AI assistant
HELMA Eigenheimbau AG — Audit Report / Information 2019
Mar 22, 2020
5406_10-k_2020-03-22_28ec7cde-6c91-4c66-883b-906f6e379b13.pdf
Audit Report / Information
Open in viewerOpens in your device viewer
Jahresabschluss und Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2019
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft Lehrte

Inhaltsverzeichnis
| Bilanz zum 31. Dezember 2019 | Anlage 1 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 |
Anlage 2 |
| Anhang für das Geschäftsjahr 2019 | Anlage 3 |
| Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019 | Anlage 4 |
| Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 | Anlage 5 |
| Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers | Anlage 6 |
Bilanz der HELMA Eigenheimbau AG, Lehrte,
zum 31. Dezember 2019
| A k t i v a | Stand am 31.12.2019 € |
Stand am 31.12.2018 € |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
5,00 | 5,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
||
| sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3. Geleistete Anzahlungen |
1.261.321,00 557.131,56 |
487.437,00 1.027.472,21 |
| 1.818.457,56 | 1.514.914,21 | |
| II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten |
||
| auf fremden Grundstücken | 12.785.893,59 | 13.224.307,59 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und |
36.430,00 | 43.619,00 |
| Geschäftsausstattung | 1.638.393,56 | 1.997.529,62 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 329.896,89 | 30.000,00 |
| 14.790.614,04 | 15.295.456,21 | |
| III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen |
1.992.982,13 | 1.992.982,13 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 26.986,33 | 55.363,01 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 27.935.302,92 | 20.161.961,29 |
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -27.907.802,92 54.486,33 |
-20.129.461,29 87.863,01 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.324.781,82 | 5.170.109,86 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 105.944.352,76 | 89.415.080,74 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.200,00 € (Vorjahr 8.487,10 €) |
5.320.609,46 | 4.157.089,34 |
| 117.589.744,04 | 98.742.279,94 | |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks |
9.125.926,34 | 8.574.859,64 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 413.180,44 | 360.560,66 |
Anlage 1
| P a s s i v a | Stand am 31.12.2019 € |
Stand am 31.12.2018 € |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 4.000.000,00 | 4.000.000,00 |
| II. Kapitalrücklage | 39.520.000,00 | 39.520.000,00 |
| III. Gewinnrücklagen Andere Gewinnrücklagen |
36.346.159,28 | 30.890.028,26 |
| IV. Bilanzgewinn | 14.815.019,48 94.681.178,76 |
10.656.131,02 85.066.159,28 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2. Steuerrückstellungen 3. Sonstige Rückstellungen |
9.327,51 2.042.917,34 7.588.098,37 9.640.343,22 |
9.848,77 3.094.302,44 5.984.896,72 9.089.047,93 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Schuldscheindarlehen davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.000.000,00 € (Vorjahr 15.000.000,00 €) |
15.000.000,00 | 15.000.000,00 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.073.398,70 € (Vorjahr 1.088.896,66 €) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem |
4.776.408,24 | 4.471.348,65 |
| Jahr 3.703.009,54 € (Vorjahr 3.382.451,99 €) 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.806.794,76 € (Vorjahr 5.922.264,05 €) |
7.806.794,76 | 5.922.264,05 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.449.592,58 € (Vorjahr 2.008.525,88 €) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.045.130,93 € (Vorjahr 2.811.936,60 €) |
11.494.723,51 | 4.820.462,48 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern 1.007.170,89 € (Vorjahr 797.796,67 €) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 € (Vorjahr 40,00 €) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.398.521,73 € (Vorjahr 1.176.392,68 €) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 987.420,66 € (Vorjahr 1.023.240,73 €) |
2.385.942,39 41.463.868,90 |
2.199.633,41 32.413.708,59 |
145.785.390,88 126.568.915,80
Gewinn- und Verlustrechnung
der HELMA Eigenheimbau AG, Lehrte,
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019
| 2 0 1 9 € |
2 0 1 8 € |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 105.050.859,77 | 101.336.672,20 |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands | ||
| an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 7.773.341,63 | -1.392.070,66 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 1.244.251,79 | 762.350,82 |
| 114.068.453,19 | 100.706.952,36 | |
| 4. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen |
-75.827.635,73 | -66.975.447,78 |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -14.154.925,37 | -12.914.191,86 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
-2.358.171,04 | -2.222.723,48 |
| davon für Altersversorgung | ||
| 109.055,85 € (Vorjahr 112.166,93 €) | ||
| -16.513.096,41 | -15.136.915,34 | |
| 6. Abschreibungen | ||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-1.719.371,48 | -1.717.763,09 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.669.258,95 | -9.556.263,09 |
| 10.339.090,62 | 7.320.563,06 | |
| 8. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages | ||
| vereinnahmte Gewinne | 7.110.135,83 | 6.159.016,87 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5.643.972,21 | 2.770.594,09 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | ||
| 3.235.702,73 € (Vorjahr 2.765.082,16 €) | ||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.459.409,44 | -648.723,51 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | ||
| 0,00 € (Vorjahr 0,00 €) | ||
| 11.294.698,60 | 8.280.887,45 | |
| 11. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen | ||
| und vom Ertrag | 21.633.789,22 | 15.601.450,51 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -6.818.769,74 | -4.945.319,49 |
| davon Aufwendungen (-)/ Erträge (+) aus latenten Steuern 0,00 € (Vorjahr 0,00 €) |
||
| 13. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss | 14.815.019,48 | 10.656.131,02 |
| 14. Gewinnvortrag | 10.656.131,02 | 16.338.210,01 |
| 15. Ausschüttung | -5.200.000,00 | -5.600.000,00 |
| 16. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | -5.456.131,02 | -10.738.210,01 |
| 17. Bilanzgewinn | 14.815.019,48 | 10.656.131,02 |
ANHANG für das Geschäftsjahr 2019
HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft, Lehrte
1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf und ist unter der Nummer HRB 201182 im Handelsregister beim Amtsgericht Hildesheim eingetragen.
Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht zwischen der HELMA AG und der Hausbau Finanz GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie zwischen der HELMA AG und der HELMA Wohnungsbau GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag. Zwischen der HELMA Ferienimmobilien GmbH und der HELMA Eigenheimbau AG besteht seit dem Geschäftsjahr 2014 ebenfalls ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, sodass mit der Hausbau Finanz GmbH, der HELMA Wohnungsbau GmbH und der HELMA Ferienimmobilien GmbH damit eine ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft besteht.
2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Im Rahmen von Ansatz- und Bewertungswahlrechten sowie Ansatz- und Bewertungsmethoden ergaben sich keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.
Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:
Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet.
Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten bilanziert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und vierzig Jahren), angesetzt. Sofern gesicherte Informationen bezüglich eines niedrigeren beizulegenden Wertes vorliegen, erfolgt eine gesonderte Abschreibung und die Bewertung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die geringwertigen Vermögensgegenstände (bis 250,00 €) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Im Anlagenspiegel wird der sofortige Abgang der geringwertigen Vermögensgegenstände unterstellt. Für geringwertige Vermögensgegenstände (von über 250,00 € bis 1.000,00 €) wurde ein Sammelposten gebildet, welcher linear über einen Zeitraum von fünf Jahren aufgelöst wird.
Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten ausgewiesen.
Anlage 3 / 2
Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.
Erhaltene Anzahlungen werden, soweit nach HGB zulässig, offen von den Vorräten abgesetzt.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die übrigen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Rechnungsabgrenzungsposten wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die liquiden Mittel wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt.
Die Pensionsrückstellungen werden zum Abschlussstichtag nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwert unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen bewertet. Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zugrunde:
| in % | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 2,71 | 3,21 |
| Gehaltstrend | 0,00 | 0,00 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
| Fluktuation | 0,00 | 0,00 |
Der Rechnungszinssatz basiert - entsprechend der gesetzlichen Regelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB - auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31.12.2019, wie bereits zum 31.12.2018, im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von unter 1.000,00 € (Unterschiedsbetrag).
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Langfristige Rückstellungen wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung haben zum Abschlussstichtag nicht bestanden.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind teilweise Annahmen getroffen und Schätzwerte verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden, der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben.
Anlage 3 / 3
Die tatsächlichen Werte können zu einem späteren Zeitpunkt in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.
3. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2019 ist am Ende des Anhangs dargestellt.
Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Berichtsjahr nicht entstanden.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 105.944.352,76 € (Vj: 89.415.080,74 €) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.644.570,85 € (Vj: 12.607.393,52 €) enthalten, die im Wesentlichen aus der gewinnabhängigen Geschäftsbesorgungsvergütung resultieren. Die Forderungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 413.180,44 € (Vj: 360.560,66 €) wurde im Wesentlichen für Abgrenzungen von Nebenkosten für langfristige Finanzierungen, Versicherungsaufwendungen und Aufwendungen aus sonstigen langfristigen Verträgen gebildet, die über die Vertragslaufzeit abgegrenzt werden.
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 4.000.000,00 € und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert. Die Gesellschaft hält zum Abschlussstichtag keine eigenen Aktien.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03.07.2015 ist der Vorstand ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 02.07.2020 das Grundkapital einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu einem Betrag von höchstens 1.850.000,00 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die bis dahin bestandene Ermächtigung zum genehmigten Kapital wurde aufgehoben. Das genehmigte Kapital vom 03.07.2015 (Genehmigtes Kapital 2015) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung in Höhe von 300.000,00 € durch die im Oktober 2015 durchgeführte Kapitalerhöhung noch 1.550.000,00 €.
Anlage 3 / 4
Die Hauptversammlung vom 03.07.2015 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag von bis zu 1.850.000,00 € beschlossen (Bedingtes Kapital 2015). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 03.07.2015 beschlossenen Ermächtigung begeben werden können. Die bis dahin bestandene Ermächtigung zum bedingten Kapital wurde aufgehoben.
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| € | |
|---|---|
| Bilanzgewinn zum 1. Januar 2019 | 10.656.131,02 |
| Dividende 2018, Ausschüttung in 2019 | -5.200.000,00 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage | -5.456.131,02 |
| Jahresüberschuss 2019 | 14.815.019,48 |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2019 | 14.815.019,48 |
Der Vorstand empfiehlt dem Aufsichtsrat, im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses anlässlich der Aufsichtsratssitzung am 17.03.2020 der Hauptversammlung am 03.07.2020 vorzuschlagen, eine Dividende in Höhe von 1,85 € je dividendenberechtigter Stückaktie, somit 7.400.000,00 €, auszuschütten und den danach verbleibenden Betrag in Höhe von 7.415.019,48 € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Die Dividendensumme und der in die anderen Gewinnrücklagen einzustellende Betrag in vorstehendem Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung basieren auf einem dividendenberechtigten Grundkapital in Höhe von 4.000.000,00 €, eingeteilt in 4.000.000 Stückaktien.
Die HELMA AG hat vom Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Gebrauch gemacht. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 5,00 €. In Zusammenhang mit den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen wurden im Geschäftsjahr 2019 keine passiven latenten Steuern bilanziert. Der insofern ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt 5,00 € (Vj: 5,00 €).
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen von unter 1.000,00 € (Unterschiedsbetrag). Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.
Anlage 3 / 5
Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den sonstigen Rückstellungen in einem Rückstellungsspiegel zusammengefasst dargestellt:
| Art der Rückstellung | Stand am | Verbrauch | Zuführung | Stand am | |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2019 | 2019 | 2019 | 31.12.2019 | ||
| € | € | € | € | ||
| Operativer Bereich | |||||
| Ausstehende Rechnungen | 4.253.073,94 | 4.253.073,94 | 4.974.710,84 | 4.974.710,84 | |
| Gewährleistungen | 521.000,00 | 521.000,00 | 531.000,00 | 531.000,00 | |
| Personalbereich | |||||
| Urlaub/Überstunden | 214.457,80 | 214.457,80 | 233.378,55 | 233.378,55 | |
| Tantiemen | 565.397,00 | 565.397,00 | 642.866,36 | 642.866,36 | |
| Übrige | 115.000,00 | 115.000,00 | 118.700,00 | 118.700,00 | |
| Übrige Rückstellungen | |||||
| Rechtliche Risiken | 54.000,00 | 54.000,00 | 52.000,00 | 52.000,00 | |
| Übrige | 212.867,98 | 189.867,98 | 964.342,62 | 987.342,62 | |
| Jahresabschlusskosten | 49.100,00 | 49.100,00 | 48.100,00 | 48.100,00 | |
| Summe | 5.984.896,72 | 5.961.896,72 | 7.565.098,37 | 7.588.098,37 |
Anlage 3 / 6
Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
| Stand 31.12.2019 |
Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre |
|
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| Schuldscheindarlehen | 15.000.000,00 | 13.000.000,00 | 2.000.000,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
4.776.408,24 | 1.073.398,70 | 2.175.946,33 | 1.527.063,21 |
| erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
7.806.794,76 | 7.806.794,76 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
11.494.723,51 | 8.449.592,58 | 3.045.130,93 | 0,00 |
| sonstige Verbindlichkeiten |
2.385.942,39 | 1.398.521,73 | 231.749,53 | 755.671,13 |
| 41.463.868,90 | 31.728.307,77 | 7.452.826,79 | 2.282.734,34 |
Im Vorjahr betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 588.470,16 € und die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 903.128,87 €.
Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt 5.768.364,50 € (Vj: 5.487.129,92 €) im Wesentlichen durch Grundpfandsicherungen und Sicherungsübereignungen in Bezug auf das Anlagevermögen besichert.
Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Zugunsten der verbundenen HELMA Wohnungsbau GmbH, Lehrte, bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften gegenüber Banken in Höhe von 89.281.250,00 € (Vj: 99.396.000,00 €).
Daneben bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften zugunsten der HELMA Ferienimmobilien GmbH, Lehrte, in Höhe von 9.875.000,00 € (Vj: 13.580.000,00 €).
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Bürgschaften für die Tochtergesellschaften wird aufgrund deren Vermögens-, Finanz- und Ertragslagen bzw. den positiven Ertragsaussichten als gering eingestuft.
Anlage 3 / 7
| Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre |
|
|---|---|---|---|
| € | € | € | |
| Fuhrpark | 438,90 | 0,00 | 0,00 |
| Büroausstattung/ sonstige Ausstattung | 1.840,68 | 3.221,19 | 0,00 |
| Miete und Pachtverträge | 180.784,59 | 333.577,44 | 96.000,00 |
| 183.064,17 | 336.798,63 | 96.000,00 |
Zum 31.12.2019 bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen:
Die Gesellschaft beschäftigt verschiedene Handelsvertreter. Nach Beendigung des jeweiligen Vertragsverhältnisses könnte die Gesellschaft zur Zahlung von Ausgleichsverpflichtungen nach § 89 b HGB verpflichtet sein.
4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Vergütungen für Geschäftsbesorgungen sind in Höhe von 16.031.333,71 € (Vj: 14.002.324,63 €) enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten in Höhe von 463.829,21 € enthalten.
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden periodenfremde Zinserträge aus Steuererstattungen sowie damit im Zusammenhang stehende Zinsaufwendungen in Höhe von 1.600.401,00 € ausgewiesen.
Unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden periodenfremde Aufwendungen aufgrund von Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von 55.837,47 € ausgewiesen. Im Vorjahr waren periodenfremde Erträge in Höhe von 70.983,68 € enthalten.
Anlage 3 / 8
5. Sonstige Angaben
5.1. Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr wurden von der Gesellschaft durchschnittlich 215 Mitarbeiter (Vj: 216) beschäftigt, davon 207 Angestellte und 8 geringfügig Beschäftigte.
5.2. Vorstand
Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch den Vorstand, der sich wie folgt zusammensetzte:
- Herr Gerrit Janssen, Hannover, Vorstandsvorsitzender
- Herr Max Bode, Hannover, Vorstand
- Herr André Müller, Köln, Vorstand
Der Aufsichtsrat hat am 05.07.2019 beschlossen, den Vertrag von Herrn Max Bode vorzeitig um weitere drei Jahre bis zum 30.06.2023 zu verlängern.
Herr Gerrit Janssen ist bis zum 30.06.2022, Herr Max Bode bis zum 30.06.2023 und Herr André Müller ist ebenfalls bis zum 30.06.2023 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.
Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
Herr Gerrit Janssen ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten, Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 1.360.980,63 € (Vj: 1.235.303,80 €).
Anlage 3 / 9
5.3. Aufsichtsrat
In der Hauptversammlung am 05.07.2019 fanden turnusgemäß Aufsichtsratswahlen statt. Dabei wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats für eine weitere Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, welche über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Jahr 2023 beschließt, wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat Herrn Karl-Heinz Maerzke in seiner anschließenden Sitzung zum Vorsitzenden und Herrn Sven Aßmann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums gewählt.
Der Aufsichtsrat hat sich zum 31.12. des Berichtsjahres wie folgt zusammengesetzt:
- Herr Karl-Heinz Maerzke, Hannover (Vorsitzender), (Beruf: Kaufmann)
- Herr Sven Aßmann, Hoisdorf (stellvertretender Vorsitzender), (Beruf: Rechtsanwalt)
- Herr Paul Heinrich Morzynski, Hannover, (Beruf: Wirtschaftsprüfer und Steuerberater)
- Herr Dr. Peter Plathe, Hannover, (Beruf: Vorsitzender Richter i. R.)
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 178.240,70 € (Vj: 160.993,07 €).
5.4. Abschlussprüfer
Die Angaben zu dem vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorar unterbleiben wegen der Angabe im Konzernabschluss gemäß § 285 Nr. 17 zweiter Halbsatz HGB.
5.5. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Herr Karl-Heinz Maerzke hat uns mit Schreiben vom 16.10.2015 gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass ihm nicht länger gemäß § 20 Abs. 4 AktG (kraft Zurechnung gemäß § 16 Abs. 4 AktG) die Mehrheit der Aktien und der Stimmrechte (Mehrheitsbeteiligung) an der HELMA Eigenheimbau AG gehört.
Herr Karl-Heinz Maerzke hat uns weiter mitgeteilt, dass ihm weiterhin unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien und der Stimmrechte an der HELMA Eigenheimbau AG gehört.
5.6. Beteiligungen
Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hat:
| Name | Sitz | Beteiligungs quote |
Eigenkapital zum 31.12.2019 |
Grundkapital zum 31.12.2019 |
Jahres ergebnis vor Ergebnis abführung 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| % | € | € | € | ||
| HELMA Wohnungsbau GmbH |
Lehrte | 93,94* | 1.275.400,00 | 1.275.400,00 | 5.104.002,53 |
| HELMA Ferienimmobilien GmbH |
Lehrte | 95,10 | 250.000,00 | 250.000,00 | 1.654.510,54 |
| Hausbau Finanz GmbH |
Lehrte | 100,00 | 26.000,00 | 26.000,00 | 400.850,26 |
* Davon 4,01 % mittelbar über die Hausbau Finanz GmbH
Das Jahresergebnis nach Ergebnisabführung betrug bei sämtlichen aufgeführten Unternehmen 0,00 €.
5.7. Konzern
Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen zum 31.12.2019 einen Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht und hinterlegt wird. In den Kreis der Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind, gehören die zuvor genannten Unternehmen.
Anlage 3 / 11
5.8. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.
Lehrte, 27. Februar 2020
Gerrit Janssen, Lehrte Vorstandsvorsitzender
Max Bode, Lehrte Vorstand
__________________________
__________________________
André Müller, Lehrte Vorstand
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019 der HELMA Eigenheimbau AG, Lehrte,
Anschaffungs-/Herstellungskosten
| Stand am 1.1.2019 |
Zugänge | Um- buchungen |
Abgänge | Stand am 31.12.2019 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögens gegenstände |
|||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie |
390.974,11 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 390.974,11 |
| Lizenzen an solchen | |||||
| Rechten und Werten 3. Geleistete Anzahlungen |
2.018.751,61 1.027.472,21 |
75.278,76 478.332,65 |
948.673,30 -948.673,30 |
88.337,17 0,00 |
2.954.366,50 557.131,56 |
| 3.437.197,93 | 553.611,41 | 0,00 | 88.337,17 | 3.902.472,17 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten |
|||||
| auf fremden Grundstücken | 20.245.175,51 | 139.396,54 | 171.791,32 | 842.314,11 | 19.714.049,26 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen |
110.906,05 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 110.906,05 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs | |||||
| und Geschäftsausstattung | 5.876.766,37 | 498.616,50 | 1.647,06 | 617.458,63 | 5.759.571,30 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
30.000,00 | 473.335,27 | -173.438,38 | 0,00 | 329.896,89 |
| 26.262.847,93 | 1.111.348,31 | 0,00 | 1.459.772,74 | 25.914.423,50 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen | |||||
| Unternehmen | 1.992.982,13 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.992.982,13 |
| 31.693.027,99 | 1.664.959,72 | 0,00 | 1.548.109,91 | 31.809.877,80 |
Anlage 4
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2019 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2019 |
Stand am 31.12.2019 |
Stand am 31.12.2018 |
| € | € | € | € | € | € |
| 44,00 | |||||
| 390.969,11 | 0,00 | 0,00 | 390.969,11 | 5,00 | 5,00 |
| 1.531.314,61 0,00 |
247.664,06 0,00 |
85.933,17 0,00 |
1.693.045,50 0,00 |
1.261.321,00 557.131,56 |
487.437,00 1.027.472,21 |
| 1.922.283,72 | 247.664,06 | 85.933,17 | 2.084.014,61 | 1.818.457,56 | 1.514.914,21 |
| 7.020.867,92 | 642.468,86 | 735.181,11 | 6.928.155,67 | 12.785.893,59 | 13.224.307,59 |
| 67.287,05 | 7.189,00 | 0,00 | 74.476,05 | 36.430,00 | 43.619,00 |
| 3.879.236,75 | 822.049,56 | 580.108,57 | 4.121.177,74 | 1.638.393,56 | 1.997.529,62 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 329.896,89 | 30.000,00 |
| 10.967.391,72 | 1.471.707,42 | 1.315.289,68 | 11.123.809,46 | 14.790.614,04 | 15.295.456,21 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.992.982,13 | 1.992.982,13 |
| 12.889.675,44 | 1.719.371,48 | 1.401.222,85 | 13.207.824,07 | 18.602.053,73 | 18.803.352,55 |
Zusammengefasster Lagebericht für die HELMA Eigenheimbau AG und den Konzern
Organisationsstruktur
Die HELMA Eigenheimbau AG ist die Muttergesellschaft des HELMA-Konzerns und operativ als kundenorientierter Baudienstleister tätig. Auf Basis eines Geschäftsbesorgungsvertrages werden darüber hinaus Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Baubetreuung, Bauplanung und Baudurchführung gegenüber den Tochtergesellschaften HELMA Wohnungsbau GmbH und HELMA Ferienimmobilien GmbH erbracht, welche im Bauträgergeschäft für Wohn- bzw. Ferienimmobilien tätig sind. Das Dienstleistungsspektrum des HELMA-Konzerns wird durch die Tochtergesellschaft Hausbau Finanz GmbH als Finanzierungs- und Bauversicherungsvermittler abgerundet.
Organigramm des HELMA-Konzerns

Ertrag- und umsatzsteuerliche Organschaften
Zur steuerlichen Optimierung im HELMA-Konzern wurden die folgenden Unternehmensverträge geschlossen:
- Ergebnisabführungsvertrag zwischen der HELMA Eigenheimbau AG und der HELMA Wohnungsbau GmbH; eingetragen in das Handelsregister der HELMA Wohnungsbau GmbH am 12.07.2013. Es besteht somit eine ertrag- und umsatzsteuerliche Organschaft seitens der HELMA Wohnungsbau GmbH mit der HELMA Eigenheimbau AG.
- Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der HELMA Eigenheimbau AG und der HELMA Ferienimmobilien GmbH; eingetragen in das Handelsregister der HELMA Ferienimmobilien GmbH am 22.07.2014. Es besteht somit eine ertrag- und umsatzsteuerliche Organschaft seitens der HELMA Ferienimmobilien GmbH mit der HELMA Eigenheimbau AG.
- Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der HELMA Eigenheimbau AG und der Hausbau Finanz GmbH; eingetragen in das Handelsregister der Hausbau Finanz GmbH am 12.07.2013. Es besteht somit eine ertrag- und umsatzsteuerliche Organschaft seitens der Hausbau Finanz GmbH mit der HELMA Eigenheimbau AG.
Geschäftstätigkeit und Strategie
Geschäftsbereiche

Baudienstleistungsgeschäft Wohnen (individuell geplant) – seit 1980
Die HELMA Eigenheimbau AG ist ein kundenorientierter Baudienstleister mit Full-Service-Angebot. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung, der Planung, dem Verkauf sowie der Bauregie von schlüsselfertigen oder teilfertigen Einfamilienhäusern in traditioneller Massivbauweise ("Stein auf Stein"), die in weiten Teilen des Bundesgebietes auf den
Grundstücken der Kunden gebaut werden. Insbesondere die Möglichkeit der individuellen Planung bzw. Individualisierung ohne Extrakosten sowie das ausgeprägte Knowhow im Bereich energieeffizienter Bauweisen werden am Markt als Alleinstellungsmerkmale der HELMA Eigenheimbau AG wahrgenommen. Mit überzeugenden, nachhaltigen Energiekonzepten hat sich die Gesellschaft als einer der führenden Anbieter innovativer Energiesparhäuser etabliert und gehört mit mehreren tausend gebauten Eigenheimen zu den erfahrensten Unternehmen der Massivhausbranche.

Bauträgergeschäft Wohnen (individuell geplant) – seit 1984
Über die HELMA Wohnungsbau GmbH, welche als breit diversifizierter Projektentwickler und Bauträger auftritt, besteht in den Großstädten Berlin, Hamburg, Hannover, Leipzig und Potsdam sowie in deren Speckgürteln ferner die Möglichkeit, das individuell geplante
Einfamilienhaus auch zusammen mit einem passenden Grundstück zu erwerben. Durch die erfolgreiche Realisierung einer Vielzahl an Projekten verfügen wir in den vorgenannten Regionen über einen umfangreichen Track-Record. Darüber hinaus sollen zukünftig in diesem Geschäftsbereich auch die Metropolregion Frankfurt sowie die Regionen Köln/Düsseldorf/Bonn und Würzburg bedient werden. Die Projektgrößen variieren von einigen wenigen Einheiten bis hin zu Arealen mit 250 Bauplätzen.

Bauträgergeschäft Wohnen (vorgeplant) – seit 1984
Neben den individuell geplanten Einfamilienhäusern realisiert die HELMA Wohnungsbau GmbH in den Regionen Berlin/Potsdam, Hamburg/Hannover, Leipzig und München in ausgesuchten Lagen vorgeplante Doppelhäuser, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern. Die in hochwertiger Massivbauweise errichteten
Projekte reichen von nur wenigen Einheiten bis hin zu hundert Wohnungen.

Bauträgergeschäft Ferienimmobilien (vorgeplant) – seit 2011
Über die HELMA Ferienimmobilien GmbH ist der HELMA-Konzern zudem im Bauträgergeschäft für Ferienimmobilien tätig. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung, der Planung sowie dem Vertrieb von Ferienhäusern und -wohnungen, die an
infrastrukturell gut entwickelten Standorten, vorwiegend an der Nord- und Ostseeküste sowie attraktiven Seenlagen und in den Mittelgebirgen in Deutschland entstehen. Das Angebot richtet sich überwiegend an Privatkunden zur Selbstnutzung oder als Kapitalanlage. Durch die zusätzliche Einbindung starker Partner für die weitere Betreuung der Objekte in den Bereichen Vermietung, Verwaltung und Hausmeisterservice bieten wir unseren Kunden ein attraktives Rundum-Sorglos-Paket, welches ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Finanzierungs- und Bauversicherungsvermittlung – seit 2010
Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden und Interessenten über die Hausbau Finanz GmbH als zusätzlichen Service eine hauseigene Beratung und Vermittlung für Finanzierungen und Bauversicherungen an. Die Möglichkeit, bankenunabhängig
optimale Konditionen zu finden, sichert der Hausbau Finanz GmbH einen stetig wachsenden Kundenbestand.
Wertschöpfungsketten


Absatzmärkte
Kunden im Bereich Wohnen
Zu unseren Kunden im Baudienstleistungsgeschäft zählen zum überwiegenden Teil Privatpersonen und Familien aus den mittleren und höheren Einkommensbereichen. Familien im Alter von 25 bis 55 Jahren bilden dabei die größte Kundengruppe. Unsere Bauherren vereint die Wertschätzung, dass wir ihnen die Umsetzung individueller Wünsche umfassend ermöglichen.
Im Baudienstleistungsgeschäft adressieren wir heute weite Teile des Bundesgebiets als Absatzmarkt für unsere individuell geplanten Einfamilienhäuser. Attraktive Potenziale bieten hierbei vor allem die nationalen Ballungsgebiete um Großstädte wie Berlin, Düsseldorf, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Leipzig. Daher haben wir bei der Standortwahl unserer Musterhäuser den anhaltenden Trend zum Leben in den Ballungszentren besonders berücksichtigt. So sind wir vor allem dort vertreten, wo ein hoher Neubaubedarf entsprechende Verkaufspotenziale entfaltet.
Im Bauträgergeschäft sprechen wir mit unseren individuell geplanten Einfamilienhäusern sowie den vorgeplanten Doppel- und Reihenhäusern eine ähnliche Zielgruppe an. Im Segment der Mehrfamilienhäuser umfasst der Kreis der Zielkunden zusätzlich zu den Selbstnutzern auch Privatanleger und institutionelle Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont.
Kunden im Bereich Ferienimmobilien
Zu unseren Kunden im Bereich Ferienimmobilien zählen vornehmlich Privatpersonen mit einem gehobenen Einkommen. Mit dem Erwerb einer Ferienimmobilie verfolgen diese überwiegend das Ziel der langfristig soliden und renditestarken Kapitalanlage, während ein kleinerer Teil das Feriendomizil auch ausschließlich selbst für ausgedehnte Aufenthalte und / oder regelmäßige Wochenendausflüge nutzt.
Vertriebsgebiete des HELMA-Konzerns zum 31.12.2019

Vertriebsstrategie
Vertriebsstrategie im Bereich Wohnen
Die Eckpfeiler unseres Vertriebskonzepts im Bereich Wohnen sind unsere Musterhäuser. Über das gesamte Vertriebsgebiet hinweg in Massivbauweise errichtet, dienen uns diese als Point of Sale sowie als Büro für unsere regionalen Bauleiter. An den verschiedenen Standorten arbeiten wir zudem auf Provisionsbasis mit selbstständigen Fachberatern zusammen. Diese sind im Baubereich im Wesentlichen ausschließlich für uns tätig und oftmals erster Ansprechpartner für potenzielle Kunden. In Ergänzung stehen unseren zukünftigen Bauherren an den verschiedenen Vertriebsstandorten auch die Finanzierungsberater der Hausbau Finanz GmbH für eine persönliche Beratung zur Baufinanzierung zur Verfügung.
Zum Ende des Berichtsjahres verfügten wir im Bereich Wohnen über 25 Musterhäuser, welche sich vorwiegend in Musterhausausstellungen und in der Nähe von Ballungszentren an frequentierten Verkehrspunkten befinden. Unsere Musterhausstandorte haben dabei in der Regel einen langfristigen Charakter. Lediglich die Musterhäuser unserer Bauträgertöchter, welche wir in den größeren unserer angekauften Grundstücksareale errichten, werden unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss des jeweiligen Projektes veräußert. Damit sind wir inzwischen in nahezu dem gesamten Bundesgebiet mit unseren Standorten vertreten. Im Marktvergleich verfügen wir über einen der modernsten Musterhausbestände und somit über einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Ferner nutzen wir fortlaufend unsere zahlreichen Referenzen, um Interessenten von unserer Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Unsere erfolgreich realisierten Großprojekte, welche gleich mehrere hundert individuelle Einfamilienhäuser umfassen und somit als größte inoffizielle Musterhausparks Deutschlands gelten, sind in diesem Zusammenhang besonders hervorzuheben.
Neben der lokalen Präsenz unserer Fachberater setzt die HELMA-Geschäftsführung ihr umfangreiches Kontaktnetzwerk zur gezielten Ansprache von institutionellen Investoren für das Bauträgergeschäft im Bereich Wohnen ein.
Vertriebsstrategie im Bereich Ferienimmobilien
Wir vertreiben unsere Immobilien über unseren eigenen, auf Ferienimmobilien spezialisierten Vertrieb. Zudem stehen uns bei diversen Projekten auch ausgewählte Maklerfirmen zur Verfügung. Projektbezogen werden zum Teil auch Musterhäuser bzw. -wohnungen erstellt, die einen kurzfristigen Charakter haben und nach Abschluss des Projektes veräußert werden. Interessenten für unsere Ferienimmobilien generieren wir über Anzeigen, Online-Portale sowie durch Mailings und Newsletter an unseren stetig wachsenden Interessenten- und Kundenstamm.
| Anzahl der Musterhäuser | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 �������������������������������� | 39 | |||||
| 2016 | 33 | |||||
| 2017 | 31 | |||||
| 2018 | 37 | |||||
| 2019 | 35 |
Musterhäuser des HELMA-Konzerns
Wettbewerbsstärken
Wettbewerbsstärken im Bereich Wohnen
Individualität: Im Bereich der Einfamilienhäuser bieten wir unseren Kunden mit der Möglichkeit zur individuellen Planung ohne Extrakosten den größtmöglichen Gestaltungsspielraum. Unsere Individualität ist dabei immer so groß wie die unserer Kunden. Unsere Hausvorschläge können das perfekte Haus oder auch nur Inspiration für die Umsetzung ganz eigener Pläne sein. Zusätzliche Kosten für Architektenleistungen fallen dafür nicht an.
Wertbeständigkeit: Wir erstellen unsere schlüsselfertigen Häuser in wertbeständiger Massivbauweise in traditionsreicher Handwerksarbeit ("Stein auf Stein") und achten darauf, dass diese an dem Prinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Die massive Bauweise aus Hochlochtonziegeln sorgt für eine effiziente Wärmedämmung und bietet darüber hinaus eine natürliche Klimaregulation und überzeugenden Schallschutz. Es ist unser Anspruch, insbesondere durch die massive Bauweise sowie die Verwendung hochwertiger Baumaterialien eine hohe Wertstabilität der von uns errichteten Bauten sicherzustellen.
Zugang zu attraktiven Grundstücken: Private Interessenten treffen in Großstädten und deren Umland zumeist auf ein sehr begrenztes Angebot an Grundstücken, die für den Neubau geeignet sind. Als erfahrener Bauträger sind wir in unseren Kernregionen persönlich vor Ort und können so attraktive Grundstücke ausfindig machen. Neben Grundstücksarealen in gewachsenen Wohngebieten erwerben wir ebenso stadtnahe Flächen in attraktiven Lagen, entwickeln für diese ein modernes Bebauungskonzept und bieten Eigentumsobjekte (individuelle Einfamilienhäuser, vorgeplante Doppelund Reihenhäuser, Wohnungen) in hochwertiger Massivbauqualität als Komplettpaket zum Kauf an.
Zentrale Bemusterungswelt: Im HELMA-Bemusterungszentrum am Unternehmenssitz in Lehrte bieten wir unseren Kunden, welche von uns ein individuelles Einfamilienhaus erworben haben, auf 350 m² Innenausstellungsfläche und einer 200 m² großen Ausstellungsfläche im benachbarten HELMA-Musterhauspark eine umfangreiche Auswahl an Standard- und Sonderausstattungen der verschiedensten Gewerke. Hierbei werden Produkte zahlreicher namhafter Hersteller, von der Haustreppe über moderne Haustüren, Dachziegel, Klinker- und Putzvariationen bis hin zur Badausstattung, über die Ausstellung präsentiert. Mit der individuellen Beratung durch qualifiziertes Fachpersonal kann der Bemusterungsprozess vor Ort vorgenommen werden, so dass unsere Kunden sich für die individuelle Auswahl nicht jeweils separat zu einem Baufachhändler, Badanbieter oder ähnlichem begeben müssen. Auf diese Weise kann die Bemusterung für das gesamte Haus in kurzer Zeit, ohne weite Wege und trotzdem ganz nach den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden durchgeführt werden.
Auch unseren Kunden, die sich für eine vorgeplante Einheit entschieden haben, bieten wir alle Vorteile, welche eine von geschultem Fachpersonal begleitete Bemusterung mit sich bringt. Zugeschnitten auf das jeweilige Projekt erhalten unsere Kunden diese Beratung direkt vor Ort an unseren jeweiligen Standorten.
Innovationskraft: Wir verfügen über langjährige Erfahrung im Bereich innovativer Energiesparhäuser und effizienter Heizsysteme. Im Fokus steht dabei unter anderem die intensive Nutzung der Sonnenenergie zur Strom- und Wärmeerzeugung. Dabei richten wir die Entwicklung unserer Energiekonzepte neben einem für den Kunden attraktiven Kosten-Nutzen-Faktor auch am Prinzip der Nachhaltigkeit aus. Von grundlegender Bedeutung ist dabei das Ziel einer möglichst optimalen, zukunftsorientierten und umweltschonenden Investition in Haus und Heizsystem. Verbesserte Materialien, optimierte Arbeitsmittel und effizientere Haustechniken werden daher vor dem Einsatz in Bauprojekten sorgfältig auf Praktikabilität und vorteilhaften Nutzen geprüft und bewertet, sodass
mit dem Einsatz von Innovationen immer auch ein Mehrwert bzw. eine Effizienzsteigerung für den Kunden generiert wird.
Kundenzufriedenheit: Zufriedene Kunden empfehlen uns weiter und sind damit für eine kontinuierliche Geschäftsausweitung essentiell. Das Bestreben, deren Erwartungen zu erfüllen, steht somit im Mittelpunkt unseres Handelns. Für unsere sehr hohe Kundenzufriedenheit wurden wir bereits mehrfach ausgezeichnet. So hat die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien HELMA zuletzt als den Massivhausanbieter mit der höchsten Kundenzufriedenheit ausgezeichnet. Um die Zufriedenheit unserer Kunden sicherzustellen und Veränderungen zeitnah zu erkennen, führen wir regelmäßig Kundenbefragungen durch. Somit gelingt es uns, die Erwartungen und Bedürfnisse unserer Kunden besser zu verstehen und gezielter darauf einzugehen.
Sicherheit: Wir stehen als börsengelistete Aktiengesellschaft für größtmögliche Transparenz und Verlässlichkeit. Wir sind der direkte Vertragspartner unserer Kunden und stehen diesen gegenüber in direkter Verantwortung. Umfangreiche Sicherheitspakete, angepasst an die Gegebenheiten der Projekte, sind Bestandteil unseres Leistungsumfangs. Im garantierten Festpreis für die im Baudienstleistungsgeschäft individuell geplanten Einfamilienhäuser ist beispielsweise der HELMA-BauSchutzBrief automatisch enthalten und bietet umfangreiche Sicherheiten für Bauvorhaben und Bauherren. Neben den notwendigen Bauversicherungen enthält das Sicherheitspaket eine Vertragserfüllungsbürgschaft, eine unabhängige DEKRA-Prüfung, eine Bauzeitgarantie und die Teilabwicklung der letzten Rate über ein notarielles Treuhandkonto.
Wettbewerbsstärken im Bereich Ferienimmobilien
Aufgrund unserer umfassenden Marktkenntnis sowie des bestehenden, breiten Kontaktnetzwerkes sind wir in der Lage, attraktive Grundstücke zur Umsetzung von Ferienimmobilienprojekten ausfindig zu machen. Die auf diesen Zielgrundstücken realisierten Ferienhäuser und -wohnungen haben hohe Vermietungspotenziale und bieten unseren Kunden somit die Möglichkeit, eine solide und attraktive Mietrendite zu erzielen. Zudem bieten wir den Erwerbern unserer Ferienimmobilien über langjährige und zuverlässige Partner ein Rundum-Sorglos-Paket an. Darin enthalten sind beispielsweise die komplette Verwaltung der Ferienanlage (Pflege der Außenanlage, Müllentsorgung, Winterdienst) oder das komplette Vermietungsmanagement (Belegung des Ferienhauses, Schlüsselübergabe, Reinigung). Überdies haben wir mit Partnerfirmen passende Möbelpakete speziell für Ferienhäuser zusammengestellt. Unsere Kunden haben so die Möglichkeit, die gewünschten Möbelpakete bequem beim Anbieter zu bestellen und damit eine vollständige Inneneinrichtung inklusive Accessoires zu erhalten. Auf diese Weise können unsere Kunden auch nach der Übergabe der Immobilie ihr neues Renditeobjekt vollkommen stressfrei genießen.
Wirtschaftliches Umfeld
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2019 von einem abgeschwächten Wachstumskurs sowie unterjährig wechselhaften Entwicklungen gekennzeichnet. Mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr (1,5 %) setzte sich die positive Entwicklung im zehnten Jahr in Folge weiter fort.
Auf der Entstehungsseite des BIP zeigte sich eine zweigeteilte Entwicklung in 2019. Während die Dienstleistungsbereiche einen Zuwachs verzeichneten und sich das Baugewerbe mit einem Plus von 4,0 % entwickelte, ging die Wirtschaftsleistung des produzierenden Gewerbes ohne das Baugewerbe um 3,6 % zurück. Dadurch stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr insgesamt geringfügig um 0,5 %.
Auf der Verwendungsseite des BIP kamen die positiven Wachstumsimpulse in 2019 wie im Vorjahr vorwiegend aus dem Inland. Während die staatlichen Konsumausgaben preisbereinigt um 2,5 % stiegen, fiel der Anstieg der privaten Konsumausgaben mit 1,6 % etwas geringer aus. Die Bruttoanlageinvestitionen legten in 2019 ebenfalls zu. Entsprechend wurde preisbereinigt 3,8 % mehr als im Vorjahr in Bauten investiert, wobei der Großteil auf den Tief- und Wohnungsbau entfiel.
Unter den günstigen Konjunkturbedingungen wurden sowohl die Beschäftigungszahlen als auch die Löhne und Gehälter in 2019 weiter ausgeweitet. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2019 von rund 45,3 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Damit waren in 2019 rund 400 Tsd. Personen mehr erwerbstätig als im Vorjahr. Entsprechend setzte sich der nun seit 14 Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit weiter fort. Die Löhne und Gehälter legten in 2019 ebenfalls zu und stiegen im Vergleich zum Vorjahr brutto um 4,4 %. Wegen einer geringeren Zunahme der Sozialbeiträge waren die Nettozuwächse mit 4,9 % etwas höher.
Für 2020 prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute eine Fortsetzung der Expansion. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Institut für Weltwirtschaft und das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut gehen davon aus, dass die Beschäftigung weiter steigt und der Welthandel wieder zunimmt. Entsprechend prognostizieren die drei Institute ein Wirtschaftswachstum von 1,0 % bis 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Zudem erwartet das Institut für Weltwirtschaft, dass die Bauinvestitionen bedingt durch günstige Finanzierungsbedingungen in den nächsten beiden Jahren um jeweils 2,5 % steigen.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung berücksichtigend ist die konjunkturelle Lage für uns weiterhin attraktiv. Im Hinblick auf die gute Beschäftigungssituation sowie das prognostizierte Wirtschaftswachstum erwarten wir, dass die Immobiliennachfrage weiterhin hoch bleibt.
Wohnungsbaugenehmigungen und -fertigstellungen in Deutschland
Nach einer rückläufigen Entwicklung der Wohnungsbaugenehmigungen von 2016 bis 2018 war von Januar bis November 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein leichter Anstieg zu beobachten. So wurden deutschlandweit rund 319 Tsd. Wohnungsbauten genehmigt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von rund 4 Tsd. Bauten bzw. 1,3 %. Im Bereich der Einund Zweifamilienhäuser zeigte sich eine Zunahme um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg der Baugenehmigungen im Bereich der Mehrfamilienhäuser fiel mit 0,9 % etwas geringer aus. Der Rückgang in der Kategorie der Wohnheime, zu denen auch die Flüchtlingsunterkünfte zählen, setzte sich mit -20,9 % in 2019 weiter fort.
Bei den Baufertigstellungen werden ebenfalls Zuwächse erwartet. Während in 2018 rund 286 Tsd. Bauten fertiggestellt wurden, prognostizieren der Zentralverband Deutsches Baugewerbe und das ifo Institut für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 die Fertigstellung von rund 300 Tsd. Wohneinheiten, was einem Plus von rund 4,9 % entspricht. Damit liegen die Baufertigstellungen jedoch weiterhin signifikant hinter den Baugenehmigungen zurück.
Wohnungsbaugenehmigungen und -fertigstellungen in Deutschland
Die Entwicklung des deutschen Wohnungsmarktes wird derzeit insbesondere vom Trend zum Leben in den Ballungszentren geprägt. Während schon heute rund 77 % der Bevölkerung Deutschlands in Städten lebt, wird sich diese Zahl bis 2050 voraussichtlich auf rund 84 % ausweiten. Ursächlich für diese Entwicklung sind die hohen Zuzugsraten, welche die Fortzüge deutlich übersteigen. So wird beispielsweise in Berlin die Einwohnerzahl bis 2035 voraussichtlich um fast 11 % wachsen. Für Hamburg und München gehen aktuelle Prognosen von einem Anstieg der Bevölkerung um rund 9 % bzw. 19 % bis 2040 aus. Diesen Trend belegen auch Studien des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung sowie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Demnach ziehen überwiegend junge Bevölkerungsgruppen sowie Zuwanderer aus dem Ausland in die Metropolregionen. So haben z. B. Berlin und Hamburg von 2012 bis 2017 jährlich 47.500 bzw. 18.700 Einwohner hinzugewonnen, wobei die Zuzüge oftmals auf die Arbeitsplatzperspektiven und Aussichten auf höhere Löhne und Gehälter zurückzuführen sind.
Deutschlandweit kalkuliert das Institut der deutschen Wirtschaft für den Zeitraum von 2016 bis 2020 mit einem jährlichen Bedarf von rund 342 Tsd. Neubauwohnungen. Einhergehend mit der prognostizierten demographischen Entwicklung und den hohen Zuzugsraten ist insbesondere in den Ballungszentren eine Ausweitung des erforderlichen Wohnungsbestands notwendig.
| Jährliche Baufertigstellungen | Jährlicher Baubedarf* | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2017 | 2018 | 2016-2020 | 2021-2025 | 2026-2030 | |||
| Berlin | 13.659 | 15.669 | 16.706 | 20.900 | 20.500 | 21.300 | ||
| Hamburg | 7.722 | 7.920 | 10.674 | 10.200 | 8.500 | 8.400 | ||
| München | 7.381 | 8.340 | 9.351 | 12.500 | 8.900 | 6.900 | ||
| Deutschland gesamt | 277.691 | 284.816 | 285.914 | 341.700 | 260.200 | 245.400 |
Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge wurden deutschlandweit im Zeitraum von 2016 bis 2018 lediglich 83 % der Wohnungen gebaut, die für den Ausgleich des Bedarfs erforderlich gewesen wären. In Berlin liegt die Quote für denselben Zeitraum bei 73 %, in Hamburg bei 86 % und
in München bei 67 %. Insgesamt beträgt der ungedeckte Wohnungsneubaubedarf für den Zeitraum von 2016 bis 2018 deutschlandweit rund 177 Tsd. Wohnungen. Die Ausweitung der Bautätigkeit auf rund 300 Tsd. fertiggestellte Wohneinheiten in 2019 genügt dabei bei weitem nicht, um den über die vergangenen Jahre angewachsenen Wohnungsbedarf zu decken.
Wohnungsneubau im europäischen Vergleich
Der Anstieg der Baufertigstellungen zeigte sich auch in der Bauintensität. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich diese von 3,3 auf 3,7 fertiggestellte neue Wohnungen je 1.000 Einwohner. Von einem Boom zu sprechen scheint jedoch übertrieben, denn die Bautätigkeit ist mit Ausnahme von Tschechien in allen anderen Nachbarländern nach wie vor stärker als in Deutschland. Während in den Niederlanden aktuell etwa 5 % mehr gebaut wird, ist die Wohnungsbauintensität in Österreich fast 80 % höher als hierzulande. Die Tatsache, dass es sich bei unseren Nachbarn überwiegend um Märkte mit vergleichbaren Ausgangsbedingungen wie in Deutschland handelt, macht laut LBS Research deutlich, dass vier Wohnungen und mehr pro 1.000 Einwohner in der Mitte Europas durchaus als "normal" anzusehen sind und Deutschland somit über weiteres Steigerungspotenzial verfügt.

Wohnungsneubau in Europa 2019 (Prognose - Fertigstellungszahlen je 1.000 Einwohner)
Das vorhandene Wachstumspotenzial wird auch mit Blick auf die Wohneigentumsquote in Europa deutlich, wo Deutschland mit einer Quote von 45 % nach wie vor auf einem der hintersten Plätze rangiert.
Wohneigentumsquote in Europa Wohneigentumsquote nach Bundesländern

Begrenzende Faktoren in der Baubranche
Dem Wachstumspotenzial stehen jedoch verschiedene Engpässe gegenüber, welche das potenziell mögliche Wachstum der Wohnungsneubauten begrenzen. So sorgt die äußerst dynamische Nachfrage nach qualifizierten Sub- und Generalunternehmern für eine hohe Auslastung der Kapazitäten und einen dementsprechend starken Anstieg der Baukosten. Aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge erhöhten sich die Preise für den Neubau von Wohngebäuden im Zeitraum von 2015 bis 2019 um 15,7 %. Zudem verschärfen der in der Baubranche besonders ausgeprägte Fachkräftemangel, resultierend aus steigenden Antragszahlen für die Rente ab 63 Jahren sowie sinkenden Bewerberzahlen für Ausbildungsplätze, die Knappheit an bauausführenden Unternehmen. Diesen Engpass bestätigt auch der steigende Bauüberhang. So erhöhte sich in 2018 die Anzahl an Bauten, die bereits genehmigt aber noch nicht fertiggestellt wurden, auf rund 697 Tsd. Wohnungen.
Ferner waren im vergangenen Jahr unverändert Kapazitätsengpässe der Genehmigungsbehörden bei der Bearbeitung von Bauanträgen zu beobachten. Der unverändert hohe Bedarf an Wohnungsneubauten dürfte nicht zu einer Verkürzung der Genehmigungsdauern beitragen.
Dritter begrenzender Faktor für den Neubau von Wohnimmobilien ist die eingeschränkte Verfügbarkeit von Bauland insbesondere in den Ballungsräumen um die Großstädte. Ein Angebotsanstieg der Baulandflächen war in den vergangenen Jahren trotz der immens gestiegenen Nachfrage jedoch kaum zu beobachten, sodass die Grundstückspreise in den Metropolregionen, getrieben von der hohen Nachfrage, jährlich einen sehr deutlichen Preisanstieg vollzogen haben. Unter Berücksichtigung des prognostizierten Bevölkerungswachstums in den Städten ist daher durchaus vorstellbar, dass sich diese expansive Entwicklung auch in den nächsten Jahren fortsetzen könnte.
Neben der Nahverdichtung in bestehenden Wohnregionen fordern Experten die Schaffung neuer Stadtviertel zur Deckung des hohen Bedarfs an Neubauwohnungen. Die Lockerung von Restriktionen
und Auflagen beispielsweise im Hinblick auf Gebäudehöhen oder Stellplatzflächen könnte ferner zu einer Angebotsausweitung beitragen.
Wir stellen uns den aktuellen Herausforderungen der Immobilienbranche und haben unsere Strukturen und Prozesse den Entwicklungen angepasst. So haben wir uns in den letzten Jahrzehnten über eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit ein großes Netzwerk an Sub- und Generalunternehmern aufgebaut, mithilfe dessen wir bestmöglich auf die Engpasssituation und den Fachkräftemangel in der Baubranche reagieren können. Im Hinblick auf die eingeschränkte Verfügbarkeit von begehrten Baulandflächen haben wir in großem Umfang in Grundstücke in deutschen Großstädten und deren Speckgürteln sowie in attraktiven Urlaubsregionen investiert. Dadurch haben wir uns eine breit diversifizierte Grundstückspipeline mit einem Umsatzpotenzial von ca. 1,5 Mrd. € gesichert.
Günstige Baufinanzierungsbedingungen
Die Zinsen für Baufinanzierungen bewegten sich im letzten Jahr weiterhin auf dem niedrigsten Niveau der letzten dreißig Jahre und erreichten mit 0,65 % bzw. 0,74 % im Bereich der fünf- und zehnjährigen Zinsbindung neue Tiefstwerte. Damit sind die Finanzierungsbedingungen im historischen Vergleich nach wie vor als exzellent zu bezeichnen. Bauherren und Erwerber von Bestandsimmobilien profitierten somit von äußerst niedrigen Bau- und Immobiliendarlehen. Die nachfolgende Grafik über die Bauzinsentwicklung verdeutlicht das historisch niedrige Zinsniveau. Ferner bestätigte die EZB, dass sie auf unbestimmte Zeit monatlich weitere Anleihen kaufen will. Unter Berücksichtigung der Entscheidung der EZB vom 23.01.2020, den Leitzins bei null Prozent zu belassen, gehen Experten aktuell davon aus, dass die Niedrigzinsphase noch einige Zeit anhält.

Das historisch niedrige Zinsniveau ermöglicht unseren Kunden den Abschluss von äußerst niedrig verzinsten Baufinanzierungen. Mittels der vergleichsweise günstigen Finanzierungskonditionen, welche die deutlichen Anstiege bei Grundstücks-, Bau- und Erwerbsnebenkosten kompensieren, bleibt so auch in Zeiten hoher Immobilienpreise der Traum vom Eigenheim für viele Familien realisierbar. Darüber hinaus ist bereits seit längerer Zeit zu beobachten, dass auch die Anzahl der Erwerber, welche den Kaufpreis der Immobilie vollständig mit Eigenkapital belegen, stetig zunimmt.

Bauzinsentwicklung* 2010-2020
Staatliche Fördermaßnahmen
Mit dem in 2018 ins Leben gerufenen Baukindergeld wird das Ziel verfolgt, den Wohnungsbau zu fördern und insbesondere einkommensschwächeren Familien die Realisierung ihres Traums vom Eigenheim zu erleichtern. Das Baukindergeld ist ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss und Familien oder Alleinerziehende beim Eigenheimerwerb mit 12.000 € pro Kind, ausgezahlt in zehn jährlichen Raten zu je 1.200 €, unterstützt. Der Zuschuss wird bis zu einem jährlich zu versteuernden Haushaltseinkommen bei einem Kind von maximal 90.000 € gewährt. Pro weiterem Kind steigt das Limit um jeweils 15.000 € an. Die Förderung durch das Baukindergeld ist zunächst bis zum 31.12.2020 befristet. Der Stand per Ende November 2019 zeigt, dass die Förderungsmaßnahme zahlreich genutzt wird. So wurden deutschlandweit zu diesem Zeitpunkt bereits Zuschüsse von 3,5 Mrd. € in Anspruch genommen.
Ferner fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau den Neubau oder Ersterwerb von energieeffizienten Häusern. So ist es seit der Anpassung zu Beginn 2020 möglich, hierfür Förderkredite bis zu 120.000 € aufzunehmen. Zudem profitieren Erwerber eines energieeffizienten Hauses je nach Effizienzhaus-Standard von Tilgungszuschüssen bis zu 30.000 €.

Unsere Produktpalette im Bereich Wohnen adressiert als eine wesentliche Zielgruppe Familien aus dem mittleren Einkommenssegment, welche mit dem Baukindergeld bei der Realisierung ihres Traums von einer eigenen Immobilie unterstützt werden. Darüber hinaus steigern die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau die Attraktivität nachhaltiger Energiekonzepte, auf welche wir bereits seit vielen Jahren ein besonderes Augenmerk legen (siehe Abschnitt Nachhaltige Energiekonzepte).
Auftragslage Konzern
Der HELMA-Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 deutliche Zuwächse bei der Auftragsentwicklung. So belief sich der Netto-Auftragseingang auf 296,5 Mio. € (Vj: 278,6 Mio. €), was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von rund 6,4 % entspricht.
Die HELMA Eigenheimbau AG erzielte im Geschäftsjahr 2019 erneut deutliche Zuwächse. So stieg das Auftragsvolumen im Berichtsjahr um rund 15,1 % und erreichte mit 121,7 Mio. € einen neuen Höchstwert. Die im Bauträgergeschäft tätige Tochtergesellschaft HELMA Wohnungsbau GmbH verzeichnete ebenfalls einen hohen Auftragseingang. Mit einem Volumen von 131,3 Mio. € lag dieser leicht unter dem Vorjahreswert. Nach einem zögerlichen Start in das Geschäftsjahr 2019 profitierte die HELMA Ferienimmobilien GmbH erwartungsgemäß von den Vertriebsstarts im zweiten Halbjahr. Entsprechend lag der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2019 mit 43,4 Mio. € rund 10,5 % über dem Vorjahreswert.
| in TE | 2019 | Anteil in % |
2018 | Anteil in % |
2017 | Anteil in % |
2016 | Anteil in % |
2015 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| HELMA Eigenheimbau AG | 121.737 | 41.1 | 105.771 | 38.0 | 93.594 | 99.041 | 34.5 | 111.155 | 41.3 | |
| HELMA Wohnungsbau GmbH | 131.332 | 44,3 133.509 | 47,9 99.924 | 40.7 | 150.805 | 52,6 | 51.4 | |||
| HELMA Ferienimmobilien GmbH | 43.417 | 14.6 | 39.296 | 14.1 | 51.874 | 21.1 | 36.969 | 12,9 | 19.611 | 7,3 |
| Summe | 296.486 | 100,0 278.576 100,0 245.393 100,0 286.815 100,0 269.386 100,0 |
| Beiträge der Konzerngesellschaften zum Konzern-Auftragseingang | |||
|---|---|---|---|
| -- | ---------------------------------------------------------------- | -- | -- |
Der IFRS-Auftragsbestand des HELMA-Konzerns belief sich zum 31.12.2019 auf 202,7 Mio. € und liegt damit rund 18,3 % über dem Vorjahreswert. Im vorgenannten Wert sind die aus den laufenden Bauvorhaben nach IFRS bereits anteilig realisierten Umsatzerlöse in Höhe von 140,9 Mio. € (31.12.2018: 99,6 Mio. €) nicht mehr enthalten.

Auftragseingang und Auftragsbestand im HELMA-Konzern (nach IFRS)
Ertragslage Konzern
Umsatzentwicklung
Die Umsatzerlöse des HELMA-Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 263,2 Mio. € (Vj: 253,3 Mio. €). Dies entspricht einem Anstieg von rund 3,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 648 Einheiten (Vj: 795 Einheiten) schlussgerechnet. Von den Schlussrechnungen entfielen 366 Häuser auf die HELMA Eigenheimbau AG, 168 Einheiten auf die HELMA Wohnungsbau GmbH sowie 114 Einheiten auf die HELMA Ferienimmobilien GmbH. Bei den beiden letztgenannten Angaben ist die Fertigstellung einer Hauseinheit, die zusammen mit einem Grundstück an den Kunden verkauft wurde, jeweils als nur eine Einheit enthalten.
Die HELMA Eigenheimbau AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 einen Anteil von 98,3 Mio. € (Vj: 85,6 Mio. €) am Konzern-Umsatz, der sich im Vergleich zum Vorjahr mit einer signifikanten Steigerung von rund 14,9 % dem mittelfristig angestrebten Niveau von mindestens 100,0 Mio. € bereits stark genähert hat. Mit einem Umsatz von 123,9 Mio. € (Vj: 122,6 Mio. €) verzeichnete die HELMA Wohnungsbau GmbH im Geschäftsjahr 2019 einen leichten Zuwachs. Die Umsatzerlöse der HELMA Ferienimmobilien GmbH betrugen 39,8 Mio. € (Vj: 44,0 Mio. €) und lagen, bedingt durch den zurückhaltenden Start in das Vertriebsjahr (siehe Auftragslage), leicht hinter dem Vorjahrswert zurück.
Mit Blick auf die gut gefüllte Projektpipeline und den Auftragsbestand zum Jahresende sind wir zuversichtlich, dass sich die positiven Verläufe unserer Bauträgerprojekte in den kommenden Perioden auch wieder in spürbar steigenden Umsatzerlösen bemerkbar machen werden.
Die Umsätze der Hausbau Finanz GmbH wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 8,7 % gesteigert und beliefen sich auf 1,2 Mio. € (Vj: 1,1 Mio. €).
Beiträge der Konzerngesellschaften zum Konzern-Umsatz (nach IFRS)
| in TE | 2019 | Anteil in % |
2018 | Anteil in % |
2017 | Anteil in % |
2016 | Anteil in % |
2015 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| HELMA Eigenheimbau AG | 98.336 | 37.4 | 85.560 | 33.8 | 85.071 | 31.8 | 91.864 | 34.8 | 78.245 | 37.1 |
| HELMA Wohnungsbau GmbH | 123.942 | 47.1 | 122.628 | 48.4 | 133.352 | 49,9 | 139.428 | 52,9 | 110.916 | 52.7 |
| HELMA Ferienimmobilien GmbH | 39.751 | 15.1 | 43.971 | 17.4 | 48.116 | 18.0 | 31.657 | 12.0 | 20.679 | 0.8 |
| Hausbau Finanz GmbH | 1.214 | 0.4 | 1.117 | 0.4 | 879 | 0,3 | 893 | 0.3 | 778 | 0.4 |
| Summe | 263.243 | 100,0 | 253.276 | 100,0 | 267.418 | 100,0 | 263.842 | 100,0 | 210.618 | 100,0 |
Ertragsentwicklung
Um eine optimale Vergleichbarkeit der Ertragsentwicklung des HELMA-Konzerns, unabhängig von potenziellen Einflüssen der allgemeinen Zinsentwicklung, zu ermöglichen, wird im Folgenden das Konzern-EBIT abweichend von der Gesamteinkommensrechnung bereinigt um den Abgang der aktivierten Zinsen dargestellt. Zu aktivieren sind Zinskosten, welche direkt einem Projekt zugeordnet werden können. Mit Realisierung der jeweiligen Projekte gehen die aktivierten Zinsen aus den Vorräten ab und werden bestandsmindernd über die Gesamteinkommensrechnung gebucht.
Ausgehend von den im Berichtsjahr erwirtschafteten Konzern-Umsatzerlösen von 263,2 Mio. € (Vj: 253,3 Mio. €) belief sich das (unbereinigte) Konzern-EBIT auf 22,8 Mio. € (Vj: 21,8 Mio. €). Darin berücksichtigt ist der Abgang aktivierter Zinsen, welcher ein Volumen von 0,7 Mio. € (Vj: 1,1 Mio. €) aufwies. Das um den Abgang aktivierter Zinsen bereinigte Konzern-EBIT betrug im Berichtsjahr 23,5 Mio. € (Vj: 22,9 Mio. €).

Konzern-Umsatz und bereinigtes Konzern-EBIT (nach IFRS)
Bei einem Finanzergebnis von 0,8 Mio. € (Vj: -0,6 Mio. €), welches wie geplant Kapitaleinkünfte aus Umsatzsteuererstattungsanträgen im niedrigen siebenstelligen Eurobereich beinhaltet, belief sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 23,6 Mio. € (Vj: 21,2 Mio. €). Damit liegt das EBT im erwarteten Zielkorridor. Ferner betrug das Konzernergebnis nach Anteilen Fremder 16,1 Mio. € und konnte damit im Vergleich zum Vorjahreswert um rund 1,7 Mio. € gesteigert werden. Insgesamt wurde so ein neuer Rekordgewinn je Aktie von 4,04 € (Vj: 3,62 €) erwirtschaftet, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von rund 11,6 % entspricht.
Konzern-EBT und Ergebnis je Aktie (nach IFRS)

Geschäftsverlauf des HELMA-Konzerns (nach IFRS)
| in TE | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 263.243 | 253.276 |
| - davon Erlöse aus langfristigen Fertigungsaufträgen (PoC-Methode)* | 41.238 | -5.898 |
| Bereinigte Bestandsveränderungen** | 10.496 | 26.865 |
| Bereinigte Gesamtleistung ** | 273.739 | 280.141 |
| sonstige betriebliche Erträge | 2.609 | 1.634 |
| Materialaufwand und Fremdleistungen | -207.776 | -217.104 |
| Personalaufwand | -24.956 | -23.853 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -17.738 | -15.935 |
| Bereinigtes EBITDA** | 25.878 | 24.883 |
| Abschreibungen | -2.389 | -1.992 |
| Bereinigtes EBIT** | 23.489 | 22.891 |
| Abgang aktivierter Zinsen | -707 | -1.107 |
| Finanzergebnis | 812 | -631 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 23.594 | 21.153 |
| Ertragsteuern | -7.419 | -6.635 |
| Konzernergebnis vor Anteilen Fremder | 16.175 | 14.518 |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | -31 | -31 |
| Konzernergebnis nach Anteilen Fremder | 16.144 | 14.487 |
| Ergebnis je Aktie | 4,04 | 3,62 |
Entwicklung der Kostenquoten und Margen
Die Materialaufwandsquote, welche, um eine optimale Vergleichbarkeit herzustellen, um diejenigen Materialaufwendungen bereinigt wurde, denen keinerlei Umsatzerlöse gegenüberstehen, belief sich im Berichtsjahr auf 75,5 %. Die Verbesserung um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr resultiert dabei insbesondere aus den im Verhältnis zu den erzielten Verkaufspreisen günstigen Grundstückseinstandskonditionen bei diversen Bauträgerprojekten.
Die Personalaufwandsquote auf Basis der Umsatzerlöse lag im Berichtsjahr bei 9,5 % und somit leicht oberhalb des Vorjahresniveaus. Ursächlich hierfür waren bei etwas geringerem Personalbestand und moderatem Umsatzwachstum die vorgenommenen marktbedingten Lohnanpassungen. Der derzeitige Personalbestand wird aufgrund der Erwartung steigender Umsatzerlöse in den kommenden Jahren unverändert als angemessen angesehen und dient zur Sicherung der weiterhin qualitativ hochwertigen Herstellung unserer Produkte bei anziehenden Volumina.
Die bereinigte sonstige betriebliche Aufwandsquote, die sich aus dem Quotienten aus der Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge und den Umsatzerlösen ergibt, belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 5,7 %.

Entwicklung der Kostenquoten auf Basis der Umsatzerlöse (nach IFRS)
Die Rohertragsmarge betrug im Berichtsjahr 24,5 % (Vj: 23,8 %). Diese erneute Verbesserung ist auf weit überdurchschnittliche Gewinne bei diversen Bauträgerprojekten zurückzuführen.
Die um den Abgang aktivierter Zinsen bereinigte EBIT-Marge belief sich im Berichtsjahr auf 8,9 % und liegt damit in etwa auf dem Vorjahresniveau. Die EBT-Marge und die Umsatzrendite legten im Vergleich zum letzten Jahr erneut zu und erreichten mit 9,0 % bzw. 6,1 % jeweils den höchsten Wert seit die Gesellschaft an der Börse gelistet ist.
Entwicklung der Ergebnis-Kennziffern auf Basis der Umsatzerlöse (nach IFRS)

Vermögens- und Finanzlage Konzern
Aktiva
Die Bilanzsumme des HELMA-Konzerns stieg im Berichtszeitraum um 11,3 % auf 380,2 Mio. € (31.12.2018: 341,4 Mio. €). Die langfristigen Vermögenswerte lagen dabei zum Bilanzstichtag mit 27,9 Mio. € ca. 5,6 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 (Leasingverhältnisse) und der damit einhergehenden Aktivierung der Nutzungsrechte im Sachanlagevermögen sowie der Erhöhung der sonstigen langfristigen Vermögenswerte.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten kam es zu einer deutlichen Zunahme um 33,1 Mio. € auf 352,3 Mio. €, welche im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Vorräte und der Forderungen aus Auftragsfertigung resultierte. Als größte Positionen, welche zugleich die Basis für ein weiterhin wachsendes Projektgeschäft darstellen, beinhalteten die Vorräte die nach dem Niederstwertprinzip bewerteten Projektgrundstücke in Höhe von 192,5 Mio. € (31.12.2018: 185,9 Mio. €) sowie unfertige Baukörper im Volumen von 29,1 Mio. € (31.12.2018: 26,5 Mio. €). Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag mit 16,7 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau.
| in TE | 31.12.2019 | Anteil in 0/0 |
31.12.2018 | Anteil in 0/0 |
్యా 100 |
73 92,7 |
0.0 93,5 |
Vermögenswerte langfristig Vermögenswerte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte langfristig davon Sachanlagevermögen |
27.863 19.919 |
7,3 5.2 |
22.239 19.065 |
6.5 5.6 |
75 | kurzfristig | ||
| Vermögenswerte kurzfristig - davon Vorräte inkl. Grundstücke davon liquide Mittel |
352.301 232.210 16.703 |
92.7 61.1 4.4 |
319.201 220.152 16.328 |
93,5 64.5 4.8 |
50 25 |
|||
| Summe Aktiva | 380.164 | 100,0 | 341.440 | 100.0 | 0 | Aktiva 31.12.2019 | Aktiva 31.12.2018 |
Konzern-Bilanzstruktur Aktiva (nach IFRS)
Passiva
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag von 97,7 Mio. € auf 108,6 Mio. €. Der Zuwachs resultierte dabei im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr 2019 erwirtschafteten Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von 16,1 Mio. € abzüglich der im Juli 2019 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2018 im Umfang von 5,2 Mio. €. Hieraus ergibt sich zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 28,6 % (31.12.2018: 28,6 %), welche im Branchenvergleich ein weit überdurchschnittlich hohes Niveau aufweist.
Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich im Berichtszeitraum von 152,7 Mio. € auf 167,0 Mio. €, was insbesondere auf die Erhöhung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 142,6 Mio. € auf 155,6 Mio. € zurückzuführen ist. Darin enthalten sind Schuldscheindarlehen über insgesamt 11,5 Mio. €, welche in der ersten Jahreshälfte des Berichtsjahres mit einer langfristigen Laufzeit bis zum 09.01.2024 zu einem Zinssatz von 2,5 % p.a. platziert wurden. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme reduzierte sich indes auf 43,9 % (31.12.2018: 44,7 %).
Bei Abschluss der Schuldscheindarlehensverträge wurde analog zu den jeweils in den Geschäftsjahren 2015 bis 2018 begebenen Schuldscheindarlehen sowie den in 2016 und 2017 aufgenommenen KfW-Darlehen die Einhaltung von Covenants vertraglich vereinbart. Zum 31.12.2019 erfüllt der HELMA-Konzern alle geforderten Finanzkennzahlen (Eigenkapital von mindestens 21 Mio. € und eine Eigenkapitalquote von mindestens 15,0 %). Daneben ist der HELMA-Konzern eine Dividendenbeschränkung eingegangen, nach der Dividenden an ihre Aktionäre nur bis maximal 50 % des Jahresüberschusses, wie er sich aus dem handelsrechtlichen Einzelabschluss der HELMA Eigenheimbau AG ergibt, gezahlt werden dürfen.
Der verbleibende Anteil von 27,5 % (31.12.2018: 26,7 %) an der Bilanzsumme entfiel auf das kurzfristige Fremdkapital, welches sich zum Bilanzstichtag um 13,5 Mio. € auf 104,5 Mio. € (31.12.2018: 91,0 Mio. €) erhöhte. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag um 3,0 Mio. € auf 36,0 Mio. € und beinhalten als größte Position Grundstücks- und Projektfinanzierungen, welche über Kaufpreiszahlungen der Erwerber getilgt werden. Da hierdurch eine Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten innerhalb der nächsten 12 Monate anzunehmen ist, sind diese unabhängig von der tatsächlichen Finanzierungslaufzeit als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten darzustellen.

Konzern-Bilanzstruktur Passiva (nach IFRS)
Die Nettofinanzverbindlichkeiten des HELMA-Konzerns erhöhten sich insbesondere durch Aufnahme der Schuldscheindarlehen zum 31.12.2019 von 159,3 Mio. € auf 174,9 Mio. €. Gleichzeitig nahm das Eigenkapital in diesem Zeitraum von 97,7 Mio. € auf 108,6 Mio. € zu. Mit einem Anteil der Nettofinanzverbindlichkeiten an der Bilanzsumme von 46,0 % (31.12.2018: 46,7 %) und bei einer Eigenkapitalquote von 28,6 % (31.12.2018: 28,6 %) verfügt der HELMA-Konzern weiterhin über eine sehr gesunde Kapitalstruktur.
Bedingt durch unsere sehr gute Bonität und Eigenkapitalausstattung betrug die durchschnittliche Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten des HELMA-Konzerns zum 31.12.2019 ca. 2,26 % p.a. und liegt damit sehr deutlich unter den durchschnittlichen Finanzierungskosten des relevanten Wettbewerbs.
Entwicklung von Nettofinanzverbindlichkeiten und Eigenkapital
| in TE | 31.12.2019 | Anteil 0/0 in |
31.12.2018 | Anteil in % |
31.12.2017 | Anteil in % |
31.12.2016 | Anteil in % |
31.12.2015 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten* | 191.601 | 175.640 | 165.892 | 135.651 | 111.074 | |||||
| Zahlungsmittel und -aquivalente |
-16.703 | -16.328 | -16.656 | -11.331 | -12.493 | |||||
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 174.898 | 46.0 | 159.312 | 46.7 | 149.236 | 47.0 | 124.320 | 44.7 | 98.581 | 40.2 |
| Eigenkapital | 108.594 | 28.6 | 97.716 | 28.6 | 88.829 | 28.0 | 80.236 | 28.8 | 69.898 | 28,5 |
| Bilanzsumme | 380.164 | 100,0 | 341.440 | 100,0 | 317.653 | 100,0 | 278.242 | 100,0 | 244.994 | 100,0 |
Einhergehend mit dem Anstieg der Nettofinanzverbindlichkeiten von 159,3 Mio. € auf 174,9 Mio. € nahm die Vorratsposition von 220,2 Mio. € auf 232,2 Mio. € zu. Die darin enthaltenen Projektgrundstücke in Höhe von 192,5 Mio. € (31.12.2018: 185,9 Mio. €) bilden zusammen mit den weiteren vertraglich gesicherten Grundstücken mit einem Kaufpreisvolumen von 47,7 Mio. € per 31.12.2019 eine exzellente Voraussetzung zur Ausweitung des margenstarken Bauträgergeschäfts. Zum Bilanzstichtag übersteigen die Vorräte die Nettofinanzverbindlichkeiten um 57,3 Mio. € (31.12.2018: 60,8 Mio. €).

Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten und Vorräte
Kapitalflussrechnung
Das im Berichtszeitraum erwirtschaftete, positive operative Ergebnis des HELMA-Konzerns kommt bei der Betrachtung der Kapitalflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit in der Position Cash Earnings mit einem Volumen von 18,1 Mio. € zum Ausdruck. Darüber hinaus wurde das für die Ausweitung des Bauträgergeschäfts notwendige Working Capital u. a. durch zusätzliche Grundstückskäufe um 21,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr ausgebaut. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich somit im Berichtsjahr auf -3,5 Mio. € (Vj: 4,1 Mio. €).
Erwartungsgemäß lagen die Investitionen im Berichtsjahr deutlich unter dem Vorjahresniveau (siehe Abschnitt Investitionen Konzern). Entsprechend reduzierte sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr auf -2,0 Mio. € (Vj: -4,4 Mio. €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2019 5,9 Mio. € (Vj: 0,1 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus den vorgenannten Schuldscheindarlehenstransaktionen.
Zum Bilanzstichtag verfügt der HELMA-Konzern über einen Finanzmittelfonds in Höhe von 16,7 Mio. €. Darüber hinaus stehen freie ungenutzte Kreditlinien in niedriger zweistelliger Millionenhöhe zur Verfügung. Die Finanzlage des HELMA-Konzerns stellt sich somit weiterhin als äußerst solide dar.
| in TE | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cashtlow aus laufender Geschäftstätigkeit | -3.499 | 4.061 | -13.344 | -16.088 | -31.872 |
| davon Cash Earnings | 18.089 | 14.983 | 17.965 | 20.953 | 15.325 |
| davon Working Capital Veränderungen | -21.628 | -10.877 | -31.278 | -37.039 | -47.207 |
| davon Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen | -29 | -16 | -31 | -2 | 10 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -2.005 | -4.445 | -3.298 | -1.839 | -1.916 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 5.879 | 56 | 21.967 | 16.765 | 39.365 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 16.703 | 16.328 | 16.656 | 11.331 | 12.493 |
Konzern-Kapitalflussrechnung (nach IFRS)
Investitionen Konzern
Im Geschäftsjahr 2019 haben wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2,3 Mio. € (Vj: 5,0 Mio. €) getätigt. Damit lagen die Investitionen erwartungsgemäß deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Auf den Bereich Grundstücke und Gebäude entfiel ein Investitionsanteil von 0,8 Mio. € (Vj: 2,9 Mio. €), der zu einem großen Teil für den Neubau unserer Büroräume in Berlin-Karlshorst verwendet wurde. Weitere Teile entfielen auf die Errichtung eines neuen Musterhauses in Ottendorf-Okrilla bei Dresden sowie die Modernisierung unseres Musterhausbestands.
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen im Berichtsjahr 0,6 Mio. € (Vj: 0,7 Mio. €) und entfielen im Wesentlichen auf Softwareprogrammierungen und -lizenzen.
Die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung beliefen sich in 2019 auf 0,9 Mio. € (Vj: 1,5 Mio. €) und wurden schwerpunktmäßig für neue Fahrzeuge, IT-Ausstattung und Büroeinrichtung verwendet.
| in T€ | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Grundstücke und Gebäude | 2.925 | |
| lmmaterielle Vermögenswerte | 650 | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.466 | |
| Summe | 2.278 | 5.041 |
Investitionen im Bereich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Unternehmerische Verantwortung - nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Innovation und Nachhaltigkeit prägen die Strategie des HELMA-Konzerns. Als wachstumsorientiertes Unternehmen stellen wir uns unserer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt und sind uns zugleich bewusst, dass wir unsere Marktstellung und unseren unternehmerischen Erfolg mittelfristig nur dann weiter ausbauen können, wenn wir kontinuierlich an unseren Produkten und Dienstleistungen arbeiten und diese durch Innovationen weiterentwickeln.
Attraktive Arbeitswelt
Hierzu bedarf es in großem Maße des Engagements und Ideenreichtums unserer Mitarbeiter. Es ist daher unser Ziel, uns nachhaltig als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber zu präsentieren, für unsere Mitarbeiter angemessene Arbeitsbedingungen bereitzustellen und somit die Fluktuationsrate wie in den Vorjahren auf einem niedrigen Niveau im einstelligen Prozentbereich zu halten.
Fachliche Weiterbildung / Teambuilding
Unseren Mitarbeitern bieten wir verschiedenste Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung an. Dazu ermitteln wir im ersten Quartal eines jeden Jahres, in den sogenannten Jahresgesprächen zwischen Mitarbeiter und Führungskraft, den jeweils individuellen Bedarf an fachlicher und persönlicher Weiterbildung, sammeln diese Wünsche und Anforderungen und erstellen daraus für die kommenden zwölf Monate ein umfangreiches Weiterbildungsangebot. Dieses reicht von Auffrischungen der Kenntnisse alltäglich genutzter PC-Programme in hausinternen Gruppenseminaren bis hin zu spezifischer Weiterbildung und individuellem Kompetenzausbau einzelner Mitarbeiter in mehrtägigen, auswärtigen Schulungen. Darüber hinaus werden in regelmäßigen Abständen Teambuilding-Maßnahmen angeboten, um das Miteinander in Abteilungsteams und das bereichsübergreifende Verständnis zu stärken. Ferner fördern wir im Rahmen des sogenannten Job-Visitings die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, indem Mitarbeiter in anderen Abteilungen die täglichen Arbeitsabläufe begleiten können.
Sozialkompetenz
Teamfähigkeit sowie verbale und nonverbale Kommunikation - das sind u. a. Anforderungen, die täglich neu an uns gestellt werden. Auch der Umgang mit Konflikten, ob beruflich oder privat, stellt viele von uns immer wieder vor große Herausforderungen. Sollen wir unsere Emotionen unterdrücken, steuern oder ungefiltert herauslassen? Wie funktioniert eine erfolgreiche Interaktion in Gruppen oder in der Gesellschaft? Antworten auf diese Fragen und frische Denkansätze können sich unsere Mitarbeiter gemeinsam mit externen Trainern erarbeiten. Hierzu bieten wir regelmäßige Sozialkompetenz-Seminare an, die außerhalb der beruflichen Umgebung und in kleinen Gruppen stattfinden. Jeder einzelne Teilnehmer kann auf diese Weise neue Wege für sich und seine persönliche Entwicklung entdecken.
Gesundheitsmanagement / Betriebssport
Gesunde, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter sind das Fundament unserer täglichen Arbeit. Ergänzend zum Arbeitsumfeld und den Weiterbildungsmöglichkeiten unterstützen wir unsere Mitarbeiter daher mit Angeboten im Rahmen der Gesundheitsvorsorge. Von Ernährungsberatung und Seminaren zur progressiven Muskelentspannung, speziell zugeschnitten auf die Anforderungen und Belastungen des Berufsalltags, bis hin zur Unterstützung von regelmäßigen sportlichen Aktivitäten im Mitarbeiterkreis wie Laufen, Yoga, Beachvolleyball und Badminton fördern wir die gesundheitliche Prävention inner- wie außerbetrieblich.
Soziales Engagement
Als Dienstleister für den privaten Hausbau ist es ein essentieller Bestandteil unserer täglichen Arbeit, einen gemeinsamen Platz für sich liebende Menschen und ein neues Zuhause für Kinder und Eltern zu schaffen. Mit unserem sozialen und gesellschaftlichen Engagement sind wir aber auch ganz bewusst um den zentralen Lebensmittelpunkt Haus herum tätig. Unser Anliegen ist es, speziell die Entwicklung von Kindern in verschiedenen Lebensabschnitten und -situationen mit geeigneten Maßnahmen zu unterstützen.
So sehen wir unternehmensspezifische Events nicht nur als freudige Geschäftsereignisse und Verlosungsaktionen in sozialen Medien nicht nur als Marketinginstrument, sondern auch als Möglichkeit, Freude weiterzugeben und zu teilen. Das geschieht sowohl durch finanzielle oder materielle als auch durch personelle Unterstützung auf regionaler Ebene für bewusst ausgewählte Projekte oder Zielgruppen wie Kindergärten oder Kindertagesstätten. Darüber hinaus fördern wir Einrichtungen, die es Eltern schwer kranker Kinder ermöglichen, während des Behandlungszeitraums gemeinsam zu wohnen.
Ein beständiger Schwerpunkt unseres sozialen Engagements ist die Unterstützung von Kinder- und Jugendprojekten am Firmenstandort Lehrte. Hier beteiligt sich HELMA beispielsweise mit baulichen Maßnahmen an der Sanierung und Erneuerung von Schulgebäuden und deren Außenanlagen. Darüber hinaus unterstützen wir aktiv Programme zur Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, die die Einbindung in den Schulalltag und das deutsche Bildungssystem erleichtern sollen. Ferner unterstützen wir seit vielen Jahren ein Gewaltpräventionsprojekt für Grundschulkinder zur Förderung der Problemlösungskompetenz.
Nachhaltige Energiekonzepte und solare Innovation
Durch die frühzeitige Fokussierung auf den Bereich der energieeffizienten Bauweisen haben wir uns in den vergangenen rund zwanzig Jahren nicht nur einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil geschaffen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs und des CO2-Ausstoßes geleistet. Im Geschäftsbereich der individuell geplanten Einfamilienhäuser bieten wir unseren Kunden bereits seit vielen Jahren attraktive Möglichkeiten, um mithilfe nachhaltiger und ressourcenschonender Energiekonzepte laufende Betriebskosten in bedeutendem Umfang einzusparen und damit aktiv den Klimaschutz zu fördern.
Ferner sind wir einer der Vorreiter bei der Entwicklung nachhaltiger Energiekonzepte im Bereich der Geschosswohnungsbauten. So wurde das energetische Grundkonzept des Sonnenhauses in den vergangenen Jahren optimiert und in 2018 erstmalig bei der Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern in Cottbus umgesetzt. Die beiden viergeschossigen Bauten mit insgesamt 14 Wohnungen verfügen über große Kollektorflächen auf jeweils einer gesamten Dachhälfte und können sich so weitestgehend selbst mit Strom und Wärme aus der Sonne versorgen. Die in die Architektur der Häuser integrierten Photovoltaikmodule und Solarthermiekollektoren auf den Dachflächen und Balkonbrüstungen nehmen die Sonnenergie auf und wandeln diese in Strom und Wärme um. Energie, welche von den Bewohnern für den alltäglichen Gebrauch nicht benötigt wird, fließt in einen im Haus integrierten Speicher und wird dort zwischengespeichert. So ist es auch in sonnenärmeren Monaten möglich, autark von externen Zulieferern zu leben. Ferner eignet sich der gewonnene Strom nicht nur für Hausgeräte und Anlagentechnik, sondern steht auch für Elektromobilität oder elektrische Gartengeräte zur Verfügung. Überschüssige Energie kann darüber hinaus direkt an Nachbargebäude abgegeben oder in das öffentliche Netz eingespeist werden. Dies entlastet die regionalen Energieversorger und bietet den Abnehmern eine preiswerte Alternative.
Mit der Anwendung des energetischen Grundkonzeptes des Sonnenhauses auf den Geschosswohnungsbau und der Errichtung der ersten beiden weitestgehend energieautarken Mehrfamilienhäuser haben wir ein weiteres Vorzeigeprojekt für den Strukturwandel geschaffen. So profitieren die Mieter der beiden viergeschossigen Bauten in Cottbus aufgrund der hohen Energieautarkie für die nächsten fünf Jahre von einer festen Pauschalmiete sowie einer Energieflatrate. Zudem erhielt das Vorhaben Fördermittel vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Als besondere Anerkennung wurde das Cottbuser Projekt vom Deutschen Solarpreis in der Kategorie "Solare Architektur und Stadtentwicklung" ausgezeichnet.
Nach der erfolgreichen Realisierung dieses Projekts haben wir in 2019 begonnen, zwei weitere Mehrfamilienhäuser zu bauen, die wie ihre Vorbilder in Cottbus weitestgehend energieautark sind. Die jeweils drei- und viergeschossigen Bauten mit insgesamt 14 Wohneinheiten entstehen bei Oranienburg und werden zukünftig ebenfalls dazu beitragen, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen.



Mitarbeiter, Vertriebspartner und Organe
Personal- und Fachberaterentwicklung im HELMA-Konzern
Die Mitarbeiterzahl belief sich zum 31.12.2019 auf 322 und lag damit in etwa auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2018 (Vj: 325). Darüber hinaus beschäftigte der HELMA-Konzern zum Bilanzstichtag 10 geringfügig Beschäftigte (Vj: 8).
Die Anzahl der selbstständigen Fachberater, mit denen wir im Vertriebsbereich an den verschiedenen Standorten auf Provisionsbasis zusammenarbeiten, lag im Bereich der Hausberatung mit 80 (Vj: 77) leicht oberhalb des Vorjahresniveaus. Die Anzahl der selbstständigen Finanzierungsberater belief sich zum 31.12.2019 wie im Vorjahr auf 22.

Anzahl der Mitarbeiter und selbstständigen Fachberater im HELMA-Konzern
Ausbildung
Die Ausbildung junger, motivierter Menschen sehen wir als wichtigen Bestandteil unserer Personalpolitik an, mit welcher wir den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen und unseren fortwährenden Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften anteilig selbst decken wollen. Aktuell bilden wir drei Auszubildende in unserem Unternehmen aus.
Organe der Gesellschaft
In der Hauptversammlung am 05.07.2019 fanden turnusgemäß Aufsichtsratswahlen statt. Dabei wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats Karl-Heinz Maerzke, Sven Aßmann, Dr. Peter Plathe sowie Paul Heinrich Morzynski für eine weitere Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, welche über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2023 beschließt, wiedergewählt. In seiner anschließenden Sitzung hat der Aufsichtsrat erneut Karl-Heinz Maerzke zum Vorsitzenden und Sven Aßmann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums gewählt.
Ferner hat der Aufsichtsrat am 05.07.2019 beschlossen, den Vertrag von Max Bode als Vorstand der HELMA Eigenheimbau AG vorzeitig um weitere drei Jahre bis zum 30.06.2023 zu verlängern.
Die Organe der HELMA Eigenheimbau AG setzen sich demnach wie folgt zusammen:
Vorstand:
- Gerrit Janssen (Vorsitzender); bestellt bis 30.06.2022
- Max Bode; bestellt bis 30.06.2023
- André Müller; bestellt bis 30.06.2023
Aufsichtsrat:
- Karl-Heinz Maerzke (Vorsitzender)
- Sven Aßmann (stellvertretender Vorsitzender)
- Dr. Peter Plathe
- Paul Heinrich Morzynski
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Muttergesellschaft
Im Folgenden wird ergänzend zur Konzern-Berichterstattung die separate Entwicklung der Muttergesellschaft erläutert. Der Jahresabschluss der HELMA Eigenheimbau AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Lagebericht der HELMA Eigenheimbau AG wird gemäß § 315 Abs. 5 HGB mit dem des HELMA-Konzerns zusammengefasst.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der HELMA Eigenheimbau AG belief sich zum 31.12.2019 auf 145,8 Mio. € (31.12.2018: 126,6 Mio. €). Auf der Aktivseite resultierte diese Erhöhung aus einer Zunahme des Umlaufvermögens von 107,4 Mio. € auf 126,8 Mio. €, welche hauptsächlich im Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 16,5 Mio. € begründet lag. Das Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag 18,6 Mio. € und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert von 18,8 Mio. €.
Bilanzstruktur Aktiva der HELMA Eigenheimbau AG (nach HGB)
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 18.602 | 18.803 |
| Umlaufvermögen - davon liquide Mittel |
126.770 9.126 |
107.405 8.575 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 413 | 361 |
| Summe Aktiva | 145.785 | 126.569 |
Auf der Passivseite kam es im stichtagsbezogenen Jahresvergleich zu einer Steigerung des Eigenkapitals von 85,1 Mio. € auf 94,7 Mio. €, wofür insbesondere der erzielte Jahresüberschuss in Höhe von 14,8 Mio. € (Vj: 10,7 Mio. €) verantwortlich war. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 64,9 % (Vj: 67,2 %) und weist somit einen im Vergleich zu anderen Unternehmen aus der Baudienstleistungsbranche weit überdurchschnittlichen Wert auf. Die Rückstellungen betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 2019 9,6 Mio. € (31.12.2018: 9,1 Mio. €).
Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum 31.12.2019 auf insgesamt 41,5 Mio. € und lagen damit 9,1 Mio. € über dem Vorjahreswert von 32,4 Mio. €.
Bei Abschluss der Schuldscheindarlehensverträge im Geschäftsjahr 2015 wurde die Einhaltung von Covenants vertraglich vereinbart. Zum 31.12.2019 erfüllt der HELMA-Konzern alle geforderten Finanzkennzahlen (Eigenkapital von mindestens 21 Mio. € und eine Eigenkapitalquote von mindestens 15,0 %). Daneben ist der HELMA-Konzern eine Dividendenbeschränkung eingegangen, nach der Dividenden an ihre Aktionäre nur bis maximal 50 % des Bilanzgewinns, wie er sich aus dem handelsrechtlichen Einzelabschluss der HELMA Eigenheimbau AG ergibt, gezahlt werden dürfen.
Zum Geschäftsjahresende 2019 verfügt die HELMA Eigenheimbau AG über liquide Mittel in Höhe von 9,1 Mio. € sowie freie Kreditlinien in niedriger zweistelliger Millionenhöhe, sodass sich die Finanzlage unverändert als äußerst solide darstellt.
Bilanzstruktur Passiva der HELMA Eigenheimbau AG (nach HGB)
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 94.681 | 85.066 |
| Rückstellungen | 9.640 | 9.089 |
| Verbindlichkeiten | 41.464 | 32.414 |
| Summe Passiva | 145.785 | 126.569 |
Ertragslage
Die jeweils im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Umsatzerlöse von 105,1 Mio. € (Vj: 101,3 Mio. €) und Bestandsveränderungen von 7,8 Mio. € (Vj: -1,4 Mio. €) führten zu einem Anstieg der Gesamtleistung auf 112,8 Mio. € (Vj: 99,9 Mio. €). Dies entspricht einem deutlichen Zuwachs von 12,9 %.
Gesamtleistung der HELMA Eigenheimbau AG (nach HGB)
| in TE | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 105.051 | 101.337 |
| Bestandsveränderungen | 7.773 | -1.392 |
| Gesamtleistung | 112.824 | 99.945 |
Der Rohertrag betrug im Berichtsjahr 37,0 Mio. € (Vj: 33,0 Mio. €) und führte zu einer Rohertragsmarge auf Basis der Gesamtleistung von rund 32,8 % (Vj: 33,0 %). Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass in den Umsatzerlösen der HELMA Eigenheimbau AG auch die Geschäftsbesorgungsvergütungen der Tochtergesellschaften enthalten sind, welchen kein nennenswerter Materialaufwand entgegensteht.
Bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 10,3 Mio. € (Vj: 7,3 Mio. €) und einem Finanzergebnis von 11,3 Mio. € (Vj: 8,3 Mio. €) erzielte die HELMA Eigenheimbau AG im Geschäftsjahr 2019 einen im Rahmen der Prognose liegenden Jahresüberschuss von 14,8 Mio. € (Vj: 10,7 Mio. €).
Für das Jahr 2020 rechnen wir im Einzelabschluss der HELMA Eigenheimbau AG nach HGB mit einer weiterhin hohen Profitabilität und einem Ergebnis im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.
Geschäftsverlauf der HELMA Eigenheimbau AG (nach HGB)
| in TE | 2019 | Anteil in % |
2018 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 112.824 | 100,0 | 99.945 | 100,0 |
| Materialaufwand | -75.828 | -67,2 | -66.975 | -67,0 |
| Rohertrag | 36.996 | 32,8 | 32.970 | 33,0 |
| sonstige betriebliche Erträge | 1.244 | 1,1 | 762 | 0,8 |
| Personalaufwand | -16.513 | -14,6 | -15.137 | -15,1 |
| Abschreibungen | -1.719 | -1,5 | -1.718 | -1,7 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.669 | -8,6 | -9.556 | -9,6 |
| EBIT | 10.339 | 9,2 | 7.321 | 7,3 |
| Finanzergebnis | 11.295 | 10.0 | 8.280 | 8,3 |
| Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 21.634 | 19,2 | 15.601 | 15,6 |
| Jahresüberschuss | 14.815 | 13,1 | 10.656 | 10,7 |
Risikobericht
Risikomanagement
Im Rahmen unseres unternehmerischen Handelns sind wir naturgemäß verschiedenen Risiken ausgesetzt. Dabei gehen wir Risiken nur dann ein, wenn ihnen die Chance auf eine angemessene Wertsteigerung gegenübersteht und sie mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation beherrschbar sind. Im Rahmen unseres Risikomanagements führen wir zur Beherrschung und Steuerung der identifizierten Risiken sowie zur transparenten Darstellung von sich bietenden Chancen eine laufende Beobachtung und Bewertung durch.
Hierzu werden die risikorelevanten Faktoren aus den Bereichen Vertrieb, Vertragsmanagement, Technik, Finanzen, Projektentwicklung, Personal und Recht unter Beachtung der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeiten, Schadenshöhen und Wechselwirkungen fortlaufend überprüft, um negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dem Vorstand, der regelmäßig und insbesondere im Rahmen des monatlichen Berichtswesens über eine eventuelle Überschreitung festgelegter Risikogrenzwerte informiert wird, stehen somit die notwendigen Entscheidungskriterien zur Verfügung, um zeitnah angemessene Maßnahmen einzuleiten.
Relevante Risikofaktoren
Gesamtwirtschaftliches Risiko
Die konjunkturelle Lage in Deutschland ist insbesondere aufgrund der hohen Beschäftigungsquote und der steigenden Einkommen insgesamt als positiv zu beurteilen. Zudem sorgen die Flucht in Sachwerte und das historisch niedrige Zinsniveau für eine hohe Nachfrage nach Eigenheimen und Investments in Wohn- und Ferienimmobilien. Trotz der derzeit guten allgemeinen Rahmenbedingungen sind wir uns des möglichen Risikos einer plötzlich und unerwartet abflauenden Konjunktur bewusst und beobachten und analysieren daher die aktuellen Marktgegebenheiten intensiv, um auf zukünftige
Entwicklungen bestmöglich vorbereitet zu sein und der jeweiligen Situation bedingte, notwendige Maßnahmen zeitnah umsetzen zu können.
Regulatorische und gesetzliche Risiken
Rechtliche sowie steuerrechtliche Vorschriften definieren den regulatorischen Rahmen der Immobilienbranche und beeinflussen die Geschäftstätigkeit der in diesem Umfeld tätigen Unternehmen. Um Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen frühzeitig zu erkennen, beobachten wir regelmäßig die Gesetzgebungsverfahren sowie aktuelle Rechtsprechungen, sodass wir bei Bedarf angemessene Maßnahmen zeitnah einleiten können.
Da die gesetzlichen Bestimmungen für alle Marktteilnehmer gleichermaßen gelten, sind aus den derzeitigen regulatorischen Rahmenbedingungen grundsätzlich keine maßgeblichen Risiken für unser Geschäft erkennbar.
Jedoch gilt es zu berücksichtigen, dass dies nur unter der Annahme eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus uneingeschränkt gilt. So hat eine Vielzahl neuer bzw. verschärfter Bauauflagen sowie die Erhöhung der Grunderwerbsteuer in nahezu dem gesamten Bundesgebiet in den vergangenen Jahren den Erwerb von Neubauimmobilien erheblich verteuert. Aufgrund der guten konjunkturellen Lage in Deutschland sowie der niedrigen Zinsen blieb die Nachfrage jedoch trotz der deutlich erhöhten Grundstücks-, Bau- und Erwerbsnebenkosten auf einem hohen Niveau. Ein deutlicher Zinsanstieg könnte daher zu einer spürbar reduzierten Marktnachfrage führen, wenn nicht parallel die aktuell stark kostentreibenden Auflagen und Abgaben wieder reduziert oder durch weitere Subventionen bzw. steuerliche Anreize abgemildert würden.
Projektrisiken
Zur Ausübung der Geschäftstätigkeit der HELMA Wohnungsbau GmbH und der HELMA Ferienimmobilien GmbH werden regelmäßig neue Grundstücke benötigt, die nach der Projektierung bebaut und veräußert werden. Wir legen dabei großen Wert auf eine ausreichende Diversifikation unserer Projekte in Bezug auf Anzahl, Größe, Art der Baukörper und Lage in verschiedenen deutschen Metropolregionen und erreichen dadurch eine Reduktion der Gesamtrisiken aus dem Projektgeschäft.
In der Akquisitionsphase prüfen und bewerten wir sorgfältig die Bebaubarkeit und Ertragsperspektive der zu erwerbenden Grundstücke. Trotzdem können wir nicht ausschließen, dass es bei einzelnen Projekten aus den unterschiedlichsten Gründen zu unerwarteten Kostensteigerungen und / oder Erlösreduzierungen gegenüber den kalkulierten Werten kommt. In diesen Fällen würde ein solches Projekt mit einem geringeren Ertrag als erwartet abgeschlossen werden, was sich entsprechend negativ auf die Ertragslage des HELMA-Konzerns auswirken würde. Um dieses Risiko bestmöglich zu beherrschen, stellen wir sicher, dass uns in den Zielregionen jeweils eine umfangreiche Expertise im Bauträger- und Grundstücksgeschäft sowie in der Vermarktung der jeweiligen Einheiten vorliegt.
Zudem kann eine hohe Immobiliennachfrage Kapazitätsengpässe bei den an der Projektierung beteiligten Marktteilnehmern und staatlichen Einrichtungen auslösen. Dies kann je nach Ausprägung zu deutlichen Verzögerungen im Projektablauf führen. Insbesondere auf die Bearbeitungszeiten der Bau-, Stadtplanungs-, Kataster- und Grundbuchämter haben wir nur sehr eingeschränkten Einfluss. Um das Risiko von Verzögerungen in den Planungen abzubilden, werden die Bearbeitungszeiten fortlaufend evaluiert und bei der Aufstellung der Projektzeitpläne mit entsprechenden Zeitfenstern berücksichtigt. Sollte es jedoch zu Verzögerungen kommen, welche über die gewählten Sicherheitspuffer hinausgehen, kann dies zu spürbaren Umsatz- und Ergebnisverschiebungen in Folgejahre führen.
Im Projektgeschäft treten wir bei Einfamilienhäusern nur hinsichtlich des Grundstücksankaufes in Vorleistung und beginnen mit den einzelnen Bauvorhaben erst dann, wenn uns ein entsprechender notarieller Kaufvertrag inklusive Finanzierungsbestätigung des Kunden vorliegt. Beim Bau von Reihenund Mehrfamilienhäusern erfolgt der Baubeginn im Projektgeschäft hingegen bereits nach Erreichung vorab festgelegter Vorverkaufsquoten, so dass mit diesen Projekten trotz intensiver Prüfung des Vermarktungspotenzials ein erhöhtes Vertriebsrisiko einhergeht.
Beschaffungsrisiken
Aus einer hohen Immobiliennachfrage können Angebotsengpässe bei Bauleistungen und neuen Grundstücken für das Projektgeschäft resultieren.
Über eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit haben wir uns in den letzten Jahrzehnten ein großes Netzwerk an Partnerfirmen aufgebaut, auf das wir bei der Vergabe von Bauleistungen regelmäßig zurückgreifen. Darüber hinaus erweitern wir unser Netzwerk fortlaufend um neue Sub- oder Generalunternehmer, die ihre Leistungsfähigkeit anhand eines entsprechenden Track-Records nachweisen. Dennoch kann es in Bezug auf die Verfügbarkeit qualifizierter Sub- und Generalunternehmer insbesondere in Zeiten hoher Immobiliennachfrage zu Engpässen und damit einhergehend zu zeitlichen Verzögerungen sowie zu einem unerwarteten Anstieg der Baukosten kommen, was sich entsprechend negativ auf die Ertragslage des HELMA-Konzerns auswirken würde.
Dem Risiko der Grundstücksknappheit begegnen wir mit einer nachhaltigen und vorausschauenden Grundstücksakquise, die es uns ermöglicht, unsere Planungen auf Basis gesicherter Grundstückskäufe aufzustellen. Ferner sind wir nicht auf eine einzelne Zielregion konzentriert, sondern verteilen unsere Projekte auf verschiedene deutsche Metropolregionen. Diese Diversifikation ermöglicht uns ein Ausweichen auf eine der anderen Regionen, sollte das verfügbare Angebot in einzelnen Gebieten vorübergehend nicht unseren Anforderungen entsprechen.
Materialkostenrisiko
Im Rahmen unserer fortlaufenden Planungen werden auch die zu erwartenden Materialpreisänderungen ermittelt und in unseren Kalkulationen berücksichtigt. Anhand einer vorausschauenden Festlegung der Verkaufspreise für unsere Häuser und Wohnungen wirken wir dem Risiko steigender Materialpreise entgegen. Im Geschäftsbereich der individuellen Einfamilienhäuser mildern wir das Risiko steigender Rohstoffpreise in unseren Hausverträgen zudem mit entsprechenden Preisanpassungsklauseln ab, welche an die Entwicklung des Baupreisindex gekoppelt sind und mit Ablauf der Festpreisbindung in Kraft treten. Unerwartete und sprunghafte Kostenerhöhungen auf der Lieferantenseite, hervorgerufen durch Materialpreissteigerungen und / oder eine gewachsene Nachfrage nach Sub- und Generalunternehmer-Dienstleistungen, würden sich dennoch negativ auf die Ertragslage des HELMA-Konzerns auswirken.
Investitionsrisiken
Nach unserer erfolgreichen Expansion haben wir unsere Investitionen in neue Musterhäuser und Standorte in den vergangenen Jahren auf ein moderates Niveau zurückgefahren. Gleichwohl werden wir zukünftig bei dem möglichen Aufbau einzelner Standorte oder bei Ersatzinvestitionen mit größtmöglicher Sorgfalt vorgehen, um das Risiko einer Fehlinvestition so gering wie möglich zu halten.
Personalrisiken
Wir verfolgen Personalrisiken mit größter Aufmerksamkeit und begegnen diesen mit zahlreichen Maßnahmen der Personalentwicklung. Im Fokus stehen dabei die Qualifikation unserer Mitarbeiter, der Erhalt einer niedrigen Fluktuationsrate sowie die langfristige Bindung der Führungskräfte an das Unternehmen. Das Knowhow unserer Mitarbeiter ist ein entscheidendes Element für die hohe Qualität unserer Dienstleistungen. Zur langfristigen Sicherung dieser Qualität stellen wir unseren Mitarbeitern und Fachberatern ein breites Angebot an Einarbeitungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogrammen zur Verfügung, das auch im Geschäftsjahr 2019 sehr lebhaft wahrgenommen wurde.
Reputationsrisiko
Eine negative mediale Berichterstattung über unsere Projekte oder unsere unternehmerische Tätigkeit kann die Reputation des HELMA-Konzerns negativ beeinflussen. Durch das Internet und soziale Netzwerke können solche Informationen und Meinungen schnell und weitreichend verbreitet werden. Über ein gezieltes und nachhaltiges Reputationsmanagement planen, steuern und kontrollieren wir daher bestmöglich den Ruf unseres Unternehmens gegenüber allen relevanten Stakeholdern.
Risiken durch neue Technologien
Aus dem technologischen Fortschritt resultierende Innovationen im Bereich des Hausbaus werden von uns fortlaufend analysiert und nach entsprechender Eignungsprüfung in unserem Produktportfolio berücksichtigt. Der enge Kontakt und Erfahrungsaustausch mit verschiedensten Herstellern, Verbänden und Geschäftspartnern sowie der Besuch von Fachmessen und Kongressen fördert hierbei die Innovationsfreudigkeit unseres Unternehmens. In der jüngeren Vergangenheit haben wir unser Produktportfolio insbesondere im Bereich der energieeffizienten Bauweisen durch vielversprechende Innovationen erweitern können. Dabei achten wir stets darauf, dass die mit den Innovationen verbundenen Chancen die Risiken deutlich überwiegen und die Anlaufkosten in einem vernünftigen Verhältnis zum Absatzpotenzial stehen.
IT-Risiken
Um unberechtigte Zugriffe oder Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit unserer IT-Systeme zu garantieren, investieren wir regelmäßig in eine moderne Hardware- und Software-Infrastruktur und nehmen regelmäßige Datensicherungen vor. Hierbei setzen wir Produkte der führenden Hersteller ein. Geltende Sicherheitsrichtlinien passen wir fortlaufend den neuesten technischen Entwicklungen an.
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken entstehen mit jeder privatwirtschaftlichen Vereinbarung wie der Errichtung oder dem Verkauf von Immobilien. Zur Bewältigung und Vermeidung rechtlicher Angelegenheiten haben wir uns personell entsprechend aufgestellt und bedienen uns im Einzelfall externer anwaltlicher Beratung. Wenn Risiken aus Rechtsstreitigkeiten erkennbar sind, werden sie im angemessenen Umfang durch Bildung entsprechender Rückstellungen berücksichtigt. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar Einfluss auf das Ergebnis nehmen, jedoch sind aus heutiger Sicht keine rechtlichen Risiken erkennbar, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Vermögens- und Finanzlage haben.
Finanzrisiken
Finanzielle Risiken, zu denen Liquiditäts-, Zins- und Ausfallrisiken zählen, überwachen wir mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten, die eine zeitnahe und transparente Berichterstattung ermöglichen. Das Berichtswesen des Konzerns gewährleistet eine regelmäßige Erfassung, Analyse, Bewertung und Steuerung finanzieller Risiken.
Die Liquiditätsrisiken werden im Konzern auf Basis einer rollierenden Liquiditätsplanung zentral überwacht und gesteuert. Zudem wird die Liquiditätsversorgung des Konzerns durch einen ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln und freien Kreditlinien sichergestellt, um Liquiditätsengpässe bestmöglich auszuschließen.
Gesetzliche Regelungen sowie vertragliche Vereinbarungen mit Erwerbern oder Sub- und Generalunternehmern verpflichten den HELMA-Konzern sowohl im Baudienstleistungs- als auch im Bauträgergeschäft zur Stellung von Sicherheiten in Form von Bürgschaften. Mit einem ausreichenden Bestand an freien Avalkreditlinien bei Kautionsversicherern und Kreditinstituten gewährleistet der HELMA-Konzern die Verfügbarkeit der erforderlichen Sicherheiten. Ausgegebene Bürgschaften werden fortlaufend überwacht und die Rückgabe unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und vertraglichen Vereinbarungen zeitnah veranlasst.
Da sich der HELMA-Konzern im Rahmen der Schuldscheindarlehen zur Einhaltung von Finanzkennzahlen (Covenants) verpflichtet hat, werden diese regelmäßig überprüft. Die Nichteinhaltung der geforderten Werte zum Jahresende stellt einen außerordentlichen Kündigungsgrund dar. Wir erwarten, dass die bis zum 31.12.2019 eingehaltenen Covenants auch innerhalb der Planungsperiode eingehalten werden. Dieses Risiko wird daher als gering eingeschätzt.
Das Risiko von Zinsänderungen im HELMA-Konzern resultiert im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Ein Anstieg des Zinsniveaus würde zu einer Verschlechterung des Finanzergebnisses führen. Ein signifikantes Zinsänderungsrisiko, welches die Ertragslage des HELMA-Konzerns in erheblichem Umfang negativ beeinträchtigen könnte, ist in Anbetracht der aktuellen Höhe der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten jedoch nicht ersichtlich. Zinsderivate werden nicht eingesetzt.
Das Risiko von Forderungsausfällen oder nicht weiterreichbaren Gewährleistungsansprüchen ist aufgrund unseres Geschäftsmodells und unserer bewährten Form der Zusammenarbeit mit Sub- und Generalunternehmern im Verhältnis zur Umsatzhöhe als relativ gering einzuschätzen.
Da alle Unternehmen des HELMA-Konzerns ausschließlich in Deutschland tätig und alle Jahresabschlüsse in Euro denominiert sind, bestehen keine Wechselkursrisiken.
Gesamtbewertung
Die Gesamtrisikosituation des HELMA-Konzerns wird im Rahmen des erläuterten Risikomanagements analysiert und gesteuert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährdet hätten. Bei Eintritt unvorhersehbarer, außergewöhnlicher Risiken ist ein Einfluss auf die Leistungs- und Ergebnisentwicklung nicht auszuschließen. Aus heutiger Sicht sind jedoch keine Risiken erkennbar, die alleine oder in Kombination den Konzern in seinem Bestand gefährden könnten.
Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Die HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.
Dividende
Für das Geschäftsjahr 2019 weist die HELMA Eigenheimbau AG im Einzelabschluss nach HGB einen Bilanzgewinn von 14.815.019,48 € aus. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses anlässlich der Aufsichtsratssitzung am 17.03.2020 der Hauptversammlung am 03.07.2020 vorzuschlagen, eine Dividende in Höhe von 1,85 € je dividendenberechtigter Stückaktie, somit 7.400.000,00 €, auszuschütten und den danach verbleibenden Betrag in Höhe von 7.415.019,48 € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Die Dividendensumme und der in die anderen Gewinnrücklagen einzustellende Betrag in vorstehendem Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung basieren auf einem dividendenberechtigten Grundkapital in Höhe von 4.000.000,00 €, eingeteilt in 4.000.000 Stückaktien.
Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und Aktiengesetzes erstellte Jahresabschluss der HELMA Eigenheimbau AG sowie der zusammengefasste Lagebericht werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Mittelfristige Wachstumsstrategie
Ziel des HELMA-Konzerns ist es, durch ein weiteres organisches Wachstum die eigene Marktposition auszubauen und bei anhaltend hoher Profitabilität zusätzliche Marktanteile zu gewinnen.
Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke HELMA
Im Baudienstleistungsgeschäft (HELMA Eigenheimbau AG) sollen Zuwächse vor allem durch den stetig steigenden Bekanntheitsgrad der Marke HELMA erzielt werden. Die fortlaufende Etablierung der Marke HELMA soll dabei insbesondere durch einen qualitativ hochwertigen Marktauftritt sowie die jährlich steigende Anzahl an realisierten Neubauvorhaben erreicht werden. Auf diese Weise gilt es, eine immer größer werdende Anzahl an Kundenempfehlungen zu generieren, die seit jeher eine der wichtigsten Komponenten zur Neukundengewinnung darstellen. Das Baudienstleistungsgeschäft soll zukünftig bei Erzielung solider Margen einen Umsatzbeitrag von mindestens 100,0 Mio. € jährlich zum Konzern-Umsatz liefern.
Gesicherte Grundstücke als Wachstumsmotor für das Bauträgergeschäft
Dem HELMA-Konzern ist es in den vergangenen Jahren erfolgreich gelungen, eine Vielzahl von attraktiven Grundstücken für das Bauträgergeschäft anzukaufen (siehe nachfolgende Übersichten). Das hieraus resultierende Umsatzpotenzial beläuft sich zum 31.12.2019 in der HELMA Wohnungsbau GmbH auf insgesamt 1.031,0 Mio. € (31.12.2018: 996,0 Mio. €) und verteilt sich auf die vier Kernregionen Berlin/Potsdam, Hamburg/Hannover, Leipzig und München, wobei aus der
erstgenannten Region in den kommenden Jahren mit einem Potenzial von 500,0 Mio. € die größten Umsatzbeiträge zu erwarten sind.
Neben der Diversifikation auf verschiedene Regionen weist die Projektpipeline überdies eine sehr gesunde Verteilung auf die verschiedenen Geschäftsbereiche aus. So umfasst das Großprojekt "Havelmarina" in Berlin-Spandau beispielsweise u. a. rund 180 Bauplätze für individuell geplante Einfamilienhäuser, vielfach mit direktem Zugang zum angrenzenden Teufelsseekanal. Ein weiteres erfolgreiches Projekt im Geschäftsbereich der individuell geplanten Einfamilienhäuser befindet sich direkt neben dem Erdbeerhof Gleidingen in Hannover-Laatzen, welches insgesamt rund 110 stadtnahe Grundstücke umfasst. Mit den Baugebieten in Friedersdorf und Dallgow-Döberitz, jeweils in Brandenburg gelegen, sowie Leipzig-Naunhof und zahlreichen kleineren Grundstücksarealen verfügt die HELMA Wohnungsbau GmbH insgesamt über rund 820 attraktive Bauplätze zur Bebauung mit individuell geplanten HELMA-Häusern. Folglich entfällt auf diesen Geschäftsbereich ein Umsatzpotenzial von rund 403,0 Mio. € (31.12.2018: 414,5 Mio. €).
Ferner sind in den Regionen Frankfurt, Köln/Düsseldorf/Bonn und Würzburg im Geschäftsjahr 2019 potenzielle Entwicklungsflächen identifiziert worden. Derzeit werden die infrage kommenden Grundstücke hinsichtlich Bebaubarkeit und Ertragsperspektiven überprüft. Die positive Beurteilung vorausgesetzt, werden wir den Ankauf fokussieren, um auch in diesen Regionen vom aktuellen Marktumfeld, welches von hohen Zuzugsraten und einem für Privatpersonen sehr begrenzt verfügbaren Angebot an geeigneten Bauplätzen geprägt ist, zu profitieren und attraktive Margen zu erzielen.
Neben den zur Bebauung mit individuellen Einfamilienhäusern gesicherten Grundstücksarealen verfügt die HELMA Wohnungsbau GmbH über weiteres Umsatzpotenzial von 628,0 Mio. € (31.12.2018: 581,5 Mio. €), welches aus den zum 31.12.2019 gesicherten Grundstücken für vorgeplante Wohneinheiten in Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern resultiert. Aktuelle Bauvorhaben in diesem Geschäftsbereich sind z. B. das Projekt "Bugstraße" in Hannover-Anderten mit 6 Doppelhaushälften und 25 Reihenhäusern, das Projekt "Königsgraben" in Dallgow-Döberitz mit 21 Reihenhäusern oder die in der Region München gelegenen Projekte "Waldschulstraße", "Eigerstraße" und "Gilching" mit jeweils 10 bis 16 Eigentumswohnungen. Darüber hinaus realisiert die HELMA Wohnungsbau GmbH auch Geschosswohnungsbauprojekte mit bis zu einhundert Einheiten, verteilt auf mehrere Gebäude. So wird mit dem Projekt "Bosse-See" in der Region Hannover aktuell die Errichtung von 7 Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 58 Wohneinheiten in landschaftlich attraktiver Umgebung geplant. Weitere 90 Wohneinheiten, verteilt auf 18 Gebäude, sind Bestandteil des vorgenannten Großprojekts "Havelmarina" in Berlin-Spandau.
Auch die HELMA Ferienimmobilien GmbH verfügt über sehr attraktive Grundstücke und hat damit beste Voraussetzungen, den großen Erfolg der vergangenen Jahre nachhaltig fortzusetzen. So bieten beispielsweise die Projekte OstseeResort Olpenitz sowie NordseeResort Büsum ein vielfältiges Angebot an Ferienwohnungen und -häusern in unmittelbarer Nähe zum Wasser. Mit dem GebirgsResort Winterberg befindet sich zudem ein vielfältiges Feriendomizil im Sauerland in der Projektierung. Ferner ist es der HELMA Ferienimmobilien GmbH gelungen, weitere Grundstücke an touristisch interessanten Standorten wie in Burhave direkt an der Nordseeküste zu sichern. Zum Bilanzstichtag beläuft sich das Umsatzpotenzial der gesicherten Grundstücke in der HELMA Ferienimmobilien GmbH auf 456,5 Mio. € (31.12.2018 373,0 Mio. €).
Zusammen weisen beide Bauträgertochtergesellschaften ein Umsatzpotenzial von 1.487,5 Mio. € (31.12.2018: 1.369,0 Mio. €) auf. Es ist davon auszugehen, dass dieses größtenteils innerhalb eines Zeitraums von 5 bis 7 Jahren realisiert werden kann. Darüber hinaus ist auch zukünftig geplant, weitere Grundstücke in beiden Gesellschaften mit dem Ziel der profitablen Geschäftsausweitung zu erwerben.
Für das Bauträgergeschäft wird somit mittelfristig eine kontinuierliche Umsatzsteigerung bei Erzielung überdurchschnittlicher Margen angestrebt. Die Detailinformationen zu den Umsatzpotenzialen der HELMA Wohnungsbau GmbH und HELMA Ferienimmobilien GmbH sind den nachfolgenden Übersichten zu entnehmen.
Informationen über eine Vielzahl aktueller Projekte der HELMA Wohnungsbau GmbH und HELMA Ferienimmobilien GmbH, welche sich bereits im Vertrieb befinden, sind unter www.HELMA-WB.de und www.HELMA-FI.de abrufbar und werden dort fortlaufend aktualisiert.
Umsatzpotenzial aus getätigten Grundstückskäufen zum 31.12.2019*

| Gesamt | Individuell geplante Einfamilienhäuser |
Vorgeplante Doppel- & Reihen- häuser, Eigentumswohnungen |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Einheiten |
Umsatz- volumen in T€ |
Anzahl der Einheiten |
Umsatz- volumen in T€ |
Anzahl der Einheiten |
Umsatz- volumen in T€ |
|
| HELMA Wohnungsbau GmbH Region Berlin / Potsdam |
1.020 | 500.000 | 455 | 256.500 | 565 | 243.500 |
| HELMA Wohnungsbau GmbH Region Hamburg/Hannover |
560 | 242.500 | 150 | 66.000 | 410 | 176.500 |
| HELMA Wohnungsbau GmbH Region Leipzig |
285 | 110.500 | 215 | 80.500 | 70 | 30.000 |
| HELMA Wohnungsbau GmbH Region München |
275 | 178.000 | 0 | 0 | 275 | 178.000 |
| Gesamt HELMA Wohnungsbau GmbH |
2.140 | 1.031.000 | 820 | 403.000 | 1.320 | 628.000 |
| Gesamt HELMA Ferienimmobilien GmbH** |
1.225 | 456.500 | 0 | 0 | 1.325 | 456.500 |
| Gesamt HELMA Wohnungsbau GmbH & HELMA Ferienimmobilien GmbH |
3.475 | 1.487.500 | 820 | 403.000 | 2.655 | 1.084.500 |
Der HELMA-Konzern strebt mittelfristig jährliche Umsatzhöhen von deutlich über 300,0 Mio. € unter Beibehaltung einer hohen Profitabilität an. So soll das Baudienstleistungsgeschäft mindestens 100,0 Mio. € und das Bauträgergeschäft mindestens 200,0 Mio. € pro Jahr zum Konzern-Umsatz beisteuern. Voraussetzung zur Erzielung der vorgenannten Werte ist dabei ein weiterhin intaktes Marktumfeld, in welchem die begrenzte Verfügbarkeit von Kapazitäten als limitierender Faktor nicht noch stärker ausgeprägt ist, als dies bereits in den letzten drei Geschäftsjahren der Fall war. Unter diesen Prämissen bestehen gute Chancen, auch in den kommenden Jahren neue Ergebnisrekorde zu erzielen.
Prognosebericht
Mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) von 23,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2019 hat der HELMA-Konzern seinen Wachstumspfad fortgesetzt und erwartungsgemäß einen neuen Höchstwert erreicht. Mit Blick auf die gut gefüllte Projektpipeline sowie den erfreulich hohen Auftragsbestand, welcher rund 18,3 % oberhalb des Vorjahreswertes liegt, streben wir für das Geschäftsjahr 2020 erneut eine Steigerung des EBT von über 10,0 % an und rechnen mit einem Rekord-EBT von mindestens 26,0 Mio. €. Aufgrund des umfangreichen und attraktiven Grundstücksbestands verfügt der HELMA-Konzern zudem über sehr gute Perspektiven, auch mittelfristig weiter spürbar zu wachsen.


Lehrte, 27. Februar 2020
Gez. Gerrit Janssen Gez. Max Bode Gez. André Müller Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand
Anlage 6 / 1
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft, Lehrte
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft, Lehrte, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft, Lehrte, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
- · vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Anlage 6 / 2
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten übrigen Teile des Geschäftsberichts, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Lageberichtsangaben und nicht unseren Bestätigungsvermerk, sowie den Bericht des Aufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend werden wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu abgeben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen – sobald sie verfügbar sind – zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- · wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- · anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir beim Lesen der übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, sowie des Berichts des Aufsichtsrats den Schluss ziehen, dass darin eine wesentliche falsche Darstellung vorliegt, sind wir verpflichtet, den Sachverhalt den für die Überwachung Verantwortlichen mitzuteilen.
Anlage 6 / 3
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Anlage 6 / 4
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- · gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- · beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- · ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
Anlage 6 / 5
- · beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- · beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
- · führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 28. Februar 2020
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Hans-Peter Möller Steffen Südmersen