Annual Report • Dec 19, 2018
Annual Report
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Die HOFTEX GROUP AG mit Hauptsitz in Hof (Bayern) ist eine international agierende Unternehmensgruppe der Textilindustrie. Die Unternehmen der Hoftex Group sind auf 3 Kontinenten in 4 Ländern an insgesamt 11 Standorten mit Produktion und Vertrieb vertreten und stehen ihren Kunden weltweit als Partner zur Verfügung.
Die Hoftex Group zählt zu Europas großen Textilunternehmen und prägt seit rund 160 Jahren die internationale Textilindustrie. In dieser Zeit hat sie sich vom Standard-Textilproduzenten in mehreren Schritten zum diversifizierten Nischenanbieter hochinnovativer Textilprodukte entwickelt.
In den drei Geschäftsbereichen Hoftex, Neutex und Tenowo bündelt die Hoftex Group eine in der Textilbranche einmalige Produktions-, Forschungs- und Entwicklungs-Expertise.
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| Geschäftsbereich | Geschäftsbereich | Geschäftsbereich |
|---|---|---|
| Hoftex | Neutex | Tenowo |
| --- | --- | --- |
| Hoftex GmbH | Neutex Home Deco GmbH | Tenowo GmbH |
| Hoftex CoreTech GmbH | Neutex Betriebs GmbH | Tenowo Hof GmbH |
| Hoftex Max Süss GmbH *) | SC Textor S.A. | Tenowo Reichenbach GmbH |
| Hoftex Färberei GmbH | Tenowo Mittweida GmbH | |
| Hoftex Färberei Betriebs GmbH | Tenowo Inc. | |
| Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. | ||
| Supreme Nonwoven Industries Pvt. Ltd. |
*) Veräußerung zum 1.1.2018
Der Geschäftsbereich Hoftex stellt den Ursprung der heutigen Hoftex Group dar und bietet klassische Spinnereiprodukte, wie Garne und Zwirne mit Schwerpunkt für die Anwendung in technischen Textilprodukten und Bekleidung an. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse seiner Kunden entwickelt und produziert Hoftex neben klassischen Garnen und Zwirnen auch zahlreiche Spezialtextilien, wie zum Beispiel Garne für die Reifenherstellung und für Anwendungen im Nahrungsmittelbereich. Die zentral in Deutschland gelegene Produktion und Entwicklung sichert den Kunden kurze Produktionszeiten und termingerechte Lieferung.
Der Geschäftsbereich Neutex bündelt die Segmente Dekorationsstoffweberei, Färberei und Ausrüstung und behauptet seit rund 50 Jahren seine Position in einer Branche, in der Kreativität, eine stetige Anpassung an den Zeitgeist der lokalen Märkte, kurze Entwicklungs- und Produktionszeiten sowie eine hohe Innovationskraft und -geschwindigkeit entscheidend für den Erfolg sind. Heute produziert und vertreibt Neutex als Premium-Systemlieferant weltweit kreative Dekostoffe als Meterware sowie fertig konfektionierte Heimtextilien und liefert neuartige textile Sonnenschutzlösungen an die weiterverarbeitende Industrie.
Der Geschäftsbereich Tenowo nimmt mit Standorten in Europa, Nordamerika, China und Indien eine marktführende Stellung für die Entwicklung und Herstellung innovativer technischer Textilprodukte und Vliesstoffe ein und beweist, dass die moderne Textilindustrie auch in Deutschland weiterhin erfolgreich sein kann. Tenowo entwickelt und produziert dabei Produkte wie Akustikvliesstoffe für die Automobilbranche, Vliesstoffe für die Bauindustrie, die Kabelindustrie oder die Bekleidungsbranche.
Die HOFTEX GROUP AG kennzeichnet sich durch eine flache hierarchische Struktur. Organisatorisch setzt sich der Hoftex Group Konzern aus der HOFTEX GROUP AG und den drei Geschäftsbereichen mit entsprechenden Tochtergesellschaften zusammen. Dabei agiert die AG als Holding und übernimmt mit ihren Zentralfunktionen übergreifende Aufgaben für die Hoftex Group. Zu den Zentralbereichen gehören unter anderem Einkauf, Personalwesen, Konzernrechnungswesen und Finanzen, Konzerncontrolling, IT und Betriebstechnik.
Der Aufsichtsrat, bestehend aus neun Mitgliedern, berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat einzubeziehen. Insbesondere prüft er den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht. In der Hauptversammlung erläutert der Aufsichtsratsvorsitzende den schriftlichen Bericht des Aufsichtsrats. Im Aufsichtsrat sind Mitglieder der ERWO Holding AG, Arbeitnehmervertreter und unabhängige Experten vertreten.
Der Vorstand setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen, während die Geschäftsbereiche in den einzelnen Tochtergesellschaften von den Geschäftsführern geführt werden. Die Geschäftsführer werden dabei unterstützt von einem Management-Team, bestehend aus den Bereichen Vertrieb, Produktion/Technik und Rechnungswesen/Controlling.
Die Hoftex Group hat sich vom Standard-Textilproduzenten in mehreren Schritten zum diversifizierten Nischenanbieter hochinnovativer Textilprodukte entwickelt. Als Hersteller von textilen Lösungen werden unsere Unternehmen als kompetente und zuverlässige Partner für Kunden in einer Vielzahl zukunfts- und wachstumsstarker Industrien geschätzt. Die Geschäftsbereiche haben dabei kaum Überschneidungen und können aus dem Grund eine eigene Strategie entwickeln.
Dabei fokussieren sich die Geschäftsbereiche auf Produkte, welche innovativ und zuverlässig sind und höchste Produktqualitätsansprüche erfüllen müssen. Die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden stehen immer im Mittelpunkt und bilden die Basis jeder Strategie und Entwicklung.
Die beständige Eigentümerstruktur der HOFTEX GROUP AG und ihr balanciertes Produkt- und Leistungsportfolio gewährleisten eine langfristig ausgerichtete, stabile Unternehmensentwicklung und die Verfolgung der Unternehmensstrategie. Die Kunden der Hoftex Group haben somit über mehrjährige Produktzyklen hinweg die Sicherheit, einen verlässlichen und liefertreuen Partner an ihrer Seite zu wissen.
Jeden Tag werden wir mit den Folgen der globalen Entwicklungen konfrontiert: Ressourcenknappheit, Klimawandel und zunehmende Ungleichheit. Wir sind der Ansicht, dass wir unsere Erfahrungen in Textil insbesondere anhand von Technologie und Produktionstechnik nutzen können, um einen wesentlichen Beitrag zu einer transparenten und nachhaltigen Textilbranche zu leisten.
Wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitspolitik ist das Energie- und Umweltmanagement. Auch im letzten Jahr wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt mit dem Ziel, den Energieverbrauch weiter zu reduzieren. Weitere Maßnahmen werden auch in den kommenden Jahren stattfinden.
Die Unternehmen der Hoftex Group unterziehen sich regelmäßigen Audits, um Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit permanent zu sichern und systematisch zu verbessern und um letztlich dadurch auch effizienter und profitabler zu werden. Die verschiedenen Zertifizierungen sind für unsere Stakeholder Beleg und Garant für unser Engagement und wir werden zudem als zuverlässiger Partner anerkannt und geschätzt.
Zu den für Unternehmenssteuerung wichtigen finanziellen Leistungsindikatoren gehören Umsatz, Jahresüberschuss und EBITDA. Darüber hinaus sind das operative Ergebnis, der operative Cash Flow, die Zahl der Mitarbeiter und die Investitionssumme pro Geschäftsbereich wichtige Kennzahlen, worüber der jeweilige Geschäftsbereich monatlich Verantwortung ablegen muss.
Weiterhin werden nichtfinanzielle Indikatoren, wie z.B. Reklamationskosten, Energieverbrauch und Pünktlichkeit der Auslieferungen mit den Management-Teams besprochen.
Eine Steuerung der Hoftex Group erfolgt jedoch ausschließlich auf Basis finanzieller Leistungsindikatoren.
Die Hoftex Group legt viel Wert auf eigene Forschung und Entwicklung und betrachtet diese als einen kritischen Erfolgsfaktor für die Hoftex Group. Die Entwicklungsarbeit in den Geschäftsbereichen verfolgt zum einen das Ziel, den Kundennutzen unserer Produkte zu steigern und eine hohe Qualität und Produktleistung zu wettbewerbsfähigen Preisen zu gewährleisten. Neben technologischer Optimierungen stehen dabei auch der effiziente Einsatz von Ressourcen und neuer Rohstoffe im Fokus. Zusätzlich zur Weiterentwicklung etablierter Produkte beschäftigen sich die F&E-Abteilungen mit innovativen Produkten und Anwendungen, sowohl für bestehende als auch für neue Märkte. Die Geschäftsbereiche konzentrieren sich dabei auf Produkt- und Prozessinnovationen.
Zur Unterstützung der Entwicklungsaktivitäten kooperieren wir mit wissenschaftlichen Instituten und Universitäten. Die Unternehmen der Hoftex Group arbeiten unter anderem mit der Hochschule Hof, Technische Universität Chemnitz, STFI Chemnitz, Fraunhofer Institut, Universität Bayreuth, Technische Universität Dresden und Westsächsische Hochschule Zwickau zusammen. Darüber hinaus gibt es mehrere Kooperationspartner aus der Industrie.
Der Geschäftsbereich Hoftex hat seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sehr stark in die Produktentwicklung eingebunden, um den speziellen Kundenansprüchen gerecht zu werden. Im Geschäftsbereich Neutex sind insgesamt 9 Mitarbeiter im Atelier und in der Produktion mit dem Entwerfen neuer Designs und der Entwicklung neuer Bindungstechniken beschäftigt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €). In der Tenowo sind weltweit 20 Mitarbeiter für Forschung & Entwicklung angestellt. Die für die durchgeführten Versuche angefallenen Kosten belaufen sich auf 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €).
Nachdem die Wachstumsraten der Weltwirtschaft in den vergangenen Jahren stagnierten und das Vorjahr mit 3,2 % als schwächstes Wachstumsjahr seit der Finanzkrise verzeichnet wurde, konnte sich die Weltkonjunktur in 2017 festigen und war seit längerer Zeit zum ersten Mal in nahezu allen großen Volkswirtschaften gleichzeitig aufwärtsgerichtet. Getrieben vom Wachstum der ostasiatischen Schwellenländer, günstigen Finanzierungsbedingungen und einem Anstieg des Konsumentenvertrauens konnte 2017 laut Schätzungen des IWF am Aufwärtstrend der zweiten Vorjahreshälfte angeknüpft und eine Wachstumsrate von 3,7 % erzielt werden.

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften blieb die konjunkturelle Dynamik weiterhin moderat - die Wachstumsrate der Industrieländer lag bei 2,3 %. Die Wirtschaft im Euroraum befand sich auch 2017 auf Wachstumskurs und legte um 2,4 % zu (Vorjahr: 1,8 %). Haupttreiber waren die weiterhin expansive Geldpolitik der EZB, eine allgemein verbesserte Arbeitsmarktlage sowie das anhaltend positive Konsumentenklima. Vor allem Deutschland und Italien entwickelten sich stärker als im Vorjahr; zudem ist bemerkenswert, dass alle 28 EU-Staaten ein Wirtschaftswachstum verzeichnen konnten. Auch in den USA lag das Wachstum mit 2,3 % deutlich über dem Vorjahresniveau (1,5 %). Getragen wurde dies vor allem von den Erwartungen an die zum Jahresende verabschiedete Steuerreform, darüber hinaus wirkten sich auch ein schwächerer US-Dollar sowie ein starkes verarbeitendes Gewerbe positiv auf die Wirtschaftsleistung aus. Die kanadische Wirtschaft legte 2017 um 2,7 % zu und konnte ihre Wachstumsrate somit nahezu verdoppeln (Vorjahr: 1,4 %). Gestützt von einer expansiven Geldpolitik, gelang auch der japanischen Wirtschaft ein solches Kunststück (von 0,9 % auf 1,8 %).
Von den Schwellen- und Entwicklungsländern verzeichneten insbesondere die ostasiatischen Länder stärkere Wachstumsraten. Hohe öffentliche Investitionen und eine expansive Kreditvergabe sorgten für Rückenwind in der chinesischen Wirtschaft und führten zu einer Wachstumsrate von 6,8 %. Die indische Wirtschaft lag aufgrund eines etwas vorsichtigeren Konsumentenverhaltens mit einem Wachstum von 6,7 % leicht unter dem Vorjahresniveau, steigende Investitionen und öffentliche Ausgaben sorgten jedoch in der zweiten Jahreshälfte für einen Aufwärtstrend. Der Verband südostasiatischer Nationen ASEAN verzeichnete ein Wachstum von 5,3 %. Russland konnte die in 2016 begonnene Erholung fortsetzen und ein Wachstum von 1,8 % erzielen. Auch in Brasilien scheint die tiefe Rezession überwunden, die Wirtschaft konnte erstmals seit 2014 wieder zulegen.
Das Jahr 2017 verlief für die deutsche Textil- und Bekleidungsbranche erfreulicher als das Vorjahr. Der Gesamtumsatz lag bei 35 Milliarden Euro, wovon ca. 3 Milliarden Euro auf Heimtextilien, ca. 12 Milliarden Euro auf Bekleidung und ca. 13 Milliarden Euro auf technische Textilien entfielen. Nach dem Konjunkturbericht des Gesamtverbands textil+mode konnte ein Umsatzwachstum von 1,8 % erzielt werden (Vorjahr: 0,2 %). Die Wachstumsprognose von 1,7 % wurde somit sogar leicht übertroffen. Bei einer Einzelbetrachtung der beiden Segmente Textil und Bekleidung lassen sich interessanterweise jedoch Abweichungen von den prognostizierten Wachstumsraten beobachten.

Das Textilsegment konnte nicht an die starken Vorjahre anknüpfen und lag mit einem Umsatzplus von 1,3 % (2015: 3,7 %; 2016: 2,9 %) unter der Prognose von 2 %. Nachdem die Umsätze der Vliesstoff-Sparte im Vorjahr leicht zurückgingen und der Wachstumskurs der vergangenen Jahre einen kleinen Dämpfer hinnehmen musste, erholte sie sich in 2017 und scheint mit einem Wachstum von 2,4 % auf dem Weg zurück in die Spur. Der Bereich der technischen Textilien, der knapp 60 % des Gesamtumsatzes generiert, konnte seinen Status als Wachstumstreiber der Vorjahre nicht halten. Diese Entwicklung sowie der hohe Umsatzrückgang von -22 % im Teppichbereich drückten aufgrund ihres hohen Gewichts stark auf die ansonsten durchaus positive Performance der anderen Sparten und sorgten somit für das insgesamt schwächere Wachstum im Textilsegment.
Die Interessengemeinschaft der Deutschen Heimtextilien-Industrie meldet für das Jahr 2017 einen Umsatzrückgang im deutschen Markt von 15,7 % gegenüber 2016.

Quelle: Gesamtverband textil+mode, Konjunkturbericht Feb. 2018
Demgegenüber wurden die Erwartungen im Bekleidungssegment nach einem schwachen Vorjahr (-3,8 %) übertroffen und eine Wachstumsrate von 2,5 % erreicht. Mit Ausnahme der Wäschesparte verzeichneten sämtliche Bereiche Zuwächse. Ein Teil der positiven Entwicklung bei der Arbeits- und Berufsbekleidung ist laut dem Bericht jedoch darauf zurückzuführen, dass es bei einigen Unternehmen mit hohem Gewicht in der Statistik Veränderungen gegenüber der statistischen Erfassungsmethode des Vorjahres gegeben hat. Auch die Steigerung im Bereich Wirk/Strick ist wesentlich auf einen statistischen Sondereffekt durch ein unterjährig hinzugekommenes Unternehmen mit relativ hohem Gewicht zurückzuführen. Beide Effekte werden sich im Jahr 2018 relativieren.

Quelle: Gesamtverband textil+mode, Konjunkturbericht Feb. 2018
Die Beschäftigung in der deutschen Textil- und Modeindustrie stieg wie im Vorjahr leicht an, gleiches gilt für die Lohn- und Gehaltssummen. Insgesamt verdienten die rund 119.000 Beschäftigten 2,6 % mehr. Die Exporte entwickelten sich mit 11,3 % außerordentlich positiv. Die Unternehmen des Textilsegments führten insgesamt 2,6 % mehr aus als noch im Vorjahr. Die Exporte der Bekleidungsindustrie stiegen sogar um 17,7 %, was zum Teil aber auch auf die bereits angesprochenen statistischen Sondereffekte zurückzuführen ist.
Das Jahr 2017 war von vielen Herausforderungen geprägt. In einem schnellen, dynamischen Umfeld mit aufkommenden politischen Unsicherheiten hatten wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Das erste Halbjahr war von sehr viel Vorsichtigkeit bei unseren Kunden geprägt. Dadurch waren die Ergebnisse deutlich hinter Plan. Im zweiten Halbjahr war die Stimmung besser, was sich auch in den Geschäftszahlen bestätigt hat. Fehlende Margen im Vergleich zum Plan konnten teilweise mit Kosteneinsparungen kompensiert werden.
| ― | Umsatz (182,6 Mio. €) auf Vorjahresniveau |
| ― | Jahresüberschuss (6,8 Mio. €) unter Vorjahresniveau (7,8 Mio. €) |
| ― | EBITDA (20,4 Mio. €) unter Vorjahresniveau (22,2 Mio. €) |
| ― | Durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern 1.220 versus 1.206 Mitarbeiter im Vorjahr |
| ― | Investitionen (9,7 Mio. €) unter Vorjahresniveau (17,0 Mio. €) |
| ― | Vollständige Vermietung des ehemaligen Produktionsstandorts Hof-Moschendorf |
| ― | Umsatz auf Vorjahresniveau und 2 % unter Plan |
| ― | Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter fast 10 % unter Vorjahresniveau |
| ― | Investitionen auf Vorjahresniveau und leicht unter Plan |
| ― | Veräußerung der Hoftex Max Süss GmbH zum 01.01.2018 |
| ― | Umsatz 12 % unter Vorjahresniveau und 22 % unter Plan |
| ― | Im Vergleich zum Vorjahr Ergebnisverschlechterung |
| ― | Durchführung verschiedener Kostensenkungsmaßnahmen, u.a. Personalabbau |
| ― | Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter gegenüber Vorjahr deutlich gesunken |
| ― | Investitionen auf Vorjahresniveau, aber unter Plan |
| ― | Positive Entwicklung in den Bereichen SUN und TEC |
| ― | Umsatz 2 % über Vorjahresniveau und 5 % unter Plan |
| ― | Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter am 31.12.2017 gegenüber Vorjahr +1 % |
| ― | Investitionen deutlich unter Vorjahres- und Planniveau |
| ― | Produktivstart des neuen ERP Systems in Deutschland |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 haben sich die Umsätze mit 27,3 Mio. € nahezu planmäßig entwickelt. Die Waren wurden in unseren Betrieben in Venusberg (Spinnerei), Cranzahl (Zwirnerei) und Selbitz (Färberei) hergestellt oder als Handelsware von Fremden bezogen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein geringer Rückgang um 0,1 Mio. €. Der Exportanteil beträgt 53 %.
Der Bereich Automotive mit einem Anteil von 22 % am Gesamtumsatz hat gegenüber Plan einen Absatzrückgang zu verzeichnen. Im Bereich Teppichzwirn gab es weniger Kundenabrufe. Erfreulich entwickelte sich der Bereich Bekleidung mit einem Anteil von 19 % am Gesamtumsatz und einem Absatzplus zur Planung. Stabil blieb der Bereich Technische Textilien mit einem Anteil von 57 % am Gesamtumsatz.
Wiederum sehr positiv war die Entwicklung in der Färberei. Aufgrund der erfreulichen Auftragssituation konnten sowohl Gesamtleistung als auch Umsatz gesteigert werden.
Der nach wie vor anhaltende Trend eines über das Jahr verteilt schwankenden Nachfrageverhaltens der Kunden, erfordert permanent größtmögliche Flexibilität an unseren Produktionsstandorten. Dies stellt weiterhin eine große Herausforderung an Technik und Betriebsorganisation dar.
Die Neutex konnte sich auch in 2017 nicht gegen den rückläufigen Trend der Heimtextilienbranche behaupten und musste einen Umsatzrückgang von 12 % zum Vorjahr hinnehmen. Bereits ab dem zweiten Quartal 2017 zeichnete sich ab, dass sich der Geschäftsverlauf gegenüber Vorjahr und Plan weiter verschlechtert. Vor allem im Inland war ein weiterer Nachfragerückgang zu verzeichnen. Im Export hingegen sicherte der Umsatzanstieg SUN ein Gesamtwachstum von 4 %. Die Exportquote stieg auf 23 %, auch bedingt durch den Umsatzverlust im Inland.
Unser Produktsegment SUN entwickelt sich weiterhin erfreulich und macht inzwischen fast 20 % unseres Umsatzes aus. Auch im Segment TEC konnte das Geschäft intensiviert werden und um 21 % zulegen. Diese Steigerungen reichten im vergangenen Jahr jedoch nicht aus, um die Umsatzrückgänge in unserem traditionellen Meterwaren-Geschäft und bei konfektionierter Ware zu kompensieren.
Aufgrund der sich unterjährig abzeichnenden schlechten Auftragssituation für die nächsten Monate mussten neben den bereits eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen zusätzliche Kapazitätsanpassungen in der Weberei vorgenommen werden und die Produktion wurde entsprechend angepasst. Die in Rumänien eingerichtete Konfektion, die ausschließlich für die Neutex tätig ist, war ebenso von dem Rückgang der Produktionsmengen betroffen und konnte ihre Produktionskapazitäten kurzfristig an die veränderten Bedingungen anpassen.
Die Geschäfte haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht zugelegt. Der größte Zuwachs kommt aus dem Inlandsgeschäft, wobei sowohl EU- als auch Drittländer gestiegen sind. Die Lieferungen von Vliesstoffen aus deutscher Produktion an Tenowo USA sind aufgrund der schwächeren Nachfrage am US-amerikanischen Markt zurückgegangen. Die Lieferungen an Tenowo China sind etwas gestiegen. Insgesamt sind die Lieferungen im Innenverhältnis gegenüber Vorjahr leicht angestiegen.
Der stärkste Bereich bleibt weiterhin das Segment Automotive. Die größte Steigerung wurde mit akustisch wirksamen Vliesen, Kaschier- und Dekorvliesen sowie technischen Bändern erreicht. Da aber auch das Segment Industrial deutlich zulegen konnte, blieb der Anteil Automotive am Gesamtumsatz Vliesstoffe unverändert.
Der Bereich Industrial konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gute Zuwächse erzielen. Steigerungen im Bereich Filtration und Medikal wurden aber zum Teil durch branchenspezifische Rückgänge in anderen Bereichen geschmälert.
Auch der Bereich Interlinings (Vlies- und Gewebeeinlagen) konnte sich erneut gut behaupten und die Umsätze in dem eher schrumpfenden europäischen Markt leicht ausbauen. Der Anteil dieses Marktsegments ist aber nur noch gering.
Die von unseren Kunden nachgefragten Zusatzmengen waren durch die in den letzten Jahren erfolgten Erweiterungsinvestitionen an den inländischen Standorten möglich geworden. Der Standort Mittweida war auch wieder in diesem Jahr ein wichtiges Standbein in der Gruppe. Sowohl die Auslastung als auch die Ergebnisse können sich sehen lassen. Dies gilt übrigens auch für die Zweigstelle in Hof-Moschendorf. In Reichenbach waren die Ergebnisse in 2017 bedeutend besser als in 2016. Wir haben dabei eindeutig von den Versuchen aus 2016 profitiert. Interne Probleme bei einem Großkunden haben allerdings auch in 2017 einen negativen Effekt auf das Ergebnis gehabt.
Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr für Tenowo USA waren wir nur bedingt zufrieden. Aufgrund des spürbaren Nachfragerückgangs im Bereich Automotive ab dem zweiten Quartal 2017 mussten wir insgesamt einen Umsatzrückgang von fast 8 % verzeichnen. Die Ende 2016 erfolgte Erweiterung des Technologieportfolios konnte leider aufgrund von Verzögerungen bei unseren Kunden nicht in der geplanten Weise Umsatzzuwächse bringen. Zahlreiche Bemusterungen mit dieser Vliesstofftechnologie für Einsatzbereiche auch außerhalb klassischer akustisch wirksamer Abdeckvliese zeigen, das Diversifizierungspotentiale im Markt gegeben sind, die es entsprechend zu heben gilt.
Das Jahr 2017 war für Tenowo China ein schwieriges Jahr gewesen. Die Eigenproduktion konnte mengenmäßig deutlich zulegen, nicht jedoch die Umsätze. Ein erheblicher Preisdruck im Bereich Automotive verbunden mit Artikelmixverschiebungen hin zu leichteren und damit margenschwächeren Artikeln hat das Ergebnis belastet. Erfreulich entwickelt sich der Bereich Interlinings. Investitionen wurden nur in geringem Umfang in Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte unsere indische Beteiligung, Supreme Nonwoven Industries ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigern. Wie im Vorjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,15 Mio. € ausgeschüttet.
Die Hoftex Group erzielte im Geschäftsjahr 2017 bei gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhten Umsatzerlösen einen Konzernjahresüberschuss von 6,8 Mio. € (Vorjahr: 7,8 Mio. €). Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild:
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| GJ 2017 TEUR |
in % der Gesamtleistung | GJ 2016 TEUR |
in % der Gesamtleistung | Veränderung ggü VJ TEUR |
Veränderung ggü VJ in % |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 182.609 | 100,9 | 181.391 | 99,5 | 1.218 | 0,7 |
| Gesamtleistung | 180.966 | 100,0 | 182.383 | 100,0 | -1.417 | -0,8 |
| Materialaufwand | -92.347 | -51,0 | -93.055 | -51,0 | 708 | -0,8 |
| Personalaufwand | -45.797 | -25,3 | -43.884 | -24,1 | -1.913 | 4,4 |
| Betriebsergebnis | 10.279 | 5,7 | 11.164 | 6,1 | -885 | -7,9 |
| Jahresüberschuss | 6.836 | 3,8 | 7.803 | 4,3 | -967 | -12,4 |
Der Rückgang der Umsatzerlöse ist auf das schwierige Marktumfeld, vor allem im Bereich Heimtextilien, zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der Minderung (Vorjahr: Erhöhung) der Vorratsbestände, ergibt sich eine Gesamtleistung, die mit 181,0 Mio. € um 1,4 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Unser gesetztes Ziel, die Vorratsbestände im Berichtsjahr zu reduzieren, konnten wir umsetzen.
Der Materialaufwand ist mit 51,0 % auf dem Vorjahresniveau. Der Bereich Einkauf hat gute Arbeit geleistet, um Preissteigerungen bestmöglich entgegenzuwirken. Dagegen hat sich der Personalaufwand bedingt durch gestiegene Löhne und Gehälter sowie eine leichte Steigerung der Mitarbeiteranzahl erhöht. Außerdem sind im Geschäftsbereich Neutex Personalmaßnahmen umgesetzt worden.
Insgesamt liegt damit das Betriebsergebnis um fast 0,9 Mio. € niedriger als im Vorjahr.
Das Jahr 2017 bestätigt die Nachhaltigkeit der Liquiditätssituation und der finanziellen Entwicklung der Hoftex Group. Bei einem Konzernjahresüberschuss von 6,8 Mio. € und nicht zahlungswirksamen Aufwendungen/Erträgen von -1,8 Mio. € (Vorjahr: +0,3 Mio. €), welche vor allem Wechselkurseffekte zu USD und RMB enthalten, konnte ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 16,3 Mio. € erzielt und damit die Investitionen in das Anlagevermögen von 9,7 Mio. € finanziert werden. Die Investitionen betreffen neben dem ehemaligen Produktionsgebäude Hof-Moschendorf insbesondere die Implementierung eines neuen ERP-Systems.
Die komfortable Cash-Situation hat es uns ermöglicht, ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 9,0 Mio. € an die ERWO Holding AG zu gewähren und Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 3,0 Mio. € zu tilgen.
Die Liquiden Mittel, die uns am 31. Dezember 2017 zur Verfügung standen, belaufen sich auf 13,6 Mio. €. Damit sieht sich die Hoftex Group ausreichend gerüstet, um eventuelle Rückgänge aufzufangen.
Das Anlagevermögen hat sich bei Investitionen von 9,7 Mio. € im Wesentlichen aufgrund von planmäßigen Abschreibungen von 10,6 Mio. € vermindert. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände ist auf die Implementierung des neuen EDV-Systems zurückzuführen. Die Finanzanlagen betreffen hauptsächlich die Beteiligung an der Supreme Nonwoven Industries Pvt. Ltd., Indien.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 83,3 Mio. € auf 84,2 Mio. €. Während die Vorräte leicht abgebaut werden konnten, stiegen die Forderungen durch das an die ERWO Holding AG gewährte kurzfristige Darlehen von 9,0 Mio. € deutlich an. Die liquiden Mittel reduzierten sich auf 13,6 Mio. € (Vorjahr: 20,5 Mio. €).
Das Eigenkapital konnte auch in diesem Jahr durch den positiven Konzernjahresüberschuss gestärkt werden. Gegenläufig wirkten die Wechselkurseffekte, die sich insbesondere aus der Wechselkursrelation Euro zu USD und RMB ergeben. Beziehen wir das Eigenkapital auf die Bilanzsumme, ist die Eigenkapitalquote von 50,4 % auf 52,0 % angestiegen.
Die Verbindlichkeiten in Höhe von 67,9 Mio. € (Vorjahr: 71,1 Mio. €) sind um 3,2 Mio. € zurückgegangen. Der Rückgang betrifft insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (0,9 Mio. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten (2,4 Mio. €). Die erste Tilgung des Schuldscheindarlehens ist Ende 2019 fällig. In der heutigen Wirtschafts- und Liquiditätslage werden wir diese Tilgung ohne Probleme begleichen können.
Das Management beurteilt das Jahr 2017 insgesamt als zufriedenstellend. Das wichtigste Ziel - ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 8,0 Mio. € bis 9,0 Mio. € zu erzielen - mussten wir im August 2017 nach unten korrigieren (auf 5,5 Mio. € bis 6,5 Mio. €). Aufgrund einer erfreulichen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2017 konnten wir diese Prognose mit einem Konzernjahresüberschuss von 6,8 Mio. € leicht übertreffen.
Der Geschäftsbereich Tenowo hat sich im Vergleich zum Vorjahr besser entwickelt, ist aber hinter den Erwartungen geblieben. Sehr positiv ist, dass wir die ERP-Einführung in Deutschland gemeistert haben.
Im Geschäftsbereich Neutex ist das Ergebnis, auch wenn der Markt schwierig ist, nicht zufriedenstellend. Der Weg zurück in die Gewinnzone wird nicht leicht sein. In 2017 wurden allerdings schon wichtige Kosteneinsparungsmaßnahmen umgesetzt.
Der Geschäftsbereich Hoftex konnte eine Umsatzentwicklung in etwa auf Planniveau erzielen.
Im Berichtsjahr 2017 betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl 1.220 (Vorjahr: 1.206). Während im Geschäftsbereich Tenowo Mitarbeiter eingestellt worden sind, um das weitere Wachstum voranzutreiben, sind in den anderen Geschäftsbereichen, insbesondere im Geschäftsbereich Neutex, Mitarbeiter abgebaut worden.
Der Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG hat am 9. Dezember 2016 als Zielquote für den Vorstand bis zum 31. Dezember 2021 die Beibehaltung des Status quo, das heißt eine Nullquote beschlossen. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass ihm bis zum 31. Dezember 2021 mindestens zwei Frauen angehören. Aktuell gehören dem Aufsichtsrat vier Frauen an. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der HOFTEX GROUP AG eine Zielgröße von 20 % innerhalb einer Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Der bisherige Frauenanteil bei Festlegung der Zielgröße beträgt 50 %. Eine Zielgröße für die zweite Führungsebene wurde nicht festgelegt, da die HOFTEX GROUP AG als Holdinggesellschaft über flache Führungsstrukturen verfügt und es daher keine durchgehende zweite Führungsebene gibt.
Die Hoftex Group sieht sich ständig mit Risiken und Chancen konfrontiert, die sich sowohl negativ als auch positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Marktposition des Konzerns auswirken können. In diesem Risiko- und Chancenbericht sind die wichtigsten Risiken und Chancen der Hoftex Group dargestellt.
Die Hoftex Group verfügt über ein mehrstufiges Risikomanagement-System sowie über weitere unterstützende Kontrollsysteme. Die zentrale Überwachung und Koordinierung des Risikomanagement-Prozesses erfolgt durch die Konzernleitung Finanz- und Rechnungswesen. Das Risikomanagement ist in die bestehenden Planungs-, Controlling- und Informationssysteme integriert und umfasst alle Gesellschaften der Hoftex Group.
Das interne Kontrollsystem umfasst die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur:
| ― | Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit. |
| ― | Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung. |
| ― | Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagement-System beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System. Über eine definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Unternehmens- und Geschäftsbereiche eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems sind in internen Richtlinien niedergelegt. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems als wesentlich, die die Bilanzierung und Gesamtaussage des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess. |
| ― | Monitoring-Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands. |
| ― | Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen. |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. |
| ― | Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems. |
Risiken und Chancen sind Teil des unternehmerischen Handelns. Es geht darum, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Maßnahmen begegnen zu können. Risiken und Chancen sind bei uns ein integraler Bestandteil der internen Entscheidungsprozesse wie der Kurz- und Mittelfristplanung. Die Risiken und Chancen der Hoftex Group werden in die folgenden Klassen unterteilt:
| ― | Standort-/Länderrisiken |
| ― | Wettbewerb |
| ― | Preisdruck/-schwankungen |
| ― | Markttrends/Absatzschwankungen |
| ― | Beschaffungsmarktrisiken |
| ― | Produktion |
| ― | Einkauf/Logistik |
| ― | Personal |
| ― | Projektmanagement |
| ― | Forschung/Entwicklung |
| ― | Vertrieb |
| ― | Information Management |
| ― | Währungs- und Zinsrisiken |
| ― | Ausfallrisiken |
| ― | Liquiditätsrisiken |
| ― | Abwertungsrisiken (z.B. Anlagevermögen, Goodwill, Vorräte) |
| ― | Regulatorische Risiken |
| ― | Umweltrisiken |
| ― | Verhaltenskodex |
| ― | Information Security / Datenschutz |
| ― | Steuerrecht |
| ― | Kapitalmarkt |
Politische Krisen und regulatorische Eingriffe, ökonomische Notlagen und kriegerische Auseinandersetzungen: Die Liste möglicher Risiken, die uns bei unseren Auslandsaktivitäten beeinträchtigen können, ist lang. Nur wenn wir diese Länderrisiken genau kennen und beobachten, können wir im Ausland auf Dauer erfolgreich sein.
Der Gang ins Ausland verspricht allerdings auch interessante Chancen: Die Märkte in Westeuropa und Nordamerika sind teilweise bereits gesättigt. Durch den globalen Handel können wir unsere Absätze steigern. Außerdem haben wir Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern. Die Verlagerung der Wertschöpfungskette ins Ausland ermöglicht es uns, signifikante Effizienz- und Effektivitätssteigerungen zu realisieren.
Ein Länder-Risiko-Management hilft uns dabei, Krisen rechtzeitig zu erkennen. Der erste Schritt heißt dabei immer, ein erhöhtes Gefährdungspotenzial zu identifizieren. Anschließend müssen wir die Auswirkungen verschiedener Risiken auf Lieferketten, Finanzen und Personal kennen und adäquate Maßnahmen einleiten.
Wir stehen im Wettbewerb mit zahlreichen Unternehmen in der Textilindustrie. Zunehmender Wettbewerbsdruck kann signifikante Auswirkungen auf absetzbare Mengen und durchsetzbare Preise unserer Produkte haben. Gute Kundenbeziehungen und eigene Weiterentwicklungen sowie Marktanalysen dienen als Gegenmaßnahmen.
Die Digitalisierung ist ein sehr wichtiger Markttrend. Digitale Technologien werden für unsere Märkte und unsere Arbeitswelt zunehmend wichtiger. Wir haben strategische digitale Initiativen gestartet, die sowohl darauf abzielen, unsere internen Prozesse zu gestalten, als auch darauf, Chancen der Digitalisierung in Bezug auf unsere Produkte und Kunden zu evaluieren. Durch den Ausbau dieser Aktivitäten könnten sich neue Marktchancen für uns ergeben, die sich mittelfristig positiv auf unsere Umsatzentwicklung auswirken können.
Qualitätskontrollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduzieren die Risiken der Qualität und Verfügbarkeit von Produkten. Dies beginnt bei der Qualifikation unserer Lieferanten und setzt sich fort mit Qualitätsanforderungen für Rohstoffe, fremdbezogene Halbfertigprodukte und Anlagen. Bei einigen Produkten sind wir abhängig von einzelnen Lieferanten. Wenn einer dieser Lieferanten die Produktion beschränkt, oder einstellen sollte, hätte dies möglicherweise kritische negative Auswirkungen auf das betroffene Geschäft. Durch langfristige strategische Kooperationen und alternative Beschaffungsstrategien reduzieren wir signifikant die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken.
Auslastungsschwankungen in der Produktion als negative Folge der Konjunkturabhängigkeit können sich ebenso wie Produktionsverzögerungen aufgrund möglicher Ausfälle von Produktionsmitteln negativ auf die Profitabilität auswirken.
Lohnerhöhungen in der Produktion, insbesondere in wirtschaftlich aufstrebenden Regionen (Ost-Europa, Asien), sowie ein Preisanstieg bei den Rohstoffen können zu höheren Produktkosten führen und so die Profitabilität des Konzerns grundsätzlich negativ beeinflussen.
Wir begegnen diesen Risiken mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in den Produktions- und Beschaffungsprozessen, einer kontinuierlichen Optimierung des Materialeinsatzes sowie einer konsequenten Umsetzung unserer Preispolitik.
Wir sind Logistikrisiken ausgesetzt, die sich hauptsächlich auf den temporären Ausfall oder Verlust von Lagerstandorten und einen damit einhergehenden potenziellen Umsatzverlust beziehen. Die Lagerung sämtlicher Roh- und Fertigwaren konzentriert sich auf wenige ausgewählte Standorte.
An sämtlichen Lagerstandorten wird die Einhaltung von Brandschutz- und Sicherheitsmaßnahmen sichergestellt. Das finanzielle Risiko eines Warenverlusts in den Lägern ist zudem über Versicherungen abgedeckt. Außerdem wird das Risiko durch Lagermöglichkeiten bei Dritten und Konsignationsläger reduziert.
Die Erreichung der strategischen und finanziellen Ziele des Konzerns ist in hohem Maße von seinen Mitarbeitern, ihren Fähigkeiten und ihrer Motivation sowie der Bewahrung einer fairen und wertebasierten Unternehmenskultur abhängig. Personalrisiken können sich im Wesentlichen durch Engpässe bei der Personalbeschaffung, einen Fachkräftemangel sowie eine zu hohe Fluktuation ergeben. Wir begegnen diesen Risiken mittels einer vorausschauenden Personalplanung, Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen und eines leistungsgerechten Vergütungssystems.
Unsere Investitionen werden mittels Projektmanagementtools intensiv verfolgt. Um Fehlplanungen und -investitionen zu vermeiden, werden die erforderlichen Produktionskapazitäten regelmäßig überprüft und auf verschiedenen Zeitebenen abgestimmt: mehrjährig im Rahmen der Budgetplanung und Aufsichtsratssitzungen. Größere Investitionen werden als Projekt sehr akribisch verfolgt.
Das Erforschen von Markttrends und die Entwicklung von innovativen Produkten sind bei der Hoftex Group Aufgaben, die grundsätzlich in den einzelnen Geschäftsbereichen angesiedelt sind. So entwickeln wir Produkte und Lösungen, die sowohl für die Hoftex Group als auch für unsere Kunden Zusatznutzen stiften. Zusätzlich unterstützen wir wissenschaftliche Initiativen, die auf die Entwicklung von Produkten, Lösungen oder Märkten abzielen, die für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns erfolgskritisch sind.
Die Prognose von Absatzmengen, die Planung von Produktionskapazitäten sowie die Allokation von Roh- und Fertigwaren im Rahmen von Beschaffungsprozessen sind mit Dispositionsrisiken verbunden. Ein Abweichen von der angemessenen Allokation kann einerseits zur Überdisposition und so zum Risiko einer erhöhten Kapitalbindung, andererseits zur Unterdisposition mit dem Risiko nicht realisierter Umsatzchancen führen. Zur Reduzierung dieses Risikos arbeitet der Konzern an einer stetigen Verbesserung der Prognosequalität und an der weiteren vertriebskanal- und marktübergreifenden Flexibilisierung der Warensteuerung.
Effiziente Prozesse und ein reibungsloser Geschäftsablauf sind in starkem Maße von einer leistungsstarken und sicheren IT-Infrastruktur abhängig. Schwerwiegende Ausfälle der IT-Systeme des Konzerns können zu wesentlichen Geschäftsunterbrechungen, Cyberangriffe zu erheblichen Systemunterbrechungen, dem Verlust vertraulicher Daten und infolgedessen zu Reputationsschäden sowie Haftungsansprüchen führen. Um diese Risiken zu verringern, werden von der zentralen IT-Abteilung regelmäßig vorbeugende Systemwartungen und Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt, mehrstufige Sicherheits- und Antivirenkonzepte implementiert und stellenbezogene Zugriffsrechte vergeben. Darüber hinaus sollen Zugangskontrollsysteme, eine tägliche Sicherung der Daten des ERP-Systems, eine unabhängige Energieversorgung sowie regelmäßige Trainings die IT-Sicherheit erhöhen.
Aufgrund der globalen operativen Geschäftstätigkeit ist die Hoftex Group Währungsrisiken ausgesetzt, die sich auf die Entwicklung von Konzernergebnis und Konzerneigenkapital auswirken können.
Im operativen Geschäft entstehen Währungsrisiken dadurch, dass Beschaffung und Verkauf der Produkte in unterschiedlichen Währungen in ungleicher Höhe erfolgen (Transaktionsrisiko). Wesentliche Zahlungsströme in Fremdwährung entstehen aus der Vertriebstätigkeit der Tochtergesellschaften in den USA und China sowie der Einkaufstätigkeit der Beschaffungseinheiten in Fremdwährungen wie USD und RMB. Die Währung USD hat großen Einfluss auf die Einkaufspreise für Lieferungen unserer Hauptlieferanten. Wir beobachten deshalb die Währungsentwicklungen nach wie vor intensiv und streben so viel wie möglich nach einem "natural hedge". Bei Bedarf werden entsprechende Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Des Weiteren bestehen Währungsrisiken im Zusammenhang mit der Umrechnung der Abschlüsse von Konzerngesellschaften außerhalb der Eurozone in die Konzernwährung Euro (Translationsrisiko). Das Translationsrisiko wird zwar laufend überwacht, jedoch verzichtet der Konzern auf dessen Absicherung, da die Einflüsse auf die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung nicht zahlungswirksam sind.
Um unseren Kapitalbedarf zu decken, haben wir Ende 2016 eine Schuldscheinfinanzierung abgeschlossen. Das Schuldscheindarlehen hat eine Laufzeit von 3 bis 7 Jahren. Der variable Anteil des Darlehens ist dem Risiko ausgesetzt, dass sich die Zinsen ändern können. Als Gegenmaßnahme haben wir Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Im Liefer- und Leistungsgeschäft werden Außenstände und Ausfallrisiken von den Geschäftsbereichen fortlaufend überwacht und so viel wie möglich über Warenkreditversicherungen abgesichert. Besonders intensiv beobachten wir die Bonität von Großkunden.
Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, halten wir auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vor. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen konzentrieren sich vorwiegend auf die Hoftex Group. Im Rahmen des Cash-Poolings werden die Mittel bedarfsgerecht intern an Konzerngesellschaften weitergeleitet.
Die Bilanzierung der Hoftex Group erfolgt nach HGB. Die aktivierte Software und ähnliche Rechte sind ausschließlich entgeltlich erworben und werden planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Ähnlich gehen wir bei den Sachanlagen vor. Sobald Hinweise vorliegen, die eine außerplanmäßige Abschreibung erfordern, wird diese durchgeführt.
Für die Bestände gibt es ebenfalls Bewertungsrichtlinien. Bei zum Stichtag fallenden Preisen können sich Abwertungsrisiken für die Bestände ergeben.
Grundsätzlich kann es bei Compliance-Verstößen zu erheblichen Bußgeldern, Reputationsverlusten und Schadenersatzansprüchen kommen. Je nach Land sind auch Haftstrafen für Führungskräfte und beteiligte Mitarbeiter möglich.
Neue Gesetze und andere veränderte rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene können Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten bedeuten. Als energieintensives Unternehmen sehen wir Risiken für die Ertragslage, wenn wir im internationalen Wettbewerb die zusätzlichen Kosten nicht oder nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben können und/oder erstattet bekommen.
Die Hoftex Group unterstützt zielführende Klimaschutzbemühungen und eine nachhaltige Energiewende, in der Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit gleichberechtigte Ziele sind. Wir haben verschiedene (lokale) Ansprechpartner und arbeiten auch über die lokalen Wirtschaftsverbände daran, mögliche Risiken, wie weiter steigende Energiekosten, zu reduzieren.
Sämtliche Mitarbeiter der Hoftex Group sind zur Einhaltung des Verhaltenskodex und sich daraus ergebenden spezifischen Compliance-Regeln verpflichtet.
Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen gefährden. Wir überprüfen daher kontinuierlich unsere Prozesse und Technologien. Die Systeme werden bei Bedarf unmittelbar aktualisiert und Prozesse angepasst.
Als global agierender Konzern unterliegt die Hoftex Group einer Vielzahl von steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesem Bereich könnten zu höheren Steueraufwendungen und Steuerzahlungen führen und zudem Einfluss auf bilanzierte tatsächliche und latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten haben. Sämtliche steuerlichen Fragestellungen werden regelmäßig analysiert und beurteilt. Dabei wird auch auf die Einschätzung lokaler externer Sachverständiger wie Anwälte oder Steuerberater zurückgegriffen.
Mit unserer Notierung im Freiverkehr an der Börse in München sind wir Regulierungsrichtlinien und Gesetzen unterworfen. Nach Artikel 19 der zum 3. Juli 2016 in Kraft getretenen Marktmissbrauchsverordnung müssen Personen mit Führungsaufgaben sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen eigene Geschäfte mit Aktien oder mit sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten der Hoftex Group sowohl der Gesellschaft selbst als auch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitteilen. Wir stehen in engem Kontakt zu einer Rechtsanwaltskanzlei, die uns hier unterstützt. Betroffene Personen sind und werden geschult und auf die Pflichten, die zu unserer Notierung im Freiverkehr gehören, hingewiesen.
Der Vorstand der HOFTEX GROUP AG hat nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der HOFTEX GROUP AG zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der vorstehenden Rechtsgeschäfte bekannt waren, hat die Gesellschaft bei allen Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden nicht vorgenommen oder unterlassen."
Wie auch im Vorjahr erwarten die Konjunkturexperten für 2018 eine leichte Verstärkung der wirtschaftlichen Dynamik: Der internationale Währungsfonds prognostiziert in seinem Jahresausblick ein globales Wirtschaftswachstum von 3,9 %. Die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen sowie die positive Wirtschaftsstimmung sollen dafür sorgen, dass sich die jüngste Nachfragebelebung, insbesondere im Bereich der Investitionen, fortsetzen wird. Dies wird vor allem auf Volkswirtschaften mit hohen Exporten einen merklichen Einfluss haben.
Der stabile konjunkturelle Aufschwung des Euroraums soll auch in 2018 anhalten. Neben positiven Arbeitsmarktdaten werden insbesondere die verabschiedete Steuerreform und die damit verbundenen fiskalpolitischen Impulse vorübergehend zu einem stärkeren Wachstum in den USA führen. Insgesamt geht der IWF davon aus, dass sich die Wachstumsraten der fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr bewegen werden. Für China wird infolge einer geringeren Geldmengen- und Kreditausweitung eine abnehmende Wachstumsdynamik erwartet, wenngleich die ostasiatische Region weiterhin mehr als 50 % des globalen Gesamtwachstums ausmachen wird. Insgesamt erwartet der IWF für die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Wachstum von 4,9 %.
Die prognostizierte starke Verfassung der Weltwirtschaft stützt sich neben der expansiven Geldpolitik vor allem auf eine Beschleunigung im Welthandel. Die derzeit zu beobachtende Zunahme protektionistischer Tendenzen und insbesondere die handelspolitischen Entwicklungen in den USA, stellen daher eine immense Bedrohung für die Weltwirtschaft dar. Desweiteren bringen Themen wie der Nordkoreakonflikt, nationalistische Bewegungen und Autonomiebestrebungen im Euroraum, Spannungen im Nahen Osten sowie die veränderte Machtstruktur im Regierungsapparat Chinas weitere Unwägbarkeiten mit sich.
Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Flexibilität und Innovationskraft aus. Die starken und innovativen Marken und Designs deutscher Textil- und Bekleidungsunternehmen sind weltweit gefragt. Primärer Wachstumstreiber bleibt der Bereich der technischen Textilien. Der zu verzeichnende Anstieg der Auftragsbestände dürfte in Verbindung mit den allgemein positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür sorgen, dass die deutsche Textilbranche auch in 2018 weiter wachsen wird. Voraussichtlich steigende Rohstoffpreise und Tariflöhne sollen aufgrund der positiven Geschäftslage kompensiert werden können.
Der Gesamtverband textil+mode prognostiziert im Textilsegment für das kommende Jahr eine Konjunkturentwicklung auf niedrigem positiven Niveau. Eine technische Betrachtung der Auftragsbestände und deren Trendentwicklung einerseits sowie der darauf folgenden Umsätze andererseits zeigt, dass die Auftragsbestände im Jahr 2017 zugenommen haben und bei den nachfolgenden Umsätzen ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen ist. Die hohe Dynamik im Aufbau von Auftragsbeständen konnte sich zum Ende des Jahres jedoch nicht fortsetzen. Ein eindeutiger Trend lässt sich also nicht erkennen.

Quelle: Gesamtverband textil+mode, Konjunkturbericht Feb. 2018
Die Volkwirte der VR Banken sind positiver gestimmt: sie erwarten im Textilsegment für 2018 ein Umsatzwachstum. Laut ihrer Einschätzung lassen die Branchendaten des statistischen Bundesamts darauf schließen, dass die Ertragslage auch in 2018 gut bleiben wird. Die Konkurrenzintensität im Textilgewerbe bleibt nach wie vor sehr hoch. Der Vliesstoffbereich wird sich voraussichtlich auf Vorjahresniveau bewegen. Im Bereich der technischen Textilien sind die Erwartungen dagegen äußerst hoch. Die Experten gehen davon aus, dass es sich bei der Stagnation des Vorjahres nur um einen temporären Dämpfer handelte und prognostizieren für 2018 ein sehr starkes Wachstum. Auch für das Segment der Heim- und Haustextilien wird ein Umsatzwachstum erwartet, dieser Bereich soll sich in 2018 zudem durch eine sehr gute Ertragslage auszeichnen.
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| Branchenrating Textilgewerbe | |||
|---|---|---|---|
| Branche/Sparte | Umsatzentwicklung | Konjunkturabhängigkeit | |
| --- | --- | --- | --- |
| GJ 2017 | Prognose 2018 | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Insgesamt | gewachsen | wachsen | stark |
| Vliesstoff(-erzeugnisse) | gewachsen | stagnieren | stark |
| Technische Textilien | stagnieren | sehr stark wachsen | stark |
| Heim- und Haustextilien | leicht rückläufig | wachsen | verstärkt |
| Spinnereien | sehr stark gewachsen | wachsen | stark |
| Webereien | gewachsen | wachsen | stark |
| Textilveredelung | sehr stark gewachsen | sehr stark wachsen | stark |
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| Branchenrating Textilgewerbe | |||
|---|---|---|---|
| Branche/Sparte | Konkurrenzintensität | Ertragslage | |
| --- | --- | --- | --- |
| GJ 2017 | jPrognose 2018 | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Insgesamt | sehr hoch | gut | gut |
| Vliesstoff(-erzeugnisse) | sehr hoch | zufriedenstellend | zufriedenstellend |
| Technische Textilien | sehr hoch | gut | gut |
| Heim- und Haustextilien | sehr hoch | gut | sehr gut |
| Spinnereien | Verdrängungswettbewerb | gut | gut |
| Webereien | Verdrängungswettbewerb | zufriedenstellend | zufriedenstellend |
| Textilveredelung | sehr hoch | gut | gut |
Quelle: VR Branchen Special Textilgewerbe, Bericht Nr. 24, November 2017
Die Auftragsbestände und Umsätze im Bekleidungssegment deuten laut des Konjunkturberichts des Gesamtverbands textil+mode auf eine Fortsetzung der Wachstumslage. Das Branchenrating der VR Banken kommt zu dem gleichen Ergebnis, auch hier wird dem Bekleidungssegment eine ungebrochen gute Konjunktur prognostiziert. Ähnlich wie im Textilsegment lassen sich auch im Bekleidungsmarkt die technischen Textilien als Wachstumstreiber vermuten: der Bereich der Arbeits- und Berufsbekleidung bleibt wie im vergangenen Jahr die am stärksten wachsende Sparte. Darüber hinaus befindet sich dieser Bereich im Gegensatz zu den anderen Sparten des Bekleidungssegments noch nicht in einem Verdrängungswettbewerb und auch die Ertragsprognose liegt über dem Marktdurchschnitt.
Die Hoftex Group erwartet ein herausforderndes Jahr 2018. Die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung werden einen großen Einfluss auf den Geschäftsverlauf haben. Die Margen werden wie in den Vorjahren unter Druck stehen. Aus dem Grund achten wir permanent auf unsere Kostenstruktur. Nichts desto trotz wird das Investitionsvolumen für 2018 mit 15,0 Mio. € beträchtlich über dem Investitionsniveau von 2017 liegen. Die Zahl der Mitarbeiter wird im Vergleich zum Jahr 2017 leicht ansteigen.
Das Geschäftsjahr 2018 ist im Bereich "Spinnen" gut angelaufen. Ein großer Teil der wesentlichen Kontrakte ist schon geschrieben worden. Während in den Produktgruppen Reifencord und Nähfaden ein weiterhin zufriedenstellender Geschäftsverlauf zu verzeichnen ist, stagniert die Auftragslage bei Teppichzwirn nach wie vor. Die Suche nach geeignetem Fachpersonal, vor allem im gewerblichen Bereich, gestaltet sich zunehmend schwierig.
Im Bereich "Färben" laufen die Geschäfte stabil. Erfreulicherweise hat sich eine verstärkte Nachfrage aus dem deutschen Markt, nach eher verhaltenen Vorjahren, eingestellt.
Eine in diesem Jahr geplante Ersatzinvestition in der Färberei soll nicht nur eine höhere Ausfallsicherheit schaffen, sondern auch den Energieverbrauch optimieren.
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018 erfolgte der Verkauf der Zwirnerei in Cranzahl mittels eines Asset Deals. Hieraus werden sich keine materiellen Auswirkungen auf die Hoftex Group ergeben.
Optimismus gibt uns die Resonanz der "Heimtextil" in Frankfurt. Die im Januar stattfindende Branchenmesse zeigte erneut ihre Alleinstellung als weltweit führende Veranstaltung für unsere Branche mit einem Aussteller- und auch Besucherplus gegenüber dem Vorjahr. Wie schon in den Vorjahren kamen erneut mehr Besucher aus dem Ausland. Die alle drei Jahre Ende Februar stattfindende Leitmesse "r+t" in Stuttgart für den innenliegenden Sonnenschutz wird auch dieses Jahr unserem Bereich SUN starke Impulse geben.
Aktuell ist die Neutex in Exklusivitätsverhandlungen mit einem Großkunden für die Vermarktung einer neuen Technologie im Bereich innenliegender Sonnenschutz. Sollten diese Verhandlungen wie erwartet zum Abschluss kommen, dann würde dies zu einem spürbaren Umsatzzuwachs führen.
Im Bereich TEC werden wir die positive Umsatzentwicklung aus 2017 auch im laufenden Jahr weiter ausbauen. So hat einer unserer Hauptkunden seine Bedarfsmengen um zwei Drittel erhöht.
Die Absatzmengen reiner Meterware im Bereich DECO werden weiterhin rückläufig sein. Dies alleine auch aus der Tatsache heraus, dass verschiedene Kunden in der Großfläche langfristig dieser Ware weniger Bedeutung schenken werden.
Als Möglichkeiten, die für eine Grundauslastung erforderlichen Mengen zu sichern, sehen wir neben dem weiteren Ausbau der Bereiche SUN und TEC auch Ansätze dahingehend, Konfektionsteile mit individuellen Maßen im Bereich READY anzubieten. Erste Pilotversuche mit ausgewählten Kunden haben eine gute Nachfrage gezeigt und sollen im Laufe des Jahres verfeinert und ausgebaut werden. Desweiteren suchen wir verstärkt die Zusammenarbeit mit nationalen Großhändlern und internationalen Textilverlagen für die Produktion individueller und exklusiver Designs ("Designers Collection"). Diese Produkte werden auftragsbezogen gefertigt.
Der in 2017 wieder gestiegene Exportumsatz muss sowohl durch Erweiterung bestehender Geschäftsbeziehungen als auch durch Gewinnung neuer Kunden weiterentwickelt werden. Die Entwicklung der Bedingungen für Beziehungen mit dem Markt in den GUS-Staaten ist aktuell weiter schwierig abschätzbar. Eine Erholung könnte für Zusatzeffekte sorgen.
Insgesamt ist für die Tenowo das Geschäftsjahr 2018 recht gut angelaufen, so dass wir verhalten optimistisch sind, was die Erreichung der geplanten Ziele betrifft. Für den Stammsitz in Deutschland wird die Herausforderung sein, die Instandhaltungsarbeiten bei hoher Auslastung der Anlagen bestmöglich umsetzen zu können und die Erweiterungskapazität in einer Betriebsstätte in den neuen Bundesländern in angemessenem Zeitraum am Markt zu platzieren.
Weiterhin schwach ist der US-amerikanische Markt. Wir erwarten auch nicht vor Mitte des Jahres eine kundenseitige Belebung. Die negativen Auswirkungen durch Vollimporte europäischer Wettbewerber sind unverändert hoch und erhöhen den Druck auf die Margen. Die Installation einer weiteren Nähwirktechnologie und damit wieder verbundene Trainingsmaßnahmen werden die Mitarbeiter in Lincolnton (USA) und Mittweida in 2018 stark beanspruchen. Es wird aber auch das Zusammenwachsen der Kollegen und der Organisation über Kontinente hinweg weiter stärken. Die neue Technologie in den USA ermöglicht es uns, das Wachstum im Bereich der technischen Bänder auch auf dem US Markt zu begleiten.
In China sind die Umsätze in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegen, so dass wir eventuell die Kapazitätsgrenze erreichen werden. Die Verbesserung der Produktionsabläufe insbesondere hinsichtlich Optimierung des Materialverbrauchs sind für 2018 ein wesentlicher Schwerpunkt mit entsprechender Schulung der Mitarbeiter.
Wie bereits erwähnt, erwarten wir ein herausforderndes Jahr 2018. Die Umsätze (185 Mio. € bis 195 Mio. €) werden gegenüber dem Vorjahr leicht ansteigen. Die geplanten Investitionen in Höhe von etwa 17 Mio. € werden bedeutend höher ausfallen als in 2017 (9,7 Mio. €) und mit zeitlicher Verzögerung ab 2019 zu einem weiteren Umsatzanstieg führen.
Aufgrund der Unsicherheiten am Markt und weiter steigenden Material- und Personalkosten rechnen wir mit einem Konzernjahresüberschuss in der Größenordnung von 6,0 Mio. € bis 7,5 Mio. € und einem EBITDA von 20,0 Mio. € bis 22,0 Mio. €.
Im Personalbereich werden wir unsere Ausbildungsstrategie weiterverfolgen. Dies ist auch notwendig, wenn wir die Demografie unserer Mitarbeiter in Betracht ziehen. Aus dem Grund wird die Zahl der Mitarbeiter weiter moderat steigen.
Hof, den 29. März 2018
HOFTEX GROUP AG
Der Vorstand
Klaus Steger
Jacques van den Burg
Aktiva
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| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 6 | 2.266 | 1.580 |
| II. Sachanlagen | 6 | 92.769 | 97.427 |
| III. Finanzanlagen | 6/7 | 7.756 | 7.561 |
| 102.791 | 106.568 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | 8 | 38.213 | 39.479 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 9 | 32.473 | 23.354 |
| III. Liquide Mittel | 10 | 13.616 | 20.456 |
| 84.302 | 83.289 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 274 | 109 | |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 11 | 1.195 | 1.207 |
| Bilanzsumme | 188.562 | 191.173 | |
| Passiva | |||
| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 12 | 13.920 | 13.920 |
| II. Kapitalrücklage | 14 | 41.158 | 41.158 |
| III. Gewinnrücklagen | 15 | 46.754 | 42.254 |
| IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -3.307 | 849 | |
| V. Konzernbilanzverlust | 16 | -538 | -1.785 |
| 97.987 | 96.396 | ||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | 17 | 22.656 | 23.674 |
| C. VERBINDLICHKEITEN | 18 | 67.907 | 71.091 |
| D. PASSIVE LATENTE STEUERN | 11 | 12 | 12 |
| Bilanzsumme | 188.562 | 191.173 |
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| in Tausend EUR | Anhang | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 19 | 182.609 | 181.391 |
| Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse | -1.643 | 992 | |
| Gesamtleistung | 180.966 | 182.383 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 20 | 3.262 | 4.207 |
| Materialaufwand | 21 | -92.347 | -93.055 |
| Rohertrag | 91.881 | 93.535 | |
| Personalaufwand | 22 | -45.797 | -43.884 |
| Abschreibungen | 6 | -10.649 | -11.621 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 23 | -25.156 | -26.866 |
| Betriebsergebnis | 10.279 | 11.164 | |
| Beteiligungsergebnis | 24 | 347 | 447 |
| Zinsergebnis | 25 | -2.108 | -2.459 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 26 | -805 | -271 |
| Ergebnis nach Steuern | 7.713 | 8.881 | |
| Sonstige Steuern | 27 | -877 | -1.078 |
| Konzernjahresüberschuss | 6.836 | 7.803 |
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| in Tausend EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 | 13.920 | 41.158 | 38.754 | 796 |
| Dividendenzahlung für das Jahr 2015 | ||||
| Konzernjahresüberschuss 2016 | ||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 53 | |||
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 AktG | 1.400 | |||
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG | 2.100 | |||
| Stand 31.12.2016 | 13.920 | 41.158 | 42.254 | 849 |
| Dividendenzahlung für das Jahr 2016 | ||||
| Konzernjahresüberschuss 2017 | ||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -4.156 | |||
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 AktG | 1.200 | |||
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG | 3.300 | |||
| Stand 31.12.2017 | 13.920 | 41.158 | 46.754 | -3.307 |
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| in Tausend EUR | Konzernbilanzverlust | Gesamt |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 | -5.162 | 89.466 |
| Dividendenzahlung für das Jahr 2015 | -926 | -926 |
| Konzernjahresüberschuss 2016 | 7.803 | 7.803 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 53 | |
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 AktG | -1.400 | 0 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG | -2.100 | 0 |
| Stand 31.12.2016 | -1.785 | 96.396 |
| Dividendenzahlung für das Jahr 2016 | -1.089 | -1.089 |
| Konzernjahresüberschuss 2017 | 6.836 | 6.836 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -4.156 | |
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 AktG | -1.200 | 0 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG | -3.300 | 0 |
| Stand 31.12.2017 | -538 | 97.987 |
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | ||
| --- | --- | --- |
| Konzernjahresüberschuss | 6.836 | 7.803 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 10.649 | 11.621 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen inkl. Pensionsrückstellungen | -653 | 848 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -1.848 | 337 |
| -/+ Verringerung der abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand | 0 | -735 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 982 | 1.218 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. | -488 | -696 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -389 | -928 |
| +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge | 1.711 | 2.029 |
| - Sonstige Beteiligungserträge | -152 | -154 |
| +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag | 805 | 271 |
| +/- Ertragsteuerzahlungen | -1.157 | 112 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 16.296 | 21.726 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -930 | -1.055 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 596 | 2.045 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -8.811 | -15.957 |
| - Auszahlungen aus der Begebung kurzfristiger Finanzmittel an die Muttergesellschaft | -9.000 | 0 |
| + Erhaltene Zinsen | 60 | 0 |
| + Erhaltene Dividenden | 152 | 154 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -17.933 | -14.813 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 762 | 51.446 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | 0 | -33.529 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzmitteln der Muttergesellschaft | 0 | -14.000 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel von nahestehenden Unternehmen | 0 | 561 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung kurzfristiger Finanzmittel an nahestehende Unternehmen | -3.000 | 0 |
| + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen | 40 | 28 |
| - Gezahlte Zinsen | -1.771 | -2.029 |
| - Gezahlte Dividenden | -1.089 | -926 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -5.058 | 1.551 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -6.695 | 8.464 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -145 | 12 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. | 20.456 | 11.980 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. | 13.616 | 20.456 |
Die HOFTEX GROUP AG ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Hoftex Group Konzerns.
Der Geschäftsgegenstand entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Hoftex Group sind die Produktion von Vliesstoffen für technische Anwendungen und für Bekleidung, die Herstellung von Roh-, Buntgeweben und Dekostoffen, die Fertigung von Roh- und Farbgarnen sowie von Spezialgarnen und -zwirnen.
Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die HOFTEX GROUP AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB) bzw. des Aktiengesetzes (AktG).
Der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG zum 31. Dezember 2017 wurde nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt.
Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€).
Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2017 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften gegebenenfalls auf die Vorschriften des HGB übergeleitet.
Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ausgewiesen.
In den Konzernabschluss zum 31.12.2017 sind neben der HOFTEX GROUP AG 16 (Vorjahr: 16) inländische und 3 (Vorjahr: 4) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der HOFTEX GROUP AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Hoftex Group, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS 19 einbezogen. Wegen untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Einbeziehung von 1 (Vorjahr: 1) inländischen Tochterunternehmen nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Nach Abschluss der Liquidation wurde die Hoftex Liberec s.r.o. zum 31. Mai 2017 entkonsolidiert.
Die Tochterunternehmen Hoftex GmbH, Hoftex CoreTech GmbH, Hoftex Max Süss GmbH, Hoftex Färberei GmbH, Hoftex Färberei Betriebs GmbH, Neutex Home Deco GmbH, Neutex Betriebs GmbH, Tenowo GmbH, Tenowo Hof GmbH, Tenowo Reichenbach GmbH, Tenowo Mittweida GmbH und die Hoftex Immobilien I GmbH sind über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Muttergesellschaft HOFTEX GROUP AG verbunden. Alle diese Unternehmen sind auch in den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG einbezogen. Von diesen 12 (Vorjahr: 12) Unternehmen machen 6 (Vorjahr: 6) von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in vollem Umfang und 6 (Vorjahr: 6) teilweise Gebrauch.
Die Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG einbezogen. Sie macht daher von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB in vollem Umfang Gebrauch.
Der Konsolidierungskreis der HOFTEX GROUP AG umfasst zum 31. Dezember 2017 die folgenden Gesellschaften:
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| Firma | Sitz | Anteil am Kapital in % |
Währung | Eigenkapital in Tausend7) | Jahresergebnis in Tausend |
|---|---|---|---|---|---|
| vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB | |||||
| Hoftex GmbH | Hof | 1) 100,00 | Euro | 26.232 | (EAV)8) |
| Hof Garn Verwaltungs GmbH | Hof | 100,00 | Euro | -192 | -5 |
| Hoftex Max Süss GmbH | Hof | 2) 100,00 | Euro | 150 | (EAV) |
| Hoftex CoreTech GmbH | Hof | 2) 100,00 | Euro | 150 | (EAV) |
| Hoftex Färberei GmbH | Hof | 2) 100,00 | Euro | 800 | (EAV) |
| Hoftex Färberei Betriebs GmbH | Hof | 3) 100,00 | Euro | 150 | (EAV) |
| Tenowo GmbH | Hof | 100,00 | Euro | 63.171 | (EAV) |
| Tenowo Hof GmbH | Hof | 4) 100,00 | Euro | 150 | (EAV) |
| Tenowo Reichenbach GmbH | Hof | 4) 100,00 | Euro | 150 | (EAV) |
| Tenowo Mittweida GmbH | Hof | 4) 100,00 | Euro | 150 | (EAV) |
| Tenowo Inc. | Lincolnton, USA | 4) 100,00 | USD9) | 9.559 | 2.725 |
| Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. | Huzhou, China | 4) 100,00 | CNY10) | 19.885 | -16.027 |
| Neutex Home Deco GmbH | Münchberg | 100,00 | Euro | 7.536 | (EAV) |
| Neutex Betriebs GmbH | Münchberg | 5) 100,00 | Euro | 150 | (EAV) |
| SC Textor S.A. | Targu Mures, Rumänien | 5) 100,00 | RON11) | 11.576 | -106 |
| Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH13) | Hof | 100,00 | Euro | 77 | -1 |
| Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG | Hof | 100,00 | Euro | 11.579 | 836 |
| Feinspinnerei Hof GmbH | Hof | 100,00 | Euro | 50 | -4 |
| Hoftex Immobilien I GmbH | Hof | 100,00 | Euro | 4.472 | (EAV) |
| vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB | |||||
| Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V. | Hof | 0,00 | Euro | - | - |
| nicht konsolidierte Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB | |||||
| HBD Textil-GmbH | Hof | 100,00 | Euro | 6 | -4 |
| assoziierte Unternehmen | |||||
| Supreme Nonwoven Industries Private Limited | Mumbai, Indien | 6) 49,00 | INR12) | 1.043.610 | 49.088 |
1) 96 % der Anteile hält die HOFTEX GROUP AG, 4 % die Hof Garn Verwaltungs GmbH.
2) 100 % der Anteile hält die Hoftex GmbH.
3) 100 % der Anteile hält die Hoftex Färberei GmbH.
4) 100 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.
5) 100 % der Anteile hält die Neutex Home Deco GmbH.
6) 49,00 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.
7) Die Angabe erfolgt einschließlich des Geschäftsjahresergebnisses und ohne Kürzung um ausstehende Einlagen.
8) EAV = Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ("Ergebnisabführungsvertrag")
9) Stichtagskurs zum 31.12.2017: 1 Euro = 1,1993 USD
10) Stichtagskurs zum 31.12.2017: 1 Euro = 7,8044 CNY
11) Stichtagskurs zum 31.12.2017: 1 Euro = 4,6585 RON
12) Stichtagskurs zum 31.03.2017: 1 Euro = 69,3965 INR; Jahresabschluss zum 31.03.2017.
13) Unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG.
Für Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1.1.2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen.
Verbleibende passive Unterschiedsbeträge sind als gesonderte Position nach dem Eigenkapital auszuweisen. Vor dem 1.1.2010 entstandene passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 2 HGB vereinnahmt.
Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.
Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.
Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden vor allem von Dritten erworbene Software und Lizenzen ausgewiesen. Diese werden ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich, grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.
Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB.
Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bewertet. Für nach dem 31.12.2008 erworbene Anteile an assoziierten Unternehmen bzw. Erhöhungen der Anteile an bereits bestehenden assoziierten Unternehmen wurden sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge, soweit diese aus einem Firmenwert resultierten, planmäßig auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.
Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt.
Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.
Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Latente Steuern werden auf Basis des Temporary-Konzepts gebildet. Dementsprechend wird in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften ein Passivposten für latente Steuern gebildet, wenn sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in Zukunft voraussichtlich abbauen, und sich daraus eine Steuerbelastung ergibt. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen künftig Steuerentlastungen, so erfolgt eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wird nicht aktiviert. Auch werden keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer 15 %, Gewerbesteuer 14 %) ermittelt. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften wurde der im jeweiligen Land gültige Steuersatz, der zwischen 16 % und 29 % liegt, verwendet.
Soweit sich aus den Vorschriften zur Vollkonsolidierung (§§ 300 bis 307 HGB) zusätzliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätze ergeben, die sich in späteren Zeiträumen voraussichtlich ausgleichen, wurden aktive und passive latente Steuern angesetzt, die mit der pauschalen Steuerquote von 29 % ermittelt wurden. Gemäß dem Wahlrecht nach § 306 HGB werden diese saldiert.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte liegen annähernd auf Höhe der Zeitwerte von T€ 3.189 (Vorjahr: T€ 3.237), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 4.430 (Vorjahr: T€ 4.491). Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag (Rückstellung) aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.241 (Vorjahr: T€ 1.254). Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sowie Aufwendungen infolge von Änderungen des Marktzinssatzes erfasst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 426 (Vorjahr: T€ 476) werden mit den Vermögenserträgen von T€ 29 (Vorjahr: T€ 28) verrechnet.
Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 3,68 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der sich zum 31. Dezember 2017 aus der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung ergebende Unterschiedsbetrag, welcher in Höhe von T€ 585 (Vorjahr: T€ 540) der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt T€ 725 (Vorjahr: T€ 627).
Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14. Dezember 1994 wurden mit Wirkung ab 31. Dezember 1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert.
Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die in 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden. Durch die Schließung der Altersvorsorge ist die Fluktuationsrate hinfällig.
Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung DRS 19 (Bekanntmachung 18. Februar 2011) sind Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Hoftex Group in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 1.921 (Vorjahr: T€ 1.973). Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB belaufen sich auf T€ 2.717 (Vorjahr: T€ 2.826). Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 796 (Vorjahr: T€ 853) wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt.
Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsvereinbarungen entsprechen den am Bilanzstichtag tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträgen.
Soweit Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet werden, werden diese nach der sog. "Einfrierungsmethode" bilanziert.
Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs. Auf die Eigenkapitalpositionen werden die historischen Kurse angewendet. Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
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| Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte | |
|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2017 | 4.087 |
| Zugänge | 930 |
| Abgänge | -17 |
| Stand 31.12.2017 | 5.000 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen Stand 1.1.2017 | 2.507 |
| Zugänge | 243 |
| Abgänge *) | -16 |
| Stand 31.12.2017 | 2.734 |
| Buchwerte zum 31.12.2017 | 2.266 |
| Buchwerte zum 31.12.2016 | 1.580 |
*) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ +11.
+ Vermögensmehrung / - Vermögensminderung
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| Grundstücke und Gebäude | Anzahlungen und Anlagen im Bau | Maschinen und maschinelle Anlagen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten Stand 1.1.2017 | 130.593 | 975 | 211.227 | 56.677 | 399.472 |
| Zugänge | 907 | 1.980 | 5.127 | 797 | 8.811 |
| Umbuchungen | 395 | -589 | 189 | 5 | 0 |
| Abgänge *) | -4.192 | -1 | -9.729 | -2.953 | -16.875 |
| Stand 31.12.2017 | 127.703 | 2.365 | 206.814 | 54.526 | 391.408 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen Stand 1.1.2017 | 83.996 | 0 | 166.002 | 52.047 | 302.045 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 1.840 | 0 | 7.368 | 1.198 | 10.406 |
| Abgänge **) | -2.801 | 0 | -8.113 | -2.898 | -13.812 |
| Stand 31.12.2017 | 83.035 | 0 | 165.257 | 50.347 | 298.639 |
| Buchwerte zum 31.12.2017 | 44.668 | 2.365 | 41.557 | 4.179 | 92.769 |
| Buchwerte zum 31.12.2016 | 46.597 | 975 | 45.225 | 4.630 | 97.427 |
*) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ - 5.751.
**) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ + 2.872.
+ Vermögensmehrung / - Vermögensminderung
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| Anteile an verbundenen Unternehmen | Anteile an assoziierten Unternehmen | Beteiligungen | Sonstige Ausleihungen | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand 1.1.2017 | 26 | 10.300 | 83 | 1 | 10.410 |
| Zugänge | 0 | 195 | 0 | 0 | 195 |
| Abgänge | 0 | 0 | -67 | 0 | -67 |
| Stand 31.12.2017 | 26 | 10.495 | 16 | 1 | 10.538 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen | |||||
| Stand 1.1.2017 | 0 | 2.782 | 67 | 0 | 2.849 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | -67 | 0 | -67 |
| Stand 31.12.2017 | 0 | 2.782 | 0 | 0 | 2.782 |
| Buchwerte zum 31.12.2017 | 26 | 7.713 | 16 | 1 | 7.756 |
| Buchwerte zum 31.12.2016 | 26 | 7.518 | 16 | 1 | 7.561 |
Im Mai 2006 hat die Tenowo GmbH einen Anteilskaufvertrag mit einer indischen Firmengruppe aus dem Vliesstoffmarkt unterzeichnet. Es wurde vereinbart, dass die Tenowo GmbH sich zu 25 % an der Firmengruppe beteiligt. Der Kaufpreis belief sich umgerechnet auf T€ 3.113. Die Hauptaktivitäten dieser Gruppe liegen in der Schwestergesellschaft Supreme Nonwovens. Nach Abschluss der Umstrukturierung dieser Firmengruppe zum 1. April 2007 wurde die Beteiligung zu diesem Stichtag erstmals "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen und aus der Bilanzposition "Beteiligungen" in die Bilanzposition "Anteile an assoziierten Unternehmen" umgegliedert. Die Umstrukturierung wurde vom High Court in Mumbai mit Beschluss vom 28. September 2007 genehmigt. Die Gesellschaft firmiert seitdem unter Supreme Nonwoven Industries Private Limited. Der sich aus der Gegenüberstellung des anteilig erworbenen Reinvermögens und dem Kaufpreis ergebende Firmenwert wurde in den Anschaffungsjahren mit den Rücklagen verrechnet.
Durch die Übernahme von weiteren Geschäftsanteilen aus zwei einseitigen Kapitalerhöhungen wurde die Beteiligungsquote im Jahr 2008 auf 44,9 % und im Jahr 2010 auf 49,0 % erhöht. Die Anschaffungskosten für die letzte Tranche betrugen T€ 1.179. Es ergab sich ein Firmenwert in Höhe von T€ 670. Dieser wurde über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Das Geschäftsjahr des assoziierten Unternehmens läuft vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Für das am 31. März 2017 endende Wirtschaftsjahr wurde ein Jahresabschluss vorgelegt und das zu diesem Stichtag anteilige Jahresergebnis (49,0 %) im Rahmen der Equity-Bewertung mit T€ 347 (Vorjahr: T€ 447) abzüglich zwischenzeitlich geflossener Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 152 (Vorjahr: T€ 154) im Bilanzansatz mit T€ 195 (Vorjahr: T€ 293) erfasst. Das assoziierte Unternehmen hat keinen Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2017 erstellt, daher konnte im Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG für 2017 noch keine weitere Fortschreibung der Equity-Bewertung vorgenommen werden.
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 17.349 | 16.623 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 5.171 | 4.284 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 15.619 | 18.572 |
| Geleistete Anzahlungen | 74 | 0 |
| 38.213 | 39.479 |
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| 31.12. 2017 | 31.12. 2016 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20.335 | 19.899 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 9.033 | 256 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 3.105 | 3.199 |
| 32.473 | 23.354 |
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus einem kurzfristigen Darlehen an die Aktionärin ERWO Holding AG in Höhe von T€ 9.000 sowie in Höhe von T€ 33 (Vorjahr: T€ 256) aus Lieferungen und Leistungen.
Unter liquiden Mitteln werden der Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen.
Zeitliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich im Wesentlichen bei den Sachanlagen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Finanzanlagen, sonstigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus bestehen steuerliche Verlustvorträge.
In den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen wurden latente Steuern nur angesetzt, wenn sich insgesamt ein Überhang der passiven latenten Steuern über die aktiven latenten Steuern ergab. Im Geschäftsjahr 2017 wurden passive latente Steuern auf zeitliche Differenzen bei den Sachanlagen in Höhe von T€ 12 gebildet. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen von T€ 1.195 gebildet.
Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt entwickelt:
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| 2017 | 2016 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 1.195 | 1.207 | -12 |
| Passive latente Steuern | 12 | 12 | 0 |
Das gezeichnete Kapital der HOFTEX GROUP AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Gesellschaftskapital.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2014 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 6. Juli 2019 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu T€ 5.000 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Von der Ermächtigung, das Grundkapital zu erhöhen, wurde bisher kein Gebrauch gemacht.
Als Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der HOFTEX GROUP AG in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB das Ausgabeaufgeld von T€ 2.199 aus der im Jahr 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung sowie Einlagen der Altgesellschafter.
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Gewinnrücklagen 1.1. | 42.254 | 38.754 |
| Einstellung gem. § 58 Abs. 3 AktG | 1.200 | 1.400 |
| Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG | 3.300 | 2.100 |
| Gewinnrücklagen 31.12. | 46.754 | 42.254 |
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Konzernbilanzverlust 1.1. | -1.785 | -5.162 |
| Dividendenzahlung | -1.089 | -926 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 3 AktG durch die Hauptversammlung | -1.200 | -1.400 |
| Konzernverlustvortrag | -4.074 | -7.488 |
| Konzernjahresüberschuss | 6.836 | 7.803 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat | -3.300 | -2.100 |
| Konzernbilanzverlust 31.12. | -538 | -1.785 |
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 10.413 | 11.132 |
| Vermögensverrechnung mit zuordenbaren Versicherungsansprüchen | -1.268 | -1.264 |
| Ausweis Pensionsrückstellungen | 9.145 | 9.868 |
| Steuerrückstellungen | 742 | 1.107 |
| Sonstige Rückstellungen | 12.769 | 12.699 |
| 22.656 | 23.674 |
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Gewährleistungen, Rechts- und Prozesskosten sowie ausstehende Rechnungen enthalten.
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 52.225 | 51.463 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.872 | 6.792 |
| Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel | 394 | 482 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 116 | 605 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.300 | 11.749 |
| davon aus Steuern | (557) | (375) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (75) | (54) |
| 67.907 | 71.091 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 109 (Vorjahr: T€ 595) gegenüber der Aktionärin ERWO Holding AG und anderen Unternehmen der Südwolle Group. Sie betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen sonstige Weiterverrechnungen.
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten | ||||||
| gegenüber Kreditinstituten | 2.225 | 40.000 | 10.000 | 1.463 | 37.500 | 12.500 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.872 | 0 | 0 | 6.792 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel | 394 | 0 | 0 | 482 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 116 | 0 | 0 | 605 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.300 | 0 | 0 | 11.746 | 3 | 0 |
| davon aus Steuern | (557) | (0) | (0) | (375) | (0) | (0) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (75) | (0) | (0) | (54) | (0) | (0) |
| 17.907 | 40.000 | 10.000 | 21.088 | 37.503 | 12.500 |
Die HOFTEX GROUP AG und ihre Tochtergesellschaften bilden gegenüber den kreditgebenden Banken einen gesamtschuldnerischen Haftungsverbund.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 7.727 (Vorjahr: T€ 11.080) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen enthalten. Davon sind T€ 6.343 (Vorjahr: T€ 9.800) von der Zhangjiagang Yangtse Spinning Co. (ZYS) in China an die Tenowo Huzhou Ltd. ausgereichte Finanzierungsmittel, die zu einem marktkonformen Zinssatz verzinst werden und eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben.
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Nach Bereichen | ||
| Hoftex | 27.279 | 27.370 |
| Neutex | 16.818 | 18.999 |
| Tenowo | 136.443 | 133.297 |
| Sonstige | 2.069 | 1.725 |
| 182.609 | 181.391 | |
| Nach Regionen | ||
| Inland | 71.255 | 69.288 |
| Übrige Europäische Union | 52.531 | 50.535 |
| Übriges Ausland | 58.823 | 61.568 |
| 182.609 | 181.391 |
Der Ausweis beinhaltet nur Umsätze mit Konzernfremden.
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.155 | 585 |
| Erträge aus Kurs- und Umrechnungsgewinnen | 1.122 | 1.084 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 398 | 942 |
| Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen und der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 195 | 147 |
| Erträge aus der Auflösung erhaltener Investitionszuschüsse und -zulagen | 0 | 735 |
| Sonstige periodenfremde Erträge | 210 | 321 |
| Übrige betriebliche Erträge | 182 | 393 |
| 3.262 | 4.207 |
Die Erträge aus Kurs- und Umrechnungsgewinnen enthalten mit T€ 742 kumulierte Währungsgewinne in Zusammenhang mit der Entkonsolidierung eines Tochterunternehmens.
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 88.515 | 88.131 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 3.832 | 4.924 |
| 92.347 | 93.055 |
Die Materialaufwandsquote bezogen auf die betriebliche Leistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) beträgt 51,0 % (Vorjahr: 51,0 %).
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 37.648 | 35.869 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 8.149 | 8.015 |
| davon für Altersversorgung | (-67) | (245) |
| 45.797 | 43.884 |
Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 850 | 844 |
| Angestellte | 330 | 326 |
| Auszubildende | 40 | 36 |
| 1.220 | 1.206 |
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Zuführung Wertberichtigungen, Ausbuchung von Forderungen | 352 | 326 |
| Aufwendungen aus Kurs- und Umrechnungsverlusten | 824 | 517 |
| Sonstige periodenfremde Aufwendungen | 134 | 428 |
| Verwaltungskosten | 5.281 | 5.815 |
| Betriebskosten | 8.653 | 9.773 |
| Vertriebskosten | 7.978 | 8.017 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 1.934 | 1.990 |
| 25.156 | 26.866 |
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 347 | 447 |
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen | ||
| und ähnliche Erträge | 89 | 45 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (22) | (0) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.771 | -2.029 |
| davon an verbundene Unternehmen | (0) | (-249) |
| Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen | -426 | -475 |
| -2.108 | -2.459 |
Der verrechnete Ertrag aus dem Deckungsvermögen beträgt T€ 29 (Vorjahr: T€ 28).
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer Geschäftsjahr | -457 | -267 |
| Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre | 9 | 40 |
| Körperschaftsteuererstattungen | 38 | 146 |
| Gewerbesteuer Geschäftsjahr | -412 | -271 |
| Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre | 32 | 100 |
| Gewerbesteuersteuererstattungen | 30 | 95 |
| Gewerbesteuernachzahlungen | -33 | 0 |
| Veränderung latente Steuern | -12 | -114 |
| -805 | -271 |
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| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Grundsteuer | -585 | -551 | ||
| Kfz-Steuer | -18 | -18 | ||
| sonstige Steuern | ||||
| - in Deutschland | -100 | -116 | ||
| - in USA | -140 | -286 | ||
| - in China | -42 | -282 | -107 | -509 |
| Lohnsteuer und Umsatzsteuer aus Betriebsprüfungen | 8 | 0 | ||
| -877 | -1.078 |
Der Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr Honorare von insgesamt T€ 335 (Vorjahr: T€ 322) berechnet.
Das Gesamthonorar ist wie folgt aufzuschlüsseln:
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 189 | 190 |
| andere Bestätigungsleistungen | 27 | 22 |
| Steuerberatungsleistungen | 112 | 107 |
| sonstige Leistungen | 7 | 3 |
| 335 | 322 |
Die Angabe der Vorstandsgesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB unterbleibt unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift des §§ 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB.
Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 89 (Vorjahr: T€ 89).
Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betragen T€ 382 (Vorjahr: T€ 381). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebene sind T€ 3.509 (Vorjahr: T€ 3.770) zurückgestellt.
Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Ausgehend vom Konzern-Jahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, nahezu ausschließlich Wechselkurseffekte umfassend, sowie Änderungen im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Wechselobligo | 81 | 181 |
| Bürgschaftsverpflichtungen | 120 | 120 |
Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit ist mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen, aus Bestellobligen und Akkreditivverpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 6.123 (Vorjahr: T€ 5.540).
Die HOFTEX GROUP AG schließt nur derivative Finanzinstrumente ab, die in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang stehen und mit entsprechenden Grundgeschäften zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken von variabel verzinslichen langfristigen Bankverbindlichkeiten wurden sechs Zinsswaps in Höhe von zusammen T€ 28.500 abgeschlossen, um das Risiko aus künftigen Zinssteigerungen zu begrenzen. Die im Bestand befindlichen Zinssicherungsgeschäfte mit Restlaufzeiten von 21 Monaten und 48 Monaten, deren Fälligkeit innerhalb der Fälligkeiten der Grundgeschäfte liegen, wurden mit diesen Grundgeschäften in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag waren aus diesen Transaktionen daher keine Rückstellungen aus Bewertungseinheiten zu bilden; d.h. in Höhe der beizulegenden negativen Zeitwerte von insgesamt T€ 487 wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften vermieden.
Für die von der Gesellschaft abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich zum 31. Dezember 2017 folgende beizulegende Zeitwerte:
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| Fälligkeit | Nominalbetrag | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Swapsatz |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2019 | Mio. EUR 3,0 | TEUR 0 | TEUR - 88 | 1,3950% |
| 30.09.2019 | Mio. EUR 4,0 | TEUR 0 | TEUR -114 | 1,3600% |
| 30.09.2019 | Mio. EUR 2,0 | TEUR 0 | TEUR - 59 | 1,4100% |
| 30.09.2019 | Mio. EUR 3,0 | TEUR 0 | TEUR - 89 | 1,4200% |
| 23.12.2021 | Mio. EUR 10,0 | TEUR 0 | TEUR - 86 | 0,5225% |
| 23.12.2021 | Mio. EUR 6,5 | TEUR 0 | TEUR - 51 | 0,5000% |
Die Zeitwerte der Zinsbegrenzungsgeschäfte werden von den Kontrahentenbanken anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung der jeweiligen Zinsstrukturkurve ermittelt.
Des Weiteren wurden zur Währungsabsicherung folgende Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2017 ergeben sich folgende beizulegende Zeitwerte:
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| Fälligkeit bis spätestens | Nominal-Betrag Währung in Tsd. |
Positiver Marktwert in T€ |
Negativer Marktwert in T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Terminkäufe | 15.02.2018 | 265 USD | 0 | 2 |
Für die negativen Marktwerte wurde in dem Bilanzposten "sonstige Rückstellungen" eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag sind nicht eingetreten.
Waltraud Hertreiter
Vorsitzende
Selbstständige Unternehmensberaterin
Neubeuern
Martin Steger
Stellv. Vorsitzender
Selbstständiger Immobilienkaufmann
Nürnberg
Werner Berlet
IT-Manager
Bad Homburg
Renate Dempfle
Geschäftsführerin der PDV Inter-Media GmbH
Augsburg
Johanna Falasa*
Kaufmännische Angestellte
Münchberg
York Riedel
Selbstständiger Rechtsanwalt
Nürnberg
Wolfgang Schmidt*
Vorsitzender Betriebsrat Tenowo Hof und Reichenbach
Hof
Tom Steger
Selbstständiger Rechtsanwalt
Nürnberg
Carmen Teismann*
Laborangestellte
Schwarzenbach/Saale
* von den Arbeitnehmern gewählt
Klaus Steger
Vorstandsvorsitzender, Chief Executive Officer
Nürnberg
Jacques van den Burg
Chief Financial Officer
Wendelstein
Die HOFTEX GROUP AG, Hof, eine i.S.v. § 267 HGB kleine Kapitalgesellschaft, ist als Konzernmutterunternehmen selbst Tochterunternehmen der ERWO Holding AG, Schwaig bei Nürnberg. Die zwei Gesellschaften erstellen jeweils als Konzernmutterunternehmen einen Konzernabschluss unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Tochterunternehmen; auf eine Inanspruchnahme von § 291 HGB wird verzichtet. In ihrem Anhang zum Jahresabschluss berichtet die HOFTEX GROUP AG, dass sie in den Konzernabschluss der ERWO Holding AG einbezogen ist. Dazu ergänzt sie, dass die ERWO Holding AG den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt (§ 285 Nr. 14 HGB), und die HOFTEX GROUP AG den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen (§ 285 Nr. 14a HGB). Beide Konzernabschlüsse sind jeweils im Bundesanzeiger verfügbar.
Mit Zustimmung des Aufsichtsrats wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der HOFTEX GROUP AG wie folgt zu verwenden:
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| Ausschüttung einer Dividende von € 0,22 je Stückaktie auf das gezeichnete Kapital von € 13.919.988,69 (= 5.444.800 Stückaktien) | € 1.197.856,00 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen gemäß § 58 Abs. 3 AktG | € 2.000.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | € 247.021,59 |
| Bilanzgewinn | € 3.444.877,59 |
Hof, 29. März 2018
HOFTEX GROUP AG
Der Vorstand
Steger
van den Burg
Wir haben den von der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalspiegel, Kapitalflussrechnung sowie Anhang -und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 26. April 2018
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Löffler, Wirtschaftsprüfer
Markert, Wirtschaftsprüferin
Im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz, Satzung und Geschäftsordnung bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Geschäftsbereiche und wesentliche Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Ertragslage, Plan- / Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage sowie vierteljährliche Berichte über Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand diskutiert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.
Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen hat sich die Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über die aktuelle Situation und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren lassen.
Im Berichtsjahr fanden vier turnusgemäße Aufsichtsratssitzungen statt. Außerordentliche Sitzungen wurden nicht einberufen.
Mit Ausnahme von einer Sitzung, bei der ein Mitglied entschuldigt fehlte, nahm der Aufsichtsrat geschlossen an den Beratungen teil. Der Aufsichtsrat bildete im abgelaufenen Berichtsjahr weiterhin keine Ausschüsse, da er auch mit neun Mitgliedern noch die geeignete Größe hat, sämtliche Angelegenheiten im Gesamtaufsichtsrat zu erörtern und zu entscheiden.
Zusätzlich zu den wiederkehrenden Themen stellte der Vorstand in der Sitzung am 20. März 2017 die mittelfristigen Perspektiven des Konzerns vor. In diesem Zusammenhang wurde auch die 3-Jahres-Planung der indischen Beteiligung Supreme Nonwoven und deren Perspektiven diskutiert. Weiter standen die Erläuterung wesentlicher Investitionsvorhaben im Vliesstoffbereich und deren Rentabilität sowie der Projektverlauf der Umsetzung der am Vliesstandort Mittweida eingesetzten Malimotechnologie am Standort in den USA auf der Agenda. Auf Basis des in der Sitzung am 9. Dezember 2016 vorgelegten Risikoberichtes hat der Aufsichtsrat intensiv über den künftigen Aufbau und die Struktur des Risikomanagements diskutiert.
Am 22. Mai 2017 hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den Jahresabschlüssen und Prüfungsberichten für die HOFTEX GROUP AG und den Konzern zum 31. Dezember 2016 befasst. Die Tagesordnung zur Hauptversammlung mit den verschiedenen Beschlussvorlagen wurde gebilligt. Weiter berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäftsentwicklung und über den Status der Implementierung eines neuen EDV-Systems.
Neben der Erläuterung der Konzernzahlen per August 2017 war die Berichterstattung zur Situation des Geschäftsbereichs Neutex ein weiterer Schwerpunkt in der Sitzung am 22. September 2017. Im Detail informierte der Vorstand über die Umsatz- und Ergebniszahlen der Neutex. Ferner wurde über mögliche Handlungsoptionen intensiv diskutiert, da das Marktumfeld im Bereich Heimtextilien unverändert schwierig ist.
In seiner letzten Sitzung des Berichtsjahres am 4. Dezember 2017 haben dem Aufsichtsrat die Unterlagen über die aktuelle Geschäftssituation per Oktober 2017, den Forecast 2017 und die Unternehmensplanung für 2018 vorgelegen. Die Planung fand die Zustimmung des Aufsichtsrats, nachdem sie eingehend geprüft und darin enthalten Chancen und Risiken mit dem Vorstand intensiv diskutiert wurden. Zudem wurde der vorgelegte Investitionsplan für das Geschäftsjahr 2018 durch den Aufsichtsrat bewilligt. Als weitere Themenschwerpunkte standen das Risikomanagementsystem und die Billigung der vom Vorstand vorgelegten aktualisierten Geschäftsordnung für den Vorstand auf der Agenda.
Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 hatte die Hauptversammlung die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2017 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt.
Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 17. Mai 2018 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2017, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG per 31.12.2017 gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.
Der für das Geschäftsjahr 2017 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit diesen verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2017.
Hof, im Mai 2018
Der Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG
Waltraud Hertreiter, Vorsitzende des Aufsichtsrats
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