eines "Inhouse-Bank"-Konzepts zentral und hauptsächlich in der Konzernwährung Euro aufgenommen. Der Finanzierungsbedarf der Konzerngesellschaften wird im Wesentlichen über konzerninterne Darlehen in der jeweiligen Landeswährung gedeckt. Dadurch werden Größenvorteile genutzt und Kapitalkosten minimiert. Vereinzelt werden zudem Kreditlinien mit lokalen Banken vereinbart, um rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind generell unbesichert und gegebenenfalls mit marktüblichen Verpflichtungen verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns stellen die Mittelzuflüsse aus seiner operativen Geschäftstätigkeit dar. Im Zuge des Cash- und Liquiditätsmanagements optimiert und zentralisiert die Konzern-Treasury-Abteilung diese Zahlungsströme. In der Regel transferieren Konzerngesellschaften überschüssige Liquidität etwa im Rahmen eines Cash-Pooling-Verfahrens an die "Inhouse-Bank". So können Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Deckung des Finanzierungsbedarfs anderer genutzt werden. Dieser konzerninterne Finanzausgleich reduziert den externen Finanzierungsbedarf und senkt so den Nettozinsaufwand. Ziel des Managements von Marktpreisrisiken ist es, die Auswirkungen von Zins- und Währungsschwankungen auf den Cashflow zu begrenzen. Der Einsatz von Hedging-Instrumenten, zu denen etwa Devisentermingeschäfte, Devisenswaps oder Zinsswaps gehören, soll den Konzern gegen ungünstige Kursentwicklungen absichern. -> Risikobericht, Bedeutende finanzielle Risiken Das Kontrahentenrisiko gegenüber Finanzinstituten entsteht im Wesentlichen bei der Anlage liquider Mittel im Rahmen des Cash- und Liquiditätsmanagements sowie beim Abschluss derivativer Finanzinstrumente im Rahmen des Zins- und Währungsmanagements. Bei Handelsgeschäften achtet der Konzern auf eine möglichst breite Streuung der Volumina sowie darauf, Finanzinstrumente generell nur mit Kontrahenten sehr guter Bonität abzuschließen. Kapitalstruktur und Finanzierung HUGO BOSS hat seine finanzielle Flexibilität durch einen revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 450 Mio. EUR bis Oktober 2022 gesichert. Der Konsortialkreditvertrag enthält eine marktübliche Vereinbarung zur Einhaltung der Kennziffer (Covenant) der Finanzierungsstärke, die als Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem Gewinn (EBITDA vor Sondereffekten) definiert ist. Zum Bilanzstichtag befand sich die Kennzahl mit einem Wert von 0,2 weiterhin deutlich unter dem maximal zulässigen Höchstwert (31. Dezember 2018: 0,0). Die ursprünglich im Konsortialkreditvertrag festgelegte Ermittlung und einzuhaltende Höhe der Finanzierungsstärke schließt Auswirkungen etwaiger Änderungen von Bilanzierungsstandards auf die Kennziffer explizit aus. Somit bleibt sie auch von den Auswirkungen des seit 2019 anzuwendenden IFRS 16 auf die Kennzahl EBITDA vor Sondereffekten unberührt. Zum Bilanzstichtag wurde der Konsortialkredit nicht in Anspruch genommen (31. Dezember 2018: Inanspruchnahme in Höhe von 35 Mio. EUR). -> Konzernanhang, Textziffer 15 Zur weiteren Liquiditätssicherung verfügt der Konzern über bilaterale Kreditlinien im Gesamtvolumen von 227 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 217 Mio. EUR), von denen aufgrund günstiger Zinskonditionen zum 31. Dezember 2019 215 Mio. EUR beansprucht wurden (31. Dezember 2018: 134 Mio. EUR). Die darin enthaltenen variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 115 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 138 Mio. EUR) unterliegen größtenteils einer kurzfristigen Zinsbindung. Zum Bilanzstichtag waren 7 Mio. EUR dieser Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen einen Zinsanstieg gesichert (31. Dezember 2018: 8 Mio. EUR). -> Risikobericht, Bedeutende finanzielle Risiken, -> Konzernanhang, Textziffer 20 Neben den ungenutzten Kreditlinien in Höhe von 462 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 498 Mio. EUR) verfügte der Konzern zum Bilanzstichtag über 133 Mio. EUR liquide Mittel (31. Dezember 2018: 147 Mio. EUR). -> Finanzlage, Kapitalflussrechnung Insgesamt belief sich das Fremdkapital zum Geschäftsjahresende auf 1.887 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 65 %. Davon entfielen 957 Mio. EUR auf nach IFRS 16 im Jahr 2019 erstmalig bilanzierte kurz- und langfristige Leasingverbindlichkeiten. Diese stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Anmietung von Einzelhandelsstandorten, Logistik- und Verwaltungsimmobilien. Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten summierten sich auf 218 Mio. EUR. (31. Dezember 2018: 176 Mio. EUR). Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 belief sich das Fremdkapital auf insgesamt 984 Mio. EUR beziehungsweise anteilig auf 49 % (31. Dezember 2018: 878 Mio. EUR beziehungsweise 47 %). Vermögenslage, -> Konzernanhang, Textziffer 8 und 9 Kapitalflussrechnung scroll Kapitalflussrechnung (in Mio. EUR) 2019 Auswirkung IFRS 16 2019 ohne Berücksichtigung des IFRS 16 2018 Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 652 250 402 322 Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -195 0 -195 -152 Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -472 -250 -223 -139 Veränderung Finanzmittelbestand -14 0 -14 31 Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 147 0 147 116 Finanzmittelbestand am Ende der Periode 133 0 133 147 Durch die währungsbereinigte Darstellung der Kapitalflussrechnung lassen sich die Werte nicht aus der Konzernbilanz ableiten. Der betrachtete Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Der Free Cashflow, der sich aus dem Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit und aus dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ermittelt, summierte sich im Geschäftsjahr 2019 auf 457 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16 lag der Free Cashflow bei 207 Mio. EUR und damit 22 % über dem Vorjahr (2018: 170 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf Verbesserungen im kurzfristigen operativen Nettovermögen zurückzuführen. Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 erhöhte sich der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit im Jahr 2019 deutlich. Auch ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16 lag der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit mit 402 Mio. EUR um 25 % über dem Vorjahreswert (2018: 322 Mio. EUR). Hierzu trug insbesondere eine deutliche Reduzierung des Mittelabflusses aus der Veränderung des kurzfristigen operativen Nettovermögens bei. Dabei wirkte sich insbesondere das im Vorjahresvergleich stabile Vorratsvermögen positiv aus. Das geringere operative Ergebnis konnte dadurch mehr als ausgeglichen werden. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag mit 195 Mio. EUR um 28 % über dem Vorjahresniveau (2018: 152 Mio. EUR). Dies ist vor allem auf im Vergleich zum Vorjahr höhere Investitionen in Sachanlagen zurückzuführen. -> Finanzlage, Investitionen Die Erstanwendung des IFRS 16 führte zu einer signifikanten Erhöhung des Mittelabflusses aus Finanzierungstätigkeit. Auch ohne Berücksichtigung des IFRS 16 lag er mit 223 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert (2018: 139 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf eine Tilgung kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten im Berichtszeitraum zurückzuführen (2018: Mittelzufluss aus der Aufnahme kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten). Der Mittelabfluss in Zusammenhang mit der Dividendenausschüttung lag mit 186 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018: 183 Mio. EUR). Nettoverschuldung Die Nettoverschuldung, die sich als Summe aller Finanz- und Leasingverbindlichkeiten abzüglich des Finanzmittelbestands ergibt, belief sich zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 auf 1.040 Mio. EUR. Die Anwendung des IFRS 16 führte aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Leasingverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2019 zu einem deutlichen Anstieg der Nettoverschuldung. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 lag die Kennzahl mit 83 Mio. EUR geringfügig über dem Vorjahr (31. Dezember 2018: 22 Mio. EUR). Dies ist vor allem auf die im Vorjahresvergleich höheren Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. Letztere stiegen hauptsächlich aufgrund der Übernahme eines Darlehens im Rahmen der vollständigen Anwachsung einer Leasingobjektgesellschaft, bei der HUGO BOSS bislang zusammen mit einer weiteren Partei die gemeinschaftliche Führung ausübte. -> Vermögenslage, -> Konzernanhang, Textziffer 8 Investitionen HUGO BOSS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 192 Mio. EUR in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert (2018: 155 Mio. EUR). Das Investitionsvolumen war damit deutlich höher als im Vorjahr. Ausschlaggebend dafür waren vor allem höhere Investitionen in die Modernisierung des eigenen Einzelhandelsnetzwerks sowie selektive Storeeröffnungen. Mit einer Investitionssumme von 134 Mio. EUR bildete das eigene Einzelhandelsnetzwerk einen Schwerpunkt der Investitionstätigkeit (2018: 89 Mio. EUR). Dabei entfielen 77 Mio. EUR auf die Renovierung und Modernisierung bestehender Standorte (2018: 45 Mio. EUR). Im Mittelpunkt stand dabei die kontinuierliche Optimierung des weltweiten Einzelhandelsnetzwerks und die damit verbundene konsequente Modernisierung von BOSS Stores. So präsentiert sich seit vergangenem Oktober auch der weltweit größte BOSS Flagship-Store auf den Pariser Champs-Elysees im neuesten Storekonzept. Zusätzlich wurden 56 Mio. EUR in selektive Neueröffnungen eigener Einzelhandelsgeschäfte investiert (2018: 44 Mio. EUR). Ein deutlich zweistelliger Betrag entfiel dabei auf Investitionen für den Neubau des weltweit größten Outlets von HUGO BOSS am Standort Metzingen, dessen Eröffnung im September 2019 erfolgte. Die Investitionen in den Verwaltungsbereich beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 44 Mio. EUR (2018: 54 Mio. EUR). Darin enthalten sind vor allem Investitionen in die IT-Infrastruktur in Höhe von 34 Mio. EUR (2018: 36 Mio. EUR) sowie Investitionen in die Modernisierung von Verwaltungsgebäuden, auch im Zuge des Projekts "New Ways of Working". -> Mitarbeiter Sonstige Investitionen in die Produktions-, Logistik- und Vertriebsstruktur sowie in Forschung und Entwicklung beliefen sich 2019 auf 15 Mio. EUR (2018: 12 Mio. EUR). Der Anstieg zum Vorjahr ist hauptsächlich auf Investitionen in die Erweiterung der Logistikkapazitäten zurückzuführen, auch im Zusammenhang mit der Ausweitung von Online-Partnerschaften im Konzessionsmodell. Die kumulierten Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Einbeziehung von aktivierten Eigenleistungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 1.237 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung des IFRS 16 summierten sich die kumulierten Abschreibungen auf 1.017 Mio. EUR (2018: 963 Mio. EUR). Die bestehenden Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 0 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 9 Mio. EUR). Konzernanhang, Textziffer 8 HUGO BOSS AG ― HUGO BOSS AG ist Muttergesellschaft des HUGO BOSS Konzerns ― Leistungsbeziehungen zu Tochtergesellschaften prägen operative Entwicklung ― Ausführungen zu Risiken, Chancen und Prognose für den HUGO BOSS Konzern gelten auch für die HUGO BOSS AG Die HUGO BOSS AG ist die Muttergesellschaft des HUGO BOSS Konzerns. Ihr Jahresabschluss wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Neben dem operativen Geschäft beeinflusst insbesondere die Steuerung der Zentralfunktionen die Ergebnisse der HUGO BOSS AG. Wesentliche Posten sind dabei die Weiterberechnung von Kosten für erbrachte Dienstleistungen an die Konzerngesellschaften sowie das aus ihrer Holdingfunktion resultierende Beteiligungsergebnis. Die Erwartungen für die HUGO BOSS AG spiegeln sich aufgrund ihrer Verflechtungen mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern größtenteils in der Prognose des Konzerns wider. Die Geschäftsentwicklung der HUGO BOSS AG unterliegt zudem im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des Konzerns. Daher gelten die im Prognosebericht und im Risiko- und Chancenbericht für den Konzern getroffenen Aussagen auch für die HUGO BOSS AG. -> Prognosebericht, -> Risiko- und Chancenbericht Ertragslage Gewinn-und-Verlust-Rechnung HUGO BOSS AG (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % Umsatzerlöse 1.316 100,0 1.306 100,0 1 Umsatzkosten - 874 - 66,4 - 853 - 65,3 - 2 Bruttoergebnis vom Umsatz 441 33,5 453 34,7 - 3 Vertriebskosten - 290 - 22,0 - 312 - 23,9 7 Allgemeine Verwaltungskosten - 130 - 9,9 - 126 - 9,6 - 3 Sonstige betriebliche Erträge 96 7,3 91 6,9 5 Sonstige betriebliche Aufwendungen - 66 - 5,0 - 69 - 5,3 4 Ergebnis aus Betriebstätigkeit 51 3,9 37 2,8 38 Beteiligungsergebnis 202 15,3 219 16,8 - 7 Zinsergebnis - 13 - 1,0 - 11 - 0,8 - 18 Ertragsteuern und sonstige Steuern - 71 - 5,4 - 50 - 3,8 - 42 Jahresüberschuss 169 12,8 196 15,0 - 14 Einstellung in (-)/Entnahme aus (+) anderen Gewinnrücklagen 21 1,6 - 10 - 0,7 >100 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4 0,3 4 0,3 0 Bilanzgewinn 194 14,7 190 14,6 2 Der Umsatz der HUGO BOSS AG setzt sich zusammen aus Umsätzen mit konzernexternen Großhandelspartnern, Umsätzen des eigenen Einzelhandels in Deutschland und Österreich sowie konzerninternen Umsätzen mit ausländischen Tochtergesellschaften. Umsatz nach Regionen (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % Europa 1.070 81 1.028 79 4 Amerika 139 11 181 14 - 23 Asien/Pazifik 107 8 97 7 10 Gesamt 1.316 100 1.306 100 1 Im abgelaufenen Geschäftsjahr glichen höhere Umsätze mit Tochtergesellschaften in den Regionen Europa und Asien/Pazifik einen Rückgang der Umsätze mit Tochtergesellschaften in Amerika mehr als aus. Der Umsatz mit Dritten in der Region Europa reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2 % auf 482 Mio. EUR (2018: 492 Mio. EUR). Umsatz nach Marken (in Mio. EUR) scroll 2019 In % des Umsatzes 2018 In % des Umsatzes Veränderung in % BOSS 972 74 993 76 - 2 HUGO 219 17 219 17 0 Sonstige Leistungen 125 9 94 7 33 Gesamt 1.316 100 1.306 100 1 Der Umsatzrückgang der Marke BOSS steht im Zusammenhang mit der rückläufigen Umsatzentwicklung der amerikanischen Konzerngesellschaften. Beim Verkauf an Tochtergesellschaften in den Regionen Europa und Asien/Pazifik konnte BOSS hingegen Umsatzzuwächse verzeichnen. Der Anstieg der Umsätze aus sonstigen Leistungen ergab sich im Zuge einer Weiterbelastung zusätzlicher konzerninterner Aufwendungen an die Tochtergesellschaften. Diese steht im Zusammenhang mit einer im Jahr 2019 erfolgten Bündelung zusätzlicher Funktionen bei der HUGO BOSS AG. ■> Ertragslage, Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag unter dem Vorjahreswert. Folglich entwickelte sich auch die Bruttoergebnismarge leicht rückläufig. Der Rückgang der Vertriebskosten reflektiert vor allem die im Jahr 2019 erfolgte Weiterbelastung zusätzlicher konzerninterner Aufwendungen an die Tochtergesellschaften sowie geringere Personal- und Marketingaufwendungen. Der leichte Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten resultiert hauptsächlich aus höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit Veränderungen im Management des Unternehmens. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Wesentlichen aufgrund höherer Erlöse aus der Weiterbelastung von Kosten und Leistungen an verbundene Unternehmen über dem Vorjahresniveau. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich vor allem aus geringeren aperiodischen Aufwendungen aus konzerninternen Weiterbelastungen an die HUGO BOSS AG. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Forderungsabwertungen und Fremdwährungseffekte. Das Beteiligungsergebnis lag im Jahr 2019 um 7 % unter dem Wert des Vorjahres. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 121 Mio. EUR (2018: 113 Mio. EUR) betreffen wie im Vorjahr vor allem den Jahresüberschuss der HUGO BOSS Trade Mark Management GmbH & Co. KG, der entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen auf das Darlehenskonto der Kommanditistin HUGO BOSS AG gutgeschrieben wird, sowie die Dividendenzahlung der HUGO BOSS Textile Industry Ltd. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften beliefen sich auf 81 Mio. EUR (2018: 104 Mio. EUR) und ergaben sich wie im Vorjahr aus einer Gewinnabführung der HUGO BOSS Internationale Beteiligungs-GmbH, Metzingen, die im Geschäftsjahr 2019 Dividendenerträge von der HUGO BOSS Holding Netherlands B.V. erhalten hat. Der Anstieg der Steuerquote auf 30 % ist im Wesentlichen auf Aufwendungen aus Ertragsteuern im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2012 bis 2015 einschließlich der Folgewirkung zurückzuführen (2018: 20 %). Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 14 % auf 1.014 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 889 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Zugang von Sachanlagen infolge der Anwachsung einer Leasingobjektgesellschaft zurückzuführen, bei der das Unternehmen bislang zusammen mit einer weiteren Partei die gemeinschaftliche Führung ausübte. Daneben trugen Investitionen in den Standort Metzingen, allen voran für den Neubau des weltweit größten Outlets von HUGO BOSS zum Anstieg des Anlagevermögens bei. Kurzfristiges operatives Nettovermögen (in Mio. EUR) scroll 2019 2018 Veränderung in % Vorräte 186 200 - 7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 26 - 27 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 117 119 - 2 Kurzfristiges operatives Nettovermögen 88 107 - 18 Das kurzfristige operative Nettovermögen (Trade Net Working Capital) lag zum Jahresende um 18 % unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Vorräte im Zuge des konsequenten Managements des Vorratsvermögens zurückzuführen. Die HUGO BOSS AG ist Lieferant für die weltweiten Vertriebsgesellschaften des Konzerns. Im Zuge des rückläufigen Großhandelsgeschäfts des Konzerns im Geschäftsjahr 2019 lagen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der HUGO BOSS AG zum Jahresende unter dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2019 mit 39 Mio. EUR nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau (2018: 41 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich wie im Vorjahr auf 301 Mio. EUR. Die Rückstellungen erhöhten sich auf 156 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 116 Mio. EUR). Der Anstieg steht im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2012 bis 2015 einschließlich der Folgewirkung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen zum Ende des Jahres bei 97 Mio. EUR (2018: 19 Mio. EUR). Der Anstieg im Wesentlichen auf den Zugang von Sachanlagen im Zuge der vollständigen Anwachsung einer Leasingobjektgesellschaft, bei der die HUGO BOSS AG bislang zusammen mit einer weiteren Partei die gemeinschaftliche Führung ausübte, zurückzuführen. Der Finanzmittelbestand als Summe aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten lag zum 31. Dezember 2019 unverändert bei 3 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 3 Mio. EUR). Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf Verbesserungen im kurzfristigen operativen Nettovermögen zurückzuführen. Wesentliche Mittelabflüsse ergaben sich im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit des Unternehmens sowie aus der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2018. Letztere lag mit 186 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018 für das Geschäftsjahr 2017: 183 Mio. EUR). PROGNOSEBERICHT ― Ausblick des Geschäftsverlaufs berücksichtigt Einschätzung des Managements zu den voraussichtlichen finanziellen Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus ― Entwicklung des Konzernumsatzes im Jahr 2020 in einer Spanne von währungsbereinigt 0 % bis + 2 % erwartet ― EBIT soll sich 2020 auf einen Betrag zwischen 320 Mio. EUR und 350 Mio. EUR belaufen Nachtrag Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts am 20. Februar 2020 war das Geschäft von HUGO BOSS durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, allen voran auf dem chinesischen Festland, wesentlich beeinträchtigt. So war ein Großteil der eigenen Einzelhandelsgeschäfte auf dem chinesischen Festland, in Hongkong und in Macau seit Ende Januar entweder geschlossen oder operierte mit stark eingeschränkten Öffnungszeiten. Zudem verzeichnete das Unternehmen im gleichen Zeitraum einen spürbaren Rückgang der mit chinesischen Touristen erzielten Umsätze in weiteren wichtigen Märkten. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts vorherrschenden großen Unsicherheit mit Blick auf den weiteren Verlauf der Situation geht HUGO BOSS davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sehr wahrscheinlich wesentlich auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens im Jahr 2020 auswirken werden. Die im Verlauf dieses Kapitels dargestellten Einschätzungen hinsichtlich des zu erwartenden Geschäftsverlaufs von HUGO BOSS im Jahr 2020 berücksichtigen dies. Dabei geht das Unternehmen mitunter von einer schrittweisen Normalisierung der Situation bis zur Jahresmitte aus. Etwaige darüberhinausgehende negative Auswirkungen können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2020 von den prognostizierten Werten abweichen. -> Risiko- und Chancenbericht, Bedeutende externe Risiken Ausblick Der folgende Bericht gibt die Prognosen des Managements von HUGO BOSS hinsichtlich des künftigen Geschäftsverlaufs wieder und beschreibt die erwartete Entwicklung der maßgeblichen konjunkturellen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen. Er entspricht dem Kenntnisstand des Managements zum Zeitpunkt der Berichtserstellung. Hierbei wird berücksichtigt, dass die tatsächliche Entwicklung im Falle des Eintretens von Risiken und Chancen, wie im Risiko- und Chancenbericht beschrieben, positiv wie negativ wesentlich von diesen Prognosen abweichen kann. HUGO BOSS übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. -> Risiko- und Chancenbericht Konjunkturelle und branchenspezifische Entwicklungen beeinflussen maßgeblich die operative und finanzwirtschaftliche Entwicklung von HUGO BOSS. Die vom Konzern getroffenen Prognosen zum erwarteten Geschäftsverlauf basieren folglich auf bestimmten Annahmen hinsichtlich der Entwicklung von Weltwirtschaft und Branche. Diese wurden jedoch Quellen entnommen, die vor der Ausbreitung des Coronavirus veröffentlicht worden sind. Diese ursprünglichen Annahmen sind im Folgenden dargestellt. Die im Anschluss daran dargestellten Einschätzungen hinsichtlich des zu erwartenden Geschäftsverlaufs von HUGO BOSS im Jahr 2020 berücksichtigen zusätzlich eine Einschätzung der finanziellen Auswirkungen des Coronavirus auf das Unternehmen. Ausblick für die Weltwirtschaft In seiner Publikation vom 20. Januar 2020 rechnet der IWF für das Jahr 2020 mit einer moderaten Belebung des Wachstums der Weltwirtschaft auf 3,3 % (2019: 2,9 %). Der Ausblick basiert auf der Annahme einer höheren Wachstumsdynamik vieler wichtiger Schwellenländer. Hingegen sollte sich das Wachstum in vielen Industriestaaten sowie in China 2020 weiter verlangsamen. Zunehmende geopolitische Spannungen und eine weitere Eskalation globaler Handelskonflikte werden als wesentliche Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft angesehen. Laut Schätzung des IWF dürfte sich das Wachstum in der Eurozone im Jahr 2020 auf 1,3 % belaufen und damit nur leicht über dem im Vorjahr erzielten Wert liegen (2019: 1,2 %). Eine erwartete Verbesserung der Auslandsnachfrage sollte das Wachstum dabei unterstützen. Unter der Annahme eines geordneten Brexits wird auch für die Wirtschaft Großbritanniens eine leichte Verbesserung des Wachstums auf 1,4 % erwartet (2019: 1,3 %). In den USA dürfte sich das Wirtschaftswachstum hingegen auf voraussichtlich 2,0 % reduzieren (2019: 2,3 %). Der Rückgang reflektiert in erster Linie die Rückkehr zu einer neutralen Fiskalpolitik sowie die erwartete Abschwächung der positiven Effekte der Niedrigzinspolitik. Das Wachstum in China dürfte sich laut Einschätzung des IWF ebenfalls leicht abschwächen und voraussichtlich auf 6,0 % belaufen (2019: 6,1 %). Der beabsichtigte Abbau von Einfuhrzöllen sollte sich dabei positiv auf die Wachstumsdynamik auswirken und die konjunkturelle Verlangsamung etwas abmildern. Branchenausblick Einer im November 2019 gemeinsam von The Business of Fashion und der Unternehmensberatung McKinsey & Company veröffentlichten Studie zufolge wird die globale Bekleidungsindustrie im Jahr 2020 voraussichtlich um 3 % bis 4 % und damit schwächer als noch im Vorjahr wachsen (2019: 3,5 % bis 4,5 %). Für das gehobene Premiumsegment der Bekleidungsindustrie, das den besten Vergleichsmaßstab für HUGO BOSS darstellt, wird ebenfalls mit einer gegenüber dem Vorjahr geringeren Wachstumsrate in Höhe von 2,5 % bis 3,5 % gerechnet (2019: 3 % bis 4 %). Die erwartete Verlangsamung resultiert aus einer zunehmenden Zurückhaltung der Konsumenten vor dem Hintergrund anhaltender makroökonomischer und politischer Unsicherheiten sowie der unverändert andauernden Bedrohung durch Handelskonflikte. -> Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung In den Industrieländern Europas sollte sich die Branche im Jahr 2020 leicht schwächer als noch im Vorjahr entwickeln. Es wird ein Branchenwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Dabei sollten die global wirtschaftlich angespannte Situation und die verbleibenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit wachstumsdämpfend wirken. Für die Region Amerika wird damit gerechnet, dass sich die Branchenentwicklung im Jahr 2020 auf ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich abschwächt. Dabei wird erwartet, dass die Konsumausgaben vor dem Hintergrund der anhaltenden Handelskonflikte und der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in den USA langsamer als im Vorjahr wachsen. In den Schwellenländern Asiens sollte sich das Branchenwachstum im Jahr 2020 laut The Business of Fashion und McKinsey & Company vor dem Hintergrund einer Abschwächung des Konsumklimas ebenfalls leicht verlangsamen und im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich bewegen. Dabei sollte sich das chinesische Festland besser entwickeln als das zuletzt von politischen Unruhen geprägte Hongkong. Für die Industrieländer Asiens wird wie im Vorjahr ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Ausblick für den HUGO BOSS Konzern Die Prognoseaussagen für das Geschäftsjahr 2020 berücksichtigen allesamt die Auswirkungen des IFRS 16. B asis bilden dabei die jeweiligen Ergebnisgrößen des Geschäftsjahres 2019, ebenfalls unter Einbezug der Auswirkungen des IFRS 16. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen und unter Einbezug der im Abschnitt "Nachtrag" dieses Kapitels dargestellten Einschätzung zu den voraussichtlichen finanziellen Auswirkungen des Coronavirus geht HUGO BOSS davon aus, dass sich der Konzernumsatz im Jahr 2020 in einer Spanne von währungsbereinigt 0 % bis + 2 % entwickeln wird. Dabei wird das Wachstum voraussichtlich regional uneinheitlich ausfallen. Während der Konzern für Europa von einem währungsbereinigten Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich ausgeht, ist für die Region Amerika mit einer ungefähr stabilen Entwicklung der währungsbereinigten Umsätze zu rechnen. Dabei dürfte das Großhandelsgeschäft in Nordamerika insbesondere im ersten Halbjahr 2020 von einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld geprägt sein. Für die Region Asien/Pazifik rechnet das Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus auf Gesamtjahressicht mit einem Rückgang der währungsbereinigten Umsätze im einstelligen Prozentbereich. Für den eigenen Einzelhandel geht der Konzern im Jahr 2020 von einem währungsbereinigten Umsatzanstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Dabei werden die Intensivierung von Online-Partnerschaften im Rahmen des Konzessionsmodells sowie die im Jahr 2019 abgeschlossenen Renovierungen strategisch wichtiger BOSS Geschäfte zum Umsatzwachstum des eigenen Einzelhandels beitragen. Für das Großhandelsgeschäft wird mit einem Rückgang der währungsbereinigten Umsätze im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Dies wird vor allem eine Folge der erwarteten Umsatzverschiebung vom Großhandelsgeschäft zum eigenen Einzelhandel im Zusammenhang mit der Intensivierung des Online-Konzessionsmodells, sein. -> Konzernstrategie, Fokus auf Umsetzung der strategischen Wachstumstreiber HUGO BOSS erwartet, dass das operative Ergebnis (EBIT) im Jahr 2020 in einer Spanne zwischen 320 Mio. EUR und 350 Mio. EUR liegen wird (2019: 344 Mio. EUR), wobei die letztendliche Umsatzentwicklung maßgeblich für die Höhe des zu erwartenden EBIT sein wird. Für das Konzernergebnis rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg um bis zu 10 %. Dabei rechnet der Konzern auch mit einer Verbesserung der Konzernsteuerquote. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus geht HUGO BOSS davon aus, dass sich das kurzfristige operative Nettovermögen im Verhältnis zum Umsatz im Jahr 2020 um etwa 50 Basispunkte erhöhen wird. Die Investitionen werden sich 2020 voraussichtlich auf 140 Mio. EUR bis 160 Mio. EUR summieren (2019: 192 Mio. EUR). Der Rückgang der Investitionstätigkeit ist dabei vor allem auf nicht wiederkehrende Investitionen für den Neubau des weltweit größten Outlets von HUGO BOSS am Standort Metzingen zurückzuführen. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit werden unverändert der eigene Einzelhandel sowie die IT-Infrastruktur des Konzerns bilden. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen der Hauptversammlung am 7. Mai 2020 eine Dividende von 2,75 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 vorzuschlagen (2018: 2,70 EUR). Der Vorschlag entspricht einer Ausschüttungsquote von 93 % des auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Konzernergebnisses im Jahr 2019 (2018: 79 %). Sofern die Aktionäre dem Vorschlag zustimmen, wird die Dividende am 12. Mai 2020 ausgezahlt. Basierend auf der Anzahl der am Jahresende ausstehenden Aktien wird die Ausschüttungssumme 190 Mio. EUR betragen (2018: 186 Mio. EUR). Ausblick für das Jahr 2020 scroll Ergebnis 20191 Prognose 2020 1 Konzernumsatz 2 Anstieg um 2 % auf 2.884 Mio. EUR Entwicklung in einer Spanne von 0 % bis + 2 % Umsatzentwicklung nach Regionen 2 Europa Anstieg um 4 % auf 1.803 Mio. EUR Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich Amerika Rückgang um 7 % auf 560 Mio. EUR Ungefähr stabile Entwicklung Asien/Pazifik Anstieg um 5 % auf 438 Mio. EUR Rückgang im einstelligen Prozentbereich Umsatzentwicklung nach Vertriebskanälen 2 Eigener Einzelhandel Anstieg um 4 % auf 1.869 Mio. EUR Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich Großhandel Rückgang um 3 % auf 931 Mio. EUR Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich Operatives Ergebnis (EBIT) Rückgang um 1 % auf 344 Mio. EUR 320 Mio. EUR bis 350 Mio. EUR Konzernergebnis Rückgang um 13 % auf 205 Mio. EUR Anstieg um bis zu 10 % Kurzfristiges operatives Nettovermögen im Verhältnis zum Umsatz Anstieg um 40 Basispunkte auf 20,1 % Anstieg um etwa 50 Basispunkte Investitionen 192 Mio. EUR 140 Mio. EUR bis 160 Mio. EUR 1 Unter Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16. 2 Auf währungsbereinigter Basis. RISIKO- UND CHANCENBERICHT ― Transparenter Umgang mit Risiken im Rahmen des Risikomanagementsystems ― Keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert ― Nutzung unternehmerischer Chancen wichtiges Element zur Sicherstellung nachhaltig profitablen Wachstums Die Risiko- und Chancenpolitik des HUGO BOSS Konzerns ist in erster Linie der Erreichung der strategischen und finanziellen Unternehmensziele verpflichtet. Sie verfolgt somit nicht nur das Ziel der Bestandssicherung, sondern dient vor allem einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen im zusammengefassten Lagebericht bezieht sich dabei grundsätzlich auf einen Einjahreszeitraum. Risikobericht Der Erfolg von HUGO BOSS beruht auf der konsequenten Nutzung von Chancen im Rahmen der Unternehmensstrategie. Dabei ist der Konzern einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Unternehmens umfasst alle Maßnahmen eines systematischen und transparenten Umgangs mit Risiken. Es zielt darauf ab, Risiken frühestmöglich zu identifizieren, sie adäquat zu bewerten, mittels geeigneter Maßnahmen zu begrenzen beziehungsweise zu vermeiden, zu überwachen und zu dokumentieren. Risiken sind dabei definiert als mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu negativen Abweichungen vom geplanten Ergebnis führen können. Sämtliche Risikoarten werden dabei in den fünf Kategorien Externe, Strategische, Finanzielle, Operative sowie Organisatorische Risiken zusammengefasst. Risikomanagementsystem Der Vorstand der HUGO BOSS AG trägt die Gesamtverantwortung für ein effektives Risikomanagementsystem. In seinem Auftrag koordiniert das zentrale Risikomanagement die Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. Es ist für den zentral gesteuerten Risikomanagementprozess verantwortlich und steht dabei in engem Austausch mit den jeweiligen Unternehmensbereichen und Konzerngesellschaften. Dort sind jeweils definierte Risikoexperten und Risikoverantwortliche für die Risikoidentifikation und -bewertung, den adäquaten Umgang mit Risiken und die Umsetzung wirksamer risikoreduzierender Maßnahmen zuständig. Die Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems ist Aufgabe des Aufsichtsrats der HUGO BOSS AG. Die Zuständigkeit wird dabei vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats, auch unter Einbezug der Internen Revision, wahrgenommen. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit des Risikomanagements wird zudem durch den Konzernwirtschaftsprüfer bestätigt. Konzerneinheitliche Standards zum systematischen Umgang mit Risiken stellen die Basis eines effizienten Risikomanagements dar. Sie werden durch den Vorstand festgelegt und in einem konzernweit gültigen Risikohandbuch dokumentiert. Dieses ist allen Mitarbeitern online zugänglich. Alle Mitarbeiter des HUGO BOSS Konzerns sind zu risikobewusstem Handeln und zur Vermeidung existenzgefährdender Risiken verpflichtet. Der Einsatz moderner Risikomanagementsoftware ermöglicht die konzernweit einheitliche Erfassung und Bewertung aller identifizierten Risiken sowie zugehöriger Maßnahmen. Das Risikomanagementsystem von HUGO BOSS ist gemäß der internationalen Norm ISO 31000 gestaltet. Der Risikomanagementprozess bei HUGO BOSS besteht aus den vier Schritten Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung sowie Risikoüberwachung und -berichterstattung. Zur frühestmöglichen Identifikation von Risiken überwacht der Konzern fortlaufend das gesamtwirtschaftliche Umfeld, das Wettbewerbsumfeld der Premium- und Luxusgüterbranche sowie sämtliche unternehmensinternen Prozesse. Das zentrale Risikomanagement unterstützt die konzernweiten Risikoverantwortlichen bei der regelmäßigen Identifikation und effizienten Kategorisierung von Risiken mittels eines Risikokatalogs sowie des konzernweit zugänglichen Risikohandbuchs. Die Risikoverantwortlichen delegieren die regelmäßige Bewertung identifizierter Risiken an die Risikoexperten und geben deren Einschätzung nach eingehender Prüfung frei. Die Risikoexperten werden bei ihrer Arbeit vom zentralen Risikomanagement unterstützt. Bewertungskriterien der Unternehmensrisiken scroll Eintrittswahrscheinlichkeit Ausmaß der finanziellen Auswirkung unwahrscheinlich < 20 % gering < 2,5 % vom geplanten EBIT möglich > 20-40 % moderat > 2,5-5 % vom geplanten EBIT wahrscheinlich >40-60 % wesentlich > 5-15 % vom geplanten EBIT sehr wahrscheinlich >60 % hoch > 15 % vom geplanten EBIT Die Bewertung einzelner Risiken erfolgt durch die Einschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie die systematische Analyse möglicher Auswirkungen auf das geplante operative Ergebnis (EBIT). Bei der Bewertung von Zinsänderungs- und steuerlichen Risiken wird abweichend auf den Cashflow abgestellt. Die beiden Bewertungskriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bilden die Bewertungsachsen der Risikomatrix. Diese soll Transparenz über die aktuelle Risikosituation des Unternehmens schaffen und bei der Risikopriorisierung unterstützen. Das jeweilige Nettorisiko als tatsächliches Risikopotenzial ergibt sich aus dem Bruttorisiko abzüglich der Maßnahmeneffekte zur Reduzierung des identifizierten Risikos. Die Erarbeitung und Umsetzung geeigneter risikominimierender Maßnahmen ist Aufgabe der Risikoverantwortlichen. Die Steuerung der Risiken erfolgt dabei allgemein auf vier Arten: Risikovermeidung, Risikoverringerung, Risikoübertragung auf Dritte sowie Risikoakzeptanz. Ein Bestandteil der Risikosteuerung ist somit auch die Risikoübertragung auf Versicherer, wodurch Auswirkungen versicherbarer Risiken weitestgehend neutralisiert werden. Bei der Entscheidung über die Umsetzung der jeweiligen Strategie zur Risikosteuerung werden auch die Kosten in Relation zur Effektivität der jeweiligen Maßnahme berücksichtigt. In enger Zusammenarbeit mit den Risikoverantwortlichen überwacht das zentrale Risikomanagement den Fortschritt und die Wirksamkeit geplanter und bereits umgesetzter Maßnahmen. Sämtliche identifizierten Risiken werden zweimal jährlich, in Abhängigkeit von ihrem Ausmaß jedoch auch in bis zu monatlichen Intervallen auf ihre Aktualität überprüft. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden Erkenntnisse zu neuen Entwicklungen dokumentiert sowie die Risikobewertung und Risikosteuerung bei Bedarf überarbeitet. Mithilfe der kontinuierlichen Überwachung von Frühwarnindikatoren sollen Planabweichungen rechtzeitig erkannt werden. Meldeketten und das Einleiten geeigneter, im Vorfeld definierter Gegenmaßnahmen gewährleisten eine rasche Reaktion bei Eintritt eines Risikos. -> Unternehmenssteuerung Im Rahmen der regelmäßigen Risikoberichterstattung melden die Risikoverantwortlichen die von ihnen identifizierten Risiken samt den zugehörigen Eintrittswahrscheinlichkeiten, den potenziellen finanziellen Auswirkungen sowie den Maßnahmen zur Risikosteuerung an das zentrale Risikomanagement. Dieses aggregiert die gemeldeten Risiken und stellt dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss regelmäßig einen konsolidierten Bericht zur Verfügung. Bedeutende Einzelrisiken und aggregierte Risikobereiche werden dabei besonders hervorgehoben. Bei Aufkommen kritischer, dringlicher Themen wird der reguläre Reportingprozess durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt. Beurteilung der Risikosituation durch den Vorstand Um ein möglichst präzises Bild der Gesamtrisikoposition des HUGO BOSS Konzerns zu erhalten, erfolgt die Aggregation der Einzelrisiken anhand zweier Methoden. Einerseits werden die Schadenserwartungswerte aller bewerteten Risiken innerhalb der fünf Risikokategorien addiert. Andererseits werden mittels einer Monte-Carlo-Simulation die Wahrscheinlichkeitsverteilungen sämtlicher erfasster Risiken zu der Wahrscheinlichkeitsverteilung eines möglichen Gesamtschadens aggregiert und so maximale jährliche Schadenswerte ermittelt. Das Ergebnis der Simulation im Geschäftsjahr 2019 zeigt, dass das Eigenkapital des Konzerns wie schon im Vorjahr alle simulierten risikobedingten Schadenswerte, auch in den strengsten Konfidenzintervallen, übersteigt. Das implementierte Risikomanagementsystem bildet die Grundlage für die Beurteilung der Risikosituation durch den Vorstand und wird von diesem regelmäßig überprüft. Wesentliche Risiken des Unternehmens werden regelmäßig auf Vorstandsebene erörtert und bewertet. Während sich die Einschätzung der individuellen Risiken im Geschäftsjahr 2019 hauptsächlich aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems verändert hat, waren für den Vorstand zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Erläuterung bedeutender Risiken Im Folgenden werden die für die Zielerreichung des HUGO BOSS Konzerns im Geschäftsjahr 2020 als bedeutend erachteten Risiken erläutert. Dabei handelt es sich um solche Risiken, die im Risikomanagementprozess mit einer mindestens moderaten potenziellen Auswirkung bewertet worden sind. Grundsätzlich ist nicht vollständig auszuschließen, dass weitere latente Risiken oder solche, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, die Unternehmensentwicklung zukünftig über das angegebene Maß hinaus beeinträchtigen. Ungeachtet der eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung der identifizierten Risiken bleiben bei allen unternehmerischen Aktivitäten Restrisiken bestehen, die auch durch ein Risikomanagementsystem, wie es im HUGO BOSS Konzern implementiert ist, nicht gänzlich vermieden werden können. Risikobereiche scroll Externe Risiken Strategische Risiken Finanzielle Risiken Operative Risiken Organisatorische Risiken Gesamtwirtschaft Kollektion und Branche Währungen Lieferanten und Beschaffungsmärkte IT Politik und Gesellschaft Marken und Corporate Image Steuern Qualität Personal Umwelt und Gesundheit Investitionen Finanzierung und Liquidität Logistik Governance und Compliance Produktpiraterie Vision und Ausrichtung Zinsänderungen Vertrieb Facilities Wettbewerbsumfeld Kontrahenten Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Pensionen Recht Bedeutende Risiken sind fett markiert und werden im Folgenden näher erläutert. Risiken, die hingegen nur mit einer geringen potenziellen Auswirkung bewertet wurden, werden im Folgenden nicht näher erläutert. Bedeutende externe Risiken HUGO BOSS unterliegt einer Vielzahl externer Risiken, im Wesentlichen im Zusammenhang mit gesamtwirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sowie Umwelt- und Gesundheitsaspekten. Gesamtwirtschaftliche Risiken Als global agierendes Unternehmen ist HUGO BOSS gesamtwirtschaftlichen Risiken hinsichtlich der globalen Konjunkturentwicklung ausgesetzt. So geht ein konjunktureller Abschwung in der Regel mit einer rückläufigen Nachfrage nach Premium- und Luxusgütern einher, die sich negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns auswirken kann. Konjunkturell bedingte Effekte können dabei sowohl global als auch regional begrenzt auftreten und sich gegenseitig beeinflussen. Um die Auswirkungen konjunktureller Schwankungen zu reduzieren, strebt HUGO BOSS nach einer ausgewogenen regionalen Verteilung des Umsatzes. Der Konzern beobachtet fortlaufend das gesamtwirtschaftliche wie auch das Branchenumfeld, um Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend schnell reagieren zu können. Zudem erfolgt eine regelmäßige Analyse interner Frühindikatoren, die eine Prognose der Auswirkungen möglicher gesamtwirtschaftlicher Risiken erlauben. -> Unternehmenssteuerung Zu den möglichen Reaktionen auf einen konjunkturbedingten Nachfragerückgang zählen neben einer Reduzierung der Produktions- und Beschaffungsaktivität, einem strikteren Management des kurzfristigen operativen Nettovermögens und einer verstärkten Kostenkontrolle auch Preisanpassungen sowie Anpassungen des eigenen Einzelhandelsnetzwerks. Für das Jahr 2020 rechnet der IWF in seiner Publikation vom 20. Januar 2020 mit einer leichten Beschleunigung des Weltwirtschaftswachstums. Der Ausblick basiert auf der Annahme eines weiterhin robusten Wachstums vieler wichtiger Schwellenländer. Gleichzeitig sollte sich das Wachstum in vielen Industrieländern und auch in China 2020 weiter verlangsamen. Zunehmende geopolitische Spannungen und eine weitere Eskalation globaler Handelskonflikte werden als wesentliche Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft angesehen. Die potenziell negative Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns kann trotz der beschriebenen Maßnahmen wesentlich sein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit schätzt das Management dabei als wahrscheinlich ein. -> Prognosebericht Politische und gesellschaftliche Risiken HUGO BOSS ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit politischen und gesellschaftlichen Risiken ausgesetzt. So können sich beispielsweise Änderungen des politischen und regulatorischen Umfelds, geopolitische Spannungen, militärische Auseinandersetzungen, Regierungswechsel oder terroristische Anschläge negativ auf das Konsumklima auswirken. Für das Jahr 2020 ist nicht zu erwarten, dass sich die weltweiten Unsicherheiten im Kontext politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen reduzieren werden. So stellen beispielsweise eine mögliche Eskalation der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, ein Wiederaufflammen der politischen Unruhen in Hongkong sowie die anhaltende Gefahr terroristischer Anschläge bedeutsame Risiken für die Premium- und Luxusgüterbranche und damit auch für die Geschäftsentwicklung des Konzerns dar. Auch im Zusammenhang mit dem zum 31. Januar 2020 erfolgten Brexit verbleiben Unsicherheiten. So ist etwa die letztliche Ausgestaltung künftiger Steuer- und Zollbestimmungen weiter ungewiss. Aus der potenziellen Erhebung von Einfuhrzöllen können sich für das Unternehmen Kostenanstiege ergeben. Der Konzern hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die den Austrittsprozess genau beobachtet und sämtliche lokalen und globalen Maßnahmen zur Risikominimierung koordiniert. Zu den möglichen Reaktionen auf einen etwaigen konjunkturell bedingten Nachfragerückgang oder die Erhebung von Einfuhrzöllen zählt das Unternehmen grundsätzlich auch Preisanpassungen. Das Management schätzt die im Zusammenhang mit dem Brexit verbleibenden Risiken für das Jahr 2020 insgesamt als unwahrscheinlich bei gleichzeitig geringem Ausmaß ein. Aufgrund seiner voraussichtlich weiterhin steigenden Bedeutung bewertet HUGO BOSS das Risiko, das sich aus politischen und gesellschaftlichen Veränderungen ergibt, als ein "emerging risk". So ergeben sich strategische Fragestellungen beispielsweise aus dem Einfluss demografischer Entwicklungen auf das Konsumentenverhalten und die Lieferkette. Dies offenbart die Verzahnung des gesellschaftlichen Risikos mit den branchen- sowie den lieferanten- und beschaffungsmarktbezogenen Risiken. Im Rahmen der Bewertung und Steuerung des Risikos arbeiten Risikoexperten und Risikoverantwortliche im Konzern interdisziplinär an der fortwährenden Analyse und Überwachung aktueller politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen und ihres Einflusses auf die eigene Geschäftstätigkeit. Das zentrale Risikomanagement koordiniert und unterstützt diesen Prozess. Mittels seines weltweiten Vertriebs in über 120 Ländern will der Konzern für eine natürliche Absicherung gegen unvorteilhafte Entwicklungen in einzelnen Ländern oder Regionen sorgen. Unerwartete Entwicklungen in wichtigen Absatzmärkten können grundsätzlich zu hohen finanziellen Auswirkungen führen. Das Management stuft die Wahrscheinlichkeit dieses Risikos als möglich ein. Umwelt- und Gesundheitsrisiken Die global ausgerichtete Wertschöpfungskette des HUGO BOSS Konzerns unterliegt Umwelt- und Gesundheitsrisiken, die sich aus Pandemien, Umwelt- und Naturkatastrophen, sowie den Folgen des Klimawandels ergeben können. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts am 20. Februar 2020 war das Geschäft von HUGO BOSS durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, allen voran auf dem chinesischen Festland, wesentlich beeinträchtigt. Neben der Schließung einer Vielzahl von Stores in China verzeichnete das Unternehmen auch einen spürbaren Rückgang der mit chinesischen Touristen erzielten Umsätze in weiteren wichtigen Märkten. Neben entgangenen Umsatzchancen, die sich schlussendlich auch negativ auf die Profitabilität des Konzerns auswirken würden, bestehen lieferanten- und beschaffungsmarktbezogene Risiken. So besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass im Falle einer weiteren Eskalation oder einer länger als erwartet andauernden Einschränkung die Produktion einzelner oder mehrerer Lieferanten in der Region zeitweise ausfällt. Dies könnte zu Verwerfungen in der Wertschöpfungskette des Konzerns und somit zu zusätzlichen Umsatzrisiken führen. Auch wenn zum Zeitpunkt der Aufstellung des Berichts keine signifikanten Auswirkungen auf die Lieferkette des Konzerns zu beobachten waren, befindet sich das Unternehmen in einem engen Austausch mit seinen Partnern in der Region, um bestmöglich auf eventuelle Einschränkungen vorbereitet zu sein. In Summe schätzt das Management die diesbezüglichen, über die in den Prognoseaussagen zum Jahr 2020 bereits berücksichtigten finanziellen Auswirkungen hinausgehenden Risiken als grundsätzlich wahrscheinlich ein. Der Einfluss auf die Ergebnisentwicklung wird dabei als gering eingestuft. Prognosebericht, Nachtrag, -> Bedeutende operative Risiken Aus dem Klimawandel resultierende Risiken, wie eine zunehmende Wasserknappheit, werden für das Geschäftsjahr 2020 als unwahrscheinlich und mit einem geringen möglichen Schaden eingestuft. Zukünftig könnte dieses Risiko für HUGO BOSS jedoch an Bedeutung gewinnen. So besteht langfristig das Risiko, dass eine zunehmende Wasserknappheit zu negativen Folgen für den Anbau von Baumwolle und damit zu Einschränkungen in der Verfügbarkeit von Baumwollfasern und folglich höheren Materialkosten führen kann. Baumwolle ist das bei den Produkten des Unternehmens mit Abstand am meisten eingesetzte Material. Um bei Eintritt von Umwelt- und Naturkatastrophen zeitnah und angemessen reagieren zu können, existiert bei HUGO BOSS ein zentrales Notfallmanagementsystem. Dessen Ablauforganisation bündelt die zur Bewältigung von Notfällen benötigten bereichsübergreifenden Kompetenzen und soll eine effiziente Koordination mit klaren Entscheidungswegen sicherstellen. In Summe geht das Management für das Jahr 2020 von möglichen wesentlichen Auswirkungen der Umwelt- und Gesundheitsrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Bedeutende strategische Risiken Zu den bedeutenden strategischen Risiken zählt HUGO BOSS Kollektions- und Branchenrisiken, Risiken für das Markenimage und Corporate Image sowie das Investitionsrisiko. Kollektions- und Branchenrisiken Sich verändernde Mode- und Lifestyle-Trends können Kollektions- und Branchenrisiken verursachen. Die Herausforderung in der Kollektionsentwicklung besteht vor allem darin, im Rahmen des Kreativmanagements Trends rechtzeitig zu erkennen und diese im Rahmen der Entwicklungsarbeit schnellstmöglich in kommerziell erfolgreiche Kollektionen einfließen zu lassen. ->Forschung und Entwicklung Intensive Analysen relevanter Zielgruppen und Märkte sowie des Abverkaufs vergangener Kollektionen sollen dazu dienen, Kollektions- und Branchenrisiken zu reduzieren. Zudem ermöglicht die Kundennähe im eigenen Einzelhandel sowie die zunehmende Nutzung der im Rahmen des systematischen Kundenbeziehungsmanagements gewonnenen Daten Veränderungen im Kaufverhalten frühzeitig zu erkennen und bei der Entwicklung zukünftiger Kollektionen entsprechend zu berücksichtigen. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Kollektionsentwicklung schafft es HUGO BOSS zudem, die Entwicklungszeiten weiter zu verkürzen und so noch schneller auf globale Trends reagieren zu können. -> Forschung und Entwicklung In den letzten Jahren ließ sich ein weltweiter Trend zu einem entspannteren und deutlich sportlicheren Kleidungsstil beobachten. Dies führte dazu, dass sich die Casual- und Athleisure-Segmente des globalen Bekleidungsmarktes besser als die klassische Konfektion entwickelten. Mit dem Ausbau seines Casualwear- und Athleisurewear-Angebots reagierte HUGO BOSS frühzeitig auf diese Entwicklung. Der Konzern wird seine Kollektionen in diesem Bereich auch zukünftig stärken und der Casual- und Athleisurewear auch weiterhin mehr Fläche in den eigenen Stores als in der Vergangenheit einräumen. -> Chancenbericht Potenziell negative Auswirkungen von Kollektions- und Branchenrisiken werden als hoch eingestuft. Aufgrund der implementierten Maßnahmen zur Risikoreduzierung wird die Eintrittswahrscheinlichkeit aus Sicht des Managements jedoch als unwahrscheinlich erachtet. Risiken für das Markenimage und Corporate Image Der Eintritt von Risiken für das Markenimage und Corporate Image kann den wirtschaftlichen Erfolg von HUGO BOSS negativ beeinflussen. So könnten sich beispielsweise eine unzureichende Qualität der Produkte oder der Services im eigenen Einzelhandel, eine unkontrollierte Preis- und Rabattpolitik, die Nutzung markenschädigender Distributionskanäle, unattraktive Marketingkampagnen oder das Nichteinhalten von Gesetzen oder Sozialstandards imageschädigend auswirken. Der Schutz und der Erhalt des Markenimages genießen daher bei HUGO BOSS eine hohe Priorität. Die Sicherstellung eines global einheitlichen Marken- und Einkaufserlebnisses, strenge Qualitätskontrollen, eine zentral gesteuerte Preis- und Rabattpolitik, die stetige Weiterentwicklung der Distributionsstrategie, ein aktives Compliance-Management sowie hohe Anforderungen an Arbeits- und Sozialstandards zahlen auf dieses Ziel ein. Daneben sind der rechtliche Schutz der Marken sowie die Verfolgung von Produktpiraterie wichtige Bestandteile zur Sicherung des Markenimages. Das Corporate Image des HUGO BOSS Konzerns zeigt sich in der Wahrnehmung seiner Stakeholder. Sämtliche Kommunikationsaktivitäten werden über die zentralen Abteilungen Corporate Communications, Investor Relations und Corporate Sustainability gesteuert. Diese befinden sich in einem ständigen Dialog mit allen wichtigen Interessengruppen. Zudem wird die Einhaltung von Gesetzen, Standards und Richtlinien sowohl konzernintern als auch bei Partnern regelmäßig kontrolliert. Das Management hält negative Einflüsse auf das Markenimage und Corporate Image für möglich. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird als moderat eingestuft. Investitionsrisiken Mit den eigenen Einzelhandelsaktivitäten des Konzerns sind Investitionsrisiken im Zusammenhang mit der Modernisierung des Storenetzwerks, selektiven Neueröffnungen sowie der kanalübergreifenden Integration und Digitalisierung der eigenen Einzelhandelsaktivitäten verbunden. Das Risiko von Fehlinvestitionen bezieht sich dabei beispielsweise auf Investitionen in solche Stores, für die langfristige Mietverträge abgeschlossen werden, die jedoch im Nachhinein nicht den Renditeerwartungen des Konzerns entsprechen. Auch können sich Fehlinvestitionen bei der Entwicklung und Implementierung neuer Möbelkonzepte sowie digitaler Elemente ergeben. Das Risiko in Verbindung mit Wertminderungen des planmäßig abzuschreibenden Sachanlagevermögens, der immateriellen Vermögenswerte und der Nutzungsrechte an Leasingobjekten auf Ebene der eigenen Einzelhandelsgeschäfte, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer ("key money") sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte bildet innerhalb der Investitionsrisiken die größte Risikoposition. Vor allem eine Verschlechterung der zukünftigen Geschäftsaussichten kann zu einer Wertminderung der entsprechenden Buchwerte führen. Eine solche Wertminderung hätte keinen zahlungswirksamen Effekt. -> Konzernanhang, Textziffer 10 Für umfangreiche Investitionsprojekte existiert daher ein spezifischer Genehmigungsprozess. Er umfasst neben qualitativen Analysen, beispielsweise im Hinblick auf potenzielle Standorte eigener Stores, auch die Analyse des Kapitalwerts eines jeden Projekts. Das zentrale Investitionscontrolling bewertet die geplanten Investitionsprojekte hinsichtlich ihres Beitrags zur Erreichung der Renditeziele des Konzerns. Zudem wird die Profitabilität bereits realisierter Projekte in regelmäßigen Abständen durch nachgelagerte Analysen überprüft. Bei negativen Zielabweichungen werden entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Aufgrund der implementierten Maßnahmen wird das Investitionsrisiko als möglich, jedoch mit moderater finanzieller Auswirkung, eingeschätzt. -> Unternehmenssteuerung Bedeutende finanzielle Risiken Der HUGO BOSS Konzern unterliegt bedeutenden Währungs- und steuerlichen Risiken. Währungsrisiken Aufgrund der globalen operativen Geschäftstätigkeit sowie der konzerninternen Finanzierungstätigkeit ist HUGO BOSS Währungsrisiken ausgesetzt, die sich auf die Entwicklung von Konzernergebnis und Konzerneigenkapital auswirken können. Im operativen Geschäft entstehen Währungsrisiken dadurch, dass Beschaffung und Verkauf der Produkte in unterschiedlichen Währungen in ungleicher Höhe erfolgen (Transaktionsrisiko). Wesentliche Zahlungsströme in Fremdwährung entstehen vor allem aus der Vertriebstätigkeit der Konzerngesellschaften in den USA, Großbritannien, der Schweiz, der Türkei, China, Hongkong, Japan und Australien sowie der Einkaufstätigkeit der Beschaffungseinheiten in Fremdwährungen wie dem US-Dollar. Im Finanzierungsbereich resultieren Währungsrisiken aus finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sowie aus Fremdwährungsdarlehen, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden (Transaktionsrisiko). Zum Bilanzstichtag waren die wesentlichen Finanzierungsdarlehen mit endfälliger Rückzahlungsverpflichtung über Devisentermingeschäfte gesichert. Des Weiteren bestehen Währungsrisiken im Zusammenhang mit der Umrechnung der Abschlüsse von Konzerngesellschaften außerhalb der Eurozone in die Konzernwährung Euro (Translationsrisiko). Das Translationsrisiko wird laufend überwacht, jedoch verzichtet der Konzern auf dessen Absicherung, da die Einflüsse auf die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung nicht zahlungswirksam sind. -> Konzernanhang, Währungsumrechnung Währungsrisiken werden zentral durch die Konzern-Treasury-Abteilung gesteuert. Konzerneinheitliche Richtlinien sollen eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle sämtlicher Finanzmarkttransaktionen sicherstellen. Sie bilden zudem die Grundlage für Auswahl und Umfang der Absicherung. Primäres Ziel ist die Reduktion des Währungsexposures mittels natürlicher Hedges. So sollen sich Fremdwährungsexposures aus dem operativen Geschäft über den Konzern hinweg möglichst ausgleichen und die Notwendigkeit von Absicherungsmaßnahmen folglich minimiert werden. Zur Absicherung des verbleibenden Exposures können Devisentermin- und Swapgeschäfte sowie Plain-Vanilla-Optionen herangezogen werden. So sollen die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen aus bereits bilanzierten Exposures und aus zukünftigen Cashflows begrenzt werden. -> Konzernanhang, Textziffer 20 Zukünftige Cashflows aus der Produktionstätigkeit des Konzerns in der Türkei sind in eine wirksame bilanzielle Sicherungsbeziehung eingebunden ("hedge accounting"). Die in diesem Fall eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich zur Absicherung der Grundgeschäfte. Der Handel dieser Derivate erfolgt außerbörslich. Bei Abschluss werden die Laufzeiten in der Regel an das darunterliegende Grundgeschäft angepasst. Transaktionen werden grundsätzlich mit der am besten quotierenden Bank abgeschlossen. Der HUGO BOSS Konzern hat gemäß den Anforderungen des IFRS 7 die Auswirkungen des Transaktionsrisikos auf Konzernergebnis und Konzerneigenkapital ermittelt. Die Ermittlung basiert auf dem bilanziellen Währungsexposure zum 31. Dezember 2019. Bestandteile dieses Exposures sind Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie konzerninterne Darlehen, die in Währungen gehalten werden, die nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft entsprechen. Zur Quantifizierung und Steuerung der Währungsrisiken verwendet der Konzern die Value-at-Risk-Methode auf Basis des parametrischen Ansatzes. Der Value at Risk wird auf Basis historischer Volatilitäten und Korrelationen der Wechselkurse sowie eines Konfidenzniveaus von 95 % berechnet. Die Haltedauer wird dabei stets an die Restlaufzeit des aktuellen Jahres angepasst. Zudem wird unterstellt, dass der Bestand des Fremdwährungsexposures und dessen Absicherungsquote zum Bilanzstichtag repräsentativ für den Betrachtungszeitraum sind. Obwohl der Value at Risk ein bedeutendes Konzept zur Messung von Marktpreisrisiken ist, können die Modellannahmen zu Einschränkungen führen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis können von den modelltheoretisch mittels der Value-at-Risk-Methode ermittelten Werten deutlich abweichen. Dies gilt insbesondere für das Auftreten außergewöhnlicher Ereignisse. Aggregiert über alle betrachteten Währungen beträgt das so ermittelte diversifizierte Portfoliorisiko für das Konzernergebnis nach Absicherung 5,2 Mio. EUR (2018: 3,5 Mio. EUR). Nicht inkludiert sind Absicherungskosten für den Abschluss von Devisentermingeschäften. Die größten Fremdwährungspositionen resultieren aus dem bilanziellen Exposure gegenüber dem japanischen Yen und dem brasilianischen Real. Die Sensitivität des Konzerneigenkapitals entspricht aufgrund des im Konzern implementierten hedge accountings nicht der des Konzernergebnisses. Bei einer Auf- bzw. Abwertung des Euros gegenüber der türkischen Lira um die Standardabweichung hätte sich das Konzerneigenkapital im Berichtsjahr um 1,4 Mio. EUR verringert bzw. erhöht (2018: 0,7 Mio. EUR). Das Management geht davon aus, dass auch im Geschäftsjahr 2020 signifikante Änderungen in den für HUGO BOSS relevanten Wechselkursen wahrscheinlich sind. Auf Basis der Ergebnisse der Value-at-Risk-Analyse wird der Einfluss des Transaktionsrisikos auf das Konzernergebnis als moderat eingestuft. Auch das für wahrscheinlich erachtete Translationsrisiko sollte ein moderates Ausmaß nicht übersteigen. In Summe geht das Management damit von einem wesentlichen Ausmaß der Währungsrisiken aus. Steuerliche Risiken Als global agierender Konzern unterliegt HUGO BOSS einer Vielzahl von steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesem Bereich könnten zu höheren Steueraufwendungen und Steuerzahlungen führen und zudem Einfluss auf bilanzierte tatsächliche und latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten haben. Sämtliche steuerlichen Fragestellungen werden durch die Konzern-Steuerabteilung regelmäßig analysiert und beurteilt. Dabei wird auch auf die Einschätzung lokaler externer Sachverständiger wie Anwälte oder Steuerberater zurückgegriffen. Steuerliche Risiken bestehen für alle offenen Veranlagungszeiträume. Für bereits bekannte steuerliche Risiken wurden Rückstellungen in ausreichender Höhe gebildet. Die Höhe dieser Rückstellungen basiert auf verschiedenen Annahmen, beispielsweise hinsichtlich der Auslegung der jeweiligen Vorschrift, aktuellen Rechtsprechungen oder der Verwaltungsauffassung, auf deren Basis die Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit eines eventuellen Risikos bemessen wird. Die Konzern-Steuerabteilung beurteilt regelmäßig die Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von latenten Steueransprüchen, die auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge erfasst wurden. Die Beurteilung erfolgt dabei unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, wie zum Beispiel zukünftig zu versteuernder Ergebnisse in den Planperioden, erreichter Ergebnisse in der Vergangenheit sowie bereits ergriffener Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung. HUGO BOSS geht dabei von einem Planungshorizont von höchstens drei Jahren aus. Die tatsächlichen Werte können dabei von den Schätzungen abweichen. Im steuerrechtlichen Bereich können sich Risiken im Wesentlichen aus Änderungen in der Steuergesetzgebung einzelner Länder, aus der abweichenden Einschätzung bestehender Sachverhalte durch die Steuerbehörden oder aus steuerlichen Außenprüfungen ergeben. Im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens ergeben sich zudem Risiken im Bereich der Verrechnungspreise. Der Konzern erachtet steuerrechtliche Risiken somit insgesamt als möglich und schätzt das finanzielle Ausmaß gleichzeitig als wesentlich ein. -> Konzernanhang, Textziffer 5 Bedeutende operative Risiken Unter den bedeutenden operativen Risiken fasst HUGO BOSS lieferanten- und beschaffungsmarktbezogene Risiken sowie Qualitäts-, Logistik- und Vertriebsrisiken zusammen. Lieferanten- und beschaffungsmarktbezogene Risiken Es bestehen lieferanten- und beschaffungsmarktbezogene Risiken im Zusammenhang mit möglichen Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten oder Produktionsstätten, einem möglichen Anstieg der Produktkosten sowie der eventuellen Abweichung zwischen Produktion und Absatz. HUGO BOSS legt großen Wert auf eine sorgfältige Lieferantenauswahl und den Aufbau sowie Erhalt langfristiger strategischer Beziehungen. Es besteht jedoch das Risiko, dass aufgrund lieferantenbezogener oder regionaler Ereignisse die Produktion einzelner oder mehrerer Lieferanten ausfällt. Eine zu große Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Produktionsstätten könnte dabei zu Verwerfungen in der Wertschöpfungskette des Konzerns und somit zu Umsatzrisiken führen. Es wird deshalb auf eine möglichst ausgewogene Verteilung des Beschaffungsvolumens geachtet. In diesem Zusammenhang erfolgt eine grundsätzlich zentrale Koordination des Produktions- und Beschaffungsprozesses. Die Lieferantenbeziehungen werden dabei regelmäßig mit dem Ziel überprüft und bewertet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung der Warenversorgung einleiten zu können. Auf den größten externen Lieferanten entfielen im Geschäftsjahr 2019 8 %, auf die größte externe einzelne Produktionsstätte entfielen 5 % des gesamten Beschaffungsvolumens (2018: 9 % bzw. 5 %). -> Beschaffung und Produktion Angesichts von Erdbebenrisiken und möglicher Risiken aufgrund anhaltender politischer Unsicherheiten wurden am größten eigenen Produktionsstandort in Izmir (Türkei) besonders umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Auswirkungen einer Produktionsunterbrechung auf den Absatz von HUGO BOSS zu begrenzen. Für den größten Teil des Produktionsvolumens bestehen Notfallpläne, um die Produktion auf externe Zulieferer zu verlagern. Zusätzlich ist das finanzielle Risiko für den unwahrscheinlichen Fall eines Erdbebens weitestgehend über Versicherungen abgedeckt. Aufgrund der implementierten Maßnahmen schätzt das Management Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder der regionalen Verteilung des Beschaffungsvolumens insgesamt als unwahrscheinlich ein. Die verbundenen finanziellen Auswirkungen können jedoch hoch sein. Lohnerhöhungen in der Produktion, insbesondere in wirtschaftlich aufstrebenden Regionen, sowie ein Preisanstieg bei für den Konzern relevanten Rohstoffen wie Baumwolle, Wolle oder Leder können zu höheren Produktkosten führen und so die Profitabilität des Konzerns grundsätzlich negativ beeinflussen. HUGO BOSS begegnet diesem Risiko mit einer margenbasierten Kollektionsplanung, Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in den Produktions- und Beschaffungsprozessen, einer kontinuierlichen Optimierung des Materialeinsatzes sowie einer regelmäßigen Überprüfung seiner Preispolitik. Es wird davon ausgegangen, dass Risiken aus höheren Produktkosten möglich sind und diese sich in wesentlichem Ausmaß negativ auf die Ergebnisentwicklung auswirken können. Die Prognose von Absatzmengen, die Planung von Produktionskapazitäten sowie die Allokation von Roh- und Fertigwaren im Rahmen von Beschaffungsprozessen sind mit Dispositionsrisiken verbunden. Ein Abweichen von der angemessenen Allokation kann einerseits zur Überdisposition und so zum Risiko einer erhöhten Kapitalbindung, andererseits zur Unterdisposition mit dem Risiko nicht realisierter Umsatzchancen führen. Zur Reduzierung dieses Risikos arbeitet der Konzern an einer stetigen Verbesserung seiner Prognosequalität und an der weiteren Vertriebskanal- und marktübergreifenden Flexibilisierung der Warensteuerung. Aufgrund der hohen Volumina wird das Risiko als möglich eingestuft. Die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen könnten je nach Ausmaß hoch sein. Insgesamt wird die aggregierte potenzielle Auswirkung durch die lieferanten- und beschaffungsmarktverbundenen Risiken als hoch bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aggregiert als möglich eingestuft. Qualitätsrisiken HUGO BOSS legt bei der Beschaffung von Materialien und der Verarbeitung seiner Produkte höchsten Wert auf Qualität. Intensive Qualitätskontrollen auf allen Fertigungsstufen sowie das Einbeziehen von Kundenfeedback sollen zur kontinuierlichen Verbesserung des Herstellungsprozesses beitragen. Zudem werden sowohl eigene als auch Produktionsstandorte von Partnern regelmäßig auf die strikte Einhaltung der zentralen Qualitätsvorgaben überprüft. Daneben sollen Wareneingangskontrollen sowie intensive Qualitätstests am Standort Metzingen die hohen Qualitätsstandards von HUGO BOSS sicherstellen. Dennoch erachtet der Konzern ein gewisses Maß an Produktretouren aus qualitativen Gründen für möglich. Der Einfluss auf die Ergebnisentwicklung wird trotz der Bildung und regelmäßigen Überprüfung entsprechender Retourenrückstellungen als wesentlich eingestuft. -> Beschaffung und Produktion Logistikrisiken HUGO BOSS ist Logistikrisiken ausgesetzt, die sich hauptsächlich auf den temporären Ausfall oder Verlust von Lagerstandorten und einen damit einhergehenden potenziellen Umsatzverlust beziehen. Die Lagerung der Vorräte konzentriert sich auf ausgewählte, von HUGO BOSS betriebene Standorte. Dabei bilden die jeweils in unmittelbarer Nähe zum Hauptsitz in Metzingen angesiedelten Distributionszentren für Hängewaren, Liegewaren sowie das europäische Onlinegeschäft das Herzstück des konzernweiten Logistiknetzwerks. -> Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur An sämtlichen Lagerstandorten wird die Einhaltung umfangreicher Brandschutz- und Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich überprüft. Das unmittelbare finanzielle Risiko eines Waren- und Anlagenverlusts in den Lägern ist zudem über Versicherungen abgedeckt. Aufgrund der implementierten Maßnahmen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Logistikrisiken als unwahrscheinlich bewertet. Die verbundenen finanziellen Auswirkungen können grundsätzlich jedoch wesentlich sein. Vertriebsrisiken Im Zusammenhang mit den eigenen Einzelhandelsaktivitäten bestehen Vertriebsrisiken insbesondere hinsichtlich des Vorratsmanagements sowie der Lagerdauer und folglich der Werthaltigkeit der Ware. Im Großhandelsgeschäft beziehen sich die Vertriebsrisiken hauptsächlich auf eine mögliche Abhängigkeit von einzelnen Handelspartnern sowie auf Forderungsausfälle. Ziel des zentral organisierten Vorratsmanagements ist die vorausschauende, optimale Allokation der konzernweiten Bestände bei gleichzeitiger Wahrung von Flexibilität, um auch kurzfristig auf Nachfrageerhöhungen beziehungsweise -rückgänge reagieren zu können. Nachfragerückgänge oder Fehleinschätzungen hinsichtlich der Abverkaufsquoten können sich potenziell negativ auf die Lagerumschlagshäufigkeit auswirken. HUGO BOSS strebt deshalb nach einer kontinuierlichen Verbesserung seines Vorratsmanagements. Die Gewährung zusätzlicher Rabatte als Gegenmaßnahme hat zwangsläufig negative Auswirkungen auf die Rohertragsmarge und letztlich die Profitabilität des Unternehmens zur Folge und wird daher laufend vom Konzern-Controlling überwacht. Mit einer zentral gesteuerten Preispolitik, differenzierten Einzelhandelsformaten und darauf abgestimmten Kollektionen wird eine konstante Verbesserung der Effizienz auf den Verkaufsflächen angestrebt. Aus einer erhöhten Lagerdauer und der damit potenziell verminderten Verwertbarkeit der Vorräte können sich Bestandsrisiken ergeben. Dem Prinzip des Nettoveräußerungswerts folgend werden entsprechend Abschreibungen auf das Vorratsvermögen vorgenommen und diese monatlich überprüft. Dabei werden konzerneinheitliche, systemgestützte Gängigkeits-, Reichweiten- und Nettoveräußerungswertanalysen angewandt. Zum Bilanzstichtag wurden aus Sicht des Managements Wertminderungen in ausreichender Höhe vorgenommen. -> Konzernanhang, Textziffer 12 Zur Vermeidung eventueller Abhängigkeiten von einzelnen Kunden im Großhandelsgeschäft wird auf eine ausgewogene Kundenstruktur geachtet. Das Konzern-Controlling überwacht dabei kontinuierlich Kennzahlen wie den Auftragsbestand, die Umsatzerlöse und die Auslieferungsquoten und berichtet diese regelmäßig an den Vorstand. So können im Falle eintretender Risiken zeitnah Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. ->Unternehmenssteuerung Im Großhandelskanal ist der Konzern einem Forderungsausfallrisiko aufgrund potenzieller Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz einzelner Handelspartner sowie kumulierter Ausfälle infolge einer konjunkturellen Eintrübung in einzelnen Märkten ausgesetzt. Das konzernweite Debitorenmanagement folgt einheitlichen Regelungen, beispielsweise hinsichtlich der Bonitätsprüfung sowie Vergabe und Einhaltung von Kundenkreditlimits, der Überwachung der Altersstruktur von Forderungen oder der Handhabung zweifelhafter Forderungen. In Einzelfällen kann dies zu Belieferungen von Kunden ausschließlich nach Vorauszahlung oder gar zum Verzicht auf Geschäfte mit als nicht kreditwürdig eingestuften Kunden führen. Die Interne Revision überprüft regelmäßig die Einhaltung der Konzernrichtlinien. Eine Konzentration von Ausfallrisiken durch wesentliche Außenstände bei einzelnen Kunden lag zum Bilanzstichtag nicht vor. Daher werden mögliche Forderungsausfallrisiken insgesamt als gering eingeschätzt. -> Konzernanhang, Textziffer 13 Zusammenfassend schätzt das Management die Eintrittswahrscheinlichkeit der Vertriebsrisiken als möglich ein. Die kumulierten finanziellen Auswirkungen werden hauptsächlich aufgrund potenzieller Preisnachlässe und Wertminderungen als hoch bewertet. Bedeutende organisatorische Risiken Zu den bedeutenden organisatorischen Risiken zählt HUGO BOSS IT-Risiken, Personalrisiken sowie Governance- und Compliance-Risiken. IT-Risiken Effiziente Prozesse und ein reibungsloser Geschäftsablauf sind in starkem Maße von einer leistungsstarken, konzernweit einheitlichen und sicheren IT-Infrastruktur abhängig. Schwerwiegende Ausfälle der IT-Systeme des Konzerns können wesentliche Geschäftsunterbrechungen zur Folge haben. Zudem können Cyberangriffe zu erheblichen Systemunterbrechungen, dem Verlust vertraulicher Daten und infolgedessen zu Reputationsschäden sowie Haftungsansprüchen führen. Um diese Risiken zu verringern, werden von der zentralen IT-Abteilung regelmäßig vorbeugende Systemwartungen und Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt, mehrstufige Sicherheits- und Antivirenkonzepte implementiert und stellenbezogene Zugriffsrechte vergeben. Darüber hinaus sollen Zugangskontrollsysteme, eine tägliche Sicherung der Daten des konzernweiten ERP-Systems, eine unabhängige Energieversorgung sowie regelmäßige Onlinetrainings der Mitarbeiter die IT-Sicherheit im Konzern erhöhen. Die Interne Revision prüft regelmäßig die Sicherheit und Verlässlichkeit der IT-Systeme sowie die Wirksamkeit der implementierten Kontrollmechanismen. HUGO BOSS geht davon aus, dass weltweite Cyberangriffe zukünftig weiter zunehmen werden, und bewertet dieses Risiko folglich als ein "emerging risk". Mit dem Ziel, die Fähigkeit zur Reaktion auf potenzielle Angriffe weiter zu verbessern, will das Unternehmen auch künftig an der kontinuierlichen Verbesserung seines Programms zur Informationssicherheit arbeiten. Das Unternehmen hat in diesem Zusammenhang etwa ein sogenanntes Security-Information-and-Event-Management-System implementiert. Dieser Sicherheitsmanagementansatz soll eine ganzheitliche Sicht auf die IT-Sicherheit des Konzerns ermöglichen. Das Management geht aufgrund der implementierten Maßnahmen aktuell von einem unwahrscheinlichen Eintritt von IT-Risiken aus. Die verbundenen finanziellen Auswirkungen können grundsätzlich jedoch hoch sein. Personalrisiken Die Erreichung der strategischen und finanziellen Ziele des Konzerns ist in hohem Maße von seinen Mitarbeitern, ihren Fähigkeiten und ihrer Leistungsbereitschaft sowie der Bewahrung einer fairen und wertebasierten Unternehmenskultur abhängig. Personalrisiken können sich im Wesentlichen durch Engpässe bei der Personalbeschaffung, einen Fachkräftemangel sowie eine zu hohe Fluktuation ergeben. HUGO BOSS begegnet diesen Risiken mittels einer vorausschauenden Personalplanung, umfassender Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des leistungsgerechten Vergütungssystems sowie flexibler Arbeitszeitmodelle für eine höhere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Management schätzt Personalrisiken daher in Summe als unwahrscheinlich, jedoch mit gleichzeitig wesentlicher finanzieller Auswirkung ein. -> Mitarbeiter Governance- und Compliance-Risiken Sämtliche Mitarbeiter des HUGO BOSS Konzerns sind zur Einhaltung des konzernweit geltenden Verhaltenskodex und der ergänzenden spezifischen Compliance-Regeln verpflichtet. Alle Konzerngesellschaften werden regelmäßigen Risikoanalysen und gegebenenfalls detaillierten Audits unterzogen. Die Einhaltung der Compliance-Regeln wird durch die zentrale Compliance-Abteilung überwacht und Verstöße an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet. -> Corporate-Governance-Bericht mit Erklärung zur Unternehmensführung, -> Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Bekämpfung von Korruption und Bestechung Verstöße gegen den Datenschutz stellen ein erhöhtes Compliance-Risiko dar. Diesem Risiko begegnet der Konzern mit einer datenschutzkonformen Aufstellung und angemessenen technischen und organisatorischen Maßnahmen. Mittels tätigkeitsbezogener Schulungen, der Verpflichtung zur Einhaltung des Verhaltenskodex sowie einer gesonderten Vertraulichkeitsverpflichtung werden alle Mitarbeiter für datenschutzrechtliche Fragen sensibilisiert. Sämtliche internen Prozesse und Systeme zur Verarbeitung personenbezogener Daten werden fortlaufend an datenschutzrechtlichen Vorgaben gemessen und kontinuierlich verbessert. Mit der Anwendbarkeit der EU-Datenschutz-Grundverordnung wurde der datenschutzrechtliche Fokus bereits 2018 weiter verstärkt und auf die Umsetzung und Einhaltung der rechtlichen Neuerungen ausgerichtet. Risiken im Kontext von Governance und Compliance stuft das Management insgesamt als unwahrscheinlich, jedoch mit gleichzeitig wesentlicher finanzieller Auswirkung ein. -> Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Sozialbelange Angaben zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und die Abschlusserstellung des HUGO BOSS Konzerns hat zum Ziel, sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell richtig abzubilden. So sollen die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und die Übereinstimmung aller rechnungslegungsbezogenen Aktivitäten mit Gesetzen und Richtlinien gewährleistet werden. Sämtliche Vermögenswerte und Schulden sollen im Konzernabschluss hinsichtlich Ansatz, Bewertung und Ausweis zutreffend erfasst und somit eine verlässliche Aussage über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ermöglicht werden. Neben der Einhaltung gesetzlicher und unternehmensinterner Vorschriften bilden die Verwendung effizienter IT-Systeme, die klare Definition von Verantwortlichkeiten sowie die geeignete Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter im Finanzbereich die Grundlage eines ordnungsgemäßen, konsistenten und effizienten Rechnungslegungsprozesses. Verwendung effizienter IT-Systeme Managementkontrollen in allen Geschäftsbereichen setzen die Bereitstellung zuverlässiger und zeitnaher Informationen voraus. Den Reportingsystemen des HUGO BOSS Konzerns kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Die konzernweite Verwendung eines einheitlichen, SAP-basierten ERP-Systems soll eine hohe Kontrollqualität sicherstellen. Ziel der konzernweiten SAP Security Policy ist die Vermeidung unbefugter Datenzugriffe sowie die Sicherstellung der Integrität, Verfügbarkeit und Authentizität der rechnungslegungsrelevanten Inhalte. Sie enthält zudem Anforderungen an die Kontrolle der Ordnungsmäßigkeit im zentralen Finanzbereich. Systemgestützte Kontrollen und workflowbasierte Prozesse mit Vorgabe eines Vier-Augen-Prinzips, einer angemessenen Funktionstrennung sowie interner Genehmigungsverfahren ergänzen die IT-Sicherheit der rechnungslegungsrelevanten Prozesse. Hierzu gehören unter anderem die Rechnungskontrolle und -freigabe, die Beschaffungsprozesse und das durch die zentrale IT-Abteilung verantwortete SAP-Berechtigungsmanagement. Klare Definition von Verantwortlichkeiten Im Rahmen des standardisierten Berichtswesens erstellen die Konzerngesellschaften monatlich IFRS-basierte Einzelabschlüsse und liefern diese zusammen mit weiteren Kennzahlen und Erläuterungen an den zentralen Finanzbereich. Die Vorgabe und Überwachung der Einhaltung von Berichtspflichten und -fristen erfolgen durch den zentralen Finanzbereich der HUGO BOSS AG. Für einen überwiegenden Teil der Berichtsinhalte existieren automatisierte und standardisierte Berichtsformate. Dabei verantwortet der Finanzbereich sowohl die Stammdatenpflege des konzerneinheitlichen Kontenplans als auch die kontinuierliche Überprüfung sämtlicher Berichtsformate im Hinblick auf Konformität mit geltenden internationalen Rechnungslegungsvorschriften. Zudem verfolgt der Finanzbereich im Rahmen der Konzernabschlusserstellung das Ziel, sämtliche Geschäftsvorfälle im Konzern einheitlich abzubilden. Der zentrale Finanzbereich ist auch für die Erarbeitung und Aktualisierung einheitlicher Richtlinien und Arbeitsanweisungen für alle rechnungslegungs- und steuerbezogenen Prozesse verantwortlich. Dazu gehören im Wesentlichen die Erstellung und Aktualisierung einer Forderungswertberichtigungsrichtlinie, einer Investitionsrichtlinie, des IFRS-basierten Bilanzierungshandbuchs sowie verbindliche Vorgaben zur konzerninternen Kontenabstimmung. Alle Konzerngesellschaften stellen rechtlich selbstständige Einheiten dar. Neben den Geschäftsführern ("Managing Director"), die die operative Geschäftstätigkeit im jeweiligen Markt verantworten, sind die Finanzleiter ("Finance Manager") für alle rechnungslegungs- und steuerbezogenen Sachverhalte der jeweiligen Gesellschaft verantwortlich. Auch die kontinuierliche Überwachung der wichtigsten Steuerungsgrößen, das monatliche Reporting der Finanzkennzahlen an den zentralen Finanzbereich sowie die Erstellung der Dreijahresplanung für den jeweiligen Markt liegen im Verantwortungsbereich der Finance Manager. Als fachlicher Vorgesetzter aller Finance Manager ist der Finanzvorstand der HUGO BOSS AG weisungsbefugt und somit verantwortlich für die konzernweiten Finanz- und Rechnungslegungsprozesse. Die Finance Manager und die Managing Directors der Konzerngesellschaften bestätigen quartalsweise schriftlich die Einhaltung definierter Grundsätze und die Durchführung von Managementkontrollen im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Dabei ist auch über die Angemessenheit der Kontrollen zur Sicherung der Datenintegrität und des Datenschutzes sowie über etwaige Fälle von Betrug oder groben Verletzungen des internen Kontrollsystems zu berichten. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungssachverhalte sowie Auswirkungen neuer oder geänderter IFRS-Standards und -Interpretationen werden mit den Konzernwirtschaftsprüfern mindestens quartalsweise besprochen. Die Interne Revision ist Teil des internen Kontrollsystems und überprüft im Rahmen ihrer Überwachungsfunktion die im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess definierten Kontrollen auf Einhaltung und Wirksamkeit. Der Jahresauditplan wird mit dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats abgestimmt. Dabei werden inhaltliche Schwerpunkte festgelegt. Ergänzende Ad-hoc-Audits sind zudem jederzeit möglich. Sämtliche Auditreports werden direkt an den Finanzvorstand und bei Bedarf an den Gesamtvorstand berichtet. Auch berichtet die Interne Revision regelmäßig an den Prüfungsausschuss. Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter Für alle am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter werden in regelmäßigen Abständen Schulungen organisiert. Updates zu rechnungslegungsrelevanten Themen werden zudem konzernweit über den "Accounting Newsletter" kommuniziert. Einmal jährlich treffen sich die Finance Manager mit den Führungskräften des zentralen Finanzbereichs zum "Finance Manager Meeting". Im Rahmen eines "Financial College" werden zudem die Finance-Mitarbeiter des Konzerns regelmäßig zu aktuellen Entwicklungen in der internationalen Rechnungslegung und in für den Jahresabschluss relevanten Sachverhalten geschult. Chancenbericht Die Identifikation und Nutzung wertsteigernder unternehmerischer Chancen ist ein wichtiges Element zur Sicherstellung nachhaltig profitablen Wachstums. Chancen werden im HUGO BOSS Konzern als mögliche positive Abweichungen von geplanten Zielgrößen beziehungsweise von getroffenen Annahmen bei der Unternehmensplanung definiert. Chancenmanagement Aufgrund der direkten Verknüpfung mit den Zielen des jeweiligen Geschäftsbereichs obliegt die Verantwortung für die Identifikation, Bewertung und unternehmerische Nutzung von Chancen dem operativen Management in den jeweiligen Regionen, Einzelmärkten und Zentralfunktionen. Chancen werden dabei immer im Zusammenhang mit eventuellen Risiken betrachtet. Sie werden nur dann verfolgt, wenn sie die mit ihnen verbundenen Risiken überwiegen und die Risiken als beherrschbar und in ihren potenziellen Auswirkungen als begrenzt eingeschätzt werden. Kurzfristige Chancen, verstanden als potenzielle positive Abweichungen vom geplanten operativen Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr, werden in regelmäßigen Abständen mit dem Management des jeweiligen Marktes oder der jeweiligen Region beziehungsweise mit den Zentralfunktionen diskutiert. Bei Bedarf werden geeignete Maßnahmen zu ihrer Nutzung eingeleitet. Das langfristige Chancenmanagement ist unmittelbar mit der Konzernstrategie verknüpft. Identifizierte und anhand ihres Beitrags zum Unternehmenswert bewertete Chancen werden im Rahmen der strategischen Planung sowie der jährlichen Budgetgespräche näher analysiert. Basierend darauf teilt der Vorstand den operativen Einheiten die notwendigen Ressourcen zu, um von der Realisierung der jeweiligen Chancen profitieren zu können. HUGO BOSS hat die folgenden bedeutenden Chancen identifiziert, die ihren Ursprung sowohl im Unternehmensumfeld als auch in der Unternehmensstrategie sowie der operativen Umsetzung selbst haben. Externe Chancen Als Unternehmen der Bekleidungsbranche kann HUGO BOSS unmittelbar von positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf das Konsumentenvertrauen und das Kaufverhalten der Kunden profitieren. So könnte eine Verbesserung des Konsumklimas den Erwerb von modischer Bekleidung und Accessoires grundsätzlich positiv beeinflussen. Zudem könnten gesellschaftliche Trends, die den Wert hochwertiger Bekleidung stärker als bisher betonen, den Absatz von HUGO BOSS auch unabhängig von der Entwicklung des Konsumklimas insgesamt unterstützen. Regulatorische und gesetzgeberische Veränderungen können einen potenziell positiven Einfluss auf die Absatzchancen und die Profitabilität des Unternehmens haben. Eine konsequentere Verfolgung und Bestrafung von Verletzungen der Markenrechte kann beispielsweise die Umsatzentwicklung positiv beeinflussen. Zudem kann der Abbau von Zöllen die Profitabilität des Unternehmens verbessern. Finanzielle Chancen Günstige Wechselkursentwicklungen können die Ergebnisentwicklung des Konzerns potenziell positiv beeinflussen. Die Konzern-Treasury-Abteilung analysiert das Marktumfeld kontinuierlich und ist im Rahmen der Grundsätze des Finanzmanagements für die Identifikation und Nutzung diesbezüglicher Chancen verantwortlich. -> Finanzlage Strategische und operative Chancen Mit einer Vielzahl strategischer Initiativen will das Unternehmen die Begehrlichkeit der Marken BOSS und HUGO in d en kommenden Jahren weiter erhöhen. Neben einer Ausweitung personalisierter Angebote und einer Beschleunigung wesentlicher operativer Prozesse spielen dabei auch Markenkommunikationsaktivitäten eine wichtige Rolle. Die im Jahr 2019 erfolgte Bündelung aller diesbezüglichen Aktivitäten im Zentralbereich Marketing soll es dem Unternehmen ermöglichen, mittels einer globalen Marketingstrategie die Bekanntheit und Begehrlichkeit von BOSS und HUGO in den kommenden Jahren nachhaltig zu steigern. Mit dem Erfolg von Marketingkampagnen sind nach Ansicht des Unternehmens wesentliche ökonomische Chancen verbunden, die sich unmittelbar positiv auf die Umsatzentwicklung des Unternehmens auswirken können. -> Konzernstrategie In den letzten Jahren entwickelten sich die Casual- und Athleisure-Segmente des globalen Bekleidungsmarktes besser als die klassische Konfektion. Diese Entwicklung unterstreicht den Trend hin zu einem entspannteren Kleidungsstil und das Bedürfnis vieler Konsumenten, sich sportlicher zu kleiden, ohne dabei Abstriche hinsichtlich Wertigkeit und Qualität zu machen. Unabhängige Studien wie der aktuelle Marktausblick von The Business of Fashion und McKinsey & Company erwarten für den Casual- und Athleisure-Bereich auch zukünftig überdurchschnittliche Wachstumsraten. Mit dem Ausbau seines Casualwear- und Athleisurewear-Angebots reagierte HUGO BOSS frühzeitig auf diesen Trend. Der Konzern wird der Casual- und Athleisurewear auch zukünftig einen hohen Stellenwert einräumen und ihr weiterhin wesentliche Teile der Verkaufsfläche in den eigenen Stores einräumen. Darüber hinaus verzeichnet das Contemporary-Fashion-Segment, das heißt der noch stärker trendorientierte und modische Teil des Marktes, überdurchschnittliche Wachstumsraten. Die sich daraus bietenden Chancen möchte das Unternehmen mithilfe der Marke HUGO nutzen, deren Fokus auf dem Contemporary-Fashion-Segment liegt. -> Konzernstrategie, Konsequente Umsetzung einer Zwei-Marken-Strategie In vielen Schwellenländern, insbesondere in China, gehen Wirtschaftsforscher von einem fortgesetzten Wachstum der Mittelschicht aus. Damit steigt die Zahl der Menschen, die aufgrund ihrer Kaufkraft Produkte im gehobenen Premiumsegment nachfragen. Durch länderspezifisch zugeschnittene Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien, von der Zusammenarbeit mit Handelspartnern bis hin zur Gründung eigener Vertriebsgesellschaften, prüft der Konzern regelmäßig entsprechende Wachstumspotenziale. In den vergangenen Jahren ist zudem das Interesse vor allem jüngerer Männer an modischer Bekleidung deutlich gewachsen. Immer mehr Männer achten verstärkt auf ein modisches Äußeres, um ihrer Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen oder sich optisch von anderen zu differenzieren. Marktbeobachter erwarten dementsprechend, dass sich der Anteil der Männermode am gesamten Bekleidungsmarkt zukünftig vergrößern wird. Durch einen starken Fokus der Markenkommunikationsaktivitäten auf diesen Bereich möchte HUGO BOSS die Chancen dieser Entwicklung für sich nutzen. Die steigende Nutzung digitaler Angebote hat die Einkaufs- und Lebensgewohnheiten der Konsumenten in den letzten Jahren stark verändert. HUGO BOSS möchte diese Veränderungen als Chance wahrnehmen. Mit dem Ausbau und der kontinuierlichen Verbesserung seines eigenen Onlinestores will der Konzern den Ansprüchen der Konsumenten an ein hochwertiges Markenerlebnis entsprechen. Die enge Verzahnung des Onlineauftritts mit dem stationären Einzelhandel und die Ausweitung von Omnichannel-Angeboten sollen dem Kunden ein nahtloses und ansprechendes Einkaufserlebnis bieten. Auch die konsequente Ausweitung des Konzessionsmodells innerhalb des Onlinegeschäfts bietet entsprechende Chancen. -> Konzernstrategie, Fokus auf Umsetzung der strategischen Wachstumstreiber Dem zunehmenden Kundenbedürfnis nach Personalisierung trägt der Konzern sowohl mit seiner Marken- als auch seiner Vertriebsstrategie Rechnung. Das personalisierte "Made to Measure"-Angebot der Marke BOSS soll interessierten Kunden individuell angepasste und maßgeschneiderte Produkte bieten. Durch speziell gestaltete, separate Verkaufsräume in den BOSS Stores soll diese Exklusivität auch im Service vermittelt werden. Darüber hinaus schafft HUGO BOSS zunehmend Personalisierungsangebote in anderen Produktgruppen und Preislagen, etwa mit dem im Jahr 2019 eingeführten Angebot "BOSS Made for Me" oder mit personalisierter Casualwear der Marke HUGO. Chancen werden zudem in der individuellen Ansprache von Kunden im Rahmen des systematischen Kundenbeziehungsmanagements gesehen. Durch Kontaktaufnahme, sei es mittels personalisierter Mailings oder individuell gestalteter Newsletter, sollen die Kunden enger an die Marken BOSS und HUGO gebunden und ihre Markenloyalität erhöht werden. Vor allem im Onlinebereich bietet die Auswertung des Nutzerverhaltens Möglichkeiten, die Kundenansprache noch stärker zu individualisieren. -> Konzernstrategie, Fokus auf Personalisierung und Schnelligkeit In den vergangenen Jahren ist der Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz auch auf Verbraucherseite deutlich gewachsen. Neben qualitativ hochwertigen und innovativen Produkten wird seitens der Kunden zunehmend die Einhaltung anspruchsvoller sozialer und ökologischer Standards gefordert. Das Unternehmen ist der Überzeugung, dass sich der globale Trend zu mehr Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird. Mit seinen vielfältigen Nachhaltigkeitsaktivitäten zahlt HUGO BOSS bereits heute unmittelbar auf die Steigerung der Kundenzufriedenheit ein. Nachhaltiges Handeln bietet dem Unternehmen auch künftig ökonomische Chancen sowohl in Bezug auf unmittelbare Umsatzsteigerungen als auch Kostensenkungen. Zudem sieht HUGO BOSS auch die Möglichkeit, die generelle Reputation des Unternehmens und seiner Marken weiter zu steigern. -> Nachhaltigkeit Mit der Optimierung wesentlicher operativer Prozesse möchte HUGO BOSS der strategischen Bedeutung des eigenen Einzelhandels gerecht werden. Eine systemgestützte Flächen-, Sortimentsund Mengenplanung soll den Konzern in die Lage versetzen, sein Angebot umfassend auf die Kundenbedürfnisse auszurichten und flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren. Das vertriebskanalübergreifende Management der Warenflüsse bietet Chancen, die Warenverfügbarkeit und das Rabattmanagement zukünftig zu verbessern. Zudem arbeitet der Konzern intensiv an der Digitalisierung wichtiger Geschäftsprozesse, um Zeit- und Kostenvorteile zu realisieren. So soll etwa die Ausweitung der digitalen Produktentwicklung die Entwicklungszeiten weiter verkürzen und mittelfristig Kosten senken. Im Großhandelsvertrieb sieht das Unternehmen darüber hinaus Chancen, den Verkaufsprozess mittels digitaler Showrooms zukünftig weiter zu vereinfachen. Letztere sollen künftig auch bei der Marke BOSS Einsatz finden. -> Konzernstrategie, Fokus auf Personalisierung und Schnelligkeit Organisatorische Chancen HUGO BOSS hat sich zum Ziel gesetzt, seine Unternehmenskultur so zu verändern, dass Entscheidungsprozesse beschleunigt und das unternehmerische Denken der Mitarbeiter gefördert werden. Das Unternehmen sieht damit Chancen, sich schneller und umfassender als bislang an Veränderungen im operativen Umfeld anzupassen und den Kundennutzen nachhaltig zu steigern. HUGO BOSS richtet seine Personalarbeit an dem Ziel aus, die Rahmenbedingungen im Unternehmen so zu gestalten, dass sich die Mitarbeiter stetig weiterentwickeln und ihr volles Potenzial entfalten können. Dazu setzt der Konzern insbesondere an den Erkenntnissen an, die er aus der jährlichen Mitarbeiterbefragung gewinnt. Weitere Erfolge in der strategischen Personalarbeit können sich zukünftig unmittelbar positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken. -> Mitarbeiter GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE UND VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNS HUGO BOSS sah sich im Jahresverlauf mit zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten in einigen für das Unternehmen wichtigen Märkten konfrontiert. Insbesondere in Nordamerika trübte sich das Marktumfeld im Jahresverlauf deutlich ein und belastete so die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns. Zusätzlich wurde das Geschäft in Hongkong durch die politischen Unruhen und Demonstrationen maßgeblich beeinträchtigt. Mit der Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse für das dritte Quartal im Oktober nahm das Unternehmen folglich eine Anpassung seines Finanzausblicks für das Gesamtjahr 2019 vor. Angesichts eines deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstiegs im Schlussquartal hat HUGO BOSS seine angepassten Jahresziele schließlich erreicht. Auf Gesamtjahressicht wirkte sich vor allem die konsequente Umsetzung der Konzernstrategie positiv auf den Geschäftsverlauf aus. -> Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf, Konzernstrategie Mit einem währungsbereinigten Anstieg von 2 % lag der Konzernumsatz im Jahr 2019 innerhalb der angepassten Prognosespanne. Während sich die Umsätze in Europa und Asien/Pazifik positiv entwickelten, blieb das Geschäft in Amerika aufgrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds in den USA und Kanada hinter den Erwartungen zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 333 Mio. EUR um 4 % unter dem Vorjahreswert (ohne Berücksichtigung des IFRS 16) und damit innerhalb der angepassten Prognosespanne. Dabei konnten höhere Umsätze den Rückgang der Rohertragsmarge sowie den Anstieg der operativen Aufwendungen nur teilweise ausgleichen. Letzterer ist vor allem auf zusätzliche Investitionen in den eigenen Einzelhandel zurückzuführen. Mit 207 Mio. EUR lag der Free Cashflow um 22 % über dem im Vorjahr erzielten Wert (ohne Berücksichtigung des IFRS 16) und damit am unteren Ende der ursprünglichen Prognosespanne. Vor dem Hintergrund seiner gesunden Bilanzstruktur und der auch für die Zukunft erwarteten starken Free-Cashflow-Entwicklung befindet sich der Konzern in einer weiterhin überaus soliden wirtschaftlichen Lage. Dies spiegelt auch der Dividendenvorschlag in Höhe von 2,75 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 wider, was einer Erhöhung von 5 Cent gegenüber dem Vorjahr entspricht. -> Ertragslage, -> Finanzlage, -> Prognosebericht Das Unternehmen wird auch in den kommenden Jahren konsequent daran arbeiten, die Begehrlichkeit seiner Marken BOSS und HUGO nachhaltig zu erhöhen und seine Profitabilität mittelfristig deutlich zu steigern. Gleichzeitig werden die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten kurzfristig hoch bleiben, vor allem im Hinblick auf die andauernde Ausbreitung des Coronavirus mit Schwerpunkt in China. So ist zu erwarten, dass sich die temporäre Schließung eines Großteils der eigenen Einzelhandelsgeschäfte in China sowie der Rückgang der mit chinesischen Touristen erzielten Umsätze maßgeblich auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns im Jahr 2020 auswirken wird. Unter Berücksichtigung dessen rechnet HUGO BOSS damit, dass sich der Konzernumsatz im laufenden Jahr in einer Spanne von währungsbereinigt 0 % bis + 2 % entwickeln wird. Gleichzeitig soll sich das EBIT auf einen Wert zwischen 320 Mio. EUR und 350 Mio. EUR belaufen. -> Konzernstrategie, Prognosebericht Metzingen, den 20. Februar 2020 HUGO BOSS AG Der Vorstand Mark Langer Yves Müller Ingo Wilts CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT MIT ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG ― Gute Corporate Governance ist wesentlicher Faktor für langfristigen Unternehmenserfolg ― Enger und kontinuierlicher Austausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ― Vorstand und Aufsichtsrat geben Entsprechenserklärung ab Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung, dass gute Corporate Governance ein wesentlicher Faktor für langfristigen Unternehmenserfolg ist. Gute Corporate Governance ist Teil des Selbstverständnisses von HUGO BOSS und ein Anspruch, der sämtliche Unternehmensbereiche umfasst. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsvolle, transparente und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Dabei möchte HUGO BOSS dem Vertrauen, das die Mitarbeiter, die Aktionäre, die Geschäftspartner und die Öffentlichkeit dem Unternehmen entgegenbringen, gerecht werden und es weiter stärken. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2019 ausführlich mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) befasst. Als Ergebnis wurde die Entsprechenserklärung vom Dezember 2019 abgegeben. Sie ist auf Seite 111 f. dieses Berichts enthalten und, ebenso wie frühere Entsprechenserklärungen, auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht. Bis auf die dort genannten Ausnahmen befolgt HUGO BOSS die Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 7. Februar 2017, bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017. Die Erklärung zur Unternehmensführung (gemäß § 289f HGB) enthält unter anderem die Entsprechenserklärung, Angaben zu den Unternehmensführungspraktiken sowie die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Sie ist auch unter ezu.hugoboss.com abrufbar. Unternehmensführungspraktiken Als international agierender Konzern ist sich HUGO BOSS seiner unternehmerischen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Gesellschaft und Umwelt bewusst. Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln wird als wesentliche Bedingung für Wettbewerbsfähigkeit und langfristigen Erfolg vorausgesetzt. So stellt HUGO BOSS nicht nur höchste Ansprüche an die Qualität der eigenen Produkte, sondern berücksichtigt auch soziale und ökologische Faktoren bei allen Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette. Dabei gliedert sich die unternehmerische Verantwortung in die sechs Handlungsfelder We, Umwelt, Mitarbeiter, Partner, Produkt und Gesellschaft. HUGO BOSS orientiert sich hierbei stets an den jeweils gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie an internen Richtlinien. -> Nachhaltigkeit Corporate Compliance Die HUGO BOSS AG und die Konzernunternehmen sind in einer Vielzahl von Ländern und damit in unterschiedlichen Rechtsordnungen tätig. Corporate Compliance ist bei HUGO BOSS eine wesentliche Leitungsaufgabe des Vorstands und umfasst Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher und sonstiger rechtlicher Vorgaben, unternehmensinterner Richtlinien sowie Kodizes. Darin eingeschlossen sind unter anderem Datenschutz-, Kartell- und Korruptionsvorschriften sowie die Regelungen des Kapitalmarktrechts. HUGO BOSS erwartet von allen Mitarbeitern ein rechtlich jederzeit einwandfreies Verhalten im unternehmerischen Alltag. Der Compliance Officer berichtet direkt an den Finanzvorstand in seiner Rolle als Chief Compliance Officer und unterstützt den Vorstand bei der Überwachung eines effektiven Compliance-Managements. Zusammen mit den Compliance-Verantwortlichen in den Konzerngesellschaften sorgt er dafür, dass das Compliance-Programm konzernweit umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Der Prüfungsausschuss wird regelmäßig über die Aktivitäten der Compliance-Abteilung informiert. HUGO BOSS hat konzernweit gültige Verhaltensgrundsätze in einem Verhaltenskodex sowie in weiterführenden Konzernrichtlinien zusammengefasst und so die Grundlage für ein rechtlich einwandfreies Verhalten seiner Mitarbeiter geschaffen. Schwerpunkte sind dabei Regelungen zum Verhalten im Wettbewerb, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zum korrekten Umgang mit Unternehmensinformationen, zum Datenschutz, zur Achtung fairer und respektvoller Arbeitsbedingungen sowie zur Vermeidung von Korruption. Die Mitarbeiter werden fortlaufend mit den Regelungen des Code of Conduct und der Konzernrichtlinien vertraut gemacht. Dazu bietet HUGO BOSS neben Präsenzschulungen ein weltweites E-Learning-Programm an, das von allen Mitarbeitern des Konzerns mit PC-Zugang regelmäßig absolviert werden muss. Bewusstes Fehlverhalten und nachhaltige Verstöße gegen den Verhaltenskodex werden von HUGO BOSS zu keiner Zeit toleriert. Zur Unterstützung und Beratung bei Fragen hinsichtlich des rechtlich korrekten Verhaltens steht Mitarbeitern neben ihren Vorgesetzten auch die interne Compliance-Abteilung zur Verfügung. Als ergänzenden Berichtsweg hat HUGO BOSS zudem ein konzernweites Ombudsmannsystem eingerichtet. Darüber können sich Mitarbeiter, Lieferanten und Handelspartner bei Hinweisen auf Wirtschaftsstraftaten, Kartellrechtsverletzungen oder Verstöße gegen Compliance-Richtlinien vertrauensvoll und wenn gewünscht auch anonym an einen externen Ombudsmann wenden. Die Kontaktdaten des Ombudsmanns sind für alle Mitarbeiter im unternehmenseigenen Intranet einsehbar und finden sich auch auf der Unternehmenswebsite. Kapitalmarktkommunikation HUGO BOSS berichtet regelmäßig, umfassend und unmittelbar über seine Geschäftslage sowie wesentliche Änderungen im Konzern. Im Rahmen der Investor-Relations-Aktivitäten findet ein regelmäßiger Austausch mit institutionellen Investoren, Finanzanalysten und Privataktionären statt. Anlässlich der Veröffentlichung der Jahres- und Quartalsergebnisse werden Telefonkonferenzen für Finanzanalysten und institutionelle Investoren durchgeführt. Auf einem in der Regel jährlich stattfindenden Investorentag werden die Konzernstrategie und relevante Entwicklungen im Detail erörtert. Neben speziellen Informationsveranstaltungen, auf denen sich das Unternehmen Privatanlegern vorstellt, bietet die jährliche Hauptversammlung die Möglichkeit, sich vor Ort oder online umfassend über die Entwicklung des Unternehmens zu informieren. Alle wesentlichen Informationen wie etwa Presse- und Stimmrechtsmitteilungen, Finanzberichte, der Finanzkalender sowie Präsentationen von Roadshows und Konferenzen werden auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht. -> group.hugoboss.com Zusammenarbeit, Zusammensetzung und Tätigkeit von Vorstand und Aufsichtsrat Die Führungsstruktur von HUGO BOSS ergibt sich in erster Linie aus den gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen. Als deutsche Aktiengesellschaft hat die HUGO BOSS AG eine duale Führungs- und Kontrollstruktur. Dem Vorstand obliegt die Verantwortung für die Strategie und Steuerung des Konzerns. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Dazu berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig, umfassend und zeitnah über alle für das Unternehmen relevanten Sachverhalte hinsichtlich der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance. Ziel- und Planungsabweichungen werden dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen erläutert. Zudem wird die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und erörtert. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für HUGO BOSS weder persönliche Interessen verfolgen noch anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Im Geschäftsjahr 2019 ist es zu keinen Interessenkonflikten von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern gekommen. Die Mandate der Vorstands- und der Aufsichtsratsmitglieder in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten beziehungsweise vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen sind im Anhang des Konzernabschlusses auf Seite 196 aufgeführt. Kein Vorstandsmitglied nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften wahr. Entsprechendes gilt für Aufsichtsratsmitglieder, die in anderen börsennotierten Gesellschaften dem Vorstand angehören. -> Konzernanhang, Textziffer 26 Der Vorstand Im Vorstand der HUGO BOSS AG sind der Vorstandsvorsitzende und die gleichberechtigten Vorstände mit ihren einzelne Zentralfunktionen umfassenden Vorstandsressorts vertreten. Dem Vorstand gehören zum Geschäftsjahresende 2019 drei Mitglieder an. Die Steuerung des HUGO BOSS Konzerns erfolgt durch den Vorstand der HUGO BOSS AG als Muttergesellschaft. In dieser sind alle Leitungsfunktionen gebündelt. Zu den zentralen Aufgaben des Vorstands gehören die Festlegung der Unternehmensstrategie, die Unternehmensfinanzierung, das Risikomanagement (inklusive Einrichtung und Überwachung des Risikomanagementsystems), das Treffen von kollektionsbezogenen Entscheidungen und die Steuerung des Vertriebsnetzes. Darüber hinaus ist der Vorstand für die Aufstellung der Jahres-, Konzern- und Zwischenabschlüsse zuständig und repräsentiert das Unternehmen gegenüber Medienvertretern und dem Kapitalmarkt. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die innere Ordnung des Vorstands, insbesondere die Aufgabenverteilung unter den Vorstandsmitgliedern sowie das Verfahren der Beschlussfassung. Ferner legt die Geschäftsordnung den Katalog der Informations- und Berichtspflichten fest und die Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Die Geschäftsordnung des Vorstands ist auf der Unternehmenswebsite abrufbar. -> group.hugoboss.com Bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversitätskonzept für den Vorstand). Eine vielfältige Zusammensetzung des Vorstands dient dem Ziel, den Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu gewährleisten. Der Aufsichtsrat berücksichtigt bei der Zusammensetzung des Vorstands unter anderem folgende Gesichtspunkte: ― Vorstandsmitglieder sollen über langjährige Führungserfahrung verfügen. ― Vorstandsmitglieder sollen über internationale Erfahrung (Erfahrung außerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgrund aktueller oder früherer Tätigkeit und/oder anderer Staatsbürgerschaft als die der Bundesrepublik Deutschland) verfügen. ― Im Vorstand in seiner Gesamtheit sollen möglichst unterschiedliche Ausbildungs- und Berufserfahrungen vertreten sein. ― Über die rechtlich geforderten Qualifikationen hinaus sollen im Vorstand in seiner Gesamtheit insbesondere Kenntnisse von M arken-/Branding-Themen, Supply-Chain-Themen und des Vertriebs vertreten sein. ― Im Interesse einer langfristigen Nachfolgeplanung soll der Vorstand in seiner Gesamtheit über eine ausgewogene Altersstruktur verfügen. ― Der Aufsichtsrat verfolgt das Ziel, dass dem Vorstand bis spätestens zum 31. Dezember 2021 eine Frau angehören soll. Entscheidungen über die konkrete Zusammensetzung des Vorstands trifft der Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse und unter Berücksichtigung aller Umstände des einzelnen Falls. Mit Ausnahme der Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand wurden die zuvor genannten Besetzungsziele während des gesamten Berichtszeitraums erreicht oder übertroffen. Gemäß § 111 Abs. 5 AktG verfolgt der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Vorstand das Ziel, dass dem Vorstand der Gesellschaft eine Frau angehören soll. Es soll spätestens zum 31. Dezember 2021 erreicht werden. Der DCGK sieht vor, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achtet und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll. Diesem Ziel sieht sich der Vorstand verpflichtet. Er hat bereits bisher auf eine vielfältige Zusammensetzung der Belegschaft geachtet und wird dies auch künftig tun. HUGO BOSS fühlt sich jedoch auch weiterhin dem Grundgedanken verpflichtet, Stellenbesetzungen allein aufgrund der Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber vorzunehmen, auch wenn dies zu einer Verringerung des Frauenanteils führen könnte. Gemäß § 76 Abs. 4 AktG hat der Vorstand konkret das Ziel festgelegt, bis zum 31. Dezember 2021 einen Frauenanteil von mindestens 30 % in der ersten Führungsebene und von mindestens 35 % in der zweiten Führungsebene zu erreichen. Zum 31. Dezember 2019 belief sich der Frauenanteil in der ersten Führungsebene auf 25 % und lag damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2018: 26 %). Das Ziel für die zweite Führungsebene wurde zum 31. Dezember 2019 mit einem Frauenanteil von 48 % erneut deutlich übertroffen (31. Dezember 2018: 46 %). -> Mitarbeiter Der Aufsichtsrat HUGO BOSS misst den Kompetenzen und der Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder sowie der Vielfalt bei d er Zusammensetzung des Aufsichtsrats eine hohe Bedeutung bei. Die Mitglieder des Aufsichtsrats von HUGO BOSS verfügen über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und die fachliche Erfahrung zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 Satz 8 des DCGK hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 7. Dezember 2017 ein Aufsichtsratskompetenzprofil beschlossen sowie konkrete Ziele für seine Zusammensetzung festgelegt. Danach sollen dem Aufsichtsrat mindestens zwei internationale Mitglieder angehören. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2019 vier Mitglieder an, die eine andere als die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Zudem verfügen weitere Aufsichtsratsmitglieder, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben, über internationale Berufserfahrung. Ferner dürfen bei keinem der Mitglieder potenzielle Interessenkonflikte vorliegen. Im Geschäftsjahr 2019 ist es zu keinen Interessenkonflikten von Aufsichtsratsmitgliedern gekommen. Keines der aktuellen Aufsichtsratsmitglieder bekleidete zu einem früheren Zeitpunkt eine Vorstandsposition innerhalb der Gesellschaft. Auch bestanden im Berichtsjahr keine Berater- und sonstigen Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft. Außerdem soll kein Mitglied des Aufsichtsrats bei seiner Wahl älter als 69 Jahre sein. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat dagegen nicht festgelegt. HUGO BOSS ist der Ansicht, dass eine von vornherein festgelegte Zugehörigkeitsdauer nicht sachgerecht ist, da das Unternehmen auch von der Expertise langjähriger Aufsichtsratsmitglieder profitieren kann. Zudem hat sich der Aufsichtsrat ein konkretes Ziel hinsichtlich der Anzahl der im Sinne des DCGK unabhängigen Mitglieder des Aufsichtsrats gesetzt. Danach sollen von den zwölf Mitgliedern des Aufsichtsrats unter Berücksichtigung der sechs Arbeitnehmervertreter insgesamt mindestens neun Mitglieder unabhängig sein. Zusätzlich zu den sechs Arbeitnehmervertretern sind die vier Anteilseignervertreter Kirsten Kistermann-Christophe, Michel Perraudin, Axel Salzmann und Hermann Waldemer als unabhängig im Sinne der Ziffer 5.4.1 Satz 9 des DCGK anzusehen. Die weiteren nachfolgenden Besetzungsziele, mithilfe derer insgesamt eine Diversität im Aufsichtsrat angestrebt wird (Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat), wurden ebenfalls durch den Aufsichtsrat verabschiedet: ― Dem Aufsichtsrat sollen mindestens zwei internationale Mitglieder (Erfahrungen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgrund aktueller oder früherer Tätigkeit und/oder andere Staatsbürgerschaft als die der Bundesrepublik Deutschland) angehören. ― Dem Aufsichtsrat soll mindestens je ein Mitglied mit Kenntnissen von Marken-/Branding-Themen, in Supply-Chain-Themen und/oder Kenntnissen des nationalen oder internationalen Vertriebs angehören. ― Dem Aufsichtsrat sollen mindestens zwei Mitglieder mit Erfahrung und/oder Tätigkeit als Führungskraft eines anderen Unternehmens angehören. ― Dem Aufsichtsrat sollen mindestens vier Mitglieder angehören, die über vertiefte Kenntnisse und Erfahrungen aus dem Unternehmen selbst verfügen. ― Dem Aufsichtsrat sollen neben den Arbeitnehmervertretern mindestens drei Mitglieder angehören, die unabhängig sind, und zwei, die über Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Die Besetzungsziele wurden während des gesamten Berichtszeitraums erreicht oder übertroffen. Dem Aufsichtsrat gehören aktuell drei Frauen an. Die Geschlechterquote nach § 96 Abs. 2 AktG wurde bei HUGO BOSS bis zur Amtsniederlegung von Frau Lersmacher als Vertreterin der Arbeitnehmer zum 31. Juli 2016 mit insgesamt vier Frauen (davon drei Vertreterinnen der Arbeitnehmer) durch Gesamterfüllung erfüllt. Mit Beschluss vom 25. Juli 2016 hat die Arbeitnehmerseite der Gesamterfüllung widersprochen, sodass die Geschlechterquote von 30 % durch die Anteilseignerseite und die Arbeitnehmerseite jeweils getrennt zu erfüllen ist. Mit zwei Vertreterinnen auf der Arbeitnehmerseite ist die Geschlechterquote auf der Arbeitnehmerseite erfüllt. Aufgrund des oben genannten Beschlusses wird die Geschlechterquote auf der Anteilseignerseite nicht mehr erfüllt, da aktuell nur eine Frau gewählt ist. Die Erfüllung der Geschlechterquote auf der Anteilseignerseite ist bei der nächsten Wahl von Anteilseignervertretern sicherzustellen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die neben Aufgaben und Zuständigkeiten unter anderem auch die Einberufung, Vorbereitung und Leitung der Sitzungen sowie die Beschlussfassung regelt. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ist auf der Unternehmenswebsite abrufbar. -> group.hugoboss.com Der Aufsichtsrat hat fünf Ausschüsse gebildet, die im Namen und in Vertretung des Gesamtaufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllen, soweit es nach Gesetz, Satzung und/oder Geschäftsordnung zulässig ist. Für den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss und den Arbeitsausschuss sieht die Geschäftsordnung eine paritätische Besetzung mit Anteilseignervertretern und Arbeitnehmervertretern vor. 1. Prüfungsausschuss Der paritätisch besetzte Prüfungsausschuss besteht aus mindestens vier vom Aufsichtsrat zu wählenden Mitgliedern. Die Gesamtzahl der Mitglieder des Prüfungsausschusses wird vom Aufsichtsrat bestimmt und hat immer eine gerade Zahl zu sein. Gemäß DCGK muss der Ausschuss mindestens ein unabhängiges Mitglied haben. Der Prüfungsausschuss befasst sich mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Er hat insbesondere folgende Aufgaben: ― Vorprüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts der HUGO BOSS AG und des Konzerns sowie des Vorschlags für die Gewinnverwendung; Erörterung des Prüfungsberichts mit dem Abschlussprüfer; Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. ― Prüfung (und Erörterung mit dem Vorstand) der Quartalsabschlüsse (Zwischenberichte und Quartalsmitteilungen). ― Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl eines Abschlussprüfers, insbesondere Prüfung von dessen Unabhängigkeit und der von ihm zusätzlich erbrachten Leistungen. ― Nach Beratung mit dem Vorstand: Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer (mit Honorarvereinbarung) für den Jahres- und Konzernabschluss aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung, einschließlich der Festlegung von Prüfungsschwerpunkten und Vereinbarung von Berichtspflichten des Prüfers gegenüber dem Aufsichtsrat. ― Prüfung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien (Compliance). Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit der die Kapitalseite vertretenden Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie des Prüfungsausschussvorsitzenden Hermann Waldemer überzeugt. 2. Personalausschuss Dem paritätisch besetzten Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie drei weitere vom Aufsichtsrat aus seiner Mitte gewählte Mitglieder an. Der Personalausschuss entscheidet über die dienstvertraglichen und sonstigen vertraglichen Angelegenheiten des Vorstands (einschließlich früherer Mitglieder des Vorstands sowie der Hinterbliebenen von Vorstandsmitgliedern), soweit nicht die Vergütung von Vorstandsmitgliedern betroffen ist. Entscheidungen über die Vergütung von Vorstandsmitgliedern (einschließlich früherer Mitglieder des Vorstands sowie der Hinterbliebenen von Vorstandsmitgliedern) sind ebenso wie die regelmäßige Beratung und Überprüfung des Vergütungssystems Sache des Aufsichtsratsplenums, sollen jedoch durch die Erarbeitung von Vorschlägen vom Personalausschuss vorbereitet werden. Der Personalausschuss trifft weiterhin Entscheidungen nach § 114 AktG (Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern) und § 115 AktG (Kreditgewährung an Aufsichtsratsmitglieder) sowie über die zustimmungspflichtigen Angelegenheiten leitender Angestellter (einschließlich Kreditgewährung an leitende Angestellte i. S. v. § 89 Abs. 2 AktG). Er vertritt die Gesellschaft, soweit gesetzlich zulässig, gegenüber den Mitgliedern des Vorstands (einschließlich gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und gegenüber Hinterbliebenen von Vorstandsmitgliedern). 3. Arbeitsausschuss Der paritätisch besetzte Arbeitsausschuss besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie fünf weiteren vom Aufsichtsrat aus seiner Mitte gewählten Mitgliedern. Diese unterstützen und beraten den Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Dem Arbeitsausschuss obliegt im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand die Vorbereitung der Sitzungen des Aufsichtsrats. Vom Arbeitsausschuss werden zwischen den Aufsichtsratssitzungen insbesondere die Überwachungsaufgaben wahrgenommen. Die Überwachungspflicht der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder bleibt davon unberührt. Der Arbeitsausschuss entscheidet über zustimmungspflichtige Geschäfte, soweit der Aufsichtsrat seine Zustimmungskompetenz auf den Arbeitsausschuss übertragen hat. Soweit rechtlich zulässig, ist der Arbeitsausschuss berechtigt, in Eilfällen anstelle des Gesamtaufsichtsrats Entscheidungen zu treffen. In solchen Fällen hat der Arbeitsausschuss den Aufsichtsrat unverzüglich schriftlich und in der nächsten Aufsichtsratssitzung eingehend mündlich über die Entscheidung, die Gründe und die Notwendigkeit der Ausschussentscheidung zu informieren. 4. Nominierungsausschuss Der Nominierungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern, die von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat aus ihrer Mitte gewählt werden, und ist damit gemäß der Anforderung von Ziffer 5.3.3 des DCGK ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Er hat die Aufgabe, geeignete Kandidaten für die Wahl von Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat zu identifizieren und diese dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorzuschlagen. 5. Vermittlungsausschuss Der Vermittlungsausschuss besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, seinem Stellvertreter sowie aus je einem von Arbeitnehmer- und Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählten Mitglied. Er ist ausschließlich zu dem Zweck gebildet, die in § 27 Abs. 3 und § 31 Abs. 3 Satz 1 Mitbestimmungsgesetz genannten Aufgaben wahrzunehmen. Danach hat der Vermittlungsausschuss Vorschläge für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu machen, wenn ein vorangegangener Vorschlag nicht die gesetzlich erforderliche Mehrheit gefunden hat. Risikomanagement und Risikocontrolling HUGO BOSS sieht einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken als wesentlichen Bestandteil einer guten Corporate Governance. Das im wertorientierten Konzernmanagement verankerte Risikomanagementsystem versetzt das Unternehmen in die Lage, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und Risikopositionen durch entsprechende Maßnahmen zu steuern. Der Sicherstellung eines angemessenen, wirksamen Risikomanagements und Risikocontrollings kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Naturgemäß können diese jedoch keinen vollumfänglichen Schutz gegen Verluste aus geschäftlichen Vorgängen oder gar betrügerische Handlungen bieten. -> Risikobericht Rechnungslegung und Abschlussprüfung Die Rechnungslegung der HUGO BOSS AG basiert auf den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich regelmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Überwachung der Abschlussprüfung. Seit dem Geschäftsjahr 2012 erfolgt die Prüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart. Herr Peter Werling unterzeichnet den Bestätigungsvermerk seit dem 31. Dezember 2019, Herr Michael Sturm seit dem 31. Dezember 2017. Für das abgelaufene Berichtsjahr wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe während der Prüfung unverzüglich zu unterrichten ist, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Außerdem wurde mit dem Abschlussprüfer eine Berichtspflicht hinsichtlich aller für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse im Rahmen der Abschlussprüfung vereinbart. Auch hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn bei der Abschlussprüfung Tatsachen festgestellt werden, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind. Der Aufsichtsrat holte ferner eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des DCGK ein und überzeugte sich von der Unabhängigkeit des Prüfers. Die Erklärung bezog sich dabei auch auf die Vergabe von Aufträgen für nicht prüfungsbezogene Dienstleistungen an den Abschlussprüfer. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festsetzung der Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands der HUGO BOSS AG Anwendung finden. Er erläutert außerdem die Struktur sowie die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Des Weiteren beschreibt der Bericht die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats. -> Vergütungsbericht Entsprechenserklärung Vorstand und Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG haben im Dezember 2019 folgende Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben: "Entsprechenserklärung Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der HUGO BOSS AG gemäß § 161 AktG HUGO BOSS AG, Metzingen, Wertpapier-Kenn-Nummer A1PHFF, Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer DE000A1PHFF7 Vorstand und Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG erklären hiermit gemäß § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG, dass seit der Entsprechenserklärung vom Dezember 2018 den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 - mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird: ― Abweichend von der Empfehlung in Ziffer 4.2.2 Satz 6 DCGK richten sich die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder nach den gesetzlichen Kriterien, ohne dabei gezielt das Verhältnis der Vergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung zu berücksichtigen, da nach Ansicht des Aufsichtsrats die gesetzlichen Kriterien, nämlich die der Angemessenheit von Aufgaben und Leistungen, die Lage der Gesellschaft und die übliche Vergütung in der Branche die wichtigeren Kriterien darstellen. ― Abweichend von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Satz 7 DCGK wird zwar für die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt eine betragsmäßige Höchstgrenze festgelegt. Soweit Ziffer 4.2.3 Satz 7 DCGK aber so zu verstehen ist, dass er auch eine ausdrückliche betragsmäßig fixierte Höchstgrenze der variablen Vergütungsbestandteile verlangt, weicht HUGO BOSS AG hiervon ab, da diese Formalie nicht eingehalten wird. Materiell besteht jedoch eine solche betragsmäßige Höchstgrenze auch der variablen Vergütungsbestandteile, da sich diese durch Abzug der fixen Vergütung von der betragsmäßigen Höchstgrenze für die Gesamtvergütung errechnet. ― Abweichend von der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 Satz 3 DCGK hat der Aufsichtsrat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Das Unternehmen kann auch von der Expertise langjähriger Aufsichtsratsmitglieder profitieren. Eine von vornherein festgelegte Zugehörigkeitsdauer ist daher nach Ansicht der HUGO BOSS AG nicht sachgerecht. ― Abweichend von der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Satz 4 DCGK ist die erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Aufsichtsratsvergütung wurde von der Hauptversammlung beschlossen, die erfolgsorientierte Vergütung ist in § 12 Abs. 2 der Satzung der HUGO BOSS AG geregelt. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der HUGO BOSS AG, die für den 7. Mai 2020 geplant ist, eine Änderung der Vergütung des Aufsichtsrats in § 12 der Satzung vorschlagen. Dieser Vorschlag wird ausschließlich eine feste und somit keine erfolgsorientierte Vergütung mehr vorsehen. Sollte der Vorschlag von der Hauptversammlung beschlossen werden, wird die HUGO BOSS AG ab dann nicht mehr von der vorgenannten Empfehlung abweichen. ― Abweichend von der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Satz 5 DCGK wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder weder im Anhang noch im Lagebericht individualisiert ausgewiesen. Die gezahlten Aufsichtsratsvergütungen werden im Anhang in der Summe dargestellt. Ein betragsmäßiger Individualausweis bringt nach Ansicht der HUGO BOSS AG keine kapitalmarktrelevante Zusatzinformation. Metzingen, Dezember 2019 VERGÜTUNGSBERICHT ― Bericht beschreibt Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat ― Erläuterung von Struktur, Zusammensetzung und Höhe der Vergütungskomponenten ― Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des DCGK Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des geprüften, zusammengefassten Lageberichts. Er beschreibt die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG. Zudem werden die Struktur, Zusammensetzung sowie die Höhe der Vergütungskomponenten erläutert. Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 und beinhaltet Angaben nach den Erfordernissen des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) 17, des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Angaben nach IAS 24 und IFRS 2 sind im Konzernanhang enthalten. Vergütung des Vorstands Entscheidungen über die Vergütung von Vorstandsmitgliedern (einschließlich früherer Mitglieder des Vorstands sowie von Hinterbliebenen von Vorstandsmitgliedern) sind ebenso wie die regelmäßige Beratung und Überprüfung des Vergütungssystems Sache des Aufsichtsratsplenums, sollen jedoch durch die Erarbeitung von Vorschlägen vom Personalausschuss vorbereitet werden. Die vom Aufsichtsrat und vom Personalausschuss im Berichtsjahr behandelten Personalangelegenheiten und Vergütungsthemen werden im Bericht des Aufsichtsrats erläutert. -> Bericht des Aufsichtsrats Die Vergütungsstruktur ist durch die Berücksichtigung von Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage auch auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Der Aufsichtsrat kann nach seinem pflichtgemäßen Ermessen bei außerordentlichen Leistungen oder Erfolgen eines Vorstandsmitglieds über Sonderleistungen entscheiden. Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand Das geltende Vergütungssystem richtet die Vergütung des Vorstands durch entsprechende Zielsetzungen im Bereich der langfristigen variablen Vergütung am nachhaltigen Wachstum des Unternehmens aus. Gleichzeitig sind der Umsatz, das operative Ergebnis (EBIT) und das Trade Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz Zielkomponenten der kurzfristigen variablen Vergütung, um besser auf kurzfristige Entwicklungen reagieren zu können. Ebenso wurde bei der Gestaltung Wert darauf gelegt, dass überdurchschnittliche Leistungen umfassender honoriert werden, im Fall von unterdurchschnittlichen Leistungen gegebenenfalls keine variable Vergütung zur Auszahlung kommt. Die Vergütungsstruktur sieht als Kernbestandteile neben erfolgsunabhängigen (fixen) Vergütungskomponenten erfolgsabhängige (variable) Vergütungskomponenten in Form eines Short-Term-Incentive-Programms (STI) sowie eines Long-Term-Incentive-Programms (LTI) vor. Dabei beträgt der durchschnittliche Anteil der fixen Vergütungsbestandteile an der gesamten Zielvergütung 44 %, der durchschnittliche Anteil der Vergütung aus dem STI 26 % und der Anteil der Vergütung aus dem LTI 30 %, wobei für diese Angaben beim STI und beim LTI jeweils von einer Zielerreichung von 100 % ausgegangen wird. Vergütungsstruktur des Vorstands scroll Gesamtbezüge Variable Vergütung Grundvergütung -44 % Kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung -26 % Erfolgsabhängige Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung -30 % Sach- und Nebenleistungen Jährliche Festvergütung Basierend auf Umsatz (30 %), EBIT (40 %) und Trade Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz (30 %) Long-Term-Incentive Programm (LTI), basierend auf RTSR (33 %), ROCE (33 %), Mitarbeiterzufriedenheit (17 %), und Leistung im Bereich Nachhaltigkeit (17 %) Beispielsweise Altersversorgung, Dienstwagen Schematische Darstellung - prozentualer Anteil bezogen auf die Zielwerte von Grundvergütung und variabler Vergütung. Die prozentuale Verteilung kann in Einzelfällen leicht abweichen. Erfolgsunabhängige (fixe) Vergütungskomponenten Die fixen Vergütungsbestandteile umfassen eine feste Grundvergütung, Nebenleistungen und einen Beitrag zur Altersversorgung. Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zudem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in geringem Umfang, die sie, soweit ihnen aus der privaten Nutzung ein geldwerter Vorteil erwächst, jeweils nach den geltenden steuerlichen Regelungen individuell versteuern. Die Nebenleistungen umfassen im Wesentlichen die private Nutzung des Dienstwagens, Zuschüsse zu Kranken- und Pflegeversicherungen, den Abschluss von und Beiträge zu Unfall- und D&O-Versicherungen sowie in geringem Umfang sonstige zur Erfüllung der Vorstandsaufgaben zweckmäßige Ausstattungen und Leistungen. Der Selbstbehalt der D&O-Versicherung entspricht gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG einer Höhe von 10 % des jeweiligen Schadens, beträgt jedoch maximal das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung. Erfolgsabhängige (variable) Vergütungskomponenten Kurzfristige variable Vergütung - Short-Term-Incentive-Programm (STI) Als kurzfristige erfolgsabhängige Vergütungskomponente knüpft das STI an die Entwicklung bestimmter quantitativer Zielgrößen an. In Übereinstimmung mit dem Steuerungssystem des Konzerns hat der Aufsichtsrat folgende Kennzahlen als Zielgrößen bestimmt: ― Umsatz (die im Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlöse unter Verwendung der im Budget zugrunde gelegten Wechselkurse) ― EBIT (Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern) ― Trade Net Working Capital (Summe von Roh- und Fertigwaren sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen -> Unternehmenssteuerung Die Ziele für Umsatz und Trade Net Working Capital werden mit jeweils 30 % gewichtet. Das EBIT fließt mit einer Gewichtung von 40 % in die Zielerreichung des STI ein. Im Rahmen der Ausrichtung auf das EBIT wurde im Geschäftsjahr 2019 auch das Vorstandsvergütungssystem von EBITDA vor Sondereffekten auf EBIT umgestellt. Für den Jahresbonus eines Geschäftsjahres werden die zu erreichenden Ziele zu Beginn des Geschäftsjahres bis spätestens 31. März in einer Zielvereinbarung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Sämtliche Ziele können für das jeweilige Geschäftsjahr im Rahmen der Zielvereinbarung durch andere Unternehmensziele ersetzt oder in ihrer Gewichtung anders angesetzt werden. So kann nach Abschluss einer Leistungsperiode und bei Beginn der nächsten Leistungsperiode auf kurzfristige Entwicklungen reagiert werden. Der Aufsichtsrat hat damit die Möglichkeit, die Vergütung des Vorstands regelmäßig so auszurichten, dass sie sich unmittelbar an der Strategie des Unternehmens und dem Erfolg ihrer Umsetzung orientiert. Dabei soll zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Einvernehmen über die Ziele und ihre Gewichtung erzielt werden. Nur wenn dies nicht gelingt, entscheidet der Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen. Werden die vereinbarten Ziele im Durchschnitt vollständig erreicht, bekommt das jeweilige Vorstandsmitglied den vertraglich bestimmten Betrag zu 100 % ausgezahlt. Zielerreichungen, die über dem für das einzelne Ziel vereinbarten Maximalziel von 150 % bzw. unter dem Minimalziel von 75 % liegen, werden für die Durchschnittsberechnung nicht berücksichtigt. Erreicht die durchschnittliche Zielerreichung 150 % oder mehr, wird ein Höchstbetrag (Cap) von 150 % ausgezahlt. Liegt der durchschnittliche Grad der Zielerreichung dagegen unterhalb von 75 %, wird kein Jahresbonus ausgezahlt. Zwischen dem Mindestziel und dem Maximalziel wird die Zielerreichung jeweils durch lineare Interpolation ermittelt. Der Jahresbonus ist innerhalb einer Woche nach Billigung des Konzernabschlusses für das jeweilige Geschäftsjahr durch den Aufsichtsrat zur Auszahlung fällig. Im Falle der 100 %igen Zielerreichung für das STI 2019 käme ein Betrag von insgesamt 1.611 TEUR zur Auszahlung (Mark Langer 700 TEUR, Yves Müller 450 TEUR und Ingo Wilts 461 TEUR). Der Grad der Zielerreichung für die einzelnen Zielkomponenten für das Geschäftsjahr 2019 ist in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst. Zielerreichung Zielkomponenten STI scroll Zielkomponente Zielgewichtung Zielerreichung 2019 Umsatz 30 % 79 % EBIT 40 % 0 % Trade Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz 30 % 0 % Summe 100 % 24 % Für das Geschäftsjahr 2019 liegt der durchschnittliche Grad der Zielerreichung bei 24 % und damit unter dem Minimalziel von 75 %. Somit erfolgt keine Auszahlung des Jahresbonus. Langfristige variable Vergütung - Long-Term-Incentive-Programm (LTI) Das LTI-Programm sieht vor, dass die Vorstandsmitglieder bei Planbeginn bzw. bei Beginn ihrer Tätigkeit eine definierte Anzahl ("Initial Grant") von virtuellen Aktien ("Tranchen") erhalten. Der Initial Grant bestimmt sich nach der Höhe eines in dem jeweiligen Anstellungsvertrag oder durch Zusatzvereinbarung festgelegten Betrags ("LTI-Budget"). Der Initial Grant errechnet sich, indem das LTI-Budget durch den Aktienkurs der letzten drei Monate vor dem Zeitpunkt der Gewährung des Initial Grant dividiert wird. Jede Tranche hat eine dreijährige Performancelaufzeit. An den Ablauf der Performancelaufzeit einer Tranche schließt sich eine einjährige Wartezeit an. Nach Ablauf der Performancelaufzeit wird die endgültige Anzahl der virtuellen Aktien ("Final Grant") in Abhängigkeit vom Erreichen bestimmter Zielkomponenten ermittelt. Der endgültige Auszahlungsanspruch ergibt sich aus der Multiplikation des Final Grant mit dem Aktienkurs der Gesellschaft während der letzten drei Monate der Wartezeit. Für die Tranchen 2016 bis 2018, 2017 bis 2019, 2018 bis 2020 und 2019 bis 2021 hat der Aufsichtsrat die nachfolgenden Zielkomponenten festgelegt: ― Aktienrendite der HUGO BOSS Aktie im Vergleich zum MSCI World Textiles, Apparel & Luxury Goods Performance Index (Relative Total Shareholder Return (RTSR)) ― Kapitalverzinsung (Return on Capital Employed (ROCE)) ― Mitarbeiterzufriedenheit ― Leistung des Unternehmens im Bereich der Nachhaltigkeit Die Zielkomponente Relative Total Shareholder Return bemisst sich an der Wertsteigerung des Unternehmens, bestehend aus Aktienkursentwicklung und fiktiv reinvestierten Dividenden, im Vergleich zum MSCI World Textiles, Apparel & Luxury Goods Performance Index. Die Kapitalverzinsung stellt auf die Entwicklung der Rentabilitätskennzahl ROCE (Return on Capital Employed) im Vergleich zum Budget ab. Für den LTI 2019 wird der Grad der Mitarbeiterzufriedenheit im Rahmen einer jährlich durch ein unabhängiges Institut durchgeführten Mitarbeiterbefragung am "Employee Trust Index" gemessen. Für den LTI 2018, LTI 2017 und LTI 2016 wird der Grad der Mitarbeiterzufriedenheit im Rahmen einer jährlich durch ein unabhängiges Institut durchgeführten Mitarbeiterbefragung am "Employee Trust Index" gemessen und mit den Top-100-Unternehmen Deutschlands verglichen. Die Nachhaltigkeitsleistung ermittelt sich durch das Abschneiden des Unternehmens im Dow Jones Sustainability Assessment, in dem die Nachhaltigkeitsleistung von börsennotierten Unternehmen durch einen Indexanbieter beurteilt wird. Auf der Grundlage dieser Beurteilung wird die Zusammensetzung der Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) definiert. Die Ziele für die Performancekriterien RTSR und ROCE fließen zu jeweils einem Drittel, die Ziele für Mitarbeiterzufriedenheit und Nachhaltigkeit zu jeweils einem Sechstel in das LTI-Programm ein. Für jede Zielkomponente werden bestimmte Ziel-, Mindest- und Maximalwerte festgelegt, die für die Berechnung des Auszahlungsanspruchs herangezogen werden. Die Ziele werden spätestens zum 31. März des ersten Jahres der Performancelaufzeit in einer Zielvereinbarung zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat festgelegt. Dabei soll zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Einvernehmen erzielt werden. Nur wenn dies nicht gelingt, entscheidet der Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen. Für Zwecke der Berechnung des Final Grant wird für jede Zielkomponente nur eine Zielerreichung von jeweils mindestens 50 % und höchstens 200 % berücksichtigt. An den Ablauf der Performancelaufzeit schließt sich eine einjährige Wartezeit an. Der Auszahlungsanspruch richtet sich nach dem Aktienkurs der Gesellschaft während der letzten drei Monate der Wartezeit und ist in seiner Höhe für jedes Vorstandsmitglied auf 250 % des individuellen LTI-Budgets beschränkt (Cap). Unter bestimmten Umständen (insbesondere bei Beendigung der Anstellungsverträge aus wichtigem Grund oder bei Niederlegung des Vorstandsmandats vor Ablauf der Laufzeit einer Tranche) können Ansprüche der Vorstandsmitglieder aus dem LTI-Programm verfallen. Das individuelle LTI-Budget bezogen auf das Geschäftsjahr 2016 beträgt für Mark Langer 850 TEUR, für Bernd Hake 458 TEUR sowie für Ingo Wilts 206 TEUR. Das LTI-Budget der Herren Hake und Wilts ermittelt sich auf Basis des Beginns ihrer Vorstandstätigkeit im Jahr 2016 zeitanteilig. Das individuelle LTI-Budget bezogen auf das Geschäftsjahr 2017 beträgt für Mark Langer 900 TEUR, für Bernd Hake 592 TEUR, für Yves Müller 54 TEUR und für Ingo Wilts 569 TEUR. Bei Yves Müller ermittelt sich das LTI-Budget zeitanteilig ab Beginn der Vorstandstätigkeit in 2017. Das individuelle LTI-Budget bezogen auf das Geschäftsjahr 2018 beträgt für Mark Langer 900 TEUR, für Yves Müller 654 TEUR und für Ingo Wilts 638 TEUR. Das individuelle LTI Budget bezogen auf das Geschäftsjahr 2018 betrug für Bernd Hake 683 TEUR. Das individuelle LTI-Budget bezogen auf das Geschäftsjahr 2019 beträgt für Mark Langer 980 TEUR, für Yves Müller 700 TEUR und für Ingo Wilts 711 TEUR. Das individuelle LTI Budget bezogen auf das Geschäftsjahr 2019 betrug für Bernd Hake 716 TEUR. Aktienbasierte Vergütungskomponente für das Geschäftsjahr 2019 (aktive Vorstände zum 31. Dezember 2019) scroll Mark Langer Vorstandsvorsitzender Yves Müller Mitglied des Vorstands Ingo Wilts Mitglied des Vorstands Summe Beizulegende Zeitwerte des Performance-Share-Plans (LTI 2019 - 2021) zum Zeitpunkt der Gewährung (in TEUR) 742 530 539 1.811 Anzahl virtueller Aktien zum Gewährungszeitpunkt (LTI 2019 - 2021) 11.610 8.293 8.427 28.330 Gesamtaufwand aktienbasierte Vergütung (in TEUR) 216 132 152 500 Rückstellung 2.299 Aktienbasierte Vergütungskomponente für das Geschäftsjahr 2018 scroll Mark Langer Vorstandsvorsitzender Yves Müller Mitglied des Vorstands Ingo Wilts Mitglied des Vorstands Bernd Hake Mitglied des Vorstands (bis 2. Juli 2019) Summe Beizulegende Zeitwerte des Performance-Share-Plans (LTI 2018 - 2020) zum Zeitpunkt der Gewährung (in TEUR) 757 550 536 575 2.418 Anzahl virtueller Aktien zum Gewährungszeitpunkt (LTI 2018 - 2020) 12.467 9.062 8.831 9.466 39.826 Gesamtaufwand aktienbasierte Vergütung (in TEUR) 252 105 165 178 700 Rückstellung 1.799 Alters- und Hinterbliebenenversorgung Alle aktiven Mitglieder des Vorstands haben einzelvertraglich geregelte Pensionszusagen erhalten, deren Höhe sich in Abhängigkeit von der Dauer der Vorstandsbestellung als Prozentsatz der vertraglich vereinbarten rentenfähigen Bezüge bemisst. Als Basis für die Ermittlung der pensionsfähigen Bezüge ist das Grundgehalt gemäß Anstellungsvertrag definiert. Für den Vorstandsvorsitzenden Mark Langer ist dies in Form einer leistungsorientierten Zusage erfolgt. Den ab dem Geschäftsjahr 2016 bestellten Vorständen wurden beitragsorientierte Pensionszusagen gewährt. Diese Form der Pensionszusage findet auch bei zukünftigen Neuberufungen in den Vorstand Anwendung. Bei der Konzeption der beitragsorientierten Versorgungsregelung für die neuen Vorstandsmitglieder wurde der Aufsichtsrat durch einen unabhängigen Vergütungsexperten begleitet. Beitragsorientierte Pensionszusagen Für ab dem Geschäftsjahr 2016 berufene Vorstandsmitglieder zahlt HUGO BOSS jährlich einen Versorgungsbeitrag in einen auf das Leben des Vorstandsmitglieds abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungsvertrag ein. Der Beitrag entspricht 40 % der pensionsfähigen Bezüge, deren Ermittlungsbasis das Grundgehalt gemäß Anstellungsvertrag ist. Die Höhe der Altersleistung entspricht dabei dem über die individuelle Rückdeckungsversicherung angesparten Betrag. Dieser ergibt sich aus den gesamten jährlich abgeführten Versorgungsbeträgen zuzüglich einer jährlichen Verzinsung in Abhängigkeit vom jeweiligen Versicherungstarif. Ein Anspruch auf Altersleistung entsteht mit oder nach Vollendung einer festen Altersgrenze von 65 Jahren oder für den Fall, dass das Vorstandsmitglied vor Erreichen der Altersgrenze aufgrund Krankheit oder Unfall dauernd arbeitsunfähig geworden ist und aus dem Unternehmen ausscheidet. Im Todesfall des Vorstandsmitglieds haben dessen Ehegatte bzw. sein nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz eingetragener Lebenspartner und die Waisen Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Eintritt des Pensionsfalls aus dem Unternehmen aus, bleiben die Anwartschaften auf Versorgungsleistungen bei einer versorgungsfähigen Dienstzeit von mehr als drei Jahren erhalten. Die Höhe der Anwartschaften entspricht bei Ausscheiden vor Erreichen der festen Altersgrenze den Leistungen aus der zum Zeitpunkt des Ausscheidens beitragsfrei gestellten Rückdeckungsversicherung. Laufende Rentenzahlungen werden jährlich um mindestens 1 % angepasst. Leistungsorientierte Pensionszusagen für den Vorstandsvorsitzenden Mark Langer Für den Vorstandsvorsitzenden Mark Langer besteht eine Pensionszusage durch die Gesellschaft in Form einer leistungsorientierten Pensionszusage. Die Höhe des späteren Ruhegelds ist dabei auf 60 % der rentenfähigen Bezüge begrenzt. Ruhegelder werden gezahlt, wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Vollendung einer festen Altersgrenze von 60 Jahren endet oder der Vorstandsvorsitzende vor Erreichen der Altersgrenze aufgrund Krankheit oder Unfall dauernd arbeitsunfähig geworden ist und aus dem Unternehmen ausscheidet. Zudem wird im Falle des Todes des Vorstandsvorsitzenden ein Ruhegeld in Form einer Witwen- und Waisenrente an die Hinterbliebenen gezahlt. Scheidet der Vorstandsvorsitzende vor Eintritt des Pensionsfalls aus dem Unternehmen aus, ist die Unverfallbarkeit seiner Anwartschaft auf Versorgungsleistung entsprechend den gesetzlichen Regelungen vereinbart. Eine gemäß den gesetzlichen Bestimmungen vorgesehene zeitanteilige Kürzung des Pensionsanspruchs unterbleibt jedoch. Laufende Rentenzahlungen werden jährlich um mindestens 1 % angepasst. Zusatzversorgung Darüber hinaus bietet der HUGO BOSS Konzern den Mitgliedern des Vorstands die Möglichkeit, durch Gehaltsumwandlungen zusätzliche Versorgungsbezüge zu erwerben ("Deferred-Compensation-Vereinbarungen"). Diese Zusatzversorgung kann in Form von Ruhestandsbezügen, wahlweise in Form von Berufsunfähigkeitsbezügen und/oder Hinterbliebenenbezügen und/oder in Form einer Kapitalleistung im Todesfall, gewährt werden. Die Versorgungsbezüge werden als monatliche Rente gezahlt, wobei Hinterbliebenenbezüge auch als Einmalkapital gewährt werden können. Die Beiträge aus Gehaltsumwandlungen sind in der Angabe der Gesamtbezüge enthalten. Rückstellungen und Planvermögen werden in gleicher Höhe angesetzt. Versorgungszusagen (inTEUR) scroll Mark Langer Vorstandsvorsitzender Bernd Hake Mitglied des Vorstands (bis 2. Juli 2019) Yves Müller Mitglied des Vorstands 2019 2018 2019 2018 2019 2018 Dienstzeitaufwand nach IFRS 549 542 120 240 260 260 Pensionsrückstellung nach IFRS 6.750 3.814 0 0 0 0 scroll Ingo Wilts Mitglied des Vorstands Summe 2019 2018 2019 2018 Dienstzeitaufwand nach IFRS 280 280 1.209 1.322 Pensionsrückstellung nach IFRS 0 0 6.750 3.814 Leistungen im Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Anstellungsvertrags (ohne dass ein wichtiger Grund für die Kündigung des Anstellungsvertrags durch die Gesellschaft vorliegt) erhält das jeweilige Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtbezüge (einschließlich Nebenleistungen) für die Dauer der ursprünglichen Restlaufzeit, höchstens jedoch für die Dauer von 15 Monaten, gerechnet ab Beendigung des Anstellungsvertrages (Abfindungs-Cap). Die Höhe der Gesamtbezüge bestimmt sich für diese Zwecke nach der Gesamtvergütung, die für das letzte volle Geschäftsjahr bezogen wurde, und ggf. nach der voraussichtlichen Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Anstellungsvertrags aus einem von dem jeweiligen Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund sehen die Anstellungsverträge keine Abfindungszahlung vor. Für den Fall der regulären Beendigung enthalten die Dienstverträge - mit Ausnahme von Pensionsregelungen - keine Regelungen. Die Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern enthalten jeweils eine Bestimmung, die dem jeweiligen Vorstandsmitglied bei einem "Change of Control" (Erwerb von mehr als 30 % der Stimmrechte an der HUGO BOSS AG) ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt und für den Fall, dass es zu einer Kündigung kommt, eine Abfindungszahlung an das jeweilige Vorstandsmitglied vorsieht. Die Höhe der Abfindung entspricht grundsätzlich der für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Anstellungsvertrages zu entrichtenden Abfindung und unterliegt demselben Abfindungs-Cap. Im Übrigen bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern. Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 nach DRS 17 Gesamtvergütung (inTEUR) scroll Mark Langer Vorstandsvorsitzender Bernd Hake Mitglied des Vorstands (bis 2. Juli 2019) Yves Müller Mitglied des Vorstands 2019 2018 2019 2018 2019 2018 Grundvergütung 920 850 317 642 650 650 Nebenleistungen 28 29 8 15 14 22 Summe 948 879 325 657 664 672 Sondervergütung 0 0 0 0 0 0 STI 0 676 0 459 0 420 Mehrjährige variable Vergütung 742 757 0 575 530 550 Davon LTI 2019 - 2021 742 0 0 0 530 0 Davon LTI 2018 - 2020 0 757 0 575 0 550 Gesamtvergütung 1.690 2.312 325 1.691 1.194 1.642 scroll Ingo Wilts Mitglied des Vorstands Gesamtvergütung 2019 2018 2019 2018 Grundvergütung 700 669 2.587 2.811 Nebenleistungen 9 13 59 79 Summe 709 682 2.646 2.890 Sondervergütung 0 0 0 0 STI 0 436 0 1.991 Mehrjährige variable Vergütung 539 536 1.811 2.418 Davon LTI 2019 - 2021 539 0 1.811 0 Davon LTI 2018 - 2020 0 536 0 2.418 Gesamtvergütung 1.248 1.654 4.457 7.299 Gewährte Zuwendungen für das Geschäftsjahr 2019 nach DCGK Gewährte Zuwendungen (in TEUR) scroll Mark Langer Vorstandsvorsitzender Bernd Hake Mitglied des Vorstands (bis 2. Juli 2019) 2019 2019 (Min) 2019 (Max) 2018 2019 2019 (Min) Festvergütung 920 920 920 850 317 317 Nebenleistungen 28 28 28 29 8 8 Summe 948 948 948 879 325 325 Sondervergütung 0 0 0 0 0 0 Einjährige Vergütung (STI) 700 0 1.050 676 467 0 Mehrjährige variable Vergütung 742 0 2.450 757 533 0 Davon LTI 2019 - 2021 742 0 2.450 0 533 0 Davon LTI 2018 - 2020 0 0 0 757 0 0 Sonstiges 0 0 0 0 0 0 Summe 2.390 948 4.448 2.312 1.325 325 Versorgungsaufwand 549 549 549 542 120 120 Gesamtvergütung 2.939 1.497 4.997 2.854 1.445 445 scroll Bernd Hake Mitglied des Vorstands (bis 2. Juli 2019) 2019 (Max) 2018 Festvergütung 317 642 Nebenleistungen 8 15 Summe 325 657 Sondervergütung 0 0 Einjährige Vergütung (STI) 701 459 Mehrjährige variable Vergütung 1.792 575 Davon LTI 2019 - 2021 1.792 0 Davon LTI 2018 - 2020 0 575 Sonstiges 0 0 Summe 2.818 1.691 Versorgungsaufwand 120 240 Gesamtvergütung 2.938 1.931 scroll Yves Müller Mitglied des Vorstands Ingo Wilts Mitglied des Vorstands 2019 2019 (Min) 2019 (Max) 2018 2019 2019 (Min) Festvergütung 650 650 650 650 700 700 Nebenleistungen 14 14 14 22 9 9 Summe 664 664 664 672 709 709 Sondervergütung 0 0 0 0 0 0 Einjährige Vergütung (STI) 450 0 675 420 461 0 Mehrjährige variable Vergütung 530 0 1.750 550 539 0 Davon LTI 2019 - 2021 530 0 1.750 0 539 0 Davon LTI 2018 - 2020 0 0 0 550 0 0 Sonstiges 0 0 0 0 0 0 Summe 1.644 664 3.089 1.642 1.709 709 Versorgungsaufwand 260 260 260 260 280 280 Gesamtvergütung 1.904 924 3.349 1.902 1.989 989 scroll Ingo Wilts Mitglied des Vorstands 2019 (Max) 2018 Festvergütung 700 669 Nebenleistungen 9 13 Summe 709 682 Sondervergütung 0 0 Einjährige Vergütung (STI) 692 436 Mehrjährige variable Vergütung 1.778 536 Davon LTI 2019 - 2021 1.778 0 Davon LTI 2018 - 2020 0 536 Sonstiges 0 0 Summe 3.179 1.654 Versorgungsaufwand 280 280 Gesamtvergütung 3.459 1.934 Zufluss für das Geschäftsjahr 2019 nach DCGK Zufluss (in TEUR) scroll Mark Langer Vorstandsvorsitzender Bernd Hake Mitglied des Vorstands (bis 2. Juli 2019) Yves Müller Mitglied des Vorstands 2019 2018 2019 2018 2019 2018 Festvergütung 920 850 317 642 650 650 Nebenleistungen 28 29 8 15 14 22 Summe 948 879 325 657 664 672 Sondervergütung 0 0 0 0 0 0 Einjährige variable Vergütung (STI) 0 676 0 459 0 420 Mehrjährige variable Vergütung 357 0 218 0 0 0 Davon LTI 2016 - 2018 357 0 218 0 0 0 Sonstiges 0 0 0 0 0 0 Summe 1.305 1.555 543 1.116 664 1.092 Versorgungsaufwand 549 542 120 240 260 260 Gesamtvergütung 1.854 2.097 663 1.356 924 1.352 scroll Ingo Wilts Mitglied des Vorstands Gesamtsumme 2019 2018 2019 2018 Festvergütung 700 669 2.587 2.811 Nebenleistungen 9 13 59 79 Summe 709 682 2.646 2.890 Sondervergütung 0 0 0 0 Einjährige variable Vergütung (STI) 0 436 0 1.991 Mehrjährige variable Vergütung 131 0 706 0 Davon LTI 2016 - 2018 131 0 706 0 Sonstiges 0 0 0 0 Summe 840 1.118 3.352 4.881 Versorgungsaufwand 280 280 1.209 1.322 Gesamtvergütung 1.120 1.398 4.561 6.203 Sonstige Vergütungsbestandteile Zum 31. Dezember 2019 sind keine Vorauszahlungen an den Vorstand geleistet worden. Gesamtvergütung der ehemaligen Mitglieder des Vorstands Bernd Hake ist zum 2. Juli 2019 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 29. Februar 2020. Bis zu diesem Zeitpunkt erhält Herr Hake seine vertraglich vereinbarte Festvergütung in Höhe von 433 TEUR. Eine Trennungsvereinbarung vom September 2019 sieht darüber hinaus in Übereinstimmung mit dem Dienstvertrag und dem vereinbarten Abfindungs-Cap Zahlungen in Höhe von 3.080 TEUR vor, die zum 29. Februar 2020 fällig werden. Diese setzen sich zusammen aus einer Abfindung in Höhe von 846 TEUR für das Festgehalt für den Zeitraum von März 2020 bis Mai 2021, sowie einer Zahlung in Höhe von TEUR 1.192 für die kurzfristige variable Vergütung (STI) für 2019 bis Mai 2021, sowie Zahlungen in Höhe von TEUR 664 für die anteilig erdiente langfristige variable Vergütung (LTI) für die Jahre 2018/2019/2020 sowie Abfindungen jeweils für den Zeitraum von März 2020 bis Mai 2021 in Höhe von 338 TEUR für Versorgungsbeiträge und in Höhe von 40 TEUR für den Dienstwagen und andere Nebenleistungen. Die Ansprüche aus den LTI Tranchen für die Jahre 2016 - 2018 und 2017 - 2019 kommen im März 2020 bzw. 2021 nach Ablauf der einjährigen Wartezeit zur Auszahlung. Der endgültige Auszahlungsanspruch ergibt sich in Abhängigkeit von der finalen Zielerreichung der Zielkomponenten und dem Aktienkurs der Gesellschaft während der letzten drei Monate der Wartezeit. Vergütung des Aufsichtsrats Die von der Hauptversammlung festgelegte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in § 12 der Satzung der HUGO BOSS AG geregelt. Die Vergütung orientiert sich an der Unternehmensgröße und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder. Die Vergütung der Aufsichtsräte ist in einen fixen und einen variablen Bestandteil aufgeteilt. Der variable Bestandteil bemisst sich nach der Höhe des Ergebnisses je Aktie im Konzernabschluss. Die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters sowie die Mitgliedschaft in den Ausschüssen werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Die fixe und die variable Vergütung werden nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr entscheidet, ausgezahlt. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat oder einem Ausschuss angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit eine zeitanteilige Vergütung. Mitgliedern des Aufsichtsrats werden Auslagen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, erstattet. Eine etwaige Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft vergütet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben. Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Jahr 2018 Gesamtbezüge in Höhe von 1.464 TEUR. Für das Jahr 2019 betragen die Gesamtbezüge voraussichtlich 1.205 TEUR. Darin enthalten ist ein variabler Anteil in Höhe von 450 TEUR (2018: 709 TEUR), der sich an der Höhe des voraussichtlichen Ergebnisses je Aktie im Konzernabschluss bemisst. RECHTLICHE ANGABEN ― Erklärung zur Unternehmensführung auf Unternehmenswebsite veröffentlicht ― Übernahmerechtliche Angaben erfolgen nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB ― Es existieren Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten Erklärung zur Unternehmensführung Die Erklärung zur Unternehmensführung (gemäß § 289f HGB) als Teil des zusammengefassten Lageberichts ist auf der Unternehmenswebsite unter ezu.hugoboss.com veröffentlicht. Sie ist zudem auf den Seiten 104 bis 112 dieses Geschäftsberichts enthalten. Übernahmerechtliche Angaben Nachfolgend sind die nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB erforderlichen übernahmerechtlichen Angaben als Bestandteil des geprüften, zusammengefassten Lageberichts aufgeführt und erläutert. Aus Sicht des Vorstands besteht darüber hinaus kein weitergehender Erläuterungsbedarf im Sinne des § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital der HUGO BOSS AG setzt sich aus 70.400.000 nennwertlosen, auf den Namen lautenden Stammaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR je Stammaktie zusammen. Die Aktien sind voll eingezahlt. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des AktG, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten Auf Grundlage der der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2019 zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß §§ 33, 34 WpHG bestehen folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte erreichen oder überschreiten: Nach der Stimmrechtsmitteilung vom 9. Juni 2016 der PFC S.r.l., Vicenza, Italien, hält diese 4,13 % Stimmrechte gemäß § 21 WpHG (jetzt § 33 WpHG) direkt und gemäß § 22 WpHG (jetzt § 34 WpHG) werden weitere 6,00 % Stimmrechte der Zignago Holding S.p.A., Fossalta di Portogruaro, Italien, der PFC S.r.l. zugerechnet. Ferner hält die Zignago Holding S.p.A., Fossalta di Portogruaro, Italien, 6,00 % Stimmrechte gemäß § 21 WpHG (jetzt § 33 WpHG) direkt und gemäß § 22 WpHG (jetzt § 34 WpHG) werden weitere 4,13 % Stimmrechte der PFC S.r.l., Vicenza, Italien, der Zignago Holding S.p.A. zugerechnet. In Summe überschreiten die Beteiligungen somit 10 % der Stimmrechte. Daneben sind der HUGO BOSS AG keine weiteren direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, gemeldet worden. Sämtliche Meldungen zu Veränderungen bei Stimmrechtsanteilen sind auf der Unternehmenswebsite unter kapitalmarktnachrichten.hugoboss.com einsehbar. Darüber hinaus können die im Geschäftsjahr 2019 mitgeteilten meldepflichtigen Beteiligungen dem Jahresabschluss der HUGO BOSS AG für das Geschäftsjahr 2019 entnommen werden. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Stimmrechtskontrolle bei Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital Es besteht keine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der HUGO BOSS AG beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Ernennung und Abberufung des Vorstands Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der HUGO BOSS AG richten sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit § 6 der Satzung. Der Vorstand besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Die Vorstandsmitglieder sollen nach § 6 Abs. 3 der Satzung bei ihrer Bestellung in der Regel nicht älter als 60 Jahre sein. Sie werden vom Aufsichtsrat für höchstens fünf Jahre bestellt. Satzungsänderungen Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Soweit das Aktiengesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, wird der Beschluss gemäß § 17 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und - soweit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich ist - mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach § 20 der Satzung ist dem Aufsichtsrat die Befugnis eingeräumt, Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Befugnisse des Vorstands hinsichtlich Aktienausgabe und -rückkauf Der Vorstand der HUGO BOSS AG kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 15. Mai 2024 das Grundkapital um bis zu 35.200.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 35.200.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals erhöhen (genehmigtes Kapital). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre bis zu maximal 10 % des Grundkapitals (a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, (b) bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen und (c) in dem Fall auszuschließen, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich unterschreitet, wobei im Fall (c) die ausgegebenen Aktien unter Anrechnung eventuell unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerter eigener Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten dürfen. Der Vorstand ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu einem Anteil von insgesamt höchstens 10 % des am 12. Mai 2015 ausstehenden Grundkapitals oder, falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die HUGO BOSS AG oder durch ein von der HUGO BOSS AG abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Ermächtigung sieht auch vor, dass die Aktien unter Einschränkung des Gleichbehandlungsgrundsatzes und eines eventuellen Andienungsrechts der Aktionäre erworben werden können. Nach dieser Ermächtigung zurückerworbene eigene Aktien können über die Börse oder mittels Angebot an alle Aktionäre (auch unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre) wieder veräußert werden. Sie können aber auch eingezogen und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre als Gegenleistung für einen eventuellen Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen an Unternehmen, für eine Veräußerung zu einem Preis, der den aktuellen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet, und für die Zulassung der Aktie an ausländischen Börsenplätzen verwendet werden. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats für Spitzenbeträge auch deshalb auszuschließen, um die eigenen Aktien Personen zum Erwerb anzubieten, die im Arbeitsverhältnis mit der HUGO BOSS AG stehen oder standen. Der Vorstand ist ferner aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben. "Change of Control"-Regelungen Der durch die HUGO BOSS AG und die HUGO BOSS International B.V. aufgenommene und durch die HUGO BOSS AG garantierte syndizierte Kredit sowie bilaterale Linien enthalten marktübliche Vereinbarungen, die unter den Bedingungen eines Kontrollwechsels (sogenannte "Change of Control"-Klauseln) den Vertragspartnern zusätzliche Kündigungsrechte einräumen. Entschädigungsvereinbarungen Die Anstellungsverträge der Vorstände enthalten eine Bestimmung, die bei einem "Change of Control" (Erwerb von mehr als 30 % der Stimmrechte an der HUGO BOSS AG) den Vertragspartnern unter bestimmten Voraussetzungen ein zusätzliches Kündigungsrecht einräumt und für den Fall, dass es zu einer Kündigung kommt, eine Entschädigungspflicht gegenüber dem jeweiligen Vorstandsmitglied vorsieht. -> Vergütungsbericht JAHRESABSCHLUSS DER HUGO BOSS AG BILANZ zum 31. Dezember 2019 der HUGO BOSS AG Aktiva (in TEUR) scroll Anhang - Nr. 31.12.2019 31.12.2018 A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 40 0 2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.327 77.447 3. Geschäfts- oder Firmenwert 105 158 4.. Geleistete Anzahlungen 2.430 3.987 92.902 81.592 II. Sachanlagen (1) 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 131.554 37.402 2. Technische Anlagen und Maschinen 1.072 882 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.174 61.519 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.556 29.056 242.356 128.859 III. Finanzanlagen (2) 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 678.753 678.753 2. Beteiligungen 10 35 678.763 678.788 1.014.021 889.239 B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29.144 32.142 2. Unfertige Erzeugnisse 375 598 3. Fertige Erzeugnisse und Waren 155.671 166.382 4. Geleistete Anzahlungen 835 1.099 186.025 200.221 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.915 25.937 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.853 41.303 3. Sonstige Vermögensgegenstände 55.635 57.665 113.403 124.905 III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.653 2.746 302.081 327.872 C. Rechnungsabgrenzungsposten (4) 4.765 3.843 1.320.867 1.220.954 Passiva (in TEUR) Anhang - Nr. 31.12.2019 31.12.2018 A. Eigenkapital 1. Gezeichnetes Kapital (5) 1. Stammaktien 70.400 70.400 Nennbeträge eigener Anteile auf Stammaktien -1.384 -1.384 69.016 69.016 69.016 II. Kapitalrücklage (5) 399 399 III. Gewinnrücklagen (5) 1. Gesetzliche Rücklage 6.641 6.641 2. Andere Gewinnrücklagen 355.538 376.282 362.179 382.923 IV. Bilanzgewinn (6) 193.600 190.080 625.194 642.418 B. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (8) 9.706 6.377 2. Steuerrückstellungen 54.018 19.765 3. Sonstige Rückstellungen (9) 92.193 89.501 155.917 115.643 C. Verbindlichkeiten (10) 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 97.485 19.473 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 117.360 119.291 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 301.321 300.893 4. Sonstige Verbindlichkeiten 20.620 19.529 536.786 459.186 D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.970 3.707 1.320.867 1.220.954 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 der HUGO BOSS AG (in TEUR) scroll Anhang - Nr. 2019 2018 1. Umsatzerlöse (12) 1.315.505 1.306.246 2. Umsatzkosten -874.262 -853.348 3. Bruttoergebnis vom Umsatz 441.243 452.898 4. Vertriebskosten (13) -290.395 -311.987 5. Allgemeine Verwaltungskosten (14) -129.779 -126.065 6. Sonstige betriebliche Erträge (15) 96.088 91.491 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) -65.738 -68.801 8. Ergebnis aus Betriebstätigkeit 51.419 37.536 9. Erträge aus Beteiligungen (17) 121.101 112.827 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (18) 1.507 2.328 11. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (19) 81.002 103.944 12. Aufwendungen aus Verlustübernahme (19) -3 -3 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (18) -14.660 -10.559 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20) -71.103 -49.980 15. Ergebnis nach Steuern 169.263 196.093 16. Sonstige Steuern -143 -143 17. Jahresüberschuss 169.120 195.950 18. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 20.744 -9.537 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.736 3.667 20. Bilanzgewinn 193.600 190.080 ANHANG für das Geschäftsjahr 2019 der HUGO BOSS AG Allgemeine Angaben Die HUGO BOSS AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Dieselstrasse 12, 72555 Metzingen, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Stuttgart unter der Registernummer HRB 360610 in das Handelsregister eingetragen. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die HUGO BOSS AG erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren. Um die Übersichtlichkeit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zu gewährleisten, wurden Vermerke und Erläuterungen zu einzelnen Positionen gemäß § 265 Abs. 7 HGB ausschließlich im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss 2019 der HUGO BOSS AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktienrechts erstellt. Der Ausweis erfolgt in Tausend Euro (TEUR). Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen im Jahresabschluss der HUGO BOSS AG nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Angaben widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Zusätzlich wurden selbst geschaffene Vermögensgegenstände innerhalb der ERP-Software aktiviert. Anlagevermögen Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu ihren Herstellungskosten bewertet und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 7 Jahren abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 16 Jahren abgeschrieben. Die aktivierten, entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 beziehungsweise 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern sind durch langfristig bestehende Mietverträge begründet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Grundstücksgleiche Rechte werden zu ihren Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Für die Abschreibungen auf Gebäude werden Nutzungsdauern von 8 bis 50 Jahren angesetzt, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 19 Jahre, bei anderen Anlagen 5 bis 16 Jahre sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 23 Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen werden für Zugänge bis zum 31. Dezember 2007 nach der degressiven Methode errechnet. Zugänge nach dem 31. Dezember 2007 werden ausschließlich linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis einschließlich 250 EUR, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagenzugänge wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als 250 EUR, aber nicht mehr als 1.000 EUR betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils mit einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Für Zwecke der Werthaltigkeitsüberprüfung ermittelt die HUGO BOSS AG jährlich für alle Beteiligungen die beizulegenden Zeitwerte unter Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens. Der Wertminderungsbeurteilung liegen detaillierte Ergebnis-, Bilanz- und Investitionsplanungen für die nächsten drei Jahre für alle Konzerneinheiten zugrunde, die im Rahmen des unternehmensweiten Budgetplanungsprozesses jährlich unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäftslage erstellt und vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Für über die Budgetplanung hinausgehende Zeiträume wird eine langfristige Wachstumsrate bestimmt und zur Prognose der künftigen Cashflows im Detailplanungszeitraum von weiteren zwei Jahren angewendet. Die verwendeten nachhaltigen langfristigen Wachstumsraten stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen überein. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Zusätzlich werden produktionsbezogene Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie produktionsbezogene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersvorsorge einbezogen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich produktionsbezogene Entwicklungskosten berücksichtigt. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, sind Abwertungen in ausreichendem Umfang vorgenommen worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind mit dem Nennbetrag, gegebenenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet. Eigenkapital Eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1 a HGB mit dem Nennbetrag offen vom "Gezeichneten Kapital" abgesetzt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Pensionsrückstellungen werden für handelsrechtliche Zwecke auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode, kurz PUC-Methode) ermittelt. Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Bilanzstichtag gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Die Ermittlung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 2,71 % (2018: 3,21 %), einer Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,50 % sowie einer Anpassung der laufenden Renten von 1,75 % und der "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung für Pensionen erfolgt für das Geschäftsjahr 2019 gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Gesellschaft hält Vermögensgegenstände, die der Absicherung der Pensionsleistungen dienen. Diese Vermögensgegenstände erfüllen die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 1. Halbsatz HGB und sind mit den Pensionsrückstellungen zu verrechnen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Im Fall von kongruenten Pensionszusagen wird die Rückstellung in Höhe des Zeitwerts des Planwertes bewertet. Seit 2017 wird eine steuerliche Außenprüfung für die Veranlagungszeiträume 2012 bis 2015 bei der HUGO BOSS AG durchgeführt. Auf Grundlage der bisher vorliegenden Erkenntnisse hat die Gesellschaft mögliche steuerliche Risiken aus bilanziellen und außerbilanziellen Sachverhalten sowie Strukturänderungen identifiziert und hierfür eine Steuerschuld eingestellt. Da die steuerliche Außenprüfung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht abgeschlossen ist, können neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung zu Änderungen der zum 31. Dezember 2019 passivierten Risiken führen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Ferner wurden die Zinsen aus der steuerlichen Außenprüfung innerhalb der sonstigen Rückstellungen dargestellt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Darlehen, in Verbindung mit einem SWAP zur langfristigen Sicherung der Zinskonditionen (Micro Hedge), dienen keinem spekulativen Zweck sondern zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus der Finanzierung der Sachanlagen. Da sich die Zahlungsströme aus Zinsswap und Kreditfinanzierung ausgleichen, handelt es sich um eine Bewertungseinheit nach § 255 HGB, bei der auf eine Einzelbewertung nach § 252 HGB verzichtet wird. Umsatzrealisierung Umsatzerlöse werden dann realisiert, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergangen sind. Dies ist in der Regel bei Auslieferung der Ware der Fall. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Umsatzkosten Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Im Wesentlichen sind dies sämtliche Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie systematisch zurechenbare Kosten der produktbezogenen Verwaltungskosten der Funktionen der technischen Produktentwicklung sowie der Produktumsetzung und -beschaffungsbereiche. Funktionskosten Die Funktionskosten werden dabei unterteilt in die Umsatzkosten, Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten. Die betrieblichen Aufwendungen werden grundsätzlich nach Maßgabe der jeweiligen Kostenstelle den einzelnen Funktionen zugeordnet. Aufwendungen im Zusammenhang mit funktionsübergreifenden Aktivitäten oder Projekten werden auf Basis eines geeigneten Zuordnungsschlüssels auf die betreffenden Funktionen aufgeteilt. Währungsumrechnung Die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet und zum Bilanzstichtag grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Zum Abschlussstichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Kursgewinne aus der Bewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB ergebniswirksam erfasst. Erträge aus Währungsumrechnung werden unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden ermittelt. Dabei werden nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organgesellschaften beziehungsweise bei Personengesellschaften, an denen die HUGO BOSS AG als Gesellschafter beteiligt ist, bestehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises von derzeit aktuell 29,55 % (2018: 29,55 %) (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag). Abweichend hiervon werden latente Steuern aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden bei Beteiligungen in der Rechtsform einer Personengesellschaft auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet; dieser beträgt derzeit 15,83 % (2018: 15,83 %). Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung wird diese in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Erläuterungen zur Bilanz 1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019 ist im Anlagenspiegel dargestellt, (in TEUR) scroll Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen 01.01.2019 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2019 01.01.2019 1. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 41 0 0 41 0 2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 228.516 27.884 3.382 3.284 256.498 151.068 3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.340 0 0 0 1.340 1.182 4. Geleistete Anzahlungen 3.987 1.824 -3.382 0 2.430 0 233.843 29.749 0 3.284 260.309 152.251 II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.460 74.426 21.749 335 157.300 24.058 2. Technische Anlagen und Maschinen 9.897 474 0 248 10.123 9.015 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.053 55.443 2.086 16.280 228.302 125.534 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.056 2.335 -23.835 0 7.556 0 287.466 132.678 0 16.863 403.281 158.607 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 679.293 0 0 24 679.269 540 2. Beteiligungen 35 0 0 25 10 0 679.328 0 0 49 679.279 540 1.200.637 162.428 0 20.196 1.342.869 311.398 scroll Abschreibungen Buchwerte Zugänge Abgänge 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 1. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1 0 1 40 0 2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.371 3.269 166.171 90.327 77.447 3. Geschäfts- oder Firmenwert 53 0 1.235 105 158 4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 2.430 3.987 18.425 3.269 167.406 92.902 81.592 II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.019 331 25.745 131.554 37.402 2. Technische Anlagen und Maschinen 284 249 9.051 1.072 882 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.608 16.014 126.129 102.174 61.519 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 7.556 29.056 18.912 16.594 160.925 242.356 128.859 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 24 516 678.753 678.753 2. Beteiligungen 0 0 0 10 35 0 24 516 678.763 678.788 37.337 19.887 328.847 1.014.021 889.239 Unter den immateriellen Vermögensgegenständen ist im Wesentlichen Software erfasst. Der Zugang von 29.749 TEUR (2018: 28.683 TEUR) ergab sich im Wesentlichen aus Investitionen in Software, damit verbunden sind Abgänge innerhalb der Basissoftware. Zudem wurde aufgrund von längeren Lebenszyklen die Nutzungsdauer für diverse Zusatzmodule des ERP-Systems um bis zu 6 Jahre verlängert. Die führt zu einer Verringerung der planmäßigen Abschreibung in Höhe von 11.213 TEUR. Die Zugänge zu den Sachanlagen in Höhe von 132.678 TEUR (2018: 42.603 TEUR) resultieren aus Investitionen in die EDV-Hardware, das bestehende Einzelhandelsnetzwerk in Deutschland, das übernommene Distributionszentrum Filderstadt bzw. das Verwaltungsgebäude Metzingen sowie das neue Factory-Outlet Metzingen, somit im wesentlichen in den Standort Metzingen. Die Abgänge resultieren zu einem wesentlichen Teil aus Abgängen von Showroom- und Storeausstattungen und EDV-Anlagen. Im vierten Quartal 2019 hat die HUGO BOSS AG eine Abstandszahlung in Höhe von 4.300 TEUR an den Komplementär der Distributionszentrum Vermietungsgesellschaft mbH &Co. Objekt HUGO BOSS Filderstadt KG geleistet. In der Folge vereinigten sich alle Geschäftsanteile auf die HUGO BOSS AG. Die Distributionszentrum Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt HUGO BOSS Filderstadt KG ist somit nach Austritt des Komplementärs per Anwachsung auf die HUGO BOSS AG übergegangen. Die Transaktion der Übernahme des Liegewarenlager wurde nach dem Anschaffungskostenprinzip im Sinne des IDW RS HFA 42 behandelt. Im Rahmen dieser Transaktion wurden damit sämtliche Vermögenswerte und Schulden zum Zeitwert der untergehenden Anteile bewertet. Die Differenz zwischen Gesamtkaufpreis und den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden wurde auf Basis der relativen Zeitwerte allokiert. Dies führte zu einem Zugang von immateriellen Vermögenswerten von 488 TEUR und Sachanlagevermögen in Höhe von 81.560 TEUR. In den Abschreibungen sind wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. 2 Anteilsbesitz der HUGO BOSS AG Die HUGO BOSS AG hält entweder direkt oder indirekt jeweils 100 % der Kapitalanteile an den im nachfolgenden Anteilsbesitz aufgeführten Unternehmen. Einzige Ausnahme sind die Beteiligungen an der ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Metzingen KG mit 94 % und an der HUGO BOSS AL FUTTAIM UAE TRADING L.L.C. mit 49 %. Der Kommanditanteil der BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 869 KG wurde im Rahmen einer Anwachsung übernommen (Vorjahr: Beteiligung an BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co 869 KG 94 %). Zum 1. Oktober 2019 hat die HUGO BOSS AG den verbleibenden 6 %-Anteil an der bisher bereits vollkonsolidierten BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 869 KG, Deutschland, Pullach, erworben. In der Folge vereinigten sich alle Geschäftsanteile auf die HUGO BOSS AG als einzig verbleibende Gesellschafterin und durch den Austritt des Komplementärs wurde die BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 869 KG, Deutschland, Pullach, per Anwachsung auf die HUGO BOSS AG verschmolzen. Der im Rahmen der Transaktion an den Komplementär geleistete Kaufpreis betrug 135 TEUR. Der Buchwert der übernommenen nicht beherrschenden Anteile betrug 2 TEUR. Im Jahresabschluss der HUGO BOSS AG werden zum 31. Dezember 2019 Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 51 % (2018: 56 %) ausgewiesen. Die Werthaltigkeitsprüfung führte wie im Vorjahr zu keinen außerplanmäßigen Abschreibungen. Anteilsbesitz der HUGO BOSS AG gemäß i 285 Nr. 11 HGB Soweit nicht anders vermerkt, beträgt die Kapitalbeteiligung 100 %. (in TEUR) scroll Gesellschaft Sitz Ergebnis 1 2019 Eigenkapital1 2019 HUGO BOSS Holding Netherlands B.V. Amsterdam, Niederlande 80.374 644.544 HUGO BOSS International B.V. Amsterdam, Niederlande 88.087 603.229 HUGO BOSS Internationale Beteiligungs-GmbH 2,6 Metzingen, Deutschland 0 524.800 HUGO BOSS USA, Inc. 4 New York, NY, USA -6.187 192.498 HUGO BOSS Ticino S.A. Coldrerio, Schweiz 39.315 72.576 Lotus (Shenzhen) Commerce Ltd. Shenzhen, China 873 58.266 HUGO BOSS UK Limited London, Großbritannien 17.759 55.022 HUGO BOSS Textile Industry Ltd. 2 Izmir, Türkei 8.742 54.157 HUGO BOSS Benelux B.V. Amsterdam, Niederlande 17.392 52.492 HUGO BOSS China Retail Co. Ltd. Shanghai, China 14.794 45.623 HUGO BOSS France SAS Paris, Frankreich 3.425 39.465 HUGO BOSS Benelux B.V. y CIA S.C Madrid, Spanien 3.852 39.256 HUGO BOSS Lotus Hong Kong Ltd. Hongkong -39 36.523 HUGO BOSS Canada, Inc. Toronto, Kanada 1.325 36.271 HUGO BOSS Trade Mark Management GmbH & Co. KG 2 Metzingen, Deutschland 89.155 32.539 HUGO BOSS Mexico S.A. de C.V. 2 Mexiko-Stadt, Mexiko 338 25.745 HUGO BOSS International Markets AG Zug, Schweiz 10.256 20.579 HUGO BOSS do Brasil Ltda. Säo Paulo, Brasilien -3.265 19.548 HUGO BOSS Italia S.p.A. Mailand, Italien 3.471 17.356 HUGO BOSS Hong Kong Ltd. Hongkong 240 15.524 HUGO BOSS Holdings Pty. Ltd. Preston, Australien 0 12.363 HUGO BOSS AL FUTTAIM UAETRADING L.L.C. 6 Dubai, V.A.E. 5.733 12.044 HUGO BOSS Rus LLC 2 Moskau, Russland 4.656 11.820 HUGO BOSS Portugal & Companhia Lissabon, Portuga 2.241 10.354 HUGO BOSS Middle East FZ-LLC Dubai, V.A.E. 2.814 9.851 HUGO BOSS Shoes & Accessories Italia S.p.A. Morrovalle, Italien 62 9.253 Lotus Concept Trading (Macau) Co. Ltd. Macau 628 8.113 HUGO BOSS (Schweiz) AG Zug, Schweiz 1.709 6.816 HUGO BOSS Nordic ApS Kopenhagen, Dänemark 2.273 6.439 HUGO BOSS Australia Pty. Ltd. Preston, Australien -183 6.199 HUGO BOSS Ireland Limited Dublin, Irland 1.260 4.374 HUGO BOSS Guangdong Trading Co. Ltd. Guangzhou, China 288 3.941 HUGO BOSS Hellas LLC Athen, Griechenland 982 3.591 HUGO BOSS Scandinavia AB Stockholm, Schweden 811 3.080 HUGO BOSS Belgium BVBA 2 Diegem, Belgien 1.053 2.978 HUGO BOSS South East Asia PTE.LTD. Singapur 1.347 2.878 1 Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen nach evtl. Gewinnabführung, bei Tochterunternehmen gemäß innenkonsolidiertem FRS-Abschluss. 2 Direkte Beteiligungen der HUGO BOSS AG. 3 Beteiligungen mit einem Kapitalanteil von 94 %. 4 Teilkonzernabschluss. 5 Gesellschaften, die einen Ergebnisabführungsvertrag mit der HUGO BOSS AG haben. 6 Beteiligungen mit einem Kapitalanteil von 49 %. 7 Aufgrund der Anwachsung der Distributionszentrum Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt HUGO BOSS Filderstadt KG auf die HUGO BOSS AG zum 30. November 2019 sind hier die Werte zum Stand 29. November 2019 angegeben. Aufgrund der Anwachsung der BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 869 KG auf die HUGO BOSS AG sind die Werte zum 1. Oktober 2019 angegeben. (in TEUR) scroll Gesellschaft Sitz Ergebnis 1 2019 Eigenkapital1 2019 HUGO BOSS Malaysia SDN. BHD. Kuala Lumpur, Malaysia 1.043 2.803 HUGO BOSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG 2 Metzingen, Deutschland 418 2.776 HUGO BOSS Korea Ltd. Seoul, Südkorea 3.300 2.733 HUGO BOSS Mexico Management Services S.A. de C.V. 2 Mexiko-Stadt, Mexiko 400 2.500 HUGO BOSS Magazacilik Ltd. Sti. Izmir, Türkei -4.510 2.281 HUGO BOSS Shoes & Accessories Poland Sp. z o.o. Radom, Polen 81 1.838 HUGO BOSS Finland OY Helsinki, Finnland 594 1.827 HUGO BOSS Belgium Retail BVBA Diegem, Belgien -1.854 1.747 HUGO BOSS Holding Sourcing S.A. Coldrerio, Schweiz -12 1.182 ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dieselstrasse KG 2 Metzingen, Deutschland 148 665 GRAMOLERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft Objekt Ticino mbH Metzingen, Deutschland 0 499 ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Metzingen KG 2 3 Grünwald, Deutschland 322 332 HUGO BOSS Dienstleistungs GmbH 2 Metzingen, Deutschland -1 119 HUGO BOSS Trade Mark Management Verwaltungs-GmbH Metzingen, Deutschland 1 40 BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 869 KG 7 Pul lach, Deutschland 1.239 0 HUGO BOSS Estonia OÜ Tallinn, Estland -34 -33 HUGO BOSS Beteiligungsgesellschaft mbH 2 ' 6 Metzingen, Deutschland 0 -85 HUGO BOSS Latvia SIA. Riga, Lettland -61 -117 GRETANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt D 19 KG Grünwald, Deutschland 13 -529 HUGO BOSS New Zealand Ltd. Auckland, Neuseeland -260 -2.122 HUGO BOSS Benelux Retail B.V. Amsterdam, Niederlande -999 -3.376 Distributionszentrum Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt HUGO BOSS Filderstadt KG 7 Pul lach, Deutschland 238 -12.924 HUGO BOSS Japan K.K. Tokio, Japan 844 -22.201 1 Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen nach evtl. Gewinnabführung, bei Tochterunternehmen gemäß innenkonsolidiertem IFRS-Abschluss. 2 Direkte Beteiligungen der HUGO BOSS AG. 3 Beteiligungen mit einem Kapitalanteil von 94 %. 4 Teilkonzernabschluss. 5 Gesellschaften, die einen Ergebnisabführungsvertrag mit der HUGO BOSS AG haben. 6 Beteiligungen mit einem Kapitalanteil von 49 %. 7 Aufgrund der Anwachsung der Distributionszentrum Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt HUGO BOSS Filderstadt KG auf die HUGO BOSS AG zum 30. November 2019 sind hier die Werte zum Stand 29. November 2019 angegeben. Aufgrund der Anwachsung der BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 869 KG auf die HUGO BOSS AG sind die Werte zum 1. Oktober 2019 angegeben. 3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (in TEUR) scroll Gegliedert nach Restlaufzeiten Mit einer Restlaufzeit von 2019 bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren Gesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.915 - - 18.915 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.853 - - 38.853 Sonstige Vermögensgegenstände 55.401 - 234 55.635 113.169 234 113.403 scroll 2018 bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren Gesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.937 - - 25.937 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.303 - - 41.303 Sonstige Vermögensgegenstände 57.512 - 153 57.665 124.752 - 153 124.905 Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 12.816 TEUR (2018: 22.882 TEUR) konzerninterne Finanzierungen, im Übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten zum 31. Dezember 2019 im Wesentlichen Bonusforderungen gegenüber Lieferanten (12.166 TEUR; 2018: 13.751 TEUR), Ertragsteuerforderungen (11.157 TEUR; 2018: 17.611 TEUR) sowie Umsatzsteuerforderungen (1.729 TEUR; 2018: 10.244 TEUR). 4 Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält hauptsächlich abgegrenzte Aufwendungen für IT-Wartungsverträge und Marketingaufwendungen. 5 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der HUGO BOSS AG beträgt zum 31. Dezember 2019 unverändert zum Vorjahr 69.016 TEUR Die Stückaktien haben einen Nennwert von 1 EUR. Das gezeichnete Kapital setzt sich wie folgt zusammen: (in TEUR) scroll 31.12.2019 31.12.2018 Stammaktien 70.400 70.400 Eigene Anteile auf Stammaktien -1.384 -1.384 69.016 69.016 Genehmigtes Kapital Der Vorstand der HUGO BOSS AG kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Mai 2024 das Grundkapital um bis zu 35.200.000,00 EUR durch Ausgabe von 35.200.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals erhöhen (Genehmigtes Kapital). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und ist gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB ausgewiesen. Sie beträgt unverändert zum Vorjahr 399TEUR. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Zuführungen oder Entnahmen getätigt. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten zum 31. Dezember 2019 die gesetzliche Rücklage mit 6.641 TEUR (2018: 6.641 TEUR) und andere Gewinnrücklagen mit 355.538 TEUR (2018: 376.282 TEUR). Die Entwicklung der anderen Gewinnrücklagen ist wie folgt: (in TEUR) scroll Stand 31.12.2018 376.282 Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen gemäß Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat 20.744 Stand 31.12.2019 355.538 Eigene Aktien Am 31. Dezember 2019 wurden 1.383.833 Stammaktien gehalten. Der darauf entfallende Anteil am gezeichneten Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 1.384 TEUR (2,0 %). Die Gesamtzahl der eigenen Aktien beinhaltet 855.278 ehemalige Vorzugsaktien, die im Zuge der am 15. Juni 2012 vorgenommenen Umstellung in Stammaktien umgewandelt wurden. Der Nennbetrag wurde vom "Gezeichneten Kapital" offen abgesetzt. Der Differenzbetrag in Höhe von 30.300 TEUR zwischen dem Nennwert der eigenen Anteile und dem zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Buchwert wurde im Jahr 2010 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die eigenen Anteile stammen aus Erwerben in den Jahren 2004 bis 2007: (in TEUR) scroll Kauf Anzahl Stammaktien In Stück Anzahl Vorzugsaktien In Stück 03/2004 35.966 0 05/2004 36.280 0 06/2004 11.513 0 07/2004 40.506 0 02/2005 12.992 0 03/2005 34.794 1.000 04/2005 84.000 82.467 10/2005 21.700 153.700 05/2006 0 210.200 06/2006 79.700 0 07/2006 158.628 0 08/2006 0 20.021 09/2006 9.976 110.084 01/2007 0 94.411 02/2007 2.500 183.395 06/2012 855.278 -855.278 31.12.2019 1.383.833 0 Die historischen Anschaffungskosten der eigenen Anteile betrugen 42.362 TEUR ln der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde beschlossen, dem Vorstand eine Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 zu erteilen, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu einem Anteil von insgesamt höchstens 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Ferner erhielt er die Ermächtigung zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine zusätzlichen eigenen Aktien erworben oder veräußert. 6 Bilanzgewinn (in TEUR) scroll Bilanzgewinn am 31.12.2018 190.080 Dividendenzahlung für 2018 186.344 Gewinnvortrag 3.736 Jahresüberschuss 2019 169.120 Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 20.744 Bilanzgewinn am 31.12.2019 193.600 7 Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen Zur Ausschüttung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen unter Berücksichtigung der frei verfügbaren Gewinnrücklagen wie im Vorjahr keine. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe der Differenz zwischen der bilanzierten Rückstellung für Pensionen und dem Wert, der sich ergibt, wenn eine Abzinsung mit dem Durchschnittszinssatz über sieben Jahre erfolgt wäre. Daraus ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag von 6.731 TEUR. Ferner wurden 41 TEUR aus der Aktivierung selbstgeschaffener Werte als auschüttungsgesperrter Betrag verbucht. 8 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch qualifizierte Versicherungspolicen (Deckungsvermögen) gesichert. Die Leistungen aus den Versicherungspolicen dienen ausschließlich der Erfüllung der jeweiligen Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger durch Verpfändung entzogen. Im Geschäftsjahr 2019 wurde eine neue Managementversorgung für Executives eingeführt, die durch Entgeltumwandlung des Pensionsberechtigten finanziert wird. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsanspruchs besteht aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattung (sogenannte Überschussbeteiligung). (in TEUR) scroll 31.12.2019 31.12.2018 Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 94.131 86.078 Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung 84.425 79.701 Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 9.706 6.377 Anschaffungskosten des in der Rückdeckungsversicherung angelegten Vermögens 84.425 79.701 Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträge und die Zinsaufwendungen aus korrespondierenden Erfüllungsbeträgen der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr 2019 sind nachstehend dargestellt: (in TEUR) scroll 2019 2018 Zinserträge aus Deckungsvermögen 2.069 1.722 Zinsaufwand aus korrespondierenden Pensionsrückstellungen 6.645 6.177 Saldierter Zinsaufwand 4.576 4.455 Der Saldo in Höhe von 4.576 TEUR wird im Zinsaufwand ausgewiesen. Darin enthalten sind 3.906 TEUR Zinsaufwand aus der Veränderung des Rechnungszinses (2019: 2,71 %; 2018: 3,21 %). Der Unterschiedsbetrag aus Abzinsung des laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatzes von zehn anstatt sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2019 6.731 TEUR (10-Jahres-Durchschnitt: 2,71 % / 7-Jahres-Durchschnitt: 1,97 %) (2018: 7.371 TEUR; 10-Jahres-Durchschnitt: 3,21 %/7-Jahres-Durchschnitt: 2,32 %). 9 Sonstige Rückstellungen (in TEUR) scroll 31.12.2019 31.12.2018 Personalaufwendungen 36.005 36.420 Ausstehende Eingangsrechnungen 31.826 34.162 Retourenrückstellung 3.930 5.591 Übrige Rückstellungen 20.432 13.328 92.193 89.501 Die Rückstellungen für Personalaufwendungen betreffen überwiegend Rückstellungen für kurz- und mittelfristige Tantiemen und Boni, sowie Altersteilzeit. Ausstehende Rechnungen, deren Höhe und Fälligkeit bekannt ist, werden in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Retourenrückstellung beinhaltet Warenrücksendungen, die innerhalb der nächsten 12 Monate abgewickelt werden. Die übrigen Rückstellungen betreffen überwiegend Rückstellungen für sonstige Risiken, im wesentlichen Zinsen aus der Betriebsprüfung, Drohverlustrückstellungen aus Lieferantenverträgen und Rückstellung für Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 1.205 TEUR (2018: 1.464TEUR). 10 Verbindlichkeiten (in TEUR) scroll Gegliedert nach Restlaufzeiten Mit einer Restlaufzeit von 2019 bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren Gesamt Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.882 40.714 41.889 97.485 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 117.360 - - 117.360 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 301.321 - - 301.321 Sonstige Verbindlichkeiten 20.602 13 5 20.620 454.165 40.727 41.894 536.786 scroll 2018 bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren Gesamt Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.599 12.874 - 19.473 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 119.291 - - 119.291 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 300.893 - - 300.893 Sonstige Verbindlichkeiten 19.343 176 10 19.529 446.126 13.050 10 459.186 Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 283.057 TEUR (2018: 300.576 TEUR) Darlehen, im Übrigen Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg resultiert aus der Übernahme der Distributionszentrum Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt HUGO BOSS Filderstadt KG und somit der damit bestehenden Kreditverbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2019 bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden in Höhe von 137.394 TEUR für die passivierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (2018: 7.965 TEUR), deren Anstieg ebenfalls aus der Übernahme der Darlehensverbindlichkeiten der Leasinggesellschaften resultiert. Aufteilung der sonstigen Verbindlichkeiten (in TEUR) scroll 31.12.2019 31.12.2018 Aus Steuern 11.445 11.410 Im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 Übrige 9.175 8.119 20.620 19.529 11 Latente Steuern Als Ertragsteueraufwendungen werden Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag und im Ausland entrichtete Ertragsteuern (z. B. anrechenbare Quellensteuer) ausgewiesen. Insgesamt besteht zum 31. Dezember 2019 aus zeitlichen Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen - sowohl aus eigenen als auch aus solchen Gesellschaften des steuerlichen Organkreises beziehungsweise von Personengesellschaften, an denen HUGO BOSS als Gesellschafter beteiligt ist - eine zukünftige Steuerentlastung von 16.997 TEUR (2018: 10.748 TEUR). Die Ermittlung dieses Betrags erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 29,55 % (2018: 29,55 %) (HUGO BOSS AG und Organgesellschaften) beziehungsweise 15,83 % (2018: 15,83 %) (Beteiligungen in der Rechtsform einer Personengesellschaft). Aktive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen im Anlagevermögen. Die Unterschiede bei den Pensionsrückstellungen und dem zu saldierenden Planvermögen führen ebenfalls zu aktiven Steuerlatenzen. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht ansetzbaren Rückstellungen. Passive Steuerlatenzen ergaben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen in den Verbindlichkeiten und immateriellen Wirtschaftsgütern der einbezogenen Gesellschaften. Insgesamt ergibt sich nach Saldierung ein aktiver latenter Steuerüberhang in Höhe von 16.997 TEUR (2018: 10.748 TEUR). In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde eine aktive latente Steuer nicht bilanziert. Latente Steuern sind dementsprechend im Steueraufwand nicht enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 12 Umsatzerlöse (in TEUR) scroll Kollektion Umsatzerlöse Gesamtbetrag 2019 BOSS HUGO Sonstige Produkte Dienstleistung Europa 1 761.810 193.373 46.081 68.227 1.069.491 Amerika 115.266 19.275 2.947 1.845 139.333 Asien/Pazifik 94.873 5.820 3.739 2.249 106.681 971.949 218.468 52.767 72.321 1.315.505 1 inkl. Naher Osten und Afrika. scroll 2018 BOSS HUGO Sonstige Produkte Dienstleistung Europa 1 755.211 186.875 31.990 54.131 1.028.207 Amerika 149.273 27.046 4.051 270 180.640 Asien/Pazifik 88.101 5.402 3.081 815 97.399 992.585 219.323 39.122 55.216 1.306.246 1 inkl. Naher Osten und Afrika. 13 Vertriebskosten Die Aufwendungen für Vertriebskosten setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: (in TEUR) scroll 2019 2018 Marketingaufwendungen 36.352 39.203 Aufwendungen für eigenen Einzelhandel, indirekte Vertriebs- und Marketingorganisation 102.702 128.385 Lageraufwendungen 54.979 50.079 Ausgangsfrachten und Lizenzgebühren 96.362 94.320 290.395 311.987 14 Allgemeine Verwaltungskosten (in TEUR) scroll 2019 2018 Verwaltungskosten 129.779 126.065 Die allgemeinen Verwaltungskosten resultieren hauptsächlich aus Personalkosten, Raummieten, Leasingkosten, Abschreibungen sowie diversen IT-Aufwendungen. 15 Sonstige betriebliche Erträge (in TEUR) scroll 2019 2018 Sonstige betriebliche Erträge 96.088 91.491 Davon aus Währungsumrechnung (1.679) (1.903) Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten hauptsächlich Erlöse aus der Weiterberechnung von Kosten und Leistungen an verbundene Unternehmen. 16 Sonstige betriebliche Aufwendungen (in TEUR) scroll 2019 2018 Sonstige betriebliche Aufwendungen 65.738 68.801 Davon Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (38.600) (37.324) Davon aus Währungsumrechnung (1.919) (3.274) 17 Erträge aus Beteiligungen Erträge aus Beteiligungen werden grundsätzlich in dem Zeitpunkt vereinnahmt, in dem der Anspruch entstanden und der Eingang der entsprechenden Erträge bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sicher zu erwarten ist. Die Erträge aus Beteiligungen entfallen vollständig auf verbundene Unternehmen. Sie betreffen überwiegend die Dividende der HUGO BOSS Textile Industry Ltd. in Höhe von 30.000 TEUR (2018: 16.037 TEUR) als auch den Jahresüberschuss der HUGO BOSS Trade Mark Management GmbH & Co. KG, Metzingen, in Höhe von 89.229 TEUR (2018: 96.680 TEUR), welcher entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen auf das Darlehenskonto der Kommanditistin HUGO BOSS AG gutgeschrieben wird. 18 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.347 TEUR (2018: 1.337 TEUR) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 4.757 TEUR (2018: 4.664 TEUR). Im Gesamtbetrag der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 3.382 TEUR (2018: 3.758 TEUR) an verbundene Unternehmen enthalten. 19 Erträge aus Gewinnabführung / Aufwendungen aus Verlustübernahme Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen werden dann vereinnahmt, wenn das abzuführende Ergebnis zweifelsfrei beziffert werden kann, auch ohne dass der Jahresabschluss der Tochtergesellschaft bereits festgestellt ist. Mit den Tochterunternehmen HUGO BOSS Beteiligungsgesellschaft mbH, Metzingen, und HUGO BOSS Internationale Beteiligungs-GmbH, Metzingen, bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. 20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Geschäftsjahr 2019 enthalten die laufenden Ertragssteuern periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 28.649 TEUR (2018: 17.328 TEUR) und anrechenbare Quellensteuer von 2.997 TEUR (2018: 884 TEUR). In den periodenfremden Aufwendungen sind Rückstellungen für die Risiken aus der steuerlichen Außenprüfung der HUGO BOSS AG für die Jahre 2012 bis 2015 enthalten. Zusätzliche Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Materialaufwand (in TEUR) scroll 2019 2018 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 470.476 502.618 Aufwendungen für bezogene Leistungen 95.084 95.450 Materialaufwand 565.560 598.068 Personalaufwand (in TEUR) scroll 2019 2018 Löhne und Gehälter 219.279 211.468 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 36.694 34.340 Davon für Altersversorgung (1.339) (800) Personalaufwand 255.973 245.808 Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von 4.201 TEUR (2018: 0 TEUR) ist auf den Verschmelzungsverlust mit der BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 869 KG zurückzuführen. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen periodenfremde Erträge in Höhe von 11.699 TEUR (2018: 14.832 TEUR) an. Diese stammen im Wesentlichen aus Auflösungen von Rückstellungen und Nachberechnungen aus Konzernumlagen des Vorjahres sowie Nachverrechnungen aus Bonusverträgen gegenüber Lieferanten. In den aperiodischen Aufwendungen waren 6.696 TEUR (2018: 7.904 TEUR) enthalten, die sich im Wesentlichen aus Nachberechnungen zusätzlicher Konzernumlagen zusammensetzen sowie Aufwendungen, die das Vorjahr betrafen (2019: 4.954 TEUR; 2018: 4.353 TEUR). Sonstige Angaben Mitarbeiterzahlen Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: scroll 2019 2018 Gewerbliche Arbeitnehmer 1.095 1.092 Kaufmännische Arbeitnehmer 3.033 2.953 4.128 4.045 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte nach i 285 Nr. 3 HGB HUGO BOSS nutzt nicht nur eigene Grundstücke und Gebäude, sondern ist auch Mieter mehrerer Gebäude und der dazugehörenden Grundstücke. Dieser Nutzung liegen Immobilienleasingverträge (Operating-Leasing) zugrunde. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Leasingverträge haben Restlaufzeiten von 6 bis 7 Jahren. Die Leasingverträge führten zu einem Leasingaufwand in Höhe von 13.643 TEUR (2018: 14.896 TEUR). Die Leasingraten sind in der Aufstellung zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB enthalten. Diese Immobilienleasingverträge enthalten Rückkaufoptionen für die jeweiligen Immobilien von denen zwei Rückkaufsoptionen im Geschäftsjahr 2019 gezogen wurden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach i 285 Nr. 3a HGB scroll 2019 Miet- und Leasingverträge Davon verb. Unternehmen (in TEUR) Gesamt Gebäude/Immobilien Hard- und Software Sonstige Verträge Gebäude Leasing Sonstige Verträge Fällig 2020 52.904 33.403 17.468 2.033 2.310 - Fällig 2021-2024 98.491 87.364 9.661 1.466 7.139 - Fällig nach 2024 54.182 54.182 - - 567 - 205.577 174.949 27.129 3.499 10.016 - Verpflichtungen aus im Geschäftsjahr begonnenen Investitionsvorhaben, fällig 2020 und 2021 2.989 scroll 2019 Davon assoz. Unternehmen (in TEUR) Gebäude Leasing Sonstige Verträge Fällig 2020 2.496 - Fällig 2021-2024 9.983 - Fällig nach 2024 4.941 - 17.420 - Verpflichtungen aus im Geschäftsjahr begonnenen Investitionsvorhaben, fällig 2020 und 2021 scroll 2018 Miet- und Leasingverträge Davon verb. Unternehmen (in TEUR) Gesamt Gebäude/Immobilien Hard- und Software Sonstige Verträge Gebäude Leasing Sonstige Verträge Fällig 2019 64.348 44.693 17.630 2.025 3.909 - Fällig 2020-2023 160.070 149.198 9.486 1.386 14.592 - Fällig nach 2023 84.738 84.738 - - 1.819 - 309.156 278.629 27.116 3.411 20.320 - Verpflichtungen aus im Geschäftsjahr begonnenen Investitionsvorhaben, fällig 2019 und 2020 8.591 scroll 2018 Davon assoz. Unternehmen (in TEUR) Gebäude Leasing Sonstige Verträge Fällig 2019 11.586 - Fällig 2020-2023 46.344 - Fällig nach 2023 23.333 - 81.263 - Verpflichtungen aus im Geschäftsjahr begonnenen Investitionsvorhaben, fällig 2019 und 2020 Bei den Werten handelt es sich um Nominalbeträge, d. h. nicht abgezinste Beträge. Haftungsverhältnisse (in TEUR) scroll 31.12.2019 31.12.2018 Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften 50.233 77.567 Davon für verbundene Unternehmen (50.233) (77.567) Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 5.790 9.990 Davon für verbundene Unternehmen (5.790) (9.990) 56.023 87.557 Bürgschaften und Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten wurden ausschließlich zugunsten von Tochtergesellschaften abgegeben. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Die Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands sind auf den Seiten 54 bis 55 angegeben. Vergütung der Mitglieder des Vorstands Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands nach § 285 Nr. 9 a) Satz 1 bis 4 HGB belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 4.457 TEUR (2018: 7.299 TEUR). Davon entfielen 2.646 TEUR auf die Grundvergütung inklusive Nebenleistungen (2018: 2.890 TEUR). Die Angaben nach § 285 Nr. 9 a) Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht des zusammengefassten Lageberichts enthalten. Im Geschäftsjahr wurde keine Sondervergütung (2018: 0 TEUR) gewährt. Ein Betrag in Höhe von 0 TEUR (2018: 1.991 TEUR) entfällt auf den für das Geschäftsjahr 2019 vereinbarten "Short Term Incentive" (STI). Auf den "Long Term Incentive" (LTI) 2019-2021 entfällt ein Betrag in Höhe von 1.811 TEUR, der sich für 28.330 im Jahr 2019 gewährte Bezugsrechte ergibt. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Vorstandsmitgliedern darüber hinaus weder Kredite gewährt, noch wurden zugunsten dieser Personen Haftungsverhältnisse eingegangen. Mitglieder des Vorstands kaufen im Rahmen ihrer gewährten sonstigen zum Gehalt gehörenden Sachleistungen sowie für den persönlichen Bedarf vergünstigt bei HUGO BOSS ein. Versorgungszusagen (in TEUR) scroll Mark Langer Vorstandsvorsitzender Bernd Hake Mitglied des Vorstands (bis 2. Juli 2019) Yves Müller Mitglied des Vorstands 2019 2018 2019 2018 2019 2018 Dienstzeitaufwand nach HGB 2.098 1.237 120 216 260 170 Pensionsrückstellung nach HGB 2.674 1.888 - - - - scroll Ingo Wilts Mitglied des Vorstands Summe 2019 2018 2019 2018 Dienstzeitaufwand nach HGB 280 265 2.758 1.888 Pensionsrückstellung nach HGB - - 2.674 1.888 Vergütung ehemaliger Vorstandsmitglieder Ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten im Jahr 2019 Gesamtbezüge in Höhe von 3.962 TEUR (2018: 309 TEUR). Darin enthalten sind Vergütungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von 3.513TEUR (2018: OTEUR) Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 40.437 TEUR (2018: 37.799 TEUR). Das entsprechende Planvermögen in Form der Rückdeckungsversicherung beläuft sich auf 35.716 TEUR (2018: 35.473 TEUR). Vergütung für den Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Jahr 2018 Gesamtbezüge in Höhe von 1.468 TEUR. Für das Jahr 2019 betragen die Gesamtbezüge voraussichtlich 1.205 TEUR, darin enthalten ist ein variabler Anteil in Höhe von 450 TEUR (2018: 709 TEUR), der sich an der voraussichtlichen Höhe des Ergebnisses je Aktie im Konzernabschluss bemisst. Darüber hinaus haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen Gesellschaften des HUGO BOSS Konzerns und Personen in Schlüsselpositionen und ihren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats halten insgesamt weniger als 1 % (2018: weniger als 1 %) der von der HUGO BOSS AG ausgegebenen Aktien. Die Angaben nach § 285 Nr. 9 a) Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbereicht im zusammengefassten Lagebericht enthalten. Corporate Governance Codex Vorstand und Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG haben im Dezember 2019 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben. Diese ist auf der Internetseite der Gesellschaft den Aktionären dauerhaft zugänglich. Honorar des Abschlussprüfers Die Angabe unterbleibt gemäß § 285 Nr. 17 HGB, da die Angabe im Konzernabschluss der HUGO BOSS AG erfolgt. Dividende und Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2019 der HUGO BOSS AG schloss mit einem Jahresüberschuss von 169.120TEUR ab (2018: 195.950 TEUR). Der Bilanzgewinn beträgt nach Entnahme aus den Gewinnrücklagen 193.600TEUR (2018: 190.080 TEUR). Vor dem Hintergrund einer ertragsorientierten Ausschüttungspolitik schlägt der Vorstand vor, eine Dividende von 2,75 EUR je Aktie (2018: 2,70 EUR je Aktie) für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten. Dies entspricht einem Betrag von 189.794 TEUR (2018: 186.344 TEUR). Des Weiteren wird vorgeschlagen, 3.806 TEUR (2018: 3.736 TEUR) auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht nach § 289 - Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts am 20. Februar 2020 war das Geschäft von HUGO BOSS durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, allen voran auf dem chinesischen Festland, wesentlich beeinträchtigt. So waren ein Großteil der eigenen Einzelhandelsgeschäfte auf dem chinesischen Festland, in Hongkong und in Macau seit Ende Januar entweder geschlossen oder operierten mit stark eingeschränkten Öffnungszeiten. Zudem verzeichnete das Unternehmen im gleichen Zeitraum einen spürbaren Rückgang der mit chinesischen Touristen erzielten Umsätze in weiteren wichtigen Märkten. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts vorherrschenden großen Unsicherheit mit Blick auf den weiteren Verlauf der Situation, geht HUGO BOSS davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sehr wahrscheinlich wesentlich auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens im Jahr 2020 auswirken werden. Dabei geht das Unternehmen mitunter von einer schrittweisen Normalisierung der Situation bis zur Jahresmitte aus. Etwaige darüberhinausgehende negative Auswirkungen können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2020 von den prognostizierten Werten abweichen. Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2019 und der Freigabe der Veröffentlichung dieses Berichts am 20. Februar 2020 gab es keine weiteren gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken können. Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG scroll Meldepflichtiger Sitz Datum der Schwellenberührung Art der Schwellenberührung V.F.G. International N.V. Amsterdam, Niederlande 28.09.2005 Überschreitung Red & Black Holdco S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 02.08.2007 Überschreitung Red & Black Holdco 2 S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 02.08.2007 Überschreitung P4 Sub L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung Permira IV L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung Permira IV Managers L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung Permira IV Managers Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung Permira IV L.P.2 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung P4 Co-Investment L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung Permira Investments Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung Permira IV GP L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung Permira IV GP Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung Permira Nominees Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 02.08.2007 Überschreitung Red & Black 2 S.r.l. Mailand, Italien 11.03.2008 Unterschreitung Red & Black S.r.l. Mailand, Italien 11.03.2008 Überschreitung Red & Black S.p.A. Mailand, Italien 19.03.2008 Überschreitung Red & Black Topco 2 S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 21.04.2008 Unterschreitung Red & Black Topco S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 21.04.2008 Überschreitung Red & Black Lux 2 S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 21.04.2008 Unterschreitung Red & Black Lux S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 21.04.2008 Überschreitung Valentino Fashion Group S.p.A. Mailand, Italien 01.05.2008 Unterschreitung Red & Black S.p.A. Mailand, Italien 01.05.2008 Überschreitung Permira Holdings LLP London, Großbritannien 04.08.2008 Überschreitung Permira Holdings LLP London, Großbritannien 21.09.2009 Unterschreitung Valentino Fashion Group S.p.A. Mailand, Italien 23.12.2009 Unterschreitung Blitz F09-vier-sechs GmbH Frankfurt, Deutschland 23.12.2009 Überschreitung V.F.G. International N.V. Amersfoort, Niederlande 23.03.2010 Unterschreitung Red & Black Holding GmbH (ehemals Blitz F09-vier-sechs GmbH) München, Deutschland 23.03.2010 Überschreitung UniCredit Bank AG München, Deutschland 01.02.2012 UniCredit S.p.A. Rom, Italien 01.02.2012 Mediobanca - Banca di Credito Finanziario S.p.A. Mailand, Italien 01.02.2012 PFC S.r.l. Vicenza, Italien 01.02.2012 ZETA FINANCE S.A. Luxemburg, Luxemburg 01.02.2012 Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 01.02.2012 Red & Black Holding GmbH Oberursel, Deutschland 15.06.2012 Unterschreitung Red & Black Lux S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 15.06.2012 Unterschreitung Red & Black Topco S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 15.06.2012 Unterschreitung Red & Black Holdco S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 15.06.2012 Unterschreitung Red & Black Holdco 2 S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 15.06.2012 Unterschreitung P4 Sub L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung Permira IV L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung Permira IV Managers L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung Permira IV Managers Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung Permira IV L.P.2 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung P4 Co-Investment L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung Permira Investments Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung Permira IV GP L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung Permira IV GP Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung Permira Nominees Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung Permira Holdings Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 15.06.2012 Unterschreitung PFC S.r.l. Vicenza, Italien 15.06.2012 Unterschreitung UniCredit Bank AG München, Deutschland 15.06.2012 Unterschreitung UniCredit S.p.A. Rom, Italien 15.06.2012 Unterschreitung ZETA FINANCE S.A. Luxemburg, Luxemburg 15.06.2012 Unterschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 15.06.2012 Unterschreitung Mediobanca - Banca di Credito Finanziario S.p.A. Mailand, Italien 21.01.2013 Unterschreitung The Capital Group Companies Inc. Los Angeles, CA, USA 26.11.2013 Überschreitung Capital Research and Management Company Los Angeles, CA, USA 26.11.2013 Überschreitung Allianz Global Investors Europe GmbH Frankfurt, Deutschland 30.05.2014 Überschreitung Capital Research and Management Company Los Angeles, CA, USA 02.07.2014 Überschreitung The Capital Group Companies Inc. Los Angeles, CA, USA 02.07.2014 Überschreitung Allianz Global Investors Europe GmbH Frankfurt, Deutschland 21.07.2014 Überschreitung Allianz Global Investors Europe GmbH Frankfurt, Deutschland 26.08.2014 Unterschreitung Allianz Global Investors Europe GmbH Frankfurt, Deutschland 01.09.2014 Überschreitung Allianz Global Investors Europe GmbH Frankfurt, Deutschland 02.09.2014 Unterschreitung Red & Black Lux S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 05.09.2014 Unterschreitung Red & Black Topco S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 05.09.2014 Unterschreitung Red & Black Holdco S.à r.l.(involuntary liquidation) Luxemburg, Luxemburg 05.09.2014 Unterschreitung Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(involuntary liquidation) Luxemburg, Luxemburg 05.09.2014 Unterschreitung P4 Sub L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Permira IV L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Permira IV Managers L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Permira IV Managers Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Permira IV L.P.2 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung P4 Co-Investment L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Permira Investments Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Permira IV GP L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Permira IV GP Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Permira Nominees Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Permira Holdings Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Unterschreitung Allianz Global Investors Europe GmbH St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 05.09.2014 Überschreitung ZETA FINANCE S.A. Luxemburg, Luxemburg 05.09.2014 Unterschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 05.09.2014 Unterschreitung PFC S.r.l. Vicenza, Italien 05.09.2014 Unterschreitung UniCredit Bank AG München, Deutschland 05.09.2014 Unterschreitung UniCredit S.p.A. Rom, Italien 05.09.2014 Unterschreitung BlackRock Inc. New York, NY, USA 20.10.2014 Überschreitung BlackRock HoldCo 2 Inc. Wilmington, DE, USA 20.10.2014 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. New York, NY, USA 20.10.2014 Überschreitung Alecta Stockholm, Schweden 12.12.2014 Überschreitung BlackRock Advisors Holdings Inc. New York, NY, USA 16.01.2015 Überschreitung BlackRock International Holdings Inc. New York, NY, USA 16.01.2015 Überschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Kanalinseln 16.01.2015 Überschreitung BlackRock Advisors Holdings Inc. New York, NY, USA 23.01.2015 Unterschreitung BlackRock International Holdings Inc. New York, NY, USA 23.01.2015 Unterschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Kanalinseln 23.01.2015 Unterschreitung BlackRock Advisors Holdings Inc. New York, NY, USA 27.01.2015 Überschreitung BlackRock International Holdings Inc. New York, NY, USA 27.01.2015 Überschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Kanalinseln 27.01.2015 Überschreitung BlackRock Group Limited London, Großbritannien 02.02.2015 Überschreitung BlackRock Group Limited London, Großbritannien 03.02.2015 Unterschreitung BlackRock Advisors Holdings Inc. New York, NY, USA 04.02.2015 Unterschreitung BlackRock International Holdings Inc. New York, NY, USA 04.02.2015 Unterschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Kanalinseln 04.02.2015 Unterschreitung BlackRock Advisors Holdings Inc. New York, NY, USA 09.02.2015 Überschreitung BlackRock International Holdings Inc. New York, NY, USA 09.02.2015 Überschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Kanalinseln 09.02.2015 Überschreitung Red & Black Lux S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 12.02.2015 Unterschreitung Red & Black Topco S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 12.02.2015 Unterschreitung Red & Black Holdco S.à r.l.(in voluntary liquidation) Luxemburg, Luxemburg 12.02.2015 Unterschreitung Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(in voluntary liquidation) Luxemburg, Luxemburg 12.02.2015 Unterschreitung P4 Sub L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung Permira IV L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung Permira IV Managers L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung Permira IV Managers Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung Permira IV L.P.2 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung P4 Co-Investment L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung Permira Investments Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung Permira IV GP L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung Permira IV GP Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung Permira Nominees Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung Permira Holdings Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 12.02.2015 Unterschreitung BlackRock Group Limited London, Großbritannien 12.02.2015 Überschreitung BlackRock Inc. New York, NY, USA 12.02.2015 Überschreitung BlackRock Inc. New York, NY, USA 12.02.2015 Überschreitung ZETA FINANCE S.A. Luxemburg, Luxemburg 12.02.2015 Unterschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 12.02.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 13.02.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 13.02.2015 Überschreitung PFC S.r.l. Vicenza, Italien 12.02.2015 Unterschreitung UniCredit Bank AG München, Deutschland 12.02.2015 Unterschreitung Unicredit S.p.A. Rom, Italien 12.02.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. New York, NY, USA 16.02.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 16.02.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 02.03.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. New York, NY, USA 02.03.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 03.03.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. New York, NY, USA 03.03.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 16.03.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 16.03.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 16.03.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 18.03.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 18.03.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 18.03.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 18.03.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 18.03.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 18.03.2015 Überschreitung Red & Black Lux S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 19.03.2015 Unterschreitung Red & Black Topco S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 19.03.2015 Unterschreitung Red & Black Holdco S.à r.l.(in voluntary liquidation) Luxemburg, Luxemburg 19.03.2015 Unterschreitung Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(in voluntary liquidation) Luxemburg, Luxemburg 19.03.2015 Unterschreitung P4 Sub L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung Permira IV L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung Permira IV Managers L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung Permira IV Managers Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung Permira IV L.P.2 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung P4 Co-Investment L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung Permira Investments Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung Permira IV GP L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung Permira IV GP Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung Permira Nominees Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung Permira Holdings Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 19.03.2015 Unterschreitung BlackRock Investment Management (UK) Limited London, England und Wales 19.03.2015 Überschreitung PFC S.r.l. Vicenza, Italien 19.03.2015 Unterschreitung ZETA FINANCE S.A. Luxemburg, Luxemburg 19.03.2015 Unterschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 19.03.2015 Unterschreitung PFC S.r.l. Vicenza, Italien 09.04.2015 Unterschreitung Red & Black Lux S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 09.04.2015 Unterschreitung Red & Black Topco S.ä r.l. Luxemburg, Luxemburg 09.04.2015 Unterschreitung Red & Black Holdco S.à r.l.(in voluntary liquidation) Luxemburg, Luxemburg 09.04.2015 Unterschreitung Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(in voluntary liquidation) Luxemburg, Luxemburg 09.04.2015 Unterschreitung P4 Sub L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung Permira IV L.P.1 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung Permira IV Managers L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung Permira IV Managers Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung Permira IV L.P.2 St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung P4 Co-Investment L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung Permira Investments Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung Permira IV GP L.P. St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung Permira IV GP Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung Permira Nominees Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung Permira Holdings Limited St. Peter Port, Guernsey, Kanalinseln 09.04.2015 Unterschreitung ZETA FINANCE S.A. Luxemburg, Luxemburg 09.04.2015 Unterschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 09.04.2015 Überschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 09.04.2015 Unterschreitung PFC S.r.l. Vicenza, Italien 23.04.2015 Überschreitung PFC S.r.l. Vicenza, Italien 23.04.2015 Überschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 23.04.2015 Überschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 23.04.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 27.04.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 27.04.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 27.04.2015 Unterschreitung Tamburi Investment Partners S.p.A. Mailand, Italien 28.04.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 06.05.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 06.05.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 06.05.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management (UK) Limited London, England und Wales 07.05.2015 Unterschreitung BlackRock International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 08.05.2015 Unterschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Jersey 08.05.2015 Unterschreitung BlackRock Group Limited London, England und Wales 08.05.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 11.05.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 11.05.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 11.05.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 11.05.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 11.05.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 11.05.2015 Unterschreitung BlackRock International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Überschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Jersey 18.05.2015 Überschreitung BlackRock Group Limited London, England und Wales 18.05.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley Group (Europe) London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley Wilmington, DE, USA 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley International Limited London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley Investments (UK) London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley UK Group London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley & Co. International plc London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley Wilmington, DE, USA 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley International Limited London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley Group (Europe) London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley UK Group London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley Investments (UK) London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley & Co. International plc London, Großbritannien 08.05.2015 Überschreitung BlackRock Investment Management (UK) Limited London, England und Wales 20.05.2015 Überschreitung Morgan Stanley Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley International Limited London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley Group (Europe) London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley UK Group London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley Investments (UK) London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley & Co. International plc London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley International Limited London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley Group (Europe) London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley UK Group London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley Investments (UK) London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung Morgan Stanley & Co. International plc London, England und Wales 18.05.2015 Unterschreitung BlackRock International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 21.05.2015 Überschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Jersey 21.05.2015 Überschreitung BlackRock International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 21.05.2015 Überschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Jersey 21.05.2015 Überschreitung BlackRock Group Limited London, England und Wales 22.05.2015 Überschreitung BlackRock Group Limited London, England und Wales 29.05.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 01.06.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 01.06.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 01.06.2015 Unterschreitung BlackRock International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 01.06.2015 Unterschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Jersey 01.06.2015 Unterschreitung BlackRock Group Limited London, England und Wales 02.06.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 05.06.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 05.06.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 05.06.2015 Überschreitung BlackRock International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 09.06.2015 Unterschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Jersey 09.06.2015 Unterschreitung BlackRock Group Limited London, England und Wales 09.06.2015 Unterschreitung BlackRock International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 10.06.2015 Überschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Jersey 10.06.2015 Überschreitung BlackRock Group Limited London, England und Wales 10.06.2015 Überschreitung BlackRock Group Limited London, England und Wales 18.06.2015 Unterschreitung BlackRock International Holdings Inc. Wilmington, DE, USA 23.06.2015 Unterschreitung BR Jersey International Holdings L.P. St. Helier, Jersey, Jersey 23.06.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 24.06.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 24.06.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 24.06.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 07.07.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 07.07.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 07.07.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 23.07.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 23.07.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 23.07.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 24.07.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 24.07.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 24.07.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 06.08.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 06.08.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 06.08.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 07.08.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 07.08.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 07.08.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 11.08.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 11.08.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 11.08.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 14.08.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 14.08.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 14.08.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 07.09.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 07.09.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 07.09.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 11.11.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 11.11.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 11.11.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 20.11.2015 Unterschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 20.11.2015 Unterschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 20.11.2015 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 25.11.2015 Überschreitung BlackRock Holdco 2 Inc. Wilmington, DE, USA 25.11.2015 Überschreitung BlackRock Financial Management Inc. Wilmington, DE, USA 25.11.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 26.11.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 08.01.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 15.01.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 18.01.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 08.02.2016 Überschreitung Allianz Global Investors Fund Senningerberg, Luxemburg 21.04.2015 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 25.02.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 29.02.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 03.03.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 04.03.2016 Überschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 03.03.2016 Unterschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 03.03.2016 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 29.03.2016 Überschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 12.04.2016 Überschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 12.04.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 14.04.2016 Überschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 27.04.2016 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 04.05.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 09.05.2016 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 06.05.2016 Überschreitung Tamburi Investment Partners S. pA. Mailand, Italien 10.05.2016 Unterschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 01.06.2016 Überschreitung PFC S.r.l. Vicenza, Italien 03.06.2016 Überschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 03.06.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 17.06.2016 Überschreitung The Capital Group Companies, Inc. Wilmington, DE, USA 24.06.2016 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 27.06.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 29.06.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 30.06.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 04.08.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 10.08.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 15.08.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 17.08.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 26.08.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 01.09.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 19.08.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 14.09.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 15.09.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 03.10.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 06.10.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 19.10.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 20.10.2016 Überschreitung Allianz Global Investors Fund SICAV Senningerberg, Luxemburg 20.10.2016 Unterschreitung Allianz Global Investors GmbH Frankfurt/Main, Deutschland 20.10.2016 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 27.10.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 28.10.2016 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 02.11.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 03.11.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 08.11.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 14.11.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 18.11.2016 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 21.11.2016 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 17.11.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 28.11.2016 Überschreitung Allianz Global Investors GmbH Frankfurt/Main, Deutschland 24.11.2016 Unterschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 30.11.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 06.12.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 07.12.2016 Überschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 08.12.2016 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 06.01.2017 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 17.01.2017 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 23.01.2017 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 26.01.2017 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 07.02.2017 Überschreitung BlackRock Inc. Wilmington, DE, USA 09.02.2017 Unterschreitung AXAS.A. Paris, Frankreich 17.03.2017 Überschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 19.04.2017 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 26.04.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 03.05.2017 Überschreitung AXAS.A. Paris, Frankreich 16.05.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 22.05.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 02.06.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 08.06.2017 Überschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 21.06.2017 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 04.08.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 18.08.2017 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 30.08.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 01.09.2017 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 04.09.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 07.09.2017 Unterschreitung Morgan Stanley Wilmington, Delaware, USA 20.09.2017 Überschreitung Morgan Stanley Wilmington, Delaware, USA 21.09.2017 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 21.11.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 22.11.2017 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 20.12.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 21.12.2017 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 27.12.2017 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 28.12.2017 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 03.01.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 15.01.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 16.01.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 17.01.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 19.02.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 23.02.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 26.02.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 21.03.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 27.03.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 05.04.2018 Unterschreitung Alecta pensionsförsäkring Stockholm, Schweden 03.04.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 11.04.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 18.04.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 30.04.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 02.05.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 03.05.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 04.05.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 15.05.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 16.05.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 17.05.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 05.06.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 07.06.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 12.06.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 15.06.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 14.08.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 15.08.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 16.08.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 21.08.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 31.08.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 21.09.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 26.09.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 27.09.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 28.09.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 04.10.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 05.10.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 24.10.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 31.10.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 20.11.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 23.11.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 28.11.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 29.11.2018 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 07.12.2018 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 11.12.2018 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 14.01.2019 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 15.01.2019 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 11.01.2019 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 15.01.2019 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 16.01.2019 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 21.01.2019 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 22.01.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 28.01.2019 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 24.01.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 30.01.2019 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 20.02.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 28.02.2019 BlackRock, Inc. Wilminqton, DE, USA 20.03.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 25.03.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 02.04.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 03.04.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 04.04.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 05.04.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 08.04.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 10.04.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 03.05.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 06.05.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 08.05.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 14.05.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 17.05.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 28.05.2019 The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 28.05.2019 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 31.05.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 03.06.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 11.06.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 12.06.2019 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 21.06.2019 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 24.06.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 25.06.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 26.07.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 01.08.2019 Unterschreitung The Capital Group Companies, Inc. Los Angeles, USA 16.08.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 26.08.2019 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 28.08.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 06.09.2019 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 09.09.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 11.09.2019 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 13.09.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 19.09.2019 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 20.09.2019 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 27.09.2019 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 30.09.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 01.10.2019 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 02.10.2019 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 04.10.2019 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 04.10.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 07.10.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 09.10.2019 AXAS.A. Paris, Frankreich 11.10.2019 Unterschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 17.10.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 21.10.2019 Amundi S.A. Paris, Frankreich 30.10.2019 Überschreitung BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 05.11.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 06.11.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 11.11.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 12.11.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 18.11.2019 BlackRock, Inc. Wilmington, DE, USA 26.1 1.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 29.1 1.2019 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 02.12.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 03.12.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 05.12.2019 Unterschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 23.12.2019 Überschreitung Ministry of Finance on behalf of the State of Norway Oslo, Norwegen 24.12.2019 UBS Group AG Zürich, Schweiz 13.01.2020 Überschreitung UBS Group AG Zürich, Schweiz 20.01.2020 UBS Group AG Zürich, Schweiz 22.01.2020 Überschreitung PFC S.r.l. Vicenza, Italien 07.02.2020 Überschreitung Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien 07.02.2020 Überschreitung scroll Meldepflichtiger Meldeschwelle Zurechnung gemäß WpHG Stimmrechtsanteil in % V.F.G. International N.V. 75 % §21 78,76 Red & Black Holdco S.ä r.l. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Red & Black Holdco 2 S.ä r.l. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 P4 Sub L.P.1 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Permira IV L.P.1 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Permira IV Managers L.P. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Permira IV Managers Limited 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Permira IV L.P.2 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 P4 Co-Investment L.P. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Permira Investments Limited 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Permira IV GP L.P. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Permira IV GP Limited 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Permira Nominees Limited 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 80,23 Red & Black 2 S.r.l. 3 % §§21 Abs. 1, 22 0 Red & Black S.r.l. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 89,49 Red & Black S.p.A. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 89,49 Red & Black Topco 2 S.ä r.l. 3 % §§21 Abs. 1, 22 0 Red & Black Topco S.ä r.l. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 89,49 Red & Black Lux 2 S.ä r.l. 3 % §§21 Abs. 1, 22 0 Red & Black Lux S.ä r.l. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 89,49 Valentino Fashion Group S.p.A. 3 % §§21 Abs. 1, 22 0 Red & Black S.p.A. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 89,49 Permira Holdings LLP 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 89,49 Permira Holdings LLP 3 % §§21 Abs. 1, 22 0 Valentino Fashion Group S.p.A. 3 % §21 Abs. 1 0 Blitz F09-vier-sechs GmbH 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 89,49 V.F.G. International N.V. 3 % §§21 Abs. 1, 22 0 Red & Black Holding GmbH (ehemals Blitz F09-vier-sechs GmbH) 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 89,49 UniCredit Bank AG §§25a, 41 Abs. 4d 88,02 UniCredit S.p.A. §§25a, 41 Abs. 4d 88,02 Mediobanca - Banca di Credito Finanziario S.p.A. §§25a, 41 Abs. 4d 44,01 PFC S.r.l. §41 Abs. 4d 88,34 ZETA FINANCE S.A. §§41 Abs. 4d, 25a Abs. 1 Satz 1 88,02 Zignago Holding S.p.A. §§41 Abs. 4d, 25a Abs. 1 Satz 1 88,02 Red & Black Holding GmbH 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Red & Black Lux S.ä r.l. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Red & Black Topco S.ä r.l. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Red & Black Holdco S.ä r.l. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Red & Black Holdco 2 S.ä r.l. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 P4 Sub L.P.1 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Permira IV L.P.1 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Permira IV Managers L.P. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Permira IV Managers Limited 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Permira IV L.P.2 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 P4 Co-Investment L.P. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Permira Investments Limited 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Permira IV GP L.P. 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Permira IV GP Limited 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Permira Nominees Limited 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 Permira Holdings Limited 75 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 67,53 PFC S.r.l. 75 % §§21, 25a Abs. 1 65,93 UniCredit Bank AG 75 % §25a Abs. 1 65,56 UniCredit S.p.A. 75 % §25a Abs. 1 65,56 ZETA FINANCE S.A. 75 % §25a Abs. 1 Satz 1 65,56 Zignago Holding S.p.A. 75 % §25a Abs. 1 Satz 1 65,56 Mediobanca - Banca di Credito Finanziario S.p.A. 5 % §§21, 22, 25, 25a 0 The Capital Group Companies Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 und 3 3,03 Capital Research and Management Company 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 3,03 Allianz Global Investors Europe GmbH 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 3,10 Capital Research and Management Company 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 5,02 The Capital Group Companies Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 und 3 5,02 Allianz Global Investors Europe GmbH 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 5,01 Allianz Global Investors Europe GmbH 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 4,998 Allianz Global Investors Europe GmbH 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 5,002 Allianz Global Investors Europe GmbH 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 4,98 Red & Black Lux S.ä r.l. 50 % §§21 Abs. 1, 22 38,78 Red & Black Topco S.ä r.l. 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Red & Black Holdco S.à r.l.(involuntary liquidation) 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(involuntary liquidation) 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 P4 Sub L.P.1 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Permira IV L.P.1 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Permira IV Managers L.P. 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Permira IV Managers Limited 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Permira IV L.P.2 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 P4 Co-Investment L.P. 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Permira Investments Limited 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Permira IV GP L.P. 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Permira IV GP Limited 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Permira Nominees Limited 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Permira Holdings Limited 50 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 38,78 Allianz Global Investors Europe GmbH 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 5,15 ZETA FINANCE S.A. 50 % §25a Abs. 1 Satz 1 38,78 Zignago Holding S.p.A. 50 % §25a Abs. 1 Satz 1 38,78 PFC S.r.l. 50 % §§25a Abs. 1 Satz 1, 21 38,78 UniCredit Bank AG 50 % §§25a Abs. 1 Satz 1, 21, 22, 25 38,85 UniCredit S.p.A. 50 % §§25a Abs. 1 Satz 1, 21, 22, 25 38,85 BlackRock Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,06 BlackRock HoldCo 2 Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,02 BlackRock Financial Management Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,01 Alecta 3 % §21 Abs. 1 3,26 BlackRock Advisors Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,03 BlackRock International Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,03 BR Jersey International Holdings L.P. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,03 BlackRock Advisors Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 2,96 BlackRock International Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 2,96 BR Jersey International Holdings L.P. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 2,96 BlackRock Advisors Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,03 BlackRock International Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,03 BR Jersey International Holdings L.P. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,03 BlackRock Group Limited 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 3,04 BlackRock Group Limited 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 2,92 BlackRock Advisors Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 2,9997 BlackRock International Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 2,9997 BR Jersey International Holdings L.P. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 2,9997 BlackRock Advisors Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,01 BlackRock International Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,01 BR Jersey International Holdings L.P. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 3,01 Red & Black Lux S.ä r.l. 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 19,03 Red & Black Topco S.ä r.l. 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Red & Black Holdco S.à r.l.(in voluntary liquidation) 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(in voluntary liquidation) 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 P4 Sub L.P.1 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Permira IV L.P.1 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Permira IV Managers L.P. 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Permira IV Managers Limited 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Permira IV L.P.2 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 P4 Co-Investment L.P. 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Permira Investments Limited 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Permira IV GP L.P. 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Permira IV GP Limited 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Permira Nominees Limited 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 Permira Holdings Limited 30 %, 25 %, 20 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 19,03 BlackRock Group Limited 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 3,41 BlackRock Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 5,02 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,02 ZETA FINANCE S.A. 30 %, 25 %, 20 % §25a Abs. 1 Satz 1 19,03 Zignago Holding S.p.A. 30 %, 25 %, 20 % §25a Abs. 1 Satz 1 19,03 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 5,02 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,02 PFC S.r.l. 30 %, 25 %, 20 % §25a Abs. 1 Satz 1 19,03 UniCredit Bank AG 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % §§25a Abs. 1, 21, 25 0,02 Unicredit S.p.A. 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 25 0,02 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 5,11 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 4,98 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 4,98 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 5,57 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 5,57 BlackRock Inc. 5 % §§25a Abs. 1, 25, 21, 22 5,82 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25a Abs. 1, 25, 21, 22 5,75 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25a Abs. 1, 25, 21, 22 5,75 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,88 BlackRock Inc. 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,81 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,81 Red & Black Lux S.ä r.l. 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 7,10 Red & Black Topco S.ä r.l. 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Red & Black Holdco S.à r.l.(in voluntary liquidation) 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(in voluntary liquidation) 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 P4 Sub L.P.1 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Permira IV L.P.1 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Permira IV Managers L.P. 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Permira IV Managers Limited 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Permira IV L.P.2 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 P4 Co-Investment L.P. 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Permira Investments Limited 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Permira IV GP L.P. 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Permira IV GP Limited 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Permira Nominees Limited 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 Permira Holdings Limited 15 %, 10 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 7,10 BlackRock Investment Management (UK) Limited 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 3,44 PFC S.r.l. 15 %, 10 % §25a Abs. 1 Satz 1 7,10 ZETA FINANCE S.A. 15 %, 10 % §25a Abs. 1 Satz 1 7,10 Zignago Holding S.p.A. 15 %, 10 % §25a Abs. 1 Satz 1 7,10 PFC S.r.l. 5 % §§25a Abs. 1 Satz 1, 21 Abs. 1 2,91 Red & Black Lux S.ä r.l. 5 %, 3 % §§21, 22 0 Red & Black Topco S.ä r.l. 5 %, 3 % §§21, 22 0 Red & Black Holdco S.à r.l.(in voluntary liquidation) 5 %, 3 % §§21, 22 0 Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(in voluntary liquidation) 5 %, 3 % §§21, 22 0 P4 Sub L.P.1 5 %, 3 % §§21, 22 0 Permira IV L.P.1 5 %, 3 % §§21, 22 0 Permira IV Managers L.P. 5 %, 3 % §§21, 22 0 Permira IV Managers Limited 5 %, 3 % §§21, 22 0 Permira IV L.P.2 5 %, 3 % §§21, 22 0 P4 Co-Investment L.P. 5 %, 3 % §§21, 22 0 Permira Investments Limited 5 %, 3 % §§21, 22 0 Permira IV GP L.P. 5 %, 3 % §§21, 22 0 Permira IV GP Limited 5 %, 3 % §§21, 22 0 Permira Nominees Limited 5 %, 3 % §§21, 22 0 Permira Holdings Limited 5 %, 3 % §§21, 22 0 ZETA FINANCE S.A. 5 % §25a Abs. 1 Satz 1 0 Zignago Holding S.p.A. 3 % §21 Abs. 1 4,19 Zignago Holding S.p.A. 5 % §§25a Abs. 1 Satz 1, 21 Abs. 1 4,91 PFC S.r.l. 3 %, 5 % §§21, 22 Abs. 2 7,10 PFC S.r.l. 5 % §§25a Abs. 1 Satz 1, 21, 22 Abs. 2 7,10 Zignago Holding S.p.A. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 2 7,10 Zignago Holding S.p.A. 5 % §§25a Abs. 1 Satz 1, 21, 22 Abs. 2 7,10 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 Tamburi Investment Partners S.p.A. 3 %, 5 % §§21, 22 Abs. 2 7,95 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 6,81 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 6,74 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 6,74 BlackRock Financial Management (UK) Limited 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Nr. 1,6, 22 Abs. 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 2,74 BlackRock International Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 2,90 BR Jersey International Holdings L.P. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 2,90 BlackRock Group Limited 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 2,80 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 4,59 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 4,51 BlackRock Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 4,50 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 4,42 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2 und 6 i.V.m. Satz 2 4,42 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 4,51 BlackRock International Holdings Inc. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 3,39 BR Jersey International Holdings L.P. 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 3,39 BlackRock Group Limited 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 3,31 BlackRock Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 6,03 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 5,96 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 5,96 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 6,17 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 6,10 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 6,10 Morgan Stanley Group (Europe) 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,15 Morgan Stanley 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,73 Morgan Stanley International Holdings Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,15 Morgan Stanley International Limited 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,15 Morgan Stanley Investments (UK) 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,15 Morgan Stanley UK Group 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,15 Morgan Stanley & Co. International plc 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,15 Morgan Stanley 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 6,53 Morgan Stanley International Holdings Inc. 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 5,95 Morgan Stanley International Limited 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 5,86 Morgan Stanley Group (Europe) 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 5,86 Morgan Stanley UK Group 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 5,86 Morgan Stanley Investments (UK) 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 5,86 Morgan Stanley & Co. International plc 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 5,86 BlackRock Investment Management (UK) Limited 3 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 3,30 Morgan Stanley 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22 0,46 Morgan Stanley International Holdings Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22 0 Morgan Stanley International Limited 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22 0 Morgan Stanley Group (Europe) 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22 0 Morgan Stanley UK Group 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22 0 Morgan Stanley Investments (UK) 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22 0 Morgan Stanley & Co. International plc 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22 0 Morgan Stanley 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 1,25 Morgan Stanley International Holdings Inc. 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 0,80 Morgan Stanley International Limited 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 0,71 Morgan Stanley Group (Europe) 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 0,71 Morgan Stanley UK Group 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 0,71 Morgan Stanley Investments (UK) 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 0,71 Morgan Stanley & Co. International plc 5 % §§25a Abs. 1, 21, 22, 25 0,71 BlackRock International Holdings Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,07 BR Jersey International Holdings L.P. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 5,07 BlackRock International Holdings Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 5,06 BR Jersey International Holdings L.P. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 5,06 BlackRock Group Limited 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 5,04 BlackRock Group Limited 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 4,98 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock International Holdings Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BR Jersey International Holdings L.P. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Group Limited 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 5,08 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 8,05 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,96 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,96 BlackRock International Holdings Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 4,98 BR Jersey International Holdings L.P. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 4,98 BlackRock Group Limited 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 4,79 BlackRock International Holdings Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 5,26 BR Jersey International Holdings L.P. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 5,26 BlackRock Group Limited 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 5,07 BlackRock Group Limited 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 4,99 BlackRock International Holdings Inc. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 4,99 BR Jersey International Holdings L.P. 5 % §§21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 6 i.V.m. Satz 2 4,99 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,34 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,25 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,25 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,30 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,21 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,21 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,37 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,28 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,28 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,40 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,31 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,31 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,76 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,66 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,66 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 0 BlackRock Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,67 BlackRock Holdco 2 Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,58 BlackRock Financial Management Inc. 5 % §§25 Abs. 1, 21, 22, 25 7,58 BlackRock Inc. 5 % §§41 Abs. 4f, 21, 22, 25 Abs. 1 Nr. 1, 2 8,15 BlackRock Inc. 5 % §§21, 22, 25 Abs. 1 Nr. 1, 2 8,20 BlackRock Inc. 5 % §§21, 22, 25 Abs. 1 Nr. 1, 2 8,21 BlackRock Inc. 5 % §§21, 22, 25 Abs. 1 Nr. 1, 2 8,21 BlackRock Inc. 5 % §§21, 22, 25 Abs. 1 Nr. 1, 2 8,22 Allianz Global Investors Fund 3 % §21 Abs.1 3,05 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 8,19 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 7,92 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 7,29 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 6,86 The Capital Group Companies, Inc. 5 % §§ 21,22 4,99 The Capital Group Companies, Inc. 5 % §§ 21,22 4,99 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 7,63 The Capital Group Companies, Inc. 5 % §§ 21, 22 5,03 The Capital Group Companies, Inc. 5 % §§ 21, 22 5,03 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22 3,01 The Capital Group Companies, Inc. 5 % §§ 21, 22 4,89 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 6,87 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 2,87 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 6,68 Tamburi Investment Partners S. pA. 5 % §§ 21, 22 0,99 The Capital Group Companies, Inc. 5 % §§ 21, 22 5,04 PFC S.r.l. 5 % §§ 21, 22 10,13 Zignago Holding S.p.A. 5 % §§ 21, 22 10,13 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,99 The Capital Group Companies, Inc. 5 % §§ 21, 22 4,58 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,98 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 3,10 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 3,14 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,79 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,78 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,78 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,76 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 3,08 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,75 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 3,2 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 3,12 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 3,10 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,69 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,81 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,88 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,88 Allianz Global Investors Fund SICAV 3 % §§ 21, 22 2,67 Allianz Global Investors GmbH 5 % §§ 21, 22 4,79 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 3,12 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 2,99 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,88 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,86 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,79 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,71 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 3,00 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 2,84 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,70 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 6,06 Allianz Global Investors GmbH 3 % §§ 21, 22 2,93 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 6,36 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 6,34 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 6,34 The Capital Group Companies, Inc. 5 % §§ 21, 22 5,04 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 6,36 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 6,40 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 6,07 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 6,08 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,10 BlackRock Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 4,91 AXAS.A. 3 % §§ 21, 22 3,02 The Capital Group Companies, Inc. 5 % §§ 21, 22 4,92 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,05 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,13 AXAS.A. 3 % §§ 21, 22 3,56 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,27 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,17 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,19 The Capital Group Companies, Inc. 3 % §§ 21, 22 2,92 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,13 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,11 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,16 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,15 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,15 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1 5,15 Morgan Stanley 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 6,08 Morgan Stanley 3 %, 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 1,04 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,37 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,21 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,44 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,42 BlackRock, Inc. 5 % §§ 21, 22, 25 Abs.1 Nr. 1, 2 5,44 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,36 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,37 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,33 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,43 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,42 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,58 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,63 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,66 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,43 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,40 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,42 Alecta pensionsförsäkring 3 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 2,73 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,38 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,44 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,62 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,39 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,42 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,43 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,37 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,41 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,32 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,58 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,39 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,48 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,31 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,07 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,09 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,08 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,11 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,08 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 4,95 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,04 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 4,93 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,13 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,01 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,18 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,46 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,29 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,49 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,27 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,30 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,26 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,26 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,26 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 3,32 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs . 1 Nr. 1, 2 2,91 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,37 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,56 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,56 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,53 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,32 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 3,40 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,46 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 3,20 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,56 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,77 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,55 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,61 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,28 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,64 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,62 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,63 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,50 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,50 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,63 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,60 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,57 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,56 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,33 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,35 The Capital Group Companies, Inc. 3 % §§ 33, 34 3,02 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,81 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,49 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,03 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 4,92 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,12 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,11 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 4,90 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 3,13 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34 2,91 The Capital Group Companies, Inc. 3 % §§ 33, 34 2,91 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 3,22 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 2,70 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34 3,11 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34 2,74 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34 3,00 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 2,83 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34 3,13 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34 2,74 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,04 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 4,94 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34 3,33 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,27 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34 2,89 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,11 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,16 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,49 AXAS.A. 3 % §§ 33, 34 2,43 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,27 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,39 Amundi S.A. 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 3,11 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,22 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,34 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,36 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 5,35 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 5,22 BlackRock, Inc. 5 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1, 2 3,78 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 3,39 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 3,18 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs.1 Nr. 1 3,38 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 2,89 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 3,29 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 3,12 UBS Group AG 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 3,68 UBS Group AG 3 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 3,02 UBS Group AG 5 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1, 2 8,54 PFC S.r.l. 15 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 15,45 Zignago Holding S.p.A. 15 % §§ 33, 34, 38 Abs. 1 Nr. 1 15,45 scroll Meldepflichtiger absolute Anzahl der Stimmrechte Veröffentlichungsdatum V.F.G. International N.V. Oktober 2005 Red & Black Holdco S.ä r.l. 28.770.683 08.08.2007 Red & Black Holdco 2 S.ä r.l. 28.770.683 08.08.2007 P4 Sub L.P.1 28.770.683 08.08.2007 Permira IV L.P.1 28.770.683 08.08.2007 Permira IV Managers L.P. 28.770.683 08.08.2007 Permira IV Managers Limited 28.770.683 08.08.2007 Permira IV L.P.2 28.770.683 08.08.2007 P4 Co-Investment L.P. 28.770.683 08.08.2007 Permira Investments Limited 28.770.683 08.08.2007 Permira IV GP L.P. 28.770.683 08.08.2007 Permira IV GP Limited 28.770.683 08.08.2007 Permira Nominees Limited 28.770.683 08.08.2007 Red & Black 2 S.r.l. 0 14.03.2008 Red & Black S.r.l. 32.092.026 14.03.2008 Red & Black S.p.A. 32.092.026 26.03.2008 Red & Black Topco 2 S.ä r.l. 0 24.04.2008 Red & Black Topco S.ä r.l. 32.092.026 24.04.2008 Red & Black Lux 2 S.ä r.l. 0 24.04.2008 Red & Black Lux S.ä r.l. 32.092.026 24.04.2008 Valentino Fashion Group S.p.A. 0 02.05.2008 Red & Black S.p.A. 32.092.026 26.05.2008 Permira Holdings LLP 32.092.026 07.08.2008 Permira Holdings LLP 0 25.09.2009 Valentino Fashion Group S.p.A. 0 28.12.2009 Blitz F09-vier-sechs GmbH 32.092.026 28.12.2009 V.F.G. International N.V. 0 26.03.2010 Red & Black Holding GmbH (ehemals Blitz F09-vier-sechs GmbH) 32.092.026 26.03.2010 UniCredit Bank AG 31.563.471 20.03.2012 UniCredit S.p.A. 31.563.471 20.03.2012 Mediobanca - Banca di Credito Finanziario S.p.A. 15.781.735 20.03.2012 PFC S.r.l. 31.680.229 13.04.2012 ZETA FINANCE S.A. 31.563.471 13.04.2012 Zignago Holding S.p.A. 31.563.471 13.04.2012 Red & Black Holding GmbH 47.540.146 21.06.2012 Red & Black Lux S.ä r.l. 47.540.146 21.06.2012 Red & Black Topco S.ä r.l. 47.540.146 21.06.2012 Red & Black Holdco S.ä r.l. 47.540.146 21.06.2012 Red & Black Holdco 2 S.ä r.l. 47.540.146 21.06.2012 P4 Sub L.P.1 47.540.146 21.06.2012 Permira IV L.P.1 47.540.146 21.06.2012 Permira IV Managers L.P. 47.540.146 21.06.2012 Permira IV Managers Limited 47.540.146 21.06.2012 Permira IV L.P.2 47.540.146 21.06.2012 P4 Co-Investment L.P. 47.540.146 21.06.2012 Permira Investments Limited 47.540.146 21.06.2012 Permira IV GP L.P. 47.540.146 21.06.2012 Permira IV GP Limited 47.540.146 21.06.2012 Permira Nominees Limited 47.540.146 21.06.2012 Permira Holdings Limited 47.540.146 21.06.2012 PFC S.r.l. 46.413.470 21.06.2012 UniCredit Bank AG 46.156.312 21.06.2012 UniCredit S.p.A. 46.156.312 21.06.2012 ZETA FINANCE S.A. 46.156.312 21.06.2012 Zignago Holding S.p.A. 46.156.312 21.06.2012 Mediobanca - Banca di Credito Finanziario S.p.A. 0 25.01.2013 The Capital Group Companies Inc. 2.134.075 03.12.2013 Capital Research and Management Company 2.134.075 03.12.2013 Allianz Global Investors Europe GmbH 2.180.505 05.06.2014 Capital Research and Management Company 3.532.776 07.07.2014 The Capital Group Companies Inc. 3.532.776 07.07.2014 Allianz Global Investors Europe GmbH 3.528.250 24.07.2014 Allianz Global Investors Europe GmbH 3.519.142 02.09.2014 Allianz Global Investors Europe GmbH 3.521.980 03.09.2014 Allianz Global Investors Europe GmbH 3.506.968 05.09.2014 Red & Black Lux S.ä r.l. 27.300.001 09.09.2014 Red & Black Topco S.ä r.l. 27.300.001 09.09.2014 Red & Black Holdco S.à r.l.(involuntary liquidation) 27.300.001 09.09.2014 Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(involuntary liquidation) 27.300.001 09.09.2014 P4 Sub L.P.1 27.300.001 09.09.2014 Permira IV L.P.1 27.300.001 09.09.2014 Permira IV Managers L.P. 27.300.001 09.09.2014 Permira IV Managers Limited 27.300.001 09.09.2014 Permira IV L.P.2 27.300.001 09.09.2014 P4 Co-Investment L.P. 27.300.001 09.09.2014 Permira Investments Limited 27.300.001 09.09.2014 Permira IV GP L.P. 27.300.001 09.09.2014 Permira IV GP Limited 27.300.001 09.09.2014 Permira Nominees Limited 27.300.001 09.09.2014 Permira Holdings Limited 27.300.001 09.09.2014 Allianz Global Investors Europe GmbH 3.624.257 09.09.2014 ZETA FINANCE S.A. 27.300.001 11.09.2014 Zignago Holding S.p.A. 27.300.001 11.09.2014 PFC S.r.l. 27.300.001 11.09.2014 UniCredit Bank AG 27.350.110 15.09.2014 UniCredit S.p.A. 27.350.110 15.09.2014 BlackRock Inc. 2.154.942 22.10.2014 BlackRock HoldCo 2 Inc. 2.125.416 22.10.2014 BlackRock Financial Management Inc. 2.115.984 22.10.2014 Alecta 2.296.000 16.12.2014 BlackRock Advisors Holdings Inc. 2.133.092 20.01.2015 BlackRock International Holdings Inc. 2.133.092 20.01.2015 BR Jersey International Holdings L.P. 2.133.092 20.01.2015 BlackRock Advisors Holdings Inc. 2.084.075 28.01.2015 BlackRock International Holdings Inc. 2.084.075 28.01.2015 BR Jersey International Holdings L.P. 2.084.075 28.01.2015 BlackRock Advisors Holdings Inc. 2.133.991 30.01.2015 BlackRock International Holdings Inc. 2.133.991 30.01.2015 BR Jersey International Holdings L.P. 2.133.991 30.01.2015 BlackRock Group Limited 2.140.140 04.02.2015 BlackRock Group Limited 2.054.780 05.02.2015 BlackRock Advisors Holdings Inc. 2.111.801 06.02.2015 BlackRock International Holdings Inc. 2.111.801 06.02.2015 BR Jersey International Holdings L.P. 2.111.801 06.02.2015 BlackRock Advisors Holdings Inc. 2.121.693 11.02.2015 BlackRock International Holdings Inc. 2.121.693 11.02.2015 BR Jersey International Holdings L.P. 2.121.693 11.02.2015 Red & Black Lux S.ä r.l. 13.400.001 13.02.2015 Red & Black Topco S.ä r.l. 13.400.001 13.02.2015 Red & Black Holdco S.à r.l.(in voluntary liquidation) 13.400.001 13.02.2015 Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(in voluntary liquidation) 13.400.001 13.02.2015 P4 Sub L.P.1 13.400.001 13.02.2015 Permira IV L.P.1 13.400.001 13.02.2015 Permira IV Managers L.P. 13.400.001 13.02.2015 Permira IV Managers Limited 13.400.001 13.02.2015 Permira IV L.P.2 13.400.001 13.02.2015 P4 Co-Investment L.P. 13.400.001 13.02.2015 Permira Investments Limited 13.400.001 13.02.2015 Permira IV GP L.P. 13.400.001 13.02.2015 Permira IV GP Limited 13.400.001 13.02.2015 Permira Nominees Limited 13.400.001 13.02.2015 Permira Holdings Limited 13.400.001 13.02.2015 BlackRock Group Limited 2.400.578 16.02.2015 BlackRock Inc. 3.531.609 20.02.2015 BlackRock Inc. 3.533.681 16.02.2015 ZETA FINANCE S.A. 13.400.001 16.02.2015 Zignago Holding S.p.A. 13.400.001 16.02.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 3.531.912 17.02.2015 BlackRock Holdco 2 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Holdco 2 S.à r.l.(in voluntary liquidation) 5.000.000 20.03.2015 P4 Sub L.P.1 5.000.000 20.03.2015 Permira IV L.P.1 5.000.000 20.03.2015 Permira IV Managers L.P. 5.000.000 20.03.2015 Permira IV Managers Limited 5.000.000 20.03.2015 Permira IV L.P.2 5.000.000 20.03.2015 P4 Co-Investment L.P. 5.000.000 20.03.2015 Permira Investments Limited 5.000.000 20.03.2015 Permira IV GP L.P. 5.000.000 20.03.2015 Permira IV GP Limited 5.000.000 20.03.2015 Permira Nominees Limited 5.000.000 20.03.2015 Permira Holdings Limited 5.000.000 20.03.2015 BlackRock Investment Management (UK) Limited 2.421.323 24.03.2015 PFC S.r.l. 5.000.000 24.03.2015 ZETA FINANCE S.A. 5.000.000 24.03.2015 Zignago Holding S.p.A. 5.000.000 24.03.2015 PFC S.r.l. 2.050.000 10.04.2015 Red & Black Lux S.ä r.l. 0 10.04.2015 Red & Black Topco S.ä r.l. 0 10.04.2015 Red & Black Holdco S.à r.l.(in voluntary liquidation) 0 10.04.2015 Red & Black Holdco 2 S.à r.l.(in voluntary liquidation) 0 10.04.2015 P4 Sub L.P.1 0 10.04.2015 Permira IV 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International Holdings Inc. 2.043.204 12.05.2015 BR Jersey International Holdings L.P. 2.043.204 12.05.2015 BlackRock Group Limited 1.971.756 12.05.2015 BlackRock Inc. 3.229.240 13.05.2015 BlackRock Financial Management Inc. 3.176.496 13.05.2015 BlackRock Inc. 3.167.282 13.05.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 3.114.538 13.05.2015 BlackRock Financial Management Inc. 3.114.538 13.05.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 3.176.496 13.05.2015 BlackRock International Holdings Inc. 2.388.432 20.05.2015 BR Jersey International Holdings L.P. 2.388.432 20.05.2015 BlackRock Group Limited 2.332.315 20.05.2015 BlackRock Inc. 4.247.618 20.05.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 4.194.874 20.05.2015 BlackRock Financial Management Inc. 4.194.874 20.05.2015 BlackRock Inc. 4.344.709 20.05.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 4.291.965 20.05.2015 BlackRock Financial Management Inc. 4.291.965 20.05.2015 Morgan Stanley Group (Europe) 3.627.580 18.05.2015 Morgan Stanley 4.033.834 18.05.2015 Morgan Stanley International Holdings Inc. 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International Holdings L.P. 3.702.598 12.06.2015 BlackRock Group Limited 3.570.639 12.06.2015 BlackRock Group Limited 3.516.213 22.06.2015 BlackRock International Holdings Inc. 3.512.214 25.06.2015 BR Jersey International Holdings L.P. 3.512.214 25.06.2015 BlackRock Inc. 0 26.06.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 0 26.06.2015 BlackRock Financial Management Inc. 0 26.06.2015 BlackRock Inc. 5.164.757 09.07.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 5.102.233 09.07.2015 BlackRock Financial Management Inc. 5.102.233 09.07.2015 BlackRock Inc. 0 27.07.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 0 27.07.2015 BlackRock Financial Management Inc. 0 27.07.2015 BlackRock Inc. 5.139.962 28.07.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 5.077.267 28.07.2015 BlackRock Financial Management Inc. 5.077.267 28.07.2015 BlackRock Inc. 0 10.08.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 0 10.08.2015 BlackRock Financial Management Inc. 0 10.08.2015 BlackRock Inc. 5.189.396 11.08.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 5.126.441 11.08.2015 BlackRock Financial Management Inc. 5.126.441 11.08.2015 BlackRock Inc. 0 13.08.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 0 13.08.2015 BlackRock Financial Management Inc. 0 13.08.2015 BlackRock Inc. 5.207.040 18.08.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 5.144.085 18.08.2015 BlackRock Financial Management Inc. 5.144.085 18.08.2015 BlackRock Inc. 0 09.09.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 0 09.09.2015 BlackRock Financial Management Inc. 0 09.09.2015 BlackRock Inc. 5.460.567 16.11.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 5.396.055 16.11.2015 BlackRock Financial Management Inc. 5.396.055 16.11.2015 BlackRock Inc. 0 26.11.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 0 26.11.2015 BlackRock Financial Management Inc. 0 26.11.2015 BlackRock Inc. 5.401.608 27.11.2015 BlackRock Holdco 2 Inc. 5.337.096 27.11.2015 BlackRock Financial Management Inc. 5.337.096 27.11.2015 BlackRock Inc. 5.739.578 07.12.2015 BlackRock Inc. 5.773.389 15.01.2016 BlackRock Inc. 5.782.408 22.01.2016 BlackRock Inc. 5.776.960 22.01.2016 BlackRock Inc. 5.788.428 11.02.2016 Allianz Global Investors Fund 2.144.113 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Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.186.181 07.07.2016 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.209.187 07.07.2016 BlackRock Inc. 4.077.743 10.08.2016 BlackRock Inc. 4.069.220 16.08.2016 BlackRock Inc. 4.066.368 18.08.2016 BlackRock Inc. 4.054.323 22.08.2016 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.169.113 30.08.2016 BlackRock Inc. 4.045.133 06.09.2016 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.254.819 06.09.2016 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.197.398 15.09.2016 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.182.398 16.09.2016 BlackRock Inc. 4.002.538 07.10.2016 BlackRock Inc. 4.092.599 11.10.2016 BlackRock Inc. 4.142.789 24.10.2016 BlackRock Inc. 4.142.385 25.10.2016 Allianz Global Investors Fund SICAV 1.881.622 28.10.2016 Allianz Global Investors GmbH 3.370.749 28.10.2016 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.194.949 31.10.2016 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.101.756 02.11.2016 BlackRock Inc. 4.139.568 07.11.2016 BlackRock Inc. 4.128.034 08.11.2016 BlackRock Inc. 4.073.624 11.11.2016 BlackRock Inc. 4.019.731 17.11.2016 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.113.499 21.11.2016 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.002.082 22.11.2016 BlackRock Inc. 4.016.089 23.11.2016 BlackRock Inc. 4.264.983 01.12.2016 Allianz Global Investors GmbH 2.059.644 01.12.2016 BlackRock Inc. 4.475.035 05.12.2016 BlackRock Inc. 4.460.441 12.12.2016 BlackRock Inc. 4.465.721 12.12.2016 The Capital Group Companies, Inc. 3.546.169 14.12.2016 BlackRock Inc. 4.480.761 12.01.2017 BlackRock Inc. 4.502.988 20.01.2017 BlackRock Inc. 4.270.794 26.01.2017 BlackRock Inc. 4.279.773 01.02.2017 BlackRock Inc. 3.586.986 10.02.2017 BlackRock Inc. 3.454.141 14.02.2017 AXAS.A. 2.125.784 23.03.2017 The Capital Group Companies, Inc. 3.465.613 21.04.2017 BlackRock, Inc. 3.554.423 02.05.2017 BlackRock, Inc. 3.608.406 08.05.2017 AXAS.A. 2.504.985 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Inc. 3.804.833 03.04.2018 BlackRock, Inc. 3.815.341 10.04.2018 Alecta pensionsförsäkring 1.923.000 12.04.2018 BlackRock, Inc. 3.787.307 16.04.2018 BlackRock, Inc. 3.827.041 23.04.2018 BlackRock, Inc. 3.958.200 03.05.2018 BlackRock, Inc. 3.795.141 07.05.2018 BlackRock, Inc. 3.818.272 08.05.2018 BlackRock, Inc. 3.820.837 09.05.2018 BlackRock, Inc. 3.778.906 18.05.2018 BlackRock, Inc. 3.811.298 21.05.2018 BlackRock, Inc. 3.746.951 22.05.2018 BlackRock, Inc. 3.928.789 08.06.2018 BlackRock, Inc. 3.793.867 12.06.2018 BlackRock, Inc. 3.858.186 15.06.2018 BlackRock, Inc. 3.735.480 20.06.2018 BlackRock, Inc. 3.566.964 17.08.2018 BlackRock, Inc. 3.583.866 20.08.2018 BlackRock, Inc. 3.579.658 21.08.2018 BlackRock, Inc. 3.597.990 24.08.2018 BlackRock, Inc. 3.579.473 05.09.2018 BlackRock, Inc. 3.483.904 26.09.2018 BlackRock, Inc. 3.549.864 01.10.2018 BlackRock, Inc. 3.473.244 02.10.2018 BlackRock, Inc. 3.608.947 04.10.2018 BlackRock, Inc. 3.529.374 09.10.2018 BlackRock, Inc. 3.648.927 10.10.2018 BlackRock, Inc. 3.846.099 29.10.2018 BlackRock, Inc. 3.720.850 05.1 1.2018 BlackRock, Inc. 3.867.035 23.1 1.2018 BlackRock, Inc. 3.711.400 28.1 1.2018 BlackRock, Inc. 3.730.407 03.12.2018 BlackRock, Inc. 3.705.607 04.12.2018 BlackRock, Inc. 3.706.116 12.12.2018 BlackRock, Inc. 3.700.764 14.12.2018 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.334.429 16.01.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.049.236 16.01.2019 BlackRock, Inc. 3.780.149 17.01.2019 BlackRock, Inc. 3.913.527 18.01.2019 BlackRock, Inc. 3.915.882 21.01.2019 BlackRock, Inc. 3.895.449 24.01.2019 BlackRock, Inc. 3.742.670 25.01.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.396.232 29.01.2019 BlackRock, Inc. 3.845.814 29.01.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.253.100 01.02.2019 BlackRock, Inc. 3.917.193 25.02.2019 BlackRock, Inc. 4.062.244 05.03.2019 BlackRock, Inc. 3.906.107 25.03.2019 BlackRock, Inc. 3.947.287 28.03.2019 BlackRock, Inc. 3.719.058 05.04.2019 BlackRock, Inc. 3.973.630 08.04.2019 BlackRock, Inc. 3.957.651 09.04.2019 BlackRock, Inc. 3.961.487 10.04.2019 BlackRock, Inc. 3.869.312 12.04.2019 BlackRock, Inc. 3.873.173 15.04.2019 BlackRock, Inc. 3.960.780 08.05.2019 BlackRock, Inc. 3.940.989 09.05.2019 BlackRock, Inc. 3.924.293 13.05.2019 BlackRock, Inc. 3.916.199 17.05.2019 BlackRock, Inc. 3.751.046 22.05.2019 BlackRock, Inc. 3.763.393 31.05.2019 The Capital Group Companies, Inc. 2.127.937 03.06.2019 BlackRock, Inc. 4.089.646 05.06.2019 BlackRock, Inc. 3.862.1 12 06.06.2019 BlackRock, Inc. 3.544.405 14.06.2019 BlackRock, Inc. 3.464.118 17.06.2019 BlackRock, Inc. 3.603.969 27.06.2019 BlackRock, Inc. 3.594.713 27.06.2019 BlackRock, Inc. 3.446.859 28.06.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.202.450 29.07.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.048.770 02.08.2019 The Capital Group Companies, Inc. 2.047.877 20.08.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.266.901 27.08.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 1.904.123 29.08.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.189.918 09.09.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 1.930.246 10.09.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.114.221 12.09.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 1.989.918 16.09.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.202.862 20.09.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 1.932.261 23.09.2019 BlackRock, Inc. 3.546.538 02.10.2019 BlackRock, Inc. 3.477.050 04.10.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.342.420 02.10.2019 BlackRock, Inc. 3.710.645 08.10.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.034.051 07.10.2019 BlackRock, Inc. 3.599.576 09.10.2019 BlackRock, Inc. 3.631.030 10.10.2019 BlackRock, Inc. 3.864.483 14.10.2019 AXAS.A. 1.712.327 15.10.2019 BlackRock, Inc. 3.711.506 22.10.2019 BlackRock, Inc. 3.793.303 24.10.2019 Amundi S.A. 2.190.244 04.11.2019 BlackRock, Inc. 3.671.395 08.11.2019 BlackRock, Inc. 3.761.016 11.11.2019 BlackRock, Inc. 3.770.659 14.11.2019 BlackRock, Inc. 3.768.977 15.11.2019 BlackRock, Inc. 3.676.606 21.11.2019 BlackRock, Inc. 2.658.946 29.1 1.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.388.129 02.12.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.239.450 03.12.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.378.232 05.12.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.036.069 06.12.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.316.656 24.12.2019 Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 2.195.679 26.12.2019 UBS Group AG 2.590.556 17.01.2020 UBS Group AG 2.128.587 23.01.2020 UBS Group AG 7.209.871 27.01.2020 PFC S.r.l. 10.879.003 13.02.2020 Zignago Holding S.p.A. 10.879.003 13.02.2020 Vorstand scroll Vorstandsmitglied Vorstand für die Bereiche Mark Langer (Stuttgart, Deutschland) Vorstandsvorsitzender seit 15. Januar 2010 Mitglied des Vorstands, seit 19. Mai 2016 Vorsitzender des Vorstands Unternehmensstrategie, Unternehmenskommunikation, Konzerneigener Einzelhandel, Großhandel, Global Sustainability, Globale Produktion und Beschaffung, Supply Chain Management, Business Unit BOSS Menswear (beinhaltet Global Merchandising) Yves Müller (Hamburg/Metzingen, Deutschland) seit 1. Dezember 2017 Mitglied des Vorstands Controlling, Finanzen und Steuern, Investor Relations, Innenrevision, IT, Recht/Compliance, Personal, Real Estate Management Ingo Wilts (Amsterdam, Niederlande) seit 15. August 2016 Mitglied des Vorstands Product Creation, Global Marketing, Lizenzen-Management, Business Unit BOSS Womenswear (beinhaltet Global Merchandising), Business Unit HUGO (beinhaltet Global Merchandising) Bernd Hake (Eningen, Deutschland) bis 2. Juli 2019 Mitglied des Vorstands Konzerneigener Einzelhandel, Großhandel, Global Merchandising Aufsichtsrat scroll Aktionärsvertreter Arbeitnehmervertreter Michel Perraudin (Hergiswil, Schweiz) Managementberater Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied von/bis 2015/2020 Antonio Simina (Metzingen, Deutschland) Schneider/Betriebsratsvorsitzender HUGO BOSS AG, Metzingen, Deutschland Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied von/bis 1985/2020 Kirsten Kistermann-Christophe (Oberursel, Deutschland) Managing Director Societe Generale S.A., Frankfurt am Main, Deutschland Mitglied von/bis 2015/2020 Tanja Silvana Grzesch (Inzigkofen, Deutschland) 1. Bevollmächtigte und Kassiererin der IG-MetaII-Geschäftsstelle Reutlingen-Tübingen, Reutlingen, Deutschland Mitglied von/bis 2015/2020 Gaetano Marzotto (Mailand, Italien) Aufsichtsratsvorsitzender Gruppo Santa Margherita S.p.A., Fossalta di Portogruaro, Italien Mitglied von/bis 2010/2020 Anita Kessel (Metzingen, Deutschland) Kaufmännische Angestellte HUGO BOSS AG, Metzingen, Deutschland Mitglied von/bis 2015/2020 Luca Marzotto (Venedig, Italien) Vorstandsvorsitzender Zignago Holding S.p.A., Fossalta di Portogruaro, Italien Mitglied von/bis 2010/2020 Fridolin Klumpp (Caslano, Schweiz) Business Director BOSS Womenswear HUGO BOSS AG, Metzingen, Deutschland Mitglied von/bis 2015/2020 Axel Salzmann (Großhansdorf, Deutschland) Chief Financial Officer Hensoldt Holding GmbH, Taufkirchen, Deutschland Mitglied von/bis 2015/2020 Sinan Piskin (Metzingen, Deutschland) Kaufmännischer Angestellter/ Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender HUGO BOSS AG, Metzingen, Deutschland Mitglied von/bis 2008/2020 Hermann Waldemer (Blitzingen, Schweiz) Managementberater Mitglied von/bis 2015/2020 Martin Sambeth (Tiefenbronn, Deutschland) Gewerkschaftssekretär IG-MetalI-Bezirksleitung Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland Mitglied von/bis 2016/2020 Weitere Angaben zu den Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern Die Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft sind gleichzeitig Mitglieder eines Organs des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften: 1 scroll Michel Perraudin ODLO Sports Holding AG (Schweiz) 2 Hünenberg, Schweiz Fridolin Klumpp HUGO BOSS Ticino AG (Schweiz) Coldrerio, Schweiz Gaetano Marzotto Style Capital SGR S.p.A. Mailand, Italien TIP PRE-IPO S.p.A. Mailand, Italien Zignago Holding S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien Zignago Vetro S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien Luca Marzotto Dimora 01 Mailand, Italien Forte Forte S.r.l. Sarcedo, Italien Isotex Engineering S.r.l. Trissino, Italien Multiteeno S.r.l. Fossalta di Portogruaro, Italien Santex Rimar Group S.r.l. Trissino, Italien Smit S.r.l. Trissino, Italien Solwa S.r.l. Trissino, Italien Sperotto Rimar S.r.l. Trissino, Italien Vetri Speciali S.p.A. Trient, Italien Zignago Vetro S.p.A. Fossalta di Portogruaro, Italien Axel Salzmann TeamViewer AG Göppingen, Deutschland 1 Nicht genannte Mitglieder haben keine Mandate in anderen Gesellschaften. 2 Tätigkeit als Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender. Die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft haben keine Mandate in Geschäftsleitungs- oder Kontrollgremien anderer Gesellschaften. Offenlegung Der Jahres- und Konzernabschluss der HUGO BOSS AG werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht und auf der Internetseite von HUGO BOSS veröffentlicht. Metzingen, den 20. Februar 2020 HUGO BOSS AG Der Vorstand Mark Langer Yves Müller Ingo Wilts WEITERE ANGABEN VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HUGO BOSS AG vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der HUGO BOSS AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der HUGO BOSS AG beschrieben sind. Metzingen, den 20. Februar 2020 HUGO BOSS AG Der Vorstand Mark Langer Yves Müller Ingo Wilts BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die HUGO BOSS AG Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HUGO BOSS AG, Metzingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HUGO BOSS AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in Abschnitt "Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung" des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung sowie die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, die als Bestandteil des Lageberichts auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht wurde, worauf im Lagebericht hingewiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und ― vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung sowie der nichtfinanziellen Erklärung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: 1) Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfunassachverhalt: Im Jahresabschluss der HUGO BOSS AG werden zum 31. Dezember 2019 Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Anteil an der Bilanzsumme von ca. 51 % ausgewiesen. Für Zwecke der Werthaltigkeitsüberprüfung ermittelt die Gesellschaft jährlich für alle Beteiligungen die beizulegenden Zeitwerte unter Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse sowie dem verwendeten Diskontierungssatz abhängig. Aufgrund der Wesentlichkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Tatsache, dass der Werthaltigkeitstest in besonderem Maße mit Ermessensentscheidungen behaftet ist, haben wir die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt. Prüferisches Vorgehen: Wir haben die methodische und rechnerische Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells überprüft. Die Ableitung des Abzinsungssatzes und dessen einzelner Bestandteile haben wir unter Hinzuziehung unserer internen Bewertungsexperten gewürdigt, indem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten mit externen Nachweisen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit der Ermittlung nachvollzogen haben. Die in der Unternehmensplanung der Beteiligungen verwendeten Planungsannahmen haben wir in Stichproben mit der von Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten Unternehmensplanung der Gesellschaft abgestimmt. Darüber hinaus haben wir uns mit den für die Fortschreibung der Planung verwendeten Wachstumsraten für Erträge und Aufwendungen durch Abgleich mit internen und externen Daten befasst. Zudem haben wir die Planungsrechnungen einzelner Beteiligungen im Hinblick auf die Planungstreue der Vergangenheit analysiert, mit den gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft diskutiert und unterstützende Nachweise für einzelne Annahmen der Planungsrechnung eingeholt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft zur Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Anhang auf Seite 10 enthalten. 2) Bewertung der Vorratsbestände Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: HUGO BOSS ist im gehobenen Premiumsegment des Bekleidungsmarktes tätig und ist daher einer sich ständig verändernden Kundennachfrage ausgesetzt. Ein sich schnell ändernder Markt führt zu erhöhten Bestandsrisiken und Unsicherheiten bei der Bewertung der Vorratsbestände. Insbesondere die Ermittlung der angewandten Abwertungssätze mit Hilfe der von der Gesellschaft verwendeten IT-gestützten Abwertungsverfahren sowie bei Bedarf die Ermittlung zusätzlicher manueller Abwertungen, die nicht durch dieses Abwertungsverfahren berücksichtigt werden, unterliegen dem Ermessen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Die Bewertung der Vorratsbestände war aufgrund der dabei bestehenden Ermessensspielräume einer der bedeutsamsten Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung. Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir uns zunächst mit den von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft eingerichteten Verfahren zur Ermittlung der Abwertungen wegen Lagerdauer und Verwertbarkeit befasst und die Wirksamkeit der in diesem Prozess implementierten Kontrollen beurteilt. Die Eignung der IT-gestützten Abwertungsverfahren zur Erfassung von sich aus Reichweite und Gängigkeit ergebenden Bestandsrisiken haben wir gewürdigt. Dazu haben wir unter Hinzuziehung von internen IT-Experten die systemseitige Umsetzung der Abwertungsverfahren in der IT beurteilt. Sofern es im aktuellen Jahr Änderungen in der Abwertungsroutine gab, haben wir deren Ursachen und Umsetzung nachvollzogen. Die Berechnungslogik des Modells haben wir mit den von der Gesellschaft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abgeglichen und rechnerisch in Stichproben nachvollzogen. Die von der Gesellschaft angewandten Abwertungssätze haben wir weiterhin vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Vergangenheit durch analytische Vergleiche mit den in Vorjahren vorgenommenen Abwertungen beurteilt. Zusätzliche, manuelle Abwertungen haben wir mit den gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft diskutiert, unterstützende Nachweise eingeholt und weitere einzelfallbezogene Prüfungshandlungen vorgenommen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bewertung der Vorratsbestände der Gesellschaft ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Vorratsbestände sind im Anhang auf Seite 10 enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Geschäftsbericht in Abschnitt 3 gemachten Angaben mit Ausnahme des Bestätigungsvermerks des unabhängigen Abschlussprüfers sowie die in Abschnitt "Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung" des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung und die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, die als Bestandteil des Konzernlageberichts auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht wurde, worauf im Konzernlagebericht hingewiesen wird. Von diesen sonstigen Informationen im Geschäftsbericht haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; ― beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. Juli 2019 vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2012 als Abschlussprüfer der HUGO BOSS AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht: ― Vereinbarte Untersuchungshandlungen im Hinblick auf getätigte Umsätze in von Dritten angemieteten Objekten und ― Prüferische Durchsicht des Nachhaltigkeitsberichts 2018 und 2019 der HUGO BOSS AG. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Peter Werling. Stuttgart, 20. Februar 2020 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Werling, Wirtschaftsprüfer Sturm, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATS Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Geschäftsjahr 2019 konnte der HUGO BOSS Konzern weitere Fortschritte bei der Umsetzung seiner strategischen Initiativen erzielen. Gleichzeitig mussten die finanziellen Ziele für das Geschäftsjahr 2019 angesichts eines anhaltend schwierigen Umfelds in einigen wichtigen Märkten im Jahresverlauf angepasst werden. Dank deutlicher Umsatz- und Ergebniszuwächse im Schlussquartal hat der Konzern die im Oktober angepassten Ziele erreicht. Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2019 sein Mandat mit größter Sorgfalt wahrgenommen und in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Vorstand diesen umfassend beraten und dessen Geschäftsführung überwacht. Die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben hat der Aufsichtsrat umfassend wahrgenommen. Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Regelmäßig, zeitnah und umfassend hat uns der Vorstand sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form über alle für die HUGO BOSS AG und die Konzernunternehmen relevanten Fragen hinsichtlich der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance informiert. Unter besonderer Beobachtung und Kontrolle stand dabei die finanzielle Entwicklung des Unternehmens. Insbesondere wurden dem Aufsichtsrat die für die Abweichung des Geschäftsverlaufs von den ursprünglichen Plänen und Zielen ursächlichen Entwicklungen im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen geprüft. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und ich standen in einem engen und regelmäßigen Austausch mit dem Vorstand. Wir wurden über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen zeitnah informiert und haben über diese spätestens in der folgenden Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzung berichtet. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen bzw. Aufsichtsratssitzungen mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Etwaige Genehmigungen erfolgten erst nach Rückfragen an den Vorstand sowie ausführlichen Diskussionen mit den Mitgliedern des Vorstands. In dringenden Fällen fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse im Wege des Umlaufverfahrens. Der Aufsichtsrat wurde unmittelbar und frühzeitig in alle Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren. Themenschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen Im Berichtsjahr 2019 fanden in den Monaten März, Mai, Juli, September und Dezember insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen statt, wobei es sich bei der Aufsichtsratssitzung im September um eine zweitägige Sitzung handelte. Darüber hinaus wurde im Oktober und November jeweils ein Beschluss im Umlaufverfahren gefasst. An den fünf Sitzungen des Aufsichtsrats nahmen stets alle Mitglieder teil, abgesehen von Tanja Silvana Grzesch, Anita Kessel und Gaetano Marzotto, die jeweils an einer Sitzung nicht teilnehmen konnten, jedoch jeweils über Stimmbotschaften an den Beschlüssen mitwirkten. Bei den insgesamt vier Sitzungen des Prüfungsausschusses waren ebenfalls stets alle Mitglieder anwesend. Auch bei den fünf Sitzungen des Arbeitsausschusses waren sämtliche Mitglieder anwesend. An den insgesamt neun Sitzungen des Personalausschusses nahmen ebenso wie an den sechs Sitzungen des Nominierungsausschusses stets alle Ausschussmitglieder teil, mit Ausnahme von Michel Perraudin, der an einer Sitzung des Nominierungsausschusses nicht teilnehmen konnte. Anteil von Teilnahmen an Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats und seiner Ausschüsse 1 scroll Mitglied Aufsichtsratsplenum (5) Prüfungsausschuss (4) Arbeitsausschuss (5) Michel Perraudin, Vorsitzender 5/5 4/4 5/5 Antonio Simina, stellv. Vorsitzender 5/5 4/4 5/5 Tanja Silvana Grzesch 4/5 - - Anita Kessel 4/5 - 5/5 Kirsten Kistermann-Christophe 5/5 - - Fridolin Klumpp 5/5 4/4 - Gaetano Marzotto 4/5 - - Luca Marzotto 5/5 - 5/5 Sinan Piskin 5/5 - 5/5 Axel Salzmann 5/5 - - Martin Sambeth 5/5 - - Hermann Waldemer 5/5 4/4 5/5 scroll Mitglied Personalausschuss (9) Nominierungsausschuss (6) Teilnahmequote gesamt (29) Michel Perraudin, Vorsitzender 9/9 5/6 28/29 Antonio Simina, stellv. Vorsitzender 9/9 - 23/23 Tanja Silvana Grzesch - - 4/5 Anita Kessel - - 9/10 Kirsten Kistermann-Christophe - - 5/5 Fridolin Klumpp - - 9/9 Gaetano Marzotto - 6/6 10/11 Luca Marzotto 9/9 - 19/19 Sinan Piskin 9/9 - 19/19 Axel Salzmann - - 5/5 Martin Sambeth - - 5/5 Hermann Waldemer - - 14/14 1 Der Vermittlungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht. Die Sitzung des Aufsichtsrats im März 2019 befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss der HUGO BOSS AG und des HUGO BOSS Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers. In dieser Sitzung wurden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der HUGO BOSS AG zum 31. Dezember 2018 gebilligt und damit der Jahresabschluss festgestellt. Darüber hinaus wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung erörtert und verabschiedet. Nach Prüfung der Unabhängigkeit des vorgeschlagenen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019 wurden die Vorschläge für die Beschlussfassung der Hauptversammlung der HUGO BOSS AG am 16. Mai 2019 verabschiedet. In seiner Sitzung im Mai 2019 befasste sich der Aufsichtsrat neben der aktuellen Geschäftsentwicklung mit der möglichen Auflösung zweier Immobilienleasings. Darüber hinaus wurde die Weiterentwicklung und künftige Ausgestaltung des Vergütungssystems des Aufsichtsrats erörtert. In seiner Sitzung im Juli 2019 befasste sich der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses mit dem Ausscheiden von Bernd Hake aus dem Vorstand der HUGO BOSS AG. Themenschwerpunkte der Sitzung im September 2019 bildeten die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Weiterentwicklung der Organisationsstruktur sowie die Umstrukturierung des Zentralbereichs Marketing. Außerdem wurden die Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2019 beschlossen. Im Oktober 2019 beschloss der Aufsichtsrat im Umlaufverfahren die Auflösung eines Immobilienleasings für ein Grundstück am Firmensitz in Metzingen. Im November 2019 fasste der Aufsichtsrat einen Umlaufbeschluss zur Auflösung eines Immobilienleasings für einen Lagerstandort in Deutschland. In der Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember 2019 wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2020 erörtert und verabschiedet. Darüber hinaus wurden die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die künftige Ausrichtung der BOSS Womenswear und der Marketingaktivitäten des Konzerns besprochen. Außerdem wurden die auf der Grundlage eines Fragebogens erhobenen und von einem externen Anbieter ausgewerteten und vorgestellten Ergebnisse der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats eingehend diskutiert. Die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Planung der Internen Revision für 2020 wurden erörtert und beschlossen. Schließlich wurde das unter Zuhilfenahme externer Berater weiterentwickelte Vergütungssystem des Aufsichtsrats diskutiert. Gleichzeitig wurde entschieden, der Hauptversammlung im Mai 2020 eine entsprechende Satzungsänderung vorzuschlagen. Die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis, die Investitionsplanung, einzelne Investitionsprojekte sowie die aktuelle Risikolage der Gesellschaft wurden regelmäßig in den Sitzungen des Aufsichtsrats erörtert und, soweit erforderlich, verabschiedet. In den Sitzungen des Aufsichtsrats wurde zudem regelmäßig ausführlich über die Inhalte jeweils vorangegangener Ausschusssitzungen berichtet. Daneben beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Jahr 2019 vor allem mit dem weiteren Ausbau des Onlinegeschäfts, der Kapitalstruktur, den Kostenplanungen, Compliance-Fragen und den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Arbeit der Ausschüsse im Geschäftsjahr 2019 Um seine Aufgaben effizient wahrzunehmen, hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse gebildet: einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss, einen Arbeitsausschuss, einen Nominierungsausschuss und den gesetzlich erforderlichen Vermittlungsausschuss. Soweit gesetzlich zulässig und sofern ihnen entsprechende Befugnisse übertragen wurden, entscheiden die Ausschüsse anstelle des Gesamtaufsichtsrats. Ansonsten bereiten sie Entscheidungen und Themenbereiche für den Gesamtaufsichtsrat vor. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig umfassend über die Ausschussarbeit. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2019 insgesamt viermal. Gegenstand seiner Sitzungen waren vor allem die Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns für die Jahres-, Halbjahres- sowie Quartalsabschlüsse und -berichte, die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, die Überwachung des Risikomanagement- und internen Kontrollsystems sowie Fragen der Compliance und des Risikomanagements. Des Weiteren hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt und sich von dessen Unabhängigkeit überzeugt. Neben der Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für den Jahres- und Konzernabschluss 2019 sowie der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer wurden erlaubte Nichtprüfungsleistungen sowie eine Honorarobergrenze für Nichtprüfungsleistungen beschlossen. Außerdem wurden die Ergebnisse der prüferischen Durchsicht der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung gemäß dem Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) besprochen. Der Personalausschuss kam zu neun Sitzungen zusammen. Dabei befasste er sich schwerpunktmäßig mit der Verteilung der Zuständigkeiten für die Geschäftsbereiche, der Vorbereitung der Erneuerung der Vorstandsverträge, der Zielerreichung für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie der Vorbereitung der Zielvereinbarungen für den Vorstand. Daneben befasste er sich mit der Auflösung des Vorstandsvertrags von Bernd Hake. Der Arbeitsausschuss setzte sich im Berichtsjahr zu fünf Sitzungen zusammen, in denen er sich mit der jeweils aktuellen Geschäftsentwicklung, der Aufsichtsratsvergütung, der Strategie sowie der Vorbereitung der Hauptversammlung beschäftigte. Darüber hinaus wurden die Entwicklungen im Onlinegeschäft und im Kundenbeziehungsmanagement, die Organisationsstruktur des Konzerns, das Effizienzprogramm sowie die Umstrukturierung der Unternehmensbereiche BOSS Womenswear und Marketing behandelt. Auch die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats und die Corporate-Governance-Erklärung wurden im Rahmen des Arbeitsausschusses besprochen. Der Nominierungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr sechsmal, um die im Jahr 2020 anstehenden Neuwahlen des Aufsichtsrats vorzubereiten. Der Vermittlungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht. Corporate Governance Der Aufsichtsrat befasste sich ebenso mit den Corporate-Governance-Grundsätzen im Unternehmen. Im Dezember 2019 gaben Vorstand und Aufsichtsrat eine neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) ab. Auf Seite 104 ff. findet sich der gemeinsame Bericht über die Corporate Governance der Gesellschaft gemäß Ziffer 3.10 des DCGK, inklusive der Erklärung zur Unternehmensführung. Der Aufsichtsrat entschied in Bezug auf die vom DCGK empfohlene jährliche Effizienzprüfung der Aufsichtsratstätigkeit bei der bewährten Methodik der Prüfung mittels eines umfangreichen Fragebogens zu bleiben. Die von unternehmensexterner Seite durchgeführte Auswertung der ausgefüllten Fragebögen und der darin enthaltenen Verbesserungsvorschläge wurde in der Aufsichtsratssitzung am 4. Dezember 2019 eingehend analysiert und diskutiert. Der Aufsichtsrat kam dabei zu einem insgesamt positiven Ergebnis. Interessenkonflikte Im Geschäftsjahr 2019 sind keine Interessenkonflikte bei Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex wären diese dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Darüber hinaus wäre die Hauptversammlung zu informieren. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2019 Die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Konzernabschluss 2019 der HUGO BOSS AG, der vom Vorstand gemäß § 315e HGB auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, unter Einbeziehung der Buchführung ordnungsgemäß geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Gleiches gilt für den gemäß den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss 2019 der HUGO BOSS AG sowie den zusammengefassten Lagebericht 2019 für die HUGO BOSS AG und den Konzern. Den Prüfungsauftrag dazu hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2019 vergeben. Dabei wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe während der Prüfung hätte unverzüglich unterrichtet werden müssen, soweit solche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe nicht unverzüglich beseitigt worden wären. Außerdem wurde mit dem Abschlussprüfer eine Berichtspflicht hinsichtlich aller für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse im Rahmen der Abschlussprüfung vereinbart. Der Abschlussprüfer hätte des Weiteren den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise in seinem Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen festgestellt hätte, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG ergeben hätten. Im Berichtsjahr gab es jedoch keine entsprechenden Berichte des Abschlussprüfers. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt und sich von der Unabhängigkeit des Prüfers überzeugt. Behandelt wurde ferner die Vergabe von Aufträgen für nicht prüfungsbezogene Dienstleistungen an den Abschlussprüfer. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor. Der Jahresabschluss, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht 2019 für die HUGO BOSS AG und den Konzern, der auch die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung für die HUGO BOSS AG und den Konzern enthält, und der Prüfungsbericht wurden vorab im Prüfungsausschuss und dann im Plenum des Aufsichtsrats im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert und geprüft. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, insbesondere im Hinblick auf die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Er stand darüber hinaus für Fragen und weitere Auskünfte zur Verfügung. Wesentliche Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und Risikomanagements wurden dabei nicht festgestellt. Umstände, die eine Befangenheit des Abschlussprüfers hätten verursachen können, lagen ebenfalls nicht vor. Schließlich erläuterte er die Leistungen, die er im abgelaufenen Geschäftsjahr zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbrachte. Dem Ergebnis des Abschlussprüfers wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigte daher in seiner Sitzung vom 3. März 2020 die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2019. Damit ist der Jahresabschluss der HUGO BOSS AG für das Geschäftsjahr 2019 nach § 172 AktG festgestellt. Daneben stimmte der Aufsichtsrat in derselben Sitzung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu. In diesem Zusammenhang erörterte und diskutierte er intensiv die Liquiditätslage der Gesellschaft, die Finanzierung der geplanten Investitionen und die Auswirkungen auf den Kapitalmarkt. Der Aufsichtsrat kam dabei zu dem Ergebnis, dass der Vorschlag im Interesse der Gesellschaft als auch der Aktionäre ist. Für das Geschäftsjahr 2019 hat der Vorstand eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung für die HUGO BOSS AG und den Konzern erstellt und in den zusammengefassten Lagebericht 2019 aufgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, mit einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (limited assurance) dieser Erklärung beauftragt. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung für die HUGO BOSS AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2019 und den Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über die Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit rechtzeitig erhalten. Über die Erklärung und den Prüfungsvermerk von Ernst & Young wurde im Aufsichtsratsplenum am 3. März 2020 beraten. An dieser Erörterung nahmen die Prüfer von Ernst & Young teil und präsentierten die Prüfungsergebnisse. Aufgrund eigener Prüfung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung für die HUGO BOSS AG und den Konzern wurden keine Einwendungen erhoben und das Ergebnis der Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zustimmend zur Kenntnis genommen. Danksagung Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren hohen persönlichen Einsatz und ihr großes Engagement. Den Arbeitnehmervertretern der HUGO BOSS AG danke ich für die konstruktive Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2019. Abschließend möchte ich Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, meinen Dank für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen aussprechen. Metzingen, den 3. März 2020 Für den Aufsichtsrat Michel Perraudin, Vorsitzender AUFSICHTSRAT Aufsichtsrat scroll Aktionärsvertreter Arbeitnehmervertreter Ausschüsse des Aufsichtsrats Michel Perraudin (Hergiswil, Schweiz) Managementberater Vorsitzender des Aufsichtsrats, Mitglied von/bis 2015/2020 Antonio Simina (Metzingen, Deutschland) Schneider/Betriebsratsvorsitzender HUGO BOSS AG, Metzingen, Deutschland Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Mitglied von/bis 1985/2020 Arbeitsausschuss • Michel Perraudin (Vorsitz) • Anita Kessel • Luca Marzotto • Sinan Piskin • Antonio Simina • Hermann Waldemer Kirsten KistermannChristophe (Oberursel, Deutschland) Managing Director Societe Generale S.A., Frankfurt am Main, Deutschland, Mitglied von/bis 2015/2020 Tanja Silvana Grzesch (Inzigkofen, Deutschland) 1. Bevollmächtigte und Kassiererin der IG-Metall-Geschäftsstelle Reutlingen-Tübingen, Reutlingen, Deutschland, Mitglied von/bis 2015/2020 Nominierungsausschuss • Gaetano Marzotto • Michel Perraudin Gaetano Marzotto (Mailand, Italien) Aufsichtsratsvorsitzender Gruppo Santa Margherita S.p.A., Fossalta di Portogruaro, Italien, Mitglied von/bis 2010/2020 Anita Kessel (Metzingen, Deutschland) Kaufmännische Angestellte HUGO BOSS AG, Metzingen, Deutschland, Mitglied von/bis 2015/2020 Personalausschuss • Michel Perraudin (Vorsitz) • Luca Marzotto • Sinan Piskin • Antonio Simina Luca Marzotto (Venedig, Italien) Vorstandsvorsitzender Zignago Holding S.p.A., Fossalta di Portogruaro, Italien, Mitglied von/bis 2010/2020 Fridolin Klumpp (Caslano, Schweiz) Business Director BOSS Womenswear HUGO BOSS AG, Metzingen, Deutschland, Mitglied von/bis 2015/2020 Prüfungsausschuss • Hermann Waldemer (Vorsitz) • Fridolin Klumpp • Michel Perraudin • Antonio Simina Axel Salzmann (Großhansdorf, Deutschland) Chief Financial Officer, Hensoldt Holding GmbH,Taufkirchen, Deutschland, Mitglied von/bis 2015/2020 Sinan Piskin (Metzingen, Deutschland) Kaufmännischer Angestellter/ Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender HUGO BOSS AG, Metzingen, Deutschland, Mitglied von/bis 2008/2020 Vermittlungsausschuss (gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG) • Michel Perraudin (Vorsitz) • Tanja Silvana Grzesch • Gaetano Marzotto • Antonio Simina Hermann Waldemer (Blitzingen, Schweiz) Managementberater, Mitglied von/bis 2015/2020 Martin Sambeth (Tiefenbronn, Deutschland) Gewerkschaftssekretär IG-Metall-Bezirksleitung Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland, Mitglied von/bis 2016/2020