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H&K AG

Annual / Quarterly Financial Statement Sep 14, 2020

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Annual / Quarterly Financial Statement

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Finanzbericht: 26608979

### H&K AG

#### Oberndorf am Neckar

### Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Handelsregister:

AG Stuttgart HRB 748522



USt-IdNr. DE 813617001

An die Hauptversammlung der H&K AG Oberndorf a.N.

### Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2019

#### Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 gemäß den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben den Vorstand und dessen Arbeit auf der Grundlage schriftlicher und mündlicher Berichte und Informationen überwacht und beratend begleitet.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über die für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, der Planung, der wirtschaftlichen und finanziellen Lage, die Unternehmenssituation, die Risikolage und das Risikomanagement unterrichtet. Der Vorstand hat auch über Verbesserungen des Risiko- und des Compliance-Managementsystems informiert. Weitere Themen waren die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen sowie die beabsichtigte Geschäftspolitik und Unternehmensplanung.

Der Aufsichtsrat hat diese Berichte jeweils erörtert, mit dem Vorstand beraten und auf dieser Basis die erforderlichen Entscheidungen getroffen sowie die Wirksamkeit der Governance-Systeme überwacht. Maßnahmen, die nach der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, sind vor der Beschlussfassung erörtert worden. Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurden in der Entscheidungsfindung berücksichtigt.

Zum 11. April legte Herr Jean-Christophe Arntz sein Mandat nieder. Mit Beschluss des Landgerichts Stuttgart vom 30. April wurde Herr Dr. Martin Heiner Sorg zum ordentlichen Aufsichtsratsmitglied ernannt.

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. Juli 2019 schied der bis dahin gerichtlich bestellte Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Dieter John, aus und General a.D. Harald Kujat wurde zum Aufsichtsratsmitglied und im Anschluss zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der H&K AG gewählt.

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2019 zu insgesamt 5 ordentlichen Sitzungen zusammen. Zudem wurden besonders eilbedürftige Angelegenheiten schriftlich oder unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmittel nach Bedarf beraten und/​oder entschieden. Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat vor allem im 1. Halbjahr diverse Themen regelmäßig untereinander sowie im Austausch mit dem Vorstand in Form eines allgemeinen Informationsaustausches.

Zum Auftakt des Geschäftsjahres 2019 berieten sich die Aufsichtsratsmitglieder fernmündlich zur Rückschau auf das Jahr 2018, die Effizienzbewertung der Aufsichtsratsarbeit, die Festlegung der Schwerpunktthemen für die Aufsichtsratssitzungen 2019, die Zielerreichungsbewertung des Vorstandes für 2018, sowie die Festlegung der Jahresziele für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2019.

Die erste ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats fand am 10.05.2019 in Stuttgart statt und befasste sich vorrangig mit der aktuellen Geschäftsentwicklung, der wirtschaftlichen Lage; den durchgeführten Personalmaßnahmen bei der HKI, dem Stand der Verhandlungen mit der IG Metall für einen Sanierungstarifvertrag, laufende und künftige Ausschreibungen, insb. dem Instandsetzungsvertrag für das G36, den verschiedenen Maßnahmen im Rahmen des Projekts HK2020, dem Textron-Projekt in den USA, dem Risiko-/​Chancenbericht sowie der Freigabe des Compliance-Berichts für das Jahr 2018. Ebenfalls besprochen wurde der Status für die Ausschreibung des Abschlussprüfers. Außerdem wurde im Rahmen dieser Sitzung der Jahres- und Konzernabschluss vorgelegt und durch die Abschlussprüfer von KPMG erläutert.

Die Aufsichtsratssitzung am 11.07. in Oberndorf wurde wegen kurzfristiger Abwesenheit von Herrn John als Informationsveranstaltung durchgeführt und die am Folgetag stattfindende Hauptversammlung vorbereitet; Beschlüsse wurden nicht gefasst.

In der Aufsichtsratssitzung am 29.08. wurden Optionen zur Erweiterung der Unternehmensstrategie mit dem Ziel erörtert, die Leistungsbilanz zu verbessern, die Entwicklung auf eine breitere Basis zu stellen, um die Produktpalette zu optimieren und zu erweitern, den Produktionsprozess mit dem Ziel einer gleichmäßig stabilen Auslastung und Einhaltung der Lieferfristen zu optimieren. Dem Vorstand wurde der dringende Rat erteilt, einen Bereich "Außenwirtschaftsrecht" einzurichten, mit der Zuständigkeit für alle relevanten rechtlichen, administrativen und verfahrenstechnischen Aspekte des Exports und der Verantwortung, die Einhaltung von Recht und Gesetz sicher zu stellen. Außerdem wurde der Vorstand aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die personelle Kompetenz in der Öffentlichkeitsarbeit, der Berichterstattung in den Medien zu verbessern und ein positives Unternehmensimage zu erreichen.

Am 09.10. hat der Aufsichtsrat den Stand der Abwicklung von Altverträgen, deren Ergebnisse und Realisierung, das Risikomanagement einschließlich des Risikomanagementberichts sowie Leistungen, Ergebnisse und Kosten externer Beratung erörtert. Zu dem Angebot eines Bundeswehr-Sturmgewehrs, insbesondere zur Verlängerung der Bindungswirkung des Angebots, fand ein ausführlicher Informations- und Meinungsaustausch statt. Außerdem bat der Aufsichtsrat den Vorstand, noch im Jahr 2019 eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen, auf der ein Tagesordnungspunkt die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates sein sollte. Vorstand und Aufsichtsrat formulierten einen entsprechenden, von der Hauptversammlung zu fassenden Beschluss.

Auf der Aufsichtsratssitzung am 18.12. wurde die für den folgenden Tag angesetzte außerordentlichen Hauptversammlung vorbereitet und deshalb nur wenige Themen behandelt, darunter der Sachstand Risikobewertung und Compliance sowie das Angebot Bundeswehr-Sturmgewehr und die Vertragsabwicklung von Altverträgen. Außerdem wurden die Ergebnisse des Strategie-Workshops vom 12./​13.09.2019 diskutiert.

Am 19.12. fand die von Herrn Dr. Sorg geleitete außerordentliche Hauptversammlung in Anwesenheit aller Mitglieder des Aufsichtsrates in Rottweil statt.

Im zweiten Halbjahr hat die Beteiligung der Firma an der Ausschreibung der Bundeswehr für ein Nachfolgemodell des Gewehrs G 36 in den Sitzungen des Aufsichtsrates großen Raum eingenommen. Heckler & Koch hatte die Testbedingungen gerügt, war aber mit zwei Modellen im Angebot zusammen mit einem Konkurrenten in der Endausscheidung. Ging es zunächst darum zu prüfen, ob die Bindungswirkung des Angebots verlängert werden soll, so war der Aufsichtsrat danach bestrebt, die Verhandlungen mit der Bundeswehr über die Leistungsparameter zu begleiten und alle Aspekte vor Abgabe eines letzten, bindenden Angebots zu prüfen.

Ein wesentliches Anliegen des Aufsichtsrates war es, die außenwirtschaftsrechtliche Expertise und Verfahrenssicherheit durch die Einstellung eines fachlich versierten Juristen und organisatorische Maßnahmen zur Unterstützung des Ausfuhrbeauftragten sicherzustellen. Auch aufgrund negativer Erfahrungen der Firma in der Vergangenheit hatte dieses Thema für den Aufsichtsrat eine hohe Priorität.

Dies gilt gleichermaßen für die Informationsstrategie der Firma, die Zusammenarbeit mit den Medien und das Firmenimage zu verbessern. Der dazu vom Aufsichtsrat am 29.8. gefasste Beschluss konnte mit der Einstellung eines erfahrenen Medienexperten umgesetzt werden.

In diesem Zusammenhang spielt die sogenannte Grüne-Länder-Strategie, die in den Medien immer wieder Beachtung findet, eine wichtige Rolle. Dem Aufsichtsrat ging es in den Abstimmungen mit dem Vorstand vor allem darum, die Vereinbarkeit von Unternehmenserfolg mit einer positiven Darstellung in den Medien im Einklang mit den rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sicherzustellen. Der Aufsichtsrat hat in diesem Sinne Anregungen zur Überarbeitung der Grüne-Länder-Strategie gegeben.

Der vom Vorstand durchgeführte Workshop zur Unternehmensstrategie erbrachte wichtige Anregungen, die im Aufsichtsrat vertieft wurden. In diesem Zusammenhang wurden auch die Möglichkeiten der Nutzung innovativer Technologien im Sinne eines funktionalen Systems, der Vernetzung und der Interoperabilität diskutiert. Ebenso Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene im Sinne der Industriestrategie der Bundesregierung.

Wesentliche Rechtsfälle waren im Jahre 2019 die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Stuttgart im sog. Mexiko-Verfahren, welches entschied, dass 3,7 Mio. EUR der Heckler & Koch GmbH eingezogen werden. Heckler & Koch hat sich nach eingehender Beratung entschieden, gegen dieses Urteil Revision beim Bundesgerichtshof einzulegen. Außerdem klagte die Gesellschaft erfolgreich in erster Instanz auf die Amtsenthebung eines Betriebsratsmitglieds.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2019, sind von dem durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung beauftragten Abschlussprüfer, der Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Prüfer weisen jedoch wie im Vorjahr darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft und des Heckler & Koch Konzerns von einer Refinanzierung der in 2022 und 2023 fälligen Darlehen und Anleihen abhängig ist, weil die Tilgungen ausweislich der aktuellen Planungen nicht aus eigenen Mitteln geleistet werden können.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte standen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat die Dokumente geprüft und in der Aufsichtsratssitzung am 7.5.2020 beraten. Der Abschlussprüfer nahm an dieser Sitzung teil, stellte die wesentlichen Prüfungsergebnisse vor und hat ergänzende Auskünfte erteilt sowie Fragen beantwortet. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts durch den Aufsichtsrat waren Einwendungen nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts durch den Abschlussprüfer angeschlossen und den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 in der Sitzung vom 7.5.2020 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands, den im Jahresabschluss 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn vollständig auf neue Rechnung vorzutragen, schließen wir uns an.

23. April 2020

H&K AG

Der Aufsichtsrat

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