Annual Report • Oct 31, 2011
Annual Report
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Die seit Ende des Jahres 2009 wieder eingetretene Aufwärtsentwicklung der Wirtschaft hat sich im Jahr 2010 noch verstärkt fortgesetzt. Stützen dieser weltweiten Belebung waren ein Wiederauffüllen der zuvor in der Krise radikal heruntergefahrenen Läger. Die daraus resultierende starke Nachfrage aus den Auslandsmärkten und die vorausgegangenen Konjunkturprogramme sowie ein außergewöhnlich niedriges Zinsniveau, hatten diese starke Wirtschaftsbelebung im Inland zusätzlich begünstigt. Die Robustheit und die Stärke dieses Wirtschaftswachstums wären jedoch ohne ein Erstarken der Inlandsnachfrage nicht möglich gewesen. Selbst in der ersten Hälfte des Jahres 2010 auftretende Schwierigkeiten bei der Staatsverschuldung einiger EU-Staaten konnten diese Entwicklung nicht ernsthaft gefährden. Die stark gestiegene Nachfrage führt dazu, dass immer mehr Industrieunternehmen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Es tritt immer öfter ein Fachkräftemangel zu Tage, der eine weitere Expansion zumindest in der bisherigen Dynamik bremst. Im Jahresverlauf 2010 hat die deutsche Wirtschaft, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), um 3,6 % zugelegt. Ein solches Wachstum konnte seit der Wiedervereinigung vor gut 20 Jahren nicht mehr erreicht werden. Das hat natürlich auch Einfluss auf die Arbeitslosigkeit, und umgekehrt; denn sinkende Arbeitslosigkeit macht erst eine nachhaltige Steigerung der Inlandsnachfrage möglich. Die Zahl der Arbeitslosen hat den niedrigsten Stand seit 18 Jahren erreicht. Die Arbeitslosenquote erreichte im Jahreswert 7,7 %. Gemessen an der absoluten Zahl der Arbeitslosen wurde die magische Zahl von 3 Millionen bereits während zweier Monate im Herbst 2010 unterschritten. Für das Jahr 2011 wird mit einer weiteren Verringerung der Arbeitslosenquote gerechnet.
Trotz der erwähnten Probleme durch einige EU-Staaten sind die übrigen günstigen Rahmenbedingungen für ein starkes Wirtschaftswachstum, nämlich ein Anstieg der Inlandsnachfrage in Ergänzung zu einem starken Export, positive Zukunftserwartungen, niedrige Preissteigerungen und niedrige Zinsen während des Jahres 2010 weitgehend erhalten geblieben. Eine weltweite Verteuerung der Rohstoffe, teils als Folge des starken Wachstums, teils aber auch Ausfluss spekulativer Markttransaktionen, tat bisher einer boomenden Wirtschaftsentwicklung keinen Abbruch. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass besonders gravierende Preissteigerungen für spezielle Rohstoffe einzelne Branchen künftig doch stärker belasten als dies bisher der Fall war. Die daraus resultierende allgemeine Preissteigerung für die Endverbraucher dürfte bisher noch nicht die Größenordnung erreicht haben, die die wirtschaftliche Entwicklung nennenswert beinträchtigen könnte. In jüngster Zeit werden jedoch verstärkt Stimmen laut, die ein baldiges Ende der niedrigen Zinsen prophezeien. Je mehr diese günstigen Rahmenbedingungen wegfallen, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich das bisher starke Wirtschaftswachstum wieder abschwächt. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen in Politik und europäischer Zentralbank ihre Maßnahmen mit ausreichend Augenmaß ergreifen. Nicht eindeutig einschätzbar sind auch die Einflüsse der verheerenden Naturkatastrophen in Japan und des daraus folgenden Reaktorunglücks. Der zeitlich befristete Ausfall japanischer Zulieferindustrien dürfte nicht ohne Einfluss auf die Weltwirtschaft bleiben. Aber auch ein mögliches Umdenken in der Akzeptanz der Kernenergie könnte zu erheblichen Verteuerungen der für die Industrie notwendigen Energie führen.
Die deutsche Textilindustrie (Textil und Bekleidung) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 insgesamt auf eine im Grunde ähnlich positive Wirtschaftsentwicklung verweisen wie die Gesamtwirtschaft. Der Umsatz stieg wieder um 9,6 % gegenüber dem Vorjahr an. Allerdings ging die Schere zwischen der Textilindustrie im engeren Sinne und der Bekleidungsindustrie noch weiter auseinander. Während die Textilindustrie im engeren Sinn eine Umsatzsteigerung von 16,8 % verzeichnen konnte, hat die Bekleidungsindustrie ihren Umsatz mit einem geringen Anstieg von 0,8 % gerade einmal halten können. Steigt man in die verschiedenen Wirtschaftszweige der Textilindustrie ein, zeigt sich bei der Vliesstoffherstellung (ohne Bekleidung) der größte Umsatzzuwachs mit 38,8 %, während die Webereien nur auf einen Umsatzzuwachs von 3,3 % kommen.
Die Anzahl der Beschäftigten ging trotz der genannten Umsatzsteigerung um insgesamt - 5,9 % zurück. Bei der Bekleidungsindustrie betrug dieser Rückgang - 6,8 % und in der Textilindustrie i.e.S. ergab sich ein Rückgang der Beschäftigten um - 5,4 %.
Während im Vorjahr der Einfuhrüberschuss im Textilhandel nur um 6,9 % zunahm, hat im Geschäftsjahr 2010 der Einfuhrüberschuss wieder um rd. Mrd. € 1,0. bzw. um 11,4% zugenommen und dadurch der heimischen Industrie Beschäftigungsmöglichkeiten genommen, denn alles was per Saldo mehr eingeführt wird, fehlt in der inländischen Wertschöpfungskette.
Diese wenigen Zahlen demonstrieren deutlich einen beständigen, nun schon über Jahrzehnte andauernden Rückgang der Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland, der sich auch im Jahr 2010 trotz einer Umsatzsteigerung fortsetzte. Die Bekleidungsindustrie isoliert betrachtet, ist diesem Anpassungsdruck jedoch wesentlich stärker ausgesetzt.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass vor allem die Textilindustrie, die ihren Fokus auf technische Textilien gerichtet hat, insbesondere die Vliesstoffherstellung, das Niveau vor der Wirtschaftskrise wieder erreicht hat. Die Textilindustrie im Bekleidungsbereich hat trotz der starken wirtschaftlichen Belebung in der Gesamtwirtschaft von dieser Entwicklung nicht profitieren können und stagniert umsatzmäßig weiter auf dem stark reduzierten Umsatzniveau. Hinsichtlich der Beschäftigung ist in beiden Bereichen weiterhin ein Rückgang festzustellen.
Die Entwicklung in der Textilgruppe Hof zeigte in diesem wirtschaftlichen Erfolgsjahr im Wesentlichen die gleiche Tendenz wie die Gesamtwirtschaft. Allerdings war die wirtschaftliche Erholung in fast allen Gesellschaften der Textilgruppe Hof stärker ausgeprägt als in der Gesamtbranche Textil.
Der konsolidierte Außenumsatz der Konzernunternehmen der Textilgruppe Hof AG betrug im Geschäftsjahr 2010 Mio. € 196 gegenüber Mio. € 147 im Jahr 2009 und hat damit um 33,9 % zugenommen. Damit ist die Umsatzsteigerung doppelt so hoch ausgefallen wie in der Gesamtbranche Textil mit einem Zuwachs von 16,8 %.
Die Umsätze im Geschäftsbereich yarns & fabrics, bestehend aus Hof Garn GmbH, Hof Garn-Färberei GmbH, Hoflana spol. s r.o., SBS CoreTech GmbH, Max Süß GmbH und der Hof Weberei GmbH, die im Vorjahr erheblich von dem krisenbedingten Umsatzeinbruch betroffen waren, konnten diesen Rückgang im Geschäftsjahr 2010 mehr als ausgleichen. Die Umsätze nahmen um 43,5 % auf Mio. € 93,4 zu.
Der Geschäftsbereich home deco, der unter der Führung der Neutex Home Deco GmbH auch die rumänischen Gesellschaften SC Textor S.A. und SC Textor Distributie S.A. umfasst, konnte von der überaus guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wie die gesamte Dekobranche auch, nicht partizipieren. Der Geschäftsbereich home deco musste auch im Jahr 2010 einen weiteren Umsatzrückgang von Mio. € 2,4 auf Mio. € 20,9 hinnehmen.
Der Geschäftsbereich nonwovens, bestehend aus eswegee Vliesstoff GmbH, TECHTEX GmbH Vliesstoffe und Hof Textiles Inc., der im Vorjahr den stärksten Umsatzrückgang mit Mio. € - 11,8 hinnehmen musste, konnte diesen Rückgang im Geschäftsjahr 2010 mit einem Umsatzzuwachs von Mio. € 23,8 mehr als nur ausgleichen. Sein Umsatz stieg auf Mio. € 81,7 an.
Diese Umsatzentwicklungen haben die Ergebnisse in den Geschäftsbereichen in ganz unterschiedlichem Maße beeinflusst. Sie reichten von Ergebnisverschlechterung entsprechend den rückläufigen Umsätzen im Geschäftsbereich Home Deco über eine nur leichte Verringerung der Verluste im Geschäftsbereich yarns & fabrics hin zu einer absolut erfreulichen Ergebnissteigerung im Geschäftsbereich nonwovens.
| ― | Starke Umsatzsteigerungen in den großen Geschäftsbereichen. |
| ― | Steigerung Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf Mio. € 5,6 (Vorjahr: Mio. € - 0,3). |
| ― | Außergewöhnliche Ergebnissteigerungen in allen Unternehmen des Geschäftsbereichs nonwovens. |
| ― | Fast alle Betriebe stoßen an Kapazitätsgrenzen. |
| ― | Extreme Rohstoffpreissteigerungen bei Fasern haben die Ergebnisse einer guten Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich yarns & fabrics wieder weitgehend aufgezehrt. |
| ― | Umstrukturierungsaufwendungen schmälern Ergebnis im Geschäftsbereich Home Deco. |
| ― | Lagerabbau setzte Liquidität frei, die zu einem weiteren Abbau der Nettobankverschuldung um Mio. € 4,8 genutzt werden konnte. |
| ― | Verbesserung der Finanzierungssicherheit durch Abschluss eines Konsortialdarlehensvertrages mit einer Ausweitung der Laufzeit der Betriebsmittellinien auf drei Jahre. |
Das Gesamtvermögen (Bilanzsumme) des Textilgruppe Hof Konzerns ist im Jahr 2010 von Mio. € 157 auf Mio. €154 zurückgegangen. Das Anlagevermögen verminderte sich hierbei um Mio. € 3,1 auf Mio. € 70,4. Dies ist vor allem auf die Sachanlagen zurückzuführen, die wegen relativ geringen Investitionen um Mio. € 3,2 niedriger ausgewiesen werden. Das Umlaufvermögen ist mit Mio. € 82,0 insgesamt unverändert zum Vorjahr. Der Rückgang der Vorräte um Mio. € 3,6 wurde hierbei jedoch kompensiert durch einen der Geschäftsentwicklung entsprechenden Anstieg der Forderungen um Mio. € 2,2 sowie den Anstieg der Geldbestände um Mio. € 1,2.
Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 62,0 auf Mio. € 66,2 erhöht. Die Zunahme ergibt sich aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von Mio. € 3,8, Umrechnungsgewinnen von Mio. € 0,9 sowie einer Rücklagenminderung aufgrund einer Änderung des Konsolidierungskreises um Mio. €- 0,5.
Die Quote des bilanziellen Eigenkapitals beträgt 42,9 % gegenüber 39,5 % im Vorjahr. Das für uns entscheidende wirtschaftliche Eigenkapital, das neben dem bilanziellen Eigenkapital auch ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von Mio. € 14,0 (Vorjahr: Mio. € 2,3) sowie die erhaltenen Zuschüsse von Mio. € 4,6 (Vorjahr: Mio. € 5,5) enthält, beträgt 55,0 % (Vorjahr: 44,5 %). Der Anstieg der Eigenkapitalquoten ist vor allem auf die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des erwirtschafteten Gewinns und der Erhöhung der nachrangigen Gesellschafterdarlehen um Mio. €11,7 zurückzuführen.
Den Pensionsrückstellungen wurden von den möglichen Aufstockungen auf die nach BilMoG ermittelten Werte in Höhe von Mio. € 0,9 insgesamt Mio. € 0,7 zugeführt. Von den Rückstellungen wurden die zurechenbaren Werte aus Ansprüchen an Versicherungen in Höhe von zusammen Mio. € 4,3 abgezogen. Der Ausweis der Pensionsrückstellungen hat dadurch insgesamt um Mio. € 1,1 abgenommen. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen ein Rechnungszinsfuss von 5,15 % und ein jährlicher Rententrend von 1,5 % zugrunde.
Die Bankkredite haben gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 3,5 abgenommen. Wird die Entwicklung der Bankguthaben mit einbezogen, hat sich die Nettobankverschuldung um Mio. € 4,8 verringert. Dieser Rückgang der Bankkredite hat dazu beigetragen, die Finanzierungskosten der Textilgruppe Hof deutlich zu reduzieren.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben entsprechend der stark gestiegenen Betriebsleistung um Mio. € 2,1 zugenommen.
Die übrigen Verbindlichkeiten, die auch die kurzfristigen Betriebsmittelkredite der ERWO Holding AG beinhalten, haben um Mio. € 15,0 abgenommen. Dies ist vor allem auf die Umwidmung von Mio. €14,0 kurzfristiger Betriebsmittelkredite in langfristige Gesellschafterdarlehen zurückzuführen. Die verbleibenden Betriebsmittelkredite betragen Mio. € 10,0.
Die Finanzlage war im Jahr 2010 durch die starke Geschäftsausweitung in den großen Geschäftsbereichen gekennzeichnet. Hohe Mittelzuflüsse aus einer starken Geschäftsausweitung wurden nicht durch weitere Mittelfreisetzungen aus dem Working Capital verstärkt. Die Investitionstätigkeit war, wie im Vorjahr auch, noch von Vorsicht gekennzeichnet und führte daher zu relativ niedrigen Investitionsausgaben.
Die Finanzierungsaufgaben des Textilgruppe Hof Konzerns werden von der Textilgruppe Hof AG wahrgenommen. Dazu gehört die zentrale Kreditaufnahme zur Deckung des Finanzbedarfs der Tochtergesellschaften ebenso wie die Sicherung der entsprechenden Liquiditätsausstattung durch Vereinbarung angemessener Kreditlinien mit den Banken. Derivative Finanzinstrumente nutzen wir ausschließlich zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.
Aufgrund der Erfahrungen aus der vorausgegangenen Finanzkrise wurde zum 21. Juli 2010 zwischen der TGH AG und den inländischen Tochtergesellschaften auf der einen Seite und den bisher finanzierenden Hausbanken Commerzbank AG, UniCredit Bank AG und Bayerische Landesbank Anstalt des öffentlichen Rechts andererseits die Finanzierung der Textilgruppe Hof in eine Konsortialfinanzierung geändert. Hierbei wurde ein Kreditvolumen von Mio. € 38, aufgeteilt in Mio. € 18 Langfristkredite mit einer Laufzeit von fünf Jahren und Mio. € 20 Betriebsmittelkredite und -kreditlinien fest für eine Laufzeit von drei Jahren gewährt. Die Kreditaufnahme erfolgt ausschließlich durch die TGH AG. Durch diese Konsortialfinanzierung konnte die Finanzierungssicherheit erheblich gesteigert werden.
Der Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 3,4 auf Mio. € auf 12,8 zurückgegangen. Während im Vorjahr eine stark rückläufige Geschäftsentwicklung zu erheblichen zusätzlichen Mittelfreisetzungen im Working Capital von Mio. € 10,1 führte, hat die expansive Geschäftstätigkeit des Jahres 2010 lediglich zu einer geringen zusätzlichen Mittelfreisetzung von Mio. € 0,8 geführt.
Die Kurzfassung der Konzernkapitalflussrechnung zeigt die folgenden Komponenten:
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 12,8 | 16,2 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -5,7 | -3,5 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -5,8 | - 12,6 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 1,3 | 0,1 |
Im Working Capital ergaben sich aufgrund des weiterhin durchgeführten konsequenten Lagerabbaus Mittelfreisetzungen von per Saldo Mio. € 3,6. Einer bewussten Ausweitung unserer Rohstofflagerhaltung um Mio. € 7,5 zur Erhöhung der Versorgungssicherheit, steht der Lagerabbau bei den fertigen Erzeugnissen in Höhe von Mio. € - 11,1 gegenüber. Die Forderungen und sonstigen Aktiva zeigen eine weitere Mittelbindung von Mio. € 2,7. Die Mittelzuflüsse aus einem Anstieg der Lieferantenschulden um Mio. € 2,1 wurden aufgezehrt durch Rückführungen bei den übrigen Verbindlichkeiten und den Rückstellungen sowie der Mittelbindung im Zweckvermögen (Mio. € 1,8), das mit den Pensionsrückstellungen verrechnet wurde. Zusammen ergibt sich aus den übrigen Verbindlichkeiten und den Rückstellungen (ohne Pensionsrückstellungen) eine Mittelbindung von Mio. € 0,1.
Die Mittelzuflüsse aus Anlagenverkäufen wurden dem Anlagenbereich zugeordnet. Die direkte Investitionstätigkeit bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen und Finanzanlagen führte insgesamt zu einem Finanzmittelbedarf im Anlagenbereich von Mio. € 5,7 (Vorjahr: Mio. € 3,5). Die verbleibenden Finanzüberschüsse konnten dazu verwendet werden, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute um Mio. € 3,5 zurückzuführen und die vorzeitige Tilgung des bisherigen nachrangigen Gesellschafterdarlehens mit Mio. € 2,3 vorzunehmen.
Die eingangs beschriebene weltweite Belebung der Geschäftstätigkeit nach einer kurzen, dafür aber umso gravierenderen Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch die Textilindustrie erreicht. Verstärkt wurde die Nachfrage nach unseren Produkten durch das krisenbedingte Ausscheiden anderer Marktteilnehmer, aber auch durch generelle Preissteigerungen bei asiatischen Lieferanten.
Die Umsatzerlöse sind im Konzern um Mio. € 49,7 auf Mio. € 196,4 angestiegen. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 33,9 %. Mit Ausnahme des Geschäftsbereichs Home Deco, konnten die Geschäftsbereiche yarns & fabrics sowie der Geschäftsbereich nonwovens außerordentliche Umsatzsteigerungen von 43,7 % bzw. 41,1 % erzielen. Diese Umsatzsteigerungen sind jedoch nicht nur mengenbedingt. Gerade im Geschäftsbereich yarns & fabrics waren die Umsatzsteigerungen teilweise auch durch einen erheblichen Preisanstieg auf den Rohstoffmärkten vorangetrieben worden.
Für die Auswirkungen dieser extremen Rohstoffpreissteigerungen sowie für die Entwicklung in den einzelnen Tochtergesellschaften verweisen wir auf den Abschnitt Geschäftsbereiche.
Die Bestandsveränderung von Mio. € - 9,8 (Vorjahr: Mio. € - 3,9) spiegelt den bereits beschriebenen Abbau der Lagerhaltung bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen wider. Der Abbau der Fertigwarenlager ist Ausfluss einer Vorgabe an unsere Tochtergesellschaften, wurde aber auch durch die Nachfrageentwicklung sehr unterstützt. Die hieraus gewonnene Liquiditätsfreisetzung wurde jedoch durch den bewussten Aufbau bei unseren Rohstofflägern wiederteilweise aufgezehrt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit Mio. € 4,4 gegenüber dem Vorjahr fast unverändert geblieben. Auch die einzelnen Posten sind gegenüber dem Vorjahr weitgehend gleich geblieben. Sie umfassen Erträge aus Anlagenabgängen mit Mio. € 0,6 (Vorjahr: Mio. € 0,7), vereinnahmte Zuschüsse und Auflösung von Sonderposten aus erhaltenen Investitionszuschüssen mit Mio. € 1,2 (Vorjahr: Mio. € 1,2), Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie dem Eingang abgeschriebener Forderungen mit Mio. € 0,5 (Vorjahr: Mio. € 0,7), periodenfremde Erträge mit Mio. € 0,4 (Vorjähr: Mio. € 0,4), Kursgewinne mit Mio. € 0,9 (Vorjahr: Mio. € 0,4), Vermietungs- und übrige Umsätze mit Mio. € 0,8 (Vorjahr: Mio. € 0,8).
Der Materialaufwand, bezogen auf die Betriebsleistung, ist im zurückliegenden Geschäftsjahr durch die enormen Rohstoffpreissteigerungen vor allem bei Baumwolle auf 56 % angestiegen (Vorjahr: 52%). Diese Preissteigerungen haben bis in den März des Jahres 2011 hinein angehalten. Ende März scheint es jedoch, als hätte das Preisniveau für Baumwolle nun den Höhepunkt erreicht. Die rasanten Preissteigerungen bei den Rohstoffen konnten jedoch nicht gleichlaufend an die Kunden weitergegeben werden. Die Verkaufsseite folgt hier aufgrund von Vertragsbindung mit einem gewissen zeitlichen Versatz, sodass der Rohertrag zwar absolut ansteigt, die Rohmarge aber in der Relation zur Gesamtleistung geringer wird.
Die Personalkosten sind unterproportional um Mio. € 4,3 angestiegen. Der Anstieg ist teils auch dadurch begründet, dass im Vorjahr der Personalaufwand durch fünfmonatige Kurzarbeit entlastet worden war. Bezogen auf die Gesamtleistung gingen die Personalkosten aber von 27 % auf 23 % zurück, die niedrigste Personalkostenquote seit Jahren.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (einschließlich Auszubildender) ist im Konzern aufgrund der guten Auftragslage auf 1.556 angestiegen (Vorjahr: 1.472).
Die Abschreibungen, die durchgehend Fixkostencharakter haben, sind mit Mio. € 9,0 zum Vorjahr unverändert geblieben. Die Investitionstätigkeit wurde wegen der guten Ausstattung der Betriebe, die durch umfassende Rationalisierungsinvestitionen vor wenigen Jahren erreicht wurde, auf ein Normalmaß zurückgeführt.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die ebenfalls, wenn auch zum kleineren Teil, Fixkosten enthalten, zeigt sich eine vergleichbare Entwicklung wie bei den Personalkosten. Dem absoluten Anstieg um Mio. € 4,0 auf insgesamt Mio. € 24,7 steht ein Rückgang der Aufwandsquote von 14,5 % auf 13 % gegenüber. Die Verwaltungskosten sind mit Mio. € 5,6 nur unwesentlich höher als im Vorjahr mit Mio. € 5,4. Die Betriebskosten sind dagegen von Mio. € 5,0 auf Mio. € 7,1 und die Vertriebskosten sind von Mio. € 8,0 auf Mio. € 9,2 angestiegen. Die Kursverluste sind von Mio. € 0,5 wieder auf Mio. € 0,8 angestiegen und der Aufwand aus Forderungsausbuchungen und -Verlusten ist von Mio. € 0,5 auf Mio. € 0,9 angestiegen. Übrige Aufwendungen, die keinem besonderen Funktionsbereich zugeordnet werden können, sind von Mio. € 1,3 auf Mio. € 0,9 zurückgegangen.
Stellt man die Betrachtung auf das Betriebsergebnis unter Abzug der sonstigen Steuern ab, so zeigt sich, dass dieses aufgrund der guten Geschäftsentwicklung von Mio. € 2,3 auf Mio. € 7,5 angestiegen ist.
Das Beteiligungsergebnis weist in diesem Geschäftsjahr ausschließlich den at equity erfassten anteiligen Gewinn aus dem assoziierten Unternehmen "Supreme Nonwovens" in Indien mit Mio. € 0,6 aus.
Das assoziierte Unternehmen konnte eine ähnlich positive Geschäftsentwicklung aufweisen wie die Textilgruppe Hof. Im Geschäftsjahr 1. April 2009 bis 31. März 2010 hatte die Supreme Nonwovens Pvt. Ltd. einen umgerechneten Jahresüberschuss von Mio. € 1,4 (Vorjahr: Mio. € 0,2) erwirtschaftet.
Das negative Finanzergebnis von Mio. € - 3,2 hat sich um Mio. € 0,1 verschlechtert. Diese Verschlechterung ist insbesondere auf den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen.
Im außerordentlichen Ergebnis ist der Aufwand aus der Erhöhung der Pensionsrückstellungen aufgrund der Umstellung auf die Bewertungsvorschriften des BilMoG in Höhe von Mio. € 0,9 ausgewiesen.
Die Ertragsteuern zeigen einen Aufwand von Mio. € 0,2. Dieser ergibt sich aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von Mio. € 0,3, denen Steuererstattungen für Vorjahre und aus den latenten Steuern von Mio. € 0,1 entgegenstehen.
Der Konzernjahresüberschuss hat sich von einem Jahresfehlbetrag von Mio. € - 1,5 im Vorjahr um Mio. € 5,3 verbessert auf Mio. € 3,8.
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem von der Textilgruppe Hof AG erzielten Jahresüberschuss von T€ 2.926 (Vorjahr: T€ - 2.288) bezogen auf 5.444.800 Aktien mit € 0,54 je Aktie (Vorjahr: € - 0,42). Das Ergebnis je Aktie bezogen auf das Konzernergebnis von T€ 3.779 (Vorjahr: T€ - 1.537) beträgt € 0,69 je Aktie (Vorjahr: € - 0,28).
Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 1.556 gegenüber 1.472 im Vorjahr beschäftigt. Der Anstieg resultiert aus der guten Auftragslage in den Geschäftsbereichen yarns & fabrics wie auch nonwovens.
Die Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Anlagen und Finanzanlagen betrugen im Jahr 2010 Mio. € 6,6 (Vorjahr: Mio. € 4,7).
Der Gesamtbereich yarns & fabrics konnte aufgrund der starken Wirtschaftsbelebung verbunden mit einer entsprechend hohen Nachfrage seine Umsatzerlöse um 43,5 % steigern. Dies führte dazu, dass die Betriebe des Geschäftsbereichs yarns & fabrics gut ausgelastet waren. Die Fertigwarenlager konnten nochmals stark abgebaut werden. Problematisch waren aber die außerordentlich hohen Preissteigerungen bei Baumwolle, aber auch bei den anderen Fasern im Geschäftsjahr 2010. Das Preisniveau hat sich seit Jahresbeginn 2010 fast verdreifacht und damit eine bisher noch nicht gekannte Höhe erreicht. Die Dynamik auf diesen Rohstoffmärkten war so stark ausgefallen, dass die Preissteigerungen gegenüber den Kunden damit nicht mehr Schritt halten konnten. Die Folge waren sinkende Rohmargen.
Die Fertigwarenlager wurden weiterhin konsequent abgebaut, sodass sich im gesamten Geschäftsbereich eine Bestandsminderung von Mio. € - 11,3 ergab.
Die bereits erwähnten Rohstoffpreissteigerungen haben den Materialaufwand um fast 49 % überproportional zur Entwicklung der Umsatzerlöse ansteigen lassen. Diese Kostenentwicklung hat zur Folge, dass die Materialaufwandsquote von 62,5 % auf 67,5% angestiegen ist und im Gegenzug der Rohertrag nur unterproportional um 19 % ansteigen konnte.
Die rasch einsetzende starke Geschäftsbelebung führte dazu, dass das im Vorjahr sich in Kurzarbeit befindliches Personal wieder voll beschäftigt werden konnte und zusätzlich auch weiteres Personal eingestellt wurde. Der Personalaufwand ist daraufhin von Mio. € 15,9 im Vorjahr um knapp 10 % angestiegen auf Mio. € 17,4.
Die Abschreibungen gingen wegen des Ablaufs von Nutzungsdauern von Mio. € 2,7 auf Mio. € 2,4 zurück. Da wir auch diesen Geschäftsbereich vor wenigen Jahren mit umfangreichen Rationalisierungsinvestitionen auf einen technologisch guten Stand gebracht haben und derzeit im textilen Vorstufenbereich keine großen Weiterentwicklungen erkennbar sind, hielten wir es für geboten, unter den bisherigen Unsicherheiten über die Nachhaltigkeit dieser raschen Wirtschaftsbelebung die Investitionsausgaben vorerst noch auf das Notwendige zu beschränken.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wegen der überwiegenden variablen Kosten, wie Betriebs- und Vertriebs kosten, wieder um 29 % angestiegen. Weil der Kostenanstieg aber geringer war als die Betriebsleistung zugenommen hat, kommt es, wie auch bei den Personalaufwendungen, zu einer Verbesserung der Kostenstruktur. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung ging von 15,7 % auf 14,8 % zurück.
Diese totale Umkehrung der Entwicklung, von einem Abbau der Betriebskapazitäten und Drosselung der Betriebsauslastung im Jahr 2009 hin zu einer sich stark beschleunigenden Betriebsauslastung und Inbetriebnahme zuvor ruhender Betriebskapazitäten, konnte die Kostenstrukturen verbessern. Die realisierten Kostendegressionen reichten aber nicht aus, um die ungünstige Entwicklung, die durch die äußerst starken Rohstoffpreissteigerungen eingetreten sind, wie auch die defizitäre Ausgangslage aus der der Geschäftsbereich kommt, in diesem Geschäftsjahr schon vollständig auszugleichen. Es verblieb bei einer kleinen Verbesserung des Betriebsergebnisses um Mio. € 0,7, sodass dieses einen Fehlbetrag von Mio. € - 3,2 gegenüber Mio. € - 3,9 im Vorjahr auswies.
Das Finanzergebnis wird bestimmt durch die Verzinsung der Cashpool-Schulden. Die Verzinsung richtet sich nach dem Drei-Monats-Euribor als Basis zuzüglich einer festen Marge. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Drei-Monats-Euribor begonnen, wieder leicht anzusteigen. Der gestiegene Finanzbedarf des Geschäftsbereichs hat ebenfalls dazu geführt, dass die zu verzinsenden Cashpool-Schulden etwas zugenommen haben. Die Zinsaufwendungen des Geschäftsbereichs sind deshalb um Mio. € 0,2 angestiegen. Eine im Vorjahr enthaltene Abschreibung auf Finanzanlagen war im Geschäftsjahr 2010 nicht vorzunehmen, sodass sich das Finanzergebnis insgesamt um Mio. € 0,2 auf Mio. € - 1,6 verbessern konnte.
Der Geschäftsbereich weist insgesamt ein Vorsteuerergebnis von Mio. € - 4,7 gegenüber Mio. € - 5,7 im Vorjahr aus.
Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsbereich yarns & fabrics 663 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 666). Zum jeweiligen Jahresende betrugen die entsprechenden Zahlen 676 und im Vorjahr 655. Der relativ geringe Anstieg der Beschäftigten ergibt sich aus der im Vorjahr durchgeführten Kurzarbeit.
Die Investitionen betrugen insgesamt Mio. € 2,2 (Vorjahr: Mio. € 0,5) und betrafen vor allem die weitere Konzentration der Fertigung gleicher Produktgruppen an einem Standort.
Bei der Dekorationsstoffbranche scheint die derzeitige gute allgemeine Wirtschaftsentwicklung noch nicht angekommen zu sein. Die Branche hat nach wie vor mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Diese liegen zwischen einem Minus von 5 % bis zu einem Minus von 11 %. Ein weiteres Problem stellen die stärker zunehmenden Importe aus asiatischen Ländern und der Wandel hin zu Rollos und Sonnenschutzsystemen dar. Während in anderen Bereichen der Textilindustrie dieser Konkurrenzdruck zumindest nicht mehr zunimmt, erlebt nun die Dekostoffbranche diese starke Konkurrenz.
Die Neutex Home Deco kann sich diesen Einflüssen auf die Branche nicht entziehen. So ist der Umsatz mengenmäßig um knapp 6 % zurückgegangen. Der Preisdruck kann mit etwa 4 % beziffert werden. Beide Effekte zusammen ergeben für den Geschäftsbereich Home Deco einen Umsatzrückgang von Mio. € 2,3 auf Mio. € 21,0. Das entspricht einem Rückgang von 9,8 %. Der Umsatz im Exportgeschäft ist etwas stärker zurückgegangen als der im Inland. Hierbei sind in Osteuropa ganze Märkte fast gänzlich weggefallen. Das Geschäft mit dem übrigen Ausland ist weniger zurückgegangen. Im vierten Quartal 2010 zeichnete sich aber eine leichte Belebung ab.
Die im Geschäftsjahr 2009 begonnene Verlängerung der Wertschöpfungskette durch Vergabe von Lohnkonfektionsaufträgen an eine rumänische Tochtergesellschaft zeigte erste Erfolge in der Weise, dass bisherige Leerkosten der Tochtergesellschaft produktiv genutzt wurden. Diese Konzeption der Verlängerung der Wertschöpfungskette ist im Geschäftsjahr 2010 gut vorangekommen.
Die Materialkosten gingen wegen des erwähnten Abbaues von fremdvergebenen Aufträgen auch im Geschäftsjahr 2010 nochmals zurück. Die Materialaufwandsquote verminderte sich von 33,7 % auf 32,7 %. Allerdings führte die weiterhin reduzierte Betriebsauslastung zu ungünstigeren Kostenverhältnissen als diese noch im Vorjahr: bestanden haben. Bei unveränderten Personalkosten von Mio. € 7,4 ist die Personalkostenquote von 31,7 % auf knapp 35,4 % angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund erhöhter Anstrengungen bei den Vertriebsaktivitäten durch wesentlich höhere Musterungskosten sowie durch höhere Betriebskosten bei der rumänischen Tochtergesellschaft aufgrund der weit fortgeschrittenen Integration früher fremdvergebener Lohnveredelung um Mio. €0,5 angestiegen.
Die Finanzierungskosten haben wegen der verstärkten Inanspruchnahme von Cashpool-Mitteln um Mio. € 0,1 zugenommen.
Insgesamt ergab sich ein Vorsteuerergebnis von Mio. € 1,1 gegenüber Mio. € 2,9 im Vorjahr.
Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsbereich Home Deco 374 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 387).
Die Investitionen belaufen sich auf Mio. € 0,4 (Vorjahr: Mio. € 0,3) die, wie im Vorjahr, größtenteils den Ausbau der rumänischen Tochtergesellschaften betreffen.
Für das kommende Geschäftsjahr bereiten uns vor allem die steigenden Rohstoff- und Energiekosten Sorge. Es wird sehr schwer werden, in schrumpfenden Märkten erforderliche Preissteigerungen durchzusetzen, solange der von asiatischen Ländern ausgehende Konkurrenzdruck anhält. Der bisherige Geschäftsverlauf im Jahr 2011 lässt erkennen, dass auch in diesem Jahr, von punktuellen Verbesserungen abgesehen, sich noch nichts grundlegend geändert hat.
Der Geschäftsbereich nonwovens, der im Geschäftsjahr 2009 ganz massiv unter der Wirtschaftskrise zu leiden hatte und dessen Umsätze damals um rund 17 % einbrachen, konnte dies im Geschäftsjahr 2010 mehr als ausgleichen. Die Umsätze sind in 2010 von Mio. € 57,9 um knapp 41 % angestiegen auf Mio. € 81,8.
Am stärksten war die Umsatzausweitung bei den technischen Vliesen mit 49 %. War der Automotivebereich im Vorjahr noch das Krisensegment schlechthin, hat sich dieser Bereich in 2010, wie in der Gesamtwirtschaft auch, wieder zum Motor eines starken Wirtschaftwachstums entwickelt.
Unter regionalen Gesichtspunkten beträgt im gesamten Geschäftsbereich nonwovens der Inlandsanteil 42,5 % und der Auslandsumsatz 57,5 %. Dies liegt vor allem auch an der positiven Entwicklung der Tochtergesellschaft HTI in den USA, die ebenfalls auf die äußerst positiven Markteinflüsse des Automotivebereichs zurückzuführen ist. Die HTI konnte ihre Umsätze um 68 % ausbauen. Ursächlich waren hierfür vor allem eine Verbesserung der Marktposition sowie die im Vorjahr vorgenommenen Investitionen, die letztlich Voraussetzung für die Nutzung dieser positiven Marktentwicklung waren.
Die wirtschaftliche Situation in 2010 hat dafür gesorgt, dass alle Betriebe des Geschäftsbereichs nonwovens voll beschäftigt waren und an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Dies gilt auch für den jüngsten Betrieb in Reichenbach. Ohne weitere Investitionen kann der Vliesbereich die günstigen Rahmenbedingungen, die der Markt bietet, nicht nutzen und damit auch nicht weiter wachsen. Die derzeitige Situation hat zu einer deutlichen Verbesserung der Kostenstrukturen geführt. Diese hohe Auslastung birgt aber auch Schattenseiten, die beseitigt werden sollten. Durch die gute Auftragslage sind fast keine Betriebskapazitäten mehr frei, die für weitere Produktentwicklungen zwingend notwendig sind.
In den nachfolgenden Zahlen wird das Ausmaß der Verbesserungen in der Kostenstruktur deutlich. Die Materialaufwendungen sind durch die Rohstoffpreiserhöhungen, die auch bei den Synthetikfasern und Chemikalien eingetreten sind, etwas stärker angestiegen, als es der Steigerung der Gesamtleistung entspricht. Sie sind von Mio. € 31,3 um 43 % auf Mio. € 44,8 angestiegen. Ihr Anteil an der Gesamtleistung wuchs von 50,9 % auf 51,5 %. Die höhere Betriebsauslastung in Verbindung mit größeren Losgrößen hat dazu geführt, dass die Anlauf- und Auslaufverluste, die bei häufigerem Umrüsten entstehen, geringer ausfielen und so die steigenden Rohstoffkosten wieder kompensieren konnten.
Bei den Personalkosten zeigt sich die Verbesserung der Kostenstrukturen wohl am deutlichsten. Diese haben um lediglich 13,1 % auf Mio. € 14,8 zugenommen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein größerer Teil variabler Kosten, wie Betriebs- und Vertriebskosten, enthalten, sodass diese um 20,7 % auf Mio. € 10,8 angestiegen sind. Das danach verbleibende Betriebsergebnis beläuft sich auf Mio. € 11,5 gegenüber Mio. € 2,1 im Vorjahr.
Das Finanzergebnis hat sich um Mio. € 0,7 auf Mio. € - 2,1 verschlechtert. Ursächlich für diese Entwicklung ist ein leichter Anstieg der Zinsbasis Drei-Monats-Euribor Geschäftsjahr 2010 sowie eine Ausweitung der Cashpool-Inanspruchnahme um rund Mio. € 6,0.
Der Geschäftsbereich Vliesstoffe schließt insgesamt mit einem Vorsteuerergebnis von Mio. € 9,3 gegenüber Mio. € 0,7 im Vorjahr ab.
Im Jahresdurchschnitt waren 410 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 383).
Die Investitionen im Geschäftsbereich nonwovens betrugen insgesamt Mio. € 3,7 (Vorjahr: Mio. € 4,0). Hiervon entfielen Mio. € 1,2 auf Finanzanlagen (aus der at equity-Bewertung unserer Beteiligung in Indien) und Mio. € 2,5 auf Sachanlangen. Der Schwerpunkt der Sachanlageninvestitionen lag hierbei in der HTI (USA).
Auch im Geschäftsbereich Vliesstoffe werden die Kostensteigerungen der Rohstoffe, die zwischenzeitlich prozentual im zweistelligen Bereich liegen, die künftige Ertragslage belasten. Ein weiteres Problem stellen Schwierigkeiten hinsichtlich benötigter Mengen und terminlicher Verfügbarkeit der Rohstoffe dar. Wir sind bemüht, unsere Rohstoffversorgung durch einen Aufbau der Rohstoffbevorratung noch besser abzusichern.
Für das kommende Geschäftsjahr sind im gesamten Geschäftsbereich Investitionen in Höhe von rd. Mio. € 10,5 vorgesehen. Die Investitionen sollen den Geschäftsbereich nonwovens in die Lage setzen, gegebene Marktchancen zu nutzen, aber auch kapazitätsbegrenzende Engpässe in den Betriebsabläufen zu beseitigen.
Die Textilgruppe Hof ist als international tätiger Konzern in der industriellen Textilfertigung Risiken ausgesetzt. Gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz hat der Vorstand der Textilgruppe Hof AG in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risikopositionen eingerichtet. Aufgrund der dezentralen Organisationsstrukturen stellt das Risikomanagement einen integralen Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses dar. Die Textilgruppe Hof AG und deren Tochtergesellschaften haben ein einheitliches Risikomanagementsystem, das laufend fortentwickelt und den sich wandelnden Anforderungen angepasst wird. Die Textilgruppe Hof ist aufgrund ihrer diversifizierten Struktur in den einzelnen Geschäftsbereichen auch unterschiedlichen Risiken und Risikoschwerpunkten ausgesetzt. Dies führt dazu, dass es zu einem gewissen Risikoausgleich innerhalb der Textilgruppe Hof kommt.
Im Finanzbereich haben wir für Zahlungsströme und das Zins- und Forderungsmanagement effiziente Kontrollsysteme etabliert. Von der TGH AG als Holding werden Finanzierungsrisiken zentral abgesichert und die Linienausnutzung der Tochtergesellschaften bei den Banken überwacht und gesteuert. Kurssicherungsgeschäfte in den einzelnen Tochtergesellschaften werden durch die Holding überwacht und koordiniert. In Verbindung mit einem täglichen Cash-Pooling mit allen Geschäftsbanken hat die Holding ständig Einblick in die finanzielle Entwicklung bei den Tochtergesellschaften.
Im Bereich des Forderungsmanagements gilt grundsätzlich die Maßgabe, dass Kunden nur innerhalb des von der Kreditversicherung erteilten Kreditlimits beliefert werden dürfen. Wesentliche Abweichungen davon sind der Konzernleitung zur vorherigen Genehmigung vorzulegen. Die Holding erhält monatlich Kennzahlen über Zielinanspruchnahmen, Fälligkeiten und Überfälligkeiten der Außenstände. Dieses Forderungsmanagement ermöglicht es, Chancen wahrzunehmen, ohne dass dadurch die Risiken unkontrolliert zunehmen. Bei Abschluss von Geschäften, die die vorgegebenen Grenzwerte überschreiten, muss die jeweilige Gesellschaft auch eine erhöhte Risikovorsorge bilden.
Das Risikofrüherkennungssystem wird durch das Controlling und das Management in den operativen Gesellschaften sichergestellt.
Das Berichtswesen und das interne Kontrollsystem stellen sicher, dass eine zeitnahe Information der Entscheidungsträger über den Geschäftserfolg und gegebenenfalls eingetretene Fehlentwicklungen gegeben ist. Die Konzernrevision überprüft zusätzlich die Effizienz einzelner Strukturen und Abläufe, die Funktionsfähigkeit einzelner Systeme, die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen sowie die ordnungsmäßige Buchführung und die Sicherung des Vermögens.
Aufgrund der dem Vorstand regelmäßig vorgelegten Berichte über die Entwicklung der Geschäftstätigkeit sowie der Revisionsberichte zu einzelnen gezielten Untersuchungen kann festgestellt werden, dass die Textilgruppe Hof über ein wirksames Risikomanagementsystem verfügt. Das Management erhält dadurch rechtzeitig Hinweise auf das Entstehen von Risiken und wird zuverlässig in die Lage versetzt, entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen.
Zum Zeitpunkt der Berichterstellung (März 2011) können Umfeldrisiken und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken sowie finanzwirtschaftliche Risiken aus einer ungewissen künftigen Zins- und Devisenkursentwicklung aufgeführt werden. Die bisherigen Auswirkungen einer verschärften Konkurrenzsituation aus asiatischen Ländern auf unsere Geschäftsfelder yarns & fabrics und zwischenzeitlich auch auf Home Deco wurde in der Vergangenheit realistisch eingeschätzt; dies hat uns dazu verholten, rasch auf diese Einflüsse zu reagieren. Den Risiken aus einer künstlichen Rohstoffverknappung bei Baumwolle und anderen Fasern haben wir durch eine Erhöhung der Vorratshaltung bei diesen Rohstoffen Rechnung getragen.
Latente Risiken, die man den unternehmensstrategischen Risiken zuordnen kann, bestehen im gesamten Vliesbereich. Die tragende Funktion, als Zulieferer zur Automobilindustrie tätig zu sein, erfordert ein ständiges Bestreben der Verbesserung in Sachen Qualität, Lieferzuverlässigkeit und natürlich auch bei den Herstellungskosten, denn auf die Preise hat in diesem Marktsegment der Abnehmer größere Einflussmöglichkeiten als der Produzent. Um hier dauerhaft bestehen zu können, muss unentwegt in neue, qualitätsverbessernde und kostensenkende Produktionsverfahren investiert werden.
Unsere Sorge über die zunehmende Konzentration im deutschen Bankensektor wurde im Zusammenhang mit der jüngsten Finanzmarktkrise bestätigt. Es hat sich gezeigt, dass es tendenziell schwieriger geworden ist, notwendige Fremdmittel zu erhalten bzw. Fremdmittelfinanzierungen aufrecht zu erhalten. Die Regelungen durch "Basel II" haben gezeigt, dass diese in der Krise verschärfend wirken und dadurch die Wirtschaftskrise noch verstärken. Die zurückliegende Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 bis 2009 hat uns weitere Risiken vor Augen geführt. Wir haben daraus die Konsequenzen gezogen und zusammen mit unseren finanzierenden Banken eine konsortiale Finanzierungsstruktur eingeführt, die die Finanzierungssicherheit deutlich erhöht hat. Wir hatten uns während der Wirtschaftskrise auf eine Situation knapper finanzieller Ressourcen eingestellt und unsere Investitionspläne deutlich zurückgenommen.
Diese Nachfragesteigerung, die Ende 2009 einsetzte und der wir in der ersten Jahreshälfte 2010 noch nicht all zu sehr vertrauten, hatte doch das ganze Jahr bis heute angehalten. Wir haben versucht, die zusätzliche Nachfrage weitgehend mit den vorhandenen, zum Teil auch kurz vorher still gelegten Kapazitäten zu bedienen.
Die Geschäftspolitik der Kreditversicherungen hat sich im Laufe des Jahres 2010 gebessert. Ergänzend zu den privaten Kreditversicherern haben wir verstärkt die staatlichen Versicherungsmöglichkeiten für Exportaufträge genutzt. Zwischenzeitlich haben aber auch die privaten Anbieter diesen zusätzlichen Versicherungsschutz wieder obsolet werden lassen.
Die weitere generelle Ausrichtung der Textilgruppe Hof auf technische Textilien auch in denjenigen Geschäftsbereichen, die der klassischen Textilindustrie zugeordnet werden (yarns & fabrics), aber vor allem bei der Vliesherstellung in der eswegee Vliesstoff GmbH und der TECHTEX GmbH Vliesstoffe verlangt einen weiteren Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in diesen Geschäftsfeldern. Unsere Produkte erfordern häufig eine intensive Entwicklungsarbeit, bis die von den Kunden vorgegebenen Produkteigenschaften technisch und kostenmäßig dargestellt werden können. Es ist ein zentraler Punkt unserer Unternehmensphilosophie, auf die von den Kunden formulierten Erfordernisse einzugehen und diese am Produkt darstellen zu können. Gerade die für den technischen Einsatz bestimmten Produkte müssen besondere Vorgaben erfüllen und dennoch preislich wettbewerbsfähig bzw. günstiger bleiben als das Gros der Mitanbieter. Die Unternehmen der Textilgruppe Hof sind keine Hersteller von Massenware, sondern sind stets bemüht, das Besondere und Spezielle anzubieten und die Anforderungen der Kunden schnell und wirtschaftlich umzusetzen. In Verfolgung dieser Zielsetzung und der beschriebenen Entwicklungsaufgaben wurden in den einzelnen Unternehmen personelle Verstärkungen vorgenommen.
Der Vorstand der Textilgruppe Hof AG hat nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der Textilgruppe Hof AG zur ERWO Holding AG und den mit ihr verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der vorstehenden Rechtsgeschäfte bekannt waren, hat die Gesellschaft bei allen Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Das Jahr 2011 wird für die Textilgruppe Hof sicherlich ein Jahr mit einigen Herausforderungen, auch wenn in manchem Fall diese darin besteht, mit den vorhandenen betrieblichen Möglichkeiten eine stark gestiegene Nachfrage zu bedienen, ohne dabei den Blick für Erfordernisse der Zukunft zu verstellen. Die Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 dürfte nun endgültig als überwunden gelten. Eine weitere Herausforderung sind sicherlich die dramatisch gestiegenen Preise für Baumwolle und dieser Entwicklung folgend die Preise für Synthetikfasern und Chemikalien. Neben den extrem hohen Preisen stellt aber auch die Verfügbarkeit der Fasern ein vielleicht noch größeres Problem dar. Wenn fest vereinbarte Liefertermine nicht eingehalten werden oder gänzlich ausfallen, können nur durch eine erhöhte Lagerhaltung die Produktionsabläufe aufrechterhalten werden. Die aktuell laufende Diskussion über die Abschaltung von Atomkraftwerken lässt befürchten, dass in den nächsten Jahren die Versorgungssicherheit mit Energie eingeschränkt werden könnte, und dass mit noch höherer Wahrscheinlichkeit weitere Strompreiserhöhungen auf uns zukommen werden.
Unsere Einschätzung im Vorjahr, dass die zurückliegende Krise für unsere Unternehmensgruppe durchaus auch positive Seiten haben kann, hat sich bewahrheitet. Die Automobilindustrie hat sich bis zum heutigen Tag zum Motor für die wirtschaftliche Entwicklung schlechthin entwickelt.
Mit dem von uns geplanten Investitionsprogramm 2011 versuchen wir mit Augenmaß auf die deutlich verbesserte Nachfrage nach unseren Erzeugnissen einzugehen, um die sich daraus anbietenden Wachstumschancen wahrnehmen zu können. Ein weiterer Aspekt hierbei ist, dass wir wieder Betriebskapazitäten frei bekommen, um ein ausreichendes Maß an notwendiger Entwicklungsarbeit für die Zukunft durchführen zu können. Die gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen es auch erforderlich, dass wir in unseren Betrieben dort investieren, wo sich durch Vollauslastung Engpässe herausgestellt haben.
Risiken werden vor allem in der Nachhaltigkeit der bisherigen Belebung der Weltwirtschaft gesehen. Es kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden, ob die Naturkatastrophen in Japan nicht doch die Weltwirtschaft stärker abbremsen könnte, weil die japanische Industrie vielfach weltweit als Zulieferer tätig ist.
Unter den genannten Rahmenbedingungen halten wir für das Geschäftsjahr 2011 ein Umsatzwachstum in der Größenordnung von 10 % für realisierbar. Die Ergebnisauswirkungen werden jedoch viel stärker von der Volatilität der Rohstoffmärkte tangiert. Nachdem der bisherige Geschäftsverlauf im Jahr 2011 noch nicht zu einer anderen Beurteilung Anlass gibt, gehen wir nach wie vor davon aus, dass wir das Jahresergebnis 2010 noch leicht steigern können. Eine weitergehende Beurteilung über das Geschäftsjahr 2011 hinaus, ist aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Preisentwicklung bei den Rohstoffen und Energiekosten nicht möglich.
Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge mit besonderen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.
Hof, 31. März 2011
Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Steger
Adrion
Aktiva
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| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 6 | 192 | 188 |
| II. Sachanlagen | 6 | 63.710 | 66.861 |
| III. Finanzanlagen | 6/7 | 6.500 | 6.499 |
| 70.402 | 73.548 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | 8 | 52.105 | 55.687 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 9 | 27.149 | 24.933 |
| III. Liquide Mittel | 10 | 2.727 | 1.491 |
| 81.981 | 82.111 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 577 | 74 | |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 11 | 1.263 | 1.310 |
| Bilanzsumme | 154.223 | 157.043 | |
| Passiva | |||
| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 12 | 13.920 | 13.920 |
| II. Kapitalrücklage | 13 | 41.158 | 41.158 |
| III. Gewinnrücklagen | 14 | 26.982 | 27.475 |
| IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -2.333 | -3.193 | |
| IV. Bilanzverlust | -13.560 | -17.339 | |
| 66.167 | 62.021 | ||
| B. SONDERPOSTEN FÜR ABGEGRENZTE ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND | 14 | 4.596 | 5.475 |
| C. GESELLSCHAFTERDARLEHEN | 15 | 14.000 | 2.263 |
| D. RÜCKSTELLUNGEN | 16 | 19.781 | 21.032 |
| E. VERBINDLICHKEITEN | 17 | 49.586 | 66.011 |
| F. PASSIVE LATENTE STEUERN | 11 | 93 | 241 |
| Bilanzsumme | 154.223 | 157.043 |
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| in Tausend EUR | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 18 | 196.441 | 146.683 |
| Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse | -9.804 | -3.915 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 71 | 14 | |
| Gesamtleistung | 186.708 | 142.782 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 19 | 4.376 | 4.319 |
| Materialaufwand | 20 | -106.273 | -75.950 |
| Rohertrag | 84.811 | 71.151 | |
| Personalaufwand | 21 | -42.896 | -38.584 |
| Abschreibungen | 6 | -9.019 | -9.039 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 22 | -24.700 | -20.663 |
| Betriebsergebnis | 8.196 | 2.865 | |
| Beteiligungsergebnis | 23 | 608 | 85 |
| Finanzergebnis | 24 | -3.218 | -3.272 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 5.586 | -322 | |
| Außerordentliches Ergebnis | 25 | -868 | -739 |
| Ergebnis vor Steuern | 4.718 | -1.061 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 26 | -217 | 63 |
| Sonstige Steuern | 27 | -722 | -539 |
| Konzernjahresüberschuss (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag) | 3.779 | -1.537 |
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| in Tausend EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | Bilanzverlust | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01. 2009 | 13.920 | 41.158 | 26.407 | -2.756 | -15.802 | 62.927 |
| Konzernjahresfehlbetrag 2009 | -1.537 | -1.537 | ||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -437 | -437 | ||||
| Bildung latenter Steuern | 1.068 | 1.068 | ||||
| Stand 31. 12.2009 | 13.920 | 41.158 | 27.475 | -3.193 | -17.339 | 62.021 |
| Konzernjahresüberschuss 2010 | 3.779 | 3.779 | ||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 860 | 860 | ||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | -493 | -493 | ||||
| Stand 31. 12. 2010 | 13.920 | 41.158 | 26.982 | -2.333 | -13.560 | 66.167 |
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| in Tausend EUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag | 3.779 | -1.537 |
| - Gewinn aus Anlagenabgang | -548 | -432 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögen | 9.019 | 9.039 |
| + Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 350 |
| -/+ Verringerung der abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand | -879 | -1.013 |
| -/+ Veränderungen der Pensionsrückstellungen | 676 | -237 |
| - Verringerung der passiven latenten Steuern | ||
| + Verringerung der aktiven latenten Steuern | ||
| - Nicht zahlungswirksame Währungsgewinne | ||
| +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -112 | -85 |
| Veränderungen bei Positionen der Vermögenswerte und der Schulden | ||
| +/- Veränderungen der Vorräte | 3.582 | 4.651 |
| -/+ Veränderungen der Forderungen vor Vermögensverrechnung | -2.672 | 5.207 |
| -/+ Veränderungen der Verbindlichkeiten und übrigen Rückstellungen, sie nicht der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind | -86 | 230 |
| Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 12.759 | 16.173 |
| - Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | -5.380 | -4.714 |
| - Investitionen in Finanzanlagen | -1.182 | 0 |
| - Erwerb von Tochterunternehmen | ||
| - Umgliederung aus Umlaufvermögen | ||
| + Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 834 | 1.265 |
| + Zahlungeingänge Versicherungsansprüche und Steuerguthaben | ||
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -5.728 | -3.449 |
| -/+ Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten | ||
| +/- Veränderungen Derivate | ||
| - Verringerung Bankverbindlichkeiten | -3.516 | -14.641 |
| + Erhöhung Gesellschafterdarlehen | 14.000 | 0 |
| - Tilgung Gesellschafterdarlehen | -2.263 | -969 |
| - Verringerung/+ Erhöhung kurzfristiger Finanzmittel vom obersten Konzernmutterunternehmen | -14.000 | 3.000 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -5.779 | -12.610 |
| Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.252 | 114 |
| Umrechnungsbedingte Zunahme/-Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -16 | -33 |
| Liquide Mittel am 01.01. | 1.491 | 1.410 |
| Liquide Mittel am 31.12. | 2.727 | 1.491 |
Die Textilgruppe Hof AG ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die nach dem Handelsgesetzbuch im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Textilgruppe Hof Konzerns. Der Geschäftsgegenstand entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Textilgruppe Hof sind die Herstellung von Roh- und Farbgarnen sowie von Spezialgarnen und -zwirnen, die Herstellung von Roh-, Buntgeweben und Dekostoffen sowie die Produktion von Vliesstoffen für die Bekleidung und für technische Anwendungen.
Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die Textilgruppe Hof AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des HGB. Somit ist die Gesellschaft auch nicht mehr verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen.
Unter Ausnutzung des Wahlrechts nach Artikel 66 Abs. 3 Satz 6 EGHGB wurden die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften bereits zum 31. Dezember 2009, wie auch der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009, erstmals unter vollständiger Anwendung der Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt.
Der Konzernabschluss der Textilgruppe Hof AG zum 31. Dezember 2010 wird nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB aufgestellt.
Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in EURO (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€).
Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der TGH AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2010 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften ggf. auf die Vorschriften des HGB übergeleitet.
Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ausgewiesen.
In den Konzernabschluss zum 31.12.2010 sind neben der TGH AG 13 (Vorjahr 13) inländische und 4 (Vorjahr 4) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der TGH AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Textilgruppe Hof, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß §290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS 19 einbezogen. Wegen untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Einbeziehung von 2 (Vorjahr 2) inländischen Tochterunternehmen verzichtet.
Die Tochterunternehmen Hof Garn GmbH, SBS CoreTech GmbH, Max Süß GmbH, Hof Weberei GmbH, Neutex Home Deco GmbH, eswegee Vliesstoff GmbH, TECHTEX GmbH Vliesstoffe und die Textilgruppe Hof Immobilien GmbH sind alle über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Muttergesellschaft Textilgruppe Hof AG verbunden. Alle diese Unternehmen sind auch in den Konzernabschluss der Textilgruppe Hof AG einbezogen. Diese 8 (Vorjahr 8) Unternehmen machen von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in vollem Umfang Gebrauch.
Die Textil Hof Immobilien GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Textilgruppe Hof AG einbezogen. Sie macht daher von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB in vollem Umfang Gebrauch.
Der Konsolidierungskreis der TGH AG umfasst zum 31. Dezember 2010 die folgenden Gesellschaften:
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| Sitz | Anteil am Kapital in % |
||
|---|---|---|---|
| vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB | |||
| Hof Garn GmbH | Hof | 1) | 100,00 |
| Hof Garn Verwaltungs GmbH | Hof | 100,00 | |
| Hof Garn-Färberei GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| HOFLANA spol. s r.o. | Liberec, Tschechien | 2) | 100,00 |
| SBS CoreTech GmbH | Drebach | 2) | 100,00 |
| Max Süß GmbH | Cranzahl | 2) | 100,00 |
| eswegee Vliesstoff GmbH | Hof | 100,00 | |
| TECHTEX GmbH Vliesstoffe | Mittweida | 3) | 100,00 |
| Hof Textiles Inc. | Lincolnton, USA | 3) | 100,00 |
| Hof Weberei GmbH | Hof | 100,00 | |
| Neutex Home Deco GmbH | Münchberg | 100,00 | |
| SC Textor S.A. | Targu Mures, Rumänien | 4) | 100,00 |
| SC Textor Distributie S.A. | Targu Mures, Rumänien | 4) | 100,00 |
| Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH | Hof | 100,00 | |
| Textil Hof Immobilien GmbH & Co. KG | Hof | 100,00 | |
| Feinspinnerei Hof GmbH | Hof | 100,00 | |
| Textilgruppe Hof Immobilien GmbH | Hof | 100,00 | |
| vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB | |||
| Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V. | Hof | - | |
| nicht konsolidierte Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB | |||
| Weber Verwaltungs GmbH i.L. | Cranzahl | 2) | 100,00 |
| HBD Textil-GmbH | Hof | 100,00 | |
| assoziierte Unternehmen | |||
| Supreme Nonwoven Industries Private Limited | Mumbai, Indien | 5) | 49,00 |
1) 96 % der Anteile hält die Textilgruppe Hof AG, 4 % die Hof Garn Verwaltungs GmbH
2) 100 % der Anteile hält die Hof Garn GmbH.
3) 100 % der Anteile hält die eswegee Vliesstoff GmbH.
4) 100 % der Anteile hält die Neutex Home Deco GmbH.
5) 49 % der Anteile hält die eswegee Vliesstoff GmbH.
Für Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1.1.2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese nach dem durch BilMoG geänderten § 301 HGB ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode erfolgt durch Verrechnung des Kaufpreises mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung unter Fortführung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung im Zeitraum 1.1.2005 bis 31.12.2008 wurden im Zugangsjahr mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Verbleibende passive Unterschiedsbeträge sind als gesonderte Position nach dem Eigenkapital auszuweisen. Vor dem 1.1.2009 entstandene passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 2 HGB vereinnahmt.
Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.
Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.
Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wird vor allem von Dritten erworbene Software ausgewiesen. Diese wird ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich, bei Bauten im Wesentlichen linear, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung nach den bisherigen Grundsätzen linear.
Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB.
Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bewertet. Soweit sich aus der erstmaligen bzw. stufenweise Anwendung der Equity-Methode aktive Unterschiedsbeträge ergeben haben, wurden diese vor dem 1.1.2009 erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Für nach dem 31.12.2008 erworbene Anteile an assoziierten Unternehmen bzw. Erhöhungen der Anteile an bereits bestehenden assoziierten Unternehmen werden sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge, soweit diese aus einem Firmenwert resultierten, planmäßig auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.
Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder ggf. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt.
Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen.
Niedrigere Wiederbeschaffungs- bzw. Wiederherstellungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Wechselforderungen werden zum marktüblichen Zinssatz abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.
Latente Steuern werden gebildet wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Auf diese Differenzen in den Wertansätzen werden die jeweils länderspezifischen Steuersätze angewendet. Soweit sich hieraus in den Gesellschaften jeweils insgesamt eine Steuerbelastung ergibt, ist diese als passive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen. Eine sich ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen. Führen Konsolidierungsmaßnahmen dazu, dass sich bei den Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten weitere Differenzen zu den steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so ist eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern und eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern zu bilanzieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des jeweiligen Ertragsteuersatzes in den betroffenen Einzelgesellschaften.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet sind und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst.
Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen T€ 4.245, der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf T€ 4.295, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 5.360. Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.065.
Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 5,15 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuss für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die in 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck zugrundegelegt. Die durch die Umstellung des Berechnungsverfahrens nach BilMoG entstehende höhere außerordentliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen wurde gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB n.F. jährlich mit mindestens 1/15 des Zuführungsbetrages im Umstellungsjahr vorgenommen. Tatsächlich zugeführt wurden im Geschäftsjahr 2010 T€ 868. Der danach verbleibende Fehlbetrag bei den Pensionsrückstellungen aus der Umstellung auf BilMoG beträgt T€ 165.
Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden.
Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung DRS 19 (Bekanntmachung 18. Februar 2011) sind entgegen der bisherigen Bilanzierungspraxis nun auch Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Textilgruppe Hof e.V., in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 2.493. Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB (neue Fassung) belaufen sich auf T€ 3.431. Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 938 wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt.
Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14. Dezember 1994 wurden mit Wirkung ab 31.12.1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert.
Für die im Rahmen von Altersteilzeitverhältnissen über das Altersteilzeitentgelt hinaus anfallenden Aufstockungsbeträge und die zusätzlich zu leistenden gesetzlichen Sozialabgaben ist entsprechend dem Abfindungscharakter dieser Zahlungen eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Eine Abzinsung entsprechend der jeweiligen Restlaufzeit wurde vorgenommen.
Darüber hinaus werden die Erfüllungsrückstände, bei den sogenannten Blockmodellen nach Beginn eines Altersteilzeitverhältnisses in der "aktiven Phase" ratierlich gebildet. Die Abzinsung erfolgt entsprechend der jeweiligen Restlaufzeit.
Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten werden zu Ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsvereinbarungen entsprechen den am Bilanzstichtag tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträgen.
Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs. Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
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| Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte | Geschäfts- oder Firmenwert | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||
| Stand 1.1.2010 | 2.344 | 14.151 | 16.495 |
| Zugänge | 63 | 0 | 63 |
| Abgänge | -1 | 0 | -1 |
| Stand 31.12.2010 | 2.406 | 14.151 | 16.557 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen | |||
| Stand 1.1.2010 | 2.156 | 14.151 | 16.307 |
| Zugänge | 58 | 0 | 58 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 2.214 | 14.151 | 16.365 |
| Buchwerte zum 31.12.2009 | 188 | 0 | 188 |
| Buchwerte zum 31.12.2010 | 192 | 0 | 192 |
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| Grundstücke und Gebäude | Anzahlungen und Anlagen im Bau | Maschinen und maschinelle Anlagen | Büro- und Geschäftsausstattung | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand 1.1.2010 | 112.784 | 1.063 | 205.895 | 58.927 | 378.669 |
| Zugänge*) | 1.069 | 1.246 | 3.787 | 1.100 | 7.202 |
| Umbuchungen | 2 | -1.138 | 1.136 | 0 | 0 |
| Abgänge**) | -874 | 0 | -2.908 | -885 | -4.667 |
| Stand 31.12.2010 | 112.981 | 1.171 | 207.910 | 59.142 | 381.204 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1.1.2010 | 76.035 | 0 | 181.042 | 54.731 | 311.808 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 2.510 | 0 | 5.582 | 869 | 8.961 |
| Abgänge***) | -404 | 0 | -2.065 | -806 | -3.275 |
| Stand 31.12.2010 | 78.141 | 0 | 184.559 | 54.794 | 317.494 |
| Buchwerte zum 31.12. 2009 | 36.749 | 1.063 | 24.853 | 4.196 | 66.861 |
| Buchwerte zum 31.12.2010 | 34840 | 1.171 | 23.351 | 4.348 | 63.710 |
*) Die Zugänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 1.884 (Vorjahr: T€ 175).
**) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 26 (Vorjahr: T€ 693).
***) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 1.117 (Vorjahr: T€ 270)
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| Anteile an verbundenen Unternehmen | Anteile an assoziierten Unternehmen | Beteiligungen | Wertpapiere des Anlagevermögens | Sonstige Ausleihungen | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||||
| Stand 1.1.2010 | 3.491 | 7.194 | 74 | 9 | 3.469 | 14.237 |
| Zugänge | 0 | 1.817 | 0 | 0 | 270 | 2.087 |
| Abgänge | 0 | -157 | -5 | 0 | -503 | -665 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.391 | -1.391 |
| Stand 31.12.2010 | 3.491 | 8.854 | 69 | 9 | 1.845 | 14.268 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen | ||||||
| Stand 1.1.2010 | 3.465 | 2.782 | 0 | 0 | 1.491 | 7.738 |
| Zugänge | 0 | 30 | 0 | 0 | 0 | 30 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 3.465 | 2.812 | 0 | 0 | 1.491 | 7.768 |
| Buchwerte zum 31.12.2009 | 26 | 4.412 | 74 | 9 | 1.978 | 6.499 |
| Buchwerte zum 31.12.2010 | 26 | 6.042 | 69 | 9 | 354 | 6.500 |
Im Mai 2006 hat die eswegee Vliesstoff GmbH einen Anteilskaufvertrag mit einer indischen Firmengruppe aus dem Vliesstoffmarkt unterzeichnet. Es wurde vereinbart, dass die eswegee Vliesstoff GmbH sich zu 25 % an der Firmengruppe beteiligt. Der Kaufpreis belief sich umgerechnet auf T€3.113. Die Hauptaktivitäten dieser Gruppe liegen in der Schwestergesellschaft Supreme Nonwovens. Nach Abschluss der Umstrukturierung dieser Firmengruppe zum 1. April 2007 wurde die Beteiligung zu diesem Stichtag erstmals at Equity in den Konzernabschluss einbezogen und aus der Bilanzposition "Beteiligungen" in die Bilanzposition "Anteile an assoziierten Unternehmen" umgegliedert. Die Umstrukturierung wurde vom High Court in Mumbai mit Beschluss vom 28. September 2007 genehmigt. Die Gesellschaft firmiert seitdem unter Supreme Nonwoven Industries Private Limited. Der sich aus der Gegenüberstellung des anteilig erworbenen Reinvermögens und dem Kaufpreis ergebende Firmenwert wurde in den Anschaffungsjahren mit den Rücklagen verrechnet.
Durch die Übernahme von weiteren Geschäftsanteilen aus zwei einseitigen Kapitalerhöhungen wurde die Beteiligungsquote im Jahr 2008 auf 44,9 % und im Jahr 2010 auf 49,0 % erhöht. Die Anschaffungskosten für die letzte Tranche betrugen T€ 1.179. Es ergab sich ein Firmenwert in Höhe von T€670. Dieser wird über eine Nutzungsdauer 5 Jahren abgeschrieben. Für das Geschäftsjahr 2010 ergab sich eine anteilige Abschreibung in Höhe von T€ 30. Das Geschäftsjahr des assoziierten Unternehmens läuft vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Für das am 31. März 2010 endende Wirtschaftsjahr wurde ein Jahresabschluss vorgelegt und das zu diesem Stichtag anteilige Jahresergebnis (49,0 %) im Rahmen der at Equity-Bewertung mit T€ 638 abzüglich zwischenzeitlich geflossener Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 157 im Bilanzansatz mit T€481 erfasst. Das assoziierte Unternehmen hat keinen Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2010 erstellt, daher konnte im Konzernabschluss der TGH für 2010 noch keine weitere Fortschreibung der at Equity-Bewertung vorgenommen werden.
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 19.084 | 11.568 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 6.266 | 6.059 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 26.626 | 37.787 |
| Erhaltene Anzahlungen | 129 | 273 |
| 52.105 | 55.687 |
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22.776 | 19.417 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.332 | 1.186 |
| Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 239 | 399 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2.802 | 3.931 |
| 27.149 | 24.933 |
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 1.927) enthalten. In den anderen Forderungspositionen sind keine langfristigen Posten enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Konzern resultieren aus Lieferungen und Leistungen.
Unter liquiden Mitteln weisen wir den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten aus.
Als aktive latente Steuern werden die Steuerentlastungen gezeigt, die sich aus niedrigeren Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden aufgrund der Konsolidierungsbuchungen gegenüber den steuerlichen Wertansätzen ergeben. Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Einzelnen aus:
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Passive latente Steuern | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 2.062 | 1.744 | 118 | 354 |
| Finanzanlagen | 644 | 764 | 0 | 0 |
| Vorräte | 285 | 219 | 0 | 67 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 140 | 119 | 524 | 713 |
| Sonderposten | 523 | 753 | 0 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 625 | 203 | 0 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 914 | 983 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 81 | 35 | 2 | 35 |
| Verlustvorträge | 3.695 | 2.668 | 0 | 0 |
| Sonstige | 0 | 0 | 104 | 216 |
| 8.969 | 7.488 | 748 | 1.385 |
Nach Ausübung von Saldierungswahlrechten sowie Ansatzwahlrechten für Aktivüberträge sind von den aktiven latenten Steuern T€ 1.263 (Vorjahr T€ 1.310) und von den passiven latenten Steuern T€ 93 (Vorjahr T€ 241) in der Bilanz angesetzt.
Steuerliche Verlustvorträge, auf die mangels Vorhersehbarkeit der steuerlichen Nutzung keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, belaufen sich auf Mio. € 26. Hiervon sind Mio. € 26 zeitlich unbegrenzt nutzbar.
Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer: 15 %; Gewerbeertragsteuer: 14 %) auf die zeitlichen Bewertungsunterschiede bzw. die Verlustvorträge ermittelt. Für die USA wurde ein Ertragsteuersatz von 39 %, für Rumänien von 16 % und für Tschechien von 19 % zugrundegelegt.
Das gezeichnete Kapital der TGH AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Gesellschaftskapital.
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 9. Juli 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig in Teilbeträgen, jedoch insgesamt höchstens um bis zu € 4.315.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Genehmigung durch den Aufsichtsrat am 2. September 2008 Gebrauch gemacht und das Grundkapital durch Ausgabe von 494.800 neuen Aktien zu je € 2,56 (gerundet) um € 1.264.988,69 auf € 13.919.988,69 erhöht. Das verbleibende genehmigte Kapital beläuft sich somit zum 31. Dezember 2010 auf €3.050.011,31.
Als Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der TGH AG in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet im Wesentlichen Einlagen ehemaliger Aktionäre. Die Differenz aus dem Ausgabepreis der neuen Aktien von € 7,00 im Jahr 2008 zu dem "rechnerischen Nominalwert" einer Aktie von gerundete 2,56 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.
Ausgewiesen werden abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von T€ 4.596 (Vorjahr T€ 5.475). Enthalten sind Investitionszuschüsse und -Zulagen. Die planmäßige Auflösung beträgt T€ 879 und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Ausgewiesen wird ein langfristiges Darlehen des Hauptaktionärs ERWO Holding AG in Höhe von T€ 14.000 (Vorjahr T€ 2.263), für das die ERWO Holding AG gegenüber den anderen Gläubigern im Range zurücktritt. Für das Darlehen ist erstmals für die Zeit nach dem 30.6. 2015 eine Tilgungsvereinbarung zu treffen.
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 12.263 | 13.389 |
| Steuerrückstellungen | 552 | 24 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.966 | 7.619 |
| 19.781 | 21.032 |
Soweit die sonstigen Rückstellungen solche nach § 249 Abs. 2 HGB a.F. enthalten, wird für deren Fortführung von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht.
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für latente Risiken, Rechts- und Prozesskosten sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten.
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 27.631 | 31.147 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 10 | 13 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.361 | 7.304 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 10.610 | 25.464 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 40 | 15 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.934 | 2.068 |
| davon aus Steuern | (1.152) | (1.239) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (93) | (137) |
| 49.586 | 66.011 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte auf Immobilien, Globalzessionen von Forderungen und sicherungsübereignete Vorräte besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 10.582 (Vorjahr T€ 25.427) gegenüber dem Gesellschafter ERWO Holding AG. Diese enthalten vor allem kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkrediten (Cashpooling) in Höhe von T€ 10.000 (Vorjahr T€ 24.000). Die ERWO Holding AG ist für einen Teilbetrag von T€ 4.000 befristet bis zum 30.6.2011 im Rang gegenüber den anderen Gläubigern zurückgetreten. Für einen weiteren Teilbetrag von T€ 3.000 besteht eine Belassungsvereinbarung und ein Rangrücktritt bis zum 30.6.2015.
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | bis 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | bis 1 Jahr | mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.235 | 571 | 26.134 | 1.141 |
| Erhaltene Anzahlungen | 10 | 0 | 13 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.361 | 0 | 7.304 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 7.610 | 0 | 25.464 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 40 | 0 | 15 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.431 | 81 | 1.476 | 149 |
| davon aus Steuern | (749) | (77) | (779) | (149) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (93) | (0) | (137) | (0) |
| 20.687 | 652 | 60.406 | 1.290 |
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Nach Bereichen | ||
| yarns & fabrics | 93.375 | 65.020 |
| home deco | 20.881 | 23.259 |
| nonwovens | 81.718 | 57.927 |
| Sonstige | 467 | 477 |
| 196.441 | 146.683 | |
| Nach Regionen | ||
| Inland | 97.482 | 74.928 |
| Übrige Europäische Union | 59.601 | 44.073 |
| Übriges Ausland | 39.358 | 27.682 |
| 196.441 | 146.683 |
Im Konzern resultieren die wesentlichen Posten aus Erträgen aus Anlagenabgängen T€ 575 (Vorjahr T€ 669), der Auflösung der Sonderposten aus erhaltenen Investitionszuschüssen und -Zulagen T€ 880 (Vorjahr T€ 1.013), der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen T€ 326 (Vorjahr T€ 570), dem Eingang abgeschriebener Forderungen und der Herabsetzung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen zu Forderungen T€ 151 (Vorjahr T€ 162), erhaltenen Investitionszuschüssen und -Zulagen T€ 354 (Vorjahr T€ 171), periodenfremden Erträgen T€ 417 (Vorjahr T€ 421) und aus Kurs- und Umrechnungsgewinnen T€ 928 (Vorjahr T€ 460), Erlöse aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen T€ 393 (Vorjahr T€ 392), Vermietungserlöse T€ 99 (Vorjahr T€ 96), übrige betriebliche Erlöse T€ 254 (Vorjahr T€ 365).
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 103.804 | 73.262 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.469 | 2.688 |
| 106.273 | 75.950 |
Die Materialaufwandsquote bezogen auf die betriebliche Leistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ist aufgrund stark gestiegener Rohstoffpreise gegenüber dem Vorjahr von 53,2 % auf 56,9 % angestiegen.
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 34.898 | 30.827 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 7.998 | 7.757 |
| davon für Altersversorgung | (472) | (642) |
| 42.896 | 38.584 |
Der Aufwand aus der Zuführung zu den nach BilMoG höheren Pensionsrückstellungen wird im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen.
Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 1.143 | 1.061 |
| Angestellte | 380 | 367 |
| Auszubildende | 33 | 44 |
| 1.556 | 1.472 |
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Zuführung Wertberichtigungen, Ausbuchung von Forderungen | 942 | 504 |
| Kursverluste | 826 | 467 |
| Verwaltungskosten | 5.627 | 5.396 |
| Betriebskosten | 7.145 | 4.985 |
| Vertriebskosten | 9.212 | 7.970 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 948 | 1.341 |
| 24.700 | 20.663 |
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 608 | 85 |
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 123 | 134 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (0) | (0) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.341 | -3.056 |
| davon an verbundene Unternehmen | (-981) | (-1.145) |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | -350 |
| -3.218 | -3.272 |
Ausgewiesen werden gemäß Art. 67 EGHGB die gebuchten Erhöhungsbeträge der Pensionsrückstellungen aufgrund der Neubewertung nach dem BilMoG.
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer Geschäftsjahr | -172 | -3 |
| Körperschaftsteurerstattungen | 27 | 53 |
| Gewerbeertragsteuer Geschäftsjahr | -172 | 0 |
| Gewerbesteuererstattungen | 14 | 13 |
| Veränderung latente Steuern | 86 | 0 |
| -217 | 63 |
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Grundsteuer | -456 | -459 |
| Kfz-Steuer | -19 | -20 |
| sonstige Steuern | -247 | -60 |
| -722 | -539 |
Der Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr ein Honorar von insgesamt T€ 181 (Vorjahr: T€ 172) berechnet.
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 160 | 160 |
| andere Bestätigungsleistungen | 6 | 6 |
| Steuerberatungsleistungen | 15 | 6 |
| 181 | 172 |
Die Angabe der Organbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB unterbleibt unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.
Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 25 (Vorjahr T€ 25).
Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen betragen T€ 376 (Vorjahr T€ 376). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebene sind T€ 4.241 (Vorjahr T€ 3.754) zurückgestellt. Die Erhöhung resultiert aus der vollständigen Aufstockung der Rückstellungswerte nach BilMoG.
Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Ausgehend vom Konzern-Jahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen sowie Änderungen im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.
Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2010 erhaltenen Ertragsteuererstattungen beträgt per saldo T€37 (Vorjahr: Ertragsteuererstattungen von T63). An Zinszahlungen wurden im Geschäftsjahr 2010 T€ 2.190 (Vorjahr: T€ 3.056) geleistet. Die erhaltenen Zinszahlungen entsprechen im Wesentlichen den Zinserträgen.
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Wechselobligo | 79 | 55 |
| Bürgschaftsverpflichtungen | 0 | 0 |
Mit einer Inanspruchnahme aus den Wechselobligen ist nicht zu rechnen, da diese bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung eingelöst wurden.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 1.316 (Vorjahr T€ 1.245), die sich aus Leasingverträgen, aus Bestellobligen und Akkreditivverpflichtungen ergeben.
Zur teilweisen Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus einem langfristig eingeräumten revolvierenden Bankkredit nimmt die TGH AG einen zweistufigen Zinscap in Anspruch. Das Kreditvolumen des Sicherungsgeschäftes beläuft sich zum 31.12.2010 auf T€ 1.591. Die diesbezügliche Zinsobergrenze liegt für eine Laufzeit bis 28.06.2013 bei 3,5 % bzw. 5,0 %. Die angegebenen Zinsobergrenzen beziehen sich auf den 3-Monats-Euribor.
Für die abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich zum 31. Dezember 2010 folgende beizulegende Zeitwerte:
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| Fälligkeit | Nominalbetrag | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
|---|---|---|---|---|
| Zinscap | 28.06.2013 | T€ 1.591 | T€ 1 | T€ 1 |
Der Buchwert der abgegrenzten Cap-Prämie wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
Der Zeitwert des Zinsbegrenzungsgeschäftes wird von der Kontrahentenbank anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung der jeweiligen Zinsstrukturkurven ermittelt.
Des Weiteren wurden zur Währungsabsicherung folgende Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2010 ergeben sich folgende beizulegende Zeitwerte:
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| Fälligkeit | Nominal- Betrag | Währung in Tsd. | Positiver Marktwert in T€ |
Negativer Marktwert in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Terminkäufe | bis 30.4.2011 | 5.038 | USD | 4 | -59 |
| Terminverkäufe | bis 14.4.2011 | 2.405 | USD | 14 | -15 |
| 201 | GBP | 4 | -1 | ||
| 22 | -75 |
Für die negativen Marktwerte wurde in dem Bilanzposten "sonstige Rückstellungen" eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
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| Klaus Steger, Nürnberg (Vorsitzender) | Mitglied des Vorstands der ERWO Holding AG Geschäftsführer der Südwolle GmbH & Co. KG Mitglied des Beirats der Nürnberger Baugruppe GmbH & Co. KG |
| Waltraud Hertreiter, Neubeuern (stellvertretende Vorsitzende) | Mitglied des Vorstands der Schaltbau Holding AG |
| Bernd Grossmann, Nürnberg | Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank AG, Filiale Nürnberg |
| Hans Münch, Neumarkt i.d.Opf. | Prokurist der ERWO Holding AG Geschäftsführer der Südwolle GmbH & Co. KG |
| Wolfgang Kammerer* , Hof (ab 24.6.2010) | Stellv. Vorsitzender Betriebsrat Textilgrupp Hof AG |
| Wolfgang Schmidt* , Hof | Vorsitzender Betriebsrat Textilgruppe Hof AG |
| Roland Schmittnägel* , Hof (bis 24.6.2010) | Vorsitzender Konzernbetriebsrat Textilgruppe Hof AG |
* von den Arbeitnehmern gewählt
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| Hermann Steger, Nürnberg (Vorsitzender) | Mitglied des Vorstands der ERWO Holding AG Member of the Board der Zhangjiagang Yangtse Spinning Supervisor der Zhangjiagang Yangtse Dyeing Company |
| Volker Adrion, Münchberg | Geschäftsführer der - Hof Oberstoff GmbH - van Delden GmbH - Ochtruper Textilveredelungs GmbH - Mosters Verwaltungs-GmbH |
Hof, 31. März 2011
Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Steger
Adrion
Wir haben den von der Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft, Hof/Saale, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung entsprechend § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft, Hof/Saale, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 2. Mai 2011
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Stadter, Wirtschaftsprüfer
ppa. Häussermann, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 den Vorstand bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Segmente und einzelne Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Plan- / Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage sowie vierteljährliche Berichte über Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat. Außerdem haben dem Aufsichtsrat in der Sitzung vom 6. Dezember 2010 die Unterlagen über die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2011 vorgelegen. Die Planung wurde vom Aufsichtsrat eingehend geprüft, darin enthaltene Chancen und Risiken wurden mit dem Vorstand intensiv diskutiert.
Ein weiteres Thema war in der Sitzung am 8. März 2010 die Zustimmung des Aufsichtsrats zur Aufstockung der Geschäftsanteile an der indischen Gesellschaft Supreme Nonwoven Industries Private Limited, so dass die Beteiligungsquote an dem assoziierten Unternehmen im Jahr 2010 auf 49,0 % erhöht wurde.
In der Sitzung am 12. Juli 2010 hat sich der Aufsichtsrat anhand eines ausführlichen Berichts über das Risikomanagement davon überzeugt, dass der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingesetzt hat, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Durchführung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Konzernabschlussprüfung die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand erörtert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.
Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem engen Kontakt mit dem Vorstand und hat sich über alle wichtigen laufenden Geschäftsvorfälle informieren lassen.
Im Berichtsjahr fanden turnusmäßig vier Aufsichtsratssitzungen statt sowie - im unmittelbaren Anschluss an die Hauptversammlung vom 12. Juli 2010 - die konstituierende Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats. Die Einberufung außerordentlicher Sitzungen war nicht erforderlich. Der innerhalb des Aufsichtsrats gebildete Personalausschuss, dem personelle Angelegenheiten des Vorstands übertragen sind, musste im Berichtszeitraum nicht zusammentreten. In der konstituierenden Sitzung am 12. Juli 2010 erfolgte die einstimmige Beschlussfassung, aufgrund der geringen Mitgliederzahl des Aufsichtsrats künftig auf die Bildung eines Personalausschusses zu verzichten. Andere Ausschüsse bestehen ebenfalls nicht.
Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 hat die Hauptversammlung die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der Textilgruppe Hof AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2010 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt.
Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 17. Mai 2011 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahres- und Konzernabschluss, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Ergebnisverwendung sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Ergebnisverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzergebnisses an.
Der für das Geschäftsjahr 2010 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit diesen verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.
Mit der Hauptversammlung am 12. Juli 2010 endete die fünfjährige Amtszeit des bisherigen und begann die des von der Hauptversammlung bzw. von der Belegschaft gewählten neuen Aufsichtsrats. Auf der Arbeitnehmerseite ist der langjährige Konzernbetriebsratsvorsitzende Herr Roland Schmittnägel mit altersbedingter Beendigung seiner aktiven Tätigkeit im Unternehmen aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde als Vertreter der Arbeitnehmer Herr Wolfgang Kammerer. Der neu gewählte Aufsichtsrat hat in seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung Herrn Klaus Steger zum Vorsitzenden und Frau Waltraud Hertreiter zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Hof, im Mai 2011
Klaus Steger, Vorsitzender des Aufsichtsrats
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