Annual / Quarterly Financial Statement • Apr 7, 2014
Annual / Quarterly Financial Statement
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Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und in Deutschland ist auch im Jahr 2012 sehr unterschiedlich verlaufen. Selbst die weltweite Verlangsamung des Wirtschaftswachstums hat sich bis heute wesentlich weniger auf unsere inländischen Verhältnisse ausgewirkt, als dies befürchtet wurde. Die negativen Einflüsse aus einer relativ schwächelnden Weltwirtschaft wurden wohl doch durch eine robuste Inlandsnachfrage teilweise kompensiert. Die deutsche Wirtschaft schloss das Jahr 2012 mit einem verhaltenen, aber doch noch respektablen Wachstum von 0,7 % ab, im Vergleich zur Entwicklung im übrigen Euroraum, dessen reales Bruttoinlandsprodukt um ganze 0,6 % zurückging. Nur einige wenige Kleinstaaten wie Estland, Malta und die Slowakei hatten auf ihrem niedrigeren Niveau geringfügig größere Wachstumsraten. Diese sind jedoch nicht vergleichbar und für die Entwicklung im Euroraum von untergeordneter Bedeutung. Folge dieser robusten Entwicklung war, dass auch im Jahr 2012 die standardisierte Arbeitslosenquote bundesweit von 5,9 % im Vorjahr auf 5,5 % zurückging (Deutsche Bundesbank Geschäftsbericht 2012). Auch dies ist in Europa ein relativer Spitzenwert. Hier dürfte nur noch Österreich mit 4,3 % eine noch etwas bessere Entwicklung aufzeigen.
Stützen dieser Entwicklung in Deutschland waren eine weiterhin gestiegene Exporttätigkeit außerhalb der EU und eine gestiegene Konsumnachfrage im Inland. Die Finanzkrisen um uns herum haben der Konsumneigung hierzulande keinen Abbruch getan. Möglicherweise haben latent vorhandene Ängste, die von diesen Finanzkrisen ausgehen, die Konsumneigung noch eher beflügelt. Aber gleich, warum die Konsumneigung auch in 2012 ausgeprägt blieb, Voraussetzung zum Konsumieren ist immer ein ausreichendes verfügbares Einkommen. Dieses hat sich in den letzten Jahren durch die Zunahme der Beschäftigung und gestiegener Verdienste recht gut entwickelt und hat mit einer leichten Verringerung der Sparquote zu einer inländischen Nachfragesteigerung geführt.
Die deutsche Textilindustrie (Textil und Bekleidung) konnte im Jahr 2012 im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kein positives Wachstum aufweisen. Der Branchenumsatz ging gegenüber 2011 um -1,0 % zurück, wobei der Textilbereich im engeren Sinne sogar um -2,3 % zurückging, während der Bekleidungsbereich noch um 0,8 % zunahm. Der Umsatzrückgang bei Textil ist vor allem auf Rückgänge bei den Segmenten Spinnerei (-12,6 %), Weberei (-6,5 %) und Veredlung (-12,9 %) zurückzuführen. Selbst bei den im Wesentlichen technisch orientierten Vliesstoffen war ein Umsatzrückgang von -4,2 % zu verzeichnen. Zum Teil kompensiert wurden diese Rückgänge durch konfektionierte Textilwaren und die Teppichherstellung. Die Beschäftigung hat entgegen dieser Entwicklung als Folge der guten Vorjahre noch etwas zugelegt. Sie nahm insgesamt um 1,0 % zu. Die Ausfuhr von textilen Produkten (Halbwaren bis Enderzeugnisse) nahm im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr in absoluten Beträgen um Mio. € 758 ab, das sind -2,9 %. Die Einfuhren haben hingegen in absoluten Beträgen um Mio. € 2.723 abgenommen, das entspricht einem Rückgang von 7,2 %. Durch den in absoluten Beträgen gemessenen stärkeren Rückgang der Einfuhren gegenüber dem Rückgang der Ausfuhren hat per Saldo der Einfuhrüberschuss um 1.965 Mio. € abgenommen. Das bedeutet nichts Anderes, als dass die inländische Textilindustrie in diesem Umfang stärker ausgelastet war. Ohne diesen Rückgang des negativen Außenbeitrags hätte die inländische Textilindustrie eine schlechtere Beschäftigungslage gehabt.
Die Textilgruppe Hof firmiert seit dem 1. Januar 2013 unter dem Namen "Hoftex Group". Der Umfirmierung war eine konzerninterne Umstrukturierung vorausgegangen. Im Geschäftsjahr wurden auf Ebene der operativen Konzerngesellschaften deren Produktionsfunktion in neu geschaffene Gesellschaften ausgegliedert und durch Verschmelzungen je Geschäftsbereich eine Verwaltungs- und Vertriebsgesellschaft geschaffen. Die Firmierungen der Gesellschaften sind nachfolgend in den Erläuterungen zu den Geschäftsbereichen angegeben.
Die Entwicklung der Hoftex Group in ihrer Gesamtheit zeigte im Wesentlichen auch in diesem wirtschaftlich relativ erfolgreichen Jahr die gleiche Tendenz wie die Gesamtwirtschaft. Sondereinflüsse ergeben sich jedoch aufgrund von technischen Umstrukturierungen im Geschäftsbereich yarns & fabrics. Aus der Schließung des Spinnereistandortes Schützenstraße und der teilweisen Verlagerung geeigneter neuerer Anlagen in den Spinnereibetrieb Hof Moschendorf und den damit zusammenhängenden Verkäufen von nicht mehr benötigten Altanlagen, ergaben sich zusätzliche Kosten wie auch zusätzliche Erträge. Nicht ohne Weiteres messbar sind die zwangsläufig unwirtschaftlichen Kostenstrukturen, die sich während der Auslaufphase eines Betriebes ergeben. Derartige Kosten haben sicherlich das Ergebnis in der Hoftex GmbH zusätzlich belastet.
Die im Vorjahr im Geschäftsbereich yarns & fabrics im erheblichen Umfang wirksam gewordenen Folgen der Baumwollpreissteigerungen haben, nachdem die Baumwollpreise sich nun wieder auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert hatten, im Geschäftsjahr 2012 keine weiteren Auswirkungen gezeigt. Das Ausmaß dieser so noch nie dagewesenen Preisausschläge und der anschließenden Preiseinbrüche finden Sie im Vorjahresabschluss ausführlich erläutert.
In Geschäftsbereichen, die hingegen eine temporäre Spitzenauslastung zu verzeichnen haben und auch in der übrigen Zeit überdurchschnittlich gut ausgelastet sind, stellen sich ganz andere Kostenstrukturen ein. Hier wirken sich die Kostendegressionen der Fixkosten in besonderem Maße aus und führen zu entsprechend günstigen Stückkosten und daraus folgend zu Ergebnissteigerungen, die bei einer normalen Betriebsauslastung in dieser Höhe bei weitem nicht möglich wären.
Kontinuierlich sinkende Preise für einfachere Produktgruppen aufgrund der starken Konkurrenz durch asiatische Wettbewerber haben im Geschäftsbereich yarns & fabrics dazu geführt, dass wir einen Spinnereistandort in Hof geschlossen und Kapazitäten hieraus teilweise in den Spinnereibetrieb Moschendorf verlagert haben. Diese Maßnahme erlaubt es uns, die Produktpalette im Spinnereibereich zu bereinigen und Artikel mit nur geringen Deckungsbeiträgen zu eliminieren. Die Konzentration auf nur noch einen Standort führt zu einer besseren Auslastung und damit besseren Kostenstrukturen als in der bisherigen Konstellation mit zwei unterausgelasteten Spinnereibetrieben in Hof. Für die Weberei wird noch an einem Sanierungskonzept gearbeitet. Wir müssen uns bei der Weberei mehr auf technische Nischenprodukte konzentrieren. Da dieses Ziel offenbar von anderen Wettbewerbern ebenfalls verfolgt wird, ist es sehr schwierig, bei technischen Textilien neue Marktanteile hinzuzugewinnen.
Der Geschäftsbereich home decoration, der unter der Führung der Neutex Home Deco GmbH auch die rumänischen Gesellschaften SC Textor S.A. und SC Textor Distributie S.A. umfasst, hatte im Geschäftsjahr 2012 nochmals Umsätze einbüßen müssen. Während sich die in Rumänien eingerichtete Konfektion planmäßig entwickelt und Kostenvorteile gegenüber der Fremdvergabe dieser Aufträge ermöglicht, hat sich die Weberei in der rumänischen Schwestergesellschaft weiter rückläufig entwickelt. Die Beständigkeit dieser Entwicklung in der Weberei hat uns dazu veranlasst, die rumänische Weberei nach Ablauf des ersten Quartals 2013 zu schließen und deren Produktionsprogramm, soweit dieses auch in der Neutex Home Deco GmbH in Münchberg hergestellt werden kann, nach Münchberg zu verlegen. Diese Maßnahme führt zumindest am Standort Münchberg tendenziell zu einer besseren Kostenstruktur und beendet in der Textor S.A. die verlustträchtige Gewebeherstellung.
Der Geschäftsbereich nonwovens konnte nun schon zum dritten Mal in Folge Umsatz und Geschäftserfolg steigern. Bei gegebenen Betriebskapazitäten konnte dieser Umsatz nur noch durch maximale Auslastung aller Betriebsteile und Senkung der Rüstzeiten erzielt werden. Entsprechend der damit verbundenen Kostendegression konnte der Geschäftsbereich nonwovens, trotz der auch hier gestiegenen Rohstoffpreise und Energiekosten, sein Ergebnis nochmals verbessern.
| ― | Umsatzausweitung im Geschäftsbereich nonwovens |
| ― | Vollauslastung der Betriebskapazitäten bei nonwovens und daraus resultierend eine nochmalige Ergebnissteigerung |
| ― | Bereinigung der Produktpalette und Anpassung der Kapazitäten im Bereich yarns & fabrics |
| ― | Normalisierung und relative Preisstabilität auf niedrigem Niveau bei Baumwolle |
| ― | Stagnation bei home decoration konnte noch nicht beendet werden |
| ― | Hervorragendes Ergebnis bei nonwovens kompensiert Schwächen in anderen Geschäftsbereichen und führt im Konzern zu einer weiteren Steigerung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf Mio. € 7,9 (Vorjahr: Mio. € 6,9) |
| ― | Gute Liquiditätslage schafft ein Reservepolster für ein anspruchsvolles Investitionsprogramm in 2013 und den Folgejahren |
Das Gesamtvermögen (Bilanzsumme) des Hoftex Group Konzerns ist im Jahr 2012 von Mio. € 160 auf Mio. € 157 zurückgegangen. Das Anlagevermögen hat hierbei um Mio. € 2,0 auf Mio. € 71 zugenommen. Dies ist vor allem auf die angestiegenen Investitionen in Sachanlagen zurückzuführen. Die Investitionen haben nun wieder eine Höhe über den Abschreibungsbeträgen erreicht. Im Umlaufvermögen haben erhebliche Mittelfreisetzungen bei Vorräten und Forderungen im Umfang von Mio. € 11,3 stattgefunden und dadurch die Finanzlage der Hoftex Group entscheidend verbessert. Diese schlug sich in einer Rückführung sämtlicher Kontokorrentkreditinanspruchnahmen nieder und darüber hinaus auch in einer Erhöhung der liquiden Mittel um Mio. € 6,7 auf Mio. € 9,2.
Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 71,8 auf Mio. € 77,9 erhöht. Die Zunahme ergibt sich aus dem erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss in Höhe von Mio. € 6,4 und Umrechnungsverlusten aus den Abschlüssen der ausländischen Tochtergesellschaften von Mio. € -0,3. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit wurden von Vorstand und Aufsichtsrat Mio. € 2,6 in die Gewinnrücklagen des Mutterunternehmens eingestellt.
Die Quote des bilanziellen Eigenkapitals beträgt 49,6 % gegenüber 44,9 % im Vorjahr. Das für uns entscheidende wirtschaftliche Eigenkapital, das neben dem bilanziellen Eigenkapital auch ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von Mio. € 14 (Vorjahr: Mio. € 14) und die abgegrenzten Zuschüsse von Mio. € 3,0 (Vorjahr: Mio. € 3,7) enthält, beträgt 60 % (Vorjahr: 56 %). Der Anstieg der Eigenkapitalquoten ist vor allem auf die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des erwirtschafteten Gewinns zurückzuführen.
Die Pensionsrückstellungen sind mit den vollen Werten, die nach BilMoG ermittelt wurden, dotiert. Von den Rückstellungen wurden die zurechenbaren Werte aus Ansprüchen an Versicherungen in Höhe von zusammen Mio. € 3,8 (Vorjahr: Mio. € 3,8) abgezogen. Der Ausweis der Pensionsrückstellungen hat dadurch insgesamt um Mio. € 0,6 (Vorjahr: Mio. € 0,4) abgenommen. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen ein Rechnungszinsfuß von 5,05% (Vorjahr: 5,14 %) und ein jährlicher Rententrend von 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) zugrunde.
Von den anderen Rückstellungen haben die Steuerrückstellungen sich um Mio. € 0,5 und die sonstigen Rückstellungen um Mio. € 0,5 vermindert. Die Steuerrückstellungen haben abgenommen, weil die Feststellungen der letzten steuerlichen Außenprüfung im Jahr 2012 veranlagt wurden.
Die Bankkredite in Höhe von Mio. € 24,4 sind um die planmäßige Tilgung zurückgegangen. Wird die Entwicklung der Bankguthaben mit einbezogen, hat sich die Nettobankverschuldung um Mio. € 10,0 verringert. Die aus dieser zurückgeführten Bankverschuldung resultierenden Zinskosten sind ebenfalls entsprechend zurückgegangen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind lediglich um Mio. € 0,1 angestiegen.
Die übrigen Verbindlichkeiten, die auch die kurzfristigen Betriebsmittelkredite der ERWO Holding AG beinhalten, haben um Mio. € 3,1 abgenommen. Dieser Rückgang resultiert mit Mio. € 3,0 aus der Rückführung von Betriebsmittelkrediten der ERWO Holding AG. Diese betragen Mio. € 7,0 gegenüber Mio. € 10,0 im Vorjahr.
Die Finanzlage war im Jahr 2012 durch die gute Geschäftsentwicklung und die gleichzeitige Mittelfreisetzung im Working Capital gekennzeichnet. Hohe Mittelzuflüsse aus dem Cashflow wurden durch erhebliche Mittelfreisetzungen im Working Capital ergänzt und ergaben einen Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von Mio. € 21,9. Die Investitionstätigkeit war zwar gegenüber dem Vorjahr etwas angestiegen, aber im Grunde immer noch von Vorsicht gekennzeichnet.
Die Finanzierungsaufgaben des Hoftex Group Konzerns werden von der Hoftex Group AG wahrgenommen. Dazu gehört die zentrale Kreditaufnahme zur Deckung des Finanzbedarfs der Tochtergesellschaften, ebenso wie die Sicherung der entsprechenden Liquiditätsausstattung durch Vereinbarung angemessener Kreditlinien mit den Banken. Derivative Finanzinstrumente nutzen wir ausschließlich zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.
Aufgrund der Erfahrungen aus der vorausgegangenen Finanzkrise wurde zum 21. Juli 2010 zwischen der Hoftex Group AG und den inländischen Tochtergesellschaften auf der einen Seite und den bisher finanzierenden Hausbanken Commerzbank AG, UniCredit Bank AG und Bayerische Landesbank Anstalt des öffentlichen Rechts andererseits, die Finanzierung der Hoftex Group in eine Konsortialfinanzierung geändert. Hierbei wurde ein Kreditvolumen von Mio. € 38, aufgeteilt in Mio. € 18 Langfristkredite mit einer Laufzeit von fünf Jahren und Mio. € 20 Betriebsmittelkredite und -kreditlinien fest für eine Laufzeit von drei Jahren gewährt. Die derzeit (März 2013) laufenden Verhandlungen über eine angemessene Verlängerung der Betriebsmittelkredite stehen kurz vor dem Abschluss. Die Kreditaufnahme erfolgt ausschließlich durch die Hoftex Group AG. Durch diese Konsortialfinanzierung konnte die Finanzierungssicherheit in einer von Finanzkrisen und Eurokrisen gekennzeichneten Zeit stabilisiert werden.
Die Kurzfassung der Konzernkapitalflussrechnung zeigt die folgenden Komponenten:
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| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 21,9 | 6,1 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -8,8 | -6,5 |
| Mittelabfluss (zufluss) aus der Finanzierungstätigkeit | -6,3 | 0,1 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 6,8 | -0,3 |
Der Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit konnte im Vergleich zum Vorjahr wegen der guten Geschäftsentwicklung und der erheblichen Mittelfreisetzungen im Working Capital um Mio. € 15,8 auf Mio. € 21,9 gesteigert werden. Im Working Capital ergaben sich, vor allem wegen des Auslaufens eines Spinnereistandortes, Mittelfreisetzungen bei den Vorräten wie auch bei den Kundenforderungen. Diese Mittelfreisetzungen betrugen auf Konzernebene insgesamt Mio. € 11,6, denen jedoch ein Rückgang von Rückstellungen und Lieferantenverbindlichkeiten von Mio. € 1,0 gegenüberstand. Beide zusammen ergeben die Mittelfreisetzung aus dem Working Capital. Im Vorjahr ergaben sich im Working Capital hingegen erhebliche Mittelbindungen in Höhe von Mio. € 5,8. Vor allem die gegensätzlichen Liquiditätswirkungen aus dem Working Capital bedingen diesen Anstieg des Mittelzuflusses aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit von Mio. € 6,1 auf Mio. € 21,9.
Die Mittelzuflüsse aus Anlagenverkäufen wurden dem Anlagenbereich zugeordnet. Die direkte Investitionstätigkeit sowie die Einzahlungen aus Anlagenabgängen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen und Finanzanlagen führten insgesamt zu einem Finanzmittelbedarf im Anlagenbereich von Mio. € 8,8 (Vorjahr: Mio. € 6,5). Der verbleibende Finanzüberschuss in Höhe von Mio. € 13,1 (Vorjahr: Mio. € -0,4) wurde zur planmäßigen Tilgung der langfristigen Bankkredite verwendet; des Weiteren zur Rückführung aller kurzfristigen Geldaufnahmen und zur Rückführung von Cashpoolschulden an den Gesellschafter. Die darüber hinausgehende Liquidität hat zwangsläufig zu einer Erhöhung der Geldbestände um Mio. € 6,8 geführt.
Die Umsatzerlöse sind im Konzern um Mio. € 20,7 auf Mio. € 203,4 zurückgegangen. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Entwicklung im Geschäftsbereich yarns & fabrics zurückzuführen. In diesem Geschäftsbereich haben die Umsätze um Mio. € 23,2 abgenommen. Neutex home decoration musste nochmals Mio. € 0,4 einbüßen, während der Bereich nonwovens bei gegebenen Kapazitäten seine Umsätze um weitere Mio. € 2,9 steigern konnte. Die Steigerungen in diesem Bereich kamen vor allem aus der Tochtergesellschaft in den USA.
Die Bestandsveränderung ergab wegen des Rückgangs der Fertigwarenläger und der unfertigen Erzeugnisse eine Bestandsminderung von Mio. € -1,5 (Vorjahr: Bestandserhöhung Mio. € 4,0). Die Verringerung der Bestände ist vor allem auf die Schließung eines Spinnereibetriebes zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit Mio. € 4,5 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,8 gestiegen. Ursächlich für diesen Anstieg sind vor allem Mio. € 0,8 höhere Erträge aus Anlagenverkäufen wegen der Betriebsschließung. Bei den übrigen Komponenten können nur noch die Kurs- und Umrechnungsgewinne angeführt werden, die um Mio. € 0,4 abgenommen haben sowie die Auflösungsbeträge von nicht mehr benötigten Rückstellungen und Wertberichtigungen, die zusammen um Mio. € 0,3 zugenommen haben. Alle anderen Posten sind in etwa gleich geblieben.
Der Materialaufwand, bezogen auf die Betriebsleistung, ist im zurückliegenden Geschäftsjahr durch die deutlich gesunkenen Preise für Baumwolle und deren Ersatzfasern sowie den Wegfall von Abschreibungen der Rohstoffe auf gesunkene Marktpreise, wieder auf ein Normalmaß von 57,2 % zurückgegangen. Im Vorjahr war dieser Wert wegen der enormen Preisentwicklungen bei Rohstoffen und erheblichen Abwertungen zum Jahresende auf 62,4 % angestiegen.
Die Personalkosten sind entgegen der Entwicklung bei den Umsätzen und trotz der Schließung eines Spinnereibetriebes um Mio. € 0,2 leicht auf Mio. € 44,6 angestiegen. Ursächlich hierfür ist der Umstand, dass sich der auf das gesamte Jahr 2012 verteilte Personalabbau erst im Folgejahr 2013 in vollem Umfang auswirken wird. Der durchschnittliche Personalstand ist um 78 Mitarbeiter auf 1.507 Mitarbeiter zurückgegangen. Der Personalaufwand des Jahres 2012 war zudem noch durch Abfindungen für einen Teil der freigestellten Arbeitnehmer belastet.
Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens, die durchgehend Fixkostencharakter haben, sind mit Mio. € 8,7 zum Vorjahr um Mio. € 0,1 höher ausgefallen. Der geringe Anstieg ergibt sich aus den wieder angestiegenen Investitionen des letzten Jahres. Diese sind von rund Mio. € 7,7 auf Mio. € 11,1 angestiegen. Wenn die Investitionen nachhaltig über der Summe der Abschreibungen liegen, nehmen auch die Abschreibungen etwas zeitverzögert wieder zu.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die ebenfalls, wenn auch zu geringerem Anteil, Fixkosten enthalten, spiegelt sich einerseits die gute Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich nonwovens wider und anderseits sind hier die Folgen aus der Schließung eines Spinnereistandortes und der Verlagerung von Kapazitäten in eine andere Spinnerei deutlich zu erkennen. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind insgesamt um Mio. € 0,6 zurückgegangen, während die Betriebskosten und übrige sonstige betriebliche Aufwendungen wegen der zusätzlichen Demontage und Remontage sowie diverser Anpassungs- und Umbaukosten zusammen um Mio. € 0,6 zugenommen haben.
Stellt man die Betrachtung auf das Betriebsergebnis unter Abzug der sonstigen Steuern ab, so zeigt sich, dass dieses aufgrund der guten Geschäftsentwicklung, vor allem im Geschäftsbereich nonwovens, nochmals von Mio. € 9,0 auf Mio. € 9,6 gesteigert werden konnte.
Das Beteiligungsergebnis weist in diesem Geschäftsjahr ausschließlich den "at equity" erfassten anteiligen Gewinn aus dem assoziierten Unternehmen "Supreme Nonwoven" in Indien mit Mio. € 0,5 aus (Vorjahr: Mio. € 0,6). Auch wenn das zugerechnete Ergebnis etwas geringer ausfiel als im Vorjahr, so stellt dies immer noch eine sehr gute Ertragssituation dar, ähnlich wie im gesamten Geschäftsbereich nonwovens. Im Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 hatte die Supreme Nonwoven Pvt. Ltd. einen umgerechneten Jahresüberschuss von Mio. € 1,2 (Vorjahr: Mio. € 1,6) erwirtschaftet.
Das negative Finanzergebnis von Mio. € -2,8 hat sich um Mio. € 0,6 verbessert. Dieser Rückgang ist Folge der erheblich gesunkenen Inanspruchnahme von Bankkrediten sowie einer geringeren Inanspruchnahme kurzfristiger Cashpool-Kredite von der Muttergesellschaft. Die Zinsaufwendungen haben dadurch um Mio. € 0,7 abgenommen. Das Finanzergebnis enthält in den Zinsaufwendungen mit Mio. € 0,7 die nicht zahlungswirksame Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (Vorjahr: Mio. € 0,7).Weiterhin ist im Finanzergebnis eine Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von Mio. € 0,1 enthalten.
Die Ertragsteuern zeigen einen Aufwand von Mio. € 0,7. Dieser ergibt sich aus Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr 2012 in Höhe von Mio. € 0,7 (Vorjahr: Mio. € 0,4). Nachträgliche Ertragsteuerbelastungen oder Steuererstattungen sind nicht enthalten.
Die sonstigen Steuern, die üblicherweise die Grundsteuer, Kfz-Steuern und bestimmte Umsatzsteuern auf geldwerte Vorteile beinhalten, sind wegen nachträglichen Umsatzsteuerbelastungen auf Sachbezüge um rund Mio. € 0,1 angestiegen.
Der Konzernjahresüberschuss konnte von Mio. € 5,5 im Vorjahr auf Mio. € 6,4 gesteigert werden.
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem von der Hoftex Group AG erzielten Jahresüberschuss von T€ 5.266 (Vorjahr: T€ 1.925) bezogen auf 5.444.800 Aktien mit € 0,97 je Aktie (Vorjahr: € 0,35). Das Ergebnis je Aktie bezogen auf das Konzernergebnis von T€ 6.444 (Vorjahr: T€ 5.461) beträgt € 1,18 je Aktie (Vorjahr: € 1,00).
Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 1.507 Mitarbeiter gegenüber 1.585 im Vorjahr beschäftigt. Der Rückgang ergibt sich vor allem aus der Stilllegung einer Spinnerei in Hof sowie der schlechten Geschäftslage in der Weberei im Geschäftsbereich yarns & fabrics.
Die Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Anlagen und Finanzanlagen betrugen im Jahr 2012 Mio. € 11,0 (Vorjahr: Mio. € 7,3).
Der Geschäftsbereich yarns & fabrics bestand im Jahr 2012 aus:
| ― | Hoftex GmbH (vormals Hof Garn GmbH) |
| ― | Hoftex Spinnerei GmbH (neu durch Ausgliederung entstanden) |
| ― | Hof Weberei GmbH (verschmolzen auf die Hoftex GmbH) |
| ― | Hoftex Weberei GmbH (neu durch Ausgliederung entstanden) |
| ― | SBS CoreTech GmbH (verschmolzen auf die Hoftex GmbH ) |
| ― | Hoftex CoreTech GmbH (neu durch Ausgliederung entstanden) |
| ― | Max Süß GmbH (verschmolzen auf die Hoftex GmbH) |
| ― | Hoftex Max Süss GmbH (neu durch Ausgliederung entstanden) |
| ― | Hoftex Färberei GmbH (vormals Hof Garn-Färberei GmbH) |
| ― | Hoftex Färberei Betriebs GmbH (neu durch Ausgliederung entstanden) |
| ― | Hoftex Liberec s.r.o. (vormals Hoflana spol. sr.o.) |
Der hier gezeigte Aufbau des Geschäftsbereichs yarns & fabrics stellt nur eine Zwischenlösung dar. Die Verschmelzung eines Teils der Gesellschaften wurde unterjährig vorgenommen. Deshalb spielen die verschmolzenen Gesellschaften im Geschäftsjahr noch eine gewisse Rolle für die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns. Daneben wurden zum 1. August 2012 neue Gesellschaften durch Ausgliederung der Produktionsfunktion geschaffen. Die im Druck hervorgehobenen Gesellschaften bilden künftig die Unternehmen dieses Geschäftsbereichs.
Insgesamt hat sich das erste Halbjahr 2012 etwas besser entwickelt als das anschließende zweite Halbjahr. Dies lag wohl daran, dass in den ersten Monaten des Jahres 2012 die Preise bei Baumwolle wieder leicht anstiegen, um anschließend für kurze Zeit auf diesem etwas höheren Niveau zu verharren. Vorausgegangen waren in den beiden Vorjahren horrende Preissteigerungen der Baumwolle, die dann kurz vor Jahresmitte 2011 ihren Höhepunkt überschritten hatten und in kürzester Zeit bis Jahresende 2011 kontinuierlich eingebrochen waren. Nachdem im zweiten Halbjahr 2011 die Nachfrage nach Garnen erheblich rückläufig war, zog diese zu Anfang des Jahres 2012 wieder leicht an. Dieser nur kurze Trend einer Belebung war anschließend mit stagnierenden und dann leicht rückläufigen Baumwollpreisen wieder beendet. Die Folgen waren für uns, dass sich die Auslastung der zwei Spinnereistandorte in Hof noch weiter verschlechterte. Aufgrund dieser Entwicklung wurde beschlossen, einen Spinnereistandort bis zum Jahresende auslaufen zu lassen und die künftig verbleibende Spinnereikapazität auf nur noch einen Spinnereistandort in Hof zu konzentrieren. Im Rahmen der Umsetzung dieser technischen Umstrukturierung wurden die besten maschinellen Anlagen beider Standorte in der verbleibenden Spinnerei konzentriert. Auslaufkosten, Verlagerungskosten, Kosten für notwendige Anpassungen und Abfindungen für den notwendig gewordenen Personalabbau haben das Ergebnis des Geschäftsbereichs yarns & fabrics belastet. Diesen einmaligen Aufwendungen standen ebenso einmalige Erträge aus dem Verkauf nicht mehr benötigter maschineller Anlagen gegenüber. Aufwendungen und Erträge aus der Schließung hielten sich weitgehend die Waage. Die unwirtschaftlichen Kostenverhältnisse, die sich in solchen Umstrukturierungsphasen einstellen und das Ergebnis zusätzlich belasten, lassen sich nicht eindeutig quantifizieren. Hier ist entscheidend, dass diese Mehraufwendungen in der neuen Betriebsstruktur im Folgejahr 2013 beendet sein werden.
Die Umsatzerlöse sind mit Mio. € 81,7 gegenüber dem Vorjahr um 22,1 % zurückgegangen. Der mengenmäßige Absatz ging hierbei in den Spinnereien um 21,5 % und in der Weberei um 19,9 % zurück. Diese Zahlen zeigen, dass sich auch die Preise leicht rückläufig entwickelt haben. Die Gründe für diese Entwicklung waren der Kapazitätsabbau aufgrund der oben beschriebenen Kaufzurückhaltung unserer Kunden und der Wegfall von bisherigen Kunden, weil diese als Marktteilnehmer ausgeschieden sind. Über eine aggressive Preispolitik wieder mehr Absatz zu generieren, dürfte mittlerweile an die Grenzen des Möglichen gestoßen sein. Wir sehen darin jedenfalls keine längerfristig Erfolg versprechende Strategie.
Die Fertigwarenläger und die unfertigen Erzeugnisse haben im Jahr 2012 wiederum in größerem Umfang abgenommen. Insgesamt kam es zu einer Bestandsminderung in Höhe von Mio. € 2,2.
Die Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ist mit Mio. € 79,6 gegenüber Mio. € 106,7 im Vorjahr um 25,4 % zurückgegangen.
Die gegenüber dem Vorjahr leicht niedrigeren Faserpreise bei Baumwolle und deren Ersatzfasern haben die Bewertung der Vorräte tendenziell etwas vermindert. Ein mengenmäßiger Rückgang der Bestände hat den Wertansatz in der Bilanz noch weiter vermindert.
Der Materialaufwand ist mit Mio. € 52,4 überproportional um 31,5 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Aufgrund des Umstandes, dass bei den Rohstoffpreisen im Wesentlichen wieder Ruhe auf einem niedrigeren Niveau eingetreten und es daher auch zu keinen nennenswerten marktbedingten Abwertungen gekommen ist, hat dazu geführt, dass die im Vorjahr drastisch auf 73,1 % angestiegene Materialaufwandsquote wieder auf ein erträglicheres Niveau von 65,8 % zurückgekehrt ist.
Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr mit Mio. € 17,5 gleich geblieben. Der Personalabbau hat sich bis zum Jahresende hin erstreckt. Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter einschließlich der Auszubildenden haben sich von 689 im Vorjahr auf 664 im Jahr 2012 verringert. Der ganz überwiegende Teil des Mitarbeiterabbaus betraf allerdings Leiharbeitskräfte. Deswegen blieben die Personalaufwendungen gleich hoch. Der Aufwand für die Leiharbeiter wird unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Die entsprechenden Aufwendungen für Leiharbeiter sind dort von Mio. € 2,0 auf Mio. € 1,3 zurückgegangen.
Die Abschreibungen gingen wegen des Ablaufs von Nutzungsdauern von Mio. € 2,0 auf Mio. € 1,7 zurück. Da wir auch diesen Geschäftsbereich vor wenigen Jahren mit umfangreichen Rationalisierungsinvestitionen auf einen technologisch guten Stand gebracht haben, hielten wir es auch im Geschäftsjahr 2012 für geboten, gerade auch wegen der Konzentration der Betriebskapazitäten auf nur noch einen Standort, die Investitionsausgaben auf das Notwendige zu beschränken.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in absoluten Beträgen von Mio. € 13,5 um Mio. € 1,5 auf Mio. € 12,0 zurückgegangen. Wegen der nur teilweise variablen Kosten, wie Betriebs- und Vertriebskosten, sind diese allerdings nur unterproportional zur Gesamtleistung um 10,6 % zurückgegangen. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung hat sich dadurch von 13,1 % auf 15,1 % erhöht. Wie beim Personalaufwand bereits ausgeführt, ist als größte Veränderung der Rückgang der Kosten für Leiharbeitnehmer zu nennen. Diese gingen von Mio. € 2,1 auf Mio. € 1,3 zurück. Die laufenden Reparaturen gingen um Mio. € 0,6 zurück, während die Umstellungs- und Demontagekosten zusätzlich mit Mio. € 0,9 angefallen sind.
Das Finanzergebnis wird durch die Verzinsung der Cashpool-Schulden bestimmt. Die Verzinsung richtet sich nach dem Drei-Monats-Euribor als Basis zuzüglich einer festen Marge. Im Geschäftsjahr 2012 ist der Drei-Monats-Euribor auf seinem historischen Tiefststand geblieben. Des Weiteren sind durch die hohen Verlustübernahmen des Vorjahres die Cashpool-Inanspruchnahmen noch weiter zurückgeführt worden. Die Zinsaufwendungen des Geschäftsbereichs sind deshalb um Mio. € 0,6 zurückgegangen. Zusätzlich wurde eine Ausleihung an einen früheren Geschäftspartner in Usbekistan, bei der endgültig mit keinen weiteren Rückzahlungen zu rechnen ist, in Höhe von Mio. € 0,1 ausgebucht. Das Finanzergebnis hat sich insgesamt um Mio. € 0,5 auf Mio. € -0,9 verbessert.
Der Geschäftsbereich weist insgesamt beim Vorsteuerergebnis einen Verlust von Mio. € -2,5 gegenüber Mio. € -4,4 im Vorjahr aus. Steuerumlagen waren wegen der Verlustsituation nicht zu berücksichtigen.
Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsbereich yarns & fabrics 650 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 676). Zum jeweiligen Jahresende betrugen die entsprechenden Zahlen 619 und im Vorjahr 667.
Die Investitionen betrugen insgesamt Mio. € 2,3 (Vorjahr: Mio. € 2,2) und betrafen vor allem Ergänzungsinvestitionen und Umbauinvestitionen zur Spinnereiverlagerung nach Moschendorf.
Der Geschäftsbereich home decoration bestand im Jahr 2012 aus:
| ― | Neutex Home Deco GmbH |
| ― | SC Textor S.A. |
| ― | SC Textor Distributie S.A. |
Die Dekorationsstoffbranche zeigte auch im Geschäftsjahr 2012 keine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die Branche hat nach wie vor mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Diese lagen im Geschäftsjahr bei -0,6 %. Ursächlich hierfür ist ein Wandel im Zeitgeist und dessen Auswirkungen auf die relevanten home deco Märkte. Seit Jahren geht der Trend hin zu Niedrigpreisprodukten bei Vorhangfertigschals. Ein weiteres Problem stellen die stärker zunehmenden Importe aus asiatischen Ländern dar. Gerade diese Importe versorgen die Märkte mit billigen Fertigprodukten. Während dieser Konkurrenzdruck aus Asien in anderen Bereichen der Textilindustrie zumindest nicht mehr zunimmt, erlebt nun die Dekostoffbranche seit wenigen Jahren diese starke Konkurrenz.
Die Umsatzerlöse haben mit Mio. € 20,4 die Vorjahresumsätze um 1,8 % unterschritten, wobei die zugrundeliegende Absatzmenge um rund 11,6 % niedriger lag. Das bedeutet, dass der Durchschnittspreis dementsprechend um etwa 10,6 % zugenommen hat. Von den Artikelgruppen aus betrachtet, ging der Umsatz mit konfektionierter Ware zurück. Der Anteil der Konfektion ist daher von 38 % im Vorjahr auf 35 % gesunken. Hinsichtlich der Absatzgebiete waren sowohl der Inlandsumsatz geringfügig um 1,5 % und der Auslandsumsatz um rund 3,2 % zurückgegangen. Der Anteil der Exportumsätze ist mit 24 % konstant geblieben.
Die im Geschäftsjahr 2009 begonnene Verlängerung der Wertschöpfungskette durch Vergabe von Lohnkonfektionsaufträgen an eine rumänische Tochtergesellschaft zeigt weiterhin Erfolge in der Weise, dass bisherige Leerkosten der Tochtergesellschaft produktiv genutzt werden können. Das klassische Gewebesegment in der rumänischen Tochtergesellschaft hat sich auch im Jahr 2012 nicht wieder steigern lassen. Der Unternehmensteil Weberei in Rumänien hat damit eine so geringe Betriebsauslastung erreicht, die kein wirtschaftliches Produzieren mehr zulässt. Wir haben daher beschlossen, die Weberei in Rumänien zu schließen und Teile aus deren Produktpalette zur Neutex Home Deco GmbH zu verlagern.
Die Materialkosten belaufen sich auf Mio. € 7,2. Bei annähernd unveränderter Gesamtleistung beläuft sich die Materialaufwandsquote auf 35 %. Einzelne Preissteigerungen bei Materialkosten sind vor allem auf die Energiekosten zurückzuführen. Diese Preissteigerungen konnten nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden. Vor allem im Niedrigpreissegment führte dies zu Reduzierungen der Absatzmengen. Die ungünstigeren Kostenverhältnisse aufgrund einer nicht zufriedenstellenden Auslastung der Betriebskapazitäten bestanden auch in diesem Jahr fort.
Die Personalkosten von Mio. € 7,4 haben um Mio. € 0,1 zugenommen. Es ergibt sich eine Personalkostenquote von 36,2 % (Vorjahr: 35,6 %).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit Mio. € 5,1 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,3 angestiegen. Die Erhöhung resultiert vor allem aus der Berücksichtigung von Ausfall- und Verwertungsrisiken nach dem Auslaufen der Weberei in der Textor SA.
Auch die Finanzierungskosten sind mit Mio. € 0,4 unverändert geblieben.
Insgesamt ergab sich vor allem aufgrund der notwendigen Abwertungen von Mio. € 0,6 in der Weberei der Textor S.A. in Rumänien ein Jahresergebnis von Mio. € -0,2 gegenüber Mio. € 0,2 im Vorjahr. Eine Steuerumlage war nicht zu berücksichtigen. Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsbereich home decoration 345 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 345).
Die Investitionen belaufen sich auf Mio. € 0,3 (Vorjahr: Mio. € 1,0) die fast nur das Stammunternehmen Neutex Home Deco GmbH betreffen.
Für das kommende Geschäftsjahr bereiten vor allem die weiterhin steigenden Energiekosten Sorge. Ein weiteres Problem stellen die seit einigen Jahren immer kleiner gewordenen Auftragsordern verbunden mit einem immer stärker werdenden Termindruck dar. Diese nachteiligen Einflüsse sollen durch eine weitere Erschließung im Marktsegment innenliegender Sonnenschutz kompensiert werden. Auch das Objektgeschäft wird noch stärker intensiviert.
Der Geschäftsbereich nonwovens bestand im Geschäftsjahr 2012 aus den folgenden Gesellschaften:
| ― | Tenowo GmbH (vormals eswegee Vliesstoff GmbH) |
| ― | Tenowo Hof GmbH (neu durch Ausgliederung entstanden) |
| ― | Tenowo Reichenbach GmbH (neu durch Ausgliederung entstanden) |
| ― | Techtex GmbH Vliesstoffe (verschmolzen auf die Tenowo GmbH) |
| ― | Tenowo Mittweida GmbH (neu durch Ausgliederung entstanden) |
| ― | Tenowo Inc. (USA) (vormals Hof Textiles Inc.) |
| ― | 49 % an der Supreme Nonowoven Industries Private Ltd. (assoziiertes Unternehmen) |
Der hier gezeigte Aufbau des Geschäftsbereichs nonwovens stellt nur eine Zwischenlösung dar. Die Verschmelzung eines Teils der Gesellschaften wurde unterjährig vorgenommen. Deshalb spielen die verschmolzenen Gesellschaften im Geschäftsjahr noch eine gewisse Rolle für die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns. Daneben wurden zum 1. Juli 2012 neue Gesellschaften durch Ausgliederung der Produktionsfunktion geschaffen. Die im Druck hervorgehobenen Gesellschaften bilden künftig die Unternehmen dieses Geschäftsbereichs.
Im Nonwovensbereich waren die bei yarns & fabrics geschilderten Schwankungen zu Jahresanfang nicht gegeben. Hier lief das Geschäft von Jahresanfang bis Mitte des Jahres sehr gut und zeigte erst in der zweiten Jahreshälfte eine, wenn auch nur geringe Beruhigung. Insgesamt war dieser Geschäftsbereich über große Teile des Geschäftsjahres in all seinen Betrieben auf höchstem Niveau ausgelastet. Die Folge dieser dauerhaft sehr hohen Auslastung ist eine weitere Verbesserung der Kostenstrukturen gegenüber den Vorjahren.
Die Umsatzerlöse nahmen um 2,9 % zu und betrugen Mio. € 100,7 (Vorjahr: Mio. € 97,8). Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2009 betrugen die Umsätze Mio. € 57,9 und die Vorkrisenumsätze beliefen sich auf rund Mio. € 69. Diese Zahlen machen die Umsatzsprünge des Geschäftsbereichs seitdem deutlich. Bei den technischen Vliesen konnten die Umsätze um 5 % gesteigert werden. In dem sonst eher schrumpfenden Bekleidungsbereich haben die Umsätze zusammen mit den Umsätzen anderer nicht-technischer Vliese insgesamt um 5 % abgenommen. Diese Bereiche sind aber nur noch von untergeordneter Bedeutung.
Unter regionalen Gesichtspunkten ist vor allem der Umsatz mit Drittländern um 18 % angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die sehr gute Geschäftsentwicklung der amerikanischen Tochtergesellschaft Tenowo Inc. zurückzuführen. Die Umsätze haben hier vor allem aufgrund des positiven Automotivegeschäfts nochmals um 12 % zugelegt, nachdem bereits im Vorjahr ein Zuwachs von 44 % erreicht werden konnte. Die Umsätze innerhalb der EU haben um 8,6 % zugenommen, während die Inlandsumsätze um 12 % rückläufig waren. Demzufolge ist auch der Anteil der Inlandsumsätze von 41 % auf 35 % zurückgegangen, während die Auslandsumsätze auf 65 % angestiegen sind. In den USA war der Automotivebereich Auslöser dieser positiven Entwicklung, in Deutschland lag die treibende Kraft diesmal auch bei den übrigen technischen Textilien. Die rückläufigen Bekleidungsvliese und anderen nichttechnischen Vliese erlauben es uns aber, Anlagen, die schwerpunktmäßig für diesen Bereich eingesetzt werden, mittelfristig durch Anpassungsinvestitionen für die Herstellung technischer Vliese umzurüsten. Die in 2011 eingeleitete Artikelbereinigung bei sogenannten Wasserstrahlvliesen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu höheren Durchschnittserlösen bei besseren Margen beigetragen.
Für den Geschäftsbereich nonwovens gilt weiterhin, dass ohne zusätzliche Investitionen ein nennenswertes Wachstum in diesem erfolgversprechenden Geschäftsbereich nicht mehr möglich ist. Es wäre bedauerlich, wenn die günstigen Rahmenbedingungen, die der Markt bietet, nicht genutzt werden könnten. Durch die gute Auftragslage sind fast keine Betriebskapazitäten mehr frei, die für weitere Produktentwicklungen zwingend notwendig wären.
In den nachfolgenden Zahlen wird das Ausmaß der Verbesserungen in der Kostenstruktur deutlich. Die Materialaufwendungen sind, trotz der Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie, wieder etwas zurückgegangen. Dies resultiert vor allem aus unserer konsequent durchgezogenen Produktbereinigung und der gezielten Reduzierung von Vliesen mit niedrigen Deckungsbeiträgen. Die Materialaufwandsquote verringerte sich von 57 % auf 55 %. Damit liegt sie aber immer noch über früheren Durchschnittswerten. Eine günstigere Materialaufwandsquote könnte bei gegebenen Preisen nur noch durch eine weitere Verringerung von Umrüstungen erreicht werden. Dies bedeutet zwangsläufig noch größere Losgrößen im Fertigungsprozess, sodass weniger Anlauf- und Auslaufverluste anfallen.
Die Personalkosten sind hingegen angestiegen. Mit Mio. € 16,8 haben diese um Mio. € 0,9 zugenommen. Ihr Anteil an der Gesamtleistung ist von 15,7 % auf 16,6 % angestiegen. Der Anstieg ergibt sich aus den laufenden Lohnsteigerungen. Des Weiteren bewirkte die erstmalige Auszahlung der vollen Sonderzahlungen für die Beschäftigten aller Betriebe eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Arbeitnehmer hat hinsichtlich der Jahresdurchschnittszahl um 14 zugenommen.
Die Abschreibungen haben aufgrund der in den letzten Jahren wieder über die Abschreibungsbeträge angestiegenen Investitionen von Mio. € 4,5 auf Mio. € 5,0 zugenommen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben von Mio. € 12,4 auf Mio. € 13,0 zugenommen. Die Kostensteigerungen resultieren im Wesentlichen aus einem Anstieg der Aufwendungen für Leiharbeitnehmer um Mio. € 0,2, bei Vertriebskosten um Mio. € 0,3 und bei Rechts- und Beratungskosten (Verwaltungskosten) um Mio. € 0,2.
Das Finanzergebnis besteht aus dem Zinsergebnis und dem Beteiligungsergebnis. Das Zinsergebnis hat sich mit Mio. € -1,9 gegenüber dem Vorjahr mit Mio. € -2,2 um rund Mio. € 0,3 deutlich verbessert. Im Beteiligungsergebnis werden im Konzern die Erträge des "at equity" erfassten Jointventures mit der indischen Supreme Nonwoven in Höhe von Mio. € 0,5 erfasst. Gegenüber dem Vorjahr gingen diese um Mio. € 0,1 zurück.
Unter Berücksichtigung einer verursachungsgerechten Konzernertragsteuerumlage auf die inländischen Gewinne verbleibt dem Geschäftsbereich nonwovens ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von Mio. € 7,7. Das entsprechende Vorjahresergebnis beläuft sich auf Mio. € 7,3.
Im Jahresdurchschnitt waren 450 Mitarbeiter (einschließlich Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 436).
Die Investitionen im Geschäftsbereich nonwovens betrugen insgesamt Mio. € 8,7 (Vorjahr: Mio. € 5,4) und betreffen ausschließlich Sachanlagen. Der Schwerpunkt der Sachanlageninvestitionen lag hierbei mit Mio. € 4,3 im Vlieswerk der Tenowo Mittweida GmbH (Betriebserweiterung mit rund Mio. € 10,0). In den beiden Betrieben der Tenowo GmbH in Reichenbach und Hof wurden Mio. € 3,4 und in der Tochtergesellschaft Tenowo Inc. in den USA wurden weitere Mio. € 0,5 investiert.
Die Finanz- und Eurokrise und in diesem Zusammenhang die makroökonomischen Entwicklungen werden den Geschäftsverlauf auch im Jahr 2013 beeinflussen. Aufgrund unseres mittlerweile nahezu globalen Geschäftes, gehen wir von einer relativen Stabilisierung der für uns relevanten Märkte aus. Der bisherige Erfolg der heimischen Automobilindustrie fußt im Wesentlichen auf dem Export deutscher Premiumfahrzeuge nach Asien und in die USA. Sollte dieser Absatzmarkt ins Stocken geraten, wird dies auch unser Geschäft im Automotivebereich beeinträchtigen. Dass sich die europäischen Binnenmärkte im Gegenzug im Jahr 2013 erholen, ist sehr unwahrscheinlich.
Die Kostensteigerungen der Rohstoffe, der Energie und für das Personal werden die künftige Ertragslage belasten. Ein weiteres Problem stellen Schwierigkeiten hinsichtlich benötigter Mengen und terminlicher Verfügbarkeit der Rohstoffe dar. Wir sind bemüht, unsere Rohstoffversorgung durch einen Aufbau der Rohstoffbevorratung noch besser abzusichern.
Für das kommende Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von insgesamt rund Mio. € 17 vorgesehen. Die Investitionen sollen den Geschäftsbereich nonwovens in die Lage versetzen, gegebene Marktchancen zu nutzen, aber auch bei den bestehenden Betrieben kapazitätsbegrenzende Engpässe in den Betriebsabläufen zu beseitigen. Für strategische Investitionsmaßnahmen wurden die erforderlichen Beschlüsse getroffen und zum Teil auch schon mit der Investition begonnen. In China haben wir eine selbstständige Tochtergesellschaft der Tenowo GmbH errichtet, die Tenowo Huzhou New Materials Company Ltd. In dieser Gesellschaft entsteht ein neuer Betrieb für die Herstellung technischer Vliese. Als weitere strategische Investition wird die Tenowo Inc. in den USA intensiv erweitert, um den dortigen Marktanforderungen gerecht werden zu können.
Die Hoftex Group ist als international tätiger Konzern in der industriellen Textilfertigung Risiken ausgesetzt. Gemäß § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand der Hoftex Group AG in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risikopositionen eingerichtet. Aufgrund der dezentralen Organisationsstrukturen stellt das Risikomanagement einen integralen Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses dar. Die Hoftex Group AG und deren Tochtergesellschaften haben ein einheitliches Risikomanagementsystem, das laufend fortentwickelt und den sich wandelnden Anforderungen angepasst wird. Die Hoftex Group ist aufgrund ihrer diversifizierten Struktur in den einzelnen Geschäftsbereichen auch unterschiedlichen Risiken und Risikoschwerpunkten ausgesetzt. Dies führt dazu, dass es zu einem gewissen Risikoausgleich innerhalb der Hoftex Group kommt.
Im Finanzbereich haben wir für Zahlungsströme und das Zins- und Forderungsmanagement effiziente Kontrollsysteme etabliert. Von der Hoftex Group AG als Holding werden Finanzierungsrisiken zentral abgesichert und die Linienausnutzung der Tochtergesellschaften bei den Banken überwacht und gesteuert. Kurssicherungsgeschäfte in den einzelnen Tochtergesellschaften werden durch die Holding überwacht und koordiniert. In Verbindung mit einem täglichen Cash-Pooling mit allen Geschäftsbanken hat die Holding ständig Einblick in die finanzielle Entwicklung bei den Tochtergesellschaften.
Im Bereich des Forderungsmanagements gilt grundsätzlich die Maßgabe, dass Kunden nur innerhalb des von der Kreditversicherung erteilten Kreditlimits beliefert werden dürfen. Wesentliche Abweichungen davon sind der Konzernleitung zur vorherigen Genehmigung vorzulegen. Die Holding erhält monatlich Kennzahlen über Zielinanspruchnahmen, Fälligkeiten und Überfälligkeiten der Außenstände. Dieses Forderungsmanagement ermöglicht es, Chancen wahrzunehmen, ohne dass dadurch die Risiken unkontrolliert zunehmen. Bei Abschluss von Geschäften, die die vorgegebenen Grenzwerte überschreiten, muss die jeweilige Gesellschaft auch eine erhöhte Risikovorsorge bilden.
Das Risikofrüherkennungssystem wird durch das Controlling und das Management in den operativen Gesellschaften sichergestellt.
Das Berichtswesen und das interne Kontrollsystem stellen sicher, dass eine zeitnahe Information der Entscheidungsträger über den Geschäftserfolg und gegebenenfalls eingetretene Fehlentwicklungen gegeben ist. Die Konzernrevision überprüft zusätzlich die Effizienz einzelner Strukturen und Abläufe, die Funktionsfähigkeit einzelner Systeme, die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen sowie die ordnungsmäßige Buchführung und die Sicherung des Vermögens.
| ― | Systemimmanente Sicherungsvorkehrungen |
| ― | Regelmäßiges Berichtswesen bis hin zur Ad-hoc-Berichtspflicht |
| ― | Einzelfallprüfungen |
Sie gewährleisten, dass das Management rechtzeitig Hinweise bezüglich potenzieller Risiken erhält und zuverlässig in die Lage versetzt wird, entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen.
Die im Jahr 2012 vorgenommenen Überprüfungen betrafen:
| ― | Personalbereich (Rentenzahlungen) |
| ― | Bewertung der Vorräte |
| ― | Zollauflagen und umsatzsteuerliche Formvorschriften |
| ― | Umsetzung der Ausgliederung bei nonwovens und yarns & fabrics |
| ― | Festlegung von einheitlichen Bewertungsvorgaben in der neuen Konzernstruktur |
| ― | Investitionen und deren Abwicklung im Geschäftsbereich yarns & fabrics |
Zum Zeitpunkt der Berichterstellung (März 2013) können Umfeldrisiken und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken sowie finanzwirtschaftliche Risiken aus ungewissen künftigen Zins- und Devisenkursentwicklungen aufgeführt werden. Die bisherigen Auswirkungen einer verschärften Konkurrenzsituation aus asiatischen Ländern auf unsere Geschäftsfelder yarns & fabrics und zwischenzeitlich auch auf home decoration wurden in der Vergangenheit realistisch eingeschätzt. Dies hat uns dazu verholfen, rasch auf Einflüsse reagieren zu können. Den Risiken aus einer weltweiten Verknappung der Rohstoffversorgung mit Baumwolle und anderen Fasern in den ersten Monaten des Geschäftsjahres haben wir durch strenge Einhaltung von Mindestmengen bei diesen Rohstoffen Rechnung getragen.
Latente Risiken, die man den unternehmensstrategischen Risiken zuordnen kann, bestehen im gesamten Vliesbereich. Die tragende Funktion, als Zulieferer der Automobilindustrie tätig zu sein, erfordert ein ständiges Streben nach Verbesserung in Sachen Qualität, Lieferzuverlässigkeit und natürlich auch der Herstellungskosten, da der Abnehmer in diesem Marktsegment größere Einflussmöglichkeiten auf die Preise besitzt als der Produzent. Um hier dauerhaft bestehen zu können, muss unentwegt in neue, qualitätsverbessernde und kostensenkende Produktionsverfahren investiert werden. Risiken können sich aber auch aus den derzeitigen Unsicherheiten über die Weiterentwicklung der Märkte im Automobilsektor in den USA und vor allem in Europa ergeben. Hierauf zu reagieren ist nur in ganz engen Grenzen möglich. Unsere Entscheidung in China ein Vlieswerk aufzubauen, ist geeignet, diese Risiken etwas einzudämmen.
Unsere Sorge über die zunehmende Konzentration im deutschen Bankensektor wurde im Zusammenhang mit den Folgewirkungen aus der Finanzmarktkrise in den Jahren 2008/2009 bestätigt. Es hat sich gezeigt, dass es tendenziell immer schwieriger geworden ist, notwendige Fremdmittel zu erhalten bzw. Fremdmittelfinanzierungen aufrecht zu erhalten. Die Regelungen durch "Basel II" haben gezeigt, dass diese in der Krise verschärfend wirken und dadurch die Wirtschaftskrise noch verstärken. Die zurückliegende Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 bis 2009 hatte uns weitere Risiken vor Augen geführt. Wir hatten daraus bereits im Jahr 2010 die Konsequenzen gezogen und zusammen mit unseren finanzierenden Banken eine konsortiale Finanzierungsstruktur eingeführt, die die Finanzierungssicherheit deutlich erhöht hat.
Starke Nachfragerückgänge in einem Bereich haben dazu geführt, einen Spinnereistandort bis zum Jahresende 2012 auslaufen zu lassen und die Spinnereikapazitäten dieser beiden Spinnereien in reduziertem Umfang auf nur noch eine Spinnerei zu konzentrieren. Diese Maßnahme dürfte erst im Jahr 2013 ihre volle Wirksamkeit entfalten. Vorausgesetzt jedoch, dass es nicht zu weiteren Einbrüchen in diesem Geschäftsfeld kommt.
Ein immer noch starker Nachfragesog im gesamten Geschäftsbereich nonwovens hingegen zwingt uns, dort die Kapazitäten an diese Marktverhältnisse anzupassen. Hier zeigt sich aber, dass die Langwierigkeit bei der Beschaffung notwendiger Finanzierungsmittel die Durchführung notwendiger Expansionen unnötig lange zu verzögern droht.
Die weitere generelle Ausrichtung der Hoftex Group auf technische Textilien auch in denjenigen Geschäftsbereichen, die der klassischen Textilindustrie zugeordnet werden (yarns & fabrics), aber vor allem bei der Vliesherstellung in der Tenowo GmbH, verlangt einen weiteren Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in diesen Geschäftsfeldern. Unsere Produkte erfordern häufig eine intensive Entwicklungsarbeit, bis die von den Kunden vorgegebenen Produkteigenschaften technisch und kostenmäßig erreicht werden können. Es ist ein zentraler Punkt unserer Unternehmensphilosophie, auf die von den Kunden formulierten Erfordernisse einzugehen und diese am Produkt umzusetzen. Gerade die für den technischen Einsatz bestimmten Produkte müssen besondere Vorgaben erfüllen und dennoch preislich wettbewerbsfähig bzw. günstiger bleiben als das Gros der Mitanbieter. Die Unternehmen der Hoftex Group sind keine Hersteller von Massenware. Stattdessen wird verstärkt das Besondere und Spezielle angeboten. Dazu gehört auch, besondere Anforderungen unserer Kunden schnell und wirtschaftlich umzusetzen. In Verfolgung dieser Zielsetzung und der beschriebenen Entwicklungsaufgaben wurden in den einzelnen Unternehmen personelle Verstärkungen vorgenommen.
Der Vorstand der Hoftex Group AG hat nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der Hoftex Group AG zur ERWO Holding AG und den mit ihr verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der vorstehenden Rechtsgeschäfte bekannt waren, hat die Gesellschaft bei allen Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."
Für das Geschäftsjahr 2013 halten wir für die Hoftex Group ohne größere Kapazitätsveränderungen eine leichte Umsatzsteigerung für möglich. Jedoch werden sich die Geschäftsbereiche unterschiedlich entwickeln. Während bei nonwovens eine Steigerung der Umsätze in der Größenordnung von 5 % erwartet wird und im Geschäftsbereich home decoration zumindest eine Umkehr der rückläufigen Umsatzentwicklung erwartet wird, werden im Geschäftsbereich yarns & fabrics die Umsätze eher nochmal zurückgehen, wobei aufgrund der verbesserten Kostenstruktur in den Spinnereien ein leicht positives Ergebnis erwartet wird.
Die Weberei hingegen bereitet uns große Sorgen. Hier haben die Aufträge ein Niveau erreicht, das keine wirtschaftliche Betriebsauslastung mehr ermöglicht. Wir sind derzeit in der Phase, verschiedene Alternativen zu entwickeln. Es gibt hier zwei gegensätzliche Möglichkeiten. Entweder eine Art Vorwärtsstrategie, die den Zugewinn neuer Marktanteile voraussetzt oder die Strategie der Anpassung an den vorhandenen Markt.
Der Geschäftsbereich home decoration blickt eher verhalten optimistisch in die Zukunft. Eine grundlegende Änderung der Marktverhältnisse hat sich auf den relevanten Märkten noch nicht eingestellt. Große Hoffnungen werden in den Ausbau des Geschäftsfeldes "innenliegender Sonnenschutz" gesetzt. Die teilweise Integration des Fertigungsprogrammes der Textor-Weberei in die Weberei in Münchberg ist geeignet, dort wieder zu besseren Kostenstrukturen zu kommen.
Im Geschäftsbereich nonwovens haben sich die gezielten technologischen Investitionen der letzten Jahre in Kapazitätserweiterungen (USA und Tenowo Mittweida) bewährt, die jedoch erst teilweise angelaufen sind. Schritte zur Produktveredelung haben geholfen, auf Kundenanforderungen besser reagieren zu können. Dies gilt insbesondere für unseren Betrieb in Mittweida mit Malimoprodukten. Wir sind optimistisch, damit weiteres Wachstum zu erreichen. Für wasserstrahlverfestigte Vliesstoffe aus dem Reichenbacher Betrieb wird weiter eine stabile Absatzlage prognostiziert. Dies gilt für alle Kundenanwendungen mit Produkten dieser Technologie im Bereich Automobil, Bau und Filtration.
Kostensteigerungen erwarten wir für sämtliche inländische Unternehmen durch die weiterhin steigenden Energiekosten. Auch in letzter Zeit wieder deutlich angestiegene Lohnabschlüsse bereiten uns große Sorge. Deutlich steigende Kosten für lokal bezogene Produktionsfaktoren verschärfen zwangsläufig unsere Wettbewerbsposition gegenüber Anbietern aus den Schwellenländern. Diesem Wettbewerb sind wir zwischenzeitlich in allen Geschäftsbereichen ausgesetzt. Die laufenden Diskussionen über die Finanzierung der Energiewende in Verbindung mit dem Umstand, dass 2013 ein häufig als "Superwahljahr" bezeichnetes und gekennzeichnetes Jahr ist, verunsichern uns zusätzlich. Unsere oben beschriebenen Aussichten stehen natürlich unter dem Vorbehalt, dass sich bei den zwei genannten Kostenpositionen keine unerwarteten Verschlechterungen ergeben. Für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir auch aus heutiger Sicht und unter der Prämisse, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen künftig nicht verschlechtern, davon aus, dass wir das in 2012 erzielte gute Konzernergebnis von Mio. € 6,4 wieder erreichen können. Trotz der Unsicherheiten hinsichtlich Preisentwicklung bei Rohstoffen und Energiekosten halten wir auch für das Folgejahr ein Ergebnis in dieser Größenordnung für erreichbar.
Die Ende Februar 2013 beschlossene Verschmelzung der Textor Distributie SA auf die Textor SA und das daran anschließende Auslaufen und Schließen der Weberei der Textor SA ist für den Konzernabschluss 2012 durch Abschläge auf Vorratsvermögen und Forderungen der Textor SA in ausreichendem Umfang berücksichtigt, sodass hieraus dem Konzern keine weiteren Aufwendungen entstehen werden. Die Verlagerung des Fertigungsprogramms der bisherigen Weberei der Textor SA auf die Neutex Home Deco GmbH in Münchberg wird dort die Folgen einer nicht optimalen Auslastung etwas mindern.
Nach Schluss des Geschäftsjahres sind ansonsten keine weiteren Vorgänge mit besonderen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.
Hof, den 28. März 2013
Hoftex Group AG
Der Vorstand
Steger
Adrion
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| Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 6 | 321 | 215 |
| II. Sachanlagen | 6 | 63.743 | 61.825 |
| III. Finanzanlagen | 6/7 | 6.962 | 6.962 |
| 71.026 | 69.002 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | 8 | 52.624 | 57.790 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 9 | 22.662 | 28.842 |
| III. Liquide Mittel | 10 | 9.188 | 2.452 |
| 84.474 | 89.084 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 356 | 469 | |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 11 | 1.314 | 1.309 |
| Bilanzsumme | 157.170 | 159.864 |
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| Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|---|
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 12 | 13.920 | 13.920 |
| II. Kapitalrücklage | 13 | 41.158 | 41.158 |
| III. Gewinnrücklagen | 14 | 30.547 | 27.917 |
| IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -2.512 | -2.124 | |
| V. Konzernbilanzverlust | 15 | -5.220 | -9.034 |
| 77.893 | 71.837 | ||
| B. ABGEGRENZTE ZUWENDUNGEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND -ZULAGEN | 16 | 2.950 | 3.726 |
| C. GESELLSCHAFTERDARLEHEN | 17 | 14.000 | 14.000 |
| D. RÜCKSTELLUNGEN | 18 | 20.319 | 21.943 |
| E. VERBINDLICHKEITEN | 19 | 41.992 | 48.310 |
| F. PASSIVE LATENTE STEUERN | 11 | 16 | 48 |
| Bilanzsumme | 157.170 | 159.864 |
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| in Tausend EUR | Anhang | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 20 | 203.415 | 224.111 |
| Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse | -1.494 | 3.955 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 31 | 12 | |
| Gesamtleistung | 201.952 | 228.078 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21 | 4.466 | 3.697 |
| Materialaufwand | 22 | -115.457 | -142.300 |
| Rohertrag | 90.961 | 89.475 | |
| Personalaufwand | 23 | -44.644 | -44.428 |
| Abschreibungen | 6 | -8.645 | -8.587 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 24 | -27.366 | -26.742 |
| Betriebsergebnis | 10.306 | 9.718 | |
| Beteiligungsergebnis | 25 | 466 | 649 |
| Finanzergebnis | 26 | -2.836 | -3.444 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 7.936 | 6.923 | |
| Außerordentliches Ergebnis | 0 | -149 | |
| Ergebnis vor Steuern | 7.936 | 6.774 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 27 | -746 | -675 |
| Sonstige Steuern | 28 | -746 | -638 |
| Konzernjahresüberschuss | 6.444 | 5.461 |
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| in Tausend EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | 13.920 | 41.158 | 26.982 |
| Konzernjahresüberschuss 2011 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | |||
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG | 935 | ||
| Stand 31.12.2011 | 13.920 | 41.158 | 27.917 |
| Konzernjahresüberschuss 2012 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | |||
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG | 2.630 | ||
| Stand 31.12.2012 | 13.920 | 41.158 | 30.547 |
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| in Tausend EUR | Eigenkapital- differenz aus der Währungsumrechnung | Konzernbilanzverlust | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | -2.333 | -13.560 | 66.167 |
| Konzernjahresüberschuss 2011 | 5.461 | 5.461 | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 209 | 209 | |
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG | -935 | 0 | |
| Stand 31.12.2011 | -2.124 | -9.034 | 71.837 |
| Konzernjahresüberschuss 2012 | 6.444 | 6.444 | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -388 | -388 | |
| Einstellung in Gewinnrücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG | -2.630 | 0 | |
| Stand 31.12.2012 | -2.512 | -5.220 | 77.893 |
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | ||
| Konzernjahresüberschuss | 6.444 | 5.461 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang | -1.341 | -170 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 8.772 | 8.587 |
| - Verringerung der abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand | -776 | -870 |
| -/+ Veränderungen der Pensionsrückstellungen vor Vermögensverrech | -716 | -805 |
| +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -990 | -314 |
| Veränderungen bei Positionen der Vermögenswerte und der Schulden | ||
| +/- Veränderungen der Vorräte | 5.166 | -5.685 |
| +/- Veränderungen der Forderungen vor Vermögensverrechnung | 6.403 | -1.215 |
| -/+ Veränderungen der Verbindlichkeiten und übrigen Rückstellungen, soweit sie nicht der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind | -1.047 | 1.141 |
| Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 21.915 | 6.130 |
| - Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlage | -10.970 | -7.286 |
| - Investitionen in Finanzanlagen | 0 | 0 |
| + Rückzahlung von Ausleihungen | 187 | 0 |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 1.946 | 790 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -8.837 | -6.496 |
| +/- Veränderungen Bankverbindlichkeiten | -3.327 | 82 |
| + Erhöhung Gesellschafterdarlehen | 0 | 0 |
| - Tilgung Gesellschafterdarlehen | 0 | 0 |
| - Verringerung/+ Erhöhung kurzfristiger Finanzmittel von Muttergesells | -3.000 | 0 |
| Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -6.327 | 82 |
| Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.751 | -284 |
| Umrechnungsbedingte Zunahme/-Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -15 | 9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. | 2.452 | 2.727 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. | 9.188 | 2.452 |
Die Hoftex Group AG (vormals: Textilgruppe Hof AG) ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Hoftex Group Konzerns.
Der Geschäftsgegenstand entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Hoftex Group sind die Herstellung von Roh- und Farbgarnen sowie von Spezialgarnen und -zwirnen, die Herstellung von Roh-, Buntgeweben und Dekostoffen sowie die Produktion von Vliesstoffen für die Bekleidung und für technische Anwendungen.
Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die Hoftex Group AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des HGB bzw. AktG.
Der Konzernabschluss der Hoftex Group AG zum 31. Dezember 2012 wird nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt.
Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in EURO (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€).
Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der Hoftex Group AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2012 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften gegebenenfalls auf die Vorschriften des HGB übergeleitet.
Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ausgewiesen.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 sind neben der Hoftex Group AG 17 (Vorjahr 13) inländische und 4 (Vorjahr 4) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der Hoftex Group AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Hoftex Group, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS 19 einbezogen. Wegen untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Einbeziehung von 1 (Vorjahr 1) inländischen Tochterunternehmen verzichtet.
Die Veränderung des Konsolidierungskreises ergab sich aus einer im Geschäftsjahr durchgeführten Umstrukturierung des Gruppenaufbaus. Diese bestand darin, dass aus allen operativen Gesellschaften die Produktionsfunktion in selbständige Betriebsgesellschaften ausgegliedert wurde und die verbleibenden Verwaltungseinheiten auf jeweils nur noch eine Verwaltungs- und Vertriebsgesellschaft je Geschäftsbereich verschmolzen wurden. In diesem Zusammenhang sind insgesamt 8 neue Betriebsgesellschaften entstanden und von den Verwaltungs- und Vertriebseinheiten sind 4 Gesellschaften durch Verschmelzung übertragen worden.
Die Tochterunternehmen Hoftex GmbH (vormals Hof Garn GmbH), Hoftex Spinnerei GmbH, Hoftex Weberei GmbH, Hoftex CoreTech GmbH, Hoftex Max Süss GmbH, Hoftex Färberei Betriebs GmbH, Neutex Home Deco GmbH, Tenowo GmbH (vormals eswegee Vliesstoff GmbH), Tenowo Hof GmbH, Tenowo Reichenbach GmbH, Tenowo Mittweida GmbH, die Hoftex Immobilien I GmbH (vormals Textilgruppe Hof Immobilien GmbH) sind, mit Ausnahme der Hoftex Färberei Betriebs GmbH, alle über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Muttergesellschaft Hoftex Group AG verbunden. Alle diese Unternehmen sind auch in den Konzernabschluss der Hoftex Group AG einbezogen. Diese 11 (Vorjahr 8) Unternehmen machen von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in vollem Umfang Gebrauch.
Die Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG (vormals Textil Hof Immobilien GmbH & Co. KG) wird in den Konzernabschluss der Hoftex Group AG einbezogen. Sie macht daher von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB in vollem Umfang Gebrauch.
Der Konsolidierungskreis der Hoftex Group AG umfasst zum 31. Dezember 2012 die folgenden Gesellschaften:
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| Anteil am Kapital | |||
|---|---|---|---|
| Sitz | in % | ||
| --- | --- | --- | --- |
| vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB | |||
| Hoftex GmbH (vormals Hof Garn GmbH) | Hof | 1) | 100,00 |
| Hof Garn Verwaltungs GmbH | Hof | 100,00 | |
| Hoftex Färberei GmbH (vormals Hof Garn-Färberei GmbH) | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex Färberei Betriebs GmbH | Hof | 3) | 100,00 |
| Hoftex Spinnerei GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex Weberei GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex CoreTech GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex Max Süss GmbH | Hof | 2) | 100,00 |
| Hoftex Liberec s.r.o. (vormals Hoflana s.r.o.) | Liberec, Tschechien | 2) | 100,00 |
| Tenowo GmbH (vormals eswegee Vliesstoff GmbH) | Hof | 100,00 | |
| Tenowo Hof GmbH | Hof | 4) | 100,00 |
| Tenowo Reichenbach GmbH | Hof | 4) | 100,00 |
| Tenowo Mittweida GmbH | Hof | 4) | 100,00 |
| Tenowo Inc. (vormals Hof Textiles Inc.) | Lincolnton, USA | 4) | 100,00 |
| Neutex Home Deco GmbH | Münchberg | 100,00 | |
| SC Textor S.A. | Targu Mures, Rumänien | 5) | 100,00 |
| SC Textor Distributie S.A. | Targu Mures, Rumänien | 5) | 100,00 |
| Textil Hof Immobilien Geschäftsführungs GmbH | Hof | 100,00 | |
| Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG (vormals Textil Hof Immobilien GmbH & Co. KG) | Hof | 100,00 | |
| Feinspinnerei Hof GmbH | Hof | 100,00 | |
| Hoftex Immobilien I GmbH (vormals Textilgruppe Hof Immobilien GmbH) | Hof | 100,00 | |
| vollkonsolidierte Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB | |||
| Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V. | Hof | - | |
| nicht konsolidierte Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB | |||
| HBD Textil-GmbH | Hof | 100,00 | |
| assoziierte Unternehmen | |||
| Supreme Nonwoven Industries Private Limited | Mumbai, Indien | 6) | 49,00 |
1) 96 % der Anteile hält die Hoftex Group AG, 4 % die Hof Garn Verwaltungs GmbH.
2) 100 % der Anteile hält die Hoftex GmbH.
3) 100 % der Anteile hält die Hoftex Färberei GmbH.
4) 100 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.
5) 100 % der Anteile hält die Neutex Home Deco GmbH.
6) 49 % der Anteile hält die Tenowo GmbH.
Für Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1. Januar 2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese nach dem durch BilMoG geänderten § 301 HGB ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode erfolgt durch Verrechnung des Kaufpreises mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung unter Fortführung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen.
Verbleibende passive Unterschiedsbeträge sind als gesonderte Position nach dem Eigenkapital auszuweisen. Vor dem 1. Januar 2009 entstandene passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 2 HGB vereinnahmt.
Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.
Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.
Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wird vor allem von Dritten erworbene Software ausgewiesen. Diese wird ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich bei Bauten im Wesentlichen linear, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung nach den bisherigen Grundsätzen linear.
Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB.
Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bewertet. Für nach dem 31. Dezember 2008 erworbene Anteile an assoziierten Unternehmen bzw. Erhöhungen der Anteile an bereits bestehenden assoziierten Unternehmen werden sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge, soweit diese aus einem Firmenwert resultierten, planmäßig über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.
Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt.
Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen.
Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Wechselforderungen werden zum marktüblichen Zinssatz abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.
Latente Steuern werden gebildet, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Auf diese Differenzen in den Wertansätzen werden die jeweils länderspezifischen Steuersätze angewendet. Soweit sich hieraus in den Gesellschaften jeweils insgesamt eine Steuerbelastung ergibt, ist diese als passive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen. Eine sich ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen. Führen Konsolidierungsmaßnahmen dazu, dass sich bei den Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten weitere Differenzen zu den steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so ist eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern und eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern zu bilanzieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des jeweiligen Ertragsteuersatzes in den betroffenen Einzelgesellschaften.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet sind und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen T€ 3.636, der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf T€ 3.765, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 4.803. Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.038
Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 5,05 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuss für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die in 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die durch die Umstellung des Berechnungsverfahrens nach BilMoG entstehende höhere außerordentliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen wurde gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB jährlich mit mindestens 1/15 des Zuführungsbetrages im Umstellungsjahr vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden letztmals T€ 152 zugeführt, um die vollen Sollwerte zum Bilanzstichtag zu erreichen. Zum 31. Dezember 2012 ergab sich kein Fehlbetrag bei den Pensionsrückstellungen aus der Umstellung auf das BilMoG (Vorjahr ebenfalls T€ 0). Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden.
Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung DRS 19 (Bekanntmachung 18. Februar 2011) sind entgegen der bisherigen Bilanzierungspraxis nun auch Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Hoftex Group in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 2.476. Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB belaufen sich auf T€ 3.298. Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 822 wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt.
Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14. Dezember 1994 wurden mit Wirkung ab 31. Dezember 1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert.
Für die im Rahmen von Altersteilzeitverhältnissen über das Altersteilzeitentgelt hinaus anfallenden Aufstockungsbeträge und die zusätzlich zu leistenden gesetzlichen Sozialabgaben ist entsprechend dem Abfindungscharakter dieser Zahlungen eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Eine Abzinsung entsprechend der jeweiligen Restlaufzeit wurde vorgenommen.
Darüber hinaus werden die Erfüllungsrückstände bei den sogenannten Blockmodellen nach Beginn eines Altersteilzeitverhältnisses in der "aktiven Phase" ratierlich gebildet. Die Abzinsung erfolgt entsprechend der jeweiligen Restlaufzeit.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 sind alle Altersteilzeitverträge ausgelaufen.
Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsvereinbarungen entsprechen den am Bilanzstichtag tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträgen.
Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs. Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
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| Entgeltlich erworbene Software und ähnliche Rechte | |
|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2012 | 2.473 |
| Zugänge*) | 209 |
| Abgänge**) | -17 |
| Stand 31.12.2012 | 2.665 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen | |
| Stand 1.1.2012 | 2.258 |
| Zugänge | 104 |
| Abgänge***) | -18 |
| Stand 31.12.2012 | 2.344 |
| Buchwerte zum 31.12.2011 | 215 |
| Buchwerte zum 31.12.2012 | 321 |
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| Grundstücke und Bauten | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand 1.1.2012 | 113.211 | 2.566 | 211.622 | 59.308 | 386.707 |
| Zugänge*) | 466 | 2.572 | 7.114 | 912 | 11.064 |
| Umbuchungen | 965 | -1.707 | 755 | -13 | 0 |
| Abgänge**) | -452 | 0 | -18.991 | -549 | -19.992 |
| Stand 31.12.2012 | 114.190 | 3.431 | 200.500 | 59.658 | 377.779 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1.1.2012 | 80.262 | 0 | 189.330 | 55.290 | 324.882 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 2.076 | 0 | 5.528 | 937 | 8.541 |
| Abgänge***) | -227 | 0 | -18.649 | -511 | -19.387 |
| Stand 31.12.2012 | 82.111 | 0 | 176.209 | 55.716 | 314.036 |
| Buchwerte zum 31.12.2011 | 32.949 | 2.566 | 22.292 | 4.018 | 61.825 |
| Buchwerte zum 31.12.2012 | 32.079 | 3.431 | 24.291 | 3.942 | 63.743 |
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| Anteile an verbundenen Unternehmen | Anteile an assoziierten Unternehmen | Beteiligungen | Wertpapiere des Anlagevermögens | Sonstige Ausleihungen | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||||
| Stand 1.1.2012 | 3.491 | 9.325 | 69 | 9 | 1.806 | 14.700 |
| Zugänge*) | 0 | 314 | 0 | 0 | 0 | 314 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -9 | -178 | -187 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2012 | 3.491 | 9.639 | 69 | 0 | 1.628 | 14.827 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen | ||||||
| Stand 1.1.2012 | 3.465 | 2.782 | 0 | 0 | 1.491 | 7.738 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 127 | 127 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2012 | 3.465 | 2.782 | 0 | 0 | 1.618 | 7.865 |
| Buchwerte zum 31.12.2011 | 26 | 6.543 | 69 | 9 | 315 | 6.962 |
| Buchwerte zum 31.12.2012 | 26 | 6.857 | 69 | 0 | 10 | 6.962 |
*) Die Zugänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ +303 (Vorjahr T€ +550).
**) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ -486 (Vorjahr T€ -408).
***) Die Abgänge enthalten Währungsdifferenzen in Höhe von T€ -150 (Vorjahr T€ -188).
Im Mai 2006 hat die Tenowo GmbH (vormals eswegee Vliesstoff GmbH) einen Anteilskaufvertrag mit einer indischen Firmengruppe aus dem Vliesstoffmarkt unterzeichnet. Es wurde vereinbart, dass die Tenowo GmbH sich zu 25 % an der Firmengruppe beteiligt. Der Kaufpreis belief sich umgerechnet auf T€ 3.113. Die Hauptaktivitäten dieser Gruppe liegen in der Schwestergesellschaft Supreme Nonwovens. Nach Abschluss der Umstrukturierung dieser Firmengruppe zum 1. April 2007 wurde die Beteiligung zu diesem Stichtag erstmals "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen und aus der Bilanzposition "Beteiligungen" in die Bilanzposition "Anteile an assoziierten Unternehmen" umgegliedert. Die Umstrukturierung wurde vom High Court in Mumbai mit Beschluss vom 28. September 2007 genehmigt. Die Gesellschaft firmiert seitdem unter Supreme Nonwoven Industries Private Limited. Der sich aus der Gegenüberstellung des anteilig erworbenen Reinvermögens und dem Kaufpreis ergebende Firmenwert wurde in den Anschaffungsjahren mit den Rücklagen verrechnet.
Durch die Übernahme von weiteren Geschäftsanteilen aus zwei einseitigen Kapitalerhöhungen wurde die Beteiligungsquote im Jahr 2008 auf 44,9 % und im Jahr 2010 auf 49,0 % erhöht. Die Anschaffungskosten für die letzte Tranche betrugen T€ 1.179. Es ergab sich ein Firmenwert in Höhe von T€ 670. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Das Geschäftsjahr des assoziierten Unternehmens läuft vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Für das am 31. März 2012 endende Wirtschaftsjahr wurde ein Jahresabschluss vorgelegt und das zu diesem Stichtag anteilige Jahresergebnis (49,0 %) im Rahmen der Equity-Bewertung mit T€ 600 abzüglich einer zwischenzeitlich geflossenen Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 152 im Bilanzansatz mit T€ 448 abzüglich der verrechneten Abschreibung auf den Firmenwert von T€ 134 erfasst. Das assoziierte Unternehmen hat keinen Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2012 erstellt, daher konnte im Konzernabschluss der Hoftex Group AG für 2012 noch keine weitere Fortschreibung der Equity-Bewertung vorgenommen werden.
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 17.305 | 20.906 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 6.508 | 6.696 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 28.811 | 30.187 |
| Erhaltene Anzahlungen | 0 | 1 |
| 52.624 | 57.790 |
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| 31.12. 2012 | 31.12. 2011 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.187 | 24.262 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.842 | 1.738 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 176 | 157 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2.457 | 2.685 |
| 22.662 | 28.842 |
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0) enthalten. In den anderen Forderungspositionen sind keine langfristigen Posten enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Konzern resultieren aus Lieferungen und Leistungen.
Unter liquiden Mitteln weisen wir den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten aus.
Als aktive latente Steuern werden die Steuerentlastungen gezeigt, die sich aus niedrigeren Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden aufgrund der Konsolidierungsbuchungen gegenüber den steuerlichen Wertansätzen ergeben. Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Einzelnen aus folgenden Positionen:
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| 31.12.2012 Aktive latente Steuern | 31.12.2011 Aktive latente Steuern | 31.12.2012 Passive latente Steuern | 31.12.2011 Passive latente Steuern | |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 1 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 2.116 | 2.325 | 16 | 48 |
| Finanzanlagen | 1.237 | 1.237 | 9 | 9 |
| Vorräte | 568 | 432 | 0 | 0 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 124 | 122 | 747 | 747 |
| Abgegrenzte Investitionszuschüsse/ -zulagen | 430 | 537 | 0 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 593 | 506 | 0 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 651 | 787 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 15 | 44 | 0 | 0 |
| Verlustvorträge | 6.496 | 3.956 | 0 | 0 |
| Sonstige | 54 | 54 | 5 | 5 |
| 12.284 | 10.001 | 777 | 809 |
Nach Ausübung des Saldierungswahlrechts sowie des Ansatzwahlrechts für Aktivüberhänge sind von den aktiven latenten Steuern T€ 1.314 (Vorjahr T€ 1.309) und von den passiven latenten Steuern T€ 16 (Vorjahr T€ 48) in der Bilanz angesetzt.
Steuerliche Verlustvorträge, auf die mangels Vorhersehbarkeit der steuerlichen Nutzung keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, belaufen sich auf Mio. € 20. Hiervon sind Mio. € 11 zeitlich unbegrenzt nutzbar.
Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer 15 %, Gewerbesteuer 14 %) auf die zeitlichen Bewertungsunterschiede bzw. die Verlustvorträge ermittelt. Für die USA wurde ein Ertragsteuersatz von 39 %, für Rumänien von 16 % und für Tschechien von 19 % zugrunde gelegt.
Das gezeichnete Kapital der Hoftex Group AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Gesellschaftskapital.
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 9. Juli 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig in Teilbeträgen, jedoch insgesamt höchstens um bis zu € 4.315.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Genehmigung durch den Aufsichtsrat am 2. September 2008 Gebrauch gemacht und das Grundkapital durch Ausgabe von 494.800 neuen Aktien zu je € 2,56 (gerundet) um € 1.264.988,69 auf € 13.919.988,69 erhöht. Das seitdem nicht ausgenutzte genehmigte Kapital ist mit Ablauf des 9. Juli 2012 verfallen.
Als Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der Hoftex Group AG unverändert in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet im Wesentlichen Einlagen ehemaliger Aktionäre. Die Differenz aus dem Ausgabepreis der neuen Aktien von € 7,00 im Jahr 2008 zu dem "rechnerischen Nominalwert" einer Aktie von gerundet € 2,56 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Gewinnrücklagen 1.1.2012/2011 | 27.917 | 26.982 |
| Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG | 2.630 | 935 |
| Gewinnrücklagen 31.12.2012/2011 | 30.547 | 27.917 |
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Bilanzverlust 1.1.2012/2011 | -9.034 | -13.560 |
| Konzernjahresüberschuss | 6.444 | 5.461 |
| Einstellung gem. § 58 Abs. 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat | -2.630 | -935 |
| Bilanzverlust 31.12.2012/2011 | -5.220 | -9.034 |
Ausgewiesen werden abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von T€ 2.950 (Vorjahr T€ 3.726). Enthalten sind Investitionszuschüsse und -zulagen. Die planmäßige Auflösung beträgt T€ 776 und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Ausgewiesen wird ein langfristiges Darlehen des Hauptaktionärs ERWO Holding AG in Höhe von T€ 14.000 (Vorjahr T€ 14.000), für das die ERWO Holding AG gegenüber den anderen Gläubigern im Range zurücktritt. Für das Darlehen ist erstmals für die Zeit nach dem 30. Juni 2015 eine Tilgungsvereinbarung zu treffen.
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 12.553 | 13.260 |
| Vermögensverrechnung mit zuordenbaren Versicherungsansprüchen | -1.280 | -1.386 |
| Ausweis Pensionsrückstellungen | 11.273 | 11.874 |
| Steuerrückstellungen | 985 | 1.450 |
| Sonstige Rückstellungen | 8.061 | 8.619 |
| 20.319 | 21.943 |
Soweit die sonstigen Rückstellungen solche nach § 249 Abs. 2 HGB a.F. enthalten, wird für deren Fortführung von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht.
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für latente Risiken, Rechts- und Prozesskosten sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten.
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 24.385 | 27.712 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6 | 7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.932 | 8.801 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 7.368 | 10.503 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 31 | 23 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.270 | 1.264 |
| davon aus Steuern | (693) | (716) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (111) | (113) |
| 41.992 | 48.310 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte auf Immobilien, Globalzessionen von Forderungen und sicherungsübereignete Vorräte besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 7.352 (Vorjahr T€ 10.485) gegenüber der Gesellschafterin ERWO Holding AG und anderen Unternehmen der Südwolle Group. Diese enthalten vor allem kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkrediten (Cashpooling) in Höhe von T€ 7.000 (Vorjahr T€ 10.000). Für einen Teilbetrag von T€ 3.000 besteht eine Belassungsvereinbarung und ein Rangrücktritt bis zum 30. Juni 2013.
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | bis 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | bis 1 Jahr | mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.801 | 0 | 3.469 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 6 | 0 | 7 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.932 | 0 | 8.801 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 7.368 | 0 | 7.503 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 31 | 0 | 23 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 926 | 4 | 829 | 6 |
| davon aus Steuern | (410) | (0) | (371) | (0) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (111) | (0) | (113) | (0) |
| 30.064 | 4 | 20.632 | 6 |
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Nach Bereichen | ||
| yarns & fabrics | 81.719 | 104.942 |
| home decoration | 20.376 | 20.759 |
| nonwovens | 100.699 | 97.826 |
| Sonstige | 621 | 584 |
| 203.415 | 224.111 | |
| Nach Regionen | ||
| Inland | 96.181 | 116.494 |
| Übrige Europäische Union | 57.437 | 62.751 |
| Übriges Ausland | 49.797 | 44.866 |
| 203.415 | 224.111 |
Im Konzern resultieren die wesentlichen Posten aus Erträgen aus Anlagenabgängen T€ 1.344 (Vorjahr T€ 521), der Auflösung der erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen T€ 776 (Vorjahr T€ 870), der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen T€ 426 (Vorjahr T€ 267), dem Eingang abgeschriebener Forderungen und der Herabsetzung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen zu Forderungen T€ 350 (Vorjahr T€ 175), erhaltenen Investitionszuschüssen und -zulagen T€ 15 (Vorjahr T€ 57), periodenfremden Erträgen T€ 274 (Vorjahr T€ 193) und aus Kurs- und Umrechnungsgewinnen T€ 567 (Vorjahr T€ 938), aus Erlösen aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen T€ 273 (Vorjahr T€ 374), Vermietungserlösen T€ 134 (Vorjahr T€ 97) und übrigen betrieblichen Erlösen T€ 307 (Vorjahr T€ 198).
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 113.111 | 139.997 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.346 | 2.303 |
| 115.457 | 142.300 |
Die Materialaufwandsquote bezogen auf die betriebliche Leistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ist nach der eingetretenen Normalisierung der Baumwollpreise ab Anfang 2012 wieder auf eine Aufwandsquote von 57,3 % zurückgekehrt (Vorjahr 62,2 %).
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 36.827 | 36.462 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 7.817 | 7.966 |
| davon für Altersversorgung | (0) | (34) |
| 44.644 | 44.428 |
Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 1.088 | 1.171 |
| Angestellte | 388 | 383 |
| Auszubildende | 31 | 31 |
| 1.507 | 1.585 |
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Zuführung Wertberichtigungen, Ausbuchung von Forderungen | 580 | 532 |
| Kursverluste | 954 | 844 |
| Verwaltungskosten | 5.994 | 6.117 |
| Betriebskosten | 9.401 | 8.657 |
| Vertriebskosten | 8.785 | 9.347 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.652 | 1.245 |
| 27.366 | 26.742 |
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 466 | 649 |
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 16 | 19 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (0) | (0) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -2.109 | -2.807 |
| davon an verbundene Unternehmen | (-498) | (-823) |
| Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen und -ertrag aus verrechnetem Zweckvermögen | -616 | -656 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -127 | 0 |
| -2.836 | -3.444 |
Der verrechnete Ertrag aus dem Zweckvermögen beträgt T€ 34 (Vorjahr T€ 43).
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer Geschäftsjahr | -380 | -150 |
| Körperschaftsteuererstattungen | 0 | 17 |
| Körperschaftsteuernachzahlungen | -2 | -256 |
| Gewerbesteuer Geschäftsjahr | -400 | -200 |
| Gewerbesteuernachzahlungen | 0 | -159 |
| Veränderung latente Steuern | 36 | 73 |
| -746 | -675 |
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Grundsteuer | -502 | -465 |
| Kfz-Steuer | -20 | -21 |
| Sonstige Steuern | -224 | -152 |
| -746 | -638 |
Die sonstigen Steuern enthalten Steuernachzahlungen für Umsatzsteuer aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung.
Der Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr ein Honorar von insgesamt T€ 205 (Vorjahr T€ 188) berechnet.
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 160 | 160 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 10 | 11 |
| Steuerberatungsleistungen | 5 | 5 |
| Sonstige Leistungen | 30 | 12 |
| 205 | 188 |
Die Angabe der Vorstandsgesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB unterbleibt unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.
Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 34 (Vorjahr T€ 26).
Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betragen T€ 377 (Vorjahr T€ 377). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind T€ 4.011 (Vorjahr T€ 4.120) zurückgestellt.
Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Ausgehend vom Konzernjahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen sowie Änderungen im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.
Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2012 erhaltenen Ertragsteuererstattungen beträgt per Saldo T€ 0 (Vorjahr T€ 17). An Zinszahlungen wurden im Geschäftsjahr 2012 T€ 2.109 (Vorjahr T€ 2.907) geleistet. Die erhaltenen Zinszahlungen entsprechen im Wesentlichen den Zinserträgen.
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Wechselobligo | 219 | 48 |
| Bürgschaftsverpflichtungen | 170 | 160 |
Mit einer Inanspruchnahme aus den Wechselobligen ist nicht zu rechnen, da diese bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung eingelöst wurden.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 10.364 (Vorjahr T€ 6.051), die sich aus Leasingverträgen, aus Bestellobligen und Akkreditivverpflichtungen ergeben.
Zur teilweisen Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus einem langfristig eingeräumten revolvierenden Bankkredit nimmt die Hoftex Group AG einen zweistufigen Zinscap in Anspruch. Das Kreditvolumen des Sicherungsgeschäftes beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf T€ 318. Die diesbezügliche Zinsobergrenze liegt für eine Laufzeit bis 28. Juni 2013 bei 3,5 % bzw. 5,0 %. Die angegebenen Zinsobergrenzen beziehen sich auf den 3-Monats-Euribor.
Für die abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich zum 31. Dezember 2012 folgende beizulegende Zeitwerte:
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| Fälligkeit | Nominalbetrag | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
|---|---|---|---|---|
| Zinscap | 28.06.2013 | T€ 318 | T€ 0 | T€ 0 |
Der Buchwert der abgegrenzten Cap-Prämie wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
Der Zeitwert des Zinsbegrenzungsgeschäftes wird von der Kontrahentenbank anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung der jeweiligen Zinsstrukturkurven ermittelt.
Des Weiteren wurden zur Währungsabsicherung folgende Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2012 ergeben sich folgende beizulegende Zeitwerte:
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| Fälligkeit | Nominalbetrag | Währung in Tsd. | Positiver Marktwert in T€ |
Negativer Marktwert in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Terminkäufe | bis 04.02.2013 | 592 | USD | 79 | -4 |
| Terminverkäufe | bis 04.03.2013 | 2.233 | USD | 84 | 0 |
| bis 21.03.2013 | 75 | GBP | 1 | 0 | |
| 164 | -4 |
Für die negativen Marktwerte wurde in dem Bilanzposten "sonstige Rückstellungen" eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
Waltraud Hertreiter
Vorsitzende
Beraterin
Neubeuern
Hans Münch
stellv. Vorsitzender
Mitglied des Vorstands der ERWO Holding AG
Geschäftsführer der Südwolle GmbH & Co. KG
Neumarkt i.d.Opf.
Bernd Grossmann
Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank AG, Filiale Nürnberg
Nürnberg
Wolfgang Kammerer*
stellv. Vorsitzender Betriebsrat Hoftex Group
Oberkotzau
Wolfgang Schmidt*
Vorsitzender Betriebsrat Hoftex Group
Hof
Martin Steger (seit 13. Februar 2012)
selbständiger Kaufmann
Nürnberg
* von den Arbeitnehmern gewählt
Klaus Steger
Vorsitzender, Nürnberg
Volker Adrion, Münchberg
Hof, den 28. März 2013
Hoftex Group AG
Der Vorstand
Steger
Adrion
Wir haben den von der HOFTEX GROUP AG (vormals Textilgruppe Hof Aktiengesellschaft), Hof/Saale, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 24. April 2013
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Löffler), Wirtschaftsprüfer
Stadter, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 den Vorstand bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Geschäftsbereiche und wesentliche Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Ertragslage, Plan- / Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage sowie vierteljährliche Berichte über Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand erörtert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.
Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen stand die Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand und hat sich über alle wichtigen laufenden Geschäftsvorfälle informieren lassen.
Im Berichtsjahr fanden vier turnusgemäße Aufsichtsratssitzungen statt. Außerordentliche Sitzungen wurden nicht einberufen. Aufgrund der geringen Mitgliederzahl des Aufsichtsrats wird auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.
Mit Ausnahme von einer Sitzung, bei der ein Mitglied fehlte, nahm der Aufsichtsrat geschlossen an den Beratungen teil.
In der März-Sitzung informierte der Vorstand umfassend über die vorgesehene gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung des Konzerns. Die Ausgliederung der Produktionsfunktionen aller operativen Gesellschaften in selbständige Betriebsgesellschaften und die Verschmelzung der verbleibenden Verwaltungseinheiten auf jeweils eine Verwaltungs- und Vertriebsgesellschaft je Geschäftsbereich fand die Zustimmung des Aufsichtsrats. Ebenso wurde die Verlängerung eines Vorstandsvertrages beschlossen.
In der Sitzung am 15. Mai 2012 standen die Diskussion, Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2011 im Mittelpunkt der Beratungen. Umfassend besprochen wurde zudem das Vorhaben, eine Produktionsstätte für automobile Vliesstoffe in China zu errichten, mit dem Ziel, Chancen zur Geschäftsabsicherung zu nutzen und einen Grundstein für weiteres Wachstum zu legen. Am 9. Juli 2012 ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorstand zur Firmengründung in China und am 30. Oktober 2012 stimmte das Gremium im schriftlichen Umlaufverfahren dem Investitionsplan für das Vlieswerk in China zu.
In der Sitzung vom 3. Dezember 2012 haben dem Aufsichtsrat die Unterlagen über die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2013 Vorgelegen. Die Planung fand die Zustimmung des Aufsichtsrats nachdem sie eingehend geprüft und darin enthaltene Chancen und Risiken mit dem Vorstand intensiv diskutiert wurden. Zudem wurde der vorgelegte Investitionsplan für 2013 durch den Aufsichtsrat bewilligt. Der Vorstand informierte ausführlich über den Stand des Engagements in China. Ferner hat sich der Aufsichtsrat anhand eines Berichtes über das Risikomanagement davon überzeugt, dass der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingesetzt hat, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Durchführung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Konzernabschlussprüfung die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft.
Die Hauptversammlung vom 9. Juli 2012 hat Herrn Martin Steger als Vertreter der Anteilseigner für die Restlaufzeit der übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats neu in den Aufsichtsrat gewählt. Aufgrund des Ausscheidens von Herrn Klaus Steger aus dem Aufsichtsrat mit Wirkung zum 31.12.2011 wurde Herr Martin Steger bis zur Nachwahl durch die Hauptversammlung durch gerichtlichen Beschluss vom 13.02.2012 als Ersatzmitglied bestellt.
Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 hatte die Hauptversammlung die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der Hoftex Group AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2012 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt.
Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 13. Mai 2013 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der Hoftex Group AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2012, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.
Der für das Geschäftsjahr 2012 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit diesen verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.
Hof, im Mai 2013
Waltraud Hertreiter, Vorsitzende des Aufsichtsrats
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