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Quarterly Report Jul 18, 2022

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 31015244

Wilhelm Kneitz Aktiengesellschaft, Textilwerke

Wirsberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2020/​2021

der Firma Wilhelm Kneitz AG, Textilwerke

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Firma Wilhelm Kneitz AG wurde 1912 als Plüsch- und Möbelstoffweberei gegründet und hat heute den Schwerpunkt in der Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Textilien für die Automobilindustrie.

2. Forschung und Entwicklung

Entsprechend unserer Zielsetzung und, um den Ansprüchen unserer Premiumkunden gerecht zu werden, werden unsere Produkte entsprechend den Markterfordernissen und Vorgaben unserer OEM-Partner laufend optimiert und in der Entwicklungsabteilung pro Jahr mit einer Vielzahl an Design- und Bindungsvarianten neu entwickelt. Hierfür stellen wir 10% unserer gesamten personellen und maschinellen Kapazitäten zur Verfügung. Daneben sorgt unser betriebsinternes Labor mit modernsten Prüfgeräten dafür, dass alle erforderlichen Werte nach entsprechenden Vorgaben überwacht und eingehalten werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Bedingt durch die globale Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen restriktiven Maßnahmen und Einschnitte auf der Nachfrage- und Angebotsseite verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2020 ein negatives Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von -4,0 Prozent. In den ersten Monaten des Jahres 2021 blieb die Weltwirtschaft trotz neuerlicher pandemiebedingter Beeinträchtigungen aufwärtsgerichtet. Der IWF hat seine Wirtschaftsprognose 2021 für die Industriestaaten deutlich angehoben. Für ärmere Länder wurde sie dagegen gesenkt. Als Wachstumsbeschleuniger und -bremse wird demnach der Zugang zu Corona-Impfstoffen ausgemacht.

So soll die Weltwirtschaft der Prognose zufolge dieses Jahr um sechs Prozent wachsen. Das entspricht dem vorigen Ausblick vom April, aber die Zusammensetzung des Wachstums hat sich geändert: Das Plus für die Industrieländer soll demnach 5,6 Prozent betragen, 0,5 Prozentpunkte mehr als noch im April angenommen. Die Prognose für die Wirtschaft der Entwicklungs- und Schwellenländer für 2021 hingegen wurde um 0,4 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent gesenkt. In diesem Zusammenhang stellt der IWF Hunderte Milliarden Dollar für die Bekämpfung der Corona-Folgen bereit. Vor allem den ärmsten Ländern soll damit geholfen werden.

Im kommenden Jahr soll die Weltwirtschaft insgesamt um 4,9 Prozent wachsen. Angetrieben werden soll die Entwicklung von einem stärkeren Wachstum der Industrieländer (4,4 Prozent), vor allem aufgrund höherer staatlicher Ausgaben in den USA und der EU. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schwellen- und Entwicklungsländer wiederum soll um 5,2 Prozent wachsen, eine Zunahme von 0,2 Prozentpunkten gegenüber der April-Schätzung. Alles unter der Voraussetzung, dass die Pandemie weltweit zurückgeschlagen ist.

Zu den Verlierern der jüngsten Prognose gehören unter anderem die Staaten Asiens, die zuletzt mit einer neuen Corona-Welle zu ringen hatten. Auch die Wachstumsprognose für China wurde gesenkt, allerdings vor allem wegen abnehmender staatlicher Unterstützung für die Wirtschaft. Die zweitgrößte Volkswirtschaft soll dieses Jahr um 8,1 Prozent wachsen. Nächstes Jahr soll es ein Plus von 5,7 Prozent geben.

Ein Produktionsausfall von rund fünf Millionen Fahrzeugen ist durch den Halbleiter-Engpass entstanden. Laut der Analyse des Duisburger Center Automotive Research von Ferdinand Dudenhöffer werden bis Jahresende weltweit rund 74 Millionen Neuzulassungen erwartet. Das wären circa 9 Prozent mehr als 2020. Ohne Engpass könnten jedoch rund 80 Millionen Autos verkauft werden.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sei der weltweite Automarkt um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen, heißt es in der Untersuchung. In der zweiten Jahreshälfte dürfte der Zuwachs deutlich kleiner ausfallen. So hatte der Verband der Automobilindustrie (VDA) seine Vorhersage zur Inlandsproduktion für dieses Jahr von zuletzt 4,0 Millionen Autos auf nur noch 3,6 Millionen Fahrzeuge reduziert.

Diverse industrielle Marktstudien gehen davon aus, dass die Knappheit von Halbleitern, dem grundlegenden Material von Mikrochips, auch in den Folgemonaten Auswirkungen haben wird. Danach könnte sich ein neuer Engpass bemerkbar machen - bei Batteriezellen für Elektroautos.

2. Geschäftsverlauf

Für das Geschäftsjahr 2020/​21 wurden, aufgrund der dramatischen Umsatzeinbrüche unter Pandemiebedingungen im Vorjahr, vorsichtige Umsatzziele definiert. Das Geschäftsjahr verlief erwartungsgemäß und lieferte Zahlen im Planungskorridor. Das dürfte im Wesentlichen auf einen gewissen Nachholbedarf bzw. abarbeiten offener Aufträge zurückzuführen sein. Was bleibt, ist nach wie vor die latente Unsicherheit über die weitere Entwicklung, Dauer und Auswirkung der Pandemie.

Begegnen konnten wir dem nur neben einem flexiblen Produktions-Einsatz auch durch variable Organisation der Arbeitsplätze bis hin zur Bereitstellung von Home-Office-Anwendungen. So haben wir alle Möglichkeiten genutzt, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten.

Die Herausforderungen wurden nicht weniger. Mussten wir uns in den vergangenen Jahren unter anderem mit Konjunkturabkühlungen, restriktiven und protektionistischen Maßnahmen bis hin zum Handelskrieg auseinandersetzen, kamen neue, unvorhergesehene Einflussgrößen hinzu: eine kaum beherrschbare Pandemie und erste Auswirkungen des Klimawandels. Und diese wirken sich jetzt schon auf die weltweiten Lieferketten aus. Weiterhin bereiten uns die Rohstoffpreisentwicklungen auf gesamter Breite und steigende Transport- und Energiekosten Sorgen und führen zu Ergebnisbelastungen. Autokonzerne mussten mangels Halbleiter aus Fernost ihre Produktion stoppen, wodurch es zu starken wöchentlichen Deviationen in den Abrufmengen kommt. Es bleibt abzuwarten, wie die deutsche Industrie auf diese verletzlichen Abhängigkeiten reagiert.

Insgesamt gesehen, haben wir unter den gegebenen Umständen, mit allem Einsatz, ein gutes Ergebnis erreicht.

3. Umsatz- und Ertragslage

Die Produktion wurde der stark schwankenden Auftragslage angepasst und erreichte eine Ausbringungsmenge von 4,4 Mio. Metern (Vorjahr 3,3 Mio. Meter).

Entsprechend dazu wurden Umsatzerlöse von 33,5 Mio. € erzielt (Vorjahr 27,1 Mio. €), die zu einer Betriebsleistung von 33,7 Mio. € (Vorjahr 26,7 Mio. €) und einem Betriebsaufwand (definiert als Summe aus Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen und Zinsen und ähnliche Aufwendungen) von 31,4 Mio. € (Vorjahr 25,7 Mio. €) führten.

Der Materialaufwand stieg um 4,7 Mio. € auf 23,1 Mio. €, die Materialaufwandsquote beträgt 68,5 % (Vorjahr von 68,8 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €)

Die Kosten im Personalbereich erhöhten sich von 5,4 Mio. € auf 6,1 Mio. €, die Mitarbeiterzahl sank von 125 Personen auf 118 Personen. Staatliche Hilfen im Zuge der Corona-Krise wurden, mit Ausnahme von Kurzarbeiter-Geld, nicht in Anspruch genommen.

Die Abschreibungen sind mit 669 T€ gegenüber 710 T€ im Vorjahr ausgewiesen.

Entwicklungskosten in Höhe von etwa 0,7 Mio. € wurden nicht aktiviert.

Das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) beträgt 2,8 Mio. €, Vorjahr 1,8 Mio. €.

4. Vermögens- und Finanzlage, Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich im vergangenen Geschäftsjahr auch weiterhin gut dar, die Lage des Unternehmens ist nach wie vor stabil und zufriedenstellend, wie auch das positive Jahresergebnis von 2,2 Mio. € aufzeigt.

Die Bilanzsumme stieg auf 23,5 Mio. € (Vorjahr 21,1 Mio.). Das Finanzergebnis ist mit +176 T€ ausgewiesen (Vorjahr -2 T€).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen veränderten sich von 1,5 Mio. € im Vorjahr auf 2,7 Mio. € im Berichtsjahr.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich von 1,7 Mio. € auf 2,3 Mio. € im Berichtsjahr.

Das Eigenkapital ist auf 17,8 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einer Quote von 76,0 % (Vorjahr 83,7 %).

Es werden zurzeit keine Kredite bei Finanzinstituten beansprucht, die Kreditlinien bei unseren Banken werden wie bisher gewährt und haben keine Veränderung erfahren. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf den Umsatzerlösen (33,5 Mio. €) und dem EBIT (2,8 Mio. €). In unserer Planung wurde für beide Kennzahlen eine konstante (Umsatz) bzw. leicht rückläufige (EBIT) Entwicklung im mehrjährigen Vergleich erwartet, unter nicht ausschließlicher Berücksichtigung des stark pandemiebeeinflussten Vorjahres. Aufgrund der vorgenannten Faktoren hat sich der Umsatz im Vergleich um 6,4 Mio. € erhöht und das EBIT lag im 1,0 Mio. € über dem Corona-Vorjahr.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen künftiger Entwicklung

Der Vorstand geht - auch basierend auf den Einschätzungen führender Wirtschaftsforschungsinstitute - davon aus, dass sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 wieder stabilisiert und um gut 4-5 Prozent wächst. Dies ist insbesondere auf die zu erwartende Eindämmung der Coronapandemie infolge strenger Lockdowns zu Jahresbeginn und die zunehmende Zahl von Impfungen im Jahresverlauf zurückzuführen. Risiken sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen sowie Turbulenzen auf den Finanz-, Dienstleistungs-/​Logistik- und Rohstoffmärkten. Zudem werden die Wachstumsaussichten von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet. Für das Jahr 2021 erwarten wir deshalb, dass sich die Märkte für Pkw in den einzelnen Regionen uneinheitlich entwickeln werden. Insgesamt wird das weltweite Nachfragevolumen von Neufahrzeugen - vorbehaltlich einer nachhaltig erfolgreichen Eindämmung der Coronapandemie und einer stabil laufenden Versorgung mit Halbleitern - voraussichtlich über dem des Berichtsjahres liegen.

Der Vorstand blickt aktuell vorsichtig optimistisch auf das Jahr 2021/​22, dennoch erschweren die weiteren Auswirkungen der Coronapandemie und die davon abhängige Erholung der Weltwirtschaft sowie die seit Jahresbeginn 2021 aufgetretenen Versorgungsengpässe mit Halbleitern die aktuelle Prognose.

In unserer Fokussierung auf Textilien für die Automobilindustrie liegen Chancen und Risiken zugleich. Chancen liegen in unserer langjährigen innovativen Entwicklungsarbeit im Premium- und Normalcostsegment der Automobilindustrie. Hier sind wir weiterhin ein verlässlicher Partner und beliefern weltweit eine Vielzahl von Automotive-Kunden und Systempartner, wobei der Wandel der Antriebstechnik nicht die entscheidende Rolle spielt.

Der Themenbereich "Nachhaltigkeit im Unternehmen" zur Verbesserung von Materialeinsatz, Ressourcen- und Energieeffizienz, sowie soziale Verantwortung bildet eine Leitlinie mit großem Einfluss auf unsere Forschungsarbeit und die Weiterentwicklung der Wilhelm Kneitz AG, Textilwerke. Die Ergebnisse dieser Umsetzung sind z.B. im neuen AUDI Etron-GT mit unserem innovativen Gewebe Kaskade zu sehen. Nachhaltigkeit, Rohstoffnutzung im Kreislaufsystem und hochwertiger Qualitätsanspruch werden sehr positiv in der automobilen und textilen Branche wahrgenommen.

Eine zentrale Rolle für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens spielt unsere erweiterte Unternehmensstrategie, mit der eine positive Wachstumsentwicklung umgesetzt werden soll.

Eine positive Ertragslage ermöglicht es uns, Investitionen zu tätigen und einen hochwertigen Materialeinsatz, den hohen Qualitätsstandard unserer Produkte entsprechend, auch für die Zukunft zu gewährleisten.

Das Investitionsprogramm zur Erneuerung und Modernisierung unserer Produktionskapazitäten und die stetige (energetische) Sanierung unseres Werkes wird fortgeführt. Hierin liegen die wesentlichen Bestandteile unserer Qualitätssicherung und eventuelle Einsparpotentiale.

Für das neue Geschäftsjahr haben wir, Bezug nehmend auf die berichteten Unsicherheiten und die Erwartungshaltung der Automobilindustrie, unsere Umsatzziele geplant. Wir erwarten, dass der Umsatz stabil zum Vorjahresniveau bleibt. Das EBIT wird vermutlich einen leichten Rückgang erfahren.

2. Risiken künftiger Entwicklung

Mögliche Risiken sind in der Entwicklung des Automobilmarktes zu sehen. Hier hat in der Vergangenheit die Abgasmanipulation, das WLTP-Zulassungsverfahren und die Umstellung auf alternative Antriebe für Produktionsumstellungen und -kürzungen bei den Herstellern und Unsicherheit und Kaufzurückhaltung bei den Kunden gesorgt. Inwieweit sich ein Mobilitätswandel auf das Volumen der Automobilindustrie auswirkt, ist noch nicht abzusehen. Die verschärften EU-Klimaziele "Fit for 55" und eine mögliche Batterielücke sind weitere mögliche Einflussgrößen auf die Planungssicherheit, neben Störungen der globalen Lieferketten.

Risiken für den Fortbestand des Unternehmens sind durch unsere Ausrichtung und Erweiterung, sowohl im Automobilbereich, wie im Non-Automotive-Sektor nicht zu erkennen. Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage ist nachhaltig nicht gefährdet. Mögliche Betriebs- und Produktionsausfälle sind weitgehend durch Versicherungsverträge wirtschaftlich abgedeckt. Eventuelle Forderungsausfälle sind soweit möglich größtenteils durch Kreditversicherungen abgedeckt.

Wirtschaftliche Risiken und konjunkturelle Entwicklungen können den Geschäftsverlauf beeinflussen, indem Veränderungen in den einzelnen Marktbereichen oder Exportmärkten eintreten können. Eventuelle protektionistische Einflussfaktoren bei einzelnen Ländern sowie wirtschafts- oder umweltpolitische Entscheidungen sind für uns nicht vorhersehbar und können Schwankungen hervorrufen.

In der Produktion haben wir Ausfallkriterien unserer Maschinen und Anlagen durch kontinuierliche Instandhaltung und Erneuerung weitgehend minimiert. Das Beschaffungsrisiko im Materialbedarf haben wir durch Auswahl mehrerer Geschäftspartner reduziert. Eine hohe Lieferantenbewertung nach QM-Kriterien und regelmäßige Auditierung qualifiziert unsere Lieferpartner. Die Abhängigkeit von einzelnen Hauptlieferanten soll möglichst vermieden werden. Dennoch kann es bei wichtigen Materialien zu Lieferverzögerungen kommen, die wir durch eine eigene Lagerhaltung einschränken wollen.

Inwieweit uns zukünftige Pandemien wirtschaftlich beeinträchtigen werden, ist schwer abschätzbar. Das vergangene Geschäftsjahr hat die Weltwirtschaft sensibel für eine Macht gemacht, die nicht sichtbar aber durchaus spürbar ist. Dieses Risiko wird uns die nächsten Jahre weiterhin beschäftigen und uns sensibel für die Thematiken: Wirtschaftseinbruch, Absatzeinbußen und Umwelteinfluss auf die Menschheit machen. Wir verfolgen unsere Konzepte (Hygieneregeln, Bewertung von Beschaffungswegen, Lieferkettentreue und Partnerauswahl) und halten uns an Richtlinien, um die Produktion jederzeit aufrechthalten zu können.

Über die genannten Risiken hinaus sind gegenwärtig keine weiteren Risiken bekannt oder erkennbar.

3. Risikomanagement

Die Überwachung und das Abwägen von unternehmerischen Risiken ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung in der operativen Abwicklung unserer Geschäftstätigkeit. Zu unseren weiteren bedeutenden Führungsaufgaben gehören die gezielten, sachgerechten und wirkungsvollen Investitionen zur Steigerung der Effizienz und Produktivität, der Modernisierung der Produktionskapazitäten, der Organisation und der fortlaufenden Kosteneinsparungen bei Maschinen und Material und dem optimalen Einsatz des Personals.

Die Anwendung betriebswirtschaftlicher Planungs-, Überwachungs- und Kontrollsysteme und die laufenden Berichte an Vorstand, Führungskreis, Betriebsrat und Aufsichtsrat dienen der frühzeitigen Erkennung und Verfolgung der Unternehmensrisiken. Diese Maßnahmen dienen der Risikominimierung und Optimierung des Betriebsablaufs.

Zusätzlich erfolgt eine stetige Risikoüberwachung durch Einholen von Informationen über Abnehmer- und Lieferpartner mit Beobachtung deren Bonität und Zahlungsverhalten. Unser Forderungsmanagement, verbunden mit Warenkreditversicherungen minimiert das Risiko von Forderungsausfällen.

Das Betriebsvermögen, die Finanzen und der gesamte Betriebsverlauf werden von der Planungs- und Kostenrechnung durch den aktuellen Geschäfts- und Budgetplan verfolgt, überwacht und abgerechnet.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Neben den im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten zählen Guthaben bei Kreditinstituten und die Finanzanlagen zu den eingesetzten Finanzinstrumenten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Grundsätzlich wird beim Management eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Finanzielle Risiken sehen wir aufgrund unserer guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung kurzfristig nicht. Die Auswirkungen eines Lockdowns haben uns noch sensibler gemacht. Hieraus ergibt sich, dass wir noch engmaschiger unsere Liquiditätslage analysieren, um möglichen Engpässen entgegenzuwirken. Zins- und Währungsrisiken bestehen nicht, da wir an unsere Abnehmer ausschließlich in EURO fakturieren. Gleiches gilt für unsere Lieferpartner.

IV. Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Zum 30. Juni 2021 besitzt die Wilhelm Kneitz Textile Gruppe GmbH, Wirsberg, 89,93 % der Anteile am Grundkapital der Wilhelm Kneitz AG, Textilwerke.

Der gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht des Vorstandes enthält folgende Schlusserklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder mit einem mit ihm verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2020/​21 nicht getroffen oder unterlassen worden. "

V. Personelles

Das Unternehmen ist bestrebt, den aktuellen Personalstand aufrechtzuerhalten. Auch in Zukunft werden wir unsere soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter und die Region berücksichtigen und eine Sicherung der Arbeitsplätze verfolgen.

Zum 01.02.2021 hat unser neuer Vorstand, Herr Michael Ocker, seine Tätigkeit aufgenommen. Als Schwerpunktthemen seien eine optimale Bedienung des Tagesgeschäft mit der Automobilindustrie und die Umsetzung der Wachstumsstrategie erwähnt.

Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und Engagement, dem Betriebsrat für seine vertrauensvolle und positive Zusammenarbeit und den leitenden und verantwortlichen Personen für ihren hohen Einsatz zum Wohle der Firma. Ein besonderer Dank gilt dem Aufsichtsrat, der alle notwendigen Entscheidungen mitgetragen hat.

Wirsberg, im September 2021

Der Vorstand

Bilanz

Aktiva

scrollen

30.6.2021

EUR
30.6.2020

EUR
A. Anlagevermögen 5.100.486,87 6.112.727,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.150,80 11.688,25
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.534,00 3.096,00
2. geleistete Anzahlungen 19.616,80 8.592,25
II. Sachanlagen 3.353.336,07 3.401.039,15
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 840.312,00 856.937,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.818.839,00 1.764.043,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 631.578,00 771.201,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.607,07 8.858,15
III. Finanzanlagen 1.700.000,00 2.700.000,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.700.000,00 2.700.000,00
B. Umlaufvermögen 18.018.431,53 14.805.047,80
I. Vorräte 4.290.664,00 4.149.950,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.308.164,00 1.394.450,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 488.200,00 345.500,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.494.300,00 2.410.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.490.108,49 2.611.361,48
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.020.418,07 1.957.342,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.933,33 44.644,02
3. sonstige Vermögensgegenstände 453.757,09 609.375,31
III. Wertpapiere 508.480,17 500.000,00
1. sonstige Wertpapiere 508.480,17 500.000,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.729.178,87 7.543.736,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.269,44 56.299,47
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 299.862,38 106.344,19
Bilanzsumme, Summe Aktiva 23.478.050,22 21.080.418,86
Passiva
30.6.2021

EUR
30.6.2020

EUR
A. Eigenkapital 17.836.487,61 17.637.990,32
I. gezeichnetes Kapital 1.533.875,64 1.533.875,64
II. Kapitalrücklage 1.800.000,00 1.800.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.400.000,00 1.400.000,00
1. gesetzliche Rücklage 153.387,56 153.387,56
2. andere Gewinnrücklagen 1.246.612,44 1.246.612,44
IV. Gewinnvortrag 10.904.114,68 11.601.373,67
V. Jahresüberschuss 2.198.497,29 1.302.741,01
B. Rückstellungen 2.742.377,26 1.776.889,83
1. Steuerrückstellungen 459.657,26 100.459,83
2. sonstige Rückstellungen 2.282.720,00 1.676.430,00
C. Verbindlichkeiten 2.899.185,35 1.665.538,71
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.699.489,93 1.487.500,67
2. sonstige Verbindlichkeiten 199.695,42 178.038,04
Bilanzsumme, Summe Passiva 23.478.050,22 21.080.418,86

Gewinn- und Verlustrechnung

scrollen

1.7.2020 - 30.6.2021

EUR
1.7.2019 - 30.6.2020

EUR
1. Umsatzerlöse 33.469.617,40 27.059.399,05
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 227.000,00 -364.300,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 11.797,86 4.680,08
4. sonstige betriebliche Erträge 487.966,55 744.562,07
5. Materialaufwand 23.096.796,77 18.360.335,52
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.224.372,03 8.077.395,62
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.872.424,74 10.282.939,90
6. Personalaufwand 6.147.992,11 5.383.174,74
a) Löhne und Gehälter 5.138.253,46 4.363.419,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.009.738,65 1.019.755,72
davon für Altersversorgung 121.746,63 129.148,57
7. Abschreibungen 669.266,95 709.563,78
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 669.266,95 709.563,78
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.465.791,56 1.202.546,66
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 23.572,09 27.827,08
davon aus verbundenen Unternehmen 23.572,09 27.827,08
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 161.043,25 40,69
davon aus Abzinsung 743,00 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.284,72 33.007,27
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 772.670,69 452.197,93
13. Ergebnis nach Steuern 2.220.194,35 1.331.383,07
14. sonstige Steuern 21.697,06 28.642,06
15. Jahresüberschuss 2.198.497,29 1.302.741,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2020/​2021

Wilhelm Kneitz AG, Textilwerke, Wirsberg

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Grundsätzliche Angaben

Die Wilhelm Kneitz Aktiengesellschaft, Textilwerke, hat ihren Sitz in Wirsberg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 50 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

2. Darstellungsstetigkeit

Die im Vorjahr in der Bilanzposition "A. II. Sachanlagen, 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" ausgewiesenen Anzahlungen für die Erstellung einer Webseite in Höhe von TEUR 9 wurde in die Bilanzposition "A. I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2. geleistete Anzahlungen" umgegliedert. Der Vorjahresbetrag wurde entsprechend angepasst. Weiterhin wurden die im Vorjahr in der GuV Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesenen Zinserträge aus der Ausleihung gegenüber dem Mehrheitsaktionär in Höhe von TEUR 28 in die GuV-Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" als Vorjahreswert umgegliedert.

Im Übrigen hat sich die Darstellung gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274, 276-278 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB und den §§ 150-160 AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Geleistete Anzahlungen

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Gebäude wurden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer.

technische Anlagen und Maschinen

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten, bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

In den Zugängen des Berichtsjahres sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 12 enthalten.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben; bei Maschinen der Fertigung wurde bei Nutzung in Doppelschicht ein Abschreibungszuschlag von 25%, bei Nutzung in Dreifachschicht ein Abschreibungszuschlag von 50% berücksichtigt.

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 800 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zum Geschäftsjahr 2018/​2019 mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 150 und EUR 1.000, wurden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren gleichmäßig verteilt abgeschrieben wird.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellkosten bewertet.

Finanzanlagen

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

sind zum Nennwert angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

fertige Erzeugnisse

sind mit Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

sind zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt.

Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

wurden basierend auf den zugrundeliegenden Sachverhalten berechnet.

AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapierdepots und um Festgeldanlagen.

EIGENKAPITAL

das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 2,16 % (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre gemäß RückAbzinsV der Deutschen Bundesbank) der nach den Richtlinien des deutschen Handelsrechts mit dem Erfüllungsbetrag bewertet (Berechnungsverfahren PUC). Renten- und Gehaltstrends wurden nicht berücksichtigt. Verwendet wurde die Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Jahre (2,16 %) zum Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre (1,49 %) beträgt 38 TEUR. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB.

Steuerrückstellungen

berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert.

sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

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Anschaffungs-/​Herstellungskosten
Stand 01.07.2020

EURO
Zugänge

EURO
Abgänge

EURO
Umbuchungen

EURO
30.06.2021

EURO
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 762.128,12 18.730,85 -81.513,53 8.592,25 707.937,69
2. geleistete Anzahlungen 8.592,25 19.616,80 0,00 -8.592,25 19.616,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 770.720,37 38.347,65 -81.513,53 0,00 727.554,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.701.538,05 0,00 0,00 0,00 10.701.538,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.151.986,58 499.489,02 -470.266,16 0,00 13.181.209,44
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 7.116.669,05 105.921,00 -294.307,43 0,00 6.928.282,62
4 Anlagen im Bau 8.858,18 62.607,07 -8.858,15 0,00 62.607,10
Summe Sachanlagen 30.979.051,86 668.017,09 -773.431,74 0,00 30.873.637,21
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.700.000,00 0,00 -1.000.000,00 0,00 1.700.000,00
Summen Finanzanlagen 2.700.000,00 0,00 -1.000.000,00 0,00 1.700.000,00
Summe Anlagevermögen 34.449.772,23 706.364,74 -1.854.945,27 0,00 33.301.191,70

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Abschreibungen
Stand 01.07.2020

EURO
Zugänge

EURO
Abgänge

EURO
Umbuchungen

EURO
Stand 30.06.2021

EURO
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 759.032,12 2.869,10 -81.497,53 0,00 680.403,69
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 759.032,12 2.869,10 -81.497,53 0,00 680.403,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.844.601,05 16.625,00 0,00 0,00 9.861.226,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.387.943,58 442.312,85 -467.885,99 0,00 11.362.370,44
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 6.345.468,05 207.460,00 -256.223,43 0,00 6.296.704,62
4 Anlagen im Bau 0,03 0,00 0,00 0,00 0,03
Summe Sachanlagen 27.578.012,71 666.397,85 -724.109,42 0,00 27.520.301,14
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summen Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 28.337.044,83 669.266,95 -805.606,95 0,00 28.200.704,83

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Nettobuchwerte
Stand 30.06.2021

EURO
Stand 30.06.2020

EURO
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.534,00 3.096,00
2. geleistete Anzahlungen 19.616,80 8.592,25
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 47.150,80 11.688,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 840.312,00 856.937,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.818.839,00 1.764.043,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 631.578,00 771.201,00
4 Anlagen im Bau 62.607,07 8.858,15
Summe Sachanlagen 3.353.336,07 3.401.039,15
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.700.000,00 2.700.000,00
Summen Finanzanlagen 1.700.000,00 2.700.000,00
Summe Anlagevermögen 5.100.486,87 6.112.727,40

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 45) betreffen in voller Höhe sonstige Forderungen.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

5. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Pensionen in Höhe von TEUR 943, die gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem Zeitwert der Wertpapierdepots sowie der Festgeldanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.242 saldiert wurden, sind als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Rückdeckungsvermögens belaufen sich auf TEUR 1.083.

Aus der Aktivierung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert ergibt sich eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 116.

6. sonstige Rückstellungen

Angabe und Erläuterung von in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträgen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben

Die sonstigen Rückstellungen (in TEUR) enthalten im Wesentlichen:

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Personal: 1.055
Provisionen: 730
drohende Rückzahlungsverpflichtung: 276
Garantien: 33
Berufsgenossenschaft: 30

7. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung

Die Verbindlichkeiten haben in voller Höhe eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 27) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 7) enthalten.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 HGB

Auf einzelne Vermögensgegenstände der Geschäftsausstattung erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf Grund einer dauerhaften Wertminderung in Höhe von EUR 60.851,00.

2. Angaben zu saldierten Aufwendungen und Erträgen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB

In der GuV Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen (TEUR 20) sowie Aufwendungen aus dem Wertpapierdepot (TEUR 2) mit Erträgen aus Festgeldanlagen und aus dem Wertpapierdepot (TEUR 182) saldiert.

2. Überleitung vom Jahresergebnis zum Bilanzgewinn gemäß § 158 AktG

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Jahresergebnis: EUR 2.198.497,29 (1.302.741,01)
Gewinnvortrag: EUR 10.904.114,68 (11.601.373,67)
Bilanzgewinn: EUR 13.102.611,97 (12.904.114,68)

E. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse im Wesentlichen durch die Unterdotierung der Unterstützungskasse i. H. v. TEUR 351.

Gemäß Satzung der Unterstützungskasse besteht keine rechtliche Verpflichtung zum Ausgleich der Unterdotierung. Ein Haftungsverhältnis würde sich nur bei freiwilliger Leistungsentrichtung begründen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Beschaffungskontrakte mit Lieferanten zu marktüblichen Konditionen, die den Bedarf an Rohstoffen absichern. Für die nächsten Geschäftsjahre belaufen sich diese auf 5,0 Mio. EUR.

3. Zusätzliche Bilanzvermerke

Das gezeichnete Kapital besteht aus 2.924 Namensaktien sowie 76 Inhaberaktien à DM 1.000,-- (EUR 511,29).

4. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

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Arbeiter: 66
Angestellte (ohne Vorstand): 52
Mitarbeiter: 118

5. Gesellschaftsorgane

5.1 Vorstand

Vorstände der Gesellschaft war im Berichtsjahr:

- Frau Sibylla Naumann, geb. Kneitz,

Vorstand Business Management und Organisation

Seit 01.02.2021 Vorstandsvorsitzende

- Herr Michael Ocker

Vorstand Entwicklung und Vertrieb

Seit 01.02.2021 Vorstandsmitglied

5.2 Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats sind bzw. waren im Berichtsjahr:

Aufsichtsratsvorsitzender:

- Herr Dr. Ralf-Herbert Kneitz, Dr. med. Internist in eigener Praxis

Stellvertretender Vorsitzender:

- Herr Alfred Kneitz, Rentner

Mitglieder:

- Herr Egon Fraas, Rentner

- Herr Matthias Naumann, Geschäftsführer der WK Solutions Textile GmbH, Hof

5.3. Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder

Die Angaben der Gesamtbezüge des Vorstands gemäß § 285 Nr. 9a und Nr. 9b HGB wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtsjahr 21 T€.

6. Nachtragsbericht

Bedingt durch die Knappheit von Halbleitern kommt es in der Automobilindustrie zu Produktionsausfällen. Diese führen in der gesamten Lieferkette zu einer zeitlichen Verschiebung von Aufträgen. Im Monat August kam es somit zu einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse, sowie zum Aufbau eines werthaltigen Lagerbestandes mit entsprechender Auswirkung auf die Finanzlage. Die Produktionsmengen sind dennoch kurzfristig verringert abgerufen worden. Der Vorstand geht davon aus, dass die Aufträge und Abrufe im Laufe des Geschäftsjahres 2021/​2022 nachgeholt werden und der werthaltige Lagerbestand abgebaut wird, da die Automobilhersteller bereits volle Auftragsbücher verzeichnen.

Bericht des Aufsichtsrats

der WILHELM KNEITZ AG, Textilwerke, in WIRSBERG/​OFR. über das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021

Während der Berichtszeit hat uns der Vorstand über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands behandelt. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Vorstand laufend abgestimmt.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr ist unter Einbeziehung der Buchführung von der Schwarz /​ Harrer /​ vom Ende GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Die Schwarz /​ Harrer /​ vom Ende GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ihr Bericht lag uns vor. Wir haben auch unsererseits den Jahresabschluss, den Lagebericht des Vorstands und seinen Vorschlag zur Verwendung des Bilanzergebnisses überprüft. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer treten wir auf Grund unserer eigenen Prüfung bei.

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir Beanstandungen nicht zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht. Dieser ist damit festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Jahresergebnisses schließen wir uns an.

Der Vorstand der Gesellschaft hat nach § 312 Aktiengesetz für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021 einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht") erstellt. Der Abhängigkeitsbericht wurde vom Abschlussprüfer der Gesellschaft geprüft. Dieser hat keine Einwendungen erhoben und gemäß § 313 AktG den folgenden Vermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfbericht des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Die Überprüfung ergab keine Beanstandungen.

Wirsberg, 20.10.2021

gez. Dr. Ralf-Herbert Kneitz, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

UNTERSCHRIFT gemäß § 245 HGB

Wilhelm Kneitz AG, Textilwerke

Wirsberg

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021

Wirsberg, den 15. September 2021

gez. Sibylla Naumann

gez. Michael Ocker

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.11.2021 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wilhelm Kneitz AG, Textilwerke, Wirsberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wilhelm Kneitz AG, Textilwerke, Wirsberg, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wilhelm Kneitz AG - Textilwerke, Wirsberg für das Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Fürth, den 27. September 2021

Dr. Schwarz - Harrer -vom Ende GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Walter Schwarz, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian vom Ende, Wirtschaftsprüfer

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