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HORNBACH Baumarkt AG Annual Report 2016

Jun 12, 2017

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Annual Report

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HORNBACH Baumarkt AG

Bornheim/Pfalz

Konzernabschluss zum 28.02.2017

Konzernbilanzstruktur (in Mio. €)

(Differenzen durch Rundungen in Mio. €)

Konzernbetriebsergebnis (EBIT) (in Mio. €)

Konzernjahresüberschuss (in Mio. €)

UNTERNEHMENSPROFIL

Die Fähigkeit, sich auf die Herausforderungen des Handels mit Bau-, Heimwerker- und Gartenbedarf einzustellen und dabei immer wieder neue Maßstäbe zu setzen, kennzeichnet die Unternehmensgruppe HORNBACH.

Seit der Gründung im Jahr 1877 waren inzwischen fünf HORNBACH-Generationen in fast allen Bereichen des Baugeschehens, im Bauhandwerk, als Hersteller von vorgefertigten Bauteilen und erstmals im Jahre 1900 durch eine "Baumaterialien-Handlung" tätig.

Im Jahre 1968 eröffnete HORNBACH als einer der Pioniere in Deutschland und Europa einen ersten Baumarkt, der - einmalig in Europa - bereits damals mit einem Gartencenter kombiniert war. Diese Kombination hat sich heute zu einem europäischen Standard in der Do-it-yourself-Branche (DIY) entwickelt.

In der zweiten Hälfte der 80er Jahre hat HORNBACH dem DIY-Markt mit sein er Konzeption des großflächigen Bau-, Heimwerker- und Gartenmarkts eine neue Dimension eröffnet. Heute wird dem Heimwerker in großflächigen Märkten mit rund 50.000 Artikeln in anspruchsvoller Qualität ein breites Sortiment an Bau- und Gartenmarktartikeln zu dauerhaft niedrigen Preisen in beeindruckender Präsentation angeboten. Fachlich qualifizierte und serviceorientierte Mitarbeiter stellen den Projektkunden und leidenschaftlichen Heimwerker in den Mittelpunkt, der insbesondere nach Lösungen für umfangreiche Renovierungs- und Bauvorhaben sucht.

Die konsequente Umsetzung der Konzeption, der hohe Anspruch an die Qualität der Standorte, der Märkte, des Sortiments und der Mitarbeiter haben das dynamische Wachstum in den letzten Jahren ermöglicht und sind die Basis für weitere Expansion. Mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von mehr als 11.500 qm je Filiale unterstreicht HORNBACH seine Alleinstellung im Segment der großflächigen Bau- und Gartenmärkte und erzielt zugleich die höchste Flächenproduktivität der führenden DIY-Unternehmen in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2016/2017 stieg der Nettoumsatz im HORNBACH Baumarkt AG Konzern um 5,0% auf 3.710 Mio. €. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 betreibt der Konzern in neun europäischen Ländern 155 Bau- und Gartenmärkte (davon 98 in Deutschland) mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 1,8 Mio. qm.

Nach dem erfolgreichen Markteintritt in Österreich im August 1996 wurde die Expansion in europäische Nachbarländer konsequent fortgesetzt. Es folgten Markteröffnungen in den Niederlanden, Luxemburg und der Tschechischen Republik. Die internationale Wachstumsgeschichte wurde mit der Expansion in der Schweiz, in Schweden sowie in der Slowakei fortgeschrieben. Im Sommer 2007 folgte der Markteintritt in Rumänien. Zum 28. Februar 2017 zählt HORNBACH insgesamt 57 Bau- und Gartenmärkte in acht Ländern außerhalb Deutschlands. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 45,0%. Aber auch die Expansionschancen in Deutschland werden kontinuierlich wahrgenommen. Ergänzt wird das stationäre Handelsgeschäft seit dem 1. Dezember 2010 vom HORNBACH-Online-Shop. Mit seinen E-Commerce-Aktivitäten nutzt der Konzern derzeit in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Tschechien und Luxemburg (Stand: 28. Februar 2017) gezielt die Chancen der Digitalisierung.

Die HORNBACH Baumarkt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Die Stammaktien der Gesellschaft (ISIN DE0006084403) sind zum Teilbereich des amtlichen Handels mit weiteren Zulassungspflichten (Prime Standard) der Deutschen Börse zugelassen. Von den rund 31,8 Mio. Stammaktien der Gesellschaft werden zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 76,4% von der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA gehalten, während 23,6% im Besitz übriger Aktionäre sind.

Daneben ist HORNBACH auf dem Fremdkapitalmarkt mit einer Unternehmensanleihe vertreten. Am 15. Februar 2013 wurde eine siebenjährige Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 250 Mio. € und einem Zinscoupon von 3,875% erfolgreich platziert (ISIN: DE000A1R02E0). Mit dem Emissionserlös wurde die im November 2004 begebene Anleihe (Zinscoupon 6,125%) am 25. Februar 2013 vorzeitig zurückgeführt.

AN UNSERE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/2017 verlief für uns wohltuend unspektakulär, rückte es doch - insbesondere nach den nicht-operativen Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2015/2016 - die Stabilität und Stärke unseres operativen Kerngeschäfts wieder in den Vordergrund. So haben wir unsere Umsatz- und Ertragsziele im HORNBACH Baumarkt AG Konzern erreicht, gleichzeitig aber die zukunftsorientierte Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells ohne Abstriche vorangetrieben.

Mit Blick auf die Expansion unseres stationären Handelsgeschäfts brachte das Berichtsjahr drei Neueröffnungen großflächiger Baumärkte. Unser internationales Filialnetz haben wir mit neuen Standorten in Prag (Tschechische Republik), Rum bei Innsbruck (Österreich) sowie in Amsterdam (Niederlande) vergrößert. In Deutschland konzentrierte sich unsere stationäre Arbeit auf die bestehende Verkaufsfläche. Es gab keine Neueröffnungen im Inland; einen Altstandort, für den notwendige Erweiterungsmöglichkeiten fehlten, nahmen wir vom Netz. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 betreiben wir 155 Bau- und Gartenmärkte, davon 57 außerhalb Deutschlands. Mit der Neueröffnung in Den Haag im April 2017 haben wir unsere Präsenz in den Niederlanden nochmals verstärkt.

Weiter dynamisch entwickelten sich unsere Internetaktivitäten. Die HORNBACH-Onlineshops, die wir bislang in Deutschland und fünf weiteren Ländern unseres europaweiten Verbreitungsgebietes ausgerollt haben, erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Kunden und trugen mit erfreulichen Zuwachsraten zum Umsatzanstieg des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im Geschäftsjahr 2016/2017 bei.

So erhöhten wir den Nettoumsatz im Konzern um 5,0% auf 3.710 Mio. €. Flächen- und währungskursbereinigt steigerten wir die Umsätze konzernweit um 3,0%. Wie bereits im Geschäftsjahr 2015/2016 kamen dabei die kräftigsten Wachstumsimpulse aus unserem Handelsgeschäft außerhalb Deutschlands.

International stiegen die Umsätze auf bestehender Verkaufsfläche um 5,1%. In Deutschland konnten wir die flächenbereinigten Umsätze um 1,4% verbessern und den Abstand zur Do-it-yourself-Branche im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich vergrößern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerten wir das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) entsprechend unserer Prognose um 8,1% auf 97,5 Mio. €. Dies ist zum einen auf die erfreulichen flächenbereinigten Umsatzsteigerungen sowie günstigere operative Kostenrelationen im Konzern zurückzuführen. Zum anderen gingen die nicht-operativen Sonderbelastungen, auf die wir in der Kommentierung der Ertragslage detailliert eingehen, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/2016 merklich zurück. Alles zusammengenommen hat sich die operative Ertragskraft nach dem Durchhänger im letzten Jahr wieder normalisiert.

Ich weiß, dass es durchaus auch Begehrlichkeiten gibt, die EBIT-Marge nicht nur zu halten, sondern auch schnell wieder auf altbekannte Niveaus zu heben. Ginge es uns lediglich um kurzfristige Gewinnmaximierung, würden wir uns anders verhalten, und wir hätten reichlich Optionen: Dann würden wir beispielsweise deutlich weniger Geld für die kundenorientierte Fortentwicklung unseres Handelskonzepts ausgeben. Wir würden keine zweistelligen Millionenbeträge für die technologische und logistische Infrastruktur, und bedeutend weniger Geld für E-Commerce in die Hand nehmen. Ganz zu schweigen davon, dass wir auch zugunsten einer höheren Handelsspanne die Preisstrategie ändern könnten...

Aber das wäre nicht HORNBACH und mit unserer langfristigen, nachhaltigen Unternehmensstrategie nicht vereinbar. Das wäre vor allem nicht vereinbar mit dem, was uns bei den Kunden so erfolgreich macht.

Es fällt eben nicht vom Himmel, dass wir seit Ende der Neunzigerjahre bei renommierten Verbraucherstudien Jahr für Jahr Spitzenplätze belegen, und zwar in der ganzen Breite der Kriterien, die für die Kaufentscheidung des Kunden relevant sind. Es ist Lohn konsequenter, kontinuierlicher Arbeit, die ohne entsprechende Ertrags- und Finanzkraft nicht möglich wäre.

Vor diesem Hintergrund freuen wir uns besonders über das erfolgreiche Abschneiden im Kundenmonitor Deutschland 2016. In der renommiertesten Verbraucherstudie für den deutschen Einzelhandel belegte HORNBACH in der Branche der Bau- und Heimwerkermärkte den ersten Platz in der Globalzufriedenheit (Gesamtnote 2,20). In insgesamt 46 weiteren Bewertungskategorien wurde HORNBACH 19mal auf Platz 1 gewählt und erhielt zudem zwölf Zweitplatzierungen. Bestnoten gaben uns die Kunden unter anderem in den Einzelkriterien "Preis-Leistungs-Verhältnis", "Qualität der Waren", "Auswahl und Angebotsvielfalt" und "Fachliche Beratung".

Von besonderem Wert ist für uns, dass die Baumarktkunden HORNBACH im Vergleich mit dem Wettbewerb bei den Aspekten Produktangebot, Preise und insbesondere fachliche Beratung ganz vorne sehen. Die Beliebtheit bei den Baumarktkunden - vor allem hinsichtlich Angebotsvielfalt und Preise im Vergleich zu m Wettbewerb - zieht sich wie ein roter Faden auch durch die internationalen Verbraucherbefragungen der letzten Jahre. So gesehen waren die Ergebnisse im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/2017 die erneute Bestätigung, dass wir aus der Kundenperspektive sehr vieles richtig machen, und zugleich Motivation, manches noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden.

Eine der größten Herausforderungen auch in der Branche des DIY-Einzelhandels stellt der digitale Wandel in den Lebens- und Konsumgewohnheiten dar. Die Trennung von Online und Offline verschwimmt zusehends. Gewinner werden die Unternehmen sein, die den Kunden auf allen Stationen seiner "Customer Journey" professionell abholen. Ich bin davon überzeugt, dass wir hier mit unserer Strategie im Wettbewerb hervorragend positioniert sind.

Ein elementarer Baustein unseres Erfolgs ist unsere Preisstrategie: Seit nunmehr 20 Jahren stehen wir für dauerhaft tiefe Preise, Fairness und Verlässlichkeit. Wir verzichten bewusst auf Aktionspreise, Rabatte, Lockvogelangebote und ähnliche Aktivitäten. Wir arbeiten hart an unserer Preisführerschaft und garantieren unseren Kunden über das komplette Sortiment den besten Preis, der übrigens sowohl im HORNBACH-Markt vor Ort als auch in unserem Onlineshop identisch ist. Unsere Dauertiefpreisstrategie gilt nicht nur für Preise stationärer Wettbewerber, sondern auch für Online-Angebote. Unseres Wissens sind wir deutschlandweit der einzige Anbieter aus der Baumarkt-Branche, der seine Preisgarantie so breit gefasst hat.

Die Botschaft ist klar: Preislich ist der Kunde bei HORNBACH stets auf der sicheren Seite. Das schafft Vertrauen, ist kalkulierbar und ist daher besonders wichtig für Kunden, die größere Bau- oder Renovierungsprojekte in Angriff nehmen.

Aus dem Geschäftsjahr 2016/2017 gehen wir gestärkt hervor. Wir haben mit Blick auf die Sortimentsentwicklung, Warenpräsentation und Logistik wichtige Meilensteine geschafft. Es kommt dabei immer mehr darauf an, gut ausgebildete und loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben, die sich in die Köpfe der Kunden hineinversetzen und auch bei kniffligen Projekten kompetent beraten. Mitarbeiter, die innovativ mit Trends und neuen Technologien umgehen und daraus die richtigen Konzepte ableiten können. Ich bin stolz, dass unsere konzernweit rund 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus diesem besonderen Holz geschnitzt sind. Für ihr persönliches Engagement und den leidenschaftlichen Einsatz bedanke ich mich an dieser Stelle ganz herzlich.

Und Ihnen, sehr geehrte Aktionäre, danke ich im Namen des Vorstands für Ihr Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen.

HORNBACH Baumarkt AG

Steffen Hornbach, Vorsitzender des Vorstands

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 haben wir uns eingehend mit der Lage, den Perspektiven und der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung entsprechend den nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht. Der Vorstand hat uns in unseren Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen unterrichtet. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus habe ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden in wichtigen Fragen gepflegt und wiederholt Arbeitsgespräche geführt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2016/2017 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen und fünf Finanz- und Prüfungsausschusssitzungen statt. Im Berichtsjahr haben außer mit den im folgenden Satz genannten Ausnahmen stets alle Mitglieder an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats bzw. der Ausschüsse, denen sie angehören, teilgenommen. Herr Dr. John Feldmann und Herr Hans Kroha haben jeweils an zwei Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Die durchschnittliche Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats bzw. seiner Ausschüsse lag bei rund 91% bzw. 90%. Interessenkonflikte traten im Berichtsjahr nicht auf.

In unseren Sitzungen haben wir uns anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der Unternehmensstrategie und Unternehmensplanung, der Investitions- und Finanzpolitik, der Chancen- und Risikolage und dem Risikomanagement sowie Corporate Governance befasst und darüber auch mit dem Vorstand beraten. Der Vorstand berichtete darüber hinaus regelmäßig schriftlich und mündlich über die Situation der Gesellschaft sowie über die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Planabweichungen wurden erörtert und begründet.

In der Bilanzaufsichtsratssitzung im Mai 2016 wie auch im Mai 2017 haben wir uns in Anwesenheit des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahres- und Konzernabschluss befasst. Ferner wurde über die Arbeit und die Ergebnisse der Prüfung des Finanz- und Prüfungsausschusses berichtet. Alle Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden von den Wirtschaftsprüfern erschöpfend beantwortet. In dieser Sitzung wurden außerdem der Bericht des Aufsichtsrats, der gemeinsame Corporate Governance Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat, der Risikobericht und Compliance-Bericht beraten bzw. verabschiedet. Die Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich der Vorschläge zur Beschlussfassung wurde verabschiedet. Weiterhin wurden in der Sitzung im Mai 2016 auf Empfehlung des Personalausschusses die Vorstandsmitglieder Herr Wolfger Ketzler und Herr Ingo Leiner für eine weitere Amtsperiode von 5 Jahren bis zum 28. Februar 2022 bestellt. In dieser Sitzung wurde außerdem ausführlich vom Vorstand zur Logistikstrategie des Unternehmens berichtet.

In der Sitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung im Juli 2016 berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns. Weitere Themen waren die Sitzungstermine und die Vorstandsvergütungsstruktur.

Im Dezember 2016 wurden die aktuelle Geschäftslage, der Risikobericht und der Compliance-Bericht erörtert Weiterhin wurde auf Empfehlung des Personalausschusses der Vorstandsvorsitzende Herr Steffen Hornbach für eine weitere Amtsperiode von fünf Jahren bis zum 26. August 2022 bestellt. In der gleichen Sitzung wurde die Effizienzprüfung der Aufsichtsratstätigkeit behandelt und die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG beschlossen Letztere wurde auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Die HORNBACH Baumarkt AG entsprach und entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen. Weitere Informationen zur Corporate Governance bei der HORNBACH Baumarkt AG sind im gemeinsamen Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat ab Seite 13 zu finden.

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 im Februar 2017 wurde die aktuelle Geschäftslage besprochen sowie die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2017/2018 bis 2021/2022 erörtert und verabschiedet. Außerdem wurde die Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Andreas Schobert auf Empfehlung des Personalausschusses um 5 Jahre bis zum 31.12.2022 verlängert.

Ausschüsse und deren Sitzungen

Der Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet. Die derzeitige Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie auf Seite 12 des Geschäftsberichts.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Die Sitzungen fanden in den Monaten Mai, Juni, September, Dezember und Februar statt.

Im Mai 2016 hat der Finanz- und Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie den Vorstandsmitgliedern den Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG und den Konzernabschluss, die Lageberichte, den Gewinnverwendungsvorschlag und die Prüfungsberichte einschließlich Abhängigkeitsbericht erörtert. Schwerpunkte seiner Beratung waren in dieser Sitzung weiterhin Risiko- und Compliance-Berichte des Vorstands, Berichte der Konzernrevision, Berichte des Vorstands zur Finanzlage sowie der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers.

In der Juni-Sitzung wurde die Mitteilung zum ersten Quartal und im September 2016 in Anwesenheit der Abschlussprüfer der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Im Dezember 2016 wurden mit den Abschlussprüfern Prüfungsschwerpunkte für die Konzernabschlussprüfung und Leitlinien bezüglich der Billigung von Nichtprüfungsleistungen durch den Finanz- und Prüfungsausschuss festgelegt. In derselben Sitzung wurde die Mitteilung zum Dreivierteljahr besprochen sowie der Risikobericht, der Compliance-Bericht und die Finanzlage erörtert. Im Februar 2017 wurde die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2017/2018 bis 2021/2022 ausführlich behandelt. In derselben Sitzung wurde die Revisionsplanung für das Geschäftsjahr 2017/2018 festgelegt.

Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses hat in der jeweiligen Plenumssitzung ausführlich über die Arbeit des Ausschusses berichtet.

Der Personalausschuss kam im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammen. Gegenstand der Sitzungen waren die anstehenden Vertragsverlängerungen dreier Vorstandsmitglieder und des Vorstandsvorsitzenden. Weitere Themenschwerpunkte waren die Vorstandsvergütungsstruktur, Talentförderung und Nachfolgeregelungen.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nicht einberufen werden.

Personalia des Aufsichtsrats

Wir bedauern den Verlust unseres Aufsichtsratsmitglieds, Herrn Hans Kroha, der am 5. April 2017 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Er gehörte seit Juli 2013 dem Aufsichtsrat als Vertreter der Gewerkschaft ver.di an. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Frau Monika Di Silvestre ist als Ersatzmitglied von Herrn Hans Kroha am 5. April 2017 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft nachgerückt.

Jahres- und Konzernabschluss

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin (KPMG), hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG zum 28. Februar 2017 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2016/2017 der HORNBACH Baumarkt AG geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die KPMG bestätigte ferner, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems, in geeigneter Weise getroffen hat und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Prüfungsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2016/2017 waren Bestand und Werthaltigkeit der Vorräte, Werthaltigkeit von Sachanlagen, Ansatz und Bewertung der Prämienrückstellungen und die Berichterstattung über alternative Leistungskennzahlen.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratung in der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses am 23. Mai 2017 sowie in der anschließenden Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am gleichen Tag. An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte sowie für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Nach dem Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und aufgrund unserer eigenen Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwände und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG zum 28. Februar 2017; der Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands stimmen wir zu.

Der Aufsichtsrat hat außerdem den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung und auch die Prüfung durch die KPMG haben keinen Anlass zur Beanstandung gegeben. KPMG hat dazu den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss seines Berichts gem. § 312 AktG.

In einem in Deutschland und anderen Regionen preis- und wettbewerbsintensiven Branchenumfeld hat sich die HORNBACH Baumarkt AG gut behauptet und ihre Marktposition verteidigt bzw. ausgebaut. Hohe Aufwendungen für die weitere Digitalisierung des Geschäftsmodells sowie Sonderabschreibungen belasteten auch im letzten Geschäftsjahr die Ertragslage. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern im In- und Ausland für ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Bornheim, im Mai 2017

Der Aufsichtsrat

Albrecht Hornbach, Vorsitzender

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Aufsichtsrat

Albrecht Hornbach

Vorsitzender

Vorsitzender des Vorstands

HORNBACH Management AG

Kay Strelow*

Stellvertretender Vorsitzender

Teilbereichsleiter Markt Berlin-Marzahn

Dr. Wolfgang Rupf

Weiterer stellvertretender Vorsitzender

Geschäftsführender Gesellschafter Rupf Industries GmbH,

Rupf Engineering GmbH und Rupf ATG Casting GmbH

Monika Di Silvestre* (seit 5. April 2017)

Landesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di

Rheinland-Pfalz-Saarland

Mohamed Elaouch*

Teilbereichsleiter Markt Mainz

Dr. John Feldmann

Vorsitzender des Aufsichtsrats der KION Group AG

Ehem. Mitglied des Vorstands BASF SE

Martin Fischer*

Profikundenbetreuer Markt Kempten

Christian Garrecht*

Sicherheitsfachkraft

Erich Harsch

Vorsitzender der Geschäftsführung

dm-drogerie markt GmbH & Co. KG

Kerstin Holfert*

Teilbereichsleiterin Markt Dresden

Georg Hornbach

Leiter der Stabsabteilung Controlling

Universitätsklinikum Köln

Martin Hornbach

Geschäftsführender Gesellschafter

Corivus Gruppe GmbH

Hans Kroha* († 5. April 2017)

Landesfachbereichsleiter Handel bei ver.di

Rheinland-Pfalz-Saarland

Brigitte Mauer*

Teilbereichsleiterin Markt Tübingen

Michael Reiland*

Verkaufsleiter HORNBACH Compact

Joerg Walter Sost

Geschäftsführender Gesellschafter

J. S. Consulting GmbH

Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg

Ordentlicher Professor für Fertigungstechnik

Universität der Bundeswehr Hamburg

* Arbeitnehmervertreter

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Finanz- und Prüfungsausschuss (Audit Committee)

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Dr. Wolfgang Rupf Vorsitzender
Dr. John Feldmann
Erich Harsch
Albrecht Hornbach
Martin Hornbach
Michael Reiland
Joerg Walter Sost
Kay Strelow

Personalausschuss

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Dr. Wolfgang Rupf Vorsitzender
Christian Garrecht
Erich Harsch
Michael Reiland
Joerg Walter Sost

Vermittlungsausschuss

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Dr. Wolfgang Rupf Vorsitzender
Kerstin Holfert
Albrecht Hornbach
Kay Strelow

Vorstand

Die Vorstandsmitglieder und ihre Zuständigkeitsbereiche

Steffen Hornbach

Vorsitzender

Strategische Entwicklung; Operating Märkte,

Verkauf und Services

Roland Pelka

Stellvertretender Vorsitzender

Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Controlling,

Risikomanagement, Loss Prevention, Group Communications

Susanne Jäger

Einkauf, Import, Marktplanung, Store Development,

Qualitätssicherung, Umweltfragen

Wolfger Ketzler

Arbeitsdirektor

Personal, Immobilien, Bau, Technischer Einkauf, Revision, Recht, Compliance

Karsten Kühn

Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation

Ingo Leiner

Logistik

Dr. Andreas Schobert

Technologie

CORPORATE GOVERNANCE

Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate-Governance-Bericht

Unser Handeln wird von den Grundsätzen einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance) geprägt. Gute Corporate Governance hat bei HORNBACH seit jeher einen hohen Stellenwert: Sie ist das Fundament für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und hilft uns, das Vertrauen der Kunden, Geschäftspartner, Investoren, Mitarbeiter und der Finanzmärkte in unser Unternehmen zu stärken. Die Anforderungen und Richtlinien, die wir unternehmensintern über die gesetzlichen Vorschriften hinaus befolgen, werden nachfolgend in der Erklärung der Gesellschaft zur Unternehmensführung (§ 289a HGB), die den Corporate-Governance-Bericht (Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex) von Vorstand und Aufsichtsrat einschließt, zusammengefasst.

ERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄSS § 161 AKTG VOM DEZEMBER 2016

Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG Folgendes:

I. Zukunftsbezogener Teil

Den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 - wird zukünftig grundsätzlich entsprochen. Nicht angewandt werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3, 4.1.5, 4.2.3 Absätze 4 und 5, 4.2.5 Absatz 3, 4.3.3 Satz 4, 5.3.3, 5.4.1 Absätze 2 und 3, 5.4.2 Satz 3 sowie 5.4.6 Absatz 3 Satz 1.

Die genannten Abweichungen von den Empfehlungen beruhen auf folgenden Gründen:

a) Ziffer 3.8 Absatz 3:

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Absatz 3, in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen bestimmten Selbstbehalt zu vereinbaren. Ein solcher Selbstbehalt zu Lasten der Aufsichtsratsmitglieder ist nicht vereinbart. Er mindert die Attraktivität der Aufsichtsratstätigkeit und damit auch die Chancen der Gesellschaft im Wettbewerb um qualifizierte Kandidaten. Sie trifft zudem Arbeitnehmervertreter unbotmäßig.

Der Empfehlung aus Ziffer 3.8 Absatz 3 wird daher nicht entsprochen.

b) Ziffer 4.2.3 Absätze 4 und 5:

Des Weiteren werden die Empfehlungen aus Ziffer 4.2.3 Absatz 4 ("Abfindungs-Caps") und Ziffer 4.2.3 Absatz 5 ("Change of Control Abfindungs-Cap") des Kodex nicht angewandt. Die Abweichung von Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und 5 erfolgt aus Wettbewerbserwägungen. Im Übrigen ist unverändert nicht vollständig gesichert, ob und wie die Empfehlungen aus Ziffer 4.2.3 Absatz 4 rechtlich umsetzbar sind.

c) Ziffer 4.2.5 Absatz 3:

Die Vorstandsvergütung wird nicht für jedes Vorstandsmitglied gesondert dargestellt. Die Hauptversammlung hat am 7. Juli 2016 die Fortführung der zurückhaltenden Berichtspraxis zur Vergütung des Vorstands beschlossen. Aus diesem Grunde werden auch die "Mustertabellen" des "Deutschen Corporate Governance Kodex" nicht genutzt.

d) Ziffer 4.3.3 Satz 4:

Nach Ziffer 4.3.3 Satz 4 sollen wesentliche Geschäfte mit einem Vorstandsmitglied nahe stehenden Personen oder Unternehmungen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorgenommen werden. Da es zu dieser auslegungsbedürftigen Empfehlung weder eine gefestigte Handhabung durch die deutschen Aktiengesellschaften noch Rechtsprechung gibt, wird vorsorglich eine Abweichung erklärt. Durch die Anwendung des Rechnungslegungsstandards IAS 24 seit vielen Jahren wurde hinsichtlich solcher Geschäfte aber schon zuvor Transparenz hergestellt.

e) Ziffer 5.3.3:

Nach der Empfehlung in Ziffer 5.3.3 soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat einen solchen Ausschuss nicht gebildet. Die Bildung erscheint uns nach den bisherigen Erfahrungen nicht erforderlich.

f) Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 sowie Ziffer 4.1.5:

Nach Ziffer 5.4.1 Absatz 2 und 3 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die auch bei den Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien berücksichtigt sowie im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden sollen. Des Weiteren soll der Aufsichtsrat eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festlegen. Von den Empfehlungen der Absätze 2 und 3 wird insgesamt abgewichen. Für die HORNBACH Baumarkt AG kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von anderen Führungspositionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an; gleiches gilt für die Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen durch den Vorstand (Ziffer 4.1.5 DCGK).

g) Ziffer 5.4.2 Satz 3:

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.2 Satz 3, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören sollen. Hierdurch soll die Unabhängigkeit der Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt werden. Der Kodex bestimmt jedoch keine Frist, nach wie vielen Jahren nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand ein ehemaliges Vorstandsmitglied unter diesem Gesichtspunkt nicht mehr als solches verhindert ist. Höchst vorsorglich wird daher, obwohl Herr Dr. Wolfgang Rupf bereits am 31. Oktober 1996, Herr Albrecht Hornbach bereits am 31. Oktober 2001 und Herr Martin Hornbach bereits am 31. Dezember 2001 aus dem Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG ausgeschieden sind, eine Abweichung von Ziffer 5.4.2 Satz 3 erklärt.

h) Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1:

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang oder im Lagebericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen, auszuweisen. Aufgrund der in der Satzung selbst geregelten Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats halten wir eine individualisierte Angabe für nicht notwendig.

II. Vergangenheitsbezogener Teil

Den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 - wurde mit den oben unter Ziffer I. bereits für die Zukunft genannten und begründeten Abweichungen entsprochen.

Bornheim bei Landau, im Dezember 2016

HORNBACH Baumarkt AG

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

Die vorstehende Entsprechenserklärung vom Dezember 2016 ist zusammen mit allen früheren Entsprechenserklärungen im Internet veröffentlicht und als Download verfügbar [ www.hornbach-gruppe.com/Entsprechenserklaerung/HBM ].

Grundkapital und Ausgestaltung der Aktien

Das Grundkapital der HORNBACH Baumarkt AG beträgt 95.421.000 € und ist eingeteilt in 31.807.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 3,00 € je Stückaktie.

Dualistische Führungsstruktur

Die HORNBACH Baumarkt AG mit Sitz in Bornheim bei Landau unterliegt den Vorschriften des deutschen Rechts sowie den Bestimmungen der eigenen Satzung. Entsprechend besteht bei der HORNBACH BaumarktAG eine dualistische Führungsstruktur, die dem Vorstand die Leitung und dem Aufsichtsrat die Überwachung des Unternehmens zuweist.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG hat sechzehn Mitglieder und setzt sich nach dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Die Vertreter der Anteilseigner werden durch die Hauptversammlung gewählt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats koordiniert die Arbeit des Aufsichtsrats und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Bei Abstimmung im Aufsichtsrat hat bei Stimmengleichheit im Falle einer erneuten Stimmengleichheit in einer zweiten Abstimmung der Vorsitzende des Aufsichtsrats die ausschlaggebende Stimme.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung und begleitet den Vorstand beratend. Er bestellt die Mitglieder des Vorstands, beruft sie ab und ist zuständig für den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Maßnahmen des Vorstands, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend beeinflussen, bedürfen der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat enthält hierzu einen Katalog mit zustimmungspflichtigen Geschäften oder Maßnahmen. Der Kreis der zustimmungsbedürftigen Geschäfte kann durch Beschluss des Aufsichtsrats jederzeit erweitert oder eingeschränkt werden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind allein auf die Wahrung des Unternehmensinteresses verpflichtet. Sie sind weder an Aufträge noch an Weisungen gebunden. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Die Aufsichtsratsmitglieder sollen Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnten, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats gegenüber offen legen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Mitglieds des Aufsichtsrats sollen zur Beendigung des Mandats führen. Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2015/2016 lagen keine zustimmungspflichtigen Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern der HORNBACH Baumarkt Aktiengesellschaft vor.

Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse gebildet:

Vermittlungsausschuss
Personalausschuss
Finanz- und Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Die Besetzung der Ausschüsse ist auf Seite 12 des Berichts wiedergegeben. Die Beschreibung ihrer Arbeitsweisen ist detailliert im Bericht des Aufsichtsrats (Seite 8 ff.) dargestellt.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG hat einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter und bestand zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 aus sieben Mitgliedern. Die Zusammensetzung und die Zuständigkeitsbereiche des Vorstands sind auf Seite 12 dieses Berichts dargestellt.

Der Vorstand hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Er führt die Geschäfte der Gesellschaft in gemeinschaftlicher Verantwortung aller seiner Mitglieder. Die Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien bildet dabei eine wesentliche Leitungsaufgabe. Der Vorstand tritt gewöhnlich einmal pro Woche oder bei Bedarf ad hoc zusammen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie der Risikolage und des Risikomanagements. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung für den Konzern für das kommende Geschäftsjahr sowie die Mittelfristplanung (fünf Jahre) vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorsitzende des Vorstands den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats übernehmen.

Festlegungen nach § 76 Abs. 4 AktG und § 111 Abs. 5 AktG

In seiner Sitzung am 8. Juli 2015 hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft durch Beschluss gemäß § 111 Abs. 5 AktG die Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand, der zum Bilanzstichtag 1/7 beträgt, mit mindestens 1/7 zum 30. Juni 2017 festgelegt.

Bezüglich der Festlegung des Frauenanteils im Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG als voll mitbestimmter Gesellschaft kommen die gesetzlichen Vorgaben der fixen Mindestquote von 30% zur Anwendung.

In seiner Sitzung am 31. August 2015 hat der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG durch Beschluss gemäß § 76 Abs. 4 AktG die Zielgrößen des Frauenanteils in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands zum 30. Juni 2017 statuswahrend mit mindestens 6% in der ersten Führungsebene sowie mindestens 14% in der zweiten Führungsebene festgelegt.

Die Hauptversammlung

Die Aktionäre der HORNBACH Baumarkt AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Stammaktie der HORNBACH Baumarkt AG gewährt eine Stimme. Die Hauptversammlung entscheidet insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und wählt die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat sowie den Abschlussprüfer. Die Aktionäre werden regelmäßig mit einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsfinanzberichten sowie auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht wird, über wesentliche Termine unterrichtet. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt grundsätzlich der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Die HORNBACH Baumarkt AG bietet den Aktionären den Service eines weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreters.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des HORNBACH Baumarkt Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Finanz- und Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt neben der Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses auch die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts. Die HORNBACH Baumarkt AG verfügt über ein Risikomanagementsystem, das kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst wird. Die Einrichtung des Risikofrüherkennungssystems wird von den Abschlussprüfern geprüft.

Transparenz

Die Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Kommunikationsmedium ist hierbei hauptsächlich das Internet (www.hornbach-gruppe.de). Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA erfolgt durch

Quartalsfinanzberichte,
Halbjahresfinanzbericht,
Geschäftsbericht,
Bilanzpressekonferenz,
Telefonkonferenzen mit internationalen Finanzanalysten und Investoren
sowie Veranstaltungen mit Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland.

Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattungen sind im Finanzkalender, der im Internet unter www.hornbach-gruppe.de zu finden ist, zusammengefasst. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der HORNBACH Baumarkt AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der HORNBACH Baumarkt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen von Ad-hoc-Mitteilungen bekannt gemacht.

Directors' Dealings und Besitz von Aktien

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HORNBACH Baumarkt AG sowie die mit diesen in enger Beziehung stehenden Personen haben Transaktionen mit Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten nach Maßgabe von § 15a WpHG mitzuteilen.

Im Berichtsjahr wurde der Gesellschaft gemäß § 15a WpHG (Directors' Dealings) von Führungspersonen bzw. von Personen, die in enger Beziehung zu den Führungspersonen stehen, fünf Transaktionen gemeldet. Dabei wurden 13.720 Stück-Stammaktien der HORNBACH Baumarkt AG zu Kursen zwischen 32,52 € und 32,92 € im Gesamtvolumen von 448.402 € verkauft. Die Wertpapiergeschäfte sind auf unserer Website www.hornbach-gruppe.de [ Investor Relations > Corporate Governance ] veröffentlicht.

Wir geben den Besitz von Aktien der Gesellschaft von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern an, wenn er direkt oder indirekt größer als 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, geben wir den Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht an. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 liegen sowohl Einzelbesitz als auch Gesamtbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern unter der Schwelle von 1%.

Relevante Unternehmensführungspraktiken

Wir orientieren unser unternehmerisches Handeln an den Rechtsordnungen der verschiedenen Länder, aus denen sich für den Konzern der HORNBACH Baumarkt AG und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland vielfältige Pflichten ergeben. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen, Verordnungen und sonstigen Richtlinien hinaus haben wir konzerninterne Regelungen aufgestellt, die das Wertesystem und die Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln. Die nachfolgend genannten Informationen haben wir auf unserer Internetseite www.hornbach-gruppe.de unter "Investor Relations" in der Rubrik "Corporate Governance" (siehe Artikelübersicht) veröffentlicht.

Unser Wertesystem: das HORNBACH-Fundament

HORNBACH ist ein zukunftsorientiertes familiengeführtes Unternehmen und wird geprägt durch ein klares und eindeutiges Wertesystem. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem über Jahrzehnte gelebten Wertesystem wurde im Jahr 2004 das sogenannte HORNBACH-Fundament abgeleitet. Dieses Leitbild ist die Richtschnur für die Konzernstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere unternehmerische Verantwortung. Fest verankert sind darin die Grundwerte für den Umgang mit unseren Kunden, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander. Darüber hinaus verdeutlicht das Fundament Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten, was die Basis unseres unternehmerischen Erfolges ist [ Investor Relations > Corporate Governance ].

Compliance

Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis ist dafür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die HORNBACH-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet.

Bei HORNBACH besteht ein werteorientiertes Compliance-System. Dabei wird vorrangig das Ziel verfolgt, Compliance-Verstöße möglichst im Ansatz zu vermeiden. Das "HORNBACH-Fundament" ist die Grundlage des HORNBACH-Wertesystems und Richtschnur für die Unternehmensstrategie, für das tägliche Handeln aller Beschäftigten und die Übernahme sozialer Verantwortung.

Die im "HORNBACH-Fundament" genannten Leitsätze werden durch die "HORNBACH-Werte" konkretisiert. [ Investor Relations > Corporate Governance> Compliance ]. Dort sind, bezogen auf die Anspruchsgruppen "Staat und Gesellschaft", "Führungskräfte und Mitarbeiter", "Kunden, Lieferanten und Wettbewerber" sowie "Eigen- und Fremdkapitalgeber" Verhaltensmaßstäbe für Führungskräfte und Mitarbeiter niedergeschrieben. Diese betreffen unter anderem das Wahrnehmen der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, das wertschätzende Miteinander, das Beachten eines fairen Wettbewerbs, das integre Verhalten sowie die Finanzberichterstattung. Die "HORNBACH-Werte" sind in alle konzernweit relevanten Sprachen übersetzt und sämtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Die Compliance-Aktivitäten sind insbesondere auf die Risiken "Unlauteres Verhalten/Korruption" oder "Kartellrechtsverstöße" ausgerichtet. Die Entwicklung dieser Risiken sowie das eventuelle Auftreten neuer Risiken wird in einem halbjährlichen Turnus bei den Compliance-Beauftragten abgefragt. Zur Reduzierung der Risiken sind entsprechende Maßnahmen festgelegt.

Bei HORNBACH wird Compliance kontinuierlich von den Mitarbeitern und von den Geschäftspartnern eingefordert und überwacht. Compliance liegt in der Gesamtverantwortung des Vorstands. Eine wesentliche Komponente des Compliance-Systems bei HORNBACH ist das Compliance-Komitee, das als oberstes Beratungsgremium der Compliance-Organisation fungiert. Für die Koordinierung der konzernweiten Compliance-Aktivitäten ist der Chief Compliance Officer verantwortlich. Dieser berichtet an den Vorstand und ist verantwortlich für die fortlaufende Optimierung der Compliance-Organisation und -Strukturen im Konzern. Der Chief Compliance Officer wird dabei von dezentral, in allen HORNBACH-Regionen und Fachbereichen tätigen Compliance-Beauftragten unterstützt.

Das Compliance-System wird ab Mitte 2017 durch ein internetbasiertes Hinweisgebersystem ergänzt. Es bietet Mitarbeitern, Dienstleistern und Lieferanten in allen Ländern, in denen HORNBACH vertreten ist, die Möglichkeit in einen Dialog mit dem Chief Compliance Officer zu treten. So können Meldungen zu Compliance-Verstößen oder zu Verdachtsfällen, auf Wunsch auch anonym, abgegeben werden.

Das Compliance-System von HORNBACH wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

CSR-Leitlinie zur Einhaltung von Sozial-, Sicherheits- und Umweltstandards

Die Entwicklung von Unternehmensleitlinien bezüglich sozialer Mindeststandards, des Umweltschutzes, der Produktsicherheit und Chancengleichheit sowie die Überwachung von deren Einhaltung sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Im Rahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) haben wir konzernweit Regeln festgelegt, mit denen wir sicherstellen, dass HORNBACH seiner unternehmerischen Verantwortung gegenüber Mensch, Gesellschaft, Tier und Umwelt nachkommt [ Investor Relations > Corporate Governance > Corporate Social Responsibility ]. Geregelt werden in der CSR-Richtlinie vier Verantwortungsfelder:

Soziale Mindeststandards: Wir beachten beim Einkauf, dass bei der Herstellung der Produkte akzeptable soziale Mindeststandards eingehalten werden. Die von uns gesetzten Standards orientieren sich an den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), gehen teilweise aber auch darüber hinaus. Mit Hilfe standardisierter Fabrikaudits und gezielter Kontrollen vor Ort arbeiten wir aktiv an der Einhaltung der Regeln. Weiterhin stehen vor allem Direktimporte aus Nicht-EU-Ländern im Fokus dieser Bemühungen. Wir arbeiten daran, kontinuierlich immer höhere Anteile unserer Lieferanten und Vorlieferanten an dieses Regelwerk zu binden.
Schutz der Tropenwälder: Beim Einkauf von Holz und Holzprodukten achten wir darauf, dass der Holzan- und -abbau unter allgemein akzeptierten Regeln, insbesondere zum Schutz der Tropenwälder, erfolgt. Für alle von HORNBACH geführten Holzprodukte stellen wir sicher, dass dieses Holz nicht aus Raubbau stammt, sondern aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, und dass bei der Holzgewinnung die Sozial- und Arbeitsschutzstandards eingehalten werden. Hierzu arbeiten wir mit Umweltschutzorganisationen wie z. B. Greenpeace und WWF zusammen. HORNBACH führt eine große Anzahl von Artikeln, die das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) für nachhaltige Waldwirtschaft tragen. Tropenhölzer bieten wir nur an, wenn sie FSC-zertifiziert sind.
Produktsicherheit und Produktionsbedingungen: Unseren Kunden garantieren wir die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards bei allen Produkten. Im Rahmen eines mehrstufigen kontinuierlichen Verfahrens zur Qualitätssicherung und Überprüfung der Produktsicherheit stellt das Unternehmen dies sicher. Mitarbeiter des HORNBACH-Qualitätsmanagements nehmen die Kontrollen mit Unterstützung international zertifizierter Prüfinstitute vor. Neben umfangreichen Produkttests (zum Beispiel: Erstmusterprüfung) richtet sich das Augenmerk auf die Auditierung der Lieferanten in den Herstellerländern. Die Prüfer kontrollieren auch die Umwelt- und Sozialstandards der Fabriken. Damit wollen wir sicherstellen, dass keine Zwangsarbeiter oder Kinder an der Produktion unserer Waren beteiligt sind. Überdies wird stichprobenartig die gesamte Beschaffungskette - von der Fertigung über den Transport bis zum Verkauf in unseren Märkten - auf die Einhaltung der strengen Qualitätsstandards hin überprüft.
Chancengleichheit (Diversity): Wir achten darauf, dass bei unseren Mitarbeitern das Prinzip der Chancengleichheit herrscht. Wir wenden uns ganz generell konsequent gegen jede Art der Diskriminierung. HORNBACH sieht es als gesellschaftspolitische Aufgabe, sich intern und extern für eine liberale und offene Gesellschaft einzusetzen. In diesem Zusammenhang haben wir im Jahr 2008 die von der Bundesregierung initiierte "Charta der Vielfalt" der Unternehmen in Deutschland unterzeichnet.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts und richtet sich mit Ausnahme der individualisierten Offenlegung der Vergütung nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Vergütung des Vorstands

Vergütungssystem der HORNBACH Baumarkt AG

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen und gemäß den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) unter Beachtung der marktüblichen Vergütung festgelegt. Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus den Vergütungsbestandteilen jährliches Festgehalt und jährliche variable Vergütung zuzüglich markt- und konzernüblicher Nebenleistungen. Die Gesamtvergütung wird vom Aufsichtsrat regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft.

Jährliches Festgehalt:

Die Mitglieder des Vorstands erhalten ein jeweils einzelvertraglich festgelegtes jährliches Festgehalt in zwölf gleichen Teilbeträgen jeweils am Ende eines Kalendermonats ausgezahlt. Die Festgehälter sind abgestuft für den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und die ordentlichen Vorstandsmitglieder unterschiedlich festgelegt.

Variable Vergütung:

Die Mitglieder des Vorstands erhalten über das jährliche Festgehalt hinaus eine an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung orientierte jährliche variable Vergütung. Diese ist sowohl an Unternehmenszielen als auch an individuellen Zielen der Mitglieder des Vorstands orientiert. Als wesentlicher Erfolgsparameter für die Festlegung der variablen Vergütung dient der durchschnittliche Konzernjahresüberschuss (IFRS) der HORNBACH Baumarkt AG. Der Berechnung der variablen Vergütung liegt dabei der dreijährige Durchschnitt der Konzernjahresüberschüsse (IFRS) der HORNBACH Baumarkt AG zu Grunde.

Die individuelle Höhe der variablen Vergütung ist jeweils abgestuft für den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und jedes ordentliche Vorstandsmitglied unterschiedlich festgelegt. Sie liegt für kein einzelnes Vorstandsmitglied höher als 1% vom dreijährigen Durchschnitt der Konzernjahresüberschüsse (IFRS) der HORNBACH Baumarkt AG. Die aus dem durchschnittlichen Konzernjahresüberschuss (IFRS) errechnete variable Vergütung wird in Höhe von bis zu 25% nach der Erreichung der für das jeweilige Geschäftsjahr individuell für jedes Vorstandsmitglied vereinbarten Ziele in mehreren Stufen ermittelt und festgelegt. Dem liegen im Vorhinein vereinbarte individuelle Ziele für jedes einzelne Vorstandsmitglied zu Grunde. Zur Festlegung dieser Ziele treffen der Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG und das jeweilige Vorstandsmitglied jeweils vor Beginn eines Geschäftsjahres eine Zielvereinbarung, in der die individuellen Ziele, deren prozentuale Gewichtung und der jeweilige Grad der Zielerreichung durch das Aufsichtsratsplenum festgelegt werden. Nach Abschluss des Geschäftsjahres stellt das Aufsichtsratsplenum den Grad der Zielerreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds fest.

Die Festlegung des weiteren 75%-Anteils der variablen Vergütung erfolgt ausschließlich am durchschnittlichen Konzernjahresüberschuss (IFRS) der HORNBACH Baumarkt AG der letzten drei Jahre. Für alle Mitglieder des Vorstands ist die variable Vergütung begrenzt auf maximal 150% des jeweiligen Festgehalts des einzelnen Vorstandsmitglieds. Eine darüber hinaus gehende variable Vergütung wird nicht gewährt.

Verhältnis der Vergütungsbestandteile untereinander:

Das Verhältnis zwischen dem Festgehalt und den variablen Vergütungsbestandteilen ist nicht fest vorgegeben. Insbesondere besteht - mit Ausnahme der höhenmäßigen Begrenzung auf maximal 150% des Festgehalts - keine betragsmäßige Verknüpfung zwischen dem jährlichen Festgehalt und der jährlichen variablen Vergütung.

Im Rahmen der jährlichen variablen Vergütung ist sichergestellt, dass der überwiegende Teil der variablen Vergütung (75%) langfristig orientiert ist und somit der vom Gesetzgeber geforderten überwiegenden Mehrjährigkeit entspricht. Im Einzelfall kann das Vergütungssystem vom Aufsichtsratsplenum unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben angepasst werden, sofern dies unter Berücksichtigung der Aufgaben und der Leistungen des Vorstandsmitglieds für erforderlich erachtet wird.

Altersversorgung und Ruhegehaltszusage

Die Mitglieder des Vorstands der HORNBACH Baumarkt AG erhalten einzelvertragliche Ruhegehaltszusagen. Diese bestehen aus einer beitragsorientierten Altersversorgung in Höhe von 25% des Festgehalts, auszahlbar zu jeweils 50% zum 31. August bzw. 28./29. Februar des Jahres. Folgende wesentliche Einzelheiten liegen der beitragsorientierten Altersversorgung zugrunde:

Unmittelbare, beitragsorientierte Kapitalzusage im Durchführungsweg Direktzusage,
Aufbau eines Deckungskapitals und bilanzielle Saldierung mit den Pensionsrückstellungen,
Altersleistung nach Ausscheiden ab Alter 65 oder gegebenenfalls früher, jedoch mindestens ab Alter 60 nach Beschluss des Aufsichtsrats als Einmalzahlung, in mehreren Jahresraten oder als Rente, bei Tod oder Invalidität Einmalzahlung in Höhe des gebildeten Versorgungskapitals,
Garantieverzinsung des Versorgungskapitals in Höhe von 2% p. a. zuzüglich einer Überschussrendite aus der Kapitalzusage,
Unverfallbarkeit der Ansprüche für alle heutigen Vorstandsmitglieder,
Insolvenzversicherung über den Pensions-Sicherungs-Verein, Köln, mit zusätzlicher Absicherung über die Bildung eines Treuhandvermögens aus den Versorgungsbeiträgen,
Jährliche Anpassung von 1% der laufenden Renten,
Freiwillige Beiträge des Vorstandsmitglieds aus zukünftig fälligen fixen und variablen Vergütungsbestandteilen in beliebiger Höhe bis maximal einer gesamten Jahresvergütung.

Regelungen bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen (Abfindungsregelungen)

In den Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder sind keine Abfindungsregelungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund und für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit in Folge eines Kontrollwechsels (change of control) enthalten. Insoweit weicht die HORNBACH Baumarkt AG von den Regelungen der Ziffer 4.2.3 Abs. 4 und 5 des Deutschen Corporate Governance Kodexes ab. Im Einzelfall können jedoch Zahlungen an ein vorzeitig ausscheidendes Vorstandsmitglied durch einen entsprechenden Beschluss des Aufsichtsrats insbesondere dann gewährt werden, wenn das Vorstandsmitglied sein vorzeitiges Ausscheiden nicht selbst zu vertreten hat.

Weitere Leistungen

Die Mitglieder des Vorstands der HORNBACH Baumarkt AG erhalten insbesondere die folgenden weiteren Leistungen in markt- und konzernüblicher Art und Weise, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden:

Erstattung von Reisekosten und sonstigen im Interesse der HORNBACH Baumarkt AG getätigten Aufwendungen nach Aufwand,
Zuschüsse zur privaten Krankenversicherung, zur freiwilligen Rentenversicherung bzw. alternativ zu Beiträgen für eine private Lebensversicherung,
Unfallversicherung für den Todes- und Invaliditätsfall,
befristete Fortzahlung der Bezüge im Krankheits- sowie Todesfall,
Anspruch auf Stellung eines Dienstwagens zur dienstlichen und privaten Nutzung.

Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2016/2017

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/2017 betragen 5.687 T€. Dabei entfallen 2.805 T€ auf die feste Vergütung und 2.882 T€ auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2016/2017 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (Dotierung Pensionsrückstellung) in Höhe von 663 T€ angefallen. Die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder belaufen sich auf insgesamt 1.268 T€ (Vj. 1.247 T€). Sämtlichen Pensionsrückstellungen stehen Wertguthaben gegenüber.

Mit Blick auf die Größe und Marktstellung des Unternehmens sind die Gesamtbezüge des Vorstands unseres Erachtens insgesamt angemessen. In der Hauptversammlung 2016 stimmten die Aktionäre mit Dreiviertelmehrheit dafür, bis einschließlich Geschäftsjahr 2020/2021 auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge zu verzichten (Opting-out-Klausel).

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung der HORNBACH Baumarkt AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung von 20.000 €, die am Tag nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das betreffende Geschäftsjahr entgegennimmt, nachträglich zahlbar ist. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Doppelte der festen Vergütung.

Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats angehören, erhalten zusätzlich eine feste Ausschussvergütung, die für den Finanz- und Prüfungsausschuss 9.000 €, für den Personalausschuss 6.000 € und für den Vermittlungsausschuss, sofern dieser getagt hat, 4.000 € beträgt, die zusammen mit der festen Vergütung nachträglich zahlbar ist. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem Ausschuss des Aufsichtsrats den Vorsitz inne haben, erhalten das Zweieinhalbfache der jeweiligen Ausschussvergütung.

Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016/2017 beläuft sich auf insgesamt 515 T€. Dabei entfallen 390 T€ auf die Grundvergütung und 125 T€ auf die Ausschusstätigkeit. Die Vergütungen für weitere Aufsichtsratmandate in der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA bzw. in der HORNBACH Management AG belaufen sich für das Geschäftsjahr 2016/2017 auf insgesamt 364 T€ (Grundvergütungen 245 T€, Ausschussvergütungen 119 T€).

CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

Die HORNBACH-Gruppe hat ihr unternehmerisches Handeln im Sinne der Corporate Social Responsibility (CSR) in einem Regelwerk geordnet. Darin wird sichergestellt, dass das Unternehmen seiner Verantwortung für Mensch, Umwelt, Tier und Gesellschaft nachkommt [siehe www.hornbach-gruppe.de: Investor Relations > Corporate Governance > Corporate Social Responsibility].

Verantwortung für die Umwelt

Nur Holz aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft

Wir machen uns dafür stark, die Aufmerksamkeit der Kunden auf Hölzer mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council® (FSC® ) zu lenken. Bereits 1996 hatte sich unser Unternehmen freiwillig gegenüber dem WWF und Greenpeace verpflichtet, keine unzertifizierten Tropenhölzer zu importieren. HORNBACH garantiert, dass alle angebotenen Holzprodukte aus zertifizierten Beständen stammen. Einer der Tätigkeitsschwerpunkte der Abteilung Qualitätsmanagement, Umwelt & CSR ist der Einsatz zum Schutz der Tropenwälder und für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft, in der zudem die Sozial- und Arbeitsschutz-Standards eingehalten werden. Durch diese Ausrichtung war HORNBACH sehr gut auf die 2013 in Kraft getretene europäische Holzhandelsverordnung (995/2010) vorbereitet. Diese Verordnung beinhaltet unter anderem eine Sorgfaltspflicht für alle in die EU importierten Hölzer und Holzprodukte und verbietet den Import von illegal geschlagenen Hölzern.

Umfangreichstes FSC-Angebot

Viele Verbraucher sehen Baumärkte in einer besonderen Verpflichtung, ausschließlich Holzprodukte aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft anzubieten. Um dem Wunsch der Kunden und gleichzeitig unserem verantwortungsbewussten Selbstverständnis gerecht zu werden, erhielt HORNBACH im Jahr 2007 als erste international tätige Baumarktkette das FSC-Handelskettenzertifikat GFA-COC-002007. Es gewährleistet eine kontrollierte Lieferkette vom Ursprungsort des Holzes bis zum Endprodukt. Die jährliche Auditierung durch ein unabhängiges Prüfinstitut stellt die Berechtigung zum Tragen des Zertifikats sicher. In allen HORNBACH-Filialen können Handwerksbetriebe und Heimwerker aus einem Angebot von mehreren tausend Holzprodukten mit dem FSC-Warenzeichen auswählen.

Gegen handgehauene Natursteine

Häufig werden Steine unter menschenunwürdigen Bedingungen händisch gehauen: Mit der konsequenten Auslistung dieser Ware setzt die HORNBACH Baumarkt AG ein Zeichen. Sie garantiert, dass nur noch Steine aus verantwortungsvollen Quellen angeboten werden. Alle Direktimport-Lieferanten und deren Fabrikstätten werden in regelmäßigen Abständen, mindestens alle zwölf Monate, durch akkreditierte und zertifizierte Prüfinstitute auditiert. Den Auditumfang und Inhalt haben wir aus den bekannten Standards BSCI, ISA 9001ff, ILO, ISO 14001, ISO 26001 und SA 8000 entnommen und gemäß unserer Bedürfnisse geschärft. Die Vorlieferanten unserer Lieferanten - in diesem Fall Steinbrüche - werden direkt durch unsere Lieferanten zur Einhaltung unserer Richtlinien angewiesen.

Neue Wege beim Pflanzenschutz

HORNBACH hat bereits im vergangenen Jahr Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat aus seinem Sortiment genommen. Ausgelistet wurden ebenfalls Mittel mit Insektiziden, die als bienengefährdend (B1) eingestuft werden oder zur Gruppe der Neonicotinoide zählen. Mit diesen Schritten unterstützt HORNBACH seine Kunden beim naturnahen Gärtnern und hilft dabei, Risiken für Mensch und Umwelt zu reduzieren. Diesen Weg geht Hornbach in engem Dialog mit Lieferanten und Herstellern, mit denen gemeinsam Alternativen ausgelotet und in das HORNBACH-Sortiment aufgenommen wurden. Die Kunden werden von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gartenmärkten sachkundig über Wirkungsweise und Anwendung der Produkte informiert. Beim Branchenverband BHB (Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.) wird HORNBACH den Branchendialog Garten weiter vorantreiben.

HORNBACH setzt auf Wohngesundheit

Die Sensibilität der Konsumenten gegenüber Schadstoffen in der Luft und in Produkten hat stark zugenommen. Heimwerker und Bauherren achten verstärkt auf die Zusammensetzung der eingesetzten Materialien. Hinzu kommt der Trend, Gesundheit nicht mehr nur als Gegenteil von Krankheit zu betrachten: Wohlfühlen, Entspannen und ein gutes Raumklima stehen im Vordergrund.

Beim Neubau und der Sanierung von Wohnhäusern steht spätestens seit der Energieeinsparungsverordnung die Energieeffizienz an oberster Stelle. Das Problem dabei: Durch Dämmung und entsprechend konstruierte Fenster werden die Räume nahezu luftdicht abgeschlossen. So bleibt zwar das Raumklima konstant, doch Schadstoffe in der Luft können kaum noch abtransportiert werden. Das Projekt Wohngesundheit hat das Ziel, beim Bau und der Gestaltung von Innenräumen Schadstoffbelastungen zu vermeiden. Zu erkennen sind diese Produkte durch Prüfsiegel wie den "Blauen Engel" oder das Siegel des Eco-Instituts.

Kompetenter Partner beim Energiesparen

Gesetzlich geregelte Energiesparverordnungen drängen Bauherren und Besitzer, diese neuen Regelungen umzusetzen. HORNBACH ist ein kompetenter Partner und verfügt über das notwendige Sortiment, um Kunden bei der Umsetzung ihres Energiesparprojektes zu helfen. Große Einsparmöglichkeiten bieten neue Fenster und Türen, die Fassadendämmung sowie Dach- und Kellerdeckendämmung. In unserem Sortiment gibt es darüber hinaus eine breite Palette an Einspar-Artikeln: Begonnen bei effizienten Beleuchtungsanlagen bis hin zu Standby-Killern, über Wasserspar-Artikel und Vollwärmeschutz bis hin zu einer neuen Pellet- oder Hightech-Wärmepumpenheizung.

Ganzheitliches Abfallkonzept mit Kundenservice

Umweltengagement ist heute, auch unter dem Gesichtspunkt knapper werdender Ressourcen, nicht mehr denkbar ohne Recycling. Um die Anzahl der Transporte so gering wie möglich zu halten, werden in den HORNBACH-Märkten und Logistikzentren für die volumenstarken Fraktionen Papier und Kunststoff Ballenpressen eingesetzt. Ein ganzheitliches Abfallkonzept fördert das Trennen und damit die Wiederverwertung der Wertstoffe als Sekundärrohstoffe und verringert gleichzeitig die Menge nicht verwertbarer Stoffe.

Unsere Kunden in Deutschland haben die Möglichkeit, kaputte Energiesparlampen, LEDs und Leuchtstoffröhren in entsprechenden Sammelboxen im Markt kostenlos abzugeben. Mit dieser im November 2011 eingeführten freiwilligen Leistung erleichtert HORNBACH den Konsumenten die Entsorgung zu den üblichen Öffnungszeiten, die wesentlich großzügiger sind als die der kommunalen Sammelstellen. Seit 2013 beteiligt sich HORNBACH federführend an der von den beiden Verbänden BHB und dem "Verband kommunaler Unternehmen" (VKU) verhandelten Rahmenbedingung. Hierbei werden alte oder defekte Elektrokleingeräte wie Bohrmaschinen, Stichsägen, Akkubohrer sowie auch baumarktfremde Produkte wie z.B. Rasierer und Toaster zurückgenommen. Die gesammelten Elektroaltgeräte werden dann von kommunalen Entsorgungsunternehmen kostenlos abgeholt. Ziel ist es, auch damit einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten und zu verhindern, dass solche Produkte widerrechtlich über den Hausmüll entsorgt werden. Auf die mittlerweile vom Gesetzgeber erlassene verpflichtende Rücknahme von Elektroaltgeräten waren wir durch die vorangegangenen freiwilligen Maßnahmen gut vorbereitet.

Online-Recyclingportal für Operative und Verwaltungen

In unseren HORNBACH Bau- und Gartenmärkten fallen eine Vielzahl von verschiedenen Abfallarten an. Zur Vereinfachung der Entsorgung hat HORNBACH 2015 ein eigenes internetbasiertes Recyclingportal eingeführt. Zunächst war diese Art der Bestellung und Abfuhr von Entsorgungsbehältern in den Niederlanden, in Teilen Deutschlands und Österreich eingeführt worden. Heute wird das Portal von 135 Märkten in sechs Ländern, sieben Logistikzentren und Verwaltungen genutzt.

Ausbau der eigenen Wertstoffabholung

Im Geschäftsjahr 2014/2015 starteten wir mit speziellen Lkw, den HORNBACH-Wertstofflinern, die eigene Abholung der Wertstoffe aus unseren Filialen. Die HORNBACH-Wertstoffliner fahren in weiten Teilen Deutschlands, in Österreich, den Niederlanden, in Schweden, Luxemburg und der Schweiz. Dadurch sind wir in der Lage, große Mengen an Wertstoffen in den Märkten abzuholen und an den gewünschten Recyclingort wie zum Beispiel Papierfabriken zu liefern. HORNBACH stellt so sicher, dass eine Weiterverarbeitung auf direktem Weg erfolgen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Lkw - sofern sie keine Wertstoffe geladen haben - in das Marktbelieferungsnetz eingebunden sind. So werden Leerfahrten vermieden und Märkte, die ohnehin auf der Entsorgungsroute des Lkw liegen, können mit notwendigen Waren versorgt werden. Das Konzept soll ausgeweitet werden.

CSR-System zur Risikofrüherkennung

In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Start-up-Unternehmen Sophiesystems und der Universität Wien hat HORNBACH die sogenannte CSR-Map entwickelt. Hinter dem Namen versteckt sich ein IT-System, mit dem mögliche Lieferrisiken früher erkannt und bestenfalls vermieden werden können. Die CSR-Map steht auf zwei Pfeilern. Zum einen enthält sie eine Fülle von Daten: Hierzu gehören alle relevanten Artikelstammdaten des HORNBACH-Sortiments, außerdem alle Lieferanten-Auditberichte, die von den Prüfinstituten an HORNBACH übergeben werden. Für jedes - zunächst außereuropäische - Land werden international anerkannte Indizes hinterlegt, darunter Korruptionsindizes, Umweltindizes (verknüpft mit der landesspezifischen Gesetzgebung) und Sozialindizes. Alle diese Daten zusammen ergeben einen sogenannten Risikobaum, anhand dessen einzelne Artikel bewertet werden können. Zum anderen ist die CSR-Map mit einem Nachrichtensystem verknüpft, das Meldungen in Echtzeit verarbeitet. Die Nachrichten werden in Beziehung gesetzt zu den eingegebenen Produkten, Fabriken und Lieferanten. So kann das System beispielsweise bei Umweltkatastrophen sofort reagieren und färbt betroffene Artikel rot.

Logistik verbindet Wirtschaftlichkeit mit Umweltschutz

HORNBACH leistet auch durch die Arbeit seiner Logistikzentren einen Beitrag zum Umweltschutz. So wurde in der Konzernlogistik im Geschäftsjahr 2016/2017 weiter an der Reduzierung des CO2 -Ausstoßes gearbeitet: Durch die Eröffnung neuer Logistikstandorte und zusätzlicher Auslieferwerke gelang es, softwaregesteuert die Transportdistanzen zu reduzieren. Des Weiteren werden neben dem Transport durch Lastkraftwagen auch alternative Transportmittel genutzt. So wird beispielsweise für den Alpentransit schwerer Güter wie Fliesen, die Bahn genutzt. Ebenso wird der Container-Nachlauf aus den Importhäfen Rotterdam und Hamburg nicht per LKW, sondern durch Binnenschiffe und Bahn abgewickelt.

Ein weiterer Hebel zur Reduktion des CO2 -Ausstoßes ist die intelligente Steuerung von Warenlieferungen an unsere Märkte. In Zusammenarbeit mit den Lieferanten stehen optimale Frachtraumauslastung und effiziente Routenplanung im Vordergrund. Durch eine ganzheitliche Transportplanung können verlässliche Termine für Spediteure und Kunden im Markt ausgegeben werden. Das führt zu deutlich kürzeren Wartezeiten und einem ressourcenschonenden Lkw-Einsatz. Überdies führt es zu verbesserten Arbeitsbedingungen für Fahrer und Mitarbeiter.

Durch die Einführung eines vollständigen elektronischen Datenaustauschs zwischen HORNBACH und den Lieferanten wird eine größere Transparenz in der Lieferkette geschaffen. Durch die vereinfachte Datenverfügbarkeit entfällt der Ausdruck vieler Papierseiten. HORNBACH treibt dazu als Mitglied des Arbeitskreises Logistik beim Branchenverband BHB gezielt Lösungen zur Digitalisierung und Standardisierung voran.

Um Rohstoffe einzusparen, ist es der Logistik ein besonderes Anliegen, Waren von unnötigem Verpackungsmaterial zu befreien. Durch den Einsatz von mehrwegfähigen und langlebigen Transportbehältern ist dies zu einem Großteil möglich. Diese Behälter nutzt HORNBACH in den Kreisläufen zwischen Lieferanten, Logistikzentren und Märkten.

Niedrige Verbräuche im Pkw-Fuhrpark

Für das Fuhrparkmanagement des Konzerns spielen ökologische und ökonomische Themen ebenfalls eine große Rolle: Die CO2 - Grenzwerte der drei gelisteten Fahrzeugklassen bewegen sich zwischen 125 und 150 g/km. Dabei werden bei der Aktualisierung des Portfolios Modelle mit verbrauchsarmen und neuesten Motortechnologien favorisiert. Der Durchschnittsverbrauch (gemäß Herstellerangaben) der bestellten Fahrzeuge lag im vergangenen Geschäftsjahr bei durchschnittlich 4,3 Liter/100 km, der durchschnittliche CO2 -Ausstoß (gemäß Herstellerangaben) bei 112,3 g/km.

In Ergänzung zu den bereits gelisteten Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen wurde ein erstes reines Elektro-Fahrzeug als Poolfahrzeug angeschafft. In Abhängigkeit der technischen Weiterentwicklungen, insbesondere im Hinblick auf die Reichweite, ist auch ein Einsatz von Elektro-Fahrzeugen im Bereich der Dienstwagen zukünftig denkbar.

Durch die Berücksichtigung des Kraftstoffverbrauchs bei der Berechnung der monatlichen Mobilitätsrate ist für den Fahrer ein Anreiz geschaffen, ein verbrauchsärmeres Fahrzeug auszuwählen.

Energieeinsparung in Märkten und Logistikzentren

Auch beim Bau und Betrieb der Märkte kommt aktiver Umweltschutz zum Tragen. Von der Beleuchtungstechnik profitieren nicht nur alle neuen Märkte: Im Berichtsjahr wurde ein weiterer bestehender Markt aufgerüstet, so dass mittlerweile 125 Filialen über die neue Technik verfügen. Kernstück der nachhaltigen Beleuchtungstechnologie ist die Einführung von elektronischen Vorschaltgeräten beim Betrieb der Halogenmetalldampflampen. Durch eine übergeordnete Beleuchtungssteuerung besteht nun die Möglichkeit, die Leuchten zu dimmen und nur so viel Licht abzurufen, wie in dem jeweiligen Bereich benötigt wird. Zudem wird die Beleuchtungsanlage optimal auf das Tageslicht abgestimmt. Der Einbau großer Lichtkuppeln bzw. langer Lichtbänder in den Dächern der neuen Märkte unterstützt die Nutzung natürlichen Lichts. Die neue Beleuchtungstechnik erhöht nicht nur die Betriebsdauer der Leuchtmittel um rund 50%, sondern reduziert auch die jährlichen Energiekosten. Überdies verbessert sie sichtbar die Lichtqualität an den Regalen.

Einen weiteren Beitrag zur Energieeinsparung leistet die Gebäudeleittechnik (GLT), die wir vor einigen Jahren in den Neubaustandard übernommen haben. Die GLT steuert die Betriebszeiten der Verbrauchsanlagen bedarfsgerecht und optimiert somit den Energieverbrauch. Es sind insgesamt 142 unserer Filialen mit dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet.

Der Effizienzgedanke steht auch bei der Heizenergie im Vordergrund. Dort sorgt eine konsequente Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlagen für einen geringeren Verbrauch. Diese Technik kommt beim Bau neuer Märkte ebenso zum Tragen wie eine verbesserte Wärmedämmung durch ein neues Fassadensystem. Die im Berichtsjahr eröffneten neuen Märkte profitieren davon.

Jeder HORNBACH-Markt hat die Möglichkeit, sich anhand der wöchentlichen Verbrauchsstatistiken (Strom und Wärme) ein genaues Bild über die Energieeffizienz der Filiale zu machen. Mit Hilfe der verschiedenen Energieeinspartechnologien konnten wir den jährlichen CO2 -Ausstoß unseres konzernweiten Filialnetzes im Berichtsjahr weiter verringern.

Zusätzlich zu den Bemühungen in unseren Bau- und Gartenmärkten wurden einige Neuerungen in den HORNBACH-Logistikzentren umgesetzt: In einem ersten Schritt wurden Lichtanalysen durchgeführt. Die Analysen haben Energie-Einsparungspotenziale sichtbar gemacht. Ein Pilotprojekt zur LED-Ausstattung der Logistikzentren konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Im neuen Geschäftsjahr sind erste Umsetzungen geplant. Des Weiteren war der Test mit Schnelllauftoren erfolgreich und konnte dazu beitragen Heizkosten zu reduzieren.

Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vielfalt und Chancengleichheit unter den Mitarbeitern

Die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung ist oberstes Prinzip für uns beim Umgang mit unseren Mitarbeitern. Ethnische Herkunft, Geschlecht, Alter, Sexualität, körperliche Einschränkungen oder Religionszugehörigkeit spielen bei der Beurteilung von Bewerbern keine Rolle. Ausschlaggebend sind allein fachliche Kompetenz, Lernbereitschaft und Teamgeist. Mit der Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt" im Jahr 2008 hat sich das Unternehmen deutlich zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld bekannt. In den neun Ländern, in denen HORNBACH tätig ist, arbeiten Menschen aus insgesamt 68 Nationen und fünf Erdteilen.

Für Zukunftschancen - gegen Fachkräftemangel

HORNBACH unterstützt seit einigen Jahren das Projekt CHANCENWERK und betont so den Anspruch, jungen Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Religion, gleiche Ausbildungschancen zu bieten. Ziel des Projekts ist die Förderung von Jugendlichen aus unterschiedlichen, mitunter schwierigen sozialen Verhältnissen. HORNBACH unterstützt in Kooperation mit CHANCENWERK Schüler in drei deutschen Städten: Unter anderem bieten Mitarbeiter aktive Bewerbertrainings an, unsere Auszubildenden berichten in den Schulen aus Ihrem Arbeitsalltag, und die Baumärkte vor Ort bieten Praktika und - im besten Fall - Ausbildungsplätze an.

Personalentwickung: Jeder kann alles werden

Dieses Motto zieht sich bei HORNBACH durch die Bereiche Fach- und Führungskräfteentwicklung. Ausgebildet wird dabei nur nach dem tatsächlichen Bedarf. Die Ausbildungsquote liegt über 7 Prozent. Das gewährleistet, dass alle Auszubildenden und Dual-Studierenden gute Chancen haben, bei HORNBACH übernommen zu werden. Die Übernahmequote lag im Berichtszeitraum bei 68 Prozent. 95 Prozent der Auszubildenden und Dual Studierenden bestanden ihre Prüfung bereits beim ersten Anlauf. Zudem nutzten ehemalige Auszubildende zunehmend die Möglichkeit, im Anschluss an die Ausbildung ein duales Studium bei HORNBACH zu absolvieren. Erstmals konnte HORNBACH einen eigenen Kurs an der DHBW Karlsruhe stellen und so die Grundlage einer soliden Vernetzung der im Unternehmen beschäftigten Studentinnen und Studenten schaffen.

Der Nachwuchs an Führungskräften stammt bevorzugt aus den eigenen Reihen. Für alle Positionen im Markt wurden dafür eigene Qualifizierungsmodule entwickelt, eingebettet in ein ganzheitliches Nachwuchsprogramm. Allen Mitarbeitern steht diese Laufbahn offen, es zählen allein Leistung und persönliches Potenzial.

Mitarbeiterzufriedenheit im Mittelpunkt

Der Unternehmenserfolg der HORNBACH-Gruppe ist eng an die Kompetenz und den Leistungswillen seiner Mitarbeiter geknüpft. Ihre Bereitschaft, die Ärmel hochzukrempeln, um das Konzernergebnis stetig weiter zu verbessern, wird durch unser Prämienmodell honoriert. Um unsere Mitarbeiter aber noch mehr am Unternehmenserfolg zu beteiligen, bieten wir ihnen die Möglichkeit, Belegschaftsaktien der HORNBACH Baumarkt AG zu erwerben.

In 2016 wurde bereits zum dritten Mal die Mitarbeiterbefragung KLARTEXT durchgeführt. Der darin gemessene Engagementindex ist auf einem konstant hohen Niveau von 78 von 100 Punkten. Auch die Rücklaufquote von 71% zeigt das hohe Vertrauen der Mitarbeiter in HORNBACH sowie das ausgeprägte Interesse der Mitarbeiter an der steten Verbesserung von Arbeitsumfeld und Zusammenhalt.

Auch in einem positiven Arbeitsumfeld sind Konflikte zwischen Mitarbeitern oder mit den Vorgesetzten nicht vermeidbar. Um den Mitarbeitern eine neutrale Anlaufstelle zu bieten, wurde bei HORNBACH die Stelle des Ombudsmannes geschaffen: Er ist Ansprechpartner für die Mitarbeiter, der zunächst auch aufgesucht werden kann, ohne den Konfliktgegner einzubeziehen. Wenn in einem ersten Gespräch deutlich wird, dass eine Vermittlung zwischen den beiden Konfliktparteien notwendig ist, wird der Ombudsmann aktiv. Seine Aufgabe ist es dann, beide Seiten zu hören, zu moderieren und den Konflikt im besten Fall zu lösen. Dem Mitarbeiter soll durch die Schlichtung kein Nachteil entstehen. Diese neutrale Anlaufstelle wird von den Mitarbeitern konzernweit genutzt und genießt hohe Akzeptanz.

Verantwortung für die Gesellschaft

HORNBACH Stiftung "Menschen in Not"

Ein besonderes Zeichen sozialer Verantwortung für unsere Mitarbeiter wurde 2002 durch die Gründung der HORNBACH Stiftung "Menschen in Not" gesetzt. Die Stiftung hilft seitdem bei Unfällen, schwerer Krankheit oder tragischen Todesfällen. Ihre Solidarität mit der Stiftung dokumentieren die Mitarbeiter unternehmensweit durch die Aktion "Mitarbeiter helfen Mitarbeitern", deren eingehende Spenden zusätzlich von der HORNBACH Baumarkt AG verdoppelt werden. Die Stiftung ist aber auch für Personen außerhalb des Unternehmens Anlaufstelle in extremen Notsituationen. Insgesamt hat die Stiftung im Berichtsjahr 107 Menschen mit einer Gesamtsumme in Höhe von nahezu 170.000 € unterstützt. Davon gingen 37.000 € an Kolleginnen und Kollegen, die aufgrund der starken Regenfälle 2016 von Hochwasser betroffen waren.

Kinder und Jugend im Mittelpunkt

Unser gesellschaftliches Engagement beschränkt sich jedoch nicht allein auf unsere Stiftung. HORNBACH fördert die Arbeit vieler lokaler Vereine und Einrichtungen rund um unsere Standorte. Bei der Auswahl der Projekte stehen generell Vorhaben mit langfristigem Nutzen für Kinder und Jugendliche im Vordergrund. Umweltschutz und Denkmalpflege sind weitere Bereiche, in denen sich das Unternehmen für die Gesellschaft engagiert.

Engagiert in der Metropolregion Rhein-Neckar

Als Mitglied des Vereins der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar stärkt unsere Unternehmensgruppe die Region. Ziel ist es, die Attraktivität, Innovationskraft und Wirtschaftsstärke der Region nach außen zu tragen. Alle zwei Jahre veranstaltet die Metropolregion Rhein-Neckar den Freiwilligentag, bei dem Interessierte eingeladen sind, sich für soziale Projekte in ihrer Umgebung tatkräftig zu engagieren. Genau das Richtige für HORNBACH: Auch 2016 beteiligten sich das Unternehmen mit der Ausgabe von Gutscheinen und viele Mitarbeiter mit Herzblut und Muskelkraft. Es wurde gestrichen, gebaut, gesägt und gejätet. Über Abteilungsgrenzen hinweg waren Kolleginnen und Kollegen aktiv im Landauer Zoo, in Schulen und Kindergärten und bei weiteren Projekten in der Region.

Sicherstellung internationaler Mindeststandards

HORNBACH stellt seit nun mehr als zehn Jahren auf freiwilliger Basis sicher, dass in den für HORNBACH produzierenden Fabriken die sozialen Mindeststandards eingehalten werden. Dafür setzt HORNBACH unabhängige Prüfinstitute ein, die in regelmäßigen Abständen die Fabriken nach internationalen Standards überprüfen und bewerten. Zu den Prüf- und Bewertungskriterien zählen unter anderem die Einhaltung der lokalen und staatlichen Umweltgesetzgebung, keine Beschäftigung von Zwangsarbeitern sowie ein Mindestalter für Arbeitskräfte. Aber auch die Einhaltung von weiteren Standards wird überwacht. Zu diesen zählen beispielsweise: Kein Hinterlegen der Ausweispapiere beim Arbeitgeber, keine Androhung oder gar Ausübung von physischer oder psychischer Gewalt, Gewährleistung von Standards in den Bereichen Brandschutz und Arbeitssicherheit sowie ausreichend und leicht zugängliche Fluchtwege. Eine umfassende Beschreibung finden Sie in der HORNBACH-CSR-Richtlinie [ Investor Relations > Corporate Governance > Corporate Social Responsibility ].

Gekauft wird bei HORNBACH nur von Zulieferern, die diese Grundregeln der sozialen Verantwortung anerkennen. Die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) dienen als Grundlage für das HORNBACH-Regelwerk und wurden nach unseren Bedürfnissen erweitert. Unsere Lieferanten müssen diese Standards auch bei ihren Vorlieferanten sicherstellen. HORNBACH arbeitet aktiv und nachdrücklich daran, dass diese Regeln eingehalten werden, Schwachstellen gezielt ermittelt und umgehend behoben werden.

DIE HORNBACH BAUMARKT-AKTIE

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Kennzahlen der HORNBACH Baumarkt-Aktie 2016/2017 2015/2016 2014/2015 2013/2014 2012/2013
Jahresschlusskurs1) 29,72 25,77 32,60 30,50 26,00
Höchstkurs1) 31,50 38,60 34,98 31,10 26,40
Tiefstkurs1) 23,69 24,51 26,56 24,00 24,20
Ausgegebene Aktien Stück 31.807.000 31.807.000 31.807.000 31.807.000 31.807.000
Marktkapitalisierung T€ 945.304 819.666 1.036.908 970.114 826.982
Ergebnis je Aktie 1,66 2,28 2,19 1,77 1,64
Kurs-Gewinn-Verhältnis2) 17,9 11,3 14,9 17,2 15,9
Buchwert je Aktie 31,77 30,59 29,02 27,10 25,83
Kurs-Buchwert-Verhältnis3) 0,9 0,8 1,1 1,1 1,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit je Aktie 3,62 3,35 3,38 4,54 2,98
Kurs-Cashflow-Verhältnis4) 8,2 7,7 9,7 6,7 8,7
Dividende je Aktie5) 0,68 0,68 0,60 0,60 0,50
Ausschüttungssumme5) T€ 21.629 21.629 19.084 19.084 15.904
Ausschüttungsquote5), 6) % 41,0 29,8 27,4 33,9 30,5
Dividendenrendite7) % 2,3 2,6 1,8 2,0 1,9
Performance mit Dividende % 18,6 -19,5 8,9 19,7 5,8
Performance ohne Dividende % 15,3 -21,0 6,9 17,3 3,8
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag1) Stück 8.201 10.246 10.476 2.968 1.548

1) im Xetra-Handel

2) Jahresschlusskurs ÷ Ergebnis je Aktie

3) Jahresschlusskurs ÷ Buchwert je Aktie

4) Jahresschlusskurs ÷ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit je Aktie

5) 2016/2017: Vorschlag an die Hauptversammlung 2017

6) Dividende je Aktie ÷ Ergebnis je Aktie

7) Dividende je Aktie ÷ Jahresschlusskurs

Das Börsenjahr 2016/2017

Ein Jahr zum Vergessen, dachte sich das Gros der Aktienanleger sicherlich am Anfang 2016. Die Befürchtung einer kräftigen Konjunkturabkühlung Chinas schickte die wichtigsten Indizes weltweit auf Talfahrt. Gerade im DAX war die Entwicklung in den ersten Wochen dramatisch. Ende 2015 bei 10.743 Punkten, sackte der Index bis auf 8.699 Punkte im Februar 2016 ab. Das Minus von 19% bedeutete den schwächsten Start seit ungefähr 50 Jahren. Die darauffolgenden Monate lösten bei Anlegern zwar keine Freudensprünge aus. Allerdings erholten sich DAX, Dow Jones und weitere bedeutende Aktienindizes wieder. Es folgten Monate, in denen die Märkte eine volatile Seitwärtsbewegung aufwiesen. Zugute kam der Börse dabei, dass die Notenbanken in Europa, den USA und in Japan an ihrer expansiven Geldpolitik festhielten. Dass sich die Briten am 23. Juni 2016 dazu entschlossen, der Europäischen Union den Rücken kehren zu wollen, belastete die Börsen weniger stark, als ursprünglich befürchtet.

Auch der überraschende Wahlausgang in den USA hat Anleger nicht verschreckt. Im Gegenteil: Nach der Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten startete der DAX im Dezember 2016 eine rasante Jahresendrallye; um rund 8% kletterte der deutsche Leitindex allein im letzten Monat des Jahres. Ein Grund: Nach dem Trump-Sieg, der unter anderem mit umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen und Steuererleichterungen die US-Konjunktur beflügeln will, wertete der Euro zum US-Dollar kräftig ab. Deutsche Unternehmen können ihre Waren demnach günstiger im Ausland anbieten, wodurch sich Investoren steigende Gewinne erhoffen. Vor allem dank des Dezembers können Anleger also durchaus zufrieden auf 2016 zurückblicken, schloss der DAX doch zum Jahresultimo mit einem Plus von knapp 7% bei 11.481 Punkten.

Zum Jahresstart 2017 präsentierten sich die Aktienmärkte trotz zahlreicher politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten recht robust. Da wäre zum einen die Euro-Krise, die eigentlich nie überwunden wurde, aktuell aber wieder verstärkt für Unruhe sorgt. Hinzu kommen die bevorstehenden Wahlen in wichtigen europäischen Staaten und die damit einhergehende Befürchtung, dass vor allem rechtspopulistische Parteien Boden gut machen könnten.

Kurschart 1. März 2016 bis 28. Februar 2017

Index (100 = Schlusskurs 29. Februar 2016)

Kursentwicklung der HORNBACH Baumarkt-Aktie

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/2017 (1. März 2016 bis 28. Februar 2017) entwickelte sich die HORNBACH Baumarkt-Aktie nahezu im Gleichlauf zum positiven Gesamtmarkt, jedoch auf einem etwas niedrigeren Niveau. Der DAX legte im Berichtszeitraum rund ein Viertel an Wert zu , der SDAX um 20% und die Aktie der HORNBACH Baumarkt AG, ohne Einbeziehung der Dividendenzahlung vom Juli 2016, um 15%. Unter Berücksichtigung der Auszahlung und Reinvestition der Dividende stand ein Plus von 19% zu Buche. Gleich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres profitierte die Aktie von den am 22. März 2016 veröffentlichten erfreulichen Umsatzzahlen für das Gesamtjahr 2015/2016. Von dort aus steuerte die Aktie jedoch in Richtung Jahres-Tiefstkurs in Höhe von 23,69 €, der am 24. Juni 2016 notiert wurde.

Nur ein paar Tage später setzte eine Kursrallye ein, die das Papier binnen vier Monaten auf ein Zwischenhoch von 29,70 € hob. Nach zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen verteuerte sich die Aktie erneut auf ein Niveau von mehr als 30,00 €. Kurz vor Ende des Geschäftsjahres wurde am 17. Februar 2017 der Jahres-Höchstkurs von 31,50 € notiert, und zum Stichtag 28. Februar 2017 ging die Aktie mit einem Kurs von 29,72 € (Vj. 25,77 €) aus dem Xetra-Handel. Die Marktkapitalisierung betrug damit 945 Mio. € (Vj. 820 Mio. €).

Stammdaten der HORNBACH Baumarkt-Aktie

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Aktienart Inhaber-Stückstammaktien
Börsenplätze Frankfurt, Xetra
Marktsegment Prime Standard
Wertpapierkennnummer 608440
ISIN DE0006084403
Börsenkürzel HBM
Bloomberg HBM GY
Reuters (Xetra) HBMG.DE
Geschäftsjahr 1. März bis 28. (29.) Februar
Erstemission 15.11.1993
Anzahl der Aktien 31.807.000
Grundkapital 95.421.000 €

Interesse von Value-Investoren

Von den rund 31,8 Millionen ausgegebenen Stammaktien werden nach wie vor 76,4% von der Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG & Co. KGaA gehalten. Die weiteren 23,6% sind insbesondere in der Hand internationaler, institutioneller Investoren. Vor allem langfristig orientierte Value-Investoren haben Interesse an der HORNBACH-Aktie, weil sie in dem Geschäftsmodell weiteres nachhaltiges Wachstumspotenzial sehen. Dass sich das lohnen kann, zeigt die folgende Rechnung: Wer zum Bilanzstichtag 28. Februar 2002 in die Baumarkt-Aktie investiert hat, darf sich 15 Jahre später über eine deutliche Verdoppelung (plus 137% exklusive Dividendenzahlungen) und damit über dem Markt durchschnittliche Rendite freuen (DAX 30 Performance-Index: plus 135%). Unter Berücksichtigung der Auszahlung und Reinvestition der Dividende ergibt sich sogar ein Plus von 241%. Etwas plastischer: Aus 10.000 € wurden 23.700 € bzw. sogar 34.100 €.

Aktienrückkauf für erneutes Belegschaftsaktienprogramm

Die jährliche Ausgabe von Belegschaftsaktien hat bei HORNBACH Tradition: Seit dem Geschäftsjahr des Börsenganges 1993/1994, wird bezugsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten, durch den Erwerb von kaufpreisbegünstigten HORNBACH Baumarkt-Aktien an der nachhaltigen Geschäftsentwicklung und dem langfristigen Erfolg teilzuhaben. Am letztjährigen Belegschaftsaktienprogramm haben sich insgesamt 2.491 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HORNBACH-Gruppe beteiligt. Insgesamt wurden 48.050 Aktien übertragen.

Starke Analystenunterstützung

Die HORNBACH Baumarkt-Aktie wird zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 von fünf (Vj. vier) Finanzanalysten in Form von Research-Berichten und Studien regelmäßig kommentiert. Alle Analysten empfahlen zum Stichtag zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel lag bei 32,96 €, das im Vergleich zum Schlusskurs unseres Geschäftsjahres 2016/2017 ein Aufwärtspotenzial von knapp 11% impliziert. Die aktuelle Aufstellung der Bank- und Research-Häuser, die regelmäßig über HORNBACH berichten, sowie die jeweiligen Empfehlungen der Aktie sind auf der Website der HORNBACH-Gruppe im Bereich Investor Relations > Aktien > Analystenempfehlungen einsehbar.

Dividendenpolitik

HORNBACH verfolgt eine auf Kontinuität ausgerichtete Dividendenpolitik, deren Ziel es ist, einen fairen Ausgleich zwischen den Aktionärsinteressen einerseits und der Wachstumsfinanzierung des Unternehmens andererseits zu schaffen. Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG schlagen der Hauptversammlung am 6. Juli 2017 eine Dividende auf Vorjahresniveau von 0,68 € je gewinn berechtigter Stückaktie vor. Die Ausschüttungssumme von wieder 21.629 T€ entspricht einer Ausschüttungsquote von 41,0% (Vj. 29,8%) des Ergebnisses je Aktie.

Finanzkommunikation auf unterschiedlichsten Ebenen

Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit haben wir im zurückliegenden Geschäftsjahr Aktionäre, Analysten, die Finanzmedien und die Öffentlichkeit zeitnah über die Geschäftsentwicklung des HORNBACH Baumarkt Konzerns informiert. Alle Quartalsberichte, Geschäftsberichte, Pressemitteilungen und weitere Finanzinformationen haben wir im Internet auf unserer Kommunikationsplattform der HORNBACH-Gruppe (www.hornbach-gruppe.com) veröffentlicht. In der Hauptversammlung, der Bilanzpressekonferenz, in Analystenkonferenzen sowie in Investorengesprächen führen wir den Dialog mit dem Kapitalmarkt. Ferner wird auch der persönliche Kontakt zu den Anlegern und Medien genutzt, um die Ziele und Strategie unseres Unternehmens zu erläutern.

FINANZTERMINKALENDER 2017

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29. Mai 2017 Bilanzpressekonferenz 2016/2017 Veröffentlichung Geschäftsbericht DVFA-Analystenkonferenz
30. Juni 2017 Mitteilung 1. Quartal 2017/2018 zum 31. Mai 2017
6. Juli 2017 Hauptversammlung Festhalle Landau, Landau/Pfalz
28. September 2017 Halbjahresfinanzbericht 2017/2018 zum 31. August 2017
21. Dezember 2017 Mitteilung 3. Quartal 2017/2018 zum 30. November 2017

Investor Relations

Axel Müller

Telefon (+49) 0 63 48/ 60 - 24 44

Telefax (+49) 0 63 48/ 60 - 42 99

[email protected]

Internet: www.hornbach-gruppe.com

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Der Konzern im Überblick

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern (im Folgenden "HORNBACH") ist eines der führenden Do-it-yourself (DIY) Einzelhandelsunternehmen in Europa.

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 betreibt der Konzern 155 großflächige Bau- und Gartenmärkte mit einem einheitlichen Marktauftritt in neun Ländern. 98 Standorte befinden sich in Deutschland. 57 weitere Standorte liegen im übrigen Europa und verteilen sich auf die Länder Österreich (14), Niederlande (12), Luxemburg (1), Tschechien (10), Schweiz (6), Schweden (5), Slowakei (3) und Rumänien (6). Bei einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 1,8 Mio. qm beträgt die Durchschnittsgröße eines HORNBACH Bau- und Gartenmarktes rund 11.600 qm.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 (1. März 2016 bis 28. Februar 2017) erzielte der HORNBACH Baumarkt AG Konzern einen Nettoumsatz von rund 3,71 Mrd. €. Damit ist HORNBACH der drittgrößte Handelskonzern der deutschen DIY-Branche und europaweit die Nummer fünf.

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 arbeiten 16.929 (Vj. 16.600) Beschäftigte im HORNBACH Baumarkt AG Konzern, davon 7.340 (Vj. 7.034) außerhalb Deutschlands.

Die Grafik auf Seite 37 zeigt die aktuelle Konzernstruktur und gibt einen Überblick über die wichtigsten Beteiligungen der HORNBACH Baumarkt AG. Die vollständigen Details zum Konsolidierungskreis und den konsolidierten Beteiligungen werden im Konzernanhang dargestellt.

Die HORNBACH Baumarkt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Von den rund 31,8 Mio. Stammaktien der Gesellschaft (ISIN DE0006084403, Prime Standard) hält die Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG & Co. KGaA 76,4%. 23,6% der Aktien befinden sich im Streubesitz (Stand: 28. Februar 2017). Das Unternehmen wurde im Jahr 1877 gegründet und ist inzwischen in der fünften Generation familiengeführt.

Geschäftsmodell des Konzerns

Handelsaktivitäten

Bei HORNBACH steht der Projektkunde im Mittelpunkt. Das sind einerseits leidenschaftliche Heimwerker und professionelle Kunden, die in Eigenregie umfangreiche Renovierungs- und Bauvorhaben im Haus, in der Wohnung oder im Garten verwirklichen (Do-it-yourself). Das sind andererseits Kunden, die ihre Produkte selbst auswählen, die komplette Abwicklung ihres Projekts einschließlich aller Dienstleistungen jedoch einem leistungsfähigen Partner anvertrauen (Do-it-for-me). Auf diese Zielgruppen sind alle Aktivitäten des Unternehmens ausgerichtet. So bietet HORNBACH seinen Kunden leicht zu erreichende Standorte, ein breites und tiefes Sortiment in ausreichend großen Mengen und anspruchsvoller Qualität, verlässliche und transparente Dauertiefpreise sowie professionelle Beratung und projektbezogene Services. Nicht zuletzt dank der innovativen Werbung hat sich HORNBACH bei den DIY-Kunden erfolgreich als Marke etabliert und erzielt in renommierten Verbraucherbefragungen regelmäßig Bestnoten in der Kundenzufriedenheit.

Die Produktpalette der HORNBACH-Filialen umfasst im Durchschnitt rund 50.000 stationär vorrätige Artikel aus den fünf Warenbereichen Eisenwaren / Elektro, Farben / Tapeten / Bodenbeläge, Baustoffe / Holz / Baufertigteile, Sanitär / Fliesen sowie Garten.

HORNBACH hat eine jahrzehntelange Erfahrung im Betreiben von großflächigen Bau- und Gartenmärkten in großen regionalen Einzugsgebieten. Das Unternehmen vertraut dabei auf die Stärken des organischen Wachstums. Das Portfolio der 155 Standorte (28. Februar 2017) im In- und Ausland ist sehr homogen. Die meisten Märkte im Konzern haben Verkaufsflächen von mehr als 10.000 qm. Dadurch profitiert HORNBACH von Größenvorteilen (Economies of Scale) im Betrieb und der konzeptionellen Weiterentwicklung der Märkte sowie in der Konzernlogistik. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf das stationäre Einzelhandelsgeschäft, sondern auch auf das Entwicklungspotenzial im E-Commerce. Der HORNBACH-Onlineshop als leistungsfähiger virtueller Bau- und Gartenmarkt wird sukzessive in alle Länder ausgerollt, in denen HORNBACH Filialen betreibt. Der Leitgedanke dahinter: Der Kunde findet bei HORNBACH alle Kanäle, über die er sein Projekt umsetzen kann.

Immobilienaktivitäten

Der HORNBACH Bau markt AG Konzern verfügt über einen erheblichen Immobilienbesitz. Hierbei handelt es sich überwiegend u m selbst genutzte Einzelhandelsimmobilien. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 standen 29% der Verkaufsflächen im Eigentum des Konzerns. Die HORNBACH Immobilien AG und ihre Tochtergesellschaften halten weitere 28% der DIY-Verkaufsflächen im Eigentum. Die übergeordnete Strategie ist es, mindestens die Hälfte der für betriebliche Zwecke genutzten Immobilien, gemessen an der Verkaufsfläche, im Eigentum des Gesamtkonzerns HORNBACH Holding AG & Co. KGaA zu halten.

Berichtssegmente

Die Einteilung der Geschäftsfelder (Segmente) entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das von Vorstand und Management des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird. Das Segment "Handel" umfasst die 155 (Vj. 153) im HORNBACH Baumarkt AG Konzern zusammengefassten Bau- und Gartenmärkte sowie unsere Handelsaktivitäten im E-Commerce. Die Umsätze im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG werden primär im Segment Handel, das heißt im operativen Handelsgeschäft generiert. Das Segment "Immobilien" umfasst die vom HORNBACH Baumarkt AG Konzern gehaltenen Einzelhandelsimmobilien. In diesem Segment werden konzernintern kalkulatorische Mieten zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Die Erträge aus der kalkulatorischen Weiterverrechnung von Mieten werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. In der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen zusammengefasst.

Steuerungssystem

Die im Folgenden beschriebenen Steuerungskennzahlen werden sowohl für Zwecke der Steuerung des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns als auch der HORNBACH Baumarkt AG verwendet.

Bedeutsamste Steuerungskennzahlen

Der Umsatz ist für ein Handelsunternehmen wie den HORNBACH Baumarkt AG Konzern die zentrale Steuerungsgröße des operativen Geschäfts. Dieser ist der unmittelbare Gradmesser für unseren Erfolg beim Kunden. Die Umsatzentwicklung wird als Netto-Gesamtumsatz in Euro berichtet.

Das Betriebsergebnis (EBIT) ist die zentrale Kennzahl für die Planung, Messung und Steuerung der Ertragsentwicklung des Konzerns. Es ist das Ergebnis unbeeinflusst von Zinsen und Steuern. Berechnet wird es in der Gewinn- und Verlustrechnung aus dem Rohertrag in Euro abzüglich der Kosten (Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten) plus sonstiges Ergebnis. Zur Steuerung der operativen Ertragsentwicklung verwenden wir als bedeutsamste Leistungskennzahl das bereinigte EBIT (adjusted EBIT oder operatives Betriebsergebnis). Bei der Berechnung wird das EBIT um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigt. Nicht-operative Aufwendungen werden dem EBIT hinzugerechnet (Beispiele: außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögenswerte, Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträge). Nicht-operative Erträge werden vom EBIT abgezogen (Beispiele: Erträge aus der Veräußerung von Immobilien, Erträge aus Zuschreibungen auf in Vorjahren wertberichtigte Vermögenswerte). Dadurch eignet sich das bereinigte EBIT besonders für den Vergleich der operativen Ertragsentwicklung im Zeitablauf sowie für Prognosen.

Alternative Leistungskennzahlen

Im vorliegenden Geschäftsbericht verwenden wir zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zudem alternative Leistungskennzahlen, die nicht nach IFRS definiert sind.

Bezogen auf die Bau- und Gartenmärkte (DIY) wird die Veränderungsrate der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze als alternative Leistungskennzahl dargestellt. Sie dient zur Performancemessung des operativen Geschäfts und als Indikator für das organische Wachstum unserer Einzelhandelsaktivitäten (stationäre Filialen und Online-Shops).

Bei der Berechnung der flächenbereinigten Umsätze werden alle Bau- und Gartenmärkte zugrunde gelegt, die mindestens ein volles Jahr in Betrieb sind. Neueröffnungen, Schließungen und Märkte mit wesentlichen Umbaumaßnahmen in den zurückliegenden zwölf Monaten werden dagegen nicht berücksichtigt. Die flächenbereinigten Umsätze werden ohne Mehrwertsteuer (netto und auf Basis lokaler Währung für den zu vergleichenden Berichtszeitraum ermittelt (währungskursbereinigt). Die flächen- und währungskursbereinigte Veränderungsrate ist somit ein Performanceindikator, unabhängig von Währungseinflüssen. Auf Euro-Basis werden zusätzlich die flächenbereinigten Umsätze einschließlich der Währungskurseffekte in den Nicht-Euro-Ländern unseres europaweiten Filialnetzes ermittelt.

Stellschrauben für die Ertragskraft des Konzerns sind die Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten. Als Steuerungsgrößen und zugleich Trendindikatoren für die Kostenentwicklung verwenden wir die in Prozent vom Nettoumsatz errechneten Kostenquoten als alternative Leistungskennzahlen. Seit dem Berichtsjahr 2016/2017 werden in den Funktionskosten die zuordenbaren nicht-operativen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen (zuvor: Ausweis im sonstigen Ergebnis). Bei Bedarf berichten wir zur Kommentierung der operativen Ertragsentwicklung über die um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigten Funktionskosten.

Die Filialkostenquote ist der Quotient aus Filialkosten und Nettoumsatz. Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der stationären Bau- und Gartenmärkte sowie der Onlineshops stehen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum- und Werbekosten sowie Abschreibungen und allgemeine Betriebskosten wie beispielsweise Transportkosten, Wartung und Instandhaltung.

Die Voreröffnungsquote ist der Quotient aus Voreröffnungskosten und Nettoumsatz. Als Voreröffnungskosten werden Kosten, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen stationären Bau- und Gartenmarktes bis zur Neueröffnung stehen, ausgewiesen. Die Voreröffnungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten, Raumkosten und Verwaltungsaufwand.

Die Verwaltungskostenquote ist der Quotient aus Verwaltungskosten und Nettoumsatz. In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung ausgewiesen, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von stationären Bau- und Gärtenmärkten sowie dem Aufbau und Betrieb des Onlinehandels (E-Commerce) stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie IT-, Reise- und Kraftfahrzeugkosten. Neben den rein administrativen Verwaltungskosten sind darin auch projektbezogene Aufwendungen sowie insbesondere Kosten für die zunehmende Digitalisierung unseres Geschäftsmodells (Interconnected Retail) enthalten.

Das EBITDA dient als alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der Ertragsentwicklung im Berichtszeitraum. EBITDA steht für "Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization", das heißt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Das EBITDA hat Kapitalfluss-(Cashflow-) Charakter, da die liquiditätsunwirksamen Abschreibungen zum Betriebsergebnis (EBIT) addiert werden.

Zur Kommentierung der Vermögenslage verwenden wir die Eigenkapitalquote. Sie ist der Quotient aus bilanziellem Eigenkapital und Gesamtkapital (Bilanzsumme). Bezüglich des Eigenkapitals steuert der Konzern keinen definierten Zielwert an. Vielmehr streben wir zur Absicherung unserer finanziellen Stabilität und Unabhängigkeit grundsätzlich eine dauerhaft stabile, hohe bilanzielle Eigenkapitalquote an.

Eine alternative Leistungskennzahl zur Kommentierung der Finanzlage sind die Netto-Finanzschulden. Berechnet werden sie als Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel und - soweit vorhanden - abzüglich kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte (Finanzanlagen). Zur Vermeidung von Negativzinsen bei Geldeinlagen wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2016/2017 ein Teil der flüssigen Mittel in liquiditätsnahe kurzfristige Finanzanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei bis maximal zwölf Monaten umgeschichtet. Durch die Berücksichtigung der kurzfristigen Finanzanlagen in der Berechnung der Netto-Finanzschulden wird eine bessere Vergleichbarkeit mit der Vorperiode hergestellt.

Weitere Steuerungskennzahlen

Auskunft über den warenwirtschaftlichen Erfolg gibt die Entwicklung der Handelsspanne (Rohertragsmarge). Sie ist definiert als der warenwirtschaftliche Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen und Kosten der umgesetzten Handelsware) in Prozent vom Nettoumsatz. Diese wichtige Steuerungsgröße wird maßgeblich beeinflusst von der Entwicklung der Einkaufs- und Verkaufspreise, von Veränderungen im Sortimentsmix sowie Währungskurseffekten im Zuge des internationalen Einkaufs.

Die Steuerung der Finanz- und Vermögenslage des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns verfolgt das Ziel, die Liquidität des Konzerns jederzeit sicherzustellen sowie den Finanzierungsbedarf für das nachhaltige Wachstum des Konzerns möglichst kostengünstig zu decken. Zu den weiteren Steuerungsgrößen gehören vor diesem Hintergrund die zahlungswirksamen Investitionen in Grundstücke, Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung für neue und bestehende Bau- und Gartenmärkte sowie in immaterielle Vermögenswerte. Dabei streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem operativen Cashflow und den geplanten Investitionen an.

Für Handelsunternehmen ist die Lagerumschlagshäufigkeit ein wichtiger Indikator für die Effizienz der Warenwirtschaft. Wir definieren den Lagerumschlag als Verhältnis von Materialeinsatz zu den durchschnittlichen Vorräten. Dabei entspricht der Durchschnittsbestand der Vorräte dem arithmetischen Mittel aus Periodenanfangs- und Periodenendbestand. Je höher der Lagerumschlag liegt, umso niedriger sind die Vorratsbestände und dadurch die Liquiditätsbindung. Unser Ziel ist daher, den Lagerumschlag auf einem im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlich hohen Niveau nachhaltig zu verbessern und dabei gleichzeitig die Warenverfügbarkeit sicherzustellen.

Umsatzentwicklung HORNBACH Baumarkt AG Konzern (netto in Mio. €)

* zuzüglich weiterer Beteiligungsgesellschaften gemäß vollständiger Übersicht im Anhang. Stand: 28. Februar 2017

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Internationale Rahmenbedingungen Weltwirtschaft

Im Jahr 2016 ist die globale Wirtschaftsleistung laut Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Vergleich zum Vorjahr um 3,1% gewachsen. Eine Reihe von Indikatoren wies auf eine Aufhellung des weltweiten Konjunkturbildes hin.

Europa

Die europäische Wirtschaft hat ihren langsamen, aber soliden Erholungskurs fortgesetzt. Nach Angaben des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Kalenderjahr 2016 in der gesamten Europäischen Union (EU28) - wie bereits im Vorjahr - um 1,9%. Im Euroraum ER19 ergibt sich für das Jahr 2016 insgesamt ein Anstieg des realen BIP von 1,7%.

Ein einheitlich positives Bild zeigt auch die wirtschaftliche Entwicklung der neun europäischen Länder des HORNBACH-Verbreitungsgebiets. Die 2016 erzielten Wachstumsraten des BIP lagen - soweit die Daten bis zur Erstellung dieses Berichts vorlagen - größtenteils über den Werten des Vorjahres. Spitzenreiter war Rumänien mit einem BIP-Wachstum von 4,8%, gefolgt von Luxemburg, das an sein starkes Wachstum aus den Vorjahren anknüpfen konnte und 2016 ein Plus von 4,2% erzielte. Schweden und die Slowakei haben sich mit einer Wachstumsrate von jeweils 3,3% gut entwickelt. Die Tschechische Republik (2,4%), die Niederlande (2,2%) und Deutschland (1,9%) liegen im Mittelfeld und nur Österreich und die Schweiz schneiden mit plus 1,5% bzw. plus 1,3% leicht unter dem europäischen Durchschnitt ab.

Bauwirtschaft, Konsum und Handel

Die europäische Bauwirtschaft befindet sich - nach der Trendwende im Jahr 2014 - inzwischen wieder auf einem soliden Wachstumspfad. Nach Einschätzung der Euroconstruct-Gruppe ist das europäische Bauvolumen in deren 19 Partnerländern im Jahr 2016 um 2,0% auf insgesamt 1,44 Billionen € gestiegen. Die Impulse kamen vor allem aus dem Wohnungsbau, der im zurückliegenden Jahr um fast 4,0% zugelegt hat. Mit 671 Mrd. € schnitten sich die Maßnahmen für die Erstellung, Werterhöhung und die Erhaltung von Wohnungen auch nominal das größte Stück des Kuchens ab. Der zweitgrößte Bereich ist der Nichtwohnungsbau mit 462 Mrd. €, gefolgt vom Tiefbau mit 308 Mrd. €. In das Bild passt, dass auch die Baugenehmigungen mit 10,3% in der EU28 und 11,7% im Euroraum zugelegt haben. Deutschland, Schweden und die Slowakei übertreffen diese Werte sogar noch.

Im Jahresdurchschnitt 2016 wirkten die Energiepreise immer noch stark dämpfend auf die Teuerungsrate, sodass der Anstieg der Euroraum-HVPI-Inflationsrate insgesamt mit 0,2% nur wenig höher ausfiel als im Jahr 2015 (0,0%). In Kombination mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit stiegen die realen verfügbaren Einkommen spürbar an und versetzten die privaten Verbraucher in Kauflaune. So verzeichnete der private Konsum in der EU28 und im Euroraum ein solides Wachstum um real 2,3% bzw. 2,0% und trug wesentlich zum europäischen Wirtschaftswachstum bei.

Dies kam auch beim europäischen Einzelhandel an. Das durchschnittliche Einzelhandelsvolumen 2016 (ohne Kfz-Handel, kalenderbereinigt) nahm gegenüber 2015 in der EU28 um 2,8% und im Euroraum um 1,9% zu. Bezogen auf das HORNBACH-Verbreitungsgebiet erzielte der Einzelhandel in allen Ländern mit Ausnahme der Schweiz Umsatzzuwächse. Luxemburg, Rumänien und die Tschechische Republik bewegten sich mit deutlichen - teilweise zweistelligen Wachstumsraten - über dem europäischen Durchschnitt.

Die auf Basis von Verbandsumfragen verfügbaren Indikatoren deuten auch auf ein erfolgreiches Jahr 2016 in der Branche der Bau- und Gartenmärkte hin. In den meisten europäischen Ländern, für die Daten verfügbar waren, sind die nominalen und flächenbereinigten Umsätze des Do-it-yourself-Einzelhandels (DIY) im Vergleich zum Jahr 2015 zum Teil deutlich gestiegen.

Rahmenbedingungen in Deutschland

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9%. Damit war der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung etwas kräftiger als im Vorjahr (plus 1,7%).

Getragen wurde der BIP-Zuwachs vor allem von der starken Binnennachfrage. Sie zählt zu den bedeutsamsten konjunkturellen Einflussfaktoren für die Beurteilung der Rahmenbedingungen der deutschen Bau- und Gartenmärkte. Der private Konsum profitierte von der günstigen Arbeitsmarktlage und den aufgrund der gedrückten Teuerung hohen Zuwächsen der realen verfügbaren Einkommen. Die privaten Konsumausgaben stiegen, wie schon im Vorjahr, preisbereinigt um 2,0%.

Bautätigkeit und Baugewerbe

Die Konjunkturdaten für die Bauwirtschaft zeichnen ein insgesamt freundliches Bild für das Jahr 2016. Die starke Nachfrage nach Immobilien und niedrige Kreditzinsen haben im vergangenen Jahr insbesondere den Wohnungsbau weiter angetrieben.

Die Bauinvestitionen in Deutschland sind 2016 um 3,0% gestiegen. Sowohl der Wohnungsbau (plus 4,2%), der öffentliche Bau (plus 2,6%) und der gewerbliche Bau (plus 0,4%) lieferten Wachstumsimpulse.

Alles in allem haben die Baugenehmigungen erneut kräftig zugelegt. In 2016 wurde der Bau von insgesamt 375.400 Wohnungen genehmigt. Laut Statistischem Bundesamt waren das 21,6% oder rund 66.700 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Die im Jahr 2009 begonnene positive Entwicklung setzte sich somit auch im Jahr 2016 fort. Eine höhere Zahl an genehmigten Wohnungen hatte es zuletzt im Jahr 1999 gegeben (440.800).

Angesichts der positiven Nachfrage befindet sich das Baugewerbe auf Expansionskurs. Der Umsatz stieg im Jahr 2016 nominal um 6,3% auf 107 Mrd. €. Dabei war die Dynamik im Wohnungsbau mit einem Plus von 8,5% auf 40 Mrd. € am größten, während der Umsatzanstieg im Öffentlichen Bau mit 6,5% sowie im Wirtschaftsbau mit 4,0% flacher verlief.

Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte

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Prozentuale BIP-Veränderung gegenüber dem Vorquartal Quelle: Eurostat (Angaben bezogen auf Kalenderjahr) 1. Quartal 2016 2. Quartal 2016 3. Quartal 2016 4. Quartal 2016 Kalenderjahr 2016 vs. 2015
Deutschland 0,7 0,5 0,1 0,4 1,9
Luxemburg 0,0 1,2 1,0 1,3 4,2
Niederlande 0,7 0,7 0,8 0,6 2,2
Österreich 0,6 0,1 0,6 0,6 1,5
Rumänien 1,3 1,5 0,5 1,3 4,8
Slowakei 0,6 0,8 0,7 0,8 3,3
Schweden 0,3 0,6 0,3 1,0 3,3
Schweiz 0,3 0,6 0,1 0,1 1,3
Tschechische Republik 0,4 0,9 0,2 0,4 2,4
Euroraum (ER19) 0,5 0,3 0,4 0,4 1,7
EU28 0,4 0,4 0,4 0,5 1,9

Einzelhandel und DIY

Gestützt von der stabilen Arbeitsmarktlage und Einkommenszuwächsen der Privathaushalte sind die Umsätze der deutschen Einzelhändler 2016 weiter gestiegen. Nach den Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wuchs der Netto-Gesamtumsatz auf 482,2 Mrd. € an. Damit setzte die Branche nominal 2,3% bzw. real 1,6% mehr um als im Jahr 2015. Wachstumstreiber blieb auch 2016 der Online-Handel (E-Commerce). Der Nettoumsatz lag hier zuletzt bei 44,0 Mrd. € (Vj. 39,8 Mrd. €). Dies entspricht einem Plus von 10,6%. Damit hatten die Online-Umsätze im Jahr 2016 einen Anteil von 9,1% (Vj. 8,3%) am gesamten Einzelhandelsvolumen.

Auch die deutsche DIY-Branche blickt nach Angaben des BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten - auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die großflächigen Baumärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 1.000 qm steigerten im Gesamtjahr 2016 die Bruttoumsätze entsprechend der Verbandsprognose um nominal 1,5% auf 18,24 Mrd. € (Vj. 17,97 Mrd. €). Auch flächenbereinigt - das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen im Berichtsjahr - verzeichnete die Branche mit 0,8% ein leichtes Wachstum. Die Bruttoumsätze der kleinflächigen Baumärkte (Baumarktshops, bis 1.000 qm Verkaufsfläche) erhöhten sich um 1,3% auf 3,80 Mrd. € (Vj. 3,75 Mrd. €). Damit stieg das Marktvolumen aller Bau- und Heimwerkermärkte 2016 um 1,5% auf rund 22,0 Mrd. €.

Der Trend zum E-Commerce ist auch bei den Heimwerker-, Baustoff- und Gartensortimenten ungebrochen: 2016 setzten der stationäre Handel, der Versandhandel und die reinen Onlinehändler in Deutschland nach Angaben der Marktforscher von Teipel Research & Consulting brutto 2,77 Mrd. € (Vj. 2,43 Mrd. €) mit DIY-Sortimenten um. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2015 um 14,0% und entspricht rund 5,8% des erweiterten DIY-Kernmarktes (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachmärkte, Kleinbetriebsformen und Distanzhandel), der zuletzt bei 47,9 Mrd. € lag.

Filial- und Flächenentwicklung HORNBACH Baumarkt AG Konzern (Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte)

(Gesamtverkaufsfläche in Tqm)

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016/2017 (1. März 2016 bis 28. Februar 2017) insgesamt positiv. Insbesondere der von einer freundlichen Konsumstimmung getragene private Verbrauch und der Bauboom bildeten ein solides Fundament für die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen im DIY-Einzelhandel. Dies begünstigte auch die Geschäftsentwicklung im europaweiten Verbreitungsgebiet des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns.

Beurteilung der Geschäftsentwicklung 2016/2017 im HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Im Berichtsjahr 2016/2017 kehrte die Geschäftsentwicklung im HORNBACH Baumarkt AG Konzern - nach den Untiefen einer hohen Ergebnisvolatilität im vorangegangenen Geschäftsjahr 2015/2016 - in ruhigeres Fahrwasser zurück. Das vorgelegte Zahlenwerk rückte die operative Stabilität unseres Geschäftsmodells wieder stärker in den Fokus.

Die Prognosen für die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG haben wir erfüllt. So erhöhten wir den Konzernumsatz um 5,0% auf 3,71 Mrd. € (Vj. 3,53 Mrd. €). Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) stieg um 8,1% auf 97,5 Mio. € (Vj. 90,2 Mio. €). Das um nichtoperative Ergebniseffekte bereinigte EBIT erreichte 102,8 Mio. € und lag somit 3,5% über dem Vorjahreswert (99,3 Mio. €).

Dies ist zum einen den erfreulichen flächenbereinigten Umsatzsteigerungen im DIY-Einzelhandelsgeschäft des Konzerns (währungsbereinigt plus 3,0%) sowie günstigeren operativen Kostenrelationen im Konzern zu verdanken. Dadurch haben wir den von uns erwarteten Rückgang der Handelsspanne mehr als ausgleichen können.
Zum anderen trugen strukturelle Verschiebungen in der Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung des Konzernbetriebsergebnisses im zurückliegenden Geschäftsjahr bei. Diese resultierten aus Vertragsänderungen bzw. Neuabschlüssen von Mietverträgen an einzelnen DIY-Standorten seit dem vierten Quartal 2015/2016. Im Zuge der Umklassifizierung dieser ehemals Operating-Lease-Verträge in nunmehr Finance-Lease-Verhältnisse wurden Mietaufwendungen einerseits gegen Abschreibungen und Zinsaufwand andererseits getauscht. Dies bewirkte im Berichtszeitraum eine Entlastung des Betriebsergebnisses (EBIT) um knapp 5 Mio. €. Demgegenüber wurde das Vorsteuerergebnis in Höhe von 2,5 Mio. € belastet.
Überdies profitierte die Ertragsentwicklung 2016/2017 davon, dass sich die nicht-operativen, außerplanmäßigen Ergebnisbelastungen im Zusammenhang mit Wertberichtigungen nach IAS 36 bzw. Rückstellungen für belastende Verträge im Vergleich zum Vorjahr signifikant von 12,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2015/2016 auf 5,0 Mio. € im Berichtsjahr 2016/2017 verringerten.

Dies alles sorgte im HORNBACH Baumarkt AG Konzern - nach der deutlichen Verschlechterung der Profitabilität im Geschäftsjahr 2015/2016 -für eine Stabilisierung der Ertragskraft, während wir die Digitalisierung unserer Geschäftstätigkeit mit nochmals forcierten Mehraufwendungen in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe konsequent vorantrieben. Damit haben wir unsere strategische Marktposition im europäischen DIY-Markt im zurückliegenden Geschäftsjahr 2016/2017 erheblich gestärkt und das Fundament für nachhaltiges Ertragswachstum der HORNBACH-Gruppe in den kommenden Jahren verbreitert.

Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Expansion

Im Ausblick des Geschäftsberichts 2015/2016 hatten wir angekündigt, dass wir im Berichtsjahr 2016/2017 die Schlagzahl in der Expansion im Vergleich zu den beiden Vorjahren 2014/2015 und 2015/2016 spürbar verringern und den Investitionsschwerpunkt außerhalb Deutschlands legen.

Geplant waren bis zu drei Neueröffnungen großflächiger Baumärkte außerhalb Deutschlands sowie die Schließung eines nicht mehr erweiterungsfähigen Standorts im Inland. Diese Vorgaben wurden eingehalten. Eröffnet wurden neue großflächige Baumärkte in Prag (Velká Chuchle, Tschechische Republik), Rum bei Innsbruck (Österreich) sowie in Amsterdam (Niederlande). Ende April 2016 wurde die fast 25 Jahre alte Filiale in Mannheim (rund 4.000 qm Verkaufsfläche) aufgrund fehlender Erweiterungsperspektiven geschlossen. Damit stieg die Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte im Teilkonzern bis 28. Februar 2017 planmäßig auf 155 (29. Februar 2016: 153), davon 98 (99) in Deutschland und 57 (54) im übrigen Europa.

Ziele und Ergebnisse des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im Geschäftsjahr 2016/2017

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Ziele 2016/2017 Ergebnisse 2016/2017
Expansion bis zu 3 Neueröffnungen 1 Schließung 3 Bau- und Gartenmärkte eröffnet 1 Bau- und Gartenmarkt geschlossen
Investitionen zwischen 100 und 130 Mio. € 157 Mio. €
Umsatzentwicklung
Nettoumsatz Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich plus 5,0% auf 3,71 Mrd. €
Flächen- und währungskursbereinigter Umsatz Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich plus 3,0%
Ertragsentwicklung
EBIT deutliche Verbesserung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/2016 (90,2 Mio. €) plus 8,1% auf 97,5 Mio. €
Bereinigtes EBIT auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2015/2016 (99,3 Mio. €) plus 3,5% auf 102,8 Mio. €

Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2016/2017 hatten wir Investitionen zwischen 100 und 130 Mio. € avisiert. Expansionsbedingt wurde der Erwerb von Vorratsgrundstücken in das Berichtsjahr zeitlich vorgezogen und somit der ursprüngliche Budgetrahmen mit einem tatsächlichen Investitionsvolumen von 157 Mio. € deutlich überschritten.

Umsatzentwicklung

Die im Ausblick des Geschäftsberichts 2015/2016 formulierte und auch unterjährig nicht revidierte Umsatzprognose für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern sah ein Wachstum des Nettoumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich vor. Mit einem Anstieg des Konzernumsatzes im vergangenen Geschäftsjahr 2016/2017 um 5,0% auf 3.710 Mio. € haben wir die Vorgabe erfüllt. Für die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze prognostizierten wir konzernweit ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Tatsächlich verbesserten wir die bereinigten Umsätze im Geschäftsjahr um 3,0%. In der Region Deutschland erwarteten wir 2016/2017 ein flächenbereinigtes Umsatzplus. Mit einer Wachstumsrate von 1,4% (Vj. 0,8%) haben wir dieses Ziel erreicht. In der Region übriges Europa gingen wir von einem im Vergleich zu Deutschland stärkeren Anstieg der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze über dem Konzerndurchschnitt aus. Tatsächlich haben wir die Vorgaben mit einem bereinigten Plus von 5,1% (Vj. 4,9%) klar erfüllt.

Ertragsentwicklung

Im Segment Handel erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2016/2017, dass sowohl das EBIT als auch das bereinigte EBIT voraussichtlich in etwa den Vorjahreswert in Höhe von jeweils 57,8 Mio. € erreichen. Tatsächlich lagen beide Ertragsgrößen deutlich unter den Zielwerten. So ging das EBIT - im Wesentlichen aufgrund einer niedrigeren Rohertragsmarge, höherer Filial- und Verwaltungskosten sowie nicht-operativer Ergebnisbelastungen durch außerplanmäßige Abschreibungen und Rückstellungen für belastende Verträge - um 28,8% auf 41,1 Mio. € zurück. Das bereinigte EBIT wird mit 46,2 Mio. € ausgewiesen.

Im Segment Immobilien rechneten wir im Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem signifikanten Anstieg des EBIT (Vj. 47,7 Mio. €) sowie des um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigten EBIT (Vj. 56,6 Mio. €). Mit einem EBIT von 67,3 Mio. € und einem bereinigten EBIT von 67,6 Mio. € wurden die Ertragsziele im Segment Immobilien erreicht.

Für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern gingen wir in unserer Ertragsprognose davon aus, dass das Betriebsergebnis (EBIT) den Wert des Vorjahres 2015/2016 (90,2 Mio. €) deutlich übersteigen wird. Tatsächlich erhöhten wir das EBIT überproportional zum Umsatzanstieg um 8,1% auf 97,5 Mio. €. Hinsichtlich des um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigten EBIT erwarteten wir einen Wert auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2015/2016 (99,3 Mio. €). Mit einem Ist-Wert von 102,8 Mio. € haben wir die Vorgaben erfüllt.

Soll-Ist-Abgleich für den Einzelabschluss nach HGB

Im Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG, der durch die Geschäftsentwicklung der deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte geprägt wird, rechneten wir in unserer Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2016/2017 mit einer Zunahme der Umsätze im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Dieses Ziel haben wir mit einem Anstieg von 5,1% auf 2.436 Mio. € erreicht. Hinsichtlich der Ertragsprognose unterstellten wir eine konstante Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH. Bereinigt um den negativen Basiseffekt der Zuschreibung des Beteiligungsbuchwerts ihrer schwedischen Tochtergesellschaft in 2015/2016 in Höhe von 25,7 Mio. € gingen wir von einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus (Prognoseaussage vor Wirksamwerden des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes [BilRUG]). Tatsächlich lag es mit 57,9 Mio. € deutlich über dem vergleichbaren Wert des Geschäftsjahres 2015/2016 in Höhe von 43,2 Mio. €.

Ertragslage

Umsatzverteilung nach Regionen

Umsatzentwicklung

Die Umsätze im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG werden primär im Segment Handel erzielt (siehe Segmentberichterstattung im Anhang). Bei den Umsätzen im Segment Immobilien handelt es sich in erster Linie um Mieterträge aus der konzerninternen Vermietung von Baumarktimmobilien an das Segment Handel. Diese werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. Aus diesem Grund beziehen sich die nachfolgenden Kommentierungen ausschließlich auf die Umsatzentwicklung des Segments Handel. Zur Kommentierung der Umsatzentwicklung segmentieren wir überdies in geografischer Hinsicht die Regionen "Deutschland" und "übriges Europa", in dem im Wesentlichen die Aktivitäten der acht Länder außerhalb Deutschlands zusammengefasst werden.

Saison- und kalenderbedingte Schwankungen

Im Berichtsjahr 2016/2017 standen durchschnittlich drei Verkaufstage mehr zur Verfügung. Der rechnerische Kalendereffekt, der insbesondere das erste Halbjahr begünstigte, verteilte sich auf die Quartale wie folgt:

Q1: plus 1,0 Verkaufstage
Q2: plus 1,2 Verkaufstage
Q3: minus 0,3 Verkaufstage
Q4: plus 1,0 Verkaufstage

Die Witterungseffekte waren im Berichtsjahr im europaweiten Verbreitungsgebiet von HORNBACH uneinheitlich. So lasteten im Jahr 2016 der winterliche März und der unwetterträchtige Frühsommer sowie der durch den sehr kalten Januar geprägte Winter 2016/2017 auf der Umsatzperformance. Demgegenüber sorgten etwa ein frühsommerlicher April 2016 oder der sehr warme Spätsommer für eine überdurchschnittliche Nachfrage in unseren Standorten.

Nettoumsätze

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern erhöhten wir den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2016/2017 um 5,0% auf 3.710 Mio. € (Vj. 3.535 Mio. €). Die Nettoumsätze in der Region Deutschland stiegen im Berichtszeitraum um 1,5% auf 2.040 Mio. € (Vj. 2.011 Mio. €). Außerhalb Deutschlands (Region übriges Europa) verzeichneten wir einschließlich der Neueröffnung von drei großflächigen Baumärkten einen Umsatzzuwachs von 9,6% auf 1.670 Mio. € (Vj. 1.524 Mio. €). Der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz nahm wegen des im Vergleich zu Deutschland stärkeren Wachstums von 43,1% auf 45,0% zu.

Flächenbereinigte Umsätze

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die Entwicklung der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im HORNBACH Baumarkt AG Konzern, bei der Neueröffnungen oder Schließungen in den zurückliegenden zwölf Monaten unberücksichtigt bleiben. Bezüglich der Vorjahreswerte verweisen wir auf die tabellarische Quartalsübersicht. In Klammern nennen wir zusätzlich die Veränderungsraten auf Euro-Basis, das heißt einschließlich der Währungskurseffekte der NichtEuro-Länder Rumänien, Schweden, Schweiz und Tschechien.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 stieg der flächen- und währungskursbereinigte Konzernumsatz um 3,0% (mit Währungskurseffekten: 2,8%). Das Wachstum konzentrierte sich auf die ersten drei Quartale, während es das Schlussquartal schwer hatte, sich gegen den starken Basiseffekt des Vorjahres zu behaupten.

Im ersten Quartal 2016/2017 stieg der flächen- sowie währungskursbereinigte Umsatz um 4,4% (4,0%). Angesichts der extremen Wetterschwankungen in den Monaten März bis Mai 2016, die für die Planbarkeit und Realisierung einiger Bau- und Heimwerkerprojekte nachteilig waren, war die Umsatzperformance im Auftaktquartal erfreulich.
Im zweiten Quartal 2016/2017 nahm die Umsatzentwicklung weiter Fahrt auf. Auf der Basis hoher Vorjahresumsätze erhöhte sich der bereinigte Umsatz um 4,5% (4,2%). Nach verhaltenem Start im Juni 2016 - bedingt auch durch das unbeständige, regenreiche Wetter und die Fußball-Europameisterschaft (10. Juni bis 10. Juli 2016) -sorgten die Umsatzzuwächse insbesondere im hochsommerlichen August 2016 für das stärkste Quartalswachstum des Geschäftsjahres. Das erste Halbjahr schloss der HORNBACH Baumarkt AG Teilkonzern mit einem flächen- sowie währungskursbereinigten Umsatzplus von 4,5% (4,1%) ab.
Nach einem soliden Umsatzplus von 3,0% (3,5%) im dritten Quartal 2016/2017 lag die Messlatte für das Abschneiden der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte im Schlussquartal hoch: So gingen im vierten Quartal 2016/2017 die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze insbesondere aufgrund von Saison- und Kalendereffekten leicht um 0,7% (0,6%) zurück, nachdem im Vorjahresquartal mit einem Wachstum von 5,6% (5,9%) eine starke Vergleichsbasis aufgebaut worden war.

Aus geografischer Sicht haben wir im Berichtsjahr 2016/2017 sowohl in der Region Deutschland als auch in der Region übriges Europa die flächenbereinigten Umsätze weiter gesteigert. Wie bereits im Geschäftsjahr 2015/2016 kamen dabei die kräftigsten Wachstumsimpulse aus unserem Filialnetz außerhalb Deutschlands.

Flächenbereinigte Umsatzentwicklung* nach Quartalen (in Prozent)

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Geschäftsjahr 2016/2017 Geschäftsjahr 2015/2016 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Gesamt
Konzern 4,4 4,5 3,0 -0,7 3,0
-1,1 4,0 2,9 5,6 2,6
Deutschland 2,7 2,2 2,2 -2,3 1,4
-2,4 4,0 -0,2 2,5 0,8
Übriges Europa 6,6 7,7 3,9 1,3 5,1
0,7 4,0 7,0 9,7 4,9

* ohne Währungskurseffekte

Deutschland

Die HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in Deutschland haben die Umsätze im Geschäftsjahr 2016/2017 flächenbereinigt um 1,4% (Vj. 0,8%) gesteigert. Bei unverändert hoher Wettbewerbsintensität im deutschen Markt pendelten die Wachstumsraten in den ersten drei Quartalen stabil um die Marke von 2,5%. Im vierten Quartal wirkten sich unter anderem die Lage der Weihnachtsfeiertage sowie die frostige Witterung im Januar 2017 ungünstig auf die Nachfrage gerade von Heimwerkerkunden mit umfangreicheren Bau- oder Renovierungsprojekten aus. So kamen die flächenbereinigten Umsätze im Winterquartal nicht über ein Minus von 2,3% hinaus. Unbeschadet dessen hat das inländische DIY-Einzelhandelsgeschäft die Umsatzdynamik im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr 2015/2016 verbessert.

Den Abstand zur Do-it-yourself-Branche in Deutschland hat HORNBACH im Jahresvergleich wieder vergrößert. Die Umsatzperformance der deutschen Bau- und Gartenmärkte ermittelt die GfK im Auftrag des Branchenverbands BHB im Rahmen des DIY-Total-Store-Reports. Danach stiegen die Umsätze der DIY-Branche im Zeitraum Januar bis Dezember 2016 flächenbereinigt um 0,8%. In diesem von unserem Geschäftsjahr abweichenden Vergleichszeitraum haben sich unsere inländischen Umsätze flächenbereinigt um rund 150 (Vj. 20) Basispunkte besser entwickelt als der Branchendurchschnitt in Deutschland, und dies auf einer deutlich höheren Vergleichsbasis. Setzt man das Kalenderjahr 1998 als Indexwert 100%, so steigerte HORNBACH die flächenbereinigten Umsätze in Deutschland bis 2016 auf 136%. Demgegenüber erreichte die Gesamtbranche im Jahr 2016 einen Wert von 88%.

Unsere Marktposition in Deutschland haben wir im Kalenderjahr 2016 gestärkt. In Bezug auf die Gesamtumsätze aller deutschen Bau- und Gartenmärkte (2016: 22,0 Mrd. €) stieg unser Marktanteil von 11,0% auf 11,1%. Betrachtet man nur das Marktvolumen der Bau- und Gartenmärkte mit mehr als 1.000 qm Verkaufsfläche in Deutschland (2016: 18,2 Mrd. €), so nahm unser Marktanteil in diesem Segment von 13,3% auf 13,4% zu .

Von den weiter günstigen Rahmenbedingungen für Neubau- und Renovierungstätigkeiten haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 überdurchschnittlich profitiert. Insbesondere bei Kunden, die größere Projekte rund um Haus, Garten und Wohnung planen, finden wir hohen Zuspruch. Dokumentiert wurde dies auch im Jahr 2016 durch unser erfolgreiches Abschneiden im

Flächenbereinigte Umsatzperformance in Deutschland (Index: 1998 = 100%, Kalenderjahr)

Kundenmonitor Deutschland. In der renommiertesten Verbraucherstudie für den deutschen Einzelhandel belegte HORNBACH in der Branche der Bau- und Heimwerkermärkte mit der Gesamtnote 2,20 den ersten Platz in der Globalzufriedenheit. In insgesamt 46 weiteren Bewertungskategorien wurde HORNBACH 19mal auf Platz 1 gewählt. Überdies erhielt HORNBACH zwölf Zweitplatzierungen. Bestnoten gaben uns die Kunden insbesondere in den Einzelkriterien "Preis-Leistungs-Verhältnis", "Qualität der Waren", "Auswahl und Angebotsvielfalt", "Wiederwahlabsicht" und "Fachliche Beratung". Von besonderem Wert ist ferner, dass die Baumarktkunden HORNBACH bei den Aspekten Produktangebot, Preisen, Werbung und insbesondere fachliche Beratung im Vergleich mit dem Wettbewerb ganz vorne sehen. Dies bestätigt den Erfolg und die Attraktivität unseres unverwechselbaren Handelsformats, das längst mehr bedeutet als ein exzellent betriebenes stationäres Einzelhandelsgeschäft. Die zunehmende Digitalisierung schafft Mehrwert beim Kunden. Das unterstreicht auch die Spitzenplatzierung in der erstmals 2016 abgefragten Kategorie "Mediale Hilfestellungen zur Verwendung gekaufter Materialien/Werkzeuge".

Übriges Europa

In unserem internationalen Verbreitungsgebiet setzte sich im Berichtsjahr 2016/2017 der positive Umsatztrend des vorangegangenen Geschäftsjahres fort. Im Vergleich zu unserer Performance in Deutschland war die Umsatzdynamik im übrigen Europa deutlich höher. Die HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in den acht Ländern außerhalb Deutschlands steigerten im Geschäftsjahr 2016/2017 die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze um 5,1%. Damit haben wir die Wachstumsrate des Vorjahres (plus 4,9%) nochmals übertroffen. Einschließlich der Währungskurseffekte stiegen die flächenbereinigten Umsätze um 4,6% (Vj. 7,5%). Flächen- und währungskursbereinigt verbesserten wir die Umsätze im übrigen Europa im ersten Quartal um 6,6% und im zweiten Quartal um 7,7%. Nach sechs Monaten stand die Wachstumsrate bei 7,1%. Das zweite Halbjahr musste sich mit anspruchsvollen Vorgaben des Geschäftsjahres 2015/2016 messen, als die Umsätze im dritten und vierten Quartal um 7,0% bzw. 9,7% zugelegt hatten. Auf dieser Vergleichsbasis erzielte das übrige Europa im Berichtsjahr Umsatzzuwächse von 3,9% (Q3) bzw. 1,3% (Q4).

HORNBACH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Marktstellung auch im übrigen Europa weiter gestärkt. Die höhere operative Schlagkraft wird im Vergleich unserer Umsatzperformance mit der Branchenentwicklung auf Landesebene deutlich. Nach den uns vorliegenden Umsatzindikationen für fünf Länder unseres Verbreitungsgebiets außerhalb Deutschlands schnitten wir im Kalenderjahr 2016 größtenteils signifikant besser ab als der jeweilige Durchschnitt der DIY-Branche.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in unserem internationalen Verbreitungsgebiet haben wir uns bei den Baumarktkunden erfolgreich als Projektpartner etabliert. Das gilt inzwischen nicht mehr nur für die stationären Bau- und Gartenmärkte, sondern zunehmend auch für unsere E-Commerce-Aktivitäten. So nutzen professionelle Kunden und Heimwerker inzwischen auch in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, in Tschechien und Luxemburg den HORNBACH-Onlineshop für ihren Einkauf. Mit unserem auf Neubau- und Renovierungsprojekte fokussierten Handelskonzept sind wir in der Lage, überdurchschnittlich am Wachstum im europäischen Wohnungsbau zu partizipieren.

Eine Reihe von Verbraucherstudien, wie beispielsweise der Kundenmonitor Österreich und sein Pendant für die Schweiz sowie Studienergebnisse für die Niederlande, Schweden und den tschechischen DIY-Markt dokumentierten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017, dass HORNBACH mit seinem europaweit einheitlichen Marktauftritt als "Nummer eins für Projekte" auch außerhalb Deutschlands hoch in der Gunst der Baumarktkunden steht. Spitzenbewertungen bei Beurteilungskriterien "Globalzufriedenheit", "Auswahl und Angebotsvielfalt", "Preise im Vergleich zum Wettbewerb" oder auch "Preis-Leistungs-Verhältnis" ziehen sich wie ein roter Faden durch die Studienergebnisse der letzten Jahre.

Ertragskennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Kennzahl (Mio. €, sofern nicht anders angegeben) 2016/2017 2015/2016 Veränderung
Nettoumsatz 3.710 3.535 5,0%
EBITDA 173,6 162,4 6,9%
EBIT 97,5 90,2 8,1%
Bereinigtes EBIT 102,8 99,3 3,5%
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 79,3 78,4 1,2%
Konzernjahresüberschuss 52,9 72,4 -27,0%
EBITDA-Marge 4,7% 4,6%
EBIT-Marge 2,6% 2,6%
Steuerquote 33,3% 7,6%

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Ertragsentwicklung

Überblick

Im Geschäftsjahr 2016/2017 haben die Vorsteuerergebnisse im HORNBACH Baumarkt AG Konzern die Kennzahlen des Vorjahres übertroffen. Zum einen ging von den rückläufigen nicht-operativen Sonderbelastungen ein positiver EBIT-Effekt von 3,8 Mio. € aus. Zum anderen stieg das operative Betriebsergebnis, das heißt das bereinigte EBIT, um 3,5 Mio. €. Dies ist vorrangig auf die erfreulichen flächenbereinigten Umsatzsteigerungen der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte (währungsbereinigt plus 3,0%) sowie günstigere operative Kostenrelationen im Konzern zurückzuführen. Dadurch wurde die erwartungsgemäß niedrigere Handelsspanne überkompensiert. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/2016 haben wir dadurch die operative Ertragskraft trotz weiter erhöhter zukunftsorientierter Aufwendungen für die Digitalisierung bzw. E-Commerce konstant gehalten. Aufgrund einer signifikant höheren Steuerbelastung sind jedoch der Konzernjahresüberschuss und somit auch das Ergebnis je Baumarkt-Aktie im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen.

Strukturelle Veränderungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen auf die Ertragslage

Im Rahmen des Konzernabschlusses 2016/2017 haben wir zwei wesentliche strukturelle Veränderungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen.

Wie bereits unterjährig in den Quartalsmitteilungen und im Halbjahresfinanzbericht erläutert, wurden seit dem vierten Quartal 2015/2016 bis zur Erstellung dieses Berichts Mietverträge an einzelnen DIY-Standorten im In- und Ausland verlängert bzw. neu abgeschlossen. Aus diesem Grund waren diese ehemals Operating-Lease-Verträge gemäß IAS 17 in Finance-Lease-Verhältnisse umzuklasssifizieren. Infolgedessen wurden Mietaufwendungen einerseits gegen Abschreibungen und Zinsaufwand andererseits getauscht. Dies bewirkte im Berichtszeitraum einerseits eine Entlastung des Betriebsergebnisses (EBIT) in einer Größenordnung von rund 4,8 Mio. €. Andererseits wurde das Vorsteuerergebnis in Höhe von 2,5 Mio. € belastet.
Überdies wurde zur verbesserten Darstellung der Ertragslage in der Gewinn- und Verlustrechnung der Ausweis der nicht-operativen Erträge und Aufwendungen angepasst. Diese werden nun - sofern zuordenbar - in den Funktionskosten (Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten) ausgewiesen. Im Vorjahr hatten wir die entsprechenden nicht-operativen Positionen noch im sonstigen Ergebnis aufgeführt. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst (siehe Anmerkung 10 im Konzernanhang). Zur Kommentierung der operativen Ertragsentwicklung berichten wir auch über die um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigten Funktionskosten.

Ertragsentwicklung im HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Das Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stieg im Konzern um 6,9% auf 173,6 Mio. € (Vj. 162,4 Mio. €). Die EBITDA-Marge (in Prozent vom Nettoumsatz) erhöhte sich von 4,6% auf 4,7%. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) wuchs im Geschäftsjahr 2016/2017 um 8,1% auf 97,5 Mio. € (Vj. 90,2 Mio. €). Die EBIT-Marge blieb unverändert bei 2,6%. Das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte EBIT erhöhte sich um 3,5% auf 102,8 Mio. € (Vj. 99,3 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge wird wie im Vorjahr mit 2,8% ausgewiesen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Konzernbetriebsergebnis (EBIT) auf das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte EBIT (siehe auch Anmerkung 10).

Überleitung vom Konzernbetriebsergebnis (EBIT) auf das bereinigte EBIT nach Segmenten

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2016/2017 in Mio. € 2015/2016

in Mio. €
Segment Handel Segment Immobilien Zentralbereiche und Konsolidierung HORNBACH Baumarkt AG Konzern
Betriebsergebnis (EBIT) 41,1 67,3 -10,9 97,5
57,7 47,7 -15,2 90,2
Nicht-operative Ergebniseffekte 5,0 0,3 0,0 5,3
0,0 8,9 0,3 9,1
Bereinigtes EBIT 46,2 67,6 -10,9 102,8
57,7 56,6 -14,9 99,3

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Das Finanzergebnis verschlechterte sich von minus 11,8 Mio. € im Vorjahr auf minus 18,2 Mio. € im Berichtsjahr. Dies wurde einerseits durch den Rückgang des Zinsergebnisses um 3,4 Mio. € auf minus 17,7 Mio. verursacht. Dabei führten die verlängerten bzw. neu abgeschlossenen Mietverträge, die nunmehr als Finance-Lease-Verhältnisse ausgewiesen werden, zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen um 7,3 Mio. €. Andererseits belasteten negative Währungseffekte in Höhe von minus 0,5 Mio. € (Vj. plus 2,5 Mio. €) die Gewinnentwicklung im Berichtsjahr. Das Ergebnis vor Steuern lag daher mit 79,3 Mio. € nur um 1,2% über dem Vorjahreswert von 78,4 Mio. €. Im Gegensatz dazu gab das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2016/2017 deutlich nach. So sank der Konzernjahresüberschuss um 27,0% auf 52,9 Mio. € (Vj. 72,4 Mio. €). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich signifikant von 6,0 Mio. € auf 26,4 Mio. €. Der effektive Steuersatz auf Konzernebene kletterte dadurch von 7,6% auf 33,3%. Grund dafür war in erster Linie die Erhöhung periodenfremder latenter Steuern per Saldo um insgesamt 17,5 Mio. €, im Wesentlichen wegen der Wertberichtigung von latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge in Schweden. Diese werden entgegen der Einschätzung vor Jahresfrist nunmehr als nicht werthaltig angesehen (siehe Anmerkung 8). Die Umsatzrendite nach Steuern ging von 2,0% auf 1,4% zurück. Das Ergebnis je Baumarkt-Aktie wird mit 1,66 € (2,28 €) ausgewiesen (siehe Anmerkung 9).

Ertragskennzahlen Segment Handel

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Kennzahl (Mio. €, sofern nicht anders angegeben) 2016/2017 2015/2016 Veränderung
Nettoumsatz 3.708 3.533 5,0%
davon in Deutschland 2.041 2.010 1,5%
davon im europäischen Ausland 1.668 1.524 9,4%
Umsatzwachstum vergleichbare Fläche 3,0% 2,6%
EBITDA 80,7 96,9 -16,7%
EBIT 41,1 57,7 -28,7%
EBITDA-Marge 2,2% 2,7%
EBIT-Marge 1,1% 1,6%
Handelsspanne 37,2% 37,6%
Filialkosten in % vom Nettoumsatz 31,6% 31,5%
Voreröffnungskosten in % vom Nettoumsatz 0,2% 0,3%
Verwaltungskosten in % vom Nettoumsatz 4,7% 4,6%

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Ertragsentwicklung im Segment Handel

Das Segment Handel umfasst das operative Einzelhandelsgeschäft innerhalb des Konzerns. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 betreiben wir insgesamt 155 (Vj. 153) DIY-Einzelhandelsfilialen sowie Onlineshops in sechs der neun Länder unseres europaweiten Verbreitungsgebiets.

Die Nettoumsätze des Segments erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016/2017 um 5,0% auf 3.708 Mio. € (Vj. 3.533 Mio. €). Demgegenüber waren die Gewinne im gleichen Zeitraum rückläufig. Wesentliche Gründe dafür waren die niedrigere Rohertragsmarge sowie überproportional zum Umsatzwachstum gestiegene Filial- und Verwaltungskosten.

Rohertragsmarge

Der warenwirtschaftliche Rohertrag erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 um 3,8% bzw. 50,1 Mio. € auf 1.379,6 Mio. €. Die Rohertragsmarge ermäßigte sich von 37,6% auf 37,2% (minus 40 Basispunkte). Grund für die rückläufige Handelsspanne waren im Wesentlichen strukturell bedingte Veränderungen im Sortimentsmix, die mit dem wachsenden Umsatzanteil sowie höheren Frachtkosten bei der Kundenbelieferung (Business-to-Consumer, abgekürzt: B2C) unseres Onlinegeschäfts zusammenhängen. Im Vergleich zum durchschnittlichen Warenkorb unserer Kunden im stationären DIY-Geschäft beinhaltet der durchschnittliche Warenkorb im E-Commerce einen größeren Anteil an Artikeln mit niedriger Rohertragsmarge. Zu einem geringeren Teil trugen niedrigere Verkaufspreise zur rückläufigen Handelsspanne bei. Diese ertragsbelastenden Effekte konnten wir zum Teil durch günstigere Einkaufskonditionen und Margenvorteile aus dem steigenden Umsatzanteil von Eigenmarken ausgleichen.

Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten

Die Filialkosten im Segment Handel stiegen leicht überproportional zum Umsatzwachstum um 5,1% auf 1.170,3 Mio. € (Vj. 1.114,0 Mio. €). Die Filialkostenquote erhöhte sich von 31,5% auf 31,6%. Dies lag im Wesentlichen am überproportionalen Anstieg der Betriebskosten und Abschreibungen. Darin enthalten sind nicht-operative Ergebniseffekte in Höhe von rund 5,0 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) durch die Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträge sowie außerplanmäßige Abschreibungen (Wertberichtigungen nach IAS 36). Die um diese Effekte bereinigte Filialkostenquote verminderte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 von 31,5% auf 31,4%.

Die Voreröffnungskosten (siehe auch Anmerkung 4 im Konzernanhang) haben sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 5,7 Mio. € nahezu halbiert. Der Rückgang hängt mit der geringeren Anzahl der DIY-Neueröffnungen zusammen. Im Berichtsjahr wurden drei neue großflächige Baumärkte eröffnet, während im Geschäftsjahr 2015/2016 sechs neue großflächige Baumärkte (davon ein Ersatzstandort) und zwei kleinflächige Filialen eröffnet worden waren. Die Voreröffnungskostenquote sank von 0,3% auf 0,2%.

Die Verwaltungskosten erhöhten sich überproportional zum Umsatzwachstum von 158,5 Mio. € auf 174,7 Mio. €. Die Verwaltungskostenquote nahm von 4,5% auf 4,7% zu. Die zukunftsbezogenen Aufwendungen für die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells sowie weitere Innovationsprojekte stiegen deutlich überproportional zum Umsatzplus. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Kosten für E-Commerce und die dafür notwendige Infrastruktur einschließlich Kundenservicecenter. Dieser Kostenanstieg wurde weitestgehend durch die im Verhältnis zum Umsatz degressive Entwicklung der rein administrativen und operativ beeinflussten Verwaltungskosten ausgeglichen.

Sonstiges Ergebnis, EBITDA und EBIT

Das sonstige Ergebnis erhöhte sich im Berichtsjahr um 5,2% auf 12,2 Mio. € (Vj. 11,6 Mio. €).

Das EBITDA des Segments Handel ging im Geschäftsjahr 2016/2017 um 16,7% auf 80,7 Mio. € (Vj. 96,9 Mio. €) zurück. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 2,2% (Vj. 2,7%). Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 28,7% auf 41,1 Mio. € (Vj. 57,7 Mio. €). In Prozent vom Nettoumsatz erreichte das EBIT des Segments im Berichtsjahr 1,1% (Vj. 1,6%). Das bereinigte EBIT des Segments wird mit 46,2 Mio. € (Vj. 57,7 Mio. €) ausgewiesen. Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf 1,2% (Vj. 1,6%).

Ertragsentwicklung im Segment Immobilien

Im Segment Immobilien sind sämtliche Immobilienaktivitäten des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns gebündelt. Hauptgeschäft ist der Bau und die anschließende konzerninterne Vermietung von Baumarktimmobilien, die entweder im Eigentum von Gesellschaften des Konzerns stehen oder nach der Errichtung an einen externen Investor verkauft und zurückgemietet wurden. Dem Segment Handel werden die jeweiligen Baumarktimmobilien zu einem vergleichbaren Mietzins und zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Das Betriebsergebnis im Segment Immobilien entwickelte sich spiegelbildlich zur Gewinnentwicklung im Segment Handel.

Ertragskennzahlen Segment Immobilien

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Kennzahl (Mio. €, sofern nicht anders angegeben) 2016/2017 2015/2016 Veränderung
Mieterträge 167,6 162,1 3,4%
Immobilienkosten 99,3 113,6 -12,6%
Ergebnis aus Vermietung 68,4 48,5 40,9%
Veräußerungsgewinne/-verluste 0,0 -0,2 -84,1%
Immobilienergebnis 68,3 48,3 41,4%
EBITDA 97,1 73,9 31,4%
EBIT 67,3 47,7 41,1%

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Ergebnis aus Vermietung und Immobilienergebnis

Die Mieterträge im Segment Immobilien, die zu 99% aus internen Mieterträgen bestehen, haben sich im Berichtsjahr expansionsbedingt um 3,5% auf 167,6 Mio. € (Vj. 162,1 Mio. €) erhöht. Demgegenüber verringerten sich die Immobilienkosten absolut um 14,3 Mio. € bzw. 12,6% auf 99,3 Mio. € (Vj. 113,6 Mio. €). Der wesentliche Grund dafür war zum einen der Rückgang der Mietaufwendungen um 17,0 Mio. €, der maßgeblich durch die Umklassifizierung von Operating-Lease-Verhältnissen in Finance-Lease-Verträge verursacht wurde. Zum anderen kommt ein positiver nicht-operativer Basiseffekt in den Abschreibungen zum Tragen: So hatten im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Baumarktimmobilie im Zusammenhang mit den Werthaltigkeitstests nach IAS 36 die Gewinnentwicklung des Segments Immobilien im Vorjahr in Höhe von 8,8 Mio. € belastet. Das Ergebnis aus Vermietung stieg im Geschäftsjahr 2016/2017 um 40,9% auf 68,4 Mio. € (Vj. 48,5 Mio. €). Bei vernachlässigbaren Verlusten aus Immobilienveräußerungen verbesserte sich das Immobilienergebnis um 41,4% auf 68,3 Mio. € (Vj. 48,3 Mio. €).

EBITDA und EBIT

Das Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stieg im Berichtszeitraum 1. März 2016 bis 28. Februar 2017 um 31,4% auf 97,1 Mio. € (Vj. 73,9 Mio. €). Das EBIT im Segment Immobilien wuchs um 41,1% auf 67,3 Mio. € (Vj. 47,7 Mio. €). Das um nicht-operative Sondereffekte bereinigte EBIT erhöhte sich um 19,5% auf 67,6 Mio. €(Vj. 56,6 Mio. €).

Ertragsentwicklung nach geografischen Regionen

Im Geschäftsjahr 2016/2017 hat sich die Gewinnentwicklung in den Regionen Deutschland und übriges Europa unterschiedlich entwickelt. In Deutschland haben wir das Betriebsergebnis sowie das bereinigte EBIT im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Im übrigen Europa waren die Kennzahlen auf hohem Niveau moderat rückläufig.

Das EBITDA in Deutschland erhöhte sich um 31,4% auf 57,3 Mio. € (Vj. 43,6 Mio. €). Der inländische Anteil am EBITDA des Konzerns stieg von 27% auf 33%. Das EBIT der Region Deutschland hat sich von minus 4,8 Mio. € auf 12,2 Mio. € verbessert. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in der Vorjahreskennzahl nicht-operative Ergebnisbelastungen - hauptsächlich verursacht durch Impairmentaufwendungen - in Höhe von 12,5 Mio. € enthalten waren, während im Berichtsjahr die negativen nicht-operativen Effekte in Deutschland mit 4,1 Mio. € deutlich geringer ausfielen. Der Inlandsanteil auf Ebene des Betriebsergebnisses kletterte im Geschäftsjahr 2016/2017 von minus 5% auf 13%. Die EBIT-Marge in Deutschland wird mit 0,6% ausgewiesen, nach minus 0,2% im Vorjahr. Das um nicht-operative Ertragsfaktoren bereinigte EBIT der Region Deutschland hat sich im Geschäftsjahr 2016/2017 von 7,7 Mio. € auf 16,3 Mio. € mehr als verdoppelt. Die bereinigte EBIT-Marge in Deutschland verbesserten wir von 0,4% auf 0,8%.

Auf das übrige Europa entfielen im Berichtszeitraum mit 116,5 Mio. € (Vj. 118,8 Mio. €) rund 67% (Vj. 73%) des EBITDA im HORNBACH Baumarkt AG Konzern. Das EBIT außerhalb Deutschlands ging um rund ein Zehntel auf 85,4 Mio. € (Vj. 95,0 Mio. €) zurück. Der Auslandsanteil am EBIT ermäßigte sich aufgrund des relativ starken Ergebnisanstiegs in Deutschland von 105% auf 87%. Die EBIT-Marge im übrigen Europa wird mit 5,1% (Vj. 6,2%) ausgewiesen. Im Betriebsergebnis sind nicht-operative Ergebniseffekte berücksichtigt, die sich im Jahresvergleich gegenläufig entwickelten. Hierbei standen den Ergebnisbelastungen in Höhe von 1,2 Mio. € im Geschäftsjahr 2016/2017 ergebnisverbessernde Effekte in Höhe von 3,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2015/2016 gegenüber. Das bereinigte EBIT der Region übriges Europa lag bei 86,7 Mio. € (Vj. 91,6 Mio. €). Somit erreichte die bereinigte EBIT-Marge außerhalb Deutschlands im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Wert von 5,2% (Vj. 6,0%).

Dividendenvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Bau markt AG werden der Hauptversammlung am 6. Juli 2017 eine gleichbleibende Dividende in Höhe von 0,68 € je gewinnberechtigter Stückaktie vorschlagen. Es wird damit - unter Beachtung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens - am Grundsatz der Dividendenkontinuität festgehalten. Vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns erreicht die Ausschüttungsquote (Ausschüttungssumme im Verhältnis zum Konzernjahresüberschuss) im Geschäftsjahr 2016/2017 dann 41% (Vj. 30%). Die Gesellschaft leistet damit einen Beitrag zu der Ausschüttungspolitik auf Ebene der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA, in der die Zielmarke einer Ausschüttungsquote von 30% gilt.

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Finanzierungsmaßnahmen werden durch das Konzerntreasury der HORNBACH Baumarkt AG, in enger Abstimmung mit der jeweils finanzierenden Konzerngesellschaft, verantwortet. Durch die zentrale Organisation des Finanzmanagements sind ein einheitlicher Auftritt der HORNBACH-Gruppe an den Finanzmärkten und ein konzerneinheitliches Liquiditätsmanagement gewährleistet. Finanzierungshilfen in Form von Garantien und Patronatserklärungen werden von der HORNBACH Baumarkt AG nur für Tochtergesellschaften gewährt.

Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften berücksichtigende, monatlich aktualisierte, rollierende Konzernfinanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie einer täglich aktualisierten kurzfristigen Finanzvorschau sichergestellt. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen wird zunächst der Finanzierungsbedarf einzelner Konzerneinheiten durch Liquiditätsüberschüsse anderer Konzerngesellschaften in Form eines Cash Poolings ausgeglichen und auf Basis konzerninterner Verrechnungsvereinbarungen marktgerecht verzinst. Soweit langfristiger Finanzierungsbedarf intern bereitgestellt wird, erfolgt dies auf Basis langfristiger interner Darlehensverträge, mit einer markt- und fristgerechten Verzinsung.

Der externe Finanzierungsbedarf wird durch Kreditaufnahmen bei Banken und am Kapitalmarkt gedeckt. Weiterhin wurden bisher Baumarktimmobilien nach ihrer Fertigstellung an Investoren verkauft und die Nutzung durch Mietverträge sichergestellt (Sale & Leaseback). Hierbei wurde die Klassifizierung als "Operating Lease" gemäß IAS 17 angestrebt. In Folge von Vertragsverlängerungen und Neuabschlüssen bestehender Sale & Leaseback-Verträge wurden in den Geschäftsjahren 2015/2016 und 2016/2017 einzelne Standorte in "Finance Lease" Verträge umklassifiziert. Wie verweisen hierzu auf die Anhangsangabe (12) "Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke". Aufgrund der bevorstehenden Neuerungen bei der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 und dem Wegfall der Klassifizierung "Operating Lease" werden Leasinggeschäfte zukünftig, spätestens ab dem Geschäftsjahr 2019/2020, grundsätzlich vergleichbar mit den Finance Lease-Verhältnissen gemäß IAS 17 ausgewiesen.

Externe Finanzierungen erfolgen üblicherweise in Form nicht besicherter Kredite sowie gegebenenfalls durch Immobilienverkäufe (Sale & Leaseback). Aufgrund der vorausschauenden Finanzpolitik von HORNBACH werden fällige Finanzverbindlichkeiten bei Bedarf frühzeitig refinanziert.

Gemäß den internen Risikogrundsätzen werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten. Im Anhang sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz die Nominalwerte sowie die Bewertungen der bestehenden derivativen Finanzinstrumente dargestellt.

Finanzschulden

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 bestehen im HORNBACH Baumarkt AG Konzern Finanzschulden in Höhe von 452,9 Mio.€ (Vj. 513,0 Mio. €). Die trotz der Umklassifizierung eines weiteren Standortes von "Operating Lease" in "Finance Lease" erfolgte Reduzierung ist Folge von Schuldentilgungen und des Verzichts auf die Aufnahme neuer Finanzmittel. Die Nettofinanzschulden sind hingegen von 230,0 Mio. € auf 339,9 Mio. € gestiegen. Dies liegt an der deutlichen Reduzierung der flüssigen Mittel von 283,0 Mio. € im Vorjahr auf 113,0 Mio. € im Berichtsjahr. Dabei erfolgte neben der Mittelverwendung für die Expansion auch ein Finanzmittelabfluss aus der Investition von flüssigen Mitteln in kurzfristige Finanzanlagen. Wir verweisen hierzu auch auf die Kommentierung unter "Flüssige Mittel". Unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag investierten Liquiditätsposition in Höhe von 30,0 Mio. € sind die angepassten Nettofinanzschulden von 230,0 Mio. € im Vorjahr auf 309,9 Mio. €. im Berichtsjahr gestiegen. Die detaillierte Zusammensetzung der Finanzschulden zeigt die nachfolgende Tabelle.

Finanzschulden HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Art der Finanzierung Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
in Mio. € bis 1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre über 5 Jahre 28.2.2017 Gesamt 29.2.2016 Gesamt
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten1) 13,9 13,9 0,8
Hypothekendarlehen 3,0 0,6 0,0 0,0 0,0 0,0 3,6 7,3
Sonstige Darlehen2) 3) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 80,0
Anleihen3) 0,0 0,0 248,2 0,0 0,0 0,0 248,2 247,6
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,4 1,4
Finanzierungsleasing 10,2 10,4 10,9 11,3 11,8 131,1 185,7 175,9
Summe Finanzschulden 28,6 11,0 259,1 11,3 11,8 131,1 452,9 513,0
Flüssige Mittel 113,0 283,0
Nettofinanzschulden 339,9 230,0

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

1) Finanzierungen mit einer Nominallaufzeit von weniger als einem Jahr sowie Zinsabgrenzungen

2) Nicht durch Hypotheken gesicherte Darlehen

3) Die Kosten im Zusammenhang mit der Aufnahme der Unternehmensanleihe werden anteilig auf deren Laufzeit verteilt.

Die kurzfristigen Finanzschulden (bis 1 Jahr) in Höhe von 28,6 Mio. € (Vj. 94,5 Mio. €) setzen sich aus Finanzierungen in Höhe von 13,5 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €), Zinsabgrenzungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €), aus dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 13,3 Mio. € (Vj. 92,5 Mio. €) sowie der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 1,4 Mio. € (Vj. 1,2 Mio. €) zusammen.

Bei Finanzierungen genießt HORNBACH große Flexibilität und nutzt bei Bedarf ein breites Spektrum von unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 besteht als wesentliche Finanzierung die Unternehmensanleihe der HORNBACH Baumarkt AG über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. Februar 2020 und einem Zinssatz von 3,875%.

Das seit dem 30. Juni 2011 bestehende, variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen der HORNBACH Baumarkt AG über 80 Mio. € und einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 wurde am Fälligkeitstag planmäßig ohne Anschlussfinanzierung zurückgeführt.

Daneben existieren im Konzern grundbuchlich besicherte Finanzierungen in Höhe von 3,6 Mio. € (Vj. 7,3 Mio. €). Als Sicherheit hierfür bestehen Grundschulden in Höhe von 36,6 Mio. €(Vj. 36,6 Mio. €).

Kreditlinien

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 verfügt der HORNBACH Baumarkt AG Konzern über 321,0 Mio. € (Vj. 282,3 Mio. €) freie Kreditlinien zu marktüblichen Konditionen. Diese beinhalten eine syndizierte Kreditlinie über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. April 2019. Zwecks Gewährleistung einer möglichst umfangreichen Flexibilität verfügen alle wesentlichen Konzerngesellschaften über Kreditlinien in lokaler Währung, in der Regel bei lokalen Banken.

Verpflichtungsvereinbarungen

Bei den Kreditlinien sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default"-Vereinbarungen.

Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ermittelt und erfordern einen Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25 und eine Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25%. Außerdem wurden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Covenants wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Weitere Informationen zu den Finanzschulden finden sich im Anhang in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter Anmerkung 23.

Flüssige Mittel

Die Aufrechthaltung eines umfangreichen Liquiditätsspielraums in Form von flüssigen Mitteln sowie freier Kreditlinien hat weiterhin einen hohen Stellenwert. Allerdings ist es - in Folge der fortschreitenden expansiven Zinspolitik der EZB -, zunehmend schwieriger, bei einer für den Ausweis von flüssigen Mitteln erforderlichen Begrenzung der Anlagedauer auf maximal drei Monate negative Einlagezinsen zu vermeiden.

Zur Entschärfung der Anlageproblematik wurden die flüssigen Mittel von 283,0 Mio. € im Vorjahr auf 113,0 Mio. € zum Bilanzstichtag deutlich reduziert. Dazu wurden, unter Verwendung der liquiden Mittel des Konzerns, Investitionen ohne externe Finanzierung abgedeckt und bestehende externe Finanzierungen bei Fälligkeit ohne Refinanzierung zurückgeführt. Ebenso wurden flüssige Mittel in kurzfristige Finanzanlagen am Geldmarkt umgeschichtet. Diese haben eine ursprüngliche Laufzeit von mehr als drei Monaten und werden in der Kapitalflussrechnung als Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit unter der Position "Einzahlungen/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition" ausgewiesen. Die in dieser Form investierten Finanzmittel betragen zum Bilanzstichtag 30 Mio. €. Durch die breite Streuung der Unternehmensliquidität und der dargestellten teilweisen Verlängerung des Anlagehorizonts konnten bisher die am Geldmarkt vorherrschenden negativen Anlagesätze oder auch relevante "Verwahrentgelte" auf laufenden Konten, ohne Änderung der sicherheitsorientierten Anlagestrategie, vermieden werden.

Finanzkennzahlen HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Kennzahl Definition 28.2.2017 29.2.2016
Nettofinanzschulden Kurzfristige Finanzschulden + langfristige Finanzschulden - Flüssige Mittel Mio. € 339,9 230,0
Zinsdeckungsgrad Adjusted(*) EBITDA / Bruttozinsaufwand 9,8 10,6
Dynamischer Verschuldungsgrad Nettofinanzschulden / Adjusted(*) EBITDA 1,9 1,4

* Herausrechnung der Veränderung langfristiger Rückstellungen (provisions) sowie der Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen gemäß Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung

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Kapitalflussrechnung (verkürzt)

in Mio. €
2016/2017 2015/2016
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 115,2 106,6
davon "Funds from Operations"1) 144,3 133,0
davon Veränderung Working Capital2) -29,1 -26,4
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit3) -185,4 -137,1
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -100,1 -21,2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -170,4 -51,7

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

1) Konzernergebnis nach Steuern plus Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens plus Veränderungen der Rückstellungen minus Gewinne/plus Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen plus/minus sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge

2) Differenz aus "Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva" und "Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva"

3) Im Geschäftsjahr 2016/2017 einschließlich Investitionen in kurzfristige Finanzanlagen in Höhe von 30,0 Mio. €

Investitionen in Höhe von 157,0 Mio. €

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG insgesamt 157,0 Mio. € (Vj. 138,8 Mio. €) überwiegend in Grundstücke, Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung für bestehende sowie im Bau befindliche Bau- und Gartenmärkte investiert. Die Mittel für die zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 157,0 Mio. € (Vj. 138,8 Mio. €) konnten zu einem großen Teil aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 115,2 Mio. € (Vj. 106,6 Mio. €) gewonnen werden. Für neue Immobilien einschließlich in Bau befindlicher Objekte wurden rund 68% der Investitionssumme ausgegeben. Rund 32% der Investitionssumme wurden im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgebracht. Dabei entfielen auf das Segment Handel, im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung, 37,6 Mio. € (Vj. 48,8 Mio. €), auf das Segment Immobilien, für neue Immobilien einschließlich in Bau befindlicher Objekte, 94,1 Mio. € (Vj. 78,5 Mio. €) und auf die Zentralbereiche und Konsolidierung 25,4 Mio. € (Vj. 11,5 Mio. €).

Die bedeutendsten Investitionsprojekte betrafen Bauleistungen für Bau- und Gartenmärkte, die im abgelaufenen Geschäftsjahr eröffnet wurden oder in den folgenden Geschäftsjahren eröffnet werden, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte, den Erwerb von Grundstücken für die weitere Expansion, Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Software.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 gegenüber dem Vorjahr von 106,6 Mio. € auf 115,2 Mio. €. Dabei erhöhten sich die Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft ("Funds from operations") leicht von 133,0 Mio. € auf 144,3 Mio. €. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf flächenbereinigte Umsatzsteigerungen sowie günstige operative Kostenrelationen zurückzuführen. Aus der Veränderung des Working Capitals ergab sich ein Mittelabfluss von 29,1 Mio. € nach einem Mittelabfluss in Höhe von 26,4 Mio. € im Vorjahr. Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus dem expansionsbedingten Aufbau der Vorräte.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich von 137,1 Mio. € auf 185,4 Mio. €. Dabei standen den um 18,2 Mio. € auf 157,0 Mio. € gestiegenen Investitionen Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von 1,6 Mio. € (Vj. 1,7 Mio. €) gegenüber. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum flüssige Mittel in Höhe von 30 Mio. € in kurzfristige Finanzanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten umgeschichtet und als Mittelabfluss aufgrund von Finanzanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition ausgewiesen. Wie im Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2016/2017 kein Bau- und Gartenmarkt im Rahmen einer Sale & Leaseback-Transaktion veräußert.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 100,1 Mio. € nach einem Abfluss in Höhe von 21,2 Mio. € im Vorjahr. Dabei standen den planmäßigen Tilgungen langfristiger Finanzschulden in Höhe von 83,7 Mio. € keine Neuaufnahmen von langfristigen Krediten gegenüber. Die kurzfristigen Finanzkredite erhöhten sich um 5,1 Mio. €, nach einer Zunahme in Höhe von 2,1 Mio. € im Vorjahr. Ebenso erhöhten sich die gezahlten Dividenden an Gesellschafter von 19,1 Mio. € auf 21,6 Mio. €.

Rating

Seit 2004 wird die Bonität des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns von den international führenden Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's Investors Service bewertet. Bis zum Abschluss dieses Berichts bestätigten beide Agenturen ihre Ratings in den letztaktuellen Publikationen mit "BB+" und einem stabilen Ausblick bei Standard & Poor's sowie "Ba 1" und einem stabilen Ausblick bei Moody's.

Vermögenslage

Eigenkapitalquote steigt auf 51,6 %

Bilanz HORNBACH Baumarkt AG Konzern (Kurzfassung)

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Mio. € 28.2.2017 29.2.2016 Veränderung
Langfristiges Vermögen 1.131,7 1.038,6 9,0%
Kurzfristiges Vermögen 828,2 947,8 -12,6%
Vermögenswerte 1.959,9 1.986,4 -1,3%
Eigenkapital 1.010,6 972,9 3,9%
Langfristige Schulden 503,4 493,7 2,0%
Kurzfristige Schulden 445,8 519,8 -14,2%
Eigen- und Fremdkapital 1.959,9 1.986,4 -1,3%

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Die Konzernbilanzsumme sinkt im Vergleich zum Vorjahr leicht um 26,5 Mio. € (minus 1,3%) auf 1.959,9 Mio. €. Die Verminderung der Bilanzsumme spiegelt bei anhaltender Expansion des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns und der fortschreitenden expansiven Zinspolitik der EZB die damit einhergehende veränderte Anlagestrategie zur Entschärfung der Anlageproblematik im HORNBACH Baumarkt AG Konzern wider. Das bilanzielle Eigenkapital im Konzern wird zum Ende des Geschäftsjahres mit 1.010,6 Mio. € (Vj. 972,9 Mio. €) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote steigt von 49,0% im Vorjahr auf 51,6% zum Ende des Geschäftsjahres 2016/2017. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich im Wesentlichen bedingt durch die Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens.

Langfristiges und kurzfristiges Vermögen

Das langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 1.131,7 Mio. € (Vj. 1.038,6 Mio. €) und damit rund 58% (Vj. 52%) der Bilanzsumme. Die Sachanlagen und fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke steigen um 96,7 Mio. € von 1.006,6 Mio. € auf 1.103,3 Mio. € (plus 9,6%). Dabei stehen den Sachanlagezugängen in Höhe von 161,3 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 73,5 Mio. €, Umbuchungen in Höhe von 0,2 Mio. € sowie Anlageabgänge in Höhe von 1,2 Mio. € gegenüber. Durch Währungskursanpassung erhöhen sich die Sachanlagen und fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke um 2,2 Mio. €. Darüber hinaus werden Zugänge in Höhe von 8,2 Mio. €. durch die erstmalige Konsolidierung einer Immobiliengesellschaft ausgewiesen.

Die langfristigen Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres betreffen einen aufgrund des SEStEG in den Geschäftsjahren 2007/2008 sowie 2010/2011 aktivierten Auszahlungsanspruch für Körperschaftsteuerguthaben zum Barwert in Höhe von 1,7 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2016/2017 bestehen keine langfristigen Auszahlungsansprüche mehr. Die Verminderung der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus der Wertberichtigung von latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge in Höhe von 6,2 Mio. €, die im Planungshorizont als nicht nutzbar eingestuft werden.

Das kurzfristige Vermögen vermindert sich um 12,6% von 947,8 Mio. € auf 828,2 Mio. € bzw. rund 42% (Vj. 48%) der Bilanzsumme. Dabei steigen die Vorräte expansionsbedingt von 588,4 Mio. € auf 626,1 Mio. €. Demgegenüber verringern sich die flüssigen Mittel von 283,0 Mio. € im Vorjahr auf 113,0 Mio. € im Berichtsjahr. Dieser Rückgang ist zum Teil bedingt durch die Umschichtung von liquiden Mitteln in Höhe von 30,0 Mio. € in kurzfristige Festgeldanlagen, die unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden.

Trotz des Anstiegs der Vorräte konnte der Lagerumschlag mit 3,9 (Vj. 4,0) auf weiterhin hohem Niveau gehalten werden. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (einschließlich Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, ohne kurzfristige finanzielle Vermögenswerte) verringern sich um 17,3 Mio. € auf 59,1 Mio. €. Dies resultiert vor allem aus niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie niedrigeren kurzfristigen Steuerforderungen vom Einkommen und vom Ertrag, verursacht durch niedrigere Steuervorauszahlungen sowie Erstattungen aus Veranlagungen.

Langfristige und kurzfristige Schulden

Die Verbindlichkeiten inklusive der Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 949,2 Mio. € gegenüber 1.013,5 Mio. € im Vorjahr. Die langfristigen Schulden erhöhen sich im Wesentlichen durch die Erhöhung der langfristigen Finanzschulden von 493,7 Mio. € auf 503,4 Mio. €. Deren Anstieg ist hauptsächlich auf die Verlängerung eines Mietvertrags zurückzuführen, der nunmehr als Finance-Lease-Verhältnis zu klassifizieren ist. Durch die Passivierung der Leasingverbindlichkeiten gemäß IAS 17 erhöhen sich die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finance Lease von 167,0 Mio. € auf 175,5 Mio. €. Die langfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten verringerten sich von 3,6 Mio. € auf 0,6 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen erhöhen sich von 14,6 Mio. € im Vorjahr auf 15,2 Mio. €. In den langfristigen Schulden sind darüber hinaus passive latente Steuern in Höhe von 27,5 Mio. € (Vj. 28,6 Mio. €) enthalten. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich von 519,8 Mio. € auf 445,8 Mio. €. Dabei sind die kurzfristigen Finanzschulden im Wesentlichen bedingt durch die Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 80,0 Mio. € zum 30. Juni 2016 gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 327,1 Mio. € gegenüber 335,6 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden erhöhten sich um 1,4 Mio. € von 75,3 Mio. € auf 76,7 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch höhere Rückstellungen für belastende Verträge bei gegenläufigen niedrigeren Prämienrückstellungen.

Die Nettoverschuldung im HORNBACH Baumarkt AG Konzern, das heißt die Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel, steigt von 230,0 Mio. € auf 339,9 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die veränderte Anlagestrategie, mit der der HORNBACH Baumarkt AG Konzern die Anlageproblematik aufgrund der fortschreitend expansiven Zinspolitik der EZB entschärft. Unter der Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag in kurzfristige Finanzanlagen investierten Mittel in Höhe von 30 Mio. € beträgt die Nettoverschuldung 309,9 Mio. €.

Bilanzkennzahlen

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Kennzahl Definition 28.2.2017 29.2.2016
Eigenkapitalquote Eigenkapital / Bilanzsumme % 51,6 49,0
Eigenkapitalrendite Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital % 5,3 7,6
Gesamtkapitalrendite NOPAT1) / durchschnittliches Gesamtkapital2) % 5,4 5,9
Verschuldungskoeffizient (Gearing) Nettoverschuldung / Eigenkapital % 33,6 23,6
Zugänge Anlagevermögen inklusive Anzahlungen auf Grundstücke Zugänge Anlagevermögen inklusive Anzahlungen auf Grundstücke Mio. € 176,1 312,4
Net Working Capital Vorräte und Forderungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Mio. € 470,7 407,8
Lagerumschlagshäufigkeit Materialeinsatz / durchschnittliche Vorräte 3,9 4,0

1) "Net operating profit after tax", definiert als EBIT minus standardisierte Steuerquote im HORNBACH-Konzern von unverändert 30%

2) Durchschnittliches Gesamtkapital definiert als durchschnittliches Eigenkapital plus durchschnittliche Nettoverschuldung.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und Mietverpflichtungen

Neben den im Eigentum des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns stehenden Bau- und Gartenmärkten und 12 (Vj. 11) im Rahmen von Finance Lease genutzten Bau- und Gartenmärkten sind 43 (Vj. 44) Märkte sowie ein Logistikzentrum von der Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG oder deren Tochtergesellschaften sowie 56 (Vj. 54) Bau- und Gartenmärkte von fremden Dritten gemietet. Außerdem bestehen in geringerem Umfang weitere Erbpacht-, Pacht- und Mietverträge für Grundstücke.

Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Bau- und Gartenmärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt üblicherweise zwischen 15 und 20 Jahre, mit anschließenden Mietverlängerungsoptionen. Es bestehen Mietanpassungsklauseln.

Zum 28. Februar 2017 betragen die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 1.013,1 Mio. € (Vj. 1.016,8 Mio. €).

GESAMTBEURTEILUNG DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE IM KONZERN

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2016/2017 zurück, das im Vergleich zur volatileren Entwicklung im Vorjahr eine Normalisierung des Geschäftsverlaufs und eine Stabilisierung der operativen Ertragskraft mit sich brachte.

So erhöhten wir den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2016/2017 um 5,0% auf 3.710 Mio. €. Flächen- und währungskursbereinigt lag die Zuwachsrate mit 3,0% im Konzern über dem Vorjahresniveau. Zu diesem Wachstum haben sowohl die Region Deutschland als auch die Region übriges Europa beigetragen. Erneut sind wir am stärksten außerhalb Deutschlands gewachsen, wodurch der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz deutlich von 43,1% auf 45,0% zunahm.

Die Ertragsprognose haben wir im Geschäftsjahr 2016/2017 erfüllt. Das Konzernbetriebsergebnis stieg um 8,1% auf 97,5 Mio. €. Dabei profitierte die Gewinnentwicklung im Konzern vom deutlichen Rückgang nicht-operativer Ergebnisbelastungen durch Impairmentaufwendungen bzw. Drohverlustrückstellungen. Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte EBIT erreichte 102,8 Mio. € und lag somit vor allem dank des flächenbereinigten Umsatzwachstums und verbesserter Kostenrelationen am Ende über dem Vorjahreswert.

Die EBIT-Marge haben wir auf Ebene des Konzerns - trotz weiter erhöhter zukunftsorientierter Aufwendungen für die Digitalisierung bzw. E-Commerce- konstant gehalten und in der Region Deutschland im Vergleich zum Vorjahr, als wir vor allem wegen nicht-operativer Sondereinflüsse in die Verlustzone gerieten, sichtbar verbessern können. Wermutstropfen im Geschäftsjahr 2016/2017 war der Rückgang des Konzernjahresüberschusses aufgrund einer signifikant höheren Steuerbelastung als im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag von 49,0% auf 51,6% gestiegen und liegt damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Zur Entschärfung der Anlageproblematik wurden die flüssigen Mittel von 283,0 Mio. € im Vorjahr auf 113,0 Mio. € zum Bilanzstichtag deutlich reduziert. Dazu wurden, unter Verwendung der liquiden Mittel des Konzerns, Investitionen ohne externe Finanzierung abgedeckt und bestehende externe Finanzierungen bei Fälligkeit ohne Refinanzierung zurückgeführt. Ebenso wurden flüssige Mittel in kurzfristige Finanzanlagen am Geldmarkt umgeschichtet. Angesichts des breiten Spektrums an Finanzierungsquellen verfügen wir über ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität für die weitere Wachstumsfinanzierung.

In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns im Geschäftsjahr 2016/2017 zufriedenstellend dar.

Erläuterungen zum Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG (gemäß HGB)

Gewinn- und Verlustrechnung HORNBACH Baumarkt AG nach HGB (Kurzfassung)

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T€ 2016/2017 2015/2016
Umsatzerlöse 2.436.132 2.317.821
Andere aktivierte Eigenleistungen 378 250
Sonstige betriebliche Erträge 12.144 52.591
Materialaufwand 1.649.262 1.579.541
Rohergebnis 799.392 791.121
Personalaufwand 395.720 386.051
Abschreibungen 34.870 42.049
sonstige betriebliche Aufwendungen 355.521 363.900
Betriebliches Ergebnis 13.281 -879
Finanzergebnis 44.572 69.826
Steuern 3.280 -2.041
Ergebnis nach Steuern 54.573 70.988
Sonstige Steuern 935 1.027
Jahresüberschuss 53.638 69.961
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 26.818 34.980
Bilanzgewinn 26.820 34.981

Die HORNBACH Baumarkt AG mit Sitz in Bornheim bei Landau (Pfalz) stellt ihren Jahresabschluss nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) auf. Sie ist das Mutterunternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns. Die HORNBACH Baumarkt AG enthält das operative Einzelhandelsgeschäft der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in Deutschland sowie die Zentralfunktionen des Konzerns wie zum Beispiel Finanz- und Rechnungswesen, Informationstechnologie, Steuern, Recht und Personal.

Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen für unser operatives Geschäft in Deutschland sind im Wirtschaftsbericht ab Seite 39 ausführlich beschrieben.

Entwicklung des Filialnetzes

Im Berichtsjahr 2016/2017 hat HORNBACH in Deutschland keine neuen Bau- und Gartenmärkte in Betrieb genommen. Ein Standort wurde planmäßig wegen fehlender Erweiterungsperspektiven geschlossen.

Damit betreiben wir zum 28. Februar 2017 deutschlandweit 98 Einzelhandelsfilialen (29. Februar 2016: 99). Die Verkaufsfläche in Deutschland beläuft sich auf rund 1.049.000 qm (Vj. 1.052.000 qm).

Ertragslage

Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG)

Am 23. Juli 2015 trat das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) in Kraft. Die Vorschriften des Gesetzes sind verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2016 anzuwenden und wurden im Jahresabschluss der HORNBACH Baumarkt AG erstmals zum 28. Februar 2017 umgesetzt. Im vorliegenden Jahresabschluss betrifft dies im Wesentlichen Umsatzerlöse, bezogene Leistungen und sonstige betriebliche Erträge sowie die Darstellung des Anlagespiegels. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde auf eine Anpassung der Vorjahreswerte unter Ausübung des bestehenden Wahlrechts verzichtet. Die Vorjahreszahlen sind daher nur bedingt vergleichbar.

Umsatzentwicklung

Im Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG stieg der Nettoumsatz (ohne Umsatzsteuer) im Berichtsjahr 2016/2017 von 2.318 Mio. € um 5,0% auf 2.436 Mio. €. In den Umsatzerlösen sind 349 Mio. € (Vj. 307 Mio. €) aus Lieferungen der HORNBACH-Logistikzentren an unsere ausländischen Tochtergesellschaften enthalten. Maßgeblich für den Geschäftsverlauf der HORNBACH Baumarkt AG war die Entwicklung der inländischen flächenbereinigten Umsätze, die wir im Wirtschaftsbericht ab Seite 46 im Detail erläutern.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2015/2016 wären um 39,4 Mio. € höher und hätten 2.357,2 Mio. € betragen, wenn das BilRUG bereits zum 29. Februar 2016 hätte angewendet werden müssen.

Ertragsentwicklung

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge, die hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Währungsgewinne umfassen, sind um 40,5 Mio. € auf 12,1 Mio. € (Vj. 52,6 Mio. €) gesunken. Bei Anwendung des BilRUG bereits zum 29. Februar 2016 hätten sich durch die Umklassifizierung von sonstigen Erträgen in Umsatzerlöse die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2015/2016 um 39,4 Mio. € auf 13,2 Mio. € verringert.

Der Materialaufwand ist unterproportional zum Umsatzanstieg um 4,4% auf 1.649,3 Mio. € (Vj. 1.579,5 Mio. €) gewachsen. Das Rohergebnis betrug 799,4 Mio. € bzw. 32,8% der Nettoumsätze im Vergleich zu 791,1 Mio. € bzw. 34,1% im Vorjahr.

Durch die Anwendung des BilRUG bereits zum 29. Februar 2016 hätten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen des Geschäftsjahres 2015/2016 um 12,2 Mio. € erhöht und 68,2 Mio. € betragen. Dies ist bedingt durch die Notwendigkeit, Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erzielung von Umsatzerlösen stehen, aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen umzugliedern. Das Rohergebnis hätte 779,0 Mio. € oder 33,0% der Nettoumsätze betragen.

Die Personalaufwendungen sind unterproportional zum Nettoumsatz von 386,1 Mio. € um 2,5% auf 395,7 Mio. € gestiegen. Die Abschreibungen lagen mit 34,9 Mio. € um 16,9% unter dem Niveau des Vorjahres (42,0 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Baumarktimmobilie in Höhe von 7,5 Mio. € zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 363,9 Mio. € im Vorjahr auf 355,5 Mio. € verringert. Durch die Anwendung des BilRUG bereits zum 29. Februar 2016 hätten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2015/2016 um 12,2 Mio. € auf 351,7 Mio. € verringert.

Das betriebliche Ergebnis lag mit 13,3 Mio. € über dem Vorjahresniveau (minus 0,9 Mio. €). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen (minus 8,4 Mio. €) und niedrigere Abschreibungen (minus 7,1 Mio. €) bei gegenläufig höheren Personalkosten (plus 9,6 Mio. €).

Das Finanzergebnis (inklusive Beteiligungsergebnis) ist von 69,8 Mio. € um 25,2 Mio. € auf 44,6 Mio. € im Berichtsjahr gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem von 84,4 Mio. € auf 55,5 Mio. € gesunkenen Beteiligungsergebnis infolge einer niedrigeren Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 haben die HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, Schweiz, die HORNBACH Holding B. V., Niederlande, die HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Luxemburg, Gewinnausschüttungen in Höhe von insgesamt 54,1 Mio. € (Vj. 57,0 Mio. €) an die HORNBACH International GmbH vorgenommen.

Zusätzlich profitierte die HORNBACH International GmbH im Berichtsjahr 2015/2016 von der ertragswirksamen Zuschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der schwedischen Tochtergesellschaft HORNBACH Byggmarknad AB in Höhe von 25,7 Mio. €, was die Ergebnisabführung an die HORNBACH Baumarkt AG entsprechend erhöhte.

Die Zinserträge und Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 2,9 Mio. € stiegen leicht im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 2,4 Mio. €). Die Zinsaufwendungen des Berichtsjahres lagen mit 13,9 Mio. € um 18,2% unter dem Wert des Vorjahres (17,0 Mio. €).

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Einflussfaktoren sank der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2016/2017 von 70,0 Mio. € auf 53,6 Mio. €.

Vermögenslage

Mit 1.193,1 Mio. € liegt die Bilanzsumme zum 28. Februar 2017 56,6 Mio. € bzw. 4,5% unter dem Vorjahreswert (1.249,7 Mio. €).

Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 523,3 Mio. € bzw. 43,9% der Bilanzsumme (Vj. 486,8 Mio. € bzw. 39,0%). Die Sachanlagen steigen durch Investitionen in Höhe von 51,5 Mio. € sowie Umbuchungen in Höhe von 0,2 Mio. € bei gleichzeitigen Abschreibungen in Höhe von 31,5 Mio. € und Buchwertabgängen in Höhe von 0,9 Mio. € auf 288,5 Mio. € (Vj. 269,6 Mio. €).

Bilanz nach HGB (Kurzfassung)

HORNBACH Baumarkt AG

Aktiva

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28.2.2017

T€
29.2.2016

T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.276 8.831
Sachanlagen 288.492 269.575
Finanzanlagen 223.564 208.421
Anlagevermögen 523.332 486.827
Vorräte 401.122 374.885
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 165.362 157.050
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 93.540 221.169
Umlaufvermögen 660.024 753.104
Rechnungsabgrenzungsposten 5.422 5.434
Aktive latente Steuern 4.350 4.323
Bilanzsumme 1.193.128 1.249.688
Passiva
Eigenkapital 616.296 584.201
Rückstellungen 57.679 56.670
Verbindlichkeiten 510.202 600.680
Rechnungsabgrenzungsposten 8.951 8.137
Bilanzsumme 1.193.128 1.249.688

Die Finanzanlagen erhöhen sich bedingt durch langfristige Darlehen an eine niederländische sowie eine rumänische Konzerngesellschaft um insgesamt 15,2 Mio. € von 208,4 Mio. € auf 223,6 Mio. €.

Das Umlaufvermögen nimmt zum Bilanzstichtag von 753,1 Mio. € im Vorjahr auf 660,0 Mio. € ab. Dabei steigen die Vorräte expansionsbedingt um 7,0% bzw. 26,2 Mio. € von 374,9 Mio. € im Vorjahr auf 401,1 Mio. €. Der Lagerumschlag liegt im Geschäftsjahr 2016/2017 mit 4,2 unter dem Vorjahr (4,4). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um 29,2 Mio. € auf 130,1 Mio. € (Vj. 100,9 Mio. €). Die Zunahme der Forderungen im Geschäftsjahr 2016/2017 resultiert im Wesentlichen aus der im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen kurzfristigen Finanzierung der Konzerngesellschaften. Die flüssigen Mittel sinken insbesondere infolge der verstärkten Konzernfinanzierung und der im Berichtsjahr erfolgten planmäßigen Tilgung des Schuldscheindarlehens (80 Mio. €) um 127,7 Mio. € von 221,2 Mio. € im Vorjahr auf 93,5 Mio. €.

Die aktiven latenten Steuern liegen mit 4,4 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 4,3 Mio. €).

Das Eigenkapital liegt zum 28. Februar 2017 mit 616,3 Mio. € um 5,5% über dem Niveau des Vorjahres (584,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote wird mit 51,7% (Vj. 46,7%) ausgewiesen. Die Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag leicht von 56,7 Mio. € auf 57,7 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Steuerrückstellungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten liegen zum Bilanzstichtag mit 510,2 Mio. € im Vergleich zu 600,7 Mio. € mit 90,5 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gehen bedingt durch planmäßige Tilgung von 81,1 Mio. € im Vorjahr auf 13,7 Mio. € zurück. Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 183,2 Mio. € auf 175,0 Mio. € stichtagsbedingt reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen aus Konzernfinanzierung bestehen, haben sich im Geschäftsjahr 2016/2017 von 49,9 Mio. € auf 33,2 Mio. € verringert.

Finanzlage

Hinsichtlich der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements, der Erläuterung der Finanzschulden und Kapitalstruktur verweisen wir auf die Ausführungen in der Finanzlage des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns (Seite 54 ff.).

Das Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) deckt rund 114% des Anlagevermögens. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden in der HORNBACH Baumarkt AG insgesamt 58,0 Mio. € (Vj. 33,3 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke, Gebäude sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude belaufen sich auf 29,1 Mio. €. Weitere 22,4 Mio. € wurden für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet. 6,5 Mio. € (Vj. 4,9 Mio. €) des Investitionsvolumens entfallen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände. Darüber hinaus erhöhten sich die Finanzanlagen im Wesentlichen durch langfristige Darlehensgewährung an zwei Konzerngesellschaften.

Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HORNBACH Baumarkt AG

Auf der Basis einer positiven Umsatzperformance hat die HORNBACH Baumarkt AG das betriebliche Ergebnis im Geschäftsjahr 2016/2017 im Gegensatz zum Vorjahr verbessern können. Dabei wurde der Rückgang der Handelsspanne durch die niedrigere Personalaufwandsquote sowie niedrigere Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen überkompensiert. Der Jahresüberschuss lag mit 53,6 Mio. € um 23,3% unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um den negativen Basiseffekt durch die Zuschreibung des Beteiligungsbuchwerts ihrer schwedischen Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2015/2016 liegt der Jahresüberschuss jedoch deutlich über dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag konnte von 46,7% auf 51,7% erneut gesteigert werden. Das Anlagevermögen und rund 49% des Umlaufvermögens sind langfristig durch Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) und langfristiges Fremdkapital finanziert. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft unverändert zufriedenstellend dar.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der HORNBACH Baumarkt AG

Die HORNBACH Baumarkt AG schließt das Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 53.637.871,49 € ab.

Der Vorstand schlägt nach Einstellung von 26.818.000,00 € in die Gewinnrücklagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 26.819.871,49 € wie folgt zu verwenden:

0,68 € Dividende je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 3,00 € auf 31.807.000 Stammaktien
Dividendenausschüttung: 21.628.760,00 €
Weitere Einstellung in die Gewinnrücklage in Höhe von 5.191.111,49 €

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag 28. Februar 2017 bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HORNBACH Baumarkt AG sowie des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns von wesentlicher Bedeutung wären.

RISIKOBERICHT

Risikomanagement im Konzern

Jedes unternehmerische Handeln ist unmittelbar mit Chancen und Risiken verbunden. Daher ist ein wirksames Management der Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG bekennt sich in diesem Zusammenhang zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestands des Gesamtunternehmens und seiner Beteiligungsgesellschaften immer höchste Priorität hat. Durch das vom Vorstand implementierte Risikomanagementsystem (RMS) soll die Risikofrüherkennung mit dem Ziel der proaktiven Risikosteuerung kontinuierlich verbessert sowie eine stetige Optimierung des Chancen-Risiko-Profils erreicht werden. Davon abgeleitet hat der Vorstand die folgenden Grundsätze verabschiedet:

Risikopolitische Grundsätze

Die Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist zwangsweise mit Risiken verbunden. Keine Handlung oder Entscheidung darf aber ein existenzielles Risiko, das heißt ein den Fortbestand des Unternehmens oder eines Teilbetriebs gefährdendes Risiko nach sich ziehen. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden vom Konzern grundsätzlich nicht eingegangen. Kernprozesse sind hierbei die Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Geschäftsmodelle, die Beschaffung der Waren und Dienstleistungen, Standortentscheidungen, die Sicherstellung der Liquidität sowie die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Eingegangene Ertragsrisiken müssen durch die erwartete Rendite angemessen prämiert werden. Maßgebliche Kennziffern hierbei basieren auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Nicht vermeidbare Risiken sind - soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - zu versichern. Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden.

Organisation und Prozess

Das im HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestehende Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Es setzt sich dabei aus den zentralen Bestandteilen Risikofrüherkennung, Controlling- und Planungsprozesse, dem Berichtswesen sowie einem Internen Kontrollsystem (IKS) zusammen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Die Verantwortung für die Einrichtung, Ausgestaltung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikomanagementsystems und insbesondere des Internen Kontrollsystems liegt beim Vorstand. Bei der Ausgestaltung und Aufrechterhaltung des Systems wird er durch den Leiter Konzerncontrolling/Risikomanagement unterstützt.

Der Vorstand hat in den in- und ausländischen Teilbereichen des Konzerns Risikoverantwortliche benannt, die die Aufgabe haben, Risiken ihres Verantwortungsbereiches zu identifizieren, zu melden und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Diese Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind im Konzern eindeutig geregelt und spiegeln unsere Unternehmensstruktur wider. Bei der Risikoidentifikation, Risikobewertung und auch der Festlegung geeigneter Maßnahmen zur Steuerung der Risiken werden die Risikoverantwortlichen von einem zentralen Risikocontroller unterstützt, dem die Koordination des Risikomanagementprozesses obliegt.

Bewertungskategorien der Unternehmensrisiken in aufsteigender Reihenfolge

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung

(in €)
unwahrscheinlich ≤ 1% gering ≤ 5,0 Mio.
selten > 1% - ≤ 5% moderat > 5,0 Mio. - ≤ 10,0 Mio.
gelegentlich > 5% - ≤ 20% spürbar > 10,0 Mio. - ≤ 50,0 Mio.
möglich > 20% - ≤ 50% schwerwiegend > 50,0 Mio. - ≤ 100,0 Mio.
häufig > 50% kritisch > 100,0 Mio.

Die Ergebnisrisiken werden mit Hilfe einer Risikomatrix analysiert. Dabei werden zum einen die Eintrittswahrscheinlichkeit und zum anderen die potenzielle Schadenshöhe erfasst. So können wir ableiten, ob und in welchem Umfang Handlungsbedarf besteht. Soweit die Risiken nicht quantitativ messbar sind, werden sie hinsichtlich ihrer Auswirkung qualitativ eingeschätzt. Entsprechende Grundsätze und Festlegungen zum Risikomanagementsystem sind in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Die notwendigen aufbau- und ablauforganisatorischen Grundlagen für die Risikofrüherkennung sind darin konzernweit festgelegt. Zur Unterstützung des Risikomanagementprozesses ist eine konzernweit implementierte Standard-Softwarelösung im Einsatz, mit deren Hilfe Risiken und zugehörige Steuerungsmaßnahmen erfasst und dokumentiert werden.

Die Risiken werden vierteljährlich aktualisiert und an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat sowie sein Finanz- und Prüfungsausschuss beraten im halbjährlichen Rhythmus die aktuelle Risikolage. Neben dieser turnusmäßigen Berichterstattung ist auch ein Ad-hoc-Meldeverfahren für unerwartet auftretende Risiken definiert und im Risikomanagementprozess implementiert.

Das derzeitige Interne Kontrollsystem basiert auf einer konzerneinheitlich strukturierten Dokumentation der Kontrollen bei Prozessen und der damit verbundenen Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzberichterstattung haben könnten. Als Basis für das Interne Kontrollsystem stehen die entsprechenden Arbeitsanweisungen und Handbücher im Intranet des Konzerns zur Verfügung.

Die Konzernrevision kontrolliert im Rahmen ihrer Tätigkeit regelmäßig die Funktionsfähigkeit des bestehenden Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer beurteilt im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, frühzeitig zu erkennen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht gemäß § 315 Absatz 2 Nr. 5 HGB)

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen können. Den identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollschritte und klare Verantwortlichkeiten zugeordnet. Dies soll eine hinreichende Sicherheit gewährleisten, so dass trotz der identifizierten Risiken regelkonforme Abschlüsse für den Gesamtkonzern und die Tochtergesellschaften erstellt werden können.

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern ist das bestehende rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und die dazugehörige Risikomatrix konzernweit dokumentiert. Von Konzernprozessen abweichende länderspezifische Besonderheiten werden jeweils durch die Tochtergesellschaften beschrieben und in der Dokumentation ergänzt. Durch die in den Landesgesellschaften und in der Muttergesellschaft benannten IKS-Verantwortlichen wird sichergestellt, dass wesentliche Prozessänderungen dokumentiert und entsprechende Kontrollen implementiert werden. Hierüber wird eine jährliche Entsprechenserklärung durch die IKS-Verantwortlichen abgegeben. Das bestehende IKS wird hierbei ständig weiterentwickelt.

Wesentliche Elemente des Internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, wie z. B. systemtechnischen und manuellen Abstimmprozessen, die Trennung von Funktionen sowie das Vorhandensein bzw. die Einhaltung der Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Im gesamten Rechnungslegungsprozess wird das Vier-Augen-Prinzip angewandt, wobei entsprechende Freigabeprozesse durchlaufen werden müssen. Eine klare Unternehmens- und Führungsstruktur, die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und adäquate Zugriffsregelungen auf Basis eines konzerneinheitlichen Berechtigungskonzepts in den abschlussrelevanten Informations- und Rechnungslegungssystemen dienen der weiteren Risikosteuerung und Kontrolle. Diese wesentlichen Kontrollen sind in die rechnungslegungsbezogenen Prozesse integriert.

Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal. Sie sind für die Beachtung lokaler Vorschriften und die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien in Form von Arbeitsanweisungen und Bilanzierungs- und Organisationshandbüchern ebenso verantwortlich wie für die korrekte Überleitung der lokalen Einzelabschlüsse zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten IFRS-Abschlüssen. Insbesondere das Bilanzierungshandbuch soll durch eindeutige Vorgaben den Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden einschränken und somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken verringern.

Die für die Bilanzierung und Bewertung der Sachverhalte Verantwortlichen der einzelnen Konzerngesellschaften bestätigen vierteljährlich im Rahmen einer konzerninternen Vollständigkeitserklärung die Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des jeweiligen Einzelabschlusses. Auf Konzernebene werden innerhalb des Konzernrechnungswesens und des Konzerncontrollings die in die Abschlüsse eingegangenen Buchungsdaten nochmals plausibilisiert und auf ihre Ordnungsmäßigkeit überprüft. Der Prozess der Konzernabschlusserstellung wird zentral über einen vorgegebenen Termin- und Aktivitätenplan koordiniert und sowohl zentral als auch dezentral überwacht. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Tochtergesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.

Wesentliche Änderungen der Rechnungslegungsprozesse aufgrund von neuen Gesetzen, Gesetzesänderungen oder Änderungen der internen Prozesse werden im Rahmen von u. a. internationalen Finanzkonferenzen mit allen wesentlich am Konzernrechnungslegungsprozess Beteiligten vor Umsetzungsbeginn besprochen. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Know-how erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet. Externe Experten wie z. B. sachverständige Gutachter werden insbesondere zur Beurteilung der Verkehrswerte von Immobilien im Rahmen von Werthaltigkeitsüberprüfungen oder bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen hinzugezogen.

Alle für die Rechnungslegung wesentlichen Prozesse sind konzernweit einheitlich in einem gemeinsamen konzernweiten IT-System abgebildet. Durch diese vollständige Integration aller wesentlichen Finanzsysteme in einem einheitlichen IT-System ist die Datenintegrität bezogen auf die Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sichergestellt. Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans und die zentrale Pflege des Kontenrahmens wird in Zusammenhang mit dem konzernweit gültigen Bilanzierungshandbuch eine einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gewährleistet. Dies dient auch als Basis für eine regelungskonforme Konzernkonsolidierung. Die Konsolidierungsmaßnahmen und notwendigen Abstimmtätigkeiten erfolgen zentral durch eine Konsolidierungsabteilung. Die in den Konsolidierungsprozessen wie z. B. der Schulden- oder der Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchzuführenden Kontrollen erfolgen sowohl automatisch durch das IT-System als auch manuell.

Durch die zentrale Steuerung und Überwachung aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten IT-Systeme und regelmäßigen Systemsicherungen wird das Risiko von Systemausfällen bzw. Datenverlust minimiert. Die interne Revision als integraler Bestandteil des Internen Kontrollsystems überprüft auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsplans im Rahmen ihrer Prüfungstätigkeiten regelmäßig stichprobenartig die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems. Dennoch können auch angemessene und funktionsfähige Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten.

Übersicht der Gesamtrisiken*

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
Finanzwirtschaftliche Risiken
Währungsrisiken möglich moderat
Liquiditätsrisiken unwahrscheinlich kritisch
Kreditrisiken selten moderat
Externe Risiken
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken häufig spürbar
Elementarrisiken unwahrscheinlich schwerwiegend
Operative Risiken
Standort- und Absatzrisiken möglich spürbar
Beschaffungsrisiken gelegentlich moderat
Rechtliche Risiken
Gesetzliche und regulatorische Risiken gelegentlich schwerwiegend
Risiken aus Rechtsstreitigkeiten möglich gering
Führungs- und Organisationsrisiken
IT Risiken unwahrscheinlich kritisch
Personalrisiken möglich gering

* Die aufgeführten Risiken gelten - soweit nicht anders angegeben - sowohl für das Segment Baumärkte als auch das Segment Immobilien.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken im Konzern bestehen aus Währungskurs-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Die Steuerung dieser Risiken obliegt der Abteilung Treasury.

Währungsrisiken

Grundsätzlich unterliegt HORNBACH durch seine Tätigkeit in Ländern, in denen eine andere Währung als der Euro existiert, dem Risiko von Währungskursänderungen. Hierbei handelt es sich um die Währungen Schweizer Franken, Tschechische Kronen, Schwedische Kronen und Rumänische Lei sowie Hong Kong Dollar. Die Abwertung einer ausländischen Währung gegenüber dem Euro kann bei der Umrechnung einzelner Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro zu einem niedrigeren Konzernergebnis führen. Eine Absicherung dieser Risiken im Konzern erfolgt nicht.

Darüber hinaus führt die zunehmende internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns zu einem steigenden Devisenbedarf sowohl bei der Abwicklung des internationalen Wareneinkaufs als auch bei der Finanzierung von Investitionsobjekten in Fremdwährung. Aus einer Veränderung des Wechselkurses der jeweiligen Landeswährung gegenüber den Einkaufswährungen (hauptsächlich gegenüber dem EUR und dem USD) können direkte negative Ergebniseffekte resultieren. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden durch Hedginggeschäfte (USD-Fest- und Termingelder) zu großen Teilen abgesichert. Die externe langfristige Finanzierung von Investitionen erfolgt nach Möglichkeit in der funktionalen Währung der jeweiligen Landeswährung (Natural Hedging). Eine Absicherung der im Konzern entstehenden offenen EUR-Fremdwährungspositionen, die im Wesentlichen durch die in EUR abgewickelten konzerninternen Lieferungen und Leistungen und konzerninternen EUR-Darlehen entstehen, erfolgt nicht.

Liquiditätsrisiken

Die Akquisition von Grundstücken, Investitionen in Bau- und Gartenmärkte sowie der Einkauf großer Warenmengen erfordern die jederzeitige Bereithaltung einer hohen Liquiditätsverfügbarkeit. Bilaterale Bankkredite und -kreditlinien, eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. April 2019 und nicht zuletzt die im Februar 2013 emittierte Anleihe der HORNBACH Baumarkt AG in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. Februar 2020 sichern neben den Mittelzuflüssen aus dem operativen Cashflow die Finanzierung der weiteren Expansion.

Risiken, längerfristige Finanzierungen von neuen Standorten über Banken oder Sale & Leaseback-Transaktionen aufgrund der Finanzierungsbedingungen an den Kapitalmärkten nicht mehr tätigen zu können, begegnet HORNBACH durch eine flexible Anpassung der Investitionen, Bereithaltung eines hohen Liquiditätspolsters sowie durch kurz- bis mittelfristige Finanzierungen auf Basis bestehender Kreditlinien. Im Zusammenhang mit der Anleihe und der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung bestimmter banküblicher Verpflichtungen (Covenants), andernfalls droht unter Umständen die sofortige Rückzahlung der aufgenommenen Mittel. Im Ergebnis wäre eine Anschlussfinanzierung erforderlich, die lediglich unter erschwerten Refinanzierungsbedingungen durchgeführt werden könnte.

Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG wurden neben allgemeinen Verpflichtungen, wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" sowie "cross default", zusätzlich sogenannte "financial covenants" vereinbart. Diese erfordern die Einhaltung einer auf Basis des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ermittelten Eigenkapitalquote von mindestens 25% und einen Zinsdeckungsgrad (adjusted EBITDA/Bruttozinsaufwand) von mindestens 2,25. Daneben wurden Höchstgrenzen für grundbuchlich besicherte Finanzverbindlichkeiten und Finanzverbindlichkeiten von Tochtergesellschaften vereinbart.

Bei der Anleihe bestehen nur allgemeine Verpflichtungen wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" und "cross default" aber keine "financial covenants". Zum 28. Februar 2017 betragen die Eigenkapitalquote 51,6% (Vj. 49,0%) und der Zinsdeckungsgrad 9,8 (Vj. 10,6).

Die Überprüfung dieser Covenants erfolgt kontinuierlich. Während des Geschäftsjahres 2016/2017 wurden sämtliche Verpflichtungen stets eingehalten.

Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, rollierende Konzern-Finanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Im Konzern bestehen zurzeit keine Risiken im Zusammenhang mit ein er eventuell notwendigen Anschlussfinanzierung für fällig werdende Finanzverbindlichkeiten. Derzeit sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar.

Kreditrisiken

Durch Auswahl von Vertragspartnern mit ausschließlich guter Bonität bzw. durch Auswahl von Banken, für die Einlagensicherungseinrichtungen bestehen, werden bei Finanzanlagen und derivativen Finanzinstrumenten die Risiken eines finanziellen Verlustes begrenzt. Zudem wurden Bankeinlagen auf mehrere Kreditinstitute verteilt, um das Ausfallrisiko von Bankeinlagen zu reduzieren. Diese Vorgehensweise wurde auch im Geschäftsjahr 2016/2017 beibehalten. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert. Weitere Detailinformationen und Sensitivitätsanalysen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken werden im Konzernanhang unter Anmerkung 34 dargestellt.

Externe Risiken

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

Die Abhängigkeit der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem verfügbaren Einkommen der Haushalte kann sich in Phasen mit geringem Wirtschaftswachstum durch eine Kaufzurückhaltung der Kunden äußern. Es könnten sich aber auch die Konjunkturaussichten in Europa unter dem Einfluss von weltweiten sich negativ entwickelnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlechter als erwartet darstellen.

Ungeachtet dessen ist eine wesentliche Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung in Deutschland festzustellen. Mit der weiteren Expansion in das europäische Ausland soll eine stetige Risikodiversifizierung erfolgen. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil der Umsätze mit saisonalen Artikeln erzielt, deren Absatz stark von externen Faktoren wie z. B. den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. So könnte die Frühjahrssaison durch einen lang anhaltenden Winter zeitlich kurz ausfallen und sich in niedrigeren Umsätzen innerhalb des Gartenbereichs im wichtigen I. Quartal des Geschäftsjahres niederschlagen.

Der Wandel des Konsumverhaltens insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung birgt Risiken in sich. Um hier zukunftsorientiert aufgestellt zu sein und diesem Risiko entgegenzuwirken, haben wir unsere Onlineaktivitäten im Sinne einer integrierten Mehrkanalstrategie sukzessive ausgebaut.

Elementarrisiken

Der weltweit festzustellende Klimawandel hat auch direkten Einfluss auf HORNBACH-Standorte in Deutschland und dem europäischen Ausland. Neben möglichen Naturkatastrophen (z. B. Stürme, Hochwasser) ist der Konzern auch Risiken durch Feuer und Explosionen ausgesetzt. Durch konzernweite Versicherungen sind die wesentlichen versicherbaren Elementarrisiken und eine damit möglicherweise verbundene Betriebsunterbrechung abgedeckt.

Operative Risiken

Standort- und Absatzrisiken

Investitionen in nicht geeignete Standorte können erheblichen negativen Einfluss auf die Ertragskraft des Konzerns haben. Zur Risikominimierung werden deshalb Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage von detaillierten Marktforschungsanalysen vorbereitet und Investitionsentscheidungen auf der Basis von dynamischen Investitionsrechnungen und Sensitivitätsanalysen getroffen. Dennoch kann das Risiko einer nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aufgrund zusätzlich existierender Einflussfaktoren wie dem Kundenverhalten und der lokalen Wettbewerbssituation nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Insbesondere in Ländern mit geringem Marktwachstum und starkem Wettbewerb müssen zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit daher kontinuierlich Investitionen in Standorte und den Ausbau des Kundenservice sowie neuer Konzepte getätigt werden.

Beschaffungsrisiken

HORNBACH ist als Handelsunternehmen auf externe Lieferanten und Hersteller angewiesen. Bei der Auswahl dieser Lieferanten gehen wir mit größter Sorgfalt vor. Insbesondere bei der Selektion unserer Eigenmarkenlieferanten achten wir auf die Verlässlichkeit in Bezug auf hohe Produktqualität und die stete Einhaltung von Sicherheits- und Sozialstandards in den jeweiligen Unternehmen. Um den Ausfall von bedeutenden Lieferanten zu vermeiden, wurde ein effizientes Frühwarnsystem entwickelt, das die Lieferanten auf Basis von verschiedenen quantitativen und qualitativen Kriterien kontinuierlich bewertet. Durch eine frühzeitige Sondierung des Marktes hinsichtlich alternativer Ersatzquellen und einer Mehrlieferantenstrategie werden die Auswirkungen eines möglichen Lieferantenausfalls weiter reduziert. Bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation kann allerdings nicht immer ausgeschlossen werden, dass Lieferanten ausfallen, deren Produkte kurzfristig nicht anderweitig beschafft werden können.

Zur Senkung des Risikos einer Unterbrechung der Logistikkette und zur Optimierung der Warenversorgung stehen mehrere Verteilzentren für den Gesamtkonzern zur Verfügung. Bei der Beschaffung der Ware unterliegt HORNBACH unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise für Artikel mit einem hohen Anteil an Rohöl, Kupfer oder Stahl aufgrund der auf den internationalen Rohstoffmärkten volatilen Preise. Daneben könnten Preissteigerungen für eher energieintensiv hergestellte Artikel zu weiteren insgesamt höheren Beschaffungskosten führen, die unter Umständen nur teilweise oder zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können.

Rechtliche Risiken

Gesetzliche und regulatorische Risiken

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern unterliegt aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit diversen nationalen Gesetzen und Bestimmungen. Änderungen von Gesetzen können deshalb zu höheren Kosten führen. Neben den hier beispielhaft genannten Risiken von Schadenersatzklagen aufgrund von Patent- und Schutzrechtsverletzungen oder Umwelt- und Produkthaftungsschäden könnte speziell auch eine Verschärfung der nationalen Baugesetze oder Vorschriften zum Erwerb von Grundstücken negative Auswirkungen auf die künftige Ertragslage des Konzerns haben. Zur Vermeidung etwaiger Vertragsverletzungen und unvorteilhafter Vereinbarungen überwachen wir fortlaufend die Einhaltung unserer vertraglichen Verpflichtungen und ziehen bei Vertragsangelegenheiten interne und externe Rechtsexperten hinzu.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Die Gesellschaften des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebes naturgemäß mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Für bestehende Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wird daher bilanzielle Vorsorge durch Bildung von entsprechenden Rückstellungen getroffen. Zurzeit ist HORNBACH in keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren involviert, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten.

Führungs- und Organisationsrisiken

IT-Risiken

Die Steuerung des Konzerns ist maßgeblich von einer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch hochqualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz entsprechender aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne.

Personalrisiken

Der Einsatz hochmotivierter und -qualifizierter Mitarbeiter ist eine der Grundlagen für den Erfolg von HORNBACH. Dieser Pfeiler der Unternehmenskultur hat deshalb einen großen Stellenwert für den Gesamtkonzern. Die Aufrechterhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit wird durch extern durchgeführte Mitarbeiterbefragungen regelmäßig evaluiert, die Mitarbeiterqualifikation durch geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ständig verbessert. Leistungsbasierte Prämienmodelle unterstützen dabei die Erreichung dieses Zieles. Darüber hinaus führen alle Führungskräfte jährlich individuelle Jahresgespräche mit ihren Mitarbeitern, in denen die vergangene Leistung bewertet und zukünftige Entwicklungsmaßnahmen vereinbart werden. Allerdings ist HORNBACH bei der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung von hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal von vielfältigen externen Faktoren wie z. B. der allgemeinen Arbeitsmarkt- und Branchenentwicklung abhängig und unterliegt ebenfalls den jeweiligen länderspezifischen Effekten des demografischen Wandels.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation hat ergeben, dass im Geschäftsjahr 2016/2017 keine für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestandsgefährdenden Risiken existierten. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nachhaltig beeinträchtigen könnten.

CHANCENBERICHT

Die europäische Do-it-yourself-Branche bietet HORNBACH auch in Zukunft Wachstumschancen, die im Zusammenhang mit den im Risikobericht geschilderten Risiken sowie den im Prognosebericht erläuterten Einschätzungen der künftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beurteilen sind.

Auf die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte können sich in den nächsten Jahren eine Reihe von branchenspezifischen Entwicklungstrends (Megatrends) auswirken. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Unternehmen sein Handelsformat und die Unternehmensstrategie mit dem Anspruch auf Kontinuität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit konsequent weiter, um die potenziellen Chancen für künftiges Wachstum bestmöglich zu nutzen.

Branchenspezifische Chancen

Für die Betreiber von Bau- und Gartenmärkten spielen Megatrends eine bedeutende Rolle, die in den einzelnen Ländermärkten in unterschiedlicher Ausprägung Potenzial für eine steigende Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen rund um das Thema Bauen, Renovieren und Garten bieten.

Bei der Suche nach Wachstumsfaktoren zieht sich der große Bedarf an Lösungen für energiesparende Gebäudetechnik bzw. Energieeffizienz und den zeitgemäßen Innenausbau wie ein roter Faden durch den europäischen Neubau- und Modernisierungssektor. Insgesamt stehen nach unserer Auffassung die Chancen für steigende Umsätze und Erträge der DIY-Branche im In- und Ausland günstig. Begründen lassen sich die Wachstumsperspektiven unter anderem mit den nachfolgend skizzierten Chancen.

Chancen durch Nachhaltigkeit

Das Bauen im Bestand (Modernisierungs- bzw. Renovierungsmarkt) hat in den letzten Jahren für die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte stetig an Bedeutung gewonnen. Dagegen ist der Neubauanteil am Wohnungsbau europaweit rückläufig und machte zuletzt deutlich weniger als die Hälfte der gesamten Wohnungsbauinvestitionen aus. In Deutschland übersteigt der Umsatz am Modernisierungsmarkt seit 1998 das Neubauvolumen. Zwar ist aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen der Anteil der Neubautätigkeit seit dem Jahr 2011 wieder leicht gestiegen. Jedoch entfielen zuletzt immer noch mehr als zwei Drittel des gesamten Bauvolumens in Höhe von rund 189 Mrd. € auf Modernisierungsvorhaben. Drei wesentliche Trends sind dafür verantwortlich:

Die Altersstruktur der Immobilien signalisiert einen steigenden Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf. So sind beispielsweise in Deutschland drei Viertel der Wohnungen älter als 30 Jahre. Fast jedes dritte Einfamilienhaus in Deutschland ist renovierungsbedürftig. Jedes zweite der zwischen 1949 und 1960 errichteten Eigenheime ist bislang nicht umfassend saniert worden und entspricht mit Blick auf die Energieeffizienz nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Da ohne Renovierungsmaßnahmen der Immobilienwert und die Attraktivität auf dem Wohnungsmarkt sinken, wird der Bedarf an Bauleistungen und Baumaterialien tendenziell zunehmen. Die immer noch rekordniedrigen Bauzinsen erweitern hierfür die finanziellen Spielräume der Privathaushalte.
Vor dem Hintergrund langfristig steigender Energiekosten und des Klimaschutzes gewinnt die energetische Sanierung nachhaltig an Bedeutung - nicht zuletzt auch angeschoben durch eine Vielzahl von Gesetzen, Richtlinien, Verordnungen oder Fördermaßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene. Durch energieeffizientes Bauen und Sanieren lassen sich bis zu drei Viertel der Energiekosten eines Wohngebäudes einsparen und die Betriebskosten über den Lebenszyklus einer Immobilie hinweg nachhaltig senken. Gleichzeitig leistet die energetische Sanierung einen wichtigen Beitrag zur Senkung des CO2 -Ausstoßes. Energieeffizienz gehört daher zu den Topthemen der europäischen DIY-Branche.
Barrierefreies Bauen ist angesichts der demografischen Entwicklungen in Europa eine Herausforderung für die Anpassung bestehenden Wohnraums und der städtischen Infrastruktur, damit ältere Menschen möglichst lange unabhängig und selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Der Bedarf an Lösungen für das altersgerechte Bauen wie etwa barrierefreie Gebäude- und Wohnungszugänge, Einbau von Aufzügen, Türverbreiterungen oder der Umbau von Sanitärräumen wird immer mehr zunehmen.

Diese Trends lassen sich auch unter der Überschrift "Nachhaltigkeit" zusammenfassen. Die ökologische, ökonomische und soziale Dimension des nachhaltigen Bauens spielt als Wettbewerbsfaktor nicht nur auf dem Immobilienmarkt eine immer wichtigere Rolle. Sie bietet gleichzeitig leistungsfähigen Akteuren in Industrie, Handel und Handwerk über das passende Sortiments- und Serviceangebot wachsende Umsatzpotenziale.

Chancen durch Verbrauchertrends

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass sich Menschen gerade in unsicheren Zeiten stärker als sonst ins Private zurückziehen (Homing). Die Verbraucher verbringen wieder mehr Zeit zu Hause und sind bereit, in die Verschönerung und Ausstattung ihrer Wohnungen zu investieren. Dies ist nicht nur ein deutsches Phänomen, sondern auch international Motivation für das Heimwerken als beliebte Freizeitaktivität. Dies gilt umso mehr, als die Verbraucher in vielen Regionen Europas von niedrigen Bauzinsen profitieren und ihr Geld lieber in den privaten Hausbau oder in Renovierungsprojekte als in alternative, zunehmend als unsicher oder unattraktiv erachtete Kapitalanlagen stecken.

Die Verwirklichung von Wohnwelten spielt bei Modernisierungsprojekten von Haus, Wohnung und Garten eine immer größere Rolle. Bei den Verbrauchern ist ein wachsendes Bewusstsein für Einflüsse aus Mode, Kunst, Architektur und Medien festzustellen. Die Übertragung dieser Wohntrends auf die eigenen vier Wände ist gesellschaftlich motiviert durch den Wunsch nach dauerhaften Werten, (Lebens-) Qualität, Individualität und Emotionalität. Die Baumarktbranche hat bei der emotionalen Ansprache ihrer Zielgruppen, bei der Präsentation von Wohnwelten und der Beratung komplexer innenarchitektonischer Projekte gegenüber dem spezialisierten Fachhandel noch erhebliches Entwicklungs- und somit Chancenpotenzial.

Chancen durch neue Marktpotenziale

Eine Vielzahl unterschiedlicher Vertriebsformen konkurriert im europäischen DIY-Markt um die Gunst der Heimwerker, Bauherren und Gartenliebhaber. Durch entsprechende Kundenorientierung und Fachhandelskonzepte können Baumarktbetreiber zusätzliche Marktanteile zu Lasten der anderen Vertriebsformen gewinnen. Die Potenziale sind umso größer, je geringer der Anteil der Baumärkte am DIY-Gesamtmarkt in einem Land ist.

Deutschland ist der größte europäische Do-it-yourself-Markt. Jedoch haben die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland ihr Kundenpotenzial erst zum Teil ausgeschöpft. Dieser Vertriebsweg deckt in Deutschland nur rund die Hälfte des DIY-Kernmarktes ab, der ein Marktvolumen von rund 45 Mrd. € erreicht. Die andere Hälfte des Marktvolumens erzielen Fachmärkte (wie zum Beispiel Fliesen-, Raumausstattungs-, Leuchten- oder Sanitärfachmärkte), der Baustoff- oder Holzfachhandel. In anderen europäischen Ländern liegt der Baumarkt-Anteil zum Teil deutlich höher.

Neben den Aktivitäten zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im stationären Einzelhandel setzt die Branche der Bau- und Gartenmärkte seit 2010 verstärkt auf den Vertriebskanal Internet. Der Online-Handel weist innerhalb des gesamten Einzelhandels die mit Abstand stärksten Wachstumsraten auf. Überdurchschnittlich entwickelte sich dabei bislang der E-Commerce mit DIY-Sortimenten. In Deutschland sollen die Online-Umsätze der typischen Baumarktproduktgruppen nach Expertenschätzungen im Jahr 2017 um 10% auf rund 3,1 Mrd. € zulegen. Bei einem prognostizierten Bruttoumsatzvolumen des erweiterten DIY-Kernmarktes (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachmärkte, Kleinbetriebsformen und Distanzhandel) für das Jahr 2017 von rund 48,4 Mrd. € entspricht dies einem Online-Anteil von 6,4%. Dieser soll sich laut Branchenverband BHB bis 2020 auf rund 10% und laut einer gemeinsamen Studie mit Roland Berger im Jahr 2030 auf bis zu 25% der Gesamtumsätze erhöhen.

Als einen der zukunftsträchtigsten Vertriebstypen innerhalb des E-Commerce sehen Fachleute den Mehr-Kanal-Handel, das sogenannte Multi-Channel-Retailing, bei dem das stationäre Geschäft eng mit dem Online-Handel verbunden wird. Der E-Commerce wird sich zudem noch stärker sozialisieren. Social Media bieten unzählige Plattformen für den Austausch von Erfahrungsberichten über Projekte, Produkte, Preise und auch über die Anbieter und deren Leistungen bei Service und Qualität. Mit diesen Netzwerken beschäftigen sich immer mehr Unternehmen der DIY-Branche intensiv und treten in einen aktiven Dialog mit ihren Kunden.

Chancen durch Internationalisierung

Über die Chancen im deutschen DIY-Markt hinaus bietet die Expansion ins Ausland zusätzliche Wachstumsperspektiven. Zu diesem grenzüberschreitenden Schritt haben sich zahlreiche führende deutsche Baumarktanbieter schon vor Jahren entschieden. Sie versprechen sich außerhalb Deutschlands größere Umsatzpotenziale und eine höhere Rentabilität als im gesättigten deutschen Markt. Ferner hilft die Internationalisierung bei der Verteilung von Marktrisiken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Reifegrad regionaler DIY-Märkte zunimmt und manche Länder der EU sich nur schleppend von den nachlaufenden Effekten der Finanz- und Staatsschuldenkrise auf Beschäftigung und Einkommen erholen. Das erhöht die strategischen, aber auch die Eigenkapitalanforderungen an den DIY-Einzelhandel, um auch auf lange Sicht international attraktive Umsatz- und Ertragssteigerungen realisieren zu können.

Strategische Chancen

Unser Ziel ist es, die Marktposition von HORNBACH im europäischen Do-it-yourself-Markt durch organisches Wachstum kontinuierlich auszubauen. Umsatz und Profitabilität sollen durch die Expansion eines international erfolgreichen Handelsformats nachhaltig gesteigert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die strategische Weiterentwicklung unseres Konzepts und der Ausbau unseres Filialnetzes an Standorten mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial im In- und Ausland.

Die Unternehmensstrategie konzentriert sich auf den Projektgedanken. HORNBACH kann sich mit diesem Ansatz, der sich in der Sortiments-, Service- und Preispolitik widerspiegelt, zunehmend von seinen Wettbewerbern differenzieren. Die gute Finanzausstattung, das öffentliche Unternehmensrating und die Flexibilität bei der Refinanzierung über den Kapitalmarkt versetzen uns in die Lage, dass wir auch in Zukunft in die Differenzierung des HORNBACH-Formats erhebliche Mittel investieren können.
Unverrückbarer Bestandteil unserer konzernweit einheitlichen Strategie ist eine verlässliche Dauertiefpreispolitik. Wir glauben, dass wir Kunden auf lange Sicht besser an HORNBACH binden können, wenn wir diesen dauerhaft den besten Marktpreis bieten und garantieren. Gerade unsere Hauptzielgruppe der Projektkunden, die oft größere Renovierungsarbeiten durchführen, will langfristig kalkulieren. Mit zeitlich befristeten Rabattaktionen ist dies nicht möglich.
Baumarktkunden achten in zunehmendem Maße nicht nur auf wettbewerbsfähige Preise, sondern auch auf die Qualität und Nachhaltigkeit der angebotenen Produkte und Beratungsleistungen. Vor allem die lifestyleorientierte Zielgruppe der Kunden, die ihren Lebensstil an Gesundheit und Nachhaltigkeit ausrichten, gewinnt in diesem Zusammenhang an Bedeutung. Diese sogenannten "LOHAS" (Lifestyle of Health and Sustainability) verfügen meist über ein überdurchschnittliches Einkommen, konsumieren bewusst und kritisch. Sie legen großen Wert auf Qualität, Marke und Design. Mit unserer Fokussierung auf Qualität und Nachhaltigkeit der Sortimente in Verbindung mit professioneller Beratung können wir den hohen Anforderungen dieser Zielgruppen besonders gerecht werden. So sind wir zum Beispiel in der DIY-Branche führend beim Handel mit FSC-zertifizierten Holzprodukten.
Wir sehen uns mit Blick auf den immer bedeutsameren Modernisierungsmarkt und hier vor allem die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden erstklassig in der Branche positioniert. Auch in Zukunft werden wir komplexe Projekte wie die Fassadendämmung und den Austausch von Fenstern und Türen als Projektschau in den Märkten präsentieren. Die Projektschau ist ein innovatives Marketinginstrument zur Intensivierung der Projektidee. Unsere Kunden erhalten durch Vorführungen auf speziellen Event-Flächen der Märkte fachliche Beratung, Informationen und Anregungen, wie sie zu Hause in Eigenregie oder mit fachlicher Unterstützung Renovierungsprojekte oder Wohnträume in die Tat umsetzen können. Diese Aktivitäten werden von Leistungspaketen unseres Handwerkerservice flankiert. Weitere Umsatzimpulse können überdies die öffentlichen Förderprogramme für die energiesparende oder seniorengerechte Altbausanierung auslösen. Vor diesem Hintergrund bieten wir auf unserer Internetseite eine umfangreiche Fördermittel-Datenbank an.
Weiterhin bauen wir das Service-, Informations- und Beratungsangebot aus, um neue Kundengruppen für HORNBACH zu begeistern. Dazu zählen Heimwerkervorführungen in den Märkten, die zum Selbermachen animieren sollen, oder spezielle Frauenworkshops. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch die fachliche Förderung des Marktpersonals mit dem Ziel, das Produkt-Know-how sowie die Beratungskompetenz und damit die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Zunehmend interessanter werden unsere großen Bau- und Gartenmärkte auch für professionelle Kunden. Dank großzügiger Öffnungszeiten, der Bevorratung auch großer Mengen und der schnellen Abwicklung in unseren Drive-in-Märkten bzw. Baustoffzentren oder der unbürokratischen Rücknahme von Restmengen ist HORNBACH eine attraktive Alternative zu den traditionellen Bezugsquellen des Facheinzelhandels oder Großhandels.
Vielversprechende Wachstumschancen sehen wir im Marktsegment des sogenannten Buy-it-yourself (BIY) oder Do-it-for-me. Darunter versteht man jene Zielgruppe der Kunden, die nach Lösungen für ihre Heimwerkerprojekte suchen, die dazugehörenden Sortimente selbst einkaufen, die Arbeiten aber lieber einem Fachmann überlassen wollen. Wir sehen dieses Marktsegment auch im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung in Deutschland und anderen Teilen Europas. Unser Handwerkerservice zielt auf dieses Potenzial.
Die intensive Vorbereitung von Bau- oder Renovierungsvorhaben und der Einkauf im Internet sind für viele unserer Projektkunden inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Seit dem Start im Dezember 2010 in Deutschland (www.hornbach.de) hat sich unser Online-Shop zu einem leistungsfähigen virtuellen Bau- und Gartenmarkt entwickelt. Das Internet ist eine wichtige Ergänzung zu unserem stationären Einzelhandelsgeschäft. Inzwischen haben wir unsere E-Commerce-Aktivitäten über Deutschland hinaus auch in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, der Tschechischen Republik sowie Luxemburg ausgerollt.

Zentrales Element für den Webauftritt ist die direkte Beziehung unserer Kunden zu ihrer bevorzugten HORNBACH-Filiale. Unsere Kunden können sich online über Artikel, deren Preise und Verfügbarkeit informieren sowie Artikel vergleichen. Eine Vielzahl von Anleitungen in Schrift und Bild bieten Anregung und Hilfestellung bei der Vorbereitung und Umsetzung der Projekte. Überdies können sie sich ihre Artikel per Direktversand nach Hause liefern lassen und den Service "Online reservieren und abholen im Markt" nutzen. Bereits ab zwei Stunden nach der Reservierung stehen alle im Markt gelagerten Artikel zum Abholen in der gewünschten HORNBACH-Filiale bereit. Gerade für unsere Profikunden ist dieser Service ein echter Zeitsparer. Uns bietet der Internetauftritt zudem die Chance, auch außerhalb des Einzugsgebiets unseres Filialnetzes neue Kunden zu gewinnen und für die Marke HORNBACH zu begeistern.
Die Wahrnehmung von Chancen berührt nicht nur die Weiterentwicklung des Konzeptes oder die Erschließung von Marktsegmenten. Gleichzeitig richtet sich unser Augenmerk auf die Optimierung der Betriebsprozesse. Die Abläufe in der Marktorganisation, im Verkauf sowie die Verzahnung mit dem Einkauf und der Logistik werden ständig weiterentwickelt, was sich nachhaltig positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Konzern auswirken soll.
Die Internationalisierung des Konzerneinkaufs sichert uns einen breiten Zugang zu den globalen Beschaffungsmärkten sowie die strategische und langfristige Partnerschaft mit den Lieferanten und der Industrie. Von dieser Partnerschaft profitieren beide Seiten. Wir bieten jedem Lieferanten die Chance, jeden unserer Märkte so effizient wie möglich zu beliefern. Es sind sowohl große logistische Direktbelieferungen an jedem Standort möglich als auch die indirekte Belieferung über unsere zentralen Umschlagsplätze. So bieten wir auch regionalen Herstellern die Chance, über ihr bisheriges Vertriebsgebiet hinaus zu wachsen und in weitere Länder zu liefern. Da wir mit unserem Handelsformat auch zunehmend Profikunden an HORNBACH binden, können wir auch Hersteller für uns gewinnen, die sonst nur den professionellen Fachhandel beliefern. Die flexible Verzahnung unserer Lieferanten mit der Unternehmenslogistik optimiert unsere Wertschöpfungskette und sichert uns einen signifikanten Wettbewerbsvorteil: Durch die Nähe unserer Lieferanten zu den Einkaufsorganisationen in den Ländern können wir die Produktauswahl bestmöglich auf die regionalen Bedürfnisse in den Ländern anpassen und über Größenvorteile Margenverbesserungen erzielen. Zusätzliche Ertragspotenziale heben wir durch die zunehmende partnerschaftliche Entwicklung von Eigenmarken, mit denen wir unseren Kunden ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und uns gleichzeitig vom Wettbewerb differenzieren.
HORNBACH steht für organisches Wachstum. Auch in Zukunft werden wir unsere Chancen in der europaweiten Expansion suchen. Im dicht besetzten deutschen DIY-Markt setzen wir auf selektives Wachstum in attraktiven Einzugsgebieten. Hier können wir unsere Struktur- und Größenvorteile - insbesondere die hohe Flächenproduktivität in Verbindung mit der höchsten durchschnittlichen Filialgröße des Wettbewerbs - in die Waagschale werfen. Den Schwerpunkt unserer Expansion setzen wir außerhalb Deutschlands. In den meisten Regionen des übrigen Europas gibt es aufgrund der im Vergleich zum Inland geringeren Marktsättigung im Segment der großflächigen Bau- und Gartenmärkte überdurchschnittliche Wachstumschancen.

Erläuterungen zum Risiko- und Chancenbericht der HORNBACH Baumarkt AG

Die im HORNBACH Baumarkt AG Konzern dargestellten Risiken und Chancen entsprechen im Wesentlichen denen der HORNBACH Bau markt AG.

PROGNOSEBERICHT

PROGNOSE DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN UND BRANCHENBEZOGENEN RAHMENBEDINGUNGEN

Von zentraler Bedeutung für die Geschäftsaussichten im HORNBACH Baumarkt AG Konzern ist die künftige Entwicklung der Konsumnachfrage sowie der Neubau- und Renovierungstätigkeit in den Ländern, in denen wir operativ tätig sind. Der private Konsum wird entscheidend geprägt von der Entwicklung der Beschäftigung, der Inflation sowie der verfügbaren Einkommen. Auf die Zukunft gerichtete Parameter wie die Konjunktur- und Einkommenserwartung oder auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher laufen als Stimmungsindikatoren für das Konsumklima den realwirtschaftlichen Daten voraus. Chancen und Risiken für Konjunktur und Konsumneigung bergen insbesondere politische Veränderungen. Überdies können sich außergewöhnliche Witterungsverhältnisse empfindlich auf das Konsumverhalten und unser Saisongeschäft auswirken, wenngleich diese Einflussgröße in der Vorausplanung nicht abgebildet werden kann.

Rahmenbedingungen in Europa

Nach Einschätzung der Europäischen Kommission wird die europäische Wirtschaft auch im Jahr 2017 mit moderatem Tempo wachsen. Hauptwachstumsmotor dürfte der Privatkonsum bleiben, der durch die Erwartung weiter steigender Beschäftigungszahlen und leichter Lohnsteigerungen begünstigt wird. Doch politische Unwägbarkeiten, das verhaltene Wachstum außerhalb der Europäischen Union und der schwache Welthandel wirken sich negativ auf die Wachstumsaussichten aus.

Ungeachtet der globalen politischen Unsicherheiten hat sich die Stimmung in Europa und Deutschland unter den Unternehmensentscheidern zuletzt verbessert. Dies spiegelte sich auch in einer Reihe von Expertenschätzungen wider, die bis zur Aufstellung dieses Berichts bekannt wurden. So signalisierten Frühindikatoren, wie zum Beispiel die ZEW-Konjunkturerwartungsindizes und der Ifo-Geschäftsklimaindex, dass eine Konjunktursteigerung bzw. -stabilität in Europa und Deutschland wahrscheinlicher geworden ist.

Volkswirte und Bankenökonomen erwarten im Jahr 2017 nach der Medianprognose des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ein im Vergleich zum Jahr 2016 leicht niedrigere Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum von 1,5% (Vj. 1,6%). Die Europäische Kommission rechnet mit einem Wachstum von 1,6%.

Deutlich positiver als im Euroraum-Durchschnitt fallen die Prognosen der Kommission für die meisten Länder aus, in denen HORNBACH mit seinen Bau- und Gartenmärkten vertreten ist. Die Schätzungen bewegen sich zwischen plus 1,5% und plus 4,4%. In Deutschland und Österreich soll das reale BIP im Jahr 2017 um 1,6% und in den Niederlanden um 2,0% zulegen. Luxemburg, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Rumänien und Schweden werden Wachstumsraten von 2,4% bis 4,4% zugetraut. Nur in der Schweiz fällt der prognostizierte BIP-Anstieg mit plus 1,5% etwas geringer aus als im Euroraum.

Im Gleichklang mit einem anhaltend positiven Wirtschaftswachstum und europaweit sinkender Arbeitslosigkeit, geht die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) davon aus, dass der private Konsum auch 2017 eine wichtige Stütze für die Konjunktur in Europa bleibt. Laut GfK-Prognose werden die Konsumausgaben der privaten Haushalte in der Europäischen Union im laufenden Jahr real zwischen 1,0% und 1,5% steigen. Das ZEW rechnet in der Eurozone mit einer Wachstumsrate von 1,4%. Zu den Risiken für die Konsumprognose zählen die GfK-Experten eine deutlich anziehende Inflation, die bevorstehenden Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien, der ungewisse Ausgang der Wahlen in Frankreich und Deutschland sowie die künftige politische und ökonomische Ausrichtung der neuen US-Regierung.

Das europäische Bauvolumen soll im Jahr 2017 voraussichtlich - mit einer ähnlichen Rate wie im Vorjahr - um gut 2,0% steigen. Zu diesem Ergebnis kam das Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct in seiner Prognose im November 2016. Die tragende Säule des Wachstums ist und bleibt der Wohnungsbau: Während der Tiefbau in Europa 2017 um rund 1,8% und der Nichtwohnhochbau um knapp 1,5% expandieren dürften, wird für den Wohnungsbau ein Plus von fast 3,0% prognostiziert.

Rahmenbedingungen in Deutschland

Die vom ZEW im Februar 2017 befragten Ökonomen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft auch in diesem Jahr mit einem soliden Wachstum von 1,6% aufwarten wird.

Die Gründe für den ausgeprägten Konjunkturoptimismus liegen auf der Hand. Aufgrund der ausgezeichneten Beschäftigungsentwicklung sehen Volkswirte einen deutlichen Spielraum für Einkommenszuwächse bei den Arbeitnehmern. Aufgrund der zuletzt gestiegenen Inflation in Deutschland droht jedoch verstärkt Gegenwind für die realen Einkommen. Für das Gesamtjahr geht das Marktforschungsunternehmen GfK davon aus, dass die realen privaten Konsumausgaben in Deutschland um 1,5% steigen werden. Das ZEW rechnet mit einer Steigerungsrate von 1,4%.

Positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die anhaltend gute Konsumlaune in Deutschland werden sich laut Konjunkturexperten auch 2017 in weiteren steigenden Einzelhandelsumsätzen niederschlagen. Für das laufende Jahr erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) ein Umsatzwachstum von nominal 2,0% auf insgesamt netto 491,9 Mrd. €. Wachstumstreiber soll der Online-Handel bleiben, der nach HDE-Prognose um 11,0% auf 48,8 Mrd. € zulegen wird. Damit würde sein Umsatzanteil 2017 knapp ein Zehntel am gesamten Einzelhandelsumsatz ausmachen. Bis 2020 könnte der Anteil nach Einschätzung der Branchenexperten auf bis zu 20% steigen.

Im laufenden Jahr stehen die Signale für die Baukonjunktur weiter auf grün. So sind die Frühindikatoren wie Baugenehmigungen und Auftragseingang im Bauhauptgewerbe deutlich im Plus. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes prognostizieren gemeinsam für das Jahr 2017 ein Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 5,0% auf rund 112,2 Mrd. €. Treiber der Entwicklung soll - wie schon im vergangenen Jahr - der Wohnungsbau mit einem erwarteten Umsatzplus von nominal 7,0% bleiben. In Summe könnten etwa 310.000 bis 320.000 Wohnungen neu auf den Markt kommen. Auch wenn die Flüchtlingszahlen nach Deutschland deutlich zurückgegangen sind, machen weiterhin sowohl eine hohe Nettozuwanderung als auch eine anhaltende Binnenwanderung, die Fertigstellung von jährlich mindestens 350.000 Wohnungen erforderlich. Dieses Niveau sollte aber nur sukzessive zu erreichen sein.

Der Branchenverband BHB prognostiziert für 2017 einen nominalen Umsatzzuwachs im deutschen DIY-Einzelhandel von 1,3%. Bei flächenbereinigter Betrachtung wird mit einem Umsatzwachstum von 1,0% gerechnet. Potenzial für Umsatzzuwächse sieht der BHB insbesondere auf dem Gebiet des privaten Renovierungs- und Wohnungsbaus sowie in der prosperierenden Bauwirtschaft. Dass die Umsatzschätzung des Branchenverbandes für 2017 nicht höher ausfällt, dürfte auf den verhaltenen Start ins Kalenderjahr 2017 zurückzuführen sein. Aufgrund von Witterungs- und Kalendereffekten verliefen die Monate Januar und Februar 2017 für die DIY-Branche im Vergleich zum Vorjahr umsatzschwach und zeigen Nachholbedarf gerade in der Frühjahrssaison auf.

Für 2017 erwarten Marktforscher einen Zuwachs der E-Commerce-Umsätze mit DIY-Sortimenten (Heimwerker-, Baustoff- und Gartensortimente) um rund 10% auf rund 3,1 Mrd. €. Bei einem prognostizierten Bruttoumsatzvolumen des DIY-Kernmarktes (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachmärkte, Kleinbetriebsformen und Distanzhandel) für das Jahr 2017 von rund 48,4 Mrd. € entspricht dies einem Online-Anteil von 6,4%.

Gesamtbeurteilung der zu erwartenden Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns

Die für das Jahr 2017 europaweit prognostizierten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen - insbesondere die Belebung der Konsumnachfrage und Wohnungsbauaktivitäten - werden sich im Geschäftsjahr 2017/2018 nach unserer Einschätzung positiv auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG auswirken.

PROGNOSE DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2017/2018 IM HORNBACH BAUMARKT AG KONZERN

Die Aussagen zur erwarteten Entwicklung des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns im Geschäftsjahr 2017/2018 werden aus der mittelfristigen Unternehmensplanung abgeleitet, die einen Planungshorizont von fünf Jahren hat und jährlich fortgeschrieben wird. Die Planung für die Geschäftsjahre 2017/2018 bis 2021/2022 und die darin integrierte Jahresplanung 2017/2018 wurden vom Vorstand Ende Januar 2017 verabschiedet und fanden Ende Februar 2017 die Zustimmung des Aufsichtsrats.

Expansion

Im einjährigen Prognosezeitraum planen wir weiterhin keinen Markteintritt in ein neues Land, sondern setzen auf den Ausbau und die Modernisierung unseres Filialnetzes im bisherigen Verbreitungsgebiet. Je nach Fortschritt in der Baugenehmigungs- und Bauplanungsphase sind Verschiebungen zwischen den Jahren möglich.

Angesichts der Branchenherausforderungen im E-Commerce konzentrieren wir uns im stationären Einzelhandelsgeschäft noch stärker als in der Vergangenheit auf selektives Wachstum an Premiumstandorten. Das gilt insbesondere für Neueröffnungen in Deutschland. Hier wird auf Sicht der nächsten fünf Jahre die Zahl der HORNBACH Baumärkte im Wesentlichen konstant bleiben, weil sich geplante Neueröffnungen - zum Teil von Ersatzstandorten - und geplante Schließungen die Waage halten. Unser mittelfristiger Expansions- und Investitionsschwerpunkt liegt außerhalb Deutschlands.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 sind zwei Neueröffnungen geplant. Im ersten Quartal des Prognosezeitraums wurde im niederländischen Den Haag ein großflächiger Bau- und Gartenmarkt in Betrieb genommen. Dies ist der insgesamt 13. in den Niederlanden. Voraussichtlich im dritten Quartal 2017/2018 steht eine Markteröffnung in Halle (Sachsen-Anhalt) an. Dies ist unser zweiter Standort in Sachsen-Anhalt.

Bis spätestens Ende Dezember 2017 planen wir überdies die Schließung unserer 1988 eröffneten, rund 5.000 qm großen Filiale in Hanau, da an dem Standort Möglichkeiten zur Erweiterung und Modernisierung fehlen. Per Saldo wird die Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte bis 28. Februar 2018 konzernweit auf bis zu 156 (28. Februar 2017: 155) steigen, davon 58 im übrigen Europa.

Investitionen

Das geplante Bruttoinvestitionsvolumen im Konzern der HORNBACH Baumarkt AG wird im Geschäftsjahr 2017/2018 voraussichtlich zwischen 120 und 140 Mio. € liegen. Der überwiegende Teil der Mittel wird in den Bau neuer Märkte, die Geschäftsausstattung neuer und bestehender Filialen, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte sowie in IT-Infrastruktur fließen. Knapp die Hälfte des geplanten Investitionsbudgets entfällt auf Vorleistungen in Form von Grundstückskäufen für neue HORNBACH Baumärkte, die erst nach dem Geschäftsjahr 2017/2018 geplant sind, sowie Logistik-Infrastruktur.

Bei der Finanzierung der Investitionen genießt HORNBACH große Flexibilität. Neben dem frei verfügbaren operativen Cashflow ist dank der flüssigen Mittel und freier Kreditlinien ein hohes Maß an verfügbarer Liquidität vorhanden. Im einjährigen Prognosezeitraum wie auch in der mittelfristigen Unternehmensplanung wird der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit das Investitionsvolumen übersteigen. Sale & Leaseback-Transaktionen sind im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht vorgesehen.

Umsatzentwicklung

Im Planjahr 2017/2018 gehen wir davon aus, dass der Konzernumsatz aufgrund der Expansion, Wachstumssteigerungen der bestehenden Filialen sowie wachsender Onlineumsätze - unter anderem auch durch den abschließenden Rollout unserer Onlineshops in alle Länder des HORNBACH-Verbreitungsgebiets - den Wert des Berichtsjahres 2016/2017 (3.710 Mio. €) übertreffen wird. Vor dem Hintergrund der geschilderten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, dass die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im Konzern im Geschäftsjahr 2017/2018 leicht über dem im Vorjahr erreichten Niveau liegen werden. In geografischer Hinsicht gehen wir von folgenden Prämissen aus:

In Deutschland erwarten wir im Geschäftsjahr 2017/2018 flächenbereinigte Zuwächse, die aufgrund der relativ höheren Umsatzsteigerungen außerhalb Deutschlands niedriger sein sollten als im übrigen Europa. Aufgrund unserer starken Wettbewerbsposition im stationären sowie Online-Einzelhandelsgeschäft sind wir optimistisch, dass sich HORNBACH auch in Zukunft besser als der Branchendurchschnitt in Deutschland entwickeln wird. Unserer Prognose liegt die Annahme eines weitgehend stabilen Konsumklimas in Deutschland zugrunde, das weiterhin durch eine robuste Entwicklung von Beschäftigung und Einkommen geprägt ist. Sollte es jedoch im Verlauf des Prognosezeitraums beispielsweise durch politische Krisen, Terrorgefahr oder durch exogene Preisschocks an den Rohstoff- und Energiemärkten zu erheblichen konjunkturellen Verwerfungen kommen, drohen über eine potenzielle Eintrübung des Konsumentenvertrauens Abwärtsrisiken für die flächenbereinigte Umsatzentwicklung.
Wir glauben, dass die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze unserer Filialen im übrigen Europa im Prognosezeitraum 2017/2018 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/2017 steigen werden. Dabei dürften die Wachstumsraten in der Region übriges Europa über dem Konzerndurchschnitt liegen und zu einer weiteren Erhöhung des Auslandsanteils innerhalb des Konzerns führen. Dafür spricht auch das von Ökonomen für 2017 prognostizierte, breit angelegte Wirtschaftswachstum in Europa, das insbesondere von der privaten Binnennachfrage und dem boomenden Wohnungsbau gestützt wird. Bei einer signifikanten Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen lastet auch auf der flächenbereinigten Umsatzentwicklung der HORNBACH-Standorte im übrigen Europa ein Abwärtsrisiko.

Umsatzprognose für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Wir rechnen damit, dass der Nettoumsatz einschließlich Neueröffnungen, Schließungen und Erweiterungsmaßnahmen, im Geschäftsjahr 2017/2018 im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen wird. Für die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im Teilkonzern erwarten wir ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Ertragsentwicklung

Die künftige Ertragsentwicklung basiert im Wesentlichen auf den erwarteten Ergebnisbeiträgen der Segmente "Handel" und "Immobilien".

Segment Handel

Im Segment Handel wird die operative Ergebnisentwicklung wesentlich von der Veränderungsrate der flächenbereinigten Umsätze, der Handelsspanne und der Kostenentwicklung geprägt.

Die Handelsspanne wird sich nach unseren Erwartungen im Geschäftsjahr 2017/2018 in ähnlicher Größenordnung verringern wie im Geschäftsjahr 2016/2017 (minus 0,4 Prozentpunkte). Die Entwicklung der Rohertragsmarge ist unverändert durch den harten Wettbewerb im stationären DIY-Einzelhandel und Onlinehandel geprägt. Der E-Commerce gewinnt in unserem gesamten europaweiten Verbreitungsgebiet sukzessiv an Bedeutung. Das Internet bietet den Konsumenten eine größtmögliche Preistransparenz. HORNBACH positioniert sich hier mit einer konsequent umgesetzten Dauertiefpreisstrategie und bietet den Kunden sowohl online als auch stationär identische Artikelpreise.

Der überproportional steigende Onlineanteil am Konzernumsatz geht allerdings mit einem strukturellen Spanneneffekt einher: Aufgrund des anderen Sortiments-Mixes erzielen wir im Onlinehandel im Vergleich zum stationären Handelsgeschäft eine geringere Rohmarge; zudem wird die Spanne im Onlinehandel durch Frachtkosten belastet, die nur zum Teil durch Frachterlöse gedeckt sind.

Um die Handelsspanne langfristig zu stabilisieren, wollen wir unter anderem unseren Eigenmarkenanteil am Umsatz kontinuierlich erhöhen. Während der Eigenmarkenanteil vor zehn Jahren noch unter zehn Prozent lag, hat er sich bis Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 mehr als verdoppelt und soll im Planjahr 2017/2018 weiter steigen. Überdies setzen wir auf den weiteren Ausbau des Importvolumens, um so weltweit die preisgünstigsten Einkaufsquellen zu nutzen.

Die Filialkosten werden entsprechend der Jahresplanung 2017/2018 voraussichtlich unterproportional zum Umsatz ansteigen. So soll die Filialkostenquote unter das Niveau des Geschäftsjahres 2016/2017 sinken, in dem nicht-operative Ergebnisbelastungen in Höhe von 5,0 Mio. € in den Filialkosten enthalten waren. Bedingt durch erwartete Tarifsteigerungen und den Fachkräftemangel auf den regionalen Arbeitsmärkten innerhalb des HORNBACH-Verbreitungsgebiets ist erneut mit höheren Personalkosten zu rechnen, der Anstieg soll aber flacher verlaufen als das Umsatzwachstum. Bei den Mieten erwarten wir einen unterproportionalen Kostenanstieg. Die Versorgungskosten sollen in der Planung für das Geschäftsjahr 2017/2018 nahezu konstant bleiben. Die budgetierten Werbeaufwendungen sollen im Planjahr 2017/2018 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/2017 unterproportional zum Umsatzwachstum steigen. Die höheren Aufwendungen sind unter anderem bedingt durch Marketingmaßnahmen für neue Märkte und die neu hinzugekommenen Onlineshops. Bei den allgemeinen Betriebskosten rechnen wir im einjährigen Prognosezeitraum mit einem im Vergleich zum Umsatzwachstum proportionalen Anstieg. Weiterhin spielen dabei Instandhaltungsmaßnahmen für Grundstücke und Gebäude eine zentrale Rolle. Im Sinne der Substanzerhaltung und gleichzeitig mit dem Anspruch einer attraktiven Gestaltung der Märkte ist es notwendig, kontinuierlich Mittel für die Renovierung älterer Immobilien sowie für die Modernisierung der Verkaufsflächen und Warenpräsentation bereitzustellen.

Die Voreröffnungskosten werden sich 2017/2018 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums bewegen. Zwar stehen den Aufwendungen für drei Neueröffnungen im Geschäftsjahr 2016/2017 lediglich zwei geplante Eröffnungen im Prognosezeitraum 2017/2018 gegenüber, jedoch fallen aber bereits anteilige Kosten für Markteröffnungen zu Beginn des Folgejahres 2018/2019 an.

In der Planung für 2017/2018 ist eine im Vergleich zum Umsatzwachstum deutlich überproportionale Erhöhung der Verwaltungskosten berücksichtigt. Der Kostenanstieg ist weiterhin eng an Mehraufwendungen für die zunehmende Digitalisierung unseres Geschäftsmodells und strategische Zukunftsprojekte gekoppelt. Ein Großteil dieser Aufwendungen sind Personalkosten. Im Prognosezeitraum 2017/2018 wollen wir den Rollout unserer Onlineshops in alle Länder des HORNBACH-Verbreitungsgebiets abschließen. So planen wir in der zweiten Geschäftsjahreshälfte die Live-Schaltung der Webshops in Rumänien, Schweden und der Slowakei. Im Bereich Kundenservice werden gerade auch für den Onlinehandel in den neu hinzugekommenen Regionen weiter Ressourcen aufgebaut. Darüber hinaus wird das Budget für Informationstechnologie, das Voraussetzung für eine zukunftsfähige IT-Gesamtinfrastruktur ist, erhöht. Ferner sind im Planjahr 2017/2018 Kosten für die umfassende Sanierung und Modernisierung des alten Verwaltungsgebäudes am Standort Bornheim budgetiert. Insgesamt wird die Verwaltungskostenquote im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/2017 deutlich zunehmen.

Im einjährigen Prognosezeitraum sollen sowohl das EBIT als auch das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte EBIT im Segment Handel überproportional zum Umsatzwachstum steigen.

Segment Immobilien

Im Segment Immobilien werden die Mieterträge nach unseren Erwartungen expansionsbedingt weiterhin einen stabilen Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich verzeichnen. Die für 2017/2018 budgetierten Immobilienkosten sollen in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Zu der - in Prozent der Mieterträge gemessenen - rückläufigen Immobilienkostenquote sollen im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Betriebskosten für Umbaumaßnahmen beitragen. Die Voreröffnungskosten werden entsprechend der Planung für das Geschäftsjahr 2017/2018 den Vorjahreswert übersteigen.

Insgesamt erwarten wir im Segment Immobilien im Geschäftsjahr 2017/2018 einen im Vergleich zur Erhöhung der Mieterträge überproportionalen Anstieg des EBIT sowie des bereinigten EBIT.

Ertragsprognose für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Die auf das Betriebsergebnis bezogene Ertragsprognose ist an die Annahme geknüpft, dass es innerhalb des Prognosezeitraums weder zu einem unerwarteten Konjunktureinbruch noch zu einer erheblichen Verschlechterung des Konsumklimas kommt. Ferner legen wir der Prognose die Annahme im Wesentlichen gleichbleibender Wettbewerbsbedingungen zugrunde.

Wir rechnen in unserer Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2017/2018 damit, dass - unter Berücksichtigung der im Vergleich zum Vorjahr höheren, nicht den Segmenten Handel und Immobilien zugeordneten Zentralkosten - das EBIT leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird. Für das um nichtoperative Ergebniseffekte bereinigte EBIT erwarten wir im einjährigen Prognosezeitraum einen Wert in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016/2017.

Ertragsprognose für die HORNBACH Baumarkt AG (Einzelabschluss nach HGB)

Im Einzelabschluss der HORNBACH Baumarkt AG, der durch die Geschäftsentwicklung der deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte geprägt wird, rechnen wir im Geschäftsjahr 2017/2018 mit einer Zunahme der Umsätze im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Unter der Annahme einer konstanten Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH gehen wir auf Ebene der HORNBACH Baumarkt AG im Prognosezeitraum 2017/2018 davon aus, dass der Jahresüberschuss in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen wird. Unter der Annahme einer konstanten Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH sowie bereinigt um den negativen Basiseffekt der Zuschreibung des Beteiligungsbuchwerts ihrer schwedischen Tochtergesellschaft in 2015/2016 gehen wir auf Ebene der HORNBACH Baumarkt AG im Prognosezeitraum 2016/2017 von einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus.

SONSTIGE ANGABEN

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands

Die HORNBACH Baumarkt AG als das Mutterunternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns nimmt einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch die von ihr ausgegebenen stimmberechtigten Aktien in Anspruch und berichtet daher gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der HORNBACH Baumarkt AG in Höhe von 95.421.000 € ist eingeteilt in 31.807.000 auf den Inhaber lautende Stück-Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 3,00 € je Aktie. Jede Stück-Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Zu den weiteren Rechten und Pflichten der Stammaktien wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Über mehr als 10% der Stimmrechte verfügt die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA mit Sitz in Le Quartier Hornbach 19, 67433 Neustadt an der Weinstraße, Deutschland. Ihr Anteilsbesitz und damit ihr Stimmrechtsanteil belaufen sich zum 28. Februar 2017 auf unverändert 76,4%.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Für die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands (§§ 84, 85 AktG) sowie für die Änderung der Satzung (§§ 133, 179 AktG) sind die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften des Aktiengesetzes maßgeblich.

"Change of Control"

Wesentliche Vereinbarungen zwischen der HORNBACH Baumarkt AG und Dritten, die bei einem Kontrollwechsel ("Change of Control") wirksam werden, bestehen hinsichtlich der Verträge zur langfristigen Finanzierung des Konzerns.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien

Gemäß § 4 der Gesellschaftssatzung (Grundkapital) ist der Vorstand ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien um bis zu insgesamt 15.000.000,00 € gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

zum Ausgleich von Spitzenbeträgen,
soweit es erforderlich ist, um Inhabern von durch die Gesellschaft oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts zustehen würde,
um Arbeitnehmern der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften neue Aktien bis zu einem Gesamtvolumen von 1.500.000,00 € als Belegschaftsaktien zum Bezug anzubieten,
soweit der Anteil am Grundkapital der neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt zehn vom Hundert des vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Beschlusses dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung, und der Ausgabebetrag der neuen Aktien jeweils den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Auf die Begrenzung auf zehn vom Hundert des Grundkapitals sind gegebenenfalls diejenigen Aktien anzurechnen, die aufgrund anderweitiger unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden oder auszugeben sind.

Dies betrifft insbesondere die Veräußerung eigener Aktien, die aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien gemäß §§ 71, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt, ferner Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten ausgegeben bzw. auszugeben sind, wenn die Schuldverschreibungen aufgrund einer Ermächtigung gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben wurden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen Stückaktien um bis zu insgesamt 30.000.000,00 € gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in dem Umfang auszuschließen, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Gesellschaft oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts zustehen würde. Ferner können Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre ausgenommen werden.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und eines bedingten Kapitals anzupassen.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung steht im Internet unter www.hornbach-gruppe.de, Rubrik Investor Relations, Menüpunkt Corporate Governance zur Verfügung. Gemäß § 317 Absatz 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung durch den Abschlussprüfer einbezogen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts und wird innerhalb des Abschnitts Corporate Governance ab Seite 20 des Geschäftsberichts dargestellt.

Abhängigkeitsbericht

Für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurde nach § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Zu den berichtspflichtigen Vorgängen wird darin erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei allen hier berichtspflichtigen Rechtsgeschäften mit dem beherrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

DISCLAIMER

Unser zusammengefasster Lagebericht sollte im Kontext mit den geprüften Finanzdaten des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns und den Konzernanhangsangaben gelesen werden, die an anderer Stelle des Geschäftsberichts stehen. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands von HORNBACH beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser prognostizierten Aussagen realistisch sind, kann die Gesellschaft nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, insbesondere im Konsumverhalten und im Wettbewerbsumfeld in den für HORNBACH relevanten Handelsmärkten. Ferner zählen dazu die mangelnde Akzeptanz neuer Vertriebsformate und neuer Sortimente sowie Änderungen der Unternehmensstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch HORNBACH ist weder geplant, noch übernimmt HORNBACH die Verpflichtung dazu.

Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2016 bis 28. Februar 2017

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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1) Anhang 2016/2017

T€
2015/2016

T€
Veränderung

%
Umsatzerlöse 1 3.710.097 3.534.846 5,0
Kosten der umgesetzten Handelsware 2 2.328.851 2.203.638 5,7
Rohertrag 1.381.246 1.331.208 3,8
Filialkosten 3/10 1.104.263 1.068.308 3,4
Voreröffnungskosten 4/10 6.012 10.745 -44,0
Verwaltungskosten 5/10 186.336 175.372 6,3
Sonstiges Ergebnis 6/10 12.888 13.408 -3,9
Betriebsergebnis (EBIT) 97.522 90.191 8,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 904 776 16,5
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.595 15.104 23,1
Übriges Finanzergebnis -538 2.501 >-100
Finanzergebnis 7 -18.229 -11.827 54,1
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 79.293 78.363 1,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8 26.429 5.962 >100
Konzernjahresüberschuss 52.864 72.401 -27,0
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert in €) 9 1,66 2,28 -27,2

1) Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe "Ausweisänderungen".

Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. März 2016 bis 28. Februar 2017

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Anhang 2016/2017

T€
2015/2016

T€
Konzernjahresüberschuss 52.864 72.401
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 24/25 1.974 -3.602
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -367 486
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht reklassifiziert werden 1.607 -3.116
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge)
direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente1) -8 -115
erfolgswirksame Realisierung von Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente 733 1.925
Bewertung zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 13/33 1.788 1.881
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen 2.565 -2.857
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 8 -237 -559
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die reklassifiziert werden 4.841 275
Gesamtergebnis 59.312 69.560

1) Stellt den Residualwert aus Marktwertänderungen und realisierten Wertänderungen korrespondierender Sicherungsinstrumente der Berichtsperiode dar.

Bilanz zum 28. Februar 2017

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

Aktiva1)

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Anhang 28.2.2017

T€
29.2.2016

T€
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 11 15.235 12.045
Sachanlagen 12 1.087.101 991.694
Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 12 16.226 14.895
Finanzanlagen 13/33 5.659 3.871
Übrige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 14/24 3.632 3.946
Langfristige Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 0 1.666
Latente Steueransprüche 15 3.848 10.495
1.131.701 1.038.612
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 16 626.086 588.440
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 17 30.009 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 8.221 11.860
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 18 43.129 46.829
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 7.706 17.676
Flüssige Mittel 19 113.033 282.998
828.184 947.803
1.959.885 1.986.415
Passiva1)
Anhang 28.2.2017

T€
29.2.2016

T€
Eigenkapital 21
Gezeichnetes Kapital 95.421 95.421
Kapitalrücklage 143.623 143.623
Gewinnrücklagen 771.601 733.834
1.010.645 972.878
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzschulden 23 424.320 418.495
Rückstellungen für Pensionen 24 15.216 14.570
Latente Steuerschulden 15 27.455 28.590
Sonstige langfristige Schulden 25/28 36.410 32.075
503.401 493.730
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzschulden 23 28.575 94.485
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 244.468 257.363
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 26 82.626 78.198
Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 13.441 14.494
Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 28 76.729 75.267
445.839 519.807
1.959.885 1.986.415

1) Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe "Ausweisänderungen".

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Geschäftsjahr 2015/2016

in T€
Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Hedging- Reserve Kumulierte Währungs-

umrechnung
Sonstige Gewinn-

rücklagen
Summe Eigenkapital
Stand 1. März 2015 95.421 143.623 -1.817 39.624 645.567 922.418
Konzernjahresüberschuss 72.401 72.401
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 24/25 -3.116 -3.116
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 1.279 1.279
Bewertung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, netto nach Steuern 33 1.853 1.853
Währungsumrechnung -2.857 -2.857
Gesamtergebnis 1.279 -2.857 71.138 69.560
Dividendenausschüttung 22 -19.084 -19.084
Transaktionen eigene Anteile 21 -16 -16
Stand 29. Februar 2016 95.421 143.623 -538 36.767 697.605 972.878

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Geschäftsjahr 2016/2017

in T€
Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Hedging- Reserve Kumulierte Währungs-

umrechnung
Sonstige Gewinnrücklagen
Stand 1. März 2016 95.421 143.623 -538 36.767 697.605
Konzernjahresüberschuss 52.864
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 24/25 1.607
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 515
Bewertung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, netto nach Steuern 33 1.761
Währungsumrechnung 2.565
Gesamtergebnis 515 2.565 56.232
Dividendenausschüttung 22 -21.629
Transaktionen eigene Anteile 21 85
Stand 28. Februar 2017 95.421 143.623 -24 39.332 732.293

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Geschäftsjahr 2016/2017

in T€
Summe Eigenkapital
Stand 1. März 2016 972.878
Konzernjahresüberschuss 52.864
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 1.607
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 515
Bewertung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, netto nach Steuern 1.761
Währungsumrechnung 2.565
Gesamtergebnis 59.312
Dividendenausschüttung -21.629
Transaktionen eigene Anteile 85
Stand 28. Februar 2017 1.010.645

Kapitalflussrechnung

HORNBACH Baumarkt AG Konzern

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Anhang 2016/2017

T€
2015/2016

T€
Konzernjahresüberschuss 52.864 72.401
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10 76.122 73.064
Veränderung der Rückstellungen 7.760 -2.003
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten 679 -172
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -17.951 -64.872
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -11.128 38.481
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 6.870 -10.342
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 115.217 106.557
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten 1.555 1.692
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -150.424 -133.758
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -6.578 -5.034
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -30.000 0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -185.447 -137.100
Gezahlte Dividenden 22 -21.629 -19.084
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 23 -83.659 -4.172
Auszahlungen/Einzahlungen aus Konzernfinanzierung 35 0
Veränderung der kurzfristigen Finanzkredite 5.128 2.099
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -100.125 -21.157
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -170.355 -51.700
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands 390 -115
Finanzmittelbestand 1. März 282.998 334.813
Finanzmittelbestand am Bilanzstichtag 113.033 282.998

Der Finanzmittelbestand beinhaltet Geldbestände und Bankguthaben sowie andere kurzfristige Geldanlagen.

Der Posten sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge enthält im Wesentlichen latente Steuern sowie unrealisierte Fremdwährungseffekte.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde durch Ertragsteuerzahlungen um T€ 11.102 (Vj. T€ 23.238) und durch Zinszahlungen um T€ 21.279 (Vj. T€ 16.449) gemindert sowie durch erhaltene Zinsen um T€ 1.133 (Vj. T€ 776) erhöht.

Anhang

HORNBACH BAUMARKT AG KONZERN

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Grundlagen der Rechnungslegung

Die HORNBACH Baumarkt AG stellt einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Neue IFRS werden grundsätzlich erst nach deren Anerkennung durch die Europäische Union angewandt. Alle für das Geschäftsjahr 2016/2017 verbindlichen IFRS und Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewandt.

Die HORNBACH Baumarkt AG ist mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die HORNBACH Baumarkt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Bornheim, Deutschland. Die Anschrift lautet Hornbachstraße 11, 76879 Bornheim. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Landau/Pfalz im Handelsregister unter der Nummer HRB 2311 eingetragen. Die HORNBACH Baumarkt AG und ihre Tochtergesellschaften entwickeln und betreiben international großflächige Bau- und Gartenmärkte.

Das Geschäftsjahr der HORNBACH Baumarkt AG und damit des Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. März eines jeden Jahres bis zum letzten Tag des Februars des Folgejahres.

Im Konzernabschluss werden die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Bilanz, die Kapitalflussrechnung sowie die Eigenkapitalveränderungsrechnung gesondert ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen lang- und kurzfristig unterschieden. Als kurzfristig werden Sachverhalte angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Dabei handelt es sich um die funktionale Währung der HORNBACH Baumarkt AG. Die Werte werden in Tausend bzw. Millionen Euro gerundet. Bei den verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Vorstand der HORNBACH Baumarkt AG hat den Konzernabschluss am 15. Mai 2017 aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.

Ausweisänderungen

Zur verbesserten Darstellung wird im Konzernabschluss 2016/2017 der Detaillierungsgrad bezüglich des Ausweises der "Forderungen und sonstigen Vermögenswerten" sowie der "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Verbindlichkeiten" erhöht. Die sonstigen bzw. übrigen Bestandteile wurden in der Vergleichsperiode nicht separat ausgewiesen. Fortan erfolgt ein getrennter Ausweis. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Weiterhin wurde zur verbesserten Darstellung der Ertragslage in der Gewinn- und Verlustrechnung der Ausweis der nicht operativen Erträge und Aufwendungen angepasst. Diese werden nunmehr - sofern zuordenbar - in den Funktionskosten ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis im sonstigen Ergebnis. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Die Effekte, die aus dieser Ausweisänderung resultieren, können zusammenfassend der Anmerkung (10) entnommen werden.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2016/2017 waren folgende neue Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden. Aus der erstmaligen Anwendung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG.

Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 - Investment Entities: Applying the Consolidation Exception
Amendments to IAS 27 - Equity Method in Separate Financial Statements
Amendments to IFRS 11 - Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations
Amendments to IAS 1 - Disclosure Initiative
Amendments to IAS 16 and IAS 38 - Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation
Amendments to IAS 16 and IAS 41 - Bearer Plants
Annual Improvements to IFRSs 2012 - 2014 Cycle

Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Das IASB hat nachfolgende für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern relevante Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind und die vom HORNBACH Baumarkt AG Konzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden:

IFRS 9 - Financial Instruments: Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Vorschriften in IAS 39. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsbeziehungen. Er übernimmt auch Vorschriften zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Der Konzern befindet sich derzeit in der Analysephase zur Bestimmung etwaiger Auswirkungen. Infolge des neuen Modells zur Erfassung von Kreditausfällen besteht künftig die Möglichkeit höherer Wertberichtigungen. Eine genauere Quantifizierung der Effekte ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich.
IFRS 15 - Revenue from Contracts with Customers: Durch den neuen Standard erfolgt eine Neuregelung der Vorschriften zur Erlöserfassung. Infolgedessen ersetzt IFRS 15 die bisher relevanten Standards (IAS 18, IAS 11 und IFRIC 13) zur Erlöserfassung sowie relevante Interpretationen. Fortan wird anhand eines 5-Stufen-Modells bestimmt, zu welchem Zeitpunkt bzw. in welchem Zeitraum Umsatzerlöse erfasst werden. Gleichwohl wird durch das Modell die Höhe der Umsatzerlöse determiniert. Grundsätzlich gilt, dass die Umsatzerlöse zum Zeitpunkt/Zeitraum des Übergangs der Kontrolle an Gütern und Dienstleistungen zu bilanzieren sind. Ebenso beinhaltet der Standard Leitlinien zu Mehrkomponentengeschäften sowie neue Vorschriften zur Behandlung von Dienstleistungsverträgen und Vertragsanpassungen. Zugleich wurde der Umfang der Anhangangaben erweitert. Im September 2015 wurde ein "Amendment to IFRS 15" veröffentlicht in dem eine Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts vorgeschlagen wird. Der Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt.

In Bezug auf IFRS 15 wurden im Rahmen einer ersten Betroffenheitsanalyse Themenbereiche identifiziert, die Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben können. Diese möglichen Auswirkungen werden derzeit genauer analysiert und beziehen sich unter anderem auf die Möglichkeit einer späteren Umsatzrealisierung bei Mehrkomponentengeschäften, die Garantiezusagen enthalten.

Veröffentlichte, aber bis zum Datum der Freigabe des Abschlusses noch nicht durch die EU-Kommission in das europäische Recht übernommene Standards, Interpretationen und Änderungen

Folgende Regelungen wurden bis zur Freigabe des Abschlusses vom IASB und vom IFRIC in englischer Sprache veröffentlicht und noch nicht von der EU anerkannt.

IFRS 16 - Leases: Der Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ändert die Berücksichtigung beim Leasingnehmer grundlegend. Die bisherige Klassifizierungsprüfung, ob ein Operating oder Finance Lease vorliegt, entfällt beim Leasingnehmer. Mit Ausnahme von kurzfristigen Verträgen bzw. Verträgen mit niedrigem Wert sind fortan alle Leasingverträge ähnlich der bisher gültigen Finance Lease Methodik abzubilden, d.h. neben einem Nutzungsrecht wird im Rahmen der Initialerfassung ebenso eine korrespondierende Leasing-Schuld erfasst. Beide Posten werden entsprechend fortgeschrieben. Im Rahmen der Leasinggeberbilanzierung ist weiterhin eine Klassifizierungsprüfung vorzunehmen und das Leasingverhältnis dementsprechend als Operating oder Finance Lease zu erfassen. Der Standard ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt, sofern IFRS 15 ebenfalls angewandt wird.
Amendments to IFRS 2 - Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions: Die Änderungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich, die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen sowie die Bilanzierung bei einer Änderung der Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente". Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine rückwirkende Anwendung ist nur ohne Verwendung späterer besserer Erkenntnisse möglich.
Amendments to IFRS 4 - Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts: Die Anpassungen betreffen die Erstanwendung von IFRS 9 für Versicherer. Aufgrund unterschiedlicher Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und IFRS 4 sollen durch die Anpassungen Mehraufwand und erhöhte Volatilitäten, die sich aus der Umstellung ergeben, reduziert werden. Der Standard ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt, sofern IFRS 15 ebenfalls angewandt wird.
Amendments to IFRS 10 and IAS 28 - Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture: Aus der Überarbeitung geht eine Klarstellung bezüglich Transaktionen zwischen Investoren und assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen hervor. Umfasst die Transaktion einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 hat eine vollständige Erlöserfassung beim Investor zu erfolgen. Eine Teilerfolgserfassung ist dann vorzunehmen, wenn kein Geschäftsbetrieb vorliegt. Das IASB hat sich in 2015 dafür entschieden, den Erstanwendungszeitpunkt bis zum Abschluss eines Forschungsprojekts zur Bilanzierung nach der Equity-Methode zu verschieben.
Amendment to IFRS 15 - Clarifications to IFRS 15 - Revenue from Contracts with Customers: Die Änderungen enthalten Klarstellungen sowie Erleichterungen in Form von Wahlrechten für die Umstellung. Die Änderung ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals zum 1. Januar 2018 anzuwenden.
Amendments to IAS 12 - Income Taxes: Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses: Durch die Änderungen finden grundsätzliche Klarstellungen in Bezug auf den Umgang mit abzugsfähigen, temporären Differenzen statt. Insbesondere wird die Berücksichtigung von abzugsfähigen temporären Differenzen dargestellt, welche sich aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten ergeben. Die Änderung ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
Amendments to IAS 7 - Disclosure Initiative: Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten zu verbessern. Durch die Ergänzung werden detailliertere Angaben zu Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten, deren Ein- und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung in der Finanzierungstätigkeit gezeigt werden, erforderlich. Anzugeben sind zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Veränderungen. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht -erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt.
Amendment to IAS 40 - Transfers of Investment Property: Die Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. Die Aufzählung gilt nun explizit als nicht abschließend, sodass nun auch noch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelung subsumiert werden können. Die Änderung ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
Annual Improvements to IFRS 2014 - 2016 Cycle: Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB werden innerhalb einzelner IFRS Änderungen vorgenommen, um Inkonsistenzen zu anderen Standards zu eliminieren oder deren Inhalt zu präzisieren. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28. Vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht, sind die Änderungen an IFRS 12 erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres, und die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
IFRIC 22 - Foreign Currency Transactions and Advance Consideration: Die Interpretation adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird. Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss durch die zuvor genannten, noch nicht in EU-Recht übernommenen Standards bzw. Ergänzungen werden derzeit untersucht. Folgende, noch nicht abschließend beurteilte Auswirkungen wurden im Rahmen der aktuell laufenden Analysen identifiziert.

Durch IFRS 16 sind künftig grundsätzlich alle Leasingverhältnisse bilanzwirksam zu erfassen. Dies betrifft bei HORNBACH insbesondere die bisher als "operating lease" klassifizierten Immobilien-Mietverträge, welche im Anhang als finanzielle Verpflichtung angegeben sind. Infolge dessen werden sich künftig das Anlagevermögen sowie die Finanzschulden erhöhen. Darüber hinaus ergeben sich Veränderungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Bisher waren die Mietzahlungen aus "operating lease" Verträgen im Wesentlichen als Aufwand in den Filialkosten enthalten. Künftig teilt sich der Aufwand in Abschreibung und Zinsaufwand auf und ist dementsprechend auszuweisen. Da der Konzern die Projektphase der Datensammlung noch nicht abgeschlossen hat, ist eine Quantifizierung der Auswirkungen derzeit nicht möglich.

Die Änderungen zu IAS 7 führen aus heutiger Sicht zu erweiterten Angaben im Zusammenhang mit der Kapitalflussrechnung. Der Konzern beabsichtigt derzeit, den erweiterten Angabevorschriften durch eine Überleitungsrechnung nachzukommen.

Durch die übrigen neuen Regelungen werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.

Konsolidierungsgrundsätze

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.

Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Ein sich aus dem Erwerb ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dieser wird anlassbezogen, mindestens jedoch einmal jährlich, auf dessen Werthaltigkeit überprüft.

Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem vollkonsolidierten Unternehmen, welche keinen Statuswechsel zufolge hat, wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig eliminiert. Zwischenergebnisse wurden - soweit wesentlich - eliminiert.

Konsolidierungskreis

Zur Beurteilung, ob ein Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG voll einbezogen wird, werden die für die Beherrschung relevanten Faktoren beurteilt. Beherrschung über ein Tochterunternehmen liegt vor, wenn HORNBACH direkt bzw. indirekt auf die maßgeblichen Tätigkeiten des Tochterunternehmens Einfluss nehmen kann und schwankenden Renditen ausgesetzt ist oder ein Anrecht auf diese hat. Durch die Verfügungsgewalt kann ferner die Höhe der Renditen beeinflusst werden. Dieses Recht erlangt HORNBACH grundsätzlich, wenn es die Mehrheit der Stimmrechte hält. Liegt keine Mehrheit der Stimmrechte vor, können andere vertragliche Vereinbarungen dazu führen, dass Beherrschung erlangt wird. Die Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG erfolgt ab dem Tag, an dem Beherrschung erlangt wird. Weisen Umstände und Tatsachen auf eine Änderung des Beherrschungsverhältnisses hin, erfolgt eine Neubeurteilung.

Anteile an Unternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden, werden gemäß IAS 39 bilanziert.

In den Konzernabschluss sind neben der HORNBACH Baumarkt AG 6 inländische und 28 ausländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. An den konsolidierten Beteiligungsgesellschaften stehen der HORNBACH Baumarkt AG als Alleingesellschafterin der HORNBACH International GmbH direkt oder indirekt 100% der Stimmrechte zu. Im Geschäftsjahr 2016/2017 sind - wie im Vorjahr - alle direkten und indirekten Tochterunternehmen der HORNBACH Baumarkt AG in den Konzernabschluss einbezogen.

Änderungen des Konsolidierungskreises

Im laufenden Geschäftsjahr 2016/2017 ergaben sich folgende Veränderungen des Konsolidierungskreises.

Die zum 31. Oktober 2016 erworbene Immobiliengesellschaft G.N.E. Global Grundstücksverwertung GmbH, Wiener Neudorf (Österreich), wurde erstmals in den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG einbezogen. Die erworbene Gesellschaft ist im Sinne des IFRS 3 nicht operativ tätig. Der Erwerbsvorgang stellt somit keinen Unternehmenszusammenschluss dar. Der Kaufpreis betrug 2,6 Mio. € und wurde im Geschäftsjahr 2016/2017 vollständig bezahlt.

Weiterhin wurde die HS Immobilien Sigma GmbH, Wiener Neudorf (Österreich), auf die EZ Immobilien Beta GmbH, Wiener Neudorf (Österreich), verschmolzen. Die EZ Immobilien Beta GmbH, Wiener Neudorf (Österreich), wurde anschließend auf die HL Immobilien Lamda, Wiener Neudorf (Österreich), verschmolzen.

Die Entwicklung des Konsolidierungskreises stellt sich wie folgt dar:

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2016/2017 2015/2016
1. März 36 36
Erstkonsolidierte Unternehmen 1 0
Verschmelzungen 2 0
28./29. Februar 35 36

Konsolidierte Beteiligungen

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital1) in Tsd. Landeswährung Landeswährung
Deutschland2)
HORNBACH International GmbH, Bornheim 100 106.019 EUR
AWV-Agentur für Werbung und Verkaufsförderung GmbH, Bornheim 100 311 EUR
HB Reisedienst GmbH, Bornheim 100 7.345 EUR
HB Services GmbH, Bornheim 100 18 EUR
HORNBACH Versicherungs-Service GmbH, Bornheim 100 167 EUR
HORNBACH Solar-, Licht- und Energiemanagement GmbH, Bornheim 100 -36 EUR
Ausland
HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., Prag, Tschechien 1004) 2.642.476 CZK
HORNBACH Baumarkt GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 70.370 EUR
HL Immobilien Lambda GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 9.601 EUR
G.N.E. Global Grundstücksverwertung GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 287 EUR
HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Bertrange, Luxemburg 100 9.599 EUR
HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, Oberkirch, Schweiz 100 128.925 CHF
HORNBACH Byggmarknad AB, Göteborg, Schweden 100 40.369 SEK
HIAG Fastigheter i Sisjön AB, Göteborg, Schweden 100 594 SEK
HORNBACH Holding B.V., Amsterdam, Niederlande 100 96.513 EUR
HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., Driebergen-Rijsenburg, Niederlande 100 11.789 EUR
HORNBACH Real Estate Breda B.V., Breda, Niederlande 100 1.871 EUR
HORNBACH Real Estate Best B.V., Nieuwegein, Niederlande 100 1.393 EUR
HORNBACH Real Estate Amsterdam-Sloterdijk B.V., Amsterdam, Niederlande 100 11 EUR
HORNBACH Real Estate Den Haag B.V., Den Haag, Niederlande 100 -13 EUR
HORNBACH Real Estate Zwolle B.V., Zwolle, Niederlande 100 -11 EUR
HORNBACH Real Estate Almelo B.V., Almelo, Niederlande 100 13 EUR
HORNBACH Real Estate Duiven B.V., Duiven, Niederlande 100 -590 EUR
HORNBACH Real Estate Tilburg B.V., Tilburg, Niederlande 100 942 EUR
HORNBACH Real Estate Groningen B.V., Groningen, Niederlande 100 783 EUR
HORNBACH Real Estate Wateringen B.V., Wateringen, Niederlande 100 1.325 EUR
HORNBACH Real Estate Alblasserdam B.V., Alblasserdam, Niederlande 100 881 EUR
HORNBACH Real Estate Nieuwegein B.V., Nieuwegein, Niederlande 100 1.431 EUR
HORNBACH Real Estate Nieuwerkerk B.V., Nieuwerkerk, Niederlande 100 1.548 EUR
HORNBACH Real Estate Geleen B.V., Geleen, Niederlande 100 687 EUR
HORNBACH Reclame Activiteiten B.V., Nieuwegein, Niederlande 100 -10 EUR
HORNBACH Baumarkt SK spol s.r.o., Bratislava, Slowakei 100 24.534 EUR
HORNBACH Centrala SRL, Domnesti, Rumänien 1003) 88.917 RON
HORNBACH Asia Ltd., Kowloon, Hong Kong 100 4.734 HKD

1) Das Eigenkapital stellt das landesrechtliche Eigenkapital dar; bei der HORNBACH Centrala SRL handelt es sich um das Eigenkapital nach IFRS.

2) Davon 100% direkte Beteiligung.

3) Davon 1,6854% direkte Beteiligung.

4) Davon 0,0033% direkte Beteiligung.

Zwischen der HORNBACH Baumarkt AG und der HORNBACH International GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der HORNBACH Baumarkt AG und der einbezogenen Tochterunternehmen werden Transaktionen in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, mit dem Transaktionskurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Sämtliche Forderungen und Schulden in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, werden -unabhängig von einer eventuellen Kurssicherung - mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste sind grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eingebettete Devisentermingeschäfte werden zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) angesetzt.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Das ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Dementsprechend werden das Anlagevermögen, die übrigen Vermögenswerte sowie die Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und unter den Gewinnrücklagen gesondert ausgewiesen.

Die wichtigsten Devisenkurse, die angewandt werden, sind:

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Land Stichtagskurs Durchschnittskurs
28.2.2017 29.2.2016 2016/2017 2015/2016
--- --- --- --- ---
RON Rumänien 4,5202 4,4757 4,49100 4,45285
SEK Schweden 9,5675 9,3219 9,49182 9,33668
CHF Schweiz 1,0648 1,0914 1,08530 1,07097
CZK Tschechien 27,0210 27,0570 27,03226 27,16532
USD USA 1,0597 1,0888 1,10080 1,10114
HKD Hongkong 8,2252 8,4651 8,54064 8,54162

Bilanzierung und Bewertung

Allgemeine Grundlagen

Die folgende Tabelle enthält die für den Konzern wichtigsten Bewertungsgrundsätze, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden.

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Bilanzposten Bewertungsgrundsatz
Aktiva
Geschäfts- oder Firmenwerte Impairment-only-Approach
Immaterielle Vermögenswerte
Mit unbestimmter Nutzungsdauer Impairment-only-Approach
Mit bestimmter Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Finanzanlagen
Zur Veräußerung verfügbar Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert und zu fortgeführten Anschaffungskosten
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Übrige kurzfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Flüssige Mittel Nennwert
Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte Niedrigerer Wert aus Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
Passiva
Finanzschulden
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Fortgeführte Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen Barwert der zukünftigen Verpflichtung ("Projected-Unit-Credif-Methode")
Sonstige Rückstellungen Erwarteter Erfüllungsbetrag
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige Schulden und übrige Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Abgegrenzte Schulden Fortgeführte Anschaffungskosten

Von der Möglichkeit der Neubewertung immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzanlage gehaltener Immobilien (fremdvermieteter Immobilien) macht die Gesellschaft keinen Gebrauch. Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung ("Impairmenttest") unterzogen. Falls Ereignisse oder veränderte Umstände Hinweise auf eine mögliche Wertminderung geben, ist die Werthaltigkeitsprüfung häufiger durchzuführen. Gemäß IAS 36 werden den Buchwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash Generating Unit"), inklusive der auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte, die höheren Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (sogenannter erzielbarer Betrag) gegenübergestellt.

Liegt ein Abwertungsbedarf vor, wird der Wertminderungsaufwand für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Ein verbleibender Wertminderungsaufwand wird im Anschluss bei den übrigen Vermögenswerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfasst. Abschreibungen werden jedoch maximal bis zum erzielbaren Betrag des einzeln identifizierbaren Vermögenswertes vorgenommen. Zuschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwerte)

Immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmten Nutzungsdauer werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung nachfolgender wirtschaftlicher Nutzungsdauern ermittelt:

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Jahre
Software und Lizenzen 3 bis 8
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3 bis 8

Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung vorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Sachanlagen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke

Das Sachanlagevermögen sowie die fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen, die fremdvermieteten Immobilien oder die Vorratsgrundstücke wertgemindert. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

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Jahre
Gebäude und Außenanlagen (einschließlich fremdvermieteter Objekte) 15 bis 33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Finanzierungskosten, die im Rahmen der Immobilienentwicklung aufgewendet werden ("Bauzeitzinsen") und direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von Grundstücken und Gebäuden ("qualifizierte Vermögenswerte") zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 "Borrowing Costs" als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Wertminderung langfristiger nicht-finanzieller Vermögenswerte

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich aus der wertmäßigen Unterschreitung des erzielbaren Betrags ("Recoverable Amount") eines Vermögenswertes und dessen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird dieser für die zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, welche den Vermögenswert beinhaltet. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit gilt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die eigenständig Mittelzuflüsse erzeugt. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit innerhalb des Konzerns ist grundsätzlich ein einzelner Standort.

Der Nutzungswert eines einzelnen Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ergibt sich aus den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis der detaillierten Finanzplanung im Rahmen der strategischen Fünfjahresplanung; für darüber hinausgehende Betrachtungszeiträume wird eine ewige Rente unter Berücksichtigung von Wachstumsfaktoren in Höhe von 1,0 bis 1,5% (Vj. 1,0 bis 1,5%) ermittelt. Die strategische Fünfjahresplanung orientiert sich im Wesentlichen an den Konsumerwartungen, die aus Konjunkturgutachten von Wirtschaftsforschungsinstituten abgeleitet werden, sowie aus aktuell und zukünftig erwarteten Einkaufskonditionen.

Die Diskontierung erfolgt auf Basis eines Durchschnitts von Eigen- und Fremdkapitalkosten nach Steuern (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten basiert auf den Renditeerwartungen einer langfristigen risikolosen Bundesanleihe zuzüglich einer unternehmensspezifischen Risikoprämie. Die Fremdkapitalkosten werden aus dem vorgenannten Basiszinssatz unter Berücksichtigung eines Risikoaufschlags abgeleitet. Der Risikoaufschlag berücksichtigt eine dem Rating der HORNBACH Baumarkt AG bzw. einer Vergleichsgruppe adäquate Risikoprämie. Die angewandten Diskontierungssätze für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten berücksichtigen die Eigenkapitalstrukturen einer Vergleichsgruppe und das Länderrisiko. Insofern finden bei der Bestimmung des Nutzungswertes grundsätzlich Stufe 3 Inputdaten Anwendung. Die zur Diskontierung verwendeten Zinssätze werden auf Basis von Marktdaten ermittelt. Diese liegen länder- und tätigkeitsabhängig zwischen 4,6 und 10,0% nach Steuer (Vj. 5,0 bis 9,8%) beziehungsweise 5,8 und 11,9% vor Steuer (Vj. 6,5 bis 11,7%). Wird die Wertminderung aus dem Nutzungswert abgeleitet, ist der sachverhaltsspezifische Zinssatz, der herangezogen wurde, dem jeweiligen Kapitel des Anhangs zu entnehmen.

Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Nettoveräußerungswert) eines einzelnen Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt anhand von externen Gutachten sowie Einschätzungen auf Basis historischer Erfahrungen.

Bei im Eigentum befindlichen Standortimmobilien sowie bei fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücken wird der Nettoveräußerungswert durch externe unabhängige Gutachter bestimmt. Diese ermitteln den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten auf Basis von Stufe 3 Inputdaten anhand nachstehend erläuterten Bewertungstechniken. So wird einerseits das kapitalwertorientierte Verfahren, i.d.R. die Discounted-Cash-Flow-Methode, angewendet. Dabei wird aus künftigen (Miet)-Erträgen unter Anwendung eines Diskontierungssatzes ein Barwert abgeleitet. Andererseits werden marktpreisorientierte Verfahren in Ausprägung der Analogiemethode angewendet. Dabei wird auf Bodenrichtwerte zurückgegriffen, die durch Preisvergleiche geeigneter Vergleichsgrundstücke ermittelt oder durch Gutachterausschüsse anhand von entsprechenden Grundstücksverkäufen festgestellt werden. Zudem kommt das Multiplikatorverfahren zur Anwendung, bei dem die Mietüberschüsse mit grundstückspezifischen Faktoren multipliziert werden. Neben den bereits genannten Inputdaten werden von den Gutachtern zusätzliche Zu- bzw. Abschläge berücksichtigt, um den individuellen objektspezifischen Gegebenheiten (z.B. Größe, Lage, noch anfallende Umbau- oder Abrisskosten) Rechnung zu tragen.

Die Bestimmung des Nettoveräußerungswertes anderer Vermögenswerte, die in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit enthalten sind, erfolgt ebenso auf Basis von Stufe 3 Inputdaten. Hierbei werden auf Basis von Erfahrungen der Vergangenheit sowie aufgrund der Einschätzung aktueller Marktgegebenheiten Cashflows bestimmt, welche aus der Veräußerung der aktuell in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit befindlichen Vermögenswerte erzielt werden können.

Leasingverträge

Gemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 "Leases" zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die betreffenden Vermögenswerte werden planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages mit der Abschreibungsmethode, die auch für vergleichbare erworbene bzw. hergestellte Vermögenswerte Anwendung findet, abgeschrieben. Zudem wird eine entsprechende finanzielle Verbindlichkeit in entsprechender Höhe des aktivierten Vermögenswertes bzw. des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlungen passiviert. In der Folge werden diese in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Führen wesentliche Vertragsänderungen zu einem Umklassifizierungsbedarf, wird das Leasingverhältnis prospektiv als Finanzierungsleasing bilanziert. Soweit Konzerngesellschaften als Leasingnehmer in einem Operating-Leasingverhältnis auftreten, d.h. alle wesentlichen Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleiben, wird der Mietaufwand linear in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Als Nettoveräußerungswerte werden dabei die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Warenbestände werden aufgrund von gewogenen Durchschnittspreisen ermittelt. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen betreffen Kundenaufträge über Warenlieferungen inklusive Serviceleistungen mit den von HORNBACH beauftragten Handwerkern. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen umfassen im Wesentlichen direkt zurechenbare Materialkosten und abgerechnete Handwerkerleistungen. Lieferantenvergütungen, die als Anschaffungskostenminderung zu bewerten sind, werden innerhalb der Vorräte entsprechend erfasst.

Steuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die von den jeweiligen Ländern auf das steuerpflichtige Einkommen erhobenen Steuern sowie die Veränderungen der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der zum Bilanzstichtag nach dem jeweiligen Landesrecht gültigen bzw. in Kürze gültigen Steuersätzen.

Sonstige Steuern werden den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet und in den entsprechenden Funktionskosten ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern folgt gemäß IAS 12 der bilanzorientierten Methode auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation voraussichtlich gültigen Steuersatzes. Für die erwarteten steuerlichen Vorteile aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen werden aktive latente Steuern angesetzt. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Unterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Maße angesetzt, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in der Zukunft erzielen wird. Angesetzte und nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag dahingehend überprüft, ob eine Anpassung der aktuellen Wertansätze erforderlich ist.

Latente Steueransprüche und -schulden, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Aktive und passive latente Steuern werden pro Gesellschaft bzw. pro Organschaft saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und ein einklagbarer Anspruch auf Aufrechnung besteht.

Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Grundstücke, Gebäude und andere langfristige Vermögenswerte sowie Veräußerungsgruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Geschäftsjahr veräußert werden, sind zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, falls dieser niedriger ist als der Buchwert.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei Konzerngesellschaften der HORNBACH Bau markt AG bestehen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder sowie Einzelzusagen an Vorstandsmitglieder Verpflichtungen aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Vorsorgeplänen.

Für leistungsorientierte Pläne werden Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") in Übereinstimmung mit IAS 19 (revised 2011) "Employee Benefits" ermittelt. Dieses Verfahren berücksichtigt bei der Ermittlung der Versorgungsverpflichtung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen neben den zum Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Ansprüchen auch zukünftige zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten. Das Planvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert von den Verpflichtungen abgesetzt. Führt dies im Saldo zu einem Vermögenswert, wird dieser angesetzt, soweit er den Barwert zukünftiger Beitragsreduzierungen oder Rückzahlungen und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen nicht übersteigt.

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie ggf. nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen. Das Nettozinsergebnis wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste betreffend der Pensionsverpflichtung bzw. des Planvermögens werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Die Auswirkungen werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt.

Für beitragsorientierte Leistungspläne werden die Beiträge bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber werden analog den beitragsorientierten Leistungsplänen bilanziert.

Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Rückstellungen werden für ungewisse Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn diese Verpflichtungen aus vergangenen Ereignissen resultieren und wahrscheinlich zu einer zukünftigen Vermögensbelastung führen werden. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Hierunter fallen auch Rückstellungen für Abfertigungsleistungen, für die versicherungsmathematische Gutachten eingeholt werden. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Effekt wesentlich ist, mit ihrem laufzeitadäquat abgezinsten Barwert angesetzt. Rückstellungen für drohende Verluste und belastende Verträge werden berücksichtigt, wenn die vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen. Sofern Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren vorliegen, werden diese unter den Rückstellungen bilanziert. Die Rückstellungshöhe bemisst sich auf Basis der Einschätzung der sachverhaltsrelevanten Umstände. Bei abgegrenzten Schulden sind der Zeitpunkt oder die Höhe der Verpflichtung nicht mehr ungewiss.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu gehören einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente wie Optionen, Devisentermingeschäfte sowie Zins- und Währungsswaps. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Originäre Finanzinstrumente werden grundsätzlich dann angesetzt, wenn das Unternehmen Vertragspartei wird. Diese werden beim erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser entspricht grundsätzlich dem Transaktionspreis. Liegen Hinweise vor, die darauf hindeuten, dass der beizulegende Zeitwert vom Transaktionspreis abweicht, wird der beizulegende Zeitwert entsprechend der unter "Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts" beschriebenen Logik ermittelt und für den erstmaligen Ansatz herangezogen.

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung erloschen sind. Weiterhin werden finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung und damit einhergehend alle wesentlichen Chancen und Risiken oder die Verfügungsmacht über diese Vermögenswerte übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn sie getilgt sind, d.h. die Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Originäre Finanzinstrumente

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zu designieren, hat der HORNBACH Baumarkt AG Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen werden gemäß IAS 39 als "zur Veräußerung verfügbar" ("Available-for-Sale Financial Assets") klassifiziert, da diese keiner der anderen Kategorien des IAS 39 zugeordnet werden können. Sie werden zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Beteiligungen und Anzahlungen auf Finanzanlagen (Eigenkapitalinstrumente) werden dann zu Anschaffungskosten bilanziert, wenn für diese kein aktiver Markt existiert und die jeweiligen beizulegenden Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können.

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Festgeldanlagen, die nicht den flüssigen Mitteln zugeordnet werden. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen. Diese werden auf Basis individueller Risikoeinschätzungen sowie in Abhängigkeit von der Altersstruktur überfälliger Forderungen ermittelt. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der Forderung.

Für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den übrigen Vermögenswerten ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte werden Wertminderungskonten geführt. Beträge aus Wertberichtigungskonten werden gegen den Buchwert wertgeminderter Vermögenswerte ausgebucht, wenn z.B. das Insolvenzverfahren des Schuldners abgeschlossen ist oder die Forderung endgültig als verloren anzusehen ist.

Flüssige Mittel beinhalten Barmittel und kurzfristige Anlagen mit Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Nennwert) bewertet.

Finanzschulden (ausgenommen Derivate) werden in Höhe des Darlehensbetrages abzüglich Transaktionskosten erfasst und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Differenz zum Rückzahlungsbetrag wird mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe bzw. der jeweiligen Finanzschuld als Aufwand erfasst. Alle anderen Schulden werden ebenfalls zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen im Wesentlichen dem Rückzahlungsbetrag.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend als kurzfristig einzustufen. Gleiches gilt für die übrigen Verbindlichkeiten. Insofern entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps eingesetzt. Gemäß den Risikogrundsätzen des Konzerns werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz mit Zugang zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Soweit Transaktionskosten entstehen, werden diese unmittelbar aufwandswirksam erfasst.

Derivate, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" zu kategorisieren ("Financial Assets/Liabilities Held for Trading") und werden damit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften (einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte) werden auf Basis der Marktbedingungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zins- und Zinswährungsswaps wird von den Finanzinstituten ermittelt, bei denen diese abgeschlossen sind. Die Finanzinstitute verwenden hierzu marktübliche Bewertungsmodelle (z.B. Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Verwendung von am Markt verfügbaren Zins- und Währungsinformationen, die den Inputfaktoren der Stufe 2 der Fair Value Hierarchie entsprechen.

Zum Zeitpunkt des Abschlusses eines Sicherungsgeschäftes klassifiziert der HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestimmte Derivate als Sicherung künftiger Cashflows bzw. einer geplanten Transaktion ("Cashflow Hedge"). Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Cashflow-Hedgegeschäften, die als effektiv anzusehen sind, werden bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem Grundgeschäft unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst; nicht effektive Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert stellt den Preis an einem Bewertungsstichtag dar, den ein Unternehmen für den Verkauf eines Vermögenswerts erhalten bzw. für die Übertragung einer Schuld zahlen würde (exit price). Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts richtet sich nach der Drei-Stufen-Bemessungshierarchie des IFRS 13. Entsprechend der Verfügbarkeit der Informationen wird der beizulegende Zeitwert gemäß der folgenden Hierarchie ermittelt.

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Level 1 Informationen - aktuelle Marktpreise in einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente
Level 2 Informationen - aktuelle Marktpreise in einem aktiven Markt für vergleichbare Finanzinstrumente oder durch Bewertungsmodelle bestimmt, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind
Level 3 Informationen - Inputfaktoren, die auf nicht beobachtbaren Marktpreisen basieren

Eine Erläuterung zum Level der verwendeten Informationen bzw. zu den angewandten Bewertungstechniken bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und der Schulden wird im jeweiligen Kapitel des Anhangs vorgenommen.

Erträge

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt gemäß IAS 18 zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Ertragshöhe verlässlich bestimmt werden kann und der Nutzenzufluss als wahrscheinlich gilt.

Beim Verkauf von Waren gilt als Leistungserbringung grundsätzlich der Zeitpunkt, in dem der Eigentumsübergang, d.h. der Übergang der mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken, stattgefunden hat. Die Höhe der erfassten Umsatzerlöse bemisst sich nach dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen und erwarteten Retouren.

Mieterträge aus Operating-Leasingverträgen werden linear über die Mietdauer vereinnahmt und unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Öffentliche Zuschüsse, die für angefallene Aufwendungen und zum Zwecke der Unterstützung gewährt werden, sind als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zuwendungen für langfristige Vermögenswerte mindern deren Anschaffungskosten.

Aufwendungen

Die Kosten der umgesetzten Handelsware umfassen, neben direkten Anschaffungskosten für die Handelswaren, Anschaffungsnebenkosten wie Frachten, Zölle und sonstige bezogene Leistungen sowie Wertberichtigungen auf Warenbestände.

Mietaufwendungen aus Operating-Leasingverträgen werden linear über die Laufzeit des Mietvertrages als Aufwand erfasst.

Ausgaben für Werbekampagnen und Maßnahmen für Verkaufsförderung werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Verfügungsmacht bzw. des Erhalts der Dienstleistung als Aufwand erfasst.

Die Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden wird grundsätzlich aufwandsmindernd in den Funktionskosten erfasst, in denen der ursprüngliche Aufwand für die Bildung der entsprechenden Rückstellung bzw. der abgegrenzten Schuld gezeigt wurde.

Zinsaufwendungen und Zinserträge werden entsprechend dem Zeitablauf der Finanzschulden erfasst. Finanzierungskosten, die im Rahmen der Immobilienentwicklung aufgewendet werden ("Bauzeitzinsen") und direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von Grundstücken und Gebäuden ("qualifizierte Vermögenswerte") zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 "Borrowing Costs" als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Der Steueraufwand beinhaltet laufende und latente Steuern, soweit diese nicht auf Sachverhalte entfallen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Ermessensentscheidungen

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, welche einen wesentlichen Einfluss auf die im Konzernabschluss erfassten Beträge haben, beziehen sich hauptsächlich auf die Klassifizierung von Leasingverhältnissen als Finanzierungs-Leasing oder Operating-Leasing. Anhand der Vertragsbedingung wird bei Vertragsabschluss bzw. einer Vertragsanpassung überprüft, ob die mit dem Eigentum des Leasinggegenstands verbundenen Chancen und Risiken der HORNBACH Baumarkt AG oder der Gegenpartei zuzurechnen sind. Weiterführende Informationen werden innerhalb der Anmerkungen (23) und (30) genannt.

Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen worden, die sich auf die Bilanzierung und/oder Bewertung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Annahmen und Schätzungen werden auf Basis der zum Stichtag verfügbaren Informationen getroffen. In der Zukunft realisierte Beträge können von den bilanziell berücksichtigten Beträgen abweichen, wenn sich die Rahmenbedingungen divergent zu den Annahmen und Schätzungen entwickeln.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern (Anmerkungen (10), (11) und (12)), die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (Anmerkungen (24) und (25)), die Ermittlung des erzielbaren Betrags zur Bestimmung der Höhe etwaiger Wertminderungen langfristiger nicht finanzieller Vermögenswerte (Anmerkungen (10), (11) und (12)), die Bestimmung der Nettoveräußerungspreise des Vorratsvermögens (Anmerkung (16)) sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen (Anmerkungen (8), (15) und (27)). Weiterführende Informationen sind den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum jeweiligen Themenkomplex sowie den o.g. Anmerkungen zu entnehmen.

Die für die Erstellung des Konzernabschlusses relevanten Annahmen und Schätzungen werden fortlaufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode der Änderung und in zukünftigen Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung die Berichtsperiode als auch zukünftige Perioden betrifft.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bilanzansatz- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses (IFRS). Bei den Verkaufserlösen mit fremden Dritten handelt es sich um Nettoverkaufserlöse. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten entsprechen denen unter fremden Dritten.

Segmentabgrenzung

Die Einteilung der Geschäftsfelder (Segmente) entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das von Vorstand und Management des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird. Das Segment "Handel" umfasst die 155 (Vj. 153) im HORNBACH Baumarkt AG Konzern zusammengefassten großflächigen Bau- und Gartenmärkte sowie die Onlineshops in sechs der neun Länder unseres europaweiten Verbreitungsgebiets. Das Segment "Immobilien" umfasst die vom HORNBACH Baumarkt AG Konzern gehaltenen Einzelhandelsimmobilien, die konzernintern zu marktüblichen Konditionen an die jeweiligen Bau- und Gartenmärkte vermietet sind bzw. weiterverrechnet werden. In der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen zusammengefasst.

Segmentergebnis

Segmentergebnis ist das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT).

Segmentvermögen und -schulden

Die Vermögens- und Schuldposten der Konzernbilanz - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - werden den einzelnen Segmenten, soweit möglich, direkt zugeordnet. Verbleibende Vermögens- und Schuldposten werden sachgerecht zugeordnet. Dabei werden in den Einzelsegmenten die Schulden der Konzernbilanz um die aufgenommenen Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen erhöht und verursachungsgerecht auf die einzelnen Segmente verteilt. Die sich daraus ergebenden Korrekturen werden in der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" eliminiert. Die Investitionen betreffen das dem Segment zugeordnete Anlagevermögen.

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2016/2017 in Mio. € 2015/2016

in Mio. €
Handel Immobilien Zentralbereiche und Konsolidierung HORNBACH Baumarkt AG Konzern
Segmenterlöse 3.708,5 167,6 -166,0 3.710,1
3.533,1 162,1 -160,4 3.534,8
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 3.708,5 0,0 0,0 3.708,5
3.533,1 0,0 0,0 3.533,1
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,0 1,6 0,0 1,6
0,0 1,7 0,0 1,7
Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen 0,0 166,0 -166,0 0,0
0,0 160,4 -160,4 0,0
Segmentergebnis (EBIT) 41,1 67,3 -10,9 97,5
57,7 47,7 -15,2 90,2
darin enthaltene Abschreibungen/Zuschreibungen 39,5 29,8 6,8 76,1
39,2 26,2 6,8 72,2
Segmentvermögen 893,7 937,2 117,4 1.948,3
881,2 850,6 224,8 1.956,6
darin enthaltene Guthaben bei Kreditinstituten 58,6 0,0 32,4 91,0
66,1 0,0 186,1 252,2
Investitionen1) 37,6 113,1 25,4 176,1
48,8 250,2 11,5 310,5
Segmentschulden 405,6 215,1 287,6 908,3
400,7 286,4 283,4 970,5
darin enthaltene Finanzschulden 13,5 189,7 249,6 452,9
0,2 263,9 248,9 513,0

1) Die Investitionen im Segment "Immobilien" enthalten Zugänge aus der Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von 19,0 Mio. € (Vj. 171,7 Mio. €).

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Überleitungsrechnung

in Mio. €
2016/2017 2015/2016
Segmentergebnis (EBIT) vor "Zentralbereiche und Konsolidierung" 108,4 105,4
Zentralbereiche -10,9 -15,2
Finanzergebnis -18,2 -11,8
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 79,3 78,4
Segmentvermögen 1.948,3 1.956,6
Latente Steueransprüche 3,8 10,5
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7,7 19,3
Gesamtbetrag der Vermögenswerte 1.959,9 1.986,4
Segmentschulden 908,3 970,5
Latente Steuerschulden 27,5 28,6
Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13,4 14,5
Gesamtbetrag der Schulden 949,2 1.013,5

Geografische Informationen

Die geografischen Pflichtangaben zu den Umsatzerlösen mit fremden Dritten und den langfristigen Vermögenswerten werden zum besseren Verständnis des Abschlusses freiwillig um weitere Informationen ergänzt.

Die geografischen Informationen sind nach den Regionen "Deutschland" und "Übriges Europa" unterteilt. Die Region "Übriges Europa" umfasst die Länder Tschechien, Österreich, Niederlande, Luxemburg, Schweiz, Schweden, Slowakei und Rumänien.

Die Umsätze werden der geografischen Region zugewiesen, in der die Umsätze realisiert werden. Die Vermögenswerte - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - werden der Region zugewiesen, in der sie gelegen sind. Investitionen betreffen das der Region zugeordnete Anlagevermögen. Bei der Überleitungsspalte handelt es sich um Konsolidierungspositionen.

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2016/2017 in Mio. € 2015/2016

in Mio. €
Deutschland Übriges Europa Überleitung HORNBACH Baumarkt AG Konzern
Umsatzerlöse 2.361,0 1.669,9 -320,8 3.710,1
2.293,0 1.524,3 -282,5 3.534,8
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 2.040,5 1.668,0 0,0 3.708,5
2.010,7 1.522,4 0,0 3.533,1
Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen 320,4 0,4 -320,8 0,0
282,2 0,3 -282,4 0,0
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,0 1,6 0,0 1,6
0,1 1,6 0,0 1,7
EBIT 12,2 85,4 -0,1 97,5
-4,8 95,0 0,0 90,2
Abschreibungen/Zuschreibungen 45,1 31,0 0,0 76,1
48,4 23,8 0,0 72,2
EBITDA 57,3 116,5 -0,1 173,6
43,6 118,8 0,0 162,4
Vermögenswerte 1.408,9 917,1 -377,7 1.948,3
1.460,2 845,7 -349,3 1.956,6
davon langfristige Vermögenswerte*) 522,7 596,9 -0,1 1.119,5
511,4 508,5 -0,1 1.019,8
Investitionen1) 58,4 117,7 0,0 176,1
189,2 121,4 0,0 310,5

*) Dabei handelt es sich um Sachanlagevermögen, fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke, immaterielle Vermögenswerte sowie langfristige Rechnungsabgrenzungsposten. Nicht enthalten sind langfristige Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 0,0 Mio. € (Vj. 1,7 Mio. €) aus der Region Deutschland.

1) Die Investitionen enthalten Zugänge aus der Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von 19,0 Mio. € (Vj. 171,7 Mio. €).

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen die Erlöse aus dem Segment Handel. Weiterhin sind in den Umsatzerlösen Erträge aus der Vermietung von Immobilien in Höhe von T€ 1.626 (Vj. T€ 1.711) ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse des Konzerns sind - unterteilt nach Geschäftsbereichen und Regionen - im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt.

(2) Kosten der umgesetzten Handelsware

Die Kosten der umgesetzten Handelswaren stellen den zur Erzielung des Umsatzes erforderlichen Aufwand dar und setzen sich wie folgt zusammen:

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Aufwendungen für Hilfsstoffe und bezogene Waren 2.270.314 2.156.309
Aufwendungen für bezogene Leistungen 58.537 47.329
2.328.851 2.203.638

(3) Filialkosten

Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der Bau- und Gartenmärkte stehen. Sie enthalten im Wesentlichen Personal-, Raum- und Werbekosten sowie Abschreibungen. Weiterhin sind in diesem Posten allgemeine Betriebskosten wie Transportkosten, Verwaltungsaufwendungen, Wartung und Instandhaltung ausgewiesen.

(4) Voreröffnungskosten

Als Voreröffnungskosten werden Kosten, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung und bis zur Eröffnung eines neuen Bau- und Gartenmarktes stehen, ausgewiesen. Die Voreröffnungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten, Raumkosten und Verwaltungsaufwand.

(5) Verwaltungskosten

In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von Bau- und Gartenmärkten stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können, ausgewiesen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie IT-, Reise- und Kraftfahrzeugkosten.

(6) Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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1) 2016/2017

T€
2015/2016

T€
Sonstige betriebliche Erträge aus operativer Tätigkeit
Erträge aus Werbekostenzuschüssen und sonstigen Lieferantengutschriften 2.193 1.617
Erträge aus Umlagen an den HORNBACH HOLDING Konzern 1.692 1.607
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 859 880
Erträge aus Schadensfällen 1.472 1.586
Erträge aus Zahlungsdifferenzen 899 957
Übrige Erträge 13.103 12.870
20.218 19.517
Sonstige betriebliche Erträge aus nicht operativer Tätigkeit
Erträge aus der Veräußerung von Immobilien 0 20
0 20
Sonstige Erträge 20.218 19.537

1) Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe "Ausweisänderungen".

Die übrigen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Nebenerlösen der Bau - und Gartenmärkte, Erträge aus Entsorgung, Verbindlichkeitsausbuchungen, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Erträge aus Personalzuschüssen.

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1) 2016/2017

T€
2015/2016

T€
Sonstiger betrieblicher Aufwand aus operativer Tätigkeit
Verluste aus Schadensfällen 2.041 2.440
Wertberichtigungen und Forderungsausfälle 1.161 1.211
Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens 1.473 558
Aufwand aus Zahlungsdifferenzen 471 354
Übrige Aufwendungen 2.185 1.566
Sonstiger Aufwand 7.330 6.129
Ertragssaldo aus sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen 12.888 13.408

(7) Finanzergebnis

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinserträge aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 483 483
Sonstige 421 293
davon aus verbundenen Unternehmen 150 150
904 776
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 16.720 12.025
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrument eingesetzt werden 733 1.925
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 196 208
Sonstige 946 946
davon an verbundene Unternehmen 50 54
18.595 15.104
Zinsergebnis -17.691 -14.328
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -1.055 1.447
Währungsergebnis 517 1.054
-538 2.501
Finanzergebnis -18.229 -11.827

Die sonstigen Zinserträge enthalten Zinserträge aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von T€ 271 (Vj. T€ 143).

Aufgrund von IAS 17 "Leases" werden Finance-Lease-Verträge unter den Sachanlagen und der in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil in Höhe von T€ 8.173 (Vj. T€ 843) unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Nicht im Zinsergebnis ausgewiesen sind Zinsen, die im Rahmen der Immobilienentwicklung zur Finanzierung der Bauphase aufgewendet werden. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 2.880 (Vj. T€ 2.059) und sind als Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Sachanlagen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde der durchschnittliche Finanzierungskostensatz von 4,2% (Vj. 4,4%) verwendet.

(Abgegrenzte) Zinszahlungen aus Zinsswaps, die als Sicherungsinstrument in einen Cashflow-Hedge gemäß IAS 39 eingebunden sind, werden pro Swapkontrakt saldiert und entsprechend ihrem Nettoergebnis entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten beinhaltet Gewinne und Verluste aus derivativen Währungsinstrumenten in Höhe von T€ -1.055 (Vj. T€ 1.447).

Das Währungsergebnis des Geschäftsjahres 2016/2017 resultiert im Wesentlichen aus der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Hierbei handelt es sich um einen Aufwandssaldo in Höhe von T€ 1.840 (Vj. Ertrag T€ 578). Weiterhin beinhaltet das Währungsergebnis realisierte Kursgewinne in Höhe von T€ 8.692 (Vj. T€ 9.920) und realisierte Kursverluste in Höhe von T€ 6.335 (Vj. T€ 9.443).

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Die deutschen Gesellschaften des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns unterliegen einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von ca. 14,7% (Vj. 14,6%) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz für Gewinne beträgt unverändert 15% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag.

Alle inländischen latenten Steuerpositionen werden - wie im Vorjahr - mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 30% bewertet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 16% bis 29% (Vj. 16% bis 31%).

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von T€ 26.429 (Vj. T€ 5.962) ist um T€ 2.641 höher (Vj. T€ 17.547 niedriger) als der erwartete Steueraufwand von T€ 23.788 (Vj. T€ 23.509), der sich bei Anwendung des durchschnittlichen Steuersatzes der HORNBACH Baumarkt AG in Höhe von 30% (Vj. 30%) auf das Vorsteuerergebnis in Höhe von T€ 79.293 (Vj. T€ 78.363) des Konzerns ergeben würde.

Auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 4.737 (Vj. T€ 39.084) werden aktive latente Steuern angesetzt. Die HORNBACH Baumarkt AG geht davon aus, dass die in einzelnen Ländern entstandenen steuerlichen Verlustvorträge vollständig durch zukünftige Gewinne genutzt werden können.

Auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 30.623 (Vj. T€ 5.414) sind keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da von einer zukünftigen Realisierung nicht ausgegangen wird. Alle übrigen Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern angesetzt werden, sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Höhe von T€ 2.908 (Vj. T€ 2.678) wurden Verlustvorträge genutzt, für die keine latente Steuer gebildet wurde.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 6.237 für Verlustverträge, deren Nutzung nicht mehr als wahrscheinlich angesehen wird, ausgebucht. Im Vorjahr wurden in Höhe von T€ 6.531 aktive latente Steuern auf Verlustvorträge angesetzt, die bis dahin als nicht nutzbar angesehen wurden.

Zukünftig anfallende Ertragsteuern für geplante Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen werden als passive latente Steuern erfasst. Hierbei wird ein Planungshorizont von einem Jahr unterstellt. Die Ausschüttungen, für die im HORNBACH Baumarkt AG Konzern passive latente Steuern erfasst werden, unterliegen mit 5% der deutschen Besteuerung. Für einbehaltene Gewinne von Tochterunternehmen in Höhe von T€ 323.634 (Vj. T€ 313.521) wurden keine passiven latenten Steuern erfasst, weil diese entweder keiner Besteuerung unterliegen oder aus heutiger Sicht auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Zusammensetzung des Steueraufwands:

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Deutschland 3.373 -56
Übrige Länder 18.312 14.405
21.685 14.349
Latenter Steueraufwand/-ertrag
aus der Veränderung temporärer Differenzen -2.318 -159
aus der Veränderung von Steuersätzen -4 -398
aus Verlustvorträgen 7.066 -7.830
4.744 -8.387
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.429 5.962

Vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand ist wie folgt überzuleiten:

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2016/2017 2015/2016
T€ % T€ %
--- --- --- --- ---
Erwarteter Ertragsteueraufwand 23.788 100,0 23.509 100,0
Differenz zwischen lokalem Steuersatz und Konzernsteuersatz -7.398 -31,1 -8.713 -37,1
Steuerfreie Erträge -413 -1,7 -928 -3,9
Steuerminderung/-erhöhung aufgrund von Steuersatzänderungen -4 0,0 -398 -1,7
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 3.850 16,2 3.708 15,8
Steuereffekte auf Verlustvorträge -133 -0,6 -429 -1,8
Periodenfremde laufende und latente Steuern 6.739 28,3 -10.787 -45,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.429 111,1 5.962 25,4
Effektiver Steuersatz in % 33,3 7,6

Der periodenfremde laufende Steueraufwand in Höhe von T€ 338 (Vj. T€ 4.181 Steuerertrag) resultiert im Wesentlichen aus Nachzahlungen von Ertragsteuern nach endgültigen Veranlagungen (T€ 910 Steueraufwand) und der Erhöhung des Gewerbesteuerguthabens auf Auslandsdividenden (T€ 572 Steuerertrag).

Der periodenfremde latente Steueraufwand in Höhe von T€ 6.401 (Vj. T€ 6.606 Steuerertrag) resultiert im Wesentlichen aus der Ausbuchung von latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge in Schweden, welche bisher als nutzbar angesehen wurden. Der Vorjahresbetrag resultierte im Wesentlichen aus der Aktivierung von latenten Steueransprüchen auf die Verlustvorträge in Schweden.

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Steuern des Geschäftsjahres ergeben sich wie folgt:

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen vor Steuern 1.974 -3.602
Veränderung latente Steuern -367 486
1.607 -3.116
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge)
Wertänderungen derivativer Finanzinstrumente vor Steuern 725 1.810
Veränderung latente Steuern -210 -531
515 1.279
Bewertung Finanzanlagen
Wertänderung zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.788 1.881
Veränderung latente Steuern -27 -28
1.761 1.853
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen 2.565 -2.857
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, netto nach Steuern 6.448 -2.841
davon direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen vor Steuern 7.052 -2.768
davon Veränderung latente Steuern -604 -73

(9) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 (Earnings per Share) als Quotient aus dem den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Verwässernde Effekte ergeben sich - wie im Vorjahr - nicht.

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2016/2017 2015/2016
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 31.807.000 31.807.000
Den Aktionären der HORNBACH Baumarkt AG zustehender Konzernjahresüberschuss in € 52.863.504 72.401.186
Ergebnis je Aktie in € 1,66 2,28

(10) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Nicht operative Effekte

Wie in den Ausweisänderungen beschrieben sind in den einzelnen Funktionskosten folgende nicht operative Effekte enthalten:

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Geschäftsjahr 2016/2017

in T€
Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 Wertaufholungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträge Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für belastende Verträge Ergebnis aus Immobilien-

verkäufen/- bewertung nicht betriebs-

notwendiger Objekte
Projekt-

aufgaben
Gesamt
Filialkosten -1.338 0 -3.664 0 0 0 -5.003
Voreröffnungskosten 0 0 0 0 0 -312 -312
-1.338 0 -3.664 0 0 -312 -5.315

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Geschäftsjahr 2015/2016

in T€
Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 Wertaufholungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträge Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für belastende Verträge Ergebnis aus Immobilien-

verkäufen/- bewertung nicht betriebs-

notwendiger Objekte
Projekt-

aufgaben
Gesamt
Filialkosten -12.373 863 -224 2.967 0 0 -8.767
Voreröffnungskosten 0 0 0 0 0 -126 -126
Verwaltungskosten -261 0 0 0 0 0 -261
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 20 0 20
-12.633 863 -224 2.967 20 -126 -9.134

Personalaufwand

In den einzelnen Funktionskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Löhne und Gehälter 541.558 521.142
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 118.620 112.606
660.178 633.748

Abschreibungen

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 74.784 60.431
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 1.338 12.633
76.122 73.064

Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres 2016/2017 entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Vorjahr entfielen die außerplanmäßigen Abschreibungen auf betrieblich und nicht betrieblich genutzte Grundstücke, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie immaterielle Vermögenswerte. Zudem wird auf die Ausführungen zu den immateriellen Vermögenswerten und dem Sachanlagevermögen in den Anmerkungen (11) und (12) verwiesen.

Die Abschreibungen sind in folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

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Geschäftsjahr 2016/2017

in T€
Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Gesamt
Filialkosten 204 66.820 67.024
Voreröffnungskosten 0 20 20
Verwaltungskosten 2.457 6.620 9.078
2.662 73.461 76.122

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Geschäftsjahr 2015/2016

in T€
Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Gesamt
Filialkosten 1.550 62.794 64.344
Voreröffnungskosten 0 20 20
Verwaltungskosten 2.658 6.042 8.700
4.208 68.856 73.064

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(11) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2015/2016 und 2016/2017 wie folgt:

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in T€ Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwerte Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1. März 2015 82.993 3.271 172 86.436
Zugänge 2.339 0 2.695 5.034
Abgänge 43 0 0 43
Umbuchungen 62 0 -49 13
Währungsumrechnung -1 0 0 -1
Stand 29. Februar/1. März 2016 85.350 3.271 2.818 91.439
Zugänge 2.678 0 3.901 6.579
Abgänge 247 0 939 1.186
Umbuchungen 233 0 -21 212
Währungsumrechnung 2 0 0 2
Stand 28. Februar 2017 88.016 3.271 5.759 97.046
Abschreibungen
Stand 1. März 2015 75.229 0 0 75.229
Zugänge 4.208 0 0 4.208
Abgänge 42 0 0 42
Währungsumrechnung -1 0 0 -1
Stand 29. Februar/1. März 2016 79.394 0 0 79.394
Zugänge 2.662 0 0 2.662
Abgänge 247 0 0 247
Währungsumrechnung 2 0 0 2
Stand 28. Februar 2017 81.811 0 0 81.811
Buchwert 28. Februar 2017 6.205 3.271 5.759 15.235
Buchwert 29. Februar 2016 5.956 3.271 2.818 12.045

Die Zugänge bei den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und den Anlagen im Bau betreffen überwiegend den Erwerb von Software-Lizenzen sowie die Aufwendungen, um die Software in den beabsichtigten nutzungsfähigen Zustand zu versetzen.

Wesentliche Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen - wie im Vorjahr - nicht vor.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen zwei Gartenmärkte in den Niederlanden und sind zu jeweils ca. 50% diesen zuzuordnen. Die verpflichtende jährliche Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes führte im Geschäftsjahr 2016/2017 - wie im Vorjahr - zu keinem Wertminderungsbedarf. Die erzielbaren Beträge beider zahlungsmittelgenerierender Einheiten basieren jeweils auf deren Nutzungswert. Dieser wird anhand von Stufe 3 Inputdaten durch die Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 betragen die Diskontierungszinssätze 9,3 und 6,2% (Vj. 8,8 und 6,8%) vor Steuer.

Für möglich gehaltene Änderungen wesentlicher Annahmen (Anstieg Diskontierungszinssatz bzw. Rückgang Rohertrag) würden bei beiden Standorten - wie im Vorjahr - zu keinen Wertberichtigungen führen.

Im Vorjahr wurde in der Region Deutschland außerplanmäßiger Abwertungsbedarf bei Software identifiziert. Es erfolgte eine Abschreibung in Höhe von T€ 1.211 auf den Nettoveräußerungswert. Neben immateriellen Vermögenswerten wurden im Vorjahr Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Weiterführende Informationen zu den Abschreibungen der Sachanlagen des Vorjahres sind dem folgenden Kapitel zu entnehmen.

(12) Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke

Die Sachanlagen haben sich in den Geschäftsjahren 2015/2016 und 2016/2017 wie folgt entwickelt:

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in T€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke gemäß IAS 40 "Investment Property" Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1. März 2015 811.699 19.270 566.900 19.973 1.417.842
Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte 0 -448 0 0 -448
Zugänge 232.621 594 48.039 24.219 305.473
Abgänge -302 0 27.211 171 27.080
Umbuchungen IAS 40 952 -952 0 0 0
Umbuchungen 5.771 0 8.626 -14.410 -13
Währungsumrechnung -2.090 0 -470 -31 -2.591
Stand 29. Februar/1. März 2016 1.049.255 18.464 595.884 29.580 1.693.183
Veränderung Konsolidierungskreis 8.189 0 0 0 8.189
Zugänge 98.870 1.390 37.273 23.773 161.306
Abgänge 24 0 27.554 101 27.679
Umbuchungen 17.934 0 6.683 -24.829 -212
Währungsumrechnung 2.537 0 165 31 2.733
Stand 28. Februar 2017 1.176.761 19.854 612.451 28.454 1.837.520
Abschreibungen
Stand 1. März 2015 200.183 3.882 440.711 0 644.776
Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte 0 -248 0 0 -248
Zugänge 27.208 87 41.561 0 68.856
Zuschreibungen 0 0 -862 0 -862
Abgänge -437 0 25.997 0 25.560
Umbuchungen IAS 40 152 -152 0 0 0
Währungsumrechnung 52 0 -420 0 -368
Stand 29. Februar/1. März 2016 228.032 3.569 454.993 0 686.594
Zugänge 31.033 59 42.369 0 73.461
Abgänge 24 0 26.361 0 26.385
Währungsumrechnung 300 0 223 0 523
Stand 28. Februar 2017 259.312 3.628 471.253 0 734.193
Buchwert 28. Februar 2017 917.449 16.226 141.198 28.454 1.103.327
Buchwert 29. Februar 2016 821.223 14.895 140.891 29.580 1.006.589

Die in den Abschreibungen enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Vermögenswerte, deren Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Diese Abschreibungen werden den entsprechenden Funktionskosten zugeordnet (vgl. hierzu Anmerkung (10).

Sofern der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt, wurde zusätzlich der Nettoveräußerungswert der der CGU zuzurechnenden Immobilien anhand von externen Immobiliengutachten bestimmt. Die Wertbestimmung erfolgte entsprechend dem Ertragswertverfahren gemäß ImmoWertV. Im laufenden Geschäftsjahr 2016/2017 wurde kein Wertminderungsbedarf auf Immobilien festgestellt.

Aufgrund mangelnder Verwertungsmöglichkeiten durch Dritte wird in Bezug auf die marktorientierte und verkaufsfördernde Betriebs- und Geschäftsausstattung ein Nettoveräußerungswert von null berücksichtigt. Die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung, die einbezogen wurde, weist aufgrund der gewählten Nutzungsdauern keinen Nettoveräußerungswert unterhalb ihres Buchwertes auf, so dass der Nettoveräußerungswert grundsätzlich dem aktuellen Buchwert entspricht.

Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 in der Region Deutschland bei drei Märkten, welche zugleich zahlungsmittelgenerierende Einheiten darstellen, sowie in Österreich in zwei Märkten außerplanmäßiger Abwertungsbedarf bei marktorientierter und verkaufsfördernder Betriebs- und Geschäftsausstattung identifiziert. Es erfolgte eine Abschreibung in Höhe von T€ 1.338 auf den Nettoveräußerungswert. Der erzielbare Betrag für diese Standorte beträgt T€ 28.773.

Im Vorjahr wurden in der Region Deutschland bei neun Märkten, welche zugleich zahlungsmittelgenerierende Einheiten darstellen, sowie in Tschechien in einem Markt außerplanmäßiger Abwertungsbedarf bei marktorientierter und verkaufsfördernder Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Immobilien identifiziert. Es erfolgte eine Abschreibung in Höhe von T€ 11.423 auf den Nettoveräußerungswert. Der erzielbare Betrag für diese Standorte betrug T€ 41.295.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Nettoveräußerungspreis von fremdvermieteten Immobilien bzw. noch nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Objekte vorgenommen.

Im Vorjahr wurden im Segment Handel Zuschreibungen in Höhe von T€ 862 vorgenommen. Diese betrafen die Wertaufholung in Vorjahren vorgenommener Wertberichtigungen bei marktorientierter und verkaufsfördernder Betriebs- und Geschäftsausstattung in vier Märkten der Region Rumänien sowie jeweils einem Markt in den Regionen Deutschland und Schweden. Der erzielbare Betrag für diese Standorte betrug T€ 145.321. Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, bei denen Zuschreibungen vorgenommen wurden, basieren jeweils auf deren Nutzenwert. Dieser wurde anhand von Stufe 3 Inputdaten durch die Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Die zur Prüfung der Wertaufholung des Vorjahres in die Nutzenwertberechnung einbezogenen Diskontierungszinssätze betrugen -landesabhängig- 7,1 bis 11,7% vor Steuer.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen sind in den entsprechenden Segmenten wie folgt erfasst:

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2016/2017 2015/2016
Segment Handel
Immaterielle Vermögenswerte 0 1.211
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.338 2.671
1.338 3.882
Segment Immobilien
Grundstücke 0 5.060
Gebäude 0 3.074
Außenanlagen 0 616
0 8.751
Gesamt 1.338 12.633

Bezüglich der aktivierten Finanzierungskosten wird auf Anmerkung (7) verwiesen.

Das Immobilienvermögen wird überwiegend von der HORNBACH Baumarkt AG oder eigens dafür gegründeten Immobiliengesellschaften gehalten.

Die anderen Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung sind für den inländischen Konzernteilbereich überwiegend bei der HORNBACH Bau markt AG und für den ausländischen Konzernteilbereich bei der HORNBACH Baumarkt GmbH, der HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., der HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., der HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, der HORNBACH-Baumarkt SK spol s.r.o., der HORNBACH Byggmarknad AB und der HORNBACH Centrala SRL bilanziert.

Die fremdvermieteten Immobilien und noch nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Vorratsgrundstücke betreffen im Wesentlichen Einzelhandelsimmobilien an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die Mietverträge haben eine Grundmietzeit von 1 bis 15 Jahren und beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen für den Mieter. Die fremdvermieteten Immobilien sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Als Nutzungsdauer werden 33 Jahre zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) der fremdvermieteten Immobilien einschließlich der Vorratsgrundstücke beträgt rund 18,5 Mio. € (Vj. 18,5 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte werden von unabhängigen externen Gutachtern bestimmt. Hierzu wird in der Regel ein Ertragswert gemäß ImmoWertV ermittelt. Die Ermittlung berücksichtigt Inputdaten der Stufe 3. Als wesentliche Inputfaktoren gelten künftige Mieterträge, der Liegenschaftszins sowie die Bewirtschaftungskosten. Ungeachtet dessen kommt ebenso die Vergleichswertmethode zur Anwendung. Hierbei wird auf Basis von Transaktionen mit vergleichbaren Immobilien (Inputdaten der Stufe 2) der beizulegende Zeitwert ermittelt.

Aus fremdvermieteten Immobilien werden im Geschäftsjahr Mieterträge in Höhe von T€ 1.545 (Vj. T€ 1.163) erzielt. Für den Unterhalt der fremd vermieteten Objekte sind Aufwendungen in Höhe von T€ 469 (Vj. T€ 424) angefallen, für alle anderen als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude werden T€ 35 (Vj. T€ 23) aufgewandt.

Die Immobilien dienen zur Besicherung von Bankdarlehen mit eingetragenen Grundpfandrechten in Höhe von 36,6 Mio. € (Vj. 36,6 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden - wie im Vorjahr - für mehrere bereits existierende Standorte Vertragsanpassungen bzw. neue Mietverträge verhandelt. Die bisherigen Mietverhältnisse waren als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Durch die Anpassungen bzw. den Neuabschluss war ein Vertrag als Finanzierungsleasing zu klassifizieren.

Der zum Stichtag innerhalb der Anlagenklasse "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken" enthaltene Nettobuchwert der Finanzierungs-Leasingverhältnisse beträgt T€ 176.385 (Vj. T€ 170.514).

Die Leasingverhältnisse beziehen sich im Wesentlichen auf angemietete Grundstücke und Gebäude und weisen eine Grundmietzeit von 15 Jahren auf. Darüber hinaus beinhalten die Leasingverhältnisse bis zu drei Optionen, die Vertragslaufzeit um jeweils fünf Jahre zu verlängern, und marktübliche Indexierungen, die sich auf die Entwicklung der Verbraucherpreisindizes beziehen.

Die folgende Tabelle enthält Angaben zu Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing. Weiterführende Informationen zu den Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden innerhalb der Anmerkungen (30) und (31) genannt.

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Geschäftsjahr 2016/2017

in T€
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre
Nominalbetrag der Mindestleasingzahlungen 18.004 70.806 157.475
Abzinsung -7.772 -26.362 -26.417
Barwert 10.232 44.444 131.057

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Geschäftsjahr 2015/2016

in T€
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre
Nominalbetrag der Mindestleasingzahlungen 16.201 63.898 157.303
Abzinsung -7.333 -25.294 -28.871
Barwert 8.868 38.604 128.432

(13) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen entwickeln sich in den Geschäftsjahren 2015/2016 und 2016/2017 wie folgt:

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in T€ Beteiligungen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. März 2015 1.989 1.989
Bewertung zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 1.881 1.881
Stand 29. Februar/1. März 2016 3.871 3.871
Bewertung zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte 1.788 1.788
Stand 28. Februar 2017 5.659 5.659
Buchwert 28. Februar 2017 5.659 5.659
Buchwert 29. Februar 2016 3.871 3.871

In den Finanzanlagen ist ein zehnprozentiger Anteil an der HORNBACH Immobilien H.K. s.r.o., Tschechien, enthalten, welcher als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet ist. Zu den Bewertungsannahmen wird auf die Ausführung zu den Finanzinstrumenten in Anmerkung (33) verwiesen. Die weiteren Finanzanlagen in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 1) beziehen sich auf Beteiligungen an nicht operativ tätigen Gesellschaften. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, da hierfür kein aktiver Markt existiert bzw. deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.

Derzeit besteht keine Absicht zur Veräußerung der Finanzanlagen.

(14) Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kautionen in Höhe von T€ 2.254 (Vj. T€ 2.185), die zur Sicherung möglicher nachträglicher Kaufpreisminderungsansprüche des Erwerbers geleistet werden. Die Kautionen haben eine Restlaufzeit von maximal 3 Jahren.

Darüber hinaus enthalten die sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte abgegrenzte Aufwendungen in Höhe von T€ 275 (Vj. T€ 519), die im Zusammenhang mit einer im Geschäftsjahr 2014/2015 verlängerten und bis dato noch nicht in Anspruch genommenen syndizierten Kreditlinie über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. April 2019 stehen.

(15) Latente Steuern

Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Sachverhalten:

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28.2.2017 29.2.2016
aktivisch

T€
passivisch

T€
aktivisch

T€
passivisch

T€
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 528 31.248 543 31.067
Finanzierungsleasing 1.275 0 268 0
Vorräte 639 4.341 630 4.204
Sonstige Rückstellungen 9.027 35 7.960 187
Verbindlichkeiten 411 458 296 581
Übriges Vermögen und Schulden 660 899 834 599
Verlustvorträge 834 0 8.012 0
13.374 36.981 18.543 36.638
Saldierung -9.526 -9.526 -8.048 -8.048
Gesamt 3.848 27.455 10.495 28.590

(16) Vorräte

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28.2.2017

T€
29.2.2016

T€
Hilfs- und Betriebsstoffe 1.693 1.625
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.439 1.239
Fertige Erzeugnisse und Waren 631.966 594.635
Vorräte (brutto) 635.098 597.499
abzüglich Wertberichtigungen 9.012 9.059
Vorräte (netto) 626.086 588.440
Buchwert der Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert bewertet sind 28.748 29.370

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden für Handelswaren sowie für Hilfs- und Betriebsstoffe Aufwendungen in Höhe von T€ 2.261.303 (Vj. T€ 2.147.250) als Wareneinsatz erfasst.

(17) Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

In dem Posten werden kurzfristige Festgeldanlagen ausgewiesen, die nicht den flüssigen Mitteln zugeordnet sind. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anzeichen für einen Wertberichtigungsbedarf vor.

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

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28.2.2017

T€
29.2.2016

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.767 9.941
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.454 1.920
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 29 102
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 43.100 46.726
51.350 58.689

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen übertragene Forderungen in Höhe von T€ 1.414 (Vj. T€ 1.409), die nicht ausgebucht werden, da das Kreditrisiko vollständig beim HORNBACH Baumarkt AG Konzern verbleibt. Es wurde eine korrespondierende Verbindlichkeit in gleicher Höhe erfasst. Aufgrund der Kurzfristigkeit der betroffenen Forderungen und der korrespondierenden Verbindlichkeit entspricht der Fair Value grundsätzlich dem Buchwert.

Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Factoring-Vereinbarungen, die eine vollständige Ausbuchung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Folge haben, jedoch gemäß IFRS 7 ein anhaltendes Engagement beinhalten. Das anhaltende Engagement ergibt sich dadurch, dass mit Übertragung der Forderung neue Pflichten für HORNBACH entstehen. Fallen übertragene Forderungen aus, haftet HORNBACH für eine vertraglich definierte Quote. Den übertragenen und vollständig ausgebuchten Forderungen steht eine Rückstellung in Höhe von T€ 22 (Vj. T€ 29) gegenüber, welche das wahrscheinliche Haftungsrisiko darstellt. Die Abwicklung etwaiger Haftungssachverhalte findet in der Regel kurzfristig nach Übertragung der Forderung statt. Das maximale Verlustrisiko beträgt zum 28. Februar 2017 T€ 1.499 (Vj. T€ 1.513) und unterstellt den Totalausfall aller relevanten Forderungen. Es bemisst sich aus der Multiplikation der übertragenen Forderungssalden mit der jeweiligen Haftungsquote. Zum Zeitpunkt der Übertragung der Forderung entsteht der Gesellschaft kein Gewinn oder Verlust. Der im Geschäftsjahr 2016/2017 erfasste Aufwand für Forderungen, die übertragen und vollständig ausgebucht wurden, jedoch ausgefallen sind, beträgt T€ 278 (Vj. T€ 419).

Die übrigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Pfandgeldern, Forderungen gegen Kreditkartengesellschaften, Rechnungsabgrenzungsposten, Forderungen aus Warengutschriften und Bonusvereinbarungen sowie Steuererstattungsansprüche.

Für die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte bestehen - wie im Vorjahr- keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Die folgenden Tabellen zeigen eine Analyse der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dabei werden nur die einzelwertberichtigten Forderungen als wertberichtigt bezeichnet. Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern berücksichtigt Kreditrisiken zudem durch die Bildung von Portfolio-Wertberichtigungen.

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28.2.2017

in T€
Buchwert davon: weder wertgemindert noch überfällig davon: nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig in Tagen
bis 60 61-90 91-180 ab 181
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.767 2.832 2.523 229 308 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.454 1.454
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 29 29
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 31.316 28.738 1.112 99 130 85
39.566 33.054 3.635 328 438 85

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29.2.2016

in T€
Buchwert davon: weder wertgemindert noch überfällig davon: nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig in Tagen
bis 60 61-90 91-180 ab 181
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.941 2.608 3.361 3.576 183 99
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.920 1.920
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 102 102
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 35.537 33.602 628 348 156 41
47.500 38.231 3.989 3.924 339 139

Für finanzielle Vermögenswerte, die weder wertgemindert noch überfällig sind, liegen zum Stichtag keine Hinweise auf eine geminderte Werthaltigkeit vor.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die übrigen Forderungen und Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige Forderungen und Vermögenswerte
2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016
--- --- --- --- ---
Stand der Wertberichtigungen am 1. März 516 692 2.003 2.023
Verbrauch 46 338 81 73
Auflösung 178 223 215 98
Zuführung 397 387 269 152
Währungsumrechnung 0 -2 0 -1
Stand der Wertberichtigungen am 28./29. Februar 689 516 1.976 2.003

Aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen resultieren Aufwendungen in Höhe von T€ 572 (Vj. T€ 727). Aus dem Eingang bereits ausgebuchter Forderungen werden Erträge in Höhe von T€ 231 (Vj. T€ 54) realisiert.

(19) Flüssige Mittel

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28.2.2017

T€
29.2.2016

T€
Guthaben bei Kreditinstituten 90.977 252.152
Schecks und Kassenbestand 22.057 30.845
113.033 282.998

(20) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

In dem Posten werden Vermögenswerte ausgewiesen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im folgenden Geschäftsjahr veräußert werden.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden - wie im Vorjahr - keine Umgliederungen aus dem Sachanlagevermögen vorgenommen.

(21) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ist für das Geschäftsjahr 2015/2016 und das Geschäftsjahr 2016/2017 in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Die Hauptversammlung vom 7. Juli 2011 fasste den Beschluss, ein genehmigtes Kapital I und ein genehmigtes Kapital II zu schaffen. Diese beiden bis zum 7. Juli 2016 genehmigten Kapitalien I und II sind im Geschäftsjahr 2016/2017 ausgelaufen.

Durch die Hauptversammlung vom 7. Juli 2016 wurde nunmehr beschlossen, ein genehmigtes Kapital I und ein genehmigtes Kapital II unter folgenden Bestimmungen zu schaffen:

Der Vorstand wird ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien - stimmberechtigte Stammaktien oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht - um bis zu insgesamt € 15.000.000 gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2021 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien - stimmberechtigte Stammaktien oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht - um bis zu € 30.000.000 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden.

Insgesamt besteht damit ein genehmigtes Kapital von € 45.000.000; dies entspricht - wie im Vorjahr -47,16% des gegenwärtigen Grundkapitals.

Mit Beschluss des Vorstands vom 5. September 2016 wurden den Arbeitnehmern der HORNBACH Baumarkt AG und deren ausländischen Tochtergesellschaften Belegschaftsaktien zu einem Vorzugskurs von € 15,50 pro Aktie angeboten. Insgesamt wurden 47.860 Stück Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 27,06 über die Börse erworben und an die Mitarbeiter übertragen. Die Differenz zwischen Erwerbskurs und dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung an die Mitarbeiter in Höhe von T€ 85 wurde im Eigenkapital erfasst. Die Differenz pro Aktie zwischen vergünstigter Abgabe und Börsenkurs (€ 13,35) wurde erfolgswirksam berücksichtigt.

WpHG-Stimmrechtsmitteilungen

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG sind Aktionäre verpflichtet, bei Erreichen, Über- oder Unterschreiten bestimmter Meldeschwellen die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile innerhalb von vier Handelstagen zu melden. Die Meldeschwellen liegen bei 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75%. Ähnliche Mitteilungspflichten gelten nach §§ 25, 25a WpHG für Inhaber von Finanzinstrumenten bei Erreichen, Über- oder Unterschreiten der genannten Meldeschwellen mit Ausnahme der Schwelle von 3%.

Die HORNBACH Baumarkt AG ist gemäß § 26 WpHG verpflichtet, diese Mitteilungen unverzüglich, spätestens drei Handelstage nach Zugang der Mitteilung zu veröffentlichen. Im Geschäftsjahr 1. März 2016 bis 28. Februar 2017 haben wir keine Mitteilungen erhalten und veröffentlicht. Die Meldungen werden grundsätzlich auf der Unternehmenswebsite www.hornbach-gruppe.com in den "NEWS" (filterbar nach dem Schlagwort "Stimmrechtsmitteilung") hinterlegt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet die über den Nennbetrag der ausgegebenen Aktien im Rahmen der Emission erzielten Eigenkapitalbestandteile.

Gewinnrücklagen

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um die "gesetzliche Rücklage", um "andere Gewinnrücklagen" sowie kumulierte Gewinne und erfolgsneutrale Eigenkapitalbestandteile.

Angaben zum Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement der HORNBACH Baumarkt AG verfolgt das Ziel, langfristig eine angemessene Eigenkapitalausstattung aufrechtzuerhalten. Die Eigenkapitalquote wird als eine wichtige Kenngröße gegenüber den Investoren, Analysten, Banken und Ratingagenturen angesehen. Dabei sollen einerseits die gesetzten Wachstumsziele unter Wahrung gesunder Finanzierungsstrukturen und einer stabilen Dividendenpolitik erreicht werden, andererseits sollen langfristig die Ratingkennzahlen verbessert werden. Als Instrument des Kapitalmanagements wird unter anderem ein aktives Fremdkapitalmanagement betrieben.

Gegenüber einigen Fremdkapitalgebern bestehen Verpflichtungsvereinbarungen (Covenants), die unter anderem eine Eigenkapitalquote von mindestens 25% fordern. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden monatlich Eigenkapitalquote, Zinsdeckungsgrad, dynamischer Verschuldungsgrad sowie Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Während des Geschäftsjahres 2016/2017 wurden die Verpflichtungen stets eingehalten, zum 28. Februar 2017 beträgt die Eigenkapitalquote 51,6% (Vj. 49,0%).

Während des Geschäftsjahres ergaben sich keine Änderungen in der Vorgehensweise bezüglich des Kapitalmanagements.

(22) Ausschüttungsfähige Gewinne und Dividenden

Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf den Bilanzgewinn der HORNBACH Baumarkt AG, der gemäß deutschem Handelsrecht ermittelt wird.

Die HORNBACH Baumarkt AG schließt im Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 53.637.871,49 ab.

Nach Einstellung von € 26.818.000,00 in die anderen Gewinnrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von € 26.819.871,49.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 28. Februar 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn der HORNBACH Baumarkt AG wie folgt zu verwenden:

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Dividende von je € 0,68 für 31.807.000 Aktien 21.628.760,00
Weitere Einstellung in andere Gewinnrücklagen 5.191.111,49
26.819.871,49

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2016 auf insgesamt 31.807.000 (Vj. 31.807.000) Stückaktien eine Dividende in Höhe von € 0,68 (Vj. € 0,60) je Aktie ausgeschüttet. Der ausgeschüttete Betrag beträgt somit insgesamt T€ 21.629 (Vj. T€ 19.084).

(23) Finanzschulden

Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzschulden setzt sich wie folgt zusammen:

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in T€ Restlaufzeiten Buchwert
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre 28.2.2017 Gesamt
--- --- --- --- ---
Anleihen 0 248.231 0 248.231
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.966 587 0 17.553
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 10.232 44.444 131.057 185.733
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1.378 0 0 1.378
Summe 28.575 293.262 131.057 452.895

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in T€ Restlaufzeiten Buchwert
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre 29.2.2016 Gesamt
--- --- --- --- ---
Anleihen 0 247.620 0 247.620
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 84.423 3.622 0 88.045
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 8.868 38.604 128.432 175.904
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1.194 217 0 1.411
Summe 94.485 290.063 128.432 512.980

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 bestehen im HORNBACH Baumarkt AG Konzern kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 28,6 Mio. € (Vj. 94,5 Mio. €). Diese resultieren aus dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 13,3 Mio. € (Vj. 92,5 Mio. €), kurzfristigen Finanzierungen in Höhe von 13,5 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €), der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 1,4 Mio. € (Vj. 1,2 Mio. €) sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €).

Die HORNBACH Baumarkt AG hat am 15. Februar 2013 eine siebenjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 250 Mio. € aufgenommen. Die Anleihe ist mit einem Zinscoupon von 3,875% ausgestattet. Zusammen mit dem Emissionskurs von 99,25% ergibt sich eine Rendite von 4,00% p.a. Die mit der Unternehmensanleihe entstandenen Kosten in Höhe von insgesamt T€ 2.355 sowie das Disagio in Höhe von T€ 1.875 werden nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt. Die seit dem letzten Zinszahlungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsabgrenzungen der Anleihe in Höhe von T€ 372 (Vj. T€ 371) sind im Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Neben der oben genannten Anleihe bestehen weitere i.d.R. hypothekenbesicherte langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die originär langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:

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Geschäftsjahr 2016/2017 Währung Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) Laufzeitende Valuta 28.2.2017

T€
Hypothekendarlehen EUR 5,57 2017 1.864
CZK 5,08 2018 1.760
3.624

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Geschäftsjahr 2015/2016 Währung Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) Laufzeitende Valuta 29.2.2016

T€
Darlehen EUR 4,86 2016 79.968
Hypothekendarlehen EUR 5,57 2017 4.350
CZK 5,08 2018 2.929
87.247

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind entweder festverzinslich oder werden variabel, mit einem kurzfristigen Euribor oder einem entsprechenden Fremdwährungs-Ibor zuzüglich einer Bankmarge in Höhe von 0,75 (Vj. 0,75 bis 2,75) Prozentpunkten, verzinst. Zur Absicherung des Zinsniveaus der variabel verzinsten langfristigen Verbindlichkeiten werden Zinsswaps abgeschlossen. Damit werden Zinszahlungen von Krediten abgesichert, die einen maßgeblichen Einfluss auf das Jahresergebnis des Konzerns haben könnten.

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestehen zum 28. Februar 2017 insgesamt Kreditlinien in Höhe von 339,1 Mio. € (Vj. 286,8 Mio. €) zu marktüblichen Konditionen. Die ungenutzten Kreditlinien belaufen sich auf 321,0 Mio. € (Vj. 282,3 Mio. €). Des Weiteren steht der HORNBACH Baumarkt AG eine Kreditlinie für Importakkreditive in Höhe von 40,0 Mio. USD (Vj. 40,0 Mio. USD) zur Verfügung. Diese wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von 8,0 Mio. USD (Vj. 8,1 Mio. USD) ausgenutzt.

In den Kreditlinien des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ist eine am 15. April 2019 fällige syndizierte Kreditlinie der HORNBACH Baumarkt AG in Höhe von 250 Mio. € enthalten. Die Kreditlinie kann in Höhe von bis zu 25 Mio. € auch in Fremdwährungen - insbesondere in CHF, SEK und CZK - in Anspruch genommen werden. Daneben können innerhalb des Kreditrahmens ergänzende bilaterale Darlehensverträge in Höhe von bis zu 50 Mio. € (auch in Fremdwährungen) abgeschlossen werden. Bei Inanspruchnahme der Kreditlinie erfolgt die Verzinsung auf Basis des 3- oder 6-Monats-Euribors bzw. des entsprechenden Ibors zuzüglich einer Zinsmarge. Die anzuwendende Zinsmarge wird in Abhängigkeit von dem von einer international anerkannten Rating Agentur an die HORNBACH Baumarkt AG vergebenen Unternehmensrating festgelegt. Bei Ausnutzungsquoten oberhalb definierter Schwellenwerte erfolgen Margenaufschläge. Für den ungenutzten Teil der Kreditlinie wird eine Bereitstellungsprovision in Abhängigkeit von der jeweiligen Zinsmarge berechnet.

Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 36,6 Mio. € (Vj. 36,6 Mio. €) Grundpfandrechte bestellt worden.

Bei den Kreditlinien sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default"-Vereinbarungen. Bei der syndizierten Kreditlinie müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ermittelt und betreffen den Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25 und die Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25 %. Außerdem werden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Vertragsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr stets eingehalten.

Die Überleitung der zukünftigen Leasingzahlungen aus Finance-Lease-Verträgen ist der Anhangangabe (12) "Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke" zu entnehmen.

(24) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestehen aufgrund gesetzlicher Vorschriften einzelner Länder sowie einzelvertraglicher Zusagen an Vorstandsmitglieder Verpflichtungen aus leistungsorientierten und beitragsorientierten Pensionsplänen.

Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") bestehen über die Beiträge hinaus für den HORNBACH Baumarkt AG Konzern keine weiteren Verpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug im Geschäftsjahr 2016/2017 T€ 50.312 (Vj. T€ 48.095). Davon wurden in Deutschland Arbeitgeberanteile in Höhe von T€ 29.025 (Vj. T€ 28.330) für die gesetzliche Rentenversicherung geleistet.

Gemeinschaftliche leistungsorientierte Pläne mehrerer Arbeitgeber

Gemeinschaftliche Pläne liegen für die in den Niederlanden angestellten Mitarbeiter vor. Da der Versorgungsträger für diese Pläne die benötigten Informationen nicht in der Form zur Verfügung stellt, die erforderlich wären, um diese als leistungsorientierten Plan zu erfassen, werden diese als beitragsorientierter Versorgungsplan abgebildet. Die HORNBACH Baumarkt AG ist aufgrund der Bestimmungen dieses Plans nicht dazu verpflichtet, für Beitragszahlungen anderer am Plan teilnehmenden Arbeitgeber zu haften. Es sind keine wahrscheinlichen wesentlichen Risiken aus dem gemeinschaftlichen leistungsorientierten Plan mehrerer Arbeitgeber bekannt. Für das Geschäftsjahr 2017/2018 rechnet die Gesellschaft mit Beitragszahlungen in Höhe von T€ 3.625.

Leistungsorientierte Pläne

Schweiz

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern existiert ein fondsfinanzierter Versorgungsplan, der über einen externen Versorgungsträger finanziert ist. Dieser Versorgungsplan besteht aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Berufliches Vorsorgegesetz BVG) in der Schweiz und gewährt 826 Anspruchsberechtigten Alters-, Invaliditäts- sowie Todesfallleistungen.

Der Vorsorgeplan gewährt Leistungen, die die gesetzlichen Mindestanforderungen nach BVG übersteigen. Der Arbeitnehmer übernimmt rund 35% der für die Sparguthaben zu bezahlenden Prämien sowie weitere fest umschriebene Kosten. Die restlichen Kosten werden durch den Arbeitgeber getragen. Beiträge für die Altersleistung sind altersabhängig und steigen mit dem Alter. Die Risiko- und Kostenprämien werden von der Versicherung individuell berechnet und jährlich neu festgelegt. Das versicherungsmathematische Risiko dieses Plans wird von der HORNBACH Baumarkt AG getragen. Der Vorsorgeplan muss auf Basis einer statistischen Bewertung gemäß den Bestimmungen von BVG vollständig gedeckt sein. Im Fall der Unterdeckung muss die Vorsorgeeinrichtung Maßnahmen ergreifen, wie die Festlegung zusätzlicher Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge oder Leistungen anpassen.

Der Versorgungsträger stellt eine eigene juristische Person dar. Diese ist für die Verwaltung des Vorsorgeplans verantwortlich und hat hierfür ein Anlagereglement erlassen, welches die Anlagestrategie definiert. Als oberstes Organ des Versorgungsträgers gilt der Stiftungsrat. Dieser besteht aus einer gleichen Anzahl von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern der am Plan angeschlossenen Unternehmen.

Deutschland

Die HORNBACH Bau markt AG hat ihren Vorstandsmitgliedern seit dem Geschäftsjahr 2011/2012 einen fondsfinanzierten Versorgungsplan zugesagt. Dieses Modell bietet die Chance zur Steigerung der Versorgungsansprüche, wobei die Gesellschaft ihren Vorstandsmitgliedern gleichzeitig eine Mindestverzinsung in Höhe von 2% p.a. garantiert. Die durch die Gesellschaft bzw. zusätzlich durch die Vorstandsmitglieder eingebrachten Vermögensmittel werden treuhänderisch durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, in diversifizierte Fonds angelegt. Die Fondsanlage richtet sich nach einem zwischen der HORNBACH Baumarkt AG und der Allianz Treuhand GmbH definierten Kapitalanlagekonzept. Sofern eine Änderung des Kapitalanlagekonzepts nicht dem treuhänderischen Zweck widerspricht, kann die HORNBACH Baumarkt AG eine Änderung veranlassen. Das Risiko, dass das Treuhandvermögen keine Mindestverzinsung von 2% p.a. erzielt, obliegt der HORNBACH Bau markt AG.

Als Verpflichtungsumfang gegenüber den Versorgungsberechtigten wird jeweils das Maximum aus Fondsvermögen und Barwert der gezahlten Beiträge einschließlich der Garantieverzinsung angesetzt. Hierfür werden die vom Arbeitgeber und Vorstand geleisteten Beiträge mit dem zugehörigen Fondsvermögen verglichen.

Weiterhin haben die Mitarbeiter der Gesellschaft die Möglichkeit zur Teilnahme an einem "Zeitwertkontenmodell". Entsprechend den Vorgaben des Mitarbeiters können Gehaltsansprüche in sogenannte Wertguthaben umgewandelt werden. Unmittelbar vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus Altersgründen wird dieses Wertguthaben dazu eingesetzt, dem Mitarbeiter einen vorgezogenen Ruhestand zu ermöglichen. Die nicht ausgezahlten Gehaltsansprüche können je nach Risikopräferenz des Mitarbeiters in verschiedene Anlagefonds investiert werden. Die HORNBACH Baumarkt AG garantiert den Werterhalt der in das Wertguthaben eingezahlten Beträge und übernimmt somit das Anlagerisiko. Die durch die Gesellschaft bzw. die Mitarbeiter eingebrachten Gehaltsbestandteile werden im Rahmen eines sogenannten doppelten Treuhandmodells durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, verwaltet. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Fondsanteilen verrechnet.

Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung 69.593 62.643
abzüglich Marktwert des Planvermögens -54.377 -48.073
Bilanzausweis Pensionszusagen 15.216 14.570
davon Pensionsrückstellung 15.216 14.570

Das Planvermögen setzt sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

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28.2.2017

%
29.2.2016

%
Anleihen und sonstige Schuldtitel 79,8 84,2
Aktien 4,2 3,7
Immobilien 11,2 9,7
Andere 4,9 2,4
100,0 100,0

Veränderung der Versorgungsverpflichtung

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Anfang der Periode 62.643 55.561
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 5.328 4.762
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -947
Arbeitnehmerbeiträge 2.709 2.929
Ausbezahlte Leistungen -1.000 -1.647
Zinsaufwand 502 527
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen demografischer Annahmen -2.170 0
Änderungen finanzieller Annahmen 1.537 3.766
Erfahrungsbedingten Anpassungen -246 220
Versicherungsprämien -1.138 -1.231
Währungsumrechnung 1.428 -1.297
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Ende der Periode 69.593 62.643

Veränderung des Planvermögens

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Planvermögen am Anfang der Periode 48.073 44.423
Arbeitgeberbeiträge 3.752 3.621
Arbeitnehmerbeiträge 2.709 2.929
Ausbezahlte Leistungen -1.000 -1.647
Zinsertrag 424 432
Erträge aus dem Planvermögen (nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrags) 584 503
Versicherungsprämien -1.138 -1.231
Währungsumrechnung 974 -956
Planvermögen am Ende der Periode 54.377 48.073

Die Verantwortung für die Anlagestrategie des Planvermögens für deutsche Pläne wurde der Allianz Treuhand GmbH bzw. für Schweizer Pläne dem obersten Führungsorgan (Stiftungsrat) der BVG-Sammelstiftung Swiss Life übertragen. Diese externen Vermögensverwalter führen entsprechend der konzeptionellen bzw. gesetzlichen Ausgestaltung der leistungsorientierten Pläne das Risikomanagement des Portfolios sowie die Synchronisierung der Entwicklung des Planvermögens und der Versorgungsverpflichtungen durch.

In regelmäßigen Abständen erfolgt durch die HORNBACH Baumarkt AG eine Analyse der Portfoliostruktur sowie eine Analyse der Performance des Portfolios, um einen etwaigen Handlungsbedarf abzuleiten.

Im Folgenden werden die Kosten für die leistungsorientierten Pläne aufgeführt. Diese beinhalten neben Aufwendungen und Erträgen, die in den Personalkosten und im Finanzergebnis ergebniswirksam erfasst wurden, ebenso planbezogene Beträge, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurden.

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 5.328 4.762
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -947
Zinsaufwand 502 527
Zinsertrag -424 -432
Erfasst in der Gewinn- und Verlustrechnung 5.407 3.911
Änderungen demografischer Annahmen 2.170 0
Änderungen finanzieller Annahmen -1.537 -3.766
Erfahrungsbedingten Anpassungen 246 -220
Erträge aus dem Planvermögen (nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrags) 584 503
Erfasst im sonstigen Ergebnis 1.463 -3.483
Kosten für leistungsorientierte Pläne 3.944 7.394

Die ergebniswirksam erfassten Beträge sind in den Personalkosten der folgenden Funktionsbereiche sowie im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Filialkosten 4.039 2.601
Verwaltungskosten 1.290 1.214
Finanzergebnis (Nettozinsaufwand) 79 96
5.407 3.911

Versicherungsmathematische Annahmen

Der Berechnung liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zu Grunde. Diese variieren in Abhängigkeit des Landes, in dem der Plan besteht.

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28.2.2017 29.2.2016
Gewichteter Durchschnitt Spanne Gewichteter Durchschnitt Spanne
--- --- --- --- ---
Diskontierungszinssatz 0,7% 0,5% bis 1,6% 0,8% 0,6% bis 2,0%
Zukünftige Gehaltserhöhungen 1,7% 1,5% bis 3,0% 1,7% 1,5% bis 3,0%
Zukünftige Rentenerhöhungen 0,3% 0,0% bis 2,0% 0,3% 0,0% bis 2,0%

Der verwendete Diskontierungssatz wurde auf der Grundlage der Rendite für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Die Annahmen über die künftige Sterblichkeit beruhen auf veröffentlichten Statistiken und Sterbetafeln. Für Pläne in Deutschland werden die "Heubeck Richttafeln 2005 G" herangezogen. Schweizer Pläne unterliegen der "BVG 2015 Generationentafel".

Sensitivitätsanalyse

Der Einfluss der versicherungsmathematischen Annahmen, deren Änderungen sich wesentlich auf die Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung auswirken würden, sind der folgenden Sensitivitätsanalyse zu entnehmen. Diese gibt die Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung an, die sich ergeben würde, wenn am Stichtag abweichende Annahmen der versicherungsmathematischen Parameter zur Anwendung kommen würden. Andere wertbeeinflussende Parameter wurden konstant gehalten.

Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung

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T€ 28.2.2017 29.2.2016
Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
--- --- --- --- ---
Diskontierungszinssatz (0,25%-Punkte Veränderung) -2.741 2.982 -2.483 2.706
Zukünftige Rentenveränderung (0,10 %-Punkte Veränderung) 912 n/a 755 n/a
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) 1.203 n/a 1.065 n/a

Künftige Zahlungsströme

Für das Geschäftsjahr 2017/2018 werden Beitragszahlungen in Höhe von T€ 3.549 erwartet.

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Erwartete Leistungszahlungen 28.2.2017

T€
2017/2018 375
2018/2019 508
2019/2020 519
2020/2021 594
2021/2022 5.869
2022 bis 2026 8.468

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Erwartete Leistungszahlungen 29.2.2016

T€
2016/2017 376
2017/2018 414
2018/2019 520
2019/2020 605
2020/2021 726
2021 bis 2025 13.110

(25) Sonstige langfristige Schulden

Die sonstigen langfristigen Schulden betreffen im Wesentlichen langfristige Rückstellungen in Höhe von T€ 28.087 (Vj. T€ 25.894). Diese beinhalten Personalrückstellungen, Rückstellungen für vertraglich übernommene Instandhaltungsverpflichtungen an Dach und Fach sowie eine aufgrund gesetzlicher Vorschriften gebildete Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Die den Instandhaltungsverpflichtungen zugrunde liegenden Mietverträge haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 15 Jahren. Die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen resultiert im Wesentlichen aus gesetzlichen Aufbewahrungsfristen zwischen 7 und 11 Jahren.

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in Anmerkung (28) dargestellt.

Der Posten beinhaltet zudem Rechnungsabgrenzungen in Höhe von T€ 8.172 (Vj. T€ 6.177). Diese betreffen im Wesentlichen erhaltene Anreizzahlungen, die im Zusammenhang mit Verlängerungen bzw. Anpassungen von Immobilienmietverträgen stehen, welche als Operating Lease klassifiziert sind. Die ergebniswirksame Vereinnahmung erfolgt ratierlich über die unkündbare Mietlaufzeit. Ferner sind in dem Posten Rechnungsabgrenzungen in Bezug auf Staffelmietvereinbarungen enthalten.

Die langfristigen Personalrückstellungen bestehen hauptsächlich für nach gesetzlichen Regelungen in Österreich zu bildende potenzielle Ansprüche von Mitarbeitern im Falle deren eventuellen Ausscheidens aus dem Unternehmen (Abfertigungsleistungen). Ferner sind hierin Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Österreich in Höhe von T€ 428 (Vj. T€ 197) enthalten.

Abfertigungsleistungen

Die Mitarbeiter österreichischer Tochtergesellschaften haben mit Erreichen des Pensionsalters (bzw. wenn diesen gekündigt wird) einen Anspruch auf Abfertigungsleistung, sofern diese bis zum 31. Dezember 2002 in das Unternehmen eingetreten sind. Die Höhe des Abfertigungsanspruchs bemisst sich nach der Anzahl der Dienstjahre sowie der Höhe der letzten Bezüge des Arbeitsverhältnisses. Die Höhe der Verpflichtung wird jährlich anhand eines externen Gutachtens überprüft und entsprechend angepasst. Die versicherungsmathematischen Risiken dieses Plans trägt die HORNBACH Baumarkt AG.

Die Abfertigungsleistungen stellen andere leistungsorientierte Verpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an Arbeitnehmer dar und werden insofern unter den sonstigen langfristigen Schulden ausgewiesen. Die Bewertung der Abfertigungsrückstellung erfolgt zum Barwert der Versorgungsverpflichtung.

Veränderung der Versorgungsverpflichtung und Kosten des Plans

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Anfang der Periode 6.061 5.243
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 360 361
Ausbezahlte Leistungen -358 -231
Zinsaufwand 98 92
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen demografischer Annahmen 38 0
Änderungen finanzieller Annahmen -448 -9
Erfahrungsbedingten Anpassungen -102 127
Übertragungen 0 478
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Ende der Periode 5.649 6.061

Die Übertragungen im Vorjahr resultieren aus von der HORNBACH Baumarkt AG übernommenen Standorten.

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 360 361
Zinsaufwand 98 92
Aufwand aus Übertragungen 0 91
Erfasst in der Gewinn- und Verlustrechnung 458 545
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen demografischer Annahmen -38 0
Änderungen finanzieller Annahmen 448 9
Erfahrungsbedingten Anpassungen 102 -127
Erfasst im sonstigen Ergebnis 512 -118
Gesamtkosten des Plans -54 663

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 14,5 Jahre (Vj. 14,1 Jahre).

Versicherungsmathematische Annahmen und Sensitivitätsanalyse

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28.2.2017 29.2.2016
Diskontierungszinssatz 1,7% 1,6%
Zukünftige Gehaltserhöhungen 2,3% 2,7%

Der verwendete Diskontierungssatz wurde auf der Grundlage der Rendite für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage dient AVÖ 2008 P - Rechnungsgrundlage für die Pensionsversicherungen.

Der Einfluss der versicherungsmathematischen Annahmen, deren Änderungen sich wesentlich auf die Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung auswirken würden, sind der folgenden Sensitivitätsanalyse zu entnehmen. Diese gibt die Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung an, die sich ergeben würde, wenn am Stichtag abweichende Annahmen der versicherungsmathematischen Parameter zur Anwendung kommen würden. Andere wertbeeinflussende Parameter wurden konstant gehalten.

Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung

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T€ 28.2.2017 29.2.2016
Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
--- --- --- --- ---
Diskontierungszinssatz (0,5%-Punkte Veränderung) -380 420 -405 447
Zukünftige Lohn- oder Gehaltssteigerungen (0,25%-Punkte Veränderung) 222 -213 231 -221

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

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28.2.2017

T€
29.2.2016

T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 260.262 273.121
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34 275
Übrige Verbindlichkeiten 66.798 62.165
davon aus sonstigen Steuern 23.008 22.189
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.064 3.766
327.094 335.561

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern enthalten die Beträge, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind. In den Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind insbesondere die noch abzuführenden Beiträge an Sozialversicherungsträger enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen neben den zuvor genannten Beträgen im Wesentlichen Kautionen und Pfandgelder, noch nicht eingelöste Warengutscheine sowie Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen.

(27) Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Forderungen und Schulden für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende Steuerschulden/-forderungen sowie Steuern aus früheren Geschäftsjahren. Laufende Ertragsteuerrückstellungen werden - vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig - mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Steuerrückstellungen für laufende Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) und Gewerbesteuer.

Am 13. Dezember 2006 trat das "Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG)" in Kraft. Das Gesetz sieht unter anderem vor, die Erstattung von Körperschaftsteuerguthaben, die infolge des früher anzuwendenden Körperschaftsteuerrechts aus der Thesaurierung von Gewinnen entstanden waren, nicht mehr an eine Gewinnausschüttung zu knüpfen. Aufgrund des Jahressteuergesetzes 2010 wurden im Geschäftsjahr 2010/2011 zudem Körperschaftsteueransprüche in Höhe von - abgezinst - 3,0 Mio. € aktiviert, die bis dahin als verloren anzusehen waren. Der letzte Jahresbetrag des Körperschaftsteuerguthabens wird zum 30. September 2017 ausgezahlt. Zum 28. Februar 2017 bestehen im HORNBACH Baumarkt AG Konzern Körperschaftsteuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt 1,7 Mio. € (Vj. 3,3 Mio. €). Im Vorjahr waren zudem langfristige Steuerforderungen aktiviert, die aufgrund des niedrigen Zinsniveaus dem Barwert der Forderung entsprochen haben.

Die Steuerforderungen aus dem Geschäftsjahr 2015/2016 aus Gewerbesteuerguthaben auf Auslandsdividenden in Höhe von 1,7 Mio. € sind im Wesentlichen erstattet worden. Die weiteren Steuerforderungen vom Einkommen und vom Ertrag resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Vorauszahlungen.

Hinsichtlich der unter dem langfristigen Vermögen und den langfristigen Schulden ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern wird auf die Ausführungen zu latenten Steuern in Anmerkung (15) verwiesen.

(28) Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden haben sich im Geschäftsjahr 2016/2017 wie folgt entwickelt:

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in T€ Anfangsbestand 1.3.2016 Verbrauch Auflösung Zuführung Aufzinsung Währungsumrechnung Endbestand 28.2.2017 davon langfristig
Sonstige Rückstellungen
Personal 10.203 1.609 15 1.365 98 1 10.043 10.043
Übrige 20.545 7.125 892 13.704 -13 28 26.246 18.045
30.748 8.734 907 15.069 85 28 36.289 28.087
Abgegrenzte Schulden
Sonstige Steuern 374 99 92 994 0 -1 1.176 0
Personal 49.159 47.192 925 45.198 0 -107 46.133 0
Übrige 20.880 17.171 1.909 19.408 0 11 21.218 0
70.413 64.462 2.926 65.600 0 -97 68.527 0
101.161 73.196 3.833 80.669 85 -69 104.816 28.087

Die übrigen sonstigen kurzfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für belastende Verträge in Höhe von T€ 3.914 (Vj. T€ 676), die erwartete Inanspruchnahme von Rückgaberechten unserer Kunden in Höhe von T€ 1.554 (Vj. T€ 1.727) sowie Prozessrisiken in Höhe von T€ 730 (Vj. T€ 579).

Hinsichtlich der Details zu den langfristigen Rückstellungen wird auf die Ausführungen unter Anmerkung (25) verwiesen.

Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen die Abgrenzung für Grundsteuer.

Die abgegrenzten Schulden für Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Resturlaubsansprüche, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Mitarbeiterprämien.

Die übrigen abgegrenzten Schulden betreffen insbesondere Gas, Wasser, Strom und Grundbesitzabgaben sowie Werbung und Jahresabschluss- und Rechtsberatungskosten.

Sonstige Erläuterungen

(29) Haftungsverhältnisse

Zum 28. Februar 2017 bestehen - wie im Vorjahr - keine Haftungsverhältnisse.

(30) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in Mio. € Restlaufzeiten 28.2.2017
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Bestellobligo für Investitionen 90,3 25,3 0,0 115,6
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 152,2 457,4 403,5 1.013,1
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 13,2 0,0 0,0 13,2
255,7 482,7 403,5 1.141,9

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in Mio. € Restlaufzeiten 29.2.2016
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Bestellobligo für Investitionen 92,2 42,9 0,0 135,1
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 153,8 473,2 389,8 1.016,8
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 10,2 0,4 0,0 10,6
256,2 516,5 389,8 1.162,5

Die HORNBACH Baumarkt AG hat der HORNBACH Immobilien AG im Rahmen ihrer Expansionsstrategie eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 50 Mio. € eingeräumt. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis einschließlich 29. Juni 2018. Bis zum Bilanzstichtag 28. Februar 2017 sind keine Mittel abgerufen worden.

Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns nach den IFRS-Vorschriften nicht die wirtschaftlichen Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Baumärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge liegt im Wesentlichen bei 15 Jahren. Hinzu kommen Mietverlängerungs- und Kaufoptionen zu Marktwerten. Es bestehen Mietanpassungsklauseln.

Als Mietaufwand aus Operating-Lease-Verträgen exklusive der Nebenkosten werden im Geschäftsjahr 2016/2017 T€ 151.685 (Vj. T€ 166.181) erfasst.

(31) Zukünftige Erlöse aus Miet- und Pachtverträgen

Die zukünftigen Erlöse aus Miet- und Pachtverträgen stellen sich wie folgt dar:

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Mieterlöse mit fremden Dritten Restlaufzeiten Gesamt
in T€ Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
28. Februar 2017 3.134 4.688 194 8.016
29. Februar 2016 3.431 5.669 271 9.371

Die Mieterträge resultieren aus fremd vermieteten Einzelhandelsimmobilien. Die Mietverträge haben überwiegend eine Laufzeit zwischen 5 und 15 Jahren.

Für Mietverträge mit unbestimmter Vertragsdauer werden Mieterträge lediglich bis zu einem Jahr ausgewiesen.

(32) Rechtsstreitigkeiten

Die HORNBACH Baumarkt AG geht nicht davon aus, dass sie oder eine ihrer Konzern-Gesellschaften an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt sind, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Daneben sind für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Derartige Belastungen werden daher voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Lage des Konzerns haben.

(33) Ergänzende Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der Finanzinstrumente pro Bewertungskategorie des IAS 39 sowie deren Fair Values, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz:

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in T€1) Kategorie Buchwert 28.2.2017 Marktwert 28.2.2017 Buchwert 29.2.2016 Marktwert 29.2.2016
Aktiva
Finanzanlagen AfS 5.659 5.659 3.871 3.871
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte LaR 30.009 30.009 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 8.221 8.221 11.860 11.860
Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 29 29 102 102
Übrige Vermögenswerte LaR 33.994 33.994 38.232 38.232
Flüssige Mittel LaR 113.033 113.033 282.998 282.998
Passiva
Finanzschulden
Anleihen FLAC 248.231 272.310 247.620 267.325
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 17.553 17.641 88.045 88.222
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen n.a. 185.733 215.260 175.904 181.845
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 48 48 1.089 1.089
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 1.329 1.329 323 323
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 244.468 244.468 257.363 257.363
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten FLAC 25.538 25.538 23.121 23.121
Abgegrenzte Schulden FLAC 21.218 21.218 20.880 20.880

1) Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe "Ausweisänderungen".

Die seit dem letzten Zinszahlungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsabgrenzungen der Anleihe in Höhe von T€ 372 (Vj. T€ 371) sind im Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte in Höhe von T€ 12.738 (Vj. T€ 12.441), übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 93.498 (Vj. T€ 87.152) und abgegrenzte Schulden in Höhe von T€ 47.310 (Vj. T€ 49.532).

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Aggregiert nach Bewertungskategorie

in T€
Kategorie Buchwert 28.2.2017 Buchwert 29.2.2016
Loans and Receivables LaR 185.257 333.090
Available-for-Sale Financial Assets AfS 5.659 3.871
Financial Assets Held for Trading FAHfT 29 102
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 557.008 637.029
Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 1.329 323

Die flüssigen Mittel, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die übrigen Vermögenswerte, die abgegrenzten Schulden, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

Die zur Veräußerung vorgesehenen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Beteiligungen, die mangels eines verfügbaren beizulegenden Zeitwerts zu Anschaffungskosten bilanziert sind. Hiervon ausgenommen ist eine zehnprozentige Unternehmensbeteiligung an der HORNBACH Immobilien H.K. s.r.o., Tschechien. Die Gesellschaft vermietet mehrere Baumarktimmobilien und ist nicht börsennotiert. Der Fair Value bestimmt sich im Wesentlichen aus Stufe 3 Inputdaten. Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde die Discounted-Cash-Flow-Methode angewandt. Hierzu wurden die Cashflows, die sich aus der unternehmensspezifischen Planung ergeben, mit einem risikoadjustierten Zinssatz (WACC) abgezinst. Im Geschäftsjahr 2016/2017 beträgt der Diskontierungszinssatz nach Steuern 5,6% (Vj. 6,2%). Darüber hinaus wurde ein Wachstumsfaktor in Höhe von 1,0% berücksichtigt. Die sich aus der unternehmensspezifischen Planung ergebenden Cashflows resultieren im Wesentlichen aus Mieten aus langfristigen Mietverhältnissen sowie aus Cash-out-flows bezüglich des operativen Betriebs der Gesellschaft.

In der folgenden Darstellung wird die Entwicklung der Available-for-Sale Finanzanlagen aufgezeigt, die anhand von Level 3 Inputdaten zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

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Entwicklung der Finanzanlagen der Stufe 3 2016/2017 2015/2016
Stand 1. März 3.870 1.988
Bewertungsänderung (OCI) 1.788 1.882
Stand 28./29. Februar 5.658 3.870

Der Anstieg des Beteiligungsansatzes resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen Diskontierungszinssatz sowie der Reduzierung der Finanzschulden.

In Bezug auf die wesentlichsten Inputfaktoren sind der folgenden Sensitivitätsanalyse die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts zum jeweiligen Stichtag zu entnehmen.

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in T€ 28.2.2017 29.2.2016
Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
--- --- --- --- ---
Marktmiete (5%-Punkte Veränderung) 853 -853 774 -774
Diskontierungszinssatz (50 Basispunkte Veränderung) -990 1.232 -786 960

Bei den in der Bilanz innerhalb von Sicherungsbeziehungen angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps). Derivative Finanzinstrumente außerhalb von Sicherungsbeziehungen beinhalten Fremdwährungseffekte aus offenen Bestellungen bzw. Bewertungseffekte aus offenen Devisentermingeschäften. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt anhand marktüblicher Bewertungsmodelle (z.B. Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Verwendung von am Markt verfügbaren, laufzeitadäquaten Zinskurven sowie Devisenkursen, die den Inputfaktoren der Stufe 2 der Fair Value Hierarchie entsprechen. Analog bemessen sich der beizulegende Zeitwert der festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der beizulegende Zeitwert aus Finanzierungsleasingverträgen. Bei den zuvor genannten Finanzinstrumenten wird das Kreditrisiko anhand von am Markt verfügbaren Risikozuschlägen berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Anleihe entspricht dem Nominalwert multipliziert mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt somit anhand von Daten der Stufe 1 der Fair Value Hierarchie.

In der Bilanz bzw. im Anhang werden folgende Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen, bei deren Bewertung Inputdaten der Fair Value Hierarchie zur Anwendung kommen.

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in T€ 28.2.2017 29.2.2016
Vermögenswerte
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 29 102
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 3
Finanzanlagen AfS 5.658 3.870
Schulden
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 1
Anleihen FLAC 272.310 267.325
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 17.641 88.222
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen n.a. 215.260 181.845
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 48 1.089
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 1.329 323

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Nettoergebnisse erfasst:

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Nettoergebnis nach Bewertungskategorien 2016/2017

T€
2015/2016

T€
Loans and Receivables (LaR) 878 391
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) -1.055 1.447
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) 34 1.092

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie "Financial Instruments Held for Trading" resultiert aus derivativen Finanzinstrumenten. Die Nettoergebnisse der Bewertungskategorien "Loans and Receivables" sowie der "Financial Liabilities Measured at Amortized Cost" betreffen Währungsumrechnungseffekte, Abgangsergebnisse und Wertberichtigungen. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden zudem Bewertungsänderungen von "Available-for-Sale Financial Assets" in Höhe von T€ 1.788 (Vj. T€ 1.882) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

In der Bilanz werden keine Finanzinstrumente saldiert ausgewiesen. Ergänzende Vereinbarungen, die eine wirtschaftliche Aufrechnung von bilanzierten Finanzinstrumenten ermöglichen, bestehen im Bereich der abgeschlossenen SWAP Geschäfte sowie der Devisentermingeschäfte. Diese unterliegen dem deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte. Aufgrund der aktuell negativen Marktwerte der SWAP Geschäfte in Höhe von T€ 48 (Vj. negativ T€ 1.089) wäre eine Saldierung bei Eintritt des auslösenden Ereignisses - wie im Vorjahr- nicht möglich.

In der folgenden Aufstellung wird das wirtschaftliche Saldierungsvolumen in Bezug auf Derivate ohne Hedge-Beziehung dargestellt, welches auf offene Devisentermingeschäfte entfällt. Im Vorjahr bestanden keine saldierungsfähigen Devisentermingeschäfte.

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28.2.2017

in T€
Bruttoausweis Saldierung Nettoausweis Potenzielles Saldierungsvolumen Potentieller Nettobetrag
Nettingvereinbarungen finanzielle Sicherheiten
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Derivate ohne Hedge-Beziehung 29 0 29 -29 0 0
Passiva
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.329 0 1.329 29 0 1.300

(34) Risikomanagement und Finanzderivate

Grundsätze des Risikomanagements

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Finanztransaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen.

Ziel des Risikomanagements ist es daher, diese Marktrisiken durch geeignete finanzmarktorientierte Absicherungsaktivitäten zu minimieren. Zum Erreichen dieses Ziels werden derivative Finanzinstrumente zur Begrenzung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken eingesetzt. Grundsätzlich werden allerdings nur Risiken abgesichert, die bedeutende Auswirkungen auf das Finanzergebnis haben.

Entscheidungen hierzu dürfen nur unter Berücksichtigung der strategischen Vorgaben des Finanzvorstands getroffen werden. Dabei steht die Absicherung der Zinsänderungs- und Währungsrisiken im Mittelpunkt. Finanzgeschäfte zu Spekulationszwecken werden gemäß diesen Vorgaben nicht vorgenommen. Bestimmte Transaktionen bedürfen darüber hinaus der vorherigen Genehmigung durch den Aufsichtsrat.

Eine regelmäßige Kontrolle und Überwachung der laufenden und zukünftigen Zinsbelastung und des benötigten Devisenbedarfs des Gesamtkonzerns wird durch die Abteilung Treasury durchgeführt. Der Vorstand wird regelmäßig darüber informiert.

Marktrisiken

Zur Darstellung der Marktrisiken verlangt IFRS 7.40 "Financial Instruments: Disclosures", dass anhand von Sensitivitätsanalysen die hypothetischen Auswirkungen auf den Gewinn und Verlust sowie auf das Eigenkapital gezeigt werden, die sich ergeben hätten, wenn Änderungen der relevanten Risikovariablen (z. B. Marktzinssätze oder Wechselkurse) eingetreten wären, die zum Bilanzstichtag nach vernünftigem Ermessen möglich gewesen wären. Die Marktrisiken des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns bestehen aus Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Andere Preisrisiken bestehen nicht.

Währungsrisiko

Währungsrisiken, d.h. potenzielle Wertminderungen eines Finanzinstruments oder künftiger Cashflows aufgrund von Änderungen des Wechselkurses, bestehen insbesondere dort, wo monetäre Finanzinstrumente, wie z. B. Forderungen oder Schulden, in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Die Währungsrisiken des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns resultieren im Wesentlichen aus Finanzierungsmaßnahmen und der operativen Geschäftstätigkeit. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translation) stellen kein Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 dar.

Die Konzerngesellschaften werden weitgehend durch externe Finanzierungsmaßnahmen in der funktionalen Währung der entsprechenden Konzerngesellschaft finanziert (Natural Hedging), sofern es sich um einen langfristigen Finanzierungsbedarf handelt. Daneben bestehen konzerninterne Darlehen in EUR, welche bei Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung vom EUR abweicht, zu Fremdwährungsrisiken führen. Diese Risiken werden grundsätzlich nicht abgesichert.

Im HORNBACH Baumarkt AG Konzern bestehen in der operativen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen im Zusammenhang mit Wareneinkäufen in Fernost in USD sowie aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, die grundsätzlich in EUR abgewickelt werden. Das USD-Währungsrisiko wird durch USD-Festgelder sowie Devisentermingeschäfte abgesichert.

Unter Berücksichtigung von Sicherungsmaßnahmen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen folgende offenen Fremdwährungspositionen:

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in T€ 28.2.2017 29.2.2016
EUR -47.083 -59.384
USD 17.324 12.627
CZK -627 -1.046

Die oben aufgeführte EUR-Währungsposition ergibt sich aus den Währungspaaren SEK/EUR T€ -23.201 (Vj. T€ -21.423), RON/EUR T€ -18.758 (Vj. T€ -23.970), CZK/EUR T€ -10.116 (Vj. T€ -27.114), USD/EUR T€ -999 (Vj. T€ 0) und CHF/EUR T€ 5.991 (Vj. T€ 13.123).

Die wichtigsten Umrechnungskurse werden im Abschnitt Währungsumrechnung dargestellt.

Für die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse der Währungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Wenn der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10% aufgewertet gewesen wäre und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 6.206 (Vj. T€ 4.451) niedriger gewesen. Wäre umgekehrt der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10% abgewertet gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 6.206 (Vj. T€ 4.451) höher gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ +6.206 (Vj. T€ +4.451) ergibt sich aus folgenden Sensitivitäten: EUR/SEK T€ 2.327 (Vj. T€ 2.129), EUR/RON T€ 1.888 (Vj. T€ -636), EUR/USD T€ 1.632 (Vj. T€ 1.700), EUR/CZK T€ 948 (Vj. T€ 2.596) und EUR/CHF T€ -589 (Vj. T€ -1.338).

Zinsänderungsrisiko

Zum Jahresende finanzierte sich der Konzern hauptsächlich durch eine EUR-Anleihe in Höhe von nominal T€ 250.000. Weiterhin bestehen kurz- und langfristige EUR-Darlehen in Höhe von T€ 1.864 (Vj. T€ 4.350) sowie CZK-Darlehen in Höhe von T€ 1.760 (Vj. T€ 2.929). Die wesentlichen langfristigen variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten in festverzinsliche Finanzschulden transformiert. Ferner bestehen zum Stichtag kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 13.541 (Vj. T€ 0).

Der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse liegen folgende Annahmen zugrunde:

Bei festverzinslichen originären Finanzinstrumenten wirken sich Marktzinssatzänderungen nur dann auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder das Eigenkapital aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Somit unterliegen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete originäre Finanzinstrumente keinem Zinsänderungsrisiko gemäß IFRS 7. Dazu zählen auch die ursprünglich variabel verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen eines Cashflow-Hedges in festverzinsliche Finanzschulden transformiert werden.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die im Rahmen eines Cashflow-Hedges zur Absicherung variabel verzinslicher originärer Finanzinstrumente designiert werden, wirken sich auf die Hedging-Reserve im Eigenkapital aus und werden daher in der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.

Marktzinssatzänderungen von variabel verzinslichen originären Finanzinstrumenten wirken sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus und werden daher in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.

Für die Sensitivitätsanalyse der Zinsänderungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Es wird von einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve ausgegangen.

Wenn das Marktzinsniveau am Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre und alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 774 (Vj. T€ 2.521) und das Eigenkapital vor latenten Steuern um T€ 5 (Vj. T€ 37) höher gewesen. Aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus führt eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach unten teilweise zu negativen Zinssätzen. Dies schränkt die Aussagekraft solch einer Simulation stark ein. Daher wird im laufenden Geschäftsjahr stattdessen der hypothetische Ergebniseffekt einer Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 10 Basispunkte nach unten simuliert. Wäre das Marktzinsniveau am Bilanzstichtag um 10 Basispunkte niedriger gewesen und wären alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 78 (Vj. T€ 252) und das Eigenkapital vor latenten Steuern um T€ 0 (Vj. T€ 4) niedriger gewesen.

Kreditrisiko

Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre bei Abschluss eines Finanzinstruments vertraglich zugesagten Verpflichtungen ganz oder teilweise nicht erfüllt. Das Kreditrisiko des Konzerns ist insofern eng begrenzt, als Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente möglichst nur mit Vertragsparteien guter Bonität getätigt werden. Weiterhin werden Geschäfte mit einzelnen Vertragspartnern jeweils auf ein Limit begrenzt. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert. Das maximale Kreditrisiko entspricht im Wesentlichen den Buchwerten der finanziellen Aktiva, die keine wesentlichen Risikokonzentrationen aufweisen.

Liquiditätsrisiko

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cash-Outflows der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten:

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in T€ Buchwert Cash-Outflows
28.2.2017 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 248.231 9.688 269.401 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.553 16.651 598 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 185.733 18.004 70.806 157.475
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 244.468 244.468 0 0
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 25.538 25.386 152 0
Abgegrenzte Schulden 21.218 21.218 0 0
742.741 335.414 340.957 157.475
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 1.329 10.749 0 0
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow-Hedges 48 48 0 0
1.378 10.796 0 0
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 29 5.627 0 0
29 5.627 0 0
351.837 340.957 157.475

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in T€1) Buchwert Cash-Outflows
29.2.2016 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 247.620 9.688 279.089 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 88.045 84.853 3.702 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 175.904 16.202 63.900 157.305
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 257.363 257.363 0 0
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 23.121 23.118 3 0
Abgegrenzte Schulden 20.880 20.880 0 0
812.933 412.104 346.694 157.305
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 323 323 0 0
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow-Hedges 1.089 1.066 50 0
1.412 1.389 50 0
413.493 346.744 157.305

1) Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe "Ausweisänderungen".

Einbezogen werden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die am Bilanzstichtag im Bestand waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen werden unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag geltenden Zinssätze ermittelt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Die seit dem letzten Zinszahlungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsabgrenzungen der Anleihe in Höhe von T€ 372 (Vj. T€ 371) sind im Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Die korrespondierenden Cash-Outflows sind im Bereich der Anleihe enthalten.

Bezüglich der Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Ausführungen in Anmerkung (23) sowie auf die Angaben zur Finanzlage im Lagebericht.

Sicherungsmaßnahmen

Hedgegeschäfte dienen der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, die mit einem Grundgeschäft verbunden sind.

Cashflow-Hedge - Zinsänderungsrisiko

Für wesentliche variabel verzinsliche langfristige Finanzschulden werden zur Absicherung des Zinsniveaus Payer-Zinsswaps abgeschlossen, durch die variable Darlehenszinsen in feste Zinssätze transformiert werden. Bonitätsrisiken werden nicht abgesichert.

Zum Geschäftsjahresende 2016/2017 besteht im Konzern ein Volumen an Zinsswaps in Höhe von T€ 1.864 (Vj. T€ 84.350), mit denen eine Transformation von variabler in feste Zinsbindung erreicht wird. Der Marktwert der Zinsswaps beträgt zum 28. Februar 2017 T€ -48 (Vj. T€ -1.089) und ist unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Sämtliche Zinsswaps erfüllen zum 28. Februar 2017 die Voraussetzungen zum Hedge Accounting. Die Marktwertänderungen werden bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital in der Hedging-Reserve erfasst.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen, d.h. den Zeitpunkt, wann das Grundgeschäft erfolgswirksam wird:

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Beginn Ende Nominalwert zum 28.2.2017

in T€
Nominalwert zum 29.2.2016

in T€
Referenzzins
30.9.2002 30.9.2017 1.110 2.590 3-Monats Euribor
30.9.2002 30.9.2017 754 1.760 3-Monats Euribor
30.6.2011 30.6.2016 0 80.000 6-Monats Euribor

Die Anforderung des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accountings erfüllt der HORNBACH Baumarkt AG Konzern, indem bereits zu Beginn einer Sicherungsmaßnahme die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten derivativen Finanzinstrument und dem Grundgeschäft sowie das Ziel und die Strategie der Absicherung dokumentiert werden . Dazu zählt auch die Einschätzung der Effektivität der eingesetzten Sicherungsinstrumente. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical-Terms-Match-Methode durchgeführt. Die retrospektive Effektivität wird zu jedem Bilanzstichtag unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode ermittelt. Als Grundgeschäft dient ein hypothetisches Derivat. Eine Sicherungsbeziehung wird dann als effektiv bezeichnet, wenn sich die Wertänderungen des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats zu 80-125% kompensieren. Sobald eine Sicherungsbeziehung ineffektiv wird, wird diese umgehend aufgelöst.

Sonstige Sicherungsmaßnahmen - Währungsrisiko

Der HORNBACH Bau markt AG Konzern führt zudem auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht die Anforderungen des IAS 39 zum Hedge Accounting erfüllen, jedoch nach den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern sichert beispielsweise das Währungsrisiko ausgewählter (geplanter) Transaktionen einschließlich der gegebenenfalls aus solchen Transaktionen resultierenden eingebetteten Fremdwährungsderivate, wie z. B. aus dem Kauf von Waren in Fernost in USD, durch Devisentermingeschäfte oder die Anlage von Fremdwährungs-Festgeldern in Form von Makro-Hedges ab.

Der Marktwert der Devisentermingeschäfte einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte beträgt T€ -1.300 (Vj. T€ -220) und ist mit T€ 29 (Vj. T€ 102) unter den sonstigen Vermögenswerten sowie mit T€ -1.329 (Vj. T€ -323) unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Fair-Value-Hedges und Net-Investment-in-a-Foreign-Operation-Hedges werden bisher nicht vorgenommen.

Derivate

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente mit ihren Nominal- und Marktwerten. Dabei werden die Marktwerte gegenläufiger Transaktionen wie Devisenterminkäufe bzw. -verkäufe saldiert dargestellt. In der Zeile Nominalwerte werden Nominalwertsummen ohne Aufrechnung gegenläufiger Transaktionen ausgewiesen.

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28.2.2017 Devisentermingeschäfte Eingebettete Devisentermingeschäfte Zinsswaps Summe
Nominalwert in T€ 17.000 37.182 1.864 56.046
Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) -64 -1.236 -48 -1.348

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29.2.2016 Eingebettete Devisentermingeschäfte Zinsswaps Summe
Nominalwert in T€ 34.573 84.350 118.923
Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) -220 -1.089 -1.308

Da sämtliche Zinsswaps in eine effektive Sicherungsbeziehung einbezogen sind, werden die Wertänderungen abzüglich latenter Steuern grundsätzlich erfolgsneutral in der Hedging-Reserve erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam im Finanzergebnis ausgewiesen.

(35) Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalstand stellt sich wie folgt dar:

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2016/2017 2015/2016
Angestellte 16.997 16.370
Auszubildende 836 806
17.833 17.176
davon Teilzeitmitarbeiter 4.981 4.788

Nach geografischen Gesichtspunkten gegliedert waren im Geschäftsjahr 2016/2017 vom durchschnittlichen Personalstand im Inland 10.280 Mitarbeiter (Vj. 10.116) und im Ausland 7.553 Mitarbeiter (Vj. 7.060) beschäftigt.

Honorar für Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfer

Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers des Jahres- und Konzernabschlusses der HORNBACH Baumarkt AG, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, setzen sich wie folgt zusammen:

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Abschlussprüfungsleistungen 508 488
Andere Bestätigungsleistungen 7 0
Steuerberatungsleistungen 44 62
Sonstige Leistungen 6 8
565 558

Der Jahres- und der Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG werden beginnend mit dem Geschäftsjahr 1997/1998 von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 ist ohne Unterbrechung Herr Peter Meurer (Partner) der verantwortliche Wirtschaftsprüfer.

Informationen zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene jährliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist im Dezember 2016 vom Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht worden.

(36) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die HORNBACH Baumarkt AG unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit verbundenen Unternehmen in Beziehung. Hierzu gehören neben der Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG & Co. KGaA deren direkte und indirekte Tochtergesellschaften.

Verbundene Unternehmen sind:

HORNBACH-Familien-Treuhandgesellschaft mbH

HORNBACH Management AG

Muttergesellschaft

HORNBACH Holding AG & Co. KGaA

Schwestergesellschaften

HORNBACH Immobilien AG

HORNBACH Baustoff Union GmbH

Tochtergesellschaften und Enkelgesellschaften der Schwestergesellschaften

Union Bauzentrum Hornbach GmbH

Ruhland-Kallenborn & Co. GmbH

Ruhland-Kallenborn Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH

Robert Röhlinger GmbH

Etablissements Camille Holtz et Cie S.a.

Saar-Lor Immobilière S.C.I.

HORNBACH Baustoff Union Grundstücksentwicklungs GmbH

HIAG Immobilien Jota GmbH

HIAG Fastigheter i Göteborg AB

HIAG Fastigheter i Helsingborg AB

HIAG Fastigheter i Stockholm AB

HIAG Fastigheter i Göteborg Syd AB

HIAG Fastigheter i Botkyrka AB

HO Immobilien Omega GmbH

HR Immobilien Rho GmbH

HC Immobilien Chi GmbH

HM Immobilien My GmbH

HORNBACH Real Estate Nederland B.V.

HORNBACH Immobilien HK s.r.o.

HORNBACH Immobilien SK-BW s.r.o.

HORNBACH Imobiliare SRL

HB Immobilien Bad Fischau GmbH

Mit den verbundenen Unternehmen werden im Wesentlichen folgende Transaktionen getätigt:

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2016/2017

T€
2015/2016

T€
Miete und Nebenkosten für angemietete Bau- und Gartenmärkte und sonstige Immobilien 76.290 75.943
Zinsbelastungen für Konzernfinanzierungen 50 54
Zinserträge für Konzernfinanzierungen 150 150
Geleistete Umlagen für Verwaltungskosten 897 915
Erhaltene Umlagen für Verwaltungskosten 2.292 2.558
Lieferungen und Leistungen an die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften 195 250
Lieferungen und Leistungen von der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und ihren Tochtergesellschaften 680 659

Zum 28. Februar 2017 bestehen Forderungen in Höhe von T€ 1.454 (Vj. T€ 1.920) und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 34 (Vj. T€ 275) gegen die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften. Sämtliche Transaktionen werden zu marktüblichen Preisen und Lieferbedingungen getätigt.

Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat für Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 10.022 (Vj. T€ 13.291) des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns Bürgschaftserklärungen abgegeben. Hierfür werden im HORNBACH Bau markt AG Konzern im Geschäftsjahr Avalprovisionen in Höhe von T€ 50 (Vj. T€ 54) als Aufwand erfasst.

Einige in den Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG einbezogene Gesellschaften nutzen für Seminare und Tagungen die Kurhaus Trifels Seminarhotel GmbH, Annweiler am Trifels. Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführerin Frau Bettina Hornbach, Ehefrau von Herrn Albrecht Hornbach, vertreten. Im Geschäftsjahr 2016/2017 werden Leistungen durch das Seminarhotel in Höhe von T€ 13 (Vj. T€ 19) erbracht. Die Leistungen werden zu den üblichen Preisen abgerechnet. Zum Bilanzstichtag am 28. Februar 2017 waren Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 5) offen.

(37) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Konzernabschluss der HORNBACH Baumarkt AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurde am 15. Mai 2017 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

(38) Aufsichtsrat und Vorstand

Mitglieder des Vorstands sind:

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Steffen Hornbach Strategische Entwicklung; Operating Märkte, Verkauf und Services Vorsitzender
Roland Pelka Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Controlling, Risikomanagement, Loss Prevention, Group Communications Stellvertretender Vorsitzender
Susanne Jäger Einkauf, Import, Marktplanung, Store Development, Qualitätssicherung, Umweltfragen
Wolfger Ketzler Arbeitsdirektor Personal, Immobilien, Bau, Technischer Einkauf, Revision, Recht, Compliance
Karsten Kühn Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation
Ingo Leiner Logistik
Dr. Andreas Schobert Technologie

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/2017 betragen T€ 5.687 (Vj. T€ 5.719). Dabei entfallen T€ 2.805 (Vj. T€ 2.800) auf die feste Vergütung und T€ 2.882 (Vj. T€ 2.919) auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2016/2017 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses (Dotierung Pensionsrückstellung) in Höhe von T€ 663 (Vj. T€ 663) angefallen.

Die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder betragen im Geschäftsjahr 2016/2017 insgesamt T€ 1.268 (Vj. T€ 1.247).

Sämtlichen Pensionsrückstellungen stehen Wertguthaben gegenüber (Anmerkung 11).

Auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge wird aufgrund eines bis einschließlich Geschäftsjahr 2020/2021 befristeten Aktionärsbeschlusses verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

Von Seiten der Anteilseigner

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Albrecht Hornbach Vorsitzender des Vorstands HORNBACH Management AG Vorsitzender
Dr. Wolfgang Rupf Geschäftsführender Gesellschafter Rupf Industries GmbH, Rupf Engineering GmbH und Rupf ATG Casting GmbH weiterer stellvertretender Vorsitzender
Dr. John Feldmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der KION Group AG Ehem. Mitglied des Vorstands BASF SE
Erich Harsch Vorsitzender der Geschäftsführung dm-drogerie markt GmbH & Co. KG
Georg Hornbach Leiter der Stabsabteilung Controlling Universitätsklinikum Köln
Martin Hornbach Geschäftsführender Gesellschafter Corivus Gruppe GmbH
Joerg Walter Sost Geschäftsführender Gesellschafter J.S. Consulting GmbH
Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg Ordentlicher Professor für Fertigungstechnik Universität der Bundeswehr Hamburg

Von Seiten der Arbeitnehmer

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Kay Strelow Teilbereichsleiter Markt Berlin-Marzahn Stellvertretender Vorsitzender für die Gewerkschaften
Monika Di Silvestre (seit 5. April 2017) Landesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland für die Gewerkschaften
Mohamed Elaouch Teilbereichsleiter Markt Mainz für die Angestellten
Martin Fischer Profikundenbetreuer Markt Kempten für die Angestellten
Christian Garrecht Sicherheitsfachkraft für die Angestellten
Kerstin Holfert Teilbereichsleiterin Markt Dresden für die Angestellten
Hans Kroha († 5. April 2017) Landesfachbereichsleiter Handel bei ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland für die Gewerkschaften
Brigitte Mauer Teilbereichsleiterin Markt Tübingen für die Angestellten
Michael Reiland Verkaufsleiter HORNBACH Compact für die leitenden Angestellten

Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016/2017 beläuft sich auf insgesamt T€ 515 (Vj. T€ 515). Dabei entfallen T€ 390 (Vj. T€ 390) auf die Grundvergütung und T€ 125 (Vj. T€ 125) auf die Ausschusstätigkeit.

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

(Angaben gemäß § 285 Nummer 10 HGB)

Mitglieder des Aufsichtsrats

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Albrecht Hornbach

a) HORNBACH Immobilien AG (Vorsitzender)

b) Inception Exploration Ltd. (Member of Board)

Rheinland-Pfalz Bank (Mitglied des Beirats)

Dr. Wolfgang Rupf

a) HORNBACH Holding AG & Co. KGaA (Vorsitzender)

HORNBACH Management AG (Vorsitzender)

IVA Valuation & Advisory AG (Stellvertretender Vorsitzender)

b) Inception Exploration Ltd. (Member of Board)

Monika Di Silvestre (seit 5. April 2017)

a) WASGAU Produktions & Handels AG

Dr. John Feldmann

a) Bilfinger SE (bis Mai 2016)

HORNBACH Holding AG & Co. KGaA

HORNBACH Management AG

KION Group AG (Vorsitzender)

Erich Harsch

a) HORNBACH Holding AG & Co. KGaA

HORNBACH Management AG

Georg Hornbach

a) HORNBACH Management AG

Martin Hornbach

a) Corivus AG (Vorsitzender)

HORNBACH Holding AG & Co. KGaA (Stellvertretender Vorsitzender)

b) Corivus Swiss AG (Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Hans Kroha († 5. April 2017)

a) WASGAU Produktions & Handels AG

Joerg Walter Sost

a) DUOPLAST AG

HORNBACH Holding AG & Co. KGaA

HORNBACH Management AG

b) Atreus GmbH (Mitglied des Beirats)

Bürger GmbH (Vorsitzender des Beirats)

DUOPLASI Holding GmbH (Mitglied des Beirats)

ECF GmbH (Vorsitzender des Beirats)

Norafin Industries GmbH (Vorsitzender des Beirats seit September 2016)

VR Equitypartner GmbH (Vorsitzender des Beirats seit November 2016)

Weisshaar GmbH (Mitglied des Beirats seit Juni 2016)

ZI Management Holding GmbH (Mitglied des Beirats)

Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg

a) HORNBACH Management AG

Mitglieder des Vorstands

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Steffen Hornbach

a) HORNBACH Immobilien AG

Roland Pelka

a) HORNBACH Immobilien AG (Stellvertretender Vorsitzender)

WAS GAU Produktions & Handels AG

b) Commerzbank AG (Mitglied des Regionalbeirats Mitte)

Susanne Jäger

a) VR Bank Südliche Weinstraße eG

Wolfger Ketzler

a) Med 360° AG (vormals firmierend als RNR AG) (Vorsitzender)

Bornheim bei Landau/Pfalz, den 15. Mai 2017

HORNBACH Baumarkt AG

Der Vorstand

Steffen Hornbach

Roland Pelka

Susanne Jäger

Wolfger Ketzler

Karsten Kühn

Ingo Leiner

Dr. Andreas Schobert

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bornheim bei Landau/Pfalz, den 15. Mai 2017

HORNBACH Baumarkt Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Hornbach

Roland Pelka

Susanne Jäger

Wolfger Ketzler

Karsten Kühn

Ingo Leiner

Dr. Andreas Schobert

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Hornbach Baumarkt AG, Bornheim bei Landau/Pfalz, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Entwicklung des Konzerneigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis 28. Februar 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 15. Mai 2017

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Meurer, Wirtschaftsprüfer

Palm, Wirtschaftsprüfer