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HOFTEX GROUP Management Reports 2013

Nov 27, 2013

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Management Reports

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Publication

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG

Duisburg

Jahresabschluss zum 31.12.2012

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

1. Geschäftsverlauf

1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist im abgelaufenen Jahr 2012 weiter gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich preisbereinigt um 0,7 % und damit deutlich weniger stark als in den beiden Vorjahren. Das schwierigere internationale Umfeld belastete spürbar die deutsche Konjunktur. Es bestand erhebliche Unsicherheit wegen der Schuldenkrise im Euroraum, aber auch über die künftige Fiskalpolitik der USA. Zusammen mit der Abschwächung der Nachfrage nach deutschen Exportgütern beeinträchtigte dies insbesondere die Bereitschaft zu Investitionen. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben erhöhten sich demgegenüber spürbar. Die Wachstumsdynamik der Gesamtwirtschaft nahm insgesamt im Verlauf des vergangenen Jahres ab.

Wenn die außenwirtschaftlichen Unsicherheiten und die Belastungen durch die Vertrauenskrise im Euroraum nachlassen, ist zu erwarten, dass sich die derzeitige Investitionszurückhaltung nach und nach lösen wird. Das wiederum sollte dazu beitragen, dass die Wirtschaft wieder Tritt fasst und die Wachstumsraten im Verlauf des Jahres zunehmen. Aufgrund der aktuellen Schwächephase im Winterhalbjahr wird das BIP nach der Jahresprojektion der Bundesregierung im Jahresdurchschnitt 2013 preisbereinigt um 0,4 % wachsen. Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Dynamik im Jahresverlauf wird die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2013 aber um 1,3 % höher ausfallen als im Jahresschlussquartal 2012 und damit deutlich über der vergleichbaren Verlaufsrate von 0,5 % für 2012 liegen.

Das Produzierende Gewerbe hat sich zuletzt wieder etwas stabilisiert. Nachdem die Erzeugung im Oktober den dritten Monat in Folge zurückgegangen war, stieg sie im November moderat an. Ihr Produktionsniveau lag aber immer noch 2,8 % unter dem durchschnittlichen Stand des dritten Quartals. Ein negatives viertes Quartal ist demzufolge vorgezeichnet. Hinter dieser Entwicklung steht vor allem eine Schwächephase der konjunkturell maßgeblichen Industrieproduktion. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe konnte sich dagegen besser behaupten und blieb seit dem Zwischenspurt im Frühjahr 2012 recht stabil.

Die sich zum Jahresende hin abschwächende Konjunktur in Deutschland machte sich auch bei den Verbrauchern bemerkbar. So dürfte sich den Indikatoren zufolge die Dynamik der privaten Konsumausgaben im Jahresschlussquartal 2012 abschwächen und diese in etwa auf dem Stand des Vorquartals liegen. Die Rahmenbedingungen für den privaten Konsum bleiben trotz der aktuellen Konjunkturschwäche aber weiter positiv. Neben den im abgelaufenen Jahr erzielten Einkommenszuwächsen werden die zu Beginn des Jahres 2013 in Kraft getretene Erhöhung des Grundfreibetrages der Lohn- und Einkommensteuer, die Senkung der gesetzlichen Rentenbeiträge sowie die Abschaffung der Praxisgebühr den privaten Konsum stützen. Mit einer sich allmählich wieder belebenden konjunkturellen Entwicklung im Verlauf des Jahres 2013 sollten auch von den privaten Konsumausgaben wieder spürbarere Wachstumsimpulse ausgehen.

Die Dynamik der deutschen Warenausfuhren hat sich in den letzten vier Monaten spürbar abgeschwächt. Mit dem deutlichen Rückgang im November zeigen die Ausfuhren nun eine rückläufige Tendenz. Zunehmend belastend wirkt sich die schwache Nachfrage in verschiedenen Ländern der Eurozone aus. Im November exportierte die deutsche Wirtschaft binnen Jahresfrist 5,7 % weniger Waren in die Länder der Eurozone, kumuliert über die einzelnen Monate belief sich das Minus seit Beginn des Jahres 2013 auf 1,7 %. Der Anteil der deutschen Ausfuhren in das Eurogebiet ging im Jahr 2012 (Januar bis Oktober) um 2 Prozentpunkte auf 37,6 % und damit deutlich stärker als in der längerfristigen Tendenz zurück. Außenwirtschaftliche Impulse kamen zuletzt nur noch aus Drittländern außerhalb der Europäischen Union. Die Ausfuhren in diese Länder nahmen im November um 5,6 % zu. Seit Jahresbeginn 2013 beträgt das Plus 10,4 %. Mehr als 90 % des Exportwachstums ging im Jahr 2012 in Drittländer.

Mit der aktuellen Ausfuhrschwäche nahmen im November auch die Wareneinfuhren deutlich ab. Hierzu trugen sowohl die inländische Investitionszurückhaltung als auch der hohe Importgehalt der rückläufigen Exporte bei. In der Tendenz bleiben die Einfuhren eher seitwärts gerichtet. Der Überschuss in der Handelsbilanz hat sich im November weiter erhöht. Der Leistungsbilanzüberschuss fiel dagegen etwas weniger hoch aus als im Jahr zuvor.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich gegenüber der aktuellen konjunkturellen Abkühlung vergleichsweise resistent. Die Erwerbstätigkeit blieb zuletzt nahezu unverändert. Der moderate Anstieg der Arbeitslosigkeit setzte sich im Dezember fort. Bei der Nachfrage nach Arbeitskräften macht sich auf hohem Niveau eine gewisse Zurückhaltung bemerkbar. Per Saldo ist der Arbeitsmarkt aber weiterhin in recht guter Verfassung.

Der Preisauftrieb in Deutschland schwächte sich 2012 im Zuge der gedämpften wirtschaftlichen Entwicklung ab. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr um 2,0 %. Im Jahr zuvor waren die Preise noch um 2,3 % angestiegen. Zum Jahresende 2012 zogen die Preise vorübergehend zwar etwas stärker an. Angesichts der verhaltenen konjunkturellen Perspektiven ist allerdings auch im Jahr 2013 mit einer weiteren Beruhigung des Preisklimas in Deutschland zu rechnen. Die Bundesregierung geht in ihrer Jahresprojektion von einem Anstieg des Verbraucherpreisindex im Jahr 2013 von 1,8 % aus.

Die konjunkturelle Entwicklung am Niederrhein verläuft derzeit trotz einer Delle zur Jahreswende insgesamt weiterhin stabil. Die Stimmung in den Unternehmen ist überwiegend positiv. Noch fehlen allerdings ausreichende Impulse zur notwendigen Verbesserung der Ertragslage und der Investitionsneigung. Vor diesem Hintergrund sind die Erwartungen der Unternehmen an das Jahr 2013 verhalten, aber nicht mehr so skeptisch wie noch vor wenigen Monaten.

Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt zum 31.12.2012 eine Arbeitslosenquote für Nordrhein-Westfalen in Höhe von 8,8 % und damit im Vergleich zum Vorjahr (8,4 %) eine negative Entwicklung. Die Arbeitslosenquote der Stadt Duisburg bleibt hingegen konstant bei 13,7%.

1.1.2. Branchenentwicklung

Die Entwicklung des öffentlichen Personenverkehrs in Deutschland stagniert. Die Zahl der beförderten Personen ist in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes um ca. 0,47 % gestiegen. Hierbei sind die beförderten Personen im Liniennahverkehr mit Eisenbahnen, Straßenbahnen und Omnibussen berücksichtigt. Die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen weist allerdings einen Anstieg von ca. 2,39 % aus.

Die Fahrtenentwicklung im VRR zeigt für die Monate Januar bis einschließlich September 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg von ca. 2,9 %, was rd. 24,0 Mio. Fahrten entspricht.

Die Beförderungsleistung in Deutschland entwickelt sich leicht positiv mit einer Steigerung bezogen auf die ersten drei Quartale der Jahre 2012 zu 2011 von ca. 0,88 %. Allerdings sinken die Personenkilometer im Liniennahverkehr mit Omnibussen um 528.290 (entspricht 1,97 %), während man im Liniennahverkehr mit Straßenbahnen bei einem Anstieg der Personenkilometer um 15.162 (entspricht 0,12 %) von Stagnation sprechen kann. Die Gesamtentwicklung resultiert also aus einer auffälligen Steigerung der Personenkilometer im Liniennahverkehr mit Eisenbahnen von 3,23 %.

Die Zahl der Abonnenten (inkl. SemesterTicket) im VRR entwickelt sich in den ersten drei Quartalen 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiv (2,7 %).

1.2. Absatz

Fahrgäste

Die Zahl der Fahrgäste bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft hat sich in 2012 um 2,2 % erhöht. Lag die Zahl der Fahrgäste in 2011 noch bei 61,797 Mio., nutzten in 2012 63,147 Mio. Fahrgäste das Angebot der DVG. Das sind insgesamt 1,350 Mio. Personen mehr.

Mio. Veränderung ggü. Vj.

in %
VRR 58,967 +2,4
VGN, Sonderverkehr 11 -76,1
Schwerbehinderte 4,169 -0,4

Der Anteil der beförderten Schwerbehinderten wird statistisch durch Zählungen als Vomhundertsatz an der Gesamtzahl aller Fahrgäste ermittelt. Für 2012 wurde ein unternehmensindividuelle Erstattungssatz von 7,07 % angesetzt, in 2011 lag der Satz noch bei 7,27 %.

Im Barverkehr wurden im Berichtsjahr 5.014.923 (i. Vj. 5.280.786) Fahrgäste befördert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 265.863 Fahrgästen oder 5,0 %. Im Zeitkartenverkehr betrug 2012 die Zahl der Fahrgäste 53.345.293 (i. Vj. 51.437.675). Damit ergibt sich im Vergleich zu 2011 ein Anstieg um 1.907.618 Fahrgästen oder 3,7 %. Die Monatskarten im Abonnement verzeichneten einen Rückgang von 4,0 % oder 529.834 Fahrgästen auf 12.632.150 Fahrgäste.

1.3. Investitionen

Die aus den operativen Investitionsaktivitäten der DVG resultierenden Anlagenzugänge in das immaterielle Anlagevermögen und in die Sachanlagen beliefen sich im Berichtsjahr auf 6,500 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 1,990 Mio. €. Abzüglich der verrechneten Investitionszuschüsse von 4,516 Mio. € ergaben sich Anlagenzugänge von 1,984 Mio. €.

Nach Investitionsbereichen gegliedert lag der Schwerpunkt der Brutto-Investitionen mit 2,971 Mio. € in der Beschaffung neuer Busse. 1,422 Mio. € wurden im Bereich Betriebstechnische Betriebs- und Geschäftsausstattung und 0,881 Mio. € in die Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen investiert. 0,732 Mio. € der Investitionsausgaben entfielen auf Gleisanlagen. Die Investitionsverpflichtung aus Obligo bestand zum Stichtag in Höhe von ca. 4,070 Mio. €.

Die Finanzanlagen reduzierten sich bei Zugängen von 0,015 Mio. € insgesamt leicht um 0,024 Mio. € auf 5,718 Mio. €.

2. Geschäftslage

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (kurz: DVG) ist ein Unternehmen im Konzernverbund des Multi-Dienstleistungskonzerns Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (im folgenden: DVV). Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG erbringt für die Stadt Duisburg auf Basis des Nahverkehrsplanes die Verkehrsleistungen für Duisburg und bedient gleichzeitig Teilstrecken in Nachbarkommunen.

Die Kooperationsgesellschaft Via Verkehrsgesellschaft mbH (kurz: Via) hat zum 01.07.2010 den Produktivbetrieb aufgenommen. Die Inkraftsetzung der Verträge zur Übertragung der operativen Nahverkehrsdienstleistung von der DVG an Via erfolgte zum 01.08.2011. Die damit verbundene Verrechnungssystematik startete jedoch erst mit der Ingangsetzung von Via-SAP zum 01.11.2011. Aus diesem Grund sind die Ist-Werte 2012 nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

Grundsätzlich fallen in Via alle mit dem Erbringen der operativen Verkehrsleistung im Zusammenhang stehenden Aufwendungen, u. a. Materialaufwand für die Instandhaltung der Streckeninfrastruktur, an. Mit diesen Aufwendungen wird die DVG über die Linienbündelrechnung (Fremdleistungen) belastet. Die Einbeziehung des Personalaufwandes der DVG in Via erfolgt nach Maßgabe der Verrechnungssystematik des Personaleinsatz- und Verrechnungsvertrages (Sonstige betriebliche Erträge). Die Einnahmeverantwortung und damit die Verkehrserträge verbleiben bei der DVG. Zudem stellt die DVG Via zur Erbringung der operativen Verkehrsleistung die notwendige Infrastruktur sowie die Linienfahrzeuge unentgeltlich bei. Die daraus resultierenden Kapitalkosten verbleiben daher bei der DVG.

2.1. Ertragslage

Einnahmen

Die unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Verkehrseinnahmen der DVG haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3,902 Mio. € auf 46,922 Mio. € verbessert.

Insgesamt stiegen gegenüber 2011 die VRR-Verkehrseinnahmen um 4,002 Mio. € auf 46,379 Mio. €. Die Einnahmen im Bar- und Zeitkartenverkehr im Bereich des VRR erhöhen sich insgesamt um 1,449 Mio. € auf 47,214 Mio. €. Auf das seit November 2011 angebotene Sozialticket entfielen dabei in 2012 1,889 Mio. € der Einnahmen.

Die Verkehrseinnahmen im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) nahmen um 0,153 Mio. € ab und lagen bei 0,151 Mio. €. Die sonstigen Verkehrseinnahmen der DVG stiegen in 2012 leicht auf 0,392 Mio. € nach 0,339 Mio. € in 2011.

Erstattungs- und Ausgleichsbeträge

Im Geschäftsjahr 2012 sanken die Abgeltungszahlungen für Schwerbehinderten- und Schülerbeförderung inklusive der Berücksichtigung von Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen um 0,350 Mio. € auf 3,870 Mio. €. Die von der DVG zu leistenden Abgeltungszahlungen für die Deutsche Bahn und Übersteiger fielen mit 5,855 Mio. € in 2012, inklusive Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen, um 1,686 Mio. € deutlich niedriger aus als in 2011.

Sonstige Umsatzerlöse

Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen Erlöse aus Nebengeschäften und Gleisnutzung, Reklameerlösen und Auftragsverkehr Mülheim. Den Erträgen standen entsprechende Aufwendungen in den Bereichen Materialaufwand und Fremdleistungen gegenüber. Die sonstigen Umsatzerlöse sanken von 4,982 Mio. € in 2011 auf 4,015 Mio. € in 2012. Eine in 2011 abgerechnete Sondermaßnahme für die Instandhaltung Stadtbahn führte zu der Abweichung zwischen 2012 und 2011

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich in 2012 gegenüber dem Plan 2012 und dem Vorjahr. Sie lagen im Ist 2012 bei 51,204 Mio. € (Plan 44,521 Mio. €). Gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2011 stiegen sie um 33,733 Mio. €. Seit der Ingangsetzung von Via-SAP erfolgte die Verrechnung des Personals von DVG an Via (34,199 Mio. € in 2012). In 2012 wurde die Verrechnung von Leistungsscheinen zwischen DVG und Via ausgeweitet (2012: 6,552 Mio. €., 2011: 0,528 Mio. €). Diesen Erträgen standen jedoch entsprechende Aufwendungen gegenüber. In 2012 wurde der Sonderposten mit Rücklageanteil aufgelöst. Es ergab sich eine Ergebnisverbesserung von 1,643 Mio. €.

Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Fremdleistungen. Er nahm in 2012 im Vergleich zu 2011 um 32,941 Mio. € zu und lag bei 71,595 Mio. €. Auch die Veränderungen beim Materialaufwand haben ihre Ursache in der Ingangsetzung von Via-SAP. Bei der DVG fiel seit November 2011 fast nur noch der Energiebezug an. Die Fremdleistungen erhöhten sich mit 68,217 Mio. € gegenüber dem geplanten Wert um 4,1 %. Grund ist vor allem die Bildung einer Rückstellung im Zusammenhang mit der Instandhaltung Stadtbahn. Auch lagen z. B. die Aufwendungen für die Linienfremdvergabe über Plan. Die bereits erwähnte Ausweitung der Verrechnung der Leistungsscheine zwischen DVG und Via führte ebenfalls zu einer Plan-Ist-Abweichung. Mit Ingangsetzung von Via-SAP wurden bei den Fremdleistungen die Aufwendungen für die Linienbündel gebucht (52,052 Mio. €). Damit lag die Linienbündelrechnung um 3,075 Mio. € unter Plan.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Löhne, Gehälter und Entgelte sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung haben sich im Vergleich zum Plan 2012 und zum Vorjahr erhöht und lagen bei 44,514 Mio. €. Der Grund für den Anstieg lag hauptsächlich in der Zuführung zur Altersteilzeit im Zusammenhang mit dem im Herbst 2012 aufgelegten RePower-Restrukturierungsprogramm. Die Zahl der Mitarbeiter (Beschäftigte, Auszubildende und Praktikanten) lag 2012 im Durchschnitt bei 786 Personen nach 766 Personen in 2011. Dabei wurden die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 19,374 Mio. € und lagen um 7,4 % über dem Plan von 18,031 Mio. €. Der Vorjahreswert wurde um 8,3 % unterschritten. Geringere Aufwendungen für die Instandhaltung von Liegenschaften und niedrigere Kosten der Informationsverarbeitung waren die Hauptursachen der Abweichung gegenüber 2011. Die Abweichung zum Plan 2012 resultierte vor allem aus der Ausweitung der Verrechnung der Leistungsscheine und Rückstellungen für die Gebäudeinstandhaltung.

Gesamtleistung und Rohergebnis

Die Gesamtleistung der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG stieg gegenüber dem Vorjahr von 65,525 Mio. € um 36,616 Mio. € oder 55,9 % auf 102,141 Mio. € in 2012 an. Das Rohergebnis (Gesamtleistung vermindert um Materialaufwand) hat sich von 26,871 Mio. € auf 30,546 Mio. € verbessert.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis verbesserte sich im Jahresvergleich 2011 zu 2012 von 41,810 Mio. € um 1,528 Mio. € auf 40,282 Mio. €.

Finanzergebnis und Außerordentliches Ergebnis

Das Finanzergebnis lag bei -1,181 Mio. €. Es verschlechterte sich gegenüber dem Plan, verbesserte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr. Auslöser für die Verschlechterung gegenüber dem Plan war die Verzinsung von Rückstellungen nach BilMoG für die Altersteilzeit. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultierte aus geringeren Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Ergebnisübernahme durch die DVV.

Das Außerordentliche Ergebnis wies im Ist 2011 aufgrund der Ausbuchung von Lagermaterial (im Zusammenhang mit der Übernahme des Lagers durch Via) ein Ergebnis von +0,636 Mio. € aus. In 2012 sind keine außerordentlichen Erträge oder Aufwendungen angefallen.

Jahresfehlbetrag

Das Jahresergebnis wies für 2012 einen Verlust von 41,578 Mio. € nach 42,572 Mio. € im Vorjahr aus. Das Gesamtergebnis der DVG hat sich damit absolut um 0,994 Mio. € oder 2,3 % verbessert. Der im Wirtschaftsplan 2012 ausgewiesene Jahresfehlbetrag von 41,570 Mio. € wurde nahezu erreicht. Der Geschäftsverlauf hat die Erwartungen erfüllt.

2.2. Vermögenslage

In der nachstehenden Übersicht sind die Bilanzzahlen gruppenweise zusammengefasst:

Bilanzstruktur

31.12.2012 31.12.2011
Mio. € % Mio. € %
--- --- --- --- ---
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 17 0,0 27 0,0
Sachanlagevermögen 60,436 50,5 65,396 51,9
Finanzanlagen 5,718 4,8 5,742 4,5
66,171 55,3 71,165 56,4
Umlaufvermögen
Vorräte 179 0,1 233 0,2
Forderungen 49,636 41,4 50,927 40,4
Flüssige Mittel 1,634 1,4 851 0,7
51,449 42,9 52,011 41,3
Rechnungsabgrenzungsposten 2,109 1,8 2,912 2,3
Betriebsvermögen 119,729 100,0 126,088 100,0
Passiva
Eigenkapital 35,465 29,6 35,465 28,1
Sonderposten mit Rücklageanteil 0 0,0 1,643 1,3
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 24,247 20,3 21,647 17,2
Verbindlichkeiten 42,749 35,7 49,444 39,2
66,996 56,0 71,091 56,4
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 12,270 10,2 13,256 10,5
Verbindlichkeiten 4,830 4,0 4,471 3,6
Rechnungsabgrenzungsposten 168 0,1 162 0,1
17,268 14,4 17,889 14,2
Betriebskapital 119,729 100,0 126,088 100,0

Die Bilanzsumme verringert sich im Berichtsjahr von 126,088 Mio. € um 6,359 Mio. € oder 5,0 % auf 119,729 Mio. €.

Die Eigenkapitalquote erhöht sich geringfügig von 28,1 % auf 29,6 % .

Die Deckung des Anlagevermögens durch lang- und mittelfristig gebundenes Kapital beträgt 154,8 % (i. Vj. 152,0 %).

Das Eigenkapital besteht unverändert zum Vorjahr.

In den Rückstellungen sind Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Altersteilzeit enthalten.

Die kurzfristigen Schulden verringern sich um 621 Mio. € auf 17,268 Mio. €. Sie liegen damit bei 14,4 % der Bilanzsumme.

2.3. Finanzlage

Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Kapitalflussrechnung in Anlehnung an die Richtlinie 2 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Comitee (DRSC).

2012 2011
T€ T€
--- --- ---
Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme -41.578 -42.572
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.940 7.884
Veränderung der Rückstellungen 1.614 2.548
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -1.381 -201
Verlust/Gewinn aus Abgang von Sachanlagevermögen -324 -391
Abnahme (i.Vj. Zunahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 2.904 -2.434
Abnahme (i.Vj. Zunahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie anderer Passiva -1.684 63
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -33.509 -35.103
Auszahlg. für immaterielle Vermögensgegenst. -13 -2
Einzahlungen aus Abgängen Sachanlagen 338 676
Auszahlungen Investitionen Sachanl. vor Zuschussverr. -6.487 -4.508
Einzahlungen aus Abgängen Finanzanlagen 40 46
Auszahlungen für Finanzanlagen -16 -763
Einzahlungen aus erhaltenen Investitionszuschüssen 2.315 632
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -3.823 -3.919
Einzahlungen durch DVV auf Grund Verlustübernahme 38.786 40.872
Veränderung Kassenkredite zw. Konzernunternehmen 1.780 929
Auszahlungen a. Tilgung v. Krediten u. RZVK-Darlehen -2.451 -2.380
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 38.115 39.421
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 783 399
Zuzüglich Finanzmittelfonds aus Anfang der Periode 851 452
Finanzmittelfonds am Periodenende 1.634 851

Der Finanzmittelfonds setzte sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei den Kreditinstituten zusammen.

Die Finanzierung der Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte durch Eigenmittel und Abschreibungen und die Verlustübernahme durch die DVV.

Cash und Liquiditätsmanagement:

Zwischen der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG und der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH besteht eine Cash-Pooling Vereinbarung. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG führt Zahlungsmittelüberschüsse an die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH ab. Auf der Gegenseite stellt die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst.

Finanzierungsmanagement:

Langfristige Finanzierungen nahm die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG in eigenem Namen auf.

Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen lässt sich keine negative Veränderung der Liquiditätssituation erkennen, so dass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden ist.

3. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) versteht das Risikomanagement als einen bedeutenden Baustein des Managementsystems. Zielsetzung des Risikomanagements ist die langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs und der Unternehmensziele durch die kontinuierliche Identifikation, Bewertung, Überwachung und Steuerung aller wesentlichen Risiken, die den Fortbestand oder das wirtschaftliche Ergebnis der DVG gefährden können. Das Risikomanagement ist somit ein wichtiger Prozess innerhalb der Unternehmenssteuerung. Tochtergesellschaften, mit unmittelbar mehrheitlicher Beteiligung, der DVG sind in das Risikomanagementsystem integriert. Die DVG als mehrheitliche Tochtergesellschaft der Duisburger Versorgung- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV), ist unmittelbar in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Grundlage des Risikomanagements bildet das „Handbuch zum Risikomanagement", welches seit dem 29. März 2012 die Geschäftsordnung für das Risikomanagement des DVV-Konzerns" (GORM) abgelöst hat.

Als Risiken werden alle Abweichungen definiert, die das Unternehmen daran hindern, die strategischen und/oder wirtschaftlichen Ziele zu erreichen und deren Auswirkungen nicht vollständig im Wirtschafts- oder Mittelfristplan berücksichtigt sind.

Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagementprozess übernehmen bei der DVG 4 Ebenen Verantwortung:

1. Der Aufsichtsrat prüft auf Basis von § 107 Abs. 3 Satz 2 Aktiengesetz die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und die Risikolage des Unternehmens.
2. Der Vorstand trägt die Verantwortung für Risikolage und Risikomanagement der DVG. Zur Ausprägung der Verantwortung entwickelt er eine Risikostrategie.
3. Das Konzernrisikomanagement setzt die Risikostrategie des Vorstands für die DVG um, insbesondere durch Steuerung und Koordination des unternehmensweiten Risikomanagementprozesses.
4. Der Leiter einer Stabs-/Hauptabteilung der DVG trägt als Risikoverantwortlicher für die Risiken seines Organisationsbereichs die Verantwortung. Der dezentrale Risikomanager unterstützt den Risikoverantwortlichen bei der Umsetzung des geschäftsfeldspezifischen Risikomanagements.

Abbildung: Verantwortungsstruktur und Informationsfluss im Rahmen des Risikomanagementsystems

Das Risikomanagement ist als kontinuierliche Aufgabe in die betrieblichen Prozesse integriert. Strategische Entscheidungen im Unternehmen erfolgen immer auf der Grundlage betriebswirtschaftlich begründeter Informationen, was wiederum eine fortlaufende Identifikation, Analyse und Bewertung von unternehmensweiten Risiken und deren Steuerung voraussetzt. Diese Aufgaben werden von der zentralen Organisationseinheit, dem Konzernrisikomanagement, sowie den dezentralen Risikomanagern und Risikoverantwortlichen innerhalb der einzelnen Unternehmenseinheiten wahrgenommen.

Mit Hilfe des Risikomanagement-Informationssystems ist die Zusammenarbeit des Konzernrisikomanagements mit den Unternehmenseinheiten, sowie der Risikomanagementprozess (Identifikation Analyse Bewertung Steuerung Kommunikation) sichergestellt. Eine effektive Durchführung der Identifikation und Neubewertung von Risiken ist nur mit genauer und umfassender Kenntnis der operativen Geschäftsprozesse möglich. Durch die Zuordnung sämtlicher Risiken zu den entsprechenden Risikoverantwortlichen in den Unternehmenseinheiten ist die Voraussetzung für eine effektive Durchführung gewährleistet. Risikoverantwortlich sind Leiter einer Stabs-/Hauptabteilung, in deren Unternehmenseinheit ein Risiko einschlägig werden könnte und gesteuert werden kann. Risikoverantwortliche werden durch die dezentralen Risikomanager unterstützt, welche die ständige Beobachtung ihrer Unternehmenseinheit im Hinblick auf neu entstehende und sich ändernde Risikolagen wahrnehmen.

Auf Basis der Rollenverteilung erfolgt quartalsweise eine Risikoinventur sowie die Aktualisierung bereits identifizierter Risiken mit anschließender Berichterstattung durch das Konzernrisikomanagement an den Vorstand, welcher wiederum die Ergebnisse dem Aufsichtsrat präsentiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden alle Risiken im Risikomanagement-Informationssystem erfasst und quartalsweise aktualisiert. Durch die lückenlose Dokumentation der Entwicklung der Risikolage werden die Anforderungen an die Rechnungslegung in Bezug auf Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit der Risikobewertung durch die DVG erfüllt.

In 2013 ist vorgesehen, das Risikomanagementsystem von DVG sowie EVAG, MVG und Via weiter zu harmonisieren. Ziel ist eine Via-weit standardisierte Erfassung der Risiken sowie eine abgestimmte Kommunikation zwischen den zentralen Risikomanagern der Unternehmen auf der einen mit den Risikoverantwortlichen auf der anderen Seite.

Risikolage

Gesamtrisiko

Dem Vorstand der DVG sind keine Anhaltspunkte bekannt, die in 2012 den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährdet haben oder weiterhin gefährden könnten.

Die Risiken der DVG lassen sich in verschiedene Kategorien klassifizieren:

Operative Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Marktrisiken
Umfeldrisiken

Operative Risiken

Einnahmenrückgang

Ein Verkehrsangebot, dass den Bedürfnissen der Fahrgäste nicht in ausreichendem Maße gerecht wird, stellt für die DVG ein großes Risiko dar. Das Verkehrsangebot der DVG befindet sich auf einem für Großstädte verhältnismäßig niedrigem Niveau. Weitere, durch den Anteilseigner geforderte Einsparmaßnahmen führen zu Angebotsreduzierungen. Dadurch verschlechtert sich die Attraktivität des ÖPNV. Die Fahrgäste reagieren möglicherweise mit Unzufriedenheit und sinkender Nachfrage. Die DVG hat in den letzten Jahren erfolgreich Kosten gesenkt bei gleichzeitiger Sicherung des Angebotsniveaus. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass auf Grund der angespannten Situation des städtischen Haushalts weitere Einsparmaßnahmen von der DVG gefordert werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko sind Risiken zu verstehen, die die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nachkommen zu können, negativ beeinflussen. Die Liquiditätssteuerung der DVG erfolgt übergeordnet in der DVV-Gruppe mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung, um so den zukünftigen Geldmittelbedarf zu erkennen und jederzeit sicherstellen zu können.

Finanzierungsrisiko

Unter dem Finanzierungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass zum Zeitpunkt des Bedarfs an Geldmitteln diese nicht bzw. nicht zu erwarteten Konditionen beschafft werden können.

Diese Risiken entstehen als Folge von Bonitätsverschlechterungen oder durch Verwerfungen an den Finanzmärkten.

Zinsrisiko

Im Zins- und Schuldenmanagement können zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken und zur Optimierung von Kreditkonditionen derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, um so vorhandene Risiken zu mindern und die Zahlungsströme zu verstetigen. Auf Grund von bestehenden Festzinsvereinbarungen bestehen keine Zinsänderungsrisiken für bestehende Finanzierungen.

Marktrisiken

Preisänderungsrisiken

Für die DVG wurden Marktpreisrisiken für den Betriebsstoff Diesel im Busbetrieb identifiziert. Aufgrund der fortschreitenden Kooperation im Rahmen der Via, erfolgt eine Neuausrichtung des Dieselbeschaffungskonzept und der damit einhergehenden Absicherungsstrategie (vgl. Ausführungen unter 4. Derivative Finanzinstrumente).

Umfeldrisiken

Liberalisierung des öffentlichen Nahverkehrs

Die politisch-/rechtlichen Rahmenbedingungen prägen die Entwicklung der DVG entscheidend mit. Existenzgrundlage bildet die Betrauung der DVG mit der Erbringung der Verkehrsleistung durch den Aufgabenträger Stadt Duisburg. Mit Beschluss des Rates der Stadt Duisburg wurde die DVG bis zum 31.12.2019 mit der Verkehrsleistung betraut. Wie für alle anderen Verkehrsunternehmen besteht auch für die DVG das Risiko, im Rahmen einer möglichen Liberalisierung des öffentlichen Nahverkehrssystems Linienkonzessionen zu verlieren. Im Extremfall könnte die Gesellschaft dadurch in ihrem wirtschaftlichen Bestand gefährdet werden.

Mit Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung 1370/2007 ist die Möglichkeit geschaffen worden, die DVG als internen Betreiber der Stadt Duisburg mit der Erbringung der Nahverkehrsleistungen direkt zu beauftragen und damit den Bestand der Gesellschaft zu sichern. Im Rahmen von Via soll damit die Direktvergabe ab dem Jahr 2020 durch die Städte forciert werden. Die Stadt hat mit der Betrauung der Verkehrsleistung bis 2019, die abgestimmt mit den Via-Kooperationspartnern EVAG und MVG erfolgte, der DVG eine langfristige Perspektive eröffnet. Die Ausschreibung von Linien stellt somit zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum ein Risiko dar.

Ersatzinvestitionen

Bei den Verkehrsträgern des ÖPNV, insb. im Ruhrgebiet, sind enorme Investitionsbedarfe in den nächsten 20 Jahren ermittelt worden, will man einen gewissen Mindeststandard an Verkehrsleistung aufrecht erhalten. Die DVG hat den Investitionsbedarf nur für Ersatzinvestitionen (Zugsicherungssystem, Infrastruktur etc.) für einen Zeitraum von 20 Jahren auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Beispielhaft kann hier eine mögliche fehlende Investition in ein neues Zugsicherungssystem für die fahrgaststärkste Linie U79 angeführt werden. Sollten erforderliche Investitionsmittel nicht bis zum 31.12.2016 bereitgestellt werden, ist die Linie U79 an der Stadtgrenze Duisburg/Düsseldorf zu trennen und die Fahrgäste müssen dort umsteigen. Dies würde sicherlich zu enormen Fahrgast- bzw. zu Einnahmeverlusten ab dem Jahr 2019 führen, da sich ein Grossteil der heutigen Fahrgäste sicherlich alternative Verkehrsmittel suchen würden.

Sollten insgesamt Ersatzinvestitionen aufgrund fehlender Finanzierung zukünftig nicht getätigt werden können, droht ein Ausfall des kompletten Schienensystems und damit unseres leistungsfähigsten Verkehrsträgers.

Mit der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) ist eine Barrierefreiheit der Infrastruktur (Fahrzeuge, Haltestellen) bis 2022 herzustellen. Hier sind entsprechende zusätzliche Investitionen sowohl von der DVG als auch von der Stadt Duisburg notwendig. Diese werden im Laufe des Jahres 2013 ermittelt bzw. sollen im Nahverkehrsplan beschrieben werden. Eine ausbleibende Bewilligung der notwendigen Investitionsmittel kann zu hohen Mehraufwendungen in den nächsten Jahren führen.

Bewilligung von Investitionen

Eine der größten gemeinsam geplanten Investition von der Stadt Duisburg und der DVG stellt die Beschleunigungsmaßnahme der Straßenbahnlinie 901 dar. Die Fördermittel für die Beschleunigungsmaßnahme 901 sind nur gesichert, wenn die Stadt Duisburg einen Finanzierungsantrag für den 2. Bauabschnitt des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzuges stellt. Im Juni 2011 wurde für den 1. Bauabschnitt ein Individualverkehr-Finanzierungsantrag eingereicht. Ein Zuwendungsbescheid für diesen Antrag liegt vor. Der Individualverkehr-Finanzierungsantrag für den zweiten Bauabschnitt wurde eingereicht. Zeitgleich wurde der 2. Änderungsantrag der DVG beim VRR eingereicht. Die Prüfung durch die Bewilligungsbehörden dauern noch an. Die Bezirksregierung beabsichtigt den Individualverkehr-Finanzierungsantrag im 1. Quartal 2013 zu prüfen.

Gesamtrisikobewertung

Derzeit sind weder Einzelrisiken noch aggregierte Risiken bekannt, die den Fortbestand der DVG gefährden.

4. Derivate Finanzinstrumente

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft verfolgt eine konservative Risikopolitik mit einer geringen Risikobereitschaft. Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft wurden Marktpreisrisiken für den Betriebsstoff Diesel im Busbetrieb identifiziert. Aufgrund der fortschreitenden Kooperation im Rahmen der Via, erfolgt eine Neuausrichtung des Dieselbeschaffungskonzept und der damit einhergehenden Absicherungsstrategie.

Bisher erfolgte die Absicherung über ein handelbares Dieselkraftstoff-Äquivalent, welches eine hohe Korrelation zum tatsächlichen Beschaffungspreis aufweist. Den mit der Absicherung einhergehenden Festpreisrisiken durch fallende Rohstoffpreise wurde entgegengewirkt, in dem für die entsprechenden Planungsjahre ausschließlich Teilbedarfe abgesichert wurden.

Innerhalb der neuen Sicherungsstrategie erfolgt in Zukunft die Absicherung nicht auf Basis eines handelbaren Dieselkraftstoff-Äquivalents, sondern auf Basis des tatsächlichen Beschaffungspreises. Dies führt zu einer ganzheitlichen Neutralisation der Preisänderungsrisiken und wird den Vorgaben, eine hohe Planungssicherheit zu erreichen, gerecht.

5. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2012 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten.

6. Ausblick

Wirtschaftliche Situation und Kooperation Via

Für die Stadt Duisburg, eine Großstadt mit mehr als 450.000 Einwohnern, betreibt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG als führender Mobilitätsanbieter in Duisburg mit eigener ÖPNV-Infrastruktur, ein leistungsfähiges öffentliches Nahverkehrssystem. Das Rückgrat des städtischen ÖPNV in Duisburg bilden Busse, Stadt- und Straßenbahnen. Die DVG ist Inhaber der Linienkonzessionen, ist der Vertragspartner der Kunden und stellt die Betriebsleiter. Sie ist als Organgesellschaft im kommunalen Querverbund voll integriert in die Strukturen des DW-Konzerns.

Die Entwicklungsprojekte der Stadt Duisburg und die Modal-Split-Ziele der Stadtverwaltung lassen trotz rückläufiger Einwohnerentwicklung eine deutliche ÖPNV-Nachfragesteigerungen im Vergleich zum aktuellen Fahrgastaufkommen erwarten. Voraussetzung dieser positiven, erwarteten Nachfrageentwicklung ist es, das Nahverkehrssystem auszubauen, um weiterhin Sicherheit, Störungsfreiheit, Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Nahverkehrs zu garantieren.

Die Via Verkehrsgesellschaft mbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von DVG, EVAG und MVG, erbringt seit dem 01.11.2011 sämtliche Tätigkeiten für den operativen Betrieb im Rahmen mehrerer Verträge. Jedoch haben die Verkehrsunternehmen EVAG, MVG und DVG die Letztentscheidungsbefugnis. Erstmalig wurden diese neuen Leistungsbeziehungen in 2012 in einem vollständigen Geschäftsjahr gelebt.

Via Optimal

Die Via-Kooperation hat sich zum Ziel gesetzt, durch Größen- und andere Kooperationseffekte, weitere wirtschaftliche Verbesserung zu erbringen. Hierzu wurde das Projekt „Via Optimal" aufgelegt. Eine erste finanzielle Bilanz weist aktuell 13,5 Mio. € als jährliches identifiziertes Einsparpotenzial für die Via-Kooperationspartner aus. Die Maßnahmen, mit welchen das Einsparpotenzial realisiert werden sollen, sind in einem Zeithorizont bis 2020 beschrieben. Bislang konnten davon bereits Maßnahmen mit einem Potenzial von 5,1 Mio. € (1,9 Mio. € DVG / 1,0 Mio. € MVG / 2,2 Mio. € EVAG) pro Jahr als nachhaltige Ergebnisverbesserung umgesetzt werden.

Wirtschafts- und Mittelfristplanung

Für das Geschäftsjahr 2013 plant die DVG mit einer Gesamtleistung in Höhe von 103,994 Mio. € und einem Fehlbetrag von 42,679 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2014 sind annähernd eine Gesamtleistung und ein Fehlbetrag auf Vorjahresniveau geplant. Aufgrund des Verlustausgleichs durch die DVV wird die Vermögens- und Finanzlage unter den gegebenen Rahmenbedingungen für 2013 und 2014 stabil bleiben.

Der DVV-Konzern hat Mitte des Jahres 2012 aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage am Energiemarkt die Prognose über die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften korrigiert. In diesem Zuge wurde das konzernweite Ergebnisstabilisierungsprogramm „RePower" ins Leben gerufen, mit dessen Hilfe bis Ende 2014 eine dauerhafte Einsparung von 30 Mio. € generiert werden soll. Die DVG leistet neben ihrem Beitrag aus dem Projekt „Via Optimal" auch einen eigenen Beitrag zum Projekt „RePower".

Der vorläufige DVG-Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2013 als auch die Mittelfristplanung 2013-2015 enthalten im Spannungsfeld der angespannten Haushaltslage der Stadt Duisburg (Haushaltssanierungsplan) einerseits und mit dem RePower-Projekt des DVV-Konzerns sowie dem Projekt Via Optimal andererseits ambitionierte Zielvorgaben.

Gesetzliche Änderungen

Risiken, die aus Gesetzesänderungen oder sonstigen sich verändernden Rahmenbedingungen von außen entstehen, können sich negativ auf die Zielerreichung auswirken. Das zum 01.05.2012 in Kraft getretene Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG) des Landes Nordrhein-Westfalen in Verbindung mit der Verordnung zur Feststellung der Repräsentativität von Tarifverträgen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (gültig ab 01.02.2013) ist grundsätzlich auch für die DVG anzuwenden. Allerdings gilt dies nicht für alle Regelungen und Vergabeverfahren, die vor dem 01.02.2013 abgeschlossen wurden oder vor diesem Stichtag begonnen haben, einschl. der Beauftragung von Unterauftragnehmern. Nach herrschender Rechtsauffassung ist das TVgG im Zusammenhang mit der Betrauung von ÖPNV-Unternehmen nicht anzuwenden. Die DVG ist bis 2019 betraut. Es besteht auch keine Verpflichtung, diese Betrauungen, Verträge usw. nachträglich anzupassen.

Infrastrukturinvestitionen

Infrastrukturinvestitionen werden, sofern sie keine Innovation darstellen, nach dem ÖPNVG als reine Ersatzinvestitionen nach wie vor nicht als förderfähig eingestuft. Die DVG hat sich im Verbund über die Via Verkehrsgesellschaft mbH mit einem „Letter of Intent" der Infrastrukturinitiative des VDV angeschlossen. Es wird daran gearbeitet, neue öffentliche Förderungsmöglichkeiten zu erschließen. Gelänge dies nicht, könnten wesentliche Projekte, wie z. B. die Erneuerung des Zugsicherungssystems möglicherweise nicht finanziert werden. Eine Schließung des Duisburger Stadtbahn-Tunnelsystems im kommenden Jahrzehnt wäre dann nicht auszuschließen.

DVG Grundsatzplanung

Die Ergebnisse des Projektes wurden im Jahr 2012 vorgestellt. Nun gilt es in 2013 die Erkenntnisse der vorliegenden DVG Grundsatzplanung zu nutzen. Erkannte Optimierungspotenziale werden daher so schnell wie möglich realisiert. Die Beschaffung neuer Busse und Straßenbahnen orientiert sich an dieser konzeptionellen Planung. Die Ergebnisse der Grundsatzplanung werden die Basis für die Aktualisierung des Nahverkehrsplans durch die Stadt Duisburg bilden.

Kundenbefragung 2013

Nach den Kundenzufriedenheitsumfragen in den Jahren 2008, 2009 und 2011 wird die DVG auch in 2013 eine Kundenzufriedenheitsmessung durchführen. Für die DVG ist es selbstverständlich in Maßnahmen zu investieren, die die Qualität steigern und die Zufriedenheit der Kunden verbessern. Als Schwerpunktmaßnahme im Jahr 2013 wird die DVG ihre Null-Toleranz-Kampagne (Sicherheit, Sauberkeit, Ordnung), deren Start in 2010 bundesweite Beachtung fand, mit verstärkter Intensität weiterführen. Hierzu zählt nicht nur der Einsatz technischer Einrichtungen wie beispielsweise Videotechnik in den Fahrzeugen, sondern auch die Präsenz von „Sicherheits-Marshalls" um den Fahrgästen aber auch dem Fahrpersonal das notwendige Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Internet/ e-ticketing

Die Nutzung der Internetseiten der DVG hat sich in den letzten Jahren mehr als verfünffacht. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Fahrplanauskunft mit rund 300.000 Zugriffen. Mit der neuen interaktiven Fahrplanauskunft können Kunden ihre Verbindung auf einer Karte ganz einfach suchen und anzeigen lassen, die Haltestellen und Verbindungswege darstellt. In den kommenden Jahren soll dieser Service erweitert und zusätzliche Informationen integriert werden. So erhalten unsere Kunden zukünftig weitergehende Informationen zu z. B. Umleitungen und Störungen, der aktuellen Verkehrslage, der Haltestellen-Ausstattung und die Echtzeit-Fahrplandaten. Diese Mehrwertdienste sind neben dem klassischen Internet auch mit allen Smartphones von unterwegs zu nutzen. Mit weiteren Internetangeboten wie mit dem OnlineTicket und HandyTicket rundet die DVG ihr Angebot ab.

Die DVG beteiligt sich federführend im Rahmen der Via-Kooperation an einer Machbarkeitsstudie zum e-ticketing. Unter dem Projektnamen „Smart Via 3.0" wird die vom VRR geförderte Machbarkeitsstudie eine Entscheidungsgrundlage zur Einführung eines e-ticketing-Systems liefern. Die Studie wird neben der Umsetzbarkeit auch die wirtschaftlichen Kriterien des e-ticketings betrachten. Ziel ist es, mit den gewonnenen Nutzungsdaten eine neue Dimension der Kundenorientierung zu erschließen. Die Nachfrage ließe sich aufgrund der geringeren Zugangshemmnisse zum ÖPNV und den nachfrageorientierten Tarifmodellen beim e-ticketing steigern. Kosten würden durch Optimierung des Angebotes und die Reduzierung redundanter Strukturen reduziert werden. Dem Datenschutz kommt bei dem e-ticketing Projekt eine besondere Bedeutung zu.

Die DVG muss in den nächsten Jahren zahlreiche Herausforderungen meistern. Das Spannungsfeld zwischen den Anforderungen des Marktes nach qualitativen und nachfrageorientierten Nahverkehr und der mehr als angespannten Haushaltslage der Kommune wird immer intensiver. Der eingeschlagene Weg in Kooperation mit den Verkehrsunternehmen EVAG und MVG in Via bietet jedoch eine gute Basis für eine erfolgreiche Zukunft.

Duisburg den 28.3.2013

DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AG

Wittig

Karpathy

Wandelenus

Bilanz

Aktiva

Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Nr.
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 16.721,00 26.670,00
16.721,00 26.670,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.856.565,86 13.125.273,90
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen 931.236,00 800.827,00
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 29.838.525,00 34.498.421,00
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 11.398.996,00 12.528.890,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 244.045,00 297.846,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.460.279,00 1.609.100,00
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.706.002,84 2.536.079,63
60.435.649,70 65.396.437,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
2. Beteiligungen 5.201.491,50 5.201.491,50
3. Sonstige Ausleihungen 490.934,51 514.787,78
4. Sonstige Finanzanlagen 150,00 150,00
5.718.140,60 5.741.993,87
66.170.511,30 71.165.101,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 178.961,10 232.748,67
178.961,10 232.748,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.631.354,64 1.977.047,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.379.724,38 46.738.770,85
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 468.726,96 1.002.580,44
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.156.496,79 1.208.412,05
49.636.302,77 50.926.810,58
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 0,51 0,51
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.634.098,43 850.604,91
51.449.362,81 52.010.164,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3 2.109.016,20 2.912.483,38
119.728.890,31 126.087.749,45
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4 7.158.086,34 7.158.086,34
II. Kapitalrücklage 5 26.900.000,00 26.900.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 715.808,63 715.808,63
2. Andere Gewinnrücklagen 690.769,06 690.769,06
1.406.577,69 1.406.577,69
35.464.664,03 35.464.664,03
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 6 0,00 1.643.182,75
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.303.708,00 4.815.787,00
2. Sonstige Rückstellungen 7 31.213.732,24 30.087.026,91
36.517.440,24 34.902.813,91
D. Verbindlichkeiten 8
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.488.008,09 36.434.907,62
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 787.938,56 1.366.388,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.902.817,19 1.618.862,33
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 423.902,87 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.976.463,80 14.494.913,80
47.579.130,51 53.915.072,33
E. Rechnungsabgrenzungsposten 167.655,53 162.016,43
119.728.890,31 126.087.749,45

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2012 2011
Nr.
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1. Umsatzerlöse 9 50.936.832,94 48.002.252,85
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 52.118,44
3. Sonstige betriebliche Erträge 10 51.204.363,56 17.471.331,46
4. Materialaufwand 11
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.378.349,85 -8.137.046,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -68.217.337,52 -30.517.184,61
-71.595.687,37 -38.654.230,74
5. Personalaufwand 12
a) Löhne und Gehälter -31.090.722,96 -28.511.434,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -13.423.260,84 -11.158.876,47
-44.513.983,80 -39.670.310,70
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.940.247,01 -7.883.746,07
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13 -19.373.517,86 -21.126.789,71
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 16.000,00
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 27.892,89 32.004,25
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14 1.519.465,09 1.421.460,66
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.131,20 -1.934,59
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme -10.605,60 -1.996,64
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14 -2.716.250,55 -2.790.676,30
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -41.462.868,91 -43.134.517,09
15. Außerordentliche Erträge 0,00 635.654,61
16. Außerordentliches Ergebnis 0,00 635.654,61
17. Sonstige Steuern -115.458,86 -73.372,08
18. Erträge aus Verlustübernahme 41.578.327,77 42.572.234,56
19. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt.

Aufgrund des Inkrafttretens der Verträge zur Übertragung der operativen Nahverkehrsdienstleistungen von der DVG an die Via Verkehrsgesellschaft mbH (nachfolgend Via genannt) zum 01.08.2011 sind die Werte des Jahres 2012 nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und sofern zulässig planmäßig abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode bewertet.

Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und dem tatsächlichen Wertverzehr entspricht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände werden unter den Gesichtspunkten der Wesentlichkeit im Zugangsjahr in einem Sammelposten eingestellt und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Gesellschaft setzt erhaltene Investitionszuschüsse gemäß der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW 1/1984 i. d. F. 1990 von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des bezuschussten Vermögensgegenstandes ab.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um niedrig verzinsliche Darlehen handelt, sind mit dem Barwert ausgewiesen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzipes bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der versicherungsmathematischen Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gebildet. Als Rechnungszinsfuß werden 5,05% (i. Vj. 5,14%) und eine Leistungsdynamik von 2,00 % zu Grunde gelegt. Die Sterbetafeln von Prof. Heubeck 2005 G wurden angewendet. Die Rückstellung für Deputatverpflichtungen wurde gemäß der wahrscheinlichen Inanspruchnahme der Freifahrten auf 25% begrenzt.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurden nicht passiviert.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft hat Aufwandsrückstellungen auf Grund des Ansatzwahlrechtes nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. passiviert und das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB wahrgenommen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern gemäß § 285 Nr.29 HGB werden bei der DVG weder ausgewiesen noch erläutert, da die DVG Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) ist. Entsprechende Erläuterungen zu den latenten Steuern erfolgen im Anhang der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2012 davon RLZ* > 1 Jahr 31.12.2011 davon RLZ* > 1 Jahr
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.631.354,64 482.443,65 1.977.047,24 583.423,09
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.379.724,38 0,00 46.738.770,85 0,00
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 468.726,96 0,00 1.002.580,44 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 1.156.496,79 0,00 1.208.412,05 0,00
49.636.302,77 482.443,65 50.926.810,58 583.423,09

*RLZ = Restlaufzeit

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abrechnung des Schwerbehindertenausgleichs in Höhe von 1.066 T€ und aus dem geleisteten Auftragsverkehr des Streckenabschnitts der Linie 901 in Höhe von 129 T€ zusammen. Hinzu kommen Forderungen aus dem Jahresabonnement mit 107 T€.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen im Wesentlichen Ansprüche aus der Verlustübernahme von 41.578 T€ und aus einem Kassenkredit i. H. v. 6.903 T€ gegen die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH aus. Dem stehen die Verrechnungen von gegenseitigen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.049 T€ entgegen.

Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen beinhalten im Wesentlichen den Abschlag aus dem Leistungsrahmenvertrag in Höhe von 771 T€ abzüglich der Gutschrift aus der Spitzabrechnung aus der Linienbündelabrechnung in Höhe von 444 T€ der Via.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Forderungen aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 649 T€; aus dem Verkauf von Fahrausweisen der Verkaufsstellen mit 430 T€.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung für eine Einmalzahlung an die Rheinische Zusatzversorgungskasse.

4. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und aufgeteilt in 14.000 Namensaktien im Nennwert von 1.000,00 DM (511,29 €) je Aktie. Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, mit der ein Beherrschungsvertrag mit Ergebnisabführungsvereinbarung besteht, ist mit 74,0 %, die Stadt Duisburg mit 25,8 %, der Kreis Wesel und die Stadt Dinslaken sind mit je 0,1 % am gezeichneten Kapital beteiligt.

5. Kapitalrücklage

Die eingestellte Kapitalrücklage in Höhe von 26,9 Mio. € bleibt unverändert.

6. Sonderposten mit Rücklageanteil

Der in 2008 gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6 b EStG wurde in Höhe von 1.643 T€ komplett aufgelöst.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit 17.977 T€ Verpflichtungen im Personalbereich einschl. Restrukturierung, mit 2.883 T€ den Bereich Service und Sicherheit, mit 1.955 T€ Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung, mit 1.506 T€ Verpflichtungen aus dem Gleisrückbau und mit 4.345 T€ den Ausgleich für Übersteiger/fremdgenutzter Fahrausweise. Hinzu kommen Rückstellungen für die Verpflichtungen aus der Erstattung von Fahrgeldausfällen aus unentgeltlicher Beförderung schwerbehinderter Menschen gemäß § 148 SGB IX in Höhe von 451 T€.

8. Verbindlichkeiten

Gesamt davon Restlaufzeit Gesamt davon RLZ*
31.12.2012 < 1 Jahr > 5 Jahre 31.12.2011 < 1 Jahr
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Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.488.008,09 2.090.949,14 23.438.730,09 36.434.907,62 1.939.397,04
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 787.938,56 787.938,56 0,00 1.366.388,58 1.366.388,58
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.902.817,19 1.902.817,19 0,00 1.618.862,33 1.618.862,33
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 423.902,87 423.902,87 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 9.976.463,80 2.175.489,16 1.109.800,90 14.494.913,80 1.407.890,75
davon aus Steuern (361.765,63) (361.765,63) (0,00) (264.319,96) (264.319,96)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (14.696,53) (14.696,53) (0,00) (15.802,14) (15.802,14)
47.579.130,51 7.381.096,92 24.548.530,99 53.915.072,33 6.332.538,70

*RLZ = Restlaufzeit

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 34.488 T€ durch Bürgschaften der Stadt Duisburg gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Liefer- und Leistungsverrechnungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u. a. lang- und mittelfristige Darlehen der Rheinischen Zusatzversorgungskasse von 3.921 T€ und Zuschüsse des Bundes und des Landes auf unfertige Anlagen mit 4.411 T€.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9. Umsatzerlöse

2012 2011
% %
--- --- --- --- ---
Einnahmen aus VRR 46.378.933,74 91,1 42.377.080,42 88,3
Einnahmen aus VGN 151.215,72 0,3 303.746,83 0,6
Sonstige Einnahmen 392.087,56 0,8 338.869,26 0,7
Verkehrseinnahmen gesamt 46.922.237,02 92,2 43.019.696,51 89,6
Sonstige Umsatzerlöse 4.014.595,92 7,8 4.982.556,34 10,4
Umsatzerlöse gesamt 50.936.832,94 100,0 48.002.252,85 100,0

Die Umsatzerlöse betreffen neben den kassentechnischen Einnahmen auch Abgeltungsleistungen für die Schülerbeförderung gemäß § 11 a ÖPNV NRW und Ausgleichszahlungen nach §148 SGB IX sowie für die Deutsche Bahn AG und Übersteiger. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Vorjahren in Höhe 1.152 T€ enthalten.

10. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Arbeiten für Fremde in Höhe von 36.140 T€ (i. Vj. 9.756 T€), wovon 36.001 T€ (i. Vj. 9.153 T€) auf die Personalüberlassung entfallen. Darüber hinaus sind in diesem Posten Erträge aus der Produktverrechnung von 6.779 T€ (i.V. 844 T€) enthalten. Des weiteren handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstelllungen (2.037 T€), Erträge aus der Auflösung für Investitionsrücklagen gemäß § 6b ESTG (1.643 T€), abgerechnete Schadenersatzleistungen (675 T€) sowie Provisionserträge auf Ausgleichsbeträge für Übersteiger (526 T€) und Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (338 T€). Die periodenfremden Erträge in Höhe von (299 T€) beinhalten im Wesentlichen die Gutschrift aus dem Rahmenvertrag für 2011 der Via (213 T€).

11. Materialaufwand

Die deutliche Erhöhung des Materialaufwandes in dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen resultiert hauptsächlich aus dem Verkehrs- und Infrastrukturnutzungsvertrag mit der Via im Bereich der Linienbündelrechnung in Höhe von 52.132 T€, korrespondierend mit der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge.

12. Personalaufwand

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2012 2011
Beschäftigte 735 728
Auszubildende und Praktikanten 51 38
786 766

In obiger Tabelle sind die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 7.337 T€ (i.Vj. 5.413 T€). Die Erhöhung zum Vorjahr von 1.924 T€ resultiert im Wesentlichen aus einer Zuführung der Altersteilzeitrückstellung aus der RePower Maßnahme in Höhe von 2.241 T€.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ist Mitglied in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse. Der Umlagesatz für das Jahr 2011 beträgt unverändert 4,25 %. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte belief sich für das Geschäftsjahr 2011 auf 26.674 T€. Ein Fehlbetrag gemäß Artikel 28 EGHGB ist nicht ausgewiesen.

13. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit 8.249 T€ (i.Vj 8.264 T€) den Aufwand aus Produktverrechnung und Konzernumlage. Die sonstigen Dienst- und Fremdleistungen weisen einen Betrag von 4.614 T€ (i.Vj 5.659 T€) aus. Außerdem sind freiwillige Sozialaufwendungen, in der Hauptsache Aufwendungen für das Firmenticket, in Höhe von 1.556 T€ (i.Vj 1.478 T€) erfasst.

14. Zinsen

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 1.505 T€ (i. Vj. 1.348 T€) auf verbundene Unternehmen. Aus der Abzinsung der Rückstellungsbewertung sind 14 T€ enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten 79 T€ (i. Vj. 56 T€) aus verbundenen Unternehmen. Aus der Aufzinsung der Rückstellungsbewertung ergibt sich eine Belastung von 806 T€.

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen beträgt zum 31.12.2012 21.503 T€, davon entfallen 488 T€ auf verbundene Unternehmen.

Aus Leasing-, Miet-, Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsbezugsverträgen resultieren Verpflichtungen von rund 244.535 T€ (p. a. 65.228 T€). Für verbundene Unternehmen sind 19.533 T€ (p. a. 15.168 T€) enthalten.

Mit nahestehenden Personen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 folgende wesentliche Geschäfte bestanden:

Geschäftspartner Art des Geschäfts Wert des Geschäfts
Erbrachte Leistungen:
Via Verkehrsgesellschaft mbH Personalüberlassung 34.199.000 €
Via Verkehrsgesellschaft mbH Erbringung von Dienstleistungen 7.087.900 €
admito GmbH Personalüberlassung 685.200 €
vectio Ges. f. Flottenmanagement u. Service mbH Personalüberlassung 487.200 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Personalüberlassung 240.900 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Produktverrechnung 137.200 €
Stadtwerke Duisburg AG Erbringung von Dienstleistungen 236.000 €
octeo MULTISERVICES GmbH Personalüberlassung 205.600 €
octeo MULTISERVICES GmbH Gewerbliche Vermietung 120.000 €
rrp Ges. für Energiehandel mbH Personalüberlassung 93.300 €
Bezogene Leistungen:
Via Verkehrsgesellschaft mbH Bezug von Dienstleistungen 54.120.500 €
Via Verkehrsgesellschaft mbH Bezug von Fremdmaterial 3.153.600 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Produktverrechnung 8.251.000 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Bezug von Dienstleistungen 3.961.500 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Personalüberlassung 802.100 €
BVD BusVerkehr Duisburg GmbH Bezug von Dienstleistungen 4.308.100 €
BVD BusVerkehr Duisburg GmbH Personalüberlassung 598.400 €
Stadtwerke Duisburg AG Personalüberlassung 263.200 €
Stadtwerke Duisburg AG Strom/Wasser/Fernwärme 3.121.900 €
Stadtwerke Duisburg AG Bezug von Dienstleistungen 784.000 €
octeo MULTISERVICES GmbH Bezug von Dienstleistungen 2.429.100 €
vectio Ges. f. Flottenmanagement u. Service mbH Bezug von Dienstleistungen 67.700 €

Die Bereitstellung von Liquidität erfolgt für die DVG über das konzernweite Cash-Pooling der DVV.

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DVV GmbH.

2. Derivate Finanzinstrumente

Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wurden Marktpreisrisiken im Busbetrieb für den Bedarf von Dieselkraftstoff identifiziert. Alle aktiven Geschäfte sind im Geschäftsjahr 2011 ausgelaufen. Neue Geschäfte wurden nicht abgeschlossen.

3. Mitglieder des Aufsichtsrates

Herbert Mettler Ruhestand
Vorsitzender Ratsherr der Stadt Duisburg
Dieter Lieske Geschäftsführer der IG Metall
Stellv. Vorsitzender Duisburg / Dinslaken
Ratsherr der Stadt Duisburg
Karl-Heinz Staniewski Stellv. Vorsitzender Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Betül Cerrah Dipl.-Wirtschaftsjuristin
Ratsfrau der Stadt Duisburg
Martin Dittrich Assessor jur. Stadt Duisburg
bis 31.03.2012
Jürgen Edel Assessor des Markscheidefaches
Ratsherr der Stadt Duisburg
Georg Fromm Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Dr. Peter Greulich Stadtdirektor der Stadt Duisburg
vom 01.04.2012 bis 17.09.2012
Frank Heidenreich Selbständiger Kaufmann,
Heidenreich Personengesellschaft
Ratsherr der Stadt Duisburg
Michael Hickmann Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Thomas Keuer Gewerkschaftssekretär, ver.di
Ratsherr der Stadt Duisburg
Elmar Klein Ruhestand
Ratsherr der Stadt Duisburg
Claudia E. Leiße Lehrerin im Ruhestand
Ratsfrau der Stadt Duisburg
Volker Rayen Stabsstellenleiter Zuwendungsmanagement
Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Volker Richter Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Michael Scharping Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Carsten Tum Beigeordneter der Stadt Duisburg
ab 18.09.2012

4. Gesamtbezüge nach Maßgabe von § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW

Den einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für Ihre Tätigkeit im Berichtsjahr nach Maßgabe von § 109 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW folgende Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr.9 HGB gewährt:

Mitglied Gesamtbezüge
Herbert Mettler EUR 11.100,00
Dieter Lieske EUR 8.600,00
Karl-Heinz Staniewski EUR 7.500,00
Betül Cerrah EUR 6.650,00
Martin Dittrich EUR 6.250,00
Jürgen Edel EUR 7.350,00
Georg Fromm EUR 7.350,00
Dr. Peter Greulich EUR 5.104,16
Frank Heidenreich EUR 7.350,00
Michael Hickmann EUR 7.350,00
Thomas Keuer EUR 5.000,00
Elmar Klein EUR 7.350,00
Claudia E. Leiße EUR 7.350,00
Volker Rayen EUR 7.350,00
Volker Richter EUR 6.725,00
Michael Scharping EUR 6.250,00
Carsten Tum EUR 3.183,33
Gesamt EUR 117.812,49

Eine Aufteilung nach Komponenten im Sinne des § 285 Nr. 9a Satz 5 HGB ist nicht erforderlich, da es sich jeweils um erfolgsunabhängige Komponenten handelt.

5. Mitglieder des Vorstandes

Vorsitzender

Direktor Marcus Oliver Wittig

Mitglied des Vorstandes (Finanzen)
Direktor David Karpathy

Mitglied des Vorstandes (Personal-/Sozialwesen) ab 01.11.2012
Direktor Klaus-Peter Wandelenus

Mitglied des Vorstandes (Technik)
Direktor Dr. Horst Zierold

Mitglied des Vorstandes (Kunden und Markt) bis 31.03.2012

6. Angaben gemäß § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW für Vorstände

Den einzelnen Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr nach Maßgabe von § 108 Abs.1 Nr.9 GO NRW folgende Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr.9 HGB gewährt.

Vorstandsmitglied Komponente Gesamtbezüge
Herr Wandelenus erfolgsunabhängig 42.453,72
erfolgsabhängig 9.000,00
Zuführung zur Pensionsrückstellung 464.996,00
516.449,72

7. Angaben gemäß § 285 Ziffer 9 HGB

Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener für das Geschäftsjahr 2012 betrugen 252 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis wurden 1.825 T€ zurückgestellt.

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder Herr Wittig und Herr Karpathy werden bei der Muttergesellschaft DVV ausgewiesen bzw. das Vorstandsmitglied Herr Zierold erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2012
%
--- --- --- ---
Duisburger Park- und Garagengesellschaft mbH, Duisburg 100 95.195,23 -10.605,60 *
Via Verkehrsgesellschaft mbH, Essen 34 15.186.798,45 -31.758,21
Stadtbahnbetriebsführungsgesellschaft Rhein mbH, Düsseldorf 40 61.358,88 3.206,62

* vor Ergebnisübernahme

Das Eigenkapital und das Ergebnis der Stadtbahnbetriebsführungsgesellschaft Rhein mbH und der Via betreffen das Jahr 2011.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, nach § 291 Abs. 1 HGB befreit.

8. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der DVG ist die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Duisburg (DVV). Der Jahresabschluss der DVG ist in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss der DVV wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Verlust von 41.578 T€ wird im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.

Duisburg, den 28.03.2013

DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AG

Wittig

Karpathy

Wandelenus

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand

01.01.2012
Zugänge Abgänge Umbuchungen/

Umgliederungen
Stand

31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.021.782,58 13.000,00 - - 1.034.782,58
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 1.021.782,58 13.000,00 - - 1.034.782,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 27.488.242,14 108.115,05 69.270,06 370.878,03 27.897.965,16
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen * 3.346.086,86 - 106.411,93 - 329.636,37 3.569.311,30
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen * 63.030.630,86 - 3.024.907,07 - 588.123,69 60.593.847,48
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 95.684.461,90 2.087.998,04 1.657.299,70 - 96.115.160,24
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.393.374,11 - 801,00 - - 1.392.573,11
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.565.795,24 1.182.090,28 392.901,89 266.088,05 17.621.071,68
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.536.079,63 1.724.649,35 - - 1.554.726,14 2.706.002,84
Sachanlagen gesamt 210.044.670,74 1.970.732,72 2.119.471,65 - 209.895.931,81
Summe I. und II. 211.066.453,32 1.983.732,72 2.119.471,65 - 210.930.714,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 - - - 25.564,59
2. Beteiligungen 5.201.491,50 - - - 5.201.491,50
3. Sonstige Ausleihungen 702.847,52 15.500,00 54.104,23 - 664.243,29
4. Sonstige FA/Genossenschaften 150,00 - - - 150,00
Finanzanlagen gesamt 5.930.053,61 15.500,00 54.104,23 - 5.891.449,38
Anlagevermögen gesamt 216.996.506,93 1.999.232,72 2.173.575,88 - 216.822.163,77
Abschreibungen
Stand

01.01.2012
Zugänge Abgänge Stand

31.12.2012
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 995.112,58 22.949,00 - 1.018.061,58
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 995.112,58 22.949,00 - 1.018.061,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 14.362.968,24 733.489,08 55.058,02 15.041.399,30
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen * 2.545.259,86 92.815,44 - 2.638.075,30
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen * 28.532.209,86 2.223.112,62 - 30.755.322,48
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 83.155.571,90 3.217.892,04 1.657.299,70 84.716.164,24
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.095.528,11 53.000,00 - 1.148.528,11
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.956.695,24 596.988,83 392.891,39 15.160.792,68
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
Sachanlagen gesamt 144.648.233,21 6.917.298,01 2.105.249,11 149.460.282,11
Summe I. und II. 145.643.345,79 6.940.247,01 2.105.249,11 150.478.343,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
2. Beteiligungen - - - -
3. Sonstige Ausleihungen 188.059,74 1.131,20 15.882,16 173.308,78
4. Sonstige FA/Genossenschaften - - - -
Finanzanlagen gesamt 188.059,74 1.131,20 15.882,16 173.308,78
Anlagevermögen gesamt 145.831.405,53 6.941.378,21 2.121.131,27 150.651.652,47
Buchwerte
Stand

31.12.2012
Stand

31.12.2011
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.721,00 26.670,00
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 16.721,00 26.670,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 12.856.565,86 13.125.273,90
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen * 931.236,00 800.827,00
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen * 29.838.525,00 34.498.421,00
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 11.398.996,00 12.528.890,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 244.045,00 297.846,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.460.279,00 1.609.100,00
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.706.002,84 2.536.079,63
Sachanlagen gesamt 60.435.649,70 65.396.437,53
Summe I. und II. 60.452.370,70 65.423.107,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
2. Beteiligungen 5.201.491,50 5.201.491,50
3. Sonstige Ausleihungen 490.934,51 514.787,78
4. Sonstige FA/Genossenschaften 150,00 150,00
Finanzanlagen gesamt 5.718.140,60 5.741.993,87
Anlagevermögen gesamt 66.170.511,30 71.165.101,40

* Infolge aktivischer Absetzung von Zuschüssen werden in einigen Bereichen negative Zugänge ausgewiesen.

Kto. 766.510 17.513,56 Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen
Kto. 766.511 – 2.796,28 Vorsteuer-Verrechnungskonto für geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 28. März 2013

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Hillesheim, Wirtschaftsprüfer

Brandt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG hat sich während des Geschäftsjahres in regelmäßigen Vollsitzungen und in Sitzungen seines Arbeitsausschusses vom Vorstand über den Geschäftsverlauf unterrichten lassen.

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 den Empfehlungen des „Public Corporate Governance Kodex" der Stadt Duisburg entsprochen.

Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie alle wesentlichen Geschäftsvorfälle wurden eingehend beraten.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2012 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung am 3. Juli 2012 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer hat er zustimmend Kenntnis genommen. Auch eigene Prüfungen des Aufsichtsrates ergaben keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012. Damit ist dieser in der vorliegenden Form festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit seinen Dank aus.

Duisburg, im Mai 2013

Der Aufsichtsrat

Herbert Mettler, Vorsitzender

Der vom Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG am 28. Mai 2013 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 ist der Hauptversammlung am 16. Juli 2013 vorgelegt worden.

Der Verlust von 41.578 T€ wird im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.