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HOFTEX GROUP

Annual Report Aug 11, 2021

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Annual Report

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Finanzbericht: 28723637

HOFTEX GROUP AG

Hof

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis 31.12.2020

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell

Die 1853 gegründete HOFTEX GROUP AG mit Hauptsitz in Hof (Bayern) ist eine international agierende Unternehmensgruppe der Textilindustrie. Die Hoftex Group zählt zu Europas großen Textilunternehmen und prägt seit rund 170 Jahren die internationale Textilindustrie. In dieser Zeit hat sie sich vom Standard-Textilproduzenten in mehreren Schritten zum diversifizierten Nischenanbieter innovativer Textilprodukte entwickelt. Die Aktivitäten sind in die drei Geschäftsbereiche HOFTEX, NEUTEX und TENOWO gegliedert, deren Schwerpunkt in Entwicklung, Produktion und Vertrieb innovativer Textilprodukte für verschiedene Anwendungen liegt. Die Unternehmen der Hoftex Group sind auf 3 Kontinenten in 6 Ländern an insgesamt 11 Standorten mit Produktion und Vertrieb vertreten und stehen ihren Kunden weltweit als Partner zur Verfügung.

Der Geschäftsbereich HOFTEX stellt den Ursprung der heutigen Hoftex Group dar und bietet gefärbte Garne und Zwirne mit Schwerpunkt für die Anwendung in technischen Textilprodukten und Bekleidung an. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse seiner Kunden entwickelt und färbt HOFTEX sowohl klassische Garne und Zwirne als auch zahlreiche Spezialgarne. Die zentral in Deutschland gelegene Produktion und Entwicklung sichert den Kunden kurze Produktionszeiten und termingerechte Lieferung.

Der Geschäftsbereich NEUTEX bündelt die Segmente Dekorationsstoffweberei, Färberei und Ausrüstung. NEUTEX produziert und vertreibt als Premium-Systemlieferant weltweit Dekostoffe als Meterware sowie fertig konfektionierte Heimtextilien und liefert innovative textile Sonnenschutzlösungen an die weiterverarbeitende Industrie.

Der Geschäftsbereich TENOWO nimmt mit Standorten in Europa, Nordamerika und China eine marktführende Stellung für die Entwicklung und Herstellung innovativer technischer Textilprodukte und Vliesstoffe ein und beweist, dass die moderne Textilindustrie auch in Deutschland weiterhin erfolgreich sein kann. TENOWO entwickelt und produziert dabei Produkte wie Vliesstoffe für verschiedene Anwendungen im Automobil, Vliesstoffe für die Bauindustrie, die Kabelindustrie, für medizinische Anwendungen und für die Bekleidungsbranche.

1.2. Konzernstruktur

Die Hoftex Group wird über strategische Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert. Diese sind nach ihren spezifischen Herstellungstechnologien und Produkten in die Bereiche HOFTEX (yarns), NEUTEX (home deco) und TENOWO (nonwovens) gegliedert.

Die HOFTEX GROUP AG ist in ihrer Funktion als Holdinggesellschaft für die strategische Gesamtausrichtung des Konzerns verantwortlich. Darüber hinaus übernimmt die HOFTEX GROUP AG mit den bei ihr angesiedelten zentralen Funktionen übergreifende, größtenteils dienstleistungsnahe Aufgaben für die Unternehmen der Gruppe. Die operativen Geschäftsbereiche verantworten weltweit zugeordnete Produkte, Produktionen, Märkte und Kunden und tragen Eigenverantwortung.

Der Aufsichtsrat, bestehend aus neun Mitgliedern, berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat einzubeziehen. Insbesondere prüft er den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht. In der Hauptversammlung erläutert der Aufsichtsratsvorsitzende den schriftlichen Bericht des Aufsichtsrats.

Der Vorstand setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen, während die Geschäftsbereiche in den einzelnen Tochtergesellschaften von den Geschäftsführern geführt werden. Die Geschäftsführer werden dabei unterstützt von einem Management-Team, bestehend aus den Bereichen Vertrieb, Produktion/​Technik und Rechnungswesen/​Controlling.

Zum 31. Dezember 2020 gehörten 13 inländische (Vorjahr: 14) und 5 ausländische (Vorjahr: 5) Gesellschaften zur Hoftex Group. Die nachstehende Grafik gibt einen Überblick über die Geschäftsbereiche und deren Standorte:

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HOFTEX 2020
Standorte Hof (DE) Selbitz (DE)
--- --- ---
Umsatz Mio. EUR 6,6
Absatz Mio. kg 1,1
Mitarbeiter 2020 38

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TENOWO 2020
Standorte Hof (DE) Reichenbach (DE) Mittweida (DE) Lincolnton (USA) Huzhou (CN) Mailand (IT) San Luis de Potosi (MX)
--- --- ---
Umsatz Mio. EUR 117,3
Absatz Mio. qm 235,3
Mitarbeiter 2020 740

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NEUTEX 2020
Standorte Münchberg (DE) Targu Mures (RO)
--- --- ---
Umsatz Mio. EUR 13,3
Absatz Mio. qm 3,5
Mitarbeiter 2020 233

1.3. Ziele und Strategie

Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen will die Hoftex Group ihre Strategie eines ertragsorientierten und nachhaltigen Wachstums weiter fortsetzen.

Die Ausrichtung in Geschäftsbereiche mit homogenen Geschäftsmodellen ermöglicht uns eine Fokussierung auf die individuellen Märkte und Kundenanforderungen. Unter Berücksichtigung der diversifizierten Märkte wird die strategische Ausrichtung der Geschäftsbereiche im Rahmen der Konzern-Vorgaben individuell entwickelt. In bestehenden Märkten wollen die Geschäftsbereiche ihre Marktpositionen durch innovative Produkte zu bestmöglicher Qualität ausbauen. Durch die Entwicklung neuer Geschäftsfelder wird zudem eine Erweiterung des Produktportfolios angestrebt.

Um die Position als weltweiter Lieferant und Partner unserer Kunden auszubauen, will der Geschäftsbereich TENOWO international weiterwachsen und seine globale Präsenz ausbauen. Dadurch profitieren die Kunden von kürzeren Entwicklungs- und Lieferzeiten, was einen entscheidenden Vorteil im internationalen Wettbewerb darstellt.

Das Bestandsgeschäft im Geschäftsbereich NEUTEX bildet die Basis für den Auf- bzw. Ausbau des digitalbasierten Vertriebs und das Eröffnen neuer Möglichkeiten für profitables Wachstum in nationalen und internationalen Märkten.

Der Geschäftsbereich HOFTEX will durch stärkere vertriebliche Konzentration auf den verschiedenen regionalen Märkten weiteres Wachstum generieren und seine Profitabilität stärken.

Zudem fokussieren sich alle Bereiche darauf, durch geringeren Rohstoffeinsatz, höhere Prozesseffizienz und optimierte Auslastung aller Standorte die Produktionskosten zu reduzieren. Hierfür richten wir unsere Prozesse nach den Prinzipien des Lean Management aus und leben ein gemeinsames Qualitätsverständnis.

Der Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und die Bündelung unseres im Konzern vorhandenen einmaligen textilen Know-how sehen wir als elementare Aufgabe und als Erfolgsfaktor. Nachhaltigkeit und Klimaschutz ist ein wichtiges Thema unserer Zeit. Durch Einsatz recycelter Rohstoffe, durch Substitution umweltschädlicher Substanzen und durch optimierte, energieeffizientere Fertigungsschritte entstehen nachhaltige und umweltschonendere Produkte.

Die beständige Eigentümerstruktur der HOFTEX GROUP AG und ihr Produkt- und Leistungsportfolio gewährleisten eine langfristig ausgerichtete, stabile Unternehmensentwicklung und die Verfolgung der Unternehmensstrategie. Die Kunden der Hoftex Group haben somit über mehrjährige Produktzyklen hinweg die Sicherheit, einen verlässlichen und liefertreuen Partner an ihrer Seite zu wissen.

1.4. Steuerungssystem

Zu den für die Unternehmenssteuerung wichtigen finanziellen Leistungsindikatoren gehören Umsatz, EBITDA und Investitionssumme. Das finanzielle Steuerungssystem ermöglicht es, die Erreichung der Geschäftsbereichs-Ziele zu messen.

Neben den zur Unternehmenssteuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren werden zusätzlich nichtfinanzielle Indikatoren wie z.B. Mitarbeiter, zweite Wahl-Quote, Energieverbrauch und Pünktlichkeit der Auslieferungen verglichen. Der Vorstand wird durch die Geschäftsführung der Geschäftsbereiche mittels detaillierter Berichte in regelmäßigen Beiratssitzungen über die Entwicklung der verwendeten Leistungsindikatoren und den Geschäftsverlauf informiert. Dadurch kann der Vorstand nicht zufriedenstellenden Entwicklungen zeitnah entgegenwirken.

1.5. Forschung & Entwicklung

Ein Baustein in der Gesamtstrategie sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in innovative Textillösungen, um sich auch zukünftig als weltweiter Lieferant und Partner am Markt zu positionieren. Dabei ist die Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Instituten genauso wichtig wie die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus liegt darauf, den Kunden optimale Produkte mit hohen Qualitätsstandards zu wettbewerbsfähigen Preisen zu liefern. Hierzu definiert unser anwendungsorientierter Vertrieb frühzeitig spezifische Kundenbedürfnisse und lässt dies in die Entwicklungsarbeit bereits etablierter Produkte, aber auch in Neuentwicklungen einfließen.

Zu unseren Kooperationspartnern zählen unter anderem die Hochschule Hof, die Universität Bayreuth, das Sächsische Textilforschungsinstitut Chemnitz, die Technische Universität Dresden und die RWTH Aachen. In gemeinsamen Projekten wird unsere Entwicklungs-Kompetenz ebenso wie unsere Technologie-Kompetenz sinnvoll ergänzt.

Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit stehen die Suche nach Lösungen für die Bedürfnisse unserer Kunden, die Optimierung von Verfahren und Prozessen, um nachhaltiger und effizienter zu wirtschaften und die Identifizierung neuer Anwendungsbereiche und Märkte für unsere Produkte. Immer größere Bedeutung gewinnt der Einsatz recycelter oder biologisch abbaubarer Rohstoffe. Durch die Entwicklung einer Rohstoffdatenbank ist es uns zukünftig bereits im Stadium der Produktentstehung möglich, spezifische Produkteigenschaften und Umwelt- und Nachhaltigkeitsanforderungen optimal aufeinander abzustimmen.

Mit der Verarbeitung recycelter Carbonfasern zu Vliesstoffen bietet der Geschäftsbereich TENOWO eine nachhaltige Lösungsstrategie für die Wiederverarbeitung dieses Hochleistungswerkstoffs. In speziellen Fertigungsverfahren werden Vliesstoffe aus recycelten Carbonfasern entwickelt, die über besondere Materialeigenschaften hinsichtlich Festigkeit und Weiterverarbeitbarkeit verfügen und neue Anwendungsbereiche und Märkte öffnen.

Der Geschäftsbereich NEUTEX entwickelt neben der Kreation neuer Designs und zusätzlicher Produkteigenschaften eine eigene ECO-Line, deren Produkte aus Recycling- bzw. Naturmaterialien hergestellt werden. So entstanden neue Produkte aus Naturfasern, wie Wollmischungen.

Ein wesentlicher Teil der Entwicklungsarbeit findet im Rahmen der Weiterentwicklung der Technologien und Optimierung der Prozesse statt. Der Geschäftsbereich TENOWO baut kontinuierlich seine Technologie-Expertise im Bereich Vliesstoff-Herstellung weiter aus. Im 2019 eingeweihten Technologie-Zentrum für Nähwirkvliesstoffe in Mittweida werden neueste technologische Entwicklungen und verschiedene Materialien eingesetzt, um Produktinnovationen zu schaffen. Neue Vliesstofftechnologien am Standort Hof ermöglichen TENOWO den Zugang zu neuen Absatzmärkten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Insgesamt waren 27 Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden ausschließlich bei den Tochtergesellschaften der Hoftex Group statt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Jahr 2020 wurde von den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Die rasante Ausbreitung des Virus forderte weltweit viele Todesopfer und führte aufgrund der bis heute anhaltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens und globaler Lieferketten zu einem Rückgang des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von -3,3 % (IWF-Prognose für 2020 pre Covid-19: +3,3 %).

Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2013 bis 2020 (gegenüber dem Vorjahr)

Quelle: Eigene Darstellung basierend auf den jeweils veröffentlichten Zahlen des IWF (WEO vom Apr. 2021)

*) Schätzung

Abb. 2: Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2013 bis 2020

Besonders die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wurden hart getroffen - der BIP-Rückgang der Industrieländer lag bei -4,7 %. Der Euroraum musste eine Abschwächung von -6,6 % verkraften (Vorjahr: 1,3 %). Im europäischen Vergleich war Deutschland mit einem Rückgang von -4,9 % (Vorjahr: 0,6 %) etwas weniger betroffen als viele seiner Nachbarländer (Spanien mit -11,0 %, Italien mit -8,9 % und Frankreich mit -8,2 %). Auch Großbritanniens Wirtschaft ist mit einem BIP-Rückgang von -9,9 % stark geschrumpft. Die USA, die bis heute über eine halbe Million Todesfälle beklagen mussten und damit in der Hinsicht weltweit am schwersten von der Pandemie getroffen wurden, konnten dagegen die wirtschaftlichen Einbußen im Vergleich zu den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit einer Abschwächung von -3,5 % etwas erfolgreicher abmildern (Vorjahr: 2,2 %). Die japanische Wirtschaft lag mit einem BIP-Rückgang von -4,8 % im allgemeinen Durchschnitt (Vorjahr: 0,3 %).

Bei den Schwellen- und Entwicklungsländern zeigt sich ein ähnliches, wenn auch etwas milderes Bild. Als einzige große Volkswirtschaft gelang es der Volksrepublik China, auch in 2020 weiter zu wachsen. Die Wachstumsrate lag mit 2,3 % natürlich dennoch weit unter der des Vorjahres (Vorjahr: 5,8 %). Der Verband südostasiatischer Nationen ASEAN verzeichnete eine deutliche Abschwächung (von 4,8 % in 2019 auf -3,4 % in 2020). Die indische Konjunktur litt mit einem BIP-Rückgang von -8,0 % besonders stark an den Auswirkungen der Pandemie (Vorjahr: 4,0 %). Auch die russische Wirtschaft musste einen Einbruch beklagen (von 2,0 % in 2019 auf -3,1 % in 2020). Die Volkswirtschaften der europäischen Schwellen- und Entwicklungsländer wurden mit einem durchschnittlichen BIP-Rückgang von -2,0 % im Vergleich zu den fortgeschrittenen Euroländern weniger stark getroffen (Vorjahr: 1,3 %).

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Als eine der am schwersten von der Pandemie betroffenen Industrien erlebte die Textil- und Modebranche ein schwarzes Jahr. Der Gesamtumsatz der deutschen Textil- und Modeindustrie (bezogen auf Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten) lag 2020 bei 14,8 Milliarden Euro. Nach dem Konjunkturbericht des Gesamtverbands textil+mode verzeichnete die Industrie somit einen Umsatzeinbruch von -11,4 %.

Abb. 3: Entwicklung Umsatz, Beschäftigung, Exporte in der Textil- und Modeindustrie 2020

Das Textilsegment war im Vergleich zum Bekleidungssegment weniger hart von der Pandemie betroffen, musste mit einem Umsatzrückgang von -6,7 % (Vorjahr: -5,2 %) aber dennoch erneut ein deutliches Minus hinnehmen. Besonders stark betroffen waren die Bereiche Spinnerei (-16,3 %), Veredelung (-20,7 %) und Wirk/​Strick (-30,3 %). Einzig die Bereiche der konfektionierten Textilwaren (5,5 %) und der Vliesstoffe (8,5 %) konnten ein positives Umsatzwachstum erzielen. Nach mehreren schlechten Jahren konnte sich die Vliesstoff-Sparte somit trotz der Einschränkungen der Pandemie deutlich erholen. Die Aussagen beziehen sich auf sämtliche Anwendungsbereiche für Vliesstoffe wie z.B. auch für den Einsatz im Hygienebereich, der die höchsten Steigerungsraten im letzten Jahr nachzuweisen hatte. Das Segment technische Textilien lag dagegen im Minus und musste einen Umsatzrückgang von -11,0 % hinnehmen.

Umsatzveränderungen der Textilsegment 2020

Quelle: Gesamtverband textil+mode, Konjunkturbericht Feb. 2021

Abb. 4: Umsatzveränderungen der Textilsegmente 2020

Die Umsätze im Bekleidungssegment sanken im vergangenen Jahr mit -19,0 % besonders stark. Der Bereich musste während des ersten Lockdowns im Frühjahr zeitweilige Umsatzeinbrüche von -45,0 % verkraften. Anders als im Textilsegment konnte keines der Teilsegmente positive Wachstumsraten verzeichnen. Das am stärksten von der Pandemie betroffene Segment war der Bereich der sonstigen Oberbekleidung mit einem Umsatzrückgang von -21,8 %.

Umsatzveränderungen der Bekleidungsegmente 2020

Quelle: Gesamtverband textil+mode, Konjunkturbericht Feb. 2021

Abb. 5: Umsatzveränderungen der Bekleidungssegmente 2020

Auch das Beschäftigungsniveau in der deutschen Textil- und Modeindustrie war in diesem Jahr aufgrund der Pandemie stark rückläufig (-5,8 %). Etwa die Hälfte aller Unternehmen musste für ihre Belegschaft Kurzarbeit anmelden. Im Segment Textil stand ein Beschäftigungsrückgang von -4,4 % zu Buche, das Bekleidungssegment verzeichnete einen Rückgang von -8,7 %.

Die Lohn- und Gehaltssummen entwickelten sich ebenfalls negativ. Im Textilsegment sanken die Bezüge um -5,9 %, das Bekleidungssegment zahlte -11,0 % weniger als noch im Vorjahr.

Auch die Exporte entwickelten sich über fast alle Länder und Bereiche hinweg mit -6,2 % deutlich zurück, lediglich nach China konnten mehr Produkte exportiert werden. Das Exportvolumen im Textilsegment blieb unter dem Niveau des Vorjahres (-2,4 %), der Rückgang im Bekleidungssegment war wie bei den anderen Konjunkturzahlen mit -8,2 % sogar noch ausgeprägter.

2.3. Überblick über den Geschäftsverlauf

Im Jahr 2020 beeinflusste die Covid-19-Pandemie die Hoftex Group maßgeblich und schränkte unsere wirtschaftlichen Aktivitäten stark ein. Mit dem ersten Auftreten von Covid-19 im Frühjahr 2020 brach das Geschäft in allen Bereichen abrupt ein. Dies veranlasste das Management der Hoftex Group dazu, am 24. April 2020 in einer Ad-hoc-Meldung auf die zu erwartenden Umsatz- und Ergebnisbelastungen für das Geschäftsjahr 2020 hinzuweisen. Die für die Gemeinschaft und die gesamte Weltwirtschaft einmalige Sondersituation machte eine quantifizierte Jahresprognose über den weiteren wirtschaftlichen Verlauf in unseren relevanten Märkten und damit auch über die Geschäftsentwicklung der Hoftex Group jedoch unmöglich. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2020 entwickelten sich die einzelnen Geschäftsbereiche sehr unterschiedlich und wenig vorhersehbar. Neben großen Risiken entstanden für die Unternehmen auch Chancen. Das Handeln unter erheblicher Unsicherheit erforderte hohe Flexibilität sowohl vom Management als auch von der Belegschaft, brachte jedoch auch innovative Ideen, Unternehmertum und den beschleunigten Ausbau digitaler Lösungen und Kompetenzen mit sich.

Geschäftsbereich TENOWO

Die Umsatzerlöse im Bereich TENOWO, welcher mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Vliesstoffen das Kerngeschäft der Hoftex Group bildet, lagen in 2020 mit 117,3 Mio. € um 13,0 % unter dem Vorjahreswert (134,9 Mio. €), was grundlegend auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen ist. Nach einer planmäßigen Umsatzentwicklung im ersten Quartal verzeichnete TENOWO während der ersten Corona-Welle im Frühjahr einen massiven Geschäftseinbruch in den verschiedenen Segmenten und Regionen, was für das erste Halbjahr in einem Umsatzrückgang von -21,2 % im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum mündete. Jedoch erholte sich die Auftragslage im dritten Quartal und das Geschäft stabilisierte sich bis zum Jahresende weiter. Ein Teil der Aufträge, die wegen des ersten Lockdowns nicht erteilt wurden, wurde bis zum Jahresende 2020 nachgeholt.

Für TENOWO ist der Bereich Automotive das größte Marktsegment. Infolge der Covid-19-Pandemie brach die Fahrzeugnachfrage in 2020 in allen Regionen der Welt vorrübergehend stark ein. Viele Automobilhersteller reagierten mit mehrwöchigen Werksschließungen, was für alle unsere weltweiten Standorte zu massiven Auftragseinbrüchen, verbunden mit Unterauslastungen in der Produktion führte. In China, das Land, welches bereits im ersten Quartal schwer von der Pandemie betroffen war, setzte nach der erfolgreichen Eindämmung von Covid-19 als erstes eine Erholung ein. Unser chinesischer Standort konnte sich schnell erholen und über weite Teile des Jahres eine robuste Auftragslage verzeichnen. Insgesamt konnte TENOWO China in 2020 die höchste Gesamtleistung und das beste Ergebnis seit seiner Gründung im Jahr 2014 erreichen. Der Umsatzeinbruch im Bereich Automotive setzte in den USA und Deutschland dagegen etwas später ein. Unser Standort USA, traditionell stark auf Automobilanwendungen ausgerichtet, konnte sich schnell und flexibel auf eine hohe Inlands-Nachfrage im Bereich Healthcare einstellen und Vliesstoffe für die Herstellung von Schutzbekleidung anbieten. Diese zeitlich begrenzten Zusatzgeschäfte konnten die Auftrags- und Produktionsausfälle im Segment Automotive im zweiten Quartal kompensieren. Ebenso wie in Europa begann sich in den USA im dritten Quartal auch die Automobilkonjunktur zu erholen, so dass TENOWO USA das Geschäftsjahr 2020 mit einem positiven Ergebnis abschließen konnte.

Am italienischen Standort fokussierte sich TENOWO im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die weitere konsequente Ausrichtung auf das Geschäftsfeld Healthcare. Infolge der Covid-19-Pandemie konnten jedoch wichtige Vertriebs- und Entwicklungsprojekte mit neuen und bestehenden Kunden nicht in geplantem Maße realisiert werden. Ebenso konnten aufgrund bestehender Reisebeschränkungen die Entwicklungs- und Technologie-Experten der Muttergesellschaft nicht im vorgesehenen Maße unterstützen, so dass die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht wurden.

Die strategische Ausrichtung auf neue Märkte und Anwendungen ist in TENOWO Deutschland am weitesten fortgeschritten. Der weltweite Lockdown wirkte sich allerdings ebenso auf die Zielmärkte der Segmente Industrial und Interlinings aus und so waren die Umsätze in Anwendungen für Industrie, Foodpackaging und Bekleidung mit zunehmendem Krisenverlauf stark in Mitleidenschaft gezogen. Lediglich der Bereich Healthcare konnte Zuwächse verzeichnen. Beginnend mit dem dritten Quartal erholte sich die Nachfrage in den Segmenten Automotive und Industrial, was nach Wochen starker Unterauslastung bzw. Auslastungsschwankungen zu einer stabilen Produktion auf Vorjahresniveau führte. Der traditionelle Bereich Interlinings, in dem sämtliche Bekleidungsanwendungen zusammengefasst sind, verzeichnete aufgrund der pandemiebedingten Krise des Einzelhandels bis zum Jahresende keine Verbesserung der Nachfrage.

Dennoch konnten die negativen Auswirkungen der volatilen Auftragslage und der kurzfristigen Verschiebungen des Artikelmix nicht vermieden werden. So kam es zu längeren Phasen der Unterauslastung, zu temporären Produktionsunterbrechungen und Effizienzeinbußen, die sich negativ auf das Ergebnis auswirkten. Das Instrument der Kurzarbeit erwies sich in dieser Zeit als sinnvolle Maßnahme, um die Personalkosten flexibel an die geringere Gesamtleistung anzupassen.

Der Geschäftsbereich TENOWO zeichnet sich durch seine technologische Anlagenvielfalt und Vliesspezialitäten aus. Das ermöglicht es TENOWO, die seit mehreren Jahren verfolgte strategische Ausrichtung auf neue Märkte und Anwendungen weiter auszubauen. Auch im Geschäftsjahr 2020 lag deshalb der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit in Maschinen und Anlagen für Anwendungen im Segment Industrial, wozu ebenso Healthcare wie auch Filtration, Foodpackaging, Bauanwendungen und Composites zählen. Die Realisierung der verschiedenen Investitionsprojekte, die sich im Geschäftsjahr 2020 im Wesentlichen auf die beiden Produktionsstandorte in Hof konzentrierten, war ebenfalls von den Einflüssen der Pandemie betroffen. Infolge verspäteter Anlieferung von Anlagenteilen und Ausfall von Montageteams konnten verschiedene Projekte nicht fristgerecht fertiggestellt und die Produktionsanlagen nicht wie geplant in Betrieb genommen werden. Die Großinvestition einer neuen Binderlinie in Hof, die auch weitreichende Gebäudesanierungsmaßnahmen umfasst, wird deshalb erst Mitte des Geschäftsjahres 2021 in Betrieb genommen.

Insgesamt konnte TENOWO trotz Covid-19-bedingter zweistelliger Umsatzrückgänge ein positives Ergebnis erzielen. Insbesondere die beiden ausländischen Tochtergesellschaften in China und den USA konnten ihre Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr verbessern und damit positiv zum Geschäftsbereichsergebnis beitragen. Aufgrund der Marktsituation konnte TENOWO jedoch nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen.

Geschäftsbereich NEUTEX

Der Geschäftsbereich NEUTEX, Produzent und Lieferant von Dekostoffen, innenliegenden Sonnenschutzlösungen und technischen Geweben erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 13,3 Mio. € (Vorjahr: 13,4 Mio. €) und konnte damit trotz des pandemiebedingten Einbruchs der Konjunktur seine Marktposition behaupten. Ebenso wie in allen Bereichen der Hoftex Group brachen die Umsätze während des ersten Lockdowns ein und lagen nach dem ersten Halbjahr -16,2 % unter Vorjahresniveau. Jedoch erwachte nach Jahren zurückhaltenden Kaufverhaltens bei Einrichtung und Deko ein neues Interesse bei den Verbrauchern, so dass sich die Auftragslage für NEUTEX im zweiten Halbjahr signifikant erholte und die Umsatzrückgänge des ersten Halbjahres kompensiert werden konnten. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die bereits seit einigen Jahren forcierte Ausrichtung auf digitales Marketing und Kunden mit eigenem Online-Vertrieb. Der Umsatz mit dieser Kundengruppe ist seit dem zweiten Quartal dynamisch gewachsen und trug erheblich zum Erreichen der Umsatzziele 2020 bei. Zudem eröffnete die Ausnahmesituation im Bereich medizinischer Schutzausrüstung kurzfristig für NEUTEX die Chance, mit der Entwicklung und Produktion von Mund-Nasen-Schutz die freien Konfektionskapazitäten auszulasten und das Produktportfolio zu erweitern. NEUTEX konnte sich damit dem Abwärtstrend bei Absatz, Umsatz und Produktion in der Heimdeco-Branche entziehen und Marktanteile hinzugewinnen. Die entstandenen Marktverwerfungen und -veränderungen durch die Covid-19-Pandemie konnten aufgrund der Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten in neue Kundensegmente und Zielmärkte von NEUTEX sehr gut gemeistert werden. NEUTEX konnte dabei insbesondere durch innovative Kollektionen und qualitativ hochwertige Produkte "Made in Germany" überzeugen.

Die Herausforderung auf Produktionsseite bestand darin, die durch die volatile Auftragslage häufig wechselnden Auslastungsgrade zu steuern. Durch Kurzarbeit und Abbau von Zeitkonten konnte NEUTEX flexibel auf die Situation reagieren und auch der Konfektionsbetrieb Textor war aufgrund seiner hohen Flexibilität in der Lage, kurzfristig auf geänderte Auslastung zu reagieren und die Kapazitäten entsprechend anzupassen. Trotzdem konnten die negativen Effekte auf die Betriebsabläufe nicht vermieden werden, was die Ertragslage belastete. Insgesamt hatte NEUTEX bei gleichbleibendem Umsatz einen Ergebnisrückgang gegenüber 2019 zu verzeichnen.

Geschäftsbereich HOFTEX

Mit seinem Bereich Färben erzielte der Geschäftsbereich HOFTEX im Berichtsjahr einen Umsatz von 6,6 Mio. € (Vorjahr: 20,5 Mio. €). Bereinigt um das zum 31. August 2019 veräußerte Segment Spinnen betrug der vergleichbare Umsatz im Vorjahreszeitraum 8,4 Mio. €, d.h. HOFTEX musste einen Rückgang von -21,4 % hinnehmen. HOFTEX, deren wichtigster Zielmarkt die Bekleidungsbranche ist, war von dem Konjunktureinbruch und den massiven Auswirkungen der Pandemie auf den Handel über das ganze Geschäftsjahr hinweg betroffen. Massiven Auftragsstornierungen in allen Kundensegmenten zu Beginn des zweiten Quartals folgten Auftragsrückgänge vor allem im Bekleidungssegment. Hauptursache für diese negative Entwicklung ist die Corona-Pandemie, die zum einen zu einer wochenlangen Schließung des stationären Textil- und Bekleidungshandels geführt hat und zum anderen die Nachfrage nach bestimmten Sortimenten wie Business- und Anlassbekleidung stark beeinträchtigte. Die Umsätze des stationären Bekleidungshandels sanken sogar um 24,8 %.

Der Produktionsstandort Selbitz zeichnet sich als moderner, effizienter und ressourcenschonender Färbereibetrieb aus, der sich aufgrund seiner Ausstattung und seines Fachpersonals schnell und flexibel auf die volatile Auftragslage anpassen konnte. Durch die schlanke Organisation und weiterer Produktionsoptimierungen gelang es, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften. Neben seiner operativen Tätigkeit im Bereich Färben von Garnen und Zwirnen befinden sich nach wie vor frühere Produktionsgebäude im Eigentum der HOFTEX, deren Unterhalt das Gesamtergebnis des Geschäftsbereichs HOFTEX in 2020 negativ belastet.

Sonstiges

Die Mietumsätze der beiden Immobiliengesellschaften beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 2,1 Mio. € und blieben damit annähernd auf Vorjahresniveau. Die Gewerbeimmobilie Hof-Moschendorf, die nach den umfangreichen, in den vergangenen Jahren getätigten baulichen und technischen Investitionsmaßnahmen komplett vermietet ist, trug wiederum positiv zum Konzernergebnis bei. Für die weitestgehend für Büro- und Schulungszwecke vermietete Gewerbeimmobilie in der Fabrikzeile Hof wurde ein weitreichendes Investitionsprogramm für Brandschutzmaßnahmen aufgelegt, welches das Jahresergebnis belastet hat und auch das Geschäftsjahr 2021 kostenmäßig beeinträchtigen wird.

2.4. Wirtschaftslage

Ertragslage

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Veränderung
In Mio. € 2020 2019 abs. in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 139,3 171,1 -31,8 -18,6%
Gesamtleistung 138,9 166,8 -27,9 -16,7%
Rohertrag 78,1 86,5 -8,4 -9,7%
Materialaufwand -64,3 -83,8 19,5 -23,3%
Personalaufwand -40,5 -46,3 5,8 -12,5%
Jahresüberschuss 3,1 2,7 0,4 +14,8%
EBITDA 15,5 15,4 0,1 +0,6%

Der Umsatz der Hoftex Group verringerte sich coronabedingt im Berichtsjahr um 18,6 % auf 139,3 Mio. €. Die Geschäftsbereiche TENOWO und HOFTEX mussten dabei größere Umsatzrückgänge hinnehmen, während NEUTEX trotz des schwierigen Marktumfeldes an die Vorjahreswerte anknüpfen konnte. Den weitaus größeren Teil unserer Umsatzerlöse erzielten wir im Ausland. Die Umsatzerlöse mit dem Ausland beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 90,1 Mio. €. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 102,1 Mio. €) von -11,8 %. Mit Ländern der Region EU (ohne Deutschland) sank der Umsatz nach 50,4 Mio. € im Vorjahr auf 40,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2020. Am stärksten von der Covid-19-Pandemie war das Inland betroffen: hier reduzierte sich der Umsatz um -28,7 % auf 49,2 Mio. € (Vorjahr: 69,0 Mio. €).

Abb. 6: Aufgliederung der Umsätze nach Regionen in Mio. €

Der Rückgang der Fertigwarenbestände und der unfertigen Erzeugnisse ergab eine Bestandsminderung von -0,4 Mio. € (Vorjahr: -4,3 Mio. €). Die Rohertragsmarge berechnet als Rohertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung ist mit 56,2 % gegenüber Vorjahr um 4,3 Prozentpunkte angestiegen. Eine positive Entwicklung zeigt die Materialaufwandsquote, die sich von 50,2 % im Vorjahr auf 46,3 % im Berichtsjahr verminderte. Der vorwiegende Grund dafür sind die niedrigeren Rohstoffpreise im Jahresverlauf, deren Talsohle zu Beginn der zweiten Jahreshälfte erreicht wurde. Die Covid-19-Pandemie führte zu unerwarteten und starken Nachfrageschwankungen, was sich auf die gesamte Lieferkette und auch auf die Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten auswirkte. Die sonstigen betrieblichen Erträge bleiben mit 3,4 Mio. € annähernd auf Vorjahresniveau (2019: 3,5 Mio. €). Darin enthalten sind 0,9 Mio. € Versicherungsentschädigungen für Sachschäden aus einem in 2017 entstandenen Brandschaden am TENOWO Standort Hof.

Die Gesamtleistung von 138,9 Mio. € ist hauptsächlich aufgrund des Rückgangs der Umsatzerlöse deutlich gesunken (Vorjahr: 166,8 Mio. €). Bezogen auf die Gesamtleistung ist der Anteil an Personalaufwendungen nur geringfügig von 27,8 % auf 29,2 % gestiegen. Zu dieser Entwicklung trugen vor allem Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden bei.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2,2 Mio. € auf 21,5 Mio. € ist im Wesentlichen durch reduzierte Vertriebsaufwendungen bedingt. Die aufgrund der Pandemie verursachten eingeschränkten Reisetätigkeiten und der Ausfall sämtlicher Messen spielten hierbei eine maßgebliche Rolle. Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtszeitraum auf 15,5 Mio. € (Vorjahr: 15,4 Mio. €).

Unter Berücksichtigung des Zinsergebnisses von -1,2 Mio. € (Vorjahr: -1,6 Mio. €), der Ertragsteuern von 0,2 Mio. € (Vorjahr: -0,1 Mio. €) und der sonstigen Steuern von -0,7 Mio. € (Vorjahr: -0,7 Mio. €) ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss im Berichtsjahr von 3,1 Mio. €, der 0,4 Mio. € über dem Vorjahr liegt. Dies entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von 0,58 € (Vorjahr: 0,50 €). Aufsichtsrat und Vorstand der Hoftex Group AG werden der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von 0,15 € je Stückaktie vorschlagen. Die Dividendenausschüttungsquote beträgt somit 25,9 % auf das Konzernergebnis.

Finanzlage

Die Finanzstruktur des Hoftex Group-Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert. Die im Geschäftsjahr 2016 begebenen Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von drei bis sieben Jahren und einem Gesamtvolumen von 50,0 Mio. € werden variabel bzw. fix verzinst. Die Rückführung der Schuldscheindarlehen erfolgt planmäßig, wobei die erste Tilgung in Höhe von 9,0 Mio. € Ende 2019 und eine zweite Tilgung Ende 2020 in Höhe von 5,0 Mio. € geleistet wurden. Im Geschäftsjahr 2021 stehen planmäßig 23,5 Mio. € zur Tilgung an. Darüber hinaus stehen Betriebsmittelkreditlinien von insgesamt 11,5 Mio. € zur Verfügung.

Bei einem Konzernergebnis von 3,1 Mio. € im Berichtsjahr konnte ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 19,8 Mio. € (Vorjahr: 19,2 Mio. €) erzielt werden. Vor allem der positive Effekt aus der Veränderung des Working Capitals, insbesondere der Abbau von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, trug zur Verbesserung bei.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -8,2 Mio. € (Vorjahr: -14,3 Mio. €) ist wesentlich geprägt durch Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen von 8,0 Mio. €.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2020 -7,7 Mio. € (Vorjahr: -13,0 Mio. €) und resultiert insbesondere aus der Tilgung einer weiteren Tranche der Schuldscheindarlehen, den Zinsen - hauptsächlich aus den Schuldscheindarlehen - sowie der Dividendenausschüttung.

Aus dem Zusammenwirken der Zuflüsse und Abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit während des Geschäftsjahres 2020 ergibt sich ein Anstieg des Finanzmittelfonds auf 26,6 Mio. € (Vorjahr: 22,9 Mio. €) zum 31. Dezember 2020.

Abb. 7: Cashflow Entwicklung Hoftex Group in Mio. €

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Hoftex Group-Konzerns verminderte sich zum 31. Dezember 2020 auf 176,7 Mio. €. Sie lag damit um 6,1 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 182,8 Mio. €.

Neben der Reduzierung der immateriellen Vermögensgegenstände auf 1,9 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) sanken ebenfalls die Sachanlagen von 102,7 Mio. € auf 98,6 Mio. €, was insbesondere auf die infolge der Covid-19-Pandemie geringere Investitionstätigkeit zurückzuführen ist. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Erweiterungsinvestitionen in verschiedene Vliesstofftechnologien an den Standorten TENOWO Hof und Mittweida. Zusätzlich haben Wechselkurseinflüsse aufgrund der Entwicklung des US-Dollars zur Minderung des Sachanlagevermögens beigetragen. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr insgesamt 11,3 Mio. € (Vorjahr: 11,3 Mio. €).

Im Umlaufvermögen sind die Vorräte von 29,4 Mio. € geringfügig um 0,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von 23,6 Mio. € auf 18,9 Mio. € gesunken. Dies ist im Wesentlichen begründet durch den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,7 Mio. € auf 16,0 Mio. € und der Verminderung der sonstigen Vermögensgegenstände um 2,1 Mio. € auf 2,8 Mio. €. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich von 22,9 Mio. € auf 26,6 Mio. €.

Das Eigenkapital des Konzerns verringerte sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,2 Mio. € auf 107,6 Mio. € zum 31. Dezember 2020. Ursächlich hierfür ist das positive Konzernergebnis im Berichtsjahr, wohingegen die erfolgsneutralen Währungskursverluste und die Dividendenzahlung an die Aktionäre gegenläufig wirkten. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2020 60,9 % (Vorjahr: 59,0 %).

Die Rückstellungen lagen mit 17,6 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres von 19,6 Mio. €. Die Pensionsrückstellungen sind mit den vollen Werten, unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 2,30 % (Vorjahr: 2,71 %) dotiert. Hiervon wurden die zurechenbaren Werte aus Ansprüchen an Rückdeckungsversicherungen abgezogen. Der Ausweis der Pensionsrückstellungen hat um insgesamt 0,4 Mio. € abgenommen. Von den anderen Rückstellungen haben sich die Steuerrückstellungen um 0,2 Mio. € und die sonstigen Rückstellungen um 1,4 Mio. € vermindert.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt 50,9 Mio. € (Vorjahr: 54,7 Mio. €). Ursächlich für den Rückgang ist vor allem die Verminderung der Bankverbindlichkeiten um 4,9 Mio. € aufgrund der planmäßigen Tilgung von Schuldscheindarlehen Ende 2020 in Höhe von 5,0 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel in Höhe von 6,6 Mio. € sind um 0,9 Mio. € zurückgegangen. Die übrigen Verbindlichkeiten von 8,0 Mio. € sind gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 7,7 Mio. €).

2.5. Mitarbeiter

Gegenüber dem Vorjahr sank die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Hoftex Group um 83 auf 1.053 Beschäftigte (Vorjahr: 1.136). Zum Stichtag 31.12.2020 waren insgesamt 1.035 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.071) im Konzern beschäftigt, davon 780 in Deutschland, was 75,4 % der gesamten Belegschaft entspricht.

Der größte Geschäftsbereich der Hoftex Group, die TENOWO, hatte in 2020 auch die meisten Beschäftigten mit 740 (Vorjahr: 751). Der nach Mitarbeitern größte Standort ist der Stammsitz Hof mit 365 Mitarbeitern (Vorjahr: 371).

Abb. 8: Mitarbeiter zum Stichtag 31.12. nach Ländern

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2020 2019
Deutschland 780 799
USA 93 101
Rumänien 79 82
China 50 56
Italien 32 31
Mexiko 1 2

Trotz der Covid-19-Pandemie verzeichnet die Hoftex Group damit eine stabile Mitarbeiterzahl. Durch Kurzarbeit und Abbau von Überstunden ist es uns gelungen, auf coronabedingte Kündigungen zu verzichten. Durch Etablierung eines Hygienekonzepts und umfangreiche Schutzmaßnahmen haben wir zeitnah auf die jeweilige Situation reagieren und unsere Mitarbeiter bestmöglich schützen können. Durch die Nutzung digitaler Medien und Tools war es möglich, zeitnah Home-Office-Lösungen anzubieten. Online-Seminare und Webinare wurden für Weiterbildungsmaßnahmen genutzt und neue Meeting-Formate etablierten sich innerhalb kürzester Zeit. Covid-19 hat für die Hoftex Group dazu geführt, dass viele Arbeitsprozesse digitaler und agiler wurden. Wir sehen uns am Beginn der Transformation der Arbeitswelt und einem grundlegenden Wandel in der Zusammenarbeit im Beruf hin zu einer großen Diversität von Arbeitsweisen. Unsere Aufgabe ist es, die Organisation auf diese neuen Herausforderungen auszurichten und unsere Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen.

3. Erklärung zur Unternehmensführung der HOFTEX GROUP AG nach § 289 f Abs. 4 HGB für das Geschäftsjahr 2020

Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach §§ 76 Abs. 4, 111 Abs. 5 AktG

Entsprechend dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst haben Vorstand und Aufsichtsrat die angestrebten Frauenquoten definiert. Die Zielgröße des Aufsichtsrats für die Frauenquote des Zwei-Personen-Vorstands wurde mit der Festlegung einer Nullquote beschlossen. Nachdem Robert Seibold zum 31. Juli 2020 aus dem Vorstand ausgeschieden ist, hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. August 2020 Manuela Spörl zum Vorstandsmitglied und zur Nachfolgerin von Robert Seibold als Finanzvorstand bestellt. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass ihm bis zum 31. Dezember 2021 mindestens zwei Frauen angehören. Aktuell sind mit Renate Dempfle und Melanie Liebert auf Anteilseignerseite sowie Johanna Falasa und Carmen Teismann auf Arbeitnehmerseite vier Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der HOFTEX GROUP AG eine Zielgröße von 20 % innerhalb einer Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Die Frauenquote in der ersten Führungsebene liegt aktuell bei 25 %. Eine Zielgröße für die zweite Führungsebene wurde nicht festgelegt, da die HOFTEX GROUP AG als Holdinggesellschaft über flache Führungsstrukturen verfügt und es daher keine durchgehende zweite Führungsebene gibt.

4. Risiko- und Chancenbericht

Die Hoftex Group sieht sich ständig einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln der einzelnen Geschäftsfelder und demnach auch der einzelnen Tochtergesellschaften verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Gleichzeitig ist es für die HOFTEX GROUP AG von Bedeutung, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese für die Ziele des Unternehmens zu nutzen und um die Wettbewerbsfähigkeit der HOFTEX GROUP AG und ihren Tochtergesellschaften zu sichern und auszubauen.

Es ist die Aufgabe des Managements, die Risiken frühzeitig zu erkennen, um ihnen mit entsprechenden Maßnahmen rechtzeitig begegnen zu können. Um dies zu ermöglichen, hat die Hoftex Group ein geeignetes Risikomanagementsystem etabliert. Im Nachfolgenden wird auf die für die Hoftex Group relevanten zentralen Risiko- und Chancenfelder eingegangen. Es werden lediglich diejenigen Bereiche erläutert, in denen es relevante Risiken und Chancen zu nennen gibt.

4.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Risiken und Chancen

Gesamtwirtschaftlichen Risiken und Konjunktureinbrüchen, wie sie durch die Covid-19-Pandemie ausgelöst wurden, kann sich auch die Hoftex Group nicht vollständig entziehen. Derartige Risiken können signifikante Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die weiterhin bestehende Pandemiesituation birgt nach wie vor große Unsicherheiten, weshalb es sich für die Hoftex Group um ein wesentliches Einzelrisiko handelt. Trotz den im vergangenen Jahr insgesamt geringeren finanziellen Auswirkungen ist nicht auszuschließen, dass die Covid-19-Pandemie erhebliche Folgewirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2021 haben wird. Durch unsere strategische Positionierung auf verschiedene Märkte und Regionen und durch unsere globale Präsenz wird dies jedoch weniger wahrscheinlich eingeschätzt.

Die HOFTEX GROUP AG ist abhängig von der Dynamik verschiedener Branchen. Kundenseitig sind die wichtigsten Branchen die Automobilindustrie sowie die Heimtextilindustrie. Auf der Lieferantenseite ist die HOFTEX GROUP AG unmittelbar abhängig von der Branche der Faser- und Chemieproduzenten. Ein Abschwung in den genannten Branchen kann allgemein zu einem Risiko für die Hoftex Group führen. Durch eine kontinuierlich an die aktuellen Gegebenheiten angepasste Vertriebs- und Marketingstrategie versuchen wir, neue Märkte und neue Kunden zu gewinnen, um dem genannten Risiko entgegenzuwirken und um unsere Absatzstrategie weiter zu diversifizieren.

Wir sehen uns weltweit mit starken Wettbewerbern aus der Textilindustrie konfrontiert. Vor allem ein Vordringen chinesischer Konkurrenten auf den europäischen Markt kann uns gefährlich werden. Ein weiterer Anstieg des Wettbewerbsdrucks, verursacht durch steigende Rohstoffpreise und einen steigenden Preisdruck seitens der Kunden, kann signifikante Auswirkungen auf unsere Ertrags- und Vermögenslage haben. Als Gegenmaßnahme streben wir kontinuierlich nach guten und engen Kundenbeziehungen und analysieren stetig die für uns relevanten Märkte.

4.2. Operative Chancen und Risiken

Als ein sehr von der Rohstoffbeschaffung abhängiges Unternehmen ist die Hoftex Group einigen Risiken auf dem Beschaffungsmarkt ausgesetzt. Generell sind vor allem Preisschwankungen und Qualitätsschwankungen ein großes Risiko. In den Geschäftsbereichen der Hoftex Group unterliegen die Rohstoffpreise regelmäßigen Schwankungen und durch einen generellen Anstieg der Rohstoffnachfrage tendenziell ansteigenden Preisen. Das Risiko von Qualitätsschwankungen wird in der HOFTEX GROUP AG durch ein fortlaufendes Monitoring der Lieferanten gesteuert. Das Beschaffungsteam arbeitet eng mit den jeweiligen Lieferanten zusammen und strebt auch hier nach immer weiteren Entwicklungsmöglichkeiten zur Minimierung von Beschaffungsrisiken auf beiden Seiten. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen unserem Beschaffungsteam und unseren Lieferanten lässt sich der anhaltende Trend nach immer mehr Transparenz in Bezug auf Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette als Chance für die Zukunft nutzen. Ausgelöst durch die Covid-19-Pandemie unterlagen die Rohstoffpreise im vergangenen Jahr hohen Preisschwankungen und die internationalen Lieferketten waren gestört. Durch regelmäßige enge Abstimmung der internen Supply-Chain wird die Bedarfsplanung regelmäßig an die Marktgegebenheiten auf Beschaffungs- und Vertriebsseite abgestimmt. Die sinnvolle Kombination geeigneter Beschaffungsstrategien reduziert das Risiko von Beschaffungsengpässen und Lieferantenabhängigkeiten.

Der Produktionsbereich der HOFTEX GROUP AG ist von einer detaillierten und weit vorausschauenden Planung abhängig. Gibt es Abweichungen zum Plan durch interne oder externe Einflüsse wie Lieferverzögerungen durch den Lieferanten oder kurzfristige Änderungswünsche vom Kunden, besteht das Risiko der Produktionsverzögerung. Pandemiebedingt unterlagen alle Bereiche im Berichtsjahr 2020 großen Auslastungsschwankungen was zur punktuellen Über- oder Unterproduktion führte.

Durch eine enge Kommunikation der Produktionsstätten untereinander und durch unsere internationale Ausrichtung kann zeitnah auf Probleme reagiert werden, um das genannte Risiko zu reduzieren. Das Instrument der Kurzarbeit und der Abbau von Zeitkonten ermöglichte es, die Phasen der Kapazitätsreduzierung zu überbrücken. Darüber hinaus ist im Bereich der Produktion mit kontinuierlichen Risiken im Rahmen der Qualität, Sicherheit und Umwelt zu rechnen. Diesen Risiken wird mit geeigneten Managementsystemen, Arbeits- und Umweltsicherungsschulungen sowie entsprechenden Versicherungen entgegengewirkt.

Neue Produktionstechnologien, welche durch die Digitalisierung begünstigt werden, bieten für uns eine große Chance. Durch eine vernetzte Produktion über alle Standorte hinweg, ergibt sich die Chance anhand geeigneter Datenanalysen zukünftig effizienter zu produzieren, die Qualität zu verbessern und Kosteneinsparungen zu realisieren. Anhand vermehrter digitaler Prozesse und Technologien ist eine verstärkte Nutzung von aktuellen Qualitätssicherungssystemen und -instrumenten entlang unserer Wertschöpfungskette möglich, die zu einer Minderung des Reklamationsrisikos beitragen.

Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter und Talente in speziellen Bereichen z.B. der Digitalisierung und Teilen der Produktion ist in den Regionen, in denen wir tätig sind, und in der Textilindustrie im Allgemeinen weiterhin sehr stark. Generell besteht das Risiko, dass Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und es dadurch in der Produktion sowie in der Verwaltung zu geschäftsschädigenden Effekten sowie Wissensverlust kommen kann. Mit Personalentwicklungsprogrammen geben wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich regelmäßig weiterzubilden und die Chance, attraktive Zusatzaufgaben in der Unternehmensgruppe zu übernehmen. Gerade die Digitalisierung und neue Technologien bieten die Chance, den Mitarbeitern eine interessante, moderne und flexible Arbeitsatmosphäre sowie Arbeitsmethoden anzubieten und neue potenzielle Bewerber zu finden und für uns zu begeistern.

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung unserer Geschäftsmodelle und Prozesse spielt die Systemlandschaft der Hoftex Group eine wichtige Rolle. Als global agierendes Unternehmen ist es für uns relevant, dass Informationen aktuell, vollständig und korrekt vorhanden sind und ausgetauscht werden können. Um dies zu gewährleisten, investieren wir kontinuierlich in unsere IT-Infrastruktur und bauen diese fortlaufend aus, um sie den aktuellen Bedingungen, intern wie extern, anzupassen. Dennoch sind unsere IT-Systeme und Netze potenziell den verschiedensten Formen von Cyberkriminalität sowie dem Risiko von Störungen ausgesetzt. Ausfälle der IT-Systeme können den Geschäftsbetrieb signifikant stören. Organisatorische und technische Maßnahmen zur Verringerung des Risikos werden kontinuierlich geprüft. Ergänzend wird durch regelmäßige Kommunikation das Bewusstsein jedes Users gesteigert und entsprechendes Verhalten geschult.

4.3. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die HOFTEX GROUP AG ist aufgrund ihrer globalen Geschäftstätigkeit Risiken und Chancen in Bezug auf Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese resultieren in besonderem Umfang aus Schwankungen des US-Dollars (USD) und des Chinesischen Yuan (CNY) sowie anderen Währungen gegenüber dem Euro. Risiken und Chancen im operativen Geschäft entstehen vor allem bei Generierung von Umsatzerlösen in einer anderen Währung als die dazugehörigen Kosten (Transaktionsrisiko). Das daraus resultierende Risiko wird intensiv beobachtet und bei Bedarf werden Devisentermingeschäfte zur Absicherung geschlossen.

Zinsrisiken und -chancen können für die HOFTEX GROUP AG durch steigende oder sinkende Finanzierungskosten infolge eines Zinsniveauanstiegs oder Zinsniveaurückgangs entstehen. Zur Absicherung gegen mögliche Risiken werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen und die Zinsentwicklungen kontinuierlich beobachtet.

Ausstehende Forderungen von Kunden oder anderweitige Zahlungsverpflichtungen von Drittparteien, denen nicht nachgekommen wird, bilden für die HOFTEX GROUP AG ein nicht unerhebliches Risiko. Diesem steuern wir entgegen, indem wir ein striktes Monitoring der Ausfallrisiken durch unser Konzerncontrolling durchführen. Weiter werden ausstehende Forderungen durch Warenkreditversicherungen gegen Ausfälle und Zahlungsunfähigkeiten der Kunden abgesichert. Die Bonitäten unserer Kunden werden regelmäßig über die Warenkreditversicherer geprüft sowie durch unser Credit-Insurance-Team überwacht und kontrolliert.

Für die Hoftex Group können Liquiditätsrisiken darin bestehen, wenn Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Eine fortlaufende Liquiditätsplanung sowie eine mehrjährige Finanzplanung ermöglichen es der HOFTEX GROUP AG, langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorzuhalten. Dadurch wird auch die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität des Konzerns sichergestellt.

4.4. Rechtliche und nicht finanzielle Risiken

Wie andere international agierende Unternehmen auch, ist die HOFTEX GROUP AG verschiedenen Rechts- und Compliance-Risiken ausgesetzt. Dabei geht es um Risiken aus möglichen Rechtsstreitigkeiten und Compliance-Verstößen sowie aus der Nichteinhaltung von regulatorischen Vorgaben. Darüber hinaus unterliegen wir weltweit vielfältiger staatlicher Regulierungen im Bereich des Umweltschutzes, Datenschutzes und weiterer gesetzlicher Vorgaben. Die Nichteinhaltung kann zu erheblichen Strafen, Schadensersatz und Reputationsverlusten führen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, arbeiten wir mit einer beratenden Anwaltskanzlei zusammen. Des Weiteren haben wir Datenschutzbeauftragte, Datenschutzkoordinatoren sowie Arbeitsschutzbeauftragte in den verschiedenen Standorten und arbeiten eng mit einem externen Berater zusammen.

Mit der Notierung im Freiverkehr an der Börse München ist die HOFTEX GROUP AG Regulierungsrichtlinien und Gesetzen unterworfen, woraus entsprechende Risiken entstehen können. Um den Kapitalmarktrisiken entgegenzuwirken, stehen wir in engem Kontakt zu einer Rechtsanwaltskanzlei, die uns unterstützt.

5. Prognosebericht

5.1. Ausblick gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Konjunkturexperten sind für das kommende Jahr positiv gestimmt und erwarten, dass die Pandemie eingedämmt werden kann und die weltweite Konjunktur eine deutliche Erholung erfahren wird: Der internationale Währungsfonds prognostiziert in seinem Jahresausblick ein globales Wirtschaftswachstum von 6,0 %.

Die Erholung des Euroraums soll bereits in 2021 greifen, es wird eine Wachstumsrate von 4,4 % angenommen. Die britische Wirtschaft soll sich nach dem starken Rückgang ebenfalls deutlich erholen (prognostizierte Wachstumsrate: 5,3 %). Für die USA wird ein hohes Wachstum von 6,4 % vorhergesagt. Insgesamt rechnet der IWF für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften in 2021 mit einer klaren Erholung und prognostiziert eine Wachstumsrate von 5,1 %.

Die konjunkturelle Dynamik der chinesischen Wirtschaft soll sich im kommenden Jahr stark beschleunigen (prognostizierte Wachstumsrate: 8,4 %). Für die indische Konjunktur zeichnet sich eine deutliche Erholung ab, es wird ein Wachstum von 12,5 % erwartet. Die prognostizierte Erholung der europäischen Schwellen- und Entwicklungsländer fällt dagegen mit einer Wachstumsrate von 4,4 % etwas geringer aus. Insgesamt erwartet der IWF auch für die Schwellen- und Entwicklungsländer eine starke Erholung und prognostiziert eine Wachstumsrate von 6,7 %.

5.2. Ausblick branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der ifo-Konjunkturklimaindex hat sich seit Frühjahr 2020 schrittweise verbessert und befindet sich auf einem Stand, der zuletzt im November 2018 verzeichnet wurde. Die Erwartungshaltung der Unternehmen des Textilsegments folgt dieser allgemeinen Trendwende. Im Gegensatz hierzu befindet sich das Geschäftsklima in der Bekleidungsindustrie kontinuierlich auf einem negativen Niveau.

Quelle: ifo-Konjunkturklimaindex für die Segmente Textil und Bekleidung von Jan 2020 bis Feb 2021

Abb. 9: Geschäftsklimaindex Januar 2020 bis Februar 2021

Wirft man zudem einen Blick auf das Zusammenspiel der Auftragsbestände und deren Trendentwicklung einerseits sowie der darauffolgenden Umsätze andererseits, lassen sich aus Sicht des Gesamtverbandes textil+mode, wie im Konjunkturbericht vom Februar 2021 dargestellt, kurzfristige Prognosen abgeben. Bereits in 2019 befand sich das Textilsegment in einer negativen Situation, die durch den Ausbruch der Pandemie verstärkt wurde. Betrachtet man jedoch die Umsatzentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2020, deuten insbesondere die letzten Monate auf eine leichte Erholung hin. Diese positiven Tendenzen laufen allerdings Gefahr, durch hohe Transportkosten sowie anhaltender Probleme bei der Verfügbarkeit einiger Rohstoffe und dadurch verursachter Preissteigerungen abgedämpft zu werden. Anders sieht es dagegen im Bekleidungssegment aus, welches vor allem aufgrund der Lockdowns von besonders hohen Lager- und Auftragsbeständen betroffen ist. Hierdurch laufen Umsätze und Auftragsbestände derzeit stark auseinander, eine baldige Erholung ist nicht abzusehen.

5.3. Ausblick Geschäftsverlauf

Auch die Unternehmen der Hoftex Group gehen in ihrer Planung davon aus, dass sich die Märkte im Geschäftsjahr 2021 weiter von der Covid-19-Pandemie erholen. Dies hängt jedoch vor allem davon ab, wie erfolgreich der internationalen Staatengemeinschaft die weitere Eindämmung von Covid-19 gelingt. Nach wie vor bestehen große Unsicherheiten über die mittelfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen, welche das Nachfrageverhalten der Konsumenten und auch die Investitionspolitik der Unternehmen wesentlich beeinflussen werden. Zudem wird die Bundestagswahl zum wichtigen Wegweiser für die deutsche und europäische Politik der nächsten Jahre. In unserem angenommenen Szenario gehen wir davon aus, dass alle Bereiche zum Wachstumskurs zurückkehren bzw. diesen weiter fortsetzen können.

Der Geschäftsbereich TENOWO wird seine Wachstumsstrategie mit dem Ausbau verschiedener Zielmärkte und Anwendungen weiter fortsetzen. Der bereits in 2020 begonnene Transformationsprozess soll weiter vorangetrieben werden. Die interne Organisation wird zukünftig noch stärker auf die Zielmärkte ausgerichtet, wodurch neben dem Kerngeschäft im Segment Automotive weitere Wachstumsfelder entstehen sollen. Aber auch in unserem Segment Automotive sehen wir weitere Wachstumschancen: der Einsatz von Vliesstoffen wird durch den Wandel zu alternativen Antrieben und die Notwendigkeit, energiesparendere Fahrzeuge zu entwickeln, zukünftig weiter steigen.

Unser Geschäftsbereich NEUTEX richtet sich mit seiner digitalen Vertriebs- und Marketingstrategie und Internationalisierung des Vertriebs weiter strategisch aus und erwartet einen moderaten Umsatzzuwachs. Die Abhängigkeit vom stationären Einzel- und Fachhandel ist jedoch stark und weitere, länger andauernde Lockdowns könnten ein Risiko darstellen.

HOFTEX, unser kleinster Geschäftsbereich plant im Verlauf des Geschäftsjahres mit einer sukzessiven Belebung des Geschäfts und für 2021 ebenso Umsatzsteigerungen, insbesondere im Kundensegment Bekleidung.

Um das prognostizierte Wachstum in 2021 realisieren zu können, wird es jedoch für alle unsere Gesellschaften entscheidend sein, wieder intensiven Kontakt mit unseren Kunden aufnehmen zu können, um gemeinsame Entwicklungsprojekte zu starten und umzusetzen. Auf Seiten der Produktion und Organisation hat die Hoftex Group im letzten Jahr bewiesen, sich flexibel und zügig auf die volatilen Marktgegebenheiten einstellen zu können. Für 2021 werden wir bei normalisierten Bedingungen unser Augenmerk auf die Instandhaltung, auf interne Prozessverbesserungen und Optimierungen legen. Die geplanten Investitionen werden bei rund 10,0 Mio. € liegen, der Investitionsschwerpunkt wird mit der Fertigstellung des Investitionsprojektes Binderlinie wiederrum TENOWO am Standort Hof sein. Für 2021 erwarten wir höhere Beschaffungskosten im Bereich Rohstoffe, Chemikalien und Energie, was die Ertragslage belasten wird.

Ausgehend von den zugrunde gelegten Annahmen und Rahmenbedingungen für 2021 prognostizieren wir einen Umsatzzuwachs in der Größenordnung zwischen 5 % bis 15 % gegenüber dem Vorjahr (139,3 Mio. €). Das EBITDA wird voraussichtlich zwischen 15,0 Mio. € bis 18,0 Mio. € liegen.

Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass es zu keinen unvorhergesehenen Geschäftseinbrüchen kommt und die Covid-19-Pandemie erfolgreich eingedämmt wird. Als wesentliche Risiken wären zeitweise Produktionsausfälle, weitere Verschiebungen bei Kundenprojekten und bei eigenen Instandhaltungs- und Investitionsprojekten, zu nennen, die sich negativ auf Umsatz und EBITDA auswirken könnten.

Hof, den 30. April 2021

HOFTEX GROUP AG

Der Vorstand

Klaus Steger

Manuela Spörl

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

in Tausend EUR

Aktiva

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Anhang 31.12.2020 31.12.2019
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6 1.855 2.408
II. Sachanlagen 6 98.601 102.654
III. Finanzanlagen 6 17 43
100.473 105.105
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 7 29.372 29.701
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8 18.873 23.649
III. Liquide Mittel 9 26.614 22.856
74.859 76.206
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 284 370
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 10 1.126 1.092
Bilanzsumme 176.742 182.773
PASSIVA
Anhang 31.12.2020 31.12.2019
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 11 13.920 13.920
II. Kapitalrücklage 13 41.158 41.158
III. Gewinnrücklagen 14 55.254 54.254
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -4.170 -1.667
V. Konzernbilanzgewinn 15 1.455 133
107.617 107.798
B. RÜCKSTELLUNGEN 16 17.581 19.635
C. VERBINDLICHKEITEN 17 50.860 54.656
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 10 684 684
Bilanzsumme 176.742 182.773

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020

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in Tausend EUR Anhang 2020 2019
Umsatzerlöse 18 139.340 171.051
Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse -411 -4.279
Gesamtleistung 138.929 166.772
Sonstige betriebliche Erträge 19 3.443 3.490
Materialaufwand 20 -64.274 -83.767
Rohertrag 78.098 86.495
Personalaufwand 21 -40.457 -46.256
Abschreibungen 6 -11.279 -11.329
Sonstige betriebliche Aufwendungen 22 -21.453 -23.749
Betriebsergebnis 4.909 5.161
Zinsergebnis 23 -1.231 -1.614
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24 157 -143
Ergebnis nach Steuern 3.835 3.404
Sonstige Steuern 25 -697 -696
Konzernjahresüberschuss 3.138 2.708

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

(1) Darstellung des Konzernabschlusses

Die HOFTEX GROUP AG ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Hoftex Group-Konzerns.

Der Geschäftsgegenstand entspricht grundsätzlich dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Hoftex Group sind Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Vliesstoffen für technische Anwendungen in der Automobilbranche, der Bauindustrie und Kabelindustrie sowie für medizinische Anwendungen und für die Bekleidungsbranche. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Herstellung und der Vertrieb von Dekostoffen und textiler Sonnenschutzlösungen sowie der Betrieb einer Garnfärberei.

Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die HOFTEX GROUP AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB) bzw. des Aktiengesetzes (AktG).

Der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG zum 31. Dezember 2020 wurde nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt.

Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€).

Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2020 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften gegebenenfalls auf die Vorschriften des HGB übergeleitet.

Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

(2) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31.12.2020 sind neben der HOFTEX GROUP AG 13 (Vorjahr: 14) inländische und 5 (Vorjahr: 5) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der HOFTEX GROUP AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Hoftex Group, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS 19 einbezogen.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises ergab sich aus einer Verschmelzung der Hof Garn Verwaltungs GmbH auf die HOFTEX GROUP AG mit Wirkung zum 01.01.2020. Im Zuge der Verschmelzung hat die HOFTEX GROUP AG die von der Hof Garn Verwaltungs GmbH gehaltenen Anteile an der Hoftex GmbH übernommen, sodass die HOFTEX GROUP AG nunmehr 100 % der Anteile hält.

Ebenso wurde das bisher gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht einbezogene inländische Tochterunternehmen HBD Textil-GmbH mit Wirkung zum 01.01.2020 auf die HOFTEX GROUP AG verschmolzen.

Von der Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Der Konsolidierungskreis der HOFTEX GROUP AG umfasst zum 31. Dezember 2020 die folgenden Gesellschaften:

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Firma Sitz Anteil am Kapital

in %
Währung Eigenkapital

in Tausend 7)
Jahresergebnis

in Tausend
vollkonsolidierte Unternehmen
gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Hoftex GmbH Hof 1) 100,00 Euro 14.069 (EAV) 8)
Hoftex Färberei GmbH Hof 2) 100,00 Euro 800 (EAV) 8)
Hoftex Färberei Betriebs GmbH Hof 3) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
Tenowo GmbH Hof 100,00 Euro 63.171 (EAV) 8)
Tenowo Hof GmbH Hof 4) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
Tenowo Reichenbach GmbH Hof 4) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
Tenowo Mittweida GmbH Hof 4) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
Tenowo Inc. Lincolnton, USA 4) 100,00 USD 9) 12.224 2.943
Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. Huzhou, China 4) 100,00 CNY 10) 47.321 3.676
Resintex Industriale S.r.l. Mailand, Italien 4) 100,00 Euro 2.174 -150
Tenowo de Mexico S. de R.L. de C.V. San Luis de Potosi, Mexiko 5) 100,00 MXN 11) -7.000 -3.916
Neutex Home Deco GmbH Münchberg 100,00 Euro 7.536 (EAV) 8)
Neutex Betriebs GmbH Münchberg 6) 100,00 Euro 150 (EAV) 8)
SC Textor S.A. Targu Mures, Rumänien 6) 100,00 RON 12) 13.247 -4
Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH 13) Hof 100,00 Euro 89 3
Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG 14) Hof 100,00 Euro 14.641 922
Feinspinnerei Hof GmbH Hof 100,00 Euro 41 -2
Hoftex Immobilien I GmbH Hof 100,00 Euro 4.472 (EAV) 8)
vollkonsolidierte Unternehmen
gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V. Hof 0,00 Euro - -

1) 100 % der Anteile hält die HOFTEX GROUP AG.

2) 100 % der Anteile hält die Hoftex GmbH.

3) 100 % der Anteile hält die Hoftex Färberei GmbH.

4) 100 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.

5) 90 % der Anteile hält die Tenowo GmbH; 10 % die Tenowo Inc.

6) 100 % der Anteile hält die Neutex Home Deco GmbH.

7) Die Angabe erfolgt einschließlich des Geschäftsjahresergebnisses.

8) EAV = Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ("Ergebnisabführungsvertrag"); die Gesellschaft nimmt die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

9) Stichtagskurs zum 31.12.2020: 1 Euro = 1,2271 USD

10) Stichtagskurs zum 31.12.2020: 1 Euro = 8,0225 CNY

11) Stichtagskurs zum 31.12.2020: 1 Euro = 24,4160 MXN

12) Stichtagskurs zum 31.12.2020: 1 Euro = 4,8683 RON

13) Unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG.

14) Die Gesellschaft nimmt die Befreiung nach § 264b HGB in Anspruch.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Für Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1.1.2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen.

Ein im Geschäftsjahr 2018 aktivierter Geschäfts- oder Firmenwert wird über die planmäßige voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer begründet sich hauptsächlich in der kurzfristigen Vertragsdisposition mit den Abnehmerkreisen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden vor allem von Dritten erworbene Software und Lizenzen ausgewiesen. Diese werden ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen bis maximal der Höhe der fortentwickelten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Diese orientiert sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen (Mindestsätze) und Erfahrungswerten.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB.

Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Latente Steuern werden auf Basis des Temporary-Konzepts gebildet. Dementsprechend wird in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften ein Passivposten für latente Steuern gebildet, wenn sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in Zukunft voraussichtlich abbauen, und sich daraus eine Steuerbelastung ergibt. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen künftig Steuerentlastungen, so erfolgt eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wird nicht aktiviert. Auch werden keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines vereinfachten Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer 15 %, Gewerbesteuer 14 %) ermittelt. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften wurde der im jeweiligen Land gültige Ertragsteuersatz, der zwischen 16 % und 30 % liegt, verwendet.

Soweit sich aus den Vorschriften zur Vollkonsolidierung (§§ 300 bis 307 HGB) zusätzliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätze ergeben, die sich in späteren Zeiträumen voraussichtlich ausgleichen, wurden aktive und passive latente Steuern angesetzt, die mit der pauschalen Steuerquote von 29 % ermittelt wurden. Gemäß dem Wahlrecht nach § 306 HGB werden diese saldiert.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte liegen annähernd auf Höhe der Zeitwerte von T€ 2.570 (Vorjahr: T€ 2.835), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 4.186 (Vorjahr: T€ 4.475). Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag (Rückstellung) aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.616 (Vorjahr: T€ 1.641). Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sowie Aufwendungen infolge von Änderungen des Marktzinssatzes erfasst. Den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 256 (Vorjahr: T€ 312) stehen mit diesen verrechnete Vermögenserträge von T€ 28 (Vorjahr: T€ 34) gegenüber.

Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 2,3 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der sich zum 31. Dezember 2020 aus der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung ergebende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf T€ 497 (Vorjahr: T€ 560). Der entsprechende Betrag bei der HOFTEX GROUP AG von T€ 406 (Vorjahr: T€ 453) unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14. Dezember 1994 wurden mit Wirkung ab 31. Dezember 1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert.

Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden. Durch die Schließung der Altersvorsorge ist die Berücksichtigung der Fluktuationsrate hinfällig.

Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung in DRS 19 (Bekanntmachung 18. Februar 2011) sind Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Hoftex Group in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 1.432 (Vorjahr: T€ 1.562). Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB, belaufen sich auf T€ 2.592 (Vorjahr: T€ 2.708). Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 1.160 (Vorjahr: T€ 1.146) wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt.

Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsvereinbarungen entsprechen den am Bilanzstichtag tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträgen.

Soweit Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet werden, werden diese nach der sog. "Einfrierungsmethode" bilanziert.

(5) Währungsumrechnung

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen.

Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs. Differenzbeträge aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Auf die Eigenkapitalpositionen werden die historischen Kurse angewendet. Aufwendungen und Erträge werden zum von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

(6) Entwicklung des Anlagevermögens vom 1.1. bis zum 31.12.2020

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in Tausend EUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020 Währungsänderungen Zugänge Umbuchungen Abgänge
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte 5.734 5 305 0 5
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 566 0 0 0 0
6.300 5 305 0 5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 133.250 -1.333 648 4.720 321
2. Technische Anlagen und Maschinen 187.877 -2.891 3.020 4.427 307
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.176 -123 692 12 1.116
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.190 -43 3.660 -9.159 0
355.493 -4.390 8.020 0 1.744
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26 0 0 0 26
2. Beteiligungen 16 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 1 0 0 0 0
43 0 0 0 26
361.836 -4.385 8.325 0 1.775

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in Tausend EUR Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2020 Stand am 1.1.2020 Währungsänderungen Zugänge Abgänge
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte 6.039 3.741 6 740 1
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 566 151 0 113 0
6.605 3.892 6 853 1
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 136.964 84.609 -642 1.955 267
2. Technische Anlagen und Maschinen 192.126 148.636 -2.096 7.351 307
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.641 19.594 -93 1.120 1.082
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.648 0 0 0 0
357.379 252.839 -2.831 10.426 1.656
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 16 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 1 0 0 0 0
17 0 0 0 0
364.001 256.731 -2.825 11.279 1.657

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in Tausend EUR Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte 4.486 1.553 1.993
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 264 302 415
4.750 1.855 2.408
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 85.655 51.309 48.641
2. Technische Anlagen und Maschinen 153.584 38.542 39.241
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.539 4.102 4.582
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 4.648 10.190
258.778 98.601 102.654
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 26
2. Beteiligungen 0 16 16
3. Sonstige Ausleihungen 0 1 1
0 17 43
263.528 100.473 105.105

(7) Vorräte

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31.12.2020 31.12.2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.999 12.484
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.746 2.783
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.627 14.434
29.372 29.701

(8) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2020 31.12.2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.993 18.706
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 75 91
Sonstige Vermögensgegenstände 2.805 4.852
18.873 23.649

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 8) enthalten. In den übrigen Forderungspositionen sind keine langfristigen Posten enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

(9) Liquide Mittel

Unter liquiden Mitteln werden der Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen.

(10) Latente Steuern

Zeitliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich im Wesentlichen bei den Sachanlagen, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, Finanzanlagen, sonstigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus bestehen steuerliche Verlustvorträge.

In den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden latente Steuern nur angesetzt, wenn sich insgesamt ein Überhang der passiven latenten Steuern über die aktiven latenten Steuern ergibt. Im Geschäftsjahr 2020 werden aktive latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen von T€ 1.126 bilanziert.

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2020 wie folgt entwickelt:

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2020 2019 Veränderung
Aktive latente Steuern 1.126 1.092 34
Passive latente Steuern 684 684 0

(11) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der HOFTEX GROUP AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Gesellschaftskapital.

(12) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2019 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 11. Juli 2024 gegen Bar- und/​oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu T€ 5.000 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Von der Ermächtigung, das Grundkapital zu erhöhen, wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

(13) Kapitalrücklage

Als Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der HOFTEX GROUP AG in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB das Ausgabeaufgeld von T€ 2.199 aus der im Jahr 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung sowie Einlagen der Altgesellschafter.

(14) Gewinnrücklagen

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2020 2019
Gewinnrücklagen 1.1. 54.254 51.454
Einstellung gem. § 58 Abs. 3 AktG 1.000 1.500
Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG 0 1.300
Gewinnrücklagen 31.12. 55.254 54.254

(15) Ergebnisverwendung

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2020 2019
Konzernbilanzgewinn /​ -verlust 1.1. 133 1.586
Einstellung in andere Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 3 AktG durch die Hauptversammlung -1.000 -1.500
Dividendenzahlung -816 -1.361
Konzernjahresüberschuss 3.138 2.708
Einstellung in andere Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat 0 -1.300
Konzernbilanzgewinn 31.12. 1.455 133

(16) Rückstellungen

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31.12.2020 31.12.2019
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.598 10.172
Vermögensverrechnung mit zuordenbaren Versicherungsansprüchen -1.138 -1.272
Ausweis Pensionsrückstellungen 8.460 8.900
Steuerrückstellungen 58 255
Sonstige Rückstellungen 9.063 10.480
17.581 19.635

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Gewährleistungen, Rechts- und Beratungskosten sowie ausstehende Rechnungen enthalten.

(17) Verbindlichkeiten

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31.12.2020 31.12.2019
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.317 41.211
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.351 5.573
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 229 135
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.318 6.370
Sonstige Verbindlichkeiten 2.645 1.367
davon aus Steuern (786) (380)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (138) (143)
50.860 54.656

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 5.318 (Vorjahr: T€ 6.366) gegenüber der Mehrheitsaktionärin ERWO Holding AG und anderen Unternehmen des ERWO-Konzernverbundes. Davon sind T€ 3.277 von der Zhangjiagang Yangtse Spinning Co. (ZYS) in China an die Tenowo Huzhou Ltd. bis auf Weiteres zur Verfügung gestellte Betriebsmittelkredite, die zu einem marktkonformen Zinssatz verzinst werden. Mit T€ 76 (Vorjahr: T€ 162) betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen den Liefer- und Leistungsverkehr und mit T€ 1.965 (Vorjahr: T€ 1.824) sonstige Verbindlichkeiten.

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31.12.2020 31.12.2019
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.713 12.604 0 5.137 36.074 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.351 0 0 5.573 0 0
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 229 0 0 135 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.318 0 0 6.370 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.645 0 0 1.367 0 0
davon aus Steuern (786) (0) (0) (380) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (138) (0) (0) (143) (0) (0)
38.256 12.604 0 18.582 36.074 0

Die HOFTEX GROUP AG und ihre Tochtergesellschaften bilden gegenüber den kreditgebenden Banken einen gesamtschuldnerischen Haftungsverbund.

(18) Aufgliederung der Umsätze

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2020 2019
Nach Bereichen
Hoftex 6.589 20.474
Neutex 13.347 13.383
Tenowo 117.273 134.918
Sonstige 2.131 2.276
139.340 171.051
Nach Regionen
Inland 49.220 68.974
Übrige Europäische Union 40.027 50.357
Übriges Ausland 50.093 51.720
139.340 171.051

(19) Sonstige betriebliche Erträge

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2020 2019
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.469 1.601
Erträge aus Währungskursveränderungen 143 277
Erträge aus Anlagenabgängen 64 260
Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen und der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 152 303
Erträge aus Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 0 359
Sonstige periodenfremde Erträge 335 264
Übrige betriebliche Erträge 1.280 426
3.443 3.490

In den übrigen betrieblichen Erträgen sind unter anderem T€ 876 Versicherungsentschädigungen für Sachschäden aus einem in 2017 entstandenen Brandschaden im Bereich der Fasermischerei am Vliesstandort Hof enthalten.

(20) Materialaufwand

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2020 2019
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 60.046 80.387
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.228 3.380
64.274 83.767

Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 46,3 % (Vorjahr: 50,2 %).

(21) Personalaufwand

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2020 2019
Löhne und Gehälter 33.344 37.625
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.113 8.631
davon für Altersversorgung (126) (459)
40.457 46.256

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

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2020 2019
Gewerbliche Arbeitnehmer 706 769
Angestellte 304 323
1.010 1.092

Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 43 Auszubildende (Vorjahr: 44) beschäftigt.

(22) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2020 2019
Zuführung Wertberichtigungen, Ausbuchung von Forderungen 872 328
Aufwendungen aus Währungskursveränderungen 485 153
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 325 236
Verwaltungskosten 5.389 5.578
Betriebskosten 8.065 8.795
Vertriebskosten 5.229 7.500
Übrige betriebliche Aufwendungen 1.088 1.159
21.453 23.749

(23) Zinsergebnis

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2020 2019
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25 52
davon aus verbundenen Unternehmen (0) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.256 -1.666
davon an verbundene Unternehmen (-191) (-202)
davon aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (-256) (-312)
-1.231 -1.614

Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen beträgt T€ 28 (Vorjahr: T€ 34).

(24) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2020 2019
Körperschaftsteuer Geschäftsjahr -14 -367
Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre 74 0
Körperschaftsteuererstattungen 107 381
Körperschaftsteuernachzahlungen 0 -42
Gewerbesteuer Geschäftsjahr -44 -268
Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre 0 45
Gewerbesteuererstattungen 0 272
Gewerbesteuernachzahlungen 0 -149
Veränderung latente Steuern 34 -15
157 -143

(25) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betreffen mit T€ 592 (Vorjahr: T€ 584) im Wesentlichen Grundsteuer.

(26) Honorare des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr Honorare von insgesamt T€ 291 (Vorjahr: T€ 310) berechnet.

Das Gesamthonorar ist wie folgt aufzuschlüsseln:

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2020 2019
Abschlussprüfungsleistungen 174 190
Andere Bestätigungsleistungen 20 25
Steuerberatungsleistungen 97 95
291 310

(27) Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Angabe der Vorstandsgesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB unterbleibt unter Anwendung der Befreiungsvorschrift der §§ 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB.

Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 92 (Vorjahr: T€ 89).

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betragen T€ 293 (Vorjahr: T€ 305). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind T€ 3.267 (Vorjahr: T€ 3.317) zurückgestellt.

(28) Konzern-Kapitalflussrechnung

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Ausgehend vom Konzern-Jahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge sowie Änderungen, nahezu ausschließlich Wechselkurseffekte umfassend, im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelzu- und -abflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.

(29) Haftungsverhältnisse

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2020 2019
Bürgschaftsverpflichtungen 70 70

Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit ist mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen.

(30) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Bestellobligos in Höhe von insgesamt T€ 3.488 (Vorjahr: T€ 5.062).

(31) Derivative Finanzinstrumente

Die HOFTEX GROUP AG schließt nur derivative Finanzinstrumente ab, die in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang stehen und mit entsprechenden Grundgeschäften zu einer Bewertungseinheit (Makro-Hedge) zusammengefasst werden. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken von variabel verzinslichen langfristigen Bankverbindlichkeiten wurden zwei Zinsswaps in Höhe von nominal zusammen T€ 16.500 abgeschlossen, um das Risiko aus künftigen Zinssteigerungen zu begrenzen. Die zum 31. Dezember 2020 im Bestand befindlichen Zinssicherungsgeschäfte mit Restlaufzeiten von 12 Monaten, deren Fälligkeit innerhalb der Fälligkeiten der Grundgeschäfte liegen, wurden mit diesen Grundgeschäften in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag waren aus diesen Transaktionen daher keine Rückstellungen aus Bewertungseinheiten zu bilden; d.h. in Höhe der beizulegenden negativen Zeitwerte von insgesamt T€ 86 wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften vermieden.

Für die von der Gesellschaft abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich zum 31. Dezember 2020 folgende beizulegende Zeitwerte:

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Fälligkeit Nominalbetrag Buchwert Beizulegender Zeitwert Swapsatz
23.12.2021 Mio. EUR 10,0 TEUR 0 TEUR -53 0,5225 %
23.12.2021 Mio. EUR 6,5 TEUR 0 TEUR -33 0,5000 %

Die Zeitwerte der Zinsbegrenzungsgeschäfte werden von den Kontrahentenbanken anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung der jeweiligen Zinsstrukturkurve ermittelt.

(32) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag sind nicht eingetreten.

(33) Mitglieder des Aufsichtsrats

Tom Steger

Vorsitzender

Selbstständiger Rechtsanwalt

Nürnberg

Martin Steger

Stellv. Vorsitzender

Selbstständiger Immobilienkaufmann

Nürnberg

Werner Berlet

Im Ruhestand (ehem. IT-Manager bei Elmotec Statomat GmbH)

Bad Homburg v.d. Höhe

Renate Dempfle

Geschäftsführerin der PDV Inter-Media GmbH

Augsburg

Johanna Falasa *

Kaufmännische Angestellte

Münchberg

Melanie Liebert

Selbstständige Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin

Augsburg

York Riedel

Selbstständiger Rechtsanwalt

Nürnberg

Wolfgang Schmidt *

Vorsitzender Betriebsrat Tenowo Hof und Reichenbach

Hof

Carmen Teismann *

Laborangestellte

Schwarzenbach/​Saale

* von den Arbeitnehmern gewählt

(34) Mitglieder des Vorstands

Klaus Steger

Vorstandsvorsitzender, Chief Executive Officer

Nürnberg

Robert Seibold (bis 31.07.2020)

Chief Financial Officer

Abenberg

Manuela Spörl (seit 01.08.2020)

Chief Financial Officer

Hof

(35) Konzernverbindung

Die HOFTEX GROUP AG, Hof, eine i.S.v. § 267 HGB kleine Kapitalgesellschaft, ist als Konzernmutterunternehmen selbst Tochterunternehmen der ERWO Holding AG, Schwaig bei Nürnberg. Die zwei Gesellschaften erstellen jeweils als Konzernmutterunternehmen einen Konzernabschluss unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Tochterunternehmen; auf eine Inanspruchnahme von § 291 HGB wird verzichtet. In ihrem Anhang zum Jahresabschluss berichtet die HOFTEX GROUP AG, dass sie in den Konzernabschluss der ERWO Holding AG einbezogen ist. Dazu ergänzt sie, dass die ERWO Holding AG den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt (§ 285 Nr. 14 HGB), und die HOFTEX GROUP AG den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen (§ 285 Nr. 14a HGB). Beide Konzernabschlüsse sind jeweils im Bundesanzeiger verfügbar.

(36) Gewinnverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der HOFTEX GROUP AG wie folgt zu verwenden:

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Ausschüttung einer Dividende von € 0,15 je Stückaktie auf das gezeichnete Kapital von € 13.919.988,69 (= 5.444.800 Stückaktien) 816.720,00
Vortrag auf neue Rechnung 132.427,31
Bilanzgewinn 949.147,31

Hof, 30. April 2021

HOFTEX GROUP AG

Der Vorstand

Klaus Steger

Manuela Spörl

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020

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in Tausend EUR 2020 2019
Konzernjahresüberschuss 3.138 2.708
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.279 10.970
+/​- Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen inkl. Pensionsrückstellungen -1.857 -2.278
+/​- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -850 93
-/​+ Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.355 8.136
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.204 -995
-/​+ Gewinn/​Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -34 -226
+/​- Zinsaufwendungen/​Zinserträge 1.003 1.337
+/​- Ertragsteueraufwand/​-ertrag -157 143
+/​- Ertragsteuerzahlungen -236 -656
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 19.845 19.232
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -305 -369
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 122 540
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.020 -14.603
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 75
+ Erhaltene Zinsen 25 17
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -8.178 -14.340
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 166 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -5.060 -10.375
- Auszahlungen aus der Tilgung kurzfristiger Finanzmittel an verbundene Unternehmen -997 0
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 64 86
- Gezahlte Zinsen -1.028 -1.354
- Gezahlte Dividenden -816 -1.361
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.671 -13.004
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 3.996 -8.112
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -238 61
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 22.856 30.907
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 26.614 22.856

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2020

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in Tausend EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
Stand 01.01.2019 13.920 41.158 51.454 -2.281
Dividendenzahlung für das Jahr 2018
Konzernjahresüberschuss 2019
Währungsumrechnungsdifferenzen 614
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 AktG 1.500
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG 1.300
Stand 31.12.2019 13.920 41.158 54.254 -1.667
Dividendenzahlung für das Jahr 2019
Konzernjahresüberschuss 2020
Währungsumrechnungsdifferenzen -2.503
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 1.000
Stand 31.12.2020 13.920 41.158 55.254 -4.170

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in Tausend EUR Konzernbilanzgewinn Gesamt
Stand 01.01.2019 1.586 105.837
Dividendenzahlung für das Jahr 2018 -1.361 -1.361
Konzernjahresüberschuss 2019 2.708 2.708
Währungsumrechnungsdifferenzen 614
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 AktG -1.500 0
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG -1.300 0
Stand 31.12.2019 133 107.798
Dividendenzahlung für das Jahr 2019 -816 -816
Konzernjahresüberschuss 2020 3.138 3.138
Währungsumrechnungsdifferenzen -2.503
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 -1.000 0
Stand 31.12.2020 1.455 107.617

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HOFTEX GROUP AG, Hof/​Saale

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG, Hof/​Saale, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HOFTEX GROUP AG, Hof/​Saale, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB, die in Abschnitt 3 des Konzernlageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

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den Bericht des Aufsichtsrats,
die im Abschnitt 3 des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung der HOFTEX GROUP AG nach § 289f Abs. 4 HGB,
alle übrigen Teile des Geschäftsberichts,
aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für den Bericht des Aufsichtsrats. Im Übrigen ist der Vorstand für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit in Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

München, den 30. April 2021

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Löffler, Wirtschaftsprüfer

Martin Wastlhuber, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2020, das geprägt war durch die weltweiten Auswirkungen der COVID-19 Pandemie, hat der Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz, Satzung und Geschäftsordnung bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Geschäftsbereiche und wesentliche Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Ertragslage, Plan- /​ Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat.

Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand diskutiert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft.

Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über die aktuelle Situation und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren lassen.

Im Berichtsjahr fanden fünf turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Aufgrund der COVID-19 Pandemie war der Aufsichtsrat gezwungen, sämtliche Sitzungen entweder telefonisch oder in virtueller Form abzuhalten. Daneben kam der Aufsichtsrat nach der Neuwahl durch die Hauptversammlung zu einer konstituierenden Sitzung zusammen, die ebenfalls mittels elektronischer Kommunikationsmittel virtuell stattfand. Außerordentliche Sitzungen wurden nicht einberufen. Bei allen Sitzungen nahm der Aufsichtsrat geschlossen an den Beratungen teil. Im abgelaufenen Berichtsjahr bildete der Aufsichtsrat einen Personalausschuss, dem personelle Angelegenheiten des Vorstands übertragen sind. Der Personalausschuss trat im Berichtszeitraum einmal zur Beschlussfassung zusammen. Die Zusammenkunft fand ebenso virtuell statt. Weitere Ausschüsse wurden durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr nicht gebildet.

In der Sitzung am 27. März 2020 hat sich der Aufsichtsrat neben den wiederkehrenden Themen mit den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Geschäftslage befasst. Insbesondere wurden die aktuellen Produktionsauslastungen und mögliche Gegensteuerungsmaßnahmen in den einzelnen Geschäftsbereichen durch den Vorstand umfassend erörtert. Auf der Agenda standen außerdem die Beschlussfassung über eine Erweiterungsinvestition am Tenowo-Standort Hof, die Weiterentwicklung des bestehenden Risikomanagement-Systems sowie die Neufassung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat.

Am 18. Mai 2020 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Jahresabschlüssen und Prüfungsberichten für die HOFTEX GROUP AG und den Konzern zum 31. Dezember 2019. Die Tagesordnung zur Hauptversammlung mit den verschiedenen Beschlussvorlagen wurde gebilligt. Aufgrund der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen wurde der Abhaltung der Hauptversammlung in virtueller Form ohne physische Präsenz der Anteilseigner zugestimmt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Berichterstattung des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung nach Abschluss des 1. Quartals unter dem Fokus der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Geschäftsverlauf.und den ergriffenen Maßnahmen, um die Herausforderungen zu bewältigen.

Schwerpunkt der Sitzung am 31. Juli 2020 war die Geschäfts- und Finanzlage des Hoftex Group-Konzerns zum 30. Juni 2020. Die weltweit anhaltende Corona-Krise führte in den drei Geschäftsbereichen Tenowo, Neutex und Hoftex zu Umsatz- und Ergebnisbelastungen. Durch die Umsetzung konsequenter Maßnahmen wie Inanspruchnahme von Kurzarbeit, der Sicherung der Liquidität sowie der Optimierung des Umlaufvermögens hat der Vorstand auf die Situation schnell reagiert.

In der Sitzung am 25. September 2020 präsentierte der Vorstand die Konzernzahlen per August 2020. Ein weiterer Gegenstand der Sitzung war die Genehmigung eines Investitionsprojektes für den Geschäftsbereich Tenowo am Vliesstandort Hof.

In der letzten Sitzung des Berichtsjahres am 14. Dezember 2020 stellte der Vorstand die aktuelle Geschäftssituation per Oktober 2020, den Forecast 2020, die Unternehmensplanung 2021 und die Investitionsplanung für 2021 einschließlich der Investitionsvorschau 2022 bis 2023 vor. Die Planung fand die Zustimmung des Aufsichtsrats, nachdem sie eingehend geprüft und darin enthaltene Chancen und Risiken mit dem Vorstand intensiv diskutiert wurden. Darüber hinaus wurde der vorgelegte Investitionsplan für das Geschäftsjahr 2021 durch den Aufsichtsrat bewilligt. Ein weiterer Gegenstand der Sitzung war die Präsentation des Geschäftsbereiches Neutex. Das Gremium wurde umfassend durch die beiden Geschäftsführer über die aktuelle Geschäftssituation und die künftige strategische Ausrichtung informiert. Der erfolgversprechende Ausbau von digitalem Marketing und Kunden mit eigenem Online-Vertrieb wird weiterhin im Focus stehen.

Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 hatte die Hauptversammlung die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2020 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt.

Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 17. Mai 2021 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2020, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG per 31.12.2020 gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der für das Geschäftsjahr 2020 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden und mit diesem verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.

Über Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG ist Folgendes zu berichten:

Der seit 1. August 2018 amtierende Vorstand Robert Seibold ist zum 31. Juli 2020 aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Seibold für sein Engagement und die geleistete Arbeit. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. August 2020 Frau Manuela Spörl zum Vorstandsmitglied und Nachfolgerin von Herrn Seibold als Finanzvorständin bestellt.

Mit der Hauptversammlung am 10. Juli 2020 endete die fünfjährige Amtszeit des bisherigen und begann die des von der Hauptversammlung bzw. von der Belegschaft gewählten neuen Aufsichtsrats. Die bisherigen Mitglieder der Anteilseignerseite Herr Werner Berlet, Frau Renate Dempfle, Frau Melanie Liebert, Herr York Riedel, Herr Martin Steger und Herr Tom Steger wurden von der Hauptversammlung wiedergewählt. Bereits am 4. Juni 2020 wurden die Mandate von Frau Johanna Falasa, Herrn Wolfgang Schmidt und Frau Carmen Teismann als Vertreter der Arbeitnehmer verlängert. Bei der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde der Vorsitzende Herr Tom Steger in seinem Amt bestätigt sowie Herr Martin Steger erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Hof, im Mai 2021

Der Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG

Tom Steger, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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