Annual / Quarterly Financial Statement • Mar 2, 2018
Annual / Quarterly Financial Statement
Open in ViewerOpens in native device viewer
Registergericht: Duisburg HRB 50
Aktiva
scroll
| Anhang Nr. | 31.12.2016 € |
31.12.2015 € |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 1 | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.803,85 | 0,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 8.236.268,15 | 8.856.782,11 | |
| 2. Umspannungs-, Umformungs- und Speicheranlagen | 519.692,00 | 630.094,00 | |
| 3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen | 28.976.225,11 | 28.228.990,00 | |
| 4. Fahrzeuge für den Personenverkehr | 15.873.673,52 | 11.032.164,00 | |
| 5. Maschinen und maschinelle Anlagen | 146.190,13 | 170.916,00 | |
| 6. andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.903.961,28 | 3.518.920,00 | |
| 7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 14.286.322,56 | 12.045.072,67 | |
| 71.942.332,75 | 64.482.938,78 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Beteiligungen | 2.083,51 | 5.191.191,50 | |
| 2. sonstige Ausleihungen | 303.228,19 | 351.407,59 | |
| 3. sonstige Finanzanlagen | 150,00 | 150,00 | |
| 305.461,70 | 5.542.749,09 | ||
| 72.252.598,30 | 70.025.687,87 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2 | 5.101.298,42 | 6.538,51 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3 | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.606.000,03 | 2.096.978,96 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 67.319.895,63 | 58.946.638,08 | |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 828.939,70 | 928.775,63 | |
| 70.754.835,36 | 61.972.392,67 | ||
| III. Wertpapiere sonstige Wertpapiere | 0,51 | 0,51 | |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 630.533,39 | 508.064,84 | |
| 76.486.667,68 | 62.486.996,53 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 12.007,76 | 11.878,69 | |
| 148.751.273,74 | 132.524.563,09 | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 4 | 7.158.086,34 | 7.158.086,34 |
| II. Kapitalrücklage | 5 | 48.900.000,00 | 32.900.000,00 |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. gesetzliche Rücklage | 715.808,63 | 715.808,63 | |
| 2. andere Gewinnrücklagen | 690.769,06 | 690.769,06 | |
| 1.406.577,69 | 1.406.577,69 | ||
| 57.464.664,03 | 41.464.664,03 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 8.903.595,00 | 9.188.178,00 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 6 | 30.038.946,57 | 30.306.869,28 |
| 38.942.541,57 | 39.495.047,28 | ||
| C. Verbindlichkeiten | 7 | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 36.981.917,09 | 35.872.517,20 | |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6.084,38 | 6.084,38 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.624.922,90 | 480.058,02 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||
| Unternehmen | 1.770.197,88 | 1.442.940,09 | |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 5.042.664,19 | |
| 6. sonstige Verbindlichkeiten | 7.687.455,76 | 8.475.089,19 | |
| 52.070.578,01 | 51.319.353,07 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 273.490,13 | 245.498,71 | |
| 148.751.273,74 | 132.524.563,09 |
scroll
| 2016 | 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang Nr. | € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 8 | 110.600.436,48 | 65.157.496,78 | ||
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 9 | 10.478.730,82 | 52.462.587,31 | ||
| 3. Gesamtleistung | 121.079.167,30 | 117.620.084,09 | |||
| 4. Materialaufwand | 10 | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -7.040.226,80 | -4.793.054,11 | |||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -93.912.591,24 | -100.952.818,04 | -77.973.886,36 | -82.766.940,47 | |
| 5. Personalaufwand | 11 | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -30.911.529,07 | -30.881.067,88 | |||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | -10.477.961,13 | -41.389.490,20 | -11.003.729,51 | -41.884.797,39 | |
| 6. Abschreibungen | |||||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -7.303.975,62 | -8.083.852,72 | |||
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | 12 | -4.653.902,23 | -19.763.181,54 | ||
| 8. Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | -33.221.018,79 | -34.878.688,03 | |||
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 116.043,70 | 72,00 | |||
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 25.236,65 | 21.481,59 | |||
| 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 13 | 1.441.242,79 | 1.529.090,35 | ||
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -62,40 | -496,20 | |||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 13 | -1.543.237,98 | -3.321.961,99 | ||
| 14. Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) | -33.181.796,03 | -36.650.502,28 | |||
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | |||||
| a) sonstige Ertragssteuern | 0,59 | 0,00 | |||
| 16. Ergebnis nach Steuern | -33.181.795,44 | -36.650.502,28 | |||
| 17. sonstige Steuern | -139.480,61 | -220.475,60 | |||
| 18. Ergebnis vor Ergebnisabführung/Verlustübernahme = Betriebsergebnis (EAT) | -33.321.276,05 | -36.870.977,88 | |||
| 19. Erträge aus Verlustübernahme | 33.321.276,05 | 36.870.977,88 | |||
| 20. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
Der Jahresabschluss der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft - nachfolgend kurz „DVG“ genannt - wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse und der Materialaufwand sind aufgrund der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 115.640.231,32 € und Materialaufwendungen in Höhe von 98.329.036,12 € ergeben.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, soweit zulässig, planmäßig linear abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die Vorschriften gemäß § 255 Abs. 2 HGB angewendet.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die Vorschriften gemäß § 255 Abs. 2 HGB angewendet.
Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor, eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den GoB und dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden linear und degressiv abgeschrieben. Der Übergang auf die lineare Methode erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Vermögensgegenstände, die nach dem 31. Dezember 2010 angeschafft worden sind, werden ausschließlich linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände werden unter den Gesichtspunkten der Wesentlichkeit im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben.
Die Gesellschaft setzt erhaltene Investitionszuschüsse gemäß der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW 1/1984 i. d. F. 1990 von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des bezuschussten Vermögensgegenstandes ab.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind zu Anschaffungskosten bilanziert.
Die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um niedrig verzinsliche Darlehen handelt, sind mit dem Barwert angesetzt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ab dem Geschäftsjahr 2016 mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (Vorjahr: sieben Jahre) abgezinst. Die Rückstellungen sind nach der versicherungsmathematischen „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode) gebildet. Als Rechnungszinsfuß werden 4,01 % (i. Vj. 3,89 %), ein Anwartschaftstrend von 2,5 % und eine Leistungsdynamik von 2,00 % zugrunde gelegt. Die Generationentafeln (Klaus Heubeck Richttafeln 2005 G) wurden angewendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beträgt 721.524,00 €.
Mittelbare Pensionsverpflichtungen nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB werden nicht passiviert.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Die Gesellschaft hat Aufwandsrückstellungen aufgrund des Ansatzwahlrechts nach § 249 Abs.2 HGB alte Fassung passiviert und das Wahlrecht nach Art. 67 Abs.3 EGHGB zur Beibehaltung wahrgenommen. Diese Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückbauverpflichtungen für stillgelegte Gleisanlagen.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.
2. Vorräte
Aufgrund des Ausstiegs aus der Via-Kooperation zum 31.12.2016 erfolgte durch den Kauf- und Abtretungsvertrag über die Geschäftsanteile an der Via eine Verlagerung von den Finanzanlagen zu den Vorräten in Höhe von 5.096 T€.
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
scroll
| 31.12.2016 € |
davon RLZ > 1 Jahr € |
31.12.2015 € |
davon RLZ > 1 Jahr € |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.606.000,03 | 399.813,28 | 2.096.978,96 | 554.676,59 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 67.319.895,63 | 0,00 | 58.946.638,08 | 0,00 |
| davon gegen Gesellschafter | (67.312.436,01) | (0,00) | (58.903.656,52) | (0,00) |
| sonstige Vermögensgegenstände | 828.939,70 | 0,00 | 928.775,63 | 0,00 |
| 70.754.835,36 | 399.813,28 | 61.972.392,67 | 554.676,59 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abrechnung des Schwerbehindertenausgleichs in Höhe von 954 T€ und Forderungen in Höhe von 599 T€ für erbrachte Leistungen gegenüber der Stadt Duisburg zusammen. Außerdem beinhalten die Forderungen 183 T€ für Jahresabonnementen und 148 T€ für Erhöhtes Beförderungsentgelt.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen im Wesentlichen Ansprüche aus der Verlustübernahme von 31.749 T€ und aus einer kurzfristigen Liquiditätsanlage i. H. v. 34.060 T€ an die DVV aus.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Forderungen aus Fahrausweisen der Verkaufsstellen mit 370 T€ und Forderungen aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 403 T€.
4. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und aufgeteilt in 14.000 Namensaktien im Nennwert von 1.000,00 DM (511,29 €) je Aktie. Die DVV, mit der ein Beherrschungsvertrag mit Ergebnisabführungsvereinbarung besteht, ist mit 74 %, die Stadt Duisburg mit 25,8 %, der Kreis Wesel und die Stadt Dinslaken sind mit je 0,1 % am gezeichneten Kapital beteiligt.
5. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage ist durch eine Einzahlung der Stadt Duisburg in Höhe von 6.000 T€ im Zusammenhang mit der Reparatur von Schienenfahrzeugen und einer Einzahlung der DVV in Höhe von 10.000 T€ für die Neubeschaffung von Straßenbahnfahrzeugen auf 48.900 T€ erhöht worden.
6. sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit 8.342 T€ Verpflichtungen im Personalbereich einschließlich der Restrukturierung, mit 2.482 T€ den Bereich Service und Sicherheit, mit 2.451 T€ Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung, mit 1.334 T€ Verpflichtungen aus dem Gleisrückbau und mit 4.975 T€ den Ausgleich für Übersteiger/fremdgenutzter Fahrausweise. Hinzu kommen Rückstellungen für die Verpflichtung zur Ausgleichszahlung aus der Ausbildungs-Pauschale für die vergünstigte Beförderung von Schülern, Studenten und Auszubildenden gemäß § 11 a ÖPNVG NRW in Höhe von 1.328 T€. Des Weiteren sind Aufwandsrückstellungen i. S. § 249 Abs. 2 HGB alte Fassung in Höhe von 2.152 T€ enthalten.
7. Verbindlichkeiten
scroll
| Geschäftsjahr | 31.12.2016 € |
≤ 1 Jahr € |
> 1 Jahr € |
> 5 Jahre € |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 36.981.917,09 | 3.318.356,53 | 16.351.748,32 | 17.311.812,24 |
| erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6.084,38 | 6.084,38 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.624.922,90 | 5.624.922,90 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.770.197,88 | 1.770.197,88 | 0,00 | 0,00 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 7.687.455,76 | 1.846.738,37 | 555.183,94 | 5.285.533,45 |
| davon aus Steuern | (373.288,02) | (373.288,02) | (0,00) | (0,00) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (9.134,80) | (9.134,80) | (0,00) | (0,00) |
| 52.070.578,01 | 12.566.300,06 | 16.906.932,26 | 22.597.345,69 |
scroll
| Vorjahr | 31.12.2015 € |
≤ 1 Jahr € |
> 1 Jahr € |
> 5 Jahre € |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 35.872.517,20 | 2.940.577,20 | 15.913.942,41 | 17.017.997,60 |
| erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6.084,38 | 6.084,38 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 480.058,02 | 480.058,02 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.442.940,09 | 1.442.940,09 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 5.042.664,19 | 5.042.664,19 | 0,00 | 0,00 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 8.475.089,19 | 1.908.307,10 | 977.050,27 | 5.589.731,82 |
| davon aus Steuern | (319.471,66) | (319.471,66) | (0,00) | (0,00) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (11.533,64) | (11.533,64) | (0,00) | (0,00) |
| 51.319.353,07 | 11.820.630,98 | 16.890.992,68 | 22.607.729,42 |
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist das Darlehen der Landesbank Rheinland-Pfalz in Höhe von 4.762 T€ und das Darlehen der Bayern Landesbank München in Höhe von 20.684 T€ durch Bürgschaften der Stadt Duisburg gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich mit 4.615 T€ im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber der via. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Liefer- und Leistungsverrechnungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u. a. lang- und mittelfristige Darlehen der Rheinischen Zusatzversorgungskasse von 1.723 T€ und Zuschüsse des Bundes und des Landes auf unfertige Anlagen mit 4.664 T€.
B. Umsatzerlöse
scroll
| Geschäftsfelder | 2016 BilRUG | 2015 BilRUG | 2015 vor BilRUG | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | % | T€ | % | T€ | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Einnahmen aus VRR | 51.102 | 46,2 | 58.856 | 50,9 | 58.856 | 90,3 |
| Einnahmen aus VGN | 21 | 0,0 | 10 | 0,0 | 10 | 0,0 |
| Sonstige Einnahmen | 1.523 | 1,4 | 1.244 | 1,1 | 1.244 | 1,9 |
| Verkehrseinnahmen gesamt | 52.646 | 47,6 | 60.110 | 52,0 | 60.110 | 92,2 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 7.165 | 6,5 | 5.047 | 4,4 | 5.047 | 7,8 |
| Sonstige betriebliche Umsatzerlöse | 50.789 | 45,9 | 50.483 | 43,6 | 0 | 0,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 110.600 | 100,0 | 115.640 | 100,0 | 65.157 | 100,0 |
Die Umsatzerlöse betreffen neben den Kassentechnischen Einnahmen auch Abgeltungsleistungen für die Schülerbeförderung gemäß § 11 a ÖPNV NRW (Öffentlicher Personennahverkehr Nordrhein-Westfalen) und Ausgleichszahlungen nach § 148 SGB IX sowie für die Deutsche Bahn AG und Übersteiger. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Vorjahren in Höhe von 1.200 T€ (i. Vj. 7.784 T€) enthalten.
9. sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung aufgrund der endgültigen Bescheide § 148 SGB IX 2002 - 2008 in Höhe von 2.818 T€ (i. Vj. 3 T€). Darüber hinaus sind in diesem Posten Erträge aus Zuschüssen der Sicherheit und Service gemäß § 11 a ÖPNV von 2.408 T€ (i. Vj. 5 T€) und Erträge aus Zuschüssen für die Pauschale nach § 11 Abs.2 ÖPNV mit 1.009 T€ (i. Vj. 7 T€) enthalten. Des Weiteren handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit 1.743 T€ (i. Vj. 1.245 T€) und Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 1.377 T€ (i. Vj. 4 T€).
Bei Anpassung der sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres (52.463 T€) infolge der Neufassung des § 277 Abs.1 HGB durch das BilRUG hätte sich ein Wert von 1.980 T€ ergeben.
10. Materialaufwand
Der Materialaufwand beinhaltet in dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen hauptsächlich Leistungen aus dem Verkehrs- und Infrastrukturnutzungsvertrag mit der Via im Bereich der Linienbündelrechnung in Höhe von 58.412 T€ (i. Vj. 58.036 T€) und Aufwendungen für die Linienfremdvergabe in Höhe von 12.576 T€ (i. Vj. 12.160 T€). Darüber hinaus sind Aufwendungen für konzerninterne Produktverrechnung mit 7.370 T€, andere Dienste und Fremdleistungen mit 5.554 T€ und Personalüberlassungen mit 1.184 T€ enthalten. Eine Vergleichbarkeit ist hier zum Vorjahr nicht gegeben, da nach altem Recht die Produktverrechnung mit 8.744 T€, die anderen Dienste und Fremdleistungen mit 4.672 T€ und die Personalüberlassung mit 1.149 T€ im sonstigen betrieblichen Aufwand enthalten war.
11. Personalaufwand
scroll
| Mitarbeiter/innen im Jahresdurchschnitt | 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| Köpfe | Vollzeitäquivalente | Köpfe | Vollzeitäquivalente | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| angestellte Mitarbeiter/innen | 168 | 164 | 167 | 166 |
| technische/gewerbliche Mitarbeiter/innen | 527 | 516 | 550 | 533 |
| 695 | 680 | 717 | 699 |
Die Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB wurden nach Maßgabe des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. Soweit erforderlich wurde die Angabe zum Vorjahr angepasst bzw. ergänzt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Hauptpflichten aus dem Arbeitsverhältnis ruhen, sind ab diesem Zeitpunkt nicht in den Angaben enthalten.
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 4.373 T€ (i. Vj. 4.657 T€).
Die Mitgliedschaft der DVG im Abrechnungsverband I (umlagefinanziert) der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK) ergibt sich aus der Anwendung des TV-N und der damit verbundenen Mitgliedschaft beim KAV-NW (Kommunaler Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen). Bei der Leistung, welche die RZVK erbringt, handelt es sich um eine Rente im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Der Umlagesatz für das Jahr 2015 beträgt unverändert 4,25 %. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte belief sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 29.792 T€. Ein Fehlbetrag gemäß Artikel 28 EGHBG ist nicht ausgewiesen.
12. sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Abschreibungen auf Forderungen im Bereich der Ticketverkäufe und des Erhöhten Beförderungsentgeltes in Höhe von 1.129 T€ (i. Vj. 483 T€). Außerdem sind freiwillige Sozialaufwendungen, in der Hauptsache Aufwendungen für das Firmenticket, in Höhe von 860 T€ (i. Vj. 1.390 T€) erfasst. Zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr verweisen wir auf die Darstellung der Produktverrechnung, der anderen Dienste und Fremdleistungen und der Personalüberlassung in den Aufwendungen für bezogene Leistungen gemäß BilRUG.
Bei Anpassung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres (19.763 T€) infolge der Neufassung des § 277 Abs.1 HGB durch das BilRUG hätte sich ein Wert von 4.201 T€ ergeben.
13. Zinsen
Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 1.419 T€ (i. Vj. 1.512 T€) auf verbundene Unternehmen. Aus der Abzinsung der Rückstellungen sind 21 T€ (i. Vj. 1 T€) ausgewiesen.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten 2 T€ (i. Vj. 3 T€) aus verbundenen Unternehmen. Aus der Aufzinsung der Rückstellungen ergibt sich eine Belastung von 539 T€ (i. Vj. 1.722 T€).
1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen zum 31.12.2016 beträgt 6.338 T€, davon entfallen 88 T€ auf verbundene Unternehmen.
Aus Leasing-, Miet-, Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsbezugsverhältnissen resultieren Verpflichtungen von 29.180 T€ (p. a. 29.180 T€). Für verbundene Unternehmen sind 19.585 T€ (p. a. 19.585 T€) enthalten.
2. Mitglieder des Vorstandes
Vorsitzender
Direktor Marcus O. Wittig
Mitglied des Vorstandes (Finanzen)
Direktor David Karpathy
Mitglied des Vorstandes (Personal-/Sozialwesen) bis 30.09.2016
Direktor Axel Prasch
Mitglied des Vorstandes (Personal-/Sozialwesen) ab 01.10.2016
Direktor Klaus-Peter Wandelenus Mitglied des Vorstandes (Technik)
3. Gesamtbezüge Vorstand (§ 285 Nr. 9 HGB)
Den einzelnen Mitgliedern des Vorstandes ist für ihre Tätigkeiten im Berichtsjahr nach Maßgabe von § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW folgende Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB gewährt worden:
scroll
| Mitglied | Komponente | Gesamtbezüge in € |
|---|---|---|
| Klaus-Peter Wandelenus | erfolgsabhängig | 51.247,95 |
| erfolgsunabhängig | 105.377,28 | |
| Zuführung zur Pensionsrückstellung | 92.536,00 | |
| 249.161,23 |
Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener für das Geschäftsjahr 2016 betrugen 169 T€ (i. Vj. 166 T€). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis wurden 1.029 T€ (i. Vj. 1.077 T€) zurückgestellt.
Die Tätigkeit von Herrn Wittig, Herrn Karpathy und Herrn Prasch wird im Rahmen ihres Dienstverhältnisses bei der DVV vergütet.
4. Mitglieder des Aufsichtsrates
scroll
| Herbert Mettler, | Ruhestand |
| Vorsitzender | Ratsherr der Stadt Duisburg |
| Dieter Lieske, | Geschäftsführer der IG Metall |
| Stellvertretender Vorsitzender | Duisburg-Dinslaken |
| Ratsherr der Stadt Duisburg | |
| Karl-Heinz Staniewski | Freigestelltes Betriebsratsmitglied der |
| Stellvertretender Vorsitzender | Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Heiko Blumenthal | Persönlicher Referent des Oberbürgermeisters der Stadt Duisburg |
| Jürgen Edel | Assessor des Markscheidefaches |
| Ratsherr der Stadt Duisburg | |
| Mirze Edis | Freigestelltes Betriebsratsmitglied |
| Ratsherr der Stadt Duisburg | |
| Georg Fromm | Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Frank Heidenreich | Selbständiger Kaufmann, Heidenreich Personengesellschaft |
| Ratsherr der Stadt Duisburg | |
| Michael Hickmann | Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Sait Keles | Unternehmensberater |
| Ratsherr der Stadt Duisburg | |
| Thomas Keuer | Gewerkschaftssekretär, ver.di |
| Elmar Klein | Ruhestand |
| Ratsherr der Stadt Duisburg | |
| Volker Rayen | Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Volker Richter bis 31.03.2016 | Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Kerstin Schütte ab 25.08.2016 | Sachbearbeiterin, Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Michael Wischnewski ab 06.02.2016 | Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
5. Gesamtbezüge Aufsichtsrat (§ 285 Nr. 9 HGB)
Den einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr nach Maßgabe von § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW (Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen) folgende Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB gewährt:
scroll
| Mitglied | Gesamtbezüge in € |
|---|---|
| Herbert Mettler | 10.400,00 |
| Dieter Lieske | 7.900,00 |
| Karl-Heinz Staniewski | 7.500,00 |
| Heiko Blumenthal | 6.650,00 |
| Jürgen Edel | 6.650,00 |
| Mirze Edis | 6.650,00 |
| Georg Fromm | 6.650,00 |
| Frank Heidenreich | 6.650,00 |
| Michael Hickmann | 6.650,00 |
| Sait Keles | 6.650,00 |
| Thomas Keuer | 5.000,00 |
| Elmar Klein | 6.650,00 |
| Volker Rayen | 6.650,00 |
| Volker Richter | 1.662,50 |
| Kerstin Schütte | 2.950,00 |
| Michael Wischnewski | 6.691,67 |
| Gesamt | 101.954,17 |
Eine Aufteilung nach Komponenten im Sinne des § 285 Nr. 9a Satz 5 HGB ist nicht erforderlich, da es sich jeweils um erfolgsunabhängige Komponenten handelt.
6. Gesamthonorar Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB)
Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DVV.
7. Geschäfte mit nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)
Mit nahestehenden Personen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 folgende wesentliche Geschäftsbeziehungen bestanden:
scroll
| Geschäftspartner | Art des Geschäfts | Wert des Geschäfts in T€ |
|---|---|---|
| Erbrachte Leistungen | ||
| Via Verkehrsgesellschaft mbH | Personalüberlassung | 39.260 |
| Via Verkehrsgesellschaft mbH | Erbringung von Dienstleistungen | 8.136 |
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Personalüberlassung | 964 |
| vectio Ges. f. Flottenmanagement und Service mbH | Personalüberlassung | 139 |
| Stadtwerke Duisburg AG | Erbringung von Dienstleistungen | 256 |
| Stadtwerke Duisburg AG | Personalüberlassung | 204 |
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Produktverrechnung | 126 |
| Bezogene Leistungen | ||
| Via Verkehrsgesellschaft mbH | Bezug von Dienstleistungen | 73.033 |
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Produktverrechnung | 7.369 |
| Via Verkehrsgesellschaft mbH | Bezug von Fremdmaterial | 8.800 |
| BVD BusVerkehr Duisburg GmbH | Bezug von Dienstleistungen | 4.680 |
| octeo MULTISERVICES GmbH | Bezug von Dienstleistungen | 4.024 |
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Bezug von Dienstleistungen | 4.326 |
| Stadtwerke Duisburg AG | Strom/Wasser/Fernwärme | 2.986 |
| Stadtwerke Duisburg AG | Bezug von Dienstleistungen | 919 |
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Personalüberlassung | 593 |
| Stadtwerke Duisburg AG | Personalüberlassung | 562 |
| Wirtschaftsbetriebe Duisburg AöR | Bezug von Dienstleistungen | 136 |
Die Bereitstellung von Liquidität erfolgt für die DVG über das konzernweite Cash-Pooling der DVV.
8. Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 HGB)
Die Gesellschaft ist Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der DVV. Entsprechende Erläuterungen zu den latenten Steuern erfolgen im Anhang der DVV.
9. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten.
10. Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB)
Mutterunternehmen der DVG ist die DVV. Der Jahresabschluss der DVG wird in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss der DVV wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Der Verlust von 33.321 T€ (i. Vj. 36.871 T€) wird aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.
Duisburg, den 31.03.2017
**DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT
Aktiengesellschaft**
Marcus O. Wittig
Axel Prasch
Klaus-Peter Wandelenus
scroll
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.035.896,58 | 4.803,85 | 0,00 | 0,00 | 1.040.700,43 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 27.756.024,87 | 54.919,78 | 233.264,14 | 0,00 | 27.577.680,51 |
| 2. Umspannungs-, Umformungs und Speicheranlagen | 3.601.373,48 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.601.373,48 |
| 3. Gleisanlagen, Steckenausrüstung und Sicherungsanlagen | 65.691.913,58 | 2.175.471,09 | 0,00 | 987.974,27 | 68.855.358,94 |
| 4. Fahrzeuge für den Personenverkehr | 100.878.189,24 | 4.405.576,39 | 4.113.834,87 | 3.709.132,33 | 104.879.063,09 |
| 5. Maschinen und maschinelle Anlagen | 1.440.277,20 | 6.268,13 | 0,00 | 0,00 | 1.446.545,33 |
| 6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 20.336.904,99 | 1.224.061,27 | 708.208,65 | 18.388,40 | 20.871.146,01 |
| 7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 12.045.072,67 | 7.164.030,88 | 207.285,99 | -4.715.495,00 | 14.286.322,56 |
| 231.749.756,03 | 15.030.327,54 | 5.262.593,65 | 0,00 | 241.517.489,92 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 232.785.652,61 | 15.035.131,39 | 5.262.593,65 | 0,00 | 242.558.190,35 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen | 5.191.191,50 | 0,00 | 5.189.107,99 | 0,00 | 2.083,51 |
| 2. sonstige Ausleihungen | 466.067,03 | 0,00 | 65.597,95 | 0,00 | 400.469,08 |
| 3. sonstige FA/Genossenschaften | 150,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 150,00 |
| 5.657.408,53 | 0,00 | 5.254.705,94 | 0,00 | 402.702,59 | |
| Anlagevermögen gesamt | 238.443.061,14 | 15.035.131,39 | 10.517.299,59 | 0,00 | 242.960.892,94 |
scroll
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.035.896,58 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.035.896,58 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 18.899.242,76 | 667.647,78 | 225.478,18 | 0,00 | 19.341.412,36 |
| 2. Umspannungs-, Umformungs und Speicheranlagen | 2.971.279,48 | 110.402,00 | 0,00 | 0,00 | 3.081.681,48 |
| 3. Gleisanlagen, Steckenausrüstung und Sicherungsanlagen | 37.462.923,58 | 2.416.210,25 | 0,00 | 0,00 | 39.879.133,83 |
| 4. Fahrzeuge für den Personenverkehr | 89.846.025,24 | 3.230.042,20 | 4.070.677,87 | 0,00 | 89.005.389,57 |
| 5. Maschinen und maschinelle Anlagen | 1.269.361,20 | 30.994,00 | 0,00 | 0,00 | 1.300.355,20 |
| 6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16.817.984,99 | 848.679,39 | 699.479,65 | 0,00 | 16.967.184,73 |
| 7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 167.266.817,25 | 7.303.975,62 | 4.995.635,70 | 0,00 | 169.575.157,17 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 168.302.713,83 | 7.303.975,62 | 4.995.635,70 | 0,00 | 170.611.053,75 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. sonstige Ausleihungen | 114.659,44 | 0,00 | 17.418,55 | 0,00 | 97.240,89 |
| 3. sonstige FA/Genossenschaften | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 114.659,44 | 0,00 | 17.418,55 | 0,00 | 97.240,89 | |
| Anlagevermögen gesamt | 168.417.373,27 | 7.303.975,62 | 5.013.054,25 | 0,00 | 170.708.294,64 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2016 | Stand 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.803,85 | 0,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 8.236.268,15 | 8.856.782,11 |
| 2. Umspannungs-, Umformungs und Speicheranlagen | 519.692,00 | 630.094,00 |
| 3. Gleisanlagen, Steckenausrüstung und Sicherungsanlagen | 28.976.225,11 | 28.228.990,00 |
| 4. Fahrzeuge für den Personenverkehr | 15.873.673,52 | 11.032.164,00 |
| 5. Maschinen und maschinelle Anlagen | 146.190,13 | 170.916,00 |
| 6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.903.961,28 | 3.518.920,00 |
| 7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 14.286.322,56 | 12.045.072,67 |
| 71.942.332,75 | 64.482.938,78 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 71.947.136,60 | 64.482.938,78 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 2.083,51 | 5.191.191,50 |
| 2. sonstige Ausleihungen | 303.228,19 | 351.407,59 |
| 3. sonstige FA/Genossenschaften | 150,00 | 150,00 |
| 305.461,70 | 5.542.749,09 | |
| Anlagevermögen gesamt | 72.252.598,30 | 70.025.687,87 |
1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
1.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer sehr guten Verfassung. Im Jahr 2016 ist das Bruttoinlandsprodukt um preisbereinigt 1,9 % und damit so stark wie seit 2011 nicht mehr gestiegen. Eine Erfolgsgeschichte in Deutschland ist der Beschäftigungsaufbau. Nachdem 2016 43,5 Millionen Personen einer Erwerbstätigkeit nachgingen, wird sich diese Zahl im Jahr 2017 noch einmal um 320 Tausend Personen erhöhen. Damit erreicht nicht nur die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt, sondern auch die der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen neuen Höchststand. Im Vergleich zu 2013 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen im letzten Jahr um rund 1,5 Millionen erhöht, gegenüber 2005 sogar um mehr als vier Millionen. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit 25 Jahren und dürfte sich bei der Marke von 6 % stabilisieren. Die Quote der Jungenderwerbslosigkeit liegt mit auf dem niedrigsten Stand innerhalb der Europäischen Union. 1
Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt zum 31.12.2016 eine Arbeitslosenquote für Nordrhein-Westfalen in Höhe von 8,1 % und damit im Vergleich zum Vorjahr (8,4 %) eine positive Entwicklung. Die Arbeitslosenquote der Stadt Duisburg für das Jahr 2016 hat sich gleichfalls im Vergleich zum Vorjahr (14,4 %) verbessert und liegt bei 13,9 %.
Die mit der Arbeitsmarktentwicklung steigenden Einkommen bilden bei einem gemäßigten Anstieg der Verbraucherpreise günstige Rahmenbedingungen für die privaten Haushalte. Diese weiten ihre Konsumausgaben im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit überdurchschnittlich aus und investieren kräftig in Wohnbauten.
Der Staatshaushalt erzielt im Jahr 2016 einen Überschuss in Höhe von 0,6 % in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt. Die gute Lage der öffentlichen Haushalte ermöglicht steigende Ausgaben des Staates für Konsum und Investitionen. Bedarfsorientierte, effizient umgesetzte öffentliche Investitionen können dauerhaft die Wirtschaftsleistung und damit die Nachhaltigkeit der öffentlichen Haushalte stärken. Eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur gehört zu den wichtigsten Grundlagen von Wohlstand und Wirtschaftswachstum in einer modernen Volkswirtschaft. Die Bundesregierung setzt deshalb ihren eingeschlagenen Kurs konsequent fort, die Investitionen in die Verkehrswege deutlich zu stärken.2
Laut dem Konjunkturlagebericht der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer aus Herbst 2016 beurteilen die Unternehmen am Niederrhein die wirtschaftliche Lage gegenüber der Frühsommerumfrage nahezu unverändert und zeigen sich somit weiterhin insgesamt zufrieden. Rund zwei Drittel aller Unternehmen gehen von einer stabilen Entwicklung aus, in der Industrie sind es sogar drei Viertel. Bemerkenswert ist allerdings, dass in diesem Segment auch nur noch knapp 14 % (Frühsommerumfrage: 23 %) mit besseren Geschäften rechnen. Das ist der niedrigste Wert seit der Frühsommerumfrage 2012. Nach dem Beschluss der Briten, aus der EU auszutreten, fürchten viele der produzierenden Betriebe um die Zukunft einer ihrer wichtigsten europäischen Märkte.
1 Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Jahreswirtschaftsbericht 2017
2 Quelle: ebd.
1.1.2. Branchenentwicklung
Im Jahr 2016 wird der öffentliche Personenverkehr in Deutschland stärker als jemals zuvor genutzt. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes steigen die Fahrgastzahlen bei Bussen und Bahnen gegenüber 2015 um 1,8 %.
Im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen unternehmen die Fahrgäste 11,25 Mrd. Fahrten im Linienverkehr, das waren 1,7 % mehr als 2015. Gewachsen ist vor allem das Aufkommen im Schienenverkehr. Im Nahverkehr mit Eisenbahnen (einschließlich S-Bahnen) erhöhen sich die Fahrgastzahlen um 2,5 %. Der Verkehr mit Straßen-, Stadt- und U-Bahnen wächst um 2,4 %. Auch Nahverkehrsbusse werden 2016 häufiger genutzt als im Vorjahr (+ 0,9 %).
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) blickt für das Jahr 2016 auf eine positive Bilanz. So können im vergangenen Jahr die Anzahl der zurückgelegten Fahrten im Verbundraum auf 1,149 Mrd. gesteigert werden. Das entspricht einem Plus von 0,7 Prozent. Die Ticketeinnahmen steigen im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % auf 1,238 Mrd. €, das sind 43,8 Mio. € mehr als im Vorjahr.
1.2. Absatz Fahrgäste
Die Zahl der Fahrgäste bei der DVG entwickelt sich in 2016 gegenüber 2015 positiv. Lag die Zahl der Fahrgäste in 2015 noch bei 61,576 Mio., nutzen in 2016 insgesamt 63,106 Mio. Fahrgäste das Angebot der DVG. Das sind 1,530 Mio. Personen oder 2,5 % mehr. Dabei ist im Linienverkehr ein Anstieg von 2,5 % zu verzeichnen, während sich der Anteil der beförderten Schwerbehinderten um 0,9 % erhöht.
Die prognostizierten Fahrgastzahlen 2016 lagen bei 63,0 Mio., für 2017 erwartet die DVG Fahrgastzahlen von 62,5 Mio.
Anzahl der Fahrgäste

scroll
| Mio. | Veränderung ggü. Vj. in % |
|
|---|---|---|
| 60,796 | +2,5 | |
| 2,310 | +0,9 |
Der Anteil der beförderten Schwerbehinderten wird statistisch durch Zählungen als Vom-hundertsatz an der Gesamtzahl aller Fahrgäste ermittelt. Für 2016 wird der vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) pauschal festgesetzte Landessatz von 3,8 % angesetzt.
In 2016 beträgt die Zahl der Fahrgäste im Barverkehr 4.779.451 (i. Vj. 4.696.833). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 82.618 Fahrgästen oder 1,8 %. Im Zeitkartenverkehr beträgt 2016 die Zahl der Fahrgäste 55.229.099 (i. Vj. 53.765.021). Damit ergibt sich im Vergleich zu 2015 ein Anstieg um 1.464.078 Fahrgäste oder 2,7 %. Dabei steigt das rabattierte Sozialticket von 6.666.934 Fahrgästen in 2015 auf 8.283.190 Fahrgäste in 2016. Auch beim Semesterticket kann in 2016 eine Verbesserung festgestellt werden. Nach 5.301.585 Fahrgästen in 2015, sind es 6.249.510 Fahrgäste in 2016. Die Monatskarten im Abonnement (Ticket 1000 und Ticktet 2000) verzeichnen eine Verringerung von 4,5 % oder 549.108 Fahrgästen auf 11.681.388 Fahrgäste.
Die dem Fahrgast angebotenen Betriebsleistungen der DVG betragen in 2016 13,5 Mio. Nutzkilometer (2015: 13,6 Mio.) sowie 1.563,9 Mio. Platzkilometer (2015: 1.568,6 Mio.). Die für 2016 prognostizierten Nutzkilometer von 13,5 Mio. wurden erreicht. Die mit 1.568,9 Mio. in 2016 erwartete Platzkilometerleistung wurde unterschritten. Die geplanten Betriebsleistungen betragen in 2017 bei den Nutzkilometern 13,7 Mio. und bei den Platzkilometern 1.593,9 Mio.
1.3. Investitionen
Die aus den operativen Investitionsaktivitäten der DVG resultierenden Anlagenzugänge in das immaterielle Anlagevermögen und in die Sachanlagen belaufen sich im Berichtsjahr brutto auf 16,453 Mio. €. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von 0,743 Mio. €. Abzüglich der verrechneten Investitionszuschüsse von 1,418 Mio. €, die im Wesentlichen auf die Fahrzeugförderung von Bussen entfallen, ergeben sich Netto-Anlagenzugänge in Höhe von 15,035 Mio. €.
Nach Investitionsbereichen gegliedert liegt der Schwerpunkt der Brutto-Investitionen in der Ertüchtigung der Schienenfahrzeuge (7,934 Mio. €) sowie in der Beschaffung neuer Busse (3,866 Mio. €). Die Baumaßnahme „Linie 903 Süd, Wanheimer Straße“ (1,431 Mio. €) dominiert im Gleis- und Fahrleitungsbau. Im Bereich der Streckenausrüstungs- sowie -sicherungsanlagen wird 0,699 Mio. € in das Vorhaben „ITCS Leitstelle und Digitalfunk“ investiert.
Die Abschreibungen in Höhe von 7,304 Mio. € entfallen auf planmäßige Abschreibungen.

1.4. Finanzierung
Die Finanzierung der Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgt durch Eigen- und Fremdmittel sowie Abschreibungen und die Verlustübernahme durch die DVV. Darüber hinaus ist eine Einzahlung der DVV in die Kapitalrücklage in Höhe von 10,000 Mio. € als Beitrag für die Finanzierung der geplanten Beschaffung von Straßenbahnen sowie der Stadt Duisburg in Höhe von weiteren 6,000 Mio. € im Zusammenhang mit der Reparatur von Schienenfahrzeugen erfolgt.
Zwischen der DVG und der DVV besteht eine Cash-Pooling Vereinbarung. Die DVG führt Zahlungsmittelüberschüsse an die DVV ab. Auf der Gegenseite stellt die DVV der DVG liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst.
Langfristige Finanzierungen werden von der DVG in eigenem Namen aufgenommen.
1.5. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die DVG beschäftigt am 31.12.2016 insgesamt 687 Mitarbeiter, 20 Beschäftigte weniger als am 31.12.2015. Die Angaben werden im Berichtsjahr nach Maßgabe des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. Dabei sind u.a. Beschäftigte, deren Hauptpflichten aus dem Arbeitsverhältnis ruhen, ab diesem Zeitpunkt nicht in den Angaben enthalten. Teilzeitbeschäftigte sind nicht anteilig umgerechnet. Die Vorjahresangabe ist entsprechend angepasst worden.
1.6. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Abs. 2 Nr. 4 HGB
Mit den gesetzlichen Regelungen zur Geschlechterquote und zu den verbindlichen Zielgrößen soll mittelfristig eine signifikante Verbesserung des Frauenanteils an Führungspositionen der Wirtschaft erreicht werden, die letztlich zu einer Geschlechterparität führen soll.
Die von den Festlegungen der Geschäftsführung betroffenen beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung sind nicht nach betriebswirtschaftlichen Lehren (Top-Management, Middle-Management und Low-Management) zu definieren, sondern meinen die tatsächlich im konkreten Unternehmen eingerichteten Hierarchieebenen unterhalb der Geschäftsführung.
Eine Mindestzielgröße ist nicht vorgesehen. Vielmehr können die Unternehmen sich die Zielvorgaben selbst setzen und sich dabei an ihren Unternehmensstrukturen ausrichten. Für die Festlegung der Zielgrößen und Fristen werden den Gesellschaftern und dem Vorstand jedoch folgende Vorgaben gemacht:
| • | Liegt der Frauenanteil in einer Organ- bzw. Führungsebene bei Festlegung der Zielgrößen unter 30 %, so dürfen die jeweils festzusetzenden Zielgrößen nicht hinter dem tatsächlichen Status Quo zurückbleiben. |
| • | Liegt der Frauenanteil in einer Führungsebene bereits bei 30 % oder mehr, darf die festzulegende Zielgröße für die entsprechende Führungsebene den erreichten Wert wieder unterschreiten. |
Die Festlegung von Zielgrößen hat nach Inkrafttreten des Gesetzes zu erfolgen. Erstmals mussten die Zielgrößen bis zum 30. September 2015 festgelegt werden.
In der DVG wurden gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 und § 76 AktG folgende Zielgrößen für einen Frauenanteil festgelegt:
scroll
| • Aufsichtsrat | 0,0 % |
| • Vorstand | 0,0 % |
| • Nachgelagerte Ebene 1 | 25,0 % |
| • Nachgelagerte Ebene 2 | 0,0 % |
Die Zielgrößen sind bis zum 30. Juni 2017 festgeschrieben. Im Berichtsjahr 2016 wurden die Zielgrößen für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die nachgelagerte Ebene 2 erreicht. Die Zielgröße für die nachgelagerte Führungsebene 1 ist im Berichtsjahr 2016 nicht vollständig erreicht worden, da eine weibliche Führungskraft im Rahmen der Entflechtung der Via-Kooperation von der DVG zur DVV gewechselt ist.
Die DVG ist ein Unternehmen im Konzernverbund der DVV. Sie erbringt auf Basis des Nahverkehrsplanes für die Stadt Duisburg die Verkehrsleistungen für Duisburg und bedient gleichzeitig Teilstrecken in den Nachbarkommunen.
Die DVG hat sich in 2010 mit der EVAG und der MVG zur Kooperationsgesellschaft Via zusammengeschlossen. Grundsätzlich fallen in Via alle mit dem Erbringen der operativen Verkehrsleistung im Zusammenhang stehenden Aufwendungen an. Mit diesen Aufwendungen wird die DVG zum einen über die Linienbündelrechnung und zum anderen über gesonderte Rechnungen im Zusammenhang mit der Abrechnung von Sondermaßnahmen für die Stadt Duisburg belastet. Die Einbeziehung des Personalaufwandes der DVG in Via erfolgt nach Maßgabe der Verrechnungssystematik des Personaleinsatz- und Verrechnungsvertrages. Zudem stellt die DVG Via zur Erbringung der operativen Verkehrsleistung die notwendige Infrastruktur sowie die Linienfahrzeuge unentgeltlich bei. Die daraus resultierenden Kapitalkosten verbleiben bei der DVG. Die Einnahmeverantwortung und damit die Verkehrserträge verbleiben bei der DVG.
Diese Kooperation mit der Via ist mit Wirkung zum 31.12.2016 beendet worden.
Nachfolgend wird über die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für die DVG berichtet. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren für die DVG sind die Gesamtleistung sowie der kommunale Deckungsbeitrag, der dem handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag entspricht. Gesamtleistung und kommunaler Deckungsbeitrag werden zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen. Neben diesen finanziellen Leistungsindikatoren haben die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Nutz- und Platzkilometerleistung sowie die Anzahl der Fahrgäste hohen Anteil am Erfolg der DVG. Die Entwicklung der Leistungsindikatoren wird in den Absätzen 1.2. Absatz sowie 2.1. Ertragslage dargestellt.
2.1. Ertragslage
Aufgrund der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG haben sich erstmals ab dem Geschäftsjahr 2016 Verschiebungen im Ausweis der Posten Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge sowie korrespondierend im Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen ergeben. Die Vorjahresangaben erfolgen aus Gründen der Vergleichbarkeit ebenfalls entsprechend der Neufassung des BilRUG.
Einnahmen
Nach Verkehrseinnahmen von 60,110 Mio. € in 2015 erzielt die DVG in 2016 Verkehrseinnahmen von 52,646 Mio. €. Das ist ein Rückgang von 7,464 Mio. €.
Insgesamt gehen die VRR-Verkehrseinnahmen im Vergleich zu 2015 um 7,754 Mio. € zurück und betragen in 2016 51,102 Mio. €. In 2016 ist von der Bezirksregierung Düsseldorf der endgültige Bescheid über die Beförderung von Schwerbehinderten in den Jahren 2002 bis 2006 eingegangen. Die DVG muss hiernach 0,155 Mio. € zurückzahlen. Die von der Bezirksregierung bestrittenen Ansprüche in Höhe von 2,7 Mio. € konnten demzufolge nicht durchgesetzt werden. Die diesbezügliche Forderung wurde ausgebucht und zuvor bereits gebildete Wertberichtigungen auf die Forderung entsprechend aufgelöst. Weitere Ergebnisverschlechterungen gegenüber 2015 ergeben sich aus Veränderungen bei den Abgeltungszahlungen für Deutsche Bahn und Übersteiger (siehe Erstattungs- und Ausgleichsbeträge). Im Ergebnis sind Einnahmen aus Bar- und Zeitkartenverkehr von insgesamt 53,917 Mio. EUR vereinnahmt worden. Dies entspricht gegenüber 2015 einer Verbesserung von 2,630 Mio. €. Auf das Sozialticket entfallen 2016 4,319 Mio. € (in 2015: 3,155 Mio. €) der Einnahmen. Zum 1. Januar 2016 erfolgte eine allgemeine Tarifanpassung um durchschnittlich 2,9 % durch die VRR AöR (Verkehrsverbund Rhein Ruhr AöR).
Die Verkehrseinnahmen im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) steigen in 2016 um 0,011 Mio. € auf 0,021 Mio. € an. Ausschlaggebend sind dafür die Ausgleichsbeträge für Übersteiger aus Vorjahren. Die sonstigen Verkehrseinnahmen der DVG steigen in 2016 um 0,279 Mio. € auf 1,523 Mio. €. Dabei machen die Einnahmen für das Erhöhte Beförderungsentgelt 1,486 Mio. € aus, nach 1,214 Mio. € in 2015.
Erstattungs- und Ausgleichsbeträge
Die Summe der Abgeltungszahlungen liegt mit -3,020 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 7,301 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2016 ist bei den Abgeltungszahlungen für Schwerbehinderten- und Schülerbeförderung inklusive der Berücksichtigung von Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen ein Rückgang um 2,354 Mio. € auf 1,456 Mio. € zu verzeichnen. Der Grund liegt in dem endgültigen Bescheid der Bezirksregierung über die Beförderung von Schwerbehinderten 2002 bis 2006. Die Abgeltungszahlungen für die Deutsche Bahn und Übersteiger fallen mit -6,447 Mio. € in 2016, inklusive Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen, um 7,767 Mio. € schlechter aus als in 2015. Das Jahr 2015 wurde vor allem durch den VRR-Bescheid im Zusammenhang mit der Einnahmeaufteilung 2012 bis 2014 über 5,552 Mio. € positiv beeinflusst. Als Anreizfinanzierung für das Angebot des rabattierten Sozialtickets stellt das Land Nordrhein-Westfalen für die Verkehrsunternehmen Zuschussmittel bereit. Die Ausgleichszahlung für das Sozialticket liegt in 2016 bei 1,770 Mio. €, ebenfalls unter Berücksichtigung der Nachzahlungen für Vorjahre. 2015 betrug die Ausgleichszahlung für das Sozialticket 1,812 Mio. €.
Sonstige Umsatzerlöse (Hilfsgeschäfte, Gleisnutzung und Auftragsverkehr Mülheim)
Die Position sonstige Umsatzerlöse umfasst u. a. Erlöse aus Hilfsgeschäften, Gleisnutzung und Auftragsverkehr Mülheim. Den Hilfsgeschäftserträgen, der Abrechnung Stadtbahn und dem Auftragsverkehr Mülheim stehen entsprechende Aufwendungen in den Bereichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fremdleistungen gegenüber. Die sonstigen Umsatzerlöse erhöhen sich von 5,047 Mio. € in 2015 auf 7,165 Mio. € in 2016. In 2016 verstärkt abgerechnete Sondermaßnahmen für die Instandhaltung Stadtbahn führen zu der positiven Entwicklung von 2015 nach 2016.
Sonstige betriebliche Umsatzerlöse
Hier sind Sachverhalte erfasst, die infolge der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG erstmals ab dem Geschäftsjahr 2016 als Umsatzerlöse (vormals innerhalb der sonstigen Erträge) auszuweisen sind.
Diese sonstigen betrieblichen Umsatzerlöse betragen in 2016 50,789 Mio. € nach 50,483 Mio. € in 2015. In 2016 liegen die Erträge aus der Verrechnung von Leistungsscheinen zwischen DVG und Via leicht über dem Vorjahresniveau (2016: 8,092 Mio. €, 2015: 7,940 Mio. €). Diesen Erträgen stehen jedoch entsprechende Aufwendungen gegenüber. Seit der Ingangsetzung von Via-SAP erfolgt die Verrechnung des Personals von DVG an Via. Die Verrechnungssätze werden jährlich fortgeschrieben. Aus diesem Grund kommt es zu einem Anstieg der daraus resultierenden Erträge (39,173 Mio. €, im Vorjahr 38,292 Mio. €).
Sonstige betriebliche Erträge
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 8,499 Mio. € auf 10,479 Mio. € geht u. a. darauf zurück, dass 2016 die in 2007 gebildete Wertberichtigung für die Beförderung von Schwerbehinderten aufgelöst wird (2,777 Mio. €, siehe auch: Einnahmen). Zudem führt der Verkauf des Verwaltungsgebäudes an der Hedwigstraße zu Erträgen von 1,072 Mio. €. Die in 2016 ergebniswirksam vereinnahmte ÖPNV-Pauschale von 2,408 Mio. € und periodenfremde Erträge von 1,442 Mio. € tragen ebenfalls zu höheren sonstigen betrieblichen Erträgen bei. Ein weiterer positiver Effekt resultiert aus gegenüber dem Vorjahr höheren Rückstellungsauflösungen.
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe belaufen sich auf 7,040 Mio. €. Dabei entfallen 3,027 Mio. € auf den Energiebezug, insbesondere für Fahrstrom. In 2016 fallen Sondermaßnahmen für die Stadt Duisburg in Höhe von 3,762 Mio. € beim Materialverbrauch an. Dabei geht es in der Hauptsache um die Migration der Zugsicherungsanlage, die Einrichtung der DFI-Ansagegeräte und die Erneuerung/Anpassung von Bos-Funk.
Fremdleistungen
Für Fremdleistungen werden im Berichtsjahr 93,913 Mio. € aufgewendet, das sind 0,377 Mio. € mehr als im Jahr 2015. Mehraufwendungen entstehen für die Fremdleistungen aus dem Linienbündel von Via. Nach 58,036 Mio. € in 2015 fallen in 2016 58,412 Mio. € an. Die bereits erwähnten höheren Verrechnungssätze aus dem Personaleinsatz- und Verrechnungsvertrag zwischen DVG und Via führen zu dem Anstieg von 2015 nach 2016. Die Aufwendungen für die Linienfremdvergabe haben sich von 2015 nach 2016 erhöht. Sie liegen bei 12,583 Mio. € (+3,5 %). Im Vergleich zu 2015 fallen die Aufwendungen aus Produktverrechnung mit 5,781 Mio. € ebenso geringer aus, wie der Aufwand aus Konzernumlage mit 1,590 Mio. €. Auch die Aufwendungen für die Instandhaltung von Liegenschaften liegen in 2016 mit 5,506 Mio. € unter dem Vorjahresbetrag von 4,650 Mio. €. In 2015 gab es hier eine Rückstellungszuführung von 0,919 Mio. €.
Personalaufwand
Die Aufwendungen für Löhne, Gehälter und Entgelte sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung vermindern sich im Vergleich zu 2015 und betragen 41,389 Mio. €. Damit ist gegenüber 2015 eine Verbesserung von 0,496 Mio. € zu verzeichnen. Der Rückgang resultierend aus den niedrigeren Beschäftigtenzahlen wird von höheren Rückstellungszuführungen nahezu aufgezehrt. Im Personalaufwand ist eine Rückstellungszuführung für Altersteilzeit aus Restrukturierung von 2,242 Mio. € enthalten (Vorjahr: 1,389 Mio. €). In 2016 beschäftigt die DVG im Durchschnitt 680 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente), nach 699 Mitarbeitern in 2015. Die Angaben werden im Berichtsjahr nach Maßgabe des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. Dabei sind u. a. Beschäftigte, deren Hauptpflichten aus dem Arbeitsverhältnis ruhen, ab diesem Zeitpunkt nicht in den Angaben enthalten. Teilzeitbeschäftigten werden entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet. Die Vorjahresangabe ist entsprechend angepasst worden.
Abschreibungen
Der Rückgang der Abschreibungen um 0,780 Mio. € (-9,6 %) auf 7,304 Mio. € ist in neben dem späteren Aktivierungszeitpunkt der Sanierung der GT10NC-Fahrzeuge, auf die in 2015 erfolgte außerplanmäßige Abschreibung von 1,844 Mio. € für den Campus Mülheimer Straße zurückzuführen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen in 2016 bei einem Volumen von 4,654 Mio. €. Der Vorjahreswert von 4,201 Mio. €. wird damit um 0,454 Mio. € oder 10,8 % überschritten. Vor allem höhere Aufwendungen für die Abschreibung auf Forderungen aus Einnahmen aus Erhöhtem Beförderungsentgelt (EBE) sind der Grund für die Abweichung. Dabei sind jedoch auch die Einnahmen aus EBE gestiegen.
Gesamtleistung und Rohergebnis
Die Gesamtleistung der DVG nimmt in 2016 um 3,459 Mio. € oder 2,9 % auf 121,079 Mio. € zu. Abgeschlossen wurde 2015 mit einer Gesamtleistung von 117,620 Mio. €. Die für 2016 geplante Gesamtleistung liegt bei 116,209 Mio. €, 4,870 Mio. € niedriger als das Ist 2016. Die Prognose für 2016 von 121,128 Mio. € wird nicht erreicht. Der Plan für 2017 beträgt 117,841 Mio. €. Beim Rohergebnis (Gesamtleistung vermindert um Materialaufwand) ist eine Verbesserung von 19,291 Mio. € in 2015 auf 20,126 Mio. € in 2016 zu verzeichnen.
Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern
Das Betriebsergebnis ist im Vergleich der Jahre 2015 zu 2016 um 1,658 Mio. € besser. Es beträgt -33,221 Mio. €, nach -34,879 Mio. € in 2015.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis liegt bei 0,039 Mio. €. Es verbessert sich gegenüber 2015. Auslöser für die Verbesserung sind geringere Aufzinsungseffekte bei Rückstellungen nach BilMoG. Gegenüber dem Vorjahr mit -1,772 Mio. € ist das Finanzergebnis um 1,811 Mio. € besser.
Jahresfehlbetrag
Das Jahresergebnis weist für 2016 einen Verlust von 33,321 Mio. € nach 36,871 Mio. € in 2015 (Prognose 2016 -39,793 Mio. €) aus. Das Gesamtergebnis der DVG ist damit um 3,550 Mio. € oder 9,6 % besser. Die im Ist 2016 unter dem Plan liegenden Aufwendungen für Fremdleistungen sowie die überplanmäßigen sonstigen betrieblichen Erträge führen zu dem guten Ergebnis. Das für 2016 angestrebte Jahresergebnis von -41,522 Mio. € wird somit übertroffen. Der Geschäftsverlauf hat die Erwartungen erfüllt. Für 2017 wird mit einem Jahresfehlbetrag von 46,269 Mio. € gerechnet.
2.2. Vermögenslage
In der nachstehenden Übersicht sind die Bilanzzahlen gruppenweise zusammengefasst: Bilanzstruktur
scroll
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | Mio. € | % | Mio. € | % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,005 | 0,0 | 0,000 | 0,0 |
| Sachanlagevermögen | 71,942 | 48,4 | 64,483 | 48,7 |
| Finanzanlagen | 0,305 | 0,2 | 5,543 | 4,2 |
| 72,252 | 48,6 | 70,026 | 52,9 | |
| Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 5,101 | 3,4 | 0,006 | 0,0 |
| Forderungen | 70,755 | 47,6 | 61,973 | 46,7 |
| Flüssige Mittel | 0,631 | 0,4 | 0,508 | 0,4 |
| 76,487 | 51,4 | 62,487 | 47,1 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,012 | 0,0 | 0,012 | 0,0 |
| Betriebsvermögen | 148,751 | 100,0 | 132,525 | 100,0 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | 57,465 | 38,6 | 41,465 | 31,3 |
| Langfristiges Fremdkapital | ||||
| Rückstellungen | 16,016 | 10,8 | 18,705 | 14,1 |
| Verbindlichkeiten | 43,177 | 29,0 | 42,818 | 32,3 |
| 59,193 | 39,8 | 61,523 | 46,4 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | ||||
| Rückstellungen | 22,926 | 15,4 | 20,790 | 15,7 |
| Verbindlichkeiten | 8,894 | 6,0 | 8,502 | 6,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,273 | 0,2 | 0,245 | 0,2 |
| 32,093 | 21,6 | 29,537 | 22,3 | |
| Betriebskapital | 148,751 | 100,0 | 132,525 | 100,0 |
Infolge des Kauf- und Abtretungsvertrags über die Geschäftsanteile an der Via sowie den damit im Zusammenhang stehenden Gesellschafterbeschlüssen und -vereinbarungen hat sich eine Verlagerung insbesondere zwischen Finanzanlagen und Vorräten ergeben.
Die Bilanzsumme erhöht sich im Berichtsjahr von 132,525 Mio. € um 16,226 Mio. € oder 12,2 % auf 148,751 Mio. €.
Das Eigenkapital hat sich durch die Einzahlung der Stadt Duisburg und der DVV insgesamt in Höhe von 16,000 Mio. € auf 57,465 Mio. € erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöht sich damit von 31,3 % auf 38,6 %.
Die Deckung des Anlagevermögens durch lang- und mittelfristig gebundenes Kapital beträgt 161,5 % (i. Vj. 147,1 %).
Bilanzstruktur

In den Rückstellungen sind Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Altersteilzeit enthalten.
Die kurzfristigen Schulden erhöhen sich um 2,335 Mio. € auf 32,093 Mio. €. Sie liegen damit bei 21,6 % der Bilanzsumme.
2.3. Finanzlage
Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Kapitalflussrechnung nach Standard 21 (DRS 21) des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Committee (DRSC).
scroll
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme | -33.321 | -36.871 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 7.304 | 8.084 |
| Veränderung der Rückstellungen | -1.070 | -2.533 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 126 | 748 |
| Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -1.896 | -143 |
| Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 288 | 4.863 |
| Gewinn/Verlust aus Abgang von Sachanlagevermögen | -1.151 | 98 |
| Zinsaufwendungen/Zinserträge | 77 | 1.771 |
| Sonstige Beteiligungserträge | -116 | 0 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -29.759 | -23.983 |
| Einzahlungen aus Abgängen Sachanlagen | 1.418 | 6 |
| Auszahlungen für Investitionen Sachanlagen vor Zuschussverrechnung | -15.814 | -15.691 |
| Einzahlungen aus Abgängen Finanzanlagen | 100 | 67 |
| Auszahlungen für Finanzanlagen | 0 | -19 |
| Erhaltene Zinsen | 1.427 | 1.537 |
| Erhaltene Dividenden | 1 | 0 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -12.868 | -14.100 |
| Einzahlungen durch DVV aufgrund Verlustübernahme | 36.463 | 40.176 |
| Einzahlungen in die Kapitalrücklage | 16.000 | 6.000 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten | 3.858 | 0 |
| Auszahlungen aus Tilgung von Krediten und RZVK-Darlehen | -2.742 | -3.213 |
| Einzahlungen aus erhaltenen Investitionszuschüssen | 2.023 | 920 |
| Auszahlungen aus zurückgeführten Investitionszuschüssen | -1.748 | 0 |
| Gezahlte Zinsen | -1.007 | -1.601 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 52.847 | 42.282 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 10.220 | 4.199 |
| Zuzüglich Finanzmittelfonds aus Anfang der Periode | 24.471 | 20.272 |
| Finanzmittelfonds am Periodenende | 34.691 | 24.471 |
Zahlungsunwirksame Sachverhalte in Zusammenhang mit der Via-Entflechtung werden bei der Ermittlung außer Betracht gelassen.
Unter Einbeziehung der im Rahmen des Cash-Managements bei Konzernunternehmen kurzfristig angelegten liquiden Mittel ergibt sich nachstehender Zahlungsmittelüberschuss:
scroll
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 631 | 508 |
| Kurzfristige Liquiditätsanlagen | 34.060 | 23.963 |
| Finanzmittelfonds | 34.691 | 24.471 |
Das Finanzmanagement der DVV verfolgt das Ziel, die Fähigkeit zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen jederzeit sicherzustellen. Daneben zählen zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements, die Finanzierung unternehmerischer Aktivitäten, das Management finanzieller Risiken - insbesondere Liquiditätsrisiken, Marktpreisrisiken und Adressenausfallrisiken, eine kosten- und risikooptimierte Finanzmittelbeschaffung und -anlage sowie die Optimierung des Zinsergebnisses.
Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen lässt sich keine negative Veränderung der Liquiditätssituation erkennen, so dass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden war.
Der Geschäftsverlauf und die Lage der DVG haben sich insgesamt entsprechend der Erwartungen und Planungen entwickelt.
Die DVG als mehrheitliche Tochtergesellschaft der DVV ist unmittelbar in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Die DVV versteht das Risikomanagement als einen bedeutenden Baustein des Managementsystems mit der Zielsetzung, den Unternehmenserfolg und die Unternehmensziele langfristig zu sichern. Hauptfokus des konzernweit implementierten Risikomanagements ist das aktive Managen von Risiken, also die kontinuierliche Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung und Kommunikation aller wesentlichen Risiken, die den Fortbestand, das wirtschaftliche Ergebnis sowie die strategische Zielerreichung der DVV oder ihrer Tochtergesellschaften gefährden können. Diese Aufgaben werden von der zentralen Organisationseinheit, dem Konzernrisikomanagement sowie den dezentralen Risikomanagern und Risikoverantwortlichen innerhalb der einzelnen Unternehmenseinheiten wahrgenommen.
Darüber hinaus soll im Rahmen des Risikomanagements ein einheitliches Verständnis von Risiko geschaffen und eine konzernweite Risikophilosophie etabliert werden. Unter Risiken werden im DVV-Konzern alle Effekte verstanden, die zu einer negativen Abweichung der originären Wirtschafts- und Mittelfristplanung führen können. Dementsprechend stellen Chancen positive Abweichungen dar.
Das Risikomanagement ist als kontinuierliche Aufgabe in die betrieblichen Prozesse integriert. Das Risikomanagement des DVV-Konzerns steht dabei im Einklang mit den Regelungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG).
Die folgenden Prozessschritte im Rahmen des Risikomanagementprozesses sind von allen Konzerngesellschaften/Unternehmensbereichen verpflichtend durchzuführen.

Abbildung: Ablauf des Risikomanagementprozesses
Aufgrund der hohen Bedeutung hat sich der DVV-Konzern das Ziel gesetzt, das Risikomanagementsystem als Managementinstrument stetig weiterzuentwickeln, welches die Geschäftsentwicklung des DVV-Konzerns aktiv mitgestaltet.
Im Rahmen des Risikomanagementprozesses des DVV-Konzerns übernehmen in der DVG folgende vier Ebenen Verantwortung:
| 1. | Der Aufsichtsrat prüft auf Basis von § 107 Abs. 3 Satz 2 Aktiengesetz die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und die Risikolage des Unternehmens. |
| 2. | Der Vorstand trägt die Verantwortung für Risikolage und Risikomanagement der DVG. Zur Ausprägung der Verantwortung entwickelt dieser eine Risikostrategie. |
| 3. | Das Konzernrisikomanagement setzt die Risikostrategie des Vorstands für die DVG um, insbesondere durch Steuerung und Koordination des unternehmensweiten Risikomanagementprozesses. |
| 4. | Der Leiter einer Stabs-/Hauptabteilung trägt als Risikoverantwortlicher für die Risiken seines Organisationsbereichs die Verantwortung. Der dezentrale Risikomanager unterstützt den Risikoverantwortlichen bei der Umsetzung des geschäftsfeldspezifischen Risikomanagements. |

Abbildung: Verantwortungsstruktur und Informationsfluss im Rahmen des Risikomanagementsystems
Mithilfe eines IT-gestützten Risikomanagementsystems ist die Zusammenarbeit des Konzernrisikomanagements mit den Unternehmenseinheiten sowie der Risikomanagementprozess sichergestellt. Durch die Zuordnung sämtlicher Risiken zu den entsprechenden Risikoverantwortlichen in den Unternehmenseinheiten ist die Voraussetzung für ein effektives Risikomanagement gewährleistet. Risikoverantwortliche werden durch die dezentralen Risikomanager des jeweiligen Bereichs unterstützt, welche die ständige Beobachtung ihrer Unternehmenseinheit im Hinblick auf neu entstehende und sich ändernde Risikolagen wahrnehmen.
Auf Basis des monatlich stattfindenden Risikomanagementprozesses erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung durch das Konzernrisikomanagement an den Vorstand, welcher wiederum die Risikolage quartalsweise dem Aufsichtsrat präsentiert.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden alle Risiken im Risikomanagement-Informationssystem erfasst und regelmäßig aktualisiert. Durch die lückenlose Dokumentation der Entwicklung der Risikolage werden die Anforderungen in Bezug auf Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit der Risikobewertung durch alle Gesellschaften des DVV-Konzerns erfüllt.
Risikolage
Im ÖPNV beeinflussen die politischen sowie gesetzlichen Rahmenbedingungen den Geschäftsverlauf wesentlich. Diesen Entwicklungen kann sich auch die DVG nicht entziehen. Besonders wird hier das Leistungsangebot in den kommenden Jahren in einem erheblichen Maße von Investitionen des Aufgabenträgers Stadt Duisburg in die Verkehrsinfrastruktur (Zugsicherung, Ertüchtigung alter Straßenbahnen, Anschaffung neuer Straßenbahnen und Busse) beeinflusst.
Die Risiken der DVG lassen sich in verschiedene Kategorien klassifizieren:
| • | Marktrisiken |
| • | Umfeldrisiken |
| • | Operative Risiken |
| • | Finanzwirtschaftliche Risiken |
| • | IT-Risiken |
| • | Rechtliche Risiken |
Marktrisiken
Preisänderungsrisiken
Für die DVG wurden Marktpreisrisiken für den Betriebsstoff Diesel im Busbetrieb identifiziert. Die Preisabsicherung erfolgt, aufgrund der Beendigung der Via-Kooperation zum Ende des Jahres 2016, ab 2017 wieder eigenständig durch die DVG. Innerhalb der bestehenden Sicherungsstrategie wird die Preisabsicherung mit direktem Bezug zur physischen Beschaffung umgesetzt.
Umfeldrisiken
Liberalisierung des öffentlichen Nahverkehrs
Die politisch-/rechtlichen Rahmenbedingungen prägen die Entwicklung der DVG entscheidend. Existenzgrundlage bildet die Betrauung der DVG mit der Erbringung der Verkehrsleistung durch den Aufgabenträger Stadt Duisburg. Mit Beschluss des Rates der Stadt Duisburg wurde die DVG bis Ende 2019 mit der Verkehrsleistung betraut. Wie für alle anderen Verkehrsunternehmen besteht auch für die DVG das Risiko, Linienkonzessionen zu verlieren.
Die geltende Betrauung der DVG durch den Aufgabenträger soll im Anschluss durch die Direktvergabe des Aufgabenträgers Stadt Duisburg abgelöst werden. Ab 2020 muss der Aufgabenträger gemäß EU-VO 1370/07 die Erbringung der ÖPNV-Leistungen entweder im wettbewerblichen Verfahren oder durch Direktvergabe vergeben. Mit Inkrafttreten der genannten EU-Verordnung ist die Möglichkeit geschaffen worden, die DVG als internen Betreiber der Stadt Duisburg mit der Erbringung der Nahverkehrsleistungen direkt zu beauftragen und damit den Bestand der Gesellschaft zu sichern. Die entsprechenden Entscheidungen sind bis Mitte 2017 zu treffen.
Ersatzinvestitionen
Die Stadt Duisburg und die DVG haben gemeinsame Abstimmungen getroffen, inwieweit die anstehen Zukunftsinvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur gemeinsam umgesetzt werden sollen. Die wesentlichen Investitionsbedarfe entfallen auf die Erneuerung des Zugsicherungssystems sowie der Beschaffung von 47 neuen Niederflur-Straßenbahnen.
Zeitlich der Neubeschaffung vorgelagert, stehen aktuell die umfassenden Sanierungsmaßnahmen an den bestehenden Straßenbahnen im Fokus. Dieses Erfordernis resultiert aus der in der Vergangenheit fehlenden Beschlussfassung des Rates der Stadt Duisburg zur Erneuerung des Zugsicherungssystems. Damit ergab sich eine Verschiebung der Neubeschaffung auf 2020 ff. Zur Sicherstellung des Fahrbetriebs, sind die am Ende des Lebenszyklus angelangten Fahrzeuge entsprechend zu ertüchtigen. Der Rat der Stadt Duisburg hat im November 2014 den Beschluss gefasst und im September 2016 bestätigt, dem DVV-Konzern bzw. der DVG ab 2015 einen jährlichen Betrag in Höhe von 6 Mio. € als Beitrag im Zusammenhang mit der Reparatur von Schienenfahrzeugen zur Verfügung zu stellen.
Im Februar 2016 hat der Rat der Stadt Duisburg der Erneuerung der Zugsicherung unter Inanspruchnahme der vorgesehenen Fördermittel des VRR zugestimmt.
Mit den genehmigten Ausschreibungen für die beiden genannten Infrastrukturinvestitionen zeigt die Stadt Duisburg nochmals ihren ernsthaften Willen auf, den Schienenverkehr langfristig aufrechtzuerhalten. Von hoher Bedeutung ist nun die erfolgreiche Umsetzung der bereits angesprochenen Direktvergabe an die DVG.
Die DVG arbeitet jedoch daran, in einem engen Schulterschluss mit ihrem Aufgabenträger und ihren Anteilseignern die bestehenden Risiken zu minimieren mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit des ÖPNV in Duisburg zu erhalten und auszubauen.
Verschärfte Umweltauflagen
Vermehrt ist bei den Kommunen in Deutschland wahrzunehmen, dass diese immer intensiver über mögliche Lösungskonzepte nachdenken, wie der stärker werdenden Umweltbelastung in den Stadtgebieten begegnet werden kann. Die Erarbeitung neuer strategischer Ansätze im Hinblick auf die Befahrbarkeit von Innenstädten ohne Verbrennungsmotoren wird daher forciert. Demnach wird es in einigen Kommunen wahrscheinlich mittelfristig nur noch möglich sein, mit umweltschonenden Antriebstechniken zu fahren. Verschärft wird diese Tendenz durch bereits bestehende Klagen und Rechtsprechungen. Von den sich potenziell zukünftig verändernden Rahmenbedingungen könnten in einem ersten Schritt zunächst Dieselfahrzeuge betroffen sein, was sich insbesondere negativ auf den ÖPNV-Betrieb auswirken könnte.
Bewilligung von Investitionen
Eine der größten gemeinsam geplanten Investitionen von der Stadt Duisburg und der DVG stellt die Beschleunigungsmaßnahme der Straßenbahnlinie 901 dar. Der 2. überarbeitete Änderungsantrag wurde am 10.12.2015 bei der Bewilligungsbehörde eingereicht und befindet sich in der Endprüfung beim VRR. Dieser Änderungsantrag beinhaltet alle Teilabschnitte, insbesondere den Teilabschnitt 22, der in drei Bauabschnitte unterteilt ist. Der Teilabschnitt 22-1 (Vinckekanal- und Vinckewegbrücke) wurde bereits 2015 fertiggestellt. Der Teilabschnitt 22-2 umfasst die Kaiserhafen-, Hafenkanal- und Ruhrbrücken. Dieser Teilabschnitt wurde im Jahr 2016 ausgeschrieben und soll ab 2017 baulich umgesetzt werden. Die Bauzeit für die Erneuerung aller drei Brückenabschnitte beträgt ca. drei Jahre. Der Teilabschnitt 22-3 beinhaltet die Erneuerung des Zugsicherungssystems. Hier konnte im Dezember 2015 ein vorzeitiger zuwendungsunschädlicher Maßnahmenbeginn für die Beauftragung der Migration des Zugsicherungssystems herbeigeführt werden. Der VRR hat den von der DVG eingereichten Teilverwendungsnachweis (TVN) für die bereits realisierten Teilabschnitte aus diesem Finanzierungsantrag geprüft. Hierbei handelt es sich um Haltestellen bzw. Streckenabschnitte, die in den Vorjahren fertiggestellt wurden. Ein Abrechnungsbescheid vom VRR für diesen TVN liegt vor. Mit der Einreichung des Teilverwendungsnachweises beginnt somit auch die Zweckbindung (25 Jahre) für diese neu erstellten Anlagen.
Zurzeit beschäftigt sich der Landesrechnungshof mit der Prüfung der beauftragten Gewerke der bisher realisierten Teilabschnitte. Ein entsprechender Prüfbericht wird voraussichtlich im September 2017 erwartet. Hierbei eventuell festgestellte Fehler bei der Ausschreibung könnte eine Rückzahlung von Zuwendungen zur Folge haben und damit ein Risiko darstellen.
Operative Risiken
Einnahmenrückgang
Ein Verkehrsangebot, das den Bedürfnissen der Fahrgäste nicht in ausreichendem Maße gerecht wird, stellt für die DVG ein großes Risiko dar. Das Verkehrsmanagement der DVG hat diesbezüglich eine langfristige Grundsatzplanung erstellt. Gemeinsam mit der Stadt Duisburg wurden u. a. die Bevölkerungsentwicklung, die strategischen Mobilitätsziele („Duisburg 2027“) und Entwicklungsprojekte der Stadt Duisburg analysiert. Auf Basis dieser Grundsatzplanung werden u. a. zukünftige ÖPNV-Anforderungen und notwendige Fahrzeug-/Infrastrukturinvestitionen abgeleitet und bewertet.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Durch das zentrale Treasury Management des DVV-Konzerns werden potentielle Finanzierungs- und Anlagerisiken konstant gesteuert. Die Finanzierungs- und Anlagepolitik basiert auf einer risikoadjustierten und diversifizierten Finanzierungsstrategie.
Liquiditätsrisiko
Unter Liquiditätsrisiko sind Risiken zu verstehen, die die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nachkommen zu können, negativ beeinflussen. Die Liquiditätssteuerung der DVG erfolgt übergeordnet in der DVV-Gruppe mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung, um so den zukünftigen Geldmittelbedarf zu erkennen und jederzeit sicherstellen zu können.
Finanzierungsrisiko
Unter dem Finanzierungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass zum Zeitpunkt des Bedarfs an Geldmitteln diese nicht bzw. nicht zu erwarteten Konditionen beschafft werden können. Diese Risiken entstehen häufig als Folge von Bonitätsverschlechterungen oder durch Verwerfungen an den Finanzmärkten. Um das Finanzierungsrisiko aktiv zu steuern, betreibt das Finanzmanagement des DVV-Konzerns eine offene und transparente Kommunikationspolitik. Die wesentlichen Kontrahenten werden neben der vertraglich festgelegten Berichterstattung über die laufende Geschäftsentwicklung auch über bedeutende Ereignisse informiert. Dies schafft eine nachhaltige und vertrauensvolle Zusammenarbeit und stärkt insgesamt das Refinanzierungspotential.
Zinsrisiko
Zinsrisiken entstehen durch die Veränderung von Zinsen. Auf Grund von bestehenden Festzinsvereinbarungen bestehen keine Zinsänderungsrisiken für bestehende Finanzierungen der DVG.
IT-Risiken
Der Ausfall von IT-Systemen über einen kritischen Zeitraum kann wesentliche Geschäftsprozesse negativ beeinflussen und zu wirtschaftlichen Schäden führen. Die IT-Unterstützung der DVG erfolgt übergeordnet in der DVV-Gruppe. Zur Risikominderung wurden, entsprechend der Relevanz des jeweiligen IT-Systems, Verfügbarkeitsstufen eingeführt. Des Weiteren wird durch den Aufbau redundanter IT-Systeme den Risiken entgegengewirkt, jedoch lassen sich diese nicht gänzlich ausschließen. Zudem werden die IT Prozesse regelmäßigen Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen unterzogen, um den jeweils aktuellsten Sicherheitsstand zu gewährleisten. Vor dem Hintergrund der steigenden IT-Kriminalität sind erhöhte Standards der Gefahrenabwehr begründet.
Rechtliche Risiken
Durch Regelverstöße, die aus dem Unternehmen heraus begangen werden, können erhebliche Nachteile (in wirtschaftlicher oder anderer Hinsicht) durch strafrechtliche Verantwortung und zivilrechtliche Haftung verursacht werden sowie dem Ansehen des Unternehmens oder seiner Organe und seiner Mitarbeiter geschadet werden. Durch die Einbindung des Unternehmens in das Compliance-Management-System des DVV-Konzerns wird das Ziel verfolgt, solche Verstöße zu vermeiden. Das Compliance-Management-System hat dabei einen überwiegend präventiven Charakter. Wesentliche Bestandteile sind die Compliance-Richtlinie, mit der die Verantwortlichen, deren Aufgaben sowie die Berichtswege geregelt sind sowie der veröffentlichte DVV-Verhaltenskodex, der von allen Mitarbeitern zu beachten ist.
Gesamtrisikobewertung
Gesamtbetrachtend kann die Aussage getroffen werden, dass für das abgelaufene Geschäftsjahr das Risikoportfolio keine Hinweise liefert, dass der Fortbestand der DVG gefährdet ist.
Zukünftige Perspektiven/Chancen für die DVG Marktpotential
Absatzentwicklung
Die Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für die Umwelt-, Stadt- und Regionalentwicklung bleibt weiter bestehen und wird sich in Zukunft noch erhöhen. Die Bürger sind auf qualitativ hochwertige und zuverlässige öffentliche Mobilitätsdienstleistungen angewiesen. Diese Situation wird sich vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen, wie etwa der zunehmenden Anzahl von Straßenbaustellen, verstärken.
Der DVV-Konzern, innerhalb dessen die DVG eingegliedert ist, stellt sich auch den Anforderungen einer zunehmenden Digitalisierung. Bezogen auf den ÖPNV in Duisburg bedeutet dies, dem Kunden nutzenbringende Zusatzleistungen zum reinen Verkehrsmittel anzubieten. So wird die Einführung einer Multi-Modal-App umgesetzt, wodurch zukünftig die Kunden nutzen- und verhaltensbezogene Informationen zum Mobilitätsangebot erhalten. Mittelfristig wird zudem an einer Einführung eines elektronischen Ticketing-System gearbeitet.
Im Hinblick auf die Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung stehen große Themen wie Verringerung des Verbrauchs fossiler Energien und Vermeidung negativer Umweltwirkungen etwa durch Emissionsausstoß im Fokus. Der ÖPNV stellt für diese Themen und Ziele eine attraktive und umsetzbare Mobilitätsvariante dar. Speziell dazu wird mittelfristig die Antriebstechnologie Elektromobilität stärker berücksichtigt. Ziel ist etwa durch den Probebetrieb von Elektrobussen wichtige Erkenntnisse zu erlangen, um langfristig einen E-Mobilitäts Flottenausbau umzusetzen.
Zur weiteren Steigerung der Attraktivität des ÖPNV bedarf es einer Vernetzung mit verschiedenen individuellen Mobilitätsangeboten. Bei der kundenorientierten Kombination von Angeboten im Rahmen eines Mobilitätsverbundes geht es also darum, die Mobilität für die Bürger zu vereinfachen und zu verbessern und durch attraktive Komplettangebote das Mobilitätsverhalten der Bürger zugunsten einer flexiblen und umweltorientierten Verkehrsmittelwahl zu verändern.
Umfeldpotential Investitionsbedarf
Um die Nachfrage auch angebotsseitig weiter zu bedienen, hat der Bereich Verkehr das Ziel, das Leistungsangebot dauerhaft bei konstanter Qualität sicherzustellen. Dies erfordert insbesondere eine Finanzierungsfähigkeit der notwendigen zukünftigen Investitionen in die ÖPNV-Infrastruktur.
Eine politische Regelung ist dabei unverzichtbar, da die Verkehrsbetriebe die Kosten nicht auffangen können. Gemeinsam mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) werden hierzu entsprechende Lösungsstrategien erarbeitet. Diese Thematik wurde insbesondere auch innerhalb der vom Land NRW gegründeten Arbeitsgruppe Zukunftskommission ÖPNV behandelt und im Rahmen eines Abschlussberichts bewertet.
Durch das zentrale Treasury Management des DVV-Konzerns wird für die DVG die Verwendung von Finanzinstrumenten gesteuert. Der DVV-Konzern verfolgt eine konservative Risikopolitik mit einer geringen Risikobereitschaft.
Oberstes Ziel der Risikopolitik ist die langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs und der Unternehmensziele durch die kontinuierliche Identifikation, Bewertung, Überwachung und Steuerung aller wesentlichen Unternehmensrisiken.
Für die DVG bestehen im Wesentlichen Marktpreisrisiken für den Betriebsstoff Diesel im Busbetrieb. Die diesbezügliche Absicherungsstrategie und das Vorgehen ist bereits in Abschnitt „Marktrisiken“ beschrieben.
Die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 aufgetretenen Vorgänge von besonderer Bedeutung werden unter 6. Ausblick dargestellt.
ÖPNV als Unterstützer und Mitgestalter der Stadtentwicklung
Für die Stadt Duisburg, eine Großstadt mit annähernd 500.000 Einwohnern, betreibt die DVG, als führender Mobilitätsanbieter in Duisburg mit eigener ÖPNV-Infrastruktur, mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln ein leistungsfähiges öffentliches Nahverkehrssystem. Das Rückgrat des städtischen ÖPNV in Duisburg bilden Busse, Stadt- und Straßenbahnen. Die DVG ist nach ihrem Anteilsverkauf an der Via Verkehrsgesellschaft ab dem 01.01.2017 wieder in eigener Regie mit einer schlanken und sachgerechten Aufbauorganisation operativ entlang der gesamten ÖPNV-Wertschöpfungskette tätig. Sie ist als Organgesellschaft im kommunalen Querverbund voll in die Strukturen des DVV-Konzerns integriert.
Die DVG versteht sich als aktiver Unterstützer und Mitgestalter im ÖPNV für die Stadt Duisburg und deren Einwohner. Mitarbeit, u. a. an den Stadtentwicklungsprojekten und an den Modal-Split-Zielen der Stadtverwaltung, ist selbstverständlich. Im Rahmen des DVV-Projektes „New Power“ unterstützt die DVG das Zielbild 2027, beispielsweise, indem sie ihre Prozesse ständig optimiert, z. B. durch Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung und an einer Konzeption für den Einsatz alternativer Antriebsarten für Busse (Elektromobilität) arbeitet.
Die DVG erwartet, trotzt einer in der Vergangenheit prognostizierten rückläufigen Einwohnerentwicklung in Duisburg, auch aufgrund des veränderten Mobilitätsverhaltens der Kunden, der Zuwanderung und der Baustellensituation auf den Straßen- und Schienenwegen im Ruhrgebiet, mittelfristig eine Nachfragesteigerung an bezahlbaren Mobilitätsdienstleistungen. Die Bedürfnisse der Kunden an der Nutzung großstädtischer Mobilitätsketten werden wachsen.
Digitalisierung
Die Digitalisierung, z. B. durch Smartphones, ist Bestandteil des Alltags der Menschen geworden. Der DVV-Konzern trägt diesen neuen Anforderungen mit seiner Digitalen Agenda Rechnung. Der Geschäftsbereich Mobilität setzt zum Beispiel in diesem Rahmen die Einführung einer Multi-Modal-App um. Darüber hinaus wird weiter an der Einführung eines elektronischen Ticketing-System gearbeitet.
Nach mehrjähriger Einführungszeit kann mit der Produktivsetzung des ITCS (Intermodal Transport Control System) nun das Betriebsgeschehen durchgängig überwacht werden. Alle Fahrzeuge melden über ein digitales Funksystem in kurzen Abständen ihren aktuellen Standort an die Zentrale. Mit dem System hat nicht nur die Leitstelle jederzeit einen Überblick über die aktuellen Standorte und eventuellen Verspätungen von Bussen und Bahnen. In Kürze werden auch Fahrgäste von den Daten in Echtzeit profitieren, wenn sie Nutzer der Multi-Modal-App von DVG und VRR sind oder Informationen an den Haltestellen bzw. dem Internet abrufen. Für die Kunden ergibt sich somit ein besseres persönliches Zeitmanagement, da mögliche Störungen im Betriebsablauf sofort sichtbar sind und der Fahrgast die Zeit bis zum Eintreffen des Busses/der Straßenbahn für sich nutzen bzw. ggf. auch seine Fahrtplanung verändern kann. Die Multi-Modal-App ermöglicht dem Nutzer situativ, die für ihn selbst optimale Route und den Verkehrsmittelmix (ÖPNV, Leihrad, Taxi etc.) auszuwählen.
Auf der anderen Seite können die Daten der App-Benutzer der DVG Aufschluss darüber geben, wie sich Menschen in unserer und durch unsere Stadt bewegen. Diese Daten werden anonymisiert unter Beachtung des Datenschutzes zur Optimierung der DVG-Angebotsplanung verwendet werden. Die Digitalisierung bietet die Chance, mit den Mobilitätsdaten der Kunden und den Betriebsdaten der Unternehmen die Basis für eine vernetzte mulitmodale Zukunft in Duisburg über die Stadtgrenzen hinaus zu gestalten.
Unter dem Projektnamen „Big Bird Duisburg“ wird gemeinsam mit dem VRR und weiteren Partnern der Ein- und Ausstieg in Bussen und Bahnen ohne Ticket getestet. Fahrgäste sollen künftig beispielsweise mit Hilfe ihres Smartphones eine Fahrt antreten können, ohne sich vorher mit Tickets und Tarifen auseinandersetzen zu müssen. Die Fahrten werden via Multi-Modal-App automatisch leistungsgerecht abgerechnet. Die Kommunikation mit der DVG erfolgt mittels Bluetooth. Beim Ein- und Ausstieg („CheckIn/BeOut“(CiBo)) erfasst dann eine im Fahrzeug installierte Steuereinheit das Gerät und ermittelt anhand von Eckdaten den Fahrpreis. Dieser wird auf dem Smart-phone angezeigt und von dem im System hinterlegten Konto abgebucht. In 2017 werden die bisher nur in einem Feldversuch Mitte 2016 zum „CheckIn/BeOut“ gewonnen Informationen auf das gesamte Bedienungsgebiet übertragen und die technischen und kaufmännischen Voraussetzungen für eine flächendeckende Systemeinführung geschaffen.
Elektromobilität
Unter Berücksichtigung der Anforderungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung aus dem städtischen Projekt „Duisburg 2027“ hat die DVG einen Förderantrag zur Beschaffung von zwei Elektrobussen (Batteriebusse) gestellt. Vorbehaltlich der Gremienzustimmung wird dies die DVG in den nächsten Jahren bei einem strategischen und zukunftsorientierten E-Mobilitäts-Flottenausbau unterstützen. Parallel wird eine umfassende Mobilitätsstudie zu alternativen Antriebstechnologien durchgeführt.
Infrastrukturinvestitionen
Die Stadt Duisburg und die DVG haben gemeinsam die Weichen für wesentliche Investitionen in öffentliche Verkehrsinfrastruktur gestellt, z. B. für
| ― | die Erneuerung des Zugsicherungssystem |
Nach Beendigung des Ausschreibungsverfahrens soll die Auftragsvergabe voraussichtlich im Frühjahr 2017 erfolgen und die operativen Arbeiten Mitte 2017 beginnen. Die Installation des neuen Zugsicherungssystems wird nach dem aktuellen Zeitplan bis zum Jahr 2020 erfolgen und die anschließende Migration bis 2024 abgeschlossen sein. Damit wird der Weiterbetrieb der Stadtbahn (Gemeinschaftslinie U79) sowie aller Straßenbahnlinien in Duisburg dauerhaft gesichert.
| ― | die Beschaffung von 47 neuen Niederflur-Straßenbahnen |
Die bestehende Fahrzeugflotte der 45 Straßenbahnen des Typs GT10NC bis zu einer vollständigen Beschaffung und Inbetriebnahme der Nachfolgermodelle (Projektname NF4-Fahrzeuge) weiter zu betreiben, erfordert umfassende Sanierungsmaßnahmen an den GT10NC-Fahrzeugen. Die Bahnen haben ihr maximales Lebensalter von mehr als 25 Jahren erreicht und ein Weiterbetrieb ist nur mit entsprechenden Maßnahmen möglich.
Die DVG plant, die Ausschreibung für die Beschaffung von 47 neuen Straßenbahnfahrzeugen im Frühjahr 2017 zu veröffentlichen und im Herbst 2017 den Fertigungsauftrag zu vergeben. Die Lieferung und Inbetriebnahme der Neufahrzeuge soll voraussichtlich bis zum Jahr 2022 abgeschlossen sein. Die neuen Bahnen werden dann nach mehr als 30 Jahren die vorhandenen Fahrzeuge des Typs GT10NC ersetzen. Durch die Sanierungsarbeiten kommt es in der Zwischenzeit zu verminderten Fahrzeugverfügbarkeiten, welche u. a. durch Schienenersatzverkehre weitestgehend ausgeglichen werden sollen.
Direktvergabe
Die bis zum Jahr 2019 geltende Betrauung der DVG durch den Aufgabenträger soll im Anschluss durch die Direktvergabe des Aufgabenträgers Stadt Duisburg gemäß EU-VO 1370/2007 abgelöst werden. Zur Umsetzung des Ratsbeschlusses aus dem Jahre 2009 und nach Novellierung des PBefG, welches eine Stärkung der Aufgabenträgerrolle vorsieht, koordiniert eine Projektgruppe aus Vertretern der Stadt Duisburg und der DVG alle notwendigen vorbereitenden Arbeiten zur Direktvergabe unter Berücksichtigung der nach EU-Verordnung vorgegebenen Fristen sowie die notwendigen Prüfungen und Entscheidungen. Die formellen Direktvergabevoraussetzungen sind für das Vergabeverfahren und über den gesamten Vergabezeitraum nachzuweisen. Die bisherige Prüfung ergibt, dass nach hiesiger Auffassung die Voraussetzungen erfüllt sind. Dies berücksichtigt auch schon die Entflechtung aus der Via. Hinsichtlich der Direktvergabe nach EU-VO 1370/2007 kommt dem VRR-Finanzierungssystem eine entscheidende Bedeutung zu, da die Aufgabenträger die Finanzierung des ÖPNV auf den VRR übertragen und sich damit einem EU-konformen und mit der EU-Kommission sowie der nationalen Finanzbehörde abgestimmten Finanzierungssystem angeschlossen haben und darüber die Ausgleichsleistungen geregelt werden. Die durch den internen Betreiber getätigten bzw. zu tätigen Investitionen werden bei der Laufzeit der Direktvergabe Berücksichtigung finden. Ein wesentlicher Bestandteil des ÖDA (Öffentlicher Dienstleistungsauftrag) ist die Festlegung der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen, d. h. die konkrete Definition der ÖPNV-Anforderungen, z. B. zu Fahrplanangebot und Qualität. Hierfür kann der NVP (Nahverkehrsplan) herangezogen werden. Die Ergebnisse der von der Stadt Duisburg beauftragten Aktualisierung des Nahverkehrsplans (NVP) werden im Jahr 2017 vom Rat der Stadt Duisburg verabschiedet und in das weitere Verfahren (Veröffentlichung der Vorabbekanntmachung) der Direktvergabe mit einfließen.
Sicherheit
Auf einigen Linienabschnitten wurde in den letzten Monaten eine steigende Anzahl von sicherheitsrelevanten Vorfällen festgestellt, bei denen z. B. durch vermehrtes Auftreten von Gewalttätigkeit und Aggressivität die Sicherheit der Fahrgäste und des DVG-Personals in einem nicht mehr tolerierbaren Maße beeinträchtigt wird.
Diese Vorfälle werden von der DVG-Leitstelle dokumentiert und in Abstimmung mit der Duisburger Polizei im Rahmen der langjährigen Ordnungspartnerschaft konsequent verfolgt und Strafanzeigen aufgrund eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gestellt.
Aktionen von DVG und Polizei werden im Rahmen der Möglichkeiten und mit Unterstützung der zuständigen Stellen der Stadt Duisburg intensiviert, um gemeinsam den Gewalttätern und Störern entgegenzuwirken. Nach den Beförderungsbedingungen in NRW haben Verkehrsunternehmen die Möglichkeit, Personen, die eine Gefahr für die Sicherheit oder Ordnung des Betriebes oder auch für andere Fahrgäste darstellen, von der Beförderung auszuschließen. Von diesem Recht macht die DVG konsequent Gebrauch.
Zum Schutz der Fahrgäste und des Personals wird von Seiten der DVG seit Oktober 2016 auf den besonders auffälligen Streckenabschnitten ein Sicherheitsteam in den Abendstunden eingesetzt.
Eine Erhöhung der Sicherheitsleistung durch das Bündeln der vorhandenen Kräfte ist bereits umgesetzt. Der Einsatz zusätzlicher Sicherheitsteams ist wünschenswert und wird zurzeit -auch aufgrund der wirtschaftlichen Restriktionen- auf die Umsetzbarkeit geprüft.
Demographische Entwicklung
Der im Allgemeinen stabile Arbeitsmarkt und die hohe Kräftenachfrage spiegeln sich mittel- bis langfristig auch in der Personalbeschaffungssituation im Geschäftsbereich Mobilität wider. Besonders in wesentlichen, für den öffentlichen Nahverkehr besonders wichtigen Berufsgruppen, wie zum Beispiel die der Ingenieure des Metallbaus und der Schweißtechnik, Ingenieure der Fahrzeugtechnik, Fachkräfte und Spezialisten Mechatronik und Automatisierungstechnik, Fachkräfte Energietechnik, Spezialisten und Ingenieure (Experten) Elektrotechnik, Spezialisten im technischen Bahnbetrieb sowie Fachkräfte zur Überwachung und Wartung der Bahninfrastruktur sowie - ganz elementar - dem Fahrpersonal wird für die kommenden Jahre ein Mangel an Fachkräften erwartet.
Der Personalbereich setzt neben einem familienfreundlichen Umfeld mit Gleitzeitmodell, alternierender Telearbeit und einer betrieblichen Kinderbetreuung in den Ferien auch auf gezielte (Erst-) Ausbildung bzw. Weiterbildung von Mitarbeitern. Neben der klassischen Berufsausbildung wird auch im Rahmen der Kooperativen Ingenieurausbildung (KIA) eine Ausbildung in einem Metall-, Elektro- oder IT-Beruf mit dem Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Verbindung mit einem Hochschulstudium mit der Bachelor-Prüfung angeboten.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Einnahmen aus dem operativen ÖPNV-Geschäft der DVG können den Aufwand für die Aufrechterhaltung des ÖPNV-Systems in Duisburg nur anteilig decken. In den vergangenen Jahren konnte die DVG den kommunalen Deckungsbeitrag durch stetige Restrukturierungen verbessern. Jedoch werden die kommunalen Deckungsbeiträge in den kommenden Jahren vor allem durch die Investitionen in neue Straßenbahnen und Infrastruktur (erhöhte Abschreibungen) deutlich ansteigen.
Wirtschafts- und Mittelfristplanung
Der Wirtschaftsplan der DVG sieht für das Geschäftsjahr 2017 eine Gesamtleistung von 117,841 Mio. € vor und schließt mit einem kommunalen Deckungsbeitrag von 46,269 Mio. € ab. Für das Geschäftsjahr 2018 plant die DVG mit einer Gesamtleistung in Höhe von 117,693 Mio. € und einem kommunalen Deckungsbeitrag von 49,556 Mio. €. Die Nutzkilometer liegen in 2017 bei 13,726 Mio. km und in den Jahren 2018 bis 2021 durchschnittlich bei 13,704 Mio. km, die Platzkilometer betragen 2017 1.593,934 Mio. km und 2018 bis 2021 jeweils durchschnittlich 1.592,359 Mio. km. Für die Jahre 2017 bis 2021 wird eine konstant bleibende Anzahl der Fahrgäste von 62,522 Mio. zugrunde gelegt.
Herausforderungen
Das Jahr 2017 bedeutet für die DVG neben der Konsolidierung und weiteren Prozessoptimierungen nach der Entflechtung der DVG aus der Via, vor allem ein Jahr wesentlicher Weichenstellungen. So wird die Beauftragung der zur Erneuerung des Zugsicherungssystems und die Finanzierung und Beschaffung der neuen Straßenbahnfahrzeuge erfolgen. Die Stadt Duisburg wird den neuen Nahverkehrsplan der Stadt Duisburg beschließen und die notwendigen Schritte für eine Direktvergabe an die DVG einleiten.
Gemeinsam mit Aufgabenträger, Anteilseignern, Politik, Kunden und Gewerkschaft arbeitet das DVG-Team an der planmäßigen Umsetzung der dringend notwendigen Investitionen in die Erneuerung der Infrastruktur und an Projekten der Digitalisierung und Elektromobilität, welche die kundenorientierte Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Mobilität in Duisburg sicherstellen und die Ziele der Stadtverwaltung unterstützen.
Duisburg den 31.03.2017
DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AKTIENGESELLSCHAFT
Wittig
Prasch
Wandelenus
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Duisburg, den 19. April 2017
**PKF FASSELT SCHLAGE
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte**
Hünger, Wirtschaftsprüfer
Franke, Wirtschaftsprüfer
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) hat 2016 entscheidende strategische Schritte für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens gemacht. Herausforderungen wie die Digitalisierung, die auch im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs eine wesentliche Rolle spielt, wurden identifiziert und konsequent angegangen. Zu den wichtigen Projekten im Jahr 2016 gehörte der Aufbau einer umfassenden digitalen Plattform für Mobilität, auf der als erster Schritt die Implementierung einer Multi-Modal-App erfolgte. Mit deren Hilfe haben Fahrgäste die Möglichkeit, ihre persönliche Fahrplanung unter Berücksichtigung aller Verkehrsmittel auf mobilen Endgeräten vorzunehmen und damit die für sie optimale Route auszuwählen. Zudem trägt die Analyse anonymisierter Daten aus digitalen Fahrplanabfragen dazu bei, das Angebot noch bedarfsgerechter und effizienter zu gestalten. Das ist ein wichtiger Schritt für die DVG, um eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft zu realisieren und die Attraktivität des ÖPNV in Duisburg auszubauen. Über den Fortschritt des umfangreichen Sanierungsprogramms der Straßenbahnen, das in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung erfolgt, wurden die Mitglieder des Aufsichtsrates stets aktuell informiert. Einen weiteren Schwerpunkt in der Tätigkeit des Gremiums bildeten die Beschaffung und die Finanzierung neuer Bahnen und Busse. In den Sitzungen des Arbeitsausschusses wurden diese Themen noch einmal vertiefend diskutiert, um Potenziale und Risiken zu erkennen und zu bewerten. Besondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat dem Projekt „Direktvergabe“, in dem die Vorbereitungen getroffen werden, die aktuell bis Ende 2019 geltende Betrauung der DVG durch den Aufgabenträger im Anschluss durch
die Direktvergabe des Aufgabenträgers Stadt Duisburg abzulösen. Darüber hinaus behandelte das Gremium aktuelle Fragestellungen rund um das Thema Sicherheit im ÖPNV. Auch der Anteilsverkauf der DVG an der Via Verkehrsgesellschaft ab dem 1. Januar 2017 wurde seitens des Aufsichtsrates eng begleitet. Der neue, schlanke Aufbau der DVG erfüllt alle Anforderungen, die an ein modernes Verkehrsunternehmen im VRR gestellt werden. Ein weiteres Zukunftsfeld ist die Elektromobilität, dessen konzernweite Chancen und Risiken genau analysiert werden. Der Aufsichtsrat steht der Geschäftsführung auch bei diesem Thema in konstruktiven Diskussionen stets beratend zur Seite, um die wichtigen Richtungsentscheidungen zu notwendigen Infrastrukturmaßnahmen und Zeithorizonten zu identifizieren. Gegenstand eingehender Beratungen waren zudem Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie Risiken und Sachverhalte von grundsätzlicher Bedeutung und führten zu entsprechenden Entscheidungen des Gremiums. An allen wichtigen Entscheidungen im Geschäftsjahr 2016 waren die Aufsichtsräte beteiligt und wurden vom Vorstand über den Geschäftsverlauf umfassend unterrichtet. Die Zusammenarbeit war dabei stets von Vertrauen und großer Offenheit geprägt.
Die DVG als Teil des DVV-Konzerns
Als Tochtergesellschaft der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) war das Jahr 2016 auch für die DVG durch die erfolgreich implementierten Restrukturierungsmaßnahmen der konzernweiten RePower-Strategie begleitet. Das beschlossene Maßnahmenpaket, das die Zukunftssicherheit des Konzerns und all seiner Tochtergesellschaften gewährleistet, setzen Vorstand und Mitarbeiter weiterhin mit großem Engagement konsequent um. Gleiches gilt für die Ideen und Konzepte aus der Zukunftsstrategie NewPower, die weiterer Baustein ist, um den Gesamtkonzern in allen Bereichen dauerhaft im Markt wettbewerbsfähig zu halten.
Personelle Veränderungen
2016 war für die DVG auch ein Jahr personeller Veränderungen. David Karpathy hat auf eigenen Wunsch zum 30. September 2016 seine Tätigkeit als Vorstand der DVG beendet. Zum 1. Oktober 2016 ist Axel Prasch durch Beschluss des Aufsichtsrates in der Sitzung am 20. September 2016 für fünf Jahre zum Vorstand der DVG für das Ressort „Personal- und Sozialwesen“ bestellt worden. Weiterhin ist Klaus-Peter Wandelenus durch Beschluss des Aufsichtsrates in eben dieser Sitzung mit Wirkung ab 1. April 2017 für weitere fünf Jahre zum Vorstandsmitglied der DVG für das Ressort Technik wiederbestellt worden.
Im Aufsichtsrat der DVG gab es im vergangenen Jahr drei Veränderungen. Volker Richter schied zum 31. März 2016 aus dem Gremium aus. Neue Mitglieder im Aufsichtsrat sind seit dem 6. Februar 2016 Michael Wischnewski und seit dem 25. August 2016 Kerstin Schütte.
Wirtschaftsdaten erfolgreich geprüft
Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016 den Empfehlungen des „Public Corporate Governance Kodex“ der Stadt Duisburg entsprochen.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2016 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung am 25. August 2016 als Abschlussprüfer gewählten PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte, Duisburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss und der Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer hat er zustimmend Kenntnis genommen. Auch eigene Prüfungen des Aufsichtsrates ergaben keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht und den Jahresabschluss zum 31.12.2016. Damit ist dieser in der vorliegenden Form festgestellt. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Vorstand und allen Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Leistung im vergangenen Jahr. Die Mitglieder des Gremiums freuen sich, den erfolgreich eingeschlagenen Weg der Restrukturierung mit dem Ziel des langfristigen Erfolges weiter zu begleiten und den Vorstand bei seinen Entscheidungen zu beraten und zum Wohle des Unternehmens zu unterstützen.
Duisburg, im Juni 2017
Der Aufsichtsrat
Herbert Mettler, Vorsitzender
Der vom Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG am 06. Juni 2017 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 ist der Hauptversammlung am 13. Juli 2017 vorgelegt worden.
Der Verlust von 33.321 T€ (i.Vj. 36.871 T€) wird aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.