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HOFTEX GROUP

Annual / Quarterly Financial Statement Oct 20, 2016

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Annual / Quarterly Financial Statement

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Hoftex Group AG

Hof

Konzernabschluss zum 31.12.2015

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Grundlagen des Konzerns

Leitideen und Geschäftsmodell des Konzerns

Die Hoftex Group ist eine breit aufgestellte Unternehmensgruppe der Textilindustrie, die mit Stolz auf eine lange Entwicklung seit ihrer Gründung vor gut eineinhalb Jahrhunderten zurückblicken kann. Es ist ihr in dieser langen Zeit immer gelungen, sich an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gerade das letzte Jahrzehnt hat uns einen grundlegenden Strukturwandel in der globalen Textilindustrie beschert. Zusammen mit unserer Muttergesellschaft ERWO Holding AG bilden wir einen weltweit agierenden und anerkannten Hersteller von textilen Lösungen auf vielen Gebieten. Wir streben in unserer unternehmerischen Tätigkeit ein profitables Wachstum unter Beachtung unserer Nachhaltigkeitsgrundsätze an. Wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung sind zwei Ziele der Hoftex Group, die sich nicht voneinander trennen lassen. Verantwortungsvolles und ethisches Verhalten gegenüber Mitarbeitern, Geschäftspartnern, der Gesellschaft und der Umwelt sind fester Bestandteil unserer Unternehmenswerte und Basis unseres Handelns. Unser unternehmerisches Tun ist allzeit geleitet von der Beachtung einer sozialen Verantwortlichkeit innerhalb und außerhalb unserer Unternehmenssphäre. Wir bekennen uns zum fairen Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten und richten unsere Zusammenarbeit an professionellem Verhalten und qualitätsgerechter Arbeit aus. Wir unterstützen einen fairen Wettbewerb unter Einhaltung des Wettbewerbs- und Kartellrechts. Wir erfüllen die Bestimmungen und Standards zum Umweltschutz an allen Standorten. Wir gehen verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen um, so dass unsere Aktivitäten einen möglichst geringen Einfluss auf die Umwelt haben. Wir sind stets bemüht, mittels höchst effizienter Entscheidungsprozesse, unseren Kunden den kostengünstigsten Service zu bieten. Diesen hohen Ansprüchen können wir nur durch Spezialisierung gerecht werden. Wir haben daher seit Jahren unsere angestammte textile unternehmerische Tätigkeit in drei operative Geschäftsbereiche aufgeteilt, die sich ihrerseits wiederum in Geschäftsfelder untergliedern. Durch die Umnutzung frei gewordener Betriebsimmobilien in eine reine Vermietungsnutzung gewinnt ein vierter Geschäftsbereich Immobilienverwaltung und -vermietung zunehmend an Bedeutung.

Steuerungssystem

Das Steuerungssystem ist eng verknüpft mit dem Risikomanagementsystem. Die Konzernleitung prüft und genehmigt die von den Geschäftsbereichen aufgestellten Pläne. Die genehmigten Pläne fließen in eine detaillierte Konzernplanung ein. Ein wichtiges Management-Instrument ist die jährlich für drei Jahre erstellte integrierte Konzernplanung mit detaillierten Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen, Planbilanzen und Planfinanzkennzahlen. Auf Basis dieser Mehrjahresplanungen wird auch der künftige Finanzbedarf abgeleitet.

Zentrale Leistungsindikatoren sind Umsätze und operative Ergebnisse in den Geschäftsbereichen.

Für die kurzfristige Erfolgskontrolle werden Umsatzzahlen aller Geschäftsfelder der Geschäftsbereiche wöchentlich an das Konzerncontrolling gemeldet. Abweichungen werden zeitnah analysiert und bei Bedarf wird durch die Konzernleitung gegensteuernd eingegriffen. Monatlich werden in den Geschäftsbereichen für alle zum jeweiligen Geschäftsbereich gehörende Tochtergesellschaften Abschlüsse unter Berücksichtigung von Abgrenzungsbuchungen aufgestellt. Eine Auswahl wichtiger Kennzahlen wird der Abteilung Konzerncontrolling zugeleitet. Anhand dieser Monatsabschlüsse können die ergebnismäßigen Auswirkungen von Planabweichungen in der Betriebsleistung wie auch auf Kostenebene detailliert festgestellt und analysiert werden. Diese Monatsergebnisse werden zeitnah in monatlich stattfindenden Beiratssitzungen analysiert und beraten. Für diese regelmäßig stattfindenden Beiratssitzungen ist ein vom Controlling aufgestelltes ausführliches standardisiertes Berichtspaket zu erstellen. In diesen Beiratssitzungen wird die geschäftliche Entwicklung des zurückliegenden Monats intensiv analysiert und die künftige Entwicklung beraten. Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Gegensteuerung beschlossen.

Forschung und Entwicklung

Die weitere generelle Ausrichtung der Hoftex Group auf technische Textilien, auch in denjenigen Geschäftsbereichen, die der klassischen Textilindustrie zugeordnet werden (Hoftex und Neutex), aber vor allem bei der Vliesherstellung im Geschäftsbereich Tenowo, verlangt einen kontinuierlichen Ausbau und eine Förderung unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in den jeweiligen Geschäftsfeldern, wenn wir auf unseren Märkten bestehen und neue Marktsegmente hinzugewinnen wollen. Unsere Produkte erfordern häufig eine intensive Entwicklungsarbeit, bis die von den Kunden vorgegebenen Produkteigenschaften technisch und kostenmäßig dargestellt werden können. Es ist ein zentraler Punkt unserer Unternehmensphilosophie, auf die von den Kunden formulierten Erfordernisse einzugehen und diese am Produkt umzusetzen. Gerade die für den technischen Einsatz bestimmten Produkte müssen besondere Vorgaben erfüllen und dennoch preislich wettbewerbsfähig bleiben. Aber auch die Verbesserung von Produkteigenschaften ist gefragt. Dadurch wird es möglich, neue Kunden zu gewinnen oder neue Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln. Auf diese Weise wurde z.B. vor wenigen Jahren ein für uns ganz neues Marktsegment in der Bauindustrie erschlossen und anschließend weiterentwickelt. Die Einsatzgebiete für Vliesstoffe nehmen kontinuierlich zu. Es ist wichtig, neben einer guten Entwicklungsarbeit auch eine kreative Markterkundung zu betreiben. Nur durch die Entwicklung neuer Produkte mit einem neu startenden Produktlebenszyklus ist es möglich, den Bestand und die Fortentwicklung eines Unternehmens auf Dauer zu sichern.

Die Unternehmen der Hoftex Group sind keine Hersteller von Massenware. Stattdessen wird verstärkt das Besondere und Spezielle angeboten. Dazu gehört auch, besondere Anforderungen unserer Kunden schnell und wirtschaftlich umzusetzen. In Verfolgung dieser Zielsetzung und der beschriebenen Entwicklungsaufgaben wurden in den letzten Jahren in einzelnen Unternehmen personelle Verstärkungen vorgenommen. Im Geschäftsbereich Tenowo haben wir weltweit in der Produktentwicklung 16 Mitarbeiter (Vorjahr 17) beschäftigt. In 2015 wurden insgesamt 398 Versuche auf Produktionsanlagen durchgeführt und es wurden insgesamt 70 neue Vliesstoffe in die Produktion übernommen (Vorjahr 25). Die für die Versuche angefallenen Kosten belaufen sich auf Mio. € 1,3. In 2015 wurden zwei geförderte F&E-Projekte bearbeitet.

Es bestehen Kooperationen und Auftragsforschung mit der Technischen Universität Chemnitz, der Westsächsischen Hochschule Zwickau, der Fachhochschule Hof, dem Fraunhofer Institut, der Technischen Universität Dresden, dem STFI Chemnitz, der Universität Bayreuth und mehreren Kooperationspartnern aus der Industrie.

Im Geschäftsbereich Neutex besteht ebenfalls eine Entwicklungsabteilung in Form eines Ateliers, in dem neue Designs entwickelt werden. Dort arbeiten einschließlich der zugeordneten Musterweber 9 Mitarbeiter. Der Aufwand für diese Entwicklungsabteilung beläuft sich für Personal- und Sachkosten auf rund Mio. € 0,6. Mit in 2015 neu in die Kollektion aufgenommenen Artikeln wurde ein Umsatz in Höhe von Mio. € 1,8 erzielt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die globale wirtschaftliche Entwicklung, das Wachstum des Bruttoinlandsprodukt (BIP), hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas verlangsamt. Betrug dieses weltweite Wachstum in 2014 noch 3,4 %, wird für das Jahr 2015 nur noch mit einem Wachstum von 3,1 % gerechnet. Für westliche Industrienationen wären solche Wachstumsraten eine hervorragende Entwicklung, aber in den Schwellenländern und vor allem in China gelten bezüglich Wachstumsraten andere Maßstäbe. Der Rückgang des weltweiten Wachstums ist vor allem auf eine Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung in China zurückzuführen. Dort herrschten noch vor wenigen Jahren Wachstumsraten von mehr als 10 % vor. Seitdem ist ein kontinuierlicher Rückgang der Wachstumsraten in China eingetreten. Im Jahr 2014 war das Wachstum bis auf 7,4 % zurückgegangen und in 2015 wird ein Wachstum von nur noch 6,8 % erwartet. Die Prognosen für 2016 sagen einen weiteren Rückgang auf etwa 6,3 % bis 6,5 % voraus. Weitere Ursachen für diese weltwirtschaftliche Entwicklung sind auch die Wachstumsschwächen in den anderen BRIC-Staaten, die teilweise sogar mit einer zunehmenden Rezession wie in Russland zu kämpfen haben; von der Entwicklung in den Schwellenländern ganz zu schweigen. Russland hat im Jahr 2015 ein Schrumpfen des BIP von 3,7 % erlitten. Der derzeitige drastische Verfall des Ölpreises von einst mehr als 100 USD je Barrel auf unter 30 USD je Barrel als Tiefpunkt, was ja eigentlich im ersten Moment wie ein Konjunkturprogramm für die westlichen Industrieländer erscheint, wird sich weltweit negativ auf die Wirtschaften auswirken und im Rückschluss auch die positive Wirkung dieser scheinbaren "Konjunkturprogramme" mehr als nur kompensieren. Vor diesem Hintergrund scheinen Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft in 2016 mit 3,5 % bis 3,6 % als sehr optimistisch.

Kritische Stimmen sehen bereits heute negative Auswirkungen auf die Entwicklung der westlichen Industrieländer, ausgelöst durch die Wachstumsschwächen in China und den anderen BRIC-Staaten sowie in einigen Schwellenländern.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum hat sich gegenüber dem Vorjahr gut entwickelt. Im Euroraum ist das Wachstum von 0,8 % im Vorjahr auf 1,5 % gestiegen. In Deutschland hat sich das Wachstum von 1,5 % im Vorjahr auf 1,7 % in 2015 erhöht. Das Gefälle zum Euro-Raum hat deutlich abgenommen. Die Wirtschaft, sowohl im Euro-Raum als auch in Deutschland, hat sich innerhalb von zwei Jahren wieder gut erholt. Für das Jahr 2016 wird für die beiden Wirtschaftsräume, trotz der oben aufgeführten Schwierigkeiten für die Weltwirtschaft, von einem weiteren Wachstum ausgegangen. Im Euro-Raum werden 1,6 % erwartet und für Deutschland reichen die Prognosen von 1,8 % bis 2,1 %.

Die Quellen dieses Wachstums lagen in 2015, wie auch in den letzten Jahren, bei der Inlandsnachfrage. Diese hat das Wachstum maßgeblich beflügelt. Der Außenbeitrag war hingegen gering. Günstig auf die Nachfrage haben sich die spürbaren Erhöhungen der Haushaltseinkommen ausgewirkt. Ursächlich hierfür waren ein Anstieg der Beschäftigenzahlen und eine spürbare Erhöhung der Löhne und Gehälter in Verbindung mit einer geringen Inflation. Neben der privaten Konsumnachfrage ist aber auch die Konsumnachfrage durch den Staat angestiegen, wobei der Anstieg der Staatsausgaben sicherlich keinen nachhaltigen Wachstumsbeitrag leisten kann. Aber auch das seit einigen Jahren geänderte Kaufverhalten der Konsumenten hält die Nachfrage hoch. Die Konsumneigung der privaten Haushalte hatte in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Die durch die sinkenden Energieträgerkosten dazugewonnenen Spielräume sind nicht gänzlich in die private Nachfrage geflossen, sondern haben zum Teil auch wieder die Sparneigung leicht steigen lassen. Die grundsätzlich gestiegene Konsumneigung resultierte bisher vermutlich aus der empfundenen Zuversicht über die künftige Wirtschaftsentwicklung und die damit verbundene Arbeitsplatzsicherheit. Wenn unser Wirtschaftswachstum sich aber hauptsächlich auf die Inlandsnachfrage mit den zugrunde liegenden Ursachen stützt, dann ist die künftige Entwicklung doch sehr instabil. Ein in diesem Jahr verstärkt aufgetretener internationaler Terror, eine Welt voller Krisen mit den unterschiedlichsten Ursachen, Interdependenzen aus der eingangs dargelegten relativ schwachen Entwicklung in China können dieses fragile Wachstumsszenario im Euro-Raum und in Deutschland doch grundlegend stören.

Allgemeine Lage der Textilindustrie

Der Gesamtverband Textil&Mode beurteilt die Lage so, dass sich der Textilbereich im Jahr 2015 in allen Bereichen besser entwickelt hat als das Bekleidungssegment. Insgesamt seien jedoch die Konjunkturdaten zufriedenstellend. Das Exportgeschäft mit Russland bleibt weiterhin ein Problem für die gesamte Branche. Die Beschäftigungsentwicklung ist aber dennoch erfreulich. Es wurde ein Umsatzplus von 1,9 % für das Jahr 2015 erreicht. Damit wurde die Jahresprognose von 1,5 % leicht übertroffen.

Die deutsche Textilindustrie (Textil und Bekleidung) hat im Jahr 2015, entsprechend der gestiegenen inländischen Konsumneigung in der Gesamtwirtschaft, eine ähnliche Entwicklung genommen.

Diese Gesamtentwicklung stellt sich jedoch sehr differenziert dar. Während der Textilbereich einen kräftigen Umsatzzuwachs von 3,4 % zu verzeichnen hatte, musste der Bekleidungsbereich wie in fast allen Jahren Umsatzeinbußen von -0,3 % hinnehmen. Der Gesamtumsatz der Branche ist damit angestiegen. Dieser Anstieg ist auf ein gutes Auslandsgeschäft, vor allem in die europäischen Nachbarstaaten, zurückzuführen. Im Gegensatz zu vorausgegangenen Jahren, in denen die Beschäftigtenzahlen fast immer zurückgingen, kam es im zurückliegenden Jahr 2015 in beiden Bereichen zu einem Aufbau der Beschäftigten von zusammen 1,5 %. Die Textilindustrie hat dabei ihre Beschäftigten um 1,8 % aufgestockt und in der Bekleidungsindustrie kam es trotz des Umsatzrückgangs zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen um 0,9 %. Diese gute Entwicklung der Beschäftigungslage hat dazu geführt, dass auch die gezahlten Löhne und Gehälter kräftig zunahmen. Diese stiegen insgesamt um 5 %. Hier dürfte auch die Einführung des Mindestlohns eine gewisse Rolle gespielt haben.

Im Textilgewerbe waren die größten Zuwächse bei

Vliesstoffen mit 7,7 %,
technischen Textilien mit 14,4 %,
Seilerwaren mit 18,2 % (nur sehr geringer Umfang)

sowie im Bereich Bekleidung waren die größten Zuwächse bei

Strumpfwaren mit 2,6 % (nur geringer Anteil)
und bei Arbeits- und Berufsbekleidung mit 9,4 %.

Rückgänge waren in folgenden Bereichen zu verzeichnen:

bei der Spinnstoffaufbereitung mit -13,3 %
bei der Herstellung von Teppichen mit -3,6 %
bei sonstigen Textilwaren mit -6,8 %

Die Ausfuhr von textilen Produkten (Halbwaren bis Enderzeugnisse) nahm im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % und in absoluten Beträgen um Mio. € 307 zu. Die Einfuhren haben hingegen um 5,1 % und in absoluten Beträgen um Mio. € 1.996 zugenommen. Durch die in absoluten Beträgen gemessene stärkere Zunahme der Einfuhren gegenüber der Zunahme der Ausfuhren, hat per saldo der Einfuhrüberschuss um Mio. € 1.689 zugenommen. Im Vorjahr hatte es hier ebenfalls eine Erhöhung des Einfuhrüberschusses in Höhe von Mio. € 487 gegeben. Im Jahr 2015 kam aus der Textilindustrie kein positiver Wachstumsbeitrag aus dem Außenhandel.

Die angegebenen Zahlen des Gesamtverbands Textil&Mode geben die Verhältnisse für den Zeitraum Januar bis Dezember 2015 wieder.

Geschäftsverlauf der Hoftex Group im Geschäftsjahr 2015

Die Entwicklung in der Hoftex Group war auch im zurückliegenden Geschäftsjahr 2015, wie in der gesamten Textilwirtschaft und wie in den letzten Jahren, gespalten. Der überaus technisch geprägte Geschäftsbereich Tenowo zeigte wiederum eine sehr zufriedenstellende Geschäftsentwicklung, während die Bereiche der klassischen Textilindustrie, bei uns der Geschäftsbereich Hoftex und in gewisser Weise auch der Geschäftsbereich Neutex, weitere, teils kräftige Nachfrageeinbrüche in Kauf nehmen mussten. Das Geschäftsjahr 2015 ist noch durch Nachlaufkosten aus der Schließung von zwei Betrieben aus dem Geschäftsbereich Hoftex belastet. Die aus diesen Betriebsschließungen erwarteten Erträge aus Maschinenverkäufen konnten, trotz bereits abgeschlossener Verträge noch nicht vollständig im Jahresabschluss 2015 realisiert werden. Der Geschäftsbereich Tenowo hat sich hingegen, wie in den letzten Jahren, äußerst erfolgreich fortentwickelt und konnte das Ergebnis noch einmal steigern. Insgesamt konnte die HOFTEX GROUP AG in ihrem Konzernabschluss einen Jahresüberschuss in Höhe von Mio. € 6,1 erwirtschaften (Vorjahr: Mio. € 3,5).

Der Geschäftsbereich Hoftex hatte im Vorjahr die Bertriebe der Hoftex Weberei GmbH und der Hoftex Spinnerei GmbH sowie den Betrieb der Hoftex Liberec s.r.o. geschlossen. Seitdem wird der Geschäftsbereich Hoftex durch die Hoftex GmbH und die Hoftex Färberei GmbH als Vertriebsgesellschaften und produktionsseitig durch die Hoftex CoreTech GmbH, die Hoftex Max Süss GmbH und die Hoftex Färberei Betriebs GmbH vertreten. Im verbleibenden Spinnereiunternehmen Hoftex CoreTech GmbH konnten nach Optimierung der Maschinenausstattung die interessantesten Bereiche unserer Produktpalette aus der Spinnerei aufrechterhalten werden. Diese verbleibenden Unternehmen im Geschäftsbereich Hoftex haben im Jahr 2015 einen operativen Verlust in Höhe von Mio. € -0,5 erwirtschaftet, gegenüber einem Überschuss von Mio. € +0,5 im Vorjahr.

Der Geschäftsbereich Neutex, der unter der Führung der Neutex Home Deco GmbH auch die rumänische Gesellschaft SC Textor S.A. umfasst, hatte im Geschäftsjahr 2015 Umsätze verloren. Die Situation, dass durch die Spannungen zwischen der westlichen Welt und Russland aufgrund der Ukrainekrise die Umsätze mit Russland, deren Geschäftsbeziehungen in den Vorjahren erfolgversprechend aufgebaut wurden, drastisch eingebrochen sind, hat sich auch im Jahr 2015 noch einmal wiederholt. Im vierten Quartal 2015 waren jedoch Verbesserungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum erkennbar. Dieser positive Trend hat sich bislang auch im neuen Jahr fortgesetzt. Die in Rumänien eingerichtete Konfektion, die ausschließlich für die Neutex tätig ist, hat sich auch im Jahr 2015 planmäßig entwickelt und Kostenvorteile gegenüber der Fremdvergabe dieser Aufträge ermöglicht.

Der Geschäftsbereich Tenowo zeigt seit Jahren eine stetige Steigerung der Umsätze. Diese sind von Mio. € 107,9 auf Mio. € 123,2 angestiegen. Dies entspricht einer Steigerung um 14,2 %. Ohne Berücksichtigung von konsolidierungspflichtigen Umsätzen haben sich die Umsätze der Gesellschaften wie folgt entwickelt. Der in absoluten Beträgen größte Umsatzanstieg kommt aus der Tenowo Inc. Dort ist der in EUR umgerechnete Umsatz von Mio. € 23,5 auf Mio. € 32,8 angestiegen, das entspricht einem Anstieg von fast 40 %, der natürlich teilweise währungsbedingt ist. Die Tochtergesellschaft in China konnte den Vorjahresumsatz von Mio. € 2,3 auf Mio. € 5,5 steigern. Dieser relativ starke Anstieg ist aber durch die Zunahme der Umsätze in der Anlaufphase, ausgehend von einer geringen Basis, begründet. Die Tenowo in Deutschland konnte ihren Umsatz von Mio. € 88,0 auf Mio. € 90,8 steigern. Das entspricht eine Zunahme von 3,2 %.

Bei Vollauslastung der Kapazitäten war dies nur möglich durch Kapazitätserweiterungen in einzelnen Betrieben sowie durch den im Vorjahr angelaufenen Betrieb in China, der sich noch bis zur Vollauslastung in den nächsten Jahren fortentwickeln muss. Trotz der beträchtlichen, aber so geplanten Anlaufkosten in China, konnte das Ergebnis des Teilkonzerns Tenowo erheblich gesteigert werden, der auch dazu beigetragen hat, dass das Konzernergebnis die im Vorjahr abgegebene Prognose übertroffen hat. Hierzu haben alle übrigen Standorte mit kräftigen Ergebnissteigerungen beigetragen.

Das Geschäftsjahr 2015 im Überblick:

Hoftex

Umsatzrückgang wegen Betriebsschließungen im Vorjahr
Operatives Ergebnis wie geplant

Neutex

Weitere Umsatzrückgänge

Tenowo

Starke Umsatzausweitung
Längere Anlaufphase in China
Operatives Ergebnis über Plan
US-Tochter bestes Ergebnis aller Zeiten

Vermögenslage des Konzerns

Das Gesamtvermögen (Bilanzsumme) des Hoftex Group Konzerns ist im Jahr 2015 von Mio. € 174,7 auf Mio. € 180,1 angestiegen. Das Anlagevermögen hat hierbei von Mio. € 91,3 um Mio. € 11,3 auf Mio. € 102,6 zugenommen. Dies ist vor allem auf die gestiegenen Investitionen in Sachanlagen zurückzuführen. Die Investitionen liegen damit weit über den Abschreibungsbeträgen. Im Umlaufvermögen haben Mittelfreisetzungen bei Vorräten in Höhe von Mio. € 4,7 stattgefunden, während es bei den Forderungen zu einem Anstieg in Höhe von Mio. € 2,2 gekommen ist. Aufgrund der Auszahlung von Darlehen aus der Darlehensgeneration III, die in Form von 4 bilateralen Darlehensverhältnissen gestaltet wurde, ist der Bestand an Liquiden Mitteln mit Mio. € 12,0 weiterhin auf hohem Niveau.

Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 82,7 auf Mio. € 89,5 erhöht. Diese Zunahme resultiert aus dem erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss von Mio. € 6,1, Vermögensmehrungen aus der Umrechnung mit gestiegenen Kursen aus den Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften von Mio. € 1,5, abzüglich der Dividendenzahlung in Höhe von Mio. € 0,8.

Die Quote des bilanziellen Eigenkapitals beträgt 49,7 % gegenüber 47,3 % im Vorjahr. Das für uns entscheidende wirtschaftliche Eigenkapital, das neben dem bilanziellen Eigenkapital auch ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von Mio. € 14,0 sowie die abgegrenzten Zuschüsse von Mio. € 0,7 umfasst, beträgt 57,9 % (Vorjahr: 57,9 %). Im Vorjahr wurden darüber hinaus nachrangige Betriebsmittelkredite der Muttergesellschaft einbezogen. Die unveränderte Eigenkapitalquote, trotz deutlich gestiegenen Eigenkapitals, ist auf den Basiseffekt einer gestiegenen Bilanzsumme zurückzuführen.

Die abgegrenzten Zuwendungen für Investitionszuschüsse und -zulagen haben durch planmäßige Auflösungen um Mio. € 0,7 auf Mio. € 0,7 abgenommen.

Die Pensionsrückstellungen sind mit den vollen Werten unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 4,31 % (Vorjahr: 4.53 %) dotiert. Jedoch wurde von der vorgezogenen Anwendung des durchschnittlichen Rechnungszinsfußes auf Basis einer 10-jährigen Durchschnittsberechnung Gebrauch gemacht und ein Rechnungszinsfuß von 4,31 % zugrunde gelegt. Von den Rückstellungen wurden die zurechenbaren Werte aus Ansprüchen an Versicherungen abgezogen. Der Ausweis der Pensionsrückstellungen hat insgesamt um Mio. € 0,4 (Vorjahr: Mio. € 0,2) abgenommen.

Von den anderen Rückstellungen haben die Steuerrückstellungen um Mio. € 0,1 abgenommen, die sonstigen Rückstellungen haben hingegen um Mio. € 0,1 zugenommen.

Die Bankkredite setzen sich aus Mio. € 32,2 langfristige Kredite (Vorjahr: Mio. € 27,4) und mit Mio. € 1,3 Kurzfristkredite (Vorjahr: Mio. € 0,9) zusammen. Die Langfristkredite wurden im Wesentlichen wegen der teilweisen Endfälligkeit des Konsortialdarlehens I planmäßig um Mio. € 10,2 zurückgeführt. Zum 30.6. 2015 war eine vereinbarte Investitionsfinanzierung (Darlehensgeneration III) in Höhe von Mio. € 15,0 zur Auszahlung gekommen. Die hierdurch zugeflossene Liquidität hat trotz der hohen planmäßigen Kreditrückführungen die relativ hohen Geldbestände bei Mio. € 12,0 verharren lassen. Wird die Entwicklung der Bankguthaben mit einbezogen, hat sich die konzernweite Nettobankverschuldung von Mio. € 12,7 um Mio. € 9,0 erhöht auf Mio. € 21,7. Wegen der Zinslosigkeit der hohen Bankbestände und der Erhöhung der langfristigen Darlehen kam es zu einer Erhöhung der Zinskosten um Mio. € 0,2.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel haben, da wir umfangreiche Investitionsprojekte noch nicht vollständig abgeschlossen haben, um Mio. € 0,4 zugenommen. Unsere Lieferverbindlichkeiten erfüllen wir generell innerhalb der Skontofristen.

Die übrigen Verbindlichkeiten, die auch die kurzfristigen Betriebsmittelkredite der ERWO Holding AG sowie kurzfristige Finanzmittel von nahestehenden Unternehmen für die Tochtergesellschaft in China beinhalten, haben um Mio. € 6,1 abgenommen. Dies ist im Wesentlichen auf die Rückführung der kurzfristigen Betriebsmittelkredite von der ERWO Holding AG in Höhe von Mio. € 7,0 zurückzuführen. Die Finanzmittel von nahestehenden Unternehmen für die Tochtergesellschaft in China haben hingegen um Mio. € 0,7 zugenommen. Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten haben um Mio. € 0,2 zugenommen.

Cashflow und Finanzierung

Die Finanzlage war im Jahr 2015 durch die gute Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich Tenowo sowie durch die Mittelfreisetzungen aus dem Lagerabbau der geschlossenen Betriebe des Geschäftsbereichs Hoftex gekennzeichnet.

Cashflow

Die Kapitalflussrechnung wurde erstmals nach DRS 21 aufgestellt. Auf die Darstellung der Vorjahresvergleichszahlen wurde wegen der eingeschränkten Vergleichbarkeit verzichtet.

Die Kurzfassung der Konzernkapitalflussrechnung zeigt die folgenden Komponenten:

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in Mio. € 2015
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 23,2
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -23,1
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3,8
Veränderung der liquiden Mittel -3,7

Finanzierung

Zum 30. Juni 2015 wurde die Finanzierung aus dem Konsortialdarlehensvertrag I planmäßig zurückgeführt. Der im Jahr 2013 abgeschlossene Konsortialdarlehensvertrag II über eine langfristige Finanzierung im Volumen von Mio. € 20,0 und Auszahlung zum 30. Juni 2014 wurde im Jahr 2015 durch den Abschluss von vier bilateralen Darlehens- und Betriebsmittelkrediten mit unseren Hausbanken und einer Auszahlung zum 30. Juni 2015 ergänzt. Die vier bilateralen Darlehens- und Betriebsmittelkredite bestehen mit der Commerzbank AG, der Bayerischen Landesbank, der Baden-Württembergischen Bank und der Unicredit AG. Der Konsortialdarlehensvertrag II und die bilateralen Darlehens- und Betriebsmittelkredite dienten im Wesentlichen der Finanzierung der weiteren umfangreichen Investitionen im Geschäftsbereich Tenowo, insbesondere für die Erweiterungsinvestition im Werk Reichenbach II. Das Konsortialdarlehen II hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2020 und die vier bilateralen Darlehens- und Betriebsmittelkredite haben im Darlehensbereich eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2022. Die Betriebsmittelkreditlinien im Umfang von Mio. € 10 haben eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018.

Die Kreditinanspruchnahme in allen zwei Darlehensgenerationen (KDV II und Darlehen III) erfolgt ausschließlich durch die HOFTEX GROUP AG. Die Betriebsmittelkreditlinien können auch von den inländischen Tochtergesellschaften in Anspruch genommen werden. Der ursprüngliche Konsortialdarlehensvertrag (KDV I) gewährte die Finanzierungssicherheit in einer von Finanzkrisen und Eurokrisen gekennzeichneten Zeit. Dass die im Jahr 2013 neu abgeschlossene Investitionsfinanzierung ebenfalls im Rahmen eines Konsortialdarlehensvertrages (KDV II) erfolgte, ergab sich aus Gründen der gleichmäßigen Besicherung aller beteiligten Banken. Mit der neuen Darlehensgeneration III wollen wir in Form von bilateralen Verträgen auf mittlere Sicht wieder zu einfacheren Finanzierungsformen zurückfinden.

Ertragslage des Konzerns

Die Umsatzerlöse sind im Konzern um Mio. € 9,7 auf Mio. € 175,4 zurückgegangen. Die Rückgänge sind vor allem auf die Entwicklung im Geschäftsbereich Hoftex und auch im Geschäftsbereich Neutex zurückzuführen, während der Geschäftsbereich Tenowo auch im Geschäftsjahr 2015 wieder kräftig zulegen konnte. Die konsolidierten Außenumsätze haben sich wie folgt entwickelt:

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2015

Mio. €
Vorjahr

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Hoftex 34,0 58,3 -24,3
Neutex 17,3 18,2 -0,9
Tenowo 123,2 107,9 +15,3
Übrige und Konsolidierung 0,9 0,7 +0,2
Konzernumsätze 175,4 185,1 -9,7

Die Umsätze im Geschäftsbereich Hoftex sind wegen der im Vorjahr vorgenommenen Schließung zweier Spinnereien und einer Weberei erwartungsgemäß zurückgegangen. Der Geschäftsbereich Neutex leidet immer noch unter einer fortschreitenden Konkurrenz aus Billiglohnländern sowie unter den Folgen der Spannungen zwischen der westlichen Welt und Russland. Alleine die Geschäftsbeziehungen mit Russland erlitten in 2015 einen weiteren Umsatzrückgang von Mio. € 0,4. Eine Kompensation war durch die erwähnte Wettbewerbssituation und die uneinheitliche Entwicklung in den diversen Geschäftsfeldern nicht möglich, so dass der Gesamtumsatz noch einmal um Mio. € 0,9 zurückging. Es werden verstärkte Anstrengungen unternommen, künftig den Export in westliche Länder stärker auszuweiten. Gegenüber den Verbandszahlen hat die Neutex hier noch Nachholbedarf, der durch verstärkte Vertriebsaktivitäten sicherlich noch realisiert wird. Der Geschäftsbereich Tenowo hingegen hat, wie in den Vorjahren auch, seine erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt. An fast allen bisherigen Standorten wurde unter Vollauslastung der Kapazitäten gearbeitet. Lediglich die im Vorjahr angelaufene Tochtergesellschaft in China mit ihrer neu errichteten Betriebsstätte konnte sich nicht so zügig entwickeln, wie dies ursprünglich geplant war. Hier kam zum Vorjahresumsatz von umgerechnet Mio. € 2,3 eine Steigerung auf Mio. € 5,5 hinzu. Die Tochtergesellschaft Tenowo Inc. in den USA hat hingegen das erfolgreichste Jahr seit Bestehen hinter sich. Der Umsatz konnte von umgerechnet Mio. € 23,5 auf Mio. € 32,8 gesteigert werden, das entspricht einem Umsatzanstieg von 39,6 %. Zum Teil ist diese Entwicklung auf Devisenkursänderungen zurückzuführen. Auf Dollar-Basis haben die Umsätze um 16,5 % zugenommen.

In den deutschen Standorten Hof, Reichenbach und Mittweida konnten durch kapazitätserweiternde Investitionen (Mittweida) und effizienzsteigernde Investitionen (Hof) die Umsätze bei Vollauslastung um Mio. € 2,8 gesteigert werden.

Der Rückgang der Fertigwarenläger und der unfertigen Erzeugnisse ergab eine Bestandsminderung von Mio. € -4,8 (Vorjahr: Mio. € -7,9). Die Verringerung der Bestände ist vor allem eine Folge der Stilllegung von zwei Spinnereien und der Weberei und des damit verbundenen Verkaufs deren Lagerbestände. Die Geschäftsbereiche haben diese Entwicklung wie folgt verursacht:

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2015

Mio. €
Vorjahr

Mio. €
Hoftex -3,5 -9,3
Neutex +0,1 -0,3
Tenowo -1,4 +1,7
Übrige und Konsolidierung 0,0 0,0
Konzernausweis -4,8 -7,9

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit Mio. € 5,7 gegenüber dem Vorjahr mit Mio. € 5,6 annähernd gleich geblieben. Sie resultieren vor allem aus:

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2015

Mio. €
Vorjahr

Mio. €
Erträge aus Anlagenverkäufen 0,9 1,5
Kursgewinne 2,0 0,9
Auflösung abgegrenzter Zuschüsse 0,7 0,7
Auflösung von Rückstellungen 0,5 0,7
Periodenfremde Erträge 0,3 0,6
Vermietungserlöse 0,3 0,3
Übrige 1,0 0,9
Konzernausweis 5,7 5,6

Die Erträge aus Anlagenverkäufen resultieren größtenteils aus dem Verkauf von Anlagegütern der geschlossenen Betriebe im Geschäftsbereich Hoftex. Die Kursgewinne gehen auf realisierte Kursgewinne während des Geschäftsjahres, vor allem aus Dollareingängen, zurück, aber auch auf die Bewertung von Dollarbeständen und Forderungen. Die Auflösung von erhaltenen Zuschüssen betreffen abgegrenzte Zuschüsse und Zulagen aus früheren Jahren, die planmäßig entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Maschinen aufzulösen sind.

Der Materialaufwand ist wegen der erheblichen Kapazitätsschnitte durch Betriebsschließungen im Geschäftsbereich Hoftex von Mio. € 95,2 auf Mio. € 87,2 zurückgegangen. Bezogen auf die Betriebsleistung ist die Materialaufwandsquote von 53,7 % auf 51,1 % zurückgegangen. Dies ist eine Folge des gestiegenen Anteils des Geschäftsbereichs Tenowo, der über eine geringere Materialaufwandsquote verfügt als die übrigen Geschäftsbereiche.

Die Personalkosten sind vor allem wegen der Stilllegung von drei Betrieben aus dem Geschäftsbereich Hoftex gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 42,9 auf Mio. € 41,8 zurückgegangen. Bezogen auf die betriebliche Gesamtleistung ist ihr Anteil jedoch von 24,2 % leicht gestiegen auf 24,5 %. Ursächlich hierfür sind vor allem gestiegene Personalkosten im Geschäftsbereich Tenowo aufgrund der Inbetriebnahmen von neuen Betriebsteilen in Reichenbach II und für die Tenowo Mittweida in Hof Moschendorf.

Der durchschnittliche Personalstand (einschließlich Auszubildende) ist um 65 Mitarbeiter auf 1.221 Mitarbeiter zurückgegangen (Vorjahr: 1.286).

Die Personalstände in den Geschäftsbereichen haben sich wie folgt entwickelt:

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2015 MA Vorjahr MA
Hoftex 230 422
Neutex 294 298
Tenowo 646 527
Übrige inkl. Immobilienverwaltung 51 39
Konzernausweis 1.221 1.286

Die Abschreibungen, die durchgehend Fixkostencharakter haben, sind mit Mio. € 10,0 zum Vorjahr um Mio. € 0,2 höher ausgefallen. Der Anstieg resultiert aus den Investitionen im Geschäftsbereich Tenowo. Dort sind die Abschreibungen von Mio. € 6,6 um Mio. € 1,3 angestiegen auf Mio. € 7,9. In den beiden anderen Geschäftsbereichen gab es leichte Rückgänge bei den Abschreibungen. In den geschlossenen Betrieben wurde im Vorjahr noch bis in das vierte Quartal 2014 planmäßig abgeschrieben. In 2015 sind diese Abschreibungen weggefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die ebenfalls, wenn auch zu geringerem Anteil, Fixkosten enthalten, sind mit Mio. € 27,4 um Mio. € 2,0 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Jedoch stehen hierbei Steigerungen aufgrund von Geschäftsexpansionen im Geschäftsbereich Tenowo Kostenrückgängen wegen Geschäftsreduzierungen in den Geschäftsbereichen Hoftex und Neutex gegenüber. Die Erhöhung im Geschäftsbereich Tenowo ist gänzlich auf die Erweiterungen des Geschäftsbereichs Tenowo zurückzuführen. Durch die Inbetriebnahme der in Hof Moschendorf eingerichteten Fertigungslinie für Mittweida und die Aufnahme des Probebetriebs in Reichenbach II sowie den Ganzjahresbetrieb in China sind zusätzliche Anlaufkosten entstanden, die sich hier niedergeschlagen haben.

Die sonstigen Aufwendungen betreffen:

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2015

Mio. €
Vorjahr

Mio. €
Einzel-, Pauschalwertberichtungen und sonstige Forderungsverluste 0,5 0,4
Kursverluste 0,3 0,3
Verwaltungskosten 7,4 6,6
Betriebskosten 9,3 8,0
Vertriebskosten 8,2 8,3
Diverse nicht zuordenbare 1,7 1,8
Konzernausweis 27,4 25,4

Das Beteiligungsergebnis weist in diesem Geschäftsjahr ausschließlich den "at equity" erfassten anteiligen Gewinn aus dem assoziierten Unternehmen "Supreme Nonwoven" in Indien mit Mio. € 0,1 aus (Vorjahr: Mio. € 0,1). Gegen Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 und in der Zeit danach kam es in Indien wieder zu einer konjunkturellen Erholung, die sich aber ergebnismäßig erst im nächsten Abschluss deutlich niederschlagen wird.

Das negative Zinsergebnis von Mio. € -2,5 hat sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. € -0,2 verschlechtert. Dies ist Folge der gestiegenen Inanspruchnahme von Bankkrediten, trotz immer noch relativ hoher Liquider Mittel. Die Zinsaufwendungen haben dadurch um Mio. € 0,2 zugenommen. Das Zinsergebnis enthält neben den originären Zinsaufwendungen in Höhe von Mio. € 1,9 (Vorjahr: Mio. € 1,7) mit Mio. € 0,6 unverändert die nicht zahlungswirksame Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Ein außerordentliches Ergebnis ist im diesjährigen Konzernabschluss nicht angefallen. Im Vorjahr wurde mit Mio. € -3,4 eine außerplanmäßige Abschreibung auf die stillgelegte Betriebsimmobilie der Hoftex Liberec s.r.o. in Liberec (Tschechien) ausgewiesen.

Die Ertragsteuern zeigen für den Konzernabschluss einen Aufwand in Höhe Mio. € -0,3. Im Vorjahr war hier wegen der Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen für frühere Jahre ein "Steuerertragsposten" ausgewiesen.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2015

Mio. €
Vorjahr

Mio. €
Ertragsteuer für das Geschäftsjahr -0,5 -0,4
Auflösung Steuerrückstellungen für Vorjahre +0,2 +0,8
Erhöhung aktive latente Steuern +0,0 +0,0
Verringerung passive latente Steuern +0,0 +0,0
Summe Ertragsteuern -0,3 0,4

Unter sonstigen Steuern werden üblicherweise die Grundsteuer, Kfz-Steuern und bestimmte Umsatzsteuern auf geldwerte Vorteile mit zusammen Mio. € 0,9 (Vorjahr: Mio. € 0,7) ausgewiesen. Zusätzlich wurde eine Rückstellung für diverse Steuern aus der noch laufenden steuerlichen Betriebsprüfung in Höhe von Mio. € 0,3 gebildet.

Der Konzernjahresüberschuss beläuft sich auf Mio. € 6,1 (Vorjahr: Mio. € 3,5).

Die Jahresergebnisse nach Steuerumlagen und vor Ergebnisübernahme haben sich in den Geschäftsbereichen wie folgt entwickelt:

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2015

Mio. €
Vorjahr

Mio. €
Hoftex -2,6 -7,5*)
Neutex -0,6 +0,3
Tenowo +8,1 +6,3
Übrige inkl. Immobilienverwaltung und Konsolidierung +1,2 +4,4
Jahresüberschuss +6,1 +3,5
(vor Ergebnisübernahmen)

*) davon im außerordentlichen Ergebnis Mio. € 3,5.

Die Vorjahresvergleichszahlen wurden zur besseren Vergleichbarkeit unter Berücksichtigung einer Steuerumlage dargestellt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem von der HOFTEX GROUP AG erzielten Jahresüberschuss von T€ 4.665 (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 6.357) bezogen auf 5.444.800 Aktien mit € 0,86 je Aktie (Vorjahr: € + 1,17). Das Ergebnis je Aktie bezogen auf das Konzernergebnis von T€ 6.149 (Vorjahr: T € 3.544) beträgt € 1,13 je Aktie (Vorjahr: € 0,65).

Mitarbeiter

Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 1.221 Mitarbeiter gegenüber 1.286 im Vorjahr beschäftigt. Der Rückgang ergibt sich vor allem aus dem Wegfall der im Herbst 2014 geschlossenen Betriebe.

Frauenquote

Der Aufsichtsrat hat als Zielquote für den Vorstand bis zum 30. Juni 2017 die Beibehaltung des Status Quo, das heißt eine Nullquote beschlossen. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass ihm bis zum 30. Juni 2017 mindestens zwei Frauen angehören. Aktuell gehören dem Aufsichtsrat vier Frauen an. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der HOFTEX GROUP AG eine Zielgröße von 20 Prozent innerhalb einer Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2017 beschlossen. Der bisherige Frauenanteil bei Festlegung der Zielgröße beträgt 40 Prozent. Eine Zielgröße für die zweite Führungsebene wurde nicht festgelegt, da die HOFTEX GROUP AG als Holdinggesellschaft über flache Führungsstrukturen verfügt und es daher keine durchgehende zweite Führungsebene gibt. Damit werden die durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst geforderten Quoten erfüllt.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Anlagen und Finanzanlagen betrugen im Jahr 2015 Mio. € 25,3 (Vorjahr: Mio. € 26,3). Damit wurden in den letzten drei Jahren insgesamt Mio. € 73,2 in das Anlagevermögen investiert.

Risikobericht

Die Hoftex Group ist als international tätiger Konzern in der industriellen Textilfertigung Risiken ausgesetzt. Gemäß § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand der HOFTEX GROUP AG in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risikopositionen eingerichtet. Aufgrund der dezentralen Organisationsstrukturen stellt das Risikomanagement einen integralen Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses dar. Die HOFTEX GROUP AG und deren Tochtergesellschaften haben ein einheitliches Risikomanagementsystem, das laufend fortentwickelt und den sich wandelnden Anforderungen angepasst wird. Die Hoftex Group ist aufgrund ihrer diversifizierten Struktur in den einzelnen Geschäftsbereichen auch unterschiedlichen Risiken und Risikoschwerpunkten ausgesetzt. Dies führt dazu, dass es zu einem gewissen Risikoausgleich innerhalb der Hoftex Group kommt.

Im Finanzbereich haben wir für Zahlungsströme und das Zins- und Forderungsmanagement effiziente Kontrollsysteme etabliert. Von der HOFTEX GROUP AG als Holding werden Finanzierungsrisiken zentral abgesichert und die Linienausnutzung der Tochtergesellschaften bei den Banken überwacht und gesteuert. Kurssicherungsgeschäfte in den einzelnen Tochtergesellschaften werden durch die Holding überwacht und koordiniert. In Verbindung mit einem täglichen Cash-Pooling mit allen Hausbanken hat die Holding ständig Einblick in die finanzielle Entwicklung bei den Tochtergesellschaften.

Im Bereich des Forderungsmanagements gilt grundsätzlich die Maßgabe, dass Kunden nur innerhalb des von der Kreditversicherung erteilten Kreditlimits beliefert werden dürfen. Wesentliche Abweichungen davon sind der Konzernleitung zur vorherigen Genehmigung vorzulegen. Die Holding erhält monatlich Kennzahlen über Zielinanspruchnahmen, Fälligkeiten und Überfälligkeiten der Außenstände. Dieses Forderungsmanagement ermöglicht es, Chancen wahrzunehmen, ohne dass dadurch die Risiken unkontrolliert zunehmen. Bei Abschluss von Geschäften, die die vorgegebenen Grenzwerte überschreiten, muss die jeweilige Gesellschaft auch eine erhöhte Risikovorsorge bilden.

Das Risikofrüherkennungssystem wird durch das Controlling und das Management in den operativen Gesellschaften sichergestellt.

Das Berichtswesen und das interne Kontrollsystem stellen sicher, dass eine zeitnahe Information der Entscheidungsträger über den Geschäftserfolg und gegebenenfalls eingetretene Fehlentwicklungen gegeben ist. Die Konzernrevision überprüft zusätzlich die Effizienz einzelner Strukturen und Abläufe, die Funktionsfähigkeit einzelner Systeme, die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen sowie die ordnungsmäßige Buchführung und die Sicherung des Vermögens.

Die drei Säulen unseres Risikomanagementsystems sind somit:

Systemimmanente Sicherungsvorkehrungen
Regelmäßiges Berichtswesen bis hin zur Ad-hoc-Berichtspflicht
Einzelfallprüfungen

Sie gewährleisten, dass das Management rechtzeitig Hinweise bezüglich potenzieller Risiken erhält und zuverlässig in die Lage versetzt wird, entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen.

Die im Jahr 2015 vorgenommenen Überprüfungen betrafen:

Überprüfung des Frachtwesens in der Tenowo GmbH
Überprüfung von Maschinenverkaufsverträgen an ausländische Maschinenhändler
Überprüfung aller Vollmachten und Regelungen zu Zeichnungsberechtigungen intern wie extern
Tägliche Einsichtnahme in die Bankenstände aller Konten und die angelegten Zahlpläne und Einzelüberweisungen aller Gesellschaften
Überprüfung eines Zahllaufs über das electronic banking und zugrunde liegender Belege
Überprüfung der Folgen der gegen Ende 2013 abgeschlossenen Zinssicherungen
Kontrolle bei der Abrechnung von Reisekosten
Einhaltung von Auflagen des Zolls und umsatzsteuerlicher Formvorschriften

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung (März 2016) können Umfeldrisiken und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken sowie finanzwirtschaftliche Risiken aus ungewissen künftigen Zins- und Devisenkursentwicklungen aufgeführt werden. Die bisherigen Auswirkungen einer verschärften Konkurrenzsituation aus asiatischen Ländern auf unsere Geschäftsfelder Hoftex und zwischenzeitlich auch auf Neutex wurden in der Vergangenheit realistisch eingeschätzt. Dies hat uns dazu verholfen, rasch auf Einflüsse reagieren zu können.

Latente Risiken, die man den unternehmensstrategischen Risiken zuordnen kann, bestehen im gesamten Vliesbereich. Die tragende Funktion, als Zulieferer der Automobilindustrie tätig zu sein, erfordert ein ständiges Bestreben der Verbesserung in Sachen Qualität, Lieferzuverlässigkeit und natürlich auch der Herstellungskosten, da der Abnehmer in diesem Marktsegment größere Einflussmöglichkeiten auf die Preise besitzt als der Produzent. Um hier dauerhaft bestehen zu können, muss unentwegt in neue, qualitätsverbessernde und kostensenkende Produktionsverfahren investiert werden. Risiken können sich aber auch aus den derzeitigen Unsicherheiten über die Weiterentwicklung der Märkte im Automobilsektor in den USA und vor allem in Europa ergeben. Hierauf zu reagieren ist nur in ganz engen Grenzen möglich. Unsere Entscheidung in China ein Vlieswerk aufzubauen, ist geeignet, diese Risiken etwas einzudämmen.

Unsere Sorge über die zunehmende Konzentration im deutschen Bankensektor wurde im Zusammenhang mit den Folgewirkungen aus der Finanzmarktkrise in den Jahren 2008/2009 bestätigt. Es hat sich gezeigt, dass es tendenziell immer schwieriger geworden ist, notwendige Fremdmittel zu erhalten bzw. Fremdmittelfinanzierungen aufrecht zu erhalten. Die Regelungen durch "Basel II" haben gezeigt, dass diese in der Krise verschärfend wirken und dadurch die Wirtschaftskrise noch verstärken. Die zurückliegende Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 bis 2009 hatte uns weitere Risiken vor Augen geführt. Wir hatten daraus bereits im Jahr 2010 die Konsequenzen gezogen und zusammen mit unseren finanzierenden Banken eine konsortiale Finanzierungsstruktur eingeführt, die die Finanzierungssicherheit deutlich erhöht hat. Für die im Jahr 2013 abgeschlossenen Investitionskredite für die umfangreichen Investitionen im Geschäftsbereich Tenowo hatten wir uns ebenfalls für eine konsortiale Finanzierungsstruktur entschieden. Nachdem sich die Finanzierungsmöglichkeiten durch die Banken zwischenzeitlich wieder deutlich entspannt hatten, konnten wir die Verhandlungen und die Abschlüsse der Finanzierungsrunde III, die die Finanzierung nach dem Auslaufen der Konsortialdarlehensfinanzierung aus dem Jahre 2010 zum 30.6.2015 langfristig bis zum Jahr 2022 sicherstellt, wieder in der Form bilaterale Finanzierungsverträge mit unseren vier Hausbanken durchführen. Ausschlaggebend dafür war eine gewisse Entspannung im Bankensektor, bei einer gleichzeitig besseren Risikoeinstufung als Folge der Schließung von defizitären Betriebsteilen. Diese beiden Umstände ermöglichten es uns, für diese langfristige Finanzierung von einer konsortialen Finanzierungsstruktur abzusehen und zu einfacher strukturierten Finanzierungsverträgen zurückzukehren.

Mit dieser langfristigen Finanzierung III, die ein Volumen von Mio. € 25 umfasst, haben wir zusammen mit dem Konsortialdarlehensvertrag II mit einem Volumen von Mio. € 20,0 den Finanzbedarf für die umfangreichen Investitionen, darunter zwei Betriebserrichtungen, im Geschäftsbereich Tenowo langfristig gesichert.

Im Geschäftsjahr 2015 konnte die Erweiterungsinvestition des Betriebs Reichenbach II abgeschlossen werden, und der neue Betriebsteil konnte einen Probebetrieb absolvieren. Diese Erweiterungsinvestition wird es uns ermöglichen, in der Tenowo das Geschäftsfeld "Industrial" zu forcieren. Dieses Geschäftsfeld ist geeignet, einen Gegenpol zum Geschäftsfeld "Automotive" zu bilden und dadurch die Ertragskraft des Geschäftsbereichs weiter zu stabilisieren. Ein weiterer Aspekt dieser Erweiterungsinvestition in Reichenbach ist die Reduzierung von Umrüstungen. Damit wird es zu noch besseren Kostenstrukturen kommen, als wir diese bisher schon hatten. Für die Fertigungstechnologie in Mittweida wurde an einem frei gewordenen Standort in Hof eine Erweiterung für diese Technologie eingerichtet. Auch diese Fertigung konnte noch im Geschäftsjahr 2015 in Betrieb genommen werden.

Die Investition in einen neuen Betrieb in China wurde im Jahr 2014 abgeschlossen und in Betrieb genommen. Die Expansion auf den Chinesischen Märkten hat sich aufgrund der vielfachen Zertifizierungen bei den Kunden etwas verzögert. Die umfangreichen Erweiterungsinvestitionen in der Tochtergesellschaft Tenowo Inc. in USA konnten zwischenzeitlich weitgehend abgeschlossen werden und haben die Leistungsfähigkeit des dortigen Betriebs deutlich erhöht. Dies hat sich auch in einer sehr erfolgreichen Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2015 gezeigt. Die Tenowo Inc. konnte das mit Abstand beste Ergebnis in ihrer Geschichte erzielen.

Das seit dem letzten Quartal 2013 eingetretene, bis dahin niedrigste Zinsniveau seit Jahren, wurde dazu genutzt, um einen Großteil der für unsere Betriebserweiterung in Reichenbach aufgenommenen langfristigen, auf Euriborbasis zu verzinsende Investitionskredite für den Zeitraum Oktober 2014 bis September 2019 mit Zinsswaps abzusichern. Auch wenn mittlerweile das Zinsniveau seit Ende 2013 unerwartet noch weiter abgesunken ist, ist uns die Zinssicherheit für ein Volumen von Mio. € 12 diese faktische Festzinsvereinbarung wert.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der HOFTEX GROUP AG hat nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der HOFTEX GROUP AG zu verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der vorstehenden Rechtsgeschäfte bekannt waren, hat die Gesellschaft bei allen Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."

Prognosebericht und Ausblick auf das Jahr 2016

Im Geschäftsjahr 2015 hat die im Jahr 2014 vorgenommene Schließung der bis dahin größten Verlustbringer, die Spinnerei und die Weberei in Hof Moschendorf sowie die mit diesen zusammenhängende Spinnerei im tschechischen Liberec, bereits erste positive Auswirkungen gezeigt. Die einem hohen internationalen Wettbewerbsdruck ausgesetzte sogenannte "klassische Textilindustrie" des Geschäftsbereich Hoftex ist im Umfang auf drei verbliebene kleine Spezialitätenbetriebe, die sich am Markt noch mit ihren Nischenprodukten unter der derzeitigen Kostensituation behaupten können, geschrumpft. Ein großer Einfluss auf die Ertragslage der Hoftex Group ist damit nicht mehr verbunden. Aus den geschlossenen Spinnereien und der Weberei sind die Lagerbestände bis zum Zeitpunkt der Berichtserstellung (März 2016) bis auf einen Bestand in Höhe von Mio. € 0,4 weitgehend verkauft. Bis Mitte des Jahres wird auch dieser Restbestand veräußert oder verarbeitet sein. In der verbliebenen Spinnerei und der Zwirnerei werden im kommenden Jahr noch Produktbereinigungen vorgenommen, um sich mehr auf margenstarke Produkte konzentrieren zu können. Darüber hinaus werden dadurch auch partielle betriebliche Engpässe vermieden. Hoftex plant für 2016 einen Umsatz von Mio. € 27 bei einem leicht negativen operativen Ergebnis.

Im Geschäftsbereich Neutex sollen weitere Anstrengungen im Vertrieb dazu führen, dass die Umsätze, vor allem im Export, aber auch im Inland wieder ansteigen werden, und dadurch die Kostenstrukturen in der Produktion wieder günstigere Relationen erreichen. Der Gesamtumsatz soll annähernd Mio. € 20 erreichen und zu einer Ergebnisverbesserung in Richtung eines nur noch leicht negativen Ergebnisses führen. Die Kostenvorteile durch die Konfektion in Rumänien werden diese Zielsetzung unterstützen.

Der Geschäftsbereich Tenowo wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch weiterhin ein stetiges Wachstum aufweisen. Im Jahr 2016 ist ein Wachstum vor allem im Bereich "Automotive" von knapp 14 % angestrebt. Dieses starke Wachstum wird durch die neue Betriebsstätte Reichenbach II ermöglicht. Aber auch durch Umschichtung von Produkten in Reichenbach auf die neue Anlage werden bisherige Engpässe in der Produktion beseitigt, was eine Steigerung der Produktion anderer Produktgruppen den Weg öffnet. Im Bereich technischer Bänder, die zum Fertigungsprogramm in Mittweida gehören, kommt es durch die Erweiterung dieses Fertigungsprogramms in Hof Moschendorf zu dringend benötigten Kapazitätsausweitungen, mit einer daraus folgenden Umsatzausweitung. Aber auch im Geschäftsfeld "Industrial" sind Umsatzsteigerungen angestrebt, die durch Investitionen im Betrieb Fabrikzeile in Hof ermöglicht werden. Unvermeidliche Umsatzrückgänge bei Interlinings, die mit Mio. € -0,5 vorsichtig angesetzt wurden, fallen angesichts der erwähnten Expansionen in anderen Geschäftsfeldern nicht ins Gewicht. Die geplanten Umsatzsteigerungen erfordern einen weiteren Personalaufbau in Hof, wie auch in Reichenbach. Die Kosten hierfür wurden in den Ergebnisplanungen ausreichend berücksichtigt.

Für den Standort China wird auch das Jahr 2016 schwierig bleiben. Die realistisch geplante Umsatzsteigerung um umgerechnet knapp Mio. € 1,9 wird nicht ausreichen, um die ungünstige Kostensituation zu verbessern. Durch den teilweisen Ersatz der Handelsware mit eigener Produktion kann die Kostensituation tendenziell etwas verbessert werden.

Für die Tenowo Inc. in den USA sind weitere, auch räumliche Erweiterungen geplant, um die dort gegebenen Marktchancen weiter zu realisieren. Es ist auch beabsichtigt, eine weitere Fertigungstechnologie in der Tenowo Inc. einzurichten. Dadurch wird es möglich werden, die in Mittweida so erfolgreiche Technologie weltweit zum Einsatz zu bringen und die heimischen Kapazitäten für die hiesigen Märkte zu nutzen.

Insgesamt gehen wir für den Geschäftsbereich Tenowo von einer Umsatzausweitung in Höhe von rund 15 % auf einen Gesamtumsatz von circa Mio. € 136 aus. Da die dafür erforderlichen Kapazitätsausweitungen Anlaufkosten für die neuen Betriebe verursachen und bei den übrigen Kapazitätserweiterungen noch temporäre Unwirtschaftlichkeiten anfallen, gehen wir vorsichtigerweise von einem gleich bleibenden operativen Ergebnis in den deutschen Standorten und von leicht rückläufigen operativen Ergebnisse in der Tenowo Inc. in den USA aus.

Die allgemeinen Bereiche, bestehend aus Holding, Immobiliengesellschaften und den nicht zugeordneten Konsolidierungen im Konzern, dürften durch die weitere Steigerung der Fremdvermietung der in 2014 frei gewordenen Betriebsstätte Hof Moschendorf in ihrem Vermietungsbereich eine Steigerung des operativen Ergebnisses um Mio. € 0,8 erzielen.

Unter diesen Prämissen scheint uns für das Jahr 2016 bei einem Konzernumsatz von etwa Mio. € 184 und ein Konzernjahresüberschuss in der Größenordnung von Mio. € 6,0 bis Mio. € 7,0 erreichbar.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge mit besonderen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

Hof, 31. März 2016

HOFTEX GROUP AG

Der Vorstand

Steger

van den Burg

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

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in Tausend EUR Anhang 31.12.2015 31.12.2014
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6 644 277
II. Sachanlagen 6 94.707 83.758
III. Finanzanlagen 6/7 7.268 7.240
102.619 91.275
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 8 37.611 42.251
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9 26.012 23.833
III. Liquide Mittel 10 11.980 15.566
75.603 81.650
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 552 434
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 11 1.321 1.309
Bilanzsumme 180.095 174.668
Passiva
in Tausend EUR Anhang 31.12.2015 31.12.2014
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 12 13.920 13.920
II. Kapitalrücklage 14 41.158 41.158
III. Gewinnrücklagen 15 38.754 33.722
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 796 -650
V. Konzernbilanzverlust 16 -5.162 -5.462
89.466 82.688
B. ABGEGRENZTE ZUWENDUNGEN FÜR
INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND -ZULAGEN 17 735 1.470
C. GESELLSCHAFTERDARLEHEN 18 14.000 14.000
D. RÜCKSTELLUNGEN 19 22.573 22.745
E. VERBINDLICHKEITEN 20 53.309 53.752
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 11 12 13
Bilanzsumme 180.095 174.668

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015

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in Tausend EUR Anhang 2015 2014
Umsatzerlöse 21 175.430 185.103
Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse -4.789 -7.945
Andere aktivierte Eigenleistungen 81 0
Gesamtleistung 170.722 177.158
Sonstige betriebliche Erträge 22 5.669 5.621
Materialaufwand 23 -87.217 -95.183
Rohertrag 89.174 87.596
Personalaufwand 24 -41.774 -42.876
Abschreibungen 6 -10.026 -9.813
Sonstige betriebliche Aufwendungen 25 -27.388 -25.396
Betriebsergebnis 9.986 9.511
Beteiligungsergebnis 26 145 63
Finanzergebnis 27 -2.496 -2.263
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.635 7.311
Außerordentliches Ergebnis 28 0 -3.445
Ergebnis vor Steuern 7.635 3.866
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29 -282 404
Sonstige Steuern 30 -1.204 -726
Konzernjahresüberschuss 6.149 3.544

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2015

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in Tausend EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Konzern-

bilanzverlust
Gesamt
Stand 01.01.2014 13.920 41.158 30.547 -3.561 -5.831 76.233
Dividendenzahlung für das Jahr 2013 0 0
Konzernjahresüberschuss 2014 3.544 3.544
Währungsumrechnungsdifferenzen 2.911 2.911
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG 3.175 -3.175 0
Stand 31.12.2014 13.920 41.158 33.722 -650 -5.462 82.688
Dividendenzahlung für das Jahr 2014 -817 -817
Konzernjahresüberschuss 2015 6.149 6.149
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.446 1.446
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 3 AktG 2.700 -2.700 0
Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG 2.332 -2.332 0
Stand 31.12.2015 13.920 41.158 38.754 796 -5.162 89.466

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2015

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in Tausend EUR 2015
Konzernjahresüberschuss 6.149
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10.026
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen inkl. Pensionsrückstellungen -172
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2.907
-/+ Verringerung der abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand -735
+/- Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.377
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. 547
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -116
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.496
- Sonstige Beteiligungserträge -145
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 282
- Ertragsteuerzahlungen -439
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 23.177
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -481
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.087
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -24.799
+ Erhaltene Zinsen 16
+ Erhaltene Dividenden 117
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -23.060
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (Darlehen III) 15.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -9.705
- Tilgung kurzfristige Finanzmittel von Muttergesellschaft -7.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel von nahestehenden Unternehmen 715
- Gezahlte Zinsen -1.968
- Gezahlte Dividenden -817
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.775
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -3.658
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 72
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 15.566
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 11.980

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015

(1) Darstellung des Konzernabschlusses

Die HOFTEX GROUP AG ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Hoftex Group Konzerns.

Der Geschäftsgegenstand entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Hoftex Group sind die Herstellung von Roh- und Farbgarnen sowie von Spezialgarnen und -zwirnen, die Herstellung von Roh-, Buntgeweben und Dekostoffen sowie die Produktion von Vliesstoffen für technische Anwendungen und für Bekleidung.

Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die HOFTEX GROUP AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des Handelsgesetzbuches bzw. des Aktiengesetzes.

Der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG zum 31. Dezember 2015 wird nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt.

Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€).

Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2015 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften gegebenenfalls auf die Vorschriften des HGB übergeleitet.

Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ausgewiesen.

(2) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31.12.2015 sind neben der HOFTEX GROUP AG 16 (Vorjahr: 18) inländische und 4 (Vorjahr: 4) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der HOFTEX GROUP AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Hoftex Group, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS 19 einbezogen. Wegen untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Einbeziehung von 1 (Vorjahr: 1) inländischen Tochterunternehmen nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die Tochterunternehmen Hoftex GmbH, Hoftex CoreTech GmbH, Hoftex Max Süss GmbH, Hoftex Färberei GmbH, Hoftex Färberei Betriebs GmbH, Neutex Home Deco GmbH, Neutex Betriebs GmbH, Tenowo GmbH, Tenowo Hof GmbH, Tenowo Reichenbach GmbH, Tenowo Mittweida GmbH und die Hoftex Immobilien I GmbH sind über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Muttergesellschaft HOFTEX GROUP AG verbunden. Alle diese Unternehmen sind auch in den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG einbezogen. Von diesen 12 (Vorjahr: 12) Unternehmen machen 6 (Vorjahr: 6) von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in vollem Umfang und 6 (Vorjahr: 6) teilweise Gebrauch.

Die Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG einbezogen. Sie macht daher von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB in vollem Umfang Gebrauch.

Der Konsolidierungskreis der HOFTEX GROUP AG umfasst zum 31. Dezember 2015 die folgenden Gesellschaften:

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Sitz Anteil am Kapital

in %
vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Hoftex GmbH Hof 1) 100,00
Hof Garn Verwaltungs GmbH Hof 100,00
Hoftex Färberei GmbH Hof 2) 100,00
Hoftex Färberei Betriebs GmbH Hof 3) 100,00
Hoftex CoreTech GmbH Hof 2) 100,00
Hoftex Max Süss GmbH Hof 2) 100,00
Hoftex Liberec s.r.o. (inaktiv) Liberec, Tschechien 2) 100,00
Tenowo GmbH Hof 100,00
Tenowo Hof GmbH Hof 4) 100,00
Tenowo Reichenbach GmbH Hof 4) 100,00
Tenowo Mittweida GmbH Hof 4) 100,00
Tenowo Inc. Lincolnton, USA 4) 100,00
Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. Huzhou, China 4) 100,00
Neutex Home Deco GmbH Münchberg 100,00
Neutex Betriebs GmbH Münchberg 5) 100,00
SC Textor S.A. Targu Mures, Rumänien 5) 100,00
Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH Hof 100,00
Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG Hof 100,00
Feinspinnerei Hof GmbH Hof 100,00
Hoftex Immobilien I GmbH Hof 100,00
vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB 100,00
Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V. Hof -
nicht konsolidierte Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB
HBD Textil-GmbH Hof 100,00
assoziierte Unternehmen
Supreme Nonwoven Industries Private Limited Mumbai, Indien 49,00

1) 96 % der Anteile hält die HOFTEX GROUP AG, 4 % die Hof Garn Verwaltungs GmbH.

2) 100 % der Anteile hält die Hoftex GmbH.

3) 100 % der Anteile hält die Hoftex Färberei GmbH.

4) 100 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.

5) 100 % der Anteile hält die Neutex Home Deco GmbH.

6) 49 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Für Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1.1.2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese nach dem durch BilMoG geänderten § 301 HGB ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen.

Verbleibende passive Unterschiedsbeträge sind als gesonderte Position nach dem Eigenkapital auszuweisen. Vor dem 1.1.2009 entstandene passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 2 HGB vereinnahmt.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.

Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften, sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden vor allem von Dritten erworbene Software und Lizenzen ausgewiesen. Diese wird ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich, grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB.

Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bewertet. Für nach dem 31.12.2008 erworbene Anteile an assoziierten Unternehmen bzw. Erhöhungen der Anteile an bereits bestehenden assoziierten Unternehmen werden sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge, soweit diese aus einem Firmenwert resultierten, planmäßig auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Latente Steuern werden gebildet, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Auf diese Differenzen in den Wertansätzen werden die jeweils länderspezifischen Steuersätze angewendet. Soweit sich hieraus in den Gesellschaften jeweils insgesamt eine Steuerbelastung ergibt, ist diese als passive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen. Eine sich ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen. Führen Konsolidierungsmaßnahmen dazu, dass sich bei den Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten weitere Differenzen zu den steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so ist eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern und eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern zu bilanzieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des jeweiligen Ertragsteuersatzes in den betroffenen Einzelgesellschaften.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte liegen annähernd auf Höhe der Zeitwerte von T€ 3.538 (Vorjahr: T€ 3.597), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 4.711 (Vorjahr: T€ 4.728). Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag (Rückstellung) aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.173 (Vorjahr: T€ 1.131). Im Zinsergebnis werden die Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 574 (Vorjahr: T€ 569) mit den Vermögenserträgen von T€ 30 (Vorjahr: T€ 26) verrechnet.

Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 4,31 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Für die Anwendung des aus 10 Jahren ermittelten Durchschnittszinssatzes von 4,31 % wurde von dem Wahlrecht für die vorgezogene Anwendung des geänderten § 253 Abs. 2 HGB gem. Art. 75 Abs. 7 EGHGB Gebrauch gemacht. Diese Änderungen des HGB und des EGHGB wurden durch das "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften", das am 17.03.2016 in Kraft trat, geregelt. Der sich aus der Inanspruchnahme des Wahlrechts zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung ergebende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 371.

Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14. Dezember 1994 wurden mit Wirkung ab 31.12.1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert.

Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die in 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden. Durch die Schließung der Altersvorsorge ist die Fluktuationsrate hinfällig.

Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung DRS 19 (Bekanntmachung 18. Februar 2011) sind entgegen der früheren Bilanzierungspraxis nun auch Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Hoftex Group in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 2.275 (Vorjahr: T€ 2.338). Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB belaufen sich auf T€ 3.094 (Vorjahr: T€ 3.152). Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 819 (Vorjahr: T€ 814) wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt.

Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsvereinbarungen entsprechen den am Bilanzstichtag tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträgen.

Soweit Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet werden, werden diese nach der sog. "Einfrierungsmethode" bilanziert.

(5) Währungsumrechnung

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs. Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

(6) Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

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Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2015 2.807
Zugänge 481
Abgänge -8
Stand 31.12.2015 3.280
Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
Stand 1.1.2015 2.530
Zugänge 106
Stand 31.12.2015 2.636
Buchwerte zum 31.12.2014 277
Buchwerte zum 31.12.2015 644

Sachanlagen

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Grundstücke und Gebäude Anzahlungen und Anlagen im Bau Maschinen und maschinelle Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2015 119.121 9.570 211.462 59.758 399.911
Zugänge*) 4.381 4.030 14.743 1.645 24.799
Umbuchungen 4.984 -8.627 3.666 -23 0
Abgänge**) -31 -17 -11.392 -2.185 -13.625
Stand 31.12.2015 128.455 4.956 218.479 59.195 411.085
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2015 86.264 0 174.368 55.521 316.153
Abschreibungen des Geschäftsjahres 1.758 0 7.004 1.158 9.920
Abgänge***) 449 0 -8.189 -1.955 -9.695
Stand 31.12.2015 88.471 0 173.183 54.724 316.378
Buchwerte zum 31.12.2014 32.857 9.570 37.094 4.237 83.758
Buchwerte zum 31.12.2015 39.984 4.956 45.296 4.471 94.707

Finanzanlagen

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Anteile an verbundenen Unternehmen Anteile an assoziierten Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Gesamt
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2015 3.491 9.979 16 1.619 15.105
Zugänge*****) 0 28 133 0 161
Abgänge****) -3.465 0 -66 -1.618 -5.149
Stand 31.12.2015 26 10.007 83 1 10.117
Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
Stand 1.1.2015 3.465 2.782 0 1.618 7.865
Zugänge*****) 0 0 133 0 133
Abgänge****) -3.465 0 -66 -1.618 -5.149
Stand 31.12.2015 0 2.782 67 0 2.849
Buchwerte zum 31.12.2014 26 7.197 16 1 7.240
Buchwerte zum 31.12.2015 26 7.225 16 1 7.268

*) Die Zugänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 4.303 (Vorjahr T€ 3.703).

**) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ -23 (Vorjahr T€ -135).

***) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ -1.943 (Vorjahr T€ +1.600).

****) Die Abgänge betreffen die Anpassung historischer Anschaffungskosten und kumulierter Abschreibungen.

*****) Die Zugänge enthalten Anpassungen historischer Anschaffungskosten und kumulierter Abschreibungen in Höhe von T€ 133.

  • Vermögensmehrung / - Vermögensminderung

(7) Anteile an assoziierten Unternehmen

Im Mai 2006 hat die Tenowo GmbH einen Anteilskaufvertrag mit einer indischen Firmengruppe aus dem Vliesstoffmarkt unterzeichnet. Es wurde vereinbart, dass die Tenowo GmbH sich zu 25 % an der Firmengruppe beteiligt. Der Kaufpreis belief sich umgerechnet auf T€ 3.113. Die Hauptaktivitäten dieser Gruppe liegen in der Schwestergesellschaft Supreme Nonwovens. Nach Abschluss der Umstrukturierung dieser Firmengruppe zum 1. April 2007 wurde die Beteiligung zu diesem Stichtag erstmals "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen und aus der Bilanzposition "Beteiligungen" in die Bilanzposition "Anteile an assoziierten Unternehmen" umgegliedert. Die Umstrukturierung wurde vom High Court in Mumbai mit Beschluss vom 28. September 2007 genehmigt. Die Gesellschaft firmiert seitdem unter Supreme Nonwoven Industries Private Limited. Der sich aus der Gegenüberstellung des anteilig erworbenen Reinvermögens und dem Kaufpreis ergebende Firmenwert wurde in den Anschaffungsjahren mit den Rücklagen verrechnet.

Durch die Übernahme von weiteren Geschäftsanteilen aus zwei einseitigen Kapitalerhöhungen wurde die Beteiligungsquote im Jahr 2008 auf 44,9 % und im Jahr 2010 auf 49,0 % erhöht. Die Anschaffungskosten für die letzte Tranche betrugen T€ 1.179. Es ergab sich ein Firmenwert in Höhe von T€ 670. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Das Geschäftsjahr des assoziierten Unternehmens läuft vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Für das am 31. März 2015 endende Wirtschaftsjahr wurde ein Jahresabschluss vorgelegt und das zu diesem Stichtag anteilige Jahresergebnis (49,0 %) im Rahmen der Equity-Bewertung mit T€ 259 (Vorjahr: T€ 197) abzüglich zwischenzeitlich geflossener Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 117 (Vorjahr: T€ 19) im Bilanzansatz mit T€ 142 (Vorjahr: T€ 178) abzüglich der verrechneten Restabschreibung auf den Firmenwert von T€ 114 erfasst. Das assoziierte Unternehmen hat keinen Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2015 erstellt, daher konnte im Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG für 2015 noch keine weitere Fortschreibung der Equity-Bewertung vorgenommen werden.

(8) Vorräte

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31.12.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.968 16.252
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.251 3.924
Fertige Erzeugnisse und Waren 17.392 22.075
37.611 42.251

(9) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2015 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.782 19.363
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 327 871
Sonstige Vermögensgegenstände 3.903 3.599
26.012 23.833

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

(10) Liquide Mittel

Unter liquiden Mitteln weisen wir den Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten aus.

(11) Latente Steuern

Die Abgrenzung latenter Steuern ergibt sich aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen den HGB- und den Steuerbilanzen der Konzerngesellschaften sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen. Es finden dabei ausschließlich steuerlich relevante temporäre Differenzen Berücksichtigung.

Als aktive latente Steuern werden die Steuerentlastungen gezeigt, die sich aus niedrigeren Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden aufgrund der Konsolidierungsbuchungen gegenüber den steuerlichen Wertansätzen ergeben.

Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Einzelnen aus folgenden Positionen:

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31.12.2015 Aktive latente Steuern 31.12.2014 Aktive latente Steuern 31.12.2015 Passive latente Steuern 31.12.2014 Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 12 7
Sachanlagen 2.649 2.707 7
Finanzanlagen 1.292 1.008
Vorräte 590 544
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 507 195 785 791
Abgegrenzte Investitionszuschüsse/ -zulagen 214 214
Pensionsrückstellungen 651 637
Sonstige Rückstellungen 630 564
Verbindlichkeiten 15 26 26
Verlustvorträge 7.674 7.784
Sonstige 55
Summe aller latenten Steuern 14.207 13.723 823 831
Davon wurden angesetzt
Passive latente Steuern aus Einzelabschlüssen 12 13
Aktive latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen 1.321 1.309

Nach Ausübung des Saldierungswahlrechts sowie des Ansatzwahlrechts für Aktivüberhänge sind von den aktiven latenten Steuern T€ 1.321 (Vorjahr: T€ 1.309) und von den passiven latenten Steuern T€ 12 (Vorjahr: T€ 13) in der Bilanz angesetzt.

Steuerliche Verlustvorträge wurden nur in Höhe der voraussichtlichen steuerlichen Nutzung während der nächsten 5 Jahre in die Darstellung einbezogen. Darüber hinausgehende steuerliche Verlustvorträge, für die mangels Vorhersehbarkeit der steuerlichen Nutzung keine aktiven latenten Steuern dargestellt wurden, belaufen sich auf Mio. € 7,0, die jedoch zeitlich befristet nutzbar sind.

Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer 15 %; Gewerbesteuer 14 %) auf die zeitlichen Bewertungsunterschiede bzw. die Verlustvorträge ermittelt. Für die USA wurde ein Ertragsteuersatz von 39 %, für Rumänien von 16 % und für Tschechien von 19 % zugrunde gelegt.

(12) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der HOFTEX GROUP AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Gesellschaftskapital.

(13) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2014 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 6. Juli 2019 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu T€ 5.000 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Von der Ermächtigung, das Grundkapital zu erhöhen, wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

(14) Kapitalrücklage

Als Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der HOFTEX GROUP AG in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet im Wesentlichen Einlagen ehemaliger Aktionäre. Die Differenz aus dem Ausgabepreis der neuen Aktien von € 7,00 im Jahr 2008 zu dem "rechnerischen Nominalwert" einer Aktie von gerundet € 2,56 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

(15) Gewinnrücklagen

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2015 2014
Gewinnrücklagen 1.1.2015/2014 33.722 30.547
Einstellung gem. § 58 Abs. 3 AktG 2.700 0
Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG 2.332 3.175
Gewinnrücklagen 31. 12. 2015/2014 38.754 33.722

(16) Ergebnisverwendung

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2015 2014
Konzernbilanzverlust 1.1.2015/2014 -5.462 -5.831
Dividendenzahlung -817 0
Einstellung gem. § 58 Abs. 3 AktG durch die Hauptversammlung -2.700 0
Konzernjahresüberschuss 6.149 3.544
Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat -2.332 -3.175
Konzernbilanzverlust 31.12.2015/2014 -5.162 -5.462

(17) Abgegrenzte Zuwendungen für Investitionszuschüsse und -zulagen

Ausgewiesen werden abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von T€ 735 (Vorjahr: T€ 1.470). Enthalten sind Investitionszuschüsse und -zulagen. Die planmäßige Auflösung beträgt T€ 735 und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

(18) Gesellschafterdarlehen

Ausgewiesen wird ein langfristiges Darlehen des Hauptaktionärs ERWO Holding AG in Höhe von T€ 14.000 (Vorjahr: T€ 14.000), für das die ERWO Holding AG gegenüber den anderen Gläubigern im Range zurücktritt und das Darlehen bis zum 30.6.2020 im Unternehmen belässt. Der Betrag von T€ 14.000 reduziert sich um T€ 4.000 auf T€ 10.000, wenn die nachstehenden Finanzkennzahlen kumulativ an einem Jahresabschlussstichtag und in den vorzulegenden Mehrjahresplanungen an den zwei darauf folgenden Geschäftsjahren ebenfalls eingehalten werden.

Diese Finanzkennzahlen sind:

(1) Eigenkapitalquote: nicht weniger als 40 %

(2) Vorrangiger Verschuldungsgrad: nicht mehr als 2,25-fach

(3) Vorrangiger Nettobankverschuldungsgrad: nicht mehr als 1,5-fach

(4) Zinsdeckungsgrad: nicht weniger als 3,5-fach

Werden diese Finanzkennzahlen an kumulativ 2 aufeinander folgenden Quartalsabschlüssen nicht eingehalten, ist das Gesellschafterdarlehen wieder auf den ursprünglichen Betrag von T€ 14.000 aufzustocken.

(19) Rückstellungen

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31.12.2015 31.12.2014
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.507 11.938
Vermögensverrechnung mit zuordenbaren Versicherungsansprüchen -1.263 -1.259
Ausweis Pensionsrückstellungen 10.244 10.679
Steuerrückstellungen 854 717
Sonstige Rückstellungen 11.475 11.349
22.573 22.745

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rechts- und Prozesskosten sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten.

(20) Verbindlichkeiten

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31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.546 28.251
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 14
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.500 8.283
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 155 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 337 7.337
sonstige Verbindlichkeiten 10.771 9.867
davon aus Steuern (293) (496)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (67) (69)
53.309 53.752

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte auf Immobilien, Globalzessionen von Forderungen und sicherungsübereignete Vorräte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 337 (Vorjahr: T€ 7.310) gegenüber dem Gesellschafter ERWO Holding AG und anderen Unternehmen der Südwolle Group.

Sie betreffen im Wesentlichen sonstige Weiterverrechnungen. Im Vorjahr enthaltene Cashpoolmittel in Höhe von T€ 7.000 wurden nach Auslaufen der Darlehensbelassungs- und Rangrücktrittsvereinbarung für diese Cashpoolmittel zurückbezahlt.

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31.12.2015 31.12.2014
Restlaufzeit bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.832 3.750 11.012 1.852
Erhaltene Anzahlungen 0 0 14 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.500 0 8.283 0
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 155 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, 337 0 7.337 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.527 0 1.892 1
davon aus Steuern (293) (0) (496) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (67) (0) (69) (0)
17.351 3.750 28.538 1.853

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 9.240 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen enthalten. Es handelt sich hierbei um von der Zhangjiagang Yangtse Spinning Co. (ZYS) in China an die Tenowo Huzhou Ltd. ausgereichte Finanzierungsmittel, die zu einem marktkonformen Zinssatz verzinst werden, und mit T€ 9.240 eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren haben.

(21) Aufgliederung der Umsätze

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2015 2014
Nach Bereichen
Hoftex 33.992 58.378
Neutex 17.348 18.181
Tenowo 123.210 107.844
Sonstige 880 700
175.430 185.103
Nach Regionen
Inland 69.508 85.517
Übrige Europäische Union 51.203 58.373
Übriges Ausland 54.719 41.213
175.430 185.103

Der Ausweis beinhaltet nur Umsätze mit Konzernfremden.

(22) Sonstige betriebliche Erträge

Im Konzern resultieren die wesentlichen Posten aus Erträgen aus Anlagenabgängen T€ 945 (Vorjahr: T€ 1.588), der Auflösung der erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen T€ 735 (Vorjahr: T€ 745), der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen T€ 525 (Vorjahr: T€ 663), dem Eingang abgeschriebener Forderungen und der Herabsetzung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen zu Forderungen T€ 308 (Vorjahr: T€ 433), sonstigen periodenfremden Erträgen T€ 304 (Vorjahr: T€ 629), Erträgen aus Kurs- und Umrechnungsgewinnen T€ 1.971 (Vorjahr: T€ 922), Erlösen aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen T€ 113 (Vorjahr: T€ 111), Vermietungserlösen T€ 254 (Vorjahr: T€ 326) und übrigen betrieblichen Erlösen T€ 514 (Vorjahr: T€ 204).

(23) Materialaufwand

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2015 2014
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 84.355 92.954
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.862 2.229
87.217 95.183

Die Materialaufwandsquote bezogen auf die betriebliche Leistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) beträgt 51,1 % (Vorjahr: 53,7 %).

(24) Personalaufwand

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2015 2014
Löhne und Gehälter 34.711 35.204
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.063 7.672
davon für Altersversorgung (139) (376)
41.774 42.876

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

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2015 2014
Arbeiter 840 891
Angestellte 344 360
Auszubildende 37 35
1.221 1.286

(25) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2015 2014
Zuführung Wertberichtigungen, Ausbuchung von Forderungen 471 362
Kursverluste 296 264
sonstige periodenfremde Aufwendungen 267 407
Verwaltungskosten 7.089 6.656
Betriebskosten 9.333 7.987
Vertriebskosten 8.205 8.329
Übrige betriebliche Aufwendungen 1.727 1.391
27.388 25.396

(26) Beteiligungsergebnis

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2015 2014
Erträge aus assoziierten Unternehmen 145 63

(27) Zinsergebnis

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2015 2014
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46 54
davon aus verbundenen Unternehmen (0) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.968 -1.748
davon an verbundene Unternehmen (-293) (-423)
Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen -574 -569
-2.496 -2.263

Der verrechnete Ertrag aus dem Deckungsvermögen beträgt T€ 30 (Vorjahr: T€ 26).

(28) Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres betraf eine außerordentliche Abschreibung einer Betriebsimmobilie.

(29) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2015 2014
Körperschaftsteuer Geschäftsjahr -246 -218
Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre 79 380
Körperschaftsteuererstattungen 0 0
Gewerbesteuer Geschäftsjahr -252 -202
Auflösung Steuerrückstellung Vorjahre 125 400
Veränderung latente Steuern 12 44
-282 404

(30) Sonstige Steuern

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2015 2014
Grundsteuer -497 -483
Kfz-Steuer -19 -22
sonstige Steuern
- in Deutschland -75 -89
- in USA -106 -98
- in China -225 -406 -34 -221
Lohnsteuer und Umsatzsteuern aus Betriebsprüfungen -282 0
-1.204 -726

(31) Honorare des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr Honorare von insgesamt T€ 335 (Vorjahr: T€ 275) berechnet.

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2015 2014
Abschlussprüfungsleistungen 181 171
andere Bestätigungsleistungen 30 22
Steuerberatungsleistungen 92 82
sonstige Leistungen 32 0
335 275

(32) Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Angabe der Vorstandsgesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB unterbleibt unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 53 (Vorjahr: T€ 34).

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betragen T€ 380 (Vorjahr: T€ 380). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebene sind T€ 3.829 (Vorjahr: T€ 3.907) zurückgestellt.

(33) Konzern-Kapitalflussrechnung

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Ausgehend vom Konzern-Jahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen sowie Änderungen im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.

(34) Haftungsverhältnisse

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2015 2014
Wechselobligo 0 44
Bürgschaftsverpflichtungen 110 110

Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit ist mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen.

(35) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 6.375 (Vorjahr: T€ 19.395), die sich aus Leasingverträgen, aus Bestellobligen und Akkreditivverpflichtungen ergeben.

(36) Derivative Finanzinstrumente

Zur teilweisen Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus variabel verzinslichen Bankdarlehen nimmt die HOFTEX GROUP AG vier Zinsswaps in Anspruch. Das Nominalvolumen der Sicherungsgeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf T€ 12.000. Die Sicherung beginnt mit dem 1. Oktober 2014 und läuft bis zum 30. September 2019.

Der Einsatz dieser Instrumente ist nur im Zusammenhang mit der Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften statthaft. Der Abschluss solcher Sicherungsgeschäfte wird ausschließlich von der Muttergesellschaft vorgenommen.

Die HOFTEX GROUP AG schließt nur derivative Finanzinstrumente ab, die in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang stehen und mit entsprechenden Grundgeschäften zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken von variabel verzinslichen langfristigen Krediten von Banken und Gesellschafter wurden im Dezember 2013 vier Zinsswaps in Höhe von zusammen Mio. € 12,0 abgeschlossen, um das Risiko aus künftigen Zinssteigerungen zu begrenzen. Die im Bestand befindlichen Zinssicherungsgeschäfte mit einer Restlaufzeit von 45 Monaten, deren Fälligkeit innerhalb der Fälligkeiten der Grundgeschäfte liegen, wurden in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag waren aus diesen Transaktionen keine Rückstellungen aus Bewertungseinheiten zu bilden.

Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt zum Bilanzstichtag T€ 623, d.h. in dieser Höhe wurden Rückstellungen für drohende Verluste vermieden.

Für die von der Gesellschaft abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich zum 31. Dezember 2015 folgende beizulegende Zeitwerte:

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Fälligkeit Nominalbetrag Buchwert Beizulegender Zeitwert Swapsatz
30.09.2019 Mio. EUR 3,0 TEUR 0 TEUR -156 1,395%
30.09.2019 Mio. EUR 4,0 TEUR 0 TEUR -203 1,360%
30.09.2019 Mio. EUR 2,0 TEUR 0 TEUR-105 1,410%
30.09.2019 Mio. EUR 3,0 TEUR 0 TEUR-159 1,420%

Die Zeitwerte der Zinsbegrenzungsgeschäfte werden von den Kontrahentenbanken anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung der jeweiligen Zinsstrukturkurve ermittelt.

Des Weiteren wurden zur Währungsabsicherung folgende Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2015 ergeben sich folgende beizulegende Zeitwerte:

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Fälligkeit bis spätestens Nominal-Betrag Währung

in Tsd.
Positiver Marktwert Negativer Marktwert
in T€ in T€
--- --- --- --- --- ---
Terminkäufe 16.02.2016 101 USD 0 2
Terminverkäufe 30.03.2016 70 GBP 2
25.02.2016 75 USD 1
2 3

Für die negativen Marktwerte wurde in dem Bilanzposten "sonstige Rückstellungen" eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

(37) Mitglieder des Aufsichtsrats

Waltraud Hertreiter

Vorsitzende

Selbständige Unternehmensberaterin

Neubeuern

Hans Münch (bis 9.7.2015)

Stellv. Vorsitzender

Mitglied des Vorstands der ERWO Holding AG

Geschäftsführer der Südwolle GmbH & Co. KG

Neumarkt i.d.Opf.

Martin Steger

Stellv. Vorsitzender (seit 9.7.2015)

Selbständiger Immobilienkaufmann

Nürnberg

Werner Berlet (seit 16.7.2015)

IT-Manager

Bad Homburg

Renate Dempfle (seit 16.7.2015)

Geschäftsführerin der PDV Inter-Media GmbH

Augsburg

Johanna Falasa (seit 13.11.2015)*

Kaufmännische Angestellte

Münchberg

Monika Fröhlich (bis 9.7.2015)*

Laborangestellte

Hof

Bernd Grossmann (bis 9.7.2015)

Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank AG, Filiale Nürnberg

Nürnberg

York Riedel (seit 9.7.2015)

Selbständiger Rechtsanwalt

Nürnberg

Wolfgang Schmidt*

Vorsitzender Betriebsrat Tenowo Hof und Reichenbach

Hof

Tom Steger (seit 9.7.2015)

Selbständiger Rechtsanwalt

Nürnberg

Carmen Teismann (seit 9.7.2015)*

Laborangestellte

Schwarzenbach/Saale

* von den Arbeitnehmern gewählt

(38) Mitglieder des Vorstands

Klaus Steger

Vorstandsvorsitzender, Chief Executive Officer

Nürnberg

Volker Adrion (bis 29.2.2016)

Chief Financial Officer

Münchberg

Jacques van den Burg (seit 1.3.2016)

Chief Financial Officer

Wendelstein

Hof, 31. März 2016

HOFTEX GROUP AG

Der Vorstand

Steger

van den Burg

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 29. April 2016

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stadter, Wirtschaftsprüfer

Markert, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 den Vorstand bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Geschäftsbereiche und wesentliche Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Ertragslage, Plan- / Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage sowie vierteljährliche Berichte über Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat.

Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand diskutiert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen hat sich die Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über die aktuelle Situation und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren lassen.

Im Berichtsjahr fanden vier turnusgemäße Aufsichtsratssitzungen statt. Außerordentliche Sitzungen wurden nicht einberufen. In einem Fall wurde die Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren durchgeführt.

Bei allen Sitzungen nahm der Aufsichtsrat geschlossen an den Beratungen teil. Der Aufsichtsrat bildete im abgelaufenen Berichtsjahr weiterhin keine Ausschüsse, da er auch mit neun Mitgliedern noch die geeignete Größe hat, sämtliche Angelegenheiten im Gesamtaufsichtsrat zu erörtern und zu entscheiden.

Zusätzlich zu den wiederkehrenden Themen befasste sich der Aufsichtsrat in seiner März-Sitzung über den Investitionsbedarf für die beiden Vliesstandorte USA und Reichenbach. Weiter beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Konzernstrategie und dem vom Vorstand als Leitlinie für alle Mitarbeiter verabschiedeten Verhaltenskodex.

Die Sitzung am 12. Mai 2015 wurde von der Diskussion, Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2014 geprägt. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung im Juli. Außerdem ließ sich das Gremium über das Ergebnis einer mehrwöchig durchgeführten externen Analyse des IT-Bereichs informieren.

In der Juli-Sitzung standen der Bericht über das laufende Geschäftsjahr zum 31. Mai 2015, die Darstellung des Investitionsverlaufs an den inländischen Vliesstandorten sowie ein detaillierter Bericht der Projektleiterin zur EDV-Situation im Konzern auf der Agenda.

Der Aufsichtsrat wurde außerdem informiert über das Projekt der Einführung der in Mittweida eingesetzten Malimotechnologie zur Produktion von Vliesstoffen für den Einsatz im Automotive-Bereich am Standort in den USA. In einem schriftlichen Umlaufverfahren im September 2015 erfolgte dazu die Zustimmung des Aufsichtsrats.

In seiner letzten Sitzung des Berichtsjahres am 11. Dezember 2015 haben dem Aufsichtsrat die Unterlagen über die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2016 vorgelegen. Die Planung fand die Zustimmung des Aufsichtsrats, nachdem sie eingehend geprüft und darin enthaltene Chancen und Risiken mit dem Vorstand intensiv diskutiert wurden. Zudem wurde der vorgelegte Investitionsplan für 2016 durch den Aufsichtsrat bewilligt. Der Sprecher der Geschäftsführung bei Neutex Home Deco GmbH berichtete ausführlich über die Neuausrichtung und angestrebten Strategien im Geschäftsbereich Neutex. Ferner wurden die Zielgrößen für die Frauenquote entsprechend dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst festgelegt. Hinsichtlich der Einzelheiten verweisen wir auf Seite 21 dieses Konzernberichts. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung anhand eines Berichtes über das Risikomanagement davon überzeugt, dass der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingesetzt hat, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Durchführung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Konzernabschlussprüfung die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft.

Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 hatte die Hauptversammlung die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2015 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt.

Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 27. Mai 2016 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2015, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG per 31.12.2015 gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der für das Geschäftsjahr 2015 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit diesen verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.

Über Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand der HOFTEX GROUP AG ist Folgendes zu berichten:

Der seit 2001 amtierende Vorstand Volker Adrion ist zum 29. Februar 2016 aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Volker Adrion für sein langjähriges Engagement und die geleistete Arbeit. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. März 2016 Herrn Jacques van den Burg zum Vorstandsmitglied und Nachfolger von Volker Adrion als Finanzvorstand bestellt.

Mit der Hauptversammlung am 9. Juli 2015 endete die fünfjährige Amtszeit des bisherigen und begann die des von der Hauptversammlung bzw. von der Belegschaft gewählten neuen Aufsichtsrats. Herr Hans Münch und Herr Bernd Großmann sind als Vertreter der Anteilseigner aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Nachfolger hat die Hauptversammlung Herrn Tom Steger und Herrn York Riedel gewählt. Die bisherigen Mitglieder der Anteilseignervertreter Frau Waltraud Hertreiter und Herr Martin Steger wurden von der Hauptversammlung wiedergewählt. Bereits am 19. Juni 2015 wurde das Mandat von Herrn Wolfgang Schmidt als Vertreter der Arbeitnehmer verlängert. Als Nachfolgerin von Frau Monika Fröhlich, die mit Ablauf der Hauptversammlung am 9. Juli 2015 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist, wurde Frau Carmen Teismann als Vertreterin der Arbeitnehmer neu in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern für die engagierte Arbeit und die konstruktive Zusammenarbeit. Bei der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde die Vorsitzende Frau Waltraud Hertreiter in ihrem Amt bestätigt sowie Herr Martin Steger zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

In der Hauptversammlung am 9. Juli 2015 wurde die Änderung von § 10 Absatz 1 der Satzung der Gesellschaft dahingehend beschlossen, dass künftig der Aufsichtsrat aus sechs Vertretern der Anteilseigner und aus drei Arbeitnehmervertretern besteht, die nach den gesetzlichen Bestimmungen zu wählen sind. Im Anschluss erfolgte von der Hauptversammlung die Ergänzungswahl von Herrn Werner Beriet und Frau Renate Dempfle als weitere Vertreter der Anteilseigner. Mit der Eintragung der Satzungsänderung im Handelsregister des Amtsgerichts Hof am 16. Juli 2015 wurden Herr Beriet und Frau Dempfle in den Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG bestellt. Am 13. November 2015 wurde Frau Johanna Falasa als weitere Vertreterin der Arbeitnehmer neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Hof, im Mai 2016

Waltraud Hertreiter, Vorsitzende des Aufsichtsrats

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