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Hexagon Purus ASA — Audit Report / Information 2019
May 5, 2021
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Audit Report / Information
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Publication
purus Aktiengesellschaft
Wiesbaden
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
Bilanz zum 31. Dezember 2019
AKTIVA
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 195.641,00 | 223.927,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 62.962,00 | 81.924,00 |
| 258.603,00 | 305.851,00 | |
| 11. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 135.646,00 | 114.206,00 |
| 394.249,00 | 420.057,00 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 7.705,56 | 7.705,56 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 951.429,26 | 1.157.017,35 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.156.654,29 | 308.897,87 |
| 2.108.083,55 | 1.465.915,22 | |
| III. Kassenbestand | 7.365,72 | 8.014,53 |
| 2.123.154,83 | 1.481.635,31 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 51.169,22 | 60.135,17 |
| D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | 0,00 | 140.520,67 |
| 2.568.573,05 | 2.102.348,15 |
PASSIVA
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 561.000,00 | 201.000,00 |
| II. Kapitalrücklage | 900.000,00 | 0,00 |
| III. Bilanzverlust | -963.562,48 | -341.520,67 |
| IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | 0,00 | 140.520,67 |
| 497.437,52 | 0,00 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 3.851,00 | 3.851,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 250.178,05 | 213.960,00 |
| 254.029,05 | 217.811,00 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 707.592,61 | 645.060,01 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 71.363,27 | 157.691,07 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 977.062,02 | 1.011.865,18 |
| - davon aus Steuern: 268.844,37 EUR (Vorjahr: 231.122,05 EUR) | ||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 264.027,03 EUR (Vorjahr 187.478,00 EUR) | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 977.062,02 EUR (Vorjahr 993.736,02 EUR) | ||
| 1.756.017,90 | 1.814.616,26 | |
| D. Passive Latente Steuern | 61.088,58 | 69.920,89 |
| 2.568.573,05 | 2.102.348,15 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar zum 31. Dezember 2019
| 2019 | 2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 10.223.791,74 | 12.750.281,55 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 63.365,63 | 89.235,25 | ||
| 3. Materialaufwand: | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -89.618,96 | -78.996,03 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -470.117,45 | -512.736,13 | ||
| -559.736,41 | -591.732,16 | |||
| 4. Personalaufwand: | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -7.357.700,69 | -9.199.781,66 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -1.738.933,99 | -1.952.890,48 | ||
| -9.096.634,68 | -11.152.672,14 | |||
| 5. Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -91.816,26 | -107.824,19 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.129.085,91 | -1.303.577,18 | ||
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 698,03 | 956,77 | ||
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -36.669,27 | -35.212,93 | ||
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 8.832,31 | 8.832,31 | ||
| - davon Erträge aus der Auflösung Latenter Steuern: EUR 8.832,31 (Vorjahr: EUR 8.832,31) | ||||
| 10. Ergebnis nach Steuern | -617.254,82 | -341.712,72 | ||
| 11. Sonstige Steuern | -4.786,99 | -5.486,54 | ||
| 12. Jahresfehlbetrag | -622.041,81 | -347.199,26 | ||
| 13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -341.520,67 | 0,00 | ||
| 14. Entnahmen aus Gewinnrücklagen | 0,00 | 5.678,59 | ||
| 15. Bilanzverlust | -963.562,48 | - 341.520,67 |
Anhang zum 31. Dezember 2019
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die purus AG mit Firmensitz in Wiesbaden, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden unter HRB 25118, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Sie hat zwar im Geschäftsjahr erstmalig die Größenkriterien nach § 267 Abs. 1 HGB unterschritten, die Rechtsfolgen treten nach § 267 Abs. 3 HGB aber erst bei zweimaligem Unterschreiten ein, sodass die Gesellscahft als mittelgroße Gesellschaft zu behandeln ist.
Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften des Aktiengesetzes sowie der Regelung der Satzung aufgestellt.
Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.
Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.
Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.
Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.
Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.
Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.
Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HBG wurde in Anspruch genommen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die passiven Latenten Steuern betragen 61 TEUR (Vorjahr: 70 TEUR). Es besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 135 TEUR (Vorjahr: 154 TEUR). Diese resultiert aus der Saldierung des Postens der selbst geschaffenen Immaterielle Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2019 in Höhe von 196 TEUR (Vorjahr: 224 TEUR) und der ausgewiesenen passiven Latenten Steuern zum Stichtag in Höhe von 61 TEUR (Vorjahr: 70 TEUR).
Entgeltlich von Dritten erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird auch handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800 EUR nicht übersteigen.
Die Vorräte werden mit einem Festwert gemäß § 256 Satz 2 HGB angesetzt. Die angesetzten Werte wurden im laufenden Geschäftsjahr überprüft. Es ergaben sich keine Änderungen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Eindringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.
Das Grundkapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bilanziert.
Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.
Auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen werden die passiven Latenten Steuern mit einem Steuersatz i. H. v. ca. 31 % angesetzt.
Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz
Anlagevermögen
Das Anlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen:
| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 282.855,36 | 0,00 | 0,00 | 282.855,36 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 214.720,04 | 1.538,94 | 10.902,37 | 205.356,61 |
| 497.575,40 | 1.538,94 | 10.902,37 | 488.211,97 | |
| Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 486.021,16 | 64.514,32 | 46.081,61 | 504.453,87 |
| 983.596,56 | 66.053,26 | 56.983,98 | 992.665,84 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 58.928,36 | 28.286,00 | 0,00 | 87.214,36 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 132.796,04 | 20.492,94 | 10.894,37 | 142.394,61 |
| 191.724,40 | 48.778,94 | 10.894,37 | 229.608,97 | |
| Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 371.815,16 | 43.037,32 | 46.044,61 | 368.807,87 |
| 563.539,56 | 91.816,26 | 56.938,98 | 598.416,84 |
| Buchwert | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2018 | Stand 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 223.927,00 | 195.641,00 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 81.924,00 | 62.962,00 |
| 305.851,00 | 258.603,00 | |
| Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 114.206,00 | 135.646,00 |
| 420.057,00 | 394.249,00 |
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar:
| 2019 | 2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Davon bis zu einem Jahr | Davon mehr als 1 Jahr | Gesamt | Davon bis zu einem Jahr | Davon mehr als 1 Jahr | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 951 | 951 | 0 | 1.157 | 1.157 | 0 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 1.157 | 1.099 | 58 | 309 | 186 | 123 |
| Summe | 2.108 | 2.050 | 58 | 1.466 | 1.343 | 123 |
Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt 561.000 EUR (Vorjahr: 201.000 EUR), eingeteilt in 561.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von 1 EUR je Aktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.
Des Weiteren erfolgte im Geschäftsjahr eine schuldrechtliche Vereinbarung über einen freiwilligen Zuschuss in die Kapitalrücklage gem. § 272 Absatz 2 Nr. 4 HBG in Höhe von 900.000 EUR. Die Kapitalrücklage wird auf Anforderung des Vorstandes fällig. Diese Anforderung ist bislang noch nicht erfolgt.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub/Überstunden: 93 TEUR) sowie Verpflichtungen für die Ausgleichsabgabe (77 TEUR).
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR) haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Für diese Verbindlichkeiten bestehen Sicherungsübereignungen von PKWs. Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Es sind keine Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren vorhanden. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von 403 TEUR (Vorjahr: 464 TEUR) Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt. In Höhe von 369 TEUR (Vorjahr: 303 TEUR) bestehen Verbindlichkeiten aus Lohn und Kirchensteuer sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Umsatzsteuerverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 116 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR).
Passive Latente Steuern
Aufgrund der Aktivierung eines selbstgeschaffenen Immateriellen Vermögensgegenstandes wird eine passive Latente Steuer ausgewiesen. Die passive Latente Steuer wurde im Geschäftsjahr um 9 TEUR aufgelöst und ist in Höhe von 61 TEUR (Vorjahr: 70 TEUR) bilanziert.
Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Telefon und EDV in Höhe von 199 TEUR (Vorjahr: 234 TEUR), Mieten und Nebenkosten in Höhe von 268 TEUR (Vorjahr: 311 TEUR), Kfz-Kosten in Höhe von 169 TEUR (Vorjahr: 234 TEUR) sowie für Gestattungs- und Ausweisdienste in Höhe von 43 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf -9 TEUR (Vorjahr: -9 TEUR). Es handelt sich hier um Erträge aus der Auflösung von passiven Latenten Steuern.
Sonstige Pflichtangaben
Zahl der Arbeitnehmer
Während des Geschäftsjahres betrug die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 357 , davon 323 gewerbliche Arbeitnehmer und 34 Angestellte.
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2019:
| • | Mustafa Güventürk, Dipl.-Kfm., Wiesbaden (Vorsitzender) (bis zum 31.12.2019) |
| • | Rahime Güventürk, Kauffrau, Wiesbaden |
| • | Habibe Güventürk, Kauffrau, Wiesbaden (bis zum 08.07.2020) |
| • | Hava Güventürk, Angestellte, Wiesbaden (ab dem 08.07.2020) |
| • | Daniela Kirall, Steuerfachwirtin (Vorsitzende) (ab dem 13.01.2020) |
Bezüge des Aufsichtsrats sind im laufenden Geschäftsjahr nicht angefallen.
Vorstand
Vorstand im Geschäftsjahr 2019 waren:
| • | Haci Güventürk, Kaufmann, Wiesbaden (Vorsitzender) |
| • | Ilhami Güventürk, Dipl.-Ing., Wiesbaden (bis zum 30.06.2020) |
| • | Ahmet Güventürk, Kaufmann, Wiesbaden (bis zum 30.06.2020) |
Da die drei Vorstände Bezüge in gleicher Höhe von der Gesellschaft erhalten, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
| Gesamt | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Miet-, Pacht- und Leasingverträge | 813 | 413 | 401 | 0 |
| Summe | 813 | 413 | 401 | 0 |
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Der Aufsichtsratsvorsitzende Mustafa Güventürk ist zum 31. Dezember 2019 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Frau Daniela Kirall wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 10. Januar 2020 in den Aufsichtsrat und am 13. Januar 2020 als Vorsitzende des Aufsichtsrats gewählt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Nachtragsberichts ist das Sars-CoV-2 Virus ausgebrochen und hat zu einer weltweiten Pandemie geführt. Im Ergebnis müssen viele Betriebe und auch öffentliche Einrichtungen zumindest temporär schließen. Die schnelle Ausbreitung des Virus hat bereits zu vielen Todesopfern geführt und stellt die Gesundheitssysteme weltweit vor große Herausforderungen. Die genauen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und auch auf die Weltwirtschaft sind derzeit nicht absehbar, werden aber mutmaßlich zu maßgeblichen Gewinnrückgängen fast aller Wirtschaftszweige führen. Die Bundesregierung und die Bundesländer steuern mit Maßnahmenpaketen unter anderem im Rahmen der Finanzierung, Kurzfristhilfen, Zuschüssen, Stundungsmöglichkeiten im Steuerbereich und Sozialversicherungsbereich sowie Kurzarbeit dagegen.
Diverse Kundenverträge der Gesellschaft im Bereich der Leiharbeit wurden aufgrund der Covid- 19-Pandemie „ruhend“ gestellt. Kurzarbeitergeld wurde für diese Bereiche beantragt.
Gewinnverwendung
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von 622 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Wiesbaden, den 5. März 2021
gez. Haci Güventürk, Vorstand
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
1. Geschäftsmodell des Unternehmens
Der Hauptsitz der purus AG ist die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Von hier aus werden die innerbetrieblichen Geschäftsprozesse, das Vertriebsnetz und die weiteren Niederlassungen gesteuert.
Das operative Geschäft der purus AG gliedert sich unverändert in folgende vier Geschäftsbereiche: Personal Services, Facility Services, Airport Services und Call Center Services.
Der Geschäftsbereich Personal Services umfasst mit personalwirtschaftlichen Dienstleistungen am Kunden ein sehr breites Spektrum und nimmt wichtige Funktionen für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt wahr. In diesem Geschäftsfeld akquiriert, vermittelt und überlässt die purus AG Personal und stellt dieses Kunden bedarfsgerecht auf Basis einer Arbeitnehmerüberlassung oder einer reinen Personalvermittlung zur Verfügung.
Neben dem Hauptsitz in Wiesbaden gibt es weitere unselbstständige Niederlassungen im Bereich Personal Services in Darmstadt, Hanau und Mannheim.
Der Geschäftsbereich Facility Services vereint die Verwaltung, Pflege, Reinigung und Bewirtschaftung von Gebäuden sowie deren technische Anlagen und Einrichtungen und sorgt für einen langfristigen Erhalt oder eine Erhöhung der Vermögenswerte von Unternehmen in Form von Bausubstanz, Anlagen und Einrichtungen.
Der Geschäftsbereich Airport Services ist am größten Flughafen Deutschlands, dem Frankfurter Flughafen, tätig. Dieser Geschäftsbereich vereint beide zuvor genannten Geschäftsfelder und spezialisiert sich in der Dienstleistung auf die Anforderungen rund um den Flughafen.
Der Geschäftsbereich Call Center Services schafft telefonische Marktkontakte sowohl aktiv als outbound-, als auch passiv als inbound-Service.
2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
a. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Gegen Ende des Jahres 2017 lag der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft, die Kundenbasis der purus AG, bei 104,7 Punkten - fast ein Höchststand. Seither sinkt der Index. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juni 2019 von 97,9 (Mai 2019) auf 97,4 Punkte gefallen. Das
ist der niedrigste Wert seit November 2014. Ende Dezember 2019 stand der ifo-Geschäftsklimaindex nur noch bei 96,3 Punkten. Die deutsche Wirtschaft tritt weiter mehr oder weniger auf der Stelle. Es gab erste Signale, die ein Ende des Abschwungs in der Industrie und damit eine allmähliche konjunkturelle Belebung der Gesamtwirtschaft wahrscheinlicher machten. Durch die weltweite Ausbreitung des neuartigen Corona Virus SARS-CoV-2 hat sich der Trend umgekehrt. Die Indikatoren haben sich bis April 2020 nach unten bewegt. Seit Mai 2020 bewegen sie sich vorsichtig nach oben.
Die Pandemie hatte zur Folge, dass Produktionen und Dienstleistungen teilweise stillstanden. Dadurch konnten weder der Personal Service noch der Facility Service arbeiten. Unsere Umsätze sind teilweise um über 60 % zurückgegangen. Eines unserer größten Projekte, der Frankfurter Flughafen, verzeichnet Passagierrückgänge von teilweise über 80 %, was unsere Umsätze direkt beeinflusst.
Durch den Einsatz der Kurzarbeit konnten wir die Auswirkungen der Pandemie so gering wie möglich halten.

ifo Geschäftsklima Deutschland
(Indexwerte, 2015=100, saisonbereinigt)
| 09/19 | 10/19 | 11/19 | 12/19 | 01/20 | 02/20 | 03/20 | 04/20 | 05/20 | 06/20 | 07/20 | 08/20 | 09/20 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klima | 94,8 | 94,6 | 94,8 | 95,9 | 95,4 | 95,9 | 86,5 | 74,6 | 79,6 | 86,3 | 90,4 | 92,5 | 93,4 |
| Lage | 98,6 | 97,9 | 98,0 | 98,8 | 99,1 | 98,8 | 92,8 | 79,4 | 78,9 | 81,3 | 84,5 | 87,9 | 89,2 |
| Erwartungen | 91,1 | 91,5 | 91,6 | 93,1 | 91,9 | 93,2 | 80,5 | 70,0 | 80,3 | 91,5 | 96,8 | 97,2 | 97,7 |
Quelle: ifo Konjunkturumfragen.
© ifo Institut
b. Arbeitnehmerüberlassung
Die für uns sehr wichtigen Rahmenbedingungen der Zeitarbeitsbranche haben sich in den letzten Jahren stark verändert.
Während die Zeitarbeitsbranche im Jahr 2017 noch ein Wachstum von +4,38 % zum Vorjahr bei den Zeitarbeitnehmern verzeichnete, gingen die Beschäftigtenzahlen sowohl im Jahr 2018 als auch noch einmal im Jahr 2019 deutlich zurück (Dezember 2019: 694.000 Beschäftigte zu Dezember 2018: 774.200 Beschäftigte zu Dezember 2017: 865.700 Beschäftigte).
Laut aktuellem Arbeitsmarktbericht (Stand 02/2020) der Bundesagentur für Arbeit ist mit aktuell 742.000 Zeitarbeitnehmern in Deutschland, auch im aktuellen Monatsvergleich Februar 2020 zu Februar 2019, die Zahl der Zeitarbeitnehmer in Deutschland um 10,2 Prozent, d. h. um 79.000, gesunken.
Der Grund für die negative Entwicklung der Umsatzerlöse ab 2018 sind die am 1. April 2017 in Kraft getretenen Regelungen zu Equal Pay und die Höchstüberlassungsdauer. Ergänzend ist im Geschäftsjahr 2019 die sich allgemein etwas abkühlende Konjunktur hinzugekommen. In 2019 kommen verstärkend Umstrukturierungen in der Automobilwirtschaft.

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs
Im Jahr 2019 ist weiter eine rückläufige Entwicklung der Umsätze zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse sind um 19,82 % auf 10.223 TEUR gesunken. Die Kostenstruktur wird im Wesentlichen durch die Personalaufwendungen und langfristigen Mieten und Leasingverträge bestimmt. Diese sind im Geschäftsjahr 2019 ebenfalls rückläufig.
Die Kombination von Facharbeitermangel und dem Erreichen der Höchstüberlassungsdauer bei vielen Mitarbeitern (einmalige Sondersituation aufgrund der neuen Gesetzeslage) hat dazu geführt, dass wir unsere Planung und Prognosen nicht erreichen konnten. Da viele Arbeitnehmer die Höchstüberlassung bei unseren Kunden erreicht haben, wurden in vielen Fällen unsere Mitarbeiter aus dem Leihbetrieb übernommen.
Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr nicht zufrieden. Aufgrund fehlender Umsätze und Gewinne wurden die Sparmaßnahmen weitergeführt. Es wurden weitere Niederlassungen geschlossen, deren Umsatzzahlen nicht den Erwartungen entsprochen haben oder deren personelle Besetzung aufgrund der räumlichen Distanz zur Zentrale erschwert war. Im Geschäftsjahr hat dies die Niederlassungen in Frankfurt, Gießen, Heilbronn und Mainz betroffen.
Die purus AG verfügt am Ende des Geschäftsjahres 2019 neben der Zentrale in Wiesbaden noch über unselbstständige Niederlassungen im Bereich Personal Services in Mannheim, Hanau und Darmstadt.
4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
a. Vermögenslage
Die Vermögenslage der purus AG ist im Berichtsjahr von einer Erhöhung der Bilanzsumme von 2.102 TEUR in 2018 auf 2.569 TEUR in 2019 gekennzeichnet.
Dies ist im Wesentlichen bestimmt durch die folgenden Geschäftsvorfälle:
| • | Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind im Berichtsjahr um 206 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dieser Rückgang ist auf eine rückläufige Auftragslage zum Stichtag zurückzuführen. |
| • | Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um rd. 848 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ursächlich hierfür waren ausstehende Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 900 TEUR, die auf Anforderung des Vorstands fällig wird. Die Anforderung ist bislang nicht erfolgt, da die Gesellschaft über ausreichend Liquidität verfügt. |
| • | Das gezeichnete Kapital wurde im Geschäftsjahr von 201 TEUR auf 561 TEUR erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde vollständig eingezahlt. |
| • | Während die sonstigen Rückstellungen sich im Wesentlichen bedingt durch eine Erhöhung der Rückstellung für ausstehende Rechnungen von 213 TEUR auf 250 TEUR erhöht haben, sind die Sonstigen Verbindlichkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr von 994 TEUR auf 977 TEUR reduziert worden. Dies betrifft insbesondere die Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern. Dies ist insbesondere auf die rückläufige Mitarbeiterzahl zurückzuführen. |
| • | Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls reduziert werden. |
| • | Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von 645 TEUR auf 708 TEUR angestiegen. |
| • | Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag 497 TEUR nach einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag im Vorjahr in Höhe von 141 TEUR. Ursächlich für die Veränderung sind die oben genannten Kapitalerhöhungen, gegenläufig wirkt sich der Jahresfehlbetrag in Höhe von 622 TEUR (Vorjahr: 347 TEUR) aus. |
b. Finanzlage
Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 708 TEUR (Vorjahr: 645 TEUR) aus. Dabei handelt es sich um Kontokorrentlinien in Höhe von 965 TEUR. Diese Kontokorrentlinien wurden bisher durch die Gesellschaft nicht vollständig ausgeschöpft und sind zum Vorjahresvergleich leicht rückläufig. Um der angespannten Finanzlage entgegen zu wirken, wurde im Geschäftsjahr 2020 ein KfW- Schnellkredit 2020 in Höhe von 800 TEUR aufgenommen. Somit ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, fällige Verbindlichkeiten zu begleichen.
Den kurzfristigen Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 636 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71 TEUR und sonstige Verbindlichkeiten 977 TEUR) in Höhe von insgesamt 1.684 TEUR stehen kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt 2.115 TEUR gegenüber (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 951 TEUR, sonstige Vermögensgegenstände 1.157 TEUR und Kassenbestand 7 TEUR).
c. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 10.224 TEUR erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse lagen damit rd. 20 % bzw. 2.527 TEUR unter dem Vorjahreswert. Ursächlich für den deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse war ein Einbruch im Bereich der Erlöse aus Arbeitnehmerüberlassung. Dieser Einbruch war im Wesentlichen auf veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung zurückzuführen. Insbesondere die Arbeitnehmerüberlassungsreform wirkte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr negativ aus. Zwar konnte die Gesellschaft die Personalaufwendungen um 20,02 % bzw. 2.056 TEUR sowie die Aufwendungen für bezogenen Leistungen (470 TEUR; Vorjahr: 513 TEUR) senken, doch reichten diese Einsparungen nicht aus, um den absoluten Rückgang der Umsatzerlöse zu kompensieren. Erschwerend kam hinzu, dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (v. a. längerfristige Vertragsverpflichtungen) im Geschäftsjahr nicht kurzfristig reduziert werden konnten und daher minimal verändert zum Vorjahr bei rd. 1.129 TEUR (Vorjahr: 1.303 TEUR) lagen.
Das Finanzergebnis liegt aufgrund der Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien nahezu auf Vorjahresniveau und belastet das Ergebnis mit 36 TEUR.
Aufgrund der beschriebenen Ereignisse weist die Gesellschaft zum Jahresende einen Fehlbetrag in Höhe von 622 TEUR (Vorjahr: 347 TEUR) aus.
d. Finanzielle Leistungsindikatoren
Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
• Umsatzentwicklung
Die Umsätze sind in den letzten zwei Jahren, seit der Einführung der AUG Reform (Equal Pay und Höchstüberlassung), kontinuierlich gesunken.

Im Geschäftsjahr 2019 sind die Umsätze nochmal von 12.750 TEUR auf 10.220 TEUR gesunken. Im Geschäftsjahr 2020 sind die erwarteten Umsätze in Höhe von 5.700 TEUR erreicht worden, und für das Geschäftsjahr 2021 werden Erlöse in Höhe von 5.100 TEUR prognostiziert.
Die Umsatzerlöse konnten in 2018 und 2019 unsere gesteckten Ziele nicht erreichen. Dies ist auf die unter 4.c. genannten Gründe zurückzuführen.
• Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz
Der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz ist den letzten vier Jahren kontinuierlich gestiegen.

Im Geschäftsjahr 2018 lag der Personalaufwand in Verhältnis zum Umsatz bei rd. 88 %. Im Geschäftsjahr 2019 ist die Quote auf rd. 89 % gestiegen. In 2020 wird die Quote laut Hochrechnungen bei ca. 90 % liegen und für das Geschäftsjahr 2021 wird eine Quote in Höhe von 83 % erwartet.
Gesamtaussage
Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2019 aufgrund der Reform im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung um rund 20 % gesunken. Die eingeleiteten Sparmaßnahmen wie die Schließungen von Niederlassung und Reduktion der Fixkosten sowie die sinkenden Personalaufwendungen konnten den Rückgang im Bereich der Umsatzerlöse jedoch nicht vollständig kompensieren. Am Ende des Geschäftsjahres 2019 wird daher ein Jahresfehlbetrag von 622 TEUR ausgewiesen.
5. Mitarbeiter
Der Personalbestand betrug im Jahresdurchschnitt 357 Mitarbeiter (Vorjahr: 418 Mitarbeiter).
Aufgrund ausbleibender Umsätze ist der Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen trotz Personalabbau auf 89 % gestiegen. Es wird weiterhin die Anstrengung unternommen, den Personalaufwand auf 85 % zu senken.
6. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung
Risikobericht
Die purus AG bewegt sich mit ihrem Geschäftszweig der Personaldienstleistung, speziell mit der Arbeitnehmerüberlassung, auf einem sehr konjunkturreagiblen Markt. Der konjunkturelle Auf- und Abschwung wirkt sich sehr stark auf die Auftragslage in der Arbeitnehmerüberlassung aus.
Der andauernde Fachkräftemangel, der sich sowohl durch den demografischen Wandel als auch durch die strukturelle Änderung der Zuwanderung verschärft, stellt ein wesentliches Risiko für uns dar, da wir davon abhängig sind, unseren Kunden Arbeitnehmer in ausreichender Zahl und mit den gewünschten Qualifikationen zur Verfügung zu stellen.
Die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat im Verlauf des Jahres 2020 stetig zugenommen und hat zeitweilig zu einem Lockdown geführt. Wir befinden uns aktuell wieder in einem Lockdown. Es besteht zurzeit allgemein eine große Unsicherheit, wie die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im Jahresverlauf 2020 bis in das Jahr 2021 hinein ausfallen werden.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 einen KfW-Schnellkredit 2020 in Höhe von 800 TEUR erhalten. Dieser Kredit ist in den ersten 24 Monaten tilgungsfrei, währenddessen sind nur Zinsen zu zahlen. Danach ist der Kredit über 96 Monate zu tilgen.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach unserer Einschätzung derzeit nicht.
Chancenbericht
Nach dem Wachstum in den Jahren 2015 bis 2017 haben wir Ende 2017 begonnen, in neue Standorte und die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse zu investieren, um dem andauernden Risiko des Fachkräftemangels entgegen zu wirken. Der Fachkräftemangel war Grundlage der Entscheidung, vermehrt in das Matching der Bewerber auf der Basis von Qualifikationen und Kompetenzen zu investieren, sodass weitere Potenzialausschöpfungen im kandidatenorientierten Vertrieb realisiert werden konnten. Somit waren wir in der Lage, den Bewerbern Stellen anzubieten, die ihren erlernten Berufen ähneln und dadurch ihr Potenzial auszuschöpfen und gleichzeitig die Anforderungen unserer Kunden zu bedienen. Es resultierte ein unmittelbar positiver Effekt aus dem Matching von Bewerber und Entleiher/Interessent in zeitlicher und qualitativer Hinsicht.
Aufgrund fehlender Umsätze und Gewinne haben wir angefangen, umfangreiche Kostensparmaßnahmen umzusetzen.
Folgende Sparmaßnahmen wurden im 4. Quartal 2018 begonnen:
| ― | Schließungen unrentabler Niederlassungen, |
| ― | Laufende Investitionen wurden zum nächstmöglichen Zeitpunkt gestoppt, |
| ― | Auslaufende Verträge von Mitarbeitern wurden nicht mehr verlängert, |
| ― | Verzicht auf nicht systemrelevante Mitarbeiter, |
| ― | Reduzierung der Inanspruchnahme von externen Dienstleistungen auf das Nötigste. |
Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich über den eigenen Cashflow sowie über Betriebsmitteldarlehen.
Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht.
Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.
7. Prognosebericht - Hinweise auf künftige Entwicklung
Trotz der eingeleiteten Restrukturierungs-, Spar- und Konsolidierungsmaßnahmen konnten wir das Ergebnis 2019 im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessern. Dies liegt vor allem an den langfristigen Verpflichtungen wie Leasing- und Mietverträgen.
Im aktuellen Geschäftsjahr 2020 haben wir im Vergleich zum Vorjahr 2019 ein erheblich besseres Ergebnis trotz geringerer Umsätze aufgrund der Corona-Pandemie. Das ist ein Indiz, dass die richtigen Maßnahmen und Schritte eingeleitet wurden.
Im Jahr 2020 haben wir einen vorläufigen Verlust von 60 TEUR erwirtschaftet.
Wir erwarten, dass der Bedarf an der flexiblen Gestellung von Mitarbeitern bei unseren Kunden steigen wird. Dies bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg zu gehen, uns auf KMU zu fokussieren und unsere Dienstleistungen verstärkt in den Bereichen Logistik, Nahrungsmittel-Industrie und Gesundheitsbranche anzubieten.
Ferner werden wir den stabilen Geschäftsbereich Facility Services als Gegenstück zum dynamischen Bereich Personal Services verstärkt aufbauen. Auch hier werden wir uns auf KMU konzentrieren.
Wir erwarten, dass die Unsicherheit im Markt und bei der purus AG durch die Corona-Pandemie vorerst bestehen bleibt. Wie sich die Pandemie auf die Zeitarbeit auswirkt und ob es weitere Wellen geben wird, ist schwer vorauszusagen. Langfristige Prognosen können daher aktuell nur bedingt erstellt werden.
Laut aktuellen Hochrechnungen rechnen wir für das Jahr 2020 mit einem Verlust in Höhe von ca. 60 TEUR und einem Umsatz von 5.780 TEUR.
Unsere Umsatzerwartungen liegen für das Jahr 2021 bei rd. 5.100 TEUR. Weiterhin erwarten wir ein positives Ergebnis von ca. 150 TEUR. Aufgrund des aktuellen Marktumfeldes und der Pandemie haben wir eine konservative Prognose aufgestellt.
Wiesbaden, den 5. März 2021
gez. Haci Güventürk, Vorstand
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die purus AG, Wiesbaden:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der purus AG, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der purus AG, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten Internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im Internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Cloppenburg, den 5. März 2021
**NIEHAUSPARTNER Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Gregor Enck, Wirtschaftsprüfer
Katharina Jelen, Wirtschaftsprüferin
Protokoll der Aufsichtsratssitzung der purus Aktiengesellschaft am 05.03.2021, 10:00 Uhr
in Konrad-Adenauer-Ring 15, 65187 Wiesbaden
Teilnehmer:
| Aufsichtsräte | Daniela Kirall |
| Rahime Güventürk | |
| Hava Güventürk | |
| Wirtschaftsprüfer | Katharina Jelen /telefonisch beigeschaltet |
Die Vorsitzende des Aufsichtsrats, Daniela Kirall, übernimmt die Leitung der Sitzung.
Sie stellt die Präsenz wie vorstehend fest. Es sind damit sämtliche Aufsichtsratsmitglieder anwesend. Die Vorsitzende stellt zugleich fest, dass sämtliche Aufsichtsratsmitglieder auf sämtliche Formen und Fristen für die Einberufung und Durchführung dieser Sitzung verzichten.
Feststellung der Beschlussfähigkeit
Auf die Einhaltung der Ladefrist wurde verzichtet, da die Terminabsprache einvernehmlich fernmündlich erfolgte.
Tagesordnung:
| TOP 1: | Erörterung des Jahresabschlusses 2019 und der sonstigen Vorlagen gemäß § 170 AktG |
| TOP 2: | Beschlussfassung über die Billigung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 und über einen Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes |
| TOP 3: | Erörterung und Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung |
| TOP 4: | Verschiedenes |
TOP 1
Die Aufsichtsratsvorsitzende trägt den Bericht der purus Aktiengesellschaft für den Jahresabschluss 2019 vor und erläutert diesen. Weitere Fragen an die Wirtschaftsprüferin ergaben sich nicht.
TOP 2
Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019.
Damit ist der Jahresabschluss zum 31.12.2019 mit einem Bilanzverlust in Höhe von 963.562,48 € und einer Bilanzsumme von 2.568.573,05 € festgestellt.
Der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzverlust ist als Anlage I beigefügt.
TOP 3
Der Bericht des Aufsichtsrates gemäß § 171 Abs. 2 AktG zum Ergebnis und Umfang der Prüfung ist als Anlage II beigefügt.
TOP 4
Nachdem weiteres nicht zu beschließen war wird die Versammlung geschlossen.
Wiesbaden, den 05.03.2021
Daniela Kirall
Rahime Güventürk
Hava Güventürk
Vorschlag gemäß § 170 Abs. 2 AktG an die HV für die Verwendung des Bilanzverlust für das Jahr 2019
1. Verteilung an die Aktionäre
| Für das Jahr 2019 werden keine Dividenden gezahlt. | 0,00 € |
2. Einstellung in/Verwendung von Gewinnrücklagen
| a) gesetzliche Rücklage | 0,00 € | |
| Entnahme aus der gesetzl. Rücklage zur Deckung des Jahresfehlbetrages | - 0,00 € | |
| b) andere Gewinnrücklagen | 0,00 € | 0,00 € |
Für das Jahr 2019 werden keine weiteren Rücklagen eingestellt.
3. Bilanzgewinn
| Der Bilanzverlust des Jahres 2019 in Höhe von 622.041,81 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. | -622.041,81€ |
Bericht des Aufsichtsrates gemäß § 171 Abs. 2 AktG
1. Ergebnis der Prüfung
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2019 geprüft.
Die Gesellschaft hat im Jahr 2019 einen Jahresfehlbetrag von 622.041,81 € erwirtschaftet.
Es handelt sich um das Ergebnis des Wirtschaftsjahres vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2019.
Die Prüfung hat keine Beanstandungen durch den Aufsichtsrat ergeben. Der Jahresabschluss wird hiermit gebilligt.
2. Prüfung der Geschäftsführung
Der Aufsichtsrat hat sich aufgrund regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichterstattung durch den Vorstand gemäß § 90 AktG über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft laufend informiert. Die Überprüfung der Geschäftsführung ergab keine Beanstandungen.
3. Der Jahresabschluss 2019 war prüfungspflichtig. Es wurde mit Datum 05.03.2021 durch die Niehauspartner Treuhand GmbH & Co.KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.
4. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31.12.2019 eingehend geprüft und für zutreffend befunden. Es sind daher keine Einwendungen zu erheben.
Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 mit einem Jahresfehlbetrag von 622.041,81 € und dem Bilanzverlust von 963.562,48 € findet hiermit die Billigung des Aufsichtsrates.