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HUGO BOSS AG Interim / Quarterly Report 2021

Aug 4, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28726553

HUGO BOSS AG

Metzingen

Halbjahresfinanzbericht 2021

HALBJAHRESFINANZBERICHT

JANUAR - JUNI

2021

KONZERNKENNZAHLEN

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020 1 Veränderung in % Veränderung in % 2
Konzernumsatz 1.126 830 36 39
Umsatz nach Segmenten
Europa inkl. Naher Osten/​Afrika 684 535 28 30
Amerika 203 124 64 76
Asien/​Pazifik 205 143 43 45
Lizenzen 34 28 21 21
Umsatz nach Vertriebskanälen
Eigener Einzelhandel 698 525 33 37 3
Großhandel 393 277 42 44
Lizenzen 34 28 21 21
Umsatz nach Marken
BOSS 963 704 37 40
HUGO 163 126 29 32
Umsatz nach Gender
Menswear 1.017 746 36 40
Womenswear 108 84 29 31
Ertragslage
Rohertrag 685 499 37
Rohertragsmarge in % 60,9 60,1 70 bp
EBIT 43 -263 4 >100
EBIT-Marge in % 3,8 -31,7 5 3.550 bp
EBITDA 194 44 >100
EBITDA-Marge in % 17,3 5,4 1.190 bp
Konzernergebnis 17 -204 6 >100
Vermögenslage und Kapitalstruktur zum 30. Juni
Kurzfristiges operatives Nettovermögen 517 600 -14 -12
Kurzfristiges operatives Nettovermögen in % vom Umsatz 7 23,6 24,7 -110 bp
Langfristige Vermögenswerte 1.482 1.622 -9
Eigenkapital 792 790 0
Eigenkapitalquote in % 30,8 29,4 140 bp
Bilanzsumme 2.571 2.690 -4
Finanzlage
Investitionen 44 34 27
Free Cashflow 103 -44 8 >100
Abschreibungen 151 308 9 -51
Nettoverschuldung (zum 30. Juni) 973 1.210 -20
Weitere Erfolgsfaktoren
Mitarbeiter (zum 30. Juni) 10 13.381 13.728 -3
Personalaufwand 285 283 1
Aktien (in EUR)
Ergebnis je Aktie 0,21 -2,95 11 >100
Schlusskurs (zum 30. Juni) 45,88 26,90 71
Aktienanzahl in Stück (zum 30. Juni) 70.400.000 70.400.000 0

1 Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete HUGO BOSS nicht zahlungswirksame Wertminderungen im Zusammenhang mit den negativen Auswirkungen von COVID-19 auf das eigene Einzelhandelsgeschäft.

2 Währungsbereinigt.

3 Auf flächenbereinigter Basis 32 %.

4 Im ersten Halbjahr 2020 belief sich das EBIT auf minus 138 Mio. EUR ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.

5 Im ersten Halbjahr 2020 belief sich die EBIT-Marge auf -16,6 % ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.

6 Im ersten Halbjahr 2020 belief sich das Konzernergebnis auf minus 113 Mio. EUR ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.

7 Gleitender Durchschnitt der letzten vier Quartale.

8 Der dargestellte Betrag weicht aufgrund vorgenommener Umgliederungen von dem im Vorjahr berichteten Wert ab.

9 Im ersten Halbjahr 2020 beliefen sich die Abschreibungen auf 182 Mio. EUR ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.

10 Vollzeitäquivalent (Full-time equivalent, FTE).

11 Im ersten Halbjahr 2020 belief sich das Ergebnis je Aktie auf minus 1,64 EUR ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Wertminderungen.

KAPITEL 1

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE UND BRANCHENENTWICKLUNG

Gesamtwirtschaftliche Lage

Im ersten Halbjahr 2021 war die Weltwirtschaft weiterhin von der globalen Ausbreitung von COVID-19 beeinträchtigt. Zwar sind in vielen Ländern die Impfprogramme erfolgreich angelaufen, was dazu beigetragen hat, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Verbraucherstimmung positiv zu beeinflussen. Auch die Konjunkturprogramme in wichtigen Ländern wie den USA haben die wirtschaftlichen Erholung unterstützt. Jedoch hatten die zweite und dritte Infektionswelle erneute Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Folge, einschließlich umfassender Kontakt- und internationaler Reisebeschränkungen. Darüber hinaus hat die zunehmende Sorge vor einem Anstieg der Inflationsraten für zusätzliche Unsicherheit gesorgt und damit den Aufschwung ein Stück weit gebremst. Die wirtschaftliche Erholung ist je nach Land und Sektor unterschiedlich fortgeschritten - abhängig vom jeweiligen Grad der pandemiebedingten Beeinträchtigung sowie dem Ausmaß der politischen Unterstützung.

Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft im Jahr 2021 voraussichtlich um 6,0 % wachsen. Im Jahr 2022 dürfte sich das Wachstum hingegen auf 4,4 % abschwächen. In diesen Prognosen sind die anhaltenden Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung der Pandemie, die Effektivität der politischen Unterstützung und die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestmöglich berücksichtigt. Im Vergleich zur globalen Finanzkrise im Jahr 2008 werden die negativen wirtschaftlichen Folgen als weniger gravierend eingeschätzt. Allerdings sind die Volkswirtschaften der Schwellenländer und der einkommensschwachen Entwicklungsländer stärker von den negativen Auswirkungen betroffen und werden mittelfristig voraussichtlich deutlichere Verluste verzeichnen.

In Europa, wo die Pandemie die Wirtschaft stark beeinträchtigt hat, haben Entscheidungsträger auf nationaler Ebene sowie die Europäische Zentralbank (EZB) schnelle und umfassende Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik ergriffen. Die trotz der Prognosen einer steigenden Inflation unverändert hohen Anleihekäufe der EZB haben die Aktienmärkte in der ersten Jahreshälfte 2021 weiter unterstützt. Sowohl hinsichtlich der Lockdowns und temporären Geschäftsschließungen als auch der anschließenden Öffnungsschritte verfolgten die Länder Europas größtenteils individuelle Herangehensweisen. In einigen Märkten, wie etwa in Großbritannien, wurden bereits im April die Maßnahmen gelockert. Infolgedessen wurde die Prognose für das BIP-Wachstum im Jahr 2022 für den Euroraum um 0,7 Prozentpunkte auf 3,8 % und für Großbritannien um 1,9 Prozentpunkte auf 5,1 % nach oben korrigiert.

In den USA waren in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 deutliche Fortschritte bei den Impfkampagnen zu verzeichnen. Das ermöglichte die schrittweise Rückkehr von gesellschaftlichen Veranstaltungen und Festlichkeiten. Das umfangreiche Konjunkturpaket in Höhe von 1,9 Billionen US-Dollar sorgte wie erwartet für einen Wachstumsschub. Großstädte wie New York, Los Angeles und San Francisco leiden jedoch nach wie vor unter dem fehlenden Tourismus und Pendlerverkehr. Der IWF erwartet für die USA ein Wachstum von 6,4 % im Jahr 2021 und 3,5 % im Jahr 2022. In Lateinamerika wird nach dem massiven Einbruch im Jahr 2020 für dieses Jahr nur eine leichte, schrittweise Erholung erwartet. Für 2021 liegt die Wachstumsprognose dort bei 4,6 % und für 2022 bei 3,1 %.

In China hatten wirksame Eindämmungsmaßnahmen, umfangreiche öffentliche Investitionen und Liquiditätshilfen der Zentralbank eine spürbare Erholung zur Folge. Während Chinas Wirtschaft mittlerweile bereits das Vorkrisenniveau erreicht hat, wird dies für die zweite Jahreshälfte 2021 auch für Japan erwartet. Diese Annahme beruht auf einem stärker als erwarteten Wachstum sowie zusätzlicher fiskalpolitischer Unterstützung. Hingegen sind die Aussichten für Volkswirtschaften in der Region Asien/​Pazifik, die stark vom Tourismus abhängig sind, angesichts der anhaltenden Reisebeschränkungen weiterhin deutlich herausfordernder.

Branchenentwicklung

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2021 war das gehobene Premiumsegment der Bekleidungsindustrie weiterhin deutlich von der weltweiten Ausbreitung von COVID-19 betroffen. Obwohl die Impfprogramme voranschritten und sich die Verbraucherstimmung aufhellte, war die Angst vor steigenden Infektionsraten spürbar. Dies führte zu einem insgesamt volatilen Umfeld. Zeitweilige Lockdowns, die insbesondere in Europa, Kanada und einigen asiatischen Märkten zu umfassenden Storeschließungen führten, sowie internationale Reisebeschränkungen belasteten die weltweite Branchenentwicklung. Insgesamt zeigten sich diejenigen Marktteilnehmer, die über eine starke Onlinepräsenz verfügen, während der Lockdowns widerstandsfähiger als jene, die vor allem auf den stationären Einzelhandel angewiesen sind. In Regionen, in denen die Infektionsraten zurückgingen und gesellschaftliche Ereignisse und Anlässe wieder auflebten, war eine allgemeine Aufbruchstimmung und ein gewisser Nachholbedarf zu verzeichnen.

Die Branchenentwicklung fiel regional sehr unterschiedlich aus. Während die meisten Märkte in der Region Asien/​Pazifik, darunter Japan und Südostasien, weiterhin von den Auswirkungen der Pandemie betroffen waren, kehrten die Branchenumsätze auf dem chinesischen Festland dank einer starken lokalen Nachfrage zu zweistelligem Wachstum zurück. Während auch in Europa die Nachfrage nach Premium-Bekleidung allmählich wieder anzieht, profitierten die meisten Marktteilnehmer erst ab dem zweiten Quartal von der Wiedereröffnung der Geschäfte, da lokale Beschränkungen erst vergleichsweise spät aufgehoben wurden. In der Region Amerika wurde die Erholung vor allem von den lokalen Verbrauchern getragen, da das Geschäft in den Großstädten noch unter dem ausbleibenden Tourismus und vergleichsweise geringem Pendlerverkehr litt.

ERTRAGSLAGE

Umsatzlage

Im ersten Halbjahr 2021 hat HUGO BOSS die Erholung seines Geschäfts erfolgreich fortgesetzt. Das schrittweise Aufheben der pandemiebedingten Auflagen und der temporären Lockdowns im Laufe des ersten Halbjahres sowie weitere Fortschritte bei den Impfkampagnen haben die Verbraucherstimmung weltweit aufgehellt. Folglich lag der Konzernumsatz um währungsbereinigt 39 % über dem Vorjahresniveau. In Konzernwährung stieg der Umsatz um 36 % auf 1.126 Mio. EUR (Vorjahr: 830 Mio. EUR).

Umsatz nach Regionen

Umsatz nach Regionen (in Mio. EUR)

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Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Europa 1 684 61 535 64 28 30
Amerika 203 18 124 15 64 76
Asien/​Pazifik 205 18 143 17 43 45
Lizenzen 34 3 28 3 21 21
Gesamt 1.126 100 830 100 36 39

1 Inklusive Naher Osten und Afrika.

Die Erholung des Geschäfts war im ersten Halbjahr 2021 in allen Regionen deutlich spürbar. Der währungsbereinigte Umsatz in Europa, einschließlich Naher Osten und Afrika, ist im Vergleich zum Vorjahr um 30 % gestiegen. Während die negativen Auswirkungen der Pandemie in wichtigen europäischen Märkten insbesondere im ersten Quartal weiterhin deutlich spürbar waren, unterstützte die Aufhebung der Lockdowns und temporären Storeschließungen im zweiten Quartal die Erholung des Geschäfts in der Region deutlich. Folglich verzeichneten wichtige Märkte wie Großbritannien, Deutschland und Frankreich zweistelliges Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In der Region Amerika stieg der währungsbereinigte Umsatz um 76 %, was vor allem auf eine starke Belebung der lokalen Nachfrage im wichtigen U.S.-Markt zurückzuführen ist. Auch in der Region Asien/​Pazifik setzte HUGO BOSS die Erholung seines Geschäfts fort und konnte den Umsatz im ersten Halbjahr währungsbereinigt um 45 % steigern. Insbesondere auf dem chinesischen Festland zeigte sich eine weitere Beschleunigung der Dynamik im ersten Halbjahr. Die Umsätze stiegen dort im mittleren zweistelligen Bereich.

Umsatz nach Vertriebskanälen

Umsatz nach Vertriebskanälen (in Mio. EUR)

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Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Eigener Einzelhandel 698 62 525 63 33 37
Stationärer Einzelhandel 565 50 432 52 31 34
Eigenes Onlinegeschäft 133 12 93 11 43 46
Großhandel 393 35 277 33 42 44
Lizenzen 34 3 28 3 21 21
Gesamt 1.126 100 830 100 36 39

Der währungsbereinigte Umsatz im eigenen Einzelhandel (einschließlich freistehender Stores, Shop-in-Shops, Outlets und Onlinestores) stieg im ersten Halbjahr um 37 %. Die Erholung ging vor allem auf die schrittweise Lockerung der pandemiebedingten Auflagen sowie eine spürbare Aufhellung der Verbraucherstimmung zurück. Während im Durchschnitt etwa 25 % des weltweiten Storenetzwerks des Unternehmens im ersten Halbjahr temporär geschlossen war, war ein Großteil der eigenen Einzelhandelsstores gegen Ende des Berichtszeitraums wieder geöffnet. Innerhalb des eigenen Einzelhandels setzte das eigene Onlinegeschäft auch im ersten Halbjahr 2021 seinen deutlich zweistelligen Wachstumskurs erfolgreich fort. Das Umsatzplus, das über hugoboss.com sowie im Konzessionsmodell betriebene Partner-Websites erzielt wurde, belief sich auf währungsbereinigt 46 %.

Der Umsatz im Großhandelsgeschäft legte im ersten Halbjahr 2021 währungsbereinigt um 44 % zu. Der Anstieg ist vor allem auf die starke Nachfrage der Handelspartner nach den jüngsten BOSS und HUGO Kollektionen sowie auf zusätzliches Geschäft mit ausgewählten On- und Offline-Händlern in Europa zurückzuführen.

Der Umsatz im Lizenzgeschäft legte gegenüber dem Vorjahr um 21 % zu. Dies ist vor allem auf starkes Wachstum des Geschäfts mit Düften und Brillen zurückzuführen.

Umsatz nach Marken

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Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
BOSS 963 86 704 85 37 40
HUGO 163 14 126 15 29 32
Gesamt 1.126 100 830 100 36 39

Das Umsatzwachstum der beiden Marken BOSS und HUGO hat sich im ersten Halbjahr 2021 deutlich beschleunigt. So stiegen die währungsbereinigten Umsätze um 40 % bzw. 32 %. Bei BOSS war dies vor allem auf mittleres zweistelliges Wachstum der Casualwear-Angebote der Marke zurückzuführen, die vom allgemeinen Trend der Casualisierung profitierten. Darüber hinaus sorgte der Erfolg der Kapselkollektionen, die gemeinsam mit der NBA und der Sportswear-Marke Russell Athletic entworfen wurden, für weiteren Auftrieb. Auch die mit Formal-wear erzielten Umsätze, die von Nachholbedarf bei festlicher Kleidung und Businesswear profitierten, erholten sich spürbar und verzeichneten einen Anstieg im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich. Bei HUGO konnte starkes zweistelliges Wachstum der Casualwear ein Umsatzminus im mittleren einstelligen Bereich bei der Formalwear mehr als kompensieren.

Umsatz nach Gender

Umsatz nach Gender (in Mio. EUR)

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Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Menswear 1.017 90 746 90 36 40
Womenswear 108 10 84 10 29 31
Gesamt 1.126 100 830 100 36 39

Sowohl die Menswear als auch die Womenswear verzeichneten im ersten Halbjahr zweistellige Umsatzsteigerungen.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 erhöhte sich die Anzahl der eigenen freistehenden Einzelhandelsgeschäfte geringfügig und belief sich zum 30. Juni auf 448. 13 BOSS Stores wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 neu eröffnet, vorranging in der Region Asien/​Pazifik. Dazu zählt auch der erste Flagship-Store der Marke im beliebten Ginza-Viertel von Tokio. Im ersten Halbjahr wurden außerdem vier HUGO Stores eröffnet. Im Zuge von Geschäftsübernahmen wurden dem eigenen Storenetzwerk zudem vier BOSS Stores in Thailand und Russland hinzugefügt. Gleichzeitig wurden im ersten Halbjahr 18 Stores mit auslaufenden Mietverträgen geschlossen.

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30. Juni 2021 Europa Amerika Asien/​Pazifik GESAMT
Anzahl eigener Einzelhandelsverkaufspunkte 588 269 327 1.184
davon freistehende Einzelhandelsgeschäfte 206 95 147 448
31. Dez. 2020
Anzahl eigener Einzelhandelsverkaufspunkte 589 251 317 1.157
davon freistehende Einzelhandelsgeschäfte 212 92 141 445

Unter Einbezug von Shop-in-Shops und Outlets erhöhte sich die Gesamtzahl der zum 30. Juni 2021 weltweit durch HUGO BOSS betriebenen Einzelhandelsverkaufspunkte leicht auf 1.184 (31. Dezember 2020: 1.157).

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 20201 Veränderung in %
Umsatzerlöse 1.126 830 36
Umsatzkosten -440 -331 -33
Rohertrag 685 499 37
In % vom Umsatz 60,9 60,1 70 bp
Operative Aufwendungen -642 -763 16
In % vom Umsatz -57,1 -91,9 3.480 bp
davon Vertriebs- und Marketingaufwendungen -501 -617 19
davon Wertminderungen 1 -1 -125 99
davon Verwaltungsaufwendungen -142 -146 3
Operatives Ergebnis (EBIT) 43 -263 >100
In % vom Umsatz 3,8 -31,7 3.550 bp
Finanzergebnis -19 -20 2
Ergebnis vor Ertragsteuern 24 -283 >100
Ertragsteuern -7 79 > -100
Konzernergebnis 17 -204 >100
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2 0,21 -2,95 >100
Ertragsteuerquote in % 28 28

1 Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete HUGO BOSS nicht zahlungswirksame Wertminderungen im Zusammenhang mit den negativen Auswirkungen von COVID-19 auf das eigene Einzelhandelsgeschäft.

2 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.

Der Anstieg der Rohertragsmarge ist im Wesentlichen auf den Wegfall von im Vorjahr verzeichneten negativen Effekten aus der Bestandsbewertung zurückzuführen, der einen Anstieg der Beschaffungskosten sowie eine allgemein höhere Rabattintensität mehr als kompensierte. Letztere steht vor allem im Zusammenhang mit zusätzlichen Geschäftsaktivitäten mit ausgewählten europäischen On- und Offline-Händlern im ersten Halbjahr.

Die operativen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 um 16 %. Dies ist hauptsächlich auf im Vorjahreszeitraum erfasste, nicht zahlungswirksame Wertminderungen zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieser Wertminderungen stiegen die zugrunde liegenden operativen Aufwendungen geringfügig um 1 % auf 642 Mio. EUR (H1 2020 ohne Wertminderungen: 637 Mio. EUR), was auf ein anhaltend striktes Kostenmanagement während der Pandemie zurückzuführen ist.

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Der Rückgang der Vertriebs- und Marketingaufwendungen ist ausschließlich auf im Vorjahreszeitraum erfasste Wertminderungen zurückzuführen. Ohne diese Wertminderungen stiegen die zugrunde liegenden Vertriebskosten um 2 % und beliefen sich auf 501 Mio. EUR (H1 2020 ohne Wertminderungen: 491 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist vor allem auf einen Anstieg der Marketingaufwendungen im Halbjahr zurückzuführen.
Die Verwaltungsaufwendungen lagen 3 % unter dem Vorjahresniveau, was vor allem auf das anhaltend strikte Kostenmanagement während der Pandemie zurückzuführen ist. Letzteres bezieht sich vor allem auf geringere Personalkosten sowie die Vermeidung nicht geschäftskritischer Ausgaben.

In den ersten sechs Monaten 2021 erwirtschaftete HUGO BOSS ein operatives Ergebnis (EBIT) von 43 Mio. EUR (H1 2020: minus 263 Mio. EUR). Dieses reflektiert vor allem die starke Umsatzentwicklung sowie das anhaltend strikte Kostenmanagement. Die Ergebnisentwicklung wurde auch durch den Wegfall von im Vorjahr verzeichneten negativen Effekten aus der Bestandsbewertung sowie Wertminderungen unterstützt. Das Konzernergebnis lag ebenfalls über dem Vorjahresniveau und betrug plus 17 Mio. EUR (H1 2020: minus 204 Mio. EUR).

Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente

Europa

Der währungsbereinigte Umsatz in Europa, einschließlich Naher Osten und Afrika, stieg im ersten Halbjahr 2021 um 30 %. Während die negativen Auswirkungen der Pandemie in wichtigen europäischen Märkte insbesondere im ersten Quartal weiterhin deutlich spürbar waren, unterstützten die Aufhebung der Lockdowns und temporären Storeschließungen im zweiten Quartal die Erholung des Geschäfts in der Region deutlich.

Umsatzentwicklung Europa (in Mio. EUR)

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Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Eigener Einzelhandel 356 52 303 57 17 19
Großhandel 328 48 232 43 42 43
Gesamt 684 100 535 100 28 30

Sämtliche Kernmärkte verzeichneten im ersten Halbjahr 2021 zweistellige Umsatzzuwächse und profitierten dabei insbesondere von der schrittweisen Lockerung der pandemiebedingten Auflagen im Verlauf des Berichtszeitraums. Das Geschäft in Großbritannien und Frankreich kehrte zu Wachstum zurück und verzeichnete Umsatzzuwächse im mittleren zweistelligen Prozentbereich. In Deutschland und den Beneluxstaaten lag das Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Mit 113 Mio. EUR lag das Segmentergebnis in Europa deutlich über dem Vorjahresniveau (H1 2020: minus 53 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 16,6 % (H1 2020: minus 9,9 %). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg sowie den Wegfall von negativen Effekten aus der Bestandsbewertung und Wertberichtigungen im Vorjahreszeitraum zurückzuführen.

Amerika

In der Region Amerika lag der währungsbereinigte Umsatz mit einem Wachstum von 76 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Die sukzessive Erholung des Geschäfts wurde vor allem von einer deutlichen Aufhellung der Verbraucherstimmung im wichtigen U.S.-Markt angetrieben.

Umsatzentwicklung Amerika (in Mio. EUR)

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Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Eigener Einzelhandel 153 76 88 71 74 87
Großhandel 49 24 35 28 39 49
Gesamt 203 100 124 100 64 76

Die USA verzeichneten in der ersten Jahreshälfte 2021 hohes zweistelliges Umsatzwachstum, was vor allem auf eine spürbare Belebung der lokalen Nachfrage zurückzuführen ist. Diese resultiert vor allem aus einer deutlich aufgehellten Verbraucherstimmung, die wiederum fiskalpolitischen Konjunkturmaßnahmen, starken Wirtschaftsdaten und weiteren Fortschritten bei den Impfkampagnen zu verdanken ist. Während sich der Umsatz in Lateinamerika im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelte, lag das Umsatzplus in Kanada im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich. Dort lasteten lang anhaltende temporäre Storeschließungen auf der Erholung des Geschäfts.

Das Segmentergebnis in der Region Amerika lag mit 11 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau (H1 2020: minus 80 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 5,4 % (H1 2020: minus 64,8 %). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf das deutlich beschleunigte Umsatzwachstum sowie den Wegfall im Vorjahr verzeichneter negativer Effekte aus der Bestandsbewertung sowie Wertminderungen zurückzuführen.

Asien/​Pazifik

Auch in der Region Asien/​Pazifik konnte HUGO BOSS die Erholung seine Geschäfts erfolgreich fortsetzen und den Umsatz im ersten Halbjahr 2021 währungsbereinigt um 45 % steigern. Das Wachstum wurde hauptsächlich vom chinesischen Festland getragen, das seinen deutlich zweistelligen Wachstumskurs fortsetzte. In anderen Märkten der Region hingegen lasteten regionale Lockdowns sowie der fehlende internationale Tourismus auch weiterhin auf dem Geschäft.

Umsatzentwicklung Asien/​Pazifik (in Mio. EUR)

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Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Eigener Einzelhandel 189 92 133 93 42 44
Großhandel 16 8 10 7 60 62
Gesamt 205 100 143 100 43 45

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 stieg der währungsbereinigte Umsatz auf dem chinesischen Festland um 54 %. Auch Australien verzeichnete ein Umsatzplus im mittleren bis hohen zweistelligen Prozentbereich. In Märkten wie Japan und Südostasien verlief die Erholung des Geschäfts hingegen vergleichsweise langsamer, was auf temporäre Lockdowns sowie den fehlenden internationalen Tourismus zurückzuführen ist.

Das Segmentergebnis in der Region Asien/​Pazifik belief sich auf 40 Mio. EUR (H1 2020: 5 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 19,7 % (H1 2020: minus 3,3 %). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf den deutlichen Umsatzanstieg zurückzuführen.

Lizenzen

Der Umsatz im Lizenzgeschäft legte gegenüber dem Vorjahr um 21 % zu. Dies ist vor allem auf starkes Wachstum des Geschäfts mit Düften und Brillen zurückzuführen.

Das Ergebnis des Segments Lizenzen lag folglich mit 27 Mio. EUR um 22 % über dem Niveau des Vorjahres (H1 2020: 22 Mio. EUR).

VERMÖGENSLAGE

Verkürzte Konzernbilanz (in Mio. EUR)

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30. Juni 2021 30. Juni 2020 31. Dezember 2020
Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte an Leasingobjekten 1.287 1.418 1.322
Vorräte 609 644 618
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 208 168 172
Sonstige Vermögenswerte 329 345 333
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 138 115 125
Aktiva 2.571 2.690 2.570
Eigenkapital 792 790 760
Rückstellungen und latente Steuern 243 189 222
Leasingverbindlichkeiten 835 948 862
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 300 211 299
Sonstige Verbindlichkeiten 111 172 147
Finanzverbindlichkeiten 289 379 281
Passiva 2.571 2.690 2.570

Zum Ende des Berichtszeitraums blieb die Bilanzsumme im Vergleich zum 31. Dezember 2020 ungefähr stabil. Ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der hauptsächlich auf höhere Großhandelsumsätze in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 zurückzuführen ist, kompensierte einen moderaten Rückgang der Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechte an Leasingobjekten. Im Vergleich zum 30. Juni 2020 verringerte sich die Bilanzsumme um 4 %.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhte sich leicht zum 30. Juni 2021 auf 42 % (31. Dezember 2020: 41 %). Dementsprechend belief sich der Anteil der langfristigen Vermögenswerte zum 30. Juni 2021 auf 58 % (31. Dezember 2020: 59 %). Die Eigenkapitalquote des Konzerns erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2021 leicht auf 31 % (31. Dezember 2020: 30 %).

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(in Mio. EUR) 30. Juni 2021 30. Juni 2020 Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Vorräte 609 644 -5 -3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 208 168 24 24
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -300 -211 42 42
TNWC 517 600 -14 -12

Die Vorräte verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um währungsbereinigt 3 %. Dies reflektiert in erster Linie das anhaltend strikte Vorratsmanagement während der Pandemie. Auch das zusätzliche Geschäft mit ausgewählten On- und Offline-Händlern in Europa trug zur Reduzierung der Vorräte im zweiten Quartal bei. Das geringere Vorratsvermögen sowie höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mehr als kompensieren. Letzterer ist hauptsächlich auf den Anstieg des Großhandelsumsatzes im zweiten Quartal zurückzuführen. Das kurzfristige operative Nettovermögen (Trade Net Working Capital, TNWC) lag folglich währungsbereinigt um 12 % unter dem Vorjahreswert. Der gleitende Durchschnitt des kurzfristigen operativen Nettovermögens im Verhältnis zum Umsatz auf Basis der letzten vier Quartale lag bei 23,6 % und damit 110 Basispunkte unter dem Vorjahresniveau (30. Juni 2020: 24,7 %).

Die geringere Inanspruchnahme des Konsortialkredits zum Bilanzstichtag führte zu einem Rückgang der Finanzverbindlichkeiten.

FINANZLAGE

Finanzierung

Ende Juni belief sich die Inanspruchnahme des 633 Mio. EUR umfassenden revolvierenden Konsortialkredits auf 135 Mio. EUR (30. Juni 2020: 212 Mio. EUR). Am 1. Juli wurde die diesbezügliche Vereinbarung zur Einhaltung der Finanzkennziffer (Covenant) der Finanzierungsstärke, die infolge der Pandemie vorübergehend ausgesetzt worden war, wieder in Kraft gesetzt. Zum Ende des ersten Halbjahrs wurde die einzuhaltende Höhe des Covenants deutlich unterschritten. Die zusätzlichen Kreditzusagen in Höhe von 275 Mio. EUR, die sich das Unternehmen im Jahr 2020 zur Sicherstellung einer möglichst hohen finanziellen Flexibilität während der Pandemie gesichert hatte, sind zum vereinbarten Fälligkeitstermin im Juni ausgelaufen, ohne dass sie zu irgendeiner Zeit in Anspruch genommen wurden.

Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung (in Mio. EUR)

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Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Mittelzu-/​-abfluss aus betrieblicher Tätigkeit 146 (13)
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -43 -31
Mittelzu-/​abfluss aus Finanzierungstätigkeit -94 29
Veränderung Finanzmittelbestand 13 -18
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 125 133
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 138 115

Durch die währungsbereinigte Darstellung im Cashflow lassen sich die oben dargestellten Werte nicht aus der Bilanz ableiten.

Der Free Cashflow, der sich aus dem operativen Mittelzufluss und aus dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ermittelt, belief sich im Berichtszeitraum auf 103 Mio. EUR (H1 2020: minus 44 Mio. EUR).

Der deutliche Anstieg des operativen Mittelzuflusses ist hauptsächlich auf das Umsatz- und Ergebniswachstum im ersten Halbjahr 2021 sowie die Verbesserungen im kurzfristigen operativen Nettovermögen zurückzuführen. Der Anstieg des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit ist auf die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Investitionen zurückzuführen.

Die Entwicklung des Mittelzuflusses aus der Finanzierungstätigkeit reflektiert im Wesentlichen eine geringere Inanspruchnahme der Kreditlinien des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr.

Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung, die sich als Summe aller Finanz- und Leasingverbindlichkeiten abzüglich des Finanzmittelbestands ermittelt, belief sich auf 973 Mio. EUR, was einem Rückgang von 20 % gegenüber dem Vorjahresniveau entspricht (30. Juni 2020: 1.210 Mio. EUR). Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des IFRS 16 lag die Nettoverschuldung bei 138 Mio. EUR. (30. Juni 2020: 240 Mio. EUR).

Investitionen

Im ersten Halbjahr 2021 beliefen sich die Investitionen auf 44 Mio. EUR (H1 2020: 34 Mio. EUR). Schwerpunkt der Investitionstätigkeit von HUGO BOSS bildeten dabei weiterhin die Optimierung und Modernisierung des eigenen Storenetzwerks sowie die Digitalisierung des Geschäftsmodells.

PROGNOSE

Nachtrag

Um seine digitalen Fähigkeiten weiter auszubauen und Verbraucher mittels Nutzung von Daten zu inspirieren, hat das Unternehmen im Juli 2021 zusammen mit Metyis, einer in den Niederlanden ansässigen Strategieberatung, den HUGO BOSS Digital Campus eingeführt. Dieser zielt darauf ab, das E-Commerce-Geschäft, sowie die CRM- und Tech-Kapazitäten von HUGO BOSS weiter zu stärken und zusätzliches Expertenwissen im digitalen Bereich aufzubauen. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat HUGO BOSS einen Anteil von 11,25% an einer neu gegründeten portugiesischen Gesellschaft von Metyis erworben und wird diese gemäß der vertraglichen Vereinbarungen vollkonsolidieren.

Zwischen dem Ende des ersten Halbjahres 2021 und der Veröffentlichung dieses Berichts gab es keine weiteren wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögensund Finanzlage des Unternehmens auswirken könnten.

Prognose

Ungeachtet der anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem weiteren Verlauf der Pandemie ist HUGO BOSS zuversichtlich, dass sich die allgemeine Erholung seines Geschäfts auch im zweiten Halbjahr 2021 fortsetzen wird.

Folglich prognostiziert HUGO BOSS, den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2021 um währungsbereinigt 30 % bis 35 % steigern zu können (2020: 1.946 Mio. EUR). Dabei wird erwartet, dass alle Regionen zum Wachstum beitragen werden. Das Unternehmen erwartet zudem, dass sich das operative Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2021 auf einen Wert zwischen 125 Mio. EUR und 175 Mio. EUR belaufen wird (2020: minus 236 Mio. EUR). Gleichzeitig rechnet HUGO BOSS mit Investitionen in Höhe von 100 Mio. EUR bis 130 Mio. EUR (2020: 80 Mio. EUR). Für das kurzfristige operative Nettovermögens im Verhältnis zum Umsatz wird eine Verbesserung auf ein Niveau zwischen 21 % und 23 % erwartet (2020: 28,7 %).

RISIKEN UND CHANCEN

HUGO BOSS verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, das es dem Management ermöglicht, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Im Berichtszeitraum hat der Konzern neben den im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 dargestellten Risiken und Chancen keine weiteren wesentlichen Risiken und Chancen identifiziert. Die im Geschäftsbericht 2020 enthaltenen Aussagen zu Risiken und Chancen behalten ihre Gültigkeit. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in Verbindung mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

ZUSAMMENFASSENDE AUSSAGE ÜBER DIE ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Vor dem Hintergrund seiner gesunden Bilanzstruktur und der auch für die Zukunft erwarteten starken Free-Cashflow-Entwicklung befindet sich der Konzern in einer weiterhin sehr soliden wirtschaftlichen Lage.

Metzingen, den 21. Juli 2021

HUGO BOSS AG

Der Vorstand

Daniel Grieder

Yves Müller

Dr. Heiko Schäfer

Oliver Timm

Ingo Wilts

KAPITEL 2

KONZERN ZWISCHEN ABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2021

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Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung (in Mio. EUR) 2021 2020
Umsatzerlöse 1.126 830
Umsatzkosten -440 -331
Rohertrag 685 499
In % vom Umsatz 60,9 60,1
Vertriebs- und Marketingaufwendungen -501 -617
Verwaltungsaufwendungen -142 -146
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 43 -263
Zinsergebnis -11 -14
Übrige Finanzposten -8 -6
Finanzergebnis -19 -20
Ergebnis vor Ertragsteuern 24 -283
Ertragsteuern -7 79
Konzernergebnis 17 -204
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 14 -203
Nicht beherrschende Anteile 3 0
Ergebnis je Aktie (EUR) 1 0,21 -2,95

1 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2021

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Konzerngesamtergebnisrechnung (in Mio. EUR) 2021 2020
Konzernergebnis 17 -204
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 4 1
Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 14 -14
Netto-(Verluste) /​-Gewinne aus Marktbewertung von Sicherungsgeschäften 0 -2
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 18 -15
Gesamtergebnis 35 -219
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 32 -218
Nicht beherrschende Anteile 3 0
Gesamtergebnis 35 -219

KONZERNBILANZ zum 30. Juni 2021

Konzernbilanz (in Mio. EUR)

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Aktiva 30. Juni 2021 30. Juni 2020 31. Dez. 2020
Sachanlagen 407 452 408
Immaterielle Vermögenswerte 1 168 169 170
Nutzungsrechte an Leasingobjekten 1 712 797 744
Aktive latente Steuern 176 181 171
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 19 21 21
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 2 1
Langfristige Vermögenswerte 1.482 1.622 1.516
Vorräte 609 644 618
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 208 168 172
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 22 27 18
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 19 14 21
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 93 100 100
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 138 115 125
Kurzfristige Vermögenswerte 1.089 1.068 1.055
Gesamt 2.571 2.690 2.570

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Passiva 30. Juni 2021 30. Juni 2020 31. Dez. 2020
Gezeichnetes Kapital 70 70 70
Eigene Aktien -42 -42 -42
Kapitalrücklage 0 0 0
Gewinnrücklagen 721 726 706
Kumuliertes übriges Eigenkapital 34 30 19
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 783 784 754
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 9 6 6
Konzerneigenkapital 792 790 760
Langfristige Rückstellungen 91 85 91
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 203 304 196
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 629 783 649
Passive latente Steuern 9 11 13
Sonstige langfristige Schulden 2 1 2
Langfristige Schulden 934 1.184 951
Kurzfristige Rückstellungen 108 93 118
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 86 75 85
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 206 166 213
Ertragsteuerschulden 35 61 42
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 300 211 299
Sonstige kurzfristige Schulden 110 110 104
Kurzfristige Schulden 845 716 860
Gesamt 2.571 2.690 2.570

1 Die dargestellten Beträge weichen aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr berichteten Werten ab.

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2021

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Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung (in Mio. EUR) Gewinnrücklagen Kumuliertes übriges Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Aktien Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Sonstige Gewinnrücklagen Unterschiede aus der Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
1. Januar 2020 70 -42 0 7 926 39
Konzernergebnis -203
Sonstiges Ergebnis 1 -14
Gesamtergebnis -202 -14
Dividendenzahlung -3
Veränderung Konsolidierungskreis 3
30. Juni 2020 70 -42 0 7 724 25
1. Januar 2021 70 -42 0 7 700 21
Konzernergebnis 14
Sonstiges Ergebnis 4 14
Gesamtergebnis 18 14
Dividendenzahlung -3
30. Juni 2021 70 -42 0 7 715 35

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Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung (in Mio. EUR) Kumuliertes übriges Eigenkapital Konzerneigenkapital
Marktbewertung Sicherungsgeschäfte Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Konzerneigenkapital
--- --- --- --- ---
1. Januar 2020 1 1.002 0 1.002
Konzernergebnis -203 -204
Sonstiges Ergebnis -2 -15 -15
Gesamtergebnis -2 -218 0 -219
Dividendenzahlung -3 -3
Veränderung Konsolidierungskreis 3 6 9
30. Juni 2020 -1 784 6 790
1. Januar 2021 -2 754 6 760
Konzernergebnis 14 3 17
Sonstiges Ergebnis 0 18 0 18
Gesamtergebnis 0 32 3 35
Dividendenzahlung -3 -3
30. Juni 2021 -2 783 9 792

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2021

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Konzernkapitalflussrechnung (in Mio. EUR) 2021 2020
Konzernergebnis 17 -204
Abschreibungen/​Zuschreibungen 151 307
Unrealisierte Währungsgewinne/​-verluste, netto 0 13
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 1 -1
Ertragsteueraufwand/​-erstattungen 7 -79
Zinserträge und -aufwendungen 11 14
Veränderung der Vorräte 14 -19
Veränderung der Forderungen sowie anderer Aktiva -23 86
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -1 -125
Ergebnis aus dem Verkauf von Anlagevermögen -1 -5
Veränderung Pensionsrückstellungen -1 1
Veränderung übrige Rückstellungen -6 2
Gezahlte Ertragsteuern -23 -5
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 146 -13
Investitionen in Sachanlagen -34 -25
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -7 -9
Erwerb von Tochtergesellschaften und sonstigen Geschäftseinheiten abzüglich erworbener flüssiger Mittel -2 2
Erlöse aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 0 1
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 1 -43 -31
An die Anteilseigner des Mutterunternehmens gezahlte Dividenden -3 -3
Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten -4 -46
Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten 13 206
Tilgung von kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten -90 -115
Gezahlte Zinsen -11 -14
Erhaltene Zinsen 0 1
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -94 29
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 -3
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13 -18
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 125 133
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 138 115

1 Die dargestellten Beträge weichen aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr berichteten Werten ab.

VERKÜRZTER KONZERNANHANG

1 | Allgemeine Angaben

Der Zwischenabschluss der HUGO BOSS AG zum 30. Juni 2021 wurde gemäß § 115 WpHG in Übereinstimmung mit den zum Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen aufgestellt. Insbesondere wurden die Regelungen des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung angewendet.

Der vorliegende Zwischenlagebericht und der verkürzte Abschluss wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch eine zur Abschlussprüfung befähigte Person unterzogen. Durch Beschluss vom 21. Juli 2021 wurden der verkürzte Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht durch den Vorstand zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Vor seiner Veröffentlichung wurden der Zwischenlagebericht und der verkürzte Zwischenabschluss außerdem mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert.

2 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden entsprechen denen des vorherigen Geschäftsjahres.

Auswirkungen von COVID-19

Im ersten halben Jahr 2021 hat HUGO BOSS die Erholung seines Geschäfts weiter beschleunigt und einen deutlichen Anstieg von Umsatz und operativem Ergebnis erzielt. Das schrittweise Aufheben der pandemiebedingten Auflagen und der temporären Lockdowns im Halbjahresverlauf sowie weitere Fortschritte bei den Impfkampagnen haben die Verbraucherstimmung weltweit aufgehellt. Im Durchschnitt waren im ersten Halbjahr nur noch etwa 25 % des weltweiten Storenetzwerks des Unternehmens temporär geschlossen. Trotz der positiven Geschäftsentwicklung überwacht das Management die weiteren Auswirkungen von COVID-19 auf die Bewertung und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen genau.

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wurden insbesondere in Bezug auf folgende Aspekte vorgenommen:

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IFRS 16 Leasingverhältnisse - Bilanzierung von Mietzugeständnissen aufgrund von COVID-19,
Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert,
Bewertung der Vorratsbestände,
Einbringbarkeit von Forderungen - insbesondere solche aus Lieferungen und Leistungen,
Einschätzung über die Werthaltigkeit von Ertragsteueransprüchen.

Obwohl bei der Erstellung von Schätzungen und Annahmen, die die wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 betreffen, mit großer Sorgfalt vorgegangen wurde, können die tatsächlichen Ergebnisse abweichen, insbesondere unter Berücksichtigung der bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit COVID-19. So sind die getroffenen Schätzungen und Annahmen davon abhängig, inwiefern die weitere Entwicklung der Pandemie - etwa hinsichtlich erneuter Infektionswellen und Lockdowns oder aber möglicher Virusmutationen -die Weltwirtschaft im Jahresverlauf beeinflussen wird.

Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese unterliegen Risiken und Unsicherheiten und können erheblich von der tatsächlichen Geschäftsentwicklung abweichen. Zu diesen Faktoren gehören u. a. zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen, das Vorgehen anderer Marktteilnehmer sowie rechtliche und politische Entscheidungen.

Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden sämtliche Mietzugeständnisse, die den Anforderungen der IASB Änderungen "COVID-19-Related Rent Concessions - Amendments to IFRS 16 Leases" entsprachen, nicht als lease modification, sondern als negative variable Leasingzahlung behandelt. Der erfolgswirksam erfasste Betrag zur Berücksichtigung von Mietzugeständnissen infolge der COVID-19-Pandemie belief sich für das erste Halbjahr 2021 auf 11 Mio. EUR (2020: 13 Mio. EUR). Das International Accounting Standards Board (IASB) hat eine weitere Änderung "COVID-19-Related Rent Concessions beyond 30 June 2021" zu IFRS 16 veröffentlicht, die Leasingnehmern bis Juni 2022 eine Befreiung von der Beurteilung einer COVID-19-bezogenen Mietkonzession als Leasingänderung gewährt. Die Änderung ist noch nicht vom Europäischen Parlament für die zweite Jahreshälfte 2021 übernommen worden, dies dürfte jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte unter Berücksichtigung einer dem aktuellen Geschäftsumfeld angemessenen Risikovorsorge. Dabei wurden konzerneinheitliche, systemgestützte Gängigkeits-, Reichweiten- und Nettoveräußerungswertanalysen angewandt.

Die Einbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in einem ersten Schritt beurteilt, indem die nicht überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit dem erwarteten Ausfallrisiko bewertet werden. Außerdem wird die Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Grundlage der geschätzten Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsverzugs bewertet. Die Berechnung des erwarteten Ausfallrisikos basiert sowohl auf vergangenen, aktuellen sowie zukünftigen Ausfallrisiken. In einem zweiten Schritt werden - basierend auf der Altersstruktur und der individuellen Bewertung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - für fällige und nicht fällige Forderungen Einzelwertberichtigungen zwischen 1 % und 100 % gebildet. Alle Konzerngesellschaften sind dazu verpflichtet, eine Altersstruktur ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu führen. Hierdurch wird gewährleistet, dass eine risikoadjustierte Abwertung möglich ist. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Großhandelskunden und Konzessionspartner kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der bereits berücksichtigten Wertberichtigungen übersteigen, was sich nachteilig auf die Ertragslage auswirken kann. Zur Einschränkung des Risikos folgt das konzernweite Debitorenmanagement einheitlichen Regelungen, beispielsweise hinsichtlich der Bonitätsprüfung sowie Vergabe und Einhaltung von Kundenkreditlimits, der Überwachung der Altersstruktur von Forderungen oder der Handhabung zweifelhafter Forderungen. In Einzelfällen kann dies zu Belieferungen von Kunden ausschließlich nach Vorauszahlung oder gar zum Verzicht auf Geschäfte mit als nicht kreditwürdig eingestuften Kunden führen.

Die Überprüfung der Buchwerte der einzelnen CGU's (Cash Generating Units) ergab keine zusätzlichen pandemiebedingten Wertminderungen.

3 | Währungsumrechnung

Die wichtigsten, im Zwischenabschluss angewandten Währungskurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:

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Währung Durchschnittskurs Bilanzstichtagskurs
1 EUR = Juni 2021 Juni 2020 Dez. 2020 30. Juni 2021 30. Juni 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Australien AUD 1,5759 1,6331 1,6171 1,5811 1,6406
China CNY 7,7382 7,9744 7,9568 7,6814 7,9841
Großbritannien GBP 0,8586 0,8988 0,9064 0,8595 0,9154
Hongkong HKD 9,3533 8,7232 9,4302 9,2297 8,7456
Japan JPY 132,6523 121,0913 126,2703 131,5400 121,0700
Schweiz CHF 1,0938 1,0715 1,0819 1,0965 1,0669
Türkei TRY 10,3630 7,6675 9,3956 10,3645 7,7082
USA USD 1,2051 1,1255 1,2165 1,1888 1,1284

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Bilanzstichtagskurs
31. Dez. 2020
--- ---
Australien 1,5896
China 8,0225
Großbritannien 0,8990
Hongkong 9,5142
Japan 126,4900
Schweiz 1,0802
Türkei 9,1164
USA 1,2271

4 | Konsolidierungskreis

Im Berichtszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 erhöhte sich die Anzahl der konsolidierten Gesellschaften um eine auf 64.

Mit Wirkung zum 31. Mai 2021 wurde die HUGO BOSS Thailand Ltd. mit Sitz in Bangkok, Thailand, als 100% Tochtergesellschaft erstmalig konsolidiert.

Unverändert zum 31. Dezember 2020 wird zum 30. Juni 2021 ein Unternehmen, bei denen HUGO BOSS und eine weitere Partei gemeinschaftlich die Führung ausüben, nach der Equity-Methode bilanziert.

5 | Unternehmenserwerbe/​Erwerbe von sonstigen Geschäftseinheiten

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 hat HUGO BOSS vier Stores, ein Shop-in-Shop, ein Outlet und die damit verbundenen Anlagewerte und Vorräte im Rahmen eines Asset Deals von einem ehemaligen FranchisePartner in Thailand übernommen. Der Erwerb der Stores zum 1. Juni 2021 erfolgte über die HUGO BOSS Thailand Ltd.

Folgende Übersicht zeigt die Allokation des Kaufpreises auf das übernommene Nettovermögen sowie den sich daraus ergebenden Geschäfts- oder Firmenwert:

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(in Mio. EUR) 30. Juni 2021
Übertragene Gegenleistung
Vereinbarter Kaufpreis 2,1
Vereinbarter Kaufpreis (Verbindlichkeit) 0,9
Summe Kaufpreiszahlung 3,0
Beizulegende Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden
Immaterielle Vermögenswerte 0,3
Sachanlagen 0,2
Vorräte 0,9
Summe Vermögenswerte 1,4
Summe Verbindlichkeiten 0,0
Geschäfts- oder Firmenwert 1,6

Die Beherrschung über die Vermögenswerte wird durch die Zahlung des vereinbarten Kaufpreises erlangt. Der Geschäfts- oder Firmenwert entfällt auf das Segment Asien/​Pazifik.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Form von zurückerworbenen Rechten ("reacquired rights") identifiziert. Hierbei handelt es sich um Rechte zur Nutzung des HUGO BOSS Markennamens, die HUGO BOSS dem Franchise-Partner für die jeweiligen Stores auf Basis von Franchisevereinbarungen gewährt hat. Die Franchisevereinbarungen wurden unter marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Wären die Übernahmen bereits zum 1. Januar 2021 zustande gekommen, wäre der Konzernumsatz 0,6 Mio. EUR höher gewesen. Das Konzernergebnis hätte sich unwesentlich verändert.

6 | Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Eigener Einzelhandel 698 525
Stationärer Einzelhandel 565 432
Eigener Onlinehandel 133 93
Großhandel 393 277
Lizenzen 34 28
Gesamt 1.126 830

Umsatzkosten

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Anschaffungskosten für bezogene Waren 394 284
Davon Materialaufwand 362 233
Herstellungskosten für Eigenfertigung 46 47
Gesamt 440 331

Die in den Umsatzkosten berücksichtigten Anschaffungskosten für bezogene Waren enthalten im Wesentlichen den Materialaufwand der verkauften Waren sowie Eingangsfracht- und Zollkosten.

Vertriebs- und Marketingaufwendungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Aufwendungen für eigenen Einzelhandel, Vertriebs- und Marketingorganisation 374 505
Marketingaufwendungen 86 73
Aufwendungen für Logistik 41 39
Gesamt 501 617

Die Aufwendungen für den eigenen Einzelhandel sowie für die Vertriebs- und Marketingorganisation umfassen im Wesentlichen Personal- und Mietaufwendungen für den Groß- und Einzelhandelsvertrieb sowie im Vorjahr erfasste COVID-19 bedingte Wertminderungen. Zudem sind umsatzabhängige Provisionen, Ausgangsfracht- und Zollkosten, Kreditkartengebühren sowie Wertminderungen auf Forderungen enthalten.

Verwaltungsaufwendungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Verwaltungsaufwand 116 118
Forschungs- und Entwicklungskosten 26 28
Gesamt 142 146

Der Verwaltungsaufwand besteht überwiegend aus Raummieten, Instandhaltungskosten, IT-Kosten, Rechtsund Beratungskosten sowie dem Personalaufwand des Funktionsbereichs. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung fallen schwerpunktmäßig im Rahmen der Kollektionserstellung an.

Personalaufwand

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Löhne und Gehälter 243 238
Soziale Abgaben 41 42
Aufwendungen und Erträge für Altersversorgung und für Unterstützung 1 3
Gesamt 285 283

In den Personalaufwendungen sind Erträge aus staatlichen Zuschüssen enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf weltweite staatliche Unterstützungsleistungen für Personalkosten aufgrund von COVID-19 in Höhe von 14 Mio. EUR.

Mitarbeiter

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30. Juni 2021 31. Dez. 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 4.413 4.639
Kaufmännische Arbeitnehmer 11.147 11.619
Gesamt 15.560 16.258

Abschreibungen

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(in Mio. EUR)
Anlagevermögen Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
--- --- ---
Davon Sachanlagen 39 52
Davon immaterielle Vermögenswerte 12 12
Davon Nutzungsrecht an Leasingobjekten 100 118
Gesamt 151 182

Wertminderungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Directly operated stores 0 33
Immaterielle Vermögenswerte/​ Geschäfts- oder Firmenwert 0 4
Nutzungsrecht an Leasingobjekten 1 88
Gesamt 1 125

7 | Erläuterungen zur Konzernbilanz

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse in der Bilanz

Zugänge, Abschreibungen und Veränderungen der Nutzungsrechte von Leasingobjekten werden wie folgt auf die den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden Vermögenswerte zum 30. Juni 2021 aufgeteilt:

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(in Mio. EUR) Einzelhandelsgeschäfte Lagerflächen Verwaltungsgebäude & Sonstiges Gesamt
Buchwert zum 1. Januar 2021 641 30 74 744
Zugänge 49 2 5 56
Abschreibungen -88 -5 -7 -100
Wertminderung -1 0 0 -1
Abgänge -1 0 0 -1
Währungsunterschiede 12 1 1 14
Buchwert zum 30. Juni 2021 612 28 73 712

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(in Mio. EUR) Einzelhandelsgeschäfte Lagerflächen Verwaltungsgebäude & Sonstiges Gesamt
Buchwert zum 1. Januar 2020 781 34 83 898
Änderungen Konsolidierungskreis 17 0 0 17
Zugänge 167 5 9 181
Abschreibungen -208 -6 -15 -229
Wertminderungen -48 0 0 -48
Abgänge -35 -1 0 -36
Umbuchungen 0 -1 0 -1
Währungsunterschiede -34 -1 -4 -39
Buchwert zum 31. Dezember 2020 641 30 74 744

Die zum 30. Juni 2021 auf die Leasingverhältnisse entfallenden Beträge aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der Kapitalflussrechnung sind in den folgenden Tabellen dargestellt:

Leasingverhältnisse in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Abschreibungen Nutzungsrechte -100 -118
Wertminderungen Nutzungsrechte -1 -88
Nettoertrag aus Anlageabgängen von RoU Assets 1 1
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten -8 -11
Nettoertrag aus der Währungsumrechnung von Leasingverbindlichkeiten -1 -2
Aufwand aus variablen Leasingzahlungen -55 -37
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse -2 -1
Leasingaufwand für Software und Aufwand für Leasingverhältnisse von geringwertigen Vermögenswerten -9 -8
Erträge aus Unterleasingverhältnissen 1 1
Sonstige Aufwendungen (Servicekosten) -6 -4
Gesamtaufwand aus Leasingverhältnissen -178 -266

Leasingverhältnisse in der Kapitalflussrechnung

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Gezahlte Zinsen für Leasingverbindlichkeiten -8 -11
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten 1 -90 -115
Variable Leasingzahlungen -55 -37
Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse -2 -1
Zahlungen für Software und für Leasingverhältnisse von geringwertigen Vermögenswerten -9 -8
Erhaltene Zahlungen aus Unterleasingverhältnissen 1 1
Sonstige Zahlungen -6 -4
Gesamte Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse -168 -174

1 Die dargestellten Beträge weichen aufgrund vorgenommener Umgliederungen von den im Vorjahr berichteten Werten ab.

Vorräte

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Dez 20
Fertige Erzeugnisse und Waren 575 581
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29 32
Unfertige Erzeugnisse 6 5
Gesamt 609 618

Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt 140 Mio. EUR (2020: 149 Mio. EUR). Für die Vorräte wurden folgende wesentliche Schätzungen vorgenommen: Abschreibungen werden für Vorrats- und Bestandsrisiken vorgenommen, die sich aus der Lagerdauer und der damit teilweise verminderten Verwendbarkeit ergeben. Für Rohstoffe werden über Reichweiten- und Gängigkeitsanalysen Abschläge vorgenommen. Für unfertige Erzeugnisse, Fertigerzeugnisse und Handelswaren orientiert sich die Bewertung am noch zu erzielenden Nettoveräußerungspreis über die konzerneigenen Absatzkanäle. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungspreises verwendet der Konzern für Handelswaren und Fertigerzeugnisse Analysen über die Lagerdauer.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Dez. 2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 229 190
Kumulierte Wertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -20 -18
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 208 172

Finanzverbindlichkeiten

Unter den Finanzverbindlichkeiten werden alle verzinslichen und unverzinslichen Verpflichtungen ausgewiesen, die zum jeweiligen Bilanzstichtag bestanden. Sie teilen sich wie folgt auf:

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(in Mio. EUR) Davon Restlaufzeit unter einem
Jan. - Juni 2021 Jahr Dez. 2020 Davon Restlaufzeit unter einem Jahr
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 276 74 267 71
Leasingverbindlichkeiten 835 206 862 213
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 13 13 14 14
Davon: nicht IFRS 16 relevante Mietverpflichtungen für den konzerneigenen Einzelhandel 10 10 10 10
Gesamt 1.124 293 1.143 297

In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 2 Mio. EUR (2020: 3 Mio. EUR) enthalten.

Im Jahr 2020 hat HUGO BOSS weitere Schritte zur Sicherung der finanziellen Flexibilität unternommen und die Erhöhungsoption für den bestehenden revolvierenden Konsortialkredit ausgeübt. Zum Ende des zweiten Quartals 2021 belief sich die Inanspruchnahme des 633 Mio. EUR umfassenden revolvierenden Konsortialkredits auf 135 Mio. EUR (2020: 212 Mio. EUR). In diesem Zusammenhang hat HUGO BOSS mit seinen Konsortialbanken vereinbart, den Financial Covenant unter dem Konsortialkredit 2020 bis Ende Juni 2021 auszusetzen. Zum 30. Juni 2021 wurde der ursprünglich vertraglich vereinbarte Covenant bereits wieder eingehalten. Am 1. Juli wurde die diesbezügliche Vereinbarung zur Einhaltung der Finanzkennziffer (Covenant) der Finanzierungsstärke wieder in Kraft gesetzt. Die zusätzlichen Kreditzusagen in Höhe von 275 Mio. EUR, die sich das Unternehmen im Jahr 2020 zur Sicherstellung einer möglichst hohen finanziellen Flexibilität während der Pandemie gesichert hatte, sind zum vereinbarten Fälligkeitstermin im Juni ausgelaufen, ohne dass sie zu irgendeiner Zeit in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus verfügt der Konzern über bilaterale Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 179 Mio. EUR (2020: 205 Mio. EUR), von denen zum Ende des ersten Halbjahres 157 Mio. EUR (2020: 168 Mio. EUR) in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus verfügte HUGO BOSS zum 30. Juni 2021 über liquide Mittel in Höhe von 138 Mio. Euro (2020: 115 Mio. Euro).

8 | Ergebnis je Aktie

Weder zum 30. Juni 2021 noch zum 30. Juni 2020 standen Aktien aus, die das Ergebnis je Aktie verwässern könnten.

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Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in Mio. EUR) 14 -203
Durchschnittliche Zahl der ausgegebenen Aktien 1 69.016.167 69.016.167
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2 0,21 -2,95

1 Ohne Berücksichtigung eigener Anteile.

2 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie.

9 | Rückstellungen

Rückstellungen für Personalaufwendungen

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen betreffen überwiegend Rückstellungen für kurz- und mittelfristige Tantiemen und Boni, Abfindungsansprüche, Altersteilzeit sowie Überstunden.

Einen Großteil der Personalrückstellungen bildet das zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 implementierte "Long-Term-Incentive-Programm (LTI)" für den Vorstand und Führungskräfte von HUGO BOSS, das zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Zurzeit gibt es vier Tranchen des Programms: Die vierte Tranche wurde am 1. Januar 2021 ausgegeben.

Jede Tranche hat eine Gesamtlaufzeit von vier Jahren, die sich in eine Performancelaufzeit von drei Jahren und eine Wartezeit von einem Jahr aufteilt. Die im Geschäftsjahr 2018 ausgegebene Tranche kommt somit im Geschäftsjahr 2022 zur Auszahlung und ist demzufolge zum 30. Juni 2021 unter den kurzfristigen Personalrückstellungen in Höhe von 3 Mio. EUR ausgewiesen. Für die anderen drei Tranchen beläuft sich die zum 30. Juni 2021 gebildete langfristige Rückstellung auf insgesamt 8 Mio. EUR.

10 | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen reduzierten sich von 54 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020 auf 48 Mio. EUR zum 30. Juni 2021. Die versicherungsmathematische Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung umfasst Dienstzeitaufwand, Netto-Zinsaufwand und andere relevante Parameter.

Versicherungsmathematische Annahmen zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen zum 30. Juni 2021

Folgende Prämissen wurden zugrunde gelegt:

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Parameter 30. Juni 2021 31. Dez. 2020
Rechnungszins
Deutschland 1,52% 1,10%
Schweiz 0,37% 0,15%
Rententrend
Deutschland 1,75% 1,75%
Schweiz 0,00% 0,00%
Gehaltssteigerungstrend
Deutschland 2,50% 2,50%
Schweiz 2,00% 2,00%

Im Vergleich zum 31. Dezember 2020 hat sich der Parameter Rechnungszins in Deutschland und der Schweiz erhöht. Die Parameter Rententrend und Gehaltssteigerungstrend blieben in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 unverändert.

Zusammensetzung der Pensionsaufwendungen der Periode

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Dienstzeitaufwand der Periode 2 3
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Nettozinsaufwand 1 1
In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Pensionsaufwendungen 3 4
Ertrag aus Fondsvermögen (ohne Zinseffekt aus Fondsvermögen) 0 0
Erfasste versicherungsmathematische (Gewinne)/​Verluste -5 -1
Asset Ceiling (ohne Zinseffekt aus Asset Ceiling) 0 0
In der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen -5 -1

11 | Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien von Finanzinstrumenten

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(in Mio. EUR) 30. Juni 2021 31. Dez. 2020
Aktiva Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert Beizulegende r Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 138 138 125 125
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 208 208 172 172
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 38 38 42 42
Davon:
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 0 0 1 1
Derivate mit Hedge-Beziehung Hedge Accounting 0 0 0 0
Übrige finanzielle Vermögenswerte AC 38 38 41 41
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 276 274 267 270
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 300 300 299 299
davon Reverse Factoring AC 35 35 29 29
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n.a. 835 835 862 862
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 13 13 14 14
Davon:
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 1 1 2 2
Derivate mit Hedge-Beziehung Hedge Accounting 2 2 2 2
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 10 10 10 10

HUGO BOSS nutzt zur Unterstützung seiner Lieferanten ein sogenanntes "Reverse Factoring Programm". Hierbei werden offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bereits vor Fälligkeit durch ein Kreditinstitut an den Lieferanten ausgeglichen. Innerhalb des Programms bleibt die ursprüngliche Verbindlichkeit des Lieferanten aufgrund eines unveränderten Schuldeingeständnisses inhaltlich unberührt und wird als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt dar:

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten sind bedingt durch die kurzen Laufzeiten dieser Instrumente nahezu unverändert zum Buchwert.

Der beizulegende Zeitwert von Bankdarlehen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird durch Diskontierung der künftigen Cashflows unter Verwendung von derzeit für Fremdkapital zu vergleichbaren Konditionen, Kreditrisiken und Restlaufzeiten verfügbaren Zinssätzen ermittelt.

Zum 30. Juni 2021 versteht sich die zum Marktwert bewertete Derivatposition (Market-to-Market) exklusive der Bonitätswertberichtigung, die auf das Ausfallrisiko der Gegenseite des Derivats zurückzuführen ist. Das Ausfallrisiko der Gegenseite brachte keine wesentlichen Effekte mit sich.

Hierarchie beizulegender Zeitwerte

Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachteten Marktdaten basieren

Zum 30. Juni 2021 sind wie im Vorjahr alle zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente der Kategorie FVTPL sowie die Derivate mit Hedge-Beziehungen der Stufe 2 zuzuordnen. Während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021 gab es keine Transfers zwischen Level 1 und Level 2 sowie aus Level 3 heraus. Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente bestanden aus Devisentermingeschäften, Devisenswaps und Zinsderivaten. Sie waren der Kategorie FVTPL sowie den Derivaten mit Hedge-Beziehung zuzuordnen. Die Vermögenswerte beliefen sich auf 0 Mio. EUR, die Verbindlichkeiten auf 3 Mio. EUR. Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz geführt werden, ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ebenfalls über das Verfahren der Stufe 2 erfolgt.

Absicherung von Zins- und Währungsrisiken

Zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken setzt der HUGO BOSS Konzern teilweise Sicherungsgeschäfte zur Reduzierung des Risikos ein. Zum Bilanzstichtag waren 6 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 7 Mio. EUR) variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten abgesichert. Des Weiteren waren zum Bilanzstichtag zukünftige Zahlungsströme in Fremdwährung in Höhe von 14 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 17 Mio. EUR) abgesichert und in vollem Umfang in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden. Die Veränderung der unrealisierten Gewinne/​Verluste aus der Marktbewertung von Sicherungsgeschäften im sonstigen Gesamtergebnis belief sich auf 0 Mio. EUR (30. Juni 2020: -1 Mio. EUR).

Saldierung von Finanzinstrumenten

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(in Mio. EUR) Angesetzte Bruttobeträge Aktiva Saldierte Bruttobeträge Passiva Ausgewiesene Nettobeträge Aktiva in der Bilanz Nicht in der Bilanz saldierte Passiva Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten Nettobeträge
30. Juni 2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 234 -26 208 0 0 208
Derivate 0 0 0 0 10 0
Gesamt 234 -26 208 0 0 208
31. Dez. 2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 190 -18 172 0 0 172
Derivate 1 0 1 0 0 1
Gesamt 191 -18 173 0 0 173

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(in Mio. EUR) Angesetzte Bruttobeträge Passiva Saldierte Bruttobeträge Aktiva Ausgewiesene Nettobeträge Passiva in der Bilanz Nicht in der Bilanz saldierte Aktiva Nicht in der Bilanz saldierte erhaltene Barsicherheiten Nettobeträge
30. Juni 2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 326 -26 300 0 0 300
Derivate 3 0 3 0 10 3
Gesamt 329 -26 303 0 0 303
31. Dez. 2020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 324 -25 299 0 0 299
Derivate 4 0 4 0 0 4
Gesamt 328 -25 303 0 0 303

Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldierten Passiva in Höhe von 26 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 18 Mio. EUR) stellen zum Bilanzstichtag offene Gutschriften an Kunden dar. Die saldierten Aktiva innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Form von Gutschriften an Lieferanten. Sie betrugen 26 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 25 Mio. EUR).

Für die Saldierung der Derivate bestehen Standardrahmenverträge für Finanztermingeschäfte zwischen HUGO BOSS und seinen Kontrahenten. In ihnen ist definiert, dass derivative Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit einem Kontrahenten zu einer einheitlichen Ausgleichsforderung zusammengefasst werden können.

12 | Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der flüssigen Mittel im Laufe der Berichtsperiode. Gemäß IAS 7 werden die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeiten unterschieden. Die Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen ermittelt. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, lassen sich aufgrund von Wechselkursumrechnungen nicht unmittelbar aus der Bilanz ableiten.

13 | Segmentberichterstattung

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(in Mio. EUR) Europa 1 Amerika Asien/​Pazifik Lizenzen Gesamt berichtspflichtige Segmente
Jan. - Juni 2021
Gesamtumsatz 684 203 205 34 1.126
Segmentergebnis 113 11 40 27 191
In % des Umsatzes 16,5 5,4 19,5 79,4 17,0
Segmentvermögen 300 153 140 13 606
Investitionen 45 10 32 0 87
Wertminderungen -1 0 0 0 -1
Davon Sachanlagevermögen 0 0 0 0 0
Davon immaterielle Vermögenswerte -1 0 0 0 -1
Abschreibungen -69 -24 -33 0 -126
Jan. - Juni 2020 -
Gesamtumsatz 535 124 143 28 830
Segmentergebnis -53 -80 -5 22 -116
In % des Umsatzes -9,9 -64,8 -3,3 77,4 -14,0
Segmentvermögen 284 142 110 12 548
Investitionen 33 9 27 0 69
Wertminderungen -72 -39 -14 0 -125
Davon Sachanlagevermögen -22 -9 -2 0 -33
Davon immaterielle Vermögenswerte -50 -30 -12 0 -92
Abschreibungen -78 -33 -44 0 -155

1 Inklusive Naher Osten und Afrika.

Überleitungsrechnungen

Umsatz

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Umsatz - berichtspflichtige Segmente 1.126 830
Corporate Units 0 0
Konsolidierung 0 0
Gesamt 1.126 830

Umsatz- und Ertragsentwicklung der Geschäftssegmente

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Umsatzentwicklung Europa (in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Eigener Einzelhandel 356 52 303 57 17 19
Großhandel 328 48 232 43 42 43
Gesamt 684 100 535 100 28 30

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Umsatzentwicklung Amerika (in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Eigener Einzelhandel 153 76 88 71 74 87
Großhandel 49 24 35 28 41 49
Gesamt 203 100 124 100 64 76

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Umsatzentwicklung Asien/​Pazifik (in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Eigener Einzelhandel 189 92 133 93 42 44
Großhandel 16 8 10 7 60 62
Gesamt 205 100 143 100 43 45

Umsatz nach Marken

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Umsatz nach Marken (in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
BOSS 963 86 704 85 37 40
HUGO 163 14 126 15 29 32
Gesamt 1.126 100 830 100 66 72

Umsatz nach Gender

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Umsatz nach Gender (in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 In % des Umsatzes Jan. - Juni 2020 In % des Umsatzes Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Menswear 1.017 90 746 90 36 40
Womenswear 108 10 84 10 29 31
Gesamt 1.126 100 830 100 65 71

Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Segmentergebnis (EBIT) - berichtspflichtige Segmente 191 -116
Corporate Units -148 -147
Konsolidierung 0 0
EBIT HUGO BOSS 43 -263
Zinsergebnis -11 -14
Übrige Finanzpositionen -8 -6
Ergebnis vor Ertragsteuern HUGO BOSS 24 -283

Segmentvermögen

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(in Mio. EUR) 30. Juni 2021 30. Juni 2020 31. Dez. 2020
Segmentvermögen - berichtspflichtige Segmente 606 548 545
Corporate Units 211 264 246
Konsolidierung 0 0 0
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 22 27 18
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 19 14 21
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 93 100 100
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 138 115 125
Kurzfristige Vermögenswerte HUGO BOSS 1.089 1.068 1.055
Langfristige Vermögenswerte 1.482 1.622 1.515
Aktiva HUGO BOSS 2.571 2.690 2.570

Investitionen

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(in Mio. EUR) 30. Juni 2021 30. Juni 2020 31. Dez. 2020
Investitionen - berichtspflichtige Segmente 87 69 178
Corporate Units 12 16 43
Konsolidierung 0 0 0
Gesamt 99 85 221

Abschreibungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Abschreibungen - berichtspflichtige Segmente 126 155
Corporate Units 25 27
Konsolidierung 0 0
Gesamt 151 182

Wertminderungen

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(in Mio. EUR) Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020
Wertminderungen - berichtspflichtige Segmente 1 125
Corporate Units 0 0
Konsolidierung 0 0
Gesamt 1 125

Geografische Informationen

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(in Mio. EUR) Umsatzerlöse mit Dritten Langfristige Vermögenswerte
Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020 30. Juni 2021 31. Dez. 2020
--- --- --- --- ---
Deutschland 147 134 406 417
Andere europäische Märkte 571 430 528 548
USA 148 89 160 169
Andere amerikanische Märkte 55 34 32 32
China 130 85 44 46
Andere asiatische Märkte 75 58 117 111
Gesamt 1.126 830 1.287 1.323

14 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Um seine digitalen Fähigkeiten weiter auszubauen und Verbraucher mittels Nutzung von Daten zu inspirieren, hat das Unternehmen im Juli 2021 zusammen mit Metyis, einer in den Niederlanden ansässigen Strategieberatung, den HUGO BOSS Digital Campus eingeführt. Dieser zielt darauf ab, das E-CommerceGeschäft, sowie die CRM- und Tech-Kapazitäten von HUGO BOSS zusätzlich zu stärken und zusätzliches Expertenwissen im digitalen Bereich aufzubauen. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat HUGO BOSS einen Anteil von 11,25% an einer neu gegründeten portugiesischen Gesellschaft von Metyis erworben und wird diese gemäß der vertraglichen Vereinbarungen vollkonsolidieren.

Zwischen dem Ende der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021 und der Freigabe der Veröffentlichung dieses Berichts ergaben sich keine weiteren wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken können.

KAPITEL 3

WEITERE ANGABEN

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Metzingen, den 21. Juli 2021

HUGO BOSS AG

Der Vorstand

Daniel Grieder

Yves Müller

Dr. Heiko Schäfer

Oliver Timm

Ingo Wilts

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen EinSchätzungen des Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/​könnten", "planen", "projizieren", "sollten" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.

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FINANZKALENDER

4. November 2021

Ergebnisse des dritten Quartals 2021