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Huber+Suhner AG Management Reports 2026

Jan 27, 2026

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Management Reports

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Publication

HUBER+SUHNER Cube Optics AG

Mainz

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

HUBER+SUHNER CUBE OPTICS AG, MAINZ

1. Grundlagen des Unternehmens

Die HUBER+SUHNER AG ist ein internationaler Hersteller und Anbieter von Komponenten und Systemen für die elektrische und optische Verbindungstechnik, mit Hauptsitz in der Schweiz und 27 Tochterunternehmen weltweit. Der Fokus der HUBER+SUHNER Gruppe liegt auf den drei Hauptmärkten Industrie, Kommunikation und Transport, die mit Anwendungen aus den drei Technologien Hochfrequenz, Fiberoptik und Niederfrequenz bedient werden. Die HUBER+SUHNER Gruppe ist nach den drei Marktsegmenten Industrie, Kommunikation und Transport organisiert und orientiert sich damit an den gleichnamigen Hauptmärkten. Die Vertriebsorganisationen sind direkt in den drei Segmenten integriert.

Die HUBER+SUHNER Cube Optics AG (H+S Cube Optics AG) ist seit 1. November 2014 Teil der Sparte Fiberoptik der HUBER+SUHNER Gruppe. Durch die Integration der Gesellschaft in die HUBER+SUHNER Gruppe ergeben sich nutzbare Synergien, da gemeinsamen Zielkunden eine breite Produktpalette angeboten werden kann. Die Gesellschaft hat ihren Standort in Mainz Hechtsheim. Von dort aus entwickelt, fertigt und vermarktet sie Komponenten, Module, aktive sowie passive Systeme für die optische Datenkommunikation und Sensorik mit dem Schwerpunkt auf Wavelength Division Multiplexing (WDM). Die wichtigsten Anwendungsgebiete für die Produkte der Gesellschaft liegen im Bereich der optischen Datenübertragung in Metro-, Zugangs- und Unternehmensnetzen sowie bei faseroptischen Sensorikanwendungen. Der Hauptabsatzmarkt der Gesellschaft ist die EU, gefolgt von den Märkten Nordamerika und Asien.

Seit 21. Dezember 2017 besitzt die HUBER+SUHNER Cube Optics AG die HUBER & SUHNER (Spain) S.L., Madrid. Mit der HUBER & SUHNER (Spain) S.L. wurde das Technologieportfolio um Kundenlösungen mit sowohl optischen als auch elektronischen Funktionen erweitert.

Im Geschäftsjahr 2024 konzentrierte die Gesellschaft ihre Entwicklungsaktivitäten im Wesentlichen auf Produktionsentwicklungen und Produktadaptionen entsprechend individueller Kundenspezifikationen sowie auf die Entwicklung der nächsten Generation mikrooptischer Bauteile für 400/800G Transceiver, der Weiterentwicklung der Systemproduktlinie sowie neuen Konnektivitätslösungen.

Mit der für 2024 geplanten Investition von insgesamt EUR 1,0 Mio., für den Ausbau einer automatisierten Produktionslinie, wurde Ende 2024 begonnen. Eine weitere, für 2024 geplante Investition, für eine zusätzliche Automatisierung, über EUR 0,7 Mio., wurde aufgrund von Verzögerungen auf Kundenseite in 2025 verschoben.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft entwickelte sich in 2024 trotz sektoraler und regionaler Verschiebungen stabil. Eine Verlagerung des Konsums weg von Waren und hin zu Dienstleistungen führte weltweit zu einer Belebung des Dienstleistungssektors. Die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes verlagerte sich dabei zu Lasten etablierter Industriestaaten in Schwellenländer. Die Inflation hat sich in den meisten Volkswirtschaften weiter abgeschwächt. Laut Schätzung wuchs das weltweite Bruttoinlandsprodukt in 2024 um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr, wobei es deutliche regionale Unterschiede gibt. Während in Europa die Konjunktur weiter schwach blieb, nahm die Wirtschaftsleistung in den USA zu. Im weltweiten Telekommunikationsmarkt ist die Nachfrage nach schnellem Breitband - im Festnetz und Mobilfunk - ungebrochen, so dass anzunehmen ist, dass der globale Telekommunikationsmarkt weiterhin wachsen wird. Die deutschen Wirtschaft schrumpfte im zweiten Jahr in Folge. Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen in 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Weg, so dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 % sank. Der deutsche Telekommunikationsmarkt wuchs leicht mit einem Umsatzplus von 1,0 %.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr startete noch akzeptabel, blieb aber im weiteren Verlauf weit hinter den Erwartungen zurück. Der Auftragseingang entwickelte sich über dem Umsatzniveau, wurde aber zum Jahresende, in Verbindung mit Anmeldung einer Insolvenz eines unserer Kunden, deutlich reduziert.

Die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind Umsatz, Ergebnis vor Steuern und EBT Marge.

2.3 Darstellung der Lage

2.3.1 Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,1 Mio. auf EUR -2,3 Mio., wobei dem Umsatzrückgang von EUR 0,3 Mio. bzw. 2,0 % eine überproportionale Abnahme der Materialaufwendungen von EUR 0,7 Mio. bzw. 7,4 %, ein Anstieg der Personalaufwendungen um EUR 0,7 Mio. bzw. 10,1% sowie ein, im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringerer, positiver Ergebnisbeitrag in Verbindung mit der Inanspruchnahme einer Forschungszulage gegenüberstehen.

Die Umsatzerlöse verringerten sich leicht von EUR 16,9 Mio. auf EUR 16,6 Mio.. Wie im Vorjahr wurde der Hauptumsatzanteil mit dem Verkauf von Produkten aus dem Segment Passive Systeme erzielt, obwohl sich die Umsatzerlöse des Segments Passive Systeme gegenüber dem Vorjahr um 21,8 % reduzierten, nachdem sie bereits im Vorjahr deutlich zurückgingen. Der Umsatzrückgang betraf vor allem Europa, aber auch Nordamerika.

Die Transceiverumsätze entwickelten sich auf Vorjahresniveau.

Die Umsätze im Segment Components legten um 86,0 % gegenüber dem Vorjahr zu, wobei sowohl ein erheblicher Teil des Segmentumsatzes als auch das Umsatzwachstum mit neuen Produkten erzielt wurde. Die Umsätze wuchsen vor allem in Europa aber auch in Asien und Nordamerika.

Die Umsatzerlöse des sich noch immer im Aufbau befindenden Segments Active Systems erhöhten sich um 73,4% gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzzuwachs betrifft Großteils den nordamerikanischen Markt.

Die Umsätze im Segment Others entwickelten sich analog zum Vorjahr, wobei der Umsatz mit Produkten aus dem Geschäftsbereich FO Box Assembly davon den größten Teil beitrug.

Der Anteil des in USD fakturierten Umsatzes ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen und machte 21,8 % (im Vorjahr: 17,8 %) des Gesamtumsatzes aus. Der Kurs des USD legte in 2024 an Wert zu, was sich positiv auf die Höhe der Umsatzerlöse auswirkte.

Der Auftragseingang entwickelte sich mit EUR 15,6 Mio. um 17,5 % deutlich rückläufig gegenüber dem Auftragseingang des Vorjahres von EUR 18,9 Mio. Der Auftragsbestand betrug am Jahresende EUR 4,8 Mio. nach EUR 5,8 Mio. im Vorjahr. Der Auftragsbestand zum 31.12.2024, und damit auch der Auftragseingang, wurde um Aufträge in Höhe von EUR 1,9 Mio. aufgrund der Insolvenzmeldung eines Großkunden korrigiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Wesentlichen in Verbindung mit einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Aktivierung eines Anspruchs auf Forschungszulage in Höhe von EUR 0,3 Mio. ab. Die Erträge aus der Währungsumrechnung entwickelten sich auf Vorjahresniveau.

Die Materialaufwandsquote (Verhältnis Materialaufwand zur Gesamtleistung) reduzierte sich um 3,5 Prozentpunkte auf 49,1 %. Grund hierfür ist im Wesentlichen die Änderung im Produktmix. Der aus Einkaufssicht ungünstig erstarkte US-Dollar wirkte sich gegenläufig aus.

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der gewährten Gehaltserhöhungen, der ausbezahlten Inflationsprämien und der Einstellung neuer Mitarbeiter. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) stieg aufgrund des Anstiegs der Personalaufwendungen im Vergleich zum Umsatz auf 42,6% (Vj. 38,3%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um EUR 0,1 Mio. auf EUR 3,5 Mio., im Wesentlichen durch höhere Aufwendungen für externe Dienstleistungen. Gegenläufig reduzierten sich die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

Das Gesamtergebnis aus der Währungsumrechnung beträgt TEUR -14 nach TEUR -38 im Vorjahr.

Die EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz) beträgt -14,0 % nach -7,1 % im Vorjahr. Aufgrund des fehlenden Deckungsbeitrags, in Verbindung mit den niedrigen Umsatzerlösen, ist es der Gesellschaft nicht gelungen, alle anfallenden Kosten zu decken. Durch die Aktivierung des Anspruchs auf Forschungszulage konnte der Verlust teilweise reduziert werden.

Das Ergebnis vor Steuern ist EUR -2,3 Mio. nach EUR -1,2 Mio. im Vorjahr. Nach Abzug sonstiger Steuern schließt die Gesellschaft mit einem Jahresfehlbetrag von EUR -2,3 Mio.

2.3.2 Finanzlage

Das Eigenkapital beträgt aufgrund des Jahresfehlbetrages in Höhe von EUR -2,3 Mio. zum Bilanzstichtag EUR 1,8 Mio. und verringerte sich in der Relation zur Bilanzsumme auf 20,6 % (Vj. 44,7 %). Das Fremdkapital stieg um EUR 1,8 Mio. Die Verbindlichkeiten stiegen hauptsächlich durch eine Darlehenserhöhung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten valutieren circa zur Hälfte in USD.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug, inklusive der Auszahlung der Forschungszulage, EUR -1,1 Mio. und lag damit um EUR 0,4 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR -1,5 Mio. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich mit EUR -0,7 um mehr als das Doppelte gegenüber dem Vorjahr. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich aufgrund der Darlehensaufnahme von der HUBER+SUHNER GmbH, Taufkirchen, in Höhe von EUR 1,8 Mio., und mit dem Darlehen verbundener Zinszahlungen, auf EUR 1,7 Mio. Daraus resultierte ein Nettomittelabfluss von EUR 0,1 Mio. Die liquiden Mittel der Gesellschaft beliefen sich am Jahresende auf EUR 0,7 Mio. (im Vorjahr: EUR 0,8 Mio.). Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen.

Die Finanzierung der Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr wird weiterhin über konzerninternen Darlehen gesichert.

2.3.3 Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft reduzierte sich mit EUR 8,7 Mio. um 5,2 % im Vergleich zum Vorjahr (EUR 9,2 Mio.). Das Anlagevermögen erhöhte sich um EUR 0,2 Mio., was im Wesentlichen auf den Aufbau der automatischen Produktionsanlage zurückzuführen ist. Der Vorratsbestands entwickelte sich analog zum Auftragseingang. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich insgesamt um EUR 0,2 Mio., wobei den, im Vergleich zum Vorjahr, deutlich geringeren aktivierten Ansprüchen auf Forschungszulage hauptsächlich gestiegene Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, in Verbindung mit dem Dezemberumsatz, gegenüberstehen. Die Flüssigen Mittel verringerten sich um TEUR 142.

2.3.4 Zusammenfassung

Entgegen der ursprünglichen Erwartung blieben die Ergebnis- und Umsatzentwicklung hinter dem Budget 2024 und dem Vorjahr zurück. Die im Vorjahr prognostizierte deutliche Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2024 konnte nicht erreicht werden. Im Gegenteil, die erwarteten Umsätze im Drittland blieben weit hinter der Planung zurück und auch die Umsätze in Europa stellten sich nicht wie erwartet ein. In den Segmenten Passive Systems, Components und Transceiver konnten die geplanten Umsatzerlöse nicht realisiert werden. Wesentliche Gründe hierfür sind weitere Verzögerungen mit neuen Produkten, die Reduzierung der Lagerreichweite auf Vor-Corona-Niveau bei einem Großkunden, Umstrukturierungsmaßnahmen bei einem Kunden, der schleppenden 5G Ausbau in Nordamerika und der nicht realisierte Umsatz mit einem australischen Großkunden.

Zusammenfassend muss für das Geschäftsjahr 2024 festgestellt werden, dass die Entwicklung des Geschäftsverlaufs, das Geschäftsergebnis und die Lage der Gesellschaft nicht zufriedenstellend sind. Trotzdem ist die Resilienz des Unternehmens, allein aber auch in Verbindung mit der Einbettung in die HUBER+SUHNER Gruppe, bemerkenswert. Die Zuversicht, an der Marktgängigkeit der Neuentwicklungen festzuhalten und die Fähigkeit, Bedürfnisse der Kunden frühzeitig zu erkennen, trägt in ersten Auftragseingängen Früchte, so dass sich die Gesellschaft nach wie vor mit ihren neuen Produkten gut für die Zukunft aufgestellt sieht.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risiken

Wesentliche Risiken für die Gesellschaft liegen nach wie vor in der hohen Dynamik in dem Markt für optische Komponenten und Systemlösungen sowie in der Entwicklung von Konkurrenztechnologien und einen hierdurch bedingten Markteintritt neuer Wettbewerber. So ist die Konkurrenz asiatischer Wettbewerber bei WCM-Anwendungen (WDM Coupling Module) unverändert hoch.

Als weiteres Risiko im Bereich der WCM-Anwendungen wird auch die Abhängigkeit von wenigen Großkunden gesehen. Auch die neuesten WCM Produkte werden unter der Berücksichtigung der Wünsche einzelner Großkunden entwickelt.

Die neuen Produkte aus dem Segment Components sollen vermehrt in Massenproduktion hergestellt werden. Es besteht das Risiko, dass die Zeitpläne für die Automatisierung der Produktionslinien nicht eingehalten werden können und sich damit geplante Umsatzzahlen später als erwartet einstellen.

Kompetente Mitarbeiter bilden die Grundlage für unseren Geschäftserfolg. Durch den immer intensiveren Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter („War for talents“), könnten Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und wichtige Stellen unbesetzt bleiben. Zusätzlich wird das Risiko für weitere Kostensteigerungen durch steigenden Kosten für die Personalgewinnung und ansteigende Gehälter gesehen.

Weitere Risikofaktoren bestehen in der Entwicklung der Währungsrelationen und in der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Das IWF hat seine Wachstumsprognose 2025 jüngst um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 % angehoben, wobei das Wachstum immer noch hinter dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre zurückliegt. Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem bestehende geopolitische Konflikte und die Unsicherheit, die die aktuelle Neubesetzung des US Präsidialamtes mit sich bringt, angefangen mit der US-Handelspolitik. Daneben bestehen Risiken aus weiteren unvorhergesehenen oder unvorhersehbaren Ereignissen.

Zur Verringerung von kurz- bis mittelfristigen Fremdwährungsrisiken aus Kundenforderungen und schwebenden Geschäften aus in USD abgeschlossenen Aufträgen schließt die Gesellschaft USD-Devisentermingeschäfte gegen EUR ab.

Die Risikosituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Trotz der weltpolitischen und ökonomischen Unsicherheiten sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die einzeln oder im Verbund den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

3.2 Chancen

Wesentliche Chancen liegen für die Gesellschaft unverändert in dem starken Wachstum von Breitbanddienstleitungen, die eine starke Endkundennachfrage nach immer leistungsfähigeren Netzwerken nach sich ziehen. Durch zunehmende Datenübertragungsengpässe an den Basisstationen von Mobilfunknetzen und die Umstellung der Mobilfunknetze auf den 5G-Standard ergeben sich weitere Absatzmärkte mit hohen erwarteten Zuwachsraten und zusätzlichen Anwendungsmöglichkeiten. Hinzu kommt das weltweite Wachstum von Rechenzentrums-Kapazitäten, vor allem in Verbindung mit dem zunehmenden Ausbau von Cloud Computing und dem Einsatz von KI. Durch die nach wie vor bestehenden Engpässe in der Datenübertragung bietet der Ausbau der Infrastruktur noch auf mehrere Jahre hinaus gute Wachstumschancen für die Gesellschaft.

Mit der geplanten Automatisierung der Produktion der neuesten Entwicklungen im Segment Components soll H+S Cube Optics AG Technologie mit konkurrenzfähigen Preisen vereint werden. Zusammen mit dem Ziel, die Marktführerschaft für diese Produkte zu erlangen, sieht die Gesellschaft auch die Chance die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden zu reduzieren.

Weiterhin ergeben sich durch den Trend zur zunehmenden Integration optischer Module sowie von passiven und aktiven Funktionen zusätzliche Anwendungsfelder, da die von der Gesellschaft eingesetzte Technologie durch ihren modularen Aufbau und der Eignung für eine hybride Integration für die Entwicklung höher integrierter Module geeignet ist. Hierbei bietet insbesondere die nächste Generation optischer Netze mit 400 G und 800 G - Übertragungsraten ein großes Potential für den Einsatz integrierter optischer Submodule in Transceivern. Durch die hierfür benötigten kleinen, integrierten Bauteile ergeben sich noch auf Jahre hinaus gute Wachstumschancen für die Gesellschaft.

3.3 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Gesellschaft mit einer deutlich steigenden Nachfrage und einem Umsatzwachstum vor allem in den Segmenten Components, in Verbindung mit den neuen Produkten, Transceivern und Passive Systems, da sich der Trend zum Einsatz von passiven WDM-Netzwerken weiterhin verstärkt. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse, die sich dem Vor-Corona-Niveau wieder annähern, und eine EBT-Marge im mittleren einstelligen Bereich.

Laut IWF-Prognose wird die Weltwirtschaft in 2025 stabil wachsen, wobei der Ausblick für die USA deutlich positiver ausfällt als für Europa. Der 5G-Ausbau ist weiterhin im Gang, es besteht nach wie vor ein großer Nachholbedarf beim Ausbau der Breitbandnetze sowie dem Ausbau von Rechenzentrums-Kapazitäten, und damit verbunden ein Wachstum des Marktes für 400/800 G Transceiver und unsere neuen Produkte. Vor dem Hintergrund der erwarteten positiven Entwicklung des Telekommunikationsmarktes, rechnet die Geschäftsführung für 2025 mit einem deutlich positiven Ergebnis vor Steuern.

Der Einfluss der anhaltenden geopolitischen Spannungen und der Handelskonflikte auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft, hängt maßgeblich von der Dauer der gegenwärtigen Rahmenbedingungen und den Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft ab. Diese können aktuell nicht zuverlässig abgeschätzt werden. Sollten die negativen Auswirkungen über einen langen Zeitraum anhalten, könnten sich negative Folgen auf die Geschäftszahlen des Jahres 2025 ergeben.

4. Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2024

Die HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz, hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024 aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Getroffene oder unterlassene Maßnahmen im Sinne von § 313 AktG lagen nicht vor.

Bezüglich der Angaben zu eigenen Anteilen nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf den Anhang.

Mainz, den 28. Mai 2025

gez. Dr. Thomas Paatzsch, Vorstand

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2024

HUBER+SUHNER CUBE OPTICS AG, MAINZ

AKTIVA

31.12.2024

EUR
31.12.2023

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.598.422,52 3.407.367,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.723,63 9.325,02
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.723,63 9.325,02
II. Sachanlagen 3.590.698,89 3.395.042,59
1. Technische Anlagen und Maschinen 584.036,06 662.338,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.835.859,50 1.998.207,45
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.170.803,33 734.497,08
III. Finanzanlagen 3.000,00 3.000,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.000,00 3.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.089.037,51 5.748.021,79
I. Vorräte 2.066.609,63 2.429.395,76
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 740.973,90 750.540,77
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 49.304,96 16.162,01
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.276.237,40 1.635.036,73
4. Geleistete Anzahlungen 93,37 27.656,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.364.027,72 2.517.742,37
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 631.081,56 1.030.592,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 965.432,83 227.620,83
3. Sonstige Vermögensgegenstände 767.513,33 1.259.529,22
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 658.400,16 800.883,66
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.180,34 34.207,67
8.710.640,37 9.189.597,07
PASSIVA
31.12.2024

EUR
31.12.2023

EUR
A. EIGENKAPITAL 1.791.542,92 4.110.625,55
I. Gezeichnetes Kapital 589.318,00 589.318,00
1. Gezeichnetes Kapital 589.568,00 589.568,00
2. Nennbetrag/rechnerischer Wert eigener Anteile -250,00 -250,00
II. Kapitalrücklage 1.082.410,00 1.082.410,00
III. Gewinnrücklagen 36.650,26 36.650,26
1. Gesetzliche Rücklage 36.400,26 36.400,26
2. Andere Gewinnrücklagen 250,00 250,00
IV. Gewinnvortrag 2.402.247,29 3.598.459,38
V. Jahresfehlbetrag -2.319.082,63 -1.196.212,09
B. RÜCKSTELLUNGEN 899.716,33 1.002.537,37
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.326,00 29.122,00
2. Sonstige Rückstellungen 896.390,33 973.415,37
C. VERBINDLICHKEITEN 6.019.381,12 4.076.434,15
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 29.743,05 30.855,01
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 809.261,37 508.916,83
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.978.789,32 3.264.940,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten 201.587,38 271.721,99
- : EUR 190.518,07 (Vorjahr: EUR 263.196,45)
- : EUR 11.029,31 (Vorjahr: EUR 8.525,54)
8.710.640,37 9.189.597,07

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

2024

EUR
2023

EUR
1. Rohergebnis 8.963.983,22 9.250.532,73
2. Personalaufwand 7.062.031,72 6.411.487,24
a) Löhne und Gehälter 6.046.681,11 5.426.812,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.015.350,61 984.675,22
- davon für Altersversorgung: EUR 12.222,47 (Vorjahr: EUR 6.353,40)
3. Abschreibungen 498.166,27 547.016,58
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 498.166,27 547.016,58
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.537.096,94 3.456.813,70
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 123.289,33 (Vorjahr: EUR 173.142,88)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 21.502,86
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 20.000,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 185.610,92 52.770,16
- davon Abzinsungsaufwand: EUR 3.161,41 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 182.387,51 (Vorjahr: EUR 52.770,16)
7. Ergebnis nach Steuern -2.318.922,63 -1.196.052,09
8. Sonstige Steuern 160,00 160,00
9. Jahresfehlbetrag -2.319.082,63 -1.196.212,09
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.402.247,29 3.598.459,38
11. Bilanzgewinn 83.164,66 2.402.247,29

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

HUBER+SUHNER CUBE OPTICS AG, MAINZ

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr beibehalten worden. Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung zum Abschlussstichtag zum niedrigeren beizulegenden Wert.

In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden direkt voll abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu der Untergrenze der steuerlichen Herstellkosten, d.h. zu Einzelkosten und Material- und Fertigungsgemeinkosten, bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken sind in ausreichendem Maße vorgenommen.

Die Ermittlung des beizulegenden Werts am Abschlussstichtag erfolgt unter Anwendung einer Gängigkeitsabschreibung (Reichweitenverfahren).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nominalbetrag abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf die Netto-Forderungen gegenüber Dritten Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zu ihrem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die erst im folgenden Geschäftsjahr aufwandswirksam werden.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung wurde eine Rückdeckungsversicherung geschlossen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungsansprüche. Bei der Bewertung wurde IDW RH FAB 1.021 berücksichtigt. Der Vermögensgegenstand wird mit der jeweils zugrunde liegenden Schuld verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Aufwendungen und Erträge, die aus der Abzinsung sowie aus dem zu verrechnenden Vermögen stammen, werden saldiert.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 angesetzt. Sie werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,00 % bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,90%; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Gewährleistungsrückstellung wurde pauschal mit einer Höhe von 0,3% von den Umsatzerlösen der letzten beiden Geschäftsjahre bewertet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Fremdwährungsposten erfolgt im Entstehungszeitpunkt zum Devisenkassamittelkurs. Die Stichtagsbewertung von auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten erfolgt in Übereinstimmung mit § 256a HGB. Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Sonstige betriebliche Erträge" bzw. „Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel. Eigenleistungen wurden analog zum Vorjahr nicht aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 965 (Vj. TEUR 228) bestehen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 757 sind im Wesentlichen auf die Forderung aus einer Forschungszulage in Höhe von TEUR 552 und dem Erstattungsanspruch aus der Umsatzsteuer-Vorauszahlung Dezember von TEUR 167 zurückzuführen.

Sonstige Vermögensgegenstände von mehr als einem Jahr resultieren aus Kautionen in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 6). Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag EUR 589.568 und ist in 589.568 zu je EUR 1 nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

Zum Jahrsende 2024 hielt die Gesellschaft insgesamt 250 eigene Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 250, was 0,04 % des Grundkapitals der Gesellschaft entspricht.

Fortführung der Position Jahresüberschuss/-fehlbetrag gem. § 158 (1) AktG:

31.12.2024

EUR
31.12.2023

EUR
Jahresfehlbetrag 2.319.083 1.196.212
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.402.247 3.598.459
Entnahmen aus der Kapitalrücklage - -
Entnahmen aus Gewinnrücklagen - -
Bilanzgewinn 83.164 2.402.247

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31.12.2024 TEUR 0 (Vj. TEUR 0).

Pensionsrückstellung nach Saldierung von Deckungsvermögen

Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2024

EUR
Anschaffungskosten / beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen 363.998
Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung 367.324
Pensionsrückstellung nach Saldierung von Deckungsvermögen 3.326

In der GuV wurden Zinsaufwendungen und -erträge in folgender Höhe verrechnet:

31.12.2024

EUR
Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung 12.534
Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsverpflichtung 12.595
Saldo -61

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken nur in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie haben sich im Geschäftsjahr 2024 wie folgt entwickelt:

Rückstellungsspiegel zum 31.12.2024 in TEUR

01.01.2024 Verbrauch Auflösung Abzinsung Zuführung 31.12.2024
Aufbewahrungspflicht 46 0 0 0 3 49
Resturlaub 235 235 0 227 227
Tantiemen 58 58 0 81 81
Berufsgenossenschaft 33 31 2 33 33
Ansprüche aus Überstunden 2 2 0 4 4
Sonstige Personalverpflichtungen 79 75 4 78 78
Ausstehende Rechnungen 310 267 43 244 244
Abschluss- und Prüfungskosten 54 45 2 47 54
Rückstellung für Gewährleistungen 119 18 0 0 101
Rückstellung für Provisionen 38 38 0 25 25
Gesamt 974 769 51 0 742 896

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 478 (Vj. TEUR 476) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Darlehensgewährung der HUBER+SUHNER GmbH, Taufkirchen, beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.500 (Vj. TEUR 2.750).

Die Zinsverbindlichkeit aus dem bestehenden Darlehen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 98 (Vj. TEUR 42).

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus abzuführender Einfuhrumsatzsteuer für November und Dezember und Lohnsteuer für Dezember i. H. v. TEUR 191 (Vj. TEUR 263).

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

31.12.2024 Restlaufzeiten 31.12.2023
betrag

TEUR
Bis 1 Jahr

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
Über 5 Jahre

TEUR
Gesamtbetrag

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30 30 - - 30
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 745 745 - - 509
Verbindlichkeiten gg. verb. Unternehmen 4.979 4.979 - - 3.265
Sonstige Verbindlichkeiten 201 201 - - 272
5.955 5.955 - - 4.076

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen langfristige Miet- und Leasingverträge mit Dritten. Sie betragen zum Bilanzstichtag TEUR 5.851 (Vj. TEUR 2.272) und betreffen überwiegend die Mietraten für den Firmensitz in Mainz (TEUR 5.806). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2026 und 2034.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Erträge aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 2).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 524 bestehen im Wesentlichen aus der Gewährung einer Forschungszulage in Höhe von TEUR 342.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2024 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 95 Arbeitnehmer (Vj. 93). Hiervon entfielen im Jahresdurchschnitt auf die Gruppe der gewerblichen Mitarbeiter 26,5 (Vj. 27) und auf die Gruppe der Angestellten 69 (Vj. 66).

Organe

Vorstand

Dr. Thomas Paatzsch, General Manager der HUBER+SUHNER Cube Optics, AG, Mainz/ Deutschland

Aufsichtsrat

Herr Urs Ryffel (Vorsitzender), Vorstand der HUBER+SUHNER AG, Schweiz

Herr Jürgen Walter, Vorstand der HUBER+SUHNER AG, Schweiz

Herr Ivo Wechsler, Vorstand der HUBER+SUHNER AG, Schweiz, bis 31.12.2024

Herr Richard Hämmerli, Vorstand der HUBER+SUHNER AG, Schweiz, ab 1.1.2025

Nach § 286 (4) HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des aktuellen Vorstandes verzichtet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2024 aufgrund ihrer anderweitigen Stellungen im HUBER+SUHNER-Konzern keinerlei Bezüge oder Vergütungen von der Gesellschaft.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der HUBER+SUHNER Cube Optics AG wird in den Konzernabschluss der HUBER+SUHNER AG, Schweiz, einbezogen, welchen den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist unter http://www.hubersuhner.com/de-DE/Company/Investors erhältlich.

Anteilsbesitzliste der HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz, zum 31. Dezember 2024 gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB

Gesellschaft Anteil Eigenkapital Ergebnis
HUBER & SUHNER Spain S.L.* 100 % TEUR 3 TEUR 20**

* seit 21. Dezember 2017

** Jahresabschluss 2023

Die HUBER+SUHNER Cube Optics AG hat für die HUBER & SUHNER Spain S.L. eine Verpflichtung in Form eines Mietavals in Höhe von 5.108 EUR übernommen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Mainz, den 28. Mai 2025

Vorstand

gez. Dr. Thomas Paatzsch

Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11. Juli 2025 festgestellt.

Bruttowerte
1.1.2024

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2024

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 289.490,21 0,00 34.954,72 254.535,49
289.490,21 0,00 34.954,72 254.535,49
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.878.118,23 173.871,57 20.516,67 6.031.473,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.088.705,64 79.240,58 4.513,06 4.163.433,16
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 734.497,08 436.306,25 0,00 1.170.803,33
10.701.320,95 689.418,40 25.029,73 11.365.709,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.000,00 0,00 0,00 3.000,00
10.993.811,16 689.418,40 59.984,45 11.623.245,11
Abschreibungen
1.1.2024

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2024

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 280.165,19 4.585,39 34.938,72 249.811,86
280.165,19 4.585,39 34.938,72 249.811,86
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.215.780,17 252.173,57 20.516,67 5.447.437,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.090.498,19 241.407,31 4.331,84 2.327.573,66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.306.278,36 493.580,88 24.848,51 7.775.010,73
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.586.443,55 498.166,27 59.787,23 8.024.822,59
Buchwerte
31.12.2024

EUR
31.12.2023

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.723,63 9.325,02
4.723,63 9.325,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 584.036,06 662.338,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.835.859,50 1.998.207,45
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.170.803,33 734.497,08
3.590.698,89 3.395.042,59
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.000,00 3.000,00
3.598.422,52 3.407.367,61

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2024

der HUBER+SUHNER Cube Optics AG

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben uneingeschränkt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat ist von dem Vorstand regelmäßig über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge schriftlich und mündlich unterrichtet worden. Die betreffenden Geschäftsvorgänge, die Geschäftsentwicklung, die finanzielle Lage der Gesellschaft und ihre Ergebnissituation sowie alle Maßnahmen, die satzungsgemäß eine Zustimmung des Aufsichtrates erfordern, wurden eingehend beraten.

Auf Grund dieser Beratungen und anhand der von dem Vorstand vorgelegten Berichte und der erteilten Auskünfte hat der Aufsichtsrat den Vorstand überwacht und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Sitzungen des Aufsichtsrates haben im Geschäftsjahr 2024 am 10. Juli und am 24. Oktober stattgefunden.

Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mainz, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht ist allen Aufsichtsratsmitgliedern ausgehändigt worden. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis dieser Prüfungen zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen sind Einwendungen nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 10.7.2025 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Mit dem Vorschlag, den Bilanzgewinn von EUR 83.164,66 auf neue Rechnung vorzutragen, erklärte er sich einverstanden.

Der Vorstand hatte des Weiteren seinen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen („Abhängigkeitsbericht“) erstellt und zusammen mit dem hierzu vom Abschlussprüfer erstatteten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers lautet wie folgt:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Den Abhängigkeitsbericht und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat geprüft. Abhängigkeitsbericht und Prüfungsbericht haben keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers an. Gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Berichts über die Beziehungen der HUBER+SUHNER Cube Optics AG zu verbundenen Unternehmen und gegen die Ergebnisse des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers erhebt der Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Hauptversammlung, dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihre im Geschäftsjahr 2024 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

Pfäffikon, den 10. Juli 2025

Für den Aufsichtsrat

Urs Ryffel, Vorsitzender

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Mainz, 28. Mai 2025

**DORNBACH GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Laehn, Wirtschaftsprüfer

Kern, Wirtschaftsprüfer

Laehn, Wirtschaftsprüfer

Kern, Wirtschaftsprüfer