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HOFTEX GROUP Annual Report 2010

Dec 16, 2011

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Annual Report

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Publication

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

1. Geschäftsverlauf

1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist in 2010 gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt mit einem Plus von 3,6% so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Die wirtschaftliche Erholung erfolgte überwiegend im Frühjahr und Sommer 2010. In 2009 hatte Deutschland noch die stärkste Rezession der Nachkriegszeit erlebt.

Nach Bereinigung um Kalendereffekte ergibt sich eine etwas geringere Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes von +3,5%. In 2010 standen geringfügig mehr Arbeitstage zur Verfügung als im Jahr zuvor.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Durchschnitt des Jahres 2010 von rund 40,5 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren 0,5% mehr als in 2009. Die Erwerbstätigenzahl erreichte damit einen neuen Höchststand. Die Zahl der Erwerbslosen sank nach vorläufigen Schätzungen um 297.000 Personen (-9,2%) auf 2,9 Millionen.

Die Entstehungsseite des Bruttoinlandsproduktes war in 2010 vor allem durch Aufholeffekte nach der Wirtschaftskrise gekennzeichnet. Im besonders krisengeplagten Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe), wo es im Vorjahr noch Rückgänge der Wirtschaftsleistung im zweistelligen Bereich gegeben hatte, ging es 2010 steil aufwärts. Auch im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie den weiteren Dienstleistungsbereichen nahm die Wirtschaftsleistung gegenüber 2009 zu. Im Baugewerbe ist die Wirtschaftsleistung erstmals seit über 10 Jahren gewachsen Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2010 gegenüber 2009 um 4,0%.

Die Verwendungsseite des Bruttoinlandsproduktes prägten in 2010 positive Impulse aus dem In- und Ausland. Nach den negativen Wachstumsraten des Außenhandels in den vergangenen zwei Jahren erwies er sich 2010 als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung: Die Exporte stiegen preisbereinigt um 14,2%, die Importe um 13,0%. Der resultierende Außenbeitrag, die Differenz zwischen Exporten und Importen, steuerte dadurch im Jahr 2010 einen positiven Wachstumsbeitrag von 1,1 Prozentpunkten zum Bruttoinlandsprodukt bei (2009: -2,9 Prozentpunkte).

In 2010 wurde deutlich mehr investiert als im Vorjahr: Die Bruttoinvestitionen stiegen preisbereinigt um 10,7%. Maßgeblich haben zu diesem Anstieg die Ausrüstungsinvestitionen beigetragen, die zumindest einen Teil der Rückgänge aus 2009 wieder aufholen konnten. Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Jahresdurchschnitt 2010 gegenüber 2009 um 1,1% gestiegen. Damit lag die Jahresteuerungsrate höher als im Vorjahr (2009: +0,4% gegenüber 2008). Im längerfristigen Vergleich seit 1999 war sie 2010 jedoch noch weit unter den jährlichen Teuerungsraten der meisten Jahre.

In Duisburg und der Region Niederrhein hat sich die wirtschaftliche Lage wie deutschlandweit verbessert. Im Dezember 2010 lag die Erwerbslosenquote bei 12,7%, nach 12,9% im Dezember 2009. Die Zahl der offenen Stellen erhöhte sich um 269 von 2.308 Stellen in 2009 auf 2.577 Stellen. Die Zahl der Leistungsempfänger sank von 7.054 in 2009 auf 5.534 in 2010.

1.1.2. Branchenentwicklung

Der öffentliche Personenverkehr in Deutschland ist in 2010 gewachsen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahr 2010 einen Anstieg der Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr mit Bussen und Bahnen um 0,3% gegenüber dem Vorjahr.

Von den Fahrgästen wurden rund 10,6 Milliarden Fahrten im Linienverkehr unternommen, 0,3% mehr als in 2009. Die Straßenbahnen (einschließlich Stadtbahnen, U-Bahnen und Schwebebahnen) legten 2010 mit +0,4% leicht zu. Dagegen musste der Busverkehr geringe Verluste an Fahrgästen hinnehmen (-0,1%). Die Beförderungsleistung - das Produkt aus den beförderten Personen und der Fahrtweite - lag bei 98,7 Milliarden Personenkilometern; ein Anstieg von 0,2% gegenüber 2009.

1.2. Absatz

Fahrgäste

Die Zahl der Fahrgäste bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft hat sich in 2010 um 1,4% vermindert. Lag die Zahl der Fahrgäste in 2009 noch bei 61,328 Mio., nutzten in 2010 60,494 Mio. Fahrgäste das Angebot der DVG. Das sind insgesamt 0,834 Mio. Personen weniger.

Der Anteil der beförderten Schwerbehinderten wird statistisch durch Zählungen als Vomhundertsatz an der Gesamtzahl aller Fahrgäste ermittelt. Für 2010 wurde ein unternehmensindividueller Erstattungssatz von 6,65% angesetzt.

Im Barverkehr wurden im Berichtsjahr 5.590.324 (i. Vj. 5.524.639) Fahrgäste befördert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 65.685 Fahrgästen oder 1,2%. Im Zeitkartenverkehr betrug 2010 die Zahl der Fahrgäste 51.012.462 (i. Vj. 51.530.426). Damit ergibt sich im Vergleich zu 2009 ein Rückgang um 517.964 Fahrgästen oder 1,0%. Bei den Sonderangeboten wurden 2010 mit 103.135 (i. Vj. 164.788) Fahrgästen 61.653 weniger Fahrgäste als im Vorjahr befördert. Die Monatskarten im Abonnement verzeichneten eine Steigerung von 2,2% oder 383.401 Fahrgästen auf 17.678.455 Fahrgäste.

1.3. Investitionen

Die aus den operativen Investitionsaktivitäten der DVG resultierenden Anlagenzugänge belaufen sich im Berichtsjahr auf 4,856 Mio. €. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von 2,079 Mio. €. Abzüglich der verrechneten Investitionszuschüsse von 0,633 Mio. € ergeben sich aus den Investitionsaktivitäten Anlagenzugänge von 4,223 Mio. €.

Ferner sind aus der Verschmelzung mit der VSD weitere Zugänge in Höhe von 6,465 Mio. € hinzuzurechnen. In der Summe aus der Verschmelzung mit der VSD und den Investitionsaktivitäten addieren sich die Brutto-Investitionen auf 11,321 Mio. €. Abzüglich der verrechneten Investitionszuschüsse ergibt sich ein Netto-Anlagenzugang bei den immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 10,688 Mio. €.

Analog der Vorjahre liegen die Schwerpunkte der Brutto-Investitionen mit 1,331 Mio. € im Gleisanlagenbau sowie mit weiteren 1,417 Mio. € im Bau von Streckenausrüstungs- und Sicherungsanlagen. Aus der Verschmelzung mit der VSD bildet sich der Schwerpunkt mit 6,435 Mio. € im Bereich Betriebsmittel Bus ab. 3,424 Mio. € der Investitionsausgaben entfallen auf noch nicht fertig gestellte Anlagen. Die Investitionsverpflichtung besteht zum Stichtag in Höhe von ca. 1,728 Mio. €.

2. Geschäftslage

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (kurz: DVG) ist ein Unternehmen im Konzernverbund des Multi-Dienstleistungskonzerns Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (im folgenden: DVV). Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG erbringt für die Stadt Duisburg auf Basis des Nahverkehrsplanes die Verkehrsleistungen für Duisburg und bedient gleichzeitig Teilstrecken in Nachbarkommunen. Diese Leistungen hat die DVG bis zum 31.12.2009 gemeinsam mit ihrem 100%igen Tochterunternehmen VSD Verkehrs-Service Duisburg GmbH (kurz: VSD) erbracht. Zum 01.01.2010 erfolgte die Verschmelzung der VSD auf die DVG, so dass in 2010 die DVG allein für die Erbringung der Verkehrsleistung zuständig war.

Aufgrund der Verschmelzung der VSD auf die DVG sind die Ist-Werte 2010 nicht in allen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Durch die Verschmelzung ist die Grundlage für sämtliche Vertragsbeziehungen aus dem Verkehrs- und Infrastrukturnutzungsvertrag zwischen VSD und DVG entfallen. So kommt es zu großen Abweichungen zwischen Ist und Vorjahr. Betroffen sind in der Hauptsache sonstige Umsatzerlöse, Sonstige betriebliche Erträge, Personalaufwand, Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen.

2.1. Ertragslage

Einnahmen

Die unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Verkehrseinnahmen der DVG haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,255 Mio. € auf 42,310 Mio. € verbessert.

Insgesamt stiegen gegenüber 2009 die VRR-Verkehrseinnahmen um 0,171 Mio. € auf 41,560 Mio. €. Die Einnahmen im Bar- und Zeitkartenverkehr im Bereich des VRR erhöhten sich dabei insgesamt um 0,980 Mio. € auf 44,127 Mio. €. In 2009 wurde das Firmenticket eingeführt, aus dem der DVG in 2010 2,819 Mio. € zusätzliche Verkehrseinnahmen zuflossen. Diesen Einnahmen standen jedoch gleich hohe Aufwendungen bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber.

Die Verkehrseinnahmen im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) nahmen um 0,134 Mio. € zu und lagen bei 0,197 Mio. €. Die sonstigen Verkehrseinnahmen der DVG sanken auf 0,553 Mio. €. Aufgrund der Einführung des Elektronischen Einstiegkontrollsystem verminderte sich die Schwarzfahrerquote und damit auch die Einnahme aus dem Erhöhten Beförderungsentgelt innerhalb der sonstigen Verkehrseinnahmen der DVG.

Erstattungs- und Ausgleichsbeträge

Im Geschäftsjahr 2010 gingen die Abgeltungszahlungen für Schwerbehinderten- und Schülerbeförderung inklusive der Berücksichtigung von Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen um 0,805 Mio. € auf 3,143 Mio. €. Die von der DVG zu leistenden Abgeltungszahlungen für die Deutsche Bahn und Übersteiger fielen mit 5,874 Mio. € in 2010, inklusive Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen, um 0,090 Mio. € geringer aus als in 2009.

Sonstige Umsatzerlöse

Seit dem 01. Januar 2008 wurden die Fahrbetriebsleistungen in der 100 %igen Tochter der DVG, der VSD Verkehrs-Service Duisburg GmbH zusammengefasst. Nachdem seit 2008 aus diesem Grund Einnahmesteigerungen auch bei den sonstigen Umsatzerlösen verzeichnet werden konnten, waren die sonstigen Umsatzerlöse in 2010 aufgrund der Verschmelzung der VSD auf die DVG wieder rückläufig. Das von der VSD zu zahlende Entgelt für die Nutzung der Busse, basierend auf den Aufwendungen für Abschreibungen und Zinsen, ist mit der Verschmelzung entfallen. Die Einnahmen aus dem Auftragsverkehr Mülheim gingen u. a. ausgelöst durch neue Verrechnungssätze für die gefahrenen Kilometer und der Spitzabrechnung für 2009, um 0,664 Mio. € zurück. Insgesamt sanken die sonstigen Umsatzerlöse um 2,608 Mio. € auf 3,665 Mio. €.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge verschlechterten sich um 14,898 Mio. € auf 12,899 Mio. € in 2010. Die Abweichungen resultierten in der Hauptsache aus den bereits erwähnten Auswirkungen der Unternehmensverschmelzung. Stark rückläufig waren u. a. aus diesem Grund die Erträge aus Personalüberlassung und Betankung. Fielen dafür in 2009 noch 18,241 Mio. € an, waren es in 2010 lediglich 4,221 Mio. €. In 2010 wurden 1,091 Mio. € der in 2008, aus den Erträge aus Wohnhausverkauf, gebildeten Rücklage mit Sonderpostenanteil aufgelöst.

Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Fremdleistungen. Er nahm in 2010 im Vergleich zu 2009 um 25,490 Mio. € ab und lag bei 30,015 Mio. €. Die Veränderungen beim Materialverbrauch haben ihre Ursache u. a. in der Verschmelzung. Die in den Fremdleistungen enthaltenen Aufwendungen für die Linienfremdvergabe sind nach der Verschmelzung stark zurückgegangen.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Löhne, Gehälter und Entgelte sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,647 Mio. € erhöht und lagen bei 40,373 Mio. €. Zum 01.07.2010 hat die DVG insgesamt 103 Mitarbeiter von der VSD und der vectio übernommen. Die Zahl der Mitarbeiter lag 2010 im Durchschnitt bei 796 Personen nach 760 Personen in 2009.

Sonstige betrieblichen Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 20,245 Mio. €. Der Plan von 19,784 Mio. € wurde damit um 2,3% überschritten. Gegenüber dem Vorjahr mit Aufwendungen in Höhe von 18,970 Mio. € kam es zu einem Anstieg von 6,7%. Auch die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden im Berichtsjahr von der Verschmelzung beeinflusst. Geringere Aufwendungen für den Ausbau von Sachanlagen und Werbung konnten die aus der Verschmelzung resultierenden Steigerungen z. B. bei den Versicherungen oder den Aufwendungen für Personalgestellung nicht auffangen.

Gesamtleistung und Rohergebnis

Die Gesamtleistung der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ging gegenüber dem Vorjahr von 76,338 Mio. € in 2009 um 17,327 Mio. € oder 22,7% auf 59,011 Mio. € in 2010 zurück. das Rohergebnis (Gesamtleistung vermindert um Materialaufwand) hat sich von 20,832 Mio. € auf 28,996 Mio. € verbessert.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis verbesserte sich im Jahresvergleich 2009 zu 2010 von - 43,125 Mio. € um 3,115 Mio. € auf -40,010 Mio. €.

Finanzergebnis und Außerordentliches Ergebnis

Das Jahr 2010 war im Finanzergebnis und im Außerordentlichen Ergebnis geprägt von den Einflüssen des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (kurz: BilMoG). Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des BilMoG mussten vorhandene Rückstellungen über die Dauer ihrer Laufzeit aufgezinst und danach auf das Berichtsjahr wieder abgezinst werden.

Das Finanzergebnis enthielt aufgrund von BilMoG eine Belastung von 0,939 Mio. €. Das Finanzergebnis lag bei -2,227 Mio. € nach -1,175 Mio. € in 2009.

Das Außerordentliche Ergebnis wies ein Ergebnis von -0,433 Mio. €. Aus der Neubetrachtung der Rückstellungen fiel ein Außerordentlicher Aufwand von 0,764 Mio. € an. Der Verschmelzungsgewinn der VSD auf die DVG betrug +0,331 Mio. €.

Jahresfehlbetrag

Das Jahresergebnis weist für 2010 einen Verlust von 42,737 Mio. € nach 44,366 Mio. € im Vorjahr aus. Das Gesamtergebnis der DVG hat sich damit absolut um 1,629 Mio. € oder 3,7% verbessert. Der im Wirtschaftsplan 2010 ausgewiesene Jahresfehlbetrag von 42,585 Mio. € wurde um 0,152 Mio. € oder 0,4% überschritten. Der Geschäftsverlauf hat die Erwartungen erfüllt.

2.2. Vermögenslage

In der nachstehenden Übersicht sind die Bilanzzahlen gruppenweise zusammengefasst:

Bilanzstruktur

31.12.2010 31.12.2009
Mio. € % Mio. € %
--- --- --- --- ---
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,270 0,2 0,402 0,3
Sachanlagevermögen 70,226 55,8 67,806 52,6
Finanzanlagen 0,633 0,5 6,396 5,0
71,129 56,5 74,604 57,8
Umlaufvermögen
Vorräte 2,281 1,8 2,420 1,9
Forderungen 48,524 38,5 47,152 33,2
Flüssige Mittel 0,452 0,4 0,441 0,3
51,257 40,7 50,013 38,8
Rechnungsabgrenzungsposten 3,511 2,8 4,345 3,4
Betriebsvermögen 125,897 100,0 128,962 100,0
Passiva
Eigenkapital 35,465 28,2 34,774 27,0
Sonderposten mit Rücklageanteil 1,643 1,3 2,734 2,1
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 23,282 18,5 22,129 17,2
Verbindlichkeiten 50,359 40,0 52,246 40,5
73,641 58,5 74,375 57,7
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 9,073 7,2 11,668 9,0
Verbindlichkeiten 5,873 4,1 5,248 4,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0,202 0,2 0,163 0,1
15,148 12,0 17,079 13,2
Betriebskapital 125,897 100,0 128,962 100,0

Die Bilanzsumme verringert sich im Berichtsjahr von 128,962 Mio. € um 3,065 Mio. € oder 2,4% auf 125,897 Mio. €.

Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert 28% (unter Einbeziehung des Sonderpostens mit Rücklageanteil zu 70%).

Die Deckung des Anlagevermögens durch lang- und mittelfristiges gebundenes Kapital ist hierdurch gegenüber dem Vorjahr von 150,1% auf 155,7% verbessert worden.

Das Eigenkapital wurde durch die Zuführung einer Gewinnrücklage in Höhe von 691 T€ auf 35.465 T€ (i. Vj. 34.774 T€) erhöht.

In den Rückstellungen sind Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Altersteilzeit enthalten.

Die kurzfristigen Schulden erhöhen sich um 1,931 Mio. € auf 15,148 Mio. €. Sie liegen damit bei 12% der Bilanzsumme.

2.3. Finanzlage

Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Kapitalflussrechnung in Anlehnung an die Richtlinie 2 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Comitee (DRSC).

Kapitalflussrechnung

T€ T€
Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme -42.737 -44.366
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.388 8.261
Veränderung der Rückstellungen -1.442 -2.416
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -191 1.379
Verlust/Gewinn aus Abgang von Sachanlagevermögen -527 -56
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva 934 1.691
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen
sowie anderer Passiva 1,063 428
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -34.512 -35.079
Auszahlg. für immaterielle Vermögensgegenst. -13 -31
Einzahlungen aus Abgängen Sachanlagen 539 407
Auszahlungen Investitionen Sachanl. vor Zuschussverr. -4.844 -2.746
Einzahlungen aus Abgängen Finanzanlagen 10 53
Auszahlungen für Finanzanlagen -34 0
Einzahlungen aus erhaltenen Investitionszuschüssen 633 773
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -3.709 -1.544
Einzahlungen durch DVV auf Grund Verlustübernahme 41.904 36.252
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 600
Veränderung Kassenkredite zw. Konzernunternehmen -1.366 2.505
Auszahlungen a. Tilgung v. Krediten u. RZVK-Darlehen -2.325 -2.751
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 38.213 36.606
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -8 -17
Zuzüglich Finanzmittelfonds aus Anfang der Periode 441 458
Zuzüglich durch Verschmelzung von der VSD übernommener
Finanzmittelfonds am Periodenende 19 0
Finanzmittelfonds am Periodenende 452 441

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei den Kreditinstituten zusammen.

Die Finanzierung der Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte durch Eigenmittel und Abschreibungen und die Verlustübernahme durch die DVV.

Cash und Liquiditätsmanagement:

Zwischen der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG und der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH besteht eine Cash-Pooling Vereinbarung. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG führt Zahlungsmittelüberschüsse an die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH ab. Auf der Gegenseite stellt die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst.

Finanzierungsmanagement:

Langfristige Finanzierungen nimmt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG in eigenem Namen auf.

Management von Marktpreisrisiken:

Das Management von Marktpreisrisiken begrenzt die möglichen Schwankungen bei Zinssätzen und Commodities Die dabei eingesetzten Absicherungsgeschäfte (Termin- und Optionsgeschäfte, Swaps, Caps, etc.) werden stets mit Bezug zum Grundgeschäft abgeschlossen und weisen einen hohen Sicherheitszusammenhang auf. Für die entsprechenden Grund- und Absicherungsgeschäfte wurden i. d. R. Bewertungseinheiten gebildet, aus denen kein Verlust zu erwarten ist. Die Anwendung von Absicherungsgeschäften wird durch Richtlinien im DVV-Konzern reglementiert.

Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen lässt sich keine negative Veränderung der Liquiditätssituation erkennen, so dass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden ist.

3. Risikobericht

Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) bildet das Risikomanagement einen Baustein des Managementsystems, der dazu beiträgt, das Unternehmen angemessen auf mögliche zukünftige Planabweichungen vorzubereiten.

Grundlage des Risikomanagements bildet die „Geschäftsordnung für das Risikomanagement des DVV-Konzerns" (GORM), zu deren Konkretisierung im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Risikomanagementhandbuch erarbeitet wurde. Die dort skizzierte Organisations- und Prozessstruktur des Risikomanagements der DVG wird mit Hilfe des neu implementierten Risikomanagement-Informationssystems „Risk2Chance" gesteuert und umgesetzt.

Die Entwicklungen im Marktumfeld sind für die DVG von großer Bedeutung. Über die gemeinsame Tochtergesellschaft Via Verkehrsgesellschaft mbH (Via) sind die DVG, die Essener Verkehrs-AG (EVAG) und die Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH (MVG) in den Städten Duisburg, Essen und Mülheim an der Ruhr tätig. Der relevante Markt für die DVG bildet die Erbringung von ÖPNV-Leistungen in der Stadt Duisburg. Der Markterfolg bemisst sich an der Anzahl der Fahrgäste. Die Abwanderung von Fahrgästen und der damit verbundene Rückgang der Einnahmen stellt derzeit das größte identifizierte Marktrisiko für die DVG dar. Diesem Risiko begegnet die DVG mit der Anpassung des Angebots und der Verbesserung der Qualität der Leistung. Der ersten Anpassung durch das neue Betriebskonzept im Jahr 2008 folgt in den kommenden Jahren eine zweite Optimierung auf Basis der von der Stadt Duisburg in Arbeit befindlichen Mobilitätsstrategie. Auch die von der DVG im Jahr 2008 gestartete Qualitätsoffensive hat im Berichtsjahr zur Verbesserung des ÖPNV-Angebots beigetragen.

Die politisch-/rechtlichen Rahmenbedingungen prägen die Entwicklung der DVG entscheidend mit. Existenzgrundlage bildet die Betrauung der DVG mit der Erbringung der Verkehrsleistung durch den Aufgabenträger (Stadt Duisburg). Die Stadt hat mit der Direktvergabe der Verkehrsleistung bis 2019, die abgestimmt mit den Via-Kooperationspartnern EVAG und MVG erfolgte, der DVG eine langfristige Perspektive eröffnet. Die Ausschreibung von Linien stellt somit zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum ein Risiko dar. Die Auswirkungen des aktuellen Urteils des Bundesgerichtshofs zum Verkehrsvertrag des VRR mit der Deutschen Bahn AG auf die Vergabepraxis im ÖPNV werden derzeit geprüft. Des weiteren wirkt die DVG über die Verbände (VdV, KAV, VRR) an der Reform des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) mit.

Zuwendungen bilden bei der Investitionsfinanzierung das finanzielle Rückgrat. Eine eventuelle Rückzahlung von Zuwendungen stellt für die DVG ein hohes Risiko dar.

Eine der größten geplanten Investitionen der DVG stellen die Beschleunigungsmaßnahmen der Straßenbahnlinie 901 dar. Hierzu zählt insbesondere der Ausbau des OB-Karl-Lehr-Brückenzuges. Es gilt bezüglich der Förderung folgender Sachstand: Es ist aus Sicht der DVG erfreulich, dass das gesamte Projekt gefordert werden kann. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Stadt Duisburg die Planungen für den 2. Bauabschnitt (Hafenkanal, Ruhrbrücke und Kaiserhafen) realisiert. Eine Klärung hinsichtlich des Kostenverteilungsschlüssels zwischen Öffentlichem Verkehr und Individualverkehr über den vollständigen Brückenzug erfolgt im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2011. Der Abriss der Kaiserhafenbrücke soll im Zuge des 2. Bauabschnittes erfolgen.

Die DVG wurde 2010 durch den Landesrechnungshof geprüft, das Ergebnis der Prüfung wird für Mitte 2011 erwartet. Gegenstand der Prüfung war u. a. die Maßnahme „Umrüstung Linie 903 Nord".

Die Eintrittswahrscheinlichkeit für eine mögliche Rückzahlung von Zuwendungen ist zwar relativ gering, sie hätte jedoch spürbare Auswirkungen auf die DVG.

Auf Grund der sehr großen Bedeutung wird das Zuwendungsmanagement von einer eigenständigen Stabsabteilung in Via verantwortet. Mit der dort angesiedelten Kompetenz im Zusammenhang mit der Beantragung von Fördermitteln, die Erfahrungen der DVG, EVAG und MVG vereint, reduzieren wir die Wahrscheinlichkeit, dass wir gegen Zuwendungsauflagen verstoßen.

Im ersten Halbjahr 2011 wird voraussichtlich die Fahrbetriebsstrategie 2011 bis 2019 als Grundlage für die Anwendung des reformierten Tarifvertrags für den Nahverkehr (TV-N) von den Gremien beschlossen. Ob, und wenn ja, in welcher Höhe hieraus bereits für das Wirtschaftsjahr 2011 in voller Höhe eine ungeplante Verschlechterung eintreten wird, ist derzeit nicht prognostizierbar.

4. Derivate Finanzinstrumente

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG verfolgt eine konservative Risikopolitik mit einer geringen Risikobereitschaft. So werden Marktpreisrisiken aktiv gemanagt und eine hohe Planungssicherheit angestrebt. Das Management von Marktpreisrisiken begrenzt die Auswirkungen von Kursschwankungen im Zins- und Commodity-Bereich.

Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wurden insbesondere Marktpreisrisiken im Busbetrieb identifiziert, die den Bedarf von Dieselkraftstoffbetreffen. Um im Einklang mit eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen eine verbesserte Kalkulationsgrundlage zu erreichen und die Preisschwankungen der Rohstoffmärkte abzumildern werden selektiv Absicherungsgeschäfte für den Bedarf von Dieselkraftstoffabgeschlossen.

Auf Grund der in Vorjahren abgeschlossenen Geschäfte für die Jahre 2009 - 2011 wurden im Jahr 2010 keine neuen Absicherungsgeschäfte abgeschlossen. Marktpreisrisiken sowie Liquiditätsrisiken, resultierend aus Preisanstiegen auf den Rohstoffmärkten, werden durch die bestehenden Absicherungsgeschäfte neutralisiert.

Die Absicherung erfolgt über ein handelbares Dieselkraftstoff-Äquivalent, welches eine hohe Korrelation zum tatsächlichen Beschaffungspreis aufweist. Den mit der Absicherung einhergehenden Festpreisrisiken durch fallende Rohstoffpreise wurde entgegengewirkt, in dem für die entsprechenden Planungsjahre ausschließlich Teilbedarfe abgesichert wurden.

Die eingesetzten Absicherungsgeschäfte (Termin- und Optionsgeschäfte, Swaps, Caps, etc.) werden stets mit Bezug zum erwarteten Kraftstoffverbrauch abgeschlossen und weisen einen hohen Sicherheitszusammenhang auf. Die Anwendung von Hedge-Beziehungen wird durch Richtlinien im DVV-Konzern reglementiert und setzt eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit des Grundgeschäfts voraus.

5. Nachtragsbericht

Die nach Abschluss des Geschäftsjahres aufgetretenen Vorgänge von besonderer Bedeutung werden unter 6. Ausblick dargestellt.

6. Ausblick

Das DVV-Konzerngeschäftsfeld Mobilität wird im Wesentlichen durch die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) und deren Tochtergesellschaft aus dem Kooperationsprojekt Via, der Via Verkehrsgesellschaft mbH (Via) geprägt, an der die DVG einen Gesellschaftsanteil von 34% hält.

Ziel der DVG ist es, im Spannungsfeld der angespannten Haushaltslage der Stadt Duisburg als Eigentümerin einerseits und der Kundenorientierung andererseits, als das lokale integrierte öffentliche Nahverkehrsunternehmen den Kunden umfassende und qualitativ hochwertige Mobilitätsdienstleistungen anzubieten.

Qualitäts offensive

Der Erfolg der Maßnahmen und Investitionen in Qualität, Sicherheit, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Kundeninformation und Service wird durch steigende Kundenzufriedenheit und eine verbesserte Einnahmensituation belegt. Für die DVG ist dies Ansporn für die Zukunft, alle Maßnahmen auch im Jahr 2011 konsequent fortzuführen. Der Ausbau der dynamischen Fahrgastinformation an den Haltestellen, die Installation von Videoüberwachungssystemen in den Fahrzeugen sowie der barrierefreie Umbau von Haltestellen sind exemplarisch zu nennen und für die DVG von besonderer Bedeutung, um neue Kunden zu gewinnen und die Zufriedenheit der Fahrgäste zu erhöhen.

Eine Kundenzufriedenheitsmessung im Jahr 2011 soll (nach 2008 und 2009) den Erfolg der Maßnahmen messen. Das Erhebungsdesign und die -systematik wurde nach einer bundesweit anerkannten Methode gewählt, um die Vergleichbarkeit mit anderen Nahverkehrsunternehmen sicherzustellen. Es beruht auf nach dem Zufallsprinzip durchgeführten Telefoninterviews zu 30 Einzelmerkmalen, der Gesamtzufriedenheit und der Soziodemographie. Die Erhebung und Auswertung erfolgt nach TNS Infratest (Emnid). Zielvorgabe sind 1000 gültige Interviews, die voraussichtlich im Mai 2011 durchgeführt werden. Die Befragungsergebnisse werden für die Ableitung weiterer Qualitätsverbesserungen bei der DVG genutzt. Das Konzept für die Kundenzufriedenheitsmessung ist in das ganzheitliche Qualitätsmanagement der DVG eingebettet.

Infrastrukturinvestitionen

Trotz der wirtschaftlich restriktiven Rahmenbedingungen für die DVG und der außerordentlichen Haushaltssituation muss es der DVG mit der Stadt Duisburg gemeinsam gelingen, eine langfristige Investitionsstrategie zu entwickeln, um die anstehenden Infrastrukturinvestitionen in Stadtbahnanlagen (Tunnelsystem) und DVG-Infrastruktur bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus sicherzustellen. Auf Basis der Ratsbeschlüsse zu Duisburg 2027 wird Anfang 2011 auf der Strategieebene das Projekt „ÖPNV-Grundlagenplanung" sowie die Entwicklung eines neuen Nahverkehrsplanes gestartet. Im betrieblichen operativen Bereich sind als Beispiele das Ende 2010 gestartete Projekt „Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzug", die Erneuerung der Zugsicherungstechnik, der Betriebsfunk/ITCS oder die Beschleunigungs- bzw. Erweiterungsmaßnahmen der Stadtbahnanlagen zu nennen.

Erschwerend wirkt, dass nach ÖPNVG heute die reinen Ersatzinvestitionen als nicht förderfähig eingestuft werden, sofern sie keine Innovation darstellen. Ein gemeinsames Vorgehen mit den öffentlichen Nahverkehrsunternehmen der Region, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, soll neue öffentliche Förderungsmöglichkeiten erschließen.

Wirtschaftliche Situation und Kooperation Via

Die DVG konnte ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr nochmals steigern und somit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Konzernergebnisses leisten. Dies ist isoliert betrachtet schon eine herausragende Leistung, unter Berücksichtigung der Sondermaßnahmen im Jahr der Kulturhauptstadt 2010 jedoch um so höher zu bewerten.

Die wirtschaftliche Situation der DVG ist system- und strukturbedingt davon geprägt, dass die Betriebsaufwendungen die Einnahmen erheblich übersteigen. Betrachtet man diesen Effekt unter dem Gesichtspunkt der Inflationierung ist in den kommenden Jahren davon auszugehen, dass in jedem Jahr ungefähr 1 Mio. € an inflationsbedingten Kostensteigerungen entstehen. In den kommenden Jahren wird es trotz kontinuierlicher Umsetzung der Maßnahmen aus dem Restrukturierungsprogramm eine Herausforderung sein, diesen Effekt zu kompensieren. Neben dem Restrukturierungsprogramm der DVG, das eine strukturelle Ergebnisverbesserung von 10,1 Mio. € bis 2012, bezogen auf das Defizit 2006 in Höhe von 50,3 Mio. EUR vorsieht, versucht die DVG durch die Ende 2007 begonnene Kooperation Via weitere Verbesserungspotentiale monetärer und qualitativer Art zu erschließen.

Die Kooperationsgesellschaft Via Verkehrsgesellschaft mbH hat zum 01.07.2010 den Produktivbetrieb planmäßig aufgenommen. Eine Analyse der Kooperationseffekte, die durch die Via Kooperation entstehen, prognostiziert bis 2020 für alle drei Kooperationspartner zusammen rund 10 Mio. € p. a. an Ergebnisverbesserung. Auf die DVG entfällt ein Anteil von rund 3,4 Mio. € p. a. im Jahr 2020. In 2011 wird ein Steuerungs- und Dokumentationssystem eingerichtet, welches den Aufsichtsräten DVG und DVV im ersten Halbjahr vorgestellt wird. Obwohl der Regelbetrieb Via sich noch in der Aufbauphase befindet, wurden bereits zum Oktober 2010 zahlreiche wert- und nachhaltige Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 3,4 Mio. € p. a. fir alle drei Unternehmen identifiziert. Auf die DVG entfallen davon zur Zeit rund 1,3 Mio. €. Weitere Maßnahmen werden sukzessive geplant und umgesetzt. Einmal pro Jahr wird ein Sachverständiger den Fortschritt testieren und einen Bericht für die Aufsichträte DVG und DVV fertigen.

Für das Geschäftsjahr 2011 plant die DVG mit einer Gesamtleistung in Höhe von 58,3 Mio. € und einem Fehlbetrag von 43,5 Mio. €. Die Finanz- und Vermögenslage wird sich nicht wesentlich verändern, da der Fehlbetrag von der DVV übernommen wird. Für 2012 wird mit einer ähnlichen Ergebnissituation gerechnet.

Duisburg, den 23.03.2011

DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AG

Siewior

Dr. Zierold

Wandelenus

Bilanz

Aktiva

Anhang 31.12.2010 31.12.2009
Nr.
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 270.244,00 402.103,00
270.244,00 402.103,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.962.291,50 12.328.696,39
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen 904.658,00 1.030.370,00
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 33.554.975,00 34.289.128,00
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 15.593.493,00 13.294.173,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 373.666,00 439.323,00
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.388.563,00 2.594.028,00
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.448.397,74 3.830.350,57
70.226.044,24 67.806.068,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 5.813.046,18
2. Beteiligungen 46.383,51 12.383,51
3. Sonstige Ausleihungen 560.848,49 570.719,63
632.796,59 6.396.149,32
71.129.084,83 74.604.321,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.281.152,84 2.419.631,36
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 2
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.270.513,07 2.179.990,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.428.821,63 44.336.689,84
3. Sonstige Vermögensgegenstände 823.994,29 635.215,55
48.523.328,99 47.151.895,43
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 0,51 0,51
IV. Kassenbestand
Guthaben bei Kreditinstituten 452.210,78 440.737,55
51.256.693,12 50.012.264,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3 3.511.157,82 4.345.399,22
125.896.935,77 128.961.985,35
Passiva
Anhang 31.12.2010 31.12.2009
Nr.
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4 7.158.086,34 7.158.086,34
II. Kapitalrücklage 5 26.900.000,00 26.900.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 715.808,63 715.808,63
2. Andere Gewinnrücklagen 6 690.769,06 0,00
1.406.577,69 715.808,63
35.464.664,03 34.773.894,97
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 7 1.643.182,75 2.733.951,81
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8 4.931.844,00 4.961.201,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 53.587,74
3. Sonstige Rückstellungen 9 27.423.535,14 28.781.763,16
32.355.379,14 33.796.551,90
D. Verbindlichkeiten 10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.520.389,22 40.098.247,36
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 720.000,01 856.800,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.235.059,96 1.780.618,13
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.258.162,79 1.116.993,32
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.228,00 3.060,36
6. Sonstige Verbindlichkeiten 13.473.054,25 13.638.314,69
56.231.894,23 57.494.033,86
E. Rechnungsabgrenzungsposten 201.815,62 163.552,81
125.896.935,77 128.961.985,35

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2010 2009
Nr.
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 11 45.975.162,84 48.327.920,47
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 137.129,25 213.504,11
3. Sonstige betriebliche Erträge 12 12.899.423,41 27.796.696,58
4. Materialaufwand 13
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.201.479,06 -9.707.588,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -20.814.039,48 -45.798.348,93
-30.015.518,54 -55.505.937,12
5. Personalaufwand 14
a) Löhne und Gehälter -27.953.400,37 -26.832.756,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -12.419.676,22 -9.893.608,62
-40.373.076,59 -36.726.364,94
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.387.704,60 -8.260.653,22
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15 -20.244.794,81 -18.969.961,11
8. Erträge aus Beteiligungen 17.462,39 26.334,34
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 29.166,24 38.055,95
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16 909.035,11 1.073.963,75
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -8.974,89 0,00
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -46.094,91
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16 -3.173.586,22 -2.266.651,37
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -42.236.276,41 -44.299.187,47
15. Außerordentliche Erträge 17 331.060,32 0,00
16. Außerordentliche Aufwendungen 17 -764.245,00 0,00
17. Außerordentliches Ergebnis -433.184,68 0,00
18. Sonstige Steuern -67.238,92 -66.447,95
19. Erträge aus Verlustübernahme 42.736.700,01 44.365.635,42
20. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt.

Aufgrund der Verschmelzung der VSD auf die DVG sind die Werte des Jahres 2010 nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Durch die Verschmelzung ist die Grundlage für sämtliche Vertragsbeziehungen aus dem Verkehrs- und Infrastrukturnutzungsvertrag zwischen VSD und DVG entfallen. So kommt es zu großen Abweichungen zwischen Ist und Vorjahr.

Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind eine Vielzahl von Bilanzierungsund Bewertungsmethoden geändert worden. In diesem Zusammenhang wurden sowohl das Stetigkeitsgebot gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB als auch die grundsätzlichen Pflichten zur Stetigkeit der Darstellung gemäß § 265 Abs. 1 HGB einschließlich geforderter Erläuterung im Anhang nach § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB durch Art. 67 Abs. 8 EGHGB ausgesetzt.

Gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 1. Halbsatz EGHGB wird auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und - sofern zulässig - planmäßig abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode bewertet.

Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den GoB und dem tatsächlichen Wertverzehr entspricht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden linear und degressiv abgeschrieben. Der Übergang auf die lineare Methode erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Geringwertige Vermögensgegenstände werden unter den Gesichtspunkten der Wesentlichkeit im Zugangsjahr in einem Sammelposten eingestellt und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Gesellschaft setzt erhaltene Investitionszuschüsse gemäß der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW 1/1984 i. d. F. 1990 von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des bezuschussten Vermögengensgegenstandes ab.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die sonstigen Ausleihungen, beidenen es sich um niedrig verzinsliche Darlehen handelt, sind mit dem Barwert ausgewiesen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzipes bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Bei dem Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 27 Abs. 3 und § 273 HGB a. F. handelt es sich um eine Reinvestitionsrücklage nach § 6 b Abs. 3 ESTG, die die Übertragung von aufgedeckten stillen Reserven auf ein Ersatzwirtschaftsgut ermöglicht. Das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB wurde wahrgenommen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der versicherungsmathematischen Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode) gebildet. Als Rechnungszinsfuß werden 5,15% (i. Vj. 4,5%) und eine Leistungsdynamik von 2,00% zu Grunde gelegt. Die Sterbetafeln von Prof. Heubeck 2005 G wurden angewendet.

Die Gesellschaft hat Aufwandsrückstellungen auf Grund des Ansatzwahlrechtes nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. passiviert und das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB wahrgenommen.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurden nicht passiviert.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern gemäß § 285 Nr.29 HGB nF werden bei der DVG weder ausgewiesen noch erläutert, da die DVG Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) ist. Entsprechende Erläuterungen zu den latenten Steuern erfolgen im Anhang der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2010 davon RLZ*> 1 Jahr 31.12.2009 davon RLZ*> 1 Jahr
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.270.513,07 409.519,51 2.179.990,04 629.990,89
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.428.821,63 0,00 44.336.689,84 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 823.994,29 0,00 635.215,55 0,00
48.523.328,99 409.519,51 47.151.895,43 629.990,89

* RLZ = Restlaufzeit

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abrechnung des Schwerbehindertenausgleichs in Höhe von 1.047 T€ und aus dem geleisteten Auftragsverkehr des Streckenabschnitts der Linie 901 in Höhe von 337 T€ zusammen. Hinzu kommen Forderungen aus dem erhöhten Beförderungsentgelt mit 116 T€ und aus dem Jahresabonnement mit 111 T€.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen im Wesentlichen Ansprüche aus der Verlustübernahme von 37.086 T€ und aus einem Kassenkredit i. H. v. 9.612 T€ gegen der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH aus. Dem stehen die Verrechnungen von gegenseitigen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.416 T€ sowie die Umsatzsteuerzahllast in Höhe von 170 T€ entgegen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Forderungen aus dem Verkauf von Fahrausweisen der Verkaufsstellen in Höhe von 252 T€, aus dem Energiesteuererstattungsanspruch von 171 T€ sowie aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 167 T€ und der Überzahlung von Berufsgenossenschaftsbeiträgen von 73 T€.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung für eine Einmalzahlung an die Rheinische Zusatzversorgungskasse.

4. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und aufgeteilt in 14.000 Namensaktien im Nennwert von 1.000,00 DM (511,29 €) je Aktie. Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, mit der ein Beherrschungsvertrag mit Ergebnisabführungsvereinbarung besteht, ist mit 74,0%, die Stadt Duisburg mit 25,8%, der Kreis Wesel und die Stadt Dinslaken sind mit je 0,1% am gezeichneten Kapital beteiligt.

5. Kapitalrücklage

Die eingestellte Kapitalrücklage in Höhe von 26,9 Mio. € bleibt unverändert.

6. Andere Gewinnrücklagen

In die Gewinnlage gemäß § 272 Abs.3 HGB wurde der Effekt aus der Neubewertung nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz in Höhe von 691 T€ eingestellt.

7. Sonderposten mit Rücklageanteil

Der in 2008 gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6 b EStG wurde in Höhe von 1.091 T€ aufgelöst und bleibt mit 1.643 T€ bestehen.

8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Grund des Beschlusses der DVV-Geschäftsführung wurden die Pensionen für die Geschäftsführung und Vorstände in Höhe von 1.068 T€ mit dem Jahresabschluss 2010 in vollem Umfang bei der DVV GmbH bilanziert. Dadurch ist eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr nicht gegeben.

9. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit 16.543 T€ Verpflichtungen im Personalbereich einschl. Restrukturierung, mit 1.593 T€ aus dem Gleisrückbau und mit 1.126 T€ aus dem Ausgleich für Übersteiger/fremdgenutzter Fahrausweise. Hinzu kommen Rückstellungen für die Verpflichtungen aus der Erstattung von Fahrgeldausfällen aus unentgeltlicher Beförderung schwerbehinderter Menschen gemäß § 148 SGB IX in Höhe von 1.121 T€.

10. Verbindlichkeiten Gesamt

Gesamt davon Restlaufzeit Gesamt davon RLZ
31.12.2010 < 1 Jahr > 5 Jahre 31.12.2009 < 1 Jahr
--- --- --- --- --- ---
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.520.389,22 2.163.749,41 30.292.710,23 40.098.247,36 1.879.755,20
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 720.000,01 720.000,01 856.800,00 856.800,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.235.059,96 2.235.059,96 1.780.618,13 1.780.618,13
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.258.162,79 1.258.162,79 1.116.993,32 1.116.993,32
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.228,00 25.228,00 3.060,36 3.060,36
Sonstige Verbindlichkeiten 13.473.054,25 1.332.805,20 12.140.249,05 13.683.314,69 1.398.466,99
davon aus Steuern (299.409,41) (299.409,41) (331.376,74) (331.376,74)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (17.274,47) (17.274,47) (18.364,57) (18.364,57)
56.231.894,23 7.735.005,37 42.432.959,28 57.539.033,86 7.035.694,00

* RLZ = Restlaufzeit

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 38.520 T€ durch Bürgschaften der Stadt Duisburg gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Liefer- und Leistungsverrechnungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u. a. lang- und mittelfristige Darlehen der Rheinischen Zusatzversorgungskasse von 4.950 T€ und Zuschüsse des Bundes und des Landes auf unfertige Anlagen mit 7.191 T€.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

2010 2009
% %
--- --- --- --- ---
Einnahmen aus VRR 41.559.444,77 90,4 41.389.003,07 85,7
Einnahmen aus VGN 197.320,48 0,4 63.343,54 0,1
Sonstige Einnahmen 552.938,40 1,2 602.705,15 1,2
Verkehrseinnahmen gesamt 42.309.703,65 92,0 42.055.051,76 87,0
Sonstige Umsatzerlöse 3.665.459,19 8,0 6.272.868,71 13,0
Umsatzerlöse gesamt 45.975.162,84 100,0 48.327.920,47 100,0

Die Umsatzerlöse betreffen neben den kassentechnischen Einnahmen auch Abgeltungsleistungen für die Schülerbeförderung gemäß § 45 a PBefG und Ausgleichszahlungen nach § 148 SGB IX sowie für die Deutsche Bahn AG und Übersteiger. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Vorjahren in Höhe 32 T€ enthalten.

12. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Arbeiten für Fremde in Höhe von 4.702 T€ (i. Vj. 19.006 T€), wovon 3.869 T€ (i. Vj. 15.281 T€) aus der Personalüberlassung entfallen. Darüber hinaus sind in diesem Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1.673 T€), Erträge aus der Auflösung für Investitionsrücklagen gemäß § 6 b EStG (1.091 T€), abgerechnete Schadenersatzleistungen (728 T€), Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (528 T€) sowie Provisionserträge auf Ausgleichsbeträge für Übersteiger (477 T€) und Erträge aus der konzerninternen Produktverrechnung (321 T€) ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge in Höhe von 1.171 T€ beinhalten überwiegend Zuschüsse für Investitionsmaßnahmen (839 T€).

13. Materialaufwand

Die deutliche Verringerung des Materialaufwandes in dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen resultiert hauptsächlich aus Effekten der Verschmelzung im Bereich des Linienverkehres.

14. Personalaufwand

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2010 2009
Beschäftigte 751 721
Auszubildende und Praktikanten 45 39
796 760

In obiger Tabelle sind die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 6.692 T€ (i.Vj. 4.499 T€). Die Erhöhung zum Vorjahr mit 2.193 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Zuführung der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von 2.819 T€ und der Aufstockung der Rückstellung für vorzeitige Freistellung mit 580 T€.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ist Mitglied in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse. Der Umlagesatz für das Jahr 2009 beträgt unverändert 4,25%. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte belief sich für das Geschäftsjahr 2009 auf 28.217 T€. Ein Fehlbetrag gemäß Artikel 28 EGHGB ist nicht ausgewiesen.

15. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit 8.005 T€ den Aufwand aus Produktverrechnung und Konzernumlage. Die sonstigen Dienst- und Fremdleistungen weisen einen Betrag von 4.673 T€ aus. Außerdem sind freiwillige Sozialaufwendungen, in der Hauptsache Aufwendungen für das Firmenticket, in Höhe von 1.420 T€ erfasst. Die Zunahme der Aufwendungen aus Personalüberlassung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Verschmelzung VSD auf die DVG zurückzuführen. Die Aufwendungen aus Personalüberlassungen sind durch den unterschiedlichen Ausweis in den beiden Gesellschaften grundsätzlich nicht mit dem Vorjahr zu vergleichen.

16. Zinsen

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 909 T€ (i. Vj. 1.073 T€) auf verbundene Unternehmen. Aus der Abzinsung der Rückstellungsbewertung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sind 4 T€ enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten 140 T€ (i. Vj. 47 T€) aus verbundenen Unternehmen. Der Finanzaufwand enthält nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz eine Belastung von 939 T€.

17. Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von -433 T€ beinhaltet die Auswirkungen aus den erfolgten Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz mit 764 T€ im Aufwandsbereich. Außerdem ergab sich aus der Verschmelzung mit der VSD ein Ertrag in Höhe von 331 T€.

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen beträgt zum 31.12.2010 4.845 T€, davon entfallen 50 T€ auf verbundene Unternehmen.

Aus Leasing-, Miet-, Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsbezugsverträgen resultieren Verpflichtungen von rund 38.495 T€ (p. a. 24.686 T€). Für verbundene Unternehmen sind 27.816 T€ (p. a. 15.724 T€) enthalten.

Mit nahestehenden Personen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 folgende wesentliche Geschäfte bestanden:

Geschäftspartner Art des Geschäfts Wert des Geschäfts
Erbrachte Leistungen:
vectio Ges. f. Flottenmanagement u. Service mbH Personalüberlassung 1.746.000 €
KDD Kaufmännische Dienste Duisburg GmbH Personalüberlassung 688.500 €
KDD Kaufmännische Dienste Duisburg GmbH Produktverrechnung 119.200 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Personalüberlassung 279.800 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Produktverrechnung 179.800 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Sonstige Umlagen 152.200 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Serviceleistungen 38.300 €
PSD Personal-Service Duisburg GmbH Personalüberlassung 584.600 €
BVD Bus Verkehr Duisburg GmbH Sonst. Dienstleistungen 37.000 €
octeo Multiservices GmbH Personalüberlassung 240.700 €
octeo Multiservices GmbH Gewerbliche Vermietung 109.400 €
DU-IT Ges. f. IT Duisburg mbH Gewerbliche Vermietung 112.700 €
Bezogene Leistungen:
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Produktverrechnung 7.922.000 €
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Bezug von Dienstleistungen 5.881.900 €
Stadtwerke Duisburg AG Personalüberlassung 144.700 €
Stadtwerke Duisburg AG Stromliefervertrag 3.069.400 €
Stadtwerke Duisburg AG Wasserliefervertrag 23.000 €
Stadtwerke Duisburg AG Fernwärmeliefervertrag 31.300 €
Stadtwerke Duisburg AG Bezug von Dienstleistungen 888.500 €
vectio Ges. f. Flottenmanagement u. Service mbH Bezug von Dienstleistungen 3.436.300 €
BVD Bus Verkehr Duisburg GmbH Bezug von Dienstleistungen 2.916.700 €
octeo Multiservices GmbH Bezug von Dienstleistungen 2.482.200 €
DCC Duisburg Citycom GmbH Bezug von Dienstleistungen 133.200 €
Wirtschaftsbetriebe Duisburg Bezug von Dienstleistungen 23.600 €

Die Finanzierung von Liquidität erfolgt für die DVG über das konzernweite Cash-Pooling der DVV.

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DVV GmbH.

2. Derivate Finanzinstrumente

Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wurden insbesondere Marktpreisrisiken im Busbetrieb identifiziert, die in hohem Maße den Bedarf von Dieselkraftstoff betreffen. Es wurden für das Geschäftsjahr 2011 Swaps mit einem Volumen von insgesamt 1.260 Tonnen Dieselkraftstoff abgesichert (entspricht rd. 1,5 Mio. Litern).

Übersicht Diesel-Swaps

Geschäftsart Marktwert zum 31.12.2010
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Swaps -38.567,65

Der Marktwert entspricht der Stichtagsbewertung auf Mark-to-Market-Niveau. Es erfolgte eine Abzinsung der zukünftigen Cash Flows zum Bewertungsstichtag auf Basis der aktuellen Zinsstruktur und der Future -Kontrakte.

Auf Basis der Marktwerte wurde für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften eine Rückstellung in Höhe von 40.000,00 € gebildet.

Geschäftsart Rückstellung zum 31.12.2010
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Swaps 40.000,00

3. Mitglieder des Aufsichtsrates

Herbert Mettler, Ratsherr

Vorsitzender
Ruhestand
Dieter Lieske, Ratsherr

Stellv. Vorsitzender
Gewerkschaftssekretär, IG Metall
Karl-Heinz Staniewski

Stellv. Vorsitzender
Freigestelltes Betriebsratsmitglied

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Betül Cerrah, Ratsfrau Dipl.-Wirtschaftsjuristin
Martin Dittrich Verwaltungsjurist
Jürgen Edel, Ratsherr Assessor des Markscheidefaches
Georg Fromm Freigestelltes Betriebsratsmitglied,

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Frank Heidenreich, Ratsherr Selbständiger Kaufmann,

Heidenreich Personengesellschaft
Michael Hickmann Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Thomas Keuer Gewerkschaftssekretär
Claudia E. Leiße, Ratsfrau Lehrerin im Ruhestand
Volker Mosblech, Ratsherr Selbständiger Versicherungskaufmann,

D.A.S. Versicherung, Wirtschaftsberatung
Volker Rayen Stabsstellenleiter Zuwendungsmanagement

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Volker Richter Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Michael Scharping Freigestelltes Betriebsratsmitglied

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG

4. Mitglieder des Vorstandes

Vorsitzender

Direktor Betriebswirt (VWA) Klaus Siewior

Mitglied des Vorstandes (Personal, Fahrbetrieb und Verkehrsmanagement
Direktor Dipl.-Ing. Klaus-Peter Wandelenus

Mitglied des Vorstandes (Technik)
Direktor Dr. Horst Zierold

Mitglied des Vorstandes (Finanzen und Markt)

5. Angaben gemäß § 285 Ziffer 9 HGB

Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener für das Geschäftsjahr 2010 betrugen 301 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis wurden 2.313 T€ zurückgestellt. Die Bezüge eines Vorstandsmitgliedes werden bei der Muttergesellschaft DVV ausgewiesen und die beiden verbleibenden Vorstandsmitglieder erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge.

Die Aufwandsentschädigungen für die Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2010 beliefen sich auf 101 T€.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2010
%
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Duisburger Park- und Garagengesellschaft mbH, Duisburg 100 95.195,23 7.390,39
Via Verkehrsgesellschaft mbH 34 100.000,00 *1
Stadtbahnbetriebsführungsgesellschaft Rhein mbH, Düsseldorf 40 61.358,88 27.048,58

*1) Gründung zum 01.07.2010

Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Beteiligungen zum 01.01.2010 an der Duisburger Hafenrundfahrtsgesellschaft an die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH übertragen und die Beteiligung an der Verkehrs Service Duisburg GmbH durch Verschmelzung eliminiert.

Das Eigenkapital und das Ergebnis der Stadtbahnbetriebsführungsgesellschaft Rhein mbH, Düsseldorf betreffen das Jahr 2009.

Die Gesellschaft ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, nach § 291 Abs. 1 HGB befreit.

6. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der DVG ist die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Duisburg (DVV). Der Jahresabschluss der DVG ist in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss der DVV wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Verlust von 42.737 T€ wird im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.

Duisburg, den 23.03.2011

DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AG

Siewior

Dr. Zierold

Wandelenus

Entwicklung des Anlagevermögens

Entwicklung des Anlagevermögens der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG in 2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten
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Stand 01.01.2010 Zugänge Abgänge Umbuchungen/Umgliederungen Stand 31.12.2010
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EUR EUR EUR EUR EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.852.667,57 13.367,15 926.760,06 0,01 1.939.274,67
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 2.852.667,57 13.367,15 926.760,06 0,01 1.939.274,67
II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 25.470.750,94 252.877,86 - 27.61 1,48 25.751.240,28
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen * 3.346.086,86 - - - 3.346.086,86
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen * 58.639.597,03 50.398,36 115.856,63 1.564.777,16 60.138.915,92
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 91.069.226,38 6.406.285,00 1.641.528,07 671.644,59 96.505.627,90
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.840.518,85 - - - 1.840.518,85
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.595.464,65 541.550,62 1.987.408,43 13.168,07 21.162.774,91
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.301.995,16 3.423.603,89 - -2.277.201,31 5.448.397,74
Sachanlagen gesamt 207.263.639,87 10.674.715,73 3.744.793,13 -0,01 214.193.562,46
Summe I. und II. 210.116.307,44 10.688.082,88 4.671.553,19 - 216.132.837,13
III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.813.046,18 - 5.787.481,59 - 25.564,59
2. Ausleihungen an ververbundene Unternehmen - - - - -
3. Beteiligungen 12.383,51 34.000,00 - - 46.383,51
4. Sonstige Ausleihungen 782.769,03 - 16.576,51 - 766.192,52
Finanzanlagen gesamt 6.608.198,72 34.000,00 5.804.058,10 - 838.140,62
Anlagevermögen gesamt 216.724.506,16 10.722.082,88 10.475.611,29 - 216.970.977,75
Entwicklung des Anlagevermögens der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG in 2010
Abschreibungen
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Stand 01.01.2010 Zugänge Abgänge Umgliederungen Stand 31.12.2010
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EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.450.564,57 145.226,16 926.760,06 - 1.669.030,67
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 2.450.564,57 145.226,16 926.760,06 - 1.669.030,67
II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 13.142.054,55 646.894,23 - - 13.788.948,78
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen * 2.315.716,86 125.712,00 - - 2.441.428,86
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen * 24.350.469,03 2.349.328,52 115.856,63 - 26.583.940,92
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 77.775.053,38 4.306.728,00 1.641.291,07 471.644,59 80.912.134,90
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.401.195,85 65.657,00 - - 1.466.852,85
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.001.436,65 748.158,69 1.975.383,43 - 18.774.21 1,91
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 471.644,59 - - -471.644,59 -
Sachanlagen gesamt 139.457.570,91 8.242.478,44 3.732.531,13 - 143.967.518,22
Summe I. und II. 141.908.135,48 8.387.704,60 4.659.291,19 - 145.636.548,89
III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
2. Ausleihungen an ververbundene Unternehmen - - - - -
3. Beteiligungen - - - - -
4. Sonstige Ausleihungen 212.049,40 - 6.705,37 - 205.344,03
Finanzanlagen gesamt 212.049,40 - 6.705,37 - 205.344,03
Anlagevermögen gesamt 142.120.184,88 8.387.704,60 4.665.996,56 - 145.841.892,92
Entwicklung des Anlagevermögens der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG in 2010
Buchwerte
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Stand 31.12.2010 Stand 31.12.2009
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EUR EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 270.244,00 402.103,00
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 270.244,00 402.103,00
II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 11.962.291,50 12.328.696,39
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen * 904.658,00 1.030.370,00
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen * 33.554.975,00 34.289.128,00
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 15.593.493,00 13.294.173,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 373.666,00 439.323,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.388.563,00 2.594.028,00
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.448.397,74 3.830.350,57
Sachanlagen gesamt 70.226.044,24 67.806.068,96
Summe I. und II. 70.496.288,24 68.208.171,96
III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 5.813.046,18
2. Ausleihungen an ververbundene Unternehmen - -
3. Beteiligungen 46.383,51 12.383,51
4. Sonstige Ausleihungen 560.848,49 570.719,63
Finanzanlagen gesamt 632.796,59 6.396.149,32
Anlagevermögen gesamt 71.129.084,83 74.604.321,28

* Infolge aktivischer Absetzung von Zuschüssen werden in einigen Bereichen negative Zugänge ausgewiesen.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 23. März 2011

**KPMG Hartkopf+ Rentrop Treuhand KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Hillesheim, Wirtschaftsprüfer

Brandt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG hat sich während des Geschäftsjahres in regelmäßigen Vollsitzungen und in Sitzungen seines Arbeitsausschusses vom Vorstand über den Geschäftsverlauf unterrichten lassen.

Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie alle wesentlichen Geschäftsvorfälle wurden eingehend beraten.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2010 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung am 23. Juni 2010 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Hartkopf + Rentrop Treuhand KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer hat er zustimmend Kenntnis genommen. Auch eigene Prüfungen des Aufsichtsrates ergaben keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010. Damit ist dieser in der vorliegenden Form festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit seinen Dank aus.

Duisburg, im März 2011

Der Aufsichtsrat

Herbert Mettle, Vorsitzender

Der vom Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG am 14. April 2011 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist der Hauptversammlung am 4. Juli 2011 vorgelegt worden.

Danach wird der Verlust von 42.737 TEUR wird im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH übernommen.