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HENSOLDT AG

Quarterly Report Jul 28, 2023

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 32932659

HENSOLDT AG

Taufkirchen

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

A Konzernzwischenlagebericht

1 Geschäftsverlauf und wesentliche Ereignisse

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine bestimmt unverändert das sicherheitspolitische Umfeld in Deutschland, der EU sowie der NATO. Dieser Umbruch der globalen Ordnung hat bereits tiefe Spuren hinterlassen - in der Politik, der Wirtschaft und bei den Menschen. Die von der Bundesrepublik Deutschland ("Bund"), dem Hauptkunden der HENSOLDT-Gruppe (im Folgenden auch "HENSOLDT" oder "die Gruppe"), ausgerufene Zeitenwende in der Sicherheitspolitik birgt für HENSOLDT umfangreiche Chancen. So konnten im ersten Halbjahr 2023 mehrere Bestellungen für TRML-4D-Radare unter anderem für das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM verzeichnet werden.

Insgesamt war das operative Geschäft von HENSOLDT im ersten Halbjahr 2023 von einer weiterhin positiven Entwicklung geprägt und es konnten erneut starke Auftragseingänge verzeichnet werden. Mit einem Auftragsvolumen von 1.071 Mio. € konnten die hohen Auftragseingänge des Vorjahreszeitraums mit 948 Mio. € übertroffen werden. Haupttreiber waren insbesondere Aufträge für TRML-4D-Radare sowie Aufträge zur Ausstattung der Plattformen PUMA und Leopard 2. Die Umsatzerlöse, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich weniger Umsätze mit niedrigem Wertschöpfungsanteil enthielten, konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 % (726 Mio. €; Vorjahr: 682 Mio. €) gesteigert werden. Die wichtigsten Großprojekte entwickelten sich dabei wie erwartet. Die starke Zunahme des bereinigten EBITDA um 34,7 % (82 Mio. €; Vorjahr: 61 Mio. €) ergab sich hauptsächlich aus einem, im Wesentlichen durch das Basisgeschäft getriebenen, gesteigerten Umsatzvolumen sowie einen in Relation zum Umsatz langsameren Anstieg der Kosten.

Im Rahmen einer frühzeitigen und langfristigen Nachfolgeplanung hat der Aufsichtsrat der HENSOLDT AG in seiner Sitzung am 21. März 2023 Oliver Dörre zum Nachfolger von Thomas Müller als Vorstandsvorsitzenden der HENSOLDT AG bestellt. Derzeit ist Oliver Dörre CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung von Thales Deutschland und wird spätestens zum 1. Januar 2024 zunächst als weiteres Mitglied in den Vorstand von HENSOLDT eintreten. Mit dem Ausscheiden von Thomas Müller voraussichtlich zum 1. April 2024, wenige Monate vor dem regulären Ende seiner Bestellung, wird Oliver Dörre den Vorstandsvorsitz übernehmen. Bis dahin werden Thomas Müller und Oliver Dörre eng zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Im Zuge der turnusgemäßen Überprüfung der Zusammensetzung der DAX-Indexfamilie gab die Deutsche Börse im März 2023 die Aufnahme der Aktie der HENSOLDT AG in den MDAX bekannt. Mit Wirkung zum 20. März 2023 notiert die Aktie der HENSOLDT AG somit im MDAX.

Die HENSOLDT AG hielt am 12. Mai 2023 ihre Jahreshauptversammlung in Präsenz ab. Mit Beschluss der Hauptversammlung wurde ein Gesamtbetrag in Höhe von 31,5 Mio. € (0,30 € je Aktie) als Dividende an die Aktionäre der HENSOLDT AG ausgeschüttet. Ebenso wurde durch Beschluss der Hauptversammlung Marco R. Fuchs (Vorstandsvorsitzender der OHB SE) in den Aufsichtsrat gewählt. Zu dessen neuem Vorsitzenden wählte der Aufsichtsrat Reiner Winkler. Dieser folgt auf den bisherigen Vorsitzenden Johannes P. Huth, der sein Mandat zum Ablauf der Hauptversammlung am 12. Mai 2023 niedergelegt hat.

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Da sich nach Ansicht der Weltbank die USA, China und andere große Volkswirtschaften als widerstandsfähiger erwiesen haben als prognostiziert, geht die Weltbank in ihrem letzten, im Juni 2023 erschienenen globalen Wirtschaftsausblick von einem Weltwirtschaftswachstum für das Jahr 2023 von 2,1 % aus. Das ist mehr als die noch im Januar von der Organisation prognostizierten 1,7 %, aber deutlich weniger als die 2,8 % Wachstum, die im April 2023 vom Internationalen Währungsfonds ("IWF") vorhergesagt wurden. Für das Jahr 2024 rechnet die Weltbank mit einer Steigerungsrate des Weltwirtschaftswachstums um 2,4 %, was ebenfalls deutlich unter der Prognose des IWF von 3,0 % liegt. Als Grund für das verlangsamte Wachstum nennt die Weltbank insbesondere Risiken im Zusammenhang mit der hohen Inflation, die straffere Geldpolitik der Zentralbanken und restriktivere Kreditbedingungen.

Für die europäische Wirtschaft, die sich nach Einschätzung der EU-Kommission in einem herausfordernden globalen Umfeld weiterhin als robust zeigt, wurde in der im Mai vorgelegten Frühjahrsprognose für das Jahr 2023 eine leichte Aufwärtskorrektur von 0,8 % auf 1,0 % vorgenommen. Gründe, die zu der leichten Korrektur geführt haben, sieht die Kommission insbesondere in den gesunkenen Energiepreisen, weniger Lieferengpässen und einem starken Arbeitsmarkt. Allerdings werden in der Wachstumsprognose auch Risiken und Unsicherheiten wie beispielsweise eine hartnäckigere Inflation und Instabilität im Bankensektor, welche eine wirtschaftliche Erholung gefährden könnten, genannt.

Laut der jüngsten, im Juni 2023 erschienenen Prognose des ifo-Instituts wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,4 % zurückgehen und im kommenden Jahr um 1,5 % zunehmen, während die Inflationsrate laut der Studie von 6,9 % im Jahr 2022 auf 5,8 % im Jahr 2023 und 2,1 % im Jahr 2024 sinken dürfte.

Rahmenbedingungen in der Verteidigungs- und Sicherheitsbranche

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine bestimmt unverändert das sicherheitspolitische Umfeld in Deutschland, der EU sowie der NATO. In der am 21. Juni 2023 veröffentlichten Nationalen Sicherheitsstrategie in Deutschland wurde für die Bundeswehr ein klarer Fokus auf den Auftrag der Landes- und Bündnisverteidigung gelegt. Die Wettbewerbs- und Kooperationsfähigkeit der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie innerhalb der EU und Europas ist demnach für die Ziele der Nationalen Sicherheitsstrategie entscheidend und muss ausgebaut werden. Außerdem strebt die Bundesregierung verbesserte Rahmenbedingungen für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie an und wird Government-to-Government-Geschäfte sowie Rahmenverträge ermöglichen. Das 2 %-Ziel der NATO soll im mehrjährigen Durchschnitt erreicht werden, um die finanzielle Grundlage dafür zu schaffen. Der am 5. Juli 2023 beschlossene Kabinettsentwurf für den Bundeshaushalt 2024 sieht eine Erhöhung des Einzelplans 14 um ca. 1,7 Mrd. € auf 51,8 Mrd. € vor. Das parlamentarische Verfahren im Deutschen Bundestag für die Verabschiedung des Bundeshaushalts 2024 beginnt im September 2023.

Mit zwei Erlassen, die durch den Generalinspekteur und den zuständigen Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung unterzeichnet wurden, sollen bei der Beschaffungsplanung zum einen die Teilstreitkräfte eine größere Verantwortung erhalten und zum anderen ein sehr starker Fokus auf marktverfügbare Produkte gelegt werden, um bestehende Fähigkeitslücken schnell schließen zu können. Die Sicherheitsstrategie sowie die Erlasse rücken neben dem Fokus auf Geschwindigkeit und Marktverfügbarkeit bei der Beschaffung auch die Wichtigkeit nationaler und europäischer Schlüsseltechnologieunternehmen in den Mittelpunkt.

In Europa sowie weltweit ziehen Regierungen vergleichbare Ableitungen für ihre Verteidigungs- und Rüstungsplanung aus dem anhaltenden russischen Krieg gegen die Ukraine. Ein Schwerpunkt liegt dabei unter anderem im Bereich der Luftverteidigung, wobei die von Deutschland initiierte European Sky Shield Initiative weitere Teilnehmer gewonnen hat und erste Bestellungen des IRIS-T SLM-Systems getätigt wurden. Hier zeigt sich das Potential von Rahmenvereinbarungen und Government-to-Government Geschäften.

Weltweit ist eine deutliche Zunahme bei der Rüstungsbeschaffung zu beobachten, unter anderem auch im Bereich der gepanzerten Fahrzeuge. Mehrere Nationen planen kurz- bis mittelfristig den Kauf neuer Kampfpanzer (z. B. Leopard 2). So hat Deutschland eine Rahmenvereinbarung über den Abruf von bis zu 123 Fahrzeugen abgeschlossen.

Der massive Einsatz von unbemannten Flugzeugen und Kleinstdrohnen spielt darüber hinaus eine übergeordnete Rolle für die Streitkräfteplanung in mehreren Staaten. Hier ist mit einer zunehmenden Beschaffung zu rechnen, während sich Potentiale bei der Vernetzung von Sensorik ergeben.

Mit dem Produkt- und Kompetenzportfolio von HENSOLDT ergeben sich durch die sicherheitspolitische Lage Geschäftsmöglichkeiten in allen militärischen Dimensionen. Das Verteidigungsministerium plant zahlreiche Vertragsschlüsse und Beauftragungen für Beschaffungen in den Jahren 2023 und 2024.

3 Ertragslage

Auftragseingang, Umsatzerlöse, Book-to-Bill-Verhältnis und Auftragsbestand

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Auftragseingang
Erstes Halbjahr
--- --- --- ---
in Mio. € 2023 2022 % Delta
--- --- --- ---
Sensors 817 810 0,9 %
Optronics 257 144 77,9 %
Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige -3 -5
HENSOLDT 1.071 948 12,9 %

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Umsatzerlöse
Erstes Halbjahr
--- --- --- ---
in Mio. € 2023 2022 % Delta
--- --- --- ---
Sensors 603 575 4,8 %
Optronics 125 109 15,1 %
Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige -3 -2
HENSOLDT 726 682 6,4 %

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Book-to-Bill
Erstes Halbjahr
--- --- --- ---
in Mio. € 2023 2022 Delta
--- --- --- ---
Sensors 1,4x 1,4x -0,1x
Optronics 2,0x 1,3x 0,7x
Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige
HENSOLDT 1,5x 1,4x 0,1x

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Auftragsbestand
30. Juni 31. Dez.
--- --- --- ---
in Mio. € 2023 2022 % Delta
--- --- --- ---
Sensors 4.884 4.688 4,2 %
Optronics 802 692 15,9 %
Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige -14 -13
HENSOLDT 5.671 5.366 5,7 %

Auftragseingang

• Sensors: Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2023 lag erneut auf sehr hohem Niveau und konnte den starken Vorjahreszeitraum sogar noch übertreffen. Geprägt war der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2023 von Aufträgen für TRML-4D-Radare in der Division Radar & Naval Solutions zur Unterstützung der Ukraine sowie für die deutsche Bundeswehr. Auch in der Division Spectrum Dominance & Airborne Solutions konnte der Auftragseingang deutlich gesteigert werden. Haupttreiber war hier ein Auftrag für das Selbstschutzsystem MUSS für den Schützenpanzer PUMA der Bundeswehr. Der Vorjahreszeitraum beinhaltet große Aufträge in Verbindung mit dem Servicevertrag C3 für den Eurofighter in der Division Services & Aerospace Solutions sowie Aufträge für die Ausstattung der Fregatte 126 in der Division Radar & Naval Solutions.

• Optronics: Im ersten Halbjahr 2023 konnte der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert werden. Geprägt war das erste Halbjahr 2023 von Auftragseingängen für die Plattformen PUMA und Leopard 2 in der Produktlinie Ground Based Systems sowie einem Auftrag für die U-Boote der norwegischen Ula-Klasse in der Produktlinie Naval.

Umsatzerlöse

• Sensors: Der Zuwachs in den Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurde vor allem in der Division Radar & Naval Solutions erzielt. Wesentliche Umsatztreiber im ersten Halbjahr 2023 waren neben den beiden Großprojekten PEGASUS in der Division Spectrum Dominance & Airborne Solutions und Eurofighter-Radaren in der Division Radar & Naval Solutions auch TRML-4D-Radare in der Division Radar & Naval Solutions.

• Optronics: Der Anstieg in den Umsatzerlösen konnte hauptsächlich in der südafrikanischen Einheit erzielt werden, die nun von den Investitionen in die Kapazitätserweiterungen der letzten Jahre profitiert. Wesentliche Umsatztreiber waren weiterhin die Produktlinien Ground Based Systems und Industrial Commercial Solutions.

Book-to-Bill-Verhältnis 1

Das Book-to-Bill-Verhältnis bewegte sich weiterhin auf hohem Niveau und lag leicht über dem Vorjahreszeitraum.

• Sensors: Im Segment Sensors konnte erneut ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,4 erreicht werden. Dabei wurde der Rückgang in der Division Services & Aerospace Solutions durch Anstiege in den Divisionen Radar & Naval Solutions und Spectrum Dominance & Airborne Solutions kompensiert. Der Rückgang in der Division Services & Aerospace Solutions resultierte hauptsächlich aus dem hohen Auftragseingang für den Servicevertrag C3 für den Eurofighter im Vorjahreszeitraum.

• Optronics: Das Book-to-Bill-Verhältnis von 2,0 lag deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den Produktlinien Ground Based Systems und Naval, in denen im ersten Halbjahr 2023 hohe Auftragseingänge verbucht werden konnten.

Auftragsbestand

• Sensors: Der Anstieg im Vergleich zum Jahresende 2022 war hauptsächlich auf die Auftragseingänge in der Division Radar & Naval Solutions zurückzuführen.

1 Definiert als Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz des Berichtszeitraums

• Optronics: Die Erhöhung gegenüber dem Jahresende 2022 resultierte in erster Linie aus den Auftragseingängen in den Produktlinien Ground Based Systems und Naval.

Ergebnis 2

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Ergebnis Marge
Erstes Halbjahr Erstes Halbjahr
--- --- --- --- --- ---
in Mio. € 2023 2022 % Delta 2023 2022
--- --- --- --- --- ---
Sensors 86 52 64,8 % 14,2 % 9,1 %
Optronics -4 9 -146,2 % -3,2 % 8,0 %
Eliminierung/​Transversal/​Übrige - -
Bereinigtes EBITDA 82 61 34,7 % 11,3 % 8,9 %
Abschreibungen -52 -52 -0,7 %
Einmaleffekte -16 -7 -108,1 %
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 14 2 >200 % 2,0 % 0,2 %
Finanzergebnis -27 -15 -85,3 %
Ertragsteuern -3 -3 -15,7 %
Konzernergebnis -16 -16 -1,5 % -2,2 % -2,3 %
Ergebnis je Aktie (in €; unverwässert/​verwässert) -0,16 -0,15 -6,7 %

Bereinigtes EBITDA

• Sensors: Die signifikante Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultierte hauptsächlich aus einem gesteigerten Umsatzvolumen, das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich weniger Umsätze mit niedrigem Wertschöpfungsanteil enthielt. Ein weiterer positiver Effekt ergab sich durch einen in Relation zum Umsatz langsameren Anstieg der Kosten.

• Optronics: Hier war ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Das gesteigerte Umsatzvolumen wurde von Projekt-Mix-Effekten und höheren Funktionskosten in Verbindung mit Investitionen in neue Geschäftsfelder und in zukünftiges Wachstum überkompensiert.

Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT)

• Abschreibungen: Die Abschreibungen waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unverändert.

• Einmaleffekte 3 : Hier ergab sich ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hauptsächlich aufgrund von Wertberichtigungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation der HENSOLDT Cyber GmbH sowie aus OneSAPnow-bezogenen Aufwendungen in Zusammenhang mit der Business-Transformation für SAP S/​4HANA.

Konzernergebnis

• Finanzergebnis: Der Anstieg des negativen Finanzergebnisses resultierte in erster Linie aus Fremdwährungseffekten einschließlich Ergebnissen aus Fremdwährungsabsicherungen sowie aus höheren Zinsaufwendungen für das im Vorjahreszeitraum erneuerte Darlehen (Term Loan).

• Ertragsteuern: Die Ertragsteuern, die sich aus einem laufenden Steueraufwand sowie aus einem Ertrag aus latenten Steuern zusammensetzten, waren gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt nahezu unverändert.

Ergebnis je Aktie

• Das Ergebnis je Aktie war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit -0,16 € (Vorjahr: -0,15 €) nahezu unverändert.

2 Die Margen errechnen sich durch den Bezug auf die jeweiligen Umsatzerlöse

3 Definiert als "Transaktionskosten, Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen, OneSAPnow-bezogene Einmaleffekte sowie andere Einmaleffekte"

4 Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

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in Mio. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022 % Delta
Langfristige Vermögenswerte 1.374 1.335 2,9 %
davon: Nutzungsrechte 176 140 25,3 %
Kurzfristige Vermögenswerte 1.578 1.644 -4,0 %
davon: Vorräte 629 516 22,0 %
davon: Vertragsvermögenswerte 279 182 53,0 %
davon: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 264 323 -18,5 %
davon: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 247 460 -46,2 %
Summe Aktiva 2.952 2.979 -0,9 %
Eigenkapital 548 616 -11,0 %
davon: Sonstige Rücklagen 64 82 22,6 %
davon: Gewinnrücklagen -106 -55 -93,1 %
Langfristige Schulden 1.251 1.160 7,8 %
davon: Langfristige Rückstellungen 320 282 13,3 %
davon: Langfristige Leasingverbindlichkeiten 178 140 27,2 %
Kurzfristige Schulden 1.153 1.203 -4,1 %
davon: Kurzfristige Rückstellungen 168 181 -6,9 %
davon: Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 448 488 -8,3 %
davon: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 396 379 4,5 %
Summe Passiva 2.952 2.979 -0,9 %

Summe Aktiva

• Langfristige Vermögenswerte: Die Zunahme war auf die Bilanzierung von Nutzungsrechten zurückzuführen. Diese resultierten aus der im zweiten Quartal 2023 abgegebenen Absichtserklärung zur Ausübung einer Verlängerungsoption auf wesentliche Teile der Immobilienmietverträge an Standorten von HENSOLDT in Deutschland, um das geplante Wachstum der Gruppe abzusichern.

• Kurzfristige Vermögenswerte: Der Rückgang resultierte in erster Linie aus der Verringerung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Dies war im Wesentlichen auf den negativen Free Cashflow sowie die Zahlung der Dividende zurückzuführen. Bedingt durch den üblichen saisonalen Verlauf verringerten sich darüber hinaus die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während sich die Vertragsvermögenswerte insbesondere durch Großprojekte im ersten Halbjahr 2023 erhöhten. Beim Aufbau der Vorräte spielten Investitionen zur Absicherung und Steigerung der Produktion beispielsweise von TRML-4D-Radaren sowie weitere Vorleistungen im Zusammenhang mit erwarteten Beschaffungen im Rahmen der Zeitenwende eine Rolle.

Summe Passiva

• Eigenkapital: Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Verminderung der Gewinnrücklagen aufgrund der Dividendenzahlung sowie aus dem Nettoverlust des Berichtszeitraums. Zudem reduzierten sich die sonstigen Rücklagen insbesondere aufgrund stichtagsbezogener Anpassungen der Rückstellung für Altersvorsorgeleistungen gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen.

• Langfristige Schulden: Der Anstieg war in erster Linie auf die Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten in Folge der abgegebenen Absichtserklärung bezüglich der Nutzungsrechte sowie auf den Aufbau der langfristigen Rückstellungen zurückzuführen. Haupttreiber für den Aufbau der langfristigen Rückstellungen waren die durch leicht gesunkene Zinsen bedingten höheren Rückstellungen für Altersvorsorgeleistungen.

• Kurzfristige Schulden: Der Rückgang ergab sich im Wesentlichen aus der Verringerung der kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten in erster Linie im Zusammenhang mit der Umsatzlegung in den Großprojekten und dem Rückgang der kurzfristigen Rückstellungen. Letztere gingen hauptsächlich aufgrund der im zweiten Quartal 2023 erfolgten Bonuszahlungen an Mitarbeiter zurück. Diese Rückgänge wurden zum Teil durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert.

Finanzlage

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2023 2022 Delta
--- --- --- ---
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -120 -134 14
Cashflow aus Investitionstätigkeit -51 -46 -5
Free Cashflow -172 -180 9
Einmaleffekte 12 5 7
Zinsen, Ertragsteuern und M&A-Aktivitäten 24 19 6
Bereinigter Free Cashflow vor Steuern und Zinsen -136 -157 21
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -41 -49 7

Free Cashflow

• Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr und reflektiert zum einen die planmäßige Entwicklung der Großprojekte und zum anderen Investitionen in das Working Capital, um das erwartete Geschäftsvolumen in den folgenden Quartalen zu bewältigen.

• Cashflow aus Investitionstätigkeit: Die Erhöhung der Mittelabflüsse resultierte hauptsächlich aus den höheren Investitionen in Sachanlagen für Test-, Simulations- und Demonstrationsgeräte.

Bereinigter Free Cashflow vor Steuern und Zinsen

• Einmaleffekte 4 : Der Anstieg der Einmaleffekte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war im Wesentlichen auf OneSAPnow-bezogene Ausgaben in Zusammenhang mit der Business-Transformation für SAP S/​4HANA und auf Zahlungen im Rahmen des Effizienzprogramms HENSOLDT GO! zurückzuführen.

• Zinsen 5 , Ertrag steuern 6 und M&A-Aktivitäten 7 : Es ergaben sich im ersten Halbjahr 2023 höhere Mittelabflüsse für Zinszahlungen sowie Zahlungen für Ertragssteuern und M&A-Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert, was hauptsächlich auf Mittelabflüsse im Vorjahreszeitraum für Transaktionskosten im Rahmen der Anpassung der Finanzierungsbedingungen zurückzuführen war. Die Dividendenzahlung in Höhe von 31,5 Mio. € an die Aktionäre der HENSOLDT AG im ersten Halbjahr 2023 lag über der Dividendenzahlung des Vorjahreszeitraumes von 26,3 Mio. €.

5 Prognose

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet das Management aufgrund von Budgeterhöhungen und ersten Aufträgen aus dem Sondervermögen ein moderates Wachstum des Auftragseingangs im Vergleich zum Vorjahr.

In der operativen Planung des Konzerns geht der Vorstand insbesondere aufgrund des unverändert hohen Auftragsbestands von einem moderaten organischen Umsatzwachstum auf rund 1.850 Mio. € für das Geschäftsjahr 2023 aus.

4 Definiert als "Transaktionskosten, OneSAPnow-bezogene Einmaleffekte sowie andere Einmaleffekte"

5 Definiert als "Gezahlte Zinsen" (einschließlich Zinsen auf Leasingverbindlichkeiten), wie in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesen

6 Definiert als "Zahlungen/​Rückerstattungen von Ertragsteuern", wie in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesen

7 Definiert als Summe von "Einzahlungen aus dem Verkauf von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen", "Einzahlungen aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen, sonstigen Beteiligungen und übrigen langfristigen Finanzanlagen", "Erwerb von assoziierten Unternehmen, sonstigen Beteiligungen und übrigen langfristigen Finanzanlagen", "Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener liquider Mittel" sowie "Sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit", wie in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesen

Insgesamt erwartet das Management ein Book-to-Bill-Verhältnis auf Vorjahresniveau zwischen 1,1 und 1,2.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet das Management ein moderat steigendes bereinigtes EBITDA.

Diese Erwartungen gehen von unveränderten Rahmenbedingungen gegenüber dem Jahresende 2022 aus.

Die Prognose hängt stark von den im Chancen- und Risikobericht genannten Gegebenheiten ab und basiert neben den dargestellten makroökonomischen Entwicklungen auf dem mehrjährigen Geschäftsplan des Konzerns. Dieser wurde im zusammengefassten Lagebericht der HENSOLDT AG für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr beschrieben.

In der Gesamtschau ist der Vorstand zuversichtlich, dass HENSOLDT an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2022 anknüpfen kann und erwartet für das Geschäftsjahr 2023 eine erneut positive Entwicklung.

Abgesehen von der Konkretisierung des erwarteten Umsatzwachstums bleibt der Ausblick gegenüber dem Jahresende 2022 unverändert.

6 Chancen und Risiken

Im zusammengefassten Lagebericht der HENSOLDT AG für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurden die wesentlichen Merkmale des Risiko- und Kontrollmanagements von HENSOLDT beschrieben. Die detaillierten Ausführungen umfassten die rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen, das Risikomanagement, bestimmte Risiken, die eine negative Wirkung auf HENSOLDT haben könnten, sowie die wichtigsten Chancen.

HENSOLDT muss komplexe und langlaufende Projekte mit hohen technischen Anforderungen und großen Volumina bewältigen. Jedes Projekt hat eine Vielzahl inhärenter operativer Risiken. Sämtliche Risikokategorien, wie zum Beispiel technische Risiken, Risiken hinsichtlich der Personalressourcen oder wirtschaftliche Risiken werden korrespondierend zum bestehenden Risikomanagement von HENSOLDT erfasst, bewertet, abgesichert und kontinuierlich überwacht. Die entsprechenden, im zusammengefassten Lagebericht der HENSOLDT AG für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr berichteten, operativen Risiken blieben im Wesentlichen unverändert. Diese Vorgehensweise gilt auch für die Großprojekte von HENSOLDT. Der Status der Großprojekte wird regelmäßig dem Aufsichtsrat berichtet. Bei Bedarf werden darüber hinaus externe Prüfungen mit unterschiedlichen Prüfungsschwerpunkten beauftragt.

Aufgrund der weltweit zu erwartenden sehr viel höher frequentierten Angriffsversuche auf IT-Netzwerke bedingt durch den Krieg in der Ukraine, den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland und der sich zusätzlich verschärfenden geopolitischen Lage, insbesondere zwischen Russland, den USA, China und Europa, wird die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Cyberangriffe im Grundsatz höher als bisher eingeschätzt. Dieses weltweit erhöhte Risiko aus Cyberangriffen stellt auch für HENSOLDT ein erhöhtes Risiko dar. Um dem entgegenzuwirken, wurde bereits in 2022 eine Task Force eingerichtet, welche angemessene Maßnahmen definiert und implementiert. Darüber hinaus hat die HENSOLDT-Gruppe ihre Cyber-Sicherheitsmaßnahmen erweitert. Dazu gehört die Vergrößerung des Cyber-Sicherheitsteams, die Erweiterung des Budgets, Sicherheitsüberwachungen, ein konzernweites Sicherheitsteam, Penetrationstests sowie regelmäßige interne IT-Audits und externe Assessments.

HENSOLDT verfolgt kontinuierlich die weiteren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Die auch weiterhin bestehenden Folgen hieraus sind insbesondere die Auswirkungen auf Lieferengpässe von Materialien, Preisanstiege bei Energieprodukten aber auch bei anderen Waren und Dienstleistungen und nicht zuletzt auf die Inflation. Diese Folgen stellen verstärkende Einflussfaktoren für die Risikosituation von HENSOLDT im funktionalen und operativen Bereich dar, wirken sich auf die Lieferketten aus und führen zu steigenden Herstellkosten. HENSOLDT ist seit Beginn der veränderten Situation in eingerichteten Task Forces konsequent dabei, die Auswirkungen auf Herstellkosten, Lieferketten und Kundenverträge bei HENSOLDT zu analysieren und die Auswirkungen konkret und detailliert frühzeitig zu reduzieren oder zu vermeiden. Diese Task Forces analysieren und beobachten ebenso kontinuierlich im Detail mögliche weitere Auswirkungen aus den genannten Risiken. Dazu gehören auch die weiterhin angespannte geopolitische Lage und mögliche weitere Folgen für HENSOLDT hieraus.

Der Einfluss der nachlaufenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der COVID-19-bedingten Abschottung Chinas stellt nur noch eine nachrangige Rolle für das Beschaffungsrisiko für HENSOLDT dar und nimmt stetig ab.

Die Risiken aus der Lieferkettensituation und die Konsequenzen der Inflation sind seit Ende 2022 für die Unternehmen im Segment Sensors und Segment Optronics stabil.

Chancen aus dem Sondervermögen für die Bundeswehr, den Erhöhungen der Verteidigungsbudgets und zunehmenden militärischen Investitionen weltweit stehen diese Risiken gegenüber.

Die Auswirkungen aus dem Bundestagsbeschluss zur Errichtung eines Sondervermögens für die Bundeswehr in Höhe von 100 Mrd. € und der Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben auf 2 % des Bruttoinlandsprodukts auf HENSOLDT werden laufend untersucht. Für die Jahre 2023 und 2024 plant das Verteidigungsministerium zahlreiche Vertragsschlüsse und Beauftragungen. Mit der Nationalen Sicherheitsstrategie Deutschlands vom 21. Juni 2023 konkretisieren sich die Ausgestaltung und Umsetzung der Beschaffungsprogramme sowie Schwerpunkte bei der Beschaffung zunehmend.

Ableitungen aus dem Ukraine-Krieg, Schwerpunktsetzungen der NATO in ihrem neuen strategischen Konzept und veränderte Einsatzdoktrinen von Streitkräften weltweit stärken in Verbindung mit der verteidigungstechnologischen Entwicklung HENSOLDTs Chancen zusätzlich. Die schnelle Erstellung eines umfassenden Lagebilds, Informationen in einem Netzwerk verbundener Sensoren und Effektoren missionsgerecht zu verteilen und die Kontrolle über das elektromagnetische Spektrum sind stark nachgefragte Fähigkeiten, für die HENSOLDT mit seinem Portfolio außerordentlich gut positioniert ist. Erhöhungen der Verteidigungsbudgets und zunehmende militärische Investitionen weltweit ergeben für HENSOLDT bedeutsame Chancen und die Möglichkeit einen Beitrag zu Sicherheit und Nachhaltigkeit zu leisten. Erhalten bleiben die Chance der Diversifizierung der Produktpalette und der Ausbau des Servicegeschäfts sowie die Fähigkeit von HENSOLDT, als Innovationsführer in seiner Branche zu agieren.

Der Vorstand bewertet die gesamte Chancen- und Risikosituation von HENSOLDT derzeit im Wesentlichen als stabil und damit unverändert gegenüber dem Jahresende 2022.

B Verkürzter Konzernzwischenabschluss

1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2023 2022
--- --- ---
Umsatzerlöse 726 682
Umsatzkosten -602 -568
Bruttoergebnis vom Umsatz 124 114
Vertriebskosten -55 -53
Verwaltungskosten -48 -43
Forschungs- und Entwicklungskosten -13 -17
Sonstige betriebliche Erträge 10 10
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9 -9
Sonstiges Beteiligungsergebnis 5 -
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 14 2
Zinsertrag 11 3
Zinsaufwand -31 -22
Sonstiges Finanzergebnis -7 5
Finanzergebnis -27 -15
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -13 -13
Ertragsteuern -3 -3
Konzernergebnis -16 -16
davon entfallen auf die Eigentümer der HENSOLDT AG -17 -16
davon entfallen auf die nicht beherrschenden Anteile 1 -0
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) -0,16 -0,15

2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2023 2022
--- --- ---
Konzernergebnis -16 -16
Sonstiges Ergebnis
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen/​Planvermögen -15 201
Steuer auf Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 4 -57
Zwischensumme -11 144
Posten, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Unterschied aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse ausländischer Unternehmen -9 5
Zwischensumme -9 5
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -20 149
Gesamtergebnis -37 133
davon entfallen auf die Eigentümer der HENSOLDT AG -35 132
davon entfallen auf die nicht beherrschenden Anteile -1 1

3 Konzernbilanz

AKTIVA

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in Mio. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022
Langfristige Vermögenswerte 1.374 1.335
Goodwill 658 658
Immaterielle Vermögenswerte 377 384
Sachanlagen 128 121
Nutzungsrechte 176 140
Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen 24 22
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 2 1
Langfristige sonstige Vermögenswerte 2 2
Aktive latente Steuern 9 6
Kurzfristige Vermögenswerte 1.578 1.644
Übrige langfristige Finanzanlagen, kurzfristig fällig 0 0
Vorräte 629 516
Vertragsvermögenswerte 279 182
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 264 323
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 22 20
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 126 133
Ertragsteuerforderungen 9 10
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 247 460
Summe Aktiva 2.952 2.979

PASSIVA

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in Mio. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022
Gezeichnetes Kapital 105 105
Kapitalrücklage 472 472
Sonstige Rücklagen 64 82
Gewinnrücklagen -106 -55
Eigenkapital der Anteilseigner der HENSOLDT AG 534 604
Nicht beherrschende Anteile 14 13
Eigenkapital, gesamt 548 616
Langfristige Schulden 1.239 1.160
Langfristige Rückstellungen 320 282
Langfristige Finanzierungsverbindlichkeiten 620 619
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 22 11
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 178 140
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 3
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 9 11
Passive latente Steuern 91 94
Kurzfristige Schulden 1.164 1.203
Kurzfristige Rückstellungen 168 181
Kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten 14 12
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 448 488
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 17 18
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 396 379
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6 4
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 98 101
Steuerverbindlichkeiten 17 19
Summe Passiva 2.952 2.979

4 Konzern-Kapitalflussrechnung

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2023 2022
--- --- ---
Konzernergebnis -16 -16
Abschreibungen und Wertberichtigungen von langfristigen Vermögenswerten 58 52
Wertberichtigungen (+) /​ Wertaufholungen (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte 3 1
Netto-Finanzierungsaufwendungen 15 16
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen /​ Erträge 2 -5
Veränderung der
Rückstellungen 26 -9
Vorräte -121 -83
Vertragssalden -127 -148
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55 45
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18 37
Sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -16 -10
Gezahlte Zinsen -16 -13
Ertragsteueraufwand (+) /​ -ertrag (-) 3 3
Zahlungen (-) /​ Rückerstattungen (+) von Ertragsteuern -5 -4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -120 -134
Erwerb /​ Aktivierung von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -48 -44
Einzahlungen aus dem Verkauf von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 0 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen, sonstigen Beteiligungen und übrigen langfristigen Finanzanlagen 1 -
Erwerb von assoziierten Unternehmen, sonstigen Beteiligungen und übrigen langfristigen Finanzanlagen -4 -2
Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener liquider Mittel -1 -0
Sonstige - -0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -51 -46
Veränderung sonstiger Finanzierungsverbindlichkeiten 0 -13
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten -10 -9
Dividendenzahlungen -32 -26
Sonstige - 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -41 -49
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel /​ Zahlungsmitteläquivalente 0 2
Netto-Änderungen in Zahlungsmittel /​ Zahlungsmitteläquivalente -212 -227
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Bestand zum 1. Januar 460 529
Bestand zum 30. Juni 247 302

5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Den Eigentümern der HENSOLDT AG zurechenbar
--- --- --- ---
in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage
--- --- --- ---
Stand 1. Januar 2023 105 472 -55
Konzernergebnis - - -17
Sonstiges Ergebnis - - -
Gesamtergebnis - - -17
Dividendenzahlungen - - -32
Sonstiges - - -3
Stand 30. Juni 2023 105 472 -106

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Den Eigentümern der HENSOLDT AG zurechenbar
Sonstige Rücklagen
--- --- --- ---
in Mio. € Bewertung Pensionspläne Währungsumrechnung Zwischen summe
--- --- --- ---
Stand 1. Januar 2023 96 -14 604
Konzernergebnis - - -17
Sonstiges Ergebnis -11 -8 -19
Gesamtergebnis -11 -8 -35
Dividendenzahlungen - - -32
Sonstiges - - -3
Stand 30. Juni 2023 85 -21 534

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--- --- ---
in Mio. € Nicht beherrschende Anteile Summe
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Stand 1. Januar 2023 13 616
Konzernergebnis 1 -16
Sonstiges Ergebnis -2 -20
Gesamtergebnis -1 -37
Dividendenzahlungen - -32
Sonstiges 3 -
Stand 30. Juni 2023 14 548

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Den Eigentümern der HENSOLDT AG zurechenbar
--- --- --- ---
in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage
--- --- --- ---
Stand 1. Januar 2022 105 537 -171
Konzernergebnis - - -16
Sonstiges Ergebnis - - -
Gesamtergebnis - - -16
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen und Erwerb durch Unternehmenskauf - - -
Dividendenzahlungen - - -26
Stand 30. Juni 2022 105 537 -213

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Den Eigentümern der HENSOLDT AG zurechenbar
Sonstige Rücklagen
--- --- --- ---
in Mio. € Bewertung Pensionspläne Währungsumrechnung Zwischen summe
--- --- --- ---
Stand 1. Januar 2022 -51 -14 406
Konzernergebnis - - -16
Sonstiges Ergebnis 144 4 148
Gesamtergebnis 144 4 132
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen und Erwerb durch Unternehmenskauf - -
Dividendenzahlungen - - -26
Stand 30. Juni 2022 93 -10 512

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--- --- ---
in Mio. € Nicht beherrschende Anteile Summe
--- --- ---
Stand 1. Januar 2022 11 417
Konzernergebnis -0 -16
Sonstiges Ergebnis 1 149
Gesamtergebnis 1 133
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen und Erwerb durch Unternehmenskauf 0 0
Dividendenzahlungen - -26
Stand 30. Juni 2022 12 523

C Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

1 Die Gesellschaft

HENSOLDT ist ein plattformunabhängiger Anbieter von Sensorlösungen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich mit Sitz in Taufkirchen, Deutschland.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der HENSOLDT AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023.

2 Rechnungslegungsgrundsätze

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2023 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 und den dazugehörigen Interpretationen erstellt, welche beide vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegeben und von der Europäischen Union ("EU") für die Zwischenberichterstattung zum 30. Juni 2023 übernommen wurden.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand der HENSOLDT AG am 24. Juli 2023 zur Veröffentlichung freigegeben.

Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält somit alle Informationen und Angaben, die nach den International Financial Reporting Standards ("IFRS") in einem verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt werden müssen, und ist im Zusammenhang mit dem IFRS Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu lesen.

Die für den verkürzten Konzernzwischenabschluss angewendeten Bilanzierungsgrundsätze basieren grundsätzlich auf den gleichen Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den gleichen Berechnungsmethoden, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 verwendet wurden. Ausnahmen sind neue oder geänderte Standards, die im Geschäftsjahr 2023 erstmalig angewendet werden müssen. Diese hatten jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss.

3 Schätzungen und Beurteilungen

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 erfordert vom Management Beurteilungen, Schätzungen und Annahmen, die einen Einfluss auf die Anwendung der Konzernrechnungslegungsgrundsätze und die Darstellung seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen haben. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2023 erzielten Ergebnisse geben nicht unbedingt einen Hinweis auf die künftige Entwicklung des Konzerns.

Die Beurteilungen, Schätzungen und Annahmen sind grundsätzlich unverändert gegenüber den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 beschriebenen Sachverhalten. Als Ausnahme gilt die Anpassung der Annahme zum Zinssatz, der in die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen einfließt. Für die Erläuterung der Veränderung der Rückstellungen für Pensionen zum 30. Juni 2023 wird auf das Kapitel "16. Rückstellungen" verwiesen. Darüber hinaus wurden die Annahmen zur Bewertung der immateriellen Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation der HENSOLDT Cyber GmbH angepasst.

4 Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Parteien

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen

Die Gesellschaft hat im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit verschiedene Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen getätigt.

Umsatzerlöse und sonstige Erträge, empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen mit nahestehenden Unternehmen für den Zeitraum bis zum 30. Juni:

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2023 2022
--- --- ---
Umsatzerlöse und sonstige Erträge 295 322
davon mit Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 256 288
Empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen 39 45
davon von Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 26 34

Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen zum Bilanzstichtag:

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in Mio. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022
Forderungen 140 164
davon gegen Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 63 87
davon gegen Gemeinschaftsunternehmen 54 54
Verbindlichkeiten 25 25
davon gegenüber Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 1 6
davon gegenüber Gemeinschaftsunternehmen 5 4

Am 3. Januar 2022 wurde der im Geschäftsjahr 2021 geschlossene Aktienkaufvertrag zur Übernahme von 25,1 % der Aktien der HENSOLDT AG durch den italienischen Raumfahrt- und Rüstungskonzern Leonardo S.p.A., Italien, ("Leonardo") nach Erfüllung von aufschiebenden Bedingungen vollzogen. Damit sind Leonardo sowie die von Leonardo kontrollierten Unternehmen nahestehende Unternehmen der HENSOLDT AG mit maßgeblichem Einfluss. HENSOLDT und Leonardo sowie von Leonardo kontrollierte Unternehmen unterhalten diverse Geschäftsbeziehungen und arbeiten bei einer Reihe von Programmen zusammen. Leonardo sowie die von Leonardo kontrollierten Unternehmen sind zum einen Kunden von HENSOLDT, die Produkte und Dienstleistungen von HENSOLDT beziehen bzw. nutzen. Zum anderen steht HENSOLDT seinerseits als Kunde mit Leonardo und den von Leonardo kontrollierten Unternehmen in einer Geschäftsbeziehung.

Am 26. Mai 2021 hat der Bund mittelbar über die Kreditanstalt für Wiederaufbau ("KfW"), einem öffentlich-rechtlichen Kreditinstitut, das vom Bund beherrscht wird, insgesamt 26.355.000 Aktien der HENSOLDT AG erworben. Dies entspricht einer Beteiligung von 25,1 %. Damit ist der Bund ein der HENSOLDT AG nahestehendes Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss. HENSOLDT unterhält verschiedene Beziehungen zum Bund und zu anderen Unternehmen, die unter dessen Kontrolle stehen. Der Bund, mit ihm verbundene Regierungsbehörden und Ämter sowie andere vom Bund kontrollierte Unternehmen sind Kunden von HENSOLDT und erwerben bzw. nutzen als solche die Produkte und Dienstleistungen von HENSOLDT.

Der HENSOLDT Pension Trust e.V. (einschließlich seiner Tochtergesellschaften) als Pensionsfonds der HENSOLDT Sensors GmbH sowie der HENSOLDT Optronics GmbH und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie die assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns sind weitere nahestehende Unternehmen.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen

Die Beziehungen mit nahestehenden Personen sind im Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 dargestellt. Die Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat sind im Konzernzwischenlagebericht im Abschnitt "1 Geschäftsverlauf und wesentliche Ereignisse" beschrieben.

5 Segmentberichterstattung

Die Gruppe ist in den zwei operativen Unternehmensbereichen Sensors und Optronics tätig.

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Erstes Halbjahr 2023
in Mio. € Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
--- --- --- --- ---
Auftragseingang 817 257 -3 1.071
Auftragsbestand 4.884 802 -14 5.671
Book-to-Bill-Verhältnis 1,4x 2,0x 1,5x
Außenumsätze 602 124 - 726
Intersegmentäre Umsätze 1 1 -3 -
Segmentumsätze 603 125 -3 726

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Erstes Halbjahr 2023
in Mio. € Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
--- --- --- --- ---
Wesentliche nicht zahlungswirksame Posten außer Abschreibungen
Wertberichtigungen -6 - - -6
Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen -44 -25 - -69
Auflösung von sonstigen Rückstellungen 3 1 - 5

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Erstes Halbjahr 2023
in Mio. € Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
--- --- --- --- ---
EBITDA 79 -4 -9 66
Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen 6 - - 6
OneSAPnow-bezogene Einmaleffekte 1 - - 3 3
Andere Einmaleffekte 1 - 6 6
Bereinigtes EBITDA 86 -4 - 82
Marge bereinigtes EBITDA 2 14,2 % -3,2 % 11,3 %
Abschreibungen -43 -9 -0 -52
EBIT 36 -13 -9 14
Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen 20 1 - 22
OneSAPnow-bezogene Einmaleffekte 1 - - 3 3
Andere Einmaleffekte 1 - 6 6
Bereinigtes EBIT 57 -12 - 45
Marge bereinigtes EBIT 2 9,5% -9,5% 6,2%

1 OneSAPnow-bezogene Einmaleffekte beinhalten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Business-Transformation für SAP S/​4HANA

2 Jeweils bezogen auf Segmentumsätze

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Erstes Halbjahr 2023
in Mio. € Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
--- --- --- --- ---
EBIT 36 -13 -9 14
Finanzergebnis -27
EBT -13

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Erstes Halbjahr 2022
in Mio. € Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
--- --- --- --- ---
Auftragseingang 810 144 -5 948
Auftragsbestand 4.658 714 -8 5.364
Book-to-Bill-Verhältnis 1,4x 1,3x 1,4x
Außenumsätze 574 108 - 682
Intersegmentäre Umsätze 1 1 -2 -
Segmentumsätze 575 109 -2 682

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Erstes Halbjahr 2022
in Mio. € Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
--- --- --- --- ---
Wesentliche nicht zahlungswirksame Posten außer Abschreibungen
Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen -36 -16 - -53
Auflösung von sonstigen Rückstellungen 3 11 0 13

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Erstes Halbjahr 2022
in Mio. € Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
--- --- --- --- ---
EBITDA 52 9 -7 53
Transaktionskosten 0 - - 0
Andere Einmaleffekte - - 7 7
Bereinigtes EBITDA 52 9 - 61
Marge bereinigtes EBITDA 1 9,1 % 8,0 % 8,9 %
Abschreibungen -41 -11 0 -52
EBIT 11 -2 -7 2
Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen 16 2 - 18
Transaktionskosten 0 - - 0
Andere Einmaleffekte - - 7 7
Bereinigtes EBIT 27 0 - 27
Marge bereinigtes EBIT 1 4,7 % 0,0 % 4,0 %

1 Jeweils bezogen auf Segmentumsätze

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Erstes Halbjahr 2022
in Mio. € Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
--- --- --- --- ---
EBIT 11 -2 -7 2
Finanzergebnis -15
EBT -13

6 Umsatzerlöse

Die Geschäftstätigkeit und die wichtigsten Kategorien der Umsatzrealisierung der Gruppe sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 beschrieben.

Im ersten Halbjahr 2023 stieg der Umsatz insgesamt um 44 Mio. € auf 726 Mio. € im Vergleich zu 682 Mio. € im ersten Halbjahr 2022.

Umsatzerlöse (Sales /​ Aftersales)

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in Mio. € Sensors Optronics Erstes Halbjahr 2023
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Sales 463 108 571
Aftersales 137 16 153
Wechselkurseffekte 1 0 2
Gesamt 602 124 726

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in Mio. € Sensors Optronics Erstes Halbjahr 2022
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Sales 446 95 540
Aftersales 133 14 147
Wechselkurseffekte -5 -0 -5
Gesamt 574 108 682

Umsatzerlöse (Geographische Information)

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2023 2022
--- --- ---
Europa 627 577
davon Deutschland 417 419
Naher Osten 62 50
Asien-Pazifik 27 15
Nordamerika 16 19
Afrika 7 25
LATAM 0 2
Übrige Regionen /​ Konsolidierung -14 -5
Gesamt 726 682

Umsatzerlöse (Zeitpunkt der Umsatzrealisierung)

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in Mio. € Sensors Optronics Erstes Halbjahr 2023
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zeitpunktbezogene Umsatzlegung 165 112 277
Zeitraumbezogene Umsatzlegung 435 12 447
Wechselkurseffekte 1 0 2
Gesamt 602 124 726

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in Mio. € Sensors Optronics Erstes Halbjahr 2022
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zeitpunktbezogene Umsatzlegung 201 106 307
Zeitraumbezogene Umsatzlegung 378 3 380
Wechselkurseffekte -5 -0 -5
Gesamt 574 108 682

Saisonalität und Zyklizität der Geschäftstätigkeit

Ein beträchtliches Volumen des regulären Jahresumsatzes beider Berichtssegmente Sensors und Optronics wird - abgesehen von den laufenden Großprojekten - aufgrund des Zeitpunkts vieler Haushaltsentscheidungen der öffentlichen Auftraggeber typischerweise in den letzten Monaten des Jahres realisiert. Die erste Hälfte unseres Geschäftsjahres ist üblicherweise durch einen Aufbau der Vorräte und entsprechende Mittelabflüsse charakterisiert. Demgegenüber steht ein Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Mittelzuflüsse aufgrund von Kundenzahlungen.

7 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge mit 10 Mio. € und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 9 Mio. € sind im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und enthalten im Wesentlichen weiterverrechnete Dienstleistungen und Kosten.

8 Sonstiges Beteiligungsergebnis

Von einem assoziierten Unternehmen erhielt der Konzern in der Berichtsperiode einen Gewinnanteil in Höhe von 4 Mio. €, der im sonstigen Beteiligungsergebnis erfasst wurde.

9 Finanzergebnis

Der Anstieg des negativen Finanzergebnisses von -15 Mio. € im ersten Halbjahr 2022 auf -27 Mio. € im ersten Halbjahr 2023 resultierte insbesondere aus Fremdwährungseffekten einschließlich Ergebnissen aus Fremdwährungsabsicherungen. Wesentlicher Treiber für die im Vergleich zum Vorjahr höheren Zinsaufwendungen waren Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem im Vorjahreszeitraum erneuerten Darlehen (Term Loan). Zinserträge resultierten aus kurzfristigen Geldanlagen und aus der Bewertung von Zinssicherungsgeschäften.

10 Ertragsteuern

Der erfasste Ertragsteueraufwand ergab sich durch Multiplikation des Ergebnis vor Steuern für die Berichtsperiode mit der bestmöglichen Schätzung des Managements für den gewichteten, durchschnittlichen Ertragsteuersatz, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wurde. Dieser wurde bereinigt um den Steuereffekt von bestimmten Einzelposten, der in der Berichtsperiode vollständig verbucht wurde. Daher kann der effektive Steuersatz in der Berichtsperiode von der Schätzung des effektiven Steuersatzes für das gesamte Geschäftsjahr abweichen.

Der Ertragsteueraufwand im ersten Halbjahr 2023 in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) resultierte aus laufendem Steueraufwand von 5 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €), insbesondere aus der größten operativen Gesellschaft. Gegenläufige Effekte ergeben sich aus latentem Steuerertrag von 2 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €).

HENSOLDT analysiert derzeit potentielle Auswirkungen der internationalen Mindestbesteuerung (Pillar 2). Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss sind daraus nach derzeitigem Stand nicht zu erwarten.

11 Konzernergebnis

Das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2023 ist mit -16 Mio. € im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

12 Goodwill, Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Nutzungsrechte

Zum 30. Juni 2023 wurden immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation der HENSOLDT Cyber GmbH in Höhe von 6 Mio. € wertberichtigt, da aus diesen Vermögenswerten keine Cashflows mehr erwartet werden.

Zur Absicherung des geplanten Wachstums hat HENSOLDT im zweiten Quartal 2023 unter anderem eine Absichtserklärung zur Ausübung einer Verlängerungsoption auf wesentliche Teile der Immobilienmietverträge an Standorten von HENSOLDT in Deutschland abgegeben. Daraus resultierten zusätzliche zu bilanzierende Nutzungsrechte sowie Leasingverbindlichkeiten in einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

13 Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen

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in Mio. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022
Sonstige Beteiligungen 24 22
Übrige langfristige Finanzanlagen 0 0
Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen 24 22
Übrige langfristige Finanzanlagen, kurzfristig fällig 0 0
Gesamt 25 22

Die sonstigen Beteiligungen betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an der Deutschen Elektronik Gesellschaft für Algerien mbH und an der HENSOLDT Analytics GmbH.

14 Vorräte

Die Vorräte stiegen um 114 Mio. € auf 629 Mio. € gegenüber 516 Mio. € zum 31. Dezember 2022, was einerseits auf den üblichen saisonal bedingten Aufbau der unfertigen Leistungen und Erzeugnisse und andererseits auf höhere Investitionen zur Absicherung und Steigerung der Produktion beispielsweise von TRML-4D-Radaren sowie weitere Vorleistungen im Zusammenhang mit erwarteten Beschaffungen im Rahmen der Zeitenwende zurückzuführen war.

15 Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Dem üblichen saisonalen Verlauf folgend stiegen die Vertragsvermögenswerte im ersten Halbjahr 2023 insbesondere durch Großprojekte um 97 Mio. € auf 279 Mio. €, während es bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu einem Abbau um 60 Mio. € auf 264 Mio. € kam.

16 Rückstellungen

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30. Juni 31. Dez.
in Mio. € 2023 2022
--- --- ---
Rückstellungen für Altersvorsorgeleistungen 267 241
Sonstige Rückstellungen 221 222
Gesamt 488 463
davon langfristiger Anteil 320 282
davon kurzfristiger Anteil 168 181

Die Rückstellungen für Altersvorsorgeleistungen stiegen um 27 Mio. € auf 267 Mio. €, vorwiegend aufgrund des leicht gesunkenen Zinssatzes auf 4,03 %.

Die sonstigen Rückstellungen, die im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, personalbezogene Rückstellungen sowie Rückstellungen für sonstige Risiken und Kosten beinhalten, waren mit einem Rückgang um 1 Mio. € auf 221 Mio. € nahezu auf dem Niveau zum 31. Dezember 2022.

17 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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in Mio. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022
Positive beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente 0 0
Übrige langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 1
Summe langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 2 1
Positive beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente 8 8
Forderungen gegenüber Mitarbeiter 2 1
Darlehen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen 11 8
Übrige kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 2
Summe kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 22 20
Gesamt 24 21

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

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in Mio. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022
Verbindlichkeiten für derivative Finanzinstrumente 0 3
Übrige langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Summe langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 3
Verbindlichkeiten für derivative Finanzinstrumente 6 3
Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen 1 - 0
Summe kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6 4
Gesamt 6 6

1 Die Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen resultierten daraus, dass der Einzug der Zahlungen zum Bilanzstichtag durch den Factor noch nicht fällig war.

18 Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Vermögenswerte

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in Mio. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022
Übrige langfristige sonstige Vermögenswerte 2 2
Summe langfristige sonstige Vermögenswerte 2 2
Geleistete Anzahlungen 84 109
Steuerforderungen (ohne Ertragsteuern) 39 20
Übrige kurzfristige sonstige Vermögenswerte 3 5
Summe kurzfristige sonstige Vermögenswerte 126 133
Gesamt 128 135

Sonstige Verbindlichkeiten

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in Mio. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 9 11
Übrige langfristige sonstige Verbindlichkeiten 0 0
Summe langfristige sonstige Verbindlichkeiten 9 11
Steuerverbindlichkeiten (ohne Ertragsteuern) 34 48
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 45 33
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträger 7 9
Übrige kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 12 11
Summe kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 98 101
Gesamt 107 112

19 Finanzinstrumente

In den folgenden Tabellen werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufen in der Zeitwert-Hierarchie gezeigt. Bei einigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist der Buchwert ein angemessener Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert.

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30. Juni 2023
in Mio. € Kategorie Buchwert Beizulegender Zeitwert Stufe
--- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen 1 FVtOCI 24 24 -
Übrige langfristige Finanzanlagen, kurzfristig fällig AC 0 0 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 234 234 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (zum Factoring verfügbar) 1 FVtOCI 30 30 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige derivative Instrumente FVtPL 9 9 2
Nicht derivative Instrumente 1 AC 15 15 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 247 247 1
Summe finanzielle Vermögenswerte 559 559
Verbindlichkeiten
Finanzierungsverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 634 610 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 396 396 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Instrumente für Cashflow-Hedges FVtOCI - - 2
Sonstige derivative Instrumente FVtPL 6 6 2
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 0 0 -
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 1.036 1.013

1 Der beizulegende Zeitwert entspricht aus Wesentlichkeitsüberlegungen den fortgeführten Anschaffungskosten.

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31. Dez. 2022
in Mio. € Kategorie Buchwert Beizulegender Zeitwert Stufe
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Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen1 FVtOCI 22 22 -
Übrige langfristige Finanzanlagen, kurzfristig fällig AC 0 0 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 265 265 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (zum Factoring verfügbar) 1 FVtOCI 59 59 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige derivative Instrumente FVtPL 9 9 2
Nicht derivative Instrumente 1 AC 12 12 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 460 460 1
Summe finanzielle Vermögenswerte 826 826
Verbindlichkeiten
Finanzierungsverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 630 549 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 379 379 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Instrumente für Cashflow-Hedges FVtOCI - - 2
Sonstige derivative Instrumente FVtPL 6 6 2
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 2 2 -
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 1.017 936

1 Der beizulegende Zeitwert entspricht aus Wesentlichkeitsüberlegungen den fortgeführten Anschaffungskosten.

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Die verwendeten Inputfaktoren und die angewandten Bewertungsmethoden sind im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 beschrieben.

20 Rechtsstreitigkeiten und Ansprüche

Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihres normalen Geschäftsbetriebs von Zeit zu Zeit an verschiedenen Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren beteiligt, von denen die wichtigsten nachfolgend beschrieben werden. Darüber hinaus sind der Gruppe keine wesentlichen behördlichen, gerichtlichen oder schiedsgerichtlichen Verfahren (einschließlich schwebender oder angedrohter Verfahren) bekannt, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage oder Rentabilität der Gruppe haben könnten bzw. in der Berichtsperiode gehabt haben.

Das in früheren Veröffentlichungen erwähnte Schiedsverfahren wurde im Juni 2022 durch einen vertraulichen Schiedsspruch ohne weitere nennenswerte Auswirkungen beendet. Die Parteien haben sich im April 2023 über letzte offene Punkte verglichen. Damit ist das Verfahren final beendet.

21 Anzahl der Mitarbeiter

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Erstes Halbjahr
2023 2022
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Produktion, Forschung und Entwicklung, Service 4.543 4.428
Vertrieb 229 222
Verwaltung und allgemeine Dienste 1.190 1.129
Auszubildende, Trainees, etc. 602 586
Gesamt 1,2 6.564 6.364

1 Durchschnittszahlen auf Kopf-Basis

2 Angepasste Zuordnung der Vorjahreszahlen

22 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

D Bericht zur prüferischen Durchsicht

An die HENSOLDT AG, Taufkirchen, Landkreis München

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und dem Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss - und den Konzernzwischenlagebericht der HENSOLDT AG, Taufkirchen, Landkreis München für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

München, den 25. Juli 2023

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Koeplin, Wirtschaftsprüfer

Schieler, Wirtschaftsprüfer

E Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Der Vorstand der HENSOLDT AG erklärt hiermit, nach bestem Wissen und Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Taufkirchen, den 24. Juli 2023

HENSOLDT AG

Der Vorstand

Thomas Müller

Christian Ladurner

Dr. Lars Immisch

Celia Pelaz Perez

F Rechtliche Angaben und Kontakt

HENSOLDT AG

Investor Relations

Willy-Messerschmitt-Straße 3

82024 Taufkirchen

Deutschland

Telefon: +49 89 51518-2057

E-Mail: [email protected]

Vorstand: Thomas Müller (Vorsitzender), Christian Ladumer, Dr. Lars Immisch und Celia Pelaz Perez

Registergericht: Amtsgericht München, HRB 258711

Haftungsausschluss

Dieser Bericht enthält Prognosen, die auf Annahmen und Schätzungen des Managements von HENSOLDT beruhen. Diese auf Annahmen und Schätzungen basierenden Aussagen sind zukunftsgerichtete Aussagen, in denen Begriffe wie "glauben", "annehmen", "erwarten" und dergleichen verwendet werden. Auch wenn das Management der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen korrekt sind, können tatsächliche Ergebnisse in der Zukunft aufgrund einer Vielzahl von Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Dazu können Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, in den gesetzlichen und behördlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen innerhalb der Branche gehören. HENSOLDT übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung oder Verantwortung für jegliche Abweichungen zwischen zukünftigen Entwicklungen und den tatsächlichen Ergebnissen einerseits und den in diesem Halbjahresfinanzbericht genannten Annahmen und Schätzungen andererseits.

HENSOLDT hat nicht die Absicht und übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an tatsächliche Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Der Halbjahresfinanzbericht wurde in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge in diesem Bericht sind gerundet auf Millionen oder Milliarden Euro. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben in diesem sowie anderen Dokumenten geringfügige Abweichungen von den absoluten Zahlen ergeben.

Dieser Bericht ist ein Halbjahresfinanzbericht gemäß § 52 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der Bericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Bei Widersprüchen ist das deutschsprachige Dokument allein maßgebend und allgemein gültig.

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