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HORNBACH Baumarkt AG Annual Report 2013

Jul 24, 2014

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Annual Report

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HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft

Bornheim bei Landau/Pfalz

Konzernabschluss zum 28.02.2014

Konzernbilanzstruktur (in Mio. €)

Konzernbetriebsergebnis (EBIT) (in Mio. €)

Konzernjahresüberschuss (in Mio. €)

UNTERNEHMENSPROFIL

Umsatzentwicklung HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern (netto in Mio. €)

Die Fähigkeit, sich auf die Herausforderungen des Handels mit Bau-, Heimwerker- und Gartenbedarf einzustellen und dabei immer wieder neue Maßstäbe zu setzen, kennzeichnet die Unternehmensgruppe HORNBACH.

Seit der Gründung im Jahr 1877 waren inzwischen fünf HORNBACH-Generationen in fast allen Bereichen des Baugeschehens, im Bauhandwerk, als Hersteller von vorgefertigten Bauteilen und erstmals im Jahre 1900 durch eine "Baumaterialien-Handlung" tätig.

Im Jahre 1968 eröffnete HORNBACH als einer der Pioniere in Deutschland und Europa einen ersten Baumarkt, der - einmalig in Europa - bereits damals mit einem Gartencenter kombiniert war. Diese Kombination hat sich heute zu einem europäischen Standard in der Do-it-yourself-Branche (DIY) entwickelt.

In der zweiten Hälfte der 80er Jahre hat HORNBACH dem DIY-Markt mit seiner Konzeption des großflächigen Bau-, Heimwerker- und Gartenmarkts eine neue Dimension eröffnet. Heute wird dem Heimwerker in großflächigen Märkten mit rund 50.000 Artikeln in anspruchsvoller Qualität ein breites Sortiment an Bau- und Gartenmarktartikeln zu dauerhaft niedrigen Preisen in beeindruckender Präsentation angeboten. Fachlich qualifizierte und serviceorientierte Mitarbeiter stellen den Projektkunden und leidenschaftlichen Heimwerker in den Mittelpunkt, der insbesondere nach Lösungen für umfangreiche Renovierungs- und Bauvorhaben sucht.

Die konsequente Umsetzung der Konzeption, der hohe Anspruch an die Qualität der Standorte, der Märkte, des Sortiments und der Mitarbeiter haben das dynamische Wachstum in den letzten Jahren ermöglicht und sind die Basis für weitere Expansion. Mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von mehr als 11.000 qm je Filiale unterstreicht HORNBACH seine Alleinstellung im Segment der großflächigen Bau- und Gartenmärkte und erzielt zugleich die höchste Flächenproduktivität der führenden DIY-Unternehmen in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2013/2014 stieg der Nettoumsatz im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern um 4,4 % auf 3.152 Mio. €. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 betreibt der Konzern in neun europäischen Ländern 141 Bau- und Gartenmärkte (davon 92 in Deutschland) mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 1,65 Mio. qm.

Nach dem erfolgreichen Markteintritt in Österreich im August 1996 wurde die Expansion in europäische Nachbarländer konsequent fortgesetzt. Es folgten Markteröffnungen in den Niederlanden, Luxemburg und der Tschechischen Republik. Die internationale Wachstumsgeschichte wurde mit der Expansion in der Schweiz, in Schweden sowie in der Slowakei fortgeschrieben. Im Sommer 2007 folgte der Markteintritt in Rumänien. Zum 28. Februar 2014 betreibt HORNBACH insgesamt 49 Bau- und Gartenmärkte in acht Ländern außerhalb Deutschlands. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf 42,0 %. Aber auch die Expansionschancen in Deutschland werden kontinuierlich wahrgenommen. Ergänzt wird das stationäre Handelsgeschäft seit dem 1. Dezember 2010 vom HORNBACH-Online-Shop, mit dem der Konzern gezielt die Chancen des Internets nutzt.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Die Stammaktien der Gesellschaft (ISIN DE0006084403) sind zum Teilbereich des amtlichen Handels mit weiteren Zulassungspflichten (Prime Standard) der Deutschen Börse zugelassen. Von den rund 31,8 Mio. Stammaktien der Gesellschaft werden 76,4 % von der HORNBACH HOLDING AG gehalten, während 23,6 % im Besitz von freien Aktionären sind.

Daneben ist HORNBACH auf dem Fremdkapitalmarkt mit einer Unternehmensanleihe vertreten. Am 15. Februar 2013 wurde eine siebenjährige Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 250 Mio. € und einem Zinscoupon von 3,875 % erfolgreich platziert (ISIN: DE000A1R02E0). Mit dem Emissionserlös wurde die im November 2004 begebene Anleihe (Zinscoupon 6,125 %) am 25. Februar 2013 vorzeitig zurückgeführt.

DIY-Marktanteil von HORNBACH in Deutschland (Marktanteil im %)

AN UNSERE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionäre,

als ich vor einem Jahr an gleicher Stelle über unsere Prognosen für das Geschäftsjahr 2013/2014 geschrieben hatte, stand dies unter dem Eindruck eines sehr schlechten Starts in die Frühjahrssaison. Europaweit Schnee und Eis bis tief in den April 2013 hinein waren im ersten Quartal für die erwartete unbefriedigende Umsatz- und deutlich rückläufige Ertragsentwicklung verantwortlich. Schwierig zu beantworten war seinerzeit die Frage, ob wir den Rückstand bereits 2013/2014 wieder wettmachen können. Ein Jahr später fällt die Antwort leicht: Wir waren mit unserer Aufholjagd überaus erfolgreich.

Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hat im Geschäftsjahr 2013/2014 den Nettoumsatz um 4,4% auf 3.152 Mio. € erhöht. Darin enthalten sind vier neue HORNBACH Bau- und Gartenmärkte. Außerhalb Deutschlands eröffneten wir drei neue Standorte in der Slowakei, Schweden und den Niederlanden, in Deutschland einen Ersatzstandort in Heidelberg.
Flächenbereinigt, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, ist uns im Berichtsjahr die prognostizierte Trendwende auf Konzernebene gelungen. So stieg der bereinigte Konzernumsatz um 2,7% nach einem Minus von 1,4% im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Maßgeblich zu diesem Anstieg beigetragen haben unsere Bau- und Gartenmärkte in Deutschland. Das flächenbereinigte Minus im ersten Quartal von 5,8% wurde durch das Umsatzwachstum im zweiten Quartal in Höhe von 7,7% mehr als ausgeglichen. Im dritten Quartal wuchsen die deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte um 7,0%, im Schlussquartal sogar zweistellig um 14,1%. Das Geschäftsjahr 2013/2014 beendeten wir in Deutschland mit einem flächenbereinigten Plus von 4,9%. Unseren Marktanteil vergrößerten wir signifikant von 9,3% auf 10,0%.
Aber auch in den acht Ländern außerhalb Deutschlands hat sich die Umsatzdynamik im Geschäftsjahr 2013/2014 vor dem Hintergrund günstigerer konjunktureller Rahmenbedingungen spürbar verbessert. Flächenbereinigt erreichten unsere internationalen Filialen nach zwölf Monaten mit minus 0,1% im Wesentlichen wieder das Niveau des Vorjahres. Mit positiven Steigerungsraten seit dem zweiten Quartal 2013/2014 sind wir auf dem Weg zurück in die Wachstumszone.
Dank der erfreulichen Umsatzentwicklung und hoher Kostendisziplin in den Filialen und Verwaltungen haben wir unsere ursprüngliche Ertragsprognose deutlich übertroffen. Im Frühjahr 2013 waren wir noch davon ausgegangen, dass das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) 2013/2014 den Wert des Vorjahres in Höhe von 99,3 Mio. € nicht erreichen wird. Tatsächlich schafften wir einen im Vergleich zum Umsatzwachstum leicht überproportionalen EBIT-Anstieg von 5,8% auf 105,1 Mio. €.

Insgesamt blickt der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr 2013/2014 zurück. Mit unserem Konzept des Projektbaumarkts haben wir uns in den meisten Ländern unseres europaweiten Verbreitungsgebietes besser entwickelt als der Durchschnitt der Do-it-yourself (DIY)-Branche. Das gilt vor allem für Deutschland, das in der Rückschau eine besondere Rolle spielt, auf die ich aus gegebenem Anlass etwas detaillierter eingehe.

Der deutsche DIY-Einzelhandel befindet sich seit Sommer 2013 in einer historischen Umbruchphase. Durch die Insolvenz der Praktiker-Gruppe und die folgende Standort-Schließungswelle hat die Marktkonsolidierung der Baumarktbranche in Deutschland bis dahin noch nicht gekannte Ausmaße angenommen. Allerdings kann das Ausscheiden des ehemals zweitgrößten Unternehmens der deutschen Do-it-yourself (DIY)-Branche am Ende nicht wirklich überraschen. Branchenbeobachter, vor allem internationale, orakelten schon seit vielen Jahren, dass eine Marktbereinigung mit Blick auf britische oder französische Verhältnisse längst überfällig sei. Der stark fragmentierte deutsche DIY-Einzelhandel und mit Abstand größte Ländermarkt in Europa trotzte den gebetsmühlenartig vorgetragenen Prognosen viel länger als erwartet - bis zum Big Bang 2013.

Praktiker und Max Bahr standen im Jahr 2012 noch für rund ein Siebtel des Branchenumsatzes und der Gesamtverkaufsfläche in Deutschland. Ein Nettoumsatzvolumen von zuletzt rund 2,2 Mrd. € wird im Wettbewerb umverteilt. Standorte verschwinden im großen Stil von der Bildfläche. Kundenströme verändern sich. Die deutsche DIY-Landschaft ordnet sich neu. Vor diesem Hintergrund sind zwei Fragen von Bedeutung.

Welche aktive Rolle spielt HORNBACH in der Konsolidierung?

Wir haben stets deutlich gemacht, dass wir größten Wert auf nachhaltiges Wachstum legen. Außergewöhnliche Optionen wie zum Beispiel die Übernahme von Standorten anderer Wettbewerber analysieren wir sehr genau und legen dabei die gleichen strengen Entscheidungskriterien an wie bei unserer organischen Expansion. Auch solche Standorte müssen unter anderem eine exzellente Lage und eine bestimmte Mindestgröße mitbringen. Nur so können sie ein ausreichendes Umsatzvolumen und auskömmliche Flächenproduktivitäten erreichen. Am Ende des Tages sollen sich die Standorte rechnen, denn wir sind nicht zuletzt auch Ihnen als Aktionäre verpflichtet, mit dem uns anvertrauten Kapital bestmöglich umzugehen.

Von den 164 Praktiker- und 136 Max-Bahr-Standorten konnten nur die wenigsten unseren Anforderungen gerecht werden. Letztlich haben wir insgesamt sechs Standorte übernommen: Kamen, Lüneburg, Saarbrücken, Schwabach, Trier und Ulm. Diese neuen Standorte wollen wir im Laufe des Geschäftsjahres 2014/2015 nach jeweils intensiver Umbauphase unter der HORNBACH-Flagge in Betrieb nehmen. So werden wir unserer künftigen Umsatzentwicklung in Deutschland zusätzlichen Schub verleihen.

Wie sind die Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung?

In den von der Praktiker-Insolvenz betroffenen Einzugsgebieten profitierten die verbliebenen Wettbewerber von den Umsatzpotenzialen der geschlossenen Filialen. Dank unseres attraktiven Handelsformats ist es uns gelungen, neue Kunden für die Marke HORNBACH zu begeistern und unsere regionalen Marktanteile auszubauen. Diese Konsolidierungseffekte haben sich in unserer flächenbereinigten Umsatzentwicklung der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/2014 positiv bemerkbar gemacht. Sie brachten zusätzlichen Rückenwind, den wir nach einem witterungsbedingt äußerst schwachen ersten Quartal gut gebrauchen konnten. Ich halte es jedoch für geboten, die Konsolidierungseffekte insbesondere mit Blick auf das Geschäftsjahr 2014/2015 nicht linear fortzuschreiben. Warum?

Von den zum Insolvenzzeitpunkt 300 bestehenden Praktiker- und Max-Bahr-Filialen waren bis Mai 2014 rund 135 Standorte größtenteils von Wettbewerbern der DIY-Branche übernommen worden. Das Gros dieser Märkte dürfte bis Sommer/Herbst 2014 umgeflaggt worden sein. Nach und nach wird sich der Gegendruck des Wettbewerbs im Jahr 2014 wieder erhöhen, nicht zuletzt deshalb, weil durch den Betreiberwechsel künftig erfolgreichere Konzepte als in der Vergangenheit um die Gunst der Kunden werben. Das ist aber letztlich die Normalität des Kräftemessens im Wettbewerb, der wir uns jeden Tag stellen. Ich rechne damit, dass wir unterm Strich weiterhin zu den Gewinnern der Neuordnung in der deutschen Baumarkt-Landschaft zählen werden.

Das Entscheidende für die Zukunft ist und bleibt dabei die Fähigkeit von HORNBACH, aus der eigenen, inneren Stärke heraus zu wachsen. Es ist die Fähigkeit, unseren Kunden die richtigen Konzepte und - stationär wie auch im Internet - die besten Lösungen für die Realisierung von Bau- und Renovierungsvorhaben anzubieten. Es ist überdies die Fähigkeit, sich diese Konzepte wirtschaftlich leisten zu können.

Auch im Geschäftsjahr 2014/2015 werden wir den eingeschlagenen Wachstumskurs konsequent fortsetzen. Ich vertraue dabei auf den unermüdlichen Einsatz und die Innovationskraft der mehr als 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern, ohne die die Erfolgsstory HORNBACH nicht möglich wäre. Ihnen gilt mein ganz persönlicher Dank!

HORNBACH-Baumarkt-AG

Steffen Hornbach, Vorsitzender des Vorstands

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 haben wir uns eingehend mit der Lage, den Perspektiven und der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft befasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung entsprechend den nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht. Der Vorstand hat uns in unseren Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen unterrichtet. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden in wichtigen Fragen gepflegt und wiederholt Arbeitsgespräche geführt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2013/2014 fanden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern traten im Berichtsjahr nicht auf.

In unseren Sitzungen haben wir uns anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der Unternehmensstrategie und Unternehmensplanung, der Investitions- und Finanzpolitik, der Chancen- und Risikolage und dem Risikomanagement sowie Corporate Governance befasst und darüber auch mit dem Vorstand beraten. Der Vorstand berichtete darüber hinaus regelmäßig schriftlich und mündlich über die Situation der Gesellschaft sowie über die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Planabweichungen wurden erörtert und begründet. Zustimmungspflichtige Maßnahmen des Vorstands wurden intensiv beraten. Nach gründlicher Prüfung und Erörterung der jeweiligen Anträge des Vorstands hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen alle erforderlichen Zustimmungen erteilt.

In der Bilanzaufsichtsratssitzung am 22. Mai 2013 so auch am 22. Mai 2014 haben wir uns in Anwesenheit des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahres- und Konzernabschluss befasst. Aufgenommen wurde auch der Bericht des Finanz- und Prüfungsausschusses über seine Arbeit und die Ergebnisse seiner Prüfung. Alle Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden von den Wirtschaftsprüfern erschöpfend beantwortet. In dieser Sitzung wurden außerdem der Bericht des Aufsichtsrats, der gemeinsame Corporate Governance Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat, der Risikobericht und Compliancebericht beraten bzw. verabschiedet. Die Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich der Vorschläge zur Beschlussfassung wurde verabschiedet. Mit Blick auf das Wachstum der letzten Jahre und die mittelfristige Wachstumsprognose unterbreiteten der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung den Beschlussvorschlag, von § 7 Abs. 1 S. 2 1. Alt. Mitbestimmungsgesetz Gebrauch zu machen und in der Satzung zu bestimmen, den Aufsichtsrat auf je acht Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zu erweitern.

In der Sitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung am 4. Juli 2013 berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns.

In der aufgrund der Neuwahl der Aufsichtsratsmitglieder erforderlichen konstituierenden Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats am 30. August 2013 wurden der Vorsitzende, seine Stellvertreter und die Ausschussmitglieder gewählt. Die turnusmäßigen Sitzungstermine bis einschließlich Geschäftsjahr 2014/2015 wurden ebenfalls in dieser Sitzung vereinbart.

Am 18. Dezember 2013 wurden die aktuelle Geschäftslage, der Risikobericht und der Compliancebericht erörtert. In der gleichen Sitzung wurde die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG beschlossen, die auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht wurde. Die HORNBACH-Baumarkt-AG entsprach und entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen. Nicht angewendet werden aus den in der Entsprechenserklärung angegebenen Erwägungen die folgenden Sollempfehlungen: die Vereinbarung eines Selbstbehalts in der D&O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder, die Festlegung von Abfindungs-Caps für Mitglieder des Vorstands, die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung und Verwendung der Mustertabellen, dass der Aufsichtsratsvorsitzende zugleich Vorsitzender des Ausschusses ist, der die Vorstandsverträge behandelt, die Bildung eines Nominierungsausschusses, die Benennung von Zielen zur Vielfalt (Diversity) und angemessenen Beteiligung von Frauen, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören sowie die individualisierte Angabe von Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder. Weitere Informationen zur Corporate Governance bei der HORNBACH-Baumarkt-AG sind im gemeinsamen Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat ab Seite 20 zu finden.

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 am 26. Februar 2014 wurde die aktuelle Geschäftslage besprochen sowie die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2014/2015 bis 2018/2019 erörtert und verabschiedet.

Ausschüsse und deren Sitzungen

Der Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet. Die derzeitige Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie auf Seite 17 des Geschäftsberichts.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Die Sitzungen fanden in den Monaten Mai, Juni, September, Dezember und Februar statt.

Im Mai 2013 hat der Finanz- und Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands den Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG und den Konzernabschluss, die Lageberichte, den Gewinnverwendungsvorschlag und die Prüfungsberichte einschließlich Abhängigkeitsbericht erörtert. Schwerpunkte seiner Beratung waren in dieser Sitzung weiterhin Risiko- und Complianceberichte des Vorstands, Berichte der Konzernrevision, Berichte des Vorstands zur Finanzlage sowie der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers.

In der Juni-Sitzung wurde der Finanzbericht zum ersten Quartal und am 24. September 2013 in Anwesenheit der Abschlussprüfer der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Im Dezember 2013 wurden mit den Abschlussprüfern Prüfungsschwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung festgelegt. In derselben Sitzung wurde der Finanzbericht zum Dreivierteljahr besprochen sowie der Risikobericht, der Compliancebericht und die Finanzlage erörtert. Im Februar 2014 wurde die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2014/2015 bis 2018/2019 ausführlich beraten und verabschiedet. In derselben Sitzung wurde die Revisionsplanung für das Geschäftsjahr 2014/2015 festgelegt.

Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses hat in der jeweiligen Plenumssitzung ausführlich über die Arbeit des Ausschusses berichtet.

Der Personalausschuss kam im Februar 2013 zu einer Sitzung zusammen. Gegenstand der Sitzung war der Vorschlag an den Aufsichtsrat, Karsten Kühn als weiteres Vorstandsmitglied zu bestellen.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nicht einberufen werden.

Personalia des Vorstands

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 19. März 2014 Karsten Kühn zum Mitglied des Vorstands bestellt. Karsten Kühn übernimmt die Aufgabe als Marketingvorstand. Dieser Geschäftsbereich war nach dem Ausscheiden von Jürgen Schröcker zum 31. März 2013 temporär vom Vorstandsvorsitzenden Steffen Hornbach übernommen worden.

Personalia des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden turnusmäßig neu gewählt. Seitens der Arbeitnehmer wurden Mohamed Elaouch, Martin Fischer, Christian Garrecht, Kerstin Holfert, Hans Kroha, Brigitte Mauer und Michael Reiland neu in den Aufsichtsrat gewählt. Kay Strelow wurde wiedergewählt. Ausgeschieden sind Jörg Heine, Rudolf Helfer, Sabine Hoffmann, Christian Lilie und Johannes Otto.

In der Hauptversammlung am 4. Juli 2013 wurden die Vertreter der Anteilseigner gewählt. Neu in den Aufsichtsrat wurden John Declerck, Dr. John Feldmann und Erich Harsch gewählt. Albrecht Hornbach, Martin Hornbach, Dr. Wolfgang Rupf, Joerg Walter Sost und Prof. Dr. Jens Wulfsberg wurden wiedergewählt.

Albrecht Hornbach wurde in der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats am 30. August 2013 zum Vorsitzenden gewählt. Kay Strelow wurde zu seinem Stellvertreter und Dr. Wolfgang Rupf zum weiteren Stellvertreter gewählt.

John Declerck, Kingfisher plc, legte sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 11. September 2013 nieder. Für ihn wurde vom Amtsgericht Landau antragsgemäß Christoph Hornbach, Schuldirektor, als Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihr langjähriges Engagement.

Jahres- und Konzernabschluss

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG), Berlin und Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG zum 28. Februar 2014 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2013/2014 der HORNBACH-Baumarkt-AG geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Die KPMG bestätigte ferner, dass der Vorstand die nach §91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Weise getroffen hat und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Forstbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Prüfungsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2013/2014 waren die Funktionsfähigkeit interner Kontrollen wesentlicher rechnungslegungsrelevanter Prozesse, die Prüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens, die Bewertung von Märkten mit negativen Filialergebnissen, die Prüfung von Existenz und Bewertung des Vorratsvermögens, die Prüfung der Vollständigkeit und Bewertung von Rückstellungen, die Prüfung von Ansatz und Bewertung latenter und laufender Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten, die Einhaltung von Kreditbedingungen im Zusammenhang mit der Konzernfinanzierung, die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, die Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse, die Kapitalkonsolidierung, die Vollständigkeit und Richtigkeit der (Konzern-)Anhangsangaben und die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben im zusammengefassten Lagebericht.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratung in der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses am 22. Mai 2014 sowie in der anschließenden Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am gleichen Tag. An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte sowie für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Nach dem Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und aufgrund unserer eigenen Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwände und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG zum 28. Februar 2014; der Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands stimmen wir zu.

Der Aufsichtsrat hat außerdem den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung und auch die Prüfung durch die KPMG haben keinen Anlass zur Beanstandung gegeben. KPMG hat dazu den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss seines Berichts gem. § 312 AktG.

Nach einem witterungsbedingt schwierigen Start in das Geschäftsjahr 2013/2014 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG in einem harten Wettbewerbsumfeld insgesamt ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt und Marktanteile hinzugewonnen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern im In- und Ausland für ihren großen Einsatz und die sehr erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Bornheim, im Mai 2014

Der Aufsichtsrat

Albrecht Hornbach, Vorsitzender

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Aufsichtsrat

Albrecht Hornbach

Vorsitzender

Vorsitzender des Vorstands

HORNBACH HOLDING AG

Dr. Wolfgang Rupf

Weiterer stellvertretender Vorsitzender

Geschäftsführer Rupf Industries GmbH

und Rupf Engineering GmbH

Kay Strelow*

Stellvertretender Vorsitzender

Teilbereichsleiter Markt Berlin-Marzahn

John Declerck

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Group Strategy Director Kingfisher plc 4. Juli 2013 bis 11. September 2013

Mohamed Elaouch*

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Teilbereichsleiter Markt Mainz seit 4. Juli 2013

Dr. John Feldmann

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Aufsichtsrat Ehem. Mitglied des Vorstands BASF SE seit 4. Juli 2013

Martin Fischer*

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Profikundenbetreuer Markt Kempten seit 4. Juli 2013

Christian Garrecht*

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Sicherheitsfachkraft seit 4. Juli 2013

Erich Harsch

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Vorsitzender der Geschäftsführung dm-drogerie markt GmbH & Co. KG seit 4. Juli 2013

Jörg Heine*

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Leiter Wareneingang Markt Duisburg bis 4. Juli 2013

Rudolf Helfer*

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Leitende Fachkraft für Arbeitssicherheit bis 4. Juli 2013

Sabine Hoffmann*

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Mitarbeiterin Kundenservice bis 4. Juli 2013

Kerstin Holfert*

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Teilbereichsleiterin Markt Dresden seit 4. Juli 2013

Christoph Hornbach

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Schuldirektor seit 13. Dezember 2013

Martin Hornbach

Vorstand

Corivus AG

Hans Kroha*

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Landesfachbereichsleiter Handel bei ver.di seit 4. Juli 2013

Véronique Laury

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CEO Castorama France Kingfisher France S.A.S. bis 4. Juli 2013

Christian Lilie*

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Bezirksleiter Region Süd bis 4. Juli 2013

Brigitte Mauer*

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Teilbereichsleiterin Markt Tübingen seit 4. Juli 2013

Johannes Otto*

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Marktleiterassistent Markt Schwetzingen bis 4. Juli 2013

Michael Reiland*

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Marktmanager Markt Karlsruhe seit 4. Juli 2013

Joerg Walter Sost

Geschäftsführender Gesellschafter

J. S. Consulting GmbH

Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg

Ordentlicher Professor für Fertigungstechnik

Universität der Bundeswehr Hamburg

* Arbeitnehmervertreter

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Finanz- und Prüfungsausschuss (Audit Committee)

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Dr. Wolfgang Rupf Vorsitzender
Dr. John Feldmann seit 30. August 2013
Erich Harsch seit 30. August 2013
Albrecht Hornbach
Martin Hornbach
Johannes Otto bis 4. Juli 2013
Michael Reiland seit 30. August 2013
Joerg Walter Sost
Kay Strelow seit 30. August 2013

Personalausschuss

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Dr. Wolfgang Rupf Vorsitzender
Christian Garrecht seit 30. August 2013
Erich Harsch seit 30. August 2013
Rudolf Helfer bis 4. Juli 2013
Michael Reiland seit 30. August 2013
Joerg Walter Sost

Vermittlungsausschuss

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Dr. Wolfgang Rupf Vorsitzender
Kerstin Holfert seit 30. August 2013
Albrecht Hornbach
Kay Strelow

Vorstand

Die Vorstandsmitglieder und ihre Zuständigkeitsbereiche

Steffen Hornbach

Vorsitzender

Diplom-Ingenieur

Strategische Entwicklung, Neue Vertriebskanäle,

After Sales Services, Marketing, Marktforschung,

Interne Kommunikation, Public Relations (bis 28. Februar 2014),

Umweltfragen, Projektschau/Verkaufsförderung

Roland Pelka

Stellvertretender Vorsitzender

Diplom-Kaufmann

Finanzen, Rechnungswesen und Steuern,

Konzerncontrolling, Risikomanagement, Loss Prevention,

Informationstechnologie, Investor Relations.

Public Relations (seit 1. März 2014)

Frank Brunner

Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH)

Operating Märkte, Verkauf und Services

Susanne Jäger

Kauffrau

Strategischer und operativer Einkauf, Marktplanung,

Store Development, Import, Qualitätssicherung

Wolfger Ketzler

Rechtsanwalt und Steuerberater

Personal, Immobilienentwicklung, Revision und Recht,

Bauwesen und Technischer Einkauf

Ingo Leiner

Kaufmann

Logistik, Unternehmensentwicklung, Inhouse Consulting

Jürgen Schröcker

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Diplom-Betriebswirt Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation, Public Relations, Umweltfragen, Projektschau/Verkaufsförderung bis 31. März 2013

CORPORATE GOVERNANCE

Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate-Governance-Bericht

Unser Handeln wird von den Grundsätzen einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance) geprägt. Gute Corporate Governance hat bei HORNBACH seit jeher einen hohen Stellenwert: Sie ist das Fundament für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und hilft uns, das Vertrauen der Kunden, Geschäftspartner, Investoren, Mitarbeiter und der Finanzmärkte in unser Unternehmen zu stärken. Die Anforderungen und Richtlinien, die wir unternehmensintern über die gesetzlichen Vorschriften hinaus befolgen, werden nachfolgend in der Erklärung der Gesellschaft zur Unternehmensführung (§ 289a HGB), die den Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat einschließt, zusammengefasst.

ERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄSS § 161 AKTG VOM 18. DEZEMBER 2013

Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft erklären hiermit gemäß § 161 AktG Folgendes:

I. Zukunftsbezogener Teil

Den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 10. Juni 2013 - wird zukünftig grundsätzlich entsprochen. Nicht angewandt werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3, 4.1.5, 4.2.3 Absätze 4 und 5, 4.2.5 Absatz 3, 5.3.3, 5.4.1 Absätze 2 und 3, 5.4.2 Satz 3 sowie 5.4.6 Absatz 3 Satz 1.

Die genannten Abweichungen von den Empfehlungen beruhen auf folgenden Gründen:

a) Ziffer 3.8 Absatz 3:

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Absatz 3 in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen bestimmten Selbstbehalt zu vereinbaren. Dieser soll sich auch für Aufsichtsratsmitglieder an den gesetzlichen Bestimmungen für Vorstandsmitglieder orientieren, die durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom 31. Juli 2009 geschaffen wurden. Ein solcher Selbstbehalt zu Lasten der Aufsichtsratsmitglieder ist derzeit nicht vereinbart. Er mindert die Attraktivität der Aufsichtsratstätigkeit und damit auch die Chancen der Gesellschaft im Wettbewerb um qualifizierte Kandidaten. Sie trifft zudem Arbeitnehmervertreter unbotmäßig. Der Empfehlung aus Ziffer 3.8 Absatz 3 wird daher nicht entsprochen.

b) Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und 5:

Des Weiteren werden die Empfehlungen aus Ziffer 4.2.3 Absatz 4 ("Abfindungs-Caps") und Ziffer 4.2.3 Absatz 5 ("Change of Control Abfindungs-Cap") des Kodex nicht angewandt. Die Abweichung von Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und 5 erfolgt aus Wettbewerbserwägungen. Im Übrigen ist unverändert nicht vollständig gesichert, ob und wie die Empfehlungen aus Ziffer 4.2.3 Absatz 4 rechtlich umsetzbar sind.

c) Ziffer 4.2.5 Absatz 3:

Die Vorstandsvergütung wird nicht für jedes Vorstandsmitglied gesondert dargestellt. Die Hauptversammlung hat am 7. Juli 2011 die Fortführung der zurückhaltenden Berichtspraxis zur Vergütung des Vorstands beschlossen. Aus diesem Grunde werden auch die "Mustertabellen" des "Deutschen Corporate Governance Kodex" nicht genutzt.

d) Ziffer 5.3.3:

Nach der Empfehlung in Ziffer 5.3.3 soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat einen solchen Ausschuss nicht gebildet. Die Bildung erscheint uns nach den bisherigen Erfahrungen nicht erforderlich.

e) Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 sowie Ziffer 4.1.5:

Von den Empfehlungen der Ziffer 5.4.1 Absatz 2 und 3 sowie der Ziffer 4.1.5 wird abgewichen. Für die HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von anderen Führungspositionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an.

f) Ziffer 5.4.2 Satz 3:

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.2 Satz 3, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören sollen. Hierdurch soll die Unabhängigkeit der Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt werden. Der Kodex bestimmt jedoch keine Frist, nach wie vielen Jahren nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand ein ehemaliges Vorstandsmitglied unter diesem Gesichtspunkt nicht mehr als solches verhindert ist. Höchst vorsorglich wird daher, obwohl Herr Dr. Wolfgang Rupf bereits am 31. Oktober 1996, Herr Albrecht Hornbach bereits am 31. Oktober 2001 und Herr Martin Hornbach bereits am 31. Dezember 2001 aus dem Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft ausgeschieden sind, eine Abweichung von Ziffer 5.4.2 Satz 3 erklärt.

g) Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1:

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.6 Absatz 3 Satz 1 die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang oder im Lagebericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen, auszuweisen. Aufgrund der in der Satzung selbst geregelten Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats halten wir eine individualisierte Angabe für nicht notwendig.

II. Vergangenheitsbezogener Teil

Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 19. Dezember 2012 bis zur Bekanntgabe der neuen Kodexfassung am 10. Juni 2013:

Den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 15. Mai 2012 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 15. Juni 2012 - wurde im Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 19. Dezember 2012 bis zur Bekanntgabe der neuen Fassung des Kodex am 10. Juni 2013 mit den oben unter Ziffer I. bereits für die Zukunft genannten und begründeten Abweichungen (mit Ausnahme der unter lit. c) genannten Abweichung (Ziffer 4.2.5 Absatz 3)) - insoweit bezogen auf die Empfehlungen der Fassung vom 15. Mai 2012 - grundsätzlich entsprochen. Nicht angewandt wurde zudem aufgrund der nachfolgenden Begründung die Empfehlung aus Ziffer 5.2 Absatz 2 Satz 1:

Der Kodex empfahl in Ziffer 5.2 Absatz 2 Satz 1 unter anderem, dass der Aufsichtsratsvorsitzende zugleich Vorsitzender des Ausschusses sein soll, der die Vorstandsverträge behandelt. Von dieser Empfehlung wurde abgewichen. Die Abweichung erfolgte, um bereits den bloßen Anschein einer Befangenheit des Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu vermeiden, der sich daraus hätte ergeben können, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Bruder des Vorsitzenden des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft ist.

Zeitraum seit Bekanntgabe der neuen Kodexfassung am 10. Juni 2013:

Den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 10. Juni 2013 - wurde mit den oben unter Ziffer I. bereits für die Zukunft genannten und begründeten Abweichungen entsprochen.

Bornheim bei Landau, den 18. Dezember 2013

HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

Die vorstehende Entsprechenserklärung vom 18. Dezember 2013 ist zusammen mit allen früheren Entsprechenserklärungen im Internet veröffentlicht und als Download verfügbar [www.hornbach-gruppe.com/Entsprechenserklaerung/HBM].

Relevante Unternehmensführungspraktiken

Wir orientieren unser unternehmerisches Handeln an den Rechtsordnungen der verschiedenen Länder, aus denen sich für den Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland vielfältige Pflichten ergeben. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen, Verordnungen und sonstigen Richtlinien hinaus haben wir konzerninterne Regelungen aufgestellt, die das Wertesystem und die Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln.

Compliance

Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis ist dafür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die HORNBACH-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet und fußt auf wesentlichen Grundsätzen, die in der Corporate Compliance Policy formuliert sind [Internet: www.hornbach-gruppe.com/Compliance/HBM]. Im Zentrum stehen dabei unter anderem die Integrität des Geschäftsverkehrs, der Schutz unseres Wissensvorsprungs, die Einhaltung des Kartellrechts und aller außenhandelsrelevanten Vorschriften, ordnungsgemäße Aktenführung und Finanzkommunikation sowie Chancengleichheit und das Prinzip der Nachhaltigkeit.

Bei HORNBACH wird Compliance kontinuierlich von den Mitarbeitern und von den Geschäftspartnern eingefordert und überwacht. Bei Bedarf werden Sanktionen ausgesprochen. Mit der Koordinierung und Dokumentation der konzernweiten Compliance-Aktivitäten hat der Vorstand im Oktober 2009 einen Chief Compliance Officer betraut. Dieser ist verantwortlich für die Errichtung und ständige Optimierung der Organisationsstrukturen, die für die Verankerung der Corporate Compliance Policy im Konzern benötigt werden. Die Konzernrevision überprüft in regelmäßigen Abständen die Einhaltung der Corporate Compliance Policy.

Unser Wertesystem: das HORNBACH-Fundament

HORNBACH ist ein zukunftsorientiertes familiengeführtes Unternehmen und wird geprägt durch ein klares und eindeutiges Wertesystem. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem über Jahrzehnte gelebten Wertesystem wurde im Jahr 2004 das sogenannte HORNBACH-Fundament abgeleitet. Dieses Leitbild ist die Richtschnur für die Unternehmensstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere soziale Verantwortung. Fest verankert sind darin die Grundwerte für den Umgang mit unseren Kunden, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander. Darüber hinaus verdeutlicht das Fundament Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten, was die Basis unseres unternehmerischen Erfolges ist [Internet: www.hornbach-gruppe.com/Fundament].

Einhaltung von Sozial-, Sicherheits- und Umweltstandards

Die Entwicklung von Unternehmensleitlinien bezüglich sozialer Mindeststandards, des Umweltschutzes, der Produktsicherheit und Chancengleichheit sowie die Überwachung von deren Einhaltung sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Im Rahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) haben wir konzernweit Regeln festgelegt, mit denen wir sicherstellen, dass HORNBACH seiner sozialen Verantwortung gegenüber Individuen, Gesellschaft und Umwelt nachkommt. Geregelt werden in der CSR-Richtlinie [Internet: www.hornbach-gruppe.com/CSR-Richtlinie] vier Verantwortungsfelder:

Soziale Mindeststandards: Wir beachten beim Einkauf, dass bei der Herstellung der Produkte akzeptable soziale Mindeststandards eingehalten werden. Die von uns gesetzten Standards orientieren sich an den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Mit Hilfe standardisierter Fabrikaudits und gezielter Kontrollen vor Ort arbeiten wir aktiv an der Einhaltung der Regeln. Weiterhin stehen vor allem Direktimporte aus Nicht-EU-Ländern im Fokus dieser Bemühungen. Wir arbeiten daran, kontinuierlich immer höhere Anteile unserer Lieferanten und Vorlieferanten an dieses Regelwerk zu binden.
Schutz der Tropenwälder: Beim Einkauf von Holz und Holzprodukten achten wir darauf, dass für den Holzan- und -abbau allgemein akzeptierte Regeln, insbesondere zum Schutz der Tropenwälder, gelten. Für alle von HORNBACH geführten Holzprodukte stellen wir sicher, dass dieses Holz nicht aus Raubbau kommt, sondern aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und dass bei der Holzgewinnung die Sozial- und Arbeitsschutzstandards eingehalten werden. Hierzu arbeiten wir mit der WWF Woodgroup und anderen Umweltschutzorganisationen wie z. B. Greenpeace, Robin Wood etc. zusammen. HORNBACH führt eine große Anzahl von Artikeln, die das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) für nachhaltige Waldwirtschaft tragen. Tropenhölzer bieten wir nur an, wenn sie FSC-zertifiziert sind.
Produktsicherheit: Unseren Kunden garantieren wir die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards bei allen Produkten. Im Rahmen eines mehrstufigen kontinuierlichen Verfahrens zur Qualitätssicherung und Überprüfung der Produktsicherheit stellt das Unternehmen dies sicher. Mitarbeiter des HORNBACH-Qualitätsmanagements nehmen die Kontrollen mit Unterstützung international zertifizierter Prüfinstitute vor. Neben umfangreichen Produkttests (Erstmusterprüfung) richtet sich das Augenmerk auf die Auditierung der Lieferanten in den Herstellerländern. Die Prüfer kontrollieren auch die Umwelt- und Sozialstandards der Fabriken. Damit stellen wir sicher, dass keine Zwangsarbeiter oder Kinder an der Produktion unserer Waren beteiligt sind. Überdies wird stichprobenartig die gesamte Beschaffungskette - von der Fertigung über den Transport bis zum Verkauf in unseren Märkten - auf die Einhaltung der strengen Qualitätsstandards hin überprüft.
Chancengleichheit (Diversity): Wir achten darauf, dass bei unseren Mitarbeitern das Prinzip der Chancengleichheit herrscht. Wir wenden uns ganz generell konsequent gegen jede Art der Diskriminierung. HORNBACH sieht es als gesellschaftspolitische Aufgabe, sich intern und extern für eine liberale und offene Gesellschaft aus dem Geist der Gemeinsamkeit einzusetzen. In diesem Zusammenhang haben wir im Jahr 2008 die von der Bundesregierung initiierte "Charta der Vielfalt" der Unternehmen in Deutschland unterzeichnet und das Thema "Toleranz in der Gesellschaft" über Printkampagnen plakativ ins öffentliche Bewusstsein gerückt.

Dualistische Führungsstruktur

Die HORNBACH-Baumarkt-AG mit Sitz in Bornheim bei Landau unterliegt den Vorschriften des deutschen Aktien-, Kapitalmarkt- und Mitbestimmungsrechts sowie den Bestimmungen der eigenen Satzung. Entsprechend besteht bei der HORNBACH-Baumarkt-AG eine dualistische Führungsstruktur, die dem Vorstand die Leitung und dem Aufsichtsrat die Überwachung des Unternehmens zuweist.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG hat sechzehn Mitglieder und setzt sich nach dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Die Vertreter der Anteilseigner werden durch die Hauptversammlung gewählt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats koordiniert die Arbeit des Aufsichtsrats und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Bei Abstimmung im Aufsichtsrat hat bei Stimmengleichheit im Falle einer erneuten Stimmengleichheit in einer zweiten Abstimmung der Vorsitzende des Aufsichtsrats die ausschlaggebende Stimme.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung und begleitet den Vorstand beratend. Er bestellt die Mitglieder des Vorstands, beruft sie ab und ist zuständig für den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Maßnahmen des Vorstands, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend beeinflussen, bedürfen der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat enthält hierzu einen Katalog mit zustimmungspflichtigen Geschäften oder Maßnahmen. Der Kreis der zustimmungsbedürftigen Geschäfte kann durch Beschluss des Aufsichtsrats jederzeit erweitert oder eingeschränkt werden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind allein auf die Wahrung des Unternehmensinteresses verpflichtet. Sie sind weder an Aufträge noch an Weisungen gebunden. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Die Aufsichtsratsmitglieder sollen Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnten, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats gegenüber offen legen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Mitglieds des Aufsichtsrats sollen zur Beendigung des Mandats führen. Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2013/2014 lagen keine zustimmungspflichtigen Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft vor.

Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse gebildet:

Vermittlungsausschuss
Personalausschuss
Finanz- und Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Die Besetzung der Ausschüsse ist auf Seite 17 des Berichts wiedergegeben. Die Beschreibung ihrer Arbeitsweisen ist detailliert im Bericht des Aufsichtsrats (Seite 12 ff.) dargestellt.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-AG hat einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter und bestand bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 aus sechs Mitgliedern. Die Zusammensetzung und die Zuständigkeitsbereiche des Vorstands sind auf Seite 17 dieses Berichts dargestellt.

Der Vorstand hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Er führt die Geschäfte der Gesellschaft in gemeinschaftlicher Verantwortung aller seiner Mitglieder. Die Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien bildet dabei eine wesentliche Leitungsaufgabe. Der Vorstand tritt gewöhnlich einmal pro Woche oder bei Bedarf ad hoc zusammen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie der Risikolage und des Risikomanagements. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung für den Konzern für das kommende Geschäftsjahr sowie die Mittelfristplanung (fünf Jahre) vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorsitzende des Vorstands den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats übernehmen.

Die Hauptversammlung

Die Aktionäre der HORNBACH-Baumarkt-AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Hauptversammlung entscheidet insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und wählt die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat sowie den Abschlussprüfer. Die Aktionäre werden regelmäßig mit einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht wird, über wesentliche Termine unterrichtet. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt grundsätzlich der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Die HORNBACH-Baumarkt-AG bietet den Aktionären den Service eines weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreters.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des HORNBACH-Baumarkt-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Einzelabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Finanz- und Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt neben der Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses auch die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG verfügt über ein Risikomanagementsystem, das kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst wird. Die Einrichtung des Risikofrüherkennungssystems wird von den Abschlussprüfern geprüft.

Transparenz

Die Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Kommunikationsmedium ist hierbei hauptsächlich das Internet. Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert.

Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der HORNBACH-Baumarkt-AG erfolgt durch

Quartalsberichte und Halbjahresfinanzbericht,
Geschäftsbericht,
Bilanzpressekonferenz,
Telefonkonferenzen mit internationalen Finanzanalysten und Investoren
sowie Veranstaltungen mit Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland.

Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattungen sind im Finanzkalender, der im Internet auf der Kommunikationsplattform der HORNBACH-Gruppe unter www.hornbach-gruppe.de zu finden ist, zusammengefasst. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der HORNBACH-Baumarkt-AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der HORNBACH-Baumarkt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen von Ad-hoc-Mitteilungen bekannt gemacht.

Directors' Dealings und Besitz von Aktien

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HORNBACH-Baumarkt-AG sowie die mit diesen in enger Beziehung stehenden Personen haben Transaktionen mit Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten nach Maßgabe von § 15a WpHG und Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex mitzuteilen. Im Berichtsjahr wurden der Gesellschaft gemäß § 15a WpHG (Directors' Dealings) keine Geschäfte von Führungspersonen bzw. von Personen, die in enger Beziehung zu den Führungspersonen stehen, gemeldet.

Entsprechend Ziffer 6.3 Deutscher Corporate Governance Kodex geben wir den Besitz von Aktien der Gesellschaft von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern an, wenn er direkt oder indirekt größer als 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, geben wir den Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht an. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 liegen sowohl Einzelbesitz als auch Gesamtbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern unter der Schwelle von 1%.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts (siehe Seite 96) und richtet sich mit Ausnahme der individualisierten Offenlegung der Vergütung nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Vergütung des Vorstands

Vergütungssystem der HORNBACH-Baumarkt-AG

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen und gemäß den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) unter Beachtung der marktüblichen Vergütung festgelegt. Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus den Vergütungsbestandteilen jährliches Festgehalt und jährliche variable Vergütung zuzüglich markt- und konzernüblicher Nebenleistungen. Die Gesamtvergütung wird vom Aufsichtsrat regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft.

Jährliches Festgehalt: Die Mitglieder des Vorstands erhalten ein jeweils einzelvertraglich festgelegtes jährliches Festgehalt in zwölf gleichen Teilbeträgen jeweils am Ende eines Kalendermonats ausgezahlt. Die Festgehälter sind abgestuft für den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und die ordentlichen Vorstandsmitglieder unterschiedlich festgelegt.
Variable Vergütung: Die Mitglieder des Vorstands erhalten über das jährliche Festgehalt hinaus eine an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung orientierte jährliche variable Vergütung. Diese ist sowohl an Unternehmenszielen als auch an individuellen Zielen der Mitglieder des Vorstands orientiert. Als wesentlicher Erfolgsparameter für die Festlegung der variablen Vergütung dient der durchschnittliche Konzernjahresüberschuss nach Steuern (IFRS) der HORNBACH-Baumarkt-AG. Der Berechnung der variablen Vergütung liegt dabei der dreijährige Durchschnitt der Konzernjahresüberschüsse nach Steuern (IFRS) der HORNBACH-Baumarkt-AG zu Grunde.

Die individuelle Höhe der variablen Vergütung ist jeweils abgestuft für den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und jedes ordentliche Vorstandsmitglied unterschiedlich festgelegt. Sie liegt für kein einzelnes Vorstandsmitglied höher als 1 % vom dreijährigen Durchschnitt der Konzernjahresüberschüsse nach Steuern (IFRS) der HORNBACH-Baumarkt-AG. Die aus dem durchschnittlichen Konzernjahresüberschuss nach Steuern (IFRS) errechnete variable Vergütung wird in Höhe von bis zu 25 % nach der Erreichung der für das jeweilige Geschäftsjahr individuell für jedes Vorstandsmitglied vereinbarten Ziele in mehreren Stufen ermittelt und festgelegt. Dem liegen im Vorhinein vereinbarte individuelle Ziele für jedes einzelne Vorstandsmitglied zu Grunde. Zur Festlegung dieser Ziele treffen der Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG und das jeweilige Vorstandsmitglied jeweils vor Beginn eines Geschäftsjahres eine Zielvereinbarung, in der die individuellen Ziele, deren prozentuale Gewichtung und der jeweilige Grad der Zielerreichung durch das Aufsichtsratsplenum festgelegt werden. Nach Abschluss des Geschäftsjahres stellt das Aufsichtsratsplenum den Grad der Zielerreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds fest.

Die Festlegung des weiteren 75 % Anteils der variablen Vergütung erfolgt ausschließlich am durchschnittlichen Konzernjahresüberschuss nach Steuern (IFRS) der HORNBACH-Baumarkt-AG der letzten drei Jahre. Für alle Mitglieder des Vorstands ist die variable Vergütung begrenzt auf maximal 150 % des jeweiligen Festgehalts des einzelnen Vorstandsmitglieds. Eine darüber hinaus gehende variable Vergütung wird nicht gewährt.
Verhältnis der Vergütungsbestandteile untereinander: Das Verhältnis zwischen dem Festgehalt und den variablen Vergütungsbestandteilen ist nicht fest vorgegeben. Insbesondere besteht - mit Ausnahme der höhenmäßigen Begrenzung auf maximal 150 % des Festgehalts - keine betragsmäßige Verknüpfung zwischen dem jährlichen Festgehalt und der jährlichen variablen Vergütung.

Im Rahmen der jährlichen variablen Vergütung ist sichergestellt, dass der überwiegende Teil der variablen Vergütung (75 %) langfristig orientiert ist und somit der vom Gesetzgeber geforderten überwiegenden Mehrjährigkeit entspricht. Im Einzelfall kann das Vergütungssystem vom Aufsichtsratsplenum unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben angepasst werden, sofern dies unter Berücksichtigung der Aufgaben und der Leistungen des Vorstandsmitglieds für erforderlich erachtet wird.

Altersversorgung und Ruhegehaltszusage

Die Mitglieder des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-AG erhalten einzelvertragliche Ruhegehaltszusagen. Diese bestehen aus einer beitragsorientierten Altersversorgung in Höhe von 25 % des Festgehalts, auszahlbar zu jeweils 50% zum 31. August bzw. 28. Februar des Jahres. Folgende wesentliche Einzelheiten liegen der beitragsorientierten Altersversorgung zugrunde:

Unmittelbare, beitragsorientierte Kapitalzusage im Durchführungsweg Direktzusage,
Aufbau eines Deckungskapitals und bilanzielle Saldierung mit den Pensionsrückstellungen,
Altersleistung nach Ausscheiden ab Alter 65 oder gegebenenfalls früher, jedoch mindestens ab Alter 60 nach Beschluss des Aufsichtsrats als Einmalzahlung, in mehreren Jahresraten oder als Rente, bei Tod oder Invalidität Einmalzahlung in Höhe des gebildeten Versorgungskapitals,
Garantieverzinsung des Versorgungskapitals in Höhe von 2 % p. a. zuzüglich einer Überschussrendite aus der Kapitalzusage,
Die Ansprüche sind für alle heutigen Vorstandsmitglieder unverfallbar; für zukünftig neue Vorstandsmitglieder nach fünf Jahren, wobei die Zeit der Zugehörigkeit zum Unternehmen angerechnet wird,
Insolvenzversicherung über den Pensions-Sicherungs-Verein, Köln, mit zusätzlicher Absicherung über die Bildung eines Treuhandvermögens aus den Versorgungsbeiträgen,
Jährliche Anpassung von 1 % der laufenden Renten,
Freiwillige Beiträge des Vorstandsmitglieds aus zukünftig fälligen fixen und variablen Vergütungsbestandteilen in beliebiger Höhe bis maximal einer gesamten Jahresvergütung.

Regelungen bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen (Abfindungsregelungen)

In den Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder sind keine Abfindungsregelungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund und für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit in Folge eines Kontrollwechsels (change of control) enthalten. Insoweit weicht die HORNBACH-Baumarkt-AG von den Regelungen der Ziffer 4.2.3 Abs. 4 und 5 des Deutschen Corporate Governance Kodexes ab. Im Einzelfall können jedoch Zahlungen an ein vorzeitig ausscheidendes Vorstandsmitglied durch einen entsprechenden Beschluss des Aufsichtsrats insbesondere dann gewährt werden, wenn das Vorstandsmitglied sein vorzeitiges Ausscheiden nicht selbst zu vertreten hat.

Weitere Leistungen

Die Mitglieder des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-AG erhalten insbesondere die folgenden weiteren Leistungen in markt- und konzernüblicher Art und Weise, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden:

Erstattung von Reisekosten und sonstigen im Interesse der HORNBACH-Baumarkt-AG getätigten Aufwendungen nach Aufwand,
Zuschüsse zur privaten Krankenversicherung, zur freiwilligen Rentenversicherung bzw. alternativ zu Beiträgen für eine private Lebensversicherung,
Unfallversicherung für den Todes- und Invaliditätsfall,
befristete Fortzahlung der Bezüge im Krankheits- sowie Todesfall,
Anspruch auf Stellung eines Dienstwagens zur dienstlichen und privaten Nutzung.

Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2013/2014

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013/2014 betragen 5.187 T€. Dabei entfallen 2.302 T€ auf die feste Vergütung und 2.885 T€ auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2013/2014 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von T€ 543 angefallen. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen für die Dotierung von Pensionsrückstellungen. Es bestehen entsprechende Wertguthaben. Im Geschäftsjahr 2013/2014 betragen die Gesamtbezüge für ehemalige Organmitglieder 739 T€.

Mit Blick auf die Größe und Marktstellung des Unternehmens sind die Gesamtbezüge des Vorstands unseres Erachtens insgesamt angemessen. In der Hauptversammlung 2011 stimmten die Aktionäre mit Dreiviertelmehrheit dafür, bis einschließlich Geschäftsjahr 2015/2016 auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge zu verzichten (Opting-out-Klausel).

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in Ziffer 15 der Satzung der HORNBACH-Baumarkt-AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung von € 20.000, die am Tag nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das betreffende Geschäftsjahr entgegennimmt, nachträglich zahlbar ist. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Doppelte der festen Vergütung.

Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats angehören, erhalten zusätzlich eine feste Ausschussvergütung, die für den Finanz- und Prüfungsausschuss € 9.000, für den Personalausschuss € 6.000 und für den Vermittlungsausschuss, sofern dieser getagt hat, € 4.000 beträgt, die zusammen mit der festen Vergütung nachträglich zahlbar ist. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem Ausschuss des Aufsichtsrats den Vorsitz inne haben, erhalten das Zweieinhalbfache der jeweiligen Ausschussvergütung.

Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013/2014 beläuft sich auf insgesamt 461 T€. Dabei entfallen 358 T€ auf die Grundvergütung und 103 T€ auf die Ausschusstätigkeit.

DIE HORNBACH-BAUMARKT-AKTIE

Kurschart 1. März 2013 bis 28. Februar 2014

Aktienmärkte auf Rekordjagd

Die Börsianer befanden sich im Jahr 2013 erneut in Partylaune. Das andauernde Niedrigzinsumfeld, das bereits im Jahr 2012 die Kursbarometer hatte kräftig ansteigen lassen, trieb die Aktienindizes weiter unvermindert an. Aktien galten und gelten weiterhin als attraktivste Assetklasse. Die Zuversicht basiert auch auf der Erwartung, dass die Erholung der Weltwirtschaft an Dynamik gewinnt und die Erträge der Unternehmen deutlich wachsen. Zudem scheint die Staatsschuldenkrise in Europa ihren Schrecken weitgehend verloren zu haben. Somit gerieten die europäischen Aktienmärkte zunehmend in den Fokus der Investoren. Der deutsche Aktienmarkt gehörte im Kalenderjahr 2013 im globalen Vergleich einmal mehr zu den großen Gewinnern. Der deutsche Aktienindex Dax stürmte im Jahresverlauf von einem Rekordhoch zum nächsten und schloss das Börsenjahr mit einem Plus von 26% bei fast 9.600 Punkten. Nach plus 29% im Jahr 2012 hat der Leitindex den Anlegern damit einen weiteren satten Ertrag beschert. Zum Ende unseres Geschäftsjahres (28. Februar 2014) legte der Dax mit einem Stand von 9.692 Punkten noch eine Schippe drauf.

Die Aktie der HORNBACH-Baumarkt-AG (ISIN DE0006084403) bewegte sich über weite Strecken unseres Geschäftsjahres 2013/2014 in die gleiche Richtung wie der Gesamtmarkt, jedoch auf einem niedrigeren Performanceniveau. Die Aktie notierte am 1. März 2013 mit einem Xetra-Kurs von 26,13 €. Kurze Zeit später gab der Kurs vor dem Hintergrund der für die Frühjahrssaison extrem ungünstigen Witterung nach. Die gesamte Baumarktbranche litt unter Schnee und Frost bis tief in den April 2013 hinein. Damit zeichnete sich für die Investoren ab, dass die Umsatz- und Ertragsentwicklung des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns im ersten Quartal 2013/2014 (1. März bis 31. Mai 2013) deutlich schlechter ausfallen dürfte als ein Jahr zuvor. Unter diesem Eindruck markierte die Baumarkt-Aktie am 26. Juni 2013 ihr Jahrestief bei einem Stand von 24,00 €. Die Veröffentlichung der Quartalszahlen einen Tag später und unsere Finanzkommunikation über die weiteren Wachstumsaussichten im laufenden Geschäftsjahr ließen bei den Anlegern wieder sichtbar Optimismus aufkommen. Unsere Aktie startete im Juli 2013 eine fulminante Kursrallye, die durch die folgenden, sehr positiven Quartalsveröffentlichungen von HORNBACH weiter Nahrung erhielt.

Baumarkt-Aktie auf dem Weg zum Allzeithoch

Zusätzliche Dynamik gewann das Papier durch die Banchennachrichten rund um die Insolvenz der Praktiker-Gruppe im Juli 2013. Dadurch wurde zum ersten Mal in der Geschichte der deutschen DIY-Branche eine signifikante Marktbereinigung ausgelöst. Aktienanalysten und Branchenbeobachter gingen davon aus, dass HORNBACH zu den Gewinnern der Neuordnung in der deutschen Baumarkt-Landschaft zählt. Als dann auch noch das milde Wetter zum Jahreswechsel 2013/2014 dafür sorgte, dass die Bau- und Renovierungsarbeiten nicht die sonst übliche Winterpause einlegten, nahm die Baumarkt-Aktie das Allzeithoch vom 6. August 2007 (31,81 €) ins Visier. Am 16. Januar 2014 erreichte sie nur knapp unter dieser Markte ihr Jahreshoch bei 31,10 €. Am Bilanzstichtag 28. Februar 2014 schloss die Aktie der HORNBACH-Baumarkt-AG mit einem Kurs von 30,50 € im Xetra-Handel. Damit erreichte das Wertpapier innerhalb von zwölf Monaten einen Wertzuwachs von 16,7%. Seit dem Jahrestief Ende Juni 2013 schaffte die Aktie ein Plus von 27,1%.

Das Interesse an der Baumarkt-Aktie hat während des Geschäftsjahres 2013/2014 dank unserer Outperformance in der deutschen DIY-Branche und vor dem Hintergrund der positiven Konsolidierungseffekte merklich zugenommen. Die durchschnittlichen täglichen Handelsvolumina der Aktie haben sich im Berichtsjahr auf rund 80.000 € mehr als verdoppelt. Im Schnitt wurden pro Tag 2.968 Stück Baumarkt-Aktien gehandelt im Vergleich zu 1.548 Stück ein Jahr zuvor.

Im Fokus von Value-Investoren

In starken Börsenjahren wie 2012 und 2013 tut sich die HORNBACH-Baumarkt-Aktie schwer, mit der Kursperformance der großen Aktienindizes mitzuhalten. Ihr eigentlicher Charme kommt in erster Linie bei einem langfristigen Anlagehorizont zum Tragen. Wer beispielsweise die Aktie Anfang März 2004 gekauft hatte und zehn Jahre im Depot behielt, konnte sich über einen durchschnittlichen jährlichen Kursanstieg von 8,6% freuen. Bei Reinvestition der Dividende war der Wert der Aktie pro Jahr um 13,4% gestiegen.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass unsere Aktie überwiegend im Portfolio sogenannter Value-Investoren zu finden ist, die besonderes Interesse an den Zukunftsperspektiven der Baumarktbanche haben. Diese Investorengruppe begleitet unser Unternehmen zum Teil über Jahrzehnte. Sie vertrauen insbesondere in das Management, die Qualität und Nachhaltigkeit des unverwechselbaren Geschäftsmodells sowie unsere Marktposition in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern. Zudem verfügt HORNBACH über eine stabile Finanzstruktur, eine nochmals gestiegene Eigenkapitalquote sowie einen hohen Cashbestand, was den Anlagebedürfnissen der auf Sicherheit und Stabilität bedachten Investoren entgegenkommt.

Das Vertrauen der Anleger in HORNBACH ist überdies an der Kursentwicklung unserer Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1R02E0) abzulesen. Der mit einem Zinscoupon von 3,875 % ausgestattete und bis Februar 2020 laufende Bond lag am 1. März 2013 bei 103,7%. Er hielt sich auch während einer schwachen Phase im Sommer 2013 über der Marke von 101%, um dann bis zum Geschäftsjahresende (28. Februar 2014) auf das Niveau seines Jahreshochs von 105,6% zu klettern. Das entsprach zuletzt einer Rendite von knapp 2,9%.

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Kennzahlen der HORNBACH-Baumarkt-Aktie (IFRS) 2013/2014 2012/2013
Nennwert der Aktie 3,00 3,00
Dividende1) 0,60 0,50
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,77 1,64
Ausschüttungssumme T€ 19.084 15.904
Eigenkapital je Aktie2) 27,10 25,88
Börsenwert2) T€ 970.114 826.982
Börsenkurs (Xetra)2) 30,50 26,00
Höchster Börsenkurs 31,10 26,40
Niedrigster Börsenkurs 24,00 24,20
Ausgegebene Aktien Stück 31.807.000 31.807.000
Kurs-Gewinn-Verhältnis2) 17,2 15,9

1) 2013/2014: vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung

2) zum Ende des Geschäftsjahres, jeweils Ultimo Februar

Transparente Finanzkommunikation

Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit haben wir im zurückliegenden Geschäftsjahr Aktionäre, Analysten, die Finanzmedien und die Öffentlichkeit zeitnah über die Geschäftsentwicklung des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns informiert. Alle Quartalsberichte, Geschäftsberichte, Pressemitteilungen und weitere Finanzinformationen haben wir im Internet auf der Kommunikationsplattform der HORNBACH-Gruppe (www.hornbach-gruppe.com) veröffentlicht. Dort haben wir insbesondere für Aktionäre und Pressevertreter unser Informations- und Serviceangebot gebündelt. Wir flankieren damit seitens der Unternehmenskommunikation den produkt- und marketingorientierten Internetauftritt von HORNBACH unter www.hornbach.com.

In der Hauptversammlung, der Bilanzpressekonferenz, in Analystenkonferenzen sowie in Investorengesprächen im In- und Ausland führen wir den Dialog mit dem Kapitalmarkt. Ferner wird auch der persönliche Kontakt zu den Anlegern und Medien genutzt, um die Ziele und Strategie unseres Unternehmens zu erläutern. Dabei erörtern wir neben den aktuellen Geschäftszahlen auch die Besonderheiten unseres Konzepts, unsere Marktposition insbesondere vor dem Hintergrund der Branchenkonsolidierung sowie die künftigen Wachstumsperspektiven der HORNBACH-Gruppe.

Dividendenerhöhung vorgeschlagen

Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG schlagen der Hauptversammlung am 9. Juli 2014 eine Dividendenerhöhung in Höhe von 20% vor. Danach soll die Dividende je gewinnberechtigter Stückaktie (ISIN: DE0006084403) von 0,50 € auf 0,60 € angehoben werden. Nach der konstanten Ausschüttung der vergangenen vier Jahre sollen die Aktionäre damit an der erfreulichen Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2013/2014 angemessen beteiligt werden.

Änderungen in der Aktionärsstruktur

Der britische Einzelhandelskonzern Kingfisher plc gab am 25. März 2014 seinen Ausstieg aus allen Finanzbeteiligungen an der HORNBACH-Gruppe bekannt. Davon betroffen war auch die 5,2%-Beteiligung an den im Prime Standard der Deutschen Börse gelisteten Stammaktien der HORNBACH-Baumarkt-AG. Die insgesamt rund 1,65 Mio. Stückaktien wurden an einen internationalen Investorenkreis veräußert. Die Aktionärsstruktur hat sich dadurch deutlich verändert. Der Streubesitz der insgesamt 31,8 Mio. Stückaktien erhöhte sich von 18,4% auf 23,6%.

Stammdaten zur HORNBACH-Baumarkt-Aktie

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Aktienart Inhaberaktien (Stück-Stammaktien)
Börsenplätze Frankfurt, Xetra
Marktsegment Prime Standard
Wertpapierkennnummern ISIN DE0006084403 WKN 608440
Stock Market Code HBM
Bloomberg HBM GY
Reuters (Xetra) HBMG.DE

Investor Relations

Axel Müller

Telefon (+49) 0 63 48 / 60 - 24 44

Telefax (+49) 0 63 48 / 60 - 42 99

[email protected]

Internet: www.hornbach-gruppe.com

FINANZTERMINKALENDER 2014

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27. Mai 2014 Bilanzpressekonferenz 2013/2014 Veröffentlichung Geschäftsbericht DVFA-Analystenkonferenz
26. Juni 2014 Zwischenbericht 1. Quartal 2014/2015 zum 31. Mai 2014
9. Juli 2014 Hauptversammlung Festhalle Landau, Landau/Pfalz
25. September 2014 Halbjahresfinanzbericht 2014/2015 zum 31. August 2014
22. Dezember 2014 Zwischenbericht Dreivierteljahr 2014/2015 zum 30. November 2014

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Der neue Deutsche Rechnungslegungs Standard 20 (DRS 20) "Konzernlagebericht" ist im vorliegenden Geschäftsbericht erstmals angewendet worden. Dies führte zu einer Reihe von Änderungen des Konzernlageberichts. Es wurde ein neues Kapitel "Grundlagen des Konzerns" ergänzt, in dem wir einen Überblick über den Aufbau und das Geschäftsmodell des Konzerns geben. Überdies erläutern wir im Abschnitt "Steuerungssystem" die für die interne Steuerung des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns relevanten Steuerungskennzahlen. Die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen sind gemäß DRS 20 die Grundlage für die Beschreibung des Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr sowie die Prognose für das folgende Geschäftsjahr. Im Bericht des Folgejahres wird ein Vergleich der Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung anhand der bedeutsamsten Steuerungskennzahlen vorgenommen (Soll-Ist-Vergleich).

Im vorliegenden Lagebericht wurde erstmals vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, den Lagebericht der HORNBACH-Baumarkt-AG in den Konzernlagebericht zu integrieren und damit einen zusammengefassten Lagebericht zu veröffentlichen. Dieser enthält - neben den Erläuterungen für den Konzern - in einem gesonderten Kapitel "Erläuterungen zum Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG" die Angaben für die Einzelgesellschaft HORNBACH-Baumarkt-AG gemäß Handelsgesetzbuch (HGB).

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Der Konzern im Überblick

Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern ist eines der führenden Do-it-yourself (DIY) Einzelhandelsunternehmen in Europa. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 betreibt der Konzern 141 großflächige Bau- und Gartenmärkte mit einem einheitlichen Marktauftritt in neun Ländern. 92 Standorte befinden sich in Deutschland. 49 weitere Standorte liegen im übrigen Europa und verteilen sich auf die Länder Österreich (11), Niederlande (10), Luxemburg (1), Tschechien (8), Schweiz (6), Schweden (5), Slowakei (3) und Rumänien (5). Bei einer Gesamtverkaufsfläche von rund 1,65 Mio. qm beträgt die Durchschnittsgröße eines HORNBACH Bau- und Gartenmarktes fast 11.700 qm. Im Geschäftsjahr 2013/2014 (1. März 2013 bis 28. Februar 2014) erzielte der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern einen Nettoumsatz von rund 3,15 Mrd. €. Damit ist HORNBACH der drittgrößte Handelskonzern der deutschen DIY-Branche und europaweit die Nummer fünf. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 arbeiten 14.985 (Vj. 14.222) Beschäftigt e im Konzern, davon 6.088 (Vj. 5.788) außerhalb Deutschlands.

Die Grafik auf Seite 41 zeigt die aktuelle Konzernstruktur und gibt einen Überblick über die wichtigsten Beteiligungen der HORNBACH-Baumarkt-AG. Die vollständigen Details zum Konsolidierungskreis und den konsolidierten Beteiligungen werden im Konzernanhang dargestellt.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Von den rund 31,8 Mio. Stammaktien der Gesellschaft (ISIN DE0006084403, Prime Standard) hält die Muttergesellschaft HORNBACH HOLDING AG 76,4%. 23,6% der Aktien befinden sich im Streubesitz (Stand: 25. März 2014). Das Unternehmen wurde im Jahr 1877 gegründet und ist inzwischen in der fünften Generation familiengeführt.

Geschäftsmodell des Konzerns

Handelsaktivitäten

Bei HORNBACH steht der Projektkunde im Mittelpunkt. Das sind einerseits leidenschaftliche Heimwerker und professionelle Kunden, die in Eigenregie umfangreiche Renovierungs- und Bauvorhaben im Haus, in der Wohnung oder im Garten verwirklichen (Do-it-yourself). Das sind andererseits Kunden, die ihre Produkte selbst auswählen, die komplette Abwicklung ihres Projekts einschließlich aller Dienstleistungen jedoch einem leistungsfähigen Partner anvertrauen (Do-it-for-me). Auf diese Zielgruppen sind alle Aktivitäten des Unternehmens ausgerichtet. So bietet HORNBACH seinen Kunden leicht zu erreichende Standorte, ein breites und tiefes Sortiment in ausreichend großen Mengen und anspruchsvoller Qualität, verlässliche und transparente Dauertiefpreise sowie professionelle Beratung und projektbezogene Services. Nicht zuletzt dank der innovativen Werbung hat sich HORNBACH bei den DIY-Kunden erfolgreich als Marke etabliert und erzielt in renommierten Verbraucherbefragungen regelmäßig Bestnoten in der Kundenzufriedenheit.

Die Produktpalette der HORNBACH-Filialen umfasst im Durchschnitt rund 50.000 vorrätige Artikel aus den fünf Warenbereichen Eisenwaren/Elektro, Farben/Tapeten/Bodenbeläge, Baustoffe/Holz/Baufertigteile, Sanitär/Fliesen sowie Garten.

HORNBACH hat eine jahrzehntelange Erfahrung im Betreiben von großflächigen Bau- und Gartenmärkten in großen regionalen Einzugsgebieten. Das Unternehmen vertraut dabei auf die Stärken des organischen Wachstums. Das Portfolio der 141 Standorte (28. Februar 2014) im In- und Ausland ist sehr homogen. Die meisten Märkte im Konzern haben Verkaufsflächen von mehr als 10.000 qm. Dadurch profitiert HORNBACH von Größenvorteilen (Economies of Scale) im Betrieb und der konzeptionellen Weiterentwicklung der Märkte sowie in der Konzernlogistik. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf das stationäre Einzelhandelsgeschäft, sondern verzahnt dieses mit einem immer umfangreicheren E-Commerce-Angebot. Der HORNBACH-Onlineshop als leistungsfähiger virtueller Bau- und Gartenmarkt wird sukzessive in alle Länder ausgerollt, in denen HORNBACH Filialen betreibt. Der Leitgedanke dahinter: Der Kunde findet bei HORNBACH alle Kanäle, über die er sein Projekt umsetzen kann.

Immobilienaktivitäten

Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern verfügt über einen erheblichen Immobilienbesitz. Hierbei handelt es sich überwiegend um selbst genutzte Einzelhandelsimmobilien. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 standen 27% der Verkaufsflächen im Eigentum der HORNBACH-Baumarkt-AG. Die Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG hält weitere 29% der DIY-Verkaufsflächen im Eigentum. Die übergeordnete Strategie ist es, mindestens die Hälfte der für betriebliche Zwecke genutzten Immobilien, gemessen an der Verkaufsfläche, im Eigentum des Gesamtkonzerns HORNBACH HOLDING AG zu halten.

Berichtssegmente

Die Einteilung der Geschäftsfelder (Segmente) entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das von Vorstand und Management des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird. Das Segment "Baumärkte" umfasst die 141 (Vj. 138) im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern zusammengefassten großflächigen Bau- und Gartenmärkte. Die Umsätze im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG werden primär im Segment Baumärkte, das heißt im operativen Handelsgeschäft generiert. Das Segment "Immobilien" umfasst die vom HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern gehaltenen Einzelhandelsimmobilien. In diesem Segment werden konzernintern kalkulatorische Mieten zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Die Erträge aus der kalkulatorischen Weiterverrechnung von Mieten werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. In der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen zusammengefasst.

Steuerungssystem

Die im Folgenden beschriebenen Steuerungskennzahlen werden sowohl für Zwecke der Steuerung des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns als auch der HORNBACH-Baumarkt-AG verwendet.

Bedeutsamste Steuerungskennzahlen

Das Umsatzwachstum ist für ein Handelsunternehmen wie den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern die zentrale Steuerungsgröße des operativen Geschäfts. Der Umsatz ist der unmittelbare Gradmesser für unseren Erfolg beim Kunden. Die Umsatzentwicklung wird zum einen als Netto-Gesamtumsatz in Euro berichtet. Zum anderen wird die Veränderungsrate auf Basis der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze dargestellt, wobei Neueröffnungen, Schließungen oder wesentliche Umbaumaßnahmen im Berichtsjahr unberücksichtigt bleiben. Nachrichtlich informieren wir in der Ertragslage freiwillig über die Veränderungsrate der flächenbereinigten Umsatzentwicklung unter Berücksichtigung von Währungskurseffekten.

Auskunft über den warenwirtschaftlichen Erfolg gibt die Entwicklung der Handelsspanne (Rohertragsmarge). Sie ist definiert als der warenwirtschaftliche Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen und Kosten der umgesetzten Handelsware) in Prozent vom Nettoumsatz. Diese wichtige Steuerungsgröße wird maßgeblich beeinflusst von der Entwicklung der Einkaufs- und Verkaufspreise, von Veränderungen im Sortimentsmix sowie Währungskurseffekten im Zuge des internationalen Einkaufs.

Stellschrauben für die Ertragskraft des Konzerns sind die Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten. Als Steuerungsgrößen und zugleich Trendindikatoren für die Kostenentwicklung verwenden wir die in Prozent vom Nettoumsatz errechneten Kostenquoten.

Zu den wichtigsten Steuerungskennzahlen des Konzerns zählt ferner das Betriebsergebnis (EBIT), das heißt das Ergebnis unbeeinflusst von Zinsen und Steuern. Es errechnet sich in der Gewinn- und Verlustrechnung aus dem Rohertrag in Euro abzüglich der Kosten (Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten) plus sonstiges Ergebnis (Ertragssaldo aus sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen). Das EBIT ist die zentrale Kennzahl für die Planung, Messung und Steuerung der operativen Ertragsentwicklung des Konzerns. Soweit Sonderfaktoren das EBIT im Berichts- bzw. Vergleichszeitraum maßgeblich beeinflussen, berichten wir in der Darstellung der Ertragslage zur besseren Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen den Berichtszeiträumen über das um Sonderfaktoren bereinigte EBIT.

Weitere Steuerungskennzahlen

Die Steuerung der Finanz- und Vermögenslage des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns verfolgt das Ziel, die Liquidität des Konzerns jederzeit sicherzustellen sowie den Finanzierungsbedarf für das nachhaltige Wachstum des Konzerns möglichst kostengünstig zu decken.

Zu den weiteren Steuerungsgrößen gehören die zahlungswirksamen Investitionen in Grundstücke, Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung für neue und bestehende Bau- und Gartenmärkte sowie in immaterielle Vermögenswerte. Dabei streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem operativen Cashflow und den geplanten Investitionen an.

Für Handelsunternehmen ist die Lagerumschlagshäufigkeit ein wichtiger Indikator für die Effizienz der Warenwirtschaft. Wir definieren den Lagerumschlag als Verhältnis von Materialeinsatz zu den durchschnittlichen Vorräten. Dabei entspricht der Durchschnittsbestand der Vorräte dem arithmetischen Mittel aus Periodenanfangs- und Periodenendbestand. Je höher der Lagerumschlag liegt, umso niedriger sind die Vorratsbestände und dadurch die Liquiditätsbindung. Unser Ziel ist daher, den Lagerumschlag auf einem im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlich hohen Niveau nachhaltig zu verbessern und dabei gleichzeitig die Warenverfügbarkeit sicherzustellen.

Bezüglich des Eigenkapitals steuert der Konzern keinen definierten Zielwert an. Vielmehr streben wir zur Absicherung unserer finanziellen Stabilität und Unabhängigkeit grundsätzlich eine dauerhaft stabile, hohe bilanzielle Eigenkapitalquote an.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Internationale Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Im Jahr 2013 ist die Weltwirtschaft nach den Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Erzeugung von 3,0% (Vj. 3,2%) weiterhin hinter dem langjährigen Trendwachstum von 3,5% bis 4,0% zurückgeblieben. Jedoch hat die globale Konjunktur im Laufe des Jahres Fahrt aufgenommen und das Wachstumstempo wohl auch nach der Jahreswende 2013/2014 beibehalten.

Europa

Die europäische Wirtschaft beendete im zweiten Quartal 2013 die seit Herbst 2011 andauernde Rezessionsphase. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete in den Folgequartalen wieder moderate Wachstumsraten. Nach Angaben des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) erhöhte sich das BIP im Kalenderjahr 2013 in der gesamten Europäischen Union (EU28) - auch dank kräftiger Wachstumsbeiträge im Schlussquartal wie etwa in Rumänien oder der Tschechischen Republik - um 0,1%.

Der Euroraum (ER17) kam im Kalenderjahr 2013 noch nicht in die Wachstumszone, verlangsamte aber die konjunkturelle Abwärtsbewegung auf minus 0,4%, nachdem die gesamtwirtschaftliche Produktion im Jahreschnitt 2012 noch um 0,6% geschrumpft war. Bedeutsam für die weitere konjunkturelle Entwicklung ist jedoch, dass das BIP im vierten Quartal 2013 in der Breite an Dynamik gewann, die auch im Jahr 2014 für Auftriebskräfte sorgen dürfte. Zudem sind die insbesondere durch die Staatsschuldenkrise in den Peripherieländern ausgelösten Wachstumsunterschiede im Euroraum seit 2010 wieder merklich gesunken.

In den neun europäischen Ländern des HORNBACH-Verbreitungsgebiets haben sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Verlauf des Kalenderjahres und insbesondere im vierten Quartal 2013 schrittweise verbessert.

Nach den bis zum Abschluss dieses Berichts vorliegenden Konjunkturdaten nahm das preisbereinigte (reale) BIP in Deutschland im Jahr 2013 um 0,4% zu. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft wurde durch die Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet, konnte jedoch dank der starken Konsumnachfrage Boden gutmachen.

Die Niederlande und die Tschechische Republik meldeten BIP-Rückgänge von 0,8 % bzw. 0,9 %, konnten den wirtschaftlichen Abschwung jedoch im Vergleich zum Jahr 2012 leicht abbremsen. Die Wachstumsraten des vierten Quartals 2013 nähren die Hoffnung, dass diese beiden Volkswirtschaften im Jahr 2014 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.

Alle übrigen Länder, in denen HORNBACH europaweit aktiv ist, entwickelten sich im Kalenderjahr 2013 zum Teil erheblich besser als der europäische Durchschnitt. Österreich verzeichnete wie Deutschland ein moderates Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,4%. In Luxemburg, Schweden sowie in der Schweiz und Slowakei legte die gesamtwirtschaftliche Produktion in einer Bandbreite zwischen rund einem und zwei Prozent zu. Die höchste Wachstumsdynamik innerhalb der HORNBACH-Ländergruppe zeigte Rumänien, wo das BIP 2013 vor allem dank des Schwungs im zweiten Halbjahr um 3,5% anstieg.

Bauwirtschaft, Konsum und Handel

Gemischte Signale gingen im Jahr 2013 von der Binnennachfrage in Europa aus. Die Bruttoanlageinvestitionen nahmen von Quartal zu Quartal Fahrt auf und verbesserten sich im vierten Quartal 2013 um 1,1%. Die Bauinvestitionen hatten im Betrachtungszeitraum offenbar keinen positiven Effekt. So verringerte sich die Produktion im Baugewerbe des Euroraums im Zeitraum Oktober bis Dezember 2013 um 1,0%. Zuvor konnten die Volumensteigerungen im zweiten und dritten Quartal (plus 1,8% bzw. 1,6%) den witterungsbedingten Einbruch im ersten Quartal (minus 4,0%) nicht wettmachen. Auf Jahressicht 2013 gingen die Bauleistungen um 2,9% und damit das sechste Jahr in Folge zurück. Mit Blick auf das HORNBACH-Verbreitungsgebiet war der Produktionsrückgang des Baugewerbes in Tschechien mit minus 8,3% noch heftiger ausgefallen als 2012 (minus 7,4%). In den Niederlanden und in der Slowakei verlangsamte sich die Abwärtsfahrt im Jahr 2013, lag aber mit jeweils rund fünf Prozent immer noch deutlich unter dem Durchschnitt des Euroraums.

Diese Entwicklung hing insbesondere mit der europaweit rückläufigen Nachfrage im Wohnungsneubau zusammen, der in einigen Ländern spürbar unter der hohen Privatverschuldung und der unbefriedigenden Entwicklung der Haushaltseinkommen litt. Der bis weit in den April 2013 dauernde und kalte Winter tat ein Übriges, um die Bautätigkeit in Europa in Mitleidenschaft zu ziehen. Überdies lähmte vielerorts die als Folge der Finanz- und Staatsschuldenkrise weiter hohe Arbeitslosigkeit die Investitions- und Konsumbereitschaft der privaten Haushalte.

Vor diesem Hintergrund gingen von den privaten Konsumausgaben trotz rückläufiger Inflation nur geringe positive Nachfrageeffekte aus, die in einigen Ländern nicht im Handel ankamen. So verloren im Jahr 2013 die realen Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz-Handel) im Euroraum 0,8% (Vj. minus 1,7%), innerhalb der gesamten Europäischen Union betrug das Minus 0,1% (Vj. minus 1,1%). Etwas freundlicher sah das Bild im HORNBACH-Verbreitungsgebiet aus. Nach Schätzungen von Eurostat konnten die Einzelhändler in Deutschland, Österreich, Rumänien, in der Slowakei und Tschechischen Republik die realen Einzelhandelsumsätze auf Vorjahresniveau halten oder leicht verbessern. In Schweden und der Schweiz schätzt die Statistik ein reales Umsatzplus von rund zwei Prozent, für Luxemburg sogar mehr als elf Prozent Wachstum.

Die auf Basis von Verbandsumfragen verfügbaren Indikatoren deuten darauf hin, dass sich im Jahr 2013 die Branche der Bau- und Gartenmärkte, das heißt des Do-it-yourself-Einzelhandels (DIY), in den meisten europäischen Ländern erneut ungünstiger entwickelte als der Einzelhandel insgesamt. Hierin kommen insbesondere die teilweise enge Korrelation mit der Entwicklung im Wohnungsbau sowie die stark negativen Witterungseinflüsse im Zeitraum Januar bis April 2013 zum Ausdruck.

Rahmenbedingungen in Deutschland

Die für die Beurteilung der Rahmenbedingungen der deutschen Bau- und Gartenmärkte zentralen konjunkturellen Einflussfaktoren der Binnennachfrage haben sich im Jahr 2013 insgesamt positiv entwickelt. Die mit Hilfe des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) ermittelte jährliche Inflationsrate ging von 2,1 % auf 1,6 % zurück. Das wirkte sich positiv auf die Ausgabenspielräume der privaten Haushalte aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sparten die Bundesbürger im Jahr 2013 ein Zehntel ihres verfügbaren Einkommens, so wenig wie seit 2001 nicht mehr. Im Gegenzug legten die Konsumausgaben zu. Der Privatkonsum war mit einem preisbereinigten Plus von 0,9% der wichtigste Motor für das Wirtschaftswachstum in Deutschland und wird wohl auch nach dem Jahreswechsel 2013/2014 eine tragende Rolle spielen. Dafür sprechen die steigenden Realeinkommen und das sich auf hohem Niveau weiter verbessernde Konsumklima. Die niedrige Arbeitslosigkeit, das anhaltende Beschäftigungswachstum und die günstigen Finanzierungsbedingungen stützten nicht nur den privaten Konsum, sondern trieben auch den Wohnungsbau an.

Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Verbreitungsgebiet der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte

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Prozentuale BIP-Veränderung gegenüber dem Vorquartal Quelle: Eurostat (Angaben bezogen auf Kalenderjahr) 1. Quartal 2013 2. Quartal 2013 3. Quartal 2013 4. Quartal 2013 Kalenderjahr 2013 vs. 2012
Deutschland 0,0 0,7 0,3 0,4 0,4
Luxemburg -0,8 1,9 0,6 0,7 2,1
Niederlande -0,3 0,1 0,3 0,9 -0,8
Österreich 0,1 0,0 0,2 0,3 0,4
Rumänien 0,6 0,8 1,6 1,5 3,5
Slowakei 0,3 0,3 0,3 0,4 0,9
Schweden 0,8 0,0 0,5 1,7 1,5
Schweiz 0,6 0,5 0,5 0,2 2,0
Tschechische Republik -1,3 0,3 0,3 1,8 -0,9
Euroraum (ER17) -0,2 0,3 0,1 0,2 -0,4
EU28 0,0 0,4 0,3 0,4 0,1

Bautätigkeit und Wohnungsbau

Die Baugenehmigungen in Deutschland haben erneut kräftig zugelegt. Im Zeitraum Januar bis November 2013 wurde der Bau von fast 247.000 Wohnungen genehmigt. Laut Statistischem Bundesamt waren das 12,9% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die im Jahr 2010 begonnene positive Entwicklung setzte sich damit fort. Besonders stark stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (plus 22,8%) sowie in Zweifamilienhäusern (plus 13,5%). Die Genehmigungen von Einfamilienhäusern nahmen knapp ein Prozent zu.

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe erhöhten sich im Jahr 2013 nominal um 3,8% (real plus 1,9%). Dies ist insbesondere auf die Wachstumsdynamik im deutschen Wohnungsbau zurückzuführen, der für ein nominales Plus von 6,2% in den Auftragsbüchern sorgte. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes stieg um 3,0% auf 96,6 Mrd. €.

Einzelhandel und DIY

Nach den Angaben des Statistischen Bundesamts steigerte der deutsche Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) im Jahr 2013 den Umsatz nominal um 1,4 %. Preisbereinigt lag das Umsatzvolumen des Einzelhandels 0,1% über dem Vorjahresniveau. Somit konnte der Einzelhandel nur in geringem Umfang von den gestiegenen privaten Konsumausgaben profitieren.

Hohe Wachstumsraten verzeichnete einmal mehr der Versand- und Internethandel. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh) stiegen die Umsätze um 22,9 % auf 48,3 Mrd. €. Das entspricht einem Anteil an den Gesamtumsätzen des Einzelhandels von steuerbereinigt 11,2 % (Vj. 9,4 %). Dies ist in erster Linie auf den boomenden Internethandel zurückzuführen. Der E-Commerce machte im Jahr 2013 einen Umsatzsprung von 41,7% auf 39,1 Mrd. €.

Einen Umsatzrückgang musste der deutsche DIY-Einzelhandel im Jahr 2013 verkraften. Zum einen beeinträchtigte der außergewöhnlich lang anhaltende Winter massiv das Frühjahrsgeschäft. Zum anderen brachen in der DIY-Statistik durch die Insolvenzen von Praktiker und Max Bahr, die 2012 noch einen Inlandsumsatz von knapp 2,2 Mrd. € erzielt hatten, in der zweiten Jahreshälfte erhebliche Umsatzanteile in Deutschland weg. Unter diesen Vorzeichen gingen 2013 die (nominalen) Bruttoumsätze der großflächigen Baumärkte mit einer Verkaufsfläche von mindestens 1.000 qm je Outlet laut BHB/GfK-Report um 2,9 % auf 18,1 Mrd. € (Vj. 18,6 Mrd. €) zurück. Flächenbereinigt - das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen im Berichtsjahr - hat die DIY-Branche in Deutschland das Umsatzniveau des Vorjahres um 2,6 % verfehlt, ohne Berücksichtigung von Praktiker und Max Bahr um 0,7%. Die Bruttoumsätze der kleinflächigen Baumärkte (Baumarktshops) verringerten sich um 2,0% auf 3,7 Mrd. €. Das Marktvolumen aller Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland schrumpfte 2013 um 2,8 % auf 21,7 Mrd. € (Vj. 22,4 Mrd. €).

Die Online-Shops der deutschen Baumarktbranche konnten dagegen 2013 kräftig zulegen. Über ihre E-Commerce-Aktivitäten erzielten die stationär tätigen Baumarktunternehmen nach Angaben der IFH Retail Consultants ein Umsatzwachstum von 18% auf 405 Mio. €. Neben den Webshops der stationären DIY-Betreiber partizipieren aber auch weitere Vertriebskanäle am Online-Boom. Laut revidierten IFH-Berechnungen kletterte der Internetumsatz in Deutschland mit DIY-Kernsortimenten - über sämtliche Vertriebskanäle betrachtet - im Jahr 2013 um 12% auf 2,05 Mrd. €.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns

Das Geschäftsjahr 2013/2014 war äußerst anspruchsvoll. Auf den enttäuschenden Start in die Frühjahrssaison folgte eine erfolgreiche Aufholjagd. Eine Reihe von Faktoren hatte im Berichtsjahr einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns:

Wetter: Der außergewöhnlich lange Winter setzte der Umsatz- und Ertragsentwicklung in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres (1. März bis 31. Mai 2013) im gesamten Verbreitungsgebiet von HORNBACH empfindlich zu. So ging der Konzernumsatz im ersten Quartal 2013/2014 um 3,0% zurück, flächenbereinigt sogar um 5,9%. Allein im März 2013 schrumpfte der bereinigte Umsatz um mehr als ein Fünftel. Vor diesem Hintergrund büßte das EBIT im ersten Quartal fast 25 Mio. € auf den Vorjahreswert ein. Nach diesem verpatzten Start kehrte HORNBACH dank einer erfolgreichen Aufholjagd in den Folgequartalen auf den Wachstumskurs zurück. Einen besonderen Anteil daran hatte die hohe Umsatzdynamik in Deutschland.
Konjunktur: Die europäische Staatsschuldenkrise sorgte in Teilen unseres internationalen Verbreitungsgebiets weiterhin für ungünstigere gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen als im Inland, wenngleich sich der Trend gegenüber dem Status quo des Vorjahrs merklich aufgehellt hat. Vor allem wegen der schwierigeren Lage an den Arbeitsmärkten und des zurückhaltenden Privatkonsums schnitt die flächenbereinigte Umsatzentwicklung unserer HORNBACH Bau- und Gartenmärkte im übrigen Europa nach wie vor schwächer ab als in Deutschland. Jedoch drehten unsere bereinigten Umsätze im übrigen Europa ab dem zweiten Quartal 2013/2014 erstmals nach einer zweijährigen Schwächephase wieder in den Aufwärtstrend. So erreichten wir in den acht Ländern außerhalb Deutschlands bis zum Geschäftsjahresende fast wieder das Vorjahresniveau (minus 0,1%).
Marktkonsolidierung: Erstmals in der Geschichte der deutschen DIY-Branche kam es im Jahr 2013 zu einer signifikanten Marktbereinigung. Auslöser dafür war die Insolvenz des deutschen Baumarktkonzerns Praktiker im Juli 2013. Davon betroffen waren die deutschen Praktiker- sowie Max Bahr-Standorte. Massive Standortschließungen sowie Kundenabwanderungen in den betroffenen Einzugsgebieten sorgten seitdem für Umsatzumverteilungen zugunsten anderer Wettbewerber. Auch HORNBACH konnte in einzelnen regionalen Einzugsgebieten von der Neuordnung in der deutschen Baumarkt-Landschaft profitieren.

In diesem Marktumfeld hat sich HORNBACH sehr gut behauptet. Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hat im Geschäftsjahr 2013/2014 den Nettoumsatz um 4,4% auf 3.152 Mio. € erhöht. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) stieg leicht überproportional um 5,8% auf 105,1 Mio. €.

Entwicklung des HORNBACH-Filialnetzes

Im Berichtsjahr 2013/2014 hat HORNBACH vier neue großflächige Bau- und Gartenmärkte in Betrieb genommen, drei davon außerhalb Deutschlands.

Im April 2013 ging in Bratislava ein neuer HORNBACH Bau- und Gartenmarkt an den Start, der zweite in der slowakischen Hauptstadt. Damit umfasst unser Filialnetz in der Slowakei zum 28. Februar 2014 drei Standorte mit einer Verkaufsfläche von rund 46.000 qm.

Mit der Eröffnung der neuen Filiale in Helsingborg verdichteten wir im Juli 2013 unsere Marktpräsenz in Schweden. Die Verkaufsfläche der insgesamt fünf schwedischen HORNBACH-Standorte beläuft sich auf mehr als 73.000 qm.

Im dritten Quartal 2013/2014 setzten wir unser Expansionsprogramm mit einer Neueröffnung fort. So nahm im November 2013 in Nieuwerkerk der insgesamt zehnte großflächige HORNBACH Bau- und Gartenmarkt in den Niederlanden mit einer Verkaufsfläche von rund 14.000 qm den Betrieb auf.

Filial- und Flächenentwicklung HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern

Mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 115.000 qm ist unser Filialnetz in den Niederlanden nach Österreich, wo wir unverändert elf Filialen mit rund 140.000 qm betreiben, das zweitgrößte außerhalb Deutschlands.

Im Februar 2014 schlossen wir das Expansionsprogramm des Berichtsjahres mit der Eröffnung eines Neubaus am Standort Heidelberg ab. Dieser Markt ersetzte den in der Nähe befindlichen Altstandort aus dem Jahr 1985.

Unter Berücksichtigung der drei Neueröffnungen sowie eines Ersatzstandorts betreiben wir zum 28. Februar 2014 konzernweit 141 Einzelhandelsfilialen (28. Februar 2013: 138). Die Verkaufsfläche der 92 Filialen in Deutschland beläuft sich auf rund 994.000 qm. Die 49 Bau- und Gartenmärkte im übrigen Europa haben eine Verkaufsfläche von rund 653.000 qm. Die internationalen Märkte verteilen sich auf die Länder Österreich (11), Niederlande(10), Tschechische Republik (8), Schweiz (6), Rumänien(5), Schweden (5), Slowakei (3) und Luxemburg (1). Die Gesamtverkaufsfläche im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern beläuft sich zum 28. Februar 2014 auf rund 1.647.000 qm. Die Durchschnittsgröße eines HORNBACH Bau- und Gartenmarktes beträgt rund 11.700 qm.

Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Expansion

Im Ausblick des letztjährigen Geschäftsberichts 2012/2013 sind wir davon ausgegangen, dass wir im Geschäftsjahr 2013/2014 konzernweit bis zu vier neue HORNBACH Bau- und Gartenmärkte eröffnen. Außerhalb Deutschlands waren drei neue Standorte in der Slowakei, Schweden und den Niederlanden geplant, in Deutschland die Eröffnung eines Ersatzstandorts in Heidelberg. Diese Pläne wurden erfolgreich realisiert.

Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wurde ursprünglich ein Investitionsvolumen im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern in einer Bandbreite von 120 bis 150 Mio. € veranschlagt. Mit einem tatsächlichen Volumen von 72 Mio. € haben wir diesen Rahmen wegen der zeitlichen Verschiebung von Grundstückskäufen und Nutzung von Mietoptionen nicht ausgeschöpft.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Hinsichtlich der Umsatzentwicklung hatten wir im Ausblick damit gerechnet, dass der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2013/2014 leicht über dem Wert des Geschäftsjahres 2012/2013 liegen wird. Die Umsatzprognose blieb auch unterjährig unverändert. Tatsächlich ist der Konzernumsatz im Berichtsjahr 2013/2014 - auch dank eines starken Endspurts im vierten Quartal - um 4,4% gestiegen.

Hinsichtlich der flächenbereinigten Umsatzentwicklung ist uns im Geschäftsjahr 2013/2014 die prognostizierte Trendwende auf Konzernebene gelungen. So stieg der bereinigte Konzernumsatz um 2,7% nach einem Minus von 1,4% im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit haben wir unsere Zielvorgaben mehr als erfüllt. Das Gleiche gilt auch für den Soll-Ist-Abgleich in der geografischen Segmentierung.

In Deutschland hatten wir in unserer Prognose eine flächenbereinigte Wachstumsrate über dem Konzerndurchschnitt erwartet, sahen aber seinerzeit mit Blick auf den zu erwartenden Umsatzrückstand im ersten Geschäftsquartal (1. März bis 31. Mai 2013) die Wahrscheinlichkeit signifikant gestiegen, dass die flächenbereinigten Umsätze nur auf oder unter Vorjahresniveau liegen. Tatsächlich verbesserten wir den flächenbereinigten Umsatz in Deutschland um 4,9%. Damit haben wir die Prognose übererfüllt und den Branchendurchschnitt stärker übertroffen als erwartet.
Im übrigen Europa hatten wir aufgrund der insgesamt fragileren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine niedrigere flächenbereinigte Wachstumsrate als in Deutschland prognostiziert. Zudem hatten wir damit gerechnet, dass die flächen- und währungskursbereinigten Umsätze im übrigen Europa nicht das Niveau des Geschäftsjahres 2012/2013 erreichen. Dank starker Aufholeffekte im zweiten Halbjahr erreichten die bereinigten Umsätze im Berichtszeitraum 2013/2014 im Wesentlichen das Vorjahresniveau (minus 0,1%) und entwickelten sich besser als prognostiziert.

Weitere Kennzahlen nach Segmenten

Segment Baumärkte: Unser Ziel war es, die Handelsspanne (Rohertragsmarge) im Geschäftsjahr 2013/2014 auf dem Vorjahresniveau (37,3%) zu halten. Mit einem Ist-Wert von 37,4% haben wir diese Vorgabe erfüllt. Die Filialkostenquote sollte laut Prognose in etwa auf Vorjahresniveau bleiben. Tatsächlich ist sie in Relation zum Nettoumsatz leicht von 31,1% auf 31,0% gesunken. Erwartungsgemäß stiegen die Voreröffnungskosten expansionsbedingt an und erreichten 10,0 Mio. € (Vj. 9,6 Mio. €). Die Quote blieb konstant bei 0,3 %. Bei den Verwaltungskosten sind wir ein Jahr zuvor wegen des geplanten Ressourcenaufbaus insbesondere für unseren Online-Shop und weitere weichenstellende Zukunftsprojekte von einem Anstieg der Kostenquote ausgegangen. Tatsächlich ist die Verwaltungskostenquote von 4,1% auf 3,9% gesunken.
Im Segment Immobilien verzeichneten die Mieterträge entsprechend der Prognose eine expansionsbedingt stabile Entwicklung. Die Mieterträge nahmen im Rahmen der Vorausschau um 1,8% auf 146,2 Mio. € zu.

Konzernbetriebsergebnis (EBIT)

Zusammenfassend für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hatten wir im vorangegangenen Geschäftsbericht vorhergesagt, dass das Betriebsergebnis (EBIT) den Wert des Geschäftsjahres 2012/2013 (99,3 Mio. €) nicht erreichen wird. Aufgrund des erfolgreichen Aufholprozesses nach dem ersten Quartal (1. März bis 31. Mai 2013) hoben wir die ursprüngliche Ertragsprognose im Halbjahresfinanzbericht geringfügig an und erwarteten, dass das Konzern-EBIT 2013/2014 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Mit einem leicht überproportionalen Anstieg von 5,8% auf 105,1 Mio. € haben wir die ursprüngliche Prognose im Geschäftsbericht 2012/2013 deutlich und die unterjährig angehobene Ertragsprognose leicht übertroffen.

HORNBACH-Baumarkt-AG

Im Einzelabschluss gingen wir ursprünglich davon aus, dass sich der Nettoumsatz in Deutschland im Geschäftsjahr 2013/2014 in etwa auf Vorjahresniveau bewegt. Dieses Ziel wurde mit einem Anstieg von 5,7% deutlich übertroffen. Wie prognostiziert, hat das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum den Wert des Geschäftsjahres 2012/2013 nicht erreicht; es lag wegen des rückläufigen Beteiligungsergebnisses bei 42,8 Mio. € (Vj. 53,4 Mio. €).

Ertragslage

Umsatzverteilung nach Regionen

Umsatzentwicklung

Die Umsätze im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG werden primär im Segment Baumärkte erzielt (siehe Segmentberichterstattung im Anhang). Bei den Umsätzen im Segment Immobilien handelt es sich in erster Linie um Mieterträge aus der konzerninternen Vermietung von Baumarktimmobilien an die Operative des Segments Baumärkte. Diese werden als "Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen" in der Segmentberichterstattung vollständig konsolidiert. Aus diesem Grund beziehen sich die nachfolgenden Kommentierungen ausschließlich auf die Umsatzentwicklung des Segments Baumärkte. Zur Kommentierung der Umsatzentwicklung segmentieren wir überdies in geografischer Hinsicht "Deutschland" und "übriges Europa", in dem die Aktivitäten der acht Länder außerhalb Deutschlands zusammengefasst werden.

Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr (1. März 2013 bis 28. Februar 2014) den Nettoumsatz um 4,4 % auf 3.152 Mio. € (Vj. 3.020 Mio. €) erhöht. Die Nettoumsätze in Deutschland stiegen im gleichen Zeitraum um 5,0 % auf 1.827 Mio. € (Vj. 1.741 Mio. €). Außerhalb Deutschlands (übriges Europa) verzeichneten wir einschließlich einschließlich der Eröffnung von drei neuen Märkten ein Umsatzplus von 3,5 % auf 1.325 Mio. € (Vj. 1.279 Mio. €). Der Anteil der Auslandsfilialen am Konzernumsatz ermäßigte sich wegen des relativ stärkeren Wachstums in Deutschland von 42,4% auf 42,0%.

Der Geschäftsverlauf 2013/2014 wurde einerseits durch erhebliche, witterungsbedingte Umsatzeinbußen im ersten Quartal sowie andererseits durch eine erfolgreiche Aufholjagd mit Umsatzsteigerungen in den drei Folgequartalen geprägt. Das ist vor allem an der flächenbereinigten Umsatzentwicklung ablesbar.

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die Entwicklung der flächenbereinigten Umsätze im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG, bei der Neueröffnungen oder Schließungen in den zurückliegenden zwölf Monaten unberücksichtigt bleiben. Aus geografischer Sicht verlief die flächenbereinigte Umsatzentwicklung innerhalb des Konzerns im Geschäftsjahr 2013/2014 weiter uneinheitlich. Jedoch hat sich im Vergleich zu 2012/2013 die Umsatzdynamik sowohl im Segment Deutschland als auch im Segment übriges Europa deutlich verbessert.

Flächenbereinigte Umsatzentwicklung* nach Quartalen (in Prozent)

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Geschäftsjahr 2013/2014 Geschäftsjahr 2012/2013 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Gesamt
Konzern -5,9 4,6 4,6 10,6 2,7
-1,1 0,7 -2,0 -3,9 -1,4
Deutschland -5,8 7,7 7,0 14,1 4,9
-0,1 2,8 -0,6 -2,6 0,0
Übriges Europa -6,1 0,5 1,5 5,9 -0,1
-2,4 -1,8 -3,8 -5,7 -3,2

* ohne Währungskurseffekte

Konzernweit steigerten wir die flächenbereinigten Umsätze im Geschäftsjahr 2013/2014 ohne Berücksichtigung von Währungskurseffekten um 2,7 %, nach einem Minus von 1,4% im Vorjahr. Einschließlich der Währungskurseffekte nahmen die bereinigten Umsätze im Konzern um 2,3% (Vj. minus 1,4%) zu. Die durchschnittliche Anzahl der Verkaufstage war 2013/2014 sowohl im Konzern als auch in der geografischen Segmentierung im Wesentlichen gleich. In der Darstellung nach Quartalen (siehe Tabelle oben) werden der saisonale Einfluss auf die Umsatzentwicklung und die Basiseffekte der Vorperioden deutlich.

Das erste Quartal (1. März bis 31. Mai 2013) war so stark wie selten zuvor von außergewöhnlichen Witterungseffekten geprägt worden. Der bis Mitte April anhaltende Winter hatte in Deutschland und im übrigen Europa die Kundennachfrage praktisch auf Eis gelegt. Im März und April 2013 litt vor allem unser Gartengeschäft. Der Mai hingegen zeigte wieder eine erfreuliche Umsatzperformance, die aber die Einbußen der beiden Vormonate bei weitem nicht ausgleichen konnte. Der flächen- und währungskursbereinigte Konzernumsatz rutschte in den ersten drei Monaten kumuliert um 5,9% ins Minus (Vorjahresquartal: minus 1,1%).

In den Folgemonaten gelang es uns, diesen Rückstand sukzessive wieder aufzuholen. Im zweiten und dritten Quartal erhöhten wir die bereinigten Umsätze konzernweit jeweils um 4,6%. Nach neun Monaten drehte die Umsatzkurve wieder in den Wachstumsbereich. Aufgrund der äußerst dynamischen Geschäftsentwicklung im vierten Quartal (plus 10,6%), das überdies im Vergleich mit den Extrembedingungen des Vorjahresquartals vom milden Winter 2013/2014 profitierte, weiteten wir das bereinigte Umsatzwachstum bis zum Geschäftsjahresende auf 2,7% aus. In der geografischen Segmentierung wird deutlich, dass sich der Umsatzsockel im Vorjahresvergleich sowohl in Deutschland als auch im übrigen Europa erhöht hat.

Deutschland

Die HORNBACH-Standorte in Deutschland verzeichneten im Geschäftsjahr 2013/2014 einen sehr erfreulichen Umsatzanstieg. Sie entwickelten sich im fünften Jahr in Folge deutlich besser als unser Filialnetz im europäischen Ausland. Dazu trugen auch die im europäischen Vergleich robusteren konjunkturellen Rahmenbedingungen und Sondereffekte innerhalb der DIY-Branche bei.

Allerdings stand der Start in die wichtige Frühjahrssaison unter keinem guten Stern: Die flächenbereinigten Umsätze verloren im März 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat wegen Frost und Schnee rund ein Fünftel. Nach diesem Dämpfer ging es in den Folgemonaten mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten stramm bergauf. Das flächenbereinigte Minus im ersten Quartal von 5,8% wurde durch das Umsatzwachstum im zweiten Quartal in Höhe von 7,7% mehr als ausgeglichen. Mit ähnlich hoher Schlagzahl ging es in der zweiten Geschäftsjahreshälfte weiter. Im dritten Quartal wuchsen die deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte um 7,0%, im Schlussquartal sogar zweistellig mit 14,1%. Das Geschäftsjahr 2013/2014 beendeten wir in Deutschland mit einem flächenbereinigten Plus von 4,9%.

Im Berichtsjahr profitierten wir dank der konsequenten Ausrichtung auf Projektkunden überdurchschnittlich von der hohen Nachfrage im Wohnungsbau und Renovierungsmarkt. Dies gilt insbesondere für das zweite Geschäftsquartal, in dem einige ursprünglich im Frühjahr geplante Projekte rund um Haus, Wohnung und Garten nachgeholt wurden. Die Kombination aus großflächigen Einzelhandelsstandorten und einem leistungsfähigen Onlineshop hat sich bei den privaten und professionellen Kunden erfolgreich etabliert. Überdies konnten wir uns an einzelnen regionalen Standorten einen Teil des Umsatzvolumens sichern, das als Folge der Marktkonsolidierung durch die Praktiker- bzw. Max Bahr-Insolvenz nach dem Sommer 2013 auf den Wettbewerb umverteilt wurde. Schließlich begünstigte die im Vergleich zum Vorjahr relativ milde Witterung im Schlussquartal (Dezember 2013 bis Februar 2014) die Realisierung von Neubau- und Renovierungsprojekten, die bei durchschnittlicher Saisonalität üblicherweise eine Winterpause einlegen.

Unter diesen Vorzeichen entwickelte sich HORNBACH in Deutschland im Berichtsjahr 2013/2014 sehr positiv und vergrößerte den Performanceabstand zur DIY-Gesamtbranche.

Laut BHB/GfK-Panel verlor die DIY-Branche im Zeitraum Januar bis Dezember 2013 flächenbereinigt 2,6% Umsatz. Ohne Berücksichtigung der Umsatzanteile der insolventen Praktiker-Gruppe verzeichneten die deutschen Baumärkte laut GfK einen flächenbereinigten Umsatzrückgang von 0,7%. Im Gegensatz dazu verzeichneten unsere inländischen Filialen im Kalenderjahr 2013 deutliche Umsatzzuwächse von 2,3%. Mit einer Outperformance von rund fünf Prozentpunkten (rund drei Prozentpunkte ohne Praktiker/Max Bahr) vergrößerten wir deutlich den Abstand zum Branchendurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr, als der Abstand nur eineinhalb Prozentpunkte betragen hatte.

HORNBACH baute dadurch seine Marktposition weiter aus. In Bezug auf die Gesamtumsätze aller deutschen Bau- und Gartenmärkte (21,7 Mrd. €) stieg der Marktanteil von 9,3 % auf 10,0 %. Betrachtet man nur die Bau- und Gartenmärkte mit mehr als 1.000 qm Verkaufsfläche in Deutschland (Marktvolumen 18,1 Mrd. €), so verbesserte sich der Marktanteil in diesem Segment von 11,1 % auf 12,0%.

Übriges Europa

Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Umsatzdynamik außerhalb Deutschlands gleichfalls spürbar verbessert. Zwar bescherte der harte und lange Winter im ersten Quartal 2013/2014 den HORNBACH-Standorten im übrigen Europa ein flächen- und währungskursbereinigtes Umsatzminus von 6,1%. Ab den Sommermonaten 2013 kamen wir indes auch international mit der Aufholjagd gut voran. Das Segment übriges Europa verzeichnete mit einem Plus von 0,5% im zweiten Quartal erstmals seit dem Frühjahr 2011 wieder einen flächen- und währungskursbereinigten Umsatzanstieg. Der Rückstand des ersten Quartals wurde nach sechs Monaten auf minus 2,9% mehr als halbiert.

Nachdem die Umsätze in der zweiten Hälfte des vorangegangenen Geschäftsjahres noch deutlich unter den Ausläufern der Staatsschuldenkrise gelitten hatten, machten wir im dritten und vierten Quartal 2013/2014 weiter Boden gut. Die bereinigten Umsätze im übrigen Europa legten 1,5% bzw. 5,9% zu. Nach zwölf Monaten erreichten unsere Filialen außerhalb Deutschlands mit minus 0,1% im Wesentlichen wieder das Niveau des Vorjahres. Einschließlich der Währungskurseffekte stand das bereinigte Umsatzminus bei 1,1%. Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass sich die flächenbereinigten Umsätze außerhalb Deutschlands seit Sommer 2013 in einem erfreulichen Aufwärtskanal bewegten, das Umsatzniveau jedoch weiterhin niedriger ist als im Inland.

In den Zahlen für das übrige Europa spiegelt sich auch die konjunkturelle Aufwärtsbewegung wider, die im zweiten Kalenderquartal 2013 nach Beendigung der seit Herbst 2011 andauernden Rezessionsphase eingeleitet wurde. Wichtige Stimmungsindikatoren wie beispielsweise das von der Europäischen Kommission ermittelte Konsumentenvertrauen haben sich seitdem in den meisten Ländern unseres Verbreitungsgebiets merklich verbessert, wenngleich die Indexwerte im Vergleich zur Stimmung in Deutschland noch Nachholbedarf signalisieren. Das ist im Wesentlichen auf die weiterhin schwierigeren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen außerhalb Deutschlands zurückzuführen. Insbesondere die weiter angespannte Lage am Arbeitsmarkt sowie der mühsame Konsolidierungskurs schränken in einigen EU-Ländern immer noch die Ausgabenspielräume der privaten Haushalte ein. Überdies klagen Länder wie beispielsweise die Niederlande, die Tschechische Republik oder die Slowakei über einen weiteren empfindlichen Rückgang der Baunachfrage, was auch in unserer Umsatzentwicklung Bremsspuren hinterließ. Allerdings hat sich die Zahl der Länder, die ein bereinigtes Umsatzwachstum melden, gegenüber dem Vorjahr spürbar erhöht.

Von großer Bedeutung für die Leistungsfähigkeit unserer Märkte ist neben der eigenen Umsatzperformance der relative Vergleich mit der Branchenentwicklung. Nach den uns vorliegenden Informationen lagen wir - bezogen auf das Kalenderjahr 2013 - in zwei Ländern nahezu auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb. In fünf von sieben Ländern außerhalb Deutschlands schnitt HORNBACH signifikant besser ab als der Durchschnitt der DIY-Branche. Dies gilt insbesondere für unsere Aktivitäten in Osteuropa.

Ertragskennzahlen HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern

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Kennzahl (Mio. €, sofern nicht anders angegeben) 2013/2014 2012/2013 Veränderung
Nettoumsatz 3.152 3.020 4,4%
EBITDA 161,0 155,8 3,3%
EBIT 105,1 99,3 5,8%
Ergebnis vor Steuern 87,3 74,4 17,4%
Konzernjahresüberschuss 56,4 52,3 7,7%
EBITDA-Marge 5,1% 5,2%
EBIT-Marge 3,3% 3,3%
Steuerquote 35,5% 29,7%

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Ertragsentwicklung im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern

Im Geschäftsjahr 2013/2014 haben sich die Erträge im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG positiver entwickelt, als noch ein Jahr zuvor erwartet worden war. Dies ist im Wesentlichen auf die erfolgreiche Aufholbewegung nach dem ersten Quartal zurückzuführen, die maßgeblich von den beschleunigten, flächenbereinigten Umsatzsteigerungen des Segments Baumärkte in Verbindung mit einer stabilen Handelsspanne und verbesserten Kostenquoten geprägt wurde.

Das Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erhöhte sich im Konzern um 3,3 % auf 161,0 Mio. € (Vj. 155,8 Mio. €). Die EBITDA-Marge (in Prozent vom Nettoumsatz) gab leicht von 5,2 % im Vorjahr auf 5,1 % nach. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich leicht überproportional zum Umsatzanstieg um 5,8% auf 105,1 Mio. € (Vj. 99,3 Mio. €). Die EBIT-Marge als Gradmesser für die operative Ertragskraft blieb mit 3,3 % konstant - trotz eines deutlich rückläufigen sonstigen Ergebnisses, das von 18,4 Mio. € im Vorjahr auf 4,1 Mio. € im Berichtsjahr sank (siehe Kommentierung innerhalb des Segments Baumärkte).

Deutlich schneller als das Konzern-EBIT stieg das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) mit einem Plus von 17,4 % auf 87,3 Mio. € (Vj. 74,4 Mio. €). Grund dafür war im Wesentlichen die positive Veränderung des Zinsergebnisses, das sich von minus 24,0 Mio. € auf minus 15,9 Mio. € verbesserte. Dies ist vor allem auf die günstigere Refinanzierung der alten Unternehmensanleihe durch die im Februar 2013 begebene 3,875%-Anleihe sowie die Tilgung langfristiger Darlehen zurückzuführen. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 28,7% auf minus 17,8 Mio. € (Vj. minus 24,9 Mio. €).

Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um 7,7 % auf 56,4 Mio. € (Vj. 52,3 Mio. €). Die Konzernsteuerquote erhöhte sich deutlich von 29,7 % auf 35,5 %. Dies ist im Wesentlichen auf die Abschreibung aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge aus Vorjahren in Höhe von 4,9 Mio. € zurückzuführen, die im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft in Schweden stehen. Innerhalb des Planungshorizonts ist entgegen der ursprünglichen positiven Einschätzung nicht mehr zu erwarten, dass diese Verlustvorträge genutzt werden können. Die Umsatzrendite nach Steuern stieg leicht von 1,7 % auf 1,8 %. Das Ergebnis je Aktie (siehe Anmerkung 9) wird mit 1,77 € (Vj. 1,64 €) ausgewiesen.

Ertragskennzahlen Segment Baumärkte

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Kennzahl (Mio. €, sofern nicht anders angegeben) 2013/2014 2012/2013 Veränderung
Nettoumsatz 3.151 3.019 4,4%
davon in Deutschland 1.827 1.741 5,0%
davon im europäischen Ausland 1.325 1.279 3,5%
Umsatzwachstum vergleichbare Fläche 2,7% -1,4%
EBITDA 105,9 107,7 -1,7%
EBIT 71,2 74,2 -4,1%
EBITDA-Marge 3,4% 3,6%
EBIT-Marge 2,3% 2,5%
Handelsspanne 37,4% 37,3%
Filialkosten in % vom Nettoumsatz 31,0% 31,1%
Voreröffnungskosten in % vom Nettoumsatz 0,3% 0,3%
Verwaltungskosten in % vom Nettoumsatz 3,9% 4,1%

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Ertragsentwicklung im Segment Baumärkte

Das Segment Baumärkte umfasst das operative Einzelhandelsgeschäft der großflächigen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte innerhalb des Konzerns. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 betreiben wir europaweit 141 (Vj. 138) DIY-Einzelhandelsfilialen. Die Nettoumsätze des Segments erhöhten sich im Berichtsjahr 2013/2014 um 4,4 % auf 3.151 Mio. € (Vj. 3.019 Mio. €)

Im Geschäftsjahr 2013/2014 lagen die Ertragskennziffern im Segment Baumärkte leicht unter den Vorjahreswerten. Dabei haben verschiedene Effekte im sonstigen Ergebnis dazu geführt, dass sich die erfreuliche Entwicklung des operativen Einzelhandelsgeschäfts nicht entsprechend positiv in den Kennzahlen niederschlug.

Rohertragsmarge

Die Handelsspanne hat sich im Berichtsjahr 2013/2014 geringfügig verbessert. Der warenwirtschaftliche Rohertrag in Prozent vom Nettoumsatz lag bei 37,4 % (Vj. 37,3 %). Der moderate Anstieg der Handelsspanne ist unter anderem auf günstigere Einkaufskonditionen zurückzuführen, womit gegenläufige Effekte aufgrund von Wagnissen und Veränderungen im Sortimentsmix überkompensiert wurden. Währungskurseffekte beim internationalen Einkauf waren im Berichtsjahr erneut vernachlässigbar.

Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten

Die Filialkosten im Segment Baumärkte erhöhten sich unterproportional zum Umsatzanstieg um 3,9 % auf 976,8 Mio. € (Vj. 940,1 Mio. €). Die Personalaufwendungen (ohne Prämien), der größte Kostenblock innerhalb der Filialkosten, nahmen um 3,8% zu. Bis auf die Prämien stiegen die anderen Positionen innerhalb der Filialkosten langsamer als der Umsatz. Die Kosten für Werbung unterschritten den Vorjahreswert. In Prozent vom Nettoumsatz gaben die Filialkosten von 31,1 % auf 31,0 % nach.

Die Voreröffnungskosten (siehe auch Anmerkung 4) nahmen im Geschäftsjahr 2013/2014 leicht von 9,6 Mio. € auf 10,0 Mio. € zu. Im Berichtszeitraum wurde mit vier Neueröffnungen zwar ein Standort weniger als im Vorjahr in Betrieb genommen, aber es fielen bereits Voreröffnungskosten für die Standorte Lübeck und Praha-Čestlice an, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2014/2015 eröffnet worden sind.

Positiv auf die Ertragsentwicklung des Segments Baumärkte wirkte sich die erhöhte Kostendisziplin in der Verwaltung aus. So erhöhten sich die Verwaltungskosten lediglich um 0,9% auf 124,3 Mio. € (Vj. 123,2 Mio. €). Die Verwaltungskostenquote sank dadurch von 4,1 % auf 3,9 %.

Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis ging im Berichtsjahr deutlich von 20,5 Mio. € auf 5,2 Mio. € zurück.

Das sonstige operative Ergebnis wurde erheblich durch einen Basiseffekt aus dem Vorjahr belastet. So verbuchten wir im Geschäftsjahr 2012/2013 einen positiven operativen Sondereffekt in Höhe von 5,5 Mio. € aufgrund der abschließenden Klärung ausstehender Sachverhalte aus der Lieferung von Nutzenergien in Deutschland. Überdies wirkten sich im Geschäftsjahr 2013/2014 der Rückgang von Werbekostenzuschüssen von 3,1 Mio. € auf 0,6 Mio. € sowie die von 4,1 Mio. € auf 3,3 Mio. € gesunkenen Erträge aus der Konzernumlage ergebnismindernd aus.

Nachdem ein Jahr zuvor keine wesentlichen nicht operativen Ergebniseffekte verbucht worden waren, belasteten im Berichtsjahr sonstige nicht operative Effekte das Segmentergebnis mit minus 5,2 Mio. €. Dafür verantwortlich waren im Wesentlichen Rückstellungen für die Abwicklung eines Altstandorts und belastende Verträge sowie sonstige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Immobilienentwicklung.

EBITDA und EBIT

Das EBITDA des Segments Baumärkte reduzierte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 leicht um 1,7 % auf 105,9 Mio. € (Vj. 107,7 Mio. €). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 3,4 % (Vj. 3,6 %). Das Betriebsergebnis (EBIT) gab um 4,1 % auf 71,2 Mio. € (Vj. 74,2 Mio. €) nach. In Prozent vom Nettoumsatz stand das EBIT im Berichtsjahr bei 2,3 % (Vj. 2,5%).

Ertragsentwicklung im Segment Immobilien

Im Segment Immobilien sind sämtliche Immobilienaktivitäten des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns gebündelt. Hauptgeschäft ist der Bau und die anschließende konzerninterne Vermietung von Baumarktimmobilien, die entweder im Eigentum von Gesellschaften des Konzerns stehen oder nach der Errichtung an einen externen Investor verkauft und zurückgemietet wurden. Dem Segment Baumärkte werden die jeweiligen Baumarktimmobilien zu einem vergleichbaren Mietzins und zu marktüblichen Konditionen weiterverrechnet. Die Erträge im Segment Immobilien lagen im Geschäftsjahr 2013/2014 deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres.

Ertragskennzahlen Segment Immobilien

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Kennzahl (Mio. €, sofern nicht anders angegeben) 2013/2014 2012/2013 Veränderung
Mieterträge 146,2 143,6 1,8%
Immobilienkosten 92,9 97,8 -5,0%
Ergebnis aus Vermietung 53,3 45,8 16,4%
Veräußerungsgewinne/-verluste -0,7 0,3 -
Immobilienergebnis 52,6 46,1 14,2%
EBITDA 66,4 57,7 15,1%
EBIT 51,3 42,8 19,8%

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Ergebnis aus Vermietung

Die Mieterträge im Segment Immobilien, die zu 99 % aus internen Mieterträgen bestehen, haben sich im Berichtsjahr um 1,8 % auf 146,2 Mio. € (Vj. 143,6 Mio. €) erhöht. Die Immobilienkosten sind im gleichen Zeitraum im Wesentlichen bedingt durch deutlich niedrigere Betriebskosten um 5,0 % auf 92,9 Mio. € (Vj. 97,8 Mio. €) gefallen. Das Ergebnis aus Vermietung erhöhte sich im Berichtsjahr um 16,4% auf 53,3 Mio. € (Vj. 45,8 Mio. €).

Veräußerungsgewinne/-verluste und Immobilienergebnis

Im Berichtsjahr verzeichneten wir Veräußerungsverluste in Höhe von 0,7 Mio. €. Dem standen im Geschäftsjahr 2012/2013 Veräußerungsgewinne aus Immobilientransaktionen in Höhe von 0,3 Mio. € gegenüber. Das Immobilienergebnis erhöhte sich um 14,2 % auf 52,6 Mio. € (Vj. 46,1 Mio. €).

Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis (ohne Veräußerungsgewinne bzw. -verluste) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen dank geringerer Ergebnisbelastungen aus der Immobilienentwicklung von minus 1,4 Mio. € auf minus 0,2 Mio. €. Hierbei gingen die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke sowie Rückstellungen für Immobilienprojekte jeweils um 0,5 Mio. € zurück.

EBITDA und EBIT

Aufgrund leicht höherer Mieterträge, deutlich rückläufiger Immobilienkosten sowie eines verbesserten sonstigen Ergebnisses verzeichneten wir im Berichtszeitraum 1. März 2013 bis 28. Februar 2014 ein erfreuliches Ertragswachstum im Segment Immobilien. So erhöhten sich das EBITDA um 15,1 % auf 66,4 Mio. € (Vj. 57,7 Mio. €) und das EBIT um 19,8 % auf 51,3 Mio. € (Vj. 42,8 Mio. €).

Ertragsentwicklung nach geografischen Regionen

Unser Handelsgeschäft in Deutschland hat im Geschäftsjahr 2013/2014 für die Ertragsentwicklung des Konzerns weiter an Bedeutung gewonnen. Wie in der Abgrenzung nach geografischen Regionen innerhalb der Segmentberichterstattung zu erkennen ist, hat sich das Gewicht der Ergebnisbeiträge zugunsten des Segments Deutschland verlagert. Dies ist in erster Linie die Folge der im Vergleich zum übrigen Europa dynamischeren flächenbereinigten Umsatzperformance im Inland. Ferner wirkten sich Kosteneinsparungen in der Verwaltung (ohne Innovationsprojekte) positiv auf die Ertragskraft in Deutschland aus.

Das EBITDA in Deutschland stieg um 7,3 % von 65,8 Mio. € auf 70,6 Mio. € und damit stärker als auf Konzernebene (plus 3,3%). Der inländische Anteil am EBITDA des Konzerns vergrößerte sich leicht von 42 % auf 44 %. Das EBIT des Segments Deutschland erhöhte sich von 29,6 Mio. € auf 36,7 Mio. € (plus 24,0%). Der Inlandsanteil auf Ebene des Betriebsergebnisses verbesserte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 von 30 % auf 35 %. Die EBIT-Marge erreichte in Deutschland 2,0 % nach 1,7 % im Vorjahr.

Der inländische Anteil am Betriebsergebnis beinhaltete im Geschäftsjahr 2013/2014 erneut erhebliche Aufwendungen für nachhaltige Innovationsprojekte. Ein Großteil der projektgetriebenen Verwaltungskosten in Höhe von rund 25 Mio. € (Vj. rund 22 Mio. €) entfiel auf den weiteren Ausbau unseres Online-Shops. Die auf den internationalen Rollout des E-Commerce entfallenden Kosten wurden im Rahmen der Konzernumlage weiterverrechnet. Daneben gab es eine Reihe weiterer Entwicklungsprojekte für den Einkauf, die Logistik und den Betrieb der Bau- und Gartenmärkte, mit denen wir das künftige Wachstum des Konzerns vorantreiben wollen. Trotz der gestiegenen Projektaufwendungen ist es uns gelungen, die Verwaltungskosten im Segment Deutschland im Berichtsjahr um 1,3 % zu reduzieren. Dies war möglich, weil die Aufwendungen bei den rein administrativen Tätigkeiten im Vergleich zum Vorjahr um 5,2% gesenkt werden konnten.

Die Ergebnisbeiträge der internationalen Aktivitäten, die auf Ebene des Teilkonzerns HORNBACH International GmbH zusammengefasst werden, bewegten sich in etwa auf dem im Geschäftsjahr 2012/2013 erreichten Niveau. Auf das Ausland entfielen im Berichtszeitraum mit 90,2 Mio. € (Vj. 90,1 Mio. €) rund 56 % (Vj. 58 %) des EBITDA im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern. Das EBIT ermäßigte sich im Ausland von 69,8 Mio. € auf 68,3 Mio. €. Der Auslandsanteil am EBIT sank dadurch von 70 % auf 65%. Mit einer EBIT-Marge von 5,2 % (Vj. 5,5 %) ist die Profitabilität im übrigen Europa nach wie vor höher als in Deutschland.

Dividendenvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG werden der Hauptversammlung am 9. Juli 2014 eine Erhöhung der Dividende von 0,50 € auf 0,60 € (plus 20%) je gewinnberechtigter Stückaktie (ISIN: DE0006084403) vorschlagen. Nach der konstanten Ausschüttung der vergangenen vier Jahre sollen die Aktionäre damit an der erfreulichen Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2013/2014 angemessen beteiligt werden.

EBIT nach Segmenten (in Mio. €)

EBIT nach Regionen (Anteil in %)

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Finanzierungsmaßnahmen werden durch das Konzerntreasury der HORNBACH-Baumarkt-AG getroffen. Durch die zentrale Organisation des Finanzmanagements sind ein einheitlicher Auftritt der HORNBACH-Gruppe an den Finanzmärkten und ein konzerneinheitliches Liquiditätsmanagement gewährleistet. Finanzierungshilfen in Form von Garantien und Patronatserklärungen werden von der HORNBACH-Baumarkt-AG nur für Tochtergesellschaften gewährt. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften berücksichtigende, monatlich aktualisierte, rollierende Konzernfinanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie einer täglich aktualisierten kurzfristigen Finanzvorschau sichergestellt. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen wird zunächst der Finanzierungsbedarf einzelner Konzerneinheiten durch Liquiditätsüberschüsse anderer Konzerngesellschaften in Form eines Cash Poolings ausgeglichen und auf Basis konzerninterner Darlehensverträge marktgerecht verzinst.

Der externe Finanzierungsbedarf wird durch Kreditaufnahmen bei Banken und am Kapitalmarkt gedeckt. Weiterhin wurden bisher Baumarktimmobilien nach ihrer Fertigstellung an Investoren verkauft und die Nutzung durch Mietverträge sichergestellt (Sale & Leaseback). Hierbei wurde die Klassifizierung als "Operating Lease" gemäß IAS 17 angestrebt. Aufgrund der zu erwartenden Neuerungen bei der Leasingbilanzierung nach IAS 17 und dem voraussichtlichen Wegfall der Klassifizierung "Operating Lease" werden zukünftige Transaktionen auf Vorteilhaftigkeit überprüft. Externe Finanzierungen erfolgen üblicherweise in Form nicht besicherter Kredite sowie durch Immobilienverkäufe (Sale & Leaseback). Aufgrund der vorausschauenden Finanzpolitik von HORNBACH werden fällige Finanzverbindlichkeiten möglichst frühzeitig refinanziert.

Gemäß den internen Risikogrundsätzen werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten. Im Anhang sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz die Nominalwerte sowie die Bewertungen der bestehenden derivativen Finanzinstrumente dargestellt.

Finanzschulden

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 bestehen im Konzern Nettofinanzschulden in Höhe von 0,6 Mio. € (Vj. 64,9 Mio. €). Diese setzen sich wie folgt zusammen:

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Art der Finanzierung Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
in Mio. € bis 1 Jahr 1 - 2 Jahre 2 - 3 Jahre 3 - 4 Jahre 4 - 5 Jahre über 5 Jahre
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Kurzfristige Bankverbindlichkeiten1) 1,0
Hypothekendarlehen 5,9 5,0 4,5 3,9 1,4 0,4
Sonstige Darlehen2)3) 18,1 79,8
Anleihen3) 246,4
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0,5 3,2 0,8
Finanzierungsleasing 0,2 0,3 0,3 0,3
Summe Finanzschulden 7,1 23,8 87,7 4,9 1,4 246,8
Flüssige Mittel
Nettofinanzschulden

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Art der Finanzierung 28.2.2014 28.2.2013
in Mio. € Gesamt Gesamt
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Kurzfristige Bankverbindlichkeiten1) 1,0 1,1
Hypothekendarlehen 21,0 28,4
Sonstige Darlehen2)3) 97,9 99,0
Anleihen3) 246,4 245,8
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 4,4 6,5
Finanzierungsleasing 1,0 1,3
Summe Finanzschulden 371,7 382,1
Flüssige Mittel 371,1 317,2
Nettofinanzschulden 0,6 64,9

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

1) Finanzierungen mit einer Nominallaufzeit von weniger als einem Jahr (Kontokorrent und kurzfristige Zwischenfinanzierungen) sowie Zinsabgrenzungen

2) Nicht durch Hypotheken gesicherte Darlehen

3) Die Kosten im Zusammenhang mit der Aufnahme der Unternehmensanleihe und der Schuldscheindarlehen werden anteilig auf deren Laufzeit verteilt.

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 bestehen im Konzern keine kurzfristigen Finanzierungen. Die kurzfristigen Finanzschulden (bis 1 Jahr) in Höhe von 7,1 Mio. € (Vj. 8,6 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen in Höhe von 1,0 Mio. € (Vj. 1,1 Mio. €) sowie aus dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 6,1 Mio. € (Vj. 7,3 Mio. €) zusammen.

Solide Kapitalstruktur

Bei Finanzierungen genießt HORNBACH große Flexibilität und nutzt ein breites Spektrum von unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten.

So hat die HORNBACH-Baumarkt-AG Anfang 2013 das günstige Kapitalmarktumfeld genutzt und am 15. Februar 2013 eine siebenjährige Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 250 Mio. € am Markt platziert. Mit dem Emissionserlös wurde die seit November 2004 bestehende Anleihe mit einem Zinscoupon von 6,125 % am 25. Februar 2013 vorzeitig zurückgeführt. Damit konnte das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten maßgeblich verbessert werden. Aufgrund hoher Nachfrage von Seiten privater und institutioneller Anleger war die Emission mehrfach überzeichnet. Die neue Anleihe ist mit einem Zinscoupon von 3,875 % ausgestattet.

Zum 30. Juni 2011 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen in Höhe von 80,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 aufgenommen. Mit dem Mittelzufluss wurde das zum 30. Juni 2011 fällige Schuldscheindarlehen in gleicher Höhe abgelöst. Außerdem besteht weiterhin der Schuldschein der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o. aus dem Geschäftsjahr 2010/2011 über ursprünglich 20 Mio. € in CZK mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2015.

Die Valutierung der grundbuchlich besicherten Finanzierungen beträgt zum Bilanzstichtag 21,0 Mio. € (Vj. 28,4 Mio. €). Als Sicherheit für Hypothekendarlehen bestehen Grundschulden in Höhe von 66,3 Mio. € (Vj. 85,5 Mio. €).

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 verfügt der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern über 289,5 Mio. € (Vj. 300,2 Mio. €) freie Kreditlinien zu marktüblichen Konditionen. Diese beinhalten eine syndizierte Kreditlinie über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 14. Dezember 2016. Die Kreditlinie kann in Höhe von bis zu 25 Mio. € auch in Fremdwährungen, insbesondere in CHF, SEK und CZK, in Anspruch genommen werden. Daneben können innerhalb des Kreditrahmens ergänzende bilaterale Darlehensverträge in Höhe von bis zu 50 Mio. € (auch in Fremdwährungen) abgeschlossen werden. Bei Inanspruchnahme der Kreditlinie erfolgt die Verzinsung auf Basis des 3-oder 6-Monats-Euribors bzw. des entsprechenden Ibors zuzüglich einer Zinsmarge. Die anzuwendende Zinsmarge wird in Abhängigkeit des von einer international anerkannten Rating Agentur an die HORNBACH-Baumarkt-AG vergebenen Unternehmensratings festgelegt. Bei Ausnutzungsquoten oberhalb definierter Schwellenwerte oder bei Ausnutzung in Fremdwährung erfolgen Margenaufschläge. Für den ungenutzten Teil der Kreditlinie wird eine Bereitstellungsprovision in Abhängigkeit der jeweiligen Zinsmarge berechnet. Zwecks Gewährleistung einer möglichst umfangreichen Flexibilität verfügen alle wesentlichen Konzerngesellschaften über Kreditlinien in lokaler Währung, in der Regel bei lokalen Banken.

Bei den Kreditlinien, den Schuldscheindarlehen sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default"-Vereinbarungen. Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH-Baumarkt-AG sowie den Schuldscheindarlehensvereinbarungen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ermittelt und erfordern einen Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25-fach und eine Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25 %. Außerdem wurden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Covenants wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Weitere Informationen zu den Finanzschulden finden sich im Anhang in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter Anmerkung (22).

Der Finanzmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag 371,1 Mio. € (Vj. 317,2 Mio. €). Die Liquiditätsdisposition erfolgt, wie in der Vergangenheit, in Form von Festgeldern am Geldmarkt mit einem Anlagehorizont von maximal drei Monaten. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden zudem Anlagehöchstgrenzen je Bank definiert.

Finanzkennzahlen HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern

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Kennzahl Definition 28.2.2014 28.2.2013
Nettofinanzschulden Kurzfristige Finanzschulden + langfristige Finanzschulden - Flüssige Mittel Mio. € 0,6 64,9
Zinsdeckungsgrad Adjusted((*))EBITDA / Bruttozinsaufwand 10,0 6,0
Dynamischer Verschuldungsgrad Nettofinanzschulden / Adjusted((*))EBITDA 0,0 0,4

* Herausrechnung der Veränderung langfristiger Rückstellungen (provisions) sowie der Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen gemäß Kapitalflussrechnung

Investitionen in Höhe von 72,0 Mio. €

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG insgesamt 72,0 Mio. € (Vj. 116,6 Mio. €) überwiegend in Grundstücke, Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung für bestehende sowie im Bau befindliche Bau- und Gartenmärkte investiert. Die Mittel für die zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 72,0 Mio. € (Vj. 116,6 Mio. €) konnten vollständig aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 144,4 Mio. € (Vj. 94,9 Mio. €) gewonnen werden. Dabei entfielen auf das Segment Immobilien 28,4 Mio. € für neue Immobilien einschließlich im Bau befindlicher Objekte. Auf das Segment Baumärkte entfielen 41,1 Mio. € im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die bedeutendsten Investitionsprojekte betrafen die im Geschäftsjahr 2013/2014 eröffneten Bau- und Gartenmärkte in Heidelberg (Deutschland) und Nieuwerkerk (Niederlande), Bauleistungen für Bau- und Gartenmärkte, die in den folgenden Geschäftsjahren eröffnet werden, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte, den Erwerb von Grundstücken für die weitere Expansion, Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Software.

Kapitalflussrechnung

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Kapitalflussrechnung (verkürzt)

in Mio. €
2013/2014 2012/2013
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 144,4 94,9
davon "Funds from Operations"1) 125,0 108,0
davon Veränderung Working Capital2) 19,4 -13,1
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -66,9 -113,3
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -23,2 -68,6
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 54,3 -87,0

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

1) Konzernergebnis nach Steuern plus Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens plus Veränderungen der Rückstellungen minus Gewinne/plus Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen plus/minus sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge

2) Differenz aus "Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva" und "Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva"

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 gegenüber dem Vorjahr von 94,9 Mio. € auf 144,4 Mio. €. Dabei erhöhten sich die Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft ("Funds from operations") von 108,0 Mio. € auf 125,0 Mio. €. Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf flächenbereinigte Umsatzzuwächse in Deutschland sowie verbesserte Kostenquoten zurückzuführen. Aus der Veränderung des Working Capitals (Veränderungen der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva plus Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva) ergab sich ein Mittelzufluss von 19,4 Mio. € nach einem Mittelabfluss in Höhe von 13,1 Mio. € im Vorjahr. Der erhöhte Mittelzufluss resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Folge der witterungsbedingt guten operativen Geschäftsentwicklung im vierten Quartal.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit verringerte sich von 113,3 Mio. € auf 66,9 Mio. €. Dabei standen den um 44,6 Mio. € auf 72,0 Mio. € gesunkenen Investitionen höhere Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von 5,1 Mio. € (Vj. 3,3 Mio. €) gegenüber. Wie im Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2013/2014 kein Bau- und Gartenmarkt im Rahmen einer Sale & Leaseback-Transaktion veräußert.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf 23,2 Mio. € nach einem Abfluss in Höhe von 68,6 Mio. € im Vorjahr. Dabei wurden durch planmäßige Tilgungen langfristige Finanzschulden in Höhe von 7,0 Mio. € zurückgeführt. Die kurzfristigen Finanzkredite reduzierten sich um 0,5 Mio. € (Vorjahr Mittelabfluss von 4,8 Mio. €). Die Brutto-Finanzschulden reduzierten sich von 382,1 Mio. € im Vorjahr auf 371,7 Mio. € im Berichtsjahr.

Rating

Seit 2004 wird die Bonität des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns von den international führenden Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's Investors Service bewertet. Bis zum Abschluss dieses Berichts bestätigten beide Agenturen ihre Ratings in den letztaktuellen Publikationen mit "BB+" und einem stabilen Ausblick bei Standard & Poor's sowie "Ba2" und einem positiven Ausblick bei Moody's.

Vermögenslage

Eigenkapitalquote steigt auf 51,6 %

Bilanz HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern (Kurzfassung)

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Mio. € 28.2.2014 28.2.2013 Veränderung
Langfristiges Vermögen 740,4 740,5 0,0%
Kurzfristiges Vermögen 929,9 857,0 8,5%
Vermögenswerte 1.670,3 1.597,4 4,6%
Eigenkapital 862,0 823,2 4,7%
Langfristige Schulden 425,3 437,1 -2,7%
Kurzfristige Schulden 382,9 337,1 13,6%
Eigen- und Fremdkapital 1.670,3 1.597,4 4,6%

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Die Konzernbilanzsumme steigt im Vergleich zum Vorjahr um 72,9 Mio. € oder plus 4,6 % auf 1.670,3 Mio. €. Die Erhöhung der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der flüssigen Mittel von 317,2 Mio. € auf 371,1 Mio. € zurückzuführen. Darüber hinaus resultiert die Erhöhung vor allem durch die expansionsbedingte Zunahme des Sachanlagevermögens sowie der Vorräte. Das bilanzielle Eigenkapital im Konzern wird zum Ende des Geschäftsjahres mit 862,0 Mio. € (Vj. 823,2 Mio. €) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote hat sich von 51,5 % im Vorjahr auf 51,6 % erhöht.

Langfristiges und kurzfristiges Vermögen

Das langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 740,4 Mio. € (Vj. 740,5 Mio. €) und damit rund 44 % (Vj. 46 %) der Bilanzsumme. Die Sachanlagen und fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke steigen um 9,6 Mio. € (1,4%) von 708,1 Mio. € auf 717,7 Mio. €. Dabei stehen den Sachanlagezugängen in Höhe von 70,4 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 52,7 Mio. € sowie Anlageabgänge in Höhe von 3,3 Mio. € gegenüber. Durch Währungskursanpassung vermindern sich die Sachanlagen und fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke um 4,8 Mio. €.

Die langfristigen Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen einen aufgrund des SEStEG in den Geschäftsjahren 2007/2008 sowie 2010/2011 aktivierten Auszahlungsanspruch für Körperschaftsteuerguthaben zum Barwert in Höhe von 4,8 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €).

Das kurzfristige Vermögen erhöht sich um 8,5 % von 857,0 Mio. € auf 929,9 Mio. € bzw. rund 56 % (Vj. 54 %) der Bilanzsumme. Dies resultiert aus einem wachstumsbedingten Aufbau der Vorräte von 481,6 Mio. € auf 504,6 Mio. € sowie einem Anstieg der flüssigen Mittel von 317,2 Mio. € im Vorjahr auf 371,1 Mio. € im Berichtsjahr. Durch weitere Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalbindung konnte der Lagerumschlag mit 4,0 konstant hoch gehalten werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (einschließlich Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) liegen bei 54,2 Mio. € (Vj. 57,1 Mio. €).

Langfristige und kurzfristige Schulden

Die Verbindlichkeiten inklusive der Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 808,2 Mio. € gegenüber 774,2 Mio. € im Vorjahr. Die langfristigen Schulden vermindern sich von 437,1 Mio. € auf 425,3 Mio. €. Der Rückgang der langfristigen Schulden um 11,8 Mio. € ist im Wesentlichen auf die planmäßige Tilgung der Finanzschulden zurückzuführen. In den langfristigen Schulden sind passive latente Steuern in Höhe von 33,4 Mio. € (Vj. 33,8 Mio. €) enthalten.

Die kurzfristigen Schulden erhöhen sich von 337,1 Mio. € auf 382,9 Mio. €. Dabei reduzieren sich die kurzfristigen Finanzschulden im Wesentlichen bedingt durch die Rückführung bestehender Finanzverbindlichkeiten um 1,5 Mio. € auf 7,1 Mio. € (Vj. 8,6 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 285,2 Mio. € gegenüber 248,8 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden erhöhen sich um 11,1 Mio. € von 58,3 Mio. € auf 69,4 Mio. € im Wesentlichen bedingt durch höhere Prämienrückstellungen und Rückstellungen für belastende Verträge. Die Nettoverschuldung im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern, das heißt die Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel, sank zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 64,9 Mio. € auf 0,6 Mio. €.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und Mietverpflichtungen

Neben den im Eigentum des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns stehenden Bau- und Gartenmärkten und im Rahmen von Finance Lease genutzten Bau- und Gartenmärkten sind 43 Märkte sowie ein Logistikzentrum von der Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG oder deren Tochtergesellschaften sowie 57 Bau- und Gartenmärkte von fremden Dritten gemietet. Außerdem bestehen in geringerem Umfang weitere Erbpacht-, Pacht- und Mietverträge für Grundstücke.

Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Bau- und Gartenmärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt üblicherweise zwischen 15 und 20 Jahren, mit anschließenden Mietverlängerungsoptionen. Es bestehen Mietanpassungsklauseln.

Zum 28. Februar 2014 betragen die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 1.246,6 Mio. € (Vj. 1.125,0 Mio. €). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus diversen im Berichtsjahr vorgenommenen Mietanpassungen und Mietverlängerungen. Darüber hinaus beinhaltet der Betrag bereits zukünftige, ab der Eröffnung im Geschäftsjahr 2014/2015 zu leistende, Mietverpflichtungen ehemaliger Praktiker/Max Bahr Standorte.

Bilanzkennzahlen HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern

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Kennzahl Definition 28.2.2014 28.2.2013
Eigenkapitalquote Eigenkapital / Bilanzsumme % 51,6 51,5
Eigenkapitalrendite Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital % 6,7 6,5
Gesamtkapitalrendite NOPAT1) / durchschnittliches Gesamtkapital2) % 8,4 8,1
Verschuldungskoeffizient (Gearing) Nettoverschuldung / Eigenkapital % 0,1 7,9
Zugänge Anlagevermögen inklusive Anzahlungen auf Grundstücke Zugänge Anlagevermögen inklusive Anzahlungen auf Grundstücke Mio. € 72,0 116,6
Net Working Capital Vorräte und Forderungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Mio. € 344,9 349,5
Lagerumschlagshäufigkeit Materialeinsatz / durchschnittliche Vorräte 4,0 4,0

1) "Net operating profit after tax", definiert als EBIT minus standardisierte Steuerquote im HORNBACH-Konzern von unverändert 30 %

2) Durchschnittliches Gesamtkapital definiert als durchschnittliches Eigenkapital plus durchschnittliche Nettoverschuldung.

Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Konzern

Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2013/2014 erfreulich entwickelt und seine Marktposition als eines der führenden DIY-Einzelhandelsunternehmen in Europa gestärkt. Trotz des witterungsbedingt verpatzten Starts im ersten Quartal kehrte HORNBACH dank einer erfolgreichen Aufholjagd in den Folgequartalen auf den Wachstumskurs zurück. Der Konzernumsatz erhöhte sich im Zeitraum 1. März 2013 bis 28. Februar 2014 um 4,4% auf 3.152 Mio. €.

Einen besonderen Anteil daran hatte die hohe Umsatzdynamik in Deutschland, die zum Teil auch auf Konsolidierungseffekte innerhalb der Branche zurückzuführen ist. Flächenbereinigt legten die deutschen HORNBACH-Standorte gegen den negativen Branchentrend im Berichtsjahr deutlich zu und vergrößerten ihren Marktanteil signifikant.

Aber auch das Filialnetz im übrigen Europa konnte im Verlauf des Geschäftsjahres sichtbar Boden gutmachen, unterstützt von einer konjunkturellen Aufwärtsbewegung im europäischen Kontext. Flächen- und währungskursbereinigt wurde außerhalb Deutschlands nach zwölf Monaten im Wesentlichen das Vorjahresniveau wieder erreicht.

Als bemerkenswert einzustufen ist, dass der Konzern seine Ertragskraft im Geschäftsjahr 2013/2014 trotz des herben Dämpfers im ersten Quartal steigern konnte. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) stieg leicht überproportional zum Umsatzanstieg auf 105 Mio. €. Dafür verantwortlich waren im Wesentlichen die flächenbereinigten Umsatzsteigerungen des Segments Baumärkte in Verbindung mit einer stabilen Handelsspanne und verbesserten Kostenquoten.

HORNBACH setzte im Berichtsjahr die nachhaltige Innovationsarbeit fort. Ein Großteil der projektgetriebenen Verwaltungskosten entfiel dabei auf den konsequenten Ausbau unseres E-Commerce. Darüber hinaus haben wir mit weiteren Entwicklungsprojekten die Grundlage für das langfristige Wachstum des Konzerns verbessert.

Die Eigenkapitalquote hat sich auf 51,6 % erhöht. Die Kapitalstruktur und die Liquidität liegen weiterhin auf einem guten Niveau. Angesichts des breiten Spektrums an Finanzierungsquellen verfügen wir über ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität für die weitere Wachstumsfinanzierung. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns erfreulich dar.

Erläuterungen zum Jahresabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG (gemäß HGB)

Die HORNBACH-Baumarkt-AG mit Sitz in Bornheim (Pfalz) stellt ihren Jahresabschluss nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), sondern nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) auf. Sie ist das Mutterunternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns. Die HORNBACH-Baumarkt-AG enthält das operative Einzelhandelsgeschäft der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in Deutschland sowie die Zentralfunktionen des Konzerns wie zum Beispiel Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht und Personal.

Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen für unser operatives Geschäft in Deutschland sind im Wirtschaftsbericht ab Seite 42 ausführlich beschrieben.

Ertragslage

Entwicklung des Filialnetzes

Im Geschäftsjahr 2013/2014 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG in Deutschland einen neuen großflächigen Bau- und Gartenmarkt am Standort Heidelberg in Betrieb genommen. Der Neubau ersetzte den in der Nähe befindlichen Altstandort aus dem Jahr 1985. Zum 28. Februar 2014 betreiben wir deutschlandweit unverändert 92 Einzelhandelsfilialen mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 994.000 qm.

Umsatzentwicklung

Im Einzelabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG steigt der Nettoumsatz (ohne Umsatzsteuer) im Berichtsjahr 2013/2014 von 1.961 Mio. € um 5,7 % auf 2.072 Mio. €. In den Umsatzerlösen sind 244 Mio. € (Vj. 228 Mio. €) aus Lieferungen der HORNBACH-Logistikzentren an unsere ausländischen Tochtergesellschaften enthalten. Maßgeblich für den Geschäftsverlauf der HORNBACH-Baumarkt-AG ist die Entwicklung der inländischen flächenbereinigten Umsätze, die wir im Wirtschaftsbericht ab Seite 49 im Detail erläutern.

Ertragsentwicklung

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge, die hauptsächlich Erträge aus der Konzernumlage, der Auflösung von Rückstellungen und Währungsgewinne umfassen, sind um 10,3 Mio. € von 50,1 Mio. € auf 39,8 Mio. € gesunken. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der niedrigeren Auflösung von Rückstellungen, niedrigeren realisierten Währungskursgewinnen sowie im Vergleich zum Vorjahr leicht gefallenen Erträgen aus der Konzernumlage.

Gewinn- und Verlustrechnung HORNBACH-Baumarkt-AG nach HGB (Kurzfassung)

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T€ 2013/2014 2012/2013
Umsatzerlöse 2.071.695 1.960.556
Andere aktivierte Eigenleistungen 124 60
Sonstige betriebliche Erträge 39.814 50.132
Materialaufwand 1.394.741 1.316.540
Rohergebnis 716.892 694.208
Personalaufwand 344.662 322.821
Abschreibungen 31.102 30.808
sonstige betriebliche Aufwendungen 301.311 307.357
Betriebliches Ergebnis 39.817 33.222
Finanzergebnis 2.933 20.221
Steuern 11.740 7.737
Jahresüberschuss 31.010 45.706
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 11.926 22.802
Bilanzgewinn 19.084 22.904

Der Materialaufwand ist leicht überproportional zum Umsatzanstieg um 5,9 % auf 1.394,7 Mio. € (Vj. 1.316,5 Mio. €) gewachsen. Das Rohergebnis beträgt 716,9 Mio. € bzw. 34,6 % der Nettoumsätze im Vergleich zu 694,2 Mio. € bzw. 35,4 % im Vorjahr.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird mit 42,8 Mio. € um rund 20 % unter dem Vorjahreswert von 53,4 Mio. € ausgewiesen. Das um 10,7 Mio. € gesunkene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Personalkosten (plus 21,8 Mio. €), um 6,0 Mio. € gefallene sonstige Aufwendungen und einem von 42,8 Mio. € auf 18,6 Mio. € gesunkenen Beteiligungsergebnis. Dies ist bedingt durch vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen zweier Beteiligungen bei der HORNBACH International GmbH in Höhe von 26,5 Mio. €, was eine Reduzierung der Ergebnisabführung zur Folge hat. Ohne Berücksichtigung der Beteiligungsabschreibung wäre die Ergebnisabführung um 2,4 Mio. € höher als im Vorjahr.

Die Personalaufwendungen sind überproportional zum Nettoumsatz von 322,8 Mio. € um 6,8 % auf 344,7 Mio. € gestiegen. Die Abschreibungen liegen mit 31,1 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (30,8 Mio. €). Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände liegen mit 2,6 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (3,1 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 307,4 Mio. € im Vorjahr auf 301,3 Mio. € gesunken. Dies resultiert neben niedrigeren Werbekosten im Wesentlichen aus gesunkenen Aufwendungen für externe Dienstleister.

Das Finanzergebnis (inklusive Beteiligungsergebnis) ist um 17,3 Mio. € von plus 20,2 Mio. € auf plus 2,9 Mio. € im Berichtsjahr gesunken. Im Geschäftsjahr 2013/2014 hat die HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, die HORNBACH Holding BV, Niederlande, die HORNBACH Baumarkt GmbH, Österreich, die HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Luxemburg, sowie die HORNBACH Baumarkt SK spol s.r.o., Slowakei, Gewinnausschüttungen in Höhe von insgesamt 43,3 Mio. € (Vj. 41,9 Mio. €) an die HORNBACH International GmbH vorgenommen.

Zwischen der HORNBACH International GmbH und der HORNBACH-Baumarkt-AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die im Berichtsjahr um 24,2 Mio. € niedrigere Ergebnisabführung der HORNBACH International GmbH resultiert insbesondere aus den bei der HORNBACH International GmbH vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Beteiligung an der HORNBACH Byggmarknard AB, Göteborg, Schweden, in Höhe von 25,7 Mio. € sowie der HIAG Fastigheter i Sisjön AB, Göteborg, Schweden, in Höhe von 0,8 Mio. €.

Die Zinserträge in Höhe von 2,1 Mio. € (Vj. 3,2 Mio. €) verringerten sich insbesondere aufgrund des Rückgangs der Zinserträge von verbundenen Unternehmen von 2,6 Mio. € auf 1,8 Mio. €. Die Zinsaufwendungen des Berichtsjahres reduzieren sich um 7,7 Mio. € von 25,4 Mio. € auf 17,7 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus der günstigeren Refinanzierung der im Februar 2013 neu begebenen Anleihe in Höhe von 250 Mio. €.

Der Jahresüberschuss liegt im Geschäftsjahr 2013/2014 mit 31,0 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 45,7 Mio. €. Hierbei ist zu beachten, dass das um 24,2 Mio. € geringere Beteiligungsergebnis nicht vollständig von einem gestiegenen Rohergebnis kompensiert wird.

Bilanz HORNBACH-Baumarkt-AG nach HGB (Kurzfassung)

Aktiva

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28.2.2014

T€
28.2.2013

T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.941 8.034
Sachanlagen 268.527 265.687
Finanzanlagen 128.716 129.120
Anlagevermögen 404.184 402.841
Vorräte 313.898 305.978
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 362.959 290.144
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 69.721 97.375
Umlaufvermögen 746.578 693.497
Rechnungsabgrenzungsposten 6.715 7.833
Aktive latente Steuern 3.489 3.526
Bilanzsumme 1.160.966 1.107.697
Passiva
Eigenkapital 506.383 491.276
Rückstellungen 62.554 51.520
Verbindlichkeiten 589.167 561.335
Rechnungsabgrenzungsposten 2.862 3.566
Bilanzsumme 1.160.966 1.107.697

Vermögenslage

Mit 1.161,0 Mio. € liegt die Bilanzsumme zum 28. Februar 2014 53,3 Mio. € bzw. 4,8 % über dem Vorjahreswert (1.107,7 Mio. €).

Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 404,2 Mio. € bzw. 34,8 % der Bilanzsumme (Vj. 402,8 Mio. € bzw. 36,4 %). Die Sachanlagen steigen durch Investitionen in Höhe von 32,9 Mio. € bei gleichzeitigen Abschreibungen von 28,5 Mio. € und Buchwertabgängen in Höhe von 1,6 Mio. € auf 268,5 Mio. € (Vj. 265,7 Mio. €). Außerdem verringerten sich die Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2013/2014 im Wesentlichen bedingt durch die Verschmelzung der Ollesch & Fitzner GmbH, Bornheim, um 0,4 Mio. €.

Das Umlaufvermögen ohne Rechnungsabgrenzungsposten und latente Steuern steigt zum Bilanzstichtag von 693,5 Mio. € im Vorjahr auf 746,6 Mio. €. Dabei steigen die Vorräte um 2,6% bzw. 7,9 Mio. € von 306,0 Mio. € im Vorjahr auf 313,9 Mio. €. Der Lagerumschlag ist leicht von 4,3 im Vorjahr auf 4,5 im Berichtsjahr gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um 75,9 Mio. € auf 324,4 Mio. € (Vj. 248,5 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen durch die Erhöhung variabler Darlehen im Rahmen der Konzernfinanzierung begründet. Gleichzeitig verminderten sich die flüssigen Mittel von 97,4 Mio. € im Vorjahr auf 69,7 Mio. €.

Die aktiven latenten Steuern liegen mit 3,5 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 3,5 Mio. €).

Das Eigenkapital liegt zum 28. Februar 2014 mit 506,4 Mio. € um 3,1 % über dem Niveau des Vorjahres (491,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote wird mit 43,6 % (Vj. 44,4 %) ausgewiesen. Die Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag von 51,5 Mio. € auf 62,6 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für Steuern, Rückstellungen im Personalbereich sowie ausstehende Rechnungen zurückzuführen. Darüber hinaus wurde eine Rückstellung für die Erfüllungsverpflichtung im Zusammenhang mit der geplanten Aufgabe eines Baumarktes gebildet.

Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 589,2 Mio. € gegenüber 561,3 Mio. € im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus langfristigen Darlehen gehen bedingt durch planmäßige Tilgung von 84,4 Mio. € im Vorjahr auf 82,6 Mio. € zurück. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steigen von 138,6 Mio. € auf 155,0 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings um 6,0 Mio. € von 58,7 Mio. € auf 64,7 Mio. €.

Finanzlage

Hinsichtlich der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements, der Erläuterung der Finanzschulden und Kapitalstruktur verweisen wir auf die Ausführungen in der Finanzlage des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns (Seite 57 ff.).

Das Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) deckt rund 125 % des Anlagevermögens. Die im Geschäftsjahr zahlungswirksamen Investitionen in Höhe von 34,4 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden vollständig aus dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert, der sich im Geschäftsjahr deutlich von 61,4 Mio. € im Vorjahr auf 104,0 Mio. € erhöhte. Der Anstieg des operativen Cashflows ist im Wesentlichen auf die bessere Finanzierung des Net Working Capitals (Veränderungen der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva plus Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva) zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden in der HORNBACH-Baumarkt-AG insgesamt 34,4 Mio. € (Vj. 64,6 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke, Gebäude sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude belaufen sich auf 11,5 Mio. €. 21,4 Mio. € wurden für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet. 1,5 Mio. € (Vj. 2,6 Mio. €) des Investitionsvolumens entfallen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände.

Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HORNBACH-Baumarkt-AG

Das in der HORNBACH-Baumarkt-AG gebündelte operative Geschäft der inländischen Bau- und Gartenmärkte hat sich im Berichtsjahr 2013/2014 positiv entwickelt. Die 92 HORNBACH-Standorte schnitten mit ihrer Umsatzperformance signifikant besser ab als der Durchschnitt der DIY-Branche in Deutschland. Den positiven Ertragseffekten aus dem erfreulichen Handelsgeschäft in Deutschland stand ein deutlich gesunkenes Beteiligungsergebnis gegenüber, was auf die außerplanmäßige Abschreibung zweier Beteiligungen bei der HORNBACH International GmbH zurückzuführen ist. Dadurch blieb das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück. Bereinigt um den Sondereffekt der Beteiligungsabschreibung ist die Ertragskraft der HORNBACH-Baumarkt-AG im Berichtszeitraum gestiegen.

Die Eigenkapitalquote konnte nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten werden. Das Anlagevermögen und rund 60% des Umlaufvermögens sind langfristig durch Eigenkapital (nach avisierter Dividendenausschüttung) oder langfristiges Fremdkapital finanziert. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zufriedenstellend dar.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der HORNBACH-Baumarkt-AG

Die HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2013/2014 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 31.010.320,35 € ab.

Der Vorstand schlägt nach Einstellung von 11.926.120,35 € in die Gewinnrücklagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 19.084.200,00 € wie folgt zu verwenden:

0,60 € Dividende je Aktie im Nennwert von 3,00 € auf 31.807.000 Stammaktien
Dividendenausschüttung: 19.084.200,00 €

NACHTRAGSBERICHT

Neuer Marketingvorstand

Der Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG hat in seiner Sitzung am 19. März 2014 ein neues Vorstandsmitglied bestellt: Mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 wird Karsten Kühn neuer Marketingvorstand.

Kühn gilt in der deutschen und internationalen Handelsbranche als innovativer Marketingprofi. Er war zuletzt langjähriger Geschäftsführer für die internationale Markenführung von Media Markt bei der in München ansässigen redblue Marketing GmbH, der unternehmensinternen Marketinggesellschaft der Media-Saturn-Gruppe. Vor seinem Start bei redblue im Jahr 1997 war Kühn in mehreren Beratungspositionen der Kommunikationsbranche tätig. Karsten Kühn übernimmt im Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-AG die Ressortverantwortung seines Vorgängers Jürgen Schröcker, der sein Mandat zum 31. März 2013 niedergelegt hatte. Die Verantwortung für das Marketing lag interimsweise bis zur Bestellung des Nachfolgers bei Steffen Hornbach, dem Vorsitzenden des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-AG.

Änderungen in der Aktionärsstruktur

Der britische Einzelhandelskonzern Kingfisher plc gab am 25. März 2014 seinen Ausstieg aus allen Finanzbeteiligungen an der HORNBACH-Gruppe bekannt. Davon betroffen war auch die 5,2%-Beteiligung an den börsennotierten Stammaktien der HORNBACH-Baumarkt-AG (ISIN DE0006084403). Die insgesamt rund 1,65 Mio. Stückaktien wurden im Rahmen eines beschleunigten Private Placements am 25. März 2014 an einen internationalen Investorenkreis veräußert. Die Aktionärsstruktur hat sich dadurch deutlich verändert. Der Streubesitz der insgesamt 31,8 Mio. Stückaktien erhöhte sich von 18,4% auf 23,6%. Zudem trennte sich Kingfisher von seiner Kapitalbeteiligung an der HORNBACH HOLDING AG.

Der Exit des ehemaligen strategischen Allianzpartners Kingfisher plc stand im Zusammenhang mit dessen Rückzug aus den Aufsichtsratsgremien der HORNBACH HOLDING AG sowie der HORNBACH-Baumarkt-AG im September 2013. Dadurch sollten Interessenskonflikte aufgrund der geänderten Expansionspläne von Kingfisher vermieden werden.

Mit der Übernahme von 15 Bricostore-Baumärkten in Rumänien im Mai 2013 und den Vorbereitungen für den im Sommer 2014 geplanten Markteintritt in Deutschland mit dem kleinflächigen Handelsformat "Screwfix" stand Kingfisher erstmals in direkter Konkurrenz zu seinem deutschen Kooperationspartner.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 28. Februar 2014 bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HORNBACH-Baumarkt-AG sowie des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns von wesentlicher Bedeutung wären.

CORPORATE RESPONSIBILITY

Die HORNBACH-Gruppe hat ihr unternehmerisches Handeln im Sinne der Corporate Responsibility in einem Regelwerk geordnet [Internet: www.hornbach-gruppe.com/CSR-Richtlinie]. Darin wird sichergestellt, dass das Unternehmen seiner Verantwortung für die Umwelt, für seine Mitarbeiter und für die Gesellschaft nachkommt.

Verantwortung für die Umwelt

Nur Holz aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft

Wir machen uns dafür stark, die Aufmerksamkeit der Kunden auf Hölzer mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council® (FSC®) zu lenken. Bereits 1996 hatte sich unser Unternehmen freiwillig gegenüber dem WWF und Greenpeace verpflichtet, keine unzertifizierten Tropenhölzer zu importieren. HORNBACH garantiert, dass alle angebotenen Holzprodukte aus zertifizierten Beständen stammen. Einer der Tätigkeitsschwerpunkte der Abteilung Qualitätsmanagement und Umwelt ist der Einsatz zum Schutz der Tropenwälder und für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft, in der zudem die Sozial- und Arbeitsschutz-Standards eingehalten werden. Durch diese Ausrichtung war HORNBACH auf die zum 3. März 2013 in Kraft getretene europäische Holzhandelsverordnung (995/2010) vorbereitet, die unter anderem eine Sorgfaltspflicht für alle in die EU importierten Hölzer und Holzprodukte beinhaltet und den Import von illegal geschlagenen Hölzern verbietet.

Umfangreichstes FSC-Angebot

Viele Verbraucher sehen Baumärkte in einer besonderen Verpflichtung, ausschließlich Holzprodukte aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft anzubieten. Um dem Wunsch der Kunden und gleichzeitig unserem verantwortungsbewussten Selbstverständnis gerecht zu werden, erhielt HORNBACH 2007 als erste international tätige Baumarktkette das FSC-Handelskettenzertifikat GFA-COC-002007. Es gewährleistet eine kontrollierte Lieferkette vom Ursprungsort des Holzes bis zum Endprodukt. Die jährliche Auditierung durch ein unabhängiges Prüfinstitut stellt die Berechtigung zum Tragen des Zertifikats sicher. In allen HORNBACH-Filialen können Handwerksbetriebe und Heimwerker aus einem Angebot von mittlerweile mehr als 8000 Holzprodukten mit dem FSC-Warenzeichen auswählen.

Im Rahmen unseres Engagements für den Schutz der Wälder beteiligte sich HORNBACH beim Aufbau einer Informationsplattform über die rationelle Nutzung der Wälder. Kooperationspartner sind das Schweizer Unternehmen Papiliorama sowie der FSC-Schweiz. Innerhalb dieser Zusammenarbeit beteiligt sich HORNBACH auch als offizieller Sponsor für das Papiliorama-Naturreservat Shipstern in Belize (Zentralamerika) und deckt so einen großen Teil des notwendigen Budgets.

Gegen handgehauene Natursteine

Häufig werden Steine unter menschenunwürdigen Bedingungen händisch gehauen: Das lehnt HORNBACH ab. Mit der konsequenten Auslistung dieser Ware setzen wir hier ein Zeichen. Seit dem Frühjahr 2013 garantiert HORNBACH, dass nur noch Steine aus verantwortungsvollen Quellen angeboten werden. Alle Direktimport-Lieferanten und deren Fabrikstätten werden in regelmäßigen Abständen, mindestens alle 12 Monate, durch akkreditierte und zertifizierte Prüfinstitute auditiert. Den Auditumfang und Inhalt haben wir aus den bekannten Standards BSCI, ISA 9001ff, ILO, ISO 14001 und SA 8000 entnommen und nach unseren Bedürfnissen angepasst. Die Vorlieferanten unserer Lieferanten - in diesem Fall Steinbrüche - werden direkt durch unsere Lieferanten zur Einhaltung unserer Richtlinien angewiesen.

HORNBACH setzt auf Qualitätssiegel "Gesundes Wohnen"

Die Sensibilität der Konsumenten gegenüber Schadstoffen in der Luft und in Produkten hat stark zugenommen. Heimwerker und Bauherren achten verstärkt auf die Zusammensetzung der eingesetzten Materialien. Beim Neubau und der Sanierung von Wohnhäusern steht spätestens seit der Energieeinsparungsverordnung die Energieeffizienz an oberster Stelle. Das Problem dabei: Durch Dämmung und entsprechend konstruierte Fenster werden die Räume nahezu luftdicht abgeschlossen. So bleibt zwar das Raumklima konstant, doch Schadstoffe in der Luft können kaum noch abtransportiert werden. Das Projekt "Gesundes Wohnen" ist der Ansatz, beim Bau und der Gestaltung von Innenräumen Schadstoffbelastungen zu vermeiden. Damit unsere Kunden auf den ersten Blick erkennen, welche Produkte besonders schadstoffarm sind, hat HORNBACH ein eigenes Prüfsiegel eingeführt. Die Qualität der zertifizierten Artikel wird in einem sorgfältigen Prüfverfahren von unabhängigen Instituten wie dem Sentinel-Haus Institut in Freiburg und dem Kölner eco-Institut, untersucht und im Anschluss mit dem "Gesundes Wohnen"-Prüfsiegel ausgezeichnet. Diese Produkte stehen für weniger schadstoffbelastete Raumluft und eine dauerhaft bessere Wohnqualität. Eine eigene Website zum Thema gibt grundlegende Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Die Palette der "Gesundes Wohnen"-Produkte werden wir in den nächsten Jahren kontinuierlich ausbauen.

Ausgebaut: Ganzheitliches Abfallkonzept mit Kundenservice

Umweltengagement ist heute, auch unter dem Gesichtspunkt knapper werdender Ressourcen, nicht mehr denkbar ohne Recycling. Um die Anzahl der Transporte so gering wie möglich zu halten, werden in den HORNBACH-Märkten für die volumenstarken Fraktionen Papier und Kunststoff Ballenpressen eingesetzt. Ein ganzheitliches Abfallkonzept fördert das Trennen und damit die Wiederverwertung der Wertstoffe als Sekundärrohstoffe sowie die Verringerung der nicht verwertbaren Stoffe.

Seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 haben Kunden in Deutschland die Möglichkeit, kaputte Energiesparlampen, LEDs und Leuchtstoffröhren in entsprechenden Sammelboxen im Markt kostenlos abzugeben. Mit dieser freiwilligen Leistung erleichtert HORNBACH den Konsumenten künftig die Entsorgung zu den üblichen Öffnungszeiten, die wesentlich großzügiger sind als die der kommunalen Sammelstellen. Seit November 2013 beteiligt sich HORNBACH federführend an der von den beiden Verbänden "Handelsverband Heimwerken Bauen und Garten" (BHB) und dem "Verband kommunaler Unternehmen" (VKU) verhandelten Rahmenbedingung zur freiwilligen Rücknahme aller Elektroaltgeräte. Hierbei werden wie bisher freiwillig kaputte Elektrokleingeräte wie Bohrmaschinen, Stichsägen, Akkubohrer sowie auch baumarktfremde Produkte wie z.B. Rasierer und Toaster zurückgenommen. Die gesammelten Elektroaltgeräte werden dann von kommunalen Entsorgungsunternehmen kostenlos abgeholt. Ziel ist es, auch damit einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten und zu verhindern, dass solche Produkte widerrechtlich über den Hausmüll entsorgt werden.

Logistik: Weniger Kilometer, weniger Verpackung

HORNBACH leistet mit seinen Logistikzentren einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz. So wurde in der Konzernlogistik auch in diesem Jahr weiter an der Reduzierung des CO2-Ausstoßes gearbeitet. Durch eine verbesserte Tourenplanung und eine optimierte Frachtraumauslastung werden die zurückzulegenden Kilometer und somit auch der LKW-Bedarf reduziert. Durch die Verwendung von speziellen Geräten zur Bündelung von Wertstoffen wird beim Abtransport weiterer Frachtraum eingespart. Dies geht mit einer Reduktion der Emissionen pro Ladeeinheit einher. Auch wird darauf geachtet, dass die Frachtführer mindestens Motoren der Euro-5-Norm aufweisen, in der seit 2009 die Emissionsrichtlinie für den Schadstoffausstoß festgelegt ist.

Die Konzernlogistik setzt indessen aber nicht nur auf den Transport durch LKW. So wird beispielsweise für den Alpentransit schwerer Güter wie Fliesen, die Bahn genutzt. Ebenso wird der Container-Nachlauf aus den Importhäfen Rotterdam und Hamburg nicht per LKW, sondern durch Binnenschiffe und Bahn abgewickelt.

Ein weiteres Handlungsfeld ist die Warenanlieferungen von unnötigem Verpackungsmaterial zu befreien. Dies erfolgt zum Beispiel durch den Einsatz von mehrwegfähigen langlebigen Transportbehältern in Kreisläufen zwischen den Lieferanten, unseren Märkten und den Logistikzentren. Auch wird an einem der Logistikstandorte der Einsatz moderner Gebäudeleittechnik pilotiert, wodurch Energieeinsparungen realisiert werden.

Durch konsequente Zeitfenstersteuerung an den Wareneingangstoren der Logistikzentren konnte die LKW-Wartezeit reduziert werden. Dies führt zu verbesserten Arbeitsbedingungen für Fahrer und Mitarbeiter.

Erneute Senkung der CO2-Werte im Fuhrpark

Der Fuhrpark des Konzerns wird weiterhin an ökologischen und ökonomischen Aspekten ausgerichtet. Die CO2-Grenzwerte der drei gelisteten Fahrzeugklassen bewegen sich zwischen 140 und 170 g/km. Bei der fortlaufenden Aktualisierung des Portfolios werden Modelle mit modernen und verbrauchsarmen Motortechnologien favorisiert. In Ergänzung zu den bereits gelisteten Hybridfahrzeugen wurde ein erstes Elektro-Fahrzeug in das Fahrzeugportfolio aufgenommen; Dieses wurde bereits von einigen Fahrern bestellt. Durch die Berücksichtigung des Kraftstoffverbrauchs bei der Berechnung der monatlichen Mobilitätsrate, besteht für unsere Fahrer ein Anreiz, ein verbrauchsarmes Fahrzeug auszuwählen.

Bei den Fahrzeugen, die im Berichtsjahr bestellt wurden, konnte der Durchschnittsverbrauch zum Vorjahr um 4,7 %, der CO2-Ausstoß um 6,9 % gesenkt werden. Der Durchschnittsverbrauch der bestellten Fahrzeuge liegt aktuell bei 4,4 Liter auf 100 Kilometer, der durchschnittliche CO2-Ausstoß bei 112,5 g/km.

Energieeinsparung in den Märkten

Auch beim Bau und Betrieb der Märkte kommt aktiver Umweltschutz zum Tragen. Von der 2009 eingeführten neuen Beleuchtungstechnik profitieren nicht nur alle neuen Märkte. Im Berichtsjahr wurden weitere bestehende Märkte aufgerüstet, so dass mittlerweile 122 (Vj. 117) Filialen über die neue Technik verfügen. Der Rollout der neuen Beleuchtungstechnik wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Kernstück der nachhaltigen Beleuchtungstechnologie ist die Einführung von elektronischen Vorschaltgeräten beim Betrieb der Halogenmetalldampflampen. Durch eine übergeordnete Beleuchtungssteuerung besteht nun die Möglichkeit, die Leuchten zu dimmen und nur so viel Licht abzurufen, wie in dem jeweiligen Bereich benötigt wird. Zudem wird die Beleuchtungsanlage optimal auf das Tageslicht abgestimmt. Der Einbau großer Lichtkuppeln bzw. langer Lichtbänder in den Dächern der neuen Märkte unterstützt die Nutzung natürlichen Lichts. Die neue Beleuchtungstechnik erhöht nicht nur die Betriebsdauer der Leuchtmittel um rund 50 %, sondern reduziert auch die jährlichen Energiekosten. Überdies verbessert sie sichtbar die Lichtqualität an den Regalen.

Einen weiteren Beitrag zur Energieeinsparung leistet die Gebäudeleittechnik (GLT), die wir im Jahr 2008 in den Neubaustandard übernommen haben. Die GLT steuert die Betriebszeiten der Verbrauchsanlagen bedarfsgerecht und optimiert somit den Energieverbrauch. Sie wurde bisher in 22 Neubaumärkten sowie im Roll-out in 104 Bestandsmärkten installiert. Damit sind insgesamt 126 (Vj. 105) unserer Filialen mit dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet. Der Rollout wurde im Berichtsjahr abgeschlossen.

Der Effizienzgedanke steht auch bei der Heizenergie im Vordergrund. Dort sorgt eine konsequente Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlagen für einen geringeren Verbrauch. Diese Technik kommt beim Bau neuer Märkte ebenso zum Tragen wie eine verbesserte Wärmedämmung durch ein neues Fassadensystem. Die im Berichtsjahr eröffneten neuen Märkte profitieren davon.

Jeder HORNBACH-Markt hat die Möglichkeit, sich anhand der wöchentlichen Verbrauchsstatistik ein genaues Bild über die Energieeffizienz der Filiale zu machen. Mit Hilfe der verschiedenen Energieeinspartechnologien konnten wir den jährlichen CO2-Ausstoß unseres konzernweiten Filialnetzes im Berichtsjahr weiter verringern.

Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Vielfalt und Chancengleichheit unter den Mitarbeitern

Die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung ist oberstes Prinzip für uns beim Umgang mit unseren Mitarbeitern. Ethnische Herkunft, Geschlecht, Alter, Sexualität, körperliche Einschränkungen oder Religionszugehörigkeit spielen bei der Beurteilung von Bewerbern keine Rolle. Ausschlaggebend sind allein fachliche Kompetenz, Lernbereitschaft und Teamgeist. Mit der Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt" im Jahr 2008 hat sich das Unternehmen deutlich zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld bekannt. In den neun Ländern, in denen HORNBACH tätig ist, arbeiten Menschen aus insgesamt 67 Nationen und vier Erdteilen.

HORNBACH unterstützt im Berichtsjahr das Projekt CHANCENWERK und betont so den Anspruch jungen Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Religion, gleiche Ausbildungschancen zu bieten. Ziel des Projekts ist die Förderung von Jugendlichen aus unterschiedlichen, mitunter schwierigen sozialen Verhältnissen. HORNBACH unterstützt in Kooperation mit CHANCENWERK Schüler in drei Städten: unter anderem bieten Mitarbeiter aktive Bewerbertrainings an, unsere Auszubildenden berichten in den Schulen aus Ihrem Arbeitsalltag und die Baumärkte vor Ort bieten Praktika und - im besten Fall - Ausbildungsplätze an.

Der Unternehmenserfolg ist eng an die Kompetenz und den Leistungswillen seiner Mitarbeiter geknüpft. Ihre Bereitschaft, die Ärmel hochzukrempeln, um dadurch das Konzernergebnis zu verbessern, wird durch unser Prämienmodell honoriert. Ein weiterer Baustein, Mitarbeiter am Unternehmenserfolg zu beteiligen, ist die Möglichkeit, Belegschaftsaktien zu erwerben.

Mitarbeiterzufriedenheit im Mittelpunkt

Selbst in einem positiven Arbeitsumfeld sind Konflikte zwischen Mitarbeitern oder mit den Vorgesetzten nicht vermeidbar. Um nun eine neutrale Anlaufstelle zu haben, die zunächst ohne Einbeziehung des Konfliktgegners aufgesucht werden kann, wurde im Unternehmen die Stelle des Ombudsmannes geschaffen. Seine Aufgabe ist es, beide Seiten zu hören, zu moderieren und den Konflikt im besten Fall zu lösen, ohne dass dadurch dem Mitarbeiter ein Nachteil entsteht. Diese Anlaufstelle wird von den Mitarbeitern konzernweit genutzt und genießt hohe Akzeptanz.

Verantwortung für die Gesellschaft

Kinder und Jugend im Mittelpunkt

Ein besonderes Zeichen sozialer Verantwortung für unsere Mitarbeiter wurde 2002 durch die Gründung der HORNBACH Stiftung "Menschen in Not" gesetzt. Die Stiftung hilft seitdem in Todesfällen, bei Unfällen oder schwerer Krankheit. Ihre Solidarität mit der Stiftung dokumentieren die Mitarbeiter unternehmensweit selbst durch die Aktion "Mitarbeiter helfen Mitarbeitern", deren eingehende Spenden zusätzlich von der HORNBACH-Baumarkt-AG verdoppelt werden. Die Stiftung ist aber auch für Personen außerhalb des Unternehmens Anlaufstelle in extremen Notsituationen. Insgesamt hat die Stiftung im Berichtsjahr 127 Menschen mit einer Gesamtsumme in Höhe von mehr als 180.000 € unterstützt.

Unser gesellschaftliches Engagement beschränkt sich jedoch nicht allein auf unsere Stiftung. HORNBACH fördert die Arbeit vieler lokaler Vereine und Einrichtungen rund um unsere Standorte. Bei der Auswahl der Projekte stehen generell Vorhaben zum Nutzen von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund. Umweltschutz und Denkmalpflege sind weitere Bereiche, in denen sich das Unternehmen für die Gesellschaft engagiert.

Als Mitglied des Vereins der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar stärkt unsere Unternehmensgruppe die Region. Ziel ist es, die Attraktivität, Innovationskraft und Wirtschaftsstärke der Region nach außen zu tragen.

Sicherstellung der sozialen Mindeststandards

HORNBACH stellt seit nun mehr als zehn Jahren auf freiwilliger Basis sicher, dass in den für HORNBACH produzierenden Fabriken die sozialen Mindeststandards eingehalten werden. Dafür setzt HORNBACH unabhängige Prüfinstitute ein, die in regelmäßigen Abständen die Fabriken nach internationalen Standards überprüfen und bewerten. Dabei sind Inhalte wie Kinderarbeit, menschenunwürdige Arbeitsplätze, nicht ausreichende Sicherheitsstandards wie z.B. zu kleine Fluchtwege und zu geringer Brandschutz genauso Prüf- und Bewertungspunkte wie die Einhaltung der lokalen Gesetzgebung und angemessene Unterkünfte.

Keine Produkte aus Kinderarbeit

Zu den Grundregeln sozialer Verantwortung zählt für uns überdies die Anerkennung internationaler Standards, die in den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aufgestellt sind. Gekauft wird daher nur in Fabriken, die Mindesterfordernisse erfüllen wie: den Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit, keine Einschüchterung von Arbeitern durch Misshandlungen oder verbale Drohungen, kein Hinterlegen von Ausweispapieren beim Arbeitgeber, die Beachtung von Regeln der Arbeitssicherheit, Einhaltung der Umweltgesetzgebung. Falls Unterkünfte bereitgestellt werden, müssen diese außerhalb der Produktions- und Materiallagerstätten liegen. Die Lieferanten müssen diese Standards auch bei ihren Vorlieferanten sicherstellen. Mit Hilfe von jährlichen Fabrik-Audits wird die Einhaltung dieser Regeln überwacht.

RISIKOBERICHT

Risikomanagement im Konzern

Jedes unternehmerische Handeln ist unmittelbar mit Chancen und Risiken verbunden. Daher ist ein wirksames Management der Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Der Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-AG bekennt sich in diesem Zusammenhang zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestands des Gesamtunternehmens und seiner Beteiligungsgesellschaften immer höchste Priorität hat. Durch das vom Vorstand implementierte Risikomanagementsystem (RMS) soll die Risikofrüherkennung mit dem Ziel der proaktiven Risikosteuerung kontinuierlich verbessert sowie eine stetige Optimierung des Chancen-Risiko-Profils erreicht werden. Davon abgeleitet hat der Vorstand die folgenden Grundsätze verabschiedet:

Risikopolitische Grundsätze

Die Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist zwangsweise mit Risiken verbunden. Keine Handlung oder Entscheidung darf aber ein existenzielles Risiko, das heißt ein den Fortbestand des Unternehmens oder eines Teilbetriebs gefährdendes Risiko nach sich ziehen. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden vom Konzern grundsätzlich nicht eingegangen. Kernprozesse sind hierbei die Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Geschäftsmodelle, die Beschaffung der Waren und Dienstleistungen, Standortentscheidungen, die Sicherstellung der Liquidität sowie die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Eingegangene Ertragsrisiken müssen durch die erwartete Rendite angemessen prämiert werden. Maßgebliche Kennziffern hierbei basieren auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Nicht vermeidbare Risiken sind - soweit wirtschaftlich sinnvoll - zu versichern. Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden.

Organisation und Prozess

Das im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestehende Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Es setzt sich dabei aus den zentralen Bestandteilen Risikofrüherkennung, Controlling- und Planungsprozesse, dem Berichtswesen sowie einem Internen Kontrollsystem (IKS) zusammen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Die Verantwortung für die Einrichtung, Ausgestaltung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikomanagementsystems und insbesondere des Internen Kontrollsystems liegt beim Vorstand. Bei der Ausgestaltung und Aufrechterhaltung des Systems wird er durch den Leiter Konzerncontrolling/Risikomanagement unterstützt.

Die Risikoverantwortlichen in den in- und ausländischen Teilbereichen des Konzerns haben die Aufgabe, Risiken ihres Verantwortungsbereiches durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Bei der Risikoidentifikation, Risikobewertung und auch der Festlegung geeigneter Maßnahmen zur Steuerung der Risiken werden die Risikoverantwortlichen von einem zentralen Risikocontroller unterstützt, dem die Koordination des Risikomanagementprozesses und die Aggregation der gemeldeten Risiken obliegt.

Die Ergebnisrisiken werden mit Hilfe einer Risikomatrix analysiert. Dabei werden zum einen Eintrittswahrscheinlichkeit und zum anderen die potenzielle Schadenshöhe erfasst. So können wir ableiten, ob und in welchem Umfang Handlungsbedarf besteht. Soweit die Risiken nicht quantitativ messbar sind, werden sie hinsichtlich ihrer Auswirkung qualitativ eingeschätzt.

Bewertungskategorien der Unternehmensrisiken in aufsteigender Reihenfolge

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung (in €)
niedrig ≤ 25% niedrig ≤ 2,0 Mio.
mittel 25% - 50% mittel 2,0 Mio. - 5,0 Mio.
hoch 50% - 75% hoch > 5,0 Mio.
sehr hoch >75%

Entsprechende Grundsätze und Festlegungen zum Risikomanagementsystem sind in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Die notwendigen aufbau- und ablauforganisatorischen Grundlagen für die Risikofrüherkennung sind darin konzernweit festgelegt. Zur Unterstützung des Risikomanagementprozesses ist eine konzernweit implementierte Standard-Softwarelösung im Einsatz, mit deren Hilfe Risiken und zugehörige Steuerungsmaßnahmen erfasst und dokumentiert werden.

Die Risiken werden vierteljährlich aktualisiert und an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat sowie sein Finanz- und Prüfungsausschuss beraten im halbjährlichen Rhythmus die aktuelle Risikolage. Neben dieser turnusmäßigen Berichterstattung ist auch ein Ad-hoc-Meldeverfahren für unerwartet auftretende Risiken definiert und im Risikomanagementprozess implementiert.

Das derzeitige Interne Kontrollsystem basiert auf einer konzerneinheitlich strukturierten Dokumentation der Kontrollen bei Prozessen und der damit verbundenen Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzberichterstattung haben könnten. Als Basis für das Interne Kontrollsystem stehen die entsprechenden Arbeitsanweisungen und Handbücher im Intranet des Konzerns zur Verfügung.

Die Konzernrevision kontrolliert im Rahmen ihrer Tätigkeit regelmäßig die Funktionsfähigkeit des bestehenden Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer beurteilt im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht und Erläuterungen gemäß § 315 Absatz 2 Nr. 5 HGB)

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen können. Den identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollschritte und klare Verantwortlichkeiten zugeordnet. Dies soll eine hinreichende Sicherheit gewährleisten, so dass trotz der identifizierten Risiken regelkonforme Abschlüsse für den Gesamtkonzern und die zu konsolidierenden Tochtergesellschaften erstellt werden können.

Die konzernweite Strukturierung und Dokumentation des bestehenden rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems und die Erstellung einer konzernweit einheitlichen Risikomatrix im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern wurde im Geschäftsjahr 2013/2014 weitgehend abgeschlossen. Hierzu haben die Tochtergesellschaften eine Ergänzung dieser konzernweiten Dokumentationen hinsichtlich länderspezifischer Besonderheiten vorgenommen. Diese Ergänzung der Dokumentationen durch die Tochtergesellschaften ist nahezu finalisiert. Durch die in den Landesgesellschaften und in der Muttergesellschaft benannten IKS-Verantwortlichen wird sichergestellt, dass zukünftige Prozessänderungen dokumentiert und entsprechende Kontrollen implementiert werden. Hierüber wird eine jährliche Entsprechenserklärung durch die IKS-Verantwortlichen abgegeben.

Wesentliche Elemente des Internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, wie z. B. systemtechnischen und manuellen Abstimmprozessen, die Trennung von Funktionen sowie das Vorhandensein bzw. die Einhaltung der Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Im gesamten Rechnungslegungsprozess wird das Vier-Augen-Prinzip angewandt, wobei entsprechende Freigabeprozesse durchlaufen werden müssen. Eine klare Unternehmens- und Führungsstruktur, die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und adäquate Zugriffsregelungen auf Basis eines konzerneinheitlichen Berechtigungskonzepts in den abschlussrelevanten Informations- und Rechnungslegungssystemen dienen der weiteren Risikosteuerung und Kontrolle. Diese wesentlichen Kontrollen sind in die rechnungslegungsbezogenen Prozesse integriert.

Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal. Sie sind für die Beachtung lokaler Vorschriften und die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien in Form von Arbeitsanweisungen und Bilanzierungs- und Organisationshandbüchern ebenso verantwortlich wie für die korrekte Überleitung der lokalen Einzelabschlüsse zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten IFRS-Abschlüssen. Insbesondere das Bilanzierungshandbuch soll durch eindeutige Vorgaben den Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden einschränken und somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken verringern. Die für die Bilanzierung und Bewertung der Sachverhalte Verantwortlichen der einzelnen Konzerngesellschaften bestätigen vierteljährlich im Rahmen einer konzerninternen Vollständigkeitserklärung die Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des jeweiligen Einzelabschlusses. Auf Konzernebene werden innerhalb des Konzernrechnungswesens und des Konzerncontrollings die in die Abschlüsse eingegangenen Buchungsdaten nochmals plausibilisiert und auf ihre Ordnungsmäßigkeit überprüft. Der Prozess der Konzernabschlusserstellung wird zentral über einen vorgegebenen Termin- und Aktivitätenplan koordiniert und sowohl zentral als auch dezentral überwacht. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Tochtergesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.

Wesentliche Änderungen der Rechnungslegungsprozesse aufgrund von neuen Gesetzen, Gesetzesänderungen oder Änderungen der internen Prozesse werden im Rahmen von internationalen Finanzkonferenzen mit allen wesentlich am Konzernrechnungslegungsprozess Beteiligten vor Umsetzungsbeginn besprochen. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Knowhow erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet.

Externe Experten wie z. B. sachverständige Gutachter werden insbesondere zur Beurteilung der Verkehrswerte von Immobilien im Rahmen von Impairment- bzw. Werthaltigkeitsüberprüfungen oder bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen hinzugezogen.

Alle für die Rechnungslegung wesentlichen Prozesse sind konzernweit einheitlich in einem gemeinsamen konzernweiten IT-System abgebildet. Durch diese vollständige Integration aller wesentlichen Finanzsysteme in einem einheitlichen IT-System ist die Datenintegrität bezogen auf die Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sichergestellt. Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans und die zentrale Pflege des Kontenrahmens wird in Zusammenhang mit dem konzernweit gültigen Bilanzierungshandbuch eine einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gewährleistet.

Dies dient auch als Basis für eine regelungskonforme Konzernkonsolidierung. Die Konsolidierungsmaßnahmen und notwendigen Abstimmtätigkeiten erfolgen zentral durch eine Konsolidierungsabteilung. Die in den Konsolidierungsprozessen wie z. B. der Schulden- oder der Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchzuführenden Kontrollen erfolgen sowohl automatisch durch das IT-System als auch manuell.

Durch die zentrale Steuerung und Überwachung aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten IT-Systeme und regelmäßigen Systemsicherungen wird das Risiko von Systemausfällen bzw. Datenverlust minimiert. Die interne Revision als integraler Bestandteil des Internen Kontrollsystems überprüft auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsplans im Rahmen ihrer Prüfungstätigkeiten regelmäßig stichprobenartig die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems. Neben der Konzernrevision nimmt auch der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit eine Beurteilung hinsichtlich der Wirksamkeit von internen Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung vor. Dennoch können auch angemessene und funktionsfähige Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten.

Übersicht der Gesamtrisiken

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
Finanzwirtschaftliche Risiken
Währungsrisiken mittel mittel
Zinsänderungsrisiken niedrig niedrig
Liquiditätsrisiken niedrig hoch
Kreditrisiken niedrig hoch
Externe Risiken
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken hoch hoch
Elementarrisiken niedrig hoch
Operative Risiken
Standort- und Absatzrisiken hoch hoch
Beschaffungsrisiken mittel hoch
Rechtliche Risiken
Gesetzliche und regulatorische Risiken niedrig hoch
Risiken aus Rechtsstreitigkeiten niedrig niedrig
Führungs- und Organisationsrisiken
IT Risiken niedrig hoch
Personalrisiken mittel niedrig

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken im Konzern bestehen aus Währungskurs-, Zinsänderungs- sowie Liquiditäts- und Kreditrisiken. Die Steuerung dieser Risiken obliegt der Abteilung Treasury.

Währungsrisiken

Grundsätzlich unterliegt HORNBACH durch seine Tätigkeit in Ländern, in denen eine andere Währung als der Euro existiert, dem Risiko von Währungskursänderungen. Hierbei handelt es sich um die Währungen Schweizer Franken, Tschechische Kronen, Schwedische Kronen und Rumänische Lei. Die Abwertung einer ausländischen Währung gegenüber dem Euro kann bei der Umrechnung einzelner Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro zu einem niedrigeren Konzernergebnis führen. Eine Absicherung dieser Risiken im Konzern erfolgt nicht.

Darüber hinaus führt die zunehmende internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns zu einem steigenden Devisenbedarf sowohl bei der Abwicklung des internationalen Wareneinkaufs als auch bei der Finanzierung von Investitionsobjekten in Fremdwährung. Aus einer Veränderung des Wechselkurses der jeweiligen Landeswährung gegenüber den Einkaufswährungen (hauptsächlich gegenüber dem EUR und dem USD) können direkte negative Ergebniseffekte resultieren. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden durch Hedginggeschäfte (Devisentermingeschäfte und USD-Festgelder) zu großen Teilen abgesichert. Investitionen werden nach Möglichkeit in der funktionalen Währung der jeweiligen Landesgesellschaft finanziert (Natural Hedging). Eine Absicherung der im Konzern entstehenden offenen EUR-Fremdwährungspositionen, die im Wesentlichen durch die in EUR abgewickelten konzerninternen Lieferungen und Leistungen und konzerninternen EUR-Darlehen entstehen, erfolgt nicht.

Zinsänderungsrisiken

Zur Absicherung des Zinsniveaus von langfristigen Finanzierungen werden Festzinsvereinbarungen oder Zinstauschvereinbarungen (Zinsswaps) abgeschlossen. Durch die Zinsswaps werden variable Darlehenszinsen in feste Zinsen getauscht und somit Zinszahlungen von Krediten abgesichert, die einen erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis des Konzerns haben könnten.

Liquiditätsrisiken

Die Akquisition von Grundstücken, Investitionen in Bau- und Gartenmärkte sowie der Einkauf großer Warenmengen erfordern die jederzeitige Bereithaltung einer hohen Liquiditätsverfügbarkeit. Bilaterale Bankkredite und -kreditlinien, eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 14. Dezember 2016, ein Schuldscheindarlehen der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 80 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016, ein durch eine Tochtergesellschaft der HORNBACH-Baumarkt-AG aufgenommenes Schuldscheindarlehen im Gegenwert von 20 Mio. € in lokaler Währung mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2015 und nicht zuletzt die im Februar 2013 emittierte Anleihe der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. Februar 2020 sichern neben den Mittelzuflüssen aus dem operativen Cashflow und bedarfsabhängigen Sale & Leaseback-Transaktionen die Finanzierung der weiteren Expansion. Risiken, längerfristige Finanzierungen von neuen Standorten über Banken oder Sale & Leaseback-Transaktionen aufgrund der Finanzierungsbedingungen an den Kapitalmärkten nicht mehr tätigen zu können, begegnet HORNBACH durch eine flexible Anpassung der Investitionen, Bereithaltung eines hohen Liquiditätspolsters sowie durch kurz- bis mittelfristige Finanzierungen auf Basis bestehender Kreditlinien. Im Zusammenhang mit der Anleihe und der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH-Baumarkt AG sowie den Schuldscheindarlehen im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung bestimmter banküblicher Verpflichtungen (Covenants), andernfalls droht unter Umständen die sofortige Rückzahlung der aufgenommenen Mittel. Im Ergebnis wäre eine Anschlussfinanzierung erforderlich, die lediglich unter erschwerten Refinanzierungsbedingungen durchgeführt werden könnte. Bei den Schuldscheindarlehen sowie bei der syndizierten Kreditlinie wurden neben allgemeinen Verpflichtungen, wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" sowie "cross default", zusätzlich sogenannte "financial covenants" vereinbart. Diese erfordern die Einhaltung einer auf Basis des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ermittelten Eigenkapitalquote von mindestens 25 % und einen Zinsdeckungsgrad (adjusted EBITDA/Bruttozinsaufwand) von mindestens 2,25. Daneben wurden Höchstgrenzen zu grundbuchlich besicherten Finanzverbindlichkeiten und Finanzverbindlichkeiten von Tochtergesellschaften vereinbart. Bei der Anleihe bestehen nur allgemeine Verpflichtungen wie zum Beispiel "pari passu", "negative pledge" und "cross default" aber keine "financial covenants".

Die Überprüfung dieser Covenants erfolgt kontinuierlich. Während des Geschäftsjahres 2013/2014 wurden sämtliche Verpflichtungen stets eingehalten. Zum 28. Februar 2014 betragen die Eigenkapitalquote 51,6 % (Vj. 51,5 %) und der Zinsdeckungsgrad 10,0 (Vj. 6,0).

Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, rollierende Konzern-Finanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Im Konzern bestehen zurzeit keine Risiken im Zusammenhang mit einer eventuell notwendigen Anschlussfinanzierung für fällig werdende Finanzverbindlichkeiten. Derzeit sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar.

Kreditrisiken

Durch Auswahl von Vertragspartnern mit ausschließlich guter Bonität bzw. durch Auswahl von Banken, für die Einlagensicherungseinrichtungen bestehen, werden bei Finanzanlagen und derivativen Finanzinstrumenten die Risiken eines finanziellen Verlustes begrenzt. Zudem wurden Bankeinlagen auf mehrere Kreditinstitute verteilt, um das im Zuge der Finanzmarktkrise und der darauf folgenden europäischen Kredit- und Staatsschuldenkrise gestiegene Ausfallrisiko von Bankeinlagen zu reduzieren. Diese Vorgehensweise wurde auch im Geschäftsjahr 2013/2014 beibehalten. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert.

Weitere Detailinformationen und Sensitivitätsanalysen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken werden im Konzernanhang unter Anmerkung (33) dargestellt.

Externe Risiken

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

Die Abhängigkeit der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem verfügbaren Einkommen der Haushalte kann sich in Phasen mit geringem Wirtschaftswachstum durch eine Kaufzurückhaltung der Kunden äußern. Es könnten sich aber auch die tendenziell guten Konjunkturaussichten in Europa unter dem Einfluss von weltweiten sich negativ entwickelnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlechter als erwartet darstellen.

Ungeachtet dessen ist eine wesentliche Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung in Deutschland festzustellen. Mit der weiteren Expansion in das europäische Ausland soll eine stetige Risikodiversifizierung erfolgen. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil der Umsätze mit saisonalen Artikeln erzielt, deren Absatz stark von externen Faktoren wie z. B. den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. So könnte die Frühjahrssaison durch einen lang anhaltenden Winter zeitlich kurz ausfallen und sich in niedrigeren Umsätzen innerhalb des Gartenbereichs im wichtigen I. Quartal des Geschäftsjahres niederschlagen.

Elementarrisiken

Der weltweit festzustellende Klimawandel hat auch direkten Einfluss auf HORNBACH-Standorte in Deutschland und dem europäischen Ausland. Neben möglichen Naturkatastrophen (z. B. Hochwasser) ist der Konzern auch Risiken durch Feuer und Explosionen ausgesetzt. Durch konzernweite Versicherungen sind die wesentlichen versicherbaren Elementarrisiken und eine damit möglicherweise verbundene Betriebsunterbrechung abgedeckt.

Operative Risiken

Standort- und Absatzrisiken

Investitionen in nicht geeignete Standorte können erheblichen negativen Einfluss auf die Ertragskraft des Konzerns haben. Zur Risikominimierung werden deshalb Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage von detaillierten Marktforschungsanalysen vorbereitet und Investitionsentscheidungen auf der Basis von dynamischen Investitionsrechnungen und Sensitivitätsanalysen getroffen. Dennoch kann das Risiko einer nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aufgrund zusätzlich existierender Einflussfaktoren wie dem Kundenverhalten und der lokalen Wettbewerbssituation nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Insbesondere in Ländern mit geringem Marktwachstum und starkem Wettbewerb müssen zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit daher kontinuierlich Investitionen in Standorte und den Ausbau des Kundenservice sowie neuer Konzepte getätigt werden.

Beschaffungsrisiken

Um den Ausfall von bedeutenden Lieferanten zu vermeiden, wurde ein effizientes Frühwarnsystem entwickelt, das die Lieferanten auf Basis von verschiedenen quantitativen und qualitativen Kriterien kontinuierlich bewertet. Durch eine frühzeitige Sondierung des Marktes hinsichtlich alternativer Ersatzquellen und einer Mehrlieferantenstrategie werden die Auswirkungen eines möglichen Lieferantenausfalls weiter reduziert. Bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation kann allerdings nicht immer ausgeschlossen werden, dass Lieferanten ausfallen, deren Produkte kurzfristig nicht anderweitig beschafft werden können. Zur Senkung des Risikos einer Unterbrechung der Logistikkette und zur Optimierung der Warenversorgung stehen insgesamt vier Zentralläger für den Gesamtkonzern zur Verfügung. Bei der Beschaffung der Ware unterliegt HORNBACH unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise für Artikel mit einem hohen Anteil an Rohöl, Kupfer oder Stahl aufgrund der auf den internationalen Rohstoffmärkten volatilen Preise. Daneben könnten Preissteigerungen für eher energieintensiv hergestellte Artikel zu weiteren insgesamt höheren Beschaffungskosten führen, die unter Umständen nur teilweise oder zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können.

Rechtliche Risiken

Gesetzliche und regulatorische Risiken

Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern unterliegt aufgrund seiner Geschäftstätigkeit in verschiedenen Ländern diversen nationalen Gesetzen und Bestimmungen. Änderungen von Gesetzen können deshalb zu höheren Compliance-Kosten führen. Neben den hier beispielhaft genannten Risiken von Schadenersatzklagen aufgrund von Patent- und Schutzrechtsverletzungen oder Umwelt- und Produkthaftungsschäden könnte speziell auch eine Verschärfung der nationalen Baugesetze oder Vorschriften zum Erwerb von Grundstücken negative Auswirkungen auf die künftige Ertragslage des Konzerns haben. Zur Vermeidung doloser Handlungen wurde bereits im Geschäftsjahr 2010/11 eine konzernweite Corporate Compliance Policy durch den Vorstand verabschiedet.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Die Gesellschaften des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebes naturgemäß mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Für bestehende Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wird daher bilanzielle Vorsorge durch Bildung von entsprechenden Rückstellungen getroffen. Zurzeit ist HORNBACH in keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren involviert, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten.

Führungs- und Organisationsrisiken

IT-Risiken

Die Steuerung des Konzerns ist maßgeblich von einer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch hochqualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz entsprechender aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne.

Personalrisiken

Der Einsatz hochmotivierter und -qualifizierter Mitarbeiter ist eine der Grundlagen für den Erfolg von HORNBACH. Dieser Pfeiler der Unternehmenskultur hat deshalb großen Stellenwert für den Gesamtkonzern. Die Aufrechterhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit wird daher durch extern durchgeführte Mitarbeiterbefragungen regelmäßig evaluiert, die Mitarbeiterqualifikation durch geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ständig verbessert. Leistungsbasierte Prämienmodelle unterstützen dabei die Erreichung dieses Zieles. Allerdings ist HORNBACH bei der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung von hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal von vielfältigen externen Faktoren wie z. B. der allgemeinen Arbeitsmarkt- und Branchenentwicklung abhängig und unterliegt ebenfalls den jeweiligen länderspezifischen Effekten des demografischen Wandels.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Im Geschäftsjahr 2013/2014 bestanden für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nachhaltig beeinträchtigen könnten.

CHANCENBERICHT

Die europäische Do-it-yourself-Branche bietet HORNBACH auch in Zukunft Wachstumschancen, die im Zusammenhang mit den im Risikobericht geschilderten Risiken sowie den im Prognosebericht erläuterten Einschätzungen der künftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beurteilen sind.

Auf die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte können sich in den nächsten Jahren eine Reihe von branchenspezifischen Entwicklungstrends (Megatrends) auswirken. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Unternehmen sein Handelsformat und die Unternehmensstrategie mit dem Anspruch auf Kontinuität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit konsequent weiter, um die potenziellen Chancen für künftiges Wachstum bestmöglich zu nutzen.

Branchenspezifische Chancen

Für die Betreiber von Bau- und Gartenmärkten spielen Megatrends eine bedeutende Rolle, die in den einzelnen Ländermärkten in unterschiedlicher Ausprägung Potenzial für eine steigende Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen rund um das Thema Bauen, Renovieren und Garten bieten.

Bei der Suche nach Wachstumsfaktoren zieht sich der große Bedarf an Lösungen für energiesparende Gebäudetechnik bzw. Energieeffizienz und den zeitgemäßen Innenausbau wie ein roter Faden durch den europäischen Neubau- und Modernisierungssektor. Insgesamt stehen nach unserer Auffassung die Chancen für steigende Umsätze und Erträge der DIY-Branche im In- und Ausland günstig. Begründen lassen sich die Wachstumsperspektiven unter anderem mit den nachfolgend skizzierten Chancen.

Chancen durch Nachhaltigkeit

Das Bauen im Bestand (Modernisierungs- bzw. Renovierungsmarkt) hat in den letzten Jahren für die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte stetig an Bedeutung gewonnen. Dagegen ist der Neubauanteil am Wohnungsbau europaweit rückläufig und machte zuletzt deutlich weniger als die Hälfte der gesamten Wohnungsbauinvestitionen aus. In Deutschland übersteigt der Umsatz am Modernisierungsmarkt seit 1998 das Neubauvolumen. Zwar ist aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen der Anteil der Neubautätigkeit seit dem Jahr 2011 wieder leicht gestiegen. Jedoch entfielen zuletzt immer noch fast drei Viertel des gesamten Bauvolumens in Höhe von rund 170 Mrd. € auf Modernisierungsvorhaben. Drei wesentliche Trends sind dafür verantwortlich:

Die Altersstruktur der Immobilien signalisiert einen steigenden Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf. So sind beispielsweise in Deutschland drei Viertel der Wohnungen älter als 30 Jahre. Fast jedes dritte Einfamilienhaus in Deutschland ist renovierungsbedürftig. Jedes zweite der zwischen 1949 und 1960 errichteten Eigenheime ist bislang nicht umfassend saniert worden und entspricht mit Blick auf die Energieeffizienz nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Da ohne Renovierungsmaßnahmen der Immobilienwert und die Attraktivität auf dem Wohnungsmarkt sinken, wird der Bedarf an Bauleistungen und Baumaterialien tendenziell zunehmen. Die immer noch rekordniedrigen Bauzinsen erweitern hierfür die finanziellen Spielräume der Privathaushalte.
Vor dem Hintergrund langfristig steigender Energiekosten und des Klimaschutzes gewinnt die energetische Sanierung nachhaltig an Bedeutung - nicht zuletzt auch angeschoben durch eine Vielzahl von Gesetzen, Richtlinien, Verordnungen oder Fördermaßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene. Durch energieeffizientes Bauen und Sanieren lassen sich bis zu drei Viertel der Energiekosten eines Wohngebäudes einsparen und die Betriebskosten über den Lebenszyklus einer Immobilie hinweg nachhaltig senken. Gleichzeitig leistet die energetische Sanierung einen wichtigen Beitrag zur Senkung des CO2 -Ausstoßes. Energieeffizienz gehört daher zu den Topthemen der europäischen DIY-Branche.
Barrierefreies Bauen ist angesichts der demografischen Entwicklungen in Europa eine Herausforderung für die Anpassung bestehenden Wohnraums und der städtischen Infrastruktur, damit ältere Menschen möglichst lange unabhängig und selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Der Bedarf an Lösungen für das altersgerechte Bauen wie etwa barrierefreie Gebäude- und Wohnungszugänge, Einbau von Aufzügen, Türverbreiterungen oder der Umbau von Sanitärräumen wird immer mehr zunehmen.

Diese Trends lassen sich auch unter der Überschrift "Nachhaltigkeit" zusammenfassen. Die ökologische, ökonomische und soziale Dimension des nachhaltigen Bauens spielt als Wettbewerbsfaktor nicht nur auf dem Immobilienmarkt eine immer wichtigere Rolle. Sie bietet gleichzeitig leistungsfähigen Akteuren in Industrie, Handel und Handwerk über das passende Sortiments- und Serviceangebot wachsende Umsatzpotenziale.

Chancen durch Verbrauchertrends

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass sich Menschen gerade in unsicheren Zeiten stärker als sonst ins Private zurückziehen (Homing). Die Verbraucher verbringen wieder mehr Zeit zu Hause und sind bereit, in die Verschönerung und Ausstattung ihrer Wohnungen zu investieren. Dies ist nicht nur ein deutsches Phänomen, sondern auch international Motivation für das Heimwerken als beliebte Freizeitaktivität. Dies gilt umso mehr, als die Verbraucher in vielen Regionen Europas von niedrigen Bauzinsen profitieren und ihr Geld lieber in den privaten Hausbau oder in Renovierungsprojekte als in alternative, zunehmend als unsicher oder unattraktiv erachtete Kapitalanlagen stecken.

Die Verwirklichung von Wohnwelten spielt bei Modernisierungsprojekten von Haus, Wohnung und Garten eine immer größere Rolle. Bei den Verbrauchern ist ein wachsendes Bewusstsein für Einflüsse aus Mode, Kunst, Architektur und Medien festzustellen. Die Übertragung dieser Wohntrends auf die eigenen vier Wände ist gesellschaftlich motiviert durch den Wunsch nach dauerhaften Werten, (Lebens-) Qualität, Individualität und Emotionalität. Die Baumarktbranche hat bei der emotionalen Ansprache ihrer Zielgruppen, bei der Präsentation von Wohnwelten und der Beratung komplexer innenarchitektonischer Projekte gegenüber dem spezialisierten Fachhandel noch erhebliches Entwicklungs- und somit Chancenpotenzial.

Chancen durch neue Marktpotenziale

Eine Vielzahl unterschiedlicher Vertriebsformen konkurriert im europäischen DIY-Markt um die Gunst der Heimwerker, Bauherren und Gartenliebhaber. Durch entsprechende Kundenorientierung und Fachhandelskonzepte können Baumarktbetreiber zusätzliche Marktanteile zu Lasten der anderen Vertriebsformen gewinnen. Die Potenziale sind umso größer, je geringer der Anteil der Baumärkte am DIY-Gesamtmarkt in einem Land ist.

Deutschland ist der größte europäische Do-it-yourself-Markt. Jedoch haben die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland ihr Kundenpotenzial erst zum Teil ausgeschöpft. Dieser Vertriebsweg deckt in Deutschland nur rund die Hälfte des DIY-Kernmarktes ab, der ein Marktvolumen von rund 44 Mrd. € erreicht. Die andere Hälfte des Marktvolumens erzielen Fachmärkte (wie zum Beispiel Fliesen-, Raumausstattungs-, Leuchten- oder Sanitärfachmärkte), der Baustoff- oder Holzfachhandel. In anderen europäischen Ländern liegt der Baumarkt-Anteil zum Teil deutlich höher.

Neben den Aktivitäten zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im stationären Einzelhandel setzt die Branche der Bau- und Gartenmärkte seit 2010 verstärkt auf den Vertriebskanal Internet. Der Online-Handel weist innerhalb des gesamten Einzelhandels die mit Abstand stärksten Wachstumsraten auf. Überdurchschnittlich entwickelte sich dabei bislang der E-Commerce mit DIY-Sortimenten. In Deutschland sollen die Online-Umsätze der typischen Baumarktproduktgruppen nach Prognosen der IFH Retail Consultants im Jahr 2014 um mehr als 11 % auf rund 2,3 Mrd. € zulegen. Die Experten rechnen damit, dass sich die Online-Umsätze aller im stationären Handel tätigen Bau- und Heimwerkermarktformate mit einem Plus von 14 % auf rund 460 Mio. € noch dynamischer entwickeln.

Als einen der zukunftsträchtigsten Vertriebstypen innerhalb des E-Commerce sehen Fachleute den Mehr-Kanal-Handel, das sogenannte Multi-Channel-Retailing, bei dem das stationäre Geschäft eng mit dem Online-Handel verzahnt wird. Der E-Commerce wird sich zudem noch stärker sozialisieren.

Social Media bieten unzählige Plattformen für den Austausch von Erfahrungsberichten über Projekte, Produkte, Preise und auch über die Anbieter und deren Leistungen bei Service und Qualität. Mit diesen Netzwerken beschäftigen sich immer mehr Unternehmen der DIY-Branche intensiv und treten in einen aktiven Dialog mit ihren Kunden.

Chancen durch Internationalisierung

Über die Chancen im deutschen DIY-Markt hinaus bietet die Expansion ins Ausland zusätzliche Wachstumsperspektiven. Zu diesem grenzüberschreitenden Schritt haben sich zahlreiche führende deutsche Baumarktanbieter schon vor Jahren entschieden. Sie versprechen sich außerhalb Deutschlands größere Umsatzpotenziale und eine höhere Rentabilität als im gesättigten deutschen Markt. Ferner hilft die Internationalisierung bei der Verteilung von Marktrisiken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Reifegrad regionaler DIY-Märkte zunimmt und manche Länder der EU sich nur schleppend von den nachlaufenden Effekten der Finanz- und Staatsschuldenkrise auf Beschäftigung und Einkommen erholen. Das erhöht die strategischen, aber auch die Eigenkapitalanforderungen an den DIY-Einzelhandel, um auch auf lange Sicht international attraktive Umsatz- und Ertragssteigerungen realisieren zu können.

Strategische Chancen

Unser Ziel ist es, die Marktposition von HORNBACH im europäischen Do-it-yourself-Markt durch organisches Wachstum kontinuierlich auszubauen. Umsatz und Profitabilität sollen durch die Expansion eines international erfolgreichen Handelsformats nachhaltig gesteigert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die strategische Weiterentwicklung unseres Konzepts und der Ausbau unseres Filialnetzes an Standorten mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial im In- und Ausland.

Die Unternehmensstrategie konzentriert sich auf den Projektgedanken. HORNBACH kann sich mit diesem Ansatz, der sich in der Sortiments-, Service- und Preispolitik widerspiegelt, zunehmend von seinen Wettbewerbern differenzieren. Die gute Finanzausstattung, das öffentliche Unternehmensrating und die Flexibilität bei der Refinanzierung über den Kapitalmarkt versetzen uns in die Lage, dass wir auch in Zukunft in die Differenzierung des HORNBACH-Formats erhebliche Mittel investieren können.
Unverrückbarer Bestandteil unserer konzernweit einheitlichen Strategie ist eine verlässliche Dauertiefpreispolitik. Wir glauben, dass wir Kunden auf lange Sicht besser an HORNBACH binden können, wenn wir diesen dauerhaft den besten Marktpreis bieten und garantieren. Gerade unsere Hauptzielgruppe der Projektkunden, die oft größere Renovierungsarbeiten durchführen, will langfristig kalkulieren. Mit zeitlich befristeten Rabattaktionen ist dies nicht möglich.
Baumarktkunden achten in zunehmendem Maße nicht nur auf wettbewerbsfähige Preise, sondern auch auf die Qualität und Nachhaltigkeit der angebotenen Produkte und Beratungsleistungen. Vor allem die lifestyleorientierte Zielgruppe der Kunden, die ihren Lebensstil an Gesundheit und Nachhaltigkeit ausrichten, gewinnt in diesem Zusammenhang an Bedeutung. Diese sogenannten "LOHAS" (Lifestyle of Health and Sustainability) verfügen meist über ein überdurchschnittliches Einkommen, konsumieren bewusst und kritisch. Sie legen großen Wert auf Qualität, Marke und Design. Mit unserer Fokussierung auf Qualität und Nachhaltigkeit der Sortimente in Verbindung mit professioneller Beratung können wir den hohen Anforderungen dieser Zielgruppen besonders gerecht werden. So sind wir zum Beispiel in der DIY-Branche führend beim Handel mit FSC-zertifizierten Holzprodukten.
Wir sehen uns mit Blick auf den immer bedeutsameren Modernisierungsmarkt und hier vor allem die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden erstklassig in der Branche positioniert. Auch in Zukunft werden wir komplexe Projekte wie die Fassadendämmung und den Austausch von Fenstern und Türen als Projektschau in den Märkten präsentieren. Die Projektschau ist ein innovatives Marketinginstrument zur Intensivierung der Projektidee. Unsere Kunden erhalten durch Vorführungen auf speziellen Event-Flächen der Märkte fachliche Beratung, Informationen und Anregungen, wie sie zu Hause in Eigenregie oder mit fachlicher Unterstützung Renovierungsprojekte oder Wohnträume in die Tat umsetzen können. Diese Aktivitäten werden von Leistungspaketen unseres Handwerkerservice flankiert. Weitere Umsatzimpulse können überdies die öffentlichen Förderprogramme für die energiesparende oder seniorengerechte Altbausanierung auslösen. Vor diesem Hintergrund bieten wir auf unserer Internetseite eine umfangreiche Fördermittel-Datenbank an.
Weiterhin bauen wir das Service-, Informations- und Beratungsangebot aus, um neue Kundengruppen für HORNBACH zu begeistern. Dazu zählen Heimwerkervorführungen in den Märkten, die zum Selbermachen animieren sollen, oder spezielle Frauenworkshops. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch die fachliche Förderung des Marktpersonals mit dem Ziel, das Produkt-Know-how sowie die Beratungskompetenz und damit die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Zunehmend interessanter werden unsere großen Bau- und Gartenmärkte auch für professionelle Kunden. Dank großzügiger Öffnungszeiten, der Bevorratung auch großer Mengen und der schnellen Abwicklung in unseren Drive-in-Märkten bzw. Baustoffzentren oder der unbürokratischen Rücknahme von Restmengen ist HORNBACH eine attraktive Alternative zu den traditionellen Bezugsquellen des Facheinzelhandels oder Großhandels.
Vielversprechende Wachstumschancen sehen wir im Marktsegment des sogenannten Buy-it-yourself (BIY) oder Do-it-for-me. Darunter versteht man jene Zielgruppe der Kunden, die nach Lösungen für ihre Heimwerkerprojekte suchen, die dazugehörenden Sortimente selbst einkaufen, die Arbeiten aber lieber einem Fachmann überlassen wollen. Wir sehen dieses Marktsegment auch im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung in Deutschland und anderen Teilen Europas. Unser Handwerkerservice zielt auf dieses Potenzial.
Die intensive Vorbereitung von Bau- oder Renovierungsvorhaben und der Einkauf im Internet sind für viele unserer Projektkunden inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Seit dem Start im Dezember 2010 in Deutschland (www.hornbach.de) hat sich unser Online-Shop zu einem leistungsfähigen virtuellen Bau- und Gartenmarkt entwickelt. Das Internet ist eine wichtige Ergänzung zu unserem stationären Einzelhandelsgeschäft. Deshalb bieten wir inzwischen neben Deutschland auch in der Schweiz und Österreich unseren Kunden die Möglichkeit, sich mit Hilfe unserer Website auf den Einkauf im Markt vorzubereiten.

Zentrales Element für den Webauftritt ist die direkte Beziehung unserer Kunden zu ihrer bevorzugten HORNBACH-Filiale. Unsere Kunden können sich online über Artikel, deren Preise und Verfügbarkeit informieren sowie Artikel vergleichen. Eine Vielzahl von Anleitungen in Schrift und Bild bieten Anregung und Hilfestellung bei der Vorbereitung und Umsetzung der Projekte. Kunden in Deutschland und Österreich können sich ihre Artikel per Direktversand nach Hause liefern lassen. Hier und in der Schweiz können unsere Kunden überdies den Service "Online reservieren und abholen im Markt" nutzen. Bereits ab vier Stunden nach der Reservierung stehen alle im Markt gelagerten Artikel zum Abholen in der gewünschten HORNBACH-Filiale bereit. Gerade für unsere Profikunden ist dieser Service ein echter Zeitsparer. Uns bietet der Internetauftritt zudem die Chance, auch außerhalb des Einzugsgebiets unseres Filialnetzes neue Kunden zu gewinnen und für die Marke HORNBACH zu begeistern.
Die Wahrnehmung von Chancen berührt nicht nur die Weiterentwicklung des Konzeptes oder die Erschließung von Marktsegmenten. Gleichzeitig richtet sich unser Augenmerk auf die Optimierung der Betriebsprozesse. Die Abläufe in der Marktorganisation, im Verkauf sowie die Verzahnung mit dem Einkauf und der Logistik werden ständig weiterentwickelt, was sich nachhaltig positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Konzern auswirken soll.
Die Internationalisierung des Konzerneinkaufs sichert uns einen breiten Zugang zu den globalen Beschaffungsmärkten sowie die strategische und langfristige Partnerschaft mit den Lieferanten und der Industrie. Von dieser Partnerschaft profitieren beide Seiten. Wir bieten jedem Lieferanten die Chance, jeden unserer Märkte so effizient wie möglich zu beliefern. Es sind sowohl große logistische Direktbelieferungen an jedem Standort möglich als auch die indirekte Belieferung über unsere zentralen Umschlagsplätze. So bieten wir auch regionalen Herstellern die Chance, über ihr bisheriges Vertriebsgebiet hinaus zu wachsen und in weitere Länder zu liefern. Da wir mit unserem Handelsformat auch zunehmend Profikunden an HORNBACH binden, können wir auch Hersteller für uns gewinnen, die sonst nur den professionellen Fachhandel beliefern. Die flexible Verzahnung unserer Lieferanten mit der Unternehmenslogistik optimiert unsere Wertschöpfungskette und sichert uns einen signifikanten Wettbewerbsvorteil: Durch die Nähe unserer Lieferanten zu den Einkaufsorganisationen in den Ländern können wir die Produktauswahl bestmöglich auf die regionalen Bedürfnisse in den Ländern anpassen und über Größenvorteile Margenverbesserungen erzielen. Zusätzliche Ertragspotenziale heben wir durch die zunehmende partnerschaftliche Entwicklung von Eigenmarken, mit denen wir unseren Kunden ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und uns gleichzeitig vom Wettbewerb differenzieren.
HORNBACH steht für organisches Wachstum. Auch in Zukunft werden wir unsere Chancen in der europaweiten Expansion suchen. Im dicht besetzten deutschen DIY-Markt setzen wir auf selektives Wachstum in attraktiven Einzugsgebieten. Hier können wir unsere Struktur- und Größenvorteile - insbesondere die hohe Flächenproduktivität in Verbindung mit der höchsten durchschnittlichen Filialgröße des Wettbewerbs - in die Waagschale werfen. Den Schwerpunkt unserer Expansion setzen wir außerhalb Deutschlands. In den meisten Regionen des übrigen Europas gibt es aufgrund der im Vergleich zum Inland geringeren Marktsättigung im Segment der großflächigen Bau- und Gartenmärkte überdurchschnittliche Wachstumschancen.

Erläuterungen zum Risiko- und Chancenbericht der HORNBACH-Baumarkt-AG

Die im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern dargestellten Risiken und Chancen entsprechen im Wesentlichen denen der HORNBACH-Baumarkt-AG.

PROGNOSEBERICHT

PROGNOSE DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN UND BRANCHENBEZOGENEN RAHMENBEDINGUNGEN

Die künftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Handelsaktivitäten des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns sind zum Abschluss dieses Berichts weiterhin mit großen Unsicherheiten verbunden. Dies ist zum einen an die Frage geknüpft, wie nachhaltig Europa die Staatsschuldenkrise in den Griff bekommt, und die konjunkturelle Erholung in der EU an Stärke und Breite gewinnt. Zum anderen spielen zusehends geopolitische Risiken wie etwa die Krim-Krise und die übergeordneten Turbulenzen in der und um die Ukraine eine gewichtige Rolle für die Prognosebasis. So bleibt weiterhin ein hohes Maß an Risikofaktoren bestehen. Die Volatilität an den Märkten hat generell zugenommen. Die kurz- und mittelfristigen Entwicklungen der Absatz-, Beschaffungs- und Refinanzierungsmärkte sind schwer vorhersehbar.

Von zentraler Bedeutung für die Geschäftsaussichten im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern ist die künftige Entwicklung der Konsumnachfrage in den Ländern, in denen wir operativ tätig sind. Der private Konsum wird entscheidend geprägt von der Entwicklung der Beschäftigung sowie der verfügbaren Einkommen, auf die nicht zuletzt die Entwicklung der Inflation, Sparmaßnahmen zur Konsolidierung der Staatsfinanzen oder auch Reformen im Sozial- und Gesundheitswesen Einfluss nehmen. Auf die Zukunft gerichtete Parameter wie die Konjunktur- und Einkommenserwartung oder auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher laufen als Stimmungsindikatoren für das Konsumklima den realwirtschaftlichen Daten voraus. Überdies können sich außergewöhnliche Witterungsverhältnisse empfindlich auf das Konsumverhalten und unser Saisongeschäft auswirken, wenngleich diese Einflussgröße in der Vorausplanung nicht abgebildet werden kann.

Rahmenbedingungen in Europa

Die Weltwirtschaft gewinnt nach Einschätzung des IWF weiter an Schwung. Laut dem im April veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick soll das globale Wachstum im Jahr 2014 3,6% betragen, nach einem Plus im Jahr 2013 von 3,0%. Die Wachstumsimpulse kommen hauptsächlich von den Industrieländern. In das Konjunkturbild passten die im Frühjahr 2014 erkennbaren Schwächetendenzen in China und anderen Schwellenländern einerseits sowie das von den Ökonomen prognostizierte Comeback der Euro-Wirtschaft andererseits.

Zum Jahresbeginn 2014 deutete die Entwicklung der Frühindikatoren auf eine anhaltende Belebung der Wirtschaftsaktivität im Euroraum hin. Volkswirte und Bankenökonomen erwarten im Jahr 2014 nach der Medianprognose des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) - wie auch die Europäische Kommission - einen Anstieg des BIP im Euroraum von 1,2%, was nach den Rückgängen der Wirtschaftsleistung in den Jahren davor ein vergleichsweise deutlicher Wachstumsschub wäre. Insbesondere die steigenden Anlageinvestitionen spielen laut ZEW die Vorboten der anziehenden Konjunkturdynamik. Der Privatkonsum im Währungsgebiet soll dagegen mit plus 0,6% nur leicht zulegen. Dies dürfte wohl hauptsächlich der weiterhin hohen Arbeitslosigkeit in Europa geschuldet sein. Jedoch setzte das von der Europäischen Kommision ermittelte Verbrauchervertrauen den im Herbst 2012 begonnenen Aufwärtstrend auch im Frühjahr 2014 fort.

Deutlich positiver als im EU-Durchschnitt fallen die Prognosen der Kommission für die meisten Länder aus, in denen HORNBACH mit seinen Bau- und Gartenmärkten vertreten ist. Die Schätzungen bewegen sich zwischen plus 1,5% (Österreich) und plus 2,5% (Schweden). In Deutschland und der Tschechischen Republik soll das reale BIP im Jahr 2014 jeweils 1,8% zulegen. Luxemburg, der Slowakei und Rumänien werden Wachstumsraten von 2,2% bis 2,3% zugetraut. Nur in den Niederlanden fällt der prognostizierte BIP-Anstieg mit plus 1,0% etwas geringer aus als im Durchschnitt des Euroraums. Allerdings wäre das nach dem Minus von 0,8% im Jahr 2013 eine erfreuliche Konjunkturwende.

Der Einzelhandel und die Bauwirtschaft in Europa dürfen im Jahr 2014 hoffen, dass die nach der Finanz- und Schuldenkrise entstandene Talsohle durchschritten ist. Spiegelbildlich zu den moderat ausfallenden Prognosen für den Privatkonsum sind in beiden Sektoren leichte Umsatzsteigerungen im Prognosezeitraum des Kalenderjahres 2014 zu erwarten. Nach den Angaben von Eurostat verzeichnete der Einzelhandel im Euroraum (ER18) in den Monaten Januar und Februar 2014 preisbereinigte Umsatzsteigerungen im Vergleich zum jeweiligen Vormonat von 1,0% und 0,4%, in der EU28 von 0,6% bzw. 0,5%.

Nach zwei Jahren mit rückläufigen Bauaktivitäten wird das europäische Wohnungsbauvolumen 2014 voraussichtlich wieder leicht wachsen. Zu diesem Ergebnis kam das Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct in seiner Prognose im Februar 2014. Nachdem die preisbereinigten Wohnungsbauleistungen in 19 analysierten EU-Ländern 2012 um mehr als 4 % und 2013 um gut 2 % geschrumpft waren, erwarten die Bauexperten für 2014 ein Plus von fast 1,5 %. Regional wird aber weiterhin mit einem starken Gefälle gerechnet. Während Euroconstruct beispielsweise für Deutschland, die Schweiz und Schweden eine spürbare Belebung des Wohnungsneubaus prognostiziert, wird für die Niederlande und Tschechien im Jahr 2014 mit weniger Wohnungsfertigstellungen gerechnet als im Vorjahr.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die weitere geopolitische Entwicklung auf der Krim und in der Ukraine im Jahresverlauf 2014 auf die Stimmungsindikatoren auswirken wird. Ökonomen sehen bei einer weiteren Verschärfung der Krise deutliche Abwärtsrisiken für die Konjunkturaussichten in Deutschland und Europa.

Rahmenbedingungen in Deutschland

Die vom ZEW im April befragten Ökonomen erwarteten 2014 in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 1,8%. Die deutschen Verbraucher und Investoren dürften in der heimischen Wirtschaft für einen dynamischen Anstieg der Binnennachfrage sorgen, der als wichtigster Wachtumstreiber im Jahr 2014 den Export ablösen könnte. Volkswirte rechneten durchschnittlich mit einem Anstieg des realen Privatkonsums von 1,3% (2013: plus 0,9%). Für die Anlageinvestitionen wurde im Mittel ein kräftiger Anstieg von 4,3% vorhergesagt, nach minus 0,7% im Jahr 2013. Das von der GfK im März 2014 - vor der Eskalation der Krim-Krise - gemessene Konsumklima in Deutschland blieb auf hohem Niveau. Insbesondere die Anschaffungsneigung der deutschen Verbraucher setzte ihren Höhenflug fort. Dabei sah die GfK vor allem den stabilen Arbeitsmarkt, die gute Einkommensentwicklung, niedrige Zinsen und eine niedrige Inflationsrate als maßgebliche Gründe. Die überaus gute Konsumneigung kommt laut GfK nur zum Teil beim Einzelhandel an. Vielmehr profitiere der Dienstleistungssektor wie beispielsweise im Renovierungsmarkt. Überdies lässt der nach wie vor hohe Stand an Baugenehmigungen der GfK zufolge den Schluss zu, dass auch weiterhin beträchtliche Mittel in den Immobilienbereich fließen werden.

Die deutsche Bauwirtschaft prognostizierte für das Jahr 2014 ein nominales Umsatzplus von 3,5%. Als treibende Kraft der Baukonjunktur sah die Branche weiterhin den Wohnungsbau mit einem erwarteten Umsatzplus von nominal 5%. Aber auch der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau werden sich nach der Verbandsprognose mit nominalen Umsatzzuwächsen von 2,5 % bzw. 3,5 % positiv entwickeln.

Im deutschen Einzelhandel wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamts in den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 real 1,5 % und nominal 2,6 % mehr als im Zeitraum Januar bis Februar 2013 umgesetzt. Für das Kalenderjahr 2014 erwartete der Handelsverband Deutschland (HDE) ein nominales Umsatzplus von 1,5% auf rund 440 Mrd. €. Weiter zweistellig wachsen soll der Online-Handel. Hier rechnet der HDE 2014 mit einem Plus von 17% auf rund 39 Mrd. €.

Der Branchenverband BHB ist für den DIY-Einzelhandel im Jahr 2014 optimistisch. Zwar gelte es, das Umsatzminus des Vorjahres von rund 3 % wieder wettzumachen. Aber aufgrund der stabilen Wirtschaftslage und positiver Konsolidierungseffekte nach der Ära Praktiker/Max Bahr wird damit gerechnet, dass die Baumarktbetreiber 2014 im deutschen Markt teilweise deutliche Zuwachsraten erzielen können.

PROGNOSE DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2014/2015 IM HORNBACH-BAUMARKT-AG KONZERN

Die Aussagen zur erwarteten Entwicklung im Geschäftsjahr 2014/2015 gründen sich auf die mittelfristige Unternehmensplanung, die einen Planungshorizont von fünf Jahren hat und jährlich fortgeschrieben wird. Die Planung für die Geschäftsjahre 2014/2015 bis 2018/2019 und die darin integrierte Jahresplanung 2014/2015 fanden Ende Februar 2014 die Zustimmung des Aufsichtsrats.

Expansion

Im einjährigen Prognosezeitraum planen wir weiterhin keinen Markteintritt in ein neues Land, sondern setzen auf den Ausbau und die Modernisierung unseres Filialnetzes im bisherigen Verbreitungsgebiet, also in Deutschland und den acht Ländern des übrigen Europas. Je nach Fortschritt in der Baugenehmigungs- und Bauplanungsphase kann es Verschiebungen zwischen den Jahren geben.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 verlagern sich unsere Expansionsaktivitäten schwerpunktmäßig ins Inland. Hintergrund ist die Übernahme ehemaliger Standorte aus dem deutschen Filialnetz des zerschlagenen Praktiker-Konzerns. HORNBACH sicherte sich insgesamt sechs Standorte, die im Prognosezeitraum ans Netz gehen sollen. So werden wir im Zeitraum Juni 2014 bis Januar 2015 sukzessive die ehemaligen Praktiker- oder Max Bahr-Filialen in Trier (Ersatzstandort), Schwabach, Ulm, Lüneburg und Kamen nach jeweils mehrmonatiger Umbauphase als neuer Mieter in Betrieb nehmen. Voraussichtlich bis Ende Februar 2015 wollen wir überdies den ehemaligen Praktiker-Markt in Saarbrücken, den die Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG erwarb, eröffnen und später mit dem unmittelbar benachbarten HORNBACH-Standort zu einem großen Projektbaumarkt verschmelzen.

Bereits im März 2014 wurden in Lübeck sowie in Prag-Čestlice (Tschechische Republik) zwei neue großflächige HORNBACH Bau- und Gartenmärkte eröffnet. Unter Berücksichtigung des Ersatzstandorts in Trier, der eine größere Verkaufsfläche und eine bessere Lage hat als der 1990 eröffnete Altstandort, soll sich die Anzahl der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte bis 28. Februar 2015 konzernweit insgesamt auf bis zu 147 (28. Februar 2014: 141) erhöhen, davon bis zu 97 in Deutschland und 50 im übrigen Europa.

Investitionen

Das geplante Bruttoinvestitionsvolumen im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG wird im Geschäftsjahr 2014/2015 voraussichtlich zwischen 100 und 120 Mio. € liegen. Für den im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013/2014 (72 Mio. €) deutlichen Anstieg der Investitionen ist im Wesentlichen das beschleunigte Expansionsprogramm verantwortlich. Während im Geschäftsjahr 2013/2014 vier neue Märkte in Betrieb genommen wurden, stehen im Prognosezeitraum neun Neueröffnungen (einschließlich zweier Ersatzstandorte und einer Standorterweiterung) auf der Agenda. Zusätzlich werden bereits Vorleistungen für das Expansionsprogramm im Folgejahr 2015/2016 erbracht. Der überwiegende Teil der Mittel wird in den Bau neuer Märkte, Geschäftsausstattung neuer und bestehender Filialen, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte sowie in IT-Infrastruktur fließen.

Bei der Finanzierung der Investitionen genießt HORNBACH größtmögliche Flexibilität. Neben dem frei verfügbaren operativen Cashflow ist dank der flüssigen Mittel und freier Kreditlinien ein hohes Maß an verfügbarer Liquidität vorhanden. Im Prognosezeitraum gibt es keinen Bedarf, Investitionsvorhaben beispielsweise durch Aufnahme zusätzlicher Finanzschulden zu finanzieren. Sale & Leaseback-Transaktionen sind im Geschäftsjahr 2014/2015 nicht vorgesehen.

Umsatzentwicklung

Das Basisszenario für das Planjahr 2014/2015 geht davon aus, dass der Konzernumsatz den Wert des Berichtsjahres 2013/2014 deutlich übertreffen wird. Vor dem Hintergrund der geschilderten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen wird davon ausgegangen, dass auch die flächenbereinigten Umsätze im Konzern über dem Vorjahresniveau liegen werden. Darin kommt auch die Annahme einer breit angelegten Konjunkturerholung mit einer weiteren Verbesserung des Konsumklimas in den Ländern unseres europaweiten Vertriebsgebiets im Jahr 2014 zum Ausdruck.

Der Start in das Geschäftsjahr 2014/2015, das nach Abschluss des Planungsprozesses am 1. März 2014 begann, war überaus erfolgreich und entwickelte sich im krassen Gegensatz zum desaströsen Auftakt ein Jahr zuvor. Während die Umsätze des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns im März 2013 wegen des außergewöhnlich harten Winters um 18,5% eingebrochen waren, sind die Umsätze im milden März 2014 mit einem Anstieg von 34,5% regelrecht explodiert. Im April 2014 zeichnete sich konzernweit erneut eine prozentual zweistellige Umsatzverbesserung deutlich über den Planerwartungen ab. Zum Abschluss dieses Berichts war erkennbar, dass das erste Quartal 2014/2015 (1. März bis 31. Mai 2014) sowohl in Deutschland als auch im übrigen Europa signifikant besser ausfallen dürfte als im Vorjahr.

Vor diesem Hintergrund nahm der Vorstand im April 2014 eine Aufwärtsrevision des Basisszenarios für 2014/2015 vor und schätzte den Umsatzverlauf im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG nunmehr optimistischer ein.

Die für das Jahr 2014 prognostizierte Belebung der Konsumnachfrage und Wohnungsbauaktivitäten sollte im Geschäftsjahr 2014/2015 in Verbindung mit der größeren Zahl an Neueröffnungen für eine weitere Erhöhung der Umsatzdynamik im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG sorgen. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Konzepten wollen wir die Betriebsabläufe in unseren Märkten und in der Logistik stetig verbessern, Sortimente und Dienstleistungen nachhaltig weiterentwickeln und die Kundenzufriedenheit im stationären Geschäft sowie im Online-Shop kontinuierlich steigern.

Deutschland

In Deutschland erwarten wir im Geschäftsjahr 2014/2015 erneut eine flächenbereinigte Wachstumsrate über dem Konzerndurchschnitt. Aufgrund des zu erwartenden Umsatzsprungs im wichtigen ersten Geschäftsquartal ist die Wahrscheinlichkeit signifikant gestiegen, dass die flächenbereinigten Umsätze das ursprünglich für das Gesamtjahr gesteckte Wachstumsziel übertreffen. Aufgrund unserer starken Wettbewerbsposition sind wir zuversichtlich, dass sich HORNBACH auch in Zukunft deutlich besser als der Branchendurchschnitt in Deutschland entwickeln und so weitere Marktanteile hinzugewinnen wird. Wir rechnen im Prognosezeitraum damit, dass die HORNBACH Bau- und Gartenmärkte weiterhin von der Neuordnung im deutschen DIY-Markt durch das Ausscheiden des Wettbewerbers Praktiker profitieren werden. Zahlreiche neue Kunden und somit zusätzliche Umsatzanteile konnten wir an die Marke HORNBACH binden. Allerdings halten wir eine lineare Fortschreibung der positiven Konsolidierungseffekte, die im Geschäftsjahr 2013/2014 in einigen Einzugsgebieten für signifikante Umsatzsteigerungen gesorgt hatten, für unrealistisch. Mit der Übernahme von ehemaligen Praktiker- und Max Bahr-Standorten durch leistungsfähige Baumarktbetreiber ist nach der Umflaggungswelle spätestens ab Sommer 2014 von einem erhöhten Gegendruck durch verschärften Wettbewerb in einzelnen regionalen HORNBACH-Einzugsgebieten auszugehen. Diese strukturellen Effekte dürften die Umsatzperformance in Deutschland in der zweiten Geschäftsjahreshälfte tendenziell abbremsen. Im weiteren Verlauf des Jahres verstärken sich zudem die saisonalen bzw. witterungsbedingten Basiseffekte des Geschäftsjahres 2013/2014, da sich die Umsatzentwicklung insbesondere des dritten und vierten Quartals mit den hohen Vergleichswerten des Vorjahres messen lassen muss.

Unserer Prognose liegt die Annahme eines weitgehend stabilen Konsumklimas in Deutschland zugrunde, das weiterhin durch eine robuste Entwicklung von Beschäftigung und Einkommen geprägt ist. Sollte es jedoch im Verlauf des Prognosezeitraums beispielsweise durch geopolitische Krisen wie eine unerwartete Verschärfung des Ukraine-Konflikts oder durch exogene Preisschocks an den Rohstoff- und Energiemärkten zu erheblichen konjunkturellen Verwerfungen kommen, drohen über eine potenzielle Eintrübung des Konsumentenvertrauens Abwärtsrisiken für die flächenbereinigte Umsatzentwicklung.

Übriges Europa

Wir glauben, dass sich der Umsatzverlauf unserer Filialen im übrigen Europa im Prognosezeitraum 2014/2015 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013/2014 weiter verbessern wird. Dafür spricht auch die von Ökonomen für 2014 prognostizierte Konjunkturbelebung in Europa. Aufgrund der im Vergleich zu Deutschland schwierigeren Verfassung der Arbeitsmärkte, der Bauwirtschaft, des Immobiliensektors und des Konsumentenvertrauens in einigen EU-Ländern rechnen wir weiterhin mit einer niedrigeren flächenbereinigten Wachstumsrate als in Deutschland.

Die Umsatzerwartungen wurden mit Blick auf die deutlich über Plan liegenden Steigerungsraten unserer internationalen HORNBACH-Filialen im März 2014 und den für das erste Quartal 2014/2015 ablesbaren positiven Entwicklungstrend auch für das übrige Europa angehoben. Wir halten die Revision des Prognoseszenarios nicht nur wegen der positiven Konjunkturaussichten für das Jahr 2014 in unserem Verbreitungsgebiet für angezeigt, sondern auch wegen des weiter hohen Nachholbedarfs im europäischen Neubau- und Modernisierungsmarkt. In diesem Kontext haben wir dank unserer Ausrichtung auf Projekt- und Profikunden im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittliche Wachstumspotenziale.

Bei einer signifikanten Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen lastet auch auf der flächenbereinigten Umsatzentwicklung der HORNBACH-Standorte im übrigen Europa ein Abwärtsrisiko.

Umsatzprognose für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern

Wir rechnen damit, dass der Konzernumsatz, das heißt der Nettoumsatz einschließlich Neueröffnungen, Schließungen und Erweiterungsmaßnahmen, im Geschäftsjahr 2014/2015 im mittleren einstelligen Prozentbereich und voraussichtlich mit einer höheren Steigerungsrate als im Vorjahr 2013/2014 (plus 4,4%) wachsen wird. Für die flächenbereinigten Umsätze erwarten wir konzernweit ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Ertragsentwicklung

Die künftige Ertragsentwicklung basiert im Wesentlichen auf den erwarteten Ergebnisbeiträgen der Segmente "Baumärkte" und "Immobilien".

Segment Baumärkte

Im Segment Baumärkte wird die operative Ergebnisentwicklung hauptsächlich von der Veränderungsrate der flächenbereinigten Umsätze geprägt. Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor ist die Handelsspanne, die nach unseren Erwartungen im Geschäftsjahr 2014/2015 das Vorjahresniveau (37,4%) erreichen soll. Positive und negative Spanneneffekte dürften sich in etwa die Waage halten. Weiterhin hoch bleibt nach unserer Auffassung der Preisdruck im stationären DIY-Wettbewerb. Durch die starke Zunahme des Online-Handels und dadurch immer größere Preistransparenz in der Baumarktbranche wird sich nach unserer Einschätzung der Margendruck in Zukunft tendenziell erhöhen. Den negativen Preiseffekten wollen wir im Wesentlichen mit positiven Mengeneffekten und dem gezielten Ausbau unseres Eigenmarkenanteils entgegenwirken.

Die Filialkosten sollen entsprechend der Jahresplanung 2014/2015 langsamer ansteigen als der Umsatz. Dadurch würde die Filialkostenquote voraussichtlich leicht unter dem Vorjahresniveau (31,0%) liegen. Bedingt durch Tarifsteigerungen und den expansionsbedingten Personalaufbau werden die Personalkosten zwar über dem Vorjahreswert liegen, sie sollen aber nur unterproportional zum Umsatzanstieg wachsen. Die Werbeaufwendungen werden nach dem degressiven Verlauf im Geschäftsjahr 2013/2014 im Prognosezeitraum wegen des verstärkten Einsatzes innovativer Werbeformate voraussichtlich unterproportional wachsen. Die Maßnahmen in den letzten Jahren zur Energieoptimierung (Gebäudeleit- und Beleuchtungstechnik) sollen dazu beitragen, dass die Versorgungskosten des Segments Baumärkte weniger stark zunehmen als die Umsätze. Dagegen rechnen wir bei den allgemeinen Betriebskosten mit einem überproportionalen Anstieg. Deutlich ausgeweitet werden die Instandhaltungsmaßnahmen für Grundstücke und Gebäude. Einige der für den DIY-Einzelhandel genutzten Immobilien sind bereits über 20 Jahre alt. Im Sinne der Substanzerhaltung und gleichzeitig mit dem Anspruch eines modernen Marktauftritts ist es notwendig, im Prognosezeitraum mehr Mittel als in den Vorjahren für die Renovierung unserer Immobilien bereitzustellen. Darüber hinaus planen wir höhere Ausgaben für die Modernisierung der Verkaufsflächen und innovative Weiterentwicklung unserer Warenpräsentation.

Die Voreröffnungskosten sollen 2014/2015 deutlich zunehmen. Vier Neueröffnungen im Geschäftsjahr 2013/2014 stehen neun geplante Markteröffnungen im Prognosezeitraum gegenüber. Außerdem sind für bereits in den ersten Monaten des Folgejahres 2015/2016 geplante Eröffnungen Kosten im Budget eingestellt.

In der Planung für das Jahr 2014/2015 ist ein überproportionaler Anstieg der Verwaltungskosten budgetiert. Eine zentrale Rolle spielen dabei projektgetriebene Aufwendungen. So werden wir für strategische Zukunftsprojekte wie insbesondere den konsequenten weiteren Ausbau unserer Onlineaktivitäten in Deutschland und im übrigen Europa gezielt Ressourcen aufbauen. Aus diesem Grund wird die Verwaltungskostenquote im Jahr 2014/2015 deutlich zunehmen.

Das EBIT im Segment Baumärkte wird 2014/2015 voraussichtlich überproportional zum Umsatzanstieg wachsen.

Segment Immobilien

Im Segment Immobilien werden die Mieterträge im Prognosezeitraum 1. März 2014 bis 28. Februar 2015 im Zuge der Expansion weiterhin einen stabilen Anstieg verzeichnen. Ergebnisbelastend wirkt dagegen ein deutlich überproportionaler Anstieg der Immobilienkosten. Dafür verantwortlich sind im Wesentlichen die Aufwendungen für die Umrüstung der aus dem Praktiker-/Max Bahr-Portfolio übernommenen Märkte. Die dafür vorgesehenen einmaligen Umbaukosten sind zum Teil nicht aktivierungsfähig und belasten die Budgets des Planjahres. Es wird erwartet, dass das EBIT im Segment Immobilien im Geschäftsjahr 2014/2015 auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Ertragsprognose für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern

Die Ertragsprognose ist an die Annahme geknüpft, dass es innerhalb des Prognosezeitraums weder zu einem unerwarteten Konjunktureinbruch noch zu einer erheblichen Verschlechterung des Konsumklimas kommt.

Die Ergebnisentwicklung im Konzern wird von der Ertragslage des Segments Baumärkte geprägt. Wir erwarten, dass das Betriebsergebnis (EBIT) im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG im Geschäftsjahr 2014/2015 überproportional zum Umsatzanstieg wachsen wird.

Einzelabschluss nach HGB

Im Einzelabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG, der durch die Geschäftsentwicklung der deutschen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte geprägt wird, rechnen wir im Geschäftsjahr 2014/2015 mit einer Zunahme der Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich. Wir gehen ferner davon aus, dass die Voreröffnungs- und Verwaltungskosten im Vergleich zu 2013/2014 stark zunehmen und ergebnisbelastend wirken werden. Dagegen wird sich der Basiseffekt der Beteiligungsabschreibung im Vorjahr 2013/2014 deutlich ergebnissteigernd im Prognosejahr 2014/2015 auswirken. Nach unserer Einschätzung wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im einjährigen Prognosezeitraum signifikant über dem Wert des Geschäftsjahres 2013/2014 liegen.

SONSTIGE ANGABEN

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands

Die HORNBACH-Baumarkt-AG als das Mutterunternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns nimmt einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch die von ihr ausgegebenen stimmberechtigten Aktien in Anspruch und berichtet daher gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 95.421.000 € ist eingeteilt in 31.807.000 auf den Inhaber lautende Stück-Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 3,00 € je Aktie. Jede Stück-Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Zu den weiteren Rechten und Pflichten der Stammaktien wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Über mehr als 10 % der Stimmrechte verfügt die HORNBACH HOLDING AG mit Sitz in Le Quartier Hornbach 19, 67433 Neustadt an der Weinstraße, Deutschland. Ihr Anteilsbesitz und damit ihr Stimmrechtsanteil belaufen sich zum 28. Februar 2014 auf 76,4 %.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Für die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands (§§ 84, 85 AktG) sowie für die Änderung der Satzung (§§ 133, 179 AktG) sind die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften des Aktiengesetzes maßgeblich.

"Change of Control"

Wesentliche Vereinbarungen zwischen der HORNBACH-Baumarkt-AG und Dritten, die bei einem Kontrollwechsel ("Change of Control") wirksam werden, bestehen hinsichtlich der Verträge zur langfristigen Finanzierung des Konzerns.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien

Gemäß § 4 der Gesellschaftssatzung (Grundkapital) ist der Vorstand ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien um bis zu insgesamt 15.000.000,00 € gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

zum Ausgleich von Spitzenbeträgen,
soweit es erforderlich ist, um Inhabern von durch die Gesellschaft oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts zustehen würde,
um Arbeitnehmern der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften neue Aktien bis zu einem Gesamtvolumen von 1.500.000,00 € als Belegschaftsaktien zum Bezug anzubieten,
soweit der Anteil am Grundkapital der neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt zehn vom Hundert des vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Beschlusses dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung, und der Ausgabebetrag der neuen Aktien jeweils den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Auf die Begrenzung auf zehn vom Hundert des Grundkapitals sind gegebenenfalls diejenigen Aktien anzurechnen, die aufgrund anderweitiger unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden oder auszugeben sind.

Dies betrifft insbesondere die Veräußerung eigener Aktien, die aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien gemäß §§ 71, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt, ferner Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten ausgegeben bzw. auszugeben sind, wenn die Schuldverschreibungen aufgrund einer Ermächtigung gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben wurden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen Stückaktien um bis zu insgesamt 30.000.000,00 € gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die neuen Aktien können jeweils als stimmberechtigte Stammaktien oder als Vorzugsaktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen festzulegen. Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist aber ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in dem Umfang auszuschließen, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Gesellschaft oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts zustehen würde. Ferner können Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre ausgenommen werden.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und eines bedingten Kapitals anzupassen.

Abhängigkeitsbericht

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wurde nach § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Zu den berichtspflichtigen Vorgängen wird darin erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei allen hier berichtspflichtigen Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge und die Struktur der Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats dar. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts und wird innerhalb des Abschnitts Corporate Governance ab Seite 27 des Geschäftsberichts dargestellt.

DISCLAIMER

Unser zusammengefasster Lagebericht sollte im Kontext mit den geprüften Finanzdaten des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns und den Konzernanhangsangaben gelesen werden, die an anderer Stelle des Geschäftsberichts stehen. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands von HORNBACH beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser prognostizierten Aussagen realistisch sind, kann die Gesellschaft nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, insbesondere im Konsumverhalten und im Wettbewerbsumfeld in den für HORNBACH relevanten Handelsmärkten. Ferner zählen dazu die mangelnde Akzeptanz neuer Vertriebsformate und neuer Sortimente sowie Änderungen der Unternehmensstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch HORNBACH ist weder geplant, noch übernimmt HORNBACH die Verpflichtung dazu.

Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern für die Zeit vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2014

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Anhang 2013/2014

T€
2012/2013

T€
Veränderung

%
Umsatzerlöse 1 3.151.988 3.019.959 4,4
Kosten der umgesetzten Handelsware 2 1.973.876 1.892.307 4,3
Rohertrag 1.178.112 1.127.652 4,5
Filialkosten 3 925.394 896.251 3,3
Voreröffnungskosten 4 10.130 9.896 2,4
Verwaltungskosten 5 141.561 140.615 0,7
Sonstiges Ergebnis 6 4.076 18.422 -77,9
Betriebsergebnis (EBIT) 105.102 99.312 5,8
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 959 2.100 -54,3
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.850 26.119 -35,5
Übriges Finanzergebnis -1.888 -928 103,4
Finanzergebnis 7 -17.779 -24.947 -28,7
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 87.323 74.365 17,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8 30.973 22.066 40,4
Konzernjahresüberschuss 56.350 52.299 7,7
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert in €) 9 1,77 1,64 7,9

Gesamtergebnisrechnung HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern für die Zeit vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2014

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Anhang 2013/2014

T€
2012/2013

T€
Konzernjahresüberschuss 56.350 52.299
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen1) 23 1.827 -3.437
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen1) -369 674
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht reklassifiziert werden 1.458 -2.763
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge)
direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente -392 -2.604
erfolgswirksame Realisierung von Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente 2.203 1.798
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -4.434 -2.739
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 8 -494 298
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die reklassifiziert werden -3.117 -3.248
Gesamtergebnis 54.691 46.288

1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IAS 19R angepasst.

Bilanz HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern zum 28. Februar 2014

Aktiva

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Anhang 28.2.2014

T€
28.2.2013

T€
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 11 11.281 12.949
Sachanlagen 12 711.854 702.110
Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 12 5.862 6.005
Finanzanlagen 13 94 1.278
Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 14/23 3.098 3.822
Langfristige Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26 4.842 6.422
Latente Steueransprüche 15 3.358 7.870
740.389 740.456
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 16 504.568 481.584
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 17 48.896 51.795
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26 5.320 5.340
Flüssige Mittel 18 371.110 317.178
Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 19 0 1.076
929.894 856.973
1.670.283 1.597.429
Passiva
Anhang 28.2.2014

T€
28.2.2013

T€
Eigenkapital 20
Gezeichnetes Kapital 95.421 95.421
Kapitalrücklage 143.623 143.623
Gewinnrücklagen1) 622.942 584.154
861.986 823.198
Langfristige Schulden
Finanzschulden 22 364.650 373.442
Rückstellungen für Pensionen1) 23 757 2.027
Latente Steuerverbindlichkeiten1) 15 33.384 33.843
Sonstige langfristige Schulden 24/27 26.557 27.826
425.348 437.138
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 22 7.095 8.620
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten 25 285.247 248.764
Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26 21.248 21.459
Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 27 69.359 58.250
382.949 337.093
1.670.283 1.597.429

1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IAS 19R angepasst.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern

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Geschäftsjahr 2012/2013

in T€
Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Hedging- Reserve Kumulierte Währungsumrechnung Sonstige Gewinnrücklagen
Stand 1. März 2012 95.421 143.623 -3.773 29.976 526.758
Änderungen der Bilanzierung aufgrund IAS 19R 826
Stand 1. März 2012 (angepasst) 95.421 143.623 -3.773 29.976 527.584
Konzernjahresüberschuss 52.299
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen, netto nach Steuern1) 23 -2.763
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern -509
Währungsumrechnung -2.739
Gesamtergebnis -509 -2.739 49.536
Dividendenausschüttung 21 -15.904
Transaktionen eigene Anteile 20 -17
Stand 28. Februar 2013 95.421 143.623 -4.282 27.237 561.199

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Geschäftsjahr 2012/2013

in T€
Summe Eigenkapital
Stand 1. März 2012 792.005
Änderungen der Bilanzierung aufgrund IAS 19R 826
Stand 1. März 2012 (angepasst) 792.831
Konzernjahresüberschuss 52.299
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen, netto nach Steuern1) -2.763
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern -509
Währungsumrechnung -2.739
Gesamtergebnis 46.288
Dividendenausschüttung -15.904
Transaktionen eigene Anteile -17
Stand 28. Februar 2013 823.198

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Geschäftsjahr 2013/2014

in T€
Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Hedging- Reserve Kumulierte Währungsumrechnung Sonstige Gewinnrücklagen
Stand 1. März 20131) 95.421 143.623 -4.282 27.237 561.199
Konzernjahresüberschuss 56.350
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen, netto nach Steuern 23 1.458
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 1.317
Währungsumrechnung -4.434
Gesamtergebnis 1.317 -4.434 57.808
Dividendenausschüttung 21 -15.904
Transaktionen eigene Anteile 20 1
Stand 28. Februar 2014 95.421 143.623 -2.965 22.803 603.104

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Geschäftsjahr 2013/2014

in T€
Summe Eigenkapital
Stand 1. März 20131) 823.198
Konzernjahresüberschuss 56.350
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen, netto nach Steuern 1.458
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 1.317
Währungsumrechnung -4.434
Gesamtergebnis 54.691
Dividendenausschüttung -15.904
Transaktionen eigene Anteile 1
Stand 28. Februar 2014 861.986

1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IAS 19R angepasst.

Kapitalflussrechnung HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern

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Anhang 2013/2014

T€
2012/2013

T€
Konzernjahresüberschuss 56.350 52.299
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10 55.885 56.493
Veränderung der Rückstellungen (provisions) 6.600 2.058
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten 206 -861
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -26.312 -5.762
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 45.735 -7.370
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 5.925 -1.977
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 144.389 94.880
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten 5.090 3.346
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -70.366 -113.324
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -1.530 -2.729
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -104 0
Auszahlungen für den Erwerb von Beteiligungen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 -545
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -66.910 -113.252
Gezahlte Dividenden 21 -15.904 -15.904
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten sowie Begebung der Anleihe 22 0 248.125
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten und der Anleihe -7.036 -293.657
Auszahlungen/Einzahlungen aus Konzernfinanzierung 222 -76
Auszahlungen für Transaktionskosten 0 -2.304
Veränderung der kurzfristigen Finanzkredite -510 -4.779
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -23.228 -68.595
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 54.251 -86.967
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands -319 -105
Finanzmittelbestand 1. März 317.178 404.250
Finanzmittelbestand am Bilanzstichtag 371.110 317.178

Der Finanzmittelbestand beinhaltet Geldbestände und Bankguthaben sowie andere kurzfristige Geldanlagen.

Der Posten sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge enthält im Wesentlichen latente Steuern und unrealisierte Fremdwährungseffekte.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde durch Ertragsteuerzahlungen um T€ 25.065 (Vj. T€ 29.469) und durch Zinszahlungen um T€ 17.889 (Vj. T€ 30.206) gemindert sowie durch erhaltene Zinsen um T€ 959 (Vj. T€ 2.100) erhöht.

In den Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten sind Einzahlungen aus Abgängen der Vorjahre in Höhe von T€ 1.222 (Vj. T€ 1.348) enthalten.

ANHANG HORNBACH-BAUMARKT-AG KONZERN

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Grundlagen der Rechnungslegung

Die HORNBACH-Baumarkt-AG stellt einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der HORNBACH HOLDING AG einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der HORNBACH HOLDING AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Bornheim, Deutschland. Die HORNBACH-Baumarkt-AG und ihre Tochtergesellschaften entwickeln und betreiben international großflächige Bau- und Gartenmärkte.

Das Geschäftsjahr der HORNBACH-Baumarkt-AG und damit des Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. März eines jeden Jahres bis zum letzten Tag des Februars des Folgejahres.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen lang- und kurzfristigem Fremdkapital unterschieden. Als kurzfristig werden Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Dabei handelt es sich um die funktionale Währung der HORNBACH-Baumarkt-AG. Die Werte werden in Tausend bzw. Millionen Euro gerundet. Bei den verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls Rundungsdifferenzen auftreten.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen worden, die sich auf die Bilanzierung und/oder Bewertung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Ermittlung von Verkehrswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die für die Erstellung des Konzernabschlusses relevanten Annahmen und Schätzungen werden fortlaufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode der Änderung und in zukünftigen Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung die Berichtsperiode als auch zukünftige Perioden betrifft. Die wesentlichen Annahmen und Schätzungen, die aufgrund ihrer Unsicherheit zu einer Abweichung vom derzeitigen Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden führen können, werden in den Erläuterungen zu den jeweiligen Posten aufgeführt. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Der Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-AG hat den Konzernabschluss am 6. Mai 2014 aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Rechnungslegungsvorschriften

Es werden alle zum Bilanzstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - soweit für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern von Bedeutung - berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 waren folgende neue Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden:

IAS 19 (revised 2011) - Employee Benefits: Durch die erstmalige Anwendung des IAS 19 (revised 2011) entfällt das Wahlrecht zur Nutzung der sogenannten Korridormethode. Die Abschaffung dieses Wahlrechts hat keine Auswirkung auf die Höhe des Eigenkapitals, da bereits in der Vergangenheit versicherungsmathematische Gewinne und Verluste vollständig und periodengerecht im Eigenkapital erfasst wurden. Ebenso führte die Änderung, dass ein nachzuberechnender Dienstzeitaufwand künftig unmittelbar im Jahr der Plananpassung ergebniswirksam zu erfassen ist, zu keinen Auswirkungen auf den aktuellen sowie auf vergangene Konzernabschlüsse.

Aufgrund der geänderten Definition für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge nunmehr andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar, die ratierlich anzusammeln sind. Darüber hinaus ist bei der Verzinsung des Planvermögens zur Ermittlung des Nettozinsaufwands fortan der Diskontierungszinssatz der Pensionsverpflichtung heranzuziehen. Der Konzern hat die Auswirkungen der beiden vorgenannten Änderungen des IAS 19 (revised 2011) auf den aktuellen sowie vergangene Konzernabschlüsse analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass diese Änderungen keinen wesentlichen Effekt auf die Konzernabschlüsse haben.

Wesentliche Auswirkungen ergeben sich in Bezug auf die in der Schweiz zugesagten Vorsorgeleistungen. Aufgrund der Berücksichtigung der Risikoteilung ("risk sharing") zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer entstehen folgende, erfolgsneutrale Effekte:

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in T€ 28. Februar 2013 1. März 2012
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 0 1.027
Passiva
Eigenkapital
Gewinnrücklagen 1.493 826
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen -1.857 0
Latente Steuerverbindlichkeiten 364 201

Ergebniswirksame Effekte, die während der Vergleichsperiode entstanden sind, haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Vergleichsperiode und werden somit bereits zum 1. März 2012 vollständig berücksichtigt.

Neben der beschriebenen Änderung der Bilanzierung ergeben sich erweiterte Angabevorschriften.

IFRS 13 (2011) - Fair Value Measurement: Durch diesen Standard wird eine standardübergreifende Definition des beizulegenden Zeitwerts eingeführt und dessen Ermittlung sowie die Angabepflichten geregelt. Die Anwendung führt zu einer Erweiterung der Anhangangaben.
Amendments to IAS 1 (2011) - Presentation of Items of Other Comprehensive Income: Diese Änderung betrifft die Gliederung der Gesamtergebnisrechnung. Die Posten, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden ("recycling"), sind separat von den niemals zu reklassifizierenden Posten darzustellen. Die Anwendung führt zu einer Erweiterung der Gesamtergebnisrechnung. Vergleichsinformationen wurden entsprechend angepasst.

Die folgenden ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 verbindlich anzuwendenden Standards und Überarbeitungen sowie Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG:

Annual Improvements to IFRSs 2009 - 2011 Cycle
Amendments to IFRS 1 (2012) - Government Loans
Amendments to IFRS 1 (2010) - Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for First-time Adopters
Amendments to IFRS 7 (2011) - Disclosures: Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities
Amendments to IAS 12 (2010) - Recovery of Underlying Assets
IFRIC 20 - Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde folgende Überarbeitung frühzeitig angewandt:

Amendments to IAS 36 (2013) - Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets: Infolge dieser Änderung werden die durch IFRS 13 eingeführten unbeabsichtigten Angabepflichten in Hinblick auf den erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten angepasst. Andererseits wird der Umfang der Angaben erweitert, sofern während der Berichtsperiode für einen einzelnen Vermögenswert oder eine zahlungsmittelgenerierende Einheit eine Wertminderung oder Wertaufholung erfasst wurde. Aufgrund der vorzeitigen Anwendung dieser Änderung entfällt die verpflichtende Angabe des erzielbaren Betrags für zahlungsmittelgenerierende Einheiten.

Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Das IASB hat nachfolgende für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern relevante Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind und die vom HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden:

Amendments to IAS 27 - Separate Financial Statements: Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 10 - Consolidated Financial Statements - werden die Regelungen für das Kontrollprinzip und die Anforderungen an die Erstellung von Konzernabschlüssen aus dem IAS 27 ausgelagert und abschließend im IFRS 10 behandelt (siehe Ausführungen zu IFRS 10). Im Ergebnis enthält IAS 27 künftig nur die Regelungen zur Bilanzierung von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in IFRS Einzelabschlüssen. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Aus den Änderungen des IAS 27 werden sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ergeben.
Amendments to IAS 28 - Investments in Associates and Joint Ventures: Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 11 - Joint Arrangements - erfolgten auch Anpassungen an IAS 28. IAS 28 regelt - wie bislang auch - die Anwendung der Equity-Methode. Allerdings wird der Anwendungsbereich durch die Verabschiedung des IFRS 11 erheblich erweitert, da zukünftig nicht nur Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sondern auch an Joint Ventures (siehe IFRS 11) nach der Equity-Methode bewertet werden müssen. Die Anwendung der quotalen Konsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen entfällt mithin. Künftig sind auch potenzielle Stimmrechte und andere derivative Finanzinstrumente bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat, bzw. bei der Bestimmung des Anteils des Investors am Vermögen der Gesellschaft zu berücksichtigen.

Eine weitere Änderung betrifft die Bilanzierung nach IFRS 5, wenn nur ein Teil eines Anteils an einem assoziierten Unternehmen oder an einem Joint Venture zum Verkauf bestimmt ist. Der IFRS 5 ist dann partiell anzuwenden, wenn nur ein Anteil oder ein Teil eines Anteils an einem assoziierten Unternehmen (oder an einem Joint Venture) das Kriterium "zur Veräußerung gehalten" erfüllt. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Aus den Änderungen des IAS 28 werden sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ergeben.
IFRS 10 - Consolidated Financial Statements: Mit diesem Standard wird der Begriff der Beherrschung ("control") neu und umfassend definiert. Beherrscht ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, hat das Mutterunternehmen das Tochterunternehmen zu konsolidieren. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potenzielle Tochterunternehmen inne hat, es an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Aus diesem neuen Standard können Auswirkungen auf den Umfang des Konsolidierungskreises, u.a. für Zweckgesellschaften, entstehen. Wenn für ein Investment die Qualifizierung als Tochterunternehmen zwischen IAS 27/SIC-12 und IFRS 10 abweichend festgestellt wird, ist IFRS 10 retrospektiv anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist nur zeitgleich mit IFRS 11 und IFRS 12 sowie mit den in 2011 geänderten IAS 27 und IAS 28 zulässig. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG hält direkt oder indirekt 100 % der Kapitalanteile an seinen Tochterunternehmen. Dieser Kapitalanteil entspricht grundsätzlich dem Stimmrechtsanteil, mit dem die gemäß IFRS 10 definierte "Beherrschung" ausgeübt werden kann. Andere rechtliche Vereinbarungen, die die gemäß IFRS 10 definierte "Beherrschung" beeinflussen, liegen nicht vor. Infolgedessen hat die Erstanwendung des IFRS 10 keine Auswirkungen auf die künftige Darstellung des Konzernabschlusses der HORNBACH-Baumarkt-AG.
IFRS 11 - Joint Arrangements: Mit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten (Joint Arrangements) neu geregelt. Nach dem neuen Konzept ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Verbindlichkeiten haben. Die einzelnen Rechte und Verpflichtungen werden anteilig im Konzernabschluss bilanziert. In einem Gemeinschaftsunternehmen haben die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien dagegen Rechte am Reinvermögensüberschuss. Dieses Recht wird durch Anwendung der Equity-Methode im Konzernabschluss abgebildet, das Wahlrecht zur quotalen Einbeziehung in den Konzernabschluss entfällt somit. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Für den Übergang z.B. von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode bestehen spezifische Übergangsvorschriften. Eine vorzeitige Anwendung ist nur zeitgleich mit IFRS 10 und IFRS 12 sowie mit den in 2011 geänderten IAS 27 und IAS 28 zulässig.

Aufgrund der Kapital- und Stimmrechtsanteile, die die HORNBACH-Baumarkt-AG an seinen Tochterunternehmen hält, liegen keine gemeinschaftlich geführten Aktivitäten im Sinne des IFRS 11 vor. Andere vertragliche Vereinbarungen, die eine gemeinschaftlich geführte Aktivität zur Folge haben, liegen ebenfalls nicht vor. Insofern hat die erstmalige Anwendung des IFRS 11 keine Auswirkungen auf die künftige Darstellung des Konzernabschlusses der HORNBACH-Baumarkt-AG.
IFRS 12 - Disclosure of Interests in Other Entities: Dieser Standard regelt die Angabepflichten in Bezug auf Anteile an anderen Unternehmen. Die erforderlichen Angaben sind erheblich umfangreicher gegenüber den bisher in IAS 27, IAS 28 und IAS 31 vorzunehmenden Angaben. Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist zu erwarten, dass die erstmalige Anwendung des geänderten Standards zu erweiterten Anhangsangaben im Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG führen wird.
Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27 - Investment Entities: Die Änderungen enthalten eine Begriffsdefinition für Investmentgesellschaften und nehmen derartige Gesellschaften aus dem Anwendungsbereich des IFRS 10 Consolidated Financial Statements aus. Investmentgesellschaften konsolidieren danach die von ihnen beherrschten Unternehmen nicht in ihrem IFRS-Konzernabschluss; dabei ist diese Ausnahme von den allgemeinen Grundsätzen nicht als Wahlrecht zu verstehen. Statt einer Vollkonsolidierung bewerten sie die zu Investitionszwecken gehaltenen Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert und erfassen periodische Wertschwankungen im Gewinn oder Verlust. Die Änderungen sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die erstmalige Anwendung dieser Änderungen hat keine Auswirkungen auf die künftige Darstellung des Konzernabschlusses der HORNBACH-Baumarkt-AG.
Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12 - Transition Guidance: Die Änderungen beinhalten eine Klarstellung und zusätzliche Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt im Zusammenhang mit Anhangangaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (structured entities) die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen. Die Änderungen der IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die erstmalige Anwendung dieser Änderungen hat keine Auswirkungen auf die künftige Darstellung des Konzernabschlusses der HORNBACH-Baumarkt-AG.
Amendments to IAS 32- Presentation: Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities: Diese Ergänzung zum IAS 32 stellt klar, welche Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen. In der Ergänzung wird die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung erläutert und klargestellt, welche Verfahren mit Bruttoausgleich als Nettoausgleich im Sinne des Standards angesehen werden können. Die Änderung des IAS 32 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die erstmalige Anwendung des geänderten Standards eine Auswirkung auf die künftigen Konzernabschlüsse der HORNBACH-Baumarkt-AG haben wird.
Amendments to IAS 39 (2013) - Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting: Durch die Änderung wird eine Erleichterungsregelung betreffend der Fortführung von Hedge Accounting eingeführt. Entsprechend dieser, ist der Wechsel der Vertragspartei eines designierten Sicherungsinstruments zulässig, wenn der Wechsel insbesondere aufgrund regulatorischer oder gesetzlicher Regelungen verursacht ist. Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt. Es ist nicht zu erwarten, dass die erstmalige Anwendung dieser Änderung eine Auswirkung auf die künftigen Konzernabschlüsse der HORNBACH-Baumarkt-AG haben wird.

Veröffentlichte, aber zum Bilanzstichtag noch nicht durch die EU-Kommission in das europäische Recht übernommene Standards, Interpretationen und Änderungen

Folgende Regelungen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB und vom IFRIC in englischer Sprache veröffentlicht und noch nicht von der EU anerkannt.

IFRS 9 - Financial Instruments: Die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 wird IAS 39 ersetzen. Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "zum Fair Value". Die Gruppe der finanziellen Vermögenswerte "zu fortgeführten Anschaffungskosten" besteht aus solchen finanziellen Vermögenswerten, die nur den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen an vorgegebenen Zeitpunkten vorsehen und die zudem im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung das Halten von Vermögenswerten ist. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte bilden die Gruppe "zum Fair Value". Unter bestimmten Voraussetzungen kann für finanzielle Vermögenswerte der ersten Kategorie - wie bisher - eine Designation zur Kategorie "zum Fair Value" ("Fair Value Option") vorgenommen werden. Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "zum Fair Value" sind grundsätzlich im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Für bestimmte Eigenkapitalinstrumente kann jedoch vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Dividendenansprüche aus diesen Vermögenswerten sind im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich aus IAS 39 übernommen. Der wesentlichste Unterschied betrifft die Erfassung von Wertänderungen von zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Zukünftig sind diese aufzuteilen. Der auf das eigene Kreditrisiko entfallende Teil ist im sonstigen Ergebnis zu erfassen, der verbleibende Teil der Wertänderung ist im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

Der Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 ist derzeit noch offen, aber nicht vor dem 1. Januar 2017 zu erwarten.
IFRS 9 - Hedge Accounting and Amendments to IFRS 9, IFRS 7 and IAS 39: Mit den im November 2013 veröffentlichten Ergänzungen zu IFRS 9 wurde der Standard um das Kapitel zum Hedge Accounting erweitert sowie Änderungen zu IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 vorgenommen. Zielsetzung des neuen Hedge Accounting Modells unter IFRS 9 ist es, eine engere Verknüpfung zwischen dem Risikomanagementsystem und der bilanziellen Abbildung zu erreichen. Die weiterhin zulässigen Arten von Sicherungsbeziehungen sind das "Cash Flow Hedge Accounting", "Fair Value Hedge Accounting" und der "Hedge of an net investment in a foreign operation". Die Erstanwendung der neuen Regelungen zum Hedge Accounting folgt den Regelungen zur erstmaligen Anwendung von IFRS 9. Sicherungsbeziehungen sind aufgrund des Übergangs von IAS 39 auf IFRS 9 nicht zu beenden, sofern die Voraussetzungen und qualitativen Merkmale weiterhin erfüllt sind. Die bestehenden Regelungen nach IAS 39 sind wahlweise auch unter IFRS 9 weiterhin anwendbar. Der Erstanwendungszeitpunkt der neuen Regelungen zum Hedge Accounting folgt den Regelungen zur erstmaligen Anwendung von IFRS 9.
Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 - Mandatory Effective Date and Transition Disclosures: Die Änderungen ermöglichen einen Verzicht auf angepasste Vorjahreszahlen bei der Erstanwendung von IFRS 9. Ursprünglich war diese Erleichterung nur bei vorzeitiger Anwendung von IFRS 9 vor dem 1. Januar 2012 möglich. Die Erleichterung bringt zusätzliche Anhangangaben nach IFRS 7 im Übergangzeitpunkt mit sich. Der Erstanwendungszeitpunkt dieser Änderungen ist analog zu den Regelungen des IFRS 9 derzeit noch offen, aber nicht vor dem 1. Januar 2017 zu erwarten.
IFRIC 21 - Levies: Die Interpretation bezieht sich auf die Bilanzierung von öffentlichen Abgaben. Es wird klargestellt, wann derartige Verpflichtungen im Abschluss als Verbindlichkeit zu erfassen sind. Nicht in den Anwendungsbereich der Interpretation fallen insbesondere Strafzahlungen und Abgaben, die aus öffentlich-rechtlichen Verträgen resultieren oder in den Regelungsbereich eines anderen IFRS fallen, zum Beispiel IAS 12 Ertragssteuern. Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt.
Amendments to IAS 19 (revised 2011) - Employee Contributions: Aufgrund dieser Änderung ist es den Unternehmen gestattet, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Plänen in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde. Diese Vorgehensweise setzt voraus, dass die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Die Änderung ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht -erstmals anzuwenden in Geschäftjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt.
Annual Improvements to IFRS 2010 - 2012 Cycle und Annual Improvements to IFRSs 2011 - 2013 Cycle: Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB werden innerhalb einzelner IFRS Änderungen vorgenommen, um Inkonsistenzen zu anderen Standards zu eliminieren oder deren Inhalt zu präzisieren. Diese Änderungen sind, sofern im Einzelfall nicht anders geregelt, erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Übernahme in EU-Recht steht noch aus.
IFRS 14 - Regulatory Deferral Accounts: Durch den Standard wird es IFRS-Erstanwendern unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht, regulatorische Abgrenzungsposten, welche unter nationalem Recht bilanziert sind, auch im IFRS Abschluss zu erfassen. Der Standard ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt.

Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss durch den voraussichtlich ab 2017 anzuwendenden IFRS 9 werden derzeit untersucht. Durch die übrigen neuen Regelungen werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.

Konsolidierungsgrundsätze

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.

Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Akquisitionen mit Vertragsabschluss vor dem 31. März 2004 nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteilig neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens. Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge wurden nach Zuordnung von stillen Reserven und stillen Lasten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und - entsprechend ihrem wirtschaftlichen Nutzen - bis zum Geschäftsjahresende 2004/2005 linear ergebniswirksam abgeschrieben. Verbleibende passivische Unterschiedsbeträge ergaben sich zum Geschäftsjahresende 2004/2005 nicht.

Für Akquisitionen mit Vertragsabschluss nach dem 31. März 2004 werden die Standards IFRS 3 "Business Combinations", IAS 36 (überarbeitet 2004) "Impairment of Assets" und IAS 38 (überarbeitet 2004) "Intangible Assets" angewandt. Danach erfolgt die Kapitalkonsolidierung für diese Akquisitionen nach der Erwerbsmethode. Ein sich ergebender Firmenwert sowie die Restbuchwerte zum 1. März 2005 der Firmenwerte aus Akquisitionen vor dem 31. März 2004 werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern es erfolgt mindestens eine jährliche Werthaltigkeitsprüfung ("Impairmenttest") gemäß IAS 36.

Zwischenergebnisse im Anlagevermögen und in den Vorräten werden ergebniswirksam eliminiert. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig aufgerechnet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der HORNBACH-Baumarkt-AG 8 inländische und 27 ausländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.

An den konsolidierten Beteiligungsgesellschaften stehen der HORNBACH-Baumarkt-AG als Alleingesellschafterin der HORNBACH International GmbH direkt oder indirekt 100 % der Stimmrechte zu.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 sind - wie im Vorjahr - alle direkten und indirekten Tochterunternehmen der HORNBACH-Baumarkt-AG in den Konzernabschluss einbezogen.

Erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen wurden die Immobiliengesellschaften HORNBACH Real Estate Almelo B.V., Almelo (Niederlande), HORNBACH Real Estate Den Haag B.V., Den Haag (Niederlande), und HORNBACH Real Estate Zwolle B.V., Zwolle (Niederlande). Diese Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 gegründet.

Weiterhin wurde die TIM HB SRL, Timisoara Bd. (Rumänien), auf die HORNBACH Centrala SRL, Domnesti (Rumänien), sowie die Ollesch & Fitzner GmbH, Bornheim (Deutschland), auf die HORNBACH-Baumarkt-AG, Bornheim (Deutschland), verschmolzen.

Die Konsolidierungskreisveränderungen des Geschäftsjahres 2013/2014 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Entwicklung des Konsolidierungskreises stellt sich wie folgt dar:

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2013/2014 2012/2013
1. März 35 34
Erstkonsolidierte Unternehmen 3 1
Verschmelzungen 2 0
28. Februar 36 35

Die Veränderungen führen bei zusammengefasster Betrachtung zu folgenden Veränderungen bei den einzelnen Vermögenswerten und Schulden.

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T€ Zugänge 2013/2014 Zugänge 2012/2013
Sachanlagen 0 566
Sonstiges Vermögen 0 1
Langfristige Schulden 0 0
Kurzfristige Schulden 0 551

Konsolidierte Beteiligungen

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital1) in Tsd. Landeswährung Landeswährung
Deutschland2)
HORNBACH International GmbH, Bornheim 100 106.019 EUR
AWV-Agentur für Werbung und Verkaufsförderung GmbH, Bornheim 100 276 EUR
BM Immobilien Gamma GmbH, Bornheim 100 -5 EUR
BM Immobilien Lambda GmbH, Bornheim 100 19 EUR
HB Reisedienst GmbH, Bornheim 100 7.316 EUR
HB Services GmbH, Bornheim 100 19 EUR
HORNBACH Versicherungs-Service GmbH, Bornheim 100 96 EUR
HORNBACH Solar-, Licht- und Energiemanagement GmbH, Bornheim 100 -35 EUR
Übriges Europa
HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., Prag, Tschechien 1004) 1.775.651 CZK
HORNBACH Baumarkt GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 70.959 EUR
EZ Immobilien Beta GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 7.285 EUR
HL Immobilien Lambda GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 -206 EUR
HS Immobilien Sigma GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 100 -748 EUR
HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Bertrange, Luxemburg 100 10.268 EUR
HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, Oberkirch, Schweiz 100 103.909 CHF
HORNBACH Byggmarknad AB, Göteborg, Schweden 100 -10.505 SEK
HIAG Fastigheter i Sisjön AB, Göteborg, Schweden 100 1.886 SEK
HORNBACH Holding B.V., Amsterdam, Niederlande 100 79.552 EUR
HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., Driebergen-Rijsenburg, Niederlande 100 9.197 EUR
HORNBACH Real Estate Breda B.V., Breda, Niederlande 100 2.065 EUR
HORNBACH Real Estate Best B.V., Nieuwegein, Niederlande 100 12 EUR
HORNBACH Real Estate Amsterdam-Sloterdijk B.V., Amsterdam, Niederlande 100 -40 EUR
HORNBACH Real Estate Den Haag B.V., Den Haag, Niederlande 100 7 EUR
HORNBACH Real Estate Zwolle B.V., Zwolle, Niederlande 100 11 EUR
HORNBACH Real Estate Almelo B.V., Almelo, Niederlande 100 18 EUR
HORNBACH Real Estate Tilburg B.V., Tilburg, Niederlande 100 582 EUR
HORNBACH Real Estate Groningen B.V., Groningen, Niederlande 100 574 EUR
HORNBACH Real Estate Wateringen B.V., Wateringen, Niederlande 100 1.077 EUR
HORNBACH Real Estate Alblasserdam B.V., Alblasserdam, Niederlande 100 523 EUR
HORNBACH Real Estate Nieuwegein B.V., Nieuwegein, Niederlande 100 1.121 EUR
HORNBACH Real Estate Nieuwerkerk B.V., Nieuwerkerk, Niederlande 100 527 EUR
HORNBACH Real Estate Geleen B.V., Geleen, Niederlande 100 129 EUR
HORNBACH Reclame Activiteiten B.V., Nieuwegein, Niederlande 100 -54 EUR
HORNBACH Baumarkt SK spol s.r.o., Bratislava, Slowakei 100 17.645 EUR
HORNBACH Centrala SRL, Domnesti, Rumänien 1003) 68.292 RON

1) Das Eigenkapital stellt das landesrechtliche Eigenkapital dar; bei der HORNBACH Centrala SRL handelt es sich um das Eigenkapital nach IFRS.

2) Davon 100 % direkte Beteiligung.

3) Davon 1,6854 % direkte Beteiligung.

4) Davon 0,0033 % direkte Beteiligung.

Zwischen der HORNBACH-Baumarkt-AG und der HORNBACH International GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der HORNBACH-Baumarkt-AG und der einbezogenen Tochterunternehmen werden Transaktionen in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, mit dem Transaktionskurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Sämtliche Forderungen und Schulden in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, werden - unabhängig von einer eventuellen Kurssicherung - mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste sind grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Devisentermingeschäfte werden zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) angesetzt.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Das ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Dementsprechend werden das Anlagevermögen, die übrigen Vermögenswerte sowie die Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und unter den Gewinnrücklagen gesondert ausgewiesen.

Die wichtigsten Devisenkurse, die angewandt werden, sind:

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Land Stichtagskurs Durchschnittskurs
28.2.2014 28.2.2013 2013/2014 2012/2013
--- --- --- --- ---
RON Rumänien 4,5018 4,3588 4,43973 4,46426
SEK Schweden 8,8525 8,4475 8,69850 8,66173
CHF Schweiz 1,2153 1,2209 1,23045 1,20870
CZK Tschechien 27,3440 25,6370 26,31141 25,18442
USD USA 1,3813 1,3129 1,33332 1,28992

Bilanzierung und Bewertung

Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich auf Basis fortgeführter Anschaffungskosten. Derivative Finanzinstrumente und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte sind zu Marktwerten bilanziert. Erlöse wie z. B. Mieteinnahmen, Zinserträge oder Dividenden werden abgegrenzt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung ("Impairmenttest") unterzogen. Falls Ereignisse oder veränderte Umstände Hinweise auf eine mögliche Wertminderung geben, ist die Werthaltigkeitsprüfung häufiger durchzuführen. Gemäß IAS 36 werden den Buchwerten der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash Generating Unit"), inklusive der auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte, die höheren Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (sogenannter erzielbarer Betrag) gegenübergestellt.

Sofern der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher ist als der erzielbare Betrag, liegt ein Abwertungsbedarf vor. Der Wertminderungsaufwand für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Ein verbleibender Wertminderungsaufwand wird im Anschluss bei den übrigen Vermögenswerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfasst. Abschreibungen werden jedoch maximal bis zum erzielbaren Betrag des einzeln identifizierbaren Vermögenswertes vorgenommen. Zuschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht vorgenommen.

Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern die einzelnen Baumärkte angesehen. Der Nutzungswert ergibt sich aus den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis der detaillierten Finanzplanung des nächsten Geschäftsjahres im Rahmen der strategischen Fünfjahresplanung; darüber hinausgehende Betrachtungszeiträume berücksichtigen Wachstumsfaktoren in Höhe von 1,0 bis 1,5 % (Vj. 1,0 %). Die strategische Fünfjahresplanung orientiert sich im Wesentlichen an den Konsumerwartungen, die aus Konjunkturgutachten von Wirtschaftsforschungsinstituten abgeleitet werden. Darauf aufbauend wird eine detaillierte Finanzplanung für das nächste Geschäftsjahr erstellt.

Die Diskontierung erfolgt auf Basis eines Durchschnitts von Eigen- und Fremdkapitalkosten nach Steuern (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten basiert auf den Renditeerwartungen einer langfristigen risikolosen Bundesanleihe. Die Fremdkapitalkosten werden aus dem vorgenannten Basiszinssatz unter Berücksichtigung eines Risikoaufschlags abgeleitet. Der Risikoaufschlag berücksichtigt eine dem Rating der HORNBACH-Baumarkt-AG bzw. einer Vergleichsgruppe adäquate Risikoprämie. Die angewandten Diskontierungssätze für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten berücksichtigen die Eigenkapitalstrukturen einer Vergleichsgruppe und das Länderrisiko. Im Geschäftsjahr 2013/2014 betragen die Diskontierungssätze 5,4 bis 6,7 % (Vj. 5,1 bis 7,2 %). Die Gesellschaft geht grundsätzlich davon aus, dass als möglich eingestufte Änderungen wesentlicher Annahmen nicht dazu führen würden, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren erzielbaren Betrag übersteigen.

Immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwerte)

Immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmten Nutzungsdauer werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung nachfolgender wirtschaftlicher Nutzungsdauern ermittelt:

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Jahre
Software und Lizenzen 3 bis 8
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3 bis 8

Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung (außerplanmäßige Abschreibung) vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden entsprechende Wertaufholungen (Zuschreibungen) vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Sachanlagen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke

Das Sachanlagevermögen sowie die fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen wertgemindert. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

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Jahre
Gebäude und Außenanlagen (einschließlich fremdvermieteter Objekte) 15 bis 33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Haben wesentliche Bestandteile des Sachanlagevermögens unterschiedliche Nutzungsdauern, werden sie als separate Bestandteile bilanziert und bewertet.

Finanzierungskosten, die im Rahmen der Immobilienentwicklung aufgewendet werden ("Bauzeitzinsen") und direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von Grundstücken und Gebäuden ("qualifizierte Vermögenswerte") zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 "Borrowing Costs (revised)" als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Leasingverträge

Gemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 "Leases" zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die betreffenden Vermögenswerte werden planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages mit der Abschreibungsmethode, die auch für vergleichbare erworbene bzw. hergestellte Vermögenswerte Anwendung findet, abgeschrieben. Zudem wird eine entsprechende finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Fair Values des Vermögenswertes bzw. des niedrigeren Barwertes der Mindestleasingzahlungen passiviert. Soweit Konzerngesellschaften als Leasingnehmer in einem Operating-Leasingverhältnis auftreten, d.h. wenn alle wesentlichen Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleiben, wird der Mietaufwand linear in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Als Nettoveräußerungswerte werden dabei die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Warenbestände werden aufgrund von gewogenen Durchschnittspreisen ermittelt. Die Herstellkosten der unfertigen Leistungen betreffen Kundenaufträge über Warenlieferungen inklusive Serviceleistungen mit den von HORNBACH beauftragten Handwerkern. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen umfassen im Wesentlichen direkt zurechenbare Materialkosten und abgerechnete Handwerkerleistungen.

Steuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die von den jeweiligen Ländern auf das steuerpflichtige Einkommen erhobenen Steuern sowie die Veränderungen der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der zum Bilanzstichtag nach dem jeweiligen Landesrecht gültigen bzw. in Kürze gültigen Steuersätze.

Sonstige Steuern werden den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet und in den entsprechenden Funktionskosten ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern folgt gemäß IAS 12 der bilanzorientierten Methode auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation voraussichtlich gültigen Steuersatzes. Für die erwarteten steuerlichen Vorteile aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen werden aktive latente Steuern angesetzt. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Unterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen, die die zu versteuernden temporären Unterschiede übersteigen, werden nur in dem Maße angesetzt, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in der Zukunft erzielen wird.

Aktive und passive latente Steuern werden pro Gesellschaft bzw. pro Organschaft saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Grundstücke, Gebäude und andere langfristige Vermögenswerte sowie Veräußerungsgruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Geschäftsjahr veräußert werden, sind zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, falls dieser niedriger ist als der Buchwert.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei Konzerngesellschaften der HORNBACH-Baumarkt-AG bestehen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder sowie aus Einzelzusagen an Vorstandsmitglieder Verpflichtungen aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Pensionsplänen. Für leistungsorientierte Pläne werden Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") in Übereinstimmung mit IAS 19 (revised 2011) "Employee Benefits" ermittelt. Dieses Verfahren berücksichtigt bei der Ermittlung der Versorgungsverpflichtung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen neben den zum Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Ansprüchen auch zukünftige zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten. Das Planvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert von den Verpflichtungen abgesetzt. Führt dies im Saldo zu einem Vermögenswert, wird dieser angesetzt, soweit er den Barwert zukünftiger Beitragsreduzierungen oder Rückzahlungen und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen nicht übersteigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Für beitragsorientierte Leistungspläne werden die Beiträge bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.

Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Rückstellungen werden für ungewisse Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich zu einer zukünftigen Vermögensbelastung führen werden. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Effekt wesentlich ist, mit ihrem laufzeitadäquat abgezinsten Barwert angesetzt. Rückstellungen für drohende Verluste und belastende Verträge werden berücksichtigt, wenn die vertraglichen Verpflichtungen bei fremdgemieteten Märkten höher sind als der aus diesen erwartete wirtschaftliche Nutzen. Bei abgegrenzten Schulden ist der Zeitpunkt oder die Höhe der Verpflichtung nicht mehr ungewiss.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu gehören einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente wie Optionen, Devisentermingeschäfte sowie Zins- und Währungsswaps. Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Originäre Finanzinstrumente werden grundsätzlich dann angesetzt, wenn das Unternehmen Vertragspartei wird. Diese werden beim erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser entspricht grundsätzlich dem Transaktionspreis. Liegen Hinweise vor, die darauf deuten, dass der beizulegende Zeitwert vom Transaktionspreis abweicht, wird der beizulegende Zeitwert entsprechend der unter "Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts" beschriebenen Logik ermittelt und für den erstmaligen Ansatz herangezogen.

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung erloschen sind. Weiterhin werden finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung und damit einhergehend alle wesentlichen Chancen und Risiken oder die Verfügungsmacht über diese Vermögenswerte übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn sie getilgt sind, d.h. wenn die Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Originäre Finanzinstrumente

In der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte - gemäß IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" - zu fortgeführten Anschaffungskosten, Anschaffungskosten oder zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Originäre Finanzinstrumente, die Schulden darstellen, werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt ("Financial Liabilities Measured at Amortized Cost"). Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zu designieren, hat der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen werden gemäß IAS 39 als "zur Veräußerung verfügbar" ("Available-for-Sale Financial Assets") klassifiziert, da diese keiner der anderen Kategorien des IAS 39 zugeordnet werden können. Sie werden zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt, soweit diese verlässlich ermittelt werden können, ansonsten zu Anschaffungskosten. Beteiligungen und Anzahlungen auf Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da für diese kein aktiver Markt existiert und die jeweiligen beizulegenden Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelbar sind. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Eigenkapitalinstrumente.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen. Diese werden auf Basis individueller Risikoeinschätzungen sowie in Abhängigkeit von der Altersstruktur überfälliger Forderungen ermittelt. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der Forderung. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den übrigen Forderungen und Vermögenswerten ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte werden Wertminderungskonten geführt. Beträge aus Wertberichtigungskonten werden gegen den Buchwert wertgeminderter Vermögenswerte ausgebucht, wenn z. B. das Insolvenzverfahren des Schuldners abgeschlossen ist oder die Forderung endgültig als verloren anzusehen ist.

Flüssige Mittel beinhalten Barmittel und kurzfristige Anlagen mit Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzschulden (Bankdarlehen, Anleihen) werden in Höhe des Darlehensbetrages abzüglich Transaktionskosten erfasst und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Differenz zum Rückzahlungsbetrag wird mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe bzw. der Schuldscheindarlehen als Aufwand erfasst. Alle anderen Schulden werden ebenfalls zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen im Wesentlichen dem Rückzahlungsbetrag.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps eingesetzt. Gemäß den Risikogrundsätzen des Konzerns werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz mit Zugang zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Soweit Transaktionskosten entstehen, werden diese unmittelbar aufwandswirksam erfasst.

Derivate, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" zu kategorisieren ("Financial Assets/Liabilities Held for Trading") und werden damit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften (einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte) werden auf Basis der Marktbedingungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zins- und Zinswährungsswaps wird von den Finanzinstituten ermittelt, bei denen diese abgeschlossen sind. Die Finanzinstitute verwenden hierzu marktübliche Bewertungsmodelle (z.B. Discounted-Cash-Flow Methode) unter Verwendung von am Markt verfügbaren Zins- und Währungsinformationen, die den Inputfaktoren der Stufe 2 der Fair Value Hierachie entsprechen.

Zum Zeitpunkt des Abschlusses eines Sicherungsgeschäftes klassifiziert der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestimmte Derivate als Sicherung künftiger Cashflows bzw. einer geplanten Transaktion ("Cashflow Hedge"). Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Cashflow-Hedgegeschäften, die als effektiv anzusehen sind, werden bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem Grundgeschäft unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst; nicht effektive Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert stellt den Preis an einem Bewertungsstichtag dar, den ein Unternehmen für den Verkauf eines Vermögenswerts erhalten bzw. für die Übertragung einer Schuld zahlen würde (exit price). Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts richtet sich nach der Drei-Stufen-Bemessungshierarchie des IFRS 13. Entsprechend der Verfügbarkeit der Informationen wird der beizulegende Zeitwert gemäß der folgenden Hierarchie ermittelt.

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Level 1 Informationen - aktuelle Marktpreise in einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente
Level 2 Informationen - aktuelle Marktpreise in einem aktiven Markt für vergleichbare Finanzinstrumente oder mit Bewertungsmodellen, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind
Level 3 Informationen - Inputfaktoren, die auf nicht beobachtbaren Marktpreisen basieren

Eine Erläuterung zum Level der verwendeten Informationen bzw. zu den angewandten Bewertungstechniken bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und der Schulden wird im jeweiligen Kapitel vorgenommen.

Umsatzerlöse

Umsätze aus dem Verkauf von Waren werden im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs unter Berücksichtigung von erwarteten Retouren erfasst.

Kosten der umgesetzten Handelsware

Die Kosten der umgesetzten Handelsware umfassen, neben direkten Anschaffungskosten für die Handelswaren, Anschaffungsnebenkosten wie Frachten, Zölle und sonstige bezogene Leistungen sowie Wertberichtigungen auf Warenbestände.

Mieterträge

Mieterträge aus Operating-Leasingverträgen werden linear über die Mietdauer vereinnahmt und unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Öffentliche Zuwendungen

Öffentliche Zuschüsse, die für angefallene Aufwendungen und zum Zwecke der Unterstützung gewährt werden, sind als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zuwendungen für langfristige Vermögenswerte mindern deren Anschaffungskosten.

Aufwendungen

Mietaufwendungen aus Operating-Leasingverträgen werden linear über die Laufzeit des Mietvertrages als Aufwand erfasst.

Ausgaben für Werbekampagnen und Maßnahmen für Verkaufsförderung werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Verfügungsmacht bzw. des Erhalts der Dienstleistung als Aufwand erfasst.

Die Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden wird grundsätzlich aufwandsmindernd in den Funktionskosten erfasst, in denen der ursprüngliche Aufwand für die Bildung der entsprechenden Rückstellung bzw. der abgegrenzten Schuld gezeigt wurde.

Zinsaufwendungen und Zinserträge werden entsprechend dem Zeitablauf der Finanzschulden erfasst.

Der Steueraufwand beinhaltet laufende und latente Steuern, soweit diese nicht auf Sachverhalte entfallen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bilanzansatz- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses (IFRS). Bei den Verkaufserlösen mit fremden Dritten handelt es sich um Nettoverkaufserlöse. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten entsprechen denen unter fremden Dritten.

Segmentabgrenzung

Die Einteilung der Geschäftsfelder (Segmente) entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das von Vorstand und Management des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird. Das Segment "Baumärkte" umfasst die 141 (Vj. 138) im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern zusammengefassten großflächigen Bau- und Gartenmärkte. Das Segment "Immobilien" umfasst die vom HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern gehaltenen Einzelhandelsimmobilien, die konzernintern zu marktüblichen Konditionen an die jeweiligen Bau- und Gartenmärkte vermietet sind bzw. weiterverrechnet werden. In der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen zusammengefasst.

Segmentergebnis

Segmentergebnis ist das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT).

Segmentvermögen und -schulden

Die Vermögens- und Schuldposten der Konzernbilanz - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - werden den einzelnen Segmenten, soweit möglich, direkt zugeordnet. Verbleibende Vermögens- und Schuldpositionen werden sachgerecht zugeordnet. Dabei werden in den Einzelsegmenten die Schulden der Konzernbilanz um die aufgenommenen Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen erhöht und verursachungsgerecht auf die einzelnen Segmente verteilt. Die sich daraus ergebenden Korrekturen werden in der Überleitungsspalte "Zentralbereiche und Konsolidierung" eliminiert. Die Investitionen betreffen das dem Segment zugeordnete Anlagevermögen.

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2013/2014 in Mio. € 2012/2013

in Mio. €
Baumärkte Immobilien Zentralbereiche und Konsolidierung HORNBACH- Baumarkt-AG Konzern
Segmenterlöse 3.151,0 146,2 -145,2 3.152,0
3.019,0 143,6 -142,6 3.020,0
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 3.150,9 0,0 0,0 3.150,9
3.018,9 0,0 0,0 3.018,9
Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen 0,1 0,0 0,0 0,1
0,1 0,0 0,0 0,1
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,0 1,0 0,0 1,0
0,0 1,0 0,0 1,0
Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen 0,0 145,2 -145,2 0,0
0,0 142,6 -142,6 0,0
Segmentergebnis (EBIT) 71,2 51,3 -17,4 105,1
74,2 42,8 -17,7 99,3
darin enthaltene Abschreibungen 34,8 15,1 6,0 55,9
33,5 14,9 8,1 56,5
Segmentvermögen 733,0 582,9 340,9 1.656,8
711,4 580,1 286,3 1.577,8
darin enthaltene Guthaben bei Kreditinstituten 42,4 0,0 307,4 349,8
54,6 0,0 246,2 300,8
Investitionen 41,1 28,4 2,5 72,0
45,4 60,0 11,2 116,6
Segmentschulden1) 344,1 60,6 348,9 753,6
296,7 70,1 352,2 719,0
darin enthaltene Finanzschulden 11,3 114,1 246,4 371,7
7,3 49,0 325,8 382,1

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Überleitungsrechnung

in Mio. €
2013/2014 2012/2013
Segmentergebnis (EBIT) vor "Zentralbereiche und Konsolidierung" 122,5 117,0
Zentralbereiche -17,4 -17,7
Finanzergebnis -17,8 -24,9
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 87,3 74,4
Segmentvermögen 1.656,8 1.577,8
Latente Steueransprüche 3,4 7,9
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10,2 11,7
Gesamtbetrag der Vermögenswerte 1.670,3 1.597,4
Segmentschulden1) 753,6 719,0
Latente Steuerverbindlichkeiten1) 33,4 33,8
Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21,2 21,5
Gesamtbetrag der Schulden1) 808,2 774,2

1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IAS 19R angepasst.

Geografische Informationen

Die geografischen Pflichtangaben zu den Umsatzerlösen mit fremden Dritten und den langfristigen Vermögenswerten werden zum besseren Verständnis des Abschlusses freiwillig um weitere Informationen ergänzt.

Die geografischen Informationen sind nach den Regionen "Deutschland" und "Übriges Europa" unterteilt. Die Region "Übriges Europa" umfasst die Länder Tschechien, Österreich, Niederlande, Luxemburg, Schweiz, Schweden, Slowakei und Rumänien.

Die Umsätze werden der geografischen Region zugewiesen, in der die Umsätze realisiert werden. Die Vermögenswerte - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - werden der Region zugewiesen, in der sie gelegen sind. Investitionen betreffen das der Region zugeordnete Anlagevermögen. Bei der Überleitungsspalte handelt es sich um Konsolidierungspositionen.

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2013/2014 in Mio. € 2012/2013

in Mio. €
Deutschland Übriges Europa Überleitung HORNBACH- Baumarkt-AG Konzern
Umsatzerlöse 2.052,0 1.324,7 -224,7 3.152,0
1.950,1 1.279,4 -209,5 3.020,0
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 1.827,4 1.323,5 0,0 3.150,9
1.740,6 1.278,3 0,0 3.018,9
Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen 224,5 0,2 -224,6 0,1
209,4 0,2 -209,5 0,1
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,1 0,9 0,0 1,0
0,1 0,9 0,0 1,0
EBIT 36,7 68,3 0,1 105,1
29,6 69,8 0,0 99,3
Abschreibungen 33,9 22,0 0,0 55,9
36,2 20,3 0,0 56,5
EBITDA 70,6 90,2 0,1 161,0
65,8 90,1 0,0 155,8
Vermögenswerte 1.249,6 951,6 -544,5 1.656,8
1.188,4 833,8 -444,4 1.577,8
davon langfristige Vermögenswerte*) 361,5 368,0 0,0 729,5
361,2 360,6 0,0 721,8
Investitionen 35,0 37,1 0,0 72,0
65,3 51,4 -0,1 116,6

*) Dabei handelt es sich um Sachanlagevermögen, fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke, immaterielle Vermögenswerte sowie langfristige Rechnungsabgrenzungsposten. Nicht enthalten sind langfristige Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 4,8 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €) aus der Region Deutschland.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen die Erlöse aus dem Segment Baumärkte. Weiterhin sind in den Umsatzerlösen Erträge aus der Vermietung von Immobilien in Höhe von T€ 1.047 (Vj. T€ 1.037) ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse des Konzerns sind - unterteilt nach Geschäftsbereichen und Regionen - im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt.

(2) Kosten der umgesetzten Handelsware

Die Kosten der umgesetzten Handelswaren stellen den zur Erzielung des Umsatzes erforderlichen Aufwand dar und setzen sich wie folgt zusammen:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Aufwendungen für Hilfsstoffe und bezogene Waren 1.941.634 1.864.434
Aufwendungen für bezogene Leistungen 32.242 27.873
1.973.876 1.892.307

(3) Filialkosten

Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der Bau- und Gartenmärkte stehen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum- und Werbekosten sowie Abschreibungen. Weiterhin sind in diesem Posten allgemeine Betriebskosten wie Verwaltungsaufwendungen, Transportkosten, Wartung und Instandhaltung sowie Mieten für Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen.

(4) Voreröffnungskosten

Als Voreröffnungskosten werden Kosten, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung und bis zur Eröffnung eines neuen Bau- und Gartenmarktes stehen, ausgewiesen. Die Voreröffnungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten, Beratungskosten, Raumkosten, Werbekosten, Verwaltungsaufwand sowie sonstigen Personalkosten und Abschreibungen.

(5) Verwaltungskosten

In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von Bau- und Gartenmärkten stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können, ausgewiesen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie übrige Verwaltungsaufwendungen wie IT-, Reise- und Kraftfahrzeugkosten.

(6) Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Sonstige betriebliche Erträge aus operativer Tätigkeit
Erträge aus Werbekostenzuschüssen und sonstigen Lieferantengutschriften 1.214 3.683
Erträge aus Umlagen an den HORNBACH HOLDING Konzern 2.053 2.414
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 893 867
Erträge aus Schadensfällen 1.838 941
Erträge aus Zahlungsdifferenzen 389 330
Übrige Erträge 9.579 16.775
15.966 25.010
Sonstige betriebliche Erträge aus nicht operativer Tätigkeit
Erträge aus der Veräußerung von Immobilien 270 532
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für belastende Verträge 0 55
Sonstige nicht operative Erträge 306 101
576 688
Sonstige Erträge 16.542 25.698

Die übrigen Erträge des aktuellen Berichtsjahres wie auch des Vorjahres enthalten im Wesentlichen Nebenerlöse der Bau- und Gartenmärkte, Erträge aus Entsorgung, sonstige Erträge aus Personalzuschüssen sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen. Darüber hinaus beinhalten die übrigen Erträge aus operativer Tätigkeit des Vorjahres Erträge im Zusammenhang mit Energiesteuervergütungen in Höhe von 6,1 Mio. €, die aus der Auflösung von im Geschäftsjahr 2010/2011 gebildeten Rückstellungen in Höhe von 3,9 Mio. € sowie aus noch nicht abgerechneten Vergütungen in Höhe von 2,2 Mio. € resultieren.

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Sonstiger betrieblicher Aufwand aus operativer Tätigkeit
Verluste aus Schadensfällen 2.412 1.311
Wertberichtigungen und Forderungsausfälle 1.162 1.007
Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens 340 376
Aufwand aus Zahlungsdifferenzen 276 198
Übrige Aufwendungen 1.564 2.432
5.754 5.324
Sonstiger betrieblicher Aufwand aus nicht operativer Tätigkeit
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 315 514
Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens 1.030 263
Zuführung zu Rückstellungen für belastende Verträge 5.367 190
Sonstige nicht operative Aufwendungen 0 985
6.712 1.952
Sonstiger Aufwand 12.466 7.276
Ertragssaldo aus sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen 4.076 18.422

Die übrigen Aufwendungen des Vorjahres beinhalten in Höhe von 1,0 Mio. € Ausgleichszahlungen zu Rechtsansprüchen Dritter. Darüber hinaus sind im Geschäftsjahr 2012/2013 Servicepauschalen in Höhe von 0,6 Mio. € enthalten, die im Zusammenhang mit Energiesteuervergütungen fällig waren.

Die sonstigen nicht operativen Aufwendungen des Vorjahres enthalten in Höhe von 0,8 Mio. € die Zuführung zu einer Rückstellung für die Sanierungsverpflichtung einer veräußerten und zurückgemieteten Baumarktimmobilie.

(7) Finanzergebnis

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinserträge aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 759 1.950
davon aus verbundenen Unternehmen 8 23
Sonstige 200 150
davon aus verbundenen Unternehmen 200 150
959 2.100
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 13.254 22.982
davon an verbundene Unternehmen 0 1
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrument eingesetzt werden 2.203 1.798
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 110 16
Sonstige 1.283 1.323
davon an verbundene Unternehmen 138 160
16.850 26.119
Zinsergebnis -15.891 -24.019
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 429 -576
Währungsergebnis -2.317 -352
-1.888 -928
Finanzergebnis -17.779 -24.947

Aufgrund von IAS 17 "Leases" werden Finance-Lease-Verträge unter den Sachanlagen und der in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil in Höhe von T€ 78 (Vj. T€ 93) unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Nicht im Zinsergebnis ausgewiesen sind Zinsen, die im Rahmen der Immobilienentwicklung zur Finanzierung der Bauphase aufgewendet werden. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 1.724 (Vj. T€ 2.637) und sind als Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Sachanlagen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde der durchschnittliche Finanzierungskostensatz von 4,4 % (Vj. 5,9 %) verwendet.

(Abgegrenzte) Zinszahlungen aus Zinsswaps, die als Sicherungsinstrument in einen Cashflow-Hedge gemäß IAS 39 eingebunden sind, werden pro Swapkontrakt saldiert und entsprechend ihrem Nettoergebnis entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten beinhaltet Gewinne und Verluste aus derivativen Währungsinstrumenten in Höhe von T€ 429 (Vj. T€ -576).

Das Währungsergebnis des Geschäftsjahres 2013/2014 resultiert im Wesentlichen aus der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Hierbei handelt es sich um einen Aufwandssaldo in Höhe von T€ 535 (Vj. Ertrag T€ 4.265). Weiterhin beinhaltet das Währungsergebnis realisierte Kursgewinne in Höhe von T€ 3.582 (Vj. T€ 3.629) und realisierte Kursverluste in Höhe von T€ 5.364 (Vj. T€ 8.246).

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Die deutschen Gesellschaften des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns unterliegen - wie im Vorjahr - einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von ca. 14 % des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz für Gewinne beträgt unverändert 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag.

Alle inländischen latenten Steuerpositionen werden - wie im Vorjahr - mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 30 % bewertet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 16 % bis 31 %.

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von T€ 30.973 (Vj. T€ 22.066) ist um T€ 4.776 höher (Vj. T€ 244 niedriger) als der erwartete Steueraufwand von T€ 26.197 (Vj. T€ 22.310), der sich bei Anwendung des durchschnittlichen Steuersatzes der HORNBACH-Baumarkt-AG in Höhe von 30 % (Vj. 30 %) auf das Vorsteuerergebnis in Höhe von T€ 87.323 (Vj. T€ 74.365) des Konzerns ergeben würde.

Für bisher nicht genutzte Verlustvorträge in Höhe von T€ 630 (Vj. T€ 23.918) werden aktive latente Steuern angesetzt. Die HORNBACH-Baumarkt-AG geht davon aus, dass die teilweise aus Anlaufverlusten in einzelnen Ländern entstandenen steuerlichen Verlustvorträge vollständig durch zukünftige Gewinne genutzt werden können.

Auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 37.040 (Vj. T€ 4.330) sind keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da von einer zukünftigen Realisierung nicht ausgegangen wird. Davon verfallen Verlustvorträge in Höhe T€ 3.481 innerhalb der nächsten 5 Jahre und in Höhe von T€ 4.104 innerhalb der nächsten 7 Jahre. Im Vorjahreswert sind Verlustvorträge enthalten, deren Nutzung in Höhe von T€ 3.481 auf 5 Jahre begrenzt ist. Alle übrigen Verlustvorträge des laufenden Geschäftsjahres, für die keine latenten Steuern angesetzt werden, sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 ist - wie im Vorjahr - kein erstmaliger Ansatz aktiver latenter Steuern auf bisher als nicht nutzbar angesehene Verlustvorträge vorgenommen worden. Außerdem sind im Geschäftsjahr 2013/2014 für Verlustvorträge, deren Nutzung nicht mehr als wahrscheinlich angesehen wird, aktive latente Steuern in Höhe des Vorjahresbestands von T€ 5.118 (Vj. T€ 0) ausgebucht. Der Aufwand aus der Ausbuchung dieser latenten Steuern ist im latenten Steueraufwand enthalten.

Zusammensetzung des Steueraufwands:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Deutschland 10.795 5.741
Übrige Länder 15.659 17.633
26.454 23.374
Latenter Steueraufwand/-ertrag
aus der Veränderung temporärer Differenzen 4.550 -1.412
aus der Veränderung von Steuersätzen -40 859
aus Verlustvorträgen 9 -755
4.519 -1.308
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30.973 22.066

Vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand ist wie folgt überzuleiten:

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2013/2014 2012/2013
T€ % T€ %
--- --- --- --- ---
Erwarteter Ertragsteueraufwand 26.197 100,0 22.310 100,0
Differenz zwischen lokalem Steuersatz und Konzernsteuersatz -4.413 -16,8 -5.205 -23,3
Steuerfreie Erträge -403 -1,5 -320 -1,4
Steuerminderung/-erhöhung aufgrund von Steuersatzänderungen -40 -0,2 859 3,9
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 3.608 13,8 4.551 20,4
Steuermehrungen aufgrund nicht angesetzter Verlustvorträge 1.939 7,4 50 0,2
Periodenfremde laufende und latente Steuern 4.085 15,6 -179 -0,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30.973 118,3 22.066 99,0
Effektiver Steuersatz in % 35,5 29,7

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten einen periodenfremden laufenden Steuerertrag in Höhe von T€ 844 (Vj. T€ 251) sowie periodenfremde latente Steuern in Höhe von T€ 4.929 (Vj. T€ 72). Der periodenfremde laufende Steuerertrag beinhaltet einen Steuerertrag in Höhe von T€ 86 aus der Veränderung des Barwerts von Körperschaftsteuererstattungsansprüchen.

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Steuern des Geschäftsjahres ergeben sich wie folgt:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen1)
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen vor Steuern 1.827 -3.437
Veränderung latente Steuern -369 674
1.458 -2.763
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge)
Wertänderungen derivativer Finanzinstrumente vor Steuern 1.811 -807
Veränderung latente Steuern -494 298
1.317 -509
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -4.434 -2.739
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, netto nach Steuern -1.659 -6.011
davon direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen vor Steuern -796 -6.984
davon Veränderung latente Steuern -862 973

1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IAS 19R angepasst.

(9) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 (Earnings per Share) als Quotient aus dem den Aktionären der HORNBACH-Baumarkt-AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Verwässernde Effekte ergeben sich - wie im Vorjahr - nicht.

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2013/2014 2012/2013
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 31.807.000 31.807.000
Den Aktionären der HORNBACH-Baumarkt-AG zustehender Konzernjahresüberschuss in € 56.349.703 52.299.112
Ergebnis je Aktie in € 1,77 1,64

(10) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

In den einzelnen Funktionskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Löhne und Gehälter 453.834 428.470
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 98.388 92.358
552.222 520.828

Die Löhne und Gehälter beinhalten auch Aufwendungen für Leihkräfte.

Abschreibungen

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 55.570 55.979
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 315 514
55.885 56.493

Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres 2013/2014 betreffen nicht betrieblich genutzte Grundstücke sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Vorjahr entfielen die außerplanmäßigen Abschreibungen ausschließlich auf nicht betrieblich genutzte Grundstücke. Zudem wird auf die Ausführungen zu den immateriellen Vermögenswerten und dem Sachanlagevermögen in den Anmerkungen (11) und (12) verwiesen.

Die Abschreibungen sind in folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

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Geschäftsjahr 2013/2014

in T€
Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Gesamt
Filialkosten 549 46.812 47.361
Voreröffnungskosten 0 116 116
Verwaltungskosten 2.660 5.433 8.093
Sonstiges Ergebnis 0 315 315
3.209 52.676 55.885

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Geschäftsjahr 2012/2013

in T€
Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Gesamt
Filialkosten 925 44.920 45.845
Voreröffnungskosten 0 75 75
Verwaltungskosten 5.186 4.873 10.059
Sonstiges Ergebnis 0 514 514
6.111 50.383 56.493

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(11) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2012/2013 und 2013/2014 wie folgt:

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in T€ Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwerte Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1. März 2012 77.692 3.271 40 81.003
Zugänge 2.483 0 246 2.729
Abgänge 1.095 0 4 1.099
Umbuchungen 60 0 -16 44
Währungsumrechnung -6 0 0 -6
Stand 28. Februar/1. März 2013 79.134 3.271 266 82.671
Zugänge 1.479 0 51 1.530
Abgänge 448 0 0 448
Umbuchungen 178 0 -165 13
Währungsumrechnung -15 0 0 -15
Stand 28. Februar 2014 80.328 3.271 152 83.751
Abschreibungen
Stand 1. März 2012 64.712 0 0 64.712
Zugänge 6.111 0 0 6.111
Abgänge 1.094 0 0 1.094
Währungsumrechnung -7 0 0 -7
Stand 28. Februar/1. März 2013 69.722 0 0 69.722
Zugänge 3.209 0 0 3.209
Abgänge 448 0 0 448
Währungsumrechnung -13 0 0 -13
Stand 28. Februar 2014 72.470 0 0 72.470
Buchwert 28. Februar 2014 7.858 3.271 152 11.281
Buchwert 28. Februar 2013 9.412 3.271 266 12.949

Die Zugänge bei den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und den Anlagen im Bau betreffen überwiegend den Erwerb von Software-Lizenzen sowie die Aufwendungen, um die Software in den beabsichtigten nutzungsfähigen Zustand zu versetzen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen Gartenmärkte in den Niederlanden.

Wesentliche Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen - wie im Vorjahr - nicht vor.

(12) Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke

Die Sachanlagen haben sich in den Geschäftsjahren 2012/2013 und 2013/2014 wie folgt entwickelt:

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in T€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke gemäß IAS 40 "Investment Property" Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1. März 2012 676.688 9.047 501.464 22.057 1.209.256
Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte 0 -1.639 0 0 -1.639
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 566 566
Zugänge 53.047 0 47.934 12.343 113.324
Abgänge 102 0 29.091 269 29.462
Umbuchungen IAS 40 -2.257 2.257 0 0 0
Umbuchungen 16.885 0 589 -17.518 -44
Währungsumrechnung -3.526 0 -740 -137 -4.403
Stand 28. Februar/1. März 2013 740.735 9.665 520.156 17.042 1.287.598
Zugänge 25.230 0 36.417 8.719 70.366
Abgänge 1.638 18 24.339 1.025 27.020
Umbuchungen 6.305 0 4.402 -10.720 -13
Währungsumrechnung -4.919 0 -3.190 -78 -8.187
Stand 28. Februar 2014 765.713 9.647 533.446 13.938 1.322.744
Abschreibungen
Stand 1. März 2012 154.663 3.223 401.109 0 558.995
Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte 0 -320 0 0 -320
Zugänge 15.213 602 34.568 0 50.383
Abgänge 46 0 28.546 0 28.592
Umbuchungen IAS 40 -156 156 0 0 0
Währungsumrechnung -579 0 -404 0 -983
Stand 28. Februar/1. März 2013 169.095 3.661 406.727 0 579.483
Zugänge 15.944 133 36.599 0 52.676
Abgänge 11 8 23.694 0 23.713
Währungsumrechnung -1.167 0 -2.251 0 -3.418
Stand 28. Februar 2014 183.861 3.786 417.381 0 605.028
Buchwert 28. Februar 2014 581.852 5.862 116.065 13.938 717.716
Buchwert 28. Februar 2013 571.640 6.005 113.429 17.042 708.115

Die in den Abschreibungen enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Vermögenswerte, deren Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Diese Abschreibungen werden als sonstiger betrieblicher Aufwand aus nicht operativer Tätigkeit ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den Nettoveräußerungspreis von fremdvermieteten Immobilien bzw. noch nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehene Objekte in Höhe von T€ 46 (Vj. T€ 514) vorgenommen. Der Nettoveräußerungspreis dieser Vermögenswerte wurde auf Basis von Verkehrswertgutachten ermittelt.

Der jährlich durchzuführende Wertminderungstest hat im Geschäftsjahr 2013/2014 in der Region Tschechien zu einem außerplanmäßigen Abwertungsbedarf bei marktorientierter und verkaufsfördernder Betriebs- und Geschäftsausstattung gem. IAS 36 in Höhe von T€ 269 geführt.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen sind wie folgt erfasst:

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2013/2014 2012/2013
Segment Baumärkte
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 269 0
269 0
Segment Immobilien
Grundstücke 46 514
46 514
Gesamt 315 514

Bezüglich der aktivierten Finanzierungskosten wird auf Anmerkung (7) verwiesen.

Das Immobilienvermögen wird überwiegend von der HORNBACH-Baumarkt-AG oder eigens dafür gegründeten Immobiliengesellschaften gehalten.

Die anderen Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung sind für den inländischen Konzernteilbereich überwiegend bei der HORNBACH-Baumarkt-AG und für den ausländischen Konzernteilbereich bei der HORNBACH Baumarkt GmbH, der HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., der HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., der HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, der HORNBACH-Baumarkt SK spol s.r.o., der HORNBACH Byggmarknad AB und der HORNBACH Centrala SRL bilanziert.

Die fremdvermieteten Immobilien und noch nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Vorratsgrundstücke betreffen im Wesentlichen Einzelhandelsimmobilien an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die Mietverträge haben eine Grundmietzeit von 1 bis 15 Jahren und beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen für den Mieter. Die fremdvermieteten Immobilien sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Als Nutzungsdauer werden 33 Jahre zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) der fremdvermieteten Immobilien einschließlich der Vorratsgrundstücke beträgt rund 8,5 Mio. € (Vj. 8,5 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte werden von unabhängigen Gutachtern ermittelt und als Stufe 3 Fair Values basierend auf den nachstehend erläuterten Bewertungstechniken und Inputdaten klassifiziert.

Die Bewertung erfolgt anhand verschiedener Techniken. So wird einerseits das kapitalwertorientierte Verfahren, i.d.R. die Discounted Cash Flow Methode angewendet. Dabei wird aus künftigen (Miet)-Erträgen unter Anwendung eines Diskontierungssatzes ein Barwert abgeleitet. Andererseits werden marktpreisorientierte Verfahren in Ausprägung der Analogiemethode angewendet. Dabei wird auf Bodenrichtwerte zurückgegriffen, die durch Preisvergleiche geeigneter Vergleichsgrundstücke ermittelt oder durch Gutachterausschüsse anhand von entsprechenden Grundstücksverkäufen festgestellt werden. Zudem kommt das Multiplikatorverfahren zur Anwendung, bei dem die Mietüberschüsse mit grundstückspezifischen Faktoren multipliziert werden. Neben den bereits genannten Inputdaten werden von den Gutachtern zusätzliche Zu- bzw. Abschläge berücksichtigt, um den individuellen objektspezifischen Gegebenheiten (z.B. Größe, Lage, noch anfallende Umbau- oder Abrisskosten) Rechnung zu tragen.

Aus fremdvermieteten Immobilien werden im Geschäftsjahr Mieterträge in Höhe von T€ 431 (Vj. T€ 429) erzielt. Für den Unterhalt der fremdvermieteten Objekte sind Aufwendungen in Höhe von T€ 242 (Vj. T€ 236) angefallen, für alle anderen als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude werden T€ 11 (Vj. T€ 39) aufgewandt.

Die Immobilien dienen zur Besicherung von Bankdarlehen mit eingetragenen Grundpfandrechten in Höhe von 66,3 Mio. € (Vj. 85,5 Mio. €).

Das Sachanlagevermögen beinhaltet ein Gebäude mit einem Buchwert in Höhe von T€ 665 (Vj. T€ 831), das wegen der Gestaltung des zugrundeliegenden Leasingvertrages (Finanzierungsleasing) dem Konzern als wirtschaftlicher Eigentümer zuzurechnen ist. Der Finanzierungsleasingvertrag ist über eine Grundmietzeit von 20 Jahren abgeschlossen. Nach Ablauf der Grundmietzeit besteht die Option, den Vertrag mindestens einmal für 5 Jahre zu verlängern. Außerdem besteht eine indexbasierte Mietanpassungsklausel sowie ein Vorkaufsrecht zu marktüblichen Konditionen. Der Leasinggegenstand dient der Leasingverpflichtung als Sicherheit.

(13) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen entwickeln sich in den Geschäftsjahren 2012/2013 und 2013/2014 wie folgt:

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in T€ Beteiligungen Anzahlungen auf Finanzanlagen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. März 2012 94 1.135 1.229
Währungsumrechnung 0 49 49
Stand 28. Februar/1. März 2013 94 1.184 1.278
Zugänge 0 104 104
Abgänge 0 -1.234 -1.234
Währungsumrechnung 0 -54 -54
Stand 28. Februar 2014 94 0 94
Buchwert 28. Februar 2014 94 0 94
Buchwert 28. Februar 2013 94 1.184 1.278

Die Zugänge bei den Anzahlungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 104 resultieren aus einem geplanten Anteilserwerb einer schwedischen Immobiliengesellschaft. Diese Erwerbsabsicht wurde im Laufe des Geschäftsjahres aufgegeben, so dass die bis zu diesem Zeitpunkt angefallenen Werte in Höhe von T€ 1.234 als Abgang des Geschäftsjahres gezeigt werden. Daraus resultierte ein Verlust in Höhe von T€ 755.

Alle Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, da verlässliche Marktwerte nicht ermittelt werden können. Derzeit besteht keine Absicht zur Veräußerung der Beteiligungen.

(14) Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kautionen in Höhe von T€ 2.140 (Vj. T€ 2.188), die zur Sicherung möglicher nachträglicher Kaufpreisminderungsansprüche des Erwerbers geleistet werden. Die Kautionen haben eine Restlaufzeit von maximal 6 Jahren.

Weiterhin beinhaltet der Posten zum 28. Februar 2014 Forderungen an die Bundesarbeitsagentur für Arbeit für die Gewährung von Leistungen nach dem Altersteilzeitgesetz in Höhe von T€ 382 (Vj. T€ 874).

Die sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten zudem abgegrenzte Aufwendungen in Höhe von T€ 482 (Vj. T€ 760), die im Zusammenhang mit einer im Geschäftsjahr 2011/2012 abgeschlossenen, bis dato noch nicht in Anspruch genommenen syndizierten Kreditlinie über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 14. Dezember 2016 stehen.

(15) Latente Steuern

Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Sachverhalten:

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28.2.2014 28.2.2013
aktivisch

T€
passivisch

T€
aktivisch

T€
passivisch

T€
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 805 33.007 810 35.121
Vorräte 581 3.830 436 2.128
Übriges Vermögen und Schulden 1.029 34 1.110 49
Sonstige Rückstellungen1) 5.396 1.395 4.519 1.589
Verbindlichkeiten 1.144 758 1.704 836
Steuerfreie Rücklagen 0 129 0 129
Verlustvorträge 172 0 5.300 0
9.127 39.153 13.879 39.852
Saldierung1) -5.769 -5.769 -6.009 -6.009
Gesamt1) 3.358 33.384 7.870 33.843

1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IAS 19R angepasst.

(16) Vorräte

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28.2.2014

T€
28.2.2013

T€
Hilfs- und Betriebsstoffe 1.501 1.555
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.272 1.320
Fertige Erzeugnisse und Waren 509.491 486.503
Vorräte (brutto) 513.264 489.378
abzüglich Wertberichtigungen 8.696 7.794
Vorräte (netto) 504.568 481.584
Buchwert der Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert bewertet sind 24.240 24.653

Im Geschäftsjahr 2013/2014 werden für Handelswaren sowie für Hilfs- und Betriebsstoffe Aufwendungen in Höhe von T€ 1.932.938 (Vj. T€ 1.856.016) als Wareneinsatz erfasst.

(17) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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28.2.2014

T€
28.2.2013

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.506 6.128
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.884 1.622
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 280 146
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 38.226 43.899
48.896 51.795

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen übertragene Forderungen in Höhe von T€ 1.181 (Vj. T€ 1.090), die nicht ausgebucht werden, da das Kreditrisiko beim HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern verbleibt. Es wurde eine korrespondierende Verbindlichkeit in gleicher Höhe erfasst.

Die übrigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Pfandgeldern, Forderungen gegen Kreditkartengesellschaften, Forderungen aus Warengutschriften und Bonusvereinbarungen sowie Rechnungsabgrenzungen.

Für die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte bestehen - wie im Vorjahr - keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Die folgenden Tabellen zeigen eine Analyse der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dabei werden nur die einzelwertberichtigten Forderungen als wertberichtigt bezeichnet. Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern berücksichtigt Kreditrisiken zudem durch die Bildung von Portfolio-Wertberichtigungen.

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28.2.2014

in T€
Buchwert davon: weder wertgemindert noch überfällig davon: nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig in Tagen
bis 60 61 - 90 91 - 180 ab 181
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.506 3.589 3.377 486 433 49
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.884 1.884
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 280 280
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 26.793 25.112 1.417 57 67 140
37.463 30.865 4.794 543 500 189

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28.2.2013

in T€
Buchwert davon: weder wertgemindert noch überfällig davon: nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig in Tagen
bis 60 61 - 90 91 - 180 ab 181
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.128 3.530 1.192 189 233 60
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.622 1.622
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 146 146
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 26.959 25.566 910 37 238 97
34.855 30.864 2.102 226 471 157

Für finanzielle Vermögenswerte, die weder wertgemindert noch überfällig sind, liegen zum Stichtag keine Hinweise auf eine geminderte Werthaltigkeit vor.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die übrigen Forderungen und Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige Forderungen und Vermögenswerte
2013/2014 2012/2013 2013/2014 2012/2013
--- --- --- --- ---
Stand der Wertberichtigungen am 1. März 560 521 622 728
Verbrauch 252 123 327 192
Auflösung 140 99 77 374
Zuführung 461 264 131 462
Währungsumrechnung 2 -3 -1 -2
Stand der Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres 632 560 348 622

Aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen resultieren Aufwendungen in Höhe von T€ 608 (Vj. T€ 494). Aus dem Eingang bereits ausgebuchter Forderungen werden Erträge in Höhe von T€ 16 (Vj. T€ 55) realisiert.

(18) Flüssige Mittel

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28.2.2014 28.2.2013
T€ T€
--- --- ---
Guthaben bei Kreditinstituten 349.843 300.749
Schecks und Kassenbestand 21.267 16.429
371.110 317.178

(19) Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

In dem Posten werden Vermögenswerte ausgewiesen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Geschäftsjahr veräußert werden.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 werden keine Umgliederungen aus dem Sachanlagevermögen vorgenommen.

Der Vorjahreswert in Höhe von T€ 1.076 beinhaltet zwei Grundstücke, die im abgelaufenen Geschäftsjahr veräußert wurden. Der Gewinn ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen aus nicht operativer Tätigkeit ausgewiesen.

(20) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ist für das Geschäftsjahr 2012/2013 und das Geschäftjahr 2013/2014 in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Durch die Hauptversammlung vom 7. Juli 2011 wurde beschlossen, ein genehmigtes Kapital I und ein genehmigtes Kapital II unter folgenden Bestimmungen zu schaffen:

Der Vorstand wird ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien - stimmberechtigte Stammaktien oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht - um bis zu insgesamt € 15.000.000 gegen Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit jeweiliger Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2016 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien - stimmberechtigte Stammaktien oder Vorzugsaktien ohne Stimmrecht - um bis zu € 30.000.000 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden.

Insgesamt besteht damit ein genehmigtes Kapital von € 45.000.000; dies entspricht - wie im Vorjahr -47,16 % des gegenwärtigen Grundkapitals.

Mit Beschluss des Vorstands vom 1. Juli 2013 wurden den Arbeitnehmern der HORNBACH-Baumarkt-AG und deren ausländischen Tochtergesellschaften Belegschaftsaktien zu einem Vorzugskurs von € 12,50 pro Aktie angeboten. Insgesamt wurden 42.080 Stück Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 26,18 über die Börse erworben und an die Mitarbeiter übertragen. Die Differenz zwischen Erwerbskurs und dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung an die Mitarbeiter in Höhe von T€ 1 wurde im Eigenkapital erfasst. Die Differenz pro Aktie zwischen vergünstigter Abgabe und Börsenkurs (€ 13,68) wurde erfolgswirksam berücksichtigt.

Veröffentlichung von WpHG-Stimmrechtsmitteilungen

Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 20. April 2002 in der Börsen-Zeitung folgende Mitteilung gemäß § 41 Abs. 3 WpHG:

Die HORNBACH HOLDING AG, Bornheim, Pfalz, hat uns gemäß § 41 Abs. 2 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 80,29 % der Stimmrechte an der HORNBACH-Baumarkt-AG zustanden. Dabei handelte es sich ausschließlich um eigene Stimmrechte.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 16. August 2002 in der Börsen-Zeitung folgende Mitteilung gemäß § 25 Abs. 1 WpHG:

Die HORNBACH Familien-Treuhandgesellschaft mbH, Annweiler am Trifels, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1 und 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der HORNBACH-Baumarkt-AG am 6. August 2002 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 80,29 % beträgt. Dabei handelte es sich ausschließlich um nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnende Stimmrechte.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 23. April 2009 auf elektronischem Wege folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG:

Die Platinum Investment Management Ltd. (vormals Platinum Asset Management Ltd.), Sydney/Australien, hat uns gemäß § 26 Abs. 1 WpHG (vormals § 25 Abs. 1 WpHG) mitgeteilt, dass die Mitteilung vom 30. Mai 2003 zurückgenommen wurde, da die Meldeschwelle von 5 % zum damaligen Zeitpunkt (und danach) nicht überschritten worden war.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG veröffentlichte am 31. März 2014 auf elektronischem Wege folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG:

Die Kingfisher plc, 3 Sheldon Square, Paddington, London W2 6PX, United Kingdom, hat uns am 28. März 2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von Kingfisher plc an der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft am 27. März 2014 die Schwellen von 5 % und 3 % unterschritten und zu diesem Tag 0 % (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Weiterhin teilte uns Kingfisher plc am 28. März 2014 mit, dass der Stimmrechtsanteil der Eijsvogel Finance Limited, 3 Sheldon Square, Paddington, London W2 6PX, United Kingdom, an der HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft am 27. März 2014 die Schwellen von 5 % und 3 % unterschritten und zu diesem Tag 0 % (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet die über den Nennbetrag der ausgegebenen Aktien im Rahmen der Emission erzielten Eigenkapitalbestandteile.

Gewinnrücklagen

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um die "gesetzliche Rücklage", um "andere Gewinnrücklagen" sowie kumulierte Gewinne und erfolgsneutrale Eigenkapitalbestandteile.

Angaben zum Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement der HORNBACH-Baumarkt-AG verfolgt das Ziel, langfristig eine angemessene Eigenkapitalausstattung aufrechtzuerhalten. Die Eigenkapitalquote wird als eine wichtige Kenngröße gegenüber den Investoren, Analysten, Banken und Ratingagenturen angesehen. Dabei sollen einerseits die gesetzten Wachstumsziele unter Wahrung gesunder Finanzierungsstrukturen und einer stabilen Dividendenpolitik erreicht werden, andererseits sollen langfristig die Ratingkennzahlen verbessert werden. Als Instrument des Kapitalmanagements wird unter anderem ein aktives Fremdkapitalmanagement betrieben.

Gegenüber einigen Fremdkapitalgebern bestehen Verpflichtungsvereinbarungen (Covenants), die unter anderem eine Eigenkapitalquote von mindestens 25 % fordern. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden monatlich Eigenkapitalquote, Zinsdeckungsgrad, dynamischer Verschuldungsgrad sowie Unternehmensliquidität flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Während des Geschäftsjahres 2013/2014 wurden die Verpflichtungen stets eingehalten, zum 28. Februar 2014 beträgt die Eigenkapitalquote 51,6 % (Vj. 51,5 %).

Während des Geschäftsjahres ergaben sich keine Änderungen in der Vorgehensweise bezüglich des Kapitalmanagements.

(21) Ausschüttungsfähige Gewinne und Dividenden

Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf den Bilanzgewinn der HORNBACH-Baumarkt-AG, der gemäß deutschem Handelsrecht ermittelt wird.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG schließt im Geschäftsjahr 2013/2014 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 31.010.320,35 ab.

Nach Einstellung von € 11.926.120,35 in die anderen Gewinnrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von € 19.084.200,00.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 28. Februar 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn der HORNBACH-Baumarkt-AG wie folgt zu verwenden:

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Dividende von je € 0,60 für 31.807.000 Aktien 19.084.200,00
19.084.200,00

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juli 2013 auf insgesamt 31.807.000 (Vj. 31.807.000) Stückaktien eine Dividende in Höhe von € 0,50 (Vj. € 0,50) je Aktie ausgeschüttet. Der ausgeschüttete Betrag beträgt somit insgesamt T€ 15.904 (Vj. T€ 15.904).

(22) Finanzschulden

Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzschulden setzt sich wie folgt zusammen:

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in T€ Restlaufzeiten Buchwert
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre 28.2.2014 Gesamt
--- --- --- --- ---
Anleihen 0 0 246.401 246.401
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.876 112.617 413 119.906
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 219 820 0 1.039
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0 4.400 0 4.400
Summe 7.095 117.837 246.814 371.745

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in T€ Restlaufzeiten Buchwert
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre 28.2.2013 Gesamt
--- --- --- --- ---
Anleihen 0 0 245.794 245.794
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.170 118.464 1.858 128.492
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 223 1.059 0 1.282
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 227 6.267 0 6.494
Summe 8.620 125.790 247.652 382.062

Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 bestehen kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 7,1 Mio. € (Vj. 8,6 Mio. €). Diese resultieren aus Zinsabgrenzungen in Höhe von 1,0 Mio. € (Vj. 1,1 Mio. €) sowie dem kurzfristig fälligen Anteil langfristiger Finanzierungen in Höhe von 6,1 Mio. € (Vj. 7,3 Mio. €). Aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente resultieren 0,0 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €).

Die HORNBACH-Baumarkt-AG hat am 15. Februar 2013 eine siebenjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 250 Mio. € aufgenommen. Die Anleihe ist mit einem Zinscoupon von 3,875 % ausgestattet. Zusammen mit dem Emissionskurs von 99,25 % ergibt sich eine Rendite von 4,00 % p.a. Die mit der Unternehmensanleihe entstandenen Kosten in Höhe von insgesamt T€ 2.355 sowie das Disagio in Höhe von T€ 1.875 werden nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt.

Zum 30. Juni 2011 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG ein unbesichertes, variabel verzinstes Schuldscheindarlehen in Höhe von 80 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 aufgenommen. Zur Absicherung des Zinsniveaus wurde bereits im Geschäftsjahr 2010/2011 ein Forward-Swap mit gleich lautenden Bedingungen abgeschlossen. Durch den Swap werden die halbjährlich zu zahlenden Zinsen auf einem Niveau von 2,11 % p.a. zuzüglich einer Bankmarge fest für die gesamte Laufzeit gesichert.

Daneben besteht noch das im Geschäftsjahr 2010/2011 abgeschlossene variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o. über 496,6 Mio. CZK mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2015. Die zu zahlenden Zinsen werden über einen gleich lautenden Zinsswap abgesichert. Die über die Zinsswaps halbjährlich zu zahlenden Zinsen werden in Höhe von 2,08 % p.a. zuzüglich einer Bankmarge für die gesamte Laufzeit gesichert.

Neben der oben genannten Anleihe sowie den Schuldscheindarlehen bestehen weitere i.d.R. hypothekenbesicherte langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:

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Geschäftsjahr 2013/2014 Währung Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) Laufzeitende Valuta 28.2.2014

T€
Darlehen EUR 4,86 2016 79.778
CZK 4,83 2015 18.125
Hypothekendarlehen EUR 5,00 bis 6,36 2014 bis 2019 15.771
CZK 5,08 2018 5.217
118.890

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Geschäftsjahr 2012/2013 Währung Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) Laufzeitende Valuta 28.2.2013

T€
Darlehen EUR 4,86 2016 79.682
CZK 4,83 2015 19.306
Hypothekendarlehen EUR 4,70 bis 6,36 2013 bis 2019 21.647
CZK 5,08 2018 6.801
127.436

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind entweder festverzinslich oder werden variabel, mit einem kurzfristigen Euribor oder einem entsprechenden Fremdwährungs-Ibor zuzüglich einer Bankmarge von 0,75 bis 2,75 (Vj. 0,45 bis 2,75) Prozentpunkten, verzinst. Zur Absicherung des Zinsniveaus der variabel verzinsten langfristigen Verbindlichkeiten werden Zinsswaps abgeschlossen. Damit werden Zinszahlungen von Krediten abgesichert, die einen maßgeblichen Einfluss auf das Jahresergebnis des Konzerns haben könnten.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 250 Mio. € und einer Laufzeit bis zum 14. Dezember 2016 vereinbart. Diese Kreditlinie kann in Höhe von bis zu 25 Mio. € auch in Fremdwährungen - insbesondere in CHF, SEK und CZK - in Anspruch genommen werden. Daneben können innerhalb des Kreditrahmens ergänzende bilaterale Darlehensverträge in Höhe von bis zu 50 Mio. € (auch in Fremdwährungen) abgeschlossen werden. Bei Inanspruchnahme der Kreditlinie erfolgt die Verzinsung auf Basis des 3- oder 6-Monats-Euribors bzw. des entsprechenden Ibors zuzüglich einer Zinsmarge. Die anzuwendende Zinsmarge wird in Abhängigkeit des von einer international anerkannten Rating Agentur an die HORNBACH-Baumarkt-AG vergebenen Unternehmensratings festgelegt. Bei Ausnutzungsquoten oberhalb definierter Schwellenwerte oder bei Ausnutzung in Fremdwährung erfolgen Margenaufschläge. Für den ungenutzten Teil der Kreditlinie wird eine Bereitstellungsprovision in Abhängigkeit der jeweiligen Zinsmarge berechnet.

Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestehen zum 28. Februar 2014 insgesamt Kreditlinien in Höhe von 291,8 Mio. € (Vj. 302,2 Mio. €) zu marktüblichen Konditionen. Die ungenutzten Kreditlinien belaufen sich auf 289,5 Mio. € (Vj. 300,2 Mio. €). Des Weiteren steht der HORNBACH-Baumarkt-AG eine Kreditlinie für Importakkreditive in Höhe von 40,0 Mio. USD (Vj. 40,0 Mio. USD) zur Verfügung. Diese wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von 6,2 Mio. USD (Vj. 8,9 Mio. USD) ausgenutzt.

Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 66,3 Mio. € (Vj. 85,5 Mio. €) Grundpfandrechte bestellt worden.

Bei den Kreditlinien, den oben genannten Schuldscheindarlehen sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "pari passu"- und "negative pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "cross default"-Vereinbarungen. Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH-Baumarkt-AG sowie den Schuldscheindarlehensvereinbarungen im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns ermittelt und betreffen den Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25-fach und die Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25 %. Außerdem werden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, der dynamische Verschuldungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Vertragsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr stets eingehalten.

Überleitung der zukünftigen Leasingzahlungen zu den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen:

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in T€ Restlaufzeiten 28.2.2014
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 219 820 0 1.039
Zinsanteil 58 86 0 144
Summe der zukünftig zu leistenden Leasingzahlungen 277 906 0 1.183

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in T€ Restlaufzeiten 28.2.2013
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 223 1.059 0 1.282
Zinsanteil 79 150 0 229
Summe der zukünftig zu leistenden Leasingzahlungen 302 1.209 0 1.511

(23) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestehen aufgrund gesetzlicher Vorschriften einzelner Länder sowie einzelvertraglichen Zusagen an Vorstandsmitglieder Verpflichtungen aus leistungsorientierten und beitragsorientierten Pensionsplänen.

Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") bestehen über die Beiträge hinaus für den HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern keine weiteren Verpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug im Geschäftsjahr 2013/2014 T€ 43.049 (Vj. T€ 41.922). Davon wurden in Deutschland Arbeitgeberanteile in Höhe von T€ 25.771 (Vj. T€ 25.663) für die gesetzliche Rentenversicherung geleistet.

Gemeinschaftliche leistungsorientierte Pläne mehrerer Arbeitgeber

Gemeinschaftliche Pläne liegen für die in den Niederlanden angestellten Mitarbeiter vor. Da der Versorgungsträger für diese Pläne die benötigten Informationen nicht in der Form zur Verfügung stellt, die erforderlich wären, um diese als leistungsorientierten Plan zu erfassen, werden diese als beitragsorientierter Versorgungsplan abgebildet. Die HORNBACH-Baumarkt-AG ist aufgrund der Bestimmungen dieses Plans nicht dazu verpflichtet, für Beitragszahlungen anderer am Plan teilnehmenden Arbeitgeber zu haften. Es sind keine wahrscheinlichen wesentlichen Risiken aus dem gemeinschaftlichen leistungsorientierten Plan mehrerer Arbeitgeber bekannt. Für das Geschäftsjahr 2014/2015 rechnet die Gesellschaft mit Beitragszahlungen in Höhe von T€ 2.100.

Leistungsorientierte Pläne

Schweiz

Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern existiert ein fondsfinanzierter Versorgungsplan, der über einen externen Versorgungsträger finanziert ist. Dieser Versorgungsplan besteht aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Berufliches Vorsorgegesetz BVG) in der Schweiz und gewährt rund 820 Anspruchsberechtigten Alters-, Invaliditäts- sowie Todesfallleistungen.

Der Arbeitnehmer übernimmt rund 35 % der für die Sparguthaben zu bezahlenden Prämien sowie weitere fest umschriebene Kosten. Die restlichen Kosten werden durch den Arbeitgeber getragen. Die Risiko- und Kostenprämien werden von der Versicherung individuell berechnet und jährlich neu festgelegt. Das versicherungsmathematische Risiko dieses Plans wird von der HORNBACH-Baumarkt-AG getragen. Der Vorsorgeplan muss auf Basis einer statistischen Bewertung gemäß den Bestimmungen von BVG vollständig gedeckt sein. Im Fall der Unterdeckung kann die Vorsorgeeinrichtung Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge oder Leistungen anpassen.

Der Versorgungsträger stellt eine eigene juristische Person dar. Diese ist für die Verwaltung des Vorsorgeplans verantwortlich und hat hierfür ein Anlagereglement erlassen, welches die Anlagestrategie definiert. Als oberstes Organ des Versorgungsträgers gilt der Stiftungsrat. Dieser besteht aus einer gleichen Anzahl von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter der am Plan angeschlossenen Unternehmen.

Deutschland

Die HORNBACH-Baumarkt-AG hat ihren Vorstandsmitgliedern seit dem Geschäftsjahr 2011/2012 einen fondsfinanzierten Versorgungsplan zugesagt. Dieses Modell bietet die Chance zur Steigerung der Versorgungsansprüche, wobei die Gesellschaft ihren Vorstandsmitgliedern gleichzeitig eine Mindestverzinsung in Höhe von 2 % p.a. garantiert. Die durch die Gesellschaft bzw. zusätzlich durch die Vorstandsmitglieder eingebrachten Vermögensmittel werden treuhänderisch durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, in diversifizierte Fonds angelegt. Die Fondsanlage richtet sich nach einem zwischen der HORNBACH-Baumarkt-AG und der Allianz Treuhand GmbH definierten Kapitalanlagekonzept. Sofern eine Änderung des Kapitalanlagekonzepts nicht dem treuhänderischen Zweck widerspricht, kann die HORNBACH-Baumarkt-AG eine Änderung veranlassen. Das Risiko, dass das Treuhandvermögen keine Mindestverzinsung von 2% p.a. erzielt, obliegt der HORNBACH-Baumarkt-AG.

Als Verpflichtungsumfang gegenüber den Versorgungsberechtigten wird jeweils das Maximum aus Fondsvermögen und Barwert der gezahlten Beiträge einschließlich der Garantieverzinsung angesetzt. Hierfür werden die vom Arbeitgeber und Vorstand geleisteten Beiträge jeweils separat mit dem zugehörigen Fondsvermögen verglichen.

Weiterhin haben die Mitarbeiter der Gesellschaft die Möglichkeit zur Teilnahme an einem "Zeitwertkontenmodell". Entsprechend der Vorgaben des Mitarbeiters können Gehaltsansprüche in sogenannte Wertguthaben umgewandelt werden. Diese Wertguthaben können z.B. für einen vorgezogenen Ruhestand eingesetzt werden. Unmittelbar vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus Altersgründen wird dieses Wertguthaben dazu eingesetzt, dem Mitarbeiter einen vorgezogenen Ruhestand zu ermöglichen. Die nicht ausgezahlten Gehaltsansprüche können je nach Risikopräferenz des Mitarbeiters in verschiedene Anlagefonds investiert werden. Die HORNBACH-Baumarkt-AG garantiert den Werterhalt der in das Wertguthaben eingezahlten Beträge und übernimmt somit das Anlagerisiko. Die durch die Gesellschaft bzw. die Mitarbeiter eingebrachten Gehaltsbestandteile werden im Rahmen eines sogenannten doppelten Treuhandmodells durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, verwaltet. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Fondsanteilen verrechnet.

Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar1) :

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung 37.654 34.619
abzüglich Marktwert des Planvermögens -36.898 -32.592
Bilanzausweis Pensionszusagen 757 2.027
davon Pensionsrückstellung 757 2.027

1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IAS 19R angepasst.

Das Planvermögen setzt sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

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28.2.2014

%
28.2.2013

%
Anleihen und sonstige Schuldtitel 83,5 85,4
Aktien 3,4 2,3
Immobilien 10,6 10,1
Andere 2,5 2,2
100,0 100,0

Veränderung der Versorgungsverpflichtung1)

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung Anfang der Periode 34.619 26.827
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 3.200 2.596
Zinsaufwand 694 672
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen demografischer Annahmen 0 1.034
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen -2.066 2.367
Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste 303 371
Arbeitnehmerbeiträge 2.577 2.132
Saldo eingebrachter und ausbezahlter Leistungen -876 -162
Versicherungsprämien -942 -889
Währungsumrechnung 145 -329
37.654 34.619

1) Vorjahreswerte wurden aufgrund IAS 19R angepasst.

Veränderung des Planvermögens

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Planvermögen am Anfang der Periode 32.592 27.920
Zinsertrag 677 592
Erträge aus dem Planvermögen (nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrags) -132 348
Arbeitgeberbeiträge 2.865 2.993
Arbeitnehmerbeiträge 2.577 2.132
Saldo eingebrachter und ausbezahlter Leistungen -876 -162
Versicherungsprämien -942 -889
Währungsumrechnung 136 -342
36.898 32.592

Die Verantwortung für die Anlagestrategie des Planvermögens für deutsche Pläne wurde der Allianz Treuhand GmbH bzw. für Schweizer Pläne dem obersten Führungsorgan (Stiftungsrat) der BVG-Sammelstiftung Swiss Life übertragen. Diese externen Vermögensverwalter führen entsprechend der konzeptionellen bzw. gesetzlichen Ausgestaltung der leistungsorientierten Pläne das Risikomanagement des Portfolios sowie die Synchronisierung der Entwicklung des Planvermögens und der Vorsorgeverpflichtungen durch.

In regelmäßigen Abständen erfolgt durch die HORNBACH-Baumarkt-AG eine Analyse der Portfoliostruktur sowie eine Analyse der Performance des Portfolios, um einen etwaigen Handlungsbedarf abzuleiten.

Folgende Aufwendungen sind in den Personalkosten ergebniswirksam erfasst:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 3.200 2.596
Zinsaufwand 694 672
Zinsertrag -677 -592
Erfasst in der Gewinn- und Verlustrechnung 3.217 2.676
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 1.763 -3.772
Erträge aus dem Planvermögen (nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrags) -132 348
Erfasst im sonstigen Ergebnis 1.631 -3.424
Kosten für leistungsorientierte Pläne 1.586 6.100

Die ergebniswirksam erfassten Beträge sind in den Personalkosten der folgenden Funktionsbereiche der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Filialkosten 2.299 1.781
Voreröffnungskosten 0 55
Verwaltungskosten 918 840
3.217 2.676

Versicherungsmathematische Annahmen

Der Berechnung liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zu Grunde. Diese variieren in Abhängigkeit des Landes, in dem der Plan besteht.

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28.2.2014 28.2.2013
Gewichteter Durchschnitt Spanne Gewichteter Durchschnitt Spanne
--- --- --- --- ---
Diskontierungszinssatz 2,5 % 2,4 % bis 3,0 % 2,1 % 2,0 % bis 3,4 %
Erwartete langfristige Verzinsung der Altersguthaben 2,0 % 2,0 % 1,8 % 1,8 %
Zukünftige Gehaltserhöhungen 1,7 % 1,5 % bis 3,0 % 1,7 % 1,5 % bis 3,0 %
Zukünftige Rentenerhöhungen 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %

Der verwendete Diskontierungssatz wurde auf der Grundlage der Rendite für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Die Annahmen über die künftige Sterblichkeit beruhen auf veröffentlichten Statistiken und Sterbetafeln. Für Pläne in Deutschland werden die "Heubeck Richttafeln 2005 G" herangezogen. Schweizer Pläne unterliegen der "BVG 2010 Generationentafel".

Sensitivitätsanalyse

Die Veränderung versicherungsmathematischer Annahmen hätte eine Änderung der Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung zur Folge. Der Einfluss der versicherungsmathematischen Annahmen, deren Änderungen sich wesentlich auf die Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung auswirken würden, sind der folgenden Sensitivitätsanalyse zu entnehmen. Diese gibt die Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung an, die sich ergeben würde, wenn am Stichtag abweichende Annahmen der versicherungsmathematischen Parameter zur Anwendung kommen würden. Andere wertbeeinflussende Parameter wurden konstant gehalten.

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T€ Barwert der Versorgungsverpflichtung
Anstieg Rückgang
--- --- ---
Diskontierungszinssatz (0,25 %-Punkte Veränderung) -1.332 1.454
Zukünftige Rentenveränderung (0,10 %-Punkte Veränderung) 399 -336

Künftige Zahlungsströme

Für das Geschäftsjahr 2014/2015 werden Beitragszahlungen in Höhe von 2,7 Mio. € erwartet.

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Erwartete Leistungszahlungen 28.2.2014

T€
2014/2015 286
2015/2016 396
2016/2017 478
2017/2018 568
2018/2019 652
2019 bis 2023 11.702

(24) Sonstige langfristige Schulden

Die sonstigen langfristigen Schulden betreffen im Wesentlichen langfristige Rückstellungen. Diese beinhalten Personalrückstellungen, Rückstellungen für vertraglich übernommene Instandhaltungsverpflichtungen an Dach und Fach sowie eine aufgrund gesetzlicher Vorschriften gebildete Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Die den Instandhaltungsverpflichtungen zugrunde liegenden Mietverträge haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 21 Jahren. Die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen resultiert im Wesentlichen aus gesetzlichen Aufbewahrungsfristen zwischen 7 und 11 Jahren.

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in Anmerkung (27) dargestellt.

Der Posten beinhaltet zudem Rechnungsabgrenzungen, die für von der HORNBACH Immobilien AG gezahlte Beträge zum Ausgleich der Nachteile gebildet worden sind, die die HORNBACH-Baumarkt-AG aus der Auflösung bestehender Mietverträge und dem Abschluss neuer Mietverträge mit erhöhtem Mietzins und der Übernahme von Instandhaltungsaufwendungen erleidet. Die so entstandenen Rechnungsabgrenzungen werden über die Restlaufzeit der ursprünglichen Mietverhältnisse von 18 Jahren ergebniswirksam vereinnahmt.

Die langfristigen Personalrückstellungen bestehen hauptsächlich für Altersteilzeit sowie für nach gesetzlichen Regelungen in Österreich zu bildende potenzielle Ansprüche von Mitarbeitern im Falle deren eventuellen Ausscheidens aus dem Unternehmen (Abfertigungsleistungen).

Altersteilzeit

Die Rückstellungen für Altersteilzeit betreffen im Wesentlichen die in den Geschäftsjahren 2005/2006 und 2006/2007 von der HORNBACH-Baumarkt-AG abgeschlossenen Altersteilzeitverträge. Die Altersteilzeit-Arbeit wird im Rahmen des sogenannten Blockmodells geleistet. Für den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Erfüllungsrückstand sowie für die Aufstockungszahlungen sind Rückstellungen in Höhe von T€ 958 (Vj. T€ 1.810) gebildet. Die Rückstellung wird sich mit dem Erreichen des regulären Rentenalters des letzten Anspruchsberechtigten voraussichtlich im Geschäftsjahr 2016/2017 abgewickelt haben. Die Ansprüche aus einer bestehenden Rückdeckungsversicherung wurden mit den bestehenden Verpflichtungen verrechnet. Die Berechnung der Rückstellungen ist von einem Gutachter unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G, Heubeck-Richttafeln-GmbH, und einem Abzinsungssatz in Höhe von 1,46 % p. a. (Vj. 1,64 %) ermittelt. Zudem sind für Altersteilzeitverpflichtungen in Österreich T€ 31 (Vj. T€ 12) zurückgestellt.

Abfertigungsleistungen

Die Mitarbeiter österreichischer Tochtergesellschaften haben mit Erreichen des Pensionsalters (bzw. wenn diesen gekündigt wird), einen Anspruch auf Abfertigungsleistung, sofern diese bis zum 31. Dezember 2002 in das Unternehmen eingetreten sind. Die Höhe des Abfertigungsanspruchs bemisst sich nach der Anzahl der Dienstjahre sowie der Höhe der letzten Bezüge des Arbeitsverhältnisses. Die Höhe der Verpflichtung wird jährlich anhand eines externen Gutachtens überprüft und entsprechend angepasst. Die versicherungsmathematischen Risiken dieses Plans trägt die HORNBACH-Baumarkt-AG.

Die Abfertigungsleistungen stellen andere leistungsorientierte Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an Arbeitnehmer dar und werden insofern unter den sonstigen langfristigen Schulden ausgewiesen. Die Bewertung der Abfertigungsrückstellung erfolgt zum Barwert der Versorgungsverpflichtung.

Veränderung der Versorgungsverpflichtung und Kosten des Plans

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
2011/2012

T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung Anfang der Periode 4.126 3.553 3.109
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 6 284 272
Zinsaufwendungen 134 148 151
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen -52 515 340
Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste -143 -92 2
Saldo eingebrachter und ausbezahlter Leistungen -368 -282 -321
4.003 4.126 3.553

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
2011/2012

T€
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 306 284 272
Zinsaufwendungen 134 148 151
Erfasst in der Gewinn- und Verlustrechnung 440 432 423
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 195 -423 -342
Erfasst im sonstigen Ergebnis 195 -423 -342
Gesamtkosten des Plans 245 855 765

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 14,8 Jahre (Vj. 15,4 Jahre).

Versicherungsmathematische Annahmen und Sensitivitätsanalyse

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28.2.2014 28.2.2013 29.2.2012
Diskontierungszinssatz 3,3 % 3,3 % 4,2 %
Zukünftige Gehaltserhöhungen 3,0 % 3,0 % 3,0 %

Der verwendete Diskontierungssatz wurde auf der Grundlage der Rendite für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage dient AVÖ 2008 P - Rechnungsgrundlage für die Pensionsversicherungen.

Die Veränderung versicherungsmathematischer Annahmen hätte eine Änderung der Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung zur Folge. Der Einfluss der versicherungsmathematischen Annahmen, deren Änderungen sich wesentlich auf die Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung auswirken würden, sind der folgenden Sensitivitätsanalyse zu entnehmen. Diese gibt die Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung an, die sich ergeben würde, wenn am Stichtag abweichende Annahmen der versicherungsmathematischen Parameter zur Anwendung kommen würden. Andere wertbeeinflussende Parameter wurden konstant gehalten.

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T€ Barwert der Versorgungsverpflichtung
Anstieg Rückgang
--- --- ---
Diskontierungszinssatz (0,5 %-Punkte Veränderung) -271 300
Zukünftige Lohn- oder Gehaltssteigerungen (0,25 %-Punkte Veränderung) 160 -153

(25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten

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28.2.2014

T€
28.2.2013

T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 226.813 198.253
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.237 715
davon gegenüber Gesellschaftern 165 289
Übrige Verbindlichkeiten 57.197 49.796
davon aus sonstigen Steuern 17.473 15.116
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.593 2.650
285.247 248.764

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern enthalten die Beträge, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind. In den Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind insbesondere die noch abzuführenden Beiträge an Sozialversicherungsträger enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen neben den zuvor genannten Beträgen im Wesentlichen Kautionen und Pfandgelder, noch nicht eingelöste Warengutscheine sowie Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen.

(26) Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Forderungen und Schulden für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende Steuerschulden/-forderungen sowie Steuern und Steuerrisiken aus früheren Geschäftsjahren. Laufende Ertragsteuerrückstellungen werden - vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig - mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Steuerrückstellungen für laufende Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) und Gewerbesteuer.

Am 13. Dezember 2006 trat das "Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG)" in Kraft. Das Gesetz sieht unter anderem vor, die Erstattung von Körperschaftsteuerguthaben, die infolge des früher anzuwendenden Körperschaftsteuerrechts aus der Thesaurierung von Gewinnen entstanden waren, nicht mehr an eine Gewinnausschüttung zu knüpfen. Aufgrund des Jahressteuergesetzes 2010 wurden im Geschäftsjahr 2010/2011 zudem Körperschaftsteueransprüche in Höhe von - abgezinst - 3,0 Mio. € aktiviert, die bis dahin als verloren anzusehen waren. Die Körperschaftsteuerguthaben werden bis zum Jahr 2017 jeweils zum 30. September in gleichen Jahresbeträgen ausgezahlt. Zum 28. Februar 2014 bestehen im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern Körperschaftsteuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt 6,7 Mio. € (Vj. 8,3 Mio. €), die mit einem Barwert von 6,5 Mio. € (Vj. 8,1 Mio. €) als langfristige bzw. kurzfristige Steuerforderungen aktiviert sind.

Hinsichtlich der unter dem langfristigen Vermögen und den langfristigen Schulden ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern wird auf die Ausführungen zu latenten Steuern in Anmerkung (15) verwiesen.

(27) Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden haben sich im Geschäftsjahr 2013/2014 wie folgt entwickelt:

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in T€ Anfangsbestand 1.3.2013 Verbrauch Auflösung Zuführung Aufzinsung Währungsumrechnung
Sonstige Rückstellungen
Personal 7.652 2.984 0 2.162 35 0
Übrige 19.812 6.338 757 10.946 111 -38
27.464 9.322 757 13.109 146 -38
Abgegrenzte Schulden
Sonstige Steuern 875 523 233 93 0 1
Personal 36.217 34.304 607 42.290 0 -262
Übrige 15.284 12.319 1.303 14.893 0 -60
52.376 47.147 2.143 57.276 0 -321
Gesamt 79.840 56.469 2.900 70.385 146 -359

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in T€ Endbestand 28.2.2014 davon langfristig
Sonstige Rückstellungen
Personal 6.866 6.866
Übrige 23.736 14.418
30.602 21.284
Abgegrenzte Schulden
Sonstige Steuern 213 0
Personal 43.334 0
Übrige 16.495 0
60.042 0
Gesamt 90.643 21.284

Die übrigen sonstigen kurzfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für belastende Verträge in Höhe von T€ 3.548 (Vj. T€ 1.169), die erwartete Inanspruchnahme von Rückgaberechten unserer Kunden in Höhe von T€ 1.911 (Vj. T€ 1.605), Prozessrisiken in Höhe von T€ 793 (Vj. T€ 926) und Sanierungsvereinbarungen in Höhe von T€ 280 (Vj. T€ 1.020).

Hinsichtlich der Einzelheiten zu den langfristigen Rückstellungen wird auf die Ausführungen unter Anmerkung (24) verwiesen.

Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen die Abgrenzung für Grundsteuer.

Die abgegrenzten Schulden für Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Resturlaubsansprüche, Überstunden, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Mitarbeiterprämien.

Die übrigen abgegrenzten Schulden betreffen insbesondere Gas, Wasser, Strom und Grundbesitzabgaben sowie Werbung, Jahresabschluss- und Rechtsberatungskosten.

Sonstige Erläuterungen

(28) Haftungsverhältnisse

Zum 28. Februar 2014 bestehen - wie im Vorjahr - keine Haftungsverhältnisse.

(29) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualforderungen

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in Mio. € Restlaufzeiten 28.2.2014
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Bestellobligo für Investitionen 46,0 55,8 0,0 101,7
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 164,6 568,9 513,1 1.246,6
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 10,0 0,6 0,0 10,6
220,6 625,2 513,1 1.358,9

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in Mio. € Restlaufzeiten 28.2.2013
Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Bestellobligo für Investitionen 52,5 0,0 0,0 52,5
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 151,4 527,2 446,5 1.125,0
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 10,0 0,6 0,0 10,6
213,9 527,8 446,5 1.188,2

Die HORNBACH-Baumarkt-AG greift zum Ausgleich von saisonalem oder krankheitsbedingtem Personalbedarf auf Dienstleistungen verschiedener Zeitarbeits- und Personalagenturen zurück. Einige in der Vergangenheit eingesetzte Dienstleister waren in der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen organisiert, deren Tariffähigkeit durch Beschluss des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 14. Dezember 2010 nicht anerkannt wurde. Hieraus resultiert für die HORNBACH-Baumarkt-AG ein geringes Risiko, im Falle der Insolvenz der entsprechenden Zeitarbeits- und Personalagenturen für den noch nicht verjährten Anspruch der Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von maximal 0,9 Mio. € in Regress genommen zu werden.

Die HORNBACH-Baumarkt-AG hat mit der HORNBACH Immobilien AG im Rahmen ihrer Expansionsstrategie eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 50 Mio. € vereinbart. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis einschließlich 29. Juni 2018. Bis zum Bilanzstichtag 28. Februar 2014 sind keine Mittel abgerufen worden.

Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns nach den IFRS-Vorschriften nicht die wirtschaftlichen Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Baumärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge liegt im Wesentlichen zwischen 15 und 20 Jahren. Hinzu kommen Mietverlängerungs- und Kaufoptionen zu Marktwerten. Es bestehen Mietanpassungsklauseln.

Als Mietaufwand aus Operating-Lease-Verträgen exklusive der Nebenkosten werden im Geschäftsjahr 2013/2014 T€ 154.888 (Vj. T€ 149.225) erfasst.

(30) Zukünftige Erlöse aus Miet- und Pachtverträgen

Die zukünftigen Erlöse aus Miet- und Pachtverträgen stellen sich wie folgt dar:

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Mieterlöse mit fremden Dritten Restlaufzeiten Gesamt
in T€ Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
28. Februar 2014 1.993 3.348 371 5.712
28. Februar 2013 2.968 5.255 292 8.515

Die Mieterträge resultieren aus vermieteten Einzelhandelsimmobilien. Die Mietverträge haben überwiegend eine Laufzeit zwischen 5 und 15 Jahren.

Für Mietverträge mit unbestimmter Vertragsdauer werden Mieterträge lediglich bis zu einem Jahr ausgewiesen.

(31) Rechtsstreitigkeiten

Die HORNBACH-Baumarkt-AG geht nicht davon aus, dass sie oder eine ihrer Konzern-Gesellschaften an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt sind, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Daneben sind für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden bzw. werden entsprechend ausreichende Versicherungsleistungen erwartet. Derartige Belastungen werden daher voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Lage des Konzerns haben.

(32) Ergänzende Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der Finanzinstrumente pro Bewertungskategorie des IAS 39 sowie deren Fair Values, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz:

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in T€ Kategorie Buchwert 28.2.2014 Marktwert 28.2.2014 Buchwert 28.2.2013 Marktwert 28.2.2013
Aktiva
Finanzanlagen AfS 94 94 1.278 1.278
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 280 280 146 146
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 39.917 39.917 37.780 37.780
Flüssige Mittel LaR 371.110 371.110 317.178 317.178
Passiva
Finanzschulden
Anleihen FLAC 246.401 263.250 245.794 259.500
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 119.906 121.148 128.493 129.515
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen n.a. 1.039 1.056 1.282 1.314
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 4.400 4.400 6.267 6.267
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 0 0 227 227
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige/sonstige Verbindlichkeiten FLAC 239.232 239.232 210.238 210.238
Abgegrenzte Schulden FLAC 16.495 16.495 15.284 15.284

Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen Forderungen und sonstige Vermögenswerte in Höhe von T€ 11.797 (Vj. T€ 17.691), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige/sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 72.572 (Vj. T€ 66.351) und abgegrenzte Schulden in Höhe von T€ 43.547 (Vj. T€ 37.092).

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Aggregiert nach Bewertungskategorie:

in T€
Kategorie Buchwert 28.2.2014 Buchwert 28.2.2013
Loans and Receivables LaR 411.027 354.958
Available-for-Sale Financial Assets AfS 94 1.278
Financial Assets Held for Trading FAHfT 280 146
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 622.034 599.808
Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 0 227

Die flüssigen Mittel, die zur Veräußerung vorgesehenen finanziellen Vermögenswerte, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die abgegrenzten Schulden, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen/sonstigen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

Bei den in der Bilanz innerhalb von Sicherungsbeziehungen angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps). Derivative Finanzinstrumente außerhalb von Sicherungsbeziehungen beinhalten Fremdwährungseffekte aus offenen Bestellungen. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt anhand marktüblicher Bewertungsmodelle (z.B. Discounted-Cash-Flow Methode) unter Verwendung von am Markt verfügbaren, laufzeitadäquaten Zinskurven sowie Devisenkursen, die den Inputfaktoren der Stufe 2 der Fair Value Hierachie entsprechen. Analog bemessen sich der beizulegende Zeitwert der festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der beizulegende Zeitwert aus Finanzierungsleasingverträgen. Bei den zuvor genannten Finanzinstrumenten wird das Kreditrisiko anhand von am Markt verfügbaren Risikoabschlägen berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Anleihe entspricht dem Nominalwert multipliziert mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt somit anhand von Daten der Stufe 1 der Fair Value Hierachie.

In der Bilanz werden folgende Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen, bei deren Bewertung Inputdaten der Fair Value Hierachie zur Anwendung kommen:

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in T€ 28.2.2014 28.2.2013
Aktiva
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Financial Assets Held for Trading 280 146
Passiva
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Derivate mit Hedge-Beziehung 4.400 6.267
Financial Liabilities Held for Trading 0 227

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Nettoergebnis nach Bewertungskategorien 2013/2014 2012/2013
T€ T€
--- --- ---
Loans and Receivables (LaR) -1.976 -619
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) -755 0
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) 574 -54
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) -1.108 -501

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie "Financial Instruments Held for Trading" resultiert aus derivativen Finanzinstrumenten. Die Nettoergebnisse der Bewertungskategorien "Loans and Receivables", "Available-for-Sale Financial Assets" sowie der "Financial Liabilities Measured at Amortized Cost" betreffen Währungsumrechnungseffekte, Abgangsergebnisse und Wertberichtigungen.

In der Bilanz werden keine Finanzinstrumente saldiert ausgewiesen. Ergänzende Vereinbarungen, die eine wirtschaftliche Aufrechnung von bilanzierten Finanzinstrumenten ermöglichen, liegen im Bereich der abgeschlossenen SWAP Geschäfte vor. Aufgrund der aktuellen Marktwerte dieser Geschäfte wäre eine Saldierung bei Eintritt des auslösenden Ereignisses nicht möglich.

In der folgenden Aufstellung wird das wirtschaftliche Saldierungsvolumen des Vorjahres ausgewiesen:

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28.2.2013

in T€
Bruttoausweis Saldierung Nettoausweis Potenzielles Saldierungsvolumen Potenzieller Nettobetrag
Nettingvereinbarungen finanzielle Sicherheiten
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Derivate ohne Hedge-Beziehung 146 0 146 -76 0 70
Passiva
Derivate in Hedge-Beziehung 6.267 0 6.267 76 0 6.191

(33) Risikomanagement und Finanzderivate

Grundsätze des Risikomanagements

Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Finanztransaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen.

Ziel des Risikomanagements ist es daher, diese Marktrisiken durch geeignete finanzmarktorientierte Absicherungsaktivitäten zu minimieren. Zum Erreichen dieses Ziels werden derivative Finanzinstrumente zur Begrenzung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken eingesetzt. Grundsätzlich werden allerdings nur Risiken abgesichert, die bedeutende Auswirkungen auf das Finanzergebnis haben.

Entscheidungen hierzu dürfen nur unter Berücksichtigung der strategischen Vorgaben des Finanzvorstandes getroffen werden. Dabei steht die Absicherung der Zinsänderungs- und Währungsrisiken im Mittelpunkt. Finanzgeschäfte zu Spekulationszwecken werden gemäß diesen Vorgaben nicht vorgenommen. Bestimmte Transaktionen bedürfen darüber hinaus der vorherigen Genehmigung durch den Aufsichtsrat.

Eine regelmäßige Kontrolle und Überwachung der laufenden und zukünftigen Zinsbelastung und des benötigten Devisenbedarfs des Gesamtkonzerns wird durch die Abteilung Treasury durchgeführt. Der Vorstand wird regelmäßig darüber informiert.

Marktrisiken

Zur Darstellung der Marktrisiken verlangt IFRS 7.40 "Financial Instruments: Disclosures", dass anhand von Sensitivitätsanalysen die hypothetischen Auswirkungen auf den Gewinn und Verlust sowie auf das Eigenkapital gezeigt werden, die sich ergeben hätten, wenn Änderungen der relevanten Risikovariablen (z. B. Marktzinssätze oder Wechselkurse) eingetreten wären, die zum Bilanzstichtag nach vernünftigem Ermessen möglich gewesen wären. Die Marktrisiken des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns bestehen aus Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Andere Preisrisiken bestehen nicht.

Währungsrisiko

Währungsrisiken, d.h. potenzielle Wertminderungen eines Finanzinstruments oder künftiger Cashflows aufgrund von Änderungen des Wechselkurses, bestehen insbesondere dort, wo monetäre Finanzinstrumente, wie z. B. Forderungen oder Schulden, in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Die Währungsrisiken des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns resultieren im Wesentlichen aus Finanzierungsmaßnahmen und der operativen Geschäftstätigkeit.

Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translation) stellen kein Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 dar.

Die Konzerngesellschaften werden weitgehend durch externe Finanzierungsmaßnahmen in der funktionalen Währung der entsprechenden Konzerngesellschaft finanziert (Natural Hedging). Daneben bestehen konzerninterne Darlehen in EUR, welche bei Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung vom EUR abweicht, zu Fremdwährungsrisiken führen. Diese Risiken werden grundsätzlich nicht abgesichert.

Im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern bestehen in der operativen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen im Zusammenhang mit Wareneinkäufen in Fernost in USD sowie aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, die grundsätzlich in EUR abgewickelt werden. Das USD-Währungsrisiko wird durch Devisentermingeschäfte bzw. USD-Festgelder abgesichert.

Unter Berücksichtigung von Sicherungsmaßnahmen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen folgende offenen Fremdwährungspositionen:

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in T€ 28.2.2014 28.2.2013
EUR -31.461 -31.057
USD 7.349 2.876
CZK -681 -519

Die oben aufgeführte EUR-Währungsposition ergibt sich aus den Währungspaaren CHF/EUR T€ -8.254 (Vj. T€ 4.276), CZK/EUR T€ 9.457 (Vj. T€ 4.393), RON/EUR T€ -14.379 (Vj. T€ -37.473) und SEK/EUR T€ - 18.285 (Vj. T€ -2.253).

Die wichtigsten Umrechnungskurse werden im Abschnitt Währungsumrechnung dargestellt.

Für die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse der Währungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Wenn der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10 % aufgewertet gewesen wäre und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 3.944 (Vj. T€ 3.236) niedriger gewesen. Wäre umgekehrt der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10 % abgewertet gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 3.944 (Vj. T€ 3.236) höher gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ +3.944 (Vj. T€ +3.236) ergibt sich aus folgenden Sensitivitäten: EUR/RON T€ 1.458 (Vj. T€ 3.659), EUR/CHF T€ 830 (Vj. T€ -432), EUR/USD T€ 850 (Vj. T€ 288), EUR/CZK T€ -1.051 (Vj. T€ -499) und EUR/SEK T€ 1.857 (Vj. T€ 220).

Zinsänderungsrisiko

Zum Jahresende finanzierte sich der Konzern hauptsächlich durch eine EUR-Anleihe in Höhe von nominal T€ 250.000 sowie durch unbesicherte Schuldscheindarlehen im Gegenwert (nominal) von insgesamt rund T€ 100.000 (Vj. T€ 100.000). Weiterhin bestehen langfristige festverzinsliche EUR-Darlehen in Höhe von T€ 15.771 (Vj. T€ 21.647) und langfristige CZK-Darlehen in Höhe von T€ 5.217 (Vj. T€ 6.801). Die wesentlichen langfristigen variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten in festverzinsliche Finanzschulden transformiert.

Der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse liegen folgende Annahmen zugrunde:

Bei festverzinslichen originären Finanzinstrumenten wirken sich Marktzinssatzänderungen nur dann auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder das Eigenkapital aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Somit unterliegen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete originäre Finanzinstrumente keinem Zinsänderungsrisiko gemäß IFRS 7. Dazu zählen auch die ursprünglich variabel verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen eines Cashflow-Hedges in festverzinsliche Finanzschulden transformiert werden.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die im Rahmen eines Cashflow-Hedges zur Absicherung variabel verzinslicher originärer Finanzinstrumente designiert werden, wirken sich auf die Hedging-Reserve im Eigenkapital aus und werden daher in der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.

Marktzinssatzänderungen von variabel verzinslichen originären Finanzinstrumenten wirken sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus und werden daher in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.

Für die Sensitivitätsanalyse der Zinsänderungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Es wird von einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve ausgegangen.

Wenn das Marktzinsniveau am Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre und alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 3.498 (Vj. T€ 3.007) und das Eigenkapital vor latenten Steuern um T€ 1.997 (Vj. T€ 2.678) höher gewesen. Wenn umgekehrt das Marktzinsniveau am Bilanzstichtag um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre und alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 3.498 (Vj. T€ 3.007) und das Eigenkapital vor latenten Steuern um T€ 2.049 (Vj. T€ 2.812) niedriger gewesen.

Kreditrisiko

Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre bei Abschluss eines Finanzinstruments vertraglich zugesagten Verpflichtungen ganz oder teilweise nicht erfüllt. Das Kreditrisiko des Konzerns ist insofern eng begrenzt, als Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente möglichst nur mit Vertragsparteien guter Bonität getätigt werden. Weiterhin werden Geschäfte mit einzelnen Vertragspartnern jeweils auf ein Limit begrenzt. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert. Das maximale Kreditrisiko entspricht im Wesentlichen den Buchwerten der finanziellen Aktiva, die keine wesentlichen Risikokonzentrationen aufweisen.

Liquiditätsrisiko

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten:

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in T€ Buchwert Cashflows
28.2.2014 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 246.401 9.688 38.750 259.714
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 119.906 10.664 118.089 421
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 1.039 277 906 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige/sonstige Verbindlichkeiten 239.232 239.188 44 0
Abgegrenzte Schulden 16.495 16.495 0 0
623.073 276.311 157.789 260.135
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 0 0
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow-Hedges 4.400 1.609 2.791 0
4.400 1.609 2.791 0
277.920 160.580 260.135

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in T€ Buchwert Cashflows
28.2.2013 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 245.794 10.000 40.000 269.616
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 128.493 12.238 127.780 1.928
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 1.282 302 1.209 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige/sonstige Verbindlichkeiten 210.238 209.904 335 0
Abgegrenzte Schulden 15.284 15.284 0 0
601.090 247.728 169.324 271.545
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 227 227 0 0
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow-Hedges 6.267 2.234 5.924 0
6.494 2.461 5.924 0
250.189 175.248 271.545

Einbezogen werden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die am Bilanzstichtag im Bestand waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen werden unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag geltenden Zinssätze ermittelt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Bezüglich der Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Ausführungen in Anmerkung (22).

Sicherungsmaßnahmen

Hedgegeschäfte dienen der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, die mit einem Grundgeschäft verbunden sind.

Cashflow-Hedge - Zinsänderungsrisiko

Für wesentliche variabel verzinsliche langfristige Finanzschulden werden zur Absicherung des Zinsniveaus Payer-Zinsswaps abgeschlossen, durch die variable Darlehenszinsen in feste Zinssätze transformiert werden. Bonitätsrisiken werden nicht abgesichert.

Zum 30. Juni 2011 hat die HORNBACH-Baumarkt-AG ein unbesichertes, variabel verzinstes Schuldscheindarlehen in Höhe von 80 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 aufgenommen. Die Mittel dienten der Anschlussfinanzierung des zum 30. Juni 2011 fälligen Schuldscheindarlehens in gleicher Höhe. Zur Absicherung des Zinsniveaus wurde bereits im Geschäftsjahr 2010/2011 ein Forward-Swap mit gleich lautenden Bedingungen abgeschlossen. Durch den Swap werden die halbjährlich zu zahlenden Zinsen auf einem Niveau von 2,11 % p. a. zuzüglich einer Bankmarge fest für die gesamte Laufzeit gesichert.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde durch die HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o. ein variabel verzinsliches Schuldscheindarlehen im Gegenwert von 20 Mio. € in CZK mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2015 aufgenommen. Die zu zahlenden Zinsen werden über gleich lautende Zinsswaps abgesichert. Die über den Zinsswap halbjährlich zu zahlenden Zinsen werden beim CZK-Schuldscheindarlehen in Höhe von 2,08 % p. a. zuzüglich einer Bankmarge für die gesamte Laufzeit gesichert.

Zum Geschäftsjahresende 2013/2014 besteht im Konzern ein Volumen an Zinsswaps in Höhe von T€ 107.482 (Vj. T€ 111.177), mit dem eine Transformation von variabler in feste Zinsbindung erreicht wird. Der Marktwert der Zinsswaps beträgt zum 28. Februar 2014 T€ -4.400 (Vj. T€ -6.267) und ist unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Sämtliche Zinsswaps erfüllen zum 28. Februar 2014 die Voraussetzungen zum Hedge Accounting. Die Marktwertänderungen werden bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital in der Hedging-Reserve erfasst.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen, d.h. wann das Grundgeschäft erfolgswirksam wird:

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Beginn Ende Nominalwert zum 28.2.2014

in T€
Nominalwert zum 28.2.2013

in T€
Referenzzins
30.6.2011 30.6.2016 80.000 80.000 6-Monats Euribor
30.9.2002 30.9.2017 5.550 7.030 3-Monats Euribor
30.9.2002 30.9.2017 3.771 4.777 3-Monats Euribor

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Beginn Ende Nominalwert zum 28.2.2014 in TCZK Nominalwert zum 28.2.2013 in TCZK Referenzzins
31.8.2010 31.8.2015 496.600 496.600 6-Monats CZK-Pribor

Die Anforderung des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accountings erfüllt der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern, indem bereits zu Beginn einer Sicherungsmaßnahme die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten derivativen Finanzinstrument und dem Grundgeschäft sowie das Ziel und die Strategie der Absicherung dokumentiert werden. Dazu zählt auch die Einschätzung der Effektivität der eingesetzten Sicherungsinstrumente. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical-Terms-Match-Methode durchgeführt. Die retrospektive Effektivität wird zu jedem Bilanzstichtag unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode ermittelt. Als Grundgeschäft dient ein hypothetisches Derivat. Eine Sicherungsbeziehung wird dann als effektiv bezeichnet, wenn sich die Wertänderungen des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats zu 80-125 % kompensieren. Sobald eine Sicherungsbeziehung ineffektiv wird, wird diese umgehend aufgelöst.

Sonstige Sicherungsmaßnahmen - Währungsrisiko

Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern führt zudem auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht die Anforderungen des IAS 39 zum Hedge Accounting erfüllen, jedoch nach den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Der HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern sichert beispielsweise das Währungsrisiko ausgewählter (geplanter) Transaktionen einschließlich der gegebenenfalls aus solchen Transaktionen resultierenden eingebetteten Fremdwährungsderivate, wie z. B. aus dem Kauf von Waren in Fernost in USD, durch Devisentermingeschäfte oder die Anlage von Fremdwährungs-Festgeldern in Form von Makro-Hedges ab.

Der Marktwert der Devisentermingeschäfte einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte beträgt zum 28. Februar 2014 T€ 280 (Vj. T€ -81) und ist mit T€ 0 (Vj. T€ 226) unter den Finanzschulden sowie mit T€ 280 (Vj. T€ 146) unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Fair-Value-Hedges und Net-Investment-in-a-Foreign-Operation-Hedges werden bisher nicht vorgenommen.

Derivate

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente mit ihren Nominal- und Marktwerten. Dabei werden die Werte gegenläufiger Transaktionen wie Devisenterminkäufe bzw. -verkäufe saldiert dargestellt. In der Zeile Nominalwerte werden Nominalwertsummen ohne Aufrechnung gegenläufiger Transaktionen ausgewiesen.

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28.2.2014 Devisentermingeschäfte Zinsswaps Summe
Nominalwert in T€ 17.730 107.482 125.212
Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) 280 -4.400 -4.120

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28.2.2013 Devisentermingeschäfte Zinsswaps Summe
Nominalwert in T€ 33.297 111.177 144.474
Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) -81 -6.267 -6.348

Da sämtliche Zinsswaps in eine effektive Sicherungsbeziehung einbezogen sind, werden die Wertänderungen abzüglich latenter Steuern grundsätzlich erfolgsneutral in der Hedging-Reserve erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der oben aufgeführte Nominalwert der Devisentermingeschäfte beinhaltet ebenso den Nominalwert der offenen Fremdwährungsbestellungen, bei denen gemäß IAS 39 die Fremdwährungskomponente mit ihrem Marktwert zu erfassen ist. Im Geschäftsjahr 2013/2014 lagen Fremdwährungsbestellungen mit einem Nominalwert von T€ 17.730 (Vj. T€ 22.633) vor.

(34) Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalstand stellt sich wie folgt dar:

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2013/2014 2012/2013
Angestellte 14.446 13.892
Auszubildende 768 766
15.214 14.658
davon Teilzeitmitarbeiter 3.041 2.832

Nach geografischen Gesichtspunkten gegliedert waren im Geschäftsjahr 2013/2014 vom durchschnittlichen Personalstand im Inland 9.030 Mitarbeiter (Vj. 8.740) und im europäischen Ausland 6.184 Mitarbeiter (Vj. 5.918) beschäftigt .

Honorar für Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfer

Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers des Jahres- und Konzernabschlusses der HORNBACH-Baumarkt-AG, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, setzen sich wie folgt zusammen:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Abschlussprüfungsleistungen 411 439
Andere Bestätigungsleistungen 153 410
Steuerberatungsleistungen 78 38
Sonstige Leistungen 35 24
677 911

Informationen zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene jährliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist am 18. Dezember 2013 vom Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht worden.

(35) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die HORNBACH-Baumarkt-AG unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit verbundenen Unternehmen in Beziehung. Hierzu gehören neben der Muttergesellschaft HORNBACH HOLDING AG deren direkte und indirekte Tochtergesellschaften.

Verbundene Unternehmen sind:

HORNBACH-Familien-Treuhandgesellschaft mbH

Muttergesellschaft

HORNBACH HOLDING AG

Schwestergesellschaft

HORNBACH Immobilien AG

HORNBACH Baustoff Union GmbH

Tochtergesellschaften und Enkelgesellschaften der Schwestergesellschaften

Union Bauzentrum Hornbach GmbH

Ruhland-Kallenborn & Co. GmbH

Ruhland-Kallenborn Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH

Robert Röhlinger GmbH

Etablissements Camille Holtz et Cie S.a., Phalsbourg

Saar-Lor Immobilière S.C.I., Phalsbourg

HORNBACH Baustoff Union Grundstücksentwicklungs GmbH

HIAG Immobilien Gamma GmbH

HIAG Immobilien Delta GmbH

HIAG Immobilien Jota GmbH

HIAG Fastigheter i Göteborg AB

HIAG Fastigheter i Helsingborg AB

HIAG Fastigheter i Stockholm AB

HIAG Fastigheter i Göteborg Syd AB

HIAG Fastigheter i Botkyrka AB

HO Immobilien Omega GmbH

HR Immobilien Rho GmbH

HC Immobilien Chi GmbH

HM Immobilien My GmbH

HORNBACH Real Estate Nederland B.V.

HORNBACH Immobilien HK s.r.o.

HORNBACH Immobilien SK-BW s.r.o.

HORNBACH Imobiliare SRL

HB Immobilien Bad Fischau GmbH

SULFAT GmbH & Co. Objekt Bamberg KG

SULFAT GmbH & Co. Objekt Düren KG

SULFAT GmbH & Co. Objekt Saarbrücken KG

Mit den verbundenen Unternehmen werden im Wesentlichen folgende Transaktionen getätigt:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Miete und Nebenkosten für angemietete Bau- und Gartenmärkte und sonstige Immobilien 74.133 69.401
Zinsbelastungen für Konzernfinanzierungen 138 160
Zinserträge für Konzernfinanzierungen 208 173
Geleistete Umlagen für Verwaltungskosten 398 385
Erhaltene Umlagen für Verwaltungskosten 2.053 2.414
Kauf von Gegenständen des Anlagevermögens 0 14.022
Lieferungen und Leistungen an die HORNBACH HOLDING AG und ihre Tochtergesellschaften 160 138
Lieferungen und Leistungen von der HORNBACH HOLDING AG und ihren Tochtergesellschaften 705 805

Zum 28. Februar 2014 bestehen Forderungen in Höhe von T€ 1.884 (Vj. T€ 1.622) und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.237 (Vj. T€ 715) gegen die HORNBACH HOLDING AG und ihre Tochtergesellschaften. Sämtliche Transaktionen werden zu marktüblichen Preisen und Lieferbedingungen getätigt.

Die HORNBACH HOLDING AG hat für Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 25.938 (Vj. T€ 30.800) des HORNBACH-Baumarkt-AG Konzerns Bürgschaftserklärungen abgegeben. Hierfür werden im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern im Geschäftsjahr Avalprovisionen in Höhe von T€ 138 (Vj. T€ 160) als Aufwand erfasst.

Das ehemals langjährige Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglied Herr Otmar Hornbach stellt seine große Erfahrung auch weiterhin der Gesellschaft im Rahmen eines Beratervertrages zur Verfügung. Die Beratungsleistungen werden mit einem symbolischen Betrag in Höhe von einem Euro pro Monat vergütet.

Einige in den Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG einbezogene Gesellschaften nutzen für Seminare und Tagungen das Kurhaus Trifels Seminarhotel GmbH, Annweiler. Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführerin Frau Bettina Hornbach, Ehefrau von Herrn Albrecht Hornbach, vertreten. Im Geschäftsjahr 2013/2014 werden Leistungen durch das Seminarhotel in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 33) erbracht. Die Leistungen werden zu den üblichen Preisen abgerechnet. Zum Bilanzstichtag am 28. Februar 2014 waren Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2 (Vj. T€ 0) offen.

(36) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Aufsichtsrat der HORNBACH-Baumarkt-AG hat in seiner Sitzung am 19. März 2014 ein neues Vorstandsmitglied bestellt: Mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 wird Karsten Kühn neuer Marketingvorstand. Er übernimmt im Vorstand der HORNBACH-Baumarkt-AG die Ressortverantwortung seines Vorgängers Jürgen Schröcker, der sein Mandat zum 31. März 2013 niedergelegt hatte.

Der Konzernabschluss der HORNBACH-Baumarkt-AG für das Geschäftsjahr 2013/2014 wurde am 6. Mai 2014 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

(37) Aufsichtsrat und Vorstand

Mitglieder des Vorstands sind:

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Steffen Hornbach Strategische Entwicklung, Neue Vertriebskanäle, After Sales Services, Marketing*, Marktforschung*, Interne Kommunikation*, Umweltfragen*, Projektschau/Verkaufsförderung* (* seit 1. April 2013) Public Relations* (bis 28. Februar 2014) Vorsitzender
Roland Pelka Finanzen, Rechnungswesen und Steuern, Konzerncontrolling, Risikomanagement, Loss Prevention, Informationstechnologie, Investor Relations, Public Relations (seit 1. März 2014) Stellvertretender Vorsitzender
Frank Brunner Operating Märkte, Verkauf und Services
Susanne Jäger Strategischer und operativer Einkauf, Marktplanung, Store Development, Import, Qualitätssicherung
Wolfger Ketzler Personal, Immobilienentwicklung, Revision und Recht, Bauwesen und Technischer Einkauf
Ingo Leiner Logistik, Unternehmensentwicklung, Inhouse Consulting
Jürgen Schröcker Marketing, Marktforschung, Interne Kommunikation, Public Relations, Umweltfragen, Projektschau/Verkaufsförderung bis 31. März 2013

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands der HORNBACH-Baumarkt-AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben für den Konzern T€ 5.187 (Vj. T€ 5.505). Davon entfallen T€ 2.302 (Vj. T€ 2.653) auf die feste Vergütung sowie T€ 2.885 (Vj. T€ 2.852) auf erfolgsbezogene Komponenten. Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2013/2014 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von T€ 543 (Vj. T€ 625) angefallen. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen für die Dotierung von Pensionsrückstellungen, denen entsprechende Wertguthaben gegenüber stehen (Anmerkung (23)). Die Gesamtbezüge für ehemalige Organmitglieder betragen im Geschäftsjahr 2013/2014 T€ 739 (Vj. T€ 631).

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

Von Seiten der Anteilseigner

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Albrecht Hornbach Vorsitzender des Vorstands HORNBACH HOLDING AG Vorsitzender
Dr. Wolfgang Rupf Geschäftsführer Rupf Industries GmbH und Rupf Engineering GmbH Stellvertretender Vorsitzender
John Declerck Group Strategy Director Kingfisher plc 4. Juli 2013 bis 11. September 2013
Dr. John Feldmann Aufsichtsrat seit 4. Juli 2013
Erich Harsch Vorsitzender der Geschäftsführung dm-drogerie markt GmbH & Co. KG seit 4. Juli 2013
Christoph Hornbach Schuldirektor seit 13. Dezember 2013
Martin Hornbach Vorstand Corivus AG
Véronique Laury CEO Castorama France Kingfisher France S.A.S. bis 4. Juli 2013
Joerg Walter Sost Geschäftsführender Gesellschafter J.S. Consulting GmbH
Prof. Dr.-Ing. Jens P. Wulfsberg Ordentlicher Professor für Fertigungstechnik Universität der Bundeswehr Hamburg

Von Seiten der Arbeitnehmer

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Kay Strelow Teilbereichsleiter Stellvertretender Vorsitzender für die Gewerkschaften
Mohamed Elaouch Teilbereichsleiter seit 4. Juli 2013 für die Angestellten
Martin Fischer Profikundenbetreuer seit 4. Juli 2013 für die Angestellten
Christian Garrecht Sicherheitsfachkraft seit 4. Juli 2013 für die Angestellten
Jörg Heine Leiter Wareneingang bis 4. Juli 2013 für die Angestellten
Rudolf Helfer Leitende Fachkraft für Arbeitssicherheit bis 4. Juli 2013 für die Angestellten
Sabine Hoffmann Mitarbeiterin Kundenservice bis 4. Juli 2013 für die Angestellten
Kerstin Holfert Teilbereichsleiterin seit 4. Juli 2013 für die Angestellten
Hans Kroha Landesfachbereichsleiter Handel bei ver.di seit 4. Juli 2013 für die Gewerkschaften
Christian Lilie Bezirksleiter bis 4. Juli 2013 für die leitenden Angestellten
Brigitte Mauer Teilbereichsleiterin seit 4. Juli 2013 für die Angestellten
Johannes Otto Marktleiterassistent bis 4. Juli 2013 für die Gewerkschaften
Michael Reiland Marktmanager seit 4. Juli 2013 für die leitenden Angestellten

Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013/2014 beläuft sich auf insgesamt T€ 461 (Vj. T€ 392). Dabei entfallen T€ 358 (Vj. T€ 310) auf die Grundvergütung und T€ 103 (Vj. T€ 82) auf die Ausschusstätigkeit.

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien (Angaben gemäß § 285 Nummer 10 HGB)

Mitglieder des Aufsichtsrats

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Albrecht Hornbach

a) HORNBACH Immobilien AG (Vorsitzender)

b) Inception Exploration Ltd. (Member of Board)

Rheinland-Pfalz Bank (Mitglied des Beirats)

Dr. Wolfgang Rupf

a) HORNBACH HOLDING AG (Vorsitzender)

IVA Valuation & Advisory AG (Stellvertretender Vorsitzender)

b) Inception Exploration Ltd. (Member of Board)

Dr. John Feldmann

a) Bilfinger SE

HORNBACH HOLDING AG

KION Group AG (Vorsitzender)

KION Material Handling GmbH (Vorsitzender)

Erich Harsch

a) HORNBACH HOLDING AG

b) GS 1 Germany GmbH (Vorsitzender)

Christoph Hornbach

a) Corivus AG

HORNBACH HOLDING AG (Stellvertretender Vorsitzender)

Martin Hornbach

b) Corivus Swiss AG

Corivus GmbH (Vorsitzender des Beirats)

Hans Kroha

a) WASGAU Produktions & Handels AG

Joerg Walter Sost

a) HORNBACH HOLDING AG

DUOPLAST AG (seit Februar 2014)

b) Atreus GmbH (Mitglied des Beirats)

Aurelius AG (Mitglied des Beirats)

Bürger GmbH (Mitglied des Beirats)

Deutsche Bank AG (Mitglied des Beirats)

DUOPLAST Holding GmbH (Mitglied des Beirats seit Februar 2014)

Freudenberg Schwab Vibration Control AG (Mitglied des Beirats bis Ende Dezember 2013)

Spirella AG (Mitglied des Verwaltungsrats bis Ende Juli 2013)

Spirella Holding AG (Mitglied des Verwaltungsrats bis Ende Juli 2013)

Mitglieder des Vorstands

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Steffen Hornbach

a) HORNBACH Immobilien AG

Roland Pelka

a) HORNBACH Immobilien AG (Stellvertretender Vorsitzender)

WASGAU Produktions & Handels AG

b) Commerzbank AG (Mitglied des Regionalbeirats Mitte)

Frank Brunner

b) Hornbach Baumarkt GmbH, Österreich (Stellvertretender Vorsitzender)

Wolfger Ketzler

a) RNR AG (Vorsitzender)

Bornheim bei Landau, den 6. Mai 2014

HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Hornbach

Roland Pelka

Frank Brunner

Susanne Jäger

Wolfger Ketzler

Ingo Leiner

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bornheim bei Landau, den 6. Mai 2014

HORNBACH-Baumarkt-Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Hornbach

Roland Pelka

Frank Brunner

Susanne Jäger

Wolfger Ketzler

Ingo Leiner

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Hornbach-Baumarkt-AG, Bornheim bei Landau/Pfalz, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Entwicklung des Konzerneigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 6. Mai 2014

KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bertram, Wirtschaftsprüfer

Palm, Wirtschaftsprüfer