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HOFTEX GROUP

Annual Report Jul 12, 2011

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Annual Report

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Wilhelm Kneitz AG

Wirsberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2009 bis zum 30.06.2010

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009/10

WILHELM KNEITZ AG, WIRSBERG

Wirtschaftsstandort Deutschland mit Umfeld der EU in der Weltwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug preisbereinigt – 5,0 Prozent und führte zur schwersten Rezession der Nachkriegszeit. Die dafür verantwortliche globale Konjunkturschwäche traf Deutschland besonders hart. Seine auf Investitionsgüter spezialisierte Außenwirtschaft musste einen extremen Nachfrageeinbruch aus dem Ausland hinnehmen. Im zweiten bis dritten Quartal vollzog sich eine Erholung der Wirtschaft auf niedrigem Niveau, während die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal des Jahres stagnierte.

Die wirtschaftliche Entwicklung des zurückliegenden Jahres war von einem außenwirtschaftlich eingeleiteten Konjunktureinbruch geprägt. Nach der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 setzte sich in der Wirtschaft die Einschätzung durch, dass keine allmähliche Verlangsamung des Wachstums sondern eine Rezession der Weltwirtschaft zu erwarten sei. Hinzu traten Sorgen über die weitere Stabilität des weltweiten Finanzsystems.

Erstmals seit 1993 wurden weniger Waren und Dienstleistungen ausgeführt als im Vorjahr (- 4,2 Prozent). Ab dem dritten Quartal 2009 setzte eine Erholung der Ausfuhren ein, welche die Verluste der Vorquartale aber nicht kompensieren konnte. 

Sowohl der private als auch der staatliche Konsum expandierten trotz Wirtschaftskrise wie schon im Vorjahr. Neben leicht steigenden verfügbaren Einkommen und einer moderaten Teuerung wurden die privaten Käufe vor allem durch die konjunkturpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung gestützt. Hierfür war unter anderem die starke Zunahme privater Autokäufe verantwortlich, die durch die so genannte Abwrackprämie beflügelt wurde.

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes verlief trotz der tiefen Rezession erstaunlich moderat – die Zahl der Arbeitslosen stieg weniger stark als ursprünglich befürchtet um 155 000 auf 3,42 Mio. Personen. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,8 Prozent im Jahr 2008 auf 8,2 Prozent. Die Anpassung des Beschäftigungsbedarfs an die verringerte Nachfrage vollzog sich größtenteils über eine Korrektur der Arbeitszeit und weniger über einen Abbau der Beschäftigtenzahl. Eine ähnlich stabile Beschäftigungsentwicklung war in keinem anderen Land Europas festzustellen.

Branchen und Konjunkturverlauf

Die Investitionsgüter- und Automobilindustrie in Deutschland und Europa erlebte einen tiefen Einbruch und erholte sich erst langsam wieder im 2. Halbjahr 2009 und im Besonderen ab dem Jahreswechsel und im 1. Halbjahr 2010. Das Premiumsegment in der Automobilindustrie hat erfreulicherweise seine Führungsrolle allmählich wieder erlangt und die zweistelligen Rückgänge während der Wirtschaftskrise bei Produktion, Stückzahlen und Umsatz aufholen können.

Durch die staatlichen Abwrackprämien in Deutschland und Europa wurden hauptsächlich nur kleine preiswerte und kostensparende Fahrzeuge begünstigt und haben während des Abschwungs eine künstliche Konjunkturerholung erfahren. Im Besonderen haben billige Importfahrzeuge von staatlichen Stützungsmaßnahmen profitiert und einen wesentlichen Zuwachs bei den Zulassungszahlen erzielt. Nach Auslauf der Konjunkturprogramme, die sich in Deutschland auf € 5 Milliarden belaufen, ist eine Marktsättigung festzustellen, da der Privatbedarf abgedeckt wurde und ein starker Nachfragerückgang eingetreten ist.

Nach Auslauf der staatlichen Prämien und Zuschüssen sind die Premiumhersteller MERCEDES, BMW und AUDI wieder im Vormarsch und haben ohne künstliche Stützungsmaßnahmen zu einem neuerlichen Aufschwung der Automobilindustrie beigetragen, wovon Gewerbe, Handel und die Zulieferindustrie in hohem Maße profitieren. Gestützt wird die Konjunkturerholung zusätzlich durch den weltweiten Export der Premiumfahrzeuge nach Übersee und hier im Besonderen nach China, Indien, Asien und Amerika. Diese Märkte haben sich am schnellsten von der Weltwirtschaftskrise erholt und erleben derzeit einen unvorhersehbaren Boom.

Dieser wirkt sich leider zum Nachteil der Abnehmer auf die Energiemärkte aus und es ist mit fortlaufenden Preis- und Kostensteigerungen zu rechnen.

Die Rohstoffmärkte sind in Unruhe geraten, der Energiebedarf wird weiterhin steigen und die Ressourcen sind mehr denn je begrenzt. Anstrengungen für alternative und moderne Motoren und Antriebstechnologien werden immer mehr an Bedeutung erlangen und alle Hersteller sind zu aufwendigen Entwicklungen aufgerufen und verpflichtet.

Einen weiteren wesentlichen Faktor im Fahrzeugbereich werden kleinere, praktische Stadtfahrzeuge einnehmen, die mit sparsamen und schadstofffreien Antrieben ausgestattet sein müssen. Das kleine Fahrzeugsegment wurde bisher vernachlässigt und immer größere Automobile mit stärkeren Motoren wurden angeboten. Dieser Trend hat sich total gewandelt, obwohl das günstige und komfortable Fahrzeug seinen Marktanteil behalten wird.

Das Geschäftsjahr 2009/2010

Der hohe Kostendruck der deutschen und internationalen Automobilindustrie auf ihre Zulieferer hält unvermindert an. Durch die Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 hat in der Zulieferindustrie nur eine minimale Marktbereinigung stattgefunden, im Gegenteil, der Wettbewerbsdruck hat noch zugenommen. Die größeren Unternehmen werden immer stärker, konzentrieren und orientieren sich weltweit, die kleineren Firmen scheiden aus dem Wirtschaftskreislauf aus. Die Globalisierung und die weltweite Versorgung verstärken sich, die Wertschöpfungskette wird weiter ausgebaut vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt.

Unser Unternehmen hat seine Stellung trotz der großen Schwierigkeiten im Automobilmarkt einigermaßen gut behauptet und seine Marktstellung im Fahrzeugbereich PKW weiter gefestigt. Wir haben keine Marktanteile verloren und beliefern weiterhin die bekannten Automobilmarken mit den gleichen Modellen wie bisher. Das Modellspektrum hat sich erweitert und damit vergrößert sich auch unser Produktbereich. Neben unseren Hauptmarken AUDI, BMW und VW konnten wir unser Markenspektrum um zwei kleinere Marken ausbauen.

Die Konsumgüterbranche kämpft weiter um ihre Marktanteile, der Verdrängungswettbewerb hält unverändert an und wird sich noch verstärken. Wir haben versucht, die Kostensteigerungen beim Material, Energie und externen Leistungen zu reduzieren und haben dadurch unsere Wettbewerbsfähigkeit stabilisiert.

Durch den Anstieg im Volumen und der Stückzahlen konnten wir unseren Umsatz um 23,5 Prozent steigern, die Gesamtleistung erhöhte sich um 28,3 Prozent. Der Betriebsaufwand stieg zwar um 21,1 Prozent, liegt aber unterhalb von Umsatz und Leistung.

Wir sind als Entwicklungs- und Serienlieferant bei unseren nationalen und internationalen Partnern durch unsere Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit akzeptiert.

Die fortlaufenden und jahrelangen Anstrengungen und Maßnahmen zur Erweiterung des anspruchsvollen Automobilmarktes haben sich bewährt und haben sich durch Mengen- und Umsatzsteigerungen ausgewirkt. Der Umsatz erhöhte sich auf € 35,7 Mio. gegenüber € 28,9 Mio. im Vorjahr. Kosteneinsparungen mussten die Preisreduzierungen bei unseren Abnehmern kompensieren. Die Metermengen haben sich um 26,8 Prozent erhöht, die Gesamtleistung hat sich unter Berücksichtigung von Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen um 28,3 % bzw. TEUR 8.032 gesteigert. Dadurch wird ein positives Jahresergebnis von T€ 1.261 erwirtschaftet.

Unsere Fertigungskapazitäten waren im Berichtszeitraum bei Heimtextilien unterbeschäftigt und liefen zum Ende des Geschäftsjahres aus. Dadurch sind Abschreibungen für Rohmaterialien, Halb- und Fertigerzeugnisse und Zusatzkosten für Personal in Höhe von rund T€ 450 entstanden. Bei den Automobilstoffen herrschte im gesamten Geschäftsjahr Vollauslastung und musste mit Sonderschichten ergänzt werden. Außerdem wurde der Maschinenpark weiter modernisiert, rationalisiert und in der Kapazität erweitert.

Die Personalkosten erhöhen sich in Folge der höheren Leistungen um T€ 768, bedeuten aber lediglich einen Anstieg von 13,1 Prozent und stiegen somit unterproportional zur Gesamtleistung. Die Mitarbeiterzahl verringert sich und beträgt im Jahresdurchschnitt 157 Personen (Vorjahr 166). Die Personalkostenquote beträgt 18,1 Prozent (Vorjahr 20,5 Prozent). Die Materialaufwandsquote reduziert sich um 3 Prozent, der allgemeine Betriebsaufwand hat sich um 21,1 Prozent erhöht.

Die Abschreibungen erhöhten sich insbesondere auf Grund der Abschreibungen auf Vorräte im Segment Heimtextilien (TEUR 271) auf TEUR 1.124 (Vorjahr T€ 902). Im Aufwand sind bedeutende Entwicklungskosten enthalten.

Das neutrale Ergebnis verringerte sich auf T€ 62 (Vorjahr T€ 193).

Die Vermögens- und Kapitalstruktur hat sich im laufenden Geschäftsjahr weiter verbessert. Die Bilanzsumme erhöht sich um T€ 1.229 auf T€ 15.155 und liegt begründet in der Abnahme des Sachanlagevermögens um T€ 261 und der Zunahme des Umlaufvermögens um T€ 1.503. Die flüssigen Mittel sind um T€ 1.095 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten bei Banken und Lieferanten verringern sich um T€ 1.132, die Rückstellungen erhöhen sich um T€ 1.461. Das Eigenkapital hat sich um T€ 881 erhöht und liegt bei einer Quote von 42,6 Prozent (Vorjahr 40 Prozent).

Die Inanspruchnahme von Krediten bei unseren Finanzinstituten hat sich durch laufende Tilgungen reduziert, die Kreditlinien bei unseren Banken werden wie bisher gewährt und haben keine Veränderung erfahren. Ausreichende Liquidität steht dem Unternehmen weiterhin zur Verfügung. 

Risikomanagementsystem

Die Überwachung und das Abwägen von unternehmerischen Risiken ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung in der operativen Abwicklung unserer Geschäftstätigkeit. Weiter zu unseren bedeutenden Führungsaufgaben gehören die gezielten, sachgerechten und wirkungsvollen Investitionen zur Steigerung der Leistung und Produktivität, die Modernisierung der Produktionskapazitäten, die Organisation und die fortlaufende Kosteneinsparung bei Maschinen und Material und dem optimalen Einsatz des Personals.

Die Anwendung betriebswirtschaftlicher Planungs-, Überwachungs- und Kontrollsysteme und die laufenden Berichte an Vorstand, Führungskreis, Betriebsrat und Aufsichtsrat dienen der frühzeitigen Erkennung und Verfolgung der Unternehmensrisiken. Diese Maßnahmen dienen der Risikominimierung und Optimierung des Betriebsablaufs. Zusätzlich erfolgt eine stetige Risikoüberwachung durch Einholen von Informationen über Abnehmer- und Lieferpartner mit Überwachung deren Bonität.

Auf Grund von Firmenzusammenbrüchen in Europa und USA hat die Überwachung von Liquidität und Bonität unserer Abnehmer oberste Priorität für Unternehmensleitung und Finanzwesen erfahren. Persönliche Kontakte mit den verantwortlichen Stellen und Personen bei unseren Abnehmern der Zulieferindustrie und der Automobilindustrie sind von größter Wichtigkeit. Die Verantwortung und Risikosensibilität hat sich für alle Beteiligten wesentlich erhöht.

Das Betriebsvermögen, die Finanzen und Betriebsergebnisse werden von Plan- und Kostenrechnung durch den aktuellen Geschäftsplan und Budget verfolgt, überwacht und abgerechnet.

Risiken künftiger Entwicklung

Nach den staatlichen Fördermaßnahmen im Jahr 2009 durch Prämien und Verkaufsunterstützung hat der Inlandsmarkt nach Auslauf stagniert bzw. ist rückläufig. Es ist eine Marktsättigung bei den Privatkunden eingetreten.

Im 1. Halbjahr 2010 ist eine Erholung durch Neukäufe im Firmenkundengeschäft und bei Flottenbesitzern eingetreten. Dieser Aufschwung betrifft in der Hauptsache den Mittel- und Oberklassenbereich, so dass die Premiumhersteller am meisten profitieren. Den größten Ausschlag für die Markterholung und den einsetzenden Boom haben allerdings die Exportmärkte in Asien, Nord- und Südamerika und Russland ausgelöst. Der EU-Raum hat bedingt durch die anhaltenden Wirtschaftskrisen in Süd- und Osteuropa und in Griechenland am wenigsten zur Besserung beigetragen. 

Die Marktanteile und die Nachfrageveränderungen bei den Automobilmarken und den Modellen wirken sich in der Menge und der Ausstattung direkt auf den Absatz unserer Produkte aus und beeinflussen unsere Produktionskapazitäten und die Umsatzentwicklung sehr kurzfristig. Unser Marktbereich Automobilindustrie ist ein reiner Konsumgütermarkt, der den äußeren Einflussfaktoren sehr stark ausgesetzt sind. Deshalb müssen wir auf unbeeinflussbare Faktoren sehr schnell reagieren, was weiterhin unsere Stärke bedeutet.

Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen nicht. Für das laufende Geschäft und die geplanten Investitionen stehen ausreichend Liquidität und Kreditzusagen in Form freier Kreditlinien zur Verfügung. Unsere Kreditlinien bei den Hausbanken blei-ben konstant. Aktivitäten mit anderen Instituten kommen nicht hinzu.

Wir fakturieren an unsere Abnehmer ausschließlich in EURO, gleiches gilt für unsere Lieferpartner. Somit existiert in unserem Unternehmen kein Fremdwährungsrisiko.

Risiken bei Zinsänderungen im Finanzierungsbereich können durch mittelfristige Finanzierungen oder durch Ausweichen in den Kurzfristbereich aufgefangen werden und sind als unbedeutend zu beurteilen. Das Unternehmen hat sich durch notwendige langfristige Finanzierungen rechtzeitig abgesichert.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge und neuerliche Risiken aufgetreten.

Chancen künftiger Entwicklung

Die aktuellen Prognosen sind langfristig sehr schwierig und ungenau aufgrund der äußeren Einflüsse, können jedoch nach Beendigung der derzeitigen Wirtschaftskrise als vorsichtig optimistisch beurteilt werden. Wir erwarten eine weitere Stabilisierung für unsere Automobilmärkte und moderate Steigerungen bei den Absatzmengen und Umsatzzahlen.

Die Premiumhersteller unternehmen verstärkte Anstrengungen, um Ihre erreichte Marktposition zu festigen und noch zu verbessern.

Alle Automobilmarken bewegen sich in Richtung Klein- und Stadtfahrzeuge mit alternativen und energiesparenden Antrieben und Motoren. Die Volumenhersteller versuchen durch neuerliche Rabattaktionen und Finanzierungshilfen den Einbruch nach Auslauf der Abwrackprämien zu kompensieren und wieder Marktanteile zu gewinnen. Die Zulassungszahlen sind mit wenigen Ausnahmen im Jahr 2010 in Deutschland kontinuierlich zurückgegangen.

Bei Velours- und Möbelgeweben haben wir auf Grund der stetigen Umsatzrückgänge beschlossen, diese Produktionssparte auslaufen zu lassen. Hier durch erwarten wir gewisse Kosteneinsparungseffekte.

Es konnten wesentliche Einsparungen erzielt und durch Veränderungen in der Personalbesetzung bestehende Arbeitsplätze gesichert werden, ohne dabei den hohen Qualitätsstandard unserer Fertigprodukte zu vernachlässigen. Das Investitionsprogramm zur Erneuerung und Modernisierung unserer Produktivkapazitäten wird fortgeführt und wenn nötig forciert. Hierin liegen wesentliche Bestandteile unserer Qualitätssicherung und für Einsparpotential.

Unsere Planungen für das neue Geschäftsjahr befassen sich mit einer Umsatzstabilisierung und möglicher Steigerung und Erweiterung im Automobilbereich. Auf Grund der Volatilität in der Automobilbranche wären längerfristige Planungen zu gewagt. Die Mehrmarkenstrategie und Erweiterung der Modellpaletten wird fortgesetzt.

Personelles

Das Unternehmen versucht, den aktuellen Personalstand aufrechtzuerhalten und notwendige Veränderungen sozialgerecht zu gestalten. Auch in Zukunft werden wir unsere soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter und für die Region berücksichtigen und eine Sicherung der Arbeitsplätze verfolgen.

Für die im Wirtschaftsjahr 2009/2010 erbrachte Leistung und den hohen Einsatzwillen der Mitarbeiter haben wir, mit Übereinstimmung des Betriebsrates, eine Prämie für alle Beschäftigten beschlossen, die im 2. Halbjahr 2010 ausbezahlt wird.

Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Verständnis für die notwendigen Maßnahmen, dem Betriebsrat für seine vertrauensvolle und positive Zusammenarbeit für das Unternehmen und den leitenden und verantwortlichen Personen für ihren hohen Einsatz zum Wohle der Firma. Ein besonderer Dank gilt dem Aufsichtsrat, der alle notwendigen Entscheidungen mitgetragen hat.

Wirsberg, im Oktober 2010

Der Vorstand

BILANZ ZUM 30. JUNI 2010

WILHELM KNEITZ AG, WIRSBERG

A K T I V A

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30.6.2010 

EUR
30.6.2009 

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.181.359,00 4.470.584,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 83.929,00 112.255,00
II. Sachanlagen 4.097.430,00 4.358.329,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 10.940.895,45 9.437.546,05
I. Vorräte 4.332.550,00 4.269.950,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.559.604,52 4.327.050,08
III. Wertpapiere 204.196,29 90.959,40
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.844.544,64 749.586,57
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 33.030,00 17.544,00
15.155.284,45 13.925.674,05

P A S S I V A

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30.6.2010 

EUR
30.6.2009 

EUR
A. EIGENKAPITAL 6.451.985,74 5.571.038,28
I. Gezeichnetes Kapital 1.533.875,64 1.533.875,64
II. Kapitalrücklage 1.800.000,00 900.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.400.000,00 2.300.000,00
IV. Bilanzgewinn 1.718.110,10 837.162,64
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL 330.000,00 330.000,00
C. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN 71.400,00 93.900,00
D. RÜCKSTELLUNGEN 4.911.056,00 3.449.174,00
E. VERBINDLICHKEITEN 3.390.842,71 4.481.561,77
- davon aus Steuern: EUR 77.240,83 (Vorjahr: EUR 148.177,49)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 35.819,59 (Vorjahr: EUR 4.501,88)
15.155.284,45 13.925.674,05

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009/10

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2009/10 

EUR
2008/09 

EUR
1. Umsatzerlöse 35.710.564,90 28.915.471,96
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 658.300,00 -584.200,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 8.628,94 14.991,23
4. sonstige betriebliche Erträge 499.657,29 765.711,44
5. Bruttoergebnis 36.877.151,13 29.111.974,63
6. Materialaufwand -26.538.919,55 -21.554.668,08
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -13.892.489,77 -12.342.344,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -12.646.429,78 -9.212.323,59
7. Personalaufwand -6.632.597,02 -5.865.165,27
a) Löhne und Gehälter -5.487.770,07 -4.668.914,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.144.826,95 -1.196.250,73
- davon für Altersversorgung: EUR 197.996,86 (Vorjahr: EUR 230.819,94)
8. Abschreibungen -1.123.920,83 -902.339,52
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -852.505,83 -902.339,52
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Gesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -271.415,00 0,00
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -819.433,53 -705.447,51
10. Betriebsaufwand -35.114.870,93 -29.027.620,38
11. Betriebsergebnis 1.762.280,20 84.354,25
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.901,98 41.294,53
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -58.880,19
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -42.888,71 -74.676,98
15. Finanzergebnis -20.986,73 -92.262,64
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.741.293,47 -7.908,39
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -458.150,95 0,00
18. sonstige Steuern -22.195,06 -22.305,09
19. Summe Steuern -480.346,01 -22.305,09
20. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 1.260.947,46 -30.213,48

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009/10

WILHELM KNEITZ AG, WIRSBERG

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-278, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften §§ 279-283 HGB und den §§ 150-160 AktG erstellt.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Bilanzierungsmethoden

Folgende Ansatzwahlrechte wurden ausgeübt:

Sonderposten mit Rücklageanteil (§§ 247 Abs. 3, 273 HGB);

Sonderposten für Zuwendungen (§§ 247 Abs. 3, 273 HGB)

Disagio (§ 250 Abs. 3 HGB).

Die Ansatzwahlrechte wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr ausgeübt.

1.2 Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

In den Zugängen sind keine aktivierten Eigenleistungen enthalten.

Den planmäßigen Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von maximal 5 Jahren zugrunde.

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Gebäude wurden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen.

Technische Anlagen und Maschinen

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

In den Zugängen des Berichtsjahres sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 7 enthalten.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben; bei Maschinen der Fertigung wurde bei Nutzung in Doppelschicht ein Abschreibungszuschlag von 25%, bei Nutzung in Dreifachschicht ein Abschreibungszuschlag von 50% berücksichtigt.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

In den Zugängen des Berichtsjahres sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 1 enthalten.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis EUR 150 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagespiegel gezeigt.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurden im Zugangsjahr entsprechend den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren verteilt gleichmäßig abgeschrieben wird. Da der steuerliche Sammelposten von untergeordneter Bedeutung ist, wurde er unter Wirtschaftlichkeitsaspekten in die Handelsbilanz übernommen.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten aktiviert.

Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren

sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Es wurden Abschreibungen von 271 T€ in Folge der Einstellung des Segments Heimtextilien vorgenommen. 

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Fertige Erzeugnisse

sind mit Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die Netto Forderungen Rechnung getragen.

Sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Disagio

sind zu Nennwerten unter Absetzung planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet. Die Absetzung wird auf die Laufzeit der Darlehen verteilt.

Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten

sind zu Anschaffungskosten, bezogen auf den jeweiligen Gesamtbetrag unter Abzug planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet.

EIGENKAPITAL

ist zum Nennwert bewertet.

SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL UND SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN

sind nach handelsrechtlichen Grundsätzen unter Berücksichtigung entsprechender Abschreibung, Übertragung und Einstellung angesetzt und bewertet.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6,0 % mit dem Barwert bewertet.

Steuerrückstellungen

berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

sind zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.1 Restlaufzeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in voller Höhe (TEUR 4.560) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Beträge aus abgegrenzten Disagien in Höhe von TEUR 8.

4. Kapitalrücklage / Gewinnrücklage

Der Kapitalrücklage wurden TEUR 900 zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen zugeführt.

5. Sonderposten mit Rücklageanteil

Angabe der Vorschriften, nach denen der Sonderposten gebildet wurde

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde gemäß § 6b EStG und R 35 EStR i.V.m. §§ 247 Abs. 3, 273 HGB gebildet. Der Sonderposten für Zuwendungen wurde für Investitionszuschüsse gem. R 6.5 EStG i.V.m. § 247 Abs. 3 HGB a.F. und § 265 Abs. 5 S. 2 HGB gebildet.

6. Rückstellungen

Angabe und Erläuterung von in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträgen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen:

scroll

30.06.2010
TEUR
Weihnachtsgeld + Sonderzahlung 316
Urlaubslöhne/Freizeitausgleich 222
Tantiemen 422
Garantien 75

7. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 2.917, davon gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 238, aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 4, aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.371 und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 304.

Mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 31, davon gegenüber Kreditinstituten TEUR 31.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 712 TEUR sind durch Grundschulden und Sicherungsübereignung von Maschinen gesichert. 

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Sonstige betriebliche Erträge

Der Sonderposten für Zuwendungen wurde im Berichtsjahr durch Auflösung in Höhe von TEUR 23 gemindert. Der Ertrag wurde unter den sonstigen betrieblichen periodenfremden Erträgen ausgewiesen.

2. Periodenfremdes Ergebnis

2.1 Periodenfremde Erträge

Die periodenfremden Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 28
Erträge aus der Auflösung der Sonderposten 23
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen zu Forderungen 102
Erträge aus Entschädigungszahlungen 8
161

2.2 Periodenfremde Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR
Zuführung von Wertberichtigungen zu Forderungen 30
Verluste aus Anlagenabgängen 1
Forderungsverluste 39
Übrige 29
99

3. Überleitung vom Jahresergebnis zum Bilanzgewinn gemäß § 158 AktG

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TEUR
Jahresergebnis 1.261
Gewinnvortrag 457
Bilanzgewinn 1.718

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

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30.06.2007 Vorjahr
TEUR TEUR
Beteiligung Kulmbacher Bank eG 2 2
Unterdotierung der Unterstützungskasse *) 891 932
893 934

*) Gemäß Satzung der Unterstützungskasse besteht keine rechtliche Verpflichtung zum Ausgleich der Unterdotierung. Ein Haftungsverhältnis würde sich nur bei freiwilliger Leistungsentrichtung begründen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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bis ein Jahr ein bis fünf Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus mehrjährigen Leasing- / Wartungsverträgen 35 130 165
35 130 165

3. Zusätzliche Bilanzvermerke

Das gezeichnete Kapital besteht aus 2.924 Namensaktien sowie 76 Inhaberaktien à DM 1.000,-- (EUR 511,29).

4. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

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Arbeiter 101
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 52
Auszubildende 4
Mitarbeiter 157

5. Gesellschaftsorgane

5.1 Vorstand

Vorstand der Gesellschaft war im Berichtsjahr:

Herr Dipl. Ing. Wilhelm Kneitz, Diplom-Ingenieur.

5.2 Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats sind bzw. waren im Berichtsjahr:

Vorsitz:

Herr Dipl. Ing. Werner Eschenbacher, Architekt;

Sellvertretender Vorsitz:

Herr Egon Fraas, in Ruhestand

Mitglieder:

Herr Dr. Ralf-Herbert Kneitz, Dr. med. Internist

Ersatzmitglied:

Frau Sibylla Kneitz, Dipl. Pharmazeutin

5.3. Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder

Die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtsjahr 16 T€.

F. UNTERSCHRIFT GEMÄß § 245 HGB

Wilhelm Kneitz AG,

Wirsberg

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2010

Wirsberg, 17.09.2010

Herr Wilhelm Kneitz

(Vorstand)

Gemäß § 328 Abs. 1 Satz 2 HGB weisen wir darauf hin, dass der Jahresabschluss zum 30.06.2010 am 29.11.2010 festgestellt wurde.

Anlagespiegel:

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am

1.7.2009
Zugänge Abgänge Stand am

30.6.2010
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 602.863,27 0,00 4.772,40 598.090,87
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.543.450,68 0,00 0,00 10.543.450,68
technische Anlagen und Maschinen 11.670.418,42 383.552,61 172.464,74 11.881.506,29
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.392.780,55 76.475,92 117.640,54 6.351.615,93
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.801,30 111.939,30 7.800,00 111.940,60
28.614.450,95 571.967,83 297.905,28 28.888.513,50
Finanzanlagen
29.217.314,22 571.967,83 302.677,68 29.486.604,37

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Abschreibungen
Stand am

1.7.2009
Zugänge Abgänge Stand am

30.6.2010
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 490.608,27 28.324,00 4.770,40 514.161,87
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.908.111,68 137.295,00 0,00 9.045.406,68
technische Anlagen und Maschinen 9.744.825,42 545.040,61 171.615,74 10.118.250,29
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.603.183,55 141.844,92 117.604,54 5.627.423,93
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1,30 1,30 0,00 2,60
24.256.121,95 824.181,83 289.220,28 24.791.083,50
Finanzanlagen
24.746.730,22 852.505,83 293.990,68 25.305.245,37

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Buchwerte
Stand am

30.6.2010
Stand am

30.6.2009
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.929,00 112.255,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.498.044,00 1.635.339,00
technische Anlagen und Maschinen 1.763.256,00 1.925.593,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 724.192,00 789.597,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 111.938,00 7.800,00
4.097.430,00 4.358.329,00
Finanzanlagen
4.181.359,00 4.470.584,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk

„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wilhelm Kneitz AG, Wirsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Kulmbach, den 14. Oktober 2010

**Dr. Bernd Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Coenen, Wirtschaftsprüferin

Wehrfritz, Wirtschaftsprüfer

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