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HUGO BOSS AG — Interim / Quarterly Report 2021
Aug 4, 2021
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Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 28726553

HUGO BOSS AG
Metzingen
Halbjahresfinanzbericht 2021
HALBJAHRESFINANZBERICHT
JANUAR - JUNI
2021
KONZERNKENNZAHLEN
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 1 | Veränderung in % | Veränderung in % 2 |
|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 1.126 | 830 | 36 | 39 |
| Umsatz nach Segmenten | ||||
| Europa inkl. Naher Osten/Afrika | 684 | 535 | 28 | 30 |
| Amerika | 203 | 124 | 64 | 76 |
| Asien/Pazifik | 205 | 143 | 43 | 45 |
| Lizenzen | 34 | 28 | 21 | 21 |
| Umsatz nach Vertriebskanälen | ||||
| Eigener Einzelhandel | 698 | 525 | 33 | 37 3 |
| Großhandel | 393 | 277 | 42 | 44 |
| Lizenzen | 34 | 28 | 21 | 21 |
| Umsatz nach Marken | ||||
| BOSS | 963 | 704 | 37 | 40 |
| HUGO | 163 | 126 | 29 | 32 |
| Umsatz nach Gender | ||||
| Menswear | 1.017 | 746 | 36 | 40 |
| Womenswear | 108 | 84 | 29 | 31 |
| Ertragslage | ||||
| Rohertrag | 685 | 499 | 37 | |
| Rohertragsmarge in % | 60,9 | 60,1 | 70 bp | |
| EBIT | 43 | -263 4 | >100 | |
| EBIT-Marge in % | 3,8 | -31,7 5 | 3.550 bp | |
| EBITDA | 194 | 44 | >100 | |
| EBITDA-Marge in % | 17,3 | 5,4 | 1.190 bp | |
| Konzernergebnis | 17 | -204 6 | >100 | |
| Vermögenslage und Kapitalstruktur zum 30. Juni | ||||
| Kurzfristiges operatives Nettovermögen | 517 | 600 | -14 | -12 |
| Kurzfristiges operatives Nettovermögen in % vom Umsatz 7 | 23,6 | 24,7 | -110 bp | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.482 | 1.622 | -9 | |
| Eigenkapital | 792 | 790 | 0 | |
| Eigenkapitalquote in % | 30,8 | 29,4 | 140 bp | |
| Bilanzsumme | 2.571 | 2.690 | -4 | |
| Finanzlage | ||||
| Investitionen | 44 | 34 | 27 | |
| Free Cashflow | 103 | -44 8 | >100 | |
| Abschreibungen | 151 | 308 9 | -51 | |
| Nettoverschuldung (zum 30. Juni) | 973 | 1.210 | -20 | |
| Weitere Erfolgsfaktoren | ||||
| Mitarbeiter (zum 30. Juni) 10 | 13.381 | 13.728 | -3 | |
| Personalaufwand | 285 | 283 | 1 | |
| Aktien (in EUR) | ||||
| Ergebnis je Aktie | 0,21 | -2,95 11 | >100 | |
| Schlusskurs (zum 30. Juni) | 45,88 | 26,90 | 71 | |
| Aktienanzahl in Stück (zum 30. Juni) | 70.400.000 | 70.400.000 | 0 |
1 Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete HUGO BOSS nicht zahlungswirksame Wertminderungen im Zusammenhang mit den negativen Auswirkungen von COVID-19 auf das eigene Einzelhandelsgeschäft.
2 Währungsbereinigt.
3 Auf flächenbereinigter Basis 32 %.
4 Im ersten Halbjahr 2020 belief sich das EBIT auf minus 138 Mio. EUR ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.
5 Im ersten Halbjahr 2020 belief sich die EBIT-Marge auf -16,6 % ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.
6 Im ersten Halbjahr 2020 belief sich das Konzernergebnis auf minus 113 Mio. EUR ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.
7 Gleitender Durchschnitt der letzten vier Quartale.
8 Der dargestellte Betrag weicht aufgrund vorgenommener Umgliederungen von dem im Vorjahr berichteten Wert ab.
9 Im ersten Halbjahr 2020 beliefen sich die Abschreibungen auf 182 Mio. EUR ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.
10 Vollzeitäquivalent (Full-time equivalent, FTE).
11 Im ersten Halbjahr 2020 belief sich das Ergebnis je Aktie auf minus 1,64 EUR ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.
KAPITEL 1
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE UND BRANCHENENTWICKLUNG
Gesamtwirtschaftliche Lage
Im ersten Halbjahr 2021 war die Weltwirtschaft weiterhin von der globalen Ausbreitung von COVID-19 beeinträchtigt. Zwar sind in vielen Ländern die Impfprogramme erfolgreich angelaufen, was dazu beigetragen hat, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Verbraucherstimmung positiv zu beeinflussen. Auch die Konjunkturprogramme in wichtigen Ländern wie den USA haben die wirtschaftlichen Erholung unterstützt. Jedoch hatten die zweite und dritte Infektionswelle erneute Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Folge, einschließlich umfassender Kontakt- und internationaler Reisebeschränkungen. Darüber hinaus hat die zunehmende Sorge vor einem Anstieg der Inflationsraten für zusätzliche Unsicherheit gesorgt und damit den Aufschwung ein Stück weit gebremst. Die wirtschaftliche Erholung ist je nach Land und Sektor unterschiedlich fortgeschritten - abhängig vom jeweiligen Grad der pandemiebedingten Beeinträchtigung sowie dem Ausmaß der politischen Unterstützung.
Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft im Jahr 2021 voraussichtlich um 6,0 % wachsen. Im Jahr 2022 dürfte sich das Wachstum hingegen auf 4,4 % abschwächen. In diesen Prognosen sind die anhaltenden Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung der Pandemie, die Effektivität der politischen Unterstützung und die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestmöglich berücksichtigt. Im Vergleich zur globalen Finanzkrise im Jahr 2008 werden die negativen wirtschaftlichen Folgen als weniger gravierend eingeschätzt. Allerdings sind die Volkswirtschaften der Schwellenländer und der einkommensschwachen Entwicklungsländer stärker von den negativen Auswirkungen betroffen und werden mittelfristig voraussichtlich deutlichere Verluste verzeichnen.
In Europa, wo die Pandemie die Wirtschaft stark beeinträchtigt hat, haben Entscheidungsträger auf nationaler Ebene sowie die Europäische Zentralbank (EZB) schnelle und umfassende Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik ergriffen. Die trotz der Prognosen einer steigenden Inflation unverändert hohen Anleihekäufe der EZB haben die Aktienmärkte in der ersten Jahreshälfte 2021 weiter unterstützt. Sowohl hinsichtlich der Lockdowns und temporären Geschäftsschließungen als auch der anschließenden Öffnungsschritte verfolgten die Länder Europas größtenteils individuelle Herangehensweisen. In einigen Märkten, wie etwa in Großbritannien, wurden bereits im April die Maßnahmen gelockert. Infolgedessen wurde die Prognose für das BIP-Wachstum im Jahr 2022 für den Euroraum um 0,7 Prozentpunkte auf 3,8 % und für Großbritannien um 1,9 Prozentpunkte auf 5,1 % nach oben korrigiert.
In den USA waren in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 deutliche Fortschritte bei den Impfkampagnen zu verzeichnen. Das ermöglichte die schrittweise Rückkehr von gesellschaftlichen Veranstaltungen und Festlichkeiten. Das umfangreiche Konjunkturpaket in Höhe von 1,9 Billionen US-Dollar sorgte wie erwartet für einen Wachstumsschub. Großstädte wie New York, Los Angeles und San Francisco leiden jedoch nach wie vor unter dem fehlenden Tourismus und Pendlerverkehr. Der IWF erwartet für die USA ein Wachstum von 6,4 % im Jahr 2021 und 3,5 % im Jahr 2022. In Lateinamerika wird nach dem massiven Einbruch im Jahr 2020 für dieses Jahr nur eine leichte, schrittweise Erholung erwartet. Für 2021 liegt die Wachstumsprognose dort bei 4,6 % und für 2022 bei 3,1 %.
In China hatten wirksame Eindämmungsmaßnahmen, umfangreiche öffentliche Investitionen und Liquiditätshilfen der Zentralbank eine spürbare Erholung zur Folge. Während Chinas Wirtschaft mittlerweile bereits das Vorkrisenniveau erreicht hat, wird dies für die zweite Jahreshälfte 2021 auch für Japan erwartet. Diese Annahme beruht auf einem stärker als erwarteten Wachstum sowie zusätzlicher fiskalpolitischer Unterstützung. Hingegen sind die Aussichten für Volkswirtschaften in der Region Asien/Pazifik, die stark vom Tourismus abhängig sind, angesichts der anhaltenden Reisebeschränkungen weiterhin deutlich herausfordernder.
Branchenentwicklung
In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2021 war das gehobene Premiumsegment der Bekleidungsindustrie weiterhin deutlich von der weltweiten Ausbreitung von COVID-19 betroffen. Obwohl die Impfprogramme voranschritten und sich die Verbraucherstimmung aufhellte, war die Angst vor steigenden Infektionsraten spürbar. Dies führte zu einem insgesamt volatilen Umfeld. Zeitweilige Lockdowns, die insbesondere in Europa, Kanada und einigen asiatischen Märkten zu umfassenden Storeschließungen führten, sowie internationale Reisebeschränkungen belasteten die weltweite Branchenentwicklung. Insgesamt zeigten sich diejenigen Marktteilnehmer, die über eine starke Onlinepräsenz verfügen, während der Lockdowns widerstandsfähiger als jene, die vor allem auf den stationären Einzelhandel angewiesen sind. In Regionen, in denen die Infektionsraten zurückgingen und gesellschaftliche Ereignisse und Anlässe wieder auflebten, war eine allgemeine Aufbruchstimmung und ein gewisser Nachholbedarf zu verzeichnen.
Die Branchenentwicklung fiel regional sehr unterschiedlich aus. Während die meisten Märkte in der Region Asien/Pazifik, darunter Japan und Südostasien, weiterhin von den Auswirkungen der Pandemie betroffen waren, kehrten die Branchenumsätze auf dem chinesischen Festland dank einer starken lokalen Nachfrage zu zweistelligem Wachstum zurück. Während auch in Europa die Nachfrage nach Premium-Bekleidung allmählich wieder anzieht, profitierten die meisten Marktteilnehmer erst ab dem zweiten Quartal von der Wiedereröffnung der Geschäfte, da lokale Beschränkungen erst vergleichsweise spät aufgehoben wurden. In der Region Amerika wurde die Erholung vor allem von den lokalen Verbrauchern getragen, da das Geschäft in den Großstädten noch unter dem ausbleibenden Tourismus und vergleichsweise geringem Pendlerverkehr litt.
ERTRAGSLAGE
Umsatzlage
Im ersten Halbjahr 2021 hat HUGO BOSS die Erholung seines Geschäfts erfolgreich fortgesetzt. Das schrittweise Aufheben der pandemiebedingten Auflagen und der temporären Lockdowns im Laufe des ersten Halbjahres sowie weitere Fortschritte bei den Impfkampagnen haben die Verbraucherstimmung weltweit aufgehellt. Folglich lag der Konzernumsatz um währungsbereinigt 39 % über dem Vorjahresniveau. In Konzernwährung stieg der Umsatz um 36 % auf 1.126 Mio. EUR (Vorjahr: 830 Mio. EUR).
Umsatz nach Regionen
Umsatz nach Regionen (in Mio. EUR)
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| Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Europa 1 | 684 | 61 | 535 | 64 | 28 | 30 |
| Amerika | 203 | 18 | 124 | 15 | 64 | 76 |
| Asien/Pazifik | 205 | 18 | 143 | 17 | 43 | 45 |
| Lizenzen | 34 | 3 | 28 | 3 | 21 | 21 |
| Gesamt | 1.126 | 100 | 830 | 100 | 36 | 39 |
1 Inklusive Naher Osten und Afrika.
Die Erholung des Geschäfts war im ersten Halbjahr 2021 in allen Regionen deutlich spürbar. Der währungsbereinigte Umsatz in Europa, einschließlich Naher Osten und Afrika, ist im Vergleich zum Vorjahr um 30 % gestiegen. Während die negativen Auswirkungen der Pandemie in wichtigen europäischen Märkten insbesondere im ersten Quartal weiterhin deutlich spürbar waren, unterstützte die Aufhebung der Lockdowns und temporären Storeschließungen im zweiten Quartal die Erholung des Geschäfts in der Region deutlich. Folglich verzeichneten wichtige Märkte wie Großbritannien, Deutschland und Frankreich zweistelliges Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In der Region Amerika stieg der währungsbereinigte Umsatz um 76 %, was vor allem auf eine starke Belebung der lokalen Nachfrage im wichtigen U.S.-Markt zurückzuführen ist. Auch in der Region Asien/Pazifik setzte HUGO BOSS die Erholung seines Geschäfts fort und konnte den Umsatz im ersten Halbjahr währungsbereinigt um 45 % steigern. Insbesondere auf dem chinesischen Festland zeigte sich eine weitere Beschleunigung der Dynamik im ersten Halbjahr. Die Umsätze stiegen dort im mittleren zweistelligen Bereich.
Umsatz nach Vertriebskanälen
Umsatz nach Vertriebskanälen (in Mio. EUR)
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| Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigener Einzelhandel | 698 | 62 | 525 | 63 | 33 | 37 |
| Stationärer Einzelhandel | 565 | 50 | 432 | 52 | 31 | 34 |
| Eigenes Onlinegeschäft | 133 | 12 | 93 | 11 | 43 | 46 |
| Großhandel | 393 | 35 | 277 | 33 | 42 | 44 |
| Lizenzen | 34 | 3 | 28 | 3 | 21 | 21 |
| Gesamt | 1.126 | 100 | 830 | 100 | 36 | 39 |
Der währungsbereinigte Umsatz im eigenen Einzelhandel (einschließlich freistehender Stores, Shop-in-Shops, Outlets und Onlinestores) stieg im ersten Halbjahr um 37 %. Die Erholung ging vor allem auf die schrittweise Lockerung der pandemiebedingten Auflagen sowie eine spürbare Aufhellung der Verbraucherstimmung zurück. Während im Durchschnitt etwa 25 % des weltweiten Storenetzwerks des Unternehmens im ersten Halbjahr temporär geschlossen war, war ein Großteil der eigenen Einzelhandelsstores gegen Ende des Berichtszeitraums wieder geöffnet. Innerhalb des eigenen Einzelhandels setzte das eigene Onlinegeschäft auch im ersten Halbjahr 2021 seinen deutlich zweistelligen Wachstumskurs erfolgreich fort. Das Umsatzplus, das über hugoboss.com sowie im Konzessionsmodell betriebene Partner-Websites erzielt wurde, belief sich auf währungsbereinigt 46 %.
Der Umsatz im Großhandelsgeschäft legte im ersten Halbjahr 2021 währungsbereinigt um 44 % zu. Der Anstieg ist vor allem auf die starke Nachfrage der Handelspartner nach den jüngsten BOSS und HUGO Kollektionen sowie auf zusätzliches Geschäft mit ausgewählten On- und Offline-Händlern in Europa zurückzuführen.
Der Umsatz im Lizenzgeschäft legte gegenüber dem Vorjahr um 21 % zu. Dies ist vor allem auf starkes Wachstum des Geschäfts mit Düften und Brillen zurückzuführen.
Umsatz nach Marken
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| Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BOSS | 963 | 86 | 704 | 85 | 37 | 40 |
| HUGO | 163 | 14 | 126 | 15 | 29 | 32 |
| Gesamt | 1.126 | 100 | 830 | 100 | 36 | 39 |
Das Umsatzwachstum der beiden Marken BOSS und HUGO hat sich im ersten Halbjahr 2021 deutlich beschleunigt. So stiegen die währungsbereinigten Umsätze um 40 % bzw. 32 %. Bei BOSS war dies vor allem auf mittleres zweistelliges Wachstum der Casualwear-Angebote der Marke zurückzuführen, die vom allgemeinen Trend der Casualisierung profitierten. Darüber hinaus sorgte der Erfolg der Kapselkollektionen, die gemeinsam mit der NBA und der Sportswear-Marke Russell Athletic entworfen wurden, für weiteren Auftrieb. Auch die mit Formal-wear erzielten Umsätze, die von Nachholbedarf bei festlicher Kleidung und Businesswear profitierten, erholten sich spürbar und verzeichneten einen Anstieg im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich. Bei HUGO konnte starkes zweistelliges Wachstum der Casualwear ein Umsatzminus im mittleren einstelligen Bereich bei der Formalwear mehr als kompensieren.
Umsatz nach Gender
Umsatz nach Gender (in Mio. EUR)
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| Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Menswear | 1.017 | 90 | 746 | 90 | 36 | 40 |
| Womenswear | 108 | 10 | 84 | 10 | 29 | 31 |
| Gesamt | 1.126 | 100 | 830 | 100 | 36 | 39 |
Sowohl die Menswear als auch die Womenswear verzeichneten im ersten Halbjahr zweistellige Umsatzsteigerungen.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 erhöhte sich die Anzahl der eigenen freistehenden Einzelhandelsgeschäfte geringfügig und belief sich zum 30. Juni auf 448. 13 BOSS Stores wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 neu eröffnet, vorranging in der Region Asien/Pazifik. Dazu zählt auch der erste Flagship-Store der Marke im beliebten Ginza-Viertel von Tokio. Im ersten Halbjahr wurden außerdem vier HUGO Stores eröffnet. Im Zuge von Geschäftsübernahmen wurden dem eigenen Storenetzwerk zudem vier BOSS Stores in Thailand und Russland hinzugefügt. Gleichzeitig wurden im ersten Halbjahr 18 Stores mit auslaufenden Mietverträgen geschlossen.
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| 30. Juni 2021 | Europa | Amerika | Asien/Pazifik | GESAMT |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl eigener Einzelhandelsverkaufspunkte | 588 | 269 | 327 | 1.184 |
| davon freistehende Einzelhandelsgeschäfte | 206 | 95 | 147 | 448 |
| 31. Dez. 2020 | ||||
| Anzahl eigener Einzelhandelsverkaufspunkte | 589 | 251 | 317 | 1.157 |
| davon freistehende Einzelhandelsgeschäfte | 212 | 92 | 141 | 445 |
Unter Einbezug von Shop-in-Shops und Outlets erhöhte sich die Gesamtzahl der zum 30. Juni 2021 weltweit durch HUGO BOSS betriebenen Einzelhandelsverkaufspunkte leicht auf 1.184 (31. Dezember 2020: 1.157).
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 20201 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.126 | 830 | 36 |
| Umsatzkosten | -440 | -331 | -33 |
| Rohertrag | 685 | 499 | 37 |
| In % vom Umsatz | 60,9 | 60,1 | 70 bp |
| Operative Aufwendungen | -642 | -763 | 16 |
| In % vom Umsatz | -57,1 | -91,9 | 3.480 bp |
| davon Vertriebs- und Marketingaufwendungen | -501 | -617 | 19 |
| davon Wertminderungen 1 | -1 | -125 | 99 |
| davon Verwaltungsaufwendungen | -142 | -146 | 3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 43 | -263 | >100 |
| In % vom Umsatz | 3,8 | -31,7 | 3.550 bp |
| Finanzergebnis | -19 | -20 | 2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 24 | -283 | >100 |
| Ertragsteuern | -7 | 79 | > -100 |
| Konzernergebnis | 17 | -204 | >100 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) 2 | 0,21 | -2,95 | >100 |
| Ertragsteuerquote in % | 28 | 28 |
1 Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete HUGO BOSS nicht zahlungswirksame Wertminderungen im Zusammenhang mit den negativen Auswirkungen von COVID-19 auf das eigene Einzelhandelsgeschäft.
2 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.
Der Anstieg der Rohertragsmarge ist im Wesentlichen auf den Wegfall von im Vorjahr verzeichneten negativen Effekten aus der Bestandsbewertung zurückzuführen, der einen Anstieg der Beschaffungskosten sowie eine allgemein höhere Rabattintensität mehr als kompensierte. Letztere steht vor allem im Zusammenhang mit zusätzlichen Geschäftsaktivitäten mit ausgewählten europäischen On- und Offline-Händlern im ersten Halbjahr.
Die operativen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 um 16 %. Dies ist hauptsächlich auf im Vorjahreszeitraum erfasste, nicht zahlungswirksame Wertminderungen zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieser Wertminderungen stiegen die zugrunde liegenden operativen Aufwendungen geringfügig um 1 % auf 642 Mio. EUR (H1 2020 ohne Wertminderungen: 637 Mio. EUR), was auf ein anhaltend striktes Kostenmanagement während der Pandemie zurückzuführen ist.
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| ― | Der Rückgang der Vertriebs- und Marketingaufwendungen ist ausschließlich auf im Vorjahreszeitraum erfasste Wertminderungen zurückzuführen. Ohne diese Wertminderungen stiegen die zugrunde liegenden Vertriebskosten um 2 % und beliefen sich auf 501 Mio. EUR (H1 2020 ohne Wertminderungen: 491 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist vor allem auf einen Anstieg der Marketingaufwendungen im Halbjahr zurückzuführen. |
| ― | Die Verwaltungsaufwendungen lagen 3 % unter dem Vorjahresniveau, was vor allem auf das anhaltend strikte Kostenmanagement während der Pandemie zurückzuführen ist. Letzteres bezieht sich vor allem auf geringere Personalkosten sowie die Vermeidung nicht geschäftskritischer Ausgaben. |
In den ersten sechs Monaten 2021 erwirtschaftete HUGO BOSS ein operatives Ergebnis (EBIT) von 43 Mio. EUR (H1 2020: minus 263 Mio. EUR). Dieses reflektiert vor allem die starke Umsatzentwicklung sowie das anhaltend strikte Kostenmanagement. Die Ergebnisentwicklung wurde auch durch den Wegfall von im Vorjahr verzeichneten negativen Effekten aus der Bestandsbewertung sowie Wertminderungen unterstützt. Das Konzernergebnis lag ebenfalls über dem Vorjahresniveau und betrug plus 17 Mio. EUR (H1 2020: minus 204 Mio. EUR).
Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente
Europa
Der währungsbereinigte Umsatz in Europa, einschließlich Naher Osten und Afrika, stieg im ersten Halbjahr 2021 um 30 %. Während die negativen Auswirkungen der Pandemie in wichtigen europäischen Märkte insbesondere im ersten Quartal weiterhin deutlich spürbar waren, unterstützten die Aufhebung der Lockdowns und temporären Storeschließungen im zweiten Quartal die Erholung des Geschäfts in der Region deutlich.
Umsatzentwicklung Europa (in Mio. EUR)
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| Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigener Einzelhandel | 356 | 52 | 303 | 57 | 17 | 19 |
| Großhandel | 328 | 48 | 232 | 43 | 42 | 43 |
| Gesamt | 684 | 100 | 535 | 100 | 28 | 30 |
Sämtliche Kernmärkte verzeichneten im ersten Halbjahr 2021 zweistellige Umsatzzuwächse und profitierten dabei insbesondere von der schrittweisen Lockerung der pandemiebedingten Auflagen im Verlauf des Berichtszeitraums. Das Geschäft in Großbritannien und Frankreich kehrte zu Wachstum zurück und verzeichnete Umsatzzuwächse im mittleren zweistelligen Prozentbereich. In Deutschland und den Beneluxstaaten lag das Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Mit 113 Mio. EUR lag das Segmentergebnis in Europa deutlich über dem Vorjahresniveau (H1 2020: minus 53 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 16,6 % (H1 2020: minus 9,9 %). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg sowie den Wegfall von negativen Effekten aus der Bestandsbewertung und Wertberichtigungen im Vorjahreszeitraum zurückzuführen.
Amerika
In der Region Amerika lag der währungsbereinigte Umsatz mit einem Wachstum von 76 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Die sukzessive Erholung des Geschäfts wurde vor allem von einer deutlichen Aufhellung der Verbraucherstimmung im wichtigen U.S.-Markt angetrieben.
Umsatzentwicklung Amerika (in Mio. EUR)
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| Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigener Einzelhandel | 153 | 76 | 88 | 71 | 74 | 87 |
| Großhandel | 49 | 24 | 35 | 28 | 39 | 49 |
| Gesamt | 203 | 100 | 124 | 100 | 64 | 76 |
Die USA verzeichneten in der ersten Jahreshälfte 2021 hohes zweistelliges Umsatzwachstum, was vor allem auf eine spürbare Belebung der lokalen Nachfrage zurückzuführen ist. Diese resultiert vor allem aus einer deutlich aufgehellten Verbraucherstimmung, die wiederum fiskalpolitischen Konjunkturmaßnahmen, starken Wirtschaftsdaten und weiteren Fortschritten bei den Impfkampagnen zu verdanken ist. Während sich der Umsatz in Lateinamerika im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelte, lag das Umsatzplus in Kanada im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich. Dort lasteten lang anhaltende temporäre Storeschließungen auf der Erholung des Geschäfts.
Das Segmentergebnis in der Region Amerika lag mit 11 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau (H1 2020: minus 80 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 5,4 % (H1 2020: minus 64,8 %). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf das deutlich beschleunigte Umsatzwachstum sowie den Wegfall im Vorjahr verzeichneter negativer Effekte aus der Bestandsbewertung sowie Wertminderungen zurückzuführen.
Asien/Pazifik
Auch in der Region Asien/Pazifik konnte HUGO BOSS die Erholung seine Geschäfts erfolgreich fortsetzen und den Umsatz im ersten Halbjahr 2021 währungsbereinigt um 45 % steigern. Das Wachstum wurde hauptsächlich vom chinesischen Festland getragen, das seinen deutlich zweistelligen Wachstumskurs fortsetzte. In anderen Märkten der Region hingegen lasteten regionale Lockdowns sowie der fehlende internationale Tourismus auch weiterhin auf dem Geschäft.
Umsatzentwicklung Asien/Pazifik (in Mio. EUR)
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| Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigener Einzelhandel | 189 | 92 | 133 | 93 | 42 | 44 |
| Großhandel | 16 | 8 | 10 | 7 | 60 | 62 |
| Gesamt | 205 | 100 | 143 | 100 | 43 | 45 |
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 stieg der währungsbereinigte Umsatz auf dem chinesischen Festland um 54 %. Auch Australien verzeichnete ein Umsatzplus im mittleren bis hohen zweistelligen Prozentbereich. In Märkten wie Japan und Südostasien verlief die Erholung des Geschäfts hingegen vergleichsweise langsamer, was auf temporäre Lockdowns sowie den fehlenden internationalen Tourismus zurückzuführen ist.
Das Segmentergebnis in der Region Asien/Pazifik belief sich auf 40 Mio. EUR (H1 2020: 5 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 19,7 % (H1 2020: minus 3,3 %). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf den deutlichen Umsatzanstieg zurückzuführen.
Lizenzen
Der Umsatz im Lizenzgeschäft legte gegenüber dem Vorjahr um 21 % zu. Dies ist vor allem auf starkes Wachstum des Geschäfts mit Düften und Brillen zurückzuführen.
Das Ergebnis des Segments Lizenzen lag folglich mit 27 Mio. EUR um 22 % über dem Niveau des Vorjahres (H1 2020: 22 Mio. EUR).
VERMÖGENSLAGE
Verkürzte Konzernbilanz (in Mio. EUR)
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| 30. Juni 2021 | 30. Juni 2020 | 31. Dezember 2020 | |
|---|---|---|---|
| Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte an Leasingobjekten | 1.287 | 1.418 | 1.322 |
| Vorräte | 609 | 644 | 618 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 208 | 168 | 172 |
| Sonstige Vermögenswerte | 329 | 345 | 333 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 138 | 115 | 125 |
| Aktiva | 2.571 | 2.690 | 2.570 |
| Eigenkapital | 792 | 790 | 760 |
| Rückstellungen und latente Steuern | 243 | 189 | 222 |
| Leasingverbindlichkeiten | 835 | 948 | 862 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 300 | 211 | 299 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 111 | 172 | 147 |
| Finanzverbindlichkeiten | 289 | 379 | 281 |
| Passiva | 2.571 | 2.690 | 2.570 |
Zum Ende des Berichtszeitraums blieb die Bilanzsumme im Vergleich zum 31. Dezember 2020 ungefähr stabil. Ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der hauptsächlich auf höhere Großhandelsumsätze in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 zurückzuführen ist, kompensierte einen moderaten Rückgang der Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechte an Leasingobjekten. Im Vergleich zum 30. Juni 2020 verringerte sich die Bilanzsumme um 4 %.
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhte sich leicht zum 30. Juni 2021 auf 42 % (31. Dezember 2020: 41 %). Dementsprechend belief sich der Anteil der langfristigen Vermögenswerte zum 30. Juni 2021 auf 58 % (31. Dezember 2020: 59 %). Die Eigenkapitalquote des Konzerns erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2021 leicht auf 31 % (31. Dezember 2020: 30 %).
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| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2021 | 30. Juni 2020 | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Vorräte | 609 | 644 | -5 | -3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 208 | 168 | 24 | 24 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -300 | -211 | 42 | 42 |
| TNWC | 517 | 600 | -14 | -12 |
Die Vorräte verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um währungsbereinigt 3 %. Dies reflektiert in erster Linie das anhaltend strikte Vorratsmanagement während der Pandemie. Auch das zusätzliche Geschäft mit ausgewählten On- und Offline-Händlern in Europa trug zur Reduzierung der Vorräte im zweiten Quartal bei. Das geringere Vorratsvermögen sowie höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mehr als kompensieren. Letzterer ist hauptsächlich auf den Anstieg des Großhandelsumsatzes im zweiten Quartal zurückzuführen. Das kurzfristige operative Nettovermögen (Trade Net Working Capital, TNWC) lag folglich währungsbereinigt um 12 % unter dem Vorjahreswert. Der gleitende Durchschnitt des kurzfristigen operativen Nettovermögens im Verhältnis zum Umsatz auf Basis der letzten vier Quartale lag bei 23,6 % und damit 110 Basispunkte unter dem Vorjahresniveau (30. Juni 2020: 24,7 %).
Die geringere Inanspruchnahme des Konsortialkredits zum Bilanzstichtag führte zu einem Rückgang der Finanzverbindlichkeiten.
FINANZLAGE
Finanzierung
Ende Juni belief sich die Inanspruchnahme des 633 Mio. EUR umfassenden revolvierenden Konsortialkredits auf 135 Mio. EUR (30. Juni 2020: 212 Mio. EUR). Am 1. Juli wurde die diesbezügliche Vereinbarung zur Einhaltung der Finanzkennziffer (Covenant) der Finanzierungsstärke, die infolge der Pandemie vorübergehend ausgesetzt worden war, wieder in Kraft gesetzt. Zum Ende des ersten Halbjahrs wurde die einzuhaltende Höhe des Covenants deutlich unterschritten. Die zusätzlichen Kreditzusagen in Höhe von 275 Mio. EUR, die sich das Unternehmen im Jahr 2020 zur Sicherstellung einer möglichst hohen finanziellen Flexibilität während der Pandemie gesichert hatte, sind zum vereinbarten Fälligkeitstermin im Juni ausgelaufen, ohne dass sie zu irgendeiner Zeit in Anspruch genommen wurden.
Kapitalflussrechnung
Kapitalflussrechnung (in Mio. EUR)
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| Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 | |
|---|---|---|
| Mittelzu-/-abfluss aus betrieblicher Tätigkeit | 146 | (13) |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -43 | -31 |
| Mittelzu-/abfluss aus Finanzierungstätigkeit | -94 | 29 |
| Veränderung Finanzmittelbestand | 13 | -18 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 125 | 133 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 138 | 115 |
Durch die währungsbereinigte Darstellung im Cashflow lassen sich die oben dargestellten Werte nicht aus der Bilanz ableiten.
Der Free Cashflow, der sich aus dem operativen Mittelzufluss und aus dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ermittelt, belief sich im Berichtszeitraum auf 103 Mio. EUR (H1 2020: minus 44 Mio. EUR).
Der deutliche Anstieg des operativen Mittelzuflusses ist hauptsächlich auf das Umsatz- und Ergebniswachstum im ersten Halbjahr 2021 sowie die Verbesserungen im kurzfristigen operativen Nettovermögen zurückzuführen. Der Anstieg des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit ist auf die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Investitionen zurückzuführen.
Die Entwicklung des Mittelzuflusses aus der Finanzierungstätigkeit reflektiert im Wesentlichen eine geringere Inanspruchnahme der Kreditlinien des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr.
Nettoverschuldung
Die Nettoverschuldung, die sich als Summe aller Finanz- und Leasingverbindlichkeiten abzüglich des Finanzmittelbestands ermittelt, belief sich auf 973 Mio. EUR, was einem Rückgang von 20 % gegenüber dem Vorjahresniveau entspricht (30. Juni 2020: 1.210 Mio. EUR). Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16 lag die Nettoverschuldung bei 138 Mio. EUR. (30. Juni 2020: 240 Mio. EUR).
Investitionen
Im ersten Halbjahr 2021 beliefen sich die Investitionen auf 44 Mio. EUR (H1 2020: 34 Mio. EUR). Schwerpunkt der Investitionstätigkeit von HUGO BOSS bildeten dabei weiterhin die Optimierung und Modernisierung des eigenen Storenetzwerks sowie die Digitalisierung des Geschäftsmodells.
PROGNOSE
Nachtrag
Um seine digitalen Fähigkeiten weiter auszubauen und Verbraucher mittels Nutzung von Daten zu inspirieren, hat das Unternehmen im Juli 2021 zusammen mit Metyis, einer in den Niederlanden ansässigen Strategieberatung, den HUGO BOSS Digital Campus eingeführt. Dieser zielt darauf ab, das E-Commerce-Geschäft, sowie die CRM- und Tech-Kapazitäten von HUGO BOSS weiter zu stärken und zusätzliches Expertenwissen im digitalen Bereich aufzubauen. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat HUGO BOSS einen Anteil von 11,25% an einer neu gegründeten portugiesischen Gesellschaft von Metyis erworben und wird diese gemäß der vertraglichen Vereinbarungen vollkonsolidieren.
Zwischen dem Ende des ersten Halbjahres 2021 und der Veröffentlichung dieses Berichts gab es keine weiteren wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögensund Finanzlage des Unternehmens auswirken könnten.
Prognose
Ungeachtet der anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem weiteren Verlauf der Pandemie ist HUGO BOSS zuversichtlich, dass sich die allgemeine Erholung seines Geschäfts auch im zweiten Halbjahr 2021 fortsetzen wird.
Folglich prognostiziert HUGO BOSS, den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2021 um währungsbereinigt 30 % bis 35 % steigern zu können (2020: 1.946 Mio. EUR). Dabei wird erwartet, dass alle Regionen zum Wachstum beitragen werden. Das Unternehmen erwartet zudem, dass sich das operative Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2021 auf einen Wert zwischen 125 Mio. EUR und 175 Mio. EUR belaufen wird (2020: minus 236 Mio. EUR). Gleichzeitig rechnet HUGO BOSS mit Investitionen in Höhe von 100 Mio. EUR bis 130 Mio. EUR (2020: 80 Mio. EUR). Für das kurzfristige operative Nettovermögens im Verhältnis zum Umsatz wird eine Verbesserung auf ein Niveau zwischen 21 % und 23 % erwartet (2020: 28,7 %).
RISIKEN UND CHANCEN
HUGO BOSS verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, das es dem Management ermöglicht, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Im Berichtszeitraum hat der Konzern neben den im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 dargestellten Risiken und Chancen keine weiteren wesentlichen Risiken und Chancen identifiziert. Die im Geschäftsbericht 2020 enthaltenen Aussagen zu Risiken und Chancen behalten ihre Gültigkeit. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in Verbindung mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
ZUSAMMENFASSENDE AUSSAGE ÜBER DIE ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Vor dem Hintergrund seiner gesunden Bilanzstruktur und der auch für die Zukunft erwarteten starken Free-Cashflow-Entwicklung befindet sich der Konzern in einer weiterhin sehr soliden wirtschaftlichen Lage.
Metzingen, den 21. Juli 2021
HUGO BOSS AG
Der Vorstand
Daniel Grieder
Yves Müller
Dr. Heiko Schäfer
Oliver Timm
Ingo Wilts
KAPITEL 2
KONZERN ZWISCHEN ABSCHLUSS
KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
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| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung (in Mio. EUR) | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.126 | 830 |
| Umsatzkosten | -440 | -331 |
| Rohertrag | 685 | 499 |
| In % vom Umsatz | 60,9 | 60,1 |
| Vertriebs- und Marketingaufwendungen | -501 | -617 |
| Verwaltungsaufwendungen | -142 | -146 |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 43 | -263 |
| Zinsergebnis | -11 | -14 |
| Übrige Finanzposten | -8 | -6 |
| Finanzergebnis | -19 | -20 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 24 | -283 |
| Ertragsteuern | -7 | 79 |
| Konzernergebnis | 17 | -204 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 14 | -203 |
| Nicht beherrschende Anteile | 3 | 0 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) 1 | 0,21 | -2,95 |
1 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
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| Konzerngesamtergebnisrechnung (in Mio. EUR) | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 17 | -204 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | 4 | 1 |
| Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 14 | -14 |
| Netto-(Verluste) /-Gewinne aus Marktbewertung von Sicherungsgeschäften | 0 | -2 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 18 | -15 |
| Gesamtergebnis | 35 | -219 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 32 | -218 |
| Nicht beherrschende Anteile | 3 | 0 |
| Gesamtergebnis | 35 | -219 |
KONZERNBILANZ zum 30. Juni 2021
Konzernbilanz (in Mio. EUR)
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| Aktiva | 30. Juni 2021 | 30. Juni 2020 | 31. Dez. 2020 |
|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 407 | 452 | 408 |
| Immaterielle Vermögenswerte 1 | 168 | 169 | 170 |
| Nutzungsrechte an Leasingobjekten 1 | 712 | 797 | 744 |
| Aktive latente Steuern | 176 | 181 | 171 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 19 | 21 | 21 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 0 | 2 | 1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.482 | 1.622 | 1.516 |
| Vorräte | 609 | 644 | 618 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 208 | 168 | 172 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 22 | 27 | 18 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 19 | 14 | 21 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 93 | 100 | 100 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 138 | 115 | 125 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.089 | 1.068 | 1.055 |
| Gesamt | 2.571 | 2.690 | 2.570 |
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| Passiva | 30. Juni 2021 | 30. Juni 2020 | 31. Dez. 2020 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 70 | 70 | 70 |
| Eigene Aktien | -42 | -42 | -42 |
| Kapitalrücklage | 0 | 0 | 0 |
| Gewinnrücklagen | 721 | 726 | 706 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 34 | 30 | 19 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 783 | 784 | 754 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 9 | 6 | 6 |
| Konzerneigenkapital | 792 | 790 | 760 |
| Langfristige Rückstellungen | 91 | 85 | 91 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 203 | 304 | 196 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 629 | 783 | 649 |
| Passive latente Steuern | 9 | 11 | 13 |
| Sonstige langfristige Schulden | 2 | 1 | 2 |
| Langfristige Schulden | 934 | 1.184 | 951 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 108 | 93 | 118 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 86 | 75 | 85 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 206 | 166 | 213 |
| Ertragsteuerschulden | 35 | 61 | 42 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 300 | 211 | 299 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 110 | 110 | 104 |
| Kurzfristige Schulden | 845 | 716 | 860 |
| Gesamt | 2.571 | 2.690 | 2.570 |
1 Die dargestellten Beträge weichen aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr berichteten Werten ab.
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
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| Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung (in Mio. EUR) | Gewinnrücklagen | Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklage | Sonstige Gewinnrücklagen | Unterschiede aus der Währungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2020 | 70 | -42 | 0 | 7 | 926 | 39 |
| Konzernergebnis | -203 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 1 | -14 | ||||
| Gesamtergebnis | -202 | -14 | ||||
| Dividendenzahlung | -3 | |||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | 3 | |||||
| 30. Juni 2020 | 70 | -42 | 0 | 7 | 724 | 25 |
| 1. Januar 2021 | 70 | -42 | 0 | 7 | 700 | 21 |
| Konzernergebnis | 14 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 4 | 14 | ||||
| Gesamtergebnis | 18 | 14 | ||||
| Dividendenzahlung | -3 | |||||
| 30. Juni 2021 | 70 | -42 | 0 | 7 | 715 | 35 |
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| Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung (in Mio. EUR) | Kumuliertes übriges Eigenkapital | Konzerneigenkapital | ||
|---|---|---|---|---|
| Marktbewertung Sicherungsgeschäfte | Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Konzerneigenkapital | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2020 | 1 | 1.002 | 0 | 1.002 |
| Konzernergebnis | -203 | -204 | ||
| Sonstiges Ergebnis | -2 | -15 | -15 | |
| Gesamtergebnis | -2 | -218 | 0 | -219 |
| Dividendenzahlung | -3 | -3 | ||
| Veränderung Konsolidierungskreis | 3 | 6 | 9 | |
| 30. Juni 2020 | -1 | 784 | 6 | 790 |
| 1. Januar 2021 | -2 | 754 | 6 | 760 |
| Konzernergebnis | 14 | 3 | 17 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 18 | 0 | 18 |
| Gesamtergebnis | 0 | 32 | 3 | 35 |
| Dividendenzahlung | -3 | -3 | ||
| 30. Juni 2021 | -2 | 783 | 9 | 792 |
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
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| Konzernkapitalflussrechnung (in Mio. EUR) | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 17 | -204 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 151 | 307 |
| Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste, netto | 0 | 13 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 1 | -1 |
| Ertragsteueraufwand/-erstattungen | 7 | -79 |
| Zinserträge und -aufwendungen | 11 | 14 |
| Veränderung der Vorräte | 14 | -19 |
| Veränderung der Forderungen sowie anderer Aktiva | -23 | 86 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -1 | -125 |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Anlagevermögen | -1 | -5 |
| Veränderung Pensionsrückstellungen | -1 | 1 |
| Veränderung übrige Rückstellungen | -6 | 2 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -23 | -5 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 146 | -13 |
| Investitionen in Sachanlagen | -34 | -25 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -7 | -9 |
| Erwerb von Tochtergesellschaften und sonstigen Geschäftseinheiten abzüglich erworbener flüssiger Mittel | -2 | 2 |
| Erlöse aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 0 | 1 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 1 | -43 | -31 |
| An die Anteilseigner des Mutterunternehmens gezahlte Dividenden | -3 | -3 |
| Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | -4 | -46 |
| Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 13 | 206 |
| Tilgung von kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten | -90 | -115 |
| Gezahlte Zinsen | -11 | -14 |
| Erhaltene Zinsen | 0 | 1 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -94 | 29 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4 | -3 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 13 | -18 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 125 | 133 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 138 | 115 |
1 Die dargestellten Beträge weichen aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr berichteten Werten ab.
VERKÜRZTER KONZERNANHANG
1 | Allgemeine Angaben
Der Zwischenabschluss der HUGO BOSS AG zum 30. Juni 2021 wurde gemäß § 115 WpHG in Übereinstimmung mit den zum Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen aufgestellt. Insbesondere wurden die Regelungen des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung angewendet.
Der vorliegende Zwischenlagebericht und der verkürzte Abschluss wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch eine zur Abschlussprüfung befähigte Person unterzogen. Durch Beschluss vom 21. Juli 2021 wurden der verkürzte Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht durch den Vorstand zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Vor seiner Veröffentlichung wurden der Zwischenlagebericht und der verkürzte Zwischenabschluss außerdem mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert.
2 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden entsprechen denen des vorherigen Geschäftsjahres.
Auswirkungen von COVID-19
Im ersten halben Jahr 2021 hat HUGO BOSS die Erholung seines Geschäfts weiter beschleunigt und einen deutlichen Anstieg von Umsatz und operativem Ergebnis erzielt. Das schrittweise Aufheben der pandemiebedingten Auflagen und der temporären Lockdowns im Halbjahresverlauf sowie weitere Fortschritte bei den Impfkampagnen haben die Verbraucherstimmung weltweit aufgehellt. Im Durchschnitt waren im ersten Halbjahr nur noch etwa 25 % des weltweiten Storenetzwerks des Unternehmens temporär geschlossen. Trotz der positiven Geschäftsentwicklung überwacht das Management die weiteren Auswirkungen von COVID-19 auf die Bewertung und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen genau.
Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wurden insbesondere in Bezug auf folgende Aspekte vorgenommen:
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| ― | IFRS 16 Leasingverhältnisse - Bilanzierung von Mietzugeständnissen aufgrund von COVID-19, |
| ― | Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert, |
| ― | Bewertung der Vorratsbestände, |
| ― | Einbringbarkeit von Forderungen - insbesondere solche aus Lieferungen und Leistungen, |
| ― | Einschätzung über die Werthaltigkeit von Ertragsteueransprüchen. |
Obwohl bei der Erstellung von Schätzungen und Annahmen, die die wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 betreffen, mit großer Sorgfalt vorgegangen wurde, können die tatsächlichen Ergebnisse abweichen, insbesondere unter Berücksichtigung der bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit COVID-19. So sind die getroffenen Schätzungen und Annahmen davon abhängig, inwiefern die weitere Entwicklung der Pandemie - etwa hinsichtlich erneuter Infektionswellen und Lockdowns oder aber möglicher Virusmutationen -die Weltwirtschaft im Jahresverlauf beeinflussen wird.
Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese unterliegen Risiken und Unsicherheiten und können erheblich von der tatsächlichen Geschäftsentwicklung abweichen. Zu diesen Faktoren gehören u. a. zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen, das Vorgehen anderer Marktteilnehmer sowie rechtliche und politische Entscheidungen.
Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden sämtliche Mietzugeständnisse, die den Anforderungen der IASB Änderungen "COVID-19-Related Rent Concessions - Amendments to IFRS 16 Leases" entsprachen, nicht als lease modification, sondern als negative variable Leasingzahlung behandelt. Der erfolgswirksam erfasste Betrag zur Berücksichtigung von Mietzugeständnissen infolge der COVID-19-Pandemie belief sich für das erste Halbjahr 2021 auf 11 Mio. EUR (2020: 13 Mio. EUR). Das International Accounting Standards Board (IASB) hat eine weitere Änderung "COVID-19-Related Rent Concessions beyond 30 June 2021" zu IFRS 16 veröffentlicht, die Leasingnehmern bis Juni 2022 eine Befreiung von der Beurteilung einer COVID-19-bezogenen Mietkonzession als Leasingänderung gewährt. Die Änderung ist noch nicht vom Europäischen Parlament für die zweite Jahreshälfte 2021 übernommen worden, dies dürfte jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgen.
Die Bewertung der Vorräte erfolgte unter Berücksichtigung einer dem aktuellen Geschäftsumfeld angemessenen Risikovorsorge. Dabei wurden konzerneinheitliche, systemgestützte Gängigkeits-, Reichweiten- und Nettoveräußerungswertanalysen angewandt.
Die Einbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in einem ersten Schritt beurteilt, indem die nicht überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit dem erwarteten Ausfallrisiko bewertet werden. Außerdem wird die Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Grundlage der geschätzten Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsverzugs bewertet. Die Berechnung des erwarteten Ausfallrisikos basiert sowohl auf vergangenen, aktuellen sowie zukünftigen Ausfallrisiken. In einem zweiten Schritt werden - basierend auf der Altersstruktur und der individuellen Bewertung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - für fällige und nicht fällige Forderungen Einzelwertberichtigungen zwischen 1 % und 100 % gebildet. Alle Konzerngesellschaften sind dazu verpflichtet, eine Altersstruktur ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu führen. Hierdurch wird gewährleistet, dass eine risikoadjustierte Abwertung möglich ist. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Großhandelskunden und Konzessionspartner kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der bereits berücksichtigten Wertberichtigungen übersteigen, was sich nachteilig auf die Ertragslage auswirken kann. Zur Einschränkung des Risikos folgt das konzernweite Debitorenmanagement einheitlichen Regelungen, beispielsweise hinsichtlich der Bonitätsprüfung sowie Vergabe und Einhaltung von Kundenkreditlimits, der Überwachung der Altersstruktur von Forderungen oder der Handhabung zweifelhafter Forderungen. In Einzelfällen kann dies zu Belieferungen von Kunden ausschließlich nach Vorauszahlung oder gar zum Verzicht auf Geschäfte mit als nicht kreditwürdig eingestuften Kunden führen.
Die Überprüfung der Buchwerte der einzelnen CGU's (Cash Generating Units) ergab keine zusätzlichen pandemiebedingten Wertminderungen.
3 | Währungsumrechnung
Die wichtigsten, im Zwischenabschluss angewandten Währungskurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:
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| Währung | Durchschnittskurs | Bilanzstichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR = | Juni 2021 | Juni 2020 | Dez. 2020 | 30. Juni 2021 | 30. Juni 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Australien | AUD | 1,5759 | 1,6331 | 1,6171 | 1,5811 | 1,6406 |
| China | CNY | 7,7382 | 7,9744 | 7,9568 | 7,6814 | 7,9841 |
| Großbritannien | GBP | 0,8586 | 0,8988 | 0,9064 | 0,8595 | 0,9154 |
| Hongkong | HKD | 9,3533 | 8,7232 | 9,4302 | 9,2297 | 8,7456 |
| Japan | JPY | 132,6523 | 121,0913 | 126,2703 | 131,5400 | 121,0700 |
| Schweiz | CHF | 1,0938 | 1,0715 | 1,0819 | 1,0965 | 1,0669 |
| Türkei | TRY | 10,3630 | 7,6675 | 9,3956 | 10,3645 | 7,7082 |
| USA | USD | 1,2051 | 1,1255 | 1,2165 | 1,1888 | 1,1284 |
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| Bilanzstichtagskurs | |
|---|---|
| 31. Dez. 2020 | |
| --- | --- |
| Australien | 1,5896 |
| China | 8,0225 |
| Großbritannien | 0,8990 |
| Hongkong | 9,5142 |
| Japan | 126,4900 |
| Schweiz | 1,0802 |
| Türkei | 9,1164 |
| USA | 1,2271 |
4 | Konsolidierungskreis
Im Berichtszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 erhöhte sich die Anzahl der konsolidierten Gesellschaften um eine auf 64.
Mit Wirkung zum 31. Mai 2021 wurde die HUGO BOSS Thailand Ltd. mit Sitz in Bangkok, Thailand, als 100% Tochtergesellschaft erstmalig konsolidiert.
Unverändert zum 31. Dezember 2020 wird zum 30. Juni 2021 ein Unternehmen, bei denen HUGO BOSS und eine weitere Partei gemeinschaftlich die Führung ausüben, nach der Equity-Methode bilanziert.
5 | Unternehmenserwerbe/Erwerbe von sonstigen Geschäftseinheiten
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 hat HUGO BOSS vier Stores, ein Shop-in-Shop, ein Outlet und die damit verbundenen Anlagewerte und Vorräte im Rahmen eines Asset Deals von einem ehemaligen FranchisePartner in Thailand übernommen. Der Erwerb der Stores zum 1. Juni 2021 erfolgte über die HUGO BOSS Thailand Ltd.
Folgende Übersicht zeigt die Allokation des Kaufpreises auf das übernommene Nettovermögen sowie den sich daraus ergebenden Geschäfts- oder Firmenwert:
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| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2021 |
|---|---|
| Übertragene Gegenleistung | |
| Vereinbarter Kaufpreis | 2,1 |
| Vereinbarter Kaufpreis (Verbindlichkeit) | 0,9 |
| Summe Kaufpreiszahlung | 3,0 |
| Beizulegende Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,3 |
| Sachanlagen | 0,2 |
| Vorräte | 0,9 |
| Summe Vermögenswerte | 1,4 |
| Summe Verbindlichkeiten | 0,0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1,6 |
Die Beherrschung über die Vermögenswerte wird durch die Zahlung des vereinbarten Kaufpreises erlangt. Der Geschäfts- oder Firmenwert entfällt auf das Segment Asien/Pazifik.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Form von zurückerworbenen Rechten ("reacquired rights") identifiziert. Hierbei handelt es sich um Rechte zur Nutzung des HUGO BOSS Markennamens, die HUGO BOSS dem Franchise-Partner für die jeweiligen Stores auf Basis von Franchisevereinbarungen gewährt hat. Die Franchisevereinbarungen wurden unter marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
Wären die Übernahmen bereits zum 1. Januar 2021 zustande gekommen, wäre der Konzernumsatz 0,6 Mio. EUR höher gewesen. Das Konzernergebnis hätte sich unwesentlich verändert.
6 | Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Eigener Einzelhandel | 698 | 525 |
| Stationärer Einzelhandel | 565 | 432 |
| Eigener Onlinehandel | 133 | 93 |
| Großhandel | 393 | 277 |
| Lizenzen | 34 | 28 |
| Gesamt | 1.126 | 830 |
Umsatzkosten
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten für bezogene Waren | 394 | 284 |
| Davon Materialaufwand | 362 | 233 |
| Herstellungskosten für Eigenfertigung | 46 | 47 |
| Gesamt | 440 | 331 |
Die in den Umsatzkosten berücksichtigten Anschaffungskosten für bezogene Waren enthalten im Wesentlichen den Materialaufwand der verkauften Waren sowie Eingangsfracht- und Zollkosten.
Vertriebs- und Marketingaufwendungen
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für eigenen Einzelhandel, Vertriebs- und Marketingorganisation | 374 | 505 |
| Marketingaufwendungen | 86 | 73 |
| Aufwendungen für Logistik | 41 | 39 |
| Gesamt | 501 | 617 |
Die Aufwendungen für den eigenen Einzelhandel sowie für die Vertriebs- und Marketingorganisation umfassen im Wesentlichen Personal- und Mietaufwendungen für den Groß- und Einzelhandelsvertrieb sowie im Vorjahr erfasste COVID-19 bedingte Wertminderungen. Zudem sind umsatzabhängige Provisionen, Ausgangsfracht- und Zollkosten, Kreditkartengebühren sowie Wertminderungen auf Forderungen enthalten.
Verwaltungsaufwendungen
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Verwaltungsaufwand | 116 | 118 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 26 | 28 |
| Gesamt | 142 | 146 |
Der Verwaltungsaufwand besteht überwiegend aus Raummieten, Instandhaltungskosten, IT-Kosten, Rechtsund Beratungskosten sowie dem Personalaufwand des Funktionsbereichs. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung fallen schwerpunktmäßig im Rahmen der Kollektionserstellung an.
Personalaufwand
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 243 | 238 |
| Soziale Abgaben | 41 | 42 |
| Aufwendungen und Erträge für Altersversorgung und für Unterstützung | 1 | 3 |
| Gesamt | 285 | 283 |
In den Personalaufwendungen sind Erträge aus staatlichen Zuschüssen enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf weltweite staatliche Unterstützungsleistungen für Personalkosten aufgrund von COVID-19 in Höhe von 14 Mio. EUR.
Mitarbeiter
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| 30. Juni 2021 | 31. Dez. 2020 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 4.413 | 4.639 |
| Kaufmännische Arbeitnehmer | 11.147 | 11.619 |
| Gesamt | 15.560 | 16.258 |
Abschreibungen
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| (in Mio. EUR) | ||
|---|---|---|
| Anlagevermögen | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
| --- | --- | --- |
| Davon Sachanlagen | 39 | 52 |
| Davon immaterielle Vermögenswerte | 12 | 12 |
| Davon Nutzungsrecht an Leasingobjekten | 100 | 118 |
| Gesamt | 151 | 182 |
Wertminderungen
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Directly operated stores | 0 | 33 |
| Immaterielle Vermögenswerte/ Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 4 |
| Nutzungsrecht an Leasingobjekten | 1 | 88 |
| Gesamt | 1 | 125 |
7 | Erläuterungen zur Konzernbilanz
Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse in der Bilanz
Zugänge, Abschreibungen und Veränderungen der Nutzungsrechte von Leasingobjekten werden wie folgt auf die den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden Vermögenswerte zum 30. Juni 2021 aufgeteilt:
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| (in Mio. EUR) | Einzelhandelsgeschäfte | Lagerflächen | Verwaltungsgebäude & Sonstiges | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Buchwert zum 1. Januar 2021 | 641 | 30 | 74 | 744 |
| Zugänge | 49 | 2 | 5 | 56 |
| Abschreibungen | -88 | -5 | -7 | -100 |
| Wertminderung | -1 | 0 | 0 | -1 |
| Abgänge | -1 | 0 | 0 | -1 |
| Währungsunterschiede | 12 | 1 | 1 | 14 |
| Buchwert zum 30. Juni 2021 | 612 | 28 | 73 | 712 |
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| (in Mio. EUR) | Einzelhandelsgeschäfte | Lagerflächen | Verwaltungsgebäude & Sonstiges | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Buchwert zum 1. Januar 2020 | 781 | 34 | 83 | 898 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 17 | 0 | 0 | 17 |
| Zugänge | 167 | 5 | 9 | 181 |
| Abschreibungen | -208 | -6 | -15 | -229 |
| Wertminderungen | -48 | 0 | 0 | -48 |
| Abgänge | -35 | -1 | 0 | -36 |
| Umbuchungen | 0 | -1 | 0 | -1 |
| Währungsunterschiede | -34 | -1 | -4 | -39 |
| Buchwert zum 31. Dezember 2020 | 641 | 30 | 74 | 744 |
Die zum 30. Juni 2021 auf die Leasingverhältnisse entfallenden Beträge aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der Kapitalflussrechnung sind in den folgenden Tabellen dargestellt:
Leasingverhältnisse in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Abschreibungen Nutzungsrechte | -100 | -118 |
| Wertminderungen Nutzungsrechte | -1 | -88 |
| Nettoertrag aus Anlageabgängen von RoU Assets | 1 | 1 |
| Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten | -8 | -11 |
| Nettoertrag aus der Währungsumrechnung von Leasingverbindlichkeiten | -1 | -2 |
| Aufwand aus variablen Leasingzahlungen | -55 | -37 |
| Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse | -2 | -1 |
| Leasingaufwand für Software und Aufwand für Leasingverhältnisse von geringwertigen Vermögenswerten | -9 | -8 |
| Erträge aus Unterleasingverhältnissen | 1 | 1 |
| Sonstige Aufwendungen (Servicekosten) | -6 | -4 |
| Gesamtaufwand aus Leasingverhältnissen | -178 | -266 |
Leasingverhältnisse in der Kapitalflussrechnung
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Gezahlte Zinsen für Leasingverbindlichkeiten | -8 | -11 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten 1 | -90 | -115 |
| Variable Leasingzahlungen | -55 | -37 |
| Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse | -2 | -1 |
| Zahlungen für Software und für Leasingverhältnisse von geringwertigen Vermögenswerten | -9 | -8 |
| Erhaltene Zahlungen aus Unterleasingverhältnissen | 1 | 1 |
| Sonstige Zahlungen | -6 | -4 |
| Gesamte Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse | -168 | -174 |
1 Die dargestellten Beträge weichen aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr berichteten Werten ab.
Vorräte
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Dez 20 |
|---|---|---|
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 575 | 581 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 29 | 32 |
| Unfertige Erzeugnisse | 6 | 5 |
| Gesamt | 609 | 618 |
Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt 140 Mio. EUR (2020: 149 Mio. EUR). Für die Vorräte wurden folgende wesentliche Schätzungen vorgenommen: Abschreibungen werden für Vorrats- und Bestandsrisiken vorgenommen, die sich aus der Lagerdauer und der damit teilweise verminderten Verwendbarkeit ergeben. Für Rohstoffe werden über Reichweiten- und Gängigkeitsanalysen Abschläge vorgenommen. Für unfertige Erzeugnisse, Fertigerzeugnisse und Handelswaren orientiert sich die Bewertung am noch zu erzielenden Nettoveräußerungspreis über die konzerneigenen Absatzkanäle. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungspreises verwendet der Konzern für Handelswaren und Fertigerzeugnisse Analysen über die Lagerdauer.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Dez. 2020 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | 229 | 190 |
| Kumulierte Wertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -20 | -18 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 208 | 172 |
Finanzverbindlichkeiten
Unter den Finanzverbindlichkeiten werden alle verzinslichen und unverzinslichen Verpflichtungen ausgewiesen, die zum jeweiligen Bilanzstichtag bestanden. Sie teilen sich wie folgt auf:
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| (in Mio. EUR) | Davon Restlaufzeit unter einem | |||
|---|---|---|---|---|
| Jan. - Juni 2021 | Jahr | Dez. 2020 | Davon Restlaufzeit unter einem Jahr | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 276 | 74 | 267 | 71 |
| Leasingverbindlichkeiten | 835 | 206 | 862 | 213 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 13 | 13 | 14 | 14 |
| Davon: nicht IFRS 16 relevante Mietverpflichtungen für den konzerneigenen Einzelhandel | 10 | 10 | 10 | 10 |
| Gesamt | 1.124 | 293 | 1.143 | 297 |
In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 2 Mio. EUR (2020: 3 Mio. EUR) enthalten.
Im Jahr 2020 hat HUGO BOSS weitere Schritte zur Sicherung der finanziellen Flexibilität unternommen und die Erhöhungsoption für den bestehenden revolvierenden Konsortialkredit ausgeübt. Zum Ende des zweiten Quartals 2021 belief sich die Inanspruchnahme des 633 Mio. EUR umfassenden revolvierenden Konsortialkredits auf 135 Mio. EUR (2020: 212 Mio. EUR). In diesem Zusammenhang hat HUGO BOSS mit seinen Konsortialbanken vereinbart, den Financial Covenant unter dem Konsortialkredit 2020 bis Ende Juni 2021 auszusetzen. Zum 30. Juni 2021 wurde der ursprünglich vertraglich vereinbarte Covenant bereits wieder eingehalten. Am 1. Juli wurde die diesbezügliche Vereinbarung zur Einhaltung der Finanzkennziffer (Covenant) der Finanzierungsstärke wieder in Kraft gesetzt. Die zusätzlichen Kreditzusagen in Höhe von 275 Mio. EUR, die sich das Unternehmen im Jahr 2020 zur Sicherstellung einer möglichst hohen finanziellen Flexibilität während der Pandemie gesichert hatte, sind zum vereinbarten Fälligkeitstermin im Juni ausgelaufen, ohne dass sie zu irgendeiner Zeit in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus verfügt der Konzern über bilaterale Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 179 Mio. EUR (2020: 205 Mio. EUR), von denen zum Ende des ersten Halbjahres 157 Mio. EUR (2020: 168 Mio. EUR) in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus verfügte HUGO BOSS zum 30. Juni 2021 über liquide Mittel in Höhe von 138 Mio. Euro (2020: 115 Mio. Euro).
8 | Ergebnis je Aktie
Weder zum 30. Juni 2021 noch zum 30. Juni 2020 standen Aktien aus, die das Ergebnis je Aktie verwässern könnten.
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| Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 | |
|---|---|---|
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in Mio. EUR) | 14 | -203 |
| Durchschnittliche Zahl der ausgegebenen Aktien 1 | 69.016.167 | 69.016.167 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) 2 | 0,21 | -2,95 |
1 Ohne Berücksichtigung eigener Anteile.
2 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.
9 | Rückstellungen
Rückstellungen für Personalaufwendungen
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen betreffen überwiegend Rückstellungen für kurz- und mittelfristige Tantiemen und Boni, Abfindungsansprüche, Altersteilzeit sowie Überstunden.
Einen Großteil der Personalrückstellungen bildet das zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 implementierte "Long-Term-Incentive-Programm (LTI)" für den Vorstand und Führungskräfte von HUGO BOSS, das zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Zurzeit gibt es vier Tranchen des Programms: Die vierte Tranche wurde am 1. Januar 2021 ausgegeben.
Jede Tranche hat eine Gesamtlaufzeit von vier Jahren, die sich in eine Performancelaufzeit von drei Jahren und eine Wartezeit von einem Jahr aufteilt. Die im Geschäftsjahr 2018 ausgegebene Tranche kommt somit im Geschäftsjahr 2022 zur Auszahlung und ist demzufolge zum 30. Juni 2021 unter den kurzfristigen Personalrückstellungen in Höhe von 3 Mio. EUR ausgewiesen. Für die anderen drei Tranchen beläuft sich die zum 30. Juni 2021 gebildete langfristige Rückstellung auf insgesamt 8 Mio. EUR.
10 | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Rückstellungen für Pensionen reduzierten sich von 54 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020 auf 48 Mio. EUR zum 30. Juni 2021. Die versicherungsmathematische Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung umfasst Dienstzeitaufwand, Netto-Zinsaufwand und andere relevante Parameter.
Versicherungsmathematische Annahmen zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen zum 30. Juni 2021
Folgende Prämissen wurden zugrunde gelegt:
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| Parameter | 30. Juni 2021 | 31. Dez. 2020 |
|---|---|---|
| Rechnungszins | ||
| Deutschland | 1,52% | 1,10% |
| Schweiz | 0,37% | 0,15% |
| Rententrend | ||
| Deutschland | 1,75% | 1,75% |
| Schweiz | 0,00% | 0,00% |
| Gehaltssteigerungstrend | ||
| Deutschland | 2,50% | 2,50% |
| Schweiz | 2,00% | 2,00% |
Im Vergleich zum 31. Dezember 2020 hat sich der Parameter Rechnungszins in Deutschland und der Schweiz erhöht. Die Parameter Rententrend und Gehaltssteigerungstrend blieben in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 unverändert.
Zusammensetzung der Pensionsaufwendungen der Periode
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand der Periode | 2 | 3 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Nettozinsaufwand | 1 | 1 |
| In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Pensionsaufwendungen | 3 | 4 |
| Ertrag aus Fondsvermögen (ohne Zinseffekt aus Fondsvermögen) | 0 | 0 |
| Erfasste versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste | -5 | -1 |
| Asset Ceiling (ohne Zinseffekt aus Asset Ceiling) | 0 | 0 |
| In der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen | -5 | -1 |
11 | Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien von Finanzinstrumenten
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| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2021 | 31. Dez. 2020 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert | Beizulegende r Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 138 | 138 | 125 | 125 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 208 | 208 | 172 | 172 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 38 | 38 | 42 | 42 | |
| Davon: | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 0 | 0 | 1 | 1 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | AC | 38 | 38 | 41 | 41 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 276 | 274 | 267 | 270 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 300 | 300 | 299 | 299 |
| davon Reverse Factoring | AC | 35 | 35 | 29 | 29 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n.a. | 835 | 835 | 862 | 862 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 13 | 13 | 14 | 14 | |
| Davon: | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 1 | 1 | 2 | 2 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | Hedge Accounting | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 10 | 10 | 10 | 10 |
HUGO BOSS nutzt zur Unterstützung seiner Lieferanten ein sogenanntes "Reverse Factoring Programm". Hierbei werden offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bereits vor Fälligkeit durch ein Kreditinstitut an den Lieferanten ausgeglichen. Innerhalb des Programms bleibt die ursprüngliche Verbindlichkeit des Lieferanten aufgrund eines unveränderten Schuldeingeständnisses inhaltlich unberührt und wird als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt dar:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten sind bedingt durch die kurzen Laufzeiten dieser Instrumente nahezu unverändert zum Buchwert.
Der beizulegende Zeitwert von Bankdarlehen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird durch Diskontierung der künftigen Cashflows unter Verwendung von derzeit für Fremdkapital zu vergleichbaren Konditionen, Kreditrisiken und Restlaufzeiten verfügbaren Zinssätzen ermittelt.
Zum 30. Juni 2021 versteht sich die zum Marktwert bewertete Derivatposition (Market-to-Market) exklusive der Bonitätswertberichtigung, die auf das Ausfallrisiko der Gegenseite des Derivats zurückzuführen ist. Das Ausfallrisiko der Gegenseite brachte keine wesentlichen Effekte mit sich.
Hierarchie beizulegender Zeitwerte
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachteten Marktdaten basieren
Zum 30. Juni 2021 sind wie im Vorjahr alle zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente der Kategorie FVTPL sowie die Derivate mit Hedge-Beziehungen der Stufe 2 zuzuordnen. Während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021 gab es keine Transfers zwischen Level 1 und Level 2 sowie aus Level 3 heraus. Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente bestanden aus Devisentermingeschäften, Devisenswaps und Zinsderivaten. Sie waren der Kategorie FVTPL sowie den Derivaten mit Hedge-Beziehung zuzuordnen. Die Vermögenswerte beliefen sich auf 0 Mio. EUR, die Verbindlichkeiten auf 3 Mio. EUR. Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz geführt werden, ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ebenfalls über das Verfahren der Stufe 2 erfolgt.
Absicherung von Zins- und Währungsrisiken
Zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken setzt der HUGO BOSS Konzern teilweise Sicherungsgeschäfte zur Reduzierung des Risikos ein. Zum Bilanzstichtag waren 6 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 7 Mio. EUR) variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten abgesichert. Des Weiteren waren zum Bilanzstichtag zukünftige Zahlungsströme in Fremdwährung in Höhe von 14 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 17 Mio. EUR) abgesichert und in vollem Umfang in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden. Die Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste aus der Marktbewertung von Sicherungsgeschäften im sonstigen Gesamtergebnis belief sich auf 0 Mio. EUR (30. Juni 2020: -1 Mio. EUR).
Saldierung von Finanzinstrumenten
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| (in Mio. EUR) | Angesetzte Bruttobeträge Aktiva | Saldierte Bruttobeträge Passiva | Ausgewiesene Nettobeträge Aktiva in der Bilanz | Nicht in der Bilanz saldierte Passiva | Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten | Nettobeträge |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30. Juni 2021 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 234 | -26 | 208 | 0 | 0 | 208 |
| Derivate | 0 | 0 | 0 | 0 | 10 | 0 |
| Gesamt | 234 | -26 | 208 | 0 | 0 | 208 |
| 31. Dez. 2020 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 190 | -18 | 172 | 0 | 0 | 172 |
| Derivate | 1 | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 |
| Gesamt | 191 | -18 | 173 | 0 | 0 | 173 |
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| (in Mio. EUR) | Angesetzte Bruttobeträge Passiva | Saldierte Bruttobeträge Aktiva | Ausgewiesene Nettobeträge Passiva in der Bilanz | Nicht in der Bilanz saldierte Aktiva | Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten | Nettobeträge |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30. Juni 2021 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 326 | -26 | 300 | 0 | 0 | 300 |
| Derivate | 3 | 0 | 3 | 0 | 10 | 3 |
| Gesamt | 329 | -26 | 303 | 0 | 0 | 303 |
| 31. Dez. 2020 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 324 | -25 | 299 | 0 | 0 | 299 |
| Derivate | 4 | 0 | 4 | 0 | 0 | 4 |
| Gesamt | 328 | -25 | 303 | 0 | 0 | 303 |
Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldierten Passiva in Höhe von 26 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 18 Mio. EUR) stellen zum Bilanzstichtag offene Gutschriften an Kunden dar. Die saldierten Aktiva innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Form von Gutschriften an Lieferanten. Sie betrugen 26 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 25 Mio. EUR).
Für die Saldierung der Derivate bestehen Standardrahmenverträge für Finanztermingeschäfte zwischen HUGO BOSS und seinen Kontrahenten. In ihnen ist definiert, dass derivative Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit einem Kontrahenten zu einer einheitlichen Ausgleichsforderung zusammengefasst werden können.
12 | Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der flüssigen Mittel im Laufe der Berichtsperiode. Gemäß IAS 7 werden die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeiten unterschieden. Die Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen ermittelt. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, lassen sich aufgrund von Wechselkursumrechnungen nicht unmittelbar aus der Bilanz ableiten.
13 | Segmentberichterstattung
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| (in Mio. EUR) | Europa 1 | Amerika | Asien/Pazifik | Lizenzen | Gesamt berichtspflichtige Segmente |
|---|---|---|---|---|---|
| Jan. - Juni 2021 | |||||
| Gesamtumsatz | 684 | 203 | 205 | 34 | 1.126 |
| Segmentergebnis | 113 | 11 | 40 | 27 | 191 |
| In % des Umsatzes | 16,5 | 5,4 | 19,5 | 79,4 | 17,0 |
| Segmentvermögen | 300 | 153 | 140 | 13 | 606 |
| Investitionen | 45 | 10 | 32 | 0 | 87 |
| Wertminderungen | -1 | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Davon Sachanlagevermögen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Davon immaterielle Vermögenswerte | -1 | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Abschreibungen | -69 | -24 | -33 | 0 | -126 |
| Jan. - Juni 2020 | - | ||||
| Gesamtumsatz | 535 | 124 | 143 | 28 | 830 |
| Segmentergebnis | -53 | -80 | -5 | 22 | -116 |
| In % des Umsatzes | -9,9 | -64,8 | -3,3 | 77,4 | -14,0 |
| Segmentvermögen | 284 | 142 | 110 | 12 | 548 |
| Investitionen | 33 | 9 | 27 | 0 | 69 |
| Wertminderungen | -72 | -39 | -14 | 0 | -125 |
| Davon Sachanlagevermögen | -22 | -9 | -2 | 0 | -33 |
| Davon immaterielle Vermögenswerte | -50 | -30 | -12 | 0 | -92 |
| Abschreibungen | -78 | -33 | -44 | 0 | -155 |
1 Inklusive Naher Osten und Afrika.
Überleitungsrechnungen
Umsatz
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Umsatz - berichtspflichtige Segmente | 1.126 | 830 |
| Corporate Units | 0 | 0 |
| Konsolidierung | 0 | 0 |
| Gesamt | 1.126 | 830 |
Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente
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| Umsatzentwicklung Europa (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigener Einzelhandel | 356 | 52 | 303 | 57 | 17 | 19 |
| Großhandel | 328 | 48 | 232 | 43 | 42 | 43 |
| Gesamt | 684 | 100 | 535 | 100 | 28 | 30 |
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| Umsatzentwicklung Amerika (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigener Einzelhandel | 153 | 76 | 88 | 71 | 74 | 87 |
| Großhandel | 49 | 24 | 35 | 28 | 41 | 49 |
| Gesamt | 203 | 100 | 124 | 100 | 64 | 76 |
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| Umsatzentwicklung Asien/Pazifik (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigener Einzelhandel | 189 | 92 | 133 | 93 | 42 | 44 |
| Großhandel | 16 | 8 | 10 | 7 | 60 | 62 |
| Gesamt | 205 | 100 | 143 | 100 | 43 | 45 |
Umsatz nach Marken
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| Umsatz nach Marken (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BOSS | 963 | 86 | 704 | 85 | 37 | 40 |
| HUGO | 163 | 14 | 126 | 15 | 29 | 32 |
| Gesamt | 1.126 | 100 | 830 | 100 | 66 | 72 |
Umsatz nach Gender
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| Umsatz nach Gender (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | In % des Umsatzes | Jan. - Juni 2020 | In % des Umsatzes | Veränderung in % | Währungsbereinigte Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Menswear | 1.017 | 90 | 746 | 90 | 36 | 40 |
| Womenswear | 108 | 10 | 84 | 10 | 29 | 31 |
| Gesamt | 1.126 | 100 | 830 | 100 | 65 | 71 |
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Segmentergebnis (EBIT) - berichtspflichtige Segmente | 191 | -116 |
| Corporate Units | -148 | -147 |
| Konsolidierung | 0 | 0 |
| EBIT HUGO BOSS | 43 | -263 |
| Zinsergebnis | -11 | -14 |
| Übrige Finanzpositionen | -8 | -6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern HUGO BOSS | 24 | -283 |
Segmentvermögen
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| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2021 | 30. Juni 2020 | 31. Dez. 2020 |
|---|---|---|---|
| Segmentvermögen - berichtspflichtige Segmente | 606 | 548 | 545 |
| Corporate Units | 211 | 264 | 246 |
| Konsolidierung | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 22 | 27 | 18 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 19 | 14 | 21 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 93 | 100 | 100 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 138 | 115 | 125 |
| Kurzfristige Vermögenswerte HUGO BOSS | 1.089 | 1.068 | 1.055 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.482 | 1.622 | 1.515 |
| Aktiva HUGO BOSS | 2.571 | 2.690 | 2.570 |
Investitionen
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| (in Mio. EUR) | 30. Juni 2021 | 30. Juni 2020 | 31. Dez. 2020 |
|---|---|---|---|
| Investitionen - berichtspflichtige Segmente | 87 | 69 | 178 |
| Corporate Units | 12 | 16 | 43 |
| Konsolidierung | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 99 | 85 | 221 |
Abschreibungen
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Abschreibungen - berichtspflichtige Segmente | 126 | 155 |
| Corporate Units | 25 | 27 |
| Konsolidierung | 0 | 0 |
| Gesamt | 151 | 182 |
Wertminderungen
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| (in Mio. EUR) | Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 |
|---|---|---|
| Wertminderungen - berichtspflichtige Segmente | 1 | 125 |
| Corporate Units | 0 | 0 |
| Konsolidierung | 0 | 0 |
| Gesamt | 1 | 125 |
Geografische Informationen
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| (in Mio. EUR) | Umsatzerlöse mit Dritten | Langfristige Vermögenswerte | ||
|---|---|---|---|---|
| Jan. - Juni 2021 | Jan. - Juni 2020 | 30. Juni 2021 | 31. Dez. 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 147 | 134 | 406 | 417 |
| Andere europäische Märkte | 571 | 430 | 528 | 548 |
| USA | 148 | 89 | 160 | 169 |
| Andere amerikanische Märkte | 55 | 34 | 32 | 32 |
| China | 130 | 85 | 44 | 46 |
| Andere asiatische Märkte | 75 | 58 | 117 | 111 |
| Gesamt | 1.126 | 830 | 1.287 | 1.323 |
14 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Um seine digitalen Fähigkeiten weiter auszubauen und Verbraucher mittels Nutzung von Daten zu inspirieren, hat das Unternehmen im Juli 2021 zusammen mit Metyis, einer in den Niederlanden ansässigen Strategieberatung, den HUGO BOSS Digital Campus eingeführt. Dieser zielt darauf ab, das E-CommerceGeschäft, sowie die CRM- und Tech-Kapazitäten von HUGO BOSS zusätzlich zu stärken und zusätzliches Expertenwissen im digitalen Bereich aufzubauen. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat HUGO BOSS einen Anteil von 11,25% an einer neu gegründeten portugiesischen Gesellschaft von Metyis erworben und wird diese gemäß der vertraglichen Vereinbarungen vollkonsolidieren.
Zwischen dem Ende der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021 und der Freigabe der Veröffentlichung dieses Berichts ergaben sich keine weiteren wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken können.
KAPITEL 3
WEITERE ANGABEN
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Metzingen, den 21. Juli 2021
HUGO BOSS AG
Der Vorstand
Daniel Grieder
Yves Müller
Dr. Heiko Schäfer
Oliver Timm
Ingo Wilts
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN
Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen EinSchätzungen des Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten", "planen", "projizieren", "sollten" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.
KONTAKTE
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Vice President Investor Relations und Unternehmenskommunikation
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FINANZKALENDER
4. November 2021
Ergebnisse des dritten Quartals 2021