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Hays PLC Audit Report / Information 2023

Aug 1, 2024

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Audit Report / Information

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Publication

Hays AG

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

I. Unternehmen

Die Hays AG ist ein Personaldienstleister. Sie vermittelt Experten an Kunden in freiberuflicher Tätigkeit („Contracting“) oder in Festanstellung („Perm“). Zudem übernimmt die Gesellschaft im „Managed Service Providing“ Dienstleistungen („MSP“) für die Einkaufsabteilungen der Kunden, indem deren Einkauf von Freiberuflern gebündelt wird.

Die Hays AG ist mit insgesamt 25 Niederlassungen in Deutschland vertreten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Konjunkturelle Entwicklung und Umfeld

Die preisbereinigte BIP-Entwicklung auf Quartalssicht für das Kalenderjahr 2022 und dem ersten Halbjahr für das Kalenderjahr 2023 ist nachfolgender Tabelle zu entnehmen:

Quartal Q1.2022 Q2.2022 Q3.2022 Q4.2022 Q1.2023 Q2.2023
Veränderung BIP (preisbereinigt) zum VJ-Quartal +4,3% +1,6% +1,2% +0,2% +0,1% -0,6%

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.299 vom 28. Juli 20231

Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im Kalenderjahr 2022 um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr gewachsen2. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine wie den externen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmitte sowie der Fachkräftemangel. Auswirkungen der Corona-Pandemie waren hingegen Ende des Jahres kaum noch zu spüren. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen ist sehr unterschiedlich verlaufen. Der Dienstleistungsbereich gemeinsam mit dem Wirtschaftsbereich Verkehr und Gastgewerbe haben nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen besonders stark profitiert. Die Bruttowertschöpfung im Handel ist dagegen zurückgegangen. Im Baugewerbe haben Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang geführt. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten haben den Fachleuten zufolge die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe gebremst.3

Besonders die Rekordinflation belastete im Schlussquartal vor allem den Privatkonsum als wichtigste Konjunkturstütze. Entsprechend schwach fiel auch die Veränderung des BIP im Q4.2022 aus. Unter Berücksichtigung der Wachstumsraten im ersten und zweiten Quartal 2023 können wir inzwischen von einer sogenannten technischen Rezession sprechen.

Der Außenhandel nahm laut den Angaben des statistischen Bundesamts trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland habe preisbereinigt 3,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr exportiert. Die Importe hätten gleichzeitig sehr viel stärker zugelegt - um preisbereinigt 6,7 Prozent zu.4 Der Außenbeitrag insgesamt habe das BIP-Wachstum dadurch gedämpft.

Trotz der konjunkturellen Achterbahn erwies sich der deutsche Arbeitsmarkt als konstant. In der nachfolgenden Tabelle ist die Anzahl der Erwerbstätigen mit einem Arbeitsort in Deutschland ersichtlich:

Quartal Q1.2022 Q2.2022 Q3.2022 Q4.2022 Q1.2023 Q2.2023
Anzahl Erwerbstätige in 1.000 45.199 45.519 45.707 45.959 45.619 45.859

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.303 vom 01. August 20235

Die Entwicklung der Erwerbstätigkeit ist weiterhin positiv, die Wachstumsdynamik lässt aber nach. Gegenüber Juni 2022 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Juni 2023 um 0,7 %. Im Vorquartal betrug der Anstieg hingegen noch 0,9 %. Der langfristige Aufwärtstrend setzt sich somit auf dem Arbeitsmarkt verlangsamt fort.

Am Ende des 2. Quartals 2023 wird für die Wirtschaft in Deutschland allenfalls mit einer graduellen Erholung gerechnet.6 Bremseffekte werden durch die restriktive Geldpolitik der EZB ausgelöst. Diese haben ihren Ursprung in der anhaltend hohen Inflationsquote. Wenngleich auch eine Entwicklung nach unten erkennbar ist:

Monat Feb 2023 Mär 2023 Apr 2023 Mai 2023
Veränderung Inflationsrate zum VJ-Monat +8,7% +7,4% +7,2% +6,1%
Monat Jun 2023 Juli 2023 Aug 2023
Veränderung Inflationsrate zum VJ-Monat +6,4% +6,2% +6,1%

Quelle: Statistisches Bundesamt, veröffentlicht im September 2023

Die für Deutschland und alle übrigen Industrieländer historisch gesehen hohen Inflationsraten zwangen die EZB im September 2023, ihre Einlagezinssätze erneut deutlich zu erhöhen. Vornehmliche Zielsetzung der Zinssatzerhöhungen ist eine Verminderung des Preisauftriebs in der Eurozone und damit auch in Deutschland.

Zusammengenommen wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,4 % sinken wird, weil das Minus aus dem ersten Halbjahr durch die langsame Erholung nicht wettgemacht werden kann. Wesentliche Ursachen sind vor allem ein schleppender Konsum der privaten Haushalte in Deutschland und schwächelnde Exporte, nicht zuletzt aufgrund der Flaute der chinesischen Wirtschaft. Ins kommende Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft dann aber schwungvoll starten und im Gesamtjahr 2024 um voraussichtlich 1,2 % zulegen.7 Die Inflationsrate dürfte weiter zurückgehen von durchschnittlich 6,0 % im Jahr 2023 auf 2,6 % im Jahr 2024.8

Naturgemäß ist die Nachfrage nach Arbeitskräften, unabhängig ihrer rechtlichen Einkleidung als Festanstellung, Arbeitnehmerüberlassung oder auf freiberuflicher Tätigkeit, sehr stark von konjunkturellen Entwicklungen abhängig. Der problematischen konjunkturellen Entwicklung stand der sich weiter verschärfende Fachkräftemangel im Kalenderjahr 2022 und 2023 gegenüber.

Grundsätzlich ist aber der Mangel an qualifizierten Fachkräften in Deutschland, der die Großunternehmen dazu zwingt, bestimmte, dringend benötigte Expertise am Markt einzukaufen, weiterhin struktureller und damit langfristiger Natur. Dies trifft aufgrund der Struktur der deutschen Wirtschaft mit ihrer Exportorientierung insbesondere für IT-Spezialisten und Ingenieure zu. Für passgenaue Ressourcen, deren spezielle Kenntnisse dauerhaft oder zeitlich begrenzt für ein Projekt benötigt werden, existiert aus unserer Sicht ein permanenter Bedarf, zu dessen Deckung eine steigende Anzahl von Unternehmen bereit ist, spezialisierte Dienstleister zu beauftragen.

Hinzukommt, dass die Corona Krise und der Lockdown in der Gesellschaft und auch in der Industrie einen Digitalisierungsschub angestoßen hat, der ohne zusätzliche IT-Spezialisten nicht machbar ist.

Die Konkurrenz um qualifizierte Ressourcen ist unseres Erachtens nach wie vor extrem hoch. Sowohl Endkunden als auch große Personaldienstleister gehen verstärkt dazu über, Aus- und Weiterbildungen anzubieten oder zu finanzieren. Auch Ressourcen aus dem benachbartem und europäischem Ausland werden verstärkt gesucht und engagiert, wobei jedoch die Sprachbarriere unserer Erfahrung nach weiterhin der limitierende Faktor bleibt.

Trotzdem trifft im deutschen Markt immer noch eine begrenzte Anzahl von hochqualifizierten Spezialisten auf eine deutlich höhere Nachfrage. Der Markt bietet einer Vielzahl von Anbietern mit ähnlichem Geschäftsmodell wie dem der Hays AG attraktive Chancen. Allerdings ist festzustellen, dass die Hays AG nach wie vor aus unserer Sicht im Vergleich zur Konkurrenz ein Alleinstellungsmerkmal darin besitzt, dass sie ihre Dienstleistung deutschlandweit für eine Vielzahl von Skills und für verschiedene Vertragsformen anbietet.

2. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Hays AG konzentriert sich mit ihren Dienstleistungen auf Unternehmen aus den TOP 500 der deutschen Wirtschaft mit einer Streuung über alle Branchen. Die größten 10 Kunden sind für weniger als 20% des Rohertrags verantwortlich.

Das Ergebnis des am 30. Juni 2023 endenden Geschäftsjahres ist vor dem Hintergrund der dargestellten konjunkturellen Situation aus unserer Sicht als sehr zufriedenstellend zu beurteilen. Bei den Umsatzerlösen wurden die Ziele erreicht. Das Ergebnis und der Rohertrag haben unsere ursprünglichen Erwartungen übertroffen. Im Hinblick auf die Marktposition ist die Hays AG gemäß der letzten Lünendonk-Liste „Anbieter für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland9 weiterhin mit großem Abstand der größte Anbieter.

Die Hays AG ist in vielen nationalen Metropolen vertreten und bietet ihren Mitarbeitern Arbeitsplätze, die durch Wachstumsdynamik, Effizienz und hohe Eigenverantwortung geprägt sind. Die Mitarbeiterzahl stieg in den vergangenen 12 Monaten von 2.123 auf 2.304 Personen zum Ende des Geschäftsjahres. Der Personalaufbau trägt den ambitionierten Wachstumszielen im Umsatz und Ergebnis Rechnung, um die Substanz in allen Geschäftsfeldern zu erhöhen und für die Zeit nach der Krise vorbereitet zu sein. Die Gesellschaft ist weiterhin darauf fokussiert die Kundennachfragen mit einer ausreichenden Anzahl von eingearbeiteten Mitarbeitern und etablierten Prozessen zu bedienen. Alle Geschäftsfelder werden weiterbetrieben und sind auf Wachstum ausgerichtet.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung wird der Umsatz und der Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) herangezogen. Des Weiteren wird das Ergebnis vor Steuern als bedeutsame Kennzahl zur internen Steuerung herangezogen. Im Rahmen der Unternehmensführung werden weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Unternehmens von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen des Berichtswesens werden für das Unternehmen auch nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch nur für die interne Steuerung erhoben werden und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Im Wesentlichen werden Kennzahlen aus dem Personalwesen einbezogen, wie zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter und Schulungsstunden.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um Tsd. Euro 74.132 angestiegen. Auf der Aktivseite haben sich im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um Tsd. Euro 65.491 auf Tsd. Euro 423.734 aufgrund höherer Umsätze erhöht.

Der geringfügige Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Tsd. Euro 517 auf Tsd. Euro 128.404 resultiert im Wesentlichen daraus, dass zum Stichtag die Forderungen aus dem Cash-Pool-Guthaben gegenüber der Hays Holding GmbH um Tsd. Euro 1.817 auf Tsd. Euro 92.234 (Vorjahr Tsd. Euro 90.417) gestiegen sind.

Die sonstigen Rückstellungen sind um Tsd. Euro 2.972 gesunken, im Wesentlichen aufgrund von geringeren Personalrückstellungen. Korrespondierend zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Tsd. Euro 33.175 angestiegen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von Tsd. Euro 105.994 enthalten (Vorjahr Tsd. Euro 81.946).

Mit der Hays Holding GmbH, Mannheim, wurde am 15. Juni 2016 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dieser trat rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft.

Durch den vorliegenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht ab dem 1. Juli 2015 eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft zur Hays Holding GmbH. Umsatzsteuerlich ist die Gesellschaft seit dem 1. April 2016 Organgesellschaft der Hays Holding GmbH, die als Organträger fungiert hat. Seit Januar 2021 ist die Gesellschaft Organgesellschaft der neugegründeten Hays Beteiligungs GmbH & Co.KG, Mannheim die als Organträger des vorherigen Organkreises fungiert.

Begründet durch den Anstieg der Bilanzsumme bei einem konstanten Eigenkapital ist die Eigenkapitalquote auf 11,6 % (Vorjahr: 13,2 %) gesunken.

6. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Hays AG in Höhe von 1.869 Mio. € (Vorperiode 1.590 Mio. €) sind in der Periode vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 17,6 % gestiegen. In unseren Planungen gingen wir auch von einem Umsatzanstieg von 16-18 % aus. Damit haben wir die Erwartungen vollständig erfüllt. Der Bereich der Vermittlung von freiberuflichen Experten ist um 313 Mio. € bzw. 25,7 % auf 1.531 Mio. € gestiegen. Das Geschäft mit der Vermittlung von Experten in Festanstellung hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 61 Mio. € (Vorjahr: 54 Mio. €) erzielt und ist damit um 13,0 % gestiegen. Auch im Bereich „Managed Service Providing“ konnten die Umsatzerlöse um 37 Mio. € auf 277 Mio. € erhöht werden.

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt Tsd. Euro 327.314 (Vorjahr: Tsd. Euro 273.142) und wies eine Verbesserung von 19,8 % auf. Ursprünglich gingen wir von einem Anstieg von 16-18 % aus. Wesentlicher Grund für den höheren Anstieg bzw. die Abweichung des Rohertrages sind auch hier die Erholung des Marktes sowie der überproportionale Anstieg im Bereich Vermittlung von freiberuflichen Experten. Hingegen hat sich der Anstieg des margenschwachen MSP-Geschäftes kaum ausgewirkt.

Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von Tsd. Euro 103.938 liegt um 30,0 % über dem Wert des Vorjahres (Tsd. Euro 79.941). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung des Rohertrages zurückzuführen.

Die Umsatzrendite (Betriebsergebnis zu Umsatzerlöse) liegt mit 5,6 % über dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 5,0 %). Die Verbesserung dieser Kennzahl ist ebenfalls im Wesentlichen auf die positive Entwicklung des Rohertrages zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von Tsd. Euro 105.994 hat sich gegenüber dem Vorjahr um Tsd. Euro 24.048 oder 29,3 % erhöht. Bei diesem finanziellen Leistungsindikator ging man in den Planungen von 21-23 % aus. Die Ursachen für die Entwicklung sind die gleichen wie bei der Entwicklung des Betriebsergebnisses.

7. Finanzlage

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt Tsd. Euro 94.646 (Vorjahr: Tsd. Euro 87.752). Der Anstieg ist hauptsächlich auf das um Tsd. Euro 24.048 höhere Periodenergebnis zurückzuführen.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt Tsd. Euro -11.174 (Vorjahr: Tsd. Euro -44.999). Die Forderungen aus dem Cash-Pooling haben um Tsd. Euro 1.817 zugenommen. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen Tsd. Euro 12.942 (Vorjahr Tsd. Euro 9.451). Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit besteht im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung des Vorjahresergebnisses und hat sich entsprechend gemindert.

Die Forderungsausfälle sind weiterhin im Promillebereich des Jahresumsatzes. Zum Geschäftsjahresende betrugen die Wertberichtigungen für insolvente Kunden auf Forderungen aus Lieferung und Leistungen Tsd. Euro 84. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden Forderungen gegenüber insolventen Kunden i.H.v. 1,0 Mio. Euro ausgebucht, denen eine entsprechende Verringerung der Wertberichtigung gegenüberstand.

III. Chancen- und Risikobericht

Die Hays AG hat ihre führende Marktposition in der Rekrutierung und Vermittlung von IT-Experten in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut (siehe letzte Lünendonk-Liste 202110). Der Bedarf an IT-Experten wird neben dem Fachkräftemangel auch zusätzlich durch den Digitalisierungsschub, der durch die Corona-Krise und den Lockdown angestoßen wurde, weiterhin verstärkt werden. Nach wie vor bestehen für spezialisierte Personaldienstleistungen ein hohes Potenzial und gute Wachstumschancen. Die Vorteile, die diese Dienstleistungen sowohl Großunternehmen in Bezug auf Flexibilität und Kostenersparnis als auch selbständigen Spezialisten in Bezug auf erzielbaren Verdienst und abwechslungsreiche Arbeit bieten, sind unverändert vorhanden. Großunternehmen setzen nach unseren Beobachtungen ihre Bemühungen fort, ihre Einkaufsvolumina auf Preferred Supplier zu bündeln bzw. bestimmte klar abgegrenzte interne Prozesse auf externe Dienstleister zu verlagern. Nach unserer Ansicht wird die Anzahl der Lieferanten pro Kunde sich damit reduzieren und die bestehende Fragmentierung des Marktes mittelfristig zurückgehen. Die Hays AG unterstützt ihre Kunden aktiv in diesen Prozessen. Aus diesem Grund haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin stark in die Automatisierung der Abrechnungsprozesse investiert. Es ist anzunehmen, dass die Hays Gruppe sowohl aufgrund ihrer Größe, ihrer technischen Infrastruktur als auch der Dauer ihrer Kundenbeziehungen von dieser Entwicklung profitieren wird. Die Marktkonsolidierung wird u.E. auch durch die aktuell unsicheren Marktverhältnisse noch einen Schub erhalten. Unternehmen, die keine ausreichende Kapitalausstattung haben, oder aus Kundensicht nicht genug Risikobeständigkeit haben, werden Marktanteile an die großen Anbieter verlieren.

Die Hays AG verfügt über ein implementiertes Risikomanagementsystem. Dies beinhaltet ein internes Reporting und Frühwarnsystem, mittels dessen alle relevanten Risiken regelmäßig vom Vorstand analysiert werden und auf dessen Basis Entscheidungen zur Unternehmensteuerung getroffen werden.

Primäres Ziel des Risikomanagements ist die Vermeidung von Einzelrisiken oder Gruppen von Einzelrisiken mit einer hohen Korrelation hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, die ein Schadenspotential bergen, das geeignet ist, den Fortbestand der Hays AG zu gefährden. Zusätzlich soll gewährleistet werden, dass geltende Gesetze und Vorgaben eingehalten werden. Die Erreichung dieses Primärziels der Unternehmensfortführung ist mit allen sachlich und ökonomisch vertretbaren Mitteln zu gewährleisten und stellt somit das nicht aufhebbare Minimalziel des Risikomanagements dar.

Risiken bestehen sowohl aufgrund genereller konjunktureller und politischer Entwicklungen als auch marktspezifischer Gegebenheiten. Im Falle eines Konjunktureinbruches und der daraus resultierenden Investitionszurückhaltung von Großkunden, würde das Geschäft von Hays direkt negativ beeinflusst werden. Die aktuelle Wirtschaftslage wird auch vor dem Hinblick der andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine intensiv beobachtet. Die rasant gestiegenen Energiepreise, hohe Inflation und mögliche Konsumentenzurückhaltung werden sicherlich einen wachstumsdämpfenden Effekt haben. Politische Veränderungen vor allem im Bereich der Arbeits- und Sozialgesetzgebung können einen negativen Einfluss ausüben, wobei die Gefahr darin besteht, dass der Unterschied im Liberalisierungsgrad weiter zunimmt. Hier sind sowohl die Unterschiede zu den europäischen Nachbarn als aber auch zu den neuen EU-Mitgliedern und EU-Beitrittskandidaten in Osteuropa relevant. Durch Nearshoring sind insbesondere Großunternehmen in der Lage, ihre IT-Abteilungen aber auch andere Servicefunktionen wie Buchhaltung, Controlling und Reporting in diese Länder zu verlagern und damit den Faktor Arbeit billiger, aber auch flexibler zu gestalten. Durch den Ausbau des Permanent Geschäftes sowie die Hinzunahme des Finance und Marketing & Sales sowie des Life Science und Legal Geschäftes hat sich jedoch das Risikoprofil der Hays AG in den vergangenen Jahren positiv geändert. Die Abhängigkeit vom IT/Engineering Geschäft hat sich, obwohl nach wie vor vorhanden, weiter reduziert.

Der Eintritt insbesondere großer international tätiger ausländischer Personaldienstleister in den deutschen Markt wird sich noch verstärken, wodurch sich die Konkurrenzsituation weiter verschärfen wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch sowohl auf der Einkaufs- als auch auf Kundenseite Risiken entstehen, die den Gewinn von Hays negativ beeinflussen können.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken sind zum einen wegen der diversifizierten Kundenstruktur und zum anderen aufgrund der guten Bonität der Kunden von Hays als weniger relevant einzustufen, allerdings ist das Risiko durch die unsichere konjunkturelle Entwicklung für die kommenden Jahre als wesentlich höher einzustufen. Diesem Risiko wird zukünftig mit einem noch intensiveren Forderungsmanagement begegnet. Wesentliche Risiken aus Verbindlichkeiten sind nicht zu erkennen, da große Teile aus Lieferungen und Leistungen resultieren und in Euro fakturiert sind. Sie stellen somit kein wesentliches Währungskursrisiko dar. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden im Rahmen einer Liquiditätsplanung erfasst und überwacht.

Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf “Corona/COVID-19“ beziehungsweise dem Risiko, dass das Infektionsgeschehen wieder vergangene Niveaus erreicht, besteht grundsätzlich die Unsicherheit einer weiteren negativen Auswirkung im gesamtwirtschaftlichen Kontext. Für die Hays AG bestehen dabei direkte Risiken vor allem im Abschluss von neuem Geschäft aufgrund der Zurückhaltung der Kunden bei neuen Projekten und den vorgenannten potenziellen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden deren Liquiditätspolster aufgrund von weiteren „Infektionswellen“ nicht mehr ausreichen könnten. Diese Risiken können aus heutiger Sicht nicht verlässlich quantifiziert werden.

Wir, der Vorstand, gehen davon aus, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen.

IV. Prognosebericht

Zur Erreichung der im Vorjahr getroffenen Prognosen berichten wir im Abschnitt zur Ertragslage.

Für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 rechnen wir mit einem Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von -4 bis -6 %, hingegen beim Rohertrag mit einem Rückgang von 0 bis -2 % im Vergleich zum abgeschlossenen Geschäftsjahr. Das Ergebnis vor Steuern wird sich trotz steigendender Personalaufwendungen in Höhe von 1 bis 3 % erhöhen.

Die Planungen sehen einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor, der ausreichen wird, um alle Investitionen leisten zu können sowie zur Aufstockung des Cash-Pool Guthabens beitragen wird. Investitionen sind nur in dem Maße geplant, wie es das Wachstum der Mitarbeiterzahl erfordert.

Zusammenfassend befindet sich die Hays AG unserer Ansicht nach vor einem herausfordernden Marktumfeld und gesamtwirtschaftlichen Kontext, aber mit einer soliden Ausgangslage. Allerdings befindet sich die gesamte Branche in derselben Situation. Im Vergleich ist aber die Hays AG aufgrund ihrer strategischen Ausrichtung und finanziellen Stärke in einer besseren Situation, um sowohl in einem Szenario einer stagnierenden Gesamtwirtschaft als auch bei einer positiven Entwicklung der Konjunktur zu bestehen und die sich ergebenden Chancen eines dynamischen Marktes bestmöglich zu nutzen. Ziel ist es mit hochmotivierten Mitarbeitern, wieder den Expansionskurs der vergangenen Jahre weiter fortzusetzen. Gefahren für eine Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung der letzten Jahre stellen im Wesentlichen eine Verschlechterung der oben angesprochenen exogenen Faktoren dar, die von Hays direkt nicht beeinflussbar sind.

V. Erklärung der Unternehmensführung

Gem. dem „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ ist sich die Geschäftsführung der Hays AG dessen Anforderung bezüglich der Frauenquote im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie in den zwei darunterliegenden Führungsebenen bewusst.

Der Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil der Führungsebenen schrittweise zu steigern. Die Zielgröße für den Frauenanteil der ersten Führungsebene wird auf 10 % und der zweiten Führungsebene auf 35 % festgelegt. Beide Zielgrößen konnten rechtzeitig bis zum 30. Juni 2023 erreicht werden. Für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2028 wurde als Zielgröße für den Frauenanteil der ersten Führungsebene 10 % und der zweiten Führungsebene 35 % festgelegt.

Im Aufsichtsrat beträgt der Frauenanteil zum Stichtag ein Drittel. Im Vorstand haben wir die Größe von einem Drittel seit dem 01. Juli 2023 erreicht. Zielgröße für den Aufsichtsrat wurde bis zum 31.12.2023 auf 33,3% festgelegt. Für den Vorstand betrug die Zielgröße bis zum 31.12.2023 weiterhin 0%.

Mannheim, 13. November 2023

Der Vorstand

Alexander Heise, Vorstandsvorsitzender

Markus Auer

Imke Mahner

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/07/PD23_299_811.html

2 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Publikationen/

Downloads-Inlandsprodukt/statistischer-bericht-2180120233225.xlsx?__blob=publicationFile

3 https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatis-deutsche-wirtschaft-waechst-2022-um-1-9-prozent-903100

4 https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatis-deutsche-wirtschaft-waechst-2022-um-1-9-prozent-903100

5 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/08/PD23_303_132.html

6 Hamburgisches WeltWirtschaftsinstitut, Pressemitteilung vom 07.Juni 2023

7 https://www.diw.de/de/diw_01.c.880731.de/aufschwung_vorerst_nur_in_trippelschritten_____ab_2024_

kommt_deutsche_wirtschaft_aber_wieder_in_fahrt.html

8 https://www.ifo.de/fakten/2023-09-07/ifo-konjunkturprognose-herbst-2023-konjunktur-deutschland-kuehlt-weiter-ab

9 https://www.luenendonk.de/aktuelles/presseinformationen/luenendonk-liste-it-freelancer-top-10-anbieter-mit-leichtem-

umsatzrueckgang-und-optimistischem-ausblick/

10 https://www.luenendonk.de/aktuelles/presseinformationen/luenendonk-liste-it-freelancer-top-10-anbieter-mit-leichtem-

umsatzrueckgang-und-optimistischem-ausblick/

Jahresabschluss der Hays AG für das Geschäftsjahr 2023 (01.07.2022 - 30.06.2023)

Handelsrecht (HGB)

Bilanz zum 30. Juni 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 (01.07.2022 - 30.06.2023)

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz zum 30.6.2023

Aktiva

in Tsd. Euro 2023 2022 Anhang
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 24.113 18.694 1
Sachanlagen 9.199 7.347 2
33.312 26.041
Umlaufvermögen
Vorräte 0 248
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 557.261 489.844 3
Flüssige Mittel 839 802 4
558.100 490.894
Rechnungsabgrenzungsposten 2.837 3.182 5
594.249 520.117
Passiva
Eigenkapital 6
Gezeichnetes Kapital 7.073 7.073
Kapitalrücklage 1.186 1.186
Gewinnrücklagen 142 142
Bilanzgewinn 60.391 60.391
68.792 68.792
Rückstellungen 20.577 23.548 7
Verbindlichkeiten 498.278 422.231 8
Rechnungsabgrenzungsposten 6.602 5.546 9
594.249 520.117

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.7.2022 bis zum 30.6.2023

in Tsd. Euro 2023 2022 Anhang
Umsatzerlöse 1.869.203 1.589.864 11
Sonstige betriebliche Erträge 6.728 3.699 12
Materialaufwand 1.541.889 1.316.722 13
Personalaufwand 158.808 127.455 14
Abschreibungen 5.631 4.911 15
Sonstige betriebliche Aufwendungen 65.665 64.534 16
Finanzergebnis 2.056 357 17
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 1.648 18
Ergebnis nach Steuern 105.994 81.946
sonstige Steuern 0 0
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 105.994 81.946
Jahresüberschuss 0 0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 60.391 60.391
Bilanzgewinn 60.391 60.391

Anlage zum Anhang

Allgemeine Grundlagen

Die Hays AG (Gesellschaft) wurde am 15. November 1999 gegründet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Mannheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 8258).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Hays AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. Euro) ausgewiesen.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni (abweichendes Wirtschaftsjahr).

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Am 30. Juni 2015 wurden die Anteile der Hays International Holdings Limited, London (Großbritannien) an der Hays AG an die neu gegründete Tochtergesellschaft Hays Holding GmbH, Mannheim (Deutschland) übertragen.

Es besteht seit dem 15. Juni 2016 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Hays Holding GmbH, Mannheim. Dieser trat rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft.

Die Gesellschaft gehört zum umsatzsteuerlichen und zum ertragsteuerlichen Organkreis der Hays Holding GmbH, Mannheim. Umsatzsteuerlich war die Gesellschaft seit dem 1. April 2016 Organgesellschaft der Hays Holding GmbH, die als Organträger fungiert hat. Seit Januar 2021 ist die Gesellschaft Organgesellschaft der neugegründeten Hays Beteiligungs GmbH & Co.KG, Mannheim die als Organträger des vorherigen Organkreises fungiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.

Die Bewertungsmethoden der Vorjahre wurden unverändert beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt wesentlichen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die geleisteten Anzahlungen betreffen im Wesentlichen Kosten für entgeltlich erworbene Software und deren Customizing, die zum Bilanzstichtag über das Gesamtprojekt betrachtet noch nicht betriebsbereit war. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Sachanlagen sind zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen Mietereinbauten, die zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt waren.

Nutzungsdauern

in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software linear/ 1-8 Jahre
Bauten auf fremden Grundstücken
Mietereinbauten linear/ 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
EDV-Hardware linear/ 2-8 Jahre
Büroausstattung linear/ 2-15 Jahre

Auf die Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen wurde die Jahresabschreibung pro rata temporis verrechnet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert unter 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

In den Vorräten sind Betriebsstoffe (Bestand Werbemittel) enthalten. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Ein niedrigerer beizulegender Wert am Bilanzstichtag wird durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der monetären Fremdwährungsbestände erfolgt zum Devisenkassakurs am Stichtag.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Latente Steuern wurden aufgrund des nunmehr seit dem 1. Juli 2015 bestehenden Organschaftsverhältnisses auf Ebene der Organträgerin Hays Holding GmbH, Mannheim, berechnet und gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften ausgewiesen. Seit Januar 2021 werden die latenten Steuern auf Ebene der neuen Organträgerin Hays Beteiligungs GmbH & Co.KG, Mannheim, ausgewiesen.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Soweit Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen.

2 Sachanlagen

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen.

3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. Euro 2023 2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 423.734 358.243
gegen verbundene Unternehmen 128.404 127.887
(davon gegen Gesellschafter) 92.475 91.024
Sonstige Vermögensgegenstände 5.123 3.714
557.261 489.844

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 92.475 Tsd. Euro (Vorjahr: 91.024 Tsd. Euro) die Gesellschafterin Hays Holding GmbH aus einer Cash Pool Vereinbarung. Die weiteren 35.929 Tsd. Euro (Vorjahr: 36.863 Tsd. Euro) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.700 Tsd. Euro sowie Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft 22.229 Tsd. Euro. Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 5.123 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.714 Tsd. Euro) beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von 717 Tsd. Euro (Vorjahr: 971 Tsd. Euro) sowie Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Ertragssteuern, Lohnsteuer sowie Zinsen in Höhe von 3.847 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.077 Tsd. Euro) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

4 Flüssige Mittel

Die Flüssigen Mittel beinhalten im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind 410 Tsd. Euro (Vorjahr: 421 Tsd. Euro) treuhänderisch gebunden.

Aufgrund der Cash Pooling Vereinbarung mit der Hays Holding GmbH werden die Euro Guthaben bei Kreditinstituten täglich an die Hays Holding GmbH übertragen. Fremdwährungsbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet und sind nicht Gegenstand der Cash-Pool-Vereinbarung.

5 Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus erhaltenen Rechnungen, deren Leistungszeiträume die Folgejahre betreffen.

6 Eigenkapital

in Tsd. Euro 2023 2023 2022
Grundkapital 7.073 7.073
Kapitalrücklage 1.186 1.186
Andere Gewinnrücklagen 142 142
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 60391 60391
Gewinnausschüttung 0 0
Zwischensumme 60391 60391
Jahresüberschuss 0 0
Bilanzgewinn 60.391 60.391
Eigenkapital 68.792 68.792

Zum Bilanzstichtag beträgt das Grundkapital Euro 7.073.360,00, eingeteilt in 7.073.360 Inhaber-Stückaktien mit einem Nennbetrag von Euro 1 je Stückaktie.

Am 4. April 2007 wurde der Gesellschaft von der Hays International Holdings Limited, London (Großbritannien), mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an der Hays AG gehört. Gleichzeitig hat die Hays Specialist Recruitment (Holdings) Limited, London (Großbritannien), mitgeteilt, dass ihr keine Beteiligung an der Hays AG mehr gehört.

Mit Abspaltungsvertrag vom 29. Februar 2016 wurden die von der Hays AG als Alleingesellschafterin gehaltenen Aktien der Hays (Schweiz) AG mit einem Buchwert von 63 Tsd. Euro rückwirkend zum 1. Juli 2015 im Wege einer Abspaltung zur Aufnahme ohne Gewährung neuer Geschäftsanteile an die alleinige Anteilseignerin Hays Holding GmbH, Mannheim übertragen. Gleichzeitig fand eine Reduktion der Kapitalrücklage um den Buchwert von 63 Tsd. Euro statt. Die Handelsregistereinträge erfolgten am 2. März 2016 beim Amtsgericht Mannheim.

Die Hays plc., London, Großbritannien, ist alleinige Anteilseignerin sowohl der Hays International Holdings Limited, als auch der Hays Specialist Recruitment (Holdings) Limited, beide London (Großbritannien). Die Hays International Holdings Limited, London/Großbritannien, ist seit Januar 2021 Kommanditistin der neugegründeten Hays Beteiligungs GmbH & Co.KG, Mannheim. Diese ist alleinige Anteilseignerin der Hays Holding GmbH, Mannheim, die wiederum alleinige Anteilseignerin der Hays AG, Mannheim, ist.

In der Kapitalrücklage in Höhe von 1.186 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.186 Tsd. Euro) ist die gesetzliche Rücklage in Höhe von 708 Tsd. Euro (Vorjahr: 708 Tsd. Euro) enthalten.

Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 142 Tsd. Euro resultieren aus der erstmaligen Anwendung des § 274 HGB i.d.F. des BilMoG im Jahr 2011.

7 Rückstellungen

in Tsd. Euro 2023 2022
Steuerrückstellungen 0 0
Sonstige Rückstellungen 20.577 23.548
20.577 23.548

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd. Euro 2023 2022
Personalrückstellungen 11.881 13.035
Boni an Kunden 3.689 4.915
Prozesskosten 70 124
Beratungs- und Prüfungskosten 494 615
Marketing 68 146
Ausstehende Rechnungen 119 65
Übrige 4.256 4.648
20.577 23.548

In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiterboni und nicht genommener Urlaub enthalten.

8 Verbindlichkeiten

davon Restlaufzeit
in Tsd. Euro 2023 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 282.157 282.157 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 207.572 207.572 0 0
sonstige 8.549 8.549 0 0
(davon aus Steuern) 2.608 2.608 0 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 0 0 0 0
498.278 498.278 0 0
davon Restlaufzeit
in Tsd. Euro 2022 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 248.982 248.982 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 163.562 163.562 0 0
sonstige 9.687 9.687 0 0
(davon aus Steuern) 2.704 2.704 0 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 0 0 0 0
422.231 422.231 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 79.200 Tsd. Euro (Vorjahr 58.450 Tsd. Euro).

Des Weiteren sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber der Anteilseignerin in Höhe von 105.994 Tsd. Euro (Vorjahr: 81.946 Tsd. Euro) aus Ergebnisabführung enthalten.

Weiterhin sind Umlageverbindlichkeiten in Höhe von 6.679 Tsd. Euro (Vorjahr: 11.514 Tsd. Euro) sowie Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von 15.699 Tsd. Euro (Vorjahr: 11.652 Tsd. Euro) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 8.549 Tsd. Euro (Vorjahr: 9.687 Tsd. Euro) enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 2.608 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.704 Tsd. Euro).

9 Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen in Rechnung gestellte aber noch nicht als Umsatz realisierte Erlöse aus Vermittlungen im Permanentgeschäft für das Folgejahr in Höhe von 6.602 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.546 Tsd. Euro).

10 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betreffen Miet- und Leasingverpflichtungen.

in Tsd. Euro 2023 2022
Bis zu 1 Jahr 20.992 18.314
Zwischen 1 und 5 Jahre 58.331 55.867
Mehr als 5 Jahre 30.096 40.721
109.419 114.902

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse, gegliedert nach Inland und Ausland, stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. Euro 2023 2022
Inland 1.841.628 1.575.289
Ausland EU 19.728 11.928
Ausland Nicht-EU 7.847 2.647
1.869.203 1.589.864

Die Umsatzerlöse, gegliedert nach Geschäftsbereichen, stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. Euro 2023 2022
Contracting 1.437.431 1.217.467
Managed Service Providing 277.426 239.863
Permanent Placements 61.136 53.473
Übrige Erlöse 93.210 79.061
1.869.203 1.589.864

Die übrigen Erlöse beinhalten im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen an Konzernunternehmen in Höhe von 4.081 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.661 Tsd. Euro) und Umlageweiterbelastungen an Konzernunternehmen in Höhe von 87.977 Tsd. Euro (Vorjahr: 75.302 Tsd. Euro).

12 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten:

in Tsd. Euro 2023 2022
Verrechnung sonstige Sachbezüge (Kfz-Gestellung) 3.118 2.627
Periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.969 538
Währungsumrechnungen 72 30
Übrige Erträge 569 504
6.728 3.699

13 Materialaufwand

Bei dem Materialaufwand (Aufwendungen für bezogene Leistungen) handelt es sich um Aufwendungen für die vermittelten Fachkräfte.

14 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in Tsd. Euro 2023 2022
Löhne und Gehälter 133.465 108.037
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 25.343 19.418
158.808 127.455

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Absatz 5 HGB waren im Geschäftsjahresdurchschnitt 2.288 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.942) die sich den Bereichen Backoffice (573; Vorjahr: 497), Sales/Recruitment Management (1.514; Vorjahr: 1.298) und Special Sales (201; Vorjahr: 147) zuordnen lassen.

15 Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel dargestellt.

16 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 136 Tsd. Euro (Vorjahr: 27 Tsd. Euro) enthalten.

17 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt:

in Tsd. Euro 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.546 841
(davon aus verbundenen Unternehmen) 1.598 606
3.546 841
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.490 484
(davon an verbundene Unternehmen) 1.460 431
2.056 357

Das Finanzergebnis beinhaltet mit 1.919 Tsd. Euro (Vorjahr: 227 Tsd. Euro) Zinserträge gegenüber dem Finanzamt.

18 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

in Tsd. Euro 2023 2022
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 0 822
Gewerbesteuer 0 826
Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag 0 0
0 1.648

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vorjahr periodenfremde Steuern in Höhe von 1.648 Tsd. Euro aufgrund von Steuerrückforderungen für die Jahre 2015 - 2016 enthalten.

Sonstige Angaben und Anlagen

Konzernbeziehungen

Das Mutterunternehmen der Hays AG, Mannheim, ist die Hays Holding GmbH, Mannheim, die alle Anteile an der Gesellschaft hält.

Die Gesellschaft ist nach § 291 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

Für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die Hays PLC., London, Großbritannien den befreienden Konzernabschluss auf, der im Companies House für England und Wales in Cardiff, Großbritannien, unter der Nummer 2150.950 registriert ist.

Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im deutschen Unternehmensregister veröffentlicht.

Im Wesentlichen bestehen bei den immateriellen Vermögensgegenständen abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach HGB und IFRS in Höhe von 12.612 Tsd. Euro.

Aufsichtsrat

Aufsichtsräte der Gesellschaft sind:

Herr Alistair Cox, London (Großbritannien), Vorsitzender, (Chief Executive Officer bei Hays PLC, London) bis 22.09.2023
Herr James Hilton, London (Großbritannien), (Chief Financial Officer) bei Hays PLC, London) Vorsitzender ab 22.09.2023
Herr Paul Venables, London (Großbritannien), (Chief Financial Officer bei Hays PLC, London) bis 26.07.2022
Herr Richard Snowden, London (Großbritanien), (Group Financial Controller bei Hays PLC, London ab 22.09.2023
Frau Sandra Henke, London (Großbritannien), (Group Head of People and Culture bei Hays PLC, London) ab 26.07.2022 bis 06.11.2023
Herr Doug Evans, London (Großbritannien), (Company Secretary/General Counsel bei Hays PLC, London) ab 06.11.2023

Die Aufsichtsratsmitglieder haben keine Vergütung für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr erhalten.

Vorstand

Vorstände der Gesellschaft sind:

Herr Dipl.-Betriebswirt Markus Auer, Brühl, CFO (Chief Financial Officer)
Herr Dipl.-Kaufmann Dirk Hahn, Ilvesheim, (Vorstandsvorsitzender), CEO (Chief Executive Officer) bis 22.09.2023
Herr Dipl.-Wirtschaftsingenieur Christoph Niewerth, Dreieich-Buchschlag, COO (Chief Operating Officer) bis 22.09.2023
Herr Dipl.-Kaufmann Alexander Heise, Waghäusel-Kirrlach, COO (Chief Operating Officer) bis 22.09.2023; ab 22.09.2023 Vorstandsvorsitzender/ CEO (Chief Executive Officer)
Frau M.Sc. Arbeits- und Organisationspsychologin Imke Mahner, Nieder-Wöllstadt, CPCO (Chief People & Culture Officer) ab 01.07.2023

Die Vorstände erhalten keine Vorstandsvergütung von der Hays AG.

Honorare des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2022/2023 beträgt 100 Tsd. Euro (Vorjahr: 93 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, der weiterhin risikobehafteten Energieversorgung, der stark gestiegenen Inflation und den Folgewirkungen der COVID-19-Pandemieentwicklung, besteht grundsätzlich die Unsicherheit einer weiteren negativen Auswirkung im gesamtwirtschaftlichen Kontext. Für die Hays AG bestehen dabei direkte Risiken vor allem in Abschluss von neuem Geschäft aufgrund der Zurückhaltung der Kunden bei neuen Projekten und den vorgenannten potenziellen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden deren Liquiditätspolster nicht mehr ausreichen könnten. Diese Risiken können aus heutiger Sicht nicht quantifiziert werden.

Mannheim, 13. November 2023

Vorstand

Alexander Heise, Vorstandsvorsitzender

Markus Auer

Imke Mahner

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023 (01.07.2022 - 30.06.2023)

Immaterielle Vermögensgegenstände

in Tsd. Euro
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.7.2022 27.096 7.393 34.489
Zugänge 204 8.190 8.394
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 20 - 20 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.6.2023 27.320 15.563 42.883
Abschreibungen 1.7.2022 15.795 0 15.795
Abschreibungen des Geschäftsjahres 2.975 0 2.975
Zuschreibungen 0 0 0
Änderung aus Abgängen 0 0 0
Änderung aus Umbuchungen 0 0 0
Abschreibungen 30.6.2023 18.770 0 18.770
Restbuchwerte 30.6.2023 8.550 15.563 24.113
Restbuchwerte 30.6.2022 11.301 7.393 18.694
Sachanlagen

in Tsd. Euro
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.7.2022 999 18.916 285 20200
Zugänge 1.073 3.724 - 264 4.533
empfangene/abgesetzte Zuschüsse 0 0 0 0
Abgänge - 7 - 1.033 - 17 - 1.057
Umbuchungen 0 18 0 18
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.6.2023 2.065 21.625 4 23.694
Abschreibungen 1.7.2022 578 12.275 0 12.853
Abschreibungen des Geschäftsjahres 128 2.528 0 2.656
Zuschreibungen 0 0 0 0
Änderung aus Abgängen - 4 - 1.010 0 - 1.014
Änderung aus Umbuchungen 0 0 0 -0
Abschreibungen 30.6.2023 702 13.793 0 14.495
Restbuchwerte 30.6.2023 1.363 7.832 4 9.199
Restbuchwerte 30.6.2022 421 6.641 285 7.347

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hays AG, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hays AG, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hays AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Stuttgart, den 13. November 2023

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Landau, Wirtschaftsprüfer

ppa. Birgit Pflumm, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde am 14. Dezember 2023 festgestellt.