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HOFTEX GROUP Annual Report 2013

Feb 20, 2015

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Annual Report

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Publication

HOFTEX GROUP AG (vormals: Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft)

Hof

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013

Grundlagen des Konzerns

Leitideen und Geschäftsmodell des Konzerns

Die Hoftex Group ist eine breit aufgestellte Unternehmensgruppe der Textilindustrie, die mit Stolz auf eine lange Entwicklung seit ihrer Gründung vor gut eineinhalb Jahrhunderten zurückblicken kann. Der Hoftex Group als Ganzes ist es in dieser langen Zeit immer gelungen, sich an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gerade das letzte Jahrzehnt hat uns einen grundlegenden Strukturwandel in der globalen Textilindustrie beschert. Zusammen mit unserer Muttergesellschaft ERWO Holding AG bilden wir einen weltweit agierenden und anerkannten Hersteller von textilen Lösungen auf vielen Gebieten. Wir streben in unserer unternehmerischen Tätigkeit Nachhaltigkeit und ein ausreichend gutes Wachstum an. Unser unternehmerisches Tun ist allzeit geleitet von der Beachtung einer sozialen Verantwortlichkeit innerhalb und außerhalb unserer Unternehmenssphäre. Wir sind stets bemüht, mittels höchst effizienter Entscheidungsprozesse, unseren Kunden den kostengünstigsten Service zu bieten. Diesen hohen Ansprüchen können wir nur durch Spezialisierung gerecht werden. Wir haben daher seit Jahren unsere unternehmerische Tätigkeit in drei operative Geschäftsbereiche aufgeteilt, die sich ihrerseits wiederum untergliedern in Geschäftsfelder.

Steuerungssystem

Das Steuerungssystem ist eng verknüpft mit dem Risikomanagementsystem. Die Konzernleitung prüft und genehmigt die von den Geschäftsbereichen aufgestellten Pläne. Bei Bedarf werden diese Pläne korrigiert. Die genehmigten Pläne fließen in eine detaillierte Konzernplanung ein. Umsatzzahlen aller Geschäftsfelder der Geschäftsbereiche werden wöchentlich an das Konzerncontrolling gemeldet. Abweichungen können zeitnah analysiert werden und gegebenenfalls kann gegengesteuert werden. Monatlich werden in den Geschäftsbereichen für alle Tochtergesellschaften Abschlüsse unter Berücksichtigung von unterjährigen Abgrenzungsbuchungen erstellt. Spätestens anhand dieser Abschlüsse können die ergebnismäßigen Auswirkungen von Planabweichungen in der Betriebsleistung wie auch auf Kostenebene festgestellt und analysiert werden. Die Monatsergebnisse werden zeitnah in Beiratssitzungen beraten. Gegebenenfalls werden Maßnahmen zur Gegensteuerung beschlossen.

Forschung und Entwicklung

Die generelle Ausrichtung der Hoftex Group auf technische Textilien auch in denjenigen Geschäftsbereichen, die der klassischen Textilindustrie zugeordnet werden (yarns & fabrics), aber vor allem bei der Vliesherstellung in der Tenowo GmbH, verlangt einen weiteren Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in diesem Geschäftsbereich. Unsere Produkte erfordern häufig eine intensive Entwicklungsarbeit, bis die von den Kunden vorgegebenen Produkteigenschaften technisch und kostenmäßig erreicht werden können. Es ist ein zentraler Punkt unserer Unternehmensphilosophie, auf die von den Kunden formulierten Erfordernisse einzugehen und diese am Produkt umzusetzen. Gerade die für den technischen Einsatz bestimmten Produkte müssen besondere Vorgaben erfüllen und dennoch preislich wettbewerbsfähig sein. Die Unternehmen der Hoftex Group sind keine Hersteller von Massenware. Stattdessen wird verstärkt das Besondere und Spezielle angeboten. In Verfolgung dieser Zielsetzung und der beschriebenen Entwicklungsaufgaben wurden in den einzelnen Unternehmen personelle Verstärkungen vorgenommen. Weltweit haben wir im Bereich Produktentwicklung 16 Mitarbeiter beschäftigt. Der Aufwand für unsere Entwicklungsarbeit belief sich auf Mio. € 1,4.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und in Deutschland hat sich in 2013 leicht angeglichen. Die globale Wirtschaftsentwicklung dürfte sich wieder gefestigt haben, wobei in einigen westlichen Industrieländern wieder eine deutliche Erholung eingetreten ist, die die Abschwächung in einigen asiatischen Ländern kompensieren konnte. Gerade in der zweiten Jahreshälfte haben diese Schwellenländer eine Abschwächung der Wirtschaftsentwicklung gezeigt. Die insgesamt positive Entwicklung der Weltwirtschaft ist im Jahr 2013 vor allem auf die Belebung in den Industrieländern zurückzuführen. Gegenüber der Vorperiode ist eine deutliche Steigerung des Wirtschaftswachstums festzustellen. Diese kräftige Konjunktur in den Industrieländern hat sich auch positiv auf deren Beschäftigung und die Arbeitsmärkte ausgewirkt. In allen bedeutenden westlichen Industriestaaten sind die Erwerbslosenquoten deutlich zurückgegangen. In den Vereinigten Staaten, in England und in Japan noch deutlicher als im Euroraum. Entsprechend diesen Verbesserungen auf den Arbeitsmärkten und den damit verbundenen Einkommensverbesserungen kam es in den westlichen Industrieländern auch zu einer Stärkung der Binnennachfrage. Die positive Grundstimmung in der Wirtschaft hat sich auch auf die europäischen Staaten übertragen und dafür gesorgt, dass diese im Gegensatz zum Vorjahr, in den meisten Staaten wieder ein leichtes Wachstum zu verzeichnen hatten.

In Deutschland hat sich die Entwicklung insoweit angeglichen, dass das Wachstum des BIP von 0,7 % im Vorjahr im Jahr 2013 nach vorläufigen Zahlen sich auf nur noch 0,4 % abschwächte. Wichtigster Wachstumsmotor blieb auch in 2013 der private Konsum. Das verfügbare Haushaltseinkommen stieg um 2,1 % und die Sparquote ist in 2013 noch weiter von 10,3 % auf 10,0 % gesunken. Historisch niedrige Zinsen haben diese Entwicklung begünstigt. Wenn auch die seit Jahren sinkende Sparquote zur Finanzierung von Konsumausgaben momentan das schwache Wachstum unserer Wirtschaft noch etwas stützt, ist diese Entwicklung langfristig gesehen äußerst bedenklich, beeinträchtigt sie doch in erster Linie den Aufbau einer angemessenen Altersvorsorge.

Folge dieser Entwicklung war, dass sich im Jahr 2013 die Erwerbslosenquote in der Bundesrepublik wieder geringfügig verschlechterte. Die Arbeitslosenquote stieg in Deutschland von bundesweit 6,8 % im Vorjahr auf 6,9 % in 2013 (Deutsche Bundesbank Monatsbericht Februar 2014).

Stützen des verhaltenen Wirtschaftswachstums in 2013 waren die gestiegene Konsumneigung und im letzten Quartal 2013 erstmals wieder ein Anstieg der Investitionstätigkeit. Letztere vor allem stimmt uns positiv für die weitere Entwicklung im Jahr 2014. Ein gesunkener Außenbeitrag hat das Wachstum des BIP gebremst. Auch wenn bis zum jetzigen Zeitpunkt (März 2014) die Grundstimmung in der deutschen und europäischen Wirtschaft noch relativ optimistisch war, wissen wir nicht, inwieweit die derzeit zunehmende Krise zwischen der Ukraine und Russland und die daraus resultierenden Spannungen zwischen der EU und Russland zu Restriktionen in der wirtschaftlichen Entwicklung in der EU führen. Rückschläge in der erwarteten Wirtschaftsbelebung scheinen unter diesen negativen Rahmenbedingungen eher wahrscheinlich.

Allgemeine Lage der Textilindustrie

Die deutsche Textilindustrie (Textil und Bekleidung) konnte auch im Jahr 2013, im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, kein positives Wachstum aufweisen. Die nachfolgenden Zahlen wurden dem Konjunkturbericht 02/2014 des Gesamtverbands "textil + mode" entnommen. Der Branchenumsatz ging gegenüber 2012 um -1,0 % zurück. Dazu trug der Bekleidungsbereich mit -2,8 % bei. Das Textilsegment konnte diesen Rückgang mit positiven 0,2 % nicht ausgleichen. Während im Bekleidungsgewerbe, mit Ausnahme der Berufsbekleidung, die rückläufige Entwicklung recht einheitlich verlief, gab es im Bereich der Textilindustrie doch eine weite Streuung. Während bei den Spinnereien auf das Jahr bezogen die Umsätze um -4,4 % und die Produktion sogar um -8,6 % zurückging, konnten bei konfektionierten Textilwaren (ohne Bekleidung) Umsatzzuwächse von 5,2 % und bei Teppichtextilien sogar Umsatzzuwächse von 5,6 % verzeichnet werden. Auffallend ist jedoch, dass bei den beiden Letztgenannten, trotz der Umsatzzuwächse, die Produktionszahlen rückläufig waren. Das könnte zum einen auf einen Lagerabbau hinweisen, zum anderen aber auch auf gestiegene Importe.

Die Beschäftigung hat sich entsprechend der Umsatzentwicklung im Jahr 2013 ebenfalls rückläufig entwickelt. Im Segment Textil ging diese um -1,5 % zurück und im Segment Bekleidung betrug der Rückgang -2,6 %. In beiden Bereichen zusammen belief sich der Beschäftigungsrückgang auf-1,9 %. Die Ausfuhr von textilen Produkten (Halbwaren bis Enderzeugnisse) nahm im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr nur um 0,2 % und in absoluten Beträgen nur um Mio. € 44 zu. Die Einfuhren haben hingegen um 1,3 % und in absoluten Beträgen um Mio. € 473 zugenommen. Durch die in absoluten Beträgen gemessene stärkere Zunahme der Einfuhren gegenüber der Zunahme der Ausfuhren, hat per saldo der Einfuhrüberschuss wieder um Mio. € 429 zugenommen. Im Vorjahr hatte sich hier eine deutliche Verringerung des Einfuhrüberschusses eingestellt, der sich auch positiv auf die Beschäftigungslage in der Branche ausgewirkt hatte. Im Jahr 2013 hat die Entwicklung dieses "Außenbeitrages" den allgemeinen Beschäftigungsrückgang in der Branche noch verstärkt.

Geschäftsverlauf der Hoftex Group im Geschäftsjahr 2013

Die Textilgruppe Hof AG firmiert seit dem 1. Januar 2013 unter dem Namen "HOFTEX GROUP AG". Der Umfirmierung war eine konzerninterne Umstrukturierung vorausgegangen.

Die Entwicklung der Hoftex Group in ihrer Gesamtheit zeigte im Wesentlichen auch in diesem Jahr die gleiche Tendenz wie die verhalten gewachsene Gesamtwirtschaft. Sondereinflüsse ergeben sich jedoch aufgrund von technischen Umstrukturierungen im Geschäftsbereich yarns & fabrics. In Geschäftsbereichen, die hingegen temporär eine Spitzenauslastung zu verzeichnen hatten und auch in der übrigen Zeit überdurchschnittlich gut ausgelastet waren, stellten sich ganz andere Kostenstrukturen ein. Hier wirkten sich die Kostendegressionen der Fixkosten in besonderem Maße aus und führen zu entsprechend günstigen Stückkosten und daraus folgend zu Ergebnissteigerungen, die bei einer normalen Betriebsauslastung in dieser Höhe nicht möglich gewesen wären.

Seit Jahren kontinuierlich sinkende Preise für einfachere Produktgruppen aufgrund der starken Konkurrenz durch asiatische Wettbewerber, verbunden mit einem anhaltend starken Euro, der diese sinkenden Preise zusätzlich begünstigte, hatten im Geschäftsbereich yarns & fabrics dazu geführt, dass im Jahr 2012 der ältere der beiden Spinnereistandorte in Hof geschlossen werden musste und die technologisch besten Maschinen der beiden Standorte in dem modernen Standort Hof Moschendorf zusammengeführt wurden. Zu Beginn des Jahres 2013 hatten sich aufgrund der fortschreitend ungünstiger werdenden Wettbewerbsverhältnisse einer globalen Textilindustrie und eines weiterhin starken Euro, erhebliche Absatzeinbrüche in der Weberei eingestellt. Diese veranlassten uns, die Kapazitäten der Weberei zu halbieren und durch diese Maßnahme wieder eine Harmonisierung mit der Marktentwicklung herzustellen. Wie für die deutsche Textilindustrie bereits im vorausgegangen Abschnitt beschrieben, schrumpften die Absatzmärkte auch weiterhin, so dass sowohl die Spinnerei als auch die Weberei trotz der ergriffenen Sanierungsmaßnahmen zu keiner optimalen Betriebsauslastung fanden. Gegen Ende des Jahres 2013 kristallisierte sich heraus, dass ein Spinnerei- und Webereistandort in der Größe von Moschendorf mit den vorhandenen Produktionsmitteln und unter den gegebenen Weltmarkteinflüssen auf absehbare Zeit nicht mehr in die Gewinnzone geführt werden kann. Wir analysierten daraufhin unter Zuhilfenahme externer Fachleute die eingetretene Situation von allen Seiten und suchten gemeinsam nach Lösungsansätzen. Leider konnte aber unter den gegebenen globalen Wettbewerbsverhältnissen und den gegebenen technischen Produktionsfaktoren kein zukunftsfähiges Konzept für eine Weiterführung des Standortes Moschendorf gefunden werden. Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen daher in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2014 die Schließung dieses Standortes, bestehend aus Spinnerei und Weberei. Das Auslaufen der Produktion ist in Stufen ab Sommer 2014 bis ins vierte Quartal geplant.

Der Geschäftsbereich yarns & fabrics wird nach der Schließung von Moschendorf noch durch die Hoftex GmbH, die Hoftex CoreTech GmbH, die Hoftex Max Süss GmbH, die Hoftex Liberec s.r.o., die Hoftex Färberei GmbH und die Hoftex Färberei Betriebs GmbH vertreten. Durch die verbleibenden zwei Standorte können nach Optimierung der jeweiligen Maschinenausstattung weite Bereiche unserer Produktpalette aufrechterhalten werden.

Der Geschäftsbereich home decoration, der unter der Führung der Neutex Home Deco GmbH bis einschließlich 2012 auch die rumänischen Gesellschaften SC Textor S.A. und SC Textor Distributie S.A. umfasste, hatte im Geschäftsjahr 2013 die Umsätze weitgehend halten können. Während sich die in Rumänien eingerichtete Konfektion planmäßig entwickelt und Kostenvorteile gegenüber der Fremdvergabe dieser Aufträge ermöglichte, entwickelte sich die Weberei in der rumänischen Schwestergesellschaft weiter rückläufig. Wie bereits im letzten Geschäftsbericht dargestellt, wurde die Weberei in Rumänien mit Ablauf des ersten Quartals 2013 geschlossen und deren Produktionsprogramm, soweit dieses auch in der Neutex Home Deco GmbH in Münchberg hergestellt werden konnte, nach Münchberg verlegt. Diese Maßnahme führt zumindest am Standort Münchberg tendenziell zu einer besseren Kostenstruktur und beendet in der Textor SA die verlustträchtige Gewebeherstellung. Die bisher zwei rechtlich selbstständigen Gesellschaften wurden zu einer verschmolzen, die künftig die Konfektionsleistung erbringt.

Der Geschäftsbereich nonwovens konnte nun schon zum vierten Mal in Folge den Umsatz steigern. Das Teilkonzernergebnis einschließlich der Konsolidierungsbuchungen konnte jedoch das Vorjahresergebnis nicht ganz erreichen. Bei leicht gestiegenen Betriebskapazitäten durch den Abschluss von Investitionen konnte dieser Umsatz nur noch durch volle Auslastung aller Betriebsteile und Senkung der Rüstzeiten erzielt werden. Das Ergebnis dieses Teilkonzerns war mit Mio. € 0,4 belastet durch die Einbeziehung der Kosten einer im Aufbau befindlichen Tochtergesellschaft in China.

Das Geschäftsjahr 2013 im Überblick:

Umsatzausweitung im Geschäftsbereich nonwovens
Vollauslastung der Betriebskapazitäten bei nonwovens
Errichtung einer Tochtergesellschaft im Geschäftsbereich nonwovens in China
Endgültige Entscheidung zur Schließung einer nicht mehr marktfähigen Betriebsstätte im Bereich yarns & fabrics
Weiterhin Stagnation bei home decoration
Schließung einer Weberei im Geschäftsbereich home decoration in Rumänien
Hervorragendes Ergebnis bei nonwovens kompensiert Schwächen in anderen Geschäftsbereichen
Außerordentliche Schließungskosten von Mio. € -6,0 lassen den Konzernjahresüberschuss auf Mio. € 0,2 einbrechen.

Vermögenslage des Konzerns

Das Gesamtvermögen (Bilanzsumme) des Hoftex Group Konzerns ist im Jahr 2013 von Mio. € 157 auf Mio. € 160 angestiegen. Das Anlagevermögen hat hierbei um Mio. € 9,6 auf Mio. € 80,6 zugenommen. Dies ist vor allem auf die mit Mio. € 21,7 erheblich angestiegenen Investitionen in Sachanlagen zurückzuführen. Die Investitionen liegen damit weit über den Abschreibungsbeträgen. Im Umlaufvermögen haben Mittelfreisetzungen bei Vorräten in Höhe von Mio. € 1,4 stattgefunden, während es bei den Forderungen zu einer Mittelbindung in Höhe von Mio. € 1,7 gekommen ist. Das Geldvermögen wurde um Mio. € 7,0 abgebaut.

Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 77,9 auf Mio. € 76,2 verringert. Diese Abnahme resultiert aus dem auf Mio. € 0,2 gesunkenen Konzernjahresüberschuss, der Dividendenzahlung in Höhe von Mio. € 0,8 und den Umrechnungsdifferenzen aus den Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften von Mio. € -1,1.

Die Quote des bilanziellen Eigenkapitals beträgt 47,7 % gegenüber 49,6 % im Vorjahr. Das für uns entscheidende wirtschaftliche Eigenkapital, das neben dem bilanziellen Eigenkapital auch ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von Mio. € 14,0 (Vorjahr: Mio. € 14,0), die langfristig, mit einer Nachrangvereinbarung zur Verfügung stehenden Cash-Pool-Mittel in Höhe von Mio. € 3,0 (Vorjahr: Mio. € 3,0) sowie die abgegrenzten Zuschüsse von Mio. € 2,2 (Vorjahr: Mio. € 3,0) enthält, beträgt 59,7 % (Vorjahr: 61,7 %). Die Verringerung der Eigenkapitalquoten ist vor allem auf den durch die Schließungskosten von Mio. € 6,0 im außerordentlichen Ergebnis und des daraus resultierenden niedrigen Jahresüberschusses von Mio. € 0,2 zurückzuführen.

Die Pensionsrückstellungen sind mit den vollen Werten, die nach BilMoG ermittelt wurden, dotiert. Von den Rückstellungen wurden die zurechenbaren Werte aus Ansprüchen an Versicherungen in Höhe von zusammen Mio. € 3,7 (Vorjahr: Mio. € 3,8) abgezogen. Der Ausweis der Pensionsrückstellungen hat dadurch insgesamt um Mio. € 0,4 (Vorjahr: Mio. € 0,6) abgenommen. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen ein Rechnungszinsfuß von 4,88 % (Vorjahr: 5,05 %) und ein jährlicher Rententrend von 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) zugrunde.

Von den anderen Rückstellungen haben die Steuerrückstellungen um Mio. € 0,1 und die sonstigen Rückstellungen um Mio. € 7,1 zugenommen. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist mit Mio. € 6,0 auf die Bildung einer Rückstellung für die Schließung der Betriebsstätte Moschendorf zurückzuführen.

Die Bankkredite setzen sich aus Mio. € 11,6 langfristigen Krediten (Vorjahr: Mio. € 24,2) und mit Mio. € 8,9 Kurzfristkrediten (Vorjahr: Mio. € 0,2) zusammen. Die Langfristkredite wurden planmäßig um Mio. € 12,6 zurückgeführt. Wird die Entwicklung der Bankguthaben mit einbezogen, hat sich die Nettobankverschuldung um Mio. € 3,1 erhöht. Vor allem aus der planmäßigen Rückführung der höher verzinsten Langfristkredite ergab sich eine spürbare Entlastung bei den Kapitalkosten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben um Mio. € 1,8 zugenommen.

Die übrigen Verbindlichkeiten, die auch die kurzfristigen Betriebsmittelkredite der ERWO Holding AG beinhalten, haben um Mio. € 0,5 zugenommen. Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf die neu im Konzern aufgenommene Tochtergesellschaft in China zurückzuführen.

Cashflow und Finanzierung

Die Finanzlage war auch im Jahr 2013 durch die gute Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich nonwovens gekennzeichnet. Der gegenüber dem Plan und dem Vorjahr wesentlich niedrigere Jahresüberschuss von Mio. € 0,2 ist auf den außerordentlichen Aufwand aus der Bildung einer Rückstellung für Betriebsschließung zurückzuführen.

Cashflow

Die Kurzfassung der Konzernkapitalflussrechnung zeigt die folgenden Komponenten:

in Mio. € 2013 2012
Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 15,9 21,9
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -18,2 -8,8
Mittelabfluss (-zufluss) aus der Finanzierungstätigkeit -4,7 -6,3
Veränderung der liquiden Mittel -7,0 6,8

Der Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit in Höhe von Mio. € 15,9 ist um Mio. € 6,0 geringer ausgefallen als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf fehlende Mittelfreisetzungen im Working Capital zurückzuführen. In 2013 ergab sich hier eine Mittelbindung in Höhe von Mio. € -0,3, während im Vorjahr eine Mittelfreisetzung in Höhe von Mio. € 11,6 zu verzeichnen war. Lediglich im Bereich der Rückstellungen und Verbindlichkeiten kam es vor allem durch die erwähnten Rückstellungserhöhungen zu keinem Mittelabfluss, was in der Kapitalflussrechnung einem mittelfreisetzenden Effekt von Mio. € 9,5 entspricht.

Die Investitionstätigkeit war mit Mio. € 21,7 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Die Erhöhung resultiert aus umfangreichen Investitionen im Geschäftsbereich nonwovens in der neuen Tochtergesellschaft Tenowo Huzhou in China, in den drei Betriebsstätten der Tenowo GmbH in Hof, Mittweida und Reichenbach sowie in der Tenowo Inc. in USA. Nach Verrechnung mit den Mittelzuflüssen aus Rückzahlungen und Anlagenverkäufen von zusammen Mio. € 3,5 ergibt sich ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. € -18,2 (Vorjahr Mio. € -8,8). Der hiernach verbleibende Finanzbedarf in Höhe von Mio. € -2,3 wurde zusammen mit den Kreditrückführungen in Höhe von Mio. € -4,7 gedeckt durch den Verbrauch von Liquiden Mitteln (Bankguthaben) in Höhe von Mio. € 7,0.

Finanzierung

Die Finanzierungsaufgaben des Hoftex Group Konzerns werden von der HOFTEX GROUP AG wahrgenommen. Dazu gehört die zentrale Kreditaufnahme zur Deckung des Finanzbedarfs der Tochtergesellschaften, ebenso wie die Sicherung der entsprechenden Liquiditätsausstattung durch Vereinbarung angemessener Kreditlinien mit den Banken. Derivative Finanzinstrumente nutzen wir ausschließlich zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.

Aufgrund der Erfahrungen aus der vorausgegangenen Finanzkrise wurde zum 21. Juli 2010 zwischen der HOFTEX GROUP AG und den inländischen Tochtergesellschaften auf der einen Seite und den bisher finanzierenden Hausbanken Commerzbank AG, UniCredit Bank AG und Bayerische Landesbank Anstalt des öffentlichen Rechts andererseits, die Finanzierung der Hoftex Group in eine Konsortialfinanzierung geändert. Hierbei wurde ein Kreditvolumen von Mio. € 38, aufgeteilt in Mio. € 18 Langfristkredite mit einer Laufzeit von fünf Jahren und Mio. € 20 Betriebsmittelkredite und -kreditlinien fest für eine Laufzeit von drei Jahren gewährt. Die Mio. € 10 Betriebsmittelkredite und Mio. € 10 Kurzfristkredite waren bis zum 30. Juni 2013 befristet. Diese wurden durch eine auf Mio. € 16 aufgestockte Betriebsmittelkreditlinie mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2015 abgelöst. Ergänzend hierzu wurde mit der Commerzbank AG, der Bayerischen Landesbank Anstalt des öffentlichen Rechts und der Baden-Württembergischen Bank zur Finanzierung der geplanten weiteren umfangreichen Investitionen im Geschäftsbereich nonwovens, insbesondere für die Erweiterungsinvestition im Werk Reichenbach II mit einem Investitionsvolumen von rund Mio. € 25, ein weiteres Konsortialdarlehen II über einen Betrag von Mio. € 15 abgeschlossen. Die Darlehenszusage wurde im Geschäftsjahr 2013 noch nicht in Anspruch genommen.

Die Kreditinanspruchnahme bei diesen beiden Konsortialdarlehensverträgen erfolgt ausschließlich durch die HOFTEX GROUP AG. Der ursprüngliche Konsortialdarlehensvertrag (KDV I) gewährte die Finanzierungssicherheit in einer von Finanzkrisen und Eurokrisen gekennzeichneten Zeit. Dass die im Jahr 2013 neu abgeschlossene Investitionsfinanzierung ebenfalls im Rahmen eines Konsortialdarlehensvertrages (KDV II) erfolgte, ergab sich aus Gründen der gleichmäßigen Besicherung aller beteiligten Banken.

Ertragslage des Konzerns

Die Umsatzerlöse sind im Konzern um Mio. € 13,0 auf Mio. € 190,4 zurückgegangen. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Entwicklung im Geschäftsbereich yarns & fabrics zurückzuführen. In diesem Geschäftsbereich haben die Umsätze um Mio. € 15,1 abgenommen. Neutex home decoration musste nochmals Mio. € 0,2 einbüßen, während nonwovens bei gegebenen Kapazitäten seine Umsätze um weitere Mio. € 2,3 steigern konnte.

Die Bestandsveränderung ergab sich aus dem Rückgang der Fertigwarenläger und der unfertigen Erzeugnisse. mit Mio. € -1,5 (Vorjahr: Mio. € -1,5). Die Verringerung der Bestände ist vor allem auf die Entwicklung im Geschäftsbereich nonwovens zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit Mio. € 4,1 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,4 zurückgegangen. Ursächlich für diese Entwicklung sind vor allem um Mio. € 0,3 niedrigere Erträge aus Anlagenverkäufen. Bei den übrigen Komponenten können nur noch die Kurs- und Umrechnungsgewinne angeführt werden, die um Mio. € 0,1 abgenommen haben, während diverse Vermietungserlöse gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,1 zugenommen haben.

Der Materialaufwand, bezogen auf die Betriebsleistung, ist im zurückliegenden Geschäftsjahr durch weiter gesunkene Preise für Baumwolle, aber auch wegen des gestiegenen Anteils des Geschäftsbereichs nonwovens am Gesamtgeschäft, auf eine Quote von 55,8 % zurückgegangen. Im Vorjahr betrug die Materialaufwandsquote noch 57,2 %.

Die Personalkosten sind entgegen der Entwicklung bei den Umsätzen trotz des Wegfalls einer in 2012 geschlossenen Spinnerei und einer Reduzierung des Webereibetriebes nur um Mio. € 0,2 auf Mio. € 44,5 zurückgegangen. Der durchschnittliche Personalstand ist um 88 Mitarbeiter auf 1.419 Mitarbeiter zurückgegangen (Vorjahr: 1.507). Der Personalaufwand des Jahres 2013 war zudem noch durch Abfindungen für einen Teil der frei gestellten Arbeitnehmer aus der Reduzierung der Weberei belastet.

Die Abschreibungen, die durchgehend Fixkostencharakter haben, sind mit Mio. € 8,9 zum Vorjahr um Mio. € 0,2 höher ausgefallen. Der geringe Anstieg ergibt sich aus den wieder angestiegenen Investitionen des letzten Jahres, wobei erst im nächsten Jahr die volle Abschreibung auf diese Investitionen wirksam wird.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die ebenfalls, wenn auch zu geringerem Anteil, Fixkosten enthalten, spiegelt sich einerseits die gute Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich nonwovens wider und andererseits sind hier die Folgen aus der Kapazitätsreduzierung der Weberei zu erkennen. Die Verwaltungskosten sind mit Mio. € 6,0 unverändert geblieben. Die Betriebskosten haben sich um Mio. € 1,1 verringert auf Mio. € 8,3 und die Vertriebskosten sind um Mio. € 0,4 auf Mio. € 8,3 zurückgegangen. Die Kursverluste haben sich um Mio. € 0,4 auf Mio. € 0,6 verringert.

Stellt man die Betrachtung auf das Betriebsergebnis unter Abzug der sonstigen Steuern ab, so zeigt sich, dass dieses, trotz des nur um Mio. € 0,1 niedrigeren Ergebnisses im Geschäftsbereich nonwovens, von Mio. € 9,6 im Vorjahr auf Mio. € 8,6 zurückging. Ursächlich hierfür ist der Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich yarns & fabrics in Höhe von Mio. € 0,4 und der Ergebnisrückgang beim Geschäftsbereich home decoration in Höhe von Mio. € 0,3.

Das Beteiligungsergebnis weist in diesem Geschäftsjahr ausschließlich den "at equity" erfassten anteiligen Gewinn aus dem assoziierten Unternehmen "Supreme Nonwoven" in Indien mit Mio. € 0,3 aus (Vorjahr: Mio. € 0,5). Auch wenn das zugerechnete Ergebnis geringer ausfiel als im Vorjahr, so stellt dies immer noch eine gute Ertragssituation dar. Im Geschäftsjahr 1. April 2012 bis 31. März 2013 hatte die Supreme Nonwoven Pvt. Ltd. einen umgerechneten Jahresüberschuss von Mio. € 0,9 (Vorjahr: Mio. € 1,2) erwirtschaftet. Bei um knapp 17 % gestiegener Gesamtleistung sind die Materialkosten um knapp 20 % und Personalkosten um fast 23 % angestiegen. Übrige Kosten haben um etwa 26 % zugenommen.

Das negative Finanzergebnis von Mio. € -2,4 hat sich um knapp Mio. € 0,5 verbessert. Dieser Rückgang ist Folge der erheblich gesunkenen Inanspruchnahme von Bankkrediten. Die Zinsaufwendungen haben dadurch um Mio. € 0,3 abgenommen. Der Vorjahreswert war weiterhin durch eine Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von Mio. € 0,1 belastet. Das Finanzergebnis enthält neben den originären Zinsaufwendungen Mio. € 0,6 nicht zahlungswirksame Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (Vorjahr: Mio. € 0,6).

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet die Bildung von Rückstellungen in Höhe von insgesamt Mio. € 6,0 für die beschlossene Schließung einer gemeinsamen Betriebsstätte der Hoftex Spinnerei GmbH und der Hoftex Weberei GmbH sowie die anschließende Liquidation beider Betriebsgesellschaften.

Die Ertragsteuern zeigen einen Aufwand von Mio. € 0,3. Dieser ergibt sich aus Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr 2013 in Höhe von Mio. € 0,5 (Vorjahr: Mio. € 0,7). Aus Vorjahren noch vorhandene Ertragsteuerrückstellungen waren in Höhe von Mio. € 0,2 aufzulösen.

Die sonstigen Steuern beinhalten die Grundsteuer, Kfz-Steuer und Umsatzsteuern auf geldwerte Vorteile.

Der Konzernjahresüberschuss ging vor allem wegen der o. a. Rückstellungsbildung für Betriebsschließung in Höhe von Mio. € 6,0 von Mio. € 6,4 im Vorjahr auf Mio. € 0,2 im Berichtsjahr zurück.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem von der HOFTEX GROUP AG erzielten Jahresfehlbetrag von T€ -2.260 (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 5.266) bezogen auf 5.444.800 Aktien mit € -0,42 je Aktie (Vorjahr: € 0,97). Das Ergebnis je Aktie bezogen auf das Konzernergebnis von T€ 206 (Vorjahr: T€ 6.444) beträgt € 0,04 je Aktie (Vorjahr: € 1,18).

Mitarbeiter

Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 1.419 Mitarbeiter gegenüber 1.507 im Vorjahr beschäftigt. Der Rückgang ergibt sich vor allem aus der Stilllegung einer Spinnerei in Hof zum Jahresende 2012 sowie dem Personalabbau in der Hoftex Weberei GmbH während des Jahres 2013.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Anlagen und Finanzanlagen betrugen im Jahr 2013 Mio. € 21,7 (Vorjahr: Mio. € 11,0).

Die Geschäftsbereiche

yarns & fabrics

Der Geschäftsbereich yarns & fabrics bestand im Jahr 2013 aus:

Hoftex GmbH
Hoftex Spinnerei GmbH
Hoftex Weberei GmbH
Hoftex CoreTech GmbH
Hoftex Max Süss GmbH
Hoftex Färberei GmbH
Hoftex Färberei Betriebs GmbH
Hoftex Liberec s. r.o.

Entwicklung der Umsatzerlöse

Das erste Halbjahr blieb bereits hinter unseren Erwartungen zurück. Insbesondere im Bereich der Weberei brachen im ersten Quartal die Umsätze dauerhaft stark ein. Dies hatte uns veranlasst, die Kapazitäten der Weberei stark zu reduzieren und an die geschrumpften Marktmöglichkeiten anzupassen. In der zweiten Jahreshälfte kam es zu weiteren Rückschlägen sowohl bei der Spinnerei als auch noch viel stärker in der Weberei. Erhebliche Kursverluste der Währungen in einigen Schwellenländern, in denen wir in den letzten Jahren sehr erfolgreich umfangreiche Geschäftsbeziehungen ausgebaut hatten, haben dazu geführt, dass diese Märkte gänzlich weggebrochen sind. Die in der Branche beschriebene Belebung des Geschäfts im Dezember 2013 wurde von unserer Spinnerei und Weberei nicht so erlebt. Das Geschäftsvolumen in beiden Geschäftsfeldern ist in der zweiten Jahreshälfte so weit zurückgefallen, dass ein Handeln unausweichlich wurde. Unsere Spinnerei und Weberei am Standort Hof Moschendorf haben, trotz Halbierung der Weberei, eine Größe, die nicht mehr in die heutige Zeit schneller Marktveränderungen und das Erfordernis höchster Anpassungsfähigkeit passen. Nur mit einem immensen Kostenaufwand für die Anpassung der betrieblichen Infrastrukturen, hätte man die Schaffung noch kleinerer Betriebseinheiten bewältigen können. Es machte aber betriebswirtschaftlich keinen Sinn, Investitionen zu tätigen, um in einem schrumpfenden Markt mit bestehendem Angebotsüberhang, für kurze Zeit kostenmäßig mithalten zu können, um dann nach ein bis zwei Jahren erneut aus den Märkten verdrängt zu werden. Aufgrund dieser aktuellen Situation hat der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands, den Produktionsstandort für die Spinnerei und die Weberei in Moschendorf bis spätestens zum Jahresende 2014 zu schließen, zugestimmt. Die Produktion wird künftig in den verbliebenen Betriebsgesellschaften Hoftex CoreTech GmbH, Hoftex Max Süss GmbH, Hoftex Liberec s.r.o und der Hoftex Färberei Betriebs GmbH und für die Weberei in der Neutex Home Deco GmbH fortgeführt. Durch Maschinenverlagerungen wollen wir die Möglichkeiten für ein optimales Produktportfolio schaffen.

Die Umsatzerlöse sind mit Mio. € 76,2 gegenüber dem Vorjahr nochmals um 18,7 % zurückgegangen (Vorjahr: Rückgang um 22,1 %). Der mengenmäßige Absatz ging hierbei in den Spinnereien um 21,5% (Vorjahr: Rückgang 21,5 %) und in der Weberei um 27,7 % (Vorjahr: Rückgang 19,9 %) zurück. Diese wiederholt starken Einbrüche zeigen die dramatische Entwicklung vor allem während der beiden letzten Jahre. Es muss auch die Dynamik dieser Entwicklung gesehen werden. Dieser Abwärtstrend hat sich während des Jahres 2013 in der zweiten Jahreshälfte noch verstärkt.

Die Fertigwarenläger und die unfertigen Erzeugnisse haben im Jahr 2013 wiederum in größerem Umfang zugenommen. Diese Entwicklung resultiert daraus, dass trotz Kurzarbeit, die Produktion nicht so schnell angepasst werden konnte, wie der Absatz zurückgegangen ist. Insgesamt kam es zu einer Bestandserhöhung in Höhe von Mio. € 1,2.

Die Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ist mit Mio. € 68,4 gegenüber Mio. € 80,5 im Vorjahr um 15,0 % zurückgegangen.

Die gegenüber dem Vorjahr leicht gesunkenen Rohstoffpreise zeigen sich in einer nur geringfügig niedrigeren Materialaufwandsquote von 65,7 % (Vorjahr: 66,0 %).

Der Personalaufwand ist mit Mio. € 15,9 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 1,6 niedriger ausgefallen. Der Personalabbau hat sich bis zum Jahresende hin erstreckt. Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter einschließlich der Auszubildenden haben sich von 664 im Vorjahr auf 595 im Jahr 2013 verringert.

Die Abschreibungen haben sich wegen der im Vorjahr vorgenommenen Umbauarbeiten im Werk Moschendorf sowie der Anschaffung zweier Spinnmaschinen um Mio. € 0,4 auf Mio. € 2,2 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in absoluten Beträgen von Mio. € 12,0 um Mio. € 2,8 auf Mio. € 9,3 zurückgegangen. Wegen des verzögerten Rückgangs der Kosten aufgrund der letztjährigen Kapazitätsanpassungen und deren vollen Auswirkung im Geschäftsjahr 2013 sind diese Kosten überproportional mit 22,9 % zurückgegangen. Der Vorjahreswert war zudem noch mit Umstellungs- und Umzugskosten in Höhe von Mio. € 0,9 belastet, die im Jahr 2013 nicht mehr enthalten sind. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung hat sich dadurch von 15,0 % wieder auf 13,6 % normalisiert.

Das Finanzergebnis wird durch die Verzinsung der Cash-Pool-Schulden bestimmt. Die Verzinsung wurde im Geschäftsjahr 2013 mit einem festen Zinssatz von 4,5 % vorgenommen. Bei annähernd gleichem Zinsaufwand resultiert der Rückgang des Finanzergebnisses von Mio. € 0,1 aus einer im Vorjahr enthaltenen Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von Mio. € 0,1.

Im außerordentlichen Ergebnis in Höhe von Mio. € 6,0 werden die Rückstellungszuführungen für die mit der Schließung der Betriebsstätte Moschendorf zusammenhängenden Sozialplankosten und weitere Schließungskosten in den Gesellschaften Hoftex Spinnerei GmbH mit Mio. € 3,7, Hoftex Weberei GmbH mit Mio. € 1,9 und Hoftex GmbH mit Mio. € 0,4 ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Gebäude und Maschinen sowie Geschäftsausstattung sind wegen der niedrigen Buchwerte nicht erforderlich.

Der Geschäftsbereich weist insgesamt beim Vorsteuerergebnis einen Verlust von Mio. € -9,0 gegenüber Mio. € -2,5 im Vorjahr aus. Steuerumlagen waren wegen der Verlustsituation nicht zu berücksichtigen. Unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern in Höhe von Mio. € -0,3 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von Mio. € -9,3.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsbereich yarns & fabrics 595 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 650). Zum jeweiligen Jahresende betrugen die entsprechenden Zahlen 588 und im Vorjahr 619.

Die Investitionen betrugen insgesamt Mio. € 2,0 (Vorjahr: Mio. € 2,3) und betrafen Ergänzungsinvestitionen zu der im Vorjahr vorgenommenen Spinnereiverlagerung nach Moschendorf und Investitionen in den übrigen Gesellschaften des Geschäftsbereichs Hoftex CoreTech GmbH, Hoftex Max Süss GmbH, und der Hoftex Liberec s.r.o.

home decoration

Der Geschäftsbereich home decoration bestand im Jahr 2013 aus:

Neutex Home Deco GmbH
Neutex Betriebs GmbH
SC Textor S.A.

Die Dekorationsstoffbranche zeigte auch im Geschäftsjahr 2013 keine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die Branche hat nach wie vor mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Diese lagen im Geschäftsjahr für Dekorationsstoffe bei -8,5 %, wobei der Export um -14,0 % zurückging, während sich der Inlandsumsatz um -5,1 % zurückentwickelte. Gegenüber diesen Umsatzrückgängen war in der gesamten Dekorationsstoffbranche ein Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus von 8,2 % zu verzeichnen.

Ursächlich hierfür ist nach wie vor ein Wandel im Zeitgeist und dessen Auswirkungen auf die relevanten home deco Märkte. Seit Jahren geht der Trend hin zu Niedrigpreisprodukten bei Vorhangfertigschals. Ein weiteres Problem stellen die stärker zunehmenden Importe aus asiatischen Ländern dar. Gerade diese Importe versorgen die Märkte mit billigen Fertigprodukten.

Die Umsatzerlöse haben mit Mio. € 20,2 die Vorjahresumsätze um 2,2 % unterschritten, wobei die zugrundeliegende Absatzmenge um rund 6,9 % niedriger lag. Das bedeutet, dass der Durchschnittspreis dementsprechend um etwa 8,0 % zugenommen hat. Von den Artikelgruppen aus betrachtet, hat der Umsatz mit konfektionierter Ware zugenommen. Der Anteil der konfektionierten Ware ist von 34,9 % auf 38,6 % angestiegen. Der Anteil der Exportumsätze ist mit 24 % konstant geblieben.

Das klassische Gewebesegment in der rumänischen Tochtergesellschaft wurde, wie im Vorjahresgeschäftsbericht bereits angekündigt, zur Jahresmitte geschlossen. Auch wenn im Vorjahr dafür Vorsorge getroffen wurde, ergaben sich in 2013 doch noch darüber hinausgehende Schließungskosten, die das Ergebnis des Geschäftsbereichs belastet haben.

Der Materialaufwand beläuft sich auf Mio. € 6,7. Die Materialaufwandsquote ist geringfügig von 35 % auf 34,8 % zurückgegangen.

Einzelne Preissteigerungen beim Materialaufwand sind vor allem auf die Energiekosten zurückzuführen. Andere Rohstoffe haben sich leicht verbilligt. Die ungünstigeren Kostenverhältnisse aufgrund einer nicht zufriedenstellenden Auslastung der Betriebskapazitäten bestanden auch in diesem Jahr fort.

Die Personalkosten von Mio. € 7,5 haben um Mio. € 0,1 zugenommen. Es ergibt sich eine Personalkostenquote von 38,7 % (Vorjahr: 36,2 %). Dieser ständige Anstieg ist Ausfluss einer unbefriedigenden Kapazitätsauslastung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit Mio. € 4,9 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,2 geringer ausgefallen. Der Vorjahresausweis war durch die oben erwähnten Vorsorgen für das Auslaufen der Weberei belastet.

Die Finanzierungskosten sind mit Mio. € 0,4 unverändert geblieben. Insgesamt ergab sich vor allem aufgrund der Verluste in der Textor in Höhe von Mio. € -0,3 und diverser Konsolidierungsbuchungen von Erträgen aus Anlagenabgängen im Teilkonzern ein Fehlbetrag des Geschäftsbereichs in Höhe von Mio. € -0,5. Eine Steuerumlage war nicht zu berücksichtigen. Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsbereich home decoration 314 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 345).

Die Investitionen belaufen sich auf Mio. € 0,5 (Vorjahr: Mio. € 0,3), die fast nur das Stammunternehmen Neutex Home Deco GmbH betreffen.

Für das kommende Geschäftsjahr bereiten nach wie vor die weiterhin steigenden Energiekosten Sorge. Eine weitere Herausforderung stellen die seit einigen Jahren immer kleiner gewordenen Auftragsordern verbunden mit einem immer stärker werdenden Termindruck dar. Diesen nachteiligen Einflüssen soll durch eine weitere Intensivierung im Bereich Sonnenschutz begegnet werden. Neben Rollo-Artikeln wurden hier auch plissierte Gewebe in das Sortiment aufgenommen. Wenn künftig weiterhin auch Sondergeschäfte im unteren Preissegment getätigt werden, dann führt dies bei Kostendeckung, zumindest zu einer besseren Betriebsauslastung und damit auch zu besseren Kostenstrukturen.

Ausblick des Geschäftsbereichs home decoration

Die steigende Nachfrage nach konfektionierten Textilerzeugnissen um 5,2 %, wie sie vom Gesamtverband textil + mode festgestellt wurden, bestätigen unsere Bemühungen, diesen Bereich zu stärken. Die zunehmende Schnelllebigkeit, die sich auch in unseren Märkten bemerkbar macht, stellt eine Herausforderung für uns dar und bietet zugleich weiteres Marktpotenzial. Wir setzen aber nach wie vor auf eine Ausweitung des Segments "sun". Neben Rollo-Artikeln haben wir hier auch plissiertes Gewebe in unser Sortiment aufgenommen und hoffen durch diese Produktdiversifizierung weitere Umsätze hinzugewinnen zu können.

nonwovens

Der Geschäftsbereich nonwovens bestand im Geschäftsjahr 2013 aus den folgenden Gesellschaften:

Tenowo GmbH
Tenowo Hof GmbH
Tenowo Reichenbach GmbH
Tenowo Mittweida GmbH
Tenowo Inc.
Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd.
49 % an der Supreme Nonwoven Industries Private Ltd. (assoziiertes Unternehmen)

Insgesamt war dieser Geschäftsbereich über weite Teile des Geschäftsjahres in all seinen Betrieben auf hohem Niveau ausgelastet. Die Folge dieser dauerhaft sehr hohen Auslastung ist eine weitere Verbesserung der Kostenstrukturen gegenüber den Vorjahren. Für den chinesischen Markt wurde in China eine Tochtergesellschaft gegründet, die derzeit ein Vlieswerk errichtet. Mit der Produktion wird gegen Mitte des Jahres 2014 begonnen. Zur Sicherung der Auslastung in den ersten Jahren wurden mit einem deutschen Geschäftspartner, der ebenfalls in China tätig ist, Liefervereinbarungen abgeschlossen. Damit ist von Anbeginn eine gewisse Grundauslastung gesichert.

Die Umsatzerlöse nahmen um 2,3 % zu und betrugen Mio. € 103,0 (Vorjahr: Mio. € 100,7). Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2009 betrugen die Umsätze Mio. € 57,9 und die Vorkrisenumsätze beliefen sich auf rund Mio. € 69. Diese Zahlen machen die Umsatzentwicklung des Geschäftsbereichs seitdem deutlich.

Der Geschäftsbereich Tenowo gliedert seine Aktivitäten in die drei Geschäftsfelder

Einlagenstoffe
Industrial
Automotive

Während im Geschäftsfeld Einlagenstoffe keine nennenswerten Zuwächse erwartet werden, gehen die Anstrengungen dahin, das Geschäftsfeld Industrial stärker zu entwickeln. Das Geschäftsfeld Automotive stellt das umfangreichste Geschäftsfeld dar. Diese drei Geschäftsfelder haben sich im letzten Jahr wie folgt entwickelt.

Geschäftsfeld 2013 Vorjahr
Außenumsatz

in Mio. €
Anteil

in %
Außenumsatz

in Mio. €
Anteil

in %
--- --- --- --- ---
Einlagenstoffe 12,2 11,9 12,9 12,8
Industrial 6,0 5,8 5,5 5,5
Automotive 84,8 82,3 82,3 81,7
Gesamt 103,0 100,0 100,7 100,0

Unter regionalen Gesichtspunkten ist vor allem der Umsatz mit EU-Ländern um 6,3 % angestiegen. Der Umsatz mit Drittländern konnte nur schwach um 0,8 % gesteigert werden. Dies liegt daran, dass unsere US-Tochter im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsätze nicht mehr steigern konnte, weil diese inzwischen mit der Betriebsauslastung, wie die anderen Betriebe in der Tenowo, an die Kapazitätsgrenzen gestoßen ist. Der Inlandsumsatz ist konstant auf dem Vorjahresniveau geblieben. Die Umsatzsteigerung im EU-Raum wurde letztlich durch die jüngsten Investitionsmaßnahmen im Betrieb in Mittweida ermöglicht. Hier konnte die Produktion aufgrund der vorgenommenen Erweiterungsinvestitionen um rund 11 % gesteigert werden.

Für den Geschäftsbereich nonwovens gilt weiterhin, dass ohne zusätzliche Investitionen ein nennenswertes Wachstum in diesem erfolgversprechenden Geschäftsbereich nicht mehr möglich ist. Es wäre bedauerlich, wenn die günstigen Rahmenbedingungen, die der Markt bietet, nicht genutzt werden könnten. Durch die gute Auftragslage sind fast keine Betriebskapazitäten mehr frei, die für weitere Produktentwicklungen zwingend notwendig wären.

In den nachfolgenden Zahlen wird die Entwicklung der Verbesserungen in der Kostenstruktur deutlich. Die Materialaufwendungen sind, trotz der Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie, wieder etwas zurückgegangen. Dies resultiert vor allem aus unserer konsequent durchgeführten Produktbereinigung. Die Materialaufwandsquote verringerte sich von 55 % auf 53 %. Eine günstigere Materialaufwandsquote könnte bei gegebenen Preisen nur noch durch eine weitere Verringerung von Umrüstungen erreicht werden. Dies bedeutet zwangsläufig noch größere Losgrößen im Fertigungsprozess, sodass weniger Anlauf- und Auslaufverluste anfallen. Die für das Jahr 2014 geplante Erweiterungsinvestition im Betrieb Reichenbach wird für diesen Betrieb die notwendigen Umrüstungen noch weiter vermindern.

Die Personalkosten sind hingegen angestiegen. Mit Mio. € 18,8 haben diese um Mio. € 2,0 zugenommen. Ihr Anteil an der Gesamtleistung ist von 16,6 % auf 18,6 % angestiegen. Der Personalkostenanstieg ist auf laufende Lohnsteigerungen, auf teilweise Lohnangleichungen aus Arbeitszeitverlängerungen und den Anstieg der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt um 21 Mitarbeiter zurückzuführen.

Die Abschreibungen haben aufgrund der in den letzten Jahren wieder über die Abschreibungsbeträge angestiegenen Investitionen von Mio. € 5,0 auf Mio. € 5,1 zugenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben von Mio. € 13,0 im Vorjahr wieder auf Mio. € 12,7 abgenommen. Einsparungen waren vor allem bei Leiharbeitnehmer (Mio. € -0,4), Rechts- und Beratungskosten (Mio. € -0,1) und den Forderungsausfällen (Mio. € -0,1) zu verzeichnen. Diesen stehen viele Positionen mit kleineren Kostensteigerungen gegenüber. Die Verringerung des Aufwands für Leiharbeitnehmer führte Tendenziell auch zu dem oben beschriebenen Anstieg des Personalaufwands für eigenes Personal.

Das Finanzergebnis besteht aus dem Zinsergebnis und dem Beteiligungsergebnis. Das Zinsergebnis hat sich mit Mio. € -2,6 gegenüber dem Vorjahr mit Mio. € -1,9 um rund Mio. € 0,7 deutlich verschlechtert. Ursächlich für diesen Anstieg war die Zunahme der Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber der HOFTEX GROUP AG sowie die konzernweite Umstellung der Cash-Pool-Verzinsung auf einen Festzins von 4,5 % entsprechend dem faktischen Langfristcharakter der zugrunde liegenden Cash-Pool-Forderungen ab dem 2. Quartal 2013. Die erstmalige Einbeziehung der chinesischen Tochtergesellschaft Tenowo Huzhou hat das Zinsergebnis bisher nur unbedeutend erhöht.

Im Beteiligungsergebnis werden im Konzern die Erträge des "at equity" erfassten Joint-Venture mit der indischen Supreme Nonwoven in Höhe von Mio. € 0,3 erfasst. Gegenüber dem Vorjahr gingen diese um Mio. € 0,2 zurück.

Unter Berücksichtigung einer verursachungsgerechten Konzernertragsteuerumlage auf die inländischen Gewinne verbleibt dem Geschäftsbereich nonwovens ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von Mio. € 7,0. Das entsprechende Vorjahresergebnis beläuft sich auf Mio. € 7,7.

Im Jahresdurchschnitt waren 471 Mitarbeiter (einschließlich Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 450).

Die Investitionen im Geschäftsbereich nonwovens betrugen insgesamt Mio. € 18,5 (Vorjahr: Mio. € 8,7) und betreffen ausschließlich Sachanlagen. Der Schwerpunkt der Sachanlageninvestitionen lag hierbei mit Mio. € 8,2 im neu errichteten Vlieswerk der Tenowo Huzhou in China und im Vlieswerk der Tenowo Inc. in den USA mit Mio. € 4,7. In den drei Betrieben der Tenowo GmbH in Hof, Reichenbach und Mittweida wurden insgesamt Mio. € 5,6 investiert. Die Fertigstellung der Investitionen in der Tenowo Inc. in der ersten Jahreshälfte 2014 wird dort die Kostenstrukturen noch weiter verbessern.

Ausblick des Geschäftsbereichs nonwovens

Die Spannungen, die sich zwischen Russland und der westlichen Welt in jüngster Vergangenheit aufgebaut haben, belasten unsere Erwartungen. Abgesehen von dieser wirtschaftlichen Bedrohung bereiten uns steigende Energiekosten Sorge. Für die Zinsen ist auf Jahresfrist nicht mit Steigerungen zur rechnen. Die Kapitalkosten für die Finanzierung unserer geplanten Investitionen haben wir dennoch auf Konzernebene gegen Zinssteigerungen gesichert, so dass wir vor steigenden Zinssätzen für die nächsten fünf Jahre sicher sind.

Für das kommende Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von insgesamt rund Mio. € 33,0 vorgesehen. Schwerpunkt der Investitionen für die nächsten zwei Jahre wird die Betriebserweiterung in Reichenbach sein. Für diese Betriebserweiterung wird insgesamt mit einem Investitionsvolumen von rund Mio. € 25 gerechnet. Natürlich werden in den einzelnen Betrieben weitere notwendige Investitionen getätigt, um kapazitätsbegrenzende Engpässe in den Betriebsabläufen zu beseitigen. Für strategische Investitionsmaßnahmen wurden die erforderlichen Beschlüsse getroffen. In China haben wir eine selbstständige Tochtergesellschaft der Tenowo GmbH gegründet, die Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. In dieser Gesellschaft wird ein neuer Betrieb für die Herstellung technischer Vliese errichtet. Diese Investition wird noch im ersten Halbjahr 2014 abgeschlossen und in Betrieb gehen.

Risikobericht

Die Hoftex Group ist als international tätiger Konzern in der industriellen Textilfertigung Risiken ausgesetzt. Gemäß § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand der HOFTEX GROUP AG in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risikopositionen eingerichtet. Aufgrund der dezentralen Organisationsstrukturen stellt das Risikomanagement einen integralen Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses dar. Die HOFTEX GROUP AG und deren Tochtergesellschaften haben ein einheitliches Risikomanagementsystem, das laufend fortentwickelt und den sich wandelnden Anforderungen angepasst wird. Die Hoftex Group ist aufgrund ihrer diversifizierten Struktur in den einzelnen Geschäftsbereichen auch unterschiedlichen Risiken und Risikoschwerpunkten ausgesetzt. Dies führt dazu, dass es zu einem gewissen Risikoausgleich innerhalb der Hoftex Group kommt.

Im Finanzbereich haben wir für Zahlungsströme und das Zins- und Forderungsmanagement effiziente Kontrollsysteme etabliert. Von der HOFTEX GROUP AG als Holding werden Finanzierungsrisiken zentral abgesichert und die Linienausnutzung der Tochtergesellschaften bei den Banken überwacht und gesteuert. Kurssicherungsgeschäfte in den einzelnen Tochtergesellschaften werden durch die Holding überwacht und koordiniert. In Verbindung mit einem täglichen Cash-Pooling mit allen Geschäftsbanken hat die Holding ständig Einblick in die finanzielle Entwicklung bei den Tochtergesellschaften.

Im Bereich des Forderungsmanagements gilt grundsätzlich die Maßgabe, dass Kunden nur innerhalb des von der Kreditversicherung erteilten Kreditlimits beliefert werden dürfen. Wesentliche Abweichungen davon sind der Konzernleitung zur vorherigen Genehmigung vorzulegen. Die Holding erhält monatlich Kennzahlen über Zielinanspruchnahmen, Fälligkeiten und Überfälligkeiten der Außenstände. Dieses Forderungsmanagement ermöglicht es, Chancen wahrzunehmen, ohne dass dadurch die Risiken unkontrolliert zunehmen. Bei Abschluss von Geschäften, die die vorgegebenen Grenzwerte überschreiten, muss die jeweilige Gesellschaft auch eine erhöhte Risikovorsorge bilden.

Das Risikofrüherkennungssystem wird durch das Controlling und das Management in den operativen Gesellschaften sichergestellt.

Das Berichtswesen und das interne Kontrollsystem stellen sicher, dass eine zeitnahe Information der Entscheidungsträger über den Geschäftserfolg und gegebenenfalls eingetretene Fehlentwicklungen gegeben ist. Die Konzernrevision überprüft zusätzlich die Effizienz einzelner Strukturen und Abläufe, die Funktionsfähigkeit einzelner Systeme, die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen sowie die ordnungsmäßige Buchführung und die Sicherung des Vermögens.

Die drei Säulen unseres Risikomanagementsystems sind somit:

Systemimmanente Sicherungsvorkehrungen
Regelmäßiges Berichtswesen bis hin zur Ad-hoc-Berichtspflicht
Einzelfallprüfungen

Sie gewährleisten, dass das Management rechtzeitig Hinweise bezüglich potenzieller Risiken erhält und zuverlässig in die Lage versetzt wird, entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen.

Die im Jahr 2013 vorgenommenen Überprüfungen ergaben keine nennenswerten Beanstandungen.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung (März 2014) können Umfeldrisiken und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken sowie finanzwirtschaftliche Risiken aus ungewissen künftigen Zins- und Devisenkursentwicklungen aufgeführt werden. Die bisherigen Auswirkungen einer verschärften Konkurrenzsituation aus asiatischen Ländern auf unsere Geschäftsfelder yarns & fabrics und zwischenzeitlich auch auf home decoration wurden in der Vergangenheit realistisch eingeschätzt. Dies hat uns dazu verholfen, rasch auf Einflüsse reagieren zu können.

Latente Risiken, die man den unternehmensstrategischen Risiken zuordnen kann, bestehen im gesamten Vliesbereich. Die tragende Funktion, als Zulieferer der Automobilindustrie tätig zu sein, erfordert ein ständiges Bestreben der Verbesserung in Sachen Qualität, Lieferzuverlässigkeit und natürlich auch der Herstellungskosten, da der Abnehmer in diesem Marktsegment größere Einflussmöglichkeiten auf die Preise besitzt als der Produzent. Um hier dauerhaft bestehen zu können, muss unentwegt in neue, qualitätsverbessernde und kostensenkende Produktionsverfahren investiert werden. Risiken können sich aber auch aus den derzeitigen Unsicherheiten über die Weiterentwicklung der Märkte im Automobilsektor in USA und vor allem in Europa ergeben. Hierauf zu reagieren ist nur in ganz engen Grenzen möglich. Unsere Entscheidung in China ein Vlieswerk aufzubauen, ist geeignet, diese Risiken etwas einzudämmen.

Starke Nachfragerückgänge im Geschäftsjahr 2012 in einem Bereich hatten dazu geführt, einen Spinnereistandort bis zum Jahresende 2012 auslaufen zu lassen und die Spinnereikapazitäten dieser beiden Spinnereien in reduziertem Umfang auf nur noch eine Spinnerei zu konzentrieren. Im Geschäftsjahr 2013 sollten sich die positiven Auswirkungen dieser Zusammenlegung voll entfalten. Wir hatten aber im Vorjahr schon darauf hingewiesen, dass dies nur eintreten kann, wenn es zu keinen weiteren großen Umsatzeinbrüchen käme. Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 ist dann aber gänzlich anders verlaufen. Aus dem im zweiten Halbjahr 2013 eingetretenen Umsatzeinbruch im Geschäftsbereich yarns & fabrics, insbesondere in der Weberei, die jedoch erhebliche Rückwirkungen auf die Spinnerei hat, wurden rechtzeitig von der Konzernleitung die notwendigen Konsequenzen gezogen und auch die Schließung der verbliebenen Betriebsstätte Moschendorf eingeleitet.

Ein immer noch starker Nachfragesog im gesamten Geschäftsbereich nonwovens hingegen zwingt uns, dort die Kapazitäten an diese Marktverhältnisse anzupassen. So wurden im Betrieb Mittweida eine größere Erweiterungsinvestition im Jahr 2013 abgeschlossen. Eine weitere kleinere Investitionsmaßnahme in Mittweida wurde begonnen, um zusätzliche Kundenaufträge wahrnehmen zu können. In China wurde eine Tochtergesellschaft gegründet, die ein Vlieswerk für den chinesischen Markt errichtet. Dieses Vlieswerk wird in der ersten Jahreshälfte 2014 in Betrieb gehen. In der Tochtergesellschaft Tenowo Inc. in USA wurden größere Erweiterungsinvestitionen angegangen, die jetzt nach und nach in Betrieb gehen. Im April 2014 wird mit dem Bau von Reichenbach II begonnen. Es ist damit zu rechnen, dass auch dieser neue Betrieb im Jahr 2015 anläuft. Diese Investition wird es uns ermöglichen, in der Tenowo das Geschäftsfeld "Industrial" zu forcieren und im Geschäftsbereich nonwovens weiterhin zu wachsen.

Das im letzten Quartal 2013 eingetretene, bis dahin niedrigste Zinsniveau seit Jahren, wurde dazu genutzt, um einen Großteil der für unsere Betriebserweiterung in Reichenbach aufgenommenen langfristigen Kredite für den Zeitraum Oktober 2014 bis September 2019 mit einem Zinsswap abzusichern.

Chancenbericht

So wie wir bemüht sind, Risiken frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig gegensteuern zu können, sind wir auch bemüht, sich bietende Chancen rechtzeitig zu erkennen. In unserer dezentralen Struktur kann dies aber nur in fest koordinierten Abläufen erfolgen. Chancen müssen als solche zuerst erkannt und in einem nachgelagerten Prozess bewertet werden. Das Erkennen von Chancen erfolgt regelmäßig in den Geschäftsbereichen. Die Bewertung der erkannten Chancen erfolgt dann gemeinschaftlich mit der Konzernleitung. Den Risiken aus konjunkturellen Einflüssen in den heimischen Märkten begegnen wir durch eine weitergehende Internationalisierung unserer Geschäftsaktivitäten. In diesem Zusammenhang ist unser jüngstes Engagement in China aufzuführen. Durch die Errichtung einer Produktionsgesellschaft in China werden wir den chinesischen Markt und weitere asiatische Märkte von China aus beliefern. Diese strategische Unternehmensentscheidung wird uns von der Wirtschaftsentwicklung in den alten Industrieländern unabhängiger machen. Unsere eingangs beschriebenen FuE-Aktivitäten versetzen uns in die Lage, durch neue Anwendungen auch neue Märkte zu erschließen. Durch unseren Anspruch, immer die kostengünstigsten Lösungen für unsere Kunden anzubieten, sichern wir bestehende Kundenbeziehungen und gewinnen neue hinzu.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der HOFTEX GROUP AG hat nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der HOFTEX GROUP AG zur ERWO Holding AG und den mit ihr verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der vorstehenden Rechtsgeschäfte bekannt waren, hat die Gesellschaft bei allen Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."

Prognosebericht und Ausblick auf das Jahr 2014

Für das Geschäftsjahr 2014 haben wir in Folge der beschlossenen und voraussichtlich bis Ende des Jahres 2014 abgeschlossenen Schließung der Betriebsstätte Moschendorf viele Unwägbarkeiten in unseren Erwartungen. Dem haben wir durch Bildung einer Rückstellung in Höhe von Mio. € 6,0 im Geschäftsjahr 2013 Rechnung getragen. Für den Geschäftsbereich yarns & fabrics rechnen wir mit einem operativen Verlust in der Größenordnung von Mio. € -3,0 bis Mio. € -4,0. Der Umsatz in diesem Geschäftsbereich wird, wegen der sich über das zweite Halbjahr erstreckenden Auslaufphase der Produktion, nochmals kräftig zurückgehen. Wir rechnen mit einem Rückgang auf etwa Mio. € 50,0 gegenüber Mio. € 67,2 im Geschäftsjahr 2013.

Die Geschäftsbereiche nonwovens und home deco werden sich planmäßig entwickeln. In der Tenowo Huzhou in China wird die Produktion anlaufen. In der Tenowo Inc. in den USA und im Betrieb Mittweida werden die Erweiterungsinvestitionen ebenfalls wirksam werden und eine moderate Ausweitung der Umsätze von 5 % auf Mio. € 107 ermöglichen. In der Anlaufphase der Vliesfertigung in China wird mit deutlichen Anlaufverlusten gerechnet, die das Ergebnis des Geschäftsbereichs etwas belasten. Insgesamt dürfte der Geschäftsbereich nonwovens mit einem operativen Ergebnis in der Größenordnung von etwa Mio. € 8,0 rechnen. Der Geschäftsbereich home decoration rechnet für das Geschäftsjahr 2014 mit einem Umsatzzuwachs auf dann rd. Mio. € 22,0 bei einem ausgeglichenen Ergebnis.

Die allgemeinen Bereiche, bestehend aus Holding, Immobiliengesellschaften und den nicht zugeordneten Konsolidierungen im Konzern, dürften bei konstanten Umsätzen wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen.

Unter diesen Prämissen scheint uns bei einem Konzernumsatz von etwa Mio. € 184 ein Konzernjahresüberschuss in der Größenordnung zwischen Mio. € 4,0 bis Mio. € 5,0 erreichbar.

Kostensteigerungen erwarten wir für sämtliche inländische Unternehmen durch die weiterhin steigenden Energiekosten. Die politische Diskussion über die, nach EU-Recht, möglicherweise unzulässigen Begünstigung nach dem EEG für energieintensive Wirtschaftszweige in der deutschen Industrie beunruhigt uns sehr. Nachdem sich diese Diskussion zwischenzeitlich etwas versachlicht hat, halten wir es für äußerst unwahrscheinlich, dass es zu generellen Rückforderungen der bisher erhaltenen Erstattungen kommen könnte. Es dürften einige Wirtschaftszweige künftig von dieser Begünstigung ausgenommen werden. Wir halten es aber für sehr unwahrscheinlich, dass die Textilindustrie, die, wie die Entwicklung der letzten Jahre eindrucksvoll gezeigt hat, extrem unter der internationalen Konkurrenz leidet, für die Zukunft von dieser Erleichterung ausgenommen wird.

Auch in letzter Zeit wieder deutlich angestiegene Lohnabschlüsse bereiten uns große Sorge. Deutlich steigende Kosten für lokal bezogene Produktionsfaktoren verschärfen zwangsläufig unsere Wettbewerbsposition gegenüber Anbietern aus den Schwellenländern. Diesem Wettbewerb sind wir zwischenzeitlich in allen Geschäftsbereichen ausgesetzt. Die laufenden Diskussionen über die Finanzierung der Energiewende verunsichern uns zusätzlich. Unsere oben beschriebenen Aussichten stehen natürlich unter dem Vorbehalt, dass sich bei den zwei genannten Kosten keine unerwarteten Verschlechterungen ergeben. Für das Geschäftsjahr 2014 gehen wir aus heutiger Sicht und unter der Prämisse, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die aus dem jüngst ausgebrochenen Konflikt zwischen Russland und der EU und anderen westlichen Ländern drohenden Sanktionen und Gegensanktionen die sich endlich erholende Wirtschaftsentwicklung in der EU nicht zu stark abbremsen.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind ansonsten keine weiteren Vorgänge mit besonderen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

Hof, 31. März 2014

HOFTEX GROUP AG

Der Vorstand

Steger

Adrion

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

in Tausend EUR Anhang 31.12.2013 31.12.2012
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6 321 321
II. Sachanlagen 6 73.045 63.743
III. Finanzanlagen 6/7 7.205 6.962
80.571 71.026
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 8 51.250 52.624
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9 24.178 22.662
III. Liquide Mittel 10 2.140 9.188
77.568 84.474
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 577 356
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 11 1.266 1.314
Bilanzsumme 159.982 157.170
Passiva
in Tausend EUR Anhang 31.12.2013 31.12.2012
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 12 13.920 13.920
II. Kapitalrücklage 13 41.158 41.158
III. Gewinnrücklagen 14 30.547 30.547
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -3.561 -2.512
V. Konzernbilanzverlust 15 -5.831 -5.220
76.233 77.893
B. ABGEGRENZTE ZUWENDUNGEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND -ZULAGEN 16 2.215 2.950
C. GESELLSCHAFTERDARLEHEN 17 14.000 14.000
D. RÜCKSTELLUNGEN 18 27.151 20.319
E. VERBINDLICHKEITEN 19 40.369 41.992
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 11 14 16
Bilanzsumme 159.982 157.170

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013

in Tausend EUR Anhang 2013 2012
Umsatzerlöse 20 190.448 203.415
Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse -1.478 -1.494
Andere aktivierte Eigenleistungen 3 31
Gesamtleistung 188.973 201.952
Sonstige betriebliche Erträge 21 4.099 4.466
Materialaufwand 22 -105.395 -115.457
Rohertrag 87.677 90.961
Personalaufwand 23 -44.473 -44.644
Abschreibungen 6 -8.858 -8.645
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 -25.072 -27.366
Betriebsergebnis 9.274 10.306
Beteiligungsergebnis 25 313 466
Finanzergebnis 26 -2.373 -2.836
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.214 7.936
Außerordentliches Ergebnis 27 -6.000 0
Ergebnis vor Steuern 1.214 7.936
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 28 -335 -746
Sonstige Steuern 29 -673 -746
Konzernjahresüberschuss 206 6.444

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2013

in Tausend EUR Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Eigenkapital-

differenz aus der Währungs-

umrechnung
Konzernbilanz-

verlust
Gesamt
Stand 01.01.2012 13.920 41.158 27.917 -2.124 -9.034 71.837
Konzernjahresüberschuss 2012 6.444 6.444
Währungsumrechnungs-

differenzen
-388 -388
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG 2.630 -2.630 0
Stand 31.12.2012 13.920 41.158 30.547 -2.512 -5.220 77.893
Dividendenzahlung für das Jahr 2012 -817 -817
Konzernjahresüberschuss 2013 206 206
Währungsumrechnungs-

differenzen
-1.049 -1.049
Stand 31.12.2013 13.920 41.158 30.547 -3.561 -5.831 76.233

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013

in Tausend EUR 2013 2012
Konzernjahresüberschuss 206 6.444
-/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang -681 -1.341
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.858 8.772
- Verringerung der abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand -735 -776
-/+ Veränderungen der Pensionsrückstellungen vor Vermögensverrechnung -372 -716
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge Veränderungen bei Positionen der Vermögenswerte und der Schulden -553 -990
+/- Veränderungen der Vorräte 1.374 5.166
-/+ Veränderungen der Forderungen vor Vermögensverrechnung -1.689 6.403
+/- Veränderungen der Verbindlichkeiten und übrigen Rückstellungen, soweit sie nicht der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind 9.502 -1.047
Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 15.910 21.915
- Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -21.690 -10.970
- Investitionen in Finanzanlagen 0 0
+ Rückzahlungen von Finanzanlagen 54 187
+ Einzahlungen aus Anlagenabgängen 3.449 1.946
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -18.187 -8.837
+/- Veränderungen Bankverbindlichkeiten -3.926 -3.327
- Dividendenzahlungen -817 0
+ Erhöhung Gesellschafterdarlehen 0 0
- Tilgung Gesellschafterdarlehen 0 0
- Verringerung/+ Erhöhung kurzfristiger Finanzmittel von Muttergesellschaft 0 -3.000
Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -4.743 -6.327
Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -7.020 6.751
Umrechnungsbedingte Zunahme/-Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -28 -15
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 9.188 2.452
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 2.140 9.188

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2013

(1) Darstellung des Konzernabschlusses

Die Hoftex Group AG ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Hoftex Group Konzerns.

Der Geschäftsgegenstand entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Hoftex Group sind die Herstellung von Roh- und Farbgarnen sowie von Spezialgarnen und -zwirnen, die Herstellung von Roh-, Buntgeweben und Dekostoffen sowie die Produktion von Vliesstoffen für technische Anwendungen und Bekleidung.

Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die Hoftex Group AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des HGB bzw. AktG.

Der Konzernabschluss der Hoftex Group AG zum 31. Dezember 2013 wird nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt.

Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in EURO (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€).

Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der Hoftex Group AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2013 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften gegebenenfalls auf die Vorschriften des HGB übergeleitet.

Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ausgewiesen.

(2) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31.12.2013 sind neben der Hoftex Group AG 18 (Vorjahr 17) inländische und 4 (Vorjahr 4) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der Hoftex Group AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Hoftex Group, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS19 einbezogen. Wegen untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Einbeziehung von 1 (Vorjahr 1) inländischen Tochterunternehmen verzichtet.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises ergab sich aus der Fortsetzung der im Vorjahr begonnenen Umstrukturierung des Gruppenaufbaus. Diese bestand darin, dass aus allen operativen Gesellschaften die Produktionsfunktion in selbständige Betriebsgesellschaften ausgegliedert wurde und die verbliebenen Verwaltungseinheiten auf jeweils nur noch eine Verwaltungs- und Vertriebsgesellschaft je Geschäftsbereich verschmolzen wurden. In diesem Zusammenhang ist im Geschäftsjahr 2013 eine neue Betriebsgesellschaft entstanden. In China wurde eine im Aufbau befindliche Gesellschaft in den Konzernabschluss neu einbezogen. In Rumänien wurde die SC Textor Distributie S.A. mit Wirkung zum 30.09.2013 auf die SC Textor S.A. verschmolzen.

Die Tochterunternehmen Hoftex GmbH, Hoftex Spinnerei GmbH, Hoftex Weberei GmbH, Hoftex CoreTech GmbH, Hoftex Max Süss GmbH, Neutex Home Deco GmbH, Neutex Betriebs GmbH, Tenowo GmbH, Tenowo Hof GmbH, Tenowo Reichenbach GmbH, Tenowo Mittweida GmbH, die Hoftex Immobilien I GmbH sind alle über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Muttergesellschaft Hoftex Group AG verbunden. Alle diese Unternehmen sind auch in den Konzernabschluss der Hoftex Group AG einbezogen. Diese 12 (Vorjahr 11) Unternehmen machen von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in vollem Umfang Gebrauch.

Die Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Hoftex Group AG einbezogen. Sie macht daher von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB in vollem Umfang Gebrauch.

Der Konsolidierungskreis der Hoftex Group AG umfasst zum 31. Dezember 2013 die folgenden Gesellschaften:

Sitz Anteil am Kapital in %
vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Hoftex GmbH Hof 1) 100,00
Hof Garn Verwaltungs GmbH Hof 100,00
Hoftex Färberei GmbH Hof 2) 100,00
Hoftex Färberei Betriebs GmbH Hof 3) 100,00
Hoftex Spinnerei GmbH Hof 2) 100,00
Hoftex Weberei GmbH Hof 2) 100,00
Hoftex CoreTech GmbH Hof 2) 100,00
Hoftex Max Süss GmbH Hof 2)) 100,00
Hoftex Liberec s.r.o. Liberec, Tschechien 2) 100,00
Tenowo GmbH Hof 100,00
Tenowo Hof GmbH Hof 4) 100,00
Tenowo Reichenbach GmbH Hof 4) 100,00
Tenowo Mittweida GmbH Hof 4) 100,00
Tenowo Inc. Lincolnton, USA 4) 100,00
Tenowo Huzohou New Materials Co. Ltd. Huzhou, Cina 4) 100,00
Neutex Home Deco GmbH Münchberg 100,00
Neutex Betriebs GmbH Münchberg 5) 100,00
SC Textor S.A. Targu Mures, Rumänien 5) 100,00
Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH Hof 100,00
Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG Hof 100,00
Feinspinnerei Hof GmbH Hof 100,00
Hoftex Immobilien I GmbH Hof 100,00
vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V. Hof -
nicht konsolidierte Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB
HBD Textil-GmbH Hof 100,00
assoziierte Unternehmen
Supreme Nonwoven Industries Private Limited Mumbai, Indien 6) 49,00

1) 96 % der Anteile hält die Hoftex Group AG, 4 % die Hof Garn Verwaltungs GmbH

2) 100 % der Anteile hält die Hoftex GmbH.

3) 100 % der Anteile hält die Hoftex Färberei GmbH.

4) 100 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.

5) 100 % der Anteile hält die Neutex Home Deco GmbH.

6) 49 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Für Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1.1.2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese nach dem durch BilMoG geänderten § 301 HGB ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode erfolgt durch Verrechnung des Kaufpreises mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung unter Fortführung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen.

Verbleibende passive Unterschiedsbeträge sind als gesonderte Position nach dem Eigenkapital auszuweisen. Vor dem 1.1.2009 entstandene passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 2 HGB vereinnahmt.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.

Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wird vor allem von Dritten erworbene Software und Lizenzen ausgewiesen. Diese werden ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich, grundsätzlich linear.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB.

Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bewertet. Für nach dem 31.12.2008 erworbene Anteile an assoziierten Unternehmen bzw. Erhöhungen der Anteile an bereits bestehenden assoziierten Unternehmen werden sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge, soweit diese aus einem Firmenwert resultierten, planmäßig auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen.

Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.

Latente Steuern werden gebildet, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Auf diese Differenzen in den Wertansätzen werden die jeweils länderspezifischen Steuersätze angewendet. Soweit sich hieraus in den Gesellschaften jeweils insgesamt eine Steuerbelastung ergibt, ist diese als passive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen. Eine sich ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen. Führen Konsolidierungsmaßnahmen dazu, dass sich bei den Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten weitere Differenzen zu den steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so ist eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern und eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern zu bilanzieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des jeweiligen Ertragsteuersatzes in den betroffenen Einzelgesellschaften.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet sind und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen T€ 3.600, der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf T€ 3.682, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 4.822. Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.140.

Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 4,88 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die in 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden.

Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung DRS 19 (Bekanntmachung 18. Februar 2011) sind entgegen der bisherigen Bilanzierungspraxis nun auch Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Hoftex Group in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 2.404. Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB, belaufen sich auf T€ 3.280. Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 876 wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt.

Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14.12.1994 wurden mit Wirkung ab 31.12.1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert.

Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsvereinbarungen entsprechen den am Bilanzstichtag tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträgen.

(5) Währungsumrechnung

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs. Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

(6) Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2013 2.665
Zugänge*) 119
Abgänge**) -45
Stand 31.12.2013 2.739
Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
Stand 1.1.2013 2.344
Zugänge 119
Abgänge***) -45
Stand 31.12.2013 2.418
Buchwerte zum 31.12.2012 321
Buchwerte zum 31.12.2013 321

Sachanlagen

Grundstücke und Gebäude Anzahlungen und Anlagen im Bau Maschinen und maschinelle Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2013 114.190 3.431 200.500 59.658 377.779
Zugänge*) 1.409 12.123 6.569 1.471 21.572
Umbuchungen 76 -1.637 1.558 3 0
Abgänge**) -1.822 -1.732 -8.385 -900 -12.839
Stand 31.12.2013 113.853 12.185 200.242 60.232 386.512
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2013 82.111 0 176.209 55.716 314.036
Abschreibungen des Geschäftsjahres 1.952 0 5.798 990 8.740
Abgänge***) -679 0 -7.912 -718 -9.309
Stand 31.12.2013 83.384 0 174.095 55.988 313.467
Buchwerte zum 31.12.2012 32.079 3.431 24.291 3.942 63.743
Buchwerte zum 31.12.2013 30.469 12.185 26.147 4.244 73.045

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen Anteile an assoziierten Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Gesamt
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2013 3.491 9.639 69 1.628 14.827
Zugänge 0 296 0 0 296
Abgänge 0 0 -53 0 -53
Stand 31.12.2013 3.491 9.935 16 1.628 15.070
Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
Stand 1.1.2013 3.465 2.782 0 1.618 7.865
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2013 3.465 2.782 0 1.618 7.865
Buchwerte zum 31.12.2012 26 6.857 69 10 6.962
Buchwerte zum 31.12.2013 26 7.153 16 10 7.205

*) Die Zugänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ + 303).

**) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ - 1.882 (Vorjahr T€ -486).

***) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ +1.117 (Vorjahr T€ -150).

  • Vermögensmehrung / - Vermögensminderung

(7) Anteile an assoziierten Unternehmen

Im Mai 2006 hat die Tenowo GmbH einen Anteilskaufvertrag mit einer indischen Firmengruppe aus dem Vliesstoffmarkt unterzeichnet. Es wurde vereinbart, dass die Tenowo GmbH sich zu 25 % an der Firmengruppe beteiligt. Der Kaufpreis belief sich umgerechnet auf T€ 3.113. Die Hauptaktivitäten dieser Gruppe liegen in der Schwestergesellschaft Supreme Nonwovens. Nach Abschluss der Umstrukturierung dieser Firmengruppe zum 1. April 2007 wurde die Beteiligung zu diesem Stichtag erstmals "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen und aus der Bilanzposition "Beteiligungen" in die Bilanzposition "Anteile an assoziierten Unternehmen" umgegliedert. Die Umstrukturierung wurde vom High Court in Mumbai mit Beschluss vom 28. September 2007 genehmigt. Die Gesellschaft firmiert seitdem unter Supreme Nonwoven Industries Private Limited. Der sich aus der Gegenüberstellung des anteilig erworbenen Reinvermögens und dem Kaufpreis ergebende Firmenwert wurde in den Anschaffungsjahren mit den Rücklagen verrechnet.

Durch die Übernahme von weiteren Geschäftsanteilen aus zwei einseitigen Kapitalerhöhungen wurde die Beteiligungsquote im Jahr 2008 auf 44,9 % und im Jahr 2010 auf 49,0 % erhöht. Die Anschaffungskosten für die letzte Tranche betrugen T€ 1.179. Es ergab sich ein Firmenwert in Höhe von T€ 670. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Das Geschäftsjahr des assoziierten Unternehmens läuft vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Für das am 31. März 2013 endende Wirtschaftsjahr wurde ein Jahresabschluss vorgelegt und das zu diesem Stichtag anteilige Jahresergebnis (49,0 %) im Rahmen der Equity-Bewertung mit T€ 447 abzüglich zwischenzeitlich geflossener Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 17 im Bilanzansatz mit T€ 430 abzüglich der verrechneten Abschreibung auf den Firmenwert von T€ 134 erfasst. Das assoziierte Unternehmen hat keinen Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2013 erstellt, daher konnte im Konzernabschluss der Hoftex Group AG für 2013 noch keine weitere Fortschreibung der Equity-Bewertung vorgenommen werden.

(8) Vorräte

31.12.2013 31.12.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.835 17.305
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.968 6.508
Fertige Erzeugnisse und Waren 28.447 28.811
51.250 52.624

(9) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12. 2013 31.12. 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.191 18.187
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.854 1.842
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 176
Sonstige Vermögensgegenstände 2.133 2.457
24.178 22.662

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

(10) Liquide Mittel

Unter liquiden Mitteln weisen wir den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten aus.

(11) Latente Steuern

Als aktive latente Steuern werden die Steuerentlastungen gezeigt, die sich aus niedrigeren Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden aufgrund der Konsolidierungsbuchungen gegenüber den steuerlichen Wertansätzen ergeben. Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Einzelnen aus folgenden Positionen:

31.12.2013 Aktive latente Steuern 31.12.2012 Aktive latente Steuern 31.12.2013 Passive latente Steuern 31.12.2012 Passive latente Steuern
Sachanlagen 2.095 2.116 15 16
Finanzanlagen 1.237 1.237 10 9
Vorräte 405 568 0 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 191 124 747 747
Abgegrenzte Investitionszuschüsse/ -zulagen 322 430 0 0
Pensionsrückstellungen 597 593 0 0
Sonstige Rückstellungen 2.389 651 0 0
Verbindlichkeiten 19 15 30 0
Verlustvorträge 6.032 6.496 0 0
Sonstige 54 54 0 5
13.341 12.284 802 777

Nach Ausübung des Saldierungswahlrechts sowie des Ansatzwahlrechts für Aktivüberhänge sind von den aktiven latenten Steuern T€ 1.266 (Vorjahr T€ 1.314) und von den passiven latenten Steuern T€ 14 (Vorjahr T€ 16) in der Bilanz angesetzt.

Steuerliche Verlustvorträge, auf die mangels Vorhersehbarkeit der steuerlichen Nutzung keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, belaufen sich auf Mio. € 19. Hiervon sind Mio. € 8 zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer 15 %; Gewerbesteuer 14 %) auf die zeitlichen Bewertungsunterschiede bzw. die Verlustvorträge ermittelt. Für die USA wurde ein Ertragsteuersatz von 39 %, für Rumänien von 16 % und für Tschechien von 19 % zugrunde gelegt.

(12) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Hoftex Group AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Gesellschaftskapital.

(13) Kapitalrücklage

Als Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der Hoftex Group AG in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet im Wesentlichen Einlagen ehemaliger Aktionäre. Die Differenz aus dem Ausgabepreis der neuen Aktien von € 7,00 im Jahr 2008 zu dem "rechnerischen Nominalwert" einer Aktie von gerundet € 2,56 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

(14) Gewinnrücklagen

31.12.2013 31.12.2012
Gewinnrücklagen 1.1.2013 /2012 30.547 27.917
Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG 0 2.630
Gewinnrücklagen 31. 12. 2013 /2012 30.547 30.547

(15) Ergebnisverwendung

31.12.2013 31.12.2012
Bilanzverlust 1.1. 2013 /2012 -5.220 -9.034
Dividendenzahlung für 2012 -817 0
Konzernjahresüberschuss 206 6.444
Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat 0 -2.630
Bilanzverlust 31. 12. 2013 /2012 -5.831 -5.220

(16) Abgegrenzte Zuwendungen für Investitionszuschüsse und -zulagen

Ausgewiesen werden abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von T€ 2.215 (Vorjahr T€ 2.950). Enthalten sind Investitionszuschüsse und -zulagen. Die planmäßige Auflösung beträgt T€ 735 und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

(17) Gesellschafterdarlehen

Ausgewiesen wird ein langfristiges Darlehen des Hauptaktionärs ERWO Holding AG in Höhe von T€ 14.000 (Vorjahr T€ 14.000), für das die ERWO Holding AG gegenüber den anderen Gläubigern im Range zurücktritt und das Darlehen bis zum 30.6.2020 in unveränderter Höhe im Unternehmen belässt.

(18) Rückstellungen

31.12.2013 31.12.2012
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.182 12.553
Vermögensverrechnung mit zuordenbaren Versicherungsansprüchen -1.278 -1.280
Ausweis Pensionsrückstellungen 10.904 11.273
Steuerrückstellungen 1.062 985
Sonstige Rückstellungen 15.185 8.061
27.151 20.319

Soweit die sonstigen Rückstellungen solche nach § 249 Abs. 2 HGB a.F. enthalten, wird für deren Fortführung von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen latente Risiken, Rechts- und Prozesskosten sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten. Im Berichtsjahr sind darüber hinaus Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Moschendorf in Höhe von insgesamt T€ 6.000 enthalten.

(19) Verbindlichkeiten

31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.459 24.385
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1 6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.688 8.932
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.409 7.368
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 31
sonstige Verbindlichkeiten 1.812 1.270
davon aus Steuern (610) (693)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (82) (111)
40.369 41.992

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte auf Immobilien, Globalzessionen von Forderungen und sicherungsübereignete Vorräte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 7.395 (Vorjahr T€ 7.352) gegenüber dem Gesellschafter ERWO Holding AG und T€ 14 (Vorjahr T€16) gegenüber anderen Unternehmen der Südwolle Group. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten vor allem kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkrediten (Cash-Pooling) in Höhe von T€ 7.000 (Vorjahr T€ 7.000) und mit T€ 409 (Vorjahr T€ 368) sonstige Leistungen. Für einen Teilbetrag von T€ 3.000 besteht eine Belassungsvereinbarung und ein Rangrücktritt bis zum 30.6.2020.

31.12.2013 31.12.2012
Restlaufzeit bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.943 0 12.801 0
Erhaltene Anzahlungen 1 0 6 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.688 0 8.932 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.409 3.000 7.368 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 31 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.358 1 926 4
davon aus Steuern (610) (0) (410) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (82) (0) (111) (0)
28.399 3.001 30.064 4

(20) Aufgliederung der Umsätze

2013 2012
Nach Bereichen
yarns & fabrics 66.897 81.719
home decoration 20.016 20.376
nonwovens 102.841 100.699
Sonstige 694 621
190.448 203.415
Nach Regionen
Inland 89.854 96.181
Übrige Europäische Union 57.328 57.437
Übriges Ausland 43.266 49.797
190.448 203.415

Der Ausweis beinhaltet nur Umsätze mit Konzernfremde.

(21) Sonstige betriebliche Erträge

Im Konzern resultieren die wesentlichen Posten aus Erträgen aus Anlagenabgängen T€ 1.043 (Vorjahr T€ 1.344), der Auflösung der erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen T€ 735 (Vorjahr T€ 776), der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen T€ 467 (Vorjahr T€ 426), dem Eingang abgeschriebener Forderungen und der Herabsetzung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen zu Forderungen T€ 222 (Vorjahr T€ 350), erhaltenen Investitionszuschüssen und -zulagen T€ 0 (Vorjahr T€ 15), periodenfremden Erträgen T€ 659 (Vorjahr T€ 274) und aus Kurs- und Umrechnungsgewinnen T€ 427 (Vorjahr T€ 567), Erlöse aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen T€ 130 (Vorjahr T€ 273), Vermietungserlöse T€ 231 (Vorjahr T€ 134), übrige betriebliche Erlöse T€ 185 (Vorjahr T€ 307).

(22) Materialaufwand

2013 2012
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 103.231 113.111
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.164 2.346
105.395 115.457

Die Materialaufwandsquote bezogen auf die betriebliche Leistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ist nach der eingetretenen Normalisierung der Baumwollpreise ab Anfang 2012 nun wiederholt auf eine Aufwandsquote von 55,8 % (Vorjahr 57,3 %) zurückgegangen.

(23) Personalaufwand

2013 2012
Löhne und Gehälter 36.589 36.827
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.884 7.817
davon für Altersversorgung (227) (0)
44.473 44.644

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2013 2012
Arbeiter 1.005 1.088
Angestellte 383 388
Auszubildende 31 31
1.419 1.507

(24) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2013 2012
Zuführung Wertberichtigungen, Ausbuchung von Forderungen 431 580
Kursverluste 578 954
Verwaltungskosten 6.029 5.994
Betriebskosten 8.282 9.401
Vertriebskosten 8.325 8.785
Übrige betriebliche Aufwendungen 1.427 1.652
25.072 27.366

(25) Beteiligungsergebnis

2013 2012
Erträge aus assoziierten Unternehmen 313 466

(26) Finanzergebnis

2013 2012
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63 16
davon aus verbundenen Unternehmen (0) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.829 -2.109
davon an verbundene Unternehmen (-445) (-498)
Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen und - ertrag aus verrechnetem Zweckvermögen -607 -616
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -127
-2.373 -2.836

Der verrechnete Ertrag aus dem Zweckvermögen beträgt T€ 25 (Vorjahr T€ 34).

(27) Außerordentliches Ergebnis

Ausgewiesen werden die außerordentlichen Aufwendungen aus der Rückstellungsbildung in Höhe von Mio. € 6,0 für die erwarteten Schließungskosten aus der beschlossenen Schließung der Betriebsstätte Moschendorf.

(28) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2013 2012
Körperschaftsteuer Geschäftsjahr -236 -380
Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre 51 0
Körperschaftsteuernachzahlungen 0 -2
Körperschaftsteuererstattungen 2 0
Gewerbesteuer Geschäftsjahr -241 -400
Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre 136 0
Veränderung latente Steuern -47 36
-335 -746

(29) Sonstige Steuern

2013 2012
Grundsteuer -474 -502
Kfz-Steuer -19 -20
Übrige -180 -224
-673 -746

Die sonstigen Steuern enthielten im Vorjahr Steuernachzahlungen für Umsatzsteuer aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung.

(30) Honorare des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr ein Honorar von insgesamt T€ 210 (Vorjahr T€ 205) berechnet.

2013 2012
Abschlussprüfungsleistungen 167 160
andere Bestätigungsleistungen 29 10
Steuerberatungsleistungen 12 5
sonstige Leistungen 2 30
210 205

(31) Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Angabe der Vorstandsgesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB unterbleibt unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 32 (Vorjahr T€ 34).

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen betragen T€ 377 (Vorjahr T€ 377). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebene sind T€ 3.935 (Vorjahr T€ 4.011) zurückgestellt.

(32) Konzern-Kapitalflussrechnung

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Ausgehend vom Konzern-Jahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen sowie Änderungen im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2013 erhaltenen Ertragsteuererstattungen beträgt per saldo T€ 2 (Vorjahr T€ 0). An Zinszahlungen wurden im Geschäftsjahr 2013 T€ 1.829 (Vorjahr T€ 2.109) geleistet. Die erhaltenen Zinszahlungen entsprechen im Wesentlichen den Zinserträgen.

(33) Haftungsverhältnisse

2013 2012
Wechselobligo 28 219
Bürgschaftsverpflichtungen 110 170

Mit einer Inanspruchnahme aus den Wechselobligen ist nicht zu rechnen, da diese bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung eingelöst wurden.

(34) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 9.795 (Vorjahr T€ 10.364), die sich aus Leasingverträgen, aus Bestellobligen und Akkreditivverpflichtungen ergeben.

(35) Derivative Finanzinstrumente

Zur teilweisen Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus variabel verzinslichen Bankdarlehen nimmt die Hoftex Group AG vier Zinsswaps in Anspruch. Das Nominalvolumen der Sicherungsgeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf T€ 12.000. Die Sicherung beginnt mit dem 1. Oktober 2014 und läuft bis zum 30. September 2019.

Für die von der Gesellschaft abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich zum 31. Dezember 2013 folgende beizulegende Zeitwerte:

Fälligkeit Nominalbetrag Buchwert Beizulegender Zeitwert Swapsatz
30.09.2019 Mio. EUR 3,0 TEUR 0 TEUR 4 1,395%
30.09.2019 Mio. EUR 4,0 TEUR 0 TEUR 14 1,360%
30.09.2019 Mio. EUR 2,0 TEUR 0 TEUR 1 1,410%
30.09.2019 Mio. EUR 3,0 TEUR 0 TEUR 0 1,420%

Die Zeitwerte der Zinsbegrenzungsgeschäfte werden von den Kontrahentenbanken anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung der jeweiligen Zinsstrukturkurve ermittelt.

Des Weiteren wurden zur Währungsabsicherung Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2013 ergeben sich folgende beizulegende Zeitwerte:

Fälligkeit Nominal- Währung Betrag Positiver Marktwert Negativer Marktwert
in Tsd. in T€ in T€
--- --- --- --- --- ---
Terminkäufe bis 19.02.14 50 USD 0 0
bis 07.02.14 348 USD 0 2
bis 30.05.14 103 USD 0 1
Terminverkäufe bis 19.02.14 70 GBP 0 1
0 4

Für die negativen Marktwerte wurde in dem Bilanzposten "sonstige Rückstellungen" eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

(36) Mitglieder des Aufsichtsrats

Waltraud Hertreiter

Vorsitzende Beraterin

Neubeuern

Hans Münch

stellv. Vorsitzender

Mitglied des Vorstands der ERWO Holding AG

Geschäftsführer der Südwolle GmbH & Co. KG

Neumarkt i.d.Opf.

Bernd Grossmann

Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank AG, Filiale Nürnberg

Nürnberg

Wolfgang Kammerer*

stellv. Vorsitzender Betriebsrat Hoftex Group

Oberkotzau

Wolfgang Schmidt*

Vorsitzender Betriebsrat Hoftex Group

Hof

Martin Steger selbständiger Kaufmann

Nürnberg

* von den Arbeitnehmern gewählt

(37) Mitglieder des Vorstands

Klaus Steger

Vorstandsvorsitzender

Nürnberg

Volker Adrion

Münchberg

Hof, 31. März 2014

Hoftex Group AG

Der Vorstand

Steger

Adrion

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 24. April 2014

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stadter, Wirtschaftsprüfer

Markert, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 den Vorstand bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Geschäftsbereiche und wesentliche Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Ertragslage, Plan- / Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage sowie vierteljährliche Berichte über Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat.

Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand diskutiert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen stand die Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand und hat sich über alle wichtigen laufenden Geschäftsvorfälle informieren lassen.

Im Berichtsjahr fanden vier turnusgemäße Aufsichtsratssitzungen und darüber hinaus fand im Februar 2014 eine außerordentliche Sitzung statt. Aufgrund der geringen Mitgliederzahl des Aufsichtsrats wird auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Mit Ausnahme von einer Sitzung, bei der ein Mitglied entschuldigt fehlte, nahm der Aufsichtsrat geschlossen an den Beratungen teil.

Wesentliches Thema in der Sitzung vom 6. März 2013 war die Berichterstattung des Vorstandes über den Verlauf der Errichtung einer Produktionsstätte für automobile Vliesstoffe in China. Der vorgestellte Businessplan und der Investitionsbedarf wurden eingehend erörtert und durch das Gremium befürwortet.

In der Sitzung am 13. Mai 2013 standen die Diskussion, Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2012 sowie der Gewinnverwendungsvorschlag im Mittelpunkt der Beratungen. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung im Juli. Umfassend besprochen wurden außerdem die Marktentwicklung, Wettbewerbslage und die Zukunftsperspektiven der Webereisparte. Die vom Vorstand und der Geschäftsleitung vorgeschlagenen Anpassungsschritte für eine Neuausrichtung dieser Sparte hat das Gremium genehmigt.

In der Juli-Sitzung ließ sich der Aufsichtsrat u.a. über den Stand der Umstrukturierung der Weberei informieren. Für den Vliesstandort Mittweida wurde aufgrund der sehr guten Auftragslage bei technischen Bändern die Genehmigung für den Erwerb einer leistungsfähigeren Anlage erteilt.

In der Sitzung vom 2. Dezember 2013 haben dem Aufsichtsrat die Unterlagen über die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegen. Die Planung fand die Zustimmung des Aufsichtsrats nachdem sie eingehend geprüft und darin enthaltene Chancen und Risiken mit dem Vorstand intensiv diskutiert wurden. Zudem wurde der vorgelegte Investitionsplan für 2014 durch den Aufsichtsrat bewilligt. Der Vorstand berichtete ausführlich über die vorgesehene Erweiterung des Vlieswerkes in Reichenbach, die den Schwerpunkt der Investitionen bildet. In dieser Sitzung wurden ebenfalls mittelfristige strategische Optionen erörtert.

Außerdem hat sich der Aufsichtsrat anhand eines Berichtes über das Risikomanagement davon überzeugt, dass der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingesetzt hat, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Durchführung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Konzernabschlussprüfung die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft.

Am 24. Februar 2014 wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über die aktuelle Situation des Geschäftsbereichs Hoftex informiert. Trotz aller bisher ergriffenen Sanierungsmaßnahmen stellte sich im Laufe des Jahres 2013 keine Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse für den seit Jahren defizitären Geschäftsbereich ein. Aus der mit externer Unterstützung erarbeiteten Analyse der Strukturen und der Evaluierung von Zukunftsszenarien, ergab sich die Empfehlung, den Standort Hof-Moschendorf zu schließen. Dort werden im Wesentlichen klassische Garne, Zwirne und Gewebe hergestellt. Nach ausführlicher Diskussion hat der Aufsichtsrat mehrheitlich der vom Vorstand vorgeschlagenen Schließung des Standorts Moschendorf im Hinblick auf die anhaltende Verlustsituation, die nicht erkennbaren Perspektiven und im Interesse des Gesamtkonzerns zugestimmt.

Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 hatte die Hauptversammlung die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der Hoftex Group AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2013 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt.

Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 12. Mai 2014 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der Hoftex Group AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2013, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert.

Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der für das Geschäftsjahr 2013 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit diesen verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.

Hof, im Mai 2014

Waltraud Hertreiter, Vorsitzende des Aufsichtsrats