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HMS Bergbau AG Annual Report 2018

Jan 20, 2021

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Annual Report

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Publication

HMS Bergbau AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 10.127,00 8.842,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.739,00 63.471,98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.432.604,42 1.009.974,85
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.409.818,96 6.641.052,10
3. Beteiligungen 0,51 0,51
4. Sonstige Ausleihungen 9.227.083,19 7.152.790,15
16.069.507,08 14.803.817,61
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.376.985,89 21.780.884,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.792.961,15 3.051.163,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 694.568,98 1.129.650,71
27.864.516,02 25.961.698,05
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.255.962,92 91.354,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 71.541,32 97.332,38
D. Aktive latente Steuern 1.850.320,33 1.618.066,00
47.171.713,67 42.644.582,49

Passiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
--- --- ---
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.370.000,00 4.370.000,00
Eigene Anteile ( Gezeichnetes Kapital) -164.904,00 -161.254,00
II. Kapitalrücklage 3.824.847,36 3.874.947,36
III. Gewinnrücklagen 5.112,92 5.112,92
IV. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 3.750.000,00 0,00
V. Bilanzgewinn 2.623.268,82 1.028.655,24
14.408.325,10 9.117.461,52
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.089.991,90 6.209.470,51
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 228.673,32 198.046,04
7.318.665,22 6.407.516,55
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.933.345,71 9.252.701,62
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.269.808,21 13.948.326,64
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.241.569,43 3.915.490,40
davon aus Steuern TEUR 48 (Vi. TEUR 48)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 3 (Vj. TEUR 2)
davon gegenüber Gesellschafter TEUR 56 (Vj. TEUR 1.232)
25.444.723,35 27.116.518,66
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3.085,76
47.171.713,67 42.644.582,49

Gewinn- und Verlustrechnung für 2018

2017
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 190.995.916,57 152.589.031,71
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.248.366,06 364.455,37
- davon aus der Währungsumrechnung: TEUR 96 (Vj. TEUR 117)
192.244.282,63 152.953.487,08
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 185.799.878,19 146.452.835,97
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 974.435,92 795.274,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 400.667,26 95.449,29
- davon für Altersversorgung TEUR 262 (Vj. TEUR 89)
1.375.103,18 890.723,74
5. Abschreibungen 26.934,42 32.686,45
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.425.933,42 4.489.239,16
190.627.849,21 151.865.485,32
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 838.572,29 630.482,37
- davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 396 (Vj. TEUR 403)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 1.700.001,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.131.753,19 1.075.477,88
- davon aus Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen: TEUR 791 (Vj. TEUR 662)
-293.180,90 -2.144.996,51
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 275.246,97 1.618.069,52
- davon aus Zuführung aktive latente Steuern: TEUR 232 (Vj. TEUR 1.618)
11. Ergebnis nach Steuern 1.598.499,49 561.074,77
12. Sonstige Steuern 3.885,91 3.271,34
13. Jahresüberschuss 1.594.613,58 557.803,43
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.028.655,24 470.851,81
15. Bilanzgewinn 2.623.268,82 1.028.655,24

Anhang Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die HMS Bergbau AG hat ihren Sitz in Berlin. Im Handelsregister des zuständigen Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg wird die Gesellschaft unter HRB 59190 geführt.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Bei der HMS Bergbau AG handelt es sich um eine große Aktiengesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss der HMS Bergbau AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Mit Ausnahme der Umstellung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck von „2005 G“ auf „2018 G“ für die Bewertung der Pensionsrückstellung wurden im Jahresabschluss die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen nach Maßgabe der Nutzungsdauer, angesetzt.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. In den Fällen, in denen eine dauernde Wertminderung gegeben ist, wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Soweit die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, erfolgt eine Wertaufholung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die liquiden Mittel wurden mit ihren Nominalbeträgen erfasst.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in der Höhe berücksichtigt, in der die Verlustverrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Bei der Bemessung wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen berücksichtigt. Die ausgewiesenen Posten sind aufzulösen, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist.

Die Pensionsverpflichtungen, die auf einer fest zugesagten Altersversorgung beruhen, werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, unter Verwendung der Richttafeln „2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ermittelt. Dabei wurde ein Fluktuations- und Gehaltstrend von unverändert 0 %, ein Rechnungszinsfuß von 3,21 % (Vorjahr 3,68 %) sowie ein Rententrend von unverändert 2,0 % angesetzt. Der Unterschiedsbetrag aus Siebenjahresdurchschnittszinssatz und Zehnjahresdurchschnittszinssatz, der einer Ausschüttungssperre (§253 Abs. 6 S. 2 HGB n.F.) unterliegt, beträgt TEUR 1.028. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG ergab sich im Geschäftsjahr 2010 für die Pensionsrückstellung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ein Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 3.341, der gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB über 15 Jahre verteilt wird. Davon wurden bis zum 31. Dezember 2018 TEUR 2.227 zugeführt. Der Restbetrag in Höhe von TEUR 1.114 wird aufwandswirksam mit jährlich TEUR 223 bis zum Jahr 2024 den Pensionsverpflichtungen zugeführt. Aus der Umstellung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck von „2005 G“ auf „2018 G“ resultierte im Geschäftsjahr 2018 ein einmaliger Umstellungsaufwand von TEUR 140.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages, d. h. inklusive erwarteter Preis- und Kostensteigerungen, angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem Devisenkassakurs gemäß § 256a HGB.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der nachstehende Anlagenspiegel:

Stand 01.01.2017 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Anschaffungskosten 37.839,08 6.009,20 0,00 43.848,28
Abschreibungen 28.997,08 4.724,20 0,00 33.721,28
Buchwerte 8.842,00 10.127,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anschaffungskosten 387.814,58 8.478,24 1.308,29 394.984,53
Abschreibungen 324.342,60 22.210,24 1.307,31 345.245,53
Buchwerte 63.471,98 49.739,00
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anschaffungskosten 1.009.974,85 425.097,77 2.468,20 1.432.604,42
Abschreibungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte 1.009.974,85 1.432.604,42
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Anschaffungskosten 6.641.052,10 0,00 1.231.233,14 5.409.818,96
Abschreibungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte 6.641.052,10 5.409.818,96
Beteiligungen
Anschaffungskosten 63.346,89 0,00 0,00 63.346,89
Abschreibungen 63.346,38 0,00 0,00 63.346,38
Buchwerte 0,51 0,51
Sonstige Ausleihungen
Anschaffungskosten 8.852.790,15 2.074.293,04 0,00 10.927.083,19
Abschreibungen 1.700.000,00 0,00 0,00 1.700.000,00
Buchwerte 7.152.790,15 9.227.083,19
Anlagevermögen gesamt
Anschaffungskosten 16.992.817,65 2.513.878,25 1.235.009,63 18.271.686,27
Abschreibungen 2.116.686,06 26.934,44 1.307,31 2.142.313,19
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte 14.876.131,59 16.129.373,08

Der Zugang von Anteilen an verbundenen Unternehmen resultiert aus der Kapitalerhöhung im Wege einer Sacheinlage bei der HMS Bergbau Singapore Pte. Ltd. Der Abgang basiert auf der Veräußerung von 1,1 % der Anteile an der Sillesian Coal International Group of Companies S.A.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen stellen gewährte Darlehen an die PT. HMS Bergbau Indonesia, Jakarta bzw. HMS Bergbau Singapore Pte. Ltd. und HMS Bergbau Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, dar. In 2018 sind Zinsen in Höhe von TEUR 384 angefallen. Der Abgang resultiert aus Tilgungszahlungen sowie aus verrechneten erhaltenen Leistungen.

Die sonstigen Ausleihungen bestehen gegenüber Schwestergesellschaften. Zugänge resultieren aus der Ausreichung von Darlehen.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus der Weiterberechnung von sonstigen Leistungen und verauslagten Kosten gegenüber Tochterunternehmen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus weiteren Leistungen und verauslagten Kosten für die Silesian Coal International Group of Companies S.A.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Kautionen bzw. Hinterlegungen im Zusammenhang mit Handelsgeschäften.

Sämtliche Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellung (TEUR 1.153) und aus Verlustvorträgen (TEUR 698). Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von insgesamt 30,18 %. Die Steuerermittlung zum 31. Dezember 2018 ergab unverändert zum Vorjahresstichtag einen Überhang aktiver latenter Steuern. In Höhe der aktivierten latenten Steuern (TEUR 1.850) liegt eine Ausschüttungssperre vor.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 4.370.000,00 setzt sich aus 4.370.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien im Nennwert von je EUR 1,00 zusammen. Im Juni bzw. November 2018 wurde beschlossen das Grundkapital um EUR 220.588,00 auf EUR 4.590.588,00 durch Ausgabe von 220.588 auf den Inhaber lautenden Stammaktien als Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Aktie gegen Sacheinlage zu erhöhen. Insgesamt wurden Gesellschafterforderungen in Höhe von EUR 3.750.000,00 eingelegt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 18. Januar 2019. Gemäß Einbringungsvertrag wurden die Ansprüche zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bereits an die HMS Bergbau AG abgetreten. Damit wurde die gesamte Sacheinlage in einem Sonderposten „Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen“ bilanziert. Im Geschäftsjahr wurden 1.850 eigene Aktien an Mitarbeiter ausgegeben. Auf das Grundkapital entfiel je EUR 1,00 (EUR 1.850,00). Des Weiteren wurden von ausgeschiedenen Mitarbeitern innerhalb der HMS Gruppe, welche Mitarbeiteraktien erworben hatten, insgesamt 5.500 Stück Anteile zurück erworben. Der Bestand eigener Anteile beträgt zum Bilanzstichtag 164.904 Stück.

Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 3.824.847,36 resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und dem erzielten Ausgabebetrag. Der Rückgang um EUR 50.100,00 resultiert aus dem Rückkauf von 5.500 Stück eigener Anteile von ausgeschiedenen Mitarbeitern. Dem gegenüber steht ein Anstieg aus der Ausgabe von 1.850 eigener Anteile an Mitarbeiter.

Das genehmigte Kapital beträgt EUR 1.964.412,00. Die Ermächtigung endet mit Ablauf des 19. August 2020.

Noch künftig ausübbare Bezugsrechte im Rahmen eines Mitarbeiteroptionsprogramms bestehen in Höhe von 41.438, die über die eigenen Anteile ausgegeben werden können.

Pensionsverpflichtungen bestanden in Höhe von TEUR 7.090 nach Verrechnung mit den Ansprüchen aus den ausschließlich zur Erfüllung der Verpflichtung dienenden Vermögensgegenständen (Planvermögen). Diese hatten am Bilanzstichtag einen Zeitwert von TEUR 673. Das Planvermögen besteht in Form eines Verwaltungs- und Sicherungstreuhandvertrages zugunsten des Versorgungsberechtigten und setzt sich aus einem Bankkonto und einem DWS Aktienfondsdepot zusammen. Der Zeitwert (TEUR 673) ergibt sich aus dem Nominalbetrag des Bankkontos und dem Stichtagskurs der Anteile am Aktienfonds. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 50 als Aufwand aus der Bewertung des Planvermögens erfasst. In 2018 wurden Versorgungsbezüge in Höhe von TEUR 480 gezahlt, welche zum Teil aus dem Treuhandvermögen gezahlt wurden. Aus versicherungsmathematischen Gründen ergab sich eine im Personalaufwand erfasste Auflösung der Rückstellung in Höhe von TEUR 100, TEUR 140 Aufwand bzw. Zuführungsbedarf zur Rückstellung resultieren aus der Umstellung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck von „2005 G“ auf „2018 G“. Aus der Aufzinsung und des veränderten Rechnungszinssatzes resultiert ein in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Zinsaufwand von TEUR 791.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Abschlusskosten (TEUR 84, Vorjahr TEUR 80), Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 99, Vorjahr TEUR 87) sowie Personalrückstellungen (TEUR 33, Vorjahr TEUR 27).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich zu TEUR 793 aus Handelsfinanzierungen einzelner sogenannter Back-to-Back Geschäfte und zu TEUR 1.140 aus Betriebsmittellinien zusammen. Die Betriebsmittellinie wird zu TEUR 60 vierteljährlich zurückgeführt, so dass die Linie in Höhe von TEUR 900 eine Restlaufzeit von größer ein Jahr hat. Die anderen Bestandteile haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB

Die HMS Bergbau AG hat gegenüber der duisport agency GmbH eine Patronatserklärung abgegeben und verpflichtet sich den finanziellen Verpflichtungen der HMS Bergbau Coal Division GmbH (ehemals HMS Bergbau AG Coal Division) aus einem Kohleumschlag- und -aufbereitungsvertrag mit der duisport agency GmbH nachzukommen. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus abgeschlossenen Kontrakten per 31. Dezember 2018 betrug TEUR 14.177 und bezieht sich auf das Jahr 2019.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingvereinbarungen.

Die Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

bis 1 Jahr TEUR 159
von 1 bis 5 Jahre TEUR 439
länger als 5 Jahre TEUR 0

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus dem Handel mit Kraftwerkskohle, Koks, Anthrazit, Erze und Zementprodukte generiert. Geographisch sind die Umsatzerlöse insbesondere in Asien (37 %), Afrika (53 %) und Europa (10 %) erlöst worden.

Die Materialaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus dem weltweiten Erwerb von Kraftwerkskohle, Koks und Anthrazit.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 96) und TEUR 1.098 aus dem Verkauf von Anteilen an der polnischen Tochtergesellschaft Silesian Coal International Group of Companies S.A.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren maßgeblich aus den Kosten der Warenabgabe (TEUR 1.219, Vorjahr TEUR 2.650), Fahrzeug- und Reisekosten (TEUR 480, Vorjahr TEUR 451), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 917, Vorjahr TEUR 527), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 100, Vorjahr TEUR 124) sowie aus dem fünfzehnten Teil des Zuführungsbetrages zur Pensionsrückstellung (TEUR 223, Vorjahr TEUR 223), welcher aus der durch BilMoG geänderten Bewertung resultiert.

Im Finanzergebnis ist der Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 791 enthalten.

Der Ertrag aus Steuern vom Einkommen und Ertrag ist beeinflusst durch die Fortschreibung der aktiven latenten Steuern (TEUR 232).

Die Devisen-Kursdifferenzen werden, soweit sie bei der Abwicklung der Ein- und Verkäufe entstehen, den Materialaufwendungen für Waren bzw. den Umsatzerlösen zugeordnet. Als „Sonstige betriebliche Erträge“ bzw. „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ werden nur die Kursdifferenzen ausgewiesen, die aus der Umrechnung von Vermögens- und Schuldposten in fremder Währung zum Bilanzstichtag entstanden sind sowie solche Kursdifferenzen, die bereits realisiert sind und aus nicht-operativen Geschäftsvorfällen resultieren.

VI. Sonstige Angaben

Namen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft vom Vorstand geführt:

Herr Heinz Schernikau, Vorstandsvorsitzender,

Herr Steffen Ewald, Finanzvorstand,

Herr Dennis Schwindt, Handelsvorstand.

Für die Angabe der Vorstandsvergütung wurde von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und die Angaben unterlassen.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an:

Herr Dr. Hans-Dieter Harig; Ingenieur, im Ruhestand, Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Dr. h.c. Michael Bärlein; Rechtsanwalt, Berlin, Stellvertretender Vorsitzender

Frau Michaela Schernikau; Kauffrau, Geschäftsführerin, Berlin.

Frau Michaela Schernikau war im Geschäftsjahr außerdem noch Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaften HMS Bergbau AG Iron Ore & Metals Division, Berlin und der HMS Bergbau Coal Division GmbH, Berlin (ehemals HMS Bergbau AG Coal Division).

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten in 2018 für ihre Tätigkeiten Vergütungen in Höhe von TEUR 32 ausgezahlt. Für noch nicht gezahlte satzungsmäßige Vergütungen für 2018 und Vorjahre wurden Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 99 gebildet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20 % (direkt oder indirekt) der Anteile

Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
Name Sitz % TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
HMS Bergbau Africa (Pty) Ltd. Johannesburg 100 280 104
HMS Bergbau Singapore (Pte) Ltd. Singapore 100 1.682 302
PT. HMS Bergbau Indonesia Jakarta 100 -3.407 -100
Silesian Coal International Group of Companies S.A. Katowice 98,7 -986 -384
HMS Bergbau USA Corp. * Miami 100 1 0

*) im November 2018 gegründet

Angabe über das Bestehen einer Beteiligung an der Gesellschaft, die nach § 20 Abs. 3 AktG der Gesellschaft mitgeteilt worden ist

In 2017 wurde keine Mitteilungen nach § 20 AktG gemacht und veröffentlicht. Die Mitteilungen aus dem Geschäftsjahr 2011 behalten demnach ihre Gültigkeit.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2018 waren durchschnittlich 12 Arbeitnehmer (6 Frauen, 6 Männer) beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der HMS Bergbau AG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften, der PT. HMS Bergbau Indonesia, der HMS Bergbau Singapore (Pte) Ltd., der HMS Bergbau Africa (Pty) Ltd. sowie der Silesian Coal International Group of Companies S.A. werden in den Konzernabschluss der HMS Bergbau AG, Berlin (unterstes Mutterunternehmen) einbezogen, welcher nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts aufgestellt ist und auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht wird.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers PANARES GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft wird im Konzernabschluss der HMS Bergbau AG, Berlin, angegeben.

Ausschüttungssperren

Der Unterschiedsbetrag aus Siebenjahresdurchschnittszinssatz und Zehnjahresdurchschnittszinssatz bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen unterliegt einer Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 S. 2 HGB) und beträgt TEUR 1.028.

Aus der Aktivierung der aktiven latenten Steuern resultiert gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 1.850.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.623.268,82 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Davon unterliegen EUR 2.877.904,33 einer Ausschüttungssperre.

Berlin, 21. März 2019

Heinz Schernikau, Vorstandsvorsitzender

Steffen Ewald, Finanzvorstand

Dennis Schwindt, Handelsvorstand

Konzernlagebericht

HMS Bergbau AG, Berlin

Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns Geschäftsjahr 2018

1. Überblick

Die HMS Bergbau-Gruppe ist ein global agierender Konzern, der als Handels- und Vertriebspartner namhafte internationale Stromproduzenten, Zementhersteller und Industrieverbraucher mit Kohle- und Energierohstoffen wie Kraftwerkskohle, Kokskohle und Koksprodukten, sowie anderen Rohstoffen, wie z.B. mit Erzen, Zement, Düngemittel und ähnlichen Rohstoffen beliefert.

Die HMS Bergbau AG hat 2018 die Strategie der Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten auf weitere Rohstoffe wie Erze, Metalle, Düngemittel oder Zementprodukte fortgesetzt und plant, sich zu einem internationalen Rohstoffhandelskonzern weiterzuentwickeln. Schwerpunkt der Tätigkeit bleibt weiterhin das Kohlegeschäft, in dem die HMS Bergbau AG über eine anerkannte und über Jahrzehnte aufgebaute Expertise bei der Darstellung der kompletten Wertschöpfungskette verfügt, beginnend beim Abbau über die Logistik bis hin zur Lieferung an die Kunden.

Die HMS Bergbau-Gruppe hat ein internationales Netzwerk aus langjährigen Geschäftspartnern aufgebaut und verfolgt konsequent ihre Philosophie des Aufbaus langfristiger und profitabler Geschäftsbeziehungen mit internationalen Produzenten und Verbrauchern. Der hohe Grad an Internationalität ist auch durch die Tochtergesellschaften HMS Bergbau Africa (Pty) Ltd., HMS Bergbau Singapore Pte Ltd. sowie PT. HMS Bergbau Indonesia geprägt.

An der Konzerntochter Silesian Coal International Group of Companies S.A., Polen, welche bereits geologische Erkundungen für das in Schlesien gelegenen Gebiet ,Orzesze‘ durchgeführt hat, besaß die HMS Bergbau AG zum 31.12.2018 eine Beteiligungshöhe von 98,7 Prozent. Die aktuelle Beteiligungshöhe beträgt nunmehr 98,9 Prozent.

Zur Finanzierung der operativen Aktivitäten der Silesian Coal International Group of Companies S.A. plante die HMS Bergbau AG insgesamt bis zu 20 Prozent der Silesian-Anteile an die Carbo Funding AG zu veräußern. Diese wiederum plante die Platzierung einer Anleihe, über die der Ankauf der Silesian-Anteile sukzessive finanziert werden sollte bzw. teilweise bereits finanziert wurde. Nach einem nicht zufriedenstellenden Platzierungsverlauf der Anleihe bei der Carbo Funding AG hat die HMS Bergbau AG von ihrem Recht auf Rückabwicklung der Vereinbarung zwischen der Carbo Funding AG und der HMS Bergbau AG Gebrauch gemacht. Derzeit wird an weiteren Maßnahmen zur Finanzierung der Weiterentwicklung des Projektes gearbeitet.

Die im Rahmen der exklusiven Explorationslizenz von der HMS durchgeführten Bohrungen in Orzesze ergaben ein potentielles Kohle-Vorkommen von 2,2 Mrd. Tonnen in situ, wovon nach JORC-Standard rund 672 Mio. Tonnen hochwertige Kohle als förderbar identifiziert wurden. Die Silesian Coal plant das Vorkommen über eine bereits bestehende Infrastruktur zu erschließen und somit eine Produktion von jährlich rd. 3 Mio. Tonnen Kohle kostengünstig (ca. 1/3 Kosten eines Greenfield-Projektes) und kurzfristig (innerhalb von zweieinhalb Jahren nach Erteilung der Abbaulizenz) zu etablieren. Die geplante Produktion ist gleichermaßen zwischen der margenstarken Koks- und Kraftwerkskohle aufgeteilt. Die HMS erwartet im laufenden Geschäftsjahr die 20 km2 umfassende Minenlizenz im Gebiet der traditionellen Kohleregion Kattowitz, Polen.

Die Konzernstruktur der HMS Bergbau-Gruppe und ihrer wesentlichen Tochterunternehmen stellt sich zum 31.12.2018 wie folgt dar:

Die HMS Bergbau AG ist ein leistungsorientiertes und dynamisches Unternehmen sowie ein wichtiger Akteur im internationalen Kohlehandel. Unsere Strategie, langfristige Entwicklungen auf den weltweiten Rohstoffmärkten zu beobachten, ohne dabei jedoch aktuelle Trends aus den Augen zu verlieren, basiert dabei unverändert auf den nachfolgenden Grundvoraussetzungen:

1.1 Preisentwicklung

Der Kohlepreis hat sich 2018 - trotz hoher Schwankungen bis in den August hinein - insgesamt erfreulich entwickelt. Seit Mitte August vergangenen Jahres kam es zu einem nachhaltigen Anstieg auf zeitweise mehr als 78 USD/Tonne. Um mögliche zukünftige Marktschwankungen effektiv kompensieren zu können, kann die HMS Bergbau AG ihre Wertschöpfung durch die vertikale Integration von Förderung, Umschlag und Transport unter Berücksichtigung aktueller und künftiger Preissteigerungen optimieren. Des Weiteren expandiert das Unternehmen in neue Export- und Importmärkte sowie in andere Produktkategorien.

1.2 Internationalisierung der Märkte

Die Rohstoffmärkte wachsen bedingt durch internationalen Handel und verbesserte Logistik immer weiter zusammen. Gleichzeitig erhöht sich die Markttransparenz durch Handelsplattformen und indexbasierte Handelsaktivitäten. Dies bedeutet auch eine Erhöhung des Wettbewerbs. Gleichzeitig eröffnet es der HMS Bergbau AG zusätzliche Chancen, die auch in der Ausweitung der Geschäftsfelder liegen wie z.B. den Handel mit anderen Rohstoffen. Gleichzeitig erschließt sich die HMS Bergbau AG neue Märkte. So wurde Ende 2018 eine neue Tochterfirma in den Vereinigten Staaten von Amerika unter der Firmierung HMS Bergbau USA Corp. gegründet.

1.3 Vertikale Integration

Um die Abdeckung der Wertschöpfungskette vom Abbau über Logistik bis zur Lieferung an den Abnehmer innerhalb der Wertschöpfungskette voranzutreiben und um die zukünftige Versorgungssicherheit bei wachsendem Energiebedarf zu gewährleisten, sind Investitionen in eigene Ressourcen unabdingbar. Hierbei sind für die HMS Bergbau AG insbesondere Investitionen in Exklusivmarketingvereinbarungen wirtschaftlich sinnvoll.

Unsere langfristige Strategie der vertikalen Integration basiert dabei auf folgenden Säulen:

Starkes Handelsgeschäft

Die Grundlage für unser zukünftiges Wachstums und der Geschäftserfolge, bildet der weitere Ausbau des Handelsgeschäftes mit langfristigen soliden Lieferanten- und Kundenbeziehungen sowie stabilen Wertbeiträgen.

Wachstum

Unser Ergebnis soll durch die vertikale Integration und die daraus resultierenden Wettbewerbsvorteile nachhaltig gesteigert werden, um ein angemessenes Wachstum zu generieren. Hierzu zählen, insbesondere die Expansion der internationalen Kohlevermarktungsaktivitäten auf dem südafrikanischen Kohlemarkt durch ein Kooperationsabkommen mit der Masingita Group. Durch die Vertragsunterzeichnung mit der Shumba Energy und dem exklusiven Zugang zu mehr als 2 Milliarden Tonnen hochwertiger Kohlen im südlichen Afrika wird die HMS Bergbau-Gruppe weiteres Wachstum generieren können. Perspektivisch erschließt sich die HMS Bergbau Gruppe weitere Wachstumsmöglichkeiten auch durch exklusive Vermarktungsrechte in Südafrika und Nachbarländern. Weiterhin hat die HMS Bergbau Ende 2018 eine neue Tochterfirma in den Vereinigten Staaten von Amerika unter der Firmierung HMS Bergbau USA Corp. gegründet, um vor allem auch auf dem nord- und südamerikanischen Kontinent bestehende Geschäftskontakte zu festigen und weitere Geschäftsbeziehungen erschließen zu können. Das Management erwartet bereits im aktuellen Geschäftsjahr erste nennenswerte Geschäftsaktivitäten.

Unternehmenskultur

Das „Leben“ einer durch hohe professionelle und ethische Standards gekennzeichneten Unternehmenskultur im gesamten Konzern, verschafft der HMS Bergbau-Gruppe überzeugende Argumente im Wettbewerb um qualifiziertes internationales Personal, mit welchem die eingeschlagene Strategie weiter vorangetrieben werden kann.

1.4 Horizontale Integration

Die Ausweitung des weltweiten Handels auf weitere Rohstoffe soll mittelfristig eine weitere wichtige Säule der HMS Bergbau AG darstellen. Der stetig wachsende Bedarf an unterschiedlichsten Rohstoffen bestehender und neuer Kunden soll so über die HMS Bergbau-Strukturen angeboten und abgedeckt werden. Neue Märkte vor allem in Asien, Afrika und dem Nahen Osten stehen dabei im Fokus, um kontinuierlich bestehende und neue Sourcing Märkte der HMS Bergbau AG zu erschließen und weiter zu entwickeln. Diese Strategie der horizontalen Integration wurde auch im Geschäftsjahr 2018 konsequent weiterverfolgt. Das bestehende Netzwerk, das über Jahre aufgebaute Know-how sowie bewährte Transportmöglichkeiten werden nicht nur für die Kohleaktivitäten der Gesellschaft genutzt, sondern zunehmend auch für weitere Rohstoffe und Produkte wie Erze, Metalle, Zementprodukte und Petcoke eingesetzt. Diese Strategie bietet nicht nur den Vorteil besserer Auslastungen bestehender Kapazitäten, sondern bietet mit Blick auf die Risikodiversifizierung und die Rohmargen auch attraktive Perspektiven. Darüber hinaus, nimmt der Anteil der Lieferungen an Nichtkraftwerkskunden stetig zu. So wurden im Jahr 2018 mehr als 80 Prozent der Lieferungen an Industrien getätigt, in denen Kohle oder deren Asche auch stofflich verwertet wird und mithin nur bedingt substituiert werden kann. Dabei nimmt die Zementindustrie im Kundenportfolio eine überragende Bedeutung ein.

2. Geschäft und Rahmenbedingungen

2.1 Weltkonjunktur

Im Jahr 2018 kam es zu einer deutlichen Abschwächung des Welthandels. Vor allem im zweiten Halbjahr 2018 hat die Weltkonjunktur spürbar an Schwung verloren und ist nach ersten Berechnungen auch schwach in das Jahr 2019 gestartet.

Das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2018 lag nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) bei 3,7 Prozent. Der seit Ende 2016 deutlich angezogene Welthandel befindet sich seit der zweiten Jahreshälfte 2018 in einem leichten Abwärtstrend. Politische Unsicherheiten, wie die von den Vereinigten Staaten ausgehenden Handelskonflikte und die Unklarheit über die Modalitäten des Brexits sowie die Unsicherheit über das Ausmaß der Konjunkturabschwächung in China, belasten zudem den Ausblick.

Der Abschwung der Weltwirtschaft wird sich im laufenden Jahr 2019 und auch in 2020 fortsetzen. So geht das IfW für beide Jahre von einem Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums in Höhe von 3,3 Prozent aus.

Trotz der Verlangsamung des Expansionstempos bleibt die gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung voraussichtlich hoch. Dies gilt insbesondere für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Die Experten gehen sogar von einer weiteren Reduktion der Arbeitslosigkeit aus. Insofern wird derzeit nicht von einer ausgeprägten Konjunkturschwäche ausgegangen.

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat sich die Konjunktur zunehmend auseinanderentwickelt. Herauszustellen ist der Unterschied des Expansionstempos, welches noch im Jahr 2017 in nahezu allen großen Volkswirtschaften ähnlich hoch gewesen ist. Während das Bruttoinlandsprodukt in den Vereinigten Staaten bis zuletzt recht kräftig zulegte, verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum insbesondere im Euroraum und in Japan. Im Vorjahresvergleich wurde hier im vierten Quartal nur noch ein Zuwachs von 1,1 bzw. 0,3 Prozent verzeichnet, nach 2,7 bzw. 2,4 Prozent ein Jahr zuvor.

Demgegenüber beschleunigte sich der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in den Vereinigten Staaten im gleichen Zeitraum sogar noch von 2,5 auf 3,1 Prozent.

Insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verlief das Wirtschaftswachstum positiv, wenn auch nicht mehr so stark wie noch im Jahr 2017. Das IfW geht für 2018 von einem weiteren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,3 Prozent nach 2,4 Prozent im Vorjahr aus. In den USA erhöhte sich das BIP sogar nochmals deutlich von 2,4 Prozent auf 2,9 Prozent. Eine Wachstumsabschwächung erfolgte in der Europäischen Union. Hier belief sich das BIP Wachstum im Jahr 2018 auf 1,9 Prozent nach 2,5 Prozent im Vorjahr. Im gesamten Euroraum erhöhte sich das BIP im letzten Jahr laut Eurostat nur noch um 1,8 Prozent nach beachtlichen 2,4 Prozent, die im Jahr 2017 die höchste Steigerung seit 10 Jahren darstellte.

Für die kommenden Jahre prognostiziert das IWF für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften eine langsamere Produktionszunahme, verglichen zum Produktionspotenzial im Jahr 2018. Gleichzeitig wird das Umfeld von einer akkommodierenden Geldpolitik und nachlassenden Anregungen von Seiten der Finanzpolitik gekennzeichnet sein.

So werden von den Experten in den nächsten zwei Jahren trotz der relativ hohen Auslastung eher moderate Steigerungen der Wirtschaftskraft mit jeweils prognostizierten 1,7 Prozent für die Jahre 2019 und 2020 erwartet. Auch in den USA sollen die Produktionszuwächse nicht mehr so hoch ausfallen wie im Jahr 2018. Dennoch wird für 2019 und 2020 eine nochmalige Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA von 2,1 Prozent bzw. 1,8 Prozent erwartet. Im Euroraum wird sich ebenfalls eine deutliche Verlangsamung der Steigerung der Wirtschaftskraft zeigen. Wachstumsraten von 1,2 Prozent im Jahr 2019 und 1,5 Prozent im Jahr 2020 sind laut IFW zu erwarten. In Großbritannien wird der Brexit zu einem verlangsamten Wachstum von 0,8 Prozent im Jahr 2019 und 1,0 Prozent in 2020 führen.

Auch Deutschland verzeichnete 2018 ein erneutes, wenn auch moderateres Wachstum. Das Statistische Bundesamt ermittelte einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,5 Prozent, womit die deutsche Wirtschaft im neunten Jahr in Folge ein Wachstum aufwies, gleichzeitig aber an Dynamik verloren hat.

Im Zehn-Jahres-Vergleich lag 2018 mit annähernd 1,2 Prozent über dem Durchschnitt. Neben dem privaten und staatlichen Konsum trugen vor allem die Baukonjunktur und anziehende Investitionen zum Anstieg bei.

Für Deutschland wird für das laufende Jahr eine Fortsetzung des Wachstums mit einer Abschwächung der Wirtschaftsleistung erwartet. So prognostiziert die OECD für 2019 nur noch ein Wachstum von 0,7 Prozent sowie von 1,1 Prozent im Jahr 2020.

Im Jahr 2018 geriet die Expansion der Wirtschaft in den Schwellenländern ins Stocken. Als Folge geldpolitischer Straffungen in den USA wurden Umschwünge bei den Kapitalströmen verzeichnet, die wiederum zu Zinserhöhungen führten. In der Türkei und in Argentinien führte dieses sogar zu Wirtschaftskrisen.

Insgesamt erhöhte sich das BIP in den Schwellenländern im Jahr 2018 dennoch um 5,1 Prozent, nach 5,2 Prozent im Vorjahr. Für die kommenden Jahre erwartet der IFW eine langsamere Expansion der Wirtschaftsleistung als in den beiden Jahren zuvor. Dies liegt vor allem an verschlechterten finanziellen Rahmenbedingungen und dem damit einhergehenden erschwerten Zugang zu internationalem Kapital.

In China, der größten Volkswirtschaft unter den Schwellenländern, verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum trotz Rücknahme monetärer Anreize nur geringfügig auf 6,6 Prozent, nach 6,8 Prozent im Jahr 2017. Trotzdem wird erwartet, dass sich China der Konjunkturschwäche mit expansiven wirtschaftspolitischen Maßnahmen entgegen stemmen wird. Die Experten des IFW prognostizieren für China ein Wachstum von 6,1 Prozent im Jahr 2019 und 5,8 Prozent im Jahr 2020. Trotz verringerter Zuwachsraten trägt China somit erheblich zum Wachstum der Weltwirtschaftsleistung bei.

Wirtschaftspolitische Risiken

Die Konjunkturperspektiven für die kommenden Jahre werden durch recht divergierende, zum Teil sich überlagernde Einflüsse bestimmt; das sorgt für wirtschaftspolitische Unsicherheit. Vor dem Hintergrund einer sich weltweit abkühlenden Konjunktur gewinnen die politischen Risiken an Einfluss auf Investitions- und Konsumentscheidungen. Zwar sind die direkten Auswirkungen der Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie den USA und der EU bisher nicht gravierend, könnten aber bei zunehmender Ausweitung der Zölle deutlich an Einfluss gewinnen. Generell werden die USA, sofern sie weiterhin versuchen ihre Zielsetzungen durch Wirtschaftssanktionen umzusetzen, für eine zunehmende Planungsunsicherheit bei den wirtschaftlichen Akteuren sorgen. Weiterhin belastet der - nach wie vor - unkoordinierte Brexit, dessen formeller Stichtag der 29. März 2019 war. Ein ungeregelter Ausstieg Großbritanniens hätte direkte, aber auch indirekte dämpfende Wirkungen auf den Handel und die davon betroffenen Wirtschaftszweige. Positiv auswirken auf die globale Wirtschaftsentwicklung sollte die in vielen Staaten weiterhin relativ neutral bis expansiv ausgerichtete Geld- und Finanzpolitik.

2.2 Rohstoffe

Im Jahresdurchschnitt stiegen die Rohstoffpreise 2018 um 24 Prozent gegenüber dem Jahr 2017. Dabei verteuerten sich im Jahresdurchschnitt die Energierohstoffe um 28 Prozent und die Industrierohstoffe um 6 Prozent. Dagegen verbilligten sich die Preise für Nahrungs- und Genussmittelrohstoffe um 5 Prozent.

2.3 Allgemeine Entwicklung der Kapitalmärkte

Nachdem das Börsenjahr 2017 noch mit erheblichen Wertzuwächsen endete, verlief das Jahr 2018 an den internationalen Börsenmärkten mit großen Schwankungen und zum Teil großen Kursverlusten. So wiesen die Aktienmärkte in Europa, den USA und den Schwellenländern deutliche Kursverluste von teilweise über 20 Prozent aus. Trotz positiver Aktienmarktentwicklungen im zweiten und dritten Quartal waren insbesondere im vierten Quartal starke Kursverluste ursächlich für die schwache Gesamtmarktentwicklung.

Hintergrund der hohen Schwankungsintensität stellten vor allem die zunehmenden Sorgen um eine bevorstehende globale Rezession mit einer deutlichen konjunkturellen Abkühlung dar. Gleichzeitig war das Jahr 2018 einmal mehr ein politisch geprägtes Kapitalmarktjahr, indem speziell der US-amerikanische Präsident Donald Trump für erhebliche Verunsicherung sorgte. Erstmals in der Geschichte der US-Notenbank Federal Reserve (FED) versuchte ein Präsident massiven Einfluss auf die unabhängige FED zu nehmen, indem er heftige Kritik äußerte und die FED als „einziges Problem“ betitelte. Zudem belasteten der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der Brexit, der drohende Handelskonflikt zwischen den USA und der EU sowie der Budgetstreit in Italien die allgemeine Kapitalmarktstimmung. Zu erwarten ist, dass die US-Regierung auch im Jahr 2019 zum Unsicherheitsfaktor für die Aktienkursentwicklung wird, wenn nicht sogar für die globale wirtschaftliche Entwicklung.

Auf dem Anleihenmarkt ist das Niedrigzinsniveau weiterhin nahezu unverändert. Wie geplant, beendete die Europäische Zentralbank zum Jahresende 2018 zwar das Anleihenankaufprogramm, mit Hilfe dessen seit 2015 rund 2,6 Billionen Euro zur Stützung der Finanzmärkte investiert wurden. Gleichzeitig hielt die EZB aber weiterhin an der Nullzinspolitik fest. Mit einer zu niedrigen Kerninflationsrate in der Eurozone (die Preissteigerung ohne Öl und Lebensmittel) rechtfertigt die EZB ihre fortgeführte „lockere“ Geldpolitik. Experten erwarten frühestens Ende des laufenden Jahres moderate Zinsschritte.

Anders verlaufen die Entwicklungen in den USA. Hier hat die Notenbank ihre eingeschlagene Strategie der sukzessiven Zinserhöhungen zumindest im Jahr 2018 weitergeführt und den Pfad der expansiven Geldmarktpolitik endgültig verlassen. Die Zinsen belaufen sich durch die vier durchgeführten Zinsschritte der FED allein im Jahr 2018 auf 2,25 bis 2,50 Prozent. Für das Jahr 2019 sind zwei weitere Zinsschritte durch die FED angekündigt. Allerdings zeigte die US-Notenbank zuletzt Zweifel an der wirtschaftlichen Dynamik in den USA. Gleichzeitig signalisiert die FED damit einen vorsichtigeren geldpolitischen Kurs für die Zukunft und rückt zumindest im Jahr 2019 vom ursprünglichen Zinserhöhungskurs ab. Denn eine anhaltend solide Konjunktur gilt als Voraussetzung für weitere Zinsanhebungen.

Für die Aktienmärkte bleiben die Rahmenbedingungen daher eher schwierig. Neben den politischen Risiken könnten nun auch konjunkturelle Abschwächungen die Kapitalmärkte belasten.

2.4 Globaler Primärenergieverbrauch

Die Steigerung des weltweiten Güterhandels und die stetig zunehmende Produktion von Gütern haben zu einem starken Anstieg des weltweiten Energieverbrauchs geführt. Allein in den letzten vier Jahrzehnten hat sich dieser mehr als verdoppelt. Neben der absoluten Verbrauchsmenge der jeweiligen Energieträger änderte sich auch der Energiemix, u.a. durch die Zunahme erneuerbarer Energien.

Die internationale Energieagentur prognostiziert bis zum Jahr 2060 eine Bedarfssteigerung an Primärenergie um etwa das Doppelte des aktuellen Wertes auf über 320.000 Milliarden kWh. Diese Prognosen werden aufgrund der Annahmen gestellt, dass sich bis dahin der Lebensstandard in aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländern dem Niveau der westlichen Industrienationen angepasst haben wird. Auch der Energieverbrauch Afrikas, Indiens, Chinas, Südostasiens und dem Nahen Osten soll laut den Experten des Welt-Energie-Ausblick (World Energy Outlook) bis 2040 um 30 Prozent ansteigen.

Der weltweite Primärenergieverbrauch wird nach dem BP Energy Outlook 2019 in den nächsten 20 Jahren nur noch um durchschnittlich 1,2 Prozent p.a. im Vergleich zu 2,0 Prozent in den Jahren 1998 bis 2018 ansteigen. Der Anstieg des Energieverbrauchs hängt wesentlich mit der Zunahme der weltweiten Wirtschaftsleistung zusammen. Durch die Energiesparmaßnahmen steigt der Energieverbrauch allerdings seit ein paar Jahren weniger stark an als die Wirtschaft wächst. So wird bis 2040 eine Verdoppelung des globalen Bruttoinlandsprodukts erwartet, der Energieverbrauch demgegenüber aber nur um rund ein Drittel ansteigen. Zum Wachstum tragen die Emerging Markets und hier insbesondere China und Indien bei. China bleibt zunächst der größte Wachstumsmarkt für Energie. Zum Ende des Prognosezeitraums im Jahr 2040 wird dann voraussichtlich Indien diese Position übernehmen.

Der aktuelle BP Energy Outlook geht davon aus, dass in den nächsten 20 Jahren der Anteil der erneuerbaren Energien von heute rund 4 Prozent auf rund 15 Prozent rasant zunehmen wird. Zusammen mit Erdgas tragen die erneuerbaren Energien zu rund 85 Prozent der Steigerung in den nächsten Jahren bei. Trotz dieser Zunahme bleiben Öl, Gas und Kohle weiterhin die bestimmenden Energiequellen. Der Anteil fossiler Energiequellen sinkt von rund 85 Prozent in 2018 auf rund 75 Prozent im Jahr 2040, allerdings von einer stark gewachsenen Basis. Während Gas mit Wachstumsraten von rund 1,7 Prozent zunehmen wird, wird das Wachstum bei Öl und Kohle zum Erliegen kommen.

Der weltweite Kohleverbrauch wird nach der Studie von BP weltweit fast unverändert bleiben. Mitte der 2020er Jahre soll der Verbrauch seinen Höhepunkt erreichen, um dann bis 2040 leicht abzunehmen (-0,1 Prozent). In den letzten 20 Jahren war der Kohleverbrauch noch um 2,7 Prozent angestiegen. Durch diese Entwicklung wird Gas nach Öl bis 2040 zur zweitwichtigsten Energiequelle. Vorhergesagt wird eine Verdrängung der Kohle auf den dritten Platz bei der Primärenergie. Allerdings wird Kohle weiterhin Platz 1 bei der Elektrizitätserzeugung belegen. Zum leichten Rückgang der Kohle führt die verstärkte Nutzung von anderen Energiequellen in China. Trotzdem bleibt China der wichtigste Markt für Kohle und wird 2040 fast die Hälfte dieser Ressource verbrauchen.

Kohle bleibt weltweit weiterhin eine preisgünstige Ressource. Der Rückgang der Kohlenachfrage in den Industrienationen wird durch die erhöhte Nachfrage in Schwellenländern wie China oder Indien ausgeglichen. Während sich der Anteil der Kohle an den Primärenergiequellen von 27 Prozent in 2017 auf ca. 21 Prozent in 2040 verringern wird, bleibt der absolute Verbrauch aufgrund des steigenden Energiebedarfs in etwa gleich.

2.5 Deutscher Energieverbrauch

Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen sank der Energieverbrauch im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 12.900 Petajoule (PJ) beziehungsweise 440,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) - dem niedrigsten Niveau seit Anfang der 1970er Jahre. Die Verbrauchsrückgänge betrafen alle fossilen Energieträger. Zuwächse waren dagegen bei den erneuerbaren Energien zu verzeichnen. Entsprechend geht die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen von einem Rückgang der energiebedingten CO2-Emissionen in einer Größenordnung von 6 Prozent aus. Der geringere Energieverbrauch in Deutschland ist den Experten zufolge vor allem auf die gestiegenen Preise, die milde Witterung sowie auf Verbesserungen bei der Energieeffizienz zurückzuführen.

Der Verbrauch von Mineralöl verringerte sich im abgelaufenen Jahr 2018 um 5,6 Prozent. Den stärksten Rückgang verzeichnete der Absatz von Heizöl. Bei den Otto- und Dieselkraftstoffen kam es nur zu leichten Rückgängen, beim Flugkraftstoff dagegen zu einer Absatzsteigerung.

Der Erdgasverbrauch war 2018 in Deutschland ebenfalls rückläufig und verminderte sich insgesamt um 7,3 Prozent. Nachdem die kalte Witterung im 1. Quartal für einen deutlichen Verbrauchsanstieg gesorgt hatte, kam es im Jahresverlauf durch höhere Temperaturen zu Verbrauchsrückgängen im Raumwärmemarkt. Einfluss auf den Verbrauchsrückgang im Gesamtjahr hatten zudem der weitere Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie die Preisentwicklung.

Der Verbrauch an Steinkohle ging 2018 in Deutschland um 11,2 Prozent zurück. Mit mehr als 16 Prozent verminderte sich der Einsatz von Steinkohle für die Strom- und Wärmeerzeugung in Kraftwerken besonders stark. Zum Rückgang trugen sowohl die Zunahme der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie der Anstieg der Brennstoffkosten, insbesondere der CO2-Preise, bei. Der Verbrauch von Koks und Kokskohle in der deutschen Stahlindustrie lag unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Verbrauch von Braunkohle sank 2018 um 1,9 Prozent, da die Stromerzeugung aus Braunkohle ebenfalls zurückging. Bis 2020 wird sich der Einsatz von Braunkohle zur Stromerzeugung infolge der Überführung von Anlagen in die Sicherheitsbereitschaft insgesamt um 13 Prozent gegenüber 2015 vermindern.

Bei der Kernenergie kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer leichten Abnahme der Stromproduktion um 0,3 Prozent.

Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch 2018 insgesamt um 2,1 Prozent. Bei der Windkraft gab es ein Plus von 7 Prozent. Die Solarenergie verzeichnete ein Plus von 16 Prozent. Die Biomasse verharrte auf dem Vorjahresniveau, wohingegen die Wasserkraft ein Minus von 16 Prozent zu verzeichnen hatte.

Die Anteile der verschiedenen Energieträger am nationalen Energiemix haben sich 2018 weiter verschoben: Trotzdem die erneuerbaren Energien ihren Beitrag auf 14 Prozent steigerten, blieb ein breiter Energiemix kennzeichnend. Knapp 58 Prozent des deutschen Energieverbrauchs entfielen auf Öl und Gas. Stein- und Braunkohle deckten zusammen etwas mehr als ein Fünftel des Verbrauchs ab.

2.6 Preisentwicklung für Erdöl

Die Ölpreise haben von Mitte 2014 bis Anfang 2016 eine deutliche Abwärtsbewegung vollzogen und Sorten wie WTI und Brent erreichten zu Beginn 2016 Tiefstände von knapp über 30 USD je Barrel. Dies stellte einen Preisverfall von rund 70 Prozent dar. Seitdem ist eine Trendumkehr mit teilweise deutlichen Preisschwankungen zu erkennen. Allein im Jahr 2018 bewegten sich die absoluten Preise stark zwischen 52 und 85 USD je Barrel. Ende 2018 wurden knapp 55 USD je Barrel Öl der Sorte Brent bezahlt.

Im Jahr 2018 entwickelte sich der Ölpreis bis Oktober zunächst erfreulich. Kostete die Sorte Brent je Barrel (=159 Liter) zu Jahresanfang noch knapp 66,42 USD, lag der Preis in der Spitze Anfang Oktober bei 85,51 USD, was eine Steigerung von annähernd 29 Prozent bedeutete. Die massive Steigerung der US-amerikanische Ölproduktion sowie sich eintrübende Konjunkturprognosen führten ab Anfang Oktober 2018 dann aber zu einem Überangebot, welches die Ölpreise deutlich fallen ließ. Trotz der überwiegend eingehaltenen Förderkürzungen, die zwischen Russland und der OPEC Ende 2017 vereinbart wurden, fielen die Preise zum Jahresende 2018 bis auf 52,21 USD je Barrel - ein Preisverfall im Jahr 2018 von rund 17,8 Prozent. Erst erneute Förderquotenreduzierungen der OPEC um 1,2 Millionen Barrel pro Tag verhalfen den Ölnotierungen im ersten Quartal 2019 wieder auf Preise von um die 65 USD.

2.7 Entwicklung Energieverbrauch Kohle

In den letzten 150 Jahren ist der weltweite Energieverbrauch stark gewachsen. Bereits im 19. Jahrhundert wurde Kohle als Hauptenergieträger gehandelt und gewann neben Erdgas und Öl stark an Bedeutung. Heute entfallen weltweit über 85 Prozent des weltweiten primären Energieverbrauchs auf fossile Energieträger. Zwar wird die Energienutzung immer effizienter, doch verhindern das Wirtschaftswachstum und die Konsumsteigerungen einen Verbrauchsrückgang.

Nach zwei Jahren Rückgang im weltweiten Kohleverbrauch stieg der Kohlebedarf im Jahr 2017 um ein Prozent an. Allein im Strombereich legte die Erzeugung um 250 Mrd. kWh (+3 Prozent) zu. Damit erreichte Kohle im weltweiten Strommix 38 Prozent, nachdem es die Jahre davor noch einen gegenläufigen Trend gab. Die vorläufigen Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) weisen auch für das Jahr 2018 auf einen weiteren Anstieg hin. Laut der Internationalen Energieagentur ist für diese Entwicklung vor allem der Strommarkt in China und Indien ursächlich. China bleibt mit einem Verbrauch von knapp 50 Prozent größter Kohlekonsument, -produzent und -importeur.

Auch mit Blick auf die kommenden fünf Jahre rechnet die Organisation ebenfalls mit einem stabilen Verbrauch. Rückgänge in Europa und Nordamerika würden voraussichtlich durch das Wachstum in Indien und Südostasien aufgezehrt. Der Anteil der Kohle am weltweiten Energiemix lag im Jahr 2017 noch bei etwa 27 Prozent. Und auch im Jahr 2023 dürfte sich dies mit geschätzt 25 Prozent kaum ändern. Absolut wird er Kohleverbrauch weiter steigen. Der Anteil von Kohle an der Stromerzeugung wird bei ca. 40 Prozent liegen. Das Land mit der größten Steigerung wird voraussichtlich Indien bleiben, auch wenn sich die Wachstumsrate mit jährlich 3,9 Prozent dank neuer Kraftwerkstechnik und Erneuerbaren-Ausbau wohl etwas verlangsamt. Als bedeutende Mehrverbraucher stuft IEA zudem Indonesien, Vietnam, die Philippinen, Malaysia und Pakistan ein.

Der Trend zu weniger Kohle ist weiterhin weltweit uneinheitlich, so wie auch in Europa. Während Westeuropa auf dem Weg zum Kohleausstieg voranschreitet, motiviert durch die Expansion der Erneuerbaren und den Klimaschutzgedanken, planen die meisten osteuropäischen Länder keinen Ausstieg aus der Kohle. In Osteuropa bleibt die Braunkohle immer noch ein Eckpfeiler des Stromsystems.

Ein weiteres Beispiel für die dauerhafte Nutzung von Kohle zur Verstromung kann mit Indien herangezogen werden. Dort leben zurzeit noch 25 Prozent der Bevölkerung, mithin 300 Millionen Menschen ohne Elektrizität. Diese Zahl ist deutlich höher als in jedem anderen Entwicklungsland, außer in Nigeria, wo noch heute ca. 50 Prozent der Einwohner ohne Elektrizität leben. Indien möchte bis 2022 jedem Einwohner Zugang zu Elektrizität ermöglichen. Aufgrund dieser ambitionierten Zielsetzung wird der Kohlebedarf für die Stromerzeugung und Industrie derart steigen, dass Indien im Jahr 2040 mit einem Kohleanteil von fast der Hälfte des gesamten Energie-Mixes das mit Abstand größte Nachfragewachstum für Kohle aufweisen wird.

Neben Indien wird in Indonesien, Brasilien, dem Nahen Osten und China mit einem sehr hohen Anstieg des Energiebedarfs gerechnet. Demensprechend schätzen Experten die Zunahme des Weltenergieverbrauchs bis zum Jahr 2040 auf ein Drittel. Die IEA geht bis 2025 mittelfristig von einem Rückgang der Kohlenachfrage in allen OECD-Ländern aus. In allen Nicht OECD-Ländern würde die Nachfrage nach Kohle demgegenüber ansteigen.

2.8 Kohlepreise

Nach vorläufigen Berechnungen des Vereins der Kohlenimporteure e. V. ist 2018 der Welthandel mit Steinkohle um 3,7 Prozent auf 1.202 Mio. t. gestiegen, die globale Steinkohleförderung um 1,7 Prozent auf 7,1 Mrd. t. Allein die Produktion von Indien erhöhte sich um 54 Mio. t oder 8,2 Prozent auf 714 Mio. t. Nach einem Anstieg im Jahr 2017 haben sich Förderung und Welthandel im Jahr 2018 nochmals deutlich erhöht. Die seewärtigen Ausfuhren nahmen in Australien, Indonesien, Russland und den USA, mithin in allen wichtigen Exportländern zu. Südafrika, einst ein wichtiger Lieferant Europas, beliefert nun überwiegend asiatische Länder.

Die großen Produzentenländer China und Indien sind zugleich große Verbraucher von Importkohle und eine wichtige Stütze des Steinkohlewelthandels. Der Anstieg des Welthandels mit Steinkohle ist zudem auf die wachsende Nachfrage in Südostasien zurückzuführen.

Der Rückgang der Produktion im Jahr 2016 hatte seine Ursache hauptsächlich in der schwierigen Situation in den USA mit einer Reihe von Insolvenzfällen und der Stilllegung unsicherer Bergwerke in der Volksrepublik China. In beiden Ländern waren aber 2017 wieder Zuwächse zu verzeichnen, in den USA um 7 Prozent und in China um 2 Prozent. Stark zugenommen hat auch die Förderung in Indien mit 3,2 Prozent.

Der Anstieg des Welthandels in 2017 und 2018 mit Steinkohle ist insbesondere auf die wachsende Nachfrage in den ASEAN-Staaten zurückzuführen und die ist wiederum durch die wachsende Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe bedingt. Der Bau moderner Steinkohlenkraftwerke und eine wachsende Stahlproduktion führen zu einer zusätzlichen Nachfrage nach Koks- und Kesselkohle. Das Entwicklungsmodell dieser Länder basiert ähnlich wie das von China auf Steinkohle und wird sich erst mit zeitlicher Verzögerung auch auf erneuerbare Energieträger erweitern.

Die deutschen Steinkohleneinfuhren sind im Jahr 2018 gegen den globalen Trend um rund 13 Prozent oder 7 Mio. t massiv zurückgegangen. Während die Einfuhren von Kokskohlen um 5 Prozent zurückgingen, brachen die die Einfuhren von Kesselkohlen um 17 Prozent ein. Ursächlich hierfür ist die wachsende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern und der verschärfte Wettbewerb mit Erdgas nach dem deutlichen Anstieg des CO2-Preises.

Nach Einschätzung des Vereins der Kohlenimporteure (VDKi) wird die Entwicklung auf dem internationalen Steinkohlemarkt weiterhin maßgeblich von China und Indien bestimmt. Im Jahr 2017 stieg die Weltsteinkohleförderung um 2,7 Prozent.

Maßgeblich für den deutlichen Anstieg im Berichtsjahr war die Entwicklung in China (+70 Mio. t) und den USA (+42 Mio. t). Diese beiden Länder hatten 2016 die Weltsteinkohleförderung deutlich nach unten beeinflusst. Festzustellen ist auch ein ansteigender Förderungstrend bei Ländern, die eine wesentliche Rolle im Steinkohleseeverkehr einnehmen. So ist die Steinkohleförderung auch in Russland (+24 Mio. t), in Indonesien (+13 Mio. t) und in Australien (+7 Mio. t) gestiegen. Australien, Indonesien, Russland und die USA stellen wesentliche Säulen des Weltkohlehandels dar. Der Produktionsanstieg dieser Länder zeigt, dass es noch Länder mit wachsendem Kohlebedarf gibt. Während China und Indien einen erheblichen Teil selbst fördern (Indien 2017: +21 Mio. t), aber auch erhebliche Mengen vom Weltkohlemarkt importieren, gibt es eine ganze Reihe von ASEAN-Staaten, die zur Versorgung neugebauter Steinkohlenkraftwerke eine entsprechende Nachfrage am Weltkohlemarkt auslösen.

Die größten Kohleexporteure in 2017 waren Australien (372 Mio. Tonnen), Indonesien (318 Mio. Tonnen) und Russland (163 Mio. Tonnen). Mit einigem Abstand folgen Kolumbien (86 Mio. Tonnen) sowie Südafrika und Russland (je 83 Mio. Tonnen). In Deutschland verringerte sich die Kohleförderung laut VDKi von 3,9 Mio. Tonnen auf 3,6 Mio. Tonnen. Die Importe beliefen sich im Jahr 2017 auf 48,5 Mio. Tonnen nach 53,6 Mio. Tonnen im Jahr 2016.

Nachdem die Kohlepreise auf ein Niveau von unter 50 US-Dollar je Tonne im Jahr 2016 sanken, zogen die Preise für die beiden wichtigsten Kohle-Preisindizes Kohle API-2 und API-4 im Verlaufe der Jahre 2017 und 2018 deutlich an und erreichten zum Ende des Jahres 2018 ein Niveau von 86,18 USD (API-2) sowie 96,87 USD (API-4). 2018 setzte sich der Preistrend aus dem Vorjahr zunächst fort. Im März kam es dann zu einer Preiskorrektur, die den API-2 auf 76,25 USD und den API-4 auf 89,32 USD fielen ließ.

Danach setzte eine deutliche Erholung der Kohlepreise auf über 100 USD/t ein. Erst mit aufkommenden globalen Konjunktursorgen im Oktober 2018 korrigierten auch die Kohlepreise wieder auf 86,18 USD (API-2) sowie 96,87 USD (API-4) und lagen damit schlussendlich untern den Jahresanfangswerten von 95,83 USD (API-2) sowie 94,48 USD (API-4).

2.9 Handel

Vertrauensvolle stabile Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten sind die Grundlage der erfolgreichen internationalen Handelsaktivitäten der HMS Bergbau-Gruppe.

Zu den Hauptabnehmern der HMS Bergbau-Gruppe zählen Kraftwerksunternehmen, Stahl- und Zementproduzenten. Daneben gehören Industrieunternehmen, wie z. B. Glashütten, Papierfabriken und Abfallverarbeitungsanlagen zu unseren Kunden. Unser Kundenkreis setzt sich aus privaten sowie staatlichen Unternehmen aus Asien, Europa, dem Nahen Osten und Afrika zusammen.

Die HMS Bergbau-Gruppe kooperiert mit renommierten und zuverlässigen Produzenten überwiegend in Indonesien, Südafrika, Russland, Polen, sowie Nord- und Südamerika. Zudem zeichnen wir für die Repräsentation zahlreicher internationaler Kohleproduzenten verantwortlich. Die HMS Bergbau-Gruppe wickelt hierbei in ausgewählten Märkten die komplette Vermarktung der Kohle ab.

2.10 Geschäftsfeld Logistik

Die HMS Bergbau-Gruppe bietet ihren Kunden und Geschäftspartnern das komplette Leistungsspektrum von der termingerechten Rohstoffversorgung bis hin zur Organisation der gesamten Transportlogistik. Das Dienstleistungsportfolio unseres hochprofessionellen und erfahrenen Teams reicht dabei je nach Bedarf von dem Charter von Schiffen über die Organisation von Inlandstransporten, die Hafenabwicklung, das Lagermanagement und die Kohleaufbereitung bis hin zur technischen Überwachung. Beispielsweise organisiert die HMS Gruppe für ihre Partner in Südafrika den gesamten Logistikbedarf vom LKW-Transport über Bahntransport bis zum Hafenumschlag und erreicht damit eine hohe Liefersicherheit für ihre Lieferanten und Kunden.

2.11 Forschung und Entwicklung

Die HMS Bergbau AG betreibt keine Forschung und Entwicklung.

2.12 Nachhaltigkeit

Megatrends wie Energieeffizienz, Klimawandel und Globalisierung führen derzeit zu einem Umdenken und damit zu einem veränderten Handeln in fast allen Industrien und Dienstleistungen weltweit. Auch in der Energiebranche wird kontinuierlich an neuen, effizienteren Energiegewinnungssystemen gearbeitet, die gleichzeitig ein Minimum an Emissionen verursachen sollen. Dabei steht vor allem die generelle Versorgung der global zunehmenden Bevölkerung, aber auch die Energiespeicherung, die eine stetige Versorgung ermöglichen soll, im Vordergrund. Diese beiden Zielsetzungen sind laut führenden Energieanalysehäusern nur über einen Mix aus erneuerbaren und fossilen Energieträgern, wie z.B. Kohle, erreichbar. Gleichzeitig führen das stetig zunehmende Bewusstsein für die nachhaltige Energieversorgung und -gewinnung zu veränderten Geschäftsprozessen und -praktiken. So führen die genannten globalen Megatrends letztendlich zu nachhaltig veränderten Arbeits- und Handelsbedingungen innerhalb der Wertschöpfungsketten. Auch hat die HMS Bergbau AG in den letzten Jahren begonnen, ihren globalen Fußabdruck kleiner zu gestalten. Im Rahmen von Know-your-Client-Prozessen versucht die HMS Bergbau AG z.B. Einfluss auf Handelspartner zu nehmen, damit diese ebenfalls nachhaltig wirtschaften. Entsprechende Klauseln sollen zur Einhaltung wesentlicher Umweltgesetzregelungen und zur Vermeidung von Umwelteinflüssen künftig in die Geschäfts Verträge mit aufgenommen werden. Gleichzeitig sollen Handelspartner der HMS Bergbau AG dazu verpflichtet werden, ihre Lieferanten zu überprüfen und vergleichbare Standards bei diesen durchzusetzen. Bereits heute werden in offiziellen Besprechungen beim Kunden Beratungen zu Effizienzsteigerungen geleistet. Durch die Umsetzung der von der HMS Bergbau AG gemachten Vorschläge, werden negative Umwelteinflüsse reduziert und die Effizienz gesteigert. Die HMS Bergbau AG pflegt als Teil ihres Geschäftsmodells seit jeher direkte Kundenverbindungen in Europa, Afrika, Amerika und Asien, die bei der Initiierung solcher Beratungsgespräche hilfreich sind.

Die HMS Bergbau AG ist davon überzeugt, dass sich das angestrebte Wachstum des Konzerns mit nachhaltigen und umweltgerechten Produktions- und Vertriebsprozessen vereinbaren lässt. Nachhaltiges Handeln, in dem Menschen, Umwelt und wirtschaftlicher Erfolg im Gleichgewicht stehen, ist für die HMS Bergbau AG ein wichtiger und langfristiger Erfolgsfaktor.

2.13 Mitarbeiter

Der internationale Wettbewerb um qualifiziertes Personal bleibt nach wie vor intensiv. Im Bestreben um eine langfristige Bindung seiner Mitarbeiter an den HMS-Konzern legt das Management zur Weiterverfolgung der strategischen Ziele weiterhin einen Schwerpunkt auf eine nachhaltige Mitarbeiterentwicklung - verbunden mit einer qualifizierten und kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung. Entsprechende Neueinstellungen, insbesondere auf dem asiatischen und südafrikanischen Markt, wurden durchgeführt und sind auch weiterhin geplant. Die mit der Fluktuation von Mitarbeitern verbundenen Risiken werden durch Nachfolgeregelungen und Stellvertretungen aufgefangen. Mitarbeiterschulungen wurden insbesondere für neue Mitarbeiter durchgeführt. Zur Incentivierung unserer Mitarbeiter besteht ein Mitarbeiteraktienoptionsprogramm. Die Mitarbeiter können unter anderem durch Gehaltsumwandlung von der Gesellschaft gehaltene eigene Anteile zu einem Vorzugspreis erwerben.

3. Ertragslage des Konzerns

Die Ertragslage des HMS-Konzerns stellt sich für das Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse = Gesamtleistung 254.204 100 220.971 100 33.233 15
Materialaufwand 246.910 97 213.549 97 33.361 16
Personalaufwand 2.048 1 1.659 1 389 23
Abschreibungen 93 0 115 0 -23 -20
Sonstiger Betriebsaufwand
./. übrige Betriebliche Erträge 4.034 2 3.717 2 317 9
Steuern (ohne Ertragssteuern) 4 0 4 0 0 6
Betrieblicher Aufwand 253.089 100 219.045 99 34.045 16
Betriebsergebnis 1.114 0 1.926 1 -812 -42
Beteiligungs- und Finanzergebnis -684 -2.579 1.894 74
Verkauf von Anteilen 1.098 185 913 > 100
Zuführung Pension (1/15 BilMoG-Aufholung) -223 -223 0 0
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.305 -690 1.996 > 100
Ertragssteuern 148 1.410 -1.262 -90
Jahresergebnis 1.453 720 733 > 100

*2.333.449,92 EUR 2018 Jahresüberschuss ohne 880.521,39 EUR Pensionsrückstellung (2017: 727.735,62 EUR Pensionsrückstellung)

Die Umsatzerlöse sind vom starken Handelsgeschäft in Asien und den im Jahresverlauf 2018 angestiegenen Kohlepreisen, aber auch durch erhöhte Tonnagen geprägt. Einmal mehr wurden in Asien und Afrika mit rund 92 Prozent der Großteil vom Konzern gehandelten Mengen umgesetzt. Im Jahr 2017 waren es mehr als 90 Prozent. Die Materialeinsatzquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert und belief sich auf 97,1 Prozent im Berichtszeitraum nach 96,6 Prozent im Jahr 2017.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht von TEUR 1.659 auf TEUR 2.048 gestiegen, da u.a. in Asien und Afrika die Abteilungen Trading und Operations auch im Jahr 2018 personell verstärkt wurden. Die Personalaufwandsquote blieb aber mit rund 1 Prozent nahezu unverändert.

Die Abschreibungen verringerten sich im Berichtzeitraum 2018 leicht auf TEUR 93 nach TEUR 115 im Geschäftsjahr 2017.

Der sonstige Aufwand, abzüglich der sonstigen Erträge, resultiert insbesondere aus Rechts- und Beratungskosten, Fahrzeug- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe, Raumkosten sowie den fünfzehnten Teil des Zuführungsbetrages zur Pensionsrückstellung. Hier konnten im Jahr 2018 marginale Verbesserungen mit Blick auf die Aufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr realisiert werden.

Aus dem Verkauf von 1,1 Prozent der Anteile an der polnischen Tochtergesellschaft Silesian Coal International Group of Companies S.A. wurden TEUR 1.098 ertragswirksam vereinnahmt.

4. Vermögenslage des Konzerns

Die Vermögenslage des HMS-Konzerns lässt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammenfassen:

31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Vermögen
Anlagevermögen 15.110 26 12.175 26 2.935 24
Vorräte 116 0 129 0 -13 -10
Forderungen 39.162 66 30.163 65 8.999 30
Flüssige Mittel 1.614 3 347 1 1.268 > 100
Übrige Aktiva 3.127 5 3.340 7 -213 -6
59.129 100 46.154 100 12.975 28
Kapital
Eigenkapital 10.845 18 5.872 13 4.973 85
Eigene Anteile -1.345 -2 -1.345 -3 0 0
Langfristige Verbindlichkeiten 7.090 12 6.209 14 881 14
Kurzfristige Verbindlichkeiten 42.538 72 35.416 77 7.122 20
59.129 100 46.154 100 12.975 28

Der Anstieg des Anlagevermögens in 2018 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der langfristigen Finanzanlagen in Höhe von TEUR 2.074 sowie aus weiteren Investitionen zur Entwicklung des Steinkohlegebietes ,Orzesze‘ in Höhe von TEUR 983 durch die Silesian Coal International Group of Companies S.A. Die Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und bestehen größtenteils gegen Abnehmer in Asien. Der Aufbau gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen mengen- und stichtagsbedingt.

Die langfristigen Verbindlichkeiten enthalten Pensionsverpflichtungen. Die Veränderung ist versicherungsmathematisch bedingt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Verbindlichkeiten aus Handelsfinanzierungen. Der Aufbau gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der anziehenden Geschäftstätigkeit und ist im Wesentlichen stichtagsbedingt.

5. Finanzlage des Konzerns

Die Entwicklung des Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr 2018 lässt sich wie folgt darstellen:

2018 2017
TEUR TEUR
--- --- ---
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.746 -3.748
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.856 -846
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 846 34
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 4.737 -4.561
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -8.906 -4.345
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -4.169 -8.906
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 1.614 347
Kurzfristige Verbindlichkeiten Kreditinstitute -5.783 -9.253
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -4.169 -8.906

Aufgrund des deutlich besseren Jahresergebnisses sowie des stichtagsbedingten Aufbaus der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Investitionen der Silesian Coal International Group of Companies S.A. in die Entwicklung des Steinkohlegebietes ,Orzesze‘, aber auch aus Investitionen in assoziierte Unternehmen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beruht im Wesentlichen auf der Aufnahme eines langfristigen Bankdarlehens.

6. Erläuterungen zum Jahresabschluss der HMS Bergbau AG

Die HMS Bergbau AG ist die Muttergesellschaft des HMS Konzerns. In ihr sind unverändert neben den zentralen Steuerungsfunktionen - Strategie, Finanzen, Rechnungswesen/Controlling - auch die wesentlichen Handelsaktivitäten gebündelt. Ein wesentlicher Teil der Handelsverträge wird über diese Gesellschaft abgewickelt. Die Lage des HMS Konzerns wird somit wesentlich durch die Aktivitäten der HMS Bergbau AG bestimmt.

Der Jahresabschluss der HMS Bergbau AG wird nach den gesetzlichen Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt und stellt sich im Überblick wie folgt dar:

2018 2017 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse = Gesamtleistung 190.996 100 152.589 100 38.407 25
Materialaufwand 185.800 97 146.453 96 39.347 27
Personalaufwand 1.375 1 891 2 484 54
Abschreibungen 27 0 33 0 -6 -18
Sonstiger Betriebsaufwand
./. übrige Betriebliche Erträge 3.053 2 4.087 0 -1.034 -25
Steuern (ohne Ertragssteuern) 4 0 3 0 1 19
Betrieblicher Aufwand 190.258 100 151.466 98 38.792 26
Betriebsergebnis 738 0 1.123 2 -385 -34
Beteiligungs- und Finanzergebnis -293 -2.145 1.852 86
Verkauf von Anteilen 1.098 185 913 > 100
Zuführung Pension (1/15 BilMoG-Aufholung) -223 -223 0 0
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.319 -1.060 1.467 > 100
Ertragssteuern 275 1.618 -1.343 -83
Jahresüberschuss * 1.595 558 1.037 > 100

* 2.475.134,97 EUR 2018 Jahresüberschuss ohne 880.521,39 EUR Pensionsrückstellung (2017: 727.735,62 EUR Pensionsrückstellung)

6.1 Ertragslage

Die Ertragslage der HMS Bergbau AG wird wesentlich durch die originären Handelsaktivitäten der Gesellschaft beeinflusst. Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse beruht zum einen auf einer Mengensteigerung und zum anderen auf die gestiegenen Kohlepreise im Jahr 2018. Die sich zunehmend nachfragestark entwickelnden Märkte in Asien und Afrika werden neben den lokalen Gesellschaften auch von der HMS Bergbau AG bearbeitet. So sind die Umsatzerlöse zu über 92 Prozent mit Kunden- und Lieferbeziehungen aus Afrika und Asien generiert worden. Die Materialaufwandsquote hat sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Mengengeschäften um rund 1 Prozent leicht verschlechtert. Der sonstige Betriebsaufwand abzüglich der sonstigen Erträge resultiert insbesondere aus den Kosten der Warenabgabe, Weiterberechnung von sonstigen Leistungen von Konzernunternehmen, Fahrzeug- und Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten sowie den fünfzehnten Teil des Zuführungsbetrages zur Pensionsrückstellung (TEUR 223).

Aus dem Verkauf von 1,1 Prozent der Anteile an der polnischen Tochtergesellschaft Silesian Coal International Group of Companies S.A. wurden TEUR 1.098 ertragswirksam vereinnahmt.

6.2 Vermögenslage

31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Vermögen
Anlagevermögen 16.129 34 14.876 22 1.253 8
Forderungen 27.170 58 24.832 62 2.338 9
Flüssige Mittel 1.256 3 91 2 1.165 > 100
Übrige Aktiva 2.616 6 2.845 15 -229 -8
47.172 100 42.645 100 4.527 11
Kapital
Eigenkapital 15.753 33 10.462 39 5.291 51
Eigene Anteile -1.345 -3 -1.345 -10 0 0
Langfristige Verbindlichkeiten 7.090 15 6.209 17 881 14
Kurzfristige Verbindlichkeiten 25.673 54 27.318 54 -1.644 -6
47.172 100 42.645 100 4.527 11

Der Anstieg des Anlagevermögens in 2018 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der langfristigen Ausleihungen. Bedingt durch die Handelsaktivitäten der HMS Bergbau AG ist die Vermögenslage wiederum von Forderungen gegen Kunden sowie kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geprägt. Veränderungen sind hier im Wesentlichen mengen- und stichtagsbedingt. Daneben ist die Vermögenslage durch die Anteile an den verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an die indonesische und afrikanische HMS Gesellschaft gekennzeichnet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen gegenüber Lieferanten sowie Verbindlichkeiten aus Handelsfinanzierungen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten enthalten Pensionsverpflichtungen. Der Anstieg zum Bilanzstichtag des 31.12.2018 zum Vorjahresstichtag beruht auf versicherungsmathematischen Effekten.

6.3 Finanzlage

Die Finanzlage des HMS Konzerns wird wesentlich durch die HMS Bergbau AG beeinflusst, wir verweisen daher auf unsere entsprechenden Ausführungen.

6.4. Gesamtaussage

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der Vorstand steuert und laufend überwacht, sind Umsatz, Rohmarge und EBITDA. Die im Vorjahr getroffene Umsatzprognose konnten wir bezogen auf die gesamte HMS Gruppe aufgrund der den Marktumständen entsprechenden sehr guten Handelsergebnissen erreichen und teilweise sogar übertreffen. So beliefen sich die Umsatzerlöse nicht nur preis- und mengengetrieben auf TEUR 254.204 im Geschäftsjahr 2018 nach TEUR 220.971 im Jahr 2017. Die Umsatzerlöse der HMS AG haben sich von TEUR 152.589 im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 190.996 ebenfalls deutlich erhöht. Die Rohmarge im Konzern hat sich von 3,8 Prozent im Jahr 2017 auf 3,5 Prozent in 2018 leicht verringert. Die Rohmarge der HMS AG hat sich ebenfalls von 4,4 Prozent auf 3,5 Prozent verringert.

Das Konzern-EBITDA mit TEUR 2.086 (Vj. TEUR 2.007) hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Trotz deutlich erhöhter Umsätze konnte das EBITDA aufgrund von höheren Materialeinkaufsquoten nur leicht erhöht werden. Das EBITDA der HMS AG belief sich auf TEUR 1.643 nach TEUR 1.121 im Jahr 2017. Auch hier ist der Grund für die Erhöhung im deutlichen Umsatzanstieg zu finden. Insgesamt haben wir auf Konzernebene das prognostizierte Ziel voll erreichen können.

7. Risiken und Chancen

Das Risikomanagement des Konzerns, dessen Gesamtverantwortung der Vorstand der HMS Bergbau AG trägt, ist als Prozess in die betrieblichen Abläufe der HMS integriert. Chancen und Risiken werden als Bestandteil der Geschäftstätigkeit vorausschauend identifiziert, klassifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht. Nach den unveränderten Grundsätzen der Gesellschaft sollen Risiken nur dann eingegangen werden, wenn mit ihnen gleichzeitig wesentliche Ertragschancen verbunden sind. Dabei sollen Risiken minimiert bzw. wenn sinnvoll auf Dritte übertragen werden. Chancen werden auf das ihnen innewohnende Ertragspotential untersucht. Nachfolgend werden Chancen und Risiken erläutert, die signifikante Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten:

7.1 Preisschwankungen

Im klassischen Geschäft des HMS-Konzerns, dem Handel mit Kohle unter Anwendung von „Back-to-Back“ Verträgen und index- oder festpreisbasierten Einkaufs- und Verkaufsverträgen, ergeben sich naturgemäß keine Auswirkungen auf die vertraglich vereinbarten Margen der einzelnen Geschäfte, Wird vom reinen „Back-to-Back“-Prinzip abgewichen, die z. B. auf der Einkaufs- und Verkaufsseite unterschiedliche Basiswerte für Heizwertabrechnungen vorsehen, können Preisrisiken, die wir unter Berücksichtigung aktueller Terminpreise und erwarteter Volatilitäten im Rahmen des Risikomanagementsystems täglich bewerten, auftreten. Es bleibt ein Grundsatz des Unternehmens, keine signifikanten Risikopositionen im Ein- und Verkauf einzugehen und solche bereits bei Vertragsabschluss auszugrenzen. Das Management der HMS Bergbau AG wird nach wie die Realisierung von „Back-to-Back“-Geschäften anstreben.

7.2 Finanzwirtschaftliche Risiken

Schwankungen im Währungs- und Zinsbereich können das Ergebnis des HMS-Konzerns signifikant beeinflussen. Das finanzwirtschaftliche Risikomanagement der Gesellschaft zielt daher im Wesentlichen auf die Absicherung von Währungsrisiken über Devisentermingeschäfte ab, ohne Spekulationsgeschäfte einzugehen. Zusätzlich wird versucht, Währungsunterschiede bei Finanzierung, Einkauf und Verkauf zu eliminieren. Die Konzerngesellschaften sind verpflichtet, sämtliche Währungskursrisiken zu beurteilen und ggf. abzusichern. Änderungen im Zinsbereich, d.h. Risiken aus zinstragenden Verbindlichkeiten werden als Finanzierungskosten unter Berücksichtigung eines Risikoaufschlags sowie währungsspezifischer Unterschiede in die Beurteilung der jeweiligen Handelsgeschäfte einbezogen. Sofern unter Risikomanagementgesichtspunkten langfristig sinnvoll, werden variable Verzinsungen in Festverzinsungen - nach Bewertung aller möglichen Szenarien - getauscht.

7.3 Bonität von Geschäftspartnern und Kontrahentenrisiko

Aus entstehenden Geschäftsbeziehungen mit Kunden ergeben sich Kreditrisiken, die durch den weiter gestiegenen Anteil der Geschäftspartner im asiatischen und afrikanischen Raum weiter erhöht wurden. Hier zielt das implementierte Risikomanagement darauf ab, gefährdete Geschäfte mit entsprechenden Sicherheiten auszustatten, bzw. sofern wirtschaftlich sinnvoll, die Forderungen zu versichern. Des Weiteren werden durch die Nutzung von Akkreditiven bereits im Vorfeld von Lieferungen Zahlungsversprechen gesichert. Zudem können sich Risiken aus der Nicht- bzw. Schlechterfüllung auf der Lieferantenseite ergeben, welche nicht vollumfänglich auf die Abnehmerseite weitergereicht werden können. Hier wird im Rahmen des Risikomanagements durch eigene Mitarbeiter vor Ort, der detaillierten Prüfung einzelner Konditionen und der spezifischen Gestaltung der Verträge versucht, diesen Risiken angemessen zu begegnen.

7.4 Politische Risiken

Mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf dem asiatischen und dem afrikanischen Markt ist der Konzern vermehrt gesetzlichen und ordnungspolitischen Risiken, zum Beispiel aus politischer Einflussnahme, Störungen der Lieferkette, Aufruhr oder nachteilig wirkenden wirtschaftspolitischen Strategien ausgesetzt. Auch Risiken aus Umwelt- und anderen geographischen Einflüssen werden in diese Überlegungen einbezogen. Des Weiteren bestehen Unsicherheiten aus den gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen, die laufend Änderungen unterworfen sind und sein werden. Sowohl in Asien als auch in Afrika gehen die überdurchschnittlichen Chancen mit höheren Risiken einher. Als Antwort auf einzelne Risiken versucht das Management der Gesellschaft im Rahmen des bestehenden Risikomanagements, entsprechende vertragliche Regelungen zu gestalten bzw. diese durch die Einbeziehung erfahrener lokaler Partner zu eliminieren. Realistisch können solche Risiken nicht vollumfänglich ausgeschlossen werden.

7.5 Investitionsrisiko

Durch die stetige Überwachung der Vermarktungsstrategie sowie ihrer Umsetzungserfolge versucht das Management der Gesellschaft im Rahmen des Risikomanagements, mögliche negative wirtschaftliche Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und durch Strategieanpassungen entsprechend gegenzusteuern.

7.6 Risiken und Chancen aus der Unternehmensstrategie

Entscheidungen über Investitionen und Akquisitionen werden wegen der erheblichen mit ihnen verbundenen Chancen und Risiken im Rahmen eines Beurteilungs- und Genehmigungsprozesses, der bei Bedarf auch die Einbeziehung entsprechender Experten vorsieht, untersucht und durch den Vorstand der HMS Bergbau AG entschieden. Hierzu wird, soweit von grundsätzlicher Bedeutung, die Zustimmung des Aufsichtsrates eingeholt. Insbesondere beim Abschluss von langfristigen Vereinbarungen sind Chancen und Risiken gründlich zu untersuchen und abzuwägen. Dabei sind insbesondere die Größe des Vorkommens, die logistische Infrastruktur, die finanzielle Situation, die rechtlichen Gegebenheiten, das Management und das politische Umfeld zu betrachten. Hier zählen die Einbeziehung von Experten und die Einholung von entsprechenden Expertenmeinungen zu den Maßnahmen unseres Risikomanagementsystems.

Im Geschäftsfeld Handel ermöglicht eine intensive Beobachtung und Analyse von Märkten und Wettbewerbern, Chancen und Risiken frühestmöglich zu erkennen. Insgesamt ist die HMS mit Hilfe ihres Risikomanagements jederzeit in der Lage, die angeführten Risiken entsprechend zu mitigieren und sich ergebende Chancen zu nutzen. Die größten Chancen sieht das Management der HMS in der potentiellen Erschließung neuer Minenprojekte bzw. Beteiligungen in Südafrika unter Zuhilfenahme der eigens hierzu abgeschlossenen Kooperationen mit Shumba bzw. Masingita. HMS sieht hier insbesondere die Chance, seine Erfahrungen in abzuschließende Vermarktungsabkommen einzubringen.

Erhebliches Chancenpotential bietet sich der HMS auch in der Erweiterung seiner Absatzaktivitäten in neuen Märkten in Asien, insbesondere in Malaysia, Vietnam und Thailand. Auch sieht der Vorstand erhebliches Potential in der bereits Ende 2018 gegründeten US-amerikanischen Tochtergesellschaft.

Bei der Silesian Coal International Group of Companies S.A. erwarten wir in 2019 die Erteilung der Abbaulizenz und somit eine erhebliche Aufwertung des Gesamtprojektes.

8. Prognosebericht

Für Kohle werden unverändert weltweit im Vergleich der Energierohstoffe die größten Reserven und Ressourcen ausgewiesen. Nach Berechnungen des Bundesamtes für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in der Energiestudie 2017 reichen die Reserven noch für 120 bis 200 Jahre, abhängig vom Kohlentyp sowie der globalen wirtschaftlichen Entwicklung. Unbestritten ist jedoch, dass das verbleibende Potential an Kohle ausreichend ist, um den absehbaren Bedarf für viele Jahrzehnte zu decken. Darüber hinaus ergeben wissenschaftliche Analysen und Marktstudien, dass sich der Kohleanteil an der weltweiten Stromerzeugung weiterhin konstant entwickeln wird. Laut IEA (International Energy Agency) wird Steinkohle weiterhin der größte Träger zur industriellen Stromerzeugung bleiben. Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht die Kompensation des Rückgangs der weltweiten Kohleverstromung durch die wachsenden Industrien vor allem in Asien später aber auch in Afrika. Größte Triebkraft dieser Entwicklung ist neben der steigenden Weltbevölkerungszahl, die sich bis 2030 auf 8,2 Mrd. erhöhen wird, sicherlich auch der wachsende Energieverbrauch. Für die nächsten 50 Jahre ist deshalb eine Primärenergiematrix ohne Kohle nicht vorstellbar.

Die stetig steigende Entwicklung des Weltenergieverbrauchs der letzten Jahre, mit dem fossilen Brennstoff Kohle als Primärenergieträger, wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Angetrieben durch die sehr stark wachsende industrielle Nachfrage aus dem pazifischen Raum, dem Bevölkerungswachstum sowie dem allgemein steigenden Pro-Kopf-Verbrauch werden sich die Kohlepreise in Zukunft tendenziell steigend entwickeln. Das Management der HMS Bergbau AG geht davon aus, dass der pazifische Raum als wichtiger Absatzmarkt weiter an Bedeutung gewinnen wird. Asien rückt daher wie in den vergangenen Jahren immer stärker in den Fokus der strategischen Ausrichtung der HMS Bergbau AG. Neben Südafrika ist Indonesien aus Sicht des Managements wegen der vorhandenen Ressourcen, den günstigen Abbaubedingungen und der zentralen Lage im pazifischen Raum einer der wichtigsten Fördermärkte der nächsten Jahre. Elementar ist erhebliches Wachstumspotenzial, insbesondere in der Sicherung großer Kohle-Ressourcen, um weiterhin als verlässlicher Handelspartner in volatilen Märkten auftreten zu können. Mit der Sicherung eigener Ressourcen will das Management auf lange Sicht sowohl die Versorgung von Endverbrauchern im asiatischen Markt als auch im südlichen Afrika garantieren.

Bei erwarteten steigenden Weltmarktpreisen ist die Sicherung eigener Ressourcen und der damit verbundenen Erweiterung der Wertschöpfungskette - von der Produktion bis zum Verkauf an den Endkunden - ein wesentlicher Bestandteil der nachhaltigen Festigung der Marktposition der Gesellschaft. Insbesondere vor dem Hintergrund der bekannten Risiken bei der Atomenergie und der aktuellen Schwierigkeiten in der Umsetzung der „Energiewende“ erwartet das Management keine rückläufige Nachfrage nach fossilen Brennstoffen in Europa. Die Kohleverstromung wird als flexibler Energielieferant ihre Bedeutung vor allem in Osteuropa behalten. Unsere Bemühungen in Europa konzentrieren sich weiter darauf, ausgelaufene Verträge zu erneuern und auch neue Kontrakte mit europäischen Nichtkraftwerkskunden und Kraftwerksbetreibern zu schließen sowie unsere Marktposition in Nischenprodukten, wie Petcoke, Kokskohle und Koksprodukten, zu erweitern und zu festigen, um so noch eine stärkere Produktdiversifizierung zu erreichen. In Afrika und Asien konzentriert sich die Gesellschaft auf den Aufbau von langfristigen Lieferanten- und Kundenbeziehungen, um an der steigenden Bedeutung beider Regionen im Weltkohlehandel zu partizipieren. In den Geschäftsjahren 2019 und 2020 bleibt damit die Wiedergewinnung von Marktanteilen in Europa bei gleichzeitigem Ausbau des Asien- und Afrikageschäftes sowie der Markteintritt in den USA Hauptaufgabe der HMS Bergbau AG. Gleichzeitig muss die Strategie der Erweiterung der Wertschöpfungskette insbesondere über den Abschluss als auch die erfolgreiche Umsetzung von Exklusivmarketingvereinbarungen und Kooperationen sowie dem Aufbau eigener Produktionsressourcen konsequent weiterverfolgt werden.

Neben dem Ausbau der Geschäftsvolumina konzentrieren sich die Aktivitäten der HMS Bergbau AG auf die Verbesserung der Marktstellung in den für den Konzern strategisch wichtigen Märkten und Geschäftsfeldern. Im Vordergrund steht dabei weiterhin die weltweite Positionierung, vor allem in Südafrika, Indien und Indonesien, aber auch in den USA. Zudem steht neben dem Kohlegeschäft auch die Ausweitung des Handels mit weiteren Rohstoffen wie z. B. Erze, Düngemittel oder Zementprodukten im Fokus. Mittelfristig soll dieser Handelsarm eine weitere Säule der HMS Bergbau AG abbilden.

Aufgrund der flexiblen Strukturen der HMS Bergbau AG hat sich die Gesellschaft in den schwierigen Marktverhältnissen der vergangenen Jahre gut behaupten und weiterentwickeln können. Neben der weiteren Flexibilisierung der Strukturen wurden in den vergangenen Jahren auch neue Märkte im Rahmen der vertikalen und horizontalen Integration erschlossen, die in Zukunft zu verbesserten Ergebnissen beitragen sollten sowie die HMS Bergbau AG langfristig am Markt und dem sich abzeichnenden nachhaltig positiven Aufwärtstrend der Rohstoffmärkte teilhaben lassen wird. Auch im Geschäftsjahr 2019 wird das Management diese Zielsetzungen konsequent verfolgen. So plant das Management im laufenden Geschäftsjahr 2019 mit leicht steigenden Umsatzerlösen bei weiterhin attraktiven Rohmargen. Zudem wird für das Geschäftsjahr 2019 ein positives Jahresergebnis auf dem Niveau von 2018 erwartet.

9. Grundzüge des Vergütungssystems

Der Aufsichtsrat beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand der HMS Bergbau AG einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft es regelmäßig. Die Höhe der Vorstandsvergütung im Einzelnen wird ebenfalls vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Vergütung des Vorstands besteht aus festen und variablen, erfolgsorientierten Bezügen. Die festen Bezüge werden als leistungsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt; darüber hinaus erhält der Vorstand Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen hauptsächlich aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens. Die erfolgsorientierten Bezüge sind abhängig vom Ergebnis des Geschäftsjahres und von der persönlichen Leistung des Vorstands. Ferner gehört zur Vergütung des Vorstandsvorsitzenden eine Pensionszusage.

10. Absicherungsgeschäfte

Die HMS Gruppe hat aufgrund von Preis- und Währungskursrisiken zugrundeliegender einzelner physischer Transaktionen Absicherungsgeschäfte in der Berichtsperiode getätigt.

11. Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Im Berichtszeitraum lagen keine Abhängigkeiten im Sinne des § 312 Abs. 3 AktG vor.

12. Zukunftsbezogene Aussagen

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die die gegenwärtigen Ansichten des Managements der HMS hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Jede Aussage in diesem Bericht, die Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen sowie die zu Grunde liegenden Annahmen wiedergibt oder hierauf aufbaut, ist eine solche zukunftsbezogene Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Management der HMS derzeit zur Verfügung stehen. Sie beziehen sich deshalb nur auf den Zeitpunkt, an dem sie getroffen werden. Zukunftsbezogene Aussagen sind naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren unterworfen, die dazu führen können, dass die tatsächliche Entwicklung erheblich von den genannten zukunftsbezogenen Aussagen oder den darin implizit zum Ausdruck gebrachten Ereignissen abweicht. Die HMS Bergbau AG übernimmt keinerlei Gewähr und beabsichtigt nicht, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse zu aktualisieren.

Berlin, 21. März 2019

Heinz Schernikau, Vorstandsvorsitzender

Steffen Ewald, Vorstand Finanzen

Dennis Schwindt, Vorstand Handel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HMS Bergbau AG, Berlin,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HMS Bergbau AG, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der HMS Bergbau AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Berlin, 3. Mai 2019

**PANARES GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Wenning, Wirtschaftsprüfer