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HOFTEX GROUP

Management Reports Sep 5, 2022

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Management Reports

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Finanzbericht: 31165414

HOFTEX GROUP AG

Hof

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell

Die 1853 als "Mechanische Baumwoll-Spinnerei Hof" gegründete HOFTEX GROUP AG mit Hauptsitz in Hof (Bayern) ist Mutterunternehmen einer international agierenden Unternehmensgruppe der Textilindustrie. Die Hoftex Group zählt zu Europas großen Textilunternehmen und prägt seit rund 170 Jahren die internationale Textilindustrie. In dieser Zeit hat sie sich vom Standard-Textilproduzenten in mehreren Schritten zum diversifizierten Nischenanbieter innovativer Textilprodukte entwickelt. Die Aktivitäten sind in die drei Geschäftsbereiche HOFTEX, NEUTEX und TENOWO gegliedert, deren Schwerpunkt in Entwicklung, Produktion und Vertrieb innovativer Textilprodukte für verschiedene Anwendungen liegt. Die Unternehmen der Hoftex Group sind auf 3 Kontinenten in 6 Ländern an insgesamt 11 Standorten mit Produktion und Vertrieb vertreten und stehen ihren Kunden weltweit als Partner zur Verfügung.

Der Geschäftsbereich HOFTEX stellt den Ursprung der heutigen Hoftex Group dar und bietet gefärbte Garne und Zwirne mit Schwerpunkt für die Anwendung in technischen Textilprodukten und Bekleidung an. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse seiner Kunden entwickelt und färbt HOFTEX sowohl klassische Garne und Zwirne als auch zahlreiche Spezialgarne. Die zentral in Deutschland gelegene Produktion und Entwicklung sichert den Kunden kurze Produktionszeiten und termingerechte Lieferung.

Der Geschäftsbereich NEUTEX bündelt die Segmente Dekorationsstoffweberei, Färberei und Ausrüstung. NEUTEX produziert und vertreibt als Premium-Systemlieferant weltweit Dekostoffe als Meterware sowie fertig konfektionierte Heimtextilien und liefert innovative textile Sonnenschutzlösungen an die weiterverarbeitende Industrie.

Der Geschäftsbereich TENOWO nimmt mit Standorten in Europa, Nordamerika und China eine marktführende Stellung für die Entwicklung und Herstellung innovativer technischer Textilprodukte und Vliesstoffe ein und beweist, dass die moderne Textilindustrie auch in Deutschland weiterhin erfolgreich sein kann. TENOWO entwickelt und produziert dabei Produkte wie Vliesstoffe für verschiedene Anwendungen im Automobil, Vliesstoffe für die Bauindustrie, die Kabelindustrie, für medizinische Anwendungen und für die Bekleidungsbranche.

1.2. Konzernstruktur

Die Hoftex Group wird über strategische Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen in einer dezentralen Struktur gesteuert. Diese sind nach ihren spezifischen Herstellungstechnologien und Produkten in die operativen Geschäftsbereiche HOFTEX (yarns), NEUTEX (home deco) und TENOWO (non-wovens) gegliedert.

Die HOFTEX GROUP AG ist in ihrer Funktion als Holdinggesellschaft für die strategische Gesamtausrichtung des Konzerns verantwortlich. Darüber hinaus übernimmt die HOFTEX GROUP AG mit den bei ihr angesiedelten zentralen Funktionen übergreifende, größtenteils dienstleistungsnahe Aufgaben für die Unternehmen der Gruppe. Die operativen Bereiche verantworten und steuern die weltweit zugeordneten Produkte, Produktionen, Märkte und Kunden eigenverantwortlich.

Der Aufsichtsrat, bestehend aus neun Mitgliedern, berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat einzubeziehen. Insbesondere prüft er den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht. In der Hauptversammlung erläutert der Aufsichtsratsvorsitzende den schriftlichen Bericht des Aufsichtsrats.

Der Vorstand setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen, während die Geschäftsbereiche in den einzelnen Tochtergesellschaften von den Geschäftsführern geführt werden. Die Geschäftsführer werden dabei unterstützt von einem Management-Team, bestehend aus den Bereichen Vertrieb, Produktion/​Technik und Rechnungswesen/​Controlling.

Zum 31. Dezember 2021 gehörten neben dem Mutterunternehmen 11 inländische (Vorjahr: 13) und 5 ausländische (Vorjahr: 5) Gesellschaften zur Hoftex Group. Die nachstehende Grafik gibt einen Überblick über die Geschäftsbereiche und deren Standorte:

11 inländische Gesellschaften

5 ausländische Gesellschaften

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2021 TENOWO NEUTEX HOFTEX
Umsatz in Mio. 115,4 13,0 7,5
Absatz in Mio. 222,3m 2 3,3 m 2 1,3 kg
Mitarbeiter im Geschäftsbereich Durchschnitt 2021 (inkl. Auszubildende) 732 230 41

Abb. 1: Konzernübersicht

1.3. Ziele und Strategie

Als mittelständischer, familiengeführter Konzern strebt die Hoftex Group ein ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum an.

Die unterschiedlichen Produkt- und Marktstrukturen erfordern unterschiedliche Wettbewerbsstrategien. Die Ausrichtung in Geschäftsbereiche mit in sich homogenen Geschäftsmodellen ermöglicht uns dementsprechend die Fokussierung auf die individuellen Märkte und Kundenanforderungen. Unter Berücksichtigung der diversifizierten Märkte wird die strategische Ausrichtung der Geschäftsbereiche im Rahmen der Konzern-Vorgaben individuell entwickelt. In bestehenden Märkten bauen die Geschäftsbereiche ihre Marktpositionen durch innovative Produkte zu bestmöglicher Qualität aus. Durch die Entwicklung neuer Geschäftsfelder wird zudem eine Erweiterung des Produktportfolios angestrebt.

Der Geschäftsbereich TENOWO will seine Marktanteile national und international behaupten und seine globale Präsenz ausbauen. TENOWO positioniert sich als weltweiter Lieferant und Partner für verschiedene Vliesanwendungen, was zu kürzeren Entwicklungs- und Lieferzeiten für die Kunden führt und einen entscheidenden Vorteil im internationalen Wettbewerb darstellt.

Der Geschäftsbereich NEUTEX strebt über den Ausbau digitaler Vertriebskanäle den Ausbau des Marktanteils im Bereich Deko-Fertigwaren sowohl national als auch international an.

Der Geschäftsbereich HOFTEX wird durch stärkere vertriebliche Konzentration auf den verschiedenen regionalen Märkten weiteres Wachstum generieren und seine Profitabilität stärken.

Als gemeinsame Unternehmensstrategie in allen Geschäftsbereichen wird zudem ein Wachstum über die beiden Stoßrichtungen Innovationskraft und Kundenorientierung angestrebt. Das Ziel ist es, durch eine klare Fokussierung innovative Produkte zu entwickeln und zu vermarkten und damit Wachstum zu generieren. Die Ausrichtung auf Innovation und Technologie wird sowohl im Rahmen der Investitionstätigkeit als auch im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten umgesetzt.

Durch die Bündelung unseres im Konzern vorhandenen einmaligen textilen Know-how und die Förderung der Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche betreiben wir aktives Synergiemanagement. Die Ausrichtung unserer Organisation auf die Bedürfnisse der Kunden umfasst sowohl gemeinsame Entwicklungsaktivitäten als auch einen optimalen Service-Level in der laufenden Kundenbetreuung.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz ist ein wichtiges Thema unserer Zeit. Durch Einsatz recycelter Rohstoffe, Substitution umweltschädlicher Substanzen und optimierte, energieeffizientere Fertigungsschritte entstehen nachhaltige und umweltschonendere Produkte. Die Kunden der Hoftex Group haben somit über mehrjährige Produktzyklen hinweg die Sicherheit, einen verlässlichen und liefertreuen Partner an ihrer Seite zu wissen.

1.4. Steuerungssystem

Zu den für die Unternehmenssteuerung wichtigen finanziellen Leistungsindikatoren gehören Umsatz, EBITDA und Investitionssumme. Das finanzielle Steuerungssystem ermöglicht es, die Erreichung der Geschäftsbereichsziele zu messen. Neben den zur Unternehmenssteuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren werden zusätzlich nichtfinanzielle Indikatoren wie z.B. Mitarbeiter, zweite Wahl-Quote, Energieverbrauch und Pünktlichkeit der Auslieferungen verglichen; diese finden aber nicht bei der direkten Konzernsteuerung Verwendung. Der Vorstand wird durch die Geschäftsführung der Geschäftsbereiche mittels detaillierter Berichte in regelmäßigen Beiratssitzungen über die Entwicklung der verwendeten Leistungsindikatoren und den Geschäftsverlauf informiert. Dadurch kann der Vorstand nicht zufriedenstellenden Entwicklungen zeitnah entgegenwirken.

1.5. Forschung und Entwicklung

Als weiteren Baustein in der Gesamtstrategie sehen wir die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in innovative Textillösungen, um sich auch zukünftig als weltweiter Lieferant und Partner am Markt zu positionieren. Im Mittelpunkt stehen die Suche nach Lösungen für die Bedürfnisse unserer Kunden, die Optimierung von Verfahren und Prozessen, um nachhaltiger und effizienter zu wirtschaften und die Identifizierung neuer Anwendungsbereiche und Märkte für unsere Produkte. Dabei ist die Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Instituten genauso wichtig wie die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus liegt darauf, den Kunden optimale Produkte mit hohen Qualitätsstandards zu wettbewerbsfähigen Preisen zu liefern. Hierzu definiert unser anwendungsorientierter Vertrieb frühzeitig spezifische Kundenbedürfnisse und lässt dies in die Entwicklungsarbeit bereits etablierter Produkte, aber auch in Neuentwicklungen einfließen.

Zu unseren Kooperationspartnern zählen unter anderem die Hochschule Hof, die Universität Bayreuth, das Sächsische Textilforschungsinstitut Chemnitz, die Technische Universität Dresden oder die RWTH Aachen. In gemeinsamen Projekten wird unsere Entwicklungs-Kompetenz ebenso wie unsere Technologie-Kompetenz sinnvoll ergänzt.

Unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten konzentrierten sich auch im Geschäftsjahr 2021 auf die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte und Fertigungstechnologien.

Immer größere Bedeutung gewinnt der Einsatz recycelter oder biologisch abbaubarer Rohstoffe.

Die Verarbeitung recycelter Carbonfasern zu Vliesstoffen bietet dem Geschäftsbereich TENOWO eine nachhaltige Lösungsstrategie für die Wiederverarbeitung dieses Hochleistungswerkstoffs. In speziellen Fertigungsverfahren werden Vliesstoffe aus recycelten Carbonfasern entwickelt, die über besondere Materialeigenschaften hinsichtlich Festigkeit und Weiterverarbeitbarkeit verfügen und neue Anwendungsbereiche und Märkte öffnen. Der Schwerpunkt im Geschäftsbereich NEUTEX liegt auf der Designentwicklung, dem Einsatz neuer Fasern und der Entwicklung zusätzlicher Produkteigenschaften durch verschiedene Ausrüstungsverfahren. Neue Produkte aus Naturfasern, wie Wollmischungen, erweitern das Produktportfolio einer eigenen ECO-Line, deren Produkte aus Recycling- bzw. Naturmaterialien hergestellt werden. NEUTEX ist Teil der SEAQUAL Initiative und verarbeitet aus Plastikmüll hergestelltes Garn zu neuen Produkten und trägt somit zum Schutz der Meere bei.

Ein wesentlicher Teil der Entwicklungsarbeit findet im Rahmen der Weiterentwicklung der Technologien und Optimierung der Prozesse statt. Auch im Geschäftsjahr 2021 haben wir Projekte, die zu Prozessverbesserungen und der Steigerung von Rohstoff- und Ressourceneffizienzen führen, weiter vorangetrieben. Der Geschäftsbereich TENOWO baut kontinuierlich seine Technologie-Expertise im Bereich Vliesstoff-Herstellung weiter aus und schafft durch neue bzw. weiterentwickelte Vliesstofftechnologien Zugang zu neuen Absatzmärkten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 1,4 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Insgesamt waren 27 Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden ausschließlich bei den Tochtergesellschaften der Hoftex Group statt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft befand sich im Jahr 2021 nach der tiefen pandemiebedingten Rezession 2020 in einer Erholungsphase und verzeichnete nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Steigerung von 5,9 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Die ökonomische Entwicklung verlief hierbei nach Sektoren und Regionen unterschiedlich, was vor allem auf den unterschiedlichen Umgang mit Covid-19 zurückzuführen ist. Die verarbeitende Industrie verzeichnete einen Anstieg der Wirtschaftsaktivität, wohingegen Handel und Dienstleistungsbranchen vielerorts weiterhin mit Restriktionen zu kämpfen hatten. Die im ersten Halbjahr einsetzende Erholung wurde bereits im zweiten Halbjahr erneut durch weltweite Liefer- und Kapazitätsengpässe gebremst. Inflation, steigende Kosten für Energie und Transport sowie weitere Infektionswellen belasteten den für 2021 prognostizierten Aufschwung ebenso.

Entwicklung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP)

von 2014 bis 2021 (gegenüber dem Vorjahr)

Quelle: Eigene Darstellung basierend auf den jeweils veröffentlichten Zahlen des IWF (WEO vom Jan. 2022)

Abb. 2: Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2014 bis 2021

*) Schätzung

Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften erfuhren 2021 eine ökonomische Erholung und verzeichneten eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 5,0 % (Vorjahr: -4,5 %). Die hohen Wachstumsraten relativieren sich allerdings, wenn man berücksichtigt, dass im ersten Pandemie-Jahr 2020 sämtliche fortgeschrittenen Volkswirtschaften enorme Einbußen der Wirtschaftsleistung zu verkraften hatten und die Wirtschaftsleistung 2021 in vielen Ländern das Vorkrisenniveau 2019 noch nicht erreicht hat. Im Euroraum wuchs das BIP um 5,2 %, nach einem Rückgang im Vorjahr um -6,4 %. Im internationalen Vergleich hat sich Deutschland nur relativ langsam von den Einbrüchen in 2020 erholt und weist mit einem BIP von +2,7 % (Vorjahr: -4,6 %) eine geringere Wachstumsrate als andere europäische Länder wie z.B. Großbritannien (7,2 %), Frankreich (6,7 %), Italien (6,2 %) und Spanien (4,9 %) aus. Allerdings hatten diese Ökonomien im Vorjahr auch wesentlich stärker unter dem Konjunktureinbruch gelitten (Großbritannien: -9,4 %, Frankreich: -8,0 %, Italien: -8,9 %, Spanien: -10,8 %).

Auch andere Industrieländer haben das Vorkrisenniveau wieder überschritten. Die USA liegt mit einem Wachstum von 5,6 % in etwa im globalen Durchschnitt (Vorjahr: -3,4 %). Die Volksrepublik China, die selbst 2020 als einzige große Volkswirtschaft wachsen konnte, bestätigte mit einem BIP-Wachstum von +8,1 % ihren Ruf als Motor der Weltwirtschaft (Vorjahr: 2,3 %), auch wenn die strikte Covid-Politik, Stromausfälle und rückläufige Immobilieninvestitionen zu einer Verlangsamung der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte führten. Auch Indiens Konjunktur zog wieder kräftig an und konnte mit einem gesteigerten BIP von +9,0 % den Vorjahreseinbruch von -7,3 % kompensieren. Japan, drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, verzeichnete einen geringen BIP-Zuwachs von lediglich 1,6 % (Vorjahr: -4,5 %). Der Verband südostasiatischer Nationen ASEAN lag mit einer Wachstumsrate von +3,1 % unterhalb des Durchschnitts (Vorjahr: -3,4 %). Die russische Wirtschaft erholte sich um +4,5 % (Vorjahr: -2,7 %).

Die weltweite Erholung vom Krisenjahr 2020 führte zu einem Nachfrageschub, der ab Frühjahr 2021 eine weltweite Lieferkettenproblematik verursachte, die bis heute nicht gelöst ist. Infolgedessen stiegen die Material- und Logistikkosten im Jahresverlauf stark an, was sich in steigenden Verbraucherpreisen widerspiegelte. Ab dem 3. Quartal stieg die Inflationsrate in Deutschland merklich an und lag in den letzten beiden Monaten des Jahres 2021 über 5,0 %. Auf das Gesamtjahr gesehen betrug die Inflationsrate in Deutschland 3,1 %. Eine höhere Jahresteuerungsrate als im Jahr 2021 wurde zuletzt vor fast 30 Jahren ermittelt (1993: +4,5 %).

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für die Textil- und Modebranche stand das Jahr 2021 als eine der am schwersten von der Pandemie betroffenen Industrien unter dem Eindruck der Krisenüberwindung. Der Gesamtumsatz der deutschen Textil- und Modeindustrie (bezogen auf Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten) lag 2021 bei 15,5 Milliarden Euro. Gemäß dem Konjunkturbericht des Gesamtverbands textil+mode verzeichnete die Industrie somit eine Umsatzsteigerung von 5,5 %, jedoch gilt zu berücksichtigen, dass die Ausgangsbasis wesentlich niedriger war - das Niveau von 2019 ist noch nicht wieder erreicht.

Quelle: Gesamtverband textil+mode Februar 2022

Abb. 3: Entwicklung Umsatz, Beschäftigung, Exporte in der Textil- und Modeindustrie 2021

Die Erholung der Branche wurde bereits im letzten Quartal 2021 aufgrund zunehmender Lieferengpässe und steigender Rohstoff- und Energiekosten wiederum eingetrübt.

Preisindizes * : Absatzpreise Textil/​Bekleidung und wichtige Beschaffungspreise

* Erzeugerpreise für den Inlandsabsatz

Quelle: Gesamtverband textil+mode, Konjunkturbericht Feb. 2022

Abb. 4: Absatzpreise Textil/​Bekleidung und wichtige Beschaffungspreise

Sowohl das Textil- als auch das Bekleidungssegment konnten im Vergleich zum Vorjahr ihre Umsätze steigern. Die Erholung fiel dabei im Textilsegment mit +6,9 % (Vorjahr: -6,7 %) wesentlich besser aus als im Bekleidungssegment, wo mit einem Plus von 3,0 % die Vorjahreseinbußen von -19,0 % lediglich ansatzweise kompensiert werden konnten. Innerhalb des Segments Textil konnten die Bereiche Spinnerei (+14,5 %), Veredelung (+13,7 %), die technischen Textilien (+17,3 %) sowie die sonstigen Textilwaren (+14,8 %) am meisten profitieren. Der Bereich Vliesstoffe legte in Deutschland um 5,3 % zu. Zu beachten ist, dass sich diese Zahlen auf sämtliche Anwendungen, wie z.B. auch Hygieneprodukte beziehen, die einen großen Anteil am Marktvolumen ausmachen. Einige Bereiche entwickelten sich jedoch weiterhin rückläufig, wie etwa das Teppichsegment (-22,6 %) und der Bereich der Seilerwaren (-10,0 %).

Die nur geringe Erholung im Bekleidungssegment resultiert direkt aus den im Jahr 2021 über Wochen andauernden covidbedingten nationalen und internationalen Lockdowns. Die Absatzzahlen im Bekleidungseinzelhandel gingen im Jahresablauf um -4,9 % weiter zurück. Der Online- und Versandhandel legte dagegen um +23,2 % zu. Diese Entwicklung zeichnete sich bei Betrachtung langfristiger Daten bereits ab und wurde durch die Pandemie überproportional verstärkt.

Umsatzentwicklung im Einzelhandel | Index: 2015=100

Quelle: Gesamtverband textil+mode, Konjunkturbericht Feb. 2022

Abb. 5: Umsatzentwicklung im Einzelhandel

Das Beschäftigungsniveau in der deutschen Textil- und Modeindustrie war nach dem pandemiebedingten Einbruch von 2020 (-5,8 %) auch im Geschäftsjahr 2021 mit -4,3 % weiterhin stark rückläufig. Die Belegschaften der Textilindustrie (-3,3 %) waren davon insgesamt weniger stark betroffen als die der Bekleidungsindustrie (-6,5 %).

Während die geleisteten Arbeitsstunden um -1,2 % sanken, stiegen die Lohn- und Gehaltssummen hingegen mit +1,1 % leicht an.

Die Exporte stiegen 2021 nach dem Einbruch im Vorjahr wieder deutlich an (+6,1 %). Zwar werden weiterhin die meisten Waren innerhalb der Europäischen Union (+2,4 %) verkauft - jedoch wurde der Aufschwung hauptsächlich von der Nachfrage außerhalb der EU (+17,0 %) befeuert. Ein wichtiges Exportland außerhalb der EU ist die USA. Hier konnten die Exporte um 25,2 % gesteigert werden - im Bekleidungssegment stiegen die Exporte gar um 46,0 %. Einen deutlichen Umsatzrückgang zeigen die Geschäfte mit Großbritannien: Aufgrund des EU-Austrittes gingen die Exporte um 10,4 % zurück.

Die Automobilindustrie, die zu den wichtigsten Kundenmärkten für Vliesstoffanwendungen des Geschäftsbereichs TENOWO zählt, konnte sich im ersten Halbjahr 2021 nach einem pandemiebedingten Rückgang im Jahr 2020 wieder erholen. Jedoch führte die angespannte Lieferkettensituation ab dem zweiten Quartal 2021 zu starken Beeinträchtigungen in der Produktion. Zu den anfänglichen Logistikproblemen kamen im Verlauf des Jahres die Halbleiterkrise und Beschaffungsengpässe bei weiteren Rohstoffen und Komponenten hinzu. Mit einer weltweiten Automobilproduktion von 80,2 Mio. Einheiten fiel das Wachstum gegenüber Vorjahr mit 3,3 % enttäuschend niedrig aus. Das Vorkrisenniveau von 2019 (91,7 Mio. Einheiten) konnte nicht erreicht werden. In Deutschland führte der Halbleitermangel zu schweren Beeinträchtigungen bei den OEMs, die zur Drosselung von Produktionskapazitäten führten. Das schwache Produktionsvolumen des Covid-Jahrs 2020 wurde im Geschäftsjahr 2021 nochmals um -12 % unterboten und bis Ende 2021 konnten in Deutschland lediglich 3,3 Mio. Fahrzeuge produziert werden.

Anzahl produzierter Kraftfahrzeuge weltweit von 2000 bis 2021 (in Millionen)

Quelle: Statista 2022, Kraftfahrzeug Produktion weltweit bis 2021

Abb. 6: Kraftfahrzeugproduktion weltweit bis 2021

2.3. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2021 stand wiederum unter dem Zeichen der Covid-Pandemie und stellte auch die Hoftex Group vor große Herausforderungen. Die bereits Ende 2020 einsetzende zweite Corona-Welle, die zu wochenlangen Lockdowns führte, wirkte sich nicht nur negativ auf den Umsatz aus, sondern beanspruchte auch unsere Organisation im hohen Maße. Frühzeitig wurden umfangreiche Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen und die Home-Office-Regelungen ausgeweitet. Mit Unterstützung von Betriebsärzten wurden mehrfach Impfaktionen für unsere Mitarbeiter angeboten und durchgeführt. So konnten wir auch im Jahr 2021 Standortschließungen bzw. größere Ausfälle aufgrund von Corona-Ausbrüchen vermeiden.

Während sich mit zunehmender Verfügbarkeit von Impfstoffen im Verlauf des Jahres die Situation etwas entspannte, kamen aufgrund der weltweiten Konjunkturbelebung bereits im Frühjahr 2021 Lieferkettenprobleme, verbunden mit Beschaffungsengpässen und Preissteigerungen, auf die Wirtschaft zu. Durch unsere seit Jahren verfolgte Beschaffungsstrategie der weltweiten Lieferantenqualifizierung ist es uns gelungen, kurzfristig alternative Bezugsquellen zu aktivieren, so dass wir keine Produktionsausfälle aus Verfügbarkeitsgründen zu verzeichnen hatten.

Im zweiten Halbjahr zeichnete sich mehr und mehr ab, dass die weltweiten Material- und Kapazitätsengpässe wohl länger andauern werden und damit den Konjunkturaufschwung erschweren und zunehmend die Wirtschaft belasten. Die Automobilindustrie musste aufgrund des Halbleitermangels ihre Produktion drosseln, was in der Hoftex Group zu Auftragsrückgängen führte. Gleichzeitig stiegen die Rohstoff- und Logistikpreise im Jahresverlauf immer weiter an. Ab dem vierten Quartal setzte zusätzlich eine Preisexplosion bei den Energiekosten ein. Die Kostensteigerungen konnten an den Markt durch Verkaufspreissteigerungen nur teilweise weitergegeben werden und somit die negativen Effekte auf die Profitabilität nicht vollumfänglich kompensieren. Resultierend aus den beschriebenen Effekten passte der Vorstand der HOFTEX GROUP AG in einer Ad-hoc-Mitteilung vom 22. Oktober 2021 die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021 nach unten an.

Geschäftsbereich TENOWO

Nach dem im Vorjahreszeitraum coronabedingten starken Umsatzeinbruch konnte unser größter Geschäftsbereich TENOWO seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 16,4 % auf 64,0 Mio. € (Vorjahr: 55,0 Mio. €) steigern. Maßgeblichen Anteil am Umsatzzuwachs hatte das stärkste Segment Automotive. Die Erholung begann in diesem Markt bereits im 2. Halbjahr 2020 und setzte sich auch im Jahr 2021 fort. Auch die Nachfrage in anderen Märkten stieg merklich an. Nur der Bereich Apparel, in dem unsere Vliesstoffanwendungen für Bekleidung zusammengefasst sind, war weiterhin stark von den bis in das Frühjahr anhaltenden Lockdowns getroffen und erholte sich nicht wie geplant. Im zweiten Halbjahr 2021 schlugen sich jedoch die anhaltenden Lieferengpässe am Beschaffungsmarkt mehr und mehr auf die Automobilindustrie und damit auf die Kunden der TENOWO durch, was zu sukzessiven Anpassungen bei den Abrufmengen führte. Insbesondere die europäischen Autohersteller waren von der Halbleiterkrise betroffen und reagierten u.a. auch mit einer vorübergehenden Stilllegung von Produktionskapazitäten. Im US-amerikanischen und auch im chinesischen Markt hingegen blieb die Nachfrage relativ konstant und unsere Umsatzziele konnten erreicht werden.

Der Bereich Apparel hingegen entwickelte sich mit den weltweiten Corona-Lockerungen und der Beendigung der Lockdowns ab dem zweiten Halbjahr positiv, sicherlich auch bedingt durch gewisse Nachholeffekte. Auch der Bereich Consumer Goods entwickelte sich stabil und ist inzwischen zu einem wichtigen Eckpfeiler im Produktportfolio von TENOWO gewachsen. Der weitere Ausbau der Sparte Healthcare gestaltete sich aufgrund beschränkter Reisemöglichkeiten, ausgefallener Fachmessen und Symposien schwierig und der geplante Umsatzzuwachs in diesem für TENOWO relativ neuen Markt konnte somit nicht im gewünschten Maße realisiert werden.

Die TENOWO Produktionsstandorte waren im Jahr 2021 besonders gefordert, um sowohl die vom Markt verursachten Kapazitätsschwankungen als auch die Covid-bedingten Personalausfälle bestmöglich auszugleichen. Phasen der Überauslastung vor allem im ersten Halbjahr 2021 folgten Phasen starker Unterauslastung ab Herbst vergangenen Jahres. Stellenweise wurde im zweiten Halbjahr an verschiedenen Standorten auch von der Kurzarbeit - jedoch nicht in dem Umfang wie in 2020 - Gebrauch gemacht.

Hinzu kam ein Hochwasserschaden im Sommer 2021, als einige Teile Deutschlands von Unwettern mit Starkregen heimgesucht wurden und auch Stadt und Landkreis Hof, in dem sich mehrere Produktionsstätten der Hoftex Group befinden, betroffen waren. Eine Produktionshalle der TENOWO am Hofer Stammsitz wurde überschwemmt und sowohl das Gebäude als auch die Anlagen- und Maschinentechnik wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Wochen. Die komplette Wiederinbetriebnahme aller Kapazitäten erfolgt sukzessive und war bis zum Jahresende, vor allem wegen Lieferverzögerungen von Maschinenaggregaten und fehlenden externen Servicepartnern, noch nicht abgeschlossen. Die ausgefallenen Produktionskapazitäten wurden durch andere TENOWO Anlagen und Standorte sowie durch externe Zukaufware weitgehend kompensiert. Somit ist es gelungen, unseren Kundenstamm, bis auf wenige Ausnahmen, im hohen Maße weiter zu beliefern.

Auch unsere Investitionsvorhaben wurden durch Lieferengpässe beeinträchtigt, diese sind im Konzern unter dem Plan für 2021 und das Projekt Binderlinie am Standort Hof konnte nicht wie geplant fertiggestellt werden. Hinzu kam, dass unsere Technikabteilung vorrangig für die Wiederinbetriebnahme der vom Hochwasser beschädigten Anlagen eingesetzt wurde und somit nicht vollumfänglich für weitere Projekte zur Verfügung stand.

Die Vielzahl der unvorhergesehenen Entwicklungen und Ereignisse innerhalb der vergangenen zwölf Monate führten zu einem äußerst volatilen Geschäftsverlauf für die Unternehmen der TENOWO. In diesem herausfordernden Umfeld erzielte TENOWO einen Jahresumsatz von 115,4 Mio. € und liegt damit unter dem Vorjahresumsatz (117,3 Mio. €). Unter Berücksichtigung der unterjährigen Prognoseanpassungen hat TENOWO das erwartete Bereichsergebnis, das unter Vorjahresniveau liegt, dennoch erreicht.

Geschäftsbereich NEUTEX

NEUTEX arbeitete im Geschäftsjahr 2021 weiterhin stark an seiner Marktausrichtung, weg vom klassischen Dekostoff-Anbieter hin zum Multi-Channel-Anbieter für innovative, individualisierbare Vorhanglösungen. Durch Kooperationen mit verschiedenen Partnern erweiterte NEUTEX seine ECO-Kollektionen. Mit ständigen Prozessverbesserungen arbeitet NEUTEX daran, Ressourcen einzusparen und nachhaltig zu wirtschaften. Im letzten Jahr wurde das Unternehmen erfolgreich STeP by OEKO-TEX® (Sustainable Textile & Leather Production) zertifiziert. Die Entwicklungs- und Vertriebsarbeit führte jedoch auch im Jahr 2021 nicht zum erwarteten Umsatzzuwachs. Ursächlich hierfür war die zweite Corona-Welle, die ab Dezember 2020 zu einem weiteren, über viele Wochen andauernden Lockdown führte. Die Umsätze im Online-Handel konnten weiter zulegen, jedoch wirkten sich die Schließungen des Handels insgesamt negativ auf das Geschäft aus. Die Lockerungen ab Mai 2021 führten im zweiten Halbjahr zu steigenden Auftragseingängen, jedoch blieb der erwartete Nachholeffekt der Konsumenten aus und NEUTEX konnte die Umsatzverluste des ersten Halbjahres nicht mehr aufholen. Insgesamt betrug der Jahres-Umsatz im Geschäftsbereich 13,0 Mio. € und lag damit sowohl unter den Erwartungen als auch unter Vorjahr (13,3 Mio. €). Auslastungsbedingt musste NEUTEX die Produktionsleistung flexibel an die aktuelle Auftragslage anpassen und nutzte das Instrument der Kurzarbeit in Phasen der Unterauslastung. Aktive Produktportfoliobereinigung in enger Abstimmung mit der Produktion und stetige Prozessverbesserungen führten zu einer leichten Ergebnisverbesserung gegenüber 2020, jedoch konnte der Break-even nicht erreicht werden.

Geschäftsbereich HOFTEX

Das Geschäftsjahr 2021 verlief für die Färberei insgesamt zufriedenstellend. Das größte Kundensegment Bekleidung entwickelte sich pandemiebedingt im ersten Halbjahr sehr verhalten, jedoch zeigte sich im zweiten Halbjahr eine stetig steigende, robuste Nachfrage, so dass bis zum Jahresende ein Umsatz von 7,5 Mio. € erzielt werden konnte, das sind rund 14,0 % mehr als im Pandemie-Jahr 2020 (6,6 Mio. €). Mussten im ersten Halbjahr noch die Kapazitäten an die schwankende Auftragslage angepasst werden, führte die im zweiten Halbjahr bessere Auslastung zu einer stabileren Produktion. Die Hoftex Färberei zeichnet sich durch hohe Produktqualität und flexible Lieferbereitschaft aus, was sie zu einem zuverlässigen Partner für viele zahlreiche Kunden gemacht hat. Der Bereich Färberei konnte im vergangenen Geschäftsjahr einen positiven Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis beisteuern.

Neben der operativen Färberei-Einheit befinden sich noch ehemalige Produktionsgebäude im Eigentum des Geschäftsbereichs HOFTEX. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es uns gelungen, ein ehemaliges Spinnerei-Gebäude im Stadtzentrum von Hof zu veräußern. Durch den erzielten Gewinn von 2,5 Mio. € ist das Ergebnis des Geschäftsbereichs HOFTEX signifikant angestiegen, was sich als positiver Sondereffekt auch wesentlich auf das Konzernergebnis der Hoftex Group ausgewirkt hat. Im Eigentum der Hoftex GmbH befindet sich noch die nicht betriebsnotwendige Gewerbe-Immobilie in Drebach/​ Sachsen, die derzeit vermietet ist.

SONSTIGES

Das Geschäft der Immobiliengesellschaften entwickelte sich im Berichtsjahr plangemäß. Die Umsätze aus der Vermietung der Gewerbe-Immobilien Hof Moschendorf und Hof Fabrikzeile betrugen 2,0 Mio. € und lagen annähernd auf Vorjahresniveau (2,1 Mio. €). Die bereits im Jahr 2020 begonnenen Investitionsmaßnahmen für Brandschutz und Modernisierung in der Gewerbeimmobilie Fabrikzeile in Hof verzögerten sich wegen Lieferengpässen und Handwerkermangel um einige Wochen, sind aber insgesamt auf Plan. Auch im Geschäftsbereich Immobilien konnte im Jahr 2021 ein nicht betriebsnotwendiges Grundstück in Hof veräußert werden. Der daraus resultierende Gewinn von 1,0 Mio. € führte als Sondereffekt zu einer Ergebnisverbesserung des Geschäftsbereichs Immobilien.

Im Zuge der Bereinigung und Vereinfachung der Gesellschaftsstruktur und zur Reduzierung des Verwaltungsaufwands wurde mit Wirkung zum 01.01.2021 die Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG auf die Hoftex Immobilien I GmbH verschmolzen.

2.4. Wirtschaftslage Ertragslage

Im Ausblick des Lageberichts 2020 prognostizierten wir für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatzzuwachs in der Größenordnung zwischen 5 % bis 15 % zum Vorjahr (139,3 Mio. €) und einen EBITDA zwischen 15,0 Mio. € bis 18,0 Mio. €. Die Umsatz-Prognose musste im Oktober nach unten angepasst werden auf einen Umsatz in der Bandbreite zwischen 130,0 Mio. € bis 140,0 Mio. €. Aufgrund einiger zu erwartender Sondereffekte wurde die Prognose des EBITDA dennoch beibehalten.

Die der angepassten Prognose zugrunde liegenden Annahmen über die Geschäftsentwicklung haben sich bestätigt, so dass sowohl Umsatz als auch EBITDA in der erwarteten Bandbreite erreicht werden konnten.

Die Ertragsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr wird im Folgenden detaillierter erläutert:

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Veränderung
In Mio. € 2021 2020 abs. in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 137,9 139,3 -1,4 -1,0
Gesamtleistung 138,5 138,9 -0,4 -0,3
Rohertrag 87,1 78,1 9,0 +11,5
Materialaufwand -66,7 -64,3 -2,4 -3,7
Personalaufwand -43,1 -40,5 -2,6 -6,4
Jahresüberschuss 3,7 3,1 0,6 +19,4
EBITDA 16,4 15,5 0,9 +5,8

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und der durch die Halbleiterkrise ausgelöste Nachfragerückgang in unserem wichtigsten Kundensegment Automotive waren ursächlich für einen stagnierenden Konzern-Umsatz 2021, welcher sich auf 137,9 Mio. € belief (Vorjahr: 139,3 Mio. €). Der größte Geschäftsbereich TENOWO verzeichnete mit 115,4 Mio. € einen Umsatzrückgang von 1,6 % gegenüber Vorjahr (117,3 Mio. €). Der Geschäftsbereich NEUTEX erzielte einen Umsatz von 13,0 Mio. € und lag damit 2,3 % unter dem Vorjahreswert (13,3 Mio. €). Der Geschäftsbereich HOFTEX konnte seinen Umsatz um 0,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 7,5 Mio. € steigern. Den weitaus größeren Teil unserer Umsatzerlöse erzielten wir im Ausland. Die Umsatzerlöse des Auslands beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 90,1 Mio. € und liegen damit exakt auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 90,1 Mio. €). Die Konzern-Exportquote lag damit bei 65,3 %. Mit Ländern der Europäischen Union (ohne Deutschland) stieg der Umsatz von 40,0 Mio. € im Vorjahr auf 41,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2021. Der Inlandsumsatz reduzierte sich um -2,8 % auf 47,8 Mio. € (Vorjahr: 49,2 Mio. €).

Die Bestandsveränderungen fertiger und unfertiger Erzeugnisse betrugen 0,6 Mio. € (Vorjahr: -0,4 Mio. €). Aufgrund des Bestandsaufbaus blieb die Gesamtleistung mit 138,5 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau (138,9 Mio. €). Der Materialaufwand hat sich aufgrund der Verwerfungen bei den Lieferketten auf 66,7 Mio. € (Vorjahr: 64,3 Mio. €) erhöht, dies ist ein Plus von 3,7 %. Die Materialaufwandsquote stieg entsprechend von 46,3 % im Vorjahr auf 48,2 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 3,4 Mio. € im Jahr 2020 auf 15,3 Mio. € im Berichtsjahr an. Der Anstieg ist mit einem Beitrag von 7,7 Mio. € auf erhaltene Versicherungsentschädigungen für den Hochwasserschaden am TENOWO-Standort Hof und 3,5 Mio. € auf Gewinne aus der Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Grundstücke und Gebäude in Hof zurückzuführen. Bereinigt um diese Sondereffekte lagen die sonstigen betrieblichen Erträge bei 4,1 Mio. €.

Die Rohertragsmarge - berechnet als Rohertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung - ist mit 62,9 % gegenüber Vorjahr um 6,7 %-Punkte angestiegen, was auf die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Sondereffekte zurückzuführen ist. Die bereinigte Rohertragsmarge beträgt 54,8 % und liegt damit 1,4 %-Punkte unter dem Vorjahreswert.

Der Personalaufwand lag mit 43,1 Mio. € 6,4 % über dem Vorjahreswert von 40,5 Mio. €, was bei nahezu konstantem Personalstand vor allem auf die geringere Nutzung von Kurzarbeit zurückzuführen ist. Bezogen auf die Gesamtleistung ist der Anteil an Personalaufwendungen von 29,1 % auf 31,1 % gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen von insgesamt 4,9 Mio. € infolge des Hochwasserschadens am Standort Hof und haben sich deshalb im Vergleich zum Vorjahr (21,5 Mio. €) um 24,2 % auf 26,7 Mio. € erhöht. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich im Berichtsjahr 2021 auf 16,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr von 15,5 Mio. €. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 11,9 % (Vorjahr: 11,1 %).

Das Zinsergebnis belief sich auf -1,1 Mio. € und lag damit annähernd auf Vorjahresniveau (Vorjahr: -1,2 Mio. €). Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) und der sonstigen Steuern von -0,8 Mio. € (Vorjahr: -0,7 Mio. €) ergibt sich ein Konzernergebnis von 3,7 Mio. €, welches 0,6 Mio. € über dem Vorjahr (3,1 Mio. €) liegt. Dies entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von 0,68 € (Vorjahr: 0,58 €).

Der Grundsatz der Hoftex Group, maßvoll und vorausschauend zu agieren, spiegelt sich auch in der Ausschüttungspolitik der HOFTEX GROUP AG wider. Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung am 8. Juli 2022 vorschlagen, den Bilanzgewinn der HOFTEX GROUP AG zur Ausschüttung einer Dividende von 0,13 € je Stückaktie zu verwenden. Die Dividendenausschüttungsquote beträgt somit 19,1 % auf das Konzernergebnis.

Finanzlage

Bei einem Konzernjahresüberschuss von 3,7 Mio. € im Berichtsjahr konnte ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 6,2 Mio. € (Vorjahr: 19,8 Mio. €) erzielt werden. Trotz des höheren Ergebnisses als im Vorjahr führten sowohl der Aufbau von Working Capital als auch die nicht die operative Tätigkeit betreffenden Erträge aus der Veräußerung von Immobilien zu einer Verminderung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit gegenüber Vorjahr um 13,6 Mio. €.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit des Konzerns beträgt -4,1 Mio. € (Vorjahr: -8,2 Mio. €). Dieser ist maßgeblich geprägt durch Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, denen Einzahlungen aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendiger Grundstücke entgegenstehen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -16,3 Mio. € (Vorjahr: -7,7 Mio. €) und resultierte insbesondere aus der Tilgung weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von 23,5 Mio. €. Zur Begleichung der fälligen Tranchen wurde ein Kredit von 10,0 Mio. € aus Mitteln eines im Berichtsjahr abgeschlossenen Konsortialkredits in Anspruch genommen. Nach der im Dezember 2021 geleisteten planmäßigen Tilgung belief sich die Verbindlichkeit der Ende 2016 aufgenommenen Schuldscheindarlehen von insgesamt 50,0 Mio. € mit Laufzeiten von drei bis sieben Jahren zum 31.12.2021 noch auf 12,5 Mio. €.

Somit verfügte die Hoftex Group zum 31.12.2021 über liquide Mittel in Höhe von 13,0 Mio. € (Vorjahr: 26,6 Mio. €).

Um die finanzielle Stabilität des Unternehmens langfristig sicherzustellen, hat die HOFTEX GROUP AG im Dezember 2021 eine konzernweite Konsortialfinanzierung mit einem Gesamtvolumen von 51,0 Mio. € abgeschlossen. Hiervon stehen bis zu 10,0 Mio. € als Betriebsmittelkreditlinien zur Verfügung. Mit dieser Anschlussfinanzierung ist neben der Ablösung der Altfinanzierung ebenfalls für die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit und zukünftiger Investitionen gesorgt. Die Laufzeit des von fünf Banken bereitgestellten Kredits beträgt vier Jahre und kann bei Zustimmung der Kreditgeber um bis zu zwei Jahre verlängert und bei Bedarf um weitere 10,0 Mio. € aufgestockt werden.

Die bisher mit den Hausbanken bilateral abgeschlossenen Betriebsmittelkredite von insgesamt 11,5 Mio. € werden sukzessive durch die aus der Anschlussfinanzierung zur Verfügung gestellten syndizierten Kreditlinien abgelöst. Somit standen der HOFTEX GROUP AG Ende 2021 insgesamt 9,0 Mio. € freie Betriebsmittellinien zur Verfügung.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Hoftex Group Konzerns verringerte sich zum 31. Dezember 2021 auf 168,3 Mio. € und lag damit um 8,4 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 176,7 Mio. €.

Auf der Aktivseite haben sich per saldo die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen von 100,5 Mio. € auf 98,2 Mio. € leicht reduziert. Im Berichtszeitraum wurden 9,4 Mio. € (Vorjahr: 8,3 Mio. €) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände für Erweiterungs- und IT-Projekte investiert. Den Investitionen standen Abschreibungen von 11,8 Mio. € (Vorjahr: 11,3 Mio. €) gegenüber.

Im Umlaufvermögen erhöhten sich die Vorräte von 29,4 Mio. € auf 35,2 Mio. €. Der Anstieg ist hauptsächlich durch gestiegene Beschaffungskosten infolge von anhaltenden Lieferengpässen verursacht. Darüber hinaus erhöhten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 18,9 Mio. € auf 20,1 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen begründet durch die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,5 Mio. € auf 16,5 Mio. € und die Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,8 Mio. € auf 3,6 Mio. €. Bis zum Geschäftsjahresende am 31.12.2021 reduzierte sich hauptsächlich aufgrund der Tilgung bestehender Finanzverbindlichkeiten der Bestand an liquiden Mitteln von 26,6 Mio. € auf 13,0 Mio. €.

Das bilanzielle Eigenkapital des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Mio. € auf 113,5 Mio. € erhöht. Ursächlich hierfür sind der erwirtschaftete Konzernjahresüberschuss im Berichtsjahr sowie erfolgsneutrale Währungskursgewinne abzüglich der Dividendenzahlung an die Aktionäre. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum 31.12.2021 auf 67,5 % (Vorjahr: 60,9 %).

Die Rückstellungen lagen mit 16,6 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres von 17,6 Mio. €. Die Pensionsrückstellungen sind, mit Ausnahme der von der Unterstützungskasse zu tragenden Verpflichtungen, mit den vollen Werten unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %) dotiert. Hiervon wurden die zurechenbaren Werte aus Ansprüchen an Rückdeckungsversicherungen abgezogen. Die Pensionsrückstellungen reduzierten sich um insgesamt 0,6 Mio. €. Von den anderen Rückstellungen haben sich die Steuerrückstellungen um 0,2 Mio. € erhöht und die sonstigen Rückstellungen um 0,6 Mio. € vermindert.

Die Verbindlichkeiten konnten zum 31.12.2021 im Wesentlichen durch die planmäßige Rückführung der Schuldscheindarlehen unter Verwendung liquider Mittel und Inanspruchnahme eines Teilbetrages aus dem neu abgeschlossenen Konsortialvertrag um 13,5 Mio. € auf insgesamt 37,4 Mio. € (Vorjahr: 50,9 Mio. €) reduziert werden. Die Nettobankverschuldung im Hoftex Group-Konzern betrug damit zum 31.12.2021 9,9 Mio. € (Vorjahr: 9,7 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel sind um 0,5 Mio. € gestiegen. Die übrigen Verbindlichkeiten von 7,5 Mio. € sind gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € zurückgegangen (Vorjahr: 8,0 Mio. €).

2.5. Gesamtaussage

Insgesamt konnte der geplante Umsatzzuwachs im Geschäftsjahr 2021 nicht erreicht werden. Die wesentlichen Ursachen lagen in den Folgen der andauernden Covid-19 Pandemie. Während in der ersten Jahreshälfte die Lockdowns die Kundenmärkte belasteten, führten ab dem zweiten Quartal weltweite Lieferkettenprobleme zu extremen Verwerfungen und steigenden Rohstoff- und Logistikkosten. Insbesondere der Geschäftsbereich Tenowo konnte infolge der daraus resultierenden Halbleiterkrise die geplanten Umsatzziele nicht erreichen. Diese Effekte belasteten das Ergebnis. Unsere EBITDA-Ziele konnten wir im Geschäftsjahr 2021 dennoch erreichen, unterstützend wirkten hier Effekte aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken und Immobilien.

Mit flüssigen Mitteln von insgesamt 13,0 Mio. € zum Stichtag 31.12.2021 verfügt die Hoftex Group über eine sehr gute Liquiditätsposition. Durch den erfolgreichen Abschluss einer Konsortialfinanzierung in Höhe von 51 Mio. € mit einer Laufzeit von 4 Jahren incl. einer Verlängerungs- und Erhöhungsoption hat sich die Hoftex Group zudem eine stabile Finanzposition für die nächsten Jahre gesichert.

2.6. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Konzern lag nahezu auf Vorjahresniveau. Durchschnittlich 1.037 Mitarbeiter (einschließlich 35 Auszubildenden) arbeiteten im Geschäftsjahr 2021 in den Unternehmen des Hoftex Group Konzerns, im Vorjahr waren es 1.053 Mitarbeiter (bei 43 Auszubildenden). Zum Stichtag 31.12.2021 waren 1.028 Mitarbeiter im Hoftex Group-Konzern beschäftigt (Vorjahr: 1.035). Auf den Geschäftsbereich TENOWO entfielen 732 Mitarbeiter, damit stellt TENOWO wie im Vorjahr (740) die meisten Mitarbeiter des Konzerns. 74,6 % der Belegschaft waren in Deutschland tätig.

Mitarbeiter zum Stichtag 31.12 nach Ländern

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Deutschland USA Rumänien China Italien
2021 Anzahl 767 100 77 52 31
in % 74,6 9,7 7,5 5,1 3,0
2020 Anzahl 780 93 79 50 32
in % 75,4 9,0 7,6 4,8 3,1

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Mexiko
2021 Anzahl 1
in % 0,1
2020 Anzahl 1
in % 0,1

Abb. 7: Mitarbeiter zum Stichtag 31.12. nach Ländern

Trotz der Covid-19-Pandemie verzeichnet die Hoftex Group damit eine stabile Mitarbeiterzahl. Zeiten der Unterauslastung wurden durch Nutzung von Kurzarbeit kompensiert, so konnten wertvolle Fachkräfte in den Konzernunternehmen gehalten werden. Mit der kontinuierlichen Anpassung und strikten Umsetzung unseres Hygiene- und Schutzkonzeptes war eine zeitnahe Reaktion auf veränderte Rahmenbedingungen immer möglich. Die verschiedenen Konzepte des hybriden Arbeitens bewährten sich im Jahr 2021 erneut und konnten erfolgreich intensiviert werden. Die durch die Covid-19-Pandemie deutlich beschleunigte Digitalisierung förderte das unternehmensweite agile Arbeiten. Dieser Weg wird - gemeinsam mit den Mitarbeitern - konsequent weiterverfolgt.

3. Erklärung zur Unternehmensführung der HOFTEX GROUP AG nach § 289f Abs. 4 HGB für das Geschäftsjahr 2021

Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach §§ 76 Abs. 4, 111 Abs. 5 AktG

Entsprechend dem Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst haben Vorstand und Aufsichtsrat die angestrebten Frauenquoten definiert.

Der Aufsichtsrat hat beschlossen, dass ihm bis zum 31. Dezember 2026 mindestens zwei Frauen angehören. Aktuell sind mit Renate Dempfle und Melanie Liebert auf Anteilseignerseite sowie Johanna Falasa und Carmen Teismann auf Arbeitnehmerseite insgesamt vier Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Dies entspricht einem Anteil von 44 %.

Als Nachfolgerin des zum 31.07.2020 ausgeschiedenen Vorstands Robert Seibold wurde Manuela Spörl bis zum 31.07.2025 als Vorstandsmitglied bestellt. Somit liegt die Quote des Zwei-Personen-Vorstands gegenwärtig bei 50 %. Dennoch hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 13.12.2021 beschlossen, erneut eine Quote von null Prozent bis Ende 2026 festzulegen. Der Aufsichtsrat möchte jeweils unter Beachtung der fachlichen Eignung und persönlichen Integrität die oder den aus seiner Sicht am besten geeignete Kandidatin oder geeigneten Kandidaten unabhängig von der Frage des Geschlechts bestellen.

Für die Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der HOFTEX GROUP AG eine Zielgröße von 25 % mit einer Umsetzungsfrist bis 31.12.2026 beschlossen. Die Frauenquote in der ersten Führungsebene liegt aktuell bei 25 %. Eine Zielgröße für die zweite Führungsebene wurde nicht festgelegt, da die HOFTEX GROUP AG als Holdinggesellschaft über flache Führungsstrukturen verfügt und es daher keine durchgehende zweite Führungsebene gibt.

4. Risiko- und Chancenbericht

Die Hoftex Group sieht sich ständig einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln der einzelnen Geschäftsbereiche und demnach auch der einzelnen Tochtergesellschaften verbunden sind und die sich aus externen Einflüssen ergeben. Gleichzeitig ist es für die HOFTEX GROUP AG von Bedeutung, Chancen für den Konzern zu identifizieren, um diese für die Ziele des Konzerns zu nutzen und um die Wettbewerbsfähigkeit der HOFTEX GROUP AG und ihrer Tochtergesellschaften zu sichern und auszubauen.

Es ist die Aufgabe des Managements, die Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Maßnahmen rechtzeitig begegnen zu können. Um dies zu ermöglichen, hat die Hoftex Group ein geeignetes Risikomanagementsystem etabliert.

Im Nachfolgenden wird auf die für die Hoftex Group relevanten zentralen Risiko- und Chancenfelder eingegangen. Es werden lediglich diejenigen Bereiche erläutert, in denen es relevante Risiken und Chancen zu nennen gibt.

Die Risiken und Chancen der Hoftex Group lassen sich allgemein in folgender Matrix darstellen:

4.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Risiken und Chancen

Wie fast alle Unternehmen unterliegt auch die Hoftex Group den gesamtwirtschaftlichen Risiken und Konjunktureinbrüchen und kann sich diesen nicht vollständig entziehen, wie anhand der Covid-19-Pandemie und der Lieferkettenproblematik zu sehen ist. Darüber hinaus sind uns stets politische Risiken präsent, insbesondere hinsichtlich des Klimawandels und der damit einhergehenden zukünftigen Energiepolitik. Zu dieser Kategorie ist auch der im Februar 2022 zu einem offenen Krieg eskalierte Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu rechnen, der bislang unbekannte wesentliche Risiken in Bezug auf die Energiepreisentwicklung und die Energieversorgung nicht nur in Deutschland mit sich gebracht hat. Diese wesentlichen Einzelrisiken können einen großen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Besonders die Lieferkettenproblematik hat die Beschaffungs- und Absatzmärkte im Jahr 2021 stark beeinflusst. Es ist nicht auszuschließen, dass die Risiken auch aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges bis in das Jahr 2022 hineinreichen und die wirtschaftliche Situation somit wiederum belasten. Durch unsere internationalen Standorte und deren Ausrichtung auf verschiedene Branchen und Regionen betrachten wir diese Risiken als abgeschwächt. Eine branchenbezogene Partizipation an Schwankungen ist auch aufgrund des kriegerischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine bei den größten und wichtigsten Branchen nicht auszuschließen, wie im Fall der für die Hoftex Group wichtigen Automobil- und der Heimtextilindustrie. Ebenso könnte beispielsweise ein Abschwung in der Branche der Faser- und Chemieindustrie das Geschäft der Hoftex Group beeinflussen. Die HOFTEX GROUP AG wirkt diesen Risiken durch eine kontinuierlich angepasste Vertriebs- und Marketingstrategie sowie durch das Erschließen neuer Märkte und die Akquirierung von neuen Kunden entgegen. Unsere Absatzstrategie orientiert sich an der weiteren Diversifizierung unseres Portfolios. Wir sehen uns weltweit mit starken Wettbewerbern aus der Textilindustrie konfrontiert. Vor allem ein Vordringen asiatischer Konkurrenten auf den europäischen Markt stellt ein Absatzrisiko dar. Ein weiterer Anstieg des Wettbewerbsdrucks, verursacht durch steigende Rohstoffpreise auf der einen Seite und einen steigenden Preisdruck seitens der Kunden auf der anderen Seite, kann signifikante Auswirkungen auf unsere Ertrags- und Vermögenslage haben. Als Gegenmaßnahme streben wir kontinuierlich nach guten und engen Kundenbeziehungen und analysieren stetig die für uns relevanten Märkte.

4.2. Operative Chancen und Risiken

Als ein sehr von der Rohstoffbeschaffung abhängiges Unternehmen, ist die Hoftex Group einigen Risiken auf dem Beschaffungsmarkt ausgesetzt. In den Geschäftsbereichen der Hoftex Group unterliegen die Rohstoffpreise regelmäßigen Schwankungen und einem generellen Anstieg der Logistikkosten und den durch Rohstoffnachfrage tendenziell ansteigenden Preisen. Das Risiko von Qualitätsschwankungen wird in der Hoftex Group durch ein fortlaufendes Monitoring der Lieferanten gesteuert. Das Beschaffungsteam arbeitet eng mit den jeweiligen Lieferanten zusammen und strebt auch hier nach immer weiteren Entwicklungsmöglichkeiten zur Minimierung von Beschaffungsrisiken auf beiden Seiten. Durch eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen unserem Beschaffungsteam und unseren Lieferanten lässt sich der anhaltende Trend nach immer mehr Transparenz in Bezug auf Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette als Chance für die Zukunft nutzen. Die Rohstoffpreise unterlagen im Jahr 2021 großen Schwankungen, da die Covid-19-Pandemie zu Lieferkettenproblemen führte. Steigende Nachfrage nach Rohstoffen in Verbindung mit den begrenzten Transportkapazitäten hatten einen angespannten Beschaffungsmarkt zur Folge. Durch die flexible Anpassung der Beschaffungsstrategien und einer engen Abstimmung der internen Supply-Chain konnte die Bedarfsplanung marktgerecht angepasst werden. Faire und langfristige Lieferantenbeziehungen stärken zusätzlich unsere Position. Der Ausbau der Mehr-Lieferantenstrategie und weltweiter Netzwerke erwies sich als die richtige Strategie, denn so war es möglich, aufgrund von Lieferengpässen ausgefallene Lieferanten durch alternative lokale Bezugsstellen zu ersetzen. So konnte insbesondere im herausfordernden Jahr 2021 das Risiko von Beschaffungsengpässen und Lieferantenabhängigkeiten reduziert werden.

Die Produktion der Unternehmen der Hoftex Group ist von einer detaillierten und weit vorausschauenden Planung abhängig. Gibt es Abweichungen zum Plan durch interne oder externe Einflüsse wie Lieferverzögerungen durch den Lieferanten oder kurzfristige Änderungswünsche vom Kunden, besteht das Risiko der Produktionsverzögerung. Pandemiebedingt unterlagen alle Bereiche im Berichtsjahr 2021 großen Auslastungsschwankungen, was zur punktuellen Über- oder Unterproduktion führte. Durch eine enge Kommunikation der Produktionsstätten untereinander und durch unsere internationale Ausrichtung konnte zeitnah auf diese Problematik reagiert werden, um somit das Risiko zu reduzieren. Durch Kurzarbeit war es möglich, die Phasen der Kapazitätsreduzierung zu überbrücken. Darüber hinaus ist im Bereich der Produktion mit kontinuierlichen Risiken im Rahmen der Qualität, Sicherheit und Umwelt zu rechnen. Diesen Risiken wird mit geeigneten Managementsystemen, verbindlichen Arbeits- und Umweltsicherungsschulungen sowie entsprechenden Versicherungen entgegengewirkt. Um die Arbeitssicherheit an den Standorten zu gewährleisten und weiter zu verbessern, unterstützen Arbeitssicherheitsbeauftragte die Betriebsleitungen bei ihrer Arbeit.

Durch natürliche Fluktuation von Mitarbeitern müssen regelmäßig Positionen nachbesetzt werden. Die Entwicklung des Personalmarktes zeigt, dass ein zunehmender Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter und Talente entsteht und dieser sich zunehmend verschärft. Darüber hinaus droht durch den Abgang von Mitarbeitern ein Wissensverlust und eine Veränderung in der Personalstruktur, die zu einer negativen Geschäftsentwicklung führen kann. Mit Personalentwicklungsprogrammen und individuell auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnittenen Weiterbildungen ermöglichen wir eine permanente Fortbildung und eröffnen neue berufliche Chancen innerhalb der Unternehmensgruppe. Gerade die Digitalisierung und neue Technologien bieten die Chance, den Mitarbeitern eine interessante, moderne und flexible Arbeitsatmosphäre sowie Arbeitsmethoden anzubieten und neue potenzielle Bewerber für uns zu begeistern.

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung unserer Geschäftsmodelle und Prozesse spielt die Systemlandschaft der Hoftex Group eine wichtige Rolle. Als global agierendes Unternehmen ist es für uns relevant, dass Informationen aktuell, vollständig und korrekt vorhanden sind und ausgetauscht werden können. Um dies zu gewährleisten, investieren wir kontinuierlich in unsere IT-Infrastruktur und bauen diese fortlaufend aus, um sie den aktuellen Bedingungen, intern wie extern, anzupassen. Durch die Bedrohung von Systemausfällen und besonders durch vermehrte Cyberangriffe auf Firmensysteme sind wir einem erhöhten IT-Sicherheitsrisiko ausgesetzt. So werden laufend organisatorische und technische Maßnahmen überprüft und im Bedarfsfall umgesetzt. Investitionen in IT-Sicherheit und regelmäßige Schulungen und Prüfung der Mitarbeiter sind essenzielle Bestandteile unserer Risikovermeidungsstrategie. Im Frühjahr 2021 wurden die IT-Systeme der Hoftex Group angegriffen. Durch sofort ergriffene Notfallmaßnahmen konnten Schäden abgewehrt werden. Generell stellen wir einen Anstieg von Angriffen auf unsere IT-Systeme fest. Ein großes Risiko stellen dabei Phishing-Mails dar. Neben der permanenten Prüfung und Umsetzung technischer Maßnahmen zum Schutz vor Cyberangriffen setzten wir im Geschäftsjahr 2021 stark auf die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter durch Schulungen, Mailaktionen und Trainings.

4.3. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die HOFTEX GROUP AG ist aufgrund ihrer globalen Geschäftstätigkeit Risiken und Chancen in Bezug auf Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese resultieren in besonderem Umfang aus Schwankungen des US-Dollars (USD) und des Chinesischen Yuan (CNY) sowie anderen Währungen gegenüber dem Euro. Risiken und Chancen im operativen Geschäft entstehen vor allem bei Generierung von Umsatzerlösen in einer anderen Währung als die dazugehörigen Kosten (Transaktionsrisiko). Das daraus resultierende Risiko wird intensiv beobachtet und bei Bedarf werden Devisentermingeschäfte zur Absicherung geschlossen. Zum Abschlussstichtag waren keine Geschäfte im Bestand.

Zinsrisiken und -chancen können für die HOFTEX GROUP AG durch ansteigende oder sinkende Finanzierungskosten infolge eines Zinsniveauanstiegs oder Zinsniveaurückgangs entstehen. Zur Absicherung gegen mögliche Risiken, werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen und die Zinsentwicklungen kontinuierlich beobachtet. Zum Abschlussstichtag waren keine Geschäfte im Bestand.

Für die Hoftex Group können Liquiditätsrisiken darin bestehen, wenn Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Eine fortlaufende Liquiditätsplanung sowie eine mehrjährige Finanzplanung ermöglichen es der HOFTEX GROUP AG langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorzuhalten. Dadurch werden auch die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität des Konzerns sichergestellt. Im Dezember 2021 wurde analog unserer Finanzstrategie ein Konsortialdarlehensvertrag mit vierjähriger Laufzeit mit Verlängerungsoption abgeschlossen. Damit ist nach dem Auslaufen der restlichen Schuldscheindarlehen im Jahr 2023 eine mittelfristige Anschlussfinanzierung und ausreichende Liquidität gesichert. Die abgeschlossenen Kreditverträge beinhalten teilweise Regelungen, die den kreditgebenden Banken eine Steuerung des Kreditrisikos ermöglichen. Diese sogenannten Financial Covenants sind marktüblich, folgen entsprechenden Standards und sind in Abhängigkeit der gegenwärtigen als auch zukünftig zu erwartenden wirtschaftlichen Lage ausgestaltet. Auf Basis der aktuellen Planzahlen sind für die Hoftex-Group keine negativen Implikationen aus den Regelungen der Financial Covenants ersichtlich. Zusammenfassend sehen wir keine Liquiditätsrisiken.

4.4. Rechtliche und nicht finanzielle Risiken

Wie andere international agierende Unternehmen auch, ist die HOFTEX GROUP AG mit ihren Tochterunternehmen verschiedenen Rechts- und Compliance-Risiken ausgesetzt. Dabei geht es um Risiken aus möglichen Rechtsstreitigkeiten und Compliance-Verstößen sowie aus der Nichteinhaltung von regulatorischen Vorgaben. Darüber hinaus unterliegen wir weltweit vielfältigen staatlichen Regulierungen im Bereich des Umweltschutzes, Datenschutzes und weiterer gesetzlicher Vorgaben. Die Nichteinhaltung kann zu erheblichen Strafen, Schadensersatz und Reputationsverlusten führen. Um Verstöße zu vermeiden, arbeiten wir mit lokalen bzw. spezialisierten Rechtsexperten zusammen und schulen unsere Beschäftigten. Zur Umsetzung, Koordination und Unterstützung sämtlicher Aktivitäten zur Vermeidung rechtlicher und regulatorischer Risiken haben wir verschiedene Teams und Beauftragte eingesetzt, wie z.B. Datenschutzbeauftragte und Datenschutzkoordinatoren, oder ein Informationssicherheits-Team.

Ein im Berichtsjahr 2021 ernannter Compliance-Officer erarbeitet ein Compliance-Management-System, welches sämtliche Aktivitäten umfasst, damit sich alle Beschäftigten im Geschäftsbetrieb regelkonform und ethisch korrekt verhalten. Es regelt Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Maßnahmen zur Vermeidung und Früherkennung von Compliance-Verstößen sowie die Reaktion darauf. Mit internen Richtlinien und Online-Trainings gehen wir gezielt gegen Korruptionsrisiken und Fehlverhalten vor.

Mit der Notierung im Freiverkehr an der Börse München ist die HOFTEX GROUP AG Regulierungsrichtlinien und Gesetzen unterworfen, woraus entsprechende Risiken entstehen können. Um den Kapitalmarktrisiken entgegenzuwirken, stehen wir in engem Kontakt zu einer Rechtsanwaltskanzlei, die uns hierbei unterstützt.

Durch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder andere Ereignisse wie Feuer kann es zu Produktionsstopps kommen, die sich negativ auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage auswirken können. Diesen nicht durch die Hoftex Group beeinflussbaren externen Risiken, wird durch Abschluss von entsprechenden Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen Rechnung getragen. Zudem werden interne Vorkehrungen und organisatorische Maßnahmen für den Schadeneintrittsfall getroffen. Eine eigene Betriebsfeuerwehr an einigen Standorten kann bei Eintreten eines Katastrophenfalls schnelle Erstmaßnahmen ergreifen. Der im Berichtsjahr 2021 eingetretene Hochwasserschaden am Standort Hof ist durch eine abgeschlossene Versicherung vollständig abgedeckt. Unsere Werksfeuerwehr konnte in den Stunden nach Eintritt des Hochwassers wichtige erste Evakuierungs- und Sicherungsmaßnahmen ergreifen und so unsere Mitarbeiter schützen.

5. Prognosebericht

5.1. Ausblick gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung für 2022 ist schwer vorhersehbar. Der internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte für 2022 eine fortwährende ökonomische Erholung und ein globales Wirtschaftswachstum von 4,4 %. Die Einschätzungen basieren allerdings auf Annahmen von Ende 2021 und somit vor neuen Covid-Infektionswellen und vor dem russischen Invasionskrieg in die Ukraine. Zu Jahresbeginn erwarteten die Konjunkturexperten des IWF ausnahmslos positive Wachstumsraten. Die Prognosen für die Industriestaaten zeigen eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 3,9 %. Die errechneten Zuwächse des deutschen BIPs belaufen sich auf 3,8 % (Frankreich: 3,5 %, Italien: 3,8 %). Ebenso bewegen sich die Wachstumserwartungen des gesamten Euroraums (3,9 %), die der USA (4,0 %) und Japans (3,3 %) allesamt in etwa im Durchschnitt. Hier sind lediglich Spanien (5,8 %) und das Vereinigte Königreich (4,7 %) als Ausreißer hervorzuheben. Die Wachstumserwartungen für die chinesische Wirtschaft fallen mit einem Zuwachs von 4,8 % etwas geringer aus als die der ASEAN-Staaten mit 5,6 %. Für die indische Konjunktur zeichnet sich hingegen eine deutlichere Erholung von +9,0 % ab. Das Wirtschaftswachstum Russlands wurde zu Jahresbeginn noch mit einer Steigerung von +2,8 % beziffert. Alle Wachstumshochrechnungen des IWF beruhen auf der Datenlage von Januar 2022 - der IWF erklärte am 10. März 2022, dass er seine Prognose aufgrund der Folgen des russischen Kriegs gegen die Ukraine absenken wird. Die russische Ukraine-Invasion am 24. Februar 2022 hat aktuell noch nicht abschätzbare Auswirkungen auf das Wachstum der Weltwirtschaft, insbesondere auf die Rohstoff- und Energieversorgung sämtlicher bedeutender Industrien weltweit, insbesondere in Europa. Dies ist durch harte Sanktionen und eine zunehmende politische sowie ökonomische Isolierung Russlands begründet, in der die bis dato geltenden Marktmechanismen ausgehebelt wurden. Das Risiko einer abkühlenden Konjunktur, bedingt durch die entstandenen Versorgungsengpässe und Störungen von Lieferketten und Transportwegen sowie weitere potenzielle wirtschaftliche Folgeeffekte, ist nicht unwahrscheinlich und das Ausmaß ist abhängig von der Dauer und des Verlaufs des Krieges. Bereits während des ersten Quartals 2022 sieht sich die Welt mit massiven Steigerungen der Öl- und Energiepreise, konfrontiert. Der erhöhte Kostendruck wird die Inflation weiter anheizen. Die allgemeine Unsicherheit lässt zudem ein gedämpftes Investitions- und Konsumverhalten befürchten und wird zu einem schlechteren Geschäftsklima führen. Zudem sehen wir eine Unsicherheit in den Auswirkungen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Seit einigen Wochen verschärft sich die Situation in China erneut. Neue Lockdowns werden sich negativ auf internationale Handelsrouten in Verbindung mit logistischen Engpässen auswirken. Ebenso belastet ist die lokale chinesische Industrie, die ersten Unternehmen mussten ihre Produktion coronabedingt einstellen.

5.2. Ausblick branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigte sich bis Sommer 2021 stetig verbessert und kühlte danach wieder etwas ab. Dies galt analog für das Textil-Segment, wohingegen die Unternehmen der Bekleidungsindustrie bis weit in den Herbst hinein immer optimistischer wurden. Insgesamt zeigen die Indikatoren wieder nach oben und Anfang des Jahres 2022 ist die Stimmungslage in den Bereichen Textil und Bekleidung wieder im langjährigen Mittel angekommen. Umfragen des Gesamtverbandes textil+mode bestätigen den Befund der voranschreitenden Konjunkturerholung und dass die Unternehmen von einem absehbaren Ende der Krise ausgehen. Insbesondere die steigenden Exportzahlen bieten hierbei Anlass für Optimismus. Sämtliche Datenaufnahmen und Umfragen wurden allerdings bereits im Januar abgeschlossen - somit ist auch hier eine Relativierung der Prognosen aufgrund des aktuellen Krieges zwischen Russland und der Ukraine zu erwarten.

Quelle: ifo-Konjunkturklimaindex für die Segmente Textil und Bekleidung von Jan 2021 bis Feb 2022

Abb. 8: Konjunkturklimaindex Januar 2021 bis Februar 2022

Betrachtet man die Kombination aus Auftragsbeständen und der Branchen-Trendentwicklung so lassen sich zumindest kurzfristige Prognosen bezüglich der darauffolgenden Umsätze abschätzen. Gemäß den Angaben des Gesamtverbandes textil+mode stiegen die Auftragsbestände im Bereich Textil um 22,3 % und im Bereich Bekleidung um 25,2 % während des Jahres 2021. Diese Zahlen zeigen klare positive Tendenzen für das Geschäftsjahr 2022. Inwieweit sich diese positiven Tendenzen tatsächlich in Umsatzzuwächse realisieren lassen, bleibt abzuwarten. Durch die aufgezeigten aktuellen Unsicherheiten gepaart mit steigenden Preisen für Energie und Transport sowie der zunehmenden Unsicherheit bei der Sicherstellung der Energieversorgung infolge des Russland-Ukraine-Krieges ist die Möglichkeit der Abkühlung der positiven Erwartungen sehr groß.

5.3. Ausblick Geschäftsverlauf

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 wird unter der Annahme getroffen, dass sich gemäß der Prognose des IWF die Konjunktur weltweit weiter erholt und sich dies ebenso in den für die Hoftex Group relevanten Märkten widerspiegelt. Unsere Planung setzt voraus, dass keine weiteren gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen auftreten und sich die Lieferkettenprobleme beginnend Ende des ersten Halbjahrs deutlich reduzieren. Inwieweit sich der Russland-Ukraine-Krieg und die Sanktionen gegen Russland auf die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen auswirken werden, ist aufgrund erheblicher Unsicherheiten und der hohen Dynamik derzeit nicht abschätzbar. Die gestiegenen Energiekosten sowie die damit einhergehenden Rohstoffkostensteigerungen werden das Unternehmen weiter belasten, wobei es unser Bestreben ist, diese im höchstmöglichen Umfang an den Markt weiterzugeben. Die nachfolgende Prognose des Vorstands ist infolgedessen nicht nur aufgrund der hohen Unsicherheit in Bezug auf die künftige konjunkturelle Entwicklung weiterhin in stärkerem Maße als sonst mit Unsicherheit behaftet, sondern setzt auch ausdrücklich voraus, dass sich Risiken aus dem kriegerischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine nicht in einem für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns signifikanten Maß realisieren.

Im Geschäftsbereich TENOWO rechnen wir im größten Segment Automotive mit einem größeren Nachholeffekt. Nachdem die weltweite Fahrzeugproduktion in den vergangenen Monaten aufgrund der Halbleiterkrise die hohe Nachfrage nicht bedienen konnte und die Auftragsbücher der OEMs gefüllt sind, wird für die Automobilproduktion eine deutliche Zunahme erwartet. In den Segmenten Apparel und Consumer Goods erwarten wir nach einem guten zweiten Halbjahr 2021 für das Geschäftsjahr 2022 weiteres Umsatzwachstum und auch im Segment Healthcare erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Marktposition. Im Bereich Tech-Ventures liefen bereits im vergangenen Jahr vielversprechende Projekte und Kooperationen mit Kunden an, welche im Jahr 2022 zusätzlichen Umsatz generieren und zur weiteren strategischen Ausrichtung der TENOWO hin zu neuen Märkten und Applikationen beitragen werden. Die vollständige Wiederherstellung des vom Hochwasser betroffenen Produktionsstandortes Hof wird auch das Geschäftsjahr 2022 prägen, da neben Maschinen und Anlagen auch die Gebäude und deren Infrastruktur saniert werden müssen.

Der Geschäftsbereich NEUTEX geht nach einem coronabedingten schwachen Geschäftsjahr 2021 mit einem größeren Auftragsbestand als im Vorjahr und positiven Signalen ihrer Kundenmärkte zuversichtlich in das Jahr 2022. Weitere Umsatz-Zuwächse im Online-Handel und das Wiederaufholen der durch Covid-19 verlorenen Umsätze des stationären Handels sollen die NEUTEX wieder in die Gewinnzone bringen. Insbesondere der weitere Ausbau der ECO-Linie soll dazu beitragen - das Verbraucherverhalten hat sich gerade im textilen Bereich in den letzten Jahren sehr stark in Richtung nachhaltiger Produkte entwickelt und NEUTEX hat mit neuartigen Produktentwicklungen eine starke Marktposition aufgebaut.

Die gute Auslastung der HOFTEX Färberei im zweiten Halbjahr 2021 wird sich auch im Geschäftsjahr 2022 fortsetzen. Wir gehen davon aus, dass sich der Bekleidungsmarkt weiter erholen wird, wovon die HOFTEX profitieren wird. Im Januar 2022 wurde die Garnfärbeproduktion der Firma NEUTEX an die Färberei in Selbitz abgegeben. Durch die zusätzlichen Mengen können zukünftig Kapazitätsschwankungen noch besser austariert werden.

Für 2022 planen wir Investitionen in Höhe von rund 14,0 Mio. Euro und werden damit über dem Wert des Jahres 2021 liegen. Der Investitionsschwerpunkt wird der TENOWO Standort Hof sein, da hier über die ohnehin geplanten Investitionsprojekte hinaus zusätzliche Ersatzinvestitionen aufgrund des Wasserschadens notwendig sind.

Insgesamt geht der Vorstand der Hoftex Group für das Geschäftsjahr 2022 beim Umsatz und beim EBITDA von einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr aus. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Konzernabschlusses ist es jedoch nicht möglich, die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf die Lieferketten, die für uns relevanten Kundenmärkte (explizit Automotive), die Rohstoff-, Transport- und Energiepreise und die Entwicklung der Inflation und damit die Entwicklung des weltweiten BIP verlässlich abzuschätzen.

Hof, den 29.04.2022

HOFTEX GROUP AG

Der Vorstand

Klaus Steger

Manuela Spörl

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

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in Tausend EUR Anhang 31.12.2021 31.12.2020
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6 1.062 1.855
II. Sachanlagen 6 97.152 98.601
III. Finanzanlagen 6 17 17
98.231 100.473
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 7 35.231 29.372
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8 20.144 18.873
III. Liquide Mittel 9 12.955 26.614
68.330 74.859
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 668 284
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 10 1.043 1.126
Bilanzsumme 168.272 176.742
Passiva
in Tausend EUR Anhang 31.12.2021 31.12.2020
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 11 13.920 13.920
II. Kapitalrücklage 13 41.158 41.158
III. Gewinnrücklagen 14 56.754 55.254
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -1.150 -4.170
V. Konzernbilanzgewinn 15 2.862 1.455
113.544 107.617
B. RÜCKSTELLUNGEN 16 16.605 17.581
C. VERBINDLICHKEITEN 17 37.439 50.860
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 10 684 684
Bilanzsumme 168.272 176.742

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

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in Tausend EUR Anhang 2021 2020
Umsatzerlöse 18 137.857 139.340
Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse 637 -411
Gesamtleistung 138.494 138.929
Sonstige betriebliche Erträge 19 15.280 3.443
Materialaufwand 20 -66.686 -64.274
Rohertrag 87.088 78.098
Personalaufwand 21 -43.144 -40.457
Abschreibungen 6 -11.843 -11.279
Sonstige betriebliche Aufwendungen 22 -26.737 -21.453
Betriebsergebnis 5.364 4.909
Zinsergebnis 23 -1.118 -1.231
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24 314 157
Ergebnis nach Steuern 4.560 3.835
Sonstige Steuern 25 -836 -697
Konzernjahresüberschuss 3.724 3.138

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

(1) Darstellung des Konzernabschlusses

Die HOFTEX GROUP AG ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Hoftex Group Konzerns.

Der Geschäftsgegenstand entspricht grundsätzlich dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Hoftex Group sind Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Vliesstoffen für technische Anwendungen in der Automobilbranche, der Bauindustrie und Kabelindustrie sowie für medizinische Anwendungen und für die Bekleidungsbranche. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Herstellung und der Vertrieb von Dekostoffen und textiler Sonnenschutzlösungen sowie der Betrieb einer Garnfärberei.

Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die HOFTEX GROUP AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB) bzw. des Aktiengesetzes (AktG).

Der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wurde nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt.

Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€).

Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2021 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften gegebenenfalls auf die Vorschriften des HGB übergeleitet.

Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

(2) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31.12.2021 sind neben der HOFTEX GROUP AG 11 (Vorjahr: 13) inländische und 5 (Vorjahr: 5) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der HOFTEX GROUP AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Hoftex Group, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS 19 einbezogen.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises ergab sich aus einer Verschmelzung der Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG auf die Hoftex Immobilien I GmbH mit Wirkung zum 01.01.2021. Ebenso wurde das inländische Tochterunternehmen Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH mit Wirkung zum 01.01.2021 auf die Hoftex Immobilien I GmbH verschmolzen. Im Zuge der Verschmelzung sind die von der HOFTEX GROUP AG gehaltenen Gesellschaftsanteile an der Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG und der Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH auf die von der HOFTEX GROUP AG gehaltenen Anteile an der Hoftex Immobilien I GmbH übergegangen.

Von der Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Der Konsolidierungskreis der HOFTEX GROUP AG umfasst neben dem Mutterunternehmen selbst zum 31. Dezember 2021 die folgenden Gesellschaften:

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Firma Sitz Anteil am Kapital

in %
Währung Eigenkapital in Tausend 7) Jahresergebnis

in Tausend
vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Hoftex GmbH Hof 1) 100,00 Euro 14.069 (EAV) 8)
Hoftex Färberei GmbH Hof 2) 100,00 Euro 800 (EAV) 8)
Hoftex Färberei Betriebs GmbH Hof 3) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
Tenowo GmbH Hof 100,00 Euro 63.171 (EAV) 8)
Tenowo Hof GmbH Hof 4) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
Tenowo Reichenbach GmbH Hof 4) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
Tenowo Mittweida GmbH Hof 4) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
Tenowo Inc. Lincolnton, USA 4) 100,00 USD 9) 11.750 -474
Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. Huzhou, China 4) 100,00 CNY 10) 47.155 -166
Tenowo Italia S.r.l. Mailand, Italien 4) 100,00 Euro 1.909 -265
Tenowo de Mexico S. de R.L. de C.V. San Luis de Potosi, Mexiko 5) 100,00 MXN 11) -10.619 -3.619
Neutex Home Deco GmbH Münchberg 100,00 Euro 7.536 (EAV) 8)
Neutex Betriebs GmbH Münchberg 6) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
SC Textor S.A. Targu Mures, Rumänien 6) 100,00 RON 12) 17.570 22
Feinspinnerei Hof GmbH Hof 100,00 Euro 39 -2
Hoftex Immobilien I GmbH Hof 100,00 Euro 19.203 (EAV) 8)
vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V. Hof 0,00 Euro - -

1) 100 % der Anteile hält die HOFTEX GROUP AG.

2) 100 % der Anteile hält die Hoftex GmbH.

3) 100 % der Anteile hält die Hoftex Färberei GmbH.

4) 100 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.

5) 90 % der Anteile hält die Tenowo GmbH; 10 % die Tenowo Inc.

6) 100 % der Anteile hält die Neutex Home Deco GmbH.

7) Die Angabe erfolgt einschließlich des Geschäftsjahresergebnisses.

8) EAV = Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ("Ergebnisabführungsvertrag"); die Gesellschaft nimmt die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

9) Stichtagskurs zum 31.12.2021: 1 Euro = 1,1326 USD

10) Stichtagskurs zum 31.12.2021: 1 Euro = 7,1947 CNY

11) Stichtagskurs zum 31.12.2021: 1 Euro = 23,1438 MXN

12) Stichtagskurs zum 31.12.2021: 1 Euro = 4,9490 RON

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Für Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1.1.2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen.

Ein im Geschäftsjahr 2018 aktivierter Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über die planmäßige voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer begründet sich hauptsächlich in der kurzfristigen Vertragsdisposition mit den Abnehmerkreisen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden vor allem von Dritten erworbene Software und Lizenzen ausgewiesen. Diese werden ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen bis maximal der Höhe der planmäßig fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Diese orientiert sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen (Mindestsätze) und Erfahrungswerten.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw., bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB.

Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.

Die liquiden Mittel werden zum Nenn- bzw. Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Latente Steuern werden auf Basis des Temporary-Konzepts gebildet. Dementsprechend wird in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften ein Passivposten für latente Steuern gebildet, wenn sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in Zukunft voraussichtlich abbauen, und sich daraus eine Steuerbelastung ergibt. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen künftig Steuerentlastungen, so erfolgt eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Ebenfalls berücksichtigt werden bestehende steuerliche Verlustvorträge. Ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wird nicht aktiviert. Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines vereinfachten Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer 15 %, Gewerbesteuer 14 %) ermittelt. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften wurde der im jeweiligen Land gültige Steuersatz, der zwischen 16 % und 30 % liegt, verwendet.

Soweit sich aus den Vorschriften zur Vollkonsolidierung (§§ 300 bis 307 HGB) zusätzliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätze ergeben, die sich in späteren Zeiträumen voraussichtlich ausgleichen, wurden aktive und passive latente Steuern angesetzt, die mit der pauschalen Steuerquote von 29 % ermittelt wurden. Gemäß dem Wahlrecht nach § 306 HGB werden diese saldiert.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte liegen annähernd auf Höhe der von den Versicherungsunternehmen anhand anerkannter Methoden ermittelten Zeitwerten von T€ 2.214 (Vorjahr: T€ 2.570), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 3.703 (Vorjahr: T€ 4.186). Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag (Rückstellung) aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.489 (Vorjahr: T€ 1.616). Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sowie Aufwendungen infolge von Änderungen des Marktzinssatzes erfasst. Den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 230 (Vorjahr: T€ 256) stehen mit diesen verrechnete Vermögenserträge von T€ 13 (Vorjahr: T€ 28) gegenüber.

Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 1,87 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der sich zum 31. Dezember 2021 aus der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung ergebende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf T€ 338 (Vorjahr: T€ 497). Der entsprechende Betrag bei der HOFTEX GROUP AG von T€ 275 (Vorjahr: T€ 406) unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14. Dezember 1994 wurden mit Wirkung ab 31. Dezember 1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert.

Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden. Durch die Schließung der Altersvorsorge ist die Berücksichtigung der Fluktuationsrate hinfällig.

Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung in DRS 19 (Bekanntmachung 20. Dezember 2019) sind Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Hoftex Group in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 1.409 (Vorjahr: T€ 1.432). Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB belaufen sich auf T€ 2.572 (Vorjahr: T€ 2.592). Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 1.163 (Vorjahr: T€ 1.160) wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt.

Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltungen, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden entsprechend berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Soweit Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet werden, werden diese nach der sog. "Einfrierungsmethode" bilanziert. Zum Abschlussstichtag waren keine Geschäfte im Bestand.

(5) Währungsumrechnung

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen.

Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs. Differenzbeträge aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Auf die Eigenkapitalpositionen werden die historischen Kurse angewendet. Aufwendungen und Erträge werden zum von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

(6) Entwicklung des Anlagevermögens vom 1.1. bis zum 31.12.2021

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in Tausend EUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021 Währungsänderungen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte 6.039 8 98 0 10 6.135
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 566 0 0 0 0 566
6.605 8 98 0 10 6.701
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 136.964 1.715 96 410 13.489 125.696
2. Technische Anlagen und Maschinen 192.126 3.227 3.275 4.861 3.650 199.839
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.641 178 951 116 615 24.271
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.648 7 4.953 -5.387 0 4.221
357.379 5.127 9.275 0 17.754 354.027
III Finanzanlagen
1. Beteiligungen 16 0 0 0 0 16
2. Sonstige Ausleihungen 1 0 0 0 0 1
17 0 0 0 0 17
364.001 5.135 9.373 0 17.764 360.745

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in Tausend EUR Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Währungsänderungen Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2021
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte 4.486 7 769 0 5.262
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 264 0 113 0 377
4.750 7 882 0 5.639
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 85.655 594 1.956 11.816 76.389
2. Technische Anlagen und Maschinen 153.584 2.389 7.966 3.600 160.339
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.539 161 1.039 592 20.147
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
258.778 3.144 10.961 16.008 256.875
III Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
263.528 3.151 11.843 16.008 262.514

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in Tausend EUR Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte 873 1.553
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 189 302
1.062 1.855
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 49.307 51.309
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.500 38.542
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.124 4.102
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.221 4.648
97.152 98.601
III Finanzanlagen
1. Beteiligungen 16 16
2. Sonstige Ausleihungen 1 1
17 17
98.231 100.473

(7) Vorräte

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31.12.2021 31.12.2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.637 12.999
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.975 2.746
Fertige Erzeugnisse und Waren 14.619 13.627
35.231 29.372

(8) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2021 31.12.2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.509 15.993
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19 75
Sonstige Vermögensgegenstände 3.616 2.805
20.144 18.873

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 11 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. In den übrigen Forderungspositionen sind (wie im Vorjahr) keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

(9) Liquide Mittel

Unter liquiden Mitteln werden der Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen.

(10) Latente Steuern

Zeitliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich im Wesentlichen bei den Sachanlagen, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, Finanzanlagen, sonstigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus werden steuerliche Verlustvorträge bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

In den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden latente Steuern nur angesetzt, wenn sich insgesamt ein Überhang der passiven latenten Steuern über die aktiven latenten Steuern ergibt. Im Geschäftsjahr 2021 werden aktive latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen von T€ 1.043 bilanziert.

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt:

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2021 2020 Veränderung
Aktive latente Steuern 1.043 1.126 -83
Passive latente Steuern 684 684 0

(11) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der HOFTEX GROUP AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Grundkapital.

(12) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2019 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 11. Juli 2024 gegen Bar- und/​oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu T€ 5.000 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Von der Ermächtigung, das Grundkapital zu erhöhen, wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

(13) Kapitalrücklage

Als Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der HOFTEX GROUP AG in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB das Ausgabeaufgeld von T€ 2.199 aus der im Jahr 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung sowie Einlagen der Altgesellschafter.

(14) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen des Konzerns haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt.

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2021 2020
Gewinnrücklagen 1.1. 55.254 54.254
Einstellung gem. § 58 Abs. 3 AktG 0 1.000
Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG 1.500 0
Gewinnrücklagen 31.12. 56.754 55.254

(15) Ergebnisverwendung

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2021 2020
Konzernbilanzgewinn /​ -verlust 1.1. 1.455 133
Einstellung in andere Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 3 AktG durch die Hauptversammlung 0 -1.000
Dividendenzahlung -817 -816
Konzernjahresüberschuss 3.724 3.138
Einstellung in andere Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat -1.500 0
Konzernbilanzgewinn 31.12. 2.862 1.455

(16) Rückstellungen

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31.12.2021 31.12.2020
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.681 9.598
Vermögensverrechnung mit zuordenbaren Versicherungsansprüchen -805 -1.138
Ausweis Pensionsrückstellungen 7.876 8.460
Steuerrückstellungen 221 58
Sonstige Rückstellungen 8.508 9.063
16.605 17.581

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Gewährleistungen, unterlassene Instandhaltung sowie ausstehende Rechnungen enthalten.

(17) Verbindlichkeiten

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31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.858 36.317
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.923 6.351
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 189 229
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.793 5.318
Sonstige Verbindlichkeiten 2.676 2.645
davon aus Steuern (620) (786)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (127) (138)
37.439 50.860

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 4.793 (Vorjahr: T€ 5.318) gegenüber Unternehmen des ERWO-Konzernverbundes. Davon sind T€ 2.458 von der Zhangjiagang Yangtse Spinning Co. (ZYS) in China an die Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. bis auf Weiteres zur Verfügung gestellte Betriebsmittelkredite, die zu einem marktkonformen Zinssatz verzinst werden. Mit T€ 2 (Vorjahr: T€ 76) betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen den Liefer- und Leistungsverkehr und mit T€ 2.333 (Vorjahr: T€ 1.965) sonstige Verbindlichkeiten.

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31.12.2021 31.12.2020
Restlaufzeit bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
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Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.674 18.184 0 23.713 12.604 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.923 0 0 6.351 0 0
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 189 0 0 229 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.793 0 0 5.318 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.676 0 0 2.645 0 0
davon aus Steuern (620) (0) (0) (786) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (127) (0) (0) (138) (0) (0)
19.255 18.184 0 38.256 12.604 0

Die HOFTEX GROUP AG und ihre Tochtergesellschaften bilden gegenüber den kreditgebenden Banken einen gesamtschuldnerischen Haftungsverbund.

(18) Aufgliederung der Umsätze

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2021 2020
Nach Bereichen
Hoftex 7.495 6.589
Neutex 12.980 13.347
Tenowo 115.357 117.273
Sonstige 2.025 2.131
137.857 139.340
Nach Regionen
Inland 47.778 49.220
Übrige Europäische Union 41.449 40.027
Übriges Ausland 48.630 50.093
137.857 139.340

(19) Sonstige betriebliche Erträge

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2021 2020
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.057 1.469
Erträge aus Währungskursveränderungen 416 143
Erträge aus Anlagenabgängen 3.579 64
Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen und der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 721 152
Sonstige periodenfremde Erträge 271 335
Übrige betriebliche Erträge 9.236 1.280
15.280 3.443

Die Erträge aus Anlagenabgängen enthalten in Höhe von T€ 3.504 Gewinne aus der Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Grundstücke und Gebäude. In den übrigen betrieblichen Erträgen sind T€ 7.700 Versicherungsentschädigungen für Sachschäden und für Erlöseinbußen infolge einer Betriebsunterbrechung aus einem in 2021 entstandenen Hochwasserschaden am Vliesstandort Hof enthalten.

(20) Materialaufwand

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2021 2020
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 63.425 60.046
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.261 4.228
66.686 64.274

Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 48,2 % (Vorjahr: 46,3 %).

(21) Personalaufwand

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2021 2020
Löhne und Gehälter 35.955 33.344
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.189 7.113
davon für Altersversorgung (207) (126)
43.144 40.457

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

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2021 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 699 706
Angestellte 303 304
1.002 1.010

Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 35 Auszubildende (Vorjahr: 43) beschäftigt.

(22) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2021 2020
Zuführung zu Wertberichtigungen, Ausbuchung von Forderungen 27 872
Aufwendungen aus Währungskursveränderungen 347 485
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 530 325
Verwaltungskosten 5.859 5.389
Betriebskosten 13.072 8.065
Vertriebskosten 5.065 5.229
Übrige betriebliche Aufwendungen 1.837 1.088
26.737 21.453

In der Position Betriebskosten sind 4.906 T€ Aufwendungen enthalten, die infolge eines Hochwasserschadens am Vliesstandort Hof verursacht wurden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Reparatur- und Fremdreinigungsaufwendungen.

(23) Zinsergebnis

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2021 2020
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -1 25
davon negative Einlagezinsen (-28) (-3)
davon aus verbundenen Unternehmen (0) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.117 -1.256
davon an verbundene Unternehmen (-133) (-191)
davon aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (-230) (-256)
-1.118 -1.231

Der mit der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen verrechnete Ertrag aus dem Deckungsvermögen beträgt T€ 13 (Vorjahr: T€ 28).

(24) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2021 2020
Körperschaftsteuer Geschäftsjahr 42 -14
Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre 0 74
Körperschaftsteuererstattungen 25 107
Körperschaftsteuernachzahlungen -10 0
Ausländische Quellensteuer vom Einkommen u. vom Ertrag 296 0
Gewerbesteuer Geschäftsjahr 0 -44
Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre 44 0
Veränderung latente Steuern -83 34
Steuerertrag 314 157

(25) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betreffen mit T€ 607 (Vorjahr: T€ 592) im Wesentlichen Grundsteuer.

(26) Honorare des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr Honorare von insgesamt T€ 321 (Vorjahr: T€ 291) berechnet.

Das Gesamthonorar ist wie folgt aufzuschlüsseln:

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2021 2020
Abschlussprüfungsleistungen 178 174
Andere Bestätigungsleistungen 45 20
Steuerberatungsleistungen 98 97
321 291

(27) Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Angabe der Vorstandsgesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6 a) HGB unterbleibt unter Anwendung der Befreiungsvorschrift nach § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 90 (Vorjahr: T€ 92).

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betragen T€ 293 (Vorjahr: T€ 293). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind T€ 3.226 (Vorjahr: T€ 3.267) zurückgestellt.

(28) Konzern-Kapitalflussrechnung

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde nach der indirekten Methode ermittelt. Ausgehend vom Konzern-Jahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge sowie Änderungen, nahezu ausschließlich Wechselkurseffekte umfassend, im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelzu- und -abflüsse aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit dargestellt.

(29) Haftungsverhältnisse

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2021 2020
Bürgschaftsverpflichtungen 82 70

Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit ist mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen.

(30) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen und aus Bestellobligos in Höhe von insgesamt T€ 2.412 (Vorjahr: T€ 3.488).

(31) Nachtragsbericht

Die Auswirkungen des militärischen Angriffs Russlands auf die Ukraine stellen ein wertbegründendes Ereignis für die Rechnungslegung dar und sind somit grundsätzlich erst in den Abschlüssen für 2022 zu berücksichtigen. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Konzernabschlusses ist es nicht möglich, die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf die Lieferketten, die relevanten Kundenmärkte (explizit Automotive), die Rohstoff-, Transport- und Energiepreise und die Entwicklung der Inflation und damit die Entwicklung des weltweiten BIP abschließend abzuschätzen. Dementsprechend sind konkrete Angaben zu den finanziellen Auswirkungen dieses Vorgangs auf den Konzern derzeit nicht möglich. Ergänzend verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Abschnitten "5.1. Ausblick gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen" und "5.3. Ausblick Geschäftsverlauf des Konzernlageberichts.

(32) Mitglieder des Aufsichtsrats

Tom Steger

Vorsitzender

Selbstständiger Rechtsanwalt

Nürnberg

Martin Steger

Stellv. Vorsitzender

Selbstständiger Immobilienkaufmann

Nürnberg

Werner Berlet

Im Ruhestand (ehem. IT-Manager bei Elmotec Statomat GmbH)

Bad Homburg v.d. Höhe

Renate Dempfle

Geschäftsführerin der PDV Inter-Media GmbH

Augsburg

Johanna Falasa *

Kaufmännische Angestellte

Münchberg

Joseph Kronfli (seit 09.07.2021)

Geschäftsführer der Nürnberger Baugruppe Verwaltungsgesellschaft mbH

Hilden

Melanie Liebert

Selbstständige Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin

Augsburg

York Riedel (bis 09.07.2021)

Selbstständiger Rechtsanwalt

Nürnberg

Wolfgang Schmidt *

Im Ruhestand (ehem. Vorsitzender Betriebsrat Tenowo Hof und Reichenbach)

Hof

Carmen Teismann *

Laborangestellte

Schwarzenbach/​Saale

* von den Arbeitnehmern gewählt

(33) Mitglieder des Vorstands

Klaus Steger

Vorstandsvorsitzender, Chief Executive Officer

Nürnberg

Manuela Spörl

Chief Financial Officer

Hof

(34) Konzernverbindung

Die HOFTEX GROUP AG, Hof, eine i.S.v. § 267 HGB kleine Kapitalgesellschaft, ist als Konzernmutterunternehmen selbst Tochterunternehmen der ERWO Holding AG, Schwaig bei Nürnberg. Die zwei Gesellschaften erstellen jeweils als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Tochterunternehmen; auf eine Inanspruchnahme von § 291 HGB wird seitens der HOFTEX GROUP AG verzichtet. Dabei stellt die ERWO Holding AG den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf und die HOFTEX GROUP AG den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Beide Konzernabschlüsse sind jeweils im Bundesanzeiger verfügbar.

(35) Gewinnverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der HOFTEX GROUP AG wie folgt zu verwenden:

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Ausschüttung einer Dividende von € 0,13 je Stückaktie auf das gezeichnete Kapital von € 13.919.988,69 (= 5.444.800 Stückaktien) € 707.824,00
Einstellung in Gewinnrücklagen gemäß § 58 Abs. 3 AktG € 1.000.000,00
Vortrag auf neue Rechnung € 550.422,49
Bilanzgewinn € 2.258.246,49

Hof, 29. April 2022

HOFTEX GROUP AG

Der Vorstand

Klaus Steger

Manuela Spörl

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

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in Tausend EUR 2021 2020
Konzernjahresüberschuss 3.724 3.138
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.843 11.279
+/​- Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen inkl. Pensionsrückstellungen -976 -1.857
+/​- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -250 -850
-/​+ Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.315 5.355
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.933 2.204
-/​+ Gewinn/​Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3.535 -34
+/​- Zinsaufwendungen/​Zinserträge 901 1.003
+/​- Ertragsteueraufwand/​-ertrag -314 -157
+/​- Ertragsteuerzahlungen 195 -236
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.206 19.845
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -98 -305
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5.291 122
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.275 -8.020
+ Erhaltene Zinsen 0 25
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.082 -8.178
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 10.041 166
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -23.500 -5.060
- Auszahlungen aus der Tilgung kurzfristiger Finanzmittel an verbundene Unternehmen -1.196 -997
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 110 64
- Gezahlte Zinsen -900 -1.028
- Gezahlte Dividenden -817 -816
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -16.262 -7.671
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -14.138 3.996
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 479 -238
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 26.614 22.856
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 12.955 26.614

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2021

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in Tausend EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand 01.01.2020 13.920 41.158 54.254
Dividendenzahlung für das Jahr 2019
Konzernjahresüberschuss 2020
Währungsumrechnungsdifferenzen
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 AktG 1.000
Stand 31.12.2020 13.920 41.158 55.254
Dividendenzahlung für das Jahr 2020
Konzernjahresüberschuss 2021
Währungsumrechnungsdifferenzen
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 1.500
Stand 31.12.2021 13.920 41.158 56.754

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in Tausend EUR Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn Gesamt
Stand 01.01.2020 -1.667 133 107.798
Dividendenzahlung für das Jahr 2019 -816 -816
Konzernjahresüberschuss 2020 3.138 3.138
Währungsumrechnungsdifferenzen -2.503 -2.503
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 AktG -1.000 0
Stand 31.12.2020 -4.170 1.455 107.617
Dividendenzahlung für das Jahr 2020 -817 -817
Konzernjahresüberschuss 2021 3.724 3.724
Währungsumrechnungsdifferenzen 3.020 3.020
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 -1.500 0
Stand 31.12.2021 -1.150 2.862 113.544

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HOFTEX GROUP AG, Hof/​Saale

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG, Hof/​Saale, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HOFTEX GROUP AG, Hof/​Saale, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt 3 des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung der HOFTEX GROUP AG nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

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den Bericht des Aufsichtsrats,
die im Abschnitt 3 des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung der HOFTEX GROUP AG nach § 289f Abs. 4 HGB,
alle übrigen Teile des Geschäftsberichts,
aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen ist der Vorstand für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

München, den 29. April 2022

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Löffler, Wirtschaftsprüfer

Martin Teske, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2021, das geprägt war durch die anhaltende COVID-19- Pandemie sowie Material- und Lieferengpässen, hat der Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz, Satzung und Geschäftsordnung bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Geschäftsbereiche und wesentliche Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Ertragslage, Plan-/​Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat.

Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand diskutiert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft.

Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über die aktuelle Situation und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren lassen.

Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie war der Aufsichtsrat gezwungen, erneut sämtliche Sitzungen in virtueller Form abzuhalten. Außerordentliche Sitzungen wurden nicht einberufen. Der Aufsichtsrat konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine konstant hohe Teilnahmequote verzeichnen. Mit Ausnahme von einer Sitzung, bei der ein Mitglied entschuldigt fehlte, nahm der Aufsichtsrat geschlossen an den Beratungen teil. Der Personalausschuss trat im Berichtszeitraum einmal zur Beschlussfassung zusammen. Die Zusammenkunft wurde in virtueller Form abgehalten. Weitere Ausschüsse wurden durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr nicht gebildet.

In der Sitzung am 26. März 2021 erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand zunächst die turnusmäßigen Vorlagen. Bei der Vorstellung der aktuellen Geschäftsentwicklung informierte der Vorstand über die schwieriger werdende Rohstoffversorgung aufgrund von Störungen in den Lieferketten, was sich sowohl in verzögerten Lieferzeiten als auch in einem Anstieg der Rohstoffpreise niederschlägt. Auf der Agenda standen außerdem die Beschlussfassung über eine Erweiterungsinvestition am Tenowo-Standort Mittweida. Ferner stimmte das Gremium dem Vorstandsbeschluss zu, die Hauptversammlung am 9. Juli 2021 als virtuelle Versammlung nach den Vorgaben des Covid-19-Gesetzes und den dort verankerten Regelungen zum Fragerecht der Aktionär:innen abzuhalten.

Am 17. Mai 2021 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Jahresabschlüssen und Prüfungsberichten für die HOFTEX GROUP AG und den Konzern zum 31. Dezember 2020. Ebenso wurde die Tagesordnung zur Hauptversammlung mit den verschiedenen Beschlussvorlagen gebilligt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die turnusmäßige Berichterstattung des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung mit Schwerpunkt auf den Zahlen des 1. Quartals 2021. Ebenso informierte der Vorstand ausführlich über die Liquiditätssituation des Hoftex Group-Konzerns und die angestrebte Schaffung einer Anschlussfinanzierung für die Schuldscheindarlehensverträge die per Ende 2021 auf 12,5 Mio. € valutieren.

Schwerpunkt der Sitzung am 27. September 2021 war die aktuelle Geschäftssituation per August 2021 mit Fokus auf die beiden Geschäftsbereiche Tenowo und Neutex. Ergänzend zur Berichterstattung des Vorstandes informierte die Geschäftsleitung der Tenowo über das im Juli 2021 aufgetretene Hochwasserereignis das zu erheblichen Schäden im Werk 1 am Vliesstandort Hof geführt hat. Durch die Möglichkeit die dadurch entstandenen fehlenden Produktionskapazitäten teilweise auf andere Anlagen und Standorte zeitnah zu verlagern, konnten größere Lieferverzögerungen vermieden werden. Auf der Agenda standen außerdem eine Präsentation über die Fortentwicklung des bestehenden Risikomanagement-Systems sowie die Zustimmung des Gremiums zur Aufnahme von Verhandlungen mit Banken über eine Konsortialkreditfinanzierung.

In der letzten Sitzung des Berichtsjahres am 13. Dezember 2021 stellte der Vorstand die aktuelle Geschäftssituation per Oktober 2021, die Hochrechnung für 2021, die Unternehmensplanung 2022 und die Investitionsplanung für 2022 einschließlich der Investitionsvorschau 2023 bis 2024 vor. Die Planung fand die Zustimmung des Aufsichtsrats, nachdem sie eingehend geprüft und darin enthaltene Chancen und Risiken mit dem Vorstand intensiv diskutiert wurden. Darüber hinaus wurde der vorgelegte Investitionsplan für das Geschäftsjahr 2022 durch den Aufsichtsrat bewilligt. Zudem hat der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Konsortialkreditvertrages zugestimmt.

Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 hatte die Hauptversammlung die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2021 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt.

Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 16. Mai 2022 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2021, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG per 31.12.2021 gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der für das Geschäftsjahr 2021 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden und mit diesem verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.

Über Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand der HOFTEX GROUP AG ist Folgendes zu berichten:

Herr York Riedel hat mit Wirkung zum Ablauf der am 9. Juli 2021 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Riedel für seine langjährige engagierte Tätigkeit im Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG. Für die Restlaufzeit der Amtsdauer des ausgeschiedenen Mitglieds hat die Hauptversammlung Herrn Joseph Kronfli als Vertreter der Anteilseigner neu in den Aufsichtsrat gewählt

In der Zusammensetzung des Vorstands hat es im Jahr 2021 keine personellen Veränderungen gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie unseren Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen.

Hof, im Mai 2022

Der Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG

Tom Steger, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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