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Heidelberg Pharma AG

Quarterly Report Jul 12, 2012

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Quarterly Report

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HALBJAHRESFINANZBERICHT 2012

  • Entscheidung für weitere Zahlung aus der Lizenzvereinbarung mit Prometheus getroffen
  • Halbjahreszahlen im Rahmen der Erwartung; Ergebnisverbesserung um 46%
  • Finanzausblick 2012 verbessert

Wesentliche Konzern-Kennzahlen

H1 20121
T€
H1 20111
T€
Ergebnis
Umsatzerlöse 7.214 1.367
Sonstige Erträge 1.039 639
Betriebliche Aufwendungen (13.541) (12.407)
davon Forschungs- und Entwicklungskosten (6.906) (8.755)
Betriebsergebnis (5.289) (10.402)
Ergebnis vor Steuern (5.608) (10.620)
Periodenergebnis (5.609) (10.621)
Ergebnis je Aktie in € (0,24) (0,54)
Bilanz zum Periodenende
Bilanzsumme 22.414 28.125
Liquide Mittel 2.920 13.516
Eigenkapital (281) (980)
Eigenkapitalquote 2
in%
(1,3) (3,5)
Kapitalflussrechnung
Operativer Cash Flow (9.906) 1.668
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (140) (98)
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 9.639 9.972
Mitarbeiter (Anzahl)
Mitarbeiter zum Periodenende 126 118
Mitarbeiter zum Periodenende (Vollzeitäquivalente) 3 116,2 109,5

1 Der Berichtszeitraum beginnt am 1. Dezember und endet am 31. Mai.

Eigenkapital/Bilanzsumme

3 Inklusive Wilex Inc., Heidelberg Pharma (ab März 2011) und Mitglieder des Vorstands

Brief an die Aktionäre

das erste Halbjahr 2012 war erfolgreich für uns. Wir konnten durch gestiegene Umsatzerlöse unser Ergebnis um 46% verbessern. Um diese positive Geschäftsentwicklung abzubilden, haben wir den Finanzausblick für das laufende Geschäftsjahr angepasst.

Seit dem letzten Report haben wir wichtige Meilensteine erreicht. Im Juni wurden positive Daten aus der Phase II-Studie mit MESUPRON® in der Indikation Brustkrebs veröffentlicht. Es zeigte sich, dass MESUPRON® das mediane progressionsfreie Überleben und die objektive Tumoransprechrate verbessert und die Therapie sicher und gut verträglich war. Wir freuen uns über diese Daten, weil sie die Phase II-Ergebnisse aus der Pankreas-Studie von 2010 bestätigen. Beide Machbarkeitsstudien zeigen damit, dass Patienten von einer oralen Therapie mit MESUPRON®, in Kombination mit der Standardtherapie, sowohl in der Indikation Brustkrebs als auch Bauchspeicheldrüsenkrebs profitieren könnten.

Die Vorbereitungen für die finale Analyse der Phase III-ARISER-Studie mit RENCAREX® für den Endpunkt "krankheitsfreies Überleben" (Disease Free Survival, DFS) laufen weiterhin wie geplant, nachdem die Änderung des Studienprotokolls im Februar von der FDA und europäischen Regulierungsbehörden genehmigt worden war. Die Daten und Ergebnisse erwarten wir im vierten Quartal 2012.

Mit dem niedermolekularen MEK-Inhibitor WX-554 wurde im April eine Phase Ib/II-Studie begonnen, die Sicherheit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik sowie die klinische Wirksamkeit von WX-554 bei Patienten mit soliden Tumoren untersucht.

Für den Diagnostikkandidaten REDECTANE® haben wir für den 25. Juli 2012 von der FDA die Terminbestätigung für das Beratergremium (Advisory Committee) erhalten. Das Oncologic Drugs Advisory Committee (ODAC) wird gebeten, darüber zu diskutieren und eine Empfehlung auszusprechen, inwieweit die Identifikation eines klarzelligen Nierenkarzinoms mittels Bildgebung bei unbestimmten Nierentumoren klinisch relevante Informationen liefert. Im Nachgang wird sich WILEX einige Wochen später mit der FDA treffen und die Ergebnisse des Meetings sowie die nächsten Schritte besprechen.

Nach Ende der Berichtsperiode haben wir uns im Juli dazu entschlossen, die Zahlung aus dem Lizenzvertrag mit Prometheus in Anspruch zu nehmen.

Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen, das Sie uns auch in der Hauptversammlung am 25. Mai 2012 entgegengebracht haben. Alle vorgelegten Beschlüsse wurden mit großer Mehrheit angenommen.

Wir freuen uns auf ein ereignisreiches zweites Halbjahr.

München, 12. Juli 2012

Peter Llewellyn-Davies Vorstand Finanzen

Zwischenlagebericht Berichtszeitraum 1. Dezember 2011 bis 31. Mai 2012

Einleitung

WILEX ist ein auf Onkologie fokussiertes, biopharmazeutisches Unternehmen und verfügt über ein attraktives Portfolio diagnostischer und therapeutischer Produktkandidaten zur gezielten Erkennung und Behandlung verschiedener Krebsarten. Unsere therapeutischen Produktkandidaten basieren auf Antikörpern und niedermolekularen Wirkstoffen. Sie sollen nebenwirkungsarm Tumorwachstum hemmen und Metastasierung verhindern.

Unser Geschäftsmodell umfasst auch die Vermarktung von onkologischen Biomarker-Tests über unsere amerikanische Tochtergesellschaft WILEX Inc. Unsere zweite Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma GmbH bietet eine neuartige Plattform-Technologie für therapeutische Antikörper-Wirkstoffkonjugate (Antibody Drug Conjugates, ADC) sowie ein präklinisches Servicegeschäft im Rahmen der kundenspezifischen Auftragsforschung an.

Geschäftsentwicklung und Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die Geschäftstätigkeiten im WILEX-Konzern sind in drei Segmente gegliedert: Therapeutika (Rx), Diagnostika (Dx) und kundenspezifische Auftragsforschung (Cx).

Therapeutika (= Rx)

RENCAREX®

RENCAREX® (INN: Girentuximab) befindet sich derzeit in einer Phase III-Zulassungsstudie für die adjuvante Therapie des nicht metastasierten klarzelligen Nierenzellkrebses. In die ARISER-Studie wurden 864 Patienten in mehr als 140 Zentren in 14 Ländern eingeschlossen, denen die gesamte Niere oder die erkrankten Teile der Niere entfernt wurden und die keine nachweisbaren Metastasen nach der Operation hatten.

Im November 2011 hatte das unabhängige Datenkontrollkomitee IDMC (Independent Data Monitoring Committee) empfohlen, auf eine ursprünglich geplante Zwischenanalyse zu verzichten und stattdessen gleich die abschließende Analyse für den Endpunkt "krankheitsfreies Überleben" durchzuführen. Trotz der weiterhin verblindeten Daten, aber aufgrund der im letzten Jahr weiterhin zurückgegangenen Wiedererkrankungsrate, kam der medizinische Beirat zu der Empfehlung, dass die Studie offensichtlich ausreichend vorangeschritten ist, um die finale DFS-Analyse auf Basis von über 360 Wiedererkrankungen durchzuführen und nicht wie ursprünglich geplant nach 512 Wiedererkrankungen.

Im Februar 2012 haben die FDA (Food and Drug Administration) und europäische Regulierungsbehörden der Anpassung des Studienprotokolls zugestimmt. Derzeit werden alle vorhandenen klinischen Daten und radiologischen Befunde der in die Studie eingeschlossenen Patienten in den Studienzentren gesammelt, geprüft, in eine Datenbank übernommen und unabhängig evaluiert. Im Anschluss werden die DFS-Daten statistisch ausgewertet und vom IDMC beurteilt. Die Studienergebnisse zum krankheitsfreien Überleben (Disease Free Survival) werden im vierten Quartal 2012 erwartet. Im Falle positiver Daten könnten die Zulassungsanträge in Europa und in den USA in der ersten Hälfte 2013 eingereicht werden. RENCAREX® hat von der FDA den Fast Track-Status erhalten.

Im Rahmen der Lizenzvereinbarung mit Prometheus Laboratories Inc. (Prometheus), San Diego, CA, USA, bezüglich der US-Vermarktungsrechte an RENCAREX® hatte WILEX im Mai 2011 19 Mio. US-Dollar nach Vertragsabschluss erhalten. Darüber hinaus hatte WILEX die Möglichkeit, entweder zwischen einer weiteren Zahlung von 15,0 Mio. US-Dollar nach sechs Monaten bzw. 20,0 Mio. US-Dollar nach zwölf Monaten ab Vertragsabschluss oder den Vermarktungsrechten in Europa an einem nicht öffentlich genannten Produkt zu wählen. Zusätzlich hat WILEX Anspruch auf Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen (Royalties) an den Nettoerlösen für RENCAREX® in den USA, und Prometheus wird sich an den Kosten der Entwicklung von RENCAREX® beteiligen.

Nach Ende der Berichtsperiode hat die WILEX AG beschlossen, weitere Barmittel aus dem Lizenzvertrag mit Prometheus in Anspruch zu nehmen. Die Parteien haben vereinbart, dass WILEX eine sofortige Zahlung in Höhe von 17,5 Mio. US-Dollar erhält. Darüber hinaus erhöht sich die Meilensteinzahlung bei Einreichung des Zulassungsantrags von RENCAREX® um 2,5 Mio. US-Dollar und ersetzt einen späteren Meilenstein in gleicher Höhe. Die Verhandlungen über die europäischen Vermarktungsrechte an dem nicht öffentlich genannten Produkt wurden mit Prometheus einvernehmlich beendet. Es wurde jedoch vereinbart, dass Prometheus Gespräche zwischen WILEX und dem Inhaber der Produktrechte initiieren wird, wenn dies von WILEX gewünscht wird.

MESUPRON®

MESUPRON® (INN: Upamostat) ist ein niedermolekularer Arzneimittelkandidat zur Hemmung des Urokinase Plasminogen Aktivator (uPA)-Systems, der von der WILEX AG entwickelt wird. Das uPA-System scheint eine zentrale Rolle bei der Invasion und Metastasierung von Tumorzellen sowie beim Wachstum von soliden Primärtumoren zu spielen.

Im Juni 2012, nach Ende dieser Berichtsperiode, hat die WILEX AG Daten für die klinische Phase II-Studie mit dem oral verabreichbaren Arzneimittelkandidaten MESUPRON® bei Patienten mit metastasiertem, HER2-Rezeptor-negativem Brustkrebs zur First-Line-Behandlung veröffentlicht. In die Studie wurden 132 Patienten in 20 Zentren in fünf Ländern rekrutiert. Die doppelt verblindete randomisierte Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von einer täglichen oralen Dosis von 200 mg MESUPRON® in Kombination mit Capecitabine im Vergleich zu Capecitabine allein (Kontrollgruppe).

Primäres Ziel der Studie war die Bewertung der Wirksamkeit der Kombination von MESUPRON® und Capecitabine im Vergleich zur Monotherapie mit Capecitabine im Hinblick auf das progressionsfreie Überleben (Progression Free Survival, PFS). Die Studie untersuchte außerdem die objektive Ansprechrate, Gesamtüberlebenszeit, Sicherheit und Verträglichkeit sowie Pharmakokinetik. Die Wirksamkeit wurde im Rahmen einer unabhängigen, zentralen Auswertung der Computertomographien anhand des Tumorbewertungsschemas RECIST (Response Evaluation Criteria in Solid Tumours) und Knochenszintigrammen bestimmt.

In der gesamten Studienpopulation (intent to treat; ITT) führte MESUPRON® zu einem moderaten Anstieg des medianen progressionsfreien Überlebens von 7,5 Monaten in der Kontrollgruppe auf 8,3 Monate in der Kombinationstherapie. Die Tumoransprechrate betrug in der Kontrollgruppe 9% und wurde durch die zusätzliche Verabreichung von 200 mg MESUPRON® annähernd auf 17% verdoppelt. Die Kombinationstherapie von MESUPRON® und Capecitabine hat sich als sicher und gut verträglich erwiesen. Die pharmakokinetische Analyse zeigte, dass keine Arzneimittel-Wechselwirkungen zwischen MESUPRON® und Capecitabine vorlagen.

Metastasierter Brustkrebs ist eine heterogene Erkrankung. Um zu testen, ob MESUPRON® auch in homogeneren Patientenpopulationen wirksam ist, wurden zwei Subgruppen gebildet, die über eine ausreichende Patientenanzahl für eine separate Analyse verfügten. In der Subgruppe mit Patienten kaukasischer Ethnizität (n = 109) verbesserte sich das mediane progressionsfreie Überleben von 7,5 Monaten in der Kontrollgruppe auf 9,1 Monate bei Patienten, die mit MESUPRON® behandelt wurden. In der Subgruppe mit Patienten (n = 95), die sich nach der Erstdiagnose von Brustkrebs einer adjuvanten Chemotherapie unterzogen hatten, verbesserte sich das mediane progressionsfreie Überleben von 4,3 Monaten in der Kontrollgruppe auf 8,3 Monate in der Gruppe mit MESUPRON®.

Die WILEX AG hat mit dem Erreichen des primären Ziels (Verbesserung des progressionsfreien Überlebens) sowie der sekundären Ziele (objektive Ansprechrate, Sicherheit und Verträglichkeit sowie Pharmakokinetik) in dieser "Proof-of-Concept"- Studie erfolgreich bestätigt, dass MESUPRON® eine wichtige Rolle in der Krebstherapie spielen könnte. Die Studie wurde deshalb beendet. Unabhängig davon könnten die Patienten beobachtet werden, um das Gesamtüberleben zu bestimmen.

In den kommenden Monaten wird mit dem medizinischen Beirat und gegebenenfalls mit zukünftigen Partnern die weitere Entwicklungsstrategie von MESUPRON® festgelegt.

WX-554

Die Mitogen-aktivierte Protein-Kinase (MEK) spielt eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung von Signalen innerhalb der Zelle. Bei mehr als 30% der Krebsarten ist der MEK-Signalweg außer Kontrolle. Das führt dazu, dass diese Tumorzellen unreguliert wachsen können.

Die WILEX AG hat im Januar 2012 eine Phase I-Studie mit dem oral verabreichten MEK-Inhibitor WX-554 mit gesunden Probanden erfolgreich abgeschlossen. Ziel der Studie war es, Sicherheit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik für die Hemmung des MEK-Systems anhand einer Dosis-Eskalation mit WX-554 zu untersuchen. Es wurden insgesamt drei ansteigende Dosisstufen mit dem Wirkstoff WX-554 überprüft, der in Kapselform jeweils an vier verschiedene Probanden verabreicht wurde. WX-554 zeigte eine sehr gute Bioverfügbarkeit und dosisabhängige Hemmung des MEK-Signaltransduktionsweges, der mit 100 mg vollständig blockiert wurde. Die Substanz erwies sich als insgesamt sicher und gut verträglich.

Im ersten Quartal 2012 wurde durch die britische Arzneimittelbehörde MHRA (Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency) eine Phase Ib/II-Dosis-Eskalationsstudie mit Krebspatienten genehmigt. Die Dosierung des ersten Patienten erfolgte im April 2012. In dieser nicht verblindeten Studie werden die Sicherheit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik sowie die klinische Wirksamkeit von WX-554 bei Patienten mit soliden Tumoren untersucht. Zuerst wird mit Hilfe einer Dosis-Eskalation die biologisch effektive Dosis bestätigt. Im zweiten Teil der Studie wird diese Dosierung überwiegend an Patienten mit Mutationen des MEK-Signalwegs verabreicht, um die klinische Wirksamkeit zu untersuchen. Die Studie wird in Großbritannien innerhalb des Experimental Cancer Medicine Centre (ECMC)-Netzwerks durchgeführt. Erste Daten aus dieser Phase Ib/II-Studie könnten Ende des Jahres vorliegen.

WX-037 – PI3K-Inhibitor

Der niedermolekulare Wirkstoff WX-037 setzt an dem Phosphatidylinositol-3-kinase-B-Signalweg (PI3K) an. Der PI3K-Signalweg sendet das Signal "Wachstum" an den Kern einer Krebszelle. Es konnte gezeigt werden, dass der PI3K-Signalweg bei den meisten Krebsarten mutiert ist. Daher ist es von therapeutischem Interesse, einen Hemmstoff für den PI3K-Signalweg zu finden.

Die WILEX AG beteiligt sich mit dem derzeit noch präklinischen Projekt WX-037 an der Initiative "m4 Personalisierte Medizin und zielgerichtete Therapien" des Münchner Biotech Cluster m4, die im Jahr 2010 den Spitzencluster-Wettbewerb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen hat. Im Februar 2012 hat die WILEX AG für die präklinische und klinische Entwicklung des PI3K-Inhibitors WX-037 eine Förderzusage vom BMBF im Rahmen der Münchner Spitzencluster-Initiative "m4" in Höhe von bis zu 2,6 Mio. € bekannt gegeben. Innerhalb des Projekts soll WX-037 in präklinischen Modellen als Monotherapie und in Kombination mit dem MEK-Inhibitor WX-554 getestet und in die klinische Entwicklung mit Krebspatienten überführt werden.

Forschung

Es befinden sich zwei der drei von UCB Pharma übernommenen Antikörper-Projekte in der Forschungsphase. Das dritte Projekt wird nicht weiterverfolgt. Ziel ist es, jeweils einen spezifischen Antikörper zu identifizieren, der an eine neuartige Zielstruktur bindet. Die bisher nicht publizierten molekularen Zielstrukturen der Antikörperprojekte spielen in unterschiedlicher Weise eine Rolle bei der Ausbreitung von Krebs oder finden sich vermehrt auf den Tumorzellen verschiedener Krebsarten.

Diagnostika (= Dx)

REDECTANE®

Für den bildgebenden Diagnostikumkandidaten REDECTANE® (INN: 124I-Girentuximab) wurde 2010 eine Phase III-Studie abgeschlossen und die finalen Daten veröffentlicht. In der Studie waren 226 Patienten vor ihrer Nierenoperation mit einem REDECTANE® PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie) sowie mit einem derzeit üblicherweise genutzten CT untersucht worden. Es wurde gezeigt, dass REDECTANE® mit PET/CT dem CT in der Diagnostik von klarzelligen Nierenzellkarzinomen eindeutig überlegen ist.

Im zweiten Quartal 2011 regte die FDA an, dass die WILEX AG und IBA Pharma SPRL, Louvain-la-Neuve, Belgien (IBA, vormals IBA Pharma S.A.) eine sogenannte "outcomes based study" vor dem Zulassungsantrag in Erwägung ziehen sollen, um einen zusätzlichen Hinweis zum medizinischen Nutzen zu erhalten. Im vierten Quartal 2011 fand bei der FDA ein Type C Meeting statt, in dem die weitere Entwicklung von REDECTANE® einschließlich der Zeitplanung für eine zweite Studie und der Optionen "outcomes based study" oder "confirmatory" (bestätigende) Studie zur diagnostischen Performance ähnlich zur REDECT-Studie erörtert wurde. Die FDA schlug vor, die regulatorische Vorgehensweise mit einem FDA-Beratungsgremium (Advisory Committee) zu besprechen. Die Diskussion wird im Rahmen des Oncologic Drugs Advisory Committee (ODAC) am 25. Juli 2012 stattfinden. Das ODAC wird gebeten, darüber zu diskutieren und eine Empfehlung auszusprechen, inwieweit die Identifikation eines klarzelligen Nierenkarzinoms mittels Bildgebung bei unbestimmten Nierentumoren klinisch relevante Informationen liefert. Nach dem ODAC-Meeting wird sich WILEX einige Wochen später mit der FDA treffen und die Ergebnisse des Meetings sowie die nächsten Schritte besprechen.

In-vitro-Diagnostiktests (WILEX Inc./Oncogene Science)

Die Tochtergesellschaft WILEX Inc. vermarktet unter der Marke Oncogene Science Biomarker-Tests für die Onkologie, um die Behandlung von Krebspatienten zu unterstützen. Das Angebot umfasst "Enzyme-Linked ImmunoSorbent Assay" (ELISA)- Tests für verschiedene Biomarker (HER2/neu, EGFr, uPA, PAI-1, TIMP-1 und CA IX) und immunohistochemische (IHC) Tests (CA IX). Mit den ELISA-Tests werden Antigene oder Proteine, z.B. im Blut, nachgewiesen. Durch die Messung von Proteinen im Blut und die entsprechenden bioanalytischen Methoden könnte vorhergesagt werden, ob ein Patient auf eine Therapie ansprechen wird. Gleichzeitig könnte sein Krankheitsverlauf therapiebegleitend überwacht werden.

Der HER2/neu-ELISA-Test von WILEX Inc. ist der einzige von der FDA zugelassene ELISA-Test zur Quantifizierung des HER2/neu-Gehalts im Blutserum, der im Rahmen des Behandlungsmanagements und der Therapieüberwachung bei Frauen mit metastasiertem Brustkrebs eingesetzt werden kann.

Im Dezember 2011 wurde der CA IX-IHC-Test für die Identifizierung des Antigens CA IX in Gewebe- oder Zellproben von der FDA als "Class I 510(k)-exempt medical device" registriert. Das Protein CA IX wird bei einer Vielzahl von Krebsarten überexprimiert und wird stark durch Hypoxie (Sauerstoffmangel im Gewebe) hervorgerufen. In verschiedenen Krebsarten geht die Tumorhypoxie mit einem vermehrten Auftreten von Metastasen einher.

Kundenspezifische Auftragsforschung (= Cx)

Das Segment Kundenspezifische Auftragsforschung beinhaltet die durch die Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma GmbH angebotenen Dienstleistungsaktivitäten.

Präklinisches Servicegeschäft

Im Servicegeschäft bietet Heidelberg Pharma kundenspezifische präklinische Auftragsforschung im Bereich von Krebs-, Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen an. Diese Infrastruktur und Expertise werden Dritten als Dienstleistung angeboten und auch innerhalb des Konzerns genutzt. Heidelberg Pharma setzt u. a. syngene sowie humane Tumor-Implantationsmodelle mit menschlichen Tumorzellen ein, um potenzielle Wirkstoffe gegen Krebs näher zu untersuchen. Im Bereich von Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen bietet das Unternehmen eine breite Palette an In-vivo-Modellen und -methoden, um den Mechanismus eines neuen Wirkstoffs zu untersuchen. In der Bioanalytik analysiert das Unternehmen Substanzspiegel aus In-vivo-Experimenten, vor allem im Rahmen von pharmakokinetischen Untersuchungen. Bei In-vitro-Analysen werden z.B. Proteinbindung und metabolische Stabilität von Substanzen getestet. Die molekularbiologische Einheit von Heidelberg Pharma ist spezialisiert auf die In-vitro-Profilierung von Substanzen. Dabei kommen Expressionsanalysen von Zielproteinen in Zelllinien und in Geweben sowie Standard-Assays und weitere Spezialtechniken zum Einsatz.

Antibody Drug Conjugate (ADC)-Technologie

Heidelberg Pharma verfügt zudem über eine neuartige Plattform für therapeutische Antikörper-Wirkstoffkonjugate (Antibody Drug Conjugates, ADC). Diese ADC-Technologie hat das Potenzial, die Wirksamkeit vieler auf Antikörper basierender Therapien zu verbessern sowie bereits zugelassene Therapeutika weiterzuentwickeln. Heidelberg Pharma setzt auf Kollaborationen mit Forschungsinstituten, Pharma- und Biotechunternehmen und übernimmt im Auftrag des Kunden die Arbeiten in Zusammenhang mit dem Design, der Optimierung, der Profilierung und der Herstellung neuer ADCs. Die Kollaborationen werden im Rahmen von Technologiekooperationen und Produktlizenzen stattfinden und sollen ein kurzund langfristiges Umsatz- und Wertschöpfungspotenzial erschließen. Es wird untersucht, ob die ADCs in der Lage sind, sowohl sich teilende Tumorzellen als auch ruhende Tumorzellen zu töten.

Marktumfeld

Erläuterungen zum Marktumfeld für die Produkte und Produktkandidaten finden sich im Geschäftsbericht 2011 auf den Seiten 24 bis 27. Seitdem haben sich aus Sicht von WILEX keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der WILEX-Konzern, bestehend aus der WILEX AG und den Tochtergesellschaften WILEX Inc. und Heidelberg Pharma GmbH, berichtet für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2012 (1. Dezember 2011 bis 31. Mai 2012) konsolidierte Zahlen. Die Vorjahreszahlen und die Segmentberichterstattung sind nicht unmittelbar mit den Konzernzahlen des aktuellen Berichtszeitraumes vergleichbar, weil die Heidelberg Pharma erst mit Eintragung der Sachkapitalerhöhung ins Handelsregister am 17. März 2011 (inmitten der Berichtsperiode H1 2011) in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurde.

Der WILEX-Konzern berichtet in drei Geschäftssegmenten: Das Segment Therapeutika (Rx) umfasst die Programme RENCAREX®, MESUPRON®, WX-554, WX-037 sowie die gesamte präklinische Forschung der WILEX AG. Der Bereich Diagnostika (Dx) beinhaltet den bildgebenden Diagnostikumkandidaten REDECTANE® der WILEX AG und die In-vitro-Diagnostika der WILEX Inc. Das Segment Kundenspezifische Auftragsforschung (Cx) setzt sich aus dem Dienstleistungsgeschäft der ADC-Plattformtechnologie und dem präklinischen Servicegeschäft der Heidelberg Pharma zusammen.

Umsatzerlöse und sonstige Erträge

Der WILEX-Konzern erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 7,2 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €). Die signifikante Steigerung ist im Wesentlichen auf Umsatzerlöse im Segment Rx in Höhe von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €) aus der fortlaufenden, ratierlichen Auflösung der Abgrenzung der Zahlungen für RENCAREX® und weiteren Forderungen aus der Prometheus-Lizenzvereinbarung zurückzuführen. Das Segment Dx erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) durch die Tochtergesellschaft WILEX Inc. Das Segment Cx wies 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) Umsatzerlöse aus. In allen drei Segmenten konnten somit die Umsatzerlöse deutlich im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert werden.

Die sonstigen Erträge liegen mit 1,0 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 0,6 Mio. € und ergeben sich im Wesentlichen aus Erträgen aus Wechselkursdifferenzen. Darüber hinaus wurden sowohl im Segment Rx als auch im Segment Cx Fördermittel für Forschungsprojekte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewiesen. Im Vorjahr waren im Segment Rx noch eine Ertragsabgrenzung aus dem Lizenzvertrag mit Esteve sowie realisierte Erträge aus den Fördergeldern des US-Verteidigungsministeriums für das uPA-Programm enthalten.

Seite 17 Nähere Informationen zur Segmentberichterstattung sind in den Anhangangaben enthalten.

Betriebliche Aufwendungen

Die betrieblichen Aufwendungen einschließlich der Abschreibungen betrugen in der Berichtsperiode 13,5 Mio. € und lagen über dem Wert des Vorjahres (12,4 Mio. €), weil Heidelberg Pharma während des überwiegenden Zeitraums der Vergleichsperiode noch nicht zum Konzern gehörte. Für das erste Halbjahr 2012 teilen sich die betrieblichen Aufwendungen auf die drei Segmente wie folgt auf: Therapeutika (9,2 Mio. €), Diagnostika (1,8 Mio. €) und kundenspezifische Auftragsforschung (2,6 Mio. €).

Das Segment Cx generiert Herstellungskosten im Rahmen der Dienstleistungserbringung und das Segment Dx generiert Herstellungskosten durch die Produktion von Waren in Form der Biomarker-Tests. Das Segment Rx weist unter den Herstellungskosten Entwicklungsaufwendungen für RENCAREX® aus, für die es unter den Umsatzerlösen ausgewiesene Kostenerstattungen von Prometheus erhält. Die im Segment Rx als Herstellungskosten ausgewiesenen Aufwendungen verminderten daher die Forschungs- und Entwicklungskosten. Die Herstellungskosten des Konzerns betrugen im ersten Halbjahr 3,3 Mio. € und lagen deutlich über dem Vorjahreswert (1,0 Mio. €), in dem hauptsächlich der Aufwand des Segments Dx, aber auch des Segments Cx ab Konzernzugehörigkeit der Heidelberg Pharma berücksichtigt wurden. Entwicklungsaufwendungen, für die Kostenerstattungen von Prometheus geleistet wurden, wurden in der Vorjahresperiode noch nicht unter den Herstellungskosten ausgewiesen.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 6,9 Mio. € im ersten Halbjahr 2012 sind um 21% zurückgegangen (Vorjahr: 8,8 Mio. €). Der Anteil für Forschung und Entwicklung an den Gesamtkosten betrug 51,0% (Vorjahr: 71%). Der Rückgang ist maßgeblich durch die erfolgte Umgliederung von Entwicklungskosten, für die eine Kostenerstattung von Prometheus geleistet wurde, in die Herstellungskosten sowie durch den Fortschritt der Studien, vor allem bei RENCAREX® und MESUPRON®, und den damit einhergehenden geringeren Kosten zu erklären.

Die Verwaltungskosten reduzierten sich auf 2,2 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €). Die Vergleichbarkeit des Vorjahreswertes ist jedoch nicht gegeben, was auf die Separierung der Kosten für Aktivitäten im Bereich Marketing und Geschäftsentwicklung zurückzuführen ist. Mit zunehmender Bedeutung im Zuge der Vorbereitung der Vermarktung und Herstellung von RENCAREX® werden diese Aktivitäten seit Beginn des aktuellen Geschäftsjahres als "Sonstige Aufwendungen" und nicht länger unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. In den Verwaltungskosten schlagen überdies 2012 die Bewertung der Aktienoptionen und Wechselkursdifferenzen erhöhend zu Buche, während die Vorjahresperiode durch Transaktionskosten im Zuge der Akquisition von Heidelberg Pharma geprägt war.

Seite 19

Ergebnis

Der WILEX-Konzern hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres einen Periodenfehlbetrag von 5,6 Mio. € ausgewiesen. Dies entspricht einer Ergebnisverbesserung von 46% im Vergleich zur Vorjahresperiode (–10,6 Mio. €), was vor allem auf die gestiegenen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich aufgrund des verbesserten Ergebnisses und der höheren Aktienzahl auf –0,24 € (Vorjahr: –0,54 €).

Nähere Informationen zu den Segmentergebnissen sind in den Anhangangaben enthalten. Seite 18

Finanzierung und Liquidität

Die Finanzierungsaufwendungen haben sich in der Berichtsperiode auf 331 T€ erhöht (Vorjahr: 223 T€). Darin sind vor allem die Zinsen für die Gesellschafterdarlehen von der dievini Hopp BioTech holding GmbH & Co. KG und der UCB Pharma S.A., aber auch die Zinszahlungen im Rahmen von Leasingverträgen bei der WILEX AG und bei Heidelberg Pharma enthalten. Die Finanzierungserträge stellen eine unwesentliche Größe dar. Es wurden keine Finanzinvestitionen oder sonstige Anlagen getätigt, die zu signifikanten Zinserträgen geführt hätten. Das Finanzergebnis des WILEX-Konzerns im ersten Halbjahr 2012 betrug –320 T€ (Vorjahr: –218 T€).

Die WILEX AG hat im ersten Quartal 2012 eine Bezugsrechtskapitalerhöhung durchgeführt. Die Aktionäre haben bis zum Ende der Bezugsfrist am 30. Januar 2012 alle 3.201.928 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien durch Ausübung der Bezugs- und Mehrbezugsrechte zum Bezugspreis von 3,10 € je Aktie bezogen. Die Gesamtzahl der ausgegebenen WILEX-Aktien erhöhte sich nach Eintragung der Kapitalmaßnahme in das Handelsregister am 3. Februar 2012 auf 24.814.963 Stück. Der WILEX AG floss aus der Kapitalerhöhung ein Bruttoemissionserlös von ca. 9,9 Mio. € zu, den das Unternehmen zur Finanzierung der laufenden klinischen Studien und des weiteren Wachstums sowie zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet.

Zum Ende des ersten Halbjahrs (31. Mai 2012) verfügte der WILEX-Konzern über liquide Mittel in Höhe von 2,9 Mio. € (30. November 2011: 3,4 Mio. €).

Kapitalflussrechnung

Die Nettomittelveränderung aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum –9,9 Mio. € im Vergleich zu 1,7 Mio. € in der Vorjahresperiode, welche durch den Mittelzufluss im Rahmen der Prometheus-Transaktion geprägt war. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 140 T€ (Vorjahr: 98 T€) und ist im Wesentlichen auf den Erwerb von Sachanlagen bei der WILEX AG im Zuge der Laborerweiterung zurückzuführen. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit entfällt mit 9,6 Mio. € größtenteils auf die durchgeführte Bezugsrechts-Kapitalerhöhung im ersten Quartal 2012. Der Vorjahreswert von 10,0 Mio. € war auf die Gesellschafterdarlehen der beiden Hauptaktionäre in dieser Höhe zurückzuführen.

Die Nettoveränderung an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten beläuft sich auf –0,5 Mio. € (Vorjahr: 11,6 Mio. €), wobei der Einfluss von Wechselkurseffekten auf die Zahlungsmittel –94 T€ betrug (Vorjahr: 30 T€).

Vermögenswerte

Die Bilanzsumme zum 31. Mai 2012 betrug 22,4 Mio. € (30. November 2011: 20,8 Mio. €). Für den Anstieg im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2011 ist insbesondere die durchgeführte Kapitalerhöhung verantwortlich. Ein weiterer wesentlicher Faktor für die Erhöhung ist der ratierliche Aufbau der Forderungen aus der Prometheus-Transaktion.

Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum Ende der Berichtsperiode 12,7 Mio. € (30. November 2011: 12,8 Mio. €). Die darin enthaltenen Sachanlagen, die hauptsächlich Laborausstattungen sowie Büroeinrichtungen betreffen, lagen mit 2,1 Mio. € auf dem Niveau des Geschäftsjahresendes 2011. Die immateriellen Vermögenswerte betrugen 4,2 Mio. € (30. November 2011: 4,4 Mio. €). Beide Posten wurden wesentlich durch die Akquisition der Heidelberg Pharma im Geschäftsjahr 2011 beeinflusst. Im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag sind die Veränderungen geringfügiger Natur, da die planmäßigen Abschreibungen vor allem im Bereich der immateriellen Vermögenswerte die Zugänge überschreiten. In den langfristigen Vermögenswerten ist zudem der Geschäfts- oder Firmenwert der Heidelberg Pharma mit 6,1 Mio. € enthalten. In den langfristigen Vermögenswerten sind außerdem sonstige langfristige Vermögenswerte in Höhe von 262 T€ (30. November 2011: 277 T€) enthalten, die aus für den Konzern gesperrten Bankkautionskonten bestehen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum Ende der Berichtsperiode 9,7 Mio. € und lagen über dem Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2011 (8,0 Mio. €). Sie setzen sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 2,9 Mio. € (30. November 2011: 3,4 Mio. €) und den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von 6,8 Mio. € (30. November 2011: 4,6 Mio. €) zusammen. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf die ratierliche Zuführung zu der abgegrenzten Forderung aus der Prometheus-Transaktion zurückzuführen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital betrug zum Ende der Berichtsperiode –0,3 Mio. € (30. November 2011: –4,5 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug –1,3% (30. November 2011: –21,7%). Die Verbesserung der Eigenkapitalausstattung ist durch die durchgeführte Kapitalerhöhung im ersten Quartal 2012 bedingt. Die Eigenkapitalveränderungen werden in den Anhangangaben näher erläutert. Seite 19

Verbindlichkeiten

Die langfristigen Verbindlichkeiten betrugen am Ende der Berichtsperiode 2,6 Mio. € (30. November 2011: 5,1 Mio. €). Gründe für den Rückgang sind im Wesentlichen die ratierliche Auflösung der Abgrenzung von erhaltenen Zahlungen im Rahmen der Prometheus-Transaktion sowie die Umgliederung der vormals langfristigen in die nunmehr kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich zum Periodenende auf 20,1 Mio. € (30. November 2011: 20,2 Mio. €). Darin enthalten sind finanzielle Verbindlichkeiten aus den Gesellschafterdarlehen von dievini und UCB in Höhe von insgesamt 10,3 Mio. €, die im Vergleich zum 30. November 2011 (10,5 Mio. €) durch eine Zinszahlung gesenkt wurden.

In den kurzfristigen Verbindlichkeiten sind des Weiteren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,6 Mio. € (30. November 2011: 1,4 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 0,3 Mio. € (30. November 2011: 0,3 Mio. €) enthalten.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten bleiben auf konstantem Niveau und betragen 7,9 Mio. € (30. November 2011: 8,0 Mio. €). Sie beinhalten abgegrenzte Verbindlichkeiten, im Wesentlichen gegenüber Dienstleistern, den kurzfristigen Anteil aus der vereinnahmten Zahlung von Prometheus als passiven Rechnungsabgrenzungsposten und Rückstellungen für Mitarbeiterboni, Tantiemen, Jubiläen sowie Verbindlichkeiten für noch nicht angetretenen Urlaub. Sie teilen sich wie folgt auf:

Mitarbeiter und Aktienoptionen

Zum Ende der Berichtsperiode beschäftigte WILEX insgesamt 126 Mitarbeiter inklusive Mitglieder des Vorstands (116,2 Vollzeitäquivalente, FTE). Im Vergleich dazu waren am 30. November 2011 124 Mitarbeiter (115,9 FTE) und am Ende der Vorjahresperiode zum 31. Mai 2011 118 Mitarbeiter (109,5 FTE) im WILEX-Konzern beschäftigt. Der leichte Anstieg im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2011 ist auf Rückkehrer aus der Elternzeit zurückzuführen.

WILEX hat ein leistungsorientiertes Vergütungssystem für seine Mitarbeiter entwickelt, das aus einem jährlichen Festgehalt und einem variablen Gehaltsbestandteil besteht. Darüber hinaus ermöglichen die Aktienoptionsprogramme 2005 und 2011 eine Beteiligung am Unternehmenserfolg. Aus dem Aktienoptionsprogramm 2005 können keine weiteren Optionen ausgegeben werden. Auf der Hauptversammlung im Mai 2011 wurde der Vorstand bis zum 1. Juli 2016 (einschließlich) ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf Basis des neuen "WILEX-Aktienoptionsplans 2011" bis zu 1.156.412 Bezugsrechte ("Aktienoptionen") auszugeben. Hierfür wurde ein entsprechendes neues Bedingtes Kapital geschaffen und im Handelsregister eingetragen.

Im zweiten Geschäftsquartal 2012 wurden aus dem Aktienoptionsplan 2011 insgesamt 270.500 Aktienoptionen ausgegeben, davon 52.000 für Mitglieder des Vorstands und 218.500 Aktienoptionen für Mitarbeiter. Erstmals wurden auch Mitarbeiter der WILEX Inc. und der Heidelberg Pharma berücksichtigt.

WILEX hat somit aus den beiden Plänen 2005 und 2011 insgesamt 1.431.931 Bezugsrechte an Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder ausgegeben, wovon zum Ende der Berichtsperiode 950.661 Optionen unverfallbar waren. Bislang wurden keine Optionen ausgeübt.

Risiko- und Chancenbericht

Die im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von WILEX vorhandenen Risiken und Chancen sind im Geschäftsbericht 2011 auf den Seiten 62 bis 72 ausführlich beschrieben und bestehen, wenn nicht anders erwähnt, unverändert fort. Wir verweisen insbesondere auf die dargestellten Finanzierungsrisiken und bestandsgefährdende Risiken. Mit Hilfe eines EDVgestützten Risikomanagementsystems, das die Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich erfüllt, überwacht WILEX 16 verschiedene Risikofelder.

WILEX unterliegt branchentypischen Risiken, die aus der Entwicklung und Herstellung von Arzneimittelkandidaten für die Krebstherapie resultieren. Die Zeitspanne von der Entwicklung von Wirkstoffen bis hin zur Zulassung erstreckt sich in der Regel über viele Jahre. Auch wenn das Portfolio weiter gereift ist, besteht weiterhin das Risiko, dass keiner der Arzneimittelund Diagnostikumkandidaten aus dem gegenwärtigen Portfolio zugelassen wird oder weitere Studien notwendig werden.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss der Berichtsperiode sind folgende Ereignisse eingetreten:

  • Veröffentlichung der MESUPRON®-Daten der Phase II-Brustkrebsstudie am 14. Juni 2012
  • Entscheidung für die Option einer sofortigen Zahlung von 17,5 Mio. US-Dollar und einer weiteren Meilensteinzahlung von 2,5 Mio. US-Dollar bei Einreichung des Zulassungasantrages anstatt eines späteren Meilensteins in gleicher Höhe basierend auf der Lizenzvereinbarung zu RENCAREX® mit Prometheus am 6. Juli 2012

Die Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode werden im Detail direkt bei den Produktkandidaten bzw. in den Anhangangaben erläutert. Seite 21

Ausblick

In der Phase III-Studie mit RENCAREX® werden die Ergebnisse der DFS-Analyse im vierten Quartal 2012 erwartet.

Für den oral verabreichbaren Arzneimittelkandidaten MESUPRON® wird in den kommenden Monaten mit dem medizinischen Beirat und anderen externen Beratern oder gegebenenfalls mit zukünftigen Partnern die weitere Entwicklungsstrategie festgelegt.

Für die Phase Ib/II-Dosis-Eskalationsstudie mit WX-554 in Krebspatienten könnten erste Daten Ende 2012 vorliegen.

Am 25. Juli 2012 wird ein FDA-Beratungsgremium (Oncologic Drugs Advisory Committee) darüber diskutieren und eine Empfehlung aussprechen, inwieweit die Identifikation eines klarzelligen Nierenkarzinoms mittels Bildgebung bei unbestimmten Nierentumoren klinisch relevante Informationen liefert. Nach diesem Treffen wird sich WILEX einige Wochen später mit der FDA treffen und die Ergebnisse des Meetings sowie die nächsten Schritte besprechen.

Die Vermarktung der Biomarker-Tests bei der amerikanischen Tochtergesellschaft WILEX Inc. soll ausgebaut und die Umsätze erhöht werden. Weitere Entwicklungs- und Vermarktungskooperationen sind geplant. Das Ziel ist es, mittelfristig die Profitabilität zu erreichen.

Die Umsätze im Servicegeschäft sollen ausgebaut und neue Kunden für diese Dienstleistung gewonnen werden. Für die ADC-Technologie sind weiterführende Kooperationen geplant, die die Basis für eine erfolgreiche Kommerzialisierung der Plattform bilden sollen. Aufgrund des frühen Stadiums der Geschäftsaktivitäten mit der ADC-Technologie werden voraussichtlich die Aufwendungen die Erträge weiter übersteigen.

Der in der Bilanzpressekonferenz im Februar 2012 gegebene Finanzausblick wurde angepasst.

Finanzausblick für das Geschäftsjahr 2012 Ist 20111
Mio. €
Aublick
02/2012
Mio. €
Aublick
07/2012
Mio. €
Umsatzerlöse und sonstige Erträge 11,7 14,0–16,0 16,0–18,0
Betriebliche Aufwendungen 25,1 25,0–29,0 25,0–29,0
Betriebsergebnis (13,4) (10,0)–(14,0) (8,0)–(12,0)
Finanzmittelbedarf gesamt 24,0 20,0–24,0 20,0–24,0
Finanzmittelbedarf pro Monat 2,0 1,7–2,0 1,7–2,0

1 Beinhaltet Heidelberg Pharma vom 17. März 2011 bis 30. November 2011 (nur ca. 8 Monate)

Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS)

Berichtszeitraum 1. Dezember 2011 bis 31. Mai 2012

H1 2012
H1 2011
Umsatzerlöse 7.214.097 1.366.743
Sonstige Erträge 1.038.652 638.545
Erträge 8.252.749 2.005.288
Herstellungskosten (3.297.450) (978.568)
Forschungs- und Entwicklungskosten (6.906.449) (8.754.507)
Verwaltungskosten (2.159.844) (2.674.352)
Sonstige Aufwendungen (1.177.582) 0
Betriebliche Aufwendungen (13.541.325) (12.407.428)
Betriebsergebnis (5.288.576) (10.402.139)
Finanzierungserträge 11.295 5.229
Finanzierungsaufwendungen (330.957) (222.821)
Finanzergebnis (319.663) (217.592)
Ergebnis vor Steuern (5.608.239) (10.619.731)
Ertragsteuern (1.260) (1.602)
Periodenergebnis (5.609.499) (10.621.333)
Währungsgewinn aus der Konsolidierung (102.353) 20.724
"Comprehensive Income" (5.711.852) (10.600.609)
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (0,24) (0,54)
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien 23.695.163 19.749.299

Durch die Rundung der exakten Zahlen können sich Differenzen ergeben.

Quartalsvergleichsrechnung Q2 2012
T€
Q1 2012
T€
Q4 2011
T€
Q3 2011
T€
Q2 2011
T€
Umsatzerlöse 3.503 3.711 5.139 3.371 1.295
Sonstige Erträge 809 230 1.022 175 378
Betriebliche Aufwendungen (7.224) (6.317) (6.680) (6.008) (6.191)
Betriebsergebnis (2.912) (2.376) (519) (2.462) (4.517)
Ergebnis vor Steuern (3.054) (2.554) (696) (2.608) (4.667)
Periodenergebnis (3.054) (2.555) (696) (2.608) (4.667)
Währungsergebnis aus der
Konsolidierung
(119) 17 7 (19) 13
Comprehensive Income (3.174) (2.538) (689) (2.627) (4.654)
Unverwässertes und verwässertes
Ergebnis je Aktie in €
(0,13) (0,11) (0,03) (0,11) (0,22)
Durchschnittliche Anzahl der
ausgegebenen Aktien
23.695.163 22.563.058 21.613.035 21.613.035 21.056.513

Konzernbilanz (IFRS)

zum 31. Mai 2012 sowie zum 30. November 2011

Vermögenswerte 31.05.2012
30.11.2011
Sachanlagen 2.134.792 2.074.278
Immaterielle Vermögenswerte 4.194.336 4.355.771
Geschäfts- oder Firmenwert 6.111.166 6.111.166
Sonstige langfristige Vermögenswerte 262.105 276.563
Langfristige Vermögenswerte 12.702.398 12.817.778
Vorräte 362.700 514.627
Geleistete Vorauszahlungen 927.890 952.400
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 198.077 159.254
Sonstige Forderungen 5.302.835 2.949.762
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.919.944 3.420.640
Kurzfristige Vermögenswerte 9.711.447 7.996.682
Summe Vermögenswerte 22.413.845 20.814.460
Eigenkapital und Verbindlichkeiten 31.05.2012
30.11.2011
Gezeichnetes Kapital 24.814.963 21.613.035
Kapitalrücklage 141.782.160 135.030.430
Kumulierte Verluste (166.737.569) (161.128.070)
Währungsgewinn/-verlust aus der Konsolidierung (140.279) (37.926)
Eigenkapital (280.726) (4.522.532)
Pensionsrückstellungen 0 25.319
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 99.150 218.421
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.521.463 4.887.989
Langfristige Verbindlichkeiten 2.620.613 5.131.729
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.623.933 1.412.070
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 346.141 251.625
Finanzielle Verbindlichkeiten 10.252.489 10.548.169
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 7.851.394 7.993.400
Kurzfristige Verbindlichkeiten 20.073.957 20.205.263
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 22.413.845 20.814.460

Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)

Berichtszeitraum 1. Dezember 2011 bis 31. Mai 2012

H1 2012
H1 2011
Periodenergebnis (5.609.499) (10.621.333)
Anpassungen für Posten der Gesamtergebnisrechnung
Aktienoptionen 171.712 67.375
Abschreibungen 327.514 180.654
Erhöhung der Pensionsverpflichtungen 0 480
Finanzierungsaufwendungen 489.164 240.870
Finanzierungserträge (169.502) (26.186)
Steueraufwand 1.260 1.602
820.149 464.794
Veränderungen der Bilanzposten
Vorräte 164.922 28.361
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57.524 33.559
Sonstige Forderungen (2.371.847) 113.637
Geleistete Anzahlungen 28.021 21.709
Sonstige langfristige Vermögenswerte (11.171) (395.281)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 124.141 (2.499)
Sonstige Verbindlichkeiten (2.593.353) 12.026.781
(4.601.764) 11.826.266
Cash Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit (9.391.114) 1.669.727
Gezahlte Finanzierungsaufwendungen (526.264) (3.806)
Erhaltene Finanzierungserträge 11.295 2.498
Nettomittelveränderung aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit (9.906.084) 1.668.418
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen (135.034) (89.639)
Erwerb immaterieller Vermögenswerte (5.383) (7.963)
Nettomittelveränderung aus der Investitionstätigkeit (140.417) (97.601)
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Erlös aus den Kapitalerhöhungen 9.925.977 0
Kosten der Kapitalerhöhungen (144.031) 0
Einzahlung Gesellschafterdarlehen 0 10.000.000
Sonstige Finanzierungstätigkeit (20.039) 0
Tilgung Finanzierungsleasing (122.536) (28.444)
Nettomittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit 9.639.370 9.971.557
Einfluss von W
echselkurseffekten auf die Zahlungsmittel
(93.565) 30.397
Nettoveränderung an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (500.695) 11.572.771
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
am Periodenanfang 3.420.639 1.943.151

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)

Berichtszeitraum 1. Dezember 2011 bis 31. Mai 2012

Kapitalrücklage
Aktien Gezeichnetes
Kapital
Kapital
maßnahmen/
Agio
Bewertung
Aktien
optionen
ährungs
umrechnungs
differenzen
Kumulierte
Verluste
Total
Stand am 124.819.448 2.665.370
1. Dezember 2010 18.413.035 18.413.035 127.484.817 9.398 (147.202.343) (1.295.093)
Bewertung
Aktienoptionen
67.375 67.375
Währungsgewinn/
-verlust aus der
Konsolidierung
20.724 20.724
Periodenergebnis (10.621.333) (10.621.333)
Kapitalerhöhung
unter Berücksichti
gung von Kapital
beschaffungskosten
3.200.000 3.200.000 7.648.000 10.848.000
Nettoveränderung
Eigenkapital
314.766
132.467.448 2.732.745
Stand am
31. Mai 2011
21.613.035 21.613.035 135.200.192 30.122 (157.823.676) (980.327)
Kapitalrücklage
Aktien Gezeichnetes
Kapital
Kapital
maßnahmen/
Agio
Bewertung
Aktien
optionen
ährungs
umrechnungs
differenzen
Kumulierte
Verluste
Total
Stand am 132.267.971 2.762.459
1. Dezember 2011 21.613.035 21.613.035 135.030.430 (37.926) (161.128.070) (4.522.532)
Bewertung
Aktienoptionen
171.712 171.712
Währungsgewinn/
-verlust aus der
Konsolidierung
(102.353) (102.353)
Periodenergebnis (5.609.499) (5.609.499)
Kapitalerhöhung
unter Berücksichti
gung von Kapital
beschaffungskosten
3.201.928 3.201.928 6.580.018 9.781.946
Nettoveränderung
Eigenkapital
4.241.805
138.847.989 2.934.171
Stand am
31. Mai 2012
24.814.963 24.814.963 141.782.160 (140.279) (166.737.570) (280.726)

Ausgewählte Anhangangaben

A. Allgemeine Angaben

In diesem Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Mai 2012 werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzern-Jahresabschluss zum 30. November 2011. Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Mai 2012 umfasst neben der Muttergesellschaft WILEX AG, München, Deutschland, auch die Tochtergesellschaften WILEX Inc., Cambridge, MA, USA, sowie die Heidelberg Pharma GmbH, Ladenburg, Deutschland, – zusammen der "Konzern".

Zum 1. Dezember 2011 hat die Heidelberg Pharma einen Rechtsformwechsel von einer AG in eine GmbH vollzogen.

Die direkte Vergleichbarkeit bezüglich der Vorjahreswerte ist durch die letztjährig geänderte Konzernstruktur weder gegeben noch darstellbar. Die Heidelberg Pharma wurde erst im Laufe des zweiten Quartals des Vorjahres in den Konzernkreis mit einbezogen.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie die wesentlichen Positionen des Halbjahresabschlusses sind im Zwischenlagebericht ausführlich erläutert. Es gibt weder saisonale noch konjunkturelle Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit.

Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde grundsätzlich in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS), und im Speziellen gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung" des International Accounting Standards Board (IASB) unter Beachtung der Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Er ist im Kontext mit dem von der WILEX AG für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlichten Konzernabschluss nach IFRS zum 30. November 2011 zu lesen.

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen. Gemäß unserer am 10. Februar 2012 abgegebenen Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex Ziffer 7.1.2 wurden der Konzern-Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht für den Konzern vor der Veröffentlichung mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert. Der Halbjahresfinanzbericht wurde am 12. Juli 2012 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

B. Segmentberichterstattung

Der WILEX-Konzern besteht aus drei Geschäftssegmenten, die im Folgenden näher erläutert sowie deren Kerngeschäft bzw. Kernprojekte abgegrenzt werden. Im Vergleich zum Jahresabschluss zum 30. November 2011 sowie zum 31. Mai 2011, dem Stichtag des Vergleichszeitraums des Vorjahres, hat es keine Veränderung hinsichtlich der Segmentierung gegeben.

Therapeutika (Rx)

Das Segment Therapeutika erzielte im ersten Geschäftshalbjahr Umsatzerlöse in Höhe von 5,9 Mio. € und erwirtschaftete einen Periodenfehlbetrag von 3,2 Mio. €. Die WILEX AG entwickelt therapeutische Produkte zur gezielten Behandlung von verschiedenen Krebsarten. Die Wirkstoffe basieren auf Antikörpern und niedermolekularen Wirkstoffen, die nebenwirkungsarm Tumorwachstum hemmen und Metastasierung verhindern sollen. Die Therapeutika umfassen folgende Programme: RENCAREX®, MESUPRON®, WX-554, WX-037 sowie die gesamte Präklinik und Forschung der WILEX AG.

Diagnostika (Dx)

Der Bereich Diagnostika erwirtschaftete 0,2 Mio. € Umsatzerlöse und ein negatives Periodenergebnis von 1,7 Mio. €. Die WILEX AG entwickelt den bildgebenden Diagnostikumkandidaten REDECTANE®, der dem Segment Diagnostika hinzugerechnet wird. Die WILEX Inc. produziert und vermarktet eine Vielzahl von Biomarker-Tests für die Onkologie unter der Marke Oncogene Science. Das Ziel ist es, zugelassene In-vitro-Diagnostika für den klinischen, onkologischen und immundiagnostischen Markt anzubieten, um die Behandlung von Krebspatienten weltweit zu verbessern.

Kundenspezifische Auftragsforschung (Cx)

Die kundenspezifische Auftragsforschung erwirtschaftete im abgelaufenen ersten Halbjahr Umsatzerlöse von 1,2 Mio. € sowie einen Periodenfehlbetrag in Höhe von 1,3 Mio. €. Heidelberg Pharma erbringt zum einen kundenbezogene Auftragsleistungen im Bereich einer noch in der Entwicklung befindlichen neuartigen Plattformtechnologie für therapeutische Antikörper-Wirkstoffkonjugate (Antibody Drug Conjugates, ADC) im Rahmen von Kollaborationen mit Forschungsinstituten, Pharma- und Biotechunternehmen. Zum anderen werden im präklinischen Servicegeschäft Untersuchungen zu Arzneimittel-Stoffwechsel, Pharmakologie und Pharmakokinetik insbesondere in der Onkologie angeboten. Das Geschäftsmodell der Heidelberg Pharma beruht gegenwärtig ausschließlich auf Dienstleistungsbasis.

Intersegmentäre Umsatzerlöse

Insgesamt wurden zum 31. Mai 2012 Umsatzerlöse von 77 T€ zwischen den Segmenten erzielt. Das Segment Dx erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 11 T€ mit dem Segment Rx und das Segment Cx erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 66 T€ ebenfalls mit dem Segment Rx.

Die Segmentergebnisse stellen sich in der Übersicht wie folgt dar:

Segmentergebnisse H1 20121 Rx
T€
Dx
T€
Cx
T€
Nicht
zuge
ordnet
T€
Konsoli
dierung
Konzern
T€
Konzern
T€
Umsatzerlöse 5.891 196 1.204 0 (77) 7.214
Umsatzerlöse extern 5.891 185 1.138 0 0 7.214
Umsatzerlöse intersegmentär 0 11 66 0 (77) 0
Sonstige Erträge 139 0 145 761 (7) 1.039
Betriebliche Aufwendungen (9.236) (1.810) (2.580) 0 84 (13.541)
Betriebsergebnis auf
Segmentebene
(3.205) (1.615) (1.230) 761 0 (5.289)
Finanzergebnis 0 (58) (49) (212) 0 (320)
Ertragsteuern 0 (1) 0 0 0 (1)
Periodenergebnis auf
Segmentebene
(3.205) (1.674) (1.279) 549 0 (5.609)
Gesamtvermögenswerte 6.118 3.933 14.195 4.703 (6.536) 22.414

1 gerundet

Die Aufteilung des Segmentvermögens für Zwecke der Zwischenberichterstattung gemäß IAS 34 ist im Wesentlichen unverändert durch die bei der Heidelberg Pharma identifizierten und übernommenen immateriellen Vermögenswerte sowie durch den ermittelten Geschäfts- oder Firmenwert geprägt. Die nicht zugeordneten Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen kurzfristigen Vermögenswerten, wie z.B. Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die keinem Segment zugeordnet werden.

C. Veränderung des Eigenkapitals

Am 1. Februar 2012 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung auf 3.201.928 neue Aktien festzulegen. WILEX verwendet den Bruttoemissionserlös von ca. 9,9 Mio. € zur Finanzierung der laufenden klinischen Studien und des weiteren Wachstums sowie zur Stärkung des Eigenkapitals. Die Kapitalerhöhung wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 3. Februar 2012 abgeschlossen.

Das Eigenkapital des WILEX-Konzerns betrug zum Ende der Berichtsperiode –0,3 Mio. € (30. November 2011: –4,5 Mio. €). Das zum Vorjahresultimo gezeichnete Kapital in Höhe von 21,6 Mio. € wurde aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung um 3,2 Mio. € auf 24,8 Mio. € erhöht. Die Kapitalrücklage belief sich zum Periodenstichtag auf 141,8 Mio. € (30. November 2011: 135,0 Mio. €), und die kumulierten Verluste summierten sich seit Gründung von WILEX auf 166,7 Mio. € (30. November 2011: 161,1 Mio. €). Innerhalb des Eigenkapitals wurde ein Währungsverlust in Höhe von 140 T€ im Rahmen der Konsolidierung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft erfasst. Die Konzern-Eigenkapitalquote betrug am 31. Mai 2012 –1,3% (30. November 2011: –21,7%).

D. Ausgabe und Bewertung von Aktienoptionen

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 18. Mai 2011 den WILEX Aktienoptionsplan 2011 beschlossen. Dieser Beschluss ermächtigt insgesamt zur Ausgabe von bis zu 1.156.412 Aktienoptionen, von denen bis zu 346.924 Aktienoptionen (ca. 30%) an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, bis zu 173.462 Aktienoptionen (ca. 15%) an Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen der Gesellschaft, bis zu 346.923 Aktienoptionen (ca. 30%) an Arbeitnehmer der Gesellschaft und bis zu 289.103 Aktienoptionen (ca. 25%) an Arbeitnehmer verbundener Unternehmen der Gesellschaft gewährt werden können.

Im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr wurden aus dem Aktienoptionsplan 2011 insgesamt 270.500 Aktienoptionen ausgegeben, wovon 52.000 auf Vorstandsmitglieder und die restlichen 218.500 Aktienoptionen auf Mitarbeiter der drei Konzerngesellschaften entfallen.

Analog zur im Geschäftsbericht zum 30. November 2011 beschriebenen Vorgehensweise wurde in der abgelaufenen Berichtsperiode die aus der Ausgabe von Aktienoptionen entstandene Verpflichtung seitens WILEX gegenüber den begünstigten Mitarbeitern gemäß IFRS 2 bilanziert. Die Verpflichtungen werden mit Hilfe eines Binomialmodells zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionen berechnet. Der beizulegende Zeitwert der von den Mitarbeitern erbrachten Arbeitsleistungen als Gegenleistung für die Gewährung der Optionen wird als Aufwand mit Buchung gegen die Kapitalrücklage, und somit im Eigenkapital, erfasst. Der gesamte Aufwand, der über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Optionen zu erfassen ist, ermittelt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen, ohne Berücksichtigung der Auswirkungen nicht marktorientierter Ausübungshürden (z.B. Gewinn- und Umsatzwachstumsziele). Nicht marktorientierte Ausübungshürden werden in den Annahmen bzgl. der Anzahl der Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, berücksichtigt. Der Ausgleich erfolgt dabei in Eigenkapitalinstrumenten. An jedem Bilanzstichtag wird die Schätzung der Anzahl an Optionen, die erwartungsgemäß ausübbar werden, überprüft. Die Auswirkungen ggf. zu berücksichtigender Änderungen ursprünglicher Schätzungen werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie durch eine entsprechende Anpassung im Eigenkapital berücksichtigt.

Der beizulegende Wert der ausgegebenen Tranche wird im Folgenden dargestellt. Tag der Gewährung war der 30. März 2012, und die Laufzeit der ausgegebenen Tranche liegt einheitlich bei 48 Monaten, weshalb lediglich ein Optionswert für die gesamte Tranche vorliegt.

Ausgegebene Aktienoptionen Ausgabezeitpunkt Erwartete Laufzeit Optionswert1
270.500 30. März 2012 48 Monate 1,14

Die Bewertung der Aktienoptionen zog im ersten Geschäftshalbjahr 2012 einen Personalaufwand von 172 T€ nach sich, wovon 12 T€ auf die Bewertung der neu ausgegebenen Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2011 entfallen. 129 T€ beziehen sich auf die Reduzierung des Ausübungspreises der Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2005. Mit Eintragung der Bezugsrechtskapitalerhöhung am 3. Februar 2012 ins Handelsregister wurde der Ausübungspreis für alle bis dato ausgegebenen Aktienoptionen nach §7 Abs. 1 (i) des Aktienoptionsplans 2005 auf einheitlich 3,10 €, den innerhalb der Kapitalerhöhung festgesetzten Bezugspreis, reduziert.

E. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

In der Berichtsperiode wurden folgende meldepflichtige Transaktionen von Führungspersonen der WILEX AG gemäß §15a WpHG (Directors' Dealings) berichtet:

Name Datum Trans
aktion
Handels
platz
Preis
Stück
zahl
Volumen
Prof. Dr. Olaf G.
Wilhelm (Vorstand)1
06.02.2012 Zeichnung/
Kauf
Außer
börslich
3,10 2.000 6.200,00
Dr. Georg Baur
(Aufsichtsrat)
06.02.2012 Zeichnung/
Kauf
Außer
börslich
3,10 26.840 83.204,00
Andreas R. Krebs
(Aufsichtsrat)
03.02.2012 Zeichnung/
Kauf
Außer
börslich
3,10 10.000 31.000,00
dievini Hopp BioTech
holding2
03.02.2012 Zeichnung/
Kauf
Außer
börslich
3,10 1.144.334 3.547.435,40

1 Die Ehefrau von Prof. Wilhelm, Dr. Sabine Wilhelm, hat weitere 2.000 Aktien gezeichnet.

2 Die Aufsichtsräte Prof. Dr. Christof Hettich und Prof. Dr. Friedrich von Bohlen und Halbach haben Führungsaufgaben bei der dievini Hopp BioTech holding GmbH & Co. KG inne, die Aktionärin der WILEX AG ist.

Im ersten Geschäftshalbjahr 2012 wurden aus dem Aktienoptionsplan 2011 insgesamt 52.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder ausgegeben. Bisher wurden keine Aktienoptionen ausgeübt. Des Weiteren sind Optionen aus diesem Plan weder verfallen noch wurden bisher welche verwirkt. Aus diesem Plan sind zum Periodenstichtag 3.250 Optionen des Vorstands und 13.656 Optionen der Mitarbeiter unverfallbar geworden.

Preis
Name Datum Stückzahl
Prof. Dr. Olaf G. Wilhelm 30.03.2012 3,53 28.000
Dr. Thomas Borcholte 30.03.2012 3,53 8.000
Dr. Paul Bevan 30.03.2012 3,53 8.000
Peter Llewellyn-Davies 30.03.2012 3,53 8.000

WILEX leistete im ersten Quartal 2012 Zahlungen in Höhe von 12 T€ an die Rechtsanwaltskanzlei Rittershaus für Rechtsberatungen. Rittershaus ist ein nahestehendes Unternehmen der Gesellschaft, weil der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Hettich in dieser Kanzlei Partner ist.

Es gibt keine weiteren Beziehungen zu der Gesellschaft nahestehenden Unternehmen und Personen.

F. Wesentliche Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode (Nachtragsbericht)

Nach Abschluss der Berichtsperiode sind folgende Ereignisse eingetreten:

  • Veröffentlichung der MESUPRON®-Daten der Phase II-Brustkrebsstudie am 14. Juni 2012
  • Entscheidung für die Option einer sofortigen Zahlung von 17,5 Mio. US-Dollar und einer weiteren Meilensteinzahlung von 2,5 Mio. US-Dollar bei Einreichung des Zulassungasantrages anstatt eines späteren Meilensteins in gleicher Höhe basierend auf der Lizenzvereinbarung zu RENCAREX® mit Prometheus am 6. Juli 2012

Am 28. Juni 2012 wurden durch die WILEX AG folgende meldepflichtige Transaktionen von Führungspersonen der WILEX AG gemäß §15a WpHG (Directors' Dealings) veröffentlicht.

Name Datum Trans
aktion
Handels
platz
Preis
Stück
zahl
Volumen
dievini Hopp BioTech
holding1
21.06.2012 Wertpapier
darlehen
(Zugang)
Außer
börslich
0,00 1.152.251 0,00
dievini Hopp BioTech
holding1
21.06.2012 Verkauf Außer
börslich
3,51 2.954 10.368,54
dievini Hopp BioTech
holding1
21.06.2012 Verkauf Außer
börslich
3,51 140.390 492.768,90
dievini Hopp BioTech
holding1
21.06.2012 Verkauf Außer
börslich
3,51 260.018 912.663,18
dievini Hopp BioTech
holding1
21.06.2012 Verkauf Außer
börslich
3,51 608.358 2.135.336,58
dievini Hopp BioTech
holding1
21.06.2012 Verkauf Außer
börslich
3,51 28.077 98.550,27
dievini Hopp BioTech
holding1
21.06.2012 Verkauf Außer
börslich
3,51 112.454 394.713,54

1 Die Aufsichtsräte Prof. Dr. Christof Hettich und Prof. Dr. Friedrich von Bohlen und Halbach haben Führungsaufgaben bei der dievini Hopp BioTech holding GmbH & Co. KG inne, die Aktionärin der WILEX AG ist.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode aufgetreten.

Erklärung des Vorstands

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des WILEX-Konzerns vermittelt und im Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des WILEX-Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des WILEX–Konzerns beschrieben sind."

München, den 12. Juli 2012

Der Vorstand

Prof. Dr. Olaf G. Wilhelm Peter Llewellyn-Davies Dr. Paul Bevan Dr. Thomas Borcholte

Aktie

Die WILEX-Aktie startete das Börsenjahr mit einem Kurs von 3,44 € und schloss am 29. Juni 2012 bei 3,82 € mit 11% im Plus. Der DAXSubsector Biotechnology Index legte seit Jahresbeginn 21% zu, und der NASDAQ Biotechnology Index schloss das erste Halbjahr mit einem Anstieg um 25% ab.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 24.091 WILEX-Aktien pro Tag gehandelt, das entspricht 24% weniger als in der Vorjahresperiode (31.690 Aktien). Die Marktkapitalisierung zum 31. Mai 2012 betrug 90,33 Mio. € (31. Mai 2011: 104,74 Mio. €).

Aktienkennzahlen zum Ende der Berichtsperiode H1 2012 H1 2011
Ausgegebene Aktien Anzahl 24.814.963 21.613.035
Marktkapitalisierung Mio. € 90,33 104,74
Schlusskurs (XETRA) 3,640 4,846
Höchstkurs1 4,679
(07.12.11)
5,320
(20.05.11)
Tiefstkurs1 2,874
(10.01.12)
3,023
(16.03.11)
Volatilität (260 Tage; XETRA) % 59,827 58,092
Durchschnittlich tägliches Handelsvolumen1 Aktien 24.091 31.690
Durchschnittlich tägliches Handelsvolumen1 89.266 139.460
Ergebnis je Aktie (0,24) (0,54)

1 Alle Börsen

Quelle: Bloomberg

Hauptversammlung 2012

Die ordentliche Hauptversammlung der WILEX AG fand am Freitag, den 25. Mai 2012, in München statt. Vom Grundkapital der WILEX AG in Höhe von 24.814.963 EUR, eingeteilt in 24.814.963 auf den Inhaber lautende Stückaktien, waren auf der ordentlichen Hauptversammlung im Zeitpunkt der Abstimmung 18.200.048 Aktien mit ebenso vielen Stimmen vertreten. Dies entspricht 73,34% des Grundkapitals der Gesellschaft.

In der Hauptversammlung wurde die Entlastung der Organe, die Bestellung der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als neuer Abschlussprüfer sowie die Aufhebung des bisherigen Genehmigten Kapitals 2010/II und die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals 2012/I mit entsprechender Satzungsänderung beschlossen. Zudem wurde Frau Dr. Birgit Kudlek als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt. Alle Beschlussvorschläge wurden mit einer Mehrheit von über 99% angenommen.

Aktionärsstruktur

Seite 21

Die dievini Hopp BioTech holding GmbH & Co. KG hat die WILEX AG am 27. Juni 2012 im Rahmen von § 15a WpHG-Meldungen (Directors' Dealings) über sechs Verkäufe von insgesamt 1,15 Millionen Aktien am 21. Juni 2012 und einen Wertpapierzugang in Form eines Darlehens in Höhe von 1,15 Millionen Aktien ebenfalls vom 21. Juni 2012 informiert (siehe Anhangangaben).

Am 5. Juli 2012 hat die TVM V Life Science Ventures GmbH & Co. KG gemeldet, dass sie am 29. Juni 2012 die Schwelle von 3% überschritten und sich ihr Anteil an der WILEX AG auf 4,50% erhöht hat.

Stand: 12. Juli 2012 (mitteilungspflichtige Veränderungen)

Finanzkalender 2012

Kontakt

WILEX AG

Grillparzerstr. 10 81675 München Tel. +49(0)89–413138–0 Fax +49(0)89–413138–99 www.wilex.com [email protected]

Peter Llewellyn-Davies Katja Arnold (CIRO)

Tel. +49(0)89–413138–20 Tel. +49(0)89–413138–126 Fax +49(0)89–413138–98 Fax +49(0)89–413138–99 E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected]

Vorstand Finanzen Senior Manager Corporate Communications

Impressum

Projektverantwortung: Katja Arnold, WILEX AG

Herausgeber: WILEX AG, Grillparzerstr. 10, 81675 München

Dieser Halbjahresfinanzbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich und wird zum Download auf unserer Webseite www.wilex.com angeboten.

Redaktionsschluss: 12. Juli 2012

WILEX AG Grillparzerstr. 10 · 81675 München · www.wilex.com

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