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HORNBACH Baumarkt AG Interim / Quarterly Report 2021

Sep 30, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 29508882

HORNBACH Baumarkt AG

Bornheim bei Landau/​Pfalz

Halbjahresfinanzbericht Hornbach Baumarkt AG

HORNBACH BAUMARKT AG KONZERN H1 2021/​22 (1. MÄRZ - 31. AUGUST 2021)

HORNBACH BAUMARKT AG KONZERN

Halbjahresfinanzbericht 2021/​22 (1. März - 31. August 2021)

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Kennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzern (in Mio. € soweit nicht anders angegeben) 2. Quartal 2021/​22 2. Quartal 2020/​21 Veränderung in % 1. Halbjahr 2021/​22 1. Halbjahr 2020/​21 Veränderung in %
Nettoumsatz 1.509,4 1.456,8 3,6 3.085,2 2.949,0 4,6
davon in Deutschland 764,8 748,6 2,2 1.579,7 1.557,0 1,5
davon im europäischen Ausland 744,6 708,2 5,1 1.505,5 1.391,9 8,2
Flächenbereinigtes Umsatzwachstum 2,5 % 21,4 % 3,4 % 19,4 %
Handelsspanne (in % vom Nettoumsatz) 36,0 % 36,0 % 36,1 % 36,3 %
EBITDA 209,7 203,6 3,0 420,8 419,7 0,3
Betriebsergebnis (EBIT) 150,5 147,0 2,4 304,3 307,0 -0,9
Bereinigtes EBIT 150,5 147,0 2,4 304,3 307,0 -0,9
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 135,9 132,1 2,9 275,0 278,9 -1,4
Periodenüberschuss 104,4 100,6 3,8 209,2 210,5 -0,6
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert in €) 3,28 3,17 3,5 6,58 6,62 -0,6
Investitionen 98,4 34,3 >100 151,4 57,4 >100

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Sonstige Kennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzern (in Mio. € soweit nicht anders angegeben) 31. August 2021 28. Februar 2021 Veränderung in %
Bilanzsumme 3.998,6 3.765,2 6,2
Eigenkapital 1.443,9 1.254,9 15,1
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 36,1 % 33,3 %
Anzahl der Filialen 165 163 1,2
Verkaufsfläche nach BHB (in Tqm) 1.941 1.918 1,2
Mitarbeiter (Anzahl) 23.114 22.136 4,4

Überblick

Halbjahres-Erträge dank starker Q2-Performance nahe Rekordniveau des Vorjahres

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Kundennachfrage nach Bau- und DIY-Projekten trotz wechselhaften Sommerwetters und wieder vermehrter Reisetätigkeit weiterhin hoch
Konzernumsatz übertrifft dank solider Performance im Heimatmarkt und weiterem Umsatzplus im übrigen Europa auch im zweiten Quartal (Q2) Rekordniveau des Vorjahres - Umsatzanstieg im Halbjahr (H1) 2021/​22 plus 4,6 % auf 3,1 Mrd. €
Positiven Trend beim flächenbereinigten Umsatz in H1 fortgesetzt: Konzern plus 3,4 %, Deutschland plus 0,7 %, übriges Europa plus 6,4 %
Onlineumsatz (Interconnected Retail) in den ersten sechs Monaten um 48,4 % auf 593 Mio. € gestiegen - Onlineanteil erreicht nun 19,2 % am Gesamtumsatz
Bereinigtes EBIT wächst im Q2 und erreicht somit im Halbjahr mit 304,3 Mio. € nahezu Vorjahresrekord
Stabile Profitabilität im Halbjahr: Bereinigte EBIT-Marge mit 9,9 % weiterhin deutlich über Vor-Corona-Niveau (7,0 %) und nur leicht unter hohem Vorjahresniveau (Vj. 10,4%)
Prognose für Gesamtjahr 2021/​22 bestätigt und präzisiert: Umsatz und bereinigtes EBIT im oberen Drittel der Guidance erwartet

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern setzte auch im zweiten Quartal 2021/​22 (1. Juni bis 31. August 2021) seine positive Geschäftsentwicklung fort. Die Kundennachfrage nach Bau- und DIY-Projekten blieb in den Sommermonaten weiter hoch, obwohl das Wetter sehr unbeständig war und die Verbraucher wieder deutlich mehr verreisten. Der Konzernumsatz übertraf im zweiten Quartal 2021/​22 das Rekordniveau des Vorjahresquartals um 3,6 %, nach einem Anstieg von 5,6 % in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2021/​22. Dank soliden Wachstums im Heimatmarkt (plus 1,5%) und eines starken Umsatzplus im europäischen Ausland (plus 8,2%) ergab sich für das erste Halbjahr damit ein Umsatzwachstum in Höhe von 4,6 % auf 3.085,2 Mio. € (Vj. 2.949,0 Mio. €).

Flächen- und währungskursbereinigt erhöhte sich der Konzernumsatz im zweiten Quartal 2021/​22 um 2,5 % bzw. im Halbjahr um 3,4 %. Mit seinen Einzelhandelsaktivitäten in Deutschland erzielte HORNBACH in den ersten sechs Monaten 2021/​22 ein moderates flächenbereinigtes Wachstum von 0,7 %- nach einem Rekordwert von 24,3 % im Vorjahr - und konnte weitere Marktanteile gewinnen. Im übrigen Europa legten die Umsätze flächen- und währungskursbereinigt im Halbjahr weiter um 6,4 % zu (Vj. 14,4 %).

Das Onlinegeschäft (Interconnected Retail; Abk.: ICR), das auch nach der kompletten Aufhebung der pandemiebedingten Verkaufsbeschränkungen in Deutschland (7. Juni 2021) bzw. im übrigen Europa (10. Mai 2021) eine hohe Nachfrage verzeichnete, wuchs im ersten Halbjahr 2021/​22 um 48,4 % auf 593 Mio. €. Der ICR-Anteil am Gesamtumsatz belief sich damit nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2021/​22 auf 19,2 % (Vj. 13,6 %).

Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) stieg im zweiten Quartal 2021/​22 um 2,4 % auf 150,5 Mio. € (Vj. 147,0 Mio. €) und erreichte im Halbjahr 2021/​22 mit 304,3 Mio. € nahezu den Vorjahresrekord (307,0 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge lag im Halbjahr 2021/​22 bei 9,9 % (Vj. 10,4 %) und somit stets deutlich über dem Vor-Corona-Halbjahr 2019/​20 (7,0 %). Das Ergebnis je Baumarkt-Aktie wird nach sechs Monaten mit 6,58 € (Vj. 6,62 €) ausgewiesen.

Die Prognose des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns für das Geschäftsjahr 2021/​22 wird bestätigt und präzisiert. Das Umsatzwachstum soll im oberen Drittel des Prognosebandes von 1 % bis 5 % liegen. Bezüglich der Ertragsprognose erwartet der Vorstand derzeit, dass das bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) im oberen Drittel des Prognosekorridors von 240 Mio. € bis 278 Mio. € und damit unverändert leicht unter dem Rekordniveau des Geschäftsjahres 2020/​21 (278,8 Mio. €) liegen wird.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das erste Kalenderquartal 2021 war geprägt von hohen Infektionszahlen und den damit einhergehenden Maßnahmen und Einschränkungen im Einzelhandel, was vor allem den privaten Konsum stark belastete. Gegenüber dem Vorjahresquartal sank das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU27) und im Euroraum (ER19) um 1,2 %. Im zweiten Quartal zog das Wachstumstempo mit zunehmenden Öffnungsschritten an. In der EU27 wurde gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 13,8 % erreicht und im ER19 von 14,3 %.

Die kalenderbereinigte Produktion im Baugewerbe stieg im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal in der EU27 um 2,2 % und im ER19 um 3,0 % sowie im zweiten Quartal um 14,0 % bzw. 16,5 %.

Der Einzelhandel war in den Regionen des Hornbach-Geschäftsgebiets wie schon im Vorjahr unterschiedlich stark von Verkaufsbeschränkungen betroffen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die Umsätze im Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) im ersten Quartal 2021 kalenderbereinigt um 2,5 % in der EU27 bzw. 2,4 % im ER19. Im zweiten Quartal verzeichnete der Einzelhandel ein Plus von 11,8 % bzw. 11,7 %. Die Bruttoumsätze des DIY-Einzelhandels sind nach Angaben der GfK im ersten Kalenderhalbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Deutschland um 15,2 % und in den Niederlanden um 24,7 % gesunken. Beide Länder waren im Vorjahreszeitraum deutlich weniger von Verkaufsbeschränkungen betroffen als im laufenden Jahr. In Österreich stiegen die Bruttoumsätze um 8,3 %, in der Schweiz um 17,9 % (in lokaler Währung) und in Tschechien um 1,9 %.

Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte (Kalenderjahr)

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Prozentuale BIP-Veränderung gegenüber dem Vorquartal Quelle: Eurostat (Angaben bezogen auf Kalenderjahr) 3. Quartal 2020 4. Quartal 2020 1. Quartal 2021 2. Quartal 2021
Deutschland 9,0 0,7 -2,0 1,6
Luxemburg 9,2 1,9 1,4 n/​a
Niederlande 7,5 0,0 -0,8 3,1
Österreich 11,0 -2,5 -0,2 3,6
Rumänien 4,8 4,0 2,5 1,8
Schweden 7,5 0,2 0,8 0,9
Schweiz 6,4 -0,1 -0,4 1,8
Slowakei 9,0 0,5 -1,4 2,0
Tschechische Republik 6,8 0,7 -0,4 1,0
Euroraum (ER19) 12,4 -0,6 -0,3 2,2
EU27 11,6 -0,4 -0,1 2,1

In Deutschland sank das BIP im ersten Kalenderquartal - preis und kalenderbereinigt - um 3,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal, im zweiten Quartal 2021 wuchs die Wirtschaftsleistung um 9,4 %. Bedingt durch die zunehmenden Lockerungen im Rahmen der Corona-Pandemie wurde im zweiten Quartal 2021 deutlich mehr konsumiert als zu Beginn des Jahres. Die privaten Konsumausgaben gingen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 9,1 % zurück und stiegen im zweiten Quartal um 6,0 %. Die Bauinvestitionen waren im ersten Quartal mit 2,1 % rückläufig, im zweiten Quartal ergab sich ein Anstieg von 2,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Angaben von Destatis stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im ersten Kalenderhalbjahr 2021 in Deutschland um 7,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe stieg im ersten Halbjahr um 4,8 %, während der Umsatz im Vorjahresvergleich um 2,2 % zurückging. Der Umsatz im Ausbaugewerbe stieg im ersten Halbjahr 2021 um 3,3 %. Gebremst wurde die Baukonjunktur teilweise von einer mangelnden Verfügbarkeit und steigenden Preisen für Baumaterialien wie Holz, Stahl und Dämmstoffe.

Der deutsche Einzelhandel wuchs im ersten Kalenderhalbjahr 2021 preisbereinigt um 1,6 % und nominal um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Der Internet- und Versandhandel legte um 26,1 % zu.

Umsatz der Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland (Kalenderjahr)

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Quelle: GfK Total Store Report Deutschland 1. Halbjahr 2019 1. Halbjahr 2020 1. Quartal 2021 2. Quartal 2021 1. Halbjahr 2021
Bruttoumsatz (in Mrd. €) 10,22 11,82 3,45 6,58 10,03
Nominale Veränderung zum Vorjahr (in %) 4,6 15,6 -21,3 -11,6 -15,2
Flächenbereinigte Veränderung zum Vorjahr (in %) 4,4 16,0 -22,3 -12,1 -15,9

Der deutsche Do-it-yourself-Einzelhandel (DIY) verzeichnete im ersten Kalenderhalbjahr 2021 nach Angaben des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) einen Rückgang des Gesamtbruttoumsatzes im Vorjahresvergleich um nominal 15,2 % auf 10,03 Mrd. €. Grund dafür waren vor allem die bis zum 6. Juni andauernde Lockdownphase sowie die ungünstigen Witterungsbedingungen. Die Branche lag damit nahe dem Niveau des Vor-Corona-Halbjahres 2019, in dem die Rahmenbedingungen für den DIY-Einzelhandel deutlich besser waren als im ersten Kalenderhalbjahr 2021. Flächenbereinigt, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen, sanken die Umsätze der Branche im Zeitraum Januar bis Juni 2021 um 15,9 %.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das DIY-Einzelhandelsgeschäft

Im ersten Quartal (1. März bis 31. Mai 2021) waren durchschnittlich nur rund die Hälfte der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte für private Kunden vollständig geöffnet, wodurch die Nachfrage sich auf die Onlineshops bzw. Click & Collect verlagerte. Am 7. Juni 2021 konnten in Deutschland alle HORNBACH-Märkte wieder uneingeschränkt öffnen. Im übrigen europäischen Ausland sind seit dem 10. Mai 2021 alle Märkte im Normalbetrieb. Das zweite Quartal (1. Juni bis 31. August 2021) war daher von Verkaufsbeschränkungen nur marginal beeinflusst.

Entwicklung des HORNBACH-Filialnetzes

Im zweiten Quartal 2021/​22 wurden zwei neue Bau- und Gartenmärkte in Trollhättan (Schweden) und Cluj (Rumänien) eröffnet. Zum 31. August 2021 betreibt der HORNBACH Baumarkt AG Konzern damit 165 Einzelhandelsfilialen mit insgesamt 1,94 Mio. qm Verkaufsfläche, davon 98 in Deutschland und 67 im übrigen Europa.

Saison- und kalenderbedingte Einflüsse

Witterungseinflüsse

In großen Teilen des HORNBACH-Geschäftsgebiets boten die Frühlings- und Sommermonate mit niedrigen Temperaturen, wenig Sonnenschein und viel Niederschlag insgesamt ungünstigere Witterungsbedingungen für die Umsetzung von Projekten im Haus und Garten als im Vorjahr: Im Juli führten regional schwere Unwetter zu katastrophalen Fluten in Teilen Deutschlands, den Niederlanden, Österreich und Luxemburg. HORNBACH-Standorte waren nicht unmittelbar betroffen, das Unternehmen half jedoch in den Überflutungs-Gebieten den Betroffenen mit Preisnachlässen sowie Geld- und Materialspenden.

Verkaufstage

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/​22 (1. März bis 31. August 2021) standen durchschnittlich 1,5 Verkaufstage mehr zur Verfügung als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der rechnerische Kalendereffekt im Konzern betrug im Q1 plus 0,6 Verkaufstage und im Q2 plus 1,0 Verkaufstage. Da viele unserer Märkte aufgrund der Coronakrise stark beschränkt, aber nicht ganz geschlossen waren, erfolgte keine Corona-bedingte Verkaufstagebereinigung.

Umsatzentwicklung

2. Quartal 2021/​22

Der Konzernumsatz der HORNBACH Baumarkt AG stieg im Zeitraum 1. Juni bis 31. August 2021 um 3,6 % auf 1.509,4 Mio. € (Vj. 1.456,8 Mio. €). In der Region Deutschland, die noch bis zum 6. Juni 2021 durch stationäre Verkaufsbeschränkungen beeinträchtigt war, erhöhten sich die Nettoumsätze um 2,2 % auf 764,8 Mio. € (Vj. 748,6 Mio. €). In der Region übriges Europa stiegen die Nettoumsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,1 % auf 744,6 Mio. € (Vj. 708,2 Mio. €).

Flächen- und währungskursbereinigt H Kurz-Glossar S. 12] stieg der Konzernumsatz im zweiten Quartal 2021/​22 um 2,5 % (Vj. 21,4 %), was in etwa dem langfristigen Durchschnitt der Jahre 2000/​01 bis 2019/​20 entspricht (2,7%). Einschließlich der Währungskurseffekte der Nicht-Euro-Länder Rumänien, Schweden, Schweiz und Tschechien verbesserten wir die flächenbereinigten Umsätze im Q2 2021/​22 konzernweit um weitere 2,7 %. In Deutschland erhöhten sich die flächenbereinigten Umsätze im zweiten Quartal 2021/​22 um 1,7 % (Vj. 24,1 %), im übrigen Europa um 3,4 % (Vj. 18,6 %), einschließlich der Währungskurseffekte um 3,7 % (Vj. 18,8 %).

Flächenbereinigte Umsatzentwicklung1)

(in Prozent)

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Geschäftsjahr 2021/​22 Geschäftsjahr 2020/​21 1. Quartal 2. Quartal 1. Halbjahr
Konzern 4,3 2,5 3,4
17,5 21,4 19,4
Deutschland -0,1 1,7 0,7
24,4 24,1 24,3
Übriges Europa 9,5 3,4 6,4
10,3 18,6 14,4

1) ohne Währungskurseffekte

1. Halbjahr 2021/​22

Der Konzern-Nettoumsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum 1. März bis 31. August 2021 um 4,6 % auf 3.085,2 Mio. € (Vj. 2.949,0 Mio. €). In Deutschland stieg der Nettoumsatz kumuliert um 1,5 % auf 1.579,7 Mio. € (Vj. 1.557,0 Mio. €). Im übrigen Europa erzielten wir im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 8,2 % auf 1.505,5 Mio. € (Vj. 1.391,9 Mio. €). Der Auslandsanteil erhöhte sich dadurch von 47,2 % auf 48,8 %. Flächen- und währungskursbereinigt verbesserte sich der Konzernumsatz im Halbjahr um 3,4 % (Vj. 19,4 %), einschließlich der Währungskurseffekte um 3,6 %. Das Onlinegeschäft (inklusive Click & Collect) verzeichnete im ersten Halbjahr 2021/​22 ein Umsatzplus von 48,4 % auf 593 Mio. € und erreichte mit einem rollierenden Zwölf-Monatsumsatz von 1,05 Mrd. € einen Anteil von 20,0 % (Vj. 11,8 %) am Konzernumsatz.

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In der Region Deutschland erzielten wir im ersten Halbjahr 2021/​22 ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 0,7 % (Vj. plus 24,3 %). Nach unseren Berechnungen haben wir uns damit signifikant besser entwickelt als der Branchendurchschnitt und Marktanteile hinzugewonnen. Bezogen auf das Kalenderhalbjahr (1. Januar bis 30. Juni) 2021, für das der BHB Daten veröffentlichte, betrug die Outperformance mehr als 13 Prozentpunkte. Insbesondere unter den schwierigen Pandemiebedingungen in den Monaten Januar und Februar sowie April und Mai 2021 bauten wir den Abstand zum Wettbewerb massiv aus. Das belegt unter anderem, dass HORNBACH die Kundennachfrage dank seiner ICR-Strategie in Verbindung mit seiner Filial- und Logistikinfrastruktur besser bedienen konnte als viele Wettbewerber. Dass die Umsätze im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2021/​22 die Rekordwerte des Vorjahres nochmals übertrafen, bestätigt nach unserer Überzeugung, dass die Verbraucher seit der Corona-Pandemie nachhaltig mehr Bedarf an Bau- und Heimwerkerprodukten haben.

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum spiegelt auch die Popularität bei unseren Bau- und Heimwerkerkunden wider. Beim Kundenmonitor Deutschland, der renommiertesten Verbraucherstudie für den deutschen Einzelhandel, hat HORNBACH im Jahr 2021 bei der Globalzufriedenheit wie schon in den Vorjahren den ersten Platz erreicht. Bestnoten gaben uns die Kunden außerdem in wichtigen Einzelkriterien wie zum Beispiel "Preis-Leistungsverhältnis", "Auswahl und Angebotsvielfalt", "Qualität der Waren und Produkte", "Qualität der Eigenmarken", "Angebotene Services" sowie bei allen Kriterien rund um die Webseite und den Onlineshop. Im Wettbewerbsvergleich sehen die deutschen Baumarktkunden HORNBACH unter anderem bei den Kriterien "Produktangebot", "Preise", "Fachliche Beratung" und "Service" als führend.

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In der Region übriges Europa, in der wir die Handelsaktivitäten der acht Länder außerhalb Deutschlands zusammenfassen, stiegen die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im ersten Halbjahr 2021/​22 um 6,4 % (Vj. 14,4 %), einschließlich der Währungskurseffekte um 6,8 %. In den meisten Ländern gelang es unseren Filialen, das deutlich erhöhte Umsatzniveau des Vorjahres im Berichtszeitraum nochmals zu steigern. HORNBACH hat seine Marktposition in wichtigen Ländermärkten weiter ausgebaut. Nach den uns bis zur Fertigstellung dieses Finanzberichts vorliegenden DIY-Umsatzindikatoren für die Niederlande, Österreich, Schweiz und Tschechien lagen die Wachstumsraten von HORNBACH im Zeitraum Januar bis Juli 2021 größtenteils deutlich über dem jeweiligen Branchendurchschnitt.

Ertragslage

Die nachfolgenden Kommentierungen beziehen sich auf die Ertragsentwicklung im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG. Für die Darstellung der Segmente "Handel" und "Immobilien" verweisen wir auf die Segmentberichterstattung im Anhang (Seite 23).

2. Quartal 2021/​22

Die Ergebniskennzahlen (Erträge) lagen im Sommerquartal 2021/​22 leicht über dem Rekordwert des Vorjahres. Wesentlicher Grund dafür waren die auf hohem Niveau nochmals gesteigerten, flächenbereinigten Umsätze in Verbindung mit einer stabilen Handelsspanne und einer gegenüber dem Vorquartal verbesserten Filialkostenquote. Dies sind die wesentlichen Daten zur Ertragslage im zweiten Quartal 2021/​22:

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Der warenwirtschaftliche Rohertrag erhöhte sich im Berichtsquartal um 3,5 % auf 543,4 Mio. € (Vj. 524,8 Mio. €). Die Handelsspanne [→ Kurz-Glossar S.13], das heißt der warenwirtschaftliche Rohertrag in Prozent vom Nettoumsatz, blieb stabil bei 36,0 %.
Die Filialkosten stiegen mit einem Plus von 2,5 % auf 334,4 Mio. € (Vj. 326,4 Mio. €) leicht unterproportional zum Umsatzwachstum. Die Personalkosten einschließlich Prämien bewegten sich in etwa auf Vorjahresniveau. Ergebnisbelastend wirkten dagegen Basiseffekte im Marketing und in den allgemeinen Betriebskosten: Während wir unter dem Eindruck der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr beispielsweise die Aufwendungen für Instandhaltungen oder Modernisierungen in den Märkten sowie für Werbung deutlich verringert hatten, holten wir eine Reihe verschobener Aktivitäten im Verlauf des Geschäftsjahres 2021/​22 nach oder kehrten zu einem normalisierten Kostenlevel zurück, um die Attraktivität unserer Märkte für die Kundinnen und Kunden weiter zu sichern. Die Filialkostenquote [→ Kurz-Glossar S. 13] ging von 22,4 % auf 22,2 % zurück. Die Voreröffnungskosten stiegen im zweiten Quartal 2021/​22 aufgrund der verstärkten Expansionstätigkeit und Neueröffnungen im Berichtszeitraum (Vorjahresquartal: keine Neueröffnungen) deutlich von 1,1 Mio. € auf 4,2 Mio. €, was einem Anstieg der Voreröffnungskostenquote [→ Kurz-Glossar S. 13] von 0,1 % auf 0,3 % entsprach. Die Verwaltungskosten erhöhten sich insbesondere wegen gestiegener, wieder normalisierter Sachkosten um 7,7 % auf 57,6 Mio. € (Vj. 53,5 Mio. €). Die Verwaltungskostenquote [→ Kurz-Glossar S. 13] erhöhte sich leicht von 3,7 % auf 3,8 %.
Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) [→ Kurz-Glossar S. 12] stieg im zweiten Quartal 2021/​22 um 3,0 % auf 209,7 Mio. € (Vj. 203,6 Mio. €).
Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg im Q2 um 2,4 % auf 150,5 Mio. € (Vj. 147,0 Mio. €). Im zweiten Quartal 2021/​22 gab es -wie im Vorjahr - keine nicht-operativen Ergebniseffekte. Daher entspricht das bereinigte EBIT [→ Kurz-Glossar S. 12] dem EBIT. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte mit 10,0 % nahezu den Wert des Vorjahresquartals (10,1 %).
Das Finanzergebnis verbesserte sich von minus 15,0 Mio. € auf minus 14,6 Mio. €. Ertragssteigernd wirkte sich im Wesentlichen die Veränderung der Währungseffekte von minus 1,3 Mio. € auf minus 0,4 Mio. € aus.
Das Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) Kurz-Glossar S. 12] wuchs um 2,9 % auf 135,9 Mio. € (Vj. 132,1 Mio. €).
Der Periodenüberschuss erhöhte sich um 3,8 % auf 104,4 Mio. € (Vj. 100,6 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie stieg im zweiten Quartal 2021/​22 von 3,17 € auf 3,28 € (plus 3,5%).

1. Halbjahr 2021/​22

Die starke Umsatzentwicklung sowie die Ertragssteigerungen im zweiten Quartal haben dazu geführt, dass die Ertragskennzahlen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im ersten Halbjahr (1. März bis 31. August 2021) nahezu die Bestmarken des Vorjahreszeitraums erreichten. Dies sind die wesentlichen Eckdaten zur Ertragslage im ersten Halbjahr 2021/​22:

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Der warenwirtschaftliche Rohertrag erhöhte sich um 4,0 % auf 1.113,4 Mio. € (Vj. 1.070,7 Mio. €). Die Handelsspanne verringerte sich geringfügig um rund 20 Basispunkte von 36,3 % auf 36,1 %. Es ist uns im Wesentlichen gelungen, gestiegene Einkaufspreise, die insbesondere durch Rohstoffverknappung, Corona-Effekte und temporäre Verwerfungen in den internationalen Produktions- und Lieferketten verursacht wurden, durch höhere Verkaufspreise zu kompensieren. Wir nutzten dabei das in der gesamten Branche gestiegene Marktpreisniveau und sicherten gleichzeitig unsere Preisführerschaft.
Die Filialkosten stiegen - in erster Linie aufgrund des Lockdown-bedingten Mehraufwands im ersten Quartal - leicht überproportional zum Umsatzplus um 5,4 % auf 692,9 Mio. € (657,3 Mio. €). Die Filialkostenquote erhöhte sich von 22,3 % auf 22,5 %. Die Voreröffnungskosten lagen bei 6,9 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €). Die Verwaltungskosten stiegen um 5,1 % auf 117,0 Mio. € (Vj. 111,3 Mio. €). Die Verwaltungskostenquote lag wie im Vorjahr bei 3,8 %.
Das EBITDA stieg um 0,3 % auf 420,8 Mio. € (Vj. 419,7 Mio. €).
Das EBIT lag in den ersten sechs Monaten 2021/​22 mit 304,3 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (Vj. 307,0 Mio. €). Im ersten Halbjahr 2021/​22 gab es wie im Vorjahr keine nicht-operativen Ergebniseffekte. Das bereinigte EBIT entspricht daher dem EBIT. Die bereinigte EBIT-Marge ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 10,4 % auf 9,9 % zurück.
Das Finanzergebnis verringerte sich von minus 28,1 Mio. € auf minus 29,3 Mio. €. Hierzu trug im Wesentlichen ein um 1,4 Mio. € gesunkenes Zinsergebnis bei. Darüber hinaus wirkten sich Währungseffekte leicht negativ aus.
Das EBT erreichte mit 275,0 Mio. € fast den Vorjahreswert (Vj. 278,9 Mio. €). Die Steuerquote verringerte sich im Halbjahr von 24,5 % auf 23,9 %. Der Periodenüberschuss belief sich auf 209,2 Mio. € (Vj. 210,5 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie wird im ersten Halbjahr 2021/​22 mit 6,58 € (Vj. 6,62 €) ausgewiesen.

Finanz- und Vermögenslage

Finanzlage

Der operative Cashflow verringerte sich im ersten Halbjahr 2021/​22 von 508,6 Mio. € auf 384,0 Mio. €. Verantwortlich dafür war in erster Linie der deutlich geringere Mittelzufluss aus der Veränderung des Working Capital, der von 182,1 Mio. € auf 50,4 Mio. € zurückging. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres 2020/​21 waren die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva um 134,7 Mio. € gestiegen. Dies war im Wesentlichen auf den coronabedingten Boom der Bestellungen bei den Lieferanten zurückzuführen; ferner stiegen die Verbindlichkeiten für höhere Prämienausschüttungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Vergleich dazu wurden im ersten Halbjahr 2021/​22 Lieferantenverbindlichkeiten zur Vermeidung von Negativzinsen früher beglichen als in der Vergangenheit. Zudem reduzierten sich die Verbindlichkeiten wegen des im Vorjahresvergleich niedrigeren Prämienniveaus. Im Berichtszeitraum ergab die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva einen Mittelabfluss in Höhe von 3,2 Mio. €. Im Berichtszeitraum sind Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen in Höhe von 78,5 Mio. € (Vj. 75,8 Mio. €) enthalten.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich von minus 56,3 Mio. € auf minus 149,7 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2021/​22 stiegen die Investitionen in Grundstücke und Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung neuer und bestehender Märkte sowie in immaterielle Vermögenswerte (hauptsächlich Software) im Wesentlichen expansionsbedingt von 57,4 Mio. € auf 91,4 Mio. €; davon entfielen rund 62 % auf Grundstücke und Gebäude. Zusätzlich wurde im Berichtszeitraum zur Vermeidung von Negativzinsen Liquidität in Höhe von 60 Mio. € in kurzfristige Wertpapiere und Geldanlagen investiert (Vj.: keine).

Im Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 102,5 Mio. € (Vj. minus 92,0 Mio. €) beinhaltet Auszahlungen für die Tilgung von kurz- und langfristigen Leasingschulden in Höhe von 77,6 Mio. € (Vj. 70,4 Mio. €), Dividendenzahlungen in Höhe von 28,6 Mio. € (Vj. 21,6 Mio. €), Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von 50,0 Mio. € (Vj. keine) sowie Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 46,3 Mio. € (Vj. keine). Auskunft über die Finanzierungs- und Investitionstätigkeit des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung auf Seite 17.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns beläuft sich zum 31. August 2021 auf 3.998,6 Mio. € (28. Februar 2021: 3.765,2 Mio. €). Wesentlicher Grund für den Anstieg sind die um 133 Mio. € höheren flüssigen Mittel, die zur Zinsoptimierung vorgenommenen kurzfristigen Finanzanlagen in Höhe von 60 Mio. € (Vj. 0 Mio. €) sowie die Zunahme der Sachanlagen um 55 Mio. € und leicht höhere Nutzungsrechte an Leasingobjekten (plus 33 Mio. €) bei niedrigeren Vorräten (minus 35 Mio. €). Das bilanzielle Eigenkapital steigt im Stichtagsvergleich um 15,1 % auf 1.443,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote [^ Kurz-Glossar S.13] erhöht sich deutlich auf 36,1 % (28. Februar 2021: 33,3 %). Die Nettofinanzschulden [^ Kurz-Glossar S.13] verringern sich unter Berücksichtigung der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte von 1.525,2 Mio. € auf 1.378,2 Mio. €. Exklusive kurz- und langfristiger Leasingschulden gemäß IFRS 16 weist der Konzern zum 31. August 2021 Nettofinanzschulden von 75,7 Mio. € aus (28. Februar 2021: 256,5 Mio. €).

Sonstige Erläuterungen

Mitarbeiter

Zum Stichtag 31. August 2021 stehen europaweit 23.114 (28. Februar 2021: 22.136) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem festen Arbeitsverhältnis der HORNBACH Baumarkt AG bzw. eines ihrer Tochterunternehmen.

Zahlenangaben

Die Werte werden in Millionen Euro gerundet. Bei den verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls Rundungsdifferenzen auftreten. Prozentangaben sind auf Basis Tausend Euro gerechnet.

Risiko- und Chancenbericht

Über Risiken und Chancen für die künftige Geschäftstätigkeit des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns haben wir im Risikobericht sowie im Chancenbericht des Geschäftsberichts 2020/​21 (ab Seite 68) ausführlich berichtet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Halbjahresfinanzberichts hat sich an den grundsätzlichen Einschätzungen zu den mittel- und langfristigen Entwicklungspotenzialen nichts Wesentliches geändert.

In Bezug auf die Risiken und Chancen der Coronavirus-Pandemie fällt die aktuelle Einschätzung nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/​22 gegenüber den Ausführungen im Geschäftsbericht 2020/​21 (Seite 73) aufgrund des Impffortschritts tendenziell positiver aus. Bis zum Abschluss dieses Halbjahresfinanzberichts zeichnete sich ab, dass ein wiederholter flächendeckender Lockdown weiter Teile des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft im HORNBACH-Verbreitungsgebiet nicht zu erwarten ist. Erhebliche Verkaufsbeschränkungen - zumindest für Geimpfte oder Genesene (2 G)- oder gar Marktschließungen, die unser DIY-Einzelhandelsgeschäft noch im Frühjahr 2021 in einigen Ländern bzw. Bundesländern spürbar beeinträchtigt hatten, werden als wenig wahrscheinlich eingestuft.

Damit fokussiert sich die Risikoeinschätzung im Zusammenhang mit der Coronakrise im Wesentlichen auf konjunkturelle Risiken, die allerdings noch ein hohes Maß an Prognoseunsicherheit mit sich bringen. Dies gilt insbesondere auch für die weiter bestehenden großen Unsicherheiten bezüglich Rohstoffpreissteigerungen und Lieferengpässen auf den weltweiten Beschaffungsmärkten. Unverändert rechnen wir damit, dass sich die seit Ausbruch der Pandemie gestiegene Kundennachfrage nach Bau- und DIY-Sortimenten in unserem europäischen Geschäftsgebiet auch in den kommenden Quartalen auf einem signifikant höheren Niveau bewegen wird als vor der Pandemie.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Geschäftsbericht des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns 2020/​21 haben wir auf den Seiten 83 und 84 die Prognose der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen dargelegt. Im Zuge der Verbesserung der Gesundheitslage, die im zweiten Quartal zu einer rascheren Lockerung der Pandemiekontrollbeschränkungen geführt hat, stellt sich die gesamtwirtschaftliche Lage etwas besser dar als zunächst angenommen. Nach der Anfang Juli 2021 vorgestellten Sommerprognose hat die Europäische Kommission ihre Wachstumserwartung für die EU und den Euroraum im laufenden Jahr auf 4,8 % angehoben. Auch die Inflationsprognose für die EU im Jahr 2021 wurde um 0,3 Prozentpunkte auf 2,2 % nach oben korrigiert. Gleichzeitig hat die Europäische Zentralbank (EZB) am 9. September darauf hingewiesen, dass sie den Umfang des Nettoerwerbs von Vermögenswerten im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme - PEPP) gegenüber den beiden Vorquartalen fortsetzen, wenn auch moderat reduzieren wird. Steigende Energie- und Rohstoffpreise, Produktionsengpässe aufgrund von Kapazitätsproblemen und die Knappheit bei einigen Baukomponenten und Rohstoffen dürften bei der gleichzeitig starken Nachfrage im laufenden Jahr für weiterhin steigende Verbraucherpreise sorgen.

Für Deutschland sehen die Ökonomen mit 3,6 % ebenfalls ein etwas stärkeres Wachstum als zunächst angenommen. Die Inflationsrate wird für Deutschland von der EU-Kommission derzeit mit 2,8 % für das Gesamtjahr 2021 geschätzt.

Nach einer Verbesserung im zweiten Kalenderquartal hat sich die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern im Verlauf des dritten Kalenderquartals eingetrübt. Das HDE-Konsumbarometer zeigte im August und September 2021 einen Rückgang, der insbesondere auf einer sinkenden Anschaffungsneigung, pessimistischeren Konjunkturerwartungen sowie anziehenden Preisen basiert. Zusätzlich sehen wir derzeit in all unseren Geschäftsgebieten einen tendenziellen Anstieg der Corona-Inzidenzen und einen Trend zu staatlichen 2G-Regelungen (genesen oder geimpft), so dass eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich Öffnungsmodalitäten des Handels und Konsumentenverhalten auch für dieses Winterhalbjahr herrscht.

Der DIY-Branchenverband BHB rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einer Stabilisierung der Umsatzentwicklung auf hohem Niveau und geht davon aus, dass sich der in der Pandemie neu belebte Trend zum Gestalten des eigenen Zuhauses fortsetzt. Auch die verstärkte Homeoffice Nutzung dürfte der Branche zugutekommen.

Prognose der Geschäftsentwicklung 2021/​22

Im Geschäftsbericht des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns 2020/​21 haben wir auf Seite 85 die Prognose der Geschäftsentwicklung 2021/​22 erläutert. An den grundsätzlichen Einschätzungen zur weiteren Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr hat sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts nichts Wesentliches geändert. Aufgrund des erfreulichen Geschäftsverlaufs im zweiten Quartal 2021/​22 schätzen wir jedoch die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Gesamtjahr 2021/​22 etwas positiver ein als zuvor.

Expansion

Im zweiten Geschäftsjahres-Halbjahr sind Neueröffnungen von zwei Bau- und Gartenmärkten in Apeldoorn (Niederlande) und Sirnach (Schweiz) geplant. In Paderborn (Deutschland) wird ein Altstandort durch eine Neueröffnung ersetzt. Die Anzahl der HORNBACH-Standorte soll somit bis Ende des Geschäftsjahres am 28. Februar 2022 auf 167 steigen (28. Februar 2021: 163), von denen sich 69 Standorte im übrigen Europa befinden.

Umsatz- und Ertragsprognose

Die am 25. Juni 2021 in der Mitteilung zum ersten Quartal 2021/​22 veröffentlichte Jahresprognose wird zum Halbjahr 2021/​22 bestätigt und präzisiert.

Hinsichtlich der Umsatzprognose halten wir es für wahrscheinlich, dass das Umsatzwachstum des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im oberen Drittel des Prognosebandes von 1 % bis 5 % liegen wird (Geschäftsjahr 2020/​21: 5.117 Mio. €).

Bezüglich der Ertragsprognose gehen wir derzeit davon aus, dass das bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) im oberen Drittel des Prognosekorridors von 240 Mio. € bis 278 Mio. € und damit unverändert leicht unter dem Rekordniveau des Geschäftsjahres 2020/​21 (278,8 Mio. €) liegen wird. Angestrebt wird somit eine bereinigte EBIT-Marge 2021/​22 im oberen Bereich der Bandbreite von 4,6 % bis 5,2 %, die damit den Wert des Vor-Corona-Geschäftsjahres 2019/​20 (4,1 %) und den Mittelwert der letzten 20 Jahre (3,6 %) signifikant übertreffen soll.

Kurz-Glossar zu Leistungskennzahlen

Im vorliegenden Halbjahresfinanzbericht verwenden wir zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch die folgenden alternativen Leistungskennzahlen, die nicht nach IFRS definiert sind. Sie sollten auch in der Gesamtschau der im Geschäftsbericht veröffentlichten Informationen zum Steuerungssystem des Konzerns gelesen werden.

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Flächen- und währungskursbereinigte Umsätze (Veränderung in %) Alternative Leistungskennzahl für die Performancemessung des operativen Geschäfts und Indikator für das organische Wachstum unserer Einzelhandelsaktivitäten (stationäre Filialen und Onlineshops) Bei der Berechnung der flächenbereinigten Umsätze werden alle Bau- und Gartenmärkte zugrunde gelegt, die mindestens ein volles Jahr in Betrieb sind. Neueröffnungen, Schließungen und Märkte mit wesentlichen Umbaumaßnahmen in den zurückliegenden zwölf Monaten werden dagegen nicht berücksichtigt. Die flächenbereinigten Umsätze werden ohne Mehrwertsteuer (netto) und auf Basis lokaler Währung für den zu vergleichenden Berichtszeitraum ermittelt (währungskursbereinigt). Die flächen- und währungskursbereinigte Veränderungsrate ist somit ein Performanceindikator, unabhängig von Währungseinflüssen. Auf Euro-Basis werden zusätzlich die flächenbereinigten Umsätze einschließlich der Währungskurseffekte in den Nicht-Euro-Ländern unseres europaweiten Filialnetzes ermittelt.
EBITDA Alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der Ertragsentwicklung EBITDA steht für "Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization", das heißt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Das EBITDA hat Kapitalfluss-(Cashflow-) Charakter, da die liquiditätsunwirksamen Abschreibungen zum Betriebsergebnis (EBIT) addiert werden.
Bereinigtes EBIT Bereinigte EBIT-Marge Bedeutsame Steuerungskennzahl zur Kommentierung der operativen Ertragsentwicklung Bei der Berechnung wird das EBIT um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigt. Nicht-operative Aufwendungen werden dem EBIT hinzugerechnet (Beispiele: außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögenswerte, Aufwand durch Projektaufgaben). Nicht-operative Erträge werden vom EBIT abgezogen (Beispiele: Erträge aus der Veräußerung von Immobilien, Erträge aus Zuschreibungen auf in Vorjahren wertberichtigte Vermögenswerte). Dadurch eignet sich das bereinigte EBIT besonders für Steuerungszwecke und den Vergleich der operativen Ertragsentwicklung im Zeitablauf sowie für Prognosen. Zur Messung der Profitabilität verwenden wir unter anderem die bereinigte EBIT-Marge. Sie ist definiert als bereinigtes EBIT als Prozent vom Nettoumsatz.
EBT Alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der operativen Ertragsentwicklung Vor dem Hintergrund der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 gewinnt das Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ("Earnings before taxes", kurz: EBT) als alternative Leistungskennzahl an Bedeutung. Das EBT ist die Ertragskennzahl einschließlich der IFRS 16-Effekte auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die sich aus Abschreibungen auf Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen für die Finanzschulden ergeben.
Kostenquoten Alternative Leistungskennzahlen für die Entwicklung der Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten in Prozent vom Nettoumsatz Die Filialkostenquote ist der Quotient aus Filialkosten und Nettoumsatz. Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der stationären Bau- und Gartenmärkte sowie der Onlineshops stehen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personal- , Werbe- und allgemeine Betriebskosten (wie beispielsweise Transportkosten, Wartung und Instandhaltung) sowie Abschreibungen.
Die Voreröffnungskostenquote ist der Quotient aus Voreröffnungskosten und Nettoumsatz. Als Voreröffnungskosten werden Kosten, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen stationären Bau- und Gartenmarktes bis zur Neueröffnung stehen, ausgewiesen. Die Voreröffnungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten, Aufwendungen für Ver- und Entsorgung sowie Verwaltungsaufwand.
Die Verwaltungskostenquote ist der Quotient aus Verwaltungskosten und Nettoumsatz. In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung ausgewiesen, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von stationären Bau- und Gärtenmärkten sowie dem Aufbau und Betrieb des Onlinehandels (E-Commerce) stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie IT-, Reise- und Kraftfahrzeugkosten. Neben den rein administrativen Verwaltungskosten sind darin auch projektbezogene Aufwendungen sowie Digitalisierungs-Kosten enthalten..
Eigenkapitalquote Alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der Vermögenslage Die Eigenkapitalquote ist der Quotient aus bilanziellem Eigenkapital und Gesamtkapital (Bilanzsumme).
Nettofinanzschulden Alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der Finanzlage Die Nettofinanzschulden werden aus der Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel und - soweit vorhanden - abzüglich kurzfristiger Finanzanlagen berechnet.
Handelsspanne Weitere Leistungskennzahl zur Kommentierung der Ertragslage Die Handelsspanne ist definiert als der warenwirtschaftliche Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen und Kosten der umgesetzten Handelsware) in Prozent vom Nettoumsatz. Diese Steuerungsgröße wird maßgeblich beeinflusst von der Entwicklung der Einkaufs- und Verkaufspreise, von Veränderungen im Sortimentsmix sowie Währungskurseffekten im Zuge des internationalen Einkaufs.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Gewinn- und Verlustrechnung

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Mio. € 2. Quartal 2021/​22 2. Quartal 2020/​21 Veränderung in % 1. Halbjahr 2021/​22 1. Halbjahr 2020/​21 Veränderung in %
Umsatzerlöse 1.509,4 1.456,8 3,6 3.085,2 2.949,0 4,6
Kosten der umgesetzten Handelsware 966,1 932,1 3,7 1.971,8 1.878,2 5,0
Rohertrag 543,3 524,8 3,5 1.113,4 1.070,7 4,0
Filialkosten 334,4 326,4 2,5 692,9 657,3 5,4
Voreröffnungskosten 4,2 1,1 >100 6,9 1,5 >100
Verwaltungskosten 57,6 53,5 7,7 117,0 111,3 5,1
Sonstiges Ergebnis 3,3 3,2 4,8 7,7 6,4 21,1
Betriebsergebnis (EBIT) 150,5 147,0 2,4 304,3 307,0 -0,9
Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,1 -28,8 0,1 0,2 -66,5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14,3 13,7 4,4 28,5 27,2 4,7
Übriges Finanzergebnis -0,4 -1,4 -71,2 -0,9 -1,1 -18,2
Finanzergebnis -14,6 -15,0 -2,1 -29,3 -28,1 4,3
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 135,9 132,1 2,9 275,0 278,9 -1,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 31,5 31,5 0,1 65,9 68,5 -3,8
Periodenüberschuss 104,4 100,6 3,8 209,2 210,5 -0,6
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert in €) 3,28 3,17 3,5 6,58 6,62 -0,6

Gesamtergebnisrechnung

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Mio. € 2. Quartal 2021/​22 2. Quartal 2020/​21 1. Halbjahr 2021/​22 1. Halbjahr 2020/​21
Periodenüberschuss 104,4 100,6 209,2 210,5
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -3,2 0,1 0,3 6,6
Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten 2,8 -3,3 2,8 -3,3
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht reklassifiziert werden 0,5 0,2 0,0 -0,8
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht reklassifiziert werden 0,1 -3,0 3,1 2,5
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen 1,9 3,6 6,6 -6,8
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die möglicherweise, zukünftig reklassifiziert werden 1,9 3,6 6,6 -6,8
Gesamtergebnis 106,4 101,2 218,8 206,2

Bilanz

Aktiva

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31. August 2021 28. Februar 2021
Mio. € % Mio. € %
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Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 17,9 0,4 17,0 0,5
Sachanlagen 1.200,1 30,0 1.145,1 30,4
Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 9,2 0,2 7,9 0,2
Nutzungsrechte an Leasingobjekten 1.208,5 30,2 1.175,8 31,2
Finanzanlagen 9,5 0,2 6,7 0,2
Übrige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 1,6 0,0 1,7 0,0
Latente Steueransprüche 12,0 0,3 11,3 0,3
2.458,8 61,5 2.365,4 62,8
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 909,7 22,8 944,6 25,1
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 60,0 1,5 0,0 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15,1 0,4 14,6 0,4
Vertragsvermögenswerte 1,2 0,0 1,2 0,0
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 83,5 2,1 98,3 2,6
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,6 0,1 6,5 0,2
Flüssige Mittel 467,7 11,7 334,6 8,9
1.539,8 38,5 1.399,8 37,2
3.998,6 100,0 3.765,2 100,0

Passiva

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31. August 2021 28. Februar 2021
Mio. € % Mio. € %
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Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 95,4 2,4 95,4 2,5
Kapitalrücklage 143,6 3,6 143,6 3,8
Gewinnrücklagen 1.204,9 30,1 1.015,9 27,0
1.443,9 36,1 1.254,9 33,3
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzschulden 541,9 13,6 541,6 14,4
Langfristige Leasingschulden 732,0 18,3 675,4 17,9
Langfristige Leasingschulden gegenüber verbundenen Unternehmen 425,0 10,6 453,6 12,0
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 19,5 0,5 19,1 0,5
Latente Steuerschulden 9,1 0,2 10,4 0,3
Sonstige langfristige Schulden 40,4 1,0 39,6 1,1
1.768,0 44,2 1.739,6 46,2
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzschulden 61,4 1,5 49,5 1,3
Kurzfristige Leasingschulden 87,0 2,2 82,2 2,2
Kurzfristige Leasingschulden gegenüber verbundenen Unternehmen 58,5 1,5 57,5 1,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 217,4 5,4 293,1 7,8
Vertragsverbindlichkeiten 53,2 1,3 44,1 1,2
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 120,2 3,0 91,1 2,4
Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 62,5 1,6 25,2 0,7
Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 126,6 3,2 127,8 3,4
786,8 19,7 770,6 20,5
3.998,6 100,0 3.765,2 100,0

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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1. Halbjahr 2020/​21 Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Kumulierte Währungsumrechnung Sonstige Gewinnrücklagen Summe Eigenkapital
Stand 1. März 2020 95,4 143,6 47,8 845,2 1.132,1
Periodenüberschuss 210,5 210,5
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 5,8 5,8
Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten, netto nach Steuern -3,2 -3,2
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -6,8 -6,8
Gesamtergebnis -6,8 213,0 206,2
Dividendenausschüttung -21,6 -21,6
Transaktionen in eigenen Aktien -1,8 -1,8
Stand 31. August 2020 95,4 143,6 41,0 1.034,8 1.314,9

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1. Halbjahr 2021/​22 Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Kumulierte Währungsumrechnung Sonstige Gewinnrücklagen Summe Eigenkapital
Stand 1. März 2021 95,4 143,6 37,9 978,0 1.254,9
Periodenüberschuss 209,2 209,2
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 0,3 0,3
Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten, netto nach Steuern 2,8 2,8
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen 6,6 6,6
Gesamtergebnis 6,6 212,2 218,8
Dividendenausschüttung -28,6 -28,6
Transaktionen in eigenen Aktien -1,2 -1,2
Stand 31. August 2021 95,4 143,6 44,5 1.160,4 1.443,9

Kapitalflussrechnung

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Mio. € 1. Halbjahr 2021/​22 1. Halbjahr 2020/​21
Periodenüberschuss 209,2 210,5
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 37,9 36,9
Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 78,5 75,8
Veränderung der Rückstellungen 1,2 1,2
Gewinne/​Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten -0,5 -0,6
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 53,6 47,3
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -3,2 134,7
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/​Erträge 7,3 2,8
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 384,0 508,6
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten 1,7 1,1
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -88,6 -55,9
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -2,8 -1,5
Auszahlungen für Wertpapiere und Geldanlagen -60,0 0,0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -149,7 -56,3
Gezahlte Dividenden -28,6 -21,6
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 50,0 0,0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -46,3 0,0
Auszahlungen für die Tilgung von kurz- und langfristigen Leasingschulden -77,6 -70,4
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -102,5 -92,0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 131,8 360,3
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands 1,3 -1,3
Finanzmittelbestand 1. März 334,6 302,2
Finanzmittelbestand 31. August 467,7 661,1

In den Finanzmittelbestand einbezogen werden Geldbestände und Bankguthaben sowie andere kurzfristige Geldanlagen.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde durch Ertragsteuerzahlungen um 26,8 Mio. € (Vj. 16,6 Mio. €) und durch Zinszahlungen um 22,6 Mio. € (Vj. 21,2 Mio. €) gemindert sowie durch erhaltene Zinsen um 0,1 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €) erhöht. Aus den Zinszahlungen entfallen 21,7 Mio. € (Vj. 20,4 Mio. €) auf gezahlte Zinsen aus Leasingverhältnissen.

Der Posten sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/​Erträge enthält im Wesentlichen Zinsabgrenzungen, die Fortschreibung der nach der Effektivzinsmethode abgegrenzten Finanzierungskosten, latente Steuern sowie nicht realisierte Währungsdifferenzen.

KONZERNANHANG

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenbericht zum 31. August 2021

(1) Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenbericht der HORNBACH Baumarkt AG und ihrer Tochtergesellschaften für das 1. Halbjahr zum 31. August 2021 wird in Übereinstimmung mit § 315e Abs.1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Der verkürzte Zwischenbericht ist in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands für das erste Halbjahr erfolgt gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung" auf Basis des für das gesamte Geschäftsjahr erwarteten durchschnittlichen jährlichen Steuersatzes.

Der Zwischenbericht ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG für das Geschäftsjahr 2020/​21 zu lesen. Wegen weiterer Informationen zu den im Einzelnen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf diesen Abschluss verwiesen. Die dort enthaltenen Anmerkungen gelten, soweit nicht explizit auf Änderungen eingegangen wird, auch für diesen Zwischenbericht. Ferner steht dieser Zwischenbericht im Einklang mit dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 16 (DRS 16) - Halbjahresfinanzberichterstattung - des Deutschen Rechnungslegungs Standards Comittee e.V. (DRSC).

Die Werte werden in Millionen Euro gerundet. Bei den verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls Rundungsdifferenzen auftreten. Prozentangaben sind auf Basis Tausend Euro gerechnet.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Neue Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2021/​22 erstmalig anzuwenden sind, wurden im Konzernabschluss 2020/​21 beschrieben. Es ergeben bzw. ergaben sich aus Neuerungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenbericht.

IFRS 16 (2021) "Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietzugeständnisse nach dem 30. Juni 2021"

Im ersten Quartal 2021 veröffentlichte das International Accounting Standards Board (IASB) eine Änderung zu IFRS 16. Das EU-Endorsement ist zum 30. August 2021 erfolgt. Durch diese Regelung gelten die Vereinfachungsregeln aus der Änderung zu IFRS 16 (2020) "Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietzugeständnisse" über den 30. Juni 2021 hinaus.

Die Anwendung dieser Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenbericht, da der Konzern im ersten Halbjahr 2021/​22 keine Mietzugeständnisse erhalten hat.

(2) Auswirkungen von COVID-19

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns war im Berichtszeitraum in begrenztem Maße von der weltweiten Ausbreitung der COVID-19-Pandemie betroffen. Zwar war ein großer Teil der Vertriebsstandorte bis zum 6. Juni 2021 von temporären Verkaufsbeschränkungen betroffen, jedoch konnte ein wesentlicher Teil des Geschäftsvolumens über Click & Collect bzw. den Onlinehandel abgewickelt werden. Für weitere Ausführungen hierzu wird auf den Konzern-Zwischenlagebericht verwiesen.

Die im Rahmen der Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenberichts getroffenen Ermessensausübungen und Schätzungen des Managements wirken sich auf die Bewertung der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie auf die für den Berichtszeitraum ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen aus. Bei den Ermessensausübungen und Schätzungen des Managements wurden alle verfügbaren Informationen zu den erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen sowie länderspezifische staatliche Gegenmaßnahmen einbezogen. Aufgrund der derzeit unvorhersehbaren globalen Folgen der COVID-19-Pandemie unterliegen diese Ermessensaus-Übungen und Schätzungen des Managements jedoch einer erhöhten Unsicherheit. Die tatsächlichen Beträge können von den Beurteilungen und Schätzungen des Managements abweichen. Änderungen dieser Beträge können wesentliche Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss haben.

Wertminderungsprüfung nicht-finanzieller Vermögenswerte (inkl. Nutzungsrechte)

Im Berichtszeitraum wurde überprüft, inwieweit aufgrund der Folgewirkungen der COVID-19-Pandemie weiterführende Indikatoren für mögliche Wertminderungen nicht-finanzieller Vermögenswerte Vorlagen. In diese Analyse einbezogen wurden:

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Entwicklung der operativen Performance während des Berichtszeitraums
Zukunftsgerichtete Analyse der operativen Planung
Entwicklung der Marktkapitalisierung im Vergleich zum bilanzierten Eigenkapital während des Berichtszeitraums
Qualitativer Vergleich innerhalb der DIY-Branche

Im Ergebnis wurde festgestellt, dass aktuell keine weiteren Wertminderungsindikatoren vorliegen. Insofern hat die im Konzernabschluss zum 28. Februar 2021 berücksichtigte Unternehmensplanung weiterhin Bestand. Jedoch unterliegen die hierin getroffenen Annahmen und Schätzungen erhöhten Unsicherheiten. Künftige Veränderungen der erwarteten Zahlungsmittelströme und Diskontierungszinssätze können in Zukunft zu Wertminderungen bzw. Wertaufholungen führen.

Sonstige COVID-19 bedingte Aufwendungen

Die zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter sowie der Aufrechterhaltung des stationären Verkaufs erforderlichen Maßnahmen umfassen u.a. das Engagement von Sicherheitsfirmen und zusätzlichen Leiharbeitern sowie umfassende Desinfektions- und Hygienemaßnahmen. Die sich hieraus ergebenden Aufwendungen betragen zum Stichtag 4,3 Mio. € (Vj. 12,0 Mio. €). Diese Aufwendungen wurden den jeweiligen Funktionskosten zugeordnet.

(3) Saisonale Einflüsse

Im Allgemeinen verzeichnet der HORNBACH Baumarkt AG Konzern witterungsbedingt im Herbst und Winter eine schwächere Geschäftsentwicklung als in den Frühjahres- und Sommermonaten. Die saisonbedingten Schwankungen spiegeln sich in den Zahlen des ersten Halbjahres wider. Die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten zum 31. August 2021 ist nicht zwangsläufig ein Indikator für das Gesamtjahr.

(4) Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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Mio. € 2. Quartal 2021/​22 2. Quartal 2020/​21 Veränderung in %
Sonstige Erträge 5,7 5,5 4,1
Sonstiger Aufwand 2,4 2,3 3,1
Sonstiges Ergebnis 3,3 3,2 4,8

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Mio. € 1. Halbjahr 2021/​22 1. Halbjahr 2020/​21 Veränderung in %
Sonstige Erträge 11,3 10,0 12,9
Sonstiger Aufwand 3,6 3,7 -1,2
Sonstiges Ergebnis 7,7 6,4 21,1

Die sonstigen Erträge des ersten Halbjahres 2021/​22 resultieren im Wesentlichen aus operativen Erträgen und betreffen überwiegend Nebenerlöse der Bau- und Gartenmärkte, Erträge aus Entsorgung und aus Umlagen an den HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern sowie Erträge aus Schadenersatzleistungen.

Die sonstigen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Verlusten aus Schadensfällen und aus operativen Aufwendungen im Zusammenhang mit Wertberichtigungen auf Forderungen sowie aus Abgangsverlusten.

(5) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 (Earnings per Share) als Quotient aus dem den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG zustehenden Ergebnis des Berichtszeitraums und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Verwässernde Effekte auf das Ergebnis je Aktie ergaben sich - wie im Vorjahr - nicht.

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

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2. Quartal 2021/​22 2. Quartal 2020/​21
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 31.801.760 31.807.000
Den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG zustehender Periodenüberschuss in Mio. € 104,4 100,6
Ergebnis je Aktie in € 3,28 3,17

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1. Halbjahr 2021/​22 1. Halbjahr 2020/​21
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 31.801.760 31.807.000
Den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG zustehender Periodenüberschuss in Mio. € 209,2 210,5
Ergebnis je Aktie in € 6,58 6,62

(6) Sonstige Angaben

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/​22 betrugen die Personalaufwendungen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns 449,9 Mio. € (Vj. 440,4 Mio. €).

In den ersten sechs Monaten wurden im HORNBACH Baumarkt AG Konzern planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 37,9 Mio. € (Vj. 36,9 Mio. €) vorgenommen. Auf planmäßige Abschreibungen für Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen entfallen 78,5 Mio. € (Vj. 75,8 Mio. €).

Im ersten Halbjahr 2021/​22 wie auch im Vorjahreszeitraum sind keine funktionsbereichsbezogenen nicht-operativen Ergebniseffekte entstanden.

(7) Eigenkapital

Der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG hat am 26. Juli 2021 beschlossen, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG bis zu 55.000 Stück eigene Aktien zu erwerben. Die Aktien sollen für die Ende des Jahres 2021 geplante jährliche Ausgabe von Belegschaftsaktien erworben werden. Der Aktienrückkauf hat am 9. August 2021 begonnen und ist bis zum 28. Februar 2022 befristet. Die HORNBACH Baumarkt AG hat bis zum 31. August 2021 35.000 Stück eigene Aktien erworben, deren Anschaffungskosten (1,2 Mio. €) in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals als "Transaktionen in eigenen Anteilen" ausgewiesen sind.

Der Rückkauf von Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgt nach Maßgabe der Safe-Harbour-Regelungen gemäß Artikel 5 der Verordnung (EU) Nr. 596/​2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. April 2014 und gemäß delegierten Verordnung (EU) 2016/​1052 der Kommission vom 8. März 2016.

(8) Dividende

Wie vom Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG vorgeschlagen, wurde mit Zustimmung durch die Hauptversammlung am 7. Juli 2021 eine Dividende von 0,90 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2020/​21 an die Aktionäre ausgeschüttet.

(9) Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen im Wesentlichen finanzielle Verpflichtungen aus Investitionsvorhaben sowie Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverhältnissen, bei denen die Leasinggegenstände bis zum Stichtag noch nicht zur Nutzung übergeben wurden oder nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 16 fallen. Zum Ende des Berichtszeitraums betragen diese 163,8 Mio. € (28. Februar 2021: 148,1 Mio. €).

Zum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 78,3 Mio. € (28. Februar 2021: 112,4 Mio. €), die im Wesentlichen im Zusammenhang mit aufschiebend bedingten Mietverhältnissen stehen. Der Zeitpunkt der möglichen Zahlungsmittelabflüsse für die Eventualverbindlichkeiten ist unsicher, da sie von unterschiedlichen externen Faktoren abhängen, die außerhalb des Einflussbereichs von HORNBACH liegen.

(10) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die HORNBACH Baumarkt AG unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit verbundenen Unternehmen in Beziehung. Hierzu gehören neben der Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und ihrer Komplementärin (HORNBACH Management AG) ebenso deren direkte und indirekte Tochtergesellschaften. Über die im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit vorgenommenen und zum Jahresabschluss berichteten Transaktionen hinaus sind im Berichtszeitraum keine wesentlichen Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgt.

(11) Angaben zum beizulegenden Zeitwert

Die angewandten Methoden und Prinzipien zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind gegenüber dem Konzernabschluss zum 28. Februar 2021 grundsätzlich unverändert. Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die Fair Values der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 31. August 2021 nach IFRS 9 dar:

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Mio. € Kategorie Buchwert 31.8.2021 Marktwert 31.8.2021 Buchwert 28.2.2021 Marktwert 28.2.2021
Aktiva
Finanzanlagen FVtOCI 9,5 9,5 6,7 6,7
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte AC 40,0 40,0 0,0 0,0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte FVtPL 20,0 20,0 0,0 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 13,7 13,7 12,2 12,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Factoringvereinbarungen, die nicht ausgebucht wurden FVtPL 1,4 1,4 2,4 2,4
Vertragsvermögenswerte AC 1,2 1,2 1,2 1,2
Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 0,7 0,7 0,7 0,7
Übrige Vermögenswerte AC 57,3 57,3 66,8 66,8
Flüssige Mittel AC 467,7 467,7 334,6 334,6
Passiva
Finanzschulden
Anleihen AC 247,4 270,5 247,2 268,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 354,5 372,3 343,4 353,7
Leasingschulden n/​a 1.302,5 -- 1.268,7 --
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 1,5 1,5 0,5 0,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 217,4 217,4 293,1 293,1
Vertragsverbindlichkeiten AC 53,2 53,2 44,1 44,1
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten AC 12,2 12,2 28,4 28,4
Abgegrenzte Schulden AC 41,8 41,8 30,1 30,1

Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte in Höhe von 27,1 Mio. € (28. Februar 2021: 32,5 Mio. €), übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 148,4 Mio. € (28. Februar 2021: 102,3 Mio. €) und abgegrenzte Schulden in Höhe von 83,6 Mio. € (28. Februar 2021: 96,3 Mio. €).

In der Bilanz bzw. im Anhang werden folgende Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen, bei deren Bewertung Inputdaten der Fair Value Hierarchie zur Anwendung kommen:

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Mio. € Kategorie 31.8.2021 28.2.2021
Vermögenswerte
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 1
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte FVtPL 20,0 0,0
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 0,7 0,7
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 3
Finanzanlagen FVtOCI 9,5 6,7
Schulden
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 1
Anleihen AC 270,5 268,0
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 372,3 353,7
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 1,5 0,5

Derivative Finanzinstrumente außerhalb von Sicherungsbeziehungen beinhalten Fremdwährungseffekte aus offenen Bestellungen.

Die Finanzanlagen beinhalten eine Beteiligung, die anhand von Stufe 3 Inputdaten bewertet wird. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Konzernabschluss 2020/​21. Im ersten Halbjahr 2021/​22 ergab sich für diese Beteiligung eine erfolgsneutral zu erfassende Bewertungsänderung, welche im Wesentlichen auf eine Veränderung des relevanten Zinssatzes (WACC) zurückzuführen war. Der Diskontierungssatz nach Steuern reduzierte sich von 6,7 % auf 5,5 %. Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts:

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Entwicklung der Finanzanlagen der Stufe 3 in Mio. € 31.08.2021 28.2.2021
Stand 1. März 6,7 10,5
Bewertungsänderung (OCI) 2,8 -3,7
Stand 31. August 9,5 6,7

In der folgenden Übersicht werden die Sensitivitäten der wesentlichen Inputfaktoren zum 31. August 2021 dargestellt:

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Mio. € Fair Value
Anstieg Rückgang
--- --- ---
Marktmiete (5%-Punkte Veränderung) 0,9 -0,9
Diskontierungszinssatz (50 Basispunkte Veränderung) -1,2 1,4

(12) Segmentberichterstattung

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1. Halbjahr 2021/​22 in Mio. € 1. Halbjahr 2020/​21 in Mio. € Handel Immobilien Zentralbereiche Konsolidierung HORNBACH Baumarkt AG Konzern
Segmenterlöse 3.084,6 144,7 0,0 -144,0 3.085,2
2.947,2 141,1 0,0 -139,3 2.949,0
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 3.084,5 0,0 0,0 0,0 3.084,5
2.947,1 0,0 0,0 0,0 2.947,1
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,0 0,7 0,0 0,0 0,7
0,0 1,8 0,0 0,0 1,8
Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen 0,0 144,0 0,0 -144,0 0,0
0,0 139,3 0,0 -139,3 0,0
EBIT 257,7 58,0 -11,3 0,0 304,3
261,1 57,3 -11,4 0,0 307,0
darin enthaltene Abschreibungen 28,5 83,5 4,5 0,0 116,5
25,0 82,7 4,9 0,0 112,6
Segmentergebnis (bereinigtes EBIT) 257,7 58,0 -11,3 0,0 304,3
261,1 57,3 -11,4 0,0 307,0
EBITDA 286,1 141,5 -6,8 0,0 420,8
286,2 139,9 -6,5 0,0 419,7
Segmentvermögen 1.360,6 2.235,7 387,7 0,0 3.984,0
1.217,3 2.113,3 497,5 0,0 3.828,1
darin enthaltene Guthaben bei Kreditinstituten 162,3 0,0 275,8 0,0 438,1
176,1 0,0 444,4 0,0 620,4

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Überleitungsrechnung in Mio. € 1. Halbjahr 2021/​22 1. Halbjahr 2020/​21
Segmentergebnis (bereinigtes EBIT) 304,3 307,0
Finanzergebnis -29,3 -28,1
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 275,0 278,9

Die nachfolgende Tabelle enthält eine Aufteilung der Außenumsätze nach Regionen und Aktivitäten:

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Außenumsatz nach Regionen 1. Halbjahr 2021/​22 in Mio. € 1. Halbjahr 2020/​21 in Mio. € Handel Immobilien HORNBACH Baumarkt AG Konzern
Deutschland 1.579,7 0,0 1.579,7
1.556,9 0,1 1.557,0
Übriges Europa 1.504,9 0,7 1.505,5
1.390,2 1,7 1.391,9
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 3.084,6 0,7 3.085,2
2.947,1 1,8 2.949,0

Bornheim bei Landau/​Pfalz, den 28. September 2021

HORNBACH Baumarkt Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Erich Harsch Karin Dohm
Susanne Jäger Karsten Kühn
Ingo Leiner Dr. Andreas Schobert

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bornheim bei Landau/​Pfalz, den 28. September 2021

HORNBACH Baumarkt Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Erich Harsch Karin Dohm
Susanne Jäger Karsten Kühn
Ingo Leiner Dr. Andreas Schobert

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim/​Pfalz

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. März bis zum 31. August 2021, Bilanz zum 31. August 2021, Entwicklung des Konzerneigenkapitals, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim/​Pfalz, für den Zeitraum vom 1. März bis zum 31. August 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim/​Pfalz, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Mannheim, den 28. September 2021

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Steffen Schmidt Patrick Wendlandt
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

FINANZTERMINKALENDER

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30. September 2021 Halbjahresfinanzbericht 2021/​22 zum 31. August 2021
22. Dezember 2021 Mitteilung 3. Quartal 2021/​22 zum 30. November 2021
22. März 2022 Trading Statement 2021/​22 zum 28. Februar 2022
17. Mai 2022 Geschäftsbericht 2021/​22 zum 28. Februar 2022

Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2021/​22

Analystenkonferenz der HORNBACH Baumarkt AG

Investor Relations

Axel Müller /​ Anne Spies

Telefon (+49) 0 63 48 /​ 60 - 2444 /​ -2558

Telefax (+49) 0 63 48 /​ 60 - 4299

[email protected]

Internet: www.hornbach-gruppe.com

DISCLAIMER

Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands von HORNBACH beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser prognostizierten Aussagen realistisch sind, kann die Gesellschaft nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, insbesondere im Konsumverhalten und im Wettbewerbsumfeld in den für HORNBACH relevanten Handelsmärkten. Ferner zählen dazu außergewöhnliche Witterungsverhältnisse, die mangelnde Akzeptanz neuer Vertriebsformate und neuer Sortimente sowie Änderungen der Unternehmensstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch HORNBACH ist weder geplant, noch übernimmt HORNBACH die Verpflichtung dazu.