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Annual Report Nov 2, 2010

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Annual Report

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Duisburger Verkehrsgesellschaft AG

Duisburg

Jahresabschluss zum 31.12.2009

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

1. Geschäftsverlauf

1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
1.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft. Mit –5,0% war die Verminderung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes, ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge, so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Im Jahr 2008 hatte sich das Bruttoinlandsprodukt noch um 1,3%, in 2007 um 2,5% und 2006 um 3,2% erhöht. Da in 2009 annähernd gleich viele Arbeitstage zur Verfügung standen wie in 2008 ergibt sich bei kalenderbereinigter Betrachtung keine sichtbare Veränderung der Wachstumsrate.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2009 von 40,2 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Die Zahl der Erwerbslosen stieg nach vorläufigen Schätzungen um 5,4% auf 3,3 Millionen. Die Zahl der Arbeitnehmer verminderte sich um 0,1%. Die Bruttolöhne und -gehälter gingen 2009 um 0,5% zurück. In diesem Rückgang – dem ersten seit 2005 und dem stärksten seit der Wiedervereinigung – spiegeln sich in erster Linie die Lohn- und Gehaltseinbußen des Jahres 2009 wider, die unter anderem durch Kürzungen der Arbeitszeiten und der Vergütungen verursacht wurden. Im Ergebnis sind die Nettolöhne und -gehälter rechnerisch um 1,0% gesunken und damit etwas stärker als die Bruttolöhne und -gehälter.

Die Entstehungsseite des Bruttoinlandsproduktes war 2009 in der Hauptsache durch die starken Rückgänge in den exportabhängigen Wirtschaftsbereichen geprägt. Besonders das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) brach stark ein. Auch im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr verminderte sich die Wirtschaftsleistung 2009 gegenüber 2008 deutlich. Im Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister sowie im Baugewerbe war die Wirtschaftsleistung in 2009 ebenfalls niedriger als im Vorjahr. Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sowie die öffentlichen und privaten Dienstleister erzielten wie schon 2008 in 2009 ein leichtes Wachstum. Insgesamt ging in 2009 die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche gegenüber 2008 um 5,5% zurück.

Die Verwendungsseite des Bruttoinlandsproduktes prägte in 2009 der Einbruch der Auslandsnachfrage: Erstmals seit 1993 wurden aus Deutschland real weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im Vorjahr (- 14,7%). Zeitgleich nahmen die preisbereinigten Importe um 8,9% ab. Der daraus resultierende Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, verzeichnete dadurch 2009 mit -3,4 Prozentpunkten erneut einen negativen Beitrag (2008: -0,3 Prozentpunkte).

Nach drei Jahren kräftiger Investitionsdynamik wurde 2009 deutlich weniger investiert als im Vorjahr. Lediglich vom Konsum kamen 2009 leichte positive Impulse: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,4%, die staatlichen sogar um 2,7% gegenüber 2008. Bei einer Differenzierung der Konsumausgaben privater Haushalte im Inland nach Verwendungszwecken zeigt sich jedoch, dass nur für Verkehr und Nachrichtenübermittlung deutlich mehr ausgegeben wurde als im Vorjahr (+ 5,2%). Hierzu zählen auch die privaten Kraftfahrzeugkäufe, die durch die sogenannte Abwrackprämie gestiegen sind.

In Duisburg und der Region Niederrhein hat sich, wie deutschlandweit, die wirtschaftliche Lage verschlechtert. Im Dezember 2009 lag die Erwerbslosenquote bei 12,9%, nach 12,0% im Dezember 2008. Die Zahl der offenen Stellen ging um 1.547 von 3.855 Stellen in 2008 auf 2.308 Stellen zurück. Die Zahl der Leistungsempfänger stieg von 4.788 in 2008 auf 7.054 in 2009.

1.1.2. Branchenentwicklung

Für das Jahr 2009 rechnet das Statistische Bundesamt auf Grundlage bisher vorliegender Daten für den öffentlichen Personenverkehr mit einer Zunahme der Fahrgastzahlen von 1,2%.

Mit Bussen und Bahnen unternahmen die Fahrgäste rund 10,4 Milliarden Fahrten im Linienverkehr, 1,3% mehr als 2008. Die Fahrgäste fuhren dabei durchschnittlich 9,3 Kilometer weit. Die Beförderungsleistung – das Produkt aus beförderten Personen und Fahrtweite – lag damit bei 98,6 Milliarden Personenkilometern, im Vergleich zu 2008 ein Anstieg von 0,4%.

Im Nahverkehr mit Bussen stiegen die Fahrgastzahlen in 2009 leicht an. Straßenbahnen (einschließlich Stadtbahnen, U-Bahnen und Schwebebahnen) wurden dagegen erheblich stärker genutzt als in 2008 (Fahrgäste +3,7%). Diese Entwicklung wurde wesentlich durch Sonderfaktoren in Berlin beeinflusst (rund 12% aller Fahrgäste im Liniennahverkehr in Deutschland werden von Berliner Unternehmen befördert). Zum einen führte ein mehrere Wochen andauernder Streik in 2008 zu vergleichweise niedrigen Vorjahreszahlen. Zum anderen stiegen die Fahrgäste aufgrund der in 2009 erfolgten Einschränkungen im Berliner Eisenbahnnahverkehr auf andere Verkehrsmittel, zum Beispiel die Berliner U-Bahn, um.

In 2009 gab es, wie in 2008, im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr über 1,1 Milliarden Fahrten mit Bus und Bahn. Die Einnahmen erhöhten sich um rund 40 Millionen € (4,0%) auf insgesamt 958 Millionen €. Damit sind im Schnitt jedoch nur 48,0% der Kosten für den kommunalen Nahverkehr im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gedeckt.

2009 entschieden sich erneut mehr Fahrgäste für ein Abonnement des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr als 2008. 13.500 zusätzliche Abonnenten und damit insgesamt über 1,25 Millionen Fahrgäste konnten als Dauerkunden gewonnen werden. Besonders deutlich war der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr bei Ticket1000 und Ticket2000. Knapp 4,0% mehr Fahrgäste als 2008 konnten verzeichnet werden. Damit lösen diese Ticketarten in der Statistik der Abozahlen erstmals das SchokoTicket als Spitzenreiter ab. Das Aboticket für Schüler nutzten 2009 etwa 434.000 Abonnenten – analog rückläufiger Schülerzahlen – eine Verringerung von 1,0%. Deutlich mehr Interesse fand auch das YoungTicketPLUS, das Aboticket für Auszubildende, mit einem Zuwachs von 2,5% im Vergleich zu 2008.

1.2. Absatz

Fahrgäste

Die Zahl der Fahrgäste bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft hat sich in 2009 um 1,2% erhöht. Lag die Zahl der Fahrgäste in 2008 noch bei 60,607 Mio., nutzten in 2009 61,328 Mio. Fahrgäste das Angebot der DVG. Das sind insgesamt 0,721 Mio. Personen mehr.

Der Anteil der beförderten Schwerbehinderten wird statistisch durch Zählungen als Vomhundertsatz an der Gesamtzahl aller Fahrgäste ermittelt. Für 2009 wurde der unternehmensindividuelle Erstattungssatz von 7,15% testiert.

Im Barverkehr wurden im Berichtsjahr 5.524.639 (i. Vj. 5.614.652) Fahrgäste befördert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 90.013 Fahrgästen oder 1,6%. Im Zeitkartenverkehr betrug 2009 die Zahl der Fahrgäste 51.530.426 (i. Vj. 49.582.236). Damit ergibt sich im Vergleich zu 2008 ein Anstieg um 1.948.190 Fahrgästen oder 3,9%. Bei den Sonderangeboten wurden 2009 mit 164.788 (i. Vj. 157.675) Fahrgästen 7.113 mehr Fahrgäste als im Vorjahr befördert. Die Monatskarten im Abonnement verzeichneten eine Steigerung von 7,5% oder 1.198.564 Fahrgästen auf 17.295.054 Fahrgäste.

1.3. Investitionen

Das Investitionsvolumen der DVG in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen belief sich im Berichtsjahr auf 2,777 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang von 3,912 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Abzüglich der verrechneten Investitionszuschüsse von 0,773 Mio. € ergeben sich Nettoanlagenzugänge von 2,004 Mio. €. Analog der Vorjahre lag der Schwerpunkt der Bruttoinvestitionen im Gleisanlagenbau (0,961 Mio. €) und im Bau von Sicherungsanlagen (0,673 Mio. €). 1,503 Mio. € der Investitionsausgaben entfallen auf noch nicht fertig gestellte Anlagen. Die Investitionsverpflichtung bestand zum Stichtag in Höhe von ca. 1,2 Mio. €.

2. Geschäftslage

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (kurz: DVG) ist ein Unternehmen im Konzernverbund des Multi-Dienstleistungskonzerns Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (im folgenden: DVV). Als Serviceeinheit für die Stadt Duisburg erbringt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG auf Basis des Nahverkehrsplanes mit ihrem 100%-igen Tochterunternehmen VSD Verkehrs-Service Duisburg GmbH (kurz: VSD) die Verkehrsleistungen für Duisburg und bedient gleichzeitig Teilstrecken in Nachbarkommunen.

2.1. Ertragslage

Einnahmen

Die unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Verkehrseinnahmen der DVG haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,281 Mio. € auf 42,055 Mio. € verschlechtert.

Insgesamt sanken gegenüber 2008 die VRR-Verkehrseinnahmen um 0,078 Mio. € auf 41,389 Mio. €. Die Einnahmen im Bar- und Zeitkartenverkehr im Bereich des VRR erhöhten sich dabei insgesamt um 3,248 Mio. € auf 43,147 Mio. €. Der Rückgang der Verkehreinnahmen gegenüber 2008 insgesamt resultiert in der Hauptsache aus der in 2008 erfolgten erfolgswirksamen Auflösung von Rückstellungen für die Schwerbehindertenabgeltung in Höhe von 2,548 Mio. €. In 2009 wurde das Firmenticket eingeführt, aus dem der DVG 1,329 Mio. € zusätzliche Verkehrseinnahmen zuflossen. Diesen Einnahmen standen jedoch gleich hohe Aufwendungen bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber.

Die Verkehrseinnahmen im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) nahmen um 0,185 Mio. € ab und lagen bei 0,063 Mio. €. Die sonstigen Verkehrseinnahmen der DVG (u. a. Erhöhtes Beförderungsentgelt) sanken auf 0,603 Mio. €. Im Rahmen von rrp-Verkehr (Kooperation Essener Verkehrs-AG, Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH und Duisburger Verkehrsgesellschaft AG) sollen alle drei Verkehrsunternehmen die Verkehrseinnahmen in einem einheitlichen Nummernblock abbilden. Aus diesem Grund gibt es bei der DVG Verschiebungen zwischen den sogenannten VRR-Einnahmen und den sogenannten DVG-Einnahmen. Finanzielle Auswirkungen ergeben sich daraus jedoch nicht.

Erstattungs- und Ausgleichsbeträge

Im Geschäftsjahr 2009 verminderten sich die Abgeltungszahlungen für Schwerbehinderten- und Schülerbeförderung ohne Berücksichtigung von Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen um 0,140 Mio. €. Ohne Betrachtung von Rückstellungszuführung fiel der für das laufende Jahr zu zahlende Abgeltungsbetrag für die Deutsche Bahn um 0,293 Mio. € höher aus als im Vorjahr. Die laufende Abgeltungszahlung für Übersteiger hatte sich nicht verändert.

Sonstige Umsatzerlöse

Sei dem 01. Januar 2008 sind die Fahrbetriebsleistungen in der 100%-igen Tochter der DVG, der VSD Verkehrs-Service Duisburg GmbH zusammengefasst worden. Nachdem in 2008 aus diesem Grund Einnahmesteigerungen auch bei den sonstigen Umsatzerlösen verzeichnet werden konnten, waren die sonstigen Umsatzerlöse in 2009 leicht rückläufig. Das von der VSD zu zahlende Entgelt für die Nutzung der Busse, basierend auf den Aufwendungen für Abschreibungen und Zinsen, hat sich um 0,225 Mio. € vermindert. Die Einnahmen aus dem Auftragsverkehr Mülheim gingen u. a. ausgelöst durch neue Verrechnungssätze für die gefahrenen Kilometer, um 0,576 Mio. € zurück. Insgesamt sanken die sonstigen Umsatzerlöse um 0,475 Mio. € auf 6,273 Mio. €.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge verschlechterten sich um 5,592 Mio. € auf 27,797 Mio. €. In 2008 hatte die DVG jedoch Erträge aus dem Verkauf von Anlagegütern, vor allem Wohnhäuser, der erfolgswirksamen Auflösung von Rückstellungen, Investitionszuschüssen sowie der Auflösung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens im Zusammenhang mit Baumaßnahmen an einer Straßenbahnlinie in Mülheim von über 9,820 Mio. € zu verzeichnen. Die Erlöse aus dem Verkauf der Wohnhäuser und der Auflösung des Passiven Rechnungsabgrenzungspostens wurden aber in einen Sonderposten mit Rücklagenanteil gemäß § 6 b EStG eingestellt bzw. führten zu Mindererlösen aus Anlagenabgängen. Bereinigt sind die Sonstigen betrieblichen Erträge in 2009 um 4,228 Mio. € gestiegen.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge waren 2009 von der Einführung der Produktverrechnung geprägt. Aus den an ihre Tochterunternehmen durchgeleiteten Produkte erhielt die DVG Erträge von 2,441 Mio. €. Diesen Erträgen stehen jedoch gleich hohe Aufwendungen gegenüber. Die Erstattungsleistung auf dem Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen DVV und VSD aus dem Jahr 2008 und Zuschüsse für Sicherheit und Service im ÖPNV, ebenfalls aus 2008, führten zu zusätzlichen Erträgen von 1,143 Mio. €. Die Erträge aus Personalüberlassung sind in 2009 um 1,228 Mio. € gestiegen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Fremdleistungen. Er nahm in 2009 im Vergleich zu 2008 um 2,154 Mio. € ab und lag bei 55,506 Mio. €. Höhere Rückstellungsbildungen im Rahmen der Daseinsvorsorge in 2008 und Kostenartenverschiebungen vom Materialaufwand zu den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Hauptgründe für den Rückgang in 2009. Ein weiterer Grund sind die um 0,315 Mio. € gesunkenen Treibstoffaufwendungen.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Löhne, Gehälter und Entgelte sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,975 Mio. € verringert und lagen bei 36,726 Mio. €. Neben dem weiter konsequent fortgesetztem Personalabbau im Rahmen der Restrukturierungsbemühungen waren in 2009 auch die Zuführungen zu Rückstellungen für Altersteilzeit niedriger als 2008.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 1,107 Mio. € auf 18,970 Mio. €. Unter Berücksichtigung des in 2008 gebildeten Sonderpostens mit Rücklagenanteil gemäß § 6 b EStG aus dem Verkaufserlös der Wohnhäuser sowie den Mindererlösen aus Anlagenabgang (korrespondierend zu der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens) sind die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in 2009 um 6,712 Mio. € gestiegen. Die in 2009 eingeführte Produktverrechnung führte zu Aufwendungen von 9,132 Mio. €. Davon entfielen 2,441 Mio. € auf durchgeleitete Produkte für Tochterunternehmen. Gegengleich dazu gab es eine entsprechende Erstattung bei den Sonstigen betrieblichen Erträgen. Aus der Einführung des Firmentickets entstanden Mehraufwendungen von 1,329 Mio. €. Auch diesen Aufwendungen standen entsprechende Einnahmesteigerungen gegenüber. Kostenartenverschiebungen vom Materialaufwand und zu den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen trugen ebenfalls zu einem Anstieg bei.

Gesamtleistung und Rohergebnis

Die Gesamtleistung der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr von 82,731 Mio. € in 2008 um 6,393 Mio. € oder 7,7% auf 76,338 Mio. € in 2009. Das Rohergebnis (Gesamtleistung vermindert um Materialaufwand) hat sich von 25,071 Mio. € auf 20,832 Mio. € verschlechtert.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis stieg im Jahresvergleich 2008 zu 2009 von -44,513 Mio. € um 1,388 Mio. € auf -43,125 Mio. €.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis lag mit -1,175 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau.

Jahresfehlbetrag

Das Jahresergebnis weist für 2009 einen Verlust von 44,366 Mio. € nach 45,814 Mio. € im Vorjahr aus. Das Gesamtergebnis der DVG hat sich damit absolut um 1,448 Mio. € oder 3,2% gesteigert. Der im Wirtschaftsplan 2009 ausgewiesene Jahresfehlbetrag von 44,236 Mio. € wurde um 0,130 Mio. € oder 0,3% überschritten. Der Geschäftsverlauf hat damit die Erwartungen erfüllt.

2.2. Vermögenslage

In der nachstehenden Übersicht sind die Bilanzzahlen gruppenweise zusammengefasst:

Bilanzstruktur

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31.12.2009

Mio. €
% 31.12.2008

Mio. €
%
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,402 0,3 0,569 0,4
Sachanlagevermögen 67,806 52,5 74,246 55,8
Finanzanlagen 6,396 5,0 6,450 4,8
74,604 57,8 81,265 61,0
Umlaufvermögen
Vorräte 2,420 1,9 2,385 1,8
Forderungen 47,152 36,6 44,097 33,2
Flüssige Mittel 0,441 0,3 0,458 0,3
50,013 38,8 46,940 35,3
Rechnungsabgrenzungsposten 4,345 3,4 4,909 3,7
Betriebsvermögen 128,962 100,0 133,114 100,0
Passiva
Eigenkapital 34,774 27,0 34,774 26,1
Sonderposten mit Rücklageanteil 2,734 2,1 2,734 2,1
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 22,129 17,2 25,774 19,4
Verbindlichkeiten 52,338 40,6 53,838 40,4
74,467 57,7 79,612 59,8
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 11,668 9,0 10,439 7,8
Verbindlichkeiten 5,156 4,1 5,379 4,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0,163 0,1 0,176 0,1
16,987 13,2 15,994 12,0
Betriebskapital 128,962 100,0 133,114 100,0

Die Bilanzsumme verringert sich im Berichtsjahr von 133,114 Mio. € um 4,152 Mio. € oder 3,1% auf 128,962 Mio. €.

Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert 28 % (unter Einbeziehung des Sonderpostens mit Rücklageanteil zu 70%).

Die Deckung des Anlagevermögens durch lang- und mittelfristiges gebundenes Kapital ist hierdurch gegenüber dem Vorjahr von 144,1% auf 150,1% verbessert worden.

Das Eigenkapital in Höhe von 34,774 Mio. € besteht unverändert zum Vorjahr.

In den Rückstellungen sind Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Altersteilzeit enthalten.

Die kurzfristigen Schulden erhöhen sich um 0,993 Mio. € auf 16,987 Mio. €. Sie liegen damit bei 13,2% der Bilanzsumme.

2.3. Finanzlage

Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Kapitalflussrechnung in Anlehnung an die Richtlinie 2 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Comitee (DRSC).

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2009

T€
2008

T€
Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme -44.366 -45.814
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.261 9.020
Veränderung der Rückstellungen -2.416 -1.957
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 1.379 1.150
Verlust/Gewinn aus Abgang von Sachanlagevermögen -56 38
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 1.691 389
Zunahme (i. Vj. Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie anderer Passiva 428 -10.150
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -35.079 -47.324
Auszahlg. für immaterielle Vermögensgegenst. -31 -67
Einzahlungen aus Abgängen Sachanlagen 407 3.115
Auszahlungen Investitionen Sachanl. vor Zuschussverr. -2.746 -6.622
Einzahlungen aus Abgängen Finanzanlagen 53 75
Auszahlungen für Finanzanlagen 0 -352
Einzahlungen aus erhaltenen Investitionszuschüssen 773 9.382
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.544 5.531
Einzahlungen durch DVV auf Grund Verlustübernahme 36.252 34.384
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 600 257
Veränderung Kassenkredite zw. Konzernunternehmen 2.505 10.052
Auszahlungen a. Tilgung v. Krediten u. RZVK-Darlehen -2.751 -4.384
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 36.606 40.309
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -17 -1.484
Zuzüglich Finanzmittelfonds aus Anfang der Periode 458 1.942
Finanzmittelfonds am Periodenende 441 458

Das Finanzierung der Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte durch Eigenmittel und Abschreibungen und die Verlustübernahme durch die DVV.

Cash und Liquiditätsmanagement:

Zwischen der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG und der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH besteht eine Cash-Pooling Vereinbarung. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG führt Zahlungsmittelüberschüsse an die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH ab. Auf der Gegenseite stellt die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst.

Finanzierungsmanagement:

Langfristige Finanzierungen nimmt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG in eigenem Namen auf.

Management von Marktpreisrisiken:

Das Management von Marktpreisrisiken begrenzt die möglichen Schwankungen bei Zinssätzen und Commodities. Es werden grundsätzlich nur grundgeschäftsbezogene Absicherungsprodukte (Termin-, Optionsgeschäfte, Swaps, Caps etc.) abgeschlossen. Zwischen den Grund- und Absicherungsgeschäften werden Bewertungseinheiten gebildet. Eine Konzernfinanz- und Rohstoffrichtlinie dient der Festlegung von verbindlichen Maßgaben für eine zweckorientierte und koordinierte Zusammenarbeit der Abteilungen und Gesellschaften, um eine einheitliche und konsistente Finanzpolitik im DVV-Konzern im Hinblick auf die Vereinheitlichung der Verfahrensweise, Steuerung und Begrenzung von finanziellen Risiken, Sicherung der Finanzierung, Kostenoptimierung der Finanzmittelbeschaffung, Ertragsoptimierung der Finanzmittelanlage und zentralen Nutzung von Synergien zu gewährleisten.

Unter den derzeitigen Voraussetzungen lässt sich keine negative Änderung an der Liquiditätssituation der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG erkennen.

3. Risikobericht

Unternehmerisches Handeln wird bestimmt durch die permanente Konfrontation mit Chancen und Risiken. Risikomanagement, im Sinne von § 91 Abs. 2 AktG, ist deshalb ein entscheidendes Element für den Erfolg unserer Geschäftstätigkeit. Ziel des Risikomanagements ist nicht die Vermeidung aller möglichen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen, die ein bewusstes Eingehen von Risiken aufgrund umfassender Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge sowie Gegensteuerungsmaßnahmen ermöglichen.

Unter einem Risiko sind Ereignisse oder Handlungen zu verstehen, welche den DVV-Konzern daran hindern, seine Ziele zu verwirklichen bzw. seine Strategien erfolgreich umzusetzen. Der Risikobegriff umfasst mithin alle internen und externen Ereignisse, Handlungen oder Versäumnisse, die eine potenzielle Gefährdung der Geschäftsentwicklung sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach sich ziehen.

Der Wettbewerb hat das Risikoumfeld der DVV-Unternehmen dramatisch verändert. Waren bisher die Sicherheit von Produktion und Verteilung und die Ordnungsmäßigkeit von Geschäftsprozessen die wesentlichen Beobachtungsfelder, so werden heute gleichgewichtig der Markt mit unseren heutigen sowie unseren potentiellen Kunden und das Verhältnis zu unseren Wettbewerbern zum Gegenstand des Risikomanagements.

Zu seinen Zielen gehören der kontrollierte Umgang mit Risiken in den Konzernunternehmen, die gezielte Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. der Auswirkungen von Ereignissen, die den Fortbestand eines Unternehmens gefährden oder die Durchführung vorteilhafter Projekte negativ beeinflussen, die nachhaltige Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotentiale und die Wahrung von Wettbewerbsvorteilen durch bewussten Umgang mit Risiken.

Der implementierte Risikomanagement-Prozess soll sicherstellen, dass wesentliche Risiken rechtzeitig erkannt, kontinuierlich überwacht und berichtet und auf ein akzeptables Maß reduziert werden.

Gemäß der Geschäftsordnung für das Risikomanagement wurden die Risiken der DVG in den einzelnen Bereichen und Gesellschaften erfasst und in Workshops detailliert besprochen. Dabei wurden Ansatzpunkte zur weiteren Bearbeitung sowie mögliche Maßnahmen zur Reduzierung wesentlicher Risiken aufgezeigt. Über die Ergebnisse und die aktuelle Entwicklung einzelner, wesentlicher Risiken ist der Konzern-Vorstand in Kenntnis gesetzt worden.

In der Risikodarstellung unterscheiden wir zwischen vier wesentlichen Risikofeldern:

Marktrisiken

Der Dieselpreis stellt einen maßgeblichen Kostenfaktor für das Ergebnis der DVG dar. Zur Begrenzung der mit den zunehmenden Schwankungen auf den Ölmärkten verbundenen Risiken, werden von der DVG Diesel-Swaps ausschließlich zur Absicherung eingesetzt. Der Einsatz dieser Finanzinstrumente unterliegt einem stringenten Regelwerk, das Ordnungsmäßigkeit und Effizienz sicherstellt.

Finanzrisiken

Die DVG hat zusammen mit der Stadt Duisburg im Rahmen einer US-Leasing Transaktion die in ihrem Eigentum stehenden Anlagen des Stadtbahn- und Straßenbahnsystems an einen US Investor vermietet und wiederum zurückgemietet. Der Transaktion, an deren wirtschaftlichem Ergebnis die DVG mit einem Anteil von 20% partizipierte, lag ein umfassendes und komplexes Vertragswerk zugrunde. Die DVG hat Mitte 2009 einvernehmlich mit dem US-Investor die US-Leasing Transaktion vertraglich vorzeitig beendet. Somit verbleiben im Konzern keine Risiken mehr im Zusammenhang mit dem Leasinggeschäft. Die unternehmensinterne Dienstanweisung zur Überwachung der vertraglichen Pflichten wurde aufgehoben.

Operative Risiken

Durch die Unterbrechung der geplanten Leistungserbringung ergeben sich operative Risiken im IT-, Betriebs-, Organisations- und Personalbereich für die DVG. In der aktuellen Bewertung ergeben sich aus diesem Bereich jedoch keine wesentlichen Risiken für die DVG.

Strategische und regulatorische Risiken

Der Bezug von Fördermitteln stellt in verschiedenen Projekten der DVG einen wichtigen Teil der Finanzierung dar, deren Nichterhalt somit ein deutliches Risiko. Aus diesem Grund werden sowohl bestehende als auch potentielle Fördermaßnahmen über ein eigenständiges Zuwendungsmanagement abgewickelt.

Der Rat der Stadt Duisburg hat in seiner Eigenschaft als Aufgabenträger für den öffentlichen Nahverkehr in seiner Sitzung am 28.09.2009 die DVG bis zum 31.12.2019 mit gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen betraut. Er plant zudem, die Verkehrsleistung entsprechend der am 03.12.2009 in Kraft getretenen EU-Verordnung 1370/2007 an die DVG direkt zu vergeben ("Direktvergabe"). Dies soll in Abstimmung mit den Kooperationspartnern Essener Verkehrs-Aktiengesellschaft, EVAG (für die Stadt Essen) und Mülheimer Verkehrsgesellschaft mbH, MVG (für die Stadt Mülheim an der Ruhr) im Rahmen der Kooperation „Via" (vormals rhein-ruhr-partner-Verkehr, rrp-V) geschehen. Dadurch wird das Risiko der DVG begrenzt, (einen Teil der) Verkehrsleistung an einen privaten Anbieter auf Basis des Preiswettbewerbs zu verlieren. Die "Direktvergabe" durch den Aufgabenträger ist an die Einhaltung strenger Kriterien gebunden. Insbesondere die Anforderungen an eine EU-konforme Finanzierung sind von der DVG unbedingt zu beachten ("Altmark-Trans-Urteil").

Die Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen muss darüber hinaus weiterhin laufend beobachtet werden, da diese hinsichtlich des Risikopotenzials eine erhebliche Auswirkung auf die langfristige Unternehmensstrategie haben können.

4. Derivate Finanzinstrumente

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft verfolgt eine konservative Risikopolitik mit einer geringen Risikobereitschaft. So werden Marktpreisrisiken aktiv gemanagt und eine hohe Planungssicherheit angestrebt. Das Management von Marktpreisrisiken begrenzt die Auswirkungen von Kursschwankungen im Zins- und Commodity-Bereich.

Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft wurden insbesondere Marktpreisrisiken im Busbetrieb identifiziert, die in hohem Maße den Bedarf von Dieselkraftstoff betreffen. Um im Einklang mit eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen eine im hohem Maße gesicherte Kalkulationsgrundlage zu erreichen und die Preisschwankungen der hochvolatilen Rohstoffmärkte abzumildern werden selektiv Absicherungsgeschäfte für den Bedarf von Dieselkraftstoff abgeschlossen. Auf Grund der in Vorjahren abgeschlossenen Geschäfte für die Jahre 2009 - 2011 wurden im Jahr 2009 keine neuen Absicherungsgeschäfte getätigt. Marktpreisrisiken sowie Liquiditätsrisiken, resultierend aus Preisanstiegen auf den Rohstoffmärkten, werden durch die bestehenden Absicherungsgeschäfte neutralisiert.

Die Absicherung erfolgt über ein handelbares Dieselkraftstoff-Äquivalent, welches eine hohe Korrelation zum tatsächlichen Beschaffungspreis aufweist. Den mit der Absicherung einhergehenden Festpreisrisiken durch fallende Rohstoffpreise wurde entgegengewirkt, in dem für die entsprechenden Planungsjahre ausschließlich Teilbedarfe abgesichert wurden.

Die eingesetzten Absicherungsgeschäfte (Termin- und Optionsgeschäfte, Swaps, Caps, etc.) weisen einen hohen Sicherungszusammenhang aus und werden stets mit einem Grundgeschäftsbezug abgeschlossen. Da keine Kontrahierungsmöglichkeit des Grundgeschäftes – der zukünftigen Erbringung von Fahrdienstleistungen im Busbetrieb – besteht, handelt es sich um antizipatives Hedging. Die Anwendung von antizipativen Hedge-Beziehungen wird durch Richtlinien im DVV-Konzern reglementiert und setzt eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit des Grundgeschäfts voraus. Im Rahmen der Betrauung der DVG mit der Erbringung von Leistungen im öffentlichen Personennahverkehr durch die Stadt Duisburg ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des Grundgeschäfts auch zukünftig gegeben.

5. Nachtragsbericht

Die nach Abschluss des Geschäftsjahres aufgetretenen Vorgänge von besonderer Bedeutung werden unter 6. Ausblick dargestellt.

6. Ausblick

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) ist der von der Stadt Duisburg mit der Durchführung der Verkehrsdienstleistungen betraute integrierte Verkehrsdienstleister. Die DVG zählt im größten Verkehrsverbund Europas, dem VRR, zu den großen Verkehrsunternehmen, die ihren Kunden ein aufeinander abgestimmtes Bus-, Straßenbahn- und Stadtbahnverkehrsnetz anbieten. Das gestiegene Umweltbewusstsein unserer potenziellen Kunden, die spürbar gesunkenen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte sowie die angespannte Haushaltssituation der Stadt Duisburg bilden auch in 2010 den Handlungsrahmen der DVG. Das klare Bekenntnis der Stadt Duisburg zu ihrem Verkehrsunternehmen ist Ansporn und Verpflichtung für das Management, den Betriebsrat und die gesamte Belegschaft, die Restrukturierung konsequent fortzusetzen. Hierbei geht es im Ergebnis darum, gezielt Kosten nachhaltig zu senken, das Angebot bedarfsorientiert anzupassen und durch eine stringente Kundenorientierung die Einnahmen zu steigern. Bisher hat die DVG überwiegend aus eigener Kraft die Verbesserungspotenziale unternehmensintern realisiert.

In 2010 werden mehrere Besonderheiten den Geschäftsverlauf der DVG prägen:

Die bereits 2009 erfolgreich gestaltete Zusammenarbeit mit der Essener Verkehrs-AG (EVAG) und der Mülheimer Verkehrs-Gesellschaft mbH (MVG) wird weiter intensiviert und mit der für den 01.07.2010 geplanten Operativsetzung des Gemeinschaftsunternehmens „Via" auch gesellschaftsrechtlich vollzogen.
Der Spartentarifvertrag TV-N wurde zum 31.03.2010 gekündigt und muss von den Tarifpartnern verhandelt werden.
Die Stadt Duisburg wird ein neues Haushaltssicherungskonzept beschließen und umsetzen.
Überregional bedeutende Sonderveranstaltungen sorgen für konzeptionelle und finanzielle Herausforderungen. Dazu zählen die Loveparade sowie die Veranstaltungen im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010, bei dem der Stadt Duisburg die Rolle als „Hafen der Kulturhauptstadt" zukommt.

Von großer verkehrlicher und wirtschaftlicher Bedeutung ist die Erneuerung der Vinckekanal- und Vinckewegbrücke (1. Bauabschnitt). Diese Brücken sind Bestandteil des bestehenden Förderantrages der DVG (1. Änderungsantrag von 2000; Bewilligung erfolgte in 2002). Baurecht liegt für diesen Änderungsantrag vor. Die Stadt beabsichtigt in 2010 eine Anmeldung für den 2. Bauabschnitt des OB-Karl-Lehr-Brückenzuges (Kaiserhafen-, Hafenkanal- und Ruhrbrücke) bei der Bezirksregierung einzureichen (Zusatzvereinbarung des Zuwendungsbescheides aus 2002).

Qualitätsoffensive

Für 2010 hat sich die DVG zum Ziel gesetzt, ihre Stärken in Qualität, Service, Sicherheit und Sauberkeit noch weiter auszubauen, um die Zufriedenheit der Stammkunden zu erhöhen und neue Kunden zu gewinnen. Von besonderer Bedeutung ist die Einführung des elektronischen Einstiegkontrollsystems zum 01.02.2010. Damit übernimmt die DVG nicht nur innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), sondern bundesweit Pilotfunktion. Die erfolgreiche Implementierung der elektronischen Ticketkontrolle ist somit sowohl in verkehrspolitischer als auch in finanzieller Hinsicht von besonderer Bedeutung. Ein wesentliches Ziel der Einführung ist die Absenkung der Schwarzfahrerquote und die damit verbundene Steigerung der Einnahmen.

Restrukturierungsprogramm

Der von der Stadt Duisburg geforderten Entlastung des städtischen Haushalts wird durch die Fortsetzung der Restrukturierungsanstrengungen Rechnung getragen. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Restrukturierungsvereinbarung mit dem Betriebsrat geschlossen. Die Restrukturierungsvereinbarung sieht eine strukturelle Ergebnisverbesserung von 10,1 Mio. € bis 2012, bezogen auf das Defizit 2006 in Höhe von 50,3 Mio. € vor. Hierzu wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, das sowohl nachhaltige Kosteneinsparungen als auch Erlössteigerungen beinhaltet. Die ambitionierte Planung tangiert die Leistungsstärke der DVG und ihrer Beteiligungsgesellschaften und verlangt eine gewaltige Kraftanstrengung der gesamten Belegschaft. Der Vorstand hat deshalb mit dem Betriebsrat eine erfolgsabhängige Beschäftigungssicherung bis 2020 vereinbart. Einmal jährlich führt ein Gutachter ein sogenanntes Monitoring für den Aufsichtsrat durch. Dabei wird geprüft, ob die DVG die vereinbarten Restrukturierungsziele erreicht hat. Für die Jahre 2007 und 2008 wurde die Zielerreichung jeweils bescheinigt. Im Jahr 2010 bilden weiterhin die Kompensation der durch das Land NRW beschlossenen Reduzierung von Fördermitteln sowie die steigenden Abgeltungszahlungen (zu leistender Übersteiger-Ausgleich an andere Verkehrsunternehmen sowie Abgeltungszahlungen an die Deutsche Bahn AG) besondere Herausforderungen. Dennoch wird die DVG – nicht zuletzt mit Hilfe positiver Effekte durch die Kooperation „Via" – voraussichtlich ihren vereinbarten Beitrag zur schwarzen Null 2012 des Konzerns Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) leisten.

Der Wirtschaftsplan der DVG sieht für das Geschäftsjahr 2010 einen Anstieg der Gesamtleistung auf 75,384 Mio. € vor und schließt mit einem Fehlbetrag von 42,585 Mio. € ab. Für das Geschäftsjahr 2011 plant die DVG mit einer Gesamtleistung in Höhe von 75,457 Mio. € und einem Fehlbetrag von 42,584 Mio. €.

Damit steigt der Kostendeckungsgrad der DVG von 50,6% in 2006 auf über 64,0% in 2010 und 2011 an.

Kooperation „Via" (vormals: rhein ruhr partner-Verkehr)

Die 2009 organisatorisch umgesetzte Kooperation „Via" zwischen der Essener Verkehrs-AG, der Mülheimer Verkehrs Gesellschaft mbH und der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wird in 2010 konsequent fortgesetzt. So haben die drei Verkehrsunternehmen von ihren Anteilseignern die Chance zum Aufbau von marktkonformen und damit zukunftsfähigen Strukturen bekommen.

Auf Basis eines Zielmodells wird die Integration der Verkehrsunternehmen 2010 durch Gründung und Operativsetzung einer gemeinsamen Gesellschaft fortgesetzt. Alle drei Verkehrsunternehmen bringen ihre Leistungen in den neu zu gründenden Verkehrsdienstleister „Via" ein. Maximale Transparenz in den Leistungsbeziehungen der drei Partner ist entscheidende Bedingung für das Gelingen der Kooperation. Dadurch soll – wie von den Räten der drei betroffenen Städte beschlossen - eine Interkommunalisierung von Remanenzkosten vermieden werden. Zur Verbesserung der Kooperationsgrundlage werden in 2010 ebenfalls die unterschiedlichen Steuerungskonzepte in den drei Städten harmonisiert.

Die Kooperation hat gesellschaftsrechtliche Veränderungen innerhalb der DVG zur Folge. Die Fahrbetriebstochter der DVG, die VSD Verkehrs-Service Duisburg GmbH (VSD) wird 2010 mit der Duisburger Verkehrsgesellschaft verschmolzen. Die beiden Tochtergesellschaften der VSD, die BVD BusVerkehr Duisburg GmbH (BVD) sowie die WFD Werkstatt und Fuhrpark Duisburg GmbH (WFD) werden neu zugeordnet. Während die WFD direkt unter die DVV gehängt und zukünftig durch die Konzernmutter gesteuert wird, übernimmt die Konzerngesellschaft octeo MULTISERVICES GmbH die Steuerung der BVD.

Rechtliche Voraussetzung für die Kooperation ist zum einen die abgestimmte Beschlussfassung der Räte der Städte Duisburg, Essen und Mülheim an der Ruhr in Bezug auf eine abgestimmte Direktvergabe, die für 2010 anvisiert wird. Zum anderen bedarf die Gründung der Kooperationsgesellschaft „Via" der Genehmigung durch das Landeskartellamt.

Darüber hinaus ist die auch weiterhin konsequente Einbindung der Arbeitnehmer in den Kooperationsprozess ein entscheidender Erfolgsfaktor. Das kommende Geschäftsjahr wird für „Via" von wegweisender Bedeutung, da die Weichen für die nachhaltige Überwindung kommunaler Grenzen im Nahverkehr des Ruhrgebiets gestellt werden.

Duisburg den 16.03.2010

DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AG

Siewior

Dr. Zierold

Wandelenus

Bilanz

Aktiva

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Anhang

Nr.
31.12.2009

31.12.2008

A. Anlagevermögen 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 402.103,00 569.034,00
402.103,00 569.034,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.328.696,39 12.969.755,39
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen 1.030.370,00 1.160.475,00
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 34.289.128,00 31.875.657,00
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 13.294.173,00 16.402.952,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 439.323,00 508.298,00
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.594.028,00 2.767.641,00
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.830.350,57 8.561.322,81
67.806.068,96 74.246.101,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.813.046,18 5.813.046,18
2. Beteiligungen 12.383,51 12.383,51
3. Sonstige Ausleihungen 570.719,63 624.148,01
6.396.149,32 6.449.577,70
74.604.321,28 81.264.712,90
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.419.631,36 2.384.778,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.179.990,04 5.003.166,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 44.336.689,84 38.410.631,95
3. Sonstige Vermögensgegenstände 635.215,55 684.207,17
47.151.895,43 44.098.005,89
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 0,51 0,51
IV. Kassenbestand
Guthaben bei Kreditinstituten 440.737,55 457.695,98
50.012.264,85 46.940.480,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3 4.345.399,22 4.909.069,20
128.961.985,35 133.114.263,03
Passiva
Anhang

Nr.
31.12.2009

31.12.2008

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4 7.158.086,34 7.158.086,34
II. Kapitalrücklage 5 26.900.000,00 26.900.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 715.808,63 715.808,63
34.773.894,97 34.773.894,97
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 6 2.733.951,81 2.733.951,81
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.961.201,00 5.260.064,00
2. Steuerrückstellungen 53.587,74 188.134,70
3. Sonstige Rückstellungen 7 28.781.763,16 30.764.768,43
33.796.551,90 36.212.967,13
D. Verbindlichkeiten 8
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.098.247,36 42.332.103,42
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 856.800,00 257.040,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.780.618,13 2.497.046,91
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.116.993,32 1.063.823,57
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.060,36 5.717,71
6. Sonstige Verbindlichkeiten 13.638.314,69 13.061.410,96
57.494.033,86 59.217.142,57
E. Rechnungsabgrenzungsposten 163.552,81 176.306,55
128.961.985,35 133.114.263,03

Gewinn- und Verlustrechnung

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Anhang

Nr.
2009

2008

1. Umsatzerlöse 9 48.327.920,47 49.083.531,91
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 213.504,11 257.513,40
3. Sonstige betriebliche Erträge 10 27.796.696,58 33.388.816,34
4. Materialaufwand 11
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.707.588,19 -11.104.291,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -45.798.348,93 -46.556.074,61
-55.505.937,12 -57.660.366,14
5. Personalaufwand 12
a) Löhne und Gehälter -26.832.756,32 -29.698.507,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -9.893.608,62 -13.001.887,76
-36.726.364,94 -42.700.394,76
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13 -8.260.653,22 -9.019.573,20
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14 -18.969.961,11 -17.863.430,73
8. Erträge aus Beteiligungen 26.334,34 44.738,27
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 38.055,95 51.620,74
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15 1.073.963,75 1.165.787,60
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -46.094,91 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15 -2.266.651,37 -2.410.525,80
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -44.299.187,47 -45.662.282,37
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 -10.372,85
15. Sonstige Steuern -66.447,95 -141.582,72
16. Erträge aus Verlustübernahme 44.365.635,42 45.814.237,94
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt.

Bilanzierungs - und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und – sofern zulässig – planmäßig abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode bewertet. Den Abschreibungen liegen die steuerlich anerkannten Nutzungsdauern zugrunde. Geringwertige Vermögensgegenstände werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Rahmen der Pool-Abschreibung über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Gesellschaft setzt erhaltene Investitionszuschüsse gemäß der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW 1/1984 i. d. F. 1990 von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des bezuschussten Vermögengensgegenstandes ab.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um niedrig verzinsliche Darlehen handelt, sind mit dem Barwert ausgewiesen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzipes bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Bei dem Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 247 Abs. 3 und § 273 HGB a. F. handelt es sich um eine Reinvestitionsrücklage nach § 6 b Abs. 3 ESTG, die die Übertragung von aufgedeckten stillen Reserven auf ein Ersatzwirtschaftsgut ermöglicht.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Verfahren gebildet. Als Rechnungszinsfuß werden 4,5% (i. Vj. 4,5%) zugrunde gelegt. Die Sterbetafeln von Prof. Heubeck 2005 G wurden angewendet.

Die Gesellschaft hat Aufwandsrückstellungen aufgrund des Ansatzwahlrechtes nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. passiviert.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurden nicht passiviert.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2009

davon RLZ*

> 1 Jahr

31.12.2008

davon RLZ*

> 1 Jahr

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.179.990,04 629.990,89 5.003.166,77 575.111,24
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 44.336.689,84 0,00 38.410.631,95 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 635.215,55 0,00 684.207,17 0,00
47.151.895,43 629.990,89 44.098.005,89 575.111,24

* RLZ = Restlaufzeit

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abrechnung des Schwerbehindertenausgleichs in Höhe von 1.194 T€ und aus dem geleisteten Auftragsverkehr des Streckenabschnitts der Linie 901 in Höhe von 523 T€ zusammen. Hinzu kommen Forderungen aus dem Jahresabonnement mit 142 T€ und dem erhöhten Beförderungsentgelt mit 81 T€.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Ansprüche aus Verlustübernahme von 36.254 T€ und aus einem Kassenkredit i. H. v. 8.245 T€ gegen der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH. Dem stehen die Verrechnungen von gegenseitigen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.621 T€, sowie die Umsatzsteuerzahllast in Höhe von 385 T€ entgegen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Forderungen aus dem Verkauf von Fahrausweisen der Verkaufsstellen 276 T€, aus Schadenersatzansprüchen 157 T€ und der Berufsgenossenschaftsüberzahlung 59 T€.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung für eine Einmalzahlung an die Rheinische Zusatzversorgungskasse.

4. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und aufgeteilt in 14.000 Namensaktien im Nennwert von 1.000,00 DM (511,29 €) je Aktie. Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, mit der ein Beherrschungsvertrag mit Ergebnisabführungsvereinbarung besteht, ist mit 74,0%, die Stadt Duisburg mit 25,8%, der Kreis Wesel und die Stadt Dinslaken sind mit je 0,1% am gezeichneten Kapital beteiligt.

5. Kapitalrücklage

Die eingestellte Kapitalrücklage in Höhe von 26,9 Mio. Euro bleibt unverändert.

6. Sonderposten mit Rücklageanteil

Der in 2008 gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6 b ESTG in Höhe von 2.734 T€ bleibt unverändert stehen.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit 17.691 T€ Verpflichtungen im Personalbereich einschl. Restrukturierung, mit 1.847 T€ aus dem Gleisrückbau und mit 1.505 T€ aus dem Ausgleich für Übersteiger/fremdgenutzter Fahrausweise. Hinzu kommen Rückstellungen für die Verpflichtungen aus der Erstattung von Fahrgeldausfällen aus unentgeltlicher Beförderung schwerbehinderter Menschen gemäß § 148 SGB IX in Höhe von 1.051 T€.

8. Verbindlichkeiten

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Gesamt 31.12.2009

davon Restlaufzeit Gesamt 31.12.2008

davon RLZ

< 1 Jahr

< 1 Jahr

> 5 Jahre

--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.098.247,36 1.879.755,20 30.292.710,23 42.332.103,42 2.326.192,07
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 856.800,00 856.800,00 257.040,00 257.040,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.780.618,13 1.780.618,13 2.497.046,91 2.497.046,91
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.116.993,32 1.116.993,32 1.063.823,57 1.063.823,57
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.060,36 3.060,36 5.717,71 5.717,71
Sonstige Verbindlichkeiten 13.638.314,69 1.398.466,99 12.239.847,70 13.061.410,96 1.555.808,83
davon aus Steuern (331.376,74) (331.376,74) (394.743,25) (394.743,25)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (18.364,57) (18.364,57) (19.972,17) (19.972,17)
57.494.033,86 7.035.694,00 42.532.557,93 59.217.142,57 7.705.629,09

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 40.098 T€ durch Bürgschaften der Stadt Duisburg gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Liefer- und Leistungsverrechnungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u. a. lang- und mittelfristige Darlehen der Rheinischen Zusatzversorgungskasse von 5.487 T€ und Zuschüsse des Bundes und des Landes auf unfertige Anlagen mit 6.753 T€.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9. Umsatzerlöse

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2009

% 2008

%
Einnahmen aus VRR 41.389.003,07 85,7 41.467.214,22 84,5
Einnahmen aus VGN 63.343,54 0,1 247.880,27 0,5
Sonstige Einnahmen 602.705,15 1,2 620.656,98 1,3
Verkehrseinnahmen gesamt 42.055.051,76 87,0 42.335.751,47 86,3
Sonstige Umsatzerlöse 6.272.868,71 13,0 6.747.780,44 13,7
Umsatzerlöse gesamt 48.327.920,47 100,0 49.083.531,91 100,0

Die Umsatzerlöse betreffen neben den kassentechnischen Einnahmen auch Abgeltungsleistungen für die Schülerbeförderung gemäß § 45 a PBefG und Ausgleichszahlungen nach § 148 SGB IX sowie für die Deutsche Bahn AG und Übersteiger. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Vorjahren in Höhe von 433 T€ enthalten.

10. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Arbeiten für Fremde in Höhe von 19.006 T€ (i. Vj. 18.826 T€), wovon 11.405 T€ (i. Vj. 12.114 T€) aus der Personalüberlassung an die VSD entfallen. Darüber hinaus sind in diesem Posten Erträge aus der konzerninternen Produktverrechnung (2.441 T€), Provisionserträge auf Ausgleichsbeträge für Übersteiger (518 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (731 T€), abgerechnete Schadenersatzleistungen (581 T€) sowie Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (406 T€) ausgewiesen.

11. Materialaufwand

Bei dem Materialaufwand in Höhe von 9.565 T€ ergibt sich durch die Einführung des SAP Real Estate Managements eine Darstellungsverschiebung zum Vorjahr, die den Materialaufwand entlastet und entsprechend den sonstigen betrieblichen Aufwand erhöht.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 45.798 T€ betreffen hauptsächlich Verkehrsleistungen der VSD mit 36.472 T€.

12. Personalaufwand

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Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2009 2008
Arbeiter 525 562
Angestellte 196 202
Auszubildende und Praktikanten 39 26
760 790

In obiger Tabelle sind die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 4.499 T€ (i. Vj. 6.981 T€). Die Verringerung zum Vorjahr mit 2.482 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Vorjahreszuführung der Ausdehnung der Altersteilzeit für den Jahrgang 1953.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ist Mitglied in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse. Der Umlagesatz für das Jahr 2008 beträgt unverändert 4,25%. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte belief sich für das Geschäftsjahr 2008 auf 29.168 T€. Ein Fehlbetrag gemäß Artikel 28 EGHGB ist nicht ausgewiesen.

13. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögen und Sachanlagen mit 8.261 T€ ist eine außerplanmäßige Abschreibung des IBIS-Plus-Prototypen für Bahnen in Höhe von 472 T€ enthalten.

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit 9.169 T€ den Aufwand aus Produktverrechnung und Konzernumlage. Die sonstigen Dienst- und Fremdleistungen weisen nach Kostenartenverschiebung aus dem Materialaufwand einen Betrag von 4.679 T€ aus. Außerdem sind freiwillige Sozialaufwendungen in Höhe von 1.343 T€ erfasst. Die Erhöhung zum Vorjahr resultiert aus der Einführung des Mitarbeiter-Firmenticket zum 01.01.2009 mit 1.329 T€.

15. Zinsen

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 1.073 T€ (i. Vj. 1.163 T€) auf verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten 47 T€ (i. Vj. 31 T€) aus verbundenen Unternehmen.

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen beträgt zum 31.12.2009 4.368 T€, davon entfallen 121 T€ auf verbundene Unternehmen.

Aus Leasing-, Miet-, Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsbezugsverträge resultieren Verpflichtungen von rund 134.570 T€ (p.a. 44.891 T€). Für verbundene Unternehmen sind 131.344 T€ (p.a. 43.986 T€) enthalten.

Mit nahestehenden Personen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 folgende wesentliche Geschäfte bestanden:

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Geschäftspartner Art des Geschäfts Wert des Geschäfts

Erbrachte Leistungen:
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Produktverrechnung 174.000
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Personalüberlassung 391.600
SRD Service- und Reinigungsgesellschaft Duisburg mbH Personalüberlassung 245.200
KDD Kaufmännische Dienste Duisburg GmbH Personalüberlassung 857.100
PSD Personal-Service Duisburg GmbH Personalüberlassung 735.700
Bezogene Leistungen:
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Produktverrechnung 9.125.300
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Bezug von Dienstleistungen 3.676.600
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Personalüberlassung 379.300
Stadtwerke Duisburg AG Stromliefervertrag 3.169.100
Stadtwerke Duisburg AG Bezug von Dienstleistungen 927.800
SRD Service- und Reinigungsgesellschaft Duisburg mbH Bezug von Dienstleistungen 2.225.100

Die Finanzierung von Liquidität erfolgt für die DVG über das konzernweite Cash-Pooling der DVV.

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DVV GmbH.

2. Derivate Finanzinstrumente

Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wurden insbesondere Marktpreisrisiken im Busbetrieb identifiziert, die in hohem Maße den Bedarf von Dieselkraftstoff betreffen. Für die Beschaffung von Dieselkraftstoff der Geschäftsjahre 2009 bis 2011 wurden zur Absicherung von Marktpreisrisiken für Dieselkraftstoff Swaps abgeschlossen, die das Marktpreisrisiko neutralisieren sollten.

Übersicht Diesel-Swaps

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Geschäftsart Marktwert zum 31.12.2009

Swaps -301.377,01

Der Marktwert entspricht der Stichtagsbewertung auf Mark-to-Market-Niveau. Es erfolgte eine Abzinsung der zukünftigen Cashflows zum Bewertungsstichtag auf Basis der aktuellen Zinsstruktur und der Future-Kontrakte. Auf Basis der Marktwerte wurde für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften eine Rückstellung in Höhe von 300.000,00 EUR gebildet.

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Geschäftsart Rückstellung zum 31.12.2009

Swaps 300.000,00

3. Mitglieder des Aufsichtsrates

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Volker Mosblech, Ratsherr

(Vorsitzender bis 18.11.09)
Selbständiger Versicherungskaufmann, D.A.S. Versicherung, Wirtschaftsberatung
Herbert Mettler, Ratsherr

(Stellv. Vorsitzender bis 18.11.09)

Vorsitzender (ab 18.11.09)
Ruhestand
Dieter Lieske, Ratsherr

Stellv. Vorsitzender (ab 18.11.09)
Gewerkschaftssekretär, IG Metall
Karl-Heinz Staniewski

Stellv. Vorsitzender
Freigestelltes BR-Mitglied

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Betül Cerrah, Ratsfrau (ab 18.11.09) Dipl.-Wirtschaftsjuristin
Martin Dittrich (ab 18.11.09) Verwaltungsjurist
Jürgen Edel, Ratsherr (ab 18.11.09) Assessor des Markscheidefaches
Georg Fromm Freigestelltes BR-Mitglied, Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Klaus Gallhoff (bis 18.11.09) Architekt
Frank Heidenreich, Ratsherr Selbständiger Kaufmann,

Heidenreich Personengesellschaft
Michael Hickmann Sachbearbeiter/Betriebsrat
Thomas Keuer (ab 18.11.09) Gewerkschaftssekretär
Elmar Klein, Ratsherr (bis 18.11.09) Vorruhestand
Dr. Peter Langner (bis 18.11.09) Stadtkämmerer der Stadt Duisburg
Claudia E. Leiße, Ratsfrau (ab 18.11.09) Lehrerin i. R.
Uwe Linsen (bis 18.11.09) Geschäftsführer
Karl-Wilhelm Overdick, Ratsherr (bis 18.11.09) Kfm. Angestellter
Volker Rayen Stabsstellenleiter Zuwendungsmanagement

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Volker Richter (ab 18.11.09) Sachbearbeiter / BR-Mitglied
Michael Scharping Freigestelltes BR-Mitglied

Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Jürgen te Paß, Ratsherr (bis 18.11.09) Angestellter

4. Mitglieder des Vorstandes

Vorsitzender

Direktor Betriebswirt (VWA) Klaus Siewior

Mitglied des Vorstandes (Personal- und Sozialwesen)
Direktor Dipl.-Ing. Klaus-Peter Wandelenus

Mitglied des Vorstandes (technischer Bereich)
Direktor Dr. Horst Zierold

Mitglied des Vorstandes (kaufmännischer Bereich)

5. Angaben gemäß § 285 Ziffer 9 HGB

Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener für das Geschäftsjahr 2009 betrugen 348 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis wurden 2.187 T€ zurückgestellt. Die Bezüge eines Vorstandsmitgliedes werden bei der Muttergesellschaft DVV ausgewiesen und die beiden verbleibenden Vorstandsmitglieder erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge.

Die Aufsichtsratsvergütungen für das Geschäftsjahr 2009 beliefen sich auf 107 T€.

6. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

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Anteil am Kapital

%
Eigenkapital

Ergebnis 2009

Verkehrs Service Duisburg GmbH, Duisburg 100 6.092.977,32 407.060,32*1
Duisburger Hafenrundfahrtgesellschaft mbH, Duisburg 100 25.564,59 -46.094,91*2
Duisburger Park- und Garagengesellschaft mbH, Duisburg 100 95.195,23 8.190,34*2
Stadtbahnbetriebsführungsgesellschaft Rhein mbH, Düsseldorf 40 61.358,88 41.143,89

*1) kein Ergebnisabführungsvertrag

*2) Ergebnisabführungsvertrag

Das Eigenkapital und das Ergebnis der Stadtbahnbetriebsführungsgesellschaft Rhein mbH, Düsseldorf betreffen das Jahr 2008.

Die Gesellschaft ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, nach § 291 Abs. 1 HGB befreit.

mittelbar über

VSD Verkehrs-Service Duisburg GmbH:

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BVD Bus Verkehr Duisburg GmbH, Duisburg 100 43.390,46 -23.694,86
WFD Werkstatt u. Fuhrpark Duisburg GmbH, Duisburg 100 471.353,06 -5.982,32

7. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der DVG ist die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Duisburg (DVV). Der Jahresabschluss der DVG ist in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss der DVV wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Der Verlust von 44.366 T€ wird im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.

Duisburg, den 16.03.2010

DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AG

Siewior

Dr. Zierold

Wandelenus

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2009

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen / Umgliederungen

EUR
Stand 31.12.2009

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.798.343,13 31.049,64 - 23.274,80 2.852.667,57
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 2.798.343,13 31.049,64 - 23.274,80 2.852.667,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 26.361.044,97 - 890.294,03 - 25.470.750,94
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen* 3.346.086,86 - - - 3.346.086,86
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen* 54.774.082,87 - 97.847,71 721.174,41 4.684.536,28 58.639.597,03
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 92.633.758,88 132.488,76 2.140.895,90 443.874,64 91.069.226,38
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.837.642,27 - - 2.876,58 1.840.518,85
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.206.621,93 434.989,29 303.921,92 257.775,35 22.595.464,65
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau** 8.561.322,81 1.503.307,23 350.297,23 - 5.412.337,65 4.301.995,16
Sachanlagen gesamt 209.720.560,59 1.972.937,57 4.406.583,49 - 23.274,80 207.263.639,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.813.046,18 - - - 5.813.046,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - -
3. Beteiligungen 12.383,51 - - - 12.383,51
4. Sonstige Ausleihungen 860.131,36 - 77.362,33 - 782.769,03
Finanzanlagen gesamt 6.685.561,05 - 77.362,33 - 6.608.198,72
Anlagevermögen gesamt 219.204.464,77 2.003.987,21 4.483.945,82 - 216.724.506,16

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Abschreibungen
Stand 01.01.2009

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umgliederungen

EUR
Stand 31.12.2009

EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.229.309,13 221.255,44 - - 2.450.564,57
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 2.229.309,13 221.255,44 - - 2.450.564,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 13.391.289,58 641.059,00 890.294,03 - 13.142.054,55
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen* 2.185.611,86 130.105,00 - - 2.315.716,86
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen* 22.898.425,87 2.173.217,57 721.174,41 - 24.350.469,03
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 76.230.806,88 3.685.142,40 2.140.895,90 - 77.775.053,38
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.329.344,27 71.851,58 - - 1.401.195,85
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.438.980,93 866.377,64 303.921,92 - 20.001.436,65
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau** - 471.644,59 - - 471.644,59
Sachanlagen gesamt 135.474.459,39 8.039.397,78 4.056.286,26 - 139.457.570,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - -
3. Beteiligungen - - - - -
4. Sonstige Ausleihungen 235.983,35 - 23.933,95 - 212.049,40
Finanzanlagen gesamt 235.983,35 - 23.933,95 - 212.049,40
Anlagevermögen gesamt 137.939.751,87 8.260.653,22 4.080.220,21 - 142.120.184,88

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Buchwerte
Stand 31.12.2009

EUR
Stand 31.12.2008

EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 402.103,00 569.034,00
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 402.103,00 569.034,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 12.328.696,39 12.969.755,39
2. Umspannungs- und Umformungsanlagen* 1.030.370,00 1.160.475,00
3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen* 34.289.128,00 31.875.657,00
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 13.294.173,00 16.402.952,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 439.323,00 508.298,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.594.028,00 2.767.641,00
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau** 3.830.350,57 8.561.322,81
Sachanlagen gesamt 67.806.068,96 74.246.101,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.813.046,18 5.813.046,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - -
3. Beteiligungen 12.383,51 12.383,51
4. Sonstige Ausleihungen 570.719,63 624.148,01
Finanzanlagen gesamt 6.396.149,32 6.449.577,70
Anlagevermögen gesamt 74.604.321,28 81.264.712,90

* Infolge aktivischer Absetzung von Zuschüssen werden in einigen Bereichen negative Zugänge ausgewiesen.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 17. März 2010

**KPMG Hartkopf + Rentrop Treuhand KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Hillesheim, Wirtschaftsprüfer

Brandt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG hat sich während des Geschäftsjahres in regelmäßigen Vollsitzungen und in Sitzungen seines Arbeitsausschusses vom Vorstand über den Geschäftsverlauf unterrichten lassen.

Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie alle wesentlichen Geschäftsvorfälle wurden eingehend beraten.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2009 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung am 20. August 2009 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Hartkopf + Rentrop Treuhand KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer hat er zustimmend Kenntnis genommen. Auch eigene Prüfungen des Aufsichtsrates ergaben keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009. Damit ist dieser in der vorliegenden Form festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit seinen Dank aus.

Duisburg, im März 2010

Der Aufsichtsrat

Herbert Mettler, Vorsitzender

Der vom Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG am 15. Juni 2010 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 ist der Hauptversammlung am 23. Juni 2010 vorgelegt worden.

Danach wird der Verlust in Höhe von 44.366 T€ im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH übernommen.

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