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HELMA Eigenheimbau AG — Annual Report 2010
Jun 17, 2011
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Annual Report
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HELMA Eigenheimbau AG
Lehrte
Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2010
Zusammengefasster Lagebericht
Geschäftstätigkeit und Strategie
Geschäftsmodell
Klassisches Baudienstleistungsgeschäft
Die HELMA Eigenheimbau AG ist ein kundenorientierter Baudienstleister mit Full-Service-Angebot. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung, der Planung, dem Verkauf sowie der Bauregie von schlüsselfertigen oder teilfertigen Ein- und Zweifamilienhäusern in Massivbauweise. Insbesondere die Möglichkeit der individuellen Planung bzw. Individualisierung ohne Extrakosten sowie das ausgeprägte Know-how im Bereich energieeffizienter Bauweisen werden am Markt als Alleinstellungsmerkmale der HELMA Eigenheimbau AG wahrgenommen. Mit überzeugenden, nachhaltigen Energiekonzepten hat sich die Gesellschaft als einer der führenden Anbieter solarer Energiesparhäuser etabliert und gehört mit mehreren tausend gebauten Eigenheimen zu den erfahrensten Unternehmen der Massivhausbranche.
Bauträgergeschäft Wohnungsbau
Über die HELMA Wohnungsbau GmbH tritt die HELMA-Gruppe zudem als Bauträger auf und fokussiert sich hierbei auf den Ankauf von attraktiven Grundstücken, welche inklusive HELMA-Haus als Einheit an die Bauherren verkauft werden. Gerade in Ballungsräumen sind die exklusiven Grundstücke im Eigenbestand ein entscheidendes Vertriebsargument. Die Zielbaugebiete verfügen über bis zu 150 Bauplätze und befinden sich in den Speckgürteln von Großstädten wie z.B. Hamburg, Berlin, Hannover und Frankfurt oder innerhalb dieser in verkehrsgünstiger Lage zum Stadtkern.
Bauträgergeschäft Ferienimmobilien
Seit der Gründung der HELMA Ferienimmobilien GmbH am 3. Januar 2011 ist die HELMA-Gruppe auch im Bauträgergeschäft für Ferienimmobilien tätig. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung, der Planung sowie dem Vertrieb von Ferienhäusern und -wohnungen, welche an infrastrukturell gut entwickelten Standorten vorwiegend an der Nord- und Ostseeküste Deutschlands entstehen und überwiegend an Privatkunden zur Selbstnutzung oder als Kapitalanlage vertrieben werden.
Finanzierungs- und Bauversicherungsvermittlung
Mit Übernahme der Hausbau Finanz GmbH am 30.08.2010 in Form eines Assetdeals bietet die HELMA-Gruppe ihren Kunden und Interessenten als zusätzlichen Service eine hauseigene Finanzierungsberatung und -vermittlung für Baudarlehen an. Überdies vermittelt die Hausbau Finanz GmbH auch Bauversicherungen und verfügt in beiden Bereichen über einen umfangreichen Kundenbestand.

Organisationsstruktur
Die HELMA Eigenheimbau AG ist die Konzernobergesellschaft der HELMA-Gruppe. Als solche ist sie selbst auch operativ als kundenorientierter Baudienstleister tätig. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften HELMA Wohnungsbau GmbH und HELMA Ferienimmobilien GmbH, welche im Wesentlichen das Bauträgergeschäft in den Bereichen Wohnungsbau und Ferienimmobilien in der HELMA-Gruppe verantworten, Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Baubetreuung, Bauplanung und Baudurchführung auf Basis eines Geschäftsbesorgungsvertrages. Über die HELMA LUX S.A., eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der HELMA Eigenheimbau AG, bietet die HELMA-Gruppe seit 2007 ihre Baudienstleistungen auch in Luxemburg an und tritt dort zudem als Bauträger auf. Gegenüber der HELMA LUX S.A. werden ebenfalls Geschäftsbesorgungen durch die HELMA Eigenheimbau AG erbracht. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft Hausbau Finanz GmbH rundet als Finanzierungs- und Bauversicherungsvermittler das Dienstleistungsspektrum der HELMA-Gruppe ab.

Wettbewerbsstärken
Individualität: HELMA erstellt Häuser in wertbeständiger Massivbauweise. In traditionsreicher Handwerksarbeit Stein auf Stein oder, auf Wunsch, aus gemauerten Ziegelwandelementen. Die massive Bauweise aus Hochlochtonziegeln sorgt für eine natürliche Klimaregulation, ist effiziente Wärmedämmung und bietet überzeugenden Schallschutz. Unsere Individualität ist dabei immer so groß wie die unserer Bauherren. Unsere Hausvorschläge können das perfekte Haus oder auch nur Inspiration für die Umsetzung ganz eigener Pläne sein. Zusätzliche Kosten für Architektenleistungen fallen dafür nicht an.
Nachhaltigkeit: HELMA zeichnet sich durch eine hohe Kompetenz und langjährige Erfahrung im Bereich solarer Energiesparhäuser und effizienter Heizsysteme aus. Im Fokus steht dabei die intensive Nutzung der kostenlosen und unerschöpflichen Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung. Dabei richten wir die Entwicklung unserer Energiekonzepte, neben einem attraktiven Kosten-Nutzen-Faktor, stets am Prinzip der Nachhaltigkeit aus. Das bedeutet, dass wir uns der Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und den Wünschen der Kunden nach einer zukunftsorientierten und umweltschonenden Investition in Haus und Heizsystem bewusst sind. HELMA verbindet ökologisches Bewusstsein und ökonomische Vernunft zu nachhaltigem Denken und Handeln.
Innovationskraft: HELMA-Bauvorhaben erlangen durch die massive Bauweise und die hohe Qualität der verwendeten Materialien sowie die Sorgfalt und Kompetenz der an Beratung, Planung und Ausführung beteiligten Mitarbeiter eine besondere Wertstabilität. Diese grundlegenden Prinzipien unserer Arbeit werden dabei beständig durch sinnvolle Innovationen - mit dem Ziel einen echten Mehrwert für die Bauherren und die Qualität unserer Häuser zu bieten - ergänzt. Verbesserte Materialien, optimierte Arbeitsmittel und effizientere Haustechnik werden von uns vorab sorgfältig auf Praktikabilität und vorteilhaften Nutzen im Sinne unserer Bauherren geprüft und bewertet. Innovation ist bei HELMA kein Selbstzweck, sondern immer ein zielgerichteter Schritt in Richtung Mehrwert und Effizienzsteigerung.
Sicherheit: HELMA steht als börsennotierte Aktiengesellschaft für größtmögliche Transparenz. Wir sind der direkte Vertragspartner unserer Bauherren und stehen diesen gegenüber in direkter Verantwortung. Der HELMA®-BauSchutzBrief ist automatisch Bestandteil unseres Leistungsumfangs und bietet umfangreiche Sicherheiten für Bauvorhaben und Bauherren. Neben den notwendigen Bauversicherungen enthält das Sicherheitspaket eine Vertragserfüllungsbürgschaft, eine unabhängige TÜV-Prüfung, eine Bauzeitgarantie und die Abwicklung der letzten Rate über ein notarielles Treuhandkonto.
Vertriebsstrategie
Unsere bundesweit in Massivbauweise errichteten Musterhäuser, welche uns sowohl als Point of Sale als auch als Büro für unsere regionalen Bauleiter dienen, bilden die Eckpfeiler unseres Vertriebskonzeptes. An den verschiedenen Standorten arbeiten wir auf Provisionsbasis mit selbständigen Handelsvertretern zusammen, die im Baubereich im Wesentlichen ausschließlich für uns tätig sind, und vor Ort als Ansprechpartner potenzieller Kunden fungieren.
Die Anzahl unserer Musterhäuser, welche sich vorwiegend in Musterhausausstellungen und in der Nähe von Ballungszentren an häufig frequentierten Verkehrspunkten befinden, haben wir im Zeitraum von 2005 bis 2010 von 15 auf 37 erhöht. Wir sind damit inzwischen im gesamten Bundesgebiet mit unseren Standorten vertreten. Im Marktvergleich verfügen wir über einen der modernsten Musterhausbestände und somit über einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Die vollzogene Expansion wird dabei insbesondere auch im spürbar gestiegenen Bekanntheitsgrad der Marke HELMA sowie der fortwährend hohen Zahl von potenziellen Bauherren, welche sich bundesweit für den Kauf eines individuellen HELMA-Hauses interessieren, deutlich. Im Geschäftsjahr 2011 werden wir dabei erstmals auch mit einer überregionalen Werbeaktion auf unsere innovativen Produkte aufmerksam machen und unser Profil als Anbieter individueller Massivhäuser und Spezialist für nachhaltige Energiekonzepte weiter schärfen.

Absatzmärkte
Zu unseren Kunden zählen zum überwiegenden Teil Personen und Familien aus dem mittleren und höheren Einkommensbereich. Insoweit staatliche Förderungen in Anspruch genommen werden können, nutzen auch Kunden mit geringeren Einkommen unser Angebot. Junge Familien im Alter von 25-45 Jahren bilden dabei die größte Kundengruppe. Unsere Bauherren vereint die Wertschätzung, dass wir ihnen die Umsetzung individueller Wünsche umfassend ermöglichen.
Nach der erfolgreichen Expansion adressieren wir heute als Absatzmarkt das gesamte Bundesgebiet sowie Luxemburg. Auf den stadtrand- und stadtnahen Baugebieten liegt dabei unser besonderes Augenmerk. Attraktive Potenziale bieten hierbei vor allem die nationalen Ballungsgebiete um Großstädte wie Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart oder München.
Bei der Standortwahl für unsere Musterhäuser haben wir diesen anhaltenden Trend zum Leben in den Zentren im Besonderen berücksichtigt und sind daher dort vertreten, wo ein hoher Neubaubedarf entsprechende Verkaufspotenziale entfaltet.
Wirtschaftliches Umfeld
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Die deutsche Wirtschaft wies im Jahr 2010 ein kräftiges Wachstum auf. So stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,6% und damit so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Die wirtschaftliche Erholung ereignete sich dabei hauptsächlich im Frühjahr und Sommer 2010. Im Vorjahr hatte Deutschland noch die stärkste Rezession der Nachkriegszeit mit einem Einbruch des preisbereinigten BIP um -4,7% erlebt.
Die Wachstumsimpulse kamen in 2010 nicht nur vom Außenhandel, sondern ebenso aus dem Inland. Insbesondere bei den Ausrüstungen kam es in 2010 nach den starken Rückgängen in 2009 zu einem deutlichen Anstieg von 9,4%. Die Bauinvestitionen wiesen ebenfalls ein Plus auf, welches mit 2,8% jedoch weitaus geringer ausfiel; diese waren jedoch auch im Krisenjahr 2009 bei weitem nicht so stark eingebrochen. Die Konsumausgaben konnten im Jahr 2010 ebenfalls einen Zuwachs verzeichnen. So stiegen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 0,5% und die staatlichen sogar um 2,2%.
Der Außenhandel war in 2010, wie in den Jahren vor der jüngsten Wirtschaftskrise, wieder ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. So stiegen die Exporte preisbereinigt um 14,2%, die Importe etwas weniger stark um 13,0%. Die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - steuerte somit im Jahr 2010 einen positiven Wachstumsbeitrag von 1,1 Prozentpunkten zum BIP bei.
Für das Jahr 2011 gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute von einem weiteren Wachstum des BIP aus. So rechnet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel mit einer Zunahme des preisbereinigten BIP von 2,8%, während das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) von einem Anstieg in Höhe von 2,9% ausgeht.
Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser
Die Baugenehmigungszahlen in Deutschland konnten nach einem moderaten Zuwachs in 2009 im vergangenen Jahr erstmals wieder deutlich zulegen. Wie das Statistische Bundesamt meldete, wurde 2010 in Deutschland der Bau von 187.667 Wohn- und Nichtwohngebäuden (alle Baumaßnahmen) genehmigt. Das waren 5,5% bzw. 9.728 Baumaßnahmen mehr als im Vorjahr. Von den im Jahr 2010 genehmigten 187.667 Baumaßnahmen entfielen 167.779 auf neu errichtete Wohngebäude (+6,6%). Wie schon im Vorjahr fiel dabei der Anstieg von Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+8,5%) deutlich höher aus als die Zunahme bei der Genehmigung von Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern (+5,0% und +5,6%), deren Anzahl in 2010 94.679 (2009: 90.057) betrug.
Baugenehmigungen Ein- und Zweifamilienhäuser 2006-2010
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| Anzahl der Baugenehmigungen | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfamilienhäuser | 78.545 | 74.785 | 73.269 | 78.698 | 120.529 |
| Zweifamilienhäuser | 16.134 | 15.272 | 15.038 | 15.998 | 25.318 |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | 94.679 | 90.057 | 88.307 | 94.696 | 145.847 |
Fortsetzung der Erholung im Wohnungsneubau erwartet
Für 2011 gehen die Landesbausparkassen (LBS) von einem erneuten Anstieg der Baugenehmigungen um bis zu 14,6% auf 215.000 Einheiten aus. So sei der Wohnungsbau in Deutschland in den letzten Jahren spürbar unter die Normallinie gefallen und der Bedarf deutlich höher, was laut LBS nicht nur der Blick auf Faktoren wie den wachsenden Ersatzbedarf und die immer noch steigende Zahl von Privathaushalten zeige, sondern auch der internationale Vergleich: So läge die Bundesrepublik im Jahre 2010 mit weniger als zwei neu gebauten Wohnungen auf 1.000 Einwohner in Europa an letzter Position. Demgegenüber entstehen in der Schweiz fast viermal so viele neue Wohnungen. Abgesehen von Tschechien und Dänemark, wo rund 75 Prozent mehr Neubauten geschaffen werden als in Deutschland, weisen auch alle anderen direkten Nachbarländer eine mindestens doppelt so hohe Neubau-Intensität auf wie Deutschland.
Darüber hinaus sprechen die derzeitigen ökonomischen Rahmenbedingungen nach Einschätzung der LBS für eine Belebung der Nachfrage im Neubau. In Deutschland fänden die Menschen aktuell historisch günstige Bedingungen für den Eigenheimerwerb vor. Nach Berechnungen von LBS Research müssten Familien mit einem Kind für eine typische Finanzierung im Herbst 2010 lediglich rund 13% ihrer durchschnittlichen Einkommen aufwenden - nach 38% im Jahre 1994 und immerhin 21% in 2002. Zudem verweist die LBS darauf, dass es, sobald die Zinsen, wie aktuell der Fall, merklich ansteigen, erfahrungsgemäß einen Ansturm von Interessenten auf Immobilienangebote gäbe. Hierzu trägt auch eine entsprechende Medienberichterstattung in Zeiten steigender Zinsen bei, so titelt beispielsweise das Handelsblatt Ende 2010 „Jetzt noch günstige Bauzinsen sichern" und die FAZ weist Anfang 2011 potenzielle Bauherren darauf hin, dass man einen ohnehin geplanten Immobilienkauf nicht mehr auf die lange Bank schieben sollte. Diese Situation ist in der nachfolgenden Grafik zur Bauzinsentwicklung aus Sicht des potenziellen Immobilienerwerbers anschaulich dargestellt.

Einen weiteren wichtigen Punkt zur anziehenden Nachfrage nach Neubauten sieht die LBS in der Wohn-Riester-Förderung. So rücke die tatsächliche Tragweite des entsprechenden Gesetzes erst nach und nach in das Bewusstsein potenzieller Käufer. So summiere sich laut Berechnungen der Stiftung Warentest die Förderung über die Laufzeit der Finanzierung vielfach auf hohe fünfstellige Euro-Beträge - auch wenn man die nachgelagerte Besteuerung in die Rechnung einbezöge.
Auch die KfW geht von einem weiteren, deutlichen Zuwachs bei den Neubauaktivitäten in 2011 aus und begründet dies sowohl mit der bisherigen Entwicklung der amtlichen Frühindikatoren als auch mit den anhaltend günstigen Rahmenbedingungen für Bauherren mit niedrigem Zinsniveau, rückläufiger Arbeitslosigkeit und einer Zunahme der Einkommenserwartungen. Zudem genießt die eigenbewohnte Immobilie als Altersvorsorge und Inflationsschutz derzeit aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen noch größeren Stellenwert in der Bevölkerung als es in der Vergangenheit ohnehin bereits der Fall war.
Auftragslage Konzern
Auftragseingang und Auftragsbestand
Im Geschäftsjahr 2010 haben wir den höchsten Auftragseingang in unserer über 30-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt. Der Netto-Auftragseingang im Konzern (Häuser und Grundstücke) belief sich dabei auf 97,6 Mio. EUR nach 86,6 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,0 Mio. EUR bzw. 12,7%. Der Gesamtauftragseingang setzte sich aus 564 Häusern und 56 Grundstücken (2009: 496 Häuser und 37 Grundstücke) zusammen, wobei die Grundstücke dem bewährten Geschäftsmodell folgend jeweils inklusive HELMA-Haus an die Kunden verkauft wurden. Unsere Fokussierung auf energieeffiziente Massivhäuser mit solarer Unterstützung für Heizung und/oder Warmwasser wurde dabei auch anhand des hohen Anteils der verkauften Häuser mit Solaranlage deutlich, welcher sich im Berichtsjahr von 43% auf 84% erhöhte. Als richtige Entscheidung hat sich zudem die vorgenommene Ausweitung des Projektgeschäftes der HELMA Wohnungsbau GmbH herausgestellt, welche einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Vertriebsjahr 2010 geleistet hat.
Der Netto-Auftragsbestand, welcher sich aus der Netto-Auftragssumme der zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen und damit nicht schlussgerechneten Aufträge zusammensetzt, betrug in Folge eines weiteren, sehr guten Vertriebsjahres zum 31.12.2010 87,7 Mio. EUR. Damit liegt der Netto-Auftragsbestand zum Bilanzstichtag um 17,6 Mio. EUR bzw. 25% über dem Vorjahreswert von 70,1 Mio. EUR. Darin enthalten sind teilrealisierte Umsatzerlöse nach der PoC-Methode in Höhe von 12,8 Mio. EUR (31.12.2009: 12,1 Mio. EUR). Der vorhandene Auftragsbestand stellt somit eine sehr solide Basis für die Erzielung der für das laufende Geschäftsjahr 2011 avisierten, signifikanten Umsatz- und Ergebnissteigerung dar.

Auftragsentwicklung im Vergleich zum Markt
Auch im Geschäftsjahr 2010 haben wir uns deutlich besser entwickelt als der Markt. So konnten wir hinsichtlich der Anzahl der verkauften Häuser ein Plus von 13,7% auf 564 erzielen, während die Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser zwar erstmalig wieder eine spürbare Steigerung von 5,0% erfuhren, damit jedoch im Vergleich zur HELMA-Gruppe eine deutlich geringere Wachstumsrate aufwiesen. Damit konnten wir unser nun bereits über viele Jahre andauerndes, weit überdurchschnittliches Verkaufswachstum erfolgreich fortsetzen, was auch die nachfolgende Grafik verdeutlicht.

Als Folge unserer Expansion im klassischen Baudienstleistungsgeschäft sowie im Bauträgergeschäft konnten wir unsere Marktanteile in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausweiten und somit insgesamt weit mehr als eine Verdopplung unseres Marktanteiles seit 2006 erzielen. So betrug unser Marktanteil in 2010 gemessen an den Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser 0,72%, nachdem dieser in 2006 noch bei 0,31% lag.
Der Markt, in welchem wir uns bewegen, ist dabei unverändert als stark zersplittert zu charakterisieren. So besteht unser Wettbewerb neben wenigen anderen großen Hausanbietern, von denen keiner über einen Marktanteil von über 3% verfügt, insbesondere aus einer Vielzahl von kleinen, meist nur lokal tätigen Bauunternehmen und Bauträgern. Insgesamt bietet uns der Markt damit trotz einer relativ hohen Wettbewerbsintensität weiterhin vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten, so dass wir auch zukünftig von einer Erhöhung unseres Marktanteils ausgehen.

Auftragseingang nach Regionen

Im Geschäftsjahr 2010 sind wir vertriebsseitig in den Regionen Ost und West am stärksten gewachsen. Die in der nachfolgenden Übersicht dargestellten Zahlen zum Nettoauftragseingang umfassen dabei sowohl die verkauften Häuser als auch die Grundstücke.
Die signifikante Steigerung in der Region Ost ist insbesondere auf das sehr erfolgreiche Bauträgergeschäft zurückzuführen, welches aktuell stark auf den Großraum Berlin fokussiert ist. Aber auch Sachsen und Thüringen hatten mit zweistelligen Wachstumsraten maßgeblichen Anteil an der erfreulichen Entwicklung. In der Region West waren die Gebiete Nordrhein-Westfalen, Hessen und Luxemburg die tragenden Säulen des Verkaufszuwachses. Für die kommenden Jahre sehen wir in allen vier Regionen noch deutliche Erweiterungspotenziale, an deren Hebung wir weiterhin intensiv arbeiten. Insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Luxemburg wollen wir dabei über die kommenden Jahre eine ähnliche Marktdurchdringung wie in unseren anderen Gebieten erreichen.
Netto-Auftragseingang nach Regionen
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| Regionen | 2010 | 2009 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang netto (Häuser und Grundstücke) |
Anteil | Anzahl verkaufter Häuser | Auftragseingang netto (Häuser und Grundstücke) |
Anteil | Anzahl verkaufter Häuser | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| (in EUR) | (in %) | (in EUR) | (in %) | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nord | 13.597.698,32 | 13,93 | 85 | 15.294.007,56 | 17,66 | 94 |
| Süd | 14.023.604,58 | 14,36 | 71 | 14.539.371,09 | 16,79 | 76 |
| Ost | 37.189.904,20 | 38,09 | 222 | 29.049.122,40 | 33,55 | 175 |
| West | 32.838.066,11 | 33,61 | 186 | 27.709.097,82 | 32,00 | 151 |
| Summe | 97.629.273,21 | 100 | 564 | 86.591.598,87 | 100 | 496 |
Ertragslage Konzern
Umsatzentwicklung
Der HELMA-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 74,5 Mio. EUR (2009: 62,4 Mio. EUR) und damit ein Umsatzplus von 19,4%. Die Konzern-Gesamtleistung legte um 14,8 Mio. EUR bzw. 23,7% auf 77,2 Mio. EUR zu. Der Umsatzanteil der HELMA Eigenheimbau AG belief sich dabei auf 58,8 Mio. EUR bzw. 78,9%. Der lange und harte Winter behinderte die Bautätigkeiten dabei sowohl in den ersten drei Monaten als auch ab Ende November 2010 maßgeblich, so dass die Witterungsbedingungen eine höhere Anzahl an schlussgerechneten Bauvorhaben und abgeschlossenen Rohbauten in 2010 nicht zuließen. Insgesamt sind wir daher mit den unter diesen Umständen erzielten Umsätzen in 2010 sehr zufrieden, zumal diese einen neuen Rekordwert markierten. Die durchschnittliche Durchlaufzeit (Zeitspanne von der Unterzeichnung des Kaufvertrags bis zur Hausübergabe an den Bauherren) lag dabei weiterhin relativ stabil bei einem Wert von unter 11 Monaten.
Der Umsatzanteil der HELMA Wohnungsbau GmbH konnte in 2010 wie geplant signifikant von 6,1 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR gesteigert werden und wurde zum weit überwiegenden Teil im Großraum Berlin realisiert. Damit betrug der Umsatzanteil des Bauträgergeschäfts erstmalig über 20%. Mit entsprechenden Grundstückskäufen in Berlin Rudow und Stahnsdorf haben wir überdies bereits die Grundlagen für einen weiteren deutlichen Zuwachs im Bauträgergeschäft in den kommenden Jahren geschaffen.
Die Umsatzerlöse der HELMA LUX S.A. lagen in 2010 mit 0,2 Mio. EUR nach wie vor auf einem überschaubaren Niveau, wobei sich die unternommenen Anstrengungen in Luxemburg nun langsam bezahlt zu machen scheinen. So konnte mit vier verkauften Einheiten der Auftragseingang in Luxemburg in 2010 verdoppelt sowie der Erwerb eines attraktiven Grundstücks für eine Bauträgermaßnahme in die Wege geleitet werden, so dass wir im Geschäftsjahr 2011 auch in Luxemburg mit positiven Ergebnisbeiträgen rechnen.

Ertragsentwicklung
Ausgehend von den um 12,1 Mio. EUR bzw. 19,4% gesteigerten Umsatzerlösen konnten wir das Konzern-EBIT deutlich überproportional um 147% von 1,1 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR verbessern.

Die aufgrund des höheren Umsatzniveaus im Berichtsjahr erzielten Skaleneffekte, welche maßgeblich zur Erhöhung der EBIT-Marge von 1,8% auf 3,7% beigetragen haben, werden anhand der Betrachtung der Kostenquoten auf Basis der Umsatzerlöse deutlich. So wurde bei der Personalaufwandsquote das erste Mal seit Jahren ein Wert unterhalb von 10% erreicht und die bereinigte sonstige betriebliche Aufwandsquote konnte erneut signifikant auf 7,1% gesenkt werden. Hierbei ergeben sich die bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus der Summe der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen.
Die Rohertragsmarge konnte auch in 2010 mit 21,6% stabil im angestrebten Bereich zwischen 20-22% gehalten werden. Die dabei zugrunde liegende Materialaufwandsquote ist, um eine optimale Vergleichbarkeit herzustellen, um diejenigen Materialaufwendungen bereinigt, welchen keinerlei Umsatzerlöse gegenüberstehen. Mit der Einführung und fortschreitenden Umsetzung der zentralen Auftragsvergabe sowie dem weiteren Aufbau der eigenen Statikabteilung haben wir umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die Rohertragsmarge auch zukünftig nachhaltig auf einem stabil hohen Niveau zu etablieren.

Mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) von 1,9 Mio. EUR (Vj.: 0,2 Mio. EUR) und einem Jahresüberschuss von 1,3 Mio. EUR (Vj.: 0,2 Mio. EUR) haben wir im Geschäftsjahr 2010 einen neuen Ergebnisrekord erzielt und ein Ergebnis je Aktie von 0,50 EUR (2009: 0,07 EUR) erwirtschaftet.
Geschäftsverlauf des HELMA-Konzerns (nach IFRS)
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| in EUR | 2010 | % | 2009 | % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 74.535.062,03 | 100,00 | 62.448.303,59 | 100,00 |
| Bestandsveränderungen | 2.463.646,35 | 3,31 | -188.994,23 | -0,30 |
| andere aktivierte Eigenleistungen | 238.458,11 | 0,32 | 157.239,31 | 0,25 |
| sonstige betriebliche Erträge | 640.964,80 | 0,86 | 443.838,94 | 0,71 |
| Materialaufwand und Fremdleistungen | -60.761.613,59 | 81,52 | -48.659.055,93 | -77,92 |
| Personalaufwand | -7.334.725,00 | -9,84 | -6.386.388,65 | -10,23 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.930.422,04 | -7,96 | -5.451.379,84 | -8,73 |
| EBITDA | 3.851.370,66 | 5,17 | 2.363.563,19 | 3,78 |
| Abschreibungen | -1.127.291,81 | -1,51 | -1.259.417,99 | -2,02 |
| EBIT | 2.724.078,85 | 3,65 | 1.104.145,20 | 1,77 |
| Finanzergebnis | -813.993,14 | -1,09 | -860.196,34 | -1,38 |
| EBT | 1.910.085,71 | 2,58 | 243.948,86 | 0,39 |
| Ertragsteuern | -589.495,29 | -0,79 | 45.636,70 | -0,07 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.320.590,42 | 1,77 | 198.312,16 | 0,32 |
Vermögens- und Finanzlage Konzern
Aktiva
Die Bilanzsumme des HELMA-Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum um 7,5 Mio. EUR auf 43,0 Mio. EUR. Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag mit 18,7 Mio. EUR unwesentlich unter dem Vorjahresniveau von 19,0 Mio. EUR. Hingegen kam es bei den kurzfristigen Vermögenswerten zu einer deutlichen Zunahme von 16,4 Mio. EUR auf 24,2 Mio. EUR. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus weiteren Grundstückszugängen aus unseren Bauträgerprojekten in Berlin sowie einer Erhöhung der Forderungen entsprechend unserer deutlichen Geschäftsausweitung. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 3,1 Mio. EUR und lagen damit um 0,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Konzern-Bilanzstruktur Aktiva (nach IFRS)
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| in EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte langfristig | 18.716.646,52 | 19.020.847,80 |
| Vermögenswerte kurzfristig | 24.248.335,28 | 16.418.825,51 |
| - davon liquide Mittel | 3.074.475,98 | 2.518.480,58 |
| Summe Aktiva | 42.964.981,80 | 35.439.673,31 |

Passiva
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag durch den in 2010 erwirtschafteten Gewinn um 1,3 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR. Hieraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 28,4%, die aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme geringfügig unter dem Vorjahreswert von 30,8% liegt.
Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich um 0,6 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR, wofür unter anderem die bis zum 31.12.2010 in einem Volumen von ca. 1,1 Mio. EUR platzierte, neue Unternehmensanleihe verantwortlich war. Nähere Information zum aktuellen Platzierungsstand der ab dem 1.12.2010 jährlich mit 6,5% verzinsten und mit einer Laufzeit von fünf Jahren versehenen Anleihe sind dem Nachtragsbericht zu entnehmen. Eine weitere erhöhende Komponente des langfristigen Fremdkapitals war die fortschreitende Valutierung (rund 0,7 Mio. EUR) des KfW-Darlehens, welches insgesamt eine Höhe von ca. 1,0 Mio. EUR aufweist. Eine auf das langfristige Fremdkapital reduzierende Wirkung hatte zum 31.12.2010 die Umgliederung der stillen Beteiligung in Höhe von 1,0 Mio. EUR in das kurzfristige Fremdkapital aufgrund der für Ende 2011 geplanten vorzeitigen Rückzahlung. Trotz des geringfügigen Anstiegs des langfristigen Fremdkapitals in absoluten Beträgen kam es zum Bilanzstichtag zu einer Verringerung des Anteils an der Bilanzsumme auf 25,7% (31.12.2009: 29,5%).
Der verbleibende Anteil von 45,9% an der Bilanzsumme entfiel auf das kurzfristige Fremdkapital, welches sich zum 31.12.2010 auf 19,7 Mio. EUR (31.12.2009: 14,1 Mio. EUR) belief. Die Erhöhung des kurzfristigen Fremdkapitals ist dabei insbesondere auf die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 0,8 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR zurückzuführen, welche sich größtenteils auf den Ankauf von attraktiven Grundstücksarealen in Berlin beziehen.
Insgesamt verfügt der HELMA-Konzern damit weiterhin über eine sehr solide Finanzlage sowie eine gesunde Kapitalstruktur mit einer im Branchenvergleich überdurchschnittlich hohen Eigenkapitalquote.
Konzern-Bilanzstruktur Passiva (nach IFRS)
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| in EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 12.199.452,13 | 10.905.134,08 |
| Fremdkapital langfristig | 11.054.453,78 | 10.472.183,83 |
| Fremdkapital kurzfristig | 19.711.075,89 | 14.062.355,40 |
| Summe Passiva | 42.964.981,80 | 35.439.673,31 |

Kapitalflussrechnung
Die erreichte hohe Profitabilität des HELMA-Konzerns wird im Geschäftsjahr 2010 auch in der Betrachtung der Kapitalflüsse anhand der Verdopplung der erzielten Cash Earnings auf 2,9 Mio. EUR deutlich. Aufgrund der zur geplanten Umsatzsteigerung im Bauträgergeschäft notwendigen, deutlichen Ausweitung des Working Capital um mehr als 3,5 Mio. EUR belief sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in 2010 insgesamt auf -0,2 Mio. EUR.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit -1,2 Mio. EUR im Vorjahresvergleich auf nahezu unverändertem Niveau sowie geringfügig oberhalb der planmäßigen Abschreibungen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf 2,0 Mio. EUR nach -1,6 Mio. EUR im Vorjahr, was unter anderem auf die zum Bilanzstichtag bereits anteilig platzierte Unternehmensanleihe sowie die Zunahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen war.
Zum 31.12.2010 betrug der Finanzmittelfonds des HELMA-Konzerns rund 3,1 Mio. EUR. Im stichtagsbezogenen Jahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Darüber hinaus stehen ungenutzte Kreditlinien in Millionenhöhe zur Verfügung.
Konzern-Kapitalflussrechnung (nach IFRS)
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -239,7 | 3.001,3 |
| - davon Cash Earnings | 2.923,1 | 1.473,1 |
| - davon Working Capital Veränderungen | -3.541,3 | 1.506,7 |
| - davon Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen | 81,0 | 21,5 |
| - davon Veränderung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 297,5 | 0,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.210,8 | -1.148,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 2.006,5 | -1.557,5 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 3.074,5 | 2.518,3 |
Investitionen Konzern
Im Berichtsjahr haben wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,52 Mio. EUR (2009: 1,24 Mio. EUR) getätigt. Auf den Bereich Grundstücke und Gebäude entfiel dabei ein Investitionsanteil von 0,64 Mio. EUR, welcher zum Großteil für den Neubau zweier Musterhäuser (Ersatzinvestitionen) genutzt wurde, mit denen wir unsere Marktstellung im Bereich energieeffizienter Bauweisen weiter gestärkt haben. So haben wir im Juni 2010 bei Dresden ein neues ecoSolar-Musterhaus eröffnet, welches in der Variante „element" die Nutzung und Speicherung von kostenloser Sonnenenergie mit dem Einsatz einer modernen Gasbrennwerttherme verbindet und in dieser Kombination eine besondere Wirtschaftlichkeit in Bezug auf Investitions- und laufende Energiekosten bietet. Besonderes Highlight des neuen Musterhauses ist die kubische Bauweise in Verbindung mit einer etwa 20m2 großen Fassadenkollektorfläche. Das zweite neue Musterhaus im Geschäftsjahr 2010 ist ein Sonnenhaus in München-Poing, welches im September 2010 eröffnet wurde. Mittels dieses neuen Musterhauses können wir unsere innovative Sonnenhaustechnik, die das Heizen ohne Öl, Gas und Strom CO2-neutral ermöglicht, nun auch in der meistbesuchten Musterhausausstellung Deutschlands präsentieren. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,45 Mio. EUR und entfielen im Wesentlichen auf Software, Entwicklungskosten für das EnergieAutarke Haus sowie den Erwerb von umfangreichen Finanzierungs- und Versicherungsbeständen unserer neuen Tochtergesellschaft Hausbau Finanz GmbH. Die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung beliefen sich in 2010 auf 0,43 Mio. EUR und wurden schwerpunktmäßig für den Kauf von Kraftfahrzeugen verwendet.
Investitionen im Bereich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Grundstücke und Gebäude | 638 | 634 |
| Immaterielle Vermägensgegenstände | 450 | 274 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 432 | 328 |
| Gesamt | 1.520 | 1.236 |
Für das Geschäftsjahr 2011 planen wir insgesamt Investitionen im Bereich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von rund 2,0 Mio. EUR vorzunehmen. Zu diesen gehören der Bau des EnergieAutarken Hauses als Musterhaus sowie die Bemusterungsausstellung in Lehrte, welche mittels eines geringen Anteils der neuen Anleihe finanziert werden. Überdies planen wir unter anderem einen moderaten Anbau für unser Verwaltungsgebäude sowie die Erweiterung der Parkplätze an unserem Hauptsitz in Lehrte, womit wir der steigenden Mitarbeiterzahl gerecht werden.
Innovation und Umweltschutz
Im zurückliegenden Jahrzehnt haben wir uns durch die frühzeitige Fokussierung auf den Bereich der energieeffizienten Bauweisen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil geschaffen und damit zugleich einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs und des CO2-Ausstoßes geleistet. Im Jahr 2011 werden wir mit der Markteinführung des EnergieAutarken Hauses unseren erarbeiteten Know-how-Vorsprung gleich zu Beginn des neuen Jahrzehnts eindrucksvoll unter Beweis stellen und unsere führende Position im Bereich des ökonomisch-ökologischen Hausbaus weiter festigen.

ecoSolar-Häuser
Ein ecoSolar-Haus kombiniert die Nutzung und Speicherung von kostenloser Sonnenenergie mit einem oder mehreren anderen Energieträgern. Die Sonnenenergie erwärmt hierbei nicht nur das Brauchwasser zum Duschen und Baden, sondern wird zusätzlich zum Heizen genutzt. Mit einem solaren Deckungsgrad von ca. 30% überzeugen ecoSolar-Häuser durch ein dauerhaft hohes Einsparpotenzial. Knapp ein Drittel der benötigten Wärmeenergie wird dabei aus der Kraft des Sonnenlichts gewonnen. Unsere ecoSolar-Häuser sind dabei grundsätzlich KfW-Effizienzhäuser 70 (EnEV 2009). So sparen unsere Bauherren nicht nur beständig Heizkosten, sondern profitieren schon bei den Investitionen von besonders günstigen Zinsen für ihr Baudarlehen.
Sonnenhäuser
Ein Sonnenhaus deckt mindestens 50% des Jahres-Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser solar. Hierzu verfügt das Haus zur aktiven Nutzung von kostenloser Sonnenenergie über eine ca. 40 m2 große Solarkollektorfläche auf dem nach Süden geneigten Dach. Der Restenergiebedarf wird regenerativ durch eine moderne Holzfeuerung gedeckt, z.B. über einen Holzvergaserofen oder eine Pellettsheizung. Die Energie aus beiden Quellen wird in einem etwa 7.000 Liter fassenden Pufferspeicher gesammelt und steht zeitunabhängig nach Bedarf zur Verfügung. Damit wird ein Sonnenhaus vollständig klimafreundlich CO2-neutral beheizt. Das Sonnenhaus verfügt dabei über einen niedrigeren Primärenergiebedarf als ein Passivhaus bei gleichzeitig höherem Wohnkomfort. Unsere HELMA-Sonnenhäuser sind grundsätzlich KfW-Effizienzhäuser 55 (EnEV 2009), womit neben den erheblichen Einsparungen bei den Heizkosten auch eine attraktive KfW-Förderung ermöglicht wird.
Das EnergieAutarke Haus
Mit dem EnergieAutarken Haus werden wir eine völlig neue Generation solarer Effizienzhäuser begründen und damit einen neuen Maßstab im nachhaltigen Hausbau setzen, welcher die solare Vollversorgung mit Wärme und Strom ermöglicht und somit unsere Kunden völlig unabhängig von externen Energielieferungen der großen Versorger macht. Im Detail werden wir unsere jüngste Innovation der Öffentlichkeit erstmals am 5. Mai 2011 im Rahmen einer großen Eröffnungsveranstaltung im Musterhauspark in Lehrte medienwirksam vorstellen, weshalb wir an dieser Stelle zunächst auf die Nennung näherer Informationen und Spezifika verzichten.
Mitarbeiter & Organe
Personalentwicklung im HELMA-Konzern
Die Mitarbeiterzahl zum 31.12.2010 ist gegenüber dem Geschäftsjahresende 2009 von 108 auf 131 angestiegen. Dies entspricht einer Zuwachsrate von 21,3%. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl liegt insbesondere in dem weiteren Aufbau der eigenen Statik- und EnEV-Abteilung sowie der aufgrund des starken Auftragswachstums notwendigen Verstärkung der Bereiche Technik (Zentrale Auftragsvergabe, Bauleiter und Bauzeichner) und Verwaltung begründet. Ebenso hat die Erweiterung der HELMA-Gruppe um die Hausbau Finanz GmbH und die HELMA Ferienimmobilien GmbH, deren Personal vor der Gründung in 2011 zunächst in der HELMA Eigenheimbau AG beschäftigt wurde, zur Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2010 beigetragen.
Die Anzahl der selbständigen Handelsvertreter, mit denen wir im Vertriebsbereich an den verschiedenen Standorten auf Provisionsbasis zusammenarbeiten, belief sich zum Bilanzstichtag auf 76 (31.12.2009: 81).
Anzahl der Mitarbeiter und selbständigen Handelsvertreter
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2007 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Mitarbeiter | 131 | 108 | 103 | 113 |
| Anzahl der selbständigen Handelsvertreter | 76 | 81 | 92 | 104 |
Ausbildung
Mit der Ausbildung junger, motivierter Menschen wollen wir dazu beitragen, unseren fortwährenden Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften anteilig selbst zu decken. Aktuell bilden wir insgesamt drei Auszubildende in den Bereichen Bürokommunikation, Bauzeichnung und Marketing aus. Die Ausbildung im eigenen Hause sehen wir als wichtigen Bestandteil unserer Personalpolitik und zukunftsgerichtete Antwort auf den demografischen Wandel an. Aus diesem Grund werden wir zur Jahresmitte 2011 weitere Ausbildungsplätze schaffen.
Organe der Gesellschaft
Dem Vorstand der HELMA Eigenheimbau AG gehörten im Geschäftsjahr 2010 Herr Karl-Heinz Maerzke als Vorsitzender und Herr Gerrit Janssen an. Herr Karl-Heinz Maerzke ist bis zum 31.3.2015 und Herr Gerrit Janssen bis zum 30.6.2014 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich zum 31.12.2010 aus Otto W. Holzkamp (Vorsitzender), Dr. Eberhard Schwarz (stellvertretender Vorsitzender) und Dr. Peter Plathe zusammen. Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder endet mit Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 beschließt.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Muttergesellschaft
Im Folgenden wird ergänzend zur Konzernberichterstattung die separate Entwicklung der Muttergesellschaft erläutert. Der Jahresabschluss der HELMA Eigenheimbau AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Lagebericht der HELMA Eigenheimbau AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des HELMA-Konzerns zusammengefasst.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der HELMA Eigenheimbau AG betrug zum 31.12.2010 30,7 Mio. EUR (31.12.2009: 29,1 Mio. EUR). Auf der Aktivseite ist diese Erhöhung auf eine Zunahme des Umlaufvermögens um 1,9 Mio. EUR auf 13,2 Mio. EUR zurückzuführen, welche in den Positionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen begründet lag. Das Sachanlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 17,3 Mio. EUR und lag damit um 0,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert.
Bilanzstruktur Aktiva (nach HGB)
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| in EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 17.310.198,79 | 17.756.089,74 |
| Umlaufvermögen | 13.159.459,04 | 11.222.697,44 |
| - davon liquide Mittel | 2.213.855,92 | 2.214.207,09 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 259.260,31 | 124.790,15 |
| Summe Aktiva | 30.728.918,14 | 29.103.577,33 |
Auf der Passivseite kam es im stichtagsbezogenen Jahresvergleich zu einer Steigerung des Eigenkapitals in Höhe des erwirtschafteten Jahresüberschusses auf 9,2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote lag bei rund 30% und weist somit einen im Branchendurchschnitt weit überdurchschnittlichen Wert auf. Zudem wurde in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2010 das Genussscheinkapital in Höhe von 1,5 Mio. EUR vollständig getilgt.
Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum 31.12.2010 auf insgesamt 16,3 Mio. EUR und lagen damit rund 1,3 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau, wofür unter anderem die neu begebene Anleihe verantwortlich war. Die Rückstellungen nahmen im Zuge der deutlichen Geschäftsausweitung in 2010 um 0,7 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR zu.
Zum Geschäftsjahresende 2010 verfügt die HELMA Eigenheimbau AG über liquide Mittel in Höhe von 2,2 Mio. EUR sowie freie Kreditlinien in Millionenhöhe, so dass sich die Finanzlage unverändert als äußerst solide darstellt.
Bilanzstruktur Passiva (nach HGB)
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| in EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 9.157.365,35 | 8.026.607,07 |
| Rückstellungen | 5.319.898,23 | 4.602.147,74 |
| Verbindlichkeiten | 16.251.654,56 | 14.974.822,52 |
| Genussscheinkapital | - | 1.500.000,00 |
| Summe Passiva | 30.728.918,14 | 29.103.577,33 |
Ertragslage
Die Gesamtleistung der HELMA Eigenheimbau AG belief sich im Berichtsjahr auf 61,7 Mio. EUR (2009: 55,8 Mio. EUR). Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 5,9 Mio. EUR. Durch eine weitere Verringerung der Materialaufwandsquote auf Basis der Gesamtleistung auf 76,2% konnte der Rohertrag von 13,1 Mio. EUR auf 15,2 Mio. EUR gesteigert werden und somit das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um mehr als 1,0 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR verbessert werden. Das Finanzergebnis lag mit -0,4 Mio. EUR auf unverändertem Niveau. Insgesamt konnte die HELMA Eigenheimbau AG im Geschäftsjahr 2010 den Jahresüberschuss auf 1,1 Mio. EUR verachtfachen.
Gesamtleistung der HELMA Eigenheimbau AG (nach HGB)
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| in EUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 63.004.732,43 | 56.325.907,99 |
| Bestandsveränderungen | -1.569.166,42 | -664.806,06 |
| andere aktivierte Eigenleistungen | 238.458,11 | 157.239,31 |
| Gesamtleistung | 61.674.024,12 | 55.818.341,24 |
Geschäftsverlauf der HELMA Eigenheimbau AG (nach HGB)
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| in EUR | 2010 | % | 2009 | % |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 61.674.024,12 | 100,00 | 55.818.341,24 | 100,00 |
| sonstige betriebliche Erträge | 498.753,39 | 0,81 | 373.133,47 | 0,67 |
| Materialaufwand | -46.963.145,68 | -76,15 | -43.051.570,01 | -77,13 |
| Rohertrag | 15.209.631,83 | 24,66 | 13.139.904,70 | 23,54 |
| Personalaufwand | -6.693.632,38 | -10,85 | -6.005.558,90 | -10,76 |
| Abschreibungen | -1.068.445,76 | -1,73 | -1.146.604,40 | -2,05 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.816.519,89 | -9,43 | -5.405.766,24 | -9,68 |
| EBIT | 1.631.033,80 | 2,64 | 581.975,16 | 1,04 |
| Finanzergebnis | -404.111,87 | -0,66 | -398.484,39 | -0,71 |
| EBT | 1.226.921,93 | 1,99 | 183.490,77 | 0,33 |
| Jahresüberschuss | 1.130.758,28 | 1,83 | 142.649,90 | 0,26 |
Risikobericht
Risikomanagement
Im Rahmen unseres unternehmerischen Handelns sind wir naturgemäß verschiedenen Risiken ausgesetzt. Dabei gehen wir Risiken nur dann ein, wenn ihnen die Chance auf eine angemessene Wertsteigerung gegenübersteht und sie mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation beherrschbar sind. Im Rahmen unseres Risikomanagements führen wir zur Beherrschung und Steuerung dieser Risiken sowie zur transparenten Darstellung von sich bietenden Chancen eine laufende Beobachtung und Bewertung von identifizierten Risiken durch.
Hierzu werden die risikorelevanten Faktoren aus den Bereichen Vertrieb, Vertragsmanagement, Technik, Finanzen, Personal und Recht nicht nur fortlaufend überprüft, sondern auch die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken und die daraus ggf. resultierenden Schäden bewertet. Dem Vorstand, der regelmäßig - insbesondere im Rahmen des monatlichen Berichtswesens - über eine eventuelle Überschreitung festgelegter Risikogrenzwerte informiert wird, stehen somit die notwendigen Entscheidungskriterien zur Verfügung, um zeitnah angemessene Maßnahmen einzuleiten.
Relevante Risikofaktoren
Gesamtwirtschaftliches Risiko
Die konjunkturelle Lage hat sich in den vergangenen zwölf Monaten in Deutschland wieder deutlich aufgehellt und auch die Arbeitslosenzahlen sind weiter rückläufig. Zudem sorgen sowohl die bestehenden Inflationsängste als auch das wieder anziehende Zinsniveau aktuell für eine erhöhte Nachfrage nach Eigenheimen. Trotz der derzeit guten allgemeinen Rahmenbedingungen sind wir uns des möglichen Risikos einer plötzlich und unerwartet abflauenden Konjunktur bewusst und beobachten und analysieren daher die aktuellen Marktgegebenheiten intensiv, um auf zukünftige Entwicklungen optimal vorbereitet zu sein und der jeweiligen Situation bedingte, notwendige Maßnahmen zeitnah umsetzen zu können.
Neue Technologien
Aus dem technologischen Fortschritt resultierende Innovationen im Bereich des Hausbaus werden von uns fortlaufend analysiert und finden nach entsprechender Eignungsprüfung Berücksichtigung in unserem Produktportfolio. Der enge Kontakt und Erfahrungsaustausch mit verschiedensten Herstellern, Verbänden und Geschäftspartnern sowie der Besuch von Fachmessen und Kongressen fördert hierbei die Innovationsfreudigkeit unseres Unternehmens. In der jüngeren Vergangenheit haben wir unser Produktportfolio insbesondere im Bereich der energieeffizienten Bauweisen durch vielversprechende Innovationen wie das ecoSolar-Haus, das Sonnenhaus und nicht zuletzt das EnergieAutarke Haus erweitern können. Dabei achten wir stets darauf, dass die mit den Innovationen verbundenen Chancen die Risiken deutlich überwiegen und die Anlaufkosten in einem vernünftigen Verhältnis zum Absatzpotenzial stehen.
Materialkostenrisiko
Im Rahmen unserer fortlaufenden Planungen werden auch die zu erwartenden Materialpreisänderungen ermittelt und in unseren Kalkulationen berücksichtigt. Anhand einer vorausschauenden Festlegung der Verkaufspreise für unsere Häuser, welche durch die Implementierung und fortwährende Aktualisierung des neuen Kalkulationsprogrammes weiter standardisiert werden konnte, wirken wir dem Risiko steigender Materialpreise entgegen. Zudem mildern wir auch mit entsprechenden Preisanpassungsklauseln, welche an die Entwicklung des Baupreisindex gekoppelt sind, nach zeitlichem Ablauf der Festpreisbindungen in unseren Hausverträgen das Risiko steigender Rohstoffpreise ab.
Investitionsrisiken
Nach Abschluss unserer erfolgreich vollzogenen bundesweiten Expansion haben wir unsere Investitionen im Bereich Sachanlagen in den vergangenen Jahren auf ein relativ moderates Niveau zurückgefahren. Die in früheren Geschäftsjahren neu aufgebauten Vertriebsstandorte haben dabei in den vergangenen Geschäftsjahren jeweils einen signifikanten Beitrag zur Erzielung neuer Vertriebsrekorde geleistet. Auch in Zukunft werden wir bei dem möglichen Aufbau einzelner Standorte oder bei Ersatzinvestitionen mit größtmöglicher Sorgfalt vorgehen und so das Risiko einer Fehlinvestition so gering wie möglich halten. Dies gilt ebenso für den Ankauf von Grundstücksarealen zur Erweiterung des Bauträgergeschäfts der HELMA Wohnungsbau GmbH, der HELMA LUX S.A. sowie der HELMA Ferienimmobilien GmbH.
Hier werden wir nur in solchen Gebieten investieren, wo wir über das notwendige regionale Know-how, langjährige Erfahrungswerte und das Potenzial eines zügigen Abverkaufs verfügen und somit auch in Zukunft keinerlei spekulative Grundstückskäufe tätigen. In der Regel werden wir dabei im Projektgeschäft weiterhin nur hinsichtlich des Grundstücksankaufes in Vorleistung treten und mit den einzelnen Bauvorhaben - unserem erfolgreichen, relativ risikoarmen Geschäftsmodell folgend - erst dann beginnen, wenn uns ein entsprechender notarieller Kaufvertrag samt Finanzierungsbestätigung des Kunden vorliegt.
Personalrisiken
Wir verfolgen Personalrisiken mit größter Aufmerksamkeit und begegnen diesen mit zahlreichen Maßnahmen der Personalentwicklung. Im Fokus stehen dabei die Qualifikation unserer Mitarbeiter, eine niedrige Fluktuationsrate sowie die langfristige Bindung der Führungskräfte an das Unternehmen. Das Know-how unserer Mitarbeiter ist ein entscheidendes Element für die hohe Qualität der von uns angebotenen Dienstleistungen. Zur langfristigen Sicherung dieser Qualität stellen wir unseren Mitarbeitern und Handelsvertretern ein breites Angebot an Einarbeitungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogrammen zur Verfügung, welche auch im Geschäftsjahr 2010 sehr lebhaft wahrgenommen wurden. Hierzu zählt unter anderem die HELMA-Akademie, mit der wir speziell für unsere Bauberater und Bauleiter ein eigenes Forum zur Weiterbildung geschaffen haben.
IT-Risiken
Um unberechtigte Zugriffe oder Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit unserer IT-Systeme zu garantieren, investieren wir regelmäßig in eine moderne Hardware und Software-Infrastruktur und nehmen regelmäßige Datensicherungen vor. Hierbei setzen wir Produkte der führenden Hersteller ein. Geltende Sicherheitsrichtlinien passen wir fortlaufend den neuesten technischen Entwicklungen an.
Rechtliche Risiken
Wesentliche rechtliche Risiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.
Finanzrisiken
Finanzielle Risiken, zu denen Liquiditäts-, Zins- und Ausfallrisiken zählen, überwachen wir mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten, die eine zeitnahe und transparente Berichterstattung ermöglichen. Das Berichtswesen des Konzerns gewährleistet eine regelmäßige Erfassung, Analyse, Bewertung und Steuerung finanzieller Risiken.
Die Liquiditätsrisiken werden im Konzern zentral, basierend auf einer rollierenden Liquiditätsplanung überwacht und gesteuert. Durch einen ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln und freien Kreditlinien ist die Liquiditätsversorgung des Konzerns sicher gestellt. Das Auftreten von Liquiditätsengpässen kann somit ausgeschlossen werden.
Das Risiko von Zinsänderungen im HELMA-Konzern resultiert im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Ein signifikantes Zinsänderungsrisiko ist in Anbetracht der aktuellen Höhe der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten nicht ersichtlich. Zinsderivate werden nicht eingesetzt.
Das Risiko von Forderungsausfällen oder nicht weiterreichbarer Gewährleistungsansprüche ist aufgrund unseres Geschäftsmodells und unserer bewährten Form der Zusammenarbeit mit unseren Subunternehmern weiterhin als gering einzuschätzen.
Da die Unternehmen der HELMA-Gruppe im Wesentlichen in Deutschland und Luxemburg tätig und alle Jahresabschlüsse in Euro denominiert sind, bestehen keine Wechselkursrisiken.
Gesamtbewertung
Die Gesamtrisikosituation des HELMA-Konzerns wird im Rahmen des erläuterten Risikomanagements analysiert und gesteuert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährdet hätten. Bei Eintritt unvorhersehbarer, außergewöhnlicher Risiken ist ein Einfluss auf die Leistungs- und Ergebnisentwicklung nicht auszuschließen. Aus heutiger Sicht sind jedoch keine Risiken erkennbar, die alleine oder in Kombination den Konzern in seinem Bestand gefährden könnten.
Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: „Die HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Nachtragsbericht
Am 3. Januar 2011 wurde eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, die HELMA Ferienimmobilien GmbH, Lehrte, gegründet. Die Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Hildesheim unter HRB 202332 erfolgte am 7. Januar 2011. Das Stammkapital in Höhe von 100 TEUR wurde in voller Höhe von der HELMA Eigenheimbau AG übernommen und eingezahlt. Das Betätigungsfeld der HELMA Ferienimmobilien GmbH wird insbesondere in der Entwicklung, der Planung sowie dem Vertrieb von Ferienhäusern und -wohnungen liegen, welche an infrastrukturell gut entwickelten Standorten vorwiegend an der Nord- und Ostseeküste Deutschlands entstehen werden. Als Geschäftsführer der HELMA Ferienimmobilien GmbH wird neben den beiden Vorstandsmitgliedern der HELMA Eigenheimbau AG Karl-Heinz Maerzke und Gerrit Janssen mit Per Barlag Arnholm ein ausgewiesener Experte im Markt für Ferienimmobilien fungieren.
Herr Arnholm war in den vergangenen 10 Jahren in führenden Positionen im Ferienimmobilienbereich tätig und für die erfolgreiche Realisierung von Projekten mit insgesamt mehreren hundert verkauften Einheiten verantwortlich. Er verfügt daher über ein umfassendes Know-how, welches er in den Aufbau und die erfolgreiche Führung des neuen Unternehmens einbringt.
Nach Ablauf von weniger als der Hälfte des vom 1. Dezember 2010 bis zum 30. Juni 2011 laufenden Angebotszeitraumes weist die am 1. Dezember 2010 begebene HELMA-Anleihe bis zum 11. März 2011 bereits einen Platzierungsstand von rund 6 Mio. EUR bzw. ca. 60% des möglichen Gesamtvolumens von bis zu 10 Mio. EUR auf. Mit dem erreichten Platzierungsstand sind wir sehr zufrieden, da dieser als Bestandteil des Finanzierungsmix die im Prognosebericht beschriebene weitere Geschäftsausweitung der HELMA Wohnungsbau GmbH bereits vollumfänglich ermöglicht. Der Zugang weiterer Mittel aus der sukzessiven Platzierung der Anleihe in den kommenden Monaten würde somit die Möglichkeit zur Umsetzung weiterer, in der veröffentlichten Planung nicht enthaltener Projekte eröffnen.
Darüber hinaus liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf des HELMA-Konzerns haben werden.
Prognosebericht
Für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 gehen wir auf der Grundlage des höchsten Auftragsbestands der Unternehmensgeschichte in Höhe von 87,7 Mio. EUR bei einer durchschnittlichen Durchlaufzeit unserer Aufträge von unter elf Monaten von deutlichen Umsatz-und Ergebniszuwächsen aus. So erwarten wir einen Anstieg der Konzernumsatzerlöse im Geschäftsjahr 2011 auf ca. 100 Mio. EUR und im Geschäftsjahr 2012 auf ca. 125 Mio. EUR. Für die geplante Steigerung der Konzernumsätze werden im Geschäftsjahr 2011 die HELMA Eigenheimbau AG (klassisches Baudienstleistungsgeschäft) und die HELMA Wohnungsbau GmbH (Bauträgergeschäft) in etwa gleichermaßen verantwortlich sein. Der Umsatzanteil des margenstarken Bauträgergeschäfts wird sich dabei voraussichtlich auf rund 25% belaufen. Im Geschäftsjahr 2012 wird das Konzernwachstum dann aller Voraussicht nach in erster Linie durch den weiteren Ausbau des Bauträgergeschäfts sowie die erfolgreiche Realisierung erster Projekte durch die neu gegründete HELMA Ferienimmobilien GmbH erfolgen. Für die jüngste Tochtergesellschaft wird dabei in 2012 ein Umsatzbeitrag zum Konzernumsatz von mindestens 10 Mio. EUR bei einer EBIT-Marge der HELMA Ferienimmobilien GmbH von deutlich über 10% angestrebt. Zu der erwarteten positiven Geschäftsentwicklung des HELMA-Konzerns in den nächsten Jahren wird auch die Hausbau Finanz GmbH durch die optimale Erweiterung unseres Dienstleistungsportfolios um die Finanzierungsberatung und -vermittlung einen spürbaren Beitrag leisten. Dieser könnte dabei insbesondere in zusätzlichen Hausaufträgen inklusive eines Anstiegs der durchschnittlichen Auftragssummen sowie der weiteren Verbesserung der Servicequalität deutlich werden.

Basierend auf der oben beschriebenen Umsatzplanung rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr 2011 mit einem Konzern-EBIT von 5,0-5,5 Mio. EUR und für das Geschäftsjahr 2012 mit 7,5-8,0 Mio. EUR. Damit würde sich die EBIT-Marge auf Basis der Umsatzerlöse zunächst auf über 5% und später auf den angestrebten Wert von über 6% erhöhen. Neben der Realisierung von weiteren Skaleneffekten gehen wir auch aufgrund des immer größer werden Anteils des margenstarken Bauträgergeschäftes am Konzernumsatz von dieser kontinuierlichen Steigerung der EBIT-Marge aus. Wie in den Vorjahren rechnen wir dabei auch zukünftig damit, den überwiegenden Teil der Umsatz- und Ergebnisbeiträge witterungsbedingt jeweils in der zweiten Jahreshälfte zu erzielen.

Lehrte, den 18. März 2011
Karl-Heinz Maerzke, Vorstandsvorsitzender
Gerrit Janssen, Vorstand
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010
der HELMA Eigenheimbau AG, Lehrte
AKTIVA
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| Anhang | 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | (1) | 809.020,76 | 474.826,91 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | (2) | 1.380.173,97 | 1.380.173,97 |
| Sachanlagevermögen | (3) | 14.567.598,67 | 14.893.682,80 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (4) | 309.275,00 | 314.892,00 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (5) | 6.843,39 | 36.508,34 |
| Latente Steuern | (6) | 1.643.734,73 | 1.920.763,78 |
| Langfristiges Vermögen gesamt | 18.716.646,52 | 19.020.847,80 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | (7) | 8.628.007,69 | 5.612.848,57 |
| Forderungen aus Auftragsfertigung | (8) | 3.769.477,38 | 1.417.087,74 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (9) | 6.327.701,45 | 4.268.142,72 |
| Steuerforderungen | (10) | 6.740,18 | 54.188,53 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | (11) | 1.991.932,60 | 1.800.577,37 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (12) | 3.074.475,98 | 2.518.480,58 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | (13) | 450.000,00 | 747.500,00 |
| Kurzfristiges Vermögen gesamt | 24.248.335,28 | 16.418.825,51 | |
| Aktiva gesamt | 42.964.981,80 | 35.439.673,31 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
| Eigenkapital | (14) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 2.600.000,00 | 2.600.000,00 | |
| Kapitalrücklage | 9.276.991,96 | 14.276.991,96 | |
| Gewinnrücklagen | 160.256,07 | 169.718,03 | |
| Bilanzgewinn (Vorjahr Bilanzverlust) | 74.297,22 | -6.237.482,03 | |
| Anteile der Aktionäre der HELMA Eigenheimbau AG | 12.111.545,25 | 10.809.227,96 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 87.906,88 | 95.906,12 | |
| Eigenkapital gesamt | 12.199.452,13 | 10.905.134,08 | |
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (15) | 16.565,43 | 17.520,35 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (16) | 127.300,00 | 97.650,00 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (17) | 8.943.295,01 | 7.534.826,20 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | (18) | 0,00 | 49.828,68 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (19) | 1.651.012,46 | 1.625.495,33 |
| Latente Steuern | (20) | 316.280,88 | 146.863,27 |
| Sonstiges langfristiges Fremdkapital | (21) | 0,00 | 1.000.000,00 |
| Langfristiges Fremdkapital gesamt | 11.054.453,78 | 10.472.183,83 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (22) | 2.995.462,00 | 3.990.028,49 |
| Steuerschulden | (23) | 96.179,00 | 100.914,00 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (24) | 4.342.054,81 | 2.651.495,75 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | (25) | 26.401,00 | 312.717,88 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | 5.015.670,17 | 761.852,55 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | (27) | 49.828,68 | 66.218,57 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (28) | 7.185.480,23 | 6.179.128,16 |
| Kurzfristiges Fremdkapital gesamt | 19.711.075,89 | 14.062.355,40 | |
| Passiva gesamt | 42.964.981,80 | 35.439.673,31 |
Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Gesamteinkommensrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
der HELMA Eigenheimbau AG, Lehrte
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| Anhang | 2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (29) | 74.535.062,03 | 62.448.303,59 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | (30) | 2.463.646,35 | -188.994,23 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | (31) | 238.458,11 | 157.239,31 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (32) | 640.964,80 | 443.838,94 |
| Materialaufwand und Fremdleistungen | (33) | -60.761.613,59 | -48.659.055,93 |
| Personalaufwand | (34) | -7.334.725,00 | -6.386.388,65 |
| Abschreibungen | (35) | -1.127.291,81 | -1.259.417,99 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (36) | -5.930.422,04 | -5.451.379,84 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.724.078,85 | 1.104.145,20 | |
| Finanzierungsaufwendungen | (37) | -879.388,85 | -884.167,53 |
| Sonstige Finanzerträge | (38) | 65.395,71 | 23.971,19 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.910.085,71 | 243.948,86 | |
| Ertragsteuern | (39) | -589.495,29 | -45.636,70 |
| Jahresüberschuss vor Anteilen Fremder | 1.320.590,42 | 198.312,16 | |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | -18.273,13 | -14.958,55 | |
| Jahresüberschuss nach Anteilen Fremder | 1.302.317,29 | 183.353,61 |
Eine Überleitung von dem Jahresüberschuss zum Gesamtergebnis gemäß IAS 1.81 ff. entfällt, da der Jahresüberschuss dem Gesamteinkommen entspricht.
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| Ergebnis je Aktie: | ||
| unverwässert (Euro je Aktie) | 0,50 | 0,07 |
| verwässert (Euro je Aktie) | 0,50 | 0,07 |
Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010
der HELMA Eigenheimbau AG, Lehrte
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| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | ||
| 1. Ergebnis nach Steuern | 1.320,6 | 198,3 |
| 2. +/- Abschreibungen auf Anlagevermögen | 1.127,3 | 1.259,4 |
| 3. +/- Veränderung der langfristigen Rückstellungen | 28,7 | 5,7 |
| 4. +/- Veränderung der latenten Steuern | 446,5 | -13,2 |
| 5. +/- Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge | 0,0 | 22,9 |
| 6. = Cash Earnings (Summe aus 1 bis 5) | 2.923,1 | 1.473,1 |
| 7. -/+ Veränderung der Vorräte | -3.015,1 | 189,0 |
| 8. -/+ Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände | -4.526,3 | -987,4 |
| 9. +/- Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | -994,5 | 726,6 |
| 10. +/- Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) | 4.994,6 | 1.578,5 |
| 11. +/- Working-Capital Veränderungen (Summe aus 7 bis 10) | -3.541,3 | 1.506,7 |
| 12. -/+ Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen | 81,0 | 21,5 |
| 13. +/- Veränderung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 297,5 | 0,0 |
| 14. = Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Summe aus 6 und 11 bis 13) | -239,7 | 3.001,3 |
| 15. + Einzahlungen aus dem Abgang des Sachanlagevermögens | 309,0 | 87,3 |
| 16. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -1.069,6 | -962,3 |
| 17. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -450,2 | -273,5 |
| 18. = Cashflow aus Investitionstätigkeit (Summe aus 15 bis 17) | -1.210,8 | -1.148,5 |
| 19. -/+ Auszahlungen/Einzahlungen andere Gesellschafter | -26,3 | -8,3 |
| 20. +/- Aufnahme/Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | 2.099,0 | -1.549,2 |
| 21. - Auszahlungen aus Finanzierungsleasing | -66,2 | 0,0 |
| 22. = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Summe aus 19 bis 21) | 2.006,5 | -1.557,5 |
| 23. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe aus 14, 18 und 22) | 556,0 | 295,3 |
| 24. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 2.518,5 | 2.223,2 |
| 25. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 3.074,5 | 2.518,5 |
Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung im Geschäftsjahr 2010
der HELMA Eigenheimbau AG, Lehrte
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| Gezeichnetes Kapital EUR |
Kapitalrücklage EUR |
Gewinnrücklagen EUR |
Bilanzverlust/ Bilanzgewinn EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar 2009 | 2.600.000,00 | 14.276.991,96 | 169.718,03 | -6.420.835,64 |
| Entnahmen | ||||
| Jahresergebnis | 183.353,61 | |||
| Stand zum 31. Dezember 2009 | 2.600.000,00 | 14.276.991,96 | 169.718,03 | -6.237.482,03 |
| Entnahmen/Einstellungen | -5.000.000,00 | -9.461,96 | 5.009.461,96 | |
| Jahresergebnis | 1.302.317,29 | |||
| Stand zum 31. Dezember 2010 | 2.600.000,00 | 9.276.991,96 | 160.256,07 | 74.297,22 |
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| Anteile der Aktionäre der HELMA Eigenheimbau AG EUR |
Anteile anderer Gesellschafter EUR |
Summe Eigenkapital EUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar 2009 | 10.625.874,35 | 89.187,46 | 10.715.061,81 |
| Entnahmen | 0,00 | -8.239,89 | -8.239,89 |
| Jahresergebnis | 183.353,61 | 14.958,55 | 198.312,16 |
| Stand zum 31. Dezember 2009 | 10.809.227,96 | 95.906,12 | 10.905.134,08 |
| Entnahmen/Einstellungen | 0,00 | -26.272,37 | -26.272,37 |
| Jahresergebnis | 1.302.317,29 | 18.273,13 | 1.320.590,42 |
| Stand zum 31. Dezember 2010 | 12.111.545,25 | 87.906,88 | 12.199.452,13 |
Der beigefügte Anhang (notes) ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2010
HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft, Lehrte
1. Allgemeine Informationen
1.1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen, Grundsätzliches
Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft (im Folgenden HELMA AG), Lehrte, Deutschland. Sie wird im Handelsregister des Amtsgerichts Hildesheim unter der Nummer HRB 201182 mit der Adresse „Zum Meersefeld 4, 31275 Lehrte" geführt.
Der Haupttätigkeitsbereich der HELMA AG liegt in der Planung und in der Bauregie schlüsselfertiger und teilschlüsselfertiger Einfamilien- (Schwerpunkt), Zweifamilien- und Doppelhäuser im Kundenauftrag. Die Häuser werden entweder vollständig individuell geplant oder auf Basis von verschiedenen Haustypen errichtet, wobei für den Kunden die Möglichkeit besteht, den von ihm gewählten Haustyp nach seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen individuell zu gestalten.
Die HELMA Wohnungsbau GmbH, Lehrte, eine Tochtergesellschaft der HELMA AG, ist im Bereich des klassischen Bauträgergeschäfts tätig.
Über die Hausbau Finanz GmbH, Lehrte, ist die Gesellschaft seit Ende 2010 im Bereich der Vermittlung von baubezogenen Finanzierungen und Versicherungen tätig.
Als Mutterunternehmen des HELMA Konzerns ist die HELMA AG seit September 2006 im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse (Entry Standard) gelistet (WKN A0EQ57; ISIN DE000A0EQ578).
Der Konzernabschluss 2010 wurde in Euro aufgestellt; zum Teil erfolgen Angaben in TEuro.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 der HELMA AG wurde nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen führen das Kalenderjahr als Geschäftsjahr.
Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz und der Konzern-Gesamteinkommensrechnung die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung, den Konzernanhang einschließlich Konzernanlagenspiegel und die Segmentberichterstattung.
1.2 Im laufenden Geschäftsjahr anzuwendende Standards und Interpretationen
Im Geschäftsjahr 2010 wurden neue Standards, Veränderungen an bestehenden Standards sowie neue Interpretationen verabschiedet.
Hierzu zählen:
a) Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die für den IFRS-Abschluss zum 31.12.2010 erstmals verpflichtend anzuwenden sind:
―
Änderungen von Standards:
| • | Änderungen zu IFRS 1 „First-time Adoption of IFRS 1": Umstrukturierung des Standards (Inkrafttreten 01.01.2010) |
| • | Änderungen zu IFRS 2 „Share-based Payment": Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" (Inkrafttreten 01.01.2010) |
| • | Änderungen zu IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements"/IFRS 3 „Business Combinations" (Inkrafttreten 01.07.2009) |
| • | Änderungen zu IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement": Qualifizierende Grundgeschäfte (Inkrafttreten 01.07.2009) |
| • | Diverse Änderungen: Annual Improvement Project 2007-2009 (Inkrafttreten frühestens 01.01.2010) |
―
Neue Interpretationen:
| • | IFRIC 12 „Service Concession Arrangements" (Inkrafttreten 30.03.2009) |
| • | IFRIC 15 „Agreements for the Construction of Real Estate" (Inkrafttreten 01.01.2010) |
| • | IFRIC 16 „Hedges of a net investment in a foreign operation" (Inkrafttreten 01.07.2009) |
| • | IFRIC 17 „Distribution of Non-cash Assets to Owners" (Inkrafttreten 01.11.2009) |
| • | IFRIC 18 „Transfer of Assets from Customers" (Inkrafttreten 01.11.2009) |
b) Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die für den IFRS-Abschluss zum 31.12.2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind:
―
Änderungen von Standards:
| • | Änderungen zu IFRS 1 „First-time Adoption of IFRS 1": Weitere Ausnahmeregelungen für IFRS-Erstanwender (Inkrafttreten 01.07.2010) |
| • | Änderungen zu IAS 24 „Related Party Disclosures" (Inkrafttreten 01.01.2011) |
| • | Änderungen zu IAS 32 „Financial Instruments: Presentation": Klassifizierung von Bezugsrechten (Inkrafttreten 01.02.2010) |
| • | Diverse Änderungen: Annual Improvement Project 2008-2010 (Inkrafttreten frühestens 01.01.2011)* |
―
Neue Standards:
| • | IFRS 9 „Financial Instruments" (Inkrafttreten 01.01.2013)* |
―
Neue Interpretationen:
| • | IFRIC 14 „IAS 19 – The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Interaction" (Inkrafttreten 01.01.2011) |
| • | IFRIC 19 „Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" (Inkrafttreten 01.07.2010) |
* EU-Endorsement noch nicht erfolgt.
Zum Zeitpunkt der in der EU verpflichtenden Anwendung der neuen Standards und Interpretationen hat und wird die Gesellschaft diese berücksichtigen. Signifikante Auswirkungen auf Bilanz und Gesamteinkommensrechnung haben sich nicht ergeben und werden nicht erwartet. Für die Angabepflichten in den Notes ergeben sich Änderungen und Erweiterungen.
2. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch den Vorstand, die sich auf die ausgewiesenen Beträge in der Konzernbilanz sowie auf die Offenlegung der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Abschlusszeitpunkt und auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand basieren. Das tatsächliche Ergebnis kann von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.
2.1 Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (Lizenzen, EDV-Software, Kundenbeziehungen) werden zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, welche bis zu fünf Jahre beträgt.
Die erwarteten Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden wurden zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.
Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte überprüft, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.
Entwicklungskosten für neu entwickelte Gebäudetypen, zu denen Untersuchungen zur technischen Realisierbarkeit sowie zur Vermarktbarkeit vorliegen, werden mit den direkt und indirekt zurechenbaren Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind (IAS 38). Die Entwicklungstätigkeit muss ferner mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Dem Herstellungsprozess zurechenbare Fremdkapitalkosten werden, sofern wesentlich, aktiviert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt auf der Grundlage der geplanten technischen Nutzungsdauer der Produkte. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gesamteinkommensrechnung erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss entsteht, ist zum Zeitpunkt der Kontrollverlagerung als Vermögenswert zu erfassen (Erwerbszeitpunkt). Er entspricht dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Konzernanteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt.
Für Zwecke der Prüfling auf Wertminderung ist der Geschäfts- oder Firmenwert auf alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns aufzuteilen, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, welchen ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes zugeteilt wurde, sind mindestens einmal jährlich auf Wertminderung zu prüfen. Liegen Hinweise für eine Wertminderung einer Einheit vor, wird diese häufiger evaluiert.
Die Werthaltigkeitsprüfung basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrages (Recoverable amount). Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, liegt ein Wertminderungsbedarf vor, der gemäß IAS 36.104 f. erfasst wird.
Der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist das so genannte Nettovermögen und setzt sich aus dem operativen Vermögen, also dem für die operative Tätigkeit betriebsnotwendigen Vermögen, zuzüglich aufgedeckter stiller Reserven (insbesondere Goodwill) und abzüglich den aus der operativen Tätigkeit resultierenden Verbindlichkeiten zusammen.
Während für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten primär marktpreisorientierte Verfahren zum Einsatz kommen, wird bei der Ermittlung des Nutzungswertes auf kapitalwertorientierte Verfahren zurückgegriffen.
Bei den kapitalwertorientierten Verfahren wird das Konzept der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC-Ansatz nach Steuern) angewendet.
Hierbei wurden folgende Annahmen getroffen:
| ― | Die Eigenkapitalkosten werden auf Basis des Capital Asset Pricing Models berechnet und betragen 8,75 Prozent (Vorjahr 9,75 Prozent). Dieser Zins wurde unter Berücksichtigung eines risikolosen Basiszinssatzes von 3,25 Prozent (Vorjahr: 4,25 Prozent), einer Risikoprämie von 5,0 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent) sowie eines Betafaktors von 1,1 (Vorjahr: 1,1) ermittelt. |
| ― | Der Nutzungswert wird anhand des Barwertes des Cashflow aus zwei Wachstumsphasen ermittelt. Für Phase 1 (2 Jahre) werden die vom Vorstand verabschiedeten Detailplanungen der Geschäftsjahre zugrunde gelegt. Für Phase 2 wird eine ewige Rente zugrunde gelegt. Das angenommene Wachstum beträgt hier 1 Prozent. |
Sachanlagevermögen
Sachanlagen (mit Ausnahme von Grundstücken) sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen. Die Herstellungskosten umfassen hierbei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.
Die Abschreibung erfolgt so, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten abzüglich ihrer Restwerte über deren Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben werden. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und sämtliche notwendige Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt.
Die Sachanlagen werden linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
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| Voraussichtliche Nutzungsdauern | Jahre |
|---|---|
| Musterhäuser | bis zu 33 |
| Bürogebäude | 33 bis 40 |
| Außenanlagen | 10 bis 35 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 bis 15 |
Die Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen.
Für die Musterhäuser auf eigenem Grund und Boden wird eine Nutzungsdauer von bis zu 33 Jahren angenommen Bei den Musterhäusern auf fremdem Grund und Boden wird die niedrigere Mietdauer als Nutzungsdauer angenommen.
Im Bau befindliche Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Fremdkapitalkosten werden, sofern wesentlich, aktiviert. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt mit deren Fertigstellung bzw. Erreichen des betriebsbereiten Zustandes.
Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.
Leasing
Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasingverhältnisse klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasingverhältnisse klassifiziert.
Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden als Vermögenswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasingnehmer ist innerhalb der Konzernbilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen zu zeigen.
Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen gehalten werden, werden über ihre erwartete Nutzungsdauer auf die gleiche Art und Weise wie im Eigentum des Konzerns stehende Vermögenswerte oder, falls diese kürzer ist, über die Laufzeit des zugrunde liegenden Leasingverhältnisses abgeschrieben.
Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Konzern-Gesamteinkommensrechnung erfasst.
Mietzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. Bedingte Mietzahlungen im Rahmen eines Operating Leasingverhältnisses werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die der Bemessung der Abschreibungen zugrunde liegende Nutzungsdauer beträgt 50 Jahre.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus den individuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß IAS 2.23 und Nettoveräußerungswert angesetzt.
Die Anschaffungskosten repräsentieren im Wesentlichen die von Subunternehmern in Rechnung gestellten Leistungen. Auf diese Anschaffungskosten wird ein Gemeinkostenaufschlag, der sich aus Verwaltungskosten zusammensetzt, gerechnet. Grundlage für die Gemeinkostenzuschläge sind die Ist-Gemeinkosten der Periode.
Fremdkapitalkosten werden, sofern wesentlich, aktiviert.
Wertminderungen werden berücksichtigt, wenn der Nettoveräußerungswert einzelner Vermögenswerte unter deren Buchwert sinkt.
Forderungen aus Auftragsfertigung
Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages verlässlich zu schätzen, so werden die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Abschlussstichtag jeweils im Verhältnis der erreichten Leistungen zur Gesamtleistung erfasst.
Erwartete Verluste aus Fertigungsaufträgen wurden sofort in vollem Umfang als Aufwand erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden
Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich im Wesentlichen aus den Forderungen und den Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39. Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Gesellschaft ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten.
Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien:
| • | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn der finanzielle Vermögenswert entweder zu Handelszwecken gehalten oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wird. Darüber hinaus fallen derivative Finanzinstrumente unter diese Kategorie. |
| • | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und Forderungen: Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zum Nennbetrag vermindert um Wertberichtigungen für Forderungsausfälle. Unverzinsliche langfristige Forderungen werden abgezinst. |
| • | Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen: Dieses sind finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit, über die sie gehalten werden. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. |
| • | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Diese umfassen diejenigen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet wurden. Diese sind mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt und erst bei Veräußerung oder Wertminderung erfolgswirksam erfasst. |
Gegenwärtig hält die Gesellschaft ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und Forderungen.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Abschlussstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben.
Bei einigen Kategorien von finanziellen Vermögenswerten, z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden Vermögenswerte, für die keine Wertminderung auf Einzelbasis festgestellt wird, auf Portfoliobasis auf Wertminderungsbedarf überprüft.
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung stehend klassifiziert, wenn ihr Buchwert überwiegend durch die Veräußerung als durch die weitere Nutzung zu erzielen sein wird. Diese Voraussetzung wird erst als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung sehr wahrscheinlich ist und der Vermögenswert zur sofortigen Veräußerung bereitsteht. Die jeweils zuständigen Organe der Gesellschaft müssen den Verkauf beschlossen haben und der Verkauf sollte innerhalb eines Jahres nach Qualifizierung als zur Veräußerung stehend beabsichtigt sein. Weiterhin muss die Suche nach einem Käufer aktiv begonnen worden sein.
Zum Verkauf stehende langfristige Vermögenswerte werden zu dem niedrigeren Wert aus Buchwert und dem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Liquide Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt.
Liquide Mittel, die als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen und über welche die Gesellschaft nicht verfügen kann, sind nicht in den liquiden Mitteln enthalten, sondern werden unter den sonstigen lang- oder kurzfristigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
2.2 Passiva
Eigenkapitalbeschaffungskosten
Eigenkapitalbeschaffungskosten werden nach Berücksichtigung der auf diese entfallenden Steuern von der Kapitalrücklage abgesetzt.
Finanzielle Schulden
Finanzielle Schulden werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn die Gesellschaft eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zu den Anschaffungskosten. In den Folgejahren werden die finanziellen Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Pensionsrückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens für Leistungszusagen auf Altersversorgung nach IAS 19 errechnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam ohne Berücksichtigung eines etwaigen Korridors erfasst. Zinsbedingte Veränderungen der Pensionsrückstellungen werden ebenfalls im Personalaufwand ausgewiesen.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden in angemessener Höhe für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig ermittelbar ist.
Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen werden zum Fertigstellungszeitpunkt/Verkaufszeitpunkt nach der besten Einschätzung der Geschäftsleitung hinsichtlich der zur Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Angaben angesetzt.
Alle langfristigen Rückstellungen werden mit ihrem auf dem Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.
2.3 Konzern-Gesamteinkommensrechnung
Die Konzern-Gesamteinkommensrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung bzw. mit Entstehen des Anspruchs realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.
Sofern die entsprechenden Voraussetzungen nach IAS 11 vorliegen, werden Bauaufträge nach der percentage of completion-Methode (POC) bilanziert. Hierbei werden die im Geschäftsjahr angefallenen Kosten und die auf das Geschäftsjahr entfallenden Erlöse entsprechend dem Fertigstellungsgrad ergebniswirksam erfasst. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Verhältnis der erreichten Leistung zur Gesamtleistung ermittelt.
2.4 Währungsumrechnung
Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden nach Maßgabe des Wechselkurses am Abschlussstichtag bewertet.
2.5 Ertragsteuern
Die Bilanzierung und Bewertung von Ertragsteuern erfolgt gemäß IAS 12. Latente Steuern werden bis auf wenige im Standard festgelegte Ausnahmen für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den Steuerwerten gebildet (bilanzorientiertes Vorgehen). Latente Steueransprüche aufgrund von ungenutzten steuerlichen Verlustvorträgen werden angesetzt, soweit IAS 12 dies zulässt. Die Bewertung der latenten Steuern beruht auf den zurzeit geltenden Steuersätzen. Auf aktive Steuerlatenzen werden in Abhängigkeit von der zukünftigen Realisierbarkeit ggf. Wertberichtigungen vorgenommen.
3. Konsolidierung
3.1 Grundlagen der Konsolidierung
Die Abschlüsse der einzelnen Gesellschaften sind zur Einbeziehung in den Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Alle einbezogenen Gesellschaften haben den gleichen Abschlussstichtag.
Auf konzernfremde Dritte entfallende Anteile am Eigenkapital sind in der Konzernbilanz als „Anteile anderer Gesellschafter" im Eigenkapital erfasst. Der Buchwert der Anteile anderer Gesellschafter wird um diejenigen Veränderungen des Eigenkapitals (Entnahmen/Einlagen und Ergebnisanteil) fortgeschrieben, die diesen zuzurechnen sind. Die Anteile anderer Gesellschafter entfallen auf nicht beherrschende Gesellschafter.
Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.
3.2 Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen HELMA AG drei vollkonsolidierte verbundene Gesellschaften, an denen die Gesellschaft Mehrheitsbeteiligungen hält. Die Beteiligungsverhältnisse haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
Der Konsolidierungskreis ist der anschließenden Aufstellung des Anteilsbesitzes zu entnehmen:
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital (mittel- und unmittelbar) in % |
|---|---|
| Tochterunternehmen der HELMA AG, Lehrte | |
| HELMA Wohnungsbau GmbH, Lehrte | 93,95% |
| Hausbau Finanz GmbH, Lehrte | 100,00% |
| HELMA LUX S.A., Walferdange, Luxemburg | 100,00% |
Die HELMA Wohnungsbau GmbH ging im Berichtsjahr durch Formwechsel aus der HELMA Wohnungsbau GmbH & Co. KG hervor. Die HELMA Verwaltungs-GmbH firmierte im Berichtsjahr in Hausbau Finanz GmbH um. Gegenstand der Hausbau Finanz GmbH ist im Wesentlichen die Vermittlung von baubezogenen Versicherungen und Finanzierungen.
4. Angaben zur Konzernbilanz
Langfristiges Vermögen
Die Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte, des Sachanlagevermögens und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind dem beigefügten Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.
Immaterielle Vermögenswerte
(1) Sonstige immaterielle Vermögenswerte
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| Euro 809.020,76 | ||
| 31.12.2009 | Euro 474.826,91 |
Dieser Bilanzposten hat sich wie folgt entwickelt:
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| Bilanzansatz zum 01.01.2010 | Euro 474.826,91 |
| Zugänge | Euro 450.237,81 |
| Euro 925.064,72 | |
| - Abgänge | Euro 1,00 |
| Euro 925.063,72 | |
| + Umbuchungen | Euro 0,00 |
| Euro 925.063,72 | |
| - Abschreibungen | Euro 116.042,96 |
| Bilanzansatz zum 31.12.2010 | Euro 809.020,76 |
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalteten zu Jahresbeginn ausschließlich Lizenzen und EDV-Software.
Die Zugänge im Berichtsjahr betrafen im Wesentlichen einen von der Hausbau Finanz GmbH, Minden, übernommenen Kundenbestand (TEuro 32) sowie einen Bauversicherungskundenbestand, der von Herrn Karl-Heinz Maerzke zu einem Preis von TEuro 150 erworben wurde. Die Nutzungsdauer der Kundenbestände wird jeweils mit fünf Jahren angesetzt. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2010 Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung des EnergieAutarken Hauses (TEuro 138) aktiviert.
Anhaltspunkte für Wertminderungen liegen nicht vor.
(2) Geschäfts- oder Firmenwert
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| Euro 1.380.173,97 | ||
| 31.12.2009 | Euro 1.380.173,97 |
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Anschaffung der Beteiligung an der HELMA Wohnungsbau GmbH und ist daher dem Segment „Bauträgergeschäft" zuzuordnen. Der zum Abschlussstichtag durchgeführte Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) nach IAS 36 unter Berücksichtigung der IDW RS HFA 16 führte zum Abschlussstichtag zu einer Bestätigung des Vorjahreswertes.
(3) Sachanlagevermögen
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| Euro 14.567.598,67 | ||
| 31.12.2009 | Euro 14.893.682,80 |
Dieser Bilanzposten hat sich wie folgt entwickelt:
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| Bilanzansatz zum 01.01.2010 | Euro 14.893.682,80 |
| + Zugänge | Euro 1.069.600,17 |
| Euro 15.963.282,97 | |
| - Abgänge | Euro 390.052,45 |
| Euro 15.573.230,52 | |
| - Abschreibungen | Euro 1.005.631,85 |
| Bilanzansatz zum 31.12.2010 | Euro 14.567.598,67 |
Das Sachanlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2010 Euro |
31.12.2009 Euro |
|
|---|---|---|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 13.226.966,33 | 13.477.026,23 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 44.943,17 | 50.283,52 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.295.689,17 | 1.366.373,05 |
| 14.567.598,67 | 14.893.682,80 |
Zum 14. Juli 2006 wurde ein Leasingvertrag über einen Pylon geschlossen. Dieser Leasingvertrag ist nach IAS 17 als Finanzierungsleasingvertrag einzuordnen. Der Vermögenswert wird planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben. Der Buchwert des Pylon zum 31. Dezember 2010 beträgt Euro 76.567,88 (Vorjahr Euro 127.613,24).
Anhaltspunkte für Wertminderungen lagen nicht vor.
Die Grundstücke werden im Wesentlichen durch Grundpfandrechte belastet. Der Posten „andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" unterliegt wie im Vorjahr, mit Ausnahme bestimmter fremdfinanzierter Kraftfahrzeuge, keinen wesentlichen Zugriffsbeschränkungen aufgrund von Sicherungsübereignungen oder Verpfändungen.
(4) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
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| Euro 309.275,00 | ||
| 31.12.2009 | Euro 314.892,00 |
Dieser Bilanzposten hat sich wie folgt entwickelt:
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| Bilanzansatz zum 01.01.2010 | Euro 314.892,00 |
| - Abschreibungen | Euro 5.617,00 |
| Bilanzansatz zum 31.12.2010 | Euro 309.275,00 |
Die HELMA Wohnungsbau GmbH hält zum Zwecke der Erzielung von Mieteinnahmen vier Wohneinheiten in Magdeburg. Die Bewertung erfolgt nach dem Anschaffungskostenmodell zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt linear über 50 Jahre.
Wertminderungen waren nicht notwendig. Die auf Basis von Marktbeobachtungen geschätzten Zeitwerte entsprechen im Wesentlichen den jeweiligen Buchwerten.
Es bestehen zum Abschlussstichtag keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.
Die Mieteinnahmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEuro 28 (Vorjahr: TEuro 26). Die direkt mit der Immobilie im Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen TEuro 11 (Vorjahr: TEuro 11).
(5) sonstige langfristige Vermögenswerte
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| Euro 6.843,39 | ||
| 31.12.2009 | Euro 36.508,34 |
Dieser Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Kautionen | 6.843,39 | 6.756,39 |
| Darlehn an Handelsvertreter | 0,00 | 29.751,95 |
| Summe | 6.843,39 | 36.508,34 |
(6) latente Steuern
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| Euro 1.643.734,73 | ||
| 31.12.2009 | Euro 1.920.763,78 |
Bei den in Deutschland ansässigen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 29,65% (Vorjahr: 29,65%) zugrunde gelegt. Dieser Steuersatz ist ein kombinierter Ertragsteuersatz aus einem Körperschaftsteuersatz von 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% sowie einem Gewerbesteuersatz von 13,825%.
Für die in Luxemburg ansässige Gesellschaft wurde ein Steuersatz von 34,47% (Vorjahr 34,47%) zugrunde gelegt.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| HELMA LUX S.A. | ||
| - auf unfertige Leistungen | 0,00 | 86.780,14 |
| - auf Auftragskosten für langfristige Auftragsfertigung | 0,00 | 27.537,05 |
| - auf Forderungen aus Auftragsfertigung | 0,00 | -114.631,21 |
| - auf nicht genutzte Verlustvorträge | 105.717,19 | 60.639,57 |
| HELMA AG | ||
| - auf nicht genutzte Verlustvorträge | 1.537.734,41 | 1.859.938,06 |
| - auf Pensionsrückstellung | 283,13 | 0,00 |
| Konzern | ||
| - auf Sachanlagenverkäufe | 0,00 | 500,17 |
| Summe | 1.643.734,73 | 1.920.263,61 |
Die latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden saldiert, soweit die Voraussetzungen nach IAS 12.74 erfüllt sind.
Die Werthaltigkeit der gebildeten aktiven latenten Steuern auf nicht genutzte Verlustvorträge kann aufgrund einer durch die Gesellschaft vorgenommenen Einschätzung, unter Zugrundelegung eines Prognosezeitraums von fünf Jahren, beurteilt werden. Die steuerlichen Verlustvorträge sind zeitlich unbeschränkt vortragbar.
Zum 31. Dezember 2010 bestehen noch körperschaftsteuerliche (TEuro 4.985) und gewerbesteuerliche (TEuro 5.417) Verlustvorträge bei der HELMA AG sowie ein steuerlicher Verlustvortrag (TEuro 306) bei der HELMA LUX S.A.
Nur die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie die Pensionsrückstellung sind langfristig.
Langfristiges Vermögen, gesamt
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| Euro 18.716.646,52 | ||
| 31.12.2009 | Euro 19.020.847,80 |
Kurzfristiges Vermögen
(7) Vorräte
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| Euro 8.628.007,69 | ||
| 31.12.2009 | Euro 5.612.848,57 |
Dieser Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 31.184,72 | 0,00 |
| unfertige Leistungen | 8.000.342,61 | 5.536.696,26 |
| fertige Erzeugnisse und Waren | 52.458,86 | 76.152,31 |
| geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 544.021,50 | 0,00 |
| Summe | 8.628.007,69 | 5.612.848,57 |
Hinsichtlich der ausgewiesenen Vorräte bestehen die branchenüblichen Verpflichtungen.
(8) Forderungen aus Auftragsfertigung
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| Euro 3.769.477,38 | ||
| 31.12.2009 | Euro 1.417.087,74 |
Dieser Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Anteilig realisierte Umsatzerlöse | 12.757.278,00 | 11.201.837,00 |
| erhaltene Anzahlungen zu Forderungen aus langfr. Auftragsfertigung | -8.987.800,62 | -9.784.749,26 |
| Summe | 3.769.477,38 | 1.417.087,74 |
Die Forderungen aus Auftragsfertigung beinhalten Forderungen aus der Anwendung der POC-Methode bei langfristigen Fertigungsaufträgen. Sie wurden outputorientiert entsprechend dem Verhältnis der erreichten Leistung zur Gesamtleistung ermittelt.
Aus der Anwendung der POC-Methode ergaben sich folgende Ergebnisauswirkungen:
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| Beträge in Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Anteilig realisierte Umsatzerlöse | 12.757.278,00 | 11.201.837,00 |
| Anteilige realisierte Anschaffungs- und Herstellungskosten | 11.908.419,00 | 10.907.214,00 |
| Ergebnis aus der Anwendung der POC-Methode | 848.859,00 | 294.623,00 |
(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| Euro 6.327.701,45 | ||
| 31.12.2009 | Euro 4.268.142,72 |
Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind der Kategorie „Kredite und Forderungen" zuzurechnen und werden deshalb zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Wertminderungen wurden in Höhe von Euro 147.407,55 (Vorjahr: Euro 122.407,55) vorgenommen. Es bestehen keine weiteren nennenswerten Kreditrisiken.
Die bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der vorliegenden Hausverträge durch Finanzierungsbestätigungen der von den Kunden gewählten Finanzierungspartner in voller Höhe als werthaltig anzusehen. Darüber hinaus ist ein Großteil der noch offenen Beträge bereits auf Notaranderkonten hinterlegt.
Im Geschäftsjahr sowie auch in den Vorjahren kam es zu keinen nennenswerten Forderungsausfällen, die eine über die bereits durchgeführten Wertberichtigungen hinaus gehende Korrektur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen notwendig machen würde.
(10) Steuerforderungen
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| Euro 6.740,18 | ||
| 31.12.2009 | Euro 54.188,53 |
Dieser Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| HELMA AG | 5.374,46 | 54.188,53 |
| HELMA Wohnungsbau GmbH | 537,72 | 0,00 |
| HELMA LUX S. A. | 0,00 | 0,00 |
| Hausbau Finanz GmbH | 828,00 | 0,00 |
| Summe | 6.740,18 | 54.188,53 |
Die Steuerforderungen beinhalten Zahlungsansprüche aus Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer.
Im Vorjahr waren auch Forderungen aus Umsatzsteuer enthalten (Euro 111.633,66); dieser Betrag wurde in die sonstigen kurzfristigen Forderungen umgegliedert. Auf die Erstellung einer Bilanz zum 1. Januar 2009 wurde verzichtet.
(11) sonstige kurzfristige Forderungen
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| Euro 1.991.932,60 | ||
| 31.12.2009 | Euro 1.800.577,37 |
Dieser Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| debitorische Kreditoren | 575.162,57 | 736.146,14 |
| Handelsvertreterprovisionen | 963.521,00 | 783.470,00 |
| übrige kurzfristige Forderungen | 453.249,03 | 280.961,23 |
| Summe | 1.991.932,60 | 1.800.577,37 |
(12) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
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| Euro 3.074.475,98 | ||
| 31.12.2009 | Euro 2.518.480,58 |
Dieser Bilanzposten umfasst Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.
(13) zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
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| Euro 450.000,00 | ||
| 31.12.2009 | Euro 747.500,00 |
Dieser Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Grundbesitz Jathostraße 10, Isernhagen | 450.000,00 | 450.000,00 |
| Grundbesitz Falkensee | 0,00 | 290.000,00 |
| Musterhaus München-Poing | 0,00 | 7.500,00 |
| Summe | 450.000,00 | 747.500,00 |
Der Grundbesitz Jathostraße 10 in Isernhagen wird unter „zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen, da die Geschäftsleitung den Verkauf beschlossen hat.
Kurzfristiges Vermögen, gesamt
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| Euro 24.248.335,28 | ||
| 31.12.2009 | Euro 16.418.825,51 |
Summe Vermögen
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| Euro 42.964.981,80 | ||
| 31.12.2009 | Euro 35.439.673,31 |
(14) Eigenkapital
Die Veränderung des Konzerneigenkapitals wird in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (Anlage 3) ausführlich dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
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| Euro 2.600.000,00 | ||
| 31.12.2009 | Euro 2.600.000,00 |
Das gezeichnete Kapital der HELMA AG beträgt zum 31. Dezember 2010 Euro 2.600.000,00 (Vorjahr: Euro 2.600.000,00) und verteilt sich auf 2.600.000 Stückaktien ohne Nennwert. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Eine Aktie gewährt eine Stimme.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juli 2010 ist der Vorstand ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. Juli 2015 das Grundkapital einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu einem Betrag von höchstens Euro 1.300.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2010). Die bis dahin bestandene Ermächtigung zum genehmigten Kapital wurde aufgehoben.
Die Hauptversammlung vom 9. Juli 2010 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu Euro 1.300.000,00 beschlossen (Bedingtes Kapital I/2010). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 9. Juli 2010 beschlossenen Ermächtigung begeben werden können.
Kapitalrücklage
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| Euro 9.276.991,96 | ||
| 31.12.2009 | Euro 14.276.991,96 |
Zum 31. Dezember 2010 wurde die Kapitalrücklage in Höhe von Euro 5.000.000,00 zum Ausgleich eines aus den Vorjahren stammenden Bilanzverlustes verwendet.
Gewinnrücklagen
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| Euro 160.256,07 | ||
| 31.12.2009 | Euro 169.718,03 |
Dieser Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2010 Euro | 31.12.2009 Euro | |
|---|---|---|
| gesetzliche Rücklage | 0,00 | 9.461,96 |
| andere Gewinnrücklagen | 160.256,07 | 160.256,07 |
| 160.256,07 | 169.718,03 |
Zum 31. Dezember 2010 wurde die gesetzliche Rücklage zum Ausgleich eines aus den Vorjahren stammenden Bilanzverlustes verwendet.
Zum 31. Dezember 2010 wurde der Ausweis der Gewinnrücklagen an die Darstellung im Einzelabschluss der HELMA AG angepasst. Hierdurch ergab sich zum 31. Dezember 2009 die Umgliederung eines Betrages in Höhe von Euro 6.237.482,03 von den Gewinnrücklagen in den Bilanzverlust. Der Eigenkapitalspiegel wurde entsprechend angepasst. Wegen der reinen Umgliederung innerhalb des Eigenkapitals und der Anpassung des Eigenkapitalspiegels wurde auf die Erstellung einer Bilanz zum 1. Januar 2009 verzichtet.
Anteile der Aktionäre der HELMA Eigenheimbau AG
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| Euro 12.111.545,25 | ||
| 31.12.2009 | Euro 10.809.227,96 |
Anteile anderer Gesellschafter
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| Euro 87.906,88 | ||
| 31.12.2009 | Euro 95.906,12 |
Dieser Bilanzposten hat sich wie folgt entwickelt:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar | 95.906,12 | 89.187,46 |
| Summe der Entnahmen/Einlagen | -26.272,37 | -8.239,89 |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 18.273,13 | 14.958,55 |
| Stand zum 31. Dezember | 87.906,88 | 95.906,12 |
Eigenkapital, gesamt
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| Euro 12.199.452,13 | ||
| 31.12.2009 | Euro 10.905.134,08 |
Wirtschaftliches Eigenkapital
Die Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen
| ― | in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, |
| ― | in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals sowie |
| ― | in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur. |
Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrades. Die Strategie der Gesellschaft besteht darin, einen sinnvollen Verschuldungsgrad unter Unternehmenswert-Gesichtspunkten einzugehen, der weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten unter Beibehaltung eines guten Kreditratings gewährleistet.
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| in TEuro | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|---|---|---|---|---|
| In Relation zur Bilanzsumme | In Relation zur Bilanzsumme | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden | 13.335 | 11.302 | ||
| Zahlungsmittel und -äquivalente | -3.074 | -2.518 | ||
| Nettofremdkapital | 10.261 | 23,9% | 8.784 | 24,8% |
| Eigenkapital | 12.199 | 28,4% | 10.905 | 30,8% |
| Bilanzsumme | 42.965 | 100,0% | 35.440 | 100,0% |
Langfristiges Fremdkapital
(15) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
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| Euro 16.565,43 | ||
| 31.12.2009 | Euro 17.520,35 |
Die HELMA AG hat in geringem Umfang Pensionszusagen erteilt. Hierbei handelt es sich um Pensionszusagen, die feste Leistungsansprüche gewähren und als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 zu bilanzieren sind. Die Pensionsrückstellungen werden zum Abschlussstichtag nach dem Anwartschaftsbarwert unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen bewertet. Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zugrunde:
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Zinssatz | 4,5 | 4,5 |
| Gehaltstrend | 2,0 | 2,0 |
| Rententrend | 2,0 | 2,0 |
| Fluktuation | 0,0 | 0,0 |
Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung wurden nicht berücksichtigt. Ein Planvermögen nach IAS 19 besteht nicht.
Zahlungen aus den Pensionsrückstellungen sind im Berichtsjahr in Höhe von Euro 1.810,68 (Vorjahr Euro 1.810,68) erfolgt. Weitere Anpassungen der Pensionsrückstellungen wurden wie im Vorjahr in voller Höhe ergebniswirksam erfasst.
(16) sonstige langfristige Rückstellungen
scroll
| Euro 127.300,00 | ||
| 31.12.2009 | Euro 97.650,00 |
Dieser Bilanzposten hat sich wie folgt entwickelt:
scroll
| Art der Rückstellung | Stand zum 01.01.2010 Euro |
Verbrauch 2010 Euro |
Auflösung 2010 Euro |
Zuführung 2010 Euro |
Stand zum 31.12.2010 Euro |
|---|---|---|---|---|---|
| Aufbewahrung Geschäftsunterlagen | 35.400,00 | 0,00 | 12.400,00 | 0,00 | 23.000,00 |
| Gewährleistungen | 62.250,00 | 62.250,00 | 0,00 | 104.300,00 | 104.300,00 |
| Summe | 97.650,00 | 62.250,00 | 12.400,00 | 104.300,00 | 127.300,00 |
(17) langfristige Finanzverbindlichkeiten
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| Euro 8.943.295,01 | ||
| 31.12.2009 | Euro 7.534.826,20 |
Dieser Bilanzposten hat sich wie folgt entwickelt:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Finanzpartnern | ||
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 1.562.765,80 | 1.336.829,29 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 3.316.186,38 | 2.917.754,08 |
| Nachrangdarlehn | ||
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 2.961.342,83 | 2.944.242,83 |
| Anleihe 2005 | ||
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 0,00 | 336.000,00 |
| Anleihe 2010 | ||
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 1.103.000,00 | 0,00 |
| Summe | 8.943.295,01 | 7.534.826,20 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzpartnern betreffen insbesondere die Finanzierung von Musterhäusern, des Verwaltungsgebäudes in Lehrte, des Fuhrparks und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Finanzpartnern waren zum Abschlussstichtag TEuro 4.661 (Vorjahr TEuro 4.100) durch Grundpfandrechte gesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzpartnern werden mit Zinssätzen zwischen 2,9% und 6,55% verzinst.
Das Nachrangdarlehn aus der HELMA AG von der H.E.A.T Mezzanine Kapital S. A., Luxemburg, hat eine Laufzeit bis zum 11. April 2013. Die feste Verzinsung beträgt 7,93% p.a.
Die HELMA AG hat mit Vertrag vom 20. Juni 2005 eine siebenprozentige Inhaber-Teilschuldverschreibung mit einer Laufzeit vom 30. Juni 2005 bis zum 30. Juni 2011 begeben („Anleihe 2005"). Zum 31. Dezember 2009 waren davon noch Schuldverschreibungen im Nominalvolumen von TEuro 336 ausstehend. Bis zum 31. Dezember 2010 wurden Anleihen im Nominalvolumen von TEuro 85 in die im Jahr 2010 begebenen Anleihen („Anleihe 2010") umgetauscht. Der Restbetrag in Höhe von TEuro 251 wird in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Am 1. Dezember 2010 hat die HELMA AG mit der Platzierung einer neuen Inhaber-Schuldverschreibung begonnen („Anleihe 2010"). Das Nominalvolumen beträgt bis zu TEuro 10.000. Zum 31. Dezember 2010 waren Schuldverschreibungen im Nominalvolumen von TEuro 1.103 platziert. Der Zinssatz beträgt 6,5% und ist jährlich zum 1. Dezember fällig. Die Schuldverschreibung ist am 30. November 2015 fällig.
(18) Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
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| Euro 0,00 | ||
| 31.12.2009 | Euro 49.828,68 |
Ausgewiesen wird der langfristige Teil der Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungsleasing des Pylon.
(19) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
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| Euro 1.651.012,46 | ||
| 31.12.2009 | Euro 1.625.495,33 |
Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stellen so genannte Sicherheitseinbehalte dar.
(20) latente Steuern
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| Euro 316.280,88 | ||
| 31.12.2009 | Euro 146.863,27 |
Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| HELMA AG | ||
| - auf unfertige Leistungen | -1.596.183,44 | -2.019.588,26 |
| - auf sonstige Vermögensgegenstände | -69.436,74 | -98.311,99 |
| - auf Pensionsrückstellungen | 0,00 | -157,88 |
| - auf Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | -14.774,20 | -34.408,00 |
| - auf Auftragskosten für langfristige Auftragsfertigung | -657.292,76 | -1.040.349,05 |
| - auf Grund und Boden | 14.113,58 | 8.867,91 |
| - auf Forderungen aus Auftragsfertigung | 2.372.544,37 | 3.269.051,26 |
| - auf Aktivierung von Finanzierungsleasinggegenständen | 22.702,38 | 37.837,33 |
| - auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 40.940,06 | 0,00 |
| HELMA Wohnungsbau GmbH | ||
| - auf unfertige Leistungen | -1.005.515,51 | -316.640,62 |
| - auf Auftragskosten für langfristige Auftragsfertigung | -188.373,27 | -73.838,28 |
| - auf Forderungen aus Auftragsfertigung | 1.386.022,75 | 414.400,85 |
| HELMA LUX S.A. | ||
| - auf unfertige Leistungen | -17.785,49 | 0,00 |
| - auf sonstige Vermögensgegenstände | 1.457,39 | 0,00 |
| - auf Forderungen aus Auftragsfertigung | 27.861,76 | 0,00 |
| Summe | 316.280,88 | 146.863,27 |
Die latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden saldiert, soweit die Voraussetzungen nach IAS 12.74 erfüllt sind.
Nur die passiven latenten Steuern auf Finanzierungsleasing sind langfristig.
(21) sonstiges langfristiges Fremdkapital
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| Euro 0,00 | ||
| 31.12.2009 | Euro 1.000.000,00 |
Gemäß Vertrag vom 15. November 2005 wurde mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG) mbH, Hannover, ein Gesellschafts- und Beteiligungsvertrag über eine typisch stille Beteiligung geschlossen. Die Einlage beträgt TEuro 1.000. Die vertragliche Laufzeit endet am 30. September 2013. Die Beteiligungsvergütung setzt sich zusammen aus einer festen Vergütung von 7,5% p. a. der jeweils geleisteten Einlage.
Die Gewinnbeteiligung beträgt 50% des Gewinns; höchstens 2,75% p. a. der jeweiligen Einlage. Im Geschäftsjahr 2010 wurde der Vertrag mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 gekündigt. Die dadurch entstehende vorweggenommene Wertzuwachspauschale (TEuro 97) wurde in gleichem Verhältnis auf die Jahre 2010 und 2011 verteilt. Die stille Beteiligung MBG wurde im Geschäftsjahr in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert.
Langfristiges Fremdkapital, gesamt
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| Euro 11.054.453,78 | ||
| 31.12.2009 | Euro 10.472.183,83 |
Kurzfristiges Fremdkapital
(22) sonstige kurzfristige Rückstellungen
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| Euro 2.995.462,00 | ||
| 31.12.2009 | Euro 3.990.028,49 |
Dieser Bilanzposten hat sich wie folgt entwickelt:
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| Art der Rückstellung | Stand zum 01.01.2010 Euro |
Verbrauch 2010 Euro |
Auflösung 2010 Euro |
Zuführung 2010 Euro |
Stand zum 31.12.2010 Euro |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozesskosten | 21.000,00 | 0,00 | 11.000,00 | 0,00 | 10.000,00 |
| Kosten für langfristige Auftragsfertigung/POC | 3.837.690,99 | 3.837.690,99 | 0,00 | 2.852.162,00 | 2.852.162,00 |
| übrige sonstige Rückstellungen | 131.337,50 | 131.337,50 | 0,00 | 133.300,00 | 133.300,00 |
| Summe | 3.990.028,49 | 3.969.028,49 | 11.000,00 | 2.985.462,00 | 2.995.462,00 |
Die Rückstellungen für Kosten für langfristige Auftragsfertigung/POC beinhalten Kosten von Subunternehmern, die der Gesellschaft noch nicht in der Höhe, die dem Fertigstellungsgrad entspricht, in Rechnung gestellt wurden.
(23) Steuerschulden
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| Euro 96.179,00 | ||
| 31.12.2009 | Euro 100.914,00 |
Unter diesem Posten werden Verbindlichkeiten zur Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag ausgewiesen. Im Vorjahr waren auch Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer sowie Lohn- und Kirchensteuer enthalten (Euro 1.425.646,09); dieser Betrag wurde in die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Auf die Erstellung einer Bilanz zum 1. Januar 2009 wurde verzichtet.
(24) kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
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| Euro 4.342.054,81 | ||
| 31.12.2009 | Euro 2.651.495,75 |
Dieser Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Finanzpartnern | 3.076.222,60 | 1.141.346,09 |
| Anleihen 2005 (Laufzeit bis 30.06.2011) | 251.000,00 | 0,00 |
| Anleihen 2005 Zinsen | 8.857,21 | 11.856,66 |
| Anleihen 2010 Zinsen | 5.975,00 | 0,00 |
| Genussscheine | 0,00 | 1.498.293,00 |
| MBG Beteiligung (Laufzeit bis 31.12.2011) | 1.000.000,00 | 0,00 |
| Summe | 4.342.054,81 | 2.651.495,75 |
Das Genussrechtskapital zu Gunsten der MALIBO GmbH & Co. Unternehmensbeteiligungs KG, München, wurde im Berichtsjahr zurückgezahlt.
(25) Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen
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| Euro 26.401,00 | ||
| 31.12.2009 | Euro 312.717,88 |
Ausgewiesen werden die erhaltenen Anzahlungen, die nicht mit den Forderungen aus der Auftragsfertigung verrechnet wurden.
(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
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| Euro 5.015.670,17 | ||
| 31.12.2009 | Euro 761.852,55 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden durch Saldenlisten zum Abschlussstichtag nachgewiesen.
(27) Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
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| Euro 49.828,68 | ||
| 31.12.2009 | Euro 66.218,57 |
Ausgewiesen wird der kurzfristige Teil der Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungsleasing des Pylon.
(28) sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
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| Euro 7.185.480,23 | ||
| 31.12.2009 | Euro 6.179.128,16 |
Dieser Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in Euro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Ausstehende Subunternehmerrechnungen | 5.690.959,05 | 4.450.569,05 |
| Personal | 238.991,91 | 220.670,56 |
| übrige sonstige Abgrenzungen (Rückstellungen) | 7.500,00 | 36.800,00 |
| Umsatzsteuer | 955.715,54 | 1.310.778,56 |
| Lohn- und Kirchensteuern | 115.286,94 | 114.867,53 |
| übrige sonstige Verbindlichkeiten | 177.026,79 | 45.442,46 |
| Summe | 7.185.480,23 | 6.179.128,16 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Personal resultieren im Wesentlichen aus noch bestehenden Urlaubsansprüchen von Mitarbeitern.
Kurzfristiges Fremdkapital, gesamt
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| Euro 19.711.075,89 | ||
| 31.12.2009 | Euro 14.062.355,40 |
Summe Eigen- und Fremdkapital
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| Euro 42.964.981,80 | ||
| 31.12.2009 | Euro 35.439.673,31 |
5. Angaben zur Konzern-Gesamteinkommensrechnung
(29) Umsatzerlöse
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| Euro 74.535.062,03 | ||
| 2009 | Euro 62.448.303,59 |
Dieser Posten gliedert sich wie folgt:
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| Beträge in TEuro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Deutschland | 74.364 | 62.255 |
| übriges Europa | 171 | 193 |
| Summe | 74.535 | 62.448 |
(30) Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
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| Euro 2.463.646,35 | ||
| 2009 | Euro -188.994,23 |
(31) andere aktivierte Eigenleistungen
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| Euro 238.458,11 | ||
| 2009 | Euro 157.239,31 |
(32) sonstige betriebliche Erträge
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| Euro 640.964,80 | ||
| 2009 | Euro 443.838,94 |
Dieser Posten gliedert sich wie folgt:
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| Beträge in TEuro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erlöse geldwerter Vorteil PKW-Nutzung | 256 | 248 |
| Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens | 17 | 1 |
| Versicherungsentschädigungen | 166 | 55 |
| übrige | 202 | 140 |
| Summe | 641 | 444 |
(33) Materialaufwand und Fremdleistungen
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| Euro -60.761.613,59 | ||
| 2009 | Euro -48.659.055,93 |
Die Fremdleistungen stellen von Subunternehmern bezogene Leistungen dar.
(34) Personalaufwand
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| Euro -7.334.725,00 | ||
| 2009 | Euro -6.386.388,65 |
Dieser Posten gliedert sich wie folgt:
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| Beträge in TEuro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -6.243 | -5.498 |
| soziale Abgaben (davon Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -78, Vorjahr: -16) | -1.092 | -888 |
| Summe | -7.335 | -6.386 |
(35) Abschreibungen
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| Euro -1.127.291,81 | ||
| 2009 | Euro -1.259.417,99 |
Dieser Posten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in TEuro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| immaterielle Vermögensgegenstände | -116 | -45 |
| Gebäude, Mieteranlagen und Außenanlagen | -543 | -544 |
| andere Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -462 | -463 |
| als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -6 | -6 |
| Wertminderungen auf Grundbesitz | 0 | -131 |
| Wertminderungen auf zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 0 | -70 |
| Summe | -1.127 | -1.259 |
(36) sonstige betriebliche Aufwendungen
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| Euro -5.930.422,04 | ||
| 2009 | Euro -5.451.379,84 |
Dieser Posten gliedert sich wie folgt:
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| Beträge in TEuro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Vertriebsprovisionen | -2.006 | -1.719 |
| Werbekosten, Messen und Ausstellungen | -601 | -638 |
| Aufwand für Gewährleistungen | -210 | -358 |
| Rechts- und Beratungsaufwendungen | -426 | -414 |
| Verwaltungskosten (Telefon, Porto, Bürobedarf) | -375 | -371 |
| Fremdleistungen | -121 | -112 |
| Raumkosten | -596 | -586 |
| KFZ-Kosten | -445 | -433 |
| Betriebs- und Reparaturaufwendungen | -190 | -126 |
| Repräsentations- und Reisekosten | -165 | -127 |
| Mieten für Betriebsausstattung | -145 | -124 |
| Versicherungen, Gebühren, Beiträge | -79 | -79 |
| übrige Aufwendungen | -571 | -364 |
| Summe | -5.930 | -5.451 |
Betriebsergebnis (EBIT)
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| Euro 2.724.078,85 | ||
| 2009 | Euro 1.104.145,20 |
(37) Finanzierungsaufwendungen
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| Euro -879.388,85 | ||
| 2009 | Euro -884.167,53 |
In den Finanzierungsaufwendungen sind die festen und gewinnabhängigen Vergütungen für den stillen Gesellschafter in Höhe von TEuro 151 (Vorjahr: TEuro 102) enthalten.
Die Finanzierungsaufwendungen, die mit den Anleihen in Zusammenhang stehen, betragen TEuro 26 (Vorjahr TEuro 24).
(38) sonstige Finanzerträge
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| Euro 65.395,71 | ||
| 2009 | Euro 23.971,19 |
Unter diesem Posten werden ausschließlich Zinserträge ausgewiesen.
Ergebnis vor Steuern
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| Ergebnis vor Steuern | Euro 1.910.085,71 | |
| 2009 | Euro 243.948,86 |
(39) Ertragsteuern
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| Euro -589.495,29 | ||
| 2009 | Euro -45.636,70 |
Dieser Posten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Beträge in TEuro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag | -143 | -59 |
| latente Steuern | -446 | 13 |
| davon aufgrund der Entstehung bzw. Umkehrung temporärer Unterschiede | -169 | 13 |
| Summe | -589 | -46 |
Die folgende Darstellung erläutert die wesentlichen Unterschiede zwischen dem rechnerischen Steueraufwand aus Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2010 und 2009 sowie dem tatsächlichen Steueraufwand:
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| in TEuro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.910 | 244 |
| Konzernsteuersatz | 29,65% | 29,65% |
| Rechnerischer Ertragsteueraufwand | 566 | 72 |
| Erhöhung (Minderung) des Steueraufwands durch: | ||
| Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | 35 | 37 |
| Abweichender Steuersatz In- und Ausland | -4 | -2 |
| Steuern Vorjahre | -4 | 0 |
| Wertminderung (Wertaufholung) aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge | 4 | -61 |
| Übrige | -8 | 0 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 589 | 46 |
| Effektiver Steuersatz | 30,84% | 18,85% |
Ergebnis nach Steuern
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| Euro 1.320.590,42 | ||
| 2009 | Euro 198.312,16 |
6. Angaben zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ist in der Anlage 3 dargestellt.
7. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Darstellung der Konzern-Kapitalflussrechnung (Anlage 4) erfolgt nach der indirekten Methode.
Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.
Im Geschäftsjahr wurden TEuro 159 (Vorjahr: TEuro 1) Ertragsteuern gezahlt.
Im Geschäftsjahr wurden TEuro 789 (Vorjahr: TEuro 834) Zinsen gezahlt.
Im Geschäftsjahr wurden TEuro 65 (Vorjahr: TEuro 24) Zinsen eingenommen.
8. Sonstige Anhangangaben
8.1 Finanzrisiken
Zur systematischen Erfassung und Bewertung der aus Finanzinstrumenten resultierenden Risiken (Marktrisiken (Währungs-, Zinsänderungs- und sonstige Preisrisiken), Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken) hat der HELMA-Konzern ein zentral ausgerichtetes Risikomanagementsystem etabliert. Dieses ist so ausgestaltet, dass die Risiken frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet werden können. Es erfolgt eine kontinuierliche Berichterstattung.
Währungsrisiken:
Es bestehen keine Währungsrisiken, da der HELMA-Konzern nur im Euroland tätig wird. Daher wurden Währungsrisiken bisher nicht durch Devisenderivate abgesichert. Da die HELMA AG keine Tochtergesellschaften besitzt, deren Jahresabschlüsse in einer Fremdwährung denominiert sind, resultieren hieraus ebenfalls keine Währungsrisiken.
Zinsänderungsrisiken:
Das Risiko von Zinsänderungen im HELMA-Konzern resultiert aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Zinsderivate werden nicht eingesetzt.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
| ― | Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. |
| ― | Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungen designiert sind, aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. |
| ― | Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die nicht in eine Sicherungsbeziehung eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das Zinsergebnis und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. |
Bei einer Erhöhung bzw. Verringerung des Marktzinsniveaus im Berichtsjahr um 100 Basispunkte wäre auf Konzernebene das Zinsergebnis um ca. TEuro 16 niedriger bzw. höher (Vorjahr ca. TEuro 11 höher bzw. niedriger) ausgefallen.
Sonstige Preisrisiken:
Sonstigen Preisrisiken, z.B. aus Börsenkursen oder Indizes, ist die HELMA AG nicht ausgesetzt.
Liquiditätsrisiko:
Die Liquiditätsplanung erfolgt aufgrund einer rollierenden Vorschau aller wichtigen monatlichen Planungs- und Ergebnisgrößen. Diese Liquiditätsplanung wird in regelmäßigen Gesprächen mit den den HELMA-Konzern finanzierenden Finanzpartnern besprochen und dient zur Sicherstellung der Finanzierungsbedarfe bzw. Kreditzusagen.
Eine Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten kann den Erläuterungen zum Bilanzposten „langfristige Finanzverbindlichkeiten" entnommen werden.
Ausfallrisiken:
Die Ausfallrisiken der Gesellschaft beschränken sich auf ein übliches Geschäftsrisiko, welchem durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen wird.
Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Konzernbilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen (wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen) vor.
Wertberichtigungen sind nur bei den Kundenforderungen erfolgt. Auf einen Forderungsbestand von TEuro 6.475 (Vorjahr TEuro 4.391) vor Wertberichtigung wurden Einzelwertberichtigungen von TEuro 147 (Vorjahr TEuro 122) vorgenommen.
Im Portfolio der nicht einzelwertberichtigten Forderungen sind keine Forderungen enthalten, die wesentliche Zahlungsstörungen aufweisen.
Konzentration von Geschäftsrisiken:
Eine Konzentration von Geschäftsrisiken liegt nicht vor. In der Vergangenheit hat die Gesellschaft nur unwesentliche Ausfälle seitens Einzelkunden oder Kundengruppen hinnehmen müssen. In jedem Konzernunternehmen wird ein aktives Forderungsmanagement betrieben. Im Rahmen des Risikomanagements werden Risiken aufgrund von Liquiditätsausfällen und die Konzentration von Geschäftsrisiken auf Kunden- und Lieferantenseite überprüft und beobachtet.
8.2 Angaben zum Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien in Höhe von 2.600.000 Stück (Vorjahr: 2.600.000 Stück) und beträgt demnach Euro 0,50 pro Stück (Vorjahr: Euro 0,07).
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| Berechnungsgrundlagen in Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnisanteil nach Steuern | 1.320.590,42 | 198.312,16 |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 18.273,13 | 14.958,55 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der HELMA Eigenheimbau AG | 1.302.317,29 | 183.353,61 |
Da die Gesellschaft keine aktiengleichen Rechte bzw. Optionen emittiert hat, entspricht das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis.
8.3 Segmentberichterstattung
Der Konzern hat Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung von Konzernbereichen abzugrenzen, deren Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden.
Die an den Vorstand des HELMA-Konzerns im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu den Segmenten und der Bewertung seiner Ertragskraft berichteten Informationen beziehen sich auf folgende Hauptprodukte und Hauptdienstleistungen:
| ― | Baudienstleistungsgeschäft |
| ― | Bauträgergeschäft |
| ― | Sonstiges |
Der Haupttätigkeitsbereich des Baudienstleistungsgeschäftes liegt in der Planung und Bauregie schlüsselfertiger Einfamilien-, Zweifamilien- und Doppelhäuser im Kundenauftrag. Im Bauträgergeschäft werden auf eigenen Grundstücken Bauobjekte realisiert. Das Segment Sonstiges beinhaltet das im Geschäftsjahr 2010 initiierte Vermittlungsgeschäft von baubezogenen Finanzierungen und Versicherungen.
Die entscheidungsrelevanten Informationen werden auf IFRS-Basis an den Vorstand berichtet.
Umsatzerlöse mit einem einzelnen Kunden, die mehr als 10% der gesamten Umsatzerlöse betragen, liegen nicht vor.
Bezüglich der regionalen Verteilung der Umsatzerlöse wird auf die Angaben zur Konzern-Gesamteinkommensrechnung, Punkt (29) Umsatzerlöse, verwiesen. Wesentliches Vermögen wird nicht außerhalb Deutschlands gehalten.
Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr 2010
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| Segment | Baudienstleistungsgeschäft | Bauträgergeschäft | Sonstiges | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | TEuro | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Segmenterlöse* | 58.677 | 56.317 | 15.858 | 6.131 | 79 | 0 | 74.614 | 62.448 |
| Segmentbetriebsergebnis (EBIT) ohne Berücksichtigung des ergebnisabhängigen Anteils der Geschäftsbesorgung | 818 | 621 | 1.919 | 483 | -13 | 0 | 2.724 | 1.104 |
| Segmentvermögen** | 15.194 | 15.368 | 311 | 315 | 181 | 0 | 15.686 | 15.683 |
* Die Provisionserlöse im Segment „Sonstiges" werden in der Gesamteinkommensrechnung als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit werden diese in der Segmentberichterstattung unter den Segmenterlösen dargestellt.
** Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- und Firmenwert), Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
8.4 Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Am 3. Januar 2011 wurde eine weitere Tochtergesellschaft, die HELMA Ferienimmobilien GmbH, Lehrte, gegründet. Das Stammkapital in Höhe von TEuro 100 wurde in voller Höhe von der HELMA AG übernommen und eingezahlt. Das Betätigungsfeld der HELMA Ferienimmobilien GmbH wird insbesondere in der Projektierung und Vermarktung von Immobilien in Feriengebieten liegen.
Bis zum 11. März 2011 wurden Inhaber-Schuldverschreibungen der Anleihe 2010 im Nominalbetrag von rund TEuro 6.000 platziert.
8.5 Genehmigung des Abschlusses
Der geprüfte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde vom Aufsichtsrat am 29. März 2010 gebilligt. Der geprüfte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wird voraussichtlich am 28. März 2011 vom Aufsichtsrat gebilligt.
8.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Miet- und Pachtverträge:
Es bestehen Mietverträge für bebaute und unbebaute Grundstücke mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren.
Leasingverträge:
Bei den Operating Leasinggegenständen handelt es sich im Wesentlichen um PKW und Büroeinrichtung.
Die finanziellen Verpflichtungen, welche aus diesen Vereinbarungen erwachsen, betragen insgesamt:
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| Beträge in TEuro | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen | 187 | 435 | 126 | 748 |
| (Vorjahr) | (779) | |||
| Verpflichtungen aus Operating Leasingverträgen für PKW's und Büroausstattung | 174 | 346 | 0 | 520 |
| (Vorjahr) | (531) | |||
| Gesamt | 361 | 781 | 126 | 1.268 |
| (Vorjahr) | (1.310) |
Im Berichtsjahr 2010 wurden Leasingaufwendungen im Zusammenhang mit dem Operating Leasing in Höhe von TEuro 187 (Vorjahr TEuro 171) aufwandswirksam erfasst.
Der Nettobuchwert der aus Finanzierungsleasing bilanzierten Vermögenswerte beträgt TEuro 77 (Vorjahr: TEuro 128). Dieser wird im Sachanlagevermögen unter dem Posten „andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" ausgewiesen.
Der Barwert der Mindestleasingzahlungen wird unter den „Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing" ausgewiesen. Die Fristigkeit gliedert sich wie folgt:
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| Beträge in TEuro | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 50 | 66 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr bis zu 5 Jahren | 0 | 50 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 0 | 0 |
| Summe | 50 | 116 |
Im Berichtsjahr 2010 wurden Finanzierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing in Höhe von TEuro 6 (Vorjahr TEuro 11) aufwandswirksam erfasst.
Haftungsverhältnisse
Haftungsverpflichtungen zugunsten Dritter bestehen nicht.
8.7 Wesentliche Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Die HELMA AG mietete mit Vertrag vom 16. August 2005 von der HINDENBURG Immobilien GmbH & Co. KG, Lehrte, eine unbebaute Grundstücksteilfläche in Lehrte zum Zweck der Errichtung von Musterhäusern. Der monatliche Netto-Mietzins beträgt Euro 400,00 je errichtetem Musterhaus, zunächst ab 1. September 2005 für vier Einheiten, mithin Euro 1.600,00. Darüber hinaus hat die Gesellschaft die auf den gesamten Grundbesitz anfallenden Nebenkosten zu tragen. Das Mietverhältnis begann am 1. September 2005 und endet nach Ablauf von zehn Jahren, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Ab 1. Juni 2007 wurde eine weitere unbebaute Fläche mit fünf Einheiten angemietet. Der Mietvertrag wurde mit einer Laufzeit von 10 Jahren geschlossen. Die anfallenden Nebenkosten hat die Gesellschaft zu tragen. Der Mietpreis beträgt Euro 400,00 pro Einheit. Zwei Einheiten wurden mit Musterhäusern bebaut, eine Einheit mit einem Empfangsgebäude. Auf zwei Einheiten befinden sich ein Spielplatz und eine Grünfläche.
Am 10. Dezember 2008 wurde ein weiterer Mietvertrag über eine unbebaute Grundstücksteilfläche zur gewerblichen Nutzung in Lehrte abgeschlossen. Das Mietverhältnis begann am 1. Januar 2009 und hat eine Laufzeit von 10 Jahren. Die angefallenen Nebenkosten hat die Gesellschaft zu tragen. Der monatliche Mietzins beträgt Euro 1.200,00. Diese Teilfläche ist für die Erweiterung des Musterhausparks um drei weitere Musterhäuser vorgesehen. Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2010 Mietaufwendungen in Höhe von Euro 57.600,00 angefallen.
Für die Verwaltung von Mietobjekten von Herrn Karl-Heinz Maerzke hat die HELMA AG Verwaltungsgebühren von insgesamt Euro 6.940,00 erhalten. Für die Anmietung von Lagerräumen zahlte die HELMA AG Mieten in Höhe von Euro 2.120,08.
Die Hausbau Finanz GmbH hat mit Vertrag vom 25. August 2010 einen Bauversicherungskundenbestand von Herrn Karl-Heinz Maerzke für einen Kaufpreis von Euro 150.000,00 übernommen.
Herr Karl-Heinz Maerzke erhielt im Jahr 2010 für seine Vorstandstätigkeit eine Vergütung. Die Ehefrau von Herrn Maerzke ist Angestellte der HELMA AG und erhielt hierfür ebenfalls eine Vergütung.
Ein Mitglied des Aufsichtsrats betreibt ein Immobilien- und Ingenieurbüro, das im Jahr 2010 für die HELMA AG wie folgt tätig geworden ist: Für Vermittlertätigkeiten im Vertriebsbereich Süd-Südwest im Jahr 2010 erhielt es eine Vergütung von Euro 41.512,61. Die Vereinbarungen sowie die Zahlungen wurden am 3. Mai 2006 durch den Aufsichtsrat genehmigt. Das betroffene Mitglied des Aufsichtsrats hat an dieser Abstimmung nicht teilgenommen. Seit dem 1. Juli 2010 ist das betroffene Aufsichtsratsmitglied plangemäß nicht mehr in der Betreuung von Vertriebsgebieten für die HELMA AG tätig.
Alle Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktkonformen Konditionen abgewickelt.
8.8 Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand
Im Geschäftsjahr 2010 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch den Vorstand, der sich wie folgt zusammensetzt:
| ― | Herr Karl-Heinz Maerzke, Hannover, Vorstandsvorsitzender |
| ― | Herr Gerrit Janssen, Hannover, Vorstand |
Herr Karl-Heinz Maerzke ist bis zum 31.03.2015 und Herr Gerrit Janssen bis zum 30.06.2014 zum Vorstand bestellt.
Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
Herr Karl-Heinz Maerzke, Hannover, ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Das Gezeichnete Kapital der HELMA Eigenheimbau AG wird zu 52,46% von der Familie Karl-Heinz Maerzke gehalten; weitere 23,31% werden von der Hindenburg Immobilien GmbH & Co. KG, Lehrte, gehalten, die Herrn Karl-Heinz Maerzke zuzurechnen ist.
Gesamtbezüge des Vorstands
Die von der Gesellschaft im Geschäftsjahr gezahlten Gesamtbezüge an den Vorstand betrugen Euro 485.759,95.
Gegenüber dem Vorstand bestehen zum 31.12.2010 keine Forderungen oder Verbindlichkeiten.
Weitere Leistungen, die den Vorstandsmitgliedern für die Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind, bestehen nicht.
Leistungen an frühere Mitglieder des Vorstandes bestanden im Berichtszeitraum nicht.
Aufsichtsrat
| Otto W. Holzkamp, Hannover (Vorsitzender), (Beruf: Geschäftsführer), | |
| Dr. Eberhard Schwarz, Hannover (stellvertretender Vorsitzender), (Beruf: Diplomchemiker), | |
| Dr. Peter Plathe, Hannover, (Beruf: Vorsitzender Richter i. R.), | |
| Kurt Waldorf, Hannover (Ersatzmitglied), (Beruf: Unternehmensberater und Geschäftsführer). |
Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder endet mit Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 beschließt.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr Euro 38.000,00.
Leistungen an frühere Mitglieder des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht.
8.9 Anzahl der Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr wurden von der Gesellschaft durchschnittlich 121 Arbeitnehmer (Vorjahr: 112) beschäftigt, davon 118 Angestellte und 3 gewerbliche Arbeitnehmer.
8.10 Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| Name | Sitz | Beteiligungsquote % |
Eigenkapital zum 31.12.2010 Euro |
Jahresergebnis* 2010 Euro |
|---|---|---|---|---|
| HELMA Wohnungsbau GmbH | Lehrte | 93,95 | 1.452.285,41 | 301.885,41 |
| Hausbau Finanz GmbH | Lehrte | 100,00 | 50.338,37 | -12.323,91 |
| HELMA LUX S.A.* | Walferdange | 100,00 | -275.693,33 | -124.024,56 |
* Die Jahresergebnisse werden nach den jeweiligen landesspezifischen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelt.
8.11 Abschlussprüferhonorar
Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt einschließlich der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen TEuro 61. Es entfällt in Höhe von TEuro 55 auf die Abschlussprüfungen und in Höhe von TEuro 6 auf sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen.
Lehrte, den 18. März 2011
Karl-Heinz Maerzke, Vorstandsvorsitzender
Gerrit Janssen, Vorstand
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2010
der HELMA Eigenheimbau AG, Lehrte
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2010 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Kundenbeziehungen und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 632.397,11 | 312.160,05 | 7.809,00 | 0,00 | 936.748,16 |
| 2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 0,00 | 138.077,76 | 0,00 | 0,00 | 138.077,76 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.038.180,47 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.038.180,47 |
| 4.670.577,58 | 450.237,81 | 7.809,00 | 0,00 | 5.113.006,39 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 15.196.682,11 | 387.031,50 | 373.795,05 | 247.616,39 | 15.457.534,95 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.277.628,12 | 423.066,15 | 240.494,95 | 17.226,48 | 3.477.425,80 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 50.283,52 | 259.502,52 | 0,00 | -264.842,87 | 44.943,17 |
| 18.524.593,75 | 1.069.600,17 | 614.290,00 | 0,00 | 18.979.903,92 | |
| III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |||||
| 1. Grund und Boden | 73.360,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 73.360,00 |
| 2. Gebäude | 280.855,81 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 280.855,81 |
| 354.215,81 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 354.215,81 | |
| 23.549.387,14 | 1.519.837,98 | 622.099,00 | 0,00 | 24.447.126,12 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2010 | Abschreibungen Geschäftsjahr und sonstige Zugänge |
Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Kundenbeziehungen und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 157.570,20 | 116.042,96 | 7.808,00 | 0,00 | 265.805,16 |
| 2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.658.006,50 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.658.006,50 |
| 2.815.576,70 | 116.042,96 | 7.808,00 | 0,00 | 2.923.811,66 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.719.655,88 | 543.739,89 | 32.827,15 | 0,00 | 2.230.568,62 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.911.255,07 | 461.891,96 | 191.410,40 | 0,00 | 2.181.736,63 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3.630.910,95 | 1.005.631,85 | 224.237,55 | 0,00 | 4.412.305,25 | |
| III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |||||
| 1. Grund und Boden | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Gebäude | 39.323,81 | 5.617,00 | 0,00 | 0,00 | 44.940,81 |
| 39.323,81 | 5.617,00 | 0,00 | 0,00 | 44.940,81 | |
| 6.485.811,46 | 1.127.291,81 | 232.045,55 | 0,00 | 7.381.057,72 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Kundenbeziehungen und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 670.943,00 | 474.826,91 |
| 2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 138.077,76 | 0,00 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.380.173,97 | 1.380.173,97 |
| 2.189.194,73 | 1.855.000,88 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.226.966,33 | 13.477.026,23 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.295.689,17 | 1.366.373,05 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 44.943,17 | 50.283,52 |
| 14.567.598,67 | 14.893.682,80 | |
| III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | ||
| 1. Grund und Boden | 73.360,00 | 73.360,00 |
| 2. Gebäude | 235.915,00 | 241.532,00 |
| 309.275,00 | 314.892,00 | |
| 17.066.068,40 | 17.063.575,68 |
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
der HELMA Eigenheimbau AG, Lehrte
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2009 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 301.651,47 | 250.095,64 | 0,00 | 80.650,00 | 632.397,11 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 57.230,00 | 23.420,00 | 0,00 | -80.650,00 | 0,00 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.038.180,47 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.038.180,47 |
| 4.397.061,94 | 273.515,64 | 0,00 | 0,00 | 4.670.577,58 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 15.217.898,56 | 486.328,36 | 613.247,40 | 105.702,59 | 15.196.682,11 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.030.559,11 | 320.017,74 | 72.948,73 | 0,00 | 3.277.628,12 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 526,15 | 155.986,11 | 526,15 | -105.702,59 | 50.283,52 |
| 18.248.983,82 | 962.332,21 | 686.722,28 | 0,00 | 18.524.593,75 | |
| III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |||||
| 1. Grund und Boden | 73.360,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 73.360,00 |
| 2. Gebäude | 280.855,81 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 280.855,81 |
| 354.215,81 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 354.215,81 | |
| 23.000.261,57 | 1.235.847,85 | 686.722,28 | 0,00 | 23.549.387,14 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2009 | Abschreibungen Geschäftsjahr und sonstige Zugänge |
Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 111.845,47 | 45.724,73 | 0,00 | 0,00 | 157.570,20 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.658.006,50 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.658.006,50 |
| 2.769.851,97 | 45.724,73 | 0,00 | 0,00 | 2.815.576,70 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.271.035,12 | 675.229,92 | 226.609,16 | 0,00 | 1.719.655,88 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.502.556,46 | 462.510,34 | 53.811,73 | 0,00 | 1.911.255,07 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.773.591,58 | 1.137.740,26 | 280.420,89 | 0,00 | 3.630.910,95 | |
| III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |||||
| 1. Grund und Boden | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Gebäude | 33.706,81 | 5.617,00 | 0,00 | 0,00 | 39.323,81 |
| 33.706,81 | 5.617,00 | 0,00 | 0,00 | 39.323,81 | |
| 5.577.150,36 | 1.189.081,99 | 280.420,89 | 0,00 | 6.485.811,46 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 474.826,91 | 189.806,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 57.230,00 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.380.173,97 | 1.380.173,97 |
| 1.855.000,88 | 1.627.209,97 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.477.026,23 | 13.946.863,44 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.366.373,05 | 1.528.002,65 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 50.283,52 | 526,15 |
| 14.893.682,80 | 15.475.392,24 | |
| III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | ||
| 1. Grund und Boden | 73.360,00 | 73.360,00 |
| 2. Gebäude | 241.532,00 | 247.149,00 |
| 314.892,00 | 320.509,00 | |
| 17.063.575,68 | 17.423.111,21 |
Bestätigungsvermerk
Zur Übereinstimmung des als Anlagen 1 bis 6 beigefügten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie zu dem zusammengefassten Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 (Anlage 7) haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:
„Wir haben den von der HELMA Eigenheimbau Aktiengesellschaft, Lehrte, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamterfolgsrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Hannover, den 21. März 2011
**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**
Christian Fröhlich, Wirtschaftsprüfer
Hans-Peter Möller, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht.
In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements.
Im Geschäftsjahr 2010 kam der Aufsichtsrat zu insgesamt vier Sitzungen zusammen, an denen stets alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen haben. Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Die Entscheidungen wurden auf Grundlage der Berichterstattung und der Beschlussvorschläge des Vorstands nach gründlicher Prüfung und Beratung getroffen. Über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit wurde der Aufsichtsrat auch außerhalb von Sitzungen zeitnah informiert. Beschlüsse außerhalb von Aufsichtsratssitzungen wurden im Umlaufverfahren gefasst. An den Umlaufbeschlüssen haben stets alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand, so dass Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns unverzüglich erörtert werden konnten.
Auf die Bildung von Ausschüssen hat der Aufsichtsrat vor dem Hintergrund der Größe des Aufsichtsrates mit drei Mitgliedern im Geschäftsjahr 2010 verzichtet.
Im Berichtsjahr gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat oder im Vorstand.
AUS DEN EINZELNEN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
In der Aufsichtsratssitzung am 29. März 2010 wurden der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der HELMA Eigenheimbau AG und der Konzernabschluss für 2009 sowie der zusammengefasste Lagebericht gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer ausführlich beraten. Die Prüfungen des Aufsichtsrates führten zu keinen Einwendungen. Der jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der HELMA Eigenheimbau AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurden gebilligt sowie der Jahresabschluss der HELMA Eigenheimbau AG festgestellt. Im weiteren Verlauf der Sitzung erläuterte der Vorstand die Geschäfts- und Vertriebsentwicklung im ersten Quartal sowie die Jahresplanung 2010 inklusive der Finanz-, Liquiditäts- und Investitionsplanung. Ferner informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die geplante Bemusterungsausstellung am Hauptsitz in Lehrte. Ein weiteres Thema der ersten Aufsichtsratssitzung im Geschäftsjahr 2010 war die Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung sowie die Besprechung der dazugehörigen Tagesordnung.
In der Sitzung am 28. Juni 2010 wurde die Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2010, insbesondere die Ertrags-, Finanz- und Auftragslage, ausführlich besprochen. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren Beratungen über die Entwicklung der HELMA-Aktie, die ordentliche Hauptversammlung 2010 sowie einen Grundstückserwerb durch die Bauträgertochter. Darüber hinaus wurde nach ausführlicher Berichterstattung des Vorstands über einen geplanten Rechtsformwechsel der HELMA Wohnungsbau GmbH & Co. KG in eine GmbH, die Übernahme der Hausbau Finanz GmbH in Form eines Asset-Deals einschließlich der Umfirmierung der HELMA Verwaltungs-GmbH in Hausbau Finanz GmbH sowie den Kauf aller wesentlichen Aktiva, im Wesentlichen des Kunden- und Versicherungsbestands, der Versicherungsagentur des Vorstandsmitglieds Karl-Heinz Maerzke intensiv beraten. Nach eingehender Prüfung stimmte der Aufsichtsrat dem Rechtsformwechsel der HELMA Wohnungsbau GmbH & Co. KG in eine GmbH zu. Der Übernahme der Hausbau Finanz GmbH stimmte der Aufsichtsrat am 24. August 2010 im Umlaufverfahren nach vorheriger intensiver Prüfung der vorgelegten Unterlagen und Vertragsentwürfe zu. Dem Kauf aller wesentlichen Aktiva, im Wesentlichen des Kunden- und Versicherungsbestands, der Versicherungsagentur des Vorstandsmitglieds Karl-Heinz Maerzke erteilte der Aufsichtsrat nach eingehender und gründlicher Prüfung der gutachterlichen Stellungnahme zur Bewertung der Versicherungsagentur sowie des Kaufvertragsentwurfes am 24. August 2010 im Umlaufverfahren seine Zustimmung.
In der Sitzung am 27. September 2010 berichtete der Vorstand ausführlich über die Auftrags- und Ertragslage des HELMA-Konzerns, die erfolgreiche Entwicklung der HELMA Wohnungsbau GmbH sowie deren geplante Geschäftsausweitung einschließlich des geplanten Erwerbs weiterer Grundstücksareale. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren Beratungen über die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Überdies informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die mögliche Gründung einer Tochtergesellschaft, welche sich auf den Bereich Ferienimmobilien fokussiert, die Personalplanung sowie die erfolgreiche Eröffnung eines ecoSolar-Musterhauses bei Dresden und eines Sonnenmusterhauses bei München. Ferner wurde in dieser Sitzung die vorgesehene Begebung einer Unternehmensanleihe ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstandsbeschluss vom 30. September 2010 zur Begebung einer Unternehmensanleihe nach eingehender Prüfung am 6. Oktober 2010 im Umlaufverfahren zugestimmt.
In der Sitzung am 13. Dezember 2010 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat eingehend die konkreten Pläne zur Gründung der hundertprozentigen Tochtergesellschaft HELMA Ferienimmobilien GmbH vor, welcher der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung am 30. Dezember 2010 im Umlaufverfahren zustimmte. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat in der letzten Sitzung des Geschäftsjahres 2010 über die Auftrags- und Ertragsentwicklung im Berichtsjahr sowie die Finanzlage des HELMA-Konzerns. Überdies berichtete der Vorstand über die HELMA-Anleihe, die neueste Innovation „Das EnergieAutarkeHaus" einschließlich des Baus des entsprechenden Musterhauses im Musterhauspark in Lehrte sowie die Fortschritte bei der Realisierung der eigenen Bemusterungsausstellung.
ERTEILUNG DES PRÜFUNGSAUFTRAGES AN DIE EBNER STOLZ MÖNNING BACHEM GMBH & CO. KG, WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER
Die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover wurde von den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Juli 2010 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 gewählt. Die Erteilung des Prüfungsauftrages durch den Aufsichtsrat erfolgte anschließend unter Vereinbarung klarer Regelungen hinsichtlich der Einzelheiten des Auftrags und der Zusammenarbeit des Aufsichtsrates mit dem Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer hat den Aufsichtsrat informiert, dass keine Umstände vorliegen, die seine Befangenheit besorgen lassen. Er informierte über zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbrachte Leistungen.
BILANZSITZUNG DES AUFSICHTSRATS AM 28. MÄRZ 2011
Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellte Jahresabschluss der HELMA Eigenheimbau AG und der nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der zusammengefasste Lagebericht für die HELMA Eigenheimbau AG und den Konzern wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.
Die Jahresabschluss- und Konzernabschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte wurden auf der Bilanzaufsichtsratssitzung am 28. März 2011 gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert.
Der Abschlussprüfer berichtete über die Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für weitere Auskünfte zur Verfügung. Die erforderlichen Unterlagen waren rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung übermittelt worden, so dass ausreichend Gelegenheit zur Prüfung der Unterlagen bestand. Auf der Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss ohne Einwendungen gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Da die Muttergesellschaft des HELMA-Konzerns, die HELMA Eigenheimbau AG, im Geschäftsjahr 2010 trotz des erzielten deutlichen Jahresüberschusses keinen Bilanzgewinn ausweist, können Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr auch keine Verwendung des Bilanzgewinns vorschlagen. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Dem vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz wurde vom Abschlussprüfer der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaften nicht unangemessen hoch waren, |
| 3. | bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." |
Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen auch selbst geprüft und in der Bilanzsitzung mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer erörtert. Er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Konzerngesellschaften für ihre hervorragend geleistete Arbeit sowie ihren Beitrag zur erfolgreichen Weiterentwicklung des HELMA-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Lehrte, den 4. April 2011
Für den Aufsichtsrat
Otto W. Holzkamp, Vorsitzender