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Annual Report Feb 12, 2015

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Annual Report

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Duisburger Verkehrsgesellschaft AG

Duisburg

Jahresabschluss zum 31.12.2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren moderaten Wachstumskurs fort. Die gesamtwirtschaftliche Leistung dürfte sich nach den vorliegenden Indikatoren im Jahresschlussquartal weiter leicht erhöht haben. Das Bruttoinlandsprodukt für das Gesamtjahr 2013 lag vornehmlich wegen des schwachen vergangenen Winterhalbjahrs in konstanten Preisen nur 0,4 % über dem des Vorjahres. Dennoch hat sich das Wachstum im Verlauf des Jahres gefestigt. Das Wachstum wurde von den privaten und staatlichen Konsumausgaben getragen. Die Investitionen in Ausrüstungen sowie in Bauten gingen im Jahresdurchschnitt nochmals leicht zurück. Da die Einfuhren stärker zunahmen als die Ausfuhren, war der Beitrag des Außenhandels zum Wachstum rechnerisch negativ. Die Beschäftigung erreichte im abgelaufenen Jahr ein neues Rekordniveau, die öffentlichen Haushalte waren nahezu ausgeglichen. Im neuen Jahr dürfte sich die Konjunktur etwas beschleunigen.

Die privaten Konsumausgaben haben im Jahr 2013 wesentlich zum Wachstum beigetragen. Sie erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr in konstanten Preisen um 0,9 % und lieferten damit einen Wachstumsbeitrag von 0,5 Prozentpunkten. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte lag im Jahresdurchschnitt 2013 um 2,1 % über dem Niveau des Vorjahres. Die Erwerbstätigkeit im Inland erhöhte sich um 233.000 Personen und die Verbraucherpreise nahmen lediglich um 1,4 % zu. Niedrige Zinsen und das wieder gestiegene Vertrauen in eine solide wirtschaftliche Zukunft ließen die Sparquote auf 10,0 % sinken. Dieses konsumfreundliche Umfeld dürfte dafür gesorgt haben, dass der private Konsum auch im Jahresschlussquartal weiter zugenommen hat.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich zum Jahresende trotz der noch moderaten konjunkturellen Erholung günstig. Die Beschäftigung nahm, gestützt auf den Anstieg der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, weiter spürbar zu. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt zum 31.12.2013 eine Arbeitslosenquote für Nordrhein-Westfalen in Höhe von 9,0 % und damit im Vergleich zum Vorjahr (8,8 %) eine negative Entwicklung. Die Arbeitslosenquote der Stadt Duisburg steigt ebenfalls leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 13,9 % im Vergleich zum Vorjahr (13,7 %).

Die Wirtschaft am Niederrhein zeigt sich nach wie vor in guter Verfassung. Die Unternehmen äußern sich mit Blick auf ihre Geschäftslage überwiegend zufrieden. Der seit dem Frühjahr erkennbare, leichte Aufwärtstrend lässt die Betriebe zuversichtlicher auf die kommenden Monate blicken. Hierzu tragen unter anderem positive Signale auf den Auslandsmärkten bei. Mehr als jedes vierte Unternehmen (30 %) erwartet ein verbessertes Auslandsgeschäft. Nur noch 8 % erwarten sinkende Ausfuhren. Die Investitionsbereitschaft ist leicht gestiegen. Eine insgesamt zuversichtliche Stimmung spiegelt sich auch in der Beschäftigungssituation wider. Die Ertragslage tendiert derzeit eher verhalten. Im Vergleich zum Frühjahr verzeichneten weniger Unternehmen steigende Gewinne.

Trotz einer insgesamt positiven Grundstimmung sind nach wie vor Risiken erkennbar. Zwar bestimmt die Schuldenkrise in Europa derzeit deutlich weniger die Schlagzeilen als noch vor einem halben Jahr. Die daraus resultierenden Unsicherheiten für die Märkte sind jedoch weiterhin spürbar. Auch innerpolitisch gibt es Entwicklungen, die sehr genau beobachtet werden. Hierzu zählen zum Beispiel die künftige Wirtschafts- und Finanzpolitik oder die Umsetzung der Energiewende durch die neu gewählte Bundesregierung.

1.1.2. Branchenentwicklung

Die Entwicklung des öffentlichen Personenverkehrs in Deutschland stagniert. Die Zahl der beförderten Personen ist in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes um ca. 0,7 % gestiegen. Hierbei sind die beförderten Personen im Liniennahverkehr mit Eisenbahnen, Straßenbahnen und Omnibussen berücksichtigt. Die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen ist gegenläufig und weist einen Abwachs von ca. 12,0 % (227.189) aus.

Die Fahrtenentwicklung im VRR zeigt für die Monate Januar bis einschließlich September 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg von ca. 0,5 %, was rd. 4,5 Mio. Fahrten entspricht. Die Entwicklung der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (kurz: DVG) verläuft ebenfalls leicht positiv mit einen Fahrtenzuwachs von rd. 0,3 Mio. (0,8 %).

Die Beförderungsleistung (gemessen in Personenkilometer) in Deutschland zeigt – bezogen auf die ersten drei Quartale der Jahre 2013 und 2012 – nur eine leichte Veränderung (0,5 %). Der höchste Anstieg ist im Linienverkehr mit Straßenbahnen zu verzeichnen (140.555; 1,2 %); mit Omnibussen (76.575, 0,3 %) und Eisenbahnen (151.217; 0,4 %) ist die Personenkilometerentwicklung weniger ausgeprägt.

Die Abonnentenzahlen (ohne SemesterTicket) im VRR entwickeln sich in den ersten drei Quartalen 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum negativ (-1,6 %). Auch die DVG kann eine vergleichbare Entwicklung bei einem absoluten Abwachs der Abo-Tickets von 6.563 (-1,4 %) verzeichnen.

1.2. Absatz Fahrgäste

Fahrgäste

Die Zahl der Fahrgäste bei der DVG erhöht sich in 2013 um 0,8 %. Lag die Zahl der Fahrgäste in 2012 noch bei 63,147 Mio., nutzen in 2013 63,631 Mio. Fahrgäste das Angebot der DVG. Das sind insgesamt 0,484 Mio. Personen mehr.

Der Anteil der beförderten Schwerbehinderten wird statistisch durch Zählungen als Vomhundertsatz an der Gesamtzahl aller Fahrgäste ermittelt. Für 2013 wird ein unternehmensindividueller Erstattungssatz von 7,07 % angesetzt.

Die Zahl der Fahrgäste im Barverkehr beträgt im Berichtsjahr 2013 4.928.525 (i.Vj. 5.014.923). Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 86.398 Fahrgästen oder 1,7 %. Im Zeitkartenverkehr beträgt 2013 die Zahl der Fahrgäste 53.794.254 (i.Vj. 53.345.293). Damit ergibt sich im Vergleich zu 2012 ein Anstieg um 448.962 Fahrgästen oder 0,8 %. Die Monatskarten im Abonnement verzeichnen einen Rückgang von 0,3 % oder 41.376 Fahrgästen auf 12.590.774 Fahrgäste.

1.3. Investitionen

Die aus den operativen Investitionsaktivitäten der DVG resultierenden Anlagenzugänge in das immaterielle Anlagevermögen und in die Sachanlagen belaufen sich im Berichtsjahr auf 8,036 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 1,521 Mio. €. Abzüglich der im Berichtsjahr verrechneten Investitionszuschüsse von 1,370 Mio. € zuzüglich rückabgewickelter Investitionszuschüsse von 1,117 Mio. € ergeben sich Anlagenzugänge von 7,783 Mio. €.

Nach Investitionsbereichen gegliedert liegt der Schwerpunkt der Brutto-Investitionen mit 2,836 Mio. € in dem Vorhaben „ITCS Leitstelle und Digitalfunk" sowie mit 2,447 Mio. € in der Beschaffung neuer Busse. Für das Investitionsvorhaben „IBIS 1 pus in Bahnen" werden 0,957 Mio. € investiert. 0,654 Mio. € wurden im Bereich Betriebstechnische Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Die Investitionsverpflichtung aus Obligo besteht zum Stichtag in Höhe von ca. 1,458 Mio. €.

Die Finanzanlagen bleiben mit Zugängen von 0,012 Mio. € konstant.

1.4. Finanzierung

Die Finanzierung der Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgt durch Eigen- und Fremdmittel sowie Abschreibungen und die Verlustübernahme durch die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (kurz: DVV).

Zwischen der DVG und der DVV besteht eine Cash-Pooling Vereinbarung. Die DVG führt Zahlungsmittelüberschüsse an die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH ab. Auf der Gegenseite stellt die DVV der DVG liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst.

Langfristige Finanzierungen nahm die DVG in eigenem Namen auf.

1.5. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die DVG beschäftigt am 31.12.2013 einschließlich Auszubildender, Praktikanten und befristet Beschäftigter insgesamt 850 Mitarbeiter, 10 Beschäftigte mehr als am 31.12.2012. Bei den Angaben sind Teilzeitbeschäftigte nicht anteilig umgerechnet.

2. Lage

Die DVG ist ein Unternehmen im Konzernverbund des Multi-Dienstleistungskonzerns DVV. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG erbringt für die Stadt Duisburg auf Basis des Nahverkehrsplanes die Verkehrsleistungen für Duisburg und bedient gleichzeitig Teilstrecken in Nachbarkommunen.

Die DVG hat sich mit der Essener Verkehrs-AG und der Mülheimer Verkehrs-Gesellschaft mbH zur Kooperationsgesellschaft Via Verkehrsgesellschaft mbH (kurz: Via) zusammengeschlossen. Via hat Mitte 2010 den Produktivbetrieb aufgenommen. Die Inkraftsetzung der Verträge zur Übertragung der operativen Nahverkehrsdienstleistung von DVG an Via erfolgte zum 01.08.2011. Grundsätzlich fallen in Via alle mit dem Erbringen der operativen Verkehrsleistung im Zusammenhang stehenden Aufwendungen, u. a. Materialaufwand für die Instandhaltung der Streckeninfrastruktur, an. Mit diesen Aufwendungen wird die DVG zum einen über die Linienbündelrechnung und zum anderen über gesonderte Rechnungen im Zusammenhang mit der Abrechnung von Sondermaßnahmen für die Stadt Duisburg belastet. Die Einbeziehung des Personalaufwandes der DVG in Via erfolgt nach Maßgabe der Verrechnungssystematik des Personaleinsatz- und Verrechnungsvertrages. Die Einnahmeverantwortung und damit die Verkehrserträge verbleiben bei der DVG. Zudem stellt die DVG Via zur Erbringung der operativen Verkehrsleistung die notwendige Infrastruktur sowie die Linienfahrzeuge unentgeltlich bei. Die daraus resultierenden Kapitalkosten verbleiben bei der DVG.

2.1. Ertragslage

Einnahmen

Die unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Verkehrseinnahmen der DVG verbessern sich gegenüber dem Vorjahr um 3,948 Mio. € auf 50,870 Mio. €.

Insgesamt steigen die VRR-Verkehrseinnahmen im Vergleich zu 2012 um 3,241 Mio. € auf 49,620 Mio. €. Die Einnahmen im Bar- und Zeitkartenverkehr im Bereich des VRR erhöhen sich insgesamt um 1,649 Mio. € auf 48,863 Mio. €. Auf das seit November 2011 angebotene Sozialticket entfallen dabei in 2013 2,356 Mio. € (i.Vj. 1,889 Mio. €) der Einnahmen.

Die Verkehrseinnahmen im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) nehmen um 0,210 Mio. € zu und liegen bei 0,361 Mio. €. Der Grund sind hohe Ausgleichsleistungen für Übersteiger. Die sonstigen Verkehrseinnahmen der DVG steigen in 2013 um 0,497 Mio. € auf 0,889 Mio. €. Dabei entfallen auf die Einnahmen für das Erhöhte Beförderungsentgelt 0,837 Mio. € nach 0,456 Mio. € in 2012.

Erstattungs- und Ausgleichsbeträge

Im Geschäftsjahr 2013 steigen die Abgeltungszahlungen für Schwerbehinderten- und Schülerbeförderung inklusive der Berücksichtigung von Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen um 0,807 Mio. € auf 4,677 Mio. €. Die von der DVG zu leistenden Abgeltungszahlungen für die Deutsche Bahn und Übersteiger fallen mit 5,383 Mio. € in 2013, inklusive Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen, um 0,472 Mio. € niedriger aus als in 2012. Die Ausgleichszahlung für das Sozialticket liegt in 2013 bei 1,184 Mio. €, ebenfalls inklusive der Nachzahlungen für Vorjahre. In 2012 betrug die Ausgleichszahlung für das Sozialticket 0,935 Mio. €.

Sonstige Umsatzerlöse

Die Position sonstige Umsatzerlöse umfasst Erlöse aus Nebengeschäften und Gleisnutzung, Reklameerlösen und Auftragsverkehr Mülheim. Den Nebengeschäftserträgen, der Abrechnung Stadtbahn und dem Auftragsverkehr Mülheim stehen entsprechende Aufwendungen in den Bereichen Materialaufwand und Fremdleistungen gegenüber. Die sonstigen Umsatzerlöse erhöhen sich von 4,015 Mio. € in 2012 auf 5,236 Mio. € im Ist 2013. Zwei in 2013 abgerechnete Sondermaßnahmen von insgesamt 1,273 Mio. € für die Instandhaltung Stadtbahn führen zu der Abweichung zwischen 2013 und 2012.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge steigen im Ist 2013 gegenüber dem Plan 2013 und dem Vorjahr. Sie liegen im Ist 2013 bei 53,410 Mio. € (Plan 51,581 Mio. €). Gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2012 erhöhen sie sich um 2,206 Mio. €. Seit der Ingangsetzung von Via-SAP erfolgt die Verrechnung des Personals von DVG an Via (36,208 Mio. €, i.Vj. 34,199 Mio. €). In 2013 wird die Verrechnung von Leistungsscheinen zwischen DVG und Via nochmals ausgeweitet (2013: 8,142 Mio. €., 2012: 6,552 Mio. €). Diesen Erträgen stehen jedoch entsprechende Aufwendungen gegenüber. Des weiteren werden in 2013 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 2,781 Mio. € ausgewiesen. Im Vorjahr waren es 2,037 Mio. €. In 2012 wurde der Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 1,643 Mio. € aufgelöst.

Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Fremdleistungen. Er nimmt in 2013 im Vergleich zu 2012 um 7,919 Mio. € zu und liegt bei 79,514 Mio. €. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betragen in 2013 4,820 Mio. €. Dabei entfallen 3,366 Mio. € auf den Energiebezug (in der Hauptsache Fahrstrom). 1,060 Mio. € fallen für eine Sondermaßnahme für die Stadt Duisburg an, für diese Maßnahme gibt es entsprechende Umsatzerlöse. Auf die Rückstellungszuführung im Zusammenhang mit der Rückzahlung der Chipkartenförderung entfallen 0,215 Mio. €. Die Aufwendungen für die Sondermaßnahme für die Stadt Duisburg sind im Plan 2013 bei den Fremdleistungen enthalten. Die Aufwendungen für Fremdleistungen liegen unter Plan, jedoch über dem Vorjahr. Das Linienbündel fällt nicht nur aufgrund der Verschiebung zwischen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Fremdleistungen geringer aus. Es weicht im Ist 2013 auch vom Plan auch ab, weil die Aufwendungen für die Leistungsscheine niedriger als geplant sind. Die bereits erwähnte Ausweitung der Verrechnung der Leistungsscheine zwischen DVG und Via sowie die höheren Verrechnungssätze aus dem Personaleinsatz- und Verrechnungsvertrag zwischen DVG und Via führen zu der Abweichung zwischen 2013 und 2012. Die Aufwendungen für das Linienbündel betragen in 2013 55,946 Mio. € nach 52,052 Mio. € in 2012.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Löhne, Gehälter und Entgelte sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung erhöhen sich im Vergleich zum Plan 2013 und liegen bei 43,619 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr mit 44,514 Mio. € ist in 2013 ein Rückgang zu verzeichnen. Aufgrund der Anpassung der Vereinbarung über die Nutzung von Firmentickets und der damit verbundenen Aktualisierung der Bewertungsmethode kommt es in 2013 zu einer Rückstellungszuführung für Deputate in Höhe von 4,020 Mio. €. In 2012 gab es eine Rückstellungszuführung für Altersteilzeit von 3,911 Mio. €. In 2013 beträgt sie 1,038 Mio. €. Die Zahl der Mitarbeiter (Beschäftigte, Auszubildende und Praktikanten) liegt 2013 im Durchschnitt bei 801 Personen nach 786 Personen in 2012. Dabei werden die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 18,340 Mio. € und liegen 6,4 % über dem Plan von 17,231 Mio. €. Die Abweichung zum Plan 2013 resultiert unter anderem aus rückstellungsbedingt höheren Aufwendungen für die Instandhaltung von Gebäuden. Der Vorjahreswert von 19,374 Mio. € wird um 5,3 % unterschritten. Geringere Aufwendungen für die Konzernumlage und Produktverrechnung sind die Hauptursachen der Abweichung gegenüber 2012.

Gesamtleistung und Rohergebnis

Die Gesamtleistung der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG steigt gegenüber dem Vorjahr von 102,141 Mio. € um 7,375 Mio. € oder 7,2 % auf 109,516 Mio. € in 2013 an. Das Rohergebnis (Gesamtleistung vermindert um Materialaufwand) verschlechtert sich von 30,546 Mio. € in 2012 auf 30,001 Mio. € in 2013.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis verbessert sich im Jahresvergleich 2012 zu 2013 von -40,282 Mio. € um 1,446 Mio. € auf -38,836 Mio. €.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis liegt bei -1,747 Mio. €. Es verschlechtert sich gegenüber dem Plan und dem Vorjahr. Auslöser für die Verschlechterung ist die Verzinsung von Rückstellungen nach BilMoG.

Jahresfehlbetrag

Das Jahresergebnis weist für 2013 einen Verlust von 40,899 Mio. € nach 41,578 Mio. € im Vorjahr aus. Das Gesamtergebnis der DVG verbessert sich damit absolut um 0,679 Mio. € oder 1,6 %. Die im Ist 2013 über dem Plan liegenden Aufwendungen für Personal, Sonstige betriebliche Aufwendungen und Finanzaufwendungen werden durch überplanmäßige Umsatzerlöse sowie Sonstige betriebliche Erträge überkompensiert. Der im Wirtschaftsplan 2013 ausgewiesene Jahresfehlbetrag von 42,679 Mio. € wird somit unterschritten. Der Geschäftsverlauf hat die Erwartungen erfüllt.

2.2. Vermögenslage

In der nachstehenden Übersicht sind die Bilanzzahlen gruppenweise zusammengefasst:

Bilanzstruktur

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31.12.2013 31.12.2012
Mio. € % Mio. € %
--- --- --- --- ---
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 6 0,0 17 0,0
Sachanlagevermögen 61.348 48,5 60.436 50,5
Finanzanlagen 5.668 4,5 5.718 4,5
67.022 53,0 66.171 55,3
Umlaufvermögen
Vorräte 11 0,0 179 0,1
Forderungen 57.347 45,3 49.636 40,4
Flüssige Mittel 633 0,5 1.634 1,4
57.991 45,8 51.449 43,0
Rechnungsabgrenzungsposten 1.459 1,2 2.109 1,8
Betriebsvermögen 126.472 100,0 119.729 100,0
Passiva
Eigenkapital 35.465 28,0 35.465 29,6
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 24.480 19,4 24.247 20,3
Verbindlichkeiten 49.190 38,9 42.749 35,7
73.670 58,3 66.996 56,0
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 12.122 9,6 12.270 10,2
Verbindlichkeiten 5.031 4,0 4.830 3,6
Rechnungsabgrenzungsposten 184 0,1 168 0,1
17.337 13,7 17.268 14,4
Betriebskapital 126.472 100,0 119.729 100,0

Die Bilanzsumme erhöht sich im Berichtsjahr von 119,729 Mio. € um 6,743 Mio. € oder 5,6 % auf 126,472 Mio. €.

Die Eigenkapitalquote verringert sich geringfügig von 29,6 % auf 28,0 % .

Die Deckung des Anlagevermögens durch lang- und mittelfristig gebundenes Kapital beträgt 162,8 % ( i. Vj. 154,8 % ).

Das Eigenkapital besteht unverändert zum Vorjahr.

In den Rückstellungen sind Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Altersteilzeit enthalten.

Die kurzfristigen Schulden erhöhen sich geringfügig um 69 T€ auf 17,337 Mio. €. Sie liegen damit bei 13,7 % der Bilanzsumme.

2.3. Finanzlage

Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Kapitalflussrechnung in Anlehnung an die Richtlinie 2 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Comitee (DRSC).

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2013 2012
T€ T€
--- --- ---
Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme -40.899 -41.578
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.879 6.940
Veränderung der Rückstellungen 86 1.614
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 859 -1.381
Verlust/Gewinn aus Abgang von Sachanlagevermögen -232 -324
Zunahme (i.Vj. Abnahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -609 2.904
Zunahme (i.Vj. Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowieanderer Passiva 1.312 -1.684
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -32.604 -33.509
Auszahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände -1 -13
Einzahlungen aus Abgängen Sachanlagen 234 338
Auszahlungen für Investitionen Sachanlagen vor Zuschussverrechnung -8.035 -6.487
Einzahlungen aus Abgängen Finanzanlagen 62 40
Auszahlungen für Finanzanlagen -12 -16
Einzahlungen aus erhaltenen Investitionszuschüssen 752 2.315
Auszahlungen aus rückabgewickelten Investitionszuschüssen -1.117 0
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -8.117 -3.823
Einzahlungen durch DVV auf Grund Verlustübernahme 41.578 38.786
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten 8.707 0
Auszahlungen aus Tilgung von Krediten und RZVK-Darlehen -2.759 -2.451
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 47.526 36.335
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.805 -997
Zuzüglich Finanzmittelfonds aus Anfang der Periode 8.537 9.534
Finanzmittelfonds am Periodenende 15.342 8.537
Unter Einbeziehung der im Rahmen des Cash-Managements bei Konzernunternehmen kurzfristig angelegten liquiden Mittel ergibt sich nachstehender Zahlungsmittelüberschuss:
2013 2012
T€ T€
Guthaben bei Kreditinstituten 633 1.634
Kurzfristige Liquiditätsanlagen 14.709 6.903
Finanzmittelfonds 15.342 8.537

Aus Gründen der konzerneinheitlichen Darstellung wird bei der Ermittlung des Cash Flow für das Geschäftsjahr 2013 dazu übergegangen, die kurzfristigen Liquiditätsanlagen im Rahmen des Cash-Managements im Finanzmittelfonds zu berücksichtigen (i. Vj. Berücksichtigung der jeweiligen Veränderungen innerhalb des Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit). Die Darstellung des Cash Flow für das Vorjahr wird zur Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

Das Finanzmanagement der DVV verfolgt das Ziel, die Fähigkeit zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen jederzeit sicherzustellen. Daneben zählen zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements, die Finanzierung unternehmerischer Aktivitäten, das Management finanzieller Risiken – insbesondere Liquiditätsrisiken, Marktpreisrisiken und Adressenausfallrisiken, eine kosten- und risikooptimierte Finanzmittelbeschaffung und -anlage sowie die Optimierung des Zinsergebnisses.

Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen lässt sich keine negative Veränderung der Liquiditätssituation erkennen, so dass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden ist.

3. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) versteht das Risikomanagement als einen bedeutenden Baustein des Managementsystems, mit der Zielsetzung den Unternehmenserfolg und die Unternehmensziele langfristig zu sichern. Die DVG als mehrheitliche Tochtergesellschaft der Duisburger Versorgung- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV), ist unmittelbar in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Das Risikomanagement des DVV-Konzerns steht dabei im Einklang mit den Regelungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG).

Das Risikomanagement ist als kontinuierliche Aufgabe in die betrieblichen Prozesse integriert. Strategische Entscheidungen im Unternehmen erfolgen immer auf der Grundlage betriebswirtschaftlich begründeter Informationen, was wiederum eine fortlaufende Identifikation, Analyse und Bewertung von unternehmensweiten Risiken und deren Steuerung voraussetzt. Diese Aufgaben werden von der zentralen Organisationseinheit, dem Konzernrisikomanagement, sowie den dezentralen Risikomanagern und Risikoverantwortlichen innerhalb der einzelnen Unternehmenseinheiten wahrgenommen.

Mit Hilfe des Risikomanagement-Informationssystems ist die Zusammenarbeit des Konzernrisikomanagements mit den Unternehmenseinheiten, sowie der Risikomanagementprozess (Identifikation – Analyse – Bewertung – Steuerung – Kommunikation) sichergestellt. Eine effektive Durchführung der Identifikation und Neubewertung von Risiken ist nur mit genauer und umfassender Kenntnis der operativen Geschäftsprozesse möglich. Durch die Zuordnung sämtlicher Risiken zu den entsprechenden Risikoverantwortlichen in den Unternehmenseinheiten ist die Voraussetzung für eine effektive Durchführung gewährleistet. Risikoverantwortlich sind Leiter einer Unternehmenseinheit, in deren Verantwortungsbereich ein Risiko einschlägig werden könnte und gesteuert werden kann. Risikoverantwortliche werden durch die dezentralen Risikomanager unterstützt, welche die ständige Beobachtung ihrer Unternehmenseinheit im Hinblick auf neu entstehende und sich ändernde Risikolagen wahrnehmen.

Auf Basis der Rollenverteilung erfolgt eine regelmäßige Risikoinventur sowie die Aktualisierung bereits identifizierter Risiken mit anschließender Berichterstattung durch das Konzernrisikomanagement an die Geschäftsführung, welche wiederum die Ergebnisse dem Aufsichtsrat präsentiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden alle Risiken im Risikomanagement-Informationssystem erfasst und regelmäßig aktualisiert. Durch die lückenlose Dokumentation der Entwicklung der Risikolage werden die Anforderungen an die Rechnungslegung in Bezug auf Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit der Risikobewertung durch die DVG erfüllt.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses der DVG übernehmen 4 Ebenen Verantwortung:

1. Der Aufsichtsrat prüft auf Basis von § 107 Abs. 3 Satz 2 Aktiengesetz die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und die Risikolage des Unternehmens.
2. Der Vorstand trägt die Verantwortung für Risikolage und Risikomanagement der DVG. Zur Ausprägung der Verantwortung entwickelt er eine Risikostrategie.
3. Das Konzernrisikomanagement setzt die Risikostrategie des Vorstandes für die DVG um, insbesondere durch Steuerung und Koordination des unternehmensweiten Risikomanagementprozesses.
4. Der Leiter einer Unternehmenseinheit der DVG trägt als Risikoverantwortlicher für die Risiken seines Organisationsbereichs die Verantwortung. Der dezentrale Risikomanager unterstützt den Risikoverantwortlichen bei der Umsetzung des geschäftsfeldspezifischen Risikomanagements.

Abbildung: Verantwortungsstruktur und Informationsfluss im Rahmen des Risikomanagementsystems

Hauptfokus des Risikomanagements ist das aktive Managen von Risiken, also die kontinuierliche Identifikation, Bewertung, Überwachung und Steuerung aller wesentlichen Risiken, die den Fortbestand, das wirtschaftliche Ergebnis sowie die strategische Zielerreichung der DVG gefährden können.

Dabei ist zu beachten, dass im Risikomanagement des DVV-Konzerns der Begriff Risiko so konkretisiert ist, dass darunter alle „unerwarteten" Effekte zu verstehen sind, die zu einer negativen Abweichung der originären Wirtschafts- und Mittelfristplanung führen können. Dementsprechend stellen Chancen positive Abweichungen dar.

Das Risikomanagement ist ein bedeutender Prozess innerhalb der Unternehmenssteuerung. Auf Grund dieses hohen Stellenwertes hat sich der DVV-Konzern das Ziel gesetzt, das Risikomanagementsystem in 2013 ff. als Managementinstrument weiterzuentwickeln, welches die Geschäftsentwicklung des DVV-Konzerns aktiv mitgestaltet.

Parallel zu den Entwicklungsschritten des Risikomanagements im DVV-Konzern, ist im Rahmen der Gemeinschaftskooperation Via zwischen DVG, EVAG und MVG das Ziel, die bereits initiierte Harmonisierung des Risikomanagementsystems weiter zu professionalisieren. Gefordert wird eine Via-weit standardisierte Erfassung der Risiken sowie eine abgestimmte Kommunikation zwischen den zentralen Risikomanagern der beteiligten Unternehmen.

Risikolage

Im Bereich des ÖPNV beeinflussen die politischen sowie gesetzlichen Rahmenbedingungen den Geschäftsverlauf wesentlich. Diesen Entwicklungen kann sich auch die DVG nicht entziehen. Besonders wird hier das Leistungsangebot in den kommenden Jahren in einem erheblichen Maße von Investitionen des Aufgabenträgers Stadt Duisburg in die Verkehrsinfrastruktur beeinflusst.

Dem Vorstand der DVG sind keine Anhaltspunkte bekannt, die in 2013 den Fortbestand des Unternehmens gefährdet haben oder weiterhin gefährden könnten.

Die Risiken der DVG lassen sich in verschiedene Kategorien klassifizieren:

Marktrisiken
Umfeldrisiken
Operative Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken

Marktrisiken

Preisänderungsrisiken

Für die DVG wurden Marktpreisrisiken für den Betriebsstoff Diesel im Busbetrieb identifiziert. Aufgrund der fortschreitenden Kooperation im Rahmen der Via, erfolgte eine Neuausrichtung des Dieselbeschaffungskonzepts und der damit einhergehenden Absicherungsstrategie.

Innerhalb der neuen Sicherungsstrategie erfolgt die Preisabsicherung mit direktem Bezug zur physischen Beschaffung.

Umfeldrisiken

Liberalisierung des öffentlichen Nahverkehrs

Die politisch-/rechtlichen Rahmenbedingungen prägen die Entwicklung der DVG entscheidend mit. Existenzgrundlage bildet die Betrauung der DVG mit der Erbringung der Verkehrsleistung durch den Aufgabenträger Stadt Duisburg. Mit Beschluss des Rates der Stadt Duisburg wurde die DVG bis zum 31.12.2019 mit der Verkehrsleistung betraut. Wie für alle anderen Verkehrsunternehmen besteht auch für die DVG das Risiko Linienkonzessionen zu verlieren. Im Extremfall könnte die Gesellschaft dadurch in ihrem wirtschaftlichen Bestand gefährdet werden.

Mit Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung 1370/2007 ist die Möglichkeit geschaffen worden, die DVG als internen Betreiber der Stadt Duisburg mit der Erbringung der Nahverkehrsleistungen direkt zu beauftragen und damit den Bestand der Gesellschaft zu sichern. Der Aufgabenträger Stadt Duisburg hat sich im Zusammenhang mit der Beschlussfassung zur Via-Kooperation schon für die Direktvergabe an die DVG ausgesprochen und damit der DVG eine langfristige Perspektive eröffnet. Die Ausschreibung von Linien stellt somit zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum ein Risiko dar.

Ausgleichsregelung für die EEG-Umlage

Durch die „Besondere Ausgleichsregelung" für Schienenbahnunternehmen gem. §§ 40 ff. Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) ist der Fahrstromverbrauch von der Erhöhung der EEG-Umlage nicht betroffen. Die ÖPNV-Unternehmen stellen jedes Jahr einen Antrag auf „Besondere Ausgleichsregelung" beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Der Antrag beinhaltet umfangreiche Nachweisunterlagen inkl. Testat des Wirtschaftsprüfers.

Diese Begünstigung wird zurzeit politisch diskutiert und der Wegfall dieser Rabattierung erwogen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos zum Wegfall der Rabattierung der EEG-Umlage für Schienenbahnunternehmen wird momentan noch als gering eingestuft, da der öffentliche Nahverkehr u.a. ein bedeutender Faktor des Umwelt- und Klimaschutzes ist.

Ersatzinvestitionen

Bei den Verkehrsträgern des ÖPNV, insbesondere im Ruhrgebiet, sind enorme Investitionsbedarfe in den nächsten 20 Jahren ermittelt worden, will man einen gewissen Mindeststandard an Verkehrsleistung aufrechterhalten. Die DVG hat den Investitionsbedarf nur für Ersatzinvestitionen in Duisburg (Zugsicherungssystem, Infrastruktur etc.) für einen Zeitraum von 20 Jahren auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Beispielhaft kann hier eine mögliche fehlende Investition in ein neues Zugsicherungssystem für die fahrgaststärkste Linie U79 angeführt werden. Sollten erforderliche Investitionsmittel nicht bis 2016 bereitgestellt werden, besteht die Gefahr die Linie U79 an der Stadtgrenze Duisburg/Düsseldorf trennen zu müssen, so dass keine gemeinsame Linie mehr betrieben wird. Dies birgt die Gefahr von enormen Fahrgast- bzw. zu Einnahmeverlusten ab dem Jahr 2019, da die Fahrgäste umsteigen müssten und stärker auf alternative Verkehrsmittel zurückgreifen könnten.

In einem engen technischen Zusammenhang zur Erneuerung des Zugsicherungssystems steht für die DVG die Strategie bei der Sanierung der vorhandenen GT10NC-Fahrzeuge sowie die Beschaffungsstrategie neuer Schienenfahrzeuge. Da die GT10NC-Fahrzeuge in keinem optimalen technischen Zustand sind, besteht das Risiko, dass es im Planungszeitraum doch frühzeitiger zur einer Sanierung eines Teils der Fahrzeuge kommen kann und so eine ungeplante ergebnisseitige Belastung der DVG möglich ist.

Weitere ergebniswirksame Effekte durch Planabweichungen können sich u. a. durch Brand-schutzmaßnahmen an den B80-Fahrzeugen, Sicherungsmaßnahmen an den Betriebshöfen sowie durch eine aufwändigere IT-Prozessoptimierung innerhalb des Kooperationsunternehmens Via ergeben.

Sollten insbesondere systemrelevante Ersatzinvestitionen aufgrund fehlender Finanzierung zukünftig nicht getätigt werden können, droht ein Ausfall des kompletten Schienensystems und damit unseres leistungsfähigsten Verkehrsträgers.

Mit der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) ist eine Barrierefreiheit der Infrastruktur (Fahrzeuge, Haltestellen) bis 2022 herzustellen. Hier sind entsprechende zusätzliche Investitionen sowohl von der DVG als auch von der Stadt Duisburg notwendig.

Bewilligung von Investitionen

Eine der größten gemeinsam geplanten Investition von der Stadt Duisburg und der DVG stellt die Beschleunigungsmaßnahme der Straßenbahnlinie 901 dar. Die Fördermittel für die Beschleunigungsmaßnahme 901 sind nur gesichert, wenn die Stadt Duisburg einen Finanzierungsantrag für den 2. Bauabschnitt des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzuges stellt, sowie eine nachgelagerte positive Prüfung der zuständigen Stellen erfolgt. Im Juni 2011 wurde für den 1. Bauabschnitt ein Individualverkehr-Finanzierungsantrag eingereicht. Ein Zuwendungsbescheid für diesen Antrag liegt vor. Der Individualverkehr-Finanzierungsantrag für den zweiten Bauabschnitt wurde eingereicht. Zeitgleich wurde der zweite Änderungsantrag der DVG beim VRR eingereicht. Die Prüfung durch die Bewilligungsbehörden dauert noch an.

Operative Risiken

Einnahmenrückgang

Ein Verkehrsangebot, dass den Bedürfnissen der Fahrgäste nicht in ausreichendem Maße gerecht wird, stellt für die DVG ein großes Risiko dar. Das Verkehrsangebot der DVG befindet sich auf einem für Großstädte verhältnismäßig niedrigem Niveau. Weitere durch den Anteilseigner geforderte Einsparmaßnahmen führen zu Angebotsreduzierungen. Dadurch verschlechtert sich die Attraktivität des ÖPNV. Die Fahrgäste reagieren möglicherweise mit Unzufriedenheit und sinkender Nachfrage. Die DVG hat in den letzten Jahren erfolgreich Kosten gesenkt bei gleichzeitiger Sicherung des Angebotsniveaus. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass auf Grund der angespannten Situation des städtischen Haushalts weitere Einsparmaßnahmen von der DVG gefordert werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch das zentrale Treasury Management des DVV-Konzerns werden potentielle Finanzierungs- und Anlagerisiken konstant gesteuert. Die Finanzierungs- und Anlagepolitik basiert auf einer risikoadjustierten und diversifizierten Finanzierungsstrategie.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko sind Risiken zu verstehen, die die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nachkommen zu können, negativ beeinflussen. Die Liquiditätssteuerung der DVG erfolgt übergeordnet in der DVV-Gruppe mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung, um so den zukünftigen Geldmittelbedarf zu erkennen und jederzeit sicherstellen zu können.

Finanzierungsrisiko

Unter dem Finanzierungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass zum Zeitpunkt des Bedarfs an Geldmitteln diese nicht bzw. nicht zu erwarteten Konditionen beschafft werden können. Diese Risiken entstehen häufig als Folge von Bonitätsverschlechterungen oder durch Verwerfungen an den Finanzmärkten. Bestehende Finanzierungen beruhen auf der Einhaltung von Covenants, welche im Rahmen eines konzernweiten Covenant Managements einer ständigen Überwachung unterliegen.

Zinsrisiko

Zinsrisiken entstehen durch die Veränderung von Zinsen. Auf Grund von bestehenden Festzinsvereinbarungen bestehen keine Zinsänderungsrisiken für bestehende Finanzierungen der DVG.

Klassifizierung der Risiken

Die Risiken der DVG lassen sich in verschiedene Kategorien je nach relativem Einfluss, gemessen an der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die geplante Geschäftsentwicklung, klassifizieren. Wesentliches Kriterium ist dabei die zu gewährleistende Risikotragfähigkeit der DVG.

Wesentliche Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mind. 20 %
Auswirkungswert: Mind. 1.000 T€

Moderate Risiken:

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mind. 10 % bis 20 %
Auswirkungswert: Mind. 500 T€ -1.000 T€

Niedrige Risiken:

Eintrittswahrscheinlichkeit: Bis 10 %
Auswirkungswert: Bis 500 T€

Gesamtrisikobewertung

Derzeit sind weder Einzelrisiken noch aggregierte Risiken bekannt, die den Fortbestand der DVG gefährden.

Zukünftige Perspektiven/Chancen für die DVG

Marktpotential

Absatzentwicklung

Das immer stärker werdende Klima- und Umweltschutzbewusstsein der Gesellschaft begünstigt in hohem Maße den ÖPNV als umweltfreundliche Mobilitätsvariante. Mit steigendem Nachhaltigkeitsdenken werden auch immer intensiver umweltfreundliche Mobilitätskonzepte erarbeitet und umgesetzt, wie dies teilweise bereits im Rahmen der Kooperationen zwischen Automobilindustrie und ÖPNV sichtbar wird. Schon jetzt sind sich die beteiligten Parteien darüber einig, dass die gesetzten Klimaziele bei der Energiewende nur durch eine begleitende Verkehrswende und den Ausbau verkehrsträgerübergreifender Mobilitätslösungen erreichbar sind. So ist auch speziell im Bereich der Elektromobilität eine enge Verzahnung von privater und öffentlicher Mobilität zu beobachten.

Umfeldpotential

Investitionsbedarf

Um diese steigende Nachfrage auch angebotsseitig zu bedienen hat der Bereich Verkehr das Ziel das Leistungsangebot dauerhaft bei konstanter Qualität sicherstellen. Dies erfordert insbesondere eine Finanzierungsfähigkeit der notwendigen zukünftigen Investitionen in die ÖPNV Infrastruktur. Bei den Verkehrsträgern des ÖPNV, insbesondere im Ruhrgebiet, sind enorme Investitionsbedarfe in den nächsten 20 Jahren ermittelt worden, will man einen gewissen Mindeststandard an Verkehrsleistung gewährleisten. Der DVV – Konzern hat den Investitionsbedarf nur für Ersatzinvestitionen in Duisburg (Zugsicherungssystem, Infrastruktur etc.) für einen Zeitraum von 20 Jahren auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Eine politische Regelung ist unverzichtbar, da die Verkehrsbetriebe die Kosten nicht auffangen können. Gemeinsam mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) werden hierzu entsprechende Lösungsstrategien erarbeitet. Diese Thematik wurde insbesondere auch innerhalb der vom Land NRW gegründeten Arbeitsgruppe Zukunftskommission ÖPNV behandelt und im Rahmen eines Abschlussberichts bewertet.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft verfolgt eine konservative Risikopolitik mit einer geringen Risikobereitschaft. Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft wurden Marktpreisrisiken für den Betriebsstoff Diesel im Busbetrieb identifiziert. Aufgrund der fortschreitenden Kooperation im Rahmen der Via, erfolgt eine Neuausrichtung des Dieselbeschaffungskonzept und der damit einhergehenden Absicherungsstrategie.

Die Absicherung erfolgt nicht auf Basis eines handelbaren Dieselkraftstoff-Äquivalents, sondern auf Basis des tatsächlichen Beschaffungspreises. Dies führt zu einer ganzheitlichen Neutralisation der Preisänderungsrisiken und wird den Vorgaben, eine hohe Planungssicherheit zu erreichen, gerecht.

5. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten.

6. Ausblick und Prognosebericht

ÖPNV als Mitgestalter der Entwicklung der Stadt Duisburg

Für die Stadt Duisburg, eine Großstadt mit rund 480.000 Einwohnern, betreibt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG als führender Mobilitätsanbieter in Duisburg mit eigener ÖPNVInfrastruktur, ein leistungsfähiges öffentliches Nahverkehrssystem. Das Rückgrat des städtischen ÖPNV in Duisburg bilden Busse, Stadt- und Straßenbahnen. Die DVG ist Inhaber der Linienkonzessionen, ist der Vertragspartner der Kunden und stellt die Betriebsleitung. Sie ist als Organgesellschaft im kommunalen Querverbund voll in die Strukturen des DVV-Konzerns integriert.

Die DVG versteht sich als aktiver Unterstützer und Mitgestalter im ÖPNV für die Stadt Duisburg. Sie unterstützt u. a. die Entwicklungsprojekte der Stadt Duisburg und die Modal-Split-Ziele der Stadtverwaltung. In einem Gemeinschaftsprojekt der Stadt Duisburg und der DVG wurde ermittelt, dass bis zum Jahr 2027 trotz rückläufiger Einwohnerentwicklung eine deutliche ÖPNV-Nachfragesteigerung zu erwarten sei. Dies würde auch für die Zukunft den positiven Trend der Fahrgastzuwächse der letzten 10 Jahre bestätigen bzw. noch verstärken. Die gemeinsamen Ziele von Stadt Duisburg und DVG sind in die DVG-Grundsatzplanung konzeptionell eingearbeitet worden und bilden die Grundlage für die zukünftige Ausrichtung des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Stadt Duisburg aktualisiert zurzeit auf Basis der Grundsatzplanung ihren Nahverkehrsplan.

Grundvoraussetzung um der erwarteten positiven Nachfrageentwicklung gerecht zu werden ist es, die Infrastruktur des Nahverkehrssystems in Duisburg zu erhalten und weiter auszubauen sowie neue, zukunftsgerichtete Mobilitätskonzepte anzubieten. Nur so kann weiterhin ein sicherer, störungsfreier, leistungsfähiger und attraktiver Nahverkehr in Duisburg angeboten werden.

Wirtschaftliche Situation

Die Haushaltslage der Stadt Duisburg als kommunaler Eigentümer der DVG ist sehr angespannt. Mit einem Haushaltssanierungsplan hat sie sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von 9 Jahren fast 2 Mrd. € einzusparen. Die DVG unterstützt im Rahmen ihrer Möglichkeiten diesen wirtschaftlichen Konsolidierungskurs der Stadt Duisburg und hat entsprechende Maßnahmen innerhalb des DVV-Konzerns (RePower) eingeleitet und ist eine Nahverkehrskooperation gemeinsam mit den Städten Essen und Mülheim an der Ruhr eingegangen.

Die Via Verkehrsgesellschaft mbH, das Gemeinschaftsunternehmen von DVG, EVAG und MVG, erbringt seit dem Jahr 2011 sämtliche Tätigkeiten für den operativen Betrieb im Rahmen mehrerer Verträge. Jedoch haben die jeweiligen Mutterunternehmen EVAG, MVG und DVG die Letztentscheidungsbefugnis.

Die Via-Kooperation hat sich zum Ziel gesetzt, durch Größen- und andere Kooperationseffekte, weitere wirtschaftliche Verbesserung zu erbringen. Hierzu wurde das Projekt „Via Optimal" aufgelegt. Die finanzielle Bilanz weist aktuell 13,5 Mio. € als jährliches identifiziertes Einsparpotenzial aus. Die Maßnahmen, mit welchen das Einsparpotenzial realisiert werden sollen, sind in einem Zeithorizont bis 2020 beschrieben. Bislang konnten davon bereits Maßnahmen mit einem Potenzial von mehr als 6 Mio. € (Stand 08/2013), davon rund 2 Mio. € für die DVG pro Jahr als nachhaltige Ergebnisverbesserungen umgesetzt werden.

Neben den Einsparungen aus der Via-Kooperation hat der DVV-Konzern im Jahr 2012 das Projekt „RePower" initiiert, um die wirtschaftliche Situation der DVV-Konzerngesellschaften, insbesondere in der Versorgungssparte zu verbessern. Übergeordnete Zielsetzung des Projektes ist es, konzernweit Maßnahmen von mindestens 30 Mio. € bis zum Jahr 2014 zur nachhaltigen Ergebnisstabilisierung im DVV-Konzern zu definieren. Das Gesamtkonzept „RePower" umfasst dazu vier Arbeitsstränge: Liquiditätssicherung, Ergebnisverbesserung und Kostensenkung, Anpassungen von Strukturen und Prozessen sowie Anpassungen der strategischen Ausrichtung. Die DVG beteiligt sich z. B. mit dem Projekt „Fleetboards" (Einsparung von Treibstoff) an den RePower-Maßnahmen. Im Jahr 2013 wurde parallel zum Projekt „RePower" das Projekt „New-Power" von der Konzernleitung initiiert. Inhaltlich soll damit der Baustein „strategische Ausrichtung" des RePower Projektes als übergeordnetes zukunftgerichtetes Ziel seine Arbeit an der strategischen Ausrichtung des DVV-Konzerns mit seinen Geschäftsbereichen Versorgung, Mobilität und Services weiterführen. Ziel von „NewPower" ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des DVV-Konzerns. Erste wesentliche Treiber werden die konzernweiten Initiativen zu Effizienz, Flexibilität und Innovation sein. Der konzernweite, breit angelegte Strategie- und Veränderungsprozess wird unter Einbindung aller wesentlichen Anspruchsgruppen (Anteilseigner, Aufsichtsräte, Mitbestimmung und Belegschaft) bis Ende 2014 erarbeitet.

Wirtschafts- und Mittelfristplanung

Der Wirtschaftsplan der DVG sieht für das Geschäftsjahr 2014 eine Gesamtleistung von 110,261 Mio. € vor und schließt mit einem kommunalen Deckungsbeitrag von 42,966 Mio. € ab. Für das Geschäftsjahr 2015 plant die DVG mit einer Gesamtleistung in Höhe von 107,803 Mio. € und einem kommunalen Deckungsbeitrag von 47,367 Mio. €. Die Fahrgastzahlen liegen in 2014 bei geplanten 63,791 Millionen und in 2015 im Plan bei 63,611 Millionen.

Die vorgelegte Mittelfristplanung (Erfolgs-, Investitions- und Finanzplan) ist mit Risiken behaftet, die im Laufe des Planungszeitraums zu Abweichungen von den vorgestellten Planergebnissen führen können. Diese Risiken werden unter 3. Risiko- und Chancenbericht erläutert.

DVG Grundsatzplanung & Infrastrukturinvestitionen

Auf Basis der Ergebnisse der DVG Grundsatzplanung mit den Zielkonzepten für Bus und Schiene wird nun ein Nahverkehrsplan und in Folge ein Betriebskonzept für ein noch leistungsfähigeres Nahverkehrssystem in Duisburg aufgestellt. Zum Beispiel die Beschaffung neuer Busse und Straßenbahnen orientiert sich an dieser konzeptionellen Planung.

Die DVG arbeitete daran in einem Schulterschluss mit ihrem Aufgabenträger und Anteilseigner, der Belegschaft, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft in der Öffentlichkeit sowie in der Politik auf die dringende Notwendigkeit von Investitionen in die Erneuerung der Infrastruktur zu werben. Nur wenn es gelingt, neue öffentliche Förderungsmöglichkeiten, insbesondere bei Land und Bund zu erschließen, kann die Leistungsfähigkeit des ÖPNV erhalten und ausgebaut werden. Gelänge dies nicht, könnten wesentliche Projekte, wie z. B. die Erneuerung des Zugsicherungssystems möglicherweise nicht finanziert werden. Eine Schließung des Duisburger Stadtbahn-Tunnelsystems im kommenden Jahrzehnt wäre dann nicht auszuschließen.

Kundenzufriedenheit

In Duisburg nutzt statistisch mehr als ein Drittel der rund 480.000 Einwohner den öffentlichen Nahverkehr in der Stadt. Die Tendenz ist stetig steigend. Für die DVG ist es Ansporn, die zur Verfügung stehenden Mittel so einzusetzen, dass ein größtmöglicher Kundennutzen entsteht und die Zufriedenheit der Kunden verbessert wird. Die wird DVG ihre Null-Toleranz-Kampagne (Sicherheit, Sauberkeit, Ordnung), deren Start in 2010 bundesweite Beachtung fand, weiterführen. Hierzu zählt nicht nur der Einsatz technischer Einrichtungen wie beispielsweise Videotechnik in den Fahrzeugen, sondern auch die Präsenz von „Sicherheits-Marshalls" um den Fahrgästen aber auch dem Fahrpersonal das notwendige Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Mobilitätsketten

Mobilität ist essentieller Bestandteil einer gut funktionierenden städtischen Infrastruktur und ein wesentliches Kriterium für Standortwahl von Bürgern und Ansiedlung von Unternehmen. Der ÖPNV bildet zwar ein wesentliches Rückgrat der städtischen Mobilitätsinfrastruktur. Um jedoch zukünftig Mobilitätsketten (Door-to-Door Mobilität) zu organisieren, bedarf es der Verbindung der verschiedenen Verkehrsmittel, wie z. B. ÖPNV, SPNV, Car-Sharing, Rent-a-Bike, Fahrradabstellplätze, Park & Ride, Taxi etc. Hierzu hat die DVG in der Via-Kooperation das Projekt „Vernetzte Gesamtmobilität" gestartet. Ziel des Projektes ist es, aktiv an der Ausgestaltung des inter- bzw. multimodalen Mobilitätsmix der Zukunft mitzugestalten und die Kunden über den Mehrwert, der über den reinen ÖPNV mit Bus und Bahn hinausgeht, stärker zu binden.

Direktvergabe

Die bis zum Jahr 2019 geltende Betrauungen der DVG durch den Aufgabenträger soll im Anschluss durch die Direktvergabe des Aufgabenträgers Stadt Duisburg gemäß EU-VO 1370/2007 abgelöst werden. Zur Umsetzung des Ratsbeschlusses aus dem Jahre 2009 und nach Novellierung des PBefG, welches eine Stärkung der Aufgabenträgerrolle vorsieht, haben die Aufgabenträger der Städte Essen, Mülheim an der Ruhr und Duisburg gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen EVAG, MVG und DVG sowie Via eine Projektgruppe gebildet, um die notwendigen vorbereitenden Arbeiten zu koordinieren. In diesem Projekt wird die Vorbereitung der Schritte zur Direktvergabe unter Berücksichtigung der nach EU-Verordnung vorgegebenen Fristen sowie die notwendigen Prüfungen und Entscheidungen koordiniert. Hinsichtlich der Direktvergabe nach EU-VO 1370/2007 kommt dem VRR-Finanzierungssystem eine entscheidende Bedeutung zu, da die Aufgabenträger die Finanzierung des ÖPNV auf den VRR übertragen und sich damit einem EU-konformen und mit der EU-Kommission sowie der nationalen Finanzbehörde abgestimmten Finanzierungssystem angeschlossen haben.

Die DVG kann die in den kommenden Jahren anstehenden Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Infrastruktur und bei der Direktvergabe nur in einem engen Schulterschluss gemeinsam mit der Stadt Duisburg meistern. Sowohl die Einbettung in den DVV-Konzern als auch die Kooperation Via bilden die Basis, um für Duisburg und seine Einwohner einen modernen, zukunftsorientierten ÖPNV gestalten zu können.

Duisburg den 31.03.2014

DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AG

Wittig

Karpathy

Wandelenus

Bilanz

Aktiva

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Anhang Nr. 31.12.2013 31.12.2012
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A. Anlagevermögen 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 6.177,00 16.721,00
6.177,00 16.721,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.127.105,86 12.856.565,86
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen 851.502,00 931.236,00
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 29.372.165,00 29.838.525,00
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 11.178.216,00 11.398.996,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 202.507,00 244.045,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.456.847,00 2.460.279,00
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.159.937,38 2.706.002,84
61.348.280,24 60.435.649,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbunden Unternehmen 25.564,59 25.564,59
2. Beteiligungen 5.201.491,50 5.201.491,50
3. Sonstige Ausleihungen 440.699,58 490.934,51
4. Sonstige Finanzanlagen 150,00 150,00
5.667.905,67 5.718.140,60
67.022.362,91 66.170.511,30
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.067,60 178.961,10
11.067,60 178.961,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.020.480,22 1.631.354,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 54.324.289,10 46.379.724,38
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44.269,69 468.726,96
4. Sonstige Vermögensgegenstände 957.338,10 1.156.496,79
57.346.377,11 49.636.302,77
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 0,51 0,51
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 633.374,02 1.634.098,43
57.990.819,24 51.449.362,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3 1.458.896,77 2.109.016,20
126.472.078,92 119.728.890,31
Passiva
Anhang Nr. 31.12.2013 31.12.2012
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4 7.158.086,34 7.158.086,34
II. Kapitalrücklage 5 26.900.000,00 26.900.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 715.808,63 715.808,63
2. Andere Gewinnrücklagen 690.769,06 690.769,06
1.406.577,69 1.406.577,69
35.464.664,03 35.464.664,03
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.835.350,00 5.303.708,00
2. Steuerrückstellungen 3.801,63 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 6 27.763.480,40 31.213.732,24
36.602.632,03 36.517.440,24
C. Verbindlichkeiten 7
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.951.557,69 34.488.008,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.198.797,61 787.938,56
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.385.380,16 1.902.817,19
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 711.689,87 423.902,87
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.973.172,71 9.976.463,80
54.220.598,04 47.579.130,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 184.184,82 167.655,53
126.472.078,92 119.728.890,31

Gewinn- und Verlustrechnung

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Anhang 2013 2012
Nr.
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1. Umsatzerlöse 8 56.106.420,75 50.936.832,94
2. Sonstige betriebliche Erträge 9 53.410.098,47 51.204.363,56
3. Materialaufwand 10
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.819.772,51 -3.378.349,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -74.694.675,59 -68.217.337,52
-79.514.448,10 -71.595.687,37
4. Personalaufwand 11
a) Löhne und Gehälter -33.539.717,80 -31.090.722,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -10.079.146,12 -13.423.260,84
-43.618.863,92 -44.513.983,80
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.879.089,85 -6.940.247,01
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 -18.339.656,25 -19.373.517,86
7. Erträge aus Beteiligungen 72,00 0,00
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 31.484,46 27.892,89
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 1.737.434,79 1.519.465,09
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -1.131,20
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -10.605,60
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13 -3.516.187,46 -2.716.250,55
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -40.582.735,11 -41.462.868,91
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -166.099,40 0,00
15. Sonstige Steuern -150.214,55 -115.458,86
16. Erträge aus Verlustübernahme -40.899.049,06 -41.578.327,77
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und – sofern zulässig – planmäßig abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode bewertet.

Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und dem tatsächlichen Wertverzehr entspricht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände werden unter den Gesichtspunkten der Wesentlichkeit im Zugangsjahr in einem Sammelposten eingestellt und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Gesellschaft setzt erhaltene Investitionszuschüsse gemäß der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW 1/1984 i. d. F. 1990 von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des bezuschussten Vermögensgegenstandes ab.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um niedrig verzinsliche Darlehen handelt, sind mit dem Barwert ausgewiesen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzipes bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der versicherungsmathematischen Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gebildet. Als Rechnungszinsfuß werden 4,89% (i. Vj. 5,05%) und eine Leistungsdynamik von 2,00 % zu Grunde gelegt. Die Sterbetafeln von Prof. Heubeck 2005 G wurden angewendet. Zur Rückstellung für Deputate aus Fahrausweisen wurde die Vereinbarung über die Nutzung von Firmentickets dahingehend angepasst, dass für die Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis nach dem 31.12.2012 endet, ein Anspruch auf das Firmenticket nicht mehr gegeben ist. Gleiches gilt für deren Angehörige. Aufgrund der Anpassung wurde die Bewertungsbasis und –methode der Rückstellung aktualisiert. Im Rahmen der Aktualisierung kam es zu einer Veränderung der Preiskomponente von 37,49 € auf 58,39 € für den Freifahrtausweis. Weiterhin wurde für die Ermittlung die Mengenkomponente dahingehend angepasst, dass nur noch die Pensionäre berücksichtigt werden, die das Deputat in Form eines Freifahrtausweis zum 31.12.2013 tatsächlich in Anspruch nehmen. Der daraus abgeleitete Rückstellungsbetrag der wahrscheinlichen Inanspruchnahme wurde durch ein versicherungsmathematisches Gutachten berechnet.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurden nicht passiviert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe oder dem Zeitpunkt nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft hat Aufwandsrückstellungen auf Grund des Ansatzwahlrechtes nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. passiviert und das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB wahrgenommen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern gemäß § 285 Nr.29 HGB werden bei der DVG weder ausgewiesen noch erläutert, da die DVG Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) ist. Entsprechende Erläuterungen zu den latenten Steuern erfolgen im Anhang der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2013 davon RLZ* 31.12.2012 davon RLZ*
> 1 Jahr > 1 Jahr
--- --- --- --- ---
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.020.480,22 485.142,78 1.631.354,64 482.443,65
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 54.324.289,10 0,00 46.379.724,38 0,00
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 44.269,69 0,00 468.726,96 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 957.338,10 0,00 1.156.496,79 0,00
57.346.377,11 485.142,78 49.636.302,77 482.443,65

* RLZ = Restlaufzeit

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abrechnung des Schwerbehindertenausgleichs in Höhe von 1.340 T€ und aus dem geleisteten Auftragsverkehr des Streckenabschnitts der Linie 901 in Höhe von 145 T€ zusammen. Hinzu kommen Forderungen aus dem erhöhten Beförderungsentgelt mit 134 T€ und aus den Jahresabonnements mit 105 T€.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen im Wesentlichen Ansprüche aus der Verlustübernahme von 38.931 T€ und aus einem Kassenkredit i. H. v. 14.709 T€ gegen die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH aus. Dem stehen die Verrechnungen von gegenseitigen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 286 T€ entgegen.

Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen beinhalten Leistungsabrechnungen mit der Via in Höhe von 44 T€.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Forderungen aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 383 T€ und aus dem Verkauf von Fahrausweisen der Verkaufsstellen mit 563 T€.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung für eine Einmalzahlung an die Rheinische Zusatzversorgungskasse.

4. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und aufgeteilt in 14.000 Namensaktien im Nennwert von 1.000,00 DM (511,29 €) je Aktie. Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, mit der ein Beherrschungsvertrag mit Ergebnisabführungsvereinbarung besteht, ist mit 74,0 %, die Stadt Duisburg mit 25,8 %, der Kreis Wesel und die Stadt Dinslaken sind mit je 0,1 % am gezeichneten Kapital beteiligt.

5. Kapitalrücklage

Die eingestellte Kapitalrücklage in Höhe von 26,9 Mio. € bleibt unverändert.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit 15.025 T€ Verpflichtungen im Personalbereich einschl. Restrukturierung, mit 2.853 T€ den Bereich Service und Sicherheit, mit 3.413 T€ Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung, mit 1.318 T€ Verpflichtungen aus dem Gleisrückbau und mit 1.880 T€ den Ausgleich für Übersteiger/fremdgenutzter Fahrausweise. Hinzu kommen Rückstellungen für die Verpflichtungen aus der Erstattung von Fahrgeldausfällen aus unentgeltlicher Beförderung schwerbehinderter Menschen gemäß § 148 SGB IX in Höhe von 558 T€.

7. Verbindlichkeiten

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Gesamt davon Restlaufzeit Gesamt davon RLZ*
31.12.2013 < 1 Jahr > 5 Jahre 31.12.2012 < 1 Jahr
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--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.951.557,69 2.621.764,25 27.183.430,29 34.488.008,09 2.090.949,14
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.198.797,61 1.198.797,61 0,00 787.938,56 787.938,56
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.385.380,16 1.385.380,16 0,00 1.902.817,19 1.902.817,19
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 711.689,87 711.689,87 0,00 423.902,87 423.902,87
Sonstige Verbindlichkeiten 9.973.172,71 2.211.703,38 1.029.488,30 9.976.463,80 2.175.489,16
davon aus Steuern (361.297,75) (361.297,75) (0,00) (361.765,63) (361.765,63)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (15.864,30) (15.864,30) (0,00) (14.696,53) (14.696,53)
54.220.598,04 8.129.335,27 28.212.918,59 47.579.130,51 7.381.096,92

* RLZ = Restlaufzeit

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Bürgschaften der Stadt Duisburg gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Liefer- und Leistungsverrechnungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u. a. lang- und mittelfristige Darlehen der Rheinischen Zusatzversorgungskasse von 3.394 T€ und Zuschüsse des Bundes und des Landes auf unfertige Anlagen mit 4.904 T€.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8. Umsatzerlöse

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2013 2012
% %
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Einnahmen aus VRR 49.620.631,75 88,5 46.378.933,74 91,1
Einnahmen aus VGN 360.705,42 0,6 151.215,72 0,3
Sonstige Einnahmen 889.034,53 1,6 392.087,56 0,8
Verkehrseinnahmen gesamt 50.870.371,70 90,8 46.922.237,02 92,2
Sonstige Umsatzerlöse 5.236.049,05 9,2 4.014.595,92 7,8
Umsatzerlöse gesamt 56.106.420,75 100,0 50.936.832,94 100,0

Die Umsatzerlöse betreffen neben den kassentechnischen Einnahmen auch Abgeltungsleistungen für die Schülerbeförderung gemäß § 11 a ÖPNV NRW und Ausgleichszahlungen nach §148 SGB IX sowie für die Deutsche Bahn AG und Übersteiger. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Vorjahren in Höhe 2.626 T€ enthalten.

9. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Arbeiten für Fremde in Höhe von 37.874 T€ (i. Vj. 36.140 T€), wovon 37.779 T€ (i. Vj. 36.001 T€) auf die Personalüberlassung entfallen. Darüber hinaus sind in diesem Posten Erträge aus der Weiterbelastung von Dienstleistungen an Konzernunternehmen und die Via von 8.346 T€ (i.V. 6.779 T€) enthalten. Des Weiteren handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstelllungen (2.781 T€), abgerechnete Schadenersatzleistungen (922 T€) sowie Provisionserträge auf Ausgleichsbeträge für Übersteiger (576 T€) und Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (234 T€). Die periodenfremden Erträge in Höhe von (257 T€) beinhalten im Wesentlichen die Gutschrift aus der Provisionsabrechnung des VRR für 2010 / 2011 (178 T€).

10. Materialaufwand

Die deutliche Erhöhung des Materialaufwandes in dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen resultiert hauptsächlich aus dem Verkehrs- und Infrastrukturnutzungsvertrag mit der Via im Bereich der Linienbündelrechnung in Höhe von 55.946 T€ (i.V. 52.052 T€), korrespondierend mit der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge.

11. Personalaufwand

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Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2013 2012
Beschäftigte 752 735
Auszubildende und Praktikanten 49 51
801 786

In obiger Tabelle sind die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 4.113 T€ (i.Vj. 7.337 T€). Die Aufstockung der Rückstellung für Deputatleistungen erfolgte in Höhe von 4.020 T€.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ist Mitglied in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse. Der Umlagesatz für das Jahr 2012 beträgt unverändert 4,25 %. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte belief sich für das Geschäftsjahr 2012 auf 27.842 T€. Ein Fehlbetrag gemäß Artikel 28 EGHGB ist nicht ausgewiesen.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit 7.457 T€ (i.Vj 8.249 T€) den Aufwand aus Produktverrechnung und Konzernumlage. Der Unterhaltungsaufwand des Verwaltungsgebäudes weißt einen Betrag in Höhe von 4.674 T€ (i.Vj 4.084 T€) aus. Außerdem sind freiwillige Sozialaufwendungen, in der Hauptsache Aufwendungen für das Firmenticket, in Höhe von 1.633 T€ (i.Vj 1.556 T€) erfasst.

13. Zinsen

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 1.702 T€ (i. Vj. 1.505 T€) auf verbundene Unternehmen. Die Zinserträgen aus eingeklagten Forderungen sind mit 24 T€ enthalten. Aus der Abzinsung der Rückstellungsbewertung sind 11 T€ ausgewiesen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten 37 T€ (i. Vj. 79 T€) aus verbundenen Unternehmen. Aus der Aufzinsung der Rückstellungsbewertung ergibt sich eine Belastung von 1.408 T€ (i. Vj. 806 T€).

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen beträgt zum 31.12.2013 61.333 T€, davon entfallen 959 T€ auf verbundene Unternehmen.

Aus Leasing-, Miet-, Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsbezugsverträgen resultieren Verpflichtungen von rund 213.088 T€ (p. a. 85.577 T€). Für verbundene Unternehmen sind 22.146 T€ (p. a. 17.589 T€) enthalten.

Mit nahestehenden Personen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 folgende wesentliche Geschäfte bestanden:

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Geschäftspartner Art des Geschäfts Wert des Geschäfts
Erbrachte Leistungen:
Via Verkehrsgesellschaft mbH Personalüberlassung 36.207.600 €
Via Verkehrsgesellschaft mbH Erbringung von Dienstleistungen 8.228.200 €
vectio Ges. f. Flottenmanagement u. Service mbH Personalüberlassung 503,400 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Personalüberlassung 613,900 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Produktverrechnung 133,400 €
admito GmbH Personalüberlassung 132,200 €
octeo MULTISERVICES GmbH Personalüberlassung 226,600 €
octeo MULTISERVICES GmbH Gewerbliche Vermietung 120,000 €
Bezogene Leistungen:
Via Verkehrsgesellschaft mbH Bezug von Dienstleistungen 61.127.600 €
Via Verkehrsgesellschaft mbH Bezug von Fremdmaterial 3.969.200 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Produktverrechnung 7.362.100 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Bezug von Dienstleistungen 3.547.900 €
BVD BusVerkehr Duisburg GmbH Bezug von Dienstleistungen 3.658.200 €
octeo MULTISERVICES GmbH Bezug von Dienstleistungen 4.040.100 €
Stadtwerke Duisburg AG Strom/Wasser/Fernwärme 3.317.200 €
Stadtwerke Duisburg AG Bezug von Dienstleistungen 994,400 €
Stadtwerke Duisburg AG Personalüberlassung 228,900 €
Wirtschaftsbetriebe Duisburg AöR Bezug von Dienstleistungen 166,300 €

Die Bereitstellung von Liquidität erfolgt für die DVG über das konzernweite Cash-Pooling der DVV.

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DVV GmbH.

2. Derivate Finanzinstrumente

Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wurden Marktpreisrisiken im Busbetrieb für den Bedarf von Dieselkraftstoff identifiziert. Alle aktiven Geschäfte sind im Geschäftsjahr 2012 ausgelaufen. Neue Geschäfte wurden nicht abgeschlossen.

3. Mitglieder des Aufsichtsrates

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Herbert Mettler

Vorsitzender
Ruhestand

Ratsherr der Stadt Duisburg
Dieter Lieske

Stellv. Vorsitzender
Geschäftsführer der IG Metall Duisburg / Dinslaken

Ratsherr der Stadt Duisburg
Karl-Heinz Staniewski

Stellv. Vorsitzender
Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Betül Cerrah Dipl.-Wirtschaftsjuristin

Ratsfrau der Stadt Duisburg
Jürgen Edel Assessor des Markscheidefaches

Ratsherr der Stadt Duisburg
Georg Fromm Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Frank Heidenreich Selbständiger Kaufmann, Heidenreich Personengesellschaft

Ratsherr der Stadt Duisburg
Michael Hickmann Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Thomas Keuer Gewerkschaftssekretär, ver.di

Ratsherr der Stadt Duisburg
Elmar Klein Ruhestand

Ratsherr der Stadt Duisburg
Claudia E. Leiße Lehrerin im Ruhestand

Ratsfrau der Stadt Duisburg
Volker Rayen Stabsstellenleiter Zuwendungsmanagement der Via Verkehrsgesellschaft mbH
Volker Richter Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Michael Scharping Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Carsten Tum Beigeordneter der Stadt Duisburg

4. Gesamtbezüge nach Maßgabe von § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW

Den einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für Ihre Tätigkeit im Berichtsjahr nach Maßgabe von § 109 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW folgende Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr.9 HGB gewährt:

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Mitglied Gesamtbezüge
Herbert Mettler EUR 10.400,00
Dieter Lieske EUR 7.900,00
Karl-Heinz Staniewski EUR 7.500,00
Betül Cerrah EUR 6.650,00
Jürgen Edel EUR 6.650,00
Georg Fromm EUR 6.650,00
Frank Heidenreich EUR 6.650,00
Michael Hickmann EUR 6.650,00
Thomas Keuer EUR 5.000,00
Elmar Klein EUR 6.650,00
Claudia E. Leiße EUR 6.650,00
Volker Rayen EUR 6.650,00
Volker Richter EUR 6.650,00
Michael Scharping EUR 6.250,00
Carsten Tum EUR 6.650,00
Gesamt EUR 103.550,00

Eine Aufteilung nach Komponenten im Sinne des § 285 Nr. 9a Satz 5 HGB ist nicht erforderlich, da es sich jeweils um erfolgsunabhängige Komponenten handelt.

5. Mitglieder des Vorstandes

Vorsitzender

Direktor Marcus Oliver Wittig

Mitglied des Vorstandes (Finanzen)
Direktor David Karpathy

Mitglied des Vorstandes (Personal-/Sozialwesen)
Direktor Klaus-Peter Wandelenus

Mitglied des Vorstandes (Technik)

6. Angaben gemäß § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW für Vorstände

Den einzelnen Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr nach Maßgabe von § 108 Abs.1 Nr.9 GO NRW folgende Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr.9 HGB gewährt.

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Vorstandsmitglied Komponente Gesamtbezüge
Herr Wandelenus erfolgsunabhängig 60.588,46
erfolgsabhängig 19.500,00
Zuführung zur Pensionsrückstellung 109.764,00
189.852,46

7. Angaben gemäß § 285 Ziffer 9 HGB

Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener für das Geschäftsjahr 2013 betrugen 177 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis wurden 1.098 T€ zurückgestellt.

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder Herr Wittig und Herr Karpathy werden bei der Muttergesellschaft DVV ausgewiesen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

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Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2013
%
--- --- --- ---
Duisburger Park- und Garagengesellschaft mbH i.L., Duisburg 100 95.195,23 -3.009,64
Via Verkehrsgesellschaft mbH, Essen 34 15.186.798,45 127.309,77
Stadtbahnbetriebsführungs- gesellschaft Rhein mbH, Düsseldorf 40 61.358,88 3.765,53

Das Eigenkapital und das Ergebnis der Stadtbahnbetriebsführungsgesellschaft Rhein mbH und der Via betreffen das Jahr 2012.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, nach § 291 Abs. 1 HGB befreit.

8. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der DVG ist die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Duisburg (DVV). Der Jahresabschluss der DVG ist in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss der DVV wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Verlust von 40.899 T€ wird im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.

Duisburg, den 31.03.2014

DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AG

Wittig

Karpathy

Wandelenus

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen/ Umgliederungen Stand 31.12.2013
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EUR EUR EUR EUR EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.034.782,58 1.114,00 - - 1.035.896,58
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 1.034.782,58 1.114,00 - - 1.035.896,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 27.897.965,16 - - - 27.897.965,16
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen* 3.569.311,30 32.062,18 - - 3.601.373,48
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen* 60.593.847,48 918.616,44 - 879.058,40 62.391.522,32
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 96.115.160,24 2.675.640,14 1.705.939,64 177.235,20 97.262.095,94
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.392.573,11 - - 6.703,85 1.399.276,96
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.621.071,68 513.610,13 - 123.201,51 18.257.883,32
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.706.002,84 3.642.116,72 1.983,22 - 1.186.198,96 5.159.937,38
Sachanlagen gesamt 209.895.931,81 7.782.045,61 1.707.922,86 - 215.970.054,56
Summe I. und II. 210.930.714,39 7.783.159,61 1.707.922,86 - 217.005.951,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 - - - 25.564,59
2. Beteiligungen 5.201.491,50 - - - 5.201.491,50
3. Sonstige Ausleihungen 664.243,29 11.500,00 82.054,59 - 593.688,70
4. Sonstige FA/Genossenschaften 150,00 - - - 150,00
Finanzanlagen gesamt 5.891.449,38 11.500,00 82.054,59 - 5.820.894,79
Anlagevermögen gesamt 216.822.163,77 7.794.659,61 1.789.977,45 - 222.826.845,93

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Abschreibungen
Stand 01.01.2013 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2013
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EUR EUR EUR EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.018.061,58 11.658,00 - 1.029.719,58
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 1.018.061,58 11.658,00 - 1.029.719,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 15.041.399,30 729.460,00 - 15.770.859,30
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen* 2.638.075,30 111.796,18 - 2.749.871,48
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen* 30.755.322,48 2.264.034,84 - 33.019.357,32
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 84.716.164,24 3.073.655,34 1.705.939,64 86.083.879,94
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.148.528,11 48.241,85 - 1.196.769,96
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.160.792,68 640.243,64 - 15.801.036,32
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
Sachanlagen gesamt 149.460.282,11 6.867.431,85 1.705.939,64 154.621.774,32
Summe I. und II. 150.478.343,69 6.879.089,85 1.705.939,64 155.651.493,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
2. Beteiligungen - - - -
3. Sonstige Ausleihungen 173.308,78 - 20.319,66 152.989,12
4. Sonstige FA/Genossenschaften - - - -
Finanzanlagen gesamt 173.308,78 - 20.319,66 152.989,12
Anlagevermögen gesamt 150.651.652,47 6.879.089,85 1.726.259,30 155.804.483,02

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Buchwerte
Stand 31.12.2013 Stand 31.12.2012
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EUR EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.177,00 16.721,00
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 6.177,00 16.721,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 12.127.105,86 12.856.565,86
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen* 851.502,00 931.236,00
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen* 29.372.165,00 29.838.525,00
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 11.178.216,00 11.398.996,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 202.507,00 244.045,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.456.847,00 2.460.279,00
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.159.937,38 2.706.002,84
Sachanlagen gesamt 61.348.280,24 60.435.649,70
Summe I. und II. 61.354.457,24 60.452.370,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
2. Beteiligungen 5.201.491,50 5.201.491,50
3. Sonstige Ausleihungen 440.699,58 490.934,51
4. Sonstige FA/Genossenschaften 150,00 150,00
Finanzanlagen gesamt 5.667.905,67 5.718.140,60
Anlagevermögen gesamt 67.022.362,91 66.170.511,30

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 23. April 2014

**KPMG AG

Wirtschaftprüfungsgesellschaft**

Hillesheim, Wirtschaftsprüfer

Biermann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG hat sich während des Geschäftsjahres in regelmäßigen Vollsitzungen und in Sitzungen seines Arbeitsausschusses vom Vorstand über den Geschäftsverlauf unterrichten lassen.

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 den Empfehlungen des „Public Corporate Governance Kodex" der Stadt Duisburg entsprochen.

Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie alle wesentlichen Geschäftsvorfälle wurden eingehend beraten.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2013 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung am 16. Juli 2013 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer hat er zustimmend Kenntnis genommen. Auch eigene Prüfungen des Aufsichtsrates ergaben keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013. Damit ist dieser in der vorliegenden Form festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit seinen Dank aus.

Duisburg, im Mai 2014

Der Aufsichtsrat

Herbert Mettler Vorsitzender

Der vom Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG am 15. Mai 2014 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 ist der Hauptversammlung am 20. August 2014 vorgelegt worden.

Der Verlust von 40.899 T€ wird im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.

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