Annual Report • Dec 9, 2015
Annual Report
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Die Hoftex Group ist eine breit aufgestellte Unternehmensgruppe der Textilindustrie, die mit Stolz auf eine lange Entwicklung seit ihrer Gründung vor gut eineinhalb Jahrhunderten zurückblicken kann. Es ist ihr in dieser langen Zeit immer gelungen, sich an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gerade das letzte Jahrzehnt hat uns einen grundlegenden Strukturwandel in der globalen Textilindustrie beschert. Zusammen mit unserer Muttergesellschaft ERWO Holding AG bilden wir einen weltweit agierenden und anerkannten Hersteller von textilen Lösungen auf vielen Gebieten. Wir streben in unserer unternehmerischen Tätigkeit Nachhaltigkeit und ein ausreichend gutes Wachstum an. Wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung sind zwei Ziele der Hoftex Group, die sich nicht voneinander trennen lassen. Verantwortungsvolles und ethisches Verhalten gegenüber Mitarbeitern, Geschäftspartnern, der Gesellschaft und der Umwelt sind fester Bestandteil unserer Unternehmenswerte und Basis unseres Handelns. Unser unternehmerisches Tun ist allzeit geleitet von der Beachtung einer sozialen Verantwortlichkeit innerhalb und außerhalb unserer Unternehmenssphäre. Wir bekennen uns zum fairen Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten und richten unsere Zusammenarbeit an professionellem Verhalten und qualitätsgerechter Arbeit aus. Wir unterstützen einen fairen Wettbewerb unter Einhaltung des Wettbewerbs- und Kartellrechts. Wir erfüllen die Bestimmungen und Standards zum Umweltschutz an allen Standorten. Wir gehen verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen um, so dass unsere Aktivitäten einen möglichst geringen Einfluss auf die Umwelt haben. Wir sind stets bemüht, mittels höchst effizienter Entscheidungsprozesse, unseren Kunden den kostengünstigsten Service zu bieten. Diesen hohen Ansprüchen können wir nur durch Spezialisierung gerecht werden. Wir haben daher seit Jahren unsere unternehmerische Tätigkeit in drei operative Geschäftsbereiche aufgeteilt, die sich ihrerseits wiederum untergliedern in Geschäftsfelder.
Das Steuerungssystem ist eng verknüpft mit dem Risikomanagementsystem. Die Konzernleitung prüft und genehmigt die von den Geschäftsbereichen aufgestellten Pläne. Bei Bedarf werden diese Pläne korrigiert. Die genehmigten Pläne fließen in eine detaillierte Konzernplanung ein. Ein wichtiges Management-Instrument ist die jährlich für mehrere Jahre im Voraus erstellte integrierte Konzernplanung mit detaillierten Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen, Plan-Bilanzen und Planfinanzkennzahlen. Auf Basis dieser Mehrjahresplanungen wird auch der künftige Finanzbedarf abgeleitet.
Für die kurzfristige Erfolgskontrolle werden Umsatzzahlen aller Geschäftsfelder der Geschäftsbereiche wöchentlich an das Konzerncontrolling gemeldet. Abweichungen können zeitnah analysiert werden und bei Bedarf kann durch die Konzernleitung gegensteuernd eingegriffen werden. Monatlich werden in den Geschäftsbereichen für alle zum jeweiligen Geschäftsbereich gehörende Tochtergesellschaften Abschlüsse unter Berücksichtigung von unterjährigen Abgrenzungsbuchungen erstellt und die wichtigsten Kennzahlen der Abteilung Konzerncontrolling zugeleitet. Spätestens anhand dieser Monatsabschlüsse können die ergebnismäßigen Auswirkungen von Planabweichungen in der Betriebsleistung wie auch auf Kostenebene detailliert festgestellt und analysiert werden. Diese Monatsergebnisse werden zeitnah in monatlich stattfindenden Beiratssitzungen beraten. Für diese regelmäßig stattfindenden Beiratssitzungen ist ein vom Controlling aufgestelltes ausführliches standardisiertes Berichtspaket zu erstellen. In diesen Beiratssitzungen wird die geschäftliche Entwicklung des zurückliegenden Monats intensiv analysiert und die künftige Entwicklung beraten. Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Gegensteuerung beschlossen.
Die weitere generelle Ausrichtung der Hoftex Group auf technische Textilien, auch in denjenigen Geschäftsbereichen, die der klassischen Textilindustrie zugeordnet werden (Yarns & Fabrics), aber vor allem bei der Vliesherstellung in der Tenowo GmbH, verlangt einen weiteren Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in diesen Geschäftsfeldern. Unsere Produkte erfordern häufig eine intensive Entwicklungsarbeit, bis die von den Kunden vorgegebenen Produkteigenschaften technisch und kostenmäßig erreicht werden können. Es ist ein zentraler Punkt unserer Unternehmensphilosophie, auf die von den Kunden formulierten Erfordernisse einzugehen und diese am Produkt umzusetzen. Gerade die für den technischen Einsatz bestimmten Produkte müssen besondere Vorgaben erfüllen und dennoch preislich wettbewerbsfähig bleiben. Die Unternehmen der Hoftex Group sind keine Hersteller von Massenware. Stattdessen wird verstärkt das Besondere und Spezielle angeboten. Dazu gehört auch, besondere Anforderungen unserer Kunden schnell und wirtschaftlich umzusetzen. In Verfolgung dieser Zielsetzung und der beschriebenen Entwicklungsaufgaben wurden in den letzten Jahren in einzelnen Unternehmen personelle Verstärkungen vorgenommen. Im Geschäftsbereich Nonwovens haben wir weltweit in der Produktentwicklung 17 Mitarbeiter (Vorjahr: 16) beschäftigt. In 2014 wurden insgesamt 389 Versuche auf Produktionsanlagen durchgeführt und es wurden insgesamt 25 neue Vliesstoffe in die Produktion übernommen.
Es bestehen Kooperationen und Auftragsforschung mit der Technischen Universität Chemnitz, der Fachhochschule Hof, dem Fraunhofer Institut, der Technischen Universität Dresden, dem STFI Chemnitz, der Universität Bayreuth und mehreren Kooperationspartnern aus der Industrie.
Im Geschäftsbereich Home Decoration besteht ebenfalls eine Entwicklungsabteilung in Form eines Ateliers, in dem neue Designs entwickelt werden. Dort arbeiten inklusiv der zugeordneten Musterweber 9 Mitarbeiter. Der Aufwand für diese Entwicklungsabteilung beläuft sich für Personal- und Sachkosten auf rund 0,6 Mio. €.
Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und vor allem in Deutschland hat sich in 2014 besser entwickelt als noch zur Jahresmitte prognostiziert. Vor allem die Entwicklung in Deutschland hat der Wirtschaftsentwicklung im übrigen Euroraum etwas Aufschwung verliehen. In Deutschland ist in 2014 das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um 1,5 % gewachsen (Vorjahr: 0,4 %), während in der Eurozone ein Wachstum von 0,8 % erreicht werden konnte (Vorjahr: -0,5 %), Für das Jahr 2015 rechnet die EU-Kommission sowie die OECD mit einem Wachstum in Deutschland von unverändert 1,5 % und in der Eurozone (19) mit einem Wachstum von 1,3 %. Weltweit ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt so gewachsen, wie im Vorjahr. Eine ähnliche Entwicklung zeichnete sich in China und Indien ab, während in Russland und Brasilien nur eine sehr schwache Konjunkturentwicklung feststellbar war. Die weltweite Wirtschaftsentwicklung dürfte sich wieder etwas gefestigt haben. In einigen westlichen Industrieländern ist, wie aus den obigen Zahlen ersichtlich, wieder eine Erholung eingetreten, die die Abschwächung in einigen asiatischen Ländern kompensieren konnte und auch weiterhin kompensieren kann. Diese kräftige Konjunktur in einem Großteil der westeuropäischen Industrieländer hat sich auch positiv auf deren Beschäftigung und die Arbeitsmärkte ausgewirkt. In allen bedeutenden westlichen Industriestaaten sind die Erwerbslosenquoten deutlich zurückgegangen. Spürbare Lohnerhöhungen kamen in den letzten Jahren hinzu. Entsprechend diesen Verbesserungen auf den Arbeitsmärkten und den damit verbundenen Einkommensverbesserungen, kam es in diesen westlichen Industrieländern auch zu einer Stärkung der Binnennachfrage. Weitere positive Einflüsse auf die Wirtschaftsentwicklung kamen durch kräftige Ölpreisreduzierungen und ein weiteres Zurückgehen des Zinsniveaus hinzu. All diese Effekte verstärkten sich zu einem äußerst wirksamen Konjunkturprogramm, das alle früheren Befürchtungen über eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums übertraf.
Wichtigster Wachstumsmotor in Nordeuropa blieb auch in 2014 der private Konsum. Das verfügbare Haushaltseinkommen stieg um 2,3 % (Vorjahr: 2,1 %) und die Sparquote ist auch in 2014 mit 9,4 % weiterhin sehr niedrig. Historisch niedrige Zinsen haben diese Entwicklung weiter vorangetrieben. Wenn auch die seit Jahren sinkende Sparquote zur Finanzierung von Konsumausgaben das Wachstum unserer Wirtschaft stützt, ist diese Entwicklung langfristig gesehen äußerst bedenklich, beeinträchtigt sie doch in erster Linie den Aufbau einer angemessenen Altersvorsorge. Fehlende Renditen bei fast allen Anlageformen lassen das Interesse an Vorsorgemaßnahmen schwinden.
Folge dieser Entwicklung war, dass im Jahr 2014 die Arbeitslosenquote von 6,9 % im Vorjahr auf 6,7 % zurückging. Dies ist in Europa ein relativer Spitzenwert. Anfang 2015 hat Deutschland EU-weit die geringste Arbeitslosigkeit und damit sogar den letztjährigen Spitzenreiter Österreich überholt.
Für die nächsten Jahre wird mit einem weiteren Anstieg der Wachstumsraten gerechnet. In diesem Zusammenhang soll neben der gestiegenen Konsumnachfrage auch der Investitionsaufschwung wieder wirksam und zur wichtigsten Triebkraft der Konjunktur werden. Ein Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen war ja bereits im letzten Quartal 2013 festzustellen. Im Jahr 2014 waren diese mit einem Zuwachs von 3,4 % schon etwas deutlicher angestiegen. Im Jahr 2015 wird ein Anstieg um 4,4 % erwartet und für das Jahr 2016 wird sogar ein Anstieg von 9,5 % erwartet. In diesen Studien wird auch auf die Entwicklung der Exporte und Importe eingegangen. Die Exporte sollen demnach in den Jahren 2015 und 2016 um 6,4 % und 6,5 % zulegen, wohingegen die Importe jedoch um 8,0 % zulegen sollen. Insgesamt wird die Zunahme eines negativen Außenbeitrages um rund 0,2 % bis 0,3 % erwartet. Aus dem Außenbeitrag ergibt sich somit kein Wachstumsbeitrag für die deutsche Binnenwirtschaft.
Die nächsten zwei Jahre dürften aber alleine wegen der anderen Wachstumsimpulse durchgehend spannend bleiben. Es bleibt abzuwarten, ob ein Wechsel des Wachstumsmotors privater Konsumausgaben hin zu den Investitionsausgaben kommt. Es ist auch fraglich, ob die Wachstumsimpulse weiter steigender privater Inlandsnachfrage aufgrund Mindestlohns oder Mütterrente, um nur einige dieser umstrittenen Maßnahmen zu nennen, die bremsende Wirkung von daraus resultierenden Kostensteigerungen für die Wirtschaft und von drohendem Personalabbau wirklich übertreffen.
Die deutsche Textilindustrie (Textil und Bekleidung) konnte im Jahr 2014, entsprechend der gestiegenen inländischen Konsumneigung in der Gesamtwirtschaft, sowie aufgrund des Wertverlustes des Euro vor allem gegenüber der US-Währung, einen Anstieg der Umsätze um bis zu 2 % erzielen. Dieser Anstieg ist aber in erster Linie auf die genannten Sondereffekte zurückzuführen. Ob dieser Einfluss von Dauer ist, bleibt abzuwarten. Diese Zunahme betrifft sowohl die Textilindustrie als auch den Bereich Bekleidung.
In der Bekleidung waren die größten Zuwächse bei
| ― | Arbeits- und Berufsbekleidung mit +10,3 % zu verzeichnen. |
Im Textilgewerbe waren Zuwächse
| ― | bei Vliesstoffen mit 12,5 %, |
| ― | bei gewirkten und gestrickten Stoffen mit 7,3 % und |
| ― | bei konfektionierten Textilwaren mit 7,1 % zu verzeichnen. |
und Rückgänge
| ― | bei der Spinnstoffaufbereitung mit -11,3 % |
| ― | bei Technischen Textilien mit -6,4 % zu verzeichnen. |
Wenn auch insgesamt eine Umsatzsteigerung erzielt werden konnte und die Produktion bei Bekleidung um 5,2 % und im Textilgewerbe um 2,2 % zugenommen hat, gingen die Beschäftigtenzahlen erneut zurück. Im Bekleidungsbereich um -2,7 % und im Textilgewerbe um -3,0 %.
In beiden Bereichen zusammen belief sich der Beschäftigungsrückgang auf -2,9 %. Die Ausfuhr von textilen Produkten (Halbwaren bis Enderzeugnisse) nahm im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % und in absoluten Beträgen um 800 Mio. € zu. Die Einfuhren haben hingegen um 3,7 % und in absoluten Beträgen um 1.287 Mio. € zugenommen. Durch die in absoluten Beträgen gemessene stärkere Zunahme der Einfuhren gegenüber der Zunahme der Ausfuhren, hat per saldo der Einfuhrüberschuss wieder um 487 Mio. € zugenommen. Im Vorjahr hatte es hier ebenfalls eine Erhöhung des Einfuhrüberschusses in Höhe von Mio. € 429 gegeben. Im Jahr 2014 hat daher die Entwicklung des "Außenbeitrages" der Textilwirtschaft den allgemeinen Beschäftigungsrückgang in der Branche noch verstärkt.
Die angegebenen Zahlen des Gesamtverbands textil+mode geben die Verhältnisse für den Zeitraum Januar bis November 2014 wieder.
Die Entwicklung in der Hoftex Group war auch im zurückliegenden Geschäftsjahr 2014, wie in der gesamten Textilwirtschaft und wie in den letzten Jahren, gespalten. Der überaus technisch geprägte Geschäftsbereich Nonwovens zeigte wiederum eine sehr zufriedenstellende Geschäftsentwicklung, während die Bereiche der klassischen Textilindustrie, bei uns der Geschäftsbereich Yarns & Fabrics und in gewisser Weise auch der Geschäftsbereich Home Deco weitere, teils kräftige Nachfrageeinbrüche in Kauf nehmen mussten. Diese Entwicklung macht aber auch überdeutlich, dass die Entscheidung, die Produktion in den verlustträchtigen Standorten Hof Moschendorf und Liberec in Tschechien im Verlauf des Jahres 2014 zu schließen, unausweichlich war, so schwer diese auch gefallen war. Betroffen davon waren die Hoftex Spinnerei GmbH, die Hoftex Weberei GmbH und die Hoftex Liberec s.r.o. Das Geschäftsjahr 2014 ist durch das Auslaufen dieser Standorte und außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Standort Liberec gekennzeichnet. Die gute Entwicklung in dem Geschäftsbereich Nonwovens konnte jedoch diese außerordentlichen und einmaligen Aufwendungen zu einem nicht unbeträchtlichen Teil kompensieren, so dass angesichts dieser massiven Belastungen, für den Konzernabschluss immer noch ein respektabler Konzernjahresüberschuss in Höhe von Mio. € 3,5 verblieb.
Im Geschäftsbereich Yarns & Fabrics wurden die Bertriebe der Hoftex Weberei und der Hoftex Spinnerei sowie der Betrieb der Hoftex Liberec s.r.o. in den Monaten zwischen August und Ende November bis zur völligen Einstellung kontinuierlich zurückgefahren. Dies war notwendig, um umfangreichere Einzelaufträge noch erfüllen zu können. Kundenbeziehungen sollten ja auch für weitere Geschäftsbeziehungen mit den verbliebenen Betrieben von Yarns & Fabrics erhalten bleiben. In diesem Schließungsjahr hatte sich das operative Ergebnis der beiden in Moschendorf geschlossenen Betriebe und des Betriebs in Tschechien in der Summe von Mio. € -4,1 im Vorjahr nochmal erhöht auf einen Verlust von Mio. € -5,6 im Schließungsjahr. Weiterhin war aufgrund der zusätzlichen Schließung des Betriebs in Liberec auf die Betriebsimmobilie eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von Mio. € 3,4 auf den niedrigeren Verkehrswert vorzunehmen. Die geschlossenen Betriebe haben somit das Konzernergebnis im Jahr 2014 mit rund Mio. € -9,0 belastet.
Der Geschäftsbereich Yarns & Fabrics wird nach der Schließung der beiden Betriebe in Moschendorf sowie des Betriebes in Liberec durch die Hoftex GmbH und die Hoftex Färberei als Vertriebsgesellschaften und produktionsseitig durch die Hoftex CoreTech GmbH, die Hoftex Max Süss GmbH und die Hoftex Färberei Betriebs GmbH vertreten. Im verbleibenden Spinnereiunternehmen Hoftex CoreTech GmbH können nach Optimierung der Maschinenausstattung die interessantesten Bereiche unserer Produktpalette aus der Spinnerei aufrechterhalten werden. Diese verbleibenden Unternehmen im Geschäftsbereich Yarns & Fabrics haben im Jahr 2014 ein operatives Ergebnis von Mio. € 0,5 erwirtschaftet, gegenüber einem von Mio. € 0,8 im Vorjahr.
Diese Zahlen machen deutlich, dass auch im Geschäftsjahr 2014 das Konzernergebnis signifikant geprägt wurde durch den Geschäftsverlauf im Geschäftsbereich Yarns & Fabrics und die zusätzlichen Schließungskosten durch die Schließung des Spinnereibetriebs in Liberec.
Der Geschäftsbereich Home Decoration, der unter der Führung der Neutex Home Deco GmbH auch die rumänische Gesellschaft SC Textor S.A. umfasst, hatte im Geschäftsjahr 2014 wiederholt Umsätze verloren. Erschwerend kam hinzu, dass durch die Spannungen zwischen der westlichen Welt und Russland aufgrund der Ukrainekrise die Umsätze mit Russland, deren Geschäftsbeziehungen in den Vorjahren erfolgversprechend aufgebaut wurden, drastisch eingebrochen sind. Die in Rumänien eingerichtete Konfektion, die ausschließlich für die Neutex GmbH tätig ist, hat sich auch im Jahr 2014 planmäßig entwickelt und Kostenvorteile gegenüber der Fremdvergabe dieser Aufträge weiterhin ermöglicht.
Der Geschäftsbereich Nonwovens zeigt seit Jahren eine stetige Steigerung der Umsätze. Diese sind von Mio. € 102,8 auf Mio. € 107,9 angestiegen. Dies entspricht einer Steigerung um 5,0 %. Bei Vollauslastung der Kapazitäten war dies nur durch punktuelle Kapazitätserweiterungen sowie durch das Anlaufen der Tenowo Huzhou in China in der zweiten Jahreshälfte möglich. Trotz der beträchtlichen, aber so geplanten Anlaufkosten in China, konnte das Ergebnis des Teilkonzerns Nonwovens beträchtlich gesteigert werden. Hierzu haben alle übrigen Standorte mit kräftigen Ergebnissteigerungen beigetragen.
| ― | Abschluss von drei Betriebsschließungen im Geschäftsbereich Yarns & Fabrics bis November 2014 |
| ― | Außerordentliche Schließungskosten von Mio. € 3,4 durch die Betriebsschließung in Liberec (Tschechien) |
| ― | Starker Umsatzrückgang wegen Schließung zweier Spinnereien und der Weberei |
| ― | Umsatzrückgänge im Geschäftsbereich Home Decoration u.a. wegen Russlandkrise |
| ― | Dagegen Umsatzausweitung im Geschäftsbereich Nonwovens |
| ― | Vollauslastung der Betriebskapazitäten bei Nonwovens |
| ― | Anlaufen der Tochtergesellschaft im Geschäftsbereich Nonwovens in China |
| ― | Trotz Anlaufkosten in China Ergebnissteigerung im Geschäftsbereichsergebnis |
| ― | Starker Ergebnisanstieg in allen übrigen Standorten des Geschäftsbereichs Nonwovens |
| ― | Hervorragendes Ergebnis im Geschäftsbereich Nonwovens kompensiert Ergebnisschwächen und außerordentliche Aufwendungen im Geschäftsbereich Yarns & Fabrics |
Das Gesamtvermögen (Bilanzsumme) des Hoftex Group Konzerns ist im Jahr 2014 von Mio. € 160,0 auf Mio. € 174,7 angestiegen. Das Anlagevermögen hat hierbei von Mio. € 80,6 um Mio. € 10,7 auf Mio. € 91,3 zugenommen. Dies ist vor allem auf die angestiegenen Investitionen in Sachanlagen zurückzuführen. Die Investitionen liegen damit weit über den Abschreibungsbeträgen. Im Umlaufvermögen haben Mittelfreisetzungen bei Vorräten in Höhe von Mio. € 9,0 stattgefunden, während es bei den Forderungen nur zu einem geringen Abbau in Höhe von Mio. € 0,4 gekommen ist. Aufgrund der Auszahlung von Darlehen aus dem Konsortialdarlehensvertrag II in Höhe von Mio. € 20,0 zum Ende der Abnahmefrist am 30. Juni 2014 führte dieser Liquiditätszufluss zu entsprechenden Geldanlagen. Das Geldvermögen ist dadurch angestiegen auf Mio. € 15,6.
Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 76,2 auf Mio. € 82,7 erhöht. Diese Zunahme resultiert aus dem erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss von Mio. € 3,5 und den Vermögensmehrungen aus der Umrechnung mit gestiegenen Kursen aus den Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften von Mio. € + 3,0.
Die Quote des bilanziellen Eigenkapitals beträgt 47,3 % gegenüber 47,7 % im Vorjahr. Das für uns entscheidende wirtschaftliche Eigenkapital, das neben dem bilanziellen Eigenkapital auch ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von Mio. € 14,0 (Vorjahr: Mio. € 14,0), die langfristig, mit einer Nachrangvereinbarung zur Verfügung stehenden Cashpoolmittel in Höhe von Mio. € 3,0 (Vorjahr Mio. € 3,0) sowie die abgegrenzten Zuschüsse von Mio. € 1,4 (Vorjahr: Mio. € 2,2) umfasst, beträgt 57,9 % (Vorjahr: 59,7 %). Die Verringerung der Eigenkapitalquoten trotz deutlich gestiegenem Eigenkapital ist auf den Basiseffekt einer gestiegenen Bilanzsumme zurückzuführen.
Die Pensionsrückstellungen sind mit den vollen Werten, die nach BilMoG ermittelt wurden, dotiert. Von den Rückstellungen wurden die zurechenbaren Werte aus Ansprüchen an Versicherungen in Höhe von zusammen Mio. € 3,6 (Vorjahr: Mio. € 3,7) abgezogen. Die Pensionsrückstellungen haben sich dadurch insgesamt um Mio. € 0,2 (Vorjahr: Mio. € 0,4) vermindert. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen ein Rechnungszinsfuß von 4,53 % (Vorjahr: 4,88 %) und ein jährlicher Rententrend von 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) zugrunde.
Von den anderen Rückstellungen haben die Steuerrückstellungen um Mio. € 0,3 und die sonstigen Rückstellungen um Mio. € 3,8 abgenommen. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen ist vor allem auf die bis zum 31. Dezember 2014 ausbezahlten Abfindungen aus den Sozialplänen für die Betriebsschließungen zurückzuführen.
Die Bankkredite setzen sich aus Mio. € 27,4 langfristige Investitionskredite (Vorjahr: Mio. € 11,6) und mit Mio. € 0,9 kurzfristige Kontokorrentkredite (Vorjahr: Mio. € 8,9) zusammen. Die Langfristkredite wurden planmäßig um Mio. € 4,2 zurückgeführt. Zum 30. Juni 2014 war eine im Jahr 2013 vereinbarte Investitionsfinanzierung aus einem Konsortialdarlehen II in Höhe von Mio. € 20,0 zur Auszahlung gekommen. Die hierdurch zugeflossene Liquidität hat die bisherigen Kontokorrentkredite zurückführen lassen und wurde darüber hinaus in Geldbeständen angelegt. Wird die Entwicklung der Bankguthaben mit einbezogen, hat sich die konzernweite Nettobankverschuldung von Mio. € 18,3 um Mio. € 5,6 verringert auf Mio. € 12,7. Trotz der faktischen Zinslosigkeit der hohen Bankbestände und der Erhöhung der langfristigen Darlehen kam es zu einer geringen Verringerung der Zinskosten um Mio. € -0,1.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, obwohl wir umfangreiche Investitionsprojekte noch nicht abgeschlossen haben, um Mio. € 2,4 abgenommen. Unsere Lieferverbindlichkeiten erfüllen wir generell innerhalb der Skontofristen.
Die übrigen Verbindlichkeiten haben um Mio. € 8,0 zugenommen. Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf die neue Tochtergesellschaft in China zurückzuführen, die auch Finanzmittel von nahestehenden Unternehmen in Höhe von umgerechnet Mio. € 8,5 erhalten hat.
Die Finanzlage war im Jahr 2014 durch die gute Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich Nonwovens, sowie durch die Mittelfreisetzungen aus dem Lagerabbau der geschlossenen Betriebe des Geschäftsbereichs Yarns & Fabrics gekennzeichnet.
Die Kurzfassung der Konzernkapitalflussrechnung zeigt die folgenden Komponenten:
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| in Mio. € | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 19,6 | 15,9 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -22,6 | -18,2 |
| Mittelabfluss (-zufluss) aus der Finanzierungstätigkeit | 16,3 | -4,7 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 13,3 | -7,0 |
Der Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit in Höhe von Mio. € 19,6 hat sich um Mio. € 3,7 verbessern können. Dies ist vor allem auf einen gestiegenen Jahresüberschuss und Mittelfreisetzungen aus dem Abbau der Vorräte zurückzuführen. Geschmälert wurde der Mittelzufluss durch die Auszahlung von Sozialplanrückstellungen wie auch den Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten.
Die Investitionstätigkeit war mit Mio. € 26,3 deutlich höher als im Vorjahr mit Mio. € 21,7. Diese Erhöhung resultiert aus umfangreichen Investitionen im Geschäftsbereich Nonwovens in der neuen Tochtergesellschaft Tenowo Huzhou in China und in der Betriebserweiterung in Reichenbach mit dem Bauabschnitt Reichenbach II mit einer Brutto-Investitionssumme von rund Mio. € 25. Während das Investitionsvorhaben in China abgeschlossen ist und Mitte des Jahres den Betrieb aufgenommen hat, ist der Betrieb Reichenbach II zum Jahresende im Rohbau fertig und es wurde begonnen, die Maschinenkomponenten aufzustellen. Nach Verrechnung mit den Mittelzuflüssen aus Rückzahlungen und Anlagenverkäufen von zusammen Mio. € 3,7, ergibt sich ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. € 22,6 (Vorjahr: Mio. € 18,2). Der hiernach verbleibende Finanzbedarf von Mio. € 3,0 wurde durch die Auszahlung eines Investitionsdarlehns (KDV II) in Höhe von Mio. € 20,0 für die inländischen Investitionen sowie durch die Gewährung von Cashpoolmitteln von nahestehenden Unternehmen in Höhe von Mio. € 8,5 für die Investitionen der chinesischen Gesellschaft Tenowo Huzhou in China gedeckt. Die danach bestehende Liquidität wurde zur planmäßigen Tilgung der langfristigen Finanzierungen aus dem Konsortialdarlehen I und den ersten Tilgungen von Konsortialdarlehen II in Höhe von zusammen Mio. € 4,2 sowie der Rückführung der kurzfristigen Kredite in Höhe von Mio. € 8,0 verwendet. Die verbleibende Liquidität von Mio. € 13,3 erhöhen die Geldbestände im Konzern.
Die Finanzierungsaufgaben des Hoftex Group Konzerns werden von der HOFTEX GROUP AG wahrgenommen. Dazu gehört die zentrale Kreditaufnahme zur Deckung des Finanzbedarfs der Tochtergesellschaften, ebenso wie die Sicherung der entsprechenden Liquiditätsausstattung durch Vereinbarung angemessener Kreditlinien mit den Banken. Derivative Finanzinstrumente nutzen wir ausschließlich zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.
Aufgrund der Erfahrungen aus der vorausgegangenen Finanzkrise wurde zum 21. Juli 2010 zwischen der HOFTEX GROUP AG und den inländischen Tochtergesellschaften auf der einen Seite und den bisher finanzierenden Hausbanken Commerzbank AG, UniCredit Bank AG und Bayerische Landesbank Anstalt des öffentlichen Rechts andererseits, die Finanzierung der Hoftex Group in eine Konsortialfinanzierung geändert. Hierbei wurde ein Kreditvolumen von Mio. € 38, aufgeteilt in Mio. € 18 Langfristkredite mit einer Laufzeit von fünf Jahren und Mio. € 20 Betriebsmittelkredite und -kreditlinien fest für eine Laufzeit von drei Jahren gewährt. Die Mio. € 10 Betriebsmittelkredite und Mio. € 10 Kurzfristkredite waren bis zum 30. Juni 2013 befristet und wurden im Anschluss durch eine auf Mio. € 16 und ab 1. Januar 2015 auf Mio. € 15 reduzierte Betriebsmittelkreditlinie mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Ergänzend hierzu wurde mit der Commerzbank AG, der Bayerischen Landesbank Anstalt des öffentlichen Rechts und der Baden-Württembergischen Bank zur Finanzierung der geplanten weiteren umfangreichen Investitionen im Geschäftsbereich Nonwovens, insbesondere für die Erweiterungsinvestition im Werk Reichenbach II mit einem Investitionsvolumen von rund Mio. € 25 ein weiteres Konsortialdarlehen II über einen Betrag von Mio. € 15 abgeschlossen. Dieses Finanzierungsvolumen wurde im ersten Halbjahr 2014 durch nachträgliche Aufnahme der UniCredit in dieses Konsortium auf Mio. € 20,0 aufgestockt. Diese Investitions-Finanzierung hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2020. Die Abnahmefrist für dieses Konsortialdarlehen II war am 30. Juni 2014 abgelaufen und das Darlehen musste daher in Höhe von 20,0 Mio. € abgerufen werden. Die Aufnahme der UniCredit in dieses Konsortium diente der Schaffung gleicher Ausgangsbedingungen für eine nach dem 30. Juni 2015 nach der planmäßigen Rückführung der Darlehen und Betriebsmittellinien aus dem Konsortialdarlehensvertrag I notwendig werdende Anschlussfinanzierung. Diese haben wir jedoch in Form von vier bilateralen Vertragsverhältnissen mit unseren bisherigen Banken abgeschlossen. Die unter der Bezeichnung "Darlehen III" zusammengefasste Finanzierung besteht aus vier gleichartigen Darlehensverträgen über ein Gesamtvolumen von Mio. € 15,0 und einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2022 und vier gleichartigen Betriebsmittelkrediten bis zu einem Volumen von zusammen Mio. € 10,0 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2018. Die Verträge zu den Darlehen III wurden noch im März 2015 abgeschlossen.
Die Kreditinanspruchnahme in allen drei Darlehensgenerationen (KDV I, KDV II und Darlehen III) erfolgt ausschließlich durch die HOFTEX GROUP AG. Die Betriebsmittelkreditlinien können auch von den inländischen Tochtergesellschaften in Anspruch genommen werden. Der ursprüngliche Konsortialdarlehnsvertrag (KDV I) gewährte die Finanzierungssicherheit in einer von Finanzkrisen und Eurokrisen gekennzeichneten Zeit. Dass die im Jahr 2013 neu abgeschlossene Investitionsfinanzierung ebenfalls im Rahmen eines Konsortialdarlehensvertrages (KDV II) erfolgte, ergab sich aus Gründen der gleichmäßigen Besicherung aller beteiligten Banken. Mit der neuen Darlehensgeneration III wollen wir in Form von bilateralen Verträgen auf mittlere Sicht wieder zu einfacheren Finanzierungsformen zurückfinden.
Die Umsatzerlöse sind im Konzern um Mio. € 5,3 auf Mio. € 185,1 zurückgegangen. Die Rückgänge sind vor allem auf die Entwicklung im Geschäftsbereich Yarns & Fabrics und auch im Geschäftsbereich Neutex Home Decoration zurückzuführen, während der Geschäftsbereich Nonwovens auch im Geschäftsjahr 2014 wieder kräftig zulegen konnte. Die Umsätze haben sich wie folgt entwickelt:
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| 2014 Mio. € |
Vorjahr Mio. € |
Veränderung Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Yarns & Fabrics | 58,3 | 66,9 | - 8,6 |
| Neutex Home Decoration | 18,2 | 20,0 | - 1,8 |
| Nonwovens | 107,9 | 102,8 | + 5,1 |
| Übrige und. Konsolidierung | 0,7 | 0,7 | 0,0 |
| Konzernumsätze | 185,1 | 190,4 | - 5,3 |
Die Umsätze im Geschäftsbereich Yarns & Fabrics sind wegen des Rückgangs der Auslastung bis hin zur Schließung im vierten Quartal erwartungsgemäß zurückgegangen. Der Geschäftsbereich Neutex Home Decoration leidet immer noch unter einer fortschreitenden Konkurrenz aus Billiglohnländern, sowie unter den Folgen der Spannungen zwischen der westlichen Welt und Russland. Diese Geschäftsbeziehungen sind derzeit stark eingebrochen. Eine Kompensation war durch die erwähnte Wettbewerbssituation nicht möglich. Es werden verstärkte Anstrengungen unternommen, künftig den Export in westliche Länder stärker auszuweiten. Der Geschäftsbereich Nonwovens hingegen hat, wie in den Vorjahren auch, seine erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt. An allen bisherigen Standorten wurde unter Vollauslastung der Kapazitäten gearbeitet. Die neu errichtete Tochtergesellschaft in China hat in der zweiten Jahreshälfte die Produktion aufgenommen und mit der Vertriebstätigkeit in China begonnen. Hier kam ein Umsatz von umgerechnet Mio. € 2,3 hinzu. In USA blieben die Umsätze um rund Mio. € 0,9 hinter dem Vorjahr zurück. Hier konnte ein Rückgang der Umsätze im Automotivebereich nicht durch Umsatzsteigerungen im Industrialbereich kompensiert werden. In den deutschen Standorten Hof, Reichenbach und Mittweida konnten durch kapazitätserweiternde Investitionen (Mittweida) und effizienzsteigernde Investitionen (Hof) die Umsätze bei Vollauslastung um Mio. € 3,6 gesteigert werden.
Die Bestandsveränderung ergab wegen des Rückgangs der Fertigwarenläger und der unfertigen Erzeugnisse eine Bestandsminderung von Mio. € -7,9 (Vorjahr: Mio. € -1,5). Die Verringerung der Bestände ist vor allem eine Folge des Auslaufens der Produktion in zwei Spinnereien und der Weberei. Die Geschäftsbereiche haben diese Entwicklung wie folgt verursacht:
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| 2014 Mio. € |
Vorjahr Mio. € |
|
|---|---|---|
| Yarns & Fabrics | - 9,3 | +1,2 |
| Neutex Home Decoration | - 0,3 | - 0,8 |
| Nonwovens | +1,7 | - 1,9 |
| Übrige und Konsolidierung | 0,0 | 0,0 |
| Konzernausweis | - 7,9 | -1,5 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit Mio. € 5,6 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 1,5 angestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung sind vor allem:
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| 2014 Mio. € |
Vorjahr Mio. € |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Anlagenverkäufen | 1,5 | 0,8 |
| Kursgewinne | 0,9 | 0,4 |
| Auflösung abgegrenzter Zuschüsse | 0,7 | 0,7 |
| Auflösung von Rückstellungen | 0,7 | 0,5 |
| Periodenfremde Erträge | 0,6 | 0,7 |
| Vermietungserlöse | 0,3 | 0,2 |
| Übrige | 0,9 | 0,8 |
| Konzernausweis | 5,6 | 4,1 |
Die Erträge aus Anlagenverkäufen resultieren größtenteils aus dem Verkauf von Anlagegütern der geschlossenen Betriebe im Geschäftsbereich Yarns & Fabrics. Die Kursgewinne gehen auf realisierte Kursgewinne während des Geschäftsjahres, vor allem aus Dollareingängen zurück, aber auch auf die Bewertung von Dollarbeständen und Forderungen. Die Auflösung von erhaltenen Zuschüssen betreffen abgegrenzte Zuschüsse und Zulagen aus früheren Jahren, die planmäßig entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Maschinen aufzulösen sind.
Der Materialaufwand, bezogen auf die Betriebsleistung, ist im zurückliegenden Geschäftsjahr trotz wieder ansteigender Baumwollpreise, vor allem aber wegen des gestiegenen Anteils des Geschäftsbereichs Nonwovens, mit einer geringeren Materialaufwandsquote am Gesamtgeschäft, von 55,8 % auf eine Quote von 53,7 % zurückgegangen.
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| 2014 | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | in % der Leistung | Mio. € | in % der Leistung | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Yarns & Fabrics | 32,9 | 66,3 % | 44,9 | 65,7 % |
| Neutex Home Decoration | 5,2 | 29,2 % | 6,7 | 34,7 % |
| Nonwovens | 57,2 | 52,2 % | 53,9 | 53,3 % |
| Übrige inkl. Konsolidierung | -0,1 | ---- | -0,1 | ---- |
| Konzernausweis | 95,2 | 53,7 % | 105,4 | 55,8 % |
Die Personalkosten sind wegen des unterjährigen Auslaufens von drei Betrieben aus dem Geschäftsbereich Yarns & Fabrics gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 44,5 auf Mio. € 42,9 zurückgegangen. In den Geschäftsbereichen ergibt sich die folgende Entwicklung:
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| 2014 | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | MA | Mio. € | MA | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Yarns & Fabrics | 12,3 | 422 | 15,8 | 595 |
| Neutex Home Decoration | 7,5 | 298 | 7,5 | 314 |
| Nonwovens | 20,6 | 527 | 18,8 | 471 |
| Übrige inkl. Immobilienverwaltung | 2,5 | 39 | 2,4 | 39 |
| Konzernaufwand/Summe MA | 42,9 | 1.286 | 44,5 | 1.419 |
Der durchschnittliche Personalstand (einschließlich Auszubildende) ist um 133 Mitarbeiter auf 1.286 Mitarbeiter zurückgegangen (Vorjahr: 1.419).
Die Abschreibungen, die durchgehend Fixkostencharakter haben, sind mit Mio. € 9,8 zum Vorjahr um Mio. € 1,0 höher ausgefallen. Der Anstieg resultiert aus den Investitionen im Geschäftsbereich Nonwovens. Dort sind die Abschreibungen von Mio. € 5,2 um Mio. € 1,4 angestiegen auf Mio. € 6,6. In den beiden anderen Geschäftsbereichen gab es leichte Rückgänge bei den Abschreibungen. In den geschlossenen Betrieben wurde noch bis in das vierte Quartal 2014 planmäßig abgeschrieben.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die ebenfalls, wenn auch zu geringerem Anteil, Fixkosten enthalten, sind mit Mio. € 25,4 nur unwesentlich um Mio. € 0,3 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Jedoch stehen hierbei Steigerungen aufgrund von Geschäftsexpansionen im Geschäftsbereich Nonwovens Kostenrückgängen wegen Geschäftsreduzierungen in den Geschäftsbereichen Yarns & Fabrics und Neutex Home Decoration gegenüber.
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| 2014 Mio. € |
Vorjahr Mio. € |
|
|---|---|---|
| Yarns & Fabrics | 8,3 | 9,3 |
| Neutex Home Decoration | 4,5 | 4,9 |
| Nonwovens | 14,6 | 12,7 |
| Übrige inkl. Konsolidierung | - 2,0 | - 1,8 |
| Konzernaufwand | 25,4 | 25,1 |
Die Erhöhung im Geschäftsbereich Nonwovens ist gänzlich auf die Erweiterungen im Geschäftsbereich Nonwovens zurückzuführen. Hier ist diese Position um Mio. € 1,9 angestiegen. Durch die Inbetriebnahme der in China neu errichteten Produktionsstätte sind Anlaufkosten entstanden, die sich hier niedergeschlagen haben. Der Anteil der Tochtergesellschaft in China beträgt daran Mio. € 1,1.
Stellt man die Betrachtung auf das Betriebsergebnis unter Abzug der sonstigen Steuern ab, so zeigt sich, dass dieses trotz der zusätzlichen Anlaufverluste in China und der Auslaufproblematik in drei Betrieben des Geschäftsbereichs Yarns & Fabrics insgesamt im Konzern von Mio. € 8,6 im Vorjahr auf Mio. € 8,8 angestiegen ist.
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| 2014 Mio. € |
Vorjahr Mio. € |
|
|---|---|---|
| Yarns & Fabrics | - 3,6 | - 2,6 |
| Neutex Home Decoration | + 0,5 | - 0,1 |
| Nonwovens | + 12,5 | + 12,3 |
| Übrige inkl. Immobilienverwaltung | - 0,6 | - 1,0 |
| Betriebsergebnis | + 8,8 | + 8,6 |
Das Beteiligungsergebnis weist in diesem Geschäftsjahr ausschließlich den "at equity" erfassten anteiligen Gewinn aus dem assoziierten Unternehmen "Supreme Nonwoven" in Indien mit Mio. € 0,1 aus (Vorjahr: Mio. € 0,3). Auch im Geschäftsjahr 2013/2014 war Indien durch einen konjunkturellen Rückgang belastet. Steigende Energiepreise und die Schwäche der indischen Währung haben die Probleme noch verschärft.
Das negative Finanzergebnis von Mio. € -2,3 hat sich gegenüber dem Vorjahr um knapp Mio. € 0,1 verbessert. Dies ist Folge der gesunkenen Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten. Die Zinsaufwendungen haben dadurch um Mio. € 0,1 abgenommen. Das Finanzergebnis enthält neben den originären Zinsaufwendungen in Höhe von Mio. € 1,7 mit Mio. € 0,6 die nicht zahlungswirksame Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (Vorjahr: Mio. € 0,6).
Im außerordentlichen Ergebnis wird mit Mio. € 3,4 die vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf die Betriebsimmobilie der Hoftex Liberec s.r.o. in Liberec (Tschechien) ausgewiesen. Im Vorjahr wurde die Bildung von Rückstellungen in Höhe von insgesamt Mio. € 6,0 für die erwartete wirtschaftliche Belastung aus der Schließung einer gemeinsamen Betriebsstätte der Hoftex Spinnerei GmbH und der Hoftex Weberei GmbH in Moschendorf hier ausgewiesen.
Die Ertragsteuern zeigen per saldo einen Ertragsüberschuss aus der Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen für frühere Jahre. Der Ertagsposten ergibt sich aus
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| TEUR | |
|---|---|
| Ertragsteuer für das Geschäftsjahr | - 420 |
| Auflösung Steuerrückstellungen für Vorjahre | + 780 |
| Erhöhung aktive latente Steuern | + 43 |
| Verringerung passive latente Steuern | + 1 |
| Summe Ertragsteuern | + 404 |
Unter sonstigen Steuern werden üblicherweise die Grundsteuer, Kfz-Steuern und bestimmte Umsatzsteuern auf geldwerte Vorteile ausgewiesen.
Der Konzernjahresüberschuss konnte trotz der weiteren außerordentlichen Aufwendungen ein erfreuliches Ergebnis von Mio. € 3,5 zeigen.
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem von der HOFTEX GROUP AG erzielten Jahresüberschuss von T€ 6.590 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ -2.260) bezogen auf 5.444.800 Aktien mit € 1,21 je Aktie (Vorjahr: € -0,42). Das Ergebnis je Aktie bezogen auf das Konzernergebnis von T€ 3.544 (Vorjahr: T€ 206) beträgt € 0,65 je Aktie (Vorjahr: € 0,04).
Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 1.286 Mitarbeiter gegenüber 1.419 im Vorjahr beschäftigt. Der Rückgang ergibt sich vor allem aus der Schließung einer Spinnerei und einer Weberei in Hof sowie der Schließung der Spinnerei in Liberec im vierten Quartal 2014.
Die Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Anlagen und Finanzanlagen betrugen im Jahr 2014 Mio. € 26,3 (Vorjahr: Mio. € 21,6).
Die Hoftex Group ist als international tätiger Konzern in der industriellen Textilfertigung Risiken ausgesetzt. Gemäß § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand der HOFTEX GROUP AG in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risikopositionen eingerichtet. Aufgrund der dezentralen Organisationsstrukturen stellt das Risikomanagement einen integralen Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses dar. Die HOFTEX GROUP AG und deren Tochtergesellschaften haben ein einheitliches Risikomanagementsystem, das laufend fortentwickelt und den sich wandelnden Anforderungen angepasst wird. Die Hoftex Group ist aufgrund ihrer diversifizierten Struktur in den einzelnen Geschäftsbereichen auch unterschiedlichen Risiken und Risikoschwerpunkten ausgesetzt. Dies führt dazu, dass es zu einem gewissen Risikoausgleich innerhalb der Hoftex Group kommt.
Im Finanzbereich haben wir für Zahlungsströme und das Zins- und Forderungsmanagement effiziente Kontrollsysteme etabliert. Von der HOFTEX GROUP AG als Holding werden Finanzierungsrisiken zentral abgesichert und die Linienausnutzung der Tochtergesellschaften bei den Banken überwacht und gesteuert. Kurssicherungsgeschäfte in den einzelnen Tochtergesellschaften werden durch die Holding überwacht und koordiniert. In Verbindung mit einem täglichen Cash-Pooling mit allen Geschäftsbanken hat die Holding ständig Einblick in die finanzielle Entwicklung bei den Tochtergesellschaften.
Im Bereich des Forderungsmanagements gilt grundsätzlich die Maßgabe, dass Kunden nur innerhalb des von der Kreditversicherung erteilten Kreditlimits beliefert werden dürfen. Wesentliche Abweichungen davon sind der Konzernleitung zur vorherigen Genehmigung vorzulegen. Die Holding erhält monatlich Kennzahlen über Zielinanspruchnahmen, Fälligkeiten und Überfälligkeiten der Außenstände. Dieses Forderungsmanagement ermöglicht es, Chancen wahrzunehmen, ohne dass dadurch die Risiken unkontrolliert zunehmen. Bei Abschluss von Geschäften, die die vorgegebenen Grenzwerte überschreiten, muss die jeweilige Gesellschaft auch eine erhöhte Risikovorsorge bilden.
Das Risikofrüherkennungssystem wird durch das Controlling und das Management in den operativen Gesellschaften sichergestellt.
Das Berichtswesen und das interne Kontrollsystem stellen sicher, dass eine zeitnahe Information der Entscheidungsträger über den Geschäftserfolg und gegebenenfalls eingetretene Fehlentwicklungen gegeben ist. Die Konzernrevision überprüft zusätzlich die Effizienz einzelner Strukturen und Abläufe, die Funktionsfähigkeit einzelner Systeme, die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen sowie die ordnungsmäßige Buchführung und die Sicherung des Vermögens.
| ― | Systemimmanente Sicherungsvorkehrungen |
| ― | Regelmäßiges Berichtswesen bis hin zur Ad-hoc-Berichtspflicht |
| ― | Einzelfallprüfungen |
Sie gewährleisten, dass das Management rechtzeitig Hinweise bezüglich potentieller Risiken erhält und zuverlässig in die Lage versetzt wird, entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen.
Die im Jahr 2014 vorgenommenen Überprüfungen betrafen:
| ― | Überprüfung der Strom- und Gaslieferverträge im Zusammenhang mit den Kapazitätsreduzierungen |
| ― | Überprüfung von Maschinenverkaufsverträgen an ausländische Maschinenhändler |
| ― | Überprüfung von Bankvollmachten im elektronischen Zahlungsverkehr (e-banking) |
| ― | Tägliche Einsichtnahme in die Bankenstände aller Konten und die angelegten Zahlpläne |
| ― | Überprüfung der Folgen der gegen Ende 2013 abgeschlossenen Zinssicherungen |
| ― | Einhaltung von Auflagen des Zolls und umsatzsteuerlicher Formvorschriften |
| ― | Überprüfung der Reisekostenabrechnungen auf Einhaltung aktueller Rechtsänderungen. |
Zum Zeitpunkt der Berichterstellung (März 2015) können Umfeldrisiken und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken sowie finanzwirtschaftliche Risiken aus ungewissen künftigen Zins- und Devisenkursentwicklungen aufgeführt werden. Die bisherigen Auswirkungen einer verschärften Konkurrenzsituation aus asiatischen Ländern auf unsere Geschäftsbereiche Yarns & Fabrics und zwischenzeitlich auch auf Home Decoration wurden in der Vergangenheit realistisch eingeschätzt. Dies hat uns dazu verholfen, rasch auf Einflüsse reagieren zu können.
Latente Risiken, die man den unternehmensstrategischen Risiken zuordnen kann, bestehen im gesamten Vliesbereich. Die tragende Funktion, als Zulieferer der Automobilindustrie tätig zu sein, erfordert ein ständiges Bestreben der Verbesserung in Sachen Qualität, Lieferzuverlässigkeit und natürlich auch der Herstellungskosten, da der Abnehmer in diesem Marktsegment größere Einflussmöglichkeiten auf die Preise besitzt als der Produzent. Um hier dauerhaft bestehen zu können, muss unentwegt in neue, qualitätsverbessernde und kostensenkende Produktionsverfahren investiert werden. Risiken können sich aber auch aus den derzeitigen Unsicherheiten über die Weiterentwicklung der Märkte im Automobilsektor in USA und vor allem in Europa ergeben. Hierauf zu reagieren ist nur in ganz engen Grenzen möglich. Unsere Entscheidung in China ein Vlieswerk aufzubauen, ist geeignet, diese Risiken etwas einzudämmen.
Unsere Sorge über die zunehmende Konzentration im deutschen Bankensektor wurde im Zusammenhang mit den Folgewirkungen aus der Finanzmarktkrise in den Jahren 2008/2009 bestätigt.
Es hat sich gezeigt, dass es tendenziell immer schwieriger geworden ist, notwendige Fremdmittel zu erhalten bzw. Fremdmittelfinanzierungen aufrechtzuerhalten. Die Regelungen durch "Basel II" haben gezeigt, dass diese in der Krise verschärfend wirken und dadurch die Wirtschaftskrise noch verstärken. Die zurückliegende Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 bis 2009 hatte uns weitere Risiken vor Augen geführt. Wir hatten daraus bereits im Jahr 2010 die Konsequenzen gezogen und zusammen mit unseren finanzierenden Banken eine konsortiale Finanzierungsstruktur eingeführt, die die Finanzierungssicherheit deutlich erhöht hat. Für die im Jahr 2013 abgeschlossenen Investitionskredite für die umfangreichen Investitionen im Geschäftsbereich Nonwovens hatten wir uns ebenfalls für eine konsortiale Finanzierungsstruktur entschieden. Für die Verhandlungen der Finanzierungsrunde III, die die Finanzierung nach dem Auslaufen der Konsortialdarlehensfinanzierung aus dem Jahre 2010 zum 30. Juni 2015 langfristig bis zum Jahr 2022 sicherstellt, haben wir uns wieder für bilaterale Finanzierungsverträge mit unseren vier Hausbanken entschieden. Ausschlaggebend dafür war eine gewisse Entspannung im Bankensektor, die uns dazu bewog, für diese langfristige Finanzierung von einer konsortialen Finanzierungsstruktur abzusehen und zu einfacher strukturierten Finanzierungsverträgen zurückzukehren.
Mit dieser langfristigen Finanzierung III, die über ein Volumen von Mio. € 25,0 verfügt, haben wir zusammen mit dem Konsortialdarlehensvertrag II mit einem Volumen von Mio. € 20,0 den Finanzbedarf für die umfangreichen Investitionen, darunter zwei Betriebserrichtungen, im Geschäftsbereich Nonwovens langfristig gesichert.
Der nach wie vor ungebrochene Nachfragesog im gesamten Geschäftsbereich Nonwovens zwingt uns, dort die Kapazitäten an diese Marktverhältnisse anzupassen. So wird im Geschäftsjahr 2015 die Erweiterungsinvestition des Betriebs Reichenbach II abgeschlossen und der Betrieb wird auch noch in 2015 anlaufen. Diese Erweiterungsinvestition wird es uns ermöglichen, in der Tenowo GmbH das Geschäftsfeld Industrial zu forcieren. Dieses Geschäftsfeld ist geeignet, einen Gegenpol zum Geschäftsfeld Automotive zu bilden und dadurch die Ertragskraft des Geschäftsbereichs weiter zu stabilisieren. Ein weiterer Aspekt dieser Erweiterungsinvestition in Reichenbach ist die Reduzierung von Umrüstungen. Damit wird es zu noch besseren Kostenstrukturen kommen, als wir sie bisher schon hatten. Eine weitere kleinere Investitionsmaßnahme in Mittweida steht kurz vor dem Abschluss und wird dazu führen, Umsätze zu generieren. Die Investition in einen neuen Betrieb in China wurde im Jahr 2014 abgeschlossen und in Betrieb genommen. In der Tochtergesellschaft Tenowo Inc. in USA wurden größere Erweiterungsinvestitionen angegangen, die jetzt nach und nach in Betrieb gehen.
Das seit dem letzten Quartal 2013 eingetretene, bis dahin niedrigste Zinsniveau seit Jahren, wurde dazu genutzt, um einen Großteil der für unsere Betriebserweiterung in Reichenbach aufgenommenen langfristigen, auf Euriborbasis zu verzinsenden Investitionskredite für den Zeitraum Oktober 2014 bis September 2019 mit einem Zinsswap abzusichern. Auch wenn mittlerweile das Zinsniveau seit Ende 2013 unerwartet noch weiter abgesunken ist, ist uns die Zinssicherheit für ein Volumen von Mio. € 12,0 diese faktische Festzinsvereinbarung wert.
Der Vorstand der HOFTEX GROUP AG hat nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der HOFTEX GROUP AG zur ERWO Holding AG und den mit ihr verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der vorstehenden Rechtsgeschäfte bekannt waren, hat die Gesellschaft bei allen Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."
Im Geschäftsjahr 2014 wurden die bisher größten Verlustbringer, die Spinnerei und die Weberei in Hof Moschendorf sowie die mit diesen zusammenhängende Spinnerei im tschechischen Liberec geschlossen. Damit ist ein großer Teil der früheren Unsicherheit, der der Geschäftsbereich Yarns & Fabrics wegen der ungünstigen Wettbewerbssituation mit Billiglohnländern und industriellen Schwellenländern ausgesetzt war, beseitigt. Die verbliebenen Unternehmen des Geschäftsbereichs Yarns & Fabrics arbeiten produktmäßig auf einem etwas höheren Niveau. Diese Unternehmen sind in der Lage erfolgreich zu arbeiten. Im Übrigen ist die Gefahr von großen Verlusten hier schon alleine durch das Geschäftsvolumen erheblich eingeschränkt. Aus den geschlossenen Betrieben werden in den kommenden ein bis zwei Jahren noch vorhandene Lagerbestände verkauft. Es wird mit einem Umsatzvolumen für 2015 in Höhe von Mio. € 39,0 gerechnet. Das Ergebnis wird mit einem leichten Fehlbetrag geschätzt.
Im Geschäftsbereich Neutex Home Decoration sollen weitere Verbesserungen in den internen Abläufen die Kostenstrukturen verbessern und zu Kosteneinsparungen führen. Im Ausbau der Geschäftsbeziehungen im Export können weitere Kundenpotentiale erschlossen werden. Neben bereits eingeleiteten personellen Verstärkungen und der Bereitstellung spezifischer Dessins ist die Konzentration auf Kernländer umzusetzen. Wir arbeiten an Textilien, die über reine Dekofunktion hinausgehen und somit einen Zusatznutzen generieren. Wir sind davon überzeugt, dass nach erfolgreicher Umsetzung dieser Maßnahmen und dem ständigen Forcieren innovativer Produkte dieser Geschäftsbereich wieder zu einem höheren Ertragsniveau zurückfinden wird. So lange diese Umstrukturierungen andauern, wird mit einem Umsatz von Mio. € 20,0 und einem Verlust von Mio. € -0,8 gerechnet.
Der Geschäftsbereich Nonwovens wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch weiterhin ein stetiges Wachstum aufweisen. Im Jahr 2015 werden zunächst die in China neu errichteten Betriebskapazitäten stärker genutzt werden. Der noch im Jahr 2015 anlaufende Betrieb in Reichenbach II wird das Geschäftsfeld Industrial stärken und die Umsätze in diesem Geschäftsfeld ausweiten. Der sehr erfolgreiche Betrieb Mittweida hat damit begonnen, seine Kapazitäten durch Errichtung einer Produktionslinie in Hof Moschendorf auszuweiten und dadurch die günstigen Marktbedingungen für seine Produkte weiter auszuschöpfen. In allen übrigen Betrieben werden die vorgenommenen effizienzsteigernden Investitionen bisherige Kapazitätsgrenzen noch etwas nach oben verschieben. Insgesamt gehen wir für den Geschäftsbereich von einer Umsatzausweitung in Höhe von rund 12 % auf einen Gesamtumsatz von circa Mio. € 120 aus. Wegen der Anlaufkosten in zwei Betrieben gehen wir von einem schwächeren Ergebnis als im Geschäftsjahr 2014 aus. Wir halten unter diesen Umständen einen Jahresüberschuss in der Größe von etwa Mio. € 8,0 für erreichbar.
Die allgemeinen Bereiche, bestehend aus Holding, Immobiliengesellschaften und den nicht zugeordneten Konsolidierungen im Konzern dürften bei unverändert geringen Umsätzen und vor Ergebnisübernahmen von den Tochtergesellschaften, aber unter Berücksichtigung der Ertragsteuern für diese Ergebnisübernahmen, einen Jahresfehlbetrag von Mio. € -1,5 ausweisen.
Unter diesen Prämissen scheint uns für das Jahr 2015 bei einem Konzernumsatz von etwa Mio. € 180 ein Konzernjahresüberschuss in der Größenordnung von Mio. € 5,0 bis Mio. € 6,0 erreichbar. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in 2015 noch Umsätze aus dem Lagerabbau der geschlossenen Betriebe bei Yarns & Fabrics in Höhe von circa Mio. € 10 enthalten sind. Für 2016 rechnen wir aus heutiger Sicht mit einem Konzernumsatz von etwa Mio. € 190 und mit allen Vorbehalten hinsichtlich Kostensteigerungen bei Energie und Personalkosten mit einem Konzernjahresüberschuss zwischen Mio. € 6,0 und Mio. € 7,0
Unsere oben beschriebenen Aussichten stehen natürlich unter dem Vorbehalt, dass sich bei den zwei genannten Kosten keine unerwarteten Verschlechterungen ergeben.
Nach Schluss des Geschäftsjahres sind ansonsten keine weiteren Vorgänge mit besonderen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.
Hof, 31. März 2015
HOFTEX GROUP AG
Der Vorstand
Steger
Adrion
Aktiva
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| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 6 | 277 | 321 |
| II. Sachanlagen | 6 | 83.758 | 73.045 |
| III. Finanzanlagen | 6/7 | 7.240 | 7.205 |
| 91.275 | 80.571 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | 8 | 42.251 | 51.250 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 9 | 23.833 | 24.178 |
| III. Liquide Mittel | 10 | 15.566 | 2.140 |
| 81.650 | 77.568 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 434 | 577 | |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 11 | 1.309 | 1.266 |
| Bilanzsumme | 174.668 | 159.982 | |
| Passiva | |||
| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 12 | 13.920 | 13.920 |
| II. Kapitalrücklage | 13 | 41.158 | 41.158 |
| III. Gewinnrücklagen | 14 | 33.722 | 30.547 |
| IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -650 | -3.561 | |
| V. Konzernbilanzverlust | 15 | -5.462 | -5.831 |
| 82.688 | 76.233 | ||
| B. ABGEGRENZTE ZUWENDUNGEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND -ZULAGEN | 16 | 1.470 | 2.215 |
| C. GESELLSCHAFTERDARLEHEN | 17 | 14.000 | 14.000 |
| D. RÜCKSTELLUNGEN | 18 | 22.745 | 27.151 |
| E. VERBINDLICHKEITEN | 19 | 53.752 | 40.369 |
| F. PASSIVE LATENTE STEUERN | 11 | 13 | 14 |
| Bilanzsumme | 174.668 | 159.982 |
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| in Tausend EUR | Anhang | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 20 | 185.103 | 190.448 |
| Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse | -7.945 | -1.478 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 3 | |
| Gesamtleistung | 177.158 | 188.973 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21 | 5.621 | 4.099 |
| Materialaufwand | 22 | -95.183 | -105.395 |
| Rohertrag | 87.596 | 87.677 | |
| Personalaufwand | 23 | -42.876 | -44.473 |
| Abschreibungen | 6 | -9.813 | -8.858 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 24 | -25.396 | -25.072 |
| Betriebsergebnis | 9.511 | 9.274 | |
| Beteiligungsergebnis | 25 | 63 | 313 |
| Finanzergebnis | 26 | -2.263 | -2.373 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 7.311 | 7.214 | |
| Außerordentliches Ergebnis | 27 | -3.445 | -6.000 |
| Ergebnis vor Steuern | 3.866 | 1.214 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 28 | 404 | -335 |
| Sonstige Steuern | 29 | -726 | -673 |
| Konzernjahresüberschuss | 3.544 | 206 |
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| in Tausend EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigenkapital- differenz aus der Währungs- umrechnung |
Konzern- bilanzverlust |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 | 13.920 | 41.158 | 30.547 | -2.512 | -5.220 | 77.893 |
| Dividendenzahlung für das Jahr 2012 | -817 | -817 | ||||
| Konzernjahresüberschuss 2013 | 206 | 206 | ||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -1.049 | -1.049 | ||||
| 0 | ||||||
| Stand 31.12.2013 | 13.920 | 41.158 | 30.547 | -3.561 | -5.831 | 76.233 |
| Dividendenzahlung für das Jahr 2013 | 0 | 0 | ||||
| Konzernjahresüberschuss 2014 | 3.544 | 3.544 | ||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2.911 | 2.911 | ||||
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG | 3.175 | -3.175 | 0 | |||
| Stand 31.12.2014 | 13.920 | 41.158 | 33.722 | -650 | -5.462 | 82.688 |
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | ||
| --- | --- | --- |
| Konzernjahresüberschuss | 3.544 | 206 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang | -1.333 | -681 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 13.258 | 8.858 |
| - Verringerung der abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand | -744 | -735 |
| -/+ Veränderungen der Pensionsrückstellungen vor Vermögensverrechnung | -243 | -372 |
| +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge Veränderungen bei Positionen der Vermögenswerte und der Schulden | 1.808 | -553 |
| +/- Veränderungen der Vorräte | 8.999 | 1.374 |
| -/+ Veränderungen der Forderungen vor Vermögensverrechnung | 1.406 | -1.689 |
| +/- Veränderungen der Verbindlichkeiten und übrigen Rückstellungen, soweit sie nicht der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind | -7.117 | 9.502 |
| Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 19.578 | 15.910 |
| - Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | -26.278 | -21.690 |
| - Investitionen in Finanzanlagen | 0 | 0 |
| + Rückzahlungen von Finanzanlagen | 9 | 54 |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 3.684 | 3.449 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -22.585 | -18.187 |
| + Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzkrediten (Konsortialdarlehen II) | 20.000 | 0 |
| - Auszahlung aus der Tilgung von übrigen Bankverbindlichkeiten | -12.209 | -3.926 |
| - Dividendenzahlungen | 0 | -817 |
| - Verringerung/+ Erhöhung kurzfristiger Finanzmittel von Muttergesellschaft | ||
| + Einzahlung aus der Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel von nahestehenden Unternehmen | 8.525 | 0 |
| Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 16.316 | -4.743 |
| Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 13.309 | -7.020 |
| Umrechnungsbedingte Zunahme/-Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 117 | -28 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. | 2.140 | 9.188 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. | 15.566 | 2.140 |
Die HOFTEX GROUP AG ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Hoftex Group Konzerns.
Der Geschäftsgegenstand entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Hoftex Group sind die Herstellung von Roh- und Farbgarnen sowie von Spezialgarnen und -zwirnen, die Herstellung von Roh-, Buntgeweben und Dekostoffen sowie die Produktion von Vliesstoffen für technische Anwendungen und für Bekleidung.
Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die HOFTEX GROUP AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des HGB bzw. AktG.
Der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG zum 31. Dezember 2014 wird nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt.
Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in EURO (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€).
Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2014 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften gegebenenfalls auf die Vorschriften des HGB übergeleitet.
Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ausgewiesen.
In den Konzernabschluss zum 31.12.2014 sind neben der HOFTEX GROUP AG 18 (Vorjahr: 18) inländische und 4 (Vorjahr: 4) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der HOFTEX GROUP AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Hoftex Group, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS 19 einbezogen. Wegen untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Einbeziehung von 1 (Vorjahr: 1) inländischen Tochterunternehmen verzichtet.
Die Tochterunternehmen Hoftex GmbH, Hoftex Spinnerei GmbH, Hoftex Weberei GmbH, Hoftex CoreTech GmbH, Hoftex Max Süss GmbH, Hoftex Färberei Betriebs GmbH, Neutex Home Deco GmbH, Neutex Betriebs GmbH, Tenowo GmbH, Tenowo Hof GmbH, Tenowo Reichenbach GmbH, Tenowo Mittweida GmbH und die Hoftex Immobilien I GmbH sind, mit Ausnahme der Hoftex Färberei Betriebs GmbH, alle über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Muttergesellschaft HOFTEX GROUP AG verbunden. Alle diese Unternehmen sind auch in den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG einbezogen. Diese 12 (Vorjahr: 12) Unternehmen machen von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in vollem Umfang Gebrauch.
Die Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG einbezogen. Sie macht daher von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB in vollem Umfang Gebrauch.
Der Konsolidierungskreis der HOFTEX GROUP AG umfasst zum 31. Dezember 2014 die folgenden Gesellschaften:
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| Sitz | Anteil am Kapital in % | ||
|---|---|---|---|
| vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB | |||
| Hoftex GmbH | Hof | 1) | 100,00 |
| Hof Garn Verwaltungs GmbH | Hof | 100,00 | |
| Hoftex Färberei GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex Färberei Betriebs GmbH | Hof | 3) | 100,00 |
| Hoftex Spinnerei GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex Weberei GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex CoreTech GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex Max Süss GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex Liberec s.r.o. | Liberec, Tschechien | 2) | 100,00 |
| Tenowo GmbH | Hof | 100,00 | |
| Tenowo Hof GmbH | Hof | 4) | 100,00 |
| Tenowo Reichenbach GmbH | Hof | 4) | 100,00 |
| Tenowo Mittweida GmbH | Hof | 4) | 100,00 |
| Tenowo Inc. | Lincolnton, USA | 4) | 100,00 |
| Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. | Huzhou, Cina | 4) | 100,00 |
| Neutex Home Deco GmbH | Münchberg | 100,00 | |
| Neutex Betriebs GmbH | Münchberg | 100,00 | |
| SC Textor S.A. | Targu Mures, Rumänien | 5) | 100,00 |
| Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH | Hof | 100,00 | |
| Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG | Hof | 100,00 | |
| Feinspinnerei Hof GmbH | Hof | 100,00 | |
| Hoftex Immobilien I GmbH | Hof | 100,00 | |
| vollkonsolidierte Unternehmen gaemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB | |||
| Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V. | Hof | - | |
| nicht konsolidierte Unternehmen gaemäß § 296 Abs. 2 HGB | |||
| HBD Textil-GmbH | Hof | 100,00 | |
| assoziierte Unternehmen | |||
| Supreme Nonwoven Industries Private Limited | Mumbai, Indien | 6) | 49,00 |
1) 96 % der Anteile hält die HOFTEX GROUP AG, 4 % die Hof Garn Verwaltungs GmbH
2) 100 % der Anteile hält die Hoftex GmbH.
3) 100 % der Anteile hält die Hoftex Färberei GmbH.
4) 100 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.
5) 100 % der Anteile hält die Neutex Home Deco GmbH.
6) 49 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.
Für Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1.1.2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese nach dem durch BilMoG geänderten § 301 HGB ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode erfolgt durch Verrechnung des Kaufpreises mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung unter Fortführung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen.
Verbleibende passive Unterschiedsbeträge sind als gesonderte Position nach dem Eigenkapital auszuweisen. Vor dem 1.1.2009 entstandene passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 2 HGB vereinnahmt.
Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.
Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.
Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wird vor allem von Dritten erworbene Software und Lizenzen ausgewiesen. Diese wird ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich, grundsätzlich linear.
Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB.
Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bewertet. Für nach dem 31.12.2008 erworbene Anteile an assoziierten Unternehmen bzw. Erhöhungen der Anteile an bereits bestehenden assoziierten Unternehmen werden sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge, soweit diese aus einem Firmenwert resultierten, planmäßig auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.
Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt.
Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen.
Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.
Latente Steuern werden gebildet, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Auf diese Differenzen in den Wertansätzen werden die jeweils länderspezifischen Steuersätze angewendet. Soweit sich hieraus in den Gesellschaften jeweils insgesamt eine Steuerbelastung ergibt, ist diese als passive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen. Eine sich ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen. Führen Konsolidierungsmaßnahmen dazu, dass sich bei den Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten weitere Differenzen zu den steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so ist eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern und eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern zu bilanzieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des jeweiligen Ertragsteuersatzes in den betroffenen Einzelgesellschaften.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen T€ 3.555 (Vorjahr: T€ 3.600), der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf T€ 3.597 (Vorjahr: T€3.682), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 4.728 (Vorjahr: T€ 4.822). Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.131 (Vorjahr: T€ 1.140).
Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 4,53 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die in 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden.
Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung DRS 19 (Bekanntmachung 18. Februar 2011) sind entgegen der bisherigen Bilanzierungspraxis nun auch Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Hoftex Group in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 2.338 (Vorjahr: T€ 2.404). Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB belaufen sich auf T€ 3.152 (Vorjahr: T€ 3.280). Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 814 (Vorjahr: T€ 876) wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt.
Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14. Dezember 1994 wurden mit Wirkung ab 31.12.1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert.
Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsvereinbarungen entsprechen den am Bilanzstichtag tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträgen.
Soweit Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet werden, werden diese nach der sog. "Einfrierungsmethode" bilanziert.
Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs. Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
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| Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte | |
|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2014 | 2.739 |
| Zugänge | 68 |
| Abgänge | 0 |
| Stand 31.12.2014 | 2.807 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| und Wertberichtigungen | |
| Stand 1.1.2014 | 2.418 |
| Zugänge | 105 |
| Zugänge Währungsumrechnung | 7 |
| Stand 31.12.2014 | 2.530 |
| Buchwerte zum 31.12.2013 | 321 |
| Buchwerte zum 31.12.2014 | 277 |
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| Grundstücke und Gebäude | Anzahlungen und Anlagen im Bau | Maschinen und maschinelle Anlagen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand 1.1.2014 | 113.853 | 12.185 | 200.242 | 60.232 | 386.512 |
| Zugänge*) | 3.924 | 9.933 | 11.011 | 1.342 | 26.210 |
| Umbuchungen | 4.035 | -12.290 | 8.164 | 91 | 0 |
| Abgänge**) | -2.691 | -258 | -7.955 | -1.907 | -12.811 |
| Stand 31.12.2014 | 119.121 | 9.570 | 211.462 | 59.758 | 399.911 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1.1.2014 | 83.384 | 0 | 174.095 | 55.988 | 313.467 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres***) | 4.993 | 0 | 6.993 | 1.168 | 13.154 |
| Abgänge****) | -2.113 | 0 | -6.720 | -1.635 | -10.468 |
| Stand 31.12.2014 | 86.264 | 0 | 174.368 | 55.521 | 316.153 |
| Buchwerte zum 31.12.2013 | 30.469 | 12.185 | 26.147 | 4.244 | 73.045 |
| Buchwerte zum 31.12.2014 | 32.857 | 9.570 | 37.094 | 4.237 | 83.758 |
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| Anteile an verbundenen Unternehmen | Anteile an assoziierten Unternehmen | Beteiligungen | Sonstige Ausleihungen | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand 1.1.2014 | 3.491 | 9.935 | 16 | 1.628 | 15.070 |
| Zugänge | 0 | 44 | 0 | 44 | |
| Abgänge | 0 | 0 | -9 | -9 | |
| Stand 31.12.2014 | 3.491 | 9.979 | 16 | 1.619 | 15.105 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen | |||||
| Stand 1.1.2014 | 3.465 | 2.782 | 0 | 1.618 | 7.865 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2014 | 3.465 | 2.782 | 0 | 1.618 | 7.865 |
| Buchwerte zum 31.12.2013 | 26 | 7.153 | 16 | 10 | 7.205 |
| Buchwerte zum 31.12.2014 | 26 | 7.197 | 16 | 1 | 7.240 |
*) Die Zugänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 3.703 (Vorjahr: T€ 0).
**) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ -135 (Vorjahr: T€ -1.882).
***) In Höhe von T€ 3.595 (Vorjahr: T€ 0) wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen, wovon T€ 3.445 (Vorjahr: T€ 0) unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen werden.
****) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ -1.600 (Vorjahr: T€ +1.117).
+ Vermögensmehrung / - Vermögensminderung
Im Mai 2006 hat die Tenowo GmbH einen Anteilskaufvertrag mit einer indischen Firmengruppe aus dem Vliesstoffmarkt unterzeichnet. Es wurde vereinbart, dass die Tenowo GmbH sich zu 25 % an der Firmengruppe beteiligt. Der Kaufpreis belief sich umgerechnet auf T€ 3.113. Die Hauptaktivitäten dieser Gruppe liegen in der Schwestergesellschaft Supreme Nonwovens. Nach Abschluss der Umstrukturierung dieser Firmengruppe zum 1. April 2007 wurde die Beteiligung zu diesem Stichtag erstmals "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen und aus der Bilanzposition "Beteiligungen" in die Bilanzposition "Anteile an assoziierten Unternehmen" umgegliedert. Die Umstrukturierung wurde vom High Court in Mumbai mit Beschluss vom 28. September 2007 genehmigt. Die Gesellschaft firmiert seitdem unter Supreme Nonwoven Industries Private Limited. Der sich aus der Gegenüberstellung des anteilig erworbenen Reinvermögens und dem Kaufpreis ergebende Firmenwert wurde in den Anschaffungsjahren mit den Rücklagen verrechnet.
Durch die Übernahme von weiteren Geschäftsanteilen aus zwei einseitigen Kapitalerhöhungen wurde die Beteiligungsquote im Jahr 2008 auf 44,9 % und im Jahr 2010 auf 49,0 % erhöht. Die Anschaffungskosten für die letzte Tranche betrugen T€ 1.179. Es ergab sich ein Firmenwert in Höhe von T€ 670. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Das Geschäftsjahr des assoziierten Unternehmens läuft vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Für das am 31. März 2014 endende Wirtschaftsjahr wurde ein Jahresabschluss vorgelegt und das zu diesem Stichtag anteilige Jahresergebnis (49,0 %) im Rahmen der Equity-Bewertung mit T€ 197 (Vorjahr: T€ 447) abzüglich zwischenzeitlich geflossener Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 19 (Vorjahr: T€ 17) im Bilanzansatz mit T€ 178 (Vorjahr: T€ 430) abzüglich der verrechneten Abschreibung auf den Firmenwert von T€ 134 erfasst. Das assoziierte Unternehmen hat keinen Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2014 erstellt, daher konnte im Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG für 2014 noch keine weitere Fortschreibung der Equity-Bewertung vorgenommen werden.
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 16.252 | 17.835 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 3.924 | 4.968 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 22.075 | 28.447 |
| 42.251 | 51.250 |
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19.363 | 20.191 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 871 | 1.854 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 3.599 | 2.133 |
| 23.833 | 24.178 |
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.
Unter liquiden Mitteln weisen wir den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten aus.
Die Abgrenzung latenter Steuern ergibt sich aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen den HGB- und den Steuerbilanzen der Konzerngesellschaften sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen. Es finden dabei ausschließlich steuerlich relevante temporäre Differenzen Berücksichtigung.
Als aktive latente Steuern werden die Steuerentlastungen gezeigt, die sich aus niedrigeren Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden aufgrund der Konsolidierungsbuchungen gegenüber den steuerlichen Wertansätzen ergeben.
Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Einzelnen aus folgenden Positionen:
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| 31.12.2014 Aktive latente Steuern | 31.12.2013 Aktive latente Steuern | 31.12.2014 Passive latente Steuern | 31.12.2013 Passive latente Steuern | |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 | 7 | 0 |
| Sachanlagen | 2.707 | 2.095 | 7 | 15 |
| Finanzanlagen | 1.008 | 1.237 | 10 | |
| Vorräte | 544 | 405 | 0 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 195 | 191 | 791 | 747 |
| Abgegrenzte Investitionszuschüsse/-zulagen | 214 | 322 | 0 | |
| Pensionsrückstellungen | 637 | 597 | 0 | |
| Sonstige Rückstellungen | 564 | 2.389 | 0 | |
| Verbindlichkeiten | 15 | 19 | 26 | 30 |
| Verlustvorträge | 7.784 | 6.032 | 0 | |
| Sonstige | 55 | 54 | 0 | |
| Summe aller latenten Steuern | 13.723 | 13.341 | 831 | 802 |
| Davon wurden angesetzt | ||||
| Passive latente Steuern aus Einzelabschlüssen Aktive latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen | 1.309 | 1.266 | 13 | 14 |
Nach Ausübung des Saldierungswahlrechts sowie des Ansatzwahlrechts für Aktivüberhänge sind von den aktiven latenten Steuern T€ 1.309 (Vorjahr: T€ 1.266) und von den passiven latenten Steuern T€ 13 (Vorjahr: T€ 14) in der Bilanz angesetzt.
Steuerliche Verlustvorträge wurden nur in Höhe der voraussichtlichen steuerlichen Nutzung während der nächsten 5 Jahre in die Darstellung einbezogen. Darüber hinausgehende steuerliche Verlustvorträge, für die mangels Vorhersehbarkeit der steuerlichen Nutzung keine aktiven latenten Steuern dargestellt wurden, belaufen sich auf Mio. € 14. Hiervon sind Mio. € 3 zeitlich unbegrenzt nutzbar.
Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer 15 %; Gewerbesteuer 14 %) auf die zeitlichen Bewertungsunterschiede bzw. die Verlustvorträge ermittelt. Für die USA wurde ein Ertragsteuersatz von 39 %, für Rumänien von 16 % und für Tschechien von 19 % zugrunde gelegt.
Das gezeichnete Kapital der HOFTEX GROUP AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Gesellschaftskapital.
Als Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der HOFTEX GROUP AG in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet im Wesentlichen Einlagen ehemaliger Aktionäre. Die Differenz aus dem Ausgabepreis der neuen Aktien von € 7,00 im Jahr 2008 zu dem "rechnerischen Nominalwert" einer Aktie von gerundet € 2,56 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Gewinnrücklagen 1.1.2014 / 2013 | 30.547 | 30.547 |
| Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG | 3.175 | 0 |
| Gewinnrücklagen 31.12.2014 / 2013 | 33.722 | 30.547 |
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Bilanzverlust 1.1.2014 / 2013 | -5.831 | -5.220 |
| Dividendenzahlung (Im Vorjahr: für 2012) | 0 | -817 |
| Konzernjahresüberschuss | 3.544 | 206 |
| Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat | -3.175 | 0 |
| Bilanzverlust 31.12.2014 / 2013 | -5.462 | -5.831 |
Ausgewiesen werden abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von T€ 1.470 (Vorjahr: T€ 2.215). Enthalten sind Investitionszuschüsse und -zulagen. Die planmäßige Auflösung beträgt T€ 745 und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Ausgewiesen wird ein langfristiges Darlehen des Hauptaktionärs ERWO Holding AG in Höhe von T€ 14.000 (Vorjahr: T€ 14.000), für das die ERWO Holding AG gegenüber den anderen Gläubigern im Range zurücktritt und das Darlehen bis zum 30.6.2020 in unveränderter Höhe im Unternehmen belässt.
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 11.938 | 12.182 |
| Vermögensverrechnung mit zuordenbaren Versicherungsansprüchen | -1.259 | -1.278 |
| Ausweis Pensionsrückstellungen | 10.679 | 10.904 |
| Steuerrückstellungen | 717 | 1.062 |
| Sonstige Rückstellungen | 11.349 | 15.185 |
| 22.745 | 27.151 |
Soweit die sonstigen Rückstellungen solche nach § 249 Abs. 2 HGB a.F. enthalten, wird für deren Fortführung von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht.
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen latente Risiken, Rechts- und Prozesskosten sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten. Im Berichtsjahr sind darüber hinaus restlichen Belastungen aus der Schließung des Standortes Moschendorf in Höhe von insgesamt T€ 1.872 enthalten.
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 28.251 | 20.459 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 14 | 1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.283 | 10.688 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 7.337 | 7.409 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 9.867 | 1.812 |
| davon aus Steuern | (496) | (610) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (69) | ( 82) |
| 53.752 | 40.369 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte auf Immobilien, Globalzessionen von Forderungen und sicherungsübereignete Vorräte besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 7.310 (Vorjahr: T€ 7.395) gegenüber dem Gesellschafter ERWO Holding AG und anderen Unternehmen der Südwolle Group. Diese enthalten vor allem kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkrediten (Cashpooling) in Höhe von T€ 7.000 (Vorjahr: T€ 7.000). Hiervon sind T€ 3.000 bis zum 30. Juni 2015 mit einer Rangrücktritts- und Verbleibensvereinbarung versehen.
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | bis 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | bis 1 Jahr | mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11.012 | 1.852 | 11.943 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 14 | 0 | 1 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.283 | 0 | 10.688 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, | 7.337 | 0 | 4.409 | 0 |
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.892 | 1 | 1.358 | 1 |
| davon aus Steuern | (496) | (0) | (610) | (0) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (69) | (0) | (82) | (0) |
| 28.538 | 1.853 | 28.399 | 1 |
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 9.024 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen enthalten. Es handelt sich hierbei um von der Zhangjiagang Yangtse Spinning Co. (ZYS) in China an die Tenowo Huzohu Ltd. ausgereichte Finanzierungsmittel, die zu einem marktkonformen Zinssatz verzinst werden, und mit T€ 7.962 eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren haben.
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Nach Bereichen | ||
| Yarns & Fabrics | 58.378 | 66.897 |
| Home decoration | 18.181 | 20.016 |
| Nonwovens | 107.844 | 102.841 |
| Sonstige | 700 | 694 |
| 185.103 | 190.448 | |
| Nach Regionen | ||
| Inland | 85.517 | 89.854 |
| Übrige Europäische Union | 58.373 | 57.328 |
| Übriges Ausland | 41.213 | 43.266 |
| 185.103 | 190.448 |
Der Ausweis beinhaltet nur Umsätze mit Konzernfremden.
Im Konzern resultieren die wesentlichen Posten aus Erträgen aus Anlagenabgängen T€ 1.588 (Vorjahr: T€ 1.043), der Auflösung der erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen T€ 745 (Vorjahr: T€ 735), der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen T€ 663 (Vorjahr: T€ 467), dem Eingang abgeschriebener Forderungen und der Herabsetzung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen zu Forderungen T€ 433 (Vorjahr: T€ 222), sonstigen periodenfremden Erträgen T€ 629 (Vorjahr: T€ 659), Erträgen aus Kurs- und Umrechnungsgewinnen T€ 922 (Vorjahr: T€ 427), Erlösen aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen T€ 111 (Vorjahr: T€ 130), Vermietungserlösen T€ 326 (Vorjahr: T€ 231), übrigen betrieblichen Erlösen T€ 204 (Vorjahr: T€ 185).
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 92.954 | 103.231 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.229 | 2.164 |
| 95.183 | 105.395 |
Die Materialaufwandsquote bezogen auf die betriebliche Leistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ist auf eine Aufwandsquote von 53,7 % (Vorjahr: 55,8 %) zurückgegangen.
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 35.204 | 36.589 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 7.672 | 7.884 |
| davon für Altersversorgung | (376) | (227) |
| 42.876 | 44.473 |
Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 891 | 1.005 |
| Angestellte | 360 | 383 |
| Auszubildende | 35 | 31 |
| 1.286 | 1.419 |
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Zuführung Wertberichtigungen, Ausbuchung von Forderungen | 362 | 431 |
| Kursverluste | 264 | 578 |
| sonstige periodenfremde Aufwendungen | 407 | 526 |
| Verwaltungskosten | 6.656 | 6.029 |
| Betriebskosten | 7.987 | 8.282 |
| Vertriebskosten | 8.329 | 8.325 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.391 | 901 |
| 25.396 | 25.072 |
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 63 | 313 |
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 54 | 63 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (0) | (0) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.748 | -1.829 |
| davon an verbundene Unternehmen | (-423) | (-445) |
| Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen | -569 | -607 |
| -2.263 | -2.373 |
Der verrechnete Ertrag aus dem Zweckvermögen beträgt T€ 26 (Vorjahr: T€ 25).
Ausgewiesen wird die Abschreibung auf den niedrigeren Verkehrswert der Betriebsimmobilien in der Hoftex Liberec s.r.o in Liberec, Tschechien, in Höhe von umgerechnet T€ 3.445. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert wurde notwendig, weil der Betrieb in 2014 geschlossen wurde.
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer Geschäftsjahr | -218 | -236 |
| Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre | 380 | 51 |
| Körperschaftsteuererstattungen | 0 | 2 |
| Gewerbesteuer Geschäftsjahr | -202 | -241 |
| Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre | 400 | 136 |
| Veränderung latente Steuern | 44 | -47 |
| 404 | -335 |
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Grundsteuer | -483 | -474 |
| Kfz-Steuer | -22 | -19 |
| sonstige Steuern | -221 | -180 |
| -726 | -673 |
Der Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr Honorare von insgesamt T€ 275 (Vorjahr: T€ 210) berechnet.
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 171 | 167 |
| andere Bestätigungsleistungen | 22 | 29 |
| Steuerberatungsleistungen | 82 | 12 |
| sonstige Leistungen | 0 | 2 |
| 275 | 210 |
Die Angabe der Vorstandsgesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB unterbleibt unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.
Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 34 (Vorjahr: T€ 32).
Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betragen T€ 380 (Vorjahr: T€ 377). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebene sind T€ 3.907 (Vorjahr: T€ 3.935) zurückgestellt.
Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Ausgehend vom Konzern-Jahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen sowie Änderungen im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.
Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2014 erhaltenen Ertragsteuererstattungen beträgt per saldo T€ 0 (Vorjahr: T€ 2). An Zinszahlungen wurden im Geschäftsjahr 2014 T€ 1.748 (Vorjahr: T€ 1.829) geleistet. Die erhaltenen Zinszahlungen entsprechen im Wesentlichen den Zinserträgen.
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Wechselobligo | 44 | 28 |
| Bürgschaftsverpflichtungen | 110 | 110 |
Mit einer Inanspruchnahme aus den Wechselobligen ist nicht zu rechnen, da diese bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung eingelöst wurden.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 19.395 (Vorjahr: T€ 9.795), die sich aus Leasingverträgen, aus Bestellobligen und Akkreditivverpflichtungen ergeben.
Zur teilweisen Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus variabel verzinslichen Bankdarlehen nimmt die HOFTEX GROUP AG vier Zinsswaps in Anspruch. Das Nominalvolumen der Sicherungsgeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf T€ 12.000. Die Sicherung beginnt mit dem 1. Oktober 2014 und läuft bis zum 30. September 2019.
Der Einsatz dieser Instrumente ist nur im Zusammenhang mit der Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften statthaft. Der Abschluss solcher Sicherungsgeschäfte wird ausschließlich von der Muttergesellschaft vorgenommen.
Die HOFTEX GROUP AG schließt nur derivative Finanzinstrumente ab, die in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang stehen und mit entsprechenden Grundgeschäften zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken von variabel verzinslichen langfristigen Krediten von Banken und Gesellschafter wurden im Dezember 2013 vier Zinsswaps in Höhe von zusammen Mio. € 12,0 abgeschlossen, um das Risiko aus künftigen Zinssteigerungen zu begrenzen. Die im Bestand befindlichen Zinssicherungsgeschäfte mit einer Laufzeit von 57 Monaten, deren Fälligkeit innerhalb der Fälligkeiten der Grundgeschäfte liegen, wurden in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag waren aus diesen Transaktionen keine Rückstellungen aus Bewertungseinheiten zu bilden.
Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt zum Bilanzstichtag T€ 678, d.h. in dieser Höhe wurden Rückstellungen für drohende Verluste vermieden.
Für die von der Gesellschaft abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich zum 31. Dezember 2014 folgende beizulegende Zeitwerte:
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| Fälligkeit | Nominalbetrag | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Swapsatz |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2019 | Mio. EUR 3,0 | TEUR 0 | TEUR - 170 | 1,395% |
| 30.09.2019 | Mio. EUR 4,0 | TEUR 0 | TEUR -220 | 1,360% |
| 30.09.2019 | Mio. EUR 2,0 | TEUR 0 | TEUR -114 | 1,410% |
| 30.09.2019 | Mio. EUR 3,0 | TEUR 0 | TEUR -174 | 1,420% |
Die Zeitwerte der Zinsbegrenzungsgeschäfte werden von den Kontrahentenbanken anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung der jeweiligen Zinsstrukturkurve ermittelt.
Des Weiteren wurden zur Währungsabsicherung folgende Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2014 ergeben sich folgende beizulegende Zeitwerte:
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| Fälligkeit bis spätestens | Nominal- Betrag | Währung in Tsd. |
Positiver Marktwert in T€ |
Negativer Marktwert in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Terminkäufe | 5.1.2015 | 90 | USD | 2 | 0 |
| Terminverkäufe | 18.3.2015 | 60 | GBP | 0 | 1 |
| 30.4.2015 | 350 | USD | 14 | ||
| 2 | 15 |
Für die negativen Marktwerte wurde in dem Bilanzposten "sonstige Rückstellungen" eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
Waltraud Hertreiter
Vorsitzende
selbstständige Unternehmensberaterin
Neubeuern
Hans Münch
stellv. Vorsitzender
Mitglied des Vorstands der ERWO Holding AG
Geschäftsführer der Südwolle GmbH & Co. KG
Neumarkt i.d.Opf.
Bernd Grossmann
Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank AG, Filiale Nürnberg
Nürnberg
Wolfgang Kammerer (bis 30.4.2014)*
stellv. Vorsitzender Betriebsrat HOFTEX GROUP AG
Oberkotzau
Monika Fröhlich (seit 1.5.2014)*
Laborangestellte
Hof
Wolfgang Schmidt*
Vorsitzender Betriebsrat HOFTEX GROUP AG
Hof
Martin Steger
selbstständiger Immobilienkaufmann
Nürnberg
* von den Arbeitnehmern gewählt
Klaus Steger
Vorstandsvorsitzender
Nürnberg
Volker Adrion
Mitglied des Vorstands
Münchberg
Hof, 31. März 2015
Hoftex Group AG
Der Vorstand
Steger
Adrion
Wir haben den von der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 24. April 2015
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Stadter, Wirtschaftsprüfer
Markert, Wirtschaftsprüferin
Der Aufsichtsrat hat in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 den Vorstand bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Geschäftsbereiche und wesentliche Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Ertragslage, Plan- / Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage sowie vierteljährliche Berichte über Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand diskutiert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.
Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen hat sich die Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über die aktuelle Situation und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren lassen.
Im Berichtsjahr fanden vier turnusgemäße und eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt.
Mit Ausnahme von einer Sitzung, bei der ein Mitglied entschuldigt fehlte, nahm der Aufsichtsrat geschlossen an den Beratungen teil. Der Aufsichtsrat bildete im abgelaufenen Berichtsjahr auch weiterhin keine Ausschüsse, da er mit sechs Mitgliedern (davon vier durch die Hauptversammlung gewählte Vertreter der Kapitalseite sowie zwei Arbeitnehmervertreter) die geeignete Größe hat, sämtliche Angelegenheiten im Gesamtaufsichtsrat zu erörtern und zu entscheiden.
Auf der außerordentlichen Sitzung am 24. Februar 2014 stimmte der Aufsichtsrat der Schließung des Spinnerei- und Webereistandorts Hof-Moschendorf mehrheitlich zu. Im Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 wurde bereits ausführlich darüber berichtet.
Ein Schwerpunkt in der März-Sitzung war die Berichterstattung durch den Geschäftsführer der Konzerntochter Tenowo GmbH über den Projektfortschritt der Errichtung eines Vlieswerkes in China sowie über die Erweiterung der Produktionskapazitäten am Vliesstandort Reichenbach.
Die Sitzung am 12. Mai 2014 wurde von der Diskussion, Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2013 geprägt. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung im Juli. Außerdem ließ sich das Gremium über die aktuelle Situation der Schließung des Standorts Hof-Moschendorf und über die künftige Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Hoftex informieren.
In der Juli-Sitzung wurde u.a. über den Stand der beiden Investitionsprojekte zur künftigen Produktion von Vliesstoffen für technische Anwendungen in Reichenbach und China berichtet. Dem Vorhaben zur Nutzung des Werkes Hof-Moschendorf für den Ausbau weiterer Vlieskapazitäten stimmte der Aufsichtsrat zu.
In der Sitzung vom 1. Dezember 2014 haben dem Aufsichtsrat die Unterlagen über die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2015 vorgelegen. Die Planung fand die Zustimmung des Aufsichtsrats nachdem sie eingehend geprüft und darin enthaltene Chancen und Risiken mit dem Vorstand intensiv diskutiert wurden. Zudem wurde der vorgelegte Investitionsplan für 2015 durch den Aufsichtsrat bewilligt. Der Vorstand berichtete ausführlich über die Vorhaben des Geschäftsbereichs nonwovens, die den Schwerpunkt der Investitionen an den Standorten Reichenbach und Mittweida bilden. In dieser Sitzung wurden ebenfalls mittelfristige strategische Konzernziele erörtert, deren Fokus auf den wachstumsorientierten Vliesstoffmarkt ausgerichtet ist.
Außerdem hat sich der Aufsichtsrat anhand eines Berichtes über das Risikomanagement davon überzeugt, dass der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingesetzt hat, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Durchführung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Konzernabschlussprüfung die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft.
Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 hatte die Hauptversammlung die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der Hoftex Group AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2014 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt.
Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 12. Mai 2015 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der Hoftex Group AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2014, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.
Der für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit diesen verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.
Im Aufsichtsrat der Hoftex Group AG hat es folgende Veränderungen gegeben: Herr Wolfgang Kammerer als Vertreter der Arbeitnehmer ist mit Beendigung seines Beschäftigungsverhältnisses am 30. April 2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Ersatzmitglied ist Frau Monika Fröhlich auf der Arbeitnehmerseite neu hinzugekommen.
Hof, im Mai 2015
Waltraud Hertreiter, Vorsitzende des Aufsichtsrats
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