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HOFTEX GROUP

Annual Report Oct 10, 2012

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Annual Report

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Textilgruppe Hof AG

Hof

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Die globalen Zusammenhänge und Determinanten der Weltwirtschaft wie auch die für die Wirtschaftsentwicklung in den westlichen Industrieländern haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Das Wachstum der Weltwirtschaft wird nicht mehr von den alten Industrieländern der westlichen Welt oder von einem großen einheitlichen Wirtschaftsraum wie den USA bestimmt, sondern von Ländern wie China, Indien sowie weiteren Schwellenländern wie etwa Russland und Brasilien, um nur einige zu nennen. Die Wirtschaftsentwicklung der alten Industrienationen hängt mittlerweile vom Wachstum in diesen asiatischen Ländern und den genannten Schwellenländern ab. Diese Länder wiesen in den vergangenen Jahren Wachstumsraten auf, die im Vergleich zu den westlichen Industriestaaten um ein Vielfaches höher lagen. Wenn in diesen neuen Wachstumsstaaten das Wirtschaftswachstum vorübergehend nur um einige Prozentpunkte zurückgeht, dann droht dem Wirtschaftswachstum der westlichen Industrieländer gleich ein massiver Einbruch bis hin zu leichten vorübergehenden Rezessionen.

Diese internationale Verflechtung und Abhängigkeit dürfte maßgeblich für die derzeitige Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum sein. Solange die Exportüberschüsse bzw. der Außenbeitrag in der Terminologie der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung stark zunahmen, erhielten die alten Industrieländer deutliche Wachstumsimpulse. Kommt zu einem starken Außenbeitrag auch noch eine positive Inlandskomponente in Form steigender öffentlicher und vor allem steigender privater Konsumnachfrage sowie eine gestiegene Inlandsnachfrage nach Investitionsgütern dazu, dann sind die besten Voraussetzungen für ein starkes Wirtschaftswachstum gegeben und die direkte Abhängigkeit von der Entwicklung der Weltwirtschaft wird etwas abgemildert.

Dies dürfte die augenblickliche Situation der deutschen Wirtschaft am ehesten wiedergeben. Hier wurde nach einem Wachstum von 3,7 % im Jahr 2010 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von voraussichtlich 3 % im Jahr 2011 erreicht. Aufgrund eines leichten Rückgangs der Wachstumsraten in den asiatischen Ländern wie China, wurden hierzulande ab Mitte des Jahres 2011 die Wachstumsprognosen für das verbleibende Jahr wie auch für das kommende Jahr 2012 nach unten korrigiert. Es schien, als wollten sich die Forschungsinstitute mit zurückgehenden Wachstumsprognosen für Deutschland gegenseitig überbieten. Erst als sich gegen Ende des Jahres 2011, trotz aller gegenteiligen Prognosen für 2011, ein bisher unerwartetes stabiles Wachstum der Deutschen Wirtschaft herausstellte, begannen die Forschungsinstitute ihre Prognosen für 2012 wieder den realen Erwartungen anzupassen. Den vorher negativen Prognosen war wohl eines gemeinsam; sie hatten die Widerstandskraft der Inlandsnachfrage und hier besonders des privaten Konsums unterschätzt. Dieser hatte sich trotz der Besorgnis erregenden Nachrichten über eine sich ständig verschärfende EU-Schuldenkrise erstaunlich gut behauptet. Folge dieses stabilen Wachstums war ein seit vielen Jahren nicht mehr gekannter niedriger Stand der Arbeitslosenzahlen und ein entsprechend hoher Stand der Beschäftigten. Dass diese positive Grundstimmung in der deutschen Wirtschaft auch für das Jahr 2012 anhält, zeigt sich unter anderem auch darin, dass die Unternehmen trotz eines relativ niedrigen prognostizierten Wachstums für 2012 ihre Beschäftigten halten wollen. Im Jahresverlauf 2012 wird daher mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu rechnen sein. Dieser Umstand dürfte wiederum zu einer Stabilisierung der inländischen Konsumnachfrage führen. Dies alles steht aber unter dem Vorbehalt, dass sich die Schuldenkrise innerhalb der EU nicht zu einer gravierenden Vertrauenskrise entwickelt und sogenannte systemische Wirtschaftsunternehmen insbesondere aus dem Finanzbereich, aber auch aus anderen Branchen, nicht nochmals mit unvorstellbaren Summen in Form direkter staatlicher Hilfen und Garantien gerettet werden müssen.

Allgemeine Lage der Textilindustrie

Die deutsche Textilindustrie (Textil und Bekleidung) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zur Gesamtwirtschaft eine im Grunde ähnlich positive Wirtschaftsentwicklung vorweisen. Der Umsatz stieg um 7,5 % gegenüber dem Vorjahr an, wobei auch der Unterschied zwischen der Textilindustrie im engeren Sinne (+ 8,4 %) und der Bekleidungsindustrie (+ 6,2 %) nicht mehr so groß war wie in den Vorjahren. Die Bekleidungsindustrie hatte sich im Jahr 2011 wieder etwas stabilisiert. Die Produktion nahm in der Textilindustrie um 2,2 %, in der Bekleidungsindustrie hingegen nur um 0,8 % zu. Diese Diskrepanz in der Entwicklung zwischen Umsatz und Produktion erklärt sich daraus, dass der Einfuhrüberschuss von fertigen Bekleidungsstücken um ganze 19,5 % zugenommen hat. Der prozentuale Anteil lässt allerdings noch keine konkreten Aussagen zu, da es entscheidend auf die absoluten Zahlen ankommt. Dieser Einfuhrüberschuss in den ersten 11 Monaten betrug im Vorjahr rund Mrd. € 9,1 und in den ersten 11 Monaten des Jahres 2011 rund Mrd. € 10,8. Der Einfuhrüberschuss hat damit in absoluten Zahlen um Mrd. € 1,7 zugenommen. Die Bekleidungsindustrie wies daher einen negativen Außenbeitrag auf, der ihr in Beschäftigung und Produktion fehlt. Die Beschäftigten haben in der Textilindustrie um 1,1 % zugenommen, wohingegen es in der Bekleidungsindustrie, trotz der Umsatzsteigerung, zu einem Rückgang um 2,3 % kam.

Die Entwicklung stetig steigender negativer Außenbeiträge in der Textil- und Bekleidungsindustrie ist allerdings nicht gänzlich neu. Die Einfuhrüberschüsse sind bereits im Lauf der letzten Jahre ständig angestiegen. So nahm dieser im Jahr 2009 um 6,9 % und im Vorjahr um 11,4 % zu. Je höher der Einfuhrüberschuss ausfällt, umso stärker sind die Beschäftigungsmöglichkeiten der heimischen Bekleidungsindustrie eingeschränkt, da alles was per Saldo mehr eingeführt wird, in der inländischen Wertschöpfungskette fehlt.

Diese wenigen Zahlen belegen den beständigen, nun schon über Jahrzehnte andauernden Rückgang der Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass vor allem die Textilindustrie, die ihren Fokus auf technische Textilien gerichtet hat, insbesondere die Vliesstoffherstellung, das Niveau vor der Wirtschaftskrise wieder erreicht hat. Das für westliche Industrieländer starke Wachstum der Gesamtwirtschaft in Deutschland hat sich in unterschiedlichem Maße auf die Textilindustrie ausgewirkt. Während die auf technische Textilien konzentrierte Textilindustrie in fast allen wirtschaftlichen Kenngrößen einschließlich der Beschäftigung eine deutliche Verbesserung verzeichnete, hat die Bekleidungsindustrie lediglich beim Umsatz wieder ein deutliches Wachstum zeigen können. Allerdings war dieses Umsatzwachstum weitgehend von der Steigerung des Importüberschusses bei Bekleidungsartikeln gespeist, so dass die Bekleidungsindustrie selbst, wie in den Vorjahren auch, bei Beschäftigtenzahlen und Produktion weiter rückläufig war.

Interessant dürfte sein, dass nach Umfrageergebnissen von den Unternehmen der Textilindustrie für das Jahr 2012 56 % der befragten Textilunternehmen mehr investieren wollen, während lediglich 39 % der Unternehmen die Investitionsausgaben reduzieren wollen. Dies weist darauf hin, dass die Textilindustrie insgesamt die Aussichten für das Jahr 2012 positiv einschätzt.

Geschäftsverlauf der Textilgruppe Hof im Geschäftsjahr 2011

Die Entwicklung der Textilgruppe Hof in ihrer Gesamtheit zeigte im Wesentlichen auch in diesem wirtschaftlichen Erfolgsjahr die gleiche Tendenz wie die Gesamtwirtschaft. Sondereinflüsse bei speziellen Rohstoffen, wie etwa der Baumwolle, führten jedoch zu einer gegenläufigen Entwicklung in den Geschäftsbereichen der Textilgruppe Hof. Je stärker sich diese auf technische Textilien konzentriert hatten und je weiter diese vom Einsatz von Baumwollfasern oder deren Surrogaten entfernt waren, umso erfolgreicher konnten diese das Geschäftsjahr 2011 abschließen. Der Geschäftsbereich nonwovens, der ganz überwiegend Vliese für technische Anwendungen herstellt, konnte in allen Gesellschaften jeweils das beste Ergebnis seit Bestehen als selbständige Gesellschaften erzielen. Der Geschäftsbereich yarns & fabrics, der eher der klassischen Textilindustrie zuzurechnen ist, hat besonders stark unter der noch nie in so einem Ausmaß erlebten Preisentwicklung der Baumwolle gelitten. Die weltweiten Baumwollpreise haben sich in der Zeit von Ende 2009 mit einem Preis von € 0,88 je kg bis März/April 2011 mit einem Spitzenpreis von € 3,60 je kg vervierfacht. In der nachfolgenden Zeit von April/Mai 2011 bis zum Jahresende 2011 sind die Preise der Baumwolle auf etwa € 1,40 je kg wieder massiv eingebrochen. Das entspricht nur noch knapp einem Drittel des Spitzenpreises acht Monate vorher. Die massiven Preisverwerfungen innerhalb kürzester Zeit hatten für den Geschäftsbereich yarns & fabrics massive Ertragsprobleme zur Folge.

Diese außergewöhnlichen Belastungen bei yarns & fabrics haben natürlich auch Ausstrahlung auf den nachgelagerten Geschäftsbereich home deco, der seinerseits seit einigen Jahren mit einer zunehmenden Konkurrenz aus Asien zu kämpfen hat.

Der konsolidierte Außenumsatz der Konzernunternehmen der Textilgruppe Hof AG betrug im Geschäftsjahr 2011 Mio. € 224 gegenüber Mio. € 196 im Jahr 2010 und hat damit um 14,1 % zugenommen. Damit ist die Umsatzsteigerung in der Textilgruppe Hof im Vergleich zur Gesamtbranche Textil (Textil und Bekleidung) mit einem Zuwachs von 7,5 % wesentlich stärker ausgefallen.

Die Umsätze im Geschäftsbereich yarns & fabrics, bestehend aus Hof Garn GmbH, Hof Garn-Färberei GmbH, HOFLANA spol. s r.o., SBS CoreTech GmbH, Max Süß GmbH und der Hof Weberei GmbH, die im Vorjahr erheblich von dem krisenbedingten Umsatzeinbruch betroffen waren, konnten diesen Rückgang im Geschäftsjahr 2010 mehr als ausgleichen. Die Umsätze nahmen hier nach einem starken Anstieg in den ersten Monaten im Gesamtjahr 2011 nur noch um 11,9 % zu (Vorjahr: 43,5 %). Die Ertragslage im Geschäftsbereich yarns & fabrics war durch die erheblichen Baumwollpreisbewegungen auf der Beschaffungsseite wie auch auf der Absatzseite bestimmend. Zwingende Abwertungen bei Rohstoffen und fertigen Garnen waren die Folge, weil diese gar nicht so schnell produziert werden konnten, wie die Verkaufspreise dann wieder gefallen sind. Der Rückgang des mengenmäßigen Absatzes im zweiten Halbjahr, verbunden mit einem Unterschreiten der optimalen Betriebsauslastung, hat die entstehende Verlustsituation noch weiter verschärft und den Geschäftsbereich yarns & fabrics mit einem Vorsteuerergebnis von Mio. € -4,4 abschließen lassen.

Der Geschäftsbereich home deco, der unter der Führung der Neutex Home Deco GmbH auch die rumänischen Gesellschaften SC Textor S.A. und SC Textor Distributie S.A. umfasst, konnte von der überaus guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wie die gesamte Dekobranche auch, nicht partizipieren. Der Geschäftsbereich home deco konnte im Jahr 2011 seinen Vorjahresumsatz mit Mio. € 21 halten. Hinsichtlich Ergebnisentwicklung konnte ein leicht positives Ergebnis von Mio. € 0,3 erzielt werden.

Der Geschäftsbereich nonwovens, bestehend aus eswegee Vliesstoff GmbH, TECHTEX GmbH Vliesstoffe und Hof Textiles Inc., konnte das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr 2010 nochmals deutlich überbieten. Die Umsätze des Geschäftsbereichs nahmen nochmals um Mio. € 16 zu (d.s. 20 %) und erreichten ein Volumen von Mio. € 98. Bei gegebenen Betriebskapazitäten konnte dieser Umsatz nur noch durch maximale Auslastung aller Betriebsteile erzielt werden. Entsprechend der damit verbundenen Kostendegression konnte der Geschäftsbereich nonwovens, trotz der auch hier gestiegenen Rohstoffpreise und Energiekosten, mit einem Jahresüberschuss von Mio. € 10 auch das bisher beste Ergebnis seit Bestehen erzielen.

Das Geschäftsjahr 2011 im Überblick

Starke Umsatzausweitung im Geschäftsbereich nonwovens
Vollauslastung der Betriebskapazitäten bei nonwovens und daraus resultierend das beste Ergebnis in der Geschichte von nonwovens
Massive Preissteigerungen bei Baumwolle auf das Vierfache des langjährigen Niveaus bis April
Drastischer Preisverfall bei Baumwolle in der Zeit von April bis Dezember auf 1/3 des Hochs Anfang April
Total verunsicherte Absatzmärkte im Geschäftsbereich yarns & fabrics in Folge dieser Preisturbulenzen bei Baumwolle
Hohe Abwertungsverluste ergänzt durch Kosten einer schlechten Betriebsauslastung verursachen einen beträchtlichen Verlust im Geschäftsbereich yarns & fabrics von Mio. € 4,4
Stagnation bei home deco konnte im Jahr 2011 noch nicht beendet werden
Hervorragendes Ergebnis bei nonwovens kompensiert alle Schwächen in anderen Geschäftsbereichen und führt im Konzern zu einer weiteren Steigerung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf Mio. € 6,9 (Vorjahr: Mio. € 5,6)
Gute Liquiditätslage schafft ein Reservepolster für ein bewusst selektives Wachstum im Jahr 2012

Vermögenslage des Konzerns

Das Gesamtvermögen (Bilanzsumme) des Textilgruppe Hof Konzerns ist im Jahr 2011 von Mio. € 154 auf Mio. € 160 angestiegen. Das Anlagevermögen verminderte sich hierbei um Mio. € 1,4 auf Mio. € 69. Dies ist vor allem auf die Sachanlagen zurückzuführen, die aufgrund relativ geringer Investitionen um Mio. € 1,9 niedriger ausgewiesen werden. Das Umlaufvermögen hat mit Mio. € 89,1 gegenüber dem Vorjahr um insgesamt Mio. € 7,1 zugenommen. Die Zunahme ist auf das um 14 % gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen und betrifft mit Mio. € 5,7 die Vorratslagerhaltung und mit Mio. € 1,7 die Forderungen. Die liquiden Mittel wurden um Mio. € 0,3 zurückgeführt.

Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 66,2 auf Mio. € 71,8 erhöht. Die Zunahme ergibt sich aus dem erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss in Höhe von Mio. € 5,5 und Umrechnungsgewinnen von Mio. € 0,2. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit wurden von Vorstand und Aufsichtsrat Mio. € 0,9 in die Gewinnrücklagen des Mutterunternehmens eingestellt.

Die Quote des bilanziellen Eigenkapitals beträgt 44,9 % gegenüber 42,9 % im Vorjahr. Das für uns entscheidende wirtschaftliche Eigenkapital, das neben dem bilanziellen Eigenkapital auch ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von Mio. € 14 (Vorjahr: Mio. € 14) sowie die abgegrenzten Zuschüsse von Mio. € 3,7 (Vorjahr: Mio. € 4,6) enthält, beträgt 56 % (Vorjahr: 55 %). Der Anstieg der Eigenkapitalquoten ist vor allem auf die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des erwirtschafteten Gewinns zurückzuführen.

Den Pensionsrückstellungen wurden die vollen Werte, die nach BilMoG ermittelt wurden, zugeführt. Dies waren noch Mio. € 0,2 (aufgerundet). Von den Rückstellungen wurden die zurechenbaren Werte aus Ansprüchen an Versicherungen in Höhe von zusammen Mio. € 3,8 (Vorjahr: Mio. € 4,3) abgezogen. Der Ausweis der Pensionsrückstellungen hat dadurch insgesamt um Mio. € 0,4 (Vorjahr: Mio. € 1,1) abgenommen. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen ein Rechnungszinsfuss von 5,14 % (Vorjahr: 5,15 %) und ein jährlicher Rententrend von 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) zugrunde.

Von den anderen Rückstellungen haben die Steuerrückstellungen um Mio. € 0,9 und die sonstigen Rückstellungen um Mio. € 1,6 zugenommen.

Die Bankkredite sind mit Mio. € 27,7 annähernd gleich geblieben. Wird die Entwicklung der Bankguthaben mit einbezogen, hat sich die Nettobankverschuldung um Mio. € 0,3 erhöht. Die aus dieser Verschuldung resultierenden Finanzierungskosten sind ebenfalls annähernd gleich geblieben.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind trotz der gestiegenen Betriebsleistung um Mio. € 0,6 zurückgegangen.

Die übrigen Verbindlichkeiten, die auch die kurzfristigen Betriebsmittelkredite der ERWO Holding AG beinhalten, haben um Mio. € 0,8 abgenommen. Die Betriebsmittelkredite der ERWO Holding AG betragen unverändert Mio. € 10.

Cashflow und Finanzierung

Die Finanzlage war im Jahr 2011 durch die starke Geschäftsausweitung in den großen Geschäftsbereichen gekennzeichnet. Hohe Mittelzuflüsse aus einer starken Geschäftsausweitung wurden durch weitere Mittelbindungen im Working Capital teilweise kompensiert. Die Investitionstätigkeit war, wie im Vorjahr auch, noch von Vorsicht gekennzeichnet und führte daher zu relativ niedrigen Investitionsausgaben.

Finanzierung

Die Finanzierungsaufgaben des Textilgruppe Hof Konzerns werden von der Textilgruppe Hof AG wahrgenommen. Dazu gehört die zentrale Kreditaufnahme zur Deckung des Finanzbedarfs der Tochtergesellschaften ebenso wie die Sicherung der entsprechenden Liquiditätsausstattung durch Vereinbarung angemessener Kreditlinien mit den Banken. Derivative Finanzinstrumente nutzen wir ausschließlich zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.

Aufgrund der Erfahrungen aus der vorausgegangenen Finanzkrise wurde zum 21. Juli 2010 zwischen der TGH AG und den inländischen Tochtergesellschaften auf der einen Seite und den bisher finanzierenden Hausbanken Commerzbank AG, UniCredit Bank AG und Bayerische Landesbank Anstalt des öffentlichen Rechts andererseits die Finanzierung der Textilgruppe Hof in eine Konsortialfinanzierung geändert. Hierbei wurde ein Kreditvolumen von Mio. € 38, aufgeteilt in Mio. € 18 Langfristkredite mit einer Laufzeit von fünf Jahren und Mio. € 20 Betriebsmittelkredite und -kreditlinien fest für eine Laufzeit von drei Jahren gewährt. Die Kreditaufnahme erfolgt ausschließlich durch die TGH AG. Durch diese Konsortialfinanzierung konnte die Finanzierungssicherheit erheblich gesteigert werden.

Cashflow

Der Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 6,7 auf Mio. € 6,1 zurückgegangen. Der nur geringe Mittelüberschuss ist vor allem auf die zusätzliche Mittelbindung in das Working Capital in Höhe von Mio. € 5,8 aufgrund des stark gestiegenen Geschäftsvolumens zurückzuführen.

Die Kurzfassung der Konzernkapitalflussrechnung zeigt die folgenden Komponenten:

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in Mio. € 2011 2010
Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 6,1 12,8
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -6,5 -5,7
Mittelzufluss (-abfluss) aus der Finanzierungstätigkeit 0,1 -5,8
Veränderung der liquiden Mittel -0,3 1,3

Im Working Capital ergaben sich aufgrund der gestiegenen Produktion ein Aufbau der Vorräte um Mio. € 5,7 was einer Mittelbindung in gleicher Höhe entsprach. Bei den Forderungen und sonstigen Aktiva ist der gleiche Trend erkennbar. Die Ausweitung des Geschäftsvolumens bedingt üblicherweise auch einen Anstieg der Forderungen. Die Forderungen (vor Vermögensverrechnung) haben um Mio. € 1,2 zugenommen. Sowohl die Zunahme bei den Vorräten als auch die bei den Forderungen fällt geringer aus, als es der Geschäftsausweitung entsprochen hätte. Das bedeutet, dass die Forderungsumschlagshäufigkeit geringfügig zugenommen haben muss.

Durch die Erhöhungen der Steuerrückstellungen wie der sonstigen Rückstellungen kam es zu einer Mittelfreisetzung von Mio. € 2,6. Diese wird durch die Verringerung der Lieferantenschulden und der sonstigen Verbindlichkeiten um zusammen Mio. € 1,4 wieder teilweise kompensiert, so dass es in diesem Bereich zu einer Mittelfreisetzung von per Saldo Mio. € 1,2 kommt.

Die Mittelzuflüsse aus Anlagenverkäufen wurden dem Anlagenbereich zugeordnet. Die direkte Investitionstätigkeit sowie die Einzahlungen aus Anlagenabgängen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen und Finanzanlagen führten insgesamt zu einem Finanzmittelbedarf im Anlagenbereich von Mio. € 6,5 (Vorjahr: Mio. € 5,7). Der sich danach ergebende Finanzbedarf von Mio. € 0,4 wurde gedeckt durch eine Erhöhung der Bankverbindlichkeiten um Mio. € 0,1 sowie einen Abbau der Geldbestände um Mio. € 0,3.

Ertragslage des Konzerns

Die in den ersten Monaten des Jahres 2011 fortgesetzten rasanten Preissteigerungen vor allem bei der Baumwolle haben in unserem größten Geschäftsbereich yarns & fabrics in dieser Zeit zu einer rasanten Geschäftsentwicklung geführt. Die Absatzmärkte schienen sich, wie bereits im Vorjahr, zu einem Anbietermarkt gewandelt zu haben. Die Furcht vor weiteren Preisanstiegen und Lieferschwierigkeiten bei den textilen Produkten hat es in dieser Zeit relativ leicht gemacht, auskömmliche Preise bei den Kunden des Geschäftsbereichs yarns & fabrics zu realisieren. Die Verkaufspreise spielten in dieser Phase nicht die entscheidende Rolle wie in den Vorjahren; Hauptsache war, dass wir liefern konnten. Unsere Spinnereien hatten ihre Kapazitäten maximal ausgelastet. Als jedoch ab Ende April die ersten Preisrückgänge bei der Baumwolle einsetzten und sich kurze Zeit später herauskristallisierte, dass diese eine Trendwende einläuteten, brach spätestens zur Jahresmitte die Nachfrage nach den Produkten dieses Geschäftsbereichs drastisch ein und der Traum vom Anbietermarkt brach fast über Nacht in sich zusammen. Die Preise für Baumwolle sind bis Jahresende 2011 wieder um fast zwei Drittel eingebrochen und lagen nur noch wenig über ihrem Ausgangsniveau vor zwei Jahren. Die Kunden gingen sofort in eine abwartende Haltung über. Niemand wollte zu teuer einkaufen. Die Märkte entwickelten sich nahezu von einem auf den anderen Tag zurück in einen Käufermarkt. Die Kunden haben bei ihren Preisvorstellungen weitere Preisreduzierungen antizipiert und konnten diese niedrigen Preise auch durchsetzen. Die Folge waren immense Abwertungen der Baumwollbestände wie auch der daraus hergestellten Fertigerzeugnisse. Die Abwertungen auf die Baumwollfasern erreichten bei ungünstigen Konditionen einen Umfang von bis zu € 2,00 je kg. Der Großteil der Abwertungen blieb natürlich unter diesem Maximalwert. Verteilt man diesen Maximalwert von € 2,00 auf die Dauer der fallenden Preise, dann ergibt sich eine monatliche Abwertung von € 0,25 je kg Baumwolle. Bei sinkenden Marktpreisen für Baumwolle müssen diese Abwertungen vorgenommen werden, unabhängig davon, ob die Baumwolle in ein Produkt einfließt, das nach deren Herstellung zu auskömmlichen Preisen verkauft wird oder nicht. Wenn auch diese Marktverhältnisse bei fallenden Preisen seit langem bekannt sind, war der Zeitpunkt des Überschreitens des Preishöhepunktes und der anschließende Preisverfall, wie auch dessen Ausmaß und Geschwindigkeit von uns und auch von anderen Marktteilnehmern nicht absehbar. Aus der anfänglichen guten Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten des Jahres wurde bis zum Jahresende eines der schwierigsten Geschäftsjahre und bereitete dem Geschäftsbereich erhebliche Verluste.

Je weiter die Geschäftsbereiche von der Baumwolle entfernt waren, umso geringer waren diese Einflüsse. Der Geschäftsbereich nonwovens hat sogar das beste Ergebnis seit Bestehen erzielen können.

Die Umsatzerlöse sind im Konzern um Mio. € 27,7 auf Mio. € 224,1 angestiegen. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 14,1 %. Mit Ausnahme des Geschäftsbereichs home deco, konnte der Geschäftsbereich nonwovens sowie der Geschäftsbereich yarns & fabrics Umsatzsteigerungen von 19,7 % bzw. 12,3 % erzielen. Diese Umsatzsteigerungen sind jedoch nicht nur mengenbedingt. Gerade im Geschäftsbereich yarns & fabrics waren die Umsatzsteigerungen teilweise durch den anfänglichen erheblichen Preisanstieg auf den Rohstoffmärkten vorangetrieben worden. Hier ging die Absatzmenge um etwa 8 % zurück, während die Erlöse um 12,3 % zunahmen. Im Geschäftsbereich nonwovens hingegen konnte die Absatzmenge um rund 10 % gesteigert werden.

Für die Auswirkungen dieser extremen Rohstoffpreissteigerungen sowie für die Entwicklung in den einzelnen Tochtergesellschaften verweisen wir auf den Abschnitt Geschäftsbereiche.

Die Bestandsveränderung von Mio. € 4,0 (Vorjahr: Mio. € -9,8) spiegelt den bereits beschriebenen geschäftsbedingten Aufbau der Lagerhaltung bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen wider.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit Mio. € 3,7 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,7 niedriger ausgefallen. Ursächlich für diese Entwicklung sind vor allem Mio. € 0,3 niedrigere vereinnahmte Zuschüsse in Höhe von Mio. € 0,1 und um Mio. € 0,2 niedrigere periodenfremde Erträge von Mio. € 0,2. Die übrigen Posten sind fast unverändert geblieben. Sie umfassen im Wesentlichen Erträge aus Anlagenabgängen mit Mio. € 0,5 (Vorjahr: Mio. € 0,6), Auflösung von erhaltenen Investitionszuschüssen mit Mio. € 0,9 (Vorjahr: Mio. € 0,9), Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen mit Mio. € 0,5 (Vorjahr: Mio. € 0,5), Kursgewinne mit Mio. € 0,9 (Vorjahr: Mio. € 0,9), Vermietungs- und übrige Umsätze mit Mio. € 0,7 (Vorjahr: Mio. € 0,8).

Der Materialaufwand, bezogen auf die Betriebsleistung, ist im zurückliegenden Geschäftsjahr durch die enormen Rohstoffpreissteigerungen vor allem bei Baumwolle und den folgenden Abwertungen der Baumwolle auf 62 % angestiegen (Vorjahr: 57 %). Diese Preissteigerungen haben bis in den März des Jahres 2011 hinein angehalten. Im April hatte das Preisniveau für Baumwolle seinen Höhepunkt erreicht. Im Anschluss an die nachfolgend drastisch gefallenen Baumwollpreise, die bis zum Jahresende 2011 wieder ihren niedrigsten Stand des Jahres erreicht hatten, waren immense Abwertungen bei der Baumwolle vorzunehmen. Die anfänglichen massiven Preissteigerungen, denen drastische Preiseinbrüche folgten, führten unweigerlich zu zusätzlichen Abwertungen für den Teil der teuer eingekauften Baumwolle. Es haben sich aber auch andere Rohstoffe verteuert. Je mehr diese als Ersatz der teuren Baumwolle eingesetzt werden konnten, umso stärker waren auch hier die Preissteigerungen. Nicht zuletzt haben auch die Energiekosten einen maßgeblichen Beitrag zur Verteuerung der Materialkosten beigetragen. Beide Effekte, Preiserhöhungen wie auch Abschreibungen, haben die Materialaufwandsquote deutlich erhöht. Wenn sich das Preisniveau bei der Baumwolle wieder festigt, wird auch die Materialaufwandsquote wieder in einen normalen Bereich unter 60 % zurückgehen.

Die Personalkosten sind unterproportional nur um Mio. € 1,5 angestiegen; das entspricht 3,6 % bei einer Steigerung der Betriebsleistung von 22 %. Ursächlich für diese Entwicklung ist der Umstand, dass sich der Einsatz von externen Leiharbeitern, die zur Abdeckung von Beschäftigungsspitzen eingestellt wurden, erhöht hatte. Der Aufwand für diese Leiharbeiter wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der verhältnismäßig gering ausgefallene Anstieg der Personalkosten ist allerdings auch dadurch bedingt, dass z.B. der Geschäftsbereich nonwovens seine Kapazitäten fast das gesamte Geschäftsjahr hindurch voll auslasten konnte.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (einschließlich Auszubildender) ist im Konzern aufgrund der insgesamt gesehen guten Auftragslage auf 1.585 angestiegen (Vorjahr: 1.556).

Die Abschreibungen, die durchgehend Fixkostencharakter haben, sind mit Mio. € 8,6 zum Vorjahr um Mio. € 0,4 niedriger ausgefallen. Der Rückgang resultiert aus der bisher noch zurückhaltenden Investitionspolitik, die uns die gute Ausstattung der Betriebe, die durch umfassende Rationalisierungsinvestitionen vor wenigen Jahren erreicht wurde, ermöglicht.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die ebenfalls, wenn auch zu geringerem Anteil, Fixkosten enthalten, zeigen sich auch die Auswirkungen einer in Teilen sehr guten Auftragslage. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um Mio. € 2,0 angestiegen. Der größte Teil dieser Kostensteigerung entfällt auf die Betriebskosten. Diese haben um Mio. € 1,5 auf Mio. € 8,7 zugenommen. Die Aufwandsquote in Beziehung zur Gesamtleistung ist von 12,8 % auf 11,7 % zurückgegangen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen identisch zur Entwicklung der Personalkosten.

Die Verwaltungskosten sind von Mio. € 5,6 unterproportional auf Mio. € 6,1 und die Vertriebskosten von Mio. € 9,2 auf Mio. € 9,3 angestiegen. Die Kursverluste belaufen sich unverändert auf Mio. € 0,8. Der Aufwand aus Forderungsausbuchungen und -verlusten ist erfreulicherweise von Mio. € 0,9 wieder auf Mio. € 0,5 zurückgegangen. Übrige Aufwendungen, die keinem besonderen Funktionsbereich zugeordnet werden können, sind von Mio. € 0,9 auf Mio. € 1,3 angestiegen.

Stellt man die Betrachtung auf das Betriebsergebnis unter Abzug der sonstigen Steuern ab, so zeigt sich, dass dieses aufgrund der guten Geschäftsentwicklung vor allem im Geschäftsbereich nonwovens nochmals von Mio. € 7,5 auf Mio. € 9,1 gesteigert werden konnte.

Das Beteiligungsergebnis weist in diesem Geschäftsjahr ausschließlich den "at equity" erfassten anteiligen Gewinn aus dem assoziierten Unternehmen "Supreme Nonwovens" in Indien mit Mio. € 0,6 aus (Vorjahr: Mio. € 0,6). Das assoziierte Unternehmen konnte eine ähnlich positive Geschäftsentwicklung aufweisen wie der gesamte Geschäftsbereich nonwovens der Textilgruppe Hof. Im Geschäftsjahr 1. April 2010 bis 31. März 2011 hatte die Supreme Nonwovens Pvt. Ltd. einen umgerechneten Jahresüberschuss von Mio. € 1,6 (Vorjahr: Mio. € 1,4) erwirtschaftet.

Das negative Finanzergebnis von Mio. € -3,4 hat sich um Mio. € 0,2 verschlechtert. Der Anstieg der Zinsen ist auf eine erhöhte unterjährige Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten zurückzuführen. Das Finanzergebnis enthält mit Mio. € 0,7 die nicht zahlungswirksame Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (Vorjahr: Mio. € 0,7).

Im außerordentlichen Ergebnis ist der Aufwand aus der Erhöhung der Pensionsrückstellungen aufgrund der Umstellung auf die Bewertungsvorschriften des BilMoG in Höhe von Mio. € 0,2 (aufgerundet) ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen haben damit im Konzern die vollen Sollwerte nach BilMoG erreicht.

Die Ertragsteuern zeigen einen Aufwand von Mio. € 0,7. Dieser ergibt sich aus Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr 2011 in Höhe von Mio. € 0,4 (Vorjahr: Mio. € 0,3), nachträglichen Steuerbelastungen aus der abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfung in Höhe von Mio. € 0,4, denen Steuererstattungen für Vorjahre und aus den latenten Steuern von Mio. € 0,1 entgegenstehen.

Der Konzernjahresüberschuss konnte von Mio. € 3,8 im Vorjahr auf Mio. € 5,5 gesteigert werden.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem von der Textilgruppe Hof AG erzielten Jahresüberschuss von T€ 1.924 (Vorjahr: T€ 2.926) bezogen auf 5.444.800 Aktien mit € 0,35 je Aktie (Vorjahr: € 0,54). Das Ergebnis je Aktie bezogen auf das Konzernergebnis von T€ 5.461 (Vorjahr: T€ 3.779) beträgt € 1,00 je Aktie (Vorjahr: € 0,69).

Mitarbeiter

Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 1.585 gegenüber 1.556 im Vorjahr beschäftigt. Der Anstieg resultiert aus der guten Auftragslage im Geschäftsbereich nonwovens, aber auch im Geschäftsbereich yarns & fabrics, in dem die Auftragslage über einen Großteil des Jahres als gut eingestuft werden kann.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Anlagen und Finanzanlagen betrugen im Jahr 2011 Mio. € 7,3 (Vorjahr: Mio. € 6,6).

Die Geschäftsbereiche

yarns & fabrics

Im Geschäftsbereich yarns & fabrics haben die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 11,9 % zugenommen. Diese Zunahme ist in erster Linie auf die in den ersten vier Monaten aufgrund der enormen Rohstoffpreiserhöhungen notwendig gewordenen Preisanhebungen gegenüber den Kunden zurückzuführen. Der Preisanstieg der Rohstoffe konnte hierbei nicht in gleichem Maße an die Kunden weitergegeben werden. Die Preise für die Baumwolle waren innerhalb von etwa eineinhalb Jahren nahezu auf das Vierfache des Ausgangsniveaus angestiegen. Durch die in den Monaten April und Mai eingetretene Trendwende bei der Baumwollpreisentwicklung, die dann schließlich in einem ebenso drastischen Preisverfall bis zum Ende des Geschäftsjahres verfiel, konnten die zeitlich immer nachlaufenden Preiserhöhungen gegenüber den Kunden nicht mehr umgesetzt werden. Die Kunden ihrerseits hielten sich in dieser Phase zunächst mit ihrem Orderverhalten zurück, da man immer weiter fallende Preise erwartete. Der erwartete Preisverfall wurde von den Kunden weitgehend antizipiert. Der nachhaltige Schaden bei einer rechtlichen Durchsetzung der Vertragstreue wäre hier wohl größer als ein vorübergehendes Nachgeben. In dieser Entwicklung im zweiten Halbjahr hat der Geschäftsbereich deutlich an seiner Rohmarge verloren. Durch die bis zum Jahresende ständig fallenden Baumwollpreise waren die Baumwollbestände aus der Rohstoffbevorratung, die bei uns aus Sicherheitsgründen etwa bei drei bis vier Monate liegen muss, monatlich weiter abzuwerten. Diese Abwertungen sind zwingend vorzunehmen, selbst insoweit als kostendeckende Aufträge von den Kunden vorliegen. Die Absatzmenge des Geschäftsbereichs hat vor allem wegen der Entwicklung im zweiten Halbjahr um insgesamt rund 8 % abgenommen.

Die Fertigwarenläger, die bereits im Vorjahr kräftig abgebaut wurden, haben durch die zurückhaltende Orderpolitik der Kunden im zweiten Halbjahr leicht zugenommen. Es kam zu einer wertmäßigen Bestandserhöhung von Mio. € 1,3.

Die Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ist mit Mio. € 106,7 um 28,1 % angestiegen.

Die anfänglichen Preissteigerungen bei den Rohstoffen, die von der Baumwolle ausgingen und dort am höchsten waren, hat auch die Preise bei anderen Fasern, die die Baumwollfasern ersetzen konnten, ansteigen lassen. Der auf diese außerordentlichen Preissteigerungen zurückzuführende Margenverlust und ergänzend die in der zweiten Jahreshälfte zwingend vorzunehmenden Abwertungen der Rohstoffbestände haben den Materialaufwand drastisch in die Höhe getrieben. Dieser hat sich überproportional um 39 % erhöht und hat damit die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung von 67,5 % auf 73,1 % ansteigen lassen. Der Rohertrag ist damit zwangsläufig von 35,2 % auf 28,8 % gefallen. In absoluten Beträgen ist der Rohertrag damit von Mio. € 29,4 auf Mio. € 30,7 angestiegen.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr mit Mio. € 17,5 fast unverändert geblieben. Dass der Personalaufwand nicht weiter angestiegen ist, liegt daran, dass der Anstieg der Betriebsleistung in erster Linie preisbedingt war. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nur leicht um drei Mitarbeiter erhöht, wobei jedoch in den Hofer Spinnereien und in der Weberei in Hof in den letzten beiden Monaten des Jahres Kurzarbeit eingeführt wurde. Ein weiterer Teil der Auslastungsschwankungen wird über den Einsatz von Leiharbeitern abgedeckt, die den Personalaufwand nicht tangieren.

Die Abschreibungen gingen wegen des Ablaufs von Nutzungsdauern von Mio. € 2,4 auf Mio. € 2,0 zurück. Da wir auch diesen Geschäftsbereich vor wenigen Jahren mit umfangreichen Rationalisierungsinvestitionen auf einen technologisch guten Stand gebracht haben, hielten wir es für geboten, gerade unter den starken Unsicherheiten, die sich aus der zurückliegenden Entwicklung in diesem Geschäftsbereich ergaben, die Investitionsausgaben vorerst noch auf das Notwendige zu beschränken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wegen der überwiegenden variablen Kosten, wie Betriebs- und Vertriebskosten, unterproportional zur Gesamtleistung um 14 % angestiegen. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung ging dadurch von 14,8 % auf 13,1 % zurück.

Die besonderen Schwierigkeiten, die sich aus diesen außerordentlich hohen Preissteigerungen bei dem Hauptrohstoff Baumwolle, denen von einem Tag auf den anderen wieder ein totaler Preiseinbruch folgte, hatte dem Geschäftsbereich yarns & fabrics massive Verluste zugefügt. Das Betriebsergebnis auf Basis von konsolidierten Beträgen, das im Vorjahr noch bei einem Fehlbetrag von Mio. € -2,9 lag, konnte nicht, wie noch bis zum ersten Halbjahr erwartet, teilweise abgebaut werden, sondern fiel wieder zurück auf einen Fehlbetrag von Mio. € -3,0.

Das Finanzergebnis wird bestimmt durch die Verzinsung der Cashpool-Schulden. Die Verzinsung richtet sich nach dem Drei-Monats-Euribor als Basis zuzüglich einer festen Marge. Im Geschäftsjahr 2011 hat der Drei-Monats-Euribor wieder begonnen, leicht zu sinken. Die Zinsaufwendungen des Geschäftsbereichs sind deshalb um Mio. € 0,2 zurückgegangen, so dass sich das Finanzergebnis insgesamt um Mio. € 0,2 auf Mio. € -1,4 verbessern konnte.

Der Geschäftsbereich weist insgesamt ein Vorsteuerergebnis von Mio. € -4,4 gegenüber Mio. € -4,5 im Vorjahr aus.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsbereich yarns & fabrics 676 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 663). Zum jeweiligen Jahresende betrugen die entsprechenden Zahlen 667 und im Vorjahr 676.

Die Investitionen betrugen insgesamt Mio. € 0,7 (Vorjahr: Mio. € 2,2) und betrafen vor allem übliche Ersatzinvestitionen.

home deco

Bei der Dekorationsstoffbranche scheint die allgemein gute Wirtschaftsentwicklung noch nicht angekommen zu sein. Die Branche hat nach wie vor mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Diese lagen im Geschäftsjahr bei -1,6 %. Ursächlich hierfür ist ein Wandel im Zeitgeist und dessen Auswirkungen auf die relevanten home deco Märkte. Seit Jahren geht der Trend hin zu Niedrigpreisprodukten bei Vorhangfertigschals. Ein weiteres Problem stellen die stärker zunehmenden Importe aus asiatischen Ländern und der Wandel hin zu Rollos und Sonnenschutzsystemen dar. Gerade diese Importe versorgen die Märkte mit billigen Fertigprodukten. Während dieser Konkurrenzdruck aus Asien in anderen Bereichen der Textilindustrie zumindest nicht mehr zunimmt, erlebt nun die Dekostoffbranche seit wenigen Jahren diese starke Konkurrenz.

Der Geschäftsbereich home deco kann sich diesen Einflüssen auf die Branche nicht entziehen. Es scheint jedoch, als sei der bisherige Rückgang gestoppt worden. Die Umsatzerlöse blieben mit rund Mio. € 21 auf dem Vorjahresniveau, wobei die zugrundeliegende Absatzmenge um rund 6,2 % niedriger lag. Das bedeutet, dass der Durchschnittspreis dementsprechend um etwa 6,4 % zugenommen hat. Von den Artikelgruppen aus gesehen, konnte der Umsatz mit konfektionierter Ware um 7 % gesteigert werden. Der Anteil der Konfektion ist daher von 35 % im Vorjahr auf 38 % angestiegen. Hinsichtlich der Absatzgebiete konnte der Inlandsumsatz geringfügig um 2 % gesteigert werden, während der Auslandsumsatz um rund 8 % zurückfiel. Dadurch hat sich auch der Anteil der Exportumsätze um 2 %-Punkte auf 24 % verringert.

Die im Geschäftsjahr 2009 begonnene Verlängerung der Wertschöpfungskette durch Vergabe von Lohnkonfektionsaufträgen an eine rumänische Tochtergesellschaft zeigte erste Erfolge in der Weise, dass bisherige Leerkosten der Tochtergesellschaft produktiv genutzt werden konnte. Wie bereits erwähnt, haben auch die Umsätze mit konfektionierter Ware deutlich zugenommen. Dies zeigt, dass die Konzeption der Verlängerung der Wertschöpfungskette auch im Geschäftsjahr 2011 weiter gut vorangekommen ist.

Die Materialkosten haben um 11 % auf Mio. € 7,8 zugenommen. Bei annähernd unveränderter Gesamtleistung ist dadurch auch die Materialaufwandsquote von 33,7 % auf 37,6 % angestiegen. Die Steigerung bei den Materialkosten ist auf Preissteigerungen einzelner Vorprodukte und vor allem der Energiekosten zurückzuführen. Diese Preissteigerungen konnten nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden. Vor allem im Niedrigpreissegment führte dies zu Reduzierungen der Absatzmengen. Die ungünstigeren Kostenverhältnisse aufgrund einer nicht zufriedenstellenden Auslastung der Betriebskapazitäten bestanden auch in diesem Jahr fort.

Bei unveränderten Personalkosten von Mio. € 7,4 ist die Personalkostenquote auch nur minimal von 35,4 % auf 35,6 % angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit Mio. € 5,1 leicht um Mio. € 0,1 zurückgegangen.

Auch die Finanzierungskosten sind mit Mio. € 0,4 unverändert geblieben.

Insgesamt ergab sich vor allem aufgrund des dargestellten Margenverlustes ein Vorsteuerergebnis von Mio. € 0,4 gegenüber Mio. € 1,1 im Vorjahr.

In den außerordentlichen Aufwendungen werden mit Mio. € 0,1 die Zuführungen zu den nach BilMoG bewerteten höheren Rückstellungen ausgewiesen. Die Rückstellungen haben damit den vollen Sollwert nach BilMoG erreicht.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsbereich home deco 345 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 374). Die Personalanpassung erfolgte vor allem bei einer rumänischen Tochtergesellschaft.

Die Investitionen belaufen sich auf Mio. € 1,0 (Vorjahr: Mio. € 0,4) die größtenteils das Stammunternehmen Neutex Home Deco GmbH betreffen.

Für das kommende Geschäftsjahr bereiten uns vor allem die steigenden Energiekosten Sorge. Bei dem unverändert von asiatischen Ländern ausgehenden Konkurrenzdruck wird es sehr schwer werden, reine Preissteigerungen ohne jegliche qualitative Veränderung an die Kunden weiter zu geben. Wir werden unsere Aktivitäten bei den Objektgeschäften sowie den Einsatz unserer Produkte in industrielle Anwendungen weiter ausbauen. Die verloren gegangenen Mengen im unteren Preissegment wollen wir durch eine differenzierte Preisgestaltung wieder teilweise zurückgewinnen. Eine Verbesserung der Betriebsauslastung wird dann auch wieder zu günstigeren Kostenkonstellationen führen.

nonwovens

Der Geschäftsbereich nonwovens hat von der guten konjunkturellen Lage profitiert. Die Umsatzerlöse nahmen um 19,7 % zu und betrugen Mio. € 98 (Vorjahr: Mio. € 81,8). Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2009 betrugen die Umsätze Mio. € 57,9 und die Vorkrisenumsätze beliefen sich auf rund Mio. € 69. Diese Zahlen machen die Umsatzsprünge des Geschäftsbereichs deutlich. Ein besonders starkes Wachstum legten wiederum die technischen Vliese vor. Diese konnten Steigerungsraten von über 20 % erreichen. Aber auch der sonst eher schrumpfende Bereich der Bekleidungsvliese hat mit einer Zunahme von 3 % etwas zulegen können.

Unter regionalen Gesichtspunkten ist vor allem der Umsatz mit Drittländern um 28 % angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die sehr gute Geschäftsentwicklung der amerikanischen Tochtergesellschaft HTI zurückzuführen. Die Umsätze haben hier vor allem aufgrund des positiven Automotivgeschäfts um 44 % zugelegt. Die Umsätze innerhalb der EU haben um 18,9 % und die Inlandsumsätze mit 15,1 % leicht unterproportional zugenommen. Demzufolge ist auch der Anteil der Inlandsumsätze von 42,5 % auf 41 % zurückgegangen, während die Auslandsumsätze auf 59 % angestiegen sind. In den USA war der Automotivebereich Auslöser dieser positiven Entwicklung, in Deutschland lag die treibende Kraft diesmal auch bei den übrigen technischen Textilien.

Die wirtschaftliche Situation in 2011 hat dafür gesorgt, dass alle Betriebe des Geschäftsbereichs nonwovens voll beschäftigt waren und an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Im größten Vlieswerk in Hof konnte die Produktion durch weitere Sonderschichten und weniger Rüstzeiten sogar noch mal um 10 % gesteigert werden. Die Verbesserung von Auslastung und Ausbringungsmenge hat die Kostenstrukturen weiterhin verbessert.

Dies gilt auch für den jüngsten Betrieb in Reichenbach. Ohne weitere Investitionen kann der Vliesbereich die günstigen Rahmenbedingungen, die der Markt bietet, nicht nutzen und damit auch nicht weiter wachsen. Diese hohe Auslastung birgt aber auch Schattenseiten, die beseitigt werden sollten. Durch die gute Auftragslage sind fast keine Betriebskapazitäten mehr frei, die für weitere Produktentwicklungen zwingend notwendig sind.

In den nachfolgenden Zahlen wird das Ausmaß der Verbesserungen in der Kostenstruktur deutlich. Die Materialaufwendungen sind durch die Rohstoffpreiserhöhungen, die auch bei den Synthetikfasern und Chemikalien eingetreten sind, etwas stärker angestiegen, als es der Steigerung der Gesamtleistung entspricht. Sie sind von Mio. € 44,8 um 28,9 % auf Mio. € 57,8 angestiegen. Ihr Anteil an der Gesamtleistung (vor sonstigen betrieblichen Erträgen) wuchs von 53,9 % auf 57,3 %. Die höhere Betriebsauslastung in Verbindung mit größeren Losgrößen hat dazu geführt, dass die Anlauf- und Auslaufverluste, die bei häufigerem Umrüsten entstehen, geringer ausfielen und so die steigenden Rohstoffkosten mehr als kompensieren konnten.

Bei den Personalkosten zeigt sich die Verbesserung der Kostenstrukturen wohl am deutlichsten. Diese haben um lediglich 7,2 % auf Mio. € 15,9 zugenommen. Ihr Anteil an der Gesamtleistung ist von 17,8 % auf 15,7 % zurückgegangen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein größerer Teil variabler Kosten, wie Betriebs- und Vertriebskosten, enthalten, so dass diese um 15,5 % auf Mio. € 12,4 angestiegen sind. Ihr Anteil an der Gesamtleistung hat sich dennoch von 13 % auf 12,3 % verringert.

Das danach verbleibende Betriebsergebnis beläuft sich auf Mio. € 12 gegenüber Mio. € 10,3 im Vorjahr.

Das Finanzergebnis ist mit Mio. € -2,2 annähernd gleich geblieben. Ebenso ist der Ertrag aus dem im Konzern "at equity" erfassten Jointventure mit Mio. € 0,6 gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben.

Der Geschäftsbereich Vliesstoffe schließt insgesamt mit einem konsolidierten Vorsteuerergebnis von Mio. € 10,4 gegenüber Mio. € 8,6 im Vorjahr ab.

Im Jahresdurchschnitt waren 424 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 410).

Die Investitionen im Geschäftsbereich nonwovens betrugen insgesamt Mio. € 5,4 (Vorjahr: Mio. € 3,7) und betreffen ausschließlich Sachanlagen. Der Schwerpunkt der Sachanlageninvestitionen lag hierbei mit Mio. € 2,2 im Vlieswerk der Techtex GmbH, Mittweida (Beginn einer Betriebserweiterung mit rund Mio. € 10,0). In den beiden Betrieben der eswegee in Reichenbach und Hof wurden Mio. € 1,5 und in der Tochtergesellschaft Hof Textiles Inc. in den USA wurden weitere Mio. € 1,7 investiert.

Auch im Geschäftsbereich Vliesstoffe werden weiterhin die Kostensteigerungen der Rohstoffe und der Energie die künftige Ertragslage belasten. Ein weiteres Problem stellen Schwierigkeiten hinsichtlich benötigter Mengen und terminlicher Verfügbarkeit der Rohstoffe dar. Wir sind bemüht, unsere Rohstoffversorgung durch einen Aufbau der Rohstoffbevorratung noch besser abzusichern.

Für das kommende Geschäftsjahr sind im gesamten Geschäftsbereich Investitionen in Höhe von rund Mio. € 8,2 vorgesehen. Die Investitionen sollen den Geschäftsbereich nonwovens in die Lage versetzen, gegebene Marktchancen zu nutzen, aber auch kapazitätsbegrenzende Engpässe in den Betriebsabläufen zu beseitigen.

Risikobericht

Die Textilgruppe Hof ist als international tätiger Konzern in der industriellen Textilfertigung Risiken ausgesetzt. Gemäß § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand der Textilgruppe Hof AG in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risikopositionen eingerichtet. Aufgrund der dezentralen Organisationsstrukturen stellt das Risikomanagement einen integralen Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses dar. Die Textilgruppe Hof AG und deren Tochtergesellschaften haben ein einheitliches Risikomanagementsystem, das laufend fortentwickelt und den sich wandelnden Anforderungen angepasst wird. Die Textilgruppe Hof ist aufgrund ihrer diversifizierten Struktur in den einzelnen Geschäftsbereichen auch unterschiedlichen Risiken und Risikoschwerpunkten ausgesetzt. Dies führt dazu, dass es zu einem gewissen Risikoausgleich innerhalb der Textilgruppe Hof kommt.

Im Finanzbereich haben wir für Zahlungsströme und das Zins- und Forderungsmanagement effiziente Kontrollsysteme etabliert. Von der TGH AG als Holding werden Finanzierungsrisiken zentral abgesichert und die Linienausnutzung der Tochtergesellschaften bei den Banken überwacht und gesteuert. Kurssicherungsgeschäfte in den einzelnen Tochtergesellschaften werden durch die Holding überwacht und koordiniert. In Verbindung mit einem täglichen Cash-Pooling mit allen Geschäftsbanken hat die Holding ständig Einblick in die finanzielle Entwicklung bei den Tochtergesellschaften.

Im Bereich des Forderungsmanagements gilt grundsätzlich die Maßgabe, dass Kunden nur innerhalb des von der Kreditversicherung erteilten Kreditlimits beliefert werden dürfen. Wesentliche Abweichungen davon sind der Konzernleitung zur vorherigen Genehmigung vorzulegen. Die Holding erhält monatlich Kennzahlen über Zielinanspruchnahmen, Fälligkeiten und Überfälligkeiten der Außenstände. Dieses Forderungsmanagement ermöglicht es, Chancen wahrzunehmen, ohne dass dadurch die Risiken unkontrolliert zunehmen. Bei Abschluss von Geschäften, die die vorgegebenen Grenzwerte überschreiten, muss die jeweilige Gesellschaft auch eine erhöhte Risikovorsorge bilden.

Das Risikofrüherkennungssystem wird durch das Controlling und das Management in den operativen Gesellschaften sichergestellt.

Das Berichtswesen und das interne Kontrollsystem stellen sicher, dass eine zeitnahe Information der Entscheidungsträger über den Geschäftserfolg und gegebenenfalls eingetretene Fehlentwicklungen gegeben ist. Die Konzernrevision überprüft zusätzlich die Effizienz einzelner Strukturen und Abläufe, die Funktionsfähigkeit einzelner Systeme, die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen sowie die ordnungsmäßige Buchführung und die Sicherung des Vermögens. Die im Jahr 2011 vorgenommenen Überprüfungen betrafen den Personalbereich und die Lohn- und Gehaltsabrechnungen, die tatsächliche Existenz aller Rentenbezieher, die vollständige Überprüfung sämtlicher im Jahr 2011 neu abgeschlossener Verträge sowie die bewertungsrechtlichen Folgen aus der speziellen Preisentwicklung bei Baumwolle und deren Ersatzfasern und die Bewertung offener Rohstoffeinkaufskontrakte, nachdem im zweiten Halbjahr die Baumwollpreise wieder massiv eingebrochen waren. Es wurde die Praxis der Verrechnungspreise an die steuerlichen Vorgaben angepasst, um hier keine neuen steuerlichen Risiken entstehen zu lassen.

Aufgrund der dem Vorstand regelmäßig vorgelegten Berichte über die Entwicklung der Geschäftstätigkeit sowie der Revisionsberichte zu einzelnen gezielten Untersuchungen kann festgestellt werden, dass die Textilgruppe Hof über ein wirksames Risikomanagementsystem verfügt. Das Management erhält dadurch rechtzeitig Hinweise bezüglich potentieller Risiken und wird zuverlässig in die Lage versetzt, entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen.

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung (März 2012) können Umfeldrisiken und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken sowie finanzwirtschaftliche Risiken aus ungewissen künftigen Zins- und Devisenkursentwicklungen aufgeführt werden. Die bisherigen Auswirkungen einer verschärften Konkurrenzsituation aus asiatischen Ländern auf unsere Geschäftsfelder yarns & fabrics und zwischenzeitlich auch auf home deco wurden in der Vergangenheit realistisch eingeschätzt. Dies hat uns dazu verholfen, rasch auf Einflüsse reagieren zu können. Den Risiken aus einer weltweiten Verknappung der Rohstoffversorgung mit Baumwolle und anderen Fasern in den ersten Monaten des Geschäftsjahres haben wir durch strenge Einhaltung von Mindestmengen bei diesen Rohstoffen Rechnung getragen.

Latente Risiken, die man den unternehmensstrategischen Risiken zuordnen kann, bestehen im gesamten Vliesbereich. Die tragende Funktion, als Zulieferer der Automobilindustrie tätig zu sein, erfordert ein ständiges Bestreben der Verbesserung in Sachen Qualität, Lieferzuverlässigkeit und natürlich auch der Herstellungskosten, da der Abnehmer in diesem Marktsegment größere Einflussmöglichkeiten auf die Preise besitzt als der Produzent. Um hier dauerhaft bestehen zu können, muss unentwegt in neue, qualitätsverbessernde und kostensenkende Produktionsverfahren investiert werden.

Unsere Sorge über die zunehmende Konzentration im deutschen Bankensektor wurde im Zusammenhang mit der jüngsten Finanzmarktkrise bestätigt. Es hat sich gezeigt, dass es tendenziell schwieriger geworden ist, notwendige Fremdmittel zu erhalten bzw. Fremdmittelfinanzierungen aufrecht zu erhalten. Die Regelungen durch "Basel II" haben gezeigt, dass diese in der Krise verschärfend wirken und dadurch die Wirtschaftskrise noch verstärken. Die zurückliegende Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 bis 2009 hatte uns weitere Risiken vor Augen geführt. Wir hatten daraus bereits im Jahr 2010 die Konsequenzen gezogen und zusammen mit unseren finanzierenden Banken eine konsortiale Finanzierungsstruktur eingeführt, die die Finanzierungssicherheit deutlich erhöht hat. Wir hatten uns während der Wirtschaftskrise auf eine Situation knapper finanzieller Ressourcen eingestellt und unsere Investitionspläne deutlich zurückgenommen.

Die Nachfragesteigerung, die während des gesamten Geschäftsjahres 2011 wirksam war, blieb auch für den Geschäftsbereich nonwovens ganzjährig bestehen, während sie im Geschäftsbereich yarns & fabrics in der zweiten Hälfte wieder leicht zurückging. Wir haben versucht, die zusätzliche Nachfrage weitgehend mit den vorhandenen Kapazitäten zu bedienen und sind, wenn notwendig, auch in zusätzliche Sonderschichten gegangen. Diese heterogene Entwicklung in der zweiten Hälfte des Jahres 2011, die schließlich im letzten Quartal 2011 zu Kurzarbeit im Geschäftsbereich yarns & fabrics führte, und die wesentliche Margenverluste und unvermeidliche Abwertungsverluste bei Baumwolle auslöste, führte schließlich im Februar 2012 zu der Entscheidung, die Kapazitäten in diesem Geschäftsbereich zu reduzieren. Die verbliebenen Kapazitäten werden künftig in nur einer Spinnerei wieder zu kostenoptimalen Produktionsbedingungen führen.

Forschung und Entwicklung

Die weitere generelle Ausrichtung der Textilgruppe Hof auf technische Textilien auch in denjenigen Geschäftsbereichen, die der klassischen Textilindustrie zugeordnet werden (yarns & fabrics), aber vor allem bei der Vliesherstellung in der eswegee Vliesstoff GmbH und der TECHTEX GmbH Vliesstoffe verlangt einen weiteren Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in diesen Geschäftsfeldern. Unsere Produkte erfordern häufig eine intensive Entwicklungsarbeit, bis die von den Kunden vorgegebenen Produkteigenschaften technisch und kostenmäßig erreicht werden können. Es ist ein zentraler Punkt unserer Unternehmensphilosophie, auf die von den Kunden formulierten Erfordernisse einzugehen und diese am Produkt umzusetzen. Gerade die für den technischen Einsatz bestimmten Produkte müssen besondere Vorgaben erfüllen und dennoch preislich wettbewerbsfähig bzw. günstiger bleiben als das Gros der Mitanbieter. Die Unternehmen der Textilgruppe Hof sind keine Hersteller von Massenware. Stattdessen wird das Besondere und Spezielle angeboten. Dazu gehört auch, besondere Anforderungen unserer Kunden schnell und wirtschaftlich umzusetzen. In Verfolgung dieser Zielsetzung und der beschriebenen Entwicklungsaufgaben wurden in den einzelnen Unternehmen personelle Verstärkungen vorgenommen.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der Textilgruppe Hof AG hat nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der Textilgruppe Hof AG zur ERWO Holding AG und den mit ihr verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der vorstehenden Rechtsgeschäfte bekannt waren, hat die Gesellschaft bei allen Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."

Prognosebericht und Ausblick auf das Jahr 2012

Wir halten es für sehr unwahrscheinlich, dass sich die Verhältnisse bei den Baumwollpreisen, wie diese im Jahr 2011 in Erscheinung getreten sind, in diesem Ausmaß wiederholen werden. Kleinere Preisschwankungen und Preistrends wird es immer geben. Diese sind jedoch eher beherrschbar. Eine weitere Preisentwicklung, die in den letzten 10 Jahren ungebrochen nach oben ging, ist bei den Energiekosten feststellbar. Die in Folge des Reaktorunfalls vor einem Jahr in Japan beschlossene vorgezogene Abschaltung von Atomkraftwerken lässt befürchten, dass in den nächsten Jahren die Versorgungssicherheit mit Energie eingeschränkt werden könnte, und dass mit noch höherer Wahrscheinlichkeit weitere Strompreiserhöhungen auf uns zukommen werden. Es kann also nach wie vor davon ausgegangen werden, dass auch das Jahr 2012 für die Textilgruppe Hof sicherlich ein Jahr mit neuen Herausforderungen werden wird.

Die künftigen Auswirkungen einer Staatsschuldenkrise bei vielen europäischen Staaten kann von uns nur schwer eingeschätzt werden. Das hohe Maß an Unsicherheit, das von diesen ungelösten Problemen ausgeht, lässt sich am ehesten an den hektischen Ausschlägen an den Börsen in allen Teilen der Welt erkennen. Es muss jedoch verhindert werden, dass diese überzogene Nervosität auch auf die Realwirtschaft überspringt. Wenn dies geschieht, dürfte sich die gesamte Weltwirtschaft sehr rasch in Richtung einer weltweiten Rezession bewegen, mit bisher wohl nicht absehbaren Folgen. Es bleibt uns also nichts weiter übrig, als die zweifelsohne vorhandenen positiven wirtschaftlichen Entwicklungen zu unserem Vorteil zu nutzen. Wir haben im Inland durchaus noch ein günstiges wirtschaftliches Umfeld. Die Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland werden zwischenzeitlich auch wieder nach oben korrigiert. Aber selbst, wenn wir unser Geschäft im Jahr 2012 nur auf dem erreichten Niveau halten sollten, wird es zu einem verbesserten Ergebnis im Konzern kommen. Im Geschäftsbereich yarns & fabrics wird sich durch die Konzentration der etwas reduzierten Betriebskapazitäten auf nur noch eine Betriebsstätte, aufgrund der dann wesentlich verbesserten Kostenstrukturen, eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber 2011 eintreten.

Mit dem von uns geplanten Investitionsprogramm 2012 versuchen wir mit Augenmaß auf die deutlich verbesserte Nachfrage nach unseren Erzeugnissen im Geschäftsbereich nonwovens einzugehen, um die sich daraus anbietenden Wachstumschancen wahrnehmen zu können. Ein weiterer Aspekt hierbei ist, dass wir wieder Betriebskapazitäten frei bekommen, um ein ausreichendes Maß an notwendiger Entwicklungsarbeit für die Zukunft zu bewerkstelligen. Des Weiteren machen die gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen es erforderlich, in unseren Betrieben dort zu investieren, wo sich durch Vollauslastung Engpässe herausgestellt haben.

Risiken werden vor allem in der Entwicklung der Weltwirtschaft gesehen. Außerhalb von Deutschland wird hierbei mit stärkeren Rückgängen in der Wirtschaftsentwicklung gerechnet. Aufgrund der Exportabhängigkeit der Textilgruppe kann uns dieser augenblickliche Trend doch beeinträchtigen.

Unter den genannten Rahmenbedingungen halten wir für das Geschäftsjahr 2012 ein leichtes Umsatzwachstum für realisierbar. Jedoch gilt es zu berücksichtigen, dass es bei allen Baumwollprodukten zu erheblichen Preisverringerungen kommen wird, weil die Baumwollpreise zum Jahreswechsel 2011/2012 ihren niedrigsten Stand erreicht hatten. Baumwollprodukte machen in der gesamten Textilgruppe Hof allerdings nur noch weniger als 20 % aus. Für das Geschäftsjahr 2012 gehen wir auch aus heutiger Sicht und unter der Prämisse, dass sich die wirtschaftlichen Rahmendaten künftig nicht wesentlich verschlechtern, davon aus, dass wir das in 2011 erzielte gute Konzernergebnis von Mio. € 5,5 wieder erreichen können. Trotz der Unsicherheiten hinsichtlich der Preisentwicklung bei Rohstoffen und Energiekosten halten wir auch im Folgejahr ein Konzernergebnis in dieser Größenordnung für erreichbar.

Nachtragsbericht

Die Ende Februar 2012 beschlossene Schließung einer Betriebsstätte im Geschäftsbereich yarns & fabrics wird zu keinen Verlusten führen. Der Personalabbau wird ganz überwiegend über das Auslaufen von Zeitverträgen erfolgen. Die Buchwerte der Sachanlagen sind so niedrig, dass auch aus den teilweisen Anlagenverkäufen mit keinen Verlusten gerechnet werden muss. Die neueren Maschinen werden in die verbliebene Betriebsstätte in Hof verlagert und ersetzen dort ältere Maschinen, die ihrerseits verkauft werden. Darüber hinaus werden im Rahmen dieser Zusammenlegung auch neuere und effizientere Maschinen angeschafft. Die Konzentration der Fertigungskapazitäten auf eine Betriebsstätte wird zu deren Vollauslastung führen. Die Produktion kann sich in dieser Situation auf Artikel konzentrieren, die die höchsten Deckungsbeiträge erwirtschaften.

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind ansonsten keine weiteren Vorgänge mit besonderen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

Hof, 30. März 2012

Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steger

Adrion

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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in Tausend EUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6 215 192
II. Sachanlagen 6 61.825 63.710
III. Finanzanlagen 6/7 6.962 6.500
69.002 70.402
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 8 57.790 52.105
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9 28.842 27.149
III. Liquide Mittel 10 2.452 2.727
89.084 81.981
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 469 577
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 11 1.309 1.263
Bilanzsumme 159.864 154.223
Passiva
in Tausend EUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 12 13.920 13.920
II. Kapitalrücklage 13 41.158 41.158
III. Gewinnrücklagen 14 27.917 26.982
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -2.124 -2.333
V. Konzernbilanzverlust 15 -9.034 -13.560
71.837 66.167
B. ABGEGRENZTE ZUWENDUNGEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND -ZULAGEN 16 3.726 4.596
C. GESELLSCHAFTERDARLEHEN 17 14.000 14.000
D. RÜCKSTELLUNGEN 18 21.943 19.781
E. VERBINDLICHKEITEN 19 48.310 49.586
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 11 48 93
Bilanzsumme 159.864 154.223

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011

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in Tausend EUR Anhang 2011 2010
Umsatzerlöse 20 224.111 196.441
Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse 3.955 -9.804
Andere aktivierte Eigenleistungen 12 71
Gesamtleistung 228.078 186.708
Sonstige betriebliche Erträge 21 3.697 4.376
Materialaufwand 22 -142.300 -106.273
Rohertrag 89.475 84.811
Personalaufwand 23 -44.428 -42.896
Abschreibungen 6 -8.587 -9.019
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 -26.742 -24.700
Betriebsergebnis 9.718 8.196
Beteiligungsergebnis 25 649 608
Finanzergebnis 26 -3.444 -3.218
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.923 5.586
Außerordentliches Ergebnis 27 -149 -868
Ergebnis vor Steuern 6.774 4.718
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 28 -675 -217
Sonstige Steuern 29 -638 -722
Konzernjahresüberschuss 5.461 3.779

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2011

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in Tausend EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand 01. 01. 2010 13.920 41.158 27.475
Konzernjahresüberschuss 2010
Währungsumrechnungsdifferenzen
Veränderung Konsolidierungskreis -493
Stand 31. 12. 2010 13.920 41.158 26.982
Konzernjahresüberschuss 2011
Währungsumrechnungsdifferenzen
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG 935
Stand 31. 12. 2011 13.920 41.158 27.917

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in Tausend EUR Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Konzernbilanzverlust Gesamt
Stand 01. 01. 2010 -3.193 -17.339 62.021
Konzernjahresüberschuss 2010 3.779 3.779
Währungsumrechnungsdifferenzen 860 860
Veränderung Konsolidierungskreis -493
Stand 31. 12. 2010 -2.333 -13.560 66.167
Konzernjahresüberschuss 2011 5.461 5.461
Währungsumrechnungsdifferenzen 209 209
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG -935 0
Stand 31. 12. 2011 -2.124 -9.034 71.837

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011

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in Tausend EUR 2011 2010
Konzernjahresüberschuss 5.461 3.779
-/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang -170 -548
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögen 8.587 9.019
- Verringerung der abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand -870 -879
-/+ Veränderungen der Pensionsrückstellungen vor Vermögensverrechnung -805 676
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -314 -112
Veränderungen bei Positionen der Vermögenswerte und der Schulden
+/- Veränderungen der Vorräte -5.685 3.582
-/+ Veränderungen der Forderungen vor Vermögensverrechnung -1.215 -2.672
-/+ Veränderungen der Verbindlichkeiten und übrigen Rückstellungen, soweit sie nicht der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind 1.141 -86
Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 6.130 12.759
- Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -7.286 -5.380
- Investitionen in Finanzanlagen 0 -1.182
+ Einzahlungen aus Anlagenabgängen 790 834
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -6.496 -5.728
+/- Veränderungen Bankverbindlichkeiten 82 -3.516
+ Erhöhung Gesellschafterdarlehen 0 14.000
- Tilgung Gesellschafterdarlehen 0 -2.263
- Verringerung/+ Erhöhung kurzfristiger Finanzmittel von Muttergesellschaft 0 -14.000
Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit 82 -5.779
Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -284 1.252
Umrechnungsbedingte Zunahme/-Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9 -16
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1.1. 2.727 1.491
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 2.452 2.727

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011

(1) Darstellung des Konzernabschlusses

Die Textilgruppe Hof AG (TGH AG) ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Textilgruppe Hof Konzerns. Der Geschäftsgegenstand entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Textilgruppe Hof sind die Herstellung von Roh- und Farbgarnen sowie von Spezialgarnen und -zwirnen, die Herstellung von Roh-, Buntgeweben und Dekostoffen sowie die Produktion von Vliesstoffen für die Bekleidung und für technische Anwendungen.

Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die Textilgruppe Hof AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des HGB bzw. AktG. Somit ist die Gesellschaft auch nicht mehr verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen.

Unter Ausnutzung des Wahlrechts nach Artikel 66 Abs. 3 Satz 6 EGHGB wurden die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften bereits zum 31. Dezember 2009, wie auch der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009, erstmals unter vollständiger Anwendung der Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt.

Der Konzernabschluss der Textilgruppe Hof AG zum 31. Dezember 2011 wird nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt.

Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in EURO (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€).

Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der TGH AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2011 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften ggf. auf die Vorschriften des HGB übergeleitet.

Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ausgewiesen.

(2) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31.12.2011 sind neben der TGH AG 13 (Vorjahr 13) inländische und 4 (Vorjahr 4) ausländische Gesellschaften einbezogen, unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Textilgruppe Hof, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS 19 einbezogen. Wegen untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Einbeziehung von 1 (Vorjahr 2) inländischen Tochterunternehmen verzichtet.

Die Tochterunternehmen Hof Garn GmbH, SBS CoreTech GmbH, Max Süß GmbH, Hof Weberei GmbH, Neutex Home Deco GmbH, eswegee Vliesstoff GmbH, TECHTEX GmbH Vliesstoffe und die Textilgruppe Hof Immobilien GmbH sind alle über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Muttergesellschaft Textilgruppe Hof AG verbunden. Alle diese Unternehmen sind auch in den Konzernabschluss der Textilgruppe Hof AG einbezogen. Diese 8 (Vorjahr 8) Unternehmen machen von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in vollem Umfang Gebrauch.

Die Textil Hof Immobilien GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Textilgruppe Hof AG einbezogen. Sie macht daher von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB in vollem Umfang Gebrauch.

Der Konsolidierungskreis der TGH AG umfasst zum 31. Dezember 2011 die folgenden Gesellschaften:

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Sitz Anteil am Kapital

in %
vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Hof Garn GmbH Hof 1) 100,00
Hof Garn Verwaltungs GmbH Hof 100,00
Hof Garn-Färberei GmbH Hof 2) 100,00
HOFLANA spol. s r.o. Liberec, Tschechien 2) 100,00
SBS CoreTech GmbH Drebach 2) 100,00
Max Süß GmbH Cranzahl 2) 100,00
eswegee Vliesstoff GmbH Hof 100,00
TECHTEX GmbH Vliesstoffe Mittweida 3) 100,00
Hof Textiles Inc. Lincolnton, USA 3) 100,00
Hof Weberei GmbH Hof 100,00
Neutex Home Deco GmbH Münchberg 100,00
SC Textor S.A. Targu Mures, Rumänien 4) 100,00
SC Textor Distributie S.A. Targu Mures, Rumänien 4) 100,00
Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH Hof 100,00
Textil Hof Immobilien GmbH & Co. KG Hof 100,00
Feinspinnerei Hof GmbH Hof 100,00
Textilgruppe Hof Immobilien GmbH Hof 100,00
vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V. Hof -
nicht konsolidierte Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB
HBD Textil-GmbH Hof 100,00
assoziierte Unternehmen
Supreme Nonwoven Industries Private Limited Mumbai, Indien 5) 49,00

1) 96 % der Anteile hält die Textilgruppe Hof AG, 4 % die Hof Garn Verwaltungs GmbH

2) 100 % der Anteile hält die Hof Garn GmbH.

3) 100 % der Anteile hält die eswegee Vliesstoff GmbH.

4) 100 % der Anteile hält die Neutex Home Deco GmbH.

5) 49 % der Anteile hält die eswegee Vliesstoff GmbH.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Für Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1.1.2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese nach dem durch BilMoG geänderten § 301 HGB ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode erfolgt durch Verrechnung des Kaufpreises mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung unter Fortführung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen.

Verbleibende passive Unterschiedsbeträge sind als gesonderte Position nach dem Eigenkapital auszuweisen. Vor dem 1.1.2009 entstandene passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 2 HGB vereinnahmt.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.

Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wird vor allem von Dritten erworbene Software ausgewiesen. Diese wird ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich, bei Bauten im Wesentlichen linear, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung nach den bisherigen Grundsätzen linear.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB.

Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der equity-Methode bewertet. Für nach dem 31.12.2008 erworbene Anteile an assoziierten Unternehmen bzw. Erhöhungen der Anteile an bereits bestehenden assoziierten Unternehmen werden sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge, soweit diese aus einem Firmenwert resultierten, planmäßig auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder ggf. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen.

Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Wechselforderungen werden zum marktüblichen Zinssatz abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.

Latente Steuern werden gebildet, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Auf diese Differenzen in den Wertansätzen werden die jeweils länderspezifischen Steuersätze angewendet. Soweit sich hieraus in den Gesellschaften jeweils insgesamt eine Steuerbelastung ergibt, ist diese als passive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen. Eine sich ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen. Führen Konsolidierungsmaßnahmen dazu, dass sich bei den Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten weitere Differenzen zu den steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so ist eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern und eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern zu bilanzieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des jeweiligen Ertragsteuersatzes in den betroffenen Einzelgesellschaften.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet sind und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen T€ 3.727, der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf T€ 3.814, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 4.959. Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.145.

Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 5,14 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuss für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die in 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck zugrundegelegt. Die durch die Umstellung des Berechnungsverfahrens nach BilMoG entstehende höhere außerordentliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen wurde gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB jährlich mit mindestens 1/15 des Zuführungsbetrages im Umstellungsjahr vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden T€ 152 zugeführt, um die vollen Sollwerte zum Bilanzstichtag zu erreichen. Zum 31. 12. 2011 ergab sich kein Fehlbetrag bei den Pensionsrückstellungen aus der Umstellung auf BilMoG (Vorjahr Fehlbetrag T€ 165). Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden.

Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung DRS 19 (Bekanntmachung 18. Februar 2011) sind entgegen der bisherigen Bilanzierungspraxis nun auch Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Textilgruppe Hof e.V. in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 2.428. Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB belaufen sich auf T€ 3.370. Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 942 wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt.

Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14. Dezember 1994 wurden mit Wirkung ab 31.12.1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert.

Für die im Rahmen von Altersteilzeitverhältnissen über das Altersteilzeitentgelt hinaus anfallenden Aufstockungsbeträge und die zusätzlich zu leistenden gesetzlichen Sozialabgaben ist entsprechend dem Abfindungscharakter dieser Zahlungen eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Eine Abzinsung entsprechend der jeweiligen Restlaufzeit wurde vorgenommen.

Darüber hinaus werden die Erfüllungsrückstände, bei den sogenannten Blockmodellen nach Beginn eines Altersteilzeitverhältnisses in der "aktiven Phase" ratierlich gebildet. Die Abzinsung erfolgt entsprechend der jeweiligen Restlaufzeit.

Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsvereinbarungen entsprechen den am Bilanzstichtag tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträgen.

(5) Währungsumrechnung

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs. Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

(6) Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

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Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2011 2.406
Zugänge *) 100
Abgänge **) -33
Stand 31.12.2011 2.473
Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
Stand 1.1.2011 2.214
Zugänge 75
Abgänge ***) -31
Stand 31.12.2011 2.258
Buchwerte zum 31.12.2010 192
Buchwerte zum 31.12.2011 215

Sachanlagen

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Grundstücke und Gebäude Anzahlungen und Anlagen im Bau Maschinen und maschinelle Anlagen Büro- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2011 112.981 1.171 207.910 59.142 381.204
Zugänge *) 538 2.585 3.699 914 7.736
Umbuchungen 17 -1.176 1.117 42 0
Abgänge **) -325 -14 -1.104 -790 -2.233
Stand 31.12.2011 113.211 2.566 211.622 59.308 386.707
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2011 78.141 0 184.559 54.794 317.494
Abschreibungen des Geschäftsjahres 2.116 0 5.518 878 8.512
Abgänge ***) 5 0 -747 -382 -1.124
Stand 31.12.2011 80.262 0 189.330 55.290 324.882
Buchwerte zum 31.12.2010 34.840 1.171 23.351 4.348 63.710
Buchwerte zum 31.12.2011 32.949 2.566 22.292 4.018 61.825

Finanzanlagen

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Anteile an verbundenen Unternehmen Anteile an assoziierten Unternehmen Beteiligungen Wertpapiere des Anlagevermögens Sonstige Ausleihungen Gesamt
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2011 3.491 8.854 69 9 1.845 14.268
Zugänge *) 0 501 0 0 0 501
Abgänge 0 -30 0 0 -39 -69
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2011 3.491 9.325 69 9 1.806 14.700
Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
Stand 1.1.2011 3.465 2.812 0 0 1.491 7.768
Zugänge 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 -30 0 0 0 -30
Stand 31.12.2011 3.465 2.782 0 0 1.491 7.738
Buchwerte zum 31.12.2010 26 6.042 69 9 354 6.500
Buchwerte zum 31.12.2011 26 6.543 69 9 315 6.962

*) Die Zugänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ + 550 (Vorjahr T€ 1.884).

**) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ - 408 (Vorjahr T€ 26).

***) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ -188 (Vorjahr T€ 1.117).

(7) Anteile an assoziierten Unternehmen

Im Mai 2006 hat die eswegee Vliesstoff GmbH einen Anteilskaufvertrag mit einer indischen Firmengruppe aus dem Vliesstoffmarkt unterzeichnet. Es wurde vereinbart, dass die eswegee Vliesstoff GmbH sich zu 25 % an der Firmengruppe beteiligt. Der Kaufpreis belief sich umgerechnet auf T€ 3.113. Die Hauptaktivitäten dieser Gruppe liegen in der Schwestergesellschaft Supreme Nonwovens. Nach Abschluss der Umstrukturierung dieser Firmengruppe zum 1. April 2007 wurde die Beteiligung zu diesem Stichtag erstmals "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen und aus der Bilanzposition "Beteiligungen" in die Bilanzposition "Anteile an assoziierten Unternehmen" umgegliedert. Die Umstrukturierung wurde vom High Court in Mumbai mit Beschluss vom 28. September 2007 genehmigt. Die Gesellschaft firmiert seitdem unter Supreme Nonwovens Industries Private Limited. Der sich aus der Gegenüberstellung des anteilig erworbenen Reinvermögens und dem Kaufpreis ergebende Firmenwert wurde in den Anschaffungsjahren mit den Rücklagen verrechnet.

Durch die Übernahme von weiteren Geschäftsanteilen aus zwei einseitigen Kapitalerhöhungen wurde die Beteiligungsquote im Jahr 2008 auf 44,9 % und im Jahr 2010 auf 49,0 % erhöht. Die Anschaffungskosten für die letzte Tranche betrugen T€ 1.179. Es ergab sich ein Firmenwert in Höhe von T€ 670. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Das Geschäftsjahr des assoziierten Unternehmens läuft vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Für das am 31. März 2011 endende Wirtschaftsjahr wurde ein Jahresabschluss vorgelegt und das zu diesem Stichtag anteilige Jahresergebnis (49,0 %) im Rahmen der "at equity-Bewertung" mit T€ 783 abzüglich zwischenzeitlich geflossener Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 148 im Bilanzansatz mit T€ 635 abzüglich der verrechneten Abschreibung auf den Firmenwert von T€ 134 erfasst. Das assoziierte Unternehmen hat keinen Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2011 erstellt, daher konnte im Konzernabschluss der TGH für 2011 noch keine weitere Fortschreibung der "at equity-Bewertung" vorgenommen werden.

(8) Vorräte

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31.12.2011 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.906 19.084
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.696 6.266
Fertige Erzeugnisse und Waren 30.187 26.626
Erhaltene Anzahlungen 1 129
57.790 52.105

(9) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.262 22.776
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.738 1.332
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 157 239
Sonstige Vermögensgegenstände 2.685 2.802
28.842 27.149

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0) enthalten. In den anderen Forderungspositionen sind keine langfristigen Posten enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Konzern resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

(10) Liquide Mittel

Unter liquiden Mitteln weisen wir den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten aus.

(11) Latente Steuern

Als aktive latente Steuern werden die Steuerentlastungen gezeigt, die sich aus niedrigeren Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden aufgrund der Konsolidierungsbuchungen gegenüber den steuerlichen Wertansätzen ergeben. Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Einzelnen aus:

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31.12.2011 Aktive latente Steuern 31.12.2010 Aktive latente Steuern 31.12.2011 Passive latente Steuern 31.12.2010 Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 1 0 0 0
Sachanlagen 2.325 2.062 48 118
Finanzanlagen 1.237 644 9 0
Vorräte 432 285 0 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 122 140 747 524
Abgegrenzte Investitionszuschüsse/ -zulagen 537 523 0 0
Pensionsrückstellungen 506 625 0 0
Sonstige Rückstellungen 787 914 0 0
Verbindlichkeiten 44 81 0 2
Verlustvorträge 3.956 3.695 0 0
Sonstige 54 0 5 104
10.001 8.969 809 748

Nach Ausübung des Saldierungswahlrechts sowie des Ansatzwahlrechts für Aktivüberhänge sind von den aktiven latenten Steuern T€ 1.309 (Vorjahr T€ 1.263) und von den passiven latenten Steuern T€ 48 (Vorjahr T€ 93) in der Bilanz angesetzt.

Steuerliche Verlustvorträge, auf die mangels Vorhersehbarkeit der steuerlichen Nutzung keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, belaufen sich auf Mio. € 35. Hiervon sind Mio. € 24 zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer 15 %; Gewerbesteuer 14 %) auf die zeitlichen Bewertungsunterschiede bzw. die Verlustvorträge ermittelt. Für die USA wurde ein Ertragsteuersatz von 39 %, für Rumänien von 16 % und für Tschechien von 19 % zugrundegelegt.

(12) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der TGH AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Gesellschaftskapital.

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 9. Juli 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig in Teilbeträgen, jedoch insgesamt höchstens um bis zu € 4.315.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Genehmigung durch den Aufsichtsrat am 2. September 2008 Gebrauch gemacht und das Grundkapital durch Ausgabe von 494.800 neuen Aktien zu je € 2,56 (gerundet) um € 1.264.988,69 auf € 13.919.988,69 erhöht. Das verbleibende genehmigte Kapital beläuft sich somit zum 31. Dezember 2011 auf € 3.050.011,31.

(13) Kapitalrücklage

Als Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der TGH AG in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet im Wesentlichen Einlagen ehemaliger Aktionäre. Die Differenz aus dem Ausgabepreis der neuen Aktien von € 7,00 im Jahr 2008 zu dem "rechnerischen Nominalwert" einer Aktie von gerundet € 2,56 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

(14) Gewinnrücklage

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31.12.2011 31.12.2010
Gewinnrücklagen 1.1.2011 / 2010 26.982 27.475
Veränderung Konsolidierungskreis 0 -493
Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG 935 0
Gewinnrücklagen 31.12.2011 / 2010 27.917 26.982

(15) Ergebnisverwendung

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31.12.2011 31.12.2010
Bilanzverlust 1.1.2011 / 2010 -13.560 -17.339
Konzernjahresüberschuss 5.461 3.779
Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat -935 0
Bilanzverlust 31.12.2011 / 2010 -9.034 -13.560

(16) Abgegrenzte Zuwendungen für Investitionszuschüsse und -zulagen

Ausgewiesen werden abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von T€ 3.726 (Vorjahr T€ 4.596). Enthalten sind Investitionszuschüsse und -zulagen. Die planmäßige Auflösung beträgt T€ 870 und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

(17) Gesellschafterdarlehen

Ausgewiesen wird ein langfristiges Darlehen des Hauptaktionärs ERWO Holding AG in Höhe von T€ 14.000 (Vorjahr T€ 14.000), für das die ERWO Holding AG gegenüber den anderen Gläubigern im Range zurücktritt. Für das Darlehen ist erstmals für die Zeit nach dem 30.6.2015 eine Tilgungsvereinbarung zu treffen.

(18) Rückstellungen

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31.12.2011 31.12.2010
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.260 14.065
Vermögensverrechnung mit zuordenbaren Versicherungsansprüchen -1.386 -1.802
Ausweis Pensionsrückstellungen 11.874 12.263
Steuerrückstellungen 1.450 552
Sonstige Rückstellungen 8.619 6.966
21.943 19.781

Soweit die sonstigen Rückstellungen solche nach § 249 Abs. 2 HGB a.F. enthalten, wird für deren Fortführung von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für latente Risiken, Rechts- und Prozesskosten sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten.

(19) Verbindlichkeiten

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31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.712 27.631
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7 10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.801 9.361
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.503 10.610
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23 40
sonstige Verbindlichkeiten 1.264 1.934
davon aus Steuern (716) (1.152)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (113) (93)
48.310 49.586

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte auf Immobilien, Globalzessionen von Forderungen und sicherungsübereignete Vorräte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 10.485 (Vorjahr T€ 10.582) gegenüber dem Gesellschafter ERWO Holding AG. Diese enthalten vor allem kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkrediten (Cashpooling) in Höhe von T€ 10.000 (Vorjahr T€ 10.000). Für einen Teilbetrag von T€ 3.000 besteht eine Belassungsvereinbarung und ein Rangrücktritt bis zum 30.6.2015.

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31.12.2011 31.12.2010
Restlaufzeit bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.469 0 2.235 571
Erhaltene Anzahlungen 7 0 10 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.801 0 9.361 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.503 0 7.610 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23 0 40 0
Sonstige Verbindlichkeiten 829 6 1.431 81
davon aus Steuern (371) (0) (749) (77)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (113) (0) (93) (0)
20.632 6 20.687 652

(20) Aufgliederung der Umsätze

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2011 2010
Nach Bereichen
yarns & fabrics 104.942 93.375
home deco 20.759 20.881
nonwovens 97.826 81.718
Sonstige 584 467
224.111 196.441
Nach Regionen
Inland 116.494 97.482
Übrige Europäische Union 62.751 59.601
Übriges Ausland 44.866 39.358
224.111 196.441

(21) Sonstige betriebliche Erträge

Im Konzern resultieren die wesentlichen Posten aus Erträgen aus Anlagenabgängen T€ 521 (Vorjahr T€ 575), der Auflösung der aus erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen T€ 870 (Vorjahr T€ 880), der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen T€ 267 (Vorjahr T€ 326), dem Eingang abgeschriebener Forderungen und der Herabsetzung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen zu Forderungen T€ 175 (Vorjahr T€ 151), erhaltenen Investitionszuschüssen und -zulagen T€ 57 (Vorjahr T€ 354), periodenfremden Erträgen T€ 193 (Vorjahr T€ 417) und aus Kurs- und Umrechnungsgewinnen T€ 938 (Vorjahr T€ 928), Erlöse aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen T€ 374 (Vorjahr T€ 393), Vermietungserlöse T€ 97 (Vorjahr T€ 99), übrige betriebliche Erlöse T€ 198 (Vorjahr T€ 254).

(22) Materialaufwand

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2011 2010
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 139.997 103.804
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.303 2.469
142.300 106.273

Die Materialaufwandsquote bezogen auf die betriebliche Leistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ist aufgrund stark gestiegener Rohstoffpreise und anschließenden unerwartet starken Preiseinbrüchen mit daraus resultierenden Abwertungserfordernissen, vor allem im Geschäftsbereich yarns & fabrics, gegenüber dem Vorjahr von 56,9 % auf 62,2 % angestiegen.

(23) Personalaufwand

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2011 2010
Löhne und Gehälter 36.462 34.898
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.966 7.998
davon für Altersversorgung (34) (472)
44.428 42.896

Der Aufwand aus der Zuführung zu den nach BilMoG höheren Pensionsrückstellungen wird im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen.

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

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2011 2010
Arbeiter 1.171 1.143
Angestellte 383 380
Auszubildende 31 33
1.585 1.556

(24) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2011 2010
Zuführung Wertberichtigungen, Ausbuchung von Forderungen 532 942
Kursverluste 844 826
Verwaltungskosten 6.117 5.627
Betriebskosten 8.657 7.145
Vertriebskosten 9.347 9.212
sonstige betriebliche Aufwendungen 1.245 948
26.742 24.700

(25) Beteiligungsergebnis

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2011 2010
Erträge aus assoziierten Unternehmen 649 608

(26) Finanzergebnis

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2011 2010
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19 73
davon aus verbundenen Unternehmen (0) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.807 -2.608
davon an verbundene Unternehmen (-823) (-981)
Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen und - ertrag aus verrechnetem Zweckvermögen -656 -683
-3.444 -3.218

Der verrechnete Ertrag aus dem Zweckvermögen beträgt T€ 43 (Vorjahr T€ 50).

(27) Außerordentliches Ergebnis

Ausgewiesen werden gemäß Art. 67 EGHGB die gebuchten Erhöhungsbeträge der Pensionsrückstellungen aufgrund der Neubewertung nach dem BilMoG.

(28) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2011 2010
Körperschaftsteuer Geschäftsjahr -150 -172
Körperschaftsteurerstattungen 17 27
Körperschaftsteuernachzahlungen -256 0
Gewerbesteuer Geschäftsjahr -200 -172
Gewerbesteuererstattungen 0 14
Gewerbesteuernachzahlungen -159 0
Veränderung latente Steuern 73 86
-675 -217

(29) Sonstige Steuern

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2011 2010
Grundsteuer -465 -456
Kfz-Steuer -21 -19
sonstige Steuern -152 -247
-638 -722

(30) Honorare des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr ein Honorar von insgesamt T€ 188 (Vorjahr T€ 181) berechnet.

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2011 2010
Abschlussprüfungsleistungen 160 160
andere Bestätigungsleistungen 11 6
Steuerberatungsleistungen 5 15
sonstige Leistungen 12 0
188 181

(31) Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Angabe der Vorstandsgesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB unterbleibt unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 26 (Vorjahr T€ 25).

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen betragen T€ 377 (Vorjahr T€ 376). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebene sind T€ 4.120 (Vorjahr T€ 4.241) zurückgestellt.

(32) Konzern-Kapitalflussrechnung

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Ausgehend vom Konzern-Jahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen sowie Änderungen im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2011 erhaltenen Ertragsteuererstattungen beträgt per saldo T€ 17 (Vorjahr Ertragsteuererstattungen von T€ 37). An Zinszahlungen wurden im Geschäftsjahr 2011 T€ 2.907 (Vorjahr T€ 2.190) geleistet. Die erhaltenen Zinszahlungen entsprechen im Wesentlichen den Zinserträgen.

(33) Haftungsverhältnisse

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2011 2010
Wechselobligo 48 79
Bürgschaftsverpflichtungen 160 0

Mit einer Inanspruchnahme aus den Wechselobligen ist nicht zu rechnen, da diese bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung eingelöst wurden.

(34) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 6.051 (Vorjahr T€ 1.316), die sich aus Leasingverträgen, aus Bestellobligen und Akkreditivverpflichtungen ergeben.

(35) Derivative Finanzinstrumente

Zur teilweisen Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus einem langfristig eingeräumten revolvierenden Bankkredit nimmt die TGH AG einen zweistufigen Zinscap in Anspruch. Das Kreditvolumen des Sicherungsgeschäftes beläuft sich zum 31.12.2011 auf T€ 955. Die diesbezügliche Zinsobergrenze liegt für eine Laufzeit bis 28.06.2013 bei 3,5 % bzw. 5,0 %. Die angegebenen Zinsobergrenzen beziehen sich auf den 3-Monats-Euribor.

Für die abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich zum 31. Dezember 2011 folgende beizulegende Zeitwerte:

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Fälligkeit Nominalbetrag Buchwert Beizulegender Zeitwert
Zinscap 28.06.2013 T€ 955 EUR 3,94 EUR 3,94

Der Buchwert der abgegrenzten Cap-Prämie wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Der Zeitwert des Zinsbegrenzungsgeschäftes wird von der Kontrahentenbank anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung der jeweiligen Zinsstrukturkurven ermittelt.

Des Weiteren wurden zur Währungsabsicherung folgende Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2011 ergeben sich folgende beizulegende Zeitwerte:

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Fälligkeit Nominal-Betrag Währung

in Tsd.
Positiver Marktwert

in T€
Negativer Marktwert

in T€
Terminkäufe bis 12.3.2012 1.211 USD 79 0
Terminverkäufe bis 30.5.2012 6.044 USD 0 -226
bis 15.3.2012 81 GBP 0 -3
79 -229

Für die negativen Marktwerte wurde in dem Bilanzposten "sonstige Rückstellungen" eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

(36) Mitglieder des Aufsichtsrats

Klaus Steger (bis 31.12.2011)

Vorsitzender (bis 9.10.2011)

Mitglied des Vorstands der ERWO Holding AG

Geschäftsführer der Südwolle GmbH & Co. KG

Nürnberg

Waltraud Hertreiter

stellv. Vorsitzende (bis 9.10.2011)

Vorsitzende (seit 10.10.2011)

Beraterin

Neubeuern

Hans Münch

stellv. Vorsitzender (seit 10.10.2011)

Mitglied des Vorstands der ERWO Holding AG

Geschäftsführer der Südwolle GmbH & Co. KG

Neumarkt i.d.Opf.

Bernd Grossmann

Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank AG, Filiale Nürnberg

Nürnberg

Wolfgang Kammerer*

stellv. Vorsitzender Betriebsrat Textilgruppe Hof

Oberkotzau

Wolfgang Schmidt*

Vorsitzender Betriebsrat Textilgruppe Hof

Hof

Martin Steger (seit 13.2.2012)

selbständiger Kaufmann

Nürnberg

* von den Arbeitnehmern gewählt

(37) Mitglieder des Vorstands

Hermann Steger (bis 31.12.2011)

Vorsitzender, Nürnberg

Klaus Steger (seit 1.1.2012)

Vorsitzender, Nürnberg

Volker Adrion, Münchberg

Hof, 30. März 2012

Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steger

Adrion

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft, Hof/Saale, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft, Hof/Saale, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 27. April 2012

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Löffler, Wirtschaftsprüfer

Stadter, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 den Vorstand bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Geschäftsbereiche und einzelne Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Plan- / Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage sowie vierteljährliche Berichte über Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat. Außerdem haben dem Aufsichtsrat in der Sitzung vom 5. Dezember 2011 die Unterlagen über die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2012 Vorgelegen. Die Planung wurde vom Aufsichtsrat eingehend geprüft, darin enthaltene Chancen und Risiken wurden mit dem Vorstand intensiv diskutiert. Zudem wurde in der Dezember-Sitzung der Investitionsplan für 2012 durch den Aufsichtsrat bewilligt.

In den Sitzungen am 11. Juli und 5. Dezember 2011 hat sich der Aufsichtsrat anhand ausführlicher Berichte über das Risikomanagement davon überzeugt, dass der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingesetzt hat, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Durchführung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Konzernabschlussprüfung die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft.

Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand erörtert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft.

Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem engen Kontakt mit dem Vorstand und hat sich über alle wichtigen laufenden Geschäftsvorfälle informieren lassen.

Im Berichtsjahr fanden vier turnusgemäße und eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Aufgrund der geringen Mitgliederzahl des Aufsichtsrats wird auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Mit Ausnahme von einer Sitzung, bei der ein Mitglied entschuldigt fehlte, nahm der Aufsichtsrat geschlossen an den Beratungen teil.

In der außerordentlichen Sitzung am 10. Oktober 2011 erklärte der seit 1997 amtierende Vorstand und seit 2001 amtierende Vorstandsvorsitzende Hermann Steger, sein Amt als Vorstand und Vorstandsvorsitzender mit Wirkung zum 31.12.2011 niederzulegen. Der Aufsichtsrat nahm die Amtsniederlegung an und dankte Herrn Hermann Steger ausdrücklich für sein langjähriges Engagement und die geleistete Arbeit. Gleichzeitig wurde durch den Aufsichtsrat der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Herr Klaus Steger mit Wirkung zum 01.01.2012 zum Nachfolger im Vorstandsvorsitz bestellt. Herr Klaus Steger nahm die Bestellung zum Vorstand und Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden an und legte mit sofortiger Wirkung sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender und mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2011 sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats nieder. Im Anschluss wählten die Mitglieder des Aufsichtsrats die bisherige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Frau Waltraud Hertreiter zur Nachfolgerin von Herrn Klaus Steger als Aufsichtsratsvorsitzende und Herrn Hans Münch zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Auf Antrag des Vorstands wurde Herr Martin Steger durch gerichtlichen Beschluss mit Wirkung zum 13.02.2012 als Ersatzmitglied für den Aufsichtsrat bestellt. Die gerichtliche Bestellung von Herrn Steger ist bis zur Wahl eines Nachfolgemitglieds durch die diesjährige Hauptversammlung wirksam.

Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 hat die Hauptversammlung die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der Textilgruppe Hof AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2011 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt.

Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 15. Mai 2012 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der Textilgruppe Hof AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2011, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der für das Geschäftsjahr 2011 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit diesen verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.

Hof, im Mai 2012

Waltraud Hertreiter, Vorsitzende des Aufsichtsrats

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